Lagebericht

Frontenkarte für Samstag, den 29.02.2020, 13 MEZ @ UBIMET

Aktuelle Wetterlage

Im Bereich der Britischen Inseln zieht bereits das nächste für Deutschland interessante Tief auf. Nach der Warmfront erreicht am Samstag schließlich die Kaltfront das Land. Mit deren Durchzug lebt v.a. im Westen und Norden  stürmischer Wind auf. Auch am Sonntag bleibt es mit der Passage eines Randtiefs windig, der Montag verläuft landesweit unbeständig.

Überblick Warnungen

STURM
Die Informationen sind bis Samstagabend, an der Nordsee bis inklusive Sonntag gültig.

GEFRIERENDER REGEN
Die Vorwarnungen gelten für Samstagmorgen.

Warnausblick

Der Samstag hat zunächst weitgehend ruhiges und deutlich milderes Wetter zu bieten, am Nachmittag trifft im Westen jedoch die nächste Kaltfront samt Regen, einzelnen Gewittern und stürmisch auflebendem Südwestwind ein. Sie erreicht bis zum Abend in abgeschwächter Form den Osten.

Am Sonntag weht vor allem im Nordwesten starker bis stürmischer Südwestwind, bis auf einzelne Schauer bleibt es aber tagsüber trocken. Am Abend zieht mit einem Randtief im Westen neuerlich Regen auf.

Der Montag hat vor allem in der Mitte und im Norden unbeständiges Wetter zu bieten, zwischen den Schauern kommt aber auch öfters die Sonne durch. Nur in Richtung Alpen bleibt es meist trüb. In den Mittelgebirgen weht anfangs noch starker Südwestwind, sonst spielt der Wind keine Rolle.

Autor

Joshua Pillar
Samstag, 29. Februar 2020 um 04:45 Uhr

Warnlagebericht

Frontenkarte für Samstag, den 29.02.2020, 13 MEZ @ UBIMET

Aktuelle Wetterlage

Das Tief BIANCA ist inzwischen über Rumänien abgezogen, wetterbestimmend ist in den Abendstunden ein Zwischenhoch über Mitteleuropa. Nach Warmfrontdurchgang herrscht am Samstag verbreitet ruhiges Wetter, in den Alpen frischt Südföhn auf. Am Sonntag zieht dann eine schwache Kaltfront durch, über Norditalien bildet sich anschließend ein Tief. Dieses bringt dann zu Beginn der neuen Woche im Süden des Landes kräftigen Regen und Schnee.

Überblick Warnungen

FÖHN
Die Warnungen sind am Samstag gültig.

GEFRIERENDER REGEN
Die Vorwarnungen gelten für den Samstagmorgen.

 

Warnausblick

Am Samstag besteht besonders im Inn- und Mühlviertel in den Morgenstunden stellenweise die Gefahr vor gefrierendem Regen. Ansonsten geht es mit einem Sonne-Wolken-Mix durch den Tag. Markant wird der Südföhn, er greift im Tagesverlauf mit stürmischen Böen und Sturmböen bis in viele Täler der Nordalpen durch. Auch im Umfeld der Koralpe macht sich stürmischer Südwestwind bemerkbar.

Am Sonntag fällt in den Zentralalpen sowie südlich davon Regen, stellenweise auch kräftig. Die Schneefallgrenze liegt oberhalb von 700 bis 1000 m. In der Nordhälfte des Landes ziehen nur ein paar Regenschauer durch, im Westen bleibt es trocken und zeitweise scheint hier auch die Sonne.

Der Montag verläuft entlang des Alpenhauptkammes sowie im Süden dicht bewölkt und zunehmend regnerisch. Im Norden und Osten scheint anfangs zeitweise die Sonne, am Nachmittag ziehen aber dichte Wolken auf und am Abend beginnt es auch hier zumindest zeitweise zu regnen. Die Schneefallgrenze liegt bei rund 1200 m und sinkt zum Abend auf 1000 m ab.

Autor

Joshua Pillar
Samstag, 29. Februar 2020 um 04:45 Uhr

Am Samstag viele Wolken, Südföhn

Am Samstag überwiegen die Wolken und in der Früh fällt nördlich der Alpen ein wenig Regen, im Donauraum kann es zunächst lokal auch glatt werden. Tagsüber überwiegen die trockenen Phasen und zwischendurch kommt die Sonne zum Vorschein, vor allem von Unterkärnten bis ins Marchfeld.

Teils stürmischer Südföhn

Im Westen frischt kräftiger bis stürmischer Südföhn, am Alpenostrand lebhafter bis kräftiger Südwind auf. Am Abend geht der Föhn zu Ende und aus Westen setzt Regen, oberhalb von etwa 1000 m Schneefall ein.

Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 5 Grad in manchen schattigen Tälern und 16 Grad im äußersten Westen.

Titelbild: foto-webcam.eu / Saalfelden

Kaltluftvorstoß in Mitteleuropa

Großwetterlage

Ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien lenkt zum Wochenende kalte Polarluft nach Mitteleuropa. Im Laufe des Freitags stößt die Kaltluft mit einer nordwestlichen Höhenströmung in den Alpenraum vor. Am Samstag liegt die Luftmassengrenze parallel zum Alpenhauptkamm und es besteht damit ein markanter Temperaturgradient in der freien Atmosphäre über Österreich.

Am Freitag Mittag befindet sich die Kaltfront voraussichtlich über Frankreich und Deutschland und bewegt sich Richtung Süden weiter. © Deutscher Wetterdienst

Temperaturunterschiede im Alpenraum

In den südlichen Landesteilen liegt am Samstag tagsüber die Lufttemperatur auf dem Druckniveau von 850 hPa bei bis zu 2 Grad, im äußersten Nordosten dagegen bei etwa minus 7 Grad. Somit ist auch bei der Schneefallgrenze ein deutlicher Unterschied von Nord nach Süd zu verzeichnen. In der kalten aber relativ trockenen Luft nördlich der Alpen ist dort nur wenig Niederschlag zu erwarten, in den westlichen Landesteilen – von Vorarlberg bis in die Tauernregion – ist die Luft wesentlich feuchter, dort gehen dagegen teils kräftige Schneefälle nieder.

Der Temperaturgradient über Österreich am kommenden Samstag um 00 UTC gemäß dem RACE-Wettermodell. © UBIMET

Frost

Vielerorts ist in der Nacht von Freitag auf Samstag bzw. Samstag auf Sonntag mit Bodenfrost zu rechnen, tagsüber bleiben die Temperaturen dann jeweils im einstelligen, aber positiven Bereich. Am Montag sind dagegen in einigen Landesteilen Eistage möglich, d.h. die Tageshöchstwerte übersteigen über den gesamten Tag den Gefrierpunkt nicht.

Ausblick

Am Sonntag setzt sich mit einer südwestlichen Höhenströmung etwas wärmere Luft durch, die jedoch im Laufe des Montags erneut von polarer Kaltluft zurückgedrängt wird. Dabei ist dann nach aktuellem Stand der Wettermodelle bis ins nordöstliche Flachland etwas Schnee möglich.

Am 27. November 2018, vor genau einem Jahr, lag am 358 m hohen Bisamberg bei Wien ein wenig Schnee. © foto-webcam.eu

 

Titelbild: pixabay.com

146 km/h – Sturmtief FABIENNE vor einem Jahr

Eine Warmfront brachte damals in der ganzen Südwesthälfte Deutschlands anhaltenden Regen. Mit dem Tiefkern selbst regnete es dann vor allem von der Eifel über Hessen und Thüringen bis zur Lausitz kräftig. Hier sowie nördlich dieser gedachten Linie spielte der Wind praktisch keine Rolle. Gut zu sehen ist die Zugbahn des Tiefs auf der ersten Grafik über der Mitte Deutschlands, hier hatte es auch am meisten geregnet.

In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.
In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.

An der darauffolgenden Kaltfront von Tief Fabienne entwickelten sich heftige Gewitter, mit den Gewittern lebte der Nordwestwind stürmisch auf.

Insgesamt hatte unser Blitzmessnetz innerhalb von 24 Stunden mehr als 65.000 Blitze registriert, alleine 35.000 davon in Bayern und 17.000 in Baden-Württemberg. Gut zu erkennen auf der Blitzverteilung:

Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.
Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.

Hier noch zur Übersicht die markantesten Böen:

Spitzenböen bewohnte Orte Deutschland Sonntag, 23. September 2018 06:00 Uhr bis Montag, 24. September 2018 06:00 Uhr:

  1. Würzburg (BY) 137 km/h
  2. Niederstetten (BW) 122 km/h
  3. Schongau (BY) 112 km/h
  4. Stötten (BY) 108 km/h
  5. Weiden (BY) 108 km/h
  6. Gelbelsee (BY) 104 km/h
  7. Altmühlsee (BY) 103 km/h
  8. Freudenstadt (BW) 100 km/h
  9. Stuttgart (BW) 101 km/h
  10. Laupheim (BW) 101 km/h

 

Bildquelle: pixabay.com

Hoch CORINA bringt den Sommer zurück

Hitze im Sommer

Die nahezu strömungsparallele Kaltfront von Tief BERND sorgte in den letzten Tagen für erhöhte Niederschlagssummen in Südostdeutschland – vor allem im Allgäu und im Bayerischen Wald. Auf einer Linie vom Bodensee über Ingolstadt bis in die Oberpfalz wurden mehrfach Regenmengen von über 30 L/qm innerhalb von 24 Stunden gemessen. Gebietsweise wie etwa in Vorarlberg lagen die Messwerte auch noch etwas darüber, örtlich wurden bis 60 L/qm erreicht.

24h-Niederschlagsanalyse bis Mittwochmorgen. © UBIMET
24h-Niederschlagsanalyse bis Mittwochmorgen. © UBIMET

30 Grad am Wochenende

Lagen die Höchsttemperatur zuletzt fast im ganzen Land unter 25 Grad, so bringt der Hochdruckeinfluss den Sommer wieder in Schwung und lässt das Thermometer höhere Werte anzeigen. Am Donnerstag werden verbreitet 24 bis 27 Grad erreicht, am Oberrhein sind bis zu 29 Grad möglich. Am Freitag wird im Südwesten vereinzelt die 30-Grad-Marke geknackt, aber auch im Osten gibt es Höchstwerte um 29 Grad. Am Wochenende setzt sich mit Zufuhr an warmer Luft der sommerliche Wetter fort und immer häufiger wird die 30-Grad-Marke geknackt.

Prognose der Höchstwerte am Sonntag von ICON
Prognose der Höchstwerte am Sonntag von ICON. © DWD / UBIMET

 

Auf Starkregen folgt erneut sommerliche Hitze

Sonne im Osten, Regen im Westen

Eine verwellte Kaltfront kommt über dem Westen Österreichs zu liegen, hier stellt sich am Diestag nasses und relativ kühles Wetter ein. Niederschlagssummen von über 50 bis 70 l/qm bis Mittwochnacht sind vor allem in Vorarlberg und im Außerfern möglich, entsprechende Starkregenwarnungen wurden bereits ausgegeben.

Nach dem klimatologischen Mittel fallen in Schoppernau (Vorarlberg) 251 l/qm im August. Bis inklusive Montag, den 19. August fielen an dieser Station bereits 187 l/qm.  Durch die reichlichen Niederschläge im äußersten Westen könnte nun innerhalb von nur zwei Tagen das Monats-Niederschlagssoll erreicht werden.

Prognose der 48-stündigen Niederschlagssumme. © UBIMET 2019
Prognose der 48-stündigen Niederschlagssumme. © UBIMET 2019

Der Hochsommer ist noch nicht vorbei

Im Laufe der Woche nimmt der Hochdruckeinfluss wieder zu und es setzt sich eine südöstliche Höhenströmung durch, mit der erneut warme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Österreich transportiert werden.

Demzufolge wird es am Freitag vor allem an der Alpenostseite wieder hochsommerlich – dort werden Temperaturen von über 30 Grad erwartet. Nach aktuellem Stand sind aber auch im Westen der Republik knapp 30 Grad möglich. Am Samstag und Sonntag fallen die Höchsttemperaturen planmäßig noch um eine Spur höher aus, dann wird wahrscheinlich auch in Salzburg und Oberösterreich die 30-Grad-Marke überschritten, wobei im Bergland die Schauer- und Gewitterneigung in Richtung Wochenende auch wieder etwas zunimmt.

Prognose der Höchstwerte für kommenden Sonntag. © ECMWF / UBIMET
Prognose der Höchstwerte für kommenden Sonntag. © ECMWF / UBIMET

 

 

Teils kräftige Gewitter in der Westhälfte Deutschlands

Großwetterlage

In Zusammenhang mit einer schwachen Kaltfront, die sich von von West nach Ost vorarbeitet, ziehen Schauer und Gewitter über Mitteleuropa durch. Mit der südwestlichen Höhenströmung gelangt feuchte und warme Luft nach Deutschland, aufgrund der labilen Schichtung der Atmosphäre besteht damit ein stark erhöhtes Gewitterrisiko.

Aktuell hohe Blitzdichte in Westeuropa

Am Mittwochvormittag werden hohe Blitzraten gemessen, rund 60 Blitze pro Minute sind im Benelux-Raum zu verzeichnen. Vor allem von Antwerpen bis Rotterdam sind teils kräftige Schauer und Gewitter unterwegs, die örtlich Starkregen und kräftige Windböen mit sich bringen.

Erhöhte Blitzaktivität in Belgien, in der Niederlande sowie in Teilen Schleswig-Holsteins am Mittwochvormittag.

Ausblick für Deutschland

Auch in Deutschland steigt im Tagesverlauf die Gewittergefahr vor allem in der Westhälfte deutlich an. Kräftige Schauer und Gewitter gehen im Schwarzwald, an der Nordsee und im Rhein-Main Gebiet nieder. Am Donnerstag verlagert sich das Gewitterrisiko in Osten, vor allem Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind dann betroffen.

Unwetterartige Gewitter in der Nacht in Frankreich

Vom späten Dienstagabend bis in die zweite Nachthälfte entwickelten sich in der Mitte Frankreichs sowie in der Normandie teils heftige Gewitter, örtlich fielen tischtennisballgroße Hagelkörner vom Himmel und sorgten mitunter für Schäden im landwirtschaftlichen Anbau.

Titelbild: pixabay.com

 

Starke Gewitter im Osten

Großwetterlage

Tief GEBHARD I mit Zentrum über den Britischen Inseln steuert die Wetterlage in West- und Mitteleuropa. Dabei wird kühle und sehr feuchte Meeresluft auf der Rückseite einer Kaltfront nach Deutschland transportiert. Die Entstehung von teils markanten Unwettern ist aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und frontalen Hebungsprozessen deutlich begünstigt.

 

CAPE (Convective Available Potential Energy), ein Index für die verfügbare Energie zur vertikalen Luftmassenbewegung, ist ein wichtiger Indikator zur Gewittervorhersage in einer Region. Im Nordosten der Bundesrepublik ist das CAPE am Donnerstagnachmittag stark erhöht.

Unwetterartige Schauer und Gewitter

Ab der Mittagszeit werden im Osten Deutschlands Schauer und Gewitter erwartet. Besonders östlich der Linie Hamburg – Hof bilden sich am Nachmittag schwere Gewitter. In Verbindung damit tritt gebietsweise Starkregen auf, der mancherorts auch für kleine Überschwemmungen sorgen kann. Weiterhin sind auch Hagelkörner und stürmische Böen möglich.  Die entstandenen Gewitterzellen ziehen zum späten Abend dann in Richtung Polen ab und lösen sich dann spätestens in der Nacht auf.

Im Nordosten Deutschlands ist am Nachmittag und Abend die Wahrscheinlichkeit für die Bildung von Hagelkörnern sehr hoch.

Rückblick: In der vergangenen Nacht bis zum Morgen Starkregen und Gewitter im äußersten Westen

Bis zum frühen Donnerstagmorgen gingen vom Saarland bis ins nördliche Emsland kräftige Schauer und Gewitter nieder. Örtlich gab es Starkregenereignisse, der Regen summierte sich  in Kleve am Niederrhein  auf 36,4 mm innerhalb von 12 Stunden. Im selben Zeitraum fielen in Winterspelt an der belgischen Grenze sogar 37,9 mm Regen. Im Laufe des Vormittags zogen die Gewitter dann weiter über die Elbe und hinauf bis nach Nordfriesland.

 

Quelle Titelbild: pixabay.com