Unwetter in Nigeria

Im Bereich der äquatorialen Tiefdruckrinne gehören Gewitter aufgrund der starken Einstrahlung zur Tagesordnung. Diese verschiebt sich mit den Jahreszeiten und wandert im Sommer nach Norden. Aufgrund dieser Verschiebung setzt folglich der Westafrikanische Monsun ein.

Gut zu sehen sind diese Gewitter (und die bringen in erster Linie den vielen Regen) auf dem Satellitenbild von diesem Montag:

Satellitenbild zeigt Gewitter in Nigeria.
Satellitenbild zeigt Gewitter in Nigeria.

In Nigeria betrifft dies vorrangig den Norden und so kam es, dass von Sonntag auf Montag ein starkes Gewitter mit gewaltigen Niederschlagsmengen westlich der Stadt Kano niederging. Die Kombination aus trockenem Boden und starkem Regen führte dann zu massiven Überschwemmungen. Dabei ist der Stausee an einem Damm übergelaufen und im Anschluss wurden viele Dörfer rund um die Region überflutet.

Dabei sind mindestens 49 Menschen ums Leben und weitere 20 werden noch vermisst. Die Wassermassen kosteten auch hunderte Weidetiere das Leben.

Bereits 2 Tage zuvor wurde die Stadt Abeokuta im Süden des Landes von heftigen Regenfällen getroffen.

 

Funnel in New York gesichtet

Blitze über der Skyline von New York.

Diese Gewitter brachten neben heftigem Regen auch stürmische Böen und eben auch einen Funnel direkt über der Weltstadt New York.

Um ca. 15:00 Uhr Ortszeit bildete sich der Funnel nach Ansicht der Radarbilder über dem Hafen von New York und zog anschließend ostwärts Richtung Brooklyn.

Via Social Media verbreiteten sich die tollen Film- und Fotoaufnahmen rasch über die Stadtgrenzen hinaus:

Bodenkontakt hatte der Funnel mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht, sodass ein Tornado ausgeschlossen werden kann.

Die heftigsten Gewitter wüteten in den Neuengland-Staaten New Hampshire, Massachusetts und Connecticut, wo zahlreiche Bäume und Strommasten umstürzten. In New York fielen mit den Gewittern in nur 3 Stunden rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter, 75 bis 100 Liter waren es sogar an der Küste New Jerseys.

Hintergrundwissen: Funnel

Der sichtbare Teil einer rotierenden Luftsäule wird Trichterwolke (engl.: funnel cloud) genannt und erstreckt sich im Aufwindbereich einer Schauer- oder Gewitterzelle. Sie kann aber auch bei niederschlagsfreien Quellwolken beobachtet werden. Wenn der rotierende Luftwirbel Kontakt mit den Boden hat, spricht man von einem Tornado, auch wenn dieser im unteren Bereich unsichtbar ist. Trichterwolken treten wesentlich häufiger als Tornados auf.

Auch in Österreich sind Funnel durchaus möglich, im Bezirk Gänserndorf wurde kürzlich einer gesichtet, seht hier.

1816 – Das Jahr ohne Sommer

Der Sommer 1816 fiel einem Vulkanausbruch zum Opfer.

Das Jahr 1816 ging als das „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein, mit tagelangen Regenfällen und Gewittern, Nachtfrösten und stellenweise selbst mit Schnee bis in mittlere Lagen. Wir werfen hier einen kleinen Blick zurück in die Vergangenheit und erklären, was damals in der Atmosphäre los war. Das Jahr 1816 wird in weiten Teilen Europas und auch in Nordamerika als das „Jahr ohne Sommer“ bezeichnet. Ungewöhnliche Kälteperioden, die selbst Anfang Juli und Ende August im Nordosten der USA sogar zu Nachtfrost führten, waren nur eine der ungewöhnlichen Wetterkapriolen in jenem Jahr. Im Osten Kanadas soll es sogar zu heftigen Schneefällen gekommen sein. Auch ein Großteil Europas erlebte ganz und gar unsommerliches Wetter mit häufigem Regen und extrem niedrigen Temperaturen.

Hochwasser und Missernten

Viele Chroniken beispielsweise aus der Schweiz, dem Elsass oder auch dem südlichen Deutschland berichten von häufigem Hochwasser, der Rhein trat über die Ufer und überschwemmte ähnlich wie viele andere Flüsse im südlichen Mitteleuropa viele Landstriche. Die Luft war oft kalt genug, dass es in den Nordalpen mehrfach bis gegen 800 Meter herab schneite. Auch weite Teile Frankreichs und Großbritanniens erlebten über längere Phasen hinweg nasskaltes Wetter, welches zu Missernten führte. In einigen Regionen, besonders in der Schweiz, führte dies sogar zu Hungersnöten, da der Getreidepreis innerhalb kurzer Zeit extrem anstieg.

Vulkan als Ursache

Erst im frühen 20. Jahrhundert kam man den Ursachen für diese Witterungsanomalie auf die Spur. Im Jahre 1815, also ein Jahr zuvor, brach der Tambora-Vulkan in Indonesien aus. Dieser Ausbruch gehört bis heute zu den schwersten Eruptionen neuerer Zeit, die neben enormen Asche- und Staubmengen vor allem auch große Mengen an Schwefel in die Atmosphäre schleuderte. Dieser legte sich wie ein Schleier um die Erde und dämpfte die Sonnenstrahlung markant, wodurch die globale Temperatur der Erde für einige Jahre um rund 1 Grad absank. Zudem gab es bereits in den Jahren davor andere, schwächere Ausbrüche. In Kombination mit der Tambora-Eruption hatte diese ungewöhnliche Serie von Ausbrüchen einen folgenreichen Effekt auf das globale Klima.

Warnlagebericht

Aktuelle Wetterlage

Am Mittwoch verstärken sich zwischen dem Hoch über Westeuropa und einem Tief über Osteuropa die Druckgegensätze weiter über dem Alpenraum. Folglich muss man im Osten mit teils stürmischem Wind rechnen. In der zweiten Wochenhälfte überwiegt dann vorübergehend der Hochdruckeinfluss und die Temperaturen steigen auf ein hochsommerliches Niveau, ehe am Samstag ein Tiefausläufer von Westen her für eine steigende Gewittergefahr sorgt.

Überblick Warnungen

GEWITTER
Die Vorwarnungen gelten für Mittwochmittag. Warnungen erfolgen bei Bedarf zeitnah.

STURM
Die Warnungen im Nordosten sind von Mittwochvormittag bis -abend gültig.

Warnausblick

Am Mittwoch legt der Wind im Osten noch etwas zu. In einem Streifen vom Wald- und Weinviertel über das Wiener Becken bis zum Seewinkel sowie am Alpenostrand muss man in exponierten Lagen auch mit stürmischen Böen rechnen! Bis auf einzelner Schauer im Bereich der östlichen Nordalpen sowie im Weinviertel bleibt es aber weitgehend trocken.

Der Donnerstag hat in weiten Teilen des Landes freundliches Sommerwetter zu bieten, nur im Osten ziehen zunächst noch teils kompakte Wolken durch. Der Wind lässt etwas nach, weht im Osten aber weiterhin lebhaft aus Nordwest.

Am Freitag scheint verbreitet die Sonne, vor allem im Osten ist der Himmel über weite Strecken wolkenlos. Im Tagesverlauf entstehen allmählich Quellwolken, es bleibt aber weitgehend trocken. Nur am westlichen Alpenhauptkamm sind am späten Nachmittag lokale Hitzegewitter nicht ganz ausgeschlossen. Dazu wird es heiß mit Höchstwerten über 30 Grad.

Der Samstag startet im Westen und im zentralen Bergland mit einigen Wolken. Noch am Vormittag sind entlang der westlichen Nordalpen erste Schauer und Gewitter möglich. Im Tagesverlauf steigt die Gewittergefahr von Westen her generell an. Die meisten Sonnenstunden sind im äußersten Osten zu erwarten, spätestens am Abend wird es auch hier gewittrig. Im Donauraum weht mäßiger Ostwind, im Osten auch mäßiger Südostwind, hier wird es auch sommerlich-heiß.

Autor

Sebastian Koblinger

Mittwoch, 18.07.2018 um 9:00 Uhr

Am Mittwoch sommerlich, im Osten stürmisch

Sonnenblume trotzt dem Wind

Am Mittwoch scheint nach Abklingen letzter Regenschauer vor allem von Vorarlberg bis in die Südsteiermark häufig die Sonne. Lokale Schauer am Nachmittag treten selten auf und beschränken sich hauptsächlich auf die Regionen vom Pinzgau bis zur Eisenwurzen. Im Osten und Nordosten ziehen zwar ausgedehnte Wolken durch, auch hier bleibt es aber weitgehend trocken und zwischendurch zeigt sich die Sonne.

Sturm und Hitze

Im Osten weht kräftiger, mitunter stürmischer Nordwestwind, Böen bis zu 80 km/h sind zu erwarten. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 31 Grad.

Die Hitzepole befinden sich heute:

  • im Rheintal und Walgau
  • im Drautal
  • in der Südsteiermark und im Südburgenland

 

Titelbild: pixabay.com

Hochdruckeinfluss bringt am Mittwoch sonniges Wetter

Prognose für die Schweiz

Am Mittwoch im Norden viel Sonne mit nur harmlosen Schleier- und Quellwolken, 25-29 Grad. Im Süden meist sonnig, bis 31 Grad.

Aussichten für die Schweiz

Am Donnerstag im Norden meist sonnig, nur vereinzelt Quellwolken. 27-31 Grad. Im Süden meist sonnig, bis 31 Grad.

Beitragsbild: pixabay.com

Vorsicht bei Gewittern in den Bergen

Vorsicht bei Blitz und Donner in den Bergen!

Verschiedene Arten

Bei Gewittern unterscheidet man vereinfacht gesagt zwischen zwei Arten: Wärmegewitter und Frontgewitter. Erstere können an sonnigen Sommertagen entstehen, meistens im Laufe des Nachmittags oder am Abend. Zuvor entwickeln sich über den Berghängen zunächst Haufenwolken, die klassischen Schönwetterwolken. Bleiben sie klein, so droht dem Wanderer keine Gefahr. Brenzlig wird es, wenn die Quellwolken zu riesigen Wolkentürmen heranwachsen und an der Oberseite wie ein Amboss aussehen. Ein weiteres Anzeichen ist die Farbe der Wolken: Wandelt sie sich von weiß zu grau oder dunkelblau, drohen Gewitter. Solche Wärmegewitter regnen sich oft an Ort und Stelle aus und „sterben“ so ab.

Frontgewitter sind deutlich schwieriger einzuschätzen. Erstens ziehen sie viel schneller auf, zweitens ist es zuvor häufig noch strahlend sonnig. Die Gewitter kommen also viel überraschender und bringen neben Regen und Hagel auch Sturm und eine massive Abkühlung mit sich. Frischt der Wind im Gebirge kräftig oder gar stürmisch auf, steht das Frontgewitter meist unmittelbar bevor. Meist vergehen dann nur noch wenige Minuten, bis es beginnt kräftig zu regnen und zu hageln.

Faustregeln

Generell gilt: Auch wenn das Gewitter noch weit entfernt scheint, weil beispielsweise kein Donner zu hören ist, sollte man die Zugrichtung immer im Blick haben. Gegebenenfalls sollte man sich also frühzeitig für einen Abbruch der Wanderung entscheiden, dauert es doch meist auch eine gewisse Zeit, ehe man einen sicheren Unterstand erreicht. Sieht man Blitze am Horizont, aber hört noch keinen Donner, so ist das Gewitter mindestens 18 km entfernt. Denn auf dieser Distanz wird der Schall geschluckt. Sieht man hingegen Blitze und hört verzögert den Donner, so lässt sich schnell ausrechnen, wie weit das Gewitter noch entfernt ist. Die Faustregel lautet: „Dauer zwischen Blitz und Donner in Sekunden geteilt durch drei ergibt die Entfernung in Kilometern“.

Wo findet man Schutz?

Blitze können aber auch beim Wanderer einschlagen, wenn das Gewitter noch rund 5 km entfernt ist. Grund hierfür sind unterirdische Wasseradern oder bei Klettersteigen gespannte Drahtseile, die die Spannung übertragen. Liegen zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden, wird es gefährlich. Spätestens jetzt sollte man sich in Sicherheit bringen. Dann gilt: weg von Gipfeln, Graten, exponierten Stellen wie Seilbahnstützen oder nassen Stellen. Sicherheit findet man dann in einer Hütte oder einer Biwakschachtel mit Blitzableiter, auch Wald bietet einen gewissen Schutz. Wird man dennoch von einem Gewitter überrascht, sollte man mit geschlossenen und angezogenen Beinen in die Hocke gehen, am besten auf einer isolierenden Unterlage (Rucksack).

Sturm am Mittwoch, dann heiß!

Perfektes Wetter zum Wäsche trocknen

Während die Skandinavier und Briten eine Hitzewelle nach der anderen erleben, präsentiert sich der Hochsommer in Mitteleuropa eher durchschnittlich. In dieser Woche nimmt er langsam wieder Fahrt auf, zuvor wird es aber nochmal ungewöhnlich stürmisch für die Jahreszeit.

Ein Tief im Nordwesten und ein Hoch im Südwesten ©Ubimet/NCEP
Ein Tief im Osten und ein Hoch im Südwesten ©Ubimet/NCEP

Im Niemandsland

Wettertechnisch liegt der Alpenraum derzeit, um es mal salopp auszudrücken, im Nirgendwo: Über uns befindet sich weder ein Tief noch ein Hoch, wir sind genau in der Mitte von zwei Druckzentren.  Im Osten Europas liegt ein Höhentief, welches uns in der vergangenen Woche beschäftigte, von Südwesten her drückt ein Hochdruckgebiet herein. Aufgrund dieser Konstellation werden die Druckunterschiede morgen zwischen West- und Ostösterreich recht groß. Daraus resultieren am Mittwoch hohe Windgeschwindigkeiten und diese werden besonders am Alpenostrand zu spüren sein. Dabei muss mit stürmischen Böen von 60 bis 70 km/h gerechnet werden, vereinzelt sogar etwas mehr.

Besonders im Osten Österreichs sind stürmische Böen zu erwarten.
Modellprognose der Windspitzen am Mittwoch. © UBIMET

Hochsommerliche Temperaturen

Mittwoch Abend ist jedoch wieder alles vorbei und das Hoch aus dem Südwesten setzt sich durch. Dieses bleibt dann bis einschließlich Freitag einigermaßen stabil und versorgt Österreich mit heißen Luftmassen. Im Westen wird die 30-Grad-Marke schon am Donnerstag recht verbreitet geknackt, am Freitag und Samstag arbeitet sich die Hitze dann auch weiter in den Osten voran.

Der diesjährige Höchstwert liegt übrigens bei 34,6 °C und wurde in Hohenau am 21. Juni gemessen. Derzeit zeigen die Modelle zwar einen Trend nach oben, der Bestwert dürfte aber auch die folgende heiße Wetterphase überstehen.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Rekordkälte und Sturm in Australien

Ein frostiger Morgen in Australien.

Eisig kalt

Weite Teile des Kontinents erlebten heute Morgen ein eisiges Erwachen. Mit -1,2 Grad am Olympiagelände von 2000 wurde in der Millionenmetropole Sydney ein neuer Tiefstwert für das Jahr 2018 gemessen. Ebenso im subtropischen Brisbane, hier fielen die Temperaturen auf +5 Grad. Am kältesten war es in Glen Innes im Norden von New South Wales, wo fast -10 Grad erreicht wurden.

 

Sturm am Dienstag

Eine kräftige Kaltfront bringt unterdessen dem Süden des Kontinents – genauer gesagt den Regionen südlich der Linie Adelaide-Sydney – am Dienstag stürmischen Wind. Die höchsten Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h werden dabei in den Australischen Alpen und auf Tasmanien erreicht. Doch auch in Melbourne drohen Böen bis zu 80 km/h!

Sturm bringt Sturmböen am Dienstag in Australien. © UBIMET
Sturm bringt Sturmböen am Dienstag in Australien. © UBIMET

Skispringen im Sommer?

Auch im Sommer kann man Skispringen.

Skispringen auch ohne Schnee

Kaum zu glauben, aber wahr: Auch im Sommer trainieren Skispringer ihre Sprünge auf Schanzen. Und was nur die Wenigsten wissen, es gibt sogar ganzjährige Skisprung-Wettbewerbe. Dafür werden die Schanzen und Landezonen (sogenannte Aufsprungbahnen) mit speziellen Matten aus Kunststoff belegt und sind damit auch für den Betrieb im Sommer ganz ohne Schnee geeignet. Die Matten werden mit Wassersprinklern befeuchtet und haben dadurch ähnliche Gleiteigenschaften wie Schnee. Der Anlauf besteht bei modernen Anlagen aus einer Keramik- oder Porzellanspur und die Landebahn aus meist grünen Kunststoffmatten aus dünnen Plastikstreifen.

Gute Mutprobe

Dennoch benötigt jeder Sprung eine große Portion Mut und steht vom Schwierigkeitsgrad her dem Skispringen im Winter um nichts nach. Im Gegenteil: Die Sommerhitze ist für die Athleten eine zusätzliche Belastung beim Training und im Wettbewerb, speziell in den luftdichten Hightech-Anzügen. Wer Lust darauf bekommen hat, die tollkühnen Luftakrobaten live zu bestaunen, hier geht’s zu den Sommer-Grand-Prix Terminen für dieses Jahr!

Fast 65.000 Blitze am Sonntagshimmel

Hagel färbt die Wiese weiß

Von diesen exakt 64.494 Blitzen zum Wochenausklang entfiel fast genau die Hälfte auf Bayern, wo 33.403 Entladungen registriert wurden. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 20.733 und Rheinland-Pfalz mit 6.396 Blitzen.

Das waren die Landkreise, in denen es am öftesten blitzte und donnerte:

  1. Heilbronn 1.847 Blitze
  2. Landsberg am Lech 1.741 Blitze
  3. Landshut 1.713 Blitze
  4. Karlsruhe 1.630 Blitze
  5. Erding 1.446 Blitze
  6. Regensburg 1.446 Blitze
  7. Kulmbach 1.394 Blitze
  8. Ansbach 1.333 Blitze
  9. Schwäbisch Hall 1.317 Blitze
  10. Bayreuth 1.314 Blitze

Gut zu sehen ist der Schwerpunkt der Gewitter auch auf unserer Niederschlagsanalyse. Bei den Wetterstationen haben Ihringen (BW) und Ruppersecken (RP) mit je 38 l/m² die Nase vorn. Manche Gewitterzellen brachten aber sogar bis zu 70 Liter Regen, beispielsweise jene bei Dorfen in Bayern oder Heilbronn!

Regenmengen am Sonntag © UBIMET
Vor allem in der Südhälfte regnete es mit den Gewittern am Sonntag heftig. © UBIMET

Dementsprechend heftig sieht es auch auf Bildern und Videos aus, doch die Gewitter haben auch ihre schönen Seiten…

In den gleichen Regionen wie gestern drohen auch heute wieder einige heftige Gewitter. Schwerpunkte dürften Bayern und Baden-Württemberg, Thüringen und der Westen Sachsens sein. Mit dem Deutschen Unwetterradar bleibt ihr immer bestens informiert!

Stromschlag durch Blitz unter der Dusche

Kräftiges Gewitter mit Blitz und Donner.

Am Rande eines Höhentiefs über Polen gab es am Freitag besonders im Osten Deutschlands mehrere Schauer und Gewitter. Die meisten Blitzentladungen wurden in Nordbrandenburg und Mecklenburg verzeichnet.

Stromschlag durch 186-kA-Blitz

Gegen 19:25 zog am Freitagabend in Peckatel bei Plate in Mecklenburg ein Gewitter auf. Es handelte sich dabei um kein besonders starkes Gewitter, dennoch  gab es rund um den kleinen Ort mehrere Blitzeinschläge. Um 19:26 schlug in einem Einfamilienhaus sogar ein sehr kräftiger Blitz mit einer Stromstärke von 186 kA ein. In kürzester Zeit wurde dabei etwa 11.500 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

In Peckatel in Mecklenburg erlitt ein Mann bei einem Gewitter einen Stromschlag unter der Dusche.
Blitzentladungen am Freitag © UBIMET

Indirekter Blitzschlag

Der Blitz verursachte erheblichen Sachschaden am Dachstuhl des Wohnhauses, zudem wurde in einem Nachbarhaus ein Mann unter der Dusche von einem Stromschlag getroffen. Er spürte danach ein anhaltendes Kribbeln in Armen und Beinen und musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Ursache dafür war die extrem große Spannung aufgrund des Blitzeinschlags, die durch das Wasser in die Dusche geleitet wurde. In diesem Fall war auch etwas Glück im Spiel: Wenn der Blitz das Haus des Mannes direkt getroffen hätte, wären die Folgen wohl wesentlich schlimmer gewesen.

Duschen bei Gewittern

Während in den meisten Neubauten mit Blitzschutz das Duschen im Zuge eines Gewitter unbedenklich ist, sollte man darauf in älteren Gebäuden ohne Blitzschutz unbedingt verzichten: Die meisten Wasserleitungen bestehen dort nämlich aus Metall und es kann eine mangelhafte Erdung vorliegen. Allgemeine Tipps zum Verhalten bei Gewittern, beispielsweise wie man die Gefahr indirekter Blitzschläge bzw. die Schrittspannung gering hält, gibt es hier: Verhaltensregeln bei Gewittern

 

Title-Photo: Derek Keats on VisualHunt.com / CC BY

Hagelunwetter bei Hartberg

Hagel

Der Alpenraum liegt derzeit zwischen einem Hoch über dem Mittelmeer und einem Tief über Weißrussland. Unter dem Einfluss einer nordwestlichen Höhenströmung gab es dabei am Samstag örtlich Schauer und Gewitter. Besonders betroffen waren die südöstlichen Landesteile, so gab es mit 1.098 die meisten Blitzentladungen im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld.

Im Berzirk Hartberg-Fürstendeld ging ein Hagelunwetter nieder.
Besonders im Südosten gab es kräftige Gewitter

Gewitterhotspot Hartberg

Bereits am Nachmittag zog knapp östlich von Hartberg ein kräftiges Gewitter durch, welches neben kräftigen Windböen für kleinen Hagelschlag sorgte. Diese Gewitterzelle zog unter Verstärkung über das Südburgenland nach Ungarn.

Das Hagelunwetter über Hartberg.
Radarbild um 18 Uhr © AustroControl /UBIMET

Hagelunwetter

Am späten Nachmittag bildetet sich dann ein weiteres Gewitter in den Fischbacher Alpen, welches unter rascher Verstärkung auf Hartberg traf. Hier kam es zu intensivem Hagelschlag, sogar die Autobahn wurde weiß eingefärbt.

Am Sonntag weitere Gewitter

Die Schauer- und Gewitterneigung bleibt am Sonntag vor allem im Bergland erhöht. Besonders von Vorarlberg bis zur Steiermark muss man über den Tag verteilt mit Schauern oder Gewittern rechnen, lokal besteht dabei die Gefahr von kleinem Hagel und Starkregen. Weitgehend trocken bleibt es dagegen im östlichen Flachland sowie teils auch im westlichen Donauraum.

Eisberg bedroht Dorf in Grönland

Ein Eisberg bedroht ein Dorf in Grönland

Die Siedlung Innaarsuit hat etwa 170 Einwohner und liegt an der Westküste Grönlands. Ein großer Eisberg bedroht derzeit das Dorf und dessen Einwohner: Das Kalben des Eisbergs kann nämlich große Wellen verursachen, die wie ein Tsunami auf die Küste prallen.

Kein Einzelfall

Das Kalben von Eisbergen ist ein normaler Vorgang, allerdings ist die Größe des Eisberges in diesem Fall außergewöhnlich. Und je größer die abbrechenden Eismassen sind, desto höher ist die Tsunami-Gefahr. Erst vergangenen Sommer sind bei einem ähnlichen Vorfall im Nordwesten Grönlands vier Menschen gestorben. Die am tiefsten gelegenen Häuser des Dorfes wurden daher evakuiert, zudem wurde vorsorglich ein Schiff der dänischen Marine in der Nähe stationiert.

Innaarsuit liegt an der Westküste von Grönland.
Innaarsuit liegt an der Westküste von Grönland. © www.google.com

Eis und Wellen

Am Ende von großen Gletschern kann man regelmäßig das Kalben des Eises beobachten, letztendlich entstehen so auch die meisten Eisberge in Grönland und in der Antarktis. Große Wellen sind jedenfalls keine Seltenheit, wie man in den folgenden Videos eindrücklich sehen kann.

Photo credit: SebsEye on Visualhunt / CC BY-NC-ND

Wasserhosen an der Westküste Italiens

In Italien wurden mehere Wasserhosen beobachtet.

Besonders betroffen war am Mittwoch die Westküste Italiens von Ligurien bis Latium. Am Küstenort Torvaianica, etwa 25 km südlich von Rom, traf eine Wasserhose sogar auf Land und sorgte dort für Aufregung bei Urlaubern und Einheimischen. Sobald eine Wasserhose auf Land trifft, handelt es sich per Definition um eine Windhose bzw. Tornado.

Wasserhosen

Für die Entstehung von Wasserhosen sind drei Faktoren besonders wichtig:

  • Der Unterschied zwischen der Wassertemperatur und der Lufttemperatur im Niveau der Wolkenbasis: Je größer die Temperaturdifferenz, desto höher die Labilität.
  • Lokale Windkonvergenezen, also Regionen, wo Winde aus zwei unterschiedlichen Richtungen aufeinanderprallen und zu Verwirbelungen führen.
  • Schwache Höhenwinde, da starke Windgeschwindigkeiten die Entwicklung vertikaler Verwirbelungen in der Luft unterdrücken können.

Besonders im Herbst sind Wasserhosen in Küstenregionen keine Seltenheit, da in dieser Jahreszeit die ersten Kaltluftausbrüche besonders über den noch warmen Meeren für hohe Labilitätswerte sorgen. Ganz besonders trifft dies auf den Mittelmeerraum zu, aber gelegentlich kann man sie auch im Binnenland über größeren Seen wie etwa dem Bodensee beobachten.

Wasserhosen und Tornados

Wasserhosen entstehen im Bereich lokaler Verwirbelungen der Luft unterhalb von Quellwolken und somit auf ganz unterschiedliche Art und Weise als die kräftigen Tornados, die man häufig auf Bildern aus den USA (und manchmal auch aus Europa) sieht. Letztere entwickeln sich im Zuge von langlebigen Superzellengewittern mit rotierendem Aufwindbereich und sind somit in den meisten Fällen wesentlich stärker. Dennoch können auch Wasserhosen, wenn sie auf Land treffen, für Schäden und herumfliegende Trümmer sorgen, weshalb man zur eigenen Sicherheit einen ausreichenden Abstand einhalten sollte.

Epischer Staubsturm im Südwesten der USA

Staubsturm in Arizona

In Arizona, New Mexico und Texas sind Staubstürme, auch Habub genannt, im Sommer nicht ungewöhnlich. Allerdings treten diese im Normalfall nicht in der Größe und Intensität auf, wie diese Woche in Arizona beobachtet wurde.

Entstehung von Staubstürmen

Entstehung eines Habubs
Entstehung eines Habubs © Roland Stull / www.eoas.ubc.ca

Ein großer Gewitterkomplex entsteht, durch Regen und Verdunstung entwickelt sich ein Kaltluftpool, der dann bodenah ausströmt. In den Wüstengebieten kann das zu Staubstürmen führen.

Hier noch ein Radarloop von einer Outflow Boundary (Grenze zwischen warmer Umgebungsluft und kältere Gewitterluft), die sich nach Gewitterbildung ringförmig ausbreitet:

Badeurlaub im Norden. Ist die Ostsee das neue Mittelmeer?

Fjord in Norwegen

Norwegen, Schweden und Finnland besitzen wie die beliebten Sommerurlaubsländer Kroatien und Italien ebenso einen Zugang zum Meer. Für einen Badeurlaub waren die Temperaturen dort aber bisher einfach zu niedrig. Das hat sich jedoch in den letzten paar Wochen geändert. Dort herrschen derzeit so hohe Temperaturen, dass die Wassertemperatur beinahe das Niveau des Mittelmeers erreicht hat.

Wassertemperatur Ostsee © Danish Meteorological Institute
Wassertemperatur Ostsee © Danish Meteorological Institute

Im Norden hoch sommerliche Temperaturen

Ein ausgeprägtes Hoch sorgt dort für diese hohen Temperaturen. Während die durchschnittliche Temperatur im Juli in Norwegen und Finnland bei etwa 20°C liegt, sind die derzeitigen Werte weit darüber. Im Norden von Skandinaviens, etwa 20 km südlich des Nordkaps, wurden gestern sogar unglaubliche 30°C an zwei Stationen gemessen. Also ist es derzeit 2500 km nördlich von Österreich wärmer als hier in Wien.

Prognostizierte Maximaltemperatur vom 12. Juli ©Ubimet/NCEP
Prognostizierte Maximaltemperatur vom 12. Juli ©Ubimet/NCEP

Der weitere Trend der Wettermodelle zeigt aber wieder einen leichten Rückgang der Temperatur. Sicher ist aber, dass sich diese Hitze nicht wirklich gut auf den schon weit fortgeschrittenen Rückgang des arktischen Eises auswirken wird.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Hohe Gewittergefahr zum Public Viewing

Public Viewing

Sommerlicher Samstag, Gewitter im Süden

Am Samstag dominiert zunächst der Sonnenschein und die Temperaturen steigen rasch an. Somit eignet sich der Tag für einen Besuch im Freibad oder am See, allerdings sollte besonders im Süden der Blick immer wieder zum Himmel gerichtet werden. Von Osttirol bis zum Wechselgebiet entstehen tagsüber kräftige Gewitter, die lokal mit Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen heftig ausfallen. Auch vom Tiroler Unterland bis zum Wald- und Mostviertel sind einzelne Gewitter unterwegs. Trocken bleibt es hingegen im äußersten Westen und meist auch im östlichen Flachland. Hier werden auch die Spitzenwerte von 30 Grad erreicht.

Gewitterreicher Sonntag

Am Sonntag sind im Bergland bereits am Vormittag erste Schauer und Gewitter unterwegs, die sich tagsüber auf weite Teile des Landes ausbreiten. Gerade in den länger sonnigen Regionen können die Gewitter dann umso heftiger ausfallen. Zum Spielbeginn des WM-Finales um 17 Uhr sind noch einige Gewitter unterwegs, so manche Public Viewing Veranstaltung fällt wohl ins Wasser. Deutlich bessere Bedingungen gibt es nur im Osten vom Weinviertel bis zum Nordburgenland, hier überwiegt auch am Abend der Sonnenschein. Die Höchstwerte liegen je nach Sonnenschein zwischen 20 und 29 Grad.

Unbeständige neue Woche

In der neuen Woche setzt sich das wechselhafte Wetter fort, nach derzeitigem Stand sind vor allem am Montag auch noch Unwetter möglich. Bis zur Wochenmitte gehen die Temperaturen von Westen her etwas zurück, dazu ziehen immer wieder Schauer und Gewitter durch. Bevorzugt bleibt das östliche Flachland, hier bleibt es meist trocken und auch am wärmsten.

Positiver Temperaturtrend in der zweiten Julihälfte

Im Gegensatz zu den Tropen bestimmen in Mitteleuropa die Hoch- und Tiefdruckgebiete das Wetter.  Derzeit liegt ein Tief direkt über Mitteleuropa und an dessen Vorderseite, sprich an der östlichen Flanke, werden heiße Luftmassen nach Norden transportiert. Dies führt derzeit zu hohen Temperaturen in der Ukraine und Teilen Russlands. Damit nun im Alpenraum dieser Fall eintritt, brauchen wir folglich ein Tiefdruckgebiet im Ostatlantik. Damit bekommen wir die Luftmassen aus dem Mittelmeerraum.

Transport von Luftmassen nach Norden auf der Vorderseite eines Tiefs © UBIMET / NCEP
Transport von Luftmassen nach Norden auf der Vorderseite eines Tiefs © UBIMET / NCEP

Alter Hurrikan als Wettermacher in Europa

Aufgrund eines Hurrikans im Atlantik, der in weiterer Folge unter Abschwächung in Richtung Europa zieht , kommt die Tiefdrucktätigkeit im Nordatlantik wieder in Gang.  Bisher dominierten hier Hochdruckgebiete das Wetter,  deshalb war es in Großbritannien in den vergangenen Wochen ungewöhnlich heiß.  Die Modellvorhersagen bestätigen diese Hypothese und der Temperaturtrend geht nach oben.

Zugbahn Hurrikan ©NOAA
Zugbahn Hurrikan ©NOAA

Keine Abweichung zum Mittel

Derzeit sind die Temperaturen im Alpenraum unter dem Monatsmittel, auf der Grafik wäre der Bereich in Österreich dann blau. Die Vorhersage zeigt nun, dass die zweite Hälfte nicht vom Mittel abweicht und dies entspricht wieder durchschnittliche sommerliche Temperaturen. Daraus folgt, dass der Temperaturtrend für die nächsten Tage nach oben gehen muss um das jetzige Defizit noch auszugleichen.Temperaturanomalie Europa ©NOAA

Temperaturanomalie Europa ©NOAA

Solche Vorhersagen sind zwar immer mit großer Vorsicht zu genießen, aber ein Umschwung in der Großwetterlage ist zu erkennen.

GISLINDE lindert die Trockenheit

Ein Regentag im Sommer © pixabay

Der stärkste Regen ist nun vorbei, Tief GISLINDE zieht nun nach Osten ab. Der perfekte Zeitpunkt für eine kleine Zusammenfassung. In den vergangenen zwei Tagen brachte das Tief verbreitet Regen in dem von Trockenheit geplagten Norden. Im Großteil von Sachsen-Anhalt fiel allerdings kaum ein Tropfen, nur in der Altmark sowie in Richtung Fläming regnete es ausreichend. Wie die unten stehende Grafik zeigt, wurde es auch im sonst vom Regen begünstigten Harz nur kurz nass.

Regensumme seit Dienstag
Regensumme seit Dienstag © UBIMET

Überschwemmungen in Brandenburg und Berlin

Während in Sachsen-Anhalt kaum ein Tropfen fiel, war es in den vergangen Stunden von der Uckermark bis nach Berlin stellenweise schon wieder zu viel des Guten. In nur wenigen Stunden fielen Donnerstagmorgen stellenweise bis zu 100 Liter pro Quadratmeter, dies führte zu lokalen Überschwemmungen und vollgelaufenen Keller.

Hier die Top 5 Messstationen der vergangenen 24 Stunden:

  1. Passow (Brb) 86,6 l/m²
  2. Berlin-Buch (B) 78,3 l/m²
  3. Ahrensfelde (Brb) 77,1 l/m²
  4. Angermünde (Brb) 69,0 l/m²
  5. Wustrow (Brb) 68,1 l/m²

Waldbrandgefahr gebannt

Da es in den vergangenen Tagen/Wochen schon einige Waldbrände gegeben hat und die Landwirte unter der Trockenheit stöhnen, ist wohl selten Regen im Juli derart willkommen gewesen. Die Waldbrandgefahr geht auf jeden Fall markant zurück, hier der berechnete Waldbrandindex vom Deutschen Wetterdienst.

Deutliche Entspannung der Waldbrandgefahr in Nordostdeutschland © Deutscher Wetterdienst
Deutliche Entspannung der Waldbrandgefahr in Nordostdeutschland © Deutscher Wetterdienst

Funnel über Gänserndorf

Ein Funnel über Gänserndorf.

Mitteleuropa liegt derzeit unter dem Einfluss eines Höhentiefs mit Kern über Deutschland. Die vergleichsweise kalte Luft in höheren Luftschichten sorgt dabei für eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung. Am Mittwochnachmittag wurde im Bereich einer Schauerlinie bei Gänserndorf ein Funnel gesichtet.

Windkonvergenz

Zum Zeitpunkt der Bildaufnahme gab es im östlichen Flachland zusammenströmende Winde aus nordwestlicher und östlicher Richtung. Im Bereich solch einer Windkonvergenz kann die Luft nur nach oben ausweichen, weshalb sich östlich von Wien eine Schauerlinie ausbildete. Im Bereich der zusammenströmenden Luft kam es dabei zu einer Verwirbelung, welche als Funnel sichtbar wurde.

Im Bereich einer Windkonvergenz entiwckelte sich eine Trichterwolke.
Windkonvergenz (rot) im östlichen Flachland am Mittwoch um 16 Uhr. © UBIMET

Funnel

Der sichtbare Teil einer rotierenden Luftsäule wird Trichterwolke (engl.: funnel cloud) genannt und erstreckt sich im Aufwindbereich einer Schauer- oder Gewitterzelle. Sie kann aber auch bei niederschlagsfreien Quellwolken beobachtet werden. Trichterwolken treten wesentlich häufiger als Tornados auf.

Trichterwolke über Gänserndorf.
Trichterwolke über Gänserndorf. © Sandra Bennybunny Vollmann

Wenn der rotierende Luftwirbel Kontakt mit den Boden hat, spricht man von einem Tornado, auch wenn dieser im unteren Bereich unsichtbar ist. Anhand des aktuellen Bildes aus Gänserndorf erscheint ein Bodenkontakt des Luftwirbels allerdings unwahrscheinlich. Weiters handelte es sich in diesem Fall um eine lokale Verwirbelung im Anfangsstadium eines Schauers, daher wäre ein potentieller Tornado von der Stärke her nicht vergleichbar gewesen mit jenen, welche im Zuge von langlebigen Superzellengewittern mit rotierendem Aufwindbereich entstehen. Die Unwettergefahr war also gering.

Im Bereich des Schauers gab es eine Trichterwolke.
Die Schauerlinie am Wetterradar. © AustroControl / UBIMET

Taifun Maria erreicht China

Ein Taifun trifft auf die Küste.

Landgang in China

Mit Windböen bis zu 200 km/h und heftigem Regen ist der Taifun MARIA heute morgen unserer Zeit auf das chinesische Festland getroffen. Besonders stark sind die Auswirkungen in den Provinzen Fujian und Zhejiang zu spüren. In den folgenden Stunden wird MARIA sich aber über dem hügeligen Hinterland Ostchinas deutlich abschwächen, dann handelt es sich nur noch um eine normales, kräftiges Tiefdruckgebiet.

Hier ein erstes Video aus der Region:

Taiwan schwer getroffen

Zuvor hatte Maria bereits den Norden der Insel Taiwan – etwa 80 km nördlich der Hauptstadt Taipeh überquert. Dabei kamen immense Regenmengen zusammen, hier die Top 5:

  1. Youkeng 407 l/m²
  2. Qingtian 323 l/m²
  3. Yangmingshan 314 l/m²
  4. Bailan 307 l/m²
  5. Yufeng 303 l/m²

Umso beachtlicher sind diese Mengen, wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche JAHRESniederschlag in Wien 650 l/m² und in Berlin 580 l/m² beträgt!

Den Schwerpunkt im Norden der Insel sieht man auch gut grafisch (hier allerdings ist nur der Niederschlag der vergangenen 15 Stunden dargestellt):

Immense Regenmengen in Taiwan.
Immense Regenmengen in Taiwan.

Noch heftiger wütete Maria auf der zu Japan gehörigen Insel Miyakojima:

 

Start in die Pilzsaison

Die Pilzsaison hat begonnen!

In den Supermärkten sind schon seit längerer Zeit Pilze bzw. Schwammerl zu finden, allerdings stammen Eierschwammerl und Co. vornehmlich noch aus den osteuropäischen Ländern wie Bulgarien oder Rumänien. Doch auch die heimischen Pilze kommen nun so langsam in Fahrt, das feuchte Sommerwetter lässt die Schwämme sprießen. Übertreiben sollte man das Sammeln jedoch nicht: In Österreich dürfen nämlich nur zwei Kilogramm pro Tag zum Eigenbedarf gesammelt werden, in Deutschland fehlt dagegen eine Gewichtsbeschränkung.

Gaumenfreude und Gefahrenquelle

Zu den beliebtesten Speisepilzen zählen der echte Pfifferling, im Alpenraum besser bekannt als Eierschwammerl sowie der Steinpilz, auch Herrenpilz genannt. Sie sind vor allem wegen ihrem feinen Aroma beliebt und enthalten wertvolle Nährstoffe. Gern genommen werden auch Parasol und der Maronenröhrling. Nicht so sehr bekannt, aber wegen ihres delikaten Geschmacks ein absoluter Geheimtipp, ist die Krause Glucke oder Fette Henne genannt. Sie ähnelt im Aussehen einem Schwamm und findet sich gern am Stammgrund und an Stümpfen von Waldkiefern und Föhren. Wo Licht, da aber auch Schatten. Es gibt eine Unmenge an giftigen Arten, und leider sieht man dem Pilz oftmals nicht an, ob er giftig, ungenießbar oder essbar ist. Auch Geruch, Geschmack und sogar Verfärbung geben keine Sicherheit. Aus diesem Grund ist immer Vorsicht geboten, besonders bei wenig versierten Sammlern besteht häufig Verwechslungsgefahr. So gehört ein Bestimmungsbuch zu jeder Grundausrüstung dazu.

Regeln beim Pilze sammeln

Zum guten Ton gehört, dass der passionierte Sammler nicht wahl- und gedankenlos über die Früchte des Waldes, und damit auch über die Pilze, herfällt. Zu junge und zu kleine Speisepilze bzw. ungenießbare Vertreter sollten stehen gelassen, und Giftpilze auch nicht zerstört werden. In Naturschutzgebieten gibt es oftmals Einschränkungen.

Rückblick: Kräftige Gewitter am Dienstag

Beosnders im östlichen Bergland und imSüdosten zeichnen sich kräftige Gewitter ab.

Update 20:30 – Gewittrig durchsetzter Starkregen

Ein paar Gewitter ziehen aktuell noch von der Oststeiermark ins Südburgenland.  In Teilen der Obersteiermark sowie im südlichen Niederösterreich sind die Gewitter mittlerweile in Starkregen übergegangen.

Damit beenden wir unseren  heutigen Live-Ticker und wünschen euch noch einen angenehmen Abend.

Update 18:45 – Niederschlagsmengen

Besonders in Niederösterreich und Wien sowie in der Obersteiermark sind mit den Gewittern örtlich große Regenmengen zusammengekommen.

Niederschlagsmengen der vergangenen 6 Stunden © UBIMET
Niederschlagsmengen der vergangenen 6 Stunden © UBIMET

Update 18:30 – Böen im Innviertel

In der labilen Kaltluft hat sich östlich von München eine kleine Zelle gebildet die derzeit in Richtung Innviertel zieht.  Mit Durchzug muss mit kräftigen bis stürmischen Böen gerechnet werden.

Gewitterzelle um 18:20 ©AustroControl / UBIMET
Gewitterzelle um 18:20 ©AustroControl / UBIMET

Update 18:00 – Unwetter weitgehend vorüber

Laut aktuellem Radarbild sind derzeit einige Gewitter in der Obersteiermark unterwegs. In weiterer Folge zieht diese Gewitterlinie in Richtung der Südoststeiermark.

Die Unwettergefahr ist für den Rest Österreichs weitgehend gering, in den Abend- und Nachtstunden ziehen aber immer wieder gewittrige Schauer durch und teilweise kann es noch kräftig regnen.

Das aktuelle Niederschlagsradar gibt es hier: Wetterradar Österreich.

Radarbild Steiermark um 17:45 ©AustroControl / UBIMET
Radarbild Steiermark um 17:45 ©AustroControl / UBIMET

Update 17:20 – Schauer und Gewitter am Alpenhauptkamm

Die Kaltfront des Höhentiefs liegt derzeit im Grenzbereich von Österreich und Deutschland. Im Vorfeld kommt es immer wieder zu einem Auslösen von Gewittern. Der Hotspot liegt derzeit im Bereich vom Lungau bis zur westlichen Obersteiermark

Im Wein- und Industrieviertel, sowie in Wien muss immer wieder mit gewittrigen Schauern gerechnet werden. Die Intensität ist aber geringer als die der Gewitter zuvor.

Update 17:00 – Lokale Überflutungen

Aufgrund der langsamen Verlagerung brachten die Gewitter relativ hohe Regenmengen. Anbei der Niederschlag der letzten drei Stunden:

  • 44 mm Hollenthon / Bucklige Welt
  • 43 mm Wien-Hohe Warte
  • 28 mm Hohe Wand / Hochkogelhaus
  • 16 mm Gutenstein / Mariahilfberg

Update 16:15 – Starkregen in Wolkersdorf

Eine Zelle zieht derzeit auch durch das Weinviertel, dabei messen die Wetterstationen hohe Niederschlagsmengen. Auch hier ist mit kleinräumigen Überflutungen zu rechnen.

Aktuelle Blitze im Weinviertel um 16:15 © nowcast / UBIMET

Update 15:45 – Gewitter im Burgenland

Mit der Verlagerung des Höhentiefs in Richtung Osten, wandert auch der Hotspot der Gewitter.

Derzeit löst es in der Buckligen Welt aus und aufgrund der langsamen Verlagerung kann es lokal zu Überflutungen kommen.

Gewitter im Burgenland um 15:45 Uhr. ©AustroControl / UBIMET
Gewitter im Burgenland um 15:45 Uhr. ©AustroControl / UBIMET

Udate 15:15 – Zwischenstand in Wien

Mittlerweile hat sich die Situation in Wien etwas entspannt, der Regen wird jedoch weiterhin anhalten. Mit 40 mm auf der Hohen Warte , ist in drei Stunden mehr als die Hälfte des mittleren Juli-Niederschlags gefallen

Das aktuelle Niederschlagsradar gibt es hier: Wetterradar Österreich.

Update 15:00 – Auto im Wienfluss

Das Gewitter über Wien hat für Hochwasser am Wienfluss gesorgt. Dort wurden scheinbar Arbeiter von den Wassermassen überrascht.

Update 14:45 – Gewitter im Osten

Die meisten Gewitter sind derzeit rund um Wien anzutreffen, aber auch südlich von Villach, in den Kitzbüheler Alpen und in der Obersteiermark sind einzelne Schauer und Gewitter unterwegs. In den kommenden Stunden verlagert sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit mit Annäherung des Höhentiefs an die Alpensüdseite.

Vor allem im östlichen Flachland gibt es kräftige Gewitter.
Aktuelle Blitze in Österreich. © nowcast / UBIMET

und a

Update 14:35 – Temperaturkontraste

Mit Annäherung kühlerer Luftmassen aus Nordwesteuropa gibt es derzeit ausgeprägte Temperaturkontraste. Während von Unterkärnten über die südliche Steiermark bis zum Marchfeld noch sommerliche Werte zwischen 25 und 28 Grad verzeichnet werden, gibt es im Bereich der Nordalpen meist 16 bis 22 Grad. Auch in Wien hat der kräftige Regen bereits für eine Abkühlung gesorgt, hier ist die Temperatur in der letzten Stunde von 26 auf 18 Grad gesunken.

Update 14:15 Uhr – Hotspot Wiener Becken

Auch im südlichen Wiener Becken haben sich in den letzten Minuten kräftige Gewitter gebildet, besonders betroffen ist derzeit das Gebiet zwischen Laxenburg und Himberg. Anbei ein Bild aus Gramatneusiedl:

Update 14:00 Uhr -Weiterer Regen

Das Gewitter über Wien schwächt sich aktuell etwas ab, besonders im Westen und Norden der Stadt ist aber weiterhin mit gewittrig durchsetztem Regen zu rechnen. In Döbling sind innerhalb von einer Stunde bereits 36 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen, vereinzelt wurde hier auch kleiner Hagel gemeldet.
Das aktuelle Niederschlagsradar gibt es hier: Wetterradar Österreich.

Update 13:45 Uhr – Blitze über Wien

In den aktuellen Blitzanalyse sieht man, dass es die meisten Blitze landesweit derzeit genau über Wien gibt. Besonders betroffen sind die westlichen Bezirke von Meidling über Ottakring bis Döbling.

Besonders viele Blitze gibt es in Wien.
Aktuelle Blitze. © nowcast / UBIMET

Update 13:40 Uhr – Niederschlagsmengen

Anbei die nassesten Orte in den letzten 60 Minuten:

  • 18 mm Hohe Wand/ Hochkogelhaus
  • 16 mm Gutenstein / Mariahilfberg
  • 14 mm Wien (Döbling)
  • 13 mm Weitra
  • 12 mm Wien (Innere Stadt)

Besonders in Westen  und im Zentrum Wiens regnet es derzeit kräftig!

Update 13:20 Uhr – Gewitter über Wien

Aus dem Wienerwald greift in diesen Minuten ein Gewitter auch auf Wien über. Da es sich an Ort und Stelle weiter verstärkt, besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen!

Gewitter über Wien um 13: 15 Uhr. ©AustroControl / UBIMET
Gewitter über Wien um 13: 15 Uhr. ©AustroControl / UBIMET

Update 12:40 Uhr – Zunehmende Gewitterneigung

Im nördlichen Waldviertel und am Alpenostrand entstehen derzeit vermehrt Schauer und Gewitter. Ein kräftiges Gewitter befindet sich aktuell bei Muggendorf im Bezirk Wiener Neustadt-Land. Hier besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen. Das aktuelle Niederschlagsradar gibt es hier: Wetterradar Österreich.

Update 8:30 Uhr – Satellitenbild

Am aktuellen Satellitenbild sieht man derzeit das Höhentief über Deutschland. Ein Wolkenband mit ein paar Regenschauern erfasst derzeit das nördliche Oberösterreich.

Das Höhentief sorgt bereits für vielen Wolken und erste Schauer an der Alpennordseite.
Das Höhentief am Satellitenbild um 8 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Übersicht 7:30 Uhr

Ein Höhentief mit Kern über Deutschlands sorgt am Dienstag für eine Labilisierung der Luft. Einerseits gelangt in der Höhe etwas kältere Luft in den Alpenraum, andererseits strömen im Vorfeld einer Kaltfront feuchte Luftmassen im Ostalpenraum zusammen. Besonders im zentralen und östlichen Bergland sowie teils auch im Waldviertel ist ab etwa Mittag mit ersten, kräftigen Schauern und Gewitter zu rechnen. Lokal besteht dabei die Gefahr von Starkregen und Hagel.

Bersonders im südöstlichen Berg- und Hügelland ist mit kräftigen Gewitter zu rechnen.
Gewitterpotential am Dienstag. © www.uwz.at

Gegen Abend greifen die Gewitter vermehrt auch auf den Süden und Südosten über und gehen von Unterkärnten bis zum Burgenland in der Nacht in kräftigen Regen über. Lokal besteht hier die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen oder Vermurungen. Auch an der Alpennordseite sind allerdings weitere gewittrige Schauer zu erwarten, lokal sind dabei kräftige, vereinzelt auch stürmische Böen möglich.

Besonders im östlichen Bergland und im Süden regnet es kräftig.
24-Stunden-Niederschlagsprognose von bis Mittwochnachmittag. © UBIMET

10. Juli 1916: Tornado in Wiener Neustadt

Tornado südlich von Wien © Stormhunters Austria

Am Nachmittag des 10. Juli 1916 bildete sich im Schneeberggebiet ein Gewitter, das sich rasch intensivierte und als sogenannte Superzelle nach Osten fortbewegte. Gegen 16:15 Uhr kam es im Bereich Dreistetten (NÖ) zur Bildung eines Tornados. In der Folge zog dieser über Wiener Neustadt hinweg und löste sich kurz vor Leithaau bei Lichtenwörth wieder auf. Auf seiner etwa 15 km langen Zugbahn hinterließ er teils große Verwüstungen.

Bis zu 300 km/h

Besonders stark betroffen waren die nördlichen Stadtteile von Wiener Neustadt. Zunächst wurden gerade erst errichtete Telegraphen- und Strommasten von den bis zu 300 Kilometer pro Stunde schnellen Winden zerstört. In weitere Folge zog der Tornado über die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik hinweg, hier gab es die meisten der insgesamt 32 Todesopfer. Der finanzielle Schaden belief sich in Summe auf 900.000 Kronen. Auf der internationalen Fujita-Skala erreichte der Tornado die zweithöchste Kategorie 4 und gilt als der stärkste Tornado, der sich je in Österreich bildete.

Gefährdete Region

Die Region am Alpenostrand im Bereich des Wiener Beckens zählt neben der südlichen Steiermark und dem oberösterreichischen Flach- und Hügelland zu den am ehesten durch Tornados gefährdeten Bereichen in Österreich. So wurde Wiener Neustadt neben 1916 auch in den Jahren 1903, 1930 und 1946 von Tornados heimgesucht. Vor exakt einem Jahr gab es zudem einen spektakulären Tornado in der Nähe des Flughafens Wien-Schwechat. Der 10. Juli ist somit für Meteorologen in Österreich eine besonderer Tag. Auch heute sind wieder kräftige Gewitter zu erwarten: Kräftige Gewitter am Dienstag.

Titelbild: Tornado am 10. Juli 2017 nahe Wien. © Stormhunters Austria

Supertaifun Maria nimmt Kurs auf Taiwan und China

Der Supertaifun Maria nimmt Kurs auf Taiwan.

Der Supertaifun Maria zieht derzeit über dem Pazifischen Ozean mit einer westlichen Zugbahn in Richtung Taiwan. Derzeit liegt der Kern des Sturms noch etwa 850 km entfernt, bereits am Dienstagmorgen unserer Zeit wird es aber voraussichtlich als Sturm der Kategorie 3 oder 4 über die japanischen Inseln Miyako-jima und Ishigaki-jima ziehen mit Windgeschwindigkeiten von 200 km/h und Spitzenböen um 250 km/h. Weiters müssen sich die Inselbewohner auf eine Sturmflut und sintflutartigen Regen vorbereiten.

In weiterer Folge deuten die Modelle auf eine Zugbahn knapp nördlich von Taiwan hin, wo sich auch die Hauptstadt und Metropolregion von Taipeh befindet. Der Supertaifun wird sich zwar über den etwas kühleren Gewässern des Ostchinesichesn Meers allmählich abschwächen, dennoch muss man weiterhin mit ergiebigem Regen und Orkanböen rechnen.

Der Supertaifun Maria nimmt Kurs auf Taiwan und China.
Die Prognose der Zugbahn von Supertaifun Maria. © UBIMET

In der Nacht auf Mittwoch unserer Zeit wird der Taifun schließlich in China nördlich der Metropolregion von Fuzhou in der Provinz Fujian auf Land treffen. Während an der Küste vor allem eine Sturmflut und Orkanböen zu erwarten sind, stellen die großen Regenmengen von teils über 150 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden die Hauptgefahr im Landesinneren dar.

Besonders im Osten Chinas besteht eine erhöhte Gefahr von Überflutungen und Vermurungen.
Die prognostizierten Regenmengen. © UBIMET

Höhentief bringt Gewitter und Regen

Besonders im östlichen Bergland und im Südosten zeichnen sich wieder kräftige Gewitter ab.

Kräftige Gewitter am Dienstag

Am Dienstag scheint besonders im Süden und Osten zunächst zeitweise die Sonne, sonst ziehen bereits kompakte Wolken durch und am Vormittag gehen im Bereich der westlichen Nordalpen erste Schauer nieder. Am Nachmittag entstehen dann vermehrt Schauer und besonders in der Südosthälfte auch Gewitter. Vor allem im Bergland von den Tauern über die Obersteiermark bis zum Alpenostrand fallen die Gewitter mitunter auch kräftig aus mit der Gefahr von Starkregen und Hagel. In den Abendstunden greifen die Gewitter dann vermehrt auf den Süden und Südosten über.

Beosnders im östlichen Bergland und imSüdosten zeichnen sich kräftige Gewitter ab.
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Dienstagabend. © UBIMET / NCEP

Kräftiger Regen im Südosten

Dienstagnacht gehen die Gewitter im Süden und Südosten in schauerartigen Regen über. Der Mittwoch beginnt dann trüb und vielerorts nass, im äußersten Südosten regnet es anfangs noch kräftig. Bis zum Vormittag lässt der Regen allmählich nach, besonders im Süden und im Bergland gehen tagsüber aber weitere Regenschauer nieder. Ein paar Sonnenstunden gibt es am Nachmittag von Vorarlberg bis zum Inn- und Mühlviertel. Die Temperaturen liegen vorübergehend unter dem jahreszeitlichen Mittel.

24 Stunden Niederschlag bis Mittwoch 14 Uhr. © UBIMET
Die größten Regenmengen gibt es im östlichen Bergland und im Süden. © UBIMET

Titelbild: © Christoph Matella

Sommerwetter legt eine kurze Pause ein

Das Sommerwetter legt eine kurze Pause ein.

Kräftige Gewitter am Dienstag

Am Dienstag kommt die Sonne generell nur noch zeitweise zum Vorschein, längere sonnige Abschnitte gibt es anfangs noch im Süden und Osten. Im Tagesverlauf verdichten sich die Wolken und am Nachmittag gehen vermehrt Schauer und Gewitter nieder. Besonders im Bergland vom Pinzgau über die Obersteiermark bis zum Alpenostrand können diese mitunter auch kräftig ausfallen. In den Abendstunden steigt die Unwettergefahr auch im Südosten an. Die Höchstwerte liegen zuvor zwischen 20 und 28 Grad.

Kühle Wochenmitte

Dienstagnacht fällt mit Durchzug einer Kaltfront besonders im Süden und Südosten verbreitet Regen. Der Mittwoch beginnt dann trüb und vielerorts nass, im äußersten Südosten regnet es anfangs noch kräftig. Bis zum Vormittag lässt der Regen allmählich nach, besonders im Süden und im Bergland gehen tagsüber aber weitere Regenschauer nieder. Ein paar Sonnenstunden gibt es am Nachmittag von Vorarlberg bis zum Inn- und Mühlviertel. Mit maximal 16 bis 24 Grad liegen die Temperaturen vorübergehend unter dem jahreszeitlichen Mittel.

24 Stunden Niederschlag bis Mittwoch 14 Uhr. © UBIMET
Besonders im östlichen Bergland und im Südosten fällt viel Regen. © UBIMET

Sommerliches Wochenende

Am Donnerstag lässt der Tiefdruckeinfluss nach und bei einem Mix aus Sonne und Wolken steigen die Temperaturen wieder spürbar an. Am Samstag zeichnen sich im Flachland und im Westen Höchstwerte im Bereich der 30-Grad-Marke ab. Die Gewitterneigung steigt allerdings besonders im Bergland neuerlich an.

Extreme Hitze in Kalifornien

Besonders im Süden Kaliforniens wurden zahlrecihe Hitzerekorde gebrochen.

In weiten Teilen der USA hat der Juli außergewöhnlich heiß begonnen. Am Freitag war dann besonders die dicht besiedelte Region im Süden Kaliforniens von großer Hitze betroffen.

Ostwind bringt Hitze

An der Südflanke eines Hochs über dem Südwesten der USA gelangten mit einer östlichen Strömung extrem heiße Luft bis an die Küste Kaliforniens. Dieser föhnige Wind mit Ursprung in der Wüste unterdrückte den kühlenden Seewind, der normalerweise am späten Vormittag auffrischt.

Mit föhnigem Ostwind wurden zahlreiche Hitzerekorde gebrochen.
Föhniger Ostwind sorgte für die extreme Hitze in Kalifornien. © UBIMET

Rekordhitze

In Summe wurden am Freitag an 26 Stationen neue Tagesrekorde aufgestellt, wie etwa auch an den Klimastationen in Los Angeles und San Diego. Die zuvorigen Rekorde wurden teils sogar um 6 bis 11 Grad übertroffen!

Extreme Hitze im Süden Kaliforniens.
Zahlreiche neue Rekorde wurden in Kalifornien aufgestellt. © UBIMET / NWS

101-jähriger Rekord in Santa Ana

Zwei Stationen haben einen neuen Monatsrekord aufgestellt und sechs sogar einen neuen Allzeitrekord. In Santa Ana lag die Rekordtemperatur bei 44.4 Grad, gemessen vor über 100 Jahren im 1917. Am vergangenen Freitag erreichte die Temperatur hier 45.6 Grad! In der kommenden Woche wird es nicht mehr ganz so heiß und die Temperaturen nähern sich wieder dem langjährigen Mittel.

Früher Start der Waldbrandsaison

Die Hitze hat für einen frühen Start in die Waldbrandsaison gesorgt, die hier normalerweise erst im Herbst ihren Höhepunkt erlebt, wenn der „Santa-Ana-Wind“ besonders häufig weht. Erst letztes Jahr gab es die bislang schlimmste Waldbrandsaison in der Geschichte Kaliforniens.


Title-Photo: VisualHunt.com

Schwere Überschwemmungen in Japan

Besonders im Südwesten Japans gab es schwere Überflutungen.

Erst vor wenigen Tagen ist der tropische Sturm Prapiroon auf den Süden Japans getroffen. Am 4. Juli löste sich der Sturm zwar auf, er hinterließ aber äußerst feuchte Luftmassen tropischen Ursprungs. Am Freitag entwickelte sich am Südrand eines Höhentiefs über dem Japanischen Meer schließlich eine Tiefdruckrinne und besonders im Süden Japans kam es zu  gewittrig durchsetztem Starkregen.

Extreme Regenmengen

In der Stadt Sukumo in der Region Shikoku gab es innerhalb von 24 Stunden rund 390 Liter pro Quadratmeter Regen, davon 263 innerhalb von nur zwei Stunden. In Uwajima gab es im gleichen Zeitraum sogar 364 Liter pro Quadratmeter, hier gab es also in nur zwei Stunden die eineinhalbfache Niederschlagsmenge wie in einem durchschnittlichen Juli!

Die großen Niederschlagsmengen sorgten für schwere Überfltutungen in Japan.
Innerhalb von nur 3 Tagen gab es sehr große Niederschlagsmengen. © UBIMET


Neben Shikoku waren auch die Regionen Kyushu, Chugoku, Kinki und Chubu von Überflutungen und Vermurungen betroffen. Die Stadt Okayama wurde sogar fast vollständig überflutet. Medienberichten  zufolge kamen mindestens 65 Menschen ums Leben, 45 weitere werden noch vermisst. Einige Häuser wurden zerstört, zudem sind mehrere Millionen Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen, davon alleine 1,8 Millionen in Hiroshima.

Entspannung erst kommende Woche

In den kommenden Stunden gehen vor allem im äußersten Süden weitere Schauer nieder. So extreme Regenmengen wie am Samstag sind zwar nicht mehr zu erwarten, die Warnungen vor Starkregen und Überflutungen vom nationalen Wetterdienst in Japan bleiben aber weiterhin in Kraft. Im Laufe der kommenden Woche ist dann eine langsame Entspannung in Sicht.

Title-Photo credit: banjipark on Visual hunt / CC BY-SA

Erste Ferienwoche bringt badetaugliche Temperaturen

Die erste Ferienwoche bringt badetaugliche Temperaturen.

Am Wochenende und zu Beginn der ersten Ferienwoche liegt Österreich am Rande eines Hochs mit Kern über den Britischen Inseln. Der Sonntag startet meist sonnig, im Tagesverlauf ziehen im Nordosten allerdings vorübergehend kompakte Wolken durch und im Bereich der Nordalpen sowie im Süden sind einzelne gewittrige Schauer einzuplanen. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 Grad im Mariazellerland und 28 Grad im Seewinkel. Am Montag sind im Norden einzelne Schauer nicht ganz ausgeschlossen, sonst überwiegt meist der Sonnenschein. Die Temperaturen bleiben mit 21 bis 29 Grad auf sommerlichem Niveau.

Leicht wechselhaft zur Wochenmitte

Im Laufe des Dienstags macht sich ein Höhentief bemerkbar, somit entstehen nach einem freundlichen Beginn besonders im zentralen Bergland und im Süden ein paar Schauer und Gewitter. Der Mittwoch verläuft besonders im Süden unbeständig, hier gehen bei vielen Wolken einige gewittrige Schauer nieder. Sonst bleibt es bis auf einzelne Schauer trocken und zeitweise scheint die Sonne. Die Temperaturen gehen geringfügig zurück und liegen meist zwischen 20 und 26 Grad.

Die Wassertemperaturen liegen zwischen 20 und 25 Grad.
Die aktuellen Wassertemperaturen in Österreich und an der nördlichen Adria. © UBIMET

Der Sommer bleibt

In der zweiten Wochenhälfte stellt sich im ganzen Land wieder sonniges Sommerwetter ein. Die Temperaturen steigen etwas an und erreichen im Flachland Höchstwerte um die 30 Grad, vielerorts gibt es perfektes Grill- und Badewetter. Zum Wochenende hin steigt die Gewitterneigung aus heutiger Sicht allerdings besonders im Bergland an. Die Wassertemperaturen der heimischen Seen können durchaus mit jenen an der nördlichen Adria mithalten, besonders die seichten Gewässer im Süden und Osten weisen Temperaturen von bis zu 25 Grad auf. Anbei ein Auswahl an aktuellen Werten:

Wörthersee: 23 °C Lignano (Italien): 25 °C
Bodensee: 21 °C Triest (Italien): 24 °C
Mondsee: 20 °C Rimini (Italien): 25 °C
Neusiedler See: 24 °C Rovinj (Kroatien): 24 °C
Alte Donau: 25 °C Lošinj (Kroatien): 22 °C

Winterliche Bedingungen in den Australischen Alpen

Auf den Bergen Australiens gibt es viel Schnee.

Der Südosten Australiens liegt derzeit zwischen einem Tief über der Tasmanischen See und einem Hoch über der Großen Bucht im Süden des Landes. Mit einer südwestlichen Strömung gelangen dabei schubweise feuchte und kühle Luftmassen ins Land.

Schneereicher Winter

Der Saisonstart verlief heuer in den Australischen Alpen außergewöhnlich schneereich, wie berichteter darüber hier: Wintereinbruch in Australien. Nun können sich Skifahrer und Winterfreunde auf weiteren Schneefall freuen. Besonders in Höhenlagen oberhalb von 1.300 m gibt es tiefwinterliche Bedingungen.

Weiterer Neuschnee am Wochenende

Im Laufe des Wochenendes gibt es weitere Schneeschauer, dabei gibt es in den Alpen von New South Wales oberhalb von etwa 1.500 m weitete 20 bis 40 cm Neuschnee. Auch in Victoria sind in höheren Lagen etwa weitere 20 cm der weißen Pracht zu erwarten. Die Schneefallgrenze steigt allmählich von 900 gegen 1.200 m an.

Besonders in den Alpen von NSW gibt es viel Neuschnee.
Schneeprognose für die Australischen Alpen. © UBIMET

Title-Photo credit: NeilsPhotography on VisualHunt / CC BY

Taifun-Saison kommt in Fahrt! Nächster Wirbelsturm steuert auf Ostasien zu

Während sich der Taifun Prapiroon, von dem wir Anfang der Woche berichtet haben, im japanischen Meer zu einem Sturmtief entwickelt hat, braut sich im warmen Westpazifik wieder etwas zusammen. Maria, der Name wurde vom „Joint Typhoon Warning Center (JTWC)“ für diesen Taifun vergeben, intensiviert sich laut heutiger Prognosen weiter. Dieser Sturm stellt ein großes Risiko für die Nordostküste Chinas sowie Südkorea und den Süden Japans dar.

Weitere Intensivierung

Derzeit befindet sich der tropische Sturm nahe der Insel Guam und wandert mit den Passatwinden in Richtung Nordwesten. Da dort die Meeresoberfläche sehr warm ist, steht genügend Energie zur Verfügung, damit sich der Sturm noch weiter intensivieren kann. Die Simulationen der Modelle zeigen dabei Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h. Erreicht dieser Sturm die Küste, sind Extremwetterereignisse wie Starkniederschlag, Überschwemmungen und Bergrutsche zu befürchten.

 

Bildquelle: Sprengben, visualhunt

Extremwetter im Juli

Großer Hagel im Juli

Explosive Atmosphäre

Durch den hohen Sonnenstand und die sich stark erwärmten Meere und der daraus resultierenden schwülen Luft steht im Juli oftmals das Maximum an Energie in der Atmosphäre zur Verfügung. Die Folge sind teils unwetterartige Gewitter, die zu großen Schäden führen können. Im Einflussbereich subtropischer Luftmassen ist es sogar möglich, dass in Deutschland Gewitter bis zu einer Höhe von 13 Kilometern heranwachsen, höher als jedes Gebirge der Erde.

Riesiger Hagel

Neben Starkregen richtet besonders Hagel große Schäden in der Landwirtschaft, an Gebäuden oder Autos an. Besonders betroffen von Hagelunwettern sind die südlichen Regionen, allerdings kann es sie bei entsprechenden Bedingungen auch in den anderen Landesteilen geben. Besonders großen Hagel gab es am 28. Juli 2013 in Reutlingen (Baden-Württemberg). An diesem Tag entstanden im Südschwarzwald kräftige Gewitter, die sich in kurzer Zeit zu markanten Hagelunwettern entwickelten und dann weiter nach Nordosten zogen. In einer bis zu 15 km breiten Schneise kam es dabei zu schwerem Hagelschlag mit rund 8 cm großen Hagelsteinen. Speziell im Landkreis Reutlingen wurden allerdings einzelne Exemplare mit einem Durchmesser von unglaublichen 14 cm gefunden! Das Unwetter war für mehrere verletzte Personen verantwortlich, zudem fielen zahlreiche Vögel dem Hagel zum Opfer. Der verursachte Gesamtschaden lag bei 3,6 Mrd. Euro und ist somit der größte Hagelschaden für die deutsche Versicherungswirtschaft.

Gewitter können aber auch durch Sturm- oder Orkanböen extrem gefährlich sein. Am 10. Juli 2002 fegte ein sogenanntes „Derecho“ über den Nordosten Deutschlands hinweg. Dabei handelte es sich um ein linienhaftes Gewitter, das 400 Kilometer lang war und bei dem teilweise Windböen von über 150 km/h auftraten. Dabei starben 7 Personen, mehrere 1000 Bäume knickten um und es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Rekordtemperaturen

Der Juli ist auch der Monat mit der höchsten je gemessenen Temperatur in Deutschland. Am 5. Juli 2015 wurden im bayerischen Kitzingen 40,3 Grad gemessen. Allerdings gab es im darauffolgenden August ebenfalls 40,3 Grad im selben Ort. Aber es gibt auch andere Extreme, denn bei besonders ungünstigen Wetterlagen kann die Temperatur in manchen Regionen auch Richtung Gefrierpunkt sinken: In Elslohe im Sauerland war es am 7. Juli 1964 mit 0,0 Grad extrem kalt.

Titelbild: https://visualhunt.com/f2/photo/13614016553/8ecdfb4019/

Extremwetter im Juli

Großer Hagel im Juli

Explosive Atmosphäre

Durch den hohen Sonnenstand und die sich stark erwärmten Meere und der daraus resultierenden schwülen Luft steht im Juli oftmals das Maximum an Energie in der Atmosphäre zur Verfügung. Die Folge sind teils unwetterartige Gewitter, die zu großen Schäden führen können. Im Einflussbereich subtropischer Luftmassen ist es sogar möglich, dass in Österreich Gewitter bis zu einer Höhe von 13 Kilometern heranwachsen, höher als jedes Gebirge der Erde.

Riesiger Hagel

Neben Starkregen und Sturmböen richtet besonders Hagel große Schäden in der Landwirtschaft, an Gebäuden oder Autos an. In manchen Fällen wurden selbst in Österreich auch schon Menschen verletzt und Tiere getötet. Beispielsweise starben am 23. Juli 2009 in Oberösterreich in manchen Gemeinden bis zu 50 % aller Wildtiere durch riesigen Hagel, selbst Rehe waren damals betroffen. Der Durchmesser des Hagels maß damals bis zu 8 cm. Nur für diesen Tag bezifferte die Österreichische Hagelversicherung die Schäden an landwirtschaftlichen Nutzflächen auf über 20 Millionen Euro.

Heiß, aber keine Rekordtemperaturen

Lange Zeit war der Juli der Monat mit der höchsten je gemessenen Temperatur in Österreich. Am 27. Juli 1983 wurden in Dellach im Drautal (Oberkärnten) 39,7 Grad gemessen. Erst im August 2013 wurde dieser Rekord mit 40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg gebrochen. Aber es gibt auch andere Extreme, denn bei besonders ungünstigen Wetterlagen kann es in manchen Regionen auch frostig werden: In Weitra im Waldviertel war es am 7. Juli 1961 mit -0,1 Grad extrem kalt.

Titelbild: https://visualhunt.com/f2/photo/13614016553/8ecdfb4019/

Heute kräftiger Regen an der Alpennordseite

Ein verregneter Tag in den Alpen

Schon gestern brachten kräftige Gewitter einiges an Regen, die Nacht hindurch sorgten heftige Regenschauer für weiteren Nachschub des kühlen Nass.

Hier seht ihr die aktuellen Spitzenreiter bei den Regenmengen (Stand: 08:00 Uhr):

  1. Mönichkirchen (NÖ) 77 l/m²
  2. Salzburg (S) 56 l/m²
  3. Spittal/Drau (K) 48 l/m²
  4. Krimml (S) 41 l/m²
  5. Kitzbühel (T) 41 l/m²
  6. Bad Ischl (OÖ) 39 l/m²

Das Tief dreht sich nun weiter genau über Österreich ein, die größten Regenmengen kommen heute an der Alpennordseite zwischen dem Karwendel und der Eisenwurzen zusammen. Hier sind bis morgen früh durchaus noch einmal 30-40, lokal auf 50 l/m² möglich. Gut zu sehen auf unserer Niederschlagsprognose:

Bis zu 50 Liter pro Quadratmeter sind in den nächsten 24 Stunden möglich!
Große Regenmengen kommen in den Nordalpen zusammen © UBIMET/UCM

Einen stets aktuellen Blick auf die Warnungen vor Starkregen findet ihr wie gewohnt auf hier.

Ab morgen ist es aber vorbei mit dem nassen Sommerwetter, für einige Tage stellen sich meist trockene und angenehm warme Bedingungen ein!

Bergwetter am Wochenende

Blick vom Traunstein auf den Traunsee in Oberösterreich

Freitag, 06. Juli 2018

Der Freitag startet im Großteil der Ostalpen trüb, viele Berge stecken in Wolken. Dazu regnet es aus der Nacht schauerartig verstärkt. Freundliche Ausnahme ist ein Streifen von Südtirol bis ins Grazer Bergland. Im Laufe des Tages lockern die Wolken nördlich des Hauptkamms etwas auf, in den anfangs freundlichen Regionen werden die Quellwolken dagegen mehr. Bald schon entstehen verbreitet Schauer und teils heftige Gewitter, möglich sind sie überall! Bei kräftigem Nordwestwind steigen die Temperaturen in 3.000 m auf 3 bis 6 Grad. In 2.000 m Höhe werden von Nord nach Süd 10 bis 13 Grad erreicht.

Samstag, 07. Juli 2018

Am Samstag halten sich vor allem vom Pfänder bis zum Mariazellerland anfangs einige Wolken, auch im Süden gibt es da und dort einen grauen Start in den Tag. Vom Karwendel bis zum Hochkar sind aus der Nacht heraus auch noch kurze Schauer möglich. Bald setzt sich aber freundliches Sommerwetter durch, die sich bildenden Quellwolken bleiben meist klein und somit harmlos. Etwas mächtiger können sie in den Nordalpen werden, hier sind am Nachmittag einzelne gewittrige Schauer möglich. Der Nordwestwind weht mit Böen um die 40 km/h, dazu steigen die Temperaturen in 3.000 m Höhe auf 4 bis 8 Grad, 12 bis 16 Grad werden in 2.000 m Höhe erreicht.

Sonntag, 08. Juli 2018

Der Sonntag beginnt in manchen Tälern der Nordalpen mit ein paar Nebelfeldern oder Restwolken. Diese haben aber gegen die kräftige Julisonne keine Chance, rasch wird es in den gesamten Ostalpen sonnig. Zwar zeigen sich im Tagesverlauf wieder ein paar Quell- und Schleierwolken, diese stören aber nicht weiter. Etwas lästiger ist da schon der teils kräftige Nordwestwind, vor allem vom Dachstein ostwärts. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m 5 bis 8 Grad, in 2.000 m gibt es Höchstwerte zwischen 11 Grad am Schneeberg und 18 Grad im rund um den Ortler.

Bergwetter-Tipp:

An sonnigen Sommertagen wie am anstehenden Wochenende kann man sich die „Gipfel-Temperatur“ für seine Bergtour leicht selber ausrechnen. Dazu braucht man nur die prognostizierten Höchstwerte in Talniveau: Werden in Innsbruck auf knapp 600 m Seehöhe beispielsweise 28 Grad vorhergesagt, so darf man sich am Gipfel des Großen Bettelwurfs auf gut 2.700 m auf angenehme 7 Grad freuen. Der Grund: Aufgrund physikalischer Gesetze nimmt die Temperatur an solchen Strahlungstagen pro 100 m Höhendifferenz um 1 Grad ab, bei 2.100 m zwischen der Tiroler Landeshauptstadt und dem Karwendelgipfel also um 21 Grad.

Titelbild: Foto-Webcam https://www.foto-webcam.eu/webcam/traunstein/

Spannungsgeladenes Festival am Salzburgring

Gewitter können am Donnerstag und Freitag aufziehen.

Nach einem freundlichen und mit bis zu 28 Grad sommerlich warmen Donnerstag steigt ab etwa 17:00 Uhr die Neigung zu teils heftigen Gewittern von Westen her markant an. Die Gewitter gehen mit kräftigem Regen, Hagel und Windböen von bis zu 70 km/h einher. Auch die offizielle Eröffnung des Festivals um 22:30 Uhr sowie die folgende Nacht stehen somit ganz im Zeichen von gewittrigen Bedingungen.

Gewittriger Freitag

Am Freitag prasselt von der Früh weg gewittrig durchsetzter Regen auf das Festivalgelände, dazu zeigt sich der Himmel grau in grau. Im Laufe des Tages mischen dann auch wieder Gewitter mit, die von Bayern her ins Salzburger Land ziehen. Diese bringen in erster Linie kräftigen Regen, 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter sind durchaus möglich. Neben der Regenjacke empfiehlt sich auch ein Pullover, mehr als 20 Grad werden nämlich nicht erreicht.

Am Samstag meist schon trocken

Der Samstag startet mit einigen Restwolken, dazu gehen in den frühen Morgenstunden noch kurze Schauer nieder. Im Laufe des Vormittags lockert es dann immer großzügiger auf und die Sonne strahlt über dem Festivalgelände. Zu 100 Prozent beständig ist es aber nach wie vor nicht, denn ab etwa Mittag können die Quellwolken zu einzelnen Schauern heranwachsen. Im ungünstigsten Fall sind sogar Blitz und Donner mit dabei. Bei rund 24 Grad lässt es sich aber durchaus kurzärmlig zu den Beats tanzen.

Ruhige Abreise am Sonntag

Kaum ist das Festival vorbei, beruhigt sich das Wetter wieder spürbar. Zur Abreise der rund 180.000 Besucher am Sonntag scheint von früh bis spät die Sonne, mehr als ein paar zierende Quellwolken zeigen sich nicht am Himmel. Dazu wird es mit rund 26 Grad sommerlich warm, beste Bedingungen also, um das Festival ausklingen zu lassen.

Titelbild: visualhunt, https://visualhunt.com/f2/photo/34888894603/985c54182d/

Zunehmende Gewittergefahr

Die Gewittergefahr steigt an

Am Dienstag gab es im Süden und Westen kräftige Gewitter. Neben Starkregen und Hagel kam es örtlich auch zu stürmischen Böen. Anbei die höchsten gemessenen Windspitzen:

  • 75 km/h Lienz (T)
  • 72 km/h Innsbruck-Kranebitten (T)
  • 68 km/h Ferlach (K)
  • 65 km/h Reutte (T)
  • 65 km/h Villach (K)
Am Dienstag gab es im Süden und Westen kräftige Gewitter.
Blitzentladungen am Dienstag. © UBIMET

Noch heftiger ging es örtlich in Südtirol zur Sache: Der Ort Moena im Fassatal wurde am Nachmittag von einem heftigen Gewitter mit Starkregen und Hagelschlag getroffen, dabei kam es zu Überflutungen und Vermurungen.

Am Mittwoch sind im Bergland von Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten weitere Gewitter zu erwarten. Neben der Blitzschlaggefahr kann es wieder zu Starkregen, kleinem Hagel und teils stürmischen Böen kommen.

Kräftige Gewitter am Donnerstag

Am Donnerstag scheint zunächst verbreitet die Sonne. In der feuchten Luft entstehen im Berg- und Hügelland jedoch bereits am Vormittag erste Quellwolken und die Gewitterneigung steigt an. Am Nachmittag breiten sich dann ausgehend vom Alpenhauptkamm teils kräftige Schauer und Gewitter aus. Örtlich zeichnet sich Unwettergefahr ab! Länger sonnig und trocken bleibt es im äußersten Osten, zudem wird es hier mit bis zu 32 Grad auch hochsommerlich heiß. In den Abendstunden steigt die Gewitterneigung aber auch hier an.

 

Photo-credit: Jerry Riedl on VisualHunt / CC BY-NC-SA

Trockenheit im Norden, Gewitter im Süden

Heftige Gewitter in Südosteruopa.

Bereits am Mittwoch stellt sich im Südwesten Deutschlands unbeständiges Wetter ein, so steigt die Gewitterneigung in einem Bereich vom südlichen NRW über Südhessen und Rheinland-Pfalz bis zum Alpenrand deutlich an. Lokal besteht die Gefahr von Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.

Blitze und Hagel am Donnerstag

Am Donnerstag erfasst die schwülwarme Luftmasse die gesamte Südhälfte des Landes, somit muss man im Tagesverlauf von Hessen und Thüringen südwärts vermehrt mit Schauern und Gewitter rechnen. Die Hauptgefahr stellen die heftigen Regenmengen dar, örtlich sind wieder kleinräumige Überflutungen zu erwarten. Am Freitag beschränken sich die Gewitter auf den äußersten Süden, danach stellt sich wieder verbreitet stabiles Sommerwetter ein.

Extreme Trockenheit im Norden

Bereits seit dem Frühjahr leidet der Norden Deutschlands unter einer anhaltenden Trockenheit. Ursache dafür ist eine wiederkehrende Großwetterlage, so gibt es bereits seit Mai ungewöhnlich häufig Hochdruckgebiete über Nordeuropa: Stabile Hochdruckgebiet über Großbritannien oder Skandinavien lenken das Westwindband nördlich und südlich an Mitteleuropa vorbei, weshalb sich die Tiefdrucktätigkeit meist nur auf die Iberische Halbinsel oder Nordskandinavien beschränkt.

Im Norden besteht eine hohe Waldbrangefahr, im Süden gibt es dagegen Gewitter.
Hohe Waldbrandgefahr im Nordosten. © UBIMET

Hohe Brandgefahr

Besonders im Osten besteht bereits gebietsweise die höchste Waldbrandgefahrenstufe und in den kommenden Wochen spitzt sich die Lage weiter zu: Die Modelle deuten auf keine markante Änderung der Großwetterlage hin, somit ist besonders im Norden und Osten mit einer sehr hohen Gefahr von Wald- und Flächenbränden zu rechnen. Bereits ein kleiner Funke kann hier zu rasch anwachsenden Bränden führen.

Bedrohlich und malerisch zugleich: Mammatus

Auschnitt eines Strandes mit darüberliegenden Mammatuswoken

Die sogenannten Mammatus Wolken sind besonders im Sommer auf der Rückseite oder im Randbereich von kräftigen Gewittern zu sehen. Ihre Entstehung ist wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt, aber es gibt einige Theorien dazu. Ihr Auftreten ist hauptsächlich im Sommer mit konvektiven Ereignissen verbunden, also bei ausgeprägten vertikalen Lufttransport innerhalb der Atmosphäre.

So geschehen auch am 1. Juli an der Küste Westfrankreichs nach einem kräftigen Gewitter:

Entstehung

Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Beutel“ beziehungsweise „brustartig“. Aufgrund von Verdunstungsvorgängen an der Wolkenunterseite kann die Luftschicht unmittelbar unterhalb der Wolke labilisiert werden. Dies sorgt für Turbulenzen, so kommt es an der Wolkenuntergrenze zu einem ständigen Absinken und Aufsteigen der Luft. Dadurch entsteht dann diese Wolkenart, die auf die komplexen Prozesse in der Gewitterwolke hinweisen.


Auftreten können diese Wolken überall auf der Welt, allerdings sind die Auswölbungen an der Wolkenunterseite oft nur mäßig ausgeprägt. Je nach Wetterlage und Tageszeit können diese Wolke aber für ein spektakuläres Naturschauspiel sorgen.

Quelle Titelbild: © agatemeteo

Kälterekord in der Antarktis

Forscher bei ihrer Arbeit in der Antarktis

Während auf der Nordhalbkugel und damit in Europa sommerliche Verhältnisse vorherrschen, befindet sich der Südpol in ständiger Dunkelheit. Dabei sind Temperaturen im Bereich von minus 80 Grad keine Seltenheit. Bisher lag der Kälterekord bei minus 89,2 Grad. Neue Auswertungen von Satellitendaten der NASA aus dem Jahr 2004 ergeben nun einen Wert von unglaublichen minus 98,6 Grad. Dieser Wert ist jedoch nur schwer mit dem offiziellen Rekord vergleichbar, da dieser in zwei Metern Höhe gemessen wurde und nicht mittels Fernerkundung.

Extremtemperaturen

Ermittelt wurde diese Temperatur nordwestlich der Antarktis-Station Wostok auf einem Hochplateau in der östlichen Antarktis auf etwa 3800 Meter Seehöhe.  Die meteorologischen Bedingungen sind dort für das Erreichen solcher Extremtemperaturen optimal.  In flachen Tälern oder Mulden können sich aufgrund der dicken Eisschicht sowie der niedrigeren Luftfeuchtigkeit daher extreme Temperaturminima ausbilden. Dabei sprechen Meteorologen auch von einem Kaltluftsee.

Lebensfeindliche Umgebung

Die Verhältnisse bei diesen Temperaturen sind für einen Menschen sehr lebensfeindlich. Wissenschaftler können bei diesen Wetterextrema nur mit speziellen Masken ins Freie.

Ob dieser Rekord nochmal eingestellt werden kann, ist jedoch fraglich, da die Temperatur sowie die Luftfeuchtigkeit aufgrund des Klimawandels dort allmählich ansteigt.

Titelbild: © dpa

Kampf der Luftmassen

Gewitter im Westen, Sonne im Osten

Die Luftmassengrenze liegt am Dienstag quer über Österreich und erstreckt sich etwa vom Loferer Land bis zur südlichen Steiermark. Am Mittwoch verlagert sie sich etwas weiter nach Nordosten und verläuft dann etwa von Linz bis Graz. Westlich und südlich davon ist es unbeständig und trotz zeitweise freundlicher Bedingungen sind im Tagesverlauf vermehrt Schauer und teils kräftige Gewitter zu erwarten. Mitunter verlagern sie sich langsam und können damit lokal große Regenmengen bringen, auch Hagelschlag ist nicht ausgeschlossen. Deutlich ruhiger präsentiert sich das Wetter weiterhin in der gesamten Osthälfte, bei viel Sonnenschein bleibt es trocken.

 

Hitze und Gewitter am Donnerstag

Am Donnerstag kommt die schwülwarme Luft weiter nach Nordosten voran. Nach Auflösung etwaiger Restwolken im Bergland scheint zunächst verbreitet die Sonne. In der feuchten Luft entstehen im Berg- und Hügelland jedoch bereits am Vormittag wieder erste Quellwolken und die Gewitterneigung steigt an. Am Nachmittag breiten sich dann ausgehend vom Bergland teils kräftige Schauer und Gewitter auf weite Landesteile aus, lokal zeichnet sich Unwettergefahr ab. Nur im äußersten Osten bleibt es noch überwiegend trocken, mit bis zu 33 Grad wird es hier zudem ausgesprochen heiß.

Kühler am Freitag, ruhiges Wochenende

Am Freitag zeigt sich zunächst vor allem im Süden und Osten zeitweise die Sonne, an der Alpennordseite überwiegen dagegen bereits die Wolken und gelegentlich regnet es hier schauerartig verstärkt. Im Tagesverlauf bilden sich dann vermehrt Schauer und Gewitter, welche besonders im Südosten mitunter auch noch einmal kräftig ausfallen können. Vor allem im Westen des Landes ist es vorübergehend kühler mit teils nur noch 18 Grad, im Osten bleibt es dagegen sommerlich warm mit bis zu 29 Grad.

Am Wochenende ist die gewitteranfällige Luft schließlich wieder ausgeräumt, von Norden strömt trockene Luft ein, die Temperaturen bleiben aber generell auf einem sommerlichen Niveau. Und dieser Trend setzt sich nach aktuellem Stand auch in der neuen Woche fort.

 

Photo credit: Claus Rebler on Visual hunt /  CC BY-SA

Taifun Prapiroon steuert auf Japan und Südkorea zu

Ausschnitt des Satellitenbildes über Sudöstasien

Ein Taifun, diesen Namen tragen tropische Wirbelstürme in Ost- und Südostasien, bedroht derzeit die Küste von Japan sowie auch den südöstlichen Teil Südkoreas. Dieser räumlich kleine,  jedoch sehr intensive Wirbelsturm, produziert Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h. Derzeit befindet sich dieser westlich der japanischen Insel Okinawa und intensiviert sich aufgrund der hohen Wassertemperaturen im chinesischen Meer noch weiterhin.

Starkregen und Überflutungen

Die Wettermodelle simulieren eine prognostizierte Zugbahn, die zwischen Japan und Südkorea verläuft. Beim Durchzug dieser Meeresenge können stellenweise extrem hohe Windgeschwindigkeiten auftreten, sowie auch hohe Niederschlagsmengen von bis zu 100 mm fallen. Aufgrund dieser hohen Mengen sind stellenweise Überflutungen und Vermurungen zu befürchten.

Simulierte Zugbahn des Taifuns. Zugbahn in Richtung Norden
Prognostizierte Zugbahn des Taifuns © UBIMET

Im weiteren Verlauf wird Erwartet, dass der Sturm auf das japanische Meer zieht und sich aufgrund der tieferen Wassertemperaturen abschwächt und zu einem außertropischen Sturmtief wird.

Die wärmste Nacht auf Erden

Die wärmste Nacht auf Erden in Qurayyat, Oman.

Qurayyat ist eine Kleinstadt im Oman mit etwa 50.000 Einwohnern und liegt etwa 80 km südöstlich der Hauptstadt Maskat. Im Sommer stehen hier extreme Temperaturen an der Tagesordnung, so liegen die Höchstwerte an der Küste oft bei 45 Grad und die Tiefstwerte oberhalb der 30-Grad-Marke. Am 25. Juni wurde in Qurayyat ein Höchstwert von 49,7 Grad gemessen, in der Nacht sank die Temperatur dann bei föhnigem Westwind nicht unter 42,6 Grad. Die WMO führt bislang zwar keine offizielle Liste der höchsten Tiefstwerte, dieser Wert ergibt aber den bislang höchsten dokumentierten Tiefstwert weltweit!

Die wärmste Nacht auf Erden wurde in Qurayyat im Oman verzeichnet.
Die Lage der Stadt Qurayyat im Oman. © google.com

Zum Vergleich: Dieser Wert liegt oberhalb der bislang höchsten, je gemessenen Temperaturen in Deutschland und Österreich:

  • 40,5 Grad Bad Deutsch-Altenburg (Niederösterreich) am 8.8.2013
  • 40,3 Grad Kitzingen (Bayern) am 5.7.2015 bzw. 7.8.2015

Die wärmste Nacht seit Messbeginn in Österreich wurde hingegen am 8. Juli 2015 verzeichnet, damals sank die Temperatur in der Inneren Stadt in Wien nicht unter 26,9 Grad.

Hitzepol Death Valley

Die höchste Temperatur weltweit stammt  aus den USA: Im Death Valley in Kalifornien wurden in Furnace Creek am 10. Juli 1913 sogar 56,7 Grad gemessen!

Titelbild: Qurayyat. Credit: Joel’s Luminosity on Visual Hunt / CC BY

447.746 Blitze im Juni

Blitzshow am Nachthimmel

In diesem vor allem in der ersten Hälfte sehr gewitterreichen Juni gingen über ganz Österreich verteilt exakt 447.746 Blitze nieder. Damit gab es ähnlich viele Blitzentladungen wie im Juni des Vorjahres, in dem es rund 420.000 mal blitzte. Der Juni bildet zusammen mit Juli und August üblicherweise die blitzreichste Zeit des Jahres.

Die Blitzverteilung im Juni
Die Blitzverteilung im Juni © UBIMET

Spitzenreiter Steiermark, Graz blitzreichste Stadt Österreichs

Mit exakt 184.754 Blitzen führt die Steiermark das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von Niederösterreich mit gut 67.000 und Oberösterreich mit etwa 56.000 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich mit Wien einmal mehr das flächenmäßig kleinste Bundesland, hier gab es nur 272 Blitze.

Mit rund zwölf Blitzen pro Quadratkilometer liegt das Burgenland hinsichtlich der Blitzdichte knapp vor der Steiermark mit rund elf Blitzen pro Quadratkilometer. Auf Gemeindeebene hat die Steiermark die Nase vorne, in Bad Gleichenberg wurden 48 Blitze pro Quadratkilometer registriert.

Stärkster Blitz im Burgenland

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurden im Burgenland gemessen. Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 301.000 Ampere in der Nacht auf den 9. Juni in Ritzing. In kürzester Zeit wurde dabei rund 19.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

Hier die tabellarische Auflistung nach Bundesländern:

Bundesland Blitzentladungen Blitzdichte (Blitze/km²)
Steiermark 184.754 11,26
Niederösterreich 67.141 3,50
Oberösterreich 56.124 4,69
Burgenland 48.170 12,15
Kärnten 30.640 3,21
Salzburg 27.405 3,83
Tirol 23.532 1,86
Vorarlberg 9.708 3,72
Wien 272 0,66

Lokal Bodenfrost

Tau auf Libelle

Für Anfang Juli haben wir im Osten von Österreich eine sehr kalte Nacht hinter uns. Vor allem im Waldviertel sowie von den Ybbstaler Alpen bis zum Wechsel sank das Thermometer stark ab. Der Tiefstwert wurde in Irnfritz mit 3,1 Grad gemessen.  In Lunz am See wurde mit 4,2 Grad sogar ein neuer Stationsrekord  für den Juli aufgestellt. Hier wird seit 1994 regelmäßig die Temperatur gemessen und bisher stammte der Rekord aus dem Juli 2007 mit 4,9 Grad.

In Muldenlagen Bodenfrost

In geschützten Becken- und Muldenlagen gab es sogar Bodenfrost, ein nicht alljährliches Ereignis im Juli. Allerdings geht es noch deutlich kälter, so gab es im Juli 1962 in Zwettl oder Puchberg am Schneeberg sogar Luftfrost. Auch die kommende Nacht verläuft nochmals ähnlich kalt, bevor es wieder lauer wird.

 

Lufttemperatur am Montag um 4 Uhr
Lufttemperatur am Montag um 4 Uhr. © UBIMET

Titelbild: www.pixabay.com

Trockenheit in Großbritannien

Trockenheit

In den vergangen Wochen fiel in Großbritannien kaum Regen. Landesweit verlief der Juni sehr trocken, gerade mal ein Drittel des üblichen Niederschlags wurde registriert. Im Südwesten von England fiel teilweise fast gar kein Regen. Dazu stellt sich in dieser Woche hochsommerliches Wetter mit Höchstwerte um die 30 Grad ein.

Moorbrände

Durch die anhaltende Trockenheit kam es in den vergangenen Tagen zu Moorbränden. Diese sind besonders schwer zu löschen, da sich der Brand im Unterboden des Moors abspielt. und es zu starker Rauchentwicklung kommt. Hier ein paar Bilder:

Trockenheit und Hitze setzen sich fort

Auch in der kommenden Woche setzt sich die Dürre fort. Bis auf ein paar Gewitter bleibt es weitgehend trocken und dazu liegen die Temperaturen weiterhin im sommerlichen Bereich. Sowie in Norddeutschland werden jetzt auch in England große Dürreschäden in der Landwirtschaft befürchtet.

Titelbild: www.visualhunt.com

Sommerwetter ohne Ende

Das Sommerwetter erfreut die Wasserratten

Bereits in den vergangenen Tagen konnte man vor allem in der Westhälfte perfektes Sommerwetter genießen. Im Osten war es ebenfalls oft sonnig, allerdings merklich kühler. An dieser Temperaturzweiteilung ändert sich zunächst nur wenig, am wärmsten bleibt es im Südwesten, am kühlsten zwischen Ostsee und Erzgebirge.

Hitze überall ab Wochenmitte

Ab Mittwoch setzt sich die sommerliche Wärme auch in Ostdeutschland durch, womit auch hier Höchstwerte um die 30 Grad erreicht werden. Dazu gibt es täglich viel Sonnenschein und nur im Süden sind ein paar Gewitter möglich. Dadurch verschärft sich die Trockenheit im Norden und Osten weiter.

Kein Ende in Sicht

Nach derzeitigem Stand baut sich am kommenden Wochenende ein kräftiges Hoch über Mitteleuropa auf, womit sich das heiße Sommerwetter fortsetzt. Regen ist weiterhin keiner in Sicht, die Trockenheit wird sich also weiter verschärfen und aufgrund der Siebenschläferregel ist für die Sommer Schlimmes zu befürchten.

Titelbild: www.visualhunt.com

Der Sommer kehrt zurück

Badewetter steht vor der Tür

Nach kühlem Wochenende geht es bergauf

Der Sonntag hat zwar viel Sonne zu bieten, die Temperaturen erinnern aber eher an den Herbst als an den Sommer. So liegen die Höchstwerte im Osten nur knapp über der 20-Grad-Marke. Deutlich wärmer verläuft der Tag hingegen im Inn- und Rheintal, hier werden Spitzenwerte von bis zu 29 Grad erreicht. In der kommenden Woche wird es dann im Osten von Tag zu Tag wärmer. Am Mittwoch werden wieder Spitzenwerte um die 30 Grad erreicht, womit sich die Freibäder und Seen auf eine Besucheransturm einstellen können.

Gewittergefahr nimmt zu

Mit den sommerlichen Temperaturen kehren allerdings auch die Gewitter zurück. Am Dienstag sind in Vorarlberg und Tirol erste kräftige Gewitter mit lokalem Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen zu erwarten. Am Mittwoch breiten sich die Gewitter auf das gesamte Berg- und Hügelland aus, lokale Unwetter sind nicht ausgeschlossen. Trocken und sonnig bleibt es hingegen im östlichen Flachland.

Der Sommer bleibt

In der zweiten Wochenhälfte geht es mit dem Sommerwetter weiter. Die Höchstwerte liegen im Flachland meist um die 30 Grad, im Bergland ist allerdings weiterhin mit teils starken Gewittern zu rechnen. Zur Zeugnisverteilung am Freitag müssen sich die Schüler in West- und Südösterreich auf eine schwülwarmen Tag einstellen, an dem gerade am Nachmittag einige Gewitter niedergehen.

Ein erste Blick auf das kommende Wochenende verheißt perfektes Grill- und Badewetter. Die Gewittergefahr geht wohl zurück und tagsüber bleibt es heiß.

Tielbild: www.visualhunt.com

Unwetter in den USA

Unwetter in den USA

Am Donnerstagnachmittag lag der Norden der USA unter dem Einfluss sehr feuchter Luftmassen aus dem Golf von Mexiko. Mit Annäherung eines Höhentrogs aus Westen kamen im Osten von Montana, in North Dakota sowie im Norden von South Dakote alle Zutaten für heftige und langlebige Gewitter zusammen: Sehr feuchte und energiereiche Luft sowie ein starke Drehung und Zunahme des Windes mit der Höhe.

Großer Hagel und Tornados

Bei kräftigen Gewitterlagen im Sommer besteht zunächst in den Nachmittagsstunden vor allem die Gefahr von großem Hagel und Tornados. So wurden am Donnerstagnachmittag auch bei dieser Gewitterlage besonders in Montana und North Dakota Hagelkörner mit einem Durchmesser von teils über 5 cm beobachtet, zudem gab es im Grenzbereich von Montana und South Dakota spektakuläre Tornados. Im weiteren Verlauf von markanten Gewitterlage nimmt ab den Abendstunden in der Regel die Sturmgefahr zu, was in diesen Fall im Osten von North Dakota und Minnesota der Fall ist.

Bow Echo über North Dakota

Im Laufe der Nacht sind die Gewitter über North Dakota zu einer ausgeprägten Linie zusammengewachsen, welche in diesen Stunden als sogenanntes „Bogenecho“ noch immer ostwärts zieht. Im mittleren Teile der Linie wurden bereits Orkanböen verzeichnet. In den nächsten Minuten wird die Linie auch den Norden von Minnesota erfassen. Aktuell ist es dort noch dunkel, der Sonnenaufgang findet allerdings in etwa einer Stunden statt.

Bogenecho in den USA um Freitag 11 Uhr MESZ. © nexrad / UBIMET
Bogenecho in den USA um Freitag 11 Uhr MESZ. © nexrad / UBIMET

Aktuelle Radarbilder gibt es hier: USA-Wetterradar.

Junirückblick: Hitze und Unwetter, kühles Ende

Der Juni 2018 brachte Hitze und Unwetter.

Der Juni, aus meteorologischer Sicht der erste Monat des Sommers, hat eine Fortsetzung des seit April überdurchschnittlich temperierten Wetters gebracht. Besonders markant fällt die Abweichung der Temperatur im Norden und Osten aus: Von Oberösterreich bis zum östlichen Flachland war es 2 bis 2,5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Am geringsten fällt die Abweichung am Alpenostrand und in Osttirol aus, doch auch hier war es immerhin 1 Grad wärmer als üblich.

Heißester Tag des Jahres, danach kühl

Besonders die erste Monatshälfte war durch eine festgefahrene Wetterlage gekennzeichnet, mit hohem Luftdruck über Nordeuropa und nur geringen Luftdruckgegensätzen sowie sehr feuchter Luft in Mitteleuropa. Etwas mehr Dynamik gab es in der zweiten Monatshälfte, so lies föhniger Südwind im Vorfeld einer Kaltfront am 21. die Temperaturen im Weinviertel auf 34,6 Grad ansteigen. Im Anschluss an den bislang heißesten Tag des Jahres gelangten aus Norden aber kühle Luftmassen ins Land und vom 22. bis zum. 28. gab es mehrere zu kalte Tage in Folge. Kräftiger Regen sorgte am 28. zudem für eine leichte Entspannung der anhaltenden Trockenheit im äußersten Nordosten.

Höchste Temperaturen:

  • 34,6 Grad Wolkersdorf, (NÖ, 21.), Hohenau (NÖ, 21.)
  • 34,2 Grad, Stockerau (NÖ, 21.)
  • 34,1 Grad, Wien-Donaufeld (W. 21.)

Tiefste Temperaturen

  • 0,0 Grad, Obergurgl (T, 23.)
  • 0,6 Grad, St. Jakob in Defereggen (T, 23.)
  • 1,1 Grad, Obertauern (S, 22.)

Hitzetage (Höchstwert von 30 Grad oder mehr):

  • 10 Wolkersdorf (NÖ)
  • 9 Hohenau (NÖ)
  • 8 Haag (NÖ)

Katastrophengebiet Neunkirchen

Besonders die Mitte des Monats wurde durch zahlreiche Unwetterlagen geprägt: Ortsfeste Gewitter sorgten vor allem im östlichen Berg- und Hügelland nahezu täglich für kleinräumige Überschwemmungen und Vermurungen. Besonders unwetterträchtig war der 12. Juni, als der Bezirk Neunkirchen zum Katastrophengebiet erklärt wurde. Eine Gewitterlinie sorgte an diesem Tag zudem auch für orkanartige Böen von bis zu 112 km/h in Graz, ein umgestürzter Baum forderte hier ein Todesopfer.

Stärkste Windspitzen:

112 km/h Graz/Strassgang (ST, 12.)
104 km/h Graz/Universität (ST, 12.)
101 km/h Eisenkappel (K, 12.)

Teils nass, teils trocken

Die zahlreichen Schauer und Gewitter haben in Teilen der Steiermark und im Berg- und Hügelland Niederösterreichs deutlich überdurchschnittliche Niederschlagsmengen gebracht: Am Alpenostrand gab es stellenweise mehr als doppelt so viel Regen wie üblich. So gab es in Puchberg am Schneeberg mit 304 Liter pro Quadratmeter 250% des Solls. Auch in Teilen des Waldviertels verlief der Monat überdurchschnittlich nass, zu trocken war es hingegen von Vorarlberg über Tirol bis nach Kärnten sowie stellenweise auch im östlichen Flachland. Am markantesten fällt die negative Abweichung im Grenzbereich zu Italien aus, wie etwa in Nauders oder im südlichen Osttirol.

Vorläufig nasseste Orte:

  • 311 Liter pro Quadratmeter, Tauchen-Schaueregg (ST)
  • 304 Liter pro Quadratmeter, Puchberg am Schneeberg (NÖ)
  • 273 Liter pro Quadratmeter, Salzburg (S)

Vorläufig trockenste Orte

  • 24 Liter pro Quadratmeter, Nauders (T)
  • 29 Liter pro Quadratmeter, Mittewald an der Drau (T)
  • 29 Liter pro Quadratmeter, Lienz (T)

Viel Sonne im Süden und Westen

Von Vorarlberg bis Kärnten schien die Sonne verbreitet um 10 bis 20 % länger als in einem durchschnittlichen Juni. Besonders der äußerste Westen des Landes sticht heraus, so gab es am Rohrspitz am Bodensee rund 300 Sonnenstunden. Nur im Bereich der östlichen Nordalpen und im Nordosten wurde das Soll mit 80 bis 90 % knapp nicht erreicht.

Absolut sonnigster bzw. trübster Ort:

  • 295 Sonnenstunden, Rohrspitz (V)
  • 92 Sonnenstunden, Böckstein (S)

Relativ sonnigster bzw. trübster Ort:

  • 135 % Feldkirch (V)
  • 76 % Puchberg am Schneeberg (NÖ)

Kräftiger Regen in den Nordalpen

Starkregen Hochwasser in den Nordalpen

Von Mittwochabend bis Donnerstagvormittag hat es im Osten Österreichs verbreitet geregnet, so gab es über Nacht bereits markante Regenmengen. Der Schwerpunkt lag im  Mostviertel, anbei die nassesten Orte der letzten 24 Stunden (Stand 15 Uhr):

  • 97 mm Neudruck / Scheibbs
  • 88 mm Wastl am Wald / Erlauf
  • 88 mm Lunz am See
  • 80 mm Kirchberg an der Pielach
  • 80 mm Lilienfeld / Tarschberg

Durch die starken Regenmengen gab es in Niederösterreich bereits erste Feuerwehreinsätze aufgrund von kleinräumige Überflutungen, zudem haben kleinere Flüsse wie etwa die Ybbs und die Feistritz die HQ-1-Marke überschritten. Durch die relativ trockene Vorgeschichte halten sich die Auswirkungen aber in Grenzen.

Besonders große Regenmengen gab es im Mostviertel.
12h-Niederschlagsmengen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET

Regen an der Alpennordseite

Am Nachmittag lässt der Regen im Osten nach, an der Alpennordseite regnet es dagegen häufig weiter. Der Schwerpunkt verlagert sich aber langsam westwärts, so regnet es Nachmittag besonders in Salzburg und im Tiroler Unterland, während es im Osten bis auf einzelne gewittrige Schauer trocken bleibt.

Besonders im Bereich der Nordalpen regnet es kräftig.
24h-Niederschlagsprognose bis Freitagvormittag. © UBIMET

Am Freitag fällt besonders im Bereich der östlichen Nordalpen zeitweise noch etwas Regen, zudem gehen an der Alpennordseite einzelne Schauer oder Gewitter nieder. In Summe sind aber nicht mehr vergleichbare Regenmengen wie am Donnerstagmorgen zu erwarten.

 

Title-Photo credit: Axel Schwenke on VisualHunt / CC BY-SA

Sonnenschein beim F1-Rennen in Spielberg

Sonniges Wetter beim F1-Rennen in Spielberg

Der Donnerstag verläuft dicht bewölkt und besonders im Laufe der ersten Tageshälfte fällt häufig Regen. Zu den Abendveranstaltungen lässt der Regen aber nach und mitunter lockern die Wolken etwas auf. Die Temperaturen kommen allerdings nicht über 17 Grad hinaus. Auch am Freitag überwiegen zunächst die Wolken und tagsüber sind einzelne Regenschauer zu erwarten. Am Nachmittag gibt es dann erste sonnige Auflockerungen und die Luft erwärmt sich auf rund 23 Grad.

Einzelne Schauer am Samstag

Am Samstag scheint zeitweise die Sonne, vor allem in den Mittagsstunden bilden sich aber Quellwolken und in weiterer Folge ist ein Schauer nicht ganz ausgeschlossen. Beim Qualifying lässt die Schauerneigung allerdings nach, da föhniger Nordwind die Luft abtrocknet. Die Tageshöchstwerte liegen bei knapp 24 Grad.

Sonne und Wolken beim F1-Rennen in Spielberg.
Freundliches Wetter in Spielberg. Credit: CaterhamF1 on VisualHunt / CC BY-NC-ND

Sonniger Sonntag

Der Sonntag bringt von Beginn an sonnige Bedingungen. Im Tagesverlauf ziehen zwar ein paar Wolken durch, die Schauerneigung bleibt aber gering. Die Fans in Spielberg können sich also auf ein trockenes F1-Rennen freuen. Die Temperaturen steigen nach einem kühlen Morgen mit Temperaturen um 6 Grad auf angenehme 24 Grad am Nachmittag. Statt einen Regenschirm sollte man am Sonntag also besser eine Sonnenbrille und die Sonnencreme einpacken.

Title-Photo credit: deischi on Visual hunt / CC BY

Steigende Überflutungsgefahr durch Starkregen

Starkegen sorgt für steigende Überflutungsgefahr. ©Photo credit: Wiesbaden112.de on Visualhunt.com / CC BY-NC-ND

Am Mittwoch ziehen an der Alpennordseite zahlreiche, teils gewittrige Schauer durch, die sich in den Alpen stauen. Von den Kitzbüheler bis zu den Ybbstaler Alpen kommen bereits 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter zusammen. In der Nacht auf Donnerstag verstärkt sich dann der Regen von Osten her.

Nasser Donnerstag, Überflutungsrisiko steigt

Der Donnerstag verläuft meist trüb und besonders an der Alpennordseite regnet es intensiv weiter. Der Schwerpunkt verlagert sich tagsüber von Niederösterreich in Richtung Salzburg, dabei kommt es besonders im Bereich der Nordalpen zu großen Regenmengen. In Summe sind innerhalb von 24 Stunden vom Loferer Land bis zum Mariazellerland 40 bis 70 Liter pro Quadratmeter zu erwarten. Da sich die Schneefallgrenze auf 2.500 bis 3.000 m zurückzieht, steigen die Flusspegel in den Nordalpen deutlich an. Zum Glück ist die Vorgeschichte recht trocken, womit die größeren Flüsse viel Wasser aufnehmen können. An kleineren Flüssen sind aber lokale Überschwemmungen möglich und auch die Vermurungsgefahr nimmt merklich zu.

Vor allem im Beriech der Nordalpen gibt es kräftigen Regen.
48h-Regenprognose bis Freitagabend. © UBIMET

Weiterer Regen am Freitag

Nach einer vorübergehenden Schwächephase Donnerstagnacht zeichnet sich an der Alpennordseite am Freitag weiterer Regen ab, zudem entstehen im Tagesverlauf in der Osthälfte mitunter auch Gewitter. In Summe sind von Mittwoch bis Freitagnacht im Bereich der Nordalpen vom Flachgau bis zu den Niederösterreichischen Voralpen verbreitet 80 bis 130 Liter pro Quadratmeter Regen zu erwarten, die größten Mengen gibt es voraussichtlich im Bereich der Ybbstaler und Türnitzer Alpen.

Besomders im Mostviertel regnet es kräftig.
Regenwarnungen der Österreichischen Unwetterzentrale. Stand: Donnerstag 6 Uhr.

Wetterberuhigung am Wochenende

Am Wochenende setzt sich dann ein Hochdruckgebiet mit ruhigem Sommerwetter durch. Die Temperaturen steigen besonders im Süden und Westen auf sommerliche Werte, im Osten dämpft hingegen vorerst noch lebhafter Nordwind die Temperaturen.

Titel-Photo credit: Wiesbaden112.de on Visualhunt.com / CC BY-NC-ND

Siebenschläfertag

Siebenschläfer schaut wie das Wetter wird

Bekannte Bauernregeln besagen für den 27. Juni:

  • Schlafen die Siebenschläfer im Regen, wird’s ihn noch sieben Wochen lang geben.
  • Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
  • Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.

Der Stichtag soll eben das Wetter für die nächsten 7 Wochen bestimmen.

Meteorologischer Hintergrund

Der Siebenschläfertag ist ein altbekannter Lostag in der Meteorologie, welcher sich in zahlreichen Bauernregeln widerspiegelt. Tatsächlich gibt es im Hochsommer eine statistisch nachweisbare Erhaltungstendenz von Wetterlagen im Alpenraum. Für diese meteorologische Singularität ist allerdings nicht nur ein bestimmter Tag relevant, sondern die Witterung Anfang Juli. Durch die gregorianische Kalenderreform findet der Tag nämlich eigentlich erst am 7. Juli statt. Auf die erste Juliwoche trifft diese Singularität in Süddeutschland und im Alpenraum etwa 60 bis 80% der Fälle zu. Im maritim geprägten Klima Norddeutschlands ist dies hingegen nicht der Fall.

Kräftiger Regen in den Nordalpen

Der Mittwoch verläuft besonders im Südosten Deutschlands und in Österreich unbeständig, so muss man hier mit Schauern und im Bereich der Nordalpen auch Gewittern rechnen. Die Temperaturen erreichen maximal 15 bis 24 Grad. Am Donnerstag sorgt ein Tief über dem Balkan für verregnetes Wetter im Nordalpenbereich: Besonders vom Berchtesgadener Land über das Salzkammergut bis zum westlichen Niederösterreich regnet es anhaltend und kräftig, die Überflutungsgefahr nimmt zu. Unbeständig verläuft auch der Freitag im Alpenraum, danach kündigt sich aber eine Besserung an.

Viel Regen von Salzburg bis zum Mostviertel.
48h-Niederschlöagsprognose. © UBIMET

Juli bringt Sonnenschein

Ausgehend von Norddeutschland macht sich im Laufe des Samstags auch im Alpenraum langsam ein Hochdruckgebiet über Skandinavien bemerkbar, somit stellt sich zunehmend sonniges Wetter ein. Besonders im Südwesten Deutschlands, in der Schweiz und im Westen Österreichs gibt es sommerliche Temperaturen, im Osten Österreichs dämpft hingegen vorerst noch lebhafter Nordwind die Höchstwerte. Zu Beginn der kommenden Woche zeichnet sich dann verbreitet freundliches und vor allem nach Westen zu auch warmes Sommerwetter ab. Die Chancen auf beständigeres Sommerwetter stehen im Juli und August jedenfalls gut: Die Berechnungen der langfristigen Wettermodelle deuten derzeit auf einen überdurchschnittlich warmen Hochsommer in Mitteleuropa hin.

Unwettertief über Griechenland

Gewittertief über Griechenland

Wie das aktuelle Satellitenbild zeigt liegt derzeit direkt über Griechenland ein Tief, das von Süditalien bis in die Türkei für kräftige Gewitter sorgt. Dabei ziehen die Gewitterlinien teilweise immer über die selbe Region, womit das Überflutungsrisiko deutlich ansteigt und Sturzfluten zu befürchten sind. Bereits am vergangenen Wochenende war Athen von einem heftigen Gewitter betroffen:

Ab Donnerstag Balkan betroffen

In weiterer Folge verlagert sich der Schwerpunkt des Tiefs etwas nordwärts, womit sich die Gewittertätigkeit mehr auf die Balkanstaaten verlagert. Die Ausläufer des Tiefs sind aber bis in den Ostalpenraum spürbar, hier kommt es auch zu ergiebigen Regen.

 

Aktuell Schneefall auf Neufundland

Schnee Sommer Neufundland

Neufundland ist eine große Insel, die westlich von Kanada im Atlantik liegt. Im ersten Moment denkt man, dass Neufundland nahe der Arktis deutlich weiter im Norden liegt, doch vom Breitengrad her befindet sich die Insel genau auf der Höhe von Österreich. Allerdings profitiert Neufundland nicht mehr vom Golfstrom, sondern der Labradorstrom umströmt die Insel mit eiskaltem Wasser aus der Arktis. Daher ist das Klima deutlich rauer als bei uns.

Schnee im Juni

Das in der ersten Junidekade auf Neufundland Schnee fällt, ist keine Seltenheit. Seit 80 Jahren werden im Ort Gander Schneehöhen gemessen und der Neuschneerekord für das Monat stammt vom 7. Juni 1974 mit gut 22 cm. In der zweiten Junihälfte sind Schneefälle allerdings sehr selten, erst zweimal 1995 und 1952 gab es um ein paar Tage noch später geringe Neuschneemengen in Gander.

An der Küste blieb es bei Regen, im Inselinneren schneite es aber verbreitet, hier ein paar Bilder:

Wasserhosen vor Rimini

Wasserhosen

Am Vormittag zog ein Gewitter an der italienischen Adriaküste bei Ravenna und Rimini durch und verursachte mehrere Wasserhosen. Wie der Satellitenloop zeigt, zog das Gewitter  entlang einer Konvergenz vor der Küste nach Süden.

Gewitter an der Adria
Gewitter an der Adria (Blitze werden als rote/blaue Kreuze dargestellt) ©UBIMET, Eumetsat

Konvergenz?

An der Adriaküste bildet sich öfters eine Konvergenz aus
An der Adriaküste bildet sich öfters eine Konvergenz aus ©UBIMET

Als Konvergenz wird das Zusammenströmen zweier Luftmassen bezeichnet, aus der eine Hebung resultiert. Bei der vorherrschenden Nordströmung werden die Alpen umströmt und durch eine schwache Bora haben wir über der Adria eine Ostströmung. Gleichzeitig kühlt die Poebene über Nacht stärker aus als die Adria, womit die Luft westwärts fließt und vor der Küste auf die Bora trifft – eine Konvergenz entsteht.  Zudem sorgte ein kleines Randtief für eine weitere Hebung und genügend Feuchte um Gewitter auszubilden.

Wasserhosen profitieren von Konvergenz

Durch die Konvergenz entstehen nicht nur Gewitter, sondern sie ist auch ein wichtiger Antrieb für die Entstehung von Wasserhosen. Von denen es heute einige gab wie die Videos und Fotos beweisen.

Wetter zum Ferienstart

Zeugnisverteilung Start in die Ferien

Am Zeugnistag kräftige Gewitter

Am Freitag halten sich von der Früh weg dichte Wolken und stellenweise fällt bereits etwas Regen. Am Vormittag kommt dann für ein paar Stunden die Sonne zum Vorschein, in der schwülwarmen Luft entstehen aber rasch wieder Schauer und Gewitter. Die Gewitter können gerade in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland mit Starkregen und Hagel auch heftig ausfallen. Zumindest mit den Temperaturen geht es im Vergleich zu den Vortagen deutlich bergauf, je nach Sonnenschein werden 23 bis 28 Grad erreicht.

Sommercomeback ab dem Wochenende

Am Wochenende verlagert sich ein Hoch von Westeuropa allmählich zum Alpenraum. Somit stellt sich in Österreich freundliches Sommerwetter ein, selbst über dem Bergland ist die Gewittergefahr nur mehr gering. Die Höchstwerte liegen zwischen 24 und 33 Grad, dabei liegen die Hitzepole im Westen von Österreich. In der ersten Ferienwoche können sich die Schüler für ein paar Tage auf klassisches Badewetter freuen, dann sind auch in Ostösterreich verbreitet Spitzenwerte über der 30-Grad Marke zu erwarten. Allerdings nimmt die Gewittergefahr von Tag zu Tag wieder zu.

Hitzewelle am Mittelmeer

Wer in der ersten Ferienwoche einen Urlaub am Mittelmeer geplant hat, muss sich auf eine schweißtreibende Hitzewelle einstellen. Von Südspanien über Mallorca und Italien bis an die Obere Adria wird es nächste Woche mit Höchstwerten über 35 Grad extrem heiß.

Wintereinbruch im Hochgebirge

Wintereinbruch im Gebirge

Bereits in den vergangenen Nächten gab es immer wieder leichten Schneefall bis auf rund 2000 m herab. Doch in den letzten Stunden schneit es vor allem von den Zillertaler Alpen und den Hohen Tauern bis zum Hochkönig und dem Dachstein ergiebig. Schneeflocken gab es wieder bis etwa 2000 m herab, nennenswerten Neuschnee aber erst oberhalb von 2400 m. Dazu hier ein paar Webcambilder vom Fuschertörl an der Großglocknerstraße, vom Dachstein und vom Kitzsteinhorn:

Schnee am Fuschertörl
Schneefall am Fuschertörl © panomax.com
Auch am Dachstein ein paar Zentimeter Neuschnee © panomax.com
Kitzsteinhorn im Schnee ©feratel.com

Wintereinbruch hilft den Gletschern

Vor allem für die heimischen Gletscher ist so ein Wintereinbruch im Hochsommer ein Segen. Nachdem sie in den letzten Wochen unter den hohen Temperaturen litten und schon einiges an Schnee und Eis verloren haben, ist so eine kühle Phase eine Verschnaufpause. Da Neuschnee deutlich weißer ist als Altschnee oder Gletschereis verbessert sich die Reflexion der Gletscher, womit auch in der nächsten Hitzewelle das Abschmelzen verzögert und abgeschwächt stattfindet.

Monsun in Indien

Monsun in Indien bringt Regen

Monsun – die Jahreszeiten Indiens

In Indien wechselt sich im Jahresverlauf der trockene Wintermonsun mit dem regenbringenden Sommermonsun ab. Wenn einfach von Monsun gesprochen wird, ist meistens die sommerliche Regenzeit gemeint. Die Trockenzeit dauert in Indien etwa von Oktober bis Mai. Während dieser Zeit ist es zunächst warm, ab März steigen die Temperaturen jedoch rasch weiter an und im Mai erreicht die Hitze mit Höchstwerte jenseits der 40 Grad ihren Höhepunkt. Im Juni setzt der vor allem von den Bauern sehnlichst erwartete Regen ein, bis September regnet es häufig und kräftig, dazu ist es schwül-heiß.

Der Regen folgt dem Sonnenstand

In den Tropen regnet es dort am häufigsten, wo die Sonne mittags senkrecht steht und die Luft dadurch am meisten aufgeheizt wird. Die warme Luft steigt auf, bei ihrer Abkühlung bilden sich Wolken, Schauer und Gewitter mit dem für die Tropen typischen Starkregen. Da Indien deutlich nördlich des Äquators liegt, scheint die Sonne hier im Sommer senkrecht vom Himmel. Der Regen folgt der Zone mit senkrechtem Sonnenstand ein paar Wochen verzögert, so erklärt sich die Jahreszeit des regenreichen Sommermonsuns von Juni bis September.

Variabilität des Regens

Der Monsunregen setzt allerdings nicht immer zur gleichen Zeit ein und vor allem gibt es bei der Regenmenge von Jahr zu Jahr Unterschiede. Das macht Indien zu einem prinzipiell dürregefährdeten Land, da der Wasservorrat im Boden damit in manchen Jahren nicht für die angebauten Pflanzenarten ausreicht. In Indien spricht man bereits von einer Dürre, wenn der Monsun 90 % oder weniger der üblichen Regenmenge bringt, dies war in den letzten Jahren mehrfach der Fall. Seit ein paar Jahrzehnten hat sich auch die durchschnittliche Menge des Monsunregens verringert, dafür kann die durch den Klimawandel verursachte Erwärmung des Indischen Ozeans verantwortlich sein.

Kältewelle in Australien

Frost in Australien

Der astronomische Winterbeginn in der Südhemisphäre verlief in Australien sehr kalt. In den vergangenen Tagen gab es in einem Großteil des Kontinents eine regelrechte Kältewelle.

Kälterekord für Juni

Tiefsttemperaturen der letzten Tage
Tiefsttemperaturen der letzten Tage

Mit einem Tief zwischen Australien und Neuseeland wurde sehr kalte Luft aus der antarktischen Region bis weit nach Norden in den Osten von Australien geführt. Dazu waren die Nächte klar und oft windstill, somit kam es verbreitet zu Frost und selbst an der Küste waren die Tiefstwerte nahe dem Gefrierpunkt. So gab es in Coolangatta, im südlichen Queensland, mit 0,6 Grad einen neuen Kälterekord für Juni. Zuletzt war es am 15. August 2008 so kalt in dem Touristenort.

Kälterekorde im Juni in Australien
Kälterekorde im Juni in Australien

Frost in der Wüste

Auch im normalerweise extrem heißen Zentrum von Australien gab es in den vergangenen Tagen Frost. So wurden in Alice Springs -3,7 Grad gemessen.

Auch in der Hauptstadt Canberra sank die Temperatur deutlich unter den Gefrierpunkt. In der Umgebung gab es teils mäßigen Frost.

Titelbild: visualhunt.com

Der Sommer hat zu kämpfen

Kaltlufttransport verhindert Sommer

Das Wochenende verlief bisher stark unterkühlt und auch in den kommenden Tagen hat es der Sommer schwer sich durchzusetzen. Grund dafür ist die großräumige Wetterlage. Ein mächtiges Hoch befindet sich über den Britischen Inseln und ein Tief über dem Baltikum. Dazwischen etabliert sich eine zügige Nordströmung, die kühle und feuchte Luft zu dem Alpen führt.

Bis zum Monatswechsel unbeständig

Die Kaltluft will nicht weichen
Die Kaltluft will nicht weichen © UBIMET/GFS

Die Animation zeigt wie sich das Hoch über den Britischen Inseln in den nächsten Tagen langsam nach Norden verschiebt und als Gegenbewegung verlagert sich das Höhentief vom Baltikum in Richtung Österreich. Daher bleibt uns die kühle Nordströmung noch bis Mittwoch erhalten, danach liegt das Tief über uns und saugt feuchtwarme Luft vom Schwarzen Meer an. Am Donnerstag und Freitag ist dann vor allem im Norden und Osten mit kräftigem Regen zu rechnen. Erst am kommenden Wochenende scheint sich dann aus Westen ein Hoch und sommerliche Wärme durchzusetzen.

Vorteil – keine Unwetter

Das vergleichsweise kühle Sommerwetter hat aber auch Vorteile. In den kühlen Nächten verläuft der Schlaf erholsam und die Luft ist tagsüber nicht energiereich genug um gefährliche Gewitter zu produzieren.

Sonnwendfeuer

Sonnwendfeuer bei Saalfelden.

Der Johannistag ist das Hochfest der Geburt Johannes‘ des Täufers am 24. Juni. Im Vorfeld findet die Johannisnacht statt, welche in Verbindung mit der Sommersonnenwende steht. Auf den Bergen lodern dann im alpinen Raum und in weiten Teilen Europas die sogenannten Sonnwendfeuer. Es ist eines der größten Feste, dass sich aus der heidnischen Kultur bis heute erhalten hat. Wenn auch kulturell unterschiedlich gefeiert, erfreut sich die Zusammenkunft an besonderen Plätzen im Freien großer Beliebtheit.

Sonnwendfeuer am Wallberg in Bayern.
Sonnwendfeuer am Wallberg. Credit: jarikir on Visualhunt.com / CC BY-NC-ND

Anbei ein paar besonders bekannte Orte um das Sonnwendfeuer zu sehen:

  • Tiroler Zugspitzarena bei Ehrwald (A)
  • Grainau an der Zugspitze (D)
  • Innsbrucker Nordkette (A)
  • Wilder Kaiser (A)
  • Kitzbüheler Alpen (A)
  • Saalfelden und Leogang (A)
  • Brauneck in den Bayerischen Voralpen (D)
  • Dachstein (A)

Kühl und teils bewölkt

Das Wetter zeigt sich heuer von seiner kühlen Seite und in den Nordalpen vom Karwendel ostwärts überwiegen meist die Wolken. Besonders vom Berchtesgadener Land über das Salzkammergut bis zur nördlichen Obersteiermark fällt in der Nacht zeitweise auch ein wenig Regen bzw. auf den Bergen Schnee. Bessere Sicht gibt es dagegen im äußersten Westen Österreichs sowie an der Alpensüdseite. Der Wind weht schwach, im östlichen Bergland mäßig aus nördlicher Richtung.

Temperatur am Abend um 21 Uhr
Tal
Sankt Gallenkirch 14
Innsbruck 15
Garmisch-Patenkirchen 14
Saalfelden am Steinernen Meer 12
Ehrwald 13
Reit im Winkl 13
Bad Tölz 15
Obertraun 13
Weitensfeld 15

In 1.500 m liegen die Temperaturen von Ost nach West zwischen 5 und 8 Grad, in 2.000 m gibt es 1 bis 4 Grad. Die Schneefallgrenze liegt bei etwa 2.000 m, somit muss man auf den Bergen vom Wilden Kaiser und den Tauern bis zum Hochschwab in der Nacht auf Sonntag teils sogar mit leichtem Schneefall rechnen!

Title-Photo credit: marketing deluxe on Visual Hunt / CC BY-NC-SA

Leuchtende Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken (auch „NLC “ von engl. noctilucent clouds) sind weißlich bis bläulich leuchtende Wolken, welche sich deutlich vom fast dunklen Himmel am Ende der langen Dämmerung im Sommer abheben. Während sich alle anderen Wolken nur bis in 10 oder vereinzelt 15 km Höhe erstrecken, befinden sich Leuchtende Nachtwolken in einer Höhe von 80 bis 85 km. Die Sonne sinkt in Mitteleuropa im Sommer nur langsam und nicht allzuweit unter den Nordwesthorizont. Damit bescheint die Sonne auch lange nach Sonnenuntergang von schräg unten diese Wolken, wobei der Himmel gleichzeitig schon dunkel ist.

Beobachtung

Etwa von Mitte Mai bis Mitte August lassen sich die Leuchtenden Nachtwolken beobachten, am häufigsten treten sie im Juni und Juli auf. Um sie zu sehen, braucht man einen möglichst freien Blick nach Norden bis Nordwesten, eine einigermaßen dunkle Umgebung und einen ansonsten weitgehend wolkenlosen Himmel. Sie lassen sich etwa ein bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang und ebenso vor Sonnenaufgang beobachten. Allerdings sind sie bei weitem nicht in jeder klaren Nacht zu sehen, da es in großen Höhen nur selten Wolken gibt. An klaren Sommerabenden lohnt es sich aber immer wieder einen Blick in Richtung Nordwesten zu werfen.

Entstehung

Leuchtende Nachtwolken bestehen, ähnlich wie Cirruswolken, aus Eiskristallen. Sie bilden sich am Oberrand der Mesosphäre, so nennt man die Atmosphärenschicht in 50 bis 80 km Höhe, diese befindet sich oberhalb der bekannteren Stratosphäre. Dort kann die Temperatur gelegentlich von den üblichen -85 Grad bis auf -140 Grad absinken, nur dann ist es für die Bildung von Leuchtenden Nachtwolken kalt genug. Die zur Bildung der Eiskristalle nötigen Staubpartikel stammen hauptsächlich aus den Resten verglühter Sternschnuppen.

Title-Photo credit: WherezJeff on VisualHunt / CC BY-NC

Unwetter in Südosteuropa

Heftige Gewitter in Südosteruopa.

Die Kaltfront von Tief CATHY hat in den letzten Tagen aus Norden polare Luftmassen nach Mitteleuropa geführt. Mit Durchzug der Kaltfront gab es besonders im Südosten Österreichs am Donnerstag noch heftige Gewitter, wir berichteten darüber hier: Hagel und 70.000 Blitze. Mittlerweile ist die energiereiche Luft allerdings nach Süden abgedrängt worden.

Eine Kaltfront sorgt für hefitge Gewitter in Südosteuropa. © UBIMET / NCEP
Luftmassengrenze am Freitag über Europa. © UBIMET / NCEP

Zwillingstornado in Rumänien

Im Vorfeld der Kaltfront kam es Freitag neuerlich zu heftigen Gewittern, besonders betroffen von den Unwettern waren Mittelitalien, der Balkan und Teile der Türkei. Im Osten Rumäniens wurden im Umfeld der Stadt Cuca im Zuge eines Gewitters sogar zwei Tornados gleichzeitig beobachtet.

Starkregen und Überflutungen

In Osten und Südosten Italiens sowie in Teilen der Türkei kam es zudem örtlich zu ergiebigen Regenmengen in kurzer Zeit, weshalb Sturzfluten die Folge waren. Besonders betroffen waren die Abruzzen und die türkische Hauptstadt Ankara.

Blitz und Donner in Sotschi

Gewitter in Sotschi.

Um 20 Uhr gibt es am Samstagabend den Anpfiff zum zweiten Gruppenspiel Deutschlands. Nicht nur aus sportlicher Sicht steht allerdings am Schwarzen Meer ein turbulenter Tag bevor, sondern auch aus meteorologischer Sicht. So gibt es bereits am Samstag in der Früh Schauer und Gewitter.

Höhentief bringt Gewitter

Das Schwarze Meer liegt derzeit am Rande eines Höhentiefs mit Kern über Osteuropa. Die kalte Höhenluft in der Höhe sorgt in Zusammenspiel mit dem 23 bis 25 Grad warmen Wasser für eine labile Schichtung der Atmosphäre. Mit einer südwestlichen Strömung bleibt die Schauer- und Gewitterneigung somit ganztags erhöht und auch am Abend ist die Wahrscheinlichkeit für Blitz und Donner hoch. Der Höchstwert liegt bei etwa 26 Grad, am Abend sinken die Temperaturen dann auf etwa 22 Grad.

Höhentief sorgt für Gewitter in Sotschi. © UBIMET / NCEP
Höhentief sorgt für Gewitter. © UBIMET / NCEP

Das letzte Gewitter bei einem Spiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft ist übrigens nicht lange her, so fand die Rückkehr von Manuel Neuer vor wenigen Wochen bei Regen und Hagel in Klagenfurt statt. Wir hoffen jedenfalls, dass es bei den Eiskörnern bleibt und dass es heute Abend keine schlechte Kritik hageln wird!

Titelbild: Gewitter in Sotschi; shuttestock.com

Kaltfront brachte Temperatursturz

Kaltfront sorgte für einen Temperatursturz. © UBIMET / NCEP

Die Kaltfront von Tief CATHY ist am Donnerstagabend von Nordwesten her über Österreich hinweggezogen. Neben kräftigem Wind kam es dabei besonders im Südosten auch zu heftigen Gewitter mit Hagel und Sturmböen, siehe hier: Unwetter im Südosten. Ebenso markant war aber der Temperatursturz, so liegen die Temperaturen am Freitag teils mehr als 15 Grad unterhalb der Werte vom Donnerstag. Anbei ein Vergleich der Temperaturen um 13 Uhr:

Donnerstag 13 Uhr Freitag 13 Uhr
Wien 31 Grad 18 Grad
Eisenstadt 31 Grad 15 Grad
Linz 30 Grad 18 Grad
St. Pölten 30 Grad 18 Grad
Innsbruck 30 Grad 21 Grad
Graz 29 Grad 16 Grad
Sonnblick 10 Grad -2 Grad

Nordföhn erwärmt Luft

Besonders markant ist der Temperaturunterschied im Süden und Osten. Etwas geringer fällt die Abweichung dagegen im Tiroler Oberland sowie in Osttirol und Oberkärnten aus: Hier treibt föhniger Nordwind die Temperaturen bei strahlendem Sonnenschein wieder auf Werte im Bereich der 25-Grad-Marke hoch. Noch markanter wirkt sich der Nordföhn in Südtirol aus, so gibt es in Bozen bereits wieder Temperaturen von knapp 30 Grad! Im Vergleich zu gestern ist allerdings die relative Luftfeuchtigkeit mit 23% wesentlich geringer.

Kühles Wochenende, dann milder

Das Wochenende verläuft windig und kühl, die Temperaturen kommen dabei nicht über 13 bis 22 Grad hinaus. Am Sonntag ziehen auch ein paar Regenschauer durch, Unwetter sind aber keine zu erwarten. Auch zu Beginn der kommenden Woche liegt der Alpenraum noch unter dem Einfluss einer nördlichen Höhenströmung, in weiterer Folge macht sich aus Nordwesten aber ein Hochdruckgebiet bemerkbar. Die Temperaturen steigen somit Tag für Tag langsam an: Ab Mitte der Woche zeichnen sich besonders im östlichen Flachland wieder sommerliche Werte ab.

Kaltfront sorgte für Temperatursturz und 70.000 Blitze

Am Donnerstag gab es in der Steiermark Hagel und Starkregen.

Nach einem hochsommerlichen Tag mit viel Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 34,6 Grad in Wolkersdorf und Hohenau gab es ab dem Nachmittag kräftige Gewitter. Landesweit wurden 68.397 Blitze detektiert, davon 39.604 in der Steiermark. Blitzreichste Gemeinde war Birkfeld mit 1.590 Blitzen, gefolgt von Stanz im Mürztal mit 1.058 und Pöllau mit 996 Entladungen.

Steiermark 39.604
Oberösterreich 9.225
Kärnten 5.372
Burgenland 4.995
Salzburg 4.174
Tirol 3.409
Niederösterreich 1.468
Vorarlberg 140
Wien 10

Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 214.000 Ampere wurde in der Gemeinde Greifenburg im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten registriert. Am Freitagmorgen wurden im östlichen Flachland nur noch 14 Grad gemessen, das sind 20 Grad weniger als noch am am Donnerstagnachmittag!

Am Donnerstag gab es knapp 70.000 Blitze. © UBIMET
Blitzentladungen am Donnerstag. © UBIMET

Regen, Hagel und Sturmböen

In Summe gab es allein in der Steiermark über 100 Feuerwehreinsätze. Besonders betroffen waren die Bezirke Weiz und Hartberg-Fürstenfeld. In Eichberg fielen innerhalb von wenigen Stunden rund 53 Liter pro Quadratmeter Regen. Ähnliche Regenmengen gab es in Gleisdorf (ST) mit 52 und in Kleinzicken (B) mit 50 Liter pro Quadratmeter. Neben kleinräumigen Überschwemmungen kam es besonders im Großraum von Graz auch zu Hagelschlag.

Weiters wurden in Innsbruck (T), Bad Radkersburg (ST) und Podersdorf (B) Sturmböen von bis zu 76 km/h verzeichnet. Diese sorgten für umgestürzte Bäume wie etwa auch in der Gemeinde Gnas in der Südoststeiermark, wo ein voll besetztes Auto erfasst wurde.

Kühles Wochenende, dann milder

Das Wochenende verläuft windig und kühl, die Temperaturen kommen dabei nicht über 13 bis 22 Grad hinaus. Am Sonntag ziehen auch ein paar Regenschauer durch, Unwetter sind aber keine zu erwarten. Auch zu Beginn der kommenden Woche liegt der Alpenraum noch unter dem Einfluss einer nördlichen Höhenströmung, in weiterer Folge macht sich aus Nordwesten aber ein Hochdruckgebiet bemerkbar. Die Temperaturen steigen somit Tag für Tag langsam an: Ab Mitte der Woche zeichnen sich besonders im östlichen Flachland wieder sommerliche Werte ab.

Kalter Atlantik könnte zu schwacher Hurrikansaison führen

Ein Hurrikan zieht über den Atlantik.

Gleich auf dem ersten Bild sieht man gut die aktuelle Temperaturverteilung auf dem Atlantik. Wobei es sich hier um Anomalien handelt, also erkennt man, wo das Wasser derzeit zu warm oder zu kalt ist. Und genau zwischen Südamerika (unten links) und Afrika (am rechten Bildrand) betragen die Abweichungen momentan rund 2 Grad.

Treibstoff fehlt

Das klingt im ersten Moment wenig, ist es aber nicht. Denn damit sich ein Hurrikan bilden kann, braucht es eine Wassertemperatur von rund 27 Grad. Diese Werte hat der tropische Atlantik üblicherweise knapp, deshalb ist das Seegebiet zwischen der Karibik und Afrika auch eine der wichtigsten Brutstätten für Tropische Stürme. Ist das Wasser nun um 2 Grad kälter, fehlt einem Hurrikan sozusagen der Treibstoff.

Blau signalisiert einen zu kalten Atlantik.
Blau signalisiert einen zu kalten Atlantik.

Dass obige Temperaturverteilung keine Momentaufnahme ist, zeigt folgende Kurve. Schon seit März ist das Wasser in dieser Region durchwegs zu kalt.Seit mehreren Monaten ist der tropische Atlantik zu kalt.

Seit mehreren Monaten ist der tropische Atlantik zu kalt.Grund hierfür war die vorherrschende Druckverteilung, zu sehen in der letzten Abbildung. Vor Westeuropa lag in den vergangenen Wochen ein kräftiges Hochdruckgebiet, an dessen Südflanke wurde frische Luft aus Osteuropa herangeführt. Durch diese war es in Marokko beispielsweise viel zu kalt, und diese kalte Luft ist anschließend aufs Meer hinausgeströmt und hat das Wasser abgekühlt.

qEin kräftiges Hoch vor Westeuropa.
Ein kräftiges Hoch vor Westeuropa.

In Summe erwarten die Meteorologen aus genannten Gründen eine sehr schwache Hurrikansaison auf dem Atlantik. Dies gilt aber nur für jene Stürme, die ihren Ursprung zwischen Südamerika und Afrika haben. In der Karibik beispielsweise kann sich dennoch ein Hurrikan zusammenbrauen.

Kaltfront und Sturm am Donnerstag

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Das Tief mit dem Namen CATHY liegt morgen zu Mittag über der Ostsee, seine Kaltfront liegt dabei einmal quer über dem Land (auf der Grafik in Blau markiert).

Schwerpunkt Osten

Los geht’s morgen in den Morgenstunden an der Nordsee, hier trifft die Front zuerst ein. Anschließend breitet sie sich mit kräftigen Regenschauern und eben stürmischem Wind nach Südosten aus und erreicht gegen 13:00 Uhr auch Berlin. Im Laufe des Nachmittags muss man dann auch in Sachsen und Bayern mit Windböen von 70-80 km/h rechnen, im Osten sind vereinzelt noch höhere Böen möglich!

Später Beruhigung

In der Nacht zum Freitag und am Freitag selbst bleibt es vor allem an der Nordseeküste stürmisch, in der gesamten Nordosthälfte weht der Wind dann noch mit Böen von max. 60 km/h. Sprich: Morgen Abend ist das Gröbste überstanden

In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!
In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!

Staubstürme möglich

Besonders in den neuen Bundesländern fiel in den vergangenen Monaten kaum Regen, über die anhaltende Trockenheit haben wir an dieser Stelle kürzlich berichtet. Fegt nun der Nordwestwind morgen mit Böen um die 70 oder 80 km/h über die ausgetrockneten Felder, werden große Mengen Staub aufgewirbelt. Stellt euch also in diesen Regionen auf Sichtbehinderungen ein, vor allem auf exponierten Straßenabschnitten!

Kaltfront bringt am Donnerstag Sturm und Gewitter

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Hochsommerlich heiß

Das steuernde Tief liegt morgen über der Ostsee, vor der Front kann es nochmal ordentlich einheizen. Rund 30 Grad sind in der ganzen Osthälfte zu erwarten, bis 33 oder 34 Grad werden es im Osten und Nordosten Niederösterreichs.

Über den Alpen entwickeln sich im Laufe des Tages immer mehr Gewitter, die kräftigsten Exemplare erwarten wir etwa südlich der Linie Brenner-Semmering. Auch in Graz und Klagenfurt dürfte es morgen also krachen, einen Überblick der Gewittergefahr morgen haben wir hier zusammengestellt:

In diesen Regionen drohen am Donnerstag Gewitter!
In diesen Regionen drohen am Donnerstag Gewitter!

Doch auch in den übrigen Regionen wird es später noch gewittrig. Von Bayern her rauscht nämlich die angesprochene Kaltfront rein, mit der Front sind ebenfalls Blitz und Donner zu erwarten.

Juni-Sturm

Zwar sind die Windgeschwindigkeiten morgen bei weitem nicht so hoch wie bei ausgeprägten winterlichen Sturmlagen, die laubbedeckten Bäume bieten aber eine hohe Angriffsfläche. Besonders betroffen von stürmischem Wind sind die Regionen vom Karwendel bis zum Neusiedler See und nördlich davon, speziell mit Schauern und Gewittern kann der Nordwestwind ordentlich auffrischen.

In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!
In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!

Sowohl was Gewitter angeht, als auch Sturm beruhigt sich die Lage in der Nacht auf Freitag überall wieder. In der einfließenden kühleren Meeresluft besteht dann kein Unwetterpotential mehr.

Die Weißen Nächte im Hohen Norden

Weisse Nächte in Finnland

In den Weißen Nächten geht die Sonne zwar für kurze Zeit unter, allerdings sinkt sie nur wenig unter den Horizont. Somit erscheint der Himmel trotz der Nachtstunden in einem angenehmen weiß bzw. blau, die restliche Sonnenstrahlung reicht dafür aus.

Wo kommen sie vor?

Jetzt rund um den Sommerbeginn kann man die Weißen Nächte etwa nördlich von 57°N beobachten, d.h. in Europa etwa nördlich von Kopenhagen. Natürlich gibt es dieses Phänomen aber auch in den USA und in Russland. Rund um die Wintersonnenwende kehrt sich dann alles um. Während in den hohen Breiten der Nordhalbkugel die Polarnacht Einzug hält, kommt die Südhalbkugel in den Genuss der Weißen Nächte. Um diese zu erleben, macht man sich am besten auf den Weg in den äußersten Süden Argentiniens und Chiles.

Berühmt sind die Weißen Nächte vor allem in St. Petersburg, hier finden zahlreiche Veranstaltungen statt. In den polaren Regionen, also speziell im Norden Skandinaviens geht die Sonne derzeit gar nicht unter. Dies führt zu eindrucksvollen Fotomotiven, selbst eine Bergtour ist hier mitten in der Nacht möglich.

Tornado und großer Hagel in Denver

Gewitter am Flughafen

Tornado auf Webcam

Besonders bemerkenswert bei dem Tornado war die Tatsache, dass er sogar von einer Webcam festgehalten wurde. Und das nicht von irgendeiner, sondern von einer Kamera am Tower des Internationalen Flughafen von Denver:

Hier mal ein Überblick über die Gewitterlage von gestern anhand eines Radarbildes. Man sieht gut die kräftige Gewitterzelle rund 25 km nördlich des Flughafens. Der schwarze Pfeil zeigt an, wo der Tornado war:

Radarbild von gestern mit Tornado
Radarbild des Großraums Denver

Tennisbälle vom Himmel

Doch nicht nur Denver wurde von schweren Gewittern getroffen, der Großteil Colorados erlebte einen unwetterträchtigen Dienstag. Dazu reicht ein Blick auf die Hagelmeldungen, quer über den Bundesstaat verteilt wurden Hagelkörner von bis zu 3 inch im Durchmesser (entspricht rund 7,5 cm) beobachtet. In folgender Karte sind die Meldungen der größten Hagelkörner in pink dargestellt:

Hagel in Colorado © SPC
Hagel in Colorado © SPC

Das Beste zum Schluss

Abschließend zeigen wir euch noch zwei wirklich eindrucksvolle Videos der Hagelmassen von gestern:

Abwind

Bei Schauern und Gewittern kühlt sich die Luft durch den Niederschlag ab, wird schwerer als die Umgebung und setzt sich nach unten in Bewegung. Am Boden bilden sich dadurch vom Zentrum weggerichtete kalte Schauer- und Gewitterböen aus.

Wetter am Donauinselfest 2018

Donauinselfest 2018

Bis zum Donnerstag hin wird es zwar jeden Tag heißer. Donnerstagnacht sorgt aber eine kräftige Kaltfront für einen regelrechten Temperatursturz, von dem sich die Temperaturen am Wochenende nicht mehr erholen. Dafür bleibt es am Donauinselfest bis auf einzelne Schauer überwiegend trocken und auch recht sonnig.

Aussichten für das Donauinselfest

Nach Durchzug der Kaltfront stellt sich im Laufe des Freitags auf der Donauinsel wieder freundliches Wetter ein. Tagsüber weht allerdings kräftiger Nordwestwind, dieser lässt erst am Abend etwas nach. Die Temperaturen erreichen maximal 21 Grad.

Das Wochenende verläuft bei einem Mix aus ein paar Wolken und reichlich Sonnenschein meist freundlich. Vor allem am Samstag ist der kühle Nordwestwind noch spürbar. Tagsüber ist auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten, trotz des kühlen Wetters ist nämlich an den längsten Tagen des Jahres die UV-Belastung nicht zu unterschätzen. Am Abend wird es dann empfindlich kühl. Somit ist es ratsam eine leichte Jacke oder Pullover für die Abendkonzerte mitzunehmen. Tagsüber steigen die Temperaturen auf 20 bis 23 Grad.

Titelbild: pixabay.com

Wasserhosen und Überschwemmungen

Wasserhose Tornado Mittelmeer Südosteuropa

Wochenlang lag die feucht-labile Luftmasse über Mitteleuropa und sorgte von Frankreich bis Österreich verbreitet für Gewitter und Überschwemmungen. Mit der Kaltfront in der vergangenen Woche wurde diese Luft nach Osten und Süden abgedrängt. Seit ein paar Tagen haben nun die Regionen von Süditalien bis zum Schwarzen Meer damit zu kämpfen.

Überschwemmungen in Süd- und Südosteuropa

Am Montag erwischte es die Hauptstädte Sofia und Athen:

Zahlreiche Wasserhosen

Neben den Überflutungen am Festland traten im Zuge von Gewittern in Küstennähe auch einige Wasserhosen auf, wie hier am Schwarzen Meer:

oder an der Küste Kalabriens:

Mit der Kaltfront, die Donnerstagnacht Österreich überquert, gibt es am Wochenende auch in diesen Regionen einen Luftmassenwechsel.

Heiße erste Junihälfte

Stockerlplatz Juni

Die erste Junihälfte verlief extrem warm und war mit dem Rekordjuni aus dem Jahr 2003 vergleichbar. Vergangene Woche sorgte dann eine Kaltfront für etwas Abkühlung. Mittlerweile ist es aber wieder sommerlich warm und in den nächsten Tagen wird es noch heißer.

Junirekord in Gefahr?

Nach der sehr heißen Junihälfte stellt sich die Frage: Ist nach April und Mai auch im Juni ein neuer Hitzerekord möglich? Der bisherige Junirekord stammt aus dem Jahrhundertsommer 2003 mit einer Abweichung von +4,3 Grad. Um diesen Rekord zu übertreffen, würden wir jetzt eine länger anhaltende Hitzewelle benötigen. Nun in den nächsten Tagen wird es heiß, ab Freitag deutet sich aber eine markante und länger anhaltende Abkühlung an. Somit rückt der Rekord in weite Ferne, zumindest der dritte Platz ist aber weiterhin möglich. Die 3 bisher heißesten Junimonate, Abweichungen vom 30 jährigen Mittel:

  • Juni 2003               +4,3 Grad
  • Juni 2017                +3,1 Grad
  • Juni 2002               +2,3 Grad

 

Hitzerekord in der USA

Wasser hilft gegen die Hitze

Bereits in den vergangenen Tagen gab es im Mittleren Westen der USA eine Hitzewelle und nun verlagert sich die Hitze weiter in den Nordosten. Dabei ist zu beachten, das Höchstwerte über 30 Grad im Juni in dieser Region eher selten ist. Der Hitzerekord in New York City liegt für Juni bei nur 35 Grad.

USA Rekordhitze
Prognostizierte Höchstwerte im Vergleich zu den bestehenden Rekorden. 95 Grad Fahrenheit entsprechen 35 Grad Celsius. © UBIMET

Hohe Luftfeuchtigkeit verschärft die Hitze

Gerade die Großstädte entlang der Küste haben nicht nur mit den hohen Temperaturen, sondern auch mit der extrem hohen Luftfeuchtigkeit zu kämpfen. Diese verschärft die Hitze noch weiter und macht einen  längeren Aufenthalt im Freien unerträglich.

Kaltfront beendet Hitze

Am Montagabend zieht aus Norden eine Kaltfront auf und beendet die extreme Hitze. Dabei sind stellenweise auch kräftige Gewitter mit schweren Sturmböen möglich.

Kaltfront zieht aus Norde mit Gewittern auf.
Kaltfront zieht aus Norden mit Gewittern auf. © UBIMET

In den kommenden Tagen geht es dann sommerlich weiter, die Temperaturen passen sich wieder der Jahreszeit an.

Titelbild: shutterstock.com

Mittelmeer aktuell bis zu 5 Grad zu warm

Abweichung der aktuellen Wassertemperatur vom langjährigen Mittel © Andrej Flis, https://www.facebook.com/severeweatherEU

Eine aktuelle Auswertung zeigt: Die Oberflächenwassertemperaturen sind momentan nahezu im gesamten Mittelmeer höher als zu dieser Jahreszeit üblich, in Teilen der Adria ist das Wasser sogar um die 5 Grad wärmer! Lediglich der westlichste Zipfel bzw. angrenzende Teile des Atlantiks weisen derzeit eine normale oder leicht zu niedrige Temperatur auf. Dies ist nicht verwunderlich, gab es im Laufe des Frühsommers 2018 doch gerade hier häufigen Tiefdruckeinfluss, während über dem mittleren und östlichen Mittelmeer entsprechend häufiger Hochdruckeinfluss und eine südliche und damit warme Luftströmung vorherrschend war.

Welche Auswirkungen hat dies?

Zum Einen hat solch eine Entwicklung natürlich Einfluss auf Flora und Fauna. Manche Fische sterben, andere aus tropischen Regionen kommen nach. So wurden bspw. kürzlich vor Mallorca giftige Quallen mit 30 m langen Tentakeln gesichtet, die es sonst dort nicht gab. Denn die aktuellen Anomalien sind nicht nur eine Momentaufnahme, häufig und über lange Zeiträume wurden in der jüngeren Vergangenheit zu hohe Wassertemperaturen gemessen.

Zum Anderen hat wärmeres Wasser eine höhere Energie und mehr davon kann über Verdunstung in die Atmosphäre übergehen. Entsprechend steht dieser im Mittel mehr Energie zur Verfügung, was sich in Schauern oder Gewittern äußern kann. Selten, aber doch: Medicane, Hurrikan-ähnliche kleinräumige Tiefdruckgebiete sind möglich und werden durch höhere Wassertemperaturen zumindest nicht in ihrer Entwicklung gehemmt.

Ob das Wetter der letzten Tage im östlichen Mittelmeerraum von aktuell zu warmem Wasser beeinflusst wurde, sei dahin gestellt. Ein alterndes Höhentief hat nämlich einige kräftige Schauer und Gewitter ausgelöst:

 

 

 

 

Titelbild: Abweichung der aktuellen Wassertemperatur vom langjährigen Mittel © Andrej Flis, https://www.facebook.com/severeweatherEU

Nach Millstatt: Microbursts erklärt

Aufnahme eines Microbursts bei Phoenix, Arizona © https://www.youtube.com/watch?v=jI8d92SWMKw

 

Reduziert auf das Eigentliche war es ein normales Gewitter. Erwärmte Luft konnte über den nahen Bergen südlich des Millstätter Sees aufsteigen, es bildeten sich mächtige Quellwolken und in weitere Folge ein für die Jahreszeit typisches Wärmegewitter mit nur geringer Verlagerungsgeschwindigkeit.  Besonders erscheinen jedoch die Wassermassen, die wie in Form von Paketen aus der Wolkendecke fallen. Im Zeitraffer wird der relativ kleine, aber dichte Niederschlagsbereich deutlich, mit einer markanten Grenze hin zum niederschlagsfreien Bereich. Beim Aufprall auf den Boden strömt der Regen zudem in alle Richtungen auseinander, es kommt zu kräftigen Böen. Die Rede ist hierbei von einem so genannten Downburst, bzw. aufgrund der räumlichen Ausdehnung: von einem Microburst.

Erklärung eines Microbursts und dem damit Outflow © https://de.wikipedia.org
Erklärung eines Microbursts und dem damit verbundenen Outflow © https://de.wikipedia.org

Starke Winde zerstörerisch

Durch den stark beschleunigten Abwind und das Auseinanderlaufen am Boden sind die starken Winde üblicherweise das größte Problem bei diesem Phänomen, weniger der kräftige Regen. Das nachfolgende Video aus Minsk verdeutlicht dies:

Wenn ein Sack Wasser zu Boden fällt

Häufig kommt ein Down- oder Microburst wie aus dem Nichts, wenn die Aufwinde innerhalb eines Schauers oder Gewitters nicht mehr reichen die Wassermassen zurückzuhalten und sich ein ‚Sack‘ den Weg zum Boden bahnt. Ist in der Wolke eine trockene Schicht eingelagert, kann sich dieses Paket an Regen durch Verdunstung weiter beschleunigen.

The pilot I use for my aerial images (Spiker Helicopters) caught these shots of a downburst over #Pittsburgh today…talk about incredible! oburst Phoenix, Arizona, pic.twitter.com/TOpVgR7imo

Microbursts erklärt

Titelbild: Microburst Phoenix, Arizona, https://www.youtube.com/watch?v=jI8d92SWMKw

El Niño wahrscheinlich

Pixabay contributor inspirexpressmiami

El Niño ist gegenüber La Niña die positive bzw. warme Phase der ‚El Niño-Southern Oscillation‘ (ENSO). Diese Oszillation beschreibt die Änderung der Oberflächen-Wassertemperaturen im Pazifik, welche große Auswirkungen auf das weltweite Wettergeschehen hat. Die zur Prognose herangezogenen verschiedenen Modelle sind sich zuletzt einiger geworden, demnach entwickelt sich nach der anhaltenden ENSO-neutralen Phase nun allmählich ein El Niño. Die nachfolgenden Graphen zeigen die Entwicklung, ab einem Schwellwert von +1 spricht man von einem El Niño-Status. Man erkennt, wie ausgeprägter der Fall zum Jahreswechsel hin wird.

Prognose der Abweichung der Wassertemperatur des Pazifiks und damit eines El Niño-Ereignisses
Prognose der Abweichung der Wassertemperatur des Pazifiks und damit eines El Niño-Ereignisses

 

Wetterlexikon: El Niño

Die stärksten Auswirkungen hat ein El Niño-Ereignis während der Wintermonate auf der Nordhalbkugel. Doch auch schon in der jetzigen warmen Jahreszeit und selbst bei einem noch schwach ausgeprägten El Niño ändern sich manche Wettermuster, wenngleich hauptsächlich auf der Südhalbkugel. Die Folgen sind auf der nachstehenden Grafik zusammengefasst. Das warme, trockene Muster in der Karibik korreliert mit einer verminderten Hurrikan-Aktivität auf dem Atlantik. Denn die El Niño-Phase ist typischerweise mit stärkeren Höhenwinden über dem Atlantik verbunden, die dazu führen, dass sich entwickelnde Zyklonen in Ihrer Entwicklung gehemmt werden.  

 

Auswirkungen von El Nino in den Sommermonaten Juni bis August
Auswirkungen von El Nino in den Sommermonaten Juni bis August

 

Meteorologen in den USA haben auf die aktuelle El Niño-Prognose reagiert und ihre Vorhersage der Hurrikan-Saison angepasst. War im April noch von einer überdurchschnittlichen Hurrikan-Saison 2018 die Rede, so geht man nun eher von einer durchschnittlichen Saison aus. Die Bewohner der gefährdeten Küstenbereiche sollten sich aber nicht zu früh freuen, gab es in den letzten Jahren die stärksten Hurrikans wie Andrew oder Hugo doch in ansonsten durch El Niño eher ruhigeren Hurrikan-Jahren.

Update: In Europa sind die Auswirkungen äußerst gering und nach wie vor Gegenstand der Forschung. Am ehesten wirkt sich ein markantes El Nino-Ereignis auf die Druckverteilung bei uns aus. Im Bereich von Island findet man dann häufiger als sonst ein blockierendes Hochdruckgebiet, weswegen öfters Kaltluft aus nördlichen Breiten nach Mitteleuropa geführt wird.

(Titelbild: Pixabay, inspirexpressmiami)

Große Trockenheit im Nordosten

Knochentrockener Boden © https://pixabay.com/en/users/daeron-634912/

0,5 l/m² Regen sind in der Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt seit Anfang Mai und damit seit grob 6 Wochen gefallen. Praktisch nichts. Und so wie hier, sieht es in weiten Teilen des Nordostens aus. Zwar gab es in den letzten Wochen durchaus auch Schauer und Gewitter, doch traten diese immer sehr lokal und vereinzelt auf. Flächendeckender Landregen ist schon zu lange her, dazu waren die letzten Monate auch deutlich zu warm.

 

Und somit gibt es nicht nur Millionenschäden in der Landwirtschaft, auch die Gefahr von Wald- und Flurbränden ist entsprechend hoch, teils gilt die höchste Gefahrenstufe.

Waldbrandgefahrenindex für den 16.06.2018 © DWD
Waldbrandgefahrenindex für den 16.06.2018 © DWD

 

Wetterlage festgefahren

Ursache für diese extreme Trockenheit ist die relativ konstante Großwetterlage. So war tiefer Luftdruck zuletzt häufig auf den Südwesten Europas konzentriert, gewitteranfällige Luft schaffte es meist nur in den Süden und Westen Deutschlands, während sich hoher Luftdruck häufig über Nordeuropa hielt.

 

Die 5 besten Tipps gegen Stechmücken

Tipps gegen Gelsen

Wenn der Frühsommer immer wieder kräftigen Regen in Abwechslung mit warmen Wetterphasen bringt, sind die Brutbedingungen für Stechmücken ideal. Diese benötigen nämlich für die Ablage ihrer Eier Wasserlachen, die nach Regenfällen natürlich zahlreich zur Verfügung stehen. Anschließend ist die Temperatur entscheidend: Je wärmer es ist, desto schneller entwickeln sich aus den Eiern Larven und anschließend flug- und stechfähige Mücken.

Maßnahmen gegen die Mückenplage

In einer natürlichen Umgebung reduzieren beispielsweise Fische in Teichen die Population der Mückenlarven. Anders ist dies natürlich bei Regentonnen oder Untertöpfen. Hier gefährden nur wenige Tiere die Mückenlarven, deshalb stellen diese menschengemachten Lebensräume ideale Brutstätten für die Stechmücken dar. Ein einziges Weibchen kann dabei bis zu 500 Eier legen.

Anbei die besten Tipps:

  • Um den Mücken keine Grundlage für ihre Verbreitung zu geben, solltet ihr Gefäße wie Regentonnen und Gießkannen regelmäßig leeren.
  • Ein Mückenspray ist das wirkungsvollste Mittel, um sich die Insekten für ein paar Stunden vom Leib zu halten. Aber auch bestimmte Kräuter bzw. Pflanzen wie Basilikum, Lavendel, Pfefferminze oder Zitronenmelisse können zumindest ein Teil der Stechmücken vertreiben.
  • In den Fenstern ist es sinnvoll ein Mückengitter zu montieren. Wenn Stechmücken bereits in der Wohnung sind, kann man sie mit Durchzug vertreiben. Auch ein Ventilator kann dabei helfen.
  • Dunkle Kleidung soll besonders anziehend auf Mücken wirken, daher sollte man besser helle Kleidung tragen. Wichtig ist auch, dass der Großteil des Körpers mit Kleidung bedeckt ist.
  • Im Garten ist es besser gelbe statt weiße Lichtquellen zu verwenden, da Mücken gelbes Licht nicht wahrnehmen können.

Wirkungslos sind dagegen Zitruskerzen, ebenso wie das Verzehren von Bierhefe oder Knoblauchzehen. Die Wirkung von Lichtfallen ist ebenfalls sehr gering. Einen Stich sollte man jedenfalls auf keinen Fall kratzen: Dadurch kann es zu einer Zusatzinfektion kommen, welche den Heilprozess deutlich verlängert!

Die 5 besten Tipps gegen Gelsen

Tipps gegen Gelsen

Wenn der Frühsommer immer wieder kräftigen Regen in Abwechslung mit warmen Wetterphasen bringt, sind die Brutbedingungen für Gelsen ideal. Diese benötigen nämlich für die Ablage ihrer Eier Wasserlachen, die nach Regenfällen natürlich zahlreich zur Verfügung stehen. Anschließend ist die Temperatur entscheidend: Je wärmer es ist, desto schneller entwickeln sich aus den Eiern Larven und anschließend flug- und stechfähige Gelsen.

Maßnahmen gegen die Gelsenplage

In einer natürlichen Umgebung reduzieren beispielsweise Fische in Teichen die Population der Gelsenlarven. Anders ist dies natürlich bei Regentonnen oder Untertöpfen. Hier gefährden nur wenige Tiere die Gelsenlarven, deshalb stellen diese menschengemachten Lebensräume ideale Brutstätten für die Gelsen dar. Ein einziges Weibchen kann dabei bis zu 500 Eier legen.

Anbei die besten Tipps:

  • Um den Gelsen keine Grundlage für ihre Verbreitung zu geben, solltet ihr Gefäße wie Regentonnen und Gießkannen regelmäßig leeren.
  • Ein Gelsenspray ist das wirkungsvollste Mittel, um sich die Insekten für ein paar Stunden vom Leib zu halten. Aber auch bestimmte Kräuter bzw. Pflanzen wie Basilikum, Lavendel, Pfefferminze oder Zitronenmelisse können zumindest ein Teil der Gelsen vertreiben.
  • In den Fenstern ist es sinnvoll ein Gelsengitter zu montieren. Wenn Gelsen bereits in der Wohnung sind, kann man sie mit Durchzug vertreiben. Auch ein Ventilator kann dabei helfen.
  • Dunkle Kleidung soll besonders anziehend auf Gelsen wirken, daher sollte man besser helle Kleidung tragen. Wichtig ist auch, dass der Großteil des Körpers mit Kleidung bedeckt ist.
  • Im Garten ist es besser gelbe statt weiße Lichtquellen zu verwenden, da Gelsen gelbes Licht nicht wahrnehmen können.

Wirkungslos sind dagegen Zitruskerzen, ebenso wie das Verzehren von Bierhefe oder Knoblauchzehen. Die Wirkung von Lichtfallen ist ebenfalls sehr gering. Einen Stich sollte man jedenfalls auf keinen Fall kratzen: Dadurch kann es zu einer Zusatzinfektion kommen, welche den Heilprozess deutlich verlängert!

Viel Schnee in den Australischen Alpen

Känguru in Australien im Schnee. © shutterstock.com

Die Wintersaison in den Bergen im Südosten Australiens ist perfekt gestartet. Im Wintersportgebiet Perisher, im Grenzbereich von New South Wales und Victoria, gab es in den letzten zwei Tagen bereits über 30 cm Neuschnee. Am Wochenende gibt es weitere Schneeschauer, somit wird in Summe in den Gipfellagen noch ein halber Meter Schnee erwartet. Da die Temperaturen kalt bleiben, können die Betreiber der Lifte zudem auch die Schneekanonen einsetzen.

Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Freitag. © GFS / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Freitag. © GFS / UBIMET

Blizzard auf den Bergen

In den Hochlagen wurde der Schneefall in den letzten Tagen allerdings auch von teils stürmischem Wind begleitet, somit gab es zeitweise einen regelrechten Blizzard. An der Gipfelstation von Thredbo gab es in 1.957 m Höhe sogar orkanartige Böen von bis zu 113 km/h. Im 1.735 m hoch gelegenen Feriendorf Perisher Valley wurden bei anhaltendem Schneefall Sturmböen von 85 km/h verzeichnet.

Die Betreiber der Skilifte hoffen nun auf eine gute Wintersaison, wenngleich der Gesamtschnee im Juni im Mittel keine Rolle für den weiteren Saisonverlauf spielt. So folgten die bislang schneereichsten Winter im 1956 und 1981 jeweils auf einen schneearmen Junibeginn.

Tropischer Sturm „Bud“ schwächt sich ab

Der Tropische Sturm Bud aus dem Satelliten beobachtet. © NOAA

Kein Hurrikan mehr

Noch am Dienstag wurden im Umfeld von „Bud“ durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h gemessen, auf der fünfteiligen Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala bedeutete dies Stufe 4! In den vergangenen 36 Stunden ist der Hurrikan aber über deutlich kälteres Pazifikwasser (gut zu sehen an den grünen Farbtönen in der Grafik) gezogen, folglich hat er sich stark abgeschwächt. Momentan wird er daher nur noch als Tropischer Sturm geführt.

Aktuelle Position von Tropensturm Bud © NOAA / UBIMET
Aktuelle Position von Tropensturm Bud © NOAA / UBIMET

Bud zieht nach Mexiko

Besonders für die Halbinsel Baja California, den Nordwesten Mexikos sowie die US-Staaten Arizona und New Mexico bedeutet dies aber noch keinesfalls Entwarnung. Noch ist „Bud“ zwar rund 300 km von der mexikanischen Küste entfernt, am Wochenende wird er dann aber auf Land treffen.

Besonders im Süden der Halbinsel sowie in den Stauregionen der Sierra Madre (=dunkelgrün) werden sintflutartige Regenfälle erwartet, zum Teil kommen 150 l/m² zusammen. Auf den trockenen Böden dürften die Auswirkungen deutlich spürbar sein, mit Hangrutschungen und Überflutungen muss gerechnet werden.

Die weitere Zugbahn von Bud © UBIMET
Die weitere Zugbahn von Bud © UBIMET

 

Der kalendarische Sommerbeginn

16 Sonnenstunden: Die längsten Tage im Jahr

Zum astronomischen Sommerbeginn, auch Sommersonnenwende genannt, dürfen wir uns über den längsten Tag im Jahr freuen: In Wien etwa geht die Sonne bereits kurz vor fünf Uhr in der Früh auf und erst gegen 21 Uhr wieder unter. An wolkenlosen Tagen scheint die Sonne somit gut 16 Stunden. Von dort an werden die Tage wieder kürzer. Vorerst aber nur langsam, bis zum Monatsende um knapp vier Minuten. Weiter im Westen Mitteleuropas verschieben sich Sonnenaufgang und -untergang generell um einige Minuten nach hinten. So geht in Zürich am 21. Juni die Sonne um 05:29 Uhr auf, verschwindet dafür aber auch erst um 21:26 Uhr hinter dem Horizont.

Noch länger dauert der Tag im Norden Deutschlands, in Flensburg kann die Sonne theoretisch 17 Stunden und 20 Minuten scheinen, nämlich von 04:44 Uhr bis 22:03 Uhr.

Leichte Verschiebung

Der längste Tag des Jahres ist zwar zu Beginn des astronomischen Sommers am 21. Juni, nicht so aber der früheste Sonnenaufgang. Dieser ist schon diesen Freitag, am 15. Juni. Das heißt, danach wird es in der Früh allmählich wieder etwas später hell, wenngleich zunächst täglich nur um ein paar Sekunden. Der längste Tag und der früheste Sonnenaufgang fallen wegen der Neigung der Erdachse und der elliptischen Bahn unseres Planeten um die Sonne nicht auf den selben Tag. Der späteste Sonnenuntergang lässt übrigens noch einige Tage auf sich warten, erst ab dem 26. Juni wird es dann auch abends wieder früher dunkel.

Das kann man auch gut auf der folgenden Grafik erkennen:

Verlauf von Sonnenaufgang und -untergang © UBIMET
Verlauf von Sonnenaufgang und -untergang © UBIMET

Ab jetzt 94 Tage Sommer

Obwohl der 21. Juni vom Sonnenstand her eigentlich die Mitte des Sommers darstellt, signalisiert die Sonnenwende im Juni in unseren Breiten erst den Sommerbeginn. Tatsächlich setzt das wirklich heiße Wetter meist erst einige Wochen danach ein. Die Ursache liegt in der thermischen Trägheit der Land- und vor allem Meeresoberflächen. Bis zum 23. September dauert der Sommer nun auf der Nordhalbkugel. Mit 94 Tagen ist er damit um 5 Tage länger als unser Winter. Grund hierfür ist die elliptische Bahn der Erde um die Sonne. Im Sommer erreichen wir nämlich den sonnenfernsten Punkt auf dieser Bahn, dadurch verringert sich die Geschwindigkeit der Erde um die Sonne minimal.

Kräftiger Regen in Oberbayern

Überflutung durch starken Regen © pixabay

Bereits gestern hat es mit Gewittern heftig geregnet, gut zu sehen an der Niederschlagsanalyse für den Süden Bayerns und das angrenzende Österreich. Örtlich sind bereits 50 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, am stärksten betroffen waren die Regionen rund um die Donau sowie der Oberbayrische Alpenrand. So sind in Schweitenkirchen bis heute früh (zwischen München und Ingolstadt) 67 l/m² zusammengekommen.

Niederschlagssumme bis Mittwochfrüh © UBIMET
Niederschlagssumme bis Mittwochfrüh © UBIMET

In den kommenden Stunden verlagert sich der Regenschwerpunkt weiter nach Süden, die feuchte Luft wird an den Alpen förmlich ausgepresst. In der Vorhersage bis Donnerstagfrüh 05:00 Uhr sehen wir, dass von Oberstdorf bis Berchtesgaden noch einmal 30 bis 50 l/m² hinzukommen, lokal sind aber auch noch Mengen bis zu 80 l/m² zu erwarten! In diesen Regionen besteht weiterhin erhöhte Überflutungsgefahr.

24-stündiger Niederschlag bis Donnerstagfrüh © UBIMET
24-stündiger Niederschlag bis Donnerstagfrüh © UBIMET

Mit dem Deutschen Unwetterradar bleibt ihr stets gut informiert, die aktuelle Warnkarte sieht bereits die zweithöchste Warnstufe vor:

Aktuelle Starkregenwarnungen © UBIMET
Aktuelle Starkregenwarnungen © UBIMET

Knapp 130.000 Blitze am Himmel über Österreich

Überflutung durch starken Regen © pixabay

Blitze, Hagel und Sturmböen

Zunächst entwickelten sich am frühen Nachmittag erste kräftige Gewitter am Alpenostrand, besonders betroffen war dabei der Bezirk Neunkirchen. Mit 12.813 Entladungen steht der Bezirk auf Platz 1 der Blitzstatistik für gestern, knapp gefolgt vom Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. In Puchberg am Schneeberg kamen 116 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Dies entspricht fast der gesamten Monatsmenge eines durchschnittlichen Junis. Etwas später zog dann ausgehend von Unterkärnten eine markante Gewitterlinie über die Steiermark und das Südburgenland hinweg. Dabei wurden in Eisenkappel schwere Sturmböen von 100 km/h gemessen, in Graz sogar 112 km/h. Hier wurde ein 26-jähriger von einem Baum erschlagen.

Gut zu sehen sind die großen Regenmengen auf unserer Analysekarte:

Niederschlagssumme vom Dienstag © UBIMET
Niederschlagssumme vom Dienstag © UBIMET

Gewitterhotspot Steiermark

In Summe wurden landesweit 128.628 Blitze detektiert, davon 60.116 in der Steiermark, 26.958 in Niederösterreich und 14.860 in Oberösterreich. Blitzreichste Gemeinde war Mariazell (ST) mit 2.149 Blitzen, gefolgt von Schwarzau im Gebirge (NÖ) mit 1.955 Blitzen und Grünau im Almtal (OÖ) mit 1.853 Entladungen. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 253.000 Ampere wurde in der Gemeinde Gerlos in Tiroler Bezirk Schwaz registriert. Neben vollgelaufenen Kellern, kleinräumigen Überschwemmungen und Vermurungen wurden in Lieboch bei Graz sowie in Bad Mitterndorf auch zwei schwach ausgeprägte Tornados beobachtet. Schäden haben diese aber nicht verursacht.

Blitze am Dienstag © UBIMET
Blitze am Dienstag © UBIMET

Unwetter am Mittwoch, dann Beruhigung

Am Mittwoch lagert im Osten und Südosten des Landes noch immer sehr feuchte und labil geschichtete Luft. Speziell südöstlich der Linie Klagenfurt-St. Pölten gehen ab den Mittagsstunden erneut teils heftige Gewitter nieder. Dabei sind wieder große Regenmengen möglich, besonders in der Steiermark und im Südburgenland kommen Hagel und Sturmböen hinzu. Über Nacht erfasst dann kühlere, dafür aber auch deutlich stabiler geschichtete Luft das ganze Land. Folglich beruhigt sich das Wetter, in den kommenden beiden Tagen muss man dann kaum noch mit Gewittern rechnen.

Erdbeerzeit: Heimisches Obst in den Märkten

Erdbeeren werden geerntet © pixabay

Saisonstart für die Erdbeere

Die Erdbeere ist eine süße Sommerversuchung, die auch in Kombination mit Eis hervorragend schmeckt. Achtung beim Kauf: Denn zu früh gepflückte Erdbeeren reifen nicht nach. Erdbeeren unterscheiden sich damit von anderem Obst wie Bananen. Diese erreichen die Supermärkte noch nicht vollständig gereift. Eine reife Erdbeere erkennt ihr am tiefroten Farbton. Außerdem sollen keine weißen Flecken am Obst vorhanden sein. Zusätzlich könnt ihr auch an den Erdbeeren riechen. Abschließend werft einen genauen Blick auf die Früchte. Gibt es schon weiche Stellen? Dann sind die Erdbeeren leider nicht mehr frisch.

Erfrischendes Sommergetränk

Als Abschluss noch ein Getränke-Tipp von unserer Seite. Gerade an heißen Sommertagen eignet sich eine kühle Fruchtmilch perfekt zur Abkühlung. Für eine erfrischende Erdbeer-Bananen-Milch benötigt ihr nur zwei Bananen, circa 30 Stück Erdbeeren und einen halben Liter Milch. Als Alternative zur Milch könnt ihr für die Zubereitung natürlich auch laktosefreie oder pflanzliche Varianten verwenden. Lasst es euch schmecken!

276.647 Blitze

Blitze über Erding

Am Montag gab es südlich einer Linie Hunsrück-Spessart-Fichtelgebirge heftige Gewitter, die lokal großen Hagel und Überflutungen brachte. Vor allem Kaiserlautern war von heftigen Überflutungen betroffen, auch wenn es manche nicht ganz glauben wollten, wie das Video beweist:

Die Gewitter waren auch sehr blitzreich, so zuckten insgesamt 276.647 Blitze vom Himmel.

Blitze am Montag
Blitze am Montag © UBIMET

Im Süden auch am Dienstag Unwetter

Im Süden ist auch am Dienstag die Gefahr noch nicht gebannt. Vom Saarland bis nach Niederbayern und südlich davon ist wieder mit kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen. Dabei ist vor allem der Starkregen ein Problem. Punktuell sind wieder große Regenmengen und somit Überflutungen zu befürchten. Ab Mittwoch stellen sich dann ein paar ruhigere Tage ein.

Hohe Unwettergefahr

Unwettergefahr Shelf Cloud

Update 22:00 Uhr

Wie sich zeigt, hat es heute offenbar auch zwei Tornados gegeben. Zum Einen ein schwacher Rüssel im Bereich Liezen in der Nähe der Kulmschanze, aufgenommen von der Freiwilligen Feuerwehr. Und zum Anderen womöglich bei Lieboch südwestlich von Graz, aufgenommen von Clemens Humeniuk.

Wir beenden damit den Live-Ticker für heute. Von Vorarlberg bis Oberösterreich sollte man auch in der Nacht und morgen Mittwoch achtsam bleiben – kräftiger schauerartiger und anfangs auch noch gewittriger Regen führt auch hier zu einem Anschwellen kleinerer Bäche.

Update 20:30 Uhr

Die Lage beruhigt sich allmählich ein wenig, die Burgenland-Gewitter ziehen nach Ungarn ab. Und immer mehr wird deutlich, wieviel Schaden die Unwetter des heutigen Tages angerichtet haben. Durch die kräftigen Niederschläge gab es vielerorts Überflutungen, der Bezirk Neunkirchen wurde gar zum Katastrophengebiet erklärt. Und im Stadtpark von Graz ist leider ein Todesopfer zu beklagen, der Mann wurde von einem entwurzelten Baum erschlagen.

Update 19:20 Uhr

Die Bilder von der aufziehenden Gewitterfront im Burgenland sind beeindruckend. Wer so etwas vor sich am Himmel sieht, sollte schnell einen sicheren Ort aufsuchen!

Dazu noch eine Aufnahme aus Krems an der Donau:

Update 19:00 Uhr

Während die Gewitter im Mühl- und Waldviertel weiterhin recht stationär sind, in Krems fielen innerhalb einer Stunde 33 l/m², bewegt sich die ehemalige Grazer Linie flott weiter nach Osten. Sie überquert zeitnah das gesamte Burgenland und hat weiterhin großes Potential für unwetterartige Erscheinungen! Obacht!

Derweil hat der Schrattenbach in Scheiblingkirchen, siehe unten, die Schwelle für ein HQ30 locker überschritten. Es handelt sich hier also um ein Hochwasser, welches nur alle 30 Jahre oder seltener vorkommt.

Update 18:20 Uhr

Graz hat es schlimm erwischt – 104 km/h wurden an der Uni gemessen, orkanartige Sturmböen von 112 km/h waren es am Flughafen! Diese Linie bewegt sich nun weiter nordostwärts und wird in naher Zukunft die Bucklige Welt und das Mittelburgenland erreichen.

Update 17:40 Uhr

Achtung in Graz! Bad Eisenkappel hat es mit einer Böe von 101 km/h erwischt, diese Gewitter stehen nun auch vor den Toren der steirischen Hauptstadt.

Update 17:20 Uhr

Nachdem sich auch über dem südlichen Burgenland zwei kräftige Zellen in kürzester Zeit entwickelt haben (und inzwischen nach Ungarn abgezogen sind), wird nun die südliche Steiermark in die Zange genommen. Von Südwesten her ziehen zahlreiche kräftige Gewitter auf und somit wurde nun u.a. auch Graz entsprechend gewarnt. Ein weiterer Hotspot ist derweil das Mühl- und Waldviertel. In Puchberg am Schneeberg wurden inzwischen 103 l/m² in 4 Stunden gemessen!

Update 16:20 Uhr

Einzelne Bäche führen in den unten angesprochenen Regionen am Alpenostrand entsprechend Hochwasser, allen voran der Schrattenbach. An der Messstelle Scheiblingkirchen wurde der HQ5-Schwellwert für ein 5-jähriges Hochwasser bereits deutlich überschritten:

http://www.noel.gv.at/wasserstand/static/4.m.html
http://www.noel.gv.at/wasserstand/static/4.m.html

Update 16:00 Uhr

Inzwischen sind in Puchberg mehr als 86 l/m² in 3 Stunden gefallen und es bilden sich hier fortwährend neue Gewitter. Generell ist aktuell die gesamte Alpennordseite betroffen.

Satellitenbild und Blitze © UBIMET/METEOSAT
Satellitenbild und Blitze © UBIMET/METEOSAT

 

Aktuelle Gewitterwarnungen von 16:00 Uhr, 12.06.2018 © UBIMET, uwz.at
Aktuelle Gewitterwarnungen von 16:00 Uhr, 12.06.2018 © UBIMET, uwz.at

Update 15:30 Uhr

In Werfenweng (siehe Video weiter unten) sind große Hagelmengen zusammengekommen. Derweil mussten die Feuerwehren allein im Bezirk Neunkirchen bereits zu 48 Einsätzen ausrücken.

Aktuelle Feuerwehreinsätze © http://www.frig.at/fire
Aktuelle Feuerwehreinsätze © http://www.frig.at/fire

Update 15:00 Uhr

Eine der Zellen am Alpenostrand hat sich doch auf den Weg gemacht und inzwischen Sopron erreicht. Das Bild von Andrea Roznyak zeigt sie von Raiding aus. Es kam zu Sturmböen und kleinen Hagel. Derweil hat die Wetterstation in Puchberg am Schneeberg bereits knapp 70 l/m² in 2 Stunden gemessen!

Update 14:50 Uhr

Im südlichen Wiener Becken, der Rax-Schneeberg-Region und von der Buckligen Welt bis ins Mittelburgenland besteht lokal große Überflutungsgefahr! Die Gewitter halten sich hier weiter recht stationär und bringen große Regenmengen. Nachfolgend eine Aufnahme von Desiree Rasner aus Oberpfullendorf:

Aber auch in anderen Teilen erreichen die Gewitter inzwischen unwetterartige Ausmaße. Das Video zeigt den Hagel, den ein Gewitter in Werfenweng gebracht hat. Im benachbarten Bischofshofen wurde durch das Gewitter eine maximale Windböe von 86 km/h gemessen!

Update 14:20 Uhr

Die kräftigsten Gewitter haben sich am Alpenostrand entwickelt. Sie verlagern sich nur langsam und bringen daher große Regenmengen. An drei Stationen – Rax, Puchberg und Pottschach – wurden in der letzten Stunde jeweils um 20 l/m² gemessen, in Hollenthon gab es diese Menge sogar in den letzten 10 Minuten. Auch kleiner Hagel war schon dabei. Das nachfolgende Bild wurde von Bad Vöslau aus aufgenommen:


Update 13:00 Uhr

Erste Schauer und Gewitter bilden sich nun im Bergland, kräftige Zellen gibt es jetzt am Wechsel und im südlichen Wiener Becken.

Satellitenbild Blitze
Satellitenbild und Blitze © UBIMET/METEOSAT

Übersicht

Bereits am Montag gab es von Vorarlberg bis Oberkärnten und Oberösterreich teils kräftige Gewitter und heute ist der Großteil von Österreich davon betroffen. Dabei sind 2 Regionen besonders betroffen:

Unwettergefahr
Die Unwettergefahr am Dienstag © UBIMET
  • Am Alpenostrand und im Südosten sind am Nachmittag heftige Gewitter zu erwarten. Dabei kann es neben Starkregen zu großem Hagel bis 5 cm Korngröße und Sturmböen kommen.
  • Entlang der Alpennordseite von Vorarlberg bis zum Salzkammergut und dem Waldviertel sind tagsüber kräftige Gewitter mit kleinem Hagel und lokal großen Regenmengen zu erwarten. Nachts gehen hier die Gewitter in schauerartig verstärkten Dauerregen über, dabei kommen stellenweise über 100 Liter pro Quadratmeter zusammen. Lokale Überflutungen und Vermurungen sind zu befürchten.

In Wien und Kärnten geringe Unwettergefahr

Deutlich geringer ist die Unwettergefahr im östlichen Donauraum, im Großraum Wien und im Weinviertel. Hier bleibt es tagsüber meist trocken. Am Abend gehen dann Schauer und Gewitter nieder, die aber nicht allzu heftig ausfallen. Ebenfalls kaum zu Unwettern kommt es in Osttirol und Kärnten, hier sind nur lokal kräftige Gewitter möglich.

Unwetter im Süden

Unwetter bringen Hagel

Im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern besteht am Nachmittag und Abend Unwettergefahr durch starke Gewitter. Die Hauptgefahren sind dabei:

  • Hagel bis 5 cm Korngröße
  • Starkregen mit 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb 1 Stunde
  • Sturmböen bis 100 km/h

Update 23:45 Uhr

In Bayern lässt die Gewittertätigkeit nun rasch nach, einzig im Grenzbereich zu Oberösterreich entstehen noch lokal kleinere Gewitter.  Wie auch auf der Blitzkarte zu sehen, hat die Gewitterlinie den Bayrischen Wald überquert und befindet sich bereits über Tschechien. (Gelb = aktuelle Blitze; Dunkelgrau = vergangene Blitze). Auch dort wüteten Hagel, Sturmböen und Starkregen.

Blitzverlauf der letzten Stunde. (© UBIMET)
Blitzverlauf der letzten Stunde. (© UBIMET)

 

Auch in Tschechien wüteten Hagel, Sturmböen und Starkregen:

Update 21:20 Uhr

Das aktuelle Radarbild zeigt die Gewitterlinie kurz vor dem Bayrischer Wald. Südlich davon bilden sich aktuell kräftige Gewitterzellen, die nach Osten weiterziehen.

Aktuelles Radarbild (©DWD/UBIMET)

Update 20:30 Uhr

Der gewaltige Gewitterkomplex im Licht der untergehenden Sonne und die Blitze der letzten Stunde. Die Linie über Bayern ist weiterhin aktiv und bringt heftigen Starkregen und Sturmböen.

Aktuelles Satellitenbild und Blitze der letzten Stunde (© Eumetsat/ UBIMET).

Update 20:20 Uhr

Weiterhin regnet es teilweise sehr ergiebig, die Tabelle zeigt die höchsten Niederschläge in der letzten Stunde!

Wendelstein – Kleinschwarzenlohe (B) 36,3
Metzingen – Neuhausen (BW) 32,4
Buchen (BW) 25,6
Schluchsee (BW) 25,5
Harburg/Ries (B) 25,3
Bad Mergentheim Neunkirchen (BW) 22

Update 20:00 Uhr

Nun hat sich doch noch eine Gewitterlinie in Bayer gebildet. Die Gefahr für schwere Sturmböen ist an der Linie deutlich erhöht. Weiter nördlich gibt es teil kräftigen und ergiebigen Dauerregen.

Aktuelles Radarbild (©DWD/UBIMET)

Update 19:00 Uhr

Enorme Wolkenobergrenzentemperaturen jetzt am Abend! Es gilt, je röter desto kälter und damit höher. Das Gewitter über Süddeutschland weist Temperaturen von -70 Grad auf, was etwa 12,5 km entspricht. Dieses deutet auf enorme Aufwinde hin, die die Gewitterzellen besitzen und dementsprechend heftige Entwicklungen bezüglich Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Wolkenobergrenzentemperatur (©EUMETSAT/UBIMET)

Update 18:45 Uhr

Hier ein Satellitenbild, das die riesigen Wolkentürme zeigt. Dazu die Böen der letzten Stunde, man sieht, die Gewitter werden auch von Sturmböen begleitet.

Satellitenbild (© Eumetsat/ UBIMET) und Böen

Update 17:45 Uhr

Die aktuelle Blitzkarte zeigt, dass sich im von Schwaben bis ins Algäu eine Gewitterline entwickelt. Im Zuge der Linie sind heftige Böen und Starkregen zu erwarten. Die Linie zieht nach Nordosten. Wahrscheinlich wird sie im Laufe des Abend weiter nach Osten abdriften.

Blitze (© UBIMET)

Update 17:30 Uhr

In den letzten Stunden sind bei den Gewittern erhebliche Regenmengen gefallen. Folgende Liste gibt die dreistündige Niederschlagsmenge in mm an. Besonders im Saarland und Rheinland-Pfalz regnet es nach den Gewittern kräftig weiter.

Scheibenhard 66,6
Kaiserslautern 62,5
Schmelz-Hüttersdorf 39,4
Tholey 38,9
Bayernfeld 38,8
Neunkirchen – Wellesweiler 30,5
Henschtal 28,4
Berus 28,1
Grünstadt 27,2
Bad Kreuznach 21,3

Update 17:10 Uhr

Das aktuelle Satellitenbild zeigt gewaltige Wolkentürme , die weit nach Norden reichen.

Aktuelles Satellitenbild und Blitze der letzten Stunde (© Eumetsat/ UBIMET).

Update 17:00 Uhr

Im Zuge der heftigen Gewitter werden auch Autobahnen überflutet. Hier ein Bild aus der Nähe von Kaiserslautern.

Update 16:50 Uhr

Das aktuelle Radarbild zeigt heftige Gewitter in einem Streifen von Rheinland-Pfalz bis Nordbayern. Diese Gewitter ziehen bevorzugt nach Osten. Zusätzlich bilden sich immer mehr Gewitter in Schwaben. Diese Gewitter werden sich weiter verstärken und nach Osten ziehen.

Aktuelle Radarbild ( © DWD/UBIMET)

Hier sieht man ein Bild einer Superzelle. Eine Superzelle ist ein Gewitter, in dem der Aufwind stark rotiert. Die Rotation ist in diesem Bild von links nach rechts zu erahnen.

Update 15:05 Uhr

Update 14:50 Uhr

Update 14:40 Uhr

Das Radarbild dazu zeigt kräftige Gewitter mit der Gefahr von großem Hagel und heftigen Sturmböen.

Radarbild (© DWD/UBIMET)

Update 14:30 Uhr

Besonders in einem Streifen vom Saarland bis nach Franken gehen im Moment heftige Gewitter nieder. Aber auch aus den Alpen heraus sind nun verstärkt Gewitter möglich.

Satellitenbild und Blitze der letzten Stunde (© Eumetsat/ UBIMET).

Update 14:10 Uhr

Heftiger Starkregen und Hagel in Dillingen/Saar

Update 13:20 Uhr

Blitze
Blitze © UBIMET

Derzeit ziehen heftige Gewitter vor allem in einer Linie vom Saarland bis nach Oberfranken. Aktuell bilden sich aber am österreichischen Alpenrand erste Gewitter, die in den nächsten Stunden Oberbayern beschäftigen werden.

Update 11:30 Uhr

Eine erste kräftige Zelle hat sich bereits westlich von Bamberg gebildet, in deren Bereich mit größerem Hagel zu rechnen ist.

Satellitenbild
Satellitenbild von 11:20 Uhr © UBIMET, EUMETSAT

Am Dienstag Starkregen

Am Dienstag wird die feucht-labile Luft nach Süden abgedrängt. Dabei kommt es vor allem noch südlich der Donau zu Gewittern. Hagel ist aber nicht mehr das große Thema, dafür der Starkregen. Lokal kommen große Regenmengen zusammen und Vermurungen und Überflutungen sind zu befürchten.

Titelbild: pixabay.com

Hurrikan BUD bedroht Mexiko

Hurrikan von oben

Hurrikan BUD intensiviert sich zurzeit sehr schnell und könnte sich noch Montagabend zu einem „Major Hurricane“ entwickeln. „Major Hurricane“ sind Tropenstürme, die die Kategorie 3 oder höher der fünfteiligen Saffir-Simpson-Skala erreichen. Diese Unterscheidung wurde eingeführt, da Hurrikane ab dieser Stufe großflächige Schäden verursachen und lebensbedrohliche Bedingungen während des Sturms herrschen.

Zugbahn von Hurrikan Bud
Hurrikan Bud zieht nach Norden © UBIMET

BUD bedroht Baja California

Hurrikan BUD zieht in den nächsten Tagen vor der Küste Mexikos langsam nach Norden. Dabei gelangt er in kältere Gewässer, weshalb er sich sukzessive abschwächt. Gegen Ende der Woche trifft er wohl als schwacher Tropensturm auf die Halbinsel Baja California und sorgt für eine Sturmflut und sintflutartigen Regen. Falls er aber doch schon früher nach Osten abbiegt, wird es für die Pazifikküste Mexikos umso gefährlicher.

Satellitenanimation von Bud
Satellitemanimation von Hurrikan Bud © NOAA

Abkühlung in Sicht

Regen bringt Abkühlung

Abkühlung am Mittwoch

Derzeit befindet sich ein Tief über Skandinavien, das mit einem weiteren Tief über Frankreich eine markante Luftmassengrenze quer über Deutschland ausbildet. Diese Luftmassengrenze trennt kühle und trockene Luft im Norden von der heißen und gewitteranfälligen Luft im Süden und verlagert sich in den kommenden Tagen südwärts. Am Mittwoch setzt sich in ganz Österreich die kühlere Luft durch, somit kann man die aufgeheizte Wohnung endlich ausgiebig lüften.

Kräftige Gewitter an der Alpennordseite

Am Dienstag bilden sich  ab Mittag von den Nordalpen ausgehend teils heftige Gewitter. Vor allem von Salzburg bis zum Alpenostrand kann es in den Nachmittagsstunden neben Starkregen auch zu großem Hagel und Sturmböen kommen. Im Süden von Unterkärnten bis ins Südburgenland hingegen stellt sich nochmals ein heißer und sonniger Sommertag ein. Am Abend und in der Nacht gehen die Gewitter dann an der Alpennordseite immer mehr in kräftigen, teils schauerartig verstärkten Regen über.

Starkregen an der Alpennordseite

Niederschlagsvorhersage für D
Niederschlagsvorhersage für Dienstag und Mittwoch © UBIMET

Am Mittwoch regnet es dann von Vorarlberg bis zum Wald- und Mostviertel ergiebig weiter.  Auch im Süden ist es mit der Hitze vorbei, im Tagesverlauf bilden sich hier verbreitet Schauer und Gewitter, die besonders im äußersten Südosten noch einmal kräftig ausfallen können. Aufgrund des ergiebigen und flächendeckenden Regens, verbreitet werden 40 bis 70 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen, wird die Trockenheit in Oberösterreich und Teilen Niederösterreichs beendet.

Coole Tipps gegen die Hitze

Kühle Getränke helfen gegen die hohen Temperaturen © pixabay

Dass man nur leichte Kleidung trägt, versteht sich bei Hitze von selbst. Hilfreich ist es, sich in der Mittagshitze nicht in der Sonne aufzuhalten und anstrengende Tätigkeiten zu vermeiden – lieber einen Gang zurück schalten und notwendige Arbeiten im Freien so gut es geht auf die späten Nachmittags- bzw. Abendstunden verlegen.

Viel trinken!

Mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit sollte man täglich zu sich nehmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen sollte die Trinkmenge deutlich darüber hinausgehen. Als Durstlöscher eignen sich neben Mineralwasser ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Ungeeignet sind hingegen stark zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden. Bei hohen Temperaturen soll allerdings auf eiskalte Getränke verzichtet werden. Besser sind warme Getränke, die zu einem leichten Schwitzen führen. Dadurch wird ein Abkühlen des Körpers bewirkt, ohne dass es zu einer zusätzlichen Kreislaufbelastung kommt.

Leichte Mahlzeiten

Leichtes Essen ist bei Hitze ebenfalls zu empfehlen. Salate sollen dabei ganz oben auf der Liste stehen und auf Fleisch eher verzichtet werden, da tierisches Eiweiß die körpereigene Wärmeproduktion anregt. Obst und rohes Gemüse sorgen für zusätzliche Flüssigkeitszufuhr und spenden wichtige Vitamine. Rohkost ist auch deshalb zu empfehlen, weil sie neben reichlich Flüssigkeit auch Mineralstoffe liefert.

Geschicktes Lüften

Es muss nicht immer eine Klimaanlage sein: Damit die eigene Wohnung trotz hoher Temperaturen angenehm kühl bleibt, gilt es drei Dinge zu beachten: ein wirksamer Sonnenschutz, ausreichende Belüftung und den Verzicht auf überflüssige Wärmequellen. Damit die Temperatur in den eigenen vier Wänden nicht immer weiter klettert, lüftet man am besten über Nacht oder am frühen Morgen.

Unwetter in der neuen Woche

Ein heftiges Gewitter zieht auf © pixabay

Montag

Zu Beginn der neuen Woche stehen teils heftige Gewitter auf dem Programm, am kräftigsten fallen diese an der Grenze zu Bayern aus. In Vorarlberg und Nordtirol geht es im Laufe des Nachmittags los, zum Abend hin dürfte es dann auch im Inn- und Mühlviertel krachen. Sonst bilden sich über den Zentralalpen ein paar Hitzegewitter.

Hier drohen am Montag Unwetter © UBIMET
Hier drohen am Montag Unwetter © UBIMET

Dienstag

Am Dienstag besteht mit Ausnahme Unterkärntens und der Südsteiermark verbreitet Unwettergefahr! Von der Früh weg gehen Gewitter nieder, diese haben Hagel und Starkregen mit dabei. Daran ändert sich auch tagsüber nicht viel, zum Abend hin gehen die Gewitter von Bayern her in den Nordalpen mehr und mehr in anhaltenden Regen über!

Hier drohen am Dienstag Unwetter © UBIMET
Hier drohen am Dienstag Unwetter © UBIMET

Mittwoch

Zur Wochenmitte schüttet es nördlich des Hauptkamms wie aus Kübeln, 50-70 l/m² sind lokal möglich. Dadurch kann es zu Überflutungen, Vermurungen und Hangrutschungen kommen. Abseits davon muss man mit zahlreichen heftigen Gewittern rechnen, die sehr große Regenmengen bringen können! In Summe wird dies also der turbulenteste Tag der Woche.

Hier drohen am Mittwoch Unwetter © UBIMET
Hier drohen am Mittwoch Unwetter © UBIMET

Donnerstag

Hinter der Kaltfront strömt am Donnerstag deutlich stabilere Luft von Norden heran. Gewitter sind somit kein Thema mehr, dafür frischt der Wind auf. Böen von 60 bis 70 km/h gibt es in:

  • den Fischbacher Alpen
  • der Buckligen Welt
  • im Mittelburgenland
  • im Rax-Schneeberg-Gebiet
Hier drohen am Donnerstag Unwetter © UBIMET
Hier drohen am Donnerstag Unwetter © UBIMET

Freitag

Am Freitag sind nur im Umfeld des Alpenhauptkamms sowie generell im Südwesten ein paar Gewitter zu erwarten. Diese besitzen aber kein Unwetterpotential!

Hier drohen am Freitag Unwetter © UBIMET
Hier drohen am Freitag Unwetter © UBIMET

Trend für das Wochenende

Für das kommende Wochenende lässt sich noch nicht allzu viel sagen. Eine gröbere Unwetterlage scheint aus heutiger Sicht aber eher unwahrscheinlich. Durchatmen hieße das also für alle von Unwettern betroffenen Menschen der vergangenen Wochen!

Titelbild: www.pixabay.com

Am Samstag in der Mitte und im Süden wieder heftige Gewitter

Heftiges Gewitter am Nachthimmel © UBIMET / Stormhunters Austria

Hoch vs. Tief

Der Grund für das anhaltend gewittrige Wetter ist auf der Großwetterlage für heute gut erkennbar. Über dem Balkan dreht sich ein Höhentief, dieses labilisiert im Süden der Bundesrepublik die Atmosphäre. Die Luftdruckgegensätze sind nur gering, daher wird die feucht-labile Luft einfach nicht ausgeräumt. Und so kocht die kräftige Junisonne die Luft Tag für Tag neu auf, wie in einem Suppentopf beginnt es wieder zu brodeln. Das Hoch über Polen sorgt dagegen nach Norden und Nordosten zu für anhaltend trockenes und stabiles Sommerwetter.

Die Wetterlage am Samstag in Europa. © UBIMET / GFS
Die Wetterlage am Samstag in Europa. © UBIMET / GFS

Heute muss man südlich der gedachten Linie Emsland-Harz-Berlin mit teils kräftigen Gewittern rechnen, losgehen wird es teilweise schon gegen Mittag. Da die Gewitter wieder nur sehr langsam ziehen, muss man mit erheblichen Regenmengen in kurzer Zeit rechnen, 50 bis 70 l/m² sind durchaus möglich.

Schon gestern hat es vielerorts gekracht, gut zu erkennen an unserer Analyse der Niederschlagssummen. Dabei kam es – wie so oft bei Gewittern – auf kleinstem Raum zu großen Unterschieden bei den Regenmengen. Beispiel: Leutkirch (Allgäu) kamen 80 l/m² zusammen, im nur wenige km entfernten Wangen dagegen nur rund 7 l/m².

Niederschlagssumme vom Freitag © UBIMET
Niederschlagssumme vom Freitag © UBIMET

Insgesamt am meisten prasselte allgemein im Süden Baden-Württembergs vom Himmel, lokal gab es hier 80 bis 90 l/m²!

Blitzspektakel

153.805 Blitzentladungen waren es gestern ganz exakt. An der Spitze der Hitliste liegt Bayern mit 68.427 Entladungen, dicht gefolgt von Baden-Württemberg mit 55.906 Blitzen, Rang 3 geht an Nordrhein-Westfalen mit 16.184 Entladungen.

Blitze am Freitag. © UBIMET
Blitze am Freitag. © UBIMET

Noch deutlich heftiger ging es in Slowenien zu, wie das folgendes Video beweist. Bei Hagelkörnern von bis zu 10 cm im Durchmesser möchte wohl niemand live dabei sein…

Auch heute wieder heftige Gewitter

Heftiges Gewitter am Nachthimmel © UBIMET / Stormhunters Austria

Der Grund für das anhaltend gewittrige Wetter ist auf der Großwetterlage für heute gut erkennbar. Über dem Balkan dreht sich ein Höhentief, dieses labilisiert bei uns die Atmosphäre. Das Hoch über Polen ist schlicht zu weit weg, um bei uns für stabile Verhältnisse zu sorgen.  Die Luftdruckgegensätze sind nur gering, daher wird die feucht-labile Luft einfach nicht ausgeräumt. Und so kocht die kräftige Junisonne die Luft Tag für Tag neu auf, wie in einem Suppentopf beginnt es wieder zu brodeln.

Die Wetterlage am Samstag in Europa. © UBIMET / GFS
Die Wetterlage am Samstag in Europa. © UBIMET / GFS

Gewittriges Bergland

Heute müssen wir speziell im Bergland mit Gewittern, los geht’s hier ab etwa 11:00-12:00 Uhr. Auch im Mühl- und Waldviertel kann es krachen. Wie schon die vergangenen Tage sind Starkregen und viel kleinkörniger Hagel die Hauptgefahren, Sturm ist eher kein Thema. Deutlich geringer ist die Gewittergefahr heute abseits der Berge in Ober- und Niederösterreich, in Wien und im Burgenland. Doch auch hier sind einzelne Entwicklungen möglich!

Schon gestern hat es vielerorts gekracht, gut zu erkennen an unserer Analyse der Niederschlagssummen. Dabei kam es – wie so oft bei Gewittern – auf kleinstem Raum zu großen Unterschieden bei den Regenmengen. Beispiel: Am Flughafen in Salzburg kamen 27 l/m² zusammen, im nur wenige km entfernten Piding (Bayern) dagegen nur 3 l/m².

Niederschlagssumme vom Freitag © UBIMET
Niederschlagssumme vom Freitag © UBIMET

Insgesamt am meisten prasselte in der Steiermark zwischen Graz und der Koralpe vom Himmel. Lokal gab es hier mehr als 50 l/m²!

Tausende Blitze

22.896 Blitzentladungen waren es gestern ganz exakt. An der Spitze der Hitliste liegt wieder einmal die Steiermark mit 6.355 Entladungen, dicht gefolgt von Oberösterreich mit 6.244 Blitzen, Rang 3 geht an das Burgenland mit 4.458 Entladungen.

Blitze am Freitag. © UBIMET
Blitze am Freitag. © UBIMET

Noch deutlich heftiger ging es bei unseren Nachbarn in Slowenien zu, wie folgendes Video beweist. Bei Hagelkörnern von bis zu 10 cm im Durchmesser möchte wohl niemand live dabei sein…

Gewittriger Abend im Süden

Blitze zucken am Himmel @pixabay

20:30 Uhr – Niederschlagssumme bis 20 Uhr

Die Analyse der Niederschlagssumme der letzten 6 Stunden zeigt, welche Regionen bis jetzt am meisten betroffen waren: Vor Allem der Bregenzerwald, der westliche Donauraum und die Weststeiermark.  Die Nacht geht aber im Südosten gewittrig weiter!

6-stündige Niederschlagssumme bis 20 Uhr  © UBIMET
6-stündige Niederschlagssumme bis 20 Uhr © UBIMET

19:30 Uhr – Superzelle in Slowenien

Eine Superzelle bringt derzeit sehr großen Hagel knapp südlich von Marburg in Slowenien. Die Zelle zieht nach Nordosten und konnte den äußersten Süden der Steiermark streifen.  Ein nahezu ortsfestes Gewitter hat sich im nördlichen Innviertel gebildet: Hier ist die Überflutungsgefahr erhöht!

Radar- Blitz- und Satellitendaten um 19:15 Uhr - © UBIMET, EUMETSAT, nowcast, Austrocontrol
Radar- Blitz- und Satellitendaten um 19:15 Uhr – © UBIMET, EUMETSAT, nowcast, Austrocontrol

18:20 Uhr – OÖ und Steiermark sind die Hotspots

Die stärkste Gewitter sind derzeit zwischen dem Inn- und dem Hausruckviertel zu finden. Auch in der westlichen und nordwestlichen Steiermark bilden sich gerade neue Zellen. Im Süden zieht teils kräftiger Regen aus Slowenien auf: Hier ist die Unwettergefahr bereits geringer.

Blitzdaten um 18:20 Uhr - © UBIMET, nowcast
Blitzdaten um 18:20 Uhr – © UBIMET, nowcast

17:20 Uhr – Gewitterzelle für Graz?

Eine starke Gewitterzelle hat sich in der Südweststeiermark gebildet und konnte in etwa 30 Minuten Graz erwischen!

Radar- Blitz- und Satellitendaten um 16:55 Uhr - © UBIMET, EUMETSAT, nowcast, Austrocontrol
Radar- Blitz- und Satellitendaten um 16:55 Uhr – © UBIMET, EUMETSAT, nowcast, Austrocontrol

16:50 Uhr – Erste Gewitter in der Weststeiermark

Auch in der Südweststeiermark, zwischen der Koralpe und der Packalpe, geht es jetzt richtig los. Hier haben wir bereits rot gewarnt: Überflutungen und größen Hagelkörner sind wahrscheinlich. Auf UWZ.AT kann man unsere Warnkarte live verfolgen!

UWZ Warnkarte um 16:40 Uhr - © UBIMET
UWZ Warnkarte um 16:40 Uhr – © UBIMET

16:20 Uhr – Kräftige Gewitterzellen zwischen Kroatien und Slowenien

Die kräftigsten Gewitter Europas sind jetzt in Kroatien zu finden. Diese sollten dann gegen Abend auch den Süden und Südosten Österreichs erreichen.

Radar- Blitz- und Satellitendaten um 15:45 Uhr - © UBIMET, EUMETSAT, nowcast
Radar- Blitz- und Satellitendaten um 15:45 Uhr – © UBIMET, EUMETSAT, nowcast

15:50 Uhr – Salzburg und Bregenz direkt betroffen!

Bis jetzt haben die stärkste Gewitter, mit 15 bis 20 l/m² und Windböen bis 60 km/h die Landeshauptstädte Salzburg und Bregenz direkt erwischt. Hier ein Bild vom Salzburger Flughafen vor dem Gewitter:

Webcam-Bild vom Salzburger Flughafen um 14 Uhr - Quelle: https://livecam.salzburg-airport.com/#
Webcam-Bild vom Salzburger Flughafen um 14 Uhr – Quelle: https://livecam.salzburg-airport.com/#

Beitragsbild: pixabay.com

Verhaltensregeln bei Gewittern

Gewitter mit Blitz

Allgemein kündigt sich ein Blitz nicht an und kann manchmal auch mehrere Kilometer von der Gewitterwolke entfernt einschlagen. Blitze schlagen zudem nicht immer an den höchsten Objekten ein und können durchaus auch mehr als einmal den selben Punkt treffen.

Gefahrenquelle Blitz

Bei  einem Gewitter besteht nicht nur die Gefahr, dass man direkt von einem Blitz getroffen wird, sondern auch das Risiko, in der Nähe eines Einschlags zu sein. Dabei springt der Blitz aufgrund der extrem hohen Spannung auf alle Stromleiter im unmittelbaren Umfeld über – schwere Verletzungen sind die Folge. Weiters gibt es auch die Gefahr der Schrittspannung: Wenn ein Blitz in unmittelbarer Nähe am Boden einschlägt, kann der Strom durch den menschlichen Körper fließen, wenn man im Zuge eines Schrittes den Boden an zwei unterschiedlichen Punkten mit unterschiedlichem elektrischen Potential berührt. Alleine in Deutschland und Österreich sterben jedes Jahr rund 10 Menschen an den Folgen eines direkten oder indirekten Blitzschlages! Besonders gefährdet sind meist Landwirte und Sportler (besonders Wanderer, Bergsteiger, Golfspieler, aber auch Fußballer und Wassersportler!)

10.000 Grad bei Blitzschlag

Bei einem Blitzschlag werden durchschnittliche Stromstärken von 20.000 Ampere gemessen, vereinzelt werden aber sogar mehr als 250.000 Ampere erreicht. Die Temperatur kann direkt im Blitzkanal kurzzeitig auf mehrere 10.000 Grad steigen. Das explosionsartige Verdampfen des Wassers löst eine Schockwelle aus, die man in weiterer Folge als Donner wahrnimmt.

Wo findet man Schutz?

Wenn man sich im Freien befindet sollte man hohe sowie generell stromleitende Gegenstände meiden sowie fern vom Wasser bleiben. Am besten ist der Unterschlupf in einem Haus mit verschlossenen Fenstern und Türen oder im Auto. Ist man im Freien, sollte man folgende Notmaßnahmen beachten:

  • Auf den Boden kauern, am besten in einer Mulde oder Senke. Die Beine müssen dabei eng beieinander stehen um die Schrittspannung gering zu halten. Im Notfall ist es jedenfalls besser zu hüpfen als zu laufen.
  • Nicht unter einzelstehenden Bäumen (ganz egal welche Baumart) oder Stromleitungen Schutz suchen!
  • Im Gebirge sollte man sich von Graten und Gipfeln fernhalten und Stahlseile, Seilbahnen und Skilifte meiden. Nahe einer Felswand gibt es ein relativ sicheres Dreieck, dessen Seitenlänge am Boden der Höhe der Wand entspricht.
  • Wenn man keinen Donner mehr hört, bedeutet das nicht, dass das Gewitter vorbei ist. Blitze können weit entfernt von der Wolke einschlagen. Deshalb ist es auch wichtig, dass man nach dem vermeintlich letzten Donner noch für längere Zeit in Sicherheit bleibt.
  • Lokalen Wetterbericht studieren und die Tour entsprechend planen. Bei einer erhöhter Gewitterneigung sollte man nur kurze Touren mit Ausstiegs- oder Schutzmöglichkeiten durchführen.
  • Stets den Himmel beobachten : So erkennt man, ob sich in der Nähe mächtige Quellwolken bzw. Gewitter entwickeln.

 

Kräftige Gewitter am Freitag

Gewitter mit Blitz.

Ein Höhentief zieht am Freitag von West nach Ost über Mittelitalien hinweg. Die damit verbundene Temperaturabnahme in höheren Luftschichten führt in Zusammenspiel mit den sehr feuchten und energiereichen Luftmassen zu einer zunehmend labil geschichteten Luft über dem Balkan. Weiters nimmt auch der Höhenwind zu, weshalb hier langlebige und großräumige Gewitterkomplexe zu erwarten sind. In den Abendstunden erfassen diese voraussichtlich den Südosten Österreichs und in der Nacht ist auch im Osten Österreichs gewittrig durchsetzter Regen nicht ganz ausgeschlossen. Besonders in der südlichen Steiermark und im Südburgenland besteht die Gefahr von Sturmböen, Hagel und Starkregen.

Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe. © UBIMET
Druckverteilung am Freitag in etwa 5.500 m Höhe. © UBIMET

Sturzflutgefahr in Deutschland

Von Niedersachsen bis zum Alpenrand lagert weiterhin eine bodennahe Tiefdruckrinne, in der extrem feuchte Luft eingeschlossen ist. Bei nur schwachem Höhenwind entstehen hier im Tagesverlauf wieder teils ortsfeste Gewitter, welche lokal für ergiebige Regenmengen in kurzer Zeit sorgen. Weiters ist örtlich auch Hagelschlag möglich.

Gewitterpotential am Freitag. © UBIMET
Gewitterpotential am Freitag. © UBIMET

Gewitter über der Adria

Bereits in der Früh sind am Satellitenbild die betroffenen Regionen erkennbar. Das Höhentief dreht sich derzeit über Korsika ein und sorgt an seiner Ostflanke für einen großräumigen Gewitterkomplex über der Adria. Im Westen Deutschlands erkennt man im Bereich der Tiefdruckrinne dagegen viele Wolken, zudem gehen besonders im Westen bereits ein paar Schauer und einzelne Gewitter nieder. Dazwischen erkennt man in Süddeutschland und Österreich das hohe Feuchtigkeitsangebot anhand der tiefliegenden, hochnebelartigen Wolken.

Satellitenbild und Blitze am Freitag um ( Uhr. © EUMETSAT / UBIMET
Satellitenbild und Blitze am Freitag um 8 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Heißes Wochenende mit Gewitter

Wochenende Wasser Abkühlung Sprung

In den kommenden Tagen  hält die Zufuhr feuchtwarmer Luftmassen aus dem Süden an, dabei wird vor allem ab Sonntag nochmals heißere Luft zu den Alpen geführt. Am Freitag profitiert vor allem die Osthälfte, hier sind tagsüber bei viel Sonnenschein kaum Gewitter zu erwarten, während es im Westen wieder verbreitet kracht.

Am Wochenende zuerst pfui, dann hui

Der Samstag verläuft wechselhaft. Zunächst zeigt sich besonders im Flach- und Hügelland zeitweise die Sonne, bereits im Laufe des Vormittags bilden sich jedoch wieder vermehrt Quellwolken. Ab Mittag breiten sich ausgehend vom östlichen Berg- und Hügelland Schauer und Gewitter aus. Häufig trocken bleibt es nur im westlichen Donauraum. Bis zu 31 Grad.

Am Sonntag dominiert verbreitet der Sonnenschein. Im Flachland bleibt es dabei weitgehend trocken, im Bergland sind aber doch ein paar kräftige Gewitter unterwegs. Spitzenwerte von 33 Grad sind von der Stadt Salzburg über Linz bis Wieselburg zu erwarten.

Ende in Sicht

Das schwülwarme Wetter geht nach derzeitigem Stand in der kommenden Woche zu Ende. Ab Mittwoch setzt sich von Westen her merklich kühlere Luft durch, zumindest für ein paar Tage kann man dann durchatmen.

Waldbrände in Skandinavien

Löschversuch per Helikopter ©pixabay

Der Mai brachte nicht nur in Mitteleuropa Rekordwärme sondern auch im Großteil von Skandinavien. So wurde hier verbreitet eine positive Abweichung von 4 bis 5 Grad registriert, die die bisherigen Mairekorde pulverisierte. Es war aber nicht nur heiß, sondern unter ständigem Hochdruckeinfluss auch sehr trocken. Daher ist es nicht verwunderlich, dass derzeit extrem hohe Waldbrandgefahr herrscht.

Derzeitige Waldbrandgefahr ©http://effis.jrc.ec.europa.eu
Derzeitige Waldbrandgefahr ©http://effis.jrc.ec.europa.eu

Waldbrände in Dänemark und Schweden

In Dänemark stand ein mehrere hundert Quadratkilometer großes Waldgebiet in der Nähe der Stadt Kolding in Flammen. Dort hat sich die Lage inzwischen entspannt. Ganz anders schaut es in Schweden aus, hier ist es bisher nicht gelungen mehrere Feuer nordwestlich von Stockholm unter Kontrolle zu bringen.

Heiße Zugbremsen verursachen Feuer

Die norwegische Bahn fuhr mehrere Strecke mit einem speziellen Löschwagen ab, da heiße Bremsen zu sprühenden Funken führten und immer wieder dürres Gras und Bäume in Brand setzten. Auch abseits davon gab es in Süd- und Mittelnorwegen schon mehrere Waldbrände, die bereits das gesamte für den Sommer berechnete Budget für Löscharbeiten per Helikopter aufgebraucht haben.

Auch in den kommenden Tagen ist keine Entspannung in Sicht, es bleibt warm und trocken.

Titelbild: pixabay.com

Lokale Überflutungen durch Gewitter

Schauer und Gewitter.

Derzeit bilden sich erste Schauer und Gewitter über dem Berg- und Hügelland und in den kommenden Stunden muss man vom Saarland über Baden-Württemberg bis Bayern verbreitet mit Gewittern rechnen. Dabei verlagern sich die Gewitter kaum und die Luft beinhaltet viel Feuchtigkeit. Somit kommt es punktuell wieder zu sintflutartigem Regen, lokale Überflutungen sind zu befürchten.

Unwetterrisiko am Mittwoch ©Ubimet
Unwetterrisiko am Mittwoch ©Ubimet

Gewitterneigung nimmt weiter zu

In den kommenden Tagen breitet sich die gewitteranfällige Luftmasse immer weiter in den Nordosten aus, sodass spätestens am Sonntag auch in trockenen Norden Gewitter zu erwarten sind. Der Schwerpunkt liegt aber meist in der Mitte und im Süden des Landes.

Gewitterreicher Mittwoch

Gewitterturm nahe Wien ©StormhuntersAustria

Wie schon in den Tagen zuvor ist ein Gewitterhotspot wieder der Südosten des Landes, hier besteht aufgrund der gesättigten Böden lokal wieder Überflutungsgefahr! Auch in Wien besteht heute ein erhöhtes Potenzial für heftige Gewitter. Hagel und Starkregen ist auch in der Bundeshauptstadt möglich. Ein weiterer Schwerpunkt liegt entlang der Nordalpen vom Bodensee bis ins Salzkammergut, auch hier sind punktuell Unwetter zu erwarten.

Unwetterrisko ©Ubimet
Das Unwetterrisiko am Mittwoch ©Ubimet

Bereits um 10 Uhr erste Gewitter

Mit den Gewittern geht es schon sehr früh los, so sind bereits um 10 Uhr erste Gewitter zwischen der Koralpe und der Raxregion entstanden.

Satellitenbild von 10 Uhr ©Ubimet, Eumetsat
Satellitenbild von 10 Uhr zeigt bereits erste Gewitter ©Ubimet, Eumetsat

Und ab den Mittagsstunden muss man verbreitet mit Gewittern rechnen, die vor allem im Osten erst im Laufe der Nacht endgültig abklingen. Gering ist die Gewittergefahr in Teilen von Oberösterreich, wo bereits die letzten Wochen viel zu trocken verliefen. Vom Innviertel bis in den Linzer Zentralraum bleiben Gewitter die Ausnahme.

Wie viele Sommertage gibt es pro Jahr?

Das Thermometer zeigt einen Sommertag an © pixabay

In Österreich bestimmen hauptsächlich zwei Einflüsse die Anzahl an Sommertagen. Erstens wirkt sich die Höhenlage auf die Temperatur aus: Im Mittel wird es pro 100 Meter Höhenanstieg um 0,6 bis 1 Grad kälter. Teilweise wird dieser Effekt inneralpin durch die Tal- und Beckenlagen kompensiert. Zweitens steht der Osten und Südosten schon mehr im Einfluss des Kontinentalklimas, was längere und heißere Wetterphasen im Sommer bedeutet als in Westösterreich, das noch stärker vom Atlantik beeinflusst wird.

Viel Sommer im Osten

Die meisten Tage mit mehr als 25 Grad sind am Neusiedler See zu erwarten, hier zählt man im Jahr rund 74 Sommertage, Tendenz steigend. In der Bundeshauptstadt sind es 10 Tage weniger, knapp gefolgt von den anderen Landeshauptstädten. Nur in Bregenz gibt es mit nur 39 Sommertagen deutlich weniger, hier macht sich der kühlende Bodensee bemerkbar.

Neusiedl am See 74
Wien – Hohe Warte 64
Graz, Klagenfurt und Innsbruck 63
St. Pölten 59
Linz 56
Salzburg 55
Bregenz 39
Schöckl 1

Auf den Bergen sind Sommertage rar, so gibt es auf dem Schöckl in 1.445 m im Mittel nur 1 Sommertag pro Jahr. Sommertage sind im Extremfall bis auf knapp 2000 m Höhe möglich, so wurde auf der Schmittenhöhe in 1.973 m im August 1952 bereits einmal 25 Grad gemessen.

Rekordjahr 2003

Die meisten Sommertag gab es bisher in Wien im Jahr 2003 mit unglaublichen 102 Tagen. Doch in diesem Jahr könnte der Rekord fallen, durch den extrem warmen April und Mai, gab es bisher schon 31 Sommertage und der Sommer steht erst bevor!

Vulkanausbruch in Guatemala

Vulkanausbruch ©pixabay

Der rund 3.700 m hohe „Volcán de Fuego“ ist einer der drei aktivsten Vulkane des mittelamerikanischen Landes und ist seit 2002 immer wieder aktiv. Nach dem heftigen Ausbruch am Sonntag, kam es am Dienstag erneut zu einer massiven Eruption. Rund 1,7 Millionen Einwohner sind direkt vom Vulkanausbruch betroffen.

Volcan de Fuego ©Ubimet
Volcán de Fuego ©Ubimet

Gefährlicher pyroklastischer Strom

Der Vulkan gilt auch als äußerst gefährlich, weil es bei einer Eruption zu einem pyroklastischen Strom kommen kann. Pyroklastische Ströme sind eine Mischung aus Gas, Gestein und Asche und können mit sehr hohen Geschwindigkeiten, ähnlich einer Lawine, den Hang hinabgleiten. Zudem sind diese bis zu 400 Grad heiß und zerstören auf ihrem Weg ganze Dörfer. In der weiteren Umgebung ist dann vor allem der dichte Ascheregen ein Problem.

Titelbild: pixabay.com

Wie viele Sommertage gibt es pro Jahr?

Thermometer

In Deutschland bestimmen 3 Einflüsse die Anzahl der Sommertage. Erstens kommt wärmere Luft normalerweise aus südlichen und kältere aus nördlichen Richtungen, daher ist in Süddeutschland eine höhere Zahl an Sommertagen zu erwarten. Zweitens wirkt sich die Höhenlage auf die Temperatur aus: Im Mittel wird es pro 100 m Höhenanstieg um 0,6 bis 1 Grad kälter. Da der Süden großteils höher liegt als Norddeutschland, gleichen sich die beiden genannten Einflüsse teilweise aus. Drittens wirkt sich in Küstennähe tagsüber der kühlende Effekt des Meeres aus, daher kommt es hier seltener zu Tagen mit mehr als 25 Grad.

Viel Sommer im Südwesten

Die meisten Tage mit mehr als 25 Grad sind entlang des Oberrheins zu erwarten, hier zählt man im Mittel 55 bis 60 Sommertage pro Jahr, in Mannheim sind es sogar 61 Tage. Mit 40 bis 50 Tagen darf man von der Kölner Bucht über den Mittelrhein und Franken bis nach Niederbayern rechnen, aber auch vom nördlichen Sachsen bis nach Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin. Vom Niederrhein bis ins südliche Mecklenburg-Vorpommern, in Mittelgebirgslagen und im südlichen Alpenvorland sind es meist 30 bis 40 Tage. Entlang der Küsten muss man sich jedoch in durchschnittlichen Jahren mit 15 bis 25 Sommertagen zufrieden geben.

Mannheim 61
Frankfurt am Main 52
Berlin 43
Köln 40
Kempten (Allgäu) 32
Erfurt 32
Hamburg 28
List / Sylt 8
Großer Arber 2

 

Noch weniger Sommertage gibt es auf den Bergen: Am Feldberg in 1.486 m Höhe gibt es im Mittel nur alle zwei Jahre einen Sommertag, auf der Zugspitze in 2.960 m Höhe erwartungsgemäß nie. Hier liegt die bislang höchste gemessen Temperatur bei 17,9 Grad am 5. Juli 1957.

Flugzeug in den USA durch Hagel stark beschädigt

Ein Flugzeug fligt durch eine Wolke.

Ein Airbus-Passagierflug der American Airlines mit Route von San Antonio nach Phoenix ist Sonntagnacht über New Mexiko in ein heftiges Gewitter geraten. Das Flugzeug ist dabei unmittelbar durch den Kern der Gewitterzelle geflogen und wurde dabei durch große Hagelkörner massiv beschädigt.

Der Pilot musste eine Notlandung in El Paso in Texas durchführen, dabei kam keiner der 130 Passagiere bzw. 5 Besatzungsmitglieder zu Schaden. Die Gewitter waren allerdings äußert kräftig, so gab es in dem Bereich, wo das Flugzeug durch das Gewitter geflogen ist, Hagelmeldungen in der Größe von Tennisbällen. Bei der Überlagerung von Wetterradardaten und Flugzeugposition erkennt man eindrücklich, wie das Flugzeug quer durch den Hauptaufwind geflogen ist.

Gewitterentwicklung am Satellitenbild. © NOAA
Gewitterentwicklung am Satellitenbild. © NOAA

Die Gewitterhauptstadt Österreichs

Sonne und Wolken in Graz.

Für die Entstehung von Gewittern sind grundsätzlich drei Zutaten notwendig: Ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit, eine labile Schichtung der Atmosphäre sowie ein Mechanismus, der die Luft zum Aufsteigen bringt. Letzteres kann beispielsweise ein Zusammenströmen der Luft in Bodennähe oder eine Front sein. Für die Entstehung schwerer Gewitter ist zusätzlich noch eine Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe notwendig, da diese den Gewittern ermöglicht, sich über längere Zeit hinweg am Leben zu erhalten.

Blitzreiche Steiermark

Graz hat „die Ehre“ die blitzreichste Hauptstadt ihrer geographischen Lage am Rande der Alpen zu sein. Die Stadt liegt im sogenannten Grazer Becken und wird umgeben vom Grazer Bergland im Norden und dem Oststeirischen Hügelland im Süden. Dabei stellt die im Südosten Österreichs oft sehr warme und feuchte Luft aus dem nahen Mittelmeerraum in Zusammenspiel mit dem Steirischen Bergland eine besonders gute Voraussetzung für Gewitter dar, da hohe Luftfeuchtigkeit zusätzliche Energie für kräftige Gewitterentwicklungen bietet.

Zugrichtung: Graz

Sehr oft entstehen die Gewitter im angrenzenden Berg- und Hügelland der West- und Obersteiermark: Ganz besonders im Semmering-Wechsel-Gebiet, in den Fischbacher Alpen, im Bereich der Niederen Tauern oder über der Koralpe, da es hier regelmäßig zu zusammenströmenden Winden aus unterschiedlichen Richtungen kommt. Bei einer meist südwest- bis nordwestlichen Höhenströmung ziehen die Gewitter dann in Richtung Graz. Der Grazer Hausberg Plabutsch, der an der westlichen Stadtgrenze in einer Nord-Süd-Ausrichtung liegt, stellt mit seinen 754 m keine Barriere dar. Auch am Montag gab es wieder kräftige Gewitter, welche ausgehend von den Fischbacher Alpen in Richtung Südsteiermark gezogen sind, siehe auch hier: Großer Hagel in der Steiermark.

Anbei die Gesamtanzahl an Blitzen im 2017:

Graz 3.021
Klagenfurt 2.074
Innsbruck 2.036
Salzburg 1.444
Wien 1.365
Linz 1.184
Bregenz 668
Sankt Pölten 528
Eisenstadt 291

Großer Hagel in der Steiermark

Hagel

In Summe gab es am Montag 40.589 Blitze, davon allein 22.675 in der Steiermark. Auf Gemeindeebene lag der Hotspot in St. Veit in der Südsteiermark mit 1.012 Blitzen. Anbei die blitzreichsten Bezirke:

  • 4.661 Südoststeiermark
  • 3.729 Leibnitz
  • 3.657 Graz-Umgebung
Blitze am Montag. © UBIMET
Blitze am Montag. © UBIMET

 

Während in den letzten Wochen vor allem die großen Regenmengen in kurzer Zeit für Schäden gesorgt haben, kam es gestern unmittelbar südlich von Graz auch zu großem Hagel mit Durchmessern von bis zu 5 cm.

Das kräftige Gewitter am Montagnachmittag südlich von Graz. © AustroControl / UBIMET
Das kräftige Gewitter am Montagnachmittag südlich von Graz. © AustroControl / UBIMET

Weitere Gewitter am Dienstag

Die Gewitterneigung bleibt bis auf Weiteres hoch. Somit sind auch am Dienstag ausgehend vom östlichen Berg- und Hügelland wieder Schauer und Gewitter zu erwarten. Besonders in der südlichen Steiermark und im Südburgenland besteht dabei neuerlich die Gefahr von Hagelschlag, da die Luftschichtung hier durch die hohe Feuchtigkeit in tiefen Lagen besonders labil ist.

Hagel in Graz. © Alexander Renner
Hagel in Graz am Montagnachmittag. © Alexander Renner

Großer Hagel

Nicht bei jeder Gewitterlage kommt es zu großem Hagel. In der Regel passiert dies vor allem Wetterlagen mit zumindest mäßig ausgeprägten Höhenwinden, da diese zu einer längeren Lebensdauer der Gewitter führen. Gestern war dies aber nicht der Fall: Bei nur schwachem Höhenwind und sehr viel Feuchtigkeit in tiefen Luftschichten war die Luftschichtung in der südlichen Steiermark allerdings äußerst labil. So wurde im Radiosondenaufstieg in Zagreb am frühen Montagnachmittag auch ein sehr hoher CAPE-Wert ermittelt (ein Maß für die zur Verfügung stehende Energie zur vertikalen Luftbewegung). Der Aufwind innerhalb des Gewitters war also so stark, dass die Hagelkörner innerhalb der Wolken lange wachsen konnten, bevor die Schwerkraft sie zu Boden fallen lies.

Radisondenaufsteig von Zagreb am frpühen Montagnachmittag. © http://weather.uwyo.edu
Radiosondenaufstieg von Zagreb am Montag. © http://weather.uwyo.edu

Flutwelle erreicht nach 2 Monaten Lake Eyre in Australien

Trockenheit am Lake Eyre.

Anfang März dieses Jahres kam es im Nordwesten von Queensland zu kräftigen Regenfällen und Überflutungen. Nach über zwei Monaten erreichte das entlang des Diamantina Rivers abfließende Wasser am 15. Mai erstmals den Lake Eyre in Südaustralien, nach über 1000 Kilometern Wegstrecke.

Der Weg des Wassers. © google.com
Der Weg des Wassers. © google.com

Arides Klima

Der Lake Eyre liegt etwa 15 Meter unter dem Meeresspiegel und stellt den tiefsten Punkt Australiens dar. Es handelt sich somit um einen abflusslosen See in einer ariden Klimazone, wo es seit Monaten nicht mehr geregnet hat und im Mittel nur 125 mm pro Jahr fallen.

Yacht-Club in der Wüste

Der Wasserstand des Sees wird maßgeblich durch die Regenmenge des Monsuns bestimmt, zudem ist der See lediglich viermal pro Jahrhundert gänzlich gefüllt. Im Laufe des Sommers verdunstet der größte Teils des Wassers dann wieder. Der See besitzt dennoch einen Yacht-Club, deren Mitglieder in den letzten Tagen nach längerer Zeit wieder Segeln konnten.

Die Natur erwacht

Die Flutwelle hat in diesem Fall aber positive Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt, da es in diesem Gebiet seit Dezember nahezu gänzlich trocken war. Weiters lockt das Naturschauspiel auch zahlreiche Touristen an: Die letzte Flutwelle gab es vor etwa 9 Jahren im 2009.

Titelbild: shutterstock.com

Die Schafskälte

Schaf im Schnee ©shutterstock

Meteorologisch gesehen ist die Schafskälte eine sogenannte Singularität, also ein Witterungsereignis, welches in einem begrenztem Zeitraum immer wieder an einem ähnlichen Datum auftritt. Bei der Schafskälte handelt es sich um einen Kälterückfall in Mitteleuropa etwa Mitte Juni. Dieser findet allerdings nicht in jedem Jahr statt. Heuer scheint die Schafskälte, so wie die Eisheiligen, auszufallen, zumindest bis zum nächsten Wochenende ist kein Ende des schwülwarmen Wetters in Sicht.

Kälte und Schafe?

Dieser Kaltlufteinbruch ist weniger im Flachland sondern vielmehr in höheren Lagen im Gebirge von Bedeutung, was auch zum Namen dieser Wetterlage führt. Denn zu dieser Zeit sind die Schafe, die bereits in hochgelegenen Almgebieten gehalten werden, traditionell schon geschoren. Damit kann der Kälteeinbruch den Tieren durchaus bedrohlich werden, da dieser teils auch mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und mitunter auch mit Schnee bis ins Mittelgebirge herab einhergeht.

Regelmäßigkeit

Speziell Mitte Juni wird der Weg des Öfteren frei für die Zufuhr polarer Kaltluft und speziell in der Vergangenheit war dies auch häufig der Fall. So führten Auswertungen der Jahre 1881 bis 1947 mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent zu einer Häufung um den 11. Juni, allerdings auch mit einer Streuung vom 4. bis zum 20 Juni. Etwas neuere Analysen aus den Jahren 1986 bis 1991 ergeben für das Auftreten dieser Singularität im Mittel die Zeit vom 11. bis zum 20 Juni.

Verschnaufpause

Meist ungestörtes Hochdruckwetter ©pixabay

In den kommenden Tagen liegt Deutschland zwischen einem Tief über der Iberischen Halbinsel und einem ausgeprägten Tief über Russland unter Zwischenhocheinfluss. Dabei wird mit einer schwachen nördlichen Strömung relativ trockene und stabile Luft in das Land transportiert. Nur der äußerste Süden und Südwesten bleiben gewitteranfällig, so sind auch in den kommenden Tagen von der Eifel über den Schwarzwald bis zum Alpenrand Gewitter möglich, die Unwettergefahr hält sich aber auch hier in Grenzen.

Luftmassengrenze über Deutschland © UBIMET/GFS
Luftmassengrenze über Deutschland © UBIMET/GFS

Zweite Wochenhälfte gewittrig

Ab Donnerstag breiten sich die Gewitter wieder auf den Großteil des Landes aus, nur im von Dürre geplagten Nordosten bleibt es weiterhin trocken und heiß. Dabei enthält die Luft wieder viel Feuchtigkeit und die Gewitter ziehen meist nur langsam, weitere regionale Überflutungen sind zu befürchten und es kann wieder die gleichen Orte wie schon in den vergangenen Tagen treffen.

Tropensturm bedroht Südchina

Zugbahn Tropensturm © UBIMET

Im Westpazifik beginnt nun allmählich die Hauptsaison für Tropenstürme, die meist im August und September ihren Höhepunkt findet. Derzeit befindet sich das gefährlichste Tief im Südchinesischen Meer und steuert vor der Küste Vietnams in den nächsten Tagen nordwärts. Dabei wird von einer Intensivierung des Tiefs ausgegangen, das dann in der zweiten Wochenhälfte vermutlich in Südchina auf Land trifft.

Viel Regen

Vor allem die prognostizierten Regenmengen sind beachtlich und dabei kann aus heutiger Sicht  der Großraum Hongkong davon betroffen sein.

Prognostizierte Regenmengen © UBIMET
Prognostizierte Regenmengen © UBIMET

Aktuelle Wassertemperaturen

Wassertemperatur

Einem extrem warmen April folgte ein rekordwarmer Mai, keine Wunder also, dass die Seetemperaturen bereits jetzt Anfang Juni hochsommerliches Niveau erreichen. Vor allem im Nordosten, wo es außergewöhnlich viel Sonnenschein und wenig Regen gab, sind die Seen und Teiche schon angenehm warm. Aber auch im Süden eignen sich schon viele Seen für einen Sprung ins Wasser.

Aktuelle Wassertemperaturen

Die Seen in Deutschland verzeichnen bereits verbreitet Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad, besonders in Brandenburg und Niedersachsen vereinzelt sogar drüber. Anbei eine Auswahl an Wassertemperaturen aus ganz Deutschland:

Silbersee / Freiburg (B-W) 20 Grad
Ammersee / Stegen (Bayern) 21 Grad
Bodensee / Lindau (Bayern) 23 Grad
Chiemsee / Prien (Bayern) 22 Grad
Starnberger See / Feldafing (Bayern) 22 Grad
Wagingersee (Bayern) 24 Grad
Wannsee (Berlin) 24 Grad
Müggelsee (Berlin) 22 Grad
Parsteiner See (Brandenburg) 24 Grad
Helenesee (Brandenburg) 25 Grad
Potsdamer Havelseen (Brandenburg) 26 Grad
Senftenberger See (Brandenburg) 25 Grad
Edersee / Waldeck (Hessen) 24 Grad
Badesee Niedernhausen (Hessen) 21 Grad
Müritz / Waren (M-V) 24 Grad
Schweriner See (M-V) 24 Grad
Dürener See (NRW) 22 Grad
Grossenbaumer See (NRW) 21 Grad
Zülpicher Badesee (NRW) 23 Grad
Steinhuder Meer (Niedersachsen) 26 Grad
Heidesee / Faßberg (Niedersachsen) 25 Grad
Postweiher (Rheinland-Pfalz) 25 Grad
Krombachtalsperre (Rheinland-Pfalz) 25 Grad
Bärwalder See (Saarland) 26 Grad
Olbersdorfer See (Sachsen) 20 Grad
Stausee Oberrabenstein (Sachsen) 23 Grad
Arendsee (Sachsen-Anhalt) 25 Grad
Ratzeburger See (S-H) 20 Grad

Deutlich kälter sind allerdings noch die Seen in höheren Lagen sowie die Nord- und Ostsee, hier werden meist 14 bis 18 Grad gemessen.

Am Samstag im Nordosten teils kräftige Gewitter

Gewitter mit Blitz.

Der Mai 2018 ist im Nordosten Deutschlands außergewöhnlich warm und sonnig verlaufen, allerdings auch viel zu trocken. So erreichten die Niederschlagsmengen in Teilen von Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern lediglich 10 % vom Monatssoll, weshalb die Waldbrandgefahr erheblich angestiegen ist. Heute ist in diesen Regionen zumindest gebietsweise Regen in Sicht. Nach der langen Trockenheit besteht dafür jedoch örtlich die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen: Die Gewitter verlagern sich nur sehr langsam und die Luft ist äußerst feucht.

Gewitterpotential am Samstag. © UBIMET
Gewitterpotential am Samstag. © UBIMET

Einzelne Schauer und Gewitter sind im Tagesverlauf auch im Südwesten und am Alpenrand zu erwarten, die Unwettergefahr hält sich aber in Grenzen. In den zuletzt von Unwetter betroffenen Regionen im Westen und in der Mitte des Landes bleibt es dagegen weitgehend trocken.

Österreichweit 329.891 Blitze im Mai

Gewitter Blitz

Normalerweise beginnt die Gewittersaison im Mai eher gemächlich und findet erst in den Sommermonaten Juni, Juli und August ihren Höhepunkt. Dieser Mai verlief aber nicht nur ungewöhnlich warm sondern auch außergewöhnlich blitzreich, so gab es an 30 von 31 Tagen Blitz und Donner in Österreich. Verantwortlich dafür war die ungewöhnlich beständige, gradientschwache Wetterlage mit feuchter und labil geschichteter Luft in Zusammenspiel mit der gebirgigen Topographie Österreichs. Mit 329.891 Blitzen gab es sogar mehr als doppelt so viele Entladungen wie im Mai 2017, in dem es rund 139.818 Entladungen gab.

Blitzverteilung im Mai 2018. @ UBIMET
Blitzverteilung im Mai 2018. @ UBIMET

Hotspot Niederösterreich

Mit exakt 109.647 Blitzen führt Niederösterreich das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von der Steiermark mit 72.573 und Oberösterreich mit 56.892 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich einmal mehr das flächenmäßig kleinste Bundesland Wien, auch hier gab es aber immerhin 5.350 Blitze. Wien liegt zudem an erster Stelle, wenn man sich die Blitzdichte anschaut: Mit 12,9 Blitzen pro Quadratkilometer liegt die Hauptstadt deutlich vor Niederösterreich mit nur 5,7 Blitze pro Quadratkilometer. Hauptsächlich verantwortlich dafür war ein außergewöhnlich intensives Gewitter am Abend des 2. Mai.

Bundesland Blitzanzahl Blitze/km²
Niederösterreich 109.647 5,7
Steiermark 72.573 4,4
Oberösterreich 56.892 4,8
Kärnten 32.942 3,5
Burgenland 19.856 5,0
Tirol 14.298 1,1
Salzburg 11.032 1,5
Vorarlberg 7.301 2,8
Wien 5.350 12,9

Österreich Gesamt: 329.891 Entladungen (Dichte: 3,93 Blitze/km²)

Größte Blitzdichte in Wien-Penzing

Der blitzreichste Bezirk war im Mai Wien-Umgebung mit insgesamt 10.501 Entladungen. Relativ gesehen mit 37 Blitze pro Quadratkilometer war allerdings der Wiener Bezirk Penzing der Spitzenreiter, gefolgt von Hietzing mit 29 Blitzen und Mödling mit 26 Blitze pro Quadratkilometer.Auf Gemeindeebene liegen die Spitzenreiter allesamt in Niederösterreich, angeführt von Purkersdorf mit knapp 54 Blitze pro Quadratkilometer.

Blitzverteilung in Wien im Mai 2018. @ UBIMET
Blitzverteilung in Wien im Mai 2018. @ UBIMET

Stärkster Blitz in Oberösterreich

Die Kraft eines Blitzes wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurden in Oberösterreich registriert. Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 342.000 Ampere am Abend des 24. Mai in Piberbach (Linz-Land): In kürzester Zeit wurde dabei rund 20.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

342.400 Ampere Piberbach (OÖ)
330.500 Ampere Rutzenham (OÖ)
323.500 Ampere Waidhofen an der Ybbs (NÖ)
290.900 Ampere Faistenau (S)
289.400 Ampere Zams (T)

Die meisten Gewittertage gab es dagegen in Kärnten, so wurden im Bezirk Villach-Land in Summe an 22 Tagen Blitze detektiert. An zweiter Stelle liegen mit 21 Tagen die Bezirke Sankt Veit an der Glan und Feldkirchen in Kärnten sowie Reutte in Tirol.

Kräftige Gewitter im Norden und Osten

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Update 21:10 Uhr

Die kräftigsten Gewitter sind zurzeit im Raum Hamburg und westlich von Berlin, sowie im Nordwesten Brandenburgs anzutreffen. Aber auch im Süden Deutschlands ist es nicht ganz ruhig, auch hier sind einzelne Schauer, aber auch Gewitter unterwegs: In Metzingen in Baden-Württemberg fielen in der letzten Stunde 28,9 l/m².

Radarbild 21:00 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild 21:00 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 20:20 Uhr

Im südöstlichen Brandenburg sind die Gewitter nach und nach in gewittrigen Starkregen übergegangen.  Allerdings kommt es jetzt nördlich von Berlin immer öfter zur Gewitterauslöse.

Radarbild 20:05 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild 20:05 Uhr. © UBIMET, DWD

Auch in der Innenstadt von Hamburg geht es jetzt los!

Radarbild und Blitze 20:10 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild und Blitze 20:10 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 19: 25 Uhr

Einige intensive Gewitterzellen haben sich in der vergangenen Stunde entwickelt. Dadurch, dass sie sich kaum bewegen sind lokal große Niederschlagsmengen dabei.

Die größten Regenmengen der letzten Stunde:

Borken in Westfalen (Nordrhein-Westfalen) 34,2 l/m²
Pohlitz (Brandenburg) 26,1  l/m²
Jork (Niedersachsen) 24,1 l/m²
Olfen (Nordrhein-Westfalen) 22,1 l/m²
Radarbild und Blitze 19:05 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild und Blitze 19:05 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 18:05 Uhr

Auch in und um Berlin haben sich nun vermehrt Gewitter gebildet. Besonders mit der Zelle an der südlichen Stadtgrenze muss man mit heftigem Regen und auch Hagel rechnen!

Radarbild 17:55 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild 17:55 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 17:30 Uhr

Der Großraum Leipzig wird von einer ausgeprägten Gewitterlinie überquert.  Auch im Osten Brandenburgs haben sich die Zellen zunehmend intensiviert, verlagern sich jedoch kaum.

Radarbild 17:15 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild 17:15 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 16:40 Uhr

Südöstlich von Hamburg hat sich in den letzten Minuten ein kräftiges, ortsfestes Gewitter gebildet!

Radarbild und Blitze 16:40 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild und Blitze 16:40 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 16:25 Uhr

Die blitzintensivsten Zellen sind momentan im westlichen Niedersachsen und in Sachsen anzutreffen. Je heller die Farbe, desto aktueller ist der Blitz.

Blitzkarte von 16:00 Uhr. © UBIMET
Blitzkarte von 16:00 Uhr. © UBIMET

Lokal sind auch Sturmböen und Hagel mit dabei. In Dresden wurde mit Gewitterdurchzug eine Böe mit 86 km/h registriert.

Ausgewählte Niederschlagsmengen der vergangenen Stunde:

Sassendorf (Nordrhein-Westfalen) 21,9 l/m²
Dippoldiswalde (Sachsen) 19 l/m²
Großenkneten (Niedersachsen) 13,7 l/m²

Update 14:45 Uhr

Die Gewitter südlich und westlich von Bremen haben sich in den letzten Minuten zu einer Linie zusammengeschlossen, diese verlagert sich nur sehr langsam weiter in Richtung Nordwesten. Im südlichen Niedersachsen sind die Gewitter mittlerweile in Starkregen übergegangen.

Übersicht

Aktuell sind vor allem im südlichen Niedersachsen und im Erzgebirge die kräftigsten Gewitter unterwegs. Aber auch in Brandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern,  in Nordrhein-Westfalen und in Sachsen-Anhalt gibt es schon einzelne Gewitterzellen.  Im niedersächsischen Seesen sind in den letzten knapp 3 Stunden etwa 41  l/m² zusammengekommen!

Aktuelles Radarbild. © UBIMET, DWD
Aktuelles Radarbild. © UBIMET, DWD

Im Laufe des Tages sind in den genannten Regionen weitere teils heftige Gewitter mit Starkregen und Hagelschlag zu erwarten. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

Titelbild: pixabay.com

Unwettergefahr im Osten und Südosten

Überflutete Felder in südlichen Wiener Becken ©Roland Reiter

Bereits am späten Vormittag hat sich über dem südlichen Wiener Becken und dem Wechselgebiet ein kräftiger Gewitterkomplex gebildet, der sich kaum verlagert hat. Teilweise gab es hier über 50 Liter pro Quadratmeter in der Stunde, das führte zu Überschwemmungen und geflutete Keller.

Gewitter verlagern sich süd- und ostwärts ©UBIMET, EUMETSAT
Gewitter verlagern sich süd- und ostwärts ©UBIMET, EUMETSAT

Nun verlagern sich die Gewitter südwärts, vor allem in der Südsteiermark besteht in den nächsten Stunden Unwettergefahr! Aber auch am Neusiedler See, sowie vom Kamptal ostwärts besteht noch die Gefahr von heftigen Gewittern. Überflutete Felder in südlichen Wiener Becken ©Roland Reiter

Wassertemperaturen wie im Sommer

Schwimmen im heimischen See ©pixabay

Einem  extrem warmen April folgte ein rekordwarmer Mai, keine Wunder also, dass die Seetemperaturen bereits jetzt Anfang Juni hochsommerliches Niveau erreichen. Vor allem im Flachland, wo die Nächte bereits lau sind und auch Gewitter selten Frischwasser hinzufügen, sind die Seen und Teiche schon angenehm warm. Aber auch in den Alpen eignen sich schon viele Seen für einen Sprung ins Wasser. Hier ist allerdings auch in den nächsten Tagen die Gewittergefahr zu beachten.

Hitliste der Gewässertemperaturen:

Alte Donau (W) 25 Grad
Neusiedler See (B) 23 Grad
Pleschinger See (OÖ) 23 Grad
Wörthersee (K) 22 Grad
Stubenbergsee (ST) 22 Grad
Walchsee (T) 22 Grad
Bodensee (V) 21 Grad
Neue Donau (W) 21 Grad
Wolfgangsee (S/OÖ) 20 Grad
Erlaufsee (NÖ) 18 Grad

 

Deutlich kälter sind Seen nur in höheren Lagen um die 1000 Meter. So hat der Achensee in Tirol erst 15 Grad, aber selbst in einem heißen Hochsommer werden hier kaum Wassertemperaturen von 20 Grad erreicht.

Klimawandel und Extremniederschlag

Überflutungen durch Starkregen.

Statistisch signifikante Änderungen bei Wetterextremen zu beweisen ist besonders beim Niederschlag nur begrenzt möglich: Einerseits sind Extreme selten, andererseits werden sie oft nicht von den Messnetzen erfasst. Für signifikante Trends braucht man allerdings sehr viele Daten. Bei Ereignissen wie Hitzewellen, welche eine große Fläche betreffen, ist dies  hingegen wesentlich einfacher.

Extremniederschlag

Allgemein kann die Luft durch die globale Klimaerwärmung mehr Wasserdampf aufnehmen und in weiterer Folge auch abregnen. Ob extremer, konvektiver Niederschlag zunimmt, ist allerdings schwer zum nachweisen, da er räumlich und zeitlich sehr variabel auftritt.  Solch kleinräumige Ereignisse werden nicht explizit von Klimamodellen aufgelöst und zudem oft nicht von Wetterstationen erfasst. Ein weiteres Problem stellt die Tatsache dar, dass in manchen Regionen der mittlere Niederschlag zwar abnehmen kann, während die Extreme zunehmen. Auf der vergleichsweise geringen Fläche einzelner europäischer Länder kann man daher kaum signifikante Trends feststellen was Extremniederschlag betrifft. Aus diesem Grund haben Forscher bereits vor ein paar Jahren eine Auswertung der globalen Niederschlagsdaten von 11.000 Wetterstationen in Hinblick auf Regenrekorde durchgeführt. Bei der Häufigkeit von neuen Rekorden in der Tagesregenmenge konnte man bis 2010 tatsächlich eine Zunahme von 26% im Vergleich zu einem stabilen Klima feststellen, wenngleich von Jahr zu Jahr starke Schwankungen vorhanden sind.  Auch der DWD hat im 2016 ein Bericht über die zunehmende Rolle der Großwetterlage „Tief Mitteleuropa“ veröffentlicht und dabei festgehalten, dass es in den letzten 15 Jahren in Deutschland Hinweise auf ein vermehrtes Auftreten von Starkregen gibt.

Persistente Wetterlagen

In den letzten Jahren wurden sehr häufig persistente Wetterlagen beobachtet, so wie auch aktuell die Wetterlage „Tief Mitteleuropa“, siehe hier: Festgefahrene Wetterlage. Allgemein wird vermutet, dass die Erwärmung der Arktis hierfür eine wesentliche Rolle spielt: Einerseits nehmen die Temperaturgegensätze zwischen den Tropen und der Polarregion ab (und somit auch die Antriebskraft des Westwindbands), anderseits sorgt die zunehmende Zufuhr von Süßwasser im subpolaren Atlantik für eine Abschwächung des Golfstroms. Wir berichteten darüber bereits hier: Golfstrom schwächer als je zuvor in den vergangenen 1000 Jahren. Die damit verbundene kalte Anomalie im subpolaren Nordatlantik, welche auch heuer vorhanden ist, sorgt für ein schwach ausgeprägtes Islandtief. Letzteres begünstigt in Nordeuropa Hochdruckgebiete, während sich die Tiefdrucktätigkeit überwiegend auf Südwesteuropa beschränkt. In Mitteleuropa stellt sich dann häufig eine gradientschwache Wetterlage oder die Lage „Tief Mitteleuropa“ ein, welche ortsfeste Gewitter mit ergiebigen Regenmengen begünstigt.

Anomalie der Wassertemperaturen im letzten Monat. © NOAA
Anomalie der Wassertemperaturen im letzten Monat. © NOAA

Weiterführende Links

Blog von S. Rahmstorf (PIK)

Artikel in Nature

Am Donnerstag örtlich heftige Gewitter

Heftige Gewitter Europa

Mitteleuropa liegt am Donnerstag zwischen einem Tiefdruckgebiet mit Kern über dem Ostatlantik und einem Hoch über Skandinavien. Von den Benelux-Ländern quer über Deutschland bis hin zum Ostalpenraum erstreckt sich dabei eine bodennahe Tiefdruckrinne, also ein Bereich mit zusammenströmenden Winden aus unterschiedlichen Richtungen. Diese Konvergenz fördert die Hebung der Luft und somit die Entstehung von Schauern und Gewittern. In den Abendstunden nähert sich zudem ein Höhentrog aus Südfrankreich: Die damit verbundene Abkühlung in in der Höhe sorgt für eine weitere Labilisierung der Luftschichtung,  weshalb die Gewittergefahr in der Schweiz, in Südwestdeutschland und in Vorarlberg weiter ansteigt.

Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe. © NCEP / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe. © NCEP / UBIMET

Zunächst sind vor allem entlang des flachen Bodentiefs vermehrt Schauer und Gewitter zu erwarten, also in einem breiten Streifen von den Benelux-Ländern über NRW und Hessen bis nach Bayern, sowie allgemein im Berg- und Hügelland wie etwa in Kärnten und in der Steiermark. Die Hauptgefahr stellen einmal mehr die extremen Regenmengen in kurzer Zeit dar, zudem ist örtlich auch Hagel möglich. In den Abendstunden steigt die Gewittergefahr in der Schweiz, in Südwestdeutschland und in Vorarlberg weiter an.

Gewitterpotential am Donnerstag. © UBIMET
Gewitterpotential am Donnerstag. © UBIMET

Wärmster Mai seit über 150 Jahren

Sommerwetter.

Der Mai, aus meteorologischer Sicht der letzte Monat des Frühlings, zeigte sich wie bereits der April von seiner sommerlichen Seite. Besonders markant fällt die Abweichung der Temperatur im Norden und Osten aus: Von Oberösterreich bis zum östlichen Flachland war es 3 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Am geringsten fällt die Abweichung in Osttirol und Kärnten aus, doch auch hier war es immerhin 1,5 Grad wärmer als üblich. Seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichnungen in Österreich war kein Mai wärmer als der diesjährige. Nur in den ältesten Messreihen einzelner Wetterstationen des Landes finden sich noch höhere Monatsmittel.

Zahlreiche Sommertage

Im östlichen Flachland, in Teilen des Inntals und in Salzburg gab es über 10 Sommertage: In Wien wird einschließlich Monatsende in Summe an 16 Tagen die 25-Grad-Marke überschritten. Das ist mehr als doppelt so oft wie im langjährigen Mittel. Noch mehr Sommertage gibt es in Andau (B) mit 20. In der Nacht auf den 30. Mai gab es in der Wiener Innenstadt und in Langenlebarn (NÖ) zudem die erste Tropennacht des Jahres, also eine Nacht mit einem Tiefstwert über 20 Grad.

Teils nass, teils trocken

Rege Tiefdrucktätigkeit über dem Mittelmeer sowie zahlreiche Schauer und Gewitter sorgten im Süden und Südosten des Landes vielerorts für deutlich überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Von Unterkärnten bis zur südlichen Steiermark gab es stellenweise mehr als doppelt so viel Regen wie üblich, wie etwa in Klagenfurt mit 218 % des Solls. Deutlich zu trocken war es hingegen örtlich in Oberösterreich, so gab es in Linz bislang lediglich 15 Liter pro Quadratmeter Regen. Die Sonne schien an der Alpennordseite und im Osten verbreitet um 10 bis 20 % länger als in einem durchschnittlichen Mai, nur in Osttirol und Kärnten wurde das Soll mit 80 % nicht erreicht.

Am langen Wochenende Sonne und Gewitter

Das lange Wochenende verläuft sommerlich warm und besonders im Berg- und Hügelland unbeständig. Am Donnerstag scheint verbreitet die Sonne, tagsüber entstehen aber Schauer und Gewitter. Oft trocken bleibt es im östlichen Flachland und in Wien, wo am Abend auch das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker stattfindet. Der Freitag bringt an der Alpennordseite von der Früh weg Schauer und Gewitter: Besonders im Osten sind wieder kräftige Gewitter zu erwarten mit der Gefahr von kleinräumigen Überflutungen. Teils trocken bleibt es in den südlichen Becken. Am Samstag und Sonntag setzt sich das wechselhafte Wetter fort. Die Temperaturen bleiben stets auf sommerlichem Niveau, besonders im Osten liegen die Höchstwerte zwischen 25 und 30 Grad.

Extremwerte Mai 2018 (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
32,7 Grad Haag (NÖ, 29.)
32,1 Grad Enns (OÖ, 29.)
32,0 Grad, Salzburg (S, 28.)

Tiefste Temperaturen
-0,3 Grad, Radstadt (S, 1.)
-0,1 Grad, Mariapfarr (S, 1.)
-0,1 Grad, Obergurgl (T, 15.)
-0,1 Grad, Obertauern (S, 15.)

Vorläufig nasseste Orte
299 Liter pro Quadratmeter, Flattnitz (K)
275 Liter pro Quadratmeter, Deutschlandsberg (ST)
224 Liter pro Quadratmeter, Preitenegg (K)

Vorläufig trockenste Orte
15 Liter pro Quadratmeter, Linz (OÖ)
18 Liter pro Quadratmeter, Enns (OÖ)
18 Liter pro Quadratmeter, Haag (NÖ)

Absolut sonnigster bzw. trübster Ort
290 Sonnenstunden, Mörbisch (B)
93 Sonnenstunden, St. Leonhard im Pitztal (T)

Relativ sonnigster bzw. trübster Ort
116 % Langenlois (NÖ)
71 % Dellach (K)

Stärkste Windspitzen Niederungen und Berg
83 km/h Innsbruck (T, 23.)
115 km/h, Sonnblick (S, 2.)

Stand: 30.5.2018

Gewitter sorgen für lokale Überflutungen

Überschwemmung Starkregen

Besonders im Südosten Österreichs sowie in der Mitte und im Westen Deutschlands sind am Dienstagnachmittag heftige Gewitter entstanden. Lokal gab es dabei innerhalb kürzester Zeit extreme Regenmengen, so wurden beispielsweise in Kleve (NRW) innerhalb von zwei Stunden 82 Liter pro Quadratmeter Regen gemessen. In Deutschlandsberg (Steiermark) wurden 68 Liter pro Quadratmeter verzeichnet, in Gießen (Hessen) 63 und in Düsseldorf (NRW) 54. Lokal gab es im Kernbereich mancher Gewitterzellen jedoch sogar noch größere Wassermassen, so zeigen die Radaranalysen vereinzelt Regenmengen zwischen 80 und 100 mm.

24-h-Regemnengen am Dienstag. © UBIMET
24-h-Regenmengen am Dienstag. © UBIMET

Besonders heftig hat es am Dienstag die Städte Wuppertal, Aachen und Düsseldorf in NRW sowie Gießen in Hessen getroffen, die Wassermassen sorgten hier für teils massive Überflutungen.

Am Mittwoch erneut Überflutungsgefahr

Am Mittwoch verlagert sich die gewitteranfällige Region etwas weiter ostwärts, so muss man im Tagesverlauf besonders in einem Streifen von der Weststeiermark über den Böhmerwald und Sachsen bis zur Nordsee lokal mit heftigen Gewittern rechnen. Blitz und Donner sind aber recht verbreitet möglich, zudem nimmt die Gewittergefahr in den Abendstunden auch in der Schweiz und im Südwesten Deutschlands neuerlich zu. Wie bereits am Dienstag besteht die Gefahr von Überflutungen und Hagel.

Gewitterpotential am Mittwoch. © UBIMET
Gewitterpotential am Mittwoch. © UBIMET

 

Festgefahrene Wetterlage über Mitteleuropa

Westwindband. © NCEP / GFS

Bereits seit einigen Wochen herrschen in Mitteleuropa nur schwach ausgeprägte Druckgegensätze: Während es in Skandinavien in den letzten Wochen wiederholt Hochdruckwetter gab und der Mittelmeerraum von Tiefdruckgebieten betroffen war, lag Mitteleuropa meist im Übergangsbereich unter dem Einfluss feuchtwarmer und teils labil geschichteter Luftmassen.

Luftdruckanomalie im Mai (Stand 26.5.18). © NOAA
Luftdruckanomalie im Mai (Stand 26.5.18). © NOAA

Höhentiefs statt Kaltfronten

Im Mai erwartet man meist noch dynamisches Frühlingswetter mit Kaltfronten aus Westen oder Nordwesten, diese sind heuer jedoch nahezu vollständig ausgeblieben. Nur vorübergehend erreichten zur Monatsmitte kühle Luftmassen den Alpenraum mit etwas Nassschnee bis in mittlere Höhenlagen. Dafür gab es allerdings unzählige Höhentiefs, welche besonders im Berg- und Hügelland wiederholt für Schauer und Gewitter gesorgt haben, siehe auch hier: Wie wirkt sich Höhenkaltluft auf das Wetter aus. In Summe kam es wiederholt zur Wetterlage „Tief Mitteleuropa“, welche bereits Ende Mai bzw. Anfang Juni 2016 für zahlreiche Gewitter mit lokal extremen Regenmengen sorgte. Da es bei dieser Wetterlage in der Regel nur schwache Höhenwinde gibt, sind die Gewitter nahezu ortsfest und sorgen somit lokal für kleinräumige Überflutungen.

Anomalie breitengradparallelen Höhenwinds im Mai (Stand 26.5.18). © NOAA
Anomalie des breitengradparallelen Höhenwinds im Mai (Stand 26.5.18). © NOAA

Keine Änderung in Sicht

Auch in den kommenden Tagen ist keine Änderung in Sicht: Während Skandinavien unter Hochdruckeinfluss liegt, sorgt eine Tiefdruckrinne über Mitteleuropa für Schauer und Gewitter. Lokal besteht dabei die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen oder Vermurungen. Am Dienstag sind besonders der Ostalpenraum sowie die Mitte und der Westen Deutschlands betroffen. Die Temperaturen liegen bis auf Weiteres über dem langjährigen Mittel.

Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe. Rot = langjähriges Mittel. © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe. Rot = langjähriges Mittel. © NCEP / UBIMET

 

Tropischer Sturm ALBERTO über dem Süden der USA

Die Zugbahn von Alberto. © UBIMET

Der tropische Sturm Alberto ist am Montag im Bereich von Laguna Beach in Florida auf Land getroffen. Im Kernbereich kurz vor dem Landfall wurden über dem Golf von Mexiko Spitzenböen von mehr als 80 km/h gemessen, zudem gab es östlich des Tiefkerns lokale Überflutungen durch die hohe Brandung. Die Hauptgefahr stellen aber auch in den kommenden Stunden die Überflutungen durch den kräftigen Regen dar.

Der Landfall vom tropischen Sturm Aleberto in Florida. © NOAA
Der Landfall vom tropischen Sturm Aleberto in Florida. © NOAA
Der tropische Sturm Alberto. © NOAA
Der tropische Sturm Alberto. © NOAA

Bereits am Montag wurden in Teilen Floridas sowie von South Carolina Regenmengen zwischen 25 und 75 Litern pro Quadratmeter verzeichnet. In diesen Regionen gab es zusammenströmende Winde mit viel Feuchtigkeit vom Golf von Mexiko sowie vom Atlantik. In den kommenden Stunden besteht die höchste Überflutungsgefahr im Bereich der Zugbahn des Tiefkerns in Alabama und im Tennessee Valley sowie in den windzugewandten Regionen der südlichen Appalachen.

24-Regenmengen in den USA. © NOAA
24-Regenmengen in den USA. © NOAA
Regenprognose bis Mittwocnacht. © UBIMET
Regenprognose bis Mittwochnacht. © UBIMET

Wonnemonat Mai: Es begann mit Karl dem Großen

Frühsommerliche Blütenpracht im Mai © pixabay

Alles begann mit Karl dem Großen

Der Begriff Wonnemonat wurde bereits im 8. Jahrhundert von Karl dem Großen eingeführt. Im althochdeutschen bedeutete „wunnimanot“ Weidemonat und bezog sich darauf, dass dann das Vieh auf die Weide getrieben werden konnte. Mit der heutigen Begriffsbezeichnung hatte der alte Monatsname also nichts zu tun.

Wandlung des Begriffs

Bereits zu Beginn der Neuzeit und des Neuhochdeutschen, sprich im 16. Jahrhundert, wandelte sich der Begriff hin zu seiner heutigen Bedeutung. Nun bezeichnet er im Allgemeinen das Aufblühen und Erneuern der Natur. Vor allem Dichter, Sänger und Liedermacher verwendeten den Begriff gerne für ihre Stücke.

Meteorologischer Hintergrund

Auch von meteorologischer Seite her hat der Ausdruck Wonne = Freude für viele ihre Berechtigung, besonders im Mai. Schließlich ist dies oftmals der erste Monat im Jahr, der (frühsommerliche) Wärme und beständiges, sonniges Wetter über einen längeren Zeitraum mit sich bringt. Gerade dieses Wetter ist es, dass viele Menschen nach den langen, dunklen Wintermonaten und einem mitunter sehr launischen April herbeisehnen.  In diesem Jahr kann man aber wohl getrost den rekordwarmen April bereits als Wonnemonat einstufen.

Zyklon MEKUNU trifft auf den Oman

Ein Zyklon, beobachtet aus dem Weltall © pixabay

Gebildet hatte sich MEKUNU Anfang dieser Woche vor der Küste Somalias, sein weiterer Weg führte den Wirbelsturm nordwärts Richtung Arabische Halbinsel.

Satellitenbild des Zyklons © UBIMET / EUMETSAT
Satellitenbild des Zyklons © UBIMET / EUMETSAT

Landgang war schließlich vergangene Nacht rund um die 340.000 Einwohner zählende Stadt Salalah an der Südküste des Omans. Mit sintflutartigen Regenfällen, meterhohen Wellen und Böen von mehr als 150 km/h peitschte der Zyklon an Land. Die Wetterstation in Salalah hat bis heute Morgen unglaubliche 240 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen!

Auch heute noch muss im Südwesten des Omans mit schweren Regenfällen gerechnet werden, auch das angrenzende Saudi-Arabien bekommt einiges ab. Mengen von 200 bis 400 l/m² in nur 24 Stunden sind durchaus möglich. Dies entspricht fast dem halben Jahresniederschlag von Wien.

Regenprognose für die Arabische Halbinsel am Samstag © UBIMET / GFS
Regenprognose für die Arabische Halbinsel am Samstag © UBIMET / GFS

Erste Videos erreichen uns aus der Region rund um Salalah, wo ganzjährig auch zahlreiche Touristen urlauben. Sie lassen bereits die Verwüstungen erahnen.

Bergwetter am Wochenende

Sonniges Frühlingswetter © pixabay

Freitag, 25. Mai 2018

Am Freitag gehen vom Dachstein ostwärts schon in der Früh einige Schauer und Gewitter nieder, hier sind die Wolken auch recht kompakt. Weiter nach Süden und Westen zu scheint hingegen von Beginn an die Sonne, ab Mittag muss man dann in der gesamten Osthälfte mit heftigen Gewittern rechnen. Starkregen und kleinkörniger Hagel sind möglich! Westlich von Wildem Kaiser und Kreuzeck bleibt es trotz einiger Quellwolken meist trocken. Der Wind ist kein großes Thema, in 3.000 m hat es um die +4 Grad, in 2.000 m werden von Ost nach West 9 bis 13 Grad erreicht.

Samstag, 26. Mai 2018

Der Samstag bringt eine deutliche Wetterberuhigung. Restwolken und Nebelfelder in der Früh lösen sich rasch auf, dann scheint im ganzen Ostalpenraum die Sonne. Mit der Sonne bilden sich im Tagesverlauf zwar wieder dickere Quellwolken, Schauer und Gewitter sind aber schon deutlich seltener anzutreffen als noch am Vortag. In erster Linie sind diese in den Bergen Tirols und Oberkärntens möglich, auch in den Niederösterreichischen Voralpen bildet sich das eine oder andere Wärmegewitter. Bei nur wenig Wind wird es wieder sehr warm, die Temperaturen erreichen in 3.000 m 4 bis 6 Grad und in 2.000 m von Ost nach West 11 bis 14 Grad.

Sonntag, 27. Mai 2018

Am Sonntag scheint im Großteil der Ostalpen von der Früh weg die Sonne. Einzig dort, wo es am Vortag gewittert hat, können sich Restwolken oder Nebelfelder halten. In der sommerlich warmen Luft bilden sich gegen Mittag wieder vermehrt Quellwolken und am Nachmittag auch ein paar Gewitter. Möglich sind diese in allen Gebirgsgruppen, vielerorts bleibt es aber trocken und auch freundlich. Auf den Bergen weht mäßiger, leicht föhniger Südwind. Die Höchstwerte in 3.000 m liegen um die 6 Grad, in 2.000 m Höhe werden 13 bis 15 Grad erreicht.

Bergwetter-Tipp

Momentan steuert die Sonne in großen Schritten ihrem jährlichen Höchststand entgegen, stolze 16 Sonnenstunden sind im Gebirge zu dieser Jahreszeit möglich. Damit sind bereits sehr lange Touren möglich, in vielerlei Hinsicht empfiehlt sich hierbei ein früher Start der Wanderung. Somit kann man nämlich die Gewitter an den Nachmittagen umgehen, zudem vermeidet man bei einer Bergtour in der Früh und am Vormittag die intensivste Sonneneinstrahlung und Hitze. Ausreichend Flüssigkeit sollte man aber stets am Berg mit dabei haben, um einer Dehydrierung entgegenzuwirken.

Das Bergwetter am Samstag © UBIMET
Das Bergwetter am Samstag © UBIMET

Erneut kräftige Gewitter am Donnerstag!

Ein Gewitter entwickelt sich © Stormhunters Austria

Der Grund für die anhaltende Gewittergefahr im Südwesten ist auf der Großwetterlage für heute gut erkennbar. Von Portugal über Frankreich und Mitteleuropa bis nach Weißrussland hat sich eine Tiefdruckzone etabliert, das Schweden-Hoch beschert dem Norden und Osten hingegen feines Frühsommerwetter. Die Luftdruckgegensätze sind nur gering, daher wird die feucht-labile Luft einfach nicht ausgeräumt. Und so kocht die kräftige Maisonne die Luft Tag für Tag neu auf, wie in einem Suppentopf beginnt es wieder zu brodeln.

Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS
Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS

Besonders südöstlich von Braunschweig und Dresden kommt es heute wieder zu teils kräftigen Gewittern. Wie schon die vergangenen Tage sind Starkregen und viel kleinkörniger Hagel die Hauptgefahren, Sturm ist eher kein Thema.

Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Schon gestern hat es vielerorts gekracht, gut zu erkennen an den Niederschlagssummen. Dabei kam es – wie so oft bei Gewittern – auf kleinstem Raum zu großen Unterschieden bei den Regenmengen. Beispiel: Am Feldberg im Schwarzwald kamen 31 l/m² zusammen, im nur wenige km entfernten Schluchsee dagegen fast gar nix.

Einzelne Gewitterzellen brachten bis zu 50 Liter Regen, wie beispielsweise in der Fränkischen Schweiz.24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET

24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET66.000 Blitzentladungen waren es gestern. An der Spitze der Hitliste liegt Bayern mit 36.000 Blitzen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 10.000 Entladungen.

Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET
Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET

Am Donnerstag drohen kräftige Gewitter!

Ein Gewitter entwickelt sich © Stormhunters Austria

Der Grund für die anhaltende Gewittergefahr ist auf der Großwetterlage für heute gut erkennbar. Von Portugal über Frankreich und Mitteleuropa bis nach Weißrussland hat sich eine Tiefdruckzone etabliert, die Hochs haben es sich relativ weg von uns gemütlich gemacht. Die Luftdruckgegensätze sind nur gering, daher wird die feucht-labile Luft einfach nicht ausgeräumt. Und so kocht die kräftige Maisonne die Luft Tag für Tag neu auf, wie in einem Suppentopf beginnt es wieder zu brodeln.

Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS
Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS

Heute müssen wir im gesamten Land mit Gewittern rechnen, und verbreitet kann es zu unwetterartigen Entwicklungen kommen. Es wird nicht jeden treffen, aber das Potential ist überall vorhanden. Etwas geringer ist die Gewittergefahr von Vorarlberg bis Osttirol. Wie schon die vergangenen Tage sind Starkregen und viel kleinkörniger Hagel die Hauptgefahren, Sturm ist eher kein Thema.

Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Schon gestern hat es vielerorts gekracht, gut zu erkennen an den Niederschlagssummen. Dabei kam es – wie so oft bei Gewittern – auf kleinstem Raum zu großen Unterschieden bei den Regenmengen. Beispiel: In Hartberg (Oststeiermark) kamen 26 l/m² zusammen, im 13 km entfernten Wörterberg (Burgenland) dagegen fast gar nix.

Insgesamt am meisten prasselte im Burgenland zwischen Deutschkreuz und Lutzmannsburg vom Himmel. Rund 40 l/m² waren es hier.

24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET
24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET

8817 Blitzentladungen waren es gestern. An der Spitze der Hitliste liegt Oberösterreich mit fast 3000 Blitzen, gefolgt von Niederösterreich mit 1800 Entladungen.

Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET
Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET

Wie entsteht Schwüle?

Ein Ventilator bringt bei der Schwüle Erleichterung

Schwüle ist ein subjektives Empfinden. Das heißt während manche Menschen bereits bei 25 Grad unter der Hitze stöhnen, befinden sich andere bei diesen Temperaturen noch in ihrer ganz persönlichen „Wohlfühlzone“. Es gibt also keine eindeutige Definition. Einen Hinweis auf bevorstehende Schwüle gibt aber in einer klaren und windstillen Nacht die Tiefsttemperatur: Liegt sie bei mehr als 15 Grad ist ein schwüler Tag zu erwarten, bei mehr als 20 Grad (Tropennacht) ist mit starker, drückender Schwüle zu rechnen.

Auswirkungen auf den menschlichen Körper

Bei warmem Wetter wird der Körper durch die Verdunstungskälte von Schweiß gekühlt. Allerdings verdunstet der Schweiß umso schlechter, je feuchter die Luft ist. Damit kann der Körper bei schwüler Luft nur noch schlecht gekühlt werden. Als Folge davon drohen Kreislaufprobleme und Schwindel, auch die Gefahr von einem Kreislaufkollaps und eines Herzinfarkts ist erhöht. Daher sollten ungewohnte körperliche Anstrengungen vermieden werden.

Schwüle-Hotspots

Insgesamt sind schwüle Tage in Mitteleuropa recht selten – pro Jahr ist meist mit 10 bis 20 solcher Tage zu rechnen. Häufiger kommt es zu schwülen Tagen vor allem von Wien bis zum Neusiedler See, im Oberrheingraben von Basel bis Frankfurt und im Tessin. Hier sind jährlich etwa 25 bis 30 schwüle Tage zu zählen. Selten ist Schwüle hingegen in Norddeutschland, in den höheren Lagen der Mittelgebirge und in den Alpen.

Gewitter und lokale Überflutungen

Überfluteter Kanaldeckel ©shutterstock

Wie das Video zeigt gab es am gestrigen Dienstag lokal heftige Gewitter. Keller wurden aufgrund der großen Regenmengen überflutet und der Hagel lag teilweise einen halben Meter hoch.

Auch am Mittwoch ist lokal wieder mit kräftigen Gewittern zu rechnen, betroffen sind wieder die Gebiete im Süden und Südwesten. Die Gewitter bilden sich vornehmlich am Nachmittag und ziehen sich diesmal bis weit in die Nacht hinein.

Gewittergefahr am Mittwoch © UBIMET
Gewittergefahr am Mittwoch © UBIMET

Am Donnerstag geht es im Süden und in der Mitte gewittrig weiter, im Norden bleibt es hingegen beim trockenen Frühsommerwetter. Hier machen sich frühesten am Wochenende ein paar Gewitter bemerkbar.

Lokale Überflutungsgefahr

Überfluteter Kanaldeckel ©shutterstock

Am Mittwoch werden zunehmend feucht-warme Luftmassen in den Alpenraum geführt. Während sich die Gewittertätigkeit heute noch in Grenze hält, sind am Donnerstag und Freitag im gesamten Land kräftige Gewitter zu erwarten. Die Gewitter verlagern sich dabei nur sehr langsam und können über längere Zeit an einem Ort verbleiben. Zudem besitzt die Luft derzeit einen großen Wassergehalt. Diese Kombination führt zu einer erhöhten Gefahr von lokalen Starkregen- und Überflutungsereignissen.

Überflutung in Paris

Mit diesen stationären Gewittern hatte gestern schon Frankreich und Westdeutschland zu kämpfen. In Teilen von Paris kam es zu Überflutungen wie das Video zeigt:

Der dazu gefallene kleinkörnige Hagel wirkt sich dabei ebenfalls negativ aus, da er die Abflüsse schnell verstopft und das Wasser gar nicht mehr abfließen kann.

Foto Titelbild: shutterstock

Dem Tiroler Berghimmel so nah

Bild eines Motorradfahrers.

PS-stark: Biken im Paznaun

Einfach mal Gas geben – aber ganz ohne Hast und Eile, denn Tirols Alpenlandschaft bietet hinter jeder Kurve atemberaubende Ausblicke: Alpenpässe, mächtige Dreitausender und glitzernde Seen – zum Glück gibt es auch jede Menge Rastplätze, um so richtig Durchatmen und den Augenblick für immer einfangen zu können.
Als Ausgangspunkt für genussvolle Ausfahrten oder Tagestouren ist Ischgl einfach ideal, und die Auswahl an Motorradtouren ist unschlagbar: Diese umfassen das Dreiländereck Schweiz-Österreich-Italien und reichen bis nach Bayern.

Motorradfahrer.
Wer seine Seele auf dem Motorrad baumeln lassen möchte, ist in Tirol genau richtig.

Mehr zum Thema Motorradfahren in Ischgl findet man hier.

TIPP: Der Höhepunkt des Motorbike-Sommers im Paznaun ist zweifelsohne der 4. TOP OF THE MOUNTAIN BIKER SUMMIT vom 19. bis 22. Juli 2018. Nähere Infos dazu gibt es hier.

Biker Summit

Die Herausforderung am Fels: Bouldern und Klettern

Galtür bietet nicht nur die perfekte Kulisse, um mit den Bergen auf Tuchfühlung zu gehen, hier befindet sich auch einer der größten Boulder-Parks Europas, perfekt für Einsteiger und Könner. Die Boulderarea im Silvapark lässt mit ihren rund 160 Bouldern (möglichen Routen) das Kletterherz höherschlagen. Hier gibt es auch den ersten Kinder-Outdoor-Boulderbereich in Europa, bei dem sich die Kids austoben können.

Bouldern in den Bergen.
Galtür bietet für begeisterte Kletterer so allerlei.

Hoch hinaus geht es dann in den Klettersteig Silvapark – ein Urgesteinsklettersteig mittlerer bis schwieriger Kategorie. Die Berge rund um Galtür bieten natürlich viele weitere Klettermöglichkeiten, die man auch unter der Anleitung von erfahrenen Bergführern meistern kann.

Kinderleichter Sommerurlaub in Kappl & See

Im Paznaun ist es kinderleicht, die oft so verschiedenen Vorstellungen von einem perfekten Sommerurlaub unter einen Hut zu bringen: Der Kids Club Paznaun (für Kinder bis 10 Jahre) sorgt für jede Menge Spaß und Spiel. Kids von 11 bis 16 werden die elternfreie Zone im Youth Club schätzen: Hier können sie sich beim Waterfun am Badesee oder beim Discgolfen und Flying Fox im Sunny Mountain Erlebnispark so richtig austoben. Also, liebe Eltern, klickt euch gleich mal hier rein und seht einem chilligen Familienurlaub entgegen.

Eine Familie.
Paznaun bietet den perfekten Sommerurlaub für Familien.

TIPP: Mit der Silvretta Card all inclusive (kostenfrei ab einer Übernachtung im Sommer) spart man bares Geld und benutzt kostenfrei alle Sessellifte & Seilbahnen, Schwimmbäder, Museen und die Silvretta Hochalpenstraße.

Herbststurm nimmt Kurs auf Australien

Tief bei Australien. © NCEP / UBIMET

Ein außergewöhnlich stark ausgeprägtes Hochdruckgebiet sorgt derzeit verbreitet für ruhiges Herbstwetter in Australien. Im Laufe der zweiten Wochenhälfte kündigt sich in Westaustralien mit Ankunft eines Herbststurms allerdings ein abruptes Ende des ruhigen Wetters an. Besonders im Südwesten muss man dann mit Sturmböen und kräftigem Regen rechnen, in exponierten Lagen sind auch orkanartige Böen von bis zu 110 km/h möglich. Auch in der Metropolregion von Perth sind aus jetziger Sicht teils schwere Sturmböen um 90 km/h zu erwarten.

Sturmpotential von Donnerstag bis Samstag. © UBIMET
Sturmpotential von Donnerstag bis Samstag. © UBIMET

Gewittriger Starkregen

Mit Durchzug der Kaltfront fällt von Donnerstagabend bis Freitagfrüh kräftiger, gewittrig durchsetzter Regen, zeitweise sind sogar Regenraten von rund 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb von drei Stunden möglich. Für diese Region ist das durchaus bemerkenswert, so gab es am Flughafen von Perth seit dem 16. Januar nicht mehr als 10 Liter pro Quadratmeter innerhalb von einem Tag. Die Gefahr von lokalen Überflutungen nimmt somit besonders in den Küstenregionen zu.

Regenprognose von Donnerstagnacht bis Freitagnacht. © UBIMET
Regenprognose von Donnerstagnacht bis Freitagnacht. © UBIMET

Zweiter Sturm

Bereits vor etwa zwei Wochen war der Südosten Australiens von einem kräftigen Herbststurm betroffen, dabei kam es unter anderem in Hobart und Melbourne zu Sturmböen und kleinräumigen Überflutungen. Im Bergland wurde hingegen bis in mittlere Höhenlagen Schnee beobachtet, wir berichteten darüber hier: Sturm, Regen und Schnee in Südostaustralien.

Der Sommer kommt nach Mitteleuropa

Die erste Ferienwoche bringt badetaugliche Temperaturen.

Bereits seit Wochen liegen die Temperaturen mit nur kurzen Unterbrechungen über dem langjährigen Mittel. In den kommenden Tagen gelangen mit einer südlichen Strömung noch mildere Luftmassen nach Mitteleuropa, ab dem Wochenende kündigt sich nach dem vorzeitigen Frühsommer sogar vielerorts ein Wechsel zu einem verfrühten Hochsommer an.

Gebietsweise Gewitter

Am Mittwoch und Donnerstag sorgt ein Höhentief mit Kern über Frankreich besonders im Alpenraum und in der Südwesthälfte Deutschlands für unbeständiges Wetter mit Schauern und Gewittern, wobei sich der Schwerpunkt am Donnerstag etwas weiter nordostwärts verlagert. Die Temperaturen erreichen in Norddeutschland und  im Osten Österreichs bis zu 27 Grad, sonst gibt es meist Höchstwerte zwischen 18 und 24 Grad. Am Freitag beschränken sich die Gewitter auf einen Streifen vom Ostalpenraum über Niederbayern und Thüringen bis zum Emsland, die Temperaturen steigen etwas an, lokal gibt es in Norddeutschland von der Lüneburger Heide über die Altmark bis nach Nordbrandenburg bis zu 29 Grad. Etwas kühler mit 19 bis 25 Grad bleibt es noch in gewitteranfälligen Regionen.

Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Wien. © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Wien (rot = Klimamittel). © NCEP

Am Wochenende örtlich 30 Grad

Am Wochenende steigen die Temperaturen besonders in Westeuropa weiter an, somit ist stellenweise wie etwa im Oberrheingraben und im Norddeutschen Tiefland bereits die 30-Grad-Marke in Reichweite. Nicht ganz so heiß wird es vorerst im Ostalpenraum, hier gibt es aber dennoch verbreitet sommerliche Temperaturen von 20 bis 26 Grad.

Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Berlin © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Berlin (rot = Klimamittel) © NCEP

Hitze und Trockenheit

Zu Beginn der kommenden Woche muss man aus heutiger Sicht in ganz Mitteleuropa mit zunehmend hochsommerlichen Wetter rechnen, besonders in Norddeutschland sowie teils auch im Donauraum zeichnen sich Höchstwerte um 30 Grad ab. In diesen Regionen verschlimmert sich allerdings die Trockenheit, da Schauer und Gewitter nur örtlich für Regen sorgen. Die Waldbrandgefahr nimmt somit gebietsweise weiter zu!

Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Basel. © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Basel (rot = Klimamittel). © NCEP

Am Dienstag im Südwesten Gewitter

Schauer und Gewitter.

Ein flaches Bodentief liegt am Dienstag quer über dem Südwesten Deutschlands, somit gibt es in einem Streifen von den südlichen Niederlanden über Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg zusammenströmende Winde: Während in Frankreich meist schwacher Wind aus westlicher Richtung weht, gibt es in Deutschland überwiegend östlichen Wind. Das Zusammenströmen sorgt für die Hebung der feuchten Luft, was in Zusammenspiel mit dem Höhentief über Frankreich im Tagesverlauf die Entstehung zahlreicher Schauer und Gewitter begünstigt.

Wetterkarte. UBIMET / GFS
Wetterlage am Dienstag mit einem flachen Tief über Südwestdeutschland. UBIMET / GFS

Regen und Hagel

Bei einer nur schwachen Höhenströmung verlagern sich die Gewitter meist nur langsam, örtlich besteht daher die Gefahr von kräftigem Regen bzw. kleinräumigen Überschwemmungen und Hagelschlag. Vereinzelt sind in Gewitternähe auch kräftige Windböen möglich, in Summe ist die Sturmgefahr aber relativ gering.

Gewitterpotential am Mittwoch. © UBIMET
Gewitterpotential am Dienstag. © UBIMET

 

Wie wirkt sich Höhenkaltluft auf das Wetter aus?

Wetterkarte. UBIMET / GFS

Kaltlufttropfen

Höhentiefs liegen in mehren Kilometern Höhe und zeichnen sich durch niedrige Temperaturen im Vergleich zur Umgebung aus. Deren Entstehung wird einerseits durch Verwirbelungen des polarumlaufenden Jetstreams begünstigt, andererseits können sich auch ehemalige Tiefdruckgebiete zu solchen Kaltlufttropfen umwandeln, wenn das Bodentief durch Reibung aufgelöst wird und das Höhentief stattdessen erhalten bleibt. In einem begrenzten Gebiet von etwa 100 bis 1000 Kilometern befindet sich dann deutlich kältere Luft. Da diese kalte Anomalie aber nur in der oberen Hälfte der Troposphäre ausgeprägt ist, scheinen diese Gebiete nicht auf den Bodenwetterkarten auf.

Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Montag. © UBIMET
Verschiedene Tiefdruckzentren in etwa 5.500 m Höhe am Montag. © UBIMET

Labile Schichtung der Luft

Ein Höhentief wirkt sich merklich auf das tägliche Wettergeschehen aus, denn Höhenkaltluft sorgt für eine verstärkte vertikale Temperaturabnahme und somit für eine Destabilisierung der Atmosphäre. Besonders im Sommerhalbjahr entstehen unter dem Einfluss der Höhenkaltluft mächtige Quellwolken, welche im Tagesverlauf zu Schauern und Gewittern heranwachsen. Die Lebensdauer von Kaltlufttropfen ist allerdings meist auf ein paar Tage bis etwa eine Woche begrenzt, da sich die Temperaturunterschiede in der Höhe allmählich ausgleichen.

Satellitenbild und Blitze am Montagmorgen. © UBIMET / EUMETSAT
Höhentiefs über dem Mittelmeer und Nordfrankreich am Montag. © UBIMET / EUMETSAT

Vorhersagegenauigkeit

Wenn Höhenkaltluft im Spiel ist, nimmt die Vorhersagbarkeit des Wetters etwas ab: Einerseits werden Kaltlufttropfen durch die bodennahe Strömung gesteuert, was sich negativ auf die Qualität von Modellprognosen auswirkt, andererseits sorgt die konvektive Wetterlage für große Unterschiede auf engem Raum. Vor allem räumlich detaillierte Prognosen sind bei solchen Wetterlagen also mit gewisser Vorsicht zu genießen.

Tropischer Sturm SAGAR hinterlässt Überschwemmungen

Zyklon Sagar.

Erst zum dritten Mal in über 50 Jahren ist ein tropischer Sturm quer über den Golf von Aden gezogen, dem trichterförmigen Meeresgolf zwischen dem Horn von Afrika und der arabischen Halbinsel. Der tropische Sturm Sagar war sogar der westlichste Sturm im nördlichen Indischen Ozean seit Messbeginn. Zum Zeitpunkt des Landfalls verzeichnete der Sturm eine mittlere Windgeschwindigkeit von etwa 100 km/h, die Hauptgefahr stellten allerdings die sintflutartigen Regenfälle dar.

Der tropische Sturm Sagar am Samstag. © UBIMET / EUMETSAT
Der tropische Sturm Sagar am Samstag. © UBIMET / EUMETSAT

Die ersten Regenbänder trafen bereits gegen Mitte der Woche zwischen dem Jemen, dem Norden Somalias und Dschibuti ein. Diese Regionen haben zum Großteil ein arides Klima, weshalb große Regenmengen äußerst ungewöhnlich sind. So hatten die Bewohner  in dieser Wüstenregion in den letzten drei Jahren mit einer schweren Dürre zu kämpfen.

In Dschibuti wurden 109 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden gemessen, die Regenmengen dürften im Nordwesten Somalias aber örtlich bis zu 300 Liter pro Quadratmeter erreicht haben. In den Somalischen Regionen Galbeed und Awdal kam es zu 16 Todesopfern, zudem wurden zahlreiche Häuser zerstört und das Vieh sowie die Nutzpflanzen weggespült.

Weiterer Sturm in Sicht

Über dem nördlichen Indischen Ozean liegt derzeit eine weitere Region mit ausgeprägter Gewittertätigkeit, welche derzeit zur Entstehung eines tropischen Tiefs führt. Bei Wassertemperaturen von rund 30 Grad steht diesem Tief viel Energie zur Verfügung, weshalb es sich voraussichtlich bereits am Dienstag zu einem tropischen Sturm verstärken wird. Nach den aktuellen Wettermodellen wird der Sturm mit einer nördlichen Zugbahn an der Insel Sokotra vorbeiziehen und im Laufe der zweiten Wochenhälfte auf den Süden vom Oman oder den Osten vom Jemen treffen. Vorübergehend könnte er sich sogar zu einem Zyklon der ersten Kategorie verstärken.

Kräftige Gewitter im Süden der USA

Hagel

Im Mai herrscht in den großen Ebenen der USA Gewitterhochsaison. So kam es am Samstag in den südlichen Teilen der Great Plains zu kräftigen Gewittern, besonders betroffen waren der Norden von Texas, Teile Oklahomas, der Südosten von Kansas sowie der Süden von Missouri.

Radaranimation am Samstag. © NOAA
Radaranimation am Samstag. © NOAA

Örtlich kam es dabei zu großem Hagel mit einem Durchmesser von teils über 5 cm und Orkanböen von bis zu 120 km/h. Im Norden von Oklahoma wurde auch ein Tornado gesichtet. Im Vergleich zu den Modellprognosen vom Vortag lag die betroffene Region weiter südöstlich als erwartet, so blieben der Norden von Missouri sowie der Süden von Iowa weitgehend verschont.

Prognose und Verifikation der Gewitter am Samstag. © UBIMET/SPC
Prognose und Verifikation der Gewitter am Samstag. © UBIMET/SPC

Schwache Saison

Von April bis Juni herrscht in den großen Ebenen der USA Tornadohochsaison, wobei sich der Schwerpunkt im Laufe des Frühjahrs tendenziell nordwärts verlagert. Im langjährigen Mittel gibt es in Kansas allein im Monat Mai durchschnittlich 36 Tornados. Heuer verläuft die Saison aber deutlich schwächer als im Mittel, wie auch in der folgenden Graphik ersichtlich ist.

Tornado-Klimatologie in den USA. © SPC / NOAA
Tornado-Klimatologie in den USA. © SPC / NOAA

Phänologischer Sommer – Holunderblüte

Holunderblüte.

Die Beobachtung alljährlich wiederkehrender Abläufe in der Natur wie Blüte, Blattentfaltung oder Fruchtreife wird als Phänologie bezeichnet. Dabei interessieren uns besonders die von Jahr zu Jahr verschiedenen Zeitpunkte solcher Erscheinungen.

10 Jahreszeiten

Phänologisch gesehen beginnt der Sommer mit den ersten Blüten von schwarzem Holunder sowie Robinie. Der phänologische Sommer wird nochmals genauer unterteilt in:

  • Frühsommer: Blüte des schwarzen Holunders und der Robinie
  • Hochsommer: Blüte der Linde und Fruchtreife der (roten) Johannisbeere
  • Spätsommer: Fruchtreife früher Apfelsorten und der Eberesche

Abhängig von der geographischen Lage sowie der Höhe über dem Meeresspiegel unterscheidet sich die erste Blüte oft vom meteorologischen oder astronomischen Sommerbeginn. Der phänologische Kalender besteht übrigens aus 10 Jahreszeiten: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling, Frühsommer, Hochsommer, Spätsommer, Frühherbst, Vollherbst, Spätherbst und Winter.

Wo beginnt der Frühsommer zuerst?

Generell setzt die Blüte in den milden Regionen Österreichs vom Grazer Becken bis in den Wiener Raum und zum Seewinkel sowie im Schweizer Tessin zuerst ein, gefolgt vom Oberrheingraben in Deutschland. Der Blütenbeginn des schwarzen Holunders sowie der Robinie startet in den genannten Regionen im Schnitt in der ersten Maiwoche. In weiterer Folge breitet sich die Blüte nordostwärts aus. In den Hochlagen des Böhmerwalds, des Erzgebirges oder auch in den höher gelegenen Regionen der Alpen ist es hingegen erst ganze drei bis fünf Wochen später soweit.

Holunderblüte in Wien. © N. Zimmermann
Aktuelle Holunderblüte in Wien. © N. Zimmermann

Witterung entscheidend

Je nach Witterung können die jeweiligen Phasen aber auch deutlich früher oder später eintreten. Im heurigen Jahr gab es die ersten Blühmeldungen bereits im April, zumindest im Flachland befinden wir uns somit schon verbreitet im phänologischen Frühsommer! Gebietsweise blüht sogar schon die Linde. Bei kalter Witterung kann sich das aber sehr wohl auch auf Anfang Juni verschieben, zuletzt im Jahr 2013 in der Schweiz der Fall.

Hagelspur aus der Luft

Hagelspur © Jane Carpenter at Leading Edge Flight Training / https://www.facebook.com/Reppenhagen9wx

Knapp nördlich von Wellington, Colorado hat ein starkes Gewitter am Montagabend riesige Mengen an Hagel gebracht, stellenweise lag er bis zu 60 cm hoch. Am nächsten Morgen war noch jede Menge davon vorhanden und bei dann wolkenlosem Himmel konnte ein Pilot die nachfolgenden Aufnahmen machen. Selbst am Mittwoch, Tag 2 nach dem Unwetter, war der Hagel noch nicht komplett geschmolzen.

 

Man erkennt schön, wie eng begrenzt der Hagel gefallen ist, die Spur war nur wenige hundert Meter breit und ein paar Kilometer lang. Das verdeutlicht, wie schwer solch ein Ereignis zu prognostizieren ist.

Da wir schon thematisch in den USA sind: Im mittleren Westen ist gerade Hochsaison für schwere Gewitter und Tornados. Alljährlich zieht es auch Stormchaser und Wetterbegeisterte aus Europa dorthin, um die Gewalten der Natur zu erleben und sich an der Schönheit empor schießender Gewittertürme und deren Strukturen zu erfreuen. Ein paar Aufnahmen mit rotierenden Aufwindbereichen, Tornados usw. sind nachfolgend zu sehen:

 

 

Gerade sind die dortigen Bedingungen für fotogene Gewitter günstig, in der nachfolgenden Grafik erkennt man die Gebiete mit der größten Wahrscheinlichkeit für teils schwere Gewitter am Samstag:

Regionen mit der größten Wahrscheinlichkeit für kräftige Gewitter am Samstag © UBIMET
Regionen mit der größten Wahrscheinlichkeit für kräftige Gewitter am Samstag © UBIMET

 

Copyright Titelbild: Jane Carpenter at Leading Edge Flight Training / https://www.facebook.com/Reppenhagen9wx

Das Pfingstwetter im Detail

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Der Pfingstsonntag startet in der Südhälfte mit einigen Wolken und etwa von der Pfalz bis nach Mittelfranken und bis zur Schwäbischen Alb fällt aus der Nacht heraus ein wenig Regen. Im Tagesverlauf verlagert sich diese Zone weiter nach Westen, am Nachmittag sind dann vom südlichen NRW bis zu den Alpen und somit in der Südwesthälfte des Landes Schauer und auch einzelne Gewitter zu erwarten. Im großen Rest bleibt es trocken und insbesondere von den Mittelgebirgen nordwärts scheint auch verbreitet die Sonne. Bei schwachem bis mäßigem Ostwind liegen die Höchstwerte meist oberhalb der 20 Grad-Marke.

 

Am Pfingstmontag scheint schließlich häufig von der Früh weg die Sonne, nur hier und da ziehen ein paar Restwolken durch. Am Nachmittag bleibt es beim freundlichen Wetter, wenngleich sich ein paar Wolkenfelder am Himmel bemerkbar machen. Ein gewisses Risiko für vereinzelte Schauer oder Wärmegewitter gibt es wieder im Südwesten, meist bleibt es aber auch hier trocken. Der Wind weht weiter aus Ost und legt in der Nordhälfte etwas an Stärke zu, dafür wird es überall sommerlich warm: Man darf sich auf Werte zwischen 19 Grad an der Ostsee-Küste und 27 Grad in der Kölner Bucht freuen.

 

 

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Das Pfingstwetter im Detail

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Der Pfingstsonntag startet in der gesamten Westhälfte mit lokalen Nebelfeldern und Restwolken, mitunter fallen auch letzte Tropfen vom Himmel. Im weiteren Tagesverlauf werden die sonnigen Abschnitte mehr, allerdings bleibt es im Bergland sowie im Süden wechselhaft. Vor allem am Nachmittag sind hier Schauer und einzelne Gewitter zu erwarten. Nördlich der Donau sowie im östlichen Flachland bleibt es bei teils lebhaftem Ostwind überwiegend sonnig und trocken. Die Temperaturen entsprechen der Jahreszeit und steigen auf 15 bis 25 Grad.

 

Am Pfingstmontag halten sich südlich des Hauptkamms einige Wolken und ab und zu tröpfelt es hier etwas. Im Rest des Landes scheint häufig die Sonne, allerdings entstehen tagsüber besonders im westlichen Bergland einzelne Schauer und Gewitter. Der Wind weht im östlichen Flachland teils kräftig aus Ost und in prädestinierten Lagen im Westen des Landes bricht mäßiger Südföhn durch. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 16 und 26 Grad.

 

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Vulkan Kilauea auf Hawaii: Bilder und Videos

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Bereits etwa 40 Privathäuser wurden auf der Hauptinsel Big Island zerstört, dazu gibt es einige Schäden an der Infrastruktur. Wie bei Schildvulkanen typisch, dringt Lava nicht zwangsläufig nur aus einem Krater aus, sondern es können generell Risse an der Oberfläche entstehen. Das hat zu einigen spektakulären Bildern geführt, denn manche Risse haben sich mitten durch besiedeltes Gebiet gezogen. Wir haben ausgewählte beeindruckende Aufnahmen des United States Geological Survey (USGS) zusammen getragen, gefolgt von speziellen Tweets.

© https://volcanoes.usgs.gov/volcanoes/kilauea/multimedia_chronology.html
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© https://volcanoes.usgs.gov/volcanoes/kilauea/multimedia_chronology.html

 

 

 

 

 

Wer interessiert ist, kann auch immer einen Live-Blick via Webcams auf den Vulkan werfen: https://www.esrl.noaa.gov/gmd/obop/mlo/livecam/livecam.html

Zudem sei auf die atemberaubenden Bilder von Bruce Omori verwiesen: https://500px.com/bruceomori

 

Copyright Titelbild: https://volcanoes.usgs.gov/volcanoes/kilauea/multimedia_chronology.html

Hoch SVEN und die Hochzeit des Jahres

Schloss Windsor © https://pixabay.com/en/users/diego_torres-1118992/

In England regnet es ja gerne mal, auch anhaltend und auch zu dieser Jahreszeit. Doch aktuell hält sich ein stabiles Hochdruckgebiet von der Biskaya bis nach Skandinavien. Es hört auf den Namen SVEN und sein Zentrum liegt am Samstag ziemlich genau über England.

Damit präsentiert sich das Wetter von seiner besten Seite – die Sonne scheint von früh bis spät, meist sogar von einem wolkenlosen Himmel. Regen kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Dazu wird es angenehm warm mit maximal 20 Grad, und durch den nur schwachen Nordostwind dürften auch sämtliche Hüte der Royals sicher sitzen.

 

Detaillierte Wetterprognose für London

 

Copyright Titelbild: Schloss Windsor © https://pixabay.com/en/users/diego_torres-1118992/

223 km/h – Tornado hat Wetterstation überquert

Luftbildaufnahmen von umgestürzten Bäumen © Marco Bayer

(Copyright Titelbild: Marco Bayer, https://www.facebook.com/marco.bayer.12)

Eine private Agrarwetterstation bei Boisheim im Kreis Viersen wurde tatsächlich von dem Tornado überquert – ein für die Wissenschaft glücklicher Zufall, hilft die Messung doch bei der Einordnung der Stärke des Wirbelsturms. 223 km/h wurde als maximale Böe um 17:37 Uhr gemessen, was zeitlich sehr gut passt. Noch keine andere Wetterstation im Flachland Deutschlands hat je so starken Wind gemessen, entsprechend dürfte es sich um einen Rekord handeln. Jedoch eher um einen inoffiziellen, da die Station nicht der Norm der World Meteorological Organization entspricht.

So oder so, mit 223 km/h entspricht der Tornado der Stärke 2 auf der sechsteiligen Fujita-Skala. Und dies deckt sich mit den beobachteten Schäden wie etwa zahlreichen abgedeckten Häusern oder entwurzelten Bäumen, auch die Experten der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland kommen bei ihrer Analyse auf einen F2-Tornado. Im Übrigen wurden die Nutzer und Kunden von uwr.de rechtzeitig und mit der höchsten Warnstufe vor dem aufziehenden Unwetter gewarnt:

 

Etwa 30 bis 60 Tornados treten jedes Jahr in Deutschland auf und die meisten entsprechen der Stärke F0 bis F2, sind also mit Windgeschwindigkeiten von rund 70 bis 250 km/h verbunden. Der aktuelle Tornado hat auf den ersten Blick womöglich mächtiger und stärker gewirkt als viele andere, die bisher dokumentiert wurden. Dies liegt hauptsächlich an der großen Menge an Sand und Staub, die aufgewirbelt und mitgeführt wurde.

 

Tornados traten in unseren Breiten schon immer auf, von daher kann man nicht von einem neuzeitlichen Phänomen sprechen. Die Wahrnehmung hat sich jedoch verändert, heutzutage hat jeder ein Handy griffbereit und kann aufgenommene Videos mit zwei Klicks in den Social Media-Kanälen verbreiten. Nachfolgend haben wir weitere beeindruckende Videos und Fotos zusammengetragen:

 

Am Dienstag, dem 16.05. und tags zuvor wurden übrigens noch weitere Funnels und ein Tornado dokumentiert. Zweimal in Tschechien, einmal bei Bad Langensalza in Thüringen und auch in Baden-Württemberg:


 

Copyright Titelbild: Marco Bayer, https://www.facebook.com/marco.bayer.12

Urlaubswetter zu Pfingsten

Strand bei Jesolo @pixabay

Zu Pfingsten gehen viele auf Reisen, vor allem weil es Mitte Mai in Mitteleuropa oftmals noch kühl und unbeständig ist. Das Mittelmeer dagegen bereits mit Badetemperaturen lockt.  Ist das auch diese Jahr der Fall?

Obere Adria

An der Oberen Adria kommt zu Pfingsten bereits Sommerfeeling auf. Direkt am Meer scheint meist die Sonne und  bei 25 bis 27 Grad ist die Gewittergefahr nur gering. Dazu verlocken Wassertemperaturen um die 20 Grad bereits zum Schwimmen. Wer allerdings einen Ausflug in die Berge wagt, muss am Nachmittag und Abend mit kräftigen Gewitter rechnen. Die Urlauber in Kroatien sind etwas benachteiligt. Hier weht am Sonntag und Montag eine schwache Bora, lebhafter Ostwind und kühlere Temperaturen sind die Folge davon.

Mallorca

Auf Mallorca stellt sich frühsommerliches Wetter ein. Bei Lufttemperaturen zwischen 22 und 25 Grad und Wassertemperaturen um die 18 Grad ist wohl eine Radtour noch dem Schwimmen im Meer zu bevorzugen. Meist scheint die Sonne, nur am Sonntag sorgt ein kleinräumiges Tief für viele Wolken und etwas Regen.

Ostsee

An der deutschen Ostsee ist natürlich im Mai noch nicht an Schwimmen zu denken. Doch ein Strandspatziergang oder einfach nur Sonne tanken und die Meeresluft genießen, lockt viele bereits an die Strände. Das Wetter dazu passt: Von früh bis spät dominiert der Sonnenschein, lediglich der frische bis starke Ostwind kann als störend empfunden werden. Die Temperaturen sind mit 17 bis 20 Grad im frühlingshaften Bereich.

Foto Titelbild: pixabay

Tropensturm SAGAR im Golf von Aden

Wüstenlandschaft. @unsplash

Der Tropensturm SAGAR befindet sich derzeit südlich der jemenitischen Küsten und bewegt sich bis Samstag parallel zur Küste westwärts. Je nachdem wie sehr SAGAR in Interaktion mit der Küste kommt, kann er an Stärke verlieren, aber auch gewinnen und sich zu einem gefährlichen Zyklon entwickeln.

Tropischer Sturm im Golf von Aden © UBIMET
Tropischer Sturm im Golf von Aden: Zugrichtung und gefährdete Regionen © UBIMET

Massive Überschwemmungen befürchtet

Nach derzeitigem Modellstand trifft SAGAR dann am Samstag in Dschibuti oder in Westsomalia auf Land. Neben einer massiven Sturmflut sind vor allem die enormen Regenmassen ein Problem. Innerhalb von 24 Stunden sind bis zu 300 Liter pro Quadratmeter zu erwarten, doppelt soviel Regen wie normalerweise in diesem Gebiet über ein ganzes Jahr fällt. Massive Überschwemmungen und Zerstörungen sind in dieser bitterarmen Region zu befürchten.

Hier ein Video aus dem Jemen von 2016: Ein ausgetrocknetes Flusstal wird aufgrund der großen Regenmengen in Sekunden zu einer tödlichen Falle:

Gewitterlinie zog über New York

Gewitter in New York.

Am Dienstag lag der Nordosten der USA am südlichen Rand eines ausgeprägten Tiefs mit Kern über Québec. Im Vorfeld der dazugehörenden Kaltfront entstanden am Dienstagnachmittag besonders in Pennsylvania kräftige Gewitter, welche in den Abendstunden auch die Metropolenregion von New York erfassten.

Die Gewitter am Satellitenbild. © NOAA
Die Gewitterlinie am Satellitenbild. © NOAA

Neben kräftigem Regen kam es dabei vielerorts zu Sturmböen. Auch in New York gab es nach einem sommerlichen Tag mit einem Höchstwert von 32 Grad Sturmböen von bis zu 89 km/h am Flughafen John F. Kennedy sowie eine spürbare Abkühlung. Knapp westlich von New York wurden in Caldwell, New Jersey, orkanartige Böen von 106 km/h gemessen.

Die Gewitterlinie am Radar. © NOAA
Die Gewitterlinie am Radar. © NOAA

Weiter nördlich wurden im Bundesstaat New York örtlich Schäden durch großen Hagel gemeldet, zudem wurde vom SPC eine Tornadomeldung verzeichnet. Hier wurden auch die heftigsten Windböen gemessen, welche lokal 126km/h erreicht haben.

Gewitter über New York. © Erik Pindrock
Gewitter über New York. © Erik Pindrock
Unwettermeldungen am Dienstag. © UBIMET
Unwettermeldungen am Dienstag. © UBIMET / SPC

Sommer in Skandinavien

Sonne in Finnland.

Etwa Mitte der letzten Woche geriet Nordeuropa unter den Einfluss eines mächtigen Skandinavienhochs. Mit einer südlichen Höhenströmung gelangten in weiterer Folge schubweise milde Luftmassen in den hohen Norden, während sich in Mitteleuropa mit Ankunft von zwei Höhentiefs unbeständiges und teils kühles Wetter einstellte.

Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Montag. © UBIMET / GFS
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Montag. © UBIMET / GFS

Die Temperaturen lagen in den vergangenen Tagen in weiten Teilen Skandinaviens rund 10 Grad über dem langjährigen Mittel. So waren die wärmsten Orte in ganz Nord- und Mitteleuropa am Dienstag der Flughafen von Helsinki mit 29.6 Grad sowie die nahegelegene Stadt Porvoo im Süden Finnlands mit 29.5 Grad. Noch etwas wärmer war es am Montag in Kuusiku, im Nordwesten Estlands, wo ein Höchstwert von 30.5 Grad verzeichnet wurde! Sommerliche Temperaturen von knapp über 25 Grad gab es aber selbst in Rovaniemi, der Hauptstadt der nordfinnischen Landschaft Lappland.

Abkühlung unterwegs

Im Laufe der zweiten Wochenhälfte breiten sich ausgehend von Norwegen aber wieder etwas kühlere Luftmassen ostwärts aus, welche am Freitag schließlich auch Finnland erreichen. Bereits zu Beginn der kommenden Woche kündigen sich allerdings neuerlich überdurchschnittliche Temperaturen an.

Wetterbesserung zu Pfingsten

Schauer mit Regenbogen.

Kräftiger Regen am Montag

Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet mit Kern über dem Ostalpenraum hat am Montag besonders im östlichen Berg- und Hügelland sowie im Südosten anhaltenden Regen gebracht. Die Wassermassen sorgten örtlich für kleinräumigen Überflutungen, zudem führten einige Bäche und Nebenflüsse in der Steiermark wie etwa die Saggau und die Sulm Hochwasser. Der nasseste Ort war Deutschlandsberg mit etwa 92 Litern pro Quadratmeter Regen innerhalb von 24 Stunden. Mit maximal 17.7 Grad in Feldkirch und Schärding wurde am Dienstag erstmals seit dem 6. April nicht die 20-Grad-Marke in Österreich erreicht. Auf den Bergen fiel zudem teils bis 1.600 m herab Schnee, auf dem Sonnblick 3.100 m Höhe waren es sogar 40 cm Neuschnee.

24-h-Niederschlagsmengen bis Dienstagabend. © UBIMET
24-h-Niederschlagsmengen bis Dienstagabend. © UBIMET

Unbeständige Wochenmitte

Der Kern des Tiefs liegt mittlerweile über Ostpolen, der Alpenraum liegt aber weiterhin im Einflussbereich feuchter und teils labil geschichteter Luftmassen. Somit gestaltet sich das Wetter am Mittwoch und Donnerstag äußerst unbeständig: Die Wolken überwiegen und in weiten Teilen des Landes gehen Schauer sowie einzelne Gewitter nieder. Die längsten sonnigen Abschnitte gibt es im Süden, hier wird es mit maximal 21 Grad auch am mildesten. An der Alpennordseite verharren die Temperaturen dagegen vorerst noch unterhalb der 20-Grad-Marke.

Wetterbesserung zu Pfingsten

Am Freitag schwächt sich der Tiefdruckeinfluss langsam ab, ein stabiles Hoch ist allerdings nicht in Sicht: Kleinräumige Höhentiefs sorgen in Mitteleuropa gebietsweise für unbeständiges Wetter, die Prognose der exakten Position dieser Höhentiefs stellt für die Wettermodelle eine große Herausforderung dar. In Summe zeigt sich jedenfalls wieder häufiger die Sonne und die Temperaturen steigen weiter an: Im östlichen Flachland gibt es zu Pfingsten und am Pfingstmontag voraussichtlich wieder frühsommerliche Höchstwerte von bis zu 25 Grad. Dazu gibt es einige Sonnenstunden, im Berg- und Hügelland bleibt die Gewitterneigung jedoch erhöht.

Temperaturtrend in etwa 1.500 m Höhe. © UBIMET / GFS
Temperaturtrend in etwa 1.500 m Höhe. © UBIMET / GFS

Kräftiger Regen sorgt für lokale Überflutungen

Hochwasser durch Starkregen.

Am Montag war zunächst besonders die Steiermark vom Regen betroffen. Aufgrund der nassen Vorgeschichte konnten die Böden hier nicht mehr viel Wasser aufnehmen, so kam es örtlich zu Überschwemmungen. Besonders betroffen waren die Süd- und Oststeiermark, so traten der Labill- und der Schwarzaubach über die Ufer.

Da es zahlreiche überflutete Keller und Straßen gab, war die Feuerwehr allein im Raum Labill- und der Schwarzaubach mit über 200 Mann im Einsatz. Einzelne Gewässer in der Weststeiermark haben mittlerweile die HQ-1-Marke überschritten, wie etwa die Sulm, die Raab, die Saggau, die Kainach, der Stainzbach und der Liebochbach.

Update 11:35 – Mittlerweile hat die Saggau vorübergehend sogar die HQ-5-Marke überschritten.

Kräftiger Regen in den Alpen

In den Abendstunden verlagerte sich der Schwerpunkt dann allmählich nordwärts, so fiel besonders im Vorarlberg und Nordtirol kräftiger Regen. Am Dienstagmorgen regnete es dann schon verbreitet, nur im äußersten Norden gab es bislang noch keinen Niederschlag. Anbei die nassesten Orte in den letzten 24 Stunden (Stand: Dienstag 12 Uhr)

  • 89 mm Deutschlandsberg (Steiermark)
  • 67 mm Leibnitz (Steiermark)
  • 64 mm Semmering (Niederösterreich)
  • 63 mm Jenbach  (Tirol)

Noch etwas größere Niederschlagsmengen gab es auf den Bergen, wie etwa auf der Schirchleralm (1245 m) im Bereich der Koralpe mit rund 110 Litern pro Quadratmeter.

24-h-Niederschlag bis Dienstagmittag. © UBIMET
24-h-Niederschlag bis Dienstagmittag. © UBIMET

Schnee auf der Bergen

Im Westen waren die Auswirkungen erwartungsgemäß gering, einerseits aufgrund der trockenen Vorgeschichte, andererseits wegen der vergleichsweise tiefen Schneefallgrenze. So gab es vorübergehend im Pitztal sogar bis etwa 1.500 m nasse Schneeflocken, meist liegt die Schneefallgrenze aber bei 1.700 m. Weitere Details gibt es hier: Schnee in den Bergen

Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Weiterer Regen im östlichen Bergland

In den kommenden Stunden fällt im Bergland und im Osten des Landes verbreitet Regen, besonders vom Pinzgau bis zum Alpenostrand regnet es zunächst auch noch anhaltend und kräftig. Im Laufe der zweiten Tageshälfte lässt die Intensität aber deutlich nach. Im Westen und im äußersten Norden gehen ebenfalls Schauer nieder, hier können lokal auch Blitz und Donner dabei sein.

24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET
24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET

Tief VADJMA bringt Schnee auf den Bergen

Schneefall in Kärnten in etwa 1.900 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Besonders im östlichen Alpenraum fällt seit Montag kräftiger Regen. Während es in der Steiermark zu lokalen Überflutungen kam, waren die Auswirkungen in den Nordalpen erwartungsgemäß gering: Einerseits aufgrund der trockenen Vorgeschichte, andererseits wegen der vergleichsweise tiefen Schneefallgrenze.

Schneefall in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall am Dienstag in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

In engen Tallagen im Bereich des Alpenhauptkamms wie dem Pitztal in Tirol hat es am Dienstagmorgen vorübergehend sogar bis knapp 1.500 m herab nassen Schneefall gegeben. Von Tirol bis zum Alpenostrand liegt die Schneefallgrenze derzeit bei etwa 1.700 m. Im Hochgebirge gab es bereits teils über 20 cm Neuschnee, so wie etwa am Pitztaler Gletscher in 2.850 m Höhe. Am Sonnblick gab es in 3.100 m Höhe in Summe sogar knapp 40 cm Neuschnee.

24-Neuschneeprognose. © UBIMET
24-Neuschneeprognose. © UBIMET
Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall in Kärnten am Dienstag in etwa 2.100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Schmelzraten wie im Hochsommer

Die kühle und feuchte Witterung ist wichtig für die alpinen Gletscher. Obwohl der Winter sehr schneereich war, liegen derzeit auf den Bergen vielerorts nur noch durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Schneemengen für die Jahreszeit. Im Zuge des außergewöhnlich trockenen und milden Frühjahrs ist nämlich in den letzten Wochen bereits sehr viel Schnee geschmolzen, teilweise waren die Schmelzraten sogar vergleichbar zum Hochsommer.

Schneehöhenverlauf am Pitztaler Gletscher. © https://apps.tirol.gv.at/hydro/
Schneehöhenverlauf am Pitztaler Gletscher. © https://apps.tirol.gv.at/hydro/
Schneefall in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall an der Großglockner-Hochalpenstraße (2.300 m) © www.foto-webcam.eu

Kräftiger Regen in Österreich

Hochwasser durch Starkregen.

Am Montag war zunächst besonders die Steiermark vom Regen betroffen. Aufgrund der nassen Vorgeschichte konnten die Böden hier nicht mehr viel Wasser aufnehmen, so kam es örtlich zu Überschwemmungen. Besonders betroffen waren die Süd- und Oststeiermark, so traten örtlich Bäche über die Ufer.

Kräftiger Regen in den Alpen

In den Abendstunden verlagerte sich der Schwerpunkt dann allmählich nordwärts, so fiel besonders im Vorarlberg und Nordtirol kräftiger Regen. Am Dienstagmorgen regnete es dann bereits verbreitet. Anbei die nassesten Orte in den letzten 24 Stunden:

  • 69 mm Deutschlandsberg (Steiermark)
  • 66 mm Leibnitz (Steiermark)
  • 63 mm Jenbach (Tirol)

Noch etwas größere Niederschlagsmengen gab es auf den Bergen, wie etwa auf der Schirchleralm (1245 m) im Bereich der Koralpe mit rund 97 Litern pro Quadratmeter.

24-h-Niederschlag bis Dienstagfrüh. © UBIMET
24-h-Niederschlag bis Dienstagfrüh. © UBIMET

In den Nordalpen waren die Auswirkungen erwartungsgemäß gering, einerseits aufgrund der trockenen Vorgeschichte, andererseits wegen der vergleichsweise tiefen Schneefallgrenze. So gab es vorübergehend im Pitztal in Tirol sogar bis etwa 1.500 m herab nasse Schneeflocken, meist liegt die Schneefallgrenze aber bei 1.700 m.

Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Gewittrige Schauer in Deutschland

In den kommenden Stunden fällt im östlichen Alpenraum verbreitet Regen, besonders vom Pinzgau bis zum Alpenostrand regnet es zunächst auch noch anhaltend und kräftig. Im Laufe der zweiten Tageshälfte lässt die Intensität aber deutlich nach. Deutschland ist davon nur marginal betroffen, dennoch ziehen in der Südosthälfte des Landes im Tagesverlauf ein paar Regenschauer und einzelne Gewitter durch.

24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET
24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET

Trockenheit geht zu Ende

Regentropfen @pixabay

Während im Süden reichlich Regen fiel, dauert an der Alpennordseite die Trockenheit bereits seit Wochen an. Die Waldbrandgefahr ist derzeit hoch und auch die Landwirte benötigen dringend Regen. Im Waldviertel fielen bisher nur rund 30 Prozent des üblichen Niederschlags, hier musste stellenweise sogar das Trinkwasser rationiert werden.

Tief VADJMA bringt reichlich Regen

Tief VADJMA liegt derzeit genau über Österreich und sorgt heute im Süden und Westen bereits für viel Regen durch Schauer und Gewitter. Montagnacht kommt dann mit einem Frontensystem flächendeckend kräftiger Regen aus, der sich am Dienstag auf die Alpennordseite verlagert. Vor allem in den Staulagen der Nordalpen regnet es dann intensiv.

Gesamtniederschlag bis Donnerstagabend @GFS, Ubimet
Gesamtniederschlag bis Donnerstagabend @GFS, Ubimet

Am Mittwoch und Donnerstag stauen sich Schauer und einzelne Gewitter an der Alpennordseite, womit hier noch einige Liter hinzukommen. Teilweise sind in den Nordalpen in den nächsten drei Tage über 100 Liter pro Quadratmeter zu erwarten.

Trockenheit beendet

Die Trockenheit geht somit verbreitet zu Ende, nur vom Waldviertel bis ins Marchfeld sind die Regenmengen wohl zu gering um die Trockenheit vollständig zu beenden. Aber auch in diesen Regionen entspannt sich insgesamt die brisante Lage.

Quelle Titelbild: pixabay

Fast 300.000 Blitze zu Muttertag

Blitze zucken am Himmel @pixabay

Zunächst entwickelten sich zu Mittag erste kräftige Gewitter in Hessen und Nordrhein-Westfalen. So kam es im hessischen Marburg oder in Winterberg im Sauerland lokal zu Hagelschlag. In den Nachmittagsstunden gab es dann vermehrt in Bayern kräftige Gewitter. Lokal fielen teils ergiebige Regenmengen: Besonders betroffen waren das Münsterland, Mittelhessen und Unterfranken. In Bad Mergentheim Neunkirchen fielen innerhalb von wenigen Stunden rund 62 Liter pro Quadratmeter Regen.

Gewitterhotspot Bayern

In Summe wurden landesweit 286.765 Blitze detektiert, davon 123.209 in Bayern, 55.360 in Niedersachsen, 52.216 in Nordrhein-Westfalen, 25.266 in Hessen, 21.876 in Baden-Württemberg und 4.973 in Rheinland-Pfalz. Diese Zahlen sind vergleichbar mit hochsommerlichen Gewitterlagen, für diese Jahreszeit ist das aber außergewöhnlich. Blitzreichster Landkreis war Osnabrück mit 16.733 Blitzen, gefolgt von Donau-Ries mit 14.839 und Steinfurt mit 14.523. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 259.000 Ampere wurde im Landkreis Aurich registriert.

Weitere Gewitter am Montag

Unwetterrisiko am Montag
Unwetterrisiko am Montag

Am Montag liegt der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit in Süddeutschland. So sind am Nachmittag besonders vom Schwarzwald bis zum Chiemgau kräftige Gewitter zu erwarten. Die Hauptgefahr stellen weiterhin die heftigen Regenmengen dar. Örtlich sind wieder kleinräumige Überflutungen zu erwarten.

Quelle Titelbild: pixabay

Unwetter am Muttertag

Warnsignal Gewitter. @shutterstock.com

Bereits in der Früh ziehen im Westen zahlreiche Schauer und einzelne Gewitter durch und hier bleibt es auch den ganzen Tag über unbeständig. Unwettergefahr besteht aber am Nachmittag etwas weiter östlich in einem Streifen vom Emsland über das Hochsauerland und Unterfranken bis zum Alpenrand.

Unwettergefahr ©Ubimet
Unwettergefahr ©Ubimet

Hier gehen am Nachmittag zahlreiche Gewitter nieder, die stellenweise sintflutartigen Regen bringen. Stellenweise sind auch Hagel und Sturmböen möglich. Am Abend entspannt sich die Lage dann langsam wieder, Schauer und Gewitter ziehen sich in den Südwesten zurück. Wir halten euch unter uwr.de wie immer auf dem Laufenden.

Freundlicher Muttertag im Osten

In Ostdeutschland hingegen kann man den Muttertag bei viel Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen genießen. Vom Erzgebirge bis zur Ostseeküste bleibt es trocken bei Höchstwerten um die 25 Grad.

Quelle Titelbild: shutterstock

Gewitter und Starkregen

Gewitterregen bringt Überschwemmungen © pixabay

Derzeit liegt ein Bodentief mit seinem Kern direkt über den Alpen und wird zusätzlich noch von zwei Höhentiefs über dem Golf von Genua und über Polen flankiert. Diese Wetterkonstellation sorgt in den nächsten Tagen für zahlreiche Schauern und Gewitter, dazu wird es ab Dienstag spürbar kühler.

Tiefs wirbeln um Österreich herum ©Ubimet
Tiefs wirbeln um Österreich herum, Animation zeigt die Tiefdruckentwickung bis Mittwochnacht. ©Ubimet

Gewitter und Starkregen im Westen und Südosten

Bereits am Samstag sorgten stationäre Gewitter von Unterkärnten bis ins Wiener Becken lokal für Überflutungen, Vermurungen und Feuerwehreinsätze. Auch am Muttertag ist in dieser Region mit teils kräftigen Gewittern zu rechnen. Ein weiterer Schwerpunkt befindet in den westlichen Nordalpen von Vorarlberg bis zum Loferer Land. Hauptgefahr ist wiederum sintflutartiger Regen und kleinkörniger Hagel.

24 h Niederschlagsprognose ©Ubimet
24 h Niederschlagsprognose zeigt eindeutig die zwei Schwerpunkte im Südosten und Westen des Landes, punktuell sind dabei noch größere Regenmengen möglich. ©Ubimet

Der Montag wird dann ein Ebenbild vom Muttertag, wiederum sind die gleichen Regionen von den stärksten Schauern und Gewittern betroffen.

Bis Pfingsten unbeständig und kühl

Ab Dienstag gehen dann im ganzen Land verbreitet Schauer nieder, stellenweise kann es auch länger anhaltend regnen. Dazu wird es merklich kühler. Diese schaueranfällige und kühle Wetter setzt sich dann die ganze Arbeitswoche fort, frühesten zu Pfingsten wird es wieder stabiler und wärmer.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Schnee in Südfrankreich

Winterliche Schweiz pixabay

In Südfrankreich wurde es in Lagen oberhalb von 500 bis 800 m über Nacht weiß, einige Zentimeter Nassschnee kamen hier zusammen.

Hier ein paar Bilder vom Zentralmassiv:

Oder aus Andorra und Katalonien:

Der Schnee hat aber nicht lange Bestand, bereits am Montag wird es in allen Höhen deutlich milder.

Am Samstag erhöhte Gewitterneigung

Schauer und Gewitter.

Mitteleuropa liegt derzeit zwischen einem Tiefdruckgebiet nordwestlich der Britischen Inseln und einem Höhentief über der Ukraine. Dazwischen erstreckt sich eine schwach ausgeprägte Hochdruckbrücke, somit herrschen im   Alpenraum nur schwache Luftdruckgegensätze. Während dabei in der Höhe eine schwache südliche Strömung milde Luftmassen nach Mitteleuropa führt, gelangt in tiefen Lagen mit einer östliche Strömung feuchte Luft ins Land. In Summe wird die Luftschichtung im Tagesverlauf zunehmend labil, weshalb die Gewitterneigung ansteigt.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag. © GFS / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag. © GFS / UBIMET

Die größte Gewittergefahr besteht am Samstag im östlichen Berg- und Hügelland sowie allgemein im Bereich der Nördlichen Kalkalpen, Blitz und Donner können aber nirgends ausgeschlossen werden. Da der Wind in allen Höhenlagen nur schwach weht, verlagern sich die Schauer und Gewitter höchstens langsam. Lokal besteht daher die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen, Vermurungen und Hagel.

Gewitterpotential am Samstag. © UBIMET
Gewitterpotential am Samstag. © UBIMET