Lagebericht

Aktuelle Wetterlage

Am Freitag verlagert sich ein Frontensystem samt Schauer, Gewitter und lokalen Sturmböen in den Osten des Landes, während sich in der Westhälfte im Tagesverlauf ein neues Hochdruckgebiet bemerkbar macht. Und genau dieses legt sich am Samstag  über das gesamte Land und sorgt für ruhige und sommerliche Wetterbedingungen. Am Sonntag verlagert sich das Hochdruckgebiet etwas nach Osten, wodurch im Tagesverlauf im Nordwesten einzelne Schauer möglich sind. Gleichzeitig kommt es in der Südhälfte im Vorfeld einer von Westen ankommenden Kaltfront zu Schauern.

Überblick Warnungen

GEWITTER
Die Vorwarnungen gelten teils bis Freitagabend. Akutwarnungen erfolgen bei Bedarf zeitnah.

REGEN
Die Vorwarnungen gelten bis Donnerstagfrüh und teils ab Freitagnacht.

Warnausblick

In der Nacht auf Freitag kommt es von Westen her zu teils kräftigen Schauern und Gewittern. Diese können vor allem in der ersten Nachthälfte lokal unwetterartig ausfallen. Dabei sind Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen möglich. In der zweiten Nachthälfte verlagern sich die Gewitter nach Osten und erreichen am frühen Morgen eine Linie von Schleswig Holstein bis ins Allgäu. Östlich davon sind nur vereinzelte Schauer und Gewitter unterwegs.

Am Freitag regnet es bereits aus der Nacht heraus in einem Streifen von der Nordsee bis zu den Alpen. Besonders in weiten Teilen Baden-Württembergs und Bayerns muss mit Starkregen und teils auch Gewittern gerechnet werden. Im weiteren Tagesverlauf zieht das Regenband in Richtung Osten. Dann muss ab dem Nachmittag auch im Nordosten mit unwetterartigen Gewittern und kräftigem Regen gerechnet werden. In Gewitternähe sind zudem Sturmböen möglich.

Das Wochenende gestaltet sich verbreitet freundlich und ruhig. Lediglich am Sonntag ziehen in Norden vereinzelte Schauer durch. Gleichzeitig kann es in der Südhälfte zum Abend zu Schauern und Gewittern kommen.

Autor

Nico Bauer
Donnerstag, 30. Juni 2022 um 16:30 Uhr

Warnlagebericht

Aktuelle Wetterlage

Am Freitag überquert eine kräftige Kaltfront eines Atlantiktiefs den Alpenraum samt heftigen Gewittern und teils stürmisch auffrischendem Nordwestwind. Am Wochenende ist dank eines sich verstärkenden Hochs über Mitteleuropa landesweit mit trockenem, stabilerem Wetter zu rechnen. In der neuen Woche stellt sich eine westliche Strömung ein, die Gewitterneigung steigt vor allem über den Alpen neuerlich an.

Überblick Warnungen

GEWITTER
Die Vorwarnungen gelten ab Mittag und bis in die Nacht auf Freitag. Warnungen erfolgen bei Bedarf zeitnah.

Warnausblick

In der Nacht auf Freitag ziehen vom Bregenzerwald bis ins Salzkammergut Schauer und Gewitter durch, die teils mit Starkregen auch heftig ausfallen können. Lokal sind kleinere Ausuferungen und Überschwemmungen möglich! Im Osten, Südosten und Süden verläuft die Nacht meist trocken und teils klar. In der zweiten Nachthälfte zieht aus Westen die Kaltfront auf und noch in den Morgenstunden setzt in Vorarlberg und dem Tiroler Oberland schauerartiger Regen ein.

Der Freitag beginnt an der Alpennordseite von Vorarlberg bis Oberösterreich mit vielen Wolken und im äußersten Westen mit Regenschauern und Gewittern. Im weiteren Tagesverlauf breiten die Gewitter sich entlang der Alpennordseite in östliche Richtung aus und erreichen schließlich auch den Norden. Im Süden und Osten startet der Tag hingegen meist freundlich, im Tagesverlauf bilden sich aber ausgehend vom Berg- und Hügelland zunehmend Quellwolken und am Nachmittag einige Schauer und teils kräftige Gewitter. Östlich einer Linie zwischen St. Pölten und dem nördlichen Burgenland bleibt es bis zum Abend sonnig und trocken, ehe sich dann auch hier die Gewitter bemerkbar machen. Zudem weht im Donauraum lebhaft bis kräftiger Westwind. Im äußersten Osten muss mit stürmischen Böen gerechnet werden.

Der Samstag beginnt hie und da mit einzelnen Restwolken. Diese lösen sich aber rasch auf und dann steht verbreitet einem sonnigen Sommertag nichts im Weg. Lediglich über dem Bergland bilden sich aber dem Nachmittag harmlose Quellwolken. Im Tagesverlauf schwächt der Westwind deutlich ab.

Auch der Sonntag beginnt verbreitet sonnig mit nur einzelnen Wolken. Generell erwartet uns viel Sonnenschein und somit steigen die Temperaturen wieder an. Im Laufe des Vormittags bilden sich zwischen den Karnischen und den Gurktaler Alpen erste Quellwolken. Ab dem Nachmittag ist in den Tauern und südlich davon mit lokalen Hitzegewittern zu rechnen, im restlichen Land bleibt es aber trocken. Nur im Westen entstehen gegen Abend einzelne Hitzegewitter. Abseits der Gewitter weht nur schwacher Westwind.

Autor

Sebastian Koblinger
Donnerstag, 30. Juni 2022 um 17:40 Uhr

Am Freitag zunehmend gewittrig, teils heiß und stürmisch

Superzelle in der Nähe von Allentsteig im Waldviertel am 29. Juni 2022 © Storm Science Austria

Der Freitag verläuft von Vorarlberg bis Oberösterreich bewölkt und zeitweise nass, auch im östlichen Bergland breiten sich von Westen her Schauer und lokal heftige Gewitter bis ins Mittelburgenland aus. Hingegen scheint im östlichen Flachland und im Südosten häufig die Sonne. Nördlich der Alpen frischt kräftiger, gegen Abend am Alpenostrand stürmischer Westwind auf. Große Temperaturkontraste: Von Bregenz bis Kitzbühel 16 bis 20, von Innsbruck bis Linz 21 bis 29 und von Klagenfurt bis Wien 30 bis 36 Grad.

Weitgehend beständig, nicht mehr ganz so heiß

Am Samstag lockern anfängliche Restwolken rasch auf und der Tag verläuft überwiegend sonnig, etwas mehr Wolken halten sich von der Pyhrnregion bis zur Rax. Die Gewitterneigung ist aber nur noch gering. Im Osten weht lebhafter, anfangs auch noch kräftiger Nordwestwind. Die Temperaturen im Osten und Westen gleichen sich an, die Höchstwerte liegen zwischen 24 und 31 Grad.

Titelbild: Gewitter bei Allentsteig am 29.06.2022 (Foto: Storm Science Austria)

Juni 2022 brachte Hitze und Gewitter

Der Juni 2022 schließt mit einer Abweichung von +2,4 Grad zum langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 sehr warm ab, in Summe war es der viertwärmste Juni seit Messbeginn. Noch heißer war es in den Jahren 2019, 2003 und 2021. Besonders markante Abweichungen teils über +3 Grad wurden in den Alpen von Vorarlberg bis Kärnten beobachtet. Etwas geringer fallen die Abweichungen mit knapp +2 Grad dagegen im äußersten Norden und Osten aus.

Temperaturabweichung im Juni 2022. © UBIMET

35 Grad in fast jedem Bundesland

Verantwortlich für die sehr warme Bilanz waren zahlreiche Südwestlagen sowie Hochdruckgebiete mit Kern über dem Mittelmeerraum. Am 19. Juni wurde in Vorarlberg und Tirol örtlich erstmals die 35-Grad-Marke erreicht, wobei in Feldkirch mit 36,5 Grad sogar der wärmste Junitag der Vorarlberger Messgeschichte verzeichnet wurde. Noch eine Spur heißer wurde es am Monatsende im Osten des Landes, so wurden am 29. in Bad Deutsch-Altenburg sogar 36,7 Grad erreicht. Temperaturen über 35 Grad wurden in jedem Bundesland gemessen, nur in der Steiermark hat es mit maximal 34,6 Grad in Hall / Admont knapp nicht gereicht. In Summe gab es regional deutlich mehr Hitzetage als üblich, etwa in der Wiener Innenstadt waren es 12 bei einem Mittel von 5 bzw. in Innsbruck 11 bei einem Mittel von 6. In Vorarlberg sowie im Osten und Südosten gab es auch mehrere Tropennächte, wobei in Graz vom 27. auf den 28. sogar die wärmste Nacht der lokalen Messgeschichte seit dem Jahre 1894 verzeichnet wurde.

Anzahl an Hitzetagen im Juni 2022. © UBIMET

Unwetter und Blitzrekord

Der Juni brachte im Flächenmittel leicht überdurchschnittliche Regenmengen, allerdings gab es große regionale Unterschiede. So war der Monat etwa im Norden, im östlichen Flachland sowie in Osttirol und Oberkärnten niederschlagsreicher als üblich, während es in Teilen Unterkärntens, im Südosten und am Alpenostrand meist zu trocken war.

Niederschlagsabweichung im Juni 2022. © UBIMET

Verantwortlich für die markanten Unterschiede waren mehrere intensive Gewitterlagen, mancherorts wie etwa in Villach und Arriach wurden neue Rekorde aufgestellt, hier gab es in der Nacht vom 28. auf den 29. den gesamten mittleren Monatsniederschlag in weniger als 12 Stunden. Überflutungen und Vermurungen waren die Folge, siehe auch hier.
Seit Monatsbeginn wurden bereits 744.655 Blitzentladungen erfasst, davon allein 217.000 in der Steiermark und 208.000 in Oberösterreich.

Blitzdichte im Juni 2022. © UBIMET

Dieser Wert stellt einen neuen Junirekord seit Beginn der modernen Blitzerfassung im Jahre 2009 dar, siehe auch hier. An zweiter Stelle liegt der Juni 2018 mit etwa 450.000 Entladungen. Die Gewitter haben mancherorts für großen Hagel, Orkanböen und ergiebigen Starkregen gesorgt, so wurden etwa am 5. im Kremsmünster Böen bis 116 km/h oder am 28. in Arriach bis zu 129 km/h gemessen. Sturmböen wurden zumindest lokal in jedem Bundesland verzeichnet.


Das Soll an Sonnenstunden wurde erreicht oder übertroffen. Vom Tiroler Unterland bis ins Salzkammergut, in Osttirol und Oberkärnten sowie auch im östlichen Flachland gab es teils sogar 20 bis 30% mehr Sonnenschein als üblich. Nahezu durchschnittlich war die Sonnenscheindauer vom Grazer Becken bis ins Südburgenland.

Abweichung der Sonnenscheindauer. © UBIMET

Extremwerte Juni 2022

Stand: Montag, 30.06.2022, 10 Uhr (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
  • 36,7 Grad Bad Deutsch-Altenburg (NÖ, 29.)
  • 36,5 Grad Feldkrich (V, 19.)
  • 36,0 Grad Bludenz, Imst (V bzw. T, 19.), Gänserndorf (NÖ, 29.)
Höchste Tiefstwerte
  • 23,4 Grad Grad Straßgang (ST, 28.)
  • 22,6 Grad Hohenau (NÖ, 28.)
  • 22,5 Grad Graz Uni (ST, 28.)
Hitzetage (Höchstwert >30 Grad)
  • 13 Ferlach (Mittel 1991-2020: 5,5)
  • 12 Wien – Innere Stadt (Mittel 1991-2020: 5,3)
  • 11 Innsbruck (Mittel 5,8), Imst (Mittel 3,8), St. Andrä im Lavanttal (Mittel 5,8)
Vorläufig nasseste Orte
  • 313 Liter pro Quadratmeter Windischgarsten (OÖ)
  • 260 Liter pro Quadratmeter Obertauern (S)
  • 237 Liter pro Quadratmeter Warth (V), Unterach am Attersee (OÖ)
Vorläufig trockenste Orte
  • 52 Liter pro Quadratmeter Friesach (K)
  • 53 Liter pro Quadratmeter St. Andrä im Lavanttal (K)
  • 60 Liter pro Quadratmeter Weitensfeld (K)
Vorläufig sonnigste Stationen
  • 316 Sonnenstunden Mörbisch, Andau (B)
  • 308 Sonnenstunden Podersdorf, Neusiedl am See (B)
  • 303 Sonnenstunden Gänserndorf (NÖ)
Stärkste Windspitzen Niederungen
  • 129 km/h Arriach (K, 28.)
  • 116 km/h Kremsmünster (OÖ, 5.)
  • 113 km/h Linz Flughafen (OÖ, 20.)

10 Tipps für einen guten Schlaf trotz Hitze

Hitze

Die empfohlene Zimmertemperatur von knapp über 20 Grad lässt sich in den Sommermonaten ohne Klimatisierung häufig nicht erreichen. Dennoch gibt es ein paar Tricks um die derzeitigen Tropennächte in den Ballungsräumen möglichst ausgeruht zu überstehen.

Diese Tipps helfen

  1. Richtiges Lüften. Idealerweise sollte nur dann gelüftet werden, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Temperatur im Haus oder der Wohnung. Typischerweise empfiehlt sich das Lüften ab dem späten Abend bis zum nächsten Vormittag. Ist eine Querbelüftung, zum Beispiel von West nach Ost, in der Wohnung möglich, sollte diese genutzt werden.
  2. Tagsüber bleiben Vorhänge und Jalousien geschlossen. Jegliche Sonneneinstrahlung treibt die Temperaturen in die Höhe. Besonders geeignet sind Außenjalousien, da sie nur etwa 25% der Sonnenenergie nach innen durchlassen, Innenjalousien dagegen etwa 75%. Behelfsmäßig kann man sonst auch ein Leintuch von außen vor die Fenster hängen.
  3. Trotz hoher Raumtemperaturen sollte auf dünne Bettwäsche nicht verzichtet werden, der Körper kühlt sonst zu sehr aus. Das beste Material ist Baumwolle: Es nimmt den Schweiß auf.
  4. Falls möglich, sollte auf kühlere Räume ausgewichen werden. In Einfamilienhäusern gibt es zwischen den verschiedenen Etagen meist große Temperaturunterschiede, mit den höchsten Werten unter dem Dach.
  5. Um der Hitze im Haus gänzlich zu entfliehen, kann auf den Balkon oder den Garten ausgewichen werden. Das ist allerdings nicht jedermanns Sache.
  6. Ventilatoren bringen zwar eine Abkühlung, in der Nacht besteht aber die Gefahr der Erkältung. Daher sollte man ihn nicht direkt auf das Bett richten.
  7. Vor allem im Schlafzimmer, aber auch in den anderen Räumen sollten elektrische Geräte wie Fernseher oder Computer in den Standby-Modus versetzt oder am besten gleich ganz ausgeschaltet werden. Jeder Stromverbraucher ist eine Wärmequelle bzw. eine kleine Heizung.
  8. Als eine langfristige Möglichkeit zum besseren Umgang mit der Wärme empfiehlt sich eine Matratze mit einer Sommer- und einer Winterseite.
  9. Schwere, sprich fettreiche Speisen sollten vermieden und untertags reichlich Wasser getrunken werden, um in der Nacht eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung des Körpers zu gewährleisten.
  10. Ungeeignet für eine ruhige Nacht sind alkoholische Getränke. Sie sorgen für einen leichten Schlaf und trocknen den Körper aus.

Wir wünschen allen Lesern und Leserinnen erholsame Nächte!

Titelbild © N. Zimmermann

Gewitter-Rekord: Blitzreichster Juni des Jahrzehnts

Superzelle in der Nähe von Allentsteig im Waldviertel am 29. Juni 2022 © Storm Science Austria

Der Juni 2022 war extrem gewitterreich. Hotspots des Landes waren dabei Kärnten, die Steiermark und Oberösterreich. Leider kam es vor allem gegen Ende des Monats zu tödlichen Unwetterereignissen.  Bis zum 29.06. um 16:20 Uhr wurden österreichweit 644308 Blitze geortet.

Blitzdichte im Juni 2022 bis zum 29.06. um 16:20 Uhr - UBIMET
Blitzdichte im Juni 2022 bis zum 29.06. um 16:20 Uhr – UBIMET
Blitzanzahl im Juni 2022 bis zum 29.06. um 16:20 Uhr - UBIMET
Blitzanzahl im Juni 2022 bis zum 29.06. um 16:20 Uhr – UBIMET

Dies ist bereits ein neuer Juni-Rekord für die letzten 13 Jahre (seitdem die moderne Blitzortung von nowcast.de begonnen hat), es fehlt jedoch noch ein gewitterreicher Abend sowie auch ein gewitterreicher Tag bis zum Ende des Monats.

Blitzanzahl im Juni von 2009 bis 2022 - UBIMET, nowcast
Höchste bis tiefste Juni-Blitzanzahl von 2009 bis 2022 – UBIMET, nowcast

 

Titelbild: Superzelle in der Nähe von Allentsteig im Waldviertel am 29. Juni 2022 © Storm Science Austria

Gewitter brachten enorme Regenmengen in Teilen Kärntens

Eine Luftmassengrenze erstreckt sich aktuell von Süd nach Nord quer über die Alpen hinweg. Entlang dieser hat es am Dienstag bereits kräftige Gewitter gegeben, u.a. wurde in Arriach mit 129 km/h die stärkste Böe seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1990 gemessen. Nachzulesen sind die Geschehnisse im gestrigen Liveticker.

Bis zu 150 Liter Regen in Mittelkärnten

In der Nacht auf heute Mittwoch hat ein so genannter Kurzwellentrog noch für zusätzliche Hebung gesorgt, ab Mitternacht sind in Kärnten neue Gewitter entstanden und haben sich bis zum Vormittag nach Norden bis zur tschechischen Grenze verlagert. Speziell in einem Streifen von Villach bis ins obere Murtal kam es wiederholt zu kräftigen Gewittern mit sintflutartigem Starkregen, hier sind grob gesagt um 100 l/m² innerhalb von rund 6 Stunden gefallen. Innerhalb von 24 Stunden waren es bis zu 150 l/m², bspw. an der Messstation Maitratten-Sonnleiten des Hydrographischen Dienstes von Kärnten. Gegen 2 Uhr betrug die Menge innerhalb einer Stunde um 75 l/m²:

Niederschlagsverlauf in Maitratten-Sonnleiten @ https://info.ktn.gv.at/asp/hydro/daten/svg/2000157n3d.svg
Verlauf des Abflusses der Gurk an der Messstation Maitratten-Gnesau @ https://info.ktn.gv.at/asp/hydro/daten/svg/2001048q3d.svg
Analysierte Niederschlagsmenge über 24 Stunden @ UBIMET

Arriach besonders betroffen

Diese enormen Regenmengen haben etliche Murenabgänge und daraufhin Zivilschutzalarm ausgelöst. Am stärksten betroffen ist die Region nördlich von Villach (Gegendtal, Arriach, Treffen am Ossiacher See), Arriach gilt zum aktuellen Zeitpunkt als von der Außenwelt abgeschnitten. Nach der erwähnten stärksten Orkanböe wurden dort nur wenige Stunden später 121 l/m² in 6 Stunden registriert, dies dürfte der zweite Rekord in kurzer Zeit sein.

Wo wird es heute gefährlich?

Die Gewitter aus der Nacht waren bis vor kurzem noch aktiv, ziehen in Oberösterreich und im westlichen Niederösterreich aber nun nach Tschechien ab. Dahinter stellt sich vorübergehend ein ruhigeres Wetterfenster ein, im italienischen Friaul bilden sich jedoch schon die nächsten kräftigen Gewitter. Diese verlagern sich zusammen mit Neubildungen im Verlauf des Nachmittags neuerlich über Osttirol/Kärnten und die westliche Steiermark hinweg nach Norden und erreichen am Abend das Mühl- und Waldviertel, der Ablauf und die betroffenen Regionen sind also ähnlich zu gestern. Mit den Gewittern sind lokal wieder Hagel und Sturmböen möglich, die Hauptgefahr sollte aufgrund der nassen Vorgeschichte aber vom Starkregen ausgehen.

Wie ist die Lage in Wien?

Bis zum Abend bleibt es ruhig, dann ist die Chance auf ein Gewitter in Wien aber durchaus gegeben. Am ehesten kann sich etwas am Alpenostrand entwickeln und dann entlang des Wienerwaldes nach Norden ziehen. In der Nacht werden von den Wettermodellen schließlich ein paar Regenschauer prognostiziert.

Titelbild @ https://twitter.com/MichaelHutter6, Mario Kornberger

Ab Dienstagnachmittag von Oberösterreich über die Steiermark bis nach Kärnten kräftige Gewitter

Hagel in Kronstorf (OÖ) - Clemens Lehner

+++ Finales Update +++

Inzwischen hat die Gewitterlinie die Grenze zu Tschechien erreicht, am stärksten sind die Gewitter noch im Waldviertel. Nur in der westlichen Südsteiermark gibt es aktuell noch Neuentwicklungen. Eine erste Bilanz über einen weiteren gewitterreichen Tag:

Der aktuelle Blitzverlauf zeigt mit gelben Pluszeichen die neuesten Blitze – je dunkler die Zeichen, umso älter sind die Blitze (bis zu einer Stunde):

Blitzverlauf bis 21:20 Uhr – Quelle: UBIMET, NOWCAST

Beeindruckende Fotos der Gewitterlinie im Norden samt Böenfront erreichten uns noch von den Chasern der Storm Science Austria, hier bei Allentsteig:

Böenfront bei Allentsteig – Quelle: StormScienceAustria

bzw. aus dem Mühlviertel:

Böenfront im Mühlviertel – Quelle: StormScienceAustria

Zur Bilanz:

Während ganz im Westen bereits kurz nach Tagesbeginn dichte Wolken der Gewitter aus der Schweiz aufzogen und die Sonne am Einstrahlen hinderten, schien sonst noch häufig die Sonne. Aufgrund eines kräftigen Gewitters in Slowenien bzw. im weiteren Verlauf auch mit den schweren Gewittern bei uns hatte es die Sonne im Tagesverlauf aber auch sonst schwer – der Eisschirm der mächtigen Gewitterwolken legte sich über nahezu die gesamte Osthälfte Österreichs.

Satbild von 18:30 Uhr – Quelle: UBIMET, EUMETSAT

Nur ganz im Osten konnte es bei nur wenigen Wolken zunächst noch weiter einstrahlen. Aber nicht nur die lokal sehr unterschiedliche Sonnenscheindauer, auch die Kühlung durch die Gewitter und deren Niederschlag sorgt für derzeit ebenso unterschiedliche Temperaturen. Während man von Vorarlberg bis Oberösterreich bei Temperaturen knapp unter 20 Grad gut durchlüften kann, muss man besonders in Wien bei noch immer sehr warmen 29 Grad weiter schwitzen:

Aktuelle Temperaturen von 21 Uhr

Auch heute waren die Gewitter und deren Begleiterscheinungen wieder bemerkenswert. Der Blitzverlauf seit 0 Uhr zeigt nicht nur die morgendlichen Gewitter, sondern auch, dass sich die kräftige Gewitterlinie von Kärnten und der Obersteiermark über nahezu ganz Oberösterreich ausbreiteten:

Blitzverlauf über den gesamten 28.06.2022

Entsprechend liegt Oberösterreich auch bei der Blitzanzahl erneut ganz vorne mit insgesamt bemerkenswerten 41.058 Blitzen (bis 21:40 Uhr):

Ähnlich zu gestern wurden heute wieder Sturmböen und Starkniederschläge binnen kurzer Zeit gemeldet. In Kärnten wurde sogar eine Orkanböe gemessen. Die Sturmböen ganz im Osten in folgender Karte wurden kurz nach Mitternacht gemessen und sind noch auf die gestrigen Gewitter zurückzuführen:

Der Niederschlag fiel meist binnen kurzer Zeit. Es wurde uns von Murenabgängen und lokalen Überflutungen berichtet:

 

+++ Update 20:30 +++

Die Feuerwehren in Oberösterreich haben schon wieder einiges zu tun, die Gewitterlinie hat für zahlreiche Sturmschäden und Überflutungen gesorgt.

Die Top 5 Niederschlagsmengen der letzten Stunde:

  • Kollerschlag – 25,1 l/m²
  • Linz – 24,7 l/m²
  • Waizenkirchen – 21 l/m²
  • Schärding – 19.6 l/m²
  • Wels – 17,6 l/m²

 

Aktuelle Einsätze Feuerwehr Oberösterreich © https://intranet.ooelfv.at/

+++ Update 20:20 +++

Auch in Villach machte sich die Gewitterlinie heute Nachmittag mit einem Downburst (Gewitterfallwind) bemerkbar. Danke an Daniela Tisal für das Video!

+++ Update 20:10 +++

Im Vorfeld der Linie entstehen nun auch um Weitra und Zwettl im Waldviertel einzelne Schauer und Gewitter, auch hier ist nun besonders mit Starkregen und Sturmböen zu rechnen.

+++ Update 19:45 +++

Weiterhin ist im Zuge der Gewitterlinie mit Sturmböen zu rechnen, in Wachtberg bei Steyr wurde soeben eine Böe mit 79 km/h gemessen.

Ein aktuelles Foto erreicht uns aus dem oberösterreichischen Kronstorf, knapp nördlich von Steyr:

Gewitterlinie in Kronstorf (OÖ) – © Clemens Lehner

+++ Update 19:30 +++

Die Gewitterlinie, welche heute Nachmittag in Kärnten für teils schwere Sturmböen und in Arriach wie bereits erwähnt auch für Orkanböen (129 km/h) sorgte, hat auch in Bad Kleinkirchheim große Schäden hinterlassen:

+++ Update 19:10 +++

Derzeit erstreckt sich die Gewitterlinie vom Innviertel bis in die Obersteiermark, hier sind auch weiterhin die kräftigsten Zellen eingebettet. Während hier weiterhin mit Hagel, Starkregen und Sturmböen zu rechnen ist, handelt es sich bei den Gewittern im westlichen Oberösterreich meist nur mehr um Starkregen und teils kräftige Windböen.

Radarbild von 19:05 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 19:00 +++

Die höchsten Temperaturen gab es heute im Süden und Osten des Landes, im Westen war es hingegen spürbar kühler.  Das absolute Maximum wurde, wie auch schon gestern, in Kärnten gemessen. In Ferlach stieg das Thermometer vor den Unwettern auf 33.7°C.

Höchstwerte am 28.06.2022 – ZAMG/UBIMET
Höchstwerte am 28.06.2022 – ZAMG/UBIMET

+++ Update 18:30 +++

Ein Blick auf die aktuelle Warnkarte zeigt eindrucksvoll die Verlagerung der kräftigen Gewitterlinie von den Karnischen Alpen und Karawanken ausgehend über die Obersteiermark bis ins südliche Oberösterreich – hier gilt und galt vielerorts die höchste Warnstufe. Die stärksten Gewitter sind derzeit in der Obersteiermark im Bereich der Niederen Tauern und Eisenerzer Alpen unterwegs, aber auch vom Innviertel bis zum Salzkammergut verlagern sich teils kräftige Gewitter weiter nach Norden.

Aktuelle Wetterwarnungen für Österreich – 28.06.2021 – 18:30 Uhr – www.uwz.at

+++ Update 17:50 +++

Derzeit befindet sich die kräftige Gewitterlinie zwischen den Niederen Tauern in der Steiermark und der Koralpe in Kärnten. In dieser sind kräftige Unwetter eingelagert, die ganze Linie verlagert sich nach Nord-Nordost. Nordwestlich davon, über dem Salzburger Tennengau, zieht ein weiteres kräftiges Gewitter nach Norden in Richtung Flachgau. Auch hier ist mit Starkregen und meist kleinkörnigem Hagel zu rechnen.

Radarbild von 17:40 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 17:20 +++

Weiterhin ist mit den Unwettern in Kärnten mit großem Hagel und teils schweren Sturmböen zu rechnen, in Arriach wurde vor kurzem mit 129 km/h sogar eine Orkanböe gemessen. Hier gilt größte Vorsicht, wir warnen dieses Unwetter dementsprechend auch mit der höchsten Warnstufe! Dieser Zellkern verlagert sich in der nächsten Stunde weiter in Richtung Nockberge bzw. Gurktaler Alpen, die Gewitterlinie generell in Richtung Unterkärnten und Obersteiermark.

+++ Update 17:10 +++

Aktuelle Webcambilder zeigen den Aufzug der Gewitterzellen mit markantem Niederschlagsvorhang in Kärnten. Am Weissensee und in Villach wurden vor kurzem Sturmböen mit 76 km/h bzw. 77 km/h gemessen.

Webcam Dobratsch © foto-webcam.eu
Webcam Moertschach © foto-webcam.eu

+++ Update 16:30 +++

Ein Blick auf das neueste Radarbild zeigt gut die aktuellen Entwicklungen. Derzeit gehen besonders vom Tiroler Oberland über die Salzburger Gebirgsgaue bis nach Kärnten einige Gewitter nieder, die stärksten greifen derzeit aus Italien und Slowenien auf die Karnischen Alpen und die Karawanken über. Hier ist mit Starkregen, größerem Hagel und Sturmböen zu rechnen.

Radarbild von 16:25 Uhr © ACGUBIMET

+++ Übersicht 16 Uhr +++

Ein kleinräumiges Tief über dem Golf von Genua verlagert sich in den nächsten Stunden an einer Luftmassengrenze entlang weiter nach Nordosten. Im Vorfeld gelangen erneut sehr energiereiche und  gewitteranfällige Luftmassen in den östlichen Alpenraum. Damit steigt schon am Dienstagnachmittag die Gewitterneigung deutlich an, erneut sind auch Unwetter mit großen Regenmengen in kurzer Zeit, größerem Hagel und Sturmböen zu erwarten. Auch in der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch bleibt die Gewitterneigung besonders in der Mitte und im Osten des Landes deutlich erhöht.

Satellitenbild 28.06.2022 – 16:00 Uhr © EUMETSAT

Titelbild: Hagel in Kronstorf (OÖ) am Montagabend – Clemens Lehner

Gewitter brachten am Montag im Norden großen Hagel und Sturm

Blitz

Besonders stark betroffen waren am Montagabend der Süden und Osten Oberösterreichs. Kräftige Gewitter sind zunächst vor allem in den Regionen rund um die Pyhrn-Autobahn in Oberösterreich entstanden, also im Gebiet zwischen etwa Micheldorf, Hinterstoder und Windischgarsten. In weiterer Folge ist ein sog. Superzellengewitter von hier aus nordwärts über das Traunviertel und den Großraum Enns ins Mühlviertel bei Engerwitzdorf/Pregarten gezogen. Dieses Gewitter hat für Sturmböen, ergiebigen Regen sowie auch teils großen Hagel gesorgt. In diesen Regionen gab dutzende Feuerwehreinsätze etwa aufgrund von Überflutungen und Sturmschäden, zudem wurden auf einer Fläche von etwa 16.000 Hektar Ackerkulturen, Äpfel und das Grünland massiv geschädigt.

+++ Update 23:55 +++

Mittlerweile schwächen sich die Gewitter meist ab, nur im Bereich des Toten Gebirges zieht derzeit noch eine kräftige Gewitterzelle nach Osten und erreicht demnächst die Phyrn-Priel-Region. Hier ist weiterhin mit Hagel, Sturmböen und vor allem Starkregen zu rechnen. Da hier heute schon viel Regen gefallen ist (in Windischgarsten wurden in den letzten 6 Stunden knapp 60 mm registriert), kann es hier noch zu weiteren Überflutungen kommen. Auch im Osten ist im weiteren Verlauf ein kurzes Gewitter nicht ausgeschlossen, zudem kann der Wind in der zweiten Nachthälfte kurzzeitig kräftig aus West auffrischen.

Mit den Statistiken des heutigen Tages beenden wir den heutigen Ticker und bedanken uns für die Aufmerksamkeit. Bis bald!

Blitzverlauf 27.06.2022 – UBIMET
Blitzanzahl 27.06.2022 – UBIMET

+++ Update 23:40 +++

Während von Tirol bis Oberösterreich weiter teils kräftige Gewitter niedergehen, ist es besonders im Osten weiterhin außergewöhnlich warm. So werden in Langenlebarn immer noch 28.7°C gemessen, auch in der Wiener Innenstadt schwitzt man kurz vor Mitternacht bei 28.5°C.

Aktuelle Temperaturen 23:30 Uhr © ZAMG/UBIMET (für größere Ansicht klicken)

+++ Update 23:30 +++

Ein Blick auf die Einsatzkarte des Landesfeuerwehrverband Oberösterreich spiegelt sehr gut die Zugbahn der Mühlviertler Superzelle wieder. Hier laufen derzeit zahlreiche Einsätze wegen Sturmschäden und Überflutungen. Die Zelle selbst hat sich nun im angrenzenden Waldviertel aufgelöst, aktuell sind aber weiterhin kräftige Gewitter unterwegs – etwa im Salzkammergut. Diese zieht erneut in die bereits am Nachmittag stark betroffene Phyrnregion – hier laufen auch noch immer Überflutungs-Einsätze. Die neuen Gewitter könnten die Lage also weiter verschärfen.

Aktuelle Einsätze Feuerwehr Oberösterreich © https://intranet.ooelfv.at/

+++ Update 23:00 +++

Die Unwetterzelle im Norden des Landes befindet sich jetzt im Waldviertel, hier wurden vor kurzem in Oberlainsitz auch schwere Sturmböen gemessen! Die Zelle schwächt sich nun langsam ab, es ist aber weiterhin mit größerem Hagel und Starkregen zu rechnen. Auch im unteren Mühlviertel brachte sie teils großen Hagel, Kollegen von Storm Science Austria konnten zum Beispiel bei Gallneukirchen folgende Hagelkörner festhalten:

Hagel in Gallneukirchen (OÖ) © Storm Science Austria

+++ Update 22:30 +++

Das stärkste Unwetter ist aktuell im unteren Mühlviertel unterwegs und zieht langsam nach Nordost in Richtung Waldviertel. Hier ist weiterhin mit großem Hagel, Sturmböen und Starkregen zu rechnen. Auch sonst haben sich mittlerweile einige Gewitter gebildet, welche sich weiter nach Ost-Nordost verlagern.

Radarbild von 22:20 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 21:50 +++

Ein Foto der kräftigen Gewitterzelle bei Salzburg von unseren Kollegen von Storm Science Austria:

Gewitterzelle bei Salzburg © Storm Science Austria (SSA)

Im oberösterreichischen Katsdorf wurden von einem anderem Chasing-Team von Storm Science Austria zudem Sturmböen von 91 km/h gemessen.

Sturmböen bei Katsdorf © Storm Science Austria (SSA)

+++ Update 21:20 +++

Demnächst wird die Stadt Salzburg von der kräftige Gewitterzelle aus Bayern getroffen – hier ist weiterhin mit größerem Hagel und Starkregen zu rechnen!

Die stärkste Zelle – auch eine Superzelle – ist aber aktuell an der Grenze vom oberösterreichischen Traunviertel zum niederösterreichischen Mostviertel unterwegs. Ein Blick auf den vertikalen Schnitt der Zelle zeigt höchste Radarechos bis hoch hinauf – damit ist hier mit großem Hagel zu rechnen! Auch hier gilt die höchste Warnstufe! Die Zelle verlagert sich weiter nach Nordosten in Richtung unteres Mühlviertel. Eine starke Neubildung knapp südwestlich davon dürfte aber demnächst auch für die Stadt Linz relevant werden.

3D-Radarbild 21:15 © ACG/UBIMET

+++ Update 21:10 +++

Eine heftige Gewitterzelle des Gewitterclusters in Oberösterreich verlagert sich jetzt langsam in Richtung Nordosten und damit in Richtung westliches Mostviertel. Demnächst sind etwa die Gebiete um Enns und St. Valentin betroffen. In der Zugbahn ist mit großem Hagel und großen Regenmengen in kurzer Zeit zu rechnen.

+++ Update 21:00 +++

Unsere Partner von Storm Science Austria haben uns so eben diese Fotos übermittelt, aufgenommen nördlich von Kufstein. Das ist die Superzelle, die aktuell Richtung Salzburg zieht.

Hagel bis 5 cm Durchmesser nördlich von Kufstein © Storm Science Austria (SSA)
Hagel bis 5 cm Durchmesser nördlich von Kufstein © Storm Science Austria (SSA)

+++ Update 20:40 +++

Entlang des bayrischen Alpenrandes sind weiterhin Superzellen unterwegs, die östlichste davon wird in der nächsten Stunde auch für die Stadt Salzburg relevant. Derzeit scheint sie aber etwas an Kraft zu verlieren:

Radarbild von 20:35 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 20:30 +++

Die meisten Blitze wurden bislang in Oberösterreich registriert – der fast stationäre Gewittercluster bewegt sich weiter nur langsam nach Nordosten, dazu bilden sich immer wieder neue Gewitter. Hier ist durch die großen Regenmengen mit Überflutungen und Murenabgängen zu rechnen, auch (größerer) Hagel ist weiterhin Thema.

Blitzetnladungen in den letzten 3 Stunden © nowcast/UBIMET
Bisherige Blitzanzahl am 27.06.2022 © nowcast/UBIMET

+++ Update 19:50 +++

Entlang der Pyrnautobahn hat sich – diesmal v.a. auf der oberösterreichischen Seite – erneut eine sehr stationäre Gewitterzelle gebildet. Derzeit sind vor allem die Orte Klaus und Sankt Pankratz betroffen. Auch hier ist wieder mit Hagel und vor allem großen Regenmengen in kurzer Zeit zu rechnen – erneut ist die höchste Warnstufe aktiv.

Radarbild von 19:45 Uhr © ACG/UBIMET

Die ASFINAG-Webcam beim Knoten Voralpenkreuz zeigt aktuell Starkregen und Hagel. Hier muss man derzeit besonders vorsichtig sein!

© ASFINAG

+++ Update 19:35 Uhr +++

Ein vielerorts sehr heißer Tag geht dem Ende entgegen, damit werfen wir einen kurzen Blick auf die heutigen Höchstwerte. Die höchste Temperatur wurde mit 35.9°C in Villach gemessen, direkt danach folgt Mayrhofen im tirolerischen Bezirk Schwaz mit 35.6°C und das oberösterreichische Windischgarsten mit 35.4°C. Nur in Vorarlberg wurde die 30-Grad-Marke heute nicht geknackt.

Temperaturmaxima am 27.06.2022 – © UBIMET
Temperaturmaxima (Karte) am 27.06.2022 – © UBIMET

+++ Update 19:20 Uhr +++

Am neuesten Satellitenbild sind die aktuellen Gewitterzellen gut zu erkennen. Der Gewittercluster an der Grenze Steiermark/Oberösterreich wirft in der untergehenden Sonne einen Schatten nach Südosten, nordöstlich und südöstlich davon sind nur wenige Wolken am Himmel. Auch am bayrischen Alpenrand sind zwei Gewittertürme zu erkennen – die vordere Zelle hat sich mittlerweile aufgelöst, direkt dahinter folgt aber schon wieder die nächste Superzelle. Diese befindet sich gerade südlich von Bad Tölz und streift an der Grenze zu Tirol entlang nach Osten.

© EUMETSAT – Satellitenbild 19:00 Uhr

+++ Update 18:40 Uhr +++

Die Gewitter in der Obersteiermark bzw. im Bereich der Phyrn, nördlich von Liezen, bilden sich laufend neu und bewegen sich nur sehr langsam nach Nordosten – dementsprechend ist hier neben Hagel auch lokal mit großen Regenmengen zusammen. Hier ist mittlerweile auch die höchste Warnstufe gültig! Die Zellen am Bayrischen Alpenrand verlagern sich indes weiter nach Nordosten.

Radarbild von 18:35 Uhr © ACG/UBIMET
Aktuelle Gewitterwarnungen und -vorwarnungen (gelb) der Österreichischen Unwetterzentrale – uwz.at

+++ Update 17:50 Uhr +++

Die Gewitterzelle im Tiroler Außerfern hat sich in den letzten Minuten verstärkt, hier ist mit Hagel und Starkregen zu rechnen. Zudem ist auch in der Obersteiermark – nordwestlich von Liezen – ein Gewitter entstanden, welches sich langsam nach Nordosten verlagert.

Radarbild von 17:45 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 17:30 Uhr +++

Jenes Gewitter, welches sich vor etwa 1,5 Stunden im Tiroler Oberland gebildet hat, befindet sich mittlerweile am bayrischen Alpenrand und hat sich zu einer Superzelle entwickelt. Hier konnte man vor ein paar Minuten auch einen „Stormsplit“ beobachten. Aus einer Gewitterzelle wurden zwei – die linke verlagert sich unter starker Abschwächung nach Nordost, die rechte unter Verstärkung weiter nach Osten.

Währenddessen hat sich auch im Tiroler Oberland ein neues Gewitter gebildet, welches sich nach Nordosten verlagert. Hier ist derzeit mit Starkregen und kleinkörnigem Hagel zu rechnen.

Radarbild von 17:25 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 16:30 Uhr +++

Aktuell knabbert Villach an der 36 Grad-Marke. Derzeit werden, außer in Vorarlberg, in jedem Bundesland verbreitet über 30 Grad gemessen.

+++ Update 16:00 Uhr +++

Im Tiroler Oberland haben sich die ersten Gewitter gebildet.

Radarbild von 15:50 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 15:10 Uhr +++

In Villach wurde mittlerweile die 35-Grad-Marke übertroffen, anbei die aktuellen Hotspots:

  • 35,5 Grad Villach (K)
  • 35,4 Grad Ferlach (K)
  • 34,8 Grad Windischgarsten (OÖ)
  • 34,4 Grad Wien – Innere Stadt (W)
  • 34,3 Grad Innsbruck (T)

In Vorarlberg und im Außerfern ist dagegen bodennahe bereits etwas kühlere Luft eingeflossen, hier werde Temperaturen um 25 Grad gemessen. In den kommenden Stunden steigt die Gewitterbereitschaft ausgehend vom Arlberg bzw. den Lechtaler Alpen rasch an.

Unwetterpotential am Montagabend. © www.uwz.at
Am Arlberg fließt die kalte Luft als Wolkenschlange über den Galzig. www.foto-webcam.eu

+++ Update 14:10 Uhr +++

Mit 34 Grad sind derzeit Villach, Ferlach, Schönau an der Enns und Windischgarsten die heißesten Orte des Landes!

+++ Update 12:05 Uhr +++

Die bisherigen Hotspots des Landes:

  • 32,6 Grad Pottschach-Ternitz
  • 32,4 Grad Eisenstadt
  • 32,0 Grad Mörbisch

In Wien, St. Pölten, Salzburg und Innsbruck wurde die 30-Grad-Marke ebenfalls schon überschritten, aber auch Graz, Linz und Klagenfurt sind nahe dran. Nur in Bregenz ist es mit 23 angenehm temperiert. Hier gibt es stets die Hitliste mit den aktuellen Wetterdaten.

+++ Update 11:10 Uhr +++

Am aktuellen Satellitenbild sieht man die Kaltfront über Westeuropa, welche heute Nachmittag vorübergehend ostwärts vorankommt. In Österreich scheint derzeit verbreitet die Sonne und im Osten werden bereits recht verbreitet Temperaturen um 30 Grad gemessen. Spitzenreiter ist bislang Pottschach-Ternitz im Bezirk Neunkirchen mit 31,8 Grad.

Satellitenbild um 11 Uhr. © EUMETSAT/UBIMET

+++ Übersicht 11 Uhr +++

Österreich liegt zu Wochenbeginn zwischen einem umfangreichen Tief mit Kern über dem Nordatlantik und einem  Hoch über Osteuropa.  Die nahezu stationäre Kaltfront des Tiefs erstreckt sich dabei von Dänemark quer über Deutschland bis in den Westalpenraum und trennt vergleichsweise kühle, maritime Luftmassen über Westeuropa von sehr warmer und energiereicher Luft im Osten, etwa im östlichen Flachland steigen die Temperaturen auf bis zu 35 Grad. Am Montagabend kommt die Kaltfront vorübergehend ostwärts voran, somit stiegt die Gewittergefahr vor allem an der Alpennordseite deutlich an.

Am Montagnachmittag sind zunächst in den westlichen Nordalpen erste kräftige Gewitter zu erwarten, dabei besteht örtlich die Gefahr von großem Hagel. Am späten Nachmittag ziehen die Gewitter über Südbayern hinweg ostwärts, in den Abendstunden zeichnen sich dann vor allem in Oberösterreich auch teils schwere Sturmböen um 90 km/h ab. In Nacht erfasst die Gewitter auch das Waldviertel, zudem kommt auch im Mostviertel und im östlichen Flachland kräftige Westwind mit teils stürmischen Böen auf. Vereinzelte Gewitter sind aber auch im Osten nicht ausgeschlossen.

Titelbild © AdobeStock

Am Montag kräftige Gewitter in Nordosten und Süden

Blitz bei Gewitter - AdobeStock

+++ Update 22:15 Uhr +++

Mit dem Blitzverlauf und der Niederschlagssumme beenden wir für heute unseren Liveticker. Dabei gab es in der Nacht und in der Früh in einem Streifen von Baden-Württemberg bis Schleswig-Holstein Gewitter mit Starkregen. Am Nachmittag bildeten sich schließlich im Osten und Süden kräftige Gewitter, am Alpenrand zogen Superzellen mit teils großem Hagel entlang. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen einen schönen Abend.

Niederschlagssumme seit Mitternacht © DWD/UBIMET
Blitzabfolge © NOWCAST/UBIMET

+++ Update 22:00 Uhr +++

Aktuelles Satellitenbild von 21:50 Uhr © EUMETSAT

+++ Update 21:50 Uhr +++

 

+++ Update 21:30 Uhr +++

Über Bayern ziehen derzeit weiterhin viele Gewitter hinweg. Am Alpenrand sind weiterhin Superzellen mit Hagel im Gepäck unterwegs.

Radarbild von 21:25 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 21:10 Uhr +++

 

+++ Update 21:00 Uhr +++

+++ Update 20:50 Uhr +++

Weiterhin fällt bei den Gewittern teils Golfball-großer Hagel.

 

+++ Update 20:40 Uhr +++

Hier die Höchstwerte von heute, da war alles dabei, ein kühler Westen und ein sehr heißer Osten.

Die Verteilung der Höchstwerte heute © UBIMET

+++ Update 20:20 Uhr +++

 

+++ Update 19:45 Uhr +++

Derzeit sind vor allem noch in Bayern kräftige Gewitter unterwegs. Hier besteht weiterhin die Gefahr von Hagel.

Radarbild von 19:40 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 19:00 Uhr +++

 

+++ Update 18:40 Uhr +++

 

+++ Update 18:20 Uhr +++

Entlang der Alpen ziehen nun mehrere Hagelunwetter entlang. Eine Zelle ist auch knapp südlich von München.

Radarbild von 18:15 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 18:15 Uhr +++

Blitzverlauf der vergangenen 3 Stunden © NOWCAST/UBIMET

+++ Update 17:25 Uhr +++

Die kräftigen Gewitter in Sachsen haben nun eine Böenfront entwickelt die entgegen der Strömung in der Höhe westwärts zieht. Die Gewitter ziehen hingegen in östlicher Richtung davon.

Radarbild von 17:20 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 17:20 Uhr +++

Die Superzelle am Alpenrand vollführt nun einen sogenannten Zellsplit, dabei entstehen zwei eigenständige Superzellen. Bei beiden Zellen muss mit Hagel gerechnet werden.

Radarbild von 17:15 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 17:15 Uhr +++

Die Webcam aus Murnau am Staffelsee zeigt die Gewitterzelle am Alpenrand.

Murnau am Staffelsee © foto-webcam.eu

+++ Update 16:45 Uhr +++

Die Zelle am Alpenrand verstärkt sich nun, Vorsicht diese Zelle wird sich sehr wahrscheinlich zu einer Superzelle verstärken!

Radarbild von 16:40 Uhr © DWD

+++ Update 16:25 Uhr +++

Die Gewitter schrauben sich heute gut in die Höhe, örtlich reichen sie bis in eine Höhe von etwa 12 km.

Satellitenbild von 16:15 Uhr © EUMETSAT

+++ Update 16:20 Uhr +++

 

+++ Update 16:10 Uhr +++

Auf dem aktuellen Satellitenbild erkennt man die Wolkentürme über dem Osten des Landes sowie den ersten Turm über dem Westen von Österreich.

Aktuelles Satellitenbild © EUMETSAT

+++ Update 15:55 Uhr +++

Über Österreich haben sich nun erste Schauer gebildet, die nun rasch zu heftigen Gewittern, die am Alpenrand entlang ziehen werden, heranwachsen werden.

Radarbild von 15:50 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 15:35 Uhr +++

Wie an der Perlenschnur (Konvergenz) gezogen bilden sich von der Ostsee bis zum Erzgebirge die Gewitter derzeit. Achtung vor Starkregen und Hagel.

Radarbild von 15:30 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 15:25 Uhr +++

Blick auf die Gewitter, die sich nun am Erzgebirge bilden.

Webcam: © http://www.ferienhaus-espig.de/Webcam/cam000M.jpg

+++ Update 15:15 Uhr +++

Auch ganz im Westen kommen nun einzelne Gewitter auf, diese sind aber meist nur von mäßiger Intensität.

Radarbild von 15:10 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 14:45 Uhr +++

Hier ist der Hodograph vom Radiosondenaufstieg von München zu sehen. Dabei wird die Geschwindigkeit und die Windrichtung aufgetragen. Dabei entspricht Schwarz dem Wind bis 1 km über Grund, Rot 1 bis 3 km über Grund, Grün 3 bis 6 km, gelb 6 bis 9 km und Blau 9 bis 11 km. Man erkennt die Drehung des Windes mit der Höhe nach Rechts, dies ist für Superzellen günstig.

Hodograph des Radiosondenaufstiegs von 11 Uhr

+++ Update 14:30 Uhr +++

Derzeit gibt es große Temperaturunterschiede in Deutschland. Werden im Emsland nur 17 Grad gemessen, sind es in Cottbus 35 Grad.

Temperaturen von 14:00 Uhr

+++ Update 14:00 Uhr +++

Die erste Zelle ist in Mecklenburg entstanden. Dabei ist schon Starkregen und Hagel zu erwarten.

Radarbild von 14:00 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Übersicht +++

Aktuell befindet sich Deutschland zwischen zwei Druckgebieten, einem Tief namens REBECCA nahe der Britischen Inseln sowie einem Hoch namens FRIDO über Nordosteuropa. Diese beiden Druckgebiete transportieren aus Süden teils heiße Luftmassen aus dem Norden Afrikas in die Osthälfte des Landes. Zusätzlich macht sich aus Westen die Kaltfont des Tiefs REBECCA bemerkbar. In der feuchtwarmen Luft ist die Schauer und Gewitterneigung deutlich erhöht.

Satellitenbild um 11 Uhr. © EUMETSAT/UBIMET
ECMWF-Model für Montag den 27.Juni 2022 18UTC Rel-Top 850

Was genau bedeutet das nun für das Wetter in Deutschland? Ab dem Mittag muss zunächst im Nordosten mit teils unwetterartigen Gewittern gerechnet werden. Im weiteren Tagesverlauf ziehen auch in Bayern lokal heftige Gewitter durch, in der Nacht dann auch in Teilen Sachsens. Der Schwerpunkt liegt allerdings in Nieder- und Oberbayern: Hier ist es sehr wahrscheinlich, dass zunächst am Alpenrand erste Superzellengewitter entstehen mit der Gefahr von großem Hagel und Sturmböen. Am späten Nachmittag und Abend ist dann ein größerer Gewittercluster möglich, der sich ostwärts mit zunehmender Sturmgefahr in Richtung Österreich ausbreitet. Somit muss in diesen Regionen mit teils schweren Sturmböen gerechnet werden. Lose Gegenstände im Garten sollten also rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Niederschlagsprognose vom ECMWF-Modell für Montag den 27.Juni 2022.

Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag

Siebenschläfer schaut wie das Wetter wird

Der Siebenschläfertag ist ein altbekannter Lostag in der Meteorologie, welcher sich in zahlreichen Bauernregeln widerspiegelt. Das Wetter vom 27. Juni soll demnach den Trend für die nächsten 7 Wochen setzen. Anbei eine kleine Auswahl an Bauernregeln:

  • Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
  • Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.
  • Wie’s Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag.
  • Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.
  • Schlafen die Siebenschläfer im Regen, wird’s ihn noch sieben Wochen lang geben.

Meteorologischer Hintergrund

Tatsächlich gibt es im Hochsommer eine statistisch nachweisbare Erhaltungstendenz von Wetterlagen im Alpenraum. Für diese meteorologische Singularität ist allerdings nicht nur ein bestimmter Tag relevant, da sie allgemein oft für die letzte Juniwoche bzw. die erste Juliwoche zutrifft. Durch die gregorianische Kalenderreform findet der Tag eigentlich auch erst etwa 10 Tag später statt. Auf die erste Juliwoche trifft diese Singularität in Süddeutschland und im Alpenraum etwa 60 bis 80% der Fälle zu. Im maritim geprägten Klima Norddeutschlands ist dies hingegen deutlich seltener der Fall.

Weichenstellung

Etabliert sich Ende Juni bzw. Anfang Juli somit eine stabile Hochdruckzone über Europa, stehen die Chancen gut, dass sie bis weit in den Juli hinein erhalten bleibt. Das gleiche gilt allerdings auch umgekehrt: Liegt der Jetstream weiter südlich, so ist der Weg frei für Tiefdruckgebiete in Richtung Mitteleuropa und anhaltend wechselhafte Bedingungen sind vorprogrammiert. Derzeit deuten die Modelle auf eine Südwestlage, damit würde es in West- und Nordwesteuropa eher wechselhaft und kühl, während man im östlichen Mitteleuropa sowie in Südosteuropa mit heißem Sommerwetter rechnen müsste.

 

Siebenschläfertag leitet im Osten Hitzewelle ein

Hitze

Die Juni verlief bislang 2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel von 1991 bis 2020, wobei die größten Abweichungen um +3 Grad von Vorarlberg über die Tauern bis nach Mittelkärnten verzeichnet wurden.

Vorläufige Temperaturabweichung im Juni 2022. © UBIMET

Vergleichsweise gering waren die Abweichungen mit 1 bis 1,5 Grad bislang im östlichen Flachland, diese werden zum Monatsende jedoch ansteigen: Ein umfangreiches Tief setzt sich aktuell über dem Ostatlantik fest und führt zumindest bis zum Monatswechsel schubweise feuchtwarme Luftmassen in den Alpenraum. Die Hitze verlagert sich dabei zunehmend in den Südosten des Landes.

Der Juni endet von Italien bis Skandinavien ungewöhnlich heiß. © K. Haustein

Tief REBECCA bringt zweigeteiltes Wetter

Derzeit etabliert sich über dem Ostatlantik bzw. den Britischen Inseln ein umfangreiches Tiefdruckgebiet namens REBECCA. An der Ostflanke des Tiefs stellt sich in Mitteleuropa bis auf Weiteres eine südwestliche Höhenströmung ein, welche schubweise sehr warme Luftmassen heranführt. Die Temperaturen steigen kommende Woche speziell im Süden und Osten spürbar an, also in jenen Regionen, die bislang von großer Hitze noch halbwegs verschont wurden. Von Vorarlberg bis Oberösterreich sorgen Schauer und kräftige Gewitter dagegen von Montagabend bis zur Wochenmitte für gedämpfte Temperaturen, somit zeichnen sich von West nach Ost zum Teil große Temperaturgegensätze an.

Rege Tiefdrucktätigkeit über dem Ostatlantik führt bis Monatsende sehr warme Luftmassen ins Land, im Westen sorgt ein Randtrog aber für teils kräftige Gewitter.

Im Osten teils über 35 Grad

Am Montag scheint verbreitet die Sonne, der Himmel wird tagsüber aber zunehmend diesig durch Saharastaub. Gegen Abend ziehen von Vorarlberg bis Oberösterreich kräftige Schauer und Gewitter durch. Bei lebhaftem Südostwind gibt es dazu von West nach Ost 25 bis 35 Grad.

Am Dienstag halten sich an der Alpennordseite einige Wolken und bereits in der Früh gehen lokale Schauer nieder. Im Süden und Südosten scheint häufig die Sonne, aber auch sonst lockert es tagsüber etwas auf. Am Nachmittag steigt die Gewitterneigung ausgehend vom westlichen Bergland rasch an, örtlich können die Gewitter auch kräftig ausfallen. Oft trocken bleibt es von Unterkärnten bis ins östliche Flachland. Dazu gibt es 21 bis 32 Grad.

Der Mittwoch bringt im Westen und Norden viele Wolken und von Beginn an ziehen im westlichen Bergland teils gewittrige Schauer durch. In der Osthälfte scheint zeitweise die Sonne, im Laufe des Nachmittags steigt die Schauer- und Gewitterneigung aber generell an. Am längsten sonnig und teils trocken bleibt es im äußersten Osten und Südosten. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 Grad im westlichen Bergland und 36 Grad im Seewinkel.

Am Donnerstag ziehen nach derzeitigem Stand anfangs vor allem in der Osthälfte ein paar Wolkenfelder durch und lokal gehen auch gewittrige Schauer nieder. Tagsüber kommt häufig die Sonne zum Vorschein, vor allem im Berg- und Hügelland entstehen aber bald wieder Schauer und teils kräftige Gewitter. Die Temperaturen erreichen 25 bis 34 Grad.

Besonders heiß wird der Freitag. Die Modelle deuten am 1. Juli im Osten auf große Hitze mit Höchstwerten zwischen 35 und 38 Grad, der Zeugnistag in Wien und im Burgenland wird also nicht nur für die Kinder schweißtreibend. Deutlich kühler mit etwa 20 Grad bleibt es dagegen im äußersten Westen. Am Wochenende zeichnet sich dann auch im Osten eine moderate Abkühlung ab.

Aktuelle Prognose der Höchstwerte am 1. Juli. © UBIMET

Siebenschläfertag

Der Siebenschläfertag ist ein altbekannter Lostag in der Meteorologie, welcher sich in zahlreichen Bauernregeln widerspiegelt. Das Wetter vom 27. Juni soll demnach den Trend für die nächsten 7 Wochen setzen: Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag. Tatsächlich gibt es im Hochsommer eine statistisch nachweisbare Erhaltungstendenz von Wetterlagen im Alpenraum, für diese meteorologische Singularität ist allerdings nicht nur ein einzelner Tag relevant, sondern generell die Witterung rund um den Monatswechsel. Sollte die Regel heuer wieder zutreffen, würde das im Osten und Südosten einen Hitzesommer bedeuten, an der Alpennordseite dagegen einen gewitteranfälligen Sommer. Unsere ursprüngliche Sommerprognose kann man hier nachlesen.

Verhaltensregeln bei Gewittern

Gewitter mit Blitz

Allgemein kündigt sich ein Blitz nicht an und kann manchmal auch mehrere Kilometer abseits eines Gewitterkerns einschlagen. Blitze schlagen zudem nicht immer an den höchsten Objekten ein und können durchaus auch mehr als einmal den selben Punkt treffen (beispielsweise exponierte Gipfelkreuze).

Gefahrenquelle Blitz

Bei  einem Gewitter besteht nicht nur die Gefahr, dass man direkt von einem Blitz getroffen wird, sondern auch das Risiko, in der Nähe eines Einschlags zu sein. Dabei springt der Blitz aufgrund der extrem hohen Spannung auf alle Stromleiter im unmittelbaren Umfeld über – schwere Verletzungen sind die Folge. Weiters gibt es auch die Gefahr der Schrittspannung: Wenn ein starker Blitz in unmittelbarer Nähe am Boden einschlägt, kann der Strom durch den menschlichen Körper fließen, wenn man im Zuge eines Schrittes den Boden an zwei unterschiedlichen Punkten mit unterschiedlichem elektrischen Potential berührt. Alleine in Deutschland und Österreich sterben jedes Jahr etwa 10 Menschen an den Folgen eines direkten oder indirekten Blitzschlages! Besonders gefährdet sind meist Landwirte und Sportler (besonders Wanderer, Bergsteiger, Golfspieler, aber auch Fußballer und Wassersportler)

10.000 Grad bei Blitzschlag

Bei einem Blitzschlag werden durchschnittliche Stromstärken von 5.000 bis 20.000 Ampere gemessen, vereinzelt werden aber sogar mehr als 250.000 Ampere erreicht. Die Temperatur kann direkt im Blitzkanal kurzzeitig auf mehrere 10.000 Grad steigen. Das explosionsartige Verdampfen des Wassers löst eine Schockwelle aus, die man in weiterer Folge als Donner wahrnimmt.

Wo findet man Schutz?

Wenn man sich im Freien befindet sollte man hohe sowie generell stromleitende Gegenstände meiden sowie fern vom Wasser bleiben. Am besten ist der Unterschlupf in einem Haus mit verschlossenen Fenstern und Türen oder im Auto. Ist man im Freien, sollte man folgende Notmaßnahmen beachten:

  • Auf den Boden kauern, am besten in einer Mulde oder Senke. Die Beine müssen dabei eng beieinander stehen um die Schrittspannung gering zu halten. Im Notfall ist es jedenfalls besser zu hüpfen, als zu laufen.
  • Niemals unter einzelstehenden Bäumen (ganz egal welche Baumart) oder Stromleitungen Schutz suchen!
  • Im Gebirge: Von Graten und Gipfeln fernhalten und Stahlseile und Skilifte meiden. Nahe einer Felswand gibt es ein relativ sicheres Dreieck, dessen Seitenlänge am Boden der Höhe der Wand entspricht.
  • Wenn man keinen Donner mehr hört, bedeutet das nicht, dass das Gewitter vorbei ist. Blitze können auch im Umfeld der Gewitterwolke in den Boden einschlagen. Deshalb ist es auch wichtig, dass man nach dem vermeintlich letzten Donner noch für längere Zeit in Sicherheit bleibt.
  • Stets lokale Wetterberichte lesen und die Tour entsprechend planen (nicht auf Apps verlassen). Bei einer erhöhten Gewitterneigung sollte man nur kurze Touren mit Ausstiegs- oder Schutzmöglichkeiten durchführen.
  • Stets den Himmel beobachten: So erkennt man, ob sich in der Nähe mächtige Quellwolken bzw. Gewitter entwickeln.

 

Letzte Juni-Woche steht im Zeichen von kräftigen Gewittern

Sonntag

Am Sonntag liegt Deutschland im Einflussbereich einer Frontalzone, in die sich die ehemalige Kaltfront von REBECCA umgewandelt hat. Dabei wird am Nachmittag bevorzugt im Nordosten mit einzelnen, teils kräftigeren Gewittern mit Starkregen und kleinem Hagel gerechnet. Zudem sind vereinzelt Gewitter auch an den Alpen zu erwarten. Die Temperaturen klettern dazu meist auf Werte von 24 bis 30 Grad, nur an den Küsten ist es kühler.

Im weiteren Verlauf des Tages werden sich über dem östlichen Frankreich Gewitter bilden, die entlang der Frontalzone am Abend und in der Nacht auf Montag über den Südwesten und Westen hinweg nach Norden ziehen. Dabei sind im Südwesten anfangs noch Sturmböen dabei, ansonsten steht hauptsächlich Starkregen im Fokus, der örtlich auch ergiebig sein kann. Am Montagmorgen erreichen die Gewitter schließlich den Norden.

Gefahrengebiete am Sonntag

Montag

Am Montag bildet sich tagsüber in Bayern ein sog. Lee-Tief, welches in der Folge nach Norden ziehen wird. Somit wird die Frontalzone im Nordosten wieder etwas nach Westen zurückgedrängt.

In der energiereichen Luft bilden sich ab dem Nachmittag von den Mittelgebirgen ausgehend kräftige Schauer und Gewitter, die verbreitet unwetterartig ausfallen werden. Dabei sind alle Gefahren zu erwarten und teils auch größerer Hagel, besonders am Alpenrand, ist möglich. Die Höchstwerte liegen von West nach Ost bei 23 bis 35 Grad.

Am Abend verlagert sich schließlich die Frontalzone nach Polen und die Gewitteraktivität geht deutlich zurück. Von der Nordsee schiebt sich dahinter ein Zwischenhoch herein.

Gefahrengebiete am Montag

Dienstag

Der Dienstag bringt zunächst Zwischenhocheinfluss und bis zum Nachmittag passiert wenig. Dann jedoch bildet sich über Norditalien ein Tief, welches in der Nacht auf Mittwoch über die Alpen zieht.

Somit sind am späten Nachmittag über den südlichen Mittelgebirgen erste teils kräftigere Gewitter zu erwarten. Am Abend erreicht dann ausgehend von der Schweiz und Frankreich ein Gewittersystem das Land, das von Sturm, Starkregen und Hagel begleitet sein wird. In der Nacht zieht dieses in die Mitte des Landes weiter und vor allen Starkregen wird ein Thema. Dabei werden von Nord nach Süd 20 bis 30 Grad erwartet.

Gefahrengebiete am Dienstag

Anschließend werden die Prognosen unsicherer, es deutet sich aber an, dass das Tief über die Mitte in Richtung Nordsee ziehen wird und auf seiner Ostseite gelangt schwülheiße Luft in den Osten und Nordosten des Landes. In der Folge bilden sich vor allem hier kräftige Gewitter.

Titelbild: Webcam bei Friedrichshafen © http://webcam.langenargen.de/

Vor einem Jahr: Starker Tornado in Tschechien

tornado

Vom 21. bis zum 25. Juni kam es an der Alpennordseite zu einer ausgeprägten Unwetterserie, in Summe wurden in diesem Zeitraum 240.000 Blitzentladungen erfasst, davon allein 121.000 in Oberösterreich und 58.000 in Niederösterreich. Einen Rückblick dazu gibt es hier. Den Höhepunkt der Unwetterlage wurde am Nachmittag und Abend des 24. Junis erreicht, als es besonders in Niederösterreich zu mehreren Superzellengewittern mit großem bis sehr großem Hagel kam.


Eines dieser Gewitter führte zwischen 19:14 und 19:53 knapp hinter der Grenze zu Tschechien zu einem sehr starken F4-Tornado mit Windgeschwindigkeiten bis zu etwa 350 km/h.


Der Tornado zog über die Ortschaften Hrušky, Moravská Nová Ves, Mikulčice, Lužice und Hodonín hinweg, wo es zu mitunter zu schwersten Schäden kam, etwa wurden Dächer abgedeckt und Hausmauern teilweise zerstört, Bäume und Strommasten umgerissen und sogar Autos herumgeschleudert. In Summe hatte dieses Ereignis 6 Todesoper und hunderte Verletzte zur Folge.

Die Zugbahn des Tornaods. © ESSL / CHMI


Tornados in Europa

In Europa kommt es durchschnittlich zu 300 bis 400, aufgrund der Dunkelziffer Schätzungen zufolge auch bis zu 500 Tornados pro Jahr. Die meisten davon sind nur schwach ausgeprägt und kurzlebig, zudem handelt es sich teilweise auch um Tornados über Wasser (Wasserhosen). Im Zeitraum von 2010 bis 2020 wurden vom ESSL zwei sehr starke Tornados der Stärke F4 oder F5 registriert bzw. 26 starke Tornados der Stärke F3. Starke oder sehr starke Tornados kommen in Europa also 2 bis 3 mal jährlich vor, allerdings kommt es nicht immer zu solch schweren Schäden, da die Tornados nicht immer auf Ortschaften treffen. Typische Regionen für starke Tornados in Europa sind die flachen Regionen von Nordwestfrankreich über Benelux bis nach Norddeutschland, Norditalien, die Küsten Süditaliens oder auch Südostrumänien.

Superzellengewitter

Starke Tornados entstehen im Zusammenhang mit sog. Superzellengewittern. Es handelt sich dabei um meist langlebige, kräftige und alleinstehende Gewitter, welche einen beständigen rotierenden Aufwind aufweisen (Mesozyklone). Superzellen entstehen bei ausgeprägter Windscherung: Bei einer starken vertikalen Windzunahme bilden sich nämlich quer zur Strömung horizontal liegende Luftwalzen. Der Aufwind eines entstehenden Gewitters saugt diese Luftwalze ein und kippt ihre Achse in die Senkrechte, wobei sich der Drehimpuls nach und nach auf den gesamten Aufwindbereich überträgt. Die Zufuhr feuchtwarmer Luft wird dabei durch den räumlich getrennten Abwindbereich, in dem der Niederschlag ausfällt, nicht gestört. Mehr zum Thema Einzel-, Multi- und Superzellen gibt es hier.

Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/

Tornados in Österreich

In Österreich treten durchschnittlich etwa 2 bis 5 Tornados pro Jahr auf, allerdings sind die meisten davon nur schwach und kurzlebig, meist stehen sie auch nicht in Zusammenhang mit Superzellengewittern, sondern entwickeln sich an lokalen Windkonvergenzen („Typ-II-Tornados“). Starke Tornados sind extrem selten, wobei das bislang bekannteste Ereignis der Tornado von Wiener Neustadt am 10. Juli 1916 war. Die Einschätzung der Stärke dieses Tornados liegt bei F4/T8, was Windgeschwindigkeiten um 350 km/h bedeutet. Vor wenigen Jahren kam es auch knapp südlich von Wien zu einem Tornado.


Ob die Häufigkeit von Tornados sich im Zuge des Klimawandels ändert, kann man derzeit noch nicht abschätzen. Mittlerweile weiß man zwar, das beispielsweise Hitzewellen und Extremniederschlagsereignisse häufiger werden, allerdings ist für starke Tornados neben der schwülen, energiereichen Luft auch eine starke Windscherung in tiefen Luftschichten notwendig, was in Mitteleuropa im Sommerhalbjahr ohnehin nur selten vorkommt. Damit ist derzeit auch keine nennenswerte Änderung bei der Anzahl an Tornados zu erwarten.

Einen umfassenden Schadensbericht zum Tornado in Tschechien u.a. vom ESSL und CHMI gibt es hier.

Rückblick: Am Freitag Gewitter von Vorarlberg bis Wien

+++Update 21:20 Uhr+++

Mittlerweile haben die Gewitter auch Niederösterreich erreicht. Das Foto zeigt eindrucksvoll die Gewitterzelle bei Allensteig im Waldviertel mit vorgelagerter Böenwalze. Damit beenden wir unseren Live-Ticker und wünschen einen schönen Abend!

Gewitterzelle Bei Allensteig im Waldviertel, Quelle: Storm Science Austria
Gewitterzelle bei Allensteig im Waldviertel, Quelle: Storm Science Austria

+++Update 20:55 Uhr+++

Die Gewitter werden jetzt langsam weniger, ein kräftiger Gewittercluster zieht in den kommenden 1-2 Stunden noch von Südwesten kommend über das Waldviertel hinweg! Rechnet in diesem Bereich mit Starkregen und kleinkörnigem Hagel!

+++Update 20:00 Uhr+++

Die Anzahl der Blitzentladungen zeigt deutlich,  dass sich der Gewitterschwerpunkt im Land wie erwartet momentan in Oberösterreich befindet. Der Cluster bewegt sich in den kommenden Stunden ins Waldviertel, sodass Niederösterreich im Laufe des Abends noch einige Ränge gut machen wird.

Blitzanzahl Österreich, Quelle: UBIMET
Blitzanzahl Österreich, Quelle: UBIMET

+++Update 19:20 Uhr+++

Die heutigen Gewitter sind oftmals mit heftigem Starkregen begleitet. So meldeten in der letzten Stunde in Verbindung mit dem Gewittercluster in Südostbayern und in Oberösterreich 2 Station über 20 mm in 1 h:

  • Vöcklabruck: 27,5 mm
  • Adlersbach-Kriestorf: 28,4 mm

+++Update 19:00 Uhr+++

Es gewittert derzeit vor allem in Oberösterreich, und zwar zwischen dem Attersee und Linz, in der oberösterreichischen Landeshauptstadt ist auch #Hagel mit dabei!

Das lassen wir jetzt mal unkommentiert so stehen:

+++Update 18:05 Uhr+++

Übrigens: heute genau vor einem Jahr gab es in weiten Teilen Mitteleuropas einen regelrechten Schwergewittertag. Besonders heftig hat es Tschechien erwischt. Ein F4-Tornado hat dort mehrere Orte regelrecht verwüstet. Unser Kollege Nik Zimmermann hat die Ereignisse in diesem Blogbeitrag aufgearbeit.

+++Update 17:00 Uhr+++

Mittlerweile haben sich zwei Gewittercluster in Süddeutschland formiert. Einer befindet sich im Salzburger Land  und wird sich in den nächsten Stunden nach Oberösterreich verlagern. Dabei drohen nebem heftigem Starkregen und kleinen Hagel auch Sturmböen. Zudem ist die Blitzaktivität hoch.  Ein zweites Cluster befindet sich in Nordbayern und verlagert sich Richtung Fichtelgebirge.

Satellitenbild inklusive Blitze für Mitteleuropa. Quelle: www.uwz.at
Satellitenbild inklusive Blitze für Mitteleuropa. Quelle: www.uwz.at

+++Update 15:45 Uhr+++

Neben dem Gewittercluster am Alpenrand haben sich auch noch weitere Gewitter an der oberen Donau und südlich von Stuttgart entwickelt. Zudem blitzt es in der Region um die Kitzbüheler Alpen. Diese Gewitter bewegen sich in den nächsten Stunden in Richtung Salzburg!  Auch dort muss mit Starkregen und lokal mit kleinem Hagel gerechnet werden.

Aktuelle Blitzdichte in Österreich und Süddeutschland. Quelle: UBIMET
Aktuelle Blitzdichte in Österreich und Süddeutschland. Quelle: UBIMET

+++Update 14:35 Uhr+++

Das eindrucksvolle Webcambild vom Wankhaus zeigt die Gewitterzelle in der Nähe von Garmisch Patenkirchen mit vorgelagerter Böenwalze gefolgt von kräftigen Niederschlägen. Dieses Gewitter bringt Starkregen, stürmische Böen sowie lokal auch kleinen Hagel mit sich und verlagert sich in den nächsten Stunden  entlang des Alpenrandes in Richtung Bad Tölz.

Webcambild vom Wankhaus bei Garmisch Patenkirchen Quelle: foto.webcam .eu
Webcambild vom Wankhaus bei Garmisch Patenkirchen Quelle: foto.webcam .eu

+++ Update 14:05 Uhr +++

Das Gewitter im Außerfern zieht aktuell nach Bayern ab, in Oberstdorf wurden Böen bis 78 km/h sowie 18 mm Regen gemessen. Im Außerfern wurden etwa in Tannheim und Bichlbach 12 mm Regen bei Böen bis knapp 50 km/h gemessen. Die Gewitterbereitschaft nimmt aktuell aber auch im Tiroler Unterland zu, hier ziehen bereits erste Schauer durch.

+++ Update 13:35 Uhr +++

Ein kräftiges Gewitter zieht aktuell über das Außerfern hinweg. Der Kern des Gewitters zieht knapp südlich an Reutte vorbei. Eine weitere Zelle nimmt Kurs auf Ehrwald. Hauptgefahren sind derzeit Starkregen und stürmische Böen.

Radarbild um 13:35 Uhr. © DWD / UBIMET

+++ Update 13:05 Uhr +++

Die Gewitter in Vorarlberg haben vor allem für größere Regenmengen gesorgt, anbei die nassesten Stationen in der vergangenen Stunde:

  • 16 mm Schoppernau
  • 15 mm Warth
  • 11mm Bludenz

Die stärkste Windböen mit 51 km/h wurde ebenfalls in Schoppernau gemessen. Aktuell befindet sich die stärkste Gewitterzelle in den Lechtaler Alpen beim Ort namens Namlos und zieht in Richtung Reutte.

+++ Update 12:45 Uhr +++

In Vorarlberg und im Tiroler Oberland ziehen bereits kräftige Schauer und Gewitter nordostwärts. Auch am Alpenhauptkamm entstehen derzeit erste Schauer, diese können demnächst zu Gewittern heranwachsen und über Nordtirol hinwegziehen.

Satellitenbild und Blitze um 12:45 Uhr, © www.uwz.at

+++ Übersicht +++

Am Rande eines Tiefs über den Britischen Inseln entwickelt sich am Freitag ein flaches Tief namens QIARA über Mitteleuropa und sorgt für eine Konvergenzlinie, die sich quer über Deutschland und Österreich erstreckt. Hier treffen westliche und südöstliche Winde aufeinander, weshalb die Luft besonders feucht und die Schauer- und Gewitterneigung erhöht ist.

Am Freitagnachmittag und -abend sind vor allem an der Alpennordseite Gewitter zu erwarten. © www.uwz.at

Im Laufe des Tages scheint zwar zeitweise die Sonne, ausgehend vom westlichen Bergland nimmt die Gewitterneigung am Nachmittag aber rasch zu. Am späten Nachmittag und Abend sind dann vor allem an der Alpennordseite örtlich kräftige Gewitter zu erwarten, dabei besteht die Gefahr von Starkregen, Hagel und teils stürmischen Böen. Am späten Abend erfasst die Konvergenzlinie auch den Nordosten des Landes, damit steigt die Gewitterbereitschaft auch im Weinviertel sowie im nördlichen Wiener Becken an.

Niederschlagsprognose vom ICON-D2-Modell von Freitagnachmittag bis Samstagmorgen.

Titelbild: Gewitter bei Linz im Juni 2022 © Storm Science Austria

Die Weißen Nächte im Hohen Norden

Weisse Nächte in Finnland

In den Weißen Nächten geht die Sonne zwar für kurze Zeit unter, allerdings sinkt sie nur wenig unter den Horizont. Somit erscheint der Himmel trotz der Nachtstunden in einem angenehmen weiß bzw. blau, die restliche Sonnenstrahlung reicht dafür aus.

Wo kommen sie vor?

Jetzt kurz nach dem astronomischen Sommerbeginn kann man die Weißen Nächte etwa nördlich von 57°N beobachten, d.h. in Europa etwa nördlich von Kopenhagen. Noch etwa bis Mitte Juli gibt es die besten Beobachtungschancen, dann ziehen sich die weißen Nächte ganz langsam und Stück für Stück nach Norden zurück. Natürlich gibt es dieses Phänomen aber auch in den USA und in Russland. In den polaren Regionen, also speziell im Norden Skandinaviens geht die Sonne derzeit gar nicht unter.

Weiße Nacht in Helsinki.
Weiße Nacht in Helsinki.

Rund um die Wintersonnenwende kehrt sich dann alles um. Während in den hohen Breiten der Nordhalbkugel die Polarnacht Einzug hält, kommt die Südhalbkugel in den Genuss der Weißen Nächte. Um diese zu erleben, macht man sich am besten auf den Weg in den äußersten Süden Argentiniens und Chiles.

Weiße Nacht in St. Petersburg.
Weiße Nacht in St. Petersburg.

Gewitter am Freitag bringen erhöhtes Unwetterpotential

Meist ist die Gewitterwahrscheinlichkeit von der Großwetterlage abhängig, in welcher Luftmasse wir uns befinden, wie diese geschichtet ist, ob sie ausreichend Feuchtigkeit besitzt und energiereich ist. Eine sehr energiereiche, bodennahe Luftmasse etwa kann dennoch keine Gewitter hervorbringen, wenn sie nicht „ausgelöst“ wird, dh. wenn keine ausreichende Konvektion stattfinden kann.

Anders hingegen können Störungen, wie Kaltfronten oder Tiefs in der Höhe das Gewitterpotential zusätzlich deutlich erhöhen, indem sie bodennahe Luft zum Aufsteigen zwingen oder die vertikale Luftschichtung derart labilisieren, damit auch schon bei wenig vorhandener Energie Gewitter enstehen können.

Die aktuelle Wetterlage

Frontenkarte für Donnerstag 23.Juni
Quelle: DWD, FU-Berlin

Hoch FRIDO sorgt am Donnerstag noch verbreitet für sommerliche Wetterbedingungen, allerdings lenkt das Tief QIARA erneut feucht-warme Luftmassen aus Südwesteuropa und dem westlichen Mittelmeer nach Deutschland. Mit einem wie oben bereits angesprochenen Tief in den höheren Atmosphärenschichten wird diese Luftmasse ab den Abendstunden im Südwesten Deutschlands beginnend labilisiert und in der Nacht auf Freitag sind bereits erste schwere Gewitter zu erwarten.

Im Laufe des Freitags breitet sich die gewitteranfällige Luftmasse weiter nach Nordosten aus und verdrängt dabei die zuvor noch trockene und stabile Luftmasse. Aufgrund letzterer sind im äußersten Nordosten Deutschlands noch bis zum Abend strahlender Sonnenschein und sommerlich-heiße Temperaturen zu erwarten.
Von Südwesten her breiten sich aber im Tagesverlauf Schauer und Gewitter aus, die Temperaturen sind daher entsprechend gedämpft:

Prognostizierte Temperaturmaxima für den Freitag
Quelle: UBIMET

Das Gewitterpotential

Der für die Jahreszeit außergewöhnlich hohe Feuchtegehalt in der Atmosphäre deutet für den Freitag im Zuge der Schauer und Gewitter große Niederschlagsmengen an. Es ist also besonders von Starkregen auszugehen, der lokal für Überflutungen sorgen kann. Desweiteren sind bei gut organisierten Gewittern auch kleinkörniger Hagel und lokale Sturmböen möglich.

Prognostizierte Niederschlagsmenge für den Freitag
Quelle: UBIMET

Die prognostizierte Niederschlagsmenge für den gesamten Freitag aus obiger Karte kann lokal aber noch höher ausfallen. Im Nordosten bleibt es hingegen noch trocken.

Das Wetter zum Donauinselfest

Festival

An diesem Wochenende findet in Wien das jährliche Donauinselfest statt. Mit knapp drei Millionen Besuchen an drei Tagen handelt sich um das größte Freiluft-Musikfestival mit freiem Eintritt weltweit. Neben unzähligen Künstlern und Bands stehen zumindest vorübergehend auch Gewitter am Programm.

Freitag: Gewitter am späten Abend

Der Freitag hat bei meist nur harmlosen Wolkenfeldern viel Sonnenschein zu bieten. Im Tagesverlauf werden die Quellwolken zwar etwas mehr, bis zum Abend bleibt es aber trocken. Bei teils lebhaftem Südostwind wird es zudem heiß, die Höchstwerte liegen zwischen 29 und 31 Grad.

Im Verlauf des Abends steigt die Gewittergefahr von Westen her jedoch markant an. In Verbindung mit einem Tiefausläufer kommen am späten Abend Gewitter auf, sie bringen Starkregen und stürmisch auffrischenden Westwind.

Zunehmend sonnig am Samstag

In der Nacht fällt weiterer Regen und auch der Samstag beginnt noch bewölkt mit durchziehenden Schauern und mäßigem Nordwestwind. Im Laufe des Vormittags lockern die Wolken aber auf und das Wetter beruhigt sich. Dann ist wieder mit einigen Sonnenstunden bei rund 28 Grad zu rechnen. Ein geringes Schauerrisiko gibt es vorübergehend am Nachmittag, nur mit Pech wird es aber auch auf der Donauinsel nass. Der Abend verläuft generell sonnig und trocken.

Zum Finale viel Sonne und 32 Grad

Für den Sonntag ist das Wetter rasch zusammengefasst: Die Sonne scheint von früh bis spät und bei nur schwachem Wind wird es heiß: Maximal werden 31 bis 32 Grad erreicht, wobei sich diese Werte in der prallen Sonne sicherlich noch heißer anfühlen werden. Dann lohnt sich ein zwischenzeitlicher Sprung in die neue Donau.

 

Titelbild ©  Donauinselfest on Visualhunt.com / CC BY-SA

Gewitter und Unwetter: Von der Einzelzelle bis zur Superzelle

Die Superzelle vor der Ankunft in Wien © M. Spatzierer

Der Juni 2022 war bislang sehr gewitterreich. Hotspots des Landes waren dabei die Steiermark und Oberösterreich. Bis zum 21.06. um 19:20 Uhr wurden österreichweit 308950 Blitze geortet. Dies entspricht ungefähr dem Durchschnitt der letzten 13 Jahre, es fehlt jedoch noch mehr als eine Woche bis zum Ende des Monats. Da die Prognose weitere Gewitterlagen verspricht, geht man davon aus, dass der Monat am Ende eher überdurchschnittlich gewittrig ausfallen wird. Selbst der Rekord vom Juni 2018 mit 447746 Blitzentladungen ist noch in Reichweite.

Blitzdichte im Juni 2022 bis zum 21.06. um 9:20 Uhr - UBIMET
Blitzdichte im Juni 2022 bis zum 21.06. um 9:20 Uhr – UBIMET
Blitzanzahl im Juni 2022 bis zum 21.06. um 19:20 Uhr - UBIMET
Blitzanzahl im Juni 2022 bis zum 21.06. um 19:20 Uhr – UBIMET
Blitzanzahl im Juni von 2009 bis 2022 - UBIMET, nowcast
Blitzanzahl im Juni von 2009 bis 2022 – UBIMET, nowcast

Allgemein spricht man von einem Gewitter sobald ein Donner hörbar ist, allerdings können Gewitter eine sehr unterschiedliche Struktur aufweisen. Je nach Windscherung und vertikaler Schichtung der Atmosphäre weisen sie zudem eine unterschiedliche Intensität und Lebensdauer auf.

Einzelzelle

Für die Entstehung von Gewittern sind grundsätzlich drei Zutaten notwendig: Ausreichend Feuchtigkeit in der Grundschicht der Atmosphäre, eine genügend starke Temperaturdifferenz mit der Höhe und einen Auslöser (wie beispielsweise eine Kaltfront oder eine bodennahe Windkonvergenz). Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind und Luft aufsteigt, dann beginnt der enthaltene Wasserdampf zu kondensieren. Die dadurch freigesetzte Energie sorgt für weiteren Auftrieb, wodurch sich die allzubekannten Gewitterwolken – auch Cumulonimbus genannt – bilden. Durch das Auf- und Abwirbeln kollidieren Eispartikel miteinander, was zu einer Ladungstrennung führt. Dadurch überwiegt in den unteren und oberen Wolkenschichten eine positive Ladung bzw. in den mittleren Wolkenschichten eine negative Ladung. Durch Blitzentladungen kann dieser Ladungsunterschied ausgeglichen werden.

Ein Einzelzellengewitter. © NOAA

Der einsetzende Niederschlag wird von Verdunstungsprozessen begleitet, wodurch Abwinde entstehen. Da Auf- und Abwind jedoch räumlich nicht genügend voneinander getrennt sind, behindern die Abwinde die Aufwinde und kappen die Zufuhr weiterer „Gewitternahrung“ ab. Das Gewitter schwächt sich ab und zerfällt. In der Regel weisen solche Gewitter eine Lebensdauer von etwa 30 Minuten auf und werden von Platzregen sowie manchmal auch von kräftigen Böen und kleinem Hagel begleitet.

Gewitter
Eine alleinstehendes Gewitter mit der typischen Amboss-Struktur. © AdobeStock

Multizellen

Gewitter weisen oft eine zumindest schwach ausgeprägte mehrzellige Struktur auf, damit werden sie per Definition zu einer Multizelle. Diese Gewitter sind insgesamt langlebiger als ordinäre Gewitter und können bei passenden Bedingungen zu großen Gewitterkomplexen heranwachsen: Wenn die Winde in der Höhe eine stärkere Windgeschwindigkeit aufweisen als die Winde in Bodennähe (also wenn es vertikale Windscherung gibt), können bei einem Gewitter die Aufwindzone von der Abwindzone getrennt werden. Dadurch wird die Zufuhr an feuchtwarmer Luft nicht unterbrochen. Bei solchen Gewitterkomplexen kann man in der Regel mehrere Gewitterzellen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien beobachten: Vollständig ausgebildete Gewitter, sich neu entwickelnde Zellen sowie auch bereits zerfallende Zellen.

Vereinfachte Dartstellung der Konvektion innerhalb einer Gewitterwolke. © Nikolas Zimmermann
Diese Einzelzelle hat das Potential zur Multizelle heranzuwachsen, da der verwehte Eisschirm  auf etwas Windscherung hindeutet. © N. Zimmermann
Ein Multizellengewitter. © NOAA

Je nach Windscherung, Luftschichtung sowie auch topographischem Einfluss können Multizellen sehr unterschiedliche Strukturen und Verlagerungsrichtungen aufweisen, beispielsweise können sie sich manchmal sogar entgegen der vorherrschenden Windströmung in mittleren Höhen verlagern. Bei starker Windscherung entwickeln sich manchmal sogar mehrere hundert Kilometer lange Gewitterlinien. Multizellen können zu Starkregen, Sturmböen und Hagel führen.

Quellwolken eines Gewitters - pixabay.com
Eine Multizelle. © pixabay.com
Gewitterlinie am IR-Satellitenbild (inkl. Blitze) am 29. Juni 2021.

Superzellen

Superzellen sind deutlich seltener als ordinäre Gewitter und Multizellen, sie sorgen aber oft für erhöhte Unwettergefahr. Es handelt sich dabei um meist langlebige, kräftige und alleinstehende Gewitter, welche einen beständigen rotierenden Aufwind aufweisen („Mesozyklone“). Superzellen entstehen bei ausgeprägter Windscherung: Bei einer starken vertikalen Windzunahme bilden sich nämlich quer zur Strömung horizontal liegende Luftwalzen. Der Aufwind eines entstehenden Gewitters saugt diese Luftwalze ein und kippt ihre Achse in die Senkrechte, wobei sich der Drehimpuls nach und nach auf den gesamten Aufwindbereich überträgt. Auf Zeitraffern lässt sich diese dadurch erkennen, dass die Gewitterwolke um eine vertikale Achse rotiert.


Die Zufuhr feuchtwarmer Luft wird dabei durch den räumlich getrennten Abwindbereich, in dem der Niederschlag ausfällt, nicht gestört. Superzellen können für schwere Sturmböen, Starkregen, großen Hagel und in manchen Fällen auch für Tornados sorgen.  Superzellen präsentieren sich aber je nach Feuchtigkeitsangebot unterschiedlich, so gibt es LP-Superzellen (low precipitation, siehe auch Zeitraffer oben), klassische Superzellen und HP-Superzellen (high precipitation, siehe Zeitraffer unten).


Titelbild: Superzelle über Wien am 12. August 2019 © M. Spatzierer

21. Juni: Astronomischer Sommerbeginn

Sommerliche Stimmung - pixabay.com

Obwohl die Tage ab dem 21. Juni langsam wieder kürzer werden, signalisiert die Sonnenwende in unseren Breiten erst den Sommerbeginn. Tatsächlich ist die heißeste Zeit des Jahres erst von Mitte Juli bis Mitte August zu erwarten. Die Ursache liegt in der thermischen Trägheit der Land- und vor allem Meeresoberflächen.

Der späteste Sonnenuntergang findet am 26. Juni statt.
Der späteste Sonnenuntergang findet am 26. Juni statt.

Der längste Tag und der früheste Sonnenaufgang fallen wegen der Neigung der Erdachse und der elliptischen Bahn unseres Planeten um die Sonne aber nicht auf den selben Tag, so findet der späteste Sonnenuntergang am 26. Juni statt, der früheste Sonnenaufgang war dagegen schon am 15. Juni.

Sommersonnenwende

Zum astronomischen Sommerbeginn, auch Sommersonnenwende genannt, sind die Tage im gesamten Jahr am längsten: In Wien etwa geht die Sonne bereits kurz vor 5 Uhr in der Früh auf und erst gegen 21 Uhr wieder unter. An wolkenlosen Tagen scheint die Sonne somit gut 16 Stunden. In Hamburg sind sogar 17 Stunden Sonnenschein möglich. Von nun an werden die Tage wieder kürzer: Vorerst nur sehr langsam, bis zum Monatsende um gerade einmal vier Minuten. Erst gegen Ende August werden die Tage merklich kürzer.

Die Tageslänge im Verlauf des Jahres. © UBIMET
Die Tageslänge im Verlauf des Jahres. © UBIMET

Titelbild © Adobe Stock

Rückblick: Zum Wochenstart vor allem im Süden kräftige Gewitter

+++ Update 22:15 Uhr +++

Die Gewittertätigkeit lässt jetzt allmählich nach, in der letzten Stunde hat es vor allem im Raum Bruck/Mur heftig geschüttet (21 Liter an der Station in Bruck/Mur, 12 Liter in Pernegg).

Auch auf Wien ziehen von Westen her noch kurze Schauer und Gewitter durch, wie schön am Radarbild von 22 Uhr zu erkennen ist. Damit beenden wir unseren Live-Ticker und wünschen einen ruhigen Abend!

+++ Update 21:10 Uhr +++

Weiterhin kräftige Gewitter in Österreich unterwegs:

Blitzverlauf mit Niederschlagsmengen der letzten Stunde,
Quelle: UBIMET, NOWCAST

Die Kärntner Zelle brachte in Klagenfurt um 15 Liter auf den Quadratmeter, weiter südöstlich sogar knappe 24 Liter in  nur kurzer Zeit. Da sind kleinere Überschwemmungen vorprogrammiert.
Auch die Steirer Zelle, die nördlich an Hartberg vorbei nun das Burgenland erreicht hat, brachte in Eichberg sogar knapp 29 Liter auf den Quadratmeter in nur 30 Minuten.

+++ Update 20:20 Uhr +++

Mit Korngrößen im Bereich von Golfball-Größen bei bzw. nördlich von Graz darf man wahrlich schon von Unwettern sprechen. Aber auch in Kärnten lassen die gemessenen Werte der Wetterstationen von der Intensität der Gewitter ahnen: 25,6 Liter/m^2 in der letzten Stunde nördlich von Villach und 81 km/h Sturmböen bei Klagenfurt.

+++ Update 19:20 Uhr +++

Die Zwischenbilanz über den heutigen Blitzverlauf ergibt eine bunte Karte, die einerseits die Gewitter vom Vormittag/Mittag in Ober- und Niederösterreich zeigt, wie auch die aktuellen Gewitter der letzten Stunden – die kräftige Zelle erneut in Oberösterreich und jene vom Tiroler Unterland bis nach Graz

+++ Update 19:00 Uhr +++

Wie die Sturmböen in Oberösterreich (93 km/h jetzt am Flughafen Linz), so die Überflutungen auch im Süden: bei 17,8 Liter auf den Quadratmeter in Dellach im Drautal in nur 40 Minuten kein Wunder.

+++ Update 18:50 Uhr +++

Die kräftige Gewitterzelle, die vor Kurzem über Graz hinwegzog, bracht auch Hagel mit sich:

+++ Update 18:30 Uhr +++

Etliche Sturmschäden werden aus Oberösterreich gemeldet, 71 km/h wurden auch bereits aus Obertrattnach gemeldet:

+++ Update 18:15 Uhr +++

+++ Update 18:00 Uhr +++

Volltreffer in Reichersberg im Innviertel:
Die bayrische Superzelle soeben Reichersberg getroffen und dabei für eine orkanartige Böe mit 108 km/h gesorgt (außerdem für einen Temperatursturz von 27,6°C auf 19,3°C binnen 10 Minuten).
Auf ihrem weiteren Weg südostwärts schrammt sie an Ried vorbei und zieht weiter auf Wels zu. Stellen Sie sich dort auf ebenso schwere Böen und Hagel ein!

+++ Update 17:15 Uhr +++

Erneut bemühen wir das Radarbild, denn ganz klassisch nach Lehrbuch erleben wir in Kärnten einen Zell-Split – ein Gewitter, das sich teilt. Der südliche Teil zieht nun südostwärts Richtung Hermagor, der nördliche weiter nach Osten.
Weiters gilt erhöhte Vorsicht im Großraum Graz, da dort mehrfach Gewitter auslösen!
Und als dritten Gefahrenpunkt müssen wir den Bereich zwischen Schärding, Braunau und Ried im Innkreis vorwarnen vor der kräftigen Superzelle, die aus Niederbayern in der kommenden halben Stunde das Innviertel erreicht. Mäßiger Hagel ist dabei zu erwarten:

Radarbild 15:15 Uhr
Quelle: UBIMET, AustroControl

+++ Update 16:30 Uhr +++

Nach einer kurzzeitig etwas ruhigeren Phasen haben nun wieder ein paar Gewitter ausgelöst. Während sich jenes im Waldviertel bereits wieder zu einem Schauer abgeschwächt hat, ziehen vom Tiroler Unterland über die Hohen Tauern bis in die Südsteiermark Gewitter langsam ostwärts.

Erhöhte Vorsicht gilt daher momentan für Spittal an der Drau und von Deutschlandsberg bis Leibnitz:

Besonders aber in Bayern sind derzeit schwere Gewitter samt Hagel unterwegs, die zudem etwas schneller ostwärts ziehen. Es bleibt abzuwarten, ob und wo sie Österreichen erreichen.

Radarbild 16:15 Uhr
Daten: UBIMET, AustroControl

+++ Update 14:50 Uhr +++

Ein Blick auf das Satellitenbild zeigt nicht nur die quer über Deutschland liegende Kaltfront, sondern auch dass bzgl. Gewitter derzeit nicht viel los ist in Österreich. Einzig westlich von Spittal an der Drau ist aktuell ein Gewitter am Entstehen. Die roten Pluszeichen stehen dabei für die aktuellen Blitze.
Auch in den kommenden Stunden sind noch weitere Gewitter im Süden zu erwarten.

Satbild und aktuelle Blitze (+ Zeichen) von 14:40 Uhr
Quelle: UBIMET, EUMETSAT

 

 

+++ Update 13:15 Uhr +++

Derzeit gibt es große Temperaturkontraste in Österreich. Während im Mühl- und Waldviertel nur knapp 20 Grad gemessen werden, ist es in Unterkärnten mit bis zu knapp 33 Grad in St. Andrä im Lavanttal schwülheiß. Entsprechend herrscht am Nachmittag vor allem im Süden erhöhte Gewittergefahr.

Temperaturen um 13:10 Uhr; (zum Vergrößern auf das Bild klicken. Daten: ZAMG/UBIMET)

+++ Update 12:55 Uhr +++

Die Gewitter im Norden des Landes haben nachgelassen, sind aber aktuell noch für teils kräftigen Wind in Teilen Niederösterreichs verantwortlich.Anbei die gemessenen Windspitzen:

  • 71 km/h Klausen-Leopoldsdorf
  • 63 km/h St. Pölten
  • 62 km/h Retz
  • 62 km/h Gumpoldskirchen

+++ Update 12:30 Uhr +++

Vor allem im südlichen Bergland steigt die Gewitterneigung nun langsam an, in der Gurktaler Alpen ist knapp nördlich der Flattnitz vor wenigen Minuten eine Gewitterzelle entstanden.

+++ Update 12:00 Uhr +++

Anbei ein Video aus dem Waldviertel. Etwa in Weitra wurden Böen bis 61 km/h gemessen, wobei die Station nicht direkt getroffen wurde.

+++ Update 11:50 Uhr +++

Das Gewitter im Waldviertel zieht derzeit mit stürmischen Böen über Karlstein an der Thaya hinweg und verlagert sich demnächst nach Tschechien. Ein weitere Gewitter zieht derzeit in der nördlichen Obersteiermark über das Untere Ennstal zwischen Admont und Hieflau hinweg.

+++ Update 11:30 Uhr +++

Das Gewitter im Waldviertel ist weiterhin sehr kräftig und zieht in Richtung Karlstein an der Thaya. Anbei ein Webcambild aus Groß-Siegharts.

Gewitter bei Groß-Siegharts. © http://www.wetter-hausruckviertel.at/
Gewitter bei Groß-Siegharts. © https://www.wetter-hausruckviertel.at/

+++ Update 11:15 Uhr +++

Im Oberen Waldviertel bei Kirchberg am Walde ist ein kräftiges Gewitter entstanden. Das Gewitter zieht ostwärts und sorgt für Hagel- und Sturmgefahr! Eine Konvergenzlinie liegt derzeit quer über dem Westen Niederösterreichs, hier können in der kommenden Stunde weitere Gewitter entstehen.

Eine Windkonvergenz liegt quer über Niederösterreich. Die Gewitter verlagern sich ostwärts. © ACG/UBIMET

+++ Update 11:05 Uhr +++

In Oberösterreich wurden bereits knapp 10.000 Blitzentladungen gemessen. Die Gewitter haben hier neben Starkregen auch für stürmische Böen gesorgt, anbei die bislang stärksten gemessenen Windböen:

  • 68 km/h Rohrbach
  • 65 km/h Wolfsegg
  • 64 km/h Reichersberg
  • 61 km/h Kremsmünster

in Unterach am Attersee wurde zudem 16 mm Regen innerhalb von einer Stunde gemessen.

+++ Übersicht +++

Österreich liegt am Montag südlich einer Kaltfront, die sich von Nordfrankreich quer über Deutschland bis nach Polen erstreckt. Im Vorfeld der Kaltfront gelangen weiterhin feuchtwarme und labil geschichtete Luftmassen ins Land, so sind in Salzburg und Oberösterreich bereits seit den Morgenstunden mitunter kräftige Gewitter durchgezogen. Die Gewitter erfassen nun auch das Most- und Waldviertel, am Nachmittag sind dann auch im östlichen Flachland sowie im Süden örtlich kräftige Gewitter zu erwarten. Örtlich besteht die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen!

Am Abend ziehen im Norden mit Ankunft der Kaltfront neuerlich Schauer und Gewitter durch, etwas geringer bleibt die Gewitterneigung dagegen im Bodenseeraum sowie im äußersten Südosten.

Titlebild © Storm Science Austria

Hitze: 7 Tricks für eine kühle Wohnung!

Ventilatoren schaffen bei der Hitze Linderung.

1. Fenster schließen und Jalousien runter

Sehr früh am Morgen ist die beste Zeit zum Lüften und dabei Wohnung oder Haus etwas abzukühlen. Den Rest des Tages solltet ihr es hingegen vermeiden die Fenster zu öffnen, ganz besonders in den Nachmittags- und Abendstunden. Dadurch würde nämlich nur aufgeheizte Luft in die Wohnung gelangen. Zusätzlich ist es sehr hilfreich, wenn man eine Markise, Rollladen oder Jalousien verwendet. Letztere funktionieren aber meist nur dann gut, wenn sie außerhalb der Fenster angebracht sind.

2. Zugluft in der Wohnung

Die Fenster sollten so geöffnet werden, dass in der Wohnung Zugluft aufkommt. Das Fenster, durch das die Luft in die Wohnung gelangt, sollte nur wenig geöffnet werden. Das Fenster, durch das die Luft wieder herausströmt, sollte hingegen vollständig geöffnet werden. Im Idealfall befindet sich ersteres auf der Innenhofseite und letzteres auf der Straßenseite. Beachtet aber auch das Timing (siehe Tipp Nr. 1)!

3. Vorhänge anfeuchten

Vielleicht kennt ihr diesen Trick noch nicht: Feuchtet während der kühlsten Tageszeit eure Vorhänge an und sorgt für Zugluft in der Wohnung. Wenn kein Wind geht, könnt ihr auch einen Ventilator dafür verwenden. Ihr werdet spüren, dass sich der Raum abkühlt.

4. In der Nacht Pflanzen gießen

Die Vegetation kann auch dabei helfen, das Haus abzukühlen. Besonders wenn ihr zahlreiche Pflanzen in der Wohnung habt, solltet ihr diese in der Nacht und in den frühen Morgenstunden gießen. Wenn man dann lüftet, hilft die Feuchtigkeit der Erde dabei die hineinkommende Luft etwas abzukühlen.

5. Elektrische Geräte abschalten

Obwohl wir es manchmal nicht direkt bemerken, heizen viele elektrische Geräte zusätzlich den Raum auf. Den Kühlschrank könnt ihr zwar nicht abschalten, allerdings gibt es andere Geräte auf die man durchaus verzichten kann: Beispielsweise Staubsauger, Computer oder auch Fernseher.

6. LEDs statt Glühbirnen

Glühbirnen wandeln etwa 90% der verbrauchten, elektrischen Energie in fühlbare Wärme um. Wer noch welche angebracht hat, sollte sie mit LED-Lampen ersetzen. Dann könnt ihr euch nicht nur auf ein kühleres Haus, sondern auch auf eine billigere Stromrechnung freuen.

7. Bettwäsche kühlen

In den meisten Wohnungen gibt es Zimmer, die kühler sind als andere. Entweder dank einer besseren Isolierung oder einfach wegen der Orientierung. Bringt die Bettwäsche in das kühlste Zimmer und lasst sie dort, bis ihr wieder ins Bett geht. Wenn ihr alle diese Tipps beachtet und trotzdem noch unter der Hitze leidet, dann könnt ihr auch probieren, selbst eine Klimaanlage zu basteln! Das folgende Video erklärt wie es geht:

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Am Wochenende Hitze mit bis zu 36 Grad an der Alpennordseite

Thermometer mit Hitze über 30 Grad - Adobe Stock

Die erste Junihälfte verlief im landesweiten Flächenmittel bereits um 1,3 Grad wärmer als im langjährigen Mittel von 1991 bis 2020, wobei die größten Abweichungen um +2 Grad in der Silvretta sowie in Osttirol und Kärnten verzeichnet wurden. In den kommenden Tagen werden die Abweichungen weiter ansteigen, so steht am Sonntag steht der bislang heißeste Tag des Jahres an. Entlang der Nordalpen von Vorarlberg bis ins Mostviertel steigen die Temperaturen örtlich auf bis zu 36 Grad.

Die größte Hitze verlagert sich am Wochenende von Frankreich nach Ostdeutschland (zum Vergrößern auf das Bild klicken). © UBIMET

PETRA bringt heiße Luft

Verantwortlich für die erste große Hitze des Jahres ist ein nahezu ortsfestes Tiefdruckgebiet namens PETRA mit Kern über dem Ostatlantik bzw. der Biskaya. An der Ostflanke des Tiefs gelangen mit einer südlichen bis südwestlichen Strömung heiße Luftmassen nach Mitteleuropa, wobei die größte Hitze die Regionen westlich und nördlich von Österreich trifft. So sind am Wochenende selbst in einem Streifen von Nordfrankreich bis in die Mitte Deutschlands recht verbreitet Temperaturen zwischen 35 und 39 Grad zu erwarten.

Die heißeste Luft umströmt das Hoch EFIM. © FU Berlin / DWD

Sonniges Wochenende

Am Samstag und Sonntag dominiert in Österreich bei höchstens harmlosen Schleier- oder Quellwolken verbreitet der Sonnenschein. Dazu bleibt es weitgehend trocken, nur ganz vereinzelt sind in den westlichen Nordalpen am späten Sonntagnachmittag lokale Hitzegewitter nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen steigen am Samstag auf 28 bis 34 Grad und am Sonntag auf 30 bis 36 Grad. Die höchsten Temperaturen sind unter leichtem Föhneinfluss von Vorarlberg bis ins Mostviertel zu erwarten.

Die Nullgradgrenze steigt am Sonntag vorübergehend auf etwa 4500 m an.

Zu Wochenbeginn bleibt es sehr heiß mit Temperaturen zwischen 29 und 35 Grad, die Gewittergefahr steigt aber vor allem im Berg- und Hügelland an.

Am Montag gibt es auch im Südosten große Hitze.

Außergewöhnliche Juni-Hitze

Temperaturen um 35 Grad sind in den vergangenen Jahren häufiger geworden, sind aber weiterhin außergewöhnlich. Beispielsweise in Bregenz und Salzburg wurde die 35-Grad-Marke im Juni überhaupt erst dreimal seit Messbeginn erreicht. Im Zuge des Klimawandels erreicht die nordafrikanische Hitze den Alpenraum jedoch immer früher im Jahr. Im vergangenen Jahr wurden Temperaturen um 35 Grad erstmals am 21. sowie am 24. Juni im Südosten gemessen, im Rekordjuni 2019 sogar in jedem Bundesland. Der absolute Monatsrekord liegt bei 38,6 Grad, gemessen in Waidhofen an der Ybbs am 20.6.2013.

Titelbild © AdobeStock

Zu Fronleichnam kräftige Gewitter mit Hagel

Hagel und Regenbogen

Die kräftigsten Gewitter sind für heute durch, die verbliebenen Gewitter werden nun auch von Stunde zu Stunde weniger. Daher beenden wir unseren heutigen Liveticker und bedanken uns fürs Mitlesen! Bis demnächst an gleicher Stelle 🙂

+++Update 18:15 Uhr+++

Beeindruckende Strukturen bei den Gewittern, hier eingefangen vor Kurzem in Kirchberg an der Pielach.

Quelle: Storm Science Austria
Hagel in Wimpassing / Leitha. Bild: R. Proyer
Hagel in Pottendorf. Bild: F. Knabl

+++Update 17:45 Uhr+++

Nachhaltig abkühlen wird es mit den Gewittern nicht – nur kurzfristig. In Vorarlberg, hinter der Störungszone, geht der Tag freundlich zu Ende. Derzeit ist Feldkirch sogar der wärmste Ort des Landes mit knapp 30 Grad!

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn/

+++Update 17:30 Uhr+++

Man kann anhand der Blitzdichte (also Blitze pro Quadratkilometer) gut sehen, wo die heftigsten Gewitter bis jetzt gewütet haben: Jene Zelle, die von der Packalpe zur slowenischen Grenze gezogen ist, stellt hier die anderen Gewitter ziemlich in den Schatten!


+++Update 17:15 Uhr+++

Hier der Überblick der aktuellen Gewitterherde anhand der Blitzentladungen. Alte Blitze sind dunkel – neue Blitze sind gelb dargestellt. Im Westen hat sich die Situation nun schon beruhigt, die stärksten Gewitter derzeit in Niederösterreich un der Steiermark:

+++Update 17:00 Uhr+++

Mittlerweile regnerisch auch in Wien, der Regen hält jetzt einige Zeit an und auch Blitze sind immer wieder mit dabei!

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/

+++Update 16:45 Uhr+++

Schon 30.000 Blitze heute, die Hälfte davon geht auf das Konto der Steiermark:

+++Update 16:30 Uhr+++

Das kräftigste Gewitter geht momentan nördlich von Eisenstadt nieder und zieht ostwärts Richtung Neusiedl und Bruck/Leitha. In diesem Bereich intensiver Regen und Hagel!

+++Update 16:20 Uhr+++

Blick von Bad Vöslau auf das heftige Gewitter im südlichen Wiener Becken. Danke an Storm Science Austria für das tolle Bild:

Quelle: Storm Science Austria

+++Update 16:15 Uhr+++

Große Temperaturunterschiede derzeit – je nach Sonne oder Gewitter. In der Wiener Innenstadt noch immer 29 Grad, in Weitra (Waldviertel) hat es mit einem Gewitter auf 14 Grad abgekühlt.

In der Bundeshauptstadt wird es auch demnächst nass!

+++Update 16:00 Uhr+++

Vorsicht im südlichen Wiener Becken. Hier hat sich eine sehr kräftige Gewitterzelle gebildet, rechnet hier mit intensivem Regen und auch Hagel. Hier ein Webcambild der A2 beim Knoten Wiener Neustadt:

+++Update 15:30 Uhr+++

Aktuelle Übersicht der Gewitter: Jetzt geht es auch langsam im Osten und Nordosten los, die Gewitter im Waldviertel nehmen Kurs auf Wien. Mal sehen, ob sie es schaffen…

+++Update 15:20 Uhr+++

Die Gewitter bilden sich heute in sommerlich warmer/heißer Luft, 4 Stationen im Land haben bis dato die 30-Grad-Marke geknackt.

+++Update 15:00 Uhr +++

Anbei ein Hagelbild aus der Südweststeiermark. Ähnlich groß war der Hagel auch örtlich im Lavanttal und in den Karawanken.

+++Update 14:45 Uhr +++

Vor allem entlang der Südgrenze von den Karawanken bis in die Südsteiermark gehen derzeit heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel nieder. Diese Gewitter reichen gut 14 km hoch. Ein weiteres hochreichendes Gewitter erfasst nun das Obere Waldviertel, aber auch im Mittelburgenland entstehen nun Schauer und Gewitter.

Radar um 14:45 Uhr. © ACG/UBIMET

+++Update 14:30 Uhr +++

Anbei ein Video aus Maria Lankowitz (westlich von Köflach).


In Wolfsberg wurde Hagel mit einem Durchmesser von etwa 3 bis 4 cm beobachtet, siehe hier sowie hier

+++Update 14:20 Uhr +++

Auch im Raum Hartberg zieht derzeit ein Gewitter durch, anbei ein aktuelles Bild der Gewitterzelle.

Blitz bei Hartberg. © C. Matella

+++Update 14:15 Uhr +++

Die stärksten Gewitter gehen derzeit rund um die Koralpe nieder. In den kommenden Stunden verlagert sich der Schwerpunkt der Gewitter in den Nordosten des Landes, wo derzeit noch verbreitet die Sonne scheint. In Tschechien sind bereits erste kräftige Gewitterzellen entstanden, diese ziehen in Richtung Waldviertel.

Radar um 14 Uhr. © ACG/UBIMET

+++Update 14:10 Uhr +++

Derzeit gibt es große Temperaturkontraste: In Ferlach wurde soeben die 30-Grad-Marke erreicht und auch im östlichen Flachland liegen die Temperaturen bei 28 oder 29 Grad. In Tirol und Salzburg hat es teils auf unter 20 Grad abgekühlt, wie etwa in St. Johann i im Pongau mit 17,5 Grad.

Weitere Daten gibt es stets auch hier: Aktuelle Wetterdaten aus Österreich

+++Update 13:45 Uhr +++

Anbei aktuelles Infrarot-Satellitenbild, welches die Temperaturen an der Wolkenobergrenze zeigt. Je kälter die Temperatur, desto höher reichen die Gewitterwolken. Derzeit stechen vor allem die Wolken im nördlichen Unterkärnten sowie westlich von Graz stark heraus, stellenweise werden hier etwa -63 Grad ermittelt. Damit reichen die Gewitterwolken gut 13 km hoch.

IR-Satellitenbild um 13:35 Uhr.

+++Update 13:35 Uhr +++

In Neumarkt wurde vor wenigen Minuten eine Böe von 100 km/h gemessen. Anbei die Spitzen in den verfangenen drei Stunden in den Niederungen:

  • 100 km/h Neumarkt (ST)
  • 97 km/h St. Michael im Lungau (S)
  • 75 km/h Hochfilzen (T)
  • 73 km/h Bischofshofen (S)
  • 72 km/h Zell am See (S)
  • 72 km/h Friesach (K)

+++Update 13:15 Uhr +++

Vor allem im nördlichen Unterkärnten sowie zwischen dem Packsattel und Graz ziehen aktuell kräftige Gewitter durch, die Unwettergefahr nimmt in den Gebieten südlich bzw. südöstlich dieser Gewitter zu! Ein weiteres Gewitter ist südöstlich von München entstanden und zieht nach Salzburg.

Radar um 13:15 Uhr. © ACG/UBIMET

+++Update 12:50 Uhr +++

Die Gewitter im Murtal ziehen derzeit in Richtung Grazer Bergland. Die Hagel- und Sturmgefahr nimmt nach Südosten hin zu! Weitere Gewitter ziehen nordöstlich der Tauern sowie im Grenzbereich zu Bayern durch.

Radarbild um 12:50 Uhr. © ACG/UBIMET
Gewitter im Pongau. © www.foto-webcam.eu

+++Update 12:20 Uhr +++

Derzeit gehen vor allem in den Nordalpen vom Außerfern über die Salzburger Gebirgsgaue bis in die Obersteiermark örtlich Schauer und Gewitter nieder. In Hochfilzen wurde soeben eine Sturmböen von 75 km/h gemessen. Der Schwerpunkt der Gewitter wird sich in den kommenden Stunden in den Südosten verlagern, aber auch vom Waldviertel ostwärts nimmt die Gewitterneigung langsam zu.

Die Böenfront greift nun auf den Pinzgau über. Bild: www.foto-webcam.eu

+++Update 12:00 Uhr +++

Das kräftige Gewitter im Tiroler Unterland zieht aktuell über den Raum St. Johann in Tirol hinweg. Vorsicht vor Starkregen, kleinem Hagel und Sturmböen!

Anbei die bislang gemessenen Spitzenböen:

  • 69 km/h Mittersill (S)
  • 64 km/h Golling (S)
  • 63 km/h Kirchdorf in Tirol (T)
  • 61 km/h Windischgarsten (OÖ)

Weitere Daten gibt es stets auch hier: Aktuelle Wetterdaten aus Österreich

Gewitter im Kaiserwinkl. © www.foto-webcam.eu

+++Update 11:35 Uhr +++

Anbei zwei Webcambilder des Gewitters zwischen Wörgl und Kufstein (via www.foto-webcam.eu). In Achenkirch sowie auch in Windischgarsten wurden vor wenigen Minuten Böen um 60 km/h gemessen.

+++Update 11:15 Uhr +++

Das aktuell kräftigste Gewitter zieht derzeit vom Rofan ins Unterinntal (Raum Wörgl), hier kann es demnächst zu Starkregen, kräftigen Windböen und kleinem Hagel kommen. Weitere Gewitter sind im Berchtesgadener Land sowie im Raum Windischgarsten unterwegs. Die Gewitter ziehen mit etwa 50 bis 55 km/h ost- bis südostwärts.

Blitzentladungen um 11:10 Uhr. © UBIMET

+++Update 10:55 Uhr +++

Bei Gewittern sorgen Hagel und Sturm zwar oft für die höchsten Sachschäden, allerdings wird der klassische Blitz oft als Gefahrenquelle für den Menschen vernachlässigt. Ein paar Infos zum Thema Schrittspannung sowie generelle Verhaltenshinweise bei Gewittern findet ihr hier.

+++Update 10:30 Uhr +++

Am aktuellen Satellitenbild sieht man die hochreichenden Gewitterwolken (helles weiß) über Teilen Nordtirols. Auch in Oberösterreich sind erste gewittrige Schauer entstanden, im Süden und Osten scheint dagegen bei höchstens harmlosen Schleierwolken verbreitet die Sonne.

Satellitenbild um 10:20 Uhr. © EUMETSAT/UBIMET

+++Update 10:05 Uhr +++

Die Gewitter entlang der westlichen Nordalpen bringen vorerst starken Regen, kräftige Windböen und kleinen Hagel. Im Laufe des Tages sind vor allem im Südosten dann auch Gewitter mit großem Hagel und Sturmböen möglich.

Anbei zwei Meldungen aus dem Allgäu. Diese Gewitter ziehen aktuell über das Außerfern hinweg,

+++ Update 09:45 +++

In Vorarlberg ziehen bereits seit den Morgenstunden Schauer und Gewitter durch, hier gab es bereits mehr als 600 Blitzenladungen. Mittlerweile sich auch erste kräftige Gewitter unterwegs, diese ziehen aktuell über den Allgäu bzw. das Außerfern hinweg.

Radarbild um 9:45 Uhr. © UBIMET/ACG/DWD

+++ Übersicht +++

Österreich liegt am Donnerstag im Einflussbereich feuchtwarmer und energiereicher Luftmassen. Der Hochdruckeinfluss lässt dabei nach und aus Westen zieht tagsüber ein Tiefausläufer durch, somit muss man verbreitet mir einer zunehmenden Schauer- und Gewitterneigung rechnen. Bei teils starker Windscherung sind vor allem im Süden und Osten auch kräftige Gewitter zu erwarten mit der Gefahr von teils großem Hagel und Sturmböen!

Vor allem im Südosten zeichnet sich örtlich erhöhte Unwettergefahr ab. © uwz.at

Titelbild © AdobeStock

Seltenes Phänomen in Frankreich

Derzeit herrscht im Süden von Frankreich große Hitze und tagsüber steigen die Temperaturen auf Werte über 35 Grad. Doch mitten in der Nacht sind solche Werte ungewöhnlich, wie kam also dazu:

Der Heat-Burst

Die schwül-heiße Luft und die damit verbundene Labilität sorgt für die Bildung von kräftigen Gewittern (Hitzegewitter). So auch gestern Nacht, als Gewitter beidseits der Pyrenäen von West nach Ost entlangzogen. Um Mitternacht herum erreichten sie das Mittelmeer und lösten sich auf. Soweit so schön, kann man meinen, doch im kleinen Ort Cap Bear brach dann erst so richtig der Sturm los. Was ist passiert?

Stationsdiagramm Cap Bear

 

Das Stationsdiagramm zeigt eindrücklich den Verlauf des Ereignisses. Nach Abzug der Gewitter um 23 UTC (01 MESZ) frischt der Wind bis auf Orkanstärke aus und in Böen werden über 150 km/h gemessen und der Wind dreht auf Süd. Dabei sinkt der Druck rapide und auch die relative Feuchtigkeit sinkt auf sehr trockene 25 %. Die Animation (Anklicken zum Abspielen) zeigt die Gewitter.

Satellitenfilm des Ereignisses © EUMETSAT

Grund für den Sturm ist ein sogenanntes „Wake Low“. Dabei handelt es sich um ein kleinräumiges Tief, welches auf der Rückseite von sich abschwächenden Gewittern entstehen kann.

Windrichtungen und Lage des Wake Lows am 15.06.2022 um 2 Uhr Früh MESZ

Entstehung

Entstehung eines Heat Bursts

Auf der Rückseite eines Gewitters herrscht Absinken, hier fällt zudem aus größeren Höhen auch noch etwas Regen bzw. in der Höhe Schnee. Fällt dieser in eine Schicht aus trockener Luft, die aus der Umgebung herangeführt wird, verdunstet der Niederschlag und die Luft wird durch die Verdunstungskälte gekühlt. Damit ist sie kälter als die Umgebung sinkt dadurch beschleunigt weiter ab.

Da diese nun aber trocken ist, folgt ihr Abstieg mit etwa 10 Grad pro Kilometer (Fachwort: Trocken-Adiabatisch). Dabei erwärmt sich die Luft wieder und ist nun wärmer und trockener als die Luft im Zentrum des Gewitters und somit ist der Name “ Heat Burst“ (Hitzeausbruch) erklärt. Da aufgrund der Erwärmung der Druck sinkt, bildet sich bodennah ein kleines Tief, das „Wake Low“.

Anders als bei den großen Tiefs (z.B. Sturm oder Orkantiefs) spielt die Corioliskraft eine untergeordnete Rolle und somit strömt die Luft nahezu direkt in den Tiefkern. Ist der Druckunterschied groß genug, sind solche extremen Böen und der hohe Mittelwind (82 km/h) erklärbar. In Europa bisher eher weniger gut dokumentiert, treten „Heat Bursts“ in den USA immer mal wieder auf und sorgen hier für Schäden.

Titelbild: © Storm Science Austria

Gewitter in Österreich: die blitzreichsten Regionen des Landes

Gewitter können in Mitteleuropa bei passenden Wetterbedingungen im gesamten Jahr auftreten, die klassische Hochsaison geht hierzulande aber typischerweise von Mitte Mai bis Ende August. In dieser Jahreszeit sorgt einerseits der hohe Sonnenstand für eine starke Erwärmung der bodennahen Luft, was zu einer labilen Luftschichtung führen kann, andererseits werden die Luftmassen im Laufe des Sommers generell energiereicher (wärmere Luft kann mehr Wasserdampf enthalten).

Anzahl an Blitzentladungen pro Monat in Österreich von 2011 bis 2020. © UBIMET

Der blitzreichste Monat des Jahres in Österreich ist meist der Juli mit einem 10-jährigen Mittel von knapp 225.000 Blitzentladungen (Stromstärke ab 5 kA). Es folgen in absteigender Reihenfolge August, Juni und Mai. Gegen Ende August lässt die Blitzhäufigkeit aufgrund der rasch abnehmenden Tageslänge deutlich nach, der blitzärmste Monat ist der November mit durchschnittlich nur 136 Entladungen.

Blitze in Österreich

Im 10-jährigen Mittel stechen bei der Blitzdichte in Österreich zwei Regionen ganz besonders hervor:

  • Die Gebiete vom Grazer Bergland und Mürztal über das Grazer Becken bis ins Südburgenland
  • Die Gebiete vom Flachgau bzw. südlichem Innviertel über das Salzkammergut bis zu den Ennstaler Alpen

Am wenigsten Blitze gibt es dagegen am Alpenhauptkamm vom Montafon bis zu den Ötztaler Alpen, da hier die lange Schneebedeckung sowie die hochgelegenen Täler nur eine recht kurze Gewittersaison zulassen.

Mittlere Blitzdichte von 2010 bis 2019. © UBIMET

Bezirke mit der höchsten Blitzdichte

  • 34,6 Blitze/km² Weiz (ST)
  • 32,7 Blitze/km² Graz-Umgebung (ST)
  • 29,3 Blitze/km² Hartberg-Fürstenfeld (ST)
  • 28,4 Blitze/km² Graz (ST)
  • 27,5 Blitze/km² Jennersdorf (B)
  • 26,8 Blitze/km² Salzburg Stadt (S)
  • 26,7 Blitze/km² Südoststeiermark (ST)
  • 26,4 Blitze/km² Salzburg-Umgebung (S)
  • 26,4 Blitze/km² Voitsberg (ST)
  • 25,6 Blitze/km² Oberwart (B)
  • 25,2 Blitze/km² Ried im Innkreis (OÖ)

An letzter Stellen befinden sich die Bezirke Bludenz und Landeck mit einer mittleren Dichte von 8,2 bzw. 8,6 Blitzen/km² (in den Gemeinden Bartholomäberg in Vorarlberg bzw. Sölden in Tirol liegt sie bei nur 5 Blitzen/km²).

Mittlere Anzahl von Blitzen pro Tag (2007-2019). © UBIMET

Wenn man sich die mittlere Anzahl von Blitzen pro Tag betrachtet, stechen die bereits erwähnten Regionen ebenfalls klar heraus, ganz besonders die Gebiete rund um Weiz. Starke Gewitter können zwar überall auftreten, auch in dieser Kategorie liegen aber „die üblichen Verdächtigen“ an der Spitze:

  • das südöstliche Bergland (u.a. vom Murtal bis zur Buckligen Welt)
  • die Nordalpen (v.a. vom Außerfern bis zu den Niederösterrechischen Voralpen)
  • das Obere Waldviertel
Anteil der Schwergewittertage. © UBIMET

Hagel ist in Österreich keine Seltenheit, vor allem bei leicht föhnigen Wetterlagen kommt es am Alpennordrand, im Südosten oder im Waldviertel nahezu jährlich lokal auch zu großem Hagel. Vereinzelt wurde auch schon sehr großer Hagel mit einer Größe von etwa 10 cm beobachtet, wie etwa zuletzt am 5. Juni 2022 im Kaiserwinkl oder am 24. Juni 2021 in Wald- und Weinviertel.

Meldungen von großem Hagel in Österreich in der ESWD-Datenbank seit 2010. © ESWD

Blitzhauptstadt Graz

In Österreich stellt Graz aufgrund der geographischen Lage am Südostrand der Alpen die blitzreichste Landeshauptstadt dar. Einerseits gibt es hier zahlreiche Gebirgsgruppen wie etwa die Packalpe oder das Grazer Bergland, welche die Auslöse von Gewittern begünstigen, andererseits ist die Luft hier im Sommer oft sehr feucht bzw. energiereich. Hinzu kommt noch, dass sich die feuchte Luft  in tiefen Schichten bei Kaltfrontdurchgängen besonders lange halten kann, da die bodennahe Kaltluft von den Alpen blockiert wird bzw. über Wien hinweg umgeleitet wird. In mittleren Höhenlagen findet aber dennoch eine Temperaturabnahme statt, was dann in der Steiermark und im Südburgenland zu einer oft labilen Luftschichtung führt.

Im Südosten ist die Luftschichtung am häufigsten labil. © UBIMET

Dieser Effekt führt auch dazu, dass es in Graz deutlich häufiger als etwa in Wien zu kräftigen Gewittern kommt, da die energiereiche Luft hier rasch durch aufkommenden Westwind ausgeräumt wird.

Mittlere Blitzdichte pro Landeshauptstadt:

  1. Graz 28,4 Blitze/km²
  2. Salzburg 26,8 Blitze/km²
  3. Bregenz 16,9 Blitze/km²
  4. Eisenstadt 16,3 Blitze/km²
  5. Innsbruck 15,1 Blitze/km²
  6. Linz 11,3 Blitze/km²
  7. Wien 11,2 Blitze/km²
  8. Klagenfurt 11,1 Blitze/km²
  9. St. Pölten 10,7 Blitze/km²

In Wien handelt es sich um ein Mittel über alle Bezirke, wobei es auch innerhalb vom Bundesland Wien größere Unterschiede gibt: Während sie im Süden teils über 13 Blitzen/km² liegt, sind es in Floridsdorf nur 8,7 Blitze/km² (Zeitraum von 2010 bis 2019).

Bei sommerlichen Kaltfronten aus NW hält sich südlich der Alpen länger die energiereiche Luft.

Auch auf mitteleuropäischer Ebene stechen die Gebiete rund um das Grazer Becken heraus. Besonders in Norditalien gibt es allerdings Regionen mit einer noch höheren Blitzdichte, wie etwa das Alpenvorland rund um Bergamo sowie im Nordosten Italiens von Vicenza bis Udine, generell die nördliche Adria oder auch auch die Küste Liguriens von Genua ostwärts.

Blitze pro km² pro Jahr in Österreich (2009-2019). © UBIMET

Zutaten für Gewitter

Für die Entstehung von Gewittern sind grundsätzlich drei Zutaten notwendig: Ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit in tiefen Schichten, eine labile Schichtung der Atmosphäre sowie ein Mechanismus, der die Luft zum Aufsteigen bringt. Letzteres kann beispielsweise zusammenströmender Wind über einem Berg oder auch im Flachland (Konvergenz) oder auch eine aufziehende Front sein. Für die Entstehung langlebiger Gewitter ist zusätzlich noch eine Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe notwendig, damit der Auf- und Abwindbereich der Gewitter voneinander getrennt bleiben.

Vorwarnung und Warnung

Die Zutaten für schwere Gewitter kann man meist schon mehrere Tage im Voraus gut prognostizieren (Gewittervorwarnung), wo dann aber auch ein kräftiges Gewitter exakt durchzieht, kann man in der Regel nur kurzfristig anhand von Radar- und Satellitendaten erkennen (Gewitterwarnung).

Hitzevorstoß zum Wochenende immer wahrscheinlicher

Hitze in Frankreich

Ausgangssituation

Das Satellitenbild gibt die derzeitige Wetterlage über Europa wieder. Ein kleines Tief vor der Küste Nordwestspaniens lenkt auf seiner Vorderseite heiße Wüstenlust in den Südwesten des Kontinents. Daher befindet sich derzeit über Spanien eine ausgeprägte Hitzeglocke, die in den folgenden Tagen auf Frankreich übergreifen wird.

Aktuelles Satellitenbild von 11:00 Uhr © EUMETSAT

Deutschland hat am Wochenende die Kaltfront des Tiefs mit Kern über dem Baltikum überquert. Dahinter strömt zur Zeit noch kühlere Meeresluft ein. Dies wird sich in den weiteren Tagen nun spürbar ändern.

Ablauf

Die folgende Animation (zum Abspielen anklicken) zeigt die Prognose der Hitzewelle in Frankreich für die kommenden Tage. Dabei werden alleine schon in 1500 m Höhe Temperaturen von Mitte 20 Grad erwartet, was in 2m Höhe in den Niederungen bei längerem Sonnenschein am Samstag teils Höchstwerte um die 40 Grad bedeutet.

Prognose der Temperatur in 1500 m – Höhe © ECMWF

Dies ist schon außergewöhnlich wie wir im Blog vom Sonntag bereits berichtet haben. Insbesondere für Ältere und Geschwächte sind solche Temperaturen lebensgefährlich!

Hitze in Deutschland

Kommen wir nach Deutschland, bei uns erreicht die Hitze am Freitag den Südwesten. Dabei sind im Südwesten Temperaturen um 30 Grad zu erwarten. Wie am Beispiel für Mannheim gezeigt, ist die Entwicklung bis dahin abgesichert. Am Samstag erreicht die Hitze hier nach derzeitigem bereits ihren Höhepunkt.

Temperaturprognose für Mannheim © ECMWF

Dann werden im Südwesten Werte um 35 Grad erwartet. Aber auch im übrigen Land wird es verbreitet heiß werden. Lediglich an den Küsten und in Schleswig-Holstein deuten sich angenehme Werte an. Hier macht sich die Nähe zu einer Luftmassengrenze bemerkbar, deren Ausbildung die weitere Wetterentwicklung maßgeblich beeinflussen wird.

Prognostizierte Höchstwerte am Samstag © UBIMET

Vieles deutet darauf hin, dass das Tief, welches derzeit noch schwach vor der Küste Spaniens liegt (s.o.) eine entscheidende Rolle bekommt. Es zieht in die Biskaya und damit nimmt der Einfluss auf unser Wetter zu. Damit wird in der Folge die größte Hitze in den Osten des Landes geschoben, wo am Sonntag Spitzenwerte zwischen 35 und 40 Grad möglich sind.

Unsicheres Wochenende

Das Wetter am Wochenende wird schließlich bestimmt durch zwei Tiefs. Das eine Tief ist unser Biskaya-Tief, das zweite entwickelt sich in der zweiten Wochenhälfte auf dem offenen Atlantik. In der unten stehenden Graphik, hat es zwar seinen Höhepunkt überschritten, dennoch ist sein Einfluss weiterhin noch groß.

Prognostizierte Wetterlage am Samstag, den 18.6.2022 © ECMWF

In der Nacht auf Samstag trifft die Kaltfront des Tiefs 2 über den Britischen Inseln auf die Warmfront von Tief 1 (unserem Biskaya-Tief) und eine scharfe Luftmassengrenze baut sich auf. Wo diese genau liegen wird ist derzeit noch unsicher. Dies hängt von den Zusammenspiel beider Tiefs ab.

Aufjedenfall kann es in ihrem Umfeld zu kräftigen Gewittern kommen. Eine der Unsicherheiten besteht darin, ob und wie schnell sie in der Folge nach Süden voran kommt, oder ob unser Tief 1 das verhindern kann, wie es einige Modelle sehen.

Damit wird auch entschieden, ob und wie kräftig die Gewitter am Wochenende ausfallen werden, die weiterhin sehr wahrscheinlich erscheinen. Sollte der Ablauf günstig sein, sind nach derzeitigem Stand auch Unwetter möglich.

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/sonne-himmel-blau-sonnenlicht-3588618/

Zu Fronleichnam teils schwere Gewitter, danach Hitze in Sicht?

Blitz bei Gewitter - AdobeStock

Nach ein paar ruhigeren Tagen zieht am Donnerstag, zu Fronleichnam, ein kleinräumiges Tief über den Nordosten Österreichs hinweg. Im Westen gehen bereits am Vormittag lokale Schauer und Gewitter nieder. Diese breiten sich tagsüber unter Verstärkung ostwärts aus und erreichen am Nachmittag auch das östliche und südöstliche Flachland. Primär zwischen dem Bregenzerwald und dem Tiroler Unterland, später aber auch im Südosten des Landes besteht in Gewitternähe erhöhte Unwettergefahr durch Sturmböen, Hagelschlag und Starkregen. Am ehesten trocken bleibt es am Bodensee und im Weinviertel. Die Temperaturen bleiben trotz Gewitter auf einem sommerlichen Niveau und erreichen verbreitet 24 bis 30 Grad.

Prognose der Niederschlagssumme für den Donnerstag, hauptsächlich durch Gewitter - UBIMET
Prognose der Niederschlagssumme für den Donnerstag, hauptsächlich durch Gewitter – UBIMET

Am Fenstertag Wetterberuhigung und mäßig warm

Bereits am Freitag zieht die Störung nach Südosten ab und aus Westen nimmt ein mächtiges Hoch allmählich an Einfluss auf das Wettergeschehen im Alpenraum. Der Fenstertag verläuft somit bei einem freundlichen Sonne-Wolken-Mix im Großteil des Landes trocken. Lediglich im zentralen Bergland und im Süden ist die Schauerneigung noch leicht erhöht. Dazu bleibt es mit 23 bis 30 Grad österreichweit sommerlich warm.

Prognose der Sonnenstunden (h) für den Freitag - UBIMET
Prognose der Sonnenstunden (h) für den Freitag – UBIMET

Hochsommerliches Wochenende mit bis zu 35 Grad

Der Samstag bringt dann verbreitet sonniges und stabiles Wetter. Verbreitet sind 25 bis 30 Grad in Reichweite, in Vorarlberg und dem Tiroler Oberland sind aber schon Spitzenwerte von bis zu 33 Grad zu erwarten. Am Sonntag gewinnt dann die Hitze von Westen her die Oberhand und landesweit sind 26 bis 34 oder 35 Grad in Sicht. Die 35-Grad-Marke wird in tieferen Lagen in einer großen Region von Vorarlberg über Nordtirol und den Flachgau bis in die nördlichen Voralpen aller Voraussicht nach geknackt. Die Neigung zu Hitzegewittern nimmt aber im westlichen Bergland langsam schon wieder zu. Ob sich die Hitze auch in der neuen Woche fortsetzen wird, ist noch unsicher. Bereits am Montag könnte eine Kaltfront aus Westen die kurze Hitzewelle abrupt beenden.

Prognose der Höchstwerte (°C) für den Sonntag - UBIMET
Prognose der Höchstwerte (°C) für den Sonntag – UBIMET

35 Grad im Juni kommen nicht oft vor

Solche Höchstwerte sind Mitte Juni sehr außergewöhnlich und nähern sich schon den Monatsrekorden an. In Bregenz und Salzburg zum Beispiel gab es 35 Grad so früh im Jahr – konkret vor dem 20. Juni – nur zweimal seit jeweiligem Messbeginn. An diesen beiden Stationen gab es mehr als 35 Grad im Juni überhaupt nur dreimal seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Zuge des Klimawandels erreicht die nordafrikanische Hitze den Alpenraum jedoch immer häufiger und immer früher im Jahr.

Statistik der Jahre mit (rot) oder ohne (blau) 35 Grad oder mehr im Juni in den Landeshauptstädten - UBIMET, Datenquelle ZAMG
Statistik der Jahre mit (rot) oder ohne (blau) 35 Grad oder mehr im Juni in den Landeshauptstädten – UBIMET, Datenquelle ZAMG

 

Titelbild: Blitz bei Gewitter – AdobeStock

Droht eine Rekordhitze?

Etwas mehr als drei Wochen ist es gerade einmal her, als Eintracht Frankfurt im Finale der Europa League in Sevilla triumphierte. Die Fans stöhnten bei 36 Grad Mitte Mai, zwei Tage später wurden in der Region verbreitet 41 oder 42 Grad gemessen. Seit letztem Donnerstag liegen die Temperaturen im zentralen und südlichen Bereich der Iberischen Halbinsel wieder im Bereich der 40 Grad-Marke, bspw. meldet Cordoba heute einen Höchstwert von 43 Grad. Spanien leidet also bereits unter der zweiten Hitzewelle des noch jungen Sommers – sie wird bis zum kommenden Wochenende andauern, Temperaturen bis zu 44 oder gar 45 Grad bringen und wohl als die stärkste seit 20 Jahren in die Geschichte eingehen.

Prognose der Höchstwerte von Montag bis Donnerstag @ UBIMET

Kommt die Hitze auch zu uns?

Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern: Manche Wettermodelle berechnen auch für Deutschland eine extreme Hitze am kommenden Wochenende. Doch bis es dazu kommt, vergeht noch viel Zeit und sicher sind zumindest Temperaturen über 35 Grad bei Weitem noch nicht. Zwar bringt ein Tief, gelegen westlich der Iberischen Halbinsel, die heiße Luft im Verlauf der Woche über Frankreich weiter nach Norden und zumindest in abgeschwächter Form wird die Hitze auch Deutschland erreichen. Doch das derzeit prognostizierte Ausmaß wäre in der Tat rekordverdächtig und bedarf noch weiterer Beobachtung.

Prognose der Höchstwerte von Freitag bis Sonntag @ UBIMET
Prognose der Höchstwerte am Samstag, den 18.06.2022 (Stand: 12.06.2022) @ UBIMET
Prognose der Höchstwerte am Sonntag, den 19.06.2022 (Stand: 12.06.2022) @ UBIMET

 

40 Grad im Juni?

Nach aktuellem Stand wären am Freitag im Südwesten des Landes erstmals in diesem Jahr 35 Grad zu erwarten, am Samstag und Sonntag würde der Höhepunkt der Hitze mit landesweit über 35 und regional um 40 Grad erreicht werden. Zum Vergleich: Erst an 4 Tagen überhaupt wurde die 40 Grad-Marke in Deutschland in der Geschichte geknackt, die höchste bis dato gemessene Temperatur datiert vom 25. Juli 2019 mit 41,2 Grad in Duisburg-Baerl und Tönisvorst. Gemäß der aktuellen, wirklich extremen Prognosen wäre dieser Rekord durchaus in Gefahr.

 

Eine für Juni übliche Hitze würde übrigens Temperaturen zwischen 32 und 35 Grad bringen, 40 Grad wurden im Juni noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert. 2019 war es jedoch einmal knapp, am damaligen letzten Tag des Monats wurde in Bernburg an der Saale ein Höchstwert von 39,6 Grad erreicht, in Frankfurt am Main waren es 39,3 Grad. Dieser Tag war der mit Abstand heißeste Juni-Tag der jüngeren Vergangenheit.

 

Titelbild @ https://pixabay.com/de/photos/thermometer-sommer-heiss-hitze-4294021/

Zu Wochenbeginn mit Kaltfrontdurchzug unbeständig und windig

Eine Kaltfront sorgt vorübergehend für eine Abkühlung.

Österreich liegt am Sonntag noch an der Vorderseite einer voranschreitenden Kaltfront eines Tiefdruckkomplexes über Skandinavien. Der heutige Tag verläuft somit entsprechend ruhig.

Wetterlage am Sonntag - UBIMET
Wetterlage am Sonntag – UBIMET

Doch bereits in der zweiten Hälfte der Nacht auf Montag erreichen erste Schauer und lokale Gewitter Vorarlberg, diese breiten sich tagsüber weiter nach Osten und Südosten aus. Die Kaltfront erreicht am Nachmittag auch die südöstlichsten Landesteile und verlässt  dann Montagabend den Alpenraum.

Animation des Kaltfrontdurchzugs am Montag (Niederschlagsintensität) - UBIMET RACE Modell
Animation des Kaltfrontdurchzugs am Montag (Niederschlagsintensität) – UBIMET RACE Modell

Gebietsweise viel Regen, regional gewittrig

Dabei sind vor allem entlang der westlichen Nordalpen nennenswerte Regenmengen von bis zu 20, im Bregenzerwald örtlich auch bis zu 30 l/m² Regen zu erwarten. Zwar sind nach Osten und Süden zu generell niedrigere Niederschlagsmengen in Sicht, hier steigt aber am Montag die Gewittergefahr vorübergehend an. Besonders im äußersten Süden sind auch heftigere Gewitter mit Hagel möglich! Die Lage beruhigt sich schon am späten Montagabend wieder und der Dienstag verläuft dann ähnlich wie der heutige Sonntag überwiegend trocken.

Animation der Niederschlagsprognose für Sonntag, Montag (Kaltfrontdurchzug) und Dienstag - UBIMET
Animation der Niederschlagsprognose für Sonntag, Montag (Kaltfrontdurchzug) und Dienstag – UBIMET
Gewittergefahr am Montag - UBIMET, www.uwz.at
Gewittergefahr am Montag – UBIMET, www.uwz.at

Vorübergehend windiger und kühler

Mit Kaltfrontdurchzug frischt der West- bis Nordwestwind auf. Im Norden und Osten des Landes – und hier vor allem am Alpenostrand – weht der Wind am Montag teils kräftig, in sehr exponierten Lagen sind teils stürmische Böen nicht ganz auszuschließen. Der auffrischende Wind sorgt am Montag und Dienstag von Westen her für einen mäßigen Temperaturrückgang. So werden am Sonntag noch verbreitet sommerliche 25 bis 30 Grad erreicht. Die 25 Grad bleiben am Montag im Westen und Norden, am Dienstag dann am ehesten im Osten außer Reichweite. Im Süden wird der Rückgang kaum spürbar sein, die Luft wird aber auch hier vorübergehend trockener und klarer.

Animation der prognostizierten Höchstwerten für Sonntag, Montag (Kaltfrontdurchzug) und Dienstag - UBIMET
Animation der prognostizierten Höchstwerten für Sonntag, Montag (Kaltfrontdurchzug) und Dienstag – UBIMET
Prognose der maximalen Windböen am Montag - UBIMET
Prognose der maximalen Windböen am Montag – UBIMET

Bereits zur Wochenmitte hin macht sich von Westen her aber neuerlich eine schwül-warme Luftmasse aus dem westlichen Mittelmeerraum bemerkbar. Mit den Temperaturen geht es somit rasch wieder bergauf und auch die Schauer- und Gewitterneigung nimmt ausgehend vom Bergland tendenziell wieder zu.

 

 

Titelbild: Schauer mit Regenbogen – pixabay.com

Die Gewitterhauptstadt Österreichs

Gewitter

Für die Entstehung von Gewittern sind grundsätzlich drei Zutaten notwendig: Ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit, eine labile Schichtung der Atmosphäre sowie ein Mechanismus, der die Luft zum Aufsteigen bringt. Letzteres kann beispielsweise ein Zusammenströmen der Luft in Bodennähe oder eine Front sein. Für die Entstehung schwerer Gewitter ist zusätzlich noch eine Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe notwendig, da diese den Gewittern ermöglicht, sich über längere Zeit hinweg am Leben zu erhalten (die sog. Windscherung).

Blitzreiche Steiermark

Graz hat „die Ehre“ die blitzreichste Hauptstadt ihrer geographischen Lage am Rande der Alpen zu sein. Die Stadt liegt im sogenannten Grazer Becken und wird umgeben vom Grazer Bergland im Norden und dem Oststeirischen Hügelland im Süden. Dabei stellt die im Südosten Österreichs oft sehr warme und feuchte Luft aus dem nahen Mittelmeerraum in Zusammenspiel mit dem Steirischen Bergland eine besonders gute Voraussetzung für Gewitter dar, da hohe Luftfeuchtigkeit zusätzliche Energie für kräftige Gewitterentwicklungen bietet. Weiters hält sich rund um Graz bei Kaltfrontdurchgängen lange Zeit schwülwarme Luft, da die bodennahe Kaltluft erst von den Alpen über Wien hinweg umgeleitet wird und zeitlich verzögert im Südosten ankommt. In mittleren Höhenlagen findet aber dennoch eine Temperaturabnahme statt, was zu eine labilen Luftschichtung führt.

Ein Blitz in Graz. © www.foto-webcam.eu

Zugrichtung: Graz

Sehr oft entstehen die Gewitter im angrenzenden Berg- und Hügelland der West- und Obersteiermark: Ganz besonders im Semmering-Wechsel-Gebiet, in den Fischbacher Alpen, im Grazer Bergland, im Bereich der Niederen Tauern oder über der Koralpe, da es hier regelmäßig zu zusammenströmenden Winden aus unterschiedlichen Richtungen kommt. Bei einer meist südwest- bis nordwestlichen Höhenströmung ziehen die Gewitter dann in Richtung Graz. Der Grazer Hausberg Plabutsch, der an der westlichen Stadtgrenze in einer Nord-Süd-Ausrichtung liegt, stellt mit seinen 754 m keine Barriere dar.

Die höchste Blitzdichte im Mai 2022 gab es in der Steiermark. © UBIMET

Im Mai wurden in der Steiermark mehr als 70.000 Blitzentladungen verzeichnet, dabei kam es mitunter auch zu kräftigen Gewittern, wie beispielsweise am 27. Mai.

Titelbild © AdobeStock

Die Schafskälte

Schafskälte

Meteorologisch gesehen ist die Schafskälte eine sogenannte Singularität, also ein Witterungsereignis, welches in einem begrenztem Zeitraum immer wieder an einem ähnlichen Datum auftritt. Bei der Schafskälte handelt es sich um einen Kälterückfall in Mitteleuropa im Frühsommer, meist im Zeitraum zwischen dem 4. und 20. Juni mit einem Maximum der Häufigkeit um den 11. Juni. Eine ähnliche Singularität stellen im Mai die Eisheiligen dar.

Kälte und Schafe?

Allgemein ist die Schafskälte weniger im Flachland sondern vielmehr in höheren Lagen im Gebirge von Bedeutung, was auch zum Namen dieser Wetterlage führt. So können plötzliche Kälteeinbrüchen für frisch geschorene Schafe durchaus bedrohlich sein, besonders für Muttertiere und Lämmer in hochgelegenen Almgebieten. In den Nordalpen gehen solche Kaltlufteinbrüche manchmal auch mit Schnee bis in mittlere Höhenlagen um etwa 2000 m einher.

Unregelmäßiges Ereignis

Im Laufe des Junis erfassen zwar immer wieder kühle Luftmassen Mitteleuropa, allerdings gibt es kein fixes Datum für die Schafskälte. So führten Auswertungen der Jahre 1881 bis 1947 mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent zu einer Häufung um den 11. Juni, allerdings auch mit einer Streuung vom 4. bis zum 20 Juni. Etwas neuere Analysen aus den Jahren 1986 bis 1991 ergeben für das Auftreten dieser Singularität im Mittel die Zeit vom 11. bis zum 20 Juni. Auch eine Analyse der MeteoSchweiz zeigt, dass die Analyseperiode für den Zeitpunkt sowie die Dauer der Schafskälte eine wesentliche Rolle spielt, so war sie etwa in Davos am stärksten im Zeitraum 1931 bis 1960 ausgeprägt.

Schaf im Schnee
Schaf friert im Winter

Titelbild © Adobe Stock

Auf nasse Wetterwoche folgt warmes Wochenende

Viel Regen

Niederschlagsabweichung der ersten Juniwoche © UBIMET

Nach einem heißen und gewitterträchtigen Pfingsten ist nun die Schafskälte in Österreich angekommen und somit präsentieren sich die Temperaturen wenig sommerlich. Dazu fällt sogar bis auf etwa 2000 m hinab auch Schnee.

In Summe erfüllt der Juni sein Regensoll bereits Anfang des Monats über. Niederschlagsabweichungen von mehr teils mehr als 200 % sind schon beachtlich und daher ist es wenig verwunderlich, dass einige Flüsse Hochwasser führen und auch das trockene Frühjahr wird mehr und mehr ausgeglichen.

Wasserstand der Salzach © https://www.salzburg.gv.at/wasser/hydro/#/Fliessgew%C3%A4sser?station=203901

Grund hierfür waren Störungen, die in rascher Folge vom Atlantik her auf unser Wetter Einfluss genommen haben. Am Pfingstsonntag zogen im auch Salzburger Land kräftige Gewitter mit Starkregen durch, am Dienstag erreichte eine erste Front den Westen des Landes und heute macht sich eine weitere bemerkbar. Diese Störungen sind gut an den einzelnen Maxima im Wasserstand der Salzach erkennbar.

Niederschlagssumme des Junis bis 9.6. © UBIMET

Warmes Wochenende

Doch eine Unterbrechung dieses nassen Wetters ist in Sicht. mit einem Hoch am Wochenende steigen die Temperaturen wieder an und die Höchstwerte am Samstag liegen immerhin bei knapp 30 Grad. Am Sonntag sind dann vereinzelt sogar 31 Grad zu erwarten. Dazu scheint abseits der Alpen meist die Sonne und nur harmlose Quellwolken zieren den Himmel.

Prognostizierte Höchstwerte am Samstag, den 11.6.2022 © UBIMET

 

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/steiermark-nature-landschaft-2718958/

Rückblick: Unwetter am Pfingstsonntag

+++ Update 01:00 Uhr +++

Mit dieser Übersicht über die größten gemessenen Niederschlagssummen beenden wir diesen Live-Ticker. Vielen Dank fürs Mitlesen, gute Nacht und einen entspannteren Pfingstmontag!

+++ Update 00:53 Uhr +++

Der Gewitterschwerpunkt verlagert sich nun in den Südosten des Landes, sonst beruhigt sich das Wetter langsam wieder:


Radarbild von 00:35 Uhr, Quelle: AustroControl, UBIMET

+++ Update 00:14 Uhr +++

30-40 Liter Regen pro m² in Transdanubien

Im 21. und 22. Bezirk Wiens hat es ordentlich geschüttet, hier brachten die Gewitter in den letzten 1  1/2 Stunden zwischen 30 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter:

Regenmenge der letzten 90 Minuten, Quelle: ZAMG, UBIMET

+++ Update 23:38 Uhr +++

Leobersdorf: 40 Liter Regen in 40 Minuten!

An der Messstelle in Leobersdorf wurden beachtliche 40 Liter Regen innerhalb von 40 Minuten verzeichnet! Der Niederschlagsschwerpunkt liegt mittlerweile südöstlich von Wien zwischen Seibersdorf und Groß Enzersdorf.

Messwerte von Leobersdorf, Quelle: Nö. Landesregierung

+++ Update 23:25 Uhr +++

Die neuesten Messwerte zeigen, dass örtlich noch mit kräftigen Schauern im Zuge der Gewitter gerechnet werden muss:
Wien Donaufeld: 19,6 mm in 30 min
Kroisegg (Bgld): 30,5 mm in 40 min

+++ Update 23:15 Uhr +++

Ein Blick auf das aktuelle Radarbild zeigt, dass von Kärnten über das Burgenland bis nach Tschechien (entlang der weißen Linie) derzeit noch Gewitter niedergehen. Sturmböen sind dabei weniger das Thema, eher kurzzeitig kräftiger Niederschlag.

Radarbild von 23 Uhr, Quelle: AustroControl, UBIMET

+++ Update 23:00 Uhr +++

Ein landesweit blitzreicher Tag geht nun allmählich zu Ende – nicht aber die Gewitter. Derzeit „sammelt“ Wien noch mit dem kräftigen Gewitter, das nun doch über den Wienerwald auch die Stadt erreicht hat.

+++ Update 22:30 Uhr +++

Jetzt beginnt es auch im östlichen Flachland verbreitet zu gewittern, auch der Westwind frischt hier nun gebietsweise kräftig auf mit Böen zwischen 60 und 70 km/h. Hier ein Bild der registrierten Blitze zwischen 22:15 und 22:20 Uhr:

+++ Update 21:45 Uhr +++

Die Gewitterlinie hat etwas abgeschwächt nun auch Niederösterreich und die Steiermark erreicht. Die Druckwelle hat deutlich nachlassen, allerdings gibt es aktuell eine Neuentwicklung bei St. Pölten. Diese Zelle zieht Richtung Osten und somit auf Wien zu. Ob sie es bis in die Bundeshauptstadt schafft, wird sich in den nächsten Minuten zeigen, denn noch hat sie es nicht über den Wienerwald geschafft.

Weitere Gewitter haben sich über dem Steirischen Randgebirge Richtung Hochwechsel und über der Buckligen Welt gebildet, die jedoch nur sehr zögerlich (nach Osten) vorwärts kommen.

Quelle: nowcast/UBIMET/ZAMG

+++ Update 20:15 Uhr +++

Nicht nur Sturm gehen mit den Gewittern einher, auch beachtliche Regenmengen wurden bereits gemessen.
Die Summen der vergangenen Stunde in Oberösterreich:

    • Ried/Innkreis 34.4 mm
    • Obertrattnach 33.0 mm
    • Vöcklabruck 20.3 mm
    • Kremsmünster 24.7 mm

+++ Update 19:50 Uhr +++

In Oberösterreich kam es in der vergangenen Stunde zu teils orkanartigen Böen (z.B: Kremsünster 116 km/h). Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt: Vor allem im Donauraum rast die Druckwelle ostwärts. In den nächsten Stunden wird es mit Durchzug der Gewitterlinie auch im Wald- und Mostviertel vorübergehend stürmisch! Die Böen erreichen auch hier teilweise 80 bis 100 km/h, lokal auch mehr!

Quelle: nowcast/UBIMET/ZAMG

+++ Update 19:40 Uhr +++

Aktuell sind bereits 100 Feuerwehreinsätze in Oberösterreich im Gange:

Quelle: http://ooe.martinhochreiter.at

+++ Update 18:55 Uhr +++

Im Donauraum kommt es nun immer häufiger zu Sturmböen, vereinzelt auch zu schweren und sogar orkanartigen Sturmböen, in der Grafik sind die Böen der letzten Stunde (Stand 18:40 Uhr MESZ) zu sehen.

Ein Auszug:

  • Chieming (Bayern): 104 km/h
  • Waging am See (Bayern): 94 km/h
  • Mondsee (OÖ): 81 km/h
  • Ostermiething (OÖ): 75 km/h
  • (Und etwas exponiert, weil Bergstation: Kolomansberg ( 1113 m) mit 111 km/h)

 

Max. Windböen der letzten Stunde, 5.6.2022, 18:40 MESZ (Quelle: UBIMET/ZAMG/DWD)

+++ Update 18:25 Uhr +++

Jenes Gewitter, das am Nachmittag über das Allgäu zog, hat lokal viel kleinkörnigen Hagel gebracht:

++++ Update 18:00 Uhr +++

In Achenkirch (T) gab’s beachtlichen, 3 bis 4 cm Hagel:

+++ Update 17:30 +++

Über dem nördlichen Alpenvorland sowie in den Nördlichen Kalkalpen sorgt derzeit eine Gewitterlinie für teils Sturmböen, Platzregen und Hagel. Achtung auch in der Stadt Salzburg und im Flachgau sowie im Innviertel! In ca. 30-40 Minuten trifft die Gewitterlinie auch hier ein.

Quelle: nowcast/UBIMET

+++ Update 17:10 Uhr +++

Beachtliche Böen in der vergangenen Stunde in Tirol! Im Oberland ist die Luft um rund 10 bis 15 Grad kühler, als im Raum Innsbruck. Die kalte Luft aus diesem cold pool ist ins Obere Inntal hinunter geschwappt und hat dann in Innsbruck innerhalb von Minuten teils für Orkanböen gesorgt:

  • Innsbruck (Uni): 98 km/h
  • Innsbruck – Kranbitten: 143 km/h

+++ Update 17:00 Uhr +++

Ein kurzer Blick auf das Satellitenbild offenbart die overshooting tops der Zelle im Murtal. Dabei schießt der Aufwindbereich des Cumulonimbus kurzzeitig über die Tropopause in die relativ wärmere, untere Stratosphäre.  Diese wirkt wie ein Deckel für das Gewitter, sodass die overshootings rasch zusammenfallen. Auf dem Satellitenbild unten sind sie als weißer Fleck (-55 °C) inmitten des rosa Amboss (-60 °C) zu erkennen.

QUelle: UBIMET/ EUmetsat

+++ Update 15:45 Uhr +++

Am Alpennordrand wird es jetzt zunehmend gewittrig. Eine kräftige Gewitterzelle zieht vom Toten Gebirge ostwärts, allerdings sehr langsam. Eine weitere Zelle ist über dem Murtal entstanden und steuert nun Richtung Seckauer Tauern.

Quelle: Niederschlagsradar, 5.6.2022, 15:35 Uhr MESZ UBIMET /DWD

+++ Update 15:07 Uhr +++

Wer gerade aus dem Allgäu mitliest: Achtung, ein schweres Gewitter zieht aus Südwesten Richtung LK Kaufbeuren zu. Zwei weitere Zellen steuern Richtung München bzw. Bad Tölz

Quelle: Niederschlagsradar, 5.6.2022, 15:00 Uhr MESZ UBIMET /DWD

+++ Update 14:47 Uhr +++

Am Bodensee kommt es gerade sintflutartig herunter. Sehr hohe Niederschlagsraten:

  • Rohrspitz 24 l/10 Min
  • Bregenz 15 l/10 Min

Die Zelle zieht nun nach Nordosten in den Allgäu.

+++ Update 14:40 Uhr +++

Die Gewitterlinie hat nun auch das Rheintal erwischt, Sturmböen ( ~ 80 km/h) und Starkregen (17 l in 10 Minuten) wurden in Rohrspitz bzw. Altenrhein gemessen.

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn/2022/06/05/1430

+++ Update 14:00 Uhr +++

Erste Zelle nun im Tiroler Oberland, Starkregen und kleiner Hagel sind in Kürze im Außerfern zu erwarten.

Radarbild von 13:55 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 13:45 Uhr +++

Von der Schweiz greifen jetzt kräftige Gewitter auf Vorarlberg über.

Radarbild von 13:45 Uhr © DWD

+++ Update 13:35 Uhr +++

Hier das aktuelle Satellitenbild, derzeit kann es noch gut einstrahlen. Damit steigt die Unwetterfefahr an. Im Rot und Violett markierten Bereich sind in den nächsten Stunden Unwetter zu erwarten.

Satellitenbild von 13:15 Uhr © EUMETSAT und Gefahrengebiete der nächsten Stunden

+++ Update 13:15 Uhr +++

Erste Schauer sind nun im Pinzgau und in Osttirol entstanden.

Radarbild von 13:05 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 13:30 Uhr +++

Hier die Analyse des Tiefs MAYA mit Warmfront in Rot und Kaltfront in Blau.

Händische Analyse des Tiefs Maya um 12 Uhr MESZ

+++ Update 12:15 Uhr +++

Derzeit ziehen bereits in der Schweiz erste Gewitter nach Nordosten, die Kurs auf Vorarlberg nehmen.

Blitzt der letzten Stunde © NOWCAST/UBIMET

+++ Update 12:00 Uhr +++

Das aktuelle Satellienbild zeigt, dass große teile Österreichs derzeit klaren Himmel haben, somit kann es gut einstrahlen und kräftige Gewitter am Nachmittag sind zu erwarten.

Satellitenbild von 11:40 Uhr © EUMETSAT

Blog

In Verbindung mit guter Scherung durch das nahe Tiefzentrum deuten sich von der Ostschweiz über Bayern bis nach Oberösterreich die kräftigsten Unwetter mit dem Potential für großen Hagel und Sturmböen an. Aber auch im Südosten von Österreich ist am späten Abend ausgehend vom Steirischen Randgebirge die Möglichkeit für schwere Gewitter gegeben, hier rücken neben Hagel lokale Überflutungen als Gefahr in den Fokus.

Entlang der Donau sollte sich am Abend zudem eine Druckwelle ausbilden. Im Gegensatz zu sonst simulieren die Wettermodelle in der Nacht aber ein Voranschreiten der Gewitter bis nach Wien und ist östliche Flachland, selbst eine markante Gewitterlinie mit Sturmböen ist dann möglich. Über dem Osten von Österreich wird die verursachende Front in der Nacht schließlich relativ stationär, so dass hier noch größere Regenmengen bis in den Montag hinein möglich sind.

Wettergefahren am Pfingstsonntag @ UBIMET

Alles in allem ist das Potential für den schwersten Gewittertag des bisherigen Jahres in Österreich gegeben. Bis es soweit ist, heißt es aber sich noch auf die heutigen Gewitter zu fokussieren. Der ‚Waldviertelexpress‘ ist bereits in Fahrt gekommen und bringt heute wohl noch das ein oder andere Gewitter nach Wien.

Radarbild von 14:20 Uhr am Samstag, den 04.06.2022 @ UBIMET, ACG

 

Titelbild @ Storm Science Austria

Neue Unwetter am Pfingstsonntag

+++ Zusammenfassung +++

Wie erwartet haben sich am heutigen Pfingstsonntag im Süden Deutschlands kräftige Gewitter entwickelt. Die Begleiterscheinungen reichten dabei von größerem Hagel über lokal sehr große Regenmengen in nur kurzer Zeit bis hin zu orkanartigen Böen. Auswirkungen waren dabei verbreitet zu beobachten mit lokalen Überflutungen oder umgestürzten Bäumen.

+++ Update 18:30 Uhr +++

Das Augenmerk liegt zwar auf dem Gewitterkomplex in Bayern, aber auch in Baden-Württemberg sind noch kräftige Gewitter unterwegs. Ein beeindruckendes Foto über dem Remstal von unserer Kollegin:

Gewitter über dem Remstal

+++ Update 18:15 Uhr +++

Eine Orkanartige Böe mit 104 km/h wurde nun in Chieming gemessen, sicherlich bedingt durch den Chiemsee, aber auch sonst ist das Potential hoch für Sturmböen mit Eintreffen der Gewitterlinie:

+++ Update 17:55 Uhr +++

Lokale Überschwemmungen werden aus dem Erdinger Land berichtet, aber die Niederschlagssummen lassen auch anderswo einige Überschwemmungen vermuten:

Niederschlagssummen bis 17 Uhr, Quelle: DWD, UBIMET

+++ Update 17:45 Uhr +++

Die neuesten Blitzdaten bestätigen, nun haben sich auch Gewitter in Niederbayern entwickelt, erste Blitze wurden im südlichen Landkreis Deggendorf detektiert:
Ein derzeit sehr kräftiges Gewitter entwickelt sich außerdem nach Osten weiter Richtung Regensburg, könnte dort aber knapp nördlich vorbei ziehen.
Weiterhin erhöhte Vorsicht gilt vom Chiemgau bis nach Landshut aufgrund der nach Osten bzw. Nordosten ziehenden Gewitterlinie!

Blitzdaten bis 17:30 Uhr

+++ Update 17:30 Uhr +++

Der Blick auf den heutigen Blitzverlauf zeigt nicht nur die Gewitter, die bereits in den Morgenstunden von Baden-Württemberg nach Bayern gezogen sind, oder den gewittrigen Schauer bei Köln von Kurzem, sondern auch die aktuelle, blitzintensive Linie im Chiemgau lässt sich gut erkennen.

Die Temperaturen gingen mit Durchzug der Gewitterlinie im Alpenvorland deutlich zurück. Unweit davon nordöstlich, in Niederbayern, wo bisher noch die Sonne gut anheizen konnte, werden noch sommerliche Temperaturen gemessen. Die Energie ist dort also ausreichend für ebenso kräftige Gewitter – demnächst.

Blitzverlauf bis 17 Uhr
Temperaturen von 17 Uhr, Quelle: DWD, UBIMET

+++ Update 16:50 Uhr +++

Das aktuelle Radarbild zeigt, wieviele Schauer und Gewitter derzeit über die Südhälfte Deutschlands ziehen. Neben einigen lokalen Gewittern fällt besonders eine gewittrige Schauerlinie in Hessen auf, die südlich an Frankfurt vorbeiziehen wird, sowie die weiterhin sehr kräftige Gewitterlinie an den Alpen, die derzeit im Landkreis Miesbach für größeren Hagel und Sturmböen sorgt.
Für den Landkreis Rosenheim gilt daher jetzt eine Warnung vor sehr starkem Gewitter mit größerem Hagel und Sturmböen. Für den Chiemsee gilt: Steuern Sie jetzt das Ufer an!

Radarbild, Quelle: DWD, UBIMET

+++ Update 16:28 Uhr +++

Video aus Garmisch-Partenkirchen:

 

+++ Update 16:25 Uhr +++

Ein Video aus Oggersheim bei Mannheim:

+++ Update 16:15 Uhr +++

Wie an einer Perlschnur aufgereiht sind weitere Zellen im Rhein-Neckar und Rhein-Main-Gebiet entstanden. Diese ziehen mit Starkregengefahr weiter nach Nordosten bzw. Norden.

Radarbild von 16:10 Uhr © DWD

++ Update 16:10 Uhr +++

In den letzten 3 Stunden sind im Bereich Pforzheim lokal um die 50 L/m² an Regen gefallen.

+++ Update 16:00 Uhr +++

Weitere Hagelbilder aus dem Allgäu:

 

+++ Update 15:20 Uhr +++

Hagel im Allgäu:

 

+++ Update 15:15 Uhr +++

Im Allgäu gehen derzeit schwere Gewitter nieder, wie hier am Hanusel Hof:

Webcam: © https://www.foto-webcam.eu/webcam/hanuselhof/

+++ Update 15:10 Uhr +++

 

+++ Update 15:05 Uhr +++

Die Gewitter im Allgäu mit einer schönen Shelfcloud:

 

+++ Update 14:55 Uhr +++

Derzeit gehen im Allgäu, am Wettersteingebirge, im Rhein-Neckar-Gebiet und in der Pfalz kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen nieder. Besonders die Zellen im Allgäu gilt es gut im Auge zu behalten.

Radarbild von 14:50 Uhr © DWD

+++ Update 14:30 Uhr +++

Das Satellitenbild zeigt, dass erste Gewitter nun wieder bis auf ungefähr 11 km, dies entspricht rund -60°C, herauf reichen. Damit wird deutlich, dass die Aufwind kräftig sind und Hagel sehr wahrscheinlich ist.

Satellitenbild der Wolkenhöhe in Grad Celsius © EUMETSAT

+++ Update 14:20 Uhr +++

Gewitter bei Mannheim:

 

+++ Update 14:10 Uhr +++

Gewitterwalze über dem Bodensee

Webcam bei Friedrichshafen © http://webcam.langenargen.de/

+++ Update 14:10 Uhr +++

Einige kräftige Zellen sind nun auch in der Pfalz und im nördlichen Schwarzwald unterwegs. Dabei muss mit Hagel und Starkregen gerechnet werden.

Radarbild von 14:05 Uhr © DWD

+++ Update 13:40 Uhr +++

Hier das aktuelle Satellitenbild, derzeit kann es noch gut einstrahlen. Damit steigt die Unwetterfefahr an. Im Rot und Violett markierten Bereich sind in den nächsten Stunden Unwetter zu erwarten.

Satellitenbild von 13:15 Uhr © EUMETSAT und Gefahrengebiete der nächsten Stunden

+++ Update 12:45 Uhr +++

An der Schwäbischen Alb hat sich eine Gewitterlinie gebildet, die in Richtung Alpenvorland zieht. Dabei besteht die Gefahr von Starkregen.

Radarbild von 12:40 Uhr © DWD

 

 

+++ Update 12:30 Uhr +++

Hier die Analyse des Tiefs MAYA mit Warmfront in Rot und Kaltfront in Blau.

Händische Analyse des Tiefs MAYA um 12 Uhr MESZ

+++ Update 12:00 Uhr +++

Der Gewitterkomplex hat sich über Franken zu einem MCV (Messkaliger Konvektiver Wirbel) weiterentwickelt. Dies bedeutet, dass sich in den mittleren Lagen ein kleines Tief gebildet hat.

Radarbild von 11:55 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 11:55 Uhr +++

Die Zelle am Bodensee von Heiligenberg bei Ravensburg aus gesehen.

Webcam © https://www.heiligenberg.de/data/cam.htm

+++ Update 11:45 Uhr +++

Zwei kräftige Zellen haben sich gebildet. Die nördlichere zieht in Richtung Pfalz  die südliche erreicht den Bodensee.

Radarbild von 11:40 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 11:25 Uhr +++

In der Schweiz bilden ziehen nun weitere Gewitter nordostwärts. Diese werden sich in den kommenden Stunden verstärken und in Bayern für Unwetter sorgen.

Blitze der letzten Stunde © NOWCAST/UBIMET

+++ Update 11:15 Uhr +++

Blitze der letzten 3 Stunden © NOWCAST/UBIMET

+++ Update 10:50 Uhr +++

Ein Video aus Titisee-Neustadt:

 

+++ Update 10:45 Uhr +++

Mit dem Gewitterkomplex sind in der Früh bereits größere Regenmengen gefallen, örtlich in Summe bereits nahe 50 L/m².

Niederschlagssumme seit Mitternacht © UBIMET

+++ Update 10:25 Uhr +++

Das derzeitige Radarbild zeigt einen Gewitterkomplex, der in Richtung Franken und Oberpfalz zieht und von heftigem Starkregen begleitet wird. Dahinter bilden sich über der Schweiz weitere Schauer und Gewitter, die neuerlich den äußersten Südwesten erreichen werden.

Radarbild von 10:20 Uhr © DWD

+++ Update 10:15 Uhr +++

Mit dem aktuellen Satellitenbild begrüßen wie euch heute zu unserem Liveticker zu den erwarteten Unwettern am Pfingstsonntag.

Satellitenbild von 9:55 Uhr © EUMETSAT

Titelbild: Webcam: https://www.wetter-wittighausen.de/images/cam.jpg

Am Freitag und in der Nacht auf Samstag aus Westen teils schwere Gewitter

Gewitter im Süden Österreichs am 02.06.2022 - UBIMET / Storm Science Austria

+++ Update 22:00 Uhr +++

Mit der Anzahl der Blitze pro Bundesland beenden wir unseren Liveticker für heute.

+++ Update 21:30 Uhr +++

Derzeit fällt bei den Gewittern in Oberösterreich teils kräftiger und ergiebiger Starkregen, lokal besteht Überflutungsgefahr, demnächst auch in Linz.

Radarbild von 21:!5 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 21:00 Uhr +++

Wie angekündigt, im Innviertel und im Flachgau regnet es kräftig, hier die Top3 der letzten Stunde:

Feldkirchen bei Mattighofen (OÖ) 22,1 L/m²
Ranshofen (OÖ) 12,3 L/m²
Aspach (OÖ) 10,7 L/m²

+++ Update 20:30 Uhr +++

Inzwischen hat sich im Westen eine Gewitterlinie mit Starkregen gebildet.

Blitze der letzten Stunde © NOWCAST

+++ Update 19:30 Uhr +++

Direkt an der Grenze zu Deutschland haben sich Gewitter gebildet, die nun auf das Flachgau und Innviertel übergreifen. Dabei besteht die Gefahr von Starkregen.

Radarbild von 19:20 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 19:00 Uhr +++

Im Berchtesgadener Land hat sich eine Gewitterzelle gebildet, dies zieht in Richtung Flachgau.

Radarbild von 18:50 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 17:15 Uhr +++

Derzeit gehen in Österreich nur im Bereich der Tauern einzelne Gewitter nieder. Die kräftigen Gewitter sind inzwischen ins bayerische Alpenvorland gezogen, später besteht in Oberösterreich und im Flachgau dann Unwettergefahr.

+++ Update 15:45 Uhr +++

Gewitterzelle in Richtung Seefeld © foto-webcam.eu

+++ Update 15:30 Uhr +++

Im Tiroler Oberland und in Osttirol gehen derzeit erste Gewitter nieder. Dies ziehen nach Nordost bzw. Ost. Derzeit bringen sie kräftigen Regen.

Radarbild 15:20 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 14:45 Uhr +++

Herzlich Willkommen zu unserem Live-Ticker zur heutigen Gewitterlage. Aktuell haben sich bereits erste Schauer und Gewitter in Baden-Württemberg und in den südlichen Alpen gebildet. Diese werden sich in den kommenden Stunden nach Osten verlagern und dabei deutlich intensivieren.

Satellitenbild von 14:40 Uhr. © EUMETSAT

Blog

Am Freitag zieht ein Tief von Frankreich in Richtung Alpenraum und im Zusammenspiel mit der bereits vorhandenen warmen, feuchten Luft sorgt für aufziehende, heftige Gewitter.

Wetterlage am Freitag, ein Tief zieht von Frankreich in Richtung Alpenraum und bringt teils schwere Gewitter mit sich - UBIMET
Wetterlage am Freitag, ein Tief zieht von Frankreich in Richtung Alpenraum und bringt teils schwere Gewitter mit sich – UBIMET

Auf dem Satellitenbild ist bereits das Wolkenband mit einzelnen kräftigen Gewittern zu erkennen. Dieses zieht am Nachmittag ostwärts weiter und erreicht in der Nacht auf Samstag samt schweren Gewittern auch den westlichen Donauraum sowie den Süden Österreichs. Samstagfrüh könnte es dann sogar im Osten und Südosten des Landes gewittrig werden.

Satellitenbild um 12:10 Uhr MESZ - Aus Westen ziehen Wolken und erste Schauer/Gewitter auf - EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbild um 12:10 Uhr MESZ – Aus Westen ziehen Wolken und erste Schauer/Gewitter auf – EUMETSAT, UBIMET

Die Störung zieht in eine Region mit außergewöhnlich feuchter und warmer Luft. Damit ist reichlich Energie vorhanden, um heftige Gewitter zu bilden. Besonders vom Rheintal über das Außerfern bis zum westlichen Donauraum (hier aber erst am späten Abend und in der Nacht auf Samstag) drohen lokal unwetterartige Entwicklungen mit großem Hagel, Starkregen und auch schweren Sturmböen aus West. Der zweite Schwerpunkt ist der Süden des Landes, wo vor allem am Abend und in der Nacht auf Samstag lokal viel Hagel und/oder große Regenmengen in kurzer Zeit möglich sind.

Unwettergefahr am Freitag und in der Nacht auf Samstag - UBIMET, uwz.at
Unwettergefahr am Freitag und in der Nacht auf Samstag – UBIMET, uwz.at

 

Titelbild: Gewitter im Süden Österreichs am 02.06.2022 – UBIMET / Storm Science Austria

Kräftige Gewitter am Freitag im Süden

+++ Update 21:00 Uhr +++

Mit dem Verlauf der Blitze beenden wir für heute den Liveticker. In Summe gab es heute knapp 35.000 Blitze, die meisten in Bayern. Am Pfingstsonntag sind wird dann voraussichtlich wieder mit einem Liveticker zur Stelle, neue Unwetter drohen.

Verlauf der Blitze © NOWCAST/UBIMET

+++ Update 20:30 Uhr +++

In Bayern sind noch einige kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel unterwegs.

Radarbild von 20:30 Uhr © DWD

+++ Update 19:30 Uhr +++

 

+++ Update 18:20 Uhr +++

In Franken ziehen auch kräftige Gewitter durch, dabei muss mit Starkregen und Hagel gerechnet werden.

Radarbild von 18:20 Uhr © DWD

+++ Update 18:15 Uhr +++

 

+++ Update 18:10 Uhr +++

Derzeit ist Starkregen das Hauptthema bei den Geittern, hier die To3 der letzten Stunde:

Leutkirchen-Herlazhofen (BW) 38,8 L/m²
Vilgertshofen-Pflugdorf (BY) 36,4 L/m²
Mergentheim (BW) 18,6 L/m²

+++ Update 17:55 Uhr +++

 

+++ Update 17:45 Uhr +++

Auch in Unterfranken gehen kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel nieder.

Webcam © https://www.wetter-wittighausen.de/images/cam.jpg

+++ Update 17:40 Uhr +++

Gewitteraufzug in München.

Webcam © http://cam.kriemhild.de/record/current.jpg

+++ Update 17:30 Uhr +++

 

+++ Update 17:05 Uhr +++

In Friedrichshafen am Bodensee sind in der letzten Stunde 31 L/m² gefallen und ein Böe mit 77 km/h wurde registriert.

+++ Update 17:00 Uhr +++

Auch vom Spessart bis zur Fränkischen Alb bilden sich nun erste Zellen. Dabei muss mit kräftigem Regen gerechnet werden.

Radarbild von 16:50 Uhr © DWD

+++ Update 16:50 Uhr +++

Die Shelfcloud der Gewitter nördlich des Bodensees © https://www.bergfex.de/sommer/bodensee-deutschland/webcams/c7284/

+++ Update 16:45 Uhr +++

Der derzeitige Hotspot der Gewitter liegt nördlich vom Bodensee.

Blick auf die Gewitter am Bodensee vom österreichischen Dornbirn aus gesehen. © foto-webcam.eu

+++ Update 16:30 Uhr +++

Vom Bodensee bis zu den Wettersteingebirge bilden sich nun vermehrt Gewitter.

Blitze der letzten Stunde © NOWCAST/UBIMET

+++ Update 16:20 Uhr +++

Entlang der Alpen ziehen nun erste kräftige Zellen allmählich ins Alpenvorland hinaus. Dabei besteht die Gefahr von Starkregen und kleinem Hagel. 

Radarbild von 16:00 Uhr © DWD

Titelbild: pixabay.com

Kräftige Gewitter: am langen Wochenende regional Unwetter

Blitz

Österreich liegt seit mehreren Tagen im Bereich einer Luftmassengrenze, welche feuchtwarme Luftmassen im Mittelmeerraum von kühler, maritimer Luft über dem nördlichen Mitteleuropa trennt. Im Vorfeld eines Tiefs über Westeuropa namens JASNA erfasst die energiereiche Luft derzeit weite Teile Österreichs, so sind am Donnerstag vor allem in Kärnten und der Steiermark erste kräftge Gewitter zu erwarten. Am Freitag steigen die Temperaturen wieder landesweit  auf ein sommerliches Niveau, allerdings wird die warme Luft nicht von einem Hoch begleitet, weshalb regional wieder kräftige Gewitter zu erwarten sind.

Am Freitagnachmittag und -abend herrscht entlang der Nordalpen erhöhte Hagelgefahr. © UBIMET

Vor allem von Vorarlberg bis ins Innviertel herrscht am Freitagnachmittag und -abend örtlich Unwettergefahr. Stellenweise kann es am Alpennordrand zu Starkregen, großem Hagel und Sturmböen kommen.  Auch sonst entstehen im Bergland lokale Hitzegewitter, vorerst ruhig und mit bis zu 30 Grad sommerlich warm gestaltet sich das Wetter in den südlichen Becken sowie im Osten. In der Nacht steigt die Gewitterneigung dann auch hier an.

Sonne und Gewitter

Der Samstag hat sommerliche Bedingungen zu bieten, über weite Strecken des Tages scheint die Sonne. Allerdings ist weiterhin kein beständiges Wetter zu erwarten, so muss man im Laufe des Tages vor allem im Berg- und Hügelland lokal mit kräftigen Hitzegewittern rechnen. Oft trocken bleibt es bevorzugt im äußersten Süden sowie im westlichen Donauraum. Die Temperaturen steigen auf 25 bis 31 Grad.

Am Samstag wird es schwülwarm mit Höchstwerten um 30 Grad. © UBIMET

Zu Pfingsten neuerlich Unwettergefahr

Am Pfingstsonntag setzt sich das sommerliche Wetter fort, allerdings nimmt die Unwettergefahr aus Westen wieder zu. Besonders von Vorarlberg bis nach Oberösterreich und in der Obersteiermark sind ab dem Nachmittag kräftige Gewitter zu erwarten. Streckenweise besteht die Gefahr von ergiebigen Regenmengen, Hagel und stürmischen Böen. Im Süden und Osten scheint weiterhin häufig die Sonne, ab dem Abend steigt die Gewitterneigung generell an. Die Höchstwerte liegen zwischen 23 und 30 Grad.
Der Pfingstmontag präsentiert sich von seiner unbeständigen Seite, von der Früh weg sind teils kräftige Schauer und Gewitter einzuplanen, regional sind auch große Regenmengen möglich. Die Sonne zeigt sich vor allem im Flachland zeitweise und die Temperaturen gehen leicht zurück.

Am Dienstag Sommer-Rückkehr und erste Gewitter

Blitze erleuchten den Nachthimmel © pixabay

Der Mai war zwar außergewöhnlich warm, die vergangenen drei Tage waren aber kühler als üblich und zuletzt wurde am 27.5. ein Sommertag verzeichnet. Der kurze, kühle Wetterabschnitt wird aber bereits heute beendet, so steigen die Temperaturen am Nachmittag bei überwiegend sonnigem Wetter auf 25 bzw. lokal auch 26 Grad im Osten des Landes, was per Definition einem Sommertag entspricht.

Gewitter in der Nacht

Im Laufe des Nachmittags entstehen im westlichen Bergland aber erste Regenschauer, die sich im Laufe des Abends unter Verstärkung entlang der Nordalpen ostwärts ausbreiten. Auf dem Weg nach Osten treffen sie auf zunehmend feuchtwarme Luft, somit steigt die Gewitterbereitschaft vor allem ab etwa Salzburg ostwärts an. Bei starker Höhenströmung werden die Bedingungen für Gewitter also am Abend günstiger und kurz vor Mitternacht zeichnen sich dann besonders im östlichen Flachland Schauer und Gewitter ab. Die Unwettergefahr hält sich in Grenzen, vom Traunviertel bis ins östliche Flachland kann es aber dennoch streckenweise zu teils stürmischen Windböen um 60 km/h, Starkregen und kleinem Hagel kommen.

Wetterradar-Modellprognose von Dienstagnachmittag bis Dienstagnacht. © RACE/UBIMET

Beständig unbeständig

Wie bereits am Wochenende angekündigt, steigen die Temperaturen im Laufe der zweiten Wochenhälfte weiter an und zum Wochenende hin wird es schwülwarm. Ab Freitag ist regional auch die 30-Grad-Marke in Reichweite. Das Wetter gestaltet sich allerdings nach wie vor unbeständig, da wir weiterhin im Bereich eine Luftmassengrenze liegen, die sich quer über Mitteleuropa erstreckt. Diese kommt zwar langsam nordwärts voran, weshalb die Temperaturen hierzulande ansteigen, die warme Luft wird aber nicht von einem Hoch begleitet. Kleine Randtröge (Tiefausläufer) nördlich der Alpen sorgen dagegen nahezu täglich vor allem im Bergland für Schauer und Gewitter, wobei die Unwettergefahr in der zunehmend energiereichen Luft speziell ab Donnerstag zunimmt.

Eine Luftmassengrenze liegt quer über dem Alpenraum. © GFS/UBIMET

Tornadoausbruch im Norden der USA erwartet

Wetterlage

Derzeit liegt ein kleines Tief über Nebraska auf dessen Vorderseite sehr feucht Luft vom Golf von Mexiko bis zur kanadischen Grenze geleitet wird (grüner Pfeil in der Grafik). In Folge dessen kann sich im breiten Warmsektor (Bereich zwischen Warm- und Kaltfront) in den kommenden Stunden hohe Labilität von Kansas bis Minnesota und Wisconsin aufbauen.

Wetterlage am 30.5.2022 um 16.00 Uhr MESZ mit Rot der Warmfront und Blau der Kaltfront

Der Hodograph zeigt die große Scherung, die bereits jetzt im Warmsektor vorhanden ist. Dabei gibt es in 3000 m Höhe Winde mit über 70 Knoten, also rund 130 km/h. Allein diese Scherung macht die Lage brandgefährlich, denn mit der hohen Labilität ist die Gefahr von langlebigen Superzellen gegeben.

Hodograph des Radiosondenaufstiegs in Valley Nebraska

Gefahren

In den roten Bereichen in der Grafik unten besteht die Gefahr von orkanartigen Böen, größerem Hagel, Starkregen und Tornados. Im violetten Bereich muss mit starken Tornados, Riesenhagel und Orkanböen gerechnet werden. Im laufe des Abends sollte sich ein Bow Echo bilden und bis nach Kanada ziehen. Dabei muss schließlich verbreitet mit Böen über 120 km/h gerechnet werden.

Gefahrengebiete

Titelbild: http://© https://twitter.com/ReedTimmerAccu/status/1469580898546995203/photo/1

Mai 2022 brachte erste Hitze und kräftige Gewitter

Der Mai 2022 schließt mit einer Abweichung von +2 Grad zum langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 wärmer als üblich ab. Eine regional vergleichbare bzw. landesweit noch ausgeprägtere Abweichung gab es zuletzt im Mai 2018, welcher der wärmste Mai seit mehr als 150 Jahren war. Besonders markante Abweichungen teils über +2,5 Grad wurden heuer von Vorarlberg bis Oberkärnten beobachtet. In diesen Regionen war es einer der wärmsten bzw. lokal wie in Bregenz und Lienz sogar der wärmste Maimonat seit Messbeginn. Etwas geringer fallen die Abweichungen mit +1,5 bis +2 Grad dagegen im äußersten Norden sowie im östlichen Bergland aus.

Temperaturabweichung im Mai 2022. © UBIMET

Hochsommerliche Temperaturen

Verantwortlich für die milde Gesamtbilanz waren zahlreiche Tiefs über dem Ostatlantik bzw. Hochdruckgebiete über dem Mittelmeerraum, wobei mit einer südwestlichen Strömung wiederholt warme Luftmassen nach Österreich gelangten. Am 11. Mai wurde in Wien und Innsbruck erstmals die 30-Grad-Marke erreicht. Zur Einordnung: Im Mittel von 1991 bis 2020 wäre der erste Hitzetag etwa in der Tiroler Landeshauptstadt am 27. Mai zu erwarten, im Klimamittel von 1961 bis 1990 gar erst am 21. Juni. Der Mai 2022 bestätigt den allgemeinen Trend, dass die ersten Hitzetage immer früher auftreten. In Summe wurde in jeder Landeshauptstadt mindestens ein Hitzetag verzeichnet, wobei Innsbruck mit 4 an der Spitze liegt. Einige neue Monatsrekorde wurden zudem in Vorarlberg aufgestellt, wo am 20. Mai in Bludenz bis zu 33,7 Grad und in Schoppernau 30,8 Grad erreicht wurden. Ein nennenswerter kühler Wetterabschnitt wurden erst am Monatsende beobachtet, wobei die Schneefallgrenze kurzzeitig gegen 1600 m sank. Auch von den Eisheiligen fehlte jede Spur und die Schneelage im Hochgebirge ist sehr gering für die Jahreszeit.

Höchstwerte pro Bundesland im Mai.

Teils nass, teils trocken

Der Mai brachte im Flächenmittel nahezu durchschnittliche Regenmengen, allerdings gab es große regionale Unterschiede. So war der Monat von Tirol über das zentrale und östliche Bergland bis ins Mittelburgenland sowie im äußersten Nordosten niederschlagsreicher als üblich, während es vor allem in Teilen Vorarlbergs sowie von Oberösterreich bis ins Nordburgenland meist zu trocken war. Verantwortlich für die markanten Unterschiede waren mehrere intensive Gewitterlagen, wie sie sonst meist erst im Sommer vorkommen. So gab es im Bereich der Tauern und im Aflenzer Becken ein Plus von fast 70%, während im Norden und Osten, wie etwa in Wolfsegg oder Groß-Enzersdorf, örtlich weniger als die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge fiel.

Niederschlagsabweichung im Mai 2022. © UBIMET

Kräftige Gewitter

In Summe wurden österreichweit 220.600 Blitzentladungen erfasst, davon allein 72.000 in der Steiermark. Dieser Wert liegt deutlich über dem Mittel von 2011 bis 2020 und stellt den höchsten Wert seit Mai 2018 dar. Örtlich gab es auch heftige Gewitter mit ergiebigen Regenmengen in kurzer Zeit und teils großem Hagel, wie etwa in Kärnten am 27.5.

Blitzdichte im Mai 2022. © UBIMET

Das Soll an Sonnenstunden wurde vom Bodensee über Oberösterreich bis ins östliche Flachland erreicht oder übertroffen. Teils etwas weniger Sonnenschein als üblich gab es dagegen am Alpenhauptkamm sowie im Süden und Südosten des Landes.

Sonnenscheinabweichung im Mai 2022. © UBIMET

Extremwerte Mai 2022

Stand: Montag, 30.05.2022, 10 Uhr (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
  • 33,7 Grad Bludenz (V, 14.); entspricht neuem Monatsrekord für Vorarlberg
  • 32,9 Grad Haiming (T, 14.)
  • 32,6 Grad Innsbruck (T, 14.)
Tiefste Temperaturen unter 1000 m Seehöhe
  • -2,8 Grad Schwarzau / Moorbad Harbach (NÖ, 3.)
  • -0,6 Grad Radstadt (S, 3.)
  • -0,4 Grad Zwettl (NÖ, 19.)
Sommertage (Höchstwert >25 Grad)
  • 16 St. Andrä im Lavanttal (K)
  • 14 Bad Radkersburg (ST), Ferlach (K)
  • 13 u.a. Innsbruck (T), Klagenfurt (K), Lienz (T)
Vorläufig nasseste Orte
  • 181 Liter pro Quadratmeter Präbichl (ST)
  • 163 Liter pro Quadratmeter Reichenau an der Rax (NÖ), Hochfilzen (T)
  • 153 Liter pro Quadratmeter Semmering (NÖ)
Vorläufig trockenste Orte
  • 17 Liter pro Quadratmeter Groß-Enzersdorf (NÖ)
  • 23 Liter pro Quadratmeter Melk (NÖ)
  • 26 Liter pro Quadratmeter Eisenstadt (B)
Vorläufig sonnigste Stationen
  • 264 Sonnenstunden Mörbisch (B)
  • 256 Sonnenstunden Neusiedl am See (B)
  • 255 Sonnenstunden Podersdorf (B)
Stärkste Windspitzen Niederungen
  • 99 km/h Hartberg (ST, 21.)
  • 94 km/h Golling (S, 20.)
  • 93 km/h Haiming (T, 20.)
Sommertage im Mai 2022. © UBIMET


Titelbild: Gewitter nahe Graz am 25.5.22 © Storm Science Austria

Neue Woche bringt Sommer und Gewitter

Sommertag mit Cumulonimbus - pixabay.com

Österreich liegt im Laufe der kommenden Woche zwischen reger Tiefdrucktätigkeit über Nordeuropa und einem sich verstärkenden Hoch über dem Mittelmeerraum. Mit einer südwestlichen Strömung gelangen dabei bereits in der ersten Wochenhälfte wieder warme Luftmassen nach Österreich. Pünktlich zu Beginn des meteorologischen Sommers am 1. Juni sind somit vielerorts wieder sommerliche Temperaturen in Sicht.

Die Temperaturen in der freien Atmosphäre (etwa 1500 m) steigen deutlich an. © ECMWF

Zunehmende Gewitterneigung

In der zweiten Wochenhälfte steigen die Temperaturen noch etwas an, vor allem im Süden und Osten zeichnen sich auch Spitzen um 30 Grad ab. Das Wetter bleibt jedoch unbeständig und in der zunehmend schwülen Luft zeichnen sich regional kräftige Gewitter samt Unwettergefahr ab.

Das Potential für kräftige Gewitter nimmt ab Donnerstag zu (im Loop: Mi, Do, Fr & Sa,). © ECMWF

Der Ausblick im Detail

Am Montag scheint im Osten, im Donauraum und am Bodensee zeitweise die Sonne. In den Alpen überwiegen dagegen die Wolken und vor allem in der zweiten Tageshälfte gehen vom Tiroler Alpenhauptkamm bis in die Obersteiermark einige Regenschauer nieder. Mit 14 bis 22 Grad beginnt sich die Luft langsam wieder zu erwärmen.

Der Dienstag hat vor allem im Norden und Osten einige Sonnenstunden zu bieten. Von Vorarlberg bis in die Steiermark ziehen einige Wolken durch und ab Mittag gehen im Bergland erste Regenschauer nieder. Gegen Abend wird es an der Alpennordseite von Westen her vermehrt nass und stellenweise gewittrig, im Süden bleibt es dagegen meist trocken. Die Höchstwerte liegen von West nach Ost zwischen 18 und 26 Grad.

Am Mittwoch kommt vor allem im Flach- und Hügelland häufig die Sonne zum Vorschein. Im Tagesverlauf werden die Wolken aus Westen aber neuerlich dichter und über den Bergen bilden sich Quellwolken. In der zweiten Tageshälfte breiten sich von Vorarlberg bis Oberösterreich Schauer und lokale Gewitter aus, meist trocken bleibt es dagegen in den südlichen Becken und im östlichen Flachland. Die Temperaturen erreichen maximal 20 bis 28 Grad.

Der Donnerstag beginnt gebietsweise mit Restwolken, an der Alpennordseite und im Nordosten vereinzelt auch mit Regenschauern. Am Vormittag kommt verbreitet die Sonne zum Vorschein, nachfolgend bilden sich aber neuerlich Regenschauer und teils kräftige Gewitter, dabei besteht örtlich die Gefahr von Sturmböen und Hagel. Die Temperaturen steigen auf 22 bis 30 Grad.

Am Freitag und zu Beginn des Wochenendes setzt sich das sommerliche, aber unbeständige Wetter fort. Im Westen und Norden geht es am Wochenende mit den Temperaturen tendenziell wieder langsam etwas bergab. Im Süden und Osten wird es schwül und sommerlich heiß, allerdings drohen hier auch heftige Gewitter.

Titelbild © pixabay.com

Hagelunwetter im Süden

Bis zu 31 l/qm zeigten die Wetterstationen im Süden, dazwischen dürfte es aber nicht selten für deutlich höhere Mengen gereicht haben. Vollgelaufene Keller und vermurte Straßen waren die Folge, in Mogersdorf im Bezirk Güssing wurde ein Auto von den Wassermassen eingeschlossen und der Fahrer musste gerettet werden.

Niederschlagsmenge über 24 Stunden bis Sonntag, 11 Uhr @ UBIMET

 

Beachtlich war zudem der Hagel, der vor allem am Wörthersee fiel und Klagenfurt mit den größten Geschossen nur knapp verschonte, wenngleich es auch hier zu Schäden kam. Allein in der Landwirtschaft Kärntens verursachte der gestrige Hagel Schäden von rund einer halben Million Euro.

 

Zu erkennen sind die betroffenen Gebiete in unserer automatischen Hagelanalyse sehr gut:

Hagelanalyse vom 27.05.2022 @ UBIMET

 

Schöne Aufnahmen gelangen dagegen einem Kollegen von einer blitzintensiven Zelle bei Hartberg:

 

Titelbild: Abendliche Gewitterzelle bei Hartberg @ Christoph Matella

Aufziehende Kaltfront sorgt für unterkühltes Wetter am Wochenende

Koblach im Rheintal - pixabay.com

Die Kaltfront des Tiefs INGE über dem Baltikum liegt momentan knapp nördlich von Österreich, gut zu erkennen an dem langgezogenen Wolkenband. Die Störung überquert in den kommenden Stunden die Alpen und sorgt im Süden Österreichs am heutigen Freitagabend und in der ersten Nachthälfte für ein paar Gewitter.

Satellitenbild um 16Uhr mit voranschreitender Kaltfront - EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbild um 16 Uhr mit voranschreitender Kaltfront – EUMETSAT, UBIMET

Deutliche Abkühlung in Sicht

Hinter der Kaltfront fließt am Samstag deutlich kühlere Luft aus Norden ein. Nach den heutigen, sommerlichen Höchstwerten wischen 23 und 27 Grad sind am Samstag maximal nur noch 16 bis 22 Grad in Reichweite, letztere sogar nur im Burgenland: Ein beachtlicher Temperatursturz von 5 bis 8 Grad! Am Sonntag wird es noch eine Spur kühler, dann könnte die 20-Grad-Marke landesweit unangetastet bleiben.

Animation der gemessenen Höchstwerte am Freitag und der Prognose für Samstag und Sonntag - UBIMET
Animation der gemessenen Höchstwerte am Freitag und der Prognose für Samstag und Sonntag – UBIMET

Die Abkühlung wird zweifellos spürbar sein, doch die gedämpften Höchstwerte am Wochenende sind nicht so weit entfernt vom langjährigen Klimamittel.
Nehmen wir Wien als Beispiel: Heute wurden sommerlich warme 26 Grad verzeichnet, am morgigen Samstag sind dann nur noch 20 Grad in Reichweite, doch im langjährigen Klimamittel sollten 22 Grad „normal“ sein! Man sieht: Die heutigen 26 Grad sind hier deutlich außergewöhnlicher als die morgigen 20 Grad.

Klimatologisch normale Höchstwerte, die an einem 27. Mai zu erwarten sind (Klimamittel 1981-2010) - UBIMET
Klimatologisch normale Höchstwerte, die an einem 27. Mai zu erwarten sind (Klimamittel 1981-2010) – UBIMET

Kühl ja, aber auch unbeständig

Mit Eintreffen der Kaltfront sind in der kommenden Nacht – nach den Gewittern im Süden – nahezu landesweit Regenschauer einzuplanen. Am Samstag bleibt es dann vor allem entlang der Nordalpen und im Süden auch tagsüber am längsten unbeständig.

Prognose der Niederschlagssumme am Samstag - UBIMET
Prognose der Niederschlagssumme am Samstag – UBIMET

Am Sonntag etabliert sich ein ausgeprägtes Tiefdrucksystem ziemlich genau über der Mitte Deutschlands. Dessen Randtiefs sorgen auch bei uns für oft trübes und teils regnerisches Wetter.

Prognose der Niederschlagssumme am Sonntag - UBIMET
Prognose der Niederschlagssumme am Sonntag – UBIMET

 

 

Titelbild: Koblach im Rheintal – pixabay.com

Am Mittwoch im Süden neuerlich teils heftige Gewitter

Gewitterzelle in der Nähe von Graz am 25.05.2022 © Storm Science Austria

Nach dem gestrigen, gewitterreichen Dienstag steht uns heute regional erneut Unwettergefahr bevor. Denn Österreich liegt derzeit im Bereich einer Luftmassengrenze, die das Land teilt. Nach Westen und Norden zu ist bereits kühlere Luft angekommen: Hier verläuft der Nachmittag zwar oft trüb, die Unwettergefahr ist aber aufgrund der stabileren Luft verbannt. Südlich der Luftmassengrenze hält sich hingegen noch eine schwül-warme Luftmasse, die reichlich Energie für etwaige Gewitter bereitstellt.

Satellitenbild um 11:15 MESZ mit Wetterfronten - Eumetsat, UBIMET
Satellitenbild um 11:15 MESZ mit Wetterfronten – Eumetsat, UBIMET

Die ersten Gewitter bilden sich derzeit zwischen dem Oberen Murtal und Unterkärnten, sowie auch im Nordosten Italiens. Diese ziehen dann am Nachmittag und Abend unter Verstärkung nach Osten und Südosten weiter. Dementsprechend muss man heute vor allem von Unterkärnten über die Südhälfte der Steiermark bis ins Mittel- und Südburgenland neuerlich mit lokal heftigen Gewittern samt Hagel, Starkregen und Sturmböen rechnen.

Unwettergefahr am Mittwoch, 25. Mai 2022 - uwz.at
Unwettergefahr am Mittwoch, 25. Mai 2022 – uwz.at

Verbreitet sind in diesen Regionen ein paar Liter pro Quadratmeter Regen in Sicht, örtlich können die Gewitter aber neuerlich sehr große Regenmengen binnen wenigen Minuten bringen!

Prognose der 12-stündigen Niederschlagsmenge am Mittwochnachmittag und - abend - UBIMET
Prognose der 12-stündigen Niederschlagsmenge am Mittwochnachmittag und – abend – UBIMET

 

 

Titelbild: Gewitterzelle in der Nähe von Graz am 25.05.2022 © Storm Science Austria

Gewitter am Dienstag von Lienz und Graz bis nach Wien und Eisenstadt

Unwettergefahr am Dienstag, 24. Mai 2022 - uwz.at

+++ Update 21:00 Uhr +++

Der Tag geht allmählich zu Ende. Besonders im östlichen Bergland und im angrenzenden Flachland gab es heftige Gewitter mit ergiebigem Starkregen. Lokal sind mehr als 50 L/m² zusammengekommen. In Summe gab es seit Mitternacht rund 40.000 Blitze. Wir danken für Ihre/Eure Aufmerksamkeit und wünschen noch einen schönen Abend.

Niederschlagssumme seit Mitternacht © UBIMET
Zeitlicher Ablauf der Blitze am Dienstag © NOWCAST/UBIMET

Die 42.8 l/m² Regen binnen 3 Stunden in Wiener Neustadt sind ein neuer Rekord für die Station.

Rekorde der 3h-Regenraten in Wiener Neustadt - UBIMET, ZAMG
Rekorde der 3h-Regenraten in Wiener Neustadt – UBIMET, ZAMG

Auch die 43.9 l/m² Regen binnen 60 Minuten in Hartberg sind außergewöhnlich. Seit Beginn der 10-minütigen Messungen gab es im Mai hier noch nie mehr als 35 l/m² Regen in einer Stunde!

Rekorde der 1h-Regenraten in Hartberg - UBIMET, ZAMG
Rekorde der 1h-Regenraten in Hartberg – UBIMET, ZAMG

+++ Update 20:40 Uhr +++

Derzeit im Südburgenland

Webcam Güssing © http://www.logg.at/index.php/flugplatz/webcam-wetter

+++ Update 20:10 Uhr +++

In der letzten Stunde gab es besonders im Südosten nochmals große Regenmengen.

Hartberg 36 L/m²
Wörterberg 26 L/m²
Bernstein 16 L/m²
Lutzmannsburg 16 L/m²

+++ Update 20:00 Uhr +++

Überschwemmungen in Hartberg

 

+++ Update 19:15 Uhr +++

Gewitterzelle von Bad Waltersdorf aus gesehen © Storm Science Austria

+++ Update 19:05 Uhr +++

 

+++ Update 19:00 Uhr +++

 

+++ Update 18:55 Uhr +++

Im Osten haben sind weiter kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel unterwegs. Dies ziehen nur sehr langsam nach Osten, somit sind örtlich weiterhin Überflutungen zu erwarten.

Radarbild von 18.50 Uhr © ACG

+++ Update 18:50 Uhr +++

Dieses beeindruckende Bild erreicht uns aus Wolfau bei Hartberg in der Oststeiermark.

Gewitterzelle bei Wolfau © Storm Science Austria

+++ Update 18:25 Uhr +++

Hagel bei Bruck an der Mur © http://www.blumentalcam.at/cam_1.jpg

+++ Update 18:15 Uhr +++

Örtlich sind die Gewitter in der Steiermark auch durch Hagel begleitet, wie hier in Thörl.

Hagel in Thörl bei Aflenz © Roland Reiter

+++ Update 17:30 Uhr +++

In Aflenz sind in den vergangenen 10 Minuten 20 L/m² gefallen.

+++ Update 17:00 Uhr +++

Die Top-3 Stationen mit dem meisten Regen der letzten 3 Stunden.

Rottenmann 36,1 L/m²
Reichenau/Rax 36,1 L/m²
Rax/Seilbahn 32,3 L/m²

Zudem sind in den letzten 6 Stunden 50 L/m² in Wiener Neustadt gefallen.

+++ Update 16:05 Uhr +++

Die Zellen in der Steiermark reichen nun bis auf etwa 11 km hinauf.

Satellitenbild von 15.45 Uhr © EUMETSAT

+++ Update 16:00 Uhr +++

Die Shelfcloud bei Hollenthon aus einer anderen Perspektive.

Shelfcloud bei Hollenthon © Storm Science Austria

+++ Update 15:50 Uhr +++

Diese schöne Shelfcloud wurde bei Hollenthon in der Buckligen Welt von Stormchasern der Storm Science Austria abgelichtet. Vielen Dank für das Bereitstellen.

Shelfcloud bei Hollenthon © Storm Science Austria

+++ Update 15:45 Uhr +++

An der Station Rottenmann sind in den letzten 10 Minuten 13 L/m² gefallen und ein Böen 67 km/h wurde registriert.

+++ Update 15:30 Uhr +++

In der nördlichen Obersteiermark ziehen nun zwei kräftige Gewitter mit heftigem Starkregen langsam ostwärts.

Radarbild von 15.20 Uhr © ACG, UBIMET

+++ Update 15:!5 Uhr +++

In Admont verfinstert sich der Himmel. In der Obersteiermark bilden sich nun erste kräftigere Gewitter mit der Gefahr von Starkregen.

Webcam Admont © https://www.admont.at/_webcam_images/webcam2_watermark.jpg

+++ Update 14:45 Uhr +++

Viele Schauer und einzelne Gewitter ziehen derzeit durchs Land, lokal ist Starkregen dabei.

Radarbild von 14.35 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 14:10 Uhr +++

In der letzten Stunde fielen in Wiener Neustadt rund 21 L/m² mit einem Gewitter, man muss besonders im Osten des Landes heute mit lokalem Starkregen rechnen.

+++ Update 13:05 Uhr +++

Im Wiener Becken gibt es auch schon erste (Orange-)Warnungen vor Gewittern. Momentan ist Hagel (noch) kein großes Thema.

Warnungen und Vorwarnungen für Gewitter, gültig für den Dienstag (Stand: 13 Uhr) - www.uwz.at
Warnungen und Vorwarnungen für Gewitter, gültig für den Dienstag (Stand: 13 Uhr) – www.uwz.at
Die Gewitterzelle am Alpenostrand gesehen von Wiener Neustadt um 12:50 Uhr - https://aviationacademy.panomax.com/
Die Gewitterzelle am Alpenostrand gesehen von Wiener Neustadt um 12:50 Uhr – https://aviationacademy.panomax.com/

+++ Update 12:45 Uhr +++

Und auch die ersten Blitzentladungen des Tages sind da! Im Außerfern schon vor 30 Minuten, jetzt aber auch am Alpenostrand.

Blitze der letzten 60 Minuten bis 12:45 MESZ - UBIMET, nowcast.de
Blitze der letzten 60 Minuten bis 12:45 MESZ – UBIMET, nowcast.de

+++ Update 12:25 Uhr +++

Die ersten Schauer sind nun am Alpenostrand unterwegs. Noch wurden aber hier keine Blitze geortet.

Radaranimation der letzten 25 Minuten bis 12:20 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radaranimation der letzten 25 Minuten bis 12:20 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++ Update 11 Uhr +++

Während es im Westen und Norden bereits recht wolkig ist, scheint in der Südosthälfte noch verbreitet die Sonne. Damit erwärmt sich hier die Luft in den kommenden Stunden weiter. Als direkte Folge entstehen in dieser Region bereits erste Quellungen, die am Nachmittag heranwachsen werden und allmählich auch zu Schauern und teils heftigen Gewittern führen werden.

Satellitenbild um 11 Uhr MESZ - Eumetsat, UBIMET
Satellitenbild um 11 Uhr MESZ – Eumetsat, UBIMET

Wetterlage

Im Vorfeld der Kaltfront des Tiefs FINJA mit Kern bei Norwegen hält sich am Dienstag vor allem im Osten und Süden Österreichs schwül-warme, gewitteranfällige Luft. Im Westen und Norden des Landes fließt hingegen bereits kühlere Luft aus Westen ein, daher ist hier die Unwettergefahr trotz  unbeständiger Verhältnisse bereits deutlich geringer.

Am Dienstagnachmittag und -abend muss man somit primär von Osttirol und Oberkärnten über die Steiermark bis nach Wien und dem Burgenland mit zunehmender Gewitterneigung rechnen. Hier sind lokal auch kräftige Gewitter mit der Gefahr von Hagel bis etwa 2 oder 3 cm Durchmesser, Starkregen und Sturmböen.

Unwettergefahr am Dienstag, 24. Mai 2022 - uwz.at
Unwettergefahr am Dienstag, 24. Mai 2022 – uwz.at

 

Titelbild: Unwettergefahr am Dienstag, 24. Mai 2022 – uwz.at

Tief FINJA bringt kräftige Gewitter

Blitz bei Gewitter - AdobeStock

+++ Update 03:30 +++

Das letzte Gewitter verlässt Österreich gerade in Richtung Slowenien, damit wollen wir diesen Liveticker mit ein paar abschließenden Statistiken beenden:

Wie man an den folgenden Abbildungen gut erkennen kann, lag der Gewitterschwerpunkt tagsüber zwischen Vorarlberg und dem zentralen Bergland. Dabei war neben Hagel vor allem Starkregen das größte Thema, in Tannheim kamen zum Beispiel 50 l/m² zusammen. Der Süden und Südosten präsentierte sich tagsüber noch oft von seiner freundlichen Seite, hier gingen aber schließlich in den Abend- und Nachtstunden teils kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel nieder. In St. Veit an der Glan wurden innerhalb einer halben Stunde 18.9 l/m² registriert.

Blitzverlauf 23.05.2022 © nowcast/UBIMET
Blitzverlauf seit Mitternacht © nowcast/UBIMET
24-stündige Niederschlagssumme © UBIMET
Niederschlagssumme seit Mitternacht © UBIMET
Niederschlagssumme seit Mitternacht © UBIMET

+++ Update 02:40 +++

Blick auf die aufziehenden Gewitter im Mölltal und in Heiligenblut vor etwa 3 Stunden:

Aufziehendes Gewitter im Mölltal © foto-webcam.eu
Aufziehendes Gewitter im Mölltal © foto-webcam.eu
Gewitter mit Blitz in Heiligenblut © foto-webcam.eu
Gewitter mit Blitz in Heiligenblut © foto-webcam.eu

+++ Update 01:30 +++

Ein kräftiges Gewitter ging gerade in Köflach nieder, die dortige Webcam konnte sogar einen Blitz festhalten. Diese Zelle verlagert sich jetzt erneut in die Südsteiermark, hier ist besonders Starkregen zu erwarten.

Wolkenblitz @ Webcam Köflach - https://koeflach.panomax.com/
Wolkenblitz @ Webcam Köflach – https://koeflach.panomax.com/

Ein weiteres kräftiges Gewitter erreicht demnächst St. Veit an der Glan. Hier ist ebenfalls mit Starkregen, aber auch noch mit Hagel zu rechnen. In Spittal an der Drau fielen in der letzten Stunde 14.8 l/m², in Millstatt waren es 10.9 l/m².

Blitzverlauf © nowcast/UBIMET
Blitzverlauf © nowcast/UBIMET

+++ Update 24.05. – 00:10 +++

In den letzten 3 Stunden haben sich die Gewitter immer weiter nach Süden vorgearbeitet.

Blitzverlauf der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET
Blitzverlauf der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET

Östlich von Murau hat sich zudem eine Zelle mit einem Bogenecho („bow echo“) formiert. In dessen Zugbahn ist mit Sturmböen zu rechnen.

Radarbild 00:00 © Austro Control/UBIMET

+++ Update 23:20 +++

Die stärksten Gewitter gehen derzeit im Süden nieder, eine kräftige Zelle mit Starkregen und Hagel zieht derzeit von der Koralpe in die Südweststeiermark.

Radarbild 23:10 © Austro Control/UBIMET

+++ Update 22:50 +++

Auch entlang des Wienerwalds hat sich nun eine Gewitterlinie gebildet, diese breitet sich langsam nach Osten aus und könnte damit auch noch für Wien – zumindest für die südlichen Bezirke – interessant werden.

Radarbild 22:40 © Austro Control/UBIMET
Radarbild 22:40 © Austro Control/UBIMET

Unsere Webcam in Wien Donaustadt konnte bereits einen Blitz einfangen:

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/
Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/

+++ Update 22:20 +++

Ausgehend von der Obersteiermark ist demnächst im Grazer Bergland mit Gewittern zu rechnen, auch in Graz und im weiteren Verlauf in der Oststeiermark kann es noch gewittrig werden.

Aktuelles Radarbild © Austro Control/UBIMET
Aktuelles Radarbild © Austro Control/UBIMET

+++ Update 21:10 Uhr +++

Blitze der letzten 3 Stunden © NOWCAST

+++ Update 20:15 Uhr +++

Derzeit zieht ein Gewittersystem einmal quer von West nach Ost über Österreich hinweg und bringt kräftigen Regen. In Bad Mitterndorf fielen in der vergangenen Stunde 26 L/m² und in Gröbming 25 L/m².

Radarbild von 20.10 Uhr © ACG

+++ Update 19:40 Uhr +++

 

+++ Update 19:20 Uhr +++

Derzeit sind immer noch teils kräftige Gewitter im Westen und im zentralen Bergland unterwegs. Dabei besteht vor allem die Gefahr von Starkregen.

Blitze der letzten Stunde © NOWCAST

+++ Update 19: 00 Uhr +++

Weiterhin gibt es örtlich Starkregen, die Top 3 der letzten Stunde

Flattnitz 17 L/m²
St. Jakob im Defereggen 16 L/m²
Tannheim 13 L/m²

+++ Update 18:30 Uhr +++

Die kräftigste Gewitterzelle befindet sich aktuell genau über dem Dachstein. Beim Blick auf das dreidimensionale Radar zeigt sich, dass dieser Wolkenturm bis etwa 13 km in die Höhe geschossen ist und zudem auch in mehreren Kilometern Höhe maximale Reflektivitäten aufweist. Hagel ist mit diesem Gewitter sehr wahrscheinlich. Es verlagert sich nach Ost bis Südost und bedroht somit aktuell das Ennstal von Schladming bis Gröbming.

3D-Radar von 18:20 Uhr @ UBIMET, ACG

+++ Update 17:50 Uhr +++

Sturmböen jetzt in Vorarlberg mit der zweiten Gewitterrunde:

73 km/h Bregenz

72 km/h Rohrspitz

70 km/h Feldkirch

+++ Update 17:15 Uhr +++

Für das Rheintal und den Bregenzerwald zeichnet sich die zweite Runde ab:

Analysierte Blitze von 17:00 Uhr @ UBIMET, nowcast

+++ Update 16:45 Uhr +++

+++ Update 16:35 Uhr +++

Über der Nordkette bei Innsbruck hat sich ein weiteres kräftiges Gewitter gebildet und zieht ostwärts. Mit dem Gewitter muss man mit Hagel rechnen.

Hagel auf der Nordkette. © www.foto-webcam.eu

+++ Update 16:30 +++

Mit den Gewittern fällt zum Teil sehr intensiver Regen, anbei ein paar Stundensummen:

  • 22 mm Tannheim
  • 20 mm Reutte
  • 16 mm Sillian

+++ Update 16:20 +++

Eine Gewitterlinie hat sich in der Schweiz entwickelt und zieht rasch nordostwärts. Mit Ankunft der Gewitter zeichnet sich rund um den Bodensee erhöhte Sturmgefahr ab. Die kräftigen Gewitter mit Hagel am Alpenrand verlagern sich dagegen ostwärts in Richtung Kaiserwinkl und Flachgau.

Radarbild um 16:10 Uhr. © DWD / UBIMET

+++ Update 16:10 +++

Im Satellitenbild erkennt man eindrucksvoll die an der Alpennordseite entstandenen Gewitter. Eingezeichnet ist ihre Zugbahn und die womöglich betroffenen Regionen im Osten. Derweil haben sich über der Schweiz weitere Gewitter formiert, welche in den nächsten Stunden nach Nordost Richtung Bayern ziehen werden. Am Bodensee kann es damit stürmisch werden. In Grün markiert: Auch über Osttirol hat es ausgelöst.

Satellitenbild von 15:30 Uhr mit demnächst betroffenen Regionen @ EUMETSAT, UBIMET

+++ Update 15:55 +++

Und auch ein ehemaliger Kollege, den es zurück in die Heimat nach Reutte gezogen hat, meldet Hagel:

+++ Update 15:40 +++

Die Gewitter erreichen auch das Unterinntal. Obacht also demnächst in Kufstein, aber auch von Schwaz bis Wörgl und im Raum Kitzbühel!

Webcam Innsbruck mit Blick nach Nordost @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/

+++ Update 15:30 +++

Der Hagel im Rheintal hatte bereits einen Durchmesser von 1 bis 2 cm:

+++ Update 15:15 +++

Wir starten hiermit unseren heutigen Live-Ticker. Von der Schweiz kommend hat eine kräftige Gewitterzelle bereits Dornbirn überquert und hier Hagel gebracht. Zudem sind im Umfeld des Außerferns kräftige Gewitter entstanden. Sie ziehen nun an der Alpennordseite entlang nach Osten und werden früher oder später auch Salzburg und die oberösterreichsichen Seen treffen. Das ist jetzt schon absehbar, es ist ein relativ üblicher Ablauf.

Registrierte Blitze über eine Stunde bis 15:10 Uhr @ UBIMET, nowcast

 

 


Österreich gerät am Montag zunehmend unter den Einfluss eines Tiefs namens FINJA, welches sich von Nordfrankreich in Richtung Nordsee verlagert. Aus dem westlichen Mittelmeerraum gerät dabei feuchtwarme und energiereiche Luft nach Österreich. Im Vorfeld der Kaltfront des Tiefs steigt die Gewittergefahr ab dem Nachmittag an der Alpennordseite deutlich an, örtlich kann es dabei zu Starkregen und Hagel kommen. Am Abend besteht an der gesamten Alpennordseite die Gefahr von kräftigen Gewittern mit teils schweren Sturmböen. In der Nacht gehen schließlich auch im Osten örtlich Gewitter nieder.

Die Niederschlagsprognose von ICON deutet am Montagabend auf kräftige Gewitter im Norden.

Am Dienstag zweigeteilt

Der Dienstag bringt von Vorarlberg bis Oberösterreich dichte Wolken und zeitweise fällt etwas Regen. Im Osten bzw. vor allem im Süden kommt zeitweise die Sonne zum Vorschein, im Laufe des Tages ziehen von Niederösterreich bis ins Burgenland sowie in den Südalpen aber teils kräftige Schauer und Gewitter durch. Stellenweise besteht dabei die Gefahr von Starkregen und Hagel. Die Temperaturen präsentieren sich zweigeteilt: Während es von Vorarlberg bis ins Salzkammergut nur noch 14 bis 19 Grad gibt, wird es im Süden und Südosten nochmals sommerlich warm mit 25 bis 29 Grad. Zur Wochenmitte sind besonders im äußersten Süden und Südosten nochmals kräftige Gewitter zu erwarten, sonst ist eine Beruhigung in Sicht. Die Temperaturen entsprechen mit 15 bis 25 Grad in etwa dem jahreszeitlich Durchschnitt.

Prognose der Höchstwerte am Dienstag (zum Vergrößern  auf das Bild klicken). © UBIMET

Am Montag von NRW bis nach Bayern kräftige Gewitter

Blitz

+++ Update 21:50 Uhr +++

Die Gewitter gehen inzwischen vermehrt ein, in der Nacht sollten nur mehr vereinzelt ein paar Blitze in einem Streifen von der Nordsee bis zum Erzgebirge auftreten. Damit danken wir für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen noch einen schönen Abend.

Zeitlicher Verlauf der Blitze © NOWCAST/UBIMET
Niederschlagssumme seit Mitternacht © UBIMET

+++ Update 21:30 Uhr +++

 

+++ Update 21:10 Uhr +++

Weiterhin fällt im Umfeld der Gewitter kräftiger Regen, wie in München-Oberschleißheim mit 20 L/m² oder Burgwald in Hessen mit 21 L/m². Zudem gab es in München eine Böe mit 89 km/h und in Frankenberg in Hessen 84 km/h.

+++ Update 21:00 Uhr +++

 

+++ Update 20:45 Uhr +++

Auch aus Nordwesthessen wird eine ansehnliche Shelf-Cloud gemeldet:

 

+++ Update 20:40 Uhr +++

In der Nähe von München:

 

+++ Update 20:15 Uhr +++

München im Gewitter © foto-webcam.eu

+++ Update 19:45 Uhr +++

 

+++ Update 19:40 Uhr +++

 

+++ Update 19:20 Uhr +++

Ein weiteres Gewitter zieht auf München zu, dabei besteht die Gefahr von Starkregen.

Blitze der letzten Stunde © NOWCAST

+++ Update 19:10 Uhr +++

Bisher zeichnen sich die Gewitter vor allem durch Starkregen aus, in der letzten Stunde fielen in

Biberach (BW) 18 L/m²
Gevelsberg (NRW) 18 L/m²
Meinerzhagen (NRW) 13 L/m²
Waltrop (NRW) 12 L/m²
Dietenheim (BW) 12 L/m²

+++ Update 18:50 Uhr +++

Im Taunus, im Rhein-Main-Gebiet und im Odenwald haben sich kräftige Gewitterzellen gebildet, örtlich muss hier mit Hagel und Starkregen gerechnet werden.

Radarbild von 18.55 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 18:10 Uhr ++

In der letzten Stunde sind in Konstanz 26 L/m² gefallen. Zudem verzeichnete Lindau am Bodensee ein Böe von 84 km/h.

+++ Update 16:40 Uhr +++

Das aktuelle Satellitenbild zeigt die Gewitter an den Alpen sowie die einzelnen Zellen im Westen des Landes.

Aktuelles Satellitenbild von 16.25 Uhr © EUMETSAT

+++ Update 16:10 Uhr +++

Eine Gewitterlinie hat sich in der Schweiz entwickelt und zieht rasch nordostwärts. Mit Ankunft der Gewitter zeichnet sich rund um den Bodensee erhöhte Sturmgefahr ab. Die kräftigen Gewitter mit Hagel am Alpenrand verlagern sich dagegen ostwärts in Richtung Chiemgau und Berchtesgadener Land.

Radarbild um 16:10 Uhr. © DWD / UBIMET

Bislang wurden etwa 14.000 Blitzentladungen erfasst. Daten und Tagesstatistiken gibt es wie immer hier: Aktuelle Wetterdaten.

+++ Update 15:50 Uhr +++

Webcam Rosenheim © foto-webcam.eu

+++ Update 15:35 Uhr +++

In der Schweiz haben sich neue Gewitter gebildet, die in der kommenden Stunde auf Süddeutschland übergreifen werden.

Blitze der letzten Stunde © NOWCAST

+++ Update 15:30 Uhr +++

Auch im Westen kommen nun Gewitter mit kräftigem Regen auf.

Radarbild von 15.20 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 15:00 Uhr +++

An den Alpen ziehen derzeit mehrere Zellen mit teilweise größerem Hagel entlang.

Radarbild von 15.00 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 14:20 Uhr +++

Blick von der Zugspitze

Blick vom höchsten Berg Deutschlands © foto-webcam.eu

+++ Update 14:15 Uhr +++

Gewittrige Stimmung an den Alpen in Murnau am Staffelsee © foto-webcam.eu

+++ Update 13:30 Uhr +++

Auch in den Nordalpen wird es nun zunehmend gewittrig. Aus der Schweiz und aus Nordtirol greifen demnächst Gewitter auch auf Südbayern über.

+++ Update 12:30 Uhr +++

Zwischen Tuttlingen und Schaffhausen zieht derzeit ein sehr kräftiges Gewitter auf, Vorsicht vor Hagel und Sturmböen! Das Gewitter zieht weite nordostwärts.

Radarbild um 12:25 Uhr. © DWD/UBIMET

+++ Update 12:00 Uhr +++

Im Süden von Baden-Württemberg gibt es erste Meldungen von Sturmböen und kleinem Hagel. Dies wird auch von der Wetterstation in Dogern (Landkreis Waldshut) mit einer Messung von bis zu 77 km/h bestätigt. Lokal regnet es zudem ergiebig, etwa in Todtmoos wurden in der vergangenen Stunde 17 mm gemessen.

+++ Update 10:50 Uhr +++

Auf dem aktuellen Satellitenbild sieht man die aufziehenden Gewitter. Vor allem zwischen Basel und dem Hochschwarzwald gehen bereits erste kräftige Gewitter nieder, auch in Luxemburg zieht ein erstes Gewitter auf. Ab etwa Mittag sind dann auch in Rheinland-Pfalz erste Gewitter zu erwarten.

Satellitenbild um 10:50 Uhr. © EUMETSAT/UBIMET

+++ Update 10:10 Uhr +++

Ausgehend von Frankreich und der Schweiz ziehen erste kräftige Gewitter auf den Südwesten Baden-Württembergs zu.

Radarbild um 10:05 Uhr. © DWD / UBIMET

+++ Update 09:50 Uhr +++

Tief FINJA hat gestern bereits in Frankreich für heftige Gewitter gesorgt, nahe Poitiers im mittleren Westen des Landes wurden lokal sogar Hagelkörner um 10 cm beobachtet!

+++ Übersicht 08:30 Uhr +++

Deutschland liegt zu Wochenbeginn zwischen einem Tiefdruckgebiet mit Kern über den Britischen Inseln und einem Hoch über Osteuropa. Ein Randtief über Frankreich namens FINJA zieht dabei im Tagesverlauf über Benelux hinweg zur Nordsee, dabei gelangen mit mit einer südwestlichen Strömung feuchtmilde und energiereiche Luftmassen Deutschland. Vor allem von NRW bis nach Baden-Württemberg und Bayern muss man somit im Tagesverlauf mit teils kräftigen Schauern und Gewittern rechnen, in den Abendstunden erfassen diese auch die Regionen von Niedersachsen bis zum Erzgebirge. Vor allem im Süden besteht die Gefahr von teils großem Hagel und schweren Sturmböen, im Westen und in der Mitte ist zudem die Tornadogefahr leicht erhöht.


Titelbild © UBIMET

Am Montag regional wieder Unwettergefahr

In den Morgenstunden sind Gewitter vorübergehend bereits vom Bodensee über das Allgäu bis zur Zugspitze möglich. Tagsüber entwickeln sich hier die typischen Wärmegewitter über den Bergen, ausgehend vom Allgäu und den Alpen kann dann schon eine Zelle im Alpenvorland nach Osten unterwegs sein. Für gewöhnlich haben diese Gewitter das Potential für markanten Hagel.

 

Gefahrenkarte für Montag, den 23.05.2022 @ UBIMET

Über Mittag sollte es auch die ersten Entwicklungen im Raum Saarland/Rheinland-Pfalz geben, großflächig steigt die Unwettergefahr im Südwesten jedoch am Nachmittag an. Mit der sich nähernden Kaltfront rechnen die Wettermodelle verbreitet die Auslöse von Gewittern von den Vogesen über den Schwarzwald bis zur Schwäbischen Alb. Da die Scherungsbedingungen im Umfeld des Tiefs wieder gut sein werden, ist die Gefahr von schweren Gewittern oder Unwettern hier relativ hoch. Es ist gut möglich, dass sich im Verlauf des Abends eine Gewitterlinie nach Nordosten ausbreitet, welche vor allem Sturm bringen kann.

Auch in der Mitte des Landes steigt die Gewitterneigung zum Abend hin markant an, in der Nacht verlagert sich die aktive Zone wie schon am Freitag Richtung Österreich und Tschechien.

 

Titelbild @ Storm Science Austria

Mehrere Tornados richten in Deutschland schwere Schäden an

Wetterlage

Das Wettergeschehen am Freitag wurde in Mitteleuropa von Tief EMMELINDE geprägt, welches in der Früh noch über Nordfrankreich lag. Im weiteren Tagesverlauf zog das Tief unter allmählicher Verstärkung über die BeNeLux-Staaten nach Norddeutschland und in der Nacht auf Samstag nach Polen. Dabei führte es feucht-labile Luft aus Südwest nach Deutschland und Österreich. Im breiten Warmsektor (Gebiet zwischen Warm- und Kaltfront) waren somit gute Bedingungen für kräftige Gewitter gegeben.

Händische Analyse der Fronten um 17 Uhr Ortszeit und 10 m Wind.

Die Analyse oben zeigt die Lage der Fronten (Rot = Warmfront, Blau = Kaltfront) um 17 Uhr, in etwa dem Zeitpunkt als die Tornados auftraten.

Tornados

Der Auszug aus der Datenbank ESWD (European Severe Weather Database) zeigt die bisher (Samstagnachmittag) eingegangenen Meldungen über Tornados (Rot), Starkregen (Blau), Hagel (Grün) und Windböen (Gelb). Man erkennt die bisher gemeldeten 6 Tornados vom Freitag.

Bisherige Meldungen in der ESWD-Datenbank

Bedingungen

Die Orte, an denen die Tornados auftraten, boten ideale Bedingungen. Im rot umrandeten Gebiet (Grafik siehe unten) war die Luft nahezu gesättigt, denn der Unterschied zwischen Temperatur und Taupunkt ist nur gering. Dies begünstigt die Bildung von Tornados, da unter solchen Verhältnissen die Wolkenuntergrenze sehr niedrig ist.

Da zudem die Richtungsscherung (Windrichtung ändert sich mit der Höhe) südlich der Warmfront ausgeprägt war, war bereits im Vorfeld die Bildung von Superzellen erwartet worden. Dabei wird die durch die Scherung induzierte Rotation im Bereich des Aufwinds der Superzelle gekippt und durch Streckung erhöht (Pirouetteneffekt).

Vereinfachtes Prinzip der Tornadoentwicklung
Schema des Piroutteneffekts

Im gelb umrandeten Gebiet war die Differenz zwischen Lufttemperatur und Taupunkt (auch „Spread“) hingegen deutlich größer, hier war die Gefahr von Sturm bzw. Orkanböen sehr hoch, später trat über Tschechien noch ein Bow Echo örtlich mit Orkanböen auf.

Differenz zwischen Temperatur und Taupunkt1m 20.5.2022 um 17 Uhr MESZ.

Häufigkeit in Österreich

Tornados zählen sicherlich in Österreich zu den seltenen Phänomenen, dennoch treten pro Jahr im Schnitt 5 auf. Die gefühlte, zunehmende Häufigkeit ist besonders im Aufkommen von Smartphones und Videokameras zu erklären, da inzwischen viele Fälle dokumentiert werden und via Internet schnell Verbreitung finden, die früher nur lokal publik wurden.

Zudem hat sich die Beobachtungstechnik und hier speziell das Radar weiterentwickelt und mit sog. Doppler-Radaren können inzwischen Rotationen vermessen werden. Mit noch neuerer Technik kann inzwischen sogar indirekt erkannt werden, ob ein Tornado Bodenkontakt hatte oder nicht, in den USA sind solche als polarimetrischen Radare bezeichneten Radare inzwischen Standard.

Die zudem häufig gestellte Frage, ob Tornados mit dem Klimawandel zunehmen, lässt sich bei derzeitiger Datenlage nicht gut beantworten. Derzeit ist auf jedenfalls kein signifikanter Trend in eine Richtung erkennbar. Hier ist der Zusammenhang mit den jeweiligen Wetterlagen im Frühling und Sommer entscheidend.

Bilder

 

 

Titelbild: https://twitter.com/5fach/status/1527693068081717248

Tornados und blitzreichster Tag seit fast 2 Jahren

Mit Tief EMMELINDE wurden am Freitag ungewöhnlich warme, feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Deutschland gelenkt. Diese entluden sich im Laufe des Tages in teils kräftigen Gewittern, lokal kam es zu Hagel und Überflutungen durch Starkregen. Das Tief sorgte für passende Windverhältnisse, die die Entwicklung von rotierenden, so genannten Superzellen begünstigten. An diesen entwickelten sich auch einzelne Tornados, die wie bspw. in Paderborn für große Verwüstungen sorgten.

 

Die meisten Blitze gab es aber entlang einer kräftigen Gewitterlinie im Norden Bayerns. An dieser traten gebietsweise Sturmböen auf, in Nürnberg wurden schwere Sturmböen von bis zu 96 km/h gemessen, östlich der Stadt in Hersbruck gar orkanartige Sturmböen von 115 km/h. Insgesamt gab es am Donnerstag 298.212 und am Freitag 336.223 Blitzentladungen, davon an letzterem allein in Bayern über 154.000. Damit war der Freitag der blitzreichste Tag in Deutschland seit dem 13.06.2020, also seit fast zwei Jahren. Generell handelte es sich um ein außergewöhnlich starkes Ereignis, besonders in Bezug auf die Jahreszeit.

Blitzdichte am Freitag, den 20.05.2022 @ UBIMET, nowcast
Anzahl der registrierten Blitze nach Bundesland @ UBIMET, nowcast

Stärkster Blitz mit 432.000 Ampere

Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 432 kA wurde am Freitag in Tholey (Saarland) im Landkreis Sankt Wendel detektiert. Bei den Gemeinden mit der höchsten Blitzdichte muss man hingegen nach Bayern blicken. Am Freitag hatte Langfurth im Landkreis Ansbach die Nase vorne mit 55 Blitzen pro km².

Es war auch der bisher heißeste Tag des Jahres – Gemessene Höchsttemperaturen @ UBIMET, DWD

 

Am Montag wieder Unwettergefahr

Das Wochenende verläuft ruhig, bereits am Montag könnte sich das gestrige Szenario aber in ähnlicher, leicht schwächerer Weise schon wiederholen. Der DACH-Raum gelangt bis dahin wieder auf die Vorderseite eines Tiefs, mit der daraus resultierenden Südwestströmung wird neuerlich sommerlich warme und feuchte Luft herangeführt. Das Tief zieht am Montag nach jetzigem Stand von Nordfrankreich über Benelux zur Nordsee. Mit den zu erwartenden Luftmassengegensätzen und erneut guten Scherungsbedingungen zeichnen sich besonders in der Mitte und im Süden Deutschlands sowie den angrenzenden Regionen einmal mehr schwere Gewitter ab. Je nach Timing deuten sich die kräftigsten Entwicklungen von Baden-Württemberg über Bayern und entlang der Alpennordseite bis nach Salzburg/Oberösterreich an, hier sind neben Hagelschlag vor allem wieder Sturmböen ein Thema.
Titelbild: https://twitter.com/5fach/status/1527693068081717248

Unwettergefahr durch Hagel und Orkanböen

Blitz bei Gewitter - AdobeStock

+++ Update 22:00 Uhr +++

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Am Schluss gibt es hier noch die Abfolge der Blitze und die Niederschlagsverteilung seit Mitternacht. Wir danken für eure Aufmerksamkeit und melden voraussichtlich am Montag wieder mit einem Liveticker. Gute Nacht.

Niederschlagssumme seit Mitternacht © DWD/UBIMET
Blitzverlauf seit Mitternacht © nowcast/UBIMET

+++ Update 21:45 Uhr +++

Hier eine Auflistung der bisherigen Blitze seit Mitternacht.

Anzahl Blitzte in jedem Bundesland © nowcast/UBIMET

+++ Update 21:30 Uhr +++

Blitz über den Chiemgauer Alpen © https://www.foto-webcam.eu/webcam/hochries/2022/05/20/2120

 

+++ Update 21:25 Uhr +++

Gewitter über Leipzig

Gewitter in der Umgebung von München

 

+++ Update 21:20 Uhr +++

Am Alpenrand und östlich von München haben sich nun ebenfalls kräftige Gewitter mit der Gefahr von Hagle gebildet.

Radarbild von 21.15 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 20:55 Uhr +++

Das dazugehörige Radarbild

Radarbild von 20.50 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 20:40 Uhr +++

Hagelschäden z.B. in Koblenz

 

+++ Update 20:30 Uhr +++

Mit der Gewitterlinie gab es im Bayerischen Wald und im Fichtelgebirge Böen über 100 km/h. Inzwischen ist sie in Tschechien angekommen und hat sich zu einem Bow Echo weiterentwickelt.

Radarbild von 20.30 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 20:00 Uhr +++

Satellitenbild von 19.55 Uhr © EUMETSAT

+++ Update 19:40 Uhr +++

Superzelle bei Leipzig

 

+++ Update 19:30 Uhr +++

 

 

+++ Update 19:05 Uhr +++

Gewitter über Nürnberg

 

+++ Update 18:50 Uhr +++

 

+++ Update 18:30 Uhr +++

In Bayern hat sich nun eine Gewitterline gebildet, in ihrem Umfeld besteht die Gefahr von schweren Sturmböen.

Radarbild von 18.30 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 18:10 Uhr +++

 

+++ Update 18:05 Uhr +++

Ein weiteres Video des Tornados bei Lippstadt.

+++ Update 17:50 Uhr +++

In Thüringen haben sich ebenfalls Superzellen gebildet. Hier besteht auchTornadogefahr.

Radarbild von 17:45 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 17:40 Uhr +++

Hagel in Rheinland-Pfalz

 

+++ Update 17:35 Uhr +++

Satellitenbild von 17.30 Uhr © EUMETSAT

+++ Update 17:30 Uhr +++

+++ Update 17:25 Uhr +++

Tornadoschäden in Lippstadt

 

+++ Update 17:20 Uhr +++

Schäden der Superzelle in Lippstadt

+++ Update 17:15 Uhr +++

 

+++ Update 17:00 Uhr +++

Es haben sich inzwischen etliche Superzelle gebildet.

Radarbild von 17.00 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 16:50 Uhr +++

Möglicher Tornado in Nordrhein-Westfalen.

 

+++ Update 16:45 Uhr +++

Kleiner Hagel in der Eifel.

+++ Update 16:35 Uhr +++

Superzelle über dem Nürburgring © https://nuerburgring.de/info/nuerburgring/webcams

+++ Update 16:30 Uhr +++

 

+++ Update 15:55 Uhr +++

In Rheinland-Pfalz besteht nun Unwettergefahr durch Hagel, Starkregen und Sturmböen mit diesen 2 Superzellen.

Radarbild von 15:50 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 15.45 Uhr +++

Kräftiger Regen in Düsseldorf

 

+++ Update 15:30 Uhr +++

Derzeit ziehen vom Süden Belgiens her kräftige Zellen in Richtung Luxemburg/Rheinland-Pfalz. Bei der südlicheren handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Superzelle.

Radarbild von 15.30 Uhr © DWD/UBIMET
Satellitenbild von 15.30 Uhr © EUMETSAT

+++ Update 14:30 Uhr +++

Ein Bild der Zelle bei Köln.

 

+++ Update 14:15 Uhr +++

Eine kräftige Gewitterzelle erreicht nun Köln.

Radarbild von 14.15 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 13:45 Uhr +++

Gewitter ante portas, im Westen ziehen nun zunehmend kräftige Gewitter auf. Dabei besteht die Gefahr von Hagel und Sturmböen.

Radarbild von 13.40 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 13:15 Uhr +++

Die Graphik gibt die Position der Fronten (Rot = Warmfront und Blau = Kaltfront) des Tiefs EMMELINDE wieder. Man erkennt die bodennahen Winde aus Südost. Dies erhöht die Gefahr für Tornados falls Superzellen entstehen besonders dort, wo der Taupunkt erhöht ist.

Händische Analyse der Fronten um 13.00 Uhr und Wind in 10 m Höhe Daten © DWD

+++ Update 12:30 Uhr +++

Die Gewitteraktivität verlagert sich nun immer weiter in den Nordosten Frankreichs und in Richtung Belgien. Vor etwa einer Stunde ist allerdings noch ein kräftiges Gewitter knapp nördlich an Paris vorbeigezogen:

Bereits in der Früh gab es zudem im Nordwesten Frankreichs Gewitter mit sintflutartigem Starkregen und Hagel, wie das folgende Video zeigt:

+++ Update 11:30 Uhr +++

Ein Blick auf das aktuellste Satellitenbild kombiniert mit den neuesten Daten der Blitzortung zeigt die bereits kräftigen Gewitter im Norden Frankreichs, in Deutschland dominiert, abgesehen von den einzelnen Gewittern in der Mitte des Landes, noch ruhiges und oft sonniges Wetter.

Aktuelles Satellitenbild inkl. Blitzortung © Meteosat, Nowcast

+++ Update 10:50 Uhr +++

Aktuell zieht ein Gewitter über Oberfranken hinweg, die Unwettergefahr ist aber gering. In erster Linie muss man hier örtlich mit kurzzeitigem Starkregen rechnen.

+++ Update 10:30 Uhr +++

Der aktuelle Lauf unseres Lokalmodells bestätigt die Unwettergefahr quer über die Mitte bzw. den Norden des Landes im Laufe der zweiten Tageshälfte. Besonders von NRW bis nach Brandenburg und Sachsen ist das Potential für ein langlebiges, schnell ziehendes Gewitterkomplex hoch.

Niederschlagsprognose von RACE.

+++Update 10:15 Uhr +++

Auch die unabhängige Prognose der Meteorologen von ESTOFEX sieht heute ein hohes Potential für Unwetter in Teilen Deutschlands: „A level 3 was issued in a belt of north – central Germany for severe to extremely severe wind gusts, large hail, tornadoes and excessive rainfall.

+++ Übersicht 10:00 Uhr +++

Der Freitag bringt im Laufe des Tages vor allem in der Nordhälfte erhöhte Unwettergefahr. Verantwortlich dafür ist ein kleinräumiges Wellentief namens EMMELINDE, welches im Laufe der zweiten Tageshälfte von Nordfrankreich unter Verstärkung über das Norddeutsche Tiefland hinweg zieht.

In einem breiten Streifen quer über das Land von NRW bis nach Brandenburg und Sachsen kündigen sich im Laufe des Nachmittags bzw. Abends teils heftige Gewitter an. Die Wettermodelle deuten auf eine sehr schnell ziehende Gewitterlinie teils mit Orkanböen ab. Einzelne vorlaufende Gewitterzellen bzw. am Südrand der Gewitterlinie können allerdings auch zu teils großem Hagel und ganz vereinzelt zu einem Tornado führen. Direkt im Bereich des Tiefkerns am Nordrand der Gewitterlinie kann es zudem vorübergehend ergiebig regnen mit der Gefahr von kleinräumigen Überflutungen.

In den Abendstunden und in der Nacht nimmt die Gewittergefahr dann auch von Rheinland-Pfalz über Baden-Württemberg bis nach Bayern zu, auch hier kann es zumindest örtlich zu schweren Sturmböen und Hagel kommen.
Unwetterpotential am Freitag. © UBIMET

Titelbild © AdobeStock

Wie wird der Sommer 2022? Die Wetter-Tendenz für die warme Jahreszeit

Tendenz für den Sommer 2022 - UBIMET

Der heurige Mai war bislang schon frühsommerlich warm, wie bereits berichtet. Doch der tatsächliche Sommer steht uns noch bevor, er beginnt meteorologisch betrachtet schon am kommenden 1. Juni. Astronomisch gesehen starten wir hingegen wie üblich erst am Tag der Sommersonnenwende, also heuer am 21. Juni um 11.13 Uhr MESZ, in den Sommer.

Wie jedes Jahr am Ende des Frühlings wird uns nun immer öfter die Frage gestellt: Wie wird der Sommer? Meteorologen mögen solche langfristigen Tendenzen nicht, denn eine genaue, vertrauenswürdige Prognose – wie z.B. für das Wetter für die kommenden paar Tage – ist nicht möglich. In diesem Fall werden besondere, saisonale Modelle benutzt, die in der Regel eine 3-monatige Tendenz liefern. Für den Sommer wird also eine Gesamtprognose für Juni, Juli und August zur Verfügung gestellt. Häufig arbeitet man zudem mit Niederschlags- oder Temperaturanomalien. Die Hauptfrage lautet also: Wie kühl/warm oder nass/trocken wird es in diesen gesamten 3 Monaten im Vergleich zum langjährigen Klimamittel? Solche Tendenzen sind natürlich mit einer gewissen Unsicherheit behaftet und daher mit großer Vorsicht zu genießen, vor allem nicht gleich als genaue Prognose zu interpretieren.

Nach diesen Vorbemerkungen können wir nun versuchen, eine Tendenz für den Sommer 2022 zu geben. Denn heuer gibt es bei den meisten, saisonalen Modellen eindeutige Signale. Die Ableger von subtropischen Hochdruckgebieten sollten sich nämlich besonders häufig in Richtung Mitteleuropa ausdehnen. Im Zuge des Klimawandels ist nahezu überall ein zu warmer Sommer in Sicht, mit Temperaturanomalien meist zwischen +0.5 und +1 Grad. Aufgrund der Ausdehnung von Hochdruckgebieten subtropischen Ursprungs in Richtung Mitteleuropa ist aber vor allem von den Pyrenäen über den Alpenraum bis zu den Karpaten mit Abweichungen von bis zu +2 Grad auszugehen! Die mediterrane/nordafrikanische Hitze könnte uns also heuer häufiger als sonst heimsuchen.

Tendenz für den Sommer 2022 - UBIMETTendenz für den Sommer 2022 – UBIMET

Diese Großwetterlage würde wiederum besonders von den Iberischen Halbinseln über Norditalien bis zum Balkan für häufig trockene Bedingungen sorgen (wobei die oft trotzdem vorhandene Gewittertätigkeit im Bergland hier NICHT berücksichtigt wird). Im südöstlichen Mittelmeerraum sowie auch vom Ärmelkanal bis zur Nord- und Ostsee könnte es hingegen öfter zu Gewitterausbrüchen kommen.

 

Titelbild: Tendenz für den Sommer 2022 – UBIMET

Am Freitag vor allem im Westen Hitze, in der Nacht Gewitter

Wörthersee

Der Alpenraum liegt derzeit zwischen einem Hoch über Südosteuropa und einem sich entwickelnden Randtief über Frankreich. Aus Südwesteuropa gelangen dabei außergewöhnlich warme Luftmassen in den Alpenraum, die Temperaturen steigen im Westen am Nachmittag auf bis zu 33 Grad, aber auch sonst sind verbreitet Höchstwerte um 30 Grad zu erwarten.

Aus Südwesten gelangen sehr warme Luftmassen zu den Alpen. © ECMWF/UBIMET

Lokal Rekorde in Reichweite

Die höchsten Temperaturen werden am Nachmittag mit bis zu 33 Grad im Rheintal, im Walgau und im Flachgau erwartet. Damit sind vor allem in Vorarlberg neue Stationsrekorde möglich. Beispielsweise liegt der Mairekord in Bregenz bei 32,2 Grad und in Feldkirch bei 33 Grad. In Innsbruck steht heute bereits der vierte Hitzetag in diesem Mai an, der Rekord liegt bei 6 (im langjährigen Mittel wären 1 bis 2 üblich).

Prognose der Höchstwerte am Freitag.

Im Laufe des Nachmittags entstehen zunächst nur im östlichen Bergland von den Tauern über das Grazer Bergland bis ins Mittelburgenland lokale Hitzegewitter. In den Abend- und Nachtstunden steigt die Gewittergefahr aber auch an der Alpennordseite an, besonders im Grenzbereich zu Bayern und Tschechien sind auch starke Gewitter mit Sturmböen möglich. Noch heftigere werden in der Nordhälfte Deutschlands erwartet, mehr Infos dazu gibt es hier.

Die Temperatauren liegen teils mehr als 10 Grad über dem jahreszeitlichen Mittel. Bild: © K. Haustein

Erste Tropennacht?

Im Osten sind nach derzeitigem Sand nur vereinzelt Gewitter zu erwarten, in der zweiten Nachthälfte kommt aber voraussichtlich kräftiger Westwind auf. Damit zeichnet sich hier eine sehr laue Mainacht ab, in der Wiener Innenstadt sowie lokal auch im Mittelburgenland ist sogar eine Tropennacht möglich. Tropennächte sind im Mai selbst in der Wiener Innenstadt außergewöhnlich, zuletzt gab es eine am 30. Mai 2018.

Am Samstag Gewitter im Süden

Am Samstag ziehen an der Alpennordseite von der Früh weg einige Schauer und lokale Gewitter durch, im Donauraum und im Osten klingen vereinzelte Schauer in der Früh aber rasch ab und es wird häufig sonnig. Auch von Osttirol über das westliche und nördliche Kärnten bis in die Mur-Mürz-Furche scheint häufig die Sonne, noch weiter südlich gehen nach einem sonnigen Start aber kräftige Schauer und Gewitter nieder. Bei lebhaftem bis kräftigem Nordwestwind liegen die Höchstwerte zwischen 21 und 30 Grad.

 

 

Starke Gewitter brachten am Donnerstag 300.000 Blitzentladungen

Gewitter

In Summe wurden am Donnerstag 298.000 Blitzentladungen erfasst, also ein Wert der vergleichbar ist zu den blitzreischten Tagen eines Sommers. Die meisten Entladungen gab es in Rheinland-Pfalz, Bayern, NRW, Baden-Württemberg und Hessen.

Blitzverlauf am 19. Mai 2020. © UBIMET

+++ Update 20:30: Mehr als 200.000 Blitze +++

Unser Blitzortungssystem hat heute bislang 236.729 Blitze registriert. Zum Vergleich: Am gewitterreichsten Tag des Sommers 2021 (20. Juni) wurden mehr als 316.000 Blitze erfasst.

Anzahl der Blitze am 19. Mai 2022, 00:00 bis 21:10 MESZ (QUELLE: UBIMET/nowcast)

+++ Update 20:20 +++

Und noch einmal die Blitzkarte mit dem Verlauf der letzten 3 Stunden. Die Gewitteraktivität verlagert sich nun in den Osten, hier liegt allerdings trockenere Luft, sodass den Gewittern sozusagen der Saft ausgehen wird.  Anders bei jenen Komplexen im südlichen Rheinland-Pfalz und im Grenzgebiet Baden-Württemberg/Bayern. Mit Durchzug der Gewitter sind hier lokal noch Sturmböen mit 70 bis 80 km/h möglich.

Blitzverlauf der letzten 3 Stunden, 19.05.2022 ~ 18:00 bis 21:00 Uhr MESZ (Quelle: UBIMET/nowcast)

+++ Update 19:30 +++

Jetzt wird es auch im Norden Bayerns etwas unbeständig.

+++ Update 18:40 Uhr +++

Mit Durchzug der Gewitter kühlt es vorübergehend um bis zu 5 bis 15 Grad ab. Die Luft wird aber nicht wie nach einer Kaltfront nachhaltig kühler, morgen erwarten uns abermals sommerliche Temperaturen und kräftige Gewitter.

Aktuelle Temperatur, 19. Mai 2022, 17:00 Uhr (Quelle: UBIMET)

+++ Update 17:20 Uhr +++

Die Gewitterlinie, die vor rund 3 Stunden den den Westen erreicht hat, wird nun vor allem im nördlichen Teil (Münsterland bis zur Nordsee) löchriger. Vorsicht ist aber auch hier noch geboten.
Die kräftigsten Exemplare sind derzeit vom Sauerland bis zum Hunsrück zu finden. In der nächsten Stunde verlagern sich diese nach Hessen. Achtung vor Starkregen und Sturmböen!

Die aktuelle Blitzkarte mit dem Verlauf der Blitze der vergangenen 3 Stunden. je dünkler, desto älter):

Blitzverlauf der letzten 3 Stunden, 19.05.2022 14:00 bis 17:00 Uhr MESZ (Quelle: UBIMET/nowcast)

+++ Update 16:20 Uhr +++

In Summe wurden bis jetzt bereits knapp 43.000 Blitzentladungen in Deutschland verzeichnet, die meisten davon in NRW. In den kommenden Stunden kommen noch einige dazu. Der bislang blitzreichste Tag des Jahres war der 16. Mai mit 103.000 Entladungen, diesen Wert können wir heute noch übertreffen.

+++ Update 16:15 Uhr +++

Mit den Gewittern kühlt es im Westen teils um mehr als 10 Grad ab, so liegen die Temperaturen etwa in Essen und Köln nun zwischen 16 und 18 Grad. Im Vorfeld der Linie werden aktuell noch sommerliche 27 bis 30 Grad gemessen.

+++ Update 16:05 Uhr +++

Am Flughafen Münster/Osnabrück wurden mit Durchzug der Böenfront Spitzen bis zu 105 km/h gemessen.

+++ Update 16:00 Uhr +++

Hier kommt das aktuelle Satellitenbild inkl. Blitze der vergangenen Stunde.

Satellitenbild und Blitze um 15:50 Uhr. © EUMETSAT/UBIMET

+++ Update 15:45 Uhr +++

Anbei weitere Bilder der Böenfront in NRW:

+++Update 15:25 Uhr +++

Die Gewitterlinie liegt derzeit quer über dem Westen von NRW. Sie erfasst demnächst u.a. das Münsterland, das Ruhrgebiet und die Kölner Bucht.


Im Bereich von frisch bestellten Feldern kann es auch Sichtbehinderungen kommen durch aufgewirbelten Staub!

+++Update 15:10 Uhr +++

In Xanten wurde in der vergangenen Stunde eine schwere Sturmböe von 92 km/h gemessen. In Eindhoven (NL) wurden sogar 111 km/h verzeichnet.

+++Update 15:00 Uhr +++

Anbei ein aktuelles Bild der Böenfront nahe Bottrop.

+++ Update 14:45 Uhr +++

Im äußersten Westen von NRW werden bereits erste Sturmschäden gemeldet. Die Gewitterfront zieht mit einer spektakulären Böenfront auf (sog. „shelf cloud“).

+++ Update 14:15 Uhr +++

Im westlichen NRW sollte man bereits jetzt achtsam sein. Die kräftige Gewitterlinie kommt hier innerhalb der nächsten Stunde auf und hat neben zahlreichen Blitzen und Hagel auch Sturmböen im Gepäck!

Radarbild von 14:00 Uhr @ UBIMET, nowcast

+++ Update 14:00 Uhr +++

Und so sah der Böenkragen übrigens bei Brüssel aus:

Derweil noch ein Video aus Nordfrankreich:

+++ Update 13:45 Uhr +++

Inzwischen haben die Gewitter auch den dt. Radarverbund erreicht. Sie werden am Nachmittag auf den Nordwesten Deutschlands übergreifen.

Radarbild von 13:40 Uhr @ UBIMET, DWD

+++ Update 13:25 Uhr +++

In Uccle (Brüssel, Belgien) wurden vergangene Stunde Böen bis zu 104 km/h gemessen! Diese Messung bestätigt wie hoch das Potential für schwere Sturmböen heute ist.

Auf der Vorderseite der dort entstandenen Gewitter werden bereits 30 Grad gemessen, mit ihnen kühlt es auf rund 17 Grad ab.

Aktuelle Blitze von 13:25 Uhr und gemessene Temperaturen von 13 Uhr @ UBIMET, nowcast

+++ Update 12:45 Uhr +++

Am aktuellen Satellitenbild sieht man eindrücklich die kräftigen Gewitter über Belgien und den Niederlanden. Diese ziehen nordostwärts und werden am späteren Nachmittag auch den Nordwesten Deutschlands erreichen. Mit Ankunft der Gewitter ist mit erhöhter Sturmgefahr zu rechnen.

Satellitenbild und Blitze um 12:45 Uhr. © EUMETSAT/UBIMET

+++ Update 12:00 Uhr +++

Derzeit sind im äußersten Westen wie etwa im Raum Trier erste Gewitter entstanden, vorerst hält sich die Unwettergefahr aber noch in Grenzen. Starke Gewitter ziehen derzeit hingegen schon in Belgien und den Niederlanden durch. Vor etwa einer Stunde wurden in Nordfrankreich in Arras (Dép. Pas-de-Calais) bereits schwere Sturmböen bis 94 km/h gemessen. Örtlich wurde zudem auch Hagel beobachtet.

+++ Update 11:30 Uhr +++

Die gestrige Prognose wurde von den heutigen Modellen im Wesentlichen bestätigt. Bereits heute Abend besteht mit den Gewittern vor allem in der Westhälfte bzw. in der Mitte die Gefahr von Sturmböen bzw. örtlich auch schweren Sturmböen. Noch markanter wird allerdings der Freitag: Das Randtief „EMMELINDE“ zieht im Laufe der zweiten Tageshälfte direkt über Norddeutschland hinweg und sorgt für eine für Mitteleuropa ungewöhnliche Überlappung von starker Windscherung und energiereicher Luft.

Unwetterpotential am Freitag. © UBIMET

Wir erwarten daher eine äußerst dynamische Gewitterlage (mit vermutlich einer oder mehreren Gewitterlinien mit einem hohen Potential für Sturmschäden). Die größte Unwettergefahr herrscht in einem breiten Streifen von NRW über Thüringen und Sachsen-Anhalt bis nach Brandenburg und Sachsen, zumindest örtlich sind hier sogar Orkanböen möglich. In Summe könnte am Freitag durchaus eine der markantesten Unwetterlagen der Saison bevorstehen.

+++ Übersicht  vom 18.5.2022 +++

Zwischen einem Hochdruckkeil über dem Mittelmeerraum und einem Tiefdruckgebiet über dem Ostatlantik stellt sich am Donnerstag eine südwestliche Höhenströmung in Deutschland ein. Damit gelangen feuchtwarme und energiereiche Luftmassen ins Land und im Vorfeld einer vorübergehend stationären Luftmassengrenze über Westeuropa steigt die Gewittergefahr vor allem in den westlichen Landesteilen deutlich an. Am Freitag entwickelt sich an der Luftmassengrenze über Benelux ein weiteres Randtief, welches regional für erhöhte Unwettergefahr sorgt.

Am Donnerstag Gewitter im Westen

Am Donnerstag scheint zunächst häufig die Sonne, nur im äußersten Westen und Nordwesten ziehen bereits in der Früh einige Wolken sowie ein paar mitunter gewittrige Schauer durch. Nach teils sonnigen Auflockerungen stiegt die Gewitterneigung im Westen im Laufe des Nachmittags rasch wieder an, vor allem von Rheinland-Pfalz über NRW bis ins westliche Niedersachsen sind örtlich auch kräftige Gewitter möglich mit der Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. In den Abendstunden breiten sich die Gewitter tendenziell in der Mitte des Landes aus (nördliches Baden-Württemberg, Franken, Hessen, östliches Niedersachsen). Mit Ankunft der Gewitter kündigt sich hier erhöhte Sturmgefahr an, örtlich sind auch schwere Sturmböen um 100 km/h nicht ausgeschlossen. Im Osten und Südosten bleibt es noch weitgehend trocken.

Am Freitag regional Unwettergefahr

Der Freitag bringt im Laufe des Tages vor allem in der Mitte bzw. in der Nordhälfte erhöhte Unwettergefahr. In einem breiten Streifen quer über das Land von Rheinland-Pfalz, NRW und Teilen Niedersachsen bis nach Brandenburg und Sachsen sind im Laufe des Nachmittags und Abends heftige Gewitter mit ergiebigen Regenmengen, teils großem Hagel und schweren Sturmböen möglich. Etwas geringer ist die Gewittergefahr lediglich im äußersten Norden. Im Süden gibt es zunächst nur im Berg- und Hügelland lokale Hitzegewitter, in den Abend- und Nachtstunden ziehen dann auch im Südwesten und am Alpenrand teils kräftige Schauer und Gewitter durch.

Das Potential für heftige Gewitter ist am Freitag regional groß (EFI-Index für CAPE shear). © ECMWF

Titelbild © AdobeStock

Gewitter brachten am Montag 17.000 Blitzentladungen

Kräftiges Gewitter mit Blitz und Donner.

Am Montag wurden in Österreich in Summe 17.500 Blitzentladungen gemessen, davon allein 5300 in Kärnten bzw. 5000 in der Steiermark. In Jedem Bundesland wurde zumindest eine Entladung detektiert, wobei das östliche Flachland und der Donauraum nur vereinzelt betroffen waren. Die nasseste Station war Hochfilzen mit 37 mm Regen, wobei unsere Radaranalyse lokal noch höhere Spitzen zeigt. Die stärksten Windböen in den Niederungen wurde in Zell am See mit 82 km/h sowie in Villach mit 63 km/h gemessen. Die höchste Blitzdichte wurde in der Gemeinde Königstetten (Tulln) gemessen, der stärkste Blitz dagegen in Obervellach mit 195 kA.

Live-Ticker-Rückblick

+++ Update 20:00 Uhr +++

Bis auf ein kräftigeres Gewitter über dem Bregenzer Wald und ein Gewitter im Waldviertel lösen sich alle bisherigen Gewitter derzeit auf. Dennoch regnet es stellenweise noch kräftig weiter. Die bisherigen Niederschlagssummen können sich zumindest sehen lassen, da einige der Mengen in nur kurzer Zeit zusammenkamen:

Bis auf das eben genannte Gewitter im Waldviertel blieb der Norden heute noch von Schauer oder Gewittern verschont. Morgen kehrt sich die Situation um. Der bisherige Blitzverlauf zeigt, dass sich die Gewitter meist an das Bergland und den Südosten hielten:

+++ Update 19:10 Uhr +++

Die Gewitterlinie aus Bayern erreicht in diesem Moment Salzburg und Oberösterreich – zwar bereits schwächelnd, aber immer noch kräftig. In diesem Foto aus Piding erkennt man ebenso die Böenfront:

+++ Update 18:20 Uhr +++

Eindrucksvolle Bilder von der Webcam aus Hartberg. Zu sehen ist dabei ein kurzer, aber sehr kräftiger Gewitterschauer:

+++ Update 17:45 Uhr +++

Vorher wurde bereits erwähnt, dass man vom Tennengau bis ins Innviertel zum Abend hin den Blick gen Westen schweifen lassen sollte. Hier nun ein erstes Radarbild mit einer Gewitterlinie in Bayern, die derzeit nach Osten zieht:

Radarbild 17:40, UBIMET, Austrocontrol, DWD

+++ Update 17:00 Uhr +++

Umgangssprachlich spricht man oft von Gewittertürmen, pilzförmigen Wolkenquellungen, Wolkenamboss und dergleichen. Ein Blick auf das animierte Satbild bringt einem das näher. Man beachte dabei den Süden Österreichs:

Satbilder: UBIMET, EUMETSAT

Dahinter steckt, dass in der labilen Atmosphärenschichtung Luftpakete aufgrund der Konvektion schnell in höhere Schichten gehoben werden, spätestens an der Tropopause aber vom weiteren Aufsteigen gehindert werden und sich letztlich als Gewitterwolke in Amboss-Form ausbreiten. In obigem Satbild sieht man

Während man in Innsbruck letzte Nacht schon von einem Gewitter geweckt wurde, ist derzeit erhöhte Vorsicht geboten vom Tiroler Unterland über den Pinzgau und Osttirol bis in die Südsteiermark!

Hier eine schöne Aufnahme einer beeindruckenden Gewitterwolke in Kärnten:

+++ Update 13:20 Uhr +++

Besonders langsam ziehende Gewitter sorgen lokal für viel Regen, sehr gut zeigen das die Zellen in Kärnten und Tirol.

Ort Niederschlagsmenge, letzte Stunde, mm
Flattnitz (K) 19,2
Steinach am Brenner (T) 12,6
Mallnitz (K) 6,3

+++ Update 12:25 Uhr +++

Die ersten Zellen haben sich jetzt in Tirol und Kärnten gebildet. Hier gab es auch schon die ersten Blitze.

Radarbild von 12:10 Uhr © Austro Control/nowcast

+++ Update 11:55 Uhr +++

Herzlich Willkommen zu unserem Liveticker. Derzeit erstreckt sich die Warmfront eines Tiefs über den Westen des Landes. Bereits in der Früh ist die erste Gewitterzelle durch Tirol durchgezogen. In den kommenden Stunden wird die Front weiter in Richtung Osten ziehen und es werden sich besonders im Westen und Süden weitere Gewitter bemerkbar machen. Bereits jetzt haben sich schon Quellwolken gebildet aus denen Schauer nieder gehen.

Innsbruck - www.foto-webcam.eu
Innsbruck – www.foto-webcam.eu

Blog

In der Früh erreicht die Warmfont des Tiefs BORA den Westen des Landes mit ersten Schauern. Damit fließt feucht-labile Luft ein. Um die Mittagszeit liegt Österreich im sogenannten Warmsektor (Bereich zwischen Warm- und Kaltfront) des Tiefs, wie auf der Frontenkarte zu erkennen ist.

Frontenkarte für Montag, den 16. Mai zur Mittagszeit

In dieser Luftmasse bilden sich am Vormittag im Bergland mächtige Quellwolken. In der Folge gehen schließlich zunehmend kräftige Schauer und Gewitter nieder. Dabei besteht im Rot markierten Bereich in der Graphik Unwettergefahr durch Starkregen, örtlich sind Überflutungen zu erwarten. Bei den stärksten Gewittern muss zudem mit kleinem Hagel und Sturmböen gerechnet werden.

Gefahrengebiete am Montag

Insbesondere im Südosten der Steiermark gibt es noch Unsicherheiten, ob Gewitter, die sich an den dortigen Randgebirgen bilden, die Niederungen erreichen. In diesem Fall besteht auch dort erhöhte Unwettergefahr, da hier die Luft am labilsten ist.

Abseits des Berg- und Hügellands verläuft der Tag zunächst weitgehend trocken, meist sonnig und im Osten auch heiß. Erst am Abend erreichen ausgehend von Bayern Gewitter auch den westlichen Donauraum, jedoch in abgeschwächter Form.

 

Titelbild: visualhunt.com

Gewitter brachten am Montag 100.000 Blitzentladungen

In Summe wurden am Montag knapp mehr als 100.000 Blitzentladungen gemessen, die meisten davon in Bayern, NRW und Baden-Württemberg. Lokale kräftige Gewitter gab es aber auch etwa in Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen und Sachsen. Wie erwartet stellte Starkregen die Hauptgefahr dar, so wurden örtlich wie etwa rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler mehr als 40 mm in wenigen Stunden gemessen. Die Radaranalyse deuten punktuell auch auf noch größere Summen hin. Stellenweise kam es dabei auch zu kleinem Hagel und teils stürmischen Böen (max. Messungen im Flachland: 66 km/h in Lautertal bzw. 65 km/h in München).

Am kommenden Donnerstag und Freitag kündigt sich die nächste ausgeprägte Gewitterlage in weiten Teilen Deutschlands an. Im Gegensatz zum Montag zeichnet sich bei der bevorstehenden Gewitterlage auch eine erhöhte Hagel- und Sturmgefahr ab! Mehr Infos dazu folgen wie gewohnt auf www.uwr.de in den kommenden Tagen!

Live-Ticker-Rückblick

+++ Update 20:30 Uhr +++

Der erste Gewitter-intensivere Tag neigt sich dem Ende entgegen. Während sich die Front im Laufe der Nacht weiter nach Nordosten verlagert und dort noch für den ein oder anderen gewittrigen Schauer sorgen wird, beruhigt sich das Wetter in den restlichen Landesteilen wieder – spätestens am Donnerstag steht bereits die nächste Schwergewitterlage bevor.
Ein erster Überblick zeigt die bisherige Blitzverteilung am heutigen Tag.

Dabei hat es einige Orte und Städte nicht nur sehr blitzintensiv getroffen, auch die Niederschlagsmengen waren teils erheblich. So zB liefen in Bad Neuenahr-Ahrweiler bei über 40 Liter auf den Qudratmeter in nur kurzer Zeit manche Keller voll.

+++ Update 19:45 Uhr +++

Kräftiger Gewitter in und um Erfurt samt kleinkörnigem Hagel. Es wird von vielen Feuerwehreinsätzen und manch vollgelaufenen Kellern berichtet.

+++ Update 19:20 Uhr +++

Während die Gewitterlinie inzwischen in leicht abgeschwächter Form Bayern nach Osten verlässt, ziehen weitere kräftige Gewitter durchs Alpenvorland in Richtung Tölzer Land. Auch dort muss man sich auf kräftige Schauer und kleinkörnigen Hagel einstellen!

Radarbild 19:20, UBIMET, DWD

+++ Update 18:20 Uhr +++

Bilder der Gewitterlinie aus Bayern samt Böenfront im Chiemgau:

+++ Update 17:45 Uhr +++

Kräftige Neuentwicklung nun wieder in Baden-Württemberg nördlich von Ravensburg mit Kurs Richtung Kempten und Memmingen!
Zudem breitet sich die bereits bekannte Gewitterlinie in Bayern weiter nach Osten aus.

Radarbild 17:40 Uhr, UBIMET, DWD

+++ Update 17:00 Uhr +++

Mit der Gewitterlinie, die soeben auch über München zieht, geht Starkregen einher. Das webcam-Bild von Dachau zeigt dies eindrucksvoll:

Webcam-Dachau, foto-webcam.eu

+++ Update 16:00 Uhr +++

In Bad Neuenahr-Ahrweiler sind in den letzten 3 Stunden 51 L/m² Regen gefallen. Das zeigt, dort wo die Gewitter länger verweilen, kann es größere Regenmengen geben.

+++ Update 15:50 Uhr +++

Kräftiges Gewitter auch nun über Wuppertal:

+++ Update 15:30 Uhr +++

Inzwischen haben sich vom Münsterland bis nach Oberbayern mächtige Wolkentürme entwickelt, die teils bis zu 11 km Hoch sind. Dementsprechend sind die Aufwinde der Gewitter kräftig und Starkregen und Hagel sind die Folge.

Aktuelles Satllitenbild von 15.30 Uhr © EUMETSAT

+++ Update 15:20 Uhr +++

 

+++ Update 15:15 Uhr +++

Die Blitzte der vergangenen 3 Stunden. © NOWCAST/UBIMET

+++ Update 15.00 Uhr +++

Starkregen nun in Köln.

+++ Update 14:50 Uhr +++

Auch im Hessischen Niederbach sieht man inzwischen dunkle Wolken eines nördlich gelegenen Gewitters.

Gewitter zieht nördlich vorbei http://www.niedererbach.com/ne.jpg

+++ Update 14:45 Uhr +++

In diesen Minuten erreicht Köln von Westen ein kräftiges Gewitter, mit Starkregen.

Köln nun mit Volltreffer, hier zu sehen auf der WDR-Webcam © http://www.wdr.de/themen/global/webcams/domcam/domcam_512_live.jpg

+++ Update 14:30 Uhr +++

Wie angekündigt haben sich nun viele kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel gebildet.

Radarbild von 14.25 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 13:30 Uhr +++

Bild eines Cumulonimbus über der Eifel © http://wwwi.blatzheim.com/pic/webcam/edkb/current.jpg

+++ Update 13:20 Uhr +++

Inzwischen gehen auch erste Meldungen von kleinem Hagel ein, hier in der Eifel.

 

+++ Update 13:10 Uhr +++

Einige Stationen werden schon getroffen bzw. gestreift, hier die Top3 der letzten Stunde.

Nideggen-Schmidt (NRW) 11.4 L/m²
Geisenheim (HE) 9,6 L/m²
Burladingen-Hausen (BW) 8,2 L/m²

+++ Update 13:05 Uhr +++

Inzwischen wachsen die Wolkentürme gut in die Höhe. Erste Zellen gehen gegen -60 Grad.

Temperatur der Wolkenobergrenze © EUMETSAT/UBIMET

+++ Update 13:00 Uhr +++

 

+++ Update 12:20 Uhr +++

In der Nähe von Reutlingen wird es nun finster, eine Gewitterzelle mit Hagel nähert sich dem Ort.

Webcam Bad-Urbach bei Reutlingen © http://webcam-badurach.land-in-sicht.com/Marktplatz.jpg

+++ Update 12:15 Uhr +++

Die Zellen werden zunehmend kräftig, dabei muss nun auch mit kleinem Hagel gerechnet werden. Markant sind dabei die Gewitter in der Schwäbischen Alb.

Radarbild von 12:05 Uhr © DWD/nowcast

+++ Update 11:30 Uhr +++

Eine erste Zelle hat sich nun auch über der Schwäbischen Alb gebildet. Westlich davon geht über dem Breisgau kräftiger gewittriger Regen nieder.

Radarbild von 11:20 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update 10:45 Uhr +++

Auf dem Satellitenbild erkennt man über Belgien (rote Ellipse) erste Schauer, die in den kommenden Stunden über NRW zu Gewittern heranwachsen werden. Dazu sieht man im Südwesten eine größere Wolkenlücke, hier erwärmt sich die Luft derzeit gut. Damit steigt auch hier die Gewittergefahr an.

Satellitenbild von 10.35 Uhr © EUMETSAT

+++ Update 10:30 Uhr +++

Herzlich Willkommen zu unserem Liveticker. Derzeit liegt die Warmfront gut erkennbar etwa vom Münsterland bis zum Allgäu. Mit ihr sind bereits in der Früh erste Gewitter niedergegangen. In den kommenden Stunden werde diese zahlreicher und kräftiger.

Radarbild von 10.20 Uhr © DWD/UBIMET

Blog

Wetterlage

Zu Beginn der neuen Woche liegt ein Trog über dem östlichen Atlantik. Auf seiner Vorderseite zieht ein kleinräumiges Tief von Frankreich nach Großbritannien. Dessen Warmfront (rote Linie in der Graphik) zieht am Montagfrüh im Westen auf. Dahinter strömt feucht-labile Luft (gelbe Farbe) ein. Im weiteren Tagesverlauf zieht sie schließlich weiter nach Nordosten. Am Abend erreicht schließlich die schwache Kaltfront des Tiefs den Westen.

Luftmasse am Montagmittag nach dem ECMWF © ECMWF

Ablauf

Mit der Warmfront gehen bereits am Vormittag ganz im Westen erste Schauer nieder, die mitunter bereits gewittrig sein können. Allgemein beginnt der Tag im Westen bereits bewölkt, sodass hier keine Unwetter erwartet werden. Mit vorankommen der Warmfront erreicht ab dem Mittag die feuchte Luft auch die Mitte und den Nordwesten des Landes. Damit steigt hier die Unwettergefahr an.

Gewittergefahren am Montag

Dabei sollten sich zunächst über den Mittelgebirgen Quellwolken bilden und ab dem frühen Nachmittag erste Schauer und Gewitter niedergehen. Diese breiten am Nachmittag auch auf das angrenzende Flachland aus. Dann besteht die Gefahr von Starkregen und vereinzelten Sturmböen. Die kräftigsten Gewitter können zudem auch von kleinem Hagel begleitet sein. Da die Luftmasse sehr feucht ist, sind lokal auch größere Regenmengen und dementsprechend Überflutungen zu erwarten.

Im Laufe des Abend ziehen die Gewitter weiter nach Norden und Osten, hier nimmt aber die Unwettergefahr schrittweise wieder ab, da die Labilität der Atmosphäre abnimmt. Dann muss nur mehr mit Starkregen gerechnet werden.

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/unwetter-gewitter-natur-landschaft-3176551/

Bauernregel „Mairegen bringt Segen“

@ https://stock.adobe.com

Die alte Wetterregel „Mairegen bringt Segen“ beschreibt die Wichtigkeit ausreichender Regenmengen im späten Frühling für Natur und Landwirtschaft. Heutzutage wünschen sich viele Menschen möglichst immer Sonne und Wärme, aber längere Trockenheit kann trotz moderner Technik gravierende Folgen haben.

Hoher Wasserbedarf

Im Winter verdunstet nur wenig Wasser, somit sind auch im zeitigen Frühjahr die Böden durch Wasser aus Regen und Schnee meist feucht. Mit steigendem Sonnenstand kann jedoch täglich immer mehr Wasser verdunsten, das dann durch ausreichende Niederschläge nachgeliefert werden muss. Zudem beginnen die Pflanzen zu wachsen und bilden Blätter, über die weiteres Wasser verdunstet. Daher ist nun für gutes Pflanzenwachstum häufiger Regen besonders wichtig. Das widerspricht zwar dem Bild vom Wonnemonat Mai mit Sonnenschein und bestem Outdoor-Wetter, aber neben Landwirten wissen besonders Gartenbesitzer um die Wichtigkeit des Regens.

Feuchtes Klima

In Mitteleuropa herrscht in den meisten Jahren gutes Wachstums-Wetter, denn im Laufe des Frühlings nehmen die Regenmengen im Mittel deutlich zu, um im Sommer ihr Maximum zu erreichen. Damit wird die mit dem Sonnenstand ansteigende Verdunstung ausgeglichen, als Folge davon haben wir dichte grüne Wälder und intensive und ertragreiche landwirtschaftliche Nutzung. Allerdings kann es auch zu viel des Guten geben: Hin und wieder kommt es im Spätfrühling oder Frühsommer zu anhaltendem, starkem Regen und in weiterer Folge zu Hochwasser. Zuletzt war das Ende Mai / Anfang Juni 2013 der Fall.

Kräftige Gewitter folgen auf erste Hitze

+++ Update 19:00 Uhr +++

Inzwischen verlassen alle Gewitter im Süden das Land. Bad Bleiberg in Kärnten hat es letzte Stunde noch etwas heftiger erwischt mit 15 l/m². Ein kräftiges Gewitter hat sich auch noch über der Buckligen Welt entwickelt und ist nach Ungarn gezogen. Vom Büro in Wien können wir es noch ganz gut am Horizont erkennen:

Blick von der Donau-City auf das Gewitter über Ungarn @ Steffen Dietz, UBIMET
Radarbild von 19:00 Uhr mit eingezeichnetem Blickwinkel nach Süden sowie Zugbahn der Gewitter in Kärnten und der Steiermark @ UBIMET, Austrocontrol

+++ Update 17:00 Uhr +++

19 l/m² sind in Völkermarkt gefallen, dazu gab es Böen bis 59 km/h. Demnächst ziehen die Gewitter nach Slowenien ab, dann beruhigt sich das Wetter.

+++ Update 16:30 Uhr +++

Die käräftigsten Gewitter sind derzeit in Unterkärnten und der südlichen Steiermark unterwegs, Zugrichtung Südost. Gerade in Völkermarkt dürfte es gerade sintflutartigen Regen und womöglich Hagel geben.

Radarbild von 16:20 Uhr @ UBIMET, Austrocontrol

+++ Update 15:40 Uhr +++

Ein kräftiges Gewitter hat soeben Velden am Wörthersee überquert und wird demnächst etwas südlich von Klagenfurt am Weg nach Osten vorbeiziehen.

Webcam Schloss Loretto @ https://www.klagenfurt.at/webcams/webcam-domplatz

+++ Update 15:00 Uhr +++

Nun haben sich in Kärnten einzelne Gewitter mit Starkregen gebildet, in Villach in der letzten Stunde 11 L, davon 10 L in 10 Minuten!

Radarbild von 15:00 Uhr © Austrocontrol
Kräftiger Regen in Wernberg © foto-webcam.eu

+++ Update 14:45 Uhr +++

Der Blick auf das Gewitter bei Lienz.

Lienz © foto-webcam.eu

+++ Update 14:20 Uhr +++

Jetzt auch im Süden verbreitet Schauer und örtlich erste Gewitter.

Radarbild von 14:15 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 13:45 Uhr +++

Nun haben sich auch im oberösterreichischen Zentralraum erste Gewitter gebildet. Auch hier besteht in Kürze die Gefahr von Starkregen.

+++ Update 13:15 Uhr +++

Die Gewitter haben das südliche Innviertel und den Flachgau erreicht, auch die Landeshauptstadt Salzburg wird in der kommenden Stunde erreicht. In Bayern gab es in der letzten Stunde vereinzelt über 10 L/m².

+++ Update 12:30 Uhr +++

Im Flachgau und im südlichen Innviertel setzt nun örtlich kräftiger und mit Gewittern durchsetzter Regen ein.

Radarbild von 12:25 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 12:00 Uhr +++

Die Gewitter nördlich der Alpen können ganz lokal größere Regenmengenbringen, die bayerische Landeshauptstadt München hat letzte Stunde 30 L gemessen.

+++ Update 11:20 Uhr +++

Derzeit gehen im bayerischen Alpenvorland Gewitter nieder. Diese werden in nächster Zeit nach Oberösterreich hineinziehen.

Radar und Blitze © Austrocontrol und nowcast

+++ Update Freitag 13. Mai 2022 um 11:00 Uhr +++

Mit den aktuellen Temperaturen beginnen wir unsere Live Berichterstattung über die erwarten Gewitter. Diese können am Nachmittag insbesondere im Süden kräftig ausfallen.

Die aktuellen Temperaturen von 11 Uhr © UBIMET

Blog

Am Donnerstag nähert sich aus Norden eine Kaltfront, die nur langsam südwärts voran kommt. Im deren Vorfeld erreicht weiterhin sehr warme Luftmassen das Land und bei lebhaft auffrischendem Westwind sind vor allem im östlichen Flachland wieder Spitzenwerte um 30 Grad zu erwarten. Die Luftschichtung wird aber labiler und im Laufe des Nachmittags entstehen im zentralen und östlichen Bergland Schauer und Gewitter. Besonders in der Obersteiermark und im Mittel- und Nordburgenland können diese örtlich auch kräftig ausfallen. In der Nacht ziehen dann auch im Westen und Norden teils gewittrige Schauer durch.

Am Donnerstagnachmittag und -abend sind erste Gewitter zu erwarten. © UBIMET

Erste Hitzetage

Bereits am Mittwochnachmittag wurde an der Wetterstation Wien-Innere Stadt österreichweit zum ersten Mal in diesem Jahr die Marke von 30 Grad erreicht, nur wenige Minuten später war es dann auch in Innsbruck soweit mit 30,1 Grad. Ursache für die ungewöhnlich frühen Hitzetage ist die Zufuhr warmer Luftmassen aus dem westlichen Mittelmeerraum am Südrand der Tiefdruckgebiete über Nordwesteuropa. Tendenziell wird die 30-Grad-Marke immer früher erreicht, wir berichteten bereits hier.

Am Freitag erfasst uns aus Norden eine Kaltfront. Karte: FU Berlin

Am Freitag im Süden Gewitter

Der Freitag gestaltet sich verbreitet unbeständig. An der Alpennordseite fällt bereits in der Früh schauerartiger Regen, tagsüber breiten sich dann Schauer und Gewitter auch auf den anfangs noch teils sonnigen Süden und Südosten aus. Vor allem im äußersten Süden zeichnet sich örtlich die Gefahr von Starkregen und Hagel ab. Am Nachmittag kommt besonders im Norden und Osten wieder die Sonne zum Vorschein, entlang der westlichen Nordalpen sowie vereinzelt auch im Osten gehen aber noch ein paar gewittrige Schauer nieder.

Gewitterpotential am Freitag (rot = kräftige Gewitter möglich). © wwwuwz.at

Titelbild © Storm Science Austria

Schwere Unwetter treffen Norden der USA

Derecho

Der Begriff beschreibt ein besonders verheerendes Gewittersystem, welches mindestens auf einer Länge von 400 km wiederholt und gemessen Windböen über 93 km/h produziert. Die Meldungen, die an den amerikanischen Wetterdienst übermittelt wurden, lassen erkennen das das Kriterium in diesem Fall übererfüllt wurde. Dabei wurde an einer Station eine Böe von 107 mph = 172 km/h gemessen. Aber auch sonst traten verbreitet Orkanböen auf, welche als schwarze Kästen dargestellt sind.

Meldungen von Windböen, Hagel und Tornados am 12. Mai 2022 © SPC

Wie auf den unten stehenden Bilder zu erkennen ist, gab es verbreitet Schäden an Gebäuden, teilweise wurden LKW von den Straßen geweht. Zudem trat in South Dakota mit dem Gewitter ein Staubsturm Haboob genannt auf. Hier ist es trocken und die Felder sind noch nicht ausreichend bewachsen mit z.B. Mais, sodass der Wind einfach viel Staub aufwirbeln kann. Zudem kam es zu vielen Stromausfällen, weil Strommasten umgeweht wurden.

Der Radarfilm im Tweet zeigt die Entwicklung des Derecho sehr eindrucksvoll.

Impressionen

Titelbild: https://twitter.com/GoBarSouth23/status/1524886782046789636/photo/1

Bauernregel „Mairegen bringt Segen“

Regen im Frühling tut den Pflanzen gut.

Die alte Wetterregel beschreibt die Wichtigkeit ausreichender Regenmengen im späten Frühling für Natur und Landwirtschaft. Die vollständige Weisheit lautet:

Mairegen bringt Segen, da wächst jedes Kind, da wachsen die Blätter und Blumen geschwind„.

Heutzutage wünschen sich viele Menschen möglichst immer Sonne und Wärme, aber längere Trockenheit kann trotz moderner Technik gravierende Folgen haben.

Steigender Wasserbedarf

Im Winter verdunstet nur wenig Wasser, somit sind auch im zeitigen Frühjahr die Böden durch Wasser aus Regen und Schnee meist feucht. Mit steigendem Sonnenstand kann jedoch täglich immer mehr Wasser verdunsten, das dann durch ausreichende Niederschläge nachgeliefert werden muss. Zudem beginnen die Pflanzen zu wachsen und bilden Blätter, über die weiteres Wasser verdunstet. Daher ist nun für gutes Pflanzenwachstum häufiger Regen besonders wichtig. Das widerspricht zwar dem Bild vom Wonnemonat Mai mit Sonnenschein und bestem Outdoor-Wetter, aber neben Landwirten wissen besonders Gartenbesitzer um die Wichtigkeit des Regens in dieser Zeit des Jahres.

Feuchtes Klima

In Mitteleuropa herrscht in den meisten Jahren gutes Wachstums-Wetter, denn im Laufe des Frühlings nehmen die Regenmengen im Mittel deutlich zu, um im Sommer ihr Maximum zu erreichen. Damit wird die mit dem Sonnenstand ansteigende Verdunstung ausgeglichen, als Folge davon haben wir dichte grüne Wälder und intensive und ertragreiche landwirtschaftliche Nutzung. Allerdings kann es auch zu viel des Guten geben: Hin und wieder kommt es im Spätfrühling oder Frühsommer zu anhaltendem, starkem Regen und in weiterer Folge zu Hochwasser. Zuletzt war das Ende Mai / Anfang Juni 2013 der Fall.

Und 2022?

Das Frühjahr war bislang deutlich zu trocken, besonders im Westen sowie teils auch im östlichen Flachland gab es deutlich weniger Niederschlag als üblich. Von März bis Anfang Mai gab es etwa im Tiroler Oberland weniger als 40% der üblichen Niederschlagsmenge. In diesen Regionen ist in den kommenden Wochen nennenswerte Regenmengen also besonders wichtig! Leicht überdurchschnittliche Mengen wurden lediglich rund um Graz gemessen.

Anteil vom klimatologischen Niederschlag bis zum 7.5. © UBIMET

Quelle Titelbild: pixabay

Feuchtwarmes Wetter: Vorsicht Zecken!

Vorsicht Zecken

Entscheidend für das Erscheinen der ersten Zecken ist in erster Linie die Temperatur. Spätestens wenn kein Schnee mehr liegt und die Temperaturen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen 7 bis 10 Grad erreichen, erwachen die ersten Zecken aus der Winterstarre. Dies passiert immer häufiger bereits im Februar.

Feuchtwarm

Kälteeinbrüche im März und im April sorgen zwar für abrupte Einbrüche der Zeckenaktivität, den Zecken schadet das aber in der Regel nicht. Neben der Temperatur spielt allerdings auch die Feuchtigkeit eine wichtige Rolle: Wenn es nach längeren Schönwetterperioden sehr trocken ist, ziehen sich die Zecken vorübergehend in schattige Plätze zurück. Regnet es dann wieder, verlassen sie schnell die schützende Laubstreu und suchen verstärkt nach Wirten. Besonders bei feuchtwarmen Wetter kann die Zeckenaktivität dann regelrecht explodieren!

Vorsicht Zecken, hohes Gras und Unterholz meiden
Zecken halten sich nahe zum Boden auf. © Adobe Stock

Jährlich viele FSME-Fälle

Entgegen der landläufen Meinung warten Zecken nicht auf Bäumen und lassen sich auf ihre Opfer fallen, sondern mögen es bodennah und feucht. Die Parasiten krabbeln auf Grashalme in Wiesen und Büschen und warten geduldig auf den Moment in dem ein potentieller Wirt sie streift und mitnimmt. Schützen kann man sich mit geschlossener Kleidung und Sprays, wobei auch diese keine Sicherheit garantieren.

Zecken
Eine Zecke auf der Lauer. © AdobeStock

 

Wichtig ist zu wissen, dass die meisten Zeckenstiche harmlos sind, da die meisten Zecken weder FSME-Viren noch Borreliose-Bakterien in sich tragen, und selbst der Biss eines infizierten Exemplars führt nicht immer zu einer Infektion. Wichtig ist es, sich nach einem Wald- oder Wiesenspaziergang nach den Blutsaugern an allen Körperstellen abzusuchen und Zecken möglichst schnell mit einer Zeckenpinzette, -zange oder -karte zu entfernen, da mögliche Bakterien und Viren erst nach einer bestimmten Zeit übertragen werden. Wenn sich die Zecke nur schwer entfernen lässt, ist dies ein Indiz dafür, dass sie sich schon länger angesaugt hat. Die Bissstelle sollte desinfiziert und auf jeden Fall noch länger beobachtet werden und bei einer Rötung oder grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen ein Arzt konsultiert werden.

 

FSME-Fälle Österreich

(Daten: MedUni Wien)

Deutschland

(Daten: NaLI)

2016 89 353
2017 116 485
2018 154 582
2019 108 444
2020 215 712
2021 128 418

Die Anzahl an FSME-Erkrankungen hat in den letzten Jahren tendenziell zugenommen. Im Jahr 2019 hat wohl die Trockenheit für einen vorübergehenden Rückgang gesorgt, allerdings folgte im ersten „Corona-Sommer“ im Jahr 2020 ein neuer Negativrekord. Etwa bei der Hälfte der Erkrankungen gibt es einen schweren Krankheitsverlauf mit einer Gehirnentzündung. Nur mit einer Impfung kann man dieses Risiko minimieren.

Titelbild © AdobeStock

12. Mai: Eisheiliger Pankratius

Blümchenfrost @ https://stock.adobe.com

Der Name Pankratius kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Der alles Beherrschende“. Er lebte von rund 290 bis etwa 304 n. Chr. und war ein christlicher Märtyrer. Schon als Jugendlicher wurde er wegen seines Glaubens unter der Herrschaft des Diokletian oder der des Kaisers Valerian hingerichtet. Seine Verehrung war europaweit verbreitet. Der Hl. Pankratius wird oft in vornehmer Kleidung oder Ritterrüstung, mit Schwert, Märtyrerkrone und Palme dargestellt. Nach ihm werden – oft in der Kurzform Pankraz – Orte benannt. Dazu gehören beispielsweise St. Pankraz in Oberösterreich und in Salzburg.

Wetterbezug

Pankratius gehört zu den Eisheiligen, entsprechend sind ihm auch ein paar Bauernregeln zugeordnet:

„Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.“

„Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt vor Frost und Reif.“

„Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.“

„Pankratz und Urban ohne Regen versprechen reichen Erntesegen.“

Neben dem Bezug zur Ernte steht Pankratius klarerweise vor allem für Frostgefahr. Durchforstet man man aber alte Aufzeichnungen und analysiert die Wetterstatistik, lässt sich feststellen, dass Frost im Mai eher selten auftritt und genau zu Pankratius nochmal um einiges unwahrscheinlicher ist.

Erste Hitzetage immer früher

Zu verdanken haben wir diese warme Wetterphase nicht nur dem Hoch WOLF, sondern auch diversen Tiefs über dem Nordwesten Europas. Durch die damit verbundene südliche Strömung wird Luft aus dem westlichen Mittelmeerraum zu uns geführt. Am Mittwoch erwarten wir in den Niederungen bei viel Sonnenschein fast überall Werte jenseits der 25 Grad-Marke, landesweit liegt die Spanne bei 24 bis 29 Grad. Gut möglich, dass es ganz lokal schon für den ersten 30er reicht, wahrscheinlicher ist dieser aber am Donnerstag. Dann ist das Wetter gerade inneralpin zwar schon nicht mehr ganz so beständig, die Warmluftzufuhr erreicht aber erst dann ihren Höhepunkt, besonders im Osten – übrigens ziemlich genau zu Beginn der Eisheiligen.

Prognose der Höchsttemperatur am Donnerstag, den 12. Mai 2022 @ UBIMET

Somit ist bspw. in Wien oder in Eisenstadt ein Erreichen der 30 Grad-Marke möglich, wenngleich noch nicht gesichert. In der nachfolgenden Grafik sind für alle Landeshauptstädte die Tage aufgetragen, an denen im Jahr das erste Mal 30 Grad oder mehr gemessen wurden. Wir sehen am Beispiel Wien: der früheste 30er wurde am 30. April 2012 gemessen, der späteste im Jahr 1960 gar erst am 27. August. Mit 30 Grad am 12. Mai 2022 wäre also zumindest mal kein Rekord verbunden, relativ früh wäre es aber schon. Denn im Mittel der letzten 30 Jahre (1991-2020) wird der erste so genannte Hitzetag erst am 11. Juni erreicht, also grob einen Monat später.

Statistik zum Tag der ersten 30 Grad in den Landeshauptstädten @ UBIMET, Michele Salmi

Dabei liegt dieser Mittelwert noch 14 Tage vor dem Mittel (25. Juni) der ‚alten‘ Klimareferenzperiode, welche sich von 1961 bis 1990 erstreckt hat. Dieser Trend hin zu einem früheren Eintreten des ersten Hitzetages zeigt sich bei allen Landeshauptstädten in ähnlichem Ausmaß und ist als eine Folge des sich verändernden Klimas anzusehen.

Dass es immer öfter bereits im Mai zu den ersten 30 Grad des Jahres kommt, kann man der folgenden Grafik entnehmen. Besonders in Innsbruck ist dies zuletzt schon zur Gewohnheit geworden:

 

Jahre mit und ohne Hitzetage im Mai @ UBIMET, Michele Salmi

 

Titelbild: pixabay.com

Kurzer Gruß vom Sommer

Prognose der Höchstwerte am Montag, den 09.05.2022 @ UBIMET

Erst an drei Wetterstationen wurde in diesem Jahr ein so genannter Sommertag mit einer Temperatur von 25,0 Grad und mehr gemessen – und dies war bereits Mitte April der Fall. Im Mai hat es bis dato noch nicht gereicht, doch heute Montag sollte es generell entlang des Rheins klappen. Vom Oberrheingraben über den Raum Frankfurt am Main bis hinauf ins westliche Nordrhein-Westfalen sind 25, lokal auch 26 Grad zu erwarten. Und auch sonst werden nahezu im ganzen Land über 20 Grad erreicht – damit stellt sich der bisher wärmste Tag des Jahres ein.

Prognose der Höchstwerte am Dienstag, den 10.05.2022 @ UBIMET

Grund hierfür ist nicht nur der häufig wolkenlose Himmel, wie man dem aktuellen Satelittenbild im Titel entnehmen kann, sondern vielmehr die Zufuhr warmer Luft aus südlichen Breiten auf der Vorderseite tiefen Luftdrucks über Nordwesteuropa. Und so ist der Höhepunkt der sommerlichen Phase mit dem heutigen Tag auch bei Weitem nicht erreicht, am Dienstag und besonders am Mittwoch sind nahezu landesweit sommerliche Temperaturen drin. Bis zu 29 Grad sind am Mittwoch zu Beginn der Eisheiligen wahrscheinlich, vielleicht wird dann auch das erste Mal die Marke von 30 Grad geknackt.

Prognose der Höchstwerte am Mittwoch, den 11.05.2022 @ UBIMET

Nachfolgend kommt in Verbindung mit Tiefausläufern zumindest in die Nordhälfte wieder kühlere Luft voran. Inwiefern sie sich auch im Süden durchsetzen kann, bleibt noch abzuwarten.

 

Titelbild: Satellitenbild vom 09.05.2022, 11 Uhr @ UBIMET, EUMETSAT

Schneelage im Hochgebirge: geringe Reserven für den Sommer

Im Flachland gibt es die größte Wahrscheinlichkeit für eine Schneedecke im Mittel Anfang Februar. Mit zunehmender Seehöhe verschiebt sich der Zeitpunkt mit der maximalen Schneehöhe der Saison aber nach hinten, in höheren Tälern ist dies meist Ende Februar der Fall. Im Hochgebirge fällt der Niederschlag auch im Frühjahr noch großteils als Schnee, daher wird die maximale Schneehöhe in Lagen über 2000 m durchschnittlich erst Anfang April bzw. über 3000 m erst Ende April oder Anfang Mai erreicht.

Vor allem in den Südalpen gab es im Winter 2021/22 außergewöhnlich wenig Schnee.

Am Hohen Sonnblick liegen im Mai durchschnittlich 5 Meter Schnee, der Rekord liegt sogar bei 11,9 m gemessen am 9. Mai 1944. Derzeit ist die Schneedecke mit 2,75 m allerdings unterdurchschnittlich und kommende Woche steigt die Nullgradgrenze auf über 3000 Meter an. Auch am Tiroler Alpenhauptkamm sind die Schneehöhen unterdurchschnittlich, noch gravierender ist der Schneemangel allerdings in den Südalpen sowie teils auch in den Westalpen. In der folgenden Graphik sieht man die Abweichung zum Mittel der Tage mit Schneedecke in diesem Winter: Vor allem in mittleren Höhenlagen gab es vielerorts teils starke negative Abweichungen, mit der Ausnahme vom Klagenfurter Becken.

Abweichung der Tage mit Schneedecke im vergangenen Winter. © https://labo.obs-mip.fr/

Akkumulation und Ablation

Die Massenbilanz eines Gletscher ergibt sich durch den Unterschied zwischen Akkumulation und Ablation im Laufe eines Jahres, wobei die Gesamtbilanz typischerweise am Ende des Sommers gezogen wird. Schneefall stellt den wichtigsten Prozess für die Akkumulation dar, wobei für manche Gletscher auch andere Faktoren wie etwa Lawinen eine Rolle spielen. Für die Ablation ist dagegen vor allem das Schmelzen im Sommer verantwortlich. Wenn das Akkumulations- und Ablationsgebiet am Ende des Sommers in etwa gleich groß sind, befindet sich der Gletscher im Gleichgewicht. Die Massenbilanz reagiert sehr empfindlich auf Veränderungen des Klimas und gibt Auskunft über die Gesundheit der Gletscher.

Der Hintereisferner im September 2021: Das Ablationsgebiet war deutlich größer als das Akkumulationsgebiet (die Schnee-Eis-Grenze stellt die sog. Gleichgewichtslinie dar).

Schlechte Ausgangslage

Für die Gletscher in den Alpen ist vor allem die Witterung in den Sommermonaten entscheidend, so sind feuchtkühle Sommer besonders wichtig, um größere Eisverluste zu verhindern. Weiters spielen aber auch die Niederschlagsmengen im Winter eine Rolle, so schützt eine mächtige Schneedecke die Gletscher länger von der Sonnenstrahlung im Sommer. Heuer ist davon auszugehen, dass große Teile der Gletscher früher als sonst ausapern werden, da einerseits weniger Schnee als üblich liegt, und andererseits auch noch erhöhte Mengen an Saharastaub in der Schneedecke enthalten sind. Diese werden im Laufe des Sommers wieder zum Vorschein kommen und den Schmelzprozess beschleunigen.


Hinzu kommt noch, dass die neueste Saisonprognose vom ECMWF auf einen überdurchschnittlich warmen sowie  trockenen Sommer in Mitteleuropa hindeutet. Sollte diese Prognose eintreffen, sind heuer ungewöhnlich große Eisverluste in den Alpen zu befürchten, da die Kombination aus einem schneearmen Winter und einem sehr heißen Sommer stark negative Massenbilanzen wie etwa im Jahre 2003 zur Folge hat.


Titelbild © www.foto-webcam.eu

Wonnemonat Mai: Es begann mit Karl dem Großen

Alles begann mit Karl dem Großen

Der Begriff Wonnemonat wurde bereits im 8. Jahrhundert von Karl dem Großen eingeführt. Im althochdeutschen bedeutete „wunnimanot“ Weidemonat und bezog sich darauf, dass dann das Vieh auf die Weide getrieben werden konnte. Mit der heutigen Begriffsbezeichnung hatte der alte Monatsname also nichts zu tun.

Wandlung des Begriffs

Bereits zu Beginn der Neuzeit und des Neuhochdeutschen, sprich im 16. Jahrhundert, wandelte sich der Begriff hin zu seiner heutigen Bedeutung. Nun bezeichnet er im Allgemeinen das Aufblühen und Erneuern der Natur. Vor allem Dichter, Sänger und Liedermacher verwendeten den Begriff gerne für ihre Stücke.

Meteorologischer Hintergrund

Auch von meteorologischer Seite her hat der Ausdruck Wonne = Freude für viele ihre Berechtigung, besonders im Mai. Schließlich ist dies oftmals der erste Monat im Jahr, der (frühsommerliche) Wärme und beständiges, sonniges Wetter über einen längeren Zeitraum mit sich bringt. Gerade dieses Wetter ist es, dass viele Menschen nach den langen, dunklen Wintermonaten und einem mitunter sehr launischen April herbeisehnen.  In diesem Jahr kann man aber wohl getrost den sehr sonnigen und warmen April bereits als Wonnemonat einstufen.

Laufe für die, die es nicht können

Viele Läufer am Rathausplatz in Wien. @Philipp Greindl for Wings for Life World Run

Wie funktioniert der Wings for Life World Run?

Dieser Lauf ist für alle, egal ob Amateur oder Profi. Eine fixe Distanz wie bei einem Marathon gibt es nicht. Anstatt dessen verfolgt einen das Catcher Car, die bewegliche Ziellinie in Form eines Autos. Und hier gilt es davonzulaufen, bevor es einen erreicht. Aber ein bisschen Vorsprung gibt es, erst eine halbe Stunde nach den Läufern und Läuferinnen startet das Catcher Car und erhöht dann langsam in festgelegten Intervallen seine Geschwindigkeit. Wer es zu keiner der Event Locations am 8. Mai schafft, kann auch mit der Wings for Life World Run App dabei sein und auf seiner Lieblings-Laufstrecke gegen ein virtuelles Catcher Car antreten.

Der Catcher Car ist die bewegliche Ziellinie. Wer früher überholt wird, ist schneller am Ziel. @ Robert Snow for Wings for Life World Run
Der Catcher Car ist die bewegliche Ziellinie. Wer früher überholt wird, ist schneller am Ziel. @ Robert Snow for Wings for Life World Run

Der gute Zweck

Dieser Lauf ist nicht einfach nur ein Lauf, sondern er hat einen wunderbaren Nebeneffekt. 100% aller Startgelder und Spenden fließen in wichtige Forschungsprojekte von Wissenschaftlern, die an einer Heilung für Querschnittslähmung arbeiten. Wer nicht mitlaufen kann und sich trotzdem beteiligen möchte, kann hier spenden.

Laufe für die, die es nicht können: 100% der Startgelder fließen direkt in die Rückenmarksforschung. @ Robert Snow for Wings for Life World Run
Laufe für die, die es nicht können: 100% der Startgelder fließen direkt in die Rückenmarksforschung. @ Robert Snow for Wings for Life World Run

Welche Rolle spielt eigentlich das Wetter?

Der Wings for Life World Run ist ein einzigartiges, globales Event, bei dem jeder einzelne Teilnehmer und jede einzelne Teilnehmerin neben dem Streckenverlauf vor allem auch eines einplanen muss: das Wetter! Die Event-Locations befinden sich in nahezu allen Klimazonen der Erde und dementsprechend ist der Wings for Life World Run auch ein meteorologisches Weltereignis. Schon beim ersten Wings for Life World Run im Jahr 2014 zeigte sich im Vorfeld, wie wichtig eine genaue Einschätzung der Wetterentwicklung an jedem einzelnen Austragungsort ist. Während die Läufer und Läuferinnen im indischen Haryana vor allem gegen extreme Hitze ankämpfen mussten, stellte sich nahe der rumänischen Hauptstadt Bukarest die Frage, ob starke Gewitter mit Blitzschlag und Hagel den gesamten Ablauf gefährden. Im südafrikanischen Kapstadt wiederum mussten sich die Läufer und Läuferinnen gegen stürmischen, kalten Wind und Dauerregen stemmen. Jeder Streckenabschnitt mit Gegenwind konnte wertvolle Sekunden gegen die Catcher Cars kosten. Eine präzise, stündlich aktualisierte Einschätzung des Wetterverlaufs war somit entscheidend für den Verlauf des gesamten Runs.

Der Meteorologe Peter Hocking im Global Race Control des Wings for Life World Run in Salzburg. @ Joerg Mitter for Wings for Life World Run
In der Global Race Control des Wings for Life World Run in Salzburg wird ganz genau auf das Wetter geachtet. @ Joerg Mitter for Wings for Life World Run

Temperaturen

Die Temperatur spielt eine wichtige Rolle beim Laufen, denn zu heiße oder zu kalte Luft kann einen negativen Einfluss auf die eigene Leistung haben. Das ist auch mit ein Grund, warum zum Beispiel bei den bisherigen Läufen die längsten Strecken von Läufern an jenen Orten erzielt wurden, die temperaturmäßig eher im Mittelfeld lagen. Höhere Temperaturen erhöhen das Risiko zu dehydrieren. Auch ein Hitzschlag kann nicht ausgeschlossen werden. Wenn der Körper dehydriert verliert er seine Fähigkeit sich effizient zu kühlen und die Laufleistung wird schlechter. Bei kühleren Temperaturen hingegen benötigt der Körper mehr Nährstoffe und Energie um die gleiche Laufgeschwindigkeit bei gleichbleibender Körpertemperatur beizubehalten.

Die meisten Läufer und Läuferinnen hoffen auf niedrige Temperaturen. 4 bis 11 Grad Celsius sind ideal für gutes Laufwetter. @unsplash
Die meisten Läufer und Läuferinnen hoffen auf niedrige Temperaturen. 4 bis 11 Grad Celsius sind ideal für gutes Laufwetter. @unsplash

Die meisten Sportler und Sportlerinnen hoffen demnach auf niedrige Temperaturen: Für ideales Laufwetter sind 4 bis 11 Grad Celsius das Optimum, wobei Profis mehr Körperhitze produzieren und daher die tieferen Werte bevorzugen. Je mehr das Quecksilber von diesem Idealbereich abweicht, desto langsamer werden die Sportler und Sportlerinnen, überhaupt bei großer Hitze.

Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit ist ein kniffliger Parameter: Ist diese zu hoch, kann der Schweiß beim Laufen nur sehr schlecht verdunsten, womit das natürliche Kühlsystem des Körpers versagt. Bei extrem trockenen Verhältnissen (Wüstenklima) laufen die Athleten hingegen Gefahr zu dehydrieren. 

Wind

Der Wind hat einen großen Einfluss auf die Laufperformance. Bei Gegenwind benötigt der Körper mehr Energie, um dieselbe Laufgeschwindigkeit wie bei Rückenwind beizubehalten. Rückenwind kann beim Laufen natürlich helfen. Wenn es sich jedoch um kalten Wind handelt, der die Körpertemperatur verringert dann werden Läufer und Läuferinnen langsamer und verlieren wertvolle Sekunden im Kampf gegen das Catcher Car.

Regen, Schnee und Gewitter

Der Regen ist auch ein wichtiger Faktor, der die Laufleistung beeinflusst. Starker Regen durchnässt die Kleidung, erhöht somit das Laufgewicht und auch den Energieverbrauch, der für die gleiche Laufgeschwindigkeit erforderlich ist. Auch Schnee ist hinderlich, zu groß sind Erkältungs- und Verletzungsgefahr. Schlimm wird es überhaupt dann, wenn ein Gewitter die Laufstrecke kreuzt. In heftigen Gewittern kommen quasi alle ungünstigen Zutaten örtlich und zeitlich zusammen: Regen, Sturmböen aus wechselnden Richtungen, erhöhte Blitzschlaggefahr und im Extremfall sogar Hagel.

Wenn ein Gewitter die Laufstrecke kreuzt können alle ungünstigen Zutaten örtlich und zeitlich zusammen kommen: Regen, Sturmböen aus wechselnden Richtungen, erhöhte Blitzschlaggefahr und im Extremfall sogar Hagel. @pexels
Wenn ein Gewitter die Laufstrecke kreuzt kann es ungut werden: Regen, Sturmböen aus wechselnden Richtungen, erhöhte Blitzschlaggefahr und im Extremfall auch Hagel. @pexels

 

Berücksichtigt man all diese limitierenden Faktoren, so wird eines schnell klar: Die besten Wetterbedingungen sind im Mittel – also klimatisch gesehen – zum Wings for Life World Run in den höheren geographischen Breiten der Nordhemisphäre sowie in den gemäßigten Breiten der Südhemisphäre zu erwarten. Wien wird voraussichtlich schon deutlich über dem Idealbereich der Temperaturen liegen, dies ergibt sich zwangsläufig nicht zuletzt aus der Tageszeit. Keineswegs vernachlässigen darf man also die Uhrzeit, die sich durch den Sonnenstand nicht nur auf die Temperaturen, sondern auch auf die körperliche Verfassung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen auswirken wird. Aber letztendlich relativiert sich doch jegliches Konkurrenzdenken, zählt doch am Ende des Tages nur der gute Zweck.

 

Neue Woche zunehmend sommerlich

Der Samstag hat noch häufig trübe und nasse Bedingungen zu bieten. Gebietsweise fällt Regen, teils schauerartig verstärkt, lediglich vom Mühlviertel bis zum Burgenland kann sich am Nachmittag noch kurz die Sonne zeigen. Mit 13 bis 19 Grad bleibt es etwas zu kühl für die Jahreszeit.

Auch Wien präsentiert sich am Samstag noch grau und nass @ Thomas Goerlitz

Bereits bis zu 23 Grad am Muttertag im Osten

Der Muttertag startet noch oft bewölkt und vor allem im Bergland sowie im Südosten mit ein paar Regenschauern. Die dichtesten Wolken halten sich im Süden, im Bergland entstehen nach einem mitunter freundlichen Vormittag neuerlich teils gewittrige Regenschauer. Auch im östlichen Flach- und Hügelland sind diese über Mittag vereinzelt möglich. Entlang und nördlich der Donau wird es dagegen tagsüber zunehmend freundlich mit einigen Sonnenstunden. Bei schwachem bis mäßigem Nordostwind steigen die Temperaturen je nach Sonne auf 16 bis 23 Grad.

Am Montag bleibt es im Rheintal sowie vom Flachgau und Innviertel bis ins Nordburgenland mehrheitlich trocken bei einem Sonne-Wolken-Mix. Im Bergland und im Süden machen die Wolken am Vormittag nur vorübergehend der Sonne Platz, ab Mittag steigt hier die Schauer- und Gewitterneigung wieder an. Mit 17 bis 24 Grad entsprechen die Temperaturen inzwischen wieder der Jahreszeit.

Der Dienstag zeigt sich von seiner frühsommerlichen Seite. Verbreitet scheint die Sonne, allfällige Frühnebelfelder lösen sich rasch auf und ein paar Schleierwolken trüben den freundlichen Eindruck kaum. Ab Mittag bilden sich im Berg- und Hügelland Quellwolken, die Schauerneigung ist aber nur gering. Bei meist nur schwachem Wind steigen die Temperaturen auf 20 bis 26 Grad, mit den höchsten Werten im Inntal.

Aktuelle Prognose der Höchstwerte am Donnerstag, den 12.05.2022 @ UBIMET

Eisheilige präsentieren sich dieses Jahr sommerlich

Ähnlich geht es auch zu Beginn der Eisheiligen am Mittwoch und Donnerstag weiter. Durch eine südliche Strömung wird vermehrt warme Luft herangeführt und man darf sich in den Niederungen verbreitet auf sommerliche Temperaturen über 25 Grad freuen. Nach aktuellem Stand sind dann auch erstmals in diesem Jahr 30 Grad möglich, am ehesten im Osten. Wie es mit den Eisheiligen bis zum 15. Mai weitergeht, bleibt noch abzuwarten. Für die Pflanzen gefährlicher Morgenfrost erscheint in diesem Jahr aber sehr unwahrscheinlich.

Wissenswertes zu den Eisheiligen

Den Ursprung der Eisheiligen, deren Gedenktage vom 11. bis zum 15. Mai liegen, nimmt man im Mittelalter an, als die gläubige, vorwiegend bäuerliche Bevölkerung von spätem Frost und den dadurch entstandenen Ernteeinbußen betroffen war. Aufgrund der gregorianischen Kalenderreform finden die Eisheiligen genau genommen aber erst knapp 10 Tage später statt, weil diese Bauernregel noch aus der Zeit des julianischen Kalenders stammt. Tatsächlich weist die durchschnittliche Tagesmitteltemperatur in Österreich zwischen dem 19. und dem 24. Mai einen vorübergehenden Rückgang auf, also gibt es zu dieser Jahreszeit eine Häufung an Kaltlufteinbrüchen. Die Eisheiligen sind aus meteorologischer Sicht eine sogenannte Singularität, also eine spezielle Wetterlage, die zu einem bestimmten Zeitabschnitt im Jahr mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auftritt.

 

Titelbild @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/mayrhofen