Klimawandel und Extremniederschlag

Überflutungen durch Starkregen.

Statistisch signifikante Änderungen bei Wetterextremen zu beweisen ist besonders beim Niederschlag nur begrenzt möglich: Einerseits sind Extreme selten, andererseits werden sie oft nicht von den Messnetzen erfasst. Für signifikante Trends braucht man allerdings sehr viele Daten. Bei Ereignissen wie Hitzewellen, welche eine große Fläche betreffen, ist dies  hingegen wesentlich einfacher.

Extremniederschlag

Allgemein kann die Luft durch die globale Klimaerwärmung mehr Wasserdampf aufnehmen und in weiterer Folge auch abregnen. Ob extremer, konvektiver Niederschlag zunimmt, ist allerdings schwer zum nachweisen, da er räumlich und zeitlich sehr variabel auftritt.  Solch kleinräumige Ereignisse werden nicht explizit von Klimamodellen aufgelöst und zudem oft nicht von Wetterstationen erfasst. Ein weiteres Problem stellt die Tatsache dar, dass in manchen Regionen der mittlere Niederschlag zwar abnehmen kann, während die Extreme zunehmen. Auf der vergleichsweise geringen Fläche einzelner europäischer Länder kann man daher kaum signifikante Trends feststellen was Extremniederschlag betrifft. Aus diesem Grund haben Forscher bereits vor ein paar Jahren eine Auswertung der globalen Niederschlagsdaten von 11.000 Wetterstationen in Hinblick auf Regenrekorde durchgeführt. Bei der Häufigkeit von neuen Rekorden in der Tagesregenmenge konnte man bis 2010 tatsächlich eine Zunahme von 26% im Vergleich zu einem stabilen Klima feststellen, wenngleich von Jahr zu Jahr starke Schwankungen vorhanden sind.  Auch der DWD hat im 2016 ein Bericht über die zunehmende Rolle der Großwetterlage „Tief Mitteleuropa“ veröffentlicht und dabei festgehalten, dass es in den letzten 15 Jahren in Deutschland Hinweise auf ein vermehrtes Auftreten von Starkregen gibt.

Persistente Wetterlagen

In den letzten Jahren wurden sehr häufig persistente Wetterlagen beobachtet, so wie auch aktuell die Wetterlage „Tief Mitteleuropa“, siehe hier: Festgefahrene Wetterlage. Allgemein wird vermutet, dass die Erwärmung der Arktis hierfür eine wesentliche Rolle spielt: Einerseits nehmen die Temperaturgegensätze zwischen den Tropen und der Polarregion ab (und somit auch die Antriebskraft des Westwindbands), anderseits sorgt die zunehmende Zufuhr von Süßwasser im subpolaren Atlantik für eine Abschwächung des Golfstroms. Wir berichteten darüber bereits hier: Golfstrom schwächer als je zuvor in den vergangenen 1000 Jahren. Die damit verbundene kalte Anomalie im subpolaren Nordatlantik, welche auch heuer vorhanden ist, sorgt für ein schwach ausgeprägtes Islandtief. Letzteres begünstigt in Nordeuropa Hochdruckgebiete, während sich die Tiefdrucktätigkeit überwiegend auf Südwesteuropa beschränkt. In Mitteleuropa stellt sich dann häufig eine gradientschwache Wetterlage oder die Lage „Tief Mitteleuropa“ ein, welche ortsfeste Gewitter mit ergiebigen Regenmengen begünstigt.

Anomalie der Wassertemperaturen im letzten Monat. © NOAA
Anomalie der Wassertemperaturen im letzten Monat. © NOAA

Weiterführende Links

Blog von S. Rahmstorf (PIK)

Artikel in Nature

Am Donnerstag örtlich heftige Gewitter

Heftige Gewitter Europa

Mitteleuropa liegt am Donnerstag zwischen einem Tiefdruckgebiet mit Kern über dem Ostatlantik und einem Hoch über Skandinavien. Von den Benelux-Ländern quer über Deutschland bis hin zum Ostalpenraum erstreckt sich dabei eine bodennahe Tiefdruckrinne, also ein Bereich mit zusammenströmenden Winden aus unterschiedlichen Richtungen. Diese Konvergenz fördert die Hebung der Luft und somit die Entstehung von Schauern und Gewittern. In den Abendstunden nähert sich zudem ein Höhentrog aus Südfrankreich: Die damit verbundene Abkühlung in in der Höhe sorgt für eine weitere Labilisierung der Luftschichtung,  weshalb die Gewittergefahr in der Schweiz, in Südwestdeutschland und in Vorarlberg weiter ansteigt.

Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe. © NCEP / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe. © NCEP / UBIMET

Zunächst sind vor allem entlang des flachen Bodentiefs vermehrt Schauer und Gewitter zu erwarten, also in einem breiten Streifen von den Benelux-Ländern über NRW und Hessen bis nach Bayern, sowie allgemein im Berg- und Hügelland wie etwa in Kärnten und in der Steiermark. Die Hauptgefahr stellen einmal mehr die extremen Regenmengen in kurzer Zeit dar, zudem ist örtlich auch Hagel möglich. In den Abendstunden steigt die Gewittergefahr in der Schweiz, in Südwestdeutschland und in Vorarlberg weiter an.

Gewitterpotential am Donnerstag. © UBIMET
Gewitterpotential am Donnerstag. © UBIMET

Wärmster Mai seit über 150 Jahren

Sommerwetter.

Der Mai, aus meteorologischer Sicht der letzte Monat des Frühlings, zeigte sich wie bereits der April von seiner sommerlichen Seite. Besonders markant fällt die Abweichung der Temperatur im Norden und Osten aus: Von Oberösterreich bis zum östlichen Flachland war es 3 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Am geringsten fällt die Abweichung in Osttirol und Kärnten aus, doch auch hier war es immerhin 1,5 Grad wärmer als üblich. Seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichnungen in Österreich war kein Mai wärmer als der diesjährige. Nur in den ältesten Messreihen einzelner Wetterstationen des Landes finden sich noch höhere Monatsmittel.

Zahlreiche Sommertage

Im östlichen Flachland, in Teilen des Inntals und in Salzburg gab es über 10 Sommertage: In Wien wird einschließlich Monatsende in Summe an 16 Tagen die 25-Grad-Marke überschritten. Das ist mehr als doppelt so oft wie im langjährigen Mittel. Noch mehr Sommertage gibt es in Andau (B) mit 20. In der Nacht auf den 30. Mai gab es in der Wiener Innenstadt und in Langenlebarn (NÖ) zudem die erste Tropennacht des Jahres, also eine Nacht mit einem Tiefstwert über 20 Grad.

Teils nass, teils trocken

Rege Tiefdrucktätigkeit über dem Mittelmeer sowie zahlreiche Schauer und Gewitter sorgten im Süden und Südosten des Landes vielerorts für deutlich überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Von Unterkärnten bis zur südlichen Steiermark gab es stellenweise mehr als doppelt so viel Regen wie üblich, wie etwa in Klagenfurt mit 218 % des Solls. Deutlich zu trocken war es hingegen örtlich in Oberösterreich, so gab es in Linz bislang lediglich 15 Liter pro Quadratmeter Regen. Die Sonne schien an der Alpennordseite und im Osten verbreitet um 10 bis 20 % länger als in einem durchschnittlichen Mai, nur in Osttirol und Kärnten wurde das Soll mit 80 % nicht erreicht.

Am langen Wochenende Sonne und Gewitter

Das lange Wochenende verläuft sommerlich warm und besonders im Berg- und Hügelland unbeständig. Am Donnerstag scheint verbreitet die Sonne, tagsüber entstehen aber Schauer und Gewitter. Oft trocken bleibt es im östlichen Flachland und in Wien, wo am Abend auch das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker stattfindet. Der Freitag bringt an der Alpennordseite von der Früh weg Schauer und Gewitter: Besonders im Osten sind wieder kräftige Gewitter zu erwarten mit der Gefahr von kleinräumigen Überflutungen. Teils trocken bleibt es in den südlichen Becken. Am Samstag und Sonntag setzt sich das wechselhafte Wetter fort. Die Temperaturen bleiben stets auf sommerlichem Niveau, besonders im Osten liegen die Höchstwerte zwischen 25 und 30 Grad.

Extremwerte Mai 2018 (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
32,7 Grad Haag (NÖ, 29.)
32,1 Grad Enns (OÖ, 29.)
32,0 Grad, Salzburg (S, 28.)

Tiefste Temperaturen
-0,3 Grad, Radstadt (S, 1.)
-0,1 Grad, Mariapfarr (S, 1.)
-0,1 Grad, Obergurgl (T, 15.)
-0,1 Grad, Obertauern (S, 15.)

Vorläufig nasseste Orte
299 Liter pro Quadratmeter, Flattnitz (K)
275 Liter pro Quadratmeter, Deutschlandsberg (ST)
224 Liter pro Quadratmeter, Preitenegg (K)

Vorläufig trockenste Orte
15 Liter pro Quadratmeter, Linz (OÖ)
18 Liter pro Quadratmeter, Enns (OÖ)
18 Liter pro Quadratmeter, Haag (NÖ)

Absolut sonnigster bzw. trübster Ort
290 Sonnenstunden, Mörbisch (B)
93 Sonnenstunden, St. Leonhard im Pitztal (T)

Relativ sonnigster bzw. trübster Ort
116 % Langenlois (NÖ)
71 % Dellach (K)

Stärkste Windspitzen Niederungen und Berg
83 km/h Innsbruck (T, 23.)
115 km/h, Sonnblick (S, 2.)

Stand: 30.5.2018

Gewitter sorgen für lokale Überflutungen

Überschwemmung Starkregen

Besonders im Südosten Österreichs sowie in der Mitte und im Westen Deutschlands sind am Dienstagnachmittag heftige Gewitter entstanden. Lokal gab es dabei innerhalb kürzester Zeit extreme Regenmengen, so wurden beispielsweise in Kleve (NRW) innerhalb von zwei Stunden 82 Liter pro Quadratmeter Regen gemessen. In Deutschlandsberg (Steiermark) wurden 68 Liter pro Quadratmeter verzeichnet, in Gießen (Hessen) 63 und in Düsseldorf (NRW) 54. Lokal gab es im Kernbereich mancher Gewitterzellen jedoch sogar noch größere Wassermassen, so zeigen die Radaranalysen vereinzelt Regenmengen zwischen 80 und 100 mm.

24-h-Regemnengen am Dienstag. © UBIMET
24-h-Regenmengen am Dienstag. © UBIMET

Besonders heftig hat es am Dienstag die Städte Wuppertal, Aachen und Düsseldorf in NRW sowie Gießen in Hessen getroffen, die Wassermassen sorgten hier für teils massive Überflutungen.

Am Mittwoch erneut Überflutungsgefahr

Am Mittwoch verlagert sich die gewitteranfällige Region etwas weiter ostwärts, so muss man im Tagesverlauf besonders in einem Streifen von der Weststeiermark über den Böhmerwald und Sachsen bis zur Nordsee lokal mit heftigen Gewittern rechnen. Blitz und Donner sind aber recht verbreitet möglich, zudem nimmt die Gewittergefahr in den Abendstunden auch in der Schweiz und im Südwesten Deutschlands neuerlich zu. Wie bereits am Dienstag besteht die Gefahr von Überflutungen und Hagel.

Gewitterpotential am Mittwoch. © UBIMET
Gewitterpotential am Mittwoch. © UBIMET

 

Festgefahrene Wetterlage über Mitteleuropa

Westwindband. © NCEP / GFS

Bereits seit einigen Wochen herrschen in Mitteleuropa nur schwach ausgeprägte Druckgegensätze: Während es in Skandinavien in den letzten Wochen wiederholt Hochdruckwetter gab und der Mittelmeerraum von Tiefdruckgebieten betroffen war, lag Mitteleuropa meist im Übergangsbereich unter dem Einfluss feuchtwarmer und teils labil geschichteter Luftmassen.

Luftdruckanomalie im Mai (Stand 26.5.18). © NOAA
Luftdruckanomalie im Mai (Stand 26.5.18). © NOAA

Höhentiefs statt Kaltfronten

Im Mai erwartet man meist noch dynamisches Frühlingswetter mit Kaltfronten aus Westen oder Nordwesten, diese sind heuer jedoch nahezu vollständig ausgeblieben. Nur vorübergehend erreichten zur Monatsmitte kühle Luftmassen den Alpenraum mit etwas Nassschnee bis in mittlere Höhenlagen. Dafür gab es allerdings unzählige Höhentiefs, welche besonders im Berg- und Hügelland wiederholt für Schauer und Gewitter gesorgt haben, siehe auch hier: Wie wirkt sich Höhenkaltluft auf das Wetter aus. In Summe kam es wiederholt zur Wetterlage „Tief Mitteleuropa“, welche bereits Ende Mai bzw. Anfang Juni 2016 für zahlreiche Gewitter mit lokal extremen Regenmengen sorgte. Da es bei dieser Wetterlage in der Regel nur schwache Höhenwinde gibt, sind die Gewitter nahezu ortsfest und sorgen somit lokal für kleinräumige Überflutungen.

Anomalie breitengradparallelen Höhenwinds im Mai (Stand 26.5.18). © NOAA
Anomalie des breitengradparallelen Höhenwinds im Mai (Stand 26.5.18). © NOAA

Keine Änderung in Sicht

Auch in den kommenden Tagen ist keine Änderung in Sicht: Während Skandinavien unter Hochdruckeinfluss liegt, sorgt eine Tiefdruckrinne über Mitteleuropa für Schauer und Gewitter. Lokal besteht dabei die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen oder Vermurungen. Am Dienstag sind besonders der Ostalpenraum sowie die Mitte und der Westen Deutschlands betroffen. Die Temperaturen liegen bis auf Weiteres über dem langjährigen Mittel.

Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe. Rot = langjähriges Mittel. © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe. Rot = langjähriges Mittel. © NCEP / UBIMET

 

Tropischer Sturm ALBERTO über dem Süden der USA

Die Zugbahn von Alberto. © UBIMET

Der tropische Sturm Alberto ist am Montag im Bereich von Laguna Beach in Florida auf Land getroffen. Im Kernbereich kurz vor dem Landfall wurden über dem Golf von Mexiko Spitzenböen von mehr als 80 km/h gemessen, zudem gab es östlich des Tiefkerns lokale Überflutungen durch die hohe Brandung. Die Hauptgefahr stellen aber auch in den kommenden Stunden die Überflutungen durch den kräftigen Regen dar.

Der Landfall vom tropischen Sturm Aleberto in Florida. © NOAA
Der Landfall vom tropischen Sturm Aleberto in Florida. © NOAA
Der tropische Sturm Alberto. © NOAA
Der tropische Sturm Alberto. © NOAA

Bereits am Montag wurden in Teilen Floridas sowie von South Carolina Regenmengen zwischen 25 und 75 Litern pro Quadratmeter verzeichnet. In diesen Regionen gab es zusammenströmende Winde mit viel Feuchtigkeit vom Golf von Mexiko sowie vom Atlantik. In den kommenden Stunden besteht die höchste Überflutungsgefahr im Bereich der Zugbahn des Tiefkerns in Alabama und im Tennessee Valley sowie in den windzugewandten Regionen der südlichen Appalachen.

24-Regenmengen in den USA. © NOAA
24-Regenmengen in den USA. © NOAA
Regenprognose bis Mittwocnacht. © UBIMET
Regenprognose bis Mittwochnacht. © UBIMET

Wonnemonat Mai: Es begann mit Karl dem Großen

Frühsommerliche Blütenpracht im Mai © pixabay

Alles begann mit Karl dem Großen

Der Begriff Wonnemonat wurde bereits im 8. Jahrhundert von Karl dem Großen eingeführt. Im althochdeutschen bedeutete „wunnimanot“ Weidemonat und bezog sich darauf, dass dann das Vieh auf die Weide getrieben werden konnte. Mit der heutigen Begriffsbezeichnung hatte der alte Monatsname also nichts zu tun.

Wandlung des Begriffs

Bereits zu Beginn der Neuzeit und des Neuhochdeutschen, sprich im 16. Jahrhundert, wandelte sich der Begriff hin zu seiner heutigen Bedeutung. Nun bezeichnet er im Allgemeinen das Aufblühen und Erneuern der Natur. Vor allem Dichter, Sänger und Liedermacher verwendeten den Begriff gerne für ihre Stücke.

Meteorologischer Hintergrund

Auch von meteorologischer Seite her hat der Ausdruck Wonne = Freude für viele ihre Berechtigung, besonders im Mai. Schließlich ist dies oftmals der erste Monat im Jahr, der (frühsommerliche) Wärme und beständiges, sonniges Wetter über einen längeren Zeitraum mit sich bringt. Gerade dieses Wetter ist es, dass viele Menschen nach den langen, dunklen Wintermonaten und einem mitunter sehr launischen April herbeisehnen.  In diesem Jahr kann man aber wohl getrost den rekordwarmen April bereits als Wonnemonat einstufen.

Zyklon MEKUNU trifft auf den Oman

Ein Zyklon, beobachtet aus dem Weltall © pixabay

Gebildet hatte sich MEKUNU Anfang dieser Woche vor der Küste Somalias, sein weiterer Weg führte den Wirbelsturm nordwärts Richtung Arabische Halbinsel.

Satellitenbild des Zyklons © UBIMET / EUMETSAT
Satellitenbild des Zyklons © UBIMET / EUMETSAT

Landgang war schließlich vergangene Nacht rund um die 340.000 Einwohner zählende Stadt Salalah an der Südküste des Omans. Mit sintflutartigen Regenfällen, meterhohen Wellen und Böen von mehr als 150 km/h peitschte der Zyklon an Land. Die Wetterstation in Salalah hat bis heute Morgen unglaubliche 240 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen!

Auch heute noch muss im Südwesten des Omans mit schweren Regenfällen gerechnet werden, auch das angrenzende Saudi-Arabien bekommt einiges ab. Mengen von 200 bis 400 l/m² in nur 24 Stunden sind durchaus möglich. Dies entspricht fast dem halben Jahresniederschlag von Wien.

Regenprognose für die Arabische Halbinsel am Samstag © UBIMET / GFS
Regenprognose für die Arabische Halbinsel am Samstag © UBIMET / GFS

Erste Videos erreichen uns aus der Region rund um Salalah, wo ganzjährig auch zahlreiche Touristen urlauben. Sie lassen bereits die Verwüstungen erahnen.

Bergwetter am Wochenende

Sonniges Frühlingswetter © pixabay

Freitag, 25. Mai 2018

Am Freitag gehen vom Dachstein ostwärts schon in der Früh einige Schauer und Gewitter nieder, hier sind die Wolken auch recht kompakt. Weiter nach Süden und Westen zu scheint hingegen von Beginn an die Sonne, ab Mittag muss man dann in der gesamten Osthälfte mit heftigen Gewittern rechnen. Starkregen und kleinkörniger Hagel sind möglich! Westlich von Wildem Kaiser und Kreuzeck bleibt es trotz einiger Quellwolken meist trocken. Der Wind ist kein großes Thema, in 3.000 m hat es um die +4 Grad, in 2.000 m werden von Ost nach West 9 bis 13 Grad erreicht.

Samstag, 26. Mai 2018

Der Samstag bringt eine deutliche Wetterberuhigung. Restwolken und Nebelfelder in der Früh lösen sich rasch auf, dann scheint im ganzen Ostalpenraum die Sonne. Mit der Sonne bilden sich im Tagesverlauf zwar wieder dickere Quellwolken, Schauer und Gewitter sind aber schon deutlich seltener anzutreffen als noch am Vortag. In erster Linie sind diese in den Bergen Tirols und Oberkärntens möglich, auch in den Niederösterreichischen Voralpen bildet sich das eine oder andere Wärmegewitter. Bei nur wenig Wind wird es wieder sehr warm, die Temperaturen erreichen in 3.000 m 4 bis 6 Grad und in 2.000 m von Ost nach West 11 bis 14 Grad.

Sonntag, 27. Mai 2018

Am Sonntag scheint im Großteil der Ostalpen von der Früh weg die Sonne. Einzig dort, wo es am Vortag gewittert hat, können sich Restwolken oder Nebelfelder halten. In der sommerlich warmen Luft bilden sich gegen Mittag wieder vermehrt Quellwolken und am Nachmittag auch ein paar Gewitter. Möglich sind diese in allen Gebirgsgruppen, vielerorts bleibt es aber trocken und auch freundlich. Auf den Bergen weht mäßiger, leicht föhniger Südwind. Die Höchstwerte in 3.000 m liegen um die 6 Grad, in 2.000 m Höhe werden 13 bis 15 Grad erreicht.

Bergwetter-Tipp

Momentan steuert die Sonne in großen Schritten ihrem jährlichen Höchststand entgegen, stolze 16 Sonnenstunden sind im Gebirge zu dieser Jahreszeit möglich. Damit sind bereits sehr lange Touren möglich, in vielerlei Hinsicht empfiehlt sich hierbei ein früher Start der Wanderung. Somit kann man nämlich die Gewitter an den Nachmittagen umgehen, zudem vermeidet man bei einer Bergtour in der Früh und am Vormittag die intensivste Sonneneinstrahlung und Hitze. Ausreichend Flüssigkeit sollte man aber stets am Berg mit dabei haben, um einer Dehydrierung entgegenzuwirken.

Das Bergwetter am Samstag © UBIMET
Das Bergwetter am Samstag © UBIMET

Erneut kräftige Gewitter am Donnerstag!

Ein Gewitter entwickelt sich © Stormhunters Austria

Der Grund für die anhaltende Gewittergefahr im Südwesten ist auf der Großwetterlage für heute gut erkennbar. Von Portugal über Frankreich und Mitteleuropa bis nach Weißrussland hat sich eine Tiefdruckzone etabliert, das Schweden-Hoch beschert dem Norden und Osten hingegen feines Frühsommerwetter. Die Luftdruckgegensätze sind nur gering, daher wird die feucht-labile Luft einfach nicht ausgeräumt. Und so kocht die kräftige Maisonne die Luft Tag für Tag neu auf, wie in einem Suppentopf beginnt es wieder zu brodeln.

Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS
Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS

Besonders südöstlich von Braunschweig und Dresden kommt es heute wieder zu teils kräftigen Gewittern. Wie schon die vergangenen Tage sind Starkregen und viel kleinkörniger Hagel die Hauptgefahren, Sturm ist eher kein Thema.

Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Schon gestern hat es vielerorts gekracht, gut zu erkennen an den Niederschlagssummen. Dabei kam es – wie so oft bei Gewittern – auf kleinstem Raum zu großen Unterschieden bei den Regenmengen. Beispiel: Am Feldberg im Schwarzwald kamen 31 l/m² zusammen, im nur wenige km entfernten Schluchsee dagegen fast gar nix.

Einzelne Gewitterzellen brachten bis zu 50 Liter Regen, wie beispielsweise in der Fränkischen Schweiz.24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET

24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET66.000 Blitzentladungen waren es gestern. An der Spitze der Hitliste liegt Bayern mit 36.000 Blitzen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 10.000 Entladungen.

Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET
Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET

Am Donnerstag drohen kräftige Gewitter!

Ein Gewitter entwickelt sich © Stormhunters Austria

Der Grund für die anhaltende Gewittergefahr ist auf der Großwetterlage für heute gut erkennbar. Von Portugal über Frankreich und Mitteleuropa bis nach Weißrussland hat sich eine Tiefdruckzone etabliert, die Hochs haben es sich relativ weg von uns gemütlich gemacht. Die Luftdruckgegensätze sind nur gering, daher wird die feucht-labile Luft einfach nicht ausgeräumt. Und so kocht die kräftige Maisonne die Luft Tag für Tag neu auf, wie in einem Suppentopf beginnt es wieder zu brodeln.

Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS
Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS

Heute müssen wir im gesamten Land mit Gewittern rechnen, und verbreitet kann es zu unwetterartigen Entwicklungen kommen. Es wird nicht jeden treffen, aber das Potential ist überall vorhanden. Etwas geringer ist die Gewittergefahr von Vorarlberg bis Osttirol. Wie schon die vergangenen Tage sind Starkregen und viel kleinkörniger Hagel die Hauptgefahren, Sturm ist eher kein Thema.

Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Schon gestern hat es vielerorts gekracht, gut zu erkennen an den Niederschlagssummen. Dabei kam es – wie so oft bei Gewittern – auf kleinstem Raum zu großen Unterschieden bei den Regenmengen. Beispiel: In Hartberg (Oststeiermark) kamen 26 l/m² zusammen, im 13 km entfernten Wörterberg (Burgenland) dagegen fast gar nix.

Insgesamt am meisten prasselte im Burgenland zwischen Deutschkreuz und Lutzmannsburg vom Himmel. Rund 40 l/m² waren es hier.

24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET
24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET

8817 Blitzentladungen waren es gestern. An der Spitze der Hitliste liegt Oberösterreich mit fast 3000 Blitzen, gefolgt von Niederösterreich mit 1800 Entladungen.

Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET
Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET

Wie entsteht Schwüle?

Ein Ventilator bringt bei der Schwüle Erleichterung

Schwüle ist ein subjektives Empfinden. Das heißt während manche Menschen bereits bei 25 Grad unter der Hitze stöhnen, befinden sich andere bei diesen Temperaturen noch in ihrer ganz persönlichen „Wohlfühlzone“. Es gibt also keine eindeutige Definition. Einen Hinweis auf bevorstehende Schwüle gibt aber in einer klaren und windstillen Nacht die Tiefsttemperatur: Liegt sie bei mehr als 15 Grad ist ein schwüler Tag zu erwarten, bei mehr als 20 Grad (Tropennacht) ist mit starker, drückender Schwüle zu rechnen.

Auswirkungen auf den menschlichen Körper

Bei warmem Wetter wird der Körper durch die Verdunstungskälte von Schweiß gekühlt. Allerdings verdunstet der Schweiß umso schlechter, je feuchter die Luft ist. Damit kann der Körper bei schwüler Luft nur noch schlecht gekühlt werden. Als Folge davon drohen Kreislaufprobleme und Schwindel, auch die Gefahr von einem Kreislaufkollaps und eines Herzinfarkts ist erhöht. Daher sollten ungewohnte körperliche Anstrengungen vermieden werden.

Schwüle-Hotspots

Insgesamt sind schwüle Tage in Mitteleuropa recht selten – pro Jahr ist meist mit 10 bis 20 solcher Tage zu rechnen. Häufiger kommt es zu schwülen Tagen vor allem von Wien bis zum Neusiedler See, im Oberrheingraben von Basel bis Frankfurt und im Tessin. Hier sind jährlich etwa 25 bis 30 schwüle Tage zu zählen. Selten ist Schwüle hingegen in Norddeutschland, in den höheren Lagen der Mittelgebirge und in den Alpen.

Gewitter und lokale Überflutungen

Überfluteter Kanaldeckel ©shutterstock

Wie das Video zeigt gab es am gestrigen Dienstag lokal heftige Gewitter. Keller wurden aufgrund der großen Regenmengen überflutet und der Hagel lag teilweise einen halben Meter hoch.

Auch am Mittwoch ist lokal wieder mit kräftigen Gewittern zu rechnen, betroffen sind wieder die Gebiete im Süden und Südwesten. Die Gewitter bilden sich vornehmlich am Nachmittag und ziehen sich diesmal bis weit in die Nacht hinein.

Gewittergefahr am Mittwoch © UBIMET
Gewittergefahr am Mittwoch © UBIMET

Am Donnerstag geht es im Süden und in der Mitte gewittrig weiter, im Norden bleibt es hingegen beim trockenen Frühsommerwetter. Hier machen sich frühesten am Wochenende ein paar Gewitter bemerkbar.

Lokale Überflutungsgefahr

Überfluteter Kanaldeckel ©shutterstock

Am Mittwoch werden zunehmend feucht-warme Luftmassen in den Alpenraum geführt. Während sich die Gewittertätigkeit heute noch in Grenze hält, sind am Donnerstag und Freitag im gesamten Land kräftige Gewitter zu erwarten. Die Gewitter verlagern sich dabei nur sehr langsam und können über längere Zeit an einem Ort verbleiben. Zudem besitzt die Luft derzeit einen großen Wassergehalt. Diese Kombination führt zu einer erhöhten Gefahr von lokalen Starkregen- und Überflutungsereignissen.

Überflutung in Paris

Mit diesen stationären Gewittern hatte gestern schon Frankreich und Westdeutschland zu kämpfen. In Teilen von Paris kam es zu Überflutungen wie das Video zeigt:

Der dazu gefallene kleinkörnige Hagel wirkt sich dabei ebenfalls negativ aus, da er die Abflüsse schnell verstopft und das Wasser gar nicht mehr abfließen kann.

Foto Titelbild: shutterstock

Herbststurm nimmt Kurs auf Australien

Tief bei Australien. © NCEP / UBIMET

Ein außergewöhnlich stark ausgeprägtes Hochdruckgebiet sorgt derzeit verbreitet für ruhiges Herbstwetter in Australien. Im Laufe der zweiten Wochenhälfte kündigt sich in Westaustralien mit Ankunft eines Herbststurms allerdings ein abruptes Ende des ruhigen Wetters an. Besonders im Südwesten muss man dann mit Sturmböen und kräftigem Regen rechnen, in exponierten Lagen sind auch orkanartige Böen von bis zu 110 km/h möglich. Auch in der Metropolregion von Perth sind aus jetziger Sicht teils schwere Sturmböen um 90 km/h zu erwarten.

Sturmpotential von Donnerstag bis Samstag. © UBIMET
Sturmpotential von Donnerstag bis Samstag. © UBIMET

Gewittriger Starkregen

Mit Durchzug der Kaltfront fällt von Donnerstagabend bis Freitagfrüh kräftiger, gewittrig durchsetzter Regen, zeitweise sind sogar Regenraten von rund 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb von drei Stunden möglich. Für diese Region ist das durchaus bemerkenswert, so gab es am Flughafen von Perth seit dem 16. Januar nicht mehr als 10 Liter pro Quadratmeter innerhalb von einem Tag. Die Gefahr von lokalen Überflutungen nimmt somit besonders in den Küstenregionen zu.

Regenprognose von Donnerstagnacht bis Freitagnacht. © UBIMET
Regenprognose von Donnerstagnacht bis Freitagnacht. © UBIMET

Zweiter Sturm

Bereits vor etwa zwei Wochen war der Südosten Australiens von einem kräftigen Herbststurm betroffen, dabei kam es unter anderem in Hobart und Melbourne zu Sturmböen und kleinräumigen Überflutungen. Im Bergland wurde hingegen bis in mittlere Höhenlagen Schnee beobachtet, wir berichteten darüber hier: Sturm, Regen und Schnee in Südostaustralien.

Der Sommer kommt nach Mitteleuropa

Die erste Ferienwoche bringt badetaugliche Temperaturen.

Bereits seit Wochen liegen die Temperaturen mit nur kurzen Unterbrechungen über dem langjährigen Mittel. In den kommenden Tagen gelangen mit einer südlichen Strömung noch mildere Luftmassen nach Mitteleuropa, ab dem Wochenende kündigt sich nach dem vorzeitigen Frühsommer sogar vielerorts ein Wechsel zu einem verfrühten Hochsommer an.

Gebietsweise Gewitter

Am Mittwoch und Donnerstag sorgt ein Höhentief mit Kern über Frankreich besonders im Alpenraum und in der Südwesthälfte Deutschlands für unbeständiges Wetter mit Schauern und Gewittern, wobei sich der Schwerpunkt am Donnerstag etwas weiter nordostwärts verlagert. Die Temperaturen erreichen in Norddeutschland und  im Osten Österreichs bis zu 27 Grad, sonst gibt es meist Höchstwerte zwischen 18 und 24 Grad. Am Freitag beschränken sich die Gewitter auf einen Streifen vom Ostalpenraum über Niederbayern und Thüringen bis zum Emsland, die Temperaturen steigen etwas an, lokal gibt es in Norddeutschland von der Lüneburger Heide über die Altmark bis nach Nordbrandenburg bis zu 29 Grad. Etwas kühler mit 19 bis 25 Grad bleibt es noch in gewitteranfälligen Regionen.

Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Wien. © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Wien (rot = Klimamittel). © NCEP

Am Wochenende örtlich 30 Grad

Am Wochenende steigen die Temperaturen besonders in Westeuropa weiter an, somit ist stellenweise wie etwa im Oberrheingraben und im Norddeutschen Tiefland bereits die 30-Grad-Marke in Reichweite. Nicht ganz so heiß wird es vorerst im Ostalpenraum, hier gibt es aber dennoch verbreitet sommerliche Temperaturen von 20 bis 26 Grad.

Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Berlin © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Berlin (rot = Klimamittel) © NCEP

Hitze und Trockenheit

Zu Beginn der kommenden Woche muss man aus heutiger Sicht in ganz Mitteleuropa mit zunehmend hochsommerlichen Wetter rechnen, besonders in Norddeutschland sowie teils auch im Donauraum zeichnen sich Höchstwerte um 30 Grad ab. In diesen Regionen verschlimmert sich allerdings die Trockenheit, da Schauer und Gewitter nur örtlich für Regen sorgen. Die Waldbrandgefahr nimmt somit gebietsweise weiter zu!

Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Basel. © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1.500 m Höhe für Basel (rot = Klimamittel). © NCEP

Am Dienstag im Südwesten Gewitter

Schauer und Gewitter.

Ein flaches Bodentief liegt am Dienstag quer über dem Südwesten Deutschlands, somit gibt es in einem Streifen von den südlichen Niederlanden über Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg zusammenströmende Winde: Während in Frankreich meist schwacher Wind aus westlicher Richtung weht, gibt es in Deutschland überwiegend östlichen Wind. Das Zusammenströmen sorgt für die Hebung der feuchten Luft, was in Zusammenspiel mit dem Höhentief über Frankreich im Tagesverlauf die Entstehung zahlreicher Schauer und Gewitter begünstigt.

Wetterkarte. UBIMET / GFS
Wetterlage am Dienstag mit einem flachen Tief über Südwestdeutschland. UBIMET / GFS

Regen und Hagel

Bei einer nur schwachen Höhenströmung verlagern sich die Gewitter meist nur langsam, örtlich besteht daher die Gefahr von kräftigem Regen bzw. kleinräumigen Überschwemmungen und Hagelschlag. Vereinzelt sind in Gewitternähe auch kräftige Windböen möglich, in Summe ist die Sturmgefahr aber relativ gering.

Gewitterpotential am Mittwoch. © UBIMET
Gewitterpotential am Dienstag. © UBIMET

 

Tropischer Sturm SAGAR hinterlässt Überschwemmungen

Zyklon Sagar.

Erst zum dritten Mal in über 50 Jahren ist ein tropischer Sturm quer über den Golf von Aden gezogen, dem trichterförmigen Meeresgolf zwischen dem Horn von Afrika und der arabischen Halbinsel. Der tropische Sturm Sagar war sogar der westlichste Sturm im nördlichen Indischen Ozean seit Messbeginn. Zum Zeitpunkt des Landfalls verzeichnete der Sturm eine mittlere Windgeschwindigkeit von etwa 100 km/h, die Hauptgefahr stellten allerdings die sintflutartigen Regenfälle dar.

Der tropische Sturm Sagar am Samstag. © UBIMET / EUMETSAT
Der tropische Sturm Sagar am Samstag. © UBIMET / EUMETSAT

Die ersten Regenbänder trafen bereits gegen Mitte der Woche zwischen dem Jemen, dem Norden Somalias und Dschibuti ein. Diese Regionen haben zum Großteil ein arides Klima, weshalb große Regenmengen äußerst ungewöhnlich sind. So hatten die Bewohner  in dieser Wüstenregion in den letzten drei Jahren mit einer schweren Dürre zu kämpfen.

In Dschibuti wurden 109 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden gemessen, die Regenmengen dürften im Nordwesten Somalias aber örtlich bis zu 300 Liter pro Quadratmeter erreicht haben. In den Somalischen Regionen Galbeed und Awdal kam es zu 16 Todesopfern, zudem wurden zahlreiche Häuser zerstört und das Vieh sowie die Nutzpflanzen weggespült.

Weiterer Sturm in Sicht

Über dem nördlichen Indischen Ozean liegt derzeit eine weitere Region mit ausgeprägter Gewittertätigkeit, welche derzeit zur Entstehung eines tropischen Tiefs führt. Bei Wassertemperaturen von rund 30 Grad steht diesem Tief viel Energie zur Verfügung, weshalb es sich voraussichtlich bereits am Dienstag zu einem tropischen Sturm verstärken wird. Nach den aktuellen Wettermodellen wird der Sturm mit einer nördlichen Zugbahn an der Insel Sokotra vorbeiziehen und im Laufe der zweiten Wochenhälfte auf den Süden vom Oman oder den Osten vom Jemen treffen. Vorübergehend könnte er sich sogar zu einem Zyklon der ersten Kategorie verstärken.

Kräftige Gewitter im Süden der USA

Hagel

Im Mai herrscht in den großen Ebenen der USA Gewitterhochsaison. So kam es am Samstag in den südlichen Teilen der Great Plains zu kräftigen Gewittern, besonders betroffen waren der Norden von Texas, Teile Oklahomas, der Südosten von Kansas sowie der Süden von Missouri.

Radaranimation am Samstag. © NOAA
Radaranimation am Samstag. © NOAA

Örtlich kam es dabei zu großem Hagel mit einem Durchmesser von teils über 5 cm und Orkanböen von bis zu 120 km/h. Im Norden von Oklahoma wurde auch ein Tornado gesichtet. Im Vergleich zu den Modellprognosen vom Vortag lag die betroffene Region weiter südöstlich als erwartet, so blieben der Norden von Missouri sowie der Süden von Iowa weitgehend verschont.

Prognose und Verifikation der Gewitter am Samstag. © UBIMET/SPC
Prognose und Verifikation der Gewitter am Samstag. © UBIMET/SPC

Schwache Saison

Von April bis Juni herrscht in den großen Ebenen der USA Tornadohochsaison, wobei sich der Schwerpunkt im Laufe des Frühjahrs tendenziell nordwärts verlagert. Im langjährigen Mittel gibt es in Kansas allein im Monat Mai durchschnittlich 36 Tornados. Heuer verläuft die Saison aber deutlich schwächer als im Mittel, wie auch in der folgenden Graphik ersichtlich ist.

Tornado-Klimatologie in den USA. © SPC / NOAA
Tornado-Klimatologie in den USA. © SPC / NOAA

Hagelspur aus der Luft

Hagelspur © Jane Carpenter at Leading Edge Flight Training / https://www.facebook.com/Reppenhagen9wx

Knapp nördlich von Wellington, Colorado hat ein starkes Gewitter am Montagabend riesige Mengen an Hagel gebracht, stellenweise lag er bis zu 60 cm hoch. Am nächsten Morgen war noch jede Menge davon vorhanden und bei dann wolkenlosem Himmel konnte ein Pilot die nachfolgenden Aufnahmen machen. Selbst am Mittwoch, Tag 2 nach dem Unwetter, war der Hagel noch nicht komplett geschmolzen.

 

Man erkennt schön, wie eng begrenzt der Hagel gefallen ist, die Spur war nur wenige hundert Meter breit und ein paar Kilometer lang. Das verdeutlicht, wie schwer solch ein Ereignis zu prognostizieren ist.

Da wir schon thematisch in den USA sind: Im mittleren Westen ist gerade Hochsaison für schwere Gewitter und Tornados. Alljährlich zieht es auch Stormchaser und Wetterbegeisterte aus Europa dorthin, um die Gewalten der Natur zu erleben und sich an der Schönheit empor schießender Gewittertürme und deren Strukturen zu erfreuen. Ein paar Aufnahmen mit rotierenden Aufwindbereichen, Tornados usw. sind nachfolgend zu sehen:

 

 

Gerade sind die dortigen Bedingungen für fotogene Gewitter günstig, in der nachfolgenden Grafik erkennt man die Gebiete mit der größten Wahrscheinlichkeit für teils schwere Gewitter am Samstag:

Regionen mit der größten Wahrscheinlichkeit für kräftige Gewitter am Samstag © UBIMET
Regionen mit der größten Wahrscheinlichkeit für kräftige Gewitter am Samstag © UBIMET

 

Copyright Titelbild: Jane Carpenter at Leading Edge Flight Training / https://www.facebook.com/Reppenhagen9wx

Das Pfingstwetter im Detail

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Der Pfingstsonntag startet in der Südhälfte mit einigen Wolken und etwa von der Pfalz bis nach Mittelfranken und bis zur Schwäbischen Alb fällt aus der Nacht heraus ein wenig Regen. Im Tagesverlauf verlagert sich diese Zone weiter nach Westen, am Nachmittag sind dann vom südlichen NRW bis zu den Alpen und somit in der Südwesthälfte des Landes Schauer und auch einzelne Gewitter zu erwarten. Im großen Rest bleibt es trocken und insbesondere von den Mittelgebirgen nordwärts scheint auch verbreitet die Sonne. Bei schwachem bis mäßigem Ostwind liegen die Höchstwerte meist oberhalb der 20 Grad-Marke.

 

Am Pfingstmontag scheint schließlich häufig von der Früh weg die Sonne, nur hier und da ziehen ein paar Restwolken durch. Am Nachmittag bleibt es beim freundlichen Wetter, wenngleich sich ein paar Wolkenfelder am Himmel bemerkbar machen. Ein gewisses Risiko für vereinzelte Schauer oder Wärmegewitter gibt es wieder im Südwesten, meist bleibt es aber auch hier trocken. Der Wind weht weiter aus Ost und legt in der Nordhälfte etwas an Stärke zu, dafür wird es überall sommerlich warm: Man darf sich auf Werte zwischen 19 Grad an der Ostsee-Küste und 27 Grad in der Kölner Bucht freuen.

 

 

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Das Pfingstwetter im Detail

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Der Pfingstsonntag startet in der gesamten Westhälfte mit lokalen Nebelfeldern und Restwolken, mitunter fallen auch letzte Tropfen vom Himmel. Im weiteren Tagesverlauf werden die sonnigen Abschnitte mehr, allerdings bleibt es im Bergland sowie im Süden wechselhaft. Vor allem am Nachmittag sind hier Schauer und einzelne Gewitter zu erwarten. Nördlich der Donau sowie im östlichen Flachland bleibt es bei teils lebhaftem Ostwind überwiegend sonnig und trocken. Die Temperaturen entsprechen der Jahreszeit und steigen auf 15 bis 25 Grad.

 

Am Pfingstmontag halten sich südlich des Hauptkamms einige Wolken und ab und zu tröpfelt es hier etwas. Im Rest des Landes scheint häufig die Sonne, allerdings entstehen tagsüber besonders im westlichen Bergland einzelne Schauer und Gewitter. Der Wind weht im östlichen Flachland teils kräftig aus Ost und in prädestinierten Lagen im Westen des Landes bricht mäßiger Südföhn durch. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 16 und 26 Grad.

 

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Vulkan Kilauea auf Hawaii: Bilder und Videos

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Bereits etwa 40 Privathäuser wurden auf der Hauptinsel Big Island zerstört, dazu gibt es einige Schäden an der Infrastruktur. Wie bei Schildvulkanen typisch, dringt Lava nicht zwangsläufig nur aus einem Krater aus, sondern es können generell Risse an der Oberfläche entstehen. Das hat zu einigen spektakulären Bildern geführt, denn manche Risse haben sich mitten durch besiedeltes Gebiet gezogen. Wir haben ausgewählte beeindruckende Aufnahmen des United States Geological Survey (USGS) zusammen getragen, gefolgt von speziellen Tweets.

© https://volcanoes.usgs.gov/volcanoes/kilauea/multimedia_chronology.html
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Wer interessiert ist, kann auch immer einen Live-Blick via Webcams auf den Vulkan werfen: https://www.esrl.noaa.gov/gmd/obop/mlo/livecam/livecam.html

Zudem sei auf die atemberaubenden Bilder von Bruce Omori verwiesen: https://500px.com/bruceomori

 

Copyright Titelbild: https://volcanoes.usgs.gov/volcanoes/kilauea/multimedia_chronology.html

Hoch SVEN und die Hochzeit des Jahres

Schloss Windsor © https://pixabay.com/en/users/diego_torres-1118992/

In England regnet es ja gerne mal, auch anhaltend und auch zu dieser Jahreszeit. Doch aktuell hält sich ein stabiles Hochdruckgebiet von der Biskaya bis nach Skandinavien. Es hört auf den Namen SVEN und sein Zentrum liegt am Samstag ziemlich genau über England.

Damit präsentiert sich das Wetter von seiner besten Seite – die Sonne scheint von früh bis spät, meist sogar von einem wolkenlosen Himmel. Regen kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Dazu wird es angenehm warm mit maximal 20 Grad, und durch den nur schwachen Nordostwind dürften auch sämtliche Hüte der Royals sicher sitzen.

 

Detaillierte Wetterprognose für London

 

Copyright Titelbild: Schloss Windsor © https://pixabay.com/en/users/diego_torres-1118992/

223 km/h – Tornado hat Wetterstation überquert

Luftbildaufnahmen von umgestürzten Bäumen © Marco Bayer

(Copyright Titelbild: Marco Bayer, https://www.facebook.com/marco.bayer.12)

Eine private Agrarwetterstation bei Boisheim im Kreis Viersen wurde tatsächlich von dem Tornado überquert – ein für die Wissenschaft glücklicher Zufall, hilft die Messung doch bei der Einordnung der Stärke des Wirbelsturms. 223 km/h wurde als maximale Böe um 17:37 Uhr gemessen, was zeitlich sehr gut passt. Noch keine andere Wetterstation im Flachland Deutschlands hat je so starken Wind gemessen, entsprechend dürfte es sich um einen Rekord handeln. Jedoch eher um einen inoffiziellen, da die Station nicht der Norm der World Meteorological Organization entspricht.

So oder so, mit 223 km/h entspricht der Tornado der Stärke 2 auf der sechsteiligen Fujita-Skala. Und dies deckt sich mit den beobachteten Schäden wie etwa zahlreichen abgedeckten Häusern oder entwurzelten Bäumen, auch die Experten der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland kommen bei ihrer Analyse auf einen F2-Tornado. Im Übrigen wurden die Nutzer und Kunden von uwr.de rechtzeitig und mit der höchsten Warnstufe vor dem aufziehenden Unwetter gewarnt:

 

Etwa 30 bis 60 Tornados treten jedes Jahr in Deutschland auf und die meisten entsprechen der Stärke F0 bis F2, sind also mit Windgeschwindigkeiten von rund 70 bis 250 km/h verbunden. Der aktuelle Tornado hat auf den ersten Blick womöglich mächtiger und stärker gewirkt als viele andere, die bisher dokumentiert wurden. Dies liegt hauptsächlich an der großen Menge an Sand und Staub, die aufgewirbelt und mitgeführt wurde.

 

Tornados traten in unseren Breiten schon immer auf, von daher kann man nicht von einem neuzeitlichen Phänomen sprechen. Die Wahrnehmung hat sich jedoch verändert, heutzutage hat jeder ein Handy griffbereit und kann aufgenommene Videos mit zwei Klicks in den Social Media-Kanälen verbreiten. Nachfolgend haben wir weitere beeindruckende Videos und Fotos zusammengetragen:

 

Am Dienstag, dem 16.05. und tags zuvor wurden übrigens noch weitere Funnels und ein Tornado dokumentiert. Zweimal in Tschechien, einmal bei Bad Langensalza in Thüringen und auch in Baden-Württemberg:


 

Copyright Titelbild: Marco Bayer, https://www.facebook.com/marco.bayer.12

Urlaubswetter zu Pfingsten

Strand bei Jesolo @pixabay

Zu Pfingsten gehen viele auf Reisen, vor allem weil es Mitte Mai in Mitteleuropa oftmals noch kühl und unbeständig ist. Das Mittelmeer dagegen bereits mit Badetemperaturen lockt.  Ist das auch diese Jahr der Fall?

Obere Adria

An der Oberen Adria kommt zu Pfingsten bereits Sommerfeeling auf. Direkt am Meer scheint meist die Sonne und  bei 25 bis 27 Grad ist die Gewittergefahr nur gering. Dazu verlocken Wassertemperaturen um die 20 Grad bereits zum Schwimmen. Wer allerdings einen Ausflug in die Berge wagt, muss am Nachmittag und Abend mit kräftigen Gewitter rechnen. Die Urlauber in Kroatien sind etwas benachteiligt. Hier weht am Sonntag und Montag eine schwache Bora, lebhafter Ostwind und kühlere Temperaturen sind die Folge davon.

Mallorca

Auf Mallorca stellt sich frühsommerliches Wetter ein. Bei Lufttemperaturen zwischen 22 und 25 Grad und Wassertemperaturen um die 18 Grad ist wohl eine Radtour noch dem Schwimmen im Meer zu bevorzugen. Meist scheint die Sonne, nur am Sonntag sorgt ein kleinräumiges Tief für viele Wolken und etwas Regen.

Ostsee

An der deutschen Ostsee ist natürlich im Mai noch nicht an Schwimmen zu denken. Doch ein Strandspatziergang oder einfach nur Sonne tanken und die Meeresluft genießen, lockt viele bereits an die Strände. Das Wetter dazu passt: Von früh bis spät dominiert der Sonnenschein, lediglich der frische bis starke Ostwind kann als störend empfunden werden. Die Temperaturen sind mit 17 bis 20 Grad im frühlingshaften Bereich.

Foto Titelbild: pixabay

Tropensturm SAGAR im Golf von Aden

Wüstenlandschaft. @unsplash

Der Tropensturm SAGAR befindet sich derzeit südlich der jemenitischen Küsten und bewegt sich bis Samstag parallel zur Küste westwärts. Je nachdem wie sehr SAGAR in Interaktion mit der Küste kommt, kann er an Stärke verlieren, aber auch gewinnen und sich zu einem gefährlichen Zyklon entwickeln.

Tropischer Sturm im Golf von Aden © UBIMET
Tropischer Sturm im Golf von Aden: Zugrichtung und gefährdete Regionen © UBIMET

Massive Überschwemmungen befürchtet

Nach derzeitigem Modellstand trifft SAGAR dann am Samstag in Dschibuti oder in Westsomalia auf Land. Neben einer massiven Sturmflut sind vor allem die enormen Regenmassen ein Problem. Innerhalb von 24 Stunden sind bis zu 300 Liter pro Quadratmeter zu erwarten, doppelt soviel Regen wie normalerweise in diesem Gebiet über ein ganzes Jahr fällt. Massive Überschwemmungen und Zerstörungen sind in dieser bitterarmen Region zu befürchten.

Hier ein Video aus dem Jemen von 2016: Ein ausgetrocknetes Flusstal wird aufgrund der großen Regenmengen in Sekunden zu einer tödlichen Falle:

Gewitterlinie zog über New York

Gewitter in New York.

Am Dienstag lag der Nordosten der USA am südlichen Rand eines ausgeprägten Tiefs mit Kern über Québec. Im Vorfeld der dazugehörenden Kaltfront entstanden am Dienstagnachmittag besonders in Pennsylvania kräftige Gewitter, welche in den Abendstunden auch die Metropolenregion von New York erfassten.

Die Gewitter am Satellitenbild. © NOAA
Die Gewitterlinie am Satellitenbild. © NOAA

Neben kräftigem Regen kam es dabei vielerorts zu Sturmböen. Auch in New York gab es nach einem sommerlichen Tag mit einem Höchstwert von 32 Grad Sturmböen von bis zu 89 km/h am Flughafen John F. Kennedy sowie eine spürbare Abkühlung. Knapp westlich von New York wurden in Caldwell, New Jersey, orkanartige Böen von 106 km/h gemessen.

Die Gewitterlinie am Radar. © NOAA
Die Gewitterlinie am Radar. © NOAA

Weiter nördlich wurden im Bundesstaat New York örtlich Schäden durch großen Hagel gemeldet, zudem wurde vom SPC eine Tornadomeldung verzeichnet. Hier wurden auch die heftigsten Windböen gemessen, welche lokal 126km/h erreicht haben.

Gewitter über New York. © Erik Pindrock
Gewitter über New York. © Erik Pindrock
Unwettermeldungen am Dienstag. © UBIMET
Unwettermeldungen am Dienstag. © UBIMET / SPC

Sommer in Skandinavien

Verkehrte Wetterwelt in Europ.

Etwa Mitte der letzten Woche geriet Nordeuropa unter den Einfluss eines mächtigen Skandinavienhochs. Mit einer südlichen Höhenströmung gelangten in weiterer Folge schubweise milde Luftmassen in den hohen Norden, während sich in Mitteleuropa mit Ankunft von zwei Höhentiefs unbeständiges und teils kühles Wetter einstellte.

Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Montag. © UBIMET / GFS
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Montag. © UBIMET / GFS

Die Temperaturen lagen in den vergangenen Tagen in weiten Teilen Skandinaviens rund 10 Grad über dem langjährigen Mittel. So waren die wärmsten Orte in ganz Nord- und Mitteleuropa am Dienstag der Flughafen von Helsinki mit 29.6 Grad sowie die nahegelegene Stadt Porvoo im Süden Finnlands mit 29.5 Grad. Noch etwas wärmer war es am Montag in Kuusiku, im Nordwesten Estlands, wo ein Höchstwert von 30.5 Grad verzeichnet wurde! Sommerliche Temperaturen von knapp über 25 Grad gab es aber selbst in Rovaniemi, der Hauptstadt der nordfinnischen Landschaft Lappland.

Abkühlung unterwegs

Im Laufe der zweiten Wochenhälfte breiten sich ausgehend von Norwegen aber wieder etwas kühlere Luftmassen ostwärts aus, welche am Freitag schließlich auch Finnland erreichen. Bereits zu Beginn der kommenden Woche kündigen sich allerdings neuerlich überdurchschnittliche Temperaturen an.

Wetterbesserung zu Pfingsten

Schauer mit Regenbogen.

Kräftiger Regen am Montag

Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet mit Kern über dem Ostalpenraum hat am Montag besonders im östlichen Berg- und Hügelland sowie im Südosten anhaltenden Regen gebracht. Die Wassermassen sorgten örtlich für kleinräumigen Überflutungen, zudem führten einige Bäche und Nebenflüsse in der Steiermark wie etwa die Saggau und die Sulm Hochwasser. Der nasseste Ort war Deutschlandsberg mit etwa 92 Litern pro Quadratmeter Regen innerhalb von 24 Stunden. Mit maximal 17.7 Grad in Feldkirch und Schärding wurde am Dienstag erstmals seit dem 6. April nicht die 20-Grad-Marke in Österreich erreicht. Auf den Bergen fiel zudem teils bis 1.600 m herab Schnee, auf dem Sonnblick 3.100 m Höhe waren es sogar 40 cm Neuschnee.

24-h-Niederschlagsmengen bis Dienstagabend. © UBIMET
24-h-Niederschlagsmengen bis Dienstagabend. © UBIMET

Unbeständige Wochenmitte

Der Kern des Tiefs liegt mittlerweile über Ostpolen, der Alpenraum liegt aber weiterhin im Einflussbereich feuchter und teils labil geschichteter Luftmassen. Somit gestaltet sich das Wetter am Mittwoch und Donnerstag äußerst unbeständig: Die Wolken überwiegen und in weiten Teilen des Landes gehen Schauer sowie einzelne Gewitter nieder. Die längsten sonnigen Abschnitte gibt es im Süden, hier wird es mit maximal 21 Grad auch am mildesten. An der Alpennordseite verharren die Temperaturen dagegen vorerst noch unterhalb der 20-Grad-Marke.

Wetterbesserung zu Pfingsten

Am Freitag schwächt sich der Tiefdruckeinfluss langsam ab, ein stabiles Hoch ist allerdings nicht in Sicht: Kleinräumige Höhentiefs sorgen in Mitteleuropa gebietsweise für unbeständiges Wetter, die Prognose der exakten Position dieser Höhentiefs stellt für die Wettermodelle eine große Herausforderung dar. In Summe zeigt sich jedenfalls wieder häufiger die Sonne und die Temperaturen steigen weiter an: Im östlichen Flachland gibt es zu Pfingsten und am Pfingstmontag voraussichtlich wieder frühsommerliche Höchstwerte von bis zu 25 Grad. Dazu gibt es einige Sonnenstunden, im Berg- und Hügelland bleibt die Gewitterneigung jedoch erhöht.

Temperaturtrend in etwa 1.500 m Höhe. © UBIMET / GFS
Temperaturtrend in etwa 1.500 m Höhe. © UBIMET / GFS

Kräftiger Regen sorgt für lokale Überflutungen

Hochwasser durch Starkregen.

Am Montag war zunächst besonders die Steiermark vom Regen betroffen. Aufgrund der nassen Vorgeschichte konnten die Böden hier nicht mehr viel Wasser aufnehmen, so kam es örtlich zu Überschwemmungen. Besonders betroffen waren die Süd- und Oststeiermark, so traten der Labill- und der Schwarzaubach über die Ufer.

Da es zahlreiche überflutete Keller und Straßen gab, war die Feuerwehr allein im Raum Labill- und der Schwarzaubach mit über 200 Mann im Einsatz. Einzelne Gewässer in der Weststeiermark haben mittlerweile die HQ-1-Marke überschritten, wie etwa die Sulm, die Raab, die Saggau, die Kainach, der Stainzbach und der Liebochbach.

Update 11:35 – Mittlerweile hat die Saggau vorübergehend sogar die HQ-5-Marke überschritten.

Kräftiger Regen in den Alpen

In den Abendstunden verlagerte sich der Schwerpunkt dann allmählich nordwärts, so fiel besonders im Vorarlberg und Nordtirol kräftiger Regen. Am Dienstagmorgen regnete es dann schon verbreitet, nur im äußersten Norden gab es bislang noch keinen Niederschlag. Anbei die nassesten Orte in den letzten 24 Stunden (Stand: Dienstag 12 Uhr)

  • 89 mm Deutschlandsberg (Steiermark)
  • 67 mm Leibnitz (Steiermark)
  • 64 mm Semmering (Niederösterreich)
  • 63 mm Jenbach  (Tirol)

Noch etwas größere Niederschlagsmengen gab es auf den Bergen, wie etwa auf der Schirchleralm (1245 m) im Bereich der Koralpe mit rund 110 Litern pro Quadratmeter.

24-h-Niederschlag bis Dienstagmittag. © UBIMET
24-h-Niederschlag bis Dienstagmittag. © UBIMET

Schnee auf der Bergen

Im Westen waren die Auswirkungen erwartungsgemäß gering, einerseits aufgrund der trockenen Vorgeschichte, andererseits wegen der vergleichsweise tiefen Schneefallgrenze. So gab es vorübergehend im Pitztal sogar bis etwa 1.500 m nasse Schneeflocken, meist liegt die Schneefallgrenze aber bei 1.700 m. Weitere Details gibt es hier: Schnee in den Bergen

Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Weiterer Regen im östlichen Bergland

In den kommenden Stunden fällt im Bergland und im Osten des Landes verbreitet Regen, besonders vom Pinzgau bis zum Alpenostrand regnet es zunächst auch noch anhaltend und kräftig. Im Laufe der zweiten Tageshälfte lässt die Intensität aber deutlich nach. Im Westen und im äußersten Norden gehen ebenfalls Schauer nieder, hier können lokal auch Blitz und Donner dabei sein.

24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET
24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET

Tief VADJMA bringt Schnee auf den Bergen

Schneefall in Kärnten in etwa 1.900 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Besonders im östlichen Alpenraum fällt seit Montag kräftiger Regen. Während es in der Steiermark zu lokalen Überflutungen kam, waren die Auswirkungen in den Nordalpen erwartungsgemäß gering: Einerseits aufgrund der trockenen Vorgeschichte, andererseits wegen der vergleichsweise tiefen Schneefallgrenze.

Schneefall in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall am Dienstag in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

In engen Tallagen im Bereich des Alpenhauptkamms wie dem Pitztal in Tirol hat es am Dienstagmorgen vorübergehend sogar bis knapp 1.500 m herab nassen Schneefall gegeben. Von Tirol bis zum Alpenostrand liegt die Schneefallgrenze derzeit bei etwa 1.700 m. Im Hochgebirge gab es bereits teils über 20 cm Neuschnee, so wie etwa am Pitztaler Gletscher in 2.850 m Höhe. Am Sonnblick gab es in 3.100 m Höhe in Summe sogar knapp 40 cm Neuschnee.

24-Neuschneeprognose. © UBIMET
24-Neuschneeprognose. © UBIMET
Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall in Kärnten am Dienstag in etwa 2.100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Schmelzraten wie im Hochsommer

Die kühle und feuchte Witterung ist wichtig für die alpinen Gletscher. Obwohl der Winter sehr schneereich war, liegen derzeit auf den Bergen vielerorts nur noch durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Schneemengen für die Jahreszeit. Im Zuge des außergewöhnlich trockenen und milden Frühjahrs ist nämlich in den letzten Wochen bereits sehr viel Schnee geschmolzen, teilweise waren die Schmelzraten sogar vergleichbar zum Hochsommer.

Schneehöhenverlauf am Pitztaler Gletscher. © https://apps.tirol.gv.at/hydro/
Schneehöhenverlauf am Pitztaler Gletscher. © https://apps.tirol.gv.at/hydro/
Schneefall in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall an der Großglockner-Hochalpenstraße (2.300 m) © www.foto-webcam.eu

Kräftiger Regen in Österreich

Hochwasser durch Starkregen.

Am Montag war zunächst besonders die Steiermark vom Regen betroffen. Aufgrund der nassen Vorgeschichte konnten die Böden hier nicht mehr viel Wasser aufnehmen, so kam es örtlich zu Überschwemmungen. Besonders betroffen waren die Süd- und Oststeiermark, so traten örtlich Bäche über die Ufer.

Kräftiger Regen in den Alpen

In den Abendstunden verlagerte sich der Schwerpunkt dann allmählich nordwärts, so fiel besonders im Vorarlberg und Nordtirol kräftiger Regen. Am Dienstagmorgen regnete es dann bereits verbreitet. Anbei die nassesten Orte in den letzten 24 Stunden:

  • 69 mm Deutschlandsberg (Steiermark)
  • 66 mm Leibnitz (Steiermark)
  • 63 mm Jenbach (Tirol)

Noch etwas größere Niederschlagsmengen gab es auf den Bergen, wie etwa auf der Schirchleralm (1245 m) im Bereich der Koralpe mit rund 97 Litern pro Quadratmeter.

24-h-Niederschlag bis Dienstagfrüh. © UBIMET
24-h-Niederschlag bis Dienstagfrüh. © UBIMET

In den Nordalpen waren die Auswirkungen erwartungsgemäß gering, einerseits aufgrund der trockenen Vorgeschichte, andererseits wegen der vergleichsweise tiefen Schneefallgrenze. So gab es vorübergehend im Pitztal in Tirol sogar bis etwa 1.500 m herab nasse Schneeflocken, meist liegt die Schneefallgrenze aber bei 1.700 m.

Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Gewittrige Schauer in Deutschland

In den kommenden Stunden fällt im östlichen Alpenraum verbreitet Regen, besonders vom Pinzgau bis zum Alpenostrand regnet es zunächst auch noch anhaltend und kräftig. Im Laufe der zweiten Tageshälfte lässt die Intensität aber deutlich nach. Deutschland ist davon nur marginal betroffen, dennoch ziehen in der Südosthälfte des Landes im Tagesverlauf ein paar Regenschauer und einzelne Gewitter durch.

24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET
24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET

Trockenheit geht zu Ende

Regentropfen @pixabay

Während im Süden reichlich Regen fiel, dauert an der Alpennordseite die Trockenheit bereits seit Wochen an. Die Waldbrandgefahr ist derzeit hoch und auch die Landwirte benötigen dringend Regen. Im Waldviertel fielen bisher nur rund 30 Prozent des üblichen Niederschlags, hier musste stellenweise sogar das Trinkwasser rationiert werden.

Tief VADJMA bringt reichlich Regen

Tief VADJMA liegt derzeit genau über Österreich und sorgt heute im Süden und Westen bereits für viel Regen durch Schauer und Gewitter. Montagnacht kommt dann mit einem Frontensystem flächendeckend kräftiger Regen aus, der sich am Dienstag auf die Alpennordseite verlagert. Vor allem in den Staulagen der Nordalpen regnet es dann intensiv.

Gesamtniederschlag bis Donnerstagabend @GFS, Ubimet
Gesamtniederschlag bis Donnerstagabend @GFS, Ubimet

Am Mittwoch und Donnerstag stauen sich Schauer und einzelne Gewitter an der Alpennordseite, womit hier noch einige Liter hinzukommen. Teilweise sind in den Nordalpen in den nächsten drei Tage über 100 Liter pro Quadratmeter zu erwarten.

Trockenheit beendet

Die Trockenheit geht somit verbreitet zu Ende, nur vom Waldviertel bis ins Marchfeld sind die Regenmengen wohl zu gering um die Trockenheit vollständig zu beenden. Aber auch in diesen Regionen entspannt sich insgesamt die brisante Lage.

Quelle Titelbild: pixabay

Fast 300.000 Blitze zu Muttertag

Blitze zucken am Himmel @pixabay

Zunächst entwickelten sich zu Mittag erste kräftige Gewitter in Hessen und Nordrhein-Westfalen. So kam es im hessischen Marburg oder in Winterberg im Sauerland lokal zu Hagelschlag. In den Nachmittagsstunden gab es dann vermehrt in Bayern kräftige Gewitter. Lokal fielen teils ergiebige Regenmengen: Besonders betroffen waren das Münsterland, Mittelhessen und Unterfranken. In Bad Mergentheim Neunkirchen fielen innerhalb von wenigen Stunden rund 62 Liter pro Quadratmeter Regen.

Gewitterhotspot Bayern

In Summe wurden landesweit 286.765 Blitze detektiert, davon 123.209 in Bayern, 55.360 in Niedersachsen, 52.216 in Nordrhein-Westfalen, 25.266 in Hessen, 21.876 in Baden-Württemberg und 4.973 in Rheinland-Pfalz. Diese Zahlen sind vergleichbar mit hochsommerlichen Gewitterlagen, für diese Jahreszeit ist das aber außergewöhnlich. Blitzreichster Landkreis war Osnabrück mit 16.733 Blitzen, gefolgt von Donau-Ries mit 14.839 und Steinfurt mit 14.523. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 259.000 Ampere wurde im Landkreis Aurich registriert.

Weitere Gewitter am Montag

Unwetterrisiko am Montag
Unwetterrisiko am Montag

Am Montag liegt der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit in Süddeutschland. So sind am Nachmittag besonders vom Schwarzwald bis zum Chiemgau kräftige Gewitter zu erwarten. Die Hauptgefahr stellen weiterhin die heftigen Regenmengen dar. Örtlich sind wieder kleinräumige Überflutungen zu erwarten.

Quelle Titelbild: pixabay

Unwetter am Muttertag

Warnsignal Gewitter. @shutterstock.com

Bereits in der Früh ziehen im Westen zahlreiche Schauer und einzelne Gewitter durch und hier bleibt es auch den ganzen Tag über unbeständig. Unwettergefahr besteht aber am Nachmittag etwas weiter östlich in einem Streifen vom Emsland über das Hochsauerland und Unterfranken bis zum Alpenrand.

Unwettergefahr ©Ubimet
Unwettergefahr ©Ubimet

Hier gehen am Nachmittag zahlreiche Gewitter nieder, die stellenweise sintflutartigen Regen bringen. Stellenweise sind auch Hagel und Sturmböen möglich. Am Abend entspannt sich die Lage dann langsam wieder, Schauer und Gewitter ziehen sich in den Südwesten zurück. Wir halten euch unter uwr.de wie immer auf dem Laufenden.

Freundlicher Muttertag im Osten

In Ostdeutschland hingegen kann man den Muttertag bei viel Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen genießen. Vom Erzgebirge bis zur Ostseeküste bleibt es trocken bei Höchstwerten um die 25 Grad.

Quelle Titelbild: shutterstock

Gewitter und Starkregen

Gewitterregen bringt Überschwemmungen © pixabay

Derzeit liegt ein Bodentief mit seinem Kern direkt über den Alpen und wird zusätzlich noch von zwei Höhentiefs über dem Golf von Genua und über Polen flankiert. Diese Wetterkonstellation sorgt in den nächsten Tagen für zahlreiche Schauern und Gewitter, dazu wird es ab Dienstag spürbar kühler.

Tiefs wirbeln um Österreich herum ©Ubimet
Tiefs wirbeln um Österreich herum, Animation zeigt die Tiefdruckentwickung bis Mittwochnacht. ©Ubimet

Gewitter und Starkregen im Westen und Südosten

Bereits am Samstag sorgten stationäre Gewitter von Unterkärnten bis ins Wiener Becken lokal für Überflutungen, Vermurungen und Feuerwehreinsätze. Auch am Muttertag ist in dieser Region mit teils kräftigen Gewittern zu rechnen. Ein weiterer Schwerpunkt befindet in den westlichen Nordalpen von Vorarlberg bis zum Loferer Land. Hauptgefahr ist wiederum sintflutartiger Regen und kleinkörniger Hagel.

24 h Niederschlagsprognose ©Ubimet
24 h Niederschlagsprognose zeigt eindeutig die zwei Schwerpunkte im Südosten und Westen des Landes, punktuell sind dabei noch größere Regenmengen möglich. ©Ubimet

Der Montag wird dann ein Ebenbild vom Muttertag, wiederum sind die gleichen Regionen von den stärksten Schauern und Gewittern betroffen.

Bis Pfingsten unbeständig und kühl

Ab Dienstag gehen dann im ganzen Land verbreitet Schauer nieder, stellenweise kann es auch länger anhaltend regnen. Dazu wird es merklich kühler. Diese schaueranfällige und kühle Wetter setzt sich dann die ganze Arbeitswoche fort, frühesten zu Pfingsten wird es wieder stabiler und wärmer.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Schnee in Südfrankreich

Winterliche Schweiz pixabay

In Südfrankreich wurde es in Lagen oberhalb von 500 bis 800 m über Nacht weiß, einige Zentimeter Nassschnee kamen hier zusammen.

Hier ein paar Bilder vom Zentralmassiv:

Oder aus Andorra und Katalonien:

Der Schnee hat aber nicht lange Bestand, bereits am Montag wird es in allen Höhen deutlich milder.

Am Samstag erhöhte Gewitterneigung

Schauer und Gewitter.

Mitteleuropa liegt derzeit zwischen einem Tiefdruckgebiet nordwestlich der Britischen Inseln und einem Höhentief über der Ukraine. Dazwischen erstreckt sich eine schwach ausgeprägte Hochdruckbrücke, somit herrschen im   Alpenraum nur schwache Luftdruckgegensätze. Während dabei in der Höhe eine schwache südliche Strömung milde Luftmassen nach Mitteleuropa führt, gelangt in tiefen Lagen mit einer östliche Strömung feuchte Luft ins Land. In Summe wird die Luftschichtung im Tagesverlauf zunehmend labil, weshalb die Gewitterneigung ansteigt.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag. © GFS / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag. © GFS / UBIMET

Die größte Gewittergefahr besteht am Samstag im östlichen Berg- und Hügelland sowie allgemein im Bereich der Nördlichen Kalkalpen, Blitz und Donner können aber nirgends ausgeschlossen werden. Da der Wind in allen Höhenlagen nur schwach weht, verlagern sich die Schauer und Gewitter höchstens langsam. Lokal besteht daher die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen, Vermurungen und Hagel.

Gewitterpotential am Samstag. © UBIMET
Gewitterpotential am Samstag. © UBIMET

 

Herbststurm im Südosten Australiens

Satellitenbild am Donnerstagabend (Lokalzeit). © JMA / UBIMET

Der Südosten Australiens liegt derzeit unter dem Einfluss eines ausgeprägten Tiefdruckgebietes mit Kern über der Tasmansee. Mit einer südlichen Höhenströmung gelangten in den letzten Tagen feuchte und kühle Luftmassen in den Südosten des Landes, welche nach und nach sogar New South Wales erfasst haben. Lokal geb es im Bereich der Australischen Alpen bis 500 m herab nassen Schneefall, was ein durchaus außergewöhnliches Ereignis darstellt.

In Teilen von Tasmanien und Vicotria fiel anhaltender Regen. In Hobart, der Hauptstadt von Tasmanien, kam es zu Regenmengen zwischen 100 und 150 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 36 Stunden, auf dem naheliegenden Mount Wellington waren es sogar 250! Der anhaltend kräftige Süd- bis Südostwind drückte hier zudem das Ozeanwasser zum Land, somit kam es im Küstenbereich zu Überflutungen.

Regen und Wind in Melbourne

In der Hauptstadt von Victoria kamen die Temperaturen am Freitag nicht über 14 bis 15 Grad hinaus, also Höchstwerte, die hier normalerweise erst im Winter zu erwarten sind. Dazu gab es kräftigen Wind mit stürmischen Böen zwischen 60 und 80 km/h sowie anhaltenden Regen. Stellenweise wurden auch kleinräumige Überflutungen gemeldet.

Der Wind wehte in weiten Teilen von Tasmanien und Victroia kräftig mit stürmischen Böen. Auf den Bergen wurden vereinzelt Orkanböen verzeichnet, wie etwa auf dem Mount William im Westen von Victoria mit rund 133 km/h oder auf dem Mount Wellington in Tasmanien mit 131 km/h.

In den kommenden Tagen wird sich das Tief langsam nach Südosten verlagern. Zunächst muss man in den Küstenregionen noch mit Wind und Regen rechnen, in weiterer Folge kommt es aber zu einer Wetterberuhigung.

Quelle Titelbild: JMA / UBIMET

11.000 Blitze am Donnerstag in Niederösterreich

Quellwolke eines Gewitters © Nikolas Zimmermann

Besonders betroffen waren am Donnerstag die Bezirke Waidhofen an der Thaya und Melk in Niederösterreich mit 1.760 bzw. 1.227 Blitzen sowie der Bezirk Oberpullendorf im Burgenland mit 1.492 Entladungen. Die Wassermassen sorgten hier örtlich für kleinräumige Überflutungen und Vermurungen. Blitze wurden allerdings in jedem Bundesland detektiert, landesweit waren es in Summe 16.609.

Blitzdichte am Donnerstag. © UBIMET
Blitzdichte am Donnerstag. © UBIMET

Am Freitag nur einzelne Gewitter

Am Freitag lässt die Gewittergefahr vorübergehend etwas nach, dennoch sind einzelne Gewitter im Tagesverlauf vor allem im Bergland zu erwarten. Am späten Nachmittag steigt die Gewitterneigung dann auch im äußersten Osten und Südosten wieder leicht an, meist trocken bleibt es dagegen im Donauraum.

Erhöhte Gewitterneigung am Samstag

Am Samstag entwickeln sich im Laufe der zweiten Tageshälfte besonders im östlichen Berg- und Hügelland vermehrt Schauer und teils kräftige Gewitter! Blitz und Donner sind aber nirgends auszuschließen. Lokal besteht wieder die Gefahr von großen Regenmengen und Hagelschlag. Am Sonntag wird es dann im Vorfeld einer Kaltfront leicht föhnig, somit steigen die Temperaturen an der Alpennordseite vom Tiroler Unterland ostwärts noch etwas an. Am Nachmittag nimmt die Gewitterneigung besonders im Süden und Westen deutlich zu, im östlichen Flachland bleibt es dagegen weitgehend trocken.

Abkühlung kommende Woche

Eine Kaltfront sorgt zu Beginn der kommenden Woche zwar für eine Abkühlung, im Vergleich zu den Modellprognosen der vergangenen Tage trifft sie aber deutlich schwächer und später ein. Die mittelfristige Prognose wird durch zwei Höhentiefs erschwert, in Summe setzt sich das unbeständige Wetter allerdings fort.

Quelle Titelbild: Nikolas Zimmermann

Eisheilige bringen sommerliche Temperaturen

Gräser Blumen Frühling. © Nikolas Zimmermann

Am Samstag scheint zunächst verbreitet die Sonne, etwaige Restwolken oder Nebelfelder lichten sich noch am Vormittag. Im Laufe des Tages entwickeln sich dann besonders im östlichen Berg- und Hügelland Schauer und teils kräftige Gewitter, Blitz und Donner sind aber nirgends auszuschließen. Lokal besteht wieder die Gefahr von großen Regenmengen und Hagel. Die Temperaturen erreichen 19 bis 27 Grad. Am Sonntag wird es im Vorfeld einer Kaltfront leicht föhnig, somit steigen die Temperaturen an der Alpennordseite vom Tiroler Unterland ostwärts weiter an: In Salzburg und Oberösterreich gibt es am Alpenrand lokal bis zu 28 Grad. Am Nachmittag nimmt die Gewitterneigung besonders im Süden und Westen deutlich zu, im östlichen Flachland bleibt es dagegen weitgehend trocken.

Sommerliche Temperaturen am Wochenende. © UBIMET
Sommerliche Temperaturen am Wochenende. © UBIMET

Neue Woche bringt Abkühlung

Die Kaltfront sorgt zu Beginn der kommenden Woche für eine Abkühlung, im Vergleich zu den Modellprognosen der vergangenen Tage trifft sie aber deutlich schwächer und später ein. Die mittelfristige Prognose wird durch zwei Höhentiefs deutlich erschwert, in Summe setzt sich das unbeständige Wetter allerdings fort. Nach etwa sechs Wochen mit überdurchschnittlichen Temperaturen ist somit eine Rückkehr zu durchschnittlichen Werten in Sicht. Die Eisheiligen sind aber kein Thema, am ehesten ist in den höchsten Tallagen der Alpen wie etwa in Obergurgl Frost möglich, das ist in dieser Höhenlage aber nicht außergewöhnlich.

Eisheilige

Zwischen dem 11. und 15. Mai liegen die Gedenktage der sogenannten Eisheiligen. In diesen Tagen gibt es statistisch zwar keine Häufung an Frost, welcher im Mai allgemein nur selten auftritt, allerdings kommt es zwischen dem 20. und 25. Mai tatsächlich häufig zu Kaltlufteinbrüchen. Das ist vor allem bemerkenswert, da der Zeitraum der Eisheiligen ursprünglich aus der Zeit des Julianischen Kalenders stammt. Bei der gregorianischen Kalenderreform im 16. Jahrhundert blieben die Tage allerdings unverändert. Genau genommen sind somit die Eisheiligen in Wirklichkeit erst zwischen dem 19. und dem 23. Mai, also eine gute Woche später. Es handelt sich dabei um eine meteorologische Singularität, also um eine Abweichung von einem glatten Wetterverlauf, die zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederholt auftritt.

Quelle Titelbild: Nikolas Zimmermann

Die Eisheiligen stehen bevor

Maischnee in den Bergen © https://www.foto-webcam.eu/webcam/tuxertal/

Kalte Gefährten

Den Ursprung der Eisheiligen nimmt man im Mittelalter an, als die gläubige, vorwiegend bäuerliche Bevölkerung von spätem Frost und den dadurch entstandenen Ernteeinbußen betroffen war. Die Ehrfurcht vor diesem Witterungsphänomen hat die Menschen dazu veranlasst, die Gedenktage Heiligen und Märtyrern zuzuordnen. Je nach Region sind das drei bis fünf Eisheilige:

  1. Mamertus, Bischof von Vienne – 11. Mai (nur Norddeutschland)
  2. Pankratius, frühchristlicher Märtyrer – 12. Mai
  3. Servatius, Bischof von Tongeren – 13. Mai
  4. Bonifatius, frühchristlicher Märtyrer – 14. Mai
  5. Sophia „Kalte Sophie“, frühchristliche Märtyrerin – 15. Mai

Die Statistik

Frost im Mai und somit auch zu den Eisheiligen ist in den tiefen Lagen generell recht selten . In Wien, Zürich und Berlin muss man höchstens alle 10 Jahre, in Innsbruck und München zumindest in jedem zweiten Jahr damit rechnen. Deutlich häufiger sind späte Fröste allerdings in höher gelegenen Alpentälern. In diesen Regionen ist sogar Anfang Juni noch leichter Morgenfrost möglich. Die Eisheiligen sind aus meteorologischer Sicht eine sogenannte Singularität, ein Ereignis, welches wiederholt auftritt. In den vergangen 50 Jahren gab es vor allem zwischen dem 20. und dem 25. Mai immer wieder größere Kaltlufteinbrüche . Das ist vor allem bemerkenswert, da der Zeitraum der Eisheiligen ursprünglich aus der Zeit des Julianischen Kalenders stammt. Bei der gregorianischen Kalenderreform im 16. Jahrhundert blieben die Tage allerdings unverändert. Genau genommen sind somit die Eisheiligen in Wirklichkeit erst zwischen dem 19. und dem 23. Mai, also eine gute Woche später.

Und heuer?

Auch in diesem Jahr kündigt sich ein Kaltluftvorstoß an, genauer gesagt Sonntagnacht bereits in der Schweiz, in Westdeutschland und im Westen Österreichs. Die Schneefallgrenze sinkt in den Westalpen am Montag bis in höhere Tallagen. Im Laufe der ersten Wochenhälfte erfasst die kalte Luft dann weite Teile Mitteleuropas. Ob diese Abkühlung mit Höchstwerten klar unter der 20-Grad-Marke  nachhaltig ist, lässt sich aus heutiger Sicht aber noch nicht sagen.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/tuxertal/

 

Kräftige Gewitter am heutigen Feiertag erwartet!

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Bereits heute Vormittag gibt es vom Schwarzwald bis ins Ruhrgebiet ein paar Gewitter, diese sind aber nicht sonderlich kräftig. Mit Annäherung der Kaltfront steigt heute ab etwa Mittag verbreitet die Gewittergefahr an, alle Väter auf Ausflug sei dann der Blick Richtung Himmel empfohlen.

Heute kann es in einem relativ großen Gebiet, nämlich von der Ostsee über die Mittelgebirge bis nach Bayern hinab zu schweren Gewittern kommen. Dann sind Regenmengen zwischen 30 und 50 Litern Pro Quadratmeter, Böen bis zu 70 km/h und Hagel mit 2-3 cm Durchmesser durchaus möglich!

Gut zu sehen ist die Gewittergefahr anhand der folgenden Grafik. Im Osten wird es erst zum Abend hin gewittrig, so zum Beispiel in Berlin.

Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Das Deutsche Unwetterradar hat dementsprechend schon jede Menge Vorwarnungen herausgegeben, über die aktuellste Lage könnt ihr euch stets hier informieren.

Die heutige Warnkarte des Deutschen Unwetterradars © UBIMET
Die heutige Warnkarte des Deutschen Unwetterradars © UBIMET

Verantwortlich für die heutigen Gewitter ist eine Kaltfront des Tiefs über Island. Diese liegt am frühen Nachmittag etwa auf der Höhe Bremen-Stuttgart und kommt dann in weiterer Folge nach Osten voran.

Die Lage der Kaltfront heute um 14:00 Uhr © UBIMET/GFS
Die Lage der Kaltfront heute um 14:00 Uhr © UBIMET/GFS

Die Gewitter entstehen aber nicht nur mit der Kaltfront, sondern eben auch schon zuvor. Der Grund hierfür ist schnell in der Temperaturverteilung von heute Nachmittag erkennbar. Im Westen lagert hinter der Front schon die kühlere Luft mit 12 bis 17 Grad, nach Osten zu herrschen dagegen noch Sommertemperaturen. Hier kann die Sonne nahezu ungehindert einstrahlen und die Atmosphäre labilisieren, fertig ist die potentielle Unwetterlage.

Die Temperaturverteilung heute Nachmittag © UBIMET/GFS
Die Temperaturverteilung heute Nachmittag © UBIMET/GFS

Quelle des Titelbildes: https://pixabay.com/de/cumulonimbus-sturmjagd-meteorologie-3196780/

Kräftige Gewitter am heutigen Feiertag erwartet!

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Bereits heute Vormittag sorgt das Höhentief der vergangenen Tage für ein paar Gewitter in Vorarlberg. Im Laufe des Tages erfasst dann eine Kaltfront den Westen des Landes. Sie kommt mit kräftigem Westwind, Regenschauern und Gewittern ostwärts bis zur Linie Linz-Klagenfurt voran. Doch auch vor der eigentlichen Kaltfront entstehen ab etwa Mittag verbreitet Gewitter, die zum Teil heftig ausfallen können. Kleiner Hagel und große Regenmengen in kürzester Zeit sind dann möglich!

Gut zu sehen ist das an folgender Grafik, so dürfte es heute auch in Wien wieder krachen. Von Graz und St. Pölten ostwärts bleibt es dann mit der Kaltfront auch die ganze Nacht gewittrig!

Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Bereits gestern löste das angesprochene Höhentief einige Gewitter aus, vor allem in Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich und im östlichen Niederösterreich. Insgesamt wurden knapp 6900 Blitze registriert.

Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET
Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET

Die wohl kräftigsten Gewitter gingen Richtung slowakischer Grenze nieder, dort wurden recht verbreitet 30-40 Liter pro Quadratmeter registriert.

24-stündige Regensummen bis heute früh 06:00 Uhr © UBIMET
24-stündige Regensummen bis heute früh 06:00 Uhr © UBIMET

Quelle des Titelbildes: https://pixabay.com/de/cumulonimbus-sturmjagd-meteorologie-3196780/

Langes Wochenende bringt unbeständiges Bergwetter

Gewitter in den Bergen. pixabay.com

Der Donnerstag beginnt in der Schweiz, in Vorarlberg sowie südlich des Alpenhauptkamms mit vielen Wolken und besonders vom Jura bis zum Bregenzerwald gehen bereits teils gewittrige Regenschauer nieder. Vom Engadin über das Tiroler Oberland und die Steiermark bis zum Alpenostrand scheint dagegen zeitweise die Sonne, tagsüber entwickeln sich jedoch vermehrt Quellwolken. Im Laufe der zweiten Tageshälfte besteht dann im gesamten Bergland eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung und in den Abendstunden fällt im Bereich der Nordalpen zeitweise Regen. Der Wind weht meist nur schwach aus südlicher Richtung, vom Jura entlang der Nordalpen bis zum Wettersteingebirge kommt mäßiger Westwind auf. Die Höchstwerte in 3.000 m liegen zwischen -1 und +2 Grad, in 2.000 m Höhe werden von West nach Ost 5 bis 10 Grad erreicht.

Viele Wolken am Freitag

Am Freitag halten sich im Bereich der Nordalpen zunächst viele Wolken und von der Eisenwurzen und der Koralpe ostwärts gehen in der Früh ein paar Schauer nieder. Im Laufe des Vormittags lockern die Wolken allmählich auf und besonders in der Schweiz, im Westen Österreichs sowie an der Alpensüdseite kommt zeitweise die Sonne zum Vorschein. In der feuchten Luft entstehen jedoch neuerlich Quellwolken und in weiterer Folge gehen besonders in den zuvor sonnigen Regionen lokale Schauer und Gewitter nieder. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus südlicher Richtung, die Temperaturen erreichen in 3.000 m maximal 1 bis 3 Grad und in 2.000 m 7 bis 10 Grad.

Am Samstag anfangs sonnig

Am Samstag scheint zunächst häufig die Sonne, Restwolken oder Nebelfelder lichten sich meist noch am Vormittag. Ab etwa Mittag entwickeln sich jedoch wieder mächtige Quellwolken, welche besonders von den Tauern bis zum Schneeberg zu einigen Regenschauern und teils kräftigen Gewittern heranwachsen. Etwas geringer ist die Gewitterneigung am Alpenhauptkamm, gänzlich ausschließen kann man Blitz und Donner allerdings nirgendwo. Der Wind weht abseits der Gewitter nur schwach bis mäßig aus südlicher Richtung, dazu werden in 3.000 m Höhe 2 bis 4 Grad erreicht und in 2.000 m 9 bis 12 Grad.

Große Temperaturkontraste am Sonntag

Am Sonntag gehen westlich von Innsbruck aus dichten Wolken von der Früh weg Schauer nieder. Sonst scheint zeitweise die Sonne, aus Westen verdichten sich die Wolken jedoch zunehmend und besonders vom Kaiserwinkl ostwärts entstehen teils kräftige Schauer und Gewitter! Im Tagesverlauf regnet es im Bereich der Nordalpen teils auch anhaltend, die Schneefallgrenze sinkt in der Nordwestschweiz vorübergehend gegen 1200 m ab. Der Wind weht am Alpenhauptkamm und im östlichen Bergland mäßig aus Süd, in den Nordalpen kommt allerdings böiger, lebhafter Nordwestwind auf. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m von West nach Ost zwischen -3 und +2 Grad, in 2.000 m gibt es -1 bis +10 Grad.

Tourenplanung besonders wichtig

Das unbeständige Wetter erfordert eine besonders akkurate Tourenplanung. Auf lange und exponierte Touren sollte an diesem Wochenende verzichtet werden, zudem sollten man früh starten, damit man am frühen Nachmittag bereits wieder im Tal ist. Die Routen sollten auch so gewählt werden, dass es regelmäßige Ausstiegsvarianten bzw. Schutzmöglichkeiten gibt, wie etwa Gondelbahnen oder Hütten. Bergsteiger sollten den Himmel stets im Auge behalten.

Höhentief sorgt für Schauer und Gewitter

Höhentief

Bereits am Dienstag sorgten die abnehmenden Temperaturen in der Höhe für eine Labilisierung der Luftschichtung im Osten Österreichs, so kam es im Tagesverlauf besonders in der Steiermark, in Wien und in Niederösterreich zu Schauern und Gewittern. Vereinzelt wurde dabei auch kleiner Hagel gemeldet, wie etwa in der Wiener Innenstadt.

Blitze am Dienstag. © UBIMET
Blitze am Dienstag. © UBIMET

 

Am Mittwoch liegt der Kern des Höhentiefs bereits unmittelbar über dem Alpenraum, somit ist das ganze Land vom wechselhaften Wetter betroffen. Im Vergleich zu gestern muss man zudem früher am Tag mit den ersten Gewittern rechnen. Die größte Gewitterneigung gibt es einerseits im Kernbereich des Höhentiefs im Bereich der westlichen Nordalpen, andererseits im länger sonnigen östlichen Flachland.

Regen und kleiner Hagel

Die Unwettergefahr hält sich zwar in Grenzen, dennoch kann es im Bereich der Gewitter zu kräftigem Regen, kleinem Hagelschlag und starken Böen kommen. Weiters sollte man auch bei vergleichsweise schwachen Gewitterlagen stets die Blitzschlaggefahr im Hinterkopf behalten.

Regen und Sturm in Südaustralien

Schnee in den Australischen Alpen ©pixabay

Ein Tief zieht in den nächsten Tagen über den Süden von Australien hinweg. Dessen Kaltfront sorgt am Mittwoch von Adelaide über Melbourne bis Canberra für stürmisch auffrischenden Wind. Anschließend ziehen zahlreiche Schauer mit Sturmböen über das Land, im Stau der Australischen Alpen regnet es länger anhaltend und kräftig.

Schnee auf den Bergen

In den australischen Alpen gibt es mehrere Ski Resorts. Die Saison beginnt zwar erst Anfang Juni, doch können sich die Betreiber bereits auf eine erste Grundlage freuen. Die Schneefallgrenze sinkt mit dem Herbststurm auf 1000 m, oberhalb von rund 1300 m kommen rund 30 cm Neuschnee zusammen.

Fällt der Muttertag ins Wasser?

Mutter und Tochter im Freien. @shutterstock.com

Der Alpenraum befindet sich am Wochenende im Übergangsbereich zwischen Skandinavienhoch QUINLAN und tiefem Luftdruck über den Britischen Inseln. Somit geht es warm, aber auch wechselhaft weiter. Am Muttertag erwischt Westösterreich dann eine kräftige Kaltfront.

Christi Himmelfahrt: Im Osten hui, im Westen pfui

Den Feiertag kann man im östlichen Flachland bei Spitzenwerten von bis zu 27 Grad im Freibad genießen, nur im umliegenden Berg- und Hügelland bilden sich vereinzelt Wärmegewitter. Im Westen hingegen fällt der Feiertag ins Wasser. Von Vorarlberg ausgehend breiten sich Schauer und Gewitter ostwärts aus und erreichen am Abend auch Salzburg und Oberösterreich. Hier kommen die Temperaturen kaum über die 20-Grad-Marke hinaus.

Am Freitag und Samstag leicht unbeständig

Der Freitag startet an der Alpennordseite trüb und nach Osten zu regnet es ein wenig. Tagsüber setzt sich hier zögerlich die Sonne durch, während dann im Süden in der schwülwarmen Luft einige Gewitter entstehen. Die Höchstwerte liegen von Nord nach Süd zwischen 16 und 24 Grad.
Der Samstag ist der freundlichste Tag des verlängerten Wochenendes. Oftmals scheint die Sonne und die Temperaturen steigen verbreitet über die 25-Grad-Marke. Im Bergland sind am Nachmittag allerdings wieder ein paar Schauer und Gewitter möglich.

Am Muttertag herrschen große Temperaturunterschiede

Der Muttertag verläuft dann sehr konträr. Im Westen trifft am Vormittag eine kräftige Kaltfront ein und sorgt für ergiebigen Regen und eine markante Abkühlung. Die Schneefallgrenze sinkt in Vorarlberg bis zum Abend vorübergehend auf 1000 m ab. Sonst scheint zunächst häufig die Sonne, am Nachmittag entstehen aber im Berg- und Hügelland teils heftige Gewitter. Gänzlich trocken und freundlich verläuft der Muttertag aus heutiger Sicht bei kräftigem Südostwind im östlichen Flachland. Zwischen West und Ost bauen sich große Temperaturgegensätze auf: 10 bis 28 Grad.

Gewitter im Anmarsch

Warnsignal Gewitter. @shutterstock.com

Ein Höhentief zieht tagsüber von Ostungarn nach Österreich. Durch das Tief wird der vertikale Temperaturgradient vergrößert, die Luft wird labiler und gewitteranfälliger. Hier die Zugbahn des Höhentiefs:

Das Höhentief erreicht heute Abend Ostösterreich, wandert am Mittwoch unter Abschwächung langsam nach Westösterreich und wird am Feiertag in den aus Westen kommenden Trog eingebunden.

Kräftige Gewitter vor allem im Osten

Am frühen Nachmittag entstehen erste Schauer und Gewitter am Alpenhauptkamm und im Süden, bald jedoch ziehen auch kräftige Gewitter nach Ostösterreich. Vor allem vom Waldviertel über Wien bis zum Neusiedler See können diese lokal auch heftig ausfallen. Dabei ist mit einer größeren Mengen kleinkörnigem Hagel, Starkregen und Sturmböen zu rechnen.

Unwetterrisiko
Unwetterrisiko

Auch am Mittwoch gewittrig

In der Nacht beruhigt sich die Gewitterlage langsam, vereinzelt blitzt und donnert es aber auch noch nach Mitternacht. Am Mittwoch sorgt das Höhentief dann im ganzen Land wieder für zahlreiche Schauer und Gewitter. Genauere Details dazu erfahrt ihr morgen auf uwz.at

Strahlungstag

Strahlend sonnig ©pixabay

Unerlässlich für einen Strahlungstag ist ein weitgehend wolkenloser Himmel, der somit tagsüber Einstrahlung und nachts Ausstrahlung zulässt. Zu Strahlungstagen kommt es zu jeder Jahreszeit, wobei im Winter meist die Ausstrahlung und demzufolge die Tiefsttemperaturen im Vordergrund stehen und im Sommer mit der Einstrahlung die Höchsttemperaturen.

Wie wirkt sich ein Strahlungstag aus?

Strahlungstage zeichnen sich vor allem durch viele Sonnenstunden und einen ausgeprägten Gang der Temperatur aus.  Ist die Luft zudem sehr trocken und der Wind schwach, kann der Unterschied der Temperatur zwischen dem Morgen und dem Nachmittag 20 Grad, inneralpin auch bis zu 25 Grad betragen.

Großstädte – Hotspots im Sommer

In Großstädten ist der Tagesgang der Temperatur generell verringert. Straßen und Gebäude speichern die Wärme des Tages besonders gut und geben sie in der Nacht wieder ab. Während sich die Höchstwerte so kaum von denen des ländlichen Raums unterscheiden, können die Unterschiede der Tiefstwerte zwischen einer stark bebauten Innenstadt und dem „grünen“ Stadtrand bei windschwachen Verhältnissen bis zu 8 Grad betragen.

Unwetter in Südamerika

Nachtgewitter über Buenos Aires ©shutterstock

In den kommenden Tagen ist im südlichen Südamerika mit teils heftigen Gewittern zu rechnen. Neben Großhagel und Sturmböen sind vor allem auch große Regenmengen zu befürchten, die zu großflächigen Überschwemmungen sorgen können. Auch in den Großstädten Buenos Aires und Montevideo sind immer wieder kräftige Gewitter möglich.

Überflutungsrisiko ©Ubimet

Aufsummierte Regenmengen ©Ubimet
Aufsummierte Regenmengen ©Ubimet

Zum Wochenende hin beruhigt sich wieder das Wetter und es stellt sich herbstliches Hochdruckwetter ein.

Hohe Waldbrandgefahr

Hohe Waldbrandgefahr ©pixabay

Der April fiel in den meisten Regionen deutlich zu trocken aus und auch in den ersten Maitagen fiel kaum Regen. Daher besteht derzeit eine hohe Waldbrandgefahr! Bereits ein kleiner Funke reicht aus um einen großen Brand auszulösen.

Derzeitiges Waldbrandrisiko ©http://effis.jrc.ec.europa.eu
Derzeitiges Waldbrandrisiko ©http://effis.jrc.ec.europa.eu

Landwirtschaft hofft auf Regen

Nicht nur die Wälder sehnen sich nach Regen, auch immer mehr Landwirte kämpfen mit der Trockenheit. Besonders im Süden rechnet man bereits mit ersten Einbüßen bei der Weizenernte aufgrund der anhaltendenden Trockenheit.

Bis Mittwoch bleibt es trocken, anschließend sorgen Gewitter regional für Entspannung. Großflächiger Landregen, der die Trockenheit beenden könnte, ist aber weiterhin nicht in Sicht.

Gewitter sorgte für Sturzflut in Ankara

Überschwemmung Starkregen

Das Höhentief über dem Mittelmeerraum, welches in den letzten Tagen in Teilen des Alpenraums und in Südeuropa für kräftige Gewitter gesorgt hat, beeinflusst derzeit auch die Türkei.  Feuchte und labil geschichtete Luftmassen führten hier am Samstag zu zahlreichen Gewittern. Aufgrund der nur langsamen Verlagerungsgeschwindigkeit der Gewitter kam es lokal so ergiebigen Regenmengen, so wie auch im Bezirk Mamak im Osten von Ankara.

Die Wassermassen sorgten innerhalb von nur wenigen Minuten für eine Sturzflut auf den Straßen, welche Autos und sogar kleine Lkws mitgerissen hat. Auf den Videos sieht man auch Menschen in den Wassermassen, laut Medienberichten konnten aber alle Betroffenen aus der lebensgefährlichen Lage gerettet werden. In Summe gab es allerdings große Sachschäden.

Sonnige Aussichten für den Wings for Life World Run

Wings for Life World Run in Florida. @ Marv Watson for Wings for Life World Run

Dabei bedeuten die Parameter in den Tabellen folgendes:

  • Tmin: Tiefsttemperatur während des Rennens (also zwischen 13 und ca. 15 Uhr)
  • Tmax: Höchsttemperatur während des Rennens
  • Tgefühlt: die gefühlte Temperatur
  • NS: Niederschlagswahrscheinlichkeit und -menge
  • Bedeckung: der Bedeckungsgrad des Himmels in Achteln
  • UV: UV Index
  • Wind: Windrichtung und Geschwindigkeit der Böen während des Rennens

Wettervorhersage Österreich

Ort Tmin Tmax Tgefühlt NS Bedeckung UV Wind
               
Wien 21 23 22 0% / 0 mm 0/8 6 N 40 km/h
Wien-Döbling 20 23 22 0% / 0 mm 0/8 6 N 40 km/h
Wien-Donauinsel 21 23 23 0% / 0 mm 0/8 6 N 45 km/h
Frohnleiten 22 24 23 5% / 0 mm 3/8 6 NO 25 km/h
Frojach 21 23 23 5% / 0 mm 4/8 5 O 20 km/h
Fuschl am See 20 22 21 5% / 0 mm 3/8 5 NO 30 km/h
Klopeinersee 20 22 22 1% / 0 mm 5/8 6 O 20 km/h
Lofer 20 22 21 10 % / 0 mm 3/8 6 NO 25 km/h
Mogersdorf 21 23 22 0% / 0 mm 4/8 6 N 25 km/h
Neu-Feffernitz 20 22 22 15% /1 mm 5/8 6 SO 25 km/h
Neunkirchen 21 23 22 0% / 0 mm 1/8 6 N 35 km/h
Ried im Innkreis 21 23 22 0% / 0 mm 1/8 6 O 30 km/h
Rif 21 23 23 1% / 0 mm 2/8 6 NO 25 km/h
Welschlauf 21 23 23 0% / 0 mm 4/8 6 NO 25 km/h
St. Gilgen 20 22 22 3% / 0 mm 3/8 5 NW 25 km/h
Villach Faakersee 20 22 23 5% / 0 mm 4/8 6 O 20 km/h

Wettervorhersage Deutschland

Ort Tmin Tmax Tgefühlt NS Bedeckung UV Wind
               
Bremen 20 22 21 0% / 0 mm 0/8 6 O 25 km/h
Duisburg 21 24 22 0% / 0 mm 0/8 6 O 25 km/h
Frankfurt 21 23 22 0% / 0 mm 0/8 6 NO 35 km/h
Hamburg 20 22 21 0% / 0 mm 0/8 6 O 25 km/h
Herxheim 22 24 23 0% / 0 mm 0/8 6 NO 40 km/h
München 21 23 22 0% / 0 mm 1/8 7 NO 35 km/h
Münster 21 24 23 0% / 0 mm 0/8 6 O 30 km/h
Oldenburg 21 23 23 0% / 0 mm 0/8 6 O 30 km/h
Saarbrücken 22 25 24 0% / 0 mm 0/8 6 NO 40 km/h

Wettervorhersage Schweiz

Ort Tmin Tmax Tgefühlt NS Bedeckung UV Wind
               
Bern 21 23 22 1% / 0 mm 2/8 6 NO 25 km/h
Genf 21 24 23 5% / 0 mm 2/8 6 NO 25 km/h
Olten 22 24 23 1% / 0 mm 3/8 6 NO 30 km/h
St. Gallen 19 21 20 5% / 0 mm 4/8 7 NO 25 km/h
St. Moritz 14 16 15 15% / 0 mm 2/8 8 SW 25 km/h
Uster 21 23 23 1% / 0 mm 4/8 6 NO 25 km/h
Zug 21 23 22 5% / 0 mm 4/8 6 NO 25 km/h
Falls ihr euch nicht mehr angemeldet habt, könnt ihr nach wie vor hier für den guten Zweck spenden.

Schwere Gewitter in Kärnten und der Steiermark

Ein Gewitter droht © pixabay

Die Top 3 der Bezirke sehen in der Blitzstatistik dabei wie folgt aus:

  1. Deutschlandsberg 2111 Blitze
  2. Leibnitz 1875 Blitze
  3. Wolfsberg 1563 Blitze

Gut zu sehen auch auf der Karte mit der Blitzdichte von gestern. Diese schweren Gewitter zogen von Kroatien und Slowenien nach Norden und erreichten so auch den Südosten unseres Landes.

Blitzdichte am Freitag. © nowcast / UBIMET
Blitzdichte am Freitag. © nowcast / UBIMET

 

Neben der hohen Blitzaktivität stachen vor allem die immensen Regenmengen in dieser Region ins Auge. Normal fallen dort im gesamten Mai rund 70 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter, alleine gestern wurden in Leibnitz 56 l/m² gemessen. Örtlich, so etwa auf der Kor- und Saualpe, sind sogar mehr als 80 l/m² zusammengekommen,  Spitzenreiter war Hochgleinz (Steiermark) mit knapp über 100. Besonders im Lavanttal kam es dabei zu kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen. Der nasse Süden sticht auch auf der folgenden Karte deutlich hervor:

24h-Niederschlag bis Samstagmorgen. © UBIMET.
24h-Niederschlag bis Samstagmorgen. © UBIMET.

Auch heute gibt es zwar wieder ein paar Gewitter, diese werden aber bei weitem nicht so kräftig und zahlreich ausfallen. Am Nachmittag ist heute das Bergland von Nordtirol, Salzburg, Kärnten und der Obersteiermark betroffen.

Die Gräserpollensaison beginnt

Gräser Pollen

Der Alpenraum und der Süden Deutschlands befinden sich derzeit in der Übergangsphase zwischen Baum- und Gräserpollen. Die Birken blühen noch im Nordosten Deutschlands sowie lokal in höheren Lagen, sonst ist die Blüte weitgehend abgeschlossen. In den kommenden ein bis zwei Wochen kann es allerdings noch zu Belastungen durch die Pollen von Eiche und Buche kommen. In mittleren Höhenlagen stauben auch die Fichte und Föhre, der gelbliche Blütenstaub spielt für Allergiker aber kaum eine Rolle.

Gräserblüte beginnt

Das milde Wetter begünstigt derzeit das einsetzen der Gräserblüte, zudem kann das unbeständige Wetter im Alpenraum die Belastungen zusätzlich erhöhen. Vorerst treten die höchsten Konzentrationen in den Niederungen auf wie etwa im Donauraum, im Osten Österreichs, im Oberrheingraben, im Tessin und im Schweizer Mittelland. Am Wochenende sind hier bereits mäßige, besonders in Schauer- und Gewitternähe mitunter starke Belastungen zu erwarten. Vorerst blühen vor allem das Wiesen-Fuchsschwanzgras und die Mäuse-Gerste, allerdings belasten Wiesenkräuter sowie Ampfer und Wegerich zusätzlich.

Belastungsspitze Ende Mai

Der Höhepunkt der Gräserpollensaison wird meist Ende Mai bzw. Anfang Juni erreicht, im August klingt die Blüte letzter Gräserarten dann langsam wieder ab. Allergiker sollten blühende Wiesen meiden, weiters gibt es hier ein paar hilfreich Tipps: Die 5 besten Tipps für Allergiker

Unwettergefahr im Südosten

Überschwemmung / Hochwasser

Der Alpenraum liegt seit Mitte der Woche am Nordrand eines Tiefdruckwirbels mit Kern über dem zentralen Mittelmeer. Dieses sorgt für eine anhaltende, östliche Höhenströmung, welche schubweise feuchte und teils labil geschichtete Luftmassen in den Ostalpenraum führt.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Freitag. © UBIMET / GFS
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Freitag. © UBIMET / GFS

Im Südosten am Abend Unwettergefahr

Im Laufe des Nachmittags entstehen am Freitag besonders im Berg- und Hügelland sowie im Südosten lokale Schauer und Gewitter. Örtlich kann es dabei zu kleinem Hagel und Starkregen kommen. In den Abendstunden und in der ersten Nachthälfte steigt die Gewittergefahr von Unterkärnten über die südliche Steiermark bis zum Südburgenland weiter an, ausgehend von Slowenien ziehen hier voraussichtlich kräftige Gewitter auf. Auch ein großer und langlebiger Gewitterkomplex ist möglich, örtlich besteht im Südosten Unwettergefahr durch ergiebige Regenmengen, welche zu kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen führen können!

Gewitterpotential am Freitag. © UBIMET
Gewitterpotential am Freitag. © UBIMET

Tornado Outbreak im Mittleren Westen

Tornado ©_pixabay/skeeze

Eine Kaltfront sorgte am Dienstag von Oklahoma bis Nebraska für zahlreiche Unwetter. Bisher wurden vom Amerikanischen Wetterdienst bereits 20 Tornado-Meldungen bestätigt. Weiters wurden im Zuge der Gewitter Orkanböen von bis zu 130 km/h gemessen.

Örtlich Großhagel

Die meisten Unwettermeldungen betrafen aber Hagel. Teilweise wurde Hagel von bis zu 10 cm Durchmesser gemeldet, wie etwa in Nebraska und Kansas.

Am Donnerstag erneut Unwettergefahr

Besonders vom Nordosten von Oklahoma über das östliche Kansas und Missouri bis zum nordwestlichen Illinois sind am Donnerstag neuerlich heftige Gewitter zu erwarten. Unter dem Einfluss ausgeprägter Höhenwinde sind neuerlich großer Hagel von bis zu 7 cm Durchmesser, Orkanböen von bis zu 130 km/h und einzelne Tornados zu befürchten.

Gewittergefahr am Donnerstag in den USA. © UBIMET
Gewittergefahr am Donnerstag in den USA. © UBIMET

Laufe für die, die es nicht können

Viele Läufer am Rathausplatz in Wien. @Philipp Greindl for Wings for Life World Run

Wie funktioniert der Wings for Life World Run?

Dieser Lauf ist für alle, egal ob Amateur oder Profi. Eine fixe Distanz wie bei einem Marathon gibt es nicht. Anstatt dessen verfolgt einen der Catcher Car, die bewegliche Ziellinie in Form eines Autos. Und hier gilt es davonzulaufen, bevor er einen erreicht. Aber ein bisschen Vorsprung gibt es, erst eine halbe Stunde nach den Läufern und Läuferinnen startet der Catcher Car und erhöht dann langsam in festgelegten Intervallen seine Geschwindigkeit. Wer es zu keiner der Event Locations am 6. Mai schafft kann auch mit der Wings for Life World Run App für Android oder iOS dabei sein und auf seiner Lieblings-Laufstrecke gegen ein virtuelles Catcher Car antreten.

Der Catcher Car ist die bewegliche Ziellinie. Wer früher überholt wird, ist schneller am Ziel. @ Robert Snow for Wings for Life World Run
Der Catcher Car ist die bewegliche Ziellinie. Wer früher überholt wird, ist schneller am Ziel. @ Robert Snow for Wings for Life World Run

Der gute Zweck

Dieser Lauf ist nicht einfach nur ein Lauf, sondern er hat einen wunderbaren Nebeneffekt. 100% aller Startgelder und Spenden fließen in wichtige Forschungsprojekte von Wissenschaftlern, die an einer Heilung für Querschnittslähmung arbeiten. Wer nicht mitlaufen kann und sich trotzdem beteiligen möchte, kann hier spenden.

Laufe für die, die es nicht können: 100% der Startgelder fließen direkt in die Rückenmarksforschung. @ Robert Snow for Wings for Life World Run
Laufe für die, die es nicht können: 100% der Startgelder fließen direkt in die Rückenmarksforschung. @ Robert Snow for Wings for Life World Run

Welche Rolle spielt eigentlich das Wetter?

Der Wings for Life World Run ist ein einzigartiges, globales Event, bei dem jeder einzelne Teilnehmer und jede einzelne Teilnehmerin neben dem Streckenverlauf vor allem auch eines einplanen muss: das Wetter! Die Event-Locations befinden sich in nahezu allen Klimazonen der Erde und dementsprechend ist der Wings for Life World Run auch ein meteorologisches Weltereignis. Schon beim ersten Wings for Life World Run im Jahr 2014 zeigte sich im Vorfeld, wie wichtig eine genaue Einschätzung der Wetterentwicklung an jedem einzelnen Austragungsort ist. Während die Läufer und Läuferinnen im indischen Haryana vor allem gegen extreme Hitze ankämpfen mussten, stellte sich nahe der rumänischen Hauptstadt Bukarest die Frage, ob starke Gewitter mit Blitzschlag und Hagel den gesamten Ablauf gefährden. Im südafrikanischen Kapstadt wiederum mussten sich die Läufer und Läuferinnen gegen stürmischen, kalten Wind und Dauerregen stemmen. Jeder Streckenabschnitt mit Gegenwind konnte wertvolle Sekunden gegen die Catcher Cars kosten. Eine präzise, stündlich aktualisierte Einschätzung des Wetterverlaufs war somit entscheidend für den Verlauf des gesamten Runs.

Der Meteorologe Peter Hocking im Global Race Control des Wings for Life World Run in Salzburg. @ Joerg Mitter for Wings for Life World Run
In der Global Race Control des Wings for Life World Run in Salzburg wird ganz genau auf das Wetter geachtet. @ Joerg Mitter for Wings for Life World Run

Temperaturen

Die Temperatur spielt eine wichtige Rolle beim Laufen, denn zu heiße oder zu kalte Luft kann einen negativen Einfluss auf die eigenen Leistung haben. Das ist auch mit ein Grund, warum zum Beispiel bei den bisherigen Läufen die längsten Strecken von Läufern an jenen Orten erzielt wurden, die temperaturmäßig eher im Mittelfeld lagen. Höhere Temperaturen erhöhen das Risiko zu dehydrieren. Auch ein Hitzschlag kann nicht ausgeschlossen werden. Wenn der Körper dehydriert verliert er seine Fähigkeit sich effizient zu kühlen und die Laufleistung wird schlechter. Bei kühleren Temperaturen hingegen benötigt der Körper mehr Nährstoffe und Energie um die gleiche Laufgeschwindigkeit bei gleichbleibender Körpertemperatur beizubehalten.

Die meisten Läufer und Läuferinnen hoffen auf niedrige Temperaturen. 4 bis 11 Grad Celsius sind ideal für gutes Laufwetter. @unsplash
Die meisten Läufer und Läuferinnen hoffen auf niedrige Temperaturen. 4 bis 11 Grad Celsius sind ideal für gutes Laufwetter. @unsplash

Die meisten Sportler und Sportlerinnen hoffen demnach auf niedrige Temperaturen: Für ideales Laufwetter sind 4 bis 11 Grad Celsius das Optimum, wobei Profis mehr Körperhitze produzieren und daher die tieferen Werte bevorzugen. Je mehr das Quecksilber von diesem Idealbereich abweicht, desto langsamer werden die Sportler und Sportlerinnen, überhaupt bei großer Hitze.

Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit ist ein kniffliger Parameter: Ist diese zu hoch, kann der Schweiß beim Laufen nur sehr schlecht verdunsten, womit das natürliche Kühlsystem des Körpers versagt. Bei extrem trockenen Verhältnissen (Wüstenklima) laufen die Athleten hingegen Gefahr zu dehydrieren. 

Wind

Der Wind hat einen großen Einfluss auf die Laufperformance. Bei Gegenwind benötigt der Körper mehr Energie, um dieselbe Laufgeschwindigkeit wie bei Rückenwind beizubehalten. Rückenwind kann beim Laufen natürlich helfen. Wenn es sich jedoch um kalten Wind handelt, der die Körpertemperatur verringert dann werden Läufer und Läuferinnen langsamer und verlieren wertvolle Sekunden im Kampf gegen den Catcher Car.

Regen, Schnee und Gewitter

Der Regen ist auch ein wichtiger Faktor, der die Laufleistung beeinflusst. Starker Regen durchnässt die Kleidung, erhöht somit das Laufgewicht und auch den Energieverbrauch, der für die gleiche Laufgeschwindigkeit erforderlich ist. Auch Schnee ist hinderlich, zu groß sind Erkältungs- und Verletzungsgefahr. Schlimm wird es überhaupt dann, wenn ein Gewitter die Laufstrecke kreuzt. In heftigen Gewittern kommen quasi alle ungünstigen Zutaten örtlich und zeitlich zusammen: Regen, Sturmböen aus wechselnden Richtungen, erhöhte Blitzschlaggefahr und im Extremfall sogar Hagel.

Wenn ein Gewitter die Laufstrecke kreuzt können alle ungünstigen Zutaten örtlich und zeitlich zusammen kommen: Regen, Sturmböen aus wechselnden Richtungen, erhöhte Blitzschlaggefahr und im Extremfall sogar Hagel. @pexels
Wenn ein Gewitter die Laufstrecke kreuzt kann es ungut werden: Regen, Sturmböen aus wechselnden Richtungen, erhöhte Blitzschlaggefahr und im Extremfall auch Hagel. @pexels

 

Berücksichtigt man all diese limitierenden Faktoren, so wird eines schnell klar: Die besten Wetterbedingungen sind im Mittel – also klimatisch gesehen – zum Wings for Life World Run in den höheren geographischen Breiten der Nordhemisphäre sowie in den gemäßigten Breiten der Südhemisphäre zu erwarten. Wien wird voraussichtlich schon deutlich über dem Idealbereich der Temperaturen liegen, dies ergibt sich zwangsläufig nicht zuletzt aus der Tageszeit. Keineswegs vernachlässigen darf man also die Uhrzeit, die sich durch den Sonnenstand nicht nur auf die Temperaturen, sondern auch auf die körperliche Verfassung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen auswirken wird. Aber letztendlich relativiert sich doch jegliches Konkurrenzdenken, zählt doch am Ende des Tages nur der gute Zweck.

 

70.000 Blitzentladungen im Osten Österreichs

Blitz am Himmel. @unsplash

Am Mittwoch lag der Alpenraum am Rande eines Tiefdruckgebietes mit Kern über dem zentralen Mittelmeerraum. Mit einer südöstlichen Strömung gelangten dabei außergewöhnlich feuchte und labil geschichtete Luftmassen in den Osten Österreichs. Zunächst entwickelten sich am Nachmittag erste kräftige Gewitter am Alpenostrand, so kam es im Bezirk Neunkirchen und im Osten von Wien lokal zu Hagelschlag. In den Abendstunden gab es dann im gesamten Osten kräftige Gewitter, im Wienerwald und im östlichen Tullnerfeld fielen teils ergiebige Regenmengen: Besonders betroffen waren die Bezirke Wien Umgebung, Tulln und Mödling. In Langenlebarn fielen innerhalb von wenigen Stunden rund 64 Liter pro Quadratmeter Regen.

12-Niederschlag bis Freitagmorgen. © UBIMET
12-Niederschlag bis Freitagmorgen. © UBIMET

Gewitterhotspot Niederösterreich

In Summe wurden landesweit 69.948 Blitze detektiert, davon 49.631 in Niederösterreich, 8.707 in der Steiermark, 6.761 im Burgenland und 4.683 in Wien. Diese Zahlen sind vergleichbar mit hochsommerlichen Gewitterlagen, für diese Jahreszeit ist das aber außergewöhnlich. Blitzreichste Gemeinde war Tulln an der Donau mit 2.261 Blitzen, gefolgt von Pressbaum mit 1.884 und Purkersdorf mit 1.668. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 225.000 Ampere wurde in der Gemeinde Schrattenthal im niederösterreichischen Bezirk Hollabrunn registriert. Neben vollgelaufenen Kellern, kleinräumigen Überschwemmungen und Vermurungen kam es auch zu Einschränkungen bei den Bodenabfertigungen am Flughafen Wien-Schwechat. Weiters wurden örtlich auch stürmische Böen verzeichnet: in Gumpoldskirchen (NÖ) 79 km/h, in Fürstenfeld (ST) 72 km/h, in Wien-Stammersdorf 68 km/h.

Blitzdichte am Mittwoch. © nowcast / UBIMET
Blitzdichte am Mittwoch. © nowcast / UBIMET

Weitere Gewitter am Donnerstag

Am Donnerstag liegt Österreich weiterhin unter dem Einfluss labil geschichteter Luftmassen. Der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit liegt im zentralen bzw. östlichen Berg- und Hügelland, so sind am Nachmittag besonders in Teilen der Steiermark sowie im Mühl- und Waldviertel kräftige Gewitter zu erwarten. In den Abendstunden können die Gewitter dann auch den westlichen Donauraum erfassen. Im Vergleich zum Mittwoch lässt der Höhenwind etwas nach, somit fällt die Verlagerungsgeschwindigkeit der Gewitter geringer aus. Die Hauptgefahr stellen somit neben Hagel vor allem die heftigen Regenmengen dar, örtlich sind wieder kleinräumige Überflutungen zu erwarten.

Gewitterpotential am Donnerstag. © UBIMET
Gewitterpotential am Donnerstag. © UBIMET


Gewittergefahr im Süden und Osten

Superzelle mit Hagel © pixabay

In der gesamten Osthälfte besteht ab dem mittleren Nachmittag das Potential für Gewitter. Mit ersten Gewittern ist am Alpenostrand zu rechnen, am Abend und in der ersten Nachthälfte sind dann verbreitet teils kräftige Gewitter möglich. Vor allem von der Koralpe bis ins Wiener Becken besteht dabei Unwettergefahr mit Starkregen, größerem Hagel und Sturmböen.

Einen genauen Überblick über die aktuelle Situation bekommt ihr wie immer auf uwz.at

Gewittergefahr © Ubimet
Gewittergefahr am Nachmittag und Abend © Ubimet

Am Donnerstag weitere Gewitter

Auch am Donnerstag geht es gewittrig weiter, dabei liegt der Schwerpunkt voraussichtlich in Kärnten, der Steiermark sowie im Wald- und Mühlviertel. Genaueres Details dazu gibt es aber morgen Vormittag.

 

Enorme Regenmengen befürchtet

Stark anschwellender Bach ©shutterstock

Der momentane Regen auf Sardinien verstärkt sich am Mittwoch durch die Bildung eines Tiefs über dem Tyrrhenischen Meer. Dazu lagern sich immer mehr Gewitter ein, womit in kurzer Zeit große Regenmengen zusammenkommen können. Das hochaufgelöste Race-Modell von Ubimet berechnet bis Donnerstagabend über 200 Liter pro Quadratmeter Regen.

Aufsummierte Regenmengen ©Ubimet, Race-Modell
Aufsummierte Regenmengen ©Ubimet, Race-Modell

Aufgrund der enormen Regenmengen ist auf Sardinien mit weitreichenden Überschwemmungen und lokalen Vermurungen zu rechnen.

Auswirkungen auf Österreich

Das Italientief führt in den kommenden Tagen aus Süden feuchtwarme und labil geschichtete Mittelmeerluft nach Österreich. Somit wird es auch hierzulande unbeständig, vor allem im Süden und Osten muss man auch mit starken Gewittern rechnen.

Am Wochenende ist der Spuk dann aber wieder vorbei, unter Hochdruckeinfluss stellt sich meist sonniges und warmes Frühsommerwetter ein.

Regen bringt Segen

Zartes Pflänzchen wird mit Gießkanne bewässert ©shutterstock

In den kommenden Tagen nimmt ein Italientief das Zepter in die Hand und versorgt Österreich mit feuchtwarmer und labil geschichteter Mittelmeerluft. Im Süden und Osten des Landes sind dabei einige, teils kräftige Gewitter zu erwarten. Von Vorarlberg bis Salzburg handelt es sich meist nur um Regenschauer. In Summe kommen im ganzen Land ein paar Liter Regen zusammen, die vorherrschende Trockenheit an der Alpennordseite wird etwas gelindert.

Trockenheit für Landwirtschaft allmählich problematisch

Von Vorarlberg bis ins Weinviertel herrscht schon seit Wochen eine ausgeprägte Trockenheit. Im bisherigen Frühling fiel verbreitet nur halb so viel Niederschlag wie im Durchschnitt, in manchen Regionen wie im Waldviertel wurden bisher nicht einmal 20 Prozent des normalen Regensolls erreicht. Vor allem die Landwirtschaft benötigt in den nächsten Wochen ausreichend Regen, um Dürreschäden zu verhindern. In den kommenden Tagen sorgen zahlreiche Schauer und Gewitter für eine leichte Entspannung, flächendeckender Regen ist aber gerade im äußersten Norden und Nordosten weiterhin nicht in Sicht.