Am Dienstag in den Bergen reichlich Sonnenschein

Prognose für die Schweiz

Am Dienstag im Flachland Hochnebel bis 1000 m, oft Auflösung tagsüber. Sonst sonnig. Nach Frost tagsüber 0 bis 2 Grad. Im Süden sonnig.

Aussichten für die Schweiz

Am Mittwoch bewölkt, Schnee im Westen. Im Osten zuerst Auflockerungen, -2 bis 1 Grad. Im Süden bewölkt, 3 bis 4 Grad.

Titelbild: www.pixabay.com

Warnlagebericht

Bodendruckkarte für Dienstag, 22.01.2019, 12:00 MEZ. Quelle: UBIMET

Aktuelle Wetterlage

Am Montag und Dienstag ändert sich am Wettergeschehen kaum etwas, denn ein Ableger des Azorenhochs macht sich über dem Alpenraum breit. Dadurch gestaltet sich das Wetter weiterhin ruhig und kalt. Ab Mittwoch stellt sich mit zunehmender Tiefdrucktätigkeit über dem Mittelmeerraum unbeständigeres Wetter ein.

Überblick Warnungen

Derzeit sind keine Warnungen in Kraft.

Warnausblick

Die Nacht auf Dienstag verläuft in den Niederungen des Ostens sowie im Donauraum zunächst kaum bewölkt, wenngleich auch Dunst die Sicht zum Himmel etwas trübt. Bald entsteht aber in diesen Gebieten wieder Hochnebel, in Beckenlagen auch Nebel. Inneralpin bleibt es meist dicht bewölkt. Nur in Osttirol präsentiert sich der Nachthimmel sternenklar, ehe auch hier hohe Wolken aufziehen.

Der Dienstag verläuft abseits regionaler zäher Nebelfelder strahlend sonnig. Es bleibt winterlich kalt.

Am Mittwoch setzt aus heutiger Sicht in der Früh im Süden Schneefall ein, der am Vormittag kurzzeitig auch kräftig ausfällt. Am Nachmittag verlagert sich der Schneefall unter Abschwächung in den Nordosten. Meist trocken bleibt es von Vorarlberg bis ins Innviertel. Im Donauraum weht teils lebhafter, kalter Ostwind.

Der Donnerstag zeichnet sich erneut durch viele Wolken aus. Vom Mühlviertel über das Nordburgenland bis hin nach Unterkärnten halten sich den ganzen Tag über dichte, hochnebelartige Wolken, im Südosten fällt tagsüber auch immer wieder ein wenig Schnee. Teils bewölkt und teils sonnig ist es abseits der Berge vom Innviertel bis zum Bregenzerwald. Bei schwachem Nordwind bleiben die Temperaturen meist im Frostbereich.

Autor

Sebastian Koblinger
Montag, 21. Jänner 2019 um 17:30 Uhr

Januar auf dem Weg zur Normalität

Kälte sorgt für Schnee und Eis

Der März 2018 war mit einer Abweichung von -1,4 Grad der letzte zu kalte Monat, anschließend reihte sich ein heißer Monat nach dem anderen. Der Dezember 2018 fiel um rund +1,7 Grad zu warm aus.

Der Januar 2019 verlief aufgrund der anhaltenden Nordströmung auf den Bergen bisher viel zu kalt, während es bisher im Flachland und im Süden zu warm war. Dafür verantwortlich war der Wind, der die Luft gut durchmischte und einfach keine kalten Nächte und Tage zuließ. Hier ein paar Werte:

Ort 30-jähriger Durchschn. Jänner 2019
Patscherkofel -5,7 Grad -9,4 Grad
Schöckl -2,9 Grad -5,4 Grad
Sonnblick -11,0 Grad -14,8 Grad
Salzburg -0,4 Grad +0,5 Grad
Wien +0,6 Grad +2,2 Grad
Graz -0,3 Grad +1,7 Grad
Lienz -4,5 Grad +1,0 Grad

Kalte Woche drückt das Mittel

Das Mittel aus zu kaltem Bergland und zu mildem Flachland ergibt derzeit eine positive Abweichung von +0,4 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittel. Die kommenden Tage verlaufen aber winterlich und häufig stellt sich sogar Dauerfrost ein. Somit geht die Durchschnittstemperatur weiter zurück und bis zum kommenden Wochenende wird die Temperatur knapp unter dem Durchschnitt liegen.

Falls es in den letzten Januartagen keine Milderung mehr gibt, wird der Jänner 2019 das erste zu leicht zu kalte Monat seit fast einem Jahr!

Titelbild: pixabay.com

Bald ganz Österreich unter einer Schneedecke?

Derzeit erinnern im Flachland nur die Temperaturen an den Winter, in den Nordalpen hingegen kann man sich an den Schneemassen gar nicht satt sehen. Auch in Kärnten gab es letzte Woche ein wenig Neuschnee, zudem sind hier auch schon viele Seen zugefroren.

Derzeitige Gesamtschneedecke
Derzeitige Gesamtschneedecke

Ein wenig Neuschnee am Mittwoch

In der Nacht auf Mittwoch nähert sich ein kleines Italientief dem Ostalpenraum und bringt am Mittwoch vor allem im Süden und Osten ein wenig Schnee. Insgesamt ist das Tief relativ schwach ausgeprägt, für eine dünne Schneedecke sollte es aber von der Südsteiermark bis ins Weinviertel verbreitet reichen.

Prognostizierte Neuschneemengen für Mittwoch
Prognostizierte Neuschneemengen für Mittwoch

Somit liegt Mittwochabend der Großteil Österreichs unter einer dünnen Schneedecke, nur im oberösterreichischen Donauraum wird es noch größere schneefreie Gebiete geben. Es bleibt aber auch die restliche Woche winterlich kalt und es bestehen Chancen auf weiteren leichten Schneefall im Norden und Osten des Landes.

Titelbild: visualhunt.com

 

Eisiger Start in die neue Woche

Winter in den Alpen - pixabay.com / SatyaPrem

Die Temperaturen um 5 Uhr liegen landesweit zwischen -1°C in der Südsteiermark und -18 °C in den höchsten Tälern Osttirols .
Hier die absoluten Tiefstwerte bis 5 Uhr MEZ (nur Orte unter 1500 m):

Ort Tiefstwert bis 5 Uhr MEZ [°C]
St. Jakob / Defereggen (T) – 1383 m -18.2°C
St. Leonhard / Pitztal (T) – 1454 m -17.1°C
Nauders (T) – 1330 m -16.1°C
Summerau (OÖ) – 656 m -15.9°C
St. Michael / Lungau (S) – 1052 m -15.8°C

Tagsüber viel Sonne

Im Westen und Süden startet der Montag oft grau in grau durch Nebel und Hochnebel. Am sonnigsten ist es schon von Beginn an im Nordosten. Im Laufe des Tages ändert sich nur wenig, aber auch in den trüben Regionen kommt die Sonne zumindest vorübergehend zum Vorschein. Vom Bregenzerwald über das Außerfern bis zum Salzburger Seengebiet und dem Dachstein fallen tagsüber ein paar Flocken. Sonst bleibt es landesweit trocken.

Schwacher, kalter Ostwind

Der Wind weht meist schwach aus östlichen Richtungen und die Tageshöchstwerte erreichen landesweit winterliche -4 bis +2 Grad.

Titelbild: Winter in den Alpen – pixabay.com / SatyaPrem

Erster Wintersturm an der US-Ostküste

Schnee und Eis

Bisher verlief der Winter an der US- Ostküste ungewöhnlich mild und relativ trocken. Doch pünktlich zum verlängerten Wochenende, am Montag feiert die USA den Martin Luther King Jr. Day, trifft der erste kräftige Wintersturm den Nordosten der USA.

Wintersturmwarnungen vom NWS

Bis zu 50 cm Neuschnee in wenigen Stunden

Schneesturm Harper bringt von den Großen Seen bis nach Maine größere Neuschneemengen. So sind in dieser Region verbreitet 30 bis 50 cm Neuschnee zu erwarten, dazu kommen noch Schneeverwehungen hinzu. In Richtung Ostküste mischt sich hingegen zwischendurch mildere Luft durch, sodass in New York der Großteil des Niederschlags als Regen fällt und auch in Boston handelt es sich wohl und Nassschnee.

Kälte nach Sturm

Auf der Rückseite des Sturms wird arktische Kaltluft aus Kanada angezapft, sodass am Martin Luther King Jr. Day zwischen Chicago und New York die Höchstwerte meist zwischen -20 und -10 Grad liegen. Somit ist in den Küstenmetropolen verbreitet mit spiegelglatten Straßen und gefrorenen Stromeitungen durch überfrierende Nässe zu rechnen.

18. Jänner 2007: Orkan Kyrill trifft Mitteleuropa

Kyrill Wetterkarte

Am 18. Jänner 2007 zog das Orkantief Kyrill vom Nordatlantik über die Britischen Inseln und Dänemark in Richtung Ostsee. Mit Durchzug der Kaltfront gab es in weiten Teilen Mitteleuropas Orkanböen und schwere Schäden. Europaweit forderte das Unwetter 47 Menschenleben, zudem gab es extremen Windbruch, Stromausfälle und massive Verkehrsbehinderungen. Die betroffene Fläche war sehr groß und reichte von  den Britischen Inseln bis nach Polen und zum Alpenraum. In den vergangenen Jahren gab es in manchen Regionen zwar ähnliche oder sogar etwas höhere Windspitzen, allerdings war die betroffene Fläche bei diesen Ereignissen deutlich kleiner.

Spitzenböen auf den Bergen:

  • 216 km/h Gaisberg
  • 207 km/h Feuerkogel
  • 202 km/h Wendelstein

Orkanböen in den Niederungen (Auswahl):

  • 148 km/h Wolfsegg (OÖ)
  • 143 km/h Gmunden (OÖ)
  • 139 km/h Salzburg Flughafen (S)
  • 137 km/h Linz Flughafen (OÖ)
  • 134 km/h Kremsmünster (OÖ)
  • 130 km/h Wien-Unterlaa (W)
  • 130 km/h Wels (OÖ)
  • 130 km/h St. Pölten (NÖ)
  • 122 km/h Wien-Hohe Warte (W)
  • 122 km/h Schwechat Flughafen (NÖ)
  • 119 km/h Mattsee (S)

In Österreich gab es mehrere Verletzte und ein Todesopfer, zudem wurden unzählige Bäume und Stromleitungen umgeworfen oder beschädigt, weshalb allein in Oberösterreich zeitweise mehr als 140.000 Haushalte ohne Sturm waren. Weiters  wurden Dächer abgedeckt und Verkehrsverbindungen unterbrochen, wie etwa die Westautobahn zwischen Sattledt und Traun. In St. Pölten und im Bezirk Krems wurde Katastrophenalarm ausgerufen, zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden.

Temperaturrekorde

Besonders bemerkenswert war der nächtliche Temperaturanstieg unmittelbar vor Ankunft der Kaltfront von Kyrill: Mit föhnigem Westwind wurden mitten in der Nacht zahlreiche neue Monatsrekorde der Temperatur aufgestellt, mancherorts wie etwa in Eisenstadt und Gumpoldskirchen wurde sogar die 20-Grad-Marke erreicht!

Die Kaltfront von Kyrill erfasst Österreich in der Nacht auf den 19.1.07. ©wetter.de
Die Kaltfront von Kyrill erfasste Österreich in der Nacht auf den 19.1.07. ©www.wetter3.de

Höchstwerte in der Nacht zum 19. Jänner:

Ort Höchstwert am 19.1.07 (Uhrzeit)
Eisenstadt (B) 20,1 Grad (3 Uhr)
Gumpoldskirchen (NÖ) 20,0 Grad (0 Uhr)
Wiener Neustadt (NÖ) 19,9 Grad (1 Uhr)
Baden (NÖ) 19,6 Grad (1 Uhr)
Bad Goisern (OÖ) 19,6 Grad (1 Uhr)
Salzburg (S) 19,5 Grad (0 Uhr)
Groß-Enzersdorf (NÖ) 19,5 Grad (1 Uhr)
Wien-Unterlaa (W) 19,5 Grad (0 Uhr)
Wien-Innere Stadt (W) 19,4 Grad (1 Uhr)
Schäden durch Orkan Kyrill
Typisches Bild von Windbruch durch Kyrill (hier im Thüringer Wald). © Michael Sander

Die Stratosphäre und der Polarwirbel

Die Stratosphäre und der Polarwirbel

Die Atmosphäre der Erde ist die gas­förmige Hülle der Erdoberfläche und erstreckt sich vom Boden bis etwa 10.000 km Höhe. Der Druck, die Temperatur sowie der Gehalt an Gasen sind allerdings sehr variabel, somit kann man die Erdatmosphäre in mehrere Schichten unterteilen:

  • Troposphäre: vom Boden bis zur Tropopause in ca. 10-15 km Höhe
  • Stratosphäre: von der Tropopause bis zur Stratopause in ca. 50 km Höhe
  • Mesosphäre: von der Stratopause bis zur Mesopause in ca. 85 km Höhe
  • Thermosphäre: von der Mesopause bis in ca. 500 km Höhe
  • Exosphäre: von 500 bis ca 10.000 km Höhe

In der Troposphäre sind etwa 90 Prozent der Luft sowie beinahe der gesamte Wasserdampf enthalten. Hier spielt sich das Wetter ab und die Temperatur nimmt im Mittel um etwa 6,5 Grad pro Kilometer Höhe ab. Ab einer Höhe von etwa 7 km (Polargebiete) bzw. 17 km (Tropen) geht die Temperatur aber nicht mehr weiter zurück sondern beginnt allmählich wieder anzusteigen. Hier beginnt die Stratosphäre.

Beständige Inversion

Meteorologen bezeichnen so eine Umkehr der Temperaturschichtung als Inversion. Man muss allerdings nicht bis in die Stratosphäre aufsteigen, um eine Temperaturumkehr zu erleben, denn auch innerhalb der Troposphäre können beispielsweise winterliche Kaltluftseen für Inversionen sorgen. Die Luftschichtung ist dann stabil und ein Luftaustausch in vertikaler Richtung findet nicht statt. Die Stratosphäre stellt allerdings eine beständige Grenze für aufsteigende Luftmassen dar. Daher gelangen Wolken und Wasserdampf in der Regel nicht in die Stratosphäre, von einem eigentlichen Wettergeschehen kann in diesen Höhen nicht mehr die Rede sein. Aus einem Verkehrsflugzeug, das im Bereich der Tropopause fliegt, kann man diese Sperre für jegliche Wolken an der nach oben abrupt dunkler werdenden Himmelsfarbe erkennen. Der Temperaturanstieg oberhalb der Tropopause ist auf die Absorption der UV-Strahlung durch das Ozon in gut 50 km Höhe zurückzuführen: Hier erwärmt sich die Luft von etwa –60 Grad bis auf knapp unter 0 Grad.

Der Polarwirbel

Der Polarwirbel ist ein großräumiges Höhentief über der Arktis (bzw. Antarktis), das sich im Winter von der mittleren und oberen Troposphäre über die gesamte Stratosphäre erstreckt. Er ist gefüllt mit sehr kalter Luft, die in der Stratosphäre Werte um -80 Grad erreichen kann. Der Polarwirbel ist normalerweise relativ rund um den Pol angeordnet und sein Einfluss auf das Wetter in den mittleren Breiten hält sich in Grenzen.

Der Polarwribel mäandriert
Beispiele für einen ungestörten (links) und gespaltenen Polarwirbel (rechts). © NOAA

Stratosphärenerwärmung

Der Polarwirbel kann aber gestört oder gar gespalten werden, wie etwa im Fall einer sogenannten plötzlichen Stratosphärenerwärmung: In etwa 25 km Höhe gibt es dabei innerhalb weniger Tage einen Temperaturanstieg von mehr als 50 Grad! Die Spaltung des Polarwirbels kann sich im Laufe von zwei bis vier Wochen auch auf das Westwindband in der Troposphäre auswirken und dieses verlangsamen oder unterbrechen. Während in der Polarregion dann überdurchschnittliche Temperaturen verzeichnet werden, kommt es in mittleren Breiten zu markanten Kaltluftausbrüchen wie beispielsweise im Februar und März 2018. Auch heuer gab es Anfang Jänner eine plötzliche Stratosphärenerwärmung, deren Auswirkungen derzeit langsam auch die Troposphäre beeinflussen. Dementsprechend berechnen die Wettermodelle mittelfristig ein stark gestörtes Westwindband, weshalb die Chancen für markante Kaltlufteinbrüche in den mittleren Breiten erhöht sind. Im Osten der USA steht ein markanter Wintereinbruch bevor und auch in Europa ist am Monatsende ein weiterer Kaltlufteinbruch nicht ausgeschlossen.

Der Polarwirbel hat sich gespalten
Die Anomalie in der Stratosphäre verlagert sich langsam abwärts. © Z. D. Lawrence

Rand des Weltalls?

Vom „Edge of Space“ war anlässlich des Stratospärensprungs im Jahr 2012 die Rede. Tatsächlich liegen in 39 km Höhe schon über 99 % der atmosphärischen Masse unter einem. Rein räumlich gesehen ist die Lufthülle in dieser Höhe aber noch lange nicht zu Ende. Es folgen nach oben noch die Meso-, Thermo- und Exosphäre. Die Grenze zwischen den Stockwerken stellt jeweils wieder eine Umkehr im Temperaturverlauf dar. Besonders kalt ist es mit Temperaturen um -100 Grad in etwa 85 km Höhe im Bereich der Mesopause.

Schneemassen auf den Bergen

Schneemassen in den Nordalpen

Die außergewöhnliche Wetterlage der vergangenen Wochen brachte ergiebige Schneemassen in den Nordalpen, teilweise gab es sogar Neuschneerekorde wie etwa in Hochfilzen mit 451 cm Neuschnee! Rekorde gab es aber auch in Seefeld, Kufstein, Lofer, Abtenau und Bad Mitterndorf . Auf den Gipfeln der Nordalpen liegen derzeit teils mehr als 4 Meter Schnee, stellenweise wurde sogar die 5-Meter-Marke überschritten. Die Lawinengefahr ist in den Nordalpen nach wie vor verbreitet erheblich (Stufe 3)!

Schneehöhe am Freitagmorgen. © UBIMET
Schneehöhe am Freitagmorgen. © UBIMET

Mittlerweile hat sich das Wetter beruhigt und viele Skigebiete und Berghütten bemühen sich um den normalen Betrieb wieder aufzunehmen. Dafür wurden zahlreiche Erkundungstouren bzw. -flüge durchgeführt, um die Schnee- und Lawinenlage auf den Bergen zu überprüfen. Anbei eine Auswahl an spektakulären Aufnahmen der letzten Tage vom Karwendel bis zur nördlichen Obersteiermark.





18. Januar: Jahrestag von Orkan Kyrill und Friederike

Kyrill Wetterkarte

Kyrill

Am 18. Januar 2007 zog das Orkantief Kyrill vom Atlantik über die Nordsee hinweg in Richtung Baltikum. Orkanböen richteten in weiten Teilen Mitteleuropas schwere Schäden an,  dabei kamen europaweit 47 Menschen ums Leben, davon allein in Deutschland 13. In vielen Regionen gab es Stromausfälle und der Zugverkehr wurde in ganz Deutschland erstmals wegen eines Orkans eingestellt. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherer beliefen sich die Schäden allein in Deutschland auf etwa 4,7 Milliarden Euro.

Spitzenböen auf den Bergen in Deutschland:

  • 201 km/h Wendelstein
  • 198 km/h Brocken
  • 184 km/h Fichtelberg
  • 178 km/h Großer Kornberg
  • 176 km/h Zugspitze
  • 169 km/h Großer Arber
  • 166 km/h Feldberg im Schwarzwald

Auch im Flachland kam es allerdings zu Orkanböen, ganz besonders mit Durchzug der Kaltfront. Diese sorgte in den zentralen Landesteilen für eine ausgeprägte Gewitterlinie, dabei kam es sogar zu mehreren Tornados.

Orkanböen in den Niederungen (Auswahl):

  • 150 km/h Eppendorf (Sachsen)
  • 148 km/h Bad Liebenwerda  (Brandenburg)
  • 146 km/h Berlin-Adlershof (Berlin)
  • 144 km/h Flughafen Düsseldorf (NRW)
  • 137 km/h Fürstenzell (Bayern)
  • 133 km/h Chemnitz (Sachsen)
  • 133 km/h Flensburg (Schleswig-Holstein)
  • 130 km/h Wolfsbrug (Niedersachsen)
  • 130 km/h Flughafen Köln-Bonn (NRW)
  • 122 km/h Flughafen Dresden (Sachsen)
  • 119 km/h Flughafen Erfurt (Thüringen)
  • 119 km/h Flughafen München (Bayern)
  • 119 km/h Aachen (NRW)
  • 118 km/h Karlsruhe (B-W)
Schäden durch Kyrill
Schäden durch Kyrill. Photo: pittigliani2005; Visual Hunt / CC BY-NC-ND

Friederike

Der Tiefkern von Orkan Friederike zog am 18. Januar 2018 von England über Norddeutschland nach Polen hinweg. Besonders betroffen vom Sturmfeld waren NRW, das südliche Niedersachsen, Nordhessen, das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Auf dem Brocken wurden 203 km/h gemessen, aber auch im Flachland gab es Orkanböen bis zu 138 km/h. Der Fernverkehr der DB wurde landesweit eingestellt und in manchen Bundesländern auch der Regionalverkehr. Der Orkan forderte mindestens 8 Todesopfer und der versicherte Schaden betrug eine Milliarde Euro. In der Mitte Deutschlands war es das stärkste Sturmereignis seit Kyrill.

Spitzenböen auf den Bergen:

  • 203 km/h Brocken
  • 174 km/h Fichtelberg
  • 158 km/h Zugspitze

Spitzenböen in den Niederungen (Auswahl):

  • 138 km/h Gera (Thüringen)
  • 134 km/h Frankenberg-Geismar (Hessen)
  • 130 km/h Erfurt (Thüringen)
  • 130 km/h Flughafen Leipzig/Halle (Sachsen)
  • 126 km/h Flughafen Münster/Osnabrück (NRW)
  • 122 km/h Werl (NRW)
  • 122 km/h Dresden (Sachsen)
  • 116 km/h Flughafen Düsseldorf (NRW)
Orkan Friederike
Böen am 18. Januar 2018. © UBIMET

Kyrill und Friederike stellen zwei außergewöhnliche Ereignisse dar. Orkan Kyrill war allerdings wesentlich großräumiger als Friederike, so beeinflusste sein Sturm- und Orkanfeld ganz Deutschland und weite Teile Mitteleuropas. Friederike beeinflusste in erster Linie die Niederlande und den Streifen von NRW bis nach Sachsen in Deutschland.

Spektakulärer Blutmond am Montag

Mancherorts wird man den Mond in voller Pracht sehen können.

Die Mondfinsternis ist am Morgen des 21. Januars im gesamten deutschsprachigen Raum zu sehen. In Ostdeutschland und -österreich kann man den Blutmond zumindest bis zum Ende der Kernschattenphase um 06:44 Uhr bewundern. Dann nämlich wird es schon langsam hell, beziehungsweise der Mond geht schon wieder unter.

Bei einer Mondfinsternis durchquert der Mond den Schattenkegel, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen. Zunächst tritt der Mond um 04:34 Uhr in den Halbschatten der Erde, ehe er dann zwischen 05:41 und 06:44 Uhr den Kernschatten der Erde durchläuft. Die Totalität dauert bei der aktuellen Mondfinsternis somit 1 Stunde und 3 Minuten. In weiterer Folge verlässt der Mond dann erst den Kernschatten und dann auch um 07:51 Uhr den Halbschatten der Erde.

Ratschläge zur Beobachtung

Zum Beobachten dieses Himmelsereignisses braucht es eigentlich nicht mehr als die eigenen Augen, ein Teleskop ist also nicht von Nöten. Mit einem Fern- oder Opernglas lassen sich die verschiedenen Grade der Verfinsterung allerdings noch besser bestaunen. Um die Mondfinsternis in voller Pracht zu genießen, sollte man zudem künstliche Lichtquellen meiden. Auf den Bergen oder exponierten Hügeln findet man daher die besten Beobachtungschancen vor, entsprechend schlechter sind sie in den stark beleuchteten Innenstädten. Ob Stadt oder Land, der Blick sollte sich in jedem Fall stets gen Westen richten. Dort wird sich der Mond am Montagshimmel nämlich in eine rötliche Farbe tauchen.

Hochdruckwetter mit Schönheitsfehlern

Zwar bestimmt am Wochenende und auch in der Nacht auf Montag ein Hoch über Osteuropa das Wetter bei uns, doch von Westen her versuchen immer wieder atlantische Tiefs zu uns vorzudringen. Montagfrüh zeigt sich der Himmel nach den neuesten Modellberechnungen vor allem in der Nordosthälfte Deutschlands sowie in den Zentral- und Südalpen wolkenlos. Dichtere Wolken sind dagegen von Nordrhein-Westfalen bis zum Bodensee sowie teils auch sonst nördlich des Alpenhauptkamms unterwegs. Allerdings besteht hier noch eine gewisse Prognoseunsicherheit.

Quelle: pixabay

Windiges Wien – eine Winterstatistik

Wien-Donauplatte @ Photo on VisualHunt

Die Erklärung für die windigen Wochen in Wien findet sich in der festgefahrenen Großwetterlage: Über den Britischen Inseln und dem östlichen Atlantik liegt ein kräftiges Hochdruckgebiet. Dieses lenkt alle Tiefs im Uhrzeigersinn um seinen Kern herum. Kommt nun also ein Tief vom Atlantik und möchte mit milder und feuchter Luft nach Mitteleuropa ziehen, wird es vom Hoch daran gehindert. Das Tief muss also den „Umweg“ an der Nordflanke des Hochs nehmen und zieht dann von Skandinavien nach Polen und Weißrussland. In den Nordalpen hatte dies die andauernden Schneefälle zur Folge. In Wien hingegen hat dies zur Konsequenz, dass seitdem mit jedem dieser Tiefs der West- bis Nordwestwind stürmisch auffrischte.

Das ganz große Sturmereignis war zwar bisher nicht dabei, Böen über 100 km/h zum Beispiel wurden in diesen Winter in Wien noch nicht erreicht (zuletzt im Oktober 2018). Markant in jedem Fall ist die Anzahl der stürmischen Tage in der Bundeshauptstadt. Hier ein kleiner Vergleich des Jänners bislang mit den Jännermonaten der vergangenen Jahre:

Monat
Tage mit stürmischen Böen
(> 62 km/h)
max. Windböe
Jänner 2019 (01. bis 15.) 11 94 km/h
Jänner 2018 8 86 km/h
Jänner 2017 6 104 km/h (Orkan Axel)
Jänner 2016 5 94 km/h
Jänner 2015 9 97 km/h
Jänner 2014 1 65 km/h
Jänner 2013 5 94 km/h
Jänner 2012 10 83 km/h
Jänner 2011 4 72 km/h
Jänner 2010 2 76 km/h
Jänner 2009 1 83 km/h
Jänner 2008 7 104 km/h (Orkan Paula)
Jänner 2007 18 122 km/h (Orkan Kyrill)

 

Wir erleben also definitiv den windigsten Jänner seit 12 Jahren, doch selbst die 18 Tage mit stürmischen Böen anno 2007 könnten theoretisch heuer noch übertroffen werden. Es ist ja erst bei Jännerhalbzeit. Was auch auffällt: Die Schwankungsbreite, ob ein Jänner nun besonders stürmisch ist oder doch eher ruhig, ist in den betrachteten 12 Jahren sehr hoch.

Wie viele Tage mit Sturm und Wind konnten in den letzten drei bis vier Monaten verzeichnet werden? Wie stark war die heftigste Sturmböe? Im Vergleich zu den Vorjahren: Wie viele stürmische Tage gab es im Vergleichszeitraum? Betrachten wir nun die vergangenen 3 Monate:

Monate
Tage mit stürmischen Böen
(> 62 km/h)
max. Windböe
NOV/DEZ/JÄN 2018/2019 (bis 15.01.19) 19 94 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2017/2018 25 94 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2016/2017 14 112 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2015/2016 14 104 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2014/2015 18 101 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2013/2014 14 86 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2012/2013 9 94 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2011/2012 17 90 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2010/2011 11 86 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2009/2010 9 79 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2008/2009 13 115 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2007/2008 16 104 km/h
NOV/DEZ/JÄN 2006/2007 25
122 km/h

 

Über diesen etwas längeren Zeitraum relativiert sich alles ein wenig, ganz einfach weil diesen Winter bis Mitte Dezember nur wenige stürmische Tage dabei waren. Aber auch hier gilt: der Jänner hat ja noch zwei Wochen, in denen die Bilanz von bislang 19 stürmischen Tagen noch aufgefettet werden kann.

Betrachtet man  eine etwas größere Skala, Frage „Wird es in Wien immer windiger über die vergangenen Jahrzehnte?“ – Im Folgenden sieht man einen Vergleich der Klimamittelwerte gültig für die Station Wien-Hohe Warte:

Klimaperiode Tage pro Jahr mit kräftigem Wind (mittlere Windgeschwindigkeiten > 39 km/h) Tage pro Jahr mit stürmischem Wind (mittlere Windgeschwindigkeiten > 62 km/h)
1961-2000 34 3
1981-2010 43 7

 

Der Trend in Wien scheint also langsam in die Richtung „windiger“ zu gehen. Aber natürlich wird es auch in Zukunft neben stürmischen Wintermonaten sehr ruhige geben – wenn zum Beispiel ein kräftiges Hochdruckgebiet mit kalten Luftmassen vorherrschend sein sollte.

 

Titelbild: Wien-Donau-City @ Photo on VisualHunt

Schnee im Süden und mögliche Kältewelle

Webcam Feldkopf @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/feldkopf/

Langsam beruhigt sich die Lage in den Nordalpen. Das nun freundliche Wetter macht es möglich weiter Schnee zu räumen und Dächer von der Last zu befreien. Zudem sind aufgrund der wenigen Wolken und guten Sicht auch viele Erkundungsflüge und kontrollierte Lawinensprengungen möglich. Viele Straßen werden wieder freigegeben.


Zwar ist in den betroffenen Gebieten demnächst wieder mit etwas Schnee zu rechnen, die Mengen bleiben aber im Vergleich zu den letzten Tagen gering und sollten an der Situation nichts ändern: Von Vorarlberg bis nach Oberösterreich kommt am Donnerstagnachmittag eine Kaltfront auf, mit welcher etwas Niederschlag einsetzt. Die Schneefallgrenze liegt zunächst bei 800 bis 1000 m, in der Nacht auf Freitag sinkt sie bis in die meisten Täler. Dann sind im Bereich des Arlbergs und von den Zillertaler Alpen bis zum Salzkammergut um 10 cm Neuschnee zu erwarten.

Prognose des Neuschnees über 24h bis Freitagmittag @ UBIMET
Prognose des Neuschnees über 24h bis Freitagmittag @ UBIMET

Für die Alpensüdseite zeichnet sich hingegen ein Tief über dem Golf von Genua verantwortlich. In Osttirol und Kärnten staut sich ab Donnerstag von Süden her feuchte Luft und im Verlauf des Nachmittags beginnt es zu regnen, oberhalb von 800 bis 900 m zu schneien. Am Abend sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 700 m, in der Nacht auf Freitag schließlich bis in die Täler und Becken, dann ist vor allem in den Karawanken und den Karnischen Alpen auch mal kräftiger Schneefall möglich.  Bis Freitagvormittag sind in erhöhten Tallagen bis zu 20 cm Neuschnee wahrscheinlich, im Klagenfurter Becken werden es nach aktuellem Stand zwischen 5 und 10 cm.

Tiefsttemperaturen Mittwochmorgen @ UBIMET, ECMWF
Tiefsttemperaturen Mittwochmorgen @ UBIMET, ECMWF

Das Wochenende verläuft kälter und phasenweise bewölkt, aber weitgehend trocken. Für die kommende Woche deutet sich überwiegend ruhiges Winterwetter an, aller Voraussicht nach steigen die Temperaturen nur mehr im Flachland tagsüber noch knapp über den Gefrierpunkt. Nachts ist generell mit mäßigem, inneralpin teils strengem Frost zu rechnen. Ob und inwieweit es zu einer markanten Kältewelle kommt, bleibt noch abzuwarten. Es gibt aber durchaus Modelllösungen, welche ab Dienstag Dauerfrost und verbreitet zweistellige Tiefstwerte zeigen.

 

Titelbild: Webcam Feldkopf @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/feldkopf/

Ab Freitag winterlich kalt, aber vorerst kein Schnee

Kleinere Gewässer frieren allmählich zu

Derzeit liegt über Ostdeutschland noch eine Warmfront die etwas Regen, in den Hochlagen des Erzgebirge Schnee bringt. Nach Abzug der Warmfront stellt sich zur Wochenmitte vorübergehend recht mildes Wetter in, bevor am Donnerstag eine Kaltfront eine längere kalte Wetterphase einleitet.

Frostiges Wochenende

Am Freitag ziehen im Osten und Süden zunächst ein paar Schneeschauer durch, von westen her macht sich aber immer mehr der Hochdruckeinfluss bemerkbar. Am Wochenende kommt das Hoch dann direkt über Deutschland zu liegen, somit stellt sich recht freundliches aber kaltes Wetter ein. Im Süden und im Bergland stellt sich verbreitet Dauerfrost ein, zarte Plusgrade gibt es vor allem noch entlang des Rheins.

Schnee kommende Woche?

In der kommende Woche scheint sich dann ein kräftiges Tief über Westeuropa zu etablieren. Ob das Tief auch Einfluss auf das Wetter bei uns nimmt, bleibt noch abzuwarten. Die Chance auf etwas Neuschnee selbst in tiefen Lagen steigt aber wieder an. Solche Schneemassen wie in den Alpen sind aber nicht zu erwarten.

Titelbild: pixabay.com

Warum frieren Gewässer immer von oben zu?

Zugefrorener See @ b_hanakam on VisualHunt / CC BY-NC-SA

Diese Umkehrung der Temperaturverteilung beruht auf der Dichteanomalie des Wassers. Üblicherweise nimmt die Dichte von Stoffen mit abnehmender Temperatur zu, weshalb sich beispielsweise die kühlste Luft bei einer ruhigen Hochdrucklage im Winter immer am Boden eines Tals ansammelt. Es gibt jedoch ein paar Stoffe, darunter Wasser, die ein gegenteiliges, anomales Verhalten zeigen. So rücken die Moleküle des Wassers bei einer Temperatur von 4 Grad besonders nah zusammen und erreichen die maximale Dichte. Bei Temperaturen unter 4 Grad nimmt die Dichte des Wassers wieder etwas ab.

Die 4-Grad-Marke

Durch die Dichteanomalie des Wassers kühlt ein stehender See im Laufe des Herbstes gänzlich auf 4 Grad ab, bevor sich das Wasser an der Oberfläche weiter in Richtung Gefrierpunkt abkühlen kann. Im Winter kommt es somit immer an der Oberfläche eines Gewässers zur Eisbildung, während am Seeboden eine 4 Grad „warme“ Schicht erhalten bleibt. Diese Eigenschaft des Wassers ist überlebenswichtig für die dortige Tier- und Pflanzenwelt.

Webcam Weisensee @ https://weissensee4.it-wms.com/
Webcam Weisensee @ https://weissensee4.it-wms.com/

Bisher nur wenige zugefrorene Seen, etwa in Kärnten

Bisher war es in diesem Winter noch nicht kalt genug für zugefrorene Seen, lediglich im Süden Österreichs hat es durch die frostigen Nächte für einzelne Seen gereicht. So ist etwa der vor allem bei Holländern beliebte Weissensee in Kärnten bereits seit dem 26. Dezember frei gegeben.

Die Freigabe einer Eisfläche erfolgt meist durch lokale Vereine. In der Regel wird aber nicht ein ganzer See freigegeben, sondern immer nur bestimmte, gekennzeichnete Bereiche. Wer sich auf das glatte Parkett bewegt, sollte sich der damit verbundenen Gefahren aber bewusst sein! In der Regel soll das Eis 15 bis 20 cm dick sein, um es gefahrlos betreten zu können.

Webcam Hörzendorfersee @ https://evw1.it-wms.com/current1.jpg
Webcam Hörzendorfersee @ https://evw1.it-wms.com/current1.jpg

Titelbild: Zugefrorener See @ b_hanakam on VisualHunt / CC BY-NC-SA

Schneearmer Süden darf hoffen

Webcam Weisensee @ https://weissensee4.it-wms.com/

Seit dem Jahreswechsel ist die Wetterlage festgefahren: Hoher Luftdruck über dem Atlantik oder Westeuropa zwingt Tiefdruckgebiete immer wieder auf einer Bahn über Skandinavien nach Osteuropa, dazwischen dominiert mal mehr, mal weniger eine Nordwestströmung. Die Alpen liegen quer zur Strömungsrichtung im Weg und die kalten, feuchten Luftmassen stauen sich an der Nordseite. Im Lee des Alpenhauptkamms hatte dies bisher viel Sonnenschein, kaum Niederschlag und deutlich zu hohe Temperaturen durch den Föhn zur Folge.

Webcam Birnbaum @ http://www.alpenhof-wolayersee.at/webcam/alpenhof-wolayersee.jpg
Webcam Birnbaum @ http://www.alpenhof-wolayersee.at/webcam/alpenhof-wolayersee.jpg

Bei bis zu +5 Grad liegt die Abweichung der bisherigen Jänner-Temperatur zum langjährigen Mittel etwa im Drautal, im Schnitt sind es sonst +2 bis +3 Grad. Dies liegt aber hauptsächlich an den Tageswerten, denn die Nächte sind durch die meist auch fehlende Bewölkung fast durchweg frostig kalt verlaufen. Dies hat in den Skigebieten immerhin den durchgängigen Betrieb von Schneekanonen ermöglicht, aber auch viele Gewässer zufrieren lassen, so dass einige für das Eislaufen freigegeben sind.

Analyse der Gesamtschneehöhe vom Morgen des 14.01.2019 (Montag) @ UBIMET
Analyse der Gesamtschneehöhe vom Morgen des 14.01.2019 (Montag) @ UBIMET

Die gemessenen Schneehöhen in Osttirol und Kärnten sind meist nicht der Rede wert. Nur direkt am Alpenhauptkamm hat es in den letzten Tagen wiederholt geschneit, so dass bspw. selbst in der Venediger-Gruppe in Osttirol inzwischen Lawinenwarnstufe 5 gilt. Auf der Villacher Alpe werden gerade mal 23 cm gemessen – der absolute Schneedeckenrekord stammt hier aus dem Jahr 1951 mit 7,3 m. Dies zeigt, was theoretisch auch hier möglich ist. Doch stattdessen hat es im Klagenfurter Becken oder im Raum Deutschlandsberg seit etwas 2 Wochen garkeinen Niederschlag mehr gegeben.

Webcam Hörzendorfersee @ https://evw1.it-wms.com/current1.jpg
Webcam Hörzendorfersee @ https://evw1.it-wms.com/current1.jpg

 

Doch ein wenig Hoffnung darf man sich machen: Am Mittwoch entwickelt sich über dem Golf von Genua ein Tief, welches sich am Donnerstag und Freitag über Italien hinweg zum Balkan verlagert. Noch sind sich die Wettermodelle bezüglich der genauen Zugbahn und der Auswirkungen auf das österreichische Wetter nicht einig, aber es bestehen zumindest Chancen für etwas Schnee im Süden in Verbindung mit der Passage des Tiefs. Insbesondere von Freitag auf Samstag werden vom Europäischen Wettermodell auch markante Schneemengen gerechnet, doch dies bedarf weiterer Beobachtung.

Prognose Neuschnee von Freitag auf Samstag, Stand: Montag @ UBIMET, ECMWF
Prognose Neuschnee von Freitag auf Samstag, Stand: Montag @ UBIMET, ECMWF

 

Titelbild: Webcam Weisensee @ https://weissensee4.it-wms.com/

 

Lawinen – die weiße Gefahr

Lawinen die weiße Gefahr

Am häufigsten treten Lockerschnee- und Schneebrettlawinen auf. Erstere haben ihren Ursprung in einem einzelnen Punkt, sie nehmen beim Abgang immer mehr Schnee auf und wachsen daher rasch an. Zweitere kennzeichnen sich durch einen linienförmigen Abriss quer zum Hang aus, dabei rutscht eine ganze Schicht auf einer anderer Schneeschicht oder auf dem Grund ab. Wenn die gesamte Schneedecke am Boden abgleitet, spricht man auch von Gleitschneelawinen.

Eine kleine Lockerschneelawine. © Nikolas Zimmermann
Eine kleine Lockerschneelawine. © Nikolas Zimmermann

Nassschneelawinen lösen sich ebenfalls als Schneebrett oder als Lockerschneelawine. Sie treten  vor allem im Frühjahr an Südhängen auf. Hauptauslöser von Nassschneelawinen ist flüssiges Wasser in der Schneedecke, das die Bindung der Schichtgrenzen schwächt. Staublawinen treten dagegen nur bei markanten Lagen mit viel Neuschnee auf und sind somit vergleichsweise selten zu beobachten.

Eine Schneebrettlawine. © Nikolas Zimmermann
Schneebrettlawinen auf einer Schwachschicht im Schnee. © Nikolas Zimmermann

Hangneigung und Schneemenge

Grundsätzlich ist eine gewisse Masse an Schnee notwendig, die sich an einem Hang mit einer Neigung von etwa 25° oder mehr ansammelt. Je größer die Neigung, desto öfter ist mit Lawinenabgängen zu rechnen. Andererseits können sich gerade auf nur mäßig steilen Hängen besonders große Schneemengen ansammeln, weshalb hier besonders viele Unfälle passieren. Ist der Hang zudem nach Norden ausgerichtet und damit weniger der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, kann sich eine Schneedecke schlechter stabilisieren und eine mögliche Gefahrenstelle bleibt länger bestehen.

Beispielbild eines Schneebretts @ https://pixabay.com/de/users/hans-2/
Eine Gleitschneelawine in steilem Gelände.

Schwachschichten

Fällt viel Neuschnee in kurzer Zeit, ist dieser mit einer vorhandenen, bereits gesetzten Schneedecke vorübergehend schlecht verbunden. Erst nach ein paar Tagen – je nach Höhe und Exposition – kann sich der Neuschnee setzen und mit dem Altschnee verbinden. Auch ohne Neuschnee können die verschiedenen Schneeschichten allerdings große Unterschiede in der Beschaffenheit aufweisen, beispielsweise kann es zu einem Festigkeitsverlust in einer Schneeschicht durch die sogenannte aufbauende Schneeumwandlung kommen. Zudem kann es auch eingelagerte Schwachschichten geben wie eingeschneiter Oberflächenreif. Manchmal reicht somit bereits ein geringes Zusatzgewicht wie beispielsweise ein Skifahrer aus, um eine Schneeschicht ins Rutschen zu bringen.

Staublawinen treten nur bei markanten Lagen mit viel Neuschnee auf.

Faktor Wind

Der Wind spielt für Lawinen eine ganz entscheidende Rolle: Verfrachteter Schnee lagert sich auf windabgewandten Seiten von Hängen ab und es bilden sich Treibschnee und Schneewächten. Diese sind in der Regel für ein paar Tage nur schlecht verbunden zur unteren Schneeschicht und sind somit besonders leicht zu stören. Wenn Triebschnee von frischem Neuschnee überlagert wird und somit schlecht zu erkennen ist, dann ist die Lage besonders brenzlig. Details zur Lawinenskala gibt es hier: die Lawinenwarnstufen.

Wind und Schnee © Nikolas Zimmermann
Wind und Schnee stellen eine gefährliche Kombination dar. © Nikolas Zimmermann

Foto: Kecko on Visual Hunt / CC BY

Schneemassen in den Alpen

Schneemassen in Oberstdorf

Mitteleuropa liegt seit Jahresbeginn im Einflussbereich einer blockierten Wetterlage: Ein mächtiges Hoch über dem Ostatlantik sorgt in den Alpen für eine nördliche Höhenströmung, dabei führen Tiefdruckgebiete über Nordeuropa schubweise feuchte Luftmassen gegen die Alpen. Seit Ende Dezember gab es somit im Süden Bayerns, in Österreich sowie mittlerweile auch in Teilen Sachsens große Schneemengen.

Aktuelle Schneehöhen in Bayern:

  • Zugspitze 345 cm
  • Ramsau-Schwarzeck 200 cm
  • Bischofswiesen-Loipl 190 cm
  • Aschau-Stein 153 cm
  • Reit im Winkl 150 cm
  • Jachenau-Tannern 142 cm
  • Kiefersfelden-Gach 141 cm
  • Mittenwald-Buckelwiesen 137 cm
  • Berchtesgaden 110 cm
  • Immenstadt-Reute 101 cm
  • Oberstdorf 84 cm
  • Holzkirchen 81 cm

Aktuelle Schneehöhen Mittelgebirge:

  • 115 cm Brocken
  • 89 cm Carlsfeld
  • 75 cm Zinnwald-Georgenfeld
  • 69 cm Deutschneudorf-Brüderwiese
  • 56 cm Tannenberg

Aktuelle Schneehöhen in Österreich:

  • Hochfilzen (Tirol) 184 cm
  • Schröcken (Vorarlberg) 183 cm
  • St. Ulrich am Pillersee (Tirol) 175 cm
  • Spital am Pyhrn (Oberösterreich) 159 cm
  • Warth (Vorarlberg) 143 cm
  • Leutasch (Tirol) 125 cm
  • Schoppernau (V) 125 cm

Besonders in den östlichen Nordalpen vom Steinernen Meer über den Dachstein bis zum Hochschwab liegen teils mehr als 4 Meter Schnee, im Toten Gebirge in Österreich wurde lokal sogar die 5-Meter-Marke geknackt (508 cm derzeit am Loser in 1573 m Höhe).

Schnee in den Alpen
Schnee in den Alpen am Freitagmorgen. © UBIMET
Schnee in Deutschland
Schnee in Deutschland am Freitagmorgen. © UBIMET

Regen und Schnee

Am Sonntag muss man in den Nordalpen neuerlich mit Regen und Schnee rechnen. Die Schneefallgrenze steigt vorübergehend gegen 800 bis 1000 m an, ehe sie am Montag wieder in die Niederungen absinkt. Im Gebirge ist bis Dienstagvormittag neuerlich teils mehr als 1 Meter Neuschnee zu erwarten, aber auch in vielen Tallagen zeichnen sich Mengen von 20 bis 50 cm ab. Die Kombination aus großen Schneemengen, weiterem Schnee und stürmischem Wind sorgt für eine neuerliche Anspannung der bereits sehr großen Lawinengefahr. Erst ab Mittwoch ist eine Wetterberuhigung in Sicht.

Schnee ohne Ende: Bis Dienstag nochmals 1 Meter Neuschnee in den Nordalpen

Schnee ohne Ende

Europa liegt seit Ende Dezember unter dem Einfluss einer blockierten Wetterlage: Ein umfangreiches Hochdruckgebiet über dem Ostatlantik sorgt im Alpenraum für eine anhaltende Höhenströmung aus Nord. Tiefdruckgebiete über Nordeuropa führen dabei schubweise feuchte Luftmassen von der Nordsee gegen die Alpen.

Aktuelle Schneehöhen (Donnerstag, 13 Uhr):

  • Hochfilzen (T) 191 cm
  • Schröcken (V) 187 cm
  • St. Ulrich am Pillersee (T) 183 cm
  • Spital am Pyhrn (OÖ) 160 cm
  • Warth (V) 145 cm
  • Leutasch (T) 130 cm
  • Bichelbach (T) 128 cm
  • Schoppernau (V) 127 cm
  • Langen am Arlberg (V) 122 cm
  • Seefeld (T) 122 cm
  • Kössen (T) 114 cm
  • Windischgarsten (OÖ) 110 cm
  • Mariazell (ST) 108 cm
  • Brand (V) 105 cm
  • Abtenau (S) 105 cm
  • Saalbach (S) 102 cm
  • Pichl (ST) 102 cm
  • Dalaas (V) 102 cm
  • Reutte (T) 99 cm
In den Nordalpen liegen vielerorts mehr als 2 m Schnee
Aktuelle Schneehöhen am Donnerstagmittag. © UBIMET

Auf den Bergen liegen teils mehr als 4 Meter Schnee, am Loser wurde sogar die 5-Meter-Marke geknackt:

  • 502 cm Loser, Totes Gebirge (OÖ; 1573 m)
  • 415 cm Palfau Hochkogel, Ybbstaler Alpen (ST, 1541 m)
  • >400 cm* Tamischbachturm, Gesäuse (ST, 1425 m)
  • 408 cm Seegrube, Nordkette (T, 1921 m)
  • 400 cm Tauplitzalm, Totes Gebirge (ST, 1571 m)
  • 384 cm Lauskopf, Hochkönig (S, 1887 m)

* Station eingeschneit

Verschnaufpause am Freitag

Bis Freitagfrüh fällt im Nordstau der Alpen von Vorarlberg bis zum Wienerwald verbreitet Schnee, am Freitag macht sich aber vorübergehend ein Zwischenhoch bemerkbar. Besonders in den Regionen vom Hochkönig bis zum Hochschwab gibt es ein Wetterfenster für Hubschrauberflüge. Am Nachmittag ziehen im Westen allerdings neuerlich kompakte Wolken auf und im Laufe des Abends setzt an der Alpennordseite verbreitet Schneefall ein.

Etwas milder am Wochenende

Der Samstag gestaltet sich trüb und an der Alpennordseite fällt zeitweise etwas Schnee. Die Mengen bleiben aber gering und die Schneefallgrenze steigt tagsüber gegen 600 m an. Am Sonntag regnet und schneit es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich wieder kräftiger, die Schneefallgrenze steigt im Westen aber vorübergehend gegen 1000 m an. Durch den Regen nimmt die Schneelast auf den Dächern in vielen Tallagen aber weiter zu.

Schnee und Sturm zu Wochenbeginn

Auch zu Beginn der kommenden Woche fällt an der Alpennordseite verbreitet Regen bzw. Schnee, wobei die Schneefallgrenze bei teils stürmisch auffrischendem Nordwestwind wieder bis in tiefe Lagen absinkt. Vor allem im Arlberggebiet und im Bregenzerwald kommt bis Dienstag oberhalb etwa 1000 m neuerlich teils mehr als 1 Meter Neuschnee dazu, aber auch in vielen Tallagen vom Nordtirol bis zum Mariazellerland ist mit markanten Mengen zu rechnen. Die Kombination aus großen Schneemengen, weiterem Schnee und stürmischem Wind sorgt für eine neuerliche Anspannung der bereits sehr großen Lawinengefahr. Erst ab Mittwoch ist eine Wetterberuhigung in Sicht.

Anhaltend starker Schneefall

Schneemassen in Filzmoos @ https://www.facebook.com/tmphotographyhochfilzen

Update 18:15 Uhr:

Der Tag neigt sich dem Ende zu und auch wir beenden unseren Live-Ticker für heute. Auch im Wienerwald schneit es inzwischen recht kräftig, in Rekawinkel auf knapp 400 m sind seit Mittag schon 12 cm Neuschnee zusammen gekommen. Die beiden nachfolgenden Webcams stammen jedoch aus dem Westen des Landes:

Webcam Bödele @ https://berghoffetz.webcam-livestream.at/
Webcam Bödele @ https://berghoffetz.webcam-livestream.at/
Webcam Tschagguns @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/tschagguns/
Webcam Tschagguns @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/tschagguns/

Update 17:10 Uhr:

Gosau im Bezirk Gmunden ist der nächste Ort, der nun nicht mehr erreichbar ist. Aufgrund der Lawinengefahr wurden sämtliche Zufahrtstraßen gespeert. In Niederösterreich wurde das Hochkar zum Katastrophengebiet erklärt und die Skigebiete Lackenhof und Gemeindealpe geschlossen.

Update 15:45 Uhr:

Inzwischen führt Schröcken, VA mit 175 cm die Hitliste der bewohnten Orte bei der Schneehöhe an. Der Schneefall ist jedoch nicht mehr ganz so stark wie noch am Vormittag, von Vorarlberg bis nach Niederösterreich liegen die stündlichen Niederschlagsmengen aktuell zwischen 1 und 2 l/qm. In den Niederungen entlang des Rheins und der Donau gehen die Temperaturen wie erwartet leicht zurück und der Regen demnächst nahezu überall in Schnee über.

Webcam Ennserhütte @ https://ennstalcam.kt-net.at/cameh.jpg
Webcam Ennserhütte @ https://ennstalcam.kt-net.at/cameh.jpg
Webcam Mariazell @ https://www.mariazell.at/webcam/
Webcam Mariazell @ https://www.mariazell.at/webcam/

Für Wien heißt das: Der später meist leichte, in den westlichen Bezirken mitunter auch mäßige Schneefall hält bis morgen Vormittag an. Die Temperaturen sinken am Abend auf etwa 0 Grad, damit kann es über Nacht in der ganzen Stadt anzuckern. Etwa 2 bis 4 cm sind in den westlichsten Bezirken möglich, im Wienerwald hingegen können bis morgen Vormittag um 10 cm zusammenkommen. Morgen schneit es vor allem am Vormittag noch zeitweise leicht, der Nachmittag bringt längere trockene Abschnitte.

Update 14:45 Uhr:

Übrigens sind wir trotz der aktuellen Schneemassen von Rekorden noch weit entfernt. Die höchste jemals in bewohntem Gebiet gemessene Schneehöhe war mit 3,3 m in Langen am Arlberg im Jahre 1968. Momentan liegen dort 1,3 m. Und auch Jännerrekorde wie bspw. 185 cm in Saalbach (aktuell 106 cm) oder 150 cm in Windischgarsten (aktuell 78 cm) sind derzeit noch nicht in Gefahr.

Update 14:15 Uhr:

Auch die ÖBB haben mit den Schneemassen zu kämpfen, aber sie bemühen sich so viele Strecken wie möglich am Laufen zu halten. Dabei werden auch mächtige Schneepflüge eingesetzt, welche die Schneemassen zur Seite befördern. Einer Gams ging das zu schnell, sie wurde verschüttet. Doch die Arbeiter haben sich ein Herz genommen und das Tief wieder befreit. Seht selbst:

Update 13:45 Uhr:

Leider klingelt das Telefon heute ununterbrochen, so dass die Updates gerade etwas unregelmäßiger erfolgen.

Bis zum Ende des aktuellen Schneefallereignisses kommen in den Nordstauregionen noch etwa 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee zusammen, am Freitag und Samstag rechnen wir mit einer Wetterberuhigung. Vorübergehend wird dann es am Wochenende auch milder, jedoch kündigen sich für mittlere und höhere Lagen der Alpennordseite ab Sonntag neuerlich große Schneemengen an.

Prognose der Neuschneehöhe bis Freitagmorgen @ UBIMET
Prognose der Neuschneehöhe bis Freitagmorgen @ UBIMET

Update 12:00 Uhr:

Schröcken, Warth am Arlberg, Lech und Zürs sind inzwischen nicht mehr erreichbar. Hier schneit es momentan so kräftig, dass selbst auf der Webcam kaum mehr was zu erkennen ist:

Webcam Schröcken @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/schroecken/
Webcam Schröcken @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/schroecken/

Update 11:45 Uhr:

Es schneit und schneit und schneit. Filzmoos in Tirol führt die Liste noch an, Schröcken in Vorarlberg hat aber kräftig aufgeholt:

  • 161 cm Hochfilzen (TI, 962 m)
  • 160 cm Schröcken (VA, 1244 m)
  • 156 cm Spital/Pyhrn – Bosrucktunnel (OÖ, 718 m)
Analysierte Gesamtschneehöhen Mittwochmorgen @ UBIMET
Analysierte Gesamtschneehöhen Mittwochmorgen @ UBIMET

Währenddessen müssen wir lesen, dass der Schnee ein weiteres Todesopfer gefordert hat. Auf der Mariazeller Bürgeralpe kam ein Schulskilehrer ums Leben, als er über den Pistenrand kopfüber in einen steil abfallenden Bereich gestürzt war. Dort soll die Schneedecke etwa 5 Meter betragen haben, entsprechend dürfte der Mann erstickt sein. Dies verdeutlicht: Nicht nur Lawinen sind gefährlich, auch beim Skifahren auf gesicherten Pisten ist aktuell höchste Vorsicht geboten!

Update 11:15 Uhr:

Auch der Schneedruck wird in den nächsten Tagen immer mehr zum Thema. Zwar liegen vielerorts jetzt schon meterhohe Schneemassen auf den Dächern, teilweise stark verfrachtet, doch der Schnee ist meist noch pulvrig und daher nicht so schwer. In den nächsten Tagen wir es jedoch etwas milder und am Wochenende steigt die Schneefallgrenze vorübergehend bis an die 1000 m an, damit fällt in manchen Tälern auch zeitweise Regen. Der Schnee auf den Dächern nimmt den Regen wie einen Schwamm auf und die Schneebelastung steigt ab Sonntag wohl markant an.

Gefahr durch Schneelasten ab Sonntag @ UBIMET
Gefahr durch Schneelasten ab Sonntag @ UBIMET

Auf alle Fälle ist es ratsam, die großen Schneemassen vor allem von Flachdächern und Vordächern frühzeitig abzuschaufeln, damit der Schneedruck in den kommenden Tagen und Wochen nicht zu hoch wird. Mancherorts werden auch schon Vorsichtsmaßnahmen getroffen, wie etwa im bayerischen Bad Wörishofen, wo eine Eissporthalle bereits gespeert wurde.

Update 10:45 Uhr

Südlich des Alpenhauptkamms ist Schnee wie bekannt Mangelware, in weiten Teilen Osttirols, Kärntens und der Steiermark ist es grün statt weiß. Dafür lagen die Temperaturen hier in den letzten Nächten häufig im mäßigen Frostbereich, viele Wasserflächen konnten zufrieren. Inzwischen sind bereits einige Seen zum Eislaufen freigegeben, bspw. der Aichwaldsee und der Hörzendorfersee. Der Weissensse ist hingegen schon seit Weihnachten frei. Informationen gibt es u.a. hier: https://www.evw.at/eisbahnen/

Webcam Dellach im Drautal @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dellach/
Webcam Dellach im Drautal @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dellach/
Webcam Weissensee @ http://www.eislaufen-weissensee.at
Webcam Weissensee @ http://www.eislaufen-weissensee.at

Update 09:45 Uhr

Momentan schneit es vor allem vom Montafon über das Außerfern und das Salzkammergut bis zum Mariazellerland kräftig, die Stundenraten liegen hier zwischen 2 und 3 l/qm. Dies entspricht bei den gegebenen Temperaturen einem Neuschneezuwachs von bis zu 5 cm pro Stunde. Webcambilder dazu:

Webcam Seefeld @ https://seefeld-dorfplatz.panomax.com/
Webcam Seefeld @ https://seefeld-dorfplatz.panomax.com/
Webcam Kufstein @ http://webcam.kufnet.at
Webcam Kufstein @ http://webcam.kufnet.at
Webcam Puchenstuben @ http://puchenstuben.it-wms.com/big_current1.jpg
Webcam Puchenstuben @ http://puchenstuben.it-wms.com/big_current1.jpg

Update 09:00 Uhr

Über Nacht hat es vom Bregenzerwald bis zum Schneeberg ohne nennenswerte Unterbrechungen geschneit, die höchsten Mengen sind am Arlberg gefallen. Schröcken meldet bei -4 Grad eine Niederschlagsmenge von 26 l/qm in 12 Stunden und eine beachtliche Schneehöhe von 156 cm. Dies sind 26 cm mehr als am Dienstagabend, was zeigt: Der Schnee setzt sich natürlich auch mit der Zeit.

Zur Lawinengefahr: Am gestrigen Abend haben bereits die Lawinenwarndienste der Steiermark und Niederösterreichs die Warnstufe auf 5 von 5 erhöht, ab dem heutigen Nachmittag gilt dies auch für die Region vom Loferer Land bis zum Salzkammergut. Weitere Infos gibt es bei den zuständigen Lawinenwarndiensten siehe auch hier: http://www.lawinen.at/

Lawinenwarnstufen Mittwoch, Stand 09:00 Uhr @ http://www.lawinen.at/
Lawinenwarnstufen Mittwoch, Stand 09:00 Uhr @ http://www.lawinen.at/

 

Titelbild: Schneemassen in Filzmoos @ https://www.facebook.com/tmphotographyhochfilzen

Über ein halber Meter Neuschnee

Reichlich Neuschnee im Bergland

In den kommenden Stunden ziehen zahlreiche Schauer übers Land und bringen von Norden her immer kältere Luft heran. Dabei sinkt die Schneefallgrenze bis Mittwochfrüh gegen 200 m. Vor allem in den Nordstaulagen der östlichen Mittelgebirge und am Alpenrand kommt dann am Mittwoch einiges an Neuschnee hinzu.

Halber Meter Neuschnee im Erzgebirge

Bereits jetzt schneit es im Erzgebirge oberhalb von rund 600 m kräftig und bis Mittwochfrüh schneit es hier bis in tiefe Lagen. Hier ein paar Bilder von der derzeitigen Lage:

Fichtelbergbahn – www.fichtelbergbahn.de
Johanngeorgenstadt
Winterliches Johanngeorgenstadt

Der Mittwoch selbst verläuft dann tiefwinterlich mit kräftigem Schneefall. In den Hochlagen kommen dazu noch Schneeverwehungen, es ist mit starken Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Insgesamt kommen bis Donnerstagabend verbreitet 30 bis 50 cm Neuschnee hinzu, in Hochlagen sogar noch mehr!

Im Südosten verbreitet winterlich

Auch in den übrigen Mittelgebirgen kommt etwas Neuschnee hinzu. Im Flachland bleibt es hingegen oftmals schneefrei, östlich der Linie Berlin-Freiburg kann sich aber doch bis Donnerstagabend oftmals eine dünne Schneedecke ausbilden.

Titelbild: visualhunt.com

 

Zur Wochenmitte neue Schneemassen in den Nordalpen

Der Schneefall in den Nordstauregionen lässt in der Nacht nur vorübergehend nach. Schon Dienstagfrüh erreicht das nächste Frontensystem von Tief BENJAMIN die Alpennordseite. Dabei frischt der Westwind kräftig bis stürmisch auf un die Schneefallgrenze steigt kurzzeitig auf 600 bis 800 m. Oberhalb davon sind vom Arlberg bis zum Hochschwab 20 bis 40 cm Neuschnee zu erwarten. Mit dem stürmischem Nordwind kommt es auf den Bergen zu weiteren Schneeverfrachtungen.

Bis zu 1 Meter Neuschnee bis Donnerstagnacht

In der Nacht auf Mittwoch sinkt die Schneefallgrenze wieder bis in tiefe Lagen und im Nordalpengebiet schneit es ohne Unterlass bis Donnerstagnacht weiter. Am meisten Schnee kommt in den bisher schon schneereichen Regionen zusammen.

Neuschnee in cm bis Freitagfrüh
Neuschneehöhe in Zentimeter bis Freitagfrüh

Aufgrund der großen Neuschneemengen und den massiven Schneeverwehungen in der Höhe wird sich die Lawinensituation weiter zuspitzen. Die höchsten Stufe 5 ist für so manches Gebiet wahrscheinlich. Daher muss man sich auf weitere Straßen- und Bahnstreckensperren einrichten. Für die schon jetzt eingeschlossenen Orte wird die Lage immer prekärer!

Wie schon in den vergangenen Tagen werden wir euch über die Situation auch in den kommenden Tagen auf dem Laufenden halten.

Tief BENJAMIN bringt Sturm, Regen und Schnee

Graupelschauer

Die Warmfront von Tief BENJAMIN bringt derzeit im Nordwesten bereits Regen und dieser breitet sich nachts auf das ganze Land aus. Dabei steigt die Schneefallgrenze kurzzeitig gegen 1000 m.

Kaltluft und Sturmböen

Der Tiefkern zieht Dienstagfrüh über Dänemark hinweg in Richtung Polen und an dessen Rückseite strömt zunehmend kalte Luft nach Deutschland. Dabei sind verbreitet Schauer zu erwarten, lokal auch Wintergewitter, die im Norden und Osten oftmals Sturmböen mit sich bringen. Am stärksten weht der Sturm an den Nordseeinseln mit Böen um die 110 km/h.

UWR-Warnkarte vor Sturm am Dienstag
UWR-Warnkarte vor Sturm am Dienstag

Die Schneefallgrenze sinkt wieder auf 400 bis 600 m herab, Graupelschauer kann es aber selbst im Tiefland geben.

Viel Schnee in den Mittelgebirgen

In der Nacht auf Mittwoch sinkt die Schneefallgrenze weiter ab, abseits der Küste schneit es meist bis in tiefe Lagen. Während es aber im Flachland höchstens für eine dünne Schneedecke reicht schneit es vor allem in den östliche Mittelgebirgen ergiebig. Bis Donnerstagabend kommen große Neuschneemengen zusammmen:

  • Erzgebirge 30 bis 50 cm Neuschnee, in den Hochlagen Schneeverwehungen
  • Thüringer Wald 15 bis 30 cm Neuschnee
  • Bayerischer Wald 20 bis 40 cm Neuschnee
  • übrige Mittelgebirge meist 5 bis 15 cm Neuschnee
  • am Alpenrand teils über 50 cm Neuschnee

Während also im Flachland weiterhin der Winter auf sich warten lässt, kommt im Bergland reichlich Neuschnee hinzu.

Titelbild: visualhunt.com

Starkschneefall in den Nordalpen

Schneewarnsignal ©shutterstock.com/Olaf Naami

Update 15:20 – Gerlos

Auch im Almdorf Königsleiten beim Gerlospass gibt es reichlich Neuschnee. Die Wetterstation dort misst derzeit 126 cm Schnee!

Update 15:10 – Schneevergleich

Anbei ein schöner Vergleich der Schneehöhe in Pillberg (Bezirk Schwaz), Samstagnachmittag:

Und Sonntagnachmittag:

Update 14:45 – Kettenpflicht

Auf vielen Straßen herrscht noch immer Kettenpflicht, anbei eine Übersicht:

Kettenpflicht am Sonntag, 14:30 Uhr. © ÖAMTC
Kettenpflicht am Sonntag, 14:30 Uhr. © ÖAMTC

Details siehe hier: https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/   Anebi noch ein Bild von Mühlbach am Hochkonig:

Auch die Parkplatzsuche kann mitunter problematisch werden…

Update 14:20 – Eingeschneite Lifte

Viele Skigebiete haben manche Anlagen wegen der großen  Lawinengefahr gesperrt. In diesen Bereichen kann die Schneedecke ungehindert wachsen, so wie an der Gipfelstation dieses Sesselliftes am Loser:

Schneemassen am Loser. © loser.at
Schneemassen am Loser. © loser.at

Update 14 – Schneehöhen

Besonders vom Bregenzerwald über das Außerfern bis zum Hochkönig fällt weiterhin mäßiger bis starker Schnee. Anbei die aktuellen Schneehöhen:

  • 145 cm Hochfilzen
  • 135 cm St. Ulrich am Pillersee
  • 123 cm Schröcken
  • 119 cm Seefeld
  • 117 cm Leutasch
  • 115 cm Spital/Pyhrn
  • 104 cm Langen am Arlberg
  • 98 cm Warth

Update 13:15 – Schneekönig

In den letzten Tagen gab es in Tallagen im Bereich des Hochkönigs besonders große Schneemengen, teilweise gab es hier fast 150 cm Neuschnee. Anbei ein Bild aus Dienten am Hochkönig:

Update 12:45 – Schmittenhöhe

Auch oberhalb von Zell am See gibt es schon mehr als zwei Meter Schnee, anbei ein aktuelles Bild vom Skigebiet Schmitten:

Viel Schnee im Pinzgau
Viel Schnee im Pinzgau.

Update 12:30 – Knapp 4 Meter Schnee

Die anhaltende Nordstaulage sorgt für teils extreme Schneemengen auf den Bergen. Auf der Loser-Panoramastraße im Toten Gebirge gab es seit dem 30.12. schon fast 3 Meter Neuschnee, die Gesamtschneehöhe liegt bei knapp 4 Meter! Auch der Dachstein versinkt im Schnee: Aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse bleibt der Liftbetrieb am Gletscher bis einschließlich Montag, 7. Jänner geschlossen!

Fast 4 Meter Schnee
Schneemassen im Toten Gebirge. © LWD Steiermark

Update 12:00 – Schneemassen

Aufgrund der zunehmenden Schneelast werden mittlerweile auch vermehrt Hausdächer geräumt, wie etwa in Filzmoos.

Update 11:35 – Fernpass wieder frei

Die Sperre am Fernpass wurde wieder aufgehoben, Reisende müssen sich aber auf längere Wartezeiten durch Stau einstellen. Vorübergehend wurde auch der Tauerntunnel auf der A10 in Fahrtrichtung Salzburg gesperrt, da hier ein Baum auf die Straße gestürzt war.

Update 11:10 – Fernpass gesperrt

Aufgrund eines Lawinenabgangs wurde der Fernpass zwischen Reutte und Nassereith in beide Richtungen gesperrt.

Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/
Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/
Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/
Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/

Update 11 – Schneehöhen

  • Hochfilzen 146cm
  • Schröcken 123 cm
  • Spital am Pyhrn 115 cm
  • Seefeld 115 cm
  • Leutasch 113 cm
  • Langen am Arlberg 104 cm
  • Warth 97 cm
  • Pichl 96 cm
  • Abtenau 91 cm
  • Brand 89 cm
  • Dalaas 86 cm
  • Saalbach 86 cm

Update 10:30 – Straßensperren

Die großen Schneemengen machen auch den Skigebieten zu schaffen, so sind Obertauern und Saalbach-Hinterglemm seit letzter Nacht komplett vom Verkehr abgeschnitten. Auch die Felbertauernstraße ist weiterhin gesperrt.

Update 10:15 – Nord-Süd-Unterschiede

Die derzeit blockierte Wetterlage sorgt für zunehmend extreme Unterschiede zwischen den Nord- und Südalpen: Während die Alpennordseite im Schnee versinkt, sorgt föhniger Nordwind südlich des Alpenhauptkamms für trockene und milde Bedingungen. Eine Änderung ist nicht Sicht, auch kommende Woche ist in den Nordalpen schubweise mit Neuschnee zu rechnen!

Aktuelle Bilder aus den Dolomiten:

Update 9:45 – Schnee am Arlberg

Im Arlberggebiet schneit es derzeit intensiv. Anbei ein paar Schneehöhen aus der Region:

  • 122 cm Schröcken
  • 101 cm Langen am Arlberg
  • 96 cm Warth
  • 86 cm Brand
  • 83 cm Dalaas
  • 80 cm Schoppernau
  • 58 cm St. Anton am Arlberg

Update 9:15 – Große Lawinengefahr

Die Lawinengefahr liegt mittlerweile in den gesamten Nordalpen von Vorarlberg bis zum Schneeberg bei Stufe 4. Mitunter können kleine bis mittelgroße Lawinen von steilen Straßenböschungen sowie Gleitschneelawinen auf steilen Grashängen auch Straßen erfassen, weshalb es zahlreiche Sperren gibt.

Aktuelle Lawinengefahr. © http://www.lawinen.at/
Aktuelle Lawinengefahr. © http://www.lawinen.at/

Update 8:45 – Schneemassen am Hochkönig

Im Bereich des Hochkönigs ist in den letzten 36 Stunden über ein Meter Neuschnee gefallen. Diese Bilder beweisen dies eindrucksvoll:

Update 8:15 – Behinderungen im Bahnverkehr

Da Bäume auf die Oberleitungen der Bahn gefallen sind, gibt es weitere Sperren im Bahnverkehr. Anbei die aktuelle Übersicht:

  • Zwischen Saalfelden und Hochfilzen (Oberleitungsschaden)
  • Zwischen Mittenwald und Scharnitz (Oberleitungsschaden)
  • Zwischen Steeg-Gosau und Steinach-Irdning (Lawinengefahr)
  • Zwischen Steinach-Irdning und Schladming (Lawinengefahr)
  • Zwischen Mautern und Trieben (Verkehrseinschränkung)

Details: ÖBB Streckeninfo

Update 8 Uhr – Schneebilder

Gestern haben uns noch zahlreiche Bilder erreicht, anbei ein kleine Auswahl:

Schwaighofen im Flachgau:

Lungötz (Tennengau):
3

St. Ulrich am Pillersee (Tirol):

Hall bei Admont (Steiermark):

Update Sonntag 7:30 – Schneehöhen

Vor allem von Vorarlberg über Nordtirol und Salzburg bis zur nördlichen Obersteiermark fällt weiterhin Schnee. Am stärksten schneit es derzeit in Vorarlberg und im Außerfern sowie vom Kaiserwinkl bis zum Dachstein. Anbei die aktuellen Schneehöhen:

Schneehöhe Sonntag 7 Uhr
Hochfilzen 140 cm
St. Ulrich am Pillersee 125 cm
Schröcken 118 cm
Spital/Pyhrn 116 cm
Seefeld in Tirol 106 cm
Langen am Arlberg 97 cm
Pichl 95 cm
Warth 93 cm
Abtenau 91 cm
Saalbach 82 cm

Update Sonntag 7 Uhr – Straßensperren

Die Anzahlt der Straßensperren im Bergland hat weiter zugenommen. Die Felbertauernstraße ist zwischen Matrei und Mittersill gesperrt wegen Lawinengefahr, zudem wird auch die Tauernautobahn A10 am Sonntag um 8:30 neuerlich eine Stunde lang gesperrt, um bei Flachau im Pongau eine kontrollierte Lawinensprengung durchzuführen. Die vollständige Liste gibt es u.a. hier: https://oe3.orf.at/verkehr/

Update Sonntag 6 Uhr -Evakuierungen

In St. Johann am Tauern wurden am Samstagabend aufgrund der Lawinengefahr 14 Häuser evakuiert. Manche Ortschaften in der Obersteiermark wie etwa Hohentauern sind zudem von der Außenwelt abgeschnitten.

Update Samstag 17 – Dreikönigsspringen für heute abgesagt

Das heutige Programm der Vierschanzentournee in Bischofshofen wurde wegen Schlechtwetter abgesagt. Der Schwerpunkt verlagert sich jetzt allmählich in den Westen: Vom Dachstein bis zum Bregenzerwald melden die Wetterstationen verbreitet 2 bis 5 cm Neuschnee pro Stunde!

Hier ein Blick ins Rheintal bei Feldkirch aus foto-webcam.eu:

Webcambild Feldkirch am 05.01. um 16:20 Uhr - foto-webcam.eu
Webcambild Feldkirch am 05.01. um 16:20 Uhr – foto-webcam.eu

Update 14:45 – Neuschneemengen

Anbei ein Überblick der Neuschneemengen von Freitag 14 Uhr bis Samstag 14 Uhr:

24h-Neuschneesumme
Spital/Pyhrn, 718 m 60 cm
Mooslandl/Hieflau, 530 m 44 cm
Windischgarsten, 600 m 41 cm
Bad Ischl, 507 m 39 cm
Kössen, 588 m  39 cm
Abtenau, 709 m 37 cm
Lofer, 622 m 34 cm

In den nächsten Stunden schneit es von Vorarlberg bis zum Dachsteingebiet kräftig weiter, wobei sich der Niederschlagsschwerpunkt im Laufe der Nacht auf Sonntag in den Westen verlagert.

Update 14:15 – Weiterer Schnee

Die stärksten Schneefallraten gibt es derzeit in Vorarlberg, Nordtirol sowie im Pinz- und  Pongau, hier kommen 3 bis 4 cm Neuschnee pro Stunde zusammen. Aktuelle Gesamtschneehöhen:

  • 126 cm Hochfilzen (T)
  • 118 cm Spital/Pyhrn (OÖ)
  • 96 cm Abtenau (S)
  • 94 cm Pichl (ST)
Schneemassen im Skigebiet Schmitten.
Schneemassen im Skigebiet Schmitten. © Schmitten

Abtenau:

Update 14:00 – Schneefahrbahn

Auf vielen Straßen herrscht derzeit Schneefahrbahn, weshalb viele Urlauber im Stau stehen. Auf immer mehr Straßen herrscht zudem Schneekettenpflicht:

Schneekettenpflicht
Schneekettenpflicht (Stand: Samstag 13:45 Uhr). © ÖAMTC

Details: https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/

Stau bei Lofer
Stau bei dichtem Schneefall in der Nähe von Lofer. © Herbert Derfler

Update 13:30 – Schnee und Föhn

Der Schneefall greift teilweise über den Alpenhauptkamm und den Hochschwab über, somit gibt es  etwa auch im Aflenzer Becken und in Mürzzuschlag Schnee.

Ganz im Süden sorgt der Föhn hingegen für trockene Bedingungen bei Temperaturen von bis zu 10 Grad im Gailtal. In prädestinierten Lagen wie etwa in Millstatt gibt es zudem stürmische Böen um 70 km/h.

Update 13:05 – Schneeverwehungen

Besonders am Alpenostrand sowie in den Hochlagen des Alpenhauptkamms weht derzeit stürmischer Nordwestwind, somit kommt es hier zu erheblichen Schneeverwehungen. In der letzten Stunde gab es an der Gipfelstation der Raxseilbahn Böen bis 97 km/h. Anbei zwei Bilder vom Waxriegelhaus auf der Rax (1360 m). Vielen Dank an Wolfgang Tod für die Meldung!

Update 13:00 – Starker Schneefall

Anbei zwei aktuelle Bilder aus Filzmoos und Abtenau.

Schnee
Schnee in Filzmoos. © Aparthotel Jagdhof
Starker Schneefall
Schnee in Abtenau. © http://sonnleiten.it-wms.com/big_current1.jpg

Update 12:45 – Bad Aussee

Wie viel Schnee derzeit schon im Ausseerland liegt, sieht man eindrücklich auf diesem Bild:

Update 12:30 – Schneemassen

Anbei eine Übersicht der aktuellen Schneehöhen:

  • 125 cm Hochfilzen (962 m; T)
  • 117 cm Spital/Pyhrn (718 m; OÖ)
  • 98 cm Abtenau (709 m; S)
  • 86 cm Pichl (782 m; ST)
  • 83 cm Mooslandl / Hieflau (530 m; ST)
  • 81 cm Hall / Admont (637 m; ST)
  • 80 cm Schröcken (1244 m; V)
  • 70 cm Lofer (622 m; S)
  • 70 cm Windischgarsten (600 m; OÖ)
  • 70 cm Kössen (588 m; T)

Update 12:00 – 5 cm pro Stunde

In den Nordalpen schneit es jetzt verbreitet anhaltend und kräftig, teilweise kommen hier mehrere Zentimeter pro Stunde zusammen. In Kössen gab es letzte Stunde 5 cm Neuschnee, ähnlich stark schneit es derzeit vom Arlberg über das Karwendel bis zum Tennengau.

Viel Schnee im Loferer Land
Schnee in Lofer. © https://www.foto-webcam.eu/

Im Osten Österreichs geht der Schneefall langsam aber sicher in Schneeregen oder Regen über, so wurde die A21 mittlerweile wieder für den Verkehr freigegeben.

Update 11:30 – Verkehrsbehinderungen

Nicht nur auf den Straßen gibt es derzeit Behinderungen: Der Schneefall macht auch der Bahn und dem Flugverkehr zu schaffen, so kommt es derzeit am Flughafen Innsbruck zu massiven Einschränkungen. Neben Verspätungen werden einige Flüge umgeleitet oder gestrichen, Passagiere sollten sich also bereits im Vorfeld bei der jeweiligen Airline erkundigen: Innsbruck-Airport

Flugahfen Innsbruck
Der Flughafen Innsbruck. © https://innsbruck-airport.panomax.com/#

Die Bahnstrecke im Ennstal zwischen Steinach-Irdning und Schladming wurde gesperrt, weiters gibt es auch witterungsbedingte Einschränkungen im Innviertel und im Flachgau: ÖBB Streckeninfos.

Streckeninfo der ÖBB
Aktuelle Streckeninfos. © ÖBB

Update 11:10 – Warnkarte

Die Warnungen in Vorarlberg wurden mittlerweile hochgestuft, da die neuesten Modellläufe mehr Niederschlag berechnen. Anbei die aktuelle Warnkarte:

Höchste Warnstufe vor Schneefall
Schneewarnungen für dieses Wochenende (Stand: Samstag 11 Uhr). © www.uwz.at

Update 11:00 – Schnee im Karwendel

Von Vorarlberg bis zum Wienerwald schneit es verbreitet, die stärksten Niederschlagsraten gibt es aktuell vom Großraum Innsbruck bis zur Pyhrn-Priel-Region. Anbei ein aktuelles Webcambild vom Karwendel:

Starker schneefal in Tirol
Starker Schneefall am großen Ahornboden © https://www.eng.at/webcam/bild1.jpg

Und ein Bild aus Lauffen (Bezirk Gmunden):

Update 10:40 – A21 gesperrt

Durch die winterlichen Verhältnisse gibt es derzeit vermehrt Verkehrsbehinderungen und Staus. Die Wiener Außenring Autobahn wurde mittlerweile zwischen dem Autobahnknoten Steinhäusl und Vösendorf vollständig gesperrt.

Schnee auf der A21
Schnee auf der A21 bei Hochstrass. © ASFINAG

Tiefwinterliche Bedingungen gibt es u.a. auch auf der A9:

Schnee auf der A9 beim Rastplatz Pyhrn-Priel
Die A9 beim Rastplatz Pyhrn-Priel. © ASFINAG

Update 10:20 – Schnee im Westen

Derzeit greift der Schneefall vermehrt auch auf das Tiroler Oberland und Vorarlberg über. Die Modelle haben die Mengen für diese Regionen erhöht, nach neuestem Stand ist somit auch im Ländle vielerorts mit Mengen um 50, in Bregenzerwald auch 80 cm Neuschnee zu rechnen! Nur im Bodenseeraum bleiben die Mengen deutlich geringer.

Anbei ein aktuelles Bild aus Innsbruck:

Update 10:00 – 3,5 m Schnee

Besonders im Dachsteingebiet fällt seit Ende Dezember immer wieder Schnee. Am Loser liegt die Schneehöhe bereits bei 350 cm, das sind 1,5 Meter mehr als noch vor einer Woche. In den kommenden Stunden schneit es hier ergiebig weiter.

Über 3 Meter Schnee
Schneemessstation Loser im Toten Gebirge. © LWD Steieramrk

Update 9:30 – Windspitzen

Der Schneefall ist heute zwar das Hauptthema, allerdings weht auch der Wind zunehmend stark bis stürmisch aus Nordwest. In Wien gibt es derzeit Bedingungen ähnlich zu einem Schneesturm bei Böen zwischen 70 und 80 km/h aus West. Im Gebirge gibt es schwere Sturmböen bis orkanartige Böen.

Windspitzen der letzten Stunde auf den Bergen:

  • 115 km/h Sonnblick
  • 108 km/h Kolomansberg
  • 101 km/h Feuerkogel

Windspitzen der letzten Stunde in den Niederungen:

  • 79 km/h Wien – Hohe Warte
  • 76 km/h Wien – Innere Stadt
  • 76 km/h Wien – Unterlaa
  • 72 km/h Melk
  • 72 km/h Klausen-Leopoldsdorf
  • 68 km/h Langenlebarn
  • 68 km/h St. Pölten
Schneesturm
Schneesturm am Bisamberg. © www.foto-webcam.eu/

Update 9:00 – Schneekettenpflicht

Auf vielen Bergstraßen herrscht bereits Schneekettenpflicht, im Tagesverlauf wird dies auf immer mehr Straßen der Fall sein. Weiters sind auch manche Bergstraßen gesperrt aufgrund der Lawinengefahr:

  • B115 zwischen Präbichl und Hieflau
  • B138 zwischen Liezen und Spital am Pyhrn bzw. Pyhrnpass
  • B146 zwischen Admont und Hieflau
  • B159 zwischen Pass Lueg und Tenneck
  • B164 zwischen Dienten und Mühlbach am Hochkönig bzw. Filzensattel
  • B165 zwischen Gerlospass und Hotel Ronach
  • B198 Lechtalstraße (Verbindung Lech-Warth)

Details: https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/

 

Aktuelle Schneekettenpflicht
Aktuelle Schneekettenpflicht (Stnd Samstag 9 Uhr). © ÖAMTC

Update 8:30 – Radarbild

Wie man am Radar gut sehen kann, fällt an der Alpennordseite bereits verbreitet Schnee. Auch in Vorarlberg und im Tiroler Oberland beginnt es nun vermehrt zu schneien. Im östlichen Flachland handelt es sich streckenweise bereits um Schneeregen, trocken ist es unter Föhneinfluss im äußersten Süden. Der Schneefall wird im Tagesverlauf aber zeitweise auch auf den Norden Osttirols und Kärntens übergreifen.

Aktuelle Radardaten: Radar Österreich

Radarbild von wetter.tv
Aktuelles Radarbild um 8:20 Uhr. © UBIMET / AustroControl

Update 8:15 Uhr – Sperren

Am heutigen Tag ist nicht nur vermehrt mit Straßensperren zu rechnen, auch Schutzhäuser und manche Skilifte müssen aufgrund der großen Schneemengen und großen Lawinengefahr den Betrieb einstellen.


Update 8:00 Uhr – Schneeprognose

Anbei die aktuelle Modellprognose für die kommenden 48 Stunden. Im Osten geht der Schnee bei kräftig bis stürmisch auffrischendem Westwind zunehmend in Schneeregen bzw. Regen über, somit gibt es dort kaum noch Neuschnee. In den Nordalpen schneit es hingegen zunehmend intensiv, hier kommen verbreitet 40 bis 70, lokal auch 100 cm dazu!

Es schneit kräftig bis Montag in den Nordalpen
Aktuelle 48h-Schneeprognose bis Montagmorgen. © UBIMET

Update 7:30 Uhr – 30 cm Neuschnee in OÖ

In der Nacht auf Samstag hat es vom Tiroler Unterland bis zum östlichen Flachland bereits verbreitet geschneit. Anbei die aktuellen Schneehöhen sowie der Neuschnee der letzten 12 Stunden:

Gesamtschnee 12h Neuschnee
Hochfilzen (T) 119 cm 17 cm
Spital/Phyrn (OÖ) 103 cm 34 cm
Abtenau (S) 85 cm 24 cm
Pichl (ST) 84 cm 17 cm
Mooslandl/Hieflau (ST) 76 cm 31 cm
Schröcken (V) 76 cm 0 cm
Hall/Admont (ST) 73 cm 17 cm
Ramsau am Dachstein (ST) 69 cm 0 cm
Schönau an der Enns (OÖ) 66 cm 24 cm

Auch in den Landeshauptstädten liegt an der Alpennordseite Schnee:

  • 14 cm Salzburg
  • 11 cm Wien Hohe warte
  • 9 cm Innsbruck
  • 8 cm Linz
  • 3 cm St. Pölten

Update 7:30 Uhr – Große Lawinengefahr

Derzeit herrscht auf den Bergen vom Tiroler Unterland über Salzburg bis zur nördlichen Obersteiermark bereits große Lawinengefahr (Stufe 4 auf der fünfteiligen Gefahrenskala).  Weitere Infos gibt es bei den zuständigen Lawinenwarndiensten, siehe auch hier: http://www.lawinen.at/

Große Lawinengefahr
Lawinengefahr am Samstag (Stand: 7 Uhr). © http://www.lawinen.at/

Samstag 7:00 Uhr – Übersicht

Am Samstag wird der Schneefall im Bergland zunehmend intensiv, im Osten und später auch im westlichen Donauraum steigt die Schneefallgrenze bei starkem bis stürmischem Westwind allerdings gegen 500 m an. Auch am Sonntag schneit es im Bergland zunächst kräftig, im Tagesverlauf lässt die Intensität aber langsam nach. In Summe schneit es vom Arlberggebiet bis zur nördlichen Obersteiermark ergiebig, hier kommen in den Tälern verbreitet 40 bis 70 cm Neuschnee hinzu, in typischen Nordstaugebieten auch ein Meter frischer Pulverschnee. Besonders ab dem Nachmittag ist mit massiven Verkehrsbehinderungen zu rechnen!

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag.

Auf den Bergen weht starker bis stürmischer Nordwind, somit gibt es hier teils erhebliche Schneeverwehungen. Die Lawinengefahr steigt somit weiter an, am Sonntag drohen sogar sehr große Lawinen! In den Bergen ist mit zahlreichen Straßensperren zu rechnen.

Titelbild: © shutterstock.com

Die Lawinenwarnstufen

Lawinenwarnschild. @Wikimedia Commons/Root5.5

Die Lawinensituation wird von den regionalen Lawinenwarndiensten beurteilt und dementsprechend die Warnstufe in Kombination mit einem Lagebericht ausgegeben. In der Regel wird die Lawinengefahr ab dem ersten großen Schneefall täglich aktualisiert. Die Informationen kann man auf den Homepages der jeweiligen Dienste abrufen.

Seit 1993 dient die ‚Europäische Gefahrenskala für Lawinen‘ zur Einschätzung der Lawinengefahr in den Bergen. Diese Skala gliedert sich nach der Lawinengefahr aufsteigend in fünf Stufen:

  • Stufe 1: gering
    Die vorhandene Schneedecke ist sehr gut verfestigt und stabil, somit ist die Lawinengefahr gering. Nur an wenigen, sehr steilen Hängen sind aufgrund hoher Zusatzbelastung (z.B. einer Skitourengruppe ohne Abstand) Lawinen möglich. Ansonsten kann es lediglich zu kleinen Rutschungen kommen.
  • Stufe 2: mäßig
    In einigen Hängen, welche steiler sind als 30 Grad, ist die Schneedecke nur mäßig verfestigt. Insbesondere in diesen Hängen sind bei großer Zusatzbelastung Lawinen möglich, ansonsten herrschen aber gute Tourenbedingungen vor. Einzelne spontane, nicht allzu große Lawinen sind dennoch nicht ausgeschlossen.
  • Stufe 3: erheblich
    Eine Auslösung von Lawinen ist in Steilhängen mit einer Neigung von mehr als 30 Grad bereits von einzelnen Skifahrern möglich. Die Tourenmöglichkeiten sind somit eingeschränkt und erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Selbst ohne Fremdeinwirkung sind mittlere, vereinzelt auch größere Lawinen an exponierten Stellen möglich. Die Stufe 3 ist besonders heimtückisch und wird meist unterschätzt, so passieren bei Lawinenwarnstufe 3 die meisten tödlichen Unfälle!
  • Stufe 4: groß
    Eine Lawine kann bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Auch spontane Auslösungen, also ohne menschliches Zutun, sind wahrscheinlich. Die Tourenbedingungen sind somit stark eingeschränkt!
  • Stufe 5: sehr groß
    Die Schneedecke ist allgemein nur schwach verfestigt und instabil, somit kann es selbst ohne Zusatzbelastung zu großen bis sehr großen Lawinen kommen. Diese sind auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Von Skitouren ist somit ausdrücklich abzuraten, insbesondere da man bei einem etwaigen Unglück auch die Bergretter in Gefahr bringt!

Die unterschiedlichen Webauftritte der regionalen Lawinenwarndienste von Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie anderen Gebieten Europas sind unter diesem Link verfügbar.

Am Wochenende große Schneemengen in Bayern

Viel Neuschnee gibt es am Alpenrand.

Verantwortlich für die großen Neuschneemengen ist eine Warmfront, die Süddeutschland in diesen Stunden erfasst. Sie lenkt sehr feuchte und kalte Luftmassen aus Skandinavien gegen die Alpen, wo sich diese staut und die heftigen Schneefälle auslöst.

Schwerpunkt Alpenrand

Im folgenden Bild seht ihr die Prognose der Neuschneehöhen von heute bis einschließlich Montag. Besonders südlich der Donau kommen 10 bis 20 cm Neuschnee zusammen, im Alpenvorland zwischen Memmingen und Traunstein auch 20 bis 40 cm. Noch mehr fällt am unmittelbaren Alpenrand, hier muss man bis Montag mit 40 bis örtlich 70 cm rechnen. Die schneereichsten Orte dürften die üblichen Schneelöcher wie zum Beispiel Mittenwald, Bayrischzell, Ruhpolding und Reit im Winkl werden!

Viel Schnee vor allem in Oberbayern.
Viel Schnee vor allem in Oberbayern.

Große Lawinengefahr

Da der Nord- bis Nordwestwind auf den Bergen kräftig bis stürmisch weht, steigt die Lawinengefahr deutlich an. Grund hierfür sind die massiven Schneeverfrachtungen, womit für die Lawinenauslöse nicht einmal mehr ein Wintersportler notwendig ist. Durch die große Lawinengefahr – örtlich wird wohl in den bayerischen Alpen Warnstufe 5 ausgerufen – sind auch einige Straßensperren zu befürchten, und das ausgerechnet zum Bettenwechsel in den Skigebieten.

Vereinzelt gilt bereits Warnstufe 4!
Vereinzelt gilt bereits Warnstufe 4!

Quelle Titelbild: pixabay

Lake Effect: Bis zu 1 Meter Neuschnee in Süditalien

Schnee an der italienischen Adriaküste - pixabay.com / luigimartina

Der Kaltluftvorstoß, der auch im Alpenraum für tiefwinterliche Verhältnisse sorgt, ist derzeit für zahlreiche, kräftige und oft gewittrige Schneeschauer entlang der italienischen Adriaküste in Süd- und Mittelitalien verantwortlich. So sind derzeit von Rimini bis nach Apulien viele Strände leicht angezuckert. In den Apenninen kommt oberhalb von 600 bis 800 m bis Samstag zum Teil sogar mehr als 1 Meter Neuschnee zusammen!

Wir haben ein paar beeindruckenden Bilder und Videos für euch zusammengefasst:

Schnee auch in Neapel und auf Sizilien

Die stärksten Schneeschauer greifen teilweise über die Apenninen bis zur Tyrrhenischen Küste. So wurde unter anderem auch der Vesuv in Neapel leicht angezuckert. In der Millionenstadt selbst sowie in Palermo, die Hauptstadt Siziliens, waren ebenfalls ein paar Schneeflocken zu sehen.

Der Lake Effect tritt unter bestimmten meteorologischen Rahmenbedingungen auf, wenn sehr kalte Luft arktischen Ursprungs  über vergleichsweise warmen Wasserflächen zieht. Im diesen Fall liegt die Temperatur der Wasseroberfläche auf immer noch sehr warme 15 Grad. Die Luft wird dabei labilisiert und nimmt viel Feuchtigkeit auf. Meist bilden sich Schauerstraßen, die dann in schmalen Streifen parallel zur Strömung auf die windzugewandten Küstenregionen treffen. Manchmal wachsen die Schauer sogar zu Schneegewitter heran.  Die räumlichen Unterschiede bei den Neuschneemengen sind aufgrund der teils eng begrenzten Schauerstraßen aber markant.

Am Freitag sind weiterhin zahlreiche und teils gewittrige Schneeschauer im gesamten Süden Italiens einzuplanen, erst am Samstag schwächt sich die Zufuhr kalter Luft aus Nordosten langsam ab.

Ergiebiger Schneefall am Wochenende: 1 Meter Neuschnee in 24 Stunden

Ergiebiger Schneefall

Europa liegt seit Ende Dezember unter dem Einfluss einer blockierten Wetterlage: Ein umfangreiches Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln hält atlantische Tiefdruckgebiete mit milder Luft von Mitteleuropa fern, somit gelangen derzeit ungehindert feuchtkalte Luftmassen aus Nordeuropa in den Alpenraum. In den Staulagen vom Arlberg bis zum Dachsteingebiet kommt am Wochenende selbst in den Tälern bis zu 1 Meter Neuschnee dazu, auf den Bergen sogar bis zu 2 Meter. Aufgrund des starken bis stürmischen Nordwinds gibt es dort massive Schneeverfrachtungen, somit herrscht gebietsweise bereits jetzt große Lawinengefahr.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Samstag. © UBIMET / NCEP

Warmfront bringt Starkschneefall

Am Freitag wird der Schneefall an der Alpennordseite wieder stärker und mit Ankunft einer Warmfront greift dieser in den Abendstunden auch auf den Osten über. Auch in Wien muss man am Abend und in der Nacht also vorübergehend mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen. Am Samstag wird der Schneefall im Bergland zunehmend intensiv, im Osten und später auch im westlichen Donauraum steigt die Schneefallgrenze bei starkem bis stürmischem Westwind allerdings gegen 500 m an. Auch am Sonntag schneit es im Bergland zunächst kräftig, im Tagesverlauf lässt die Intensität aber langsam nach. In Summe schneit es vom Arlberggebiet bis zur nördlichen Obersteiermark ergiebig, hier kommen in den Tälern verbreitet 40 bis 70 cm Neuschnee hinzu, in typischen Nordstaugebieten auch ein Meter frischer Pulverschnee.

In den Alpen fällt ergiebiger Neuschnee
Die Neuschneeprognose von Freitag bis Montag. © UBIMET

Große Lawinengefahr

Auf den Bergen weht stets starker bis stürmischer Nordwind, somit gibt es hier teils erhebliche Schneeverwehungen. Derzeit herrscht auf den Bergen Salzburgs und der nördlichen Obersteiermark bereits große Lawinengefahr (Stufe 4 auf der fünfteiligen Gefahrenskala). Die Kombination aus Neuschneemassen und Wind verschärft die Lawinengefahr zusätzlich, am Wochenende drohen sogar sehr große Lawinen, weshalb in den Bergen mit zahlreichen Straßensperren zu rechnen ist.

Es herrscht Lawinenstufe 4
Lawinenlage am Freitag (rot = große Lawinengefahr) . © http://www.lawinen.at/

Weiterer Schnee in Sicht

Kommende Woche verbleiben wir im Einflussbereich einer nördlichen Höhenströmung, somit ist weiterer Neuschnee in Sicht. Aus heutiger Sicht fallen die Mengen aber nicht mehr ganz so ergiebig aus, somit zeichnet sich eine langsame Entspannung ab.

Bergwetter: Viel Neuschnee, dazu stürmisch

Webcambild Schröcken @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/schroecken

Freitag, 04. Jänner 2019

Am Freitag schneit es von Beginn an zwischen den Allgäuer Alpen und dem Hochkönig leicht, sonst ist es zunächst noch vielerorts trocken. Besonders südlich des Hauptkamms, also vom Ortler bis zum Schöckl, kann sich zeitweise die Sonne zeigen. Im Laufe des Tages beginnt es an der Alpennordseite flächendeckend und teils kräftig zu schneien. Der Wind weht im Hochgebirge verbreitet stürmisch aus nördlichen Richtungen. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m Höhe bei eisigen -15 Grad, doch auch in 2.000 m Höhe werden nicht mehr als -12 Grad am Hochschwab und -10 Grad am Arlberg erreicht.

Samstag, 05. Jänner 2019

Am Samstag fällt vom Bregenzerwald bis zum Wienerwald länger anhaltend Schnee. Dabei intensiviert sich der Schneefall im Laufe des Nachmittags sogar noch, sodass dann in den gesamten Nordalpen mit tief winterlichen Verhältnissen gerechnet werden muss. In abgeschwächter Form greift der Schneefall auch auf die nördlichen Regionen von Süd- und Osttirol sowie von Kärnten über. Ganz im Süden bleibt es dagegen meist trocken und die Wolken weisen ein paar Lücken auf. Stürmischer Nordwestwind mit Böen bis zu 100 km/h runden den umgemütlichen Tag im Gebirge ab. Der Frost schwächt sich vorübergehend etwas ab, so steigen die Temperaturen in 3.000 m bis auf -10 Grad, auf 2.000 m Höhe pendeln die Werte um -6 Grad.

Sonntag, 06. Jänner 2019

Der Sonntag beginnt nördlich des Hauptkamms verbreitet mit intensivem Schneefall, der in abgeschwächter Form auch südwärts übergreift. Im Laufe des Tages wird der Schneefall sowohl von Westen als auch von Osten schwächer, somit konzentriert sich der stärkste Schneefall am Nachmittag auf die Regionen vom Karwendel bis zum Dachstein. Etwas Sonnenschein gibt es wieder in den südlichen Teilen Süd- und Osttirols sowie Kärntens. Es bleibt stürmisch, im Hochgebirge sorgen Böen zwischen 80 und 110 km/h für einen Blizzard. Von Osten her kühlt es schon wieder ab, somit steigen die Temperaturen in 3.000 m Höhe auf nur noch -13 Grad am Dachstein und -10 Grad auf der Schesaplana. In 2.000 m frieren die Wintersportler bei -10 Grad am Schneeberg und -5 Grad auf der Idalpe in Ischgl.

Bergwetter-Tipp:

Die Kombination aus Sturm und ergiebigem Schneefall sorgt am Wochenende für eine angespannte Lawinensituation, oberhalb der Waldgrenze gibt es massive Triebschneeansammlungen. So muss man speziell vom Arlberg bis zum Hochschwab mit Lawinenwarnstufe 4 von 5 rechnen, selbst die höchste Warnstufe könnte ausgerufen werden. Bei einer solch großen Lawinengefahr bedarf es gar keiner Zusatzbelastung wie einen Skifahrer mehr, um Schneebretter auszulösen. Auch mittelgroße bis große spontane Lawinen sind möglich. Folglich sollte man unbedingt auf den gesicherten Pisten bleiben!

 

Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/schroecken

Große Lawinengefahr am Wochenende

Sturm und große Neuschneemengen lassen Lawinengefahr ansteigen.

Aktuelle Lage

Werfen wir als erstes einen Blick auf die heutige Lawinensituation, die wir mal schematisch hier für euch dargestellt haben:

Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.
Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.

Besonders angespannt ist die Lawinensituation schon in den Nordalpen, die zweithöchste Warnstufe gilt derzeit im Arlberggebiet, den Lechtaler Alpen, der Verwallgruppe (alle Tirol) sowie von den Hohen Tauern und dem Hochkönig bis zum Hochschwab. Stufe 3 ist aber verbreitet in den Alpen gültig.

Viel Neuschnee

Wir erwarten, dass die Lawinengefahr am Wochenende praktisch in den ganzen Nordalpen auf Stufe 4 von 5 hochgestuft wird, besonders zwischen dem Karwendel und dem Mariazellerland dürfte sogar die höchste Warnstufe zumindest lokal ausgerufen werden! Bei diesen Warnstufen bedarf es nicht einmal mehr einen Wintersportler zur Lawinenauslöse, d.h. die Lawinen lösen sich spontan ohne Fremdeinwirkung.

Hauptgrund der ansteigenden Gefahr sind die zu erwartenden massiven Neuschneemengen, die ihr hier auf der Karte sehen könnt:

Massig Neuschnee in den Nordalpen!
Massig Neuschnee in den Nordalpen!

Am meisten Neuschnee kommt bis zum Ende des Ereignisses am Montag in den Nordalpen vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland zusammen, hier sind selbst in den Tälern 30 bis 50 cm zu erwarten. Noch mehr schneit es vom Karwendel bis zum Hochschwab, 50 bis 100 cm können hier zusammenkommen. In exponierten Orten (z.B. Hochfilzen, Maria Alm, Filzmoos, Bad Aussee) ist auch mehr als 1 Meter Neuschnee möglich!

Stürmischer Wind

Bekanntlich ist der Wind „der Baumeister der Lawinen“. Das ganze Wochenende hindurch weht auf den Bergen stürmischer Nord- bis Nordwestwind mit Böen durchaus zwischen 80 und 100 km/h. Dieser sorgt für massive Schneeverfrachtungen in freien Lagen und generell eben auf den Alpengipfeln!

Stets am besten informiert bleibt ihr auf den Websites der Lawinenwarndiensten. Dort findet man täglich aktualisiert den Lawinenlagebericht für das jeweilige Bundesland mit den Einschätzungen der Experten.

Links Lawinenwarndienste:

 

Quelle Titelbild: pixabay

Gefährlicher Funkenregen in den Niederlanden

Funkenregen in den Niederlanden.

Die Tradition im Westen der Niederlande verlangt es, an Silvester mit möglichst großen und imposanten Feuern den jeweiligen Nachbarort zu übertrumpfen. Dass das nicht ganz ungefährlich ist, beweist der Blick nach Scheveningen. In diesem Stadtteil von Den Haag geriet das Feuer (immerhin ist der Brandstapel 48 m hoch) am Strand außer Kontrolle, in den Dünen und an angrenzenden Häusern begann es unplanmäßig ebenfalls zu brennen. Schuld daran war der kräftige Westwind, der mit Böen von knapp 50 km/h die Flammen, den Rauch und vor allem die Funken über die Stadt geweht hat.

Die folgenden Videos zeigen den eindrucksvollen Funkenregen in Scheveningen, dabei wurde auch ein sogenannter Firenado beobachtet:

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Nicht alltäglich: Gewitter zum Jahresauftakt

Gewitter über Wien vergangene Nacht.

Die Gewittersaison 2019 startete früh, denn schon gestern am 01. Jänner zogen die ersten Gewitter abends über Österreich hinweg. Schuld daran war eine kräftige Kaltfront, die in den Abendstunden von Bayern und Tschechien her durchzog. Dabei blitzte und donnerte es vor allem im Flachgau, im Alpenvorland Oberösterreichs sowie im östlichen Flachland. In Wien beispielsweise sorgten Böen bis zu 80 km/h, kräftiger Graupel und ein Temperaturrückgang um 3 Grad in nur 20 Minuten für einen ruppigen Abend.

Erforderliche Zutaten

Doch wie kann es nun im tiefsten Winter bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zu Gewittern kommen? Die absolute Temperatur ist dabei nicht entscheidend, sondern unter anderem der vertikale Temperaturgradient. Dabei schaut man sich den Unterschied der Temperaturen zwischen dem Boden und in höheren Luftschichten an. Gestern sorgten sehr tiefe Temperaturen in der Höhe für eine labile Schichtung der Atmosphäre. Darüber hinaus nahm der Wind mit der Höhe stark zu (Stichwort: Windscherung), fertig waren die Bedingungen für nächtliche Gewitter im Jänner.

Ungewöhnliche Zeit

Dennoch sind Gewitter im Winterhalbjahr eine Ausnahme und in ihrer Häufigkeit sowie Intensität nicht mit jenen im Sommer zu vergleichen. Dies wird besonders deutlich, wenn man sich in den Landeshauptstädten die Tage mit Gewitter im Winter (Dezember, Jänner, Februar) bzw. im Sommer (Juni, Juli, August) im langjährigen Mittel (von 1971 bis 2000) anschaut.

Landeshauptstadt Tage mit Gewitter im Winter Tage mit Gewitter im Sommer
Wien 2 19
St. Pölten <1 16
Eisenstadt <1 12-13
Linz 1 11
Graz <1 29-30
Klagenfurt 1 31
Salzburg 3-4 25
Innsbruck <1 24
Bregenz 1-2 22

 

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Kaltfront leitet tiefwinterliche Wetterphase ein

Mehr Schnee für die Nordalpen

In der Nacht erreicht die Kaltfront von Tief ZEETJE die Alpen. Sie bringt nicht nur deutlich kältere Luft zu den Alpen, sondern auch reichlich Neuschnee an die Alpennordseite. Von Vorarlberg bis ins Mostviertel kommen verbreitet 15 bis 30 cm Neuschnee zusammen, selbst im Rhein- oder Inntal sind einige Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Die Kaltluft ist labil geschichtet, somit sind am Mittwoch tagsüber auch einzelne Wintergewitter möglich. Zudem weht verbreitet kräftiger bis stürmischer Nordwestwind.

Stabile Wetterkonstellation

Auch in den kommenden Tagen bleibt uns das kalte und windige Winterwetter erhalten und an der Alpennordseite wächst die Schneedecke an. Grund dafür ist die großräumige Wetterkonstellation:

Nordwetterlage
Nordwetterlage © UBIMET

Hoch ANGELA etabliert sich über den Britischen Inseln. An deren Vorderseite wird milde Atlantikluft nach Island geführt und dafür arktische Kaltluft direkt aus Norden gegen die Alpen. Die feucht-kalten Luftmassen stauen sich an den Alpen und führen zu kräftigen Schneefall. Diese Großwetterlage bleibt uns ein paar Tage erhalten.

Am Wochenende große Neuschneemengen

Mit Herannahen einer Warmfront aus Norden setzt Freitagabend entlang der gesamten Alpennordseite Schneefall ein. Am Samstag schneit es dann in den Nordalpen ergiebig. Nördlich der Alpen kommt stürmischer Westwind auf, sodass hier der Schneefall unterhalb von rund 500 m vorübergehend wieder in Regen übergeht. Auch am Sonntag hält der Schneefall im Nordalpenbereich an, dabei schneit es wieder bis in tiefe Lagen. Der Schwerpunkt verlagert sich tagsüber aber immer mehr in den Westen.

In den Tallagen sind verbreitet 50 bis 100 cm Neuschnee zu erwarten, besonders betroffen sind davon:

  • Tiroler Unterland
  • Pinzgau, Pongau und vor allem Tennengau
  • Salzkammergut
  • Eisenwurzen und Gesäuse

Die Kombination aus Neuschnee und stürmischem Wind verschärft die Lawinengefahr sukzessive, am Wochenende sind in disen neuschneereichen Regionen Straßensperren zu befürchten!

Während des gesamten Schneefallereignisses geht der äußerste Süden weitgehend leer aus, hier ziehen höchstens einzelne Schneeschauer durch.

Titelbild: visualhunt.com