Freitagnacht in St. Pölten und Wien etwas Schnee

Schneefall

Die schwache Warmfront eines Tiefs über dem Europäischen Nordmeer greift in diesen Stunden auf Oberösterreich und das westliche Niederösterreich über. Vorerst fällt der Niederschlag großteils als Regen, weil in mittleren Höhenlagen positive Temperaturen herrschen (am Feuerkogel werden aktuell +0.8 Grad gemessen). Da in tiefen Schichten allerdings noch frostige Luft lagert, besteht derzeit besonders vom nördlichen Innviertel bis zum Traunviertel teils erhebliche Glättegefahr!

Im Osten fällt Schnee
Die Luftmassengrenze liegt kommende Nacht zwischen Linz und St. Pölten. © UBIMET

In der Nacht im Nordosten Schnee

In den Abendstunden wird der Niederschlag langsam stärker und greift zunehmend auch auf den Nordosten über. Von Vorarlberg bis ins Salzkammergut pendelt die Schneefallgrenze zwischen 1.000 und 1.300 m, etwa östlich der Linie Mühlviertel – Amstetten – Mariazellerland schneit es dagegen meist bis in tiefe Lagen. Im Bereich der Niederösterreichischen Voralpen sowie in höheren Lagen des Mühl- und Waldviertels sind bis Samstagmorgen um 10 cm Neuschnee zu erwarten, aber auch sonst sind im Wald- und Mostviertel verbreitet Mengen um 5 cm möglich.

Im St. Pölten fällt Schnee
Schneeprognose bis Samstagmorgen. © ECMWF / UBIMET

In Linz geht der Regen in der Nacht ebenfalls vorübergehend wieder in Schnee über, somit kann sich auch hier noch eine Schneedecke bilden. Weiter westlich fällt dagegen Regen mit einer Schneefallgrenze von etwa 1.000 m.

Etwas Schnee in Wien

Ab etwa Mitternacht greift der Schneefall allmählich auf das Wiener Becken und das östliche Flachland über, wobei die Mengen nach Osten zu immer geringer ausfallen. In Wien zeichnen sich aber durchaus ein paar Zentimeter Schnee ab, zudem handelt es sich im Gegensatz zu den bisherigen Schneeereignissen nicht um Nassschnee. Am Samstagmorgen lässt der Schneefall dann langsam nach.

Von Föhn bis Schnee: Die Wetterextreme im November 2018

Der November 2018 war milder als im langjährigen Schnitt

Der Oktober schließt nahtlos an die vorangegangenen Monate an, so war der März der letzte Monat mit einer negativen Abweichung zum Mittel. Landesweit fällt der zurückliegende Monat knapp 2,2 Grad zu warm aus. Die stärksten Abweichungen von teils über 3 Grad gab es im westlichen Bergland sowie teils auch in Kärnten. Hauptverantwortlich für einen abermals zu warmen Monat war in der ersten Monatshälfte rege Tiefdrucktätigkeit über Westeuropa, welche hierzulande zu einer anhaltenden föhnigen Südströmung geführt hat. Die höchste Temperatur wurde mit 23,8 Grad in der Stadt Salzburg verzeichnet. Mit Umstellung der Großwetterlage in der zweiten Monatshälfte gab es vermehrt Ostlagen, somit fallen die Temperaturabweichungen im Osten mit 1 bis 2 Grad geringer aus.

Trockenheit im Westen

Durch die Abwechslung von Süd- und Ostlagen gab es im Westen Österreichs außergewöhnlich wenig Niederschlag. Vor allem in Vorarlberg und Nordtirol wurden meist nur 5 bis 15 Prozent des Solls erreicht. Damit gab es im westlichen Bergland auch nahezu keinen Neuschnee. Vom Waldviertel über das Wiener Becken bis zum Grazer Becken liegen die Werte dagegen im Bereich oder teils sogar oberhalb des langjährigen Mittels, so gab es in Graz, St. Pölten, Eisenstadt und Wien durchschnittliche Niederschlagsmengen.

Sonne macht Überstunden

Die föhnige Wetterphase und die darauffolgende, teils trockene Ostströmung schlagen sich auch in der Sonnenscheinbilanz nieder. Mit 168 Sonnenstunden war der Hahnenkamm in Tirol der sonnigste Ort des Landes. Allgemein übertraf die Sonne von Vorarlberg bis zum westlichen Niederösterreich ihr Soll. In Bad Aussee und Bad Ischl schien die Sonne fast doppelt so lange, wie in einem durchschnittlichen November. Trüber als üblich war es dagegen von Osttirol über Kärnten bis zur Oststeiermark.

Novemberrückblick 2018
Novemberrückblick 2018. © UBIMET

Im Osten kaltes Ende

Mit dem Einsickern kalter Luftmassen aus Russland gab es besonders in der Osthälfte des Landes in der zweiten Monatshälfte zwei Kaltlufteinbrüche. In Zusammenhang mit Italientiefs gab es dabei auch im Flachland den ersten Schnee der Saison: Am 20. war vor allem Kärnten von teils kräftigem Schneefall betroffen, am 27. schneite es dann im östlichen Bergland kräftig.

In Mariazell wurde am 27. November mit 25 cm Schnee sogar die größte Schneedecke im November seit 2013 gemessen. Zudem gab es besonders in mittleren Höhenlagen, stellenweise aber auch im Flachland, die ersten Eistage der Saison. Am 29. November wurde bei windschwachen und klaren Verhältnissen im Nordosten stellenweise sogar die kälteste Novembernacht seit 2005 verzeichnet: Kältepol war Summerau im Mühlviertel mit -15,3 Grad.

Extremwerte November 2018

(Bewohnte Orte: Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen

  • 23,8 Grad Salzburg – Freisaal (S, 06.)
  • 23,4 Grad Waidhofen an der Ybbs (NÖ, 06.)
  • 23,3 Grad Bludenz (V, 12.)

Tiefste Temperaturen

  • -15,3 Grad Summerau (OÖ, 29.)
  • -12,6 Grad Puchberg am Schneeberg (NÖ, 29.)
  • -12,6 Grad Klausen-Leopoldsdorf (NÖ, 29.)

Nasseste/trockenste bewohnte Orte

  • 133 Liter pro Quadratmeter Kötschach-Mauthen (K)
  • 129 Liter pro Quadratmeter Bad Bleiberg (K)
  • 109 Liter pro Quadratmeter Dellach (K)
  • 4 Liter pro Quadratmeter Saalbach (S), Feldkirch (V), Hochzirl, Rinn, Strengen, St. Leonhard/Pitztal (T)
  • 3 Liter pro Quadratmeter Imst, Jenbach, Seefeld (T)
  • 2 Liter pro Quadratmeter Haiming, Landeck (T), Fraxern (V), Krimml (S)

Sonnigster bzw. trübster, bewohnter Ort

  • 140 Sonnenstunden, St. Veit im Pongau (S)
  • 14 Sonnenstunden, Bad Bleiberg (K)

Relativ sonnigster bzw. trübster Ort

  • 181 % Bad Ischl (OÖ)
  • 58 % Fresach (K)

Stärkste Windspitzen

Niederungen

  • 108 km/h Rottenmann (ST, 01.)
  • 97 km/h Bad Gastein (S, 01.)
  • 86 km/h Fischbach (ST, 27.) und Innsbruck (T, 01.)

Berge

  • 140 km/h Patscherkofel (T, 06.)
  • 130 km/h Rudolfshütte (S, 06.)
  • 119 km/h Brunnenkogel (T, 01.)

Maximale Schneehöhe Niederungen

  • 28 cm Bad Bleiberg (K, 20.)
  • 25 cm Mariazell (ST, 27.)
  • 20 cm Spital am Pyhrn (OÖ, 27.)

Am Freitag im äußersten Osten und Südosten Glättegefahr

Vorsicht Rutschgefahr

Die Großwetterlage in Mitteleuropa stellt sich langsam um. Die Höhenströmung dreht derzeit wieder zunehmend auf westliche Richtung und führt feuchtmilde Luftmassen vom Atlantik nach Deutschland. In tiefen Schichten hält sich im äußersten Osten und Südosten aber noch kalte, kontinentale Luft.

Gefrierender Regen

Am Freitag setzt im Tagesverlauf besonders in der Südosthälfte des Landes allmählich Regen ein, dabei liegt die Schneefallgrenze meist um etwa 1300 m. In tiefen Schichten liegen die Temperaturen von Oberfranken bis nach Niederbayern allerdings im frostigen Bereich, somit besteht hier zunehmend Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Am Abend nimmt die Niederschlagsintensität zu, dabei geht der gefrierende Regen im Böhmerwald vorübergehend wieder in Schneefall über.

Im Osten gibt es frostige Temperaturen
Am Freitagvormittag herrschen in Mitteleuropa starke Temperaturkontraste. © UBIMET

Glättegefahr

In den Abendstunden steigt die Glättegefahr auch in Teilen Sachsens sowie im Grenzbereich zu Polen an, zuvor fällt hier gebietsweise wie etwa in Ostsachsen mitunter auch noch ein wenig Schnee oder Schneeregen. Auf den Straßen muss man in den betroffenen Regionen somit mit teils glatten Verhältnissen rechnen!

Am Freitag im Norden gefrierender Regen, im Nordosten später Schnee

In Oberösterreich und Niederösterriech gibt es gefrierenden Regen und Schnee

Im Laufe des kommenden Wochenendes stellt sich die Großwetterlage im Alpenraum langsam um. Die Höhenströmung dreht allmählich wieder auf West und führt schubweise feuchtmilde Luftmassen atlantischen Ursprungs ins Land. Die Schneefallgrenze liegt in der Osthälfte des Landes bis Samstagmorgen noch im Flachland, ausgehend von Vorarlberg steigt sie am Sonntag aber auf über 2.000 m an.

Glättegefahr im Norden

Der Freitag bringt zunehmend dichte Wolken, nur an der Alpensüdseite und im Osten scheint zeitweise noch die Sonne. Ab etwa Mittag setzt von Vorarlberg bis nach Oberösterreich allmählich Regen ein, wobei die Schneefallgrenze bei etwa 1.300 m liegt. In tiefen Schichten hält sich im Donauraum sowie allgemein im Osten und Süden allerdings kalte, frostige Luft, somit besteht besonders in einem Streifen vom nördlichen Innviertel und Sauwald über den Zentralraum bis zur Eisenwurzen zunehmend Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Auch im Pinz- und Pongau sowie im Ennstal und Gesäuse kann es neben Schneefall teilweise zu gefrierendem Regen kommen.

Auch in Wien fällt Freitagnacht etwas Schnee
Potential für gefrierenden Regen und Schnee von Fr.vormittag bis Sa.morgen. © UBIMET

Schnee im Nordosten

Am Abend wird der Niederschlag langsam stärker und greift zunehmend auch auf den Nordosten über. Von Vorarlberg bis ins Salzkammergut pendelt die Schneefallgrenze zwischen 1.000 und 1.300 m, etwa östlich der Linie Mühlviertel – Amstetten – Mariazellerland schneit es dagegen bis in tiefe Lagen. Besonders im Mühl-, Wald- und Mostviertel sind dabei stellenweise bis zu 10 cm Neuschnee zu erwarten. Weiter nach Osten zu fallen die Mengen geringer aus, aber auch in Wien zeichnen sich bis Samstagmorgen ein paar Zentimeter Schnee ab. Von Unterkärnten bis ins Südburgenland fällt in der Nacht auf Samstag zwar nur vorübergehend ein wenig Regen oder Schnee, auch hier kann es streckenweise aber glatt werden.

Milderung am Sonntag

Am Samstagvormittag gehen Regen und Schneefall bald zu Ende und bis Mittag stellt sich weitgehend trockenes Wetter ein. Am Sonntag kommt im Westen neuerlich Regen auf, dabei steigt die Schneefallgrenze auf über 2.000 m an. Im Süden und Osten lockern die Wolken dagegen zeitweise auf, die Temperaturen steigen aber auch hier langsam wieder auf positive Werte an.

-15 Grad! Die kälteste Nacht des Herbstes steht bevor

Eisige Tiefstwerte stehen uns ins Haus.

Die kommende Nacht wird die kälteste des diesjährigen Herbstes, bislang hält Galtür mit -12 Grad die Bestmarke. Praktisch alle Zutaten für eine eisige Nacht sind gegeben. Neben einer kalten Luftmasse und einem sternenklaren Himmel helfen auch die windschwachen Bedingungen und die lokal bereits vorhandene Schneedecke bei der Abkühlung kräftig mit.

Verantwortlich für die obig beschriebenen Voraussetzungen ist das Hochdruckgebiet namens DOMINIK. Dieses befindet sich in der Nacht über Weißrussland und lenkt die eisige Luft aus dem fernen Russland bis zu uns, gut zu sehen auf folgender Wetterkarte:

Ein Hoch lenkt kalte Luft zu uns.
Ein Hoch lenkt kalte Luft zu uns.

Die üblichen Verdächtigen

Die kältesten Regionen sind kommende Nacht in der Mitte des Landes zu finden. Im Mühl- und Waldviertel, in den Alpentälern Salzburgs und der Steiermark sowie in Oberkärnten gehen die Temperaturen auf -10 bis -15 Grad zurück. Im Lungau und im Aichfeld kann es – wie so oft – sogar noch etwas kälter werden. Doch auch im Flachland kühlt es auf rund -5 Grad ab.

Die Temperaturen sinken fast überall ins Minus.
Die Temperaturen sinken fast überall ins Minus.

Rekorde außer Reichweite

Von den Novemberrekorden bleiben wir aber ein ganzes Stück entfernt. So liegen diese in Klagenfurt bei -17 Grad, in Innsbruck bei -15 Grad und in Wien bei -14 Grad. Den österreichweiten Novemberrekord hat St. Jakob im Defereggental inne, hier wurden 1975 schon einmal -27 Grad gemessen.

Auf den Schnee folgt die Kälte

Eisige Nächte stehen bevor.

Gruß vom Winter

Über Nacht hat es im Großteil Österreichs geschneit, am meisten Schnee fiel dabei im Oberen Mühl- und Waldviertel, in den Bergen Ober- und Niederösterreichs und in der Obersteiermark. So verzeichnete Mariazell in der Früh eine Schneehöhe von 23 cm, so viel im November wie seit fünf Jahren nicht mehr. 18 cm kamen in Spital am Pyhrn zusammen, 11 cm in Abtenau. Abseits der Berge reichte es dagegen nur für eine dünne Schneeauflage, in Wien beispielsweise zuckerte es lediglich an. Auch der Westen bekam nur wenig Neuschnee ab, so liegt im Arlberggebiet derzeit nur unwesentlich mehr Schnee als im Wienerwald.

Hier ein paar Eindrücke aus Wien, Wildalpen und Mariazell:

Angezuckerte Bundeshauptstadt.
Angezuckerte Bundeshauptstadt.
Verschneite Landschaft.
Verschneite Landschaft.
Verschneite Landschaft.
Verschneite Landschaft.

Hoch DOMINIK kommt

Das Tief zieht bis morgen nach Südosteuropa ab, dann nimmt das kräftige Hochdruckgebiet namens DOMINIK mehr und mehr Einfluss auf das Wetter in Österreich. Bis einschließlich Freitag scheint somit oft die Sonne, Niederschlag ist vorerst nicht mehr zu erwarten. Erst Freitagabend nähert sich von Westen her die nächste Front mit Regen, Schneefall und speziell von Salzburg ostwärts sogar gefrierendem Regen.

Eistage stehen bevor

Das Hoch bringt bis zum Freitag aber nicht nur trockene und zeitweise sonnige Bedingungen, besonders der Osthälfte stehen nun auch die kältesten Tage des Herbstes bevor. Bereits am Mittwoch werden nur noch -2 bis +5 Grad erreicht, frostig bleibt es dabei etwa in der Buckligen Welt und im Mariazellerland. Richtig eisig wird dann aber die Nacht auf Donnerstag, inneralpin sinken die Temperaturen auf bis zu -15 Grad.

Die Kältepole sind dabei:

  • der Lungau
  • das Obere Wald- und Mühlviertel
  • das Ausseerland
  • das Obere Murtal

Auch am Donnerstag und Freitag bleibt es von Linz und Graz ostwärts beim Dauerfrost, kräftiger Südostwind verschärft hier die Kälte zusätzlich. Deutlich milder ist es in den kommenden Tagen stets im Westen, am Donnerstag sind in mittleren Höhenlagen Vorarlbergs rund +10 Grad möglich.

Quelle Titelbild: pixabay

In der Nacht etwas Neuschnee in den Nordalpen

Neuschnee über Nacht

In den vergangenen Stunden sank die Schneefallgrenze in der Obersteiermark, in Salzburg, im Mostviertel und im oberösterreichischen Alpenvorland bis in die Niederungen. Seit Mittag schneit es selbst in Amstetten oder Haag. Dabei hat sich verbreitet eine dünne Schneedecke ausgebildet. Aufgrund des recht warmen Bodens und des sehr nassen Schnees gewinnt die Schneedecke derzeit aber kaum an Mächtigkeit.

Mehr Schnee in der Nacht

Im Laufe der Nacht fließt aus Norden immer kältere Luft ein. Somit geht der Regen überall an der Alpennordseite in Schneefall über, zudem wird der Schnee trockener und die Schneedecke wächst schneller an. Bis Dienstagfrüh kommen so im Nordstau der Alpen verbreitet mit 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen. In Wien, St. Pölten oder Linz reicht es hingegen höchstens für eine dünne Schneedecke.

Neuschneemengen über Nacht
Neuschneemengen über Nacht @UBIMET

Am Dienstagvormittag lässt der Schneefall von Norden her rasch nach, tagsüber sind dann nur mehr ein paar Schneeschauer zu erwarten.

Viel Regen

Nach den vergangenen trockenen Wochen hat es heute im Flachland verbreitet ergiebig geregnet, nur im Westen blieb es bis her trocken. Die Natur und die Landwirte freuen sich über das Nass von oben.

Bisher gefallene Niederschlagsmengen
Bisher gefallene Niederschlagsmengen @ UBIMET

Titelbild: visualhunt.com

Montagnacht Schnee in Bayern und Baden-Württemberg

Schnee in der Millionenmetropole München
Ein Italientief zieht bis Montag zu den Ostalpen, somit setzt Montagfrüh in Bayern von Südosten her Regen ein, der sich im Tagesverlauf westwärts auch auf Baden Württemberg ausbreitet.

Am Nachmittag immer öfter Schneeflocken

Am Nachmittag fließt dann aus Norden immer kältere Luft ein, sodass sich allmählich immer öfter Schneeflocken zum Regen mischen und bis zum Abend geht der Regen von Norden her verbreitet in nassen Schneefall über. In der Nacht schneit es dann vor allem von der Schwäbischen über die südliche Fränkische Alb bis nach Niederbayern sowie im Großraum München kräftig.

Neuschneemengen bis Dienstagmittag @ UBIMET
Neuschneemengen bis Dienstagmittag @ UBIMET

Winterliche Fahrverhältnisse

Dienstagfrüh muss man sich dann in diesen Regionen auf tiefwinterliche Fahrverhältnisse einstellen und es schneit tagsüber weiter, allerdings klingt der Schneefall allmählich von Norden ab. Am Dienstagabend ist es dann meist schon trocken, nur an den Alpen fallen noch letzte Flocken.

Schneemengen in den Städten:

  • Ulm, Augsburg: 10-15 cm
  • München: 5 cm in der Innenstadt, bis zu 15 cm am Stadtrand
  • Stuttgart, Nürnberg: 1-5 cm

Titelbild: pixabay.com

Am Montag Starkregen, in der Nacht dann Schnee

Zuerst Regen, am Abend Schnee

In den kommenden Stunden breitet sich der Regen von Südosten auf den Großteils des Landes aus, nur im Westen bleibt es trocken. In der Nacht intensiviert sich der Regen, Schnee fällt meist erst oberhalb von 800 bis 1200 m.

Regnerischer Montag

Am Montag regnet es vor allem von Unterkärnten über das Burgenland bis zum Großraum Wien kräftig weiter. Hier kommen verbreitet 30 bis 40 l/m² zusammen, in Staulagen sind auch knapp über 50 l/m² möglich.

Regenmengen von Sonntagabend bis Montagabend. @ UBIMET
Regenmengen von Sonntagabend bis Montagabend. @ UBIMET

Bei einer Schneefallgrenze von 700 m in Norden  und 1200 m Süden kommt auf den Bergen eine ordentliche Packung Neuschnee hinzu.

Nachts Neuschnee

Am Abend sickert dann aus Norden kältere Luft ein, womit die Schneefallgrenze sukzessive bis in die Niederungen sinkt. Dann schneit es vor allem Nordstau der Alpen auch ergiebig. Bis Dienstagfrüh bildet sich von Salzburg bis Wien und Eisenstadt verbreitet eine dünne Schneedecke aus.

Schneemengen von Montag- bis Dienstagabend
Schneemengen von Montag- bis Dienstagabend. @ UBIMET

Leer geht wohl wieder das Rheintal sowie der Süden aus, hier sind höchsten ein paar Schneeflocken möglich.

Titelbild: pixabay.com

Wetter und Klima – Der Unterschied

Klimawandel @ https://pixabay.com/en/users/Tumisu-148124/

Beim täglichen Smalltalk über das Wetter werden vielfach Begriffe wie Regen, Sonnenschein, Wind, Hitze oder Kälte verwendet. Tatsächlich beschreibt das Wetter den aktuellen Zustand der Atmosphäre innerhalb einer Zeitspanne von Stunden bis zu mehreren Tagen. Dabei wird meist Bezug auf einen bestimmten Standort oder auch eine Region genommen. Tief- und Hochdruckgebiete bestimmen den Wetterablauf und sorgen für kurzfristige Veränderungen.

 

Abweichung der Temperatur am 22.11.2018 zeigt im Nordosten der USA deutlich zu niedrige Werte, während der Rest der nördlichen Halbkugel zu hohe Werte aufweist @ https://climatereanalyzer.org
Abweichung der Temperatur am 22.11.2018 zeigt im Nordosten der USA deutlich zu niedrige Werte, während der Rest der nördlichen Halbkugel zu hohe Werte aufweist @ https://climatereanalyzer.org

Die Beschreibung des Klimas bezieht sich im Gegensatz dazu auf deutlich längere Zeiträume von Jahrzehnten bis hin zu ganzen Zeitaltern. Laut Weltorganisation für Meteorologie (WMO) muss die Beobachtungszeit lange genug sein, um eine statistische Auswertung bezüglich Abweichung vom Mittelwert (Schwankungsbereich), Extremwerte und periodische Schwingungen (Sonnenfleckenzyklus, Eiszeiten usw.) ausmachen zu können. Um diese international zu vergleichen, werden sogenannte Klimanormalperioden, meist 30 Jahre (z.B. 1961 bis 1990), festgelegt.

Twitter-Post des amerikanischen Präsidenten und Reaktion einer verblüfften Jugendlichen
Twitter-Post des amerikanischen Präsidenten und Reaktion einer verblüfften Jugendlichen

 

Sowohl das Wetter als auch das Klima fallen in den Arbeitsbereich eines Meteorologen, jedoch werden diese unterschiedlich berechnet bzw. analysiert. Für die tägliche Wettervorhersage kommen sogenannte numerische Wettermodelle zum Einsatz, die sich durch eine hohe räumliche (ca. 4 bis 15 km) und zeitliche Auflösung (einzelne Stunden) auszeichnen. Je nach Wetterlage sind damit genaue Vorhersagen von 5 bis 10 Tagen möglich. Im Gegensatz dazu ist die räumliche Auflösung von Klimamodellen deutlich geringer und bewegt sich im Bereich von 100 km oder mehr. Deren Aufgabe ist es, deutlich länger in die Zukunft zu blicken (Monate bis Jahre).

 


Titelbild: @ https://pixabay.com/en/users/Tumisu-148124/

Winterliches Wetter zur Wochenmitte

Wetterlage am Montagabend, 26.11.2018 mit heranströmender Kaltluft rückseitig des Tiefs über Ungarn @ UBIMET, NCEP

Der Wetterablauf ist den Meteorologen kein unbekannter, die Krux liegt jedoch wie so oft im Detail: Ein Tief über Oberitalien schaufelt zunächst reichlich feuchte Luft in den Südosten und Osten Österreichs, hier ist mit anhaltendem und teils auch kräftigem Regen zu rechnen. Am Montag zieht das Tief über Ungarn ab, an seiner Rückseite dreht die Strömung auf nordöstliche Richtungen und zapft Kaltluft aus Russland an. Diese erreicht das Land schrittweise, damit gehen letzte Niederschläge immer mehr in Schnee über. Die Schneefallgrenze liegt zunächst von Nord nach Süd zwischen 600 und 1200 m und sinkt bis zum Abend nördlich der Alpen bis auf etwa 300 m. Vor allem im Mühl- und Waldviertel deuten sich dann einige Zentimeter Neuschnee an.

Prognostizierte 24-stündige Neuschneehöhe am Dienstagmorgen, den 27.11.2018 @ UBIMET
Prognostizierte 24-stündige Neuschneehöhe am Dienstagmorgen, den 27.11.2018 @ UBIMET

 

Am Dienstag schneit es generell entlang der Alpennordseite ein wenig, länger anhaltend im östlichen Nordalpenbereich. Die Schneefallgrenze liegt zwischen tiefen Lagen im Osten und 600 m im Westen, es kann also auch im Flachland streckenweise weiß werden. Am Mittwoch stellt sich im Norden schon stellenweise Dauerfrost ein. Tagsüber lockern die Wolken häufig auf, damit deutet sich eine klirrend kalte Nacht an. Dort, wo Schnee liegt, können die Temperaturen im Nordosten zum Donnerstag hin bis auf -10 Grad sinken.

 

Prognostizierte Tiefsttemperatur für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den 29.11.2018 @ UBIMET
Prognostizierte Tiefsttemperatur für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den 29.11.2018 @ UBIMET
Prognostizierte Höchsttemperatur für Donnerstag, den 29.11.2018 @ UBIMET
Prognostizierte Höchsttemperatur für Donnerstag, den 29.11.2018 @ UBIMET

 

Titelbild: Wetterlage am Montagabend, 26.11.2018 mit heranströmender Kaltluft rückseitig des Tiefs über Ungarn @ UBIMET, NCEP

Großer Sandsturm zog über den Südosten Australiens

Am 21 November gab es einen großen Sandsturm in Australien

Am Nordrand des Tiefs mit Kern über dem Grenzbereich von Victoria und Südaustralien frischt am vergangenen Mittwoch stürmischer Westwind auf. Dieser wirbelte im äußersten Westen von New South Wales, wo derzeit eine Dürre herrscht, erheblich Mengen an Sand bzw. Staub auf, welche sich in weiterer Folge auf weite Teile des Landes ausgebreitet haben. Die Sichtweite ging hier bei Böen um 70 km/h innerhalb weniger Minuten auf wenige Meter zurück.

Über 800 km lang

Auf den Weg nach Osten wurde das betroffenen Gebiet immer großräumiger und erreicht schließlich ein Länger von mehr als 800 km. Im weiterer Verlauf wurde die Sandkonzentration aber etwas geringer, somit hielten sich die Auswirkungen auf die East Coast in Grenzen. Dennoch wurde der Himmel auch hier vorübergehend sehr diesig.


Extremer Sandsturm im 2009

Der Sandsturm am 21. November 2018 stellt in dieser Größenordnung ein außergewöhnliches Ereignis im Südosten Australiens dar und kommt durchschnittlich nur alle 10 Jahre vor. Noch wesentlich markanter war allerdings das Ereignis rund um den 23. September 2009, als ein bis zu 3.000 km langer Sandsturm über Queensland und NSW hinweg zog. In den ariden Regionen Australiens kommt es allerdings gelegentlich zu kleinräumigen Sandstürmen in der Umgebung von Gewittern.

Mehrere Tornados im Süden von Italien

In Süditalien gab es kräftige Gewitter mit Tornados

Der Kern des Tiefdruckgebiets DSCHUNA zog am Dienstag über Sardinien hinweg nach Mittelitalien. Im Vorfeld der Kaltfront kam teils stürmischer Südwind auf, der besonders im Ionischen Meer für hohen Wellengang verantwortlich war. In Apulien gab es zudem teils schwere Sturmböen wie etwa in Gallipoli mit 89 km/h oder in Taranto mit 85 km/h.

Das Italientief hat sehr feuchte Luft und energiereiche Luft nach Süditalien geführt
Das Tief am Dienstagmorgen: Kaltfront = blau, Warmfront = rot; Mischfront = lila.

Schwere Gewitter

Im Warmsektor des Tiefs (der Bereich zwischen der Warm- und der Kaltfront) befanden sich feuchte und labil geschichtete Luftmassen, welche in Zusammenspiel mit dem starken Höhenwind die Entstehung heftiger Gewitter ermöglichten. Neben Hagel und Starkregen wurden dabei auch mindestens drei Tornados beobachtet:

  • Vietri sul Mare (Provinz von Salerno, Kampanien)
  • Taurisiano (Provinz von Lecce, Apulien)
  • Cutro (Provinz von Crotone, Kalabrien)


Wasserhose in der Türkei

Am Mittwoch zog das Tief dann über die Ägais in Richtung Türkei, dabei kam es nahe der Stadt Marmaris zu einem weiteren Tornado. Allgemein wird der Höhepunkt der Gewittersaison im Mittelmeer im Herbst erreicht, siehe auch hier: Unwettersaison im Mittelmeer.

Knapp 1000 km breiter Sandsturm zog über Südost-Australien hinweg

Ein ungewöhnlicher Sandsturm in NSW Australien

Kräftiger bis stürmischer Westwind hat ausgehend vom Grenzbereich zwischen Südaustralien und New South Wales für einen markanten Sandsturm gesorgt. Zunächst war die Region rund um Broken Hill im Westen von NSW betroffen, einem Gebiet in dem eine anhaltende, schwere Dürre herrscht. Die Sichtweite ging hier bei stürmischen Windböen auf wenige Meter zurück.

 

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1.000 km Sandfront

Im Vorfeld einer Kaltfront wurde der Sandsturm im Laufe des Mittwochs immer größer und reichte schließlich vom Süden Queenslands bis zum Grenzbereich von NSW und Victoria. Dies entspricht einer Breite von fast 1000 km! Auch an der East Coast von Sydney über Newcastle bis Port Macquarie wurde der Himmel durch den Staub vorübergehend fahl bzw. diesig. Die Sichtweite wurde nach Osten zu allerdings nicht vergleichbar stark beeinträchtigt wie im Outback und mittlerweile hat sich der Schwerpunkt schon auf den Ozean verlagert.

Seltenes Phänomen

Großräumige Sandstürme treten in Australien nur etwa alle 10 Jahre auf. Letztmals war das 2009 der Fall, als ein mehr als 2000 km langer Sandsturm über Queensland und NSW zog. Im Outback kommt es im Zuge von Gewittern allerdings häufiger zu kleinräumigen Sandstürmen.

Titelbild: https://www.facebook.com/BarrierReunion/

Nasser Herbst an der Ostküste Spaniens

Eines der Hauptmerkmale des Wetterverlaufs im Jahr 2018 ist die Häufigkeit, mit der sich Hochdruckgebiete über Nord- und Osteuropa platziert haben und zu sogenannten Blocking-Lagen über dem Kontinent geführt haben. Die anhaltende Trockenheit in Teilen Mittel- und Nordeuropas ist eine direkte Folge davon.

Festgefahrene Großwetterlagen

Atlantische Tiefdruckgebiete werden meist von blockierenden Hochs umgeleitet bzw. nach Norden oder Süden abgedrängt. Auch in diesem Herbst war das häufig der Fall, weshalb es besonders im westlichen Mittelmeerraum wiederkehrende Tiefdrucktätigkeit gab. Direkt betroffen davon war u.a. die Iberische Halbinsel.

Ein blockierendes Hoch über Skandinavien am Montag.
Ein blockierendes Hoch über Skandinavien am Montag.

Mit Durchzug der Tiefs gab es in Spanien häufig Regen, wobei es besonders an der Ostküste des Landes große Regenmengen gab. Das Zusammenspiel aus Tiefdruckeinfluss und milden Wassertemperaturen sorgte nämlich für eine labile Schichtung der Luft. So verzeichnetet eine Station im nördlichen Teil der Region Valencia im Oktober sogar 159.2 mm Regen innerhalb von nur einer Stunde! Zudem war der Oktober auch in der Hauptstadt der Balearen Palma de Mallorca mit 68 mm der nasseste Monat des gesamten Jahres, Details dazu gibt es hier: Neuer Regenrekord auf Mallorca im Oktober.

Große Regenmengen

Auch im November wurde das Wetter an der Iberische Halbinsel von Tiefdruckgebieten bzw. Höhentiefs maßgeblich beeinflusst. Bei der festgefahrenen Großwetterlage war die Ostküste zwischen Almeria und der Grenze mit Frankreich davon am stärksten betroffen, so traten hier zahlreiche Schauer und heftige Gewitter auf. In wenigen Tagen kamen in Polinya, einem Dorf südlich von Valencia, bis zum 320 Liter pro Quadratmeter Regen zusammen! Aber auch sonst fielen stellenweise zwischen dem Cabo de Palos, an der Küste Murcias, und Cabo de Creus, im Nordosten Costabravas, zwischen 120 und 200 Liter per Quadratmeter Wasser vom Himmel.

 

Aktuelle Schneehöhen in Deutschland

Neuschnee in Bischofsmais

Ein Höhentief über Frankreich hat am Dienstag den ersten nennenswerten Schneefall des Jahres in der Mitte des Landes gebracht. Besonders im Bereich des Thüringer Waldes gab es in mittleren Höhenlagen Neuschneemengen um 10 cm, aber auch in tiefen Lagen bildetet sich von Nordhessen bis zum südlichen Sachsen-Anhalt zumindest vorübergehend ein dünne Schneedecke.

Es liegt Schnee in Thüringen
Bahnhof Rennsteig im Thüringer Wald.

Anbei eine Auswahl an Schneehöhen am 21. November 2018 um 7 Uhr:

Ort Schneehöhe
Fichtelberg, 1213 m 13 cm
Frankenhain (Lütsche Talsperre), 588 m 13 cm
Neuhaus am Rennnweg, 845 m 12 cm
Kleiner Inselberg, 732 m 11 cm
Oberweissbach, 585 m 10 cm
Goldisthal, 595 m 8 cm
Martinroda, 427 m 8 cm
Brocken, 1134 m 8 cm
Battenberg-Berghofen, 328 m 7 cm
Gehren, 508 m 6 cm
Altenfeld, 583 m 6 cm
Schmücke, 937 m 6 cm
Zugspitze, 2964 m 3 cm

In den kommenden Tagen steigen die Temperaturen wieder leicht an, somit schmilzt der Schnee in den meisten Regionen wieder weg. Spätestens am Wochenende zeichnet sich dann auch in den Gipfellagen des Thüringer Waldes und des Erzgebirges Tauwetter ab.

Schnee in Usseln
Schnee in Usseln im Rothaargebirge (Nordhessen).
Schnee in Thüringen
Schnee in Ilmenau (Thüringen).

Kaum Schnee in den Nordalpen

In den Alpen liegt derzeit kaum Schnee, da es hier von Ende Oktober bis Mitte November bei föhnigem Südwind deutlich überdurchschnittliche Temperaturen gab und in den letzten Tagen nur geringe Niederschlagsmengen gefallen sind. Nur in schattigen Nordhängen gibt es gebietsweise ein paar Zentimeter Schnee.

Die Alpen zeigen sich grün
In den Berchtesgadener Alpen liegt nahezu kein Schnee. © www.foto-webcam.eu

Titelbild: Neuschnee in Bischofsmais (Bayern) am Dienstag.

Italientief sorgt für mehrere Tornados in Süditalien

Am Dienstag gab es in Süditalien mehrere Tornados

Am Dienstag lag Italien unter dem Einfluss von Tief DSCHUNA mit Kern im Bereich von Sardinien. Im Vorfeld der Kaltfront gelangten milde und feuchte Luftmassen nach Süditalien, zudem kam teils stürmischer Scirocco auf. Der Südwind erreichte im Tagesverlauf Böen von bis zu 90 km/h in Apulien:

  • 89 km/h Gallipoli (LE)
  • 85 km/h Taranto (TA)
  • 85 km/h Martina Franca (TA)
  • 77 km/h Lequile (LE)
Das Italientief hat sehr feuchte Luft und energiereiche Luft nach Süditalien geführt
Luftmassen und Luftdruck am Dienstagmorgen. © UBIMET / GFS

Hagel und Tornados

Das Zusammenspiel aus energiereicher Luft und starker Windscherung begünstigte die Entstehung von kräftigen Gewittern. In Summe wurden dabei in Kalabrien, Kampanien und Apulien mindestens drei Tornados beobachtet. Stellenweise kam es zudem auch zu großem Hagel wie etwa im Großraum von Salerno. Der Herbst stellt im Mittelmeerraum den Höhepunkt der Gewittersaison dar, Details dazu gibt es hier: Unwettersaison im Mittelmeer.

Die Luftschichtung war labil und förderlich für Unwetter
Vertikalprofil aus Brindisi. © Univ. of Wyoming / UBIMET

Der Radiosondenaufstieg aus Brindisi (Apulien) zeigt eindrücklich, wie die Bedingungen für schwere Gewitter mit erhöhter Tornadogefahr vorhanden waren:

  • Labile, energiereche Schichtung der Luft (rot)
  • Starke Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe (grün)
  • Drehung des Windes im Uhrzeigersinn mit der Höhe  (grün)
  • Tiefe Wolkenbasis (blau)

Salerno (Kampanien)


Taurisiano (Apulien)

Cutro (Kalabrien)

Neuschnee im Süden

Neuschnee in Klagenfurt

In den vergangenen Stunden schneite es in Osttirol und Kärnten sowie von der Südoststeiermark bis zu den Niederen Tauern kräftig. Verbreitet kamen hier 10 bis 20 cm Neuschnee hinzu, lokal wie in Bad Bleiburg wurden bis zu 30 cm gemessen. Hier ein paar Bilder von der wunderschönen Winterlandschaft:

Schnee am Faaker See (faakersee.it-wms.com)
Webcam bodental.it-wms.com
Tiefster Winter am Golfplatz in Moosburg

Schnee auch im Südosten und Osten

Auch in der südlichen Steiermark und im Südburgenland wurde es am Dienstagvormittag vorübergehend weiß, hier schmilzt der Schnee aber rasch wieder davon. In den tiefen Lagen des Ostens handelt es sich meist um Regen oder Schneeregen, in Lagen oberhalb von rund 400m wurde es aber auch winterlich. So wie z.B in Hochneukirchen in der Buckligen Welt:

Schneefall in Hochneukirchen

 

In den kommenden Tagen Tauwetter

Tauwetter in den kommenden Tagen

Das wetterbestimmende Tief liegt derzeit über Paris und verlagert sich in den kommenden Stunden westwärts in Richtung Biskaya. An dessen Ostflanke sind am Dienstag kleine Randtiefs über die Alpen hinweg gezogen und haben vor allem im Süden etwas Neuschnee gebracht.

Aktuelles Satellitenbild zeigt zweigeteiltes Wetter © UBIMET, Meteosat

Allerdings hat auch die Strömung auf Süd gedreht, somit fließt nun deutlich mildere Luft heran. Das macht sich vor allem auf den Bergen bemerkbar, wo es am Mittwoch um rund 10 Grad wärmer ist als heute. Bodennah hält sich die kalte Luft hartnäckiger, zarte Plusgrade sind am Mittwoch aber überall zu erwarten. Somit taut der frisch gefallene Schnee rasch wieder dahin.

Zweigeteiltes Wetter

Von Vorarlberg bis Oberösterreich sorgten föhnigen Tendenzen im Lee der Alpen schon am Dienstag für sonniges und mit bis zu 10 Grad mildes Wetter. Auch in den kommenden Tagen profitiert der Westen von der derzeitigen Wetterlage. Hier kann man bis Samstag viel Sonnenschein genießen. Im Südosten, Osten und im Donauraum hält sich hingegen eine beständige Hochnebeldecke, aus der es zeitweise sogar nieselt. Dafür bleibt es in der Nacht frostfrei, von der derzeitigen Schneedecke wird selbst in höheren Lagen bis zum Wochenende nicht mehr viel übrig sein.

Titelbild: pixabay.com

Meet & Greet mit Marcel Hirscher gewinnen

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Am Nachmittag Schnee in Thüringen und Nordhessen

Schnee in Oberhof

Seit den Morgenstunden schneit es bereits in Niederbayern. Der Schneefall verlagert sich im Laufe des Vormittags mehr nach Franken und gegen Mittag beginnt es in Thüringen verbreitet zu schneien.

In Niederbayern, wie hier in Bischofsmais, ist es bereits weiß geworden:

Neuschnee in Bischofsmais
Neuschnee in Bischofsmais

Am Nachmittag schneit es dann in einem Gebiet vom Vogtland bis zum Harz und Hochsauerland verbreitet, nur in tiefsten Lagen kann es sich auch um Schneeregen oder Regen handeln.

In den Mittelgebirgen einige Zentimeter Neuschnee

In Lagen oberhalb von 300 bis 400 m bildet sich verbreitet eine Schneedecke, bis zu 10 cm Neuschnee gibt es vor allem in den Hochlagen vom:

  • Harz
  • Thüringer Wald
  • Hochsauerland

Am Abend klingt der Schneefall dann aber schon wieder ab und in den kommenden Tagen bleibt es weitestgehend trocken. Dazu sorgt leichtes Tauwetter dafür, dass der Schnee nicht lange Bestand hat. Nur in den höchsten Lagen der Mittelgebirge hält sich der Schnee länger.

Titelbild: pixabay.com

Ergiebiger Schneefall im Frühverkehr

Schneefall im Frühverkehr sorgt für Probleme

Am Nachmittag und Abend schneit es im Süden und Osten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unergiebig weiter. Mit Annäherung eines Italientiefs setzt nach Mitternacht im Süden zunehmend kräftiger Schneefall ein. Bis zum Morgen breitet sich der Schneefall nordwärts bis Wien aus.

Behinderungen im Frühverkehr

Gerade in den Morgenstunden fällt der Schneefall von Oberkärnten über die Packalpe bis zum Wechsel ergiebig aus. Somit ist in diesen Regionen mit weitreichenden Behinderungen und Verspätungen im Frühverkehr zu rechnen. Der starke Schneefall verlagert sich im Laufe des Vormittags mehr in den Osten, somit kann es auch in Wien kurzzeitig kräftig schneien. Allerdings wird es auch immer milder, sodass der Schnee in tiefen Lagen zunehmend in Schneeregen und Regen übergeht. Bis zum Abend klingen Regen und Schneefall überall ab.

Neuschneeprognose für den Dienstag
Neuschneeprognose für den Dienstag © UBIMET

Ab Mittwoch Tauwetter

Am Mittwoch setzt sich die Milderung fort. Dabei bleibt es sowie auch am Donnerstag in der Osthälfte trüb durch Hochnebel oder Wolken. Dazu kann es bei zarten Plusgraden immer wieder nieseln oder leicht regnen. Mit dem einsetzenden Tauwetter geht es dem Schnee an den Kragen, nur in den geschützten Tal- und Beckenlagen des Südens kann sich der Schnee länger halten.

Ganz anders präsentiert sich das Wetter von Vorarlberg bis in die westliche Obersteiermark, hier strahlt die Sonne von einem oftmals wolkenlosen Himmel. Die Temperaturen liegen je nach Sonne und Wolken zwischen 1 und 9 Grad.

Titelbild: visualhunt.com

Über Nacht kommt der Schnee

Winterliches Wien

In den kommenden Stunden verdichten sich aus Osten die Wolken und am Abend setzt im Wein- und Waldviertel leichter bis mäßiger Schneefall ein. Dieser breitet sich über Nacht auf die Alpennordseite aus, sodass sich verbreitet eine dünne Schneedecke ausbildet. Auch in Wien kann es vor allem in den westlichen Stadtteilen weiß werden. Am meisten Schnee fällt vom Waldviertel bis in den Wienerwald sowie auf den Bergen.

Neuschneemengen bis Montagfrüh
Neuschneemengen bis Montagfrüh @ UBIMET

Am Montag winterlich

Zu Wochenbeginn stellt sich winterlich kaltes Wetter ein, in höheren Lagen stellt sich Dauerfrost ein. Der Schneefall an der Alpennordseite klingt aber rasch ab, dafür schneit es von der Koralpe bis zum Wechsel vor allem am Vormittag häufig. Die Mengen halten sich aber auch hier in Grenzen.

Neuschneemengen am Montag
Neuschneemengen am Montag @ UBIMET

Starkschneefall Dienstagfrüh

In der Nacht auf Dienstag sorgt dann ein Italientief von Süden her für aufkommenden Schneefall. Dabei sind bis Dienstagmittag im Süden größere Mengen möglich. Detail dazu folgen am Montag.

Titelbild: visualhunt.com

 

Winterlich kalt, aber kaum Schnee

Da und dort bildet sich eine dünne Schneedecke aus

Die polare Kaltluft hat nun ganz Deutschland erreicht und sorgte Sonntagfrüh beinahe überall für Frost. Nur an den Küsten sowie stellenweise im Westen blieb es frostfrei. Besonders kalt war es letzte Nacht im Osten, hier gab es verbreitet schon mäßigen Frost. Die Kältepole lagen allesamt in Sachsen:

  • Dippoldiswalde-Reinberg -9,1 Grad
  • Sohland an der Spree -8,7 Grad
  • Bertsdorf-Hörnitz -7,8 Grad

Verbreitet Schneeflocken

An der Ostflanke von Hoch BURCKHARD zieht am Montag ein Höhentief über Deutschland in Richtung Frankreich hinweg. Bereits in der Nacht ziehen in der Osthälfte Regen- und Schneeschauer durch, die sich am Montag tagsüber westwärts ausbreiten. Dabei handelt es sich südlich der Linie Köln-Berlin meist bis in die Tieflagen um Schnee, weiter nördlich muss man meist mit Regentropfen vorliebnehmen.

Eine Schneedecke bildet sich in den Niederungen aber nur vereinzelt und für kurze Zeit aus. Am meisten Neuschnee kommt noch in den östlichen Mittelgebirgen vom Harz über den Thüringer Wald bis zum Erzgebirge zusammen. Hier sind um die 5 cm Neuschnee zu erwarten.

Bald wieder milder

Am Dienstag kann es in der Mitte nochmals etwas schneien, doch insgesamt wird es schon wieder eine Spur milder. Hoch BURCKHARD schwächt sich nämlich zusehends ab, womit auch die Zufuhr polarer Kaltluft zu Ende geht. In den Niederungen wird es so im Laufe der Woche von Süden her ein wenig milder und ergiebiger Regen ist weiterhin keiner in Sicht.

Titelbild: visualhunt.com

Update zu erstem Schneefall im Flachland

Modellprognose der 6h-Neuschneemenge von Dienstag 04:00 bis 10:00 Uhr @ UBIMET

Der Sonntag verläuft abseits lokaler Nebelfelder besonders an der Alpennordseite überwiegend sonnig, etwas hartnäckiger halten sich teils hochnebelartige Wolken hingegen von Unterkärnten bis zum Südburgenland. Am späten Nachmittag ziehen im Nordosten vermehrt Wolken auf und am Abend fallen im Wald- und Weinviertel, in der Nacht schließlich entlang der Alpennordseite sowie im östlichen und südlichen Bergland ein paar Schneeflocken. Auch im Flachland von Linz über St. Pölten und Wien bis nach Eisenstadt können Nachteulen vermutlich die ersten Flocken des Winters erhaschen.

Es wird winterlich in Österreich
An der Südflanke des Hochs gerate kalte Luftmassen ins Land

 

Der Montag bringt viele Wolken und im Tagesverlauf schneit es vor allem im Bereich der Ostalpen sowie im Mühl- und Waldviertel zeitweise mit leichter Intensität, aber auch im Südosten deutet sich am Vormittag vorübergehend etwas Schneefall an. Generell kann sich ab mittleren Höhenlagen vorübergehend eine dünne Schneedecke bilden, etwas Matsch erscheint auch im Grazer Becken im Bereich des Möglichen. Generell sind einzelne Schneeschauer nirgends ausgeschlossen, am ehesten trocken bleibt es im Westen.

Dienstagmorgen im Süden frühwinterlich

Am Dienstag bleiben die Wolken im Süden und Osten dicht und nach derzeitigem Stand setzt von Osttirol bis ins Südburgenland bereits in den frühen Morgenstunden Schneefall ein, welcher zum Berufsverkehr bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auch stellenweise etwas kräftiger ausfallen kann. Bis etwa Mittag deutet sich im Süden anhaltender Schneefall bei dann leicht positiven Temperaturen an, zum Nachmittag hin verlagert sich der Schwerpunkt des Niederschlags in die Osthälfte. Mit dem Einfließen milderer Luft sollte die Schneefallgrenze hier aber auf etwa 400 bis 500 m ansteigen.

In Verbindung mit dem morgendlichen Schneefall deuten sich im gesamten Süden des Landes frühwinterliche Bedingungen mit ein paar Zentimetern Nassschnee an, von den Karnischen Alpen und Karawanken über die Kor- und Packalpe, das Steirische Randgebirge bis hin zur Semmering-Wechsel-Region erscheinen tagsüber auch markante Mengen um 10 cm immer realistischer. Vom Semmering nordwärts bis zum Waldviertel deuten sich Mengen um 5 cm oberhalb von rund 400 m an, im östlichen Flachland ist basierend auf den aktuellen Modellprognosen eher nur vorübergehend mit etwas Matsch zu rechnen.

In der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch selber ist im Osten weiterhin Niederschlag möglich, Schnee sollte dann aber nur oberhalb von 500 bis 700 m fallen. Einige Wettermodelle deuten auch eine raschere Milderung an.

 

Titelbild: Modellprognose der 6h-Neuschneemenge von Dienstag 04:00 bis 10:00 Uhr @ UBIMET

Ostlage sorgt für zunehmend winterliches Wetter in Österreich

Der erste Schnee im Flachland ist in Sicht

Bereits seit Mitte der Woche gelangen trockene und kühle Luftmassen nach Österreich, so gab es am Freitag erstmals in weiten Teilen des Landes Frost. Anbei die kältesten Orte pro Bundesland der letzten Nacht unterhalb einer Seehöhe von 1.000 m:

Ort Tiefstwert
Aigen im Ennstal (ST) -6.5 Grad
Summerau (OÖ) -5.8 Grad
Ehrwald (T) -5.8 Grad
Rauris (S) -5.6 Grad
Zwettl (NÖ) -5.2 Grad
Schoppernau (V) -4.5 Grad
Wien-Mariabrunn (W) -3.4 Grad
Neusiedl am See (B) -1.7 Grad
Völkermarkt (K) +0.3 Grad

In der Nacht auf Samstag ist neuerlich verbreitet mit Frost zu rechnen, es gibt allerdings ein paar Ausnahmen: Einerseits die windigen Regionen wie etwa das Innviertel, andererseits die trüben Regionen  durch Hochnebel wie etwa der Bodenseeraum oder Teile Kärntens.

Sonntagnacht erste Flocken

Der Samstag und der Sonntag verlaufen abseits lokaler Nebelfelder besonders an der Alpennordseite und im Osten überwiegend sonnig, etwas hartnäckiger halten sich teils hochnebelartige Wolken hingegen von Unterkärnten bis zum Südburgenland. Am Sonntagnachmittag ziehen aus Nordosten aber vermehrt Wolken auf und in der Nacht auf Montag ziehen besonders im Mühl- und Waldviertel sowie im östlichen und südlichen Bergland ein paar Schneeschauer durch. Auch sonst bestehen aber Chancen, die ersten Flocken zu Gesicht zu bekommen.

Schneeschauer am Montag

Der Montag bringt viele Wolken und im Tagesverlauf gehen vor allem im Bereich der östlichen Nordalpen vom Salzkammergut bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet sowie im Mühl- und Waldviertel ein paar Schneeschauer nieder. Ab mittleren Höhenlagen kann sich hier vorübergehend eine dünne Schneedecke bilden. Ein paar Schneeflocken sind aber nirgends ausgeschlossen, am ehesten trocken bleibt es im Westen sowie teils auch im östlichen Flachland. Mit Höchstwerten zwischen -2 und +5 Grad ist zudem in mittleren Höhenlagen erstmals in diesem Winter leichter Dauerfrost zu erwarten.

Es wird winterlich in Österreich
An der Südflanke des Hochs gelangt am Montag kalte Luft ins Land. © UBIMET / NCEP

Dienstag verbreitet Schnee?

Am Dienstag und Mittwoch machen sich die Ausläufer eines Tiefs über dem Mittelmeerraum bzw. Südosteuropa bemerkbar, dabei nimmt von Unterkärnten über die Steiermark bis in den Osten Österreichs die Wahrscheinlichkeit für Schneefall zu. Die Mengen halten sich voraussichtlich in Grenzen, vorübergehend sind aber auch im Flachland ein paar Zentimeter Nassschnee möglich! Etwas markantere Mengen sind in mittleren Höhenlagen vom Packsattel über das Steirische Randgebirge bis zur Semmering-Wechsel-Region möglich.  Die Modellunsicherheiten sind derzeit allerdings noch groß.

Bergwetter am Wochenende

Webcambild Virgen @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/virgen-west/

Freitag, 16. November 2018

Am Freitag halten sich in manchen Tälern zunächst wieder Nebelfelder, sie lösen sich aber bald auf. Somit scheint tagsüber in weiten Teilen der Alpen die Sonne. Etwas zäher sind die hochnebelartigen Wolken nur von Osttirol bis zum Alpenostrand, aber auch hier kann sich die Sonne zeitweise durchsetzen. Auf den Bergen weht mäßiger bis lebhafter Südost- bis Ostwind. Die Temperaturen erreichen von Ost nach West in 3.000 m Höhe -6 bis 0 Grad, in 2.000 m Höhe ist der Unterschied zwischen Ost und West mit -4 bis +4 Grad noch größer.

 

Samstag, 17. November 2018

Der Samstag beginnt in einigen Tälern und Becken erneut mit Nebel- oder Hochnebelfeldern, diese halten sich aber nur für kurze Zeit. In den Bergen scheint von früh bis spät die Sonne, nicht selten gar von einem wolkenlosen Himmel. Nur von den Ötztaler Alpen bis zur Rax-Schneeberg-Region ziehen am Nachmittag auch mal lockere Wolkenfelder durch. Der Wind weht auf den Bergen weiterhin teils lebhaft, dazu liegen die Temperaturen nun auch im Westen deutlich niedriger. In 3.000 m Höhe werden von Ost nach West -8 bis -6 Grad gemessen, in 2.000 m Höhe werden maximal -5 bis 0 Grad erreicht.

 

Sonntag, 18. November 2018

Am Sonntag ändert sich zunächst nur wenig am Wettergeschehen, mit der üblichen Verteilung von Nebel und Sonne geht es in den Tag. Im Laufe des Nachmittags ziehen von Nordosten her jedoch immer mehr Wolkenfelder auf, am späten Abend bringen sie nach derzeitigem Stand am Alpenostrand die ersten Schneeflocken. Bei lebhaftem Ostwind herrscht im Bergland nahezu überall Dauerfrost. In 3.000 m Höhe werden -9 bis -6 Grad erreicht, in 2.000 m Höhe sind es -5 bis 0 Grad, nach wie vor mit den höchsten Werten im Westen.

Zwar lockt der Sonnenschein nochmal in die Berge, gegenüber den letzten Wochenenden ist es diesmal aber deutlich kühler. Entsprechend sollte man auf ausreichend warme Kleidung in mehreren Schichten achten. Durch die niedrigeren Temperaturen ist nun auch überall der Betrieb von Schneekanonen möglich, die Pistenbedingungen sollten an diesem Wochenende aber nur auf den Gletschern ausreichend gut sein.

 

Titelbild: Webcam Virgen @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/virgen-west/

Erster Gruß vom Winter

Angezuckertes Feld

Sonntagmorgen verbreitet Frost

Zur Hälfte ist der Monat November bereits wieder Geschichte und bisher hat sich das Muster mit einer milden, südlichen Strömung fortgesetzt. Rund 5 Grad beträgt aktuell die positive Abweichung der Temperatur zum monatlichen Mittelwert, doch dies wird sich nun ändern. Kältere Luft hat den Alpenraum bereits erreicht, beispielsweise wurden in Wien am Donnerstagmorgen nach langer Zeit mal wieder Temperaturen von deutlich unter 5 Grad gemessen. Und dieser Trend setzt sich fort: Am Samstag muss man im Nordosten Österreichs mit Morgenfrost rechnen, am Sonntagmorgen schließlich im ganzen Land. Bis dahin bleibt es noch trocken, auch an der Verteilung von Sonne, Wolken und Nebel ändert sich vorerst nur wenig.

Kaltluftzufuhr aus Nordosten am Montag, den 19.11.2018 @ NCEP, UBIMET
Kaltluftzufuhr aus Nordosten am Montag, den 19.11.2018 @ NCEP, UBIMET

Erste Schneeflocken ab Sonntagabend

Bereits im Laufe des Sonntags kommen aus Nordosten allmählich kompakte Wolkenfelder auf und zum Abend hin sind im Mühl- und Waldviertel sowie im Weinviertel bei leicht positiven Temperaturen die ersten Schneeflocken möglich. Am späten Abend und über Nacht breiten sich die Schauer bis ins östliche Bergland aus, dann bestehen auch in Wien Chancen die ersten Flocken zu Gesicht zu bekommen. An der Alpennordseite kann es bereits weiß werden. Der Montag beginnt nach derzeitigem Stand im Mühl- und Waldviertel sowie von der Eisenwurzen bis zum Wechsel teils frühwinterlich mit dem einen oder anderen Zentimeter Schnee, tagsüber ist auch weiter nach Süden und Westen mit vorübergehendem leichten Schneefall zu rechnen. Mit Höchstwerten zwischen -1 und +5 Grad ist erstmals in einigen Regionen leichter Dauerfrost möglich.

 

20 cm Neuschnee in Kärnten am Dienstag?

Unklar ist noch die weitere Wetterentwicklung. Für den Dienstag gibt es bei den Wettermodellen größere Unterschiede hinsichtlich der Zugbahn eines neuen Italientiefs. Wahrscheinlich erscheint derzeit ein Szenario, nach welchem dem Süden und Südosten Österreichs ein markantes Schneefall-Ereignis bevorsteht. In Osttirol und Kärnten, aber auch in Teilen der Steiermark deutet sich anhaltender und teils kräftiger, wenngleich nasser Schneefall bis in die Niederungen an. Eine Nassschneedecke ist hier im Bereich des Möglichen, besonders in mittleren Höhenlagen wie etwa am Packsattel sind auch markante Mengen nicht ausgeschlossen. Aber auch im Osten nimmt die Wahrscheinlichkeit für Schneefall in der Nacht auf Mittwoch zu.

 

Photo credit: crazyhorse_mk on VisualHunt.com /  CC BY-NC-SA

 

Die bekanntesten Adventmärkte im DACH-Raum

Tief verschneiter Chrisamelmart Suhl @ https://www.thueringen.info

Die Vorweihnachtszeit ohne Adventmärkte wäre nur halb so schön. Das Warten auf Weihnachten verkürzt sich und Punsch, Ofenkartoffel und Waffeln versüßen die nun doch zunehmend kalte Jahreszeit zusätzlich. Wer da nicht in Stimmung kommt, hat die bekanntesten Adventmärkte wohl noch nicht besucht. Hier ein kleiner Überblick.

Wien – Österreich

Der Christkindlmarkt am Wiener Rathausplatz öffnet seine Tore vom 16. November bis 26. Dezember und lässt die Adventzeit zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Er ist der berühmteste Christkindlmarkt in Wien und lockt jährlich Millionen Besucher aus aller Welt an. Seine Wurzeln gehen bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Jedoch erst 1975 ist er an seinen jetzigen Standort gezogen. Das Burgtheater und das Wiener Rathaus verleihen dem Christkindlmarkt eine einzigartige Kulisse und seine ausgefallenen Dekorationen sind ein besonderes Highlight.

Weihnachtsmarkt Wien @ zlakfoto on VisualHunt.com / CC BY-SA
Weihnachtsmarkt Wien @ zlakfoto on VisualHunt.com / CC BY-SA

Regensburg – Deutschland

Einer der bekanntesten Adventmärkte in Deutschland ist der Christkindlmarkt in Regensburg. Eine unabhängige Jury wählte ihn zu einem der zehn schönsten Adventmärkte im deutschsprachigen Raum. Er wurde bereits 1791 erwähnt und ist ein traditioneller bayerischer Weihnachtsmarkt. Vom 26. November bis 23. Dezember sind seine Türen geöffnet und viele Künstler wie Glasbläser, Töpfer, Schnitzer und Kerzenzieher bieten ihre kunsthandwerklichen Waren an. Natürlich dürfen auch die kulinarischen Genüsse, wie der Heidelbeerglühwein oder die Original Regensburger Bratwürste nicht fehlen.

Weihnachtsmarkt Regensburg @ https://www.regensburg.de
Weihnachtsmarkt Regensburg @ https://www.regensburg.de

Basel – Schweiz

Zur Adventzeit verwandelt sich Basels Altstadt in ein weihnachtliches Wintermärchen. Hier residiert der älteste “Christkindlimärt” der Schweiz. Kilometerlange Lichterketten, dekorierte Häuser und große geschmückte Christbäume verzaubern das Stadtbild. Vom 22. November bis 23. Dezember gibt es die Möglichkeit den schönsten und größten Weihnachtsmarkt der Schweiz zu besuchen. Kunsthandwerker bieten ihre Waren an und kulinarische Spezialitäten wie die Basler Läckerli (eine Art Lebkuchen) lassen den Gaumen aufblühen.

Weihnachtsmarkt Basel @ https://www.basel.com
Weihnachtsmarkt Basel @ https://www.basel.com

 

Titelbild: Tief verschneiter Chrisamelmart Suhl @ https://www.thueringen.info

USA: Gefährlicher Glatteisregen

Eispanzer auf Auto @ Amjad Afridi, Severe Weather Europe

Auch in Zeiten des Klimawandels müssen sich Gegensätze irgendwie ausgleichen. Ist es in Europa lange Zeit zu warm, liegen die Temperaturen auf ähnlicher Breite westlich oder östlich des Kontinents eher tiefer als üblich. Das liegt an den Wellen, die sich um die Nordhemisphäre verlagern und abwechselnd südliche und nördliche Luftströmungen bringen. Aktuell hat dies in der gesamten Osthälfte der USA und Kanadas negative Temperaturabweichungen zur Folge. In US-Staaten wie Missouri, Iowa oder Wisconsin lagen die Temperaturen am Mittwochmorgen sogar im zweistelligen Frostbereich.

Momentane Temperaturabweichung auf Teilen der Nordhemisphäre @ https://climatereanalyzer.org/
Momentane Temperaturabweichung auf Teilen der Nordhemisphäre @ https://climatereanalyzer.org/

Tief bringt aufgleitende Warmluft

Nun macht sich von Süden her ein Tief auf den Weg nach Nordosten und erreicht bis Freitag den Atlantik. Es führt in höheren Schichten wärmere Luft mit sich, welche auf die lagernde Kaltluft aufgleitet und etwa von Chicago bis New York gefrierenden Regen bringt. Lokal werden massive Eisablagerungen erwartet, welche umstürzende Bäume und Stromleitungen und natürlich sehr gefährliche Straßenbedingungen zur Folge haben dürften. Lokal werden Eisablagerungen von bis zu 2 cm Höhe erwartet. Hier und da dürfte sich dann ein Bild wie auf dem Titelfoto ergeben, welches vor kurzem in Russland aufgenommen wurde.

 

Glatteisregen in den USA: betroffene Regionen @ UBIMET
Glatteisregen in den USA: betroffene Regionen @ UBIMET

Titelbild: Eispanzer auf Auto @ Amjad Afridi, Severe Weather Europe

Anhaltende Trockenheit

Zu trocken ist es nun schon den 10. Monat in Folge, letztmalig ist im Januar deutschlandweit mehr Niederschlag gefallen als üblich. Die Thematik ist hinlänglich bekannt. Und doch ist es erschreckend die Zahlen für den bisherigen November zu sehen, der ja auch schon wieder zur Hälfte um ist. Zwischen 1 und 3 % des normalen Monatsniederschlages sind bspw. in Bayern bisher zusammenkommen – fast nichts. Zufriedenstellend sieht die Bilanz mit 50-60 % nur im Saarland und in Rheinland-Pfalz aus, überall sonst sind es Stand 14.11. etwa 20 %. Und das, nebenbei erwähnt, wieder bei deutlich zu hohen Temperaturen – im Mittel ist der Monat im ganzen Land bisher etwa 5 Grad zu warm.

Tagesniederschlag am Dienstag, den 13.11.2018 @ UBIMET
Tagesniederschlag am Dienstag, den 13.11.2018 @ UBIMET

 

Schiffe stranden

Die Auswirkungen auf die Pegelstände der Flüsse sind klar, bereits vor Wochen und Monaten haben wir über Rekorde berichtet. Leider hat sich bisher nichts getan. Und so kommt die Binnenschifffahrt nun immer mehr zum Erliegen, mancherorts können keine Schiffe mehr fahren. Dies wirkt sich besonders auf die Spritpreise aus, sie steigen vielerorts trotz generell sinkender Ölpreise. Denn der Transport muss über den Landweg erfolgen, die Ladung eines Binnenschiffes verteilt sich aber auf rund 80 LKW’s. Und auch Unfälle nehmen zu – erst am gestrigen Dienstag ist in Köln ein Dieseltanker auf Grund gelaufen. Er konnte jedoch ohne Schaden wieder frei geschleppt werden.

 

Aussichten: Erster Schnee möglich, aber weiter zu trocken

Eine Besserung der Lage ist nicht in Sicht. Anhaltenden, flächigen Regen bräuchte es mal, doch dieser ist nicht in Sicht. Allein bis Ende der nächsten Woche ist lediglich im Norden und Osten des Landes mit ein paar Litern Niederschlag zu rechnen, auch in Form von Schnee, doch nach Süden und Westen zu bleibt es häufig komplett trocken.

Aufsummierter Niederschlag von Mittwoch, 14.11.2018 bis Freitag, 23.11.2018 @UBIMET, NCEP
Aufsummierter Niederschlag von Mittwoch, 14.11.2018 bis Freitag, 23.11.2018 @UBIMET, NCEP

 

Titelbild: Binnenschiff @ Lutz Blohm on Visualhunt.com / CC BY-SA

November: Ist dieser Monat wirklich so grau?

Im November gibt es viel Nebel und Hochnebel

Der November stellt den dritten und damit letzten Herbstmonat dar. Die durchschnittliche tägliche Sonnenscheindauer geht bis Monatsende nochmals spürbar zurück, von etwas über drei Stunden zu Monatsbeginn auf nur noch eineinhalb Stunden im Mittel am Monatsende. In typischen Nebelregionen wie etwas der Donauraum, das Schweizer Mittelland oder der Bodenseeraum scheint die Sonne noch seltener, etwas häufiger dagegen auf den Bergen. Wie ein Blick auf die folgende Tabelle zeigt, ist der November allerdings nicht der trübste Monat des Jahres.

Mittlere Sonnenscheindauer (h) November Dezember Januar
Wien (A) 66 51 70
Innsbruck (A) 101 83 100
Graz (A) 75 56 76
Berlin (D) 55 41 51
Hamburg (D) 49 32 45
Köln (D) 54 40 50
Konstanz (D) 53 41 49
Zürich (CH) 50 35 48
Basel (CH) 68 52 67

Ein paar allgemeine Infos zum Thema Inversionswetterlage gibt es hier.

Stimmungstief

Obwohl der Dezember und gebietsweise auch der Januar grauer sind, wird besonders der November mit gedrückter Stimmung verbunden. Dies liegt vor allem an der raschen Veränderung der Lichtverhältnisse im Herbst. Mit den dunklen Tagen kommt es bei einem kleinen Teil der Mitmenschen zum sogenannten „Novemberblues“, einem Seelentief. Studien zeigen, dass in Mitteleuropa etwa zehn Prozent der Bevölkerung im Winter unter Symptomen wie Müdigkeit, Energielosigkeit oder Konzentrationsschwäche leiden.

Die besten Tipps

Gegen den Novemberblues hilft in vielen Fällen der Aufenthalt im Freien, selbst an einem trüben Novembertag ist es draußen in der Regel deutlich heller als in den Innenräumen. Das Licht wirkt dem Stimmungstief entgegen. Zusätzlich zu empfehlen sind sportliche Betätigungen im Freien, die kühle Luft kurbelt das Immunsystem an und stärkt somit die körpereigenen Abwehrkräfte. Manche Menschen schaffen sich auch mittels kurzer Aufenthalte im Solarium Abhilfe, wesentlich empfehlenswerter sind allerdings Ausflüge in die Berge, wo man oberhalb des Nebels ausreichend Vitamin D tanken kann.

Die nebeligsten Orte weltweit

Die vermutlich nebeligste Region der Welt ist die Neufundlandbank (Grand Banks) südöstlich von Neufundland, wo durch das Aufeinandertreffen von Labrador- und Golfstrom an mehr als 120 Tagen pro Jahr Sichtweiten von weniger als einem Kilometer herrschen. Auch manche Berge stecken allerdings oft in den Wolken, so soll der schottische Berg Ben Nevis sogar an 300 Tagen pro Jahr in Nebel gehüllt sei.

Umstellung der Großwetterlage: Abkühlung in Sicht

Kalte Luft aus Russland erfasst Deutschland

Seit Monatsbeginn herrschen in Deutschland außergewöhnliche Temperaturen, so beträgt die Abweichung zum Mittel derzeit verbreitet 3 bis 5 Grad bzw. in der Südosthälfte örtlich sogar mehr als 6 Grad. Besonders am Alpenrand und im Oberrheingraben wurden auch Höchstwerte oberhalb der 20-Grad-Marke verzeichnet, wie etwa in Rosenheim mit 24.2 Grad am 6. November. Anbei eine Auswahl an Höchstwerten in diesem November:

Ort Höchstwert Tag
Rosenheim (Bayern) 24.2 Grad 6. November
Hohenpeißenberg (Bayern) 22.2 Grad 6. November
Garmisch-Patenkirchen (Bayern) 20.8 Grad 12. November
Freiburg (B-W) 20.5 Grad 12. November
Baden-Baden (B-W) 20.4 Grad 12. November
Quedlinburg (S-A) 20.1 Grad 12. November
Jena (Thüringen) 20.0 Grad 12. November
Leipzig (Sachsen) 19.8 Grad 12. November
Koblenz (R-P) 19.2 Grad 12. November

Kaltfront am Dienstag

Am Dienstag zieht aus Westen eine Kaltfront über Deutschland hinweg, welche tagsüber besonders in einem breiten Streifen von Baden-Württemberg  über Franken bis nach Brandenburg und Sachsen etwas Regen bringt. Im Nordwesten lebt frischer, an der Nordsee auch starker Südwestwind mit teils stürmischen Böen auf, zudem gehen im Norden und Osten am Nachmittag noch ein paar Schauer und vereinzelt auch kurze Kaltluftgewitter nieder. In der Nacht zum Mittwoch beruhigt sich das Wetter wieder und mit der Ausbildung eines Hochs über  Mitteleuropa setzt sich eine Wetterumstellung in Gang.

Eine Kaltfront bringt Regen
Die Kaltfront am Radar um 10 Uhr. © UBIMET / DWD

Hochdruckeinfluss

Die Höhenströmung dreht am Mittwoch von Südwest auf Nordwest und in der zweiten Wochenhälfte weiter auf Nordost bis Ost. Die Temperaturen bleiben vorerst noch über dem langjährigen Mittel und besonders im Nordwesten dominiert ab Donnerstag der Sonnenschein. Teils zähen Nebel oder Hochnebel gibt es dagegen in den Niederungen von Rheinland-Pfalz bis zum Alpenrand sowie gebietsweise auch im äußersten Osten. Am Freitag und Samstag überwiegt dann in weiten Teilen des Landes der Sonnenschein.

Ein Hochdruckgebiet liegt über Deutschland
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Freitag. © UBIMET / NCEP

Ostströmung

Am Wochenende verlagert sich der Kern des Hochdruckgebietes von Osteuropa in den Süden Skandinaviens. Über Deutschland etabliert sich somit eine östliche bis nordöstliche Strömung, welche aus Russland immer kühlere Luftmassen heranführt. Spätestens zu Beginn der kommenden Woche zeichnen sich dann vielerorts unterdurchschnittliche Temperaturen ab.

Eine Abkühlung ist in Sicht
Temperatur- und Druckprognose für Berlin. © UBIMET

Kommt Schnee?

Ob am Sonntag oder zu Beginn der kommenden Woche gebietsweise auch Niederschlag zu erwarten ist, hängt von der exakten Position des Hochs bzw. der Tiefdruckgebiete über Südosteuropa ab. Die Unsicherheiten sind derzeit noch erheblich, große Niederschlagsmengen sind aus heutiger Sicht aber nirgendwo zu erwarten. In mittleren Höhenlagen der Mittelgebirge nehmen die Chancen für ein kurzes Gastspiel des Winters aber zu.

Kalte Luft aus Russland zieht auf
Das GFS-Modell prognostiziert Sonntagnacht die Ankunft kalter Luftmassen aus Osten.

Großwetterlage stellt sich um: Kalte Luft aus Russland auf dem Weg nach Osteuropa

Frost mit Raureif im Herbst

Seit Monatsbeginn herrschen besonders an der Alpennordseite außergewöhnliche Temperaturen, so sorgte föhniger Südwind vielerorts für Höchstwerte oberhalb der 20-Grad-Marke. In der Stadt Salzburg wurde mit 23,8 Grad sogar eine neuer Stationsrekord für den November aufgestellt.

Ort Höchstwert Tag
Salzburg (S) 23.8 Grad 5. November
Wieselburg (NÖ) 23.5 Grad 6. November
Waidhofen an der Ybbs (NÖ) 23.4 Grad 6. November
Bludenz (V) 23.3 Grad 12. November
Haag (NÖ) 23.0 Grad 6. November
Feldkirch (V) 22.7 Grad 12. November
In den Nordalpen weht derzeit noch Föhn
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Montag mit Föhn in den Nordalpen.

Am Dienstag zieht an der Alpennordseite eine schwache Kaltfront durch. Abgesehen von geringen Regenmengen im westlichen Bergland ist zwar kein nennenswerter Niederschlag in Sicht, der Föhn geht aber zu Ende und mit der Ausbildung eines Hochs über  Mitteleuropa setzt sich eine Wetterumstellung in Gang.

Abkühlung und weniger Nebel

Die Höhenströmung dreht bis Mittwoch von Südwest auf Nordwest und in der zweiten Wochenhälfte weiter auf Nordost bis Ost. Das anhaltend trübe Wetter durch Hochnebel im Nordosten Österreichs wird dabei beendet und auch die Temperaturen nähern sich langsam wieder dem langjährigen Mittel. Spätestens in der Nacht auf Freitag zeichnet sich dann selbst im östlichen Flachland vielerorts Nachtfrost ab und tagsüber kommen die Temperaturen kaum noch über die 10-Grad-Marke hinaus.

Aus Russland gelangen immer kühlere Luftmassen nach Österreich
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Freitag mit kühler Nordostströmung.

Da die kühlere Luft vor allem in bodennahen Schichten einfließt, bleibt es in mittleren bzw. höheren Tallagen des Westens vorerst noch deutlich milder. Somit gibt es besonders im Hinteren Bregenzerwald bzw. im Arlberggebiet noch zweistellige Höchstwerte. Es wird jedoch nicht überall sonnig, so verlagert sich der Nebelschwerpunkt in den Bodenseeraum sowie teils auch in den Süden.

Kommende Woche noch kälter

Am Wochenende verlagert sich der Kern des Hochdruckgebiets vom östlichen Mitteleuropa in den Süden Skandinaviens. Im Alpenraum hat dies eine anhaltende östliche bis nordöstliche Strömung zur Folge, welche aus Russland immer kühlere Luftmassen heranführt. Nach derzeitigem Stand wird es mit lebhaft auffrischendem Nord- bis Nordostwind zu Beginn der kommenden Woche nochmals kälter mit Temperaturen unterhalb des langjährigen Mittels.

Es wird immer kälter im Laufe der kommenden 10 Tage
Temperaturtrend in etwa 1.500 m Höhe für Wien. © UBIMET / NCEP

Kommt der Schnee?

Ob zu Beginn der kommenden Woche auch Niederschlag im Alpenraum zu erwarten ist, hängt von der exakten Position des Hochs bzw. der Tiefdruckgebiete über Südosteuropa ab. Die Unsicherheiten sind derzeit noch groß, das europäische Wettermodell ECMWF prognostiziert allerdings nur sehr geringe Niederschlagsmengen. Das amerikanische Wettermodell GFS lässt dagegen auf den ersten Gruß des Winters hoffen.

In mittleren Lagen gibt es Dauerfrost
Temperaturprognose in etwa 1.000 m Höhe für kommenden Montag. (© GFS)

Bereits 31 Todesopfer durch Waldbrände in Kalifornien

In Kalifornien wüten schwere Waldbrände

Seit letzten Freitag hat Kalifornien mit schweren Waldbrände zu kämpfen. Zunächst entflammte im Norden des Bundesstaats das Camp Fire,  welches mit mehr als 25 Todesopfern sowie über 6.000 zerstörten Häusern den schlimmsten Waldbrand der Geschichte Kaliforniens darstellt. Der bisherige Schadensrekord wurde übrigens erst vor 13 Monaten in Santa Rosa durch das Tubbs Fire aufgestellt (die Waldbrände werden i.d.R. nach dem Entstehungsort benannt).


Ein zweiter großer Waldbrand, das Woolsey Fire, hat am Wochenende im Süden Kaliforniens weitere Todesopfer gefordert und bei Malibu auch einige Luxusvillen zerstört. In Summe fielen in den letzten Tagen somit mindesten 31 Menschen und knapp 7.000 Häuser den Flammen zum Opfer.

Santa-Ana-Winde

Im Herbst herrscht in Kalifornien Waldbrandsaison, da die Böden durch den heißen und niederschlagsarmen Sommer völlig ausgetrocknet sind. Heuer fielen die Regenmengen unterdurchschnittlich aus, was in Zusammenspiel mit den Santa-Ana-Winden derzeit zu der extremen Waldbrandgefahr führt. Beim Santa-Ana-Wind handelt es sich um einen teils stürmischen und sehr trockenen, föhnigen Ostwind, welcher die Feuerherde rasend schnell in Richtung Küste ausbreiten lässt.

Entspannung ab Mittwoch

Die Waldbrandgefahr im Süden Kaliforniens bleibt bis einschließlich Dienstag groß bzw. im Grenzbereich zu Mexiko sogar extrem. Der Santa-Ana-Wind lässt aber langsam nach, somit zeichnet sich in weiterer Folge eine Entspannung der Lage an. Zwar sind weiterhin Waldbrände möglich, diese werden aber nicht mehr so rasant durch den Wind angetrieben und können somit wesentlich leichter gelöscht werden.

Verheerende Waldbrände in Kalifornien

Waldbrand nahe Malibu

Seit dem Freitag wüten in Kalifornien verheerende Waldbrände. Im Norden des Westküstenstaates sorgte das sogenannte Camp Fire für mehrere Todesopfer und schon tausende Häuser fielen dem Brand zum Opfer. Ein zweiter großer Brand, Woolsey Fire, wütet bei Malibu und bedroht einige Luxusvillen. Zudem sorgen die derzeitigen meteorologischen Bedingungen für eine extreme Waldbrandgefahr.

Extreme Waldbrandgefahr durch Santa-Ana-Winde

Beinahe jährlich kommt es im Herbst in Kalifornien nach einem heißen und trockene Sommer zu Waldbränden.


Diese Jahr fielen aber die Regenmengen unterdurchschnittlich aus und mit den berüchtigten Santa-Ana-Winde können sich Waldbrände rasend schnell ausbreiten. Santa Ana ist ein stürmischer Ostwind, der locker Windgeschwindigkeiten um 100 km/h erreichen kann und zudem die Luft extrem austrocknet. Verbreitet herrscht derzeit nur einen Luftfeuchtigkeit von rund 10 Prozent.

Hier ein Video von der Flucht vor dem Camp Fire nahe der Stadt Paradise:

Bis Dienstag ungünstige Wetterverhältnisse

Bis einschließlich Dienstag bleibt die Situation in Kalifornien angespannt, weitere Waldbrände sind möglich und nach wie vor weht der kräftige Santa Ana. Danach lässt der Wind nach und die Chancen stehen gut das die Feuerwehrleute die Brände dann in Griff bekommen.

Titelbild: https://twitter.com/Represented_Ltd/status/1061527370832715776

Im Laufe der Woche kälter und Morgenfrost

In der zweiten Wochenhälfte muss man verbreitet Eiskratzen

Seit Monatsbeginn liegt Österreich in einer sehr milden, föhnigen Südwestströmung, die an der Alpennordseite für ungewöhnlich hohe Temperaturen sorgte. Mit Durchzug einer kaum wetterwirksamen Kaltfront geht das föhnige Herbstwetter am Dienstag zu Ende. Anschließend baut sich direkt über Mitteleuropa ein kräftiges Hoch auf. Somit wird es im Flachland wieder sonnig, allerdings steigt hier die Frostgefahr an.

Milder, föhniger Wochenstart

Der Montag verläuft nochmals nach dem altbewährten Muster: Im Flachland hält sich der Nebel, während es in den Föhnregionen bei viel Sonnenschein sehr mild wird. Auch im Süden scheint bei lebhaftem Jauk oftmals die Sonne. Am Dienstag nähert sich aus Nordwesten eine schwache Kaltfront. Mit dem Südföhn geht es zu Ende, der Nebel im Flachland weicht allerdings nur langsam.

Viel Sonnenschein, im Flachland Morgenfrost

Am Mittwoch lösen sich die Restwolken im Bergland am Vormittag auf, sonst dominiert bereits von der Früh weg der Sonnenschein. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen wird es schon etwas kühler.
Die Nacht auf Donnerstag kühlt es kräftig ab und selbst im Flachland kann es nach langer Zeit wieder zu Morgenfrost kommen. Tagsüber dominiert wieder großteils der Sonnenschein, nur in einigen Tal- und Beckenlagen hält sich hartnäckig der Nebel.

Am Ende der Woche vermutlich kälter, weiterhin trocken

Auch die restliche Woche verläuft weitgehend freundlich. Allerdings verlagert sich der Schwerpunkt des Hochs nach Skandinavien, damit dreht die Höhenströmung am Wochenende auf Nordost und ein Schwall kalter Luft macht sich auf den Weg nach Österreich. Nach derzeitigem Stand wird es mit kräftig auffrischendem Nordwind am Sonntag vor allem in der Osthälfte markant kälter. Da aber nach wie vor der Hochdruckeinfluss dominiert, bleibt es weitgehend trocken.

Wochentag Höchstwerte
Montag 9 bis 22 Grad bei Föhn
Dienstag 10 bis 18 Grad im Südosten
Mittwoch 8 bis 15 grad
Donnerstag 6 bis 14 Grad
Freitag 5 bis 14 Grad
Samstag 7 bis 14 Grad
Sonntag 4 bis 13 Grad im Süden

Sturzflut in Jordanien fordert Todesopfer

Sturzfluten in Jordanien

Ein Tief über dem östlichen Mittelmeer sorgte für zahlreiche heftige Gewitter im Nahen Osten. Wie schon vor 2 Wochen traf es Jordanien besonders schlimm. In den heranrasenden Sturzfluten kamen mindesten 9 Personen zu Tode. Auch aus der antiken Felsenstadt Petra mussten 3700 Touristen evakuiert werden, bevor sie teilweise überschwemmt wurde.

Trügerische Entfernung

Gewitter in Jordanien sorgen immer wieder für Todesopfer. Besonders gefährlich ist dabei der Umstand, das die Gewitter zig Kilometer entfernt niedergehen und dann die Wassermassen ohne Vorwarnung durch die engen Schluchten an Orte gelangen, an denen kein einziger Tropfen Regen fiel. Diese Sturzfluten  sind nicht nur für Touristen sondern oft auch für die Einheimischen überraschend und tödlich.

Überschwemmungen auch in Kuwait

Auch in Kuwait gab es gewittrigen Starkregen und ein Chaos durch überflutetet Straßen. Allerdings ist das Land komplett flach, somit kann es zu keine Sturzfluten kommen.

Titelbild: Euripides Evriviades

Überflutungen in Wales und Südfrankreich

Fluten in Wales

Durch die festgefahrene Großwetterlage verlagert sich das Tief über dem Atlantik kaum und steuert beständig feuchte Luft nach Wales. Mit der Südwestströmung staut sich auch die feuchte Mittelmeerluft an den Südrand des Zentralmassivs, somit kommt es auch in Südfrankreich zu Überschwemmungen.

Großflächige Überflutungen in Pembrokeshire

Im Westen von Wales, in der Grafschaft Pembrokeshire, führen derzeit alle Flüsse und Bäche aufgrund des Starkregens Hochwasser. Darum sind in der Gegend zahlreiche Straßen gesperrt, es kommt zu Stromausfällen und rund tausend Häuser sind bereits von den Fluten betroffen.

Fluten und Tornado in Südfrankreich

Am Südrand des Zentralmassivs sorgten Starkregen und Gewitter ebenfalls für Überschwemmungen. In den Staulagen fielen am Freitag 150 bis 200 l/m². Dazu gab es am östlichen Stadtrand von Montpellier einen Tornado, der einige Schäden verursachte.


Titelbild: bbc.com

Der Martini-Sommer

Gänse am Martinstag

Der Martini-Sommer oder auch Martinssommer schlägt heuer mit voller Wucht zu.  Als Martinssommer wird eine länger anhaltende Schönwetterphase um  den 11.11, dem Namenstag des Heiligen Martins, bezeichnet. Vor allem in den Föhnregionen der Schweiz, Österreichs und Süddeutschlands sind dabei noch Höchstwerte um die 20 Grad zu erwarten. Der Martini-Sommer schließt sich an den Altweibersommer und dem Goldenen Oktober an.

Hochdruckwetter hält an

Am Sonntag, zu Martini, sorgt eine schwache Front in der Schweiz und in Süddeutschland für ein wenig Regen. Mit aufkommendem Südföhn wird es aber rasch wieder sonnig und am Nachmittag mit 14 bis 20 Grad sehr mild. Auch in der kommenden Woche setzt sich das freundliche Herbstwetter fort. Allerdings klingt der Föhn bis Dienstag ab und somit gehen die Temperaturen etwas zurück, zudem hält sich in den Niederungen teils zäher Hochnebel.

Bauerregeln zum 11. November

Zum Fest des Heiligen Martins gibt es auch zahlreiche Bauernregeln, die aber viel Spielraum in der Interpretation zum herannahenden Winter lassen:

  • Sankt Martin Sonnenschein, tritt ein kalter Winter ein
  • Wenn an Martini Nebel sind, wird der Winter gelind
  • Wenn’s Laub nicht vor Martini fällt, kommt eine große Winterkält‘
  • Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart

Titelbild: visualhunt.com

 

Gewitter sorgen für Riesenhagel und Sandstürme in Australien

Riesenhagel in Australien

Australien befindet sich derzeit mitten im Frühling und es kommt zu dieser Zeit im Jahr verbreitet zu Gewittern. Eine kräftige Kaltfront sorgte vor allem im Südosten des Landes für Unwetter.

Sandstürme

Im wüsten- bis steppenähnlichen Landesinneren von New South Wales entstanden im Vorfeld einer kräftigen Gewitterlinie heftige Sandstürme. Diese fegten mit Orkanböen von bis zu 120 km/h übers Land.

An der Küste Riesenhagel

In Küstennähe bildeten sich mehrere Superzellen, eine davon brachte nahe der Stadt Kempsey Hagel von bis zu 8 cm Durchmesser. Die Schäden waren dementsprechend groß.

Schwere Waldbrände in Kalifornien

Riesige Aschewolken aufgrund der Brände

Nach einem trockenen Sommerhalbjahr steigt jedes Jahr im Herbst das Risiko für Waldbrände in Kalifornien. Diese Jahr ist es besonders schlimm, da selbst für kalifornische Verhältnisse kaum Regen fiel. Zudem sorgen die derzeitigen meteorologischen Bedingungen für eine extreme Waldbrandgefahr.

Santa-Ana-Winde

Zwischen einem Hoch über dem Nordpazifik und einem Tief südlich von Kalifornien herrscht derzeit eine kräftige Ostströmung. Dabei gleiten die Winde die Berghänge Kaliforniens hinunter zur Küste und trocknen die Luft extrem aus. Verbreitet herrscht derzeit nur einen Luftfeuchtigkeit von rund 10 Prozent. Diese so genannten Santa-Ana-Winde sorgen nicht nur für extrem trockene Luft sondern auch für Böen von bis zu 100 km/h. Unter diesen Bedingungen könne sich Waldbrände rasant ausbreiten.

Camp Fire

Der größte Waldbrand, das sogenannte Camp Fire, wütet derzeit im Norden von Kalifornien nahe der Städte Paradise und Chico.

Rund 30.000 Einwohner mussten ihre Häuser bereits verlassen und es gibt wohl schon erste Todesopfer. Der Waldbrand breitet sich rasch ostwärts aus und bedroht nun die Stadt Chico. Auch im Süden von Kalifornien sind in den kommenden Tagen Waldbrände zu befürchten.

Waldbrandgefahr in Kalifornien in den kommenden Tagen
Waldbrandgefahr in Kalifornien in den kommenden Tagen © NOAA

Titelbild: NOAA, CIMSS

Der erste tropische Zyklon der Saison auf der Südhalbkugel

Zyklon ALCIDE

Während die Hurrikansaison im Nordatlantik am 30. November endet, hat die Zyklonsaison im südlichen Indischen Ozean und in Australien dagegen am 1. November begonnen. Allgemein werden tropische Wirbelstürme je nach geographischer Lage zwar als Hurrikan, Zyklon oder Taifun benannt, es handelt es sich dabei aber stets um das selbe Phänomen.

Die Zugbahnen von Hurrikan, Zyklon und Taifun
Tropische Stürme weltweit. © Velden; Rohde

Wirbelsturm ALCIDE

Der tropische Sturm ALCIDE ist am 6. November entstanden und hat sich bis zum 8. November zu einem Zyklon verstärkt mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 185 km/h. Dies entspricht einem Hurrikan der Kategorie 3. Derzeit verlagert sich der Wirbelsturm in westliche bis südwestliche Richtung mit Orkanböen bis 230 km/h. In den kommenden Tagen wird er unter Abschwächung in Richtung der Nordspitze von Madagaskar ziehen, die genaue Zugbahn ist aber noch unsicher.

Neuer Regenrekord auf Mallorca im Oktober

Auf den Balearen gab es kräftige Gewitter

Der Oktober zählt zu den nassesten Monaten des Jahres im Mittelmeerraum, da die zunehmende Tiefdrucktätigkeit in Zusammenspielt mit den milden Wassertemperaturen für eine labile Schichtung der Luft sorgt (Details dazu gibt es hier: Unwettersaison im Mittelmeer). In Palma ist der Oktober mit 68 Liter pro Quadratmeter sogar der nasseste Monat des gesamten Jahres.

Der Oktober ist der nasseste Monat in Palma de Mallorca
Das Klimadiagramm von Palma de Mallorca. © www.travelklima.de/

Unwetter

Im Oktober waren die Balearen mehrfach von kräftigen Schauern und Gewittern betroffen. Am 9. Oktober kam es im Osten der Insel sogar zu einer tödlichen Sturzflut mit Regenmengen teils über 200 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden (siehe auch hier: Sturzflut auf Mallorca fordert mehrere Todesopfer).

Regenrekord

In der 33-jähirgen Messreihe von Colònia Sant Pere wurde im Oktober 2018 sowohl ein neuer Tagesrekord mit 232,8 Liter pro Quadratmeter Regen aufgestellt als auch eine neuer  Monatsrekord mit 433,8 Liter pro Quadratmeter. Der bisherige Rekord lag bei 395,2 Liter pro Quadratmeter und stammte aus dem Jahr 1990. Aber auch sonst gab es auf Mallorca sowie den restlichen Balearen außergewöhnlich viel Regen.

Oktobermittel Oktober 2018
 Balearen 64 188
 Mallorca 75 204

Gesund und fit durch den Herbst

Spaziergang im herbstlichen Wald - Photo credit: jd.echenard on Visualhunt.com / CC BY-ND

Gerade in der Übergangsjahreszeit machen es einem die häufigen Wetterwechsel schwer, zur richtigen Garderobe zu greifen. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht erschweren die Wahl der richtigen Kleidung noch weiter. Wer sich also nicht nach dem Zwiebelschalenprinzip kleidet, damit er tagsüber ein paar Schichten ablegen kann, bekommt zunehmend ein Problem. Die Sonne hat nämlich noch genug Kraft und ihr kommt leicht ins Schwitzen. Wer allerdings zu viele Kleidungsstücke ablegt, wird rasch vom kühlen Wind überrascht und die Erkältungsgefahr steigt.

Nasskalte Witterung besonders gefährlich

Die Gefahr den Körper zu unterkühlen und damit das Immunsystem zu schwächen, ist besonders bei nass-kalter, windiger Witterung hoch.

  • Bei tiefen Temperaturen neigt der Körper dazu auszukühlen.
  • Wird Kleidung oder die Haut nass, verdunstet das Wasser. Dabei entzieht es der Haut Wärme und kühlt diese zusätzlich.

Ansteckungsgefahr

Gerade in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen kann die Virenlast sehr hoch werden. Besonders viele Viren lauern auf Türgriffen oder Liftknöpfen. Ist das Immunsystem bereits geschwächt, kommt es zum Ausbruch von Erkältungen bis hin zu grippalen Infekten oder gar der Grippe. Um dem vorzubeugen, ist regelmäßiges Händewaschen Pflicht.

Was schwächt unser Immunsystem?

  • Kälte: Kühlt der Körper aus, ist er empfindlicher gegenüber Viren. Bitte also immer genug anziehen!
  • Schlafmangel: Schlafen sie weniger als sieben Stunden pro Nacht, ist ihr Risiko zu erkranken um das Dreifache erhöht.
  • Stress: Stress greift die Abwehrkräfte an. Das Einlegen von Pausen hilft, auch so manches gelassener hinzunehmen.
  • Bewegungsmangel: Zu wenig Freizeit an der Natur schwächt uns. Mindestens eine halbe Stunde pro Tag sollten wir an der frischen Luft verbringen und/oder joggen oder schwimmen.
  • Falsche Ernährung: Nicht nur das falsche Essen, auch zu wenig Essen schwächt unsere Abwehrkräfte. Um einem Vitaminmangel vorzubeugen, empfehlen sich einige Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Aber auch Vollkornprodukte, Eiweiß und gesunde Fette sollen täglich auf dem Speiseplan stehen.
Obst stärkt das Immunsystem @ Photo credit: Günter Hentschel on Visualhunt / CC BY-ND
Obst stärkt das Immunsystem @ Photo credit: Günter Hentschel on Visualhunt / CC BY-ND

Stärkung des Immunsystems

Kurz zusammengefasst sollte man auf Folgendes achten:

  • Vitaminreiche Nahrung
  • Sport (einmal pro Tag außer Atem kommen wirkt Wunder)
  • Frischluft (Spaziergänge im Wald helfen)
  • Psychisches Wohlbefinden (kein Stress!)
  • Ausreichend Schlaf (mindestens sieben Stunden)
  • Menschenansammlungen meiden (Infektionsgefahr!)
  • Bei ersten Anzeichen einer Erkältung auf Sport verzichten

 

Titelbild: Spaziergang im herbstlichen Wald – Photo credit: jd.echenard on Visualhunt.com / CC BY-ND

Föhnwolken – Beeindruckende Aufnahmen aus Vorarlberg

Föhnwolken bei Sonnenuntergang, aufgenommen von einer Webcam @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/roethis-west

Föhnwolken nehmen häufig die Form von Linsen oder Mandeln an, sind langgestreckt und klar von ihrer Umgebung abgegrenzt. Daher werden sie bspw. auch als Föhnfische bezeichnet, machmal sehen sie wie Ufo’s aus. Sie entstehen, wenn Gebirge überströmt werden und die Luft entsprechend gehoben wird. Auf der windabgewandten Seite entstehen Leewellen, welche mitunter ortsfest sind. Die Luft strömt also hindurch, durch aufsteigende Bewegungen an festen Punkten kondensiert die enthaltene Feuchte und Wolken erscheinen beständig an der gleichen Stelle.

 

Am Dienstagabend wurden in Vorarlberg einige schöne Aufnahmen gemacht, als die untergehende Sonne derartige Föhnwolken beschienen hat:

 


Föhnwolken bei Sonnenuntergang, aufgenommen von einer Webcam @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/zugspitze
Föhnwolken bei Sonnenuntergang, aufgenommen von einer Webcam @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/zugspitze

Titelbild: Föhnwolken bei Sonnenuntergang, aufgenommen von einer Webcam @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/roethis-west

Eismangel in der Arktis

Meereis bildet sich nur langsam

Unter der Klimaerwärmung leiden vor allem die arktischen Regionen. Im Winterhalbjahr liegen hier die Temperaturen oftmals 10 Grad über dem Durchschnitt, was sich auch auf die Meereisausdehnung und die Mächtigkeit des Eises auswirkt.

Temperaturen im Vergleich zum Durschschnitt
Temperaturen im Vergleich zum Durchschnitt © http://ocean.dmi.dk

Rund 1 Mio. km² an Eis fehlen

Das jährliche Meereis Minimum Ende September in der Arktis ist zwar schon einige Wochen her, die Eisdecke erholt sich aber nur langsam. Das die vergangenen Wochen in den meisten Regionen der Arktis deutlich zu warm ausfielen, breitet sich das Meereis nur langsam aus. Vor allem in der russischen Arktis fehlt es deutlich an Eis.

Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt.

Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt © http://nsidc.orgGrund dafür ist das großräumige Strömungsmuster, das nicht nur bei uns für zu mildes Wetter sorgt, sondern auch in den westrussischen Arktisregionen. Daran wird sich auch in den kommenden Tagen nichts ändern.

Titelbild: pixabay.com

Aktuelle Meereisausdehnung in der Arktis

Arktiseis

Die Klimaerwärmung ist speziell in der Arktis stark spürbar. Vor allem im Winterhalbjahr liegen die Temperaturen in hohen Norden oft 10 Grad über dem Schnitt der vergangenen Jahrzehnte. Die überdurchschnittlichen Temperaturen machen sich besonders in der Meereisausdehnung sowie der Stärke des Meereises bemerkbar.

Ausdehnung deutlich unterm Schnitt

In den vergangenen Wochen hat das arktische Meereis wieder deutlich, im ähnlichen Ausmaß wie die Jahre zuvor, an Fläche gewonnen. Trotzdem fehlen rund 1 Million Quadratkilometer auf die durchschnittliche Fläche von 1980 bis 2010.

Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt.
Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt © http://nsidc.org

Vor allem in der russischen Arktis fehlt es derzeit an Eis. Grund dafür ist das großräumige Strömungsmuster, das nicht nur bei uns für zu mildes Wetter sorgt, sondern auch in den westrussischen Arktisregionen.

Meereisausdehnung und -konzentration
Meereisausdehnung und -konzentration © http://nsidc.org

Schnee fehlt in Skandinavien und Westrussland

Die Schneedecke in den umliegenden Länder ist für Anfang November schon gut ausgebildet und in Kanada liegt schon deutlich weiter südlicher Schnee, als in einem durchschnittlichen Jahr. Ein deutliches Minimum bei der Schneedecke ist nur in Skandinavien und Westrussland auszumachen.

Aktuelle Schneeausdehnung im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt
Aktuelle Schneeausdehnung im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt

Hier kommt auch in den kommenden Tagen kein Neuschnee hinzu, während sich für den Nordwesten der USA ab dem Wochenende ein massiver Kaltlufteinbruch mit Schnee ankündigt!

Titelbild: pixabay.com

Festgefahrene Wetterlage bringt Föhn und außergewöhnliche Temperaturen

Die Sonne macht fleißig Überstunden.

Wie bereits mehrmals in diesem Jahr ist die Wetterlage über Mitteleuropa auch in diesen Tagen festgefahren. Der Alpenraum liegt zwischen einem umfangreichen Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik und einem stabilen Hoch über Russland. Über dem westlichen Mittelmeer entstehen dabei Randtiefs, während in den Nordalpen föhniger Südwind die Temperaturen in die Höhe treibt.

Im Alpenraum weht Föhn
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Dienstag. © UBIMET / NCEP

Sommertemperaturen im November

Die südliche Strömung führt seit Ende Oktober schubweise milde Luftmassen subtropischen Ursprungs nach Mittel- und Osteuropa. In den Niederungen sorgt die jahreszeitlich bedingte Inversionswetterlage zwar vermehrt für Nebel und Hochnebel, besonders in mittleren Höhenlagen sowie in den Föhnregionen gibt es allerdings außergewöhnlich hohe Temperaturen. In Salzburg etwa werden am Montag und Dienstag bis zu 24 Grad erreicht, aber auch von Süditalien über den Balkan bis nach Südpolen und Rumänien gibt es spätsommerliche Werte. In Osteuropa liegen die Temperaturen in 1.500 m Höhe in diesen Tagen teils sogar um mehr als 16 Grad über dem langjährigen Mittel, so wurden bereits am Samstag etwa in Tirana in Albanien hochsommerliche 31 Grad verzeichnet!

Der Föhn sorgt für teils spätsommerliche Temperaturen
Föhniges Wetter in Zell am See. © www.foto-webcam.eu

Festgefahrene Wetterlage

Die Wetterlage an sich ist zwar nicht außergewöhnlich, allerdings sehr wohl deren Beständigkeit. Zumindest bis zum nächsten Wochenende ist derzeit keine nachhaltige Änderung in Sicht, so gibt es mit nur kurzen Unterbrechungen bis auf weiteres unbeständiges Wetter in Westeuropa und im Mittelmeerraum, Föhn in den Nordalpen und Trockenheit in Osteuropa. Bereits seit letzten Winter kommt es in Europa wiederholt zu blockierten Wetterlagen, siehe auch hier: Verkehrte Wetterwelt in Europa.

In Osteuropa fällt kein Regen
Die Niederschlagssumme bis kommenden Samstag zeigt ein zweigeteiltes Europa. © NCEP

Extreme nehmen zu

Allgemein zeigen aktuelle Studien, dass Wetterlagen im Zuge des Klimawandels tendenziell immer stationärer werden. Während Tiefdruckgebiete normalerweise im Einflussbereich des Westwindbands von West nach Ost ziehen und für wechselhaftes Wetter sorgen, kommt es mittlerweile aufgrund der abnehmenden Temperaturunterschiede zwischen der Arktis und den Subtropen immer häufiger zu nahezu ortsfesten und beständigen Tief- und Hochdruckgebieten: Der Jetstream mäandert nämlich stärker und wird somit stationärer. Dies begünstigt Wetterextreme wie etwa Sturzfluten, Trockenheit und Hitzewellen.

Herbst im Mittelmeer: Unwettersaison durch Regen und Gewitter

Im Herbst gehen im Mittelmeer kräftige Gewitter nieder

Während die Gewittersaison in Mitteleuropa vor allem von Mai bis Anfang  August ihren Höhepunkt erlebt, verlagert sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit in den Herbstmonaten immer weiter südwärts.

Zunehmender Tiefdruckeinfluss

Im Sommer liegt vor allem das südliche Mittelmeer häufig unter dem Einfluss des subtropischen Hochdruckgürtels, welches für trockene und heiße Wetterbedingungen sorgt. Im Herbst verlagert sich die Westwindzone im Mittel aber langsam südwärts und die Ausläufer des subtropischen Hochdruckgürtels werden nach Nordafrika abgedrängt. Aus diesem Grund stellen der Hebst und der Winter im Mittelmeer die nasseste Zeit des Jahres dar.

Im Herbst fällt der meiste Niederschlag in Dubrovnik
In Dubrovnik fällt besonders im November und Dezember viel Regen.

Labile Luftschichtung

Der zunehmende Tiefdruckeinfluss und die ersten Kaltluftvorstoße aus Nordeuropa führen in Zusammenspiel mit den milden Wassertemperaturen zu einer labilen Schichtung der Luft. In der folgenden Graphik sieht man die mittlere, potentiell verfügbare Energie für vertikale Luftmassenbewegung (MLCAPE), welche ein wichtiges Maß für Gewitter darstellt. Im Herbst verlagert sich der Schwerpunkt südwärts.

Im Herbst ist die Luftschichtung im Mittelmeer labil.
Mittlere, potentiell verfügbare Energie für Konvektion im Juni und September. © Tilev-Tanriöver

Unwettersaison

Im nördlichen Mittelmeerraum erreicht die Gewittersaison im Spätsommer und zu Herbstbeginn ihren Höhepunkt, im zentralen Mittelmeer im Laufe des Herbsts und im äußersten Süden und Osten erst im Winter. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen einer Studie des ESWD wieder, welche die Monate mit den meisten Tagen mit Tornados zeigt.

Im Mittelmeer gibt es im Herbst die meisten Tagen mit Tornados
Der Monat des Jahres mit den im Mittel meisten Tagen mit Tornados. © ESWD

Mildes Mittelmeer

Die Wassertemperaturen im Mittelmeer nehmen im Zuge der globalen Erwärmung langsam zu, so gab es auch im 2018 von Ende April bis Anfang November in weiten Teilen des Meeres nahezu durchgehend überdurchschnittliche Wassertemperaturen. Auch im langjährigen Trend seit 1982 kann man ein Zunahme der mittleren Wassertemperaturen beobachten, was für die angrenzenden Länder eine Gefahr darstellt. Die Unwettersaison wird nämlich tendenziell länger und intensiver, denn je wärmer das Wasser im Herbst ist, desto mehr Energie steht für Unwetter zur Verfügung.

Das Mittelmeer wird immer wärmer
Trend der Wassertemperaturen im Mittelmeer. © CEAM

Sturzfluten in Sizilien

Auch in der letzten Woche hat anhaltender Tiefdruckeinfluss im Mittelmeerraum wiederholt für Unwetter in Italien gesorgt. Zu Wochenbeginn war vor allem der Norden Italiens von Tief VAIA betroffen, am Wochenende sorgte Tief XENA dann für gewittrigen Starkregen in den südlichen Landesteilen. In Summe kamen dabei in Italien über 30 Menschen ums Leben.

Herbst: Zeit der Inversionswetterlage mit Nebel und Hochnebel

Hochnebel im Land Salzburg

Zu dieser Jahreszeit stellt sich unter beständigem Hochdruckeinfluss immer öfter eine sogenannte Inversionswetterlage ein. Diese zeichnet sich durch eine Umkehr der normalerweise vorherrschenden Abnahme der Temperatur mit der Höhe aus, so ist es in mittleren Höhenlagen milder als in den Tal- und Beckenlagen. Dies hat zwei Ursachen:

  • Den Sonnenstand
  • Die Subsidenz bei Hochdrucklagen

Lange Nächte

Die Nächte in Mitteleuropa sind bereits über 14 Stunden lang und die Sonne steht tagsüber etwa in Wien maximal 27 Grad über dem Horizont. Die unteren Luftschichten kühlen in den langen Herbstnächten stark aus und besonders in den Tal- und Beckenlagen entstehen sogenannte Kaltluftseen, die durch die immer schwächere Sonne erst spät oder gar nicht mehr ausgeräumt werden können.

Im Herbst gibt es viel Nebel
Nebel im Rheintal. © www.foto-webcam.eu

Subsidenz

Kräftige Hochdruckgebiete im Herbst sorgen in der freien Atmosphäre für eine absinkende Bewegung der Luft („Subsidenz“). Wenn Luft absinkt, dann gelangt sie unter höheren Luftdruck und wird demzufolge komprimiert und erwärmt. Dies hat zur Folge, dass die Luft im Gebirge oft sehr trocken und die Fernsicht ausgezeichnet ist. Die Grenze zum darunterliegenden Kaltluftsee wird dann besonders markant und fördert beständigen Nebel oder Hochnebel.

In den Tallagen hält sich Nebel
Inversion mit Subsidenz. © UBIMET / www.foto-webcam.eu

Während in den Tälern und Niederungen also graues und kaltes Wetter herrscht, kann es in mittleren Höhenlagen tagsüber bei Sonnenschein mitunter auch mehr als 15 Grad milder sein! Aber auch ohne Hochnebel ist es unterhalb der Inversion häufig dunstig, denn durch die fehlende Durchmischung mit der oberen Atmosphäre sammeln sich Feuchte und Schadstoffe langsam an und die Sicht ist getrübt.

Eine Inversionswetterlage
Eine Dunstschicht im Zuge einer Inversionswetterlage in Osttirol. © www.foto-webcam.eu

Erneut schwere Unwetter mit Starkregen in Italien

In Italien gibt es seit Wochenbeinn schwere Unwetter

Anhaltender Tiefdruckeinfluss im Mittelmeerraum sorgt derzeit wiederholt für Unwetter in Italien. Der Kern von Tief XENA liegt aktuell an der Südspitze Sardiniens und weite Teile Italiens befinden sich unter dem Einfluss einer südlichen bis südöstlichen Höhenströmung. In Zusammenspiel mit der labilen Schichtung der Luft kommen besonders im Bereich der dem Wind zugewandten Küsten und Gebirgen teils ergiebige Regenmengen zusammen.

Sturzfluten in Sizilien

In den letzten 48 Stunden war vor allem Sizilien von gewittrigem Starkregen betroffen, so kam es in den Provinzen von Agrigent und Palermo zu ergiebigen Regenmengen und mindestens 12 Todesopfern. Bereits zu Wochenbeginn gab es in Norditalien schwere Unwetter, wir berichteten darüber u.a. hier: Tief VAIA: Orkanböen bis 200 km/h. Im Zuge der Unwetter kamen seit letzten Montag in Italien bereits über 30 Menschen ums Leben.

Anbei die nassesten Orte der letzten 48 Stunden in Sizilien bis Sonntag 6 Uhr:

  • Ribera (AG) 162 mm
  • Aragona C.da San Benedetto (AG) 154 mm
  • Menfi (AG) 150 mm
  • Contessa Entellina (PA) 145 mm

In den kommenden zwei Tagen fällt besonders an der Westküste zwischen Neapel und Grosseto, in Süden Kalabriens, im Osten von Sardinien und Korsika sowie im Bereich der Alpen kräftiger und teils auch gewittrig durchsetzter Regen.

Es gehen weitere Schauer und Gewitter nieder
Regenmengen in den kommenden 48 Stunden bis Montagnacht. © UBIMET

Mildes Mittelmeer

Es ist kein Zufall, dass der Mittelmeerraum besonders im Herbst mit Unwettern zu kämpfen hat: Einerseits kommt es in dieser Jahreszeit vermehrt zur Entstehung von Tiefdruckgebieten im Mittelmeerraum, andererseits sorgt das Zusammenspiel aus Kaltluftvorstoßen aus Nordeuropa und milden Wassertemperaturen für eine labile Schichtung der Luft. Dabei gilt: Je wärmer das Wasser im Herbst ist, desto größer ist das Risiko für Unwetter.

Die Wassertemperaturen liegt seit Ende April über dem Mittel
Anomalie der Wassertemperaturen im Mittelmeer im 2018. © CEAM

Unwettersaison

Die im Zuge des Klimawandels zunehmenden Wassertemperaturen stellen für den Mittelmeerraum eine erhebliche Gefahr dar, da die Unwettersaison im Herbst tendenziell länger und intensiver wird. Ein Blick auf die Anomalien der Temperaturen des Mittelmeers zeigt, dass es heuer bereits seit Ende April nahezu durchgehend überdurchschnittliche Werte gibt. Auch der langjährige Trend der mittleren Wassertemperaturen seit 1982 zeigt nach oben.

Das Mittelmeer wird immer wärmer
Trend der Wassertemperaturen im Mittelmeer. © CEAM

Schwere Unwetter in Sizilien, Sardinien und Korsika

Kleine Bäche schwellen stark an.

Das Tief dreht derzeit etwa zwischen Sardinien, Sizilien und dem italienischen Festland seine Kreise. Dabei entstehen immer wieder heftige Regenschauer und Gewitter. Anhand der Blitze (rote/blaue Kreuze) erkennt man gut, dass die kräftigsten Gewitter in den kommenden Stunden auf die Südküste Siziliens treffen.

Das Tief dreht sich über dem Mittelmeer.
Das Tief dreht sich über dem Mittelmeer.

Hier haben wir für euch die Regensummenvorhersage für die kommenden 48 Stunden, also bis Montag. Man sieht sogar den kreisförmigen Wirbel, das ist der Tiefkern. Die größten Regenmengen werden dort simuliert, wo die feuchte Mittelmeerluft auf das hügelige bis bergige Land trifft. So zum Beispiel auf Korsika, dort werden bis zu 200 Liter Regen prognostiziert:

Große Regenmengen kommen noch bis Montag zusammen.
Große Regenmengen kommen noch bis Montag zusammen.

Durch die kalte Luft in höheren Atmosphärenschichten gibt es an den Küsten im zentralen Mittelmeer wieder zahllose Wasserhosen zu beobachten:

Man kann erahnen, mit welcher Wucht die Unwetter bisher gewütet haben:

Bis zu 22 Grad! Warmstart in den November

Der Föhn sorgt für die hohen Temperaturen.

Warme Alpennordseite

Bereits am Sonntag steigen die Temperaturen auf 13 bis 20 Grad, dabei wird es mit Hilfe des föhnigen Südwindes vom Salzkammergut bis ins Mostviertel am mildesten. Die neue Woche bringt dann sogar bis zu 22 Grad, diese wenig herbstlichen Höchstwerte werden in den Nordalpen von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich erreicht. In diesen Regionen hilft der stürmische Föhn tatkräftig mit. Werte um 20 Grad sind für Anfang November zwar nicht alltäglich, vom absoluten Novemberrekord bleiben wir aber doch ein gutes Stück entfernt. Dieser liegt bei 26,6 Grad und wurde vor exakt 50 Jahren in Schlins (Vorarlberg) aufgestellt.

Auf dieser Grafik sieht man den Grund für diese beständige Wärme. Tiefer Luftdruck über Südwesteuropa, somit wird immer wieder warme Luft vom Mittelmeer und Nordafrika zu uns gelenkt (rote Pfeile):

Eine föhnige Südströmung.
Eine föhnige Südströmung.

Jahr 2018 auf Rekordkurs

Schon jetzt steht eines praktisch fest: 2018 wird als eines der wärmsten Jahre der Messgeschichte in die klimatologischen Geschichtsbücher eingehen. Selbst wenn der November und der Dezember deutlich zu kalt ausfallen sollten, wird 2018 noch immer für Rang vier in der ewigen Bestenliste einnehmen. Davon ist aber eher nicht auszugehen, denn zumindest bis zur Monatsmitte erwarten uns zumindest im November schon mal überdurchschnittliche Temperaturen. Selbst der bisherige Spitzenreiter 2014 ist in Reichweite, dafür müssten die letzten beiden Monate des Jahres lediglich ähnlich mild ausfallen wie in der jüngeren Vergangenheit.

Quelle Titelbild: pixabay

November: Von Schneemassen bis Sommertag alles möglich

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind im November schon wahrscheinlich.

In den vergangenen Jahren blieb der Winter in Mitteleuropa im November häufig aus, viele zu warme Monate liegen hinter uns. Der letzte zu kalte November ist in Österreich auch schon wieder 11 Jahre her, in Deutschland fiel der November 2016 minimal zu kalt aus. Der Blick in die Statistik verrät aber, dass es im November schon sehr winterlich sein kann. Eine geschlossene Schneedecke hält sich zwar in den Niederungen oft nur kurz, in den Alpen und Mittelgebirgen nach ergiebigem Schneefall aber doch bereits für einige Tage.

Sehr unterschiedliche Temperaturen möglich

Im November liegt die Monatsmitteltemperatur meist bei +3 bis +5 Grad, in höheren Alpentälern und in den Mittelgebirgen um +1 bis +2 Grad. Außerdem gehen die Temperaturen im Monatsverlauf weiter zurück, so fällt z.B. das Tagesmittel der Lufttemperatur in Wien von Anfang bis Ende November von etwa +8 Grad auf +3 Grad ab.

Aber das sind nur die durchschnittlichen Werte, möglich ist im November Vieles, die Allzeitrekorde machen es deutlich. So gab es in Österreich in Wien z.B. schon 23,7 Grad, in Bregenz gar 25,4 Grad, österreichweit hält Schlins (Vorarlberg) mit 26,6 Grad anno 1968 den Rekord. In Deutschland wurden in Rosenheim im Jahr 1997 bis zu 25,9 Grad gemessen, und selbst in Hamburg wurde mit 20,2 Grad die 20-Grad-Marke im November bereits geknackt.

Blickt man auf die Minima der Temperatur, kommt einem im Vergleich dazu das Schaudern. Am 15. November 1993 zitterten die Wiener in Mariabrunn bei bitterkalten -14,8 Grad und in St. Jakob im Defereggen (Osttirol) zeigte das Thermometer am 24. November 1975 in einer kalten Nacht bei Schneelage gar nur -27 Grad. Auch in Berlin gab es im November schon bis zu -16 Grad und selbst im wintermilden Köln wurde bereits strenger Frost bis hin zu -10 Grad registriert.  In der Schweiz wurden erst im November 2015 in La Brevine im Neuenburger Jura -23,4 Grad gemessen.

Schnee und Sturm

Während Schnee in tieferen Lagen im Oktober noch die Ausnahme darstellt, ist der erste Wintereinbruch mit einer vorübergehenden Schneedecke im November vor allem im Osten und Süden Deutschlands sowie im Alpenraum üblich. In Graz z.B. liegt im Mittel die erste geschlossene Schneedecke am 29. November. Im Norden und Westen Deutschlands lässt das erste Weiß hingegen meist bis zum Dezember auf sich warten. Im November steigt auch die Wahrscheinlichkeit für kräftige Sturmtiefs an. Erst 2015 fegte am 30. November ein solches über Mitteleuropa hinweg, in Wien wurden damals Orkanböen bis zu 126 km/h gemessen, in München waren es maximal 101 km/h.

Quelle Titelbild: pixabay

Tief VAIA hinterlässt Windwurf und schwere Schäden im Alpenraum

In den Alpen gab es schwere Schäden

Das Tiefdruckgebiet VAIA ist in der Nacht auf Dienstag unter Verstärkung über die Schweiz hinweg nach Deutschland gezogen. Es handelt sich dabei um eine außergewöhnliche Zugbahn, da Italientiefs normalerweise nach Osten oder Südosten abziehen. In den Nordalpen gab es dabei einen Föhnorkan, so wurden auf manchen Berggipfeln Orkanböen um 200 km/h gemessen. Aber auch in den Tallagen gab es Böen von bis zu 130 km/h wie etwa in Elm in der Schweiz.

Windwurf an der Alpensüdseite

An der Alpensüdseite konnte der sehr starke Höhenwind mit Durchzug der Kaltfront ebenfalls vorübergehend bis in die Tallagen durchgreifen. Dies ist außergewöhnlich, da der Regen hier normalerweise den Wind abschwächt. Betroffen davon waren vor allem die Südschweiz (Tessin, Engadin) und Italien (das Bergland von der Lombardei bis nach Trentino, Südtirol und Veneto), wo es zu erheblichen Schäden kam und die Dächer zahlreicher Häuser abgedeckt wurden. Dazu gab es teils schwere Überschwemmungen und Vermurungen durch den vorhergehenden, ergiebigen Regen.

Böen um 200 km/h

Anbei eine Auswahl an gemessenen Windspitzen:

  • Passo Rolle (ITA) 217 km/h
  • Gutsch-Andermatt (CH) 213 km/h
  • Feuersang (AT) 198 km/h
  • Monte Cesen (ITA) 192 km/h
  • Jaufenkamm (ITA) 185 km/h
  • Piz Martegnas (CH) 181 km/h
  • Brunnenkogel (AT) 176 km/h
  • Sonnblick (AT) 173 km/h
  • Gornergrat (CH) 168 km/h

Auch in den Tallagen der Alpensüdseite kam es zudem örtlich zu Orkanböen, wie etwa in Lugano im Tessin mit 129 km/h.


Böen bis 200 km/h: Extreme Schäden durch Sturm VAIA in den Alpen

In Italien gab es extremen Windwurf

Mit Durchzug des Tiefs kam es zu extremen Druckunterschieden im Alpenraum. An der Alpennordseite in der Schweiz und Österreich tobte ein heftiger Föhnorkan, so wurden in exponierten Lagen der Tauern und im östlichen Bergland Böen von knapp 200 km/h gemessen (Feuersang, Hochschwab, Ötscher). In den Tallagen kam es zu Schäden und Unterbrechungen in der Stromversorgung durch Windwurf und Windbruch, zudem wurden vereinzelt sogar Hausdächer abgedeckt. Auch das Dach der Festung Hohensalzburg wurde teilweise beschädigt.

Extreme Schäden in den Südalpen

Der Tiefkern von VAIA ist in der Nacht auf Dienstag direkt über Piemont und die Schweiz hinweggezogen. Auch an der Alpensüdseite konnte der extrem starke Höhenwind mit Durchzug der Kaltfront dabei vorübergehend bis in die Tallagen durchgreifen. Dies ist ungewöhnlich, da der starke Regen in diesen Regionen normalerweise den Wind deutlich abschwächt. Besonders betroffen davon waren die Südschweiz (Tessin, Engadin) und Italien (v.a. das Bergland von der Lombardei bis nach Trentino, Südtirol und Veneto), wo es zu erheblichen Schäden kam. Sogar die Dächer mancher Berghütten wie etwa das Albula Hospiz in der Schweiz und das Rifugio Comici in den Dolomiten wurden durch den Orkan abgedeckt.

Anbei eine Auswahl an gemessenen Windspitzen:

Schweiz

  • Gutsch-Andermatt 213 km/h
  • Piz Martegnas 181 km/h
  • Gornergrat 168 km/h
  • Säntis 166 km/h
  • Matro 154 km/h

Österreich

  • Feuersang (Tauern) 198 km/h
  • Brunnenkogel 176 km/h
  • Sonnblick 173 km/h
  • Sölden Kreuzspitze 168 km/h
  • Patscherkofel 166 km/h

Italien

  • Passo Rolle 217 km/h
  • Monte Cesen 192 km/h
  • Jaufenkamm 185 km/h
  • Monte Verena 161 km/h
  • Passo Mangehn 157 km/h

Selbst in den Tallagen kam es allerdings örtlich zu Orkanböen, wie etwa in Lugano (CH) mit 129 km/h.

Schäden auch in Österreich

Die Kaltfront von Tief VAIA hat am Montagabend unter Abschwächung auch Österreich überquert. Besonders betroffen davon waren Osttirol und Oberkärnten, so wurden vor allem in mittleren Höhenlagen im Lesachtal erhebliche Schäden beobachtet. Teils schwere Sturmböen wurden sogar am Talboden verzeichnet, wie etwa  in Obervellach mit 90 km/h oder Bad Bleiberg mit 94 km/h.

Auf den Bergen gab es einen Föhnorkan
Am Montagabend gab es verbreitet Orkanböen auf den Bergen. © UBIMET

Titelbild: Freiwillige Feuerwehren Südtirol

Gibt es schon irgendwo Schnee im Mitteleuropa?

Neuschnee im Zentralmassiv

In Österreich findet man derzeit Naturschnee nur im Hochgebirge. Tief VAIA sorgte zu Beginn der Woche nicht nur für Überschwemmungen und Sturm, sondern auch für den ersten nennenswerten Neuschneezuwachs in den Gletscherregionen. So fielen verbreitet über 50 cm Neuschnee auf den österreichischen Gletschern.

Schnee im Frankreich

An der Rückseite von Tief VAIA kam es vor allem im Zentralmassiv in Frankreich zu kräftigem Neuschneezuwachs von stellenweise über 50 cm. Teilweise gab es dort neue Schneerekorde für Ende Oktober und einige Straßen waren blockiert.

Schnee an der Alpensüdseite

Während es bisher an der Alpensüdseite zu mild war für ergiebigen Schneefall, sorgt der heutige Südstau in so manchem Hochtal für einen ersten Vorgeschmack auf den Winter. Im Aostatal schneite es über Nacht ergiebig.

Schnee in Österreich?

Derzeit fällt in Osttirol oberhalb von rund 1400 m Schnee. Eine nachhaltige Schneedecke wird sich aber auch hier nicht ausbilden, da es in den kommenden Tagen wieder milder wird. Auch in der ersten Novemberwoche bleibt es zu mild für Schnee in den Tälern, alle Winterfreunde müssen sich noch in Geduld üben.

Himmelsfarben als Wetterbote

Abendrot gut Wetterbot

Ob Blau, Rot oder doch eher Orange – die Ursache dieser Farbenvielfalt liegt in der Art, wie das Sonnenlicht in der Atmosphäre gestreut wird.

Hintergrundwissen

Die Rotfärbung entsteht in erster Linie durch die Streuung und Brechung des Sonnenlichtes. Nicht jede Wellenlänge wird gleich stark abgelenkt – je kleiner diese nämlich ist, desto stärker wird sie gestreut. Da die Farbe Blau die kürzeste Wellenlänge aufweist und Rot die längste, wird demzufolge blaues Licht stärker gestreut als rotes. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Länge des Weges durch die Atmosphäre. Bei tiefem Sonnenstand, also morgens und abends, ist der Weg des Lichts recht ‚lange‘. Durch die Streuung vermindert sich der Blauanteil dabei so stark, dass die rote Farbe die Oberhand gewinnt. Somit ist der wolkenlose Himmel bei Sonnenaufgang und -untergang rot.

Abendrot – Gutwetterbot

Zumindest in unseren Breiten trifft diese Aussage meistens zu: Das Abendrot, also die intensive Beleuchtung der Wolken durch die Sonne, ist nur dann zu sehen, wenn der Himmel im Westen wolkenfrei ist. In Mitteleuropa ‚kommt das Wetter‘ oft aus dem Westen – zeigt sich der Himmel gen Westen also in rötlichen Farbtönen, bedeutet das, dass keine Wolke ‚in der Nähe‘ ist, die schlechtes Wetter bringen kann.

Morgenrot – Schlechtwetter droht

Wenn allerdings bereits in den Morgenstunden die Wolken in intensiven Farben leuchten, ist genau das Gegenteil der Fall. Dann steht die Sonne im Osten, wo der Himmel noch klar sein muss, aber von Westen zieht bereits Bewölkung auf. Beide Bauernregeln gelten natürlich nicht, wenn Tiefs aus anderen Himmelsrichtungen aufziehen – hierzulande ist dies jedoch eher die Ausnahme.

Das Video zeigt schöne Morgen- und Abendrot am Alpenrand bei Föhn:

Titelbild: pixabay.com