Warnlagebericht

Aktuelle Wetterlage

In einer südwestlichen, feucht-labilen Strömung startet die neue Woche startet größtenteils unbeständig und immer wieder sind kräftige Gewitter möglich, oft sonnig und heiß bleibt es einmal mehr im Osten und Südosten des Landes. Eine deutliche Änderung der Großwetterlage ist erst ab dem kommenden Wochenende möglich.

Überblick Warnungen

GEWITTER
Die Vorwarnungen gelten für den Sonntag. Akutwarnungen werden im Bedarfsfall ausgegeben.

Warnausblick

In der ersten Nachthälfte ziehen besonders im Nordosten noch kräftige Gewitter durch. In der zweiten Nachthälfte beruhigt sich das Wetter zunehmend.

Am Montag wechseln zunächst Sonne und Wolken einander ab und nur vereinzelt gehen Schauer nieder. Im Tagesverlauf sind dann verbreitet kräftige Schauer und Gewitter möglich, ausgenommen bleibt  lediglich der äußersten Südosten. Dabei weht dort lebhafter Südwestwind. Vor allem nördlich der Alpen besteht weiterhin eine erhöhte Unwettergefahr!

Der Dienstag hat im Osten und Südosten neuerlich sommerliche und häufig sonnige Verhältnisse zu bieten, einzelne und durchaus heftige Hitzegewitter gehen aber im Tagesverlauf auch hier nieder. Von Vorarlberg bis Oberösterreich und Kärnten sowie in der Obersteiermark ziehen von der Früh weg Schauer und Gewitter durch, stellenweise ist mit großen Regenmengen zu rechnen.

Am Mittwoch geht es meist trocken in den Tag. Im Westen bilden sich aber schon gegen Mittag erste, kräftige Gewitter, die sich in weiterer Folge nach Osten ausbreiten und am späten Abend auch den Nordosten erreichen. Dabei besteht örtlich weiterhin die Gefahr von schweren Unwettern! Trocken und oft sonnig bleibt es von Unterkärnten über die Südsteiermark bis ins Burgenland.

Autor

Thomas Aistleitner
Sonntag, 25. Juli 2021 um 21:40 Uhr

Am Sonntag erneut gewittrig

Prognose für die Schweiz

Am Montag veränderlicher Mix aus Wolken, Sonne und ein paar Schauern oder Gewittern. Schwülwarme 24 bis 25 Grad.

Aussichten für die Schweiz

Am Dienstag wechselhaft mit vor allem am Vormittag etwas Sonne und am Nachmittag einzelnen Schauern oder Gewittern. Schwül.

 

Titelbild: Gewitter über Luzern, AdobeStock

Am Sonntag heftige Gewitter in Österreich

Unwettergefahr Shelf Cloud

+++Update 21:30 Uhr+++

Der Wienerwald zeigt wieder einmal seinen Einfluss als Wetterscheide. Die zuvor noch kräftige Gewitterlinie zeigt über den Wienerwald deutliche Auflösungserscheinungen (weißer Kreis und weißer Stern: Wien), hingegen der nördliche Teil (schwarzer Kreis) im Weinviertel hat aber weiterhin noch Energie, wo dann noch mit 50 bis 70 km/h Böen zu rechnen ist. Im Mostviertel kommt aber noch ein gewittriger Schauer nach (grüner Kreis):

+++Update 21:00 Uhr+++

Aus Neuhofen an der Krems etwa um 18 Uhr – gut, dass es der Grill überstanden hat, Christian 😉

+++Update 20:45 Uhr+++

Während sich das Wetter in vielen Landesteilen schon wieder beruhigt hat und vereinzelt nur noch Schauer durchziehen, hat es Wien und das Weinviertel noch vor sich. Hier wird in den nächsten Minuten die weiterhin kräftige Gewitterlinie aus Westen eintreffen. Dabei ist mit kleinem Hagel, vor allem aber stürmischen Böen von 50 bis 70 km/h zu rechnen!

+++Update 20:30 Uhr+++

Und weitere Bilder erreichen uns von Klaus Rockenbauer –

aus Langenlois bei Krems, mit einer beeindruckenden shelfcloud:

und aus Fels am Wagram:

+++Update 20:15 Uhr+++

Jetzt wird es langsam wieder interessant für Wien!

In diesem Moment genau über St. Pölten zieht die sich in Niederösterreich gebildete Linie nun weiter nach Nordosten. In deren Vorfeld ist mit stürmischen Böen zu rechnen!

+++Update 20:00 Uhr+++

Sage und Schreibe über 81.000 Blitzentladungen wurden heute schon in Oberösterreich detektiert.

 

Anhand des Blitzverlaufes der letzten 3 Stunden lässt sich auch gut erkennen, dass sich die Gewitter zu zusammenhängenden Clustern verbunden haben,

und dabei nicht nur Hagel brachten, sondern auch für Sturmböen sorgten:

+++Update 19:30 Uhr+++

Weitere beeindruckende Bilder nun von dem Gewittercluster aus Oberösterreich – Quelle: Stormscience Austria

Zu sehen ist die Böenfront, die zB. in Kremsmünster für 108 km/h Sturmböen sorgte.

+++Update 19:20 Uhr+++

Sehr kräftige Neuentwicklung nun im Mariazellerland (weißer Kreis)!

Passen Sie dort entsprechend auf, denn auch hier kann es hageln!
Eine weitere Neuentwicklung deutet sich nun nördlich von Wien an. Auch diese gilt es in den kommenden Minuten zu beobachten!

Radarbild

+++Update 19:10 Uhr+++

VORSICHT nun im nördlichen Waldviertel!

In den kommenden Minuten wird die weiterhin sehr kräftige Gewitterlinie auch das nördliche Waldviertel erreichen. Stellen Sie sich auch dort auf Sturmböen und Hagel ein!

Blitzverlauf

+++Update 19:00 Uhr+++

Stormchaser sind für diensthabende Meteorologen immer sehr wichtig, weil sie uns mit Bilder und Einschätzungen von den Gewittern live vor Ort versorgen. Eine erste Auswahl wollen wir auch mit euch teilen:

Folgende Bilder stammen von Oed bei Amstetten und zeigen die aufziehende Gewitterfront:

Quelle: Klaus Rockenbauer
Quelle: Klaus Rockenbauer
Quelle: Klaus Rockenbauer

+++Update 18:40 Uhr+++

ERHÖHTE VORSICHT jetzt im Mühlviertel!

Im Zuge der sehr kräftigen Gewitterlinien in Oberösterreich ist mit teils schweren Sturmböen und weiterhin auch mit Hagel und Starkregen zu rechnen! Seien Sie vorsichtig!

Kremsmünster meldete zB. 108 km/h, Bad Zell 104 km/h und selbst an der durch die Bebauung etwas geschützten Station in Linz wurden 80 km/h gemessen:

Windböen der letzten 3 Stunden

+++Update 18:25 Uhr+++

England, Frankreich, Benelux, Dänemark, Polen, Tschechien, Deutschland, Schweiz, Italien und besonders Österreich haben derzeit eines gemeinsam: Es gewittert – und das teilweise sehr kräftig!

Blitzverlauf

Beeindruckende, in den Folgen aber gleichermaßen unschöne Bilder erreichen uns zB. aus Bayern:

Oder aus der Schweiz:

Eines sollte man aber tunlichst vermeiden: sich bei aufziehenden Gewittern noch im Freien oder gar auf dem Wasser aufhalten, so wie die Bootsfahrer hier in Berlin kurz vor Eintreffen eines Gewitters!

+++Update 18:05 Uhr+++

ERHÖHTE VORSICHT in Oberösterreich!

Nicht nur in Linz, sondern eigentlich in ganz Oberösterreich ist nun erhöhte Vorsicht geboten! Eine sehr kräftige Gewitterlinie hat sich dort gebildet und zieht weiter nach Nordosten. Hauptgefahren sind Sturmböen, Hagel und Starkregen!

Bringen Sie draußen lose und leichte Gegenstände in Sicherheit und begeben Sie sich selbst in eine geschützte Umgebung, wie etwa das Haus oder das Auto!

Blitzverlauf

+++Update 17:45 Uhr+++

Erst nach Mitternacht sind die letzten Gewitter von gestern aus Niederösterreich und dem Burgenland abgezogen und schon ziehen wieder sehr kräftige Gewitter durch:

 

+++Update 17:15 Uhr+++

VORSICHT im Wechselgebiet!

Das kräftigste Gewitter samt größerem Hagel befindet sich derzeit südöstlich von Mürzzuschlag und zieht nun weiter nach Kirchberg am Wechsel (schwarzer Kreis)!
Aber auch die anderen Gewitter in Österreich sind nicht zu unterschätzen, vielmehr ebenso sehr kräftig! So muss man sich im Hausruckviertel auf kleineren Hagel, aber auch Sturmböen einstellen – Altmünster meldete eben 83 km/h Windböen! Seien Sie vorsichtig!

Radarbild

+++Update 16:45 Uhr+++

Neuentwicklung nun im Mostviertel! (weißer Kreis)
Auch sonst sind in der Steiermark weiterhin noch sehr kräftige Gewitter unterwegs und das ehemals Chiemgauer Gewitter hat inzwischen das Innviertel erreicht.

Radarbild

+++Update 16:30 Uhr+++

Der Satellitenfilm der letzten 2 Stunden zeigt anhand der roten Pluszeichen nicht nur die Gewitter aus diesem Zeitraum, sondern auch deren pilzförmige Wolkenstruktur.

Außerdem kann man daran gut erkennen, dass die Gewitter alle eine West-Ost-Nordost Zugrichtung haben, während der Amboss deren Wolken primär vom Gewitter weg nach Norden gezogen wird. Dies spricht für eine Änderung der Windrichtung mit der Höhe und ist somit ein Anzeichen für langlebige, aber auch kräftige Gewitter!

Satellitenfilm – UBIMET, EUMETSAT

+++Update 15:55 Uhr+++

In Höhen von 12 bis 13 km reichend und ebenfalls sehr intensiv sind die Gewitter in der Steiermark. Das Mürztal entlang ist daher mit Hagel zu rechnen!

Radarbild

+++Update 15:45 Uhr+++

Eine kräftige und vor allem sehr blitzaktive Gewitterzelle zieht derzeit vom Chiemgau nach Nordosten. In der nächsten Stunde ist daher besonders im Flachgau und im Innviertel Vorsicht geboten!

Blitzverlauf

+++Update 15:20 Uhr+++

Im Bezirk Kufstein muss man sich aktuell aufgrund eines kräftigen Gewitters auf Starkregen einstellen! (schwarzer Kreis)

Räumlich kleiner, dafür aber intensiver sind die beiden Gewitter in der Steiermark. Rechnen Sie daher in der Gegend Murau, Judenburg und Zeltweg in den kommenden Minuten mit Hagel! (weißer Kreis)

Radarbild

+++Update 15:10 Uhr+++

ACHTUNG jetzt im Rheintal, speziell in der Bodenseegegend!

Rohrspitz meldete eben einen Gewitter-Outflow von 73 km/h. Achten Sie daher auf leichte Gegenstände draußen und halten Sie Abstand von Bäumen!

+++Update 15:05 Uhr+++

Potential zu Schwergewittern ist heute im Alpenraum auf jeden Fall gegeben. Die Luftmasse bei unseren westlichen Nachbarn in der Schweiz ist eine ähnliche und so kann man an den Gewittern dort bereits abschätzen, was auch in Österreich lokal noch möglich sein wird.

Das Gewitter bei Galgenen in der Schweiz, das sich inzwischen – vor Eintreffen in Vorarlberg – wieder etwas abgeschwächt hat, brachte dort einen beeindruckenden Hagelteppich:

Aber ich anderswo in der Schweiz wird von Hagel berichtet:

+++Update 14:50 Uhr+++

Der aktuelle Blitzverlauf zeigt nicht nur, wo derzeit in Österreich Blitze detektiert wurden, sondern auch, in welche Richtung das Gewitter in den kommenden Minuten mit hoher Wahrscheinlichkeit ziehen wird. So erkennt man, dass derzeit ein Gewitter von der Schweiz aus nach Österreich zieht, es in Tirol, Osttirol, Kärnten und in der Steiermark aber ebenso blitzt:

Blitzverlauf

+++Update 14:30 Uhr+++

Schön langsam nimmt die Gewittertätigkeit Fahrt auf! Neben den bereits erwähnten Gewittern in Vorarlberg geht es nun auch in Nordtirol östlich von Innsbruck sowie rund um die Nockberge los. Grün markiert auf dem aktuellen Radarbild:

Radarbild um 14:15 Uhr

+++Update 14:15 Uhr+++

Hier noch ein Video nach dem schweren Gewitter in der Schweiz. Kurs nach wie vor Richtung Vorarlberg.

+++Update 14:00 Uhr+++

Große Hagelmengen hat die Gewitterzelle in der Ostschweiz hinterlassen:

Quelle: http://mgbuttikon.ch/webcam/live.jpg

+++Update 13:45 Uhr+++

Das Gewitter im Tiroler Oberland zieht nun über das Kaunertal und Pitztal Richtung vorderes Ötztal weiter. Anschließend könnte es auch noch das Oberinntal westl. von Innsbruck erreichen.

Blitze der letzten 3 Stunden.

+++Update 13:30 Uhr+++

Noch ist es freundlich in Feldkirch, am oberen linken Bildrand sind aber schon erste Ausläufer des heftigen Gewitters aus der Schweiz zu sehen. In knapp 60 Minuten trifft es dann im Rheintal ein.

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/feldkirch/

+++Update 13:15 Uhr+++

Vorsicht demnächst im Rheintal in Vorarlberg! Aus der Schweiz nähert sich ein heftiges Gewitter dem Ländle, gut zu sehen an der „Blitzspur“ bei unseren Nachbarn:

+++Update 13:00 Uhr+++

Ein erstes kräftiges Gewitter ist bereits im Tiroler Oberland aktiv, es zieht derzeit über das Oberinntal Richtung Kaunertal.

Radarbild von 13:00 Uhr

+++Update 12:00 Uhr+++

Im Vergleich zu gestern ist die Wetterlage weitgehend unverändert. Im Vorfeld eines Tiefs über dem Ärmelkanal strömt weiterhin feuchte und labil geschichtete Luft nach Österreich.

Im Vorfeld eines Tiefs erreicht gewitteranfällige Luft die Alpen.

+++Update 11:30 Uhr+++

Mit Ausnahme des Tiroler Oberlands sind noch keine Gewitter in Österreich aktiv, das wird sich in den nächsten Stunden aber ändern! Werfen wir auch heute wieder einen Blick auf die Karte mit den zu erwartenden Gewitter-Hotspots (je nach Intensität der Gewitter in orange – rot – violett):

Hier gibt es die größte Gewittergefahr am Sonntag

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker am nächsten unwetterträchtigen Tag.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Höchstwerten, Blitzentladungen und Regenmengen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Wollt ihr nochmal nachlesen, was gestern alles passiert ist? Hier geht’s lang…

Lagebericht

Aktuelle Wetterlage

Zu Beginn der neuen Woche bleibt es unter Trogeinfluss unbeständig und gewitteranfällig, ein Trend hin zu ruhigem, stabilen Sommerwetter ist derzeit noch nicht in Sicht.

Überblick Warnungen

GEWITTER
Akutwarnungen werden im Bedarfsfall ausgegeben.

Warnausblick

Am Sonntagabend gehen besonders in der Osthälfte und im Süden teils kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel nieder. In der Nacht sind im Süden und Osten noch lokale Schauer möglich, sonst stellt sich meist ruhiges Wetter ein.

Der Montag beginnt im Norden und Osten erneut mit Schauern und Gewittern, ansonsten scheint anfangs die Sonne. Im Tagesverlauf wird es dann landesweit unbeständig. Dabei sind die kräftigsten Gewitter wieder im Nordosten und Süden zu erwarten.

Am Dienstag bilden sich von den Alpen bis nach NRW stellenweise wieder Regenschauer sowie auch Gewitter. Im Rest des Landes bleibt es dagegen meist trocken und häufig scheint die Sonne, nur im Norden sind auch lokale Schauer möglich.

Am Mittwoch setzt aus Südwesten bereits in der Früh teils gewittrig durchsetzter Regen ein. Das Niederschlagsgebiet breitet sich tagsüber ostwärts aus, zudem bilden sich ab Mittag in der Osthälfte teils kräftige Gewitter. Das unbeständige Wetter setzt sich somit landesweit fort.

 

Autor

Joshua Pillar
Sonntag, 25. Juli 2021 um 20:10 Uhr

Am Montag erneut kräftige Gewitter

Am Montag fällt im Westen von der Früh weg schauerartiger Regen, im Bergland wird es im Tagesverlauf verbreitet gewittrig. Dabei besteht Unwetterpotenzial mit Hagel, Starkregen und Sturmböen, von Unterkärnten über das Grazer Becken bis zum Wiener Becken bleibt es dagegen meist freundlich. Hier weht föhniger Südwind, sonst spielt der Wind abseits von Gewittern keine große Rolle.

Von Nordwest nach Südost erreichen die Temperaturen 22 bis 32 Grad.

Am Dienstag Schauer und Gewitter

Der Dienstag hat im Osten sommerliche und häufig sonnige Verhältnisse zu bieten, einzelne und durchaus heftige Hitzegewitter gehen aber auch hier nieder. Von Vorarlberg bis Oberösterreich und Kärnten sowie in der Steiermark ziehen von der Früh weg Schauer und Gewitter durch, stellenweise ist mit großen Regenmengen zu rechnen.

Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 31 Grad, heiß bleibt es vor allem im östlichen Flachland.

 

Quelle Titelbild: Storm Science Austria

Von den Alpen bis nach Berlin und Hamburg kräftige Gewitter in Sicht

Gewitterlinie beim Sonnenuntergang - SSA

Bei der Großwetterlage ist in den kommenden Tagen kaum eine Änderung in Sicht. Deutschland verbleibt im Einflussbereich reger Tiefdruckaktivität über dem Westatlantik beziehungsweise über der Nordsee. Somit gelangen vor allem in die Osthälfte aus Südwesten feucht-warme und gewitteranfällige Luftmassen, die für eine Fortsetzung der recht unbeständigen Verhältnisse sorgen.

Animation der Wetterlage von Montag bis Freitag (violett = feucht-warme Luft) - ECMWF-IFS, UBIMET
Animation der Wetterlage von Montag bis Freitag (violett = feucht-warme Luft) – ECMWF-IFS, UBIMET

Bis inklusive Montag sind landesweit Schauer und Gewitter einzuplanen. Die Bedingungen für schwere Gewitter sind dabei vor allem im Süden und im Nordosten gegeben. Neben Sturmböen und Starkregen ist besonders im Süden zudem auch mit großem Hagel zu rechnen. Erst am Dienstag ist eine vorübergehende Wetterberuhigung in Sicht, wobei besonders im Westen und Süden werden weiterhin lokale Gewitter möglich sein.

Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Sonntag - UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Sonntag – UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Montag - UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Montag – UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Dienstag - UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Dienstag – UBIMET

Dabei bleibt es primär in den neuen Bundesländern hochsommerlich warm. Hier muss man bis auf weiteres mit Höchstwerten jenseits der 30-Grad-Marke rechnen. Etwas kühler verlaufen die kommenden Tage im Westen und Südwesten.

Prognostizierte Höchstwerte am Sonntag - UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Sonntag – UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Montag - UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Montag – UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Dienstag - UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Dienstag – UBIMET

kkk

Heftige Gewitter von Vorarlberg bis Niederösterreich am 24.07.2021

+++Update 02:25 Uhr+++

Die Gewitter ziehen jetzt allmählich nach Norden bzw. Nordosten ab, damit beenden wir auch unseren Live-Ticker. Heute Sonntag erwarten uns im Tagesverlauf erneut teils kräftige Gewitter,  der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit liegt dabei wieder entlang und nördlich der Alpen. Wir starten mit unseren Newsticker deshalb im Laufe des Vormittags! Vielen Dank fürs Mitlesen, kommt gut durch die Nacht!

Hier noch eine Übersicht über die Niederschlagsmengen der letzten zwei Stunden:

+++Update 01:40 Uhr+++

Blitzspektakel über Wien:

+++Update 01:00 Uhr+++

In diesen Minuten geht es auch in der Bundeshauptstadt mit den Gewittern los! Über dem Südwesten Wiens hat sich eine kräftige Gewitterzelle gebildet. Die Gewitter verlagern sich weiter nordostwärts, sodass demnächst in weiten teilen des Stadtgebietes mit Gewittern samt Starkregen gerechnet werden muss!

+++Update 00:25 Uhr+++

Die Gewitter greifen nun auch auf das südliche Wiener Becken über, auch in der Buckligen Welt und im Mittelburgenland muss man demnächst mit kräftigen Gewittern samt Starkregen rechnen!

+++Update 23:35 Uhr+++

Starke Gewitter ziehen derzeit vor allem in der östlichen Obersteiermark durch, demnächst betroffen ist der Raum Bruck an der Mur, das Mürztal und die Fischbacher Alpen!

+++Update 22:20 Uhr+++

Nachtschwärmer aufgepasst: Die kräftigsten Gewitter sind derzeit in Oberösterreich, Niederösterreich und in der Steiermark unterwegs. Jene Zelle, die an der Station am Wachtberg bei Steyr für sturzflutartigen Regen gesorgt hat, hat sich aber deutlich abgeschwächt. In der zweiten Nachthälfte muss man dann auch im östlichen Flachland verbreitet mit Schauern und Gewittern rechnen. Hier noch das Radarbild von 22:10 Uhr:

+++Update 21:30 Uhr+++

Unglaubliche 62,2 Liter hat es mit dem Durchzug der Gewitter in der letzten Stunde am Wachtberg bei Steyr geschüttet! Damit fiel hier in einer Stunde fast doppelt so viel Niederschlag wie an der zweitniederschlagreichsten Station des heutigen Tages in Bischofshofen….

+++Update 21:10 Uhr+++

ERHÖHTE VORSICHT in Niederösterreich!

Waidhofen an der Ybbs, Scheibs, Wieselburg, Melk, Pöggstall sind aktuell die Bereiche, wo in den nächsten Minuten das derzeit kräftigste Gewitter in ganz Österreich eintreffen wird. Gefahr geht hier immer noch von Hagel, Sturmböen und Starkregen aus!

Radarbild

+++Update 20:50 Uhr+++

Die nahezu uneingeschränkte Sonneneinstrahlung tagsüber und der bisher noch ausbleibende Niederschlag halten die Temperaturen im Osten noch oben, während es nach den Gewittern im Westen des Landes bereits 10 Grad kühler ist:

+++Update 20:40 Uhr+++

VORSICHT in Ober- und Niederösterreich!

Während sich das Wetter im Westen allmählich wieder beruhigt, ist im Salzburger Land, in Oberösterreich und nun auch in Niederösterreich erhöhte Vorsicht geboten. Der Blitzverlauf zeigt eine bereits sehr intensive und sich noch weiter verstärkende Gewitterlinie in Oberösterreich, die nun nach Amstetten und Waidhofen an der Ybbs weiterzieht. Hier ist von Hagel und Sturmböen auszugehen!

Blitzverlauf

+++Update 20:10 Uhr+++

Neue Radarübersicht:

Viele Schauer und Gewitter sind aktuell im Alpenraum unterwegs – die stärksten derzeit im Salzburger Land bzw. auf bayrischer Seite:

+++Update 19:45 Uhr+++

Die kräftigen Gewitter, die zuletzt durch Vorarlberg gezogen sind, brachten einiges an Niederschlag binnen kurzer Zeit. In der nachfolgenden Tabelle sind zwar die Mengen seit Mitternacht angegeben, meist kamen sie aber in der letzten Stunde vom Himmel, wie man sich bei den heftigen Fallstreifen  -aufgenommen von einer webcam in Dornbirn – vorstellen kann:

Fallstreifen über Dornbin – foto-webcam.eu

+++Update 19:15 Uhr+++

Starkes Gewitter der zuvor angesprochenen Linie derzeit in Vorarlberg vom Rheintal her nach Osten ziehend!

Blitzverlauf

Dieses Gewitter brachte auch „Kronkorken-großen“ Hagel in Lustenau:

+++Update 18:50 Uhr+++

Folgende Animation zeigt, wie sich die Ambosse der Gewitterwolken aufgrund der in den oberen Atmosphärenschichten stärkeren Strömung weit nach Nordosten vom Gewitter weg ausbreiten.

Außerdem ist anhand der Einfärbung die Temperatur an der Oberkante der Gewitterwolken abzulesen, was für uns Meteorologen wiederum ein wichtiges Indiz für Hagel ist. Die kräftigen Gewitter in Tirol weisen an ihrer Oberkante Temperaturen von etwa -60°C auf und könnten demnach Hagel beinhalten.

Wolkenanimation mit Blitzverlauf

+++Update 18:30 Uhr+++

Für die Statistik:

Bereits über 3500 Blitze in Tirol, davon einige der Kategorie „sehr stark“ mit über 100.000 Ampere:

+++Update 18:15 Uhr+++

Webcam- oder besser gesagt Sichtweiten-Vergleich:

Kaltenbach – Zillertal um 16:50 Uhr mit bereits dunklen Gewitterwolken:

Quelle: foto-webcam.eu

Kaltenbach – Zillertal um 17:50 Uhr mit Starkregen:

Quelle: foto-webcam.eu

+++Update 18:00 Uhr+++

Inzwischen erreichen uns auch erste Bilder und Videos aus den Gewitterregionen, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

+++Update 17:45 Uhr+++

Vorsicht ist nun auch geboten in der Bondeseeregion!

Von der Schweiz aus bis nach Schwaben hat sich nun eine Gewitterlinie gebildet. Solche Linien sind bekannt für stürmische Böen, besonders wenn der Wind über „glatten“ Untergrund fegen kann und daher kaum abgeschwächt wird – wie hier über den Bodensee!

Nach Osten ziehende Gewitterlinie

+++Update 17:15 Uhr+++

AUFPASSEN jetzt in Schwaz und Jenbach!

Die ehemalige Innsbrucker Gewitterzelle hat sich gesplittet, der nördliche Teil ist nach München unterwegs (im Radarbild weiß eingekreist) und schwächt sich ab, der südliche hingegen hat sich verstärkt und zieht nach Osten auf Schwaz und Jenbach zu.
Dieses Gewitter ist über 13 km hochreichend und inzwischen sehr kräftig. Gefahr geht daher von größerem Hagel aus!

Radarbild

+++Update 16:30 Uhr+++

AUFPASSEN jetzt in Innsbruck!

Das Gewitter nördlich davon baut nun nach Süden hin an. Es wurden bereits erste Blitze im Umkreis von 5 km zu Innsbruck detektiert.
Im Südwesten ist außerdem ein weiteres Gewitter mit Zugrichtung Innsbruck am Entstehen.

Aktueller Blitzverlauf in Tirol
Radarbild mit Gewitterzellen nördlich und südwestlich von Innsbruck

+++Update 16:15 Uhr+++

Ein Blick weiter nach Westen offenbart die feucht-labilen und somit gewitteranfälligen Luftmassen, die in den kommenden Stunden auch weiter in den Alpenraum strömen.
Im folgenden Blitzverlauf zeigen die Plus-Zeichen die Blitze an, wobei je dunkler, umso älter der Blitz:

Blitzverlauf

+++Update 15:45 Uhr+++

Viel Energie liegt heute in der Luft:
Bei Reutte wurde vorher ein Blitz mit über 100 kA (x1000 Ampere) detektiert. Ab dieser Stromstärke spricht man schon von einem sehr starken Blitz.

Bisher beschränken sich die Gewitter noch auf Tirol. Allerdings sind bereits neue am Entstehen:

Radarbild, UBIMET, AustroControl

+++Update 15:00 Uhr+++

Ein erstes Gewitter hat sich nun nördlich von Landeck gebildet mit Zugrichtung nach Nordosten:

Radarbild, UBIMET, AustroControl

+++Update 14:15 Uhr+++

Vorarlberg und Tirol waren bislang im Sommer nicht allzu oft von Gewittern betroffen. Hier stechen eindeutig Ober- und Niederösterreich, Wien und die Steiermark hervor. Das wird heute (und in den nächsten Tagen) geändert.

Blitzdichte im bisherigen Sommer

+++Update 13:45 Uhr+++

Hohenau an der March hat als erste Station die 30-Grad-Marke geknackt, bis zu 33 Grad werden es heute noch. Beste Voraussetzungen also für heftige Gewitter im Westen!

Die aktuellen Höchstwerte.

+++Update 13:00 Uhr+++

Derzeit kann die Sonne noch verbreitet ungestört die Luft aufheizen, wie der Blick vom Satelliten auf Österreich beweist. Gewitterwolken dagegen schon über Frankreich und Deutschland:

Aktuelles Satellitenbild von Mitteleuropa.
Quelle: EUMETSAT

+++Update 12:30 Uhr+++

Die Großwetterlage ist typisch für die Bildung schwerer Gewitter in Westösterreich. Ein Tief über dem Ärmelkanal schaufelt feuchte und heiße Luft nach Österreich.

Im Vorfeld eines Tiefs erreicht gewitteranfällige Luft die Alpen.

+++Update 12:00 Uhr+++

Noch sind zwar keine Gewitter in Österreich aktiv, das wird sich in den nächsten Stunden aber ändern! Werfen wir einen Blick auf die Karte mit den zu erwartenden Gewitter-Hotspots (je nach Intensität der Gewitter in orange – rot – violett):

Hier gibt es die größte Gewittergefahr am Samstag

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker an diesem heißen und gewittrigen Samstag.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Höchstwerten, Blitzentladungen und Regenmengen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Kräftige Gewitter am Wochenende

Webcam in Darmstadt um 16 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/darmstadt-west/

Am Samstag gelangt im Vorfeld des Tiefs neuerlich instabile Luft nach Deutschland (roter Pfeil). Nachdem in der Früh Überreste von Gewittern aus Frankreich in den Westen des Landes gezogen sind, bilden sich am Nachmittag von Nordrhein-Westfalen bis zu den Alpen Gewitter. Besonders am Alpenrand sind am Nachmittag wieder Superzellen mit Hagel und Sturmböen zu erwarten. Zudem kommen im Süden mit der Kaltfront kräftige Gewitter von Frankreich herein.

Frontenkarte für Samstag, den 24.7.2021 Mittags © UBIMET

Weiterhin breiten sich die Gewitter vom Westen in die Mitte und den Nordwesten des Landes aus, auch hier sind einzelne kräftige Zellen möglich. In der Nacht auf Sonntag sind dann vor allem im Norden noch einzelne Gewitter zu erwarten.

Sonntag

Sonntagfrüh gehen im Norden und Nordosten weiterhin einzelne Gewitter nieder.  Nach einem freundlichen Morgen und Vormittag bilden sich vom Schwarzwald bis ins Münsterland neuerlich kräftige Gewitter, die sich am Nachmittag ost- nordostwärts ausbreiten. Zudem bilden sich diese auch im Osten, hier muss vor allem mit heftigem Starkregen gerechnet werden.

Aussichten auf kommende Woche

Auch der Beginn der neuen Woche gestaltet sich unbeständig mit Schauer und Gewittern. Die genaue räumliche Verteilung ist aber noch unsicher. Lokal sind aber weiterhin Starkregen und kleiner Hagel möglich.

Titelbild: foto-webcam.eu

Am Wochenende lokale Unwetter, im Osten Hitze

Das Wochenende verläuft zweigeteilt: Während es im Westen nach den Gewittern am Samstag wieder deutlich kühler wird, steigen im Osten des Landes die Temperaturen auf hochsommerliche Werte. Besonders entlang der Nordalpen zeichnen sich morgen und Sonntag aber kräftige Gewitter ab, lokal sind Unwetter zu erwarten.

Großwetterlage für die nächsten 3 Tage ©Ubimet/NAOO

Am Samstag viel Sonne, im Westen zunehmend gewittrig

Von Salzburg ostwärts präsentiert sich der Samstag nochmals von seiner sonnigen Seite. Hier steigt die Temperatur auf über 30 Grad. Im Westen ziehen dagegen von Beginn an ausgedehnte Wolken durch, anfangs bleibt es aber noch trocken. Ab den Mittagsstunden bilden sich aber ausgehend von Vorarlberg erste Schauer und Gewitter, die sich bis zum Abend dann entlang der Nordalpen bis nach Oberösterreich ausbreiten. Punktuell können diese auch wieder kräftiger mit Hagel ausfallen.

Gewittergefahr am Samstag

Ab dem Sonntag landesweit unbeständig, lokale Unwettergefahr

Vom Mühlviertel bis ins Nordburgenland geht es bereits unbeständig in den Sonntag, hier ziehen ein paar Regenschauer und einzelne Gewitter durch. Tagsüber entstehen dann in weiten Teilen des Landes Schauer und kräftige Gewitter. Besonders von Salzburg bis ins Mostviertel zeichnen sich schwere Gewitter ab. Stellenweise kann es hier zu Starkregen, Sturmböen und großem Hagel kommen. Vergleichbar mit den Unwettern vom letzten Wochenende sind diese zwar nicht, lokal kann es aber auch wieder zu Unwetterschäden kommen. Wetterbegünstigt bleibt der Süden und Südosten des Landes, hier bleibt es bei leicht föhnigem Südwestwind weitgehend trocken und es wird hochsommerlich heiß.

Kommende Woche keine Wetteränderung

Die Wetterlage ändert sich auch in der neuen Woche kaum, denn der Alpenraum verbleibt weiterhin am Randes des Tiefs und das Wetter bleibt somit zweigeteilt. Während im Westen kühlere Luft einfließt und die Wolken dominieren, steigt die Temperatur bei häufigem Sonnenschein in der Osthälfte wieder über die 30 Grad-Marke. Weiterhin stehen aber im Großteil des Landes Regenschauer und teils kräftige Gewitter auf dem Programm. Auch in den längerfristigen Wetterprognosen deutet sich kein Wechsel hin zu beständigerem Sommerwetter ab. Besonders in der Osthälfte bleibt es aber nach derzeitigem Stand die gesamte nächste Woche heiß.

Titelbild: © Storm Science Austria

Taifun In-Fa über dem Westpazifik nimm Kurs auf China

Taifun IN-FA am Donnerstagabend - CIRA/RAMMB

Der dritte Taifun der 2021-Pazifik-Saison lauert derzeit knapp östlich von Taiwan im Westpazifik. Er wird in den kommenden Stunden die bewohnten japanischen Inselgruppen Miyako und Yaeyama mit Windböen knapp unter 200 km/h und einer gefährlichen Sturmflut überqueren.

Mögliche Zugbahnen von Taifun In-Fa laut ECMWF-Ensemble-Prognose
Mögliche Zugbahnen von Taifun In-Fa laut ECMWF-Ensemble-Prognose
Maximale Windböen bis Sonntag entlang der Zugbahn des Taifuns - ECMWF/IFS
Maximale Windböen bis Sonntag entlang der Zugbahn des Taifuns – ECMWF/IFS

Noch gefährlicher könnte er dann am Wochenende werden. Neusten Berechnungen nach verlagert sich Taifun In-Fa rasch in Richtung China und trifft somit mit schweren Sturmböen und heftigen Regenfällen die dicht besiedelte Region südlich von Shanghai.

Gesamtübersicht der offiziellen Warnungen für Taifun In-Fa - https://www.metoc.navy.mil/jtwc/jtwc.html
Gesamtübersicht der offiziellen Warnungen für Taifun In-Fa – https://www.metoc.navy.mil/jtwc/jtwc.html

Die Aussichten für den Wochenbeginn sind dabei noch sehr unsicher. Es gibt aber durchaus die Möglichkeit, dass der Wirbelsturm dann über der Region knapp südlich von Shanghai für mehrere Stunden nahezu ortsfest bleibt. In diesem, extremem Fall würden enormen Wassermassen von über 700 l/m² binnen drei Tagen zusammenkommen. Zum Vergleich: In Wien fallen solche Mengen durchschnittlich in einem Jahr!

Regensumme bis inklusive Montag. Nach derzeitigem Stand können südlich von Shanghai enorme Wassermassen fallen, die Prognose ist aber noch unsicher - ECMWF-IFS
Regensumme bis inklusive Montag. Nach derzeitigem Stand können südlich von Shanghai enorme Wassermassen fallen, die Prognose ist aber noch unsicher – ECMWF-IFS

 

 

Titelbild: Taifun IN-FA am Donnerstagabend über dem Pazifik – CIRA/RAMMB

Bergwetter am Wochenende

Wolken über den Alpen - pixabay.com

Freitag, 23. Juli 2021

Am Freitag muss man vom Berchtesgadener Land bis nach Oberkärnten und der Obersteiermark bereits in den Morgenstunden mit teils gewittrigen Schauern rechnen. Tagsüber verlagert sich der Gewitter-Schwerpunkt in die Südalpen. Von den Hohen Tauern und den Karawanken bis zum Semmering-Wechsel-Gebiet bleibt es somit bis zum späten Nachmittag unbeständig. Im übrigen Alpenraum verläuft der Tag hingegen trocken mit einem Mix aus viel Sonne und harmlosen Quellwolken. Der Wind spielt eine untergeordnete Rolle, nur am Abend frischt er in Kammhöhe von Vorarlberg bis zu den Tauern teils kräftig aus West auf. In 3000 m Höhe von Ost nach West maximal +6 bis +10 Grad. In 2000 m Höhe gibt es 13 bis 17 Grad.

Samstag, 24. Juli 2021

Der Samstag beginnt überall trocken. Aus Westen ziehen allmählich ein paar Schleierwolken auf, vor allem in den Südalpen halten sich anfangs ein paar tiefe Restwolken. Tagsüber bilden sich von Vorarlberg bis in die Obersteiermark sowie in Osttirol und Oberkärnten zahlreiche Quellwolken und in der Folge gehen hier lokale, kräftige Schauer und Gewitter nieder. Wetterbegünstigt bleibt somit vor allem der Alpenostrand. Am Abend ziehen schließlich aus der Schweiz verbreitet Schauer und lokal kräftige Gewitter auf. Vor allem vom Allgäu und dem Bregenzerwald bis zum Karwendel, in der Nacht dann auch bis zu den Kitzbüheler Alpen und dem Dachstein, besteht dabei erhöhte Unwettergefahr! Bis etwa 2500 m ist mit mäßigem bis kräftigem, föhnigem Südwind zu rechnen, entlang der Nordalpen sind dabei in exponierten Lagen auch stürmische Böen möglich. In Kammnähe dreht der teils kräftige Nordwestwind allmählich auf West bis Südwest. Mit den Temperaturen geht es bergauf: In 3000 m Höhe wird verbreitet die 10-Grad-Marke geknackt, in 2000 m Höhe werden maximal 15 bis 18 Grad erreicht.

Sonntag, 25. Juli 2021

Am Sonntag ist es anfangs meist trocken, nur entlang der Nordalpen und am Alpenostrand sind restliche Schauer aus der Nacht heraus schon mit von der Partie. Tagsüber setzt sich überall ein Mix aus Sonne und viele Quellwolken durch und spätestens am Nachmittag muss man im gesamten Alpenraum mit vielen Schauern und lokalen, kräftigen Gewittern rechnen. Der Wind weht mäßig bis kräftig aus Süd bis Südwest, oberhalb von 2000 m wird es aber teils stürmisch! Mit Zufuhr etwas feuchterer und kühlerer Luft werden in 3000 m Höhe Temperaturen zwischen 5 und 8 Grad erreicht, in 2000 m Höhe tagsüber meist 13 bis 16 Grad.

Bergwetter-Tipp:

Die hohen Temperaturen versprechen vor allem am Samstag beste Bedingungen für Wanderungen bis auf die höchsten Gipfel. Allerdings gibt es ein paar Sachen zu beachten: Neben einem ausreichenden Sonnenschutz und Flüssigkeitszufuhr ist vor allem der Blick Richtung Himmel entscheidend, denn das Wochenende verläuft unbeständig mit Potential für lokale Unwetter. Nähert sich ein Gewitter dem Standort, sollte man unverzüglich von exponierten Kämmen oder Gipfeln absteigen und am besten die nächstgelegene Berghütte aufsuchen!

Titelbild: Wolken über den Alpen © pixabay.com

Niederschlagbares Wasser und Starkniederschläge

Niederschlagsbildung

Es gibt verschiedene Prozesse, die zu große Regenmengen führen können. Einerseits, wenn sich feuchte Luft an einem Hindernis wie etwa einem Gebirge staut und zum Aufsteigen gezwungen wird. Typische Beispiele wären Stauniederschläge beidseits der Alpen. Die meisten Niederschlagsrekorde auf der Alpensüdseite sind auf solche Lagen zurückzuführen und fanden oft zwischen September und November statt.

Eine andere Möglichkeit sind konvektive Niederschläge wie Platzregen oder Gewitter, welche sich vor allem zwischen Frühling und Spätsommer häufen. Typischerweise fallen in den Sommermonaten bei uns auch die größten Niederschlagsmengen, wobei die Varianz zwischen den verschiedenen Jahren sehr groß sein kann. Für Gewitter braucht es eine labile Luftschichtung, das heißt ein aufsteigendes Luftpaket steigt immer weiter und wird dabei nicht gebremst. Ist die Luft dabei allerdings trocken, passiert nicht viel. Nun kommt der Wasserdampf mit ins Spiel! Je mehr Feuchtigkeit in der Luft vorhanden ist, um so mehr kann im Falle des Falles auch wieder ausregnen (was auch für die Stauniederschläge gilt).

 

Niederschlagbares Wasser

Man nennt diese Größe das „Niederschlagbare Wasser“ (ppw, precipitable water). Es ist dies die Menge an Wasserdampf, die in einer vertikalen Luftsäule vom Boden bis zum oberen Rand der Troposphäre vorhanden ist. Man kann sich also eine Säule mit der Grundfläche von einem Quadratmeter und einer Höhe von zehn Kilometern vorstellen. Die in diesem Volumen vorhandene Wasserdampfmenge kann theoretischen abregnen – was aber nicht heißt, dass es dies auch tut. Die Angabe erfolgt dabei in mm, Litern pro Quadratmeter oder in Kilogramm (alle Angaben sind äquivalent).

Eine sehr kalte Luftmasse kann nur wenig Wasserdampf aufnehmen und halten, die potentiellen Niederschlagsmengen und Intensitäten sind gering. Je höher die Lufttemperatur, um so mehr Wasserdampf kann aufgenommen werden. In unseren Breiten kann das Niederschlagbare Wasser Größenordnungen zwischen 30 und 50 mm erreichen, bei speziellen Lagen auch noch etwas mehr. Werte um 50 mm waren in der vergangenen Woche über Mitteleuropa häufig vorhanden! Bei gewittrigem Starkregen spielen weitere Faktoren eine Rolle, so zum Beispiel Konvergenzen. Dabei wird von den Seiten weitere Feuchtigkeit zugeführt, sodass die realen Regenmengen den Wert des Niederschlagbaren Wassers noch deutlich übersteigen können! Auch die Zuggeschwindigkeit und die Richtung sind sehr wichtig. Bei vielen Wetterlagen verlagern sich Gewitter oder Gewitterlinien mehr oder weniger rasch. Das passiert dann nach dem Motto „kurz und heftig“. Schauer- und Gewitterzellen verlagern sich mit dem Wind in größerer Höhe. Je stärker der Wind, um so schneller ziehen sie. Ist der Höhenwind schwach, bleiben die Gewitter ortsfest, was beispielsweise auch bei normalen Wärmegewittern zu Problemen wie voll gelaufenen Kellern und kleinräumigen Überschwemmungen führen kann.

In der letzten Woche war das Hauptkriterium die spezielle Wetterlage, ein quasi stationäres Höhentief über Mitteleuropa (siehe Grafik). Dabei bilden sich vor allem im Randbereich oft regelrechte Schauer- und Gewitterstraßen, welche in die übergeordnete Strömung eingelagert sind. Wie auf einem Förderband ziehen dann die gewittrigen Starkniederschläge über die immer gleichen Gebiete hinweg. Die Intensitäten bleiben dabei zum Teil über Stunden hinweg sehr hoch. Die regionalen Unterschiede sind dabei aber ebenfalls oft groß. Einige Kilometer hin oder her machen den Unterschied zwischen 10 und 150 Litern Regen!

 

Höhentief vom 14. Juli über Mitteleuropa. Die grauen Linien zeigen die Druckverteilung, die Farben die gemessenen Temperaturen an der Wolkenoberfläche. Je niedriger die Temperaturen, umso stärker die Konvektion und intensiver die Niederschläge. @ UBIMET, EUMETSAT

 

Gestern fielen in Zhenghzou, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Henan, innerhalb von 24 Stunden über 600 Liter pro Quadratmeter! Das entspricht praktisch dem durchschnittlichen Jahresniederschlag (640 Liter). Auch hier war ein Höhentief das auslösende Moment – labil geschichtete Luft, sehr viel Feuchtigkeit und wenig Wind in der Höhe. Durch die hohe Bevölkerungsdichte und die starke Versiegelung waren und sind die Auswirkungen verheerend. Während der intensivsten Phase fielen innerhalb einer Stunde rund 200 Liter!

 

Inhalt @ meteonews.ch

Titelbild: https://stock.adobe.com

Ruhiges Sommerwetter, am Wochenende wieder Gewitter

Bestes Bade- und Wanderwetter

Wetterberuhigung – Das ist das Schlagwort für diese Arbeitswoche. Hoch DANA mit Kern über Nordwesteuropa versorgt uns in den kommenden Tagen mit trockener Luft und daher vielfach sonnigem Wetter, wenn überhaupt sorgen Quellwolken im Tagesverlauf für willkommenen Schatten. Beste Bedingungen also für einen Ausflug an die heimischen Seen. Der Mondsee lockt mit 21 Grad Wassertemperatur, der Ossiacher See sogar mit 24 Grad. Auch auf den Bergen herrscht bestes Ausflugswetter, in 2.000 Meter Höhe steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen auf rund 17 Grad.

Zunehmend heiß

Die Temperaturen in den Tälern bzw. im Flachland präsentieren sich dazu durchwegs sommerlich. Von Mittwoch bis Freitag werden meist 23 bis 31 Grad erreicht, wobei es im Inntal am heißesten wird. Am Samstag erreichen dann noch heißere Luftmassen aus Südwesteuropa den Alpenraum. Mit Unterstützung föhnigen Südwinds klettern die Temperaturen vom Flachgau bis zum Tullnerfeld auf rund 33 Grad. Die 30-Grad-Marke wird jedoch in jedem Bundesland geknackt. Am Sonntag greift ein Tief über der Nordsee mit kühlerer Luft in unser Wettergeschehen ein, die Hitze verlagert sich mehr und mehr in den Osten bzw. Südosten Österreichs. Hier werden noch einmal Höchstwerte von 30 bis 33 Grad gemessen, im Westen kühlt es dagegen schon um ein paar Grad auf 22 bis 27 Grad ab.

 

@ Storm Science Austria

Neue Unwetter am Wochenende?

Die Unwettergefahr ist in den kommenden Tagen glücklicherweise überschaubar, Durchschnaufen und Aufräumen ist also nach dem vergangenen Wochenende angesagt. Während es am Mittwoch durchwegs trocken bleibt, bilden sich am Donnerstag nur von der Silvretta über den Brenner bis nach Osttirol und Oberkärnten ein paar Wärmegewitter. Am Freitag muss man sich dann in einem Streifen von Osttirol über Kärnten und den Lungau bis zur Obersteiermark auf Gewitter einstellen – all diese fallen aber bei Weitem nicht so heftig aus wie jene zuletzt. Erst am Wochenende nimmt von Westen her die Neigung zu schweren Gewittern wieder zu. Am Samstag sind diese primär vom Bregenzerwald bis zum Dachstein zu erwarten, am Sonntag sind dann nach derzeitigem Stand zusätzlich dazu auch in Ober- und Niederösterreich sowie in Wien kräftige Gewitter möglich!

 

Titelbild @ stock.adobe.com

Taifun In-fa zieht auf Taiwan und Ostchina zu

Derzeit befindet sich der Sturm In-fa südwestlich der Insel japanischen Okinawa. Mit einer westlichen Zugbahn zieht der derzeit noch tropische Sturm in Richtung Taiwan und anschließend auf Ostchina zu. Da hier Wassertemperaturen von über 30 Grad vorliegen, soll sich der Sturm dann ab morgen zu einem Taifun verstärken.

Satellitenbild des noch tropischen Sturmes © JMA

Taifun zieht knapp nördlich an Taiwan vorbei

Die derzeitigen Vorhersagen gehen von einer westlichen Zugbahn in Richtung Taiwan aus. Bis dorthin soll sich der Sturm noch deutlich verstärken. Mit Windböen von bis zu 200 km/h zieht der Taifun dann voraussichtlich Freitagfrüh knapp nördlich an Taiwan vorbei. Besonders die Metropole Taipei könnte aber von sintflutartigem Regen und den hohen Windgeschwindigkeiten betroffen sein.

Zugbahn des Taifuns ©tropicaltidbits.com

Landfall in der chinesischen Provinz Fujian

Im Laufe des Samstags soll In-fa dann auf die Küste der Provinz Fujian treffen und hier sind dann extreme Regenmengen von 200 bis 300 Liter möglich. Nachfolgend soll sich der Taifun dann aber deutlich abschwächen.

Hochwasser an der Donau von Passau über Linz bis nach Wien

Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 - UBIMET

Das außergewöhnliche Starkregenereignis ging in der vorigen Nacht zu Ende. Während sich die Lage für die meisten Flüsse der Alpen schon am Montagmorgen wieder rasch beruhigt, ist das Hochwasser entlang der Donau voll im Gange. Tagelange Regenfälle vom Schwarzwald bis zu den Österreichischen Nordalpen sorgten für einen langsamen Anstieg der Pegel in Linz und Wien.

Pegelmessung in Linz inklusive Prognose (grün) - http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand
Pegelmessung in Linz inklusive Prognose (grün) – http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand
Webcam Aschach-Donau - https://aschach.panomax.com/
Webcam Aschach-Donau – https://aschach.panomax.com/
Webcam Linz-Donau - https://www.linztourismus.at/freizeit/reise-planen/service/webcam/
Webcam Linz-Donau – https://www.linztourismus.at/freizeit/reise-planen/service/webcam/

Der Scheitel wird dabei meist bis Mittag erreicht, am Nachmittag sinkt dann der Wasserstand überall wieder. Doch so wie das Starkregenereignis mehrere Tage lang dauerte, so wird auch das Donau-Hochwasser nur langsam zurückgehen. Somit werden voraussichtlich bis Dienstagnachmittag die meisten Pegel über der Meldeschwelle bleiben. Ab der Wochenmitte beruhigt sich die Lage überall wieder.

Pegelmessung in Korneuburg inklusive Prognose (grün) - https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen/Map/Durchfluss
Pegelmessung in Korneuburg inklusive Prognose (grün) – https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen/Map/Durchfluss

Von Passau über Linz bis nach Wien und weiter nach Bratislava brachten die Regenmassen der letzten Tage ein 1- bis 5-jähriges Hochwasser entlang der Donau. Ab einem Donau-Wasserstand von 5.3 Meter in Korneuburg, werden in Wien Hochwasser-Schutzmaßnahmen eingesetzt. So wurden die Wehranlagen entlang der Neuen Donau bereits Sonntagvormittags geöffnet, um die Donau zu entlasten. Derzeit liegt der Wasserstand in Korneuburg bei 6.2 Meter. Voraussichtlich wird das Donauwasser noch bis Dienstagmittag in die Neue Donau fließen. Bis auf weiteres hat die Stadt Wien ein Badeverbot für die Neue Donau ausgegeben.

Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 - UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 – UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 - UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 – UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 - UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 – UBIMET

 

 

Titelbild: Hochwasser an der Neuen Donau – UBIMET Michele Salmi

Starkregen und Gewitter am Wochenende

Überflutete Straße nach Starkregen

+++ Finales Update 22:45 Uhr +++

In den nun folgenden Stunden lässt der Einfluss des Höhentiefs über dem Balkan weiter nach und von Nordwesten verstärkt sich der Einfluss von Hoch DANA mit Zentrum über den Britischen Inseln. Damit klingt der kräftige Regen an den Nordalpen ebenfalls weiter ab. Am Montag selbst erreichen deutlich trockenere Luftmassen aus Norden den Alpenraum und das Wetter beruhigt sich wieder.
Letzte Schauer sind derzeit noch im Burgenland und stellenweise entlang der Nordalpen unterwegs:

Radarbild, UBIMET, AustroControl

Hiermit beenden wir den Liveticker, wünschen allen eine gute Nacht und den von den enormen Regenfällen und den Wassermassen betroffenen schnelle Hilfe.

+++ Update 21:15 Uhr +++

In den letzten 48 Stunden sind in Melk 170 L/m² gefallen,aber auch entlang der Nordalpen gab es Niederschlagsmengen von 100 bis 150 L/m².

Regensumme der letzten zwei Tage © UBIMET

+++ Update 20:30 Uhr +++

Inzwischen gehen die Pegel vieler Flüsse im Westen und in den zentralen Landesteilen wieder zurück. Als Beispiel sei hier der Pegel der Salzach im Flachgau gezeigt.

Pegel der Salzach © ehyd.gv.at

+++ Update 20:00 Uhr +++

Die letzten Gewitter gehen derzeit noch im Nordburgenland nieder. Die folgende Karte zeigt die Blitze in ihrer zeitlichen Abfolge an heutigen Sonntag.

Verlauf der Blitze © Nowcast/UBIMET

+++ Update 19:35 Uhr +++

Im schwer getroffenen Hallein hilft das Bundesheer bei den Aufräumarbeiten fleißig mit.

 

+++ Update 19:30 Uhr +++

Inzwischen sickert ganz langsam trockenere Luft ein und die Schaueraktivität lässt im Mühl- und Waldviertel spürbar nach.

Radarbild von 19.15 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 18:45 Uhr +++

Weiterhin angespannt ist die Lage im Pinzgau, in und um die Gemeinde Mittersill, hier gilt weiterhin Zivilschutzalarm. Die Salzach steht hier weiterhin weit über Alarmstufe 2. Zudem zieht hier nochmals ein Regengebiet durch.

Pegel Mittersill © ehyd.gv.at

+++ Update 18:15 Uhr +++

Von Vorarlberg bis ins Außerfern beruhigt sich das Wetter allmählich, das Hoch DANA macht hier nun ihren Einfluss bemerkbar.

+++ Update 17:45 Uhr +++

Bisher gab es heute in Österreich mehr als 21.000 Blitze.

Die Blitze der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET

+++ Update 17:20 Uhr +++

Inzwischen steigt auch der Pegel der Donau in Wien spürbar an, wie die Graphik vom Pegel Korneuburg zeigt.

Pegel der Donau © ehyd.gv.at

+++ Update 16:55 Uhr +++

Blick auf das Gewitter nördlich von Wien.

Gewitter in Richtung Weinviertel © UBIMET/Martin Templin

+++ Update 16:45 Uhr +++

Gewitter vor den Toren Wiens. Erneut haben sich im Nordosten von Wien kräftige Gewitter gebildet. Diese ziehen in Richtung Südwest.

Radarbild von 16.35 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 16:30 Uhr +++

Schauen wir uns die Sache mal von oben an:

Satellitenbild von 16.20 Uhr © Eumetsat

Man erkennt die vielen Gewitter von Polen bis nach Slowenien anhand der hohen Wolkentürme. Zudem ist der Einfluss des Hochs DANA mit klarem Himmel über dem westlichen Mitteleuropa zu erkennen.

+++ Update 16:15 Uhr +++

Aufgepasst im Seewinkel, kräftige Gewitter mit Starkregen nähern sich aus Nordosten.

Aktuelle Blitze © nowcast

+++ Update 16:00 Uhr +++

Ein Video aus Steyr zeigt nochmals eindrücklich das viele Wasser, das von Oben kommt.

 

+++ Update 15:45 Uhr +++

Das Hochwasser der Ybbs führt derzeit auch zu Bahnstreckensperren.

+++ Update 15:35 Uhr +++

Im Mostviertel sowie generell entlang der östlichen Nordalpen ist noch für ein paar Stunden keine Entspannung in Sicht. Ganz im Gegenteil, denn eine Gewitterlinie entwickelt sich immer wieder neu in Richtung Weinviertel und schickt dann kräftigen Regen in Richtung Voralpen! Derzeit sind auch in Unterkärnten und im Großraum Graz einige kräftige Gewitterzellen unterwegs.

Radarbild um 15:20 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radarbild um 15:20 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++ Update 15:25 Uhr +++

Die Lage im Mostviertel spitz sich weiter… Der Durchfluss der Ybbs an der Messstation in Greimpersdorf bei Amstetten hat nun mit 1000 m³/s den zweithöchsten Wert der Messgeschichte erreicht. Mehr Wasser floss hier nur am 3. August 1991 mit 1005 m³/s! Dies entspricht ein 50-jhäriges Hochwasser für diese Stelle.

Durchfluss der Ybbs an der Messstation in der Nähe von Amstetten - https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen
Durchfluss der Ybbs an der Messstation in der Nähe von Amstetten – https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen

+++ Update 15:15 Uhr +++

Die Schauer und Gewitter vom Berchtesgadener Land bis zum Mostviertel und der Wachau haben es in sich! Hier die Top 5 der Regenmengen in den letzten 3 Stunden bis 15 Uhr:

Wetterstation l/m² Regen in 3h
Amstetten 54.2
Waging am See (DE)
42.0
Siegsdorf-Höll (DE)
37.4
Melk 34.2
Wachtberg bei Steyr
27.3

+++ Update 14:45 Uhr +++

Die Ybbs steigt nun rasant an, hier liegt eine Gewitterlinie, die immer wieder neuen Regen bringt. Die Westbahn könnte daher in diesem Bereich sogar gesperrt werden.

Aktueller Pegel der Ybbs © ehyd.gv.at

+++ Update 14:40 Uhr +++

Neue Gewitter haben sich vom Weinviertel bis ins westliche Mostviertel gebildet. Auch im Wienerwald wird es wieder nass.

Gewitter vom Ares Tower aus gesehen © UBIMET/Martin Templin

+++ Update 14:10 Uhr +++

Gewitter ziehen nun von der Koralpe auch ins Klagenfurter Becken. Dabei muss mit kräftigem Regen gerechnet werden.

Radarbild von 14.00 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 13:40 +++

Beeindruckende Aufnahmen erreichen uns auch aus dem Tiroler Unterland, vor allem aus dem Bezirk Kufstein:

+++ Update 13:00 +++

Wie zu erwarten war: Badeverbot in der Neuen Donau in Wien wegen Donau-Hochwasser. Dies bleibt voraussichtlich bis Ende der neuen Woche oder sogar länger aufrecht.

+++ Update 12:50 +++

Beeindruckendes Bild aus Oberndorf an der Melk. Hier bewegen wir uns schon im Bereich eines 30-jährigen Hochwassers!

+++ Update 12:30 +++

Die kräftigsten Schauer und Gewitter sind derzeit knapp nördlich von Sankt Pölten bzw. auch in der Südsteiermark und bald auch in Unterkärnten zu sehen. Hier muss man weiterhin mit sehr großen Regenmengen binnen wenigen Minuten rechnen, aber auch von den Kitzbüheler Alpen bis ins Mostviertel fällt weiterhin schauerartig verstärkter Regen!

Radarbild um 12:30 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radarbild um 12:30 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++Update 12:00+++

Hitlist der stärksten Niederschlagsraten der letzten drei Stunden bis 12 Uhr:

Wetterstation l/m² Regen in 3h
Waidhofen an der Ybbs 30.4
Amstetten 25.0
Enns 23.5
Oberndorf / Melk 22.7
Bärnkopf 18.1

+++Update 11:15+++

Auch im Tiroler Unterland heiß es: Durchhalten! Die Pegelstände sind hier an vielen Zubringerern des Inns weiterhin sehr hoch, meist im Bereich eines 30- bis 50-jährigen Hochwassers. Am Nachmittag sind weitere Niederschläge in Sicht und auch der Inn wird bis morgen noch weiter steigen und ebenfalls ein 30-jähriges Hochwasser erreichen.

+++Update 10:45+++

In Hallein haben sich die Wassermassen mittlerweile zurückgezogen bzw. sind in die Salzach geflossen. Die Lage bleibt hier aber bis zum Abend angespannt, denn weiterer schauerartiger Regen zieht derzeit aus Nordosten auf. Am Nachmittag sind zudem entlang der Nordalpen vom Berchtesgadener Land ostwärts lokal wieder kräftigere Schauer und lokale Gewitter mit großen Regenmengen in kürzer Zeit möglich.

+++Update 10:10+++

Auch entlang der Donau ist Hochwasser angesagt. In Oberösterreich werden derzeit die Meldegrenzen erreicht, in Wien ist der Scheitel für den Montag erwartet. Doch auch hier sind schon Maßnahmen erforderlich: Die Ponte Kagrana im 22. Bezirk wird abmontiert, da in den kommenden Stunden das Donauwasser teils auch in der Neuen Donau abfließen wird. Meistens ist hier ein 1- bis 5-jähriges Hochwasser in Sicht.

Hochwasser-Vorbereitungen entlang der Neuen Donau in Wien: Die Ponte Kagrana wird abmontiert - UBIMET
Hochwasser-Vorbereitungen entlang der Neuen Donau in Wien: Die Ponte Kagrana wird abmontiert – UBIMET
Pegelstand der Donau in Korneuburg inklusive Prognose (grün) - Land NÖ https://www.noel.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen
Pegelstand der Donau in Korneuburg inklusive Prognose (grün) – Land NÖ https://www.noel.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen
Pegelstand der Donau in Linz inklusive Prognose (grün) - Land OÖ http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand-Alarmpegel
Pegelstand der Donau in Linz inklusive Prognose (grün) – Land OÖ http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand-Alarmpegel

+++Update 09:40+++

Die Niederschlagsprognose verspricht auch heute einen spannenden Tag im Hinblick auf die Entwicklung der Hochwasserlage in den Nordalpen. Kleine Bäche und Zubringer der größeren Flüsse zwischen dem Tiroler Unterland, dem Pinzgau-Pongau und dem Tennengau bleiben bis zum Abend im Hochwasserbereich. Lokale Ausuferungen sind mit Schauerstraßen und Gewittern weiterhin möglich. Im Tagesverlauf ist vor allem entlang der Salzach mit Pegelständen im Hochwasserbereich zu rechnen!

 

 

+++Update 09:00+++

Der Pegel der Isel in Osttirol ist auch gestiegen, in Lienz ist die Hochwasserstufe 1 erreicht.

Die Brücke an der Isel in Lienz © MORECAST, User svenja9

+++Update 08: 30+++

Gewittrig beginnt der Tag im Osten, zwei Gewitter ziehen aktuell aus Nordosten in Richtug Bucklige Welt bzw. auf Graz zu.

Radarbild © ACG

+++Update Sonntag 06:30+++

Guten Morgen! Die Niederschlagsaktivität hat sich in der Nacht hauptsächlich in den Nordstau verlagert. Seit Mitternacht sind von Vorarlberg bis zum Most- und Waldviertel verbreitet über 30 Liter/qm gefallen.

Dementsprechend bleibt die Hochwassersituation weiterhin angespannt. Viele Pegel haben mindestens die Hochwasserstufe 2 erreicht, Kitzbüheler Ache  sogar die Stufe 3.

Pegel der Kitzbüheler Ache – Tndenz leicht fallend. © EHYD/BMLRT

Angespannt bleibt die Situation auch an der Salzach, mehrere Pegel haben bereits die Alarmstufe erreicht, wie hier in der Stadt Salzburg. Im Einzugsgebiet der Salzach ist weiterhin mit erhöhter Wasserführung zu rechnen, eine Entspannung der Niederschlagssituation ist erst am Sonntagabend zu erwarten.

 

+++ Update Sonntag, 00:50 +++

Anhaltende Regenschauer sorgen in den Nordalpen derzeit für steigende Pegel, in Teilen Oberösterreichs, Tirols und Salzburgs sind an manchen Bächen und Flüssen bereits Hochwasserstufe 2 und 3 gemeldet worden.

Besonders betroffen sind aktuell der Tauernbach in Osttirol, die Brixentaler Ache und die Isar in Nordtirol sowie die Salzach im Bundesland Salzburg. In Mittersill, Hallein und Kufstein wurde der Zivilschutzalarm ausgelöst. Aufgrund der verbreiteten, kräftigen Schauer am Samstag ist auch am Sonntag lokal mit einem weiteren Anstieg der Pegel zu rechnen.

Pegel der Salzach am Punkt Mittersill – Tendenz steigend. © EHYD/BMLRT

 

+++ Update Samstag, 23.30 Uhr +++

Die Niederschlagskarte zeigt die immensen Regenmengen, die am Samstag zwischen 0 und 22 Uhr in Österreich fielen. In Verbindung mit heftigen, unwetterartigen Gewittern in Wien wurden am späten Abend innerhalb nur einer Stunde 40 l/qm Regen gemessen.

© UBIMET

Mit knapp 100 l/qm Regen an nur einem Tag kam so in einigen Orten im östlichen Flachland mehr Niederschlag zusammen als sonst im ganzen Monat Juli – verglichen mit dem klimatologischen Mittel 1981-2010:

© UBIMET

+++ Update 22.55 Uhr +++

Tausende Blitzentladungen wurden heute in Österreich registriert, Spitzenreiter ist eindeutig Niederösterreich mit über 21.600 Blitzen, aber auch im flächenmäßig kleinsten Bundesland Wien wurden bisher rekordverdächtige 3.476 Blitze gezählt.

© UBIMET
Spektakuläre Aufnahme einer Blitzentladung bei Spillern, nördlich von Wien. © Klaus Rockenbauer / Storm Science Austria

Die Blitzdaten der letzten drei Stunden geben Aufschluss über den Verlauf der kräftigen Gewitter in Wien, Nieder- und Oberösterreich und auch Salzburg:

© UBIMET

+++ Update 21.55 Uhr +++

Die heftigen Regenfälle in den Nordalpen haben in der Altstadt von Hallein zu massivem Hochwasser geführt, dort wurde der Zivilschutzalarm ausgelöst.

+++ Update 21:00 Uhr +++

Schwergewitter im Osten Wiens, man darf das Radarbild nicht falsch interpretieren, da der Radarstrahl vom Radar Schwechat durch den Regen abgeschwächt wird.

Webcam vom Ares Tower © foto-webcam.eu

+++ Update 20:30 Uhr +++

Wien ist derzeit umzingelt von Gewittern. Den Südosten erreichen demnächst die Zellen von Bratislava her.

Radarbild von 20.20 Uhr © Austrocontol

+++ Update 20:00 Uhr +++

Inzwischen reagiren die Pegel im Westen des Landes, besonders in den Kitzbüheler Alpen. Hier stehen mehrere Achen inzwischen bei einem ein bis fünf-jährigen Hochwasser.

Pegel der Kitzbüheler Ache © Hydro Tirol

+++ Update 19:45 Uhr +++

An der Station Wien-Stammersdorf brachte das Gewitter 12 L/m² in 10 Minuten und bei einem weiteren Gewitter im Traunviertel 13 L/m² in Kremsmünster.

+++  Update 19:15 Uhr +++

Auf Wien zieht nun eine kräftige Gewitterzelle zu. Im Bild ist die Form des Regenfußes eingezeichnet. Kleiner Hagel ist ebenfalls möglich, neben dem Starkregen.

Gewitterzelle im Norden von Wien © UBIMET/Martin Templin

+++ Update 18:00 Uhr +++

In den vergangenen 6 Stunden hat es verbreitet kräftig geregnet, hier die Top 5:

Lunz am See (NÖ) 48,4 L/m²
Hall/Admont (ST) 45,8 L/m²
Kirchdorf in Tirol (T) 43,5 L/m²
Mariazell (ST) 35,1 L/m²
Eichberg (ST) 34 L/m²

+++ Update 17:15 Uhr +++

Viele Gewitter sind inzwischen unterwegs, von Tschechien ziehen einzelne Zellen in das Wald- und Mühlviertel. Zudem drohen dem Nordburgenland weitere kräftige Gewitter von der Slowakei her.

Blitze der letzten Stunde © Nowcast/UBIMET

+++ Update 16:30 Uhr +++

Die ersten Flüsse entlang der Nordalpen steigen der Hochwasserstufe 1 entgegen, wie die Ybbs.

Pegelstand der Ybby © ehyd.gv.at

 

+++ Update 16:15 Uhr +++

Das Bild zeigt einen Cumulonimbus, der über dem Seewinkel steht.

Gewitterwolke vom Büro der UWZ aus gesehen © UBIMET/Martin Templin
Blickrichtung des Bildes; Radar © Austrocontrol

+++ Update 16:00 Uhr +++

Die Daten des Wetterballons von heute Mittag zeigen deutlich, warum der Starkregen momentan so heftig ausfällt. Die Atmosphäre über Österreich ist bis rauf zur Tropopause sehr feucht und somit steht viel Wasser zur Verfügung um als Regen auszufallen.
Die durchgezogenen Linie in der Grafik entspricht der Temperatur vom Boden bis in über 15km Höhe, die gestrichelte Linie dem Taupunkt. Liegen beide Linien nahe beieinander, zeigt das eine durchwegs sehr feuchte Luftmasse an.

Radiosondenaufstieg Wien vom 17.7.2021 um 13.30 Uhr

+++ Update 15:45 Uhr +++

Hier die Übersicht für euch der Blitze der vergangenen 3 Stunden. Vor allem im Osten und Nordosten ist es in der wärmsten Luft gewittrig.

Blitze der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET

+++Update 15:30 Uhr+++

Ein Blick auf das Satellitenbild bringt wieder eine gute Übersicht, so erkennt man das sich einkringelnde Wolkenband um das Höhentief über Italien. Während im – von selbigem Tief – regengeplagten Westen Deutschlands inzwischen wieder die Sonne scheint, drückt das Tief nun die sehr feuchten Luftmassen von Norden gegen die Alpen:

Satbild 14:00 Uhr

+++Update 15:00 Uhr+++

Nicht nur in Niederösterreich bringen kleine, gewittrige Schauerzellen derzeit ergiebige Regenmengen, auch in Oberösterreich und Salzburg ziehen Schauer und Gewitter durch – hier allerdings vom Innviertel deutlich mehr nach Süden Richtung Bergland:

Radarbild, Übersicht Österreich, 14:50 Uhr

+++Update 14:30 Uhr+++

Neuer Aufguss gefällig?
Die Gewitter aus der Slowakei haben inzwischen die österreichische Landesgrenze erreicht und nehmen weiter Kurs auf Wien.
Zudem hat sich über den südwestlichen Bezirken Wiens ein weiteres Gewitter entwickelt, das allerdings ebenfalls weiter nach Südwesten zieht.

Radarbild 14:15 Uhr

In obigem Radarbild sind zudem auch die Taupunktswerte angegeben. Ab einem Taupunkt von 16 Grad spricht man von schwülen Bedingungen. Mit 21 Grad Taupunkt ist es in Wien schon fast tropisch 😉

+++Update 14:00 Uhr+++

Tropenfeeling heute v.a. im Osten Österreichs. Sonne gab es bis dato nur sehr wenig (1-2 Stunden im Wald- und Weinviertel), dennoch ist es hier sehr warm. Knapp 30 Grad unter dichten Wolken an der March:

+++Update 13:45 Uhr+++

In der Slowakei haben sich weitere kräftige Gewitter gebildet, die nun Richtung Österreich ziehen. Rechnet in gut 1 Stunde im Marchfeld, in ca. 2 Stunden dann eventuell auch in Wien mit heftigem Regen!

+++Update 13:30 Uhr+++

Die bisherigen Regenmengen können sich sehen lassen, bei den Wetterstationen hat St. Pölten mit 83 l/m² die Nase vorn. Schwerpunkt bislang: Salzkammergut bis Mittelburgenland.

Regenmengen von 00:00 bis 13:00 Uhr

+++Update 13:00 Uhr+++

St. Pölten hat heute wahrlich einen Volltreffer gelandet und mit bislang schon 83 Litern Regen pro Quadratmeter gleich mehrere Rekorde aufgestellt:

+++Update 12:30 Uhr+++

Den ergiebigsten Regen (siehe aktuelles Radarbild) gibt es derzeit vom Salzkammergut über die Obersteiermark und das südliche Niederösterreich bis ins Burgenland. Zum Teil fallen hier 10-20 l/m² pro Stunde!

+++Update 11:30 Uhr+++

Nach diesem extrem nassen Wochenende stabilisiert sich das Wetter glücklicherweise nachhaltig – mindestens bis zum nächsten Wochenende. Hier der Niederschlagstrend für die Stadt Salzburg:

Quelle: ECMWF

+++Update 11:00 Uhr+++

Übersicht der Flusspegel: Noch ist an den heimischen Flüssen alles ruhig (blaue Dreiecke auf Karte von dieser Homepage). Das wird sich in den kommenden Stunden bis inkl. Sonntag v.a. an der Alpennordseite zwischen Reutte und Mariazell ändern.

+++Update 10:45 Uhr+++

Wie tropisch die Luftmasse derzeit ist, zeigen die aktuellen Temperaturen. Trotz Regens ist es nicht wirklich kalt, meist um 20 Grad. Im trockenen und aufgelockerten Wald- und Weinviertel sogar schon um 25 Grad!

+++Update 10:30 Uhr+++

Kräftige Schauer und Gewitter vor den Toren Wiens!

Vom Marchfeld und dem Nordburgenland her beginnt es auch in der Bundeshauptstadt demnächst wieder stark zu regnen. 10-15 l/m² in kurzer Zeit sind da locker wieder mit dabei!

+++Update 10:15 Uhr+++

Hier die Top 3 der Regenmengen in der vergangenen Stunde:

  1. St. Pölten 42 l/m²
  2. Andau (BGL) 15 l/m²
  3. Windischgarsten 9 l/m²

+++Update 10:00 Uhr+++

In den betroffenen Regionen der östlichen Nordalpen, aber auch im östlichen/südöstlichen Flachland war der Sommer bislang um 65-75% zu trocken. Der Regen wird hier die Bilanz ordentlich auffetten. Bleibt zu hoffen, dass der trockene Boden die Wassermassen auch einigermaßen gut aufnehmen wird.

+++Update 09:45 Uhr+++

Heute morgen gab es in Niederösterreich, Wien und im Burgenland schon die erste Runde Gewitter, gut zu sehen an den Blitzentladungen seit Mitternacht:

Blitze seit Mitternacht.

Und in diesen Minuten erreichen die nächsten kräftigen Gewitter von Ungarn und der Slowakei her den Osten Österreichs:

+++Update 09:30+++

Wie groß sind die Regenmengen, die da auf uns zukommen? Jedes Wettermodell spuckt hier eine andere Lösung aus, dementsprechend schwierig die Antwort. Hier mal eine erste grobe Einschätzung unseres hauseigenen Modells:

Regenmengen bis Montagfrüh.

+++Update 09:00 Uhr+++

Unsere Warnungen vor Starkregen am Wochenende, lokal haben wir bereits gestern die höchste Warnstufe ausgegeben. HIER findet ihr die stets aktuellste Warnkarte.

+++Update 08:45 Uhr+++

Seit Mitternacht sind schon ordentliche Mengen zusammengekommen, primär an der Alpennordseite und auch im östlichen Flachland:

+++Update 08:30 Uhr+++

Starten wir mit einem raschen Blick auf die Wetterlage, die uns diese extrem großen Regenmengen beschert. Ein Höhentief über der Adria führt sehr feuchte und labil geschichtete Luft nach Österreich:

Die Wetterlage am Wochenende mit dem Höhentief.

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker an diesem nassen und leider auch unwetterträchtigen Wochenende.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die aktuelle Regensituation bzw. Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Regenmengen und Blitzentladungen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Hochwasser: Starkregen von Tirol und Salzburg bis Wien

Die Bilder in Westen Deutschlands zeigen, welche Auswirkungen Hochwasser haben kann. Auch im Alpenraum sorgt das Höhentief am Wochenende für große Regenmengen, die lokal verstärkt sein können von Schauerlinien und Gewittern. Vor allem in den Alpen muss aufgrund der Orographie (schmale vs breite Täler) mit Überschwemmungen, Vermurungen und lokalen Ausuferungen gerechnet werden.

Sehr feuchte und labile Luft aus dem Osten

Grund für den Starkregen in Österreich in den kommenden Tagen ist das zuletzt angesprochene Höhentief. Es verlagert sich in Richtung Balkan und steuert dabei sehr feuchte und labil geschichtete Luft an die Alpennordseite. Die Folge ist kräftiger Regen entlang der Nordalpen. Durch eingelagerte Starkschauer sowie auch Gewitter kann es punktuell zu großen Regenmengen in kurzer Zeit kommen.

Das Höhentief führt feuchte Luft aus dem Osten heran. © Ubimet/ECMWF

Starkregen vom Tiroler Unterland bis zum Wienerwald

Vor allem entlang der Nordalpen werden die größten Regenmengen erwartet. In einem Kernbereich vom Kaiserwinkel über die Stadt Salzburg bis in die Eisenwurzen werden verbreitet Mengen zwischen 90 und 150mm erwartet, mit lokalen starken Unterschieden aufgrund eingelagerter Schauer und Gewitter. Auch im Südosten der Steiermark kommen bis Sonntagabend stellenweise 40 bis 60 Liter zusammen. Punktuell kann es auch im östlichen Flachland sowie im Burgenland zu größere Regenmengen durch kräftige stationäre Regenschauer und Gewitter kommen. Wetterbegünstigt bleibt der äußerste Westen des Landes. Auch von Osttirol bis nach Unterkärnten sorgt der teils kräftige Nordföhn für eher trockene Verhältnisse.

Lokale Überflutungen in den Alpen

Die Hochwassergefahr ist im Flachland am Wochenende eher gering, da das Wasser meist gut abfließen kann. In den Alpen und da besonders in engen Tälern kann es aber in der Nacht auf Sonntag stellenweise zu Überflutungen und Ausuferungen von kleinen Flüssen kommen. Am besten schützen sie sich vor dem Hochwasser, indem sie in den oberen Stockwerke eines Hauses übernachten. Da die größten Regenmengen in der Nacht zu erwarten sind, ist die Vorwarnzeit leider meist nur sehr kurz.

Wetterberuhigung am Montag

Hoch DANA sorgt dann im Laufe der Sonntagnacht langsam für eine Wetterberuhigung. Die Schauer ziehen sich in die Alpen zurück und klingen im der zweiten Sonntagnachthälfte dann allmählich ab. Der Montag verläuft dann wieder sonniger und die Schauerneigung geht im ganzen Land wieder zurück. Die nächste Woche verläuft dann allgemein wieder beständiger.

Hochwasser: Starkregen in NRW und Rheinland-Pfalz

Bereits gestern kam es durch kräftige Gewitter lokal zu großen Regenmengen. Besonders betroffen war gestern das nordöstliche Bayern und Thüringen sowie auch der Südwesten und Westen Deutschlands. Im Thüringer Wald brachte ein Gewitter an der Wetterstation Hirschberg satte 88 Liter Regen. Die Auswirkungen waren dementsprechend groß.

Tief BERND sorgt für Starkregen im Westen

Da sich das Tief in den kommenden Stunden nur sehr langsam verlagert kommt es nun bis Morgen vor allem in der Westhälfte stellenweise zu kräftigem und anhaltendem Regen. Besonders betroffen sind die Bundesländer Saarland, Rheinland-Pfalz und NRW. Bereits jetzt regnet es hier kräftig, die Unterschiede auf kleinem Raum sind beachtenswert: Während es etwa in Köln in den letzten 6 Stunden 56 Liter Regen gab, waren es im 25 Kilometer entfernten Düsseldorf nur etwa 20 Liter.

24h Regensummen bis Donnerstagmorgen ©UBIMET

Hochwasser in NRW

Einige kleinere Flüsse führen bereits Hochwasser und bis morgen wird sich die Situation punktuell noch verschärfen. Einige Meldungen von Hochwasser gibt es bereits aus der Region um Hagen und Hohenlimburg.

Langsame Entspannung der Lage am Donnerstag

Die kräftigsten Regenfälle sind heute Nachmittag und in der Nacht auf Donnerstag zu erwarten. Dann entspannt sich die Lage ein wenig. Im Laufe des Donnerstags sind punktuell aber weiterhin kräftige Regenschauer möglich. Am Freitag und Samstag bleibt es dann aber die meiste Zeit trocken und es sind nur noch ganz vereinzelt Regenschauer möglich.

Trockenheit: Gewitter in Wien und Niederösterreich

Wer heute Früh nicht bereits vom Wecker aufgeweckt wurde, wurde es spätestens von den kräftigen Gewittern die am Morgen über Wien und Niederösterreich zogen. Gleich drei Gewitterzellen sorgten heute in der Bundeshauptstadt für einen turbulenten und nassen Start in den Tag.

Verursacht wurden die Gewitter von einer sogenannten Konvergenzzone. Winde aus verschiedenen Richtungen trafen am Alpenostrand aufeinander und zwangen die Luft zum Aufsteigen, die Folge waren kräftige Gewitter. Auch in der Steiermark bildeten sich ausgehend von der Kor-und Packalpe in der Nacht einige kräftige Gewitter.

Dürre und Trockenheit im Osten

Während im Westen des Landes die Niederschlagsausbeute bisher recht passabel war, leider der Osten unter extremer Trockenheit. Besonders vom Weinviertel über Wien bis ins Nordburgenland fiel kaum Regen. Die heutigen Gewitter und besonders das Wochenende könnten der Trockenheit aber zumindest ein wenig Linderung verschaffen.

Feuchte Luft aus dem Nordosten

Denn auch am Wochenende wird der Alpenraum weiterhin von dem Höhentief beeinflusst. Mit der Verlagerung in Richtung Italien dreht die Strömung in Österreich auf Nordost und damit wird sehr feuchte Luft ins Land transportiert. Der Samstag und Sonntag verlaufen somit im ganzen Land unbeständig, besonders entlang der Nordalpen und im Donauraum sowie auch im südöstlichen Flachland zeichnen sich größere Regenmengen durch kräftige Regenschauer und Gewitter ab.

Titelbild: © Stormhunters Austria

Hitze und Gewitter: Am Dienstag bis zu 38 Grad und Unwetter

Hitzewelle

Schon wieder heißester Tag des Jahres?

Mit 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde am vergangenen Donnerstag die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen, dieser Wert könnte bereits morgen wieder der Vergangenheit angehören. Im Vorfeld eines Höhentiefs über Frankreich erreichen uns nämlich extrem heiße Luftmassen von der Iberischen Halbinsel.

Die Großwetterlage ist auf der folgenden Karte gut zu erkennen:

Die Großwetterlage am Dienstag.

Die Hotspots dürften recht ähnlich wie vergangene Woche das Flachland Niederösterreichs, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark sein. In diesen Regionen sind verbreitet Höchstwerte um 35 Grad in Sicht, punktuell gehen sich aber auch 37 oder sogar 38 Grad aus.

Hier die zu erwartenden Höchstwerte am Dienstag:

Die Höchstwerte am Dienstag. Zum Vergrößern der Karte anklicken bzw. -tippen

Heftige Gewitter aus Westen

Im Westen des Landes ist am Dienstag von Hochsommerhitze keine Spur, in Vorarlberg etwa verharren die Temperaturen meist sogar unter der 20-Grad-Marke. Im Übergangsbereich von der kühlen zur sehr heißen Luft kündigen sich im Laufe des Tages zudem heftige Gewitter an! Schon am Vormittag gehen in Nordtirol erste Gewitter nieder, Unwetterpotential ist hier aber noch nicht gegeben. Am Nachmittag und Abend steigt dann auch vom Kaisergebirge bis zum Mühl- und Waldviertel die Gewitterneigung deutlich an, wobei in diesem Streifen mit Sturmböen und großem Hagel gerechnet werden muss. Auch nach Osttirol und Oberkärnten ziehen von Italien her ein paar kräftige Gewitter. Weiter nach Osten zu passiert außer brütender Hitze dagegen gewittertechnisch nichts.

Hier jene Regionen mit der größten Unwettergefahr morgen:

In der Mitte und im Norden am Dienstag kräftige Gewitter.

Höhentief bringt in der kommenden Woche kräftige Gewitter

Blitz

Aktuelle Situation

Derzeit liegt noch eine schwache Okklusion über Deutschland, die am heutigen Sonntag von der Nordsee bis zum Erzgebirge sowie von der Schwäbischen Alb bis zum Fichtelgebirge für einige kräftigere Schauer und Gewitter sorgt.

Radarbild am Sonntag, den 11. Juli um 14.10 Uhr © DWD/UBIMET

Höhentief

In der Animation erkennt man, wie das Höhentief vom Atlantik her zu den Alpen und später nach Süddeutschland zieht. Die exakte Position ist dabei zur Wochenmitte noch etwas unsicher, der grobe Fahrplan sollte aber stehen. Bei einem Höhentief handelt es sich um ein Gebiet kälterer Luft in der Höhe von ungefähr 5 km.

Prognose von Sonntagfrüh bis Mittwochnacht des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersage © ECMWF

Zudem ist auch der Bodendruck dargestellt; man erkennt, dass auf der Nordostseite des Höhentiefs sich ein Bodentief über den Benelux-Staaten etabliert, welches im Zusammenspiel mit dem Höhentief feucht-heiße Kontinentalluft von Osten her nach Deutschland führt.

Montag

Zu Beginn der neuen Woche liegt Deutschland im Vorfeld des Bodentiefs über Nordostfrankreich. Im Vorfeld der Kaltfront wird heiße Luft (roter Pfeil) aus dem Mittelmeerraum in den Süden gelenkt. Hier werden Werte bis 30 Grad erwartet. Am Abend steigt dann von der Schweiz und Frankreich her die Gewittergefahr deutlich an. Dann muss bei Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden.

Wettersituation am Montagmittag © UBIMET

Ein zweiter Schwerpunkt der Gewitter liegt im Norden und Nordosten, hier wird im Vorfeld der Okklusion sehr feuchte und instabil geschichtete Luft herantransportiert (grüner Pfeil). Bei diesen Gewittern, wie auch in den Folgetagen, sind lokal Überflutungen möglich, da die Luft sehr feucht ist!

Gewitterschwerpunkte am Montag © UBIMET

Dienstag

In der Früh erreicht die Kaltfront den Südwesten und legt sich von Nordfrankreich über die Westalpen bis nach Korsika , die Warmfront erstreckt sich von der Nordsee bis nach Belgien. Die Ostströmung intensiviert sich und schwül-heiße Luftmassen halten sich ungefähr nördlich der Linie Bayerischer Wald-Rhön-Emsland. Hier werden verbreitet Temperaturen von 26 bis 31 Grad erreicht.

Von der Früh weg deutet sich im Südwesten gewittrig durchsetzter Dauerregen an (blauer Bereich). In den rot eingefärbten Gebieten sind vom Nachmittag an bis in die Nacht auf Mittwoch teils schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel zu erwarten. Die genaue Intensität im Nordwesten ist noch etwas unsicher, aber auch hier ist Starkregen ein Thema.

Erste Einschätzung zu den Gewittern und Starkregen am Dienstag. © UBIMET

Mittwoch

Am Mittwoch kommt nach bisherigem Stand die Kaltfront bis zur Landesmitte voran und der Gewitterschwerpunkt verlagert sich in die Nordhälfte des Landes. Hier sind in feucht-heißer Luft kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel zu erwarten. Zudem deuten sich im Westen markante Regenmengen teils mit Gewitter, teils ohne Gewitter an. Mitunter ist im Südwesten lokal eine Hochwasserlage möglich.

Erste Einschätzung zu den Gewittern und Starkregen am Mittwoch. © UBIMET

Weitere Aussichten

Nach dem Mittwoch werden die Prognosen sehr unsicher, es deutet sich jedoch an, dass mit einem Hoch, das sich über Westeuropa nach Norden schiebt allmählich trockenere Luft einsickert und die Gewittergefahr allmählich zurück geht.

Titelbild: Storm Science Austria

Höhentief bringt unbeständiges Sommerwetter

Höhentiefs liegen in mehren Kilometern Höhe und zeichnen sich durch niedrige Temperaturen im Vergleich zur Umgebung aus. Deren Entstehung wird oft durch Verwirbelungen des polarumlaufenden Jetstreams begünstigt, Meteorologen sprechen auch von einem Abschnürungsprozess bzw. einem „Cut-Off“. Solche Höhentiefs verlagern sich nicht mit der Höhenströmung, sondern werden durch die umgebende Luftdruckverteilung beeinflusst. Oft verharren sie wie ein Kreisel an Ort und Stelle.

Kaltlufttropfen

Ehemalige Tiefdruckgebiete bzw. Höhentiefs können sich zu sog. Kaltlufttropfen umwandeln, wenn das Bodentief durch Reibung oder Warmluftzufuhr aufgelöst wird und das Höhentief stattdessen erhalten bleibt. Tatsächlich befinden sich Kaltlufttropfen sogar oft im Randbereich eines Bodenhochs. In einem begrenzten Gebiet von etwa 100 bis 1000 Kilometern befindet sich dabei deutlich kältere Luft als in der Umgebung.

Am Donnerstag liegt der Kaltlufttropfen und somit die kälteste Luft in 500 hPA direkt über Westösterreich

Da diese kalte Anomalie aber nur in der oberen Hälfte der Troposphäre ausgeprägt ist, scheinen diese Gebiete nicht auf den Bodenwetterkarten auf. Kaltlufttropfen werden durch die bodennahe Strömung „gesteuert“, d.h. sie verlagern sich immer mit dieser zumeist relativ schwachen Strömung.

Labile Schichtung der Luft

Ein Höhentief wirkt sich merklich auf das tägliche Wettergeschehen aus, denn Höhenkaltluft sorgt für eine verstärkte vertikale Temperaturabnahme und somit für eine Destabilisierung der Atmosphäre. Besonders im Frühjahr und Sommer entstehen unter dem Einfluss der Höhenkaltluft Quellwolken, welche im Tagesverlauf zu Schauern und Gewittern heranwachsen. Die Lebensdauer von Kaltlufttropfen ist allerdings meist auf ein paar Tage bis etwa eine Woche begrenzt, da sich die Temperaturunterschiede in der Höhe allmählich ausgleichen.

Vorhersagegenauigkeit

Wenn Höhenkaltluft im Spiel ist, nimmt die Vorhersagbarkeit des Wetters etwas ab: Einerseits werden Kaltlufttropfen durch die bodennahe Strömung gesteuert, was sich negativ auf die Qualität von Modellprognosen auswirkt, andererseits sorgt die konvektive Wetterlage für große Unterschiede auf engem Raum. Vor allem räumlich detaillierte Prognosen, wie etwa jene von Wetter-Apps, sind bei solchen Wetterlagen also mit Vorsicht zu genießen.

Sommer 2021: Rückblick und Tendenz für die zweite Hälfte

Rückblick auf den Juni

Der erste Sommermonat ist bereits Geschichte und die im Frühling prognostizierte Verteilung der Temperatur- und Niederschlagsanomalien passt soweit gut für Mitteleuropa. Von der Iberischen Halbinsel über Frankreich bis nach Mitteleuropa brachten mehrere Gewitterlagen überdurchschnittlich viel Regen, jedoch – wie häufig der Fall im Sommer – mit sehr großen Unterschieden auf engstem Raum. An der Adria und in der Pannonischen Tiefebene wurde hingegen die anhaltende Trockenheit zum Thema.

Die Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel im Juni 2021 © ECMWF Copernicus

Temperaturtechnisch war der Juni generell überdurchschnittlich warm. Am größten war die positive Anomalie vom Mittelmeerraum bis zum Baltikum, hier verlief der Monat oft mehr als 2 Grad zu warm im Vergleich zum langjährigen Mittel. Leichte negative Temperaturanomalien wurden lediglich am Atlantik und im Bereich des Bosporus verzeichnet.

Die Abweichung des Niederschlags des Junis vom Durchschnitt © NOAA-PSL

Vorschau auf die 2. Halbzeit

Wie geht es im Sommer 2021 weiter? Laut der aktualisierten Quartal-Prognosen für die zweite Sommerhälfte wird sich die Lage nun doch etwas ändern. Eine Häufung an Hochdruckgebieten über dem westlichen Mittelmeerraum sollte hier oft trockene Verhältnisse bringen und somit für steigende Dürregefahr sorgen. Aufgrund des oft vorhandenen Hochs im Westen des Mittelmeeres würden die atlantischen Fronten öfters nur die Nordwesthälfte des Kontinents erfassen und erst wieder in Richtung Osteuropa für zahlreiche Gewittertage sorgen.

Prognostizierte Temperaturabweichung für Juli-August-September © ECMWF Copernicus

Anhand dieser Lage könnte der restliche Sommer vor allem an der Nord- und Ostsee, im Baltikum sowie im Nordatlantik durchschnittlich warm oder sogar leicht zu kühl ausfallen. Die größten positiven Temperaturanomalien sind hingegen am Mittelmeer zu erwarten. Von Spanien über Südfrankreich und Italien bis zum Balkan sollte sich die zweite Sommerhälfte um etwa ein Grad zu warm im Vergleich zum langjährigen Mittel erweisen.

Prognostizierte Wahrscheinlichkeit dafür, ob der Sommer zu trocken (gelbliche Töne) der zu nass (Grüntöne) ausfallen wird © ECMWF Copernicus

Titelbild: Tendenz für die zweite Sommerhälfte – UBIMET

Dauerregen sorgt für Überflutungen

Ausgehend von Tief ZYPRIAN, das Europa am vergangenen Sonntag vom Atlantik her erreichte, etablierte sich unter der Woche eine Luftmassengrenze von Italien bis zur Ostsee, die feucht-warme von schwül-heißer Luft trennte. Am Donnerstag wurde in unserem Nachbarland Österreich beispielsweise der dort bisher heißeste Tag des Jahres erreicht und verbreitet gingen auf der schwül-heißen Seite der Luftmassengrenze heftige Gewitter nieder, wie bereits angekündigt.

Lee-Tief ARNO

Am Donnerstag drehte im Süden des Landes die Höhenströmung auf südliche Richtungen. Dies impliziert bei Überströmen der Alpen, dass sich auf der Lee-Seite (Nördlich der Alpen über Bayern) ein sogenanntes Lee-Tief entwickelt. Dieses wurde auf dann den Namen ARNO getauft.

In der Folge sorgte ARNO dafür, dass nördlich des Tiefkerns die feucht-heiße Luft aus dem Osten Europas gehoben wurde und die Feuchtigkeit in Form von Regen niederging. Am Freitag verlagerte sich das Tief allmählich nordostwärts und liegt am Samstagmittag bereits über der Ostsee.

Die folgenden Niederschlagssummenkarten gegen einen guten Überblick über den Ablauf der Entwicklung. Insbesondere am Freitag fielen von der Schwäbischen Alb bis zum Havelland verbreitet Mengen von 40 bis 70, lokal kamen sogar rund 100 L/m² zusammen. Ebenfalls beachtlich sind die Regenmengen, die vom Freitagabend bis Sonnabendfrüh in Vorpommern gefallen sind. Auch hier sind teils 70 oder 80 Liter Regen gefallen.

Donnerstag

© UBIMET

Freitag

© UBIMET

Samstag

© UBIMET

Lage in Bayern

Die Auswirkungen der Niederschläge spüren die Menschen derzeit besonders in Mittelfranken, hier melden viele kleiner Flüsse Hochwasser. Am Freitag hatten zudem auch viele Flüsse im würtembergischen Schwaben hohe Wasserstände gemeldet.

Titelbild: https://twitter.com/90Snazy/status/1413634681778712578/photo/3

Schwere Gewitter beendeten Hitzewelle

Sommergewitter - pixabay.com / SturmjaegerTobi

Heißester Tag des Jahres!

Mit 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde am gestrigen Donnerstag die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen, der vorherige Spitzenwert von 35,3 Grad in Güssing und Leibnitz wurde damit klar überboten. Es war dies zugleich die höchste Temperatur in Österreich seit rund zwei Jahren. Hotspots waren gestern eindeutig Wien, das östliche Niederösterreich sowie das Nord- und Mittelburgenland mit mehr als 35 Grad. Zeitgleich wurden am westlichen Ende Österreichs in Bregenz lediglich 18 Grad registriert. Eine solch große Temperaturspanne zwischen dem Westen und dem Osten des Landes ist im Sommer extrem selten.

Im Osten gab es verbreitet einen Hitzetag (> 30 Grad, rot markiert)

Heftige Gewitter im Großteil Österreichs

Im Vorfeld sowie mit Durchzug einer Kaltfront von Westen her gingen dann jedoch teils heftige Gewitter nieder, seit gestern wurden rund 106.000 Blitze am Himmel über Österreich gezählt. Fast 40.000 Entladungen entfielen dabei auf Niederösterreich, gut 30.000 auf Oberösterreich. Mit 20.000 Blitzen auf Rang 3 liegt die Steiermark. Auch in Wien wurde es vergangene Nacht gewittrig, in der Bundeshauptstadt wurden immerhin 300 Blitze gezählt.

Blitze am Donnerstag.
Blitze am Freitag.

Mit den Gewittern kam es auch zu Sturmböen, wie zum Beispiel in Obervellach (Kärnten, 75 km/h) oder Limberg (Niederösterreich, 86 km/h). Besonders in der Eisenwurzen, im Oberen Murtal sowie im Grazer Bergland kam es lokal auch zu größerem Hagel. In Vorarlberg waren indes eher die großen Regenmengen ein Thema, 60-70 Liter pro Quadratmeter sind rund um das Rheintal in den vergangenen 24 Stunden zusammengekommen. Im Osten sorgten die Gewitter zumindest für eine geringe Linderung der extremen Trockenheit, 2-5 l/m² fielen im Großraum Wien.

24-stündiger Niederschlag bis Freitagfrüh.

Wochenende ruhiger

Das Wochenende verläuft deutlich ruhiger, wenngleich leicht unbeständig. Am Samstag scheint verbreitet die Sonne und mit 23 bis 31 Grad wird es auch sommerlich warm. Mit Annäherung eines Tiefs entstehen am Nachmittag und Abend über den Bergen Vorarlbergs und Tirols ein paar Schauer und Gewitter. Der Sonntag startet in Tirol, Salzburg und Oberösterreich bewölkt mit schauerartigem Regen, tagsüber kommt das Tief weiter nach Osten voran. Hier bilden sich nach einem freundlichen Start einige Schauer und Gewitter – Unwetterpotential besteht aber nicht und mit 22 bis 30 Grad bleibt es angenehm warm.

Neue Woche startet sehr heiß – später Unwettergefahr

Zu Beginn der neuen Woche stellt sich zunächst eine föhnige Südströmung ein, mit der die Temperaturen wieder deutlich ansteigen. Am Montag gibt es an der Alpennordseite schon bis zu 36 Grad, die 30-Grad-Marke wird aber fast überall geknackt. Der Dienstag bringt dem Osten noch einmal große Hitze mit rund 35 Grad, im Westen ist es mit Regen dagegen schon 15-20 Grad kühler. Aus heutiger Sicht drohen tagsüber aber wieder heftige Gewitter!

Gewitter in Kärnten und Tirol, in der Nacht auch in Wien

Gewitter mit Regen. © Adobe Stock

Hiermit beenden wir den heutigen Liveticker, wir sagen vielen Dank fürs Mitlesen und wünschen noch eine gute Nacht!

+++ 04:00 +++

Die Gewitter im östlichen Flachland ziehen nun allmählich Richtung Norden ab. Die restliche Nacht verläuft dann im Großteil des Landes wieder ruhig, länger nass bleibt es noch im Westen. Auch im Osten ziehen noch einzelne Regenschauer durch.

Im Anschluss noch drei Karten die den Donnerstag und die Nacht auf Freitag recht anschaulich zusammenfassen:

+++ 03:00 +++

Endlich auch Abkühlung in Wien! Ein Gewitter zieht auf die Bundeshauptstadt zu. Rechnet in der nächsten Stunde mit kräftigen Regen und stürmischen Böen. Die Webcam hat die Blitzshow gut eingefangen.

+++ 02:00 +++

Die Gewitterlinie liegt nun zwischen den Fischbacher Alpen und dem Waldviertel, verlagert sich weiter in Richtung Nordosten.

+++ 01:00 +++

Nun wird es auch im Osten gewittrig. Die ersten Gewitter haben sich im östlichen Bergland gebildet und ziehen nun in nordöstliche Richtung ins Mostviertel sowie auch ins Wiener Becken. Ebenso zieht derzeit ein kräftiges Gewitter über Graz.

+++ 00:40 +++

Die Kaltfront liegt derzeit quer über dem Alpenraum und an dieser hat sich eine Gewitterlinie gebildet, welche von der Südsteiermark bis ins Mühlviertel reicht. Im Laufe der Nacht verlagert sich die Kaltfront weiter in den Osten und damit auch die Gewitterlinie.

+++ 23:40 +++

Kurz vor Klagenfurt hat sich nun ein kräftiges Gewitter gebildet. Das Gewitter verlagert sich in nordöstliche Richtung!

+++ 23:00 +++

Die Gewitter aus Italien erreichen nun auch Unterkärnten. Für das Klagenfurter Becken sind bereits Gewitterwarnungen aktiv. Diese bringen kräftigen Regen und stürmische Böen, stellenweise auch kleinen Hagel mit sich.

+++ 22:30 Uhr +++

Kaum Abkühlung gab es bisher in Wien und Umgebung. Auch wenn die Temperatur in der letzten Stunde um ein paar Grad zurückging, so stieg die Feuchtigkeit mit dem Westwind sogar noch ein wenig an. In der Nacht deuten sich dann aber auch für das östliche Flachland teils kräftige Gewitter ab. Dies zeigt auch die Niederschlagsprognose unseres Modells:

+++ 22:15 Uhr +++

Die kräftigsten Gewitter gehen derzeit im Kärnten und Osttirol nieder. Diese ziehen von Italien in Richtung Norden. In weiterer Folge erreichen die Gewitter dann auch das Salzburger Land. Rechnet hier somit in den kommenden Stunden mit kräftigem Regen, lokalen Sturmböen sowie auch kleinem Hagel.

Radar-, Blitz- und Satelittenanimation ©Ubimet/Nowcast/Austrocontrol/Eumetsat

+++ 21:15 Uhr +++

In Vorarlberg und Tirol gibt es nun kräftigen Dauerregen, ein Hagelgewitter erreicht von Süden her gerade das Waldviertel (ist das ehemalige Hinterstoder-Gewitter) und in Wien hat der Wind nun auf West gedreht.

Radar- und Stationsdaten (UBIMET, ACG, ZAMG)

Allerdings bringt der Westwind nicht wie üblich Abkühlung, sonders deutlich feuchte Luft vom Donauraum nach Wien. Somit verbessern sich die Bedingungen für Gewitter nach Mitternacht.

+++ 20:40 Uhr +++

Weiterhin ziehen die stärksten Gewitter über Oberösterreich, angrenzende Niederösterreich hinweg.

Ein weiterer großer Gewitterkomplex nähert sich von Oberitalien bald Südösterreich und nach Mitternacht nimmt auch im Osten die Gewittergefahr stetig zu. Hier kann es also eine unruhige Nacht werden.

+++ 19:50 Uhr +++

Achtung derzeit ein sehr starkes Gewitter über Hinterstoder mit Hagel und Starkregen, zieht nun in Richtung Großraming.

+++ 19:40 Uhr +++

Vor kurzem gab es Hagel in Gmunden und eine Gewitterlinie mit teils starken Gewitterzellen erreicht bald das Traun- und Mostviertel.

+++ Extreme Temperaturgegensätze – 19 Uhr +++

Auch jetzt noch am Abend sind die Temperaturunterschiede zwischen West und Ost enorm. Währen in Wien noch schweißtreibende 33 bis 35 Grad erreicht werden, sind es im Rheintal nur mehr herbstlichen 14 bis 16 Grad.

Eine Temperaturspanne von 10 bis 15 Grad gibt es öfter, doch ganze 20 Grad  Unterschied zwischen Vorarlberg und Wien sind äußerst rar.

+++ Gewitter im Mürztal – 18:30 Uhr+++

Im Westen gehen die Gewitter immer mehr in Starkregen über, dafür ziehen derzeit von Osttirol und Oberkärnten über den Lungau bis nach Oberösterreich kräftige Gewitter durch.

Radarbild Ubimet, ACG

Auch weiter östlich hat sich ein kleines, aber durchaus starkes Gewitter im Mürztal gebildet.

+++ Update 18:15 Uhr +++

Spitzenreiter für die Blitzentladungen war bislang Oberösterreich mit 5000, knapp dahinter folgt aber Niederösterreich. Nur in Burgenland und Wien wurden heute noch keine Blitze geortet, aber dies wird nach Mitternacht (also morgen, streng genommen) höchstwahrscheinlich ändern…

Anzahl der Blitze pro Bundesland - UBIMET, nowcast
Anzahl der Blitze pro Bundesland – UBIMET, nowcast

Die bei weitem stärksten Knaller des Tages wurden dabei im Bezirk Reutte registriert.

Stärkste Blitze des Tages - UBIMET, nowcast
Stärkste Blitze des Tages – UBIMET, nowcast

+++ Update 17:45 Uhr +++

Es ist Zeit für eine Zwischenbilanz des konvektiven Tages. Im Westen hat schon zum Teil ergiebig und gewittrig durchsetzt geregnet. Am Bodensee sind schon knappe 40 l/m² Regen zusammengekommen und in den kommenden Stunden regnet es hier weiter kräftig (Rotwarnung bis Freitagmorgen aufrecht!).

Akkumulierte Niederschlagsmengen bis 17 Uhr - UBIMET, ZAMG
Akkumulierte Niederschlagsmengen bis 17 Uhr – UBIMET, ZAMG

Die Gewitter verlagern sich heute mit erhöhter Geschwindigkeit und ihre „Spuren“ sind ausgesprochen lang auf der Karte des Blitzverlaufs. Verschont blieb bislang nur der Südosten des Landes. Hier wird es aber in der Nacht zunehmend gewittrig!

Blitzverlauf in Österreich am 08.07.2021 bis 17:30 Uhr - UBIMET, nowcast
Blitzverlauf in Österreich am 08.07.2021 bis 17:30 Uhr – UBIMET, nowcast

Lokal wurden mit den Gewittern schon Sturmböen gemessen, wie etwa in Kornat in Oberkärnten mit 93 km/h oder in Limberg (NÖ) mit 86 km/h.

Max. Windböen bis 17:20 Uhr - UBIMET, ZAMG
Max. Windböen bis 17:20 Uhr – UBIMET, ZAMG

+++ Update 17:20 Uhr +++

Die heftigsten Gewitter über Nieder- und Oberösterreich ziehen nun bald in Richtung Tschechien ab, ein neuer Schwung an Gewitter ist von Italien her aber im Westen schon angekommen.

Aktuelle Blitzverteilung

Während es im Westen mehr gewittriger Starkregen ist, sind nach einer kurzen Pause östlich von Salzburg neuerlich starke Gewitter möglich.

+++ Update 16:50 Uhr +++

Hinter einer sehr kräftigen Zelle im Weinviertel, die bei einem Volltreffer an unserer Station Limberg für 86 km/h Sturmböen sorgte, hat sich nun eine weitere, ebenfalls sehr kräftige Zelle bei Tulln gebildet. Diese zieht derzeit Richtung Laa an der Thaya!

Radarbild

+++ Update 16:45 Uhr +++

Anbei paar Infos zur aktuellen Wetterlagen direkt aus dem Büro der UWZ via Puls24:

+++ Update 16:40 Uhr +++

Ein Blick von oben bringt meist einen besseren Überblick, so auch heute. Schauen wir uns den Satellitenfilm an, erkennt man nicht nur die pilzförmige Wolkenstruktur der aufploppenden Gewitter in Österreich, sondern viel mehr die Gewitterkomplexe in Italien:

Satellitenfilm – UBIMET, EUMETSAT

+++ Update 16:00 Uhr +++

Ein Blick auf die aktuellen Temperaturmaxima zeigt, dass einerseits die prognostizierten 37 Grad und damit der heißeste Tag des bisherigen Jahres deutlich erreicht wurde, andererseits aber auch den bemerkenswerten Unterschied zwischen West und Ost.

Während etwa in Bregenz das heutige Maximum nur bei 17,6 Grad liegt, hat es in Wien-Stammersdorf derzeit 37,1 Grad und damit hier einen neuen Allzeit-Juli-Rekord!

Temperaturmaxima von 15 Uhr

Die aktuelle Hitliste:

  • 37,5 Grad – Bad Deutsch-Altenburg (NÖ)
  • 37,1 Grad – Wien, Stammersdorf (neuer Allzeit-Juli-Rekord)
  • 36,8 Grad – Langenlebarn (NÖ)
  • 36,8 Grad – Wien, Innere Stadt
  • 36,7 Grad – Hohenau (NÖ)

+++ Update 15:45 Uhr +++

Einen aufmerksamen Blick sollten die Innviertler in den kommenden Minuten nach Südwesten werfen, denn vom Chiemsee aus kommend zieht aktuell eine sehr kräftige Zelle nach Nordosten, Richtung Innviertel!

Radarbild 15:25 Uhr

Eben ist sie noch über den Chiemsee gezogen, wo eine der webcams dort die vom Wind getriebenen Wellen aufgenommen hat:

Gewitter überm Chiemsee – https://www.addicted-sports.com/webcam/chiemsee/uebersee/

+++ Update 15:25 Uhr +++

Aber zurück, zu den Gewittern in Österreich! Der Blitzverlauf zeigt, wie schnell und in welche Richtung die Gewitter ziehen und ob sie sehr blitzaktiv sind. Je dunkler ein Plus-Zeichen, umso älter derjenige Blitz. Die gelben Zeichen markieren dabei die aktuellen Blitze.

Blitzverlauf, 15:05 Uhr

Gewittrige Schauer ziehen derzeit über Innsbruck und auf St.Pölten zu! Zwei kräftige Gewitter haben Österreich inzwischen verlassen und das bayrische Alpenvorland erreicht, ebenso die Linzer-Zelle Tschechien.

Eine der beiden kräftigen Zellen in Tirol hat bei Leutasch, westlich von Innsbruck, Hagel gebracht, wie man ihn teilweise noch auf den Dächern liegen sieht:

Webcambild mit Hagel auf den Dächern – www.adlerhof.at

Auch die Linzer Zelle brachte Starkregen und Sturmböen:

Webcam Poestlingberg mit Gewitter über Linz – http://poestlingberg.it-wms.com/wmspanoviewer.php

+++ Update 15:00 Uhr +++

Übrigens ist es heute nicht nur bei uns gewittrig, heiß und verregnet!
Bei unseren Nachbarn in Ungarn – genauer gesagt in Paks – wurden schon 38,7 Grad gemessen, in Teilen Bayerns gehen die Gewitter in der Nacht ebenfalls in ergiebigen Regen über mit Niederschlagsmengen bis zu 80mm in der Zeit bis morgen Vormittag und auch in der Schweiz wurde schon von flash-flood- und Hagelgewittern berichtet:

+++ Update 14:45 Uhr +++

Von Gewittern keine Spur, dafür aber brütend heiß ist es derzeit im Osten. So führt die Hitliste weiterhin Bad Deutsch-Altenburg mit 36,5 Grad an, dicht gefolgt von Hohenau mit 36,2 Grad und Wien-Stammersdorf mit 36,1 Grad.

Gerade jetzt um die Mittagszeit steht die Sonne am höchsten und hat somit auch die stärkste Kraft. Der Hitzestress auf den Körper ist nicht zu unterschätzen, nehmen Sie daher genügend Wasser zu sich und meiden Sie zu lange Aufenthalte in der prallen Sonne!

+++ Update 14:20 Uhr +++

Erste sehr kräftige Gewitterzellen haben sich schon gebildet, daher seid bitte vorsichtig im Raum Linz und im Mariazellerland! Hier ist nicht nur mit Sturmböen, sondern auch mit Hagel zu rechnen.

Radarbild 14:05 Uhr

+++ Update 14:00 Uhr +++

Die Temperaturen im Osten steigen weiter an, mittlerweile wurde an mehreren Orten die 35-Grad-Marke geknackt:

  • 36,2 Grad Bad Deutsch-Altenburg (NÖ)
  • 35,8 Grad Pottschach-Ternitz (NÖ)
  • 35,5 Grad Wiener Neustadt (NÖ)
  • 35,4 Grad Hohenau (NÖ)

Auch in Teilen Wiens ist es in wenigen Minuten so weit, in Stammersdorf messen wir aktuell 34,9 Grad.

+++ Update 13:40 Uhr +++

In Pottschach-Ternitz im Bezirk Neunkirchen wurden soeben 35,4 Grad gemeldet. Dieser Wert entspricht der bislang höchsten gemessen Temperatur in Österreich im Jahr 2021!

Ternitz und Umgebung. © Webcam Gfiederwarte Ternitz

+++ Update 13:35 Uhr +++

Im südlichen Wiener Becken wurde mittlerweile die 35-Grad-Marke erreicht, im Westen ziehen dagegen immer mehr Gewitter durch und in Vorarlberg regnet es kräftig. Hier fällt auch kommende Nacht kräftiger Regen, wir haben bereits Warnungen der Stufe „rot“ ausgegeben (es besteht die Gefahr von lokalen Vermurungen bzw. kleinräumigen Überflutungen).

Aktuelle Temperaturen und Blitzentladungen. Daten: UBIMET/ZAMG/nowcast

+++ Update 13:15 Uhr +++

Anbei die bislang höchsten Temperaturen des heutigen Tages:

  • 34,7 Grad Pottschach-Ternitz (NÖ)
  • 34,7 Grad Wiener Neustadt / Flugplatz (NÖ)
  • 33,9 Grad Ritzing (B)
  • 33,9 Grad Weyer (OÖ)
  • 33,9 Grad Mattersburg (B)
  • 33,9 Grad Schönau an der Enns (OÖ)

Die bislang höchste gemessene Temperatur in Österreich in diesem Jahr war 35,3 Grad in Leibnitz am 24. Juni sowie auch in Güssing am 29. Juni. Dieser Wert ist bereits in greifbarer Nähe.

+++ Update 13:05 Uhr +++

Ergänzend zur bereits erwähnten Trockenheit, kommt hier auch unsere Berechnung der heutigen Waldbrandgefahr. Im östlichen Flachland sind die Bedingungen heute sehr gefährlich, da sowohl der Boden als auch die Luft sehr trocken sind. Hinzu kommt der lebhaft auffrischende, föhnige Süd- bis Südostwind, der zu einer schnellen Ausbreitung etwaiger Brände führen kann.

Sehr hohe Waldbrandgefahr im Osten (zum Vergrößern auf die Karte klicken).

+++ Update 12:55 Uhr +++

In Wien herrscht aufgrund der Trockenheit mittlerweile Grillverbot. Tatsächlich gab es hier seit Sommerbeginn am 1. Juni teils weniger als 10% der üblichen Niederschlagsmenge. Die Waldbrandgefahr ist im Osten des Landes heute verbreitet sehr groß.

Niederschlagsabweichung

 

+++ Update 12:30 Uhr +++

Die nachfolgende Tabelle werden wir heute wohl noch häufiger posten, sie zeigt die bis dato höchsten gemessenen Temperaturen. Mit bereits 33 Grad im Osten liegt der Temperaturgradient in Österreich aktuell bei 17 Grad zwischen West und Ost, denn im Rheintal gibt es im Regen aktuell nur 16 Grad.

Aktuelle Höchstwerte am 08.07.2021 @ UBIMET

+++ Update 12:00 Uhr +++

In völligem Gegensatz zum Bild aus Röthis steht der Blick auf den Himmel in Wien. Hier wird es heute sonnig, trocken und heiß bleiben. In der Nacht bzw. am Freitagmorgen ist die Chance für durchziehende Gewitter aber auch hier gegeben.

Webcam Wien @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/

An der Grafik für die prognostizierten Höchsttemperaturen erkennt man eindrucksvoll den Gegensatz zwischen West und Ost:

Prognose der Höchsttemperaturen am 08.07.2021 @ UBIMET

+++ Update 11:30 Uhr +++

Völlig gegensätzlich präsentiert sich das Wetter im äußersten Westen. Hier liegt aktuell die Luftmassengrenze und entlang dieser verlagert sich gewittriger Starkregen von Italien und dem Schweizer Tessin her über das Rheintal nach Nordosten. 6 l/qm sind so letzte Stunde in Feldkirch gefallen, 8 l/qm waren es in Fraxern. In Vorarlberg und dem Außerfern laufen entsprechend Starkregenwarnungen.

Webcambild @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/roethis-west/

+++ Update 11:00 Uhr +++

Momentan steigen die Temperaturen bei Sonnenschein mit häufig 2 bis 3 Grad pro Stunde an, die ersten Wetterstationen haben die 30 Grad-Marke erreicht. So melden Mattersburg und Pottschach-Ternitz genau 30,0 Grad, mit föhnigem Südwind schafft es Windischgarsten auf 30,2 Grad.

+++ Übersicht +++

Eine Luftmassengrenze liegt derzeit quer über Mitteleuropa und trennt kühle Atlantikluft im äußersten Westen des Landes von sehr heißen Luftmassen in der Osthälfte. Der Höhepunkt dieser Zweiteilung wird heute Donnerstag erreicht: Von Vorarlberg bis ins Innviertel überwiegen die Wolken und ganz im Westen regnet es immer wieder teils gewittrig durchsetzt bei Höchstwerten zwischen 18 und 25 Grad. In den zentralen Landesteilen lockern die Wolken zeitweise auf uns es wird sommerlich warm. Im Süden und Osten erreicht die Hitze dagegen ihren Höhepunkt: Von Unterkärnten bis nach Niederösterreich scheint verbreitet die Sonne und mit 30 bis 36 Grad, lokal – wie etwa im Seewinkel mit bis zu 37 Grad – wird es extrem heiß.

Im Laufe des Nachmittags steigt die Gewitterneigung in den zentralen Landesteilen vom Tiroler Unterland bis nach Oberösterreich sowie später auch in Oberkärnten an. Örtlich zeichnen sich heftige Gewitter ab. Vor allem vom Kaiserwinkl bis ins Mühlviertel sind örtlich schwere Sturmböen um 100 km/h, Starkregen und Hagel möglich. Am Abend nimmt die Gewitterneigung auch im Süden zu, in der Nacht im Osten, während die Gewitter im Westen in kräftigen Regen übergehen. Besonders in Vorarlberg sind bis Freitagmorgen teils große Regenmengen zu erwarten.

 

Titelbild @ stock.adobe.com

Kräftige Gewitter am Donnerstag

Das aktuelle Satellitenbild zeigt die Luftmassengrenze als schmales Wolkenband, das von den Balearen bis hinauf nach Schweden reicht. Heute passiert in Mitteleuropa nicht besonders viel, da derzeit leichtes Absinken im Bereich der Luftmassengrenze stattfindet.

Satellitenbild vom 7.7.2021 um 16.35 Uhr © EUMETSAT

Wetterablauf Donnerstag

Dies ändert sich aber morgen. Die Höhenströmung dreht mehr auf Süd und die Luftmassengrenze wird wieder etwas nach Nordwesten gedrückt. Auf der Ostseite wird ein Schwall heißer und hochlabiler Subtropikluft von der Adria über Österreich und Tschechien bis nach Schlesien transportiert.

Ein zweiter Schwerpunkt der Gewitter deutet sich vom Schweizer Jura bis hinauf nach Dänemark an. Hier sorgen zusammenströmende Luftmassen (Konvergenzlinie) für ausreichend Hebung.

Gefahrengebiete der Überregionalen Unwetterlage am Donnerstag

Früh bis Vormittag

Entlang der Luftmassengrenze fällt aus der Nacht heraus von der Schweiz bis nach Franken teils kräftiger und gewittrig durchsetzter Regen. Ausgenommen ist hierbei nur der äußerste Südosten. Im Verlauf des Vormittags kommt der Regen nordwärts voran und von den Bayerischen Alpen bis zum Bayerischen Wald herrscht für ein paar Stunden trockenes und aufgelockertes Wetter.

Mittag

Ab dem Mittag bilden sich schließlich entlang der Konvergenzlinie zunehmend kräftige Gewitter, bei denen vor allem Starkregen und lokal kleiner Hagel erwartet werden können. Diese Gewitter ziehen recht langsam, sodass örtlich wieder Überflutungsgefahr besteht, besonders wenn mehrere kräftige Zellen über einen Ort hinweg ziehen.

Nachmittag

Nun wird es im Süden spannend. Ausgehend von den Alpen bilden sich kräftige Gewitterzellen, die rasch zu Superzellen werden sollten. Somit steigt am Nachmittag die Gefahr von großem Hagel und Sturmböen stetig an. Diese Zellen werden am Abend dann nach Tschechien hineinziehen. Hier werden die Bedingungen noch besser und schwere Unwetter mit großem Hagel, Orkanböen und sogar Tornados sind möglich.

Aber auch südlich der Alpen und zwar in Norditalien bilden sich nun kräftige Gewitter, die sich auf die Po-Ebene und in Richtung Venedig ausbreiten werden. Hier muss ebenfalls mit großem Hagel und schweren Sturmböen gerechnet werden.

Abends

In der Folge ziehen die Unwetter weiter nach Polen und werden sich zu einem oder mehreren Gewittersystemen organisieren. Hier muss dann bis in die Nacht hinein mit Orkanböen und Hagel gerechnet werden.

Währenddessen gehen im Süden die letzten Gewitter in kräftigen teils immer noch gewittrig durchsetzten Regen über, lokal sind Mengen von 30 bis 50 Liter zu erwarten. Zudem lassen die Gewitter entlang der Konvergenz nach.

Titelbild: @ Storm Science Austria

Knapp 40 Grad und schwere Gewitter am Donnerstag

Extreme Hitze im Osten

Bereits gestern haben wir an dieser Stelle über die anstehende Hitzewelle berichtet, heute manifestieren sich die heißen Aussichten. Heute und morgen gibt es bereits Höchstwerte um 35 Grad, am Donnerstag steht dann der heißeste Tag des bisherigen Jahres an!

Hier eine Übersicht der zu erwartenden Höchstwerte, violette Flächen = über 35 Grad:

Die Höchstwerte am Donnerstag

Der absolute Julirekord von 39,7 Grad in Dellach bleibt wohl unangetastet, an manchen Stationen im Osten bewegen wir uns aber in die Nähe der Rekorde.

Hier einige ausgewählte Temperaturrekorde für den Juli im Norden und Osten, es könnte durchaus vereinzelt neue Bestmarken geben:

Station Julirekord (Jahr)
Wien Hohe Warte 38,3 Grad (1957)
St. Pölten 39,0 Grad (1957)
Linz 38,0 Grad (1950)
Eisenstadt 38,7 Grad (2007)
Krems 38,8 Grad (2019)
Wiener Neustadt 38,1 Grad (2007)

Heftige Gewitter beenden Hitze

Die Hitze geht leider nicht geräuschlos zu Ende. Am Nachmittag entstehen von Vorarlberg bis Salzburg immer mehr Schauer und teils heftige Gewitter, in den Abendstunden besteht dann vom Tiroler Unterland bis zum Waldviertel erhöhte Unwettergefahr. Zu befürchten sind besonders im violetten Bereich der folgenden Karte
  • starker Regen mit bis zu 50 l/m² in kurzer Zeit
  • Sturmböen von 70 bis 90 km/h
  • großer Hagel mit rund 5 cm Durchmesser

Gewittergefahr am Donnerstag.

Trockenheit im Osten wird gelindert

Freitagnacht erreichen die Schauer und Gewitter auch den Osten, hier wir die seit Wochen andauernde Trockenheit zumindest etwas gelindert. Wie dramatisch die Lage ist, zeigt die Karte der Waldbrandgefahr für Donnerstag. Violett bedeutet eine extrem hohe Gefahr!

Extrem hohe Waldbrandgefahr derzeit im Osten.

Die Trockenheit ist hier seit Sommerbeginn Anfang Juni präsent, in Wien fehlen derzeit rund 90% jenen Regens, der sonst vom 1.6. bis zum heutigen Tag fällt. Somit sind wir auf Kurs des trockensten Sommers der Wiener Messgeschichte. Ähnlich sieht es in Eisenstadt aus (-89%).

Der Sommer verlief bislang in weiten Teilen des Landes zu trocken.

 

Am Dienstag neuerlich kräftige Gewitter, im Osten heiß

Höchsttemperatur

Bereits in der Nacht auf Dienstag erreicht die Warmfront des Tiefs den Westen des Landes. Mit ihr dreht die Strömung auf Süd und ein Schwall heißer Luft erreicht das Land, davon profitieren wird jedoch nur der Osten und Südosten des Landes. Hier erwarten wir Temperaturen um oder über 30 Grad.

Erwartete Höchstwerte am Dienstag, den 6.7.2021 © UBIMET

Gewitter

Ablauf der Gewitter morgen und der erwarteten Stärke © UBIMET

Doch die Kaltfront lässt nicht lange auf sich warten. Bereits um die Mittagszeit erreicht sie den Westen. In ihrem Vorfeld sind am Morgen vereinzelte Gewitter im Südwesten möglich, die als Überbleibsel der Nacht aus Frankreich herein ziehen. Ab dem späten Vormittag sind dann mit der aufkommenden Front zunächst im Westen und Nordwesten erste Gewitter zu erwarten. Diese ziehen dann unter Verstärkung am Nachmittag nach Nordosten weiter, dann muss mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden.

Ab dem späteren Nachmittag bilden sich schließlich auch in der Schweiz und in Österreich Gewitter, die am Abend auf das südliche Bayern übergreifen. Hier sind dann erneut Superzellen zu erwarten, die von größerem Hagel und schweren Sturmböen begleitet sein können.

Wind

Hinter der Kaltfront frischt dazu der Wind frisch bis stark, in Böen teils stürmisch auf. Dabei muss in exponierten Lagen und im Westen mit Böen zwischen 50 und 60 km/h gerechnet werden, lokal auch etwas mehr.

Prognostizierte Windböen am Dienstag, den 6.7.2021 © UBIMET

Titelbild: Fotolia

10 Tipps für einen guten Schlaf trotz Hitze

Hitze

Die empfohlene Zimmertemperatur von knapp über 20 Grad lässt sich in den Sommermonaten ohne Klimatisierung häufig nicht erreichen. Dennoch gibt es ein paar Tricks um die derzeitigen Tropennächte in den Ballungsräumen möglichst ausgeruht zu überstehen.

Diese Tipps helfen

  1. Richtiges Lüften. Idealerweise sollte nur dann gelüftet werden, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Temperatur im Haus oder der Wohnung. Typischerweise empfiehlt sich das Lüften ab dem späten Abend bis zum nächsten Vormittag. Ist eine Querbelüftung, zum Beispiel von West nach Ost, in der Wohnung möglich, sollte diese genutzt werden.
  2. Tagsüber bleiben Vorhänge und Jalousien geschlossen. Jegliche Sonneneinstrahlung treibt die Temperaturen in die Höhe. Besonders geeignet sind Außenjalousien, da sie nur etwa 25% der Sonnenenergie nach innen durchlassen, Innenjalousien dagegen etwa 75%. Behelfsmäßig kann man sonst auch ein Leintuch von außen vor die Fenster hängen.
  3. Trotz hoher Raumtemperaturen sollte auf dünne Bettwäsche nicht verzichtet werden, der Körper kühlt sonst zu sehr aus. Das beste Material ist Baumwolle: Es nimmt den Schweiß auf.
  4. Falls möglich, sollte auf kühlere Räume ausgewichen werden. In Einfamilienhäusern gibt es zwischen den verschiedenen Etagen meist große Temperaturunterschiede, mit den höchsten Werten unter dem Dach.
  5. Um der Hitze im Haus gänzlich zu entfliehen, kann auf den Balkon oder den Garten ausgewichen werden. Das ist allerdings nicht jedermanns Sache.
  6. Ventilatoren bringen zwar eine Abkühlung, in der Nacht besteht aber die Gefahr der Erkältung. Daher sollte man ihn nicht direkt auf das Bett richten.
  7. Vor allem im Schlafzimmer, aber auch in den anderen Räumen sollten elektrische Geräte wie Fernseher oder Computer in den Standby-Modus versetzt oder am besten gleich ganz ausgeschaltet werden. Jeder Stromverbraucher ist eine Wärmequelle bzw. eine kleine Heizung.
  8. Als eine langfristige Möglichkeit zum besseren Umgang mit der Wärme empfiehlt sich eine Matratze mit einer Sommer- und einer Winterseite.
  9. Schwere, sprich fettreiche Speisen sollten vermieden und untertags reichlich Wasser getrunken werden, um in der Nacht eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung des Körpers zu gewährleisten.
  10. Ungeeignet für eine ruhige Nacht sind alkoholische Getränke. Sie sorgen für einen leichten Schlaf und trocknen den Körper aus.

Wir wünschen allen Lesern und Leserinnen erholsame Nächte!

Titelbild © N. Zimmermann

Nächste Hitzewelle: Am Donnerstag bis 38 Grad!

Die nächste Hitzewelle steht unmittelbar in den Startlöchern, sie fällt nach kurz, dafür aber intensiv aus. Dienstag und Mittwoch stehen im Osten und Süden bereits Höchstwerte um 35 Grad auf dem Programm, der Höhepunkt der Hitzewelle wird am Donnerstag erreicht. Mit Temperaturen bis zu 38 Grad nach Osten zu bewegen wir uns dann schon im Bereich der Juli-Rekorde, ehe schwere Gewitter der Hitzewelle wieder ein Ende bereiten.

Föhnige Südwestströmung bringt Hitzewelle

In den kommenden Tagen liegt der Alpenraum am Rande des Tiefs ZYPRIAN mit Kern über der Nordsee. Mit einer leicht föhnigen Südwestströmung werden wieder zunehmend heiße Luftmassen herantransportiert – die zweite Hitzewelle des Jahres nimmt ihren Lauf. Mit einer Länge von nur drei Tagen erfüllt diese so gerade eben die Definition einer Hitzewelle, fällt also recht kurz, aber intensiv aus.

Am Rande des Tiefs strömt von Süden heiße Luft in den Alpenraum © Ubimet/ECMWF

Dienstag schon bis 35 Grad, Mittwoch 36 Grad

Am Dienstag knacken die Temperaturen schon in allen Bundesländern die 30-Grad-Marke, Hotspots mit bis zu 35 Grad sind dabei die Alpennordseite vom Salzkammergut bis zum Tullnerfeld. Hier unterstützt leicht föhniger Südwind die kräftige Julisonne. Abends sind primär in Vorarlberg und Nordtirol einzelne, kräftige Gewitter möglich.

Am Mittwoch konzentriert sich die Hitze auf die Osthälfte: Von Linz und Lienz ostwärts werden 30 bis 36 Grad gemessen. Die heißesten Regionen dürften dann der Seewinkel im Nordburgenland und das Klagenfurter Becken sein. Im Westen ist es mit 20 bis 27 Grad schon deutlich kühler, hier sind auch im Umfeld einer Kaltfront ein paar Schauer und Gewitter einzuplanen.

38 Grad: Höhepunkt Donnerstag

Am Donnerstag erreichen die Ostalpen noch heißere Luftmassen aus dem Mittelmeerraum. Mit Unterstützung von leicht föhnigem Südwind klettern die Temperaturen in der gesamten Osthälfte auf schweißtreibende 35 Grad. Besonders vom Mostviertel über das östliche Flachland bis ins Südburgenland sind sogar Spitzenwerte von bis zu 38 Grad in Sicht. Selbst 39 Grad können punktuell nicht ausgeschlossen werden. Bei solch extremen Temperaturen sind die Rekorde für den Juli nicht mehr allzu fern. Auf der Hohen Warte in Wien wurde 1957 der Julirekord von 38,3 Grad aufgestellt, 39,0 Grad waren es am selben Tag in St. Pölten. Vor 14 Jahren wurde in Eisenstadt der noch immer gültige Julirekord von 38,7 Grad aufgestellt.

Höchstwerte im Osten des Landes © Ubimet

Schwere Unwetter beenden Hitze

Mit Annäherung einer Kaltfront entstehen am Nachmittag in Vorarlberg und Nordtirol aber immer mehr Schauer und Gewitter, letztere können lokal unwetterartig ausfallen. Dabei sind großer Hagel und Sturmböen möglich, zum Abend hin breiten sich die schweren Gewitter auch auf Salzburg und das westliche Oberösterreich aus. Im Mühl- und Waldviertel sowie im östlichen Bergland sind in der aufgeheizten Luft zwar ebenfalls kräftige Gewitter möglich, dort sind diese aber deutlich seltener anzutreffen.

Gewitterlinie in Oberösterreich ©Stormhunters Austria

Weitere Aussichten sommerlich warm

Mit Beginn der Sommerferien in sechs weiteren Bundesländern am Freitag ist die große Hitze wieder Geschichte. Nur ganz im Osten und Südosten hält sich die heiße Luft mit Höchstwerten um 30 Grad noch einen weiteren Tag, sonst sorgen Schauer und Gewitter schon für eine spürbare Abkühlung. Auch das Wochenende steht aus heutiger Sicht im Zeichen wechselhaften Sommerwetters – wirklich kühl wird es aber mit Höchstwerten von 25 bis 30 Grad auch nicht.

Verbreitet Gewitter und kräftige Regenschauer

Heftige Regenschauer werden in den kommenden Tagen niedergehen.

Bereits seit den Morgenstunden ziehen im Westen ein paar schwache Regenschauer durch.

Radarbild von 09:40 Uhr (DWD)

Zudem nähern sich von Frankreich bereits erste Gewitter. In den kommenden Stunden entstehen dann in der feuchten Luft im Westen und Süden verbreitet Regenschauer und Gewitter. Trocken bleibt es dagegen östlich der Linie Hamburg-Chemnitz.

Lokaler Starkregen möglich

Kräftige Gewitter sind am Nachmittag und Abend vor allem von NRW und dem Emsland über die Harzregion bis nach Thüringen zu erwarten sowie auch im äußersten Süden. Die Gewitter ziehen relativ langsam und so kann es lokal zu größeren Regenmengen von bis zu 30mm in 1 Stunde kommen. Hagel spielt nur eine untergeordnete Rolle und kommt nur in den stärksten Gewitterzellen vor. Die Hagelkörner bleiben aber generell klein.

Die Regenmengen am Sonntag auf die Fläche gemittelt, punktuell sind deutlich größere Regenmengen zu erwarten.

Am Montag dann auch im Nordosten

Am Montag verlagert sich dann die Gewittertätigkeit in den Osten und Norden des Landes. Da sich die Kaltfront aber immer weiter abschwächt, fallen auch die Regenschauer und Gewitter meist schwächer als am Sonntag aus. Nur an der Ostsee sind am Nachmittag einzelne kräftige Gewitter möglich.

Die Regenmengen am Montag auf die Fläche gemittelt, punktuell sind größere Regenmengen zu erwarten.

 

+++ Update 18:30 Uhr +++

Die Gewitter haben bisher wie erwartet vor allem große Regenmengen gebracht, entsprechend kam es lokal zu Überflutungen. Etliche Wetterstationen wurden getroffen und haben über 20 l/m² und Stunde gemeldet. Besonders stark geschüttet hat es in Neu-Ulrichstein in Hessen, wo 54 l/m² innerhalb einer Stunde gemessen wurden.

Auch die Kollegen beim DWD in Offenbach staunten nicht schlecht, als ein langsam ziehendes Gewitter über 40 l/m² in weniger als einer halben Stunde brachte:

 

+++ Update 20:30 Uhr +++

Die Analyse der Niederschlagsmenge zeigt zwar das flächige Auftreten der Gewitter, aber auch die lokalen Hotspots mit teils sehr großen Regenmengen. In den nächsten Stunden regnet es vor allem in Bayern und auch in Teilen Niedersachsens noch teils kräftig weiter.

Analyse der Niederschlagsmenge am 04.07.2021 bis 19:00 Uhr @ UBIMET

Gewitter mit Starkregen von Vorarlberg bis Kärnten

Gewitter in den Alpen

In der vergangenen Nacht zog eine schwache Front über Österreich hinweg und sorgte am Vormittag im Osten für letzte Regenschauer. Vorübergehend setzt sich nun von Westen die Sonne durch, allerdings ist die Wetterberuhigung nur von kurzer Dauer. Bereits am frühen Nachmittag entstehen in der feuchten Luft im Vorfeld einer schwachen Kaltfront im Westen Schauer und Gewitter.

Unwetterpotential am Sonntag/Sonntagnacht

Diese breiten sich bis zum Abend auf Salzburg und Kärnten aus und fallen lokal kräftig aus. Es kann zu kleinem Hagel kommen und innerhalb kürzester Zeit fallen bis zu 30 mm an Regen.

Gewittriger Starkregen in der Nacht

Am späten Abend verlagern sich die Gewitter ostwärts und wachsen zu einem größeren Regengebiet zusammen. Dabei kann es stellenweise kräftig regnen und es sind auch immer wieder Blitze dabei.

Der Schwerpunkt liegt in der Nacht in Salzburg, Kärnten der westlichen Obersteiermark und auch im Salzkammergut. Lokal kommen dabei rund 50 mm zusammen und das in wenigen Stunden. Dabei kann es zu lokalen Überflutungen oder Vermurungen kommen. Am Montagvormittag beruhigt sich dann rasch die Situation und der Regen klingt weitgehend ab. Im ausgetrockneten Osten heißt es dagegen weiter warten auf Regen.

Gewitter: Von der Einzelzelle bis zur Superzelle

Die Superzelle vor der Ankunft in Wien © M. Spatzierer

Der Juni war in Österreich überdurchschnittlich gewittrig, besonders im Norden des Landes gab es außergewöhnlich viele und kräftige Gewitter, wir berichteten darüber bereits hier: Mehr als 400.000 Blitze im Juni. Allgemein spricht man von einem Gewitter sobald ein Donner hörbar ist, allerdings können Gewitter eine sehr unterschiedliche Struktur aufweisen. Je nach Windscherung und vertikaler Schichtung der Atmosphäre weisen sie zudem eine unterschiedliche Intensität und Lebensdauer auf.

Einzelzelle

Für die Entstehung von Gewittern sind grundsätzlich drei Zutaten notwendig: Ausreichend Feuchtigkeit in der Grundschicht der Atmosphäre, eine genügend starke Temperaturdifferenz mit der Höhe und einen Auslöser (wie beispielsweise eine Kaltfront oder eine bodennahe Windkonvergenz). Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind und Luft aufsteigt, dann beginnt der enthaltene Wasserdampf zu kondensieren. Die dadurch freigesetzte Energie sorgt für weiteren Auftrieb, wodurch sich die allzubekannten Gewitterwolken – auch Cumulonimbus genannt – bilden. Durch das Auf- und Abwirbeln kollidieren Eispartikel miteinander, was zu einer Ladungstrennung führt. Dadurch überwiegt in den unteren und oberen Wolkenschichten eine positive Ladung bzw. in den mittleren Wolkenschichten eine negative Ladung. Durch Blitzentladungen kann dieser Ladungsunterschied ausgeglichen werden.

Ein Einzelzellengewitter. © NOAA

Der einsetzende Niederschlag wird von Verdunstungsprozessen begleitet, wodurch Abwinde entstehen. Da Auf- und Abwind jedoch räumlich nicht genügend voneinander getrennt sind, behindern die Abwinde die Aufwinde und kappen die Zufuhr weiterer „Gewitternahrung“ ab. Das Gewitter schwächt sich ab und zerfällt. In der Regel weisen solche Gewitter eine Lebensdauer von etwa 30 Minuten auf und werden von Platzregen sowie manchmal auch von kräftigen Böen und kleinem Hagel begleitet.

Gewitter
Eine alleinstehendes Gewitter mit der typischen Amboss-Struktur. © AdobeStock

Multizellen

Gewitter weisen oft eine zumindest schwach ausgeprägte mehrzellige Struktur auf, damit werden sie per Definition zu einer Multizelle. Diese Gewitter sind insgesamt langlebiger als ordinäre Gewitter und können bei passenden Bedingungen zu großen Gewitterkomplexen heranwachsen: Wenn die Winde in der Höhe eine stärkere Windgeschwindigkeit aufweisen als die Winde in Bodennähe (also wenn es vertikale Windscherung gibt), können bei einem Gewitter die Aufwindzone von der Abwindzone getrennt werden. Dadurch wird die Zufuhr an feuchtwarmer Luft nicht unterbrochen. Bei solchen Gewitterkomplexen kann man in der Regel mehrere Gewitterzellen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien beobachten: Vollständig ausgebildete Gewitter, sich neu entwickelnde Zellen sowie auch bereits zerfallende Zellen.

Vereinfachte Dartstellung der Konvektion innerhalb einer Gewitterwolke. © Nikolas Zimmermann
Diese Einzelzelle hat das Potential zur Multizelle heranzuwachsen, da der verwehte Eisschirm  auf etwas Windscherung hindeutet. © N. Zimmermann
Ein Multizellengewitter. © NOAA

Je nach Windscherung, Luftschichtung sowie auch topographischem Einfluss können Multizellen sehr unterschiedliche Strukturen und Verlagerungsrichtungen aufweisen, beispielsweise können sie sich manchmal sogar entgegen der vorherrschenden Windströmung in mittleren Höhen verlagern. Bei starker Windscherung entwickeln sich manchmal sogar mehrere hundert Kilometer lange Gewitterlinien. Multizellen können zu Starkregen, Sturmböen und Hagel führen.

Quellwolken eines Gewitters - pixabay.com
Eine Multizelle. © pixabay.com
Gewitterlinie am IR-Satellitenbild (inkl. Blitze) am 29. Juni 2021.

Superzellen

Superzellen sind deutlich seltener als ordinäre Gewitter und Multizellen, sie sorgen aber oft für erhöhte Unwettergefahr. Es handelt sich dabei um meist langlebige, kräftige und alleinstehende Gewitter, welche einen beständigen rotierenden Aufwind aufweisen („Mesozyklone“). Superzellen entstehen bei ausgeprägter Windscherung: Bei einer starken vertikalen Windzunahme bilden sich nämlich quer zur Strömung horizontal liegende Luftwalzen. Der Aufwind eines entstehenden Gewitters saugt diese Luftwalze ein und kippt ihre Achse in die Senkrechte, wobei sich der Drehimpuls nach und nach auf den gesamten Aufwindbereich überträgt. Auf Zeitraffern lässt sich diese dadurch erkennen, dass die Gewitterwolke um eine vertikale Achse rotiert.


Die Zufuhr feuchtwarmer Luft wird dabei durch den räumlich getrennten Abwindbereich, in dem der Niederschlag ausfällt, nicht gestört. Superzellen können für schwere Sturmböen, Starkregen, großen Hagel und in manchen Fällen auch für Tornados sorgen.  Superzellen präsentieren sich aber je nach Feuchtigkeitsangebot unterschiedlich, so gibt es LP-Superzellen (low precipitation, siehe auch Zeitraffer oben), klassische Superzellen und HP-Superzellen (high precipitation, siehe Zeitraffer unten).


Titelbild: Superzelle über Wien am 12. August 2019 © M. Spatzierer

Konvektion in der Atmosphäre

Die Quellwolke eines Gewitters.

Die Sonneneinstrahlung erwärmt die verschiedenen Oberflächen wie beispielsweise Wasser, Acker und Wald unterschiedlich schnell bzw. stark. Dies wirkt sich direkt auf die Temperatur und somit auch auf die Dichte der bodennahen Luft aus. Die wärmeren Bereiche der bodennahen Luft sind leichter als die Umgebungsluft, somit steigt die Luft dort auf. Der Auftrieb klingt erst dann wieder ab, wenn die Luft im Aufwindbereich die gleiche Temperatur wie jene der Umgebungsluft besitzt. Danach sinkt die Luft seitlich wieder ab. Die abwärtsgerichtete Strömung ersetzt schließlich die Luft in den unteren Schichten und es der Kreislauf der Konvektion wird abgeschlossen. Ein typisches Beispiel für einen abgeschlossenen Konvektionskreislauf stellt das Land-See-Windsystem dar.

Eine Seewind-Konvergenz löst Gewitter auf Kuba aus.
Eine Seewind-Konvergenz löst Gewitter auf Kuba aus.

Seewind und Gewitter

Die Seebrise stabilisiert die Luft in Küstennähe, weiter im Landesinneren kann das Zusammenströmen von Seewind und allgemeinem Wind hingegen zur Auslösung von Schauern und Gewittern führen. Dies tritt besonders häufig auf größeren Inseln und Halbinseln auf, wie beispielsweise in Istrien (Kroatien). Gelegentlich kann man dies aber auch im Bereich der Nord- und Ostsee beobachten.

Seewind an der Adria. © EUMETSAT / UBIMET
Seewind sorgt an den Küsten oft für wolkenlose Bedingungen. © EUMETSAT / UBIMET

Thermik

Im Sommerhalbjahr kann die Sonnenstrahlung regelrechte Thermikschläuche verursachen, die beispielsweise Segelflieger zum Auftrieb nutzen. Das ist auch der Grund, warum Paragleiter oft über sonnenbeschienenen Berghängen enge Kreise ziehen. Die Folgen aufsteigender Luft sind oftmals Quellwolken, welche bei einer stabilen Schichtung der Luft hochbasig und klein bleiben.

Paragleiter am Alpenrand. © www.foto-webcam.eu
Paragleiter am Alpenrand. © www.foto-webcam.eu

Cumulonimbus

Wenn die bodennahe Luft jedoch sehr feucht und die Luftschichtung labil ist, dann können die Quellwolken rasch zu Schauern und Gewittern heranwachsen.  An der Obergrenze der Troposphäre, also jenem Bereich der Atmosphäre in dem sich unser Wetter abspielt, befindet sich eine Temperaturinversion. Die stabile Schicht stellt eine unüberwindbare Barriere für Gewitterwolken dar, weshalb sich die Quellwolke dort seitlich ausbreitet und die charakteristische Ambosswolke entsteht (Cumulonimbus incus; siehe auch Titelbild).

Vereinfachte Darstellung der Konvektion innerhalb einer Gewitterwolke. © Nikolas Zimmermann
Konvektion innerhalb einer Gewitterwolke. © Nikolas Zimmermann

Gewitter brachten mehr als 400.000 Blitze im Juni

Blitz

Vom 1. bis 30. Juni registrierte das Blitzortungssystem LINET (Lightning Detection Network) von nowcast, dem Blitzspezialisten der UBIMET-Gruppe, im Hochpräzisionsmessbereich über ganz Österreich verteilt exakt 412.046 Blitze (Wolken- und Erdblitze inkl. Folgeblitze). Das sind deutlich mehr Blitze als in den beiden vergangenen Jahren: Im Juni 2021 wurden etwa 240.000 Blitze mehr als im Vorjahr registriert, im Vergleich zum Mittel der vergangenen 10 Jahre beträgt das Plus rund 130.000 Blitze. Im Juni 2018 wurde mit fast 450.000 Blitzen letztmals ein ähnliches Blitzspektakel wie heuer detektiert.

Blitzdichte im Juni 2021.

Hotspot Oberösterreich

Mit etwas mehr als 193.000 Blitzen führt Oberösterreich das Bundesland-Ranking ganz klar an, gefolgt von Niederösterreich mit rund 77.000 und der Steiermark mit ca. 60.000 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich mit Wien das flächenmäßig kleinste Bundesland, hier gab es vergangenen Monat 669 Blitze. Im Bezug auf die Blitzdichte liegt die Bundeshauptstadt mit 1,6 Blitzen pro Quadratkilometer jedoch nicht an letzter Stelle, hier ist Kärnten das Schlusslicht. An der Spitze dieser Hitliste thront erneut einsam Oberösterreich, wo pro Quadratkilometer gut 16 Blitze gemessen wurden.

  • Oberösterreich 193.365
  • Niederösterreich 77.353
  • Steiermark 60.480
  • Tirol 27.977
  • Salzburg 25.475
  • Kärnten 12.707
  • Burgenland 7.326
  • Vorarlberg 6.694
  • Wien 669

Die heftigsten Gewitter traten im Zuge einer ausgeprägten Südwestlage zwischen dem 21. und 25. sowie am 29. und 30. auf. Eine Animation mit dem gesamten Blitzverlauf im Juni gibt es hier.

Maximale Blitzdichte im Juni 2021.

Auf Bezirksebene liegt Braunau am Inn (Oberösterreich) mit fast 40.000 Entladungen in Führung, auch Platz 2 und 3 gehen mit Ried im Innkreis und Rohrbach in das Land rund um Enns und Donau. Der erste Bezirk in dieser Rangliste, der nicht in Oberösterreich beheimatet ist, liegt mit Salzburg-Umgebung auf Platz 9. Die höchste Blitzdichte gab es ebenfalls im Bezirk Braunau, die Top 10 sind auch hier fest in oberösterreichischer Hand.

Stärkster Blitz im Bezirk Horn

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Niederösterreich im Bezirk Horn gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit rund 299.000 Ampere am Abend des 24. Juni in Burgschleinitz-Kühnring. In kürzester Zeit wurde dabei fast 20.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

Video: Nik Zimmermann, UBIMET

Titelbild © AdobeStock

Mehr als 2 Mio. Blitzentladungen im Juni 2021

Vom 1. bis zum 30. Juni registrierte das Blitzmesssystem von nowcast im Hochpräzisionsmessbereich über ganz Deutschland verteilt exakt 2.252.638 Blitzentladungen (Wolken- und Erdblitze inkl. Folgeblitze). Dieser Wert liegt deutlich über dem 10-jährigen Mittel von 2011 bis 2020 und entspricht dem höchsten Juniwert seit dem Jahre 2013. Der Saisonstart im Mai war heuer sehr unterdurchschnittlich, der Juni hat das Defizit aber wettgemacht. Mittlerweile liegt das Jahr 2021 sogar knapp über dem Durchschnitt. Zum Vergleich: Im sehr blitzarmen Sommer 2020 wurden in Summe 2,6 Mio. Entladungen erfasst. Das Video mit dem gesamten Blitzverlauf im Juni 2021 gibt es hier: Blitzverlauf

Blitzdichte im Juni 2021. © UBIMET/nowcast

Wenn man die Verteilung der Blitze betrachtet, fällt allerdings auf, dass es im Juni 2021 große regionale Unterschiede gab. So war der Juni vor allem in Süddeutschland sowie teils auch im Westen außergewöhnlich blitzreich, während im Nordosten und Osten die Blitzdichte vergleichsweise gering war.
Verantwortlich für das regelrechte Blitzfeuerwerk waren eine gradientschwache Lage zwischen dem 3. und dem 10. sowie eine ausgeprägte Südwestlage in der zweiten Monatshälfte, wobei es an manchen Tagen auch zu schweren Unwettern inkl Sturmböen und großen Hagel kam. Die blitzreichsten Tage waren der 20. und der 29. mit 316.448 bzw. 303.910 Blitzentladungen.

Bayern auf Platz 1

Spitzenreiter Bayern, höchste Blitzdichte in Baden-Württemberg
Mit exakt 837.325 Blitzentladungen führt Bayern das Bundesländer-Ranking an, an zweiter Stelle folgt mit 524.997 Entladungen Baden-Württemberg. Auf Platz 3 liegt Nordrhein-Westfalen mit 205.152 Entladungen, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. In Bezug auf die Blitzdichte liegt mit etwa 14,6 Blitzen pro km² Baden-Württemberg an erster Stelle, gefolgt von Bayern mit 11,9 und Rheinland-Pfalz mit 7,4 Blitzen pro km². An letzter Stelle liegen Hamburg und Bremen mit nur 0,1 bzw. 0,5 Blitzen pro km². Die meisten Tage mit Gewitter gab es im Kreis Oberallgäu, wo an 19 Tagen zumindest ein Blitz erfasst wurde.

Stärkster Blitz in Sachsen-Anhalt

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Sachsen-Anhalt gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit rund 339 kA am 5. Juni in Kelbra (Kyffhäuser) im Kreis Mansfeld-Südharz. Kurzzeitig wurde dabei gut 20.000 mal höhere Stromstärke erreicht, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit maximal 16 Ampere verfügbar ist.

Blitzreichste Landkreise

  1. Biberbach (B-W) 46.646
  2. Rottal-Inn (Bayern) 43.675
  3. Ansbach (Bayern) 40.936
  4. Ostalbkreis (B-W) 31.419
  5. Passau (Bayern) 30.408

Stärkste Blitze

  • Mansfeld-Südharz (S-A) 339 kA
  • Ludwigsburg (B-W) 332 kA
  • Rems-Murr-Kreis (B-W) 312 kA

Drittwärmster Juni der Messgeschichte

Im Vergleich zum Mittel von 1981 bis 2010 schließt der Juni 2021 im Flächenmittel mit einer Abweichung von +3,3 Grad deutlich zu warm ab. Sogar rund 4 Grad zu warm fällt der zurückliegende in einem Streifen vom Wipptal über das Salzburger Land bis zum Alpenostrand aus. Eine Spur geringer, aber mit +3 Grad gegenüber dem Durchschnitt noch immer beachtlich geht der Juni im Waldviertel sowie in von Vorarlberg bis Oberkärnten in die Geschichtsbücher ein. Alles in allem reiht sich der Juni 2021 in den Rekordlisten ziemlich weit vorne ein. Die Plätze 1 und 2 waren zwar mit den Juni-Monaten 2019 und 2003 unerreichbar, hinter uns liegt nichtsdestotrotz der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1767. Der Trenz zu einem immer wärmeren Klima setzt sich also unvermindert fort, befinden sich doch in den Top 10 der wärmsten Juni gleich 8 aus den 2000er- Jahren.

Der Juni war landesweit viel zu warm.

Verhaltener Start – heiße 2. Halbzeit

Verantwortlich für diesen deutlich zu warmen Monat war eine ausgeprägte Hitzewelle, die das Land in der zweiten Monatshälfte fest im Griff hatte. Andau im Seewinkel kommt auf 14 Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad, 10 waren es in Wien und Innsbruck. In einem durchschnittlichen Juni der vergangenen Jahrzehnte gibt es in diesen beiden Städte nur 4 bzw. 6 solcher sogenannten Hitzetage. Selbst in Mariapfarr (Salzburg) und Flirsch (Tirol) auf über 1100 Metern Seehöhe kletterte die Temperaturen zumindest einmal über die 30-Grad-Marke. Den absoluten Höchstwert teilen sich indes Güssing und Leibnitz mit 35,3 Grad. Dabei erinnerte zu Monatsbeginn relativ wenig an den startenden Sommer, froren doch höhere Tallagen wie Seefeld und Radstadt bei leicht frostigen Nachttemperaturen.

Anzahl der Hitzetage mit mehr als 30 Grad im Juni

Verbreitet zu trocken

Die Schattenseiten der Hitzewelle war die markante Trockenheit, die vor allem im Osten rekordverdächtige Ausmaße annahm. Landesweit fehlen gut 40 Prozent Regen auf eine ausgeglichene Niederschlagsbilanz, von Salzburg und Kärnten ostwärts beträgt das Defizit sogar vielerorts 70 bis 90 Prozent. In Wien beispielsweise sind im Juni nicht mehr als 8 Liter pro Quadratmeter gefallen – in einem durchschnittlichen Juni sind es 70 l/m². Damit liegt in der Bundeshauptstadt der trockenste Juni der Messgeschichte hinter uns. Noch weniger Regen fiel lokal im Nordburgenland.

Deutlich zu trocken: Der Juni 2021.

Schwere Unwetter beenden Hitze

Die Hitzewelle ging in den vergangenen Tagen mit schweren Gewittern zu Ende, diese sorgten vor allem in einem Streifen vom Flachgau bis ins nördliche Weinviertel für erhebliche Schäden durch Hagel, Starkregen und Sturm. In diesen Regionen kamen teilweise über 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, an der Spitze aller Wetterstationen liegt Kollerschlag mit 165 l/m². Wenig überraschend ist der Grenzbereich zu Bayern und Tschechien in Ober- und Niederösterreich auch die einzige Region im Land, die überdurchschnittliche Regenmengen aufweist. Auch hier liegt das Mühlviertel mit einem Plus von 60 bis 80% an der Spitze.

Sonne macht Überstunden

Passend zum heißen Wetter speziell in der zweiten Monatshälfte machte auch die Sonne im Juni zahlreiche Überstunden. Die meisten Sonnenstunden wurden in Mörbisch am Neusiedler See gemessen, 384 Stunden bedeuten im Schnitt fast 13 Stunden an jedem einzelnen Tag. Im landesweiten Mittel steht am Ende des Monats bei den Sonnenstunden ein sattes Plus von knapp 50 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel. Exemplarisch hierbei sei Bad Mitterndorf genannt: statt wie üblich 177 Sonnenstunden konnte man im obersteirischen Kurort in diesem Juni 288 Sonnenstunden zählen, das Plus beträgt hier rund fast 70 Prozent.

Der Osten war wieder einmal die sonnigste Region Österreichs

Quelle Titelbild: pixabay

Rückblick: Gewitter leiten Ende der Hitze ein

+++ Update 23:25 +++

Die Gewitter sind über das Weinviertel nach Tschechien abgezogen. Erhalten bleibt uns im Osten noch der kräftige bis stürmische Wind, in der zweiten Nachthälfte lässt dieser wieder nach. Damit beenden wir den heutigen Liveticker, wir sagen vielen Dank fürs Mitlesen und wünschen eine gute Nacht!

+++ Update 23:25 +++

Große Temperaturunterschiede werden derzeit in Niederösterreich gemessen: aktuell liegen die Werte zwischen 13 Grad im Oberen Waldviertel und knapp 29 Grad in Wolkersdorf. Mit dem stürmisch auffrischendem Westwind wird es aber auch hier demnächst deutlich abkühlen.

+++ Update 21:46 +++

Sturm gleich auch in Wien! Im Vorfeld der Gewitter frischt auch der Westwind stürmisch auf. Soeben wurden am Buchberg 118 km/h gemessen, das heißt in wenigen Minuten wird es auch in Wien stürmisch!

+++ Update 21:40 +++

Die Gewitterlinie zieht aktuell mit Starkregen, Hagel und Sturmböen übers Waldviertel, 36 Liter Regen pro Quadratmeter gab es innerhalb nur einer Stunde in Freistadt!

+++ Update 21:20 +++

Soeben haben uns noch Fotos der Stormhunters-Austria erreicht. Allesamt bei Vorchdorf, OÖ aufgenommen:

+++ Update 21:15 +++

Die Gewitterlinie hat inzwischen Meld erreicht. Dort wurden 71 km/h gemeldet, im Umfeld aber noch höhere Windgeschwindigkeiten. Die Linie zieht nicht nur nach Osten, sondern auch ganz leicht nach Norden weiter, daher bleibt es spannend, ob es nachher auch noch in Wien gewittrig wird.

+++ Update 20:55 +++

Wie erwartet pflanzt sich nun eine von den Gewittern ausgehende, sog. Druckwelle im Donautal nach Osten fort. In der kommenden Stunde ist daher von Amstetten ostwärts mit Böen zwischen 70 und 90 km/h zu rechnen.

+++ Update 20:40 +++

Der Temperaturunterschied von vor den Gewittern zu nach den Gewittern kann sich sehen lassen:

Ort Temperaturdifferenz Aktuelle Temperatur
Rohrbach -10 °C 15,2 °C
Bad Mitterndorf -9,7 °C 18,7 °C
Kollerschlag -9,6 °C 13,8 °C
Kremsmünster -9,4 °C 16,5 °C

+++ Update 20:20 +++

Kleinkörniger Hagel, mehr aber noch Sturmböen und große Niederschlagsmengen in Oberösterreich

+++ Update 20:00 +++

Neuentwicklung bei Wels-Kremsmünster, diesmal mit Zugrichtung Enns. Gemessene Windböe in Kremsmünster: 95 km/h

+++ Update 19:00 +++

Erste Sturmböen deuten sich mit den Gewittern in Oberösterreich schon an, so zB. am Mondsee mit 84 km/h:

3-stündige Windböen, UBIMET, ZAMG

+++ Update 18:00 +++

Eine kräftige Gewitterzelle hat sich nun in Oberösterreich gebildet. Vorsicht vor Hagel und Sturmböen nun im Hausruckviertel!

Radarbild, UBIMET – AustroControl

+++ Update 15:30 +++

Das Gewitter am Bodensee hat schwere, teils orkanartige Sturmböen gebracht. So wurden am Rohrspitz 106 km/h gemessen, im dt. Lindau gar 117 km/h:

Maximale Böen in der Stunde bis 15 Uhr @ DWD, Meteoswiss, ZAMG, UBIMET

+++ Update 14:15 +++

Im Westen formieren sich nur rasch immer mehr Schauer und Gewitter, im Allgäu nehmen sie bereits Unwettercharakter an. Die dortigen Zellen werden sich nun entlang der Alpennordseite bewegen und später vor allem wieder das Salzburger Flachgau und Oberösterreich treffen. Lokal ist dann wieder großer Hagel + gebietsweise sind Sturmböen möglich.

Radarbild von 14:45 Uhr @ UBIMET, ACG

+++ Update 14:15 +++

Die Gewitter über der Schweiz haben sich rasch intensiviert und ziehen gerade über den Bodensee nach Deutschland und streifen dabei auch Bregenz. Gerade im zweiten Webcambild erkennt man die organisierte Struktur:

Webcam Dornbirnnach Norden @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn
Webcam vom Pfänder nach Westen @ https://kernspin-lindau.de/

+++ Update 13:30 +++

Über der Schweiz kommen die ersten kräftigen Gewitter auf, auch in Vorarlberg wird es allmählich unbeständig.

Blitzentladungen von 13:25 Uhr @ UBIMET
Webcam Röthis mit Blick nach West @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/roethis-west

+++ Update 12:45 +++

Welche Auswirkungen wiederholte Hitze und beständiger Regenmangel im östlichen Flachland haben, sieht jeder selbst an den schon seit Tagen völlig verdorrten Wiesen. Die Gefahr von Flur- und Wiesenbränden ist entsprechend hoch. Zumindest ein ‚Sommer-typisches‘ Gewitter wird daher von vielen herbeigesehnt.

Waldbrandgefahr 29.06.2021 @ UBIMET

+++ Update 12:30 +++

Ob auch der Osten und damit Wien heute ein Gewitter abbekommt, ist derzeit noch unsicher. Klar erscheint jedoch, dass eine Druckwelle am Abend von Westen kommend im Donauraum und im Seewinkel für stürmisch auffrischenden Westwind sorgen wird. Ganz unabhängig von möglichen, involvierten Gewittern. Daher laufen hier bereits Windwarnungen und -vorwarnungen:

Windwarnungen, Stand 12:30 Uhr @ UBIMET

+++ Update 12:15 +++

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird heute auch der bisher heißeste des Jahres. Rund 36 Grad sind im Südosten zu erwarten, damit dürfte der bisher höchste Wert von 35,3 Grad vom 24.06., gemessen in Leibnitz-Wagna, erreicht und überschritten werden. Aktuell werden bereits häufig über 30 Grad gemessen, in Mattersburg, BL sind es bereits 31,0 Grad.

+++ Update 11:45 +++

Der Alpenraum liegt auf der Vorderseite eines Höhentiefs über Frankreich. Mit einer südlichen Strömung hält die Zufuhr sehr energiereicher, feuchter Luft an. Dazu sind durch die Nähe zum Tief günstige Windverhältnisse in verschiedenen Höhen der Atmosphäre gegeben, welche die Entwicklung potentiell schadenträchtiger Gewitter fördern. Der aktuellen Übersichtskarte kann man entnehmen, dass wie schon zuletzt besonders die Alpennordseite von Vorarlberg bis zur Rax-Schneeberg-Region im Fokus stehen wird. Auch das Salzburger Flachgau, Oberösterreich im Allgemeinen und Teile von Niederösterreich werden wieder betroffen sein:

Unwettergefahr am Dienstag, den 29.06.2021 @ UBIMET

 

Titelbild @ Stormhunters Austria

Unwettergefahr am Dienstag

+++ Update 21:00 Uhr +++

Die Kaltfront liegt nun quer über der Mitte Deutschlands und zieht allmählich nach Norden weiter, somit auch die Gewitter. Große Unwettergefahr geht von den Gewitter nicht mehr aus, dennoch darf man die Windgeschwindigkeiten mit etwa 60 km/h und die punktuell großen Niederschlagsmengen nicht unterschätzen!

+++ Update 19:40 Uhr +++

Vom Satelliten aus hat man immer eine gute Übersicht, so auch heute. An dem von Frankreich aus bis nach Bayern gebogenen Wolkenband erkennt man die Kaltfront, die in ihrem Vorfeld für kräftige Gewitter sorgt – aktuelle Blitze als rote + Zeichen:

Sat-Clip, EUMETSAT, UBIMET

+++ Update 19:00 Uhr +++

Die Karte mit dem heutigen Blitzverlauf spricht eine eindeutige Sprache: primär in der ganzen Südhälfte, aber auch im Norden einige Gewitter.

+++ Update 17:40 Uhr +++

Starkregen und kleiner Hagel in München:

+++ Update 17:30 Uhr +++

Die Gewitterlinie ist soeben über München gezogen. Anbei das entsprechende Radarbild samt der maximalen Windböen aus den letzten 3 Stunden. Vorsicht ist nun geboten in Zugrichtung der Linie vor weiteren Sturmböen.

Radarbild, UBIMET-DWD

+++ Update 16:55 Uhr +++

So sieht derzeit der Himmel südlich von München aus:

Webcam in München um 16:50 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/muenchen/
Webcam in München um 16:50 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/muenchen/

+++ Update 16:45 Uhr +++

Achtung im Großraum München: Ein durchaus kräftiges Gewitter zieht aus Südwesten auf! Gegen 17 Uhr könnte auch in München ungemütlich werden. Dabei sind schwere Sturmböen bis 100 km/h, Hagel und kleinräumige Überflutungen möglich.

Radarbild um 16:35 Uhr - UBIMET, DWD
Radarbild um 16:35 Uhr – UBIMET, DWD

+++ Update 16:20 Uhr +++

Blitzverlauf der letzten 3 Stunden: Im Südwesten verbreitet Sturmböen mit bis zu 40 l/m² binnen 60 Minuten. Im Norden nur lokal gewittrig mit Starkregen und Hagel:

Blitzverlauf der letzten 3 Stunden bis 16 Uhr - UBIMET, nowcast
Blitzverlauf der letzten 3 Stunden bis 16 Uhr – UBIMET, nowcast

+++ Update 16:05 Uhr +++

Jetzt wird es auch im Rhein-Main Gebiet interessant! Aus Süden ziehen Gewitter auf, die in kurzer Zeit große Regenmengen bringen können. Lokal sind auch Hagel und Sturmböen möglich!

Webcam in Darmstadt um 16 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/darmstadt-west/
Webcam in Darmstadt um 16 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/darmstadt-west/

+++ Update 15:35 Uhr +++

Hier die stärksten Windböen mit den heutigen Gewittern bis 15 Uhr:

1 – Lindau (Bodensee) – 117 km/h
2 – Feldberg (Schwarzwald) – 104 km/h
3 – Friedrichshafen (Bodensee) – 103 km/h
4 – Ravensburg -96 km/h
5 – Leutkirch (Allgäu) – 80 km/h

+++ Update 14:45 Uhr +++

Die stärkste Gewitterzelle zieht derzeit vom Bodensee in Richtung Allgäu. Hier das Gewitter aus Leutkirch im Allgäu!

Webcam Leutkirch im Allgäu um 14:25 Uhr - https://www.flugplatz-leutkirch.de/webcam/webcam.html
Webcam Leutkirch im Allgäu um 14:25 Uhr – https://www.flugplatz-leutkirch.de/webcam/webcam.html

+++ Update 14:35 Uhr +++

Schwere Sturmböen, Hagel und Überflutungen am Bodensee. Die kräftigen Gewitter ziehen weiter in Richtung Allgäu und Schwaben!

Webcam in Langenargen am Bodensee um 14:10 Uhr - http://webcam.langenargen.de/
Webcam in Langenargen am Bodensee um 14:10 Uhr – http://webcam.langenargen.de/

+++ Update 14:15 Uhr +++

Eine kräftige Gewitterlinie zieht derzeit von Rheinland-Pfalz über Ba-Wü bis zum Bodensee nach Nordosten weiter. Mit der Linie sind Starkregen, Hagel und Sturmböen zu erwarten! Die selben Gewitter sorgten am Vormittag für bemerkenswerte Hagelakkumulation in den Vogesen!

Radarbild 14:10 Uhr - UBIMET, DWD
Radarbild 14:10 Uhr – UBIMET, DWD

+++ Update 13:15 Uhr +++

Während sich die Gewitter im Süden heute stetig verlagern und die Hauptgefahr von Sturmböen ausgehen sollte, sind sie im Norden nur langsam unterwegs und bringen lokal große Regenmengen. So wurden in der letzten Stunde bspw. in Groß Berssen im Emsland 19 l/m² gemessen.

+++ Update 13:00 Uhr +++

In den Vogesen auf frz. Seite des Rheins haben die Gewitter bereits für die ersten Überflutungen und reichlich Hagel gesorgt:

+++ Update 12:45 Uhr +++

Freiburg im Breisgau wird gleich von einem Gewitter getroffen und auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland sollte man beginnen Gartenmöbel etc. zu sichern:

Radarbild von 12:35 Uhr @ DWD, UBIMET

+++ Update 12:00 Uhr +++

Von Frankreich und der Schweiz her nähern sich bereits die ersten Gewitter dem Oberrheingraben, hier laufen entsprechend die ersten Warnungen:

Satellitenbild mit aktuellen Blitzen von 11:35 Uhr @ EUMETSAT, UBIMET

+++ Update 11:30 Uhr +++

Dass die Luft feucht ist, zeigen nicht zuletzt die bereits am Vormittag aktiven Schauer. In Kleve, NRW, an der Grenze zu den Niederlanden hat ein langsam ziehender Schauer ohne Blitze bereits 26 l/m² innerhalb von zwei Stunden gebracht.

+++ Update 11:00 Uhr +++

Deutschland liegt auf der Vorderseite eines Höhentiefs über Frankreich. Mit einer südlichen Strömung hält die Zufuhr sehr energiereicher, feuchter Luft an. Dazu sind durch die Nähe zum Tief günstige Windverhältnisse in verschiedenen Höhen der Atmosphäre gegeben, welche die Entwicklung potentiell schadenträchtiger Gewitter fördern. Der aktuellen Übersichtskarte kann man entnehmen, dass diese heute praktisch im ganzen Land möglich sind. Am Abend kommt in der Südhälfte zudem eine Kaltfront ins Spiel, mit welcher Gewitter auf breiterer Front ausgelöst werden sollen.

Unwettergefahr am Dienstag, den 29.06.2021 @ UBIMET

 

Titelbild @ Stormhunters

Schwere Unwetter am Montag und Dienstag in Deutschland

Auf der Vorderseite des Tiefs XERO steigt in weiten Teilen des Landes nicht nur die Temperatur, in der energiereichen Luft nimmt auch die Gewittergefahr stark zu.

Frontenkarte für Dienstag, 29. Juni 2021. Quelle: DWD.

Am Montag sind zunächst im Westen kräftige Gewitter mit Unwetterpotential unterwegs, hier ist vor allem Starkregen das Hauptthema. In NRW brachten die Gewitter am Nachmittag teilweise große Regenmengen mit sich, einzelne Station melden 20 bis 30 Liter binnen einer Stunde!

Von der Schweiz ausgehend zieht zum Abend hin im Breisgau ein starker Gewitterkomplex auf. Die untenstehende Simulation der Radarreflektivität zeigt eine Verlagerung der Gewitter vom Schwarzwald ausgehend nach Nordosten, in der Nacht auf Dienstag erreichen die Gewitter dann die Mitte des Landes.

Simulierte Radarreflektivitä bis Montagnacht, violete Bereiche deuten auf starke Gewitter hin. Quelle UBIMET.

Vor allem im Südwesten ist das Unwetterpotential sehr groß, neben dem hohen Feuchtegehalt in der Luft ist die vertikale Windscherung (Änderung der Windrichtung – und Geschwindigkeit) hoch, was die Ausbildung großer, organisierter Gewitterzellen unterstützt.

In Baden-Württemberg sowie Unterfranken und im Süden Hessens sind mit diesen sog. Superzellen große Regenmengen mit 30 – 50 l/qm, lokal auch mehr, binnen kürzester Zeit zu erwarten, sowie großer Hagel und orkanartige Böen!

Am Montag steigen die Höchstwerte verbreitet  auf 30 Grad an, mit dem Voranschreiten der Kaltfront des Tiefs wird die warme Luft allmählich nach Nordosten des Landes verdrängt, wo die 30 Grad am Dienstag dann noch  erreicht werden. Danach ist vorerst keine große Hitze mehr in Sicht.

Am Dienstag ziehen in der Mitte und im Norden gebietsweise schon in den Morgenstunden kräftige Gewitter durch, im Tagesverlauf zeichnet sich dann landesweit neuerlich Unwettergefahr ab. Dabei sind im Süden mit den sich bildenden Gewittern weiterhin teils schwere Sturmböen sowie großer Hagel möglich, nach Norden zu sind auch große Regenmengen in kurzer Zeit ein Thema.

 

Titelbild @ Storm Science Austria / UBIMET

Auf Hitze folgen am Dienstag an der Alpennordseite Unwetter

Der Alpenraum liegt derzeit zwischen einem Hoch über Osteuropa namens AFRA und einem Tiefdruckgebiet über Frankreich namens XERO. Mit einer südwestlichen Höhenströmung gelangen dabei sehr warme Luftmassen ins Land und die Temperaturen liegen deutlich über dem jahreszeitlichen Mittel. Die Gewitterneigung bleibt am Montag meist noch gering und es wird hochsommerlich heiß, erst am späten Nachmittag und Abend entstehen in den westlichen Nordalpen erste, kräftige Gewitter. Am Abend besteht dann im Bodenseeraum auch die Gefahr von Sturmböen. Der Höhepunkt dieser kurzen, heißen Phase wird allerdings am Dienstag im Süden und Osten des Landes erwartet: Die Temperaturen steigen von Unterkärnten bis ins östliche Flachland verbreitet auf 32 bis 35 Grad, vereinzelt gibt es im Südosten sogar Spitzenwerte bis zu knapp 37 Grad.

Im Vorfeld des Tiefs über Frankreich gibt es Hitze und heftige Gewitter. © UBIMET / ECMWF

Unwettergefahr am Dienstag

Am Dienstag nimmt die Gewittergefahr im Laufe des Nachmittags zunächst in den Nordalpen von Vorarlberg bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet sowie im Mühl- und Waldviertel zu. In den Abendstunden muss man an der Alpennordseite mit heftigen Gewittern rechnen, vor allem in Teilen Oberösterreichs sind schwere Sturmböen um 100 km/h, Starkregen und Hagel möglich. Der Schwerpunkt der Unwetterlage im Norden wird ab etwa 19 Uhr erwartet. Nach derzeitigem Stand ziehen die Gewitter am späten Abend bzw. in der Nacht über das Waldviertel weiter nach Tschechien, dabei frischt im Mostviertel und im Osten vorübergehend auch abseits der Gewitter kräftiger bis stürmischer Westwind auf.

Entlang der Nordalpen und später auch im Norden kündigen sich teils heftige Gewitter an. © UBIMET
Die Modelle deuten auf eine Gewitterlinie in Bayern und Oberösterreich. © UBIMET

Abkühlung

Der Mittwoch bringt im Tagesverlauf vor allem im zentralen Bergland rund um die Tauern und in der Steiermark bzw. ab dem Abend auch in Kärnten teils kräftige Gewitter mit großen Regenmengen und Hagel, sonst lässt die Unwettergefahr nach. Die Temperaturen gehen zurück und liegen zwischen 19 und 29 Grad, nur in der Südsteiermark gibt es noch Spitzenwerte bis zu 33 Grad. Der Donnerstag und Freitag verlaufen dann vor allem im Bergland und im Süden unbeständig, zudem kühlt es noch etwas ab bei Höchstwerten zwischen 19 und 28 Grad.

Von Dienstag auf Mittwoch kühlt es im Osten spürbar ab. © UBIMET

 

Die neue Woche bringt Hitze und Unwetter

Der Juni zeigt sich in der neuen Woche erneut von seiner heißen Seite. In der Nacht auf Montag überquert uns von Westen eine Warmfront und führt heiße Luft aus dem Südwesten ins Land. Somit steigt die Temperatur am Montag in allen Landesteilen an, besonders von Bayern bis nach Brandenburg muss wieder mit Höchstwerten um und über 30 Grad gerechnet werden.

Ein Tief über Frankreich führt heiße Luft heran ©Ubimet/ECMWF

Nicht nur die Hitze wird folglich wieder zum Thema, leider spielen auch Unwetter wieder eine tragende Rolle. Am Montag sind diese vor allem im Westen des Landes zu erwarten. Die feuchte und labil geschichtete Luft sowie eine mit der Höhe zunehmende Windgeschwindigkeit bieten optimale Voraussetzungen für die Bildung von kräftigen Gewitter mit Unwetterpotential.

Am Montag starke Gewitter im Westen

In der zweiten Tageshälfte bilden sich von Baden-Württemberg über NRW bis nach Niedersachsen bereits teils kräftige Gewitter. Am Abend zeichnet sich dann aber besonders im Südwesten (violetter Bereich) örtliche Unwettergefahr ab. Es muss mit Hagel, Starkregen sowie Sturmböen gerechnet werden. Die Animation der Radarreflektivität zeigen die Zugbahn der Gewitter von Südwest nach Nord bis Nordost.

Radarreflektivität des Modells © UBIMET

Dienstags dann in der Mitte und im Norden Gewitter

Am Dienstag ziehen in der Mitte und im Norden gebietsweise schon in den Morgenstunden kräftige Gewitter durch, im Tagesverlauf zeichnen sich dann vor allem im Nordosten sowie im Süden neuerlich Unwettergefahr ab.

Titelbild: Brunn an der Wild © Storm Science Austria

Bis zu 37 Grad: Juni endet extrem heiß

Heißer Start in die Woche

Zu Wochenbeginn erfassen aus Südwesten noch wärmere Luftmassen das Land: Am Montag gibt es bei viel Sonnenschein schon Höchstwerte bis zu 35 Grad. Lokale Hitzegewitter sind vorerst nur ganz vereinzelt im Bergland zu erwarten, erst am späten Abend nimmt die Gewitterneigung auch im Bodenseeraum zu.

Höchstwerte am Montag. Zum Vergrößern Antippen / Anklicken

Noch eine Spur heißer wird es dann am Dienstag, besonders im Südosten sind Spitzenwerte bis zu 37 Grad in Sicht. Damit dürfte der bisherige Jahreshöchstwert von 35,3 Grad in Leibnitz am 24. Juni ziemlich sicher wieder überboten werden.

Höchstwerte am Montag. Zum Vergrößern Antippen / Anklicken

Der österreichweite Juni-Hitzerekord ist aber sicher nicht in Gefahr. Er liegt bei 38,6 Grad, gemessen am 20. Juni 2013 in Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich.

Allerdings kommen wir mit dem heißen Monatsende schon nah dran an die Rekorde, was die Anzahl der Hitzetage (Tage mit mehr als 30 Tage) betrifft. Zum Beispiel Linz: In einem durchschnittlichen Juni der letzten 30 Jahre gab es hier rund 3 Hitzetage, heuer dürften es am Ende deren 10 sein. Nur einer weniger als im Rekordjuni 2019.

mittlere Anzahl Hitzetage 1991-2020

Juni 2021 (inkl. Prognose)

Hitzetage Rekord Juni

Eisenstadt

4

10

11 (2000 + 2017)

Klagenfurt Flughafen

4

11

12 (2006 + 2019)

St. Pölten

4

11

14 (2019)

Linz

3

10

11 (2019)

Salzburg Flughafen

3

7

8 (1935 + 2019)

Graz Universität

4

9

12 (2003)

Innsbruck Universität

6

12

17 (2019)

Bregenz

2

5

10 (2019)

Wien Hohe Warte

4

10

12 (2019)

Heißer Juni 2021

Der Juni wird somit wenig überraschend mit einer Temperaturabweichung von mehr als +3 Grad zum Mittel als einer der 5 wärmsten Junimonate der Messgeschichte abschließen. Der erste und der zweite Platz sind definitiv außer Reichweite, denn 2019 und 2003 war der Juni noch deutlich heißer. Der Juni 2021 bestätigt damit den Trend der vergangenen Jahre.  Die Top 10 der wärmsten Juni-Monate sind stark von den 2000er-Jahren dominiert:

  1. 2019
  2. 2003
  3. 2017
  4. 1811
  5. 2002
  6. 1822
  7. 2007
  8. 2012
  9. 2018
  10. 2008

Neuerlich Gewitter

Am Dienstag lässt der Hochdruckeinfluss langsam nach, damit nimmt die Schauer- und Gewitterneigung von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich im Tagesverlauf zu. Entlang der Nordalpen zeichnen sich lokal auch kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel ab. Im Süden und Osten bleibt es hingegen weitgehend trocken. Der Mittwoch verläuft dann mit Ausnahme des äußersten Südens verbreitet unbeständig mit Schauern und Gewittern, wobei die kräftigsten Gewitter im zentralen Bergland und im Südosten zu erwarten sind. Die Temperaturen gehen etwas zurück und liegen zwischen 19 Grad im Bregenzerwald und 34 Grad von Unterkärnten bis ins Südburgenland.

Der Juli startet am Donnerstag meist mit durchschnittlichen Temperaturen für die Jahreszeit, eine weitere Hitzewelle ist vorerst also nicht in Sicht.

 

Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag

Siebenschläfer schaut wie das Wetter wird

Der Siebenschläfertag ist ein altbekannter Lostag in der Meteorologie, welcher sich in zahlreichen Bauernregeln widerspiegelt. Das Wetter vom 27. Juni soll demnach den Trend für die nächsten 7 Wochen setzen. Anbei eine kleine Auswahl an Bauernregeln:

  • Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
  • Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.
  • Wie’s Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag.
  • Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.
  • Schlafen die Siebenschläfer im Regen, wird’s ihn noch sieben Wochen lang geben.

Meteorologischer Hintergrund

Tatsächlich gibt es im Hochsommer eine statistisch nachweisbare Erhaltungstendenz von Wetterlagen im Alpenraum. Für diese meteorologische Singularität ist allerdings nicht nur ein bestimmter Tag relevant, da sie allgemein oft für die letzte Juniwoche bzw. die erste Juliwoche zutrifft. Durch die gregorianische Kalenderreform findet der Tag eigentlich auch erst etwa 10 Tag später statt. Auf die erste Juliwoche trifft diese Singularität in Süddeutschland und im Alpenraum etwa 60 bis 80% der Fälle zu. Im maritim geprägten Klima Norddeutschlands ist dies hingegen deutlich seltener der Fall.

Weichenstellung

Etabliert sich Ende Juni bzw. Anfang Juli somit eine stabile Hochdruckzone über Europa, stehen die Chancen gut, dass sie bis weit in den Juli hinein erhalten bleibt. Das gleiche gilt allerdings auch umgekehrt: Liegt der Jetstream weiter südlich, so ist der Weg frei für Tiefdruckgebiete in Richtung Mitteleuropa und anhaltend wechselhafte Bedingungen sind vorprogrammiert.

Wechselhafte Woche

Derzeit deuten die Modelle in der kommenden Woche auf eher wechselhaftes und mäßig warmes Sommerwetter hin. Zwar wird es v.a. am Montag und Dienstag noch einmal heiß, dann aber setzt sich maritim geprägte Luft aus Westeuropa durch. Eine neuerliche Hitzewelle ist jedenfalls nun erst einmal nicht mehr in Sicht! Man kann also wie bei jeder Bauernregel nur abwarten und schauen, was uns der restliche Sommer noch bringt.

Großer Hagel und über 240.000 Blitzentladungen in wenigen Tagen

Blitz

Österreich lag in dieser Woche auf der Vorderseite eines abgetropften Höhentiefs mit Kern über Westeuropa, dabei erstreckte sich eine nahezu stationäre Luftmassengrenze von Südfrankreich quer über Deutschland bis nach Skandinavien. Im Vorfeld davon gelangten mit einer südwestlichen Höhenströmung kontinuierlich feuchtwarme Luftmassen nach Österreich und in den Alpen wurde es leicht föhnig. Vorlaufende Störungen (eingelagerte Kurzellentröge) sorgten dabei täglich für neue Gewitter an der Alpennordseite, die bei einer für die Jahreszeit recht starken Höhenströmung wiederholt für Unwetter sorgten.

Am Donnerstag lag das Höhentief bereits nahe zu Österreich.

240.000 Blitze

In Summe wurden in den unwetterträchtigen Tagen vom 21. bis einschließlich 25. Juni in Österreich rund 240.000 Blitzentladungen erfasst, davon allein 121.000 in Oberösterreich und 58.000 in Niederösterreich. In der vergangenen Woche gab es somit mehr als drei Viertel der Blitzentladungen, die durchschnittlich in einem gesamten Juni zu erwarten sind.

Blitzdichte im Juni 2021.

Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 299 kA wurde am 24. Juni im Bezirk Horn gemessen. Die höchste Blitzdichte wurde am 22. bzw. 23. in den Bezirken Ried im Innkreis und Braunau am Inn verzeichnet. Am 24. lag dann der Bezirk Hollabrunn an der Spitze.

Montag 21. Juni

Blitzdichte am 21. Juni.

Am Montag gab es zunächst in der Steiermark und in Niederösterreich, am Abend bzw. in der Nacht dann auch in Oberösterreich örtlich die ersten Unwetter. In der Oststeiermark und später vor allem entlang des Inns in Oberösterreich kam es dabei lokal zu großem Hagel, zudem wurden in Wolfsegg Böen bis 103 km/h gemessen. Rund um Engerwitzdorf im Bezirk Urfahr-Umgebung kam es zudem zu Überflutungen.

Gewitter
Gewitter bei Hartberg am 21.6. © Storm Science Austria

Dienstag 22. Juni

Blitzdichte am 22. Juni.

Am Dienstag gab es vor allem in Oberösterreich, im Flachgau und im Waldviertel kräftige Gewitter. Besonders heftig wurde das Oberösterreichische Seengebiet getroffen: Eine Superzelle zog mit Sturmböen und großem Hagel vom Flachgau über Gmunden bis  in den Raum Sierning.

Gewitter
Unwetterfront in Voitsdorf (OÖ) am 22.6. © Storm Science Austria


Mittwoch 23. Juni

Blitzdichte am 23. Juni.

Am Mittwoch waren erneut vor allem der Flachgau sowie der Westen und Norden  Oberösterreichs betroffen, so gab es im Mühlviertel örtlich großen Hagel. Am Flughafen Salzburg wurden sogar Orkanböen bis 119 km/h gemeldet. Ein kräftiges Gewitter mit teils stürmischen Böen zog am Abend aber auch von Mittelkärnten über das Murtal hinweg.

Donnerstag 24. Juni

Blitzdichte am 24. Juni.

Der Donnerstag brachte den Höhepunkt der Unwetterlage, so gab es neuerlich in Oberösterreich sowie auch in Teilen Niederösterreichs und Wiens Superzellen mit Hagel. Besonders im Norden des Landes wurde vielerorts auch großer Hagel verzeichnet und eines dieser Gewitter sorgte am Abend dann für einen starken Tornado in Tschechien mit einer Zugbahn von etwa 26 km! In Horn gab es Sturmböen bis 75 km/h, großen Hagel sowie auch eine Rekordregenmenge von 85 mm Regen in nur wenigen Stunden.

Hagel
Großer Hagel bei Zwettl. © Storm Science Austria

Mammatus-Wolken in Ebreichsdorf. © Anette Aslan
Hagel im Raum Eibesthal (NÖ). © Stormhunters

Freitag 25. Juni

Blitzdichte am 25. Juni.

Am Freitag verlagerte sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit schließlich in den Südosten des Landes, so gab es im Tagesverlauf ausgehend von Graz, wo eine Sturmböe von 81 km/h gemessen wurde, vor allem in der Ost- und Südoststeiermark sowie im angrenzenden Burgenland starke Gewitter mit Hagel.

Hagel
Hagel in Kirchberg an der Raab. © M. Grundmann
Gewitter
Unwetter bei Großpetersdorf (Bez. Oberwart). © Stormhunters
Gewitter
Unwetter in Mühldorf bei Feldbach. © Stormhunters

Starker Tornado in Tschechien

Tornado

Am Donnerstagabend gab es im Norden und Nordosten Österreichs schwere Gewitter mit großem Hagel, Starkregen und Sturmböen. Eines dieser Gewitter hat knapp hinter der Grenze zu Tschechien zu einem starken Tornado geführt. Dieser hat rund um Hodonin für schwerste Schäden gesorgt, weshalb es zu mehreren Todesopfern und zahlreichen Verletzten kam. Besonders schwer getroffen wurden die Ortschaften Hrusky und Moravska Nova Ves, wo Dächer abgedeckt und Hausmauern teilweise zerstört wurden, Bäume und Strommasten umgerissen wurden und sogar Autos herumgeschleudert wurden.

Tornados in Europa

In Europa kommt es durchschnittlich zu 300 bis 400, aufgrund der Dunkelziffer Schätzungen zufolge auch bis zu 500 Tornados pro Jahr. Die meisten davon sind nur schwach ausgeprägt und kurzlebig, zudem handelt es sich teilweise auch um Tornados über Wasser (Wasserhosen). Im Zeitraum von 2010 bis 2020 wurden vom ESSL zwei sehr starke Tornados der Stärke F4 oder F5 registriert bzw. 26 starke Tornados der Stärke F3. Der gestrige Tornado wird als F3 oder F4 klassifiziert, allerdings sind noch Analysen der Schäden vor Ort notwendig, um die Windstärke genauer abschätzen zu können. Tornados dieser Stärke kommen in Europa also 2 bis 3 mal jährlich vor, allerdings kommt es nicht immer zu solch schweren Schäden, da die Tornados ja nicht immer auf Ortschaften treffen. Typische Regionen für starke Tornados in Europa sind die flachen Regionen von Nordwestfrankreich über Benelux bis nach Norddeutschland sowie Nordostitalien, die Küsten Süditaliens oder auch Südostrumänien, also dort wo die Landschaft überwiegend flach ist.

Superzellengewitter

Starke Tornados entstehen im Zusammenhang mit sog. Superzellengewittern. Es handelt sich dabei um meist langlebige, kräftige und alleinstehende Gewitter, welche einen beständigen rotierenden Aufwind aufweisen (Mesozyklone). Superzellen entstehen bei ausgeprägter Windscherung: Bei einer starken vertikalen Windzunahme bilden sich nämlich quer zur Strömung horizontal liegende Luftwalzen. Der Aufwind eines entstehenden Gewitters saugt diese Luftwalze ein und kippt ihre Achse in die Senkrechte, wobei sich der Drehimpuls nach und nach auf den gesamten Aufwindbereich überträgt. Die Zufuhr feuchtwarmer Luft wird dabei durch den räumlich getrennten Abwindbereich, in dem der Niederschlag ausfällt, nicht gestört. Starke Tornados treten also meist unmittelbar im Vorfeld von Kaltfronten auf, wenn der Höhenwind bereits stark zugenommen hat und noch ausreichend energiereiche Luft vorhanden ist. Tornados können aber auch im Winter an Kaltfronten von Sturmtiefs auftreten, wenn wenig Energie, aber extrem starke Windscherung vorhanden ist.

Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/

Ob die Häufigkeit von Tornados vom Klimawandel betroffen ist, kann man derzeit noch nicht abschätzen. Mittlerweile weiß man zwar, das Extremniederschlagsereignisse häufiger werden, allerdings ist für Tornados neben der schwülen, energiereichen Luft auch eine starke Windscherung notwendig. Während ersteres im Zuge des Klimawandels tendenziell zunimmt, lässt zweiteres hierzulande etwas nach. Daher gehen wir derzeit davon aus, dass die Häufigkeit im Mittel gleich bleibt, es aber eine höhere Variabilität von Jahr zu Jahr geben wird (je nach vorherrschender Großwetterlage im Sommer).

Tornados in Österreich

In Österreich treten durchschnittlich etwa 2 bis 5 Tornados pro Jahr auf, allerdings sind die meisten davon nur schwach und kurzlebig, zudem werden selten Ortschaften direkt getroffen. Starke Tornados sind selten, wobei das bislang bekannteste Ereignis hierzulande der Tornado von Wiener Neustadt am 10. Juli 1916 war. Die Einschätzung der Stärke dieses Tornados liegt bei F4/T8, was Windgeschwindigkeiten um 350 km/h bedeutet. Der gestrige Tornado in Tschechien war ähnlich stark oder nur geringfügig schwächer (F3/T7), also mit Windgeschwindigkeiten um 300 km/h. Vor wenigen Jahren kam es auch knapp südlich von Wien zu einem Tornado.



Titelbild via Twitter (fcb/lovci bourek)

Neuerlich schwere Gewitter im Westen und Norden

Gewitterfront

23:30

Die Gewitter in Österreich lassen nun allmählich nach, daher verabschieden wir uns mit letzten Bildern aus Tschechien und lassen die zerstörerische Wucht der Naturgewalten ohne Worte…

22:45 Uhr

Ein starkes Gewitter zieht aktuell vom Mühlviertel Richtung Weitra, Gmünd, Waidhofen an der Thaya. Hier ist mit Hagel zu rechnen!

Biltzverlauf 22:40 Uhr, UBIMET

21:00 Uhr

Einen starken Tornado gab es unweit der österreichischen Grenze bei Hodnin in Tschechien. Die Verwüstungen sind dort enorm!

19:45 Uhr

Die heftigsten Gewitter ziehen nun noch über das nördliche Wald- und Weinviertel und ziehen allmählich nach Tschechien ab. Nachfolgend nähert sich aus Bayern und Tirol eine schwache Kaltfront, in der im Vorfeld noch einzelne kräftige Superzellen Richtung Inn- und Mühlviertel ziehen.

Kaltfront nähert sich aus Westen, aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Diese Gewitter sind nicht mehr ganz so heftig wie ihre Vorgänger, schadensträchtiger Hagel von 2-3 cm Größe ist aber immer noch mit dabei. Nach Durchzug der Front beruhigt sich in der Nacht das Wetter an der Alpennordseite nachhaltig, dafür gibt es am Freitag von Kärnten bis ins Burgenland ein paar kräftige Gewitter.

19:00 Uhr

Bisher gab es heute rund 40.000 Blitzentladungen in Österreich, die meisten davon mit etwa 30.000 in Niederösterreich:

17:30 Uhr

Derzeit ziehen heftige Gewitter vom Hausruck- und Mühlviertel bis ins östliche Waldviertel durch und bringen teils großen Hagel von über 5 cm!

In der kommenden Stunden ziehen die Gewitter weiter ins nördliche Weinviertel.

Großer Hagel in Horn

16:50 Uhr

Achtung südlich von Horn hat sich ein heftiges Gewitter gebildet mit starker Rotation! Ein Tornado kann nicht ausgeschlossen werden.

16:10 UHr

Im Bezirk Neunkirchen hat das Gewitter große Hagelkörner von etwa 4 cm Duchmesser produziert.

Hagel in Würflach, Bezirk Neunkirchen. Quelle: R. Reiter.

15:30 Uhr

Achtung Wien! Ein kräftiges Gewitter nähert sich nun rasch aus Südwesten, Sturmböen und Hagel ist zu befürchten.

Aktuelle Blitzentladungen

15:00 Uhr

Erste Gewitter bilden sich nun in der Obersteiermark und an der Grenze zu Italien. Vor allem am Alpenostrand besteht in den kommenden Stunden Unwettergefahr durch Sturm und Hagel!

Aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Ausgangslage

Die Gewitter der vergangenen Nacht im Alpenraum haben mittlerweile schon Polen erreicht, doch im Tagesverlauf kündigt sich ausgehend von der Schweiz bereits die nächste Gewitterschub ab.

Aktuelle Satellitenbild mit Einfärbung der Wolkenhöhe. © EUMETSAT

Dabei liegt der Schwerpunkt der Gewitter heute einmal mehr nördlich der Alpen, also in den Regionen, die in den vergangenen Tagen bereits von Unwettern mit teils großem Hagel und Sturmböen heimgesucht wurden.

Am Donnerstag herrscht an der Alpennordseite Unwettergefahr.

Die Graphik zeigt die Gebiete mit der höchsten Unwettergefahr am Donnerstag. In dem violetten Bereich gibt es das größte Potential für teils schwere Sturmböen, großen Hagel und Starkregen. Im roten Bereich sind dieselben Phänomene ebenfalls möglich, nur nicht ganz so häufig. Der orangene Bereich zeigt den Bereich, in dem generell Gewitter möglich sind, hier kommt es aber voraussichtlich nur vereinzelt zu stürmischen Böen, Starkregen oder Hagel.

Rückblick: Mittwoch

Nachdem bereits in der Früh Gewitter über den Norden gezogen waren, bildeten sich am Abend in Südtirol und generell im Westen neuerlich kräftige und schadenbringende Gewitter. Diese zogen schließlich über Bayern und erreichten in der Nacht den Flachgau bzw. das Inn- und Mühlviertel.

Eine weitere Zelle zog von der Villacher Alpe ins Murtal und sorgte besonders in der Steiermark für Schäden. Insgesamt wurden rund 64.000 Blitze registriert, mit den meisten, rund 50.000 Blitze, in Oberösterreich.

Blitzverlauf am Mittwoch © NOWCAST/UBIMET

Titelbild © Storm Science Austria

Heftige Unwetter über Oberösterreich am Dienstagabend – eine Zusammenfassung

Am Dienstagabend hat sich über dem Berchtesgadener Land eine Gewitterzelle entwickelt, die in weiterer Folge über den nördlichen Flachgau in Richtung Niederösterreich weitergezogen ist. Auf ihrem etwa 120 km langen Weg hat diese sog. Superzelle großen Schaden durch Hagel und Starkregen sowie stürmische Windböen verursacht.

Zugbahn der Superzelle. Quelle: UBIMET, ACG

Das folgende Bild zeigt eine Hagelanalyse von UBIMET, diese zeigt die Wahrscheinlichkeit für Hagelkörner größer als 2 cm im Durchmesser – den Beobachtungen zu Folge fielen tatsächlich hühnereigroße Hagelkörner vom Himmel.

Hagelanalyse vom Ereignis am 22. Juni, die violette Färbung stellt die analysierten Hagelkörner mit einem Durchmesser größer als 3 cm. Quelle: UBIMET. Besonders schwer betroffen ist die Landwirtschaft, die Österreichische Hagelversicherung spricht von einem außergewöhnlichen Ereignis – dem größten Schadenereignis in ihrer Geschichte! Die größten Verwüstungen entstanden zwischen Mondsee und Gmunden.

Schadenanalysekarte der Österreichischen Hagelversicherung.
Das Radarbild von der Superzelle über Gmunden, der weiße Kern ist ein Hinweis auf Hagel. Quelle: UBIMET, ACG.

Gegen 20 Uhr zog die Superzelle mit großem Hagel und stürmischen Böen über Gmunden hinweg, von wo uns das folgende Video erreicht hat:

Begleitet wurde das Unwetter auch von großen Regenmengen, die Station Vöcklabruck hat innerhalb kurzer Zeit 48 Liter am Qaudratmeter gemessen, viele weitere Stationen haben 20 bis 30 Liter innerhalb einer halben Stunde gemeldet!

Das Unwetter sorgte aber auch im Verkehr für Behinderungen, so war z. B. die Westbahnstrecke für mehrere Stunden gesperrt. Aber auch auf der A1 war eine Weiterfahrt vorübergehend kaum möglich, wie dieses Video zeigt.

Anbei noch ein paar Fotos aufgenommen von unseren Kollegen von Stormhunters und Stormscience Austria.

Quelle: Stormhunters.
Quelle: Storm Science Austria.

Titelbild  © Storm Science Austria.

Hagelunwetter tobten zu Wochenbeginn im Süden

Die Wetterlage bleibt weiterhin angespannt. Nachdem bereits das Wochenende kräftige Gewitter brachte, gab es zu Wochenbeginn vor allem in Bayern und Baden-Württemberg erneut kräftige Gewitter.

Superzellen

Superzellen kann man quasi als die Könige der Gewitter ansehen. Ihre Aufwinde erreichen Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h und sind damit eine Gefahr für jedes Flugzeug. Zudem werden die größten Hagelkörner mit ihnen verbunden. Der Hauptgrund für die intensive Forschung an ihnen sind jedoch die Tornados. Während es verschiedene Mechanismen gibt kleinräumige Wirbel zu erzeugen (Staubteufel, Wasserhosen) sind starke Tornados nur in ihrem Umfeld möglich.

Die Besonderheit liegt darin begründet, dass ihr Aufwind rotiert und damit wesentlich stabiler und kräftiger ist als der anderer Gewitterzellen. Die Rotation gewinnen sie aus der Umgebungsscherung (Windrichtung und -geschwindigkeit ändern sich mit der Höhe). Daraus folgt zudem, dass sie nicht mit dem Höhenwind ziehen, sondern sich zumeist rechtsseitig verlagern.

Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/

Montag 21.6.

Der Montag war zunächst gekennzeichnet von dem von Thüringen nordwärts ziehenden Gewittersystem, dass sich am Sonntagabend schon über dem Süden des Landes gebildet hatte. Nach einer Pause um die Mittagszeit kamen am späten Nachmittag von Frankreich und der Schweiz her neue kräftige Gewitter auf. Diese breiteten sich rasch nach Osten über den Breisgau und Schwaben aus. Im Vorfeld der Gewitter bildete sich nordöstlich von Oberstorf eine Superzelle, die in der Folge auf einer Länge von rund 75 km Hagel bis 6 cm im Durchmesser brachte.

 

In der Folge bildete sich ein MCS (Mesoskaliges (C)Konvektives System), das über Tschechien in der Nacht nach Polen zog. Dieser brachte teils ergiebigen Starkregen. Insgesamt wurden allein in Bayern rund 70.000 Blitze, in Baden-Württemberg derer rund 60.000.

Zeitlicher Verlauf der Blitze © NOWCAST/UBIMET

Dienstag 22.6.

Auch der gestrige Tag brachte in Bayern wieder Unwetter. Erneut bildeten sich Superzellen, die erneut großen Hagel brachten. Dabei zog eine solche Zelle rund 240 km auf einer ähnlichen Zugbahn, wie die Superzelle am Tag zuvor. Erhebliche Schäden wurden in der Landwirtschaft sowie an Dächern und Autos registriert. Teils bildeten sich erhebliche Hagelansammlungen. Insgesamt wurden am Dienstag in Bayern rund 76.000 Blitze registriert.

 

 

 

Blitzspur der Superzellen am 22.6.2021 von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr © NOWCAST

Ausblick

Auch Heute und Morgen muss erneut in Bayern und Baden-Württemberg mit Superzellen mit großem Hagel und Starkregen gerechnet werden.

 

Titelbild: https://twitter.com/LippJakob/status/1407446095878316039/photo/1

Stormchasing in Österreich

Stormchasing beginnt bereits einige Tage vor der eigentlichen Gewitterlage. Bahnt sich eine Wetterlage mit Unwetterpotential an, dienen aktuelle Wettermodelle als Grundlage, um herauszufinden wo Gewitter räumlich auftreten werden. Dieser Teil erfordert gute meteorologische Kenntnisse und bildet die Grundlage für einen erfolgreichen „Chase“. Ist das passende Gebiet definiert, beginnt die eigentliche Gewitterjagd.

Unwetterzelle im Südburgenland mit Radardaten von UBIMET @ Storm Science Austria

 

Haben sich die Gewitter einmal gebildet, besteht das Ziel darin möglichst nah an die Unwetterzelle zu kommen, um spektakuläre Fotos zu schießen und so das Geschehen für die Nachwelt festzuhalten. Die Kunst besteht dabei darin, nicht in den Abwindbereich des Gewitters zu kommen – der Bereich einer Gewitterzelle, in dem Starkregen oder Hagel auftreten.

Besteht eine Kooperation mit einem Wetterdienst, geben Stormchaser die gewonnen Bilder, Videos oder Daten zeitgleich an die entsprechenden Meteorologen weiter. Diese nutzen im weiteren Verlauf die Daten, um die Bevölkerung rechtzeitig vor Unwettern zu warnen. Da Unwettererscheinungen meistens nur sehr kleinräumig auftreten, sind diese Infos oft essentiell, um betroffene Gebiete rechtzeitig zu warnen.

Großhagel im Waldviertel @ Storm Science Austria

 

Nach einer erfolgreichen Gewitterjagd werden die gewonnenen Daten mit einer meteorologischen Analyse in einen Bericht verpackt und sind so für Interessierte im Internet zugänglich. Den Reiz des Stormchasings bildet dabei die Faszination der erlebten Naturgewalt, der soziale Aspekt eines Vereins und das notwendige meteorologische Wissen, um Gewitter erfolgreich zu chasen.

Tornadische Superzelle bei Wien-Schwechat @ Storm Science Austria

 

 

Titelbild @ Storm Science Austria

@ Storm Science Austria

Gewitter am Montag im Flachland

Gewitter über Wien am Montag. © foto-webcam.eu

Update 16:30 Uhr:

Unsere Kollegen von Storm Science Austria waren in der Oststeiermark unterwegs und machten ein paar beeindruckende Aufnahmen der Superzelle über Hartberg.

© Storm Science Austria

Update 16:00 Uhr:

Der Gewitterkomplex über den Fischbacher Alpen zieht nun langsam in Richtung Ost- und Südsteiermark. Vorsicht also in den Bezirken Hartberg und Fürstenfeld sowie auch im Südburgenland.

Zugbahn des Gewitters © Ubimet/Austrocontrol

 

Update 15:15 Uhr:

Ein heftiges Gewitter geht derzeit im Bereich Horn und Gars am Kamp nieder. Aufgrund der weißen Echos in der Radaranalyse ist hier Hagel nicht ausgeschlossen.

Radarbild 13UTC © Ubimet/Austrocontrol

Update 14:30 Uhr:

Ein Blick auf das aktuelle Radarbild zeigt die kräftigen Gewitter in der Rax-Semmering Region sowie auch im Waldviertel. Besonders im oberen Mürztal bildet sich das Gewitter immer wieder neu, rechnet hier mit lokalen Überflutungen.

Radar- und Satbild ©Ubimet/Austrocontrol/Eumetsat

Update 12:00 Uhr:

Erste Gewitter haben sich nun bei Mariazell und bei Kirchberg am Wechsel gebildet und in den kommenden Stunden nimmt die Gewittergefahr zwischen Wald- bzw. Wienviertel und er Wechselregion immer weiter zu. Im Flachland wurde schon verbreitet die 30-Grad-Marke erreicht und auch die Taupunkt sind mit 18 bis 20 Grad sehr hoch. Gute Bedingungen für starke Gewitter!

Ausgangslage

Aufgrund der Gewitter in der vergangenen Nacht in Deutschland hat sich im Donauraum verbreitet der Westwind durchgesetzt, im äußersten Osten weht hingegen noch Südostwind. Die beiden Windregime treffen am Montag am Alpenostrand bzw. direkt über Wien zusammen, eine sogenannte Konvergenzzone entsteht.

Aktuelle Konvergenz im Flachland

Durch das Zusammenströmen der Luft aus unterschiedlichen Richtungen wird  die Luft zusätzlich gehoben, was wiederum bei genügend Feuchtigkeit und Instabilität in der Atmosphäre die Gewitterbildung begünstigt. Este Gewitter sind dabei zu Mittag durch zusätzliche Hebung am den Bergen im Wienerwald und im Semmering-Wechsel-Gebiet sowie im Waldviertel zu erwarten. Am Nachmittag sind dann aber auch Gewitter im Flachland und somit auch in Wien möglich. Räumlich eng begrenzt fallen die Gewitter mit Starkregen und Hagel sowie Sturmböen auch heftig aus.

Gewitter bis in die Nacht hinein

Ab dem späten Nachmittag sind generell im gesamten Nordalpenbereich Gewitter möglich, die stellenweise heftig ausfallen. In der Nacht könnte dann noch ein größerer Gewitterkomplex von Bayern her auf Oberösterreich übergreifen, die genaue Entwicklung ist hier aber noch abzuwarten.

Gewitter brachten 300.000 Blitze, Sturm und Starkregen am Sonntag

Überblick

Wie beenden nun den heutigen Liveticker. Aktuell sind in Nordbayern und Thüringen noch einige Gewitter unterwegs, die im Laufe der zweiten Nachthälfte weiter nordwärts ziehen. Örtlich kommt es dabei weiterhin zu Starkregen und mitunter auch zu stürmischen Böen.

In Summe gab es am Sonntag von 0 bis 24 Uhr mehr als 300.000 Blitzentladungen!

Blitzdichte am Sontag, 20. Juni 2021.

Update 23:55

Vorlaufend zur Gewitterlinie in Nordbayern haben sich nun auch in Thüringen vorlaufende Gewitter entwickelt. In der kommenden Stunde ziehen auch in der Oberpfalz und im Vogtland Gewitter auf.

Update 22:10

Die Gewitter in Bayern haben in der vergangenen Stunde für ergiebige Regenmengen in kurzer Zeit gesorgt, anbei ein paar Messungen:

  • 31 mm Feuchtwangen-Heilbronn
  • 31 mm Gollhofen
  • 28 mm Simmershofen-Adelhofen
  • 26 mm Dinkelsbühl-Oberwinstetten

Update 21:50

Eine ausgeprägte Gewitterlinie hat sich nun über Bayern entwickelt und zieht rasch nordwärts. Vorsicht vor schweren Sturmböen und Starkregen!

Update 22:25

Die stärksten Gewitter befinden sich aktuell in einer Linie von Würzburg über Ansbach bis Ingolstadt. Es besteht weiterhin die Gefahr von schweren Sturmböen, Hagel und Starkregen!

Update 22:05

Anbei die gemessenen Spitzenböen in der vergangenen Stunde:

  • 78 km/h Rheinstetten
  • 77 km/h Waibstadt
  • 75 km/h Stuttgart-Echterdingen

Örtlich gab es auch wieder ergiebige Regenmengen in kurzer Zeit, wie etwa in Ellwangen-Rindelbach (B-W) mit 19 Liter pro Quadratmeter. Der Schwerpunkt der Gewitter verlagert sich nun nach Franken.

Update 21:40

Anbei ein paar Bilder aus dem Südschwarzwald:

Update 21:10

Anbei die bisherigen Spitzenböen in Deutschland:

  • 87 km/h Weilheim-Bierbronnen
  • 81 km/h Kandern-Gupf
  • 65 km/h Laupheim

Dazu gab es örtlich große Regenmengen in kurzer Zeit wie etwa 31 Liter pro Quadratmeter in Villingen-Schwenningen.

Update 19:45

Nun hat es auch in Bayern ausgelöst. Ein Gewitter nimmt aktuell Kurs auf Augsburg!

Radarbild 19:30 Uhr, UBIMET, DWD

Update 19:15

Eine erste Gewitterlinie ist bereits von der Schweiz aus nach Baden-Württemberg hereingezogen samt Starkregen, Hagel und Sturmböen. Eine zweite, organisierte, noch giftigere Gewitterfront erreicht Freiburg in diesen Augenblicken:

Blitze – je dunkler, umso älter – Stand 17:05 Uhr, UBIMET, DWD
Radar mit Zugrichtung, Stand 17:05 Uhr, UBIMET, DWD

Update 19:00

Shelfcloud, die über den Bodensee zog:

Update 17:30

Es erreichen uns erste Aufnahmen aus der Schweiz, von wo aus die Gewitter nun allmählich auf Baden-Württemberg übergreifen:

Einleitung

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Großwetterlage – rasch erkennen wir, dass Deutschland derzeit im Vorfeld mehrerer Tiefs vor Westeuropa liegt. Dabei wird sehr heiße und zunehmend feuchte Luft herangeführt – so auch heute(Karte ist für Sonntag 14 Uhr gültig):

Großwetterlage am Sonntag.

Am Sonntag ziehen die Gewitter der Nacht im Norden rasch Richtung Dänemark ab und für ein paar Stunden beruhigt sich das Wetter.

Aktuelle Wettersituation anhand eines Satellitenbildes (EUMETSAT,UBIMET)

Gegen Abend erreichen dann aber die derzeit noch über Katalonien und Südfrankreich liegenden Gewitter von Südwesten her die Bundesrepublik. Dabei kann es wirklich wild zugehen mit:

  • Böen von 100-120 km/h
  • Starkregen von 30-60 l/m² in kurzer Zeit
  • Hagel von bis zu 5 cm im Durchmesser

Selbst Tornados sind nicht ausgeschlossen!

Hier seht ihr die Animation des Radars in 3-Stunden-Schritten von Sonntagmittag bis Montagfrüh:

Radar-Animation für Sonntagnachmittag und -abend.

Abschließend hier noch einmal die Übersicht der größten Unwettergefahr am Sonntag. Wie schon erwähnt, ist ab den späten Nachmittagsstunden der gesamte Südwesten betroffen (violetter Bereich). Abends und in der Nacht zum Montag rücken dann mehr und mehr die Mitte und der Norden in den Fokus.

Die größte Unwettergefahr herrscht im Südwesten.

Samstagnacht: Blitzspektakel und Starkregen

In der Nacht auf Sonntag zog ein großräumiger Gewitterkomplex über den Westen und Norden hinweg und sorgte über Nacht für ein regelrechte Blitzspektakel. So wurden allein seit Mitternacht rund 200.000 Blitzentladungen registriert.

Dazu gab es anfangs  im Saarland und Rheinland-Pfalz auch noch Sturmböen, beachtlich waren aber auch die großen Regenmengen in kurzer Zeit.

Mehr Gewitter kommen auf

Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

Am heutigen Sonntag gibt es im Berg- und Hügelland lokale Wärmegewitter, die meisten davon entstehen in den Salzburger Gebirgsgauen und in der Obersteiermark. Punktuell kann es dabei zu Sturmböen und Hagel kommen. Interessant wird es am Abend auch ganz im Westen. Ein größerer Gewitterkomplex trifft dann den Norden von Vorarlberg, besonders am Bodensee kann es zu großem Hagel und schweren Sturmböen von bis zu 100 km/h kommen. In weitere Folge zieht der Gewitterkomplex über Deutschland nach Norden weiter.

Gewitter am Montag

Am Montag häufen sich dann an der Alpennordseite generell die Gewitter.

Frontenkarte für Montagmittag

Erste Gewitter gibt es entlang einer Windkonvergenz wohl schon in der Mittagszeit in Wald- und Weinviertel sowie am Alpenostrand. Am Nachmittag werden die Gewitter generell häufiger in den Nordalpen und können zum Abend hin auch ins umliegende Flachland ausgreifen.

In der Nacht könnte dann ein größerer Gewitterkomplex von Bayern her auf  den Flachgau und Oberösterreich ausgreifen. Die Gewitter können überall zu Hagelschlag und Sturmböen führen, lokale Überflutngen durch Starkregen sind ebenfalls möglich.

Gewitter im Norden, Hitze im Süden

Bis zur Wochenmitte bleibt es an der Alpennordseite gewitteranfällig, wobei sich das Unwetterpotential immer weiter nach Osten verschiebt, da sich im Westen langsam kühlere Luft durchsetzt. Außen vor bleibt dagegen der Süden und Südosten. Hier bleibt es bis auf einzelne Hitzegewitter bis zur Wochenmitte trocken und brütend heiß. Die Spitzenwerte liegen in der südlichen Steiermark und im Burgenland bei 36 Grad.

 

Titelbild: Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

Brutale Hitze auch im Westen der USA

Der Höchstwert am Dienstag in Salt Lake City lag bei 42 Grad und stellte damit den bisherigen Rekord ein. Dies ist umso beeindruckender, als dass diese Rekorde Mitte Juni gebrochen wurden, einem normalerweise deutlich kühleren Monat als Juli und August. In Las Vegas wurde am Mittwochnachmittag fast der bisherige Rekord von 47 Grad erreicht. In Billings, Montana, wurde am Dienstag mit 41 Grad der heißeste Wert erreicht, der jemals im Juni gemessen wurde. Die Temperaturen können in einigen Gebieten von Donnerstag bis Freitag noch höher steigen. Für Phoenix, Arizona, werden an vier aufeinanderfolgenden Tagen Höchstwerte von mehr als 46 Grad vorhergesagt, womit der bisherige Rekord gebrochen wird.

 

Diese Hitzewelle verschlimmert die bereits kritische Dürre im Südwesten. Die derzeitige Dürre reicht bis in den Herbst 2020 zurück. In den letzten Monaten ist wenig bis gar kein Niederschlag gefallen. Die lähmende Dürre übt einen starken Druck auf die Süßwasservorräte aus. Der Lake Mead, der größte Stausee der USA, versorgt Farmen und Häuser von Nevada bis Mexiko mit Frischwasser. Der stetig steigende Wasserverbrauch und die Klimaerwärmung setzen den Pegel des Sees zwar schon seit zwei Jahrzehnten unter Druck. Das heiße, trockene Wetter der letzten Zeit hat diesen Prozess jedoch beschleunigt.

Der Juni stellt bereits der Höhepunkt des Bewässerungsbedarfs für Ackerland im Südwesten dar und in letzter Zeit ist der Seewasserspiegel um bis zu 30 cm pro Woche gesunken. Er liegt derzeit bei 36 % der vollen Kapazität, dem niedrigsten Stand seit der ursprünglichen Befüllung des Sees in den 1930er Jahren. Dies hat zu weitreichenden Einschränkungen der Wassernutzung im Südwesten geführt. Bundesbeamte kündigen sogar noch strengere Beschränkungen an, wenn der Pegel des Sees weiter sinkt, wie es die Prognosen andeuten.

34 Grad in Innsbruck – Tipps gegen die Hitze

Kühlende Gewitter werden zwar in den nächsten Tagen etwas häufiger, beschränken sich meist aber doch auf das Bergland. Daher haben wir ein paar Tipps zusammen getragen, die bei dieser Hitze helfen können einen kühlen Kopf zu bewahren.

Höchstwerte am 17.06.2021 @ UBIMET

 

Höchstwerte am 17.06.2021 @ UBIMET

 

Dass man nur leichte Kleidung trägt oder den Sprungs ins kühle Nass sucht, versteht sich bei Hitze von selbst. Hilfreich ist es, sich in der Mittagshitze nicht in der Sonne aufzuhalten und anstrengende Tätigkeiten zu vermeiden – lieber einen Gang zurück schalten und notwendige Arbeiten im Freien so gut es geht auf die späten Nachmittags- bzw. Abendstunden verlegen.

Viel trinken!

Mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit sollte man täglich zu sich nehmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen sollte die Trinkmenge deutlich darüber hinausgehen. Als Durstlöscher eignen sich neben Mineralwasser ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Ungeeignet sind hingegen stark zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden. Bei hohen Temperaturen soll allerdings auf eiskalte Getränke verzichtet werden. Besser sind warme Getränke, die zu einem leichten Schwitzen führen. Dadurch wird ein Abkühlen des Körpers bewirkt, ohne dass es zu einer zusätzlichen Kreislaufbelastung kommt.

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Leichte Mahlzeiten

Leichtes Essen ist bei Hitze ebenfalls zu empfehlen. Salate sollen dabei ganz oben auf der Liste stehen und auf Fleisch eher verzichtet werden, da tierisches Eiweiß die körpereigene Wärmeproduktion anregt. Obst und rohes Gemüse sorgen für zusätzliche Flüssigkeitszufuhr und spenden wichtige Vitamine. Rohkost ist auch deshalb zu empfehlen, weil sie neben reichlich Flüssigkeit auch Mineralstoffe liefert.

Geschicktes Lüften

Es muss nicht immer eine Klimaanlage sein: Damit die eigene Wohnung trotz hoher Temperaturen angenehm kühl bleibt, gilt es drei Dinge zu beachten: ein wirksamer Sonnenschutz, ausreichende Belüftung und den Verzicht auf überflüssige Wärmequellen. Damit die Temperatur in den eigenen vier Wänden nicht immer weiter klettert, lüftet man am besten über Nacht oder am frühen Morgen.

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Lockere Kleidung

Auch lockere Sommerkleidung kann einiges bewirken. Jackett und Krawatte beispielsweise verhindern die Luftzirkulation am Körper. Leichte, luftige Sommerkleidung aus Naturfasern dagegen verringert den Wärmestau, und verhindert damit auch starkes Schwitzen. Achtet außerdem darauf zu hellen Farben und hochwertigen Stoffen zu greifen, welche die Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben.

 

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Am Donnerstag im Westen erste heftige Gewitter möglich

Die Wetterlage:

Morgen befindet sich eine langgezogene Luftmassengrenze von Spanien über Frankreich bis zur Nordsee, zu erkennen auf der Bodenwetterkarte an den roten Halbkreisen und den blauen Dreiecken. An der Luftmassengrenze bilden sich die beiden Tiefs STEFAN und THANANONT.

Bodenwetterkarte für Donnerstag 14 Uhr MESZ

Im Vorfeld der beiden Tiefs wird sehr heiße Luft aus dem Mittelmeerraum bzw. Nordafrika nach Deutschland gelenkt, verbreitet werden über 30 Grad erreicht. Da und dort gibt es sogar Spitzenwerte von rund 35 Grad:

Die Höchstwerte am Donnerstag.

Die nahe Luftmassengrenze lenkt aber auch etwas feuchtere und labil geschichtete Luft in den Westen Deutschlands. Somit bilden sich am Nachmittag und Abend vom Münsterland bis zum Saarland erste, teils schon kräftige Gewitter.

In der Folgenacht gibt es dann in den gleichen Regionen ausgehend von Frankreich Belgien die nächste Runde an kräftigen Gewittern!

Am Nachmittag und Abend steigende Gewittergefahr!

Quelle Titelbild: Storm Science Austria

Hitzewelle: Zwischen Tropennächten und Waldbrandgefahr

Hitzewelle rollt an - Adobe Stock

Zwischen einem blockierenden Hoch über Osteuropa und reger Tiefdrucktätigkeit am Atlantik dreht die Strömung in Deutschland in der zweiten Wochenhälfte zunehmend auf Süd. Ein erster Schub nordafrikanischer Heißluft erreicht uns somit bereits zum Wochenende hin und mit dem startet landesweit die erste Hitzewelle des Jahres. Am Samstag dämpft auffrischender Westwind nur vorübergehend die Hitze, denn am Sonntag und zu Beginn der neuen Woche erreicht uns aus Südwest nach derzeitigem Stand die zweite Portion Sahara-Luft.

Herkunft der Luftmasse am Montag 21. Juni 2021 - NOAA ARL Hysplit Modell https://www.ready.noaa.gov/HYSPLIT.php
Herkunft der Luftmasse am Montag 21. Juni 2021 – NOAA ARL Hysplit Modell https://www.ready.noaa.gov/HYSPLIT.php

Hitzetage und Tropennächte

Ab Mittwoch und bis zum Wochenende sind somit wiederholt Hitzetage (Tmax größer 30 Grad) sowie vielerorts auch Tropennächte (Tmin größer 20 Grad) in Sicht. Ein erster Höhepunkt der Hitzewelle wird am Donnerstag (Westen, Südwesten) bzw. Freitag (Nordosten) erreicht mit verbreitet Höchstwerten zwischen 32 und 35 Grad, zumindest stellenweise sind aber bis zu 37 Grad in Reichweite. Solche Spitzenwerte werden vorübergehend auch am Sonntag (Südwesten) und Montag (Nordosten) erreicht, bevor am Dienstag die Hitzewelle von einer Kaltfront beendet wird.

In den unterstehenden Grafiken sind Hitzetage und Tropennächte in rötlichen Farben dargestellt.

Animation der täglichen Höchstwerte (größer 30 Grad) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der täglichen Höchstwerte (größer 30 Grad) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. – ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der täglichen Tiefstwerte (größer 20 Grad = Tropennächte) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der täglichen Tiefstwerte (größer 20 Grad = Tropennächte) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. – ECMWF IFS Modell, UBIMET

Trockenheit und Gewitter- bzw. Waldbrandgefahr

Das blockierende Hoch über Osteuropa, wie der Name schon sagt, wird jegliche Atlantikfronten aus Westen blockieren. Somit ist bis inklusive Sonntag vor allem nach Nordosten zu kein nennenswerter Niederschlag in Sicht. Im äußersten Westen und an den Alpen steigt allerdings ab Freitag die Gewittergefahr an. In der hochsommerlich warmen Luft sind hier durchaus kräftigere Gewitter möglich. Durch die Hitzewelle verschärft sich hingegen die Lage im Nordosten des Landes. Trockenheit und Hitze sorgen hier für teils extreme Waldbrandgefahr!

Akkumulierte Niederschlagsmenge bis Sonntagabend - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Akkumulierte Niederschlagsmenge bis Sonntagabend – ECMWF IFS Modell, UBIMET
Teils extreme Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen - UBIMET
Teils extreme Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen – UBIMET

Titelbild: Hitzewelle rollt an – Adobe Stock

Die erste Hitzewelle des Sommers startet

Thermometer mit Hitze über 30 Grad - Adobe Stock

Hitzewelle beginnt heute im Westen

Schon am Montag gab es mit Imst und Lienz zwei Wetterstationen, die die 30-Grad-Marke knapp knacken konnten. Am heutigen Dienstag bekommen diese beiden Orte Gesellschaft, in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberkärnten dürften die nächsten 30er dazukommen. Hotspot ist heute wieder einmal das Inntal, hier klettern die Temperaturen schon auf bis zu 32 Grad. Etwas kühler, mit 24 bis 28 Grad aber ebenfalls sommerlich, präsentiert sich die Osthälfte des Landes.

Ab Mittwoch überall heiß

Am morgigen Mittwoch erfasst die heiße Luft den Großteil Österreichs, dann beginnt auch im östlichen Flachland offiziell die erste Hitzewelle des Jahres. Die 30 Grad werden dann in jedem Bundesland erreicht. Die absolut höchsten Temperaturen kündigen sich dabei mit rund 32 Grad im Inntal an. Auch an den beiden Folgetagen hält das stabile Hochsommerwetter an. Hitzegewitter beschränken sich am Nachmittag meist auf das westliche und südwestliche Bergland, mit den Temperaturen geht es weiter bergauf. Am Donnerstag gibt es an der föhnigen Alpennordseite schon bis zu 33 Grad, am Freitag zwischen Traunviertel und Tullnerfeld sogar 34 Grad.

Wochenende: Hotspot Osten – Gewitter im Westen

Am Wochenende sickert in die Westhälfte des Landes vorübergehend feuchtere und gewitteranfälligere Luft ein, sodass sich die größte Hitze mehr in den Osten verlagert. So startet der Samstag im Westen schon mit ein paar Schauern und Gewittern, diese werden am Nachmittag etwa westlich von Linz und Villach mehr und können heftig ausfallen. Zudem wird es hier mit 25 bis 30 Grad vorübergehend nicht mehr so heiß. Im Osten dagegen bilden Hitzegewitter die Ausnahme, zudem steigert sich hier die Hitze. Somit ist im östlichen Flachland bei rund 35 Grad ordentlich Schwitzen angesagt.

Bereits am Sonntag wird die Zufuhr heißer Luft aus Südwesteuropa im gesamten Land schon wieder stärker. Verbreitet liegen die Höchstwerte dann zwischen 30 und 35 Grad, noch eine Spur heißer wird es mit rund 36 Grad im östlichen Flachland. Aus heutiger Sicht steht am Montag der Höhe- und zugleich Endpunkt der Hitzewelle bevor: Im Osten erwärmt sich die Luft im Vorfeld einer Kaltfront noch einmal auf 36 oder gar 37 Grad, letztere beendet mit schweren Gewittern von Westen her aber die knapp einwöchige Hitzewelle.

Hier noch die erwarteten Temperaturverläufe für Wien

Die Hitze in Wien.

Innsbruck

In Innsbruck startet die Hitzewelle.

…und Klagenfurt:

Auch in Klagenfurt wird es zunehmend heiß.

Österreich-Rekord außer Reichweite

Mit 38,6 Grad im Jahre 2013 hält Waidhofen an der Ybbs den Temperaturrekord für den Monat Juni. Diese Bestmarke dürfte nach derzeitigem Stand nicht erreicht werden, für einzelne Stationsrekorde v.a. im Osten des Landes dürfte es knapp werden. So steht auf der Hohen Warte in Wien noch immer der Juni-Rekord von 36,5 Grad anno 1857, dieser könnte am Höhepunkt der kommenden Hitzewelle knapp geknackt werden. Selbiges gilt beispielsweise für Eisenstadt.

Hitzewelle rollt an

Hitze im Sommer

Nach Abzug der Kaltfront setzt sich nun trockenes und sonniges Wetter durch, das bis zum kommenden Wochen anhält. Dabei ist es anfangs noch erträglich warm mit Höchstwerte zwischen 25 und 30 Grad, in der zweiten Wochenhälfte wird es dann aber schon richtig heiß mit Spitzenwerte um die 35 Grad.

Animation der prognostizierten Temperaturhöchstwerte von Montag bis Freitag (klicken, um zu vergrößern) - UBIMET UCM Modell
Animation der prognostizierten Temperaturhöchstwerte von Montag bis Freitag (klicken, um zu vergrößern) – UBIMET UCM Modell

Der Höhepunkt der Hitze wird landesweit wohl am Freitag und Samstag erreicht, im Osten mitunter auch erst am Sonntag.

Für ein paar Tage trocken

Mit Hoch YONA und ZOE wir des aber nicht nur sommerlich heiß, sondern es stellt sich auch für ein paar Tage trockenes Wetter ein. Das freut die Bauern, die somit perfekte Bedingungen für ihre Heumahd vorfinden. Allergiker hingegen werden in den kommenden Tagen unter den hohen Gräserpollenkonzentrationen leiden. Bis Mittwoch bleibt es komplett trocken, zur Wochenmitte sind lokale Wärmegewitter von Osttirol bis zu den Nockbergen möglich. Ab Freitag nimmt dann wohl von Westen her die Gewittergefahr von Tag zu Tag zu und die Luft wird immer schwüler.

Im äußersten Osten des Landes setzt sich somit die Trockenheit fort. Hier fiel bisher im Juni kaum ein Tropfen und auch in der kommenden Woche bleibt es hier trocken und heiß!

Badeseen erwärmen sich nun rasch

Derzeit ist der Sprung in kühle Nass wirklich noch eine Abkühlung, da die Wassertemperatur in den meisten Seen noch zwischen frischen 16 und 20 Grad liegt. Mit dem trockenen und zunehmend heißen Wetter werden sich aber auch die meisten Badeseen rasch erwärmen. Ausnahme sind höhere Bergseen, wo in den kommenden Tagen durch die starke Schneeschmelze noch viel kaltes Schmelzwasser hinzukommt.

Quelle Titelbild: AdobeStock

Auf Kaltfront folgt Sommerwetter mit Temperaturen über 30 Grad

Bevor die Hitze kommt, überquert uns von Nordwesten her noch eine Kaltfront. In deren Vorfeld muss am Samstag vom Mühl- und Waldviertel bis ins östliche Flachland sowie im äußersten Südosten nochmals mit lokalen Gewittern gerechnet werden und Samstagnacht ziehen entlang der Nordalpen teils kräftige Regenschauer durch. Am Sonntag gehen die Temperaturen im Norden und Osten um 3 bis 4 Grad zurück, im Tagesverlauf kommt aber wieder häufig die Sonne zum Vorschein. Dazu frischt im Osten und in manchen Nordföhntälern frischt kräftiger Nordwestwind mit teils stürmischen Böen auf.

Kaltfrontdurchgang am Samstag © Ubimet/ECMWF

Kommende Woche Hochdruckeinfluss

Nach Abzug der Kaltfront stellt sich die Großwetterlage zu Wochenbeginn um. Von Westen her setzt sich ein Ableger des Azorenhochs durch und trockene Luft strömt in den Alpenraum. Somit steht kommende Woche beständiges und ausgehend vom Westen auch zunehmend heißes Sommerwetter auf dem Programm. In der ersten Wochenhälfte dominiert abgesehen von ein paar harmlosen Quellwolken im gesamten Land der Sonnenschein und bestes Badewetter steht an.

Zunächst im Westen und Süden heiß, später auch im Osten

Bereits am Montag sind im Oberinntal sowie stellenweise auch in Drau- und Gailtal Spitzenwerte um 30 Grad in Sicht, aber auch im Osten wird es mit Höchstwerten um 25 Grad sommerlich warm. Am Dienstag sind im Inntal schon bis zu 32 Grad in Sicht und im Osten liegen die Höchstwerte nur noch knapp unterhalb der 30-Grad-Marke. Ab Mitte der Woche setzt sich die Hitze dann im ganzen Land durch und verbreitet gibt es Temperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke. Hochsommerlich heiß wird es in der zweiten Wochenhälfte im östlichen Flachland mit Spitzenwerten um 35 Grad. Im westlichen Bergland steigt dann aber die Gewittergefahr langsam an.

Höchstwerte am Mittwoch, den 16. Juni © UBIMET

Erste kleine Hitzewelle des Jahres

Von einer Hitzewelle spricht man üblicherweise wenn an mindestens drei Tagen in Folge die Maximaltemperatur 30 Grad überschreitet. Somit steht zunächst dem Westen und Süden, später auch dem Osten des Landes die erste kleine Hitzewelle des Jahres bevor. Die Schafskälte, welche üblicherweise zwischen dem 4. und 20. Juni auftritt, bleibt uns heuer somit erspart.

Titelbild:  Grundlsee © adobe.stock.com

Die Schafskälte

Schafskälte

Meteorologisch gesehen ist die Schafskälte eine sogenannte Singularität, also ein Witterungsereignis, welches in einem begrenztem Zeitraum immer wieder an einem ähnlichen Datum auftritt. Bei der Schafskälte handelt es sich um einen Kälterückfall in Mitteleuropa im Frühsommer, meist im Zeitraum zwischen dem 4. und 20. Juni mit einem Maximum der Häufigkeit um den 11. Juni. Eine ähnliche Singularität stellen im Mai die Eisheiligen dar.

Affenhitze statt Schafskälte

Dieser Kaltlufteinbruch findet allerdings nicht in jedem Jahr statt, beispielsweise fällt die Schafskälte in diesem Jahr völlig aus. Am Wochenende zieht zwar eine Kaltfront über Mitteleuropa hinweg,  diese ist aber nur schwach ausgeprägt. Kommende Woche steigen die Temperaturen zudem neuerlich an, in der ersten Wochenhälfte sind vor allem am Oberrhein und im Wesatlpenraum Höchstwerte um 30 Grad in Sicht, in der zweiten Wochenhälfte ist  dann vor allem im Ostalpenraum die erste kleine Hitzewelle der Saison in Sicht mit Spitzenwerte teils um 35 Grad.

Kälte und Schafe?

Allgemein ist die Schafskälte weniger im Flachland sondern vielmehr in höheren Lagen im Gebirge von Bedeutung, was auch zum Namen dieser Wetterlage führt. So können plötzliche Kälteeinbrüchen für frisch geschorene Schafe durchaus bedrohlich sein, besonders für Muttertiere und Lämmer in hochgelegenen Almgebieten. In den Nordalpen gehen solche Kaltlufteinbrüche manchmal auch mit Schnee bis in mittlere Höhenlagen einher.

Unregelmäßiges Ereignis

Im Laufe des Junis erfassen zwar immer wieder kühle Luftmassen Mitteleuropa, allerdings gibt es kein fixes Datum für die Schafskälte. So führten Auswertungen der Jahre 1881 bis 1947 mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent zu einer Häufung um den 11. Juni, allerdings auch mit einer Streuung vom 4. bis zum 20 Juni. Etwas neuere Analysen aus den Jahren 1986 bis 1991 ergeben für das Auftreten dieser Singularität im Mittel die Zeit vom 11. bis zum 20 Juni. Auch eine Analyse der MeteoSchweiz zeigt, dass die Analyseperiode für den Zeitpunkt sowie die Dauer der Schafskälte eine wesentliche Rolle spielt, so war sie etwa in Davos am stärksten im Zeitraum 1931 bis 1960 ausgeprägt.

Schaf im Schnee
Schaf friert im Winter

Titelbild © Adobe Stock

Erneut kräftige Gewitter am Mittwoch erwartet

Update 20:00 Uhr

Ein ehemals gewittriger Schauer, inzwischen aber nicht mehr blitzaktiv zieht in diesen Minuten genau auf Graz zu. Die etwa 10km hoch reichende, ehemalige Gewitterwolke war dabei noch von Wien aus zu sehen – bei einer Entfernung von etwa 140 km Luftlinie:
(weitere Informationen zur Bestimmung der Gewitterentfernung findet man auch hier: https://uwz.at/de/a/bestimmung-von-gewitterentfernungen)

Webcambild mit Radarbild, UBIMET, AustroControl

Update 17:00 Uhr

Beeindruckende Bilder lieferten die webcams bei Zell am See, als letzte Stunde ein Gewitter vorüberzog.

Radarbild von 16:35 Uhr, UBIMET, AustroControl
Webcamzusammenstellung von 15:30 Uhr (links) und 16:30 Uhr (rechts) – foto-webcam.eu

Update 16:00 Uhr

Der Satellitenfilm zeigt, wo inzwischen verbreitet die „Wolkenpilze“ emporschießen. Mit roten Pluszeichen sind dabei die zu jeweiligem Zeitpunkt aktuellen Blitze markiert.
Die meisten Gewitter entstanden bisher auf deutscher Seite, in den kommenden Stunden sind aber auch in Österreich, speziell vom Bregenzerwald bis Oberkärnten, wie auch im Mühl- und Waldviertel, weitere Schauer und Gewitter zu erwarten!

Update 11:15 Uhr

Erste teils gewittrige Schauer haben sich nun gebildet.

Radarbild von 11:05 Uhr © Austrocontol

Blog

Aktuelle Situation

Aktuelles Satellitenbild von 9.10 Uhr © EUMETSAT

Das aktuelle Satellitenbild zeigt einige Wolken im Tiroler Oberland, ansonsten scheint die Sonne. Dies begünstigt die Entwicklung von kräftigen Gewittern am Nachmittag, da mit der Einstrahlung genug Energie zur Verfügung gestellt wird. Zudem erkennt man bereits Quellwolken über den Bergen.

Betroffene Gebiete

Übersicht über die betroffenen Gebiete

In den Rot markierten Bereichen muss man lokal mit kräftigem Starkregen rechnen, der lokal zu Überflutungen und Murenabgängen führen kann. Dabei sind 30 bis 50 L/m² in ein bis zwei Stunden möglich, ganz lokal sogar noch mehr. Dazu sind bei den kräftigsten Gewitterzellen auch kleinkörniger Hagel möglich. Vorsicht ist also im Gewitterumfeld geboten. Dort wo Hagelansammlungen auftreten, kann es glatt werden.

Titelbild: UBIMET

Im Süden und in der Mitte weiterhin Gewitter mit Starkregen

Feuerwehr

In Mitteleuropa herrschen derzeit nur geringe Druckgegensätze und auch die kleinräumigen Höhentiefs über dem Alpenraum lösen sich auf. Zurückgeblieben sind im Süden und in der Mitte Deutschlands allerdings sehr feuchte Luftmassen, die im Zusammenspiel mit dem hohen Sonnenstand täglich neu als Quellwolken „aufkochen“ und in weiterer Folge zu Schauern und Gewitter heranwachsen. Die Gefahr von Überflutungen oder gar Sturzfluten nimmt dabei zu, zumal bestimmte Regionen mitunter schon mehrmals von Schauern und Gewittern getroffen wurden: Einerseits erschöpft sich allmählich die Aufnahmefähigkeit des Bodens, andererseits begünstigt verdunstendes Wasser die neuerliche Bildung von Wolken und Regen. Vor allem bei Wetterlagen mit geringen Luftdruckgegensätzen wird das Wasser im Boden von der Atmosphäre also regelrecht „recycelt“.

Am Montagnachmittag und -abend gab es im Süden lokal viel Regen. © UBIMET

Viel Regen in kurzer Zeit

Am Dienstag besteht das größte Potential für Gewitter mit Starkregen in einem Streifen von Baden-Württemberg über Franken bis nach Thüringen. Lokal können hier innerhalb von kurzer Zeit durchaus mehr als 30 Liter pro Quadratmeter Regen zusammenkommen. Da besonders im Südwesten anfangs noch viele Wolken die Sonneneinstrahlung dämpfen, geht es hier meist erst am Nachmittag allmählich los, dafür setzt sich die Gewittertätigkeit am späten Abend jedoch noch fort.

Gewitterpotential am Dienstag. © www.uwr.de

Am Mittwoch breiten sich die feuchten Luftmassen wieder auf den Südosten aus, hier bleibt es mitunter auch in der Nacht noch gewitteranfällig. Im Westen sowie im Norddeutschen Tiefland und im Osten bleibt es dagegen weitgehend trocken.

Gewitterpotential am Mittwoch. © www.uwr.de

Am Donnerstag sind vom Schwarzwald und den Alpen bis nach Sachsen nochmals lokale Schauer und Gewitter zu erwarten, am Freitag ist dann eine generelle Besserung in Sicht.

Titelbild © AdobeStock

Flash Floods und Vermurungen

Überschwemmung Hochwasser Gewitter

Unter einer Sturzflut (flash flood) versteht man eine plötzliche Überschwemmung. Dabei ist ganz allgemein gesprochen mehr Wasser vorhanden, als im Boden versickern oder von einem Fluss abgeleitet werden kann. Im Berg- und Hügelland bahnen sich dann große Wassermassen mit hoher Geschwindigkeit ihren Weg hangabwärts – oft in Zusammenspiel mit Vermurungen – und im Flachland kommt es zu Überflutungen.

Sturzfluten

Ursachen einer Sturzflut sind in erster Linie große Regenmengen innerhalb kürzester Zeit. Das geschieht speziell im Sommer bei nur langsam ziehenden Gewitterzellen, die sich dann an Ort und Stelle ausregnen. Kommt es nach einem solchen Gewitterguss innerhalb von maximal sechs Stunden zu einer verheerenden Überschwemmung, spricht man von einer Sturzflut.

Sturzfluten treten vor allem bei Gewittern auf, manchmal können aber auch plötzlich kollabierende Dämme an einem Fluss eine Sturzflut weiter stromabwärts auslösen. Weiters kann auch eine abrupt einsetzende Schneeschmelze in den Bergen mitunter zu einer Sturzflut führen.

Flash Floods in den USA

Besonders anfällig für eine Sturzflut sind trockene und tief gelegene Gebiete. Durch häufige Trockenheit ist der Boden nämlich meist stark versiegelt, dass praktisch das gesamte Regenwasser oberflächlich abläuft. Auf der Erde trifft diese gefährliche Kombination aus Trockenheit und schweren Gewittern im Sommer speziell im Südwesten der USA auf: Die Canyons in Arizona, Utah und Nevada sind berüchtigt für ihre zerstörerischen flash floods. Oft kreuzen Wanderwege sowie spärlich befahrene Straßen die ausgetrockneten Flussbetten, immer wieder werden hier Menschen von Sturzfluten überrascht. Dabei kann auch ein kilometerweit entferntes – und womöglich gar nicht sichtbares – Gewitter eine tückische Sturzflut auslösen.

Gefahren

Aufgrund ihrer Plötzlichkeit sind flash floods extrem gefährlich. Das Potential dafür kann man zwar schon Tage im Voraus erkennen, wo es aber tatsächlich zu einer Sturzflut kommt, zeigt sich oft erst während des Ereignisses: Nicht nur die Intensität eines Gewitters spielt nämlich eine Rolle, sondern auch dessen Verlagerungsrichtung und -geschwindigkeit, die Bodenversiegelung sowie auch die Form des Einzugsgebiet eines darunterliegenden Gewässers.

Das Auto bietet keinen Schutz, da schon eine 50 cm hohe Flutwelle locker ausreicht, um ganze Fahrzeuge samt Insassen wegzuspülen. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Sturzflut oft nicht nur aus Wasser besteht: Die Flutwelle reißt größere Gegenstände wie Baumstämme und Steine mit – diese gefährden Menschen zusätzlich. Alleine in den USA sterben pro Jahr durchschnittlich mehr als 100 Menschen bei einer Sturzflut, also mehr als durch Blitzschlag, Tornados und Hurrikane! Auch in Europa kommt es jährlich zu Todesopfern, ganz besonders in den Herbstmonaten im Mittelmeerraum.



Örtlich viel Regen in kurzer Zeit

Durch Dauerregen lokale Überflutungen

In den vergangenen 36 Stunden sind in Österreich gebietsweise große Regenmengen in kurzer Zeit gefallen.  Besonders von Tirol bis nach Oberösterreich sowie örtlich auch im Süden gab es am Samstag kräftige Gewitter, allerdings wurden in der sehr feuchten Luftmasse auch abseits der Gewitter teils große Regenmengen gemessen. Etwa in St. Pölten kam im Bereich stationärer Schauerzellen in der Nacht auf Sonntag bzw. am Sonntagmorgen innerhalb von nur etwa 10 Stunden sogar der gesamte mittlere Monatsniederschlag zusammen!

Analyse der Regenmengen in den vergangenen 24 Stunden bis Sonntagmittag. © UBIMET

50.000 Blitzentladungen

Am Freitag und Samstag gab es in Summe knapp 50.000 Blitzentladungen. Allein in Oberösterreich wurden am Samstag 21.500 Entladungen detektiert, gefolgt von der Steiermark mit 7.100 und Tirol mit 6.000. Wetterbegünstigt war dagegen das östliche Flachland, so gab es im Burgenland nur 81 Blitzentladungen bzw. in Wien keine einzige. Die höchste Blitzdichte gab es im Bezirk Kirchdorf an der Krems, der stärkste Blitz wurde mit 178 kA in Wolfsberg erfasst. Lokal gab es auch stürmische Windböen, wie etwa am Samstagnachmittag in Innsbruck-Kranebitten mit bis zu 87 km/h oder in Lienz mit 68 km/h.

Blitzverlauf am Samstag. © UBIMET

Trockene Luft im Osten

Am Sonntag fällt vor allem im Südosten und in den westlichen Nordalpen schauerartiger Regen, vereinzelt sind im Tagesverlauf auch wieder Gewitter eingelagert. Das östliche Flachland verbleibt dagegen unter dem Einfluss von vergleichsweise trockenen Luftmassen und es bleibt weiterhin trocken. Zu Wochenbeginn breitet sich die trockene Luft vorübergehend wieder westwärts aus, somit bleibt es im Norden sowie Osten und Südosten weitgehend trocken und oft sonnig. Von Vorarlberg bis Kärnten setzt sich das überwiegend bewölkte und oft nasse Wetter hingegen fort, besonders im Grenzbereich zu Bayern sind örtlich auch wieder große Regenmengen möglich. Am Dienstag sind im Westen und Südwesten weitere Schauer und Gewitter zu erwarten, während es im Osten stabil und sommerlich warm bleibt. Ab Mittwoch wird die trockene Luft dann wieder ostwärts verdrängt und die Gewitterneigung steigt in weiten Teilen des Landes neuerlich an.

Die feuchte Lustmasse wird zu Wochenbeginn westwärts, ab der Wochenmitte dann wieder ostwärts gedrückt. © UBIMET

Mehr als 350.000 Blitzentladungen am Freitag und Samstag

Vor allem die Mitte und der Süden Deutschlands liegen derzeit unter dem Einfluss feuchtwarmer und labil geschichteter Luftmassen. Im Zusammenspiel mit einem flachen Tief namens PETER gab es am Freitag und am gestrigen Samstag gebietsweise kräftige Gewitter, lokal kam es zu Hagel und Überflutungen durch Starkregen. Der Gewitterschwerpunkt lag am Freitag im Südwesten und der Mitte des Landes.

Der Blitzverlauf am 4 Juni. © UBIMET
Niederschlagsanalyse vom Freitag. © UBIMET

Am Samstag lokal über 70 mm Regen

Am Samstag gab es die meisten Blitze quer über Deutschland in einem Streifen von der Nordsee bis nach Ostbayern. So kamen in Meuselwitz südlich von Leipzig am Samstag 77 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen und auch sonst gab es mit den Gewittern örtlich Regenmengen um 50 Liter pro Quadratmeter.

Der Blitzverlauf am 5 Juni. © UBIMET
Niederschlagsanalyse vom Samstag. © UBIMET

Insgesamt gab es am Freitag 192.168 und am Samstag 177.508 Blitzentladungen, davon an beiden Tagen allein rund 120.000 in Bayern und rund 40.000 in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Gewitterfrei blieb es hingegen im Nordosten, von Schleswig-Holstein bis Berlin und Brandenburg wurden keine Blitze erfasst.

Blitzentladungen pro Bundesland am Samstag. © UBIMET

Stärkster Blitz mit 339 kA

Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 339 kA wurde am Samstag in Kelbra (ST) im Landkreis Mansfeld-Südharz detektiert. Bei den Gemeinden mit der höchsten Blitzdichte muss man hingegen an beiden Tagen nach Bayern blicken: Am Freitag hatte Großlangheim im Landkreis Kitzingen knapp die Nase vorn mit 50 Blitze pro km², am Samstag gab es dann mit Perach im Landkreis Altötting mit 56 Blitze pro km² einen klaren Gewinner.

Starke Gewitter am Samstag

Zusammenfassung

Ein gewitterreicher Tag liegt hinter uns. Ausgehend von einer Tiefdruckrinne, welche sich von der Nordsee bis zur Adria erstreckt, entstanden heute in der feucht-labilen Luft verbreitet teils kräftige Gewitter.

Die ersten Gewitter entstanden pünktlich um die Mittagszeit in den Alpen sowie im nördlichen Hügelland. Später bildete sich im Salzkammergut ein heftiges Gewitter, welches dann ganz langsam Richtung Osten zog und besonders im Bezirk Gmunden, Kirchdorf sowie in Steyr-Land kräftigen Regen brachte. Am späten Nachmittag zog dann auch noch ein starkes Gewitter von Bayern ins Inn- und Hausruckviertel.

Besonders betroffen war auch die Region um Innsbruck. Hier zogen kräftige Gewitter von Süden über die Stadt sowie das Umland hinweg und brachten auch hier teils enorme Regenmengen.

Hier noch ein paar Bilder der Gewitter:

Gewitter bei Wiener Neustadt ©Storm Science Austria
Gewitter im Bezirk Ried ©Storm Science Austria
Gewitter bei Steyr ©Storm Science Austria
Gewitter in Sierning ©Storm Science Austria

UPDATE 17:20

Vorsicht im oberösterreichischem Seengebiet! Hier haben sich in der letzten Stunde heftige Gewitter gebildet und diese bleiben ortsfest. Lokal muss mit großen Regenmengen gerechnet werden!

UPDATE 16:30

Im Flachgau und im Berchtesgardener Land haben sich vor etwa einer Stunde kräftige Gewitter gebildet und diese verlagern sich kaum. Hier muss mit großen Regenmengen in kurzer Zeit sowie mit kleinem Hagel gerechnet werden!

Radarbild 16:10 MESZ ©Austrocontrol

UPDATE 15:00

Die Gewitter werden zahlreicher. Die kräftigsten Gewitter gibt es derzeit in Unterkärnten an der Grenze zu Slowenien. Auch im östlichen Flachland bilden sich vereinzelt bereits kräftige Schauer oder Gewitter. Das Potential für kräftige Gewitter ist auf jeden Fall fast im ganzen Land gegeben.

Radar + Blitze + HRV Satellitenbild © UBIMET/Austrocontrol/Eumetsat

UPDATE 14:00 Uhr

Derzeit gibt es schon im Mühl- und Waldviertel vom Hochficht bis zum Jauerling starke Gewitter sowie auch von der Saualpen bis zu den Fischerbacher Alpen

Blitz- und Radarbild von 14:00 Uhr

Dazu steuert das Höhentief nun von Südwesten her gewittrigen Regen Nach Vorarlberg und ins Tiroler Oberland.

Ausgangslage

Zwar ziehen schon von Beginn an ein paar Wolken durch, doch kommt am Vormittag auch überall noch die Sonne zum Zug. Länger sonnig bleibt es vor allem nach Osten zu und im Flachland.

Mit Annäherung des Höhentiefs von Westen her nimmt aber am Mittag die Gewitterneigung im Bergland rasch zu. Dabei kommt es stellenweise zu heftigen Gewittern mit Hagel und Starkregen. Da sich die Gewitter nur langsam verlagern kommen punktuell große Regenmengen zusammen und es besteht die Gefahr von Vermurungen und Überflutungen. Ab dem späten Nachmittag muss man dann auch im Flachland immer häufiger mit Gewitter rechnen, trocken bleibt es nur im äußersten Osten vom Weinviertel bis zum Neusiedler See und hier wird es mit bis zu 30 Grad auch heiß.

Bildquelle: https://stock.adobe.com

Am Samstag heftige Gewitter quer über Deutschland

Durch Dauerregen lokale Überflutungen

Update 14:00 Uhr

Derzeit gibt es zwei Gewitterhotspots: Eine Gewitterlinie erstreckt sich von Hannover bis zum Harz, eine zweite treibt ihr Unwesen in Mittelfranken und Niederbayern.

Die Gewitter sorgen dabei stellenweise für 30 bis 40 mm in der Stunde und es gibt schon Berichte über lokale Überschemmungen.

Ausgangslage/Prognose

Schon in den Morgenstunden zog ein Gewittercluster mit teils starkem Regen über den Westen von Niedersachsen bzw Bremen.

Radarbild mit Blitzen von 10:20 Uhr

Das Gewittergebiet zieht langsam nordwärts auf die Nordsee, ab Mittag bilden sich entlang einer Tiefdruckrinne, die von der Nordsee über Thüringen bis nach Niederbayern reicht verbreitet Gewitter.

Unwetterzone verläuft quer über Deutschland

Zudem zieht ein Höhentief von Frankreich zu den Ostalpen und sorgt generell im Süden für zahlreiche Schauer und Gewitter. Die Gewitter können lokal wieder heftig ausfallen mit Hagel und Starkregen. Punktuelle Überflutungen sind wieder zu befürchten.

Trocken und oft sonnig bleibt es hingegen im Nordosten und auch im äußersten Westen in das Gewitterrisiko nur mehr gering,

Beinahe 200.000 Blitzentladungen am Freitag

Bereits am Freitag gab es im Südwesten und der Mitte heftige Gewitter mit Überflutungen. Dabei kam es bundesweit zu 192.168 Blitzentladungen. Spitzenreiter war dabei mit rund 42.000 Blitzen Rheinland-Pfalz, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

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Am Wochenende kräftige Gewitter mit Starkregen

Am verlängerten Wochenende liegt Österreich zunächst unter schwachem Hochdruckeinfluss, somit beschränken sich die Schauer und Gewitter am Donnerstag und Freitag meist auf die westlichen Nordalpen sowie das südliche Bergland von den Karnischen Alpen bis zum Grazer Bergland. Im Norden sowie im Osten und Südosten bleibt es dagegen trocken und bei viel Sonnenschein steigen die Temperaturen am Freitag auf bis zu 28 Grad.

Niederschlagsprognose für Freitag. Achtung: Gewitter sorgen bekanntermaßen für große Unterschiede auf engem Raum. © UBIMET

Am Wochenende erfasst die feuchtwarme Luft dann allmählich das gesamte Land. Nachdem im Mai ein neuer Negativrekord bei den Blitzentladungen in Österreich aufgestellt wurde, starten wir nun mit etwas Verspätung in die Gewitter-Hochsaison.

Am Wochenende erfasst feuchtwarme und energiereiche Luft Österreich. © UBIMET

Am Wochenende verbreitet Gewitter

Am Samstag scheint anfangs oft die Sonne, ab dem Vormittag nimmt die Gewitterneigung von Vorarlberg bis nach Oberösterreich jedoch zu. In der zweiten Tageshälfte gehen im Bergland verbreitet Schauer und Gewitter nieder, lokal sind diese aber auch abseits der Alpen möglich. Örtlich besteht dabei die Gefahr von großen Regenmengen in kurzer Zeit bzw. Überflutungen, mitunter sind aber auch Hagel und kräftige Böen möglich. Weitgehend trocken bleibt es lediglich noch vom Weinviertel bis in den Seewinkel.

Niederschlagsprognose für Samstag. Achtung: Gewitter sorgen bekanntermaßen für große Unterschiede auf engem Raum. © UBIMET

Die Temperaturen erreichen von West nach Ost 20 bis 29 Grad, im östlichen Flachland sind lokal auch knapp 30 Grad in Reichweite.

Prognose der Höchstwerte am Sonntag von ICON. © DWD/UBIMET

Lokal Unwettergefahr

Der Sonntag verläuft unbeständig, an der Alpennordseite muss man von der Früh weg mit teils gewittrigen Schauern rechnen. Sonst scheint zeitweise die Sonne, am Nachmittag breiten sich die Gewitter auch auf den Südosten aus. Vor allem im Süden und Südosten sowie im Mühl- und Waldviertel zeichnet sich örtlich Unwettergefahr ab durch lokal ergiebige Regenmengen und stellenweise auch Hagel. Die Temperaturen erreichen nur noch 18 bis 26 Grad, es wird allerdings leicht schwül.

Gewitter mit Überflutungsgefahr

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Das Skandinavienhoch WALTRAUD schwächelt immer mehr in den kommenden Tagen und aus Südwesten kann sich feucht-labile und somit gewitteranfällige Luft auf weite teile Deutschlands ausbreiten. Nur im Nordosten bleibt die Luft trockener.

Am Donnerstag im Westen Gewitter

Am Donnerstag sind in der gesamten Westhälfte Gewitter möglich. Vor allem von Rheinland-Pfalz bis ins Emlsand treten die Gewitter verbreitet auf und fallen lokal mit Hagel und Starkregen auch kräftig aus.

Gewitterwahrscheinlichkeit am Donnerstag

Weiter südlich sind die Gewitter seltener und entstehen meist nur über dem Berg- und Hügelland.

Am Freitag weitere Gewitter

Am Freitag bliebt es östlich der Linie München-Berlin trocken und auch im Norden ist de Gewittergefahr nur gering. Ansonsten entstehen im Tagesverlauf wieder kräftige Gewitter, die vor allem am Abend ganz im Westen auch unwetterartige ausfallen können!

Gewittergefahr am Freitag

Dabei kann es durch große Regenmengen in kurzer Zeit auch wieder zu Überschwemmungen kommen und lokal ist auch wieder Hagel mit dabei.

Auch am Wochenende gewittrig

Am Samstag setzt sich das schwül-warme und gewittrige Sommerwetter fort. Dabei sind mit Ausnahme des äußersten Nordens und Ostens verbreitet Gewitter zu erwarten. Am Sonntag verlagert sich der Gewitterschwerpunkt dann in die Südhälfte. Auch am Wochenende besteht die Hauptgefahr aus enorme Regenmengen und Überflutungen.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Außergewöhnlich wenig Blitze im Mai 2021

Unwetter

Vom 1. bis zum 31. Mai registrierte das Blitzmesssystem von nowcast im Hochpräzisionsmessbereich über ganz Deutschland verteilt exakt 158.429 Blitzentladungen, davon 138.828 Erdblitze (inkl. Folgeblitze). Wenn man nur Entladungen mit einer Stromstärke von mind. 5 kA betrachtet, gab es in Summe 57.370.

Die Blitzdichte im Mai 2021 in Deutschland. © UBIMET

Seit Messbeginn wurden nur im Mai 2020 weniger Blitze über Deutschland erfasst: Tatsächlich wurde erst im Vorjahr mit 101.823 Blitzentladungen ein neuer Negativrekord aufgestellt. Im Vergleich zum 10-jährigen Mittel von 2011 bis 2020 gab in diesem Mai weniger als ein Viertel der üblichen Blitzentladungen in Deutschland.

Blitze im Mai in Deutschland.

Verantwortlich für die Blitzflaute waren ungewöhnlich viele Tiefdruckgebiete über den Britischen Inseln und der Nordsee, welche wiederholt feuchte und kühle Luftmassen nach Deutschland geführt haben. Deutschlandweit gewitterte es zwar immerhin an 28 von 31 Tagen irgendwo im Bundesgebiet, allerdings handelte es sich meist nur um kurzlebige Kaltluftgewitter wie man sie aus dem April kennt. Feuchtwarme, energiereiche Luftmassen wurden meist in einem weiten Bogen um Mitteleuropa herumgeführt.

In Nordwesteuropa gab es deutlich mehr Tiefdruckeinfluss als üblich.

Höchste Blitzdichte in Hamburg

Mit exakt 28.014 Blitzentladungen führt Niedersachsen das Bundesländer-Ranking an, an zweiter Stelle folgt mit 20.596 Entladungen Brandenburg. Bayern komplettiert mit rund 19.081 Entladungen das Podium. In Bezug auf die Blitzdichte liegt mit etwa 1.7 Blitzen pro km² Hamburg an erster Stelle, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit etwa 0,8 bzw. 0,7 Blitzen pro km². An letzter Stelle liegt Baden-Württemberg mit nur 0,2 Blitzen pro km². Der blitzreichste Tag war mit 41.292 Entladungen der 15., als allein in Niedersachsen 13.129 Blitze detektiert wurden.

Blitzreichste Landkreise

  • Mecklenburgische Seenplatte (M-V) 6.136
  • Uelzen (Niedersachsen) 5.260
  • Stendal (Sachsen-Anhalt) 4.832
  • Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg) 4.327

Stärkster Blitz in Sachsen-Anhalt

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Sachsen-Anhalt gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit rund 349 kA am 5. Mai in Iden im Kreis Stendal. Kurzzeitig wurde dabei eine 20.000 mal höhere Stromstärke erreicht, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit maximal 16 Ampere verfügbar ist. An zweiter Stelle folgt eine Entladung mit 314 kA in Hohenleipisch (Krei Elbe-Elster).

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Sommer nimmt langsam Fahrt auf

Zunächst noch Bodenfrost

Der letzte Maimorgen zeigte sich nochmal von seiner kalten Seite, inneralpin ging es vielerorts mit Bodenfrost zwischen -1 und -5 Grad in den Tag. Auch in den folgenden zwei Nächten ist dies zumindest lokal noch einmal möglich, generell kennen die Temperaturen von nun an jedoch nur noch den Weg nach oben. Denn pünktlich zum Monatswechsel stellt sich die Wetterlage allmählich um. Ein aktuell über dem Balkan liegendes Höhentief zieht Mitte der Woche zum Schwarzen Meer ab und das bereits über Skandinavien agierende, mächtige Hochdruckgebiet WALTRAUD weitet seinen Einfluss weiter zum Alpenraum aus. Gleichzeitig etabliert sich tiefer Luftdruck über Westeuropa, wodurch Österreich vermehrt Luft aus südlichen Breiten erreicht.

https://www.foto-webcam.eu/webcam/virgen-west/
@ https://www.foto-webcam.eu/webcam/virgen-west/

Lokal 25 Grad zum Sommerstart am 01. Juni

Am Dienstag muss man im Osten noch etwas Geduld aufbringen, wie an den letzten Tagen bilden sich durch das Höhentief ab dem Vormittag Quellwolken aus und verdecken zeitweise die Sonne. Über 20 Grad kommt die Temperatur hier noch nicht hinaus. Im Westen und Süden scheint die Sonne jedoch bereits häufig, im Oberinntal deuten sich nach langer Zeit auch erstmals wieder 25 Grad an.

Mittwoch und Donnerstag, Fronleichnam, verlaufen schließlich im ganzen Land phasenweise sonnig. Im Flach- und Hügelland bleibt es trocken, vom Bregenzerwald bis in die Niederen Tauern und zu den Karnischen Alpen bilden sich im Tagesverlauf hingegen Schauer und einzelne Gewitter. Die 20 Grad-Marke wird dann bereits nahezu überall überschritten, am Feiertag liegen die Temperaturen in tiefen Lagen meist zwischen 22 und 27 Grad, mit den höchsten Werten im Westen.

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Bis zu 28 Grad am Wochenende

Ähnlich geht es auch Richtung Wochenende weiter. Unbeständig mit einer gewissen Schauer- und Gewitterneigung bleibt es im Bergland, weitgehend trocken und versehen mit reichlich Sonnenschein zeigt sich das Flach- und Hügelland. Sommerliche Temperaturen um 25 Grad sind dann nahezu überall zu erwarten, Hitze mit 30 Grad und mehr deutet sich aber noch nicht an.

Und auch nachfolgend schaut es derzeit nicht nach einer Rückkehr zu beständig unterkühlten Verhältnissen wie etwa im Mai aus. Zwar sind Kaltluftvorstöße immer möglich, bis Mitte Juni deuten Langfristmodelle aber eher auf der Jahreszeit entsprechende Temperaturen hin.

 

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Der Mai 2021 verabschiedet sich vielerorts mit Morgenfrost

Morgenfrost im Aflenzer Becken am 31.05.2021 - Mario Gansberger

Der letzte Morgen dieses unterkühlten, nassen Mais 2021 konnte nicht anders sein: Kühl bis kalt!  Nur in der Wiener Innenstadt sowie im Nordburgenland blieben die Temperaturen vergangene Nacht im zweistelligen Bereich. Ansonsten war es verbreitet recht kühl, in manchen Tallagen der Alpen wurde nochmals Luftfrost (Temperatur in 2 Meter Höhe unter dem Gefrierpunkt) verzeichnet, wie z.B. im Außerfern, im Lungau und im Aflenzer Becken.

Tiefstwerte am 31.05.2021 - UBIMET, ZAMG
Tiefstwerte am 31.05.2021 – UBIMET, ZAMG
Tiefstwerte am 31.05.2021 - UBIMET, ZAMG
Tiefstwerte am 31.05.2021 – UBIMET, ZAMG
Morgenfrost im Aflenzer Becken am 31.05.2021 - Mario Gansberger
Morgenfrost im Aflenzer Becken am 31.05.2021 – Mario Gansberger

Wirft man einen Blick auf die Temperaturen in 5 Zentimeter Höhe um 5 Uhr in der Früh, so erkennt man inneralpin sowie im Mühl- und Waldviertel verbreitet Werte zwischen -1 und -5 Grad (man spricht in diesem Fall von „Bodenfrost“). Für diese Jahreszeit sind solche Werte schon sehr niedrig.

Temperatur knapp über dem Boden (5cm) um 5 Uhr früh am 31.05.2021 - UBIMET, ZAMG
Temperatur knapp über dem Boden (5cm) um 5 Uhr früh am 31.05.2021 – UBIMET, ZAMG

Somit haben heute manche Wetterstationen noch einen (Luft-)Frosttag für den Mai 2021 hinzugefügt. Die Anzahl der Tage mit einem Tiefstwert unter dem Gefrierpunkt ist somit landesweit überdurchschnittlich hoch im Vergleich zum langjährigen Klimamittel. Gebietsweise (vor allem im Mühl- und Waldviertel, im Lungau und im Aflenzer Becken) handelt es sich um die höchste Anzahl an Mai-Frosttagen der letzten 15 Jahre!

Anzahl der Frosttage in Mai von 2007 bis 2021 im Vergleich zum Klimamittel, ausgewählte Stationen - UBIMET, ZAMG
Anzahl der Frosttage in Mai von 2007 bis 2021 im Vergleich zum Klimamittel, ausgewählte Stationen – UBIMET, ZAMG

In den kommenden zwei Tagen bleibt die Bodenfrostgefahr aufgrund der ruhigen Wetterverhältnisse inneralpin sowie im Mühl- und Waldviertel erhöht. Sollte es nochmals zu Luftfrost kommen, wäre dies sehr außergewöhnlich: Selbst in den höheren Tallagen (wie z.B. im Lungau) liegt die durchschnittliche Anzahl an Frosttagen im Juni bei Null.

Prognose der Tiefstwerte für Dienstagfrüh - UBIMET
Prognose der Tiefstwerte für Dienstagfrüh – UBIMET
Prognose der Tiefstwerte für Mittwochfrüh - UBIMET
Prognose der Tiefstwerte für Mittwochfrüh – UBIMET

 

 

Titelbild: Morgenfrost im Aflenzer Becken am 31.05.2021 – Mario Gansberger

Mai 2021: Zu kalt, zu nass, zu bewölkt

Gemessen am neuen klimatologischen Mittel von 1991 bis 2020 schließt der Mai im Flächenmittel in Deutschland rund 2,5 Grad zu kalt ab. Warme Tage mit einem Höchstwert von über 20 Grad gab es nur halb so viele wie üblich. Dazu wurden nirgends mehr als 3 Sommertage verzeichnet und nur vereinzelt im Süden sowie vor allem im Bereich der Lausitz gab es einen Hitzetag. In Verbindung mit dem bereits deutlich zu kalten April und einem relativ ausgeglichenen März bilanziert schlussendlich auch der gesamte Frühling als markant kälter als üblich. Ähnlich wie in manchen Nachbarländern gab es damit erstmals nach exakt 8 Jahren wieder eine vergleichsweise zu kalte Jahreszeit.

Abweichung der Temperatur im Mai 2021 zum langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 @ http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Während der Mai bei uns kühler als üblich war, gab esin Russland extreme Wärme.

 

Verantwortlich für die kalte Bilanz waren zahlreiche West- bis Nordwestlagen, so sorgten unzählige Tiefdruckgebiete über Nord- und Mitteleuropa für unbeständiges und oft windiges Wetter. Erst jetzt zum Monatsende konnte sich mit Hoch WALTRAUD ein beständiges Hoch durchsetzen.

Der Mai war in weiten Teilen des Landes auch überdurchschnittlich nass, im landesweiten Flächenmittel gab es ein Plus an Regen von etwa 40%. Besonders markant fallen die Abweichungen vom Schwarzwald bis zum Bayerischen Wald und zum Vogtland sowie im Nordwesten aus. Im Umfeld der Norsee gab es mehr als doppelt so viel Regen wie in einem durchschnittlichen Mai. Auch die Anzahl der Regentage mit mehr als 1 Liter pro Quadratmeter Niederschlag war ungewöhnlich hoch.

Abweichung der Niederschlagsmenge im Mai 2021 zum langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 @ http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Dementsprechend verwundert es nicht, dass auch die Sonne nicht ausreichend zum Zuge gekommen ist. Rund 2/3 des üblichen Solls wurden bis zum 29.05. erreicht. Die letzten zwei Maitage haben zwar noch einige Sonnenstunden zu bieten, das Defizit lässt sich damit aber nicht mehr aufholen.

Abweichung der Sonnenscheindauer im Mai 2021 zum langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 @ http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

 

Und wie geht es nun weiter?

Das Hoch hat nun immerhin ein paar Tage Bestand und damit geht es auch mit den Temperaturen sukzessive aufwärts. Am Dienstag zum meteorologischen Sommerbeginn sind im Westen bereits 25 Grad drin, ab Samstag ist auch die 30 Grad-Marke wieder in Reichweite. Es wird also langsam.

 

 

Bodenhoch vs. Höhentief: Wochenende mit zweigeteiltem Wetter

Eine Kaltfront sorgt vorübergehend für eine Abkühlung.

Der Blick aufs Barometer kann derzeit irreführend sein, so passt der vergleichsweise hohe Luftdruck nicht zum aktuellen Wettergeschehen (wobei allgemein die Luftdruckänderung mit der Zeit viel aussagekräftiger ist). Tatsächlich sieht man auf der heutigen Bodenwetterkarte ein umfangreiches Azorenhoch mit einem Ableger namens WALTRAUD mit Kern über der Nordsee. Der Alpenraum befindet sich an dessen Rande und Wetterfronten sind nur in großer Entfernung über dem Nordatlantik und über der Ukraine zu finden. Das Wetter gestaltet sich allerdings unbeständig, da wir am Rande eines Höhentiefs über Polen liegen, welches auf der Bodenwetterkarte nicht sichtbar ist.

Die Bodenwetterkarte am Samstag zeigt das umfangreiche Hoch WALTRAUD mit Kern über der Nordsee.

Höhentief über Polen

Abseits der Alpen war es am Samstagmorgen noch oft sonnig, seit dem späten Vormittag sind aber vermehrt Quellwolken entstanden. Wie man am Wetterradar verfolgen kann, ziehen derzeit vor allem von Oberösterreich bis ins südliche Wiener Becken sowie im Süden einige Schauer und auch kurze Gewitter durch. Verantwortlich dafür ist ein sogenannter Kaltlufttropfen mit Kern über Polen. Es handelt sich dabei um ein Höhentief in mehreren Kilometern Höhe, welches sich durch niedrige Temperaturen im Vergleich zur Umgebung auszeichnet. Im folgenden Infrarot-Satellitenbild (zeigt die Temperaturen an der Wolkenobergrenze) sieht man die Isohypsen, die in etwa vergleichbar sind zum Bodendruck auf der Bodenwetterkarte, allerdings in einer Höhe von etwa 5500 m.

Höhentief im IR-Satbild mit IFS-Modelldaten und Blitzen am 29.5.21, 14 Uhr MESZ. © EUMETSAT / UBIMET
Enstehende Quellwolken über Graz. © www.foto-webcam.eu

Spezialfall Kaltlufttropfen

Höhentiefs entstehen durch Verwirbelungen des polarumlaufenden Jetstreams, Meteorologen sprechen auch von einem Abschnürungsprozess bzw. „Cut-Off“. Solche Höhentiefs verlagern sich nicht mit der Höhenströmung, sondern werden durch die umgebende Luftdruckverteilung beeinflusst. Oft verharren sie wie ein Kreisel an Ort und Stelle. Ein Spezialfall stellen Kaltlufttropfen dar, bei denen sich das zugehörige Bodentief durch Reibung oder Warmluftzufuhr aufgelöst hat und in der Höhe in einem begrenzten Gebiet von etwa 100 bis 1000 Kilometern kalte Luft zurückbleibt. Da diese kalte Anomalie aber nur in der oberen Hälfte der Troposphäre ausgeprägt ist, scheinen diese Gebiete nicht auf den Bodenwetterkarten auf. Tatsächlich befinden sich Kaltlufttropfen sogar oft im Randbereich eines Bodenhochs, wie aktuell von Hoch WALTRAUD. Kaltlufttropfen werden durch die bodennahe, zumeist schwache Strömung gesteuert.

Westen wetterbegünstigt

Die Höhenkaltluft sorgt im Zusammenspiel mit der Erwärmung der bodennahen Luft durch Sonneneinstrahlung für eine verstärkte vertikale Temperaturabnahme und somit für eine Labilisierung der Atmosphäre. Vor allem im Bereich von bodennahen Windkonvergenzen oder über ausgeaperten Bergen entstehen dann Schauer und Gewitter. Am Samstag muss man vor allem von Oberösterreich bis zum Alpenostrand und im Süden mit gewittrigen Schauern rechnen, während der äußerste Westen dank vergleichsweise milderer Luft in der Höhe wetterbegünstigt ist. Dei Temperaturen erreichen 14 bis 20 Grad mit den höchsten Werten in Vorarlberg.

Am Wochenende werden die höchsten Temperaturen in den großen Tallagen im Westen und Südwesten erreicht.

Zögerliche Wetterbesserung in Sicht

In den kommenden Tagen zieht der Kaltlufttropfen nur langsam südostwärts ab, am Rande des Hochs gelangt aber vergleichsweise trockene Luft ins Land. Am Sonntag scheint somit in weiten Landesteilen zumindest zeitweise die Sonne, im Westen und Süden überwiegt sogar der Sonnenschein. Nur von der Pinzgauer Tauernregion über das Ennstal und Mariazellerland bis nach Niederösterreich breiten sich untertags wieder Quellwolken aus und mitunter gehen einzelne Schauer nieder. Bei mäßigem bis lebhaftem, in manchen Nordföhntälern und am Alpenostrand in Böen auch kräftigem Nordwind erreichen die Temperaturen 12 bis 22 Grad mit den höchsten Werten im Drau- und Gailtal. Zu Beginn der kommenden Woche lässt die Schauerneigung weiter nach und die Temperaturen steigen langsam, aber sicher an. Ab etwa Mitte der Woche sind dann auch frühsommerliche Temperaturen in Sicht!

Ensemble-Prognose von Temperatur in der freien Atmosphäre und Niederschlag. Kommende Woche wird es wärmer! © ECMWF

 

Was ist ein Höhentief?

Höhentiefs liegen in mehren Kilometern Höhe und zeichnen sich durch niedrige Temperaturen im Vergleich zur Umgebung aus. Deren Entstehung wird oft durch Verwirbelungen des polarumlaufenden Jetstreams begünstigt, Meteorologen sprechen auch von einem Abschnürungsprozess bzw. einem „Cut-Off“. Solche Höhentiefs verlagern sich nicht mit der Höhenströmung, sondern werden durch die umgebende Luftdruckverteilung beeinflusst. Oft verharren sie wie ein Kreisel an Ort und Stelle.

Kaltlufttropfen

Ehemalige Tiefdruckgebiete bzw. Höhentiefs können sich zu sog. Kaltlufttropfen umwandeln, wenn das Bodentief durch Reibung oder Warmluftzufuhr aufgelöst wird und das Höhentief stattdessen erhalten bleibt. Tatsächlich befinden sich Kaltlufttropfen sogar oft im Randbereich eines Bodenhochs. In einem begrenzten Gebiet von etwa 100 bis 1000 Kilometern befindet sich dabei deutlich kältere Luft als in der Umgebung. Da diese kalte Anomalie aber nur in der oberen Hälfte der Troposphäre ausgeprägt ist, scheinen diese Gebiete nicht auf den Bodenwetterkarten auf. Kaltlufttropfen werden durch die bodennahe Strömung „gesteuert“, d.h. sie verlagern sich immer mit dieser zumeist relativ schwachen Strömung.

Höhentief im IR-Satbild mit IFS-Modelldaten und Blitzen am 29.5.21, 13 Uhr MESZ. © EUMETSAT / UBIMET

Labile Schichtung der Luft

Ein Höhentief wirkt sich merklich auf das tägliche Wettergeschehen aus, denn Höhenkaltluft sorgt für eine verstärkte vertikale Temperaturabnahme und somit für eine Destabilisierung der Atmosphäre. Besonders im Frühjahr und Sommer entstehen unter dem Einfluss der Höhenkaltluft Quellwolken, welche im Tagesverlauf zu Schauern und Gewittern heranwachsen. Die Lebensdauer von Kaltlufttropfen ist allerdings meist auf ein paar Tage bis etwa eine Woche begrenzt, da sich die Temperaturunterschiede in der Höhe allmählich ausgleichen.

Vorhersagegenauigkeit

Wenn Höhenkaltluft im Spiel ist, nimmt die Vorhersagbarkeit des Wetters etwas ab: Einerseits werden Kaltlufttropfen durch die bodennahe Strömung gesteuert, was sich negativ auf die Qualität von Modellprognosen auswirkt, andererseits sorgt die konvektive Wetterlage für große Unterschiede auf engem Raum. Vor allem räumlich detaillierte Prognosen, wie etwa jene von Wetter-Apps, sind bei solchen Wetterlagen also mit Vorsicht zu genießen.

Mai 2021 kühl, überdurchschnittlich nass und extrem blitzarm

nass

Im Vergleich zum Mittel von 1981 bis 2010 schließt der Mai 2021 im Flächenmittel mit einer Abweichung von -2,3 Grad deutlich zu kalt ab. Besonders markante Abweichungen zwischen -2,5 und -3 Grad findet man auf den Bergen. Etwas geringer fallen die Abweichungen mit etwa -1 bis -1,5 Grad zum Mittel dagegen im Osten aus. Noch eine Spur kühler war zuletzt der Mai 2019.

Temperaturabweichungen im Mai 2021

Warme Tage mit einem Höchstwert über 20 Grad gab es nur halb so viele wie üblich. Dazu wurden nirgends mehr als 3 Sommertage verzeichnet und nur entlang der Nordalpen von Salzburg bis zum Tullnerfeld gab es am 10. bzw. 11. des Monats bei föhnigem Südwind einen Hitzetag. Im Zuge dieses kurzen, aber sehr warmen Abschnitts kam es im Rheintal und in Salzburg auch zur ersten und bisher einzigen Tropennacht des Jahres.

Höchstwerte im Mai 2021.

Viele Tiefs, oft windig

Verantwortlich für die kalte Bilanz waren zahlreiche West- bis Nordwestlagen, so sorgten unzählige Tiefdruckgebiete über Nord- und Mitteleuropa für unbeständiges und oft windiges Wetter im Alpenraum. Während es im vergangenen Winter keinen einzigen nennenswerten Sturm gab, wurde in Wien mit Tief DANIEL am 2. Mai sogar der schwerste Mai-Sturm in Wien seit Aufzeichnungsbeginn verzeichnet. Mit einer orkanartigen Böe von 112 km/h wurde der alte Rekord von 104 km/h aus dem Jahr 1955 an der Hohen Warte deutlich überboten, auf der Jubiläumswarte gab es sogar Orkanböen bis 123 km/h.

In Nordwesteuropa gab es deutlich mehr Tiefdrucktätigkeit als üblich. © NOAA
Während der Mai bei uns kühler als üblich war, gab es in Russland extreme Wärme. © K.Haustein

Verbreitet nass

Der Mai war in weiten Teilen Österreichs überdurchschnittlich nass, im landesweiten Flächenmittel gab es ein Plus an Regen von etwa 30%. Besonders markant fallen die Abweichungen im Süden sowie vom Bodensee bis ins Salzkammergut und ins Obere Mühlviertel aus. Im Klagenfurter Becken, in den Karawanken und in der Südsteiermark gab es mehr als doppelt so viel Regen wie in einem durchschnittlichen Mai. Der relativ nasseste Ort mit einer Gesamtbilanz von 250% war Eisenkappel. Auch die Anzahl der Regentage mit mehr als 1 Liter pro Quadratmeter Niederschlag war ungewöhnlich hoch, Spitzenreiter waren hier der Hintere Bregenzerwald, der Arlberg und das Salzkammergut mit örtlich 23 solcher Tagen. Auf den Bergen wurden zudem vor allem im Westen und Süden oft überdurchschnittliche Schneehöhen verzeichnet.

Tage mit mehr als 1 mm Regen im Mai.


Eine leicht unterdurchschnittliche Niederschlagsbilanz gab es nur vom Mürztal über das südliche Wiener Becken bis ins Mostviertel. Die relativ trockensten Orte waren Reichenau an der Rax mit 60% des Solls, gefolgt von St. Pölten mit 72%. In diesen Regionen gab es damit im gesamten Frühjahr nur knapp mehr als die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge.

Niederschlagsanteil im Mai 2021

Negativrekord bei den Blitzen

Im Mai wurden bislang landesweit etwa 13.000 Blitzentladungen erfasst, davon 4.780 in der Steiermark. Dieser Wert stellt den bislang niedrigsten Wert seit Beginn der modernen Blitzerfassung im Jahre 2009 dar und entspricht knapp 10% des 10-jährigen Durchschnitts. Der bisherige Negativrekord aus dem Mai 2019 wurde unterboten und auch ein Vergleich mit älteren Messreihen zeigt in den vergangenen 30 Jahren keinen blitzärmeren Mai. Selbst wenn man das gesamte Frühjahr betrachtet, liegt der Frühling 2021 an letzter Stelle ex aequo mit 2019.

Blitzdichte im Mai 2021.

Der blitzreichste Tag im Mai war der 27., als eine Kaltfront vom Großraum Villach bis in die Südsteiermark für kräftige Gewitter mit Starkregen, stürmischen Böen und kleinem Hagel sorgte. Die höchste Blitzdichte im Mai gab es in der Gemeinde Bad Radkersburg im Bezirk Südoststeiermark, der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 206 kA wurde dagegen in Sankt Lambrecht im Bezirk Murau am 7.5. detektiert.

Blitze am 27. Mai

Extremwerte Mai 2021

Stand: Freitag, 28.05.2021, 10 Uhr (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
  • 31,4 Grad Krems, St. Pölten, Melk (NÖ, 11.)
  • 31,3 Grad Amstetten (NÖ, 11.)
  • 31,2 Grad Wieselburg (NÖ, 11.)
  • 31,0 Grad Salzburg (S, 10.)
  • 30,9 Grad Bad Ischl (OÖ, 10.)
Tiefste Temperaturen unter 1000 m Seehöhe
  • -3,8 Grad Summerau (OÖ, 8.)
  • -3,3 Grad Ehrwald (T, 8.)
  • -3,2 Grad Freistadt (OÖ, 8.)
Nasseste bewohnte Orte
  • 349 Liter pro Quadratmeter Loibl (K)
  • 276 Liter pro Quadratmeter Alberschwende (V)
  • 270 Liter pro Quadratmeter Bad Bleiberg (K)
  • 231 Liter pro Quadratmeter Hermagor (K)
  • 231 Liter pro Quadratmeter Unterach am Attersee (OÖ)
Trockenste Orte
  • 34 Liter pro Quadratmeter Berndorf (NÖ)
  • 40 Liter pro Quadratmeter Gars am Kamp (NÖ)
  • 44 Liter pro Quadratmeter Podersdorf (B)

Sonnigste Stationen

  • 195 Sonnenstunden Mörbisch (B)
  • 181 Sonnenstunden Hollenthon (NÖ)
  • 176 Sonnenstunden Tullnerfeld (NÖ)
Stärkste Windspitzen Niederungen
  • 112 km/h Wien – Hohe Warte (W, 2.)
  • 104 km/h Wien – Innere Stadt (W, 2.)
  • 102 km/h Gumpoldskirchen (NÖ, 2.)
Stärkste Windspitzen Berge
  • 137 km/h Patscherkofel (T, 11.)
  • 125 km/h Brunnenkogel (T, 10.)
  • 123 km/h Jubiläumswarte (W, 2.)

Mai endet wechselhaft und frisch

Festgefahrene Lage

Von wenigen sommerlichen Tagen in der ersten Monatshälfte abgesehen dominieren in diesem Mai 2021 in Österreich kühle Luftmassen, Grund hierfür ist rege Tiefdruckaktivität über dem Atlantik und der Nordsee. Diese Tiefs lenken wiederholt feuchte und frische Meeresluft heran, ein stabiles Frühlingshoch musste man in diesem Monat bislang vergeblich suchen. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der heurige Mai im Vergleich zum langjährigen Mittel derzeit bei einer Abweichung von -2 Grad hält.

Rund 2 Grad zu kalt: Der Mai 2021! Bild zum Vergrößern anklicken.

Einen ähnlich kalten Mai erlebten wir zuletzt vor zwei Jahren. Davor muss man aber schon ins Jahr 1991 zurückblicken, um einen noch kälteren Mai zu finden. Das Schicksal eines zu kalten Mai teilen wir übrigens mit weiten Teilen Mittel- und Westeuropas, wie nachfolgende Karte belegt (zu kalt = blau, zu warm = rot).

Vielerorts in Europa war der Mai bislang zu kalt (blaue Farbtöne). Bild zum Vergrößern anklicken.

Kaltfront am Donnerstag – Höhentief am Wochenende

Am Donnerstag überquert uns die Kaltfront des Tiefs NATHAN von West nach Ost mit Regenschauern, im Süden sind am Nachmittag auch Gewitter mit dabei. Die 20-Grad-Marke wird nur noch von Unterkärnten bis ins Südburgenland erreicht, sonst kühlt es schon wieder spürbar ab. Mit Hoch WALTRAUD stellt sich am Freitag vorübergehend zwar wieder freundlicheres und mit bis zu 23 Grad im Inntal auch wieder wärmeres Wetter ein, das Wochenende bringt aber bereits das nächste sogenannte Höhentief. Wo sich dieses ganz genau positionieren wird, ist derzeit noch mit größeren Unsicherheiten behaftet. Fest steht jedoch, dass die Temperaturen mit meist 13 bis 20 Grad gedämpft bleiben und Regenschauer unser steter Begleiter sein werden.

Erholung im Juni?

Derzeit deuten die Wettermodelle auch zu Beginn der neuen Woche und somit des meteorologischen Sommers auf keine signifikante Erwärmung hin. Im weiteren Verlauf der Woche steigen aber aus heutiger Sicht immerhin die Chancen auf Temperaturen wieder mal deutlich über der 20-Grad-Marke an. Wie schnell der Wandel von einem frischen Mai hin zu hochsommerlicher Hitze vollzogen werden kann, beweist der Blick zurück ins Jahr 2019. Der Mai fiel bekanntlich um fast 3 Grad zu kalt aus, ähnlich wie heuer pendelten die Höchstwerte im letzten Maidrittel lediglich zwischen 10 und 20 Grad. Im Juni gab der Sommer aber plötzlich Vollgas, keine zwei Wochen nach dem Monatswechsel gab es 30 Grad. Im weiteren Verlauf des Junis wurden dann sogar Rekorde mit bis zu 38 Grad aufgestellt. Wir sehen: Bei passender Wetterlage kann es sehr schnell gehen.

Quelle Titelbild: foto-webcam.eu

Teils stürmischer Wind und Temperatursturz am Dienstag

Regenschauer im Frühling. Quelle: pixabay.com

Im Vorfeld der Kaltfront des Tiefs NATHAN über den Britischen Inseln wird am Pfingstmontag etwas wärmere Luft in die Osthälfte der Bundesrepublik herangeführt. Dabei deuten die Strukturen der Wolkenfelder eines kräftigen Italientiefs auf eine erhöhte Konzentration an Saharastaub in höheren Schichten hin.

Wetterlage am Pfingstmontag, die Kaltfront von Tief NATHAN zieht aus Westen auf - EUMETSAT, UBIMET
Wetterlage am Pfingstmontag, die Kaltfront von Tief NATHAN zieht aus Westen auf – EUMETSAT, UBIMET

Die Kaltfront erfasst bereits im Laufe des Pfingstmontags mit aufziehenden Wolken, unterkühltem Wetter und gewittrigen Schauern den Westen des Landes. Die Osthälfte verbleibt hingegen heute noch auf der warmen Seite, sodass die Höchstwerte hier verbreitet 20 bis 25 Grad erreichen können.

Höchstwerte am Pfingstmontag - UBIMET UCM Modell
Höchstwerte am Pfingstmontag – UBIMET UCM Modell

Beachtliche Temperatursturz

Doch am Dienstag ist es dann wieder soweit: Die Kaltfront überquert Deutschland und es wird neuerlich landesweit unbeständig. Die Temperaturen erreichen dann nur noch 13 bis 18 Grad. Beachtlich fällt vor allem der Temperatursturz in der Mitte aus: Hier sind am Dienstag teils 10 Grad weniger im Vergleich zum Pfingstmontag einzuplanen!

Höchstwerte am Dienstag - UBIMET UCM Modell
Höchstwerte am Dienstag – UBIMET UCM Modell
24h Temperaturdifferenz zwischen Pfingstmontag und Dienstag um 14 Uhr MESZ - ECMWF IFS Modell, UBIMET
24h Temperaturdifferenz zwischen Pfingstmontag und Dienstag um 14 Uhr MESZ – ECMWF IFS Modell, UBIMET

Sturm und Gewitter

Dazu frischt tagsüber verbreitet teils starker Südwestwind auf. Südlich einer Linie Münsterland – Berlin sind auch stürmische Böen um 60-70 km/h, vom Saarland und der Eifel bis nach Franken auch Sturmböen bis 80 km/h einzuplanen.

Maximale Windböen am Dienstag - UBIMET UCM Modell
Maximale Windböen am Dienstag – UBIMET UCM Modell

Im Laufe des Dienstags bilden sich zudem fast überall zahlreiche und teils kräftige Regenschauer. Im Westen und Norden sind auch Gewitter möglich. Längere trockene Phasen gibt es tagsüber am ehesten von der Schwäbischen Alb bis nach Niederbayern sowie in Richtung der Lausitz.

Niederschlagsmengen am Dienstag - UBIMET UCM Modell
Niederschlagsmengen am Dienstag – UBIMET UCM Modell

Kein Sommer in Sicht

Im weiteren Verlauf bleibt uns das unterkühlte und oft unbeständige Wetter erhalten. Bis zum Monatsende ist keine nennenswerte Änderung in Richtung Sommer zu erwarten.

Mittelfristige Tendenz der Temperaturen und Niederschläge für München - ECMWF IFS Ensemble Modell
Mittelfristige Tendenz der Temperaturen und Niederschläge für München – ECMWF IFS Ensemble Modell
Mittelfristige Tendenz der Temperaturen und Niederschläge für Hamburg - ECMWF IFS Ensemble Modell
Mittelfristige Tendenz der Temperaturen und Niederschläge für Hamburg – ECMWF IFS Ensemble Modell

 

 

Titelbild: Regenschauer im Frühling. Quelle: pixabay.com

Am Pfingstmontag neuerlich verbreitet und teils kräftiger Regen

Person mit Regenschirm. © pixabay.com

Nach der Front ist vor der Front: Die Wetterberuhigung am Sonntagnachmittag ist nur von sehr kurzer Dauer, denn bereits im Laufe des Pfingstmontags erreicht die nächste Störung aus dem westlichen Mittelmeerraum Österreich. Mit Bildung eines Tiefs über Mittelitalien wird im Vorfeld der Störung etwas wärmere, aber auch deutlich feuchtere Luft herangeführt.

Animation der Wetterlage von Pfingstsonntag bis Dienstag (blaue Töne = Tiefdruckgebiete, rötliche Töne Hochdruckgebiete) - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der Wetterlage von Pfingstsonntag bis Dienstag (blaue Töne = Tiefdruckgebiete, rötliche Töne Hochdruckgebiete) – ECMWF IFS Modell, UBIMET

Somit setzt am Montagvormittag im Südwesten Regen ein, der sich im Tagesverlauf auch nach Norden und Osten ausbreitet. Am längsten trocken und auch teils sonnig bleibt es dank föhnigen Südostwindes im Nordosten. Vor allem in Osttirol und Kärnten regnet es tagsüber auch kräftig, in Richtung der italienischen bzw. slowenischen Grenze kommen teils warnrelevante Regenmengen zwischen 30 und 50 l/m².

Niederschlagsmengen am Pfingstmontag - UBIMET
Niederschlagsmengen am Pfingstmontag – UBIMET

In folgender Grafik ist die Wahrscheinlichkeit für mehr als 30 Liter Regen in 24 Stunden (hier für den ganzen Pfingstmontag) eingezeichnet. So sieht man, dass es morgen im Bereich der Karnischen Alpen mit über 70% Wahrscheinlichkeit mehr als 30 mm regnen wird.

Wahrscheinlichkeit für mehr als 30 l/m² Regen in 24 Stunden am Pfingstmontag - ECMWF IFS Ensemble Modell, UBIMET
Wahrscheinlichkeit für mehr als 30 l/m² Regen in 24 Stunden am Pfingstmontag – ECMWF IFS Ensemble Modell, UBIMET

Zu Beginn der letzten Maiwoche wird somit fast überall das durchschnittliche Mai-Niederschlagssoll bereits erreicht oder übertroffen. Die Tendenz bis zum Monatsende verspricht zudem weiterhin nur unterkühltes, oft unbeständiges Wetter, sodass der Mai landesweit zu nass im Vergleich zum langjährigen Mittel ausfallen sollte. Lediglich am Alpenostrand könnte der Monat noch zu trocken zu Ende gehen. Im Süden Kärntens ist hingegen lokal bis zu dreimal so viel Regen als sonst üblich in Reichweite.

Mittelfristige Tendenz der Temperaturen und Niederschläge für Wien - ECMWF IFS Ensemble Modell
Mittelfristige Tendenz der Temperaturen und Niederschläge für Wien – ECMWF IFS Ensemble Modell
Anteil vom klimatologischen Mai-Niederschlag, der bis zum 23.05. um 7 Uhr bereits zusammengekommen ist - UBIMET
Anteil vom klimatologischen Mai-Niederschlag, der bis zum 23.05. um 7 Uhr bereits zusammengekommen ist – UBIMET

 

 

Titelbild: Person mit Regenschirm. © pixabay.com

Aerosole – kleine Partikel ganz groß

Wie sich ein Aerosol dabei verhält, ist jedoch vom Verhalten des Trägergases und der darin befindlichen kleinen Schwebeteilchen abhängig.

Wirkung auf das Wetter und das Klima

Die kleinen Partikel haben teilweise einen großen Einfluss auf unser Wetter und somit auch auf das Klima. Dabei dienen sie oftmals als Kondensationskeime, d.h an ihnen sammelt sich Wasserdampf an, in weiterer Folge bildet sich ein Wolkentröpfchen. Zusätzlich sorgen sie aber auch durch Absorption oder Reflexion von Sonnenlicht für eine Erwärmung oder Abkühlung unserer Erdatmosphäre.

Bestimmte Aerosole, wie beispielsweise Nitrate oder Sulfate, reagieren bei der Tröpfchenbildung mit anderen Aerosolen zu Salpeter- oder Schwefelsäure. Regnen diese Tröpfchen vom Himmel herab, bezeichnet man dies als sauren Regen – ein menschengemachtes Phänomen, welches durch den Ausstoß von Abgasen in unsere Atmosphäre entsteht.

Eingeteilt werden Aerosole auf verschiedene Arten. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen „primären“ und „sekundären“ Aerosolen. Die primären Aerosole werden direkt in die Atmosphäre ausgestoßen, die sekundären Aerosole bilden sich erst dort als Folge chemischer Reaktionen.
Wissenswertes zum Thema Aerosole
Aerosole kommen in unserer Atmosphäre in unterschiedlichen Typen und Konzentrationen vor. Dazu zählen:

  • natürliche organische Anteile: Pollen, Sporen, Bakterien
  • natürliche anorganische Anteile: Staub, Rauch, Meersalz, Wassertröpfchen

Zudem werden auch vom Menschen selbst Anteile direkt in die Atmosphäre geschleudert. Diese stammen insbesondere aus:

  • Verbrennungsprodukten von Fabriken (Asche, Rauch, Staub)
  • industrieller Erzeugung (Nanopartikel)

Die Partikel kommen in unserer Atmosphäre überall vor, jedoch wird die Konzentration mit der Höhe deutlich weniger. So finden sich in 10 km nur mehr ein Zehntausendstel der am Boden gemessenen Werte.

Quelle Titelbild: AdobeStock

Sturm MARCO bringt wechselhaftes Wetter

Aktuelle Situation

Aktuelles Satellitenbild von 10.10 Uhr © EUMETSAT

Auf dem Satellitenbild erkennt man den Wolkenwirbel über der Nordsee. Das Wolkenband das von Schleswig-Holstein bis nach Nordfrankreich reicht ist die Okklusion des Tiefs MARCO. Mit ihr kommt derzeit von Nordwesten Regen auf, wie das Radarbild zeigt. Am Nachmittag sind dann im Nordwesten auf der Rückseite der Front auch wieder Gewitter zu erwarten.

Radarbild von 10.25 Uhr © DWD/UBIMET

In den kommenden Stunden wird der Wind besonders in der Mitte und im Nordwesten noch etwas zulegen, bisher gab es hier Böen um 60 km/h.

Spitzenböen von 4 Uhr bis 10 Uhr © DWD/UBIMET

Teils warmer Pfingstmontag

Einen kleinen warmen Gruß gibt es am Montag, dann sind im Süden und Osten Temperaturen über 20 und etwas Sonnenschein zu erwarten. Im Westen und Nordwesten kommt dann jedoch schon die nächste Front auf.

Höchstwerte am Pfingstmontag © UBIMET

 

Titelbild: © Norderney foto-webcam.eu

Die Hitze am Polarkreis

In Mitteleuropa kommen mittlerweile bei einer Temperaturprognose von 20 Grad schon frühsommerliche Gefühle auf. Normalerweise sehnen wir uns Mitte Mai bei solchen Temperaturen nach dem warmen Süden. Dass wir aber Nordwestrussland um seine 30 Grad beneiden – das passiert nicht alle Tage!

Maximumtemperatur für Donnerstag 20. Mai 2021
Prognose für die Maximumtemperatur für Donnerstag, 20. Mai 2021 (zum vergrößern anklicken). @ GFS, UBIMET

In Archangelsk wurden z. B. am Donnerstagnachmittag knappe 31 Grad gemessen. Sogar während der vergangenen Nacht blieb es mit 19 Grad sehr warm.

Temperatur am 20. Mai 2021 an der Station Archangelsk. Quelle: meteoinfo.ru

Normal sind hier um diese Jahreszeit im Mittel etwa 7 Grad, mit einem mittleren Maximalwert von 12 Grad – also etwa 20 Grad weniger.  Das letzte mal wurden hier im Jahr 2014 heiße 31.7 Grad gemessen, der bisher höchste Wert seit 138 Jahren.

Die folgende Karte zeigt die aktuelle Abweichung der Lufttemperatur: In weiten Teilen Europas liegt die Temperatur ein paar Grad unter dem Klimawert,  im Norden Russlands beträgt die (positive) Abweichung teils weit über 20 Grad!

Die Hitze verdankt die Arktis einer festgefahrenen Wetterlage, das Strömungsmuster über der Nordhalbkugel weist seit Tagen eine ausgeprägte Langwellenstruktur mit breitem Trog über West- und Mitteleuropa auf. Während ein Tief nach dem anderen kühle und feuchte Luft polaren Ursprungs nach Mitteleuropa bringt, strömt an der Vorderseite des Troges heiße Luft aus Zentralasien bis weit in den Norden Russlands.

Äquivalentpotentielle Temperatur in der freien Atmosphäre der letzten 48 Stunden (zum vergrößern anklicken). Quelle: GFS, UBIMET.
Rückwärtstrajektorie für Archangelsk bis 20. Mai. @ NOAA

 

Titelbild @ pixabay.com

Bis zu 15 cm Durchmesser: Extremes Hagelunwetter in Mexiko

Hagelunwetter, Symbolbild - unsplash.com

Ein Höhentief zwischen den USA und Mexiko sorgte in den letzten zwei Tagen in den Grenzregionen für heftige Gewitter mit großem Hagel und Überflutungen. Aufgrund der ungewöhnlich kalten Luft in den höheren Schichten der Atmosphäre konnten sich innerhalb der Gewitterwolken vor allem rund um die Stadt Allende im mexikanischen Bundesstaat Coahuila teils extrem große Hagelkörner bilden. Laut Bildmaterial erreichten hier die Hagelschloße Durchmesser von bis zu 15 cm: Da Hagel im Schnitt eine Dichte von rund 0,1 g/cm³ aufweist, wogen solche Hagelkörner 1 bis 1,5 Kilogramm!

Heute bleibt die Lage in der Region weiterhin angespannt, ab morgen nimmt aber die Gewitterneigung deutlich ab. Wir haben für euch die eindrucksvollsten Bilder und Videos hier unten zusammengestellt:

 

Titelbild: Hagelunwetter, Symbolbild – unsplash.com

Zyklon TAUKTAE trifft auf den Westen Indiens

Die Hauptsaison der Zyklone auf der Nordhalbkugel ist vor und nach dem Sommermonsun. Also in den Monaten Mai und Juni sowie Oktober und November. In dieser Zeit bieten hohe Wassertemperaturen sowie schwache Winde in der Höhe optimale Bedingungen für die Entwicklung von tropischen Zyklonen.

Stärke äquivalent zu Hurrikan der Kategorie 3 oder 4

Wassertemperaturen von bis zu 31°C Grad im Arabischen Meer sowie schwache Höhenwinde führten letztens Wochenende zu einer raschen Intensivierung des Zyklons. Die mittlere Windgeschwindigkeiten lag zwischenzeitlich bei 185 km/h und es wurden Windböen von bis zu 230 km/h gemessen. Dies entspricht etwa einem Hurrikan der Kategorie 3 oder 4.

Der Sturm zog anschließend von der Südspitze Indiens entlang der Küste in Richtung Norden. Vor allem die Provinzen Kerala, Karnataka, Goa sowie der Großraum um Mumbai waren betroffen. Der Landfall von Tauktae erfolgte in der Nacht zum Dienstag in der Provinz Gujarat.

Zugbahn von Zyklon Tauktae ©tropicaltidbits.com

Schäden durch hohe Windgeschwindigkeiten und Sturmflut

Die Auswirkungen waren dementsprechend groß. Mit Windböen von über 200 km/h traf der Zyklon auf die Küste. Die Schäden an der Infrastruktur sind enorm. Der sinflutartige Regen und die meterhohe Sturmflut führte auch zu großräumigen Überflutungen. Leider sind dabei auch einige Menschen ums Leben gekommen.

In den kommenden Tagen zieht der Sturm nach Norden weg und schwächt sich über dem Land immer weiter ab. Der Zyklon war für diese Jahreszeit ungewöhnlich stark und es soll sich um den schwersten Sturm in Westindien in den vergangenen 30 Jahren handeln. Beobachtungen der NOAA zeigen, dass in Folge der Klimaerwärmung auch die Wassertemperaturen steigen und damit auch das Potential für heftige Stürme.

Titelbild: © NASA

Aprilwetter im Mai: Kühles Wetter mit Regen und Gewittern setzt sich fort

Das Frühjahr 2021 war im Flächenmittel bislang knapp 1 Grad kälter als im langjährigen Mittel von 1981 bis 2010. Die aktuellen Wettermodelle deuten bis auf Weiteres auf eine kühle Westströmung in Mitteleuropa. Damit wird das Frühjahr 2021 die erste zu kühle Jahreszeit seit 8 Jahren, mehr dazu hier. Einzelne Monate sind zwar jedes Jahr etwas kälter als im Mittel, für eine ganze Jahreszeit muss man aber bis zum Frühjahr 2013 zurückblicken. Im Vergleich zum klimatologischen Mittel von 1961 bis 1990 war das Frühjahr heuer allerdings durchschnittlich temperiert.

Vorläufige Temperaturabweichungen im Frühjahr 2021. © UBIMET

Stabiler Jetstream

Der Jetstream ist ein polarumlaufendes Starkwindband in etwa 10 km Höhe und markiert die Grenze zwischen kalter Luftmassen im Norden und warmer Luft im Süden. Dieses Westwindband verläuft aber nicht geradlinig über die Nordhalbkugel, sondern bildet großräumige Wellen, die sich je nach Anzahl unterschiedlich schnell ostwärts verlagern. Bei einer Wellenanzahl unter 5 werden stationäre Wellen begünstigt.

Beispiel von sog. Rossby-Wellen im Jetstream auf der Nordhalbkugel.

Derzeit ist der Jetstream recht stabil und weist vier großräumige Wellen auf, die sich kaum verlagern. In Europa liegt der Jetstream derzeit südlicher als üblich und sorgt für kühle Wetterbedingungen. Ganz anders sieht es dagegen beispielsweise in Russland aus: Hier liegt der Jetstream nördlicher als üblich und ermöglicht teils sommerliche Temperaturen selbst in arktischen Breiten.

Auf der zirkumpolaren Höhenwetterkarte sieht man vier große „Rossby-Wellen“ (Analyse + Prognose bis 18.5.). © ECMWF / FU Berlin

Schauer und Gewitter

Am Montag regnet es anfangs im äußersten Süden und Osten verbreitet. Tagsüber klingt der Regen ab und vor allem in Osttirol und Oberkärnten kommt die Sonne zum Vorschein. An der Alpennordseite bleibt es hingegen unbeständig mit teils gewittrigen Regenschauern. Mit diesen frischt zudem kräftiger Westwind auf, vereinzelt muss man mit stürmischen Böen rechnen. Die Temperaturen erreichen von Nordwest nach Südost 11 bis 19 Grad. Auch der Dienstag gestaltet sich an der Alpennordseite sehr unbeständig mit Schauern und Gewittern, die Schneefallgrenze sinkt im äußersten Westen in der Früh auf 1400 m ab. Im östlichen Flachland lockert der kräftige Westwind die Wolken immer wieder auf und so kommt hier zeitweise auch die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen ändern sich kaum mit maximal 11 bis 20 Grad.

In der kommenden Woche gibt es in Mitteleuropa unterdurchschnittliche Temperaturen. © K. Haustein

Kaum Änderungen in Sicht

Am Mittwoch bleibt es unbeständig und kühl. Vor allem im Westen und Norden ziehen einige, teils gewittrige Schauer durch. Im Süden und Südosten scheint dagegen bei nur geringer Schauerneigung und teils lebhaftem West- bis Nordwestwind zeitweise die Sonne. Mit 10 bis 19 Grad bleibt es zu kühl für die Jahreszeit. Der Donnerstag bringt im Süden und Westen eine vorübergehende Wetterbesserung. Vom Tiroler Unterland bis nach Niederösterreich überwiegen dagegen weiterhin die Wolken und ein paar Schauer oder Gewitter ziehen durch. Die Temperaturen steigen auf 13 bis 20 Grad. Nach derzeitigem Stand setzt sich das tiefdruckdominierte Wetter auch am langen Wochenende fort, der Regenschirm bleibt also weiterhin unser treuer Begleiter.

Auch in der letzten Woche des Monats kündigt sich vor allem in Westeuropa kühles und unbeständiges Wetter an. © ECMWF

In der letzten Woche des Monats (und des Frühlings) kündigt sich vor allem in Westeuropa weiterhin unbeständiges und vergleichsweise kühles Wetter an. Am ehesten leicht wetterbegünstigt könnte dabei hierzulande der Südosten des Landes sein. Und danach? Einen ersten, vorsichtigen Ausblick auf den Sommer haben wir bereits hier veröffentlicht: Wie wird der Sommer 2021?

Titelbild © pixabay.com

Westlage bringt kühles Wetter mit Schauern und Gewittern

Schauer

Die Wetterlage über Europa ist derzeit festgefahren, dabei gelangen bei reger Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik bzw. Nordeuropa feuchte und für die Jahreszeit kühle atlantische Luftmassen nach Mitteleuropa.

Tiefdrucktätigkeit über Nordeuropa führt von Samstag bis Mittwoch feucht-kühle Luft ins Land. © ECMWF /UBIMET bzw. Rückwärtstrajektorien via www.wetter3.de

Sommer in Russland

Die Temperaturen liegen verbreitet unterhalb des jahreszeitlichen Mittels und bis auf Weiteres ist hierzulande keine nennenswerte Änderung in Sicht. Deutlich überdurchschnittliche Temperaturen auf sommerlichem Niveau gibt es dagegen in Teilen Russlands sowie im äußersten Südwesten Europas.

In den kommenden 7 Tagen sind unterdurchschnittliche Tempertauren zu erwarten. © K. Haustein

Schauer und Gewitter

Mit der westlichen Strömung muss man in Deutschland bis auf Weiteres täglich mit Schauern und Gewittern rechnen. Am Samstag sind diese vor allem in der Nordhälfte zu erwarten, wobei es das beste Potential für etwas stärkere Gewitter mit Starkregen, kräftigen Böen und kleinem Hagel in einem Streifen vom Großraum Hamburg bis nach Mecklenburg-Vorpommern gibt. Die Temperaturen erreichen vom Nord nach Südwest 12 bis 19 Grad. Am Sonntag sind im gesamten Land gewittrige Schauer möglich, wobei sich bei starkem Höhenwind aus ausreichender Sonneneinstrahlung im Südwesten sowie in der Mitte auch kräftige Gewitter mit stürmischen Böen abzeichnen. D