Das Wetter zum Jahresausklang

Der Himmel präsentiert sich um Mitternacht oft klar.

Unter Zwischenhocheinfluss und der Zufuhr warmer Luft aus Südwest endet das Jahr 2017 überwiegend freundlich, dazu wird es vor allem nördlich der Alpen ausgesprochen mild.

Der Silvestertag startet östlich von Salzburg noch mit letzten Regenschauern, diese klingen aber bald ab. Tagsüber setzt sich nach Nebelauflösung im Großteil des Landes die Sonne durch, am Nachmittag dann auch im Norden und Osten. Somit verläuft auch die Silvesternacht trocken und oft sternenklar, dichte Wolken und erste Schauer gibt es im Westen erst nach Mitternacht.

Alpennordseitig und im Osten weht lebhafter Südwest- bis Westwind. Die Luft erwärmt sich auf 1 bis 14 Grad. Relativ kühl bleibt es dabei in den windgeschützten Tal- und Beckenlagen des Südens, Frühlingsgefühle kommen hingegen im Wiener Becken auf.

Die Silvsternacht verläuft zunächst oft klar oder gering bewölkt, erst nach Mitternacht ziehen wieder kompaktere Wolken auf.  Zudem steigt im Laufe der Nacht im östlichen Flachland das Nebelrisiko deutlich an.  Die Temperaturen liegen um Mitternacht zwischen -6 Grad in St. Jakob (Osttirol) und +8 Grad auf der Hohen Wand (NÖ).

Lake Effect sorgt für ergiebige Schneemassen in den USA

Ein verschneites Auto in Wien. © Nikolas Zimmermann

Bereits seit mehreren Tagen liegt der Nordosten der USA unter dem Einfluss arktischer Luftmassen. Im Bereich der Großen Seen sind seit Weihnachten gebietsweise ergiebige Schneemassen gefallen, am Flughafen von Erie (Pennsylvania) waren es seit dem 24. Dezember in Summe sogar 165 cm! Die Behörden riefen dort mittlerweile den Notstand aus. Verantwortlich für die Schneemassen war der sogenannte „Lake Effect„.

Anbei die Spitzenreiter (24. bis 27.12.2017):

  • 165 cm Erie-Airport PA
  • 158 cm North Redfield NY
  • 142 cm Colt Station PA
  • 142 cm North East PA
  • 131 cm Erie-Southeast PA

Der Lake Effect tritt unter bestimmten meteorologischen Rahmenbedingungen besonders zu Beginn des Winters auf, wenn sehr kalte Luft arktischen Ursprungs  über die noch nicht zugefrorenen bzw. vergleichsweise warmen Wasserflächen der Großen Seen zieht. Die Luft wird dabei labilisiert und nimmt viel Feuchtigkeit auf. Meist bilden sich Schauerstraßen, die dann in schmalen Streifen parallel zur Strömung auf die windzugewandten Küstenregionen treffen. Manchmal wachsen die Schauer sogar zu Schneegewitter heran. Die Niederschlagsraten können jedenfalls enorm sein, so sind bis zu 1,5 m Neuschnee in 24 Stunden möglich.  Die räumlichen Unterschiede bei den Neuschneemengen sind aufgrund der teils eng begrenzten Schauerstraßen aber markant.

Lake Effect in Europa

Der Lake Effect tritt nicht nur in den USA auf, sondern allgemein im Bereich von großen Seen oder Binnenmeeren. Voraussetzung dafür sind lediglich sehr kalte Luftmassen sowie eine ausreichend große, vergleichsweise milde Wasseroberfläche.  Auch in Deutschland und Österreich ist der Effekt gelegentlich zu beobachten, wie etwa am Südostufer des Bodensees oder an der deutschen Ostseeküste. Weitere Beispiele sind die Südküste des Schwarzen Meeres in der Türkei bei Nordwind oder die Westküste der Adria in Italien bei Nordostwind.

Unwetterbilanz 2017

Gewitter im Rheintal © https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn

Viel mehr Warnungen

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der von der Österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) verschickten Warnmeldungen für Starkregen, Sturm, Starkschneefall und Glatteisregen mehr als verdoppelt, die Anzahl der Gewitterwarnungen stieg um mehr als die Hälfte. Von den rund 20 Millionen Warnmeldungen entfielen 72 Prozent auf Gewitter, 10 Prozent auf Starkregen, 7 Prozent auf Sturm, 6 Prozent auf Starkschneefall und 5 Prozent auf gefrierenden Regen.
Gewitter waren für die markantesten Wetterereignisse 2017 verantwortlich, dies spiegelt sich auch in einer weiteren beeindruckenden Zahl wider. Mehr als 1,8 Millionen Blitze entluden sich im zu Ende gehenden Jahr in Österreich, gegenüber 2016 bedeutet das eine Zunahme von 37 Prozent. Wie bei der Anzahl der Warnungen führt die Steiermark auch bei der Blitzbilanz das Ranking an. Die steirische Landeshauptstadt verteidigte gleichzeitig erfolgreich ihren Titel, Graz ist zum wiederholten Male die „Blitzhauptstadt Österreichs“.

Bilanz der Blitze 2017 in Österreich. © UBIMET
So viele Blitzentladungen gab es 2017 in Österreich. © UBIMET

Schwere Gewitter im Sommer

Die stärkste im Flachland gemessene Windböe wurde ebenfalls mit einem Gewitter registriert. Ein kräftige Gewitterlinie rauschte am 30. Juli durch das Inntal, die Wetterstation am Innsbrucker Flughafen maß 166 km/h. Ein weiteres heftiges Gewitter ging am 23. Juni in Zeltweg mit einer Orkanböe von 133 km/h einher. Gewitterböen stellten somit von der Stärke vielerorts die klassischen Herbst- und Winterstürme in den Schatten.
Doch auch Hagel- und Regenmassen durch die Gewitter bleiben sicherlich vielen Menschen im Gedächtnis. Am 24. Juli zogen heftige Gewitter von Italien nach Kärnten und in die Weststeiermark, dabei wurden in Flattnitz 129 Liter pro Quadratmeter (l/qm) gemessen, in Friesach 95 und in St. Georgen ob Judenburg noch 94 l/qm. In nur 24 Stunden prasselte in dieser Region in etwa so viel Regen vom Himmel wie durchschnittlich im ganzen Juli.

Heiß – heißer – Wien

Was die Temperaturen anbelangt, so liegen zwischen dem tiefsten und höchsten gemessenen Wert stolze 65 Grad. Arktische Luftmassen ließen die Temperaturen im Jänner in den Keller rasseln, der Kältepol lag mit -26,4 Grad in Tannheim, gefolgt von Ehrwald mit -25,9 Grad. Eine markante Hitzewelle gipfelte schließlich am 3. August in den höchsten Temperaturen des Jahres. Die Wiener Innenstadt erreichte glühend heiße 38,9 Grad, womit sogar der österreichische Allzeitrekord von 40,5 Grad aus dem Jahre 2013 in Bad Deutsch-Altenburg in greifbare Nähe rückte.

Wintereinbruch zur Wochenmitte

Am Mittwoch trübt es sich im Süden ein und es beginnt immer häufiger zu regnen, in den Hochtälern Oberkärntens und Osttirols fällt bereits nasser Schnee. An der Alpennordseite sorgt hingegen der Föhn nochmals für trockenes und recht mildes Dezemberwetter. Mit dem Föhn klettern die Temperaturen in Ober- und Niederösterreich noch einmal auf bis zu 12 Grad. Mittwochnacht breiten sich dann Regen und Schneefall mit Föhnende auf ganz Österreich aus, die Schneefallgrenze sinkt gleichzeitig auf rund 400 m.

Am Donnerstag verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt von den Südalpen an die Alpennordseite. Die Zufuhr von kälterer Luft hält dabei weiter an. Somit kann es in der Nacht auf Freitag bei nachlassender Intensität sogar bis ins Flachland herab schneien. Gebietsweise kann sich so bis Freitagmorgen selbst im östlichen Flachland eine dünne Schneedecke aufbauen.

Skigebiete jubeln

Der neuerliche Wintereinbruch bringt in den Tallagen verbreitet 5 bis 15 cm Neuschnee, auf den Bergen aber noch deutlich mehr. Vor allem in den Skigebieten am Alpenhauptkamm und in Osttirol und Kärnten können sich die Skifahrer auf bis zu einen halben Meter Neuschnee freuen. Abseits der Pisten ist aber unbedingt auf die wieder steigende Lawinengefahr zu achten!

24-stündige Neuschneemengen bis Donnerstagfrüh © UBIMET
So viel Neuschnee kommt bis Donnerstagfrüh zusammen. © UBIMET

Spürbare Milderung zum Jahresende

Das kalte Winterwetter hat aber nicht lange Bestand, bereits zum verlängerten Wochenende hin deuten die Wettermodelle erneut eine deutliche Milderung an. Die grundlegende Strömung dreht nämlich wieder mehr auf West bis Südwest und so erreichen uns milde Luftmassen vom Atlantik. Weitere Tiefs sorgen vielerorts für einen nassen Samstag. Die Schneefallgrenze steigt markant an und liegt am Abend schon bei rund 2.000 m.

Wie sich der Sonntag und die darauf folgende Silvesternacht präsentieren, da sind sich die Modelle noch nicht ganz einig. Auf alle Fälle dürfte es tagsüber mit bis zu 16 Grad vor allem von Oberösterreich bis ins Nordburgenland außergewöhnlich mild und windig werden. Ob man aber einen Regenschirm benötigt oder trocken durch die Nacht kommt, steht aus heutiger Sicht noch nicht fest.

Sonniger, milder Christtag

Über dem Nebel strahlend sonnig ©http://www.foto-webcam.eu/webcam/hoherkasten

Im Großteils des Landes verläuft der Tag strahlend sonnig, in einige Regionen hält sich aber auch Nebel oder Hochnebel. Dieser löst sich im Klagenfurter Becken sowie im Rheintal tagsüber auf, in Oberösterreich sowie im Waldviertel bleibt es hingegen oftmals den ganzen Tag über trüb. Im östlichen Flachland weht anfangs noch mäßiger bis lebhafter Westwind, sonst ist der Wind kaum spürbar.

Auf den Bergen mild und trocken

In den Niederungen liegen die Höchstwerte zwischen 0 und +8 Grad, deutlich milder ist es in der Höhe. In 2000 m Höhe erreichen die Temperaturen etwa 8 Grad, die Nullgradgrenze pendelt um die 3000 m. Dazu ist die Luft sehr trocken, die Luftfeuchtigkeit liegt oftmals unter 20 Prozent, daher kann man sich auf eine grandiose Fernsicht freuen.

 

Perfektes Skiwetter zu Weihnachten

Der Freitag und der Samstag bringen entlang der Alpennordseite und im Osten dichte Wolken und zeitweise etwas Regen oder Schneefall. Die Schneefallgrenze steigt auf 1.000 bis 1.500 m, am Samstag sinkt sie in Niederösterreich vorübergehend wieder gegen 900 m. Von Osttirol bis ins Süd- und Mittelburgenland bleibt es hingegen trocken und immer wieder zeigt sich die Sonne. Stellenweise hält sich allerdings eine Zeit lang Nebel oder Hochnebel. Dazu weht im Donauraum und im Osten sowie in manchen Tälern mitunter kräftiger Westwind. Mit 2 bis 9 Grad ist es mild.

Christkind bringt Sonne und Wärme

Der Heilige Abend beginnt im Donauraum, im östlichen Flachland sowie am Alpenostrand mit stürmischem Westwind bereits sehr mild. In Teilen Niederösterreichs liegen die Frühwerte bereits bei rund 10 Grad. Sonst lichten sich Restwolken sowie ein paar Nebel- und Hochnebelfelder in windschwachen Tälern sowie im Mühl- und Waldviertel und die Sonne setzt sich durch. Der Nachmittag verläuft über weite Strecken bereits wolkenlos. Dazu wird es mit 2 bis 14 Grad vor allem im Flachland des Ostens sehr mild. In 2.000 m werden 3 Grad erreicht.

Ideales Feiertagswetter

Am Christtag und am Stefanitag dominiert auf den Bergen den ganzen Tag über der Sonnenschein. Speziell am Christtag ist der Himmel über weite Strecken sogar wolkenlos. Dazu wird es in 2.000 m mit 4 bis 6 Grad ausgesprochen mild, die Frostgrenze steigt gegen 3.000 m. In sonnigen Hanglagen zwischen 800 und 1.500 m sind sogar Spitzenwerte von bis zu 10 Grad möglich. Die Luft ist staubtrocken und somit glasklar, die Fernsicht beträgt daher mehrere hundert Kilometer und auch das Tauwetter hält sich vergleichsweise in Grenzen.

In den Niederungen und in manchen Tälern muss man hingegen zunehmend mit zähem Nebel und Hochnebel rechnen. Vor allem am Stefanitag bleibt es in vielen Regionen sogar ganztags trüb, etwa im östlichen Flachland, im Donauraum, am Bodensee und in Teilen Kärntens. Entsprechend bleibt es mit maximal 0 bis 9 Grad kühler.

In den Alpen Föhnsturm, im Süden viel Schnee

Verschneiter Wald. @unsplash

In den Alpentälern der Alpennordseite herrschte 11. Dezember Föhnsturm, auf den Bergen wurden schwere Orkanböen registriert. Im Tessin und in Südbünden fielen grosse Niederschlagsmengen – grösstenteils als Schnee.

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, hat sich durch Sturmtief „Yves“ mit Zentrum über den BeNeLux-Staaten eine kräftige südliche Strömung über dem Alpenraum eingestellt. In der Folge kam Südföhn auf. Mit 118 Kilometern pro Stunde wehte der Föhn in Altdorf am stärksten. Zudem trieb der Föhn die Temperaturen in der Höhe, in den Tälern wurden verbreitet 13 bis 16 Grad gemessen. Als Folge der Südströmung stauen sich derzeit die Luftmassen auf der Alpensüdseite, kräftige und ergiebige Stauniederschläge sind die Folge, diese halten ungefähr bis Dienstagfrüh an. Der Niederschlag fiel zunächst grösstenteils in Form von Schnee, im Tagesverlauf mischte sich in den tiefsten Lagen der Alpensüdseite aber zunehmend Regen in den Niederschlag. Auch in der Westschweiz wurden grössere Regenmengen registriert, die Schneefallgrenze stieg hier auf gut 1000 Meter an. Am meisten Niederschlag wurde seit Mitternacht (Stand 16:10) auf dem Piz Martegnas gemessen. Aktuell fallen weiterhin kräftige Niederschläge. Die Neuschneesummen in den Bergen der Alpensüdseite und in Graubünden dürften sich bis morgen Dienstag auf etwa 60 bis 120 Zentimeter belaufen.

Nachfolgend die Hitlisten der höchsten Böenspitzen in den Tälern und auf den Bergen sowie die bislang grössten Niederschlagssummen seit Mitternacht:

Stärkste Windböen (<1000m, Stand 15:55)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 11. Dezember 2017, 00:00 bis um 15:55 (Dauer 15h 55min)
Flachlandstationen Stärkste Windböen (in km/h)
Altdorf (449 m ü.M., UR) 118
Vaduz (460 m ü.M.) 111
Meiringen (589 m ü.M., BE) 110
Schattdorf (466 m ü.M., UR) 108
Einsiedeln (910 m ü.M., SZ) 106
Brülisau (915 m ü.M., AI) 101
Bad Ragaz (496 m ü.M., SG) 98
Henggart (441 m ü.M., ZH) 97
Gersau (435 m ü.M., SZ) 95
Elm (958 m ü.M., GL) 93
Göschenen (950 m ü.M., UR) 93
Visp (640 m ü.M., VS) 92
Evionnaz (480 m ü.M., VS) 90
Oberägeri (724 m ü.M., ZG) 89
Altenrhein (398 m ü.M., SG) 88
Giswil (475 m ü.M., OW) 88
Glarus (515 m ü.M., GL) 83
Meiringen (589 m ü.M., BE) 82
Aigle (381 m ü.M., VD) 78
Oberriet (420 m ü.M., SG) 78
Chur (555 m ü.M., GR) 78
Le Bouveret (375 m ü.M., VS) 76

Stärkste Windböen (>1000m, Stand 16:00)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 11. Dezember 2017, 00:00 bis um 16:00 (Dauer 16h)
Bergstationen Stärkste Windböen (in km/h)
Piz Martegnas (2670 m ü.M., GR) 195
Gütsch (2287 m ü.M., UR) 190
Titlis (3040 m ü.M., OW) 163
Gornergrat (3135 m ü.M., VS) 139
Les Diablerets (2966 m ü.M., VD) 124
La Dôle (1670 m ü.M., VD) 119
Chasseral (1599 m ü.M., BE) 117
Säntis (2502 m ü.M., AR) 117
Jungfraujoch (3580 m ü.M., BE) 115
Pilatus (2106 m ü.M., LU) 114
Weissfluhjoch/Davos (2690 m ü.M., GR) 111
Moléson (1972 m ü.M., FR) 106
Corvatsch (3315 m ü.M., GR) 105
Crap Masegn (2480 m ü.M., GR) 103
Les Attelas (2733 m ü.M., VS) 102

Niederschlagsmenge (Stand 16:10)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 11. Dezember 2017, 00:00 bis um 16:10 (Dauer 16h 10min)
Messstationen Niederschlagsmenge (in mm)
Piz Martegnas (2670 m ü.M., GR) 64
Vicosoprano (1089 m ü.M., GR) 58
San Bernardino (1639 m ü.M., GR) 41
Berninapass (2328 m ü.M., GR) 40
Corvatsch (3315 m ü.M., GR) 39
La Dôle (1670 m ü.M., VD) 39
Bière (684 m ü.M., VD) 37
Villars-Tiercelin (813 m ü.M., VD) 35
Locarno-Magadino (203 m ü.M., TI) 35
Cugy (705 m ü.M., VD) 32
Robiei (1898 m ü.M., TI) 32
Sils im Engadin (1803 m ü.M., GR) 31
Robbia (1078 m ü.M., GR) 31
Grono (325 m ü.M., GR) 31
Cevio (416 m ü.M., TI) 30
Courtelary (685 m ü.M., BE) 30
Neuenstadt (434 m ü.M., BE) 29
Nyon (430 m ü.M., VD) 29
Comprovasco (575 m ü.M., TI) 28
Mathod (435 m ü.M., VD) 28
Lausanne Pully (461 m ü.M., VD) 28
Locarno-Monti (367 m ü.M., TI) 28
Vals (1254 m ü.M., GR) 27
Lugano (273 m ü.M., TI) 27

Meteorologischer Sonntagskrimi am 10. Dezember 2017

Verschneiter Wald. @unsplash

Morgen Sonntag bringt uns eine Warmfront Schnee und Regen, auf den Strassen wird es glatt. In den Föhntälern wird es zunehmend stürmisch, auch auf den Bergen tobt ein veritabler Orkan.

Nach einer ruhigen und kalten Winternacht erfasst uns morgen Sonntag von Westen her eine markante Warmfront. Sie gehört zu Sturmtief Xanthos, welches sich morgen über die Britischen Inseln hinweg zur Nordsee verlagert. Auf der Alpennordseite beginnt der Tag frostig und schon mehrheitlich stark bewölkt, nur ganz im Osten gibt es noch letzte Aufhellungen. In der Romandie beginnt es zu schneien, diese Niederschläge breiten sich bis Mittag weiter ostwärts aus. In der Höhe erreicht uns dabei aber immer mildere Luft, die Schneefallgrenze beginnt zu steigen. Aus Schneeflocken werden so in den tiefen Lagen zunehmend Regentropfen, vorübergehend ist auch Eisregen möglich. In jedem Fall besteht auf den kalten Böden akute Glättegefahr! In den westlichen Landesteilen geschieht dies bereits in der ersten Tageshälfte, hier sorgt der kräftig auffrischende Südwestwind für eine rasche Durchmischung – vorhandene Kaltluftseen werden ausgeräumt. Im östlichen Flachland zieht der Wind dagegen nur zögernd an, hier kann es am Nachmittag mitunter noch etwas länger schneien. Spätestens am Abend steigt die Schneefallgrenze aber auch hier auf 1300 bis 1700 Meter an.

In den Föhntälern meldet sich der Föhn zu Wort, bis zum Abend wird er zum Sturm. Im Rheintal erreichen die Böenspitzen 70 bis 90 km/h, im Urner Reusstal schon über 100 km/h. Auch auf den Bergen geht es extrem turbulent zu und her. Hier tobt ein Weststurm, in exponierten Gipfel- und Kammlagen muss mit schweren Orkanböen gerechnet werden. In der Nacht zum Montag dreht der Höhenwind zunehmend auf Südwest, der Druckunterschied zwischen der Alpennord- und südseite verstärkt sich weiter. In der Folge steht der Wochenstart ganz im Zeichen eines bemerkenswerten Föhnsturms, mit ihm sind dann auch in den manchen Tälern Orkanböen einzuplanen. Im Urner Reusstal rechnen wir mit Spitzenböen zwischen 120 und 140 km/h, im Glarnerland und im Rheintal mit 90 bis 120 km/h. In der Höhe sind es 160 bis 180 km/h, so beispielsweise am Gütsch ob Andermatt!

Im Süden bringt der Sonntag zwar viele Wolken, zunächst aber nur unergiebige Niederschläge. Das ändert sich am Montag, hier kann es anhaltend und ergiebig bis in tiefe Lagen schneien. Am Abend, spätestens aber in der Nacht zum Dienstag geht der Schnee im Südtessin in Regen über. Auf den Bergen fallen bis Dienstagmittag 90 bis 120 Zentimeter Neuschnee, die Lawinengefahr steigt entsprechend an!

Astronomischer Winterbeginn: Tauwetter

Herbstblätter mit Winterlandschaft im Hintergrund. ©pixabay.com

Das bedeutet, dass die heutige Wintersonnenwende die längste Nacht des Jahres und den kürzesten Tag des Jahres mitbringt. In Wien beträgt die Tageslänge nur 8 Stunden und 19 Minuten, in Berlin 7 Stunden und 37 Minuten. Danach werden die Tage langsam wieder länger und die Sonne steigt zunehmend höher über den Horizont. Wieder beendet wird der Winter durch die Tag-Nacht-Gleiche am 20. März 2018.

Das Wetter hingegen hält sich derzeit nur bedingt an den Winterbeginn, denn es setzt sich immer milderes Wetter durch. Selbst in den Mittelgebirgen sowie in den Alpen stellt sich durchwegs Tauwetter ein. Die Frostgrenze steigt hier bis zu den Weihnachtsfeiertagen vorübergehend sogar bis gegen 3.000 m. In den Tieflagen steigen die Temperaturen verbreitet auf 5 bis 10 Grad.

Vielerorts grüne Weihnachten

Grüner Tannenzweig zu Weihnachten. ©pixabay.com

Weiße Weihnachten fallen heuer unterhalb von rund 500 m aus, der Schnee, der derzeit noch liegt, taut weg. In den windschwachen Tälern sowie generell in Lagen oberhalb von 700 bis 1.000 m sollte sich allerdings noch etwas Schnee bis Weihnachten halten können. Gesichert ist ein weißes Fest generell auf den Bergen, dort liegt überall genug Schnee.

Weiße Weihnachten selten

In den Niederungen sind Weiße Weihnachten generell selten. In Wien, Sankt Pölten und Eisenstadt liegt die Wahrscheinlichkeit für ein weißes Fest gerade einmal bei knapp 20 Prozent. Kaum höhere Chancen hat man in Bregenz, Graz, Klagenfurt, Linz und Salzburg, hier sind aber zumindest zwei bis drei Feste in 10 Jahren weiß. Die Innsbrucker dürfen sich hingegen im Schnitt alle zwei Jahre über Schnee zu Weihnachten freuen. Die letzten weißen Weihnachten liegen hier aber schon sechs Jahre zurück, in Wien und Eisenstadt fünf Jahre. Am längsten ohne Schnee auskommen muss man in Sankt Pölten, wo zuletzt 2007 am 24. Dezember Schnee lag.

13 Grad am Heiligen Abend

Richtig mild und im Bergland zunehmend sonnig verläuft der Heilige Abend. Mit teils kräftigem Westwind steigen die Temperaturen auf 3 bis 13 Grad, selbst in 2.000 m werden in Vorarlberg und Tirol bis zu 4 Grad erreicht. Am wärmsten wird es dabei im Wiener Becken, am vergleichsweise kältesten bleibt es in den windschwachen Tälern in Tirol, Salzburg und Kärnten.

Auch am Christ- und Stefanitag geht es aus derzeitiger Sicht sehr mild weiter.

Inversion

Von einer Inversion spricht man häufig bei Hochdruckwetter im Winter. Dabei liegt kalte, nebelanfällige Luft in den Tälern und  im Flachland, während auf den Bergen die Temperaturen wesentlich höher sind.  Die Temperatur nimmt in diesem Fall also mit der Höhe zu.

In der kalten Inversionsschicht ist aufgrund des fehlenden Austausches häufig die Luftqualität sehr schlecht, etwa durch hohe Feinstaubwerte und Smog.

 

 

Industrieschnee

Industrieschnee entsteht durch die Kondensationskerne aus Emissionen von Industrieanlagen und kommt im Winter häufig in Ballungszentren während längerer Hochnebelphasen vor. Sehr eng begrenzt können dabei durchaus einige Zentimeter Schnee zusammen kommen.

Hitzewelle

Unter einer Hitzewelle versteht man eine Reihe von aufeinander folgenden Tagen mit sehr hohenTemperaturen von meist 30 Grad und mehr. Der Begriff ist hauptsächlich in den gemäßigten und subtropischen Klimazonen gebräuchlich.

Heisser Tag

Von einem heissen Tag sprechen die Meteorologen, wenn die Lufttemperatur in zwei Meter Höhe zumindest kurzfristig 30 Grad Celsius erreicht oder überschritten hat.

Gefrierender Regen

Als gefrierenden Regen bezeichnet man Regen, der bei negativer Lufttemperatur oder auf Oberflächen fällt, die unter 0 Grad kalt sind und dort sofort gefriert. Um Eisregen handelt es sich hingegen, wenn Regentropfen in frostiger Luft zu Eiskörnern gefrieren und zu Boden fallen.

Gebirgsklima

Der Begriff Gebirgsklima bezeichnet die klimatischen Bedingungen in Gebirgen. Meist liegen die Jahresmitteltemperaturen unter denjenigen des Tieflands, sie nehmen pro 1.000 Höhenmeter um rund 6 Grad ab. Die mittleren Niederschlagsmengen liegen in vielen Fällen über denen des Umlands, dies hängt allerdings stark von der Lage im Gebirge ab. Stark von den Bergen abgeschirmte Täler weisen mitunter extrem trockene Verhältnisse auf.

Frostgrenze

Als Frostgrenze bezeichnet man jene Höhe, bei der die Lufttemperatur unter 0 Grad liegt. Die Frostgrenze schwankt naturgemäß stark mit Jahreszeit.

Der Begriff Frostgrenze wird auch für die Eindringtiefe des Frosts in den Boden verwendet.

Frost

Von Frost und/ oder Luftfrost spricht man, wenn die Lufttemperatur in zwei Meter Höhe die 0-Grad-Marke unterschreitet.

Bodenfrost kann in klaren Nächten auch bei leicht positiven Lufttemperaturen auftreten.

Eisbruch

Eisbruch kann auftreten, wenn sich Raureif oder Raueis bei nebelig-frostigem Wetter in solchen Massen an Bäumen ablagern, dass Äste unter der Last brechen.

Eistag

Als Eistag bezeichnet man einen Tag, an dem die Temperatur in zwei Meter Höhe durchwegs unter 0 Grad Celsius bleibt.

Dichte

Die Dichte ist eine physikalische Größe die angibt, wieviel Masse eines bestimmten Stoffes in einem Volumen enthalten ist. Als Einheit wird oft Kilogramm pro Kubikmeter angegeben.

Dauerfrost

Von Dauerfrost spricht man, wenn sich die Temperatur für mindestens einen Tag unter dem Gefrierpunkt hält.

Corioliskraft

Die Corioliskraft ist die Scheinkraft, die aufgrund der Rotation der Erde um die eigene Achse auftritt und unter Anderem für die Drehung von Hoch- und Tiefdruckgebieten auf der Erde verantwortlich ist. Ohne diese Kraft würde die Luft auf direktem Weg vom Hoch ins Tief strömen und sich Druckunterschiede rasch ausgleichen. Das Wetter würde so wie wir es kennen nicht existieren.

Die Ablenkung erfolgt nördlich des Äquators nach rechts, südlich davon nach links. Am Äquator selbst ist die Corioliskraft nicht wirksam. Diese Scheinkraft trägt den Namen ihres Entdeckers Gaspard Gustave de Coriolis, einem französischen Physiker (1792 – 1843).

Cumulus

Cumulus ist die Bezeichnung für die harmlose Haufen- oder Quellwolke, im Volksmund auch „Schönwetterwolke“ gennant. Sie entsteht vorwiegend in der warmen Jahreszeit durch Thermik und erinnert in ihrer Form oft an Blumenkohl/ Karfiol.

Barotrop

Barotrop bedeutet, dass die Flächen gleichen Drucks (Isobaren) parallel zu den Flächen gleicher Temperatur (Isothermen) liegen .

Eine vollständig barotrope Atmosphäre würde permanenten Wind mit immer derselben Windgeschwindigkeit bedeuten. In der Realität kommt dieser Zustand kaum vor.

Das Gegenteil von barotrop ist baroklin.

Baroklin

Baroklin bedeutet, dass sich die Flächen gleichen Drucks (Isobaren) und Flächen gleicher Temperatur (Isothermen) schneiden. Dieser Zustand sorgt für eine beschleunigende horizontale Bewegung und tritt häufig im Bereich von Fronten auf.

Vereinfacht gesagt: Der Wind, den wir spüren, ist oft die Ursache einer baroklin geschichteten Atmosphäre. Das Gegenteil von baroklin ist barotrop.

Neuschnee Montagmorgen

Schneebedeckte Autos. ©pixabay.com - https://pixabay.com/en/snow-machinery-a-number-of-winter-965200/

Dabei muss man gerade Montagfrüh verbreitet mit Verkehrsbehinderungen und Flugausfällen aufgrund des Neuschnees rechnen. Tief ANDREAS sorgt besonders im Südwesten für einen winterlichen Wochenbeginn. In der Nacht zum Montag setzt von der Nordsee bis zur Kölner Bucht bald Regen ein, in den höheren Lagen des Sauerlands und der Eifel fällt Schnee. Nach Mitternacht breitet sich der Schneefall rasch südwärts aus, sodass es in der Früh bereits im Schwarzwald oder am Bodensee schneit. Dabei bleibt es meist bis in tiefe Lagen bei Schnee, nur im Saarland und Richtung Eifel geht der Schneefall in Regen über.

Verbreitet kommen so in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Baden-Württemberg um die 5 cm Neuschnee zusammen, stellenweise sind bis zu 10 cm möglich. Somit ist im morgendlichen Frühverkehr in diesen Regionen verbreitet mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Und auch an den Flughäfen, hier vor allem in Frankfurt, ist mit Flugverspätungen oder gar -ausfällen aufgrund der winterlichen Bedingungen zu rechnen.

Im Laufe des Vormittags zieht der Schneefall nach Süden ab, womit sich die Situation wieder rasch entspannt. Weiter im Osten bleibt es generell meist trocken, hier ziehen nur vereinzelt Schneeschauer durch.

Hier noch zur besseren Veranschaulichung die erwarteten 12-stündigen Neuschneemengen bis Montagmittag:

Prognostizierte Neuschneemengen ©Ubimet/UCM
Prognostizierte Neuschneemengen. ©UBIMET/UCM

Die Alpen versinken im Schnee

Schröcken ©webcam.eu - https://www.foto-webcam.eu/

Die Wintersaison 2017/18 hat im Bergland dank der zahlreichen Kaltlufteinbrüche und dem anhaltenden Tiefdruckeinfluss perfekt begonnen. Besonders in den Nordalpen sowie teils auch in den Hochlagen der Deutschen Mittelgebirge liegt überdurchschnittlich viel Schnee für Mitte Dezember, in Vorarlberg beispielsweise gibt es in Lagen zwischen 1500 und 2000 m bereits eine 1,5 bis 2 Meter mächtige Schneedecke!

Schneehöhe am 17.12.2017. ©UBIMET
Schneehöhe am 17.12.2017. ©UBIMET

Auf dem Hohen Ifen in den Allgäuer Alpen wurden in 1960 m Höhe sogar über 2,5 m gemessen (Daten LWD Vorarlberg).

Kräftige Niederschläge mit Schnee teils bis ins Flachland

Durch die hohe Niederschlagsintensität sank die Schneefallgrenze zum Teil bis ins Flachland.

Wie MeteoNews schreibt, brachte eine Kaltfront ausgehend von Sturmtief Zubin in der letzten Nacht besonders im Flachland und entlang der Voralpen grössere Niederschlagsmengen von verbreitet 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter. Am meisten Niederschlag fiel seit gestern Nachmittag mit 66 Litern pro Quadratmeter in Berneck SG. Durch die hohe Intensität sank die Schneefallgrenze zum Teil bis in tiefe Lagen. Da die Temperaturen aber durchwegs über dem Gefrierpunkt lagen, verwandelte sich der Schnee schnell in Pflotsch. Besonders in der Westschweiz wurden im Flachland noch Sturmböen über 75 Kilometern pro Stunde erreicht, auf den Bergen wurden sogar Orkanböen registriert.

Am heutigen Freitag gibt es in den Morgenstunden und besonders entlang der Alpen letzte Niederschläge, später lockern die Wolken aber immer mehr auf, und es folgen sonnige Abschnitte. Besonders Richtung Westen und am Nordrand der Schweiz sind aber auch tagsüber ein paar Schauer zu erwarten, Flocken gibt es ab etwa 500 bis 700 Metern.

Nachfolgend die grössten Niederschlagsmengen in Liter Regen pro Quadratmeter und die Böenspitzen in tiefen und erhöhten Lagen seit gestern Nachmittag, 16:00 Uhr:

Niederschlagsmenge (Stand 05:40)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 14. Dezember 2017, 16:00 bis zum 15. Dezember 2017, 05:40 (Dauer 13h 40min)
Messstationen Niederschlagsmenge (in mm)
Berneck (405 m ü.M., SG) 66
Wädenswil (463 m ü.M., ZH) 57
Sankt Gallen (779 m ü.M., SG) 56
Ebnat-Kappel (620 m ü.M., SG) 52
Pilatus (2106 m ü.M., LU) 47
Bern (565 m ü.M., BE) 45
Galgenen (468 m ü.M., SZ) 45
Cham (440 m ü.M., ZG) 42
Tänikon (536 m ü.M., TG) 42
Napf (1406 m ü.M., BE) 40
Seegräben (536 m ü.M., ZH) 40
Oberriet (420 m ü.M., SG) 39
Mosen (453 m ü.M., LU) 39
Algetshausen (560 m ü.M., SG) 39
Widnau (405 m ü.M., SG) 38
Payerne (490 m ü.M., VD) 38
Altenrhein (398 m ü.M., SG) 37
Egolzwil (522 m ü.M., LU) 37
Bischofszell (506 m ü.M., TG) 37
Rapperswil (415 m ü.M., SG) 36
Schaubigen bei Egg ZH (700 m ü.M., ZH) 36
Stachen (Arbon) (408 m ü.M., TG) 35
Feldbach (421 m ü.M., ZH) 35
Mühleberg (483 m ü.M., BE) 35
Zürich Reckenholz (443 m ü.M., ZH) 31

Stärkste Windböen (<800m, Stand 05:40)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 14. Dezember 2017, 16:00 bis zum 15. Dezember 2017, 05:40 (Dauer 13h 40min)
Flachlandstationen Stärkste Windböen (in km/h)
Mühleberg-Stockeren (775 m ü.M., BE) 112
Mühleberg (483 m ü.M., BE) 101
Marsens (722 m ü.M., FR) 94
Aigle (381 m ü.M., VD) 91
Freiburg (646 m ü.M., FR) 87
Le Bouveret (375 m ü.M., VS) 85
Neuenburg (485 m ü.M., NE) 84
Nyon (430 m ü.M., VD) 84
Saint-Prex (425 m ü.M., VD) 83
Genf (420 m ü.M., GE) 82
Bière (684 m ü.M., VD) 82
Cressier (431 m ü.M., NE) 81
Payerne (490 m ü.M., VD) 78
St. Chrischona (493 m ü.M., BS) 78
Evionnaz (480 m ü.M., VS) 75

Stärkste Windböen (>800m, Stand 05:45)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 14. Dezember 2017, 16:00 bis zum 15. Dezember 2017, 05:45 (Dauer 13h 45min)
Bergstationen Stärkste Windböen (in km/h)
Les Diablerets (2966 m ü.M., VD) 146
Chasseral (1599 m ü.M., BE) 144
Jungfraujoch (3580 m ü.M., BE) 138
La Dôle (1670 m ü.M., VD) 128
Pilatus (2106 m ü.M., LU) 126
Moléson (1972 m ü.M., FR) 126
Säntis (2502 m ü.M., AR) 124
Bantiger (942 m ü.M., BE) 119
Piz Martegnas (2670 m ü.M., GR) 119
Titlis (3040 m ü.M., OW) 117
Corvatsch (3315 m ü.M., GR) 105
Plaffeien (1042 m ü.M., FR) 104
Eggishorn (2893 m ü.M., VS) 104
Oron-la-ville (830 m ü.M., VD) 104
Les Attelas (2733 m ü.M., VS) 102

Regen

Erreichen Wassertröpfchen oder Eiskristalle in den Wolken eine bestimmte Masse, so können sie von den Aufwinden nicht mehr gehalten werden und fallen herab. Beim Erreichen des Erdbodens in flüssiger Form spricht man von Regen. Typischerweise haben die Tropfen einen Durchmesser von 0,5 bis 5 mm, bei kleineren Tröpfchen spricht man von Sprühregen oder Nieseln. Die größten Tropfen treten bei Starkregenschauern oder Gewittern auf. In den Wintermonaten kommt es auch zu gefrierendem Regen oder Eisregen.

Turbulente Nacht Teil Zwei

 Mit sich bringt sie stürmische Verhältnisse und teils intensive Niederschläge, durch letztere sinken die Temperaturen vorübergehend. In weiterer Folge fällt die Schneefallgrenze über Nacht von 700 auf 400 Meter.

Tief Zubin ist im Alpenraum weiterhin sehr wetteraktiv. Nachdem am Donnerstagmorgen bereits eine erste Kaltfront die Schweiz überquert hat folgt heute Abend bereits die nächste. Mit sich im Gepäck hat sie stürmische Winde und intensive Niederschläge. Bis und mit Freitagmorgen muss im Flachland erneut mit Böen zwischen 60 und 90 km/h gerechnet werden, zum Teil sind auch bis 100 km/h möglich. Lose Gegenstände sollten befestigt und Weihnachtsbeleuchtungen sturmfest gemacht werden. Auf den Bergen stürmt der Südwestwind weiterhin mit schweren Sturm- bis Orkanböen zwischen 90 und 130 km/h, örtlich auch mehr. Dazu gibt es wiederholt zum Teil intensive Niederschläge, über Nacht sinkt die Schneefallgrenze bis zum Freitagmorgen auf 700 bis 400 Meter, je nach Niederschlagsintensität sind auch Schneeflocken bis in tiefste Lagen möglich. In der Folge ist stellenweise mit schneebedeckten Fahrbahnen zu rechnen, örtlich besteht durch überfrierende Nässe zudem die Gefahr vor Strassenglätte.

Kaltfront bringt Sturmböen (14.12.2017)

Stürmischer Himmel ©pixabay.com

Vielerorts wurden Sturmböen gemessen, zudem sank die Schneefallgrenze rapide ab – stellenweise bis in die Niederungen!

Wie MeteoNews schreibt, hat ausgehend von Sturmtief „Zubin“ über der Nordsee eine Kaltfront die Schweiz erreicht. Von Nordwesten her kommend brachte sie kräftigen Regen und teilweise auch Graupel. Auch Blitz und Donner waren mit von der Partie. Mit Durchzug der Störung ist die Schneefallgrenze stellenweise bis in tiefe Lagen abgesunken! Bemerkenswert ist auch der kräftige Wind. Bereits in der Nacht stürmte es, mit der Kaltfront zog der Wind nochmals weiter an. Vielerorts wurden Sturmböen gemessen. Mit Stand 7:30 Uhr ist der Pilatus Spitzenreiter mit einer Orkanböe von 156 Kilometern pro Stunde.

Nachfolgend die Hitlisten mit den stärksten Windböen:

Stärkste Windböen (<700m, Stand 07:30)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 14. Dezember 2017, 00:00 bis um 07:30 (Dauer 7h 30min)
Flachlandstationen Stärkste Windböen (in km/h)
Zürich-Zürichberg (556 m ü.M., ZH) 104
Känerkinden (575 m ü.M., BL) 101
Luzern (456 m ü.M., LU) 100
Steckborn (398 m ü.M., TG) 98
Basel-Binningen (316 m ü.M., BL) 97
Rünenberg (610 m ü.M., BL) 96
Welschenrohr (679 m ü.M., SO) 94
Schaffhausen (438 m ü.M., SH) 93
Quinten (420 m ü.M., SG) 93
Zürich Flughafen (436 m ü.M., ZH) 91
Altdorf (449 m ü.M., UR) 91
Fahy (596 m ü.M., JU) 91
Neuenburg (485 m ü.M., NE) 90
Gösgen (380 m ü.M., SO) 90
Aesch BL (315 m ü.M., BL) 90
Niederuzwil (515 m ü.M., SG) 88
Leibstadt (341 m ü.M., AG) 87
Freiburg (646 m ü.M., FR) 87
Pratteln (296 m ü.M., BL) 86
Niedergösgen (420 m ü.M., SO) 86
Thierachern (570 m ü.M., BE) 86
Bad Ragaz (496 m ü.M., SG) 86
Delsberg (439 m ü.M., JU) 85
Möhlin (308 m ü.M., AG) 85
Oberriet (420 m ü.M., SG) 85
Egolzwil (522 m ü.M., LU) 85

Stärkste Windböen (>700m, Stand 07:25)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 14. Dezember 2017, 00:00 bis um 07:25 (Dauer 7h 25min)
Bergstationen Stärkste Windböen (in km/h)
Pilatus (2106 m ü.M., LU) 156
Säntis (2502 m ü.M., AR) 155
Bantiger (942 m ü.M., BE) 140
Uetliberg (869 m ü.M., ZH) 133
Hörnli (1132 m ü.M., ZH) 133
Chasseral (1599 m ü.M., BE) 126
Moléson (1972 m ü.M., FR) 125
Eggishorn (2893 m ü.M., VS) 124
Jungfraujoch (3580 m ü.M., BE) 123
St. Chrischona (493 m ü.M., BS) 119
Titlis (3040 m ü.M., OW) 119
Napf (1406 m ü.M., BE) 118
Les Diablerets (2966 m ü.M., VD) 118
La Dôle (1670 m ü.M., VD) 117
Mühleberg-Stockeren (775 m ü.M., BE) 114
Salen-Reutenen, Homburg TG (718 m ü.M., TG) 113
Plaffeien (1042 m ü.M., FR) 109
Einsiedeln (910 m ü.M., SZ) 107
Gornergrat (3135 m ü.M., VS) 103
Chaumont (1130 m ü.M., NE) 102
Corvatsch (3315 m ü.M., GR) 100

Tief Zubin bringt stürmisches Wetter

Dunkle Wolken am Himmel

Mit diesen kommt im Flachland kräftiger bis teils stürmischer Südwest- bis Westwind auf. Auf den Bergen weht stürmischer, in Böen orkanartiger Südwest- bis Westwind.

Mit der Annäherung des Tiefdruckkomplexes Zubin an Mitteleuropa stellt sich heute Abend 13. Dezember und in der Nacht über der Schweiz eine kräftige westliche Strömung ein. Damit zieht der Südwest- bis Westwind am Mittwochabend und -nacht immer mehr an. Bis und mit Freitagmorgen 14. Dezember muss im Flachland mit Böen von 70 bis 90 km/h gerechnet werden, teils sind auch bis 100 km/h möglich. Lose Gegenstände sollten befestigt werden und auch die Weihnachtsbeleuchtung sollte sturmfest gemacht werden. Auf den Bergen stürmt der Südwest- bis Westwind mit Böen von 90 bis 130 km/h, örtlich auch mehr. Im Laufe des Freitags lässt der Wind etwas nach.

Gesund und Fit durch die Winterzeit

Frau im verschneiten Park ©picjumbo.com - https://picjumbo.com/woman-standing-in-the-middle-of-the-park-in-snowy-weather/

Die Tage sind kurz, die Lust die gut geheizte und gemütlich Wohnung für sportliche Betätigung im Freien zu verlassen entsprechend gering. Zusätzlich locken gerade zur Weihnachtszeit und während der Feiern zum Jahreswechsel zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten. Leider sind diese meist nicht sehr gesund und viel zu kalorienreich.

Gerade ungesundes Essen, wenig Bewegung sowie kaum frische Luft und Lichtmangel schwächen allerdings das Immunsystem und machen es in den Wintermonaten anfällig für Krankheiten. Es gibt aber ein paar Tricks, wie man möglichst gut durch den Winter kommt.

Bewegung an der frischen Luft

Die einfachste Möglichkeit sein Immunsystem zu stärken ist nach wie vor die Bewegung im Freien. Idealerweise bei Tageslicht oder noch besser bei Sonnenschein. Perfekt dazu geeignet ist zum Beispiel ein Tag auf der Lieblingsskipiste oder auf einer der vielen Rodelbahnen. Letzteres vor allem dann, wenn man den Weg auf den Berg zu Fuß zurücklegt.

Gesundes Essen

Außerdem sollte man auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung achten. Vor allem Früchte jeglicher Art und viel Gemüse sind ideale Vitaminlieferanten. Zusätzlich kann man seinen Speiseplan durch wärmende Gewürze wie Zimt, Ingwer, Nelken oder Chilli ergänzen. Diese wärmen nicht nur Körper sondern stärken das Immunsystem zusätzlich.

Sturmtief Xanthos bringt Orkanböen

Das Sturmtief Xanthos hat sich heute wie angekündigt bemerkbar gemacht, einerseits mit der aktiven Warmfront, andererseits mit Sturm- und Orkanböen.

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, liegen wir heute im Einflussbereich von Sturmtief Xanthos. Ausgehend von diesem Tief überquert uns aktuell die aktive Warmfront, die den Schnee in den tiefen Lagen von West nach Ost in Regen übergehen lässt. Aufgrund der kalten Grundschicht und teilweise gefrorenen Böden besteht auch heute Nachmittag weiterhin noch die Gefahr von gefrierendem Regen. Ein Thema war heute auch der Wind. Auf den Bergen wurden bisher schon Orkanböen bis 150 km/h gemessen (Säntis). Auch in Teilen des Jura und in den Alpentälern wurden vereinzelt Windspitzen bis über 100 km/h gemessen, wie die nachfolgende Hitliste zeigt.

Stärkste Windböen (Stand 14:00)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 9. Dezember 2017, 02:00 bis zum 10. Dezember 2017, 14:00 (Dauer 1d 12h)
Messstationen Stärkste Windböen (in km/h)
Säntis 150
Piz Martegnas 135
Pilatus 133
Chasseral 132
Les Diablerets 131
Moléson 130
Jungfraujoch 119
Altdorf 115
Rünenberg 115
La Dôle 114
Känerkinden 112
Welschenrohr 109
Courtelary 108
Chaumont 106
Titlis 106
Brülisau 103
Bad Ragaz 102
Plaffeien 101
Elm 100
Corvatsch 100
Gütsch 99
Weissfluhjoch/Davos 99
Aigle 97
Evionnaz 97
Schattdorf 96
Delsberg 93
Oberägeri 93
Reconvilier 91
Oberriet 91
Quinten 91
Balmberg 90
Crap Masegn 88
Balzers 88
Matro 86
Fahy 84
Napf 84
Breitenbach 83
Aesch BL 83
Grosser St. Bernhard 81
Andermatt 81
Eggishorn 81
Neuhausen am Rheinfall 80

 

Der Föhn in den Alpentälern bleibt bis morgen Abend stürmisch. Er dürfte morgen Montag sogar noch stärker sein als heute mit auch in den Tälern Orkanböen und auf den Bergen lokal bis über 150 km/h. Auf den Bergen dreht der Wind von West über Südwest auf Süd. Somit intensivieren sich durch den Stau der Feuchtigkeit an den Alpen morgen am Alpensüdhang die Niederschläge. Hier fällt bis Dienstag auf den Bergen rund 1 Meter Neuschnee. MeteoNews hält sie mit Updates auf dem Laufenden – auch im Schweizer Wetter Fernsehen -> www.met.to/empfang

Schneefall am Sonntag

Parkbänke im Schnee ©pixabay.com - https://pixabay.com/en/vienna-park-park-bench-benches-2059693/

Schon in der Nacht zum Sonntag beginnt es im äußersten Nordwesten Deutschlands zu schneien, nach und nach geht der Schneefall in Regen über. Am Vormittag verlagert sich der Schwerpunkt Richtung Süden, zwischen Hannover und Frankfurt am Main wird es tagsüber ergiebig schneien. Damit bildet sich in diesem Bereich verbreitet eine 5 bis 10 cm hohe Schneedecke, in höheren Lagen der nördlichen Mittelgebirge sind sogar bis zu 15 cm zu erwarten. Im Laufe des Nachmittags wird es bis zu einer Linie Leipzig-München zunehmend winterlich, auch in diesen Regionen kommen bis Mitternacht bis zu 5 cm Neuschnee zusammen. Wir halten euch hier auf dem Laufenden: http://www.uwr.de/de/de/karte/schneefall