Weltrekord: Regen bei 48 Grad in Kalifornien

Ein neuer Rekord: Regen bei 48 Grad.

Gemessen wurde dieser „heiße Regen“ am Imperial County Airport ganz im Süden Kaliforniens, nahe der Grenze zu Mexiko.

Ganz im Süden von Kalifornien liegt das Imperial County.
Ganz im Süden von Kalifornien liegt das Imperial County.

Vor genau einer Woche kletterten die Temperaturen auf 48,3 Grad. Sehr heiß, für diese Region aber nicht allzu ungewöhnlich im Hochsommer. Am Nachmittag begann es dann zu regnen, der Großteil des Niederschlags ist in der trockenen Luft aber sofort verdampft. Die relative Luftfeuchtigkeit betrug nämlich nur wenig mehr als 10%, solche Werte gibt es in Mitteleuropa kaum.

Neuer Rekord

Ein paar Tropfen haben aber doch ihren Weg in den Niederschlagsmesser gefunden! Somit stellt das Imperial County einen – wenig beachteten – Rekord auf. Es handelt sich hierbei nämlich um die „heißesten Regenfälle“, die je auf der Erde registriert wurden. Der alte Rekord stammt ebenfalls aus Kalifornien, in Needles regnete es vor 6 Jahren bei „nur“ 46,1 Grad.

Rekordhitze im Death Valley

Einen besonderen Rekord meldet auch die Station Furnace Creek im Death Valley, seit jeher einer der heißesten Orte dieses Planeten. Dort wird es wohl den heißesten Monat seit Messbeginn 1924 geben, die Durchschnittstemperatur lag im Juli dort bei unfassbaren 42 Grad. Der Weltrekord gehört aber wohl weiterhin dem Ort Dehloran im Iran, dort verzeichnete man im Juli 2000 einen Mittelwert von 42,5 Grad.

Die Hitzewelle hat Österreich fest im Griff

Bis zu 37 Grad werden noch erreicht.

Bereits zum Wochenauftakt kletterten die Temperaturen an 185 der rund 300 Wetterstationen im Land auf über 30 Grad. Der Hitzepol lag dabei in Innsbruck, die Tiroler Landeshauptstadt egalisierte die österreichweite Bestmarke für das Jahr 2018 mit 34,6 Grad. Lange hält Innsbruck aber wohl nicht den Platz an der Sonne inne. Denn schon heute wird die 35-Grad-Marke wieder geknackt, und zwar vor allem in diesen Regionen:

  • Rheintal
  • Inntal
  • Drautal
  • im östlichen Flachland

Auch die kommenden Tage versprechen hochsommerliche Hitze meist mit Nachmittagswerten zwischen 30 und 35 Grad. Noch etwas heißer wird es vor allem am Donnerstag, dann sind im östlichen Niederösterreich sogar 36 oder punktuell 37 Grad möglich.

Schlaflose Nächte

Mit der sengenden Hitze tagsüber geraten nun die Nächte vermehrt in den Fokus. Besonders in den Städten sowie in leicht exponierten Lagen sinken die Temperaturen derzeit kaum noch unter 20 Grad. So meldete die Wiener Innenstadt in der Nacht auf Dienstag einen Tiefstwert von 23,5 Grad, ähnlich warm war es in Eisenstadt. Damit hält die Station Wien-City in diesem Jahr schon 24 Tropennächte, der Rekord aus dem Vorjahr mit 34 Nächten über 20 Grad gerät somit zumindest in Reichweite.

Beständige Wetterlage

Am längsten dauert die Hitzewelle schon im östlichen Flachland. Nexing im Weinviertel registrierte seit dem 23. Juli an 8 Tagen hintereinander Höchstwerte über 30 Grad. Das stabile Hochdruckwetter mit subtropischen Luftmassen hält in jedem Fall die ganze Woche an, erst im Laufe der nächsten Woche könnte sich aus Nordwesten etwas kühlere Luft durchsetzen. Die Hitzewelle könnte also vor allem im Osten durchaus 15 Tage oder sogar noch etwas länger andauern. Die längste Hitzewelle der österreichischen Messgeschichte datiert übrigens aus dem Jahr 2003, sie dauerte in Wien, St. Pölten und Eisenstadt 29 Tage.

Schwerer Waldbrand in Kalifornien

Hitze und Feuer machen den Menschen in Kalifornien zu schaffen.

Vor exakt einer Woche wurde erstmals im Shasta County im Norden Kaliforniens ein Brand registriert, allerdings damals nur 6 km² groß. Angetrieben durch den kräftigen Wind breitete sich das Feuer aber immer weiter aus und ist in seiner Ausdehnung inzwischen mehr als 60-mal so groß wie zu Beginn. Tragischerweise fielen dem Feuer neben Häusern und Wäldern bislang auch fünf Menschen zum Opfer, weitere sieben werden noch vermisst.

Wochenlange Trockenheit

Die vergangenen Monate waren rund um die Stadt Redding viel zu trocken. Den letzten nennenswerten Regen maß die Station am lokalen Flughafen am 26. Mai, zuvor war es weitere vier Wochen komplett trocken. Hinzu kommen anhaltend viel zu hohe Temperaturen in der Region, im Juli wurde beispielsweise in Redding ein durchschnittlicher Tageshöchstwert von 39 °C gemessen.

Gut zu sehen ist die Hitze am Verlauf der vergangenen 4 Wochen in der Grafik. Zur Orientierung: 100 Grad Fahrenheit entsprechen knapp 38 Grad Celsius, 105 Grad Fahrenheit schon 41 Grad Celsius und der Höchstwert von 113 Grad Fahrenheit sogar 45 Grad Celsius!

Wochenlange Hitze in Nordkalifornien.
Wochenlange Hitze in Nordkalifornien.

Dementsprechend eindrucksvoll sind auch die Bilder und Videos, die uns aus der Region erreichen:

11 Tipps für einen guten Schlaf trotz Hitze

Der Schlaf wird während einer Hitzewelle auf eine harte Probe gestellt.

Die empfohlene Zimmertemperatur von 18 Grad lässt sich in den Sommermonaten ohne Klimatisierung häufig nicht erreichen. Dennoch gibt es ein paar Tricks um die derzeitigen Tropennächte möglichst ausgeruht zu überstehen.

Diese Tipps helfen

  1. Richtiges Lüften. Idealerweise sollte nur dann gelüftet werden, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Temperatur im Haus oder der Wohnung. Typischerweise empfiehlt sich das Lüften ab dem späten Abend bis zum nächsten Morgen. Ist eine Querbelüftung, zum Beispiel von West nach Ost, in der Wohnung möglich, sollte diese genutzt werden.
  2. Tagsüber bleiben Vorhänge und Jalousien geschlossen. Jegliche Sonneneinstrahlung treibt die Temperaturen in die Höhe. Besonders geeignet sind Außenjalousien sie lassen nur etwa ein Viertel der Sonnenenergie nach innen durch, Innenjalousien dagegen etwa drei Viertel.
  3. Trotz hoher Raumtemperaturen sollte auf dünne Bettwäsche nicht verzichtet werden, der Körper kühlt sonst zu sehr aus. Das beste Material ist Baumwolle: Es saugt Schweiß auf.
  4. Eine mit kaltem Wasser umfunktionierte Wärmflasche führt nicht zum Ziel. Es besteht die Gefahr einer Erkältung.
  5. Falls möglich, sollte auf andere und kühlere Räume ausgewichen werden. In Einfamilienhäusern gibt es zwischen den verschiedenen Etagen meist große Temperaturunterschiede, mit den höchsten Werten unter dem Dach.
  6. Um der Hitze im Haus gänzlich zu entfliehen, kann auf den Balkon oder den Garten ausgewichen werden. Das ist allerdings nicht jedermanns Sache.
  7. Ventilatoren bringen zwar eine Abkühlung, in der Nacht besteht aber wieder die Gefahr der Erkältung, zudem erwärmt jeder elektrische Verbraucher die Raumtemperatur.
  8. Vor allem im Schlafzimmer, aber auch in den anderen Räumen sollten elektrische Geräte wie Fernseher oder Computer in den Standby-Modus versetzt oder am besten gleich ganz ausgeschaltet werden. Jeder Stromverbraucher ist eine Wärmequelle.
  9. Als eine langfristige Möglichkeit zum besseren Umgang mit der Wärme empfiehlt sich eine Matratze mit einer Sommer- und einer Winterseite.
  10. Schwere, sprich fettreiche Speisen sollten vermieden und untertags reichlich Wasser getrunken werden, um in der Nacht eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung des Körpers zu gewährleisten.
  11. Ungeeignet für eine ruhige Nacht sind alkoholische Getränke. Sie sorgen für einen leichten Schlaf und trocknen den Körper aus.

Wir wünschen allen Lesern und Leserinnen erholsame Nächte!

Warmer Juli mit heißem Ende

Sonnenblumen hatten im Juli Hochsaison.

Der Juli hat eine Fortsetzung des seit April überdurchschnittlich temperierten Wetters gebracht, landesweit fällt der Juli rund 1 Grad zu warm aus. Hauptverantwortlich hierfür ist eine Hitzewelle, die in den letzten Tagen des Monats Österreich im Griff hat. Besonders warm fällt der Monat in Vorarlberg und im Tiroler Oberland aus: In Bregenz beispielsweise war es 2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Am geringsten, jedoch immer noch positiv, fällt die Abweichung in den Bergen der Steiermark und Niederösterreichs aus.

Heißes Ende nach kühlem Start

Mit 34,3 Grad hatten im Juli bis dato Wolkersdorf und Hohenau an der March die Nase bei den Temperaturen vorne. Doch mit den heißen Tagen zum Monatsende wird dieser Bestwert noch übertroffen, erstmals in diesem Jahr wird am Montag und Dienstag die 35-Grad-Marke erreicht. Wien wird bis zum Mittwoch dann schon acht Hitzetage in Folge vorweisen können, seit mehr als einer Woche liegen die Höchstwerte durchwegs über 30 Grad. Die längste Hitzewelle des Sommers wird sogar noch einige Tage länger andauern, denn auch im August kündigt sich keine signifikante Abkühlung an.

Das waren die heißesten Orte im Juli:

Ort (Bundesland, Datum) Höchstwert
Wolkersdorf (NÖ, 05.) + Hohenau (NÖ, 29.) 34,3 °C
Lienz (T, 28.) 33,8 °C
Güssing (B, 29.) 33,5 °C
Andau (B, 29.), Landeck (T, 02.), St. Pölten (NÖ, 28.) 33,2 °C

Trockenes Linz – Nasses Wien

Im Groẞteil Österreichs schließt der Juli 2018 deutlich zu trocken ab. Landesweit beträgt das Minus rund 40 %. Besonders in Oberösterreich nimmt die anhaltende Trockenheit zunehmend historische Ausmaße an. So fielen in Linz im Juli nur 34 Liter Regen pro Quadratmeter, seit Jahresbeginn sind es nicht mehr als 262 l/m². Damit ist die Landeshauptstadt, genauso wie Ried im Innkreis, auf Negativkurs. Noch nie seit Messbeginn ist bis Ende Juli nämlich weniger Niederschlag zusammengekommen. Die nasse Ausnahme bildet hingegen der Großraum Wien und das östliche Flachland. Immer wieder sorgten Höhentiefs in diesen eigentlich trockenen Regionen für Regenschauer und Gewitter. In Wien kamen seit Monatsbeginn somit schon 128 l/m² zusammen, im Mittel fallen in der Bundeshauptstadt im Juli nur 70 Liter pro Quadratmeter.

Das waren die trockensten Orte:

  • 16 Liter pro Quadratmeter Kals (T)
  • 24 Liter pro Quadratmeter Wolfsegg (OÖ)
  • 26 Liter pro Quadratmeter Kirchberg an der Pielach (NÖ)
  • 27 Liter pro Quadratmeter Ried im Innkreis (OÖ)

Sonne erfüllt Soll

Die Sonne gehörte im zurückliegenden Monat zum treuen Begleiter. Praktisch im ganzen Land erfüllte sie exakt ihr Soll, zum Teil schien sie auch etwas häufiger als im langjährigen Mittel. In Feldkirch, dem relativ sonnigsten Ort des Landes, machte sie rund 50 Überstunden. Der absolut sonnigste Ort des Landes ist aber im Burgenland zu finden. Andau verzeichnete bis zum heutigen Tag 298 Sonnenstunden, rund 25 Stunden kommen hier am Montag und Dienstag noch hinzu.

225.000 Blitze am Samstag über Deutschland

Gewitter Blitz

Tausende Blitze

225.908 – so lautet die beeindruckende Summe der Blitze, die sich am Samstag am Himmel über Deutschland entluden. Besonders betroffen war die Nordhälfte, so registrierte alleine Niedersachsen mit rund 80.000 Entladungen mehr als jeden dritten Blitz. Doch auch in Brandenburg wurden 30.000 Blitze verzeichnet, Sachsen-Anhalt komplettiert mit 20.000 Entladungen das Blitz-Podest. Während im Westen bereits etwas kühlere Luft einfloss – Köln meldete einen Höchstwert von 30 Grad – konzentrierte sich die Hitze vor den Gewittern auf die Osthälfte. Bei den Temperaturen hatte Bernburg an der Saale mit 35,6 Grad die Nase vorne.

Tausende Blitze am Samstag über Deutschland ©Ubimet
Tausende Blitze am Samstag über Deutschland ©Ubimet

100 Kilometer pro Stunde

Die Gewitter gingen aber nicht nur mit einer hohen Blitzrate einher, sie brachten auch schwere Sturmböen und lokal große Regenmengen. So prasselten in Hannover rund 37 Liter pro Quadratmeter binnen kürzester Zeit vom Himmel, rund um Brunsbüttel ebenfalls in Niedersachsen wurden sogar 50 l/m² verzeichnet. In Fürstenzell in Bayern fiel zwar bei weitem nicht so viel Regen, ein Gewitter brachte hier aber eine Spitzenböe von 116 km/h. Windstärke 10 wurde in Bremervörde erreicht, mit 100 km/h rauschte hier ein Gewitter durch die Stadt.

Hitzewelle zeigt sich unbeeindruckt

In der neuen Woche bleibt uns die Hitze erhalten. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen verlagert sie sich aber mehr in den Osten und Südosten des Landes. Besonders südöstlich der Linie Saarbrücken-Rostock werden Temperaturen von 33 bis 37 Grad erreicht. Etwas erträglicher bleibt es in der Nordwesthälfte, doch auch hier bleibt es mit 26 bis 32 Grad durchwegs sommerlich.

 

Unwetter am Samstag

Unwetter_ziehen_auf

Am Samstag zog eine Kaltfront von West nach Ost über Deutschland hinweg und sorgte für teils heftige Gewitter. Vor allem im Norden und Osten kam es zu Unwettern mit Starkregen, großem Hagel und schweren Sturmböen.

17:30 Uhr

Eine weitere Gewitterlinie ist über den Niederlanden entstanden. Diese zieht in nordwestlicher Richtung nach Nord-NRW und Niedersachsen. In den nächsten Stunden muss von Münster bis Bremerhaven mit Sturmböen bis zu 80 km/h und mittelgroßem Hagel gerechnet werden.

Satellitenbild 17:30 Uhr
Satellitenbild 17:30 Uhr ©UBIMET/EUMETSAT

14:30 Uhr

Eine Gewitterlinie hat sich über Niedersachsen gebildet und zieht nun nordwärts Richtung Hamburg. Sturmböen von bis zu 90 km/h und Hagelschlag sind in der Hansestadt zu befürchten.

Blitzverteilung um 14:30 Uhr ©UBIMET

13 Uhr

Nun bilden sich immer mehr Gewitter. Vor allem entlang der Linie München-Nürnberg-Bremen entstehen teils kräftige Gewitter, die sich östwärts ausbreiten. Dabei kann es zu Hagel und Sturmböen kommen. Aber auch im Westen ziehen ein paar Gewitter durch.

Satellitenbild 17:30 Uhr ©UBIMET/EUMETSAT
Satellitenbild 17:30 Uhr. © UBIMET/EUMETSAT

9 Uhr

Schauer und einzelne Gewitter haben bereits den Westen und Südwesten des Landes erreicht. Kräftige Gewitter sind gerade an der Grenze zur Schweiz unterwegs und erreichen in der nächsten Stunde den Bodenseeraum.

Aktuelle Blitzverteilung ©UBIMET

Erhöhte Unwettergefahr

Bereits am Vormittag ziehen vom Saarland bis zum Emsland von Westen kommend erste Schauer und Gewitter durch. Diese breiten sich im Tagesverlauf langsam ostwärts aus. Vor allem nördlich der Linie Essen-Berlin besteht erhöhte Unwettergefahr, hier drohen:

  • Starkregen
  • Hagel bis 5 cm Durchmesser
  • Sturmböen bis 90 km/h

In der Südhälfte bilden sich ebenfalls ein paar Gewitter, die aber nur lokal kräftig ausfallen.

Unwettergefahr am Samstag
Unwettergefahr am Samstag ©Ubimet

Lokale Überschwemmungen durch Trockenheit

Die Gewitter bringen in den ausgedörrten Regionen lokal größere Regenmengen in kurzer Zeit. Durch die anhaltende Trockenheit sind die Böden aber verhärtet und können die Wassermassen nicht schnell genug aufnehmen. Somit drohen im Zuge der Gewitter gerade in den von der Trockenheit betroffenen Regionen lokale Überschwemmungen.

Sommer kehrt rasch zurück

Am Sonntag ist der Spuk wieder vorbei, stabiles und heiße Hochdruckwetter setzt sich durch. Die Hitze hält zumindest bis zur Wochenmitte an, wobei diesmal der Schwerpunkt der Hitze mehr im Osten und Süden des Landes liegt. Am Mittwoch drohen dann neuerlich Unwetter, mit denen wohl die Hitzewelle zumindest im Norden zu Ende geht.

Hitzewelle rollt heran

Es wird extrem heiß.

Nach einem gewittrigen Samstag stellt sich am Sonntag eine stabilere Wetterphase ein. Der Ostalpenraum liegt dann  im Vorfeld eines Tiefdruckkomplexes über den Britischen Inseln in einer heißen Südwestströmung. Dazu herrscht Hochdruckeinfluss, somit bleibt es bis auf lokale Hitzegewitter in den Alpen trocken.

Bis zu 35 Grad

Die Höchstwerte der kommenden Tage:

  • Sonntag: 28 bis 34 Grad
  • Montag: 30 bis 35 Grad
  • Dienstag: 30 bis 35 Grad
  • Mittwoch: 32 bis 36 Grad

Dabei wird  keine Region im Land benachteiligt, d.h. ab Montag sind in den Niederungen vom Bodensee bis zum Neusiedler See Höchstwerte über 30 Grad zu erwarten.

Gewitter folgen

Während die Gewittergefahr bis Mittwoch nur gering ist, sind am Donnerstag und Freitag in der schwülwarmen Luft verbreitet Gewitter zu erwarten. Wirklich nachhaltige Abkühlung scheinen diese aber nicht zu bringen, denn aus heutiger Sicht baut sich am ersten Augustwochenende von Westen her die Hitze erneut auf.

Kräftige Gewitter im Westen und Süden

Schäden durch Hagelschlag

Kaltfronten sind in diesem Sommer rar gesät, doch am heutigen Tag streift zumindest eine knapp nördlich der Alpen an Österreich vorbei. Somit kommt vorübergehend mehr Dynamik ins Wettergeschehen und man muss mit ein paar heftigen Gewittern rechnen.

Am Vormittag Gewitter im Westen

Das Satellitenbild zeigt, bereits in den kommenden Stunden zieht einen Gewitterlinie auf Vorarlberg zu und tagsüber breiten sich die Gewitter auf Tirol, Salzburg und Kärnten aus. Dabei ist neben Sturm lokal auch größerer Hagel zu erwarten.

Satellitenbild von 8 Uhr
Satellitenbild von 8 Uhr ©UBIMET/EUMETSAT

Einzelne heftige Gewitter sind auch weiter östlich besonders im Waldviertel sowie vom Raxgebiet bis in die Oststeiermark möglich. Hier sind auch größere Regenmengen samt punktuellen Überflutungen nicht ausgeschlossen.

7 Tricks für eine kühle Wohnung

Hitze in der Wohnung

1. Fenster schließen und Jalousien runter

Sehr früh am Morgen ist die beste Zeit zum Lüften und dabei Wohnung oder Haus etwas abzukühlen. Den Rest des Tages solltet ihr es hingegen vermeiden die Fenster zu öffnen, ganz besonders in den Nachmittags- und Abendstunden. Zusätzlich ist es sehr hilfreich, wenn man eine Markise, Rollladen oder Jalousien verwendet.

2. Zugluft in der Wohnung

Die Fenster sollten so geöffnet werden, dass in der Wohnung Zugluft aufkommt. Das Fenster, durch das die Luft in die Wohnung gelangt, sollte nur wenig geöffnet werden. Das Fenster, durch das die Luft wieder herausströmt, sollte hingegen vollständig geöffnet werden.

3. Vorhänge anfeuchten

Vielleicht kennt ihr diesen Trick noch nicht: Feuchtet während der kühlsten Tageszeit eure Vorhänge an und sorgt für Zugluft in der Wohnung. Wenn kein Wind geht, könnt ihr auch einen Ventilator dafür verwenden. Ihr werdet spüren, dass sich der Raum abkühlt.

4. In der Nacht Pflanzen gießen

Die Vegetation kann auch dabei helfen, das Haus abzukühlen. Besonders wenn ihr zahlreiche Pflanzen in der Wohnung habt, solltet ihr diese in der Nacht und in den frühen Morgenstunden gießen. Wenn man dann lüftet, hilft die Feuchtigkeit der Erde dabei die hineinkommende Luft etwas abzukühlen.

5. Elektrische Geräte abschalten

Obwohl wir es manchmal nicht direkt bemerken, heizen viele elektrische Geräte zusätzlich den Raum auf. Den Kühlschrank könnt ihr zwar nicht abschalten, allerdings gibt es andere Geräte auf die man durchaus verzichten kann: Beispielsweise Staubsauger, Computer oder auch Fernseher.

6. LEDs statt Glühbirnen

Glühbirnen wandeln etwa 90% der verbrauchten, elektrischen Energie in fühlbare Wärme um. Wer noch welche angebracht hat, sollte sie mit LED-Lampen ersetzen. Dann könnt ihr euch nicht nur auf ein kühleres Haus, sondern auch auf eine billigere Stromrechnung freuen.

7. Bettwäsche kühlen

In den meisten Wohnungen gibt es Zimmer, die kühler sind als andere. Entweder dank einer besseren Isolierung oder einfach wegen der Orientierung. Bringt die Bettwäsche in das kühlste Zimmer und lasst sie dort, bis ihr wieder ins Bett geht.

Wenn ihr alle diese Tipps beachtet und trotzdem noch unter der Hitze leidet, dann könnt ihr auch probieren, selbst eine Klimaanlage zu basteln! Das folgende Video erklärt wie’s geht:

Nach der Hitze kommt der Taifun

Mount Fuji

Mittlerweile hat der Westpazifik eine Temperatur erreicht, bei der sich fast im Wochentakt ein tropischer Sturm zu einem Taifun entwickelt. Aufgrund der vorherrschenden Druckverteilung steuern diese leider immer wieder auf die viel bevölkerten Inseln und Küsten Ostasiens zu.

Rekordhitze

In den letzten Wochen etablierte sich über Japan ein stabiles Hoch, dieses führte zu einige neuen Hitzerekorden auf der Insel. Mit einer Temperatur von über 41.1°C wurde der bisherige Hitzerekord von 39.9°C in Kumagaya, einer Stadt nicht unweit von Tokio, pulverisiert.

Stadt Temperaturmaxima am Montag Durchschnittl. Maxima im Juli Bisheriger Julirekord
Tokyo 39 Grad 29,4 Grad 39,5 Grad (20.7.2004)
Kumagaya 41,1 Grad 30,5 Grad 39,9 Grad (5.7.1997)
Nogoya 40 Grad 30,7 Grad 38,3 Grad (31.7.1959)

Tür für tropische Stürme wieder offen

Aufgrund der Verlagerung des Hochs in Richtung Westen, lenkt es nun Stürme genau in Richtung Japan. Der Taifun JONGDARI zieht am Wochenende über den Südteil der japanischen Hauptinsel hinweg, womit Millionen Menschen mit schwerem Sturm und Überschwemmungen rechnen müssen.

Zugbahn von Jongdari ©Ubimet
Zugbahn von Jongdari ©Ubimet

Mit Winden von bis zu 160 km/h trifft der Taifun auf die japanische Küste und enorme Schäden  sind zu befürchten.

Prognostizierte Windgeschwindigkeiten©Ubimet
Prognostizierte Windgeschwindigkeiten ©Ubimet

In weiterer Folge sind auch hohe Niederschlagsmengen von 150 bis 200 Liter pro Quadratmeter zu erwarten. Durch Staueffekte an den Bergen der Insel fallen die Maxima lokal noch deutlich höher aus.

Prognostizierte Niederschlagsmengen ©Ubimet
Prognostizierte Niederschlagsmengen ©Ubimet

Nachdem leider die Hitzewelle schon mehrere Opfer forderte, wird der Taifun nun nicht wirklich zu einer Entspannung der Situation in Japan führen.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Überflutungen in Athen

Überflutungen in Athen

Ein Höhentief sorgt in Griechenland zurzeit verbreitet für Gewitter. Stark betroffen sind dabei vor allem auch die Regionen rund um Athen, die in den letzten Tagen von verheerenden Bränden heimgesucht wurden. Hier ein paar aktuelle Bilder und Videos aus der griechischen Hauptstadt:

Waldbrandgefahr gebannt

Nach einem sonnigen Wochenende deuten die Modelle in der nächsten Woche weitere Gewitter in Griechenland an. Somit ist die Waldbrandgefahr hier in den kommenden Tagen nur gering.

Die Jahrhundert-Mondfinsternis

Freitagnacht findet die Jahrhundert-Mondfinsternis statt.

Bei einer Mondfinsternis durchquert der Mond den Schattenkegel, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen. Zunächst tritt der Mond in den Halbschatten der Erde, ehe er dann den Kernschatten der Erde durchläuft. Die Totalität dauert bei der aktuellen Mondfinsternis  1 Stunde und 43 Minuten. In weiterer Folge verlässt der Mond dann erst den Kernschatten und dann auch den Halbschatten der Erde. In Summe dauert das Ereignis 6 Stunden und 14 Minuten.

Perfektes Timing

Das Timing passt bei dieser Mondfinsternis perfekt, da sie gleich am Abend zum Mondaufgang beginnt. In Wien geht der Mond beispielsweise um 20:29 bereits schwach partiell verfinstert auf. Die totale Finsternis findet um 22:22 statt, nach Westen zu hingegen etwas später. Der Mond verschwindet aber nicht ganz, sonst er erscheint verdunkelt und rötlich verfärbt. Unterhalb des Mondes wird zudem auch der rötlich leuchtende Mars zu sehen sein. Dieser befindet derzeit am erdnächsten Punkt seiner Umlaufbahn.

Anbei die wichtigsten Zeiten für ausgewählte Städte:

Mondaufgang Höhepunkt der Mondfinsternis
Wien 20:29 22:22
München 20:49 22:22
Berlin 20:58 22:22
Zürich 20:58 22:22

Wetter spielt mit

Am Freitag bilden sich am Nachmittag von Sachsen bis zu den Alpen ein paar Schauer und Gewitter, die sich aber bis zur totalen Mondfinsternis oftmals schon wieder aufgelöst haben. Somit herrschen zur Zeit der totalen Mondfinsternis hervorragende Bedingungen, an einem lauen Sommerabend ist die Verfinsterung des Mondes verbreitet zu sehen. Einzelne Gewitter und Wolkenreste können nur in den Ostalpen zum Spielverderber werden, meist bietet sich aber auch in diesen Regionen zumindest ein zeitweiliger Blick auf das Himmelsspektakel. Dazu liegen die Temperaturen zwischen 16 und 25 Grad.

Title-Photo credit: Frank Friedrichs on VisualHunt / CC BY-NC-ND

Verkehrte Wetterwelt in Europa

Verkehrte Wetterwelt in Europ.

Zwischen dem 40. und 60. Breitengrad liegt im Mittel die Westwindzone, somit gibt es auch in Europa über das gesamte Jahr betrachtet vorherrschend westliche Winde. Da die Westwindzone die Polarfront überlagert, handelt es sich auch um eine Geburtsstätte für Tiefdruckgebiete, welche meist vom Atlantik auf Mittel- und Nordeuropa übergreifen. In diesem Jahr gibt es allerdings eine ungewöhnlich beständige Wetterlage, welche von hohem Luftdruck über Nordeuropa bzw. Russland bestimmt wird. Bereits die Kaltluftausbrüche im Februar und März wurden bei einem vergleichbaren Muster in Gang gesetzt.

Geringer atlantischer Einfluss

Solche Wetterlagen treten mit kurzen Unterbrechungen normalerweise nur ein paar Wochen bis wenige Monate lang auf, nicht allerdings über mehrere Jahreszeiten hinweg. Der atlantische Einfluss auf unser Wetter ist heuer ungewöhnlich gering, daher gab es in diesem Jahr im Alpenraum auch nur vereinzelt klassische Kaltfrontdurchgänge aus Nordwest. Allgemein werden persistente Wetterlagen in den mittleren Breiten aufgrund der besonders markant ausgeprägten Erwärmung der Arktis tendenziell begünstigt.

Verkehrte Wetterwelt in Europa.
Druckanomalie in Europa seit dem 1. Februar. © NOAA

Gespaltener Jetstream

Das Westwindband ist in diesem Sommer in zwei Teile gespalten: Der nördliche Ast, auch Polarjet genannt, liegt über der Norwegischen See und der Barentssee, der südliche Ast befindet sich hingegen über dem Mittelmeerraum. Auf diese Weise werden atlantische Tiefdruckgebiete von Mittel- und Nordeuropa ferngehalten und beeinflussen lediglich die Iberische Halbinsel. Portugal und Teile Spaniens haben bislang auch einen vergleichsweise kühlen und teils verregneten Sommer erlebt. Der Ostalpenraum und Südosteuropa gelangen dagegen wiederholt unter den Einfluss von Höhentiefs: Diese sorgen für eine labile Schichtung der Luft und begünstigen somit die Entstehung von Schauern und Gewittern.

Der Jetstream über Europa ist gespalten
Der Jetstream über Europa ist derzeit in zwei Äste gespalten. © UBIMET / NCEP

Trockenheit und Hitze im Norden

Besonders von den Britischen Inseln und Nordfrankreich über Norddeutschland bis nach Lappland fällt der Sommer bislang außergewöhnlich trocken und heiß aus: In Skandinavien gab es bereits unzählige Hitzerekorde, wie etwa ein Höchstwert von 32,2 Grad in Rovaniemi. Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke gab es sogar nördlich des Polarkreises. Die Folgen dieser beständigen Wetterlagen werden jedoch immer schwerwiegender, so gibt es zunehmend Missernten, Futtermangel bei Weidetieren und besonders in Schweden auch schwere Waldbrände. Die Ostsee hat sich zudem ungewöhnlich stark erwärmt, so liegen die Wassertemperaturen im Bottnischen Meerbusen mit 21 bis 23 Grad um bis zu 8 Grad über dem Mittel.

Sintflutartiger Regen im Norden von Vietnam

Regen in Vietnam durch Son Tinh

Anfang der letzten Woche entwickelte sich der Sturm im Westpazifik. Wegen der geringen Wassertemperaturen fehlte Energie für eine starke Intensivierung. Dennoch brachte Son-Tinh auf dem Weg über die Philippinen bis nach Vietnam aufgrund der langsamen Verlagerung große Niederschlagssummen mit sich. Der Sturm zog dann einmal über den Norden der Halbinsel hinweg und anschließend wieder zurück auf das offene Meer.

Zugbahn des tropischen Wirbelsturms über den Norden Vietnams © Ubimet
Zugbahn des tropischen Wirbelsturms über den Norden Vietnams © Ubimet

Dabei fielen so große Mengen an Niederschlag wie in den Monaten Juni, Juli und August zusammen. Zwischen dem 16. Juli und 22. Juli wurden unglaubliche 467 mm Regen aufgezeichnet. Zum Vergleich: In Wien liegt der Jahresniederschlag bei etwa 550 mm.

Bei derart großen Summen bleiben Überflutungen und Erdrutsche leider nicht aus. Dabei kamen in der Folge bisher 20 Menschen ums Leben und Weitere werden vermisst. Am Schlimmsten traf es dabei die Provinz Yen Bai im Norden, hier wurden ganze Dörfer weggeschwemmt. Viele tausende Menschen haben dabei ihre Eigentümer verloren.

Eine leichte Entspannung ist aber wieder in Sicht, da die Niederschläge bereits etwas nachgelassen haben.

Blocking-Lagen

Dürre als Folge von Blocking-Lagen

Europa liegt in der sogenannten Westwindzone, somit bestimmen hier normalerweise atlantische Tiefdruckgebiete das Wettergeschehen. Wird dieses Westwindband jedoch von einer bestimmten Druckkonstellation unterbrochen, spricht man von einer Blocking-Lage.

Zusammenhang mit Jetstream

Wie bereits in dem Artikel über den Polarjet beschrieben, ist das Starkwindband über Europa gerade zweigeteilt, da ein außergewöhnlich beständiges Hochdruckgebiet über Skandinavien bzw. Russland liegt. Dieses Hoch hindert die Tiefdruckgebiete daran nach Mitteleuropa zu ziehen, weshalb Meteorologen auch von einem blockierenden Hoch oder von einer Blocking-Lage sprechen. Da der Polarjet in diesem Fall sogar nördlich von Skandinavien liegt, können sehr warme Luftmassen von Südeuropa bis in den hohen Norden gelangen.

Omega Blocking © Wikipedia
Omega-Blocking © Wikipedia

Omega-Lage über Europa

Wie in der Abbildung zu sehen stammt der Name des sogenannten Omega-Blockings vom griechischem Buchstaben Omega (Ω): Ein Hoch im Norden wird von zwei Höhentiefs am Südrand flankiert. Dies führt zu einer äußerst beständigen Wetterlage, die sich über Wochen bis Monate hinweg fortsetzen kann. Derzeit liegt dieses Hoch genau über dem Osten Skandinaviens bzw. Norden Russlands und führt dort zu ungewöhnlich hohen Temperaturen.  Mitteleuropa befindet sich währenddessen am Rande eines Höhentiefs über Südosteuropa: Die Temperaturen liegen zwar auf sommerlichen Niveau, der Wettercharakter ist aber immer wieder unbeständig mit Schauern und Gewittern.

Omega über Europa © Ubimet/Ncep
Omega über Europa © Ubimet/Ncep

Verursacher von Hitze- und Kältewellen

Während eine Blocking-Lage im Sommer zu Perioden von extremer Hitze und Dürre führt, kann es im Winter zum entgegengesetzten Fall kommen: In dieser Jahreszeit kann solch eine Lage nämlich zu einer außerordentlich frostigen Witterung führen, wenn eisige kontinentale Luft nach Europa gelangt. Dies passierte beispielsweise am Ende des vergangenen Winters.

Wie lange die Wetterlage derzeit noch anhält ist schwer zu sagen, derzeit deuten die Modelle auf keine markante Änderung hin.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Hitzewelle erfasst Deutschland

Es wird extrem heiß.

Europa liegt derzeit zwischen einem ausgeprägten Hochdruckgebiet über Russland und einem Tief über dem Ostatlantik. Mit einer vorwiegend südlichen Strömung gelangen in den kommenden Tagen sehr warme Luftmassen subtropischen Ursprungs ins Land, welche durch die Sonnenstrahlung zusätzlich erhitzt werden.

Zunehmend heiß

Der Sommer 2018 verlief bislang zwar überdurchschnittlich warm, allerdings gab es bislang keine extreme Hitze. Dies wird sich in den kommenden Tagen ändern, so steigen die Temperaturen verbreitet auf 30 bis 35 Grad. Besonders heiß wird es im Westen, so sind in NRW besonders am Donnerstag auch Spitzenwerte von bis zu 37 zu erwarten. Auch die Nächte werden zudem immer lauer, so gibt es besonders ab Dienstagnacht auch erste Tropennächte, also Nächte mit einem Tiefstwert nicht unter 20 Grad.

Der Höhepunkt der Hitzwelle findet am Donnstag statt.
Am Donnerstag wird es vor allem im Westen extrem heiß.

Höhepunkt am Donnerstag

Am Dienstag scheint bei nur harmlosen Wolken verbreitet die Sonne, die Temperaturen steigen auf 27 bis 34 Grad mit den höchsten Werten in NRW. Der Mittwoch verläuft ebenfalls weitgehend sonnig, höchstens vereinzelt gibt es in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie im Grenzbereich zu Polen lokale Gewitter. Dazu gibt es im südlichen Niedersachsen und in NRW bis zu 35 Grad. Der vorläufige Höhepunkt der Hitzewelle wird dann am Donnerstag erreicht mit Spitzenwerten von der Kölner Bucht bis zum Emsland zwischen 35 und 37 Grad. Besonders in Rheinland-Pfalz, Südhessen, NRW und im südlichen Niedersachsen liegen die Temperaturen zudem auch in der Nacht immer häufiger über der 20-Grad-Marke.

Die erste Hitewelle rollt an.
Temperaturtrend für Westdeutschland. © UBIMET / NCEP

Leichte Abkühlung am Sonntag

Auch der Freitag und der Samstag verlaufen hochsommerlich heiß, wobei die Schauer- und Gewittergefahr besonders im östlichen Mittelgebirgsraum etwas zunimmt. Am Samstag zieht im Westen zudem eine schwache Kaltfront auf, somit wird es vom Emsland bis nach Rheinland-Pfalz aus heutiger Sicht nicht mehr so heiß wie an den Vortagen. Am Sonntag gehen die Temperaturen dann im ganzen Land zurück, es bleibt aber weiterhin sommerlich.

Kräftige Gewitter in Südosteuropa

Besonders in Südosteuropa gab es teils großen Hagel.

Die Wetterlage über Europa ist derzeit festgefahren: Ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet mit Kern über dem Nordwesten Russlands wird derzeit von einem Höhentief über Südosteuropa und einem weiteren Höhentief über Kasachstan flankiert. Diese blockierte Wetterlage wird auch als „Omega-Wetterlage“ bezeichnet und kann sich über Wochen bis Monate hinweg fortsetzen. Während die Menschen in Skandinavien derzeit mit einer präzedenzlosen Hitzewelle zu kämpfen haben, gestaltet sich das Wetter im Mittelmeerraum und am Balkan von seiner wechselhaften Seite.

In Südosteuropa gab es kräftige Gewitter.
Das Höhentief über Südosteuropa sorgt für Schauer und Gewitter. © UBIMET / GFS

Großer Hagel

Am Wochenende gab es in einem Streifen von Italien über Österreich und Kroatien bis nach Rumänien kräftige Gewitter, siehe beispielsweise auch hier: 35.000 Blitze im Osten Österreichs. Neben Starkregen und Sturmböen kam es dabei lokal zu großem Hagel, wie man in den nachfolgenden Videos aus Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien eindrucksvoll sehen kann.

UV-Strahlung

Vorsicht UV-Strahlung!

Die UV-Strahlung ist eine für den Menschen unsichtbare, elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge, welche kürzer ist als diejenige des für den Menschen sichtbaren Lichts. Diese Strahlung trifft als kurzwelliger Anteil der Sonnenstrahlung auf die Ozonschicht der Erde auf und wird nur teilweise von dieser absorbiert. Während der UV-A Anteil (Wellenlänge 380 bis 315 Nanometer) zu großen Teilen von der Ozonschicht nicht absorbiert wird und somit bis zur Erdoberfläche durchkommt, nehmen die Ozonmoleküle zu 90 % den UV-B Anteil (Wellenlänge 315 bis 280 Nanometer) und gar zu 100 % den UV-C Anteil (Wellenlänge 280 bis 200 Nanometer) auf.

Gefahren

Bereits als kleines Kind lernt so gut wie jeder, dass zu viel Sonnenstrahlung schädlich für die Haut sein kann. Dabei sorgt insbesondere die zuvor erwähnte UV-A Strahlung bei einer zu hohen Dosis für lichtbedingte Hautausschläge und Sonnenallergien. Im fortgeschrittenen Alter führt dies vermehrt zu Hautalterung und Faltenbildung, zudem hinterlässt die Strahlung Schäden im Erbgut und erhöht die Hautkrebsgefahr teils deutlich. Für den Sonnenbrand ist allerdings die UV-B Strahlung verantwortlich, das heißt selbst wenn jemand keinen Sonnenbrand erlitten hat, sind andere Schäden, insbesondere Spätschäden, in der Haut nicht ausgeschlossen!

Schutz

Den besten Schutz erhält man natürlich durch die Bedeckung der Haut durch Textilien bzw. das Tragen einer Kopfbedeckung. Zudem sollte besonders die Mittagssonne gemieden werden bzw. man sollte sich soviel wie möglich im Schatten von Sonnenschirmen oder natürlichen Schattengebern aufhalten. Besonders sehr helle Hauttypen besitzen eine Eigenschutzzeit von lediglich 5 bis 10 Minuten. Eine ergänzende, aber durchaus notwendige Maßnahme, stellt das Sonnenschutzmittel dar. Je höher der Lichtschutzfaktor, umso länger kann man sich, abhängig vom jeweiligen Hauttyp, in der Sonne aufhalten. Nachcremen bzw. nach einer gewissen Dauer die Sonne meiden ist jedoch unumgänglich.

Aktuelle Infos zum UV-Index gibt es hier: http://www.uv-index.at/

Funnel im Seewinkel

Funnel im Seewinkel.

Österreich liegt derzeit unter dem Einfluss eines schwach ausgeprägten Höhentiefs mit Kern über dem Osten des Landes. Die vergleichsweise kalte Luft in höheren Luftschichten sorgt dabei für eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung. Am Sonntagnachmittag wurde im Bereich eines Schauers nördlich von Nickelsdorf ein Funnel gesichtet.

Funnel bei Gols im Burgenland
Trichterwolke im Seewinkel. Bild: Nadja Kira

Windkonvergenz

Zum Zeitpunkt der Bildaufnahme frischte im östlichen Flachland lebhafter Nordwestwind auf, dieser verdrängte im Seewinkel den zuvor vorherrschenden schwachen Westwind. Im Bereich solch einer Windkonvergenz wird die Luft gehoben, was die Entstehung lokaler gewittriger Schauer begünstigt. Die zusammenströmende Luft kann zudem zu vertikal ausgerichteten Verwirbelungen führen, welche in diesem Fall als Funnel sichtbar wurde. Aufgrund der außergewöhnlich feuchten Luft gab es zudem eine vergleichsweise tiefe Wolkenbasis, was für die Entstehung der Trichterwolke zusätzlich förderlich war.

Bei einem Schauer entiwckelte sich eine Trichterwolke.
Radarbild und Windrichtung. Rote Linie = Windkonvergenz. © UBIMET / AustroControl

Funnel

Der sichtbare Teil einer rotierenden Luftsäule wird Trichterwolke (engl.: funnel cloud) genannt und erstreckt sich im Aufwindbereich einer Schauer- oder Gewitterzelle. Sie kann aber auch bei niederschlagsfreien Quellwolken beobachtet werden. Trichterwolken treten wesentlich häufiger als Tornados auf. Erst vor wenigen Tagen gab es eine ähnliche Erscheinung östlich von Wien: Funnel über Gänserndorf.

Trichterwolke über Gänserndorf.
Trichterwolke über Gänserndorf. © Sandra Bennybunny Vollmann

Funnel oder Tornado

Wenn der rotierende Luftwirbel Kontakt mit den Boden hat, spricht man von einem Tornado, auch wenn dieser im unteren Bereich unsichtbar ist. Anhand der aktuellen Bilder aus dem Nordburgenland kann man zwar kaum beurteilen, ob es zuvor oder danach Bodenkontakt gegeben hat, allerdings handelte es sich in diesem Fall um eine lokale Verwirbelung im Anfangsstadium eines Schauers. Ein potentieller Tornado wäre daher von der Stärke nicht vergleichbar gewesen mit jenen, welche im Zuge von langlebigen Superzellengewittern mit rotierendem Aufwindbereich entstehen. Die Unwettergefahr war also gering.

Titelbild: Nadja Kira

Heftige Gewitter sorgten im Osten für knapp 35.000 Blitze

Kräftiger Regen in Wien.

Nach einem hochsommerlichen Tag mit Temperaturen von bis zu 31,8 Grad in Hohenau gab es am Samstagnachmittag und -abend ein turbulentes Ende. Zunächst war vor allem der Bezirk Krems-Land betroffen, gegen Abend gab es dann im gesamten östlichen Flachland kräftige Gewitter“. Landesweit wurden 34.039 Blitze detektiert, davon allein 19.982 in Niederösterreich.

Besonders in Niederösterreich gab es viele Blitze.
Blitzdichte am Samstag. © UBIMET

Anbei die blitzreichsten Bezirke:

  • 3.937 Neusiedl am See (B)
  • 2.163 Gänserndorf (NÖ)
  • 2.059 Mistelbach (NÖ)
  • 1.790 Baden (NÖ)

Regen, Hagel und Sturmböen

In Summe gab es allein in Niederösterreich über 100 Feuerwehreinsätze, hier mussten aufgrund der ergiebigen Regenmengen mehrere Keller ausgepumpt werden. In Moosbrunn im Bezirk Bruck an der Leitha fielen innerhalb von wenigen Stunden rund 64 Liter pro Quadratmeter Regen, das liegt nur knapp unterhalb des mittleren Monatsniederschlags. Weiters wurde lokal Hagel gemeldet, wie etwa in den Bezirken Neusiedl am See und Baden. In Neumarkt in der Steiermark gab es zudem schwere Sturmböen von bis zu 90 km/h, im Flachland lagen die Spitzenwerte bei 79 km/h am Flughafen Schwechat bzw. 71 km/h in Mörbisch.

Sommerliche Aussichten

Kommende Woche steigen die Temperaturen rasch wieder auf ein hochsommerliches Niveau, so sind bereits am Montag wieder bis zu 29 Grad im Osten zu erwarten. Ab Dienstag gibt es wieder sonniges Sommerwetter mit Höchstwerten im Bereich der 30-Grad-Marke. Gänzlich beständiges Wetter ist aber nicht in Sicht, da an der Südflanke eines ungewöhnlich ausgeprägten Hochdruckgebiets über Skandinavien der Weg für ein weiteres Höhentief frei ist. Die Schauer- und Gewitterneigung steigt somit in der zweiten Wochenhälfte voraussichtlich wieder an.

Die Hundstage stehen bevor

Die Hundstage stellen die heißeste Zeit des Jahres dar.

Die Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August ist landläufig als Hundstage bekannt und gilt als die heißeste Zeit im Jahr. Ihren Ursprung haben diese Tage im alten Ägypten rund zweitausend vor Christus: Rund um den 23. Juli wurde damals nämlich des hellste Stern Sirius am Morgenhimmel  sichtbar. Bei den alten Ägyptern war dieses astronomische Ereignis von besonderer Bedeutung, da zu diesem Zeitpunkt oftmals die Nilflut einsetzte. Außerdem glaubten die Menschen, dass der hellste Stern am Morgenhimmel als „zusätzliche“ Sonne für die sommerliche Hitze verantwortlich sei. Die Dauer der Hundstage erklärt sich daraus, dass vom ersten Auftauchen des Sterns in der Morgendämmerung bis zum vollständigen Erscheinen des Sternbilds etwa ein Monat vergeht.

Hundstage und Hitze in Europa: Zufall

Im Alpenraum ist während der Hundstage tatsächlich die heißeste Phase des Jahres: Häufig erleben wir von Ende Juli bis Mitte August sehr heiße Tage und warme, teils sogar tropische Nächte. Auch die meisten Hitzerekorde in Mitteleuropa stammen aus dieser Zeit. Mit dem Sternbild „Großer Hund“ hat das aber nichts zu tun, da sich das Erscheinen von Sirius im Laufe der Jahrtausende verschoben hat: Mittlerweile taucht Sirius erst ab Ende August am Morgenhimmel auf, zudem wird das gesamte Sternbild hierzulande erst im Winter vollständig sichtbar.

Steigende Temperaturen

Die aktuellen Modellprognosen deuten mittelfristig auf leicht überdurchschnittliche Temperaturen hin. Besonders ab der letzten Juliwoche zeichnet sich somit aus heutiger Sicht hochsommerlich heißes Wetter ab. In der folgenden Graphik ist der Temperaturtrend in etwa 1.500 m Höhe für das nördliche Alpenvorland dargestellt. Für die Höchstwerte im Flachland kann man etwa 15 Grad dazurechnen, also gibt es ab Werten von 15 Grad Höchstwerte um oder oberhalb der 30-Grad-Marke. Das kündigt sich etwa ab kommenden Dienstag an.

Die Hundtage stehen bevor.
Die Temperaturen steigen zum Monatsende weiter an. © UBIMET / NCEP

Cover photo: Pressebereich Dehner Garten-Center on Visual hunt / CC BY-ND

Kräftige Gewitter am Samstag

Ein heftiges Gewitter zieht auf © pixabay

Der Alpenraum gerät in diesen Stunden zunehmend unter den Einfluss eines Höhentiefs mit Kern über Frankreich. Im Tagesverlauf muss man somit besonders von Kärnten über die Steiermark bis zum östlichen Flachland mit teils kräftigen Gewitter rechnen.

Besonders im Süden und Osten gibt es kräftige Gewitter.
Gewitterpotential am Samstag. © www.uwz.at / UBIMET

Speziell in einem Streifen von Norditalien über Slowenien bis zur südlichen Steiermark sind auch schnell ziehende, langlebige Gewitter zu erwarten mit der Gefahr von Hagel und Sturmböen. An der Alpennordseite verlagern sich die Gewitter bei nur schwachem Höhenwind dagegen langsam, daher stellen hier die großen Regenmengen in kurzer Zeit die Hauptgefahr dar.

Regen im Norden

In den Abendstunden gehen die Gewitter an der Alpennordseite in schauerartigen Regen über. Besonders im Grenzbereich zu Bayern zeichnen sich in der Nacht auf Sonntag teils markante Regenmengen ab. Auch im Osten bleibt die Schauer- und Gewitterneigung allerdings erhöht.

An der Alpennordseite fällt in der Nacht kräftiger Regen.
Niederschlagsprognose bis Sonntagmorgen. © UBIMET

Schwere Unwetter im mittleren Westen der USA

Besonders in Iowa und Missouri gab es schwere Unwetter.

Eine Gewitterlinie mit Orkanböen zog am Donnerstag über Kansas hinweg und erfasste gegen Abend auch den Südwesten von Missouri. Der Wind frischte dabei innerhalb kürzester Zeit stürmisch auf. Ein kleines Touristenboot, welches bei noch ruhigen Verhältnissen auf den Table Rock Lake aufgebrochen war, wurde durch die zunehmend hohen Welle zum Kentern gebracht. 17 Menschen kamen ums Leben, zumindest 14 weitere konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der nahe gelegene Flughafen von Branson meldete zum Zeitpunkt des Unglücks Böen von bis zu 101 km/h, lokal gab  es aber noch höhere Windgeschwindigkeiten.

Die Unwetter am 20 Juli iu den USA. © UBIMET
Unwettermeldungen am 19. Juli (rot = Tornado, blau = Sturm, grün = Hagel). © UBIMET

Tornados in Iowa

In Iowa kam es dagegen zu mehreren Tornados, einer davon zog unmittelbar über die Stadt Marshalltown hinweg. In der Nähe der Stadt Altoona wurden sogar zwei Tornados gleichzeitig beobachtet. Die extrem hohen Windgeschwindigkeiten verursachten schwere Schäden und besonders in Marshalltown auch mehrere Verletzte.

Titlephoto credit: Niccolò Ubalducci Photographer on Visualhunt.com / CC BY-NC-ND

Tropischer Sturm nimmt Kurs auf Shanghai

Der tropische Sturm Ampil nimmt Kurs auf Shanghai.

Kaum hat sich die Ostküste Asiens von dem Taifun Maria erholt, hat sich im Pazifik der nächste tropische Wirbelsturm namens Ampil gebildet.  Obwohl die Bedingungen für eine starke Intensivierung nicht optimal sind, rechnen die Modelle zumindest vorübergehend noch mit einer Vertiefung des Kerndruckes.

Vorrausichtliche Zugbahn von Ampil ©Ubimet
Voraussichtliche Zugbahn von Ampil. ©UBIMET

Sturm kommt in Fahrt

Derzeit sorgt ein ausgeprägtes Hoch über Korea und Japan noch dafür, dass Ampil recht stationär bleibt. Dies führt zu einem Durchmischen der Wassersäule unter dem Sturm und kälteres Wasser wird an die Oberfläche transportiert. Folglich konnte sich der Sturm bisher nur bedingt verstärken. Mit dem langsamen Auflösen des Hochs bewegt sich der Sturm jedoch nach Nordwesten, wo wieder mehr Energie durch warmes Oberflächenwasser zur Verfügung steht. Am Samstag wird der Sturm somit direkt über die japanische Insel Okinawa Honto hinweg ziehen.

Überflutungsgefahr

Die Windgeschwindigkeiten betragen derzeit etwa 100 km/h und liegen somit knapp unterhalb der Schwelle von 118 km/h für einen Taifun der Kategorie 1. An Samstag wird sich der Sturm aber vorübergehend noch etwas verstärken. Die größere Gefahr geht allerdings von den ergiebigen Niederschlagsmengen aus, die zu erwarten sind, wenn der Sturm auf Land trifft. Damit ist am Sonntag zu rechnen, doch wo dies genau sein wird ist noch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Die Metropole Shanghai könnte aus heutiger Sicht allerdings von den Auswirkungen direkt betroffen sein!

Am Freitag im Süden und Westen steigende Gewittergefahr

Am Freitag gibt es im Süden und Westen kräftige Gewitter.

Am Freitag liegen weite Teile Österreichs zwar noch unter Hochdruckeinfluss, aus Westen macht sich aber allmählich ein Tief über Frankreich bemerkbar. Im Tagesverlauf entstehen somit vom Alpenhauptkamm bis zur Weststeiermark vermehrt Quellwolken, welche am Nachmittag zu Schauern und Gewittern heranwachsen.

Aus Südwesten gelangen feuchte und gewitteranfällige Luftmassen ins Land.
Aus Südwesten gelangt feuchte und labil geschichtete Luft ins Land. © UBIMET / NCEP

Kräftige Gewitter im Bergland

Besonders in einem Streifen vom Tiroler Oberland über Osttirol bis nach Kärnten sind örtlich auch kräftige Gewitter zu erwarten mit der Gefahr von kleinräumigen Überflutungen und Hagel. Am späten Abend steigt die Gewitterneigung dann ausgehend von der Schweiz im gesamten Westen an.

Besonders im Westen und Süden gibt es kräftige Gewitter.
Gewitterpotential am Freitag. © www. uwz.at / UBIMET

Sonnig und heiß im Nordosten

Im Norden und Osten bleibt es dagegen sonnig und trocken, zudem steigen die Temperaturen auf ein hochsommerliches Niveau. Bereits am Samstag nimmt die Gewitterneigung aber im ganzen Land zu.

Der Polarjet im Sommer

Der Jetstream ist ein polarumlaufendes Starkwindband.

Entstehung des Polarjets

Der Polarjet bildet sich an der Grenze zwischen kühler Polarluft und deutlich wärmerer Luft der Subtropen und verläuft je nach Großwetterlage meist zwischen 40° und 60° geographischer Breite rund um die Nordhalbkugel. Die Position und teils auch die Ausrichtung des Jets können allerdings stark variieren. Das Maximum der Windgeschwindigkeiten wird zwischen 8 und 12 Kilometer Höhe erreicht und liegt häufig über der 250-km/h-Marke, über Japan wurden 1970 sogar bis zu 650 km/h gemessen. Das jahreszeitliche Maximum der Windgeschwindigkeit wird im Winter erreicht, wenn die Temperaturgegensätze zwischen Nord und Süd am größten sind. Der Polarjet ist eine Geburtsstätte für Tiefdruckgebiete und hat somit direkten Einfluss auf das Wetter.

Der Polarjet im Sommer

Im Winter verläuft die Grenze zwischen der kühlen Polarluft und den subtropischen Luftmassen generell südlicher als im Sommer, weshalb sich der Polarjet häufig im Mittelmeerraum befindet. Im Frühling verschiebt sich diese Grenze langsam nordwärts, wobei der bereits hohe Sonnenstand weiterhin für markante Temperaturkontraste über Europa sorgen kann. Diese Zeit des Jahres ist daher besonders anfällig für wechselhafte und phasenweise auch tiefdruckbestimmte Wetterbedingungen. Im Juli und August breiten sich die warmen Luftmassen dann meist auf weite Teile des Kontinents aus, weshalb der Polarjet in dieser Jahreszeit im Mittel sehr weit nördlich verläuft. Dies ermöglicht es den subtropischen Hochdruckgebieten, sich auf Zentraleuropa auszuweiten, was hier zu länger anhaltenden stabilen Wetterbedingungen führt.

Der gespaltene Jet über Europa. © UBIMET / NCEP
Derzeit ist der Jet über Europa in zwei Teile gespalten. © UBIMET / NCEP

Gespaltener Jet

Heuer sorgen ein starkes Azorenhoch über dem Atlantik sowie zahlreiche Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa für einen in zwei Teile gespaltenen Jetstream über Europa. Der nördliche Ast – der Polarjet – liegt über der Norwegischen See und der Barentssee, der südliche Ast befindet sich hingegen über dem Mittelmeerraum. Letzterer wird auch Subtropen-Jet bezeichnet und ist im Normalfall nur im Winter ausgeprägt.

Besonders im Mittelmeerraum ist das Westwindband stärker als im Mittel.
Positive Anomalie des Westwindbands im Mittelmeerraum im Juli 2018.

Im Zwischenbereich konnten sich wiederholt Hochdruckgebiete etablieren, somit gab es auf den Britischen Inseln sowie in Skandinavien bislang ungewöhnlich heißes Sommerwetter. Im Gegensatz dazu präsentiert sich das Wetter im Mittelmeerraum sowie im Bereich der Alpen von seiner wechselhaften Seite.

Hitzewelle und Waldbrände in Skandinavien

Selbst zu Sonnenuntergang ist es derzeit noch heiß.

Brütende Hitze jenseits des Polarkreises

Bereits am Dienstag wurden in einigen Orten neue Allzeitrekorde aufgestellt, wir haben sie hier mal zusammengestellt:

Finnland

  • Kilpisväry 28,3 Grad
  • Kittila Pokka 30,2 Grad
  • Salla 31,5 Grad
  • Sodankylä 31,8 Grad
  • Rovaniemi 32,2 Grad

Norwegen

  • Sihcajavri 29,2 Grad
  • Namsskogan 32,6 Grad
  • Mo I Rana 32,6 Grad

Schweden

  • Katterjak 28,3 Grad
  • Kvikkjokk 32,5 Grad

Selbst in einem der kältesten Orte Lapplands (Tarfala auf 1100 m) wurde mit 23,1 Grad ein neuer Rekord aufgestellt.

Und auch auf den Lofoten – gelegen im kühlen Nordatlantik – wurde erstmals in der Messgeschichte mit 30,7 °C die 30-Grad-Marke geknackt.

Die Intensität dieser Hitzewelle lässt sich gut daran festmachen, dass wir Meteorologen kaum mit den Rekorden hinterherkommen. Fast täglich werden die Bestmarken gebrochen. So auch am Donnerstag, als in den 3 Nordländern erneut 16 Stationen ihre Allzeitrekorde brachen.

40 Grad in Mitteleuropa

Nein, keine Angst, die sind nicht in Sicht. Aber schauen wir uns die momentanen TemperaturABWEICHUNGEN in Skandinavien an. 10 bis 15 Grad liegen die Werte hier über dem, was im Juli normal wäre. Und in Mitteleuropa würde eine solche Hitzewelle eben 40 Grad und mehr bedeuten. Unvorstellbar oder?

Schwere Waldbrände

Vor allem in Schweden haben die hohen Temperaturen, Wind und die anhaltende Trockenheit zu zahlreichen Waldbränden geführt, sie lodern fast im ganzen Land:

In Schweden lodern zahlreiche Waldbrände.
In Schweden lodern zahlreiche Waldbrände.

Bergwetter am Wochenende

Am Wochenende drohen teils kräftige Gewitter in den Bergen.

Freitag, 20. Juli 2018

Der Tag startet im gesamten Ostalpenraum wolkenlos oder höchstens locker bewölkt. Mit der Sonne beginnt es im Laufe des Vormittags aber zu quellen. Mächtig werden die Quellwolken vom Bregenzerwald über die Tuxer Alpen und die Ankogelgruppe bis zu den Karawanken. Dort sowie südwestlich dieser gedachten Linie gehen ab dem mittleren Nachmittag teils heftige Wärmegewitter nieder. In den übrigen Gebirgsgruppen bleibt das freundliche Sommerwetter aber bestehen. Bei kaum spürbarem Wind werden in 3.000 m angenehme 6 bis 8 Grad erreicht, in 2.000 m warme 15 bis 17 Grad.

Samstag, 21. Juli 2018

Der Samstag beginnt zweigeteilt: Vom Kaisergebirge westwärts ziehen von der Früh weg dichtere Wolken und erste Schauer sowie Gewitter durch. Sonst scheint aber noch einmal lange Zeit die Sonne. Die Gewitter breiten sich tagsüber langsam nach Norden und Osten aus und erfassen so den Großteil der Ostalpen. Dabei besteht Unwettergefahr durch Hagel, Sturm und Starkregen. Vor den Gewittern steigen die Temperaturen in 3.000 m Höhe noch auf rund 6 Grad, in 2.000 m werden 13 bis 15 Grad erreicht. Anschließend kühlt es ab.

Sonntag, 22. Juli 2018

Am Sonntag geht es mit vielen Wolken in den Tag, die meisten Gipfel sind in Nebel gehüllt. Dazu muss man vom Pfänder über den Hochstaufen bis zum Schneeberg mit teils kräftigen Regenschauern rechnen, lokal schüttet es regelrecht. Etwas begünstigt sind die Südalpen vom Ortler bis zum Packsattel, aber auch hier scheint die Sonne nur zwischendurch. Ab Mittag gehen dann in den gesamten Ostalpen kräftige Regenschauer und auch wieder Gewitter nieder, die Unwettergefahr ist aber nicht mehr so groß wie noch am Samstag. Es ist zudem nicht mehr ganz so warm, in 3.000 m steigen die Temperaturen auf 4 bis 6 Grad, in 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte bei 12 bis 14 Grad.

Bergwetter-Tipp:

Nicht nur wegen der zahlreichen Blitze gehören Gewitter zu den gefährlichsten Wetterphänomenen in den Alpen. Kommen in kurzer Zeit große Regenmengen zusammen, können auch harmlos wirkende Bäche zu reißenden Strömen anschwellen. Meist geschieht dies mit einiger Verzögerung, wenn also das Gewitter längst abgeklungen oder weitergezogen ist. Die Bäche führen dann nicht nur Wassermassen mit sich, auch Geröll, Äste oder sogar kleinere Bäume gehören zum gefährlichen Treibgut. Bergwanderer sollten sich daher nicht nur während, sondern auch unmittelbar nach Gewittern besser von Flussläufen fernhalten.

Turbulentes Wochenendwetter

Am Samstag drohen kräftige Gewitter in den Alpen.

Unwettergefahr am Samstag

Der Samstag hat vor allem von Linz und Klagenfurt ostwärts lange Zeit bestes Freizeitwetter zu bieten. Bei viel Sonnenschein werden bis zu 31 oder sogar 32 Grad erreicht. Im Westen kündigt sich hingegen schon ein Tief mit Wolken, Schauern und Gewittern an. Zudem steigen die Temperaturen von Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten nur noch auf rund 23 Grad. Die Gewitter breiten sich im Laufe des Nachmittags auf weite Teile Österreichs aus, vor allem in den zuvor lange sonnigen und heißen Regionen im Osten und Südosten droht dann Unwettergefahr durch Hagel, Sturmböen und wolkenbruchartigen Regen!

Unbeständiger Wochenausklang

Am Sonntag stellt sich deutlich kühleres Wetter ein, meist werden nur noch 17 bis 26 Grad erreicht. Am kühlsten bleibt es dabei in den verregneten Nordalpen, zarte Sommertemperaturen gehen sich wohl nur noch vom Weinviertel bis in die Südsteiermark aus. Dazu gehen von Bregenz bis Wien von der Früh weg kräftige Regenschauer nieder, staubedingt können in den Nordstaulagen lokal größere Regenmengen um die 50 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Im Laufe des Tages entstehen dann im Großteil des Landes Schauer und Gewitter.

Trend geht nach oben

In der neuen Woche kehren die Temperaturen dann rasch auf ein hochsommerliches Niveau zurück, auch die 30 Grad können immer öfter wieder vom Thermometer abgelesen werden. Zunächst mischen zwar noch ein paar Gewitter mit, unter zunehmendem Hochdruckeinfluss werden diese aus heutiger Sicht ab Dienstag deutlich weniger. Sonnigem Ausflugswetter steht dann nichts mehr im Wege.

Unwetter in Nigeria

Im Bereich der äquatorialen Tiefdruckrinne gehören Gewitter aufgrund der starken Einstrahlung zur Tagesordnung. Diese verschiebt sich mit den Jahreszeiten und wandert im Sommer nach Norden. Aufgrund dieser Verschiebung setzt folglich der Westafrikanische Monsun ein.

Gut zu sehen sind diese Gewitter (und die bringen in erster Linie den vielen Regen) auf dem Satellitenbild von diesem Montag:

Satellitenbild zeigt Gewitter in Nigeria.
Satellitenbild zeigt Gewitter in Nigeria.

In Nigeria betrifft dies vorrangig den Norden und so kam es, dass von Sonntag auf Montag ein starkes Gewitter mit gewaltigen Niederschlagsmengen westlich der Stadt Kano niederging. Die Kombination aus trockenem Boden und starkem Regen führte dann zu massiven Überschwemmungen. Dabei ist der Stausee an einem Damm übergelaufen und im Anschluss wurden viele Dörfer rund um die Region überflutet.

Dabei sind mindestens 49 Menschen ums Leben und weitere 20 werden noch vermisst. Die Wassermassen kosteten auch hunderte Weidetiere das Leben.

Bereits 2 Tage zuvor wurde die Stadt Abeokuta im Süden des Landes von heftigen Regenfällen getroffen.

 

Funnel in New York gesichtet

Blitze über der Skyline von New York.

Diese Gewitter brachten neben heftigem Regen auch stürmische Böen und eben auch einen Funnel direkt über der Weltstadt New York.

Um ca. 15:00 Uhr Ortszeit bildete sich der Funnel nach Ansicht der Radarbilder über dem Hafen von New York und zog anschließend ostwärts Richtung Brooklyn.

Via Social Media verbreiteten sich die tollen Film- und Fotoaufnahmen rasch über die Stadtgrenzen hinaus:

Bodenkontakt hatte der Funnel mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht, sodass ein Tornado ausgeschlossen werden kann.

Die heftigsten Gewitter wüteten in den Neuengland-Staaten New Hampshire, Massachusetts und Connecticut, wo zahlreiche Bäume und Strommasten umstürzten. In New York fielen mit den Gewittern in nur 3 Stunden rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter, 75 bis 100 Liter waren es sogar an der Küste New Jerseys.

Hintergrundwissen: Funnel

Der sichtbare Teil einer rotierenden Luftsäule wird Trichterwolke (engl.: funnel cloud) genannt und erstreckt sich im Aufwindbereich einer Schauer- oder Gewitterzelle. Sie kann aber auch bei niederschlagsfreien Quellwolken beobachtet werden. Wenn der rotierende Luftwirbel Kontakt mit den Boden hat, spricht man von einem Tornado, auch wenn dieser im unteren Bereich unsichtbar ist. Trichterwolken treten wesentlich häufiger als Tornados auf.

Auch in Österreich sind Funnel durchaus möglich, im Bezirk Gänserndorf wurde kürzlich einer gesichtet, seht hier.

1816 – Das Jahr ohne Sommer

Der Sommer 1816 fiel einem Vulkanausbruch zum Opfer.

Das Jahr 1816 ging als das „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein, mit tagelangen Regenfällen und Gewittern, Nachtfrösten und stellenweise selbst mit Schnee bis in mittlere Lagen. Wir werfen hier einen kleinen Blick zurück in die Vergangenheit und erklären, was damals in der Atmosphäre los war. Das Jahr 1816 wird in weiten Teilen Europas und auch in Nordamerika als das „Jahr ohne Sommer“ bezeichnet. Ungewöhnliche Kälteperioden, die selbst Anfang Juli und Ende August im Nordosten der USA sogar zu Nachtfrost führten, waren nur eine der ungewöhnlichen Wetterkapriolen in jenem Jahr. Im Osten Kanadas soll es sogar zu heftigen Schneefällen gekommen sein. Auch ein Großteil Europas erlebte ganz und gar unsommerliches Wetter mit häufigem Regen und extrem niedrigen Temperaturen.

Hochwasser und Missernten

Viele Chroniken beispielsweise aus der Schweiz, dem Elsass oder auch dem südlichen Deutschland berichten von häufigem Hochwasser, der Rhein trat über die Ufer und überschwemmte ähnlich wie viele andere Flüsse im südlichen Mitteleuropa viele Landstriche. Die Luft war oft kalt genug, dass es in den Nordalpen mehrfach bis gegen 800 Meter herab schneite. Auch weite Teile Frankreichs und Großbritanniens erlebten über längere Phasen hinweg nasskaltes Wetter, welches zu Missernten führte. In einigen Regionen, besonders in der Schweiz, führte dies sogar zu Hungersnöten, da der Getreidepreis innerhalb kurzer Zeit extrem anstieg.

Vulkan als Ursache

Erst im frühen 20. Jahrhundert kam man den Ursachen für diese Witterungsanomalie auf die Spur. Im Jahre 1815, also ein Jahr zuvor, brach der Tambora-Vulkan in Indonesien aus. Dieser Ausbruch gehört bis heute zu den schwersten Eruptionen neuerer Zeit, die neben enormen Asche- und Staubmengen vor allem auch große Mengen an Schwefel in die Atmosphäre schleuderte. Dieser legte sich wie ein Schleier um die Erde und dämpfte die Sonnenstrahlung markant, wodurch die globale Temperatur der Erde für einige Jahre um rund 1 Grad absank. Zudem gab es bereits in den Jahren davor andere, schwächere Ausbrüche. In Kombination mit der Tambora-Eruption hatte diese ungewöhnliche Serie von Ausbrüchen einen folgenreichen Effekt auf das globale Klima.

Vorsicht bei Gewittern in den Bergen

Vorsicht bei Blitz und Donner in den Bergen!

Verschiedene Arten

Bei Gewittern unterscheidet man vereinfacht gesagt zwischen zwei Arten: Wärmegewitter und Frontgewitter. Erstere können an sonnigen Sommertagen entstehen, meistens im Laufe des Nachmittags oder am Abend. Zuvor entwickeln sich über den Berghängen zunächst Haufenwolken, die klassischen Schönwetterwolken. Bleiben sie klein, so droht dem Wanderer keine Gefahr. Brenzlig wird es, wenn die Quellwolken zu riesigen Wolkentürmen heranwachsen und an der Oberseite wie ein Amboss aussehen. Ein weiteres Anzeichen ist die Farbe der Wolken: Wandelt sie sich von weiß zu grau oder dunkelblau, drohen Gewitter. Solche Wärmegewitter regnen sich oft an Ort und Stelle aus und „sterben“ so ab.

Frontgewitter sind deutlich schwieriger einzuschätzen. Erstens ziehen sie viel schneller auf, zweitens ist es zuvor häufig noch strahlend sonnig. Die Gewitter kommen also viel überraschender und bringen neben Regen und Hagel auch Sturm und eine massive Abkühlung mit sich. Frischt der Wind im Gebirge kräftig oder gar stürmisch auf, steht das Frontgewitter meist unmittelbar bevor. Meist vergehen dann nur noch wenige Minuten, bis es beginnt kräftig zu regnen und zu hageln.

Faustregeln

Generell gilt: Auch wenn das Gewitter noch weit entfernt scheint, weil beispielsweise kein Donner zu hören ist, sollte man die Zugrichtung immer im Blick haben. Gegebenenfalls sollte man sich also frühzeitig für einen Abbruch der Wanderung entscheiden, dauert es doch meist auch eine gewisse Zeit, ehe man einen sicheren Unterstand erreicht. Sieht man Blitze am Horizont, aber hört noch keinen Donner, so ist das Gewitter mindestens 18 km entfernt. Denn auf dieser Distanz wird der Schall geschluckt. Sieht man hingegen Blitze und hört verzögert den Donner, so lässt sich schnell ausrechnen, wie weit das Gewitter noch entfernt ist. Die Faustregel lautet: „Dauer zwischen Blitz und Donner in Sekunden geteilt durch drei ergibt die Entfernung in Kilometern“.

Wo findet man Schutz?

Blitze können aber auch beim Wanderer einschlagen, wenn das Gewitter noch rund 5 km entfernt ist. Grund hierfür sind unterirdische Wasseradern oder bei Klettersteigen gespannte Drahtseile, die die Spannung übertragen. Liegen zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden, wird es gefährlich. Spätestens jetzt sollte man sich in Sicherheit bringen. Dann gilt: weg von Gipfeln, Graten, exponierten Stellen wie Seilbahnstützen oder nassen Stellen. Sicherheit findet man dann in einer Hütte oder einer Biwakschachtel mit Blitzableiter, auch Wald bietet einen gewissen Schutz. Wird man dennoch von einem Gewitter überrascht, sollte man mit geschlossenen und angezogenen Beinen in die Hocke gehen, am besten auf einer isolierenden Unterlage (Rucksack).

Sturm am Mittwoch, dann heiß!

Perfektes Wetter zum Wäsche trocknen

Während die Skandinavier und Briten eine Hitzewelle nach der anderen erleben, präsentiert sich der Hochsommer in Mitteleuropa eher durchschnittlich. In dieser Woche nimmt er langsam wieder Fahrt auf, zuvor wird es aber nochmal ungewöhnlich stürmisch für die Jahreszeit.

Ein Tief im Nordwesten und ein Hoch im Südwesten ©Ubimet/NCEP
Ein Tief im Osten und ein Hoch im Südwesten ©Ubimet/NCEP

Im Niemandsland

Wettertechnisch liegt der Alpenraum derzeit, um es mal salopp auszudrücken, im Nirgendwo: Über uns befindet sich weder ein Tief noch ein Hoch, wir sind genau in der Mitte von zwei Druckzentren.  Im Osten Europas liegt ein Höhentief, welches uns in der vergangenen Woche beschäftigte, von Südwesten her drückt ein Hochdruckgebiet herein. Aufgrund dieser Konstellation werden die Druckunterschiede morgen zwischen West- und Ostösterreich recht groß. Daraus resultieren am Mittwoch hohe Windgeschwindigkeiten und diese werden besonders am Alpenostrand zu spüren sein. Dabei muss mit stürmischen Böen von 60 bis 70 km/h gerechnet werden, vereinzelt sogar etwas mehr.

Besonders im Osten Österreichs sind stürmische Böen zu erwarten.
Modellprognose der Windspitzen am Mittwoch. © UBIMET

Hochsommerliche Temperaturen

Mittwoch Abend ist jedoch wieder alles vorbei und das Hoch aus dem Südwesten setzt sich durch. Dieses bleibt dann bis einschließlich Freitag einigermaßen stabil und versorgt Österreich mit heißen Luftmassen. Im Westen wird die 30-Grad-Marke schon am Donnerstag recht verbreitet geknackt, am Freitag und Samstag arbeitet sich die Hitze dann auch weiter in den Osten voran.

Der diesjährige Höchstwert liegt übrigens bei 34,6 °C und wurde in Hohenau am 21. Juni gemessen. Derzeit zeigen die Modelle zwar einen Trend nach oben, der Bestwert dürfte aber auch die folgende heiße Wetterphase überstehen.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Rekordkälte und Sturm in Australien

Ein frostiger Morgen in Australien.

Eisig kalt

Weite Teile des Kontinents erlebten heute Morgen ein eisiges Erwachen. Mit -1,2 Grad am Olympiagelände von 2000 wurde in der Millionenmetropole Sydney ein neuer Tiefstwert für das Jahr 2018 gemessen. Ebenso im subtropischen Brisbane, hier fielen die Temperaturen auf +5 Grad. Am kältesten war es in Glen Innes im Norden von New South Wales, wo fast -10 Grad erreicht wurden.

 

Sturm am Dienstag

Eine kräftige Kaltfront bringt unterdessen dem Süden des Kontinents – genauer gesagt den Regionen südlich der Linie Adelaide-Sydney – am Dienstag stürmischen Wind. Die höchsten Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h werden dabei in den Australischen Alpen und auf Tasmanien erreicht. Doch auch in Melbourne drohen Böen bis zu 80 km/h!

Sturm bringt Sturmböen am Dienstag in Australien. © UBIMET
Sturm bringt Sturmböen am Dienstag in Australien. © UBIMET

Skispringen im Sommer?

Auch im Sommer kann man Skispringen.

Skispringen auch ohne Schnee

Kaum zu glauben, aber wahr: Auch im Sommer trainieren Skispringer ihre Sprünge auf Schanzen. Und was nur die Wenigsten wissen, es gibt sogar ganzjährige Skisprung-Wettbewerbe. Dafür werden die Schanzen und Landezonen (sogenannte Aufsprungbahnen) mit speziellen Matten aus Kunststoff belegt und sind damit auch für den Betrieb im Sommer ganz ohne Schnee geeignet. Die Matten werden mit Wassersprinklern befeuchtet und haben dadurch ähnliche Gleiteigenschaften wie Schnee. Der Anlauf besteht bei modernen Anlagen aus einer Keramik- oder Porzellanspur und die Landebahn aus meist grünen Kunststoffmatten aus dünnen Plastikstreifen.

Gute Mutprobe

Dennoch benötigt jeder Sprung eine große Portion Mut und steht vom Schwierigkeitsgrad her dem Skispringen im Winter um nichts nach. Im Gegenteil: Die Sommerhitze ist für die Athleten eine zusätzliche Belastung beim Training und im Wettbewerb, speziell in den luftdichten Hightech-Anzügen. Wer Lust darauf bekommen hat, die tollkühnen Luftakrobaten live zu bestaunen, hier geht’s zu den Sommer-Grand-Prix Terminen für dieses Jahr!

Fast 65.000 Blitze am Sonntagshimmel

Hagel färbt die Wiese weiß

Von diesen exakt 64.494 Blitzen zum Wochenausklang entfiel fast genau die Hälfte auf Bayern, wo 33.403 Entladungen registriert wurden. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 20.733 und Rheinland-Pfalz mit 6.396 Blitzen.

Das waren die Landkreise, in denen es am öftesten blitzte und donnerte:

  1. Heilbronn 1.847 Blitze
  2. Landsberg am Lech 1.741 Blitze
  3. Landshut 1.713 Blitze
  4. Karlsruhe 1.630 Blitze
  5. Erding 1.446 Blitze
  6. Regensburg 1.446 Blitze
  7. Kulmbach 1.394 Blitze
  8. Ansbach 1.333 Blitze
  9. Schwäbisch Hall 1.317 Blitze
  10. Bayreuth 1.314 Blitze

Gut zu sehen ist der Schwerpunkt der Gewitter auch auf unserer Niederschlagsanalyse. Bei den Wetterstationen haben Ihringen (BW) und Ruppersecken (RP) mit je 38 l/m² die Nase vorn. Manche Gewitterzellen brachten aber sogar bis zu 70 Liter Regen, beispielsweise jene bei Dorfen in Bayern oder Heilbronn!

Regenmengen am Sonntag © UBIMET
Vor allem in der Südhälfte regnete es mit den Gewittern am Sonntag heftig. © UBIMET

Dementsprechend heftig sieht es auch auf Bildern und Videos aus, doch die Gewitter haben auch ihre schönen Seiten…

In den gleichen Regionen wie gestern drohen auch heute wieder einige heftige Gewitter. Schwerpunkte dürften Bayern und Baden-Württemberg, Thüringen und der Westen Sachsens sein. Mit dem Deutschen Unwetterradar bleibt ihr immer bestens informiert!

Stromschlag durch Blitz unter der Dusche

Kräftiges Gewitter mit Blitz und Donner.

Am Rande eines Höhentiefs über Polen gab es am Freitag besonders im Osten Deutschlands mehrere Schauer und Gewitter. Die meisten Blitzentladungen wurden in Nordbrandenburg und Mecklenburg verzeichnet.

Stromschlag durch 186-kA-Blitz

Gegen 19:25 zog am Freitagabend in Peckatel bei Plate in Mecklenburg ein Gewitter auf. Es handelte sich dabei um kein besonders starkes Gewitter, dennoch  gab es rund um den kleinen Ort mehrere Blitzeinschläge. Um 19:26 schlug in einem Einfamilienhaus sogar ein sehr kräftiger Blitz mit einer Stromstärke von 186 kA ein. In kürzester Zeit wurde dabei etwa 11.500 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

In Peckatel in Mecklenburg erlitt ein Mann bei einem Gewitter einen Stromschlag unter der Dusche.
Blitzentladungen am Freitag © UBIMET

Indirekter Blitzschlag

Der Blitz verursachte erheblichen Sachschaden am Dachstuhl des Wohnhauses, zudem wurde in einem Nachbarhaus ein Mann unter der Dusche von einem Stromschlag getroffen. Er spürte danach ein anhaltendes Kribbeln in Armen und Beinen und musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Ursache dafür war die extrem große Spannung aufgrund des Blitzeinschlags, die durch das Wasser in die Dusche geleitet wurde. In diesem Fall war auch etwas Glück im Spiel: Wenn der Blitz das Haus des Mannes direkt getroffen hätte, wären die Folgen wohl wesentlich schlimmer gewesen.

Duschen bei Gewittern

Während in den meisten Neubauten mit Blitzschutz das Duschen im Zuge eines Gewitter unbedenklich ist, sollte man darauf in älteren Gebäuden ohne Blitzschutz unbedingt verzichten: Die meisten Wasserleitungen bestehen dort nämlich aus Metall und es kann eine mangelhafte Erdung vorliegen. Allgemeine Tipps zum Verhalten bei Gewittern, beispielsweise wie man die Gefahr indirekter Blitzschläge bzw. die Schrittspannung gering hält, gibt es hier: Verhaltensregeln bei Gewittern

 

Title-Photo: Derek Keats on VisualHunt.com / CC BY

Hagelunwetter bei Hartberg

Hagel

Der Alpenraum liegt derzeit zwischen einem Hoch über dem Mittelmeer und einem Tief über Weißrussland. Unter dem Einfluss einer nordwestlichen Höhenströmung gab es dabei am Samstag örtlich Schauer und Gewitter. Besonders betroffen waren die südöstlichen Landesteile, so gab es mit 1.098 die meisten Blitzentladungen im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld.

Im Berzirk Hartberg-Fürstendeld ging ein Hagelunwetter nieder.
Besonders im Südosten gab es kräftige Gewitter

Gewitterhotspot Hartberg

Bereits am Nachmittag zog knapp östlich von Hartberg ein kräftiges Gewitter durch, welches neben kräftigen Windböen für kleinen Hagelschlag sorgte. Diese Gewitterzelle zog unter Verstärkung über das Südburgenland nach Ungarn.

Das Hagelunwetter über Hartberg.
Radarbild um 18 Uhr © AustroControl /UBIMET

Hagelunwetter

Am späten Nachmittag bildetet sich dann ein weiteres Gewitter in den Fischbacher Alpen, welches unter rascher Verstärkung auf Hartberg traf. Hier kam es zu intensivem Hagelschlag, sogar die Autobahn wurde weiß eingefärbt.

Am Sonntag weitere Gewitter

Die Schauer- und Gewitterneigung bleibt am Sonntag vor allem im Bergland erhöht. Besonders von Vorarlberg bis zur Steiermark muss man über den Tag verteilt mit Schauern oder Gewittern rechnen, lokal besteht dabei die Gefahr von kleinem Hagel und Starkregen. Weitgehend trocken bleibt es dagegen im östlichen Flachland sowie teils auch im westlichen Donauraum.

Eisberg bedroht Dorf in Grönland

Ein Eisberg bedroht ein Dorf in Grönland

Die Siedlung Innaarsuit hat etwa 170 Einwohner und liegt an der Westküste Grönlands. Ein großer Eisberg bedroht derzeit das Dorf und dessen Einwohner: Das Kalben des Eisbergs kann nämlich große Wellen verursachen, die wie ein Tsunami auf die Küste prallen.

Kein Einzelfall

Das Kalben von Eisbergen ist ein normaler Vorgang, allerdings ist die Größe des Eisberges in diesem Fall außergewöhnlich. Und je größer die abbrechenden Eismassen sind, desto höher ist die Tsunami-Gefahr. Erst vergangenen Sommer sind bei einem ähnlichen Vorfall im Nordwesten Grönlands vier Menschen gestorben. Die am tiefsten gelegenen Häuser des Dorfes wurden daher evakuiert, zudem wurde vorsorglich ein Schiff der dänischen Marine in der Nähe stationiert.

Innaarsuit liegt an der Westküste von Grönland.
Innaarsuit liegt an der Westküste von Grönland. © www.google.com

Eis und Wellen

Am Ende von großen Gletschern kann man regelmäßig das Kalben des Eises beobachten, letztendlich entstehen so auch die meisten Eisberge in Grönland und in der Antarktis. Große Wellen sind jedenfalls keine Seltenheit, wie man in den folgenden Videos eindrücklich sehen kann.

Photo credit: SebsEye on Visualhunt / CC BY-NC-ND

Wasserhosen an der Westküste Italiens

In Italien wurden mehere Wasserhosen beobachtet.

Besonders betroffen war am Mittwoch die Westküste Italiens von Ligurien bis Latium. Am Küstenort Torvaianica, etwa 25 km südlich von Rom, traf eine Wasserhose sogar auf Land und sorgte dort für Aufregung bei Urlaubern und Einheimischen. Sobald eine Wasserhose auf Land trifft, handelt es sich per Definition um eine Windhose bzw. Tornado.

Wasserhosen

Für die Entstehung von Wasserhosen sind drei Faktoren besonders wichtig:

  • Der Unterschied zwischen der Wassertemperatur und der Lufttemperatur im Niveau der Wolkenbasis: Je größer die Temperaturdifferenz, desto höher die Labilität.
  • Lokale Windkonvergenezen, also Regionen, wo Winde aus zwei unterschiedlichen Richtungen aufeinanderprallen und zu Verwirbelungen führen.
  • Schwache Höhenwinde, da starke Windgeschwindigkeiten die Entwicklung vertikaler Verwirbelungen in der Luft unterdrücken können.

Besonders im Herbst sind Wasserhosen in Küstenregionen keine Seltenheit, da in dieser Jahreszeit die ersten Kaltluftausbrüche besonders über den noch warmen Meeren für hohe Labilitätswerte sorgen. Ganz besonders trifft dies auf den Mittelmeerraum zu, aber gelegentlich kann man sie auch im Binnenland über größeren Seen wie etwa dem Bodensee beobachten.

Wasserhosen und Tornados

Wasserhosen entstehen im Bereich lokaler Verwirbelungen der Luft unterhalb von Quellwolken und somit auf ganz unterschiedliche Art und Weise als die kräftigen Tornados, die man häufig auf Bildern aus den USA (und manchmal auch aus Europa) sieht. Letztere entwickeln sich im Zuge von langlebigen Superzellengewittern mit rotierendem Aufwindbereich und sind somit in den meisten Fällen wesentlich stärker. Dennoch können auch Wasserhosen, wenn sie auf Land treffen, für Schäden und herumfliegende Trümmer sorgen, weshalb man zur eigenen Sicherheit einen ausreichenden Abstand einhalten sollte.

Epischer Staubsturm im Südwesten der USA

Staubsturm in Arizona

In Arizona, New Mexico und Texas sind Staubstürme, auch Habub genannt, im Sommer nicht ungewöhnlich. Allerdings treten diese im Normalfall nicht in der Größe und Intensität auf, wie diese Woche in Arizona beobachtet wurde.

Entstehung von Staubstürmen

Entstehung eines Habubs
Entstehung eines Habubs © Roland Stull / www.eoas.ubc.ca

Ein großer Gewitterkomplex entsteht, durch Regen und Verdunstung entwickelt sich ein Kaltluftpool, der dann bodenah ausströmt. In den Wüstengebieten kann das zu Staubstürmen führen.

Hier noch ein Radarloop von einer Outflow Boundary (Grenze zwischen warmer Umgebungsluft und kältere Gewitterluft), die sich nach Gewitterbildung ringförmig ausbreitet:

Badeurlaub im Norden. Ist die Ostsee das neue Mittelmeer?

Fjord in Norwegen

Norwegen, Schweden und Finnland besitzen wie die beliebten Sommerurlaubsländer Kroatien und Italien ebenso einen Zugang zum Meer. Für einen Badeurlaub waren die Temperaturen dort aber bisher einfach zu niedrig. Das hat sich jedoch in den letzten paar Wochen geändert. Dort herrschen derzeit so hohe Temperaturen, dass die Wassertemperatur beinahe das Niveau des Mittelmeers erreicht hat.

Wassertemperatur Ostsee © Danish Meteorological Institute
Wassertemperatur Ostsee © Danish Meteorological Institute

Im Norden hoch sommerliche Temperaturen

Ein ausgeprägtes Hoch sorgt dort für diese hohen Temperaturen. Während die durchschnittliche Temperatur im Juli in Norwegen und Finnland bei etwa 20°C liegt, sind die derzeitigen Werte weit darüber. Im Norden von Skandinaviens, etwa 20 km südlich des Nordkaps, wurden gestern sogar unglaubliche 30°C an zwei Stationen gemessen. Also ist es derzeit 2500 km nördlich von Österreich wärmer als hier in Wien.

Prognostizierte Maximaltemperatur vom 12. Juli ©Ubimet/NCEP
Prognostizierte Maximaltemperatur vom 12. Juli ©Ubimet/NCEP

Der weitere Trend der Wettermodelle zeigt aber wieder einen leichten Rückgang der Temperatur. Sicher ist aber, dass sich diese Hitze nicht wirklich gut auf den schon weit fortgeschrittenen Rückgang des arktischen Eises auswirken wird.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Hohe Gewittergefahr zum Public Viewing

Public Viewing

Sommerlicher Samstag, Gewitter im Süden

Am Samstag dominiert zunächst der Sonnenschein und die Temperaturen steigen rasch an. Somit eignet sich der Tag für einen Besuch im Freibad oder am See, allerdings sollte besonders im Süden der Blick immer wieder zum Himmel gerichtet werden. Von Osttirol bis zum Wechselgebiet entstehen tagsüber kräftige Gewitter, die lokal mit Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen heftig ausfallen. Auch vom Tiroler Unterland bis zum Wald- und Mostviertel sind einzelne Gewitter unterwegs. Trocken bleibt es hingegen im äußersten Westen und meist auch im östlichen Flachland. Hier werden auch die Spitzenwerte von 30 Grad erreicht.

Gewitterreicher Sonntag

Am Sonntag sind im Bergland bereits am Vormittag erste Schauer und Gewitter unterwegs, die sich tagsüber auf weite Teile des Landes ausbreiten. Gerade in den länger sonnigen Regionen können die Gewitter dann umso heftiger ausfallen. Zum Spielbeginn des WM-Finales um 17 Uhr sind noch einige Gewitter unterwegs, so manche Public Viewing Veranstaltung fällt wohl ins Wasser. Deutlich bessere Bedingungen gibt es nur im Osten vom Weinviertel bis zum Nordburgenland, hier überwiegt auch am Abend der Sonnenschein. Die Höchstwerte liegen je nach Sonnenschein zwischen 20 und 29 Grad.

Unbeständige neue Woche

In der neuen Woche setzt sich das wechselhafte Wetter fort, nach derzeitigem Stand sind vor allem am Montag auch noch Unwetter möglich. Bis zur Wochenmitte gehen die Temperaturen von Westen her etwas zurück, dazu ziehen immer wieder Schauer und Gewitter durch. Bevorzugt bleibt das östliche Flachland, hier bleibt es meist trocken und auch am wärmsten.

Positiver Temperaturtrend in der zweiten Julihälfte

Im Gegensatz zu den Tropen bestimmen in Mitteleuropa die Hoch- und Tiefdruckgebiete das Wetter.  Derzeit liegt ein Tief direkt über Mitteleuropa und an dessen Vorderseite, sprich an der östlichen Flanke, werden heiße Luftmassen nach Norden transportiert. Dies führt derzeit zu hohen Temperaturen in der Ukraine und Teilen Russlands. Damit nun im Alpenraum dieser Fall eintritt, brauchen wir folglich ein Tiefdruckgebiet im Ostatlantik. Damit bekommen wir die Luftmassen aus dem Mittelmeerraum.

Transport von Luftmassen nach Norden auf der Vorderseite eines Tiefs © UBIMET / NCEP
Transport von Luftmassen nach Norden auf der Vorderseite eines Tiefs © UBIMET / NCEP

Alter Hurrikan als Wettermacher in Europa

Aufgrund eines Hurrikans im Atlantik, der in weiterer Folge unter Abschwächung in Richtung Europa zieht , kommt die Tiefdrucktätigkeit im Nordatlantik wieder in Gang.  Bisher dominierten hier Hochdruckgebiete das Wetter,  deshalb war es in Großbritannien in den vergangenen Wochen ungewöhnlich heiß.  Die Modellvorhersagen bestätigen diese Hypothese und der Temperaturtrend geht nach oben.

Zugbahn Hurrikan ©NOAA
Zugbahn Hurrikan ©NOAA

Keine Abweichung zum Mittel

Derzeit sind die Temperaturen im Alpenraum unter dem Monatsmittel, auf der Grafik wäre der Bereich in Österreich dann blau. Die Vorhersage zeigt nun, dass die zweite Hälfte nicht vom Mittel abweicht und dies entspricht wieder durchschnittliche sommerliche Temperaturen. Daraus folgt, dass der Temperaturtrend für die nächsten Tage nach oben gehen muss um das jetzige Defizit noch auszugleichen.Temperaturanomalie Europa ©NOAA

Temperaturanomalie Europa ©NOAA

Solche Vorhersagen sind zwar immer mit großer Vorsicht zu genießen, aber ein Umschwung in der Großwetterlage ist zu erkennen.

GISLINDE lindert die Trockenheit

Ein Regentag im Sommer © pixabay

Der stärkste Regen ist nun vorbei, Tief GISLINDE zieht nun nach Osten ab. Der perfekte Zeitpunkt für eine kleine Zusammenfassung. In den vergangenen zwei Tagen brachte das Tief verbreitet Regen in dem von Trockenheit geplagten Norden. Im Großteil von Sachsen-Anhalt fiel allerdings kaum ein Tropfen, nur in der Altmark sowie in Richtung Fläming regnete es ausreichend. Wie die unten stehende Grafik zeigt, wurde es auch im sonst vom Regen begünstigten Harz nur kurz nass.

Regensumme seit Dienstag
Regensumme seit Dienstag © UBIMET

Überschwemmungen in Brandenburg und Berlin

Während in Sachsen-Anhalt kaum ein Tropfen fiel, war es in den vergangen Stunden von der Uckermark bis nach Berlin stellenweise schon wieder zu viel des Guten. In nur wenigen Stunden fielen Donnerstagmorgen stellenweise bis zu 100 Liter pro Quadratmeter, dies führte zu lokalen Überschwemmungen und vollgelaufenen Keller.

Hier die Top 5 Messstationen der vergangenen 24 Stunden:

  1. Passow (Brb) 86,6 l/m²
  2. Berlin-Buch (B) 78,3 l/m²
  3. Ahrensfelde (Brb) 77,1 l/m²
  4. Angermünde (Brb) 69,0 l/m²
  5. Wustrow (Brb) 68,1 l/m²

Waldbrandgefahr gebannt

Da es in den vergangenen Tagen/Wochen schon einige Waldbrände gegeben hat und die Landwirte unter der Trockenheit stöhnen, ist wohl selten Regen im Juli derart willkommen gewesen. Die Waldbrandgefahr geht auf jeden Fall markant zurück, hier der berechnete Waldbrandindex vom Deutschen Wetterdienst.

Deutliche Entspannung der Waldbrandgefahr in Nordostdeutschland © Deutscher Wetterdienst
Deutliche Entspannung der Waldbrandgefahr in Nordostdeutschland © Deutscher Wetterdienst

Funnel über Gänserndorf

Ein Funnel über Gänserndorf.

Mitteleuropa liegt derzeit unter dem Einfluss eines Höhentiefs mit Kern über Deutschland. Die vergleichsweise kalte Luft in höheren Luftschichten sorgt dabei für eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung. Am Mittwochnachmittag wurde im Bereich einer Schauerlinie bei Gänserndorf ein Funnel gesichtet.

Windkonvergenz

Zum Zeitpunkt der Bildaufnahme gab es im östlichen Flachland zusammenströmende Winde aus nordwestlicher und östlicher Richtung. Im Bereich solch einer Windkonvergenz kann die Luft nur nach oben ausweichen, weshalb sich östlich von Wien eine Schauerlinie ausbildete. Im Bereich der zusammenströmenden Luft kam es dabei zu einer Verwirbelung, welche als Funnel sichtbar wurde.

Im Bereich einer Windkonvergenz entiwckelte sich eine Trichterwolke.
Windkonvergenz (rot) im östlichen Flachland am Mittwoch um 16 Uhr. © UBIMET

Funnel

Der sichtbare Teil einer rotierenden Luftsäule wird Trichterwolke (engl.: funnel cloud) genannt und erstreckt sich im Aufwindbereich einer Schauer- oder Gewitterzelle. Sie kann aber auch bei niederschlagsfreien Quellwolken beobachtet werden. Trichterwolken treten wesentlich häufiger als Tornados auf.

Trichterwolke über Gänserndorf.
Trichterwolke über Gänserndorf. © Sandra Bennybunny Vollmann

Wenn der rotierende Luftwirbel Kontakt mit den Boden hat, spricht man von einem Tornado, auch wenn dieser im unteren Bereich unsichtbar ist. Anhand des aktuellen Bildes aus Gänserndorf erscheint ein Bodenkontakt des Luftwirbels allerdings unwahrscheinlich. Weiters handelte es sich in diesem Fall um eine lokale Verwirbelung im Anfangsstadium eines Schauers, daher wäre ein potentieller Tornado von der Stärke her nicht vergleichbar gewesen mit jenen, welche im Zuge von langlebigen Superzellengewittern mit rotierendem Aufwindbereich entstehen. Die Unwettergefahr war also gering.

Im Bereich des Schauers gab es eine Trichterwolke.
Die Schauerlinie am Wetterradar. © AustroControl / UBIMET

Taifun Maria erreicht China

Ein Taifun trifft auf die Küste.

Landgang in China

Mit Windböen bis zu 200 km/h und heftigem Regen ist der Taifun MARIA heute morgen unserer Zeit auf das chinesische Festland getroffen. Besonders stark sind die Auswirkungen in den Provinzen Fujian und Zhejiang zu spüren. In den folgenden Stunden wird MARIA sich aber über dem hügeligen Hinterland Ostchinas deutlich abschwächen, dann handelt es sich nur noch um eine normales, kräftiges Tiefdruckgebiet.

Hier ein erstes Video aus der Region:

Taiwan schwer getroffen

Zuvor hatte Maria bereits den Norden der Insel Taiwan – etwa 80 km nördlich der Hauptstadt Taipeh überquert. Dabei kamen immense Regenmengen zusammen, hier die Top 5:

  1. Youkeng 407 l/m²
  2. Qingtian 323 l/m²
  3. Yangmingshan 314 l/m²
  4. Bailan 307 l/m²
  5. Yufeng 303 l/m²

Umso beachtlicher sind diese Mengen, wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche JAHRESniederschlag in Wien 650 l/m² und in Berlin 580 l/m² beträgt!

Den Schwerpunkt im Norden der Insel sieht man auch gut grafisch (hier allerdings ist nur der Niederschlag der vergangenen 15 Stunden dargestellt):

Immense Regenmengen in Taiwan.
Immense Regenmengen in Taiwan.

Noch heftiger wütete Maria auf der zu Japan gehörigen Insel Miyakojima:

 

Start in die Pilzsaison

Die Pilzsaison hat begonnen!

In den Supermärkten sind schon seit längerer Zeit Pilze bzw. Schwammerl zu finden, allerdings stammen Eierschwammerl und Co. vornehmlich noch aus den osteuropäischen Ländern wie Bulgarien oder Rumänien. Doch auch die heimischen Pilze kommen nun so langsam in Fahrt, das feuchte Sommerwetter lässt die Schwämme sprießen. Übertreiben sollte man das Sammeln jedoch nicht: In Österreich dürfen nämlich nur zwei Kilogramm pro Tag zum Eigenbedarf gesammelt werden, in Deutschland fehlt dagegen eine Gewichtsbeschränkung.

Gaumenfreude und Gefahrenquelle

Zu den beliebtesten Speisepilzen zählen der echte Pfifferling, im Alpenraum besser bekannt als Eierschwammerl sowie der Steinpilz, auch Herrenpilz genannt. Sie sind vor allem wegen ihrem feinen Aroma beliebt und enthalten wertvolle Nährstoffe. Gern genommen werden auch Parasol und der Maronenröhrling. Nicht so sehr bekannt, aber wegen ihres delikaten Geschmacks ein absoluter Geheimtipp, ist die Krause Glucke oder Fette Henne genannt. Sie ähnelt im Aussehen einem Schwamm und findet sich gern am Stammgrund und an Stümpfen von Waldkiefern und Föhren. Wo Licht, da aber auch Schatten. Es gibt eine Unmenge an giftigen Arten, und leider sieht man dem Pilz oftmals nicht an, ob er giftig, ungenießbar oder essbar ist. Auch Geruch, Geschmack und sogar Verfärbung geben keine Sicherheit. Aus diesem Grund ist immer Vorsicht geboten, besonders bei wenig versierten Sammlern besteht häufig Verwechslungsgefahr. So gehört ein Bestimmungsbuch zu jeder Grundausrüstung dazu.

Regeln beim Pilze sammeln

Zum guten Ton gehört, dass der passionierte Sammler nicht wahl- und gedankenlos über die Früchte des Waldes, und damit auch über die Pilze, herfällt. Zu junge und zu kleine Speisepilze bzw. ungenießbare Vertreter sollten stehen gelassen, und Giftpilze auch nicht zerstört werden. In Naturschutzgebieten gibt es oftmals Einschränkungen.

Rückblick: Kräftige Gewitter am Dienstag

Beosnders im östlichen Bergland und imSüdosten zeichnen sich kräftige Gewitter ab.

Update 20:30 – Gewittrig durchsetzter Starkregen

Ein paar Gewitter ziehen aktuell noch von der Oststeiermark ins Südburgenland.  In Teilen der Obersteiermark sowie im südlichen Niederösterreich sind die Gewitter mittlerweile in Starkregen übergegangen.

Damit beenden wir unseren  heutigen Live-Ticker und wünschen euch noch einen angenehmen Abend.

Update 18:45 – Niederschlagsmengen

Besonders in Niederösterreich und Wien sowie in der Obersteiermark sind mit den Gewittern örtlich große Regenmengen zusammengekommen.

Niederschlagsmengen der vergangenen 6 Stunden © UBIMET
Niederschlagsmengen der vergangenen 6 Stunden © UBIMET

Update 18:30 – Böen im Innviertel

In der labilen Kaltluft hat sich östlich von München eine kleine Zelle gebildet die derzeit in Richtung Innviertel zieht.  Mit Durchzug muss mit kräftigen bis stürmischen Böen gerechnet werden.

Gewitterzelle um 18:20 ©AustroControl / UBIMET
Gewitterzelle um 18:20 ©AustroControl / UBIMET

Update 18:00 – Unwetter weitgehend vorüber

Laut aktuellem Radarbild sind derzeit einige Gewitter in der Obersteiermark unterwegs. In weiterer Folge zieht diese Gewitterlinie in Richtung der Südoststeiermark.

Die Unwettergefahr ist für den Rest Österreichs weitgehend gering, in den Abend- und Nachtstunden ziehen aber immer wieder gewittrige Schauer durch und teilweise kann es noch kräftig regnen.

Das aktuelle Niederschlagsradar gibt es hier: Wetterradar Österreich.

Radarbild Steiermark um 17:45 ©AustroControl / UBIMET
Radarbild Steiermark um 17:45 ©AustroControl / UBIMET

Update 17:20 – Schauer und Gewitter am Alpenhauptkamm

Die Kaltfront des Höhentiefs liegt derzeit im Grenzbereich von Österreich und Deutschland. Im Vorfeld kommt es immer wieder zu einem Auslösen von Gewittern. Der Hotspot liegt derzeit im Bereich vom Lungau bis zur westlichen Obersteiermark

Im Wein- und Industrieviertel, sowie in Wien muss immer wieder mit gewittrigen Schauern gerechnet werden. Die Intensität ist aber geringer als die der Gewitter zuvor.

Update 17:00 – Lokale Überflutungen

Aufgrund der langsamen Verlagerung brachten die Gewitter relativ hohe Regenmengen. Anbei der Niederschlag der letzten drei Stunden:

  • 44 mm Hollenthon / Bucklige Welt
  • 43 mm Wien-Hohe Warte
  • 28 mm Hohe Wand / Hochkogelhaus
  • 16 mm Gutenstein / Mariahilfberg

Update 16:15 – Starkregen in Wolkersdorf

Eine Zelle zieht derzeit auch durch das Weinviertel, dabei messen die Wetterstationen hohe Niederschlagsmengen. Auch hier ist mit kleinräumigen Überflutungen zu rechnen.

Aktuelle Blitze im Weinviertel um 16:15 © nowcast / UBIMET

Update 15:45 – Gewitter im Burgenland

Mit der Verlagerung des Höhentiefs in Richtung Osten, wandert auch der Hotspot der Gewitter.

Derzeit löst es in der Buckligen Welt aus und aufgrund der langsamen Verlagerung kann es lokal zu Überflutungen kommen.

Gewitter im Burgenland um 15:45 Uhr. ©AustroControl / UBIMET
Gewitter im Burgenland um 15:45 Uhr. ©AustroControl / UBIMET

Udate 15:15 – Zwischenstand in Wien

Mittlerweile hat sich die Situation in Wien etwas entspannt, der Regen wird jedoch weiterhin anhalten. Mit 40 mm auf der Hohen Warte , ist in drei Stunden mehr als die Hälfte des mittleren Juli-Niederschlags gefallen

Das aktuelle Niederschlagsradar gibt es hier: Wetterradar Österreich.

Update 15:00 – Auto im Wienfluss

Das Gewitter über Wien hat für Hochwasser am Wienfluss gesorgt. Dort wurden scheinbar Arbeiter von den Wassermassen überrascht.

Update 14:45 – Gewitter im Osten

Die meisten Gewitter sind derzeit rund um Wien anzutreffen, aber auch südlich von Villach, in den Kitzbüheler Alpen und in der Obersteiermark sind einzelne Schauer und Gewitter unterwegs. In den kommenden Stunden verlagert sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit mit Annäherung des Höhentiefs an die Alpensüdseite.

Vor allem im östlichen Flachland gibt es kräftige Gewitter.
Aktuelle Blitze in Österreich. © nowcast / UBIMET

und a

Update 14:35 – Temperaturkontraste

Mit Annäherung kühlerer Luftmassen aus Nordwesteuropa gibt es derzeit ausgeprägte Temperaturkontraste. Während von Unterkärnten über die südliche Steiermark bis zum Marchfeld noch sommerliche Werte zwischen 25 und 28 Grad verzeichnet werden, gibt es im Bereich der Nordalpen meist 16 bis 22 Grad. Auch in Wien hat der kräftige Regen bereits für eine Abkühlung gesorgt, hier ist die Temperatur in der letzten Stunde von 26 auf 18 Grad gesunken.

Update 14:15 Uhr – Hotspot Wiener Becken

Auch im südlichen Wiener Becken haben sich in den letzten Minuten kräftige Gewitter gebildet, besonders betroffen ist derzeit das Gebiet zwischen Laxenburg und Himberg. Anbei ein Bild aus Gramatneusiedl:

Update 14:00 Uhr -Weiterer Regen

Das Gewitter über Wien schwächt sich aktuell etwas ab, besonders im Westen und Norden der Stadt ist aber weiterhin mit gewittrig durchsetztem Regen zu rechnen. In Döbling sind innerhalb von einer Stunde bereits 36 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen, vereinzelt wurde hier auch kleiner Hagel gemeldet.
Das aktuelle Niederschlagsradar gibt es hier: Wetterradar Österreich.

Update 13:45 Uhr – Blitze über Wien

In den aktuellen Blitzanalyse sieht man, dass es die meisten Blitze landesweit derzeit genau über Wien gibt. Besonders betroffen sind die westlichen Bezirke von Meidling über Ottakring bis Döbling.

Besonders viele Blitze gibt es in Wien.
Aktuelle Blitze. © nowcast / UBIMET

Update 13:40 Uhr – Niederschlagsmengen

Anbei die nassesten Orte in den letzten 60 Minuten:

  • 18 mm Hohe Wand/ Hochkogelhaus
  • 16 mm Gutenstein / Mariahilfberg
  • 14 mm Wien (Döbling)
  • 13 mm Weitra
  • 12 mm Wien (Innere Stadt)

Besonders in Westen  und im Zentrum Wiens regnet es derzeit kräftig!

Update 13:20 Uhr – Gewitter über Wien

Aus dem Wienerwald greift in diesen Minuten ein Gewitter auch auf Wien über. Da es sich an Ort und Stelle weiter verstärkt, besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen!

Gewitter über Wien um 13: 15 Uhr. ©AustroControl / UBIMET
Gewitter über Wien um 13: 15 Uhr. ©AustroControl / UBIMET

Update 12:40 Uhr – Zunehmende Gewitterneigung

Im nördlichen Waldviertel und am Alpenostrand entstehen derzeit vermehrt Schauer und Gewitter. Ein kräftiges Gewitter befindet sich aktuell bei Muggendorf im Bezirk Wiener Neustadt-Land. Hier besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen. Das aktuelle Niederschlagsradar gibt es hier: Wetterradar Österreich.

Update 8:30 Uhr – Satellitenbild

Am aktuellen Satellitenbild sieht man derzeit das Höhentief über Deutschland. Ein Wolkenband mit ein paar Regenschauern erfasst derzeit das nördliche Oberösterreich.

Das Höhentief sorgt bereits für vielen Wolken und erste Schauer an der Alpennordseite.
Das Höhentief am Satellitenbild um 8 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Übersicht 7:30 Uhr

Ein Höhentief mit Kern über Deutschlands sorgt am Dienstag für eine Labilisierung der Luft. Einerseits gelangt in der Höhe etwas kältere Luft in den Alpenraum, andererseits strömen im Vorfeld einer Kaltfront feuchte Luftmassen im Ostalpenraum zusammen. Besonders im zentralen und östlichen Bergland sowie teils auch im Waldviertel ist ab etwa Mittag mit ersten, kräftigen Schauern und Gewitter zu rechnen. Lokal besteht dabei die Gefahr von Starkregen und Hagel.

Bersonders im südöstlichen Berg- und Hügelland ist mit kräftigen Gewitter zu rechnen.
Gewitterpotential am Dienstag. © www.uwz.at

Gegen Abend greifen die Gewitter vermehrt auch auf den Süden und Südosten über und gehen von Unterkärnten bis zum Burgenland in der Nacht in kräftigen Regen über. Lokal besteht hier die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen oder Vermurungen. Auch an der Alpennordseite sind allerdings weitere gewittrige Schauer zu erwarten, lokal sind dabei kräftige, vereinzelt auch stürmische Böen möglich.

Besonders im östlichen Bergland und im Süden regnet es kräftig.
24-Stunden-Niederschlagsprognose von bis Mittwochnachmittag. © UBIMET

10. Juli 1916: Tornado in Wiener Neustadt

Tornado südlich von Wien © Stormhunters Austria

Am Nachmittag des 10. Juli 1916 bildete sich im Schneeberggebiet ein Gewitter, das sich rasch intensivierte und als sogenannte Superzelle nach Osten fortbewegte. Gegen 16:15 Uhr kam es im Bereich Dreistetten (NÖ) zur Bildung eines Tornados. In der Folge zog dieser über Wiener Neustadt hinweg und löste sich kurz vor Leithaau bei Lichtenwörth wieder auf. Auf seiner etwa 15 km langen Zugbahn hinterließ er teils große Verwüstungen.

Bis zu 300 km/h

Besonders stark betroffen waren die nördlichen Stadtteile von Wiener Neustadt. Zunächst wurden gerade erst errichtete Telegraphen- und Strommasten von den bis zu 300 Kilometer pro Stunde schnellen Winden zerstört. In weitere Folge zog der Tornado über die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik hinweg, hier gab es die meisten der insgesamt 32 Todesopfer. Der finanzielle Schaden belief sich in Summe auf 900.000 Kronen. Auf der internationalen Fujita-Skala erreichte der Tornado die zweithöchste Kategorie 4 und gilt als der stärkste Tornado, der sich je in Österreich bildete.

Gefährdete Region

Die Region am Alpenostrand im Bereich des Wiener Beckens zählt neben der südlichen Steiermark und dem oberösterreichischen Flach- und Hügelland zu den am ehesten durch Tornados gefährdeten Bereichen in Österreich. So wurde Wiener Neustadt neben 1916 auch in den Jahren 1903, 1930 und 1946 von Tornados heimgesucht. Vor exakt einem Jahr gab es zudem einen spektakulären Tornado in der Nähe des Flughafens Wien-Schwechat. Der 10. Juli ist somit für Meteorologen in Österreich eine besonderer Tag. Auch heute sind wieder kräftige Gewitter zu erwarten: Kräftige Gewitter am Dienstag.

Titelbild: Tornado am 10. Juli 2017 nahe Wien. © Stormhunters Austria

Supertaifun Maria nimmt Kurs auf Taiwan und China

Der Supertaifun Maria nimmt Kurs auf Taiwan.

Der Supertaifun Maria zieht derzeit über dem Pazifischen Ozean mit einer westlichen Zugbahn in Richtung Taiwan. Derzeit liegt der Kern des Sturms noch etwa 850 km entfernt, bereits am Dienstagmorgen unserer Zeit wird es aber voraussichtlich als Sturm der Kategorie 3 oder 4 über die japanischen Inseln Miyako-jima und Ishigaki-jima ziehen mit Windgeschwindigkeiten von 200 km/h und Spitzenböen um 250 km/h. Weiters müssen sich die Inselbewohner auf eine Sturmflut und sintflutartigen Regen vorbereiten.

In weiterer Folge deuten die Modelle auf eine Zugbahn knapp nördlich von Taiwan hin, wo sich auch die Hauptstadt und Metropolregion von Taipeh befindet. Der Supertaifun wird sich zwar über den etwas kühleren Gewässern des Ostchinesichesn Meers allmählich abschwächen, dennoch muss man weiterhin mit ergiebigem Regen und Orkanböen rechnen.

Der Supertaifun Maria nimmt Kurs auf Taiwan und China.
Die Prognose der Zugbahn von Supertaifun Maria. © UBIMET

In der Nacht auf Mittwoch unserer Zeit wird der Taifun schließlich in China nördlich der Metropolregion von Fuzhou in der Provinz Fujian auf Land treffen. Während an der Küste vor allem eine Sturmflut und Orkanböen zu erwarten sind, stellen die großen Regenmengen von teils über 150 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden die Hauptgefahr im Landesinneren dar.

Besonders im Osten Chinas besteht eine erhöhte Gefahr von Überflutungen und Vermurungen.
Die prognostizierten Regenmengen. © UBIMET

Höhentief bringt Gewitter und Regen

Besonders im östlichen Bergland und im Südosten zeichnen sich wieder kräftige Gewitter ab.

Kräftige Gewitter am Dienstag

Am Dienstag scheint besonders im Süden und Osten zunächst zeitweise die Sonne, sonst ziehen bereits kompakte Wolken durch und am Vormittag gehen im Bereich der westlichen Nordalpen erste Schauer nieder. Am Nachmittag entstehen dann vermehrt Schauer und besonders in der Südosthälfte auch Gewitter. Vor allem im Bergland von den Tauern über die Obersteiermark bis zum Alpenostrand fallen die Gewitter mitunter auch kräftig aus mit der Gefahr von Starkregen und Hagel. In den Abendstunden greifen die Gewitter dann vermehrt auf den Süden und Südosten über.

Beosnders im östlichen Bergland und imSüdosten zeichnen sich kräftige Gewitter ab.
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Dienstagabend. © UBIMET / NCEP

Kräftiger Regen im Südosten

Dienstagnacht gehen die Gewitter im Süden und Südosten in schauerartigen Regen über. Der Mittwoch beginnt dann trüb und vielerorts nass, im äußersten Südosten regnet es anfangs noch kräftig. Bis zum Vormittag lässt der Regen allmählich nach, besonders im Süden und im Bergland gehen tagsüber aber weitere Regenschauer nieder. Ein paar Sonnenstunden gibt es am Nachmittag von Vorarlberg bis zum Inn- und Mühlviertel. Die Temperaturen liegen vorübergehend unter dem jahreszeitlichen Mittel.

24 Stunden Niederschlag bis Mittwoch 14 Uhr. © UBIMET
Die größten Regenmengen gibt es im östlichen Bergland und im Süden. © UBIMET

Titelbild: © Christoph Matella

Sommerwetter legt eine kurze Pause ein

Das Sommerwetter legt eine kurze Pause ein.

Kräftige Gewitter am Dienstag

Am Dienstag kommt die Sonne generell nur noch zeitweise zum Vorschein, längere sonnige Abschnitte gibt es anfangs noch im Süden und Osten. Im Tagesverlauf verdichten sich die Wolken und am Nachmittag gehen vermehrt Schauer und Gewitter nieder. Besonders im Bergland vom Pinzgau über die Obersteiermark bis zum Alpenostrand können diese mitunter auch kräftig ausfallen. In den Abendstunden steigt die Unwettergefahr auch im Südosten an. Die Höchstwerte liegen zuvor zwischen 20 und 28 Grad.

Kühle Wochenmitte

Dienstagnacht fällt mit Durchzug einer Kaltfront besonders im Süden und Südosten verbreitet Regen. Der Mittwoch beginnt dann trüb und vielerorts nass, im äußersten Südosten regnet es anfangs noch kräftig. Bis zum Vormittag lässt der Regen allmählich nach, besonders im Süden und im Bergland gehen tagsüber aber weitere Regenschauer nieder. Ein paar Sonnenstunden gibt es am Nachmittag von Vorarlberg bis zum Inn- und Mühlviertel. Mit maximal 16 bis 24 Grad liegen die Temperaturen vorübergehend unter dem jahreszeitlichen Mittel.

24 Stunden Niederschlag bis Mittwoch 14 Uhr. © UBIMET
Besonders im östlichen Bergland und im Südosten fällt viel Regen. © UBIMET

Sommerliches Wochenende

Am Donnerstag lässt der Tiefdruckeinfluss nach und bei einem Mix aus Sonne und Wolken steigen die Temperaturen wieder spürbar an. Am Samstag zeichnen sich im Flachland und im Westen Höchstwerte im Bereich der 30-Grad-Marke ab. Die Gewitterneigung steigt allerdings besonders im Bergland neuerlich an.

Extreme Hitze in Kalifornien

Besonders im Süden Kaliforniens wurden zahlrecihe Hitzerekorde gebrochen.

In weiten Teilen der USA hat der Juli außergewöhnlich heiß begonnen. Am Freitag war dann besonders die dicht besiedelte Region im Süden Kaliforniens von großer Hitze betroffen.

Ostwind bringt Hitze

An der Südflanke eines Hochs über dem Südwesten der USA gelangten mit einer östlichen Strömung extrem heiße Luft bis an die Küste Kaliforniens. Dieser föhnige Wind mit Ursprung in der Wüste unterdrückte den kühlenden Seewind, der normalerweise am späten Vormittag auffrischt.

Mit föhnigem Ostwind wurden zahlreiche Hitzerekorde gebrochen.
Föhniger Ostwind sorgte für die extreme Hitze in Kalifornien. © UBIMET

Rekordhitze

In Summe wurden am Freitag an 26 Stationen neue Tagesrekorde aufgestellt, wie etwa auch an den Klimastationen in Los Angeles und San Diego. Die zuvorigen Rekorde wurden teils sogar um 6 bis 11 Grad übertroffen!

Extreme Hitze im Süden Kaliforniens.
Zahlreiche neue Rekorde wurden in Kalifornien aufgestellt. © UBIMET / NWS

101-jähriger Rekord in Santa Ana

Zwei Stationen haben einen neuen Monatsrekord aufgestellt und sechs sogar einen neuen Allzeitrekord. In Santa Ana lag die Rekordtemperatur bei 44.4 Grad, gemessen vor über 100 Jahren im 1917. Am vergangenen Freitag erreichte die Temperatur hier 45.6 Grad! In der kommenden Woche wird es nicht mehr ganz so heiß und die Temperaturen nähern sich wieder dem langjährigen Mittel.

Früher Start der Waldbrandsaison

Die Hitze hat für einen frühen Start in die Waldbrandsaison gesorgt, die hier normalerweise erst im Herbst ihren Höhepunkt erlebt, wenn der „Santa-Ana-Wind“ besonders häufig weht. Erst letztes Jahr gab es die bislang schlimmste Waldbrandsaison in der Geschichte Kaliforniens.


Title-Photo: VisualHunt.com

Schwere Überschwemmungen in Japan

Besonders im Südwesten Japans gab es schwere Überflutungen.

Erst vor wenigen Tagen ist der tropische Sturm Prapiroon auf den Süden Japans getroffen. Am 4. Juli löste sich der Sturm zwar auf, er hinterließ aber äußerst feuchte Luftmassen tropischen Ursprungs. Am Freitag entwickelte sich am Südrand eines Höhentiefs über dem Japanischen Meer schließlich eine Tiefdruckrinne und besonders im Süden Japans kam es zu  gewittrig durchsetztem Starkregen.

Extreme Regenmengen

In der Stadt Sukumo in der Region Shikoku gab es innerhalb von 24 Stunden rund 390 Liter pro Quadratmeter Regen, davon 263 innerhalb von nur zwei Stunden. In Uwajima gab es im gleichen Zeitraum sogar 364 Liter pro Quadratmeter, hier gab es also in nur zwei Stunden die eineinhalbfache Niederschlagsmenge wie in einem durchschnittlichen Juli!

Die großen Niederschlagsmengen sorgten für schwere Überfltutungen in Japan.
Innerhalb von nur 3 Tagen gab es sehr große Niederschlagsmengen. © UBIMET


Neben Shikoku waren auch die Regionen Kyushu, Chugoku, Kinki und Chubu von Überflutungen und Vermurungen betroffen. Die Stadt Okayama wurde sogar fast vollständig überflutet. Medienberichten  zufolge kamen mindestens 65 Menschen ums Leben, 45 weitere werden noch vermisst. Einige Häuser wurden zerstört, zudem sind mehrere Millionen Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen, davon alleine 1,8 Millionen in Hiroshima.

Entspannung erst kommende Woche

In den kommenden Stunden gehen vor allem im äußersten Süden weitere Schauer nieder. So extreme Regenmengen wie am Samstag sind zwar nicht mehr zu erwarten, die Warnungen vor Starkregen und Überflutungen vom nationalen Wetterdienst in Japan bleiben aber weiterhin in Kraft. Im Laufe der kommenden Woche ist dann eine langsame Entspannung in Sicht.

Title-Photo credit: banjipark on Visual hunt / CC BY-SA

Erste Ferienwoche bringt badetaugliche Temperaturen

Die erste Ferienwoche bringt badetaugliche Temperaturen.

Am Wochenende und zu Beginn der ersten Ferienwoche liegt Österreich am Rande eines Hochs mit Kern über den Britischen Inseln. Der Sonntag startet meist sonnig, im Tagesverlauf ziehen im Nordosten allerdings vorübergehend kompakte Wolken durch und im Bereich der Nordalpen sowie im Süden sind einzelne gewittrige Schauer einzuplanen. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 Grad im Mariazellerland und 28 Grad im Seewinkel. Am Montag sind im Norden einzelne Schauer nicht ganz ausgeschlossen, sonst überwiegt meist der Sonnenschein. Die Temperaturen bleiben mit 21 bis 29 Grad auf sommerlichem Niveau.

Leicht wechselhaft zur Wochenmitte

Im Laufe des Dienstags macht sich ein Höhentief bemerkbar, somit entstehen nach einem freundlichen Beginn besonders im zentralen Bergland und im Süden ein paar Schauer und Gewitter. Der Mittwoch verläuft besonders im Süden unbeständig, hier gehen bei vielen Wolken einige gewittrige Schauer nieder. Sonst bleibt es bis auf einzelne Schauer trocken und zeitweise scheint die Sonne. Die Temperaturen gehen geringfügig zurück und liegen meist zwischen 20 und 26 Grad.

Die Wassertemperaturen liegen zwischen 20 und 25 Grad.
Die aktuellen Wassertemperaturen in Österreich und an der nördlichen Adria. © UBIMET

Der Sommer bleibt

In der zweiten Wochenhälfte stellt sich im ganzen Land wieder sonniges Sommerwetter ein. Die Temperaturen steigen etwas an und erreichen im Flachland Höchstwerte um die 30 Grad, vielerorts gibt es perfektes Grill- und Badewetter. Zum Wochenende hin steigt die Gewitterneigung aus heutiger Sicht allerdings besonders im Bergland an. Die Wassertemperaturen der heimischen Seen können durchaus mit jenen an der nördlichen Adria mithalten, besonders die seichten Gewässer im Süden und Osten weisen Temperaturen von bis zu 25 Grad auf. Anbei ein Auswahl an aktuellen Werten:

Wörthersee: 23 °C Lignano (Italien): 25 °C
Bodensee: 21 °C Triest (Italien): 24 °C
Mondsee: 20 °C Rimini (Italien): 25 °C
Neusiedler See: 24 °C Rovinj (Kroatien): 24 °C
Alte Donau: 25 °C Lošinj (Kroatien): 22 °C

Winterliche Bedingungen in den Australischen Alpen

Auf den Bergen Australiens gibt es viel Schnee.

Der Südosten Australiens liegt derzeit zwischen einem Tief über der Tasmanischen See und einem Hoch über der Großen Bucht im Süden des Landes. Mit einer südwestlichen Strömung gelangen dabei schubweise feuchte und kühle Luftmassen ins Land.

Schneereicher Winter

Der Saisonstart verlief heuer in den Australischen Alpen außergewöhnlich schneereich, wie berichteter darüber hier: Wintereinbruch in Australien. Nun können sich Skifahrer und Winterfreunde auf weiteren Schneefall freuen. Besonders in Höhenlagen oberhalb von 1.300 m gibt es tiefwinterliche Bedingungen.

Weiterer Neuschnee am Wochenende

Im Laufe des Wochenendes gibt es weitere Schneeschauer, dabei gibt es in den Alpen von New South Wales oberhalb von etwa 1.500 m weitete 20 bis 40 cm Neuschnee. Auch in Victoria sind in höheren Lagen etwa weitere 20 cm der weißen Pracht zu erwarten. Die Schneefallgrenze steigt allmählich von 900 gegen 1.200 m an.

Besonders in den Alpen von NSW gibt es viel Neuschnee.
Schneeprognose für die Australischen Alpen. © UBIMET

Title-Photo credit: NeilsPhotography on VisualHunt / CC BY

Taifun-Saison kommt in Fahrt! Nächster Wirbelsturm steuert auf Ostasien zu

Während sich der Taifun Prapiroon, von dem wir Anfang der Woche berichtet haben, im japanischen Meer zu einem Sturmtief entwickelt hat, braut sich im warmen Westpazifik wieder etwas zusammen. Maria, der Name wurde vom „Joint Typhoon Warning Center (JTWC)“ für diesen Taifun vergeben, intensiviert sich laut heutiger Prognosen weiter. Dieser Sturm stellt ein großes Risiko für die Nordostküste Chinas sowie Südkorea und den Süden Japans dar.

Weitere Intensivierung

Derzeit befindet sich der tropische Sturm nahe der Insel Guam und wandert mit den Passatwinden in Richtung Nordwesten. Da dort die Meeresoberfläche sehr warm ist, steht genügend Energie zur Verfügung, damit sich der Sturm noch weiter intensivieren kann. Die Simulationen der Modelle zeigen dabei Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h. Erreicht dieser Sturm die Küste, sind Extremwetterereignisse wie Starkniederschlag, Überschwemmungen und Bergrutsche zu befürchten.

 

Bildquelle: Sprengben, visualhunt

Extremwetter im Juli

Großer Hagel im Juli

Explosive Atmosphäre

Durch den hohen Sonnenstand und die sich stark erwärmten Meere und der daraus resultierenden schwülen Luft steht im Juli oftmals das Maximum an Energie in der Atmosphäre zur Verfügung. Die Folge sind teils unwetterartige Gewitter, die zu großen Schäden führen können. Im Einflussbereich subtropischer Luftmassen ist es sogar möglich, dass in Deutschland Gewitter bis zu einer Höhe von 13 Kilometern heranwachsen, höher als jedes Gebirge der Erde.

Riesiger Hagel

Neben Starkregen richtet besonders Hagel große Schäden in der Landwirtschaft, an Gebäuden oder Autos an. Besonders betroffen von Hagelunwettern sind die südlichen Regionen, allerdings kann es sie bei entsprechenden Bedingungen auch in den anderen Landesteilen geben. Besonders großen Hagel gab es am 28. Juli 2013 in Reutlingen (Baden-Württemberg). An diesem Tag entstanden im Südschwarzwald kräftige Gewitter, die sich in kurzer Zeit zu markanten Hagelunwettern entwickelten und dann weiter nach Nordosten zogen. In einer bis zu 15 km breiten Schneise kam es dabei zu schwerem Hagelschlag mit rund 8 cm großen Hagelsteinen. Speziell im Landkreis Reutlingen wurden allerdings einzelne Exemplare mit einem Durchmesser von unglaublichen 14 cm gefunden! Das Unwetter war für mehrere verletzte Personen verantwortlich, zudem fielen zahlreiche Vögel dem Hagel zum Opfer. Der verursachte Gesamtschaden lag bei 3,6 Mrd. Euro und ist somit der größte Hagelschaden für die deutsche Versicherungswirtschaft.

Gewitter können aber auch durch Sturm- oder Orkanböen extrem gefährlich sein. Am 10. Juli 2002 fegte ein sogenanntes „Derecho“ über den Nordosten Deutschlands hinweg. Dabei handelte es sich um ein linienhaftes Gewitter, das 400 Kilometer lang war und bei dem teilweise Windböen von über 150 km/h auftraten. Dabei starben 7 Personen, mehrere 1000 Bäume knickten um und es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Rekordtemperaturen

Der Juli ist auch der Monat mit der höchsten je gemessenen Temperatur in Deutschland. Am 5. Juli 2015 wurden im bayerischen Kitzingen 40,3 Grad gemessen. Allerdings gab es im darauffolgenden August ebenfalls 40,3 Grad im selben Ort. Aber es gibt auch andere Extreme, denn bei besonders ungünstigen Wetterlagen kann die Temperatur in manchen Regionen auch Richtung Gefrierpunkt sinken: In Elslohe im Sauerland war es am 7. Juli 1964 mit 0,0 Grad extrem kalt.

Titelbild: https://visualhunt.com/f2/photo/13614016553/8ecdfb4019/

Extremwetter im Juli

Großer Hagel im Juli

Explosive Atmosphäre

Durch den hohen Sonnenstand und die sich stark erwärmten Meere und der daraus resultierenden schwülen Luft steht im Juli oftmals das Maximum an Energie in der Atmosphäre zur Verfügung. Die Folge sind teils unwetterartige Gewitter, die zu großen Schäden führen können. Im Einflussbereich subtropischer Luftmassen ist es sogar möglich, dass in Österreich Gewitter bis zu einer Höhe von 13 Kilometern heranwachsen, höher als jedes Gebirge der Erde.

Riesiger Hagel

Neben Starkregen und Sturmböen richtet besonders Hagel große Schäden in der Landwirtschaft, an Gebäuden oder Autos an. In manchen Fällen wurden selbst in Österreich auch schon Menschen verletzt und Tiere getötet. Beispielsweise starben am 23. Juli 2009 in Oberösterreich in manchen Gemeinden bis zu 50 % aller Wildtiere durch riesigen Hagel, selbst Rehe waren damals betroffen. Der Durchmesser des Hagels maß damals bis zu 8 cm. Nur für diesen Tag bezifferte die Österreichische Hagelversicherung die Schäden an landwirtschaftlichen Nutzflächen auf über 20 Millionen Euro.

Heiß, aber keine Rekordtemperaturen

Lange Zeit war der Juli der Monat mit der höchsten je gemessenen Temperatur in Österreich. Am 27. Juli 1983 wurden in Dellach im Drautal (Oberkärnten) 39,7 Grad gemessen. Erst im August 2013 wurde dieser Rekord mit 40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg gebrochen. Aber es gibt auch andere Extreme, denn bei besonders ungünstigen Wetterlagen kann es in manchen Regionen auch frostig werden: In Weitra im Waldviertel war es am 7. Juli 1961 mit -0,1 Grad extrem kalt.

Titelbild: https://visualhunt.com/f2/photo/13614016553/8ecdfb4019/

Heute kräftiger Regen an der Alpennordseite

Ein verregneter Tag in den Alpen

Schon gestern brachten kräftige Gewitter einiges an Regen, die Nacht hindurch sorgten heftige Regenschauer für weiteren Nachschub des kühlen Nass.

Hier seht ihr die aktuellen Spitzenreiter bei den Regenmengen (Stand: 08:00 Uhr):

  1. Mönichkirchen (NÖ) 77 l/m²
  2. Salzburg (S) 56 l/m²
  3. Spittal/Drau (K) 48 l/m²
  4. Krimml (S) 41 l/m²
  5. Kitzbühel (T) 41 l/m²
  6. Bad Ischl (OÖ) 39 l/m²

Das Tief dreht sich nun weiter genau über Österreich ein, die größten Regenmengen kommen heute an der Alpennordseite zwischen dem Karwendel und der Eisenwurzen zusammen. Hier sind bis morgen früh durchaus noch einmal 30-40, lokal auf 50 l/m² möglich. Gut zu sehen auf unserer Niederschlagsprognose:

Bis zu 50 Liter pro Quadratmeter sind in den nächsten 24 Stunden möglich!
Große Regenmengen kommen in den Nordalpen zusammen © UBIMET/UCM

Einen stets aktuellen Blick auf die Warnungen vor Starkregen findet ihr wie gewohnt auf hier.

Ab morgen ist es aber vorbei mit dem nassen Sommerwetter, für einige Tage stellen sich meist trockene und angenehm warme Bedingungen ein!

Bergwetter am Wochenende

Blick vom Traunstein auf den Traunsee in Oberösterreich

Freitag, 06. Juli 2018

Der Freitag startet im Großteil der Ostalpen trüb, viele Berge stecken in Wolken. Dazu regnet es aus der Nacht schauerartig verstärkt. Freundliche Ausnahme ist ein Streifen von Südtirol bis ins Grazer Bergland. Im Laufe des Tages lockern die Wolken nördlich des Hauptkamms etwas auf, in den anfangs freundlichen Regionen werden die Quellwolken dagegen mehr. Bald schon entstehen verbreitet Schauer und teils heftige Gewitter, möglich sind sie überall! Bei kräftigem Nordwestwind steigen die Temperaturen in 3.000 m auf 3 bis 6 Grad. In 2.000 m Höhe werden von Nord nach Süd 10 bis 13 Grad erreicht.

Samstag, 07. Juli 2018

Am Samstag halten sich vor allem vom Pfänder bis zum Mariazellerland anfangs einige Wolken, auch im Süden gibt es da und dort einen grauen Start in den Tag. Vom Karwendel bis zum Hochkar sind aus der Nacht heraus auch noch kurze Schauer möglich. Bald setzt sich aber freundliches Sommerwetter durch, die sich bildenden Quellwolken bleiben meist klein und somit harmlos. Etwas mächtiger können sie in den Nordalpen werden, hier sind am Nachmittag einzelne gewittrige Schauer möglich. Der Nordwestwind weht mit Böen um die 40 km/h, dazu steigen die Temperaturen in 3.000 m Höhe auf 4 bis 8 Grad, 12 bis 16 Grad werden in 2.000 m Höhe erreicht.

Sonntag, 08. Juli 2018

Der Sonntag beginnt in manchen Tälern der Nordalpen mit ein paar Nebelfeldern oder Restwolken. Diese haben aber gegen die kräftige Julisonne keine Chance, rasch wird es in den gesamten Ostalpen sonnig. Zwar zeigen sich im Tagesverlauf wieder ein paar Quell- und Schleierwolken, diese stören aber nicht weiter. Etwas lästiger ist da schon der teils kräftige Nordwestwind, vor allem vom Dachstein ostwärts. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m 5 bis 8 Grad, in 2.000 m gibt es Höchstwerte zwischen 11 Grad am Schneeberg und 18 Grad im rund um den Ortler.

Bergwetter-Tipp:

An sonnigen Sommertagen wie am anstehenden Wochenende kann man sich die „Gipfel-Temperatur“ für seine Bergtour leicht selber ausrechnen. Dazu braucht man nur die prognostizierten Höchstwerte in Talniveau: Werden in Innsbruck auf knapp 600 m Seehöhe beispielsweise 28 Grad vorhergesagt, so darf man sich am Gipfel des Großen Bettelwurfs auf gut 2.700 m auf angenehme 7 Grad freuen. Der Grund: Aufgrund physikalischer Gesetze nimmt die Temperatur an solchen Strahlungstagen pro 100 m Höhendifferenz um 1 Grad ab, bei 2.100 m zwischen der Tiroler Landeshauptstadt und dem Karwendelgipfel also um 21 Grad.

Titelbild: Foto-Webcam https://www.foto-webcam.eu/webcam/traunstein/

Spannungsgeladenes Festival am Salzburgring

Gewitter können am Donnerstag und Freitag aufziehen.

Nach einem freundlichen und mit bis zu 28 Grad sommerlich warmen Donnerstag steigt ab etwa 17:00 Uhr die Neigung zu teils heftigen Gewittern von Westen her markant an. Die Gewitter gehen mit kräftigem Regen, Hagel und Windböen von bis zu 70 km/h einher. Auch die offizielle Eröffnung des Festivals um 22:30 Uhr sowie die folgende Nacht stehen somit ganz im Zeichen von gewittrigen Bedingungen.

Gewittriger Freitag

Am Freitag prasselt von der Früh weg gewittrig durchsetzter Regen auf das Festivalgelände, dazu zeigt sich der Himmel grau in grau. Im Laufe des Tages mischen dann auch wieder Gewitter mit, die von Bayern her ins Salzburger Land ziehen. Diese bringen in erster Linie kräftigen Regen, 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter sind durchaus möglich. Neben der Regenjacke empfiehlt sich auch ein Pullover, mehr als 20 Grad werden nämlich nicht erreicht.

Am Samstag meist schon trocken

Der Samstag startet mit einigen Restwolken, dazu gehen in den frühen Morgenstunden noch kurze Schauer nieder. Im Laufe des Vormittags lockert es dann immer großzügiger auf und die Sonne strahlt über dem Festivalgelände. Zu 100 Prozent beständig ist es aber nach wie vor nicht, denn ab etwa Mittag können die Quellwolken zu einzelnen Schauern heranwachsen. Im ungünstigsten Fall sind sogar Blitz und Donner mit dabei. Bei rund 24 Grad lässt es sich aber durchaus kurzärmlig zu den Beats tanzen.

Ruhige Abreise am Sonntag

Kaum ist das Festival vorbei, beruhigt sich das Wetter wieder spürbar. Zur Abreise der rund 180.000 Besucher am Sonntag scheint von früh bis spät die Sonne, mehr als ein paar zierende Quellwolken zeigen sich nicht am Himmel. Dazu wird es mit rund 26 Grad sommerlich warm, beste Bedingungen also, um das Festival ausklingen zu lassen.

Titelbild: visualhunt, https://visualhunt.com/f2/photo/34888894603/985c54182d/

Zunehmende Gewittergefahr

Die Gewittergefahr steigt an

Am Dienstag gab es im Süden und Westen kräftige Gewitter. Neben Starkregen und Hagel kam es örtlich auch zu stürmischen Böen. Anbei die höchsten gemessenen Windspitzen:

  • 75 km/h Lienz (T)
  • 72 km/h Innsbruck-Kranebitten (T)
  • 68 km/h Ferlach (K)
  • 65 km/h Reutte (T)
  • 65 km/h Villach (K)
Am Dienstag gab es im Süden und Westen kräftige Gewitter.
Blitzentladungen am Dienstag. © UBIMET

Noch heftiger ging es örtlich in Südtirol zur Sache: Der Ort Moena im Fassatal wurde am Nachmittag von einem heftigen Gewitter mit Starkregen und Hagelschlag getroffen, dabei kam es zu Überflutungen und Vermurungen.

Am Mittwoch sind im Bergland von Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten weitere Gewitter zu erwarten. Neben der Blitzschlaggefahr kann es wieder zu Starkregen, kleinem Hagel und teils stürmischen Böen kommen.

Kräftige Gewitter am Donnerstag

Am Donnerstag scheint zunächst verbreitet die Sonne. In der feuchten Luft entstehen im Berg- und Hügelland jedoch bereits am Vormittag erste Quellwolken und die Gewitterneigung steigt an. Am Nachmittag breiten sich dann ausgehend vom Alpenhauptkamm teils kräftige Schauer und Gewitter aus. Örtlich zeichnet sich Unwettergefahr ab! Länger sonnig und trocken bleibt es im äußersten Osten, zudem wird es hier mit bis zu 32 Grad auch hochsommerlich heiß. In den Abendstunden steigt die Gewitterneigung aber auch hier an.

 

Photo-credit: Jerry Riedl on VisualHunt / CC BY-NC-SA

Trockenheit im Norden, Gewitter im Süden

Heftige Gewitter in Südosteruopa.

Bereits am Mittwoch stellt sich im Südwesten Deutschlands unbeständiges Wetter ein, so steigt die Gewitterneigung in einem Bereich vom südlichen NRW über Südhessen und Rheinland-Pfalz bis zum Alpenrand deutlich an. Lokal besteht die Gefahr von Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.

Blitze und Hagel am Donnerstag

Am Donnerstag erfasst die schwülwarme Luftmasse die gesamte Südhälfte des Landes, somit muss man im Tagesverlauf von Hessen und Thüringen südwärts vermehrt mit Schauern und Gewitter rechnen. Die Hauptgefahr stellen die heftigen Regenmengen dar, örtlich sind wieder kleinräumige Überflutungen zu erwarten. Am Freitag beschränken sich die Gewitter auf den äußersten Süden, danach stellt sich wieder verbreitet stabiles Sommerwetter ein.

Extreme Trockenheit im Norden

Bereits seit dem Frühjahr leidet der Norden Deutschlands unter einer anhaltenden Trockenheit. Ursache dafür ist eine wiederkehrende Großwetterlage, so gibt es bereits seit Mai ungewöhnlich häufig Hochdruckgebiete über Nordeuropa: Stabile Hochdruckgebiet über Großbritannien oder Skandinavien lenken das Westwindband nördlich und südlich an Mitteleuropa vorbei, weshalb sich die Tiefdrucktätigkeit meist nur auf die Iberische Halbinsel oder Nordskandinavien beschränkt.

Im Norden besteht eine hohe Waldbrangefahr, im Süden gibt es dagegen Gewitter.
Hohe Waldbrandgefahr im Nordosten. © UBIMET

Hohe Brandgefahr

Besonders im Osten besteht bereits gebietsweise die höchste Waldbrandgefahrenstufe und in den kommenden Wochen spitzt sich die Lage weiter zu: Die Modelle deuten auf keine markante Änderung der Großwetterlage hin, somit ist besonders im Norden und Osten mit einer sehr hohen Gefahr von Wald- und Flächenbränden zu rechnen. Bereits ein kleiner Funke kann hier zu rasch anwachsenden Bränden führen.

Bedrohlich und malerisch zugleich: Mammatus

Auschnitt eines Strandes mit darüberliegenden Mammatuswoken

Die sogenannten Mammatus Wolken sind besonders im Sommer auf der Rückseite oder im Randbereich von kräftigen Gewittern zu sehen. Ihre Entstehung ist wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt, aber es gibt einige Theorien dazu. Ihr Auftreten ist hauptsächlich im Sommer mit konvektiven Ereignissen verbunden, also bei ausgeprägten vertikalen Lufttransport innerhalb der Atmosphäre.

So geschehen auch am 1. Juli an der Küste Westfrankreichs nach einem kräftigen Gewitter:

Entstehung

Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Beutel“ beziehungsweise „brustartig“. Aufgrund von Verdunstungsvorgängen an der Wolkenunterseite kann die Luftschicht unmittelbar unterhalb der Wolke labilisiert werden. Dies sorgt für Turbulenzen, so kommt es an der Wolkenuntergrenze zu einem ständigen Absinken und Aufsteigen der Luft. Dadurch entsteht dann diese Wolkenart, die auf die komplexen Prozesse in der Gewitterwolke hinweisen.


Auftreten können diese Wolken überall auf der Welt, allerdings sind die Auswölbungen an der Wolkenunterseite oft nur mäßig ausgeprägt. Je nach Wetterlage und Tageszeit können diese Wolke aber für ein spektakuläres Naturschauspiel sorgen.

Quelle Titelbild: © agatemeteo

Kälterekord in der Antarktis

Forscher bei ihrer Arbeit in der Antarktis

Während auf der Nordhalbkugel und damit in Europa sommerliche Verhältnisse vorherrschen, befindet sich der Südpol in ständiger Dunkelheit. Dabei sind Temperaturen im Bereich von minus 80 Grad keine Seltenheit. Bisher lag der Kälterekord bei minus 89,2 Grad. Neue Auswertungen von Satellitendaten der NASA aus dem Jahr 2004 ergeben nun einen Wert von unglaublichen minus 98,6 Grad. Dieser Wert ist jedoch nur schwer mit dem offiziellen Rekord vergleichbar, da dieser in zwei Metern Höhe gemessen wurde und nicht mittels Fernerkundung.

Extremtemperaturen

Ermittelt wurde diese Temperatur nordwestlich der Antarktis-Station Wostok auf einem Hochplateau in der östlichen Antarktis auf etwa 3800 Meter Seehöhe.  Die meteorologischen Bedingungen sind dort für das Erreichen solcher Extremtemperaturen optimal.  In flachen Tälern oder Mulden können sich aufgrund der dicken Eisschicht sowie der niedrigeren Luftfeuchtigkeit daher extreme Temperaturminima ausbilden. Dabei sprechen Meteorologen auch von einem Kaltluftsee.

Lebensfeindliche Umgebung

Die Verhältnisse bei diesen Temperaturen sind für einen Menschen sehr lebensfeindlich. Wissenschaftler können bei diesen Wetterextrema nur mit speziellen Masken ins Freie.

Ob dieser Rekord nochmal eingestellt werden kann, ist jedoch fraglich, da die Temperatur sowie die Luftfeuchtigkeit aufgrund des Klimawandels dort allmählich ansteigt.

Titelbild: © dpa

Kampf der Luftmassen

Gewitter im Westen, Sonne im Osten

Die Luftmassengrenze liegt am Dienstag quer über Österreich und erstreckt sich etwa vom Loferer Land bis zur südlichen Steiermark. Am Mittwoch verlagert sie sich etwas weiter nach Nordosten und verläuft dann etwa von Linz bis Graz. Westlich und südlich davon ist es unbeständig und trotz zeitweise freundlicher Bedingungen sind im Tagesverlauf vermehrt Schauer und teils kräftige Gewitter zu erwarten. Mitunter verlagern sie sich langsam und können damit lokal große Regenmengen bringen, auch Hagelschlag ist nicht ausgeschlossen. Deutlich ruhiger präsentiert sich das Wetter weiterhin in der gesamten Osthälfte, bei viel Sonnenschein bleibt es trocken.

 

Hitze und Gewitter am Donnerstag

Am Donnerstag kommt die schwülwarme Luft weiter nach Nordosten voran. Nach Auflösung etwaiger Restwolken im Bergland scheint zunächst verbreitet die Sonne. In der feuchten Luft entstehen im Berg- und Hügelland jedoch bereits am Vormittag wieder erste Quellwolken und die Gewitterneigung steigt an. Am Nachmittag breiten sich dann ausgehend vom Bergland teils kräftige Schauer und Gewitter auf weite Landesteile aus, lokal zeichnet sich Unwettergefahr ab. Nur im äußersten Osten bleibt es noch überwiegend trocken, mit bis zu 33 Grad wird es hier zudem ausgesprochen heiß.

Kühler am Freitag, ruhiges Wochenende

Am Freitag zeigt sich zunächst vor allem im Süden und Osten zeitweise die Sonne, an der Alpennordseite überwiegen dagegen bereits die Wolken und gelegentlich regnet es hier schauerartig verstärkt. Im Tagesverlauf bilden sich dann vermehrt Schauer und Gewitter, welche besonders im Südosten mitunter auch noch einmal kräftig ausfallen können. Vor allem im Westen des Landes ist es vorübergehend kühler mit teils nur noch 18 Grad, im Osten bleibt es dagegen sommerlich warm mit bis zu 29 Grad.

Am Wochenende ist die gewitteranfällige Luft schließlich wieder ausgeräumt, von Norden strömt trockene Luft ein, die Temperaturen bleiben aber generell auf einem sommerlichen Niveau. Und dieser Trend setzt sich nach aktuellem Stand auch in der neuen Woche fort.

 

Photo credit: Claus Rebler on Visual hunt /  CC BY-SA

Taifun Prapiroon steuert auf Japan und Südkorea zu

Ausschnitt des Satellitenbildes über Sudöstasien

Ein Taifun, diesen Namen tragen tropische Wirbelstürme in Ost- und Südostasien, bedroht derzeit die Küste von Japan sowie auch den südöstlichen Teil Südkoreas. Dieser räumlich kleine,  jedoch sehr intensive Wirbelsturm, produziert Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h. Derzeit befindet sich dieser westlich der japanischen Insel Okinawa und intensiviert sich aufgrund der hohen Wassertemperaturen im chinesischen Meer noch weiterhin.

Starkregen und Überflutungen

Die Wettermodelle simulieren eine prognostizierte Zugbahn, die zwischen Japan und Südkorea verläuft. Beim Durchzug dieser Meeresenge können stellenweise extrem hohe Windgeschwindigkeiten auftreten, sowie auch hohe Niederschlagsmengen von bis zu 100 mm fallen. Aufgrund dieser hohen Mengen sind stellenweise Überflutungen und Vermurungen zu befürchten.

Simulierte Zugbahn des Taifuns. Zugbahn in Richtung Norden
Prognostizierte Zugbahn des Taifuns © UBIMET

Im weiteren Verlauf wird Erwartet, dass der Sturm auf das japanische Meer zieht und sich aufgrund der tieferen Wassertemperaturen abschwächt und zu einem außertropischen Sturmtief wird.

Die wärmste Nacht auf Erden

Die wärmste Nacht auf Erden in Qurayyat, Oman.

Qurayyat ist eine Kleinstadt im Oman mit etwa 50.000 Einwohnern und liegt etwa 80 km südöstlich der Hauptstadt Maskat. Im Sommer stehen hier extreme Temperaturen an der Tagesordnung, so liegen die Höchstwerte an der Küste oft bei 45 Grad und die Tiefstwerte oberhalb der 30-Grad-Marke. Am 25. Juni wurde in Qurayyat ein Höchstwert von 49,7 Grad gemessen, in der Nacht sank die Temperatur dann bei föhnigem Westwind nicht unter 42,6 Grad. Die WMO führt bislang zwar keine offizielle Liste der höchsten Tiefstwerte, dieser Wert ergibt aber den bislang höchsten dokumentierten Tiefstwert weltweit!

Die wärmste Nacht auf Erden wurde in Qurayyat im Oman verzeichnet.
Die Lage der Stadt Qurayyat im Oman. © google.com

Zum Vergleich: Dieser Wert liegt oberhalb der bislang höchsten, je gemessenen Temperaturen in Deutschland und Österreich:

  • 40,5 Grad Bad Deutsch-Altenburg (Niederösterreich) am 8.8.2013
  • 40,3 Grad Kitzingen (Bayern) am 5.7.2015 bzw. 7.8.2015

Die wärmste Nacht seit Messbeginn in Österreich wurde hingegen am 8. Juli 2015 verzeichnet, damals sank die Temperatur in der Inneren Stadt in Wien nicht unter 26,9 Grad.

Hitzepol Death Valley

Die höchste Temperatur weltweit stammt  aus den USA: Im Death Valley in Kalifornien wurden in Furnace Creek am 10. Juli 1913 sogar 56,7 Grad gemessen!

Titelbild: Qurayyat. Credit: Joel’s Luminosity on Visual Hunt / CC BY

447.746 Blitze im Juni

Blitzshow am Nachthimmel

In diesem vor allem in der ersten Hälfte sehr gewitterreichen Juni gingen über ganz Österreich verteilt exakt 447.746 Blitze nieder. Damit gab es ähnlich viele Blitzentladungen wie im Juni des Vorjahres, in dem es rund 420.000 mal blitzte. Der Juni bildet zusammen mit Juli und August üblicherweise die blitzreichste Zeit des Jahres.

Die Blitzverteilung im Juni
Die Blitzverteilung im Juni © UBIMET

Spitzenreiter Steiermark, Graz blitzreichste Stadt Österreichs

Mit exakt 184.754 Blitzen führt die Steiermark das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von Niederösterreich mit gut 67.000 und Oberösterreich mit etwa 56.000 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich mit Wien einmal mehr das flächenmäßig kleinste Bundesland, hier gab es nur 272 Blitze.

Mit rund zwölf Blitzen pro Quadratkilometer liegt das Burgenland hinsichtlich der Blitzdichte knapp vor der Steiermark mit rund elf Blitzen pro Quadratkilometer. Auf Gemeindeebene hat die Steiermark die Nase vorne, in Bad Gleichenberg wurden 48 Blitze pro Quadratkilometer registriert.

Stärkster Blitz im Burgenland

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurden im Burgenland gemessen. Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 301.000 Ampere in der Nacht auf den 9. Juni in Ritzing. In kürzester Zeit wurde dabei rund 19.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

Hier die tabellarische Auflistung nach Bundesländern:

Bundesland Blitzentladungen Blitzdichte (Blitze/km²)
Steiermark 184.754 11,26
Niederösterreich 67.141 3,50
Oberösterreich 56.124 4,69
Burgenland 48.170 12,15
Kärnten 30.640 3,21
Salzburg 27.405 3,83
Tirol 23.532 1,86
Vorarlberg 9.708 3,72
Wien 272 0,66

Lokal Bodenfrost

Tau auf Libelle

Für Anfang Juli haben wir im Osten von Österreich eine sehr kalte Nacht hinter uns. Vor allem im Waldviertel sowie von den Ybbstaler Alpen bis zum Wechsel sank das Thermometer stark ab. Der Tiefstwert wurde in Irnfritz mit 3,1 Grad gemessen.  In Lunz am See wurde mit 4,2 Grad sogar ein neuer Stationsrekord  für den Juli aufgestellt. Hier wird seit 1994 regelmäßig die Temperatur gemessen und bisher stammte der Rekord aus dem Juli 2007 mit 4,9 Grad.

In Muldenlagen Bodenfrost

In geschützten Becken- und Muldenlagen gab es sogar Bodenfrost, ein nicht alljährliches Ereignis im Juli. Allerdings geht es noch deutlich kälter, so gab es im Juli 1962 in Zwettl oder Puchberg am Schneeberg sogar Luftfrost. Auch die kommende Nacht verläuft nochmals ähnlich kalt, bevor es wieder lauer wird.

 

Lufttemperatur am Montag um 4 Uhr
Lufttemperatur am Montag um 4 Uhr. © UBIMET

Titelbild: www.pixabay.com