Gewitter: Schwerpunkt war am Mittwoch in Kärnten, der Steiermark und im Burgenland

Wir beenden den heutigen Liveticker, wir sagen vielen Dank fürs Mitlesen und wünschen eine gute Nacht!

Zusammenfassung

Besonders betroffen von den heutigen Gewittern war Osttirol sowie weite Teile der Steiermark und auch das Südburgenland. Die kräftigsten Gewitter gab es in der Südoststeiermark und im  Südburgenland, stellenweise wurde hier auch von größerem Hagel berichtet. So wie etwa hier auf dem Bild aus Kaindorf bei Hartberg.

Die Superzelle in der Südoststeiermark wurde auch von der Webcam in Bad Blumau perfekt eingefangen.

Auch der Blitzverlauf des heutigen Tages zeigt die betroffenen Regionen recht eindeutig.

Update – 20:00

Ein sogenannter Stormsplit ist gerade im Südburgenland passiert, dies ist bei Superzellen öfters der Fall. Der rechte Teil zieht nach Ungarn, der linke Teil in Richtung Oberwart. Hier kann es zu Hagel, Starkregen und Sturmböen kommen!

 

Update – 19:15

Auch Wien wurde nicht verschont. Von Süden her überquerte ein schwaches Gewitter die Bundeshauptstadt . Kurzer Starkregen und kräftige Böen waren die Folge, auch die Blitzshow konnte sich sehen lassen.

Update – 18:35

Schweres Hagelunwetter im steirischen Thermenland in den letzten Minuten. In Bad Waltersdorf ist die Landschaft binnen 5 Minuten weiß geworden! Die gefährliche Zelle erfasst jetzt das Mittel- und Südburgenland.

Hagelunwetter in Bad Waltersdorf zwischen 18:20 Uhr und 18:25 Uhr - https://www.golf-badwaltersdorf.at/wetter/

Hagelunwetter in Bad Waltersdorf zwischen 18:20 Uhr und 18:25 Uhr – https://www.golf-badwaltersdorf.at/wetter/

Regenbogen nach dem Unwetter - https://www.golf-badwaltersdorf.at/wetter/
Regenbogen nach dem Unwetter – https://www.golf-badwaltersdorf.at/wetter/

Update – 18:00

So gefährlich kann es sein sich bei Gewitter im Wald aufzuhalten. Ein Blitz schlug direkt in einem Baum ein. Aufgrund der hohen Temperaturen durch die hohe Stromstärke verdunstet das Wasser schlagartig im Baum!

Update – 17:40

Höchste Warnstufe im Grazer Bergland! Ein kräftiges Gewitter hat sich hier gebildet und es verlagert sich kaum. Lokal muss in diesem Gebiet somit mit kräftigem Regen in kurzer Zeit gerechnet werden.

Update – 17:15

Schneesturm in Südtirol? Die Bilder schauen schon fast winterlich aus, es handelt sich hierbei aber um Hagel. Selbst die Straßen wurden aufgrund der vielen kleinen Körner weiß. Unterschätzt wird hierbei oft die Rutschgefahr für Autos!

Update – 17:00

Die angesprochene Gewitterlinie hat nur das westliche Osttirol erreicht. In Sillian gab es stürmische Böen, hier wurden 65 km/h gemessen. In der kommenden Stunde muss man auch im Lienzer Becken mit stürmisch auffrischendem Wind sowie Starkregen rechnen.

Radar, Blitze und Satellitenbild 16:55 © Ubimet/Austrocontrol/Nowcast/Eumetsat

Update – 16:45

Zwei kräftige Gewitter sind derzeit in der Steiermark unterwegs. Die weißen Echos im Radarbild deuten auf Hagel hin. Lokal ist hier Hagel von 2 bis 3 Zentimeter möglich.

Radarbild um 16:40 © Ubimet/Austrocontrol

Update – 16:15

Eine Gewitterlinie erreicht in der nächsten Stunde Osttirol. Vorlaufend haben sich auch in der Obersteiermark sowie auch in der Oststeiermark bereits teils kräftige Gewitter gebildet. Besonders die Zelle an der Grenze zum Südburgenland könnte stellenweise auch Hagel bringen.

Radar, Blitze und Wolken Animation © Ubimet/Austrocontrol/Nowcast/Eumetsat

Die Hitze der letzten Tage ist gebrochen, nur in Kärnten und in der Südsteiermark wurden heute nochmals 30 Grad erreicht. Nachdem gestern vor allem der Norden und Osten des Landes von unwetterartigen Gewittern betroffen war, sind heute im Süden und Südosten teils kräftige Gewitter möglich.

Titelbild: © Stormhunters Austria

Starkregen im Nordosten: Stellenweise über 100 Liter!

Ausgehend von den gestrigen kräftigen Gewitter über dem Süden Deutschlands bildete sich über Nacht über Tschechien und Polen das Tief XERO. Derzeit liegt es an der deutsch-polnischen Grenze. Dabei steuert das Tiefdruckgebiet sehr feuchte Luft in den Nordosten des Landes. Im weiteren Verlauf zieht es über die Ost- und Nordsee und löst sich dann allmählich auf.

Große Regenmengen durch gewittrigen Starkregen

Seit dem frühen Vormittag gehen in der Nordosthälfte des Landes teils kräftige Gewitter nieder und sorgen stellenweise für große Regenmengen. Da sich das Tief in den kommenden Stunden nur sehr langsam verlagert, kommt es vor allem in Sachsen-Anhalt sowie in Brandenburg stellenweise zu kräftigen, teils auch gewittrig durchsetzten Regen.

Der Schwerpunkt des Starkregens liegt etwa in einem Streifen von der Altmark bis ins nordöstliche Brandenburg. Stellenweise muss hier mit Regenmengen von 80 bis 120 Liter bis Donnerstagnachmittag gerechnet werden. Wobei der meiste Niederschlag heute Nacht fallen wird.

24 Stunden Regenmengen bis Donnerstagmittag © Ubimet

Wetterberuhigung ab Donnerstagabend

Im Verlauf des Donnerstags zieht das Tief dann aber allmählich in Richtung Nordsee und somit lässt auch der kräftige Regen nach. Zwar bleibt es in den kommenden Tagen auch weiterhin leicht unbeständig, größere Regenmengen oder kräftige Gewitter sind jedoch nicht mehr zu erwarten.

Rückblick: Gewitter leiten Ende der Hitze ein

+++ Update 23:25 +++

Die Gewitter sind über das Weinviertel nach Tschechien abgezogen. Erhalten bleibt uns im Osten noch der kräftige bis stürmische Wind, in der zweiten Nachthälfte lässt dieser wieder nach. Damit beenden wir den heutigen Liveticker, wir sagen vielen Dank fürs Mitlesen und wünschen eine gute Nacht!

+++ Update 23:25 +++

Große Temperaturunterschiede werden derzeit in Niederösterreich gemessen: aktuell liegen die Werte zwischen 13 Grad im Oberen Waldviertel und knapp 29 Grad in Wolkersdorf. Mit dem stürmisch auffrischendem Westwind wird es aber auch hier demnächst deutlich abkühlen.

+++ Update 21:46 +++

Sturm gleich auch in Wien! Im Vorfeld der Gewitter frischt auch der Westwind stürmisch auf. Soeben wurden am Buchberg 118 km/h gemessen, das heißt in wenigen Minuten wird es auch in Wien stürmisch!

+++ Update 21:40 +++

Die Gewitterlinie zieht aktuell mit Starkregen, Hagel und Sturmböen übers Waldviertel, 36 Liter Regen pro Quadratmeter gab es innerhalb nur einer Stunde in Freistadt!

+++ Update 21:20 +++

Soeben haben uns noch Fotos der Stormhunters-Austria erreicht. Allesamt bei Vorchdorf, OÖ aufgenommen:

+++ Update 21:15 +++

Die Gewitterlinie hat inzwischen Meld erreicht. Dort wurden 71 km/h gemeldet, im Umfeld aber noch höhere Windgeschwindigkeiten. Die Linie zieht nicht nur nach Osten, sondern auch ganz leicht nach Norden weiter, daher bleibt es spannend, ob es nachher auch noch in Wien gewittrig wird.

+++ Update 20:55 +++

Wie erwartet pflanzt sich nun eine von den Gewittern ausgehende, sog. Druckwelle im Donautal nach Osten fort. In der kommenden Stunde ist daher von Amstetten ostwärts mit Böen zwischen 70 und 90 km/h zu rechnen.

+++ Update 20:40 +++

Der Temperaturunterschied von vor den Gewittern zu nach den Gewittern kann sich sehen lassen:

Ort Temperaturdifferenz Aktuelle Temperatur
Rohrbach -10 °C 15,2 °C
Bad Mitterndorf -9,7 °C 18,7 °C
Kollerschlag -9,6 °C 13,8 °C
Kremsmünster -9,4 °C 16,5 °C

+++ Update 20:20 +++

Kleinkörniger Hagel, mehr aber noch Sturmböen und große Niederschlagsmengen in Oberösterreich

+++ Update 20:00 +++

Neuentwicklung bei Wels-Kremsmünster, diesmal mit Zugrichtung Enns. Gemessene Windböe in Kremsmünster: 95 km/h

+++ Update 19:00 +++

Erste Sturmböen deuten sich mit den Gewittern in Oberösterreich schon an, so zB. am Mondsee mit 84 km/h:

3-stündige Windböen, UBIMET, ZAMG

+++ Update 18:00 +++

Eine kräftige Gewitterzelle hat sich nun in Oberösterreich gebildet. Vorsicht vor Hagel und Sturmböen nun im Hausruckviertel!

Radarbild, UBIMET – AustroControl

+++ Update 15:30 +++

Das Gewitter am Bodensee hat schwere, teils orkanartige Sturmböen gebracht. So wurden am Rohrspitz 106 km/h gemessen, im dt. Lindau gar 117 km/h:

Maximale Böen in der Stunde bis 15 Uhr @ DWD, Meteoswiss, ZAMG, UBIMET

+++ Update 14:15 +++

Im Westen formieren sich nur rasch immer mehr Schauer und Gewitter, im Allgäu nehmen sie bereits Unwettercharakter an. Die dortigen Zellen werden sich nun entlang der Alpennordseite bewegen und später vor allem wieder das Salzburger Flachgau und Oberösterreich treffen. Lokal ist dann wieder großer Hagel + gebietsweise sind Sturmböen möglich.

Radarbild von 14:45 Uhr @ UBIMET, ACG

+++ Update 14:15 +++

Die Gewitter über der Schweiz haben sich rasch intensiviert und ziehen gerade über den Bodensee nach Deutschland und streifen dabei auch Bregenz. Gerade im zweiten Webcambild erkennt man die organisierte Struktur:

Webcam Dornbirnnach Norden @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn
Webcam vom Pfänder nach Westen @ https://kernspin-lindau.de/

+++ Update 13:30 +++

Über der Schweiz kommen die ersten kräftigen Gewitter auf, auch in Vorarlberg wird es allmählich unbeständig.

Blitzentladungen von 13:25 Uhr @ UBIMET
Webcam Röthis mit Blick nach West @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/roethis-west

+++ Update 12:45 +++

Welche Auswirkungen wiederholte Hitze und beständiger Regenmangel im östlichen Flachland haben, sieht jeder selbst an den schon seit Tagen völlig verdorrten Wiesen. Die Gefahr von Flur- und Wiesenbränden ist entsprechend hoch. Zumindest ein ‚Sommer-typisches‘ Gewitter wird daher von vielen herbeigesehnt.

Waldbrandgefahr 29.06.2021 @ UBIMET

+++ Update 12:30 +++

Ob auch der Osten und damit Wien heute ein Gewitter abbekommt, ist derzeit noch unsicher. Klar erscheint jedoch, dass eine Druckwelle am Abend von Westen kommend im Donauraum und im Seewinkel für stürmisch auffrischenden Westwind sorgen wird. Ganz unabhängig von möglichen, involvierten Gewittern. Daher laufen hier bereits Windwarnungen und -vorwarnungen:

Windwarnungen, Stand 12:30 Uhr @ UBIMET

+++ Update 12:15 +++

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird heute auch der bisher heißeste des Jahres. Rund 36 Grad sind im Südosten zu erwarten, damit dürfte der bisher höchste Wert von 35,3 Grad vom 24.06., gemessen in Leibnitz-Wagna, erreicht und überschritten werden. Aktuell werden bereits häufig über 30 Grad gemessen, in Mattersburg, BL sind es bereits 31,0 Grad.

+++ Update 11:45 +++

Der Alpenraum liegt auf der Vorderseite eines Höhentiefs über Frankreich. Mit einer südlichen Strömung hält die Zufuhr sehr energiereicher, feuchter Luft an. Dazu sind durch die Nähe zum Tief günstige Windverhältnisse in verschiedenen Höhen der Atmosphäre gegeben, welche die Entwicklung potentiell schadenträchtiger Gewitter fördern. Der aktuellen Übersichtskarte kann man entnehmen, dass wie schon zuletzt besonders die Alpennordseite von Vorarlberg bis zur Rax-Schneeberg-Region im Fokus stehen wird. Auch das Salzburger Flachgau, Oberösterreich im Allgemeinen und Teile von Niederösterreich werden wieder betroffen sein:

Unwettergefahr am Dienstag, den 29.06.2021 @ UBIMET

 

Titelbild @ Stormhunters Austria

Unwettergefahr am Dienstag

+++ Update 21:00 Uhr +++

Die Kaltfront liegt nun quer über der Mitte Deutschlands und zieht allmählich nach Norden weiter, somit auch die Gewitter. Große Unwettergefahr geht von den Gewitter nicht mehr aus, dennoch darf man die Windgeschwindigkeiten mit etwa 60 km/h und die punktuell großen Niederschlagsmengen nicht unterschätzen!

+++ Update 19:40 Uhr +++

Vom Satelliten aus hat man immer eine gute Übersicht, so auch heute. An dem von Frankreich aus bis nach Bayern gebogenen Wolkenband erkennt man die Kaltfront, die in ihrem Vorfeld für kräftige Gewitter sorgt – aktuelle Blitze als rote + Zeichen:

Sat-Clip, EUMETSAT, UBIMET

+++ Update 19:00 Uhr +++

Die Karte mit dem heutigen Blitzverlauf spricht eine eindeutige Sprache: primär in der ganzen Südhälfte, aber auch im Norden einige Gewitter.

+++ Update 17:40 Uhr +++

Starkregen und kleiner Hagel in München:

+++ Update 17:30 Uhr +++

Die Gewitterlinie ist soeben über München gezogen. Anbei das entsprechende Radarbild samt der maximalen Windböen aus den letzten 3 Stunden. Vorsicht ist nun geboten in Zugrichtung der Linie vor weiteren Sturmböen.

Radarbild, UBIMET-DWD

+++ Update 16:55 Uhr +++

So sieht derzeit der Himmel südlich von München aus:

Webcam in München um 16:50 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/muenchen/
Webcam in München um 16:50 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/muenchen/

+++ Update 16:45 Uhr +++

Achtung im Großraum München: Ein durchaus kräftiges Gewitter zieht aus Südwesten auf! Gegen 17 Uhr könnte auch in München ungemütlich werden. Dabei sind schwere Sturmböen bis 100 km/h, Hagel und kleinräumige Überflutungen möglich.

Radarbild um 16:35 Uhr - UBIMET, DWD
Radarbild um 16:35 Uhr – UBIMET, DWD

+++ Update 16:20 Uhr +++

Blitzverlauf der letzten 3 Stunden: Im Südwesten verbreitet Sturmböen mit bis zu 40 l/m² binnen 60 Minuten. Im Norden nur lokal gewittrig mit Starkregen und Hagel:

Blitzverlauf der letzten 3 Stunden bis 16 Uhr - UBIMET, nowcast
Blitzverlauf der letzten 3 Stunden bis 16 Uhr – UBIMET, nowcast

+++ Update 16:05 Uhr +++

Jetzt wird es auch im Rhein-Main Gebiet interessant! Aus Süden ziehen Gewitter auf, die in kurzer Zeit große Regenmengen bringen können. Lokal sind auch Hagel und Sturmböen möglich!

Webcam in Darmstadt um 16 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/darmstadt-west/
Webcam in Darmstadt um 16 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/darmstadt-west/

+++ Update 15:35 Uhr +++

Hier die stärksten Windböen mit den heutigen Gewittern bis 15 Uhr:

1 – Lindau (Bodensee) – 117 km/h
2 – Feldberg (Schwarzwald) – 104 km/h
3 – Friedrichshafen (Bodensee) – 103 km/h
4 – Ravensburg -96 km/h
5 – Leutkirch (Allgäu) – 80 km/h

+++ Update 14:45 Uhr +++

Die stärkste Gewitterzelle zieht derzeit vom Bodensee in Richtung Allgäu. Hier das Gewitter aus Leutkirch im Allgäu!

Webcam Leutkirch im Allgäu um 14:25 Uhr - https://www.flugplatz-leutkirch.de/webcam/webcam.html
Webcam Leutkirch im Allgäu um 14:25 Uhr – https://www.flugplatz-leutkirch.de/webcam/webcam.html

+++ Update 14:35 Uhr +++

Schwere Sturmböen, Hagel und Überflutungen am Bodensee. Die kräftigen Gewitter ziehen weiter in Richtung Allgäu und Schwaben!

Webcam in Langenargen am Bodensee um 14:10 Uhr - http://webcam.langenargen.de/
Webcam in Langenargen am Bodensee um 14:10 Uhr – http://webcam.langenargen.de/

+++ Update 14:15 Uhr +++

Eine kräftige Gewitterlinie zieht derzeit von Rheinland-Pfalz über Ba-Wü bis zum Bodensee nach Nordosten weiter. Mit der Linie sind Starkregen, Hagel und Sturmböen zu erwarten! Die selben Gewitter sorgten am Vormittag für bemerkenswerte Hagelakkumulation in den Vogesen!

Radarbild 14:10 Uhr - UBIMET, DWD
Radarbild 14:10 Uhr – UBIMET, DWD

+++ Update 13:15 Uhr +++

Während sich die Gewitter im Süden heute stetig verlagern und die Hauptgefahr von Sturmböen ausgehen sollte, sind sie im Norden nur langsam unterwegs und bringen lokal große Regenmengen. So wurden in der letzten Stunde bspw. in Groß Berssen im Emsland 19 l/m² gemessen.

+++ Update 13:00 Uhr +++

In den Vogesen auf frz. Seite des Rheins haben die Gewitter bereits für die ersten Überflutungen und reichlich Hagel gesorgt:

+++ Update 12:45 Uhr +++

Freiburg im Breisgau wird gleich von einem Gewitter getroffen und auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland sollte man beginnen Gartenmöbel etc. zu sichern:

Radarbild von 12:35 Uhr @ DWD, UBIMET

+++ Update 12:00 Uhr +++

Von Frankreich und der Schweiz her nähern sich bereits die ersten Gewitter dem Oberrheingraben, hier laufen entsprechend die ersten Warnungen:

Satellitenbild mit aktuellen Blitzen von 11:35 Uhr @ EUMETSAT, UBIMET

+++ Update 11:30 Uhr +++

Dass die Luft feucht ist, zeigen nicht zuletzt die bereits am Vormittag aktiven Schauer. In Kleve, NRW, an der Grenze zu den Niederlanden hat ein langsam ziehender Schauer ohne Blitze bereits 26 l/m² innerhalb von zwei Stunden gebracht.

+++ Update 11:00 Uhr +++

Deutschland liegt auf der Vorderseite eines Höhentiefs über Frankreich. Mit einer südlichen Strömung hält die Zufuhr sehr energiereicher, feuchter Luft an. Dazu sind durch die Nähe zum Tief günstige Windverhältnisse in verschiedenen Höhen der Atmosphäre gegeben, welche die Entwicklung potentiell schadenträchtiger Gewitter fördern. Der aktuellen Übersichtskarte kann man entnehmen, dass diese heute praktisch im ganzen Land möglich sind. Am Abend kommt in der Südhälfte zudem eine Kaltfront ins Spiel, mit welcher Gewitter auf breiterer Front ausgelöst werden sollen.

Unwettergefahr am Dienstag, den 29.06.2021 @ UBIMET

 

Titelbild @ Stormhunters

Schwere Unwetter am Montag und Dienstag in Deutschland

Auf der Vorderseite des Tiefs XERO steigt in weiten Teilen des Landes nicht nur die Temperatur, in der energiereichen Luft nimmt auch die Gewittergefahr stark zu.

Frontenkarte für Dienstag, 29. Juni 2021. Quelle: DWD.

Am Montag sind zunächst im Westen kräftige Gewitter mit Unwetterpotential unterwegs, hier ist vor allem Starkregen das Hauptthema. In NRW brachten die Gewitter am Nachmittag teilweise große Regenmengen mit sich, einzelne Station melden 20 bis 30 Liter binnen einer Stunde!

Von der Schweiz ausgehend zieht zum Abend hin im Breisgau ein starker Gewitterkomplex auf. Die untenstehende Simulation der Radarreflektivität zeigt eine Verlagerung der Gewitter vom Schwarzwald ausgehend nach Nordosten, in der Nacht auf Dienstag erreichen die Gewitter dann die Mitte des Landes.

Simulierte Radarreflektivitä bis Montagnacht, violete Bereiche deuten auf starke Gewitter hin. Quelle UBIMET.

Vor allem im Südwesten ist das Unwetterpotential sehr groß, neben dem hohen Feuchtegehalt in der Luft ist die vertikale Windscherung (Änderung der Windrichtung – und Geschwindigkeit) hoch, was die Ausbildung großer, organisierter Gewitterzellen unterstützt.

In Baden-Württemberg sowie Unterfranken und im Süden Hessens sind mit diesen sog. Superzellen große Regenmengen mit 30 – 50 l/qm, lokal auch mehr, binnen kürzester Zeit zu erwarten, sowie großer Hagel und orkanartige Böen!

Am Montag steigen die Höchstwerte verbreitet  auf 30 Grad an, mit dem Voranschreiten der Kaltfront des Tiefs wird die warme Luft allmählich nach Nordosten des Landes verdrängt, wo die 30 Grad am Dienstag dann noch  erreicht werden. Danach ist vorerst keine große Hitze mehr in Sicht.

Am Dienstag ziehen in der Mitte und im Norden gebietsweise schon in den Morgenstunden kräftige Gewitter durch, im Tagesverlauf zeichnet sich dann landesweit neuerlich Unwettergefahr ab. Dabei sind im Süden mit den sich bildenden Gewittern weiterhin teils schwere Sturmböen sowie großer Hagel möglich, nach Norden zu sind auch große Regenmengen in kurzer Zeit ein Thema.

 

Titelbild @ Storm Science Austria / UBIMET

Auf Hitze folgen am Dienstag an der Alpennordseite Unwetter

Der Alpenraum liegt derzeit zwischen einem Hoch über Osteuropa namens AFRA und einem Tiefdruckgebiet über Frankreich namens XERO. Mit einer südwestlichen Höhenströmung gelangen dabei sehr warme Luftmassen ins Land und die Temperaturen liegen deutlich über dem jahreszeitlichen Mittel. Die Gewitterneigung bleibt am Montag meist noch gering und es wird hochsommerlich heiß, erst am späten Nachmittag und Abend entstehen in den westlichen Nordalpen erste, kräftige Gewitter. Am Abend besteht dann im Bodenseeraum auch die Gefahr von Sturmböen. Der Höhepunkt dieser kurzen, heißen Phase wird allerdings am Dienstag im Süden und Osten des Landes erwartet: Die Temperaturen steigen von Unterkärnten bis ins östliche Flachland verbreitet auf 32 bis 35 Grad, vereinzelt gibt es im Südosten sogar Spitzenwerte bis zu knapp 37 Grad.

Im Vorfeld des Tiefs über Frankreich gibt es Hitze und heftige Gewitter. © UBIMET / ECMWF

Unwettergefahr am Dienstag

Am Dienstag nimmt die Gewittergefahr im Laufe des Nachmittags zunächst in den Nordalpen von Vorarlberg bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet sowie im Mühl- und Waldviertel zu. In den Abendstunden muss man an der Alpennordseite mit heftigen Gewittern rechnen, vor allem in Teilen Oberösterreichs sind schwere Sturmböen um 100 km/h, Starkregen und Hagel möglich. Der Schwerpunkt der Unwetterlage im Norden wird ab etwa 19 Uhr erwartet. Nach derzeitigem Stand ziehen die Gewitter am späten Abend bzw. in der Nacht über das Waldviertel weiter nach Tschechien, dabei frischt im Mostviertel und im Osten vorübergehend auch abseits der Gewitter kräftiger bis stürmischer Westwind auf.

Entlang der Nordalpen und später auch im Norden kündigen sich teils heftige Gewitter an. © UBIMET
Die Modelle deuten auf eine Gewitterlinie in Bayern und Oberösterreich. © UBIMET

Abkühlung

Der Mittwoch bringt im Tagesverlauf vor allem im zentralen Bergland rund um die Tauern und in der Steiermark bzw. ab dem Abend auch in Kärnten teils kräftige Gewitter mit großen Regenmengen und Hagel, sonst lässt die Unwettergefahr nach. Die Temperaturen gehen zurück und liegen zwischen 19 und 29 Grad, nur in der Südsteiermark gibt es noch Spitzenwerte bis zu 33 Grad. Der Donnerstag und Freitag verlaufen dann vor allem im Bergland und im Süden unbeständig, zudem kühlt es noch etwas ab bei Höchstwerten zwischen 19 und 28 Grad.

Von Dienstag auf Mittwoch kühlt es im Osten spürbar ab. © UBIMET

 

Die neue Woche bringt Hitze und Unwetter

Der Juni zeigt sich in der neuen Woche erneut von seiner heißen Seite. In der Nacht auf Montag überquert uns von Westen eine Warmfront und führt heiße Luft aus dem Südwesten ins Land. Somit steigt die Temperatur am Montag in allen Landesteilen an, besonders von Bayern bis nach Brandenburg muss wieder mit Höchstwerten um und über 30 Grad gerechnet werden.

Ein Tief über Frankreich führt heiße Luft heran ©Ubimet/ECMWF

Nicht nur die Hitze wird folglich wieder zum Thema, leider spielen auch Unwetter wieder eine tragende Rolle. Am Montag sind diese vor allem im Westen des Landes zu erwarten. Die feuchte und labil geschichtete Luft sowie eine mit der Höhe zunehmende Windgeschwindigkeit bieten optimale Voraussetzungen für die Bildung von kräftigen Gewitter mit Unwetterpotential.

Am Montag starke Gewitter im Westen

In der zweiten Tageshälfte bilden sich von Baden-Württemberg über NRW bis nach Niedersachsen bereits teils kräftige Gewitter. Am Abend zeichnet sich dann aber besonders im Südwesten (violetter Bereich) örtliche Unwettergefahr ab. Es muss mit Hagel, Starkregen sowie Sturmböen gerechnet werden. Die Animation der Radarreflektivität zeigen die Zugbahn der Gewitter von Südwest nach Nord bis Nordost.

Radarreflektivität des Modells © UBIMET

Dienstags dann in der Mitte und im Norden Gewitter

Am Dienstag ziehen in der Mitte und im Norden gebietsweise schon in den Morgenstunden kräftige Gewitter durch, im Tagesverlauf zeichnen sich dann vor allem im Nordosten sowie im Süden neuerlich Unwettergefahr ab.

Titelbild: Brunn an der Wild © Storm Science Austria

Bis zu 37 Grad: Juni endet extrem heiß

Heißer Start in die Woche

Zu Wochenbeginn erfassen aus Südwesten noch wärmere Luftmassen das Land: Am Montag gibt es bei viel Sonnenschein schon Höchstwerte bis zu 35 Grad. Lokale Hitzegewitter sind vorerst nur ganz vereinzelt im Bergland zu erwarten, erst am späten Abend nimmt die Gewitterneigung auch im Bodenseeraum zu.

Höchstwerte am Montag. Zum Vergrößern Antippen / Anklicken

Noch eine Spur heißer wird es dann am Dienstag, besonders im Südosten sind Spitzenwerte bis zu 37 Grad in Sicht. Damit dürfte der bisherige Jahreshöchstwert von 35,3 Grad in Leibnitz am 24. Juni ziemlich sicher wieder überboten werden.

Höchstwerte am Montag. Zum Vergrößern Antippen / Anklicken

Der österreichweite Juni-Hitzerekord ist aber sicher nicht in Gefahr. Er liegt bei 38,6 Grad, gemessen am 20. Juni 2013 in Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich.

Allerdings kommen wir mit dem heißen Monatsende schon nah dran an die Rekorde, was die Anzahl der Hitzetage (Tage mit mehr als 30 Tage) betrifft. Zum Beispiel Linz: In einem durchschnittlichen Juni der letzten 30 Jahre gab es hier rund 3 Hitzetage, heuer dürften es am Ende deren 10 sein. Nur einer weniger als im Rekordjuni 2019.

mittlere Anzahl Hitzetage 1991-2020

Juni 2021 (inkl. Prognose)

Hitzetage Rekord Juni

Eisenstadt

4

10

11 (2000 + 2017)

Klagenfurt Flughafen

4

11

12 (2006 + 2019)

St. Pölten

4

11

14 (2019)

Linz

3

10

11 (2019)

Salzburg Flughafen

3

7

8 (1935 + 2019)

Graz Universität

4

9

12 (2003)

Innsbruck Universität

6

12

17 (2019)

Bregenz

2

5

10 (2019)

Wien Hohe Warte

4

10

12 (2019)

Heißer Juni 2021

Der Juni wird somit wenig überraschend mit einer Temperaturabweichung von mehr als +3 Grad zum Mittel als einer der 5 wärmsten Junimonate der Messgeschichte abschließen. Der erste und der zweite Platz sind definitiv außer Reichweite, denn 2019 und 2003 war der Juni noch deutlich heißer. Der Juni 2021 bestätigt damit den Trend der vergangenen Jahre.  Die Top 10 der wärmsten Juni-Monate sind stark von den 2000er-Jahren dominiert:

  1. 2019
  2. 2003
  3. 2017
  4. 1811
  5. 2002
  6. 1822
  7. 2007
  8. 2012
  9. 2018
  10. 2008

Neuerlich Gewitter

Am Dienstag lässt der Hochdruckeinfluss langsam nach, damit nimmt die Schauer- und Gewitterneigung von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich im Tagesverlauf zu. Entlang der Nordalpen zeichnen sich lokal auch kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel ab. Im Süden und Osten bleibt es hingegen weitgehend trocken. Der Mittwoch verläuft dann mit Ausnahme des äußersten Südens verbreitet unbeständig mit Schauern und Gewittern, wobei die kräftigsten Gewitter im zentralen Bergland und im Südosten zu erwarten sind. Die Temperaturen gehen etwas zurück und liegen zwischen 19 Grad im Bregenzerwald und 34 Grad von Unterkärnten bis ins Südburgenland.

Der Juli startet am Donnerstag meist mit durchschnittlichen Temperaturen für die Jahreszeit, eine weitere Hitzewelle ist vorerst also nicht in Sicht.

 

Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag

Siebenschläfer schaut wie das Wetter wird

Der Siebenschläfertag ist ein altbekannter Lostag in der Meteorologie, welcher sich in zahlreichen Bauernregeln widerspiegelt. Das Wetter vom 27. Juni soll demnach den Trend für die nächsten 7 Wochen setzen. Anbei eine kleine Auswahl an Bauernregeln:

  • Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
  • Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.
  • Wie’s Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag.
  • Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.
  • Schlafen die Siebenschläfer im Regen, wird’s ihn noch sieben Wochen lang geben.

Meteorologischer Hintergrund

Tatsächlich gibt es im Hochsommer eine statistisch nachweisbare Erhaltungstendenz von Wetterlagen im Alpenraum. Für diese meteorologische Singularität ist allerdings nicht nur ein bestimmter Tag relevant, da sie allgemein oft für die letzte Juniwoche bzw. die erste Juliwoche zutrifft. Durch die gregorianische Kalenderreform findet der Tag eigentlich auch erst etwa 10 Tag später statt. Auf die erste Juliwoche trifft diese Singularität in Süddeutschland und im Alpenraum etwa 60 bis 80% der Fälle zu. Im maritim geprägten Klima Norddeutschlands ist dies hingegen deutlich seltener der Fall.

Weichenstellung

Etabliert sich Ende Juni bzw. Anfang Juli somit eine stabile Hochdruckzone über Europa, stehen die Chancen gut, dass sie bis weit in den Juli hinein erhalten bleibt. Das gleiche gilt allerdings auch umgekehrt: Liegt der Jetstream weiter südlich, so ist der Weg frei für Tiefdruckgebiete in Richtung Mitteleuropa und anhaltend wechselhafte Bedingungen sind vorprogrammiert.

Wechselhafte Woche

Derzeit deuten die Modelle in der kommenden Woche auf eher wechselhaftes und mäßig warmes Sommerwetter hin. Zwar wird es v.a. am Montag und Dienstag noch einmal heiß, dann aber setzt sich maritim geprägte Luft aus Westeuropa durch. Eine neuerliche Hitzewelle ist jedenfalls nun erst einmal nicht mehr in Sicht! Man kann also wie bei jeder Bauernregel nur abwarten und schauen, was uns der restliche Sommer noch bringt.

Großer Hagel und über 240.000 Blitzentladungen in wenigen Tagen

Blitz

Österreich lag in dieser Woche auf der Vorderseite eines abgetropften Höhentiefs mit Kern über Westeuropa, dabei erstreckte sich eine nahezu stationäre Luftmassengrenze von Südfrankreich quer über Deutschland bis nach Skandinavien. Im Vorfeld davon gelangten mit einer südwestlichen Höhenströmung kontinuierlich feuchtwarme Luftmassen nach Österreich und in den Alpen wurde es leicht föhnig. Vorlaufende Störungen (eingelagerte Kurzellentröge) sorgten dabei täglich für neue Gewitter an der Alpennordseite, die bei einer für die Jahreszeit recht starken Höhenströmung wiederholt für Unwetter sorgten.

Am Donnerstag lag das Höhentief bereits nahe zu Österreich.

240.000 Blitze

In Summe wurden in den unwetterträchtigen Tagen vom 21. bis einschließlich 25. Juni in Österreich rund 240.000 Blitzentladungen erfasst, davon allein 121.000 in Oberösterreich und 58.000 in Niederösterreich. In der vergangenen Woche gab es somit mehr als drei Viertel der Blitzentladungen, die durchschnittlich in einem gesamten Juni zu erwarten sind.

Blitzdichte im Juni 2021.

Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 299 kA wurde am 24. Juni im Bezirk Horn gemessen. Die höchste Blitzdichte wurde am 22. bzw. 23. in den Bezirken Ried im Innkreis und Braunau am Inn verzeichnet. Am 24. lag dann der Bezirk Hollabrunn an der Spitze.

Montag 21. Juni

Blitzdichte am 21. Juni.

Am Montag gab es zunächst in der Steiermark und in Niederösterreich, am Abend bzw. in der Nacht dann auch in Oberösterreich örtlich die ersten Unwetter. In der Oststeiermark und später vor allem entlang des Inns in Oberösterreich kam es dabei lokal zu großem Hagel, zudem wurden in Wolfsegg Böen bis 103 km/h gemessen. Rund um Engerwitzdorf im Bezirk Urfahr-Umgebung kam es zudem zu Überflutungen.

Gewitter
Gewitter bei Hartberg am 21.6. © Storm Science Austria

Dienstag 22. Juni

Blitzdichte am 22. Juni.

Am Dienstag gab es vor allem in Oberösterreich, im Flachgau und im Waldviertel kräftige Gewitter. Besonders heftig wurde das Oberösterreichische Seengebiet getroffen: Eine Superzelle zog mit Sturmböen und großem Hagel vom Flachgau über Gmunden bis  in den Raum Sierning.

Gewitter
Unwetterfront in Voitsdorf (OÖ) am 22.6. © Storm Science Austria


Mittwoch 23. Juni

Blitzdichte am 23. Juni.

Am Mittwoch waren erneut vor allem der Flachgau sowie der Westen und Norden  Oberösterreichs betroffen, so gab es im Mühlviertel örtlich großen Hagel. Am Flughafen Salzburg wurden sogar Orkanböen bis 119 km/h gemeldet. Ein kräftiges Gewitter mit teils stürmischen Böen zog am Abend aber auch von Mittelkärnten über das Murtal hinweg.

Donnerstag 24. Juni

Blitzdichte am 24. Juni.

Der Donnerstag brachte den Höhepunkt der Unwetterlage, so gab es neuerlich in Oberösterreich sowie auch in Teilen Niederösterreichs und Wiens Superzellen mit Hagel. Besonders im Norden des Landes wurde vielerorts auch großer Hagel verzeichnet und eines dieser Gewitter sorgte am Abend dann für einen starken Tornado in Tschechien mit einer Zugbahn von etwa 26 km! In Horn gab es Sturmböen bis 75 km/h, großen Hagel sowie auch eine Rekordregenmenge von 85 mm Regen in nur wenigen Stunden.

Hagel
Großer Hagel bei Zwettl. © Storm Science Austria

Mammatus-Wolken in Ebreichsdorf. © Anette Aslan
Hagel im Raum Eibesthal (NÖ). © Stormhunters

Freitag 25. Juni

Blitzdichte am 25. Juni.

Am Freitag verlagerte sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit schließlich in den Südosten des Landes, so gab es im Tagesverlauf ausgehend von Graz, wo eine Sturmböe von 81 km/h gemessen wurde, vor allem in der Ost- und Südoststeiermark sowie im angrenzenden Burgenland starke Gewitter mit Hagel.

Hagel
Hagel in Kirchberg an der Raab. © M. Grundmann
Gewitter
Unwetter bei Großpetersdorf (Bez. Oberwart). © Stormhunters
Gewitter
Unwetter in Mühldorf bei Feldbach. © Stormhunters

Starker Tornado in Tschechien

Tornado

Am Donnerstagabend gab es im Norden und Nordosten Österreichs schwere Gewitter mit großem Hagel, Starkregen und Sturmböen. Eines dieser Gewitter hat knapp hinter der Grenze zu Tschechien zu einem starken Tornado geführt. Dieser hat rund um Hodonin für schwerste Schäden gesorgt, weshalb es zu mehreren Todesopfern und zahlreichen Verletzten kam. Besonders schwer getroffen wurden die Ortschaften Hrusky und Moravska Nova Ves, wo Dächer abgedeckt und Hausmauern teilweise zerstört wurden, Bäume und Strommasten umgerissen wurden und sogar Autos herumgeschleudert wurden.

Tornados in Europa

In Europa kommt es durchschnittlich zu 300 bis 400, aufgrund der Dunkelziffer Schätzungen zufolge auch bis zu 500 Tornados pro Jahr. Die meisten davon sind nur schwach ausgeprägt und kurzlebig, zudem handelt es sich teilweise auch um Tornados über Wasser (Wasserhosen). Im Zeitraum von 2010 bis 2020 wurden vom ESSL zwei sehr starke Tornados der Stärke F4 oder F5 registriert bzw. 26 starke Tornados der Stärke F3. Der gestrige Tornado wird als F3 oder F4 klassifiziert, allerdings sind noch Analysen der Schäden vor Ort notwendig, um die Windstärke genauer abschätzen zu können. Tornados dieser Stärke kommen in Europa also 2 bis 3 mal jährlich vor, allerdings kommt es nicht immer zu solch schweren Schäden, da die Tornados ja nicht immer auf Ortschaften treffen. Typische Regionen für starke Tornados in Europa sind die flachen Regionen von Nordwestfrankreich über Benelux bis nach Norddeutschland sowie Nordostitalien, die Küsten Süditaliens oder auch Südostrumänien, also dort wo die Landschaft überwiegend flach ist.

Superzellengewitter

Starke Tornados entstehen im Zusammenhang mit sog. Superzellengewittern. Es handelt sich dabei um meist langlebige, kräftige und alleinstehende Gewitter, welche einen beständigen rotierenden Aufwind aufweisen (Mesozyklone). Superzellen entstehen bei ausgeprägter Windscherung: Bei einer starken vertikalen Windzunahme bilden sich nämlich quer zur Strömung horizontal liegende Luftwalzen. Der Aufwind eines entstehenden Gewitters saugt diese Luftwalze ein und kippt ihre Achse in die Senkrechte, wobei sich der Drehimpuls nach und nach auf den gesamten Aufwindbereich überträgt. Die Zufuhr feuchtwarmer Luft wird dabei durch den räumlich getrennten Abwindbereich, in dem der Niederschlag ausfällt, nicht gestört. Starke Tornados treten also meist unmittelbar im Vorfeld von Kaltfronten auf, wenn der Höhenwind bereits stark zugenommen hat und noch ausreichend energiereiche Luft vorhanden ist. Tornados können aber auch im Winter an Kaltfronten von Sturmtiefs auftreten, wenn wenig Energie, aber extrem starke Windscherung vorhanden ist.

Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/

Ob die Häufigkeit von Tornados vom Klimawandel betroffen ist, kann man derzeit noch nicht abschätzen. Mittlerweile weiß man zwar, das Extremniederschlagsereignisse häufiger werden, allerdings ist für Tornados neben der schwülen, energiereichen Luft auch eine starke Windscherung notwendig. Während ersteres im Zuge des Klimawandels tendenziell zunimmt, lässt zweiteres hierzulande etwas nach. Daher gehen wir derzeit davon aus, dass die Häufigkeit im Mittel gleich bleibt, es aber eine höhere Variabilität von Jahr zu Jahr geben wird (je nach vorherrschender Großwetterlage im Sommer).

Tornados in Österreich

In Österreich treten durchschnittlich etwa 2 bis 5 Tornados pro Jahr auf, allerdings sind die meisten davon nur schwach und kurzlebig, zudem werden selten Ortschaften direkt getroffen. Starke Tornados sind selten, wobei das bislang bekannteste Ereignis hierzulande der Tornado von Wiener Neustadt am 10. Juli 1916 war. Die Einschätzung der Stärke dieses Tornados liegt bei F4/T8, was Windgeschwindigkeiten um 350 km/h bedeutet. Der gestrige Tornado in Tschechien war ähnlich stark oder nur geringfügig schwächer (F3/T7), also mit Windgeschwindigkeiten um 300 km/h. Vor wenigen Jahren kam es auch knapp südlich von Wien zu einem Tornado.



Titelbild via Twitter (fcb/lovci bourek)

Neuerlich schwere Gewitter im Westen und Norden

Gewitterfront

23:30

Die Gewitter in Österreich lassen nun allmählich nach, daher verabschieden wir uns mit letzten Bildern aus Tschechien und lassen die zerstörerische Wucht der Naturgewalten ohne Worte…

22:45 Uhr

Ein starkes Gewitter zieht aktuell vom Mühlviertel Richtung Weitra, Gmünd, Waidhofen an der Thaya. Hier ist mit Hagel zu rechnen!

Biltzverlauf 22:40 Uhr, UBIMET

21:00 Uhr

Einen starken Tornado gab es unweit der österreichischen Grenze bei Hodnin in Tschechien. Die Verwüstungen sind dort enorm!

19:45 Uhr

Die heftigsten Gewitter ziehen nun noch über das nördliche Wald- und Weinviertel und ziehen allmählich nach Tschechien ab. Nachfolgend nähert sich aus Bayern und Tirol eine schwache Kaltfront, in der im Vorfeld noch einzelne kräftige Superzellen Richtung Inn- und Mühlviertel ziehen.

Kaltfront nähert sich aus Westen, aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Diese Gewitter sind nicht mehr ganz so heftig wie ihre Vorgänger, schadensträchtiger Hagel von 2-3 cm Größe ist aber immer noch mit dabei. Nach Durchzug der Front beruhigt sich in der Nacht das Wetter an der Alpennordseite nachhaltig, dafür gibt es am Freitag von Kärnten bis ins Burgenland ein paar kräftige Gewitter.

19:00 Uhr

Bisher gab es heute rund 40.000 Blitzentladungen in Österreich, die meisten davon mit etwa 30.000 in Niederösterreich:

17:30 Uhr

Derzeit ziehen heftige Gewitter vom Hausruck- und Mühlviertel bis ins östliche Waldviertel durch und bringen teils großen Hagel von über 5 cm!

In der kommenden Stunden ziehen die Gewitter weiter ins nördliche Weinviertel.

Großer Hagel in Horn

16:50 Uhr

Achtung südlich von Horn hat sich ein heftiges Gewitter gebildet mit starker Rotation! Ein Tornado kann nicht ausgeschlossen werden.

16:10 UHr

Im Bezirk Neunkirchen hat das Gewitter große Hagelkörner von etwa 4 cm Duchmesser produziert.

Hagel in Würflach, Bezirk Neunkirchen. Quelle: R. Reiter.

15:30 Uhr

Achtung Wien! Ein kräftiges Gewitter nähert sich nun rasch aus Südwesten, Sturmböen und Hagel ist zu befürchten.

Aktuelle Blitzentladungen

15:00 Uhr

Erste Gewitter bilden sich nun in der Obersteiermark und an der Grenze zu Italien. Vor allem am Alpenostrand besteht in den kommenden Stunden Unwettergefahr durch Sturm und Hagel!

Aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Ausgangslage

Die Gewitter der vergangenen Nacht im Alpenraum haben mittlerweile schon Polen erreicht, doch im Tagesverlauf kündigt sich ausgehend von der Schweiz bereits die nächste Gewitterschub ab.

Aktuelle Satellitenbild mit Einfärbung der Wolkenhöhe. © EUMETSAT

Dabei liegt der Schwerpunkt der Gewitter heute einmal mehr nördlich der Alpen, also in den Regionen, die in den vergangenen Tagen bereits von Unwettern mit teils großem Hagel und Sturmböen heimgesucht wurden.

Am Donnerstag herrscht an der Alpennordseite Unwettergefahr.

Die Graphik zeigt die Gebiete mit der höchsten Unwettergefahr am Donnerstag. In dem violetten Bereich gibt es das größte Potential für teils schwere Sturmböen, großen Hagel und Starkregen. Im roten Bereich sind dieselben Phänomene ebenfalls möglich, nur nicht ganz so häufig. Der orangene Bereich zeigt den Bereich, in dem generell Gewitter möglich sind, hier kommt es aber voraussichtlich nur vereinzelt zu stürmischen Böen, Starkregen oder Hagel.

Rückblick: Mittwoch

Nachdem bereits in der Früh Gewitter über den Norden gezogen waren, bildeten sich am Abend in Südtirol und generell im Westen neuerlich kräftige und schadenbringende Gewitter. Diese zogen schließlich über Bayern und erreichten in der Nacht den Flachgau bzw. das Inn- und Mühlviertel.

Eine weitere Zelle zog von der Villacher Alpe ins Murtal und sorgte besonders in der Steiermark für Schäden. Insgesamt wurden rund 64.000 Blitze registriert, mit den meisten, rund 50.000 Blitze, in Oberösterreich.

Blitzverlauf am Mittwoch © NOWCAST/UBIMET

Titelbild © Storm Science Austria

Heftige Unwetter über Oberösterreich am Dienstagabend – eine Zusammenfassung

Am Dienstagabend hat sich über dem Berchtesgadener Land eine Gewitterzelle entwickelt, die in weiterer Folge über den nördlichen Flachgau in Richtung Niederösterreich weitergezogen ist. Auf ihrem etwa 120 km langen Weg hat diese sog. Superzelle großen Schaden durch Hagel und Starkregen sowie stürmische Windböen verursacht.

Zugbahn der Superzelle. Quelle: UBIMET, ACG

Das folgende Bild zeigt eine Hagelanalyse von UBIMET, diese zeigt die Wahrscheinlichkeit für Hagelkörner größer als 2 cm im Durchmesser – den Beobachtungen zu Folge fielen tatsächlich hühnereigroße Hagelkörner vom Himmel.

Hagelanalyse vom Ereignis am 22. Juni, die violette Färbung stellt die analysierten Hagelkörner mit einem Durchmesser größer als 3 cm. Quelle: UBIMET. Besonders schwer betroffen ist die Landwirtschaft, die Österreichische Hagelversicherung spricht von einem außergewöhnlichen Ereignis – dem größten Schadenereignis in ihrer Geschichte! Die größten Verwüstungen entstanden zwischen Mondsee und Gmunden.

Schadenanalysekarte der Österreichischen Hagelversicherung.
Das Radarbild von der Superzelle über Gmunden, der weiße Kern ist ein Hinweis auf Hagel. Quelle: UBIMET, ACG.

Gegen 20 Uhr zog die Superzelle mit großem Hagel und stürmischen Böen über Gmunden hinweg, von wo uns das folgende Video erreicht hat:

Begleitet wurde das Unwetter auch von großen Regenmengen, die Station Vöcklabruck hat innerhalb kurzer Zeit 48 Liter am Qaudratmeter gemessen, viele weitere Stationen haben 20 bis 30 Liter innerhalb einer halben Stunde gemeldet!

Das Unwetter sorgte aber auch im Verkehr für Behinderungen, so war z. B. die Westbahnstrecke für mehrere Stunden gesperrt. Aber auch auf der A1 war eine Weiterfahrt vorübergehend kaum möglich, wie dieses Video zeigt.

Anbei noch ein paar Fotos aufgenommen von unseren Kollegen von Stormhunters und Stormscience Austria.

Quelle: Stormhunters.
Quelle: Storm Science Austria.

Titelbild  © Storm Science Austria.

Hagelunwetter tobten zu Wochenbeginn im Süden

Die Wetterlage bleibt weiterhin angespannt. Nachdem bereits das Wochenende kräftige Gewitter brachte, gab es zu Wochenbeginn vor allem in Bayern und Baden-Württemberg erneut kräftige Gewitter.

Superzellen

Superzellen kann man quasi als die Könige der Gewitter ansehen. Ihre Aufwinde erreichen Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h und sind damit eine Gefahr für jedes Flugzeug. Zudem werden die größten Hagelkörner mit ihnen verbunden. Der Hauptgrund für die intensive Forschung an ihnen sind jedoch die Tornados. Während es verschiedene Mechanismen gibt kleinräumige Wirbel zu erzeugen (Staubteufel, Wasserhosen) sind starke Tornados nur in ihrem Umfeld möglich.

Die Besonderheit liegt darin begründet, dass ihr Aufwind rotiert und damit wesentlich stabiler und kräftiger ist als der anderer Gewitterzellen. Die Rotation gewinnen sie aus der Umgebungsscherung (Windrichtung und -geschwindigkeit ändern sich mit der Höhe). Daraus folgt zudem, dass sie nicht mit dem Höhenwind ziehen, sondern sich zumeist rechtsseitig verlagern.

Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/

Montag 21.6.

Der Montag war zunächst gekennzeichnet von dem von Thüringen nordwärts ziehenden Gewittersystem, dass sich am Sonntagabend schon über dem Süden des Landes gebildet hatte. Nach einer Pause um die Mittagszeit kamen am späten Nachmittag von Frankreich und der Schweiz her neue kräftige Gewitter auf. Diese breiteten sich rasch nach Osten über den Breisgau und Schwaben aus. Im Vorfeld der Gewitter bildete sich nordöstlich von Oberstorf eine Superzelle, die in der Folge auf einer Länge von rund 75 km Hagel bis 6 cm im Durchmesser brachte.

 

In der Folge bildete sich ein MCS (Mesoskaliges (C)Konvektives System), das über Tschechien in der Nacht nach Polen zog. Dieser brachte teils ergiebigen Starkregen. Insgesamt wurden allein in Bayern rund 70.000 Blitze, in Baden-Württemberg derer rund 60.000.

Zeitlicher Verlauf der Blitze © NOWCAST/UBIMET

Dienstag 22.6.

Auch der gestrige Tag brachte in Bayern wieder Unwetter. Erneut bildeten sich Superzellen, die erneut großen Hagel brachten. Dabei zog eine solche Zelle rund 240 km auf einer ähnlichen Zugbahn, wie die Superzelle am Tag zuvor. Erhebliche Schäden wurden in der Landwirtschaft sowie an Dächern und Autos registriert. Teils bildeten sich erhebliche Hagelansammlungen. Insgesamt wurden am Dienstag in Bayern rund 76.000 Blitze registriert.

 

 

 

Blitzspur der Superzellen am 22.6.2021 von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr © NOWCAST

Ausblick

Auch Heute und Morgen muss erneut in Bayern und Baden-Württemberg mit Superzellen mit großem Hagel und Starkregen gerechnet werden.

 

Titelbild: https://twitter.com/LippJakob/status/1407446095878316039/photo/1

Stormchasing in Österreich

Stormchasing beginnt bereits einige Tage vor der eigentlichen Gewitterlage. Bahnt sich eine Wetterlage mit Unwetterpotential an, dienen aktuelle Wettermodelle als Grundlage, um herauszufinden wo Gewitter räumlich auftreten werden. Dieser Teil erfordert gute meteorologische Kenntnisse und bildet die Grundlage für einen erfolgreichen „Chase“. Ist das passende Gebiet definiert, beginnt die eigentliche Gewitterjagd.

Unwetterzelle im Südburgenland mit Radardaten von UBIMET @ Storm Science Austria

 

Haben sich die Gewitter einmal gebildet, besteht das Ziel darin möglichst nah an die Unwetterzelle zu kommen, um spektakuläre Fotos zu schießen und so das Geschehen für die Nachwelt festzuhalten. Die Kunst besteht dabei darin, nicht in den Abwindbereich des Gewitters zu kommen – der Bereich einer Gewitterzelle, in dem Starkregen oder Hagel auftreten.

Besteht eine Kooperation mit einem Wetterdienst, geben Stormchaser die gewonnen Bilder, Videos oder Daten zeitgleich an die entsprechenden Meteorologen weiter. Diese nutzen im weiteren Verlauf die Daten, um die Bevölkerung rechtzeitig vor Unwettern zu warnen. Da Unwettererscheinungen meistens nur sehr kleinräumig auftreten, sind diese Infos oft essentiell, um betroffene Gebiete rechtzeitig zu warnen.

Großhagel im Waldviertel @ Storm Science Austria

 

Nach einer erfolgreichen Gewitterjagd werden die gewonnenen Daten mit einer meteorologischen Analyse in einen Bericht verpackt und sind so für Interessierte im Internet zugänglich. Den Reiz des Stormchasings bildet dabei die Faszination der erlebten Naturgewalt, der soziale Aspekt eines Vereins und das notwendige meteorologische Wissen, um Gewitter erfolgreich zu chasen.

Tornadische Superzelle bei Wien-Schwechat @ Storm Science Austria

 

 

Titelbild @ Storm Science Austria

@ Storm Science Austria

Gewitter am Montag im Flachland

Gewitter über Wien am Montag. © foto-webcam.eu

Update 16:30 Uhr:

Unsere Kollegen von Storm Science Austria waren in der Oststeiermark unterwegs und machten ein paar beeindruckende Aufnahmen der Superzelle über Hartberg.

© Storm Science Austria

Update 16:00 Uhr:

Der Gewitterkomplex über den Fischbacher Alpen zieht nun langsam in Richtung Ost- und Südsteiermark. Vorsicht also in den Bezirken Hartberg und Fürstenfeld sowie auch im Südburgenland.

Zugbahn des Gewitters © Ubimet/Austrocontrol

 

Update 15:15 Uhr:

Ein heftiges Gewitter geht derzeit im Bereich Horn und Gars am Kamp nieder. Aufgrund der weißen Echos in der Radaranalyse ist hier Hagel nicht ausgeschlossen.

Radarbild 13UTC © Ubimet/Austrocontrol

Update 14:30 Uhr:

Ein Blick auf das aktuelle Radarbild zeigt die kräftigen Gewitter in der Rax-Semmering Region sowie auch im Waldviertel. Besonders im oberen Mürztal bildet sich das Gewitter immer wieder neu, rechnet hier mit lokalen Überflutungen.

Radar- und Satbild ©Ubimet/Austrocontrol/Eumetsat

Update 12:00 Uhr:

Erste Gewitter haben sich nun bei Mariazell und bei Kirchberg am Wechsel gebildet und in den kommenden Stunden nimmt die Gewittergefahr zwischen Wald- bzw. Wienviertel und er Wechselregion immer weiter zu. Im Flachland wurde schon verbreitet die 30-Grad-Marke erreicht und auch die Taupunkt sind mit 18 bis 20 Grad sehr hoch. Gute Bedingungen für starke Gewitter!

Ausgangslage

Aufgrund der Gewitter in der vergangenen Nacht in Deutschland hat sich im Donauraum verbreitet der Westwind durchgesetzt, im äußersten Osten weht hingegen noch Südostwind. Die beiden Windregime treffen am Montag am Alpenostrand bzw. direkt über Wien zusammen, eine sogenannte Konvergenzzone entsteht.

Aktuelle Konvergenz im Flachland

Durch das Zusammenströmen der Luft aus unterschiedlichen Richtungen wird  die Luft zusätzlich gehoben, was wiederum bei genügend Feuchtigkeit und Instabilität in der Atmosphäre die Gewitterbildung begünstigt. Este Gewitter sind dabei zu Mittag durch zusätzliche Hebung am den Bergen im Wienerwald und im Semmering-Wechsel-Gebiet sowie im Waldviertel zu erwarten. Am Nachmittag sind dann aber auch Gewitter im Flachland und somit auch in Wien möglich. Räumlich eng begrenzt fallen die Gewitter mit Starkregen und Hagel sowie Sturmböen auch heftig aus.

Gewitter bis in die Nacht hinein

Ab dem späten Nachmittag sind generell im gesamten Nordalpenbereich Gewitter möglich, die stellenweise heftig ausfallen. In der Nacht könnte dann noch ein größerer Gewitterkomplex von Bayern her auf Oberösterreich übergreifen, die genaue Entwicklung ist hier aber noch abzuwarten.

Gewitter brachten 300.000 Blitze, Sturm und Starkregen am Sonntag

Überblick

Wie beenden nun den heutigen Liveticker. Aktuell sind in Nordbayern und Thüringen noch einige Gewitter unterwegs, die im Laufe der zweiten Nachthälfte weiter nordwärts ziehen. Örtlich kommt es dabei weiterhin zu Starkregen und mitunter auch zu stürmischen Böen.

In Summe gab es am Sonntag von 0 bis 24 Uhr mehr als 300.000 Blitzentladungen!

Blitzdichte am Sontag, 20. Juni 2021.

Update 23:55

Vorlaufend zur Gewitterlinie in Nordbayern haben sich nun auch in Thüringen vorlaufende Gewitter entwickelt. In der kommenden Stunde ziehen auch in der Oberpfalz und im Vogtland Gewitter auf.

Update 22:10

Die Gewitter in Bayern haben in der vergangenen Stunde für ergiebige Regenmengen in kurzer Zeit gesorgt, anbei ein paar Messungen:

  • 31 mm Feuchtwangen-Heilbronn
  • 31 mm Gollhofen
  • 28 mm Simmershofen-Adelhofen
  • 26 mm Dinkelsbühl-Oberwinstetten

Update 21:50

Eine ausgeprägte Gewitterlinie hat sich nun über Bayern entwickelt und zieht rasch nordwärts. Vorsicht vor schweren Sturmböen und Starkregen!

Update 22:25

Die stärksten Gewitter befinden sich aktuell in einer Linie von Würzburg über Ansbach bis Ingolstadt. Es besteht weiterhin die Gefahr von schweren Sturmböen, Hagel und Starkregen!

Update 22:05

Anbei die gemessenen Spitzenböen in der vergangenen Stunde:

  • 78 km/h Rheinstetten
  • 77 km/h Waibstadt
  • 75 km/h Stuttgart-Echterdingen

Örtlich gab es auch wieder ergiebige Regenmengen in kurzer Zeit, wie etwa in Ellwangen-Rindelbach (B-W) mit 19 Liter pro Quadratmeter. Der Schwerpunkt der Gewitter verlagert sich nun nach Franken.

Update 21:40

Anbei ein paar Bilder aus dem Südschwarzwald:

Update 21:10

Anbei die bisherigen Spitzenböen in Deutschland:

  • 87 km/h Weilheim-Bierbronnen
  • 81 km/h Kandern-Gupf
  • 65 km/h Laupheim

Dazu gab es örtlich große Regenmengen in kurzer Zeit wie etwa 31 Liter pro Quadratmeter in Villingen-Schwenningen.

Update 19:45

Nun hat es auch in Bayern ausgelöst. Ein Gewitter nimmt aktuell Kurs auf Augsburg!

Radarbild 19:30 Uhr, UBIMET, DWD

Update 19:15

Eine erste Gewitterlinie ist bereits von der Schweiz aus nach Baden-Württemberg hereingezogen samt Starkregen, Hagel und Sturmböen. Eine zweite, organisierte, noch giftigere Gewitterfront erreicht Freiburg in diesen Augenblicken:

Blitze – je dunkler, umso älter – Stand 17:05 Uhr, UBIMET, DWD
Radar mit Zugrichtung, Stand 17:05 Uhr, UBIMET, DWD

Update 19:00

Shelfcloud, die über den Bodensee zog:

Update 17:30

Es erreichen uns erste Aufnahmen aus der Schweiz, von wo aus die Gewitter nun allmählich auf Baden-Württemberg übergreifen:

Einleitung

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Großwetterlage – rasch erkennen wir, dass Deutschland derzeit im Vorfeld mehrerer Tiefs vor Westeuropa liegt. Dabei wird sehr heiße und zunehmend feuchte Luft herangeführt – so auch heute(Karte ist für Sonntag 14 Uhr gültig):

Großwetterlage am Sonntag.

Am Sonntag ziehen die Gewitter der Nacht im Norden rasch Richtung Dänemark ab und für ein paar Stunden beruhigt sich das Wetter.

Aktuelle Wettersituation anhand eines Satellitenbildes (EUMETSAT,UBIMET)

Gegen Abend erreichen dann aber die derzeit noch über Katalonien und Südfrankreich liegenden Gewitter von Südwesten her die Bundesrepublik. Dabei kann es wirklich wild zugehen mit:

  • Böen von 100-120 km/h
  • Starkregen von 30-60 l/m² in kurzer Zeit
  • Hagel von bis zu 5 cm im Durchmesser

Selbst Tornados sind nicht ausgeschlossen!

Hier seht ihr die Animation des Radars in 3-Stunden-Schritten von Sonntagmittag bis Montagfrüh:

Radar-Animation für Sonntagnachmittag und -abend.

Abschließend hier noch einmal die Übersicht der größten Unwettergefahr am Sonntag. Wie schon erwähnt, ist ab den späten Nachmittagsstunden der gesamte Südwesten betroffen (violetter Bereich). Abends und in der Nacht zum Montag rücken dann mehr und mehr die Mitte und der Norden in den Fokus.

Die größte Unwettergefahr herrscht im Südwesten.

Samstagnacht: Blitzspektakel und Starkregen

In der Nacht auf Sonntag zog ein großräumiger Gewitterkomplex über den Westen und Norden hinweg und sorgte über Nacht für ein regelrechte Blitzspektakel. So wurden allein seit Mitternacht rund 200.000 Blitzentladungen registriert.

Dazu gab es anfangs  im Saarland und Rheinland-Pfalz auch noch Sturmböen, beachtlich waren aber auch die großen Regenmengen in kurzer Zeit.

Mehr Gewitter kommen auf

Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

Am heutigen Sonntag gibt es im Berg- und Hügelland lokale Wärmegewitter, die meisten davon entstehen in den Salzburger Gebirgsgauen und in der Obersteiermark. Punktuell kann es dabei zu Sturmböen und Hagel kommen. Interessant wird es am Abend auch ganz im Westen. Ein größerer Gewitterkomplex trifft dann den Norden von Vorarlberg, besonders am Bodensee kann es zu großem Hagel und schweren Sturmböen von bis zu 100 km/h kommen. In weitere Folge zieht der Gewitterkomplex über Deutschland nach Norden weiter.

Gewitter am Montag

Am Montag häufen sich dann an der Alpennordseite generell die Gewitter.

Frontenkarte für Montagmittag

Erste Gewitter gibt es entlang einer Windkonvergenz wohl schon in der Mittagszeit in Wald- und Weinviertel sowie am Alpenostrand. Am Nachmittag werden die Gewitter generell häufiger in den Nordalpen und können zum Abend hin auch ins umliegende Flachland ausgreifen.

In der Nacht könnte dann ein größerer Gewitterkomplex von Bayern her auf  den Flachgau und Oberösterreich ausgreifen. Die Gewitter können überall zu Hagelschlag und Sturmböen führen, lokale Überflutngen durch Starkregen sind ebenfalls möglich.

Gewitter im Norden, Hitze im Süden

Bis zur Wochenmitte bleibt es an der Alpennordseite gewitteranfällig, wobei sich das Unwetterpotential immer weiter nach Osten verschiebt, da sich im Westen langsam kühlere Luft durchsetzt. Außen vor bleibt dagegen der Süden und Südosten. Hier bleibt es bis auf einzelne Hitzegewitter bis zur Wochenmitte trocken und brütend heiß. Die Spitzenwerte liegen in der südlichen Steiermark und im Burgenland bei 36 Grad.

 

Titelbild: Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

Hitze zum Start von Red Bull X-Alps

Unter dem wachsamen Auge der Mozart-Statue werden 29 Athleten aus 15 Ländern, darunter zwei Frauen, am Sonntag, 20.06.2021, um 11:30 Uhr dieses unglaubliche Abenteuer beginnen.
Bei einer Pressekonferenz im Hangar-7, wo die historischen Flugzeuge und Formel-1-Autos von Red Bull ausgestellt sind, teilten die Athleten heute ihre Hoffnungen – und Ängste – vor dem epischen Rennen.
Bei der Pressekonferenz im Hangar-7 sprachen die Athleten über ihre Wünsche und Hoffnungen für das Rennen.
© zooom / Lukas Pilz

„Wegen des Abenteuers hier“

„Bei jedem Rennen sage ich, dass es das letzte ist, aber zwei Jahre sind gerade genug Zeit, um den Schmerz zu vergessen“, sagt Tom de Dorlodot, der zum achten Mal antritt. „Als ich vor 14 Jahren das erste Mal antrat, war ich so alt wie Tommy (Friedrich).  Das Rennen hat sich sehr verändert, aber es macht mir sehr viel Spaß. Ich bin wegen des Abenteuers hier.“
Alle Augen sind auf den sechsfachen Champion Christian Maurer, 38, gerichtet, der seit seiner ersten Teilnahme im Jahr 2009 ungeschlagen ist. Von Wagrain aus sagte er: „Am Anfang vom Prolog hatte ich kein gutes Gefühl, aber ich konnte beim Aufstieg mithalten, während das Fliegen das ist, was ich am besten kann, und so zu gewinnen hat mir ein tolles Gefühl gegeben. Ich freue mich auf ein tolles Rennen. Es wird sicher schwierig mit der neuen Strecke und der Länge.“

„Im Rennen mein Bestes geben“

Ein Mann, der entschlossen ist, diese Herrschaft zu beenden, ist Maxime Pinot, 29, der sowohl bei der Ausgabe 2019 als auch beim eintägigen Prolog am Donnerstag Zweiter hinter Maurer wurde. Er sagte: „Ich habe 2019 viel gelernt, sowohl von der physischen Seite aber auch vom Fliegen her. Ich bin glücklich, hier zu sein und freue mich darauf, wieder am Wettbewerb teilzunehmen. Ich mag es, mich auf jeden Schritt zu konzentrieren und nicht über Ergebnisse nachzudenken. Es gibt so viele Faktoren, die Konkurrenten, das Wetter, wie sich der Körper anfühlt – ich versuche einfach, im Rennen mein Bestes zu geben.“
Paul Guschlbauer, nach Maurer der erfolgreichste Athlet des Rennens, hat etwas bescheidenere Ziele. Vor drei Monaten brach er sich bei einem Ski-Unfall das Bein, und die Tatsache an der Startlinie zu stehen, ist eine unglaubliche Genesungsgeschichte. „Ich war immer sehr fit. Das war meine größte Stärke. Das ist jetzt anders. Ich habe im Grunde die ganze Vorbereitung verpasst, also werde ich einfach versuchen, zu sehen, wie lange mein Fuß durchhält und ob die Erfahrung hilft.“
Paul Guschlbauer (AUT3) mit seiner Ausrüstung, die er braucht, um bei Red Bull X-Alps teilzunehmen.
© zooom / Christian Lorenz

„Ein verrücktes Gefühl“

Ein Athlet, der sich auf jeden Fall durchsetzen will, ist der jüngste Teilnehmer im Starterfeld, der 20-jährige Thomas Friedrich, der nach einer tollen Leistung im Prolog den dritten Platz belegte. Seit er denken kann, weiß er von dem Rennen und wollte daran teilnehmen – Paul Guschlbauer lernte in der Flugschule seines verstorbenen Vaters in Graz das Fliegen. Er sagt: „Es ist einfach ein verrücktes Gefühl. Vor sechs Jahren war ich zum ersten Mal bei dem Rennen und habe mir meine Helden angeschaut. Jetzt bin ich selbst ein Athlet. Ich bin zwar jung, aber am Ende würde ich nicht sagen, dass ich keine Erfahrung habe. Wir sind ein gutes Team und wir werden es schaffen.“
Von links nach rechts : Ulrich Grill, Paul Guschlbauer, Thomas Friedrich, Tom de Dorlodot, Maxime Pinot, Yael Margelisch und Christoph Weber. © zooom / Lukas Pilz
Maurer fügte hinzu: „Bei jeder Ausgabe spüre ich den Druck der Athleten. Ich sehe, dass Maxime von Jahr zu Jahr besser wird mir ist auch im Prolog aufgefallen, dass er viel besser abschneidet. Es ist auch gut, junge Athleten wie Tommy (Friedrich) zu sehen. Letztes Jahr ist er mit mir in der Schweiz angetreten und wurde Dritter. Er ist ein großartiger Athlet.“
Renn-Mitbegründer und Organisator Ulrich Grill: „Dies ist die 10. Auflage des härtesten Abenteuerrennens der Welt und es ist die härteste Strecke. Wenn wir zurückblicken, sind wir froh, dass wir ein Rennen auf die Beine stellen können, das nicht nur in Österreich, sondern in fünf Ländern stattfindet. Es ist ein tolles Zeichen nach außen, dass wir da rausgehen, wandern, laufen und fliegen. Das wird ein großes Abenteuer. Chapeau an alle Athleten.“
Der Startschuss fällt am Sonntag um 11:30 Uhr und es verspricht ein heißer Tag zu werden, denn sowohl die Konkurrenz als auch das Wetter heizen sich auf. „Wir befinden uns mitten in einer Hitzewelle in Österreich“, sagt Nikolas Zimmerman, Meteorologe des offiziellen Rennpartners Ubimet. „Der Sonntag wird der heißeste Tag der Woche und wir erwarten Temperaturen über 30ºC. Die Athleten werden auf dem Weg zum Gaisberg ins Schwitzen kommen.“
Und das ist erst der Anfang. 12 Tage lang rasen die Athleten entlang 12 Turnpoints quer durch die Alpen. Verfolgt die ganze Action via Live Tracking.
Rennreporter Tarquin Cooper berichtet live vor dem Rennen ab 11 Uhr auf Facebook, während redbullxalps.com ständig mit aktuellen Updates und Social-Media-Stories aktualisiert wird.
Das Rennen startet am Sonntag um 11:30 am historischen Mozartplatz in Salzburg. © zooom / Felix Woelk

Über RedBull X-Alps

Red Bull X-Alps 2021, das härteste Abenteuerrennen der Welt, startet am 20. Juni 2021 mit seiner zehnten Ausgabe. Von Salzburg, Österreich, aus werden 29 Athleten aus 15 Nationen die 1.238km lange Strecke über die Alpen und zurück nur zu Fuß und mit dem Paragleiter bestreiten. Es starten 18 Veteranen, 11 Rookies und der sechsfache Gewinner des Rennens, Christian Maurer, welcher den siebten Titel in seiner Siegesserie anstrebt.
Die diesjährige Route ist mit einer komplett neuen Streckenführung die herausforderndste in der Geschichte des Rennens. Anstatt in Richtung Mittelmeer, werden die Athleten quer über die Alpen von Salzburg bis zum Mont Blanc und wieder zurück ins Ziel nach Zell am See, Österreich, fliegen.
Auf ihrem Weg müssen sie zwölf Turnpoints in fünf verschiedenen Ländern passieren.
Red Bull X-Alps ist eine Herausforderung für Körper und Geist und auch die diesjährige Ausgabe wird einmal mehr für Spannung, Abenteuer und hochalpine Action sorgen. Dank fortschrittlicher Live Tracking Technologie kann man jeden Schritt der Athleten live mitverfolgen.
Eine vollständige Liste aller 29 Athleten inklusive deren Profilen und weiteren Infos findet man unter: redbullxalps.com/athletes. Alle Athleten stehen auf Anfrage für Interviews zur Verfügung.
Wichtige Termine:
Rennstart in Salzburg, Österreich: 20. Juni 2021

Titelbild: RedBull X-Alps

Brutale Hitze auch im Westen der USA

Der Höchstwert am Dienstag in Salt Lake City lag bei 42 Grad und stellte damit den bisherigen Rekord ein. Dies ist umso beeindruckender, als dass diese Rekorde Mitte Juni gebrochen wurden, einem normalerweise deutlich kühleren Monat als Juli und August. In Las Vegas wurde am Mittwochnachmittag fast der bisherige Rekord von 47 Grad erreicht. In Billings, Montana, wurde am Dienstag mit 41 Grad der heißeste Wert erreicht, der jemals im Juni gemessen wurde. Die Temperaturen können in einigen Gebieten von Donnerstag bis Freitag noch höher steigen. Für Phoenix, Arizona, werden an vier aufeinanderfolgenden Tagen Höchstwerte von mehr als 46 Grad vorhergesagt, womit der bisherige Rekord gebrochen wird.

 

Diese Hitzewelle verschlimmert die bereits kritische Dürre im Südwesten. Die derzeitige Dürre reicht bis in den Herbst 2020 zurück. In den letzten Monaten ist wenig bis gar kein Niederschlag gefallen. Die lähmende Dürre übt einen starken Druck auf die Süßwasservorräte aus. Der Lake Mead, der größte Stausee der USA, versorgt Farmen und Häuser von Nevada bis Mexiko mit Frischwasser. Der stetig steigende Wasserverbrauch und die Klimaerwärmung setzen den Pegel des Sees zwar schon seit zwei Jahrzehnten unter Druck. Das heiße, trockene Wetter der letzten Zeit hat diesen Prozess jedoch beschleunigt.

Der Juni stellt bereits der Höhepunkt des Bewässerungsbedarfs für Ackerland im Südwesten dar und in letzter Zeit ist der Seewasserspiegel um bis zu 30 cm pro Woche gesunken. Er liegt derzeit bei 36 % der vollen Kapazität, dem niedrigsten Stand seit der ursprünglichen Befüllung des Sees in den 1930er Jahren. Dies hat zu weitreichenden Einschränkungen der Wassernutzung im Südwesten geführt. Bundesbeamte kündigen sogar noch strengere Beschränkungen an, wenn der Pegel des Sees weiter sinkt, wie es die Prognosen andeuten.

34 Grad in Innsbruck – Tipps gegen die Hitze

Kühlende Gewitter werden zwar in den nächsten Tagen etwas häufiger, beschränken sich meist aber doch auf das Bergland. Daher haben wir ein paar Tipps zusammen getragen, die bei dieser Hitze helfen können einen kühlen Kopf zu bewahren.

Höchstwerte am 17.06.2021 @ UBIMET

 

Höchstwerte am 17.06.2021 @ UBIMET

 

Dass man nur leichte Kleidung trägt oder den Sprungs ins kühle Nass sucht, versteht sich bei Hitze von selbst. Hilfreich ist es, sich in der Mittagshitze nicht in der Sonne aufzuhalten und anstrengende Tätigkeiten zu vermeiden – lieber einen Gang zurück schalten und notwendige Arbeiten im Freien so gut es geht auf die späten Nachmittags- bzw. Abendstunden verlegen.

Viel trinken!

Mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit sollte man täglich zu sich nehmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen sollte die Trinkmenge deutlich darüber hinausgehen. Als Durstlöscher eignen sich neben Mineralwasser ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Ungeeignet sind hingegen stark zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden. Bei hohen Temperaturen soll allerdings auf eiskalte Getränke verzichtet werden. Besser sind warme Getränke, die zu einem leichten Schwitzen führen. Dadurch wird ein Abkühlen des Körpers bewirkt, ohne dass es zu einer zusätzlichen Kreislaufbelastung kommt.

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Leichte Mahlzeiten

Leichtes Essen ist bei Hitze ebenfalls zu empfehlen. Salate sollen dabei ganz oben auf der Liste stehen und auf Fleisch eher verzichtet werden, da tierisches Eiweiß die körpereigene Wärmeproduktion anregt. Obst und rohes Gemüse sorgen für zusätzliche Flüssigkeitszufuhr und spenden wichtige Vitamine. Rohkost ist auch deshalb zu empfehlen, weil sie neben reichlich Flüssigkeit auch Mineralstoffe liefert.

Geschicktes Lüften

Es muss nicht immer eine Klimaanlage sein: Damit die eigene Wohnung trotz hoher Temperaturen angenehm kühl bleibt, gilt es drei Dinge zu beachten: ein wirksamer Sonnenschutz, ausreichende Belüftung und den Verzicht auf überflüssige Wärmequellen. Damit die Temperatur in den eigenen vier Wänden nicht immer weiter klettert, lüftet man am besten über Nacht oder am frühen Morgen.

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Lockere Kleidung

Auch lockere Sommerkleidung kann einiges bewirken. Jackett und Krawatte beispielsweise verhindern die Luftzirkulation am Körper. Leichte, luftige Sommerkleidung aus Naturfasern dagegen verringert den Wärmestau, und verhindert damit auch starkes Schwitzen. Achtet außerdem darauf zu hellen Farben und hochwertigen Stoffen zu greifen, welche die Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben.

 

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Am Donnerstag im Westen erste heftige Gewitter möglich

Die Wetterlage:

Morgen befindet sich eine langgezogene Luftmassengrenze von Spanien über Frankreich bis zur Nordsee, zu erkennen auf der Bodenwetterkarte an den roten Halbkreisen und den blauen Dreiecken. An der Luftmassengrenze bilden sich die beiden Tiefs STEFAN und THANANONT.

Bodenwetterkarte für Donnerstag 14 Uhr MESZ

Im Vorfeld der beiden Tiefs wird sehr heiße Luft aus dem Mittelmeerraum bzw. Nordafrika nach Deutschland gelenkt, verbreitet werden über 30 Grad erreicht. Da und dort gibt es sogar Spitzenwerte von rund 35 Grad:

Die Höchstwerte am Donnerstag.

Die nahe Luftmassengrenze lenkt aber auch etwas feuchtere und labil geschichtete Luft in den Westen Deutschlands. Somit bilden sich am Nachmittag und Abend vom Münsterland bis zum Saarland erste, teils schon kräftige Gewitter.

In der Folgenacht gibt es dann in den gleichen Regionen ausgehend von Frankreich Belgien die nächste Runde an kräftigen Gewittern!

Am Nachmittag und Abend steigende Gewittergefahr!

Quelle Titelbild: Storm Science Austria

Hitzewelle: Zwischen Tropennächten und Waldbrandgefahr

Hitzewelle rollt an - Adobe Stock

Zwischen einem blockierenden Hoch über Osteuropa und reger Tiefdrucktätigkeit am Atlantik dreht die Strömung in Deutschland in der zweiten Wochenhälfte zunehmend auf Süd. Ein erster Schub nordafrikanischer Heißluft erreicht uns somit bereits zum Wochenende hin und mit dem startet landesweit die erste Hitzewelle des Jahres. Am Samstag dämpft auffrischender Westwind nur vorübergehend die Hitze, denn am Sonntag und zu Beginn der neuen Woche erreicht uns aus Südwest nach derzeitigem Stand die zweite Portion Sahara-Luft.

Herkunft der Luftmasse am Montag 21. Juni 2021 - NOAA ARL Hysplit Modell https://www.ready.noaa.gov/HYSPLIT.php
Herkunft der Luftmasse am Montag 21. Juni 2021 – NOAA ARL Hysplit Modell https://www.ready.noaa.gov/HYSPLIT.php

Hitzetage und Tropennächte

Ab Mittwoch und bis zum Wochenende sind somit wiederholt Hitzetage (Tmax größer 30 Grad) sowie vielerorts auch Tropennächte (Tmin größer 20 Grad) in Sicht. Ein erster Höhepunkt der Hitzewelle wird am Donnerstag (Westen, Südwesten) bzw. Freitag (Nordosten) erreicht mit verbreitet Höchstwerten zwischen 32 und 35 Grad, zumindest stellenweise sind aber bis zu 37 Grad in Reichweite. Solche Spitzenwerte werden vorübergehend auch am Sonntag (Südwesten) und Montag (Nordosten) erreicht, bevor am Dienstag die Hitzewelle von einer Kaltfront beendet wird.

In den unterstehenden Grafiken sind Hitzetage und Tropennächte in rötlichen Farben dargestellt.

Animation der täglichen Höchstwerte (größer 30 Grad) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der täglichen Höchstwerte (größer 30 Grad) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. – ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der täglichen Tiefstwerte (größer 20 Grad = Tropennächte) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der täglichen Tiefstwerte (größer 20 Grad = Tropennächte) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. – ECMWF IFS Modell, UBIMET

Trockenheit und Gewitter- bzw. Waldbrandgefahr

Das blockierende Hoch über Osteuropa, wie der Name schon sagt, wird jegliche Atlantikfronten aus Westen blockieren. Somit ist bis inklusive Sonntag vor allem nach Nordosten zu kein nennenswerter Niederschlag in Sicht. Im äußersten Westen und an den Alpen steigt allerdings ab Freitag die Gewittergefahr an. In der hochsommerlich warmen Luft sind hier durchaus kräftigere Gewitter möglich. Durch die Hitzewelle verschärft sich hingegen die Lage im Nordosten des Landes. Trockenheit und Hitze sorgen hier für teils extreme Waldbrandgefahr!

Akkumulierte Niederschlagsmenge bis Sonntagabend - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Akkumulierte Niederschlagsmenge bis Sonntagabend – ECMWF IFS Modell, UBIMET
Teils extreme Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen - UBIMET
Teils extreme Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen – UBIMET

Titelbild: Hitzewelle rollt an – Adobe Stock

Die erste Hitzewelle des Sommers startet

Thermometer mit Hitze über 30 Grad - Adobe Stock

Hitzewelle beginnt heute im Westen

Schon am Montag gab es mit Imst und Lienz zwei Wetterstationen, die die 30-Grad-Marke knapp knacken konnten. Am heutigen Dienstag bekommen diese beiden Orte Gesellschaft, in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberkärnten dürften die nächsten 30er dazukommen. Hotspot ist heute wieder einmal das Inntal, hier klettern die Temperaturen schon auf bis zu 32 Grad. Etwas kühler, mit 24 bis 28 Grad aber ebenfalls sommerlich, präsentiert sich die Osthälfte des Landes.

Ab Mittwoch überall heiß

Am morgigen Mittwoch erfasst die heiße Luft den Großteil Österreichs, dann beginnt auch im östlichen Flachland offiziell die erste Hitzewelle des Jahres. Die 30 Grad werden dann in jedem Bundesland erreicht. Die absolut höchsten Temperaturen kündigen sich dabei mit rund 32 Grad im Inntal an. Auch an den beiden Folgetagen hält das stabile Hochsommerwetter an. Hitzegewitter beschränken sich am Nachmittag meist auf das westliche und südwestliche Bergland, mit den Temperaturen geht es weiter bergauf. Am Donnerstag gibt es an der föhnigen Alpennordseite schon bis zu 33 Grad, am Freitag zwischen Traunviertel und Tullnerfeld sogar 34 Grad.

Wochenende: Hotspot Osten – Gewitter im Westen

Am Wochenende sickert in die Westhälfte des Landes vorübergehend feuchtere und gewitteranfälligere Luft ein, sodass sich die größte Hitze mehr in den Osten verlagert. So startet der Samstag im Westen schon mit ein paar Schauern und Gewittern, diese werden am Nachmittag etwa westlich von Linz und Villach mehr und können heftig ausfallen. Zudem wird es hier mit 25 bis 30 Grad vorübergehend nicht mehr so heiß. Im Osten dagegen bilden Hitzegewitter die Ausnahme, zudem steigert sich hier die Hitze. Somit ist im östlichen Flachland bei rund 35 Grad ordentlich Schwitzen angesagt.

Bereits am Sonntag wird die Zufuhr heißer Luft aus Südwesteuropa im gesamten Land schon wieder stärker. Verbreitet liegen die Höchstwerte dann zwischen 30 und 35 Grad, noch eine Spur heißer wird es mit rund 36 Grad im östlichen Flachland. Aus heutiger Sicht steht am Montag der Höhe- und zugleich Endpunkt der Hitzewelle bevor: Im Osten erwärmt sich die Luft im Vorfeld einer Kaltfront noch einmal auf 36 oder gar 37 Grad, letztere beendet mit schweren Gewittern von Westen her aber die knapp einwöchige Hitzewelle.

Hier noch die erwarteten Temperaturverläufe für Wien

Die Hitze in Wien.

Innsbruck

In Innsbruck startet die Hitzewelle.

…und Klagenfurt:

Auch in Klagenfurt wird es zunehmend heiß.

Österreich-Rekord außer Reichweite

Mit 38,6 Grad im Jahre 2013 hält Waidhofen an der Ybbs den Temperaturrekord für den Monat Juni. Diese Bestmarke dürfte nach derzeitigem Stand nicht erreicht werden, für einzelne Stationsrekorde v.a. im Osten des Landes dürfte es knapp werden. So steht auf der Hohen Warte in Wien noch immer der Juni-Rekord von 36,5 Grad anno 1857, dieser könnte am Höhepunkt der kommenden Hitzewelle knapp geknackt werden. Selbiges gilt beispielsweise für Eisenstadt.

Hitzewelle rollt an

Hitze im Sommer

Nach Abzug der Kaltfront setzt sich nun trockenes und sonniges Wetter durch, das bis zum kommenden Wochen anhält. Dabei ist es anfangs noch erträglich warm mit Höchstwerte zwischen 25 und 30 Grad, in der zweiten Wochenhälfte wird es dann aber schon richtig heiß mit Spitzenwerte um die 35 Grad.

Animation der prognostizierten Temperaturhöchstwerte von Montag bis Freitag (klicken, um zu vergrößern) - UBIMET UCM Modell
Animation der prognostizierten Temperaturhöchstwerte von Montag bis Freitag (klicken, um zu vergrößern) – UBIMET UCM Modell

Der Höhepunkt der Hitze wird landesweit wohl am Freitag und Samstag erreicht, im Osten mitunter auch erst am Sonntag.

Für ein paar Tage trocken

Mit Hoch YONA und ZOE wir des aber nicht nur sommerlich heiß, sondern es stellt sich auch für ein paar Tage trockenes Wetter ein. Das freut die Bauern, die somit perfekte Bedingungen für ihre Heumahd vorfinden. Allergiker hingegen werden in den kommenden Tagen unter den hohen Gräserpollenkonzentrationen leiden. Bis Mittwoch bleibt es komplett trocken, zur Wochenmitte sind lokale Wärmegewitter von Osttirol bis zu den Nockbergen möglich. Ab Freitag nimmt dann wohl von Westen her die Gewittergefahr von Tag zu Tag zu und die Luft wird immer schwüler.

Im äußersten Osten des Landes setzt sich somit die Trockenheit fort. Hier fiel bisher im Juni kaum ein Tropfen und auch in der kommenden Woche bleibt es hier trocken und heiß!

Badeseen erwärmen sich nun rasch

Derzeit ist der Sprung in kühle Nass wirklich noch eine Abkühlung, da die Wassertemperatur in den meisten Seen noch zwischen frischen 16 und 20 Grad liegt. Mit dem trockenen und zunehmend heißen Wetter werden sich aber auch die meisten Badeseen rasch erwärmen. Ausnahme sind höhere Bergseen, wo in den kommenden Tagen durch die starke Schneeschmelze noch viel kaltes Schmelzwasser hinzukommt.

Quelle Titelbild: AdobeStock

Heiße Wetterkarten: Erste Hitzewelle steht bevor

Am Sonntag liegt Deutschland auf der Rückseite einer durchgezogenen Kaltfront in einer kühlen Nordwestströmung. Damit wird es nochmal vorübergehend kühler, im Norden und Osten liegen die Höchstwerte nur um 20 Grad. Doch mit der neuen Woche stellt sich die Wetterlage grundlegend um. Ein neues Hoch rückt nach und sorgt in den nächsten Tagen für viel Sonnenschein und meist trockene Bedingungen.

Prognostizierte Höchstwerte am Sonntag, den 13.06.2021 @ UBIMET

Über Westeuropa bzw. dem Atlantik etabliert sich ab Dienstag tiefer Luftdruck, damit kommt eine kräftige Südströmung in Gang, mit welcher wiederum der Weg frei wird für zunehmend heiße Luft aus Afrika und dem westlichen Mittelmeerraum. Bereits am Dienstag wird somit im Südwesten Deutschlands die 30 Grad-Marke überschritten, ab Donnerstag im ganzen Land. Dann sind auch nicht selten schon 35 Grad möglich.

Wie es danach weitergeht, ist noch nicht sicher. Nach aktuellem Stand aber bleibt uns die Hitze ein paar Tage erhalten und erreicht am Freitag und Samstag ihren Höhepunkt im Osten und Süden mit 35 bis 38 Grad. Auch an die 40 Grad können etwa in der Lausitz nicht vollends ausgeschlossen werden.

Prognostizierte Höchstwerte am Freitag, den 18.06.2021 @ UBIMET

 

Titelbild @ stock.adobe.com

Auf Kaltfront folgt Sommerwetter mit Temperaturen über 30 Grad

Bevor die Hitze kommt, überquert uns von Nordwesten her noch eine Kaltfront. In deren Vorfeld muss am Samstag vom Mühl- und Waldviertel bis ins östliche Flachland sowie im äußersten Südosten nochmals mit lokalen Gewittern gerechnet werden und Samstagnacht ziehen entlang der Nordalpen teils kräftige Regenschauer durch. Am Sonntag gehen die Temperaturen im Norden und Osten um 3 bis 4 Grad zurück, im Tagesverlauf kommt aber wieder häufig die Sonne zum Vorschein. Dazu frischt im Osten und in manchen Nordföhntälern frischt kräftiger Nordwestwind mit teils stürmischen Böen auf.

Kaltfrontdurchgang am Samstag © Ubimet/ECMWF

Kommende Woche Hochdruckeinfluss

Nach Abzug der Kaltfront stellt sich die Großwetterlage zu Wochenbeginn um. Von Westen her setzt sich ein Ableger des Azorenhochs durch und trockene Luft strömt in den Alpenraum. Somit steht kommende Woche beständiges und ausgehend vom Westen auch zunehmend heißes Sommerwetter auf dem Programm. In der ersten Wochenhälfte dominiert abgesehen von ein paar harmlosen Quellwolken im gesamten Land der Sonnenschein und bestes Badewetter steht an.

Zunächst im Westen und Süden heiß, später auch im Osten

Bereits am Montag sind im Oberinntal sowie stellenweise auch in Drau- und Gailtal Spitzenwerte um 30 Grad in Sicht, aber auch im Osten wird es mit Höchstwerten um 25 Grad sommerlich warm. Am Dienstag sind im Inntal schon bis zu 32 Grad in Sicht und im Osten liegen die Höchstwerte nur noch knapp unterhalb der 30-Grad-Marke. Ab Mitte der Woche setzt sich die Hitze dann im ganzen Land durch und verbreitet gibt es Temperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke. Hochsommerlich heiß wird es in der zweiten Wochenhälfte im östlichen Flachland mit Spitzenwerten um 35 Grad. Im westlichen Bergland steigt dann aber die Gewittergefahr langsam an.

Höchstwerte am Mittwoch, den 16. Juni © UBIMET

Erste kleine Hitzewelle des Jahres

Von einer Hitzewelle spricht man üblicherweise wenn an mindestens drei Tagen in Folge die Maximaltemperatur 30 Grad überschreitet. Somit steht zunächst dem Westen und Süden, später auch dem Osten des Landes die erste kleine Hitzewelle des Jahres bevor. Die Schafskälte, welche üblicherweise zwischen dem 4. und 20. Juni auftritt, bleibt uns heuer somit erspart.

Titelbild:  Grundlsee © adobe.stock.com

Die Schafskälte

Schafskälte

Meteorologisch gesehen ist die Schafskälte eine sogenannte Singularität, also ein Witterungsereignis, welches in einem begrenztem Zeitraum immer wieder an einem ähnlichen Datum auftritt. Bei der Schafskälte handelt es sich um einen Kälterückfall in Mitteleuropa im Frühsommer, meist im Zeitraum zwischen dem 4. und 20. Juni mit einem Maximum der Häufigkeit um den 11. Juni. Eine ähnliche Singularität stellen im Mai die Eisheiligen dar.

Affenhitze statt Schafskälte

Dieser Kaltlufteinbruch findet allerdings nicht in jedem Jahr statt, beispielsweise fällt die Schafskälte in diesem Jahr völlig aus. Am Wochenende zieht zwar eine Kaltfront über Mitteleuropa hinweg,  diese ist aber nur schwach ausgeprägt. Kommende Woche steigen die Temperaturen zudem neuerlich an, in der ersten Wochenhälfte sind vor allem am Oberrhein und im Wesatlpenraum Höchstwerte um 30 Grad in Sicht, in der zweiten Wochenhälfte ist  dann vor allem im Ostalpenraum die erste kleine Hitzewelle der Saison in Sicht mit Spitzenwerte teils um 35 Grad.

Kälte und Schafe?

Allgemein ist die Schafskälte weniger im Flachland sondern vielmehr in höheren Lagen im Gebirge von Bedeutung, was auch zum Namen dieser Wetterlage führt. So können plötzliche Kälteeinbrüchen für frisch geschorene Schafe durchaus bedrohlich sein, besonders für Muttertiere und Lämmer in hochgelegenen Almgebieten. In den Nordalpen gehen solche Kaltlufteinbrüche manchmal auch mit Schnee bis in mittlere Höhenlagen einher.

Unregelmäßiges Ereignis

Im Laufe des Junis erfassen zwar immer wieder kühle Luftmassen Mitteleuropa, allerdings gibt es kein fixes Datum für die Schafskälte. So führten Auswertungen der Jahre 1881 bis 1947 mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent zu einer Häufung um den 11. Juni, allerdings auch mit einer Streuung vom 4. bis zum 20 Juni. Etwas neuere Analysen aus den Jahren 1986 bis 1991 ergeben für das Auftreten dieser Singularität im Mittel die Zeit vom 11. bis zum 20 Juni. Auch eine Analyse der MeteoSchweiz zeigt, dass die Analyseperiode für den Zeitpunkt sowie die Dauer der Schafskälte eine wesentliche Rolle spielt, so war sie etwa in Davos am stärksten im Zeitraum 1931 bis 1960 ausgeprägt.

Schaf im Schnee
Schaf friert im Winter

Titelbild © Adobe Stock

Erneut kräftige Gewitter am Mittwoch erwartet

Update 20:00 Uhr

Ein ehemals gewittriger Schauer, inzwischen aber nicht mehr blitzaktiv zieht in diesen Minuten genau auf Graz zu. Die etwa 10km hoch reichende, ehemalige Gewitterwolke war dabei noch von Wien aus zu sehen – bei einer Entfernung von etwa 140 km Luftlinie:
(weitere Informationen zur Bestimmung der Gewitterentfernung findet man auch hier: https://uwz.at/de/a/bestimmung-von-gewitterentfernungen)

Webcambild mit Radarbild, UBIMET, AustroControl

Update 17:00 Uhr

Beeindruckende Bilder lieferten die webcams bei Zell am See, als letzte Stunde ein Gewitter vorüberzog.

Radarbild von 16:35 Uhr, UBIMET, AustroControl
Webcamzusammenstellung von 15:30 Uhr (links) und 16:30 Uhr (rechts) – foto-webcam.eu

Update 16:00 Uhr

Der Satellitenfilm zeigt, wo inzwischen verbreitet die „Wolkenpilze“ emporschießen. Mit roten Pluszeichen sind dabei die zu jeweiligem Zeitpunkt aktuellen Blitze markiert.
Die meisten Gewitter entstanden bisher auf deutscher Seite, in den kommenden Stunden sind aber auch in Österreich, speziell vom Bregenzerwald bis Oberkärnten, wie auch im Mühl- und Waldviertel, weitere Schauer und Gewitter zu erwarten!

Update 11:15 Uhr

Erste teils gewittrige Schauer haben sich nun gebildet.

Radarbild von 11:05 Uhr © Austrocontol

Blog

Aktuelle Situation

Aktuelles Satellitenbild von 9.10 Uhr © EUMETSAT

Das aktuelle Satellitenbild zeigt einige Wolken im Tiroler Oberland, ansonsten scheint die Sonne. Dies begünstigt die Entwicklung von kräftigen Gewittern am Nachmittag, da mit der Einstrahlung genug Energie zur Verfügung gestellt wird. Zudem erkennt man bereits Quellwolken über den Bergen.

Betroffene Gebiete

Übersicht über die betroffenen Gebiete

In den Rot markierten Bereichen muss man lokal mit kräftigem Starkregen rechnen, der lokal zu Überflutungen und Murenabgängen führen kann. Dabei sind 30 bis 50 L/m² in ein bis zwei Stunden möglich, ganz lokal sogar noch mehr. Dazu sind bei den kräftigsten Gewitterzellen auch kleinkörniger Hagel möglich. Vorsicht ist also im Gewitterumfeld geboten. Dort wo Hagelansammlungen auftreten, kann es glatt werden.

Titelbild: UBIMET

Im Süden und in der Mitte weiterhin Gewitter mit Starkregen

Feuerwehr

In Mitteleuropa herrschen derzeit nur geringe Druckgegensätze und auch die kleinräumigen Höhentiefs über dem Alpenraum lösen sich auf. Zurückgeblieben sind im Süden und in der Mitte Deutschlands allerdings sehr feuchte Luftmassen, die im Zusammenspiel mit dem hohen Sonnenstand täglich neu als Quellwolken „aufkochen“ und in weiterer Folge zu Schauern und Gewitter heranwachsen. Die Gefahr von Überflutungen oder gar Sturzfluten nimmt dabei zu, zumal bestimmte Regionen mitunter schon mehrmals von Schauern und Gewittern getroffen wurden: Einerseits erschöpft sich allmählich die Aufnahmefähigkeit des Bodens, andererseits begünstigt verdunstendes Wasser die neuerliche Bildung von Wolken und Regen. Vor allem bei Wetterlagen mit geringen Luftdruckgegensätzen wird das Wasser im Boden von der Atmosphäre also regelrecht „recycelt“.

Am Montagnachmittag und -abend gab es im Süden lokal viel Regen. © UBIMET

Viel Regen in kurzer Zeit

Am Dienstag besteht das größte Potential für Gewitter mit Starkregen in einem Streifen von Baden-Württemberg über Franken bis nach Thüringen. Lokal können hier innerhalb von kurzer Zeit durchaus mehr als 30 Liter pro Quadratmeter Regen zusammenkommen. Da besonders im Südwesten anfangs noch viele Wolken die Sonneneinstrahlung dämpfen, geht es hier meist erst am Nachmittag allmählich los, dafür setzt sich die Gewittertätigkeit am späten Abend jedoch noch fort.

Gewitterpotential am Dienstag. © www.uwr.de

Am Mittwoch breiten sich die feuchten Luftmassen wieder auf den Südosten aus, hier bleibt es mitunter auch in der Nacht noch gewitteranfällig. Im Westen sowie im Norddeutschen Tiefland und im Osten bleibt es dagegen weitgehend trocken.

Gewitterpotential am Mittwoch. © www.uwr.de

Am Donnerstag sind vom Schwarzwald und den Alpen bis nach Sachsen nochmals lokale Schauer und Gewitter zu erwarten, am Freitag ist dann eine generelle Besserung in Sicht.

Titelbild © AdobeStock

Flash Floods und Vermurungen

Überschwemmung Hochwasser Gewitter

Unter einer Sturzflut (flash flood) versteht man eine plötzliche Überschwemmung. Dabei ist ganz allgemein gesprochen mehr Wasser vorhanden, als im Boden versickern oder von einem Fluss abgeleitet werden kann. Im Berg- und Hügelland bahnen sich dann große Wassermassen mit hoher Geschwindigkeit ihren Weg hangabwärts – oft in Zusammenspiel mit Vermurungen – und im Flachland kommt es zu Überflutungen.

Sturzfluten

Ursachen einer Sturzflut sind in erster Linie große Regenmengen innerhalb kürzester Zeit. Das geschieht speziell im Sommer bei nur langsam ziehenden Gewitterzellen, die sich dann an Ort und Stelle ausregnen. Kommt es nach einem solchen Gewitterguss innerhalb von maximal sechs Stunden zu einer verheerenden Überschwemmung, spricht man von einer Sturzflut.

Sturzfluten treten vor allem bei Gewittern auf, manchmal können aber auch plötzlich kollabierende Dämme an einem Fluss eine Sturzflut weiter stromabwärts auslösen. Weiters kann auch eine abrupt einsetzende Schneeschmelze in den Bergen mitunter zu einer Sturzflut führen.

Flash Floods in den USA

Besonders anfällig für eine Sturzflut sind trockene und tief gelegene Gebiete. Durch häufige Trockenheit ist der Boden nämlich meist stark versiegelt, dass praktisch das gesamte Regenwasser oberflächlich abläuft. Auf der Erde trifft diese gefährliche Kombination aus Trockenheit und schweren Gewittern im Sommer speziell im Südwesten der USA auf: Die Canyons in Arizona, Utah und Nevada sind berüchtigt für ihre zerstörerischen flash floods. Oft kreuzen Wanderwege sowie spärlich befahrene Straßen die ausgetrockneten Flussbetten, immer wieder werden hier Menschen von Sturzfluten überrascht. Dabei kann auch ein kilometerweit entferntes – und womöglich gar nicht sichtbares – Gewitter eine tückische Sturzflut auslösen.

Gefahren

Aufgrund ihrer Plötzlichkeit sind flash floods extrem gefährlich. Das Potential dafür kann man zwar schon Tage im Voraus erkennen, wo es aber tatsächlich zu einer Sturzflut kommt, zeigt sich oft erst während des Ereignisses: Nicht nur die Intensität eines Gewitters spielt nämlich eine Rolle, sondern auch dessen Verlagerungsrichtung und -geschwindigkeit, die Bodenversiegelung sowie auch die Form des Einzugsgebiet eines darunterliegenden Gewässers.

Das Auto bietet keinen Schutz, da schon eine 50 cm hohe Flutwelle locker ausreicht, um ganze Fahrzeuge samt Insassen wegzuspülen. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Sturzflut oft nicht nur aus Wasser besteht: Die Flutwelle reißt größere Gegenstände wie Baumstämme und Steine mit – diese gefährden Menschen zusätzlich. Alleine in den USA sterben pro Jahr durchschnittlich mehr als 100 Menschen bei einer Sturzflut, also mehr als durch Blitzschlag, Tornados und Hurrikane! Auch in Europa kommt es jährlich zu Todesopfern, ganz besonders in den Herbstmonaten im Mittelmeerraum.



Mini-Sonnenfinsternis zum Sommerbeginn

Der Sonne fehlt ein Stück

Angebissener Apfel

Um 11:52 MESZ berührt der Rand des Mondes die Sonnenscheibe, gut eine halbe Stunde später hat er etwa ein Zehntel ihres Durchmessers erreicht. Die Sonne hat rechts oben eine Delle bekommen, die an einen angebissenen Apfel erinnert. Um 12:40 ist bereits der Höhepunkt dieser bescheidenen Finsternis erreicht, um 13:28 endet die Bedeckung schließlich.

Nur mit Hilfsmitteln sichtbar

Direkt in die Sonne zu blicken ist niemals ratsam ; neben der erheblichen Gefahr schwerer Augenschäden verhindert die Blendung auch jegliche Detailwahrnehmung, sodass ohnehin nichts von der Einkerbung zu sehen wäre. Dies gilt um so mehr, weil die Sonne zur Finsternis sowohl tages- als auch jahreszeitlich bedingt nahezu ihren höchstmöglichen Stand erreicht.

Filter oder Projektion

Zur Beobachtung werden einerseits metallbedampfte Folien empfohlen, die in Form sogen. Finsternisbrillen („Sofi-Brillen“) im optischen Fachhandel erhältlich sind. Bequemer ist aber gerade bei dem hohen Sonnenstand eine indirekte Beobachtung mit einem Fernglas oder Spektiv auf eine Projektionsfläche, etwa ein weißes Papierblatt. Hierzu ein paar Tipps:

  • Gewöhnliche Feldstecher und Spektive sind meist gut geeignet, astronomische Fernrohre weniger. Diese können durch Erhitzung des Fernrohrinneren sogar Schaden nehmen.
  • Das Fernglas auf ein Stativ montieren und anhand des Eigenschattens auf die Sonne ausrichten. Bei einem zweiäugigen Feldstecher evtl. eines der Objektive abdecken. Wenn das Sonnenbild auf der Projektionsfläche erscheint, am Okular drehen, bis das Bild möglichst scharf auf dem Papier zu sehen ist. Je nach Fernrohrgröße ist ein Abstand von 20-50 vom Okular zum Papier ideal.
  • Besonders wichtig: Dabei niemals mit den Augen anvisieren! Während schon das direkte Sonnenlicht im Auge nach kurzer Zeit z.T. irreversible Schäden anrichtet, riskiert man durch das im Fernglas gebündelte Licht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erblindung! Das vom Papier reflektierte Sonnenbild ist dagegen unschädlich, auch wenn es bei zu geringem Abstand zum Fernglas recht grell erscheinen kann. Jedenfalls sollte man den Blick stets in Richtung der Projektionsfläche, also nach unten halten und nicht aufwärts Richtung Sonne!
So eine Brille ist zur Beobachtung geeignet, im Gegensatz zu einer normalen Sonnenbrille@AdobeStock

Das nächste Mal

Die nächste in Österreich sichtbare Sonnenfinsternis findet am Dienstag, den 25. Oktober 2022 ebenfalls um die Mittagszeit statt. Dann wird die Sonne immerhin zu knapp einem Drittel vom Mond bedeckt, präsentiert sich also auch sichelförmig und nicht nur wie „angebissen“.

Örtlich viel Regen in kurzer Zeit

Durch Dauerregen lokale Überflutungen

In den vergangenen 36 Stunden sind in Österreich gebietsweise große Regenmengen in kurzer Zeit gefallen.  Besonders von Tirol bis nach Oberösterreich sowie örtlich auch im Süden gab es am Samstag kräftige Gewitter, allerdings wurden in der sehr feuchten Luftmasse auch abseits der Gewitter teils große Regenmengen gemessen. Etwa in St. Pölten kam im Bereich stationärer Schauerzellen in der Nacht auf Sonntag bzw. am Sonntagmorgen innerhalb von nur etwa 10 Stunden sogar der gesamte mittlere Monatsniederschlag zusammen!

Analyse der Regenmengen in den vergangenen 24 Stunden bis Sonntagmittag. © UBIMET

50.000 Blitzentladungen

Am Freitag und Samstag gab es in Summe knapp 50.000 Blitzentladungen. Allein in Oberösterreich wurden am Samstag 21.500 Entladungen detektiert, gefolgt von der Steiermark mit 7.100 und Tirol mit 6.000. Wetterbegünstigt war dagegen das östliche Flachland, so gab es im Burgenland nur 81 Blitzentladungen bzw. in Wien keine einzige. Die höchste Blitzdichte gab es im Bezirk Kirchdorf an der Krems, der stärkste Blitz wurde mit 178 kA in Wolfsberg erfasst. Lokal gab es auch stürmische Windböen, wie etwa am Samstagnachmittag in Innsbruck-Kranebitten mit bis zu 87 km/h oder in Lienz mit 68 km/h.

Blitzverlauf am Samstag. © UBIMET

Trockene Luft im Osten

Am Sonntag fällt vor allem im Südosten und in den westlichen Nordalpen schauerartiger Regen, vereinzelt sind im Tagesverlauf auch wieder Gewitter eingelagert. Das östliche Flachland verbleibt dagegen unter dem Einfluss von vergleichsweise trockenen Luftmassen und es bleibt weiterhin trocken. Zu Wochenbeginn breitet sich die trockene Luft vorübergehend wieder westwärts aus, somit bleibt es im Norden sowie Osten und Südosten weitgehend trocken und oft sonnig. Von Vorarlberg bis Kärnten setzt sich das überwiegend bewölkte und oft nasse Wetter hingegen fort, besonders im Grenzbereich zu Bayern sind örtlich auch wieder große Regenmengen möglich. Am Dienstag sind im Westen und Südwesten weitere Schauer und Gewitter zu erwarten, während es im Osten stabil und sommerlich warm bleibt. Ab Mittwoch wird die trockene Luft dann wieder ostwärts verdrängt und die Gewitterneigung steigt in weiten Teilen des Landes neuerlich an.

Die feuchte Lustmasse wird zu Wochenbeginn westwärts, ab der Wochenmitte dann wieder ostwärts gedrückt. © UBIMET

Mehr als 350.000 Blitzentladungen am Freitag und Samstag

Vor allem die Mitte und der Süden Deutschlands liegen derzeit unter dem Einfluss feuchtwarmer und labil geschichteter Luftmassen. Im Zusammenspiel mit einem flachen Tief namens PETER gab es am Freitag und am gestrigen Samstag gebietsweise kräftige Gewitter, lokal kam es zu Hagel und Überflutungen durch Starkregen. Der Gewitterschwerpunkt lag am Freitag im Südwesten und der Mitte des Landes.

Der Blitzverlauf am 4 Juni. © UBIMET
Niederschlagsanalyse vom Freitag. © UBIMET

Am Samstag lokal über 70 mm Regen

Am Samstag gab es die meisten Blitze quer über Deutschland in einem Streifen von der Nordsee bis nach Ostbayern. So kamen in Meuselwitz südlich von Leipzig am Samstag 77 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen und auch sonst gab es mit den Gewittern örtlich Regenmengen um 50 Liter pro Quadratmeter.

Der Blitzverlauf am 5 Juni. © UBIMET
Niederschlagsanalyse vom Samstag. © UBIMET

Insgesamt gab es am Freitag 192.168 und am Samstag 177.508 Blitzentladungen, davon an beiden Tagen allein rund 120.000 in Bayern und rund 40.000 in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Gewitterfrei blieb es hingegen im Nordosten, von Schleswig-Holstein bis Berlin und Brandenburg wurden keine Blitze erfasst.

Blitzentladungen pro Bundesland am Samstag. © UBIMET

Stärkster Blitz mit 339 kA

Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 339 kA wurde am Samstag in Kelbra (ST) im Landkreis Mansfeld-Südharz detektiert. Bei den Gemeinden mit der höchsten Blitzdichte muss man hingegen an beiden Tagen nach Bayern blicken: Am Freitag hatte Großlangheim im Landkreis Kitzingen knapp die Nase vorn mit 50 Blitze pro km², am Samstag gab es dann mit Perach im Landkreis Altötting mit 56 Blitze pro km² einen klaren Gewinner.

Starke Gewitter am Samstag

Zusammenfassung

Ein gewitterreicher Tag liegt hinter uns. Ausgehend von einer Tiefdruckrinne, welche sich von der Nordsee bis zur Adria erstreckt, entstanden heute in der feucht-labilen Luft verbreitet teils kräftige Gewitter.

Die ersten Gewitter entstanden pünktlich um die Mittagszeit in den Alpen sowie im nördlichen Hügelland. Später bildete sich im Salzkammergut ein heftiges Gewitter, welches dann ganz langsam Richtung Osten zog und besonders im Bezirk Gmunden, Kirchdorf sowie in Steyr-Land kräftigen Regen brachte. Am späten Nachmittag zog dann auch noch ein starkes Gewitter von Bayern ins Inn- und Hausruckviertel.

Besonders betroffen war auch die Region um Innsbruck. Hier zogen kräftige Gewitter von Süden über die Stadt sowie das Umland hinweg und brachten auch hier teils enorme Regenmengen.

Hier noch ein paar Bilder der Gewitter:

Gewitter bei Wiener Neustadt ©Storm Science Austria
Gewitter im Bezirk Ried ©Storm Science Austria
Gewitter bei Steyr ©Storm Science Austria
Gewitter in Sierning ©Storm Science Austria

UPDATE 17:20

Vorsicht im oberösterreichischem Seengebiet! Hier haben sich in der letzten Stunde heftige Gewitter gebildet und diese bleiben ortsfest. Lokal muss mit großen Regenmengen gerechnet werden!

UPDATE 16:30

Im Flachgau und im Berchtesgardener Land haben sich vor etwa einer Stunde kräftige Gewitter gebildet und diese verlagern sich kaum. Hier muss mit großen Regenmengen in kurzer Zeit sowie mit kleinem Hagel gerechnet werden!

Radarbild 16:10 MESZ ©Austrocontrol

UPDATE 15:00

Die Gewitter werden zahlreicher. Die kräftigsten Gewitter gibt es derzeit in Unterkärnten an der Grenze zu Slowenien. Auch im östlichen Flachland bilden sich vereinzelt bereits kräftige Schauer oder Gewitter. Das Potential für kräftige Gewitter ist auf jeden Fall fast im ganzen Land gegeben.

Radar + Blitze + HRV Satellitenbild © UBIMET/Austrocontrol/Eumetsat

UPDATE 14:00 Uhr

Derzeit gibt es schon im Mühl- und Waldviertel vom Hochficht bis zum Jauerling starke Gewitter sowie auch von der Saualpen bis zu den Fischerbacher Alpen

Blitz- und Radarbild von 14:00 Uhr

Dazu steuert das Höhentief nun von Südwesten her gewittrigen Regen Nach Vorarlberg und ins Tiroler Oberland.

Ausgangslage

Zwar ziehen schon von Beginn an ein paar Wolken durch, doch kommt am Vormittag auch überall noch die Sonne zum Zug. Länger sonnig bleibt es vor allem nach Osten zu und im Flachland.

Mit Annäherung des Höhentiefs von Westen her nimmt aber am Mittag die Gewitterneigung im Bergland rasch zu. Dabei kommt es stellenweise zu heftigen Gewittern mit Hagel und Starkregen. Da sich die Gewitter nur langsam verlagern kommen punktuell große Regenmengen zusammen und es besteht die Gefahr von Vermurungen und Überflutungen. Ab dem späten Nachmittag muss man dann auch im Flachland immer häufiger mit Gewitter rechnen, trocken bleibt es nur im äußersten Osten vom Weinviertel bis zum Neusiedler See und hier wird es mit bis zu 30 Grad auch heiß.

Bildquelle: https://stock.adobe.com

Am Samstag heftige Gewitter quer über Deutschland

Durch Dauerregen lokale Überflutungen

Update 14:00 Uhr

Derzeit gibt es zwei Gewitterhotspots: Eine Gewitterlinie erstreckt sich von Hannover bis zum Harz, eine zweite treibt ihr Unwesen in Mittelfranken und Niederbayern.

Die Gewitter sorgen dabei stellenweise für 30 bis 40 mm in der Stunde und es gibt schon Berichte über lokale Überschemmungen.

Ausgangslage/Prognose

Schon in den Morgenstunden zog ein Gewittercluster mit teils starkem Regen über den Westen von Niedersachsen bzw Bremen.

Radarbild mit Blitzen von 10:20 Uhr

Das Gewittergebiet zieht langsam nordwärts auf die Nordsee, ab Mittag bilden sich entlang einer Tiefdruckrinne, die von der Nordsee über Thüringen bis nach Niederbayern reicht verbreitet Gewitter.

Unwetterzone verläuft quer über Deutschland

Zudem zieht ein Höhentief von Frankreich zu den Ostalpen und sorgt generell im Süden für zahlreiche Schauer und Gewitter. Die Gewitter können lokal wieder heftig ausfallen mit Hagel und Starkregen. Punktuelle Überflutungen sind wieder zu befürchten.

Trocken und oft sonnig bleibt es hingegen im Nordosten und auch im äußersten Westen in das Gewitterrisiko nur mehr gering,

Beinahe 200.000 Blitzentladungen am Freitag

Bereits am Freitag gab es im Südwesten und der Mitte heftige Gewitter mit Überflutungen. Dabei kam es bundesweit zu 192.168 Blitzentladungen. Spitzenreiter war dabei mit rund 42.000 Blitzen Rheinland-Pfalz, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Titelbild: AdobeStock

Am Wochenende kräftige Gewitter mit Starkregen

Am verlängerten Wochenende liegt Österreich zunächst unter schwachem Hochdruckeinfluss, somit beschränken sich die Schauer und Gewitter am Donnerstag und Freitag meist auf die westlichen Nordalpen sowie das südliche Bergland von den Karnischen Alpen bis zum Grazer Bergland. Im Norden sowie im Osten und Südosten bleibt es dagegen trocken und bei viel Sonnenschein steigen die Temperaturen am Freitag auf bis zu 28 Grad.

Niederschlagsprognose für Freitag. Achtung: Gewitter sorgen bekanntermaßen für große Unterschiede auf engem Raum. © UBIMET

Am Wochenende erfasst die feuchtwarme Luft dann allmählich das gesamte Land. Nachdem im Mai ein neuer Negativrekord bei den Blitzentladungen in Österreich aufgestellt wurde, starten wir nun mit etwas Verspätung in die Gewitter-Hochsaison.

Am Wochenende erfasst feuchtwarme und energiereiche Luft Österreich. © UBIMET

Am Wochenende verbreitet Gewitter

Am Samstag scheint anfangs oft die Sonne, ab dem Vormittag nimmt die Gewitterneigung von Vorarlberg bis nach Oberösterreich jedoch zu. In der zweiten Tageshälfte gehen im Bergland verbreitet Schauer und Gewitter nieder, lokal sind diese aber auch abseits der Alpen möglich. Örtlich besteht dabei die Gefahr von großen Regenmengen in kurzer Zeit bzw. Überflutungen, mitunter sind aber auch Hagel und kräftige Böen möglich. Weitgehend trocken bleibt es lediglich noch vom Weinviertel bis in den Seewinkel.

Niederschlagsprognose für Samstag. Achtung: Gewitter sorgen bekanntermaßen für große Unterschiede auf engem Raum. © UBIMET

Die Temperaturen erreichen von West nach Ost 20 bis 29 Grad, im östlichen Flachland sind lokal auch knapp 30 Grad in Reichweite.

Prognose der Höchstwerte am Sonntag von ICON. © DWD/UBIMET

Lokal Unwettergefahr

Der Sonntag verläuft unbeständig, an der Alpennordseite muss man von der Früh weg mit teils gewittrigen Schauern rechnen. Sonst scheint zeitweise die Sonne, am Nachmittag breiten sich die Gewitter auch auf den Südosten aus. Vor allem im Süden und Südosten sowie im Mühl- und Waldviertel zeichnet sich örtlich Unwettergefahr ab durch lokal ergiebige Regenmengen und stellenweise auch Hagel. Die Temperaturen erreichen nur noch 18 bis 26 Grad, es wird allerdings leicht schwül.

Gewitter mit Überflutungsgefahr

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Das Skandinavienhoch WALTRAUD schwächelt immer mehr in den kommenden Tagen und aus Südwesten kann sich feucht-labile und somit gewitteranfällige Luft auf weite teile Deutschlands ausbreiten. Nur im Nordosten bleibt die Luft trockener.

Am Donnerstag im Westen Gewitter

Am Donnerstag sind in der gesamten Westhälfte Gewitter möglich. Vor allem von Rheinland-Pfalz bis ins Emlsand treten die Gewitter verbreitet auf und fallen lokal mit Hagel und Starkregen auch kräftig aus.

Gewitterwahrscheinlichkeit am Donnerstag

Weiter südlich sind die Gewitter seltener und entstehen meist nur über dem Berg- und Hügelland.

Am Freitag weitere Gewitter

Am Freitag bliebt es östlich der Linie München-Berlin trocken und auch im Norden ist de Gewittergefahr nur gering. Ansonsten entstehen im Tagesverlauf wieder kräftige Gewitter, die vor allem am Abend ganz im Westen auch unwetterartige ausfallen können!

Gewittergefahr am Freitag

Dabei kann es durch große Regenmengen in kurzer Zeit auch wieder zu Überschwemmungen kommen und lokal ist auch wieder Hagel mit dabei.

Auch am Wochenende gewittrig

Am Samstag setzt sich das schwül-warme und gewittrige Sommerwetter fort. Dabei sind mit Ausnahme des äußersten Nordens und Ostens verbreitet Gewitter zu erwarten. Am Sonntag verlagert sich der Gewitterschwerpunkt dann in die Südhälfte. Auch am Wochenende besteht die Hauptgefahr aus enorme Regenmengen und Überflutungen.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Außergewöhnlich wenig Blitze im Mai 2021

Unwetter

Vom 1. bis zum 31. Mai registrierte das Blitzmesssystem von nowcast im Hochpräzisionsmessbereich über ganz Deutschland verteilt exakt 158.429 Blitzentladungen, davon 138.828 Erdblitze (inkl. Folgeblitze). Wenn man nur Entladungen mit einer Stromstärke von mind. 5 kA betrachtet, gab es in Summe 57.370.

Die Blitzdichte im Mai 2021 in Deutschland. © UBIMET

Seit Messbeginn wurden nur im Mai 2020 weniger Blitze über Deutschland erfasst: Tatsächlich wurde erst im Vorjahr mit 101.823 Blitzentladungen ein neuer Negativrekord aufgestellt. Im Vergleich zum 10-jährigen Mittel von 2011 bis 2020 gab in diesem Mai weniger als ein Viertel der üblichen Blitzentladungen in Deutschland.

Blitze im Mai in Deutschland.

Verantwortlich für die Blitzflaute waren ungewöhnlich viele Tiefdruckgebiete über den Britischen Inseln und der Nordsee, welche wiederholt feuchte und kühle Luftmassen nach Deutschland geführt haben. Deutschlandweit gewitterte es zwar immerhin an 28 von 31 Tagen irgendwo im Bundesgebiet, allerdings handelte es sich meist nur um kurzlebige Kaltluftgewitter wie man sie aus dem April kennt. Feuchtwarme, energiereiche Luftmassen wurden meist in einem weiten Bogen um Mitteleuropa herumgeführt.

In Nordwesteuropa gab es deutlich mehr Tiefdruckeinfluss als üblich.

Höchste Blitzdichte in Hamburg

Mit exakt 28.014 Blitzentladungen führt Niedersachsen das Bundesländer-Ranking an, an zweiter Stelle folgt mit 20.596 Entladungen Brandenburg. Bayern komplettiert mit rund 19.081 Entladungen das Podium. In Bezug auf die Blitzdichte liegt mit etwa 1.7 Blitzen pro km² Hamburg an erster Stelle, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit etwa 0,8 bzw. 0,7 Blitzen pro km². An letzter Stelle liegt Baden-Württemberg mit nur 0,2 Blitzen pro km². Der blitzreichste Tag war mit 41.292 Entladungen der 15., als allein in Niedersachsen 13.129 Blitze detektiert wurden.

Blitzreichste Landkreise

  • Mecklenburgische Seenplatte (M-V) 6.136
  • Uelzen (Niedersachsen) 5.260
  • Stendal (Sachsen-Anhalt) 4.832
  • Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg) 4.327

Stärkster Blitz in Sachsen-Anhalt

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Sachsen-Anhalt gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit rund 349 kA am 5. Mai in Iden im Kreis Stendal. Kurzzeitig wurde dabei eine 20.000 mal höhere Stromstärke erreicht, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit maximal 16 Ampere verfügbar ist. An zweiter Stelle folgt eine Entladung mit 314 kA in Hohenleipisch (Krei Elbe-Elster).

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