In einem breiten Streifen vom Saarland bis nach Sachsen verstärkte sich der Südwestwind am Sonntag im Vorfeld der angesprochenen Kaltfront derart, dass gebietsweise stürmische Böen bis zu 70 km/h gemessen wurden. Dies ist generell für einen Augusttag schonmal nicht wenig, doch schlimm wurde es erst am Nachmittag und Abend mit Schauern und Gewittern, mit welchen der kräftige Höhenwind zum Boden herunter gemischt wurde. Insbesondere im südlichen Hessen schlugen die Gewitter zu, aber auch von der Schwäbischen Alb ausgehend über Mittelfranken bis zum Bayerischen Wald. Einzelne Gewitter wiesen Superzellen-Strukturen auf und brachten so genannte Downbursts, also kurze Wolkenbrüche mitsamt heftigen Sturmböen. Hagel war mitunter auch dabei, aber eher weniger das Problem.
Die absolut höchste Böe wurde in Kümmersbruck östlich von Nürnberg gemessen, 151 km/h wurden hier von der Wetterstation gemeldet – ein wahrlich beeindruckender Wert, der in gewisser Weise unrealistisch erscheinen mag, aber hinsichtlich der meteorologischen Rahmenbedingungen und der vielerorts dokumentierten Schäden durchaus als korrekt anzusehen ist. Die selbe Gewitterzelle hatte kurz vorher in Roth südwestlich von Nürnberg schon 117 km/h gebracht.
Besonders betroffen war hier auch die Bahn, auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung waren hier etliche Bäume auf die Gleise gefallen. Dies hatte natürlich Auswirkungen auf den Bahnverkehr im ganzen Land, selbst heute am Montag läuft vieles noch nicht wieder nach Plan.
Besonders schlimm hat es auch die Region südöstlich von Frankfurt/Main erwischt. Eine kräftige Gewitterzelle zog nur knapp südlich am Flughafen vorbei und brachte von Langen über Dietzenbach bis Rodgau Downbursts. Auch aus Offenbach werden enorme Schäden berichtet, womöglich hat es hier mit einer nachfolgenden Zelle kurzzeitig einen Tornado gegeben. Bestätigt ist dieser aber noch nicht.
Kräftige Gewitterzelle im Süden von Frankfurt. Es muss mit Hagel und Sturmböen gerechnet werden. pic.twitter.com/YJz57acYnc
Severe winds, possibly tornado damage in Offenbach, Germany yesterday, August 18th! Report: Re Gü / WetterExtreme Deutschland pic.twitter.com/EtrnvrVGyW
Dude, Hessen war totales Chaos. Das hat auch dazu geführt das Strom zum HBF nach FFM ausgefallen ist. Das hat auch in anderen Bundesländern nicht anders ausgesehen…#Unwetter Foto vor unserem Haus
Baum + Garage inkl. Auto + Neuwagen kaputt
Baum auf der Straße
Auto + Dach pic.twitter.com/J2tdeTC4Hf
Am Sonntag sorgt Hochdruckeinfluss für sonniges Sommerwetter in Österreich. Im Vorfeld einer Kaltfront wird es zudem leicht föhnig und die Temperaturen steigen verbreitet auf über 30 Grad, lokal sind im Bereich der östlichen Nordalpen Spitzenwerte um 34 Grad zu erwarten. Am späten Abend steigt die Gewitterneigung in Vorarlberg und im Außerfern aber langsam an und in der Nacht sind im gesamten Grenzbereich zu Bayern Gewitter möglich.
Zweigeteilter Wochenbeginn
Am Montag ziehen von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich kompakte Wolken durch und zeitweise regnet schauerartig, vereinzelt sind Blitz und Donner dabei. Von Kärnten und dem Steirischen Hügelland bis ins Weinviertel scheint dagegen häufig die Sonne und es bleibt tagsüber trocken, am Nachmittag entstehen von den Tauern bis zur Obersteiermark aber teils kräftige Gewitter, örtlich besteht dabei die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen! Am Abend und in der Nacht gehen dann auch im Nordosten ein paar Schauer und Gewitter nieder, weitgehend trocken bleibt es dagegen vom Klagenfurter Becken über die Südsteiermark bis ins Südburgenland.
In Vorarlberg kommen die Temperaturen nicht über 20 bis 23 Grad hinaus, im östlichen Flachland und im Süden gibt es hingegen noch Spitzenwerte bis zu 32 Grad.
Der Dienstag verläuft im Großteil des Landes unbeständig, von Vorarlberg her breiten sich kräftige Schauer und Gewitter im Tagesverlauf bis nach Oberkärnten und ins Waldviertel aus. Auch im Osten ziehen ein paar Schauer durch, dazwischen scheint aber auch zeitweise die Sonne. Gegen Abend sind im Norden dann heftige Gewitter möglich. Am längsten sonnig und oft trocken bleibt es von Unterkärnten bis ins Burgenland. Die Zweiteilung bei den Höchstwerten bleibt erhalten, so kommen die Temperaturen in Vorarlberg kaum über 20 Grad hinaus, während es von Unterkärnten bis zum Seewinkel noch hochsommerliche 30 bis 32 Grad gibt.
Am Mittwoch scheint von Kärnten bis ins Burgenland in der ersten Tageshälfte noch zeitweise die Sonne, im Westen und Norden dominieren dichte Wolken. Vor allem im Bergland gehen immer wieder Schauer nieder und im Süden entstehen im Tagesverlauf teils kräftige Gewitter. Im östlichen Flachland ist die Schauerneigung bei lebhaftem bis kräftigem Nordwestwind nur gering und auch im Westen stellt sich tagsüber oft trockenes Wetter ein. Mit 17 bis 27 Grad ist es allgemein etwas kühler.
Der Polarjet bildet sich an der Grenze zwischen kühler Polarluft und deutlich wärmerer Luft der Subtropen und verläuft je nach Großwetterlage meist zwischen 40° und 60° geographischer Breite rund um die Nordhalbkugel. Die Position und teils auch die Ausrichtung des Jets können allerdings stark variieren. Das Maximum der Windgeschwindigkeiten wird zwischen 8 und 12 Kilometer Höhe erreicht und liegt häufig über der 250-km/h-Marke, über Japan wurden 1970 sogar bis zu 650 km/h gemessen. Das jahreszeitliche Maximum der Windgeschwindigkeit wird im Winter erreicht, wenn die Temperaturgegensätze zwischen Nord und Süd am größten sind. Der Polarjet ist eine Geburtsstätte für Tiefdruckgebiete und hat somit direkten Einfluss auf das Wetter.
Der Polarjet im Sommer
Im Winter verläuft die Grenze zwischen der kühlen Polarluft und den subtropischen Luftmassen generell südlicher als im Sommer, weshalb sich der Polarjet häufig im Mittelmeerraum befindet. Im Frühling verschiebt sich diese Grenze langsam nordwärts, wobei der bereits hohe Sonnenstand weiterhin für markante Temperaturkontraste über Europa sorgen kann. Diese Zeit des Jahres ist daher besonders anfällig für wechselhafte und phasenweise auch tiefdruckbestimmte Wetterbedingungen. Im Juli und August breiten sich die warmen Luftmassen dann meist auf weite Teile des Kontinents aus, weshalb der Polarjet in dieser Jahreszeit im Mittel sehr weit nördlich verläuft. Dies ermöglicht es den subtropischen Hochdruckgebieten, sich auf Zentraleuropa auszuweiten, was hier zu länger anhaltenden stabilen Wetterbedingungen führt.
Aktuell starker Jet in Europa
Derzeit ist der Jetstram über Mitteleuropa außergewöhnlich stark: Am Sonntag liegt der Kern des Jets über der Nordsee und erreicht dort in knapp 10 km Höhe Windgeschwindigkeiten über 120 Knoten (etwa 220 km/h). Auch über der Mitte Deutschlands ist der Höhenwind mit über 80 Knoten (etwa 150 km/h) allerdings stark ausgeprägt. In Zusammenspiel mit einer Kaltfront begünstigt dies in der Schweiz und in Südwestdeutschland zum Abend hin die Entstehung langlebiger und kräftiger Gewitter mit einer hohen Zuggeschwindigkeit.
Von Windscherung spricht man, wenn die Windrichtung vertikal oder horizontal auf engem Raum, beziehungsweise die Windgeschwindigkeit in ihrem vertikalen Verlauf Unterschiede aufweist. Unter anderem ist die Windscherung für die Entstehung und Entwicklung von Gewittern von Bedeutung. Allgemein steht die Intensität einer Gewitterlage in Zusammenhang mit der Stärke der Scherung.
Gespaltener Jet im 2018
Vergangenes Jahr sorgten ein starkes Azorenhoch über dem Atlantik sowie zahlreiche Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa für einen in zwei Teile gespaltenen Jetstream über Europa. Der nördliche Ast – der Polarjet – lag im Mittel über der Norwegischen See und der Barentssee, der südliche Ast hingegen über dem Mittelmeerraum. Letzterer wird auch Subtropen-Jet bezeichnet und ist im Normalfall nur im Winter ausgeprägt.
Positive Anomalie des Westwindbands im Mittelmeerraum im Juli 2018.
Im Zwischenbereich konnten sich im Jahr 2018 wiederholt Hochdruckgebiete etablieren, somit gab es vor allem auf den Britischen Inseln sowie in Skandinavien ungewöhnlich heißes Sommerwetter. In Teilen Mitteleuropas gab es zudem eine extreme Dürre. Im Gegensatz dazu präsentierte sich das Wetter im Mittelmeerraum sowie im Bereich der Alpen von seiner wechselhaften Seite.
Deutschland liegt am Sonntag zwischen einem Hoch über Südeuropa und Tief BERND mit Kern im Norden von Schottland. Die langgezogene Kaltfront liegt quer über Deutschland und wird von einer starken südwestlichen Höhenströmung überlagert. Der Jetstram ist über der Nordsee zentriert und erreicht dort in knapp 10 km Höhe Windgeschwindigkeiten über 120 Knoten (etwa 220 km/h). Auch über der Mitte Deutschlands ist der Höhenwind mit über 80 Knoten (etwa 150 km/h) allerdings stark ausgeprägt.
Im Vorfeld der Kaltfront kommt am Sonntag starker Südwestwind mit teils stürmischen Böen um 70 km/h auf. Besonders in höheren Lagen der Mittelgebirge sowie unmittelbar leeseitig davon sind örtlich auch Sturmböen um 80 km/h möglich. Nach derzeitigem Stand sind davon vor allem Teile von Rheinland-Pfalz und Thüringen betroffen. In Summe zeichnet sich zwar kein Extremereignis an, dennoch muss man für die Jahreszeit mit gebietsweise mit ungewöhnlich starkem Wind rechnen. So liegt auch der EFI-Index vom ECMWF-Modell in der Mitte Deutschlands zwischen 0,5 und 0,8.
Bereits in den Morgenstunden ziehen im Bereich der Nordsee lokale Schauer und Gewitter durch, tagsüber verlagert sich der Schwerpunkt dann in die Mitte und den Südwesten des Landes. Bei starker Windscherung können die Gewitter besonders von Baden-Württemberg bis ins Vogtland und zur Oberpfalz auch kräftig ausfallen mit der Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen. Gänzlich trocken bleibt es vorerst noch im äußersten Südosten Bayerns.
In der Nacht zum Montag sind auch im Südosten Gewitter zu erwarten. Der Montag beginnt im Südosten unbeständig mit teils gewittrig durchsetztem Regen, am Nachmittag sind Blitz und Donner dann nur noch im äußersten Norden sowie am Alpenrand ein Thema. Am Dienstag drohen im äußersten Südosten allerdings neuerlich heftige Gewitter.
Vorherige Woche hat ein Photograph aus der Schweiz womöglich eines der besten Beispiele Europas von Roten Kobolden eingefangen. Diese etwas besondere Art von elektrischer Entladung fand am 6. August 2019 einige Kilometer oberhalb eines starken Gewitterkomplexes in Norditalien statt und wurde aus dem Schweizer Kanton Jura, etwa 200 km Luftlinie entfernt, fotografiert.
Rote Kobolde
Bei dieser Erscheinung, im Englischen Red Sprites genannt, handelt es sich um rötliche oder leuchtend rote Entladungen oberhalb von besonders heftigen Gewittern im Bereich der Mesosphäre. Sie treten in Höhen von bis zu 75 km auf und erreichen Längen von bis zu 20 km. Das sich zerteilende Kopfende der Entladung dehnt sich sogar bis auf 50 km aus. Die aufwärts verlaufenden Blitzkanäle zerfallen kurz nach Austritt aus der Wolkendecke in zahllose Verästelungen. Je nach Form gibt es „Karottenkobolde“, „Engelskobolde“ oder auch „Quallenkobolde“. Dabei können Kobolde einzeln oder in Schwärmen auftreten. Eine Beobachtung mit bloßem Auge ist meist nur aus größerer Entfernung zum Gewitter möglich, wenn der Himmel im Hintergrund des Spektakels extrem dunkel ist, da diese deutlich lichtschwächer sind als herkömmliche Wolke-zu-Boden-Entladungen.
Elektrische Entladungen in der Atmosphäre.
Dank der enormen Fortschritte der Photographie ist es heutzutage auch mit guten, herkömmlichen Reflexkameras immer einfacher, genügend Licht einzufangen, um diese extrem kurzen und lichtschwachen Ereignisse zu dokumentieren. Hier ein paar Beispiele aus dem heurigen Sommer:
What else is fast, dynamic and electrically powered other than sprite lightning? Tesla’s! Always loved them but can’t yet afford one. Maybe @elonmusk could hire me for an ad – it would be the most epic commercial ever and I know I could make it happen.:) #Tesla#lightning#stormpic.twitter.com/2cB7I85ehL
From an incredible storm system over ok/tx border in June. Rarely captured dual secondary pop through gigantic jets. Huge charge imbalances with this storm.From cloud tops to ionosphere – about 45 miles tall. #okwx@JimCantore@ReedTimmerAccu@ztresearchpic.twitter.com/Cg80JAWpCu
No words could describe my happiness last night after seeing this epic jellyfish red sprite! WOW!! Taken above a small MCS cluster over SW Hungary. July 31st, 2019. pic.twitter.com/ZGDWu0QDND
Bis Samstag findet in St. Pölten das FM4 Frequency Festival statt. Das Wetter verläuft am Freitag leicht wechselhaft, so sind besonders in den Mittagsstunden bzw. am Nachmittag gewittrige Schauer möglich. In den Abendstunden beruhigt sich das Wetter aber wieder.
Leicht unbeständig am Freitag
Der Freitag beginnt bewölkt und in den Morgenstunden fallen gelegentlich ein paar Regentropfen. Am Vormittag lockern die Wolken etwas auf und zeitweise kommt die Sonne zum Vorschein. Gegen Mittag bilden sich Quellwolken und anschließend sind bis zum mittleren Nachmittag einzelne gewittrige Schauer möglich. Ein Regenponcho kann also durchaus von Nutzen sein. Die Meteorologen der Österreichischen Unwetterzentrale sind jedenfalls in Kontakt mit den Veranstaltern, um sie in Hinblick auf die Gewittergefahr stets zu beraten.
Am späten Nachmittag lockern die Wolken dann wieder auf und der Abend verläuft ruhig und trocken. Der Wind weht untertags teils lebhaft aus West mit Böen zwischen 40 und 50 km/h. Die Temperaturen steigen von 16 Grad in der Früh auf rund 23 Grad am Nachmittag.
Sonne und Wolken am Samstag
Am Samstag scheint bei nur harmlosen Wolkenfeldern häufig die Sonne. Am Abend verdichten sich die Wolken, es bleibt aber trocken. Der Wind weht nur schwach und die Temperaturen steigen von 12 Grad in der Früh auf sommerliche 26 oder 27 Grad am späten Nachmittag.
Der Spätsommer lässt sich zeitlich gar nicht so genau eingrenzen. Selbst für die Hauptjahreszeit Sommer gibt es unterschiedliche Definitionen, etwa die meteorologische, mit dem Start am 1. Juni und dem Ende am 31. August oder die kalendarisch-astronomische, mit dem Zeitraum 21. Juni bis 23. September. Im Großen und Ganzen kann man den Spätsommer aus meteorologischer Sicht etwa von Mitte August bis Mitte/Ende September veranschlagen.
Weniger Gewitter
Tageslänge und Sonnenhöchststand nehmen im Lauf des Spätsommers immer mehr ab, Richtung Ende August hat die Sonne nur noch so viel Kraft wie Mitte April. Die Kontinente heizen sich nicht mehr so stark auf und im Mittel gehen die Temperaturen der Luft schon etwas zurück. Dementsprechend lässt auch die Gewitterbereitschaft langsam etwas nach. Ruhig zugehen muss es deswegen aber noch lange nicht, so sind durchaus auch im September noch kräftige Gewitter möglich. Weiters kann es durchaus auch noch zu extremer Hitze kommen, beispielsweise in Niederösterreich. So wurden am 26.8.2011 in Waidhofen an der Ybbs 38,3 Grad gemessen, beachtenswert auch die 35,5 Grad am 17.9. in Gumpoldskirchen sowie ganz ähnlich die 34,9 Grad im deutschen Köln, diese gar erst am 19.9.1947. Andererseits kann es Ende August auch schon zu leichtem Frost in manchen Alpentälern sowie örtlich im Bayerischen Wald kommen. Auch Schneefall bis in höhere alpine Tallagen ist bei markanten Kaltluftausbrüchen bereits möglich.
Phänologischer Spätsommer
Auch die Vegetation gibt uns gute Hinweise, wann wir uns im Spätsommer befinden, der phänologische Aspekt dieser Teil-Jahreszeit. So wird der Spätsommer etwa durch den Start der Blüte des Heidekrauts und der Herbst-Anemone angezeigt. Zudem reifen bereits zahlreiche Früchte wie Frühapfel, Felsenbirne und Frühzwetschke und auch die Vogelbeere. Die Getreideernte ist weitgehend abgeschlossen, die zweite Heuernte, auch Grummet genannt, findet noch statt. Aus phänologischer Sicht befinden wir uns derzeit sogar schon im anbrechenden Frühherbst.
Die Hurrikansaison im Nordatlantik verläuft bislang ausgesprochen ruhig. Seit Hurrikan Barry, der am 13. Juli mit Starkregen auf Louisiana traf, gab es keinen weiteren benannten Sturm im tropischen Atlantik. Dass es in dieser Region im Zeitraum vom 15. Juli bis zum 19. August keinen benannten Sturm gab, war letztmals im Jahre 1982 der Fall.
Die aktuelle Ruhe im Atlantik ist zwar ungewöhnlich, dennoch kann die Saison aber durchaus noch heftige Hurrikane bringen. Der Höhepunkt der Saison findet im langjährigen Mittel im September statt, so tritt der erste „major Hurricane“ (Kategorie 3 oder höher) durchschnittlich auch erst am 3. September auf. Besonders markant war der Kontrast zwischen August und September übrigens im Jahr 1961, als es im August keinen benannten Sturm gab und im September dafür ganze 4 „major Hurricanes“.
Saharan Air Layer
Derzeit ist die Atmosphäre über dem tropischen Atlantik zu stabil, um großräumige Gewitterkomplexe zu ermöglichen, was auch an der hohen Konzentration an Saharastaub auf den Satellitenbildern ersichtlich wird (Saharan Air Layer). Diese sehr heiße und trockene Luftmasse gelangt vom afrikanischen Kontinent mit einer östlichen Höhenströmung über den vergleichsweise kühlen Atlantik. Diese Kombination sorgt für eine stabile Schichtung der Luft mit einer Inversion oberhalb der Grenzschicht.
A sounding averaged over this region reveals the tell-tail sign of an air mass that was heated over Africa, moved out over the cooler Atlantic, and thus now has an elevated inversion above the boundary layer. This is a very stable air mass resistant to convection. pic.twitter.com/vBfhCYFreJ
Am Freitag sorgt Skandinavientief ANDREAS vor allem im Norden und Osten noch für leicht unbeständige Verhältnisse. Bei einem Mix aus vielen Wolken und etwas Sonne gehen vor allem von Salzburg ostwärts ein paar Schauer nieder, von Unterkärnten bis Niederösterreich entstehen auch einzelne Gewitter. Im Tagesverlauf macht sich aus Westen aber ein Zwischenhoch bemerkbar und die Wolken machen immer häufiger der Sonne Platz. Die Temperaturen erreichen 19 bis 26 Grad mit den höchsten Werten in Kärnten.
Tief ANDREAS führt mäßig warme und leicht labil geschichtete Luft in den Osten.
Sommerwetter am Wochenende
Der Samstag präsentiert sich meist freundlich, vor allem im Süden und im östlichen Flachland scheint trotz einiger Wolkenfelder häufig die Sonne. Etwas dichter fallen die Wolken an der Alpennordseite aus, es bleibt aber trocken. Die Temperaturen steigen auf 22 bis 29 Grad. Am Sonntag stellt sich kurzzeitig Hochsommerwetter ein, verbreitet scheint die Sonne und bei teils föhnigem Südwind steigen die Temperaturen auf 28 bis 34 Grad. Besonders vom Flachgau bis zum Mostviertel wird es hochsommerlich heiß. Erst am Abend steigt die Gewitterneigung in Vorarlberg und im Außerfern langsam an. Das perfekte Badewetter am Wochenende sollte man auf alle Fälle ausnützen, denn kommende Woche geht es mit den Temperaturen wieder bergab.
Am Montag überwiegen an der Alpennordseite sowie generell im Bergland die Wolken und es regnet immer wieder schauerartig, vereinzelt sind Blitz und Donner dabei. Von Unterkärnten und dem Steirischen Hügelland bis ins Weinviertel scheint dagegen zeitweise die Sonne und vor allem im Südosten wird es nochmals sommerlich heiß. Am Nachmittag entstehen im Süden örtlich Gewitter, meist trocken bleibt es im östlichen Flachland. Die Höchstwerte liegen zwischen 19 Grad in den westlichen Nordalpen und 32 Grad im Südosten. Im Laufe der Woche gehen die Temperaturen besonders im Bergland und im Norden weiter zurück.
Derzeit liegt das Auge von Taifun KROSA noch über dem etwa 30 Grad warmen Wasser des westlichen Pazifik, doch in den kommenden Stunden erreicht der tropische Wirbelsturm den Süden Japans. Der Landfall ist zwischen den Präfekturen Kyushu und Shikoku zu erwarten.
Himawari Satellitenbild vom Taifun KROSA am 14.08.2019 um 9:50 MESZ – CIRA RAMMB
— Krisenreaktionszentrum (@AA_SicherReisen) 14 agosto 2019
Größte Gefahr – Starkregen
Mit prognostizierten Windböen von bis zu 100 km/h kann Taifun KROSA vor allem in Küstennähe durchaus einige Schäden verursachen, allerdings sind solche Windspitzen für den Süden Japans nichts Außergewöhnliches. Die größte Gefahr geht von den erwarteten Regenmengen zwischen 200 und 400 l/m² aus. Die von Taifun KROSA betroffene Region erlebte ein überdurchschnittlich nasses erstes Halbjahr und im Juli fiel verbreitet doppelt so viel Regen als normal. Erdrutsche und Überflutungen sind also im ganzen Gebiet zu befürchten.
Niederschlagsanomalien in Japan für Juli 2019 – JMA
Titelbild: Himawari Satellitenbild vom Taifun KROSA am 14.08.2019 um 9:50 MESZ – CIRA RAMMB
Der Hochsommer geht zu Ende und das macht sich nicht nur in den Niederungen bemerkbar. Ein typisches Merkmal für den Spätsommer sind Wintereinbrüche im Hochgebirge. Einen ersten Vorgeschmack auf den Winter gab es in Lagen oberhalb von rund 2.500 m in der vergangenen Nacht. Hier Bilder vom Hochkönig:
Schneetreiben auf der Rudolfshütte:
foto-webcam.eu/webcam/rudolfshuette/
Schnee zieht klare Linie:
foto-webcam.eu/webcam/mooserboden/
Massiver Wintereinbruch August 2018
Ende August 2018 gab es nach einer lang andauernden Hitzewelle einen massiven Wintereinbruch. Während die Temperaturen am 23.08.2018 in Bad Gastein noch die 30-Grad-Marke erreichten, gab es 3 Tage späte in der Früh eine rund 5 cm dicke Schneedecke. Seit Messbeginn war das der erste Augustschneefall in Gasteinertal.
Wintereinbruch am 26.08.2018 im Gasteinertal
Von so einem massiven Wintereinbruch sind wir aber in nächster Zeit weit entfernt. Bis zum Wochenende liegt die Nullgradgrenze bei rund 3000 m, am Wochenende werden dann in 3000 m schon wieder warme 10 Grad erreicht. Der Schnee schmilzt also rasch wieder ab, einer Hochgebirgstour am Wochenende steht wettertechnisch nichts im Wege.
Am Montagnachmittag wurde Wien von einem heftigen Gewitter mit Starkregen, kleinem Hagel und schweren Sturmböen getroffen. Die Feuerwehr musste auf über 90 Einsätze ausrücken um Sturm- und Wasserschäden zu beseitigen, zudem kam es in manchen Bezirken zu Stromausfällen. Besonders betroffen waren die zentralen und nordwestlichen Bezirke der Landeshauptstadt, so wurden am Botanischen Garten schwere Sturmböen bis 95 km/h gemessen und in der Nähe vom Karlsplatz knapp 20 Liter pro Quadratmeter Regen in nur 10 Minuten verzeichnet. Letzteres entspricht dort einer Wiederkehrzeit von etwa 15 bis 20 Jahren.
Das Gewitter ist am Montag kurz vor 16 Uhr im südlichen Traunviertel entstanden und ist dann mit der Höhenströmung zunächst nach Nordosten gezogen. Mit der Entwicklung der Mesozyklone (für Details dazu siehe unten) ist das Gewitter allerdings ab etwa dem Grenzbereich zu Niederösterreich von der ursprünglichen Zugbahn leicht nach Osten ausgeschert und ist schließlich gegen 18:30 auf Wien getroffen.
Das Gewitter über Wien am Montag war ein klassisches Superzellengewitter, also ein langlebiges, kräftiges und alleinstehendes Gewitter, welches einen beständigen rotierenden Aufwind aufweist (Mesozyklone). Superzellen entstehen bei ausgeprägter Windscherung: Bei einer starken vertikalen Windzunahme bilden sich nämlich quer zur Strömung horizontal liegende Luftwalzen. Der Aufwind eines entstehenden Gewitters saugt diese Luftwalze ein und kippt ihre Achse in die Senkrechte, wobei sich der Drehimpuls nach und nach auf den gesamten Aufwindbereich überträgt. Die Zufuhr feuchtwarmer Luft wird dabei durch den räumlich getrennten Abwindbereich, in dem der Niederschlag ausfällt, nicht gestört.
Österreich liegt heute zwischen kühlerer, atlantischer Luft im Westen Europas und eine heiße, energiereiche Luftmasse nach Osten zu. Solch beachtliche Temperaturgegensätze sorgen unter anderem für eine deutliche Zunahme des Windes mit der Höhe. Das Zusammenspiel zwischen einer sich aus Westen langsam annähernden Kaltfront, starkem Höhenwind und energiereicher Luft führt im Tagesverlauf zu heftigen Gewittern. Vor allem im Vorfeld der Front, etwa vom Tiroler Unterland und Oberkärnten bis zum Waldviertel steigt im Tagesverlauf die Gewitterneigung deutlich an. Die Gewitterzellen können lokal durchaus schwere Sturmböen sowie Hagel und Starkregen bringen.
In Vorarlberg ist die Gefahr von schweren Gewittern deutlich geringer, hier regnet es aber den ganzen Tag über teils kräftig und gewittrig durchsetzt. Bis in die Nacht auf Dienstag kommen verbreitet 30 bis 40 l/m² zusammen.
12-stündige akkumulierte Niederschlagmengen bis Mitternacht nach dem deutschen Modell ICON – DWD, UBIMET
Bereits schwere Schäden in Tirol
Welches Unwetterpotential die heutigen Gewitter mitbringen können, hat es eine kleine Superzelle bereits vergangener Nacht in Tirol gezeigt. Das Gewitter hat sich kurz nach 1 Uhr zwischen Landeck und Imst gebildet und ist dann entlang des Inntals nach Osten gezogen. Nach etwa 2 Stunden Lebenszeit schwächte sich die Zelle über den Kitzbüheler Alpen ab. An der Wetterstation in Haiming wurden Böen von bis zu 79 km/h gemessen. Die schweren Schäden in der Umgebung deuten aber darauf hin, dass auch Windspitzen von mehr als 100 km/h möglicherweise dabei waren.
Blitzmessungen am 12.08.2019 bis 08:30 Uhr MESZ – UBIMET, nowcast
Titelbild: Feldkirch zwischen Regen und Gewittern – foto-webcam.eu
Die Gewitter haben den Bayerischen Wald erreicht. Mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 60 km/h ziehen diese weiter in Richtung Tschechische Republik. Lokal gehen kräftige Regenschauer nieder, so wurden in Scheyern im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm innerhalb von einer Stunde über 13 Liter pro Quadratmeter gemessen.
Die Blitzspuren der Gewitter sind inzwischen schon ansehnlich. Die Graphik zeigt alle Blitze der letzten 3 Stunden. Die Zelle, die momentan östlich von Augsburg ist, ist schon 160 km weit gezogen.
Die Gewitter über dem Süden haben sich wie angekündigt verstärkt, inzwischen sind sie auch hochreichend bis -60°C Wolkenobergrenzentemperatur. Es gilt je höher die Wolkentürme, desto kräftiger ist das Gewitter und -60°C bedeutet so etwa 12000 Meter hoch. Bei den Blitzen ist zudem die kräftigste Zelle bei Augsburg zu erkennen. Hier muss mit Hagel gerechnet werden.
Erneut zieht eine Zelle in den äußersten Südwesten der Republik. Starkregen, Sturmböen und Blitzschlag sind möglich. Zudem erste Warnung ‚Rot‘ dabei. Zudem hat sich nun eine Zelle nördöstlich von Reutlingen entwickelt.
Erste Gewitter haben sich über dem Osten von Frankreich gebildet und ziehen allmählich in den Südwesten Deutschlands. Hier die Blitze der letzten 2 Stunden. Die Zugrichtung ist mit dem Schwarzen Pfeil angedeutet. Zudem werden sich in den kommenden Stunden Gewitter in der Schweiz bilden und in Richtung Bodensee ziehen (Roter Pfeil). Dann sind Sturmböen, Hagel und heftiger Starkregen möglich. Vom Bodensee aus werden die Gewitter sich dann über das Allgäu bis hin nach Niederbayern ausbreiten.
In der Nacht wird erwartet, dass die Gewitter allmählich in teils kräftigen Regen übergehen werden. Der Regen wird in einem Streifen vom Bodensee bis zum Bayerischen Wald auch am Montag tagsüber anhalten. Am Montagnachmittag werden sich dann im Südosten Bayerns erneut teils heftige Gewitter entwickeln. Zudem wird der Regen entlang des Streifens am Nachmittag kräftiger und ergiebig. Besonders im Allgäu sind Mengen um 40 l/m² am Montag möglich. Die Niederschläge lassen dann am Dienstagmorgen nach.
Am Freitag zog ein für die Jahreszeit ungewöhnlich starkes Sturmtief namens YAP von der Biskaya nach Irland. Die dazugehörige Kaltfront zog am Freitag im Eiltempo von Frankreich über Deutschland und die Benelux-Staaten hinweg und verursachte heftige Gewitter.
Tornado in Luxemburg
Im Zuge eines dieser Gewitter entstand an der Grenze von Frankreich zu Luxemburg ein kräftiger F2-Tornado, der über die Stadt Petingen hinwegzog und über 100 Häuser beschädigte.
Position der Superzelle mit Tornado
Dabei gab es auch gut ein Dutzend Verletzte, was aufgrund der folgenden Bilder kein Wunder ist:
Am Freitag zog ein für die Jahreszeit ungewöhnlich starkes Sturmtief namens YAP von der Biskaya nach Irland. Die dazugehörige Kaltfront rauschte gestern mit großem Tempo über Frankreich, Benelux und den Großteil von Deutschland hinweg. Dabei gab es besonders in Ostfrankreich, Benelux und dem Westen von Deutschland teils heftige Gewitter.
Tornado in Luxemburg
Im Zuge eines dieser Gewitter entstand an der Grenze von Frankreich zu Luxemburg ein kräftiger F2-Tornado, der über die Stadt Petingen hinwegzog und über 100 Häuser beschädigte. Dabei gab es auch gut ein Dutzend Verletzte, was aufgrund der folgenden Bilder kein Wunder ist:
Am Samstag erreicht die Kaltfront auch Österreich. Dabei gibt es aber nicht mehr soviel Dynamik wie am Freitag, somit ist die Gefahr eines Tornados in Österreich zum Glück nur sehr gering. Trotzdem bilden sich im Laufe des Nachmittags und am Abend teils kräftige Gewitter. Hauptsächlich davon betroffen sind die Regionen von Osttirol un dem Salzkammergut über die Obersteiermark bis in den Wienerwald und das Wald- und Weinviertel. Einzelne Gewitter sind auch weiter südlich anzutreffen. Dabei kann es zu Starkregen und Hagel von bis zu 3 cm Korngröße kommen.
Bauernregeln genießen besonders bei der älteren ländlichen Bevölkerung noch reges Ansehen. Die Magie, der sich besonders um Lostage rankenden Regeln, scheint ähnlich der eines Horoskops zu sein. Dabei scheiden sich in der Bevölkerung die Geister. Während die einen daran glauben, ist es für die anderen bloß ein Firlefanz. Doch was liegt aus meteorologischer Sicht wirklich auf der Hand?
Monatsmitte
Zur Monatsmitte gibt es einige Bauernregeln, die auf den Wetterverlauf des Spätsommers hinweisen:
13. August: Wie das Wetter an Kassian, hält es noch viele Tage an.
15. August, Maria Himmelfahrt: Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so es noch zwei Wochen bleiben mag.
Gerade nach einem wechselhaften Hochsommer, wie auch der diesjährige, stellt sich oft in der zweiten Augusthälfte stabiles Spätsommerwetter ein. Die Gewittergefahr ist aufgrund der kürzeren Tage bereits geringer und oft sorgt ein Hochdruckgebiet für sonnige Bedingungen. Den derzeitigen Modellrechnungen nach, zeichnet sich aber Monatsmitte eine weiterhin recht wechselhafte Wetterphase ab – allerdings ohne weitere Hitzewellen. Also bleibt zu hoffen, dass auch in diesem Jahr sich zur Monatsmitte ein Wetterwechsel vollzieht.
Monatsende
Zum Monatsende hin deuten die Bauernregeln dann auf den kommenden Herbst hin:
24. August: Ist Lorenz und Bertl schön, wird der Herbst gar gut ausgehen.
28. August: An Augustin gehen die warmen Tage dahin.
Ist es um Bartholomäus (24. August) herum deutlich zu warm, so verläuft auch der Oktober und November in zwei von drei Fällen zu warm. Während über den September keine Aussage getroffen werden kann. Auch falls Bartholomäus zu kalt ausfällt, bringt er keine Erkenntnis über die zu erwartende Herbstwitterung. Dass Ende August die warmen Tage dahin gehen, ist dem sinkenden Sonnenstand zuzurechnen. So sind im September selbst im Flachland nur mehr selten Höchstwerte über 30 Grad zu registrieren.
Zwar steckt in jeder Bauernregel ein Körnchen Wahrheit, aber nur in einigen Fällen kann eine Bauernregel und das tatsächliche Wetter in Zusammenhang gebracht werden (siehe Eisheilige stehen bevor).
Die Kaltfront des Tiefs XAVER sorgte nicht nur hierzulande für kräftige Gewitter (nachzulesen hier: Rückblick Gewitter), sondern auch in Norditalien und in Polen.
Heute herrscht jedoch im Großteil des Landes bereits wieder ruhiges Sommerwetter, nur im Süden und Südosten bilden sich heute teils kräftiger Gewitter.
Badewetter am Freitag, am Samstag im Osten Hitze
Am Freitag halten sich anfangs zwar in den Tal- und Beckenlagen der Alpen ein paar Nebelfelder, aber diese lösen sich noch am Vormittag auf. Auch die Quellwolken im Bergland bleiben harmlos und im ganzen Land kann man sich tagsüber auf viele Sonnenstunden freuen.
Am Samstag nähert sich dann eine Kaltfront und von Vorarlberg bis zum Innviertel steht bereits von der Früh weg unbeständiges Wetter mit Regenschauern am Programm. Zum Nachmittag hin kommt die Kaltfront allerdings nach Osten voran und bis zum Abend erreichen dann einzelne Gewitter auch das östlichen Flachland.
Am Sonntag wieder freundlicher, große Temperaturunterschiede am Montag
Am Sonntag macht sich dann ein Zwischenhoch bemerkbar und vorübergehend wird es wieder etwas ruhiger im Alpenraum. Anfangs gehen zwar noch ein paar Regenschauer nieder, mit Ausnahme von ein paar Wärmegewittern in den Alpen bleibt es aber im Großteil des Landes trocken.
Im Vorfeld einer Kaltfront bauen sich dann am Montag über Österreich große Temperaturgegensätze auf. Während der Westen bereits im Einfluss der Kaltfront liegt, dreht die Strömung im Osten auf Süd und es wird föhnig. Der Südföhn treibt dann die Temperaturen auf bis zu 36 Grad. Am Nachmittag gehen dann vom Salzburger Land bis zum Waldviertel teils kräftige Gewitter nieder, im Osten wird die Hitze vom stürmischen Westwind abgedrängt.
Hier noch ein paar Impressionen der gestrigen Gewitter:
Severe wind damage in the wake of the severe HP supercell near Brescia, north Italy yesterday, August 7th! Report: Maycol Checchinato pic.twitter.com/fdYz06lFrB
Der Freitag beginnt meist strahlend sonnig, nur in den Südalpen halten sich stellenweise noch Nebelfelder oder Restwolken. Tagsüber scheint dann überall häufig die Sonne. Über den Bergen bilden sich am Nachmittag ein paar Quellwolken, die aber harmlos bleiben. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest und die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe 8 bis 11 Grad, in 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte zwischen warmen 15 und 20 Grad.
Am Samstag heiß, abends Gewitter
Der Samstagstartet oftmals sonnig, nur vom Bregenzerwald bis zum Tennengau breiten sich rasch dichte Wolken und Regenschauer aus. Im Tagesverlauf werden die Wolken auch von der Silvretta bis zum Dachstein kompakter, im übrigen Bergland bilden sich zunehmend Quellwolken. Am Nachmittag entstehen von den Dolomiten über die Tauern bis zu den Ybbstaler Alpen einzelne kräftige Gewitter. Weiter südlich bleibt es bis zum Abend trocken. In der Nacht ziehen dann weitere Schauer und Gewitter durch, die stellenweise auch kräftig ausfallen. Der Wind weht in Gipfelnähe lebhaft aus Süd bis Südwest. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m zwischen 7 und 11 Grad, in 2.000 m gibt es maximal 11 Grad im Norden und 19 Grad im Süden.
Am Sonntag zunehmend freundlich
Am Sonntag überwiegen zunächst die Wolken und es ziehen noch ein paar gewittrige Schauer durch. Bereits im Laufe des Vormittags lockern die Wolken auf und am Nachmittag scheint häufig die Sonne. Nur vom Arlberg und der Ortlergruppe bis zu den Gurktaler und Julischen Alpen entwickeln sich einzelne starke Gewitter. Bei mäßigem Südwestwind steigen die Temperaturen in 3.000 m auf 9 bis 11 Grad bzw. in 2.000 m auf 13 bis 18 Grad.
Bergwetter-Tipp: Sternschnuppen schauen
Vor allem am Freitag lohnt es sich länger am Berg zu bleiben. Im nächtlichen wolkenlosen Himmel sind dann zahlreiche Sternschnuppen zu beobachten. Wie jedes Jahr kreuzt der Meteorstrom des Kometen 109P/Swift-Tuttle auf dem Weg um die Sonne die Erde und verursacht pro Nacht dutzende Sternschnuppen. Dieser Meteorstrom wird Perseiden genannt, mehr Details dazu finden ihr hier.
Gleich zwei kräftige Taifune sind derzeit auf den Satellitenbildern über Pazifik dem zu sehen. Während Taifun KROSA noch für einige Tage im warmen Pazifikwasser Energie tankt, nimmt Taifun LEKIMA heute Kurs auf Taiwan und morgen wird der Landfall knapp südlich von Shanghai in China erwartet.
Laut letzten Prognosen wird die Hauptstadt Taiwans, Taipeh, in den kommenden Stunden mit Windspitzen um 200 km/h besonders betroffen sein. Von Taiwan bis nach Shanghai sind zudem verbreitet zwischen 200 und 400 l/m² Regen binnen 48 Stunden möglich!
Eine solch aktive Taifunsaison entspricht eigentlich dem klimatologischen Durchschnitt, am Atlantik verläuft die Hurrikansaison hingegen bis dato recht ruhig.
Am Mittwoch 07.08.2019 entwickelten sich im Laufe des Nachmittags die ersten Gewitterzellen über dem zentralen Bergland, die dann am Abend und in der ersten Nachthälfte in Form einer starken Gewitterlinie samt Böenfront den Osten Österreichs erreichten. Starkregen, kleinkörniger Hagel und vor allem teils schwere Sturmböen wurden entlang der Linie beobachtet bzw. gemessen.
+++ Update 20:27 +++
Die Gewitterlinie hat mit Pauken und Trompeten Wien erreicht. Die Spitzenböen aus Wien und Umgebung:
90 km/h Wien-Jubiläumswarte
76 km/h Wien-Hohe Warte
65 km/h Wien-Innere Stadt
61 km/h Wien-Mariabrunn
97 km/h Buchberg
79 km/h Langenlebarn
72 km/h Tullnerfeld
68 km/h Gumpoldskirchen
+++ Update 19:22 +++
Im Donauraum greift nun der Westwind teils mit Sturmböen durch. In der Nähe der Gewitter sind Spitzenwerte bis 80 km/h möglich! Aber auch der kurzzeitige Starkregen bleibt ein Thema: Zum Teil sind die Mengen zwar kräftig aber nicht exzessiv ausgefallen, hier die Werte der letzten Stunde:
14 l/m², Weyer
12 l/m², Rottenmann
8 l/m², Hall/Admont
7 l/m², Waidhofen/Ybbs
+++ Update 18:45 +++
Lange haben sie sich geziert, nun sind aber verbreitet Gewitter Richtung Osten unterwegs. Die Windspitzen der letzten Stunde:
72 km/h, Kremsmünster
68 km/h, Linz
65 km/h, Wels
61 km/h, Vöcklabruck, Wolfsegg und Wieselburg
60 km/h, Haag
Die Gewitter ziehen rasch ostwärts. Daten: Austrocontrol
+++ Update 17:30 +++
Die Entwicklung der Gewitter kommt immer mehr in Fahrt. Derzeit bewegt sich im Tennengau eine kräftige Zelle Richtung Salzkammergut. Auch ebendort bzw. nach Norden bis nach Wels bildet sich eine kleine Gewitterlinie. In der kommenden Stunde frischt dann auch im Traunviertel der Westwind auf. Mit dem Druchzug der Gewitter sind Spitzen zwischen 50 und 60 km/h möglich.
Blitze der vergangenen Stunde (gelb = aktuellste Messung). Quelle: UBIMET/nowcast
+++ Update 16:15 Uhr +++
Langsam bewegt sich was. Immerhin ist nun ein erstes Gewitter in den Kitzbüheler Alpen entstanden., ein zweites bei Bruneck knapp westlich von Osttirol und ein drittes am südlichen Stadtrand von Salzburg.
Webcambild vom Salzburger Flughafen @ https://livecam.salzburg-airport.com/
+++ Update 15:30 Uhr +++
Es tut sich nach wie vor wenig. Die hohen Wolken sind nun bis Oberösterreich so dicht, dass die Sonne nicht mehr durchkommt. Zwar ist es dort 27 bis 28 Grad warm, aber womöglich fehlen gerade 1 bis 2 Grad, um Quellwolken auszulösen. Zumindest ist der Wind entlang der Donau nun erwartungsgemäß mehrheitlich auf östliche Richtungen gedreht, in Wien auf Süd. Damit strömt Luft vor der aufziehenden Front zusammen, jedoch ist die Luftbewegung recht schwach.
Temperaturverteilung um 15:10 Uhr @ UBIMET
+++ Update 14:30 Uhr +++
Mit dem Regen hat es im Westen abgekühlt. Hier werden rund 18 Grad gemessen, während es im Osten und Südosten bis zu 31 Grad heiß ist. Somit gibt es zwar 13 Grad Unterschied zwischen West und Ost, in Summe läuft aber nicht alles nach Plan. Vom Achensee bis ins Salzkammergut sollte es nun allmählich Gewitter auslösen, doch die vielen Wolken hemmen die Entwicklung.
+++ Update 14:00 Uhr +++
Bei München entstehen nun die ersten Gewitter, welche früher oder später noch für Oberösterreich interessant werden können. Was hingegen schlecht für die Entwicklung der Gewitter ist: Es ziehen schon recht viele Wolken auf Höhe von Salzburg und Oberösterreich durch.
Radarbild von 13:40 Uhr @ UBIMET, Austrocontrol
+++ Update 12:45 Uhr +++
Momentan zieht in Vorarlberg und in Tirol Regen durch. Auch wenn es hier später wieder etwas aufreißt, so ist die Unwettergefahr hier doch eher gering. Von Salzburg ostwärts heizt jedoch gebietsweise die Sonne ein. Die momentan auf Höhe von Wien hängenden Wolken ziehen auch bald mal weiter.
Satellitenbild kombiniert mit aktuellen Blitzen von 12:40 Uhr @ UBIMET
+++ Update 11:00 Uhr +++
Momentan erstreckt sich der Tiefausläufer etwa vom Saarland bis nach Sachsen. Hier sowie südlich davon gibt es derzeit die größte Wetteraktivität, bereits existierende Gewitter ziehen mit rund 60 km/h nach Nordosten:
Registrierte Blitze von 11 Uhr @ UBIMET, nowcast
+++ Update 10:30 Uhr +++
Bereits gegen 10 Uhr werden im Osten und Südosten verbreitet über 25 Grad gemessen, im Raum Wien sowie im Wiener Becken gar bis zu 29 Grad. Dem gegenüber stehen bspw. 18 Grad in Innsbruck, wo bereits einige Wolken durchziehen. Im Laufe der nächsten Stunden wird sich dieser Gegensatz der Temperaturen noch verstärken.
Aktuelle Höchstwerte @ UBIMET
+++ 10:00 Uhr +++
Ein Tief namens XAVER liegt schon seit Tagen über den Britischen Inseln und der Nordsee und die zugehörige Kaltfront erstreckt sich seit ebenso geraumer Zeit von Südwest nach Nordost quer über Deutschland. Entsprechend liegt der Alpenraum bisher auf der Vorderseite in einer südwestlichen Strömung, warme Luft wurde herangeführt. Heute erreicht dieser Prozess seinen vorläufigen Höhepunkt, im Tagesverlauf schwenkt die Kaltfront jedoch von West nach Ost durch und damit entlädt sich die gesamte in der Luft enthaltene Energie, teils kräftige Gewitter entstehen.
Los geht es bereits gegen Mittag in Vorarlberg, die Unwettergefahr ist hier jedoch noch eher gering. Nach Osten fortschreitend bilden sich am frühen Nachmittag in Tirol und später in Salzburg erste Gewitter. Je später, desto höher ist die Gefahr von einzelnen sehr kräftigen Gewitterzellen, welche Hagel und Sturmböen bringen können. In Oberösterreich und der Obersteiermark löst es im Laufe des Nachmittags aus, womöglich erst zum Abend hin. Ab diesem Moment erscheint es wahrscheinlich, dass Gewitter zunehmend verclustern/sich vereinen und als komplexeres System weiter nach Nordosten ziehen.
Sturmböen rücken dann in den Fokus, sie können am Abend auch bereits deutlich vor den Gewittern auftreten. Insbesondere im östlichen Flachland inklusive Wiens stellt dieser stürmisch auffrischende Wind womöglich die Hauptgefahr dar. Es wäre nicht unüblich, wenn sich dadurch Gewitter bis zum Wienerwald kommend auflösen und erst Richtung Slowakei oder im Seewinkel neu entstehen würden.
Weitgehend ruhig bleibt es übrigens im Südosten – von Klagenfurt bis ins Mittelburgenland passiert bis in die Nacht nichts.
Titelbild @ Stormscience Austria, Daniel Eßletzbichl
Nach aktuellem Stand nimmt der Südwestwind im ganzen Land am Samstagvormittag stetig an Stärke zu und weht mit Ausnahme des äußersten Südens zunehmend frisch bis kräftig, zwischen Aachen und Kiel stürmisch. In diesem Streifen sind im Verlauf des Samstags wiederholt Böen zwischen 60 und 70 km/h zu erwarten, direkt an den Küsten der Nordsee auch Sturmböen zwischen 80 und 90 km/h.
Prognostizierte Böen am Samstag @ UBIMET
In Summe also nichts Schlimmes, dennoch handelt es sich hierbei um ein für dieses Jahreszeit ungewöhnlich stark ausgeprägtes Tief.
In der vergangenen Nacht gab es vor allem ganz im Norden der Schweiz einige, teils kräftige Gewitter. Gegen den Morgen hin verlagerte sich das Ganze auch in die Kantone Solothurn, Aargau und bis weiter an den Bodensee. Auch im Berner Oberland sowie in der Zentralschweiz zogen einige Gewitterzellen durch. Damit einhergehend entluden sich tausende Blitze, am meisten davon im Kanton Zürich, gefolgt von den Kantonen Thurgau und St. Gallen, siehe Tabelle. In Kombination mit den Gewittern fielen örtlich auch grosse Niederschlagsmengen. So konnten seit gestern Abend beispielsweise in Oberneunforn (TG) 37 Millimeter Regen registriert werden. Lokal dürften aber auch deutlich grössere Summen zustande gekommen sein.
Anzahl der Blitze pro Kanton @ UBIMET
Im Laufe des Vormittags beruhigt sich die Situation etwas. Allerdings sind lokal weitere Schauer möglich, zum Teil auch begleitet von Blitz und Donner. Mit der Sonneneinstrahlung und der labilen Luftmasse beginnt es am Himmel aber bald wieder zu brodeln, und es entwickeln sich im Verlauf des Nachmittags und Abends erneut Schauer und teils heftige Gewitter. Dabei besteht das Potenzial für Starkregen, Sturmböen sowie lokal auch Hagel. Auch in der Nacht auf Morgen muss mit weiteren Gewittern gerechnet werden.
Der Mittwoch beginnt mit vielen Wolken, daran ändert sich auch tagsüber kaum etwas. Die Sonne hat einen schweren Stand, und es sind immer wieder gewittrig durchsetzte Schauer möglich. Die Temperaturen erreichen etwa 22 bis 23 Grad. Am Donnerstag beruhigt sich das Ganze: Nach Restwolken und in Richtung Osten örtlich letzten Tropfen erfolgt tagsüber ein Übergang zu recht sonnigem und sommerlich warmem Wetter.
Der 3760 m hohe Volcan de Agua befindet sich nur wenige Kilometer westlich von Guatemala-Stadt und ist nicht aktiv. Als dort am Donnerstag Blitze zuckten, war also nicht etwa vulkanische Aktivität die Ursache, sondern es handelte sich um ein normales Gewitter genau über dem Berg. Die markante Bergspitze hat sicher schon etliche Blitzeinschläge erlebt, doch diesmal fungierte sie ausgesprochen häufig als Ausgangspunkt für aufwärts gerichtete und radial auseinander gehende Blitze. Die Folge sind beeindruckende Aufnahmen:
Nach etlichen Tagen ruhigen, sonnigen und heißen Wetters machte sich am 02.08. ein kleinräumiges Randtief von Frankreich kommend über die Alpen und Norditalien auf den Weg gen Osten. Die Bedingungen für die Bildung von kräftigen Gewittern waren ideal und so dauerte es nicht lange, bis ausgehend vom Gardasee und der Po-Ebene organisierte Gewitter entstanden. Venedig wurde dieses Mal verschont, einige andere Urlaubsdestinationen hingegen hart getroffen.
Satellitenbild mit Blitzen vom Abend des 02.08.2019 @ UBIMETBlitzdichte am 02.08.2019 @ UBIMET, nowcast
Insbesondere Camper mit eigenem Gefährt und viel Ausrüstung haben die Gewitter, die meist auch von Sturmböen begleitet wurden, sicherlich Sorgen bereitet. Gerade die Westküste Istriens ist bei Camping-Urlaubern beliebt und rund um Vrsar hat es offensichtlich die schlimmsten Schäden gegeben. Nachfolgend haben wir euch Aufnahmen zusammengetragen, welche sowohl schlimme Schäden zeigen als auch, im meteorologischen Sinne, eine gewisse Schönheit der aufgezogenen Gewitter:
Titelbild: Aufziehendes Gewitter bei Pula @ https://www.facebook.com/neverin.hr, Nataša Sundara
Bei Grundwasser handelt es sich um unterirdisches Wasser, dessen Bewegung ausschließlich von der Schwerkraft sowie von auftretenden Reibungskräften abhängt. Gespeist wird es durch das Versickern von Niederschlägen oder auch teilweise durch Migration aus Seen und Flüssen. Die Oberfläche des Grundwassers, die die Ausgleichsfläche zwischen dem Wasser- und dem Atmosphärendruck darstellt, wird als Grundwasserspiegel bezeichnet. Liegt dieser aufgrund von starken Regenfällen, wasserundurchlässigen Gesteinsschichten oder orographischen Gegebenheiten oberhalb der Erdoberfläche, so tritt das Grundwasser an einer Quelle wieder zutage.
Momentan liegt der Grundwasserspiegel durch die anhaltende Trockenheit vielerorts auf einem Minimum. Hier ist als Beispiel Parndorf im Nordburgenland dargestellt:
Grundwasserspiegel Parndorf @ https://ehyd.gv.atMessstellen für den Grundwasserspiegel in Österreich @ https://ehyd.gv.at (orange = unter dem Durchschnitt, blau = darüber)
Bedeutung für die Pflanzenwelt…
Die Höhe des Grundwasserspiegels spielt für die Vegetation eine wichtige Rolle. Sinkt der Grundwasserspiegel wie jetzt aufgrund anhaltender Trockenheit stark ab, so drohen selbst tiefwurzelnde Bäume zu vertrocknen. Steigt er durch kräftige Niederschläge oder Bebauungsmaßnahmen stark an, so verwässert das Wurzelwerk, was wiederum ein Absterben der Bäume zur Folge hat.
…und den Menschen
Doch auch für den Menschen ist die Kenntnis über den Grundwasserspiegel von großer Bedeutung und das nicht nur hinsichtlich der Wasserversorgung. Denn der vom Grundwasser ausgeübte Druck kann bei Hochwasser teils massive Schäden an Gebäuden verursachen und auch beim Tunnelbau führt ein erhöhter Grundwasserspiegel zu erheblichen Problemen.
Urban Gardening, auch City Farming genannt, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Hierbei handelt es sich um das Anbauen von Gemüse, Obst und Kräutern im städtischen Raum. Die Selbstversorgung bringt mehr Lebensqualität und auch biologische Vielfalt.
Ursprünge des urbanen Gärtnerns
Bis zur Wende ins 20. Jahrhundert lässt sich das gemeinschaftliche Bewirtschaften von Gärten in Städten zurückverfolgen. Der in Düsseldorf tätige Landschaftsarchitekt Leberecht Migge, geboren 1881, gilt als der Vordenker dieser Bewegung, die heutzutage weltweit Resonanz findet. Vorreiter jedoch war New York und andere amerikanische Städte, die ab den 1970er Jahren begannen, brachliegende Flächen als sogenannte “Community Gardens” zu nutzen.
Ein Trend auf dem Vormarsch
Ein gemeinsamer Gemüsegarten mitten in der Stadt ist eine wunderbare Vorstellung, die nicht nur ressourcenschonend ist, sondern auch Erholung, Genuss von Selbstgepflanztem und nette Begegnungen mit sonst eher anonym bleibenden Nachbarn bietet. Die international wachsende Bewegung trägt zur Bereicherung der Biodiversität in Städten bei und ist ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz jedes Beteiligten.
Urbanisierung steigt weltweit an
Immer mehr Menschen leben in Städten. 1950 haben noch 30% der Weltbevölkerung in Städten gelebt, im Jahr 2008 war es bereits die Hälfte der Menschheit. Laut Prognosen wird mit 60% für das Jahr 2030 gerechnet, was zu einer Lebensmittelknappheit führen könnte, da die Menschheit einen extrem hohen Ressourcenverbrauch hat. Daher empfehlen ExpertInnen das System der kleinbäuerlichen Strukturen wiederherzustellen und auch zu fördern.
Nur Vorteile
Die Vorteile des gemeinschaftlichen Gärtnerns liegen somit klar auf der Hand: saisonale, lokale sowie regionale Produkte, guter Geschmack, Produkte aus eigener Arbeit, Frische, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind nur einige Stichwörter. Gemüse und Obst selbst anzubauen schafft ein Bewusstsein für die Grundlagen des Lebens und dessen Zusammenhänge, die in unserer schnelllebigen Zeit und vor allem in den Städten oft vergessen werden. Dies wiederum verändert das Konsumbewusstsein.
Nach zwei unterkühlten und teils nassen Tagen macht sich von Westen her ein Hoch bemerkbar. Somit dominiert in den meisten Landesteilen der Sonnenschein. Nur vom Mühl- und Waldviertel über die Obersteiermark bis nach Kärnten und die südliche Steiermark ziehen noch mehr Wolken und einzelne Schauer und Gewitter durch.
Niederschlagsmengen am Samstag mit den gemessenen Spitzenwerten pro BundeslandBlitzverteilung am Samstag
Es geht bergauf
Am Montag nähern sich die Temperaturen schon der 30-Grad-Marke an, dazu scheint zeitweise die Sonne. Ganz beständig verläuft aber auch der Wochenbeginn nicht, in Nordtirol und Salzburg kommt es am Nachmittag zu Schauern, in Osttirol und Kärnten sind am Abend einzelne Gewitter zu erwarten. Am Dienstag setzt sich das warme Sommerwetter fort, im Donauraum und im Osten liegen die Höchstwerte um die 30 Grad. Im Bergland hingegen wird es schwülwarm und zunehmend gewittrig. Lokal können die Gewitter auch schon kräftig ausfallen.
Zur Wochenmitte Hitze und Unwetter
Der Mittwoch verläuft Im Osten und Südosten dann heiß mit Höchstwerten von 30 bis 34 Grad. Im Westen bilden sich hingegen im Tagesverlauf kräftige Gewitter, die sich bis zum späten Abend auf den Großteil des Landes ausbreiten, nur von Unterkärnten bis zum Neusiedler See bleibt es noch freundlich. Die Gewitter können dann unwetterartig ausfallen, Starkregen, großer Hagel und Sturm sind möglich.
Der Donnerstag verläuft dann unbeständig und nass, am Freitag setzt sich wieder Sommerwetter durch und zum kommenden Wochenende deutet sich heißes Sommerwetter an.
Tief WOLFGANG zog am Freitag von der Nordsee nach NRW und in seinem Umfeld entstanden zahlreiche Schauer und Gewitter. Betroffen waren vor allem die Regionen von NRW bis Brandenburg und nördlich davon. Kräftige Gewitter gab es aber auch direkt am Alpenrand.
Niederschlagssumme am Freitag
Auch am heutigen Samstag entstehen von der Ostsee bis zum Alpenrand einige Schauer und Gewitter, die punktuell wieder größere Regenmengen bringen.
Überschwemmungen in Berlin
Auch Berlin wurde am Freitag von einem Gewitter mit Starkregen heimgesucht. Betroffen waren vor allem die Stadtteile in der Mitte und im Süden der Bundeshauptstadt.
Niederschlagsmaximum quer über Berlin
Dabei gab es über 30 l/m² in nur kurzer Zeit, das führte zu überfluteten Straßen, Kellern und auch so manche U- und S- Bahnstationwurde zum städtischen Wasserfall.
In der Nähe von Cuxhaven wurde am Freitagmittag ein Tornado beobachtet:
Erster Tornado: Wie erwartet hat sich am Freitag (02.08.2019) in der Nordhälfte Deutschlands eine Schauer- und Gewitterlage mit erhöhter Tornadogefahr eingestellt. Erster Tornado wurde bei Cuxhaven beobachtet, mehr: https://t.co/GswFnIIlAF Foto: Jörg Polkowski #Tornado#Cuxhavenpic.twitter.com/0ZwlJAwexY
Ein Italientief im Zusammenspiel mit einem Höhentief bringt im Süden des Landes momentan kräftigen und gewittrig durchsetzten Regen. Dabei gingen in der letzten Stunde in Deutschlandsberg 26,7 l/m² und in Leibnitz-Wagna 21,1 l/m² nieder. Die Graphik zeigt die Niederschlagssumme der Steiermark seit Mitternacht.
Dieser Regen zieht allmählich über die Südsteiermark in Richtung Ungarn ab. Noch heftiger sind die Gewitter in Norditalien und Slowenien. Hier gab es an der Station Katarina in Slowenien 66 l/m² in wenigen Stunden. Auch in den folgenden Stunden muss in Norditalien Ungarn, Slowenien, Kroatien und Ungarn mit heftigen Gewittern gerechnet werden. Dabei muss mit Starkregen und schweren Sturmböen gerechnet werden. Zudem ist großer Hagel möglich.
Desweiteren gibt es auch in Tirol und Salzburg teils kräftiger Gewitter, die allmählich in Richtung Südosten ziehen. Im weiteren Verlauf des Nachmittags muss also insbesondere in Osttirol und Kärnten mit Gewittern gerechnet werden. Hier sind lokal auch größere Regenmengen möglich.
In diesem bezüglich Gewittern nur leicht unterdurchschnittlichen Juli registrierte das Blitzmesssystem von UBIMET über ganz Österreich verteilt exakt 421.767 Blitze. Damit gab es zwar mehr als doppelt so viele Blitzentladungen wie im Juli des Vorjahres, dieser stellte jedoch mit 173.440 Blitzen die geringste Zahl seit Beginn der modernen Erfassung im Jahr 2010. Der Juli bildet zusammen mit Juni und August üblicherweise die blitzreichste Zeit des Jahres. In den Sommermonaten sind die meteorologischen Voraussetzungen für Gewitter am besten. Die Sonne erreicht zu dieser Zeit ihren Höchststand, die Luft wird entsprechend aufgeheizt. In Kombination mit feuchter Luft und der Topografie Österreichs entwickeln sich dann zahlreiche Gewitter.
Blitzdichte auf Gemeindebasis im Juli 2019 @ UBIMET
Spitzenreiter Steiermark, Salzburg blitzreichste Stadt Österreichs
Mit exakt 134.917 Blitzen führt die Steiermark das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von Niederösterreich mit gut 65.000 und Tirol mit etwa 64.000 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich mit Wien einmal mehr das flächenmäßig kleinste Bundesland, hier gab es nur 613 Blitze.
Mit rund acht Blitzen pro Quadratkilometer liegt die Steiermark hinsichtlich der Blitzdichte ebenso knapp vorne, gefolgt von Salzburg und Tirol mit rund fünf Blitzen pro Quadratkilometer. Auf Gemeindeebene hat St. Stefan im Rosental (St) die Nase vorne, hier wurden 43 Blitze pro Quadratkilometer registriert.
Die fünf blitzreichsten Bezirke finden sich allesamt in der Steiermark, angeführt vom Bezirk Südoststeiermark mit 17.718 Entladungen. Mit 20,4 Blitzen pro Quadratkilometer war relativ gesehen allerdings die Stadt Salzburg der Spitzenreiter, gefolgt vom Bezirk Südoststeiermark mit 17,5 Blitzen und Leibnitz mit 16,5 Blitzen pro Quadratkilometer.
Gewitterfreie Tage bildeten im Juli die Ausnahme, an insgesamt 26 von 31 Tagen wurde in Österreich zumindest eine Entladung registriert.
Anzahl der Gewittertage im Juli 2019 @ UBIMET
Stärkster Blitz in Vorarlberg
Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurden in Vorarlberg gemessen. Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 269.000 Ampere am Vormittag des 3. Juli in St. Gallenkirch im Bezirk Bludenz. In kürzester Zeit wurde dabei rund 17.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.
Blitze nach Bundesland, Anzahl und Blitzdichte
Steiermark 134.917 – 8,23 Blitze/km²
Niederösterreich 64.800 – 3,38 Blitze/km²
Tirol 63.679 – 5,04 Blitze/km²
Oberösterreich 53.174 – 4,44 Blitze/km²
Kärnten 40.943 – 4,29 Blitze/km²
Salzburg 37335 – 5,22 Blitze/km²
Burgenland 15.030 – 3,79 Blitze/km²
Vorarlberg 11.276 – 4,32 Blitze/km²
Wien 613 – 1,48 Blitze/km²
Österreich Gesamt 421.767 – 5,03 Blitze/km²
Die fünf stärksten Blitze
269.200 Ampere St. Gallenkirch (V)
243.200 Ampere Stadl-Predlitz(ST)
234.900 Ampere Westendorf (T)
221.000 Ampere Dunkelsteinerwald (NÖ)
218.300 Ampere Egg (V)
Jahr 2019 bisher blitzschwach
Im gesamten Jahr 2019 wurden in Österreich bisher 718.170 Blitze registriert. Dieser Wert liegt deutlich unter der durchschnittlichen Zahl von 973.000 Blitzen, gemessen seit 2010, stellt aber nicht mehr den niedrigsten Wert dar. Im Vergleich dazu wurden in den letzten drei Jahren 2016 bis 2018 zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als eine Million Blitze verzeichnet.
Die Kaltfront von Tief WOLFGANG liegt derzeit quer über Deutschland und sorgt heute vor allem im Osten und Nordosten für teils kräftige Gewitter.
Aktuelles Satellitenbild, inklusive Fronten und Blitzentladungen
Knapp östlich von Deutschland liegt derzeit noch die Konvergenzlinie, die bereits in den vergangenen Tagen für lokal kräftige Gewitter mit Starkregen im Osten des Landes sorgte. Zwischen den beiden Systemen bilden sich nun verbreitet Schauer und Gewitter, die lokal auch wieder Starkregen bringen.
Auch im Nahbereich von Tief WOLFGANG enstehen heute noch im Nordwesten einzelne Gewitter, hier ist die Unwettergefahr aber gering.
WOLFGANG sorgt bis Samstag für Unruhe
Am Donnerstag verlagert sich das Tief auf die Nordsee und nähert sich der holländischen Küste an. Somit sind im Nordwesten des Landes erneut Gewitter einzuplanen, auch im Nordosten bilden sich im Tagesverlauf ein paar Gewitter. hier lagern noch Überreste der heutigen Kaltfront.
Zugbahn von Tief Wolfgang in den kommenden Tagen @ UBIMET
Am Freitag verlagert sich das Tiefzentrum unter Abschwächung von der Nordsee nach NRW. Somit sind besonders in Niedersachsen und im nördlichen NRW kräftige Schauer und einzelne Gewitter einzuplanen.
Am Samstag werden die Überreste von Tief WOLFGANG in die nordwestliche Höhenströmung eingebunden. Somit verlagert sich im Tagesverlauf die Schauer und Gewitteraktivität von Hessen und Sachsen-Anhalt nach Thüringen, Sachsen und Ostbayern. Nahezu kein Einfluss hat Wolfgang auf den Südwesten von Deutschland.
Bereits in den Morgenstunden hat die Kaltfront von Tief WOLFGANG den Westen von Österreich erreicht und sorgt hier für viele Wolken und Schauer. Im Süden und Osten scheint hingegen noch häufig die Sonne.
Aktuelles Satellitenbild (09:30 Uhr), Kaltfront inkludiert und gefährdete Bereiche
Bereits zu Mittag entstehen in der schwül-warmen Luft aber erste Gewitter, die sich am Nachmittag auf das gesamte östliche Berg- und Hügelland ausbreiten und gegen Abend auch den Südosten von Österreich erreichen.
Starkregen und Hagel
Seit dem Wochenende befinden sich sehr feuchte Luftmassen über Österreich, daher muss man im Zuge der Gewitter punktuell mit großen Regenmengen rechnen. Innerhalb von kurzer Zeit sind bis zu 30 l/m² möglich. Besonders im Süden ist auch Hagel wieder ein Thema, die Hagelschlossen sind in den stärksten Gewitterzellen groß genug, um wieder Schäden an Autos oder in der Landwirtschaft anzurichten. Mit den Gewittern frischt auch kurzzeitig der Wind auf, Sturmböen treten aber nur selten auf.
Süden bleibt Hotspot
Am späten Abend gehen die Gewitter wieder zu Ende, am Donnerstag und Freitag folgen aber im Süden weitere Gewitter. Vor allem am Freitag kann es im äußersten Süden und Südosten im Zuge von Gewittern auch intensiv regnen. Erst am Wochenende geht die Gewitterneigung im Süden zurück, dann sind kurze Gewitter vor allem noch im Norden und Osten anzutreffen.
Die Gräsersaison neigt sich im Tiefland dem Ende zu, etwas erhöhte Belastungen sind noch auf den Bergen zu erwarten. Zudem sollten Gräserpollen-Allergiker die unmittelbare Umgebung von blühenden Maisfeldern meiden.
Der Beifuß beginnt zu blühen
In den thermisch begünstigten Lagen sind bereits Beifußpollen unterwegs, die zu ersten Beschwerden führen. Je nach Wetterlage wird in den kommenden 2 bis 3 Wochen der Höhepunkt der Beifußsaison erwartet. Falls möglich, sollten Beifußpollenallergiker auf die Berge ausweichen, oberhalb von rund 1200 m Seehöhe sind kaum mehr Beschwerden zu erwarten.
Ragweed
Das beifußblättrige Traubenkraut, mittlerweile unter seinem englischen Namen Ragweed wesentlich bekannter, wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Nordamerika nach Europa eingeschleppt und breitet sich seit den 1980er Jahren aus. Dieses Unkraut wächst an Straßenrändern, in Äckern oder auf Schuttplätzen, und ist verantwortlich für den „Herbstheuschnupfen“. Die Pollen von Ragweed sind hoch allergen: Bereits ab wenigen Pollenkörnern pro Kubikmeter Luft reagieren empfindliche Personen allergisch.
Belastungen durch Ragweed (www.ragweedfinder.at)
Für Ragweedpollen spielt zudem Ferntransport eine wichtige Rolle, weshalb speziell bei östlichen bis südöstlichem Wind gesteigerte Belastungen auftreten. Da die Pflanze bei unseren südlichen und östliche Nachbarn deutlich verbreitet wächst.
Belastung ab Mitte August
Mitte August treten meist die ersten Ragweedpollen auf und der Höhepunkt wird dann Ende des Monats bzw. Anfang September erreicht. Je nach Witterung können Ragweedpollen selbst Anfang Oktober noch eine Rolle spielen.
Pilzsporen nicht zu vergessen
Auch die Schimmelpilzsporen haben im Spätsommer Hochsaison. Bereits jetzt treten diese in Massen auf und sorgen bis in den Herbst hinein bei Allergikern für Beschwerden. Erst wenn sich eine längere, kühle und trocken Wetterphase einstellt, geht die Belastung durch Pilzsporen zu Ende.
Der Juli 2019 fällt mit einer Abweichung von +1,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel deutlich zu warm aus. Am größten war die Abweichung in Vorarlberg und dem Tiroler Oberland, hier war der Juli im Schnitt 2,5 Grad zu warm. Landesweit gestaltete sich der Juli 2019 überall zu warm und ist vergleichbar mit dem Juli aus dem Vorjahr. Geprägt war das Monat zunächst vom Ende der ersten großen Hitzewelle, einer etwas zu kühlen Monatsmitte, auf die eine weitere Hitzewelle folgte. Diese ging dann im Großteil des Landes mit heftigen Gewitter zu Ende.
Heißer Start
Bereits am ersten Tag im Juli wurden die Höchstwerte für das Monat erreicht, in Krems stieg das Thermometer auf 38,8 Grad. Ähnlich heiß wurde es dann mit 36,7 Grad in Innsbruck erst wieder in der letzten Julidekade.
Die Höchsttemperatur im Juli pro Bundesland
Dazu gab es in den tiefen Regionen verbreitet 7 bis 10 Hitzetage. Besonders schwitzen mussten die Villacher, hier wurden sogar 13 Tage mit mehr als 30 Grad registriert.
Anzahl an Hitzetagen
Tropennächte gab es hingegen mit Ausnahme der Bundeshauptstadt nur vereinzelt, in der Wiener Innenstadt sank das Thermometer hingegen 12 mal nicht unter 20 Grad.
Dass der Juli auch wenig sommerlich ausfallen kann, beweist der Blick auf den 11. des Monats. So wurden in der Früh im Lungau und stellenweise auch im Mühl- und Waldviertel Bodenfrost und folglich Reif beobachtet.
Die Tiefsttemperaturen im Juli pro Bundesland
Unwetter am Ende
In der letzten Julidekade baute sich eine weitere Hitzewelle auf, die am vergangenen Wochenende mit heftigen Unwettern zu Ende ging. Dabei kam es lokal durch die enormen Regenmengen zu Überschwemmungen und Vermurungen. Besonders in Kärnten und der Steiermark fielen stellenweise auch tennisballgroße Hagelkörner vom Himmel. Durch die Gewitter und den Starkregen in den Nordalpen wurde die Niederschlagsbilanz regional noch aufgebessert.
Niederschlagssumme mit Minima und Maxima pro Bundesland
Deutlich zu trocken fällt der Juli sowohl in einem Streifen vom Innviertel über die nördliche Steiermark bis nach Wien und das Burgenland als auch in Osttirol und Oberkärnten aus. Verbreitet fielen hier nur 50 Prozent des üblichen Niederschlags. Das Regensoll wurde im äußersten Süden, vom Außerfern bis zum Salzkammergut sowie im Weinviertel erreicht.
Sonne erfüllt Soll
Die Sonne gehörte im zurückliegenden Monat zum treuen Begleiter. Praktisch im ganzen Land erfüllte sie exakt ihr Soll, zum Teil schien sie auch etwas häufiger als im langjährigen Mittel. In Litschau, dem relativ sonnigsten Ort des Landes, machte sie rund 30 Überstunden. Der absolut sonnigste Ort des Landes ist ebenfalls in Niederösterreich zu finden. Zwerndorf verzeichnete bis zum heutigen Tag 285 Sonnenstunden.
Zwischen 25 und 30 Grad hat es jetzt am Vormittag schon im Osten Deutschlands, hier lagert noch immer die schwül-warme und somit gewitteranfällige Luft. Die Sonne kocht die Luft in den nächsten Stunden weiter auf, ab etwa Mittag entstehen dann von Kiel und Erfurt ostwärts zum Teil kräftige Schauer und Gewitter. Dementsprechend sieht auch unsere Vorwarnkarte schon aus, auch im Oberpfälzer und Bayerwald sind am Nachmittag Gewitter möglich!
Der Osten Deutschlands ist vorgewarnt.
Die Hauptgefahr bei den Gewittern geht (ähnlich wie am Wochenende in der Südwesthälfte des Landes bereits) von heftigem Regen aus. Die Schauer- und Gewitterzellen verlagern sich nämlich nur sehr langsam, lokal können also wieder große Regenmengen zwischen 40 und 60 l/m² vom Himmel prasseln.
Am Sonntag war von diesen nahezu stationären Zellen der Süden und Südwesten betroffen, gut zu sehen an der folgenden Karte. Sie zeigt die 24-stündigen Regenmengen bis heute 06:00 Uhr.
Große Regenmengen am Alpenrand.
Besonders intensiv fiel der Regen aufgrund eines Tiefs südlich der Alpen am Oberbayerischen Alpenrand aus, hier kamen verbreitet 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Lokal gab es aber noch deutlich größere Regenmengen, hier die nassesten Stationen (allesamt mehr als 100 l/m²):
Kreuth 141 l/m²
Obere Firstalm 136 l/m²
Jachenau 126 l/m²
Reit im Winkl 109 l/m²
Doch auch sonst sorgten die kräftigen Schauer und Gewitter, die sich nur langsam vom Fleck bewegten, für große Regenmengen. So kamen in Metzingen auf der Schwäbischen Alb rund 64 Liter pro Quadratmeter zusammen, im fränkischen Bad Kissingen waren es 54 l/m².
Seit dem gestrigen Sonntag lenkt ein Tief südlich von Österreich sehr feuchte Mittelmeerluft in den Alpenraum, an der Alpennordseite von Vorarlberg bis Oberösterreich wurde diese förmlich ausgequetscht. Die Folge sind sehr große Regenmengen, die bis dato zusammengekommen sind. Verbreitet wurden 40 bis 70 l/m² Regen gemessen, lokal sind aber auch Regenmengen von deutlich mehr als 100 l/m² registriert worden. In Rußbach im Tennengau sind beispielsweise 112 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen worden, als Konsequenz wurde dort Zivilschutzalarm ausgelöst.
Hier grafisch dargestellt die Regenmengen von Samstag bis Montagfrüh mit den jeweiligen Spitzenreitern der Bundesländer:
Große Regenmengen kamen an den Nordalpen zusammen.
Dazu reagieren viele Bäche und Flüsse auf die großen Regenmengen: In Mittersill ist der Pegel der Salzach von 200 auf 500 cm angestiegen, was Alarmstufe 2 bedeutet. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete auch die Tiroler Ache.
Nachfolgend der Pegelverlauf der Salzach bei Mittersill der vergangenen Woche:
Der Pegel der Salzach ist stark gestiegen.
Regenmengen von mehr als 100 l/m² in den vergangenen 24 Stunden:
Ebnit* (V) 166 l/m²
Niederndorferberg* (T) 120 l/m²
Bödele* (V) 115 l/m²
Hintersee/Almbach* & Großgmain* (S) 113 l/m²
Rußbach am Paß Gschütt* (S) 112 l/m²
Kobenzl* (S) 111 l/m²
Salzburg Flughafen (S) 104 l/m²
Klessheim* (S) 102 l/m²
Hallein (S)* 100 l/m²
*Station des Hydrografischen Dienstes
Am Sonntag kräftige Gewitter im Nordosten
Bereits gestern Abend sind teils kräftige Gewitter im Nordosten Österreichs niedergegangen. In der Bundeshauptstadt wurden dabei 179 Blitze registriert, in Niederösterreich gab es sogar 6788 Entladungen. In Langenlebarn fielen 30 l/m², schon untertags wurden in Unterkärnten und der Südsteiermark Regenmengen von bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter registriert.
Hier eine Übersicht der Blitzentladungen am Sonntag – zeitlich aufgeschlüsselt:
Die meisten Blitze gab es in Wien und in Niederösterreich.
Heute Wetterberuhigung
Mit der Verlagerung des Tiefs Richtung Rumänien stabilisiert sich am Montag die Wetterlage allmählich, der kräftige Regen zwischen Kaiserwinkl und Eisenwurzen klingt im Tagesverlauf ab. In den kommenden Tagen erwartet uns dann sommerlich warmes, aber nicht ganz beständiges Wetter. Am Dienstag und am Mittwoch werden dabei lokal bis zu 32 Grad erreicht, zum Wochenende hin kühlt es dann wieder ab. Gewitter bleiben dabei unser treuer Begleiter, vor allem im Berg- und Hügelland. Eine neuerliche Hitzewelle kündigt sich aus heutiger Sicht bis auf Weiteres nicht an.
Die Gewitter vom gestrigen Samstag beleuchten wir weiter unten in diesem Beitrag näher, auch heute gibt es recht verbreitet kräftige Regenschauer und Gewitter. Ganz so heftig wie gestern sollte es aber nicht mehr werden.
Nasse Nordalpen
Dafür stehen der Alpennordseite große Regenmengen bevor, verantwortlich ist ein Tief über Norditalien, das seit gestern feuchte Luft heranlenkt. Diese wird zwischen Vorarlberg und Oberösterreich durch eine zunehmend nördliche Höhenströmung regelrecht ausgequetscht.
Hier sehen wir die 24-stündigen Regenmengen bis Montagvormittag, wie sie das Modell des Deutschen Wetterdienstes berechnet. Natürlich gibt es noch ein paar Unsicherheiten, Schwerpunkte dürften aber der Bregenzerwald sowie der Streifen vom Kaiserwinkl bis zum Ausseerland sein. Hier kommen 40-80, lokal auch um oder über 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen!
Große Regenmengen an der Alpennordseite.
Schwere Gewitter am Samstag
Insgesamt 85.657 Blitzentladungen haben wir gestern in Österreich gemessen, gut die Hälfte davon entfiel (mal wieder) auf die Steiermark. Hier die Rangliste der Bundesländer:
Viele Blitze am Samstag.
Dazu gab es zum Teil große Regenmengen, an der Spitze der offiziellen Wetterstationen liegt Kalwang mit rund 55 l/m². Sogar 79 l/m² waren es am nahe gelegenen Präbichl, die Station Zwieselgraben (Semmering-Gebiet) des Hydrografischen Dienstes Steiermark hat mit mehr als 100 Litern pro Quadratmeter aber den höchsten Wert aufzuweisen.
Lokal kräftiger Regen am Samstag.
Neben kräftigem Regen und einzelnen stürmischen Böen war aber v.a. der große Hagel in Teilen der Steiermark markant. Wir haben abschließend noch ein paar Bilder davon sowie der Schäden aus der Region:
Großer Hagel in Wildon.Zerhageltes Kürbisfeld bei Wildon.
Quelle Titelbild: Quelle: privat / Daniel Eßletzbichler
Mit einer südlichen Höhenströmung gelangen derzeit extrem heiße Luftmassen nach Westeuropa, so gab es am Mittwoch in Frankreich und Westdeutschland Spitzenwerte über 40 Grad. In Geilenkirchen bei Aachen wurde mit 40,5 Grad sogar ein neuer Allzeitrekord für Deutschland aufgestellt. In Belgien wurde die 40-Grad-Marke nur um ein Zehntel verfehlt, mit 39,9 Grad in Kleine Brogel handelt es sich ebenfalls um einen neuen Landesrekord. In den Niederlanden kletterten die Temperaturen auf bis zu 39,3 Grad in Eindhoven, auch Allzeitrekord. Diese Werte haben aber nur einen Tag lang gehalten.
Neue Landesrekorde
Bereits am Donnerstag (25. Juli) wurden diese Werte neuerlich übertroffen, in Deutschland wurde ein vorläufiger Höchstwert von 42,6 Grad aufgestellt.
Deutschland: 42,6 Grad in Lingen (zuvor 40,5 in Geilenkirchen am Vortag bzw. 40,3 Grad im Jahr 2015)*
Belgien: 40,7 Grad in Beitem (zuvor 39,9 Grad in Kleine Brogel am Vortag bzw. 38,8 Grad im 2015 und 2018)
Niederlande: 40,7 Grad in Gilze-Rijen (zuvor 39,3 Grad in Eindhoven bzw. 38,6 Grad im Jahr 1944)
Luxemburg: 39 Grad am Flughafen Findel (zuvor 37,9 Grad. Es handelt sich um die offizielle Referenzstation des Landes, andere Stationen haben aber bis zu 40,8 Grad gemessen)
England: 38,7 Grad in Cambridge Botanic Garden (zuvor 38,5 Grad in Faversham, Kent, im August 2003)
The #heatwave across Europe meant Germany (42.6 °C), the Netherlands (40.7 °C) and Belgium (40.6 °C) had their highest temperatures on record today.
Several sites including Paris, Edinburgh, Cambridge and Writtle also recorded their highest ever temperatures pic.twitter.com/Eda44nKCMF
Von Frankreich über Benelux bis nach Westdeutschland gab es am Donnerstag verbreitet Temperaturen um oder über 40 Grad an. Besonders heiß war es in Nordfrankreich, so wurde mit 42,6 Grad in der französischen Hauptstadt Paris der Jahrzehnte alte Temperaturrekorde von 40,4 Grad aus dem Jahre 1947 übertroffen. Der höchste Messwert in Frankreich stammt aber aus Saint-Maur-des-Fossés mit 43.6 Grad. An nicht weniger als 235 Stationen wurden am Donnerstag in Frankreich Höchstwerte von 40.0 Grad und mehr verzeichnet. Einen neuen Monatsrekord gab es mit 38,1 Grad zudem auch in England.
Dazu gab es unzählige weitere Stations- und Monatsrekorde: In diesem Sommer verliert man den Überblick, wie viele neue Hitzerekorde in Europa aufgestellt werden. In Frankreich wurde bereits am 28. Juni mit 46,0 Grad in Vérargues ein neuer Landesrekord aufgestellt.
37 Grad in Österreich
Hierzulande lagen die Höchstwerte am Donnerstag bei 36,2 Grad in Kirchberg an der Piealch, am Freitag gibt es neuerlich Werte bis 36 oder 37 Grad. Neue Hitzerekorde sind aber nicht zu erwarten, da die extrem heiße Luft über Westeuropa lagert und Österreich davon nur am Rande betroffen ist.
Am Wochenende gelangt der Alpenraum aber unter den Einfluss eines Italientiefs und die Gewitterneigung nimmt im ganzen Land zu, besonders entlang der Nordalpen und im Osten sind am Samstag örtlich auch kräftige Gewitter zu erwarten. Im Westen kühlt es spürbar ab, so liegen die Höchstwerte zwischen 23 Grad im Bregenzerwald und 32 Grad in Kärnten. Am Sonntag setzt sich das unbeständige Wetter fort, vor allem vom Bregenzerwald bis zum Innviertel sowie im Südosten sind gebietsweise auch große Regenmengen möglich. Dazu gibt es von West nach Ost 20 bis 31 Grad. Zu Wochenbeginn gehen die Temperaturen noch etwas zurück auf Werte unterhalb der 30-Grad-Marke.
Der Donnerstag brachte in Deutschland einen neuen Allzeitrekord der Temperatur. Der Allzeitrekord vom Vortag von 40,5 °C der Station Geilenkirchen wurde nochmals übertroffen. Hier die Top 10 der heißesten Orte heute:
Lingen
42,6 °C *
Duisburg-Baerl
41,2 °C
Tönisvorst
41,2 °C
Köln-Stammheim
41,1 °C
Bonn-Roleber
40,9 °C
Kleve
40,8 °C
Weilerswist-Lommersum
40,6 °C
Trier-Petrisberg
40,6 °C
Waltrop-Abdinghof
40,5 °C
Düsseldorf
40,4 °C
Andernach
40,4°C
* Der Wert von Lingen wird aufgrund der Stationslage angezweifelt.
Neben Deutschland wurden auch in Belgien und den Niederlanden neue Allzeitrekorde registriert. Hier wurden zuvor noch nie Werte über 40 Grad registriert. Zudem wurde in Paris mit 42,6 °C ein neuer Allzeitrekord gemessen.
Gilze Rijen (Niederlande)
40,7 °C
Eindhoven (Niederlande)
40,4 °C
Twenthe (Niederlande)
40,2 °C
Beitem (Belgien)
40,7 °C
Kleine Brogel (Belgien)
40,6 °C
Schaffen (Belgien)
40,4 °C
In den kommenden Tagen schwächt sich die Hitze allmählich ab und es wird unbeständig. Im Einflussbereich eines Höhentiefs sind am Samstag zunächst im Westen und Süden, und am Sonntag verbreitet Schauer und kräftige Gewitter zu erwarten, die ergiebigen Starkregen und kleinen Hagel bringen können.
Der Freitag startet bei nur harmlosen Wolken verbreitet sonnig. Im Tagesverlauf entstehen vor allem am Alpenhauptkamm sowie von Südtirol über Kärnten bis zum Grazer Bergland Quellwolken und am Nachmittag gehen hier lokale Hitzegewitter nieder. Auch im Arlberggebiet und im Außerfern nimmt die Gewittergefahr zu, trocken bleibt es dagegen in den Nordalpen vom Rofan über das Salzkammergut bis zum Wienerwald. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlicher Richtung.
Der Samstag verläuft von Beginn an unbeständig. Besonders im Bregenzerwald und Außerfern sowie lokal auch im zentralen Bergland gehen bereits in den Morgenstunden teils gewittrige Schauer nieder. Tagsüber scheint zeitweise die Sonne, in der feuchten Luft entstehen aber rasch wieder Quellwolken und ab Mittag nimmt die Gewitterneigung überall zu. Örtlich können die Gewitter auch kräftig ausfallen. Der Wind weht mäßig, am Alpenhauptkamm und im südlichen Bergland auch lebhaft aus Südwest.
Höchstwerte
2000 m
3000 m
Freitag
17 bis 21 Grad
9 bis 12 Grad
Samstag
13 bis 17 Grad
6 bis 9 Grad
Sonntag
10 bis 14 Grad
4 bis 7 Grad
Am Sonntag Föhn und Gewitter
Am Sonntag halten sich besonders im östlichen Bergland wie etwa im Mürztal ein paar Hochnebelfelder, tagsüber kommt aber bevorzugt vom Salzkammergut über die Obersteiermark bis zum Wechsel zeitweise die Sonne zum Vorschein. Sonst überwiegen die Wolken und besonders am Alpenhauptkamm und im Süden gehen bereits am Vormittag gewittrige Schauer nieder. Ab Mittag nimmt die Gewitterneigung generell zu, vor allem in den westlichen Nordalpen sind auch heftige Gewitter zu erwarten. Am längsten trocken bleibt es vom Pongau bis zu den Ybbstaler Alpen. Von den Tauern bis zum Schneeberg kommt vorübergehend kräftiger, föhniger Südwind auf, in exponierten Lagen zeichnen sich auch stürmische Böen ab.
Vorsicht bei Gewittern
Aufgrund der hohen Gewittergefahr sollte man am Wochenende ausgesprochen vorsichtig sein und immer den Himmel im Auge behalten. Wenn man einen Donner hört, besteht bereits Gefahr, so kann ein Blitz auch am Rande eines Gewitters aus der Gewitterwolke heraus einschlagen. Blitze schlagen zudem nicht immer an den höchsten Objekten ein und können durchaus auch mehr als einmal den selben Punkt treffen. Wird man von einem Gewitter überrascht, bieten eine Schutzhütte oder ein großer Felsvorsprung den besten Schutz. Von alleinstehenden Bäumen sowie generell stromleitenden Gegenstände sollte man sich hingegen fern halten. Ist kein Unterschlupf in der Nähe, kann man sich notfalls in eine Mulde mit angewinkelten Beinen hocken.
Die Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August ist landläufig als Hundstage bekannt und gilt als die heißeste Zeit im Jahr. Ihren Ursprung haben diese Tage im alten Ägypten rund zweitausend vor Christus: Rund um den 23. Juli wurde damals nämlich des hellste Stern Sirius am Morgenhimmel sichtbar. Bei den alten Ägyptern war dieses astronomische Ereignis von besonderer Bedeutung, da zu diesem Zeitpunkt oftmals die Nilflut einsetzte. Außerdem glaubten die Menschen, dass der hellste Stern am Morgenhimmel als „zusätzliche“ Sonne für die sommerliche Hitze verantwortlich sei. Die Dauer der Hundstage erklärt sich daraus, dass vom ersten Auftauchen des Sterns in der Morgendämmerung bis zum vollständigen Erscheinen des Sternbilds etwa ein Monat vergeht.
Hundstage und Hitze in Europa: Zufall
Im Alpenraum ist während der Hundstage tatsächlich die heißeste Phase des Jahres: Häufig erleben wir von Ende Juli bis Mitte August sehr heiße Tage und warme, teils sogar tropische Nächte. Auch die meisten Hitzerekorde in Mitteleuropa stammen aus dieser Zeit. Mit dem Sternbild „Großer Hund“ hat das aber nichts zu tun, da sich das Erscheinen von Sirius im Laufe der Jahrtausende verschoben hat: Mittlerweile taucht Sirius erst ab Ende August am Morgenhimmel auf, zudem wird das gesamte Sternbild hierzulande erst im Winter vollständig sichtbar.
Durchschnittliche Temperaturen
Die aktuellen Modellprognosen deuten mittelfristig auf durchschnittliche Temperaturen hin. In nachfolgender Grafik ist der Temperaturtrend in rund 1.500 m Höhe für das nördliche Alpenvorland dargestellt. Für die entsprechenden Höchstwerte im Flachland kann man etwa 15 Grad dazurechnen. Die vorherrschende Hitzeperiode hält aus heutiger Sicht noch bis Ende der Woche an, anschließend pendeln sich die Temperaturen im Bereich des langjährigen Mittels ein (rote Kurve). Zur Abschätzung der Temperaturen im Flachland, kann man rund 15 Grad zu den in der Grafik abgelesenen Temperatur dazurechnen. Für Anfang August kündigen sich somit Werte oberhalb der 30-Grad-Marke an.
Der trockene und außergewöhnlich warme bis heiße Sommer in der Arktis befeuert riesige Wald- und Torfbrände im hohen Norden der Erde. Nachfolgend haben wir für euch zwei Satellitenbilder herausgesucht, auf denen man das Ausmaß der Brände zumindest erahnen kann.
Russland
Auch in Sibirien brennt es derzeit vielerorts.
Alaska
Brände wüten u.a. in Alaska
Alleine im Juni und Juli sind bei den extremen Waldbränden in der Arktis bisher schon über 100 Megatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Zum Vergleich: Das ist weit mehr Kohlendioxid als ganz Österreich in einem Jahr ausstößt!
Einer der Hotspots ist neben Sibirien der US-Bundesstaat Alaska. Hier stellt sich ein paradoxer Zustand ein: Auf unserem letzten Bild sind nämlich alle aktuellen größeren Waldbrände (=grüne Dreiecke) der USA dargestellt. Dabei gibt es alleine in Alaska momentan 24 große Brände, in allen anderen Staaten dagegen zusammen nur 19 Brände.
Waldbrände in den USA
Die Brände setzen große Mengen Rauch in die Atmosphäre frei, auf dem folgenden Bild sieht man, wie ein kräftiges Tief diesen Rauch mit in die Zirkulation aufnimmt. Zur Verdeutlichung: Der Durchmesser dieses Satellitenbildes ist 3.500 km, vergleichbar mit einer Distanz von Wien bis nach Kuwait!
Schon am gestrigen Montag war es vor allem in der Südhälfte heiß, Spitzenreiter war Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz mit 32,6 Grad. Auf der folgenden Karte seht ihr, wo es gestern einen Sommertag (gelb, Höchstwert 25 Grad oder mehr) oder schon einen Tropentag (rot, Höchstwert über 30 Grad) gab.
Bereits am Montag war es hochsommerlich heiß.
Doch das war nur der Auftakt! Am heutigen Dienstag sind entlang des Rheins und westlich davon bereits 35 oder 36 Grad zu erwarten. Am Mittwoch sind in den gleichen Regionen 38, vereinzelt auch 39 Grad möglich!
Höhepunkt Donnerstag
Und dann kommt der Donnerstag, der möglicherweise einen Eintrag in die klimatologischen Geschichtsbücher findet. Auf der folgenden Karte seht ihr die Abweichung der Temperatur in rund 1600 m Höhe in der Nacht von Donnerstag zum Freitag. Wir sehen extreme Abweichungen von 13 bis 16 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel, der Norden Frankreichs, die Benelux-Länder und der Westen Deutschlands sind der Hotspot Europas.
Hitzeblase über Westeuropa am Donnerstag.
Am späten Nachmittag nähern wir uns dann langsam der 40-Grad-Marke. Vereinzelt und für kurze Zeit könnte diese beispielsweise im Münsterland, am Niederrhein oder auch entlang der Mosel geknackt werden. Und dann bewegen wir uns im Bereich des Allzeitrekords für die Bundesrepublik!
Vor allem im Westen des Landes rücken die 40 Grad in Reichweite.
Kitzingen auf Platz 1
Bis dato gehören 40 Grad in Deutschland noch zur absoluten Ausnahme. Den Hitzerekord hält Kitzingen in Unterfranken mit 40,3 Grad, aufgestellt gleich zweimal: Am 05.07. und am 07.08.2015.
Hier mal eine Übersicht aller Wetterstationen, die bislang die 40 Grad knacken konnten:
40,3 Grad in Kitzingen (2015)
40,2 Grad in Karlsruhe, Bad Mergentheim und Freiburg (2003/2015)
40,1 Grad in Weilerswist-Lommersum (2003)
40,0 Grad in Perl-Besch und Kösching (2003/1983)
Es bleibt also spannend, wir bleiben für euch am Ball!
Bis zu 35 Grad werden heute bereits erreicht, am Donnerstag gipfelt die Hitzewelle sogar in 37 Grad! Was liegt also näher, als die Ferienzeit am Wasser zu verbringen? Neben Hitze gibt es in den kommenden Tagen auch jede Menge Sonne und nur einzelne Gewitter im Bergland.
Erfrischung liefern die Seen zum Teil nicht mehr, sind einige doch deutlich zu warm. Zumindest kühlt es, wenn man das Wasser verlässt und leichter Wind die Verdunstung ankurbelt. Nachfolgend die aktuellen Wassertemperaturen ausgewählter Seen:
Die UV-Strahlung ist eine für den Menschen unsichtbare, elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge, welche kürzer ist als diejenige des für den Menschen sichtbaren Lichts. Diese Strahlung trifft als kurzwelliger Anteil der Sonnenstrahlung auf die Ozonschicht der Erde auf und wird nur teilweise von dieser absorbiert. Während der UV-A Anteil (Wellenlänge 380 bis 315 Nanometer) zu großen Teilen von der Ozonschicht nicht absorbiert wird und somit bis zur Erdoberfläche durchkommt, nehmen die Ozonmoleküle zu 90 % den UV-B Anteil (Wellenlänge 315 bis 280 Nanometer) und gar zu 100 % den UV-C Anteil (Wellenlänge 280 bis 200 Nanometer) auf. Schematisch dargestellt auf folgender Grafik:
Vor allem UV-A-Strahlung dringt bis zum Erdboden durch.
Gefahren
Bereits als kleines Kind lernt so gut wie jeder, dass zu viel Sonnenstrahlung schädlich für die Haut sein kann. Dabei sorgt insbesondere die zuvor erwähnte UV-A Strahlung bei einer zu hohen Dosis für lichtbedingte Hautausschläge und Sonnenallergien. Im fortgeschrittenen Alter führt dies vermehrt zu Hautalterung und Faltenbildung, zudem hinterlässt die Strahlung Schäden im Erbgut und erhöht die Hautkrebsgefahr teils deutlich. Für den Sonnenbrand ist allerdings die UV-B Strahlung verantwortlich, das heißt selbst wenn jemand keinen Sonnenbrand erlitten hat, sind andere Schäden, insbesondere Spätschäden, in der Haut nicht ausgeschlossen.
Gemessen wird die UV-Belastung mit dem sog. UV-Index. Bei der aktuellen Hitzewelle sind in Deutschland und der Schweiz schon recht hohe Belastungen zu erwarten, hier der UV-Index am morgigen Mittwoch:
Sehr hohe UV-Belastungen in und auf den Bergen.Besonders im Süden sehr hohe UV-Belastungen.
Schutz
Den besten Schutz erhält man natürlich durch die Bedeckung der Haut durch Textilien bzw. das Tragen einer Kopfbedeckung. Zudem sollte besonders die Mittagssonne gemieden werden bzw. man sich soviel wie möglich im Schatten von Sonnenschirmen oder natürlichen Schattengebern aufhalten. Eine ergänzende, aber durchaus notwendige Maßnahme, stellt das Sonnenschutzmittel dar. Je höher der Lichtschutzfaktor, umso länger kann man sich, abhängig vom jeweiligen Hauttyp, in der Sonne aufhalten. Nachcremen bzw. nach einer gewissen Dauer die Sonne meiden ist jedoch unumgänglich.
Heute Montag wurden vielerorts in der Schweiz 30 Grad und mehr gemessen. In der Zentral- und Ostschweiz wurde ein Hitzetag jedoch an den meisten Orten verpasst, dies teilweise nur sehr knapp. So gab es in Luzern und Cham 29.8 Grad, in Egolzwil LU 29.7 Grad und in Lachen SZ sowie in Mosen LU betrug die Höchsttemperatur heute 29.5 Grad. Im Rheintal konnten die 30 Grad nur in Chur erreicht werden.
Höchstwerte der Temperatur am Montag, den 22.07.2019 @ UBIMET, meteonews
Am heissesten wurde es im Wallis: In Sitten im Rhonetal konnten 34.7 Grad gemessen werden, gefolgt von Visp mit 33.1Grad und Genf mit 32.6 Grad. In Sitten ist dies somit bereits der 6. Hitzetag in Folge!
Morgen Dienstag, am Mittwoch sowie am Donnerstag dürften die Höchstwerte diejenigen von heute übertreffen. Spitzenwerte um 34 bis 36, lokal auch 37 oder gar 38 Grad sind im Bereich des Möglichen. Dies besonders im Raum Genf, imUnteraargau und am Jurasüdfuss, im Wallis im Rhonetal sowie in der Nordwestschweiz im Raum Basel. Die Werte könnten am Mittwoch und Donnerstag den Allzeitrekorden, aufgestellt zumeist in den Rekordsommern 1947, 1983, 2015 und zum Teil im Juni 2019 gefährlich nahe kommen.
Bereits am Montag liegen die Höchstwerte verbreitet um die 30 Grad und in den kommenden Tagen wird es noch heißer. Der Höhepunkt der Hitze wird am Donnerstag erreicht, im Westen des Landes kann man sich auf bis zu 37 Grad einstellen. Hier die Höchstwerte für die einzelnen Landeshauptstädte bis Freitag:
Stadt
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Bregenz
32 °C
34 °C
35 °C
33 °C
Innsbruck
35 °C
36 °C
37°C
35 °C
Salzburg
34 °C
36 °C
37 °C
36°C
Linz
32 °C
33 °C
34°C
34°C
St. Pölten
32 °C
33 °C
34 °C
33°C
Wien
32 °C
33 °C
33 °C
32 °C
Eisenstadt
32 °C
32 °C
32 °C
31 °C
Graz
33 °C
32 °C
33 °C
31 °C
Klagenfurt
33 °C
34 °C
34 °C
31 °C
Allerdings wird der Höchstwert für Juli wohl nicht in dieser Woche erreicht. Die letzte Hitzewelle ging nämlich am 1. Juli zu Ende und bracht damit am Monatsanfang noch 38,8 Grad in Krems.
Bisherige Höchstwerte pro Bundesland im Juli
g
Perfektes Badewetter
Die Luft ist aber nicht nur heiß , sondern auch recht trocken. Somit ist die Gewittergefahr bis einschließlich Donnerstag nur sehr gering, erst am Freitag sind im Bergland ein paar Hitzegewitter zu erwarten. Damit eignen sich die kommenden Tage perfekt für einen Ausflug ins Schwimmbad oder an den See. Allerdings ist die hohe UV- Belastung zu berücksichtigen.
Schönheitsfehler
Pünktlich zum Wochenende wird das Wetter wieder unbeständiger. Aus Westen nähert sich eine Front, die am Wochenende von Vorarlberg bis Oberösterreich und Kärnten für schwülwarmes und gewittriges Wetter sorgt. Somit wird hier die Hitze gebrochen, im Osten hingegen nähert sich die Störungszone erst am Sonntag an, vermutlich bleibt es hier sogar großteils trocken.
Die Überreste nächtlicher Gewitter bringen seit der Früh von Vorarlberg bis ins Inn- und Mühlviertel Regen. Im Laufe des Vormittags haben sich auch weiter im Osten erste gewittrige Schauer gebildet.
Bisherige Niederschlagssumme am Sonntag
Im Süden scheint hingegen noch die Sonne, doch auch hier muss ab den Mittagsstunden mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Diese können vor allem von Unterkärnten bis ins Südburgenland auch noch heftig mit Starkregen, Hagel und Sturmböen ausfallen. Nach Durchzug des Regengebiets lockern die Wolken im Westen und Norden wieder auf, am Abend sind vom Inn- bis ins Waldviertel aus Nordwesten nochmals Gewitter zu erwarten.
Hitze in der neuen Woche
Über Nacht beruhigt sich rasch das Wetter und Hoch YVONNE übernimmt das Zepter. Das Hoch sorgt in der neuen Woche für ideales Sommerwetter mit Höchstwerte meist zwischen 30 und 36 Grad. Dabei liegt der Hitzeschwerpunkt zunächst in Westösterreich und verlagert sich zum Ende der Woche in Richtung Osten. Das Gewitterrisiko ist zunächst äußerst gering, erst am Donnerstagabend steigt die Wahrscheinlichkeit für Hitzegewitter von Westen her langsam wieder an.
Rückblick auf die Gewitter am Samstag
Am Samstag gab es vom Arlberg bis zum Semmering einige teils heftige Gewitter. Der Schwerpunkt der Gewitter lag zwischen dem Tiroler Außerfern dem Ennstal bzw. Gesäuse.
Zeitliche Blitzverlauf am Samstag
Somit ist es auch wenig verwunderlich, dass es in Tirol die meisten Blitze gab. In ganz Österreich wurde insgesamt 32.132 Blitze von unserem Messnetz registriert.
Mit den Gewitter kam es stellenweise zu Sturmböen und auch kleiner Hagel wurde öfters beobachtet. Beachtlich waren auch die Regenmengen, so sorgte ein Gewitter im Gesäuse an der Station Gstatterboden für knapp 64 l/m², wobei innerhalb von einer Stunde ganze 57 l/m² vom Himmel prasselten.
Am Samstag zogen besonders in der Nordhälfte von Deutschland kräftige Gewitter durch, die insgesamt für 255.000 Blitze sorgten.
Blitzverteilung am Samstag auf Gemeindeebene
Zu Beginn im Westen war vor allem Hagel, teils auch großer Hagel die Hauptgefahr. So brachte eine Superzelle zwischen Mönchengladbach und Düsseldorf Schäden durch Hagel, Sturm und Überschwemmungen. In der Nähe des Düsseldorfer Flughafens könnte die Zelle auch einen Tornado produziert haben:
In den Abend- und Nachtstunden zog die Gewitterlinie rasch nach Osten. Die Hauptgefahren bestanden dann vor allem in kräftigen Sturmböen. In Berlin und Brandenburg traten verbreitet schwere Sturmböen auf!
Maximale Windböen am Samstag
Nachfolgend gibt es den Live-Ticker von Samstag zur Nachlese:
+++++++++++++++++
Update 00:30 – Ende des Live-Tickers
Auch abseits von Berlin haben die Sturmböen in den Gewittern rund 70 bis 90 km/h erreicht.
Windböen der vergangenen 6 Stunden im km/h (Samstag, 00 Uhr MESZ, Quelle: DWD)
Update 23:15 – Gewitter in Berlin
Die Gewitterlinie hat Berlin weitestgehend überquert. Die Windspitzen waren durchaus beachtlich, hier die Spitzenwerte der vergangenen Stunde:
Schönefeld: 94 km/h
Tempelhof: 81 km/h
und im Süden Brandenburgs bzw. in Sachsen
Doberlug-Kirchhain: 94 km/h
Oschatz: 90 km/h
Baruth: 81 km/h
Die Sturmböen wurden einer von hoher Blitzfrequenz begleitet, wie dieser kurze Clip zeigt:
Die Gewitterlinie zieht nun genau auf Berlin zu. Es besteht die Gefahr von Starkregen und teils schweren Sturmböen! Anbei die Sptizenböen der vergangenen Stunde: 75 km/h Osterfeld 73 km/h Leipzig/Halle 73 km/h Witternberg#Gewitterhttps://t.co/eK34nfU3vzpic.twitter.com/5xeDGranIi
Das Gewitter in den Alpen ist bereits über Garmisch-Partenkirchen hinweggezogen, nun gibt es eine spektakuläre Sicht auf die sogenannten Mammatus-Wolken am unteren Rand vom Gewitteramboß.
Am aktuellen Satellitenbild sieht man die Gewitterlinie über Sachsen-Anhalt und Brandenburg, welche allmählich auch auf das Leipziger Land und Berlin zusteuert. Weitere Gewitter ziehen über das Emsland und die Alpen hinweg, hier kommt es weiterhin örtlich zu Hagel und stürmischen Böen.
Die Gewitterlinie über Norddeutschland zieht weiter ostwärts und erreicht am späten Abend auch Berlin. Anbei ein Video der Böenfront nördlich vom Harz in Sachsen-Anhalt:
Die Gewitter greifen derzeit vermehrt auf den Osten über, dabei kommt es weiterhin gebietsweise zu Starkregen und Sturmböen. Anbei die nassesten Wetterstationen in der vergangenen Stunde:
26 mm Langelsheim-Astfeld (Niedersachsen)
18 mm Seesen (Niedersachsen)
18 mm Born (Sachsen-Anhalt)
Die höchste Windspitze wurde in Gross Lüsewitz südlich von Rostock gemessen mit 73 km/h. Besonders im nördlichen Mittelgebirgsraum kommt es auch örtlich zu Hagel.
Hier gerade so…
(Ton an)
Gewitter mit Hagel bis zu zwei Zentimeter Durchmesser, so schnell wie es kam, war es auch wieder rum. pic.twitter.com/6jfXLXm7lq
— Sommer-Queenie 🏊♂️☀️🥗 (@kadoffelqueen) 20. Juli 2019
Drei Monate, 3 mal Hagel, die Schäden auf meiner Straße belaufen sich schon auf eine Millionen Euro und es sind grade mal 20 Häuser… pic.twitter.com/vsuorJTlrI
Ein heftiges Gewitter nimmt derzeit Kurs auf Garmisch-Partenkirchen. Es besteht die Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen!
Ein kräftiges #Gewitter nimmt derzeit Kurs auf Garmisch-Partenkirchen. In Reutte gab es bereits Sturmböen bis 76 km/h und kräftigen Regen, auch Hagel ist möglich! pic.twitter.com/kDbAUeVEUY
Mit den Gewittern im Nordwesten Deutschlands hat es spürbar abgekühlt, so ist die Temperatur in Schwerin etwa von rund 29 auf knapp 17 Grad zurückgegangen. Im Süden und Südosten gibt es noch hochsommerliche Werte um 30 Grad.
Temperaturen um 19 Uhr. Daten: DWD / UBIMET
Update 19:10 – Schwere Sturmböen
Die Gewitterlinie sorgt in Mecklenburg örtlich für schwere Sturmböen, so gab es vergangene Stunde in Schwerin Böen bis 90 km/h.
90 km/h Schwerin
87 km/h Pelzerhaken
80 km/h Kassel-Calden
78 km/h Oberstdorf
Anbei noch ein Video der Gewitterzelle, welche zum Abbruch der Rheinkirmes in Düsseldorf geführt hat.
Die Gewitterlinie im Nordosten hat eine ausgeprägte Böenfront (Shelf cloud). Sturmböen sind aber lokal auch in der Mitte ein Thema, so gab es etwa kürzlich in Kassel-Calden Sturmböen von 80 km/h.
In Mittelhessen gehen derzeit kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel nieder. Die Gewitterlinie im Norden zieht derzeit weiter nach Osten über Mecklenburg hinweg und erfasst demnächst die Prignitz.
Auch am Alpenrand entstehen derzeit kräftige Hitzegewitter. Betroffen davon ist etwa das südliche Allgäu sowie Teile Österreichs, so gab es an einer Wetterstation im Gesäuse 60 Liter pro Quadratmeter in etwa 70 Minuten!
Das bereits mächtig drohende Gewitter überraschte uns zum Glück nicht während der Draisinenfahrt. Wir saßen bereits im Auto auf dem Rückweg, als sich alle Schleusentore von oben öffneten. pic.twitter.com/ZTzbbfLU5a
— 🇪🇺 Little-Devil ACTIVE 🇩🇪 (@LittleDevilcom) 20. Juli 2019
Update 17:05 – Aktuelle Daten
Anbei die höchsten gemessenen Windspitzen in der vergangenen Stunde:
73 km/h Hannover
69 km/h Ruthenstrom
69 km/h Quickborn
68 km/h Aachen-Orsbach
67 km/h Hamburg-Fuhlsbüttel
66 km/h Soltau
Bei den Regenmengen liegt Mönchengladbach an der Spitze mit 31 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde, gefolgt von Frankenfeld-Hedern mit 23.
Update 16:45 – Hagel im Westerwald
Die Gewitterlinie („Squall line“) in Norddeutschland zieht derzeit über Hamburg und Hannover hinweg und auch in NRW und Hessen gehen weitere, kräftige Gewitter nieder. Anbei ein Video aus dem Westerwald:
Über dem östlichen Niedersachsen hat sich eine Gewitterlinie entwickelt, welche derzeit Kurs u.a. auf Hamburg nimmt. Es besteht erhöhte Gefahr von Sturmböen, in den kräftigen Gewitterzellen sind auch schwere Sturmböen möglich!
Die heftigsten Gewitter sind derzeit in NRW und in Niedersachsen unterwegs, örtlich kommt es hier zu Starkregen, Hagel und Sturmböen. Auch im östlichen Niedersachsen und im Großraum Hamburg nimmt die Gewittergefahr nun zu.
Update 15:20 – Gewitter nordwestlich von Düsseldorf
Beim Flughafen Düsseldorf zieht derzeit ein heftiges Gewitter durch, vor allem nördlich vom Flughafen rund um Land-Latum besteht die Gefahr von Sturmböen und großem Hagel!
Anbei die gemessenen Windspitzen der vergangenen Stunde:
65 km/h Flughafen Münster / Osnabrück
60 km/h Bremerhaven
56 km/h Belm
Punktuell kann man davon ausgehend, dass bereits höheren Windspitzen erreicht wurden, da die Dichte des Messnetzes zu gering ist, um bei Gewittern sämtliche Spitzen abzudecken.
Update 15:00 – Hagel in Mönchengladbach
Ein heftiges Gewitter ist soeben über Mönchengladbach gezogen, dabei kam es zu Starkregen und Hagel.
Anbei ein aktuelles Satellitenbild und die Blitze der letzten Stunden. Über dem Münsterland und dem westlichen Niedersachsen hat sich eine Gewitterlinie entwickelt, die nordostwärts zieht. Eine weitere Gewitterlinie zieht über Benelux.
Im Westen der Niederlanden zieht derzeit eine kräftige Gewitterlinie, örtlich gab es bereits mittelgroßen Hagel um etwa 2 bis 3 cm. Diese Gewitterlinie erfasst voraussichtlich am späten Nachmittag den äußersten Westen und Nordwesten Deutschlands.
Die Gewitter werden bereits stärker, so gibt es in Lüdinghausen (südwestlich von Münster im Kreis Coesfeld) die erste Meldung von kleinem Hagel. In den kommenden Stunden ist in der energiereichen Luft in der Mitte und im Norden auch großer Hagel möglich.
Update 13:35 – Erste Gewitter
In NRW sind nördlich von Wuppertal und Dortmund sowie östlich von Enschede erste Gewitter entstanden. Sie ziehen mit etwa 70 km/h in nordöstliche Richtung.
In den Benelux-Staaten gab es bereits in den Morgenstunden Schauer und Gewitter, wie das folgende, spektakuläre Bild aus Vissingen zeigt. Es handelt sich um eine „Shelf Cloud“ und bildet sich an der Böenfront eines Gewitters. Auch in Nord- und Ostdeutschland zeichnen sich am Nachmittag und Abend solche Wolken ab!
— Hart van Vlissingen (@hartvlissingen) 20. Juli 2019
Allgemeine Übersicht
Bereits in den Frühstunden gibt es in Belgien und den Niederlanden erste Gewitter, die zu Mittag den Nordwesten von Deutschland erreichen. In weiterer Folge herrschen über dem Norden Bedingungen vor, die eine rasche Intensivierung der Gewitter begünstigt. Dabei dürfte sich im Laufe des Nachmittag eine massive Gewitterlinie bilden. Besonders betroffen sind dann die Gebiete östlich und südlich der Linie Hamburg-Hannover-Bonn.
Die Gefahrengebiete am Samstag kombiniert mit dem Satelliten- und Blitzbild um 09:30 Uhr
Am Abend und in der Nacht verlagert sich die Gewittertätigkeit in den Osten und die Mitte bzw. Süden des Landes. Auch in Berlin muss man am Abend mit heftigen Gewitter samt Sturmböen und lokal Hagel rechnen. In der zweiten Nachthälfte sind dann noch vom Schwarzwald über Bayern bis nach Sachen Gewitter zu erwarten, diese werden aber nicht mehr so heftig ausfallen.
Am Sonntag ziehen nur mehr im Südosten einzelne Gewitter durch, sonst ist es bereits trocken und in der neuen Woche etabliert sich heißes, trockenes Wetter über ganz Deutschland.
Tief THEO über den Britischen Inseln schaufelt an seiner Vorderseite feucht. warme Luft aus Südwesten in den Alpenraum. Somit kehrt der Hochsommer am Samstag nach Österreich zurück. Kurz vor 14 Uhr wird bereits in allen Bundesländer Höchstwerte von über 30 Grad gemessen.
Höchstwerte in den jeweiligen Bundesländer um 13:20 Uhr
Allerdings haben sich nun auch erste Schauer und Gewitter in der Obersteiermark gebildet und in den kommenden Stunden sind entlang des Alpenhauptkamm einige Gewitter zu erwarten. Am Abend sind Gewitter im gesamten Bergland möglich, die meisten davon treten von Tirol bis zum Salzkammergut und Oberkärnten auf. Die Gewitter fallen stellenweise heftig aus, Hagel, Starkregen und Sturmböen sind möglich. Bis Mitternacht lösen sich die Gewitter wieder auf.
Gewittriger Sonntag
Nach einer kurzen Verschnaufpause ziehen bereits in den frühen Morgenstunden vom Bodensee bis zum Waldviertel aus Nordwesten Gewitter durch. Diese breiten sich tagsüber rasch auf das gesamte Bergland und den Süden aus. Ausgenommen davon bleibt das östliche Flachland, hier sorgt der lebhaft bis kräftig auffrischende West- bis Nordwestwind nur für eine geringe Schauer und Gewitterneigung.
Schauen wir zunächst kurz auf die morgige Wetterlage: Tief THEO liegt über der Nordsee nahe Schottland. Deutschland befindet sich an dessen Vorderseite, der rote Pfeil signalisiert, dass heiße Luft aus dem Südwesten zu uns strömt. Von Westen her kommt aber schon die Kaltfront (mit den schwarzen Zacken) näher. Im Vorfeld der Front steigt somit die Gewittergefahr deutlich an!
Heftige Gewitter entwickeln sich am Samstag.
Nachfolgend könnt ihr grob sehen, wo wir morgen mit den heftigsten Gewittern rechnen. Los geht es ab etwa Mittag im äußersten Westen, im Laufe des Nachmittags breiten sich die heftigen Gewitter ostwärts aus. Abends wird es dann auch in den neuen Bundesländern spannend. Im roten und violetten Bereich ist die Luftschichtung nicht nur sehr labil, auch die sog. Scherung ist gut ausgeprägt. Rechnet hier mit der ganzen Palette an Begleiterscheinungen von Gewittern:
kräftiger Regen
Hagel
schwere Sturmböen
selbst Tornados nicht ausgeschlossen!
Hier ist die Unwettergefahr am Samstag besonders hoch.
Nach den Gewittern kommt Hitze
In den Folgetagen wird es von Tag zu Tag heißer. Nachfolgend haben wir für euch die erwarteten Höchsttemperaturen in Deutschland zum voraussichtlichen Höhepunkt der Hitzewelle (Mittwoch+Donnerstag). Natürlich kann sich da in den kommenden Tagen noch ein wenig ändern, was Timing und genaue Werte angeht. Aber dass die Hitze kommt, ist sicher!
Am Mittwoch werden mit Ausnahme der Mittelgebirgs-Hochlagen und dem Küstenumfeld von Nord- und Ostsee schon 30 Grad erreicht. Hitzepole dürfte dabei der Westen und Südwesten sein, vom Münsterland hinab bis zum Bodensee und westlich davon sind bereits 33 bis 37 Grad zu erwarten.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Am Donnerstag steigert sich die Hitze aus heutiger Sicht noch etwas. Lässt man die Küsten von Nord- und Ostee außen vor klettern die Temperaturen fast überall über die 30-Grad-Marke. Sengende Hitze mit 34 bis 39 Grad gibt es wieder von NRW bis nach Baden-Württemberg.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Zusätzlich zur Hitze tagsüber stehen vor allem den Ballungsräumen auch nachts sehr hohe Temperaturen bevor. Sinkt die Temperatur nicht unter 20 Grad, spricht man von einer Tropennacht. Und genau solche Nächte kündigen sich kommende Woche an, im Rhein-Main- sowie im Ruhrgebiet könnten sich sogar Tiefstwerte von rund 25 Grad einstellen!
Die Hitzewelle dürfte aus heutiger Sicht erst Richtung nächstes Wochenende von Westen her beendet werden.
Die Großwetterlage in Europa stellt sich derzeit um: Die rege Tiefdrucktätigkeit über Nordeuropa lässt langsam nach und kommende Woche verlagert sich ein umfangreiches Hochdruckgebiet von Westeuropa nach Skandinavien. Mit einer westlichen Höhenströmung erfasst dabei subtropische Warmluft vom Atlantik her Mitteleuropa. Unter Hochdruckeinfluss wird die Luft zusätzlich erwärmt. Besonders heiß wird es in Westeuropa, so zeichnen sich von Dienstag bis Donnerstag besonders im Südwesten und in der Mitte Frankreichs Höchstwerte knapp über 40 Grad ab.
Hitze und Gewitter am Wochenende
Bereits am Samstag steigen die Temperaturen in Österreich verbreitet 28 bis 33, im Osten lokal auch 34 Grad. Am Nachmittag und Abend sind im zentralen Bergland von Tirol bis zur westlichen Obersteiermark und Oberkärnten aber teils kräftige Hitzegewitter zu erwarten. Lokal besteht dabei die Gefahr von Vermurungen und Hagel.
Am Sonntag nimmt die Gewitterneigung vor allem in Kärnten und in der Steiermark weiter zu, die Temperaturen bleiben mit 25 bis 32 Grad aber auf hochsommerlichem Niveau. In den Ballungsräumen sind zudem wieder Tropennächte mit einem Tiefstwert über 20 Grad zu erwarten.
Trockene und heiße Woche
Die Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August ist landläufig als Hundstage bekannt und gilt als die heißeste Zeit im Jahr. Passend dazu erwartet uns eine Woche mit Temperaturen auf hochsommerlichem Niveau: Die Höchstwerten in den Niederungen liegen meist zwischen 30 und 35 Grad. Die höchsten Temperaturen gibt es von Vorarlberg bis Salzburg, ganz so extreme Temperaturen wie im Juni sind aber zumindest in der ersten Wochenhälfte noch nicht zu erwarten. Dazu bleibt die Gewitterneigung gering, nur vereinzelt zeichnen sich am Alpenhauptkamm und im südlichen Bergland Hitzegewitter ab. Ein Ende der Hitzewelle ist nach derzeitigem Stand frühestens am kommenden Wochenende in Sicht.
Nach dem extrem heißen Juni, der nicht nur in Österreich der bislang wärmste Junimonat der Messgeschichte war, wird auch der Juli überdurchschnittlich temperiert ausfallen. Zwar liegen die Temperaturen bislang noch um oder knapp oberhalb des langjährigen Mittels, mit der bevorstehenden Hitzewelle wird aber auch dieser Monat deutlich zu warm ausfallen. Wir haben somit die heißeste erste Sommerhälfte der Messgeschichte erlebt. Bereits jetzt steht schon fest, dass der Sommer 2019 eine Spitzenplatzierung im Gesamtranking der heißesten Sommer einnehmen wird.
Der Freitag zeigt sich von seiner oftmals freundlichen, aber nicht ganz beständigen Seite. Insgesamt überwiegt der Sonnenschein und bis zum Nachmittag bleibt es weitgehend trocken. In der zweiten Tageshälfte gehen besonders von den Dolomiten über die Gurktaler Alpen bis zum Wechsel lokale Schauer oder kurze Gewitter nieder. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südwestlicher Richtung. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe 4 bis 7 Grad, in 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte zwischen 11 Grad am Schneeberg und 15 Grad am Alpenhauptkamm.
Lokale Wärmegewitter am Samstag
Am Samstag lösen sich etwaige Nebelfelder oder Restwolken im südlichen und östlichen Bergland rasch auf und verbreitet scheint die Sonne. Die Quellwolken am Nachmittag bleiben meist harmlos, nur im Bereich des Alpenhauptkamms und in der Obersteiermark gehen lokale Wärmegewitter nieder. Der teils föhnige Wind weht mäßig, in den Nordalpen vereinzelt auch lebhaft aus West bis Südwest. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m zwischen 6 und 9 Grad, in 2.000 m gibt es 15 bis 19 Grad.
Unbeständig am Sonntag
Der Sonntag beginnt an der Alpennordseite mit ein paar Wolken und vereinzelt ziehen in den westlichen Nordalpen auch Regenschauer durch. Von Südtirol über Kärnten bis zum Alpenostrand dominiert hingegen der Sonnenschein. Ab etwa Mittag bilden sich jedoch vermehrt Quellwolken am Nachmittag gehen vor allem am Alpenhauptkamm und südlich davon ein paar Schauer und Gewitter nieder. Der Wind weht mäßig, in den Nordalpen auch lebhaft aus West bis Südwest. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m 7 bis 10 Grad bzw. in 2.000 m von Nord nach Süd 14 bis 19 Grad.
Bergwetter-Tipp
Die Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August ist landläufig als Hundstage bekannt und gilt als die heißeste Zeit im Jahr. Tatsächlich erleben wir in dieser Zeit oft sehr heiße Tage und milde Nächte. Die hohen Temperaturen versprechen beste Bedingungen für Wanderungen bis auf die höchsten Gipfel. Allerdings gibt es ein paar Sachen zu beachten: Neben Sonnenschutz und Flüssigkeitszufuhr ist vor allem der Blick Richtung Himmel entscheidend: Auch alpine Wärmegewitter haben nun Hochsaison!
Mitteleuropa liegt derzeit unter dem Einfluss von Hoch XANDRA. Die Druckgegensätze sind aber relativ gering und im Einflussbereich einer westlichen Höhenströmung sorgen Tiefausläufer über Nordeuropa sowie lokale Windkonvergenzen im Alpenraum besonders am Alpenhauptkamm sowie im südlichen und östlichen Bergland für Schauer und Gewitter.
Gewitter im Südosten
Am Donnerstagnachmittag sind vor allem die Regionen von Tirol und Kärnten bis zur Obersteiermark sowie das Waldviertel betroffen. Örtlich können die Gewitter aber auch auf das angrenzende Flachland übergreifen, etwas im Südosten und im Mostviertel. Ein Gewitter mit Hagel hat bereits am frühen Nachmittag St. Polten getroffen. Etwas stabileres Wetter gibt es dagegen im äußersten Westen, im Innviertel, im westlichen Donauraum sowie im Weinviertel.
Lokale Schauer am Freitag
Auch der Freitag zeigt sich von seiner oftmals freundlichen, aber nicht ganz beständigen Seite. Insgesamt überwiegt der Sonnenschein, an der Alpennordseite ziehen in der Früh und am Vormittag Wolkenfelder durch, da und dort sind Regenschauer möglich. In der zweiten Tageshälfte gehen dann in erster Linie über dem Bergland lokale Schauer und Gewitter nieder. Die Temperaturen steigen dazu im äußersten Osten auf bis zu 30 Grad.
Hitzewelle in Sicht
Am Samstag sorgt eine leicht föhnige Südwestströmung für stabiles Sommerwetter, nur am Alpenhauptkamm gehen am späten Nachmittag lokale Hitzegewitter nieder. Bei Höchstwerten bis zu 33 Grad beginnt zudem eine neue Hitzewelle, welche sich nach derzeitigem Stand zumindest bis Donnerstag oder Freitag fortsetzt. Solch extreme Temperaturen wie im vergangenen Juni sind aber vorerst nicht in Sicht, so liegen die Höchstwerte meist zwischen 30 und 33 Grad.
Kräftige Gewitter am Mittwoch
Vor allem von Osttirol über Kärnten bis zur Steiermark gab es am Mittwochabend teils kräftige Gewitter. Örtlich kam es dabei zu großen Regenmengen in kurzer Zeit und kleinkörnigem Hagelschlag. Anbei die nassesten Wetterstationen am Mittwoch:
Am Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch konnte man u.a. in Österreich, Deutschland sowie in der Schweiz eine partielle Mondfinsternis beobachten. Bei einer solchen Mondfinsternis tritt der Mond zumindest teilweise in den Kernschatten ein, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen. Besonders im Alpenraum und in Westeuropa hat das Wetter mitgespielt, so gab es bei höchstens harmlosen Wolken verbreitet eine gute Sicht auf den Mond. Anbei ein paar Bilder:
Guten Morgen aus Berlin. In der Nacht konnte in Deutschland eine partielle #Mondfinsternis beobachtet werden. Etwa drei Stunden lang lagen Teile des Mondes im Kernschatten der Erde. #ZDFmomapic.twitter.com/mft0bv8JH2
Nachtrag zur #Mondfinsternis: Aufnahme gestern Abend kurz vor Mitternacht. Unten in der Mitte gut der Krater Tycho zu erkennen – entstanden durch einen Einschlag, bei dem Material strahlenförmig weit über die Mondoberfläche geworfen wurde. pic.twitter.com/4xpDb4BRIn
Diese ästhetischen Wolken, im Fachjargon Altocumulus lenticularis, also “linsenförmige hohe Haufenwolken” genannt, entstehen wenn ein in der Luftströmung stehender Berg von mäßig feuchter Luft überströmt wird. Die zunächst nicht gesättigte Luft kühlt beim Aufsteigen bis zur Wolkenbildung ab, an der Rückseite des Berges sinkt die Luft hingegen wieder ab und die Wolke löst sich auf. Die Luft weht also durch diese ortsfeste Wolke hindurch und während sich die Wolke am windzugewandten Ende dauernd neu bildet, löst sie sich am windabgewandten Ende ständig auf. Im Alpenraum werden sie meist als Föhnfische bezeichnet, da ihre Form an den Körper eines Fisches ohne Flossen erinnert. Am Mittwoch gab es beeindruckende Bilder davon am Vulkan Rinjani auf der indonesischen Insel Lombok.
Diese Wolken entstehen speziell bei einer stabil geschichteten Atmosphäre und können bei ausreichender Feuchte auch mehrere Stockwerke aufweisen. Gute Bedingungen dafür gibt es besonders häufig bei alleinstehenden, hohen Bergen wie es meist bei Vulkanen der Fall ist. Manchmal entstehen Föhnfische aber auch anhand von Schwerewellen, die sich an der Grenze zwischen zwei übereinander liegenden Luftschichten mit unterschiedlicher Windrichtung bilden. Dann haben sie üblicherweise auch eine Eigenbewegung und können hunderte von Kilometern entfernt von einem Gebirge auftreten.
In den Alpen treten solche Wolken in der Regel bei Föhn auf, nicht selten allerdings auch bei einer westlichen Höhenströmung. Ein paar schöne Beispiele von Lenticularis folgen unten bzw. gibt es auch hier: Föhnwolken – Beeindruckende Aufnahmen aus Vorarlberg
Jetzt in den Himmel nach Südosten schauen: Die #Mondfinsternis hat bereits begonnen. In einer Stunde, um 23.31 Uhr, erreicht die partielle Mondfinsternis ihren Höhepunkt: Dann werden zwei Drittel des Mondes hinter der Erde versteckt sein. #MoFipic.twitter.com/tKraT3t1iA
Zugegeben, ohne Mond würde es auf der Erde ganz anders aussehen: Die Gezeiten entstehen durch die Wirkung der Gravitationskräfte des Mondes und der Sonne auf die Erde. Gegenüber der Sonne ist der Mond zwar ein Winzling, da jedoch die Distanz zwischen Erde und Mond viel geringer ist als zwischen Erde und Sonne, sind die gezeitenerzeugenden Kräfte des Mondes mehr als doppelt so stark wie die der Sonne.
Die Masse macht den Unterschied
Während der Mond also Auswirkungen auf die Weltmeere hat und sogar die Erdkruste um rund 30 cm anhebt, ist ein direkter Zusammenhang zwischen Mondphasen und Wettergeschehen auf der Erde absolut nicht gegeben. Zwar wirkt die Massenanziehung des Mondes auch auf die freie Atmosphäre, während jedoch der Meeresspiegel auf offener See um mehr als einen Meter schwankt, macht sich der Gezeitenunterschied in der deutlich masseärmeren Luft kaum bemerkbar.
Erklärung von Ebbe und Flut @ https://multimar-wattforum.de
Kaum messbare Luftdruckschwankung
Die Dichte der Luft ist um etwa 800 mal geringer als jene von Wasser, damit ist auch der Einfluss der Mondgravitation auf die Lufthülle der Erde etwa 800 mal schwächer als auf die Ozeane. Der Betrag der durch die atmosphärischen Gezeiten bewirkten Luftdruckschwankung ist somit auch geringer als derjenige, der an einem Sommertag allein vom Tagesgang (Aufheizung unter Tag und nächtliche Abkühlung der Luft) bewirkt wird.
@ https://stock.adobe.com
Indirekte Auswirkung
Auch wenn der Mond keinen direkten Einfluss auf das Wetter hat, kurzzeitig und indirekt ist er dann doch beteiligt. So verursacht der Mond Sonnenfinsternisse, in deren Kernschatten die Temperatur je nach Wolkendecke vorübergehend um ein paar Grad absinken kann.
Kein höheres Leben ohne Mond
Durch die Gezeitenkräfte des Mondes wird auch die Erde in ihrer Drehbewegung deutlich abgebremst. Ohne Mond würde ein Tag auf der Erde nur 6 bis 8 Stunden dauern. Durch diese schnellere Drehung käme es so zu schweren Stürmen mit Windgeschwindigkeiten von mehreren 100 km/h. Der Mond stabilisiert auch die Drehachse der Erde, die maßgeblich für die Jahreszeiten verantwortlich ist. Somit wäre ein höheres Leben auf der Erde ohne Mond wohl kaum möglich.
Gelegen auf dem 82. Breitengrad, im kanadischen Territorium Nunavut, ist der Militärstützpunkt Alert die nördlichste besetzte Ansiedlung der Erde. 817 Kilometer entfernt vom Nordpol werden hier im Winter Temperaturen jenseits der Null Grad Marke gemessen, selbst im Sommer liegt die durchschnittliche Temperatur bei etwa einem Grad Celsius.
Arktische Hitzewelle
Wie vor einer Woche berichtet (Temperaturrekorde in Alaska) kämpfte schon der nördlichste Bundesstaat der USA mit einer ungewöhnlichen Hitzewelle. Hier wurden mehrere Tage hintereinander Temperaturen über 30 Grad gemessen. Eine beständige Wetterlage führte nun auch im Nordwesten von Kanada zu Temperaturen, welche deutlich über dem Klimamittel liegen.
Fairbanks average temp past 12 months of 32.9F (+0.5C) is the mildest July-June in the past century. Two things to note: for only the second time, average temp above freezing (2016 the other) & every one of the past five years is in the top 10. #akwx@Climatologist49@newsminerpic.twitter.com/lUvvBofNkn
Zwischen zwei Tiefdruckgebieten stellte sich nun eine südlichen Strömung ein, somit wurden aus den mittleren Breiten milde Luftmassen in Richtung Norden transportiert. Diese Wetterlage wird auch als sogenannte Blockinglage bezeichnet und daraus folgte eine Strömung, die über mehrere Tage beständig war.
Folglich resultierte am 14. Juli ein Temperaturrekord von 21 Grad.
Zum Vergleich: In einem durchschnittlichem Juli liegt die Temperatur zwischen drei und vier Grad.
Victoria, eine Stadt in der Nähe von Vancouver und somit etwa 4000 km weit entfernt, verzeichnete an diesem Tag eine niedrigere Temperatur als Alert.
Die Leidtragenden sind bei diesen Temperaturen nun nicht die Menschen, sondern die Tiere. Besonders Eisbären haben mit diesen hohen Temperaturen zu kämpfen. Da viele Pfade den Sommer über nicht mehr komplett mit Eis bedeckt sind, fehlen den Tieren die so dringend benötigten Routen zum Jagen. So wird prognostiziert, dass die Population der Eisbären bis 2050 um etwa 30% sinkt.
Auch die weiteren Prognosen zeigen keine Umstellung der Wetterlage, bis Anfang August bleiben die Temperaturen auf einem überdurchschnittlichen Niveau.
Die Serie von schweren Gewittern im zentralen Mittelmeerraum reißt nicht ab. Von Sonntag auf Montag zog ein Höhentief über die Alpen in den Golf von Genua und induzierte dort am Montag die Bildung eines Tiefs. Durch die eingeflossen kalte Höhenluft bilden sich über dem derzeit 27 Grad warmen Meerwasser rasch Gewitter. Diese bringen vor allem intensiven Regen. Betroffen sind davon derzeit vor allem Korsika, Ligurien und stellenweise die Toskana. Im Zuge der Gewitter kam es auch schon zu Wasserhosen, wie hier vor Bastia, Korsika:
— Frederic Franceschi (@fredfranceschi) 15. Juli 2019
Unwetter über Nacht in Süditalien
Das Tief und in Folge auch die Gewitter verlagern sich in den kommenden Stunden südwärts. Über Nacht sind vor allem in Süditalien heftige Gewitter mit großem Hagel, Sturm und Starkregen zu befürchten.
Aktuelle Lage des Tiefs und die weitere Zugbahn
Am Dienstag sorgt das Tief dann an der Westküste von Griechenland sowie auf dem Peloponnes für teils starke Gewitter. Erst wenn sich das Tief Kreta nähert löst es sich allmählich auf. Nach Abzug des Tiefs dürfte die Serie an Unwettern im Zentralen Mittelmeer vorüber sein, und heißes trockenes Sommerwetter setzt sich durch.
Nachdem im heißesten Juni seit Messbeginn meist perfektes Badewetter herrschte und die Seen für Juni ungewöhnlich warm waren, sorgten die kühlen Tage und Nächte in der vergangenen Woche für eine deutliches Auskühlen der Badeseen. Hier die aktuellen Wassertemperaturen ausgewählter Gewässer:
Gewässer
Wassertemperatur
Alte Donau (W)
22 Grad
Neusiedler See (B)
21 Grad
Lunzer See (NÖ)
18 Grad
Attersee (OÖ)
20 Grad
Wörthersee (K)
24 Grad
Stubenbergsee (ST)
24 Grad
Mattsee (S)
23 Grad
Achensee (T)
16 Grad
Bodensee (V)
20 Grad
Badewetter in Sicht
In dieser Woche steigen die Temperaturen wieder auch badetaugliche Werte an. So werden am Mittwoch in Kärnten bereits die 30 Grad wieder erreicht. Pünktlich zu den Hundstagen scheint die Hitze ab dem kommenden Wochenende zurückzukehren. Mehrere Tage mit Höchstwerte über 30 Grad sind zu erwarten.
Etwas zeitverzögert werden dann auch die Wassertemperaturen der heimischen Seen wieder ansteigen. Sodass auch in den derzeit kalten Gebirgsseen dem Badevergnügen nichts mehr im Weg steht.
Könnt ihr eure Arbeitszeiten selbst und flexibel einteilen? Dann versucht doch mal an heißen Sommertagen früher ins Büro zu gehen. In den Morgenstunden herrschen meist noch kühlere Temperaturen, die sich für konzentriertes Arbeiten sehr gut eignen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr früher Feierabend machen könnt und euch bereits am späten Nachmittag im Badesee oder Schwimmbad abkühlen könnt.
2. Richtiges Lüften
Um zu vermeiden, dass die Luft im Büro tagsüber die gleichen Temperaturen erreicht wie die immer heißer werdende Außenluft gibt es einen einfachen Trick: Lüftet das Büro schon über Nacht oder in den frühen Morgenstunden, wenn es noch kühler ist. Sobald die Luft draußen wärmer wird oder die Sonnenstrahlen durch euer Fenster scheinen, solltet ihr alle Fenster bzw. Türen schließen, da es sonst auch im Büro immer wärmer wird. Außerdem verhindern geschlossene Jalousien und Rollläden, dass es sich im Raum weiter aufheizt.
3. Feuchte Abkühlung
Frisches Wasser kann nicht nur von innen, sondern auch äußerlich abkühlen. Für eine schnelle Hitze-Entlastung sorgt beispielsweise kaltes Wasser, das ihr über eure Handgelenke fließen lasst. Was auch Wunder bewirken kann, ist ein feuchter Waschlappen auf den Unterarmen. So werden nämlich die Hauptschlagadern und somit indirekt der gesamte Körper gekühlt.
4. Versteckte Wärmequellen
Nicht nur von außen dringt heiße Luft ins Büro, auch im Raum selbst gibt es versteckte Wärmequellen, die für ein Aufheizen der Raumluft sorgen. Viele elektronische Geräte strahlen Wärme aus, wenn sie eingeschaltet sind. Unser Tipp daher: Geräte, die gerade nicht benötigt werden, ausschalten!
5. Luftige Kleidung
Auch lockere Sommerkleidung kann einiges bewirken. Jackett und Krawatte beispielsweise verhindern die Luftzirkulation am Körper. Leichte, luftige Sommerkleidung aus Naturfasern dagegen verringert den Wärmestau, und verhindert damit auch starkes Schwitzen. Achtet außerdem darauf zu hellen Farben und hochwertigen Stoffen zu greifen, welche die Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben.
Zunächst mal eine Übersicht, wo befinden wir uns eigentlich? Ausgebrochen ist der Brand etwa 20 km östlich der Stadt Sisimiut (= rote Markierung), mit 5.500 Einwohnern der zweitgrößten Stadt der zu Dänemark gehörenden Insel. Der Polarkreis liegt übrigens 50 km südlich des Feuers…
Karte von Grönland.
Bereits 2017 gab es in Grönland einen großen Brand, auf dem folgenden Satellitenbild sieht man neben dem aktuellen Brand unten links auch die verbrannte Fläche im oberen Bildausschnitt.
About 115 km distance between the July 2017 and 2019 wildfires🔥 in #Greenland🇬🇱. In this July 11th, 2019 image, you can see the fading burn scar of the 2017 fire and the smaller 2019 burn scar. The 2019 fire started about 20 km from Sisimiut. Full-size: https://t.co/wWybVpgKE9pic.twitter.com/z5QBFZxaYL
Nachfolgend noch ein hochaufgelöstes und herangezoomtes Satellitenbild des Feuers, der Durchmesser dürfte ca. 1 km betragen. Besonders macht dieses Feuer (und auch jenes von 2017) der Umstand, dass es zuvor praktisch noch nie Busch- und Flurbrände auf Grönland gab.
Satellitenbild des Brandes.
Doch nicht nur auf Grönland brennt es, auch in anderen Teilen der Arktis wüten Wald- und Buschfeuer. Besonders stark betroffen ist der US-Bundesstaat Alaska. Hier haben die Feuer in diesem Jahr bereits mehr als 5.000 km² Land vernichtet, der dritthöchste Wert seit Beobachtungsbeginn vor knapp 30 Jahren. Zum Vergleich: dies entspricht der doppelten Größe Vorarlbergs!
Hauptverantwortlich für die Brände in Alaska dürften neben dem extrem warmen und trockenen Sommer (siehe hier) auch zahlreiche Gewitter sein, die diese Woche über den Bundesstaat hinweggezogen sind. Siehe hierzu die Blitzentladungen auf dem nächsten Bild. Für die Arktis sind Gewitter selbst im Hochsommer alles andere als gewöhnlich.
Somit stellt sich ein paradoxer Zustand ein: Auf unserem letzten Bild sind nämlich alle aktuellen größeren Waldbrände der USA dargestellt. Dabei gibt es alleine in Alaska momentan rund doppelt so viele Brände wie in allen anderen Staaten zusammen!
Die neue Woche hat spannendes zu bieten. Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch lässt sich nämlich in u.a. in Österreich, Deutschland sowie in der Schweiz eine partielle Mondfinsternis beobachten. Bei einer solchen Mondfinsternis tritt der Mond zumindest teilweise in den Kernschatten ein, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen. Gut zu sehen ist der Verlauf der Mondfinsternis auf der folgenden Grafik. Am Höhepunkt um ca. 23:30 Uhr werden rund zwei Drittel des Mondes vom Kernschatten der Erde verdunkelt.
Verlauf der Mondfinsternis 2019
Zunächst tritt der Mond um 20:42 Uhr in den Halbschatten der Erde ein, ehe er zwischen 22:01 und 01:00 Uhr teilweise in den Kernschatten der Erde eintaucht. Die maximale Verdunkelung findet um 23:30 Uhr statt, die Mondfinsternis endet schließlich um 02:19 Uhr.
Ratschläge zur Beobachtung
Zum Beobachten dieses Himmelsereignisses braucht es eigentlich nicht mehr als die eigenen Augen, ein Teleskop ist also nicht von Nöten. Mit einem Fern- oder Opernglas lassen sich die verschiedenen Grade der Verfinsterung allerdings noch besser bestaunen. Um die Mondfinsternis in voller Pracht zu genießen, sollte man zudem künstliche Lichtquellen meiden. Auf den Bergen oder exponierten Hügeln findet man daher die besten Beobachtungschancen vor, entsprechend schlechter sind sie in den stark beleuchteten Innenstädten. Ob Stadt oder Land, der Blick sollte sich in jedem Fall stets gen Süden richten. Dort wird sich der Mond am Dienstagshimmel nämlich zu zwei Dritteln seiner Oberfläche in eine rötliche Farbe tauchen.
Das Wetter spielt mit
Zu Beginn der Mondfinsternis herrschen in Österreich, in der Südhälfte Deutschlands und in der Schweiz bereits beste Beobachtungschancen, nur wenige harmlose Wolken sind am Himmel zu sehen. Dies ändert sich auch den restlichen Abend nicht. Etwas mehr Wolken können dagegen in der Nordhälfte Deutschlands den Blick zum Himmel trüben, im Laufe des Abends sollten sich aber auch hier vermehrt Lücken auftun.
Bereits in der Früh und am Vormittag gingen in der Westhälfte kräftige Gewitter nieder, tagsüber bildeten sich dann im Großteil der Bundesrepublik heftige Gewitter. Auf der folgenden Karte seht ihr die Blitzdichtekarte von gestern:
Am Freitag gab es viele Gewitter.
Mit Ausnahme des äußersten Nordens und Nordostens hat es recht verbreitet gekracht. Insgesamt wurden am Freitag 288.724 Blitze in ganz Deutschland registriert, gewitterlose Bundesländer waren nur die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg. Das blitzreichste Bundesland war gestern Bayern, knapp ein Viertel aller Blitze entfielen auf den Freistaat. Auf den Rängen zwei und drei folgen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Die beiden stärksten Blitze gab es im Landkreis Gütersloh. Nur zum Vergleich: Eine haushaltsübliche Steckdose ist bis zu einer Stromstärke von 16 Ampere abgesichtert. Der stärkste Blitz hatte also eine um den Faktor 28.000 höhere Stromstärke.
Gemeinden mit den stärksten Blitzen.
Hier noch eine Rangliste mit jenen Gemeinden, die die höchste Blitzdichte aufweisen konnten. Hier liegt Rheinland-Pfalz an der Spitze:
Gemeinden mit der höchsten Blitzdichte.
Neben kleinkörnigem Hagel kam es dabei lokal zu großen Regenmengen, Twistetal-Mühlhausen in Nordhessen meldete rund 53 Liter Regen pro Quadratmeter.
Lokal große Regenmengen.
Zudem gibt es in Schleswig-Holstein und Hessen zwei Tornado-Verdachtsfälle, einen bestätigten Tornado gab es nahe Bobenheim am Berg (Rheinland-Pfalz).
Noch ein beeindruckendes Video. Mit großer Wahrscheinlichkeit hatte der Wirbel bodenkontakt. #Tornadohttps://t.co/NCMEUh88ZN
Kräftige Gewitter am Freitag, wechselhaftes Wochenende
Am Freitag gingen teils kräftige Gewitter nieder, rund 21.000 Blitze wurden am Himmel über Österreich gezählt. Am stärksten betroffen waren dabei die Steiermark, Oberösterreich und Vorarlberg. Neben kleinkörnigem Hagel kamen örtlich große Regenmengen zusammen, 37 l/m² prasselten am gestrigen Tag in Sulzberg vom Himmel. Auch der Samstag und Sonntag stehen noch im Zeichen von schaueranfälligem und etwas zu kühlem Sommerwetter, lokale Gewitter sind ebenfalls wieder einzuplanen. Unwettergefahr besteht am Wochenende aber nicht mehr.
Der Trend geht nach oben
In der neuen Woche stellen sich nicht nur häufig sonnige Verhältnisse ein, auch die Temperaturen beginnen wieder sukzessive zu steigen. Am Montag erwarten uns noch leicht unterdurchschnittliche 19 bis 26 Grad, am Mittwoch liegen die Höchstwerte dann schon zwischen 21 und 29 Grad. Auch die 30-Grad-Marke rückt wieder ins Visier, sie dürfte nach derzeitigem Stand am Freitag erstmals seit knapp zwei Wochen wieder geknackt werden. Ein erster, vorsichtiger Ausblick auf das kommende Wochenende deutet sogar mit Temperaturen bis zu 36 Grad große Hitze an.
Es wird sukzessive wärmer.
Himmelsspektakel Dienstagnacht
Auch für alle Hobbyastronomen hat die neue Woche spannendes zu bieten. Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch lässt sich nämlich in Österreich eine partielle Mondfinsternis beobachten. Bei einer solchen Mondfinsternis tritt der Mond zumindest teilweise in den Kernschatten ein, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen.
Die Beobachtungschancen stehen im ganzen Land ausgezeichnet, meist ist der Himmel nämlich sternenklar oder nur gering bewölkt. Zunächst tritt der Mond um 20:43 Uhr in den Halbschatten der Erde ein, ehe er zwischen 22:01 und 00:59 Uhr teilweise in den Kernschatten der Erde eintaucht. Die maximale Verdunkelung findet um 23:30 Uhr statt, die Mondfinsternis endet schließlich um 02:17 Uhr.
Eckdaten für Wien (für andere Orte betragen die Abweichungen nur wenige Minuten):
Bereits am Donnerstag sorgte die Warmfront des Tiefs im Westen und Süden des Landes für leichten aber immerhin flächendeckenden Regen. Hinter der Front zogen vom Emsland bis zum Saarland ein paar Gewitter durch, die lokal große Regenmengen brachte. So gab es in Trier ein paar überflutete Keller, nachdem ein Gewitter 50 l/m² brachte.
Regenmengen am Donnerstag
Gewittriger Freitag
Die Warmfront hat in der Früh im Osten noch etwas Regen gebracht, während im Südwesten schon kräftige Schauer und Gewitter durchgezogen sind. Tagsüber bilden sich nun landesweit zahlreiche Schauer und Gewitter, nur an der Ostsee und in der Uckermark bleibt es trocken.
Satellitenbild mit Blitzen um 12 Uhr @UBIMET/METEOSAT
Auch am Wochenende wechselhaft
Das Tief zieht am Samstag nach Südosten ab, die Luft bleibt aber nach wie vor schaueranfällig, sodass es wieder verbreitet Regenschauer gibt. Gewitter treten auch wieder auf, sind aber seltener anzutreffen als am Freitag. Am Sonntag macht sich ein Hoch bemerkbar, im Süden und Osten sind aber nochmals Schauer und Gewitter möglich.
Auch wenn die Regenmengen insgesamt sehr unterschiedlich ausfallen werden, fallen doch in vielen Regionen einige Liter Regen. Somit wird die in vielen Landesteilen vorherrschende Trockenheit etwas eingebremst, eine nachhaltige Besserung ist aber nicht in Sicht.
Am Freitagvormittag sorgt die Front des Nordseetiefs namens QUINCTILIUS im Osten von Österreich für leichten aber flächendeckenden Regen. Hinter der Front fließt feucht-labile und mäßig warme Atlantikluft zu den Alpen.
Satellitenbild von Freitagfrüh zeigt die Front über dem Osten von Österreich und schon erste Gewitter im Südwesten von Deutschland @UBIMET/METEOSAT
Somit bilden sich im Tagesverlauf im ganzen Land zahlreiche Schauer, stellenweise bilden sich auch Gewitter. Lokal können die Gewitter etwas kräftiger ausfallen und Starkregen und kleinkörnigen Hagel bringen.
Regen vor allem im Norden
Das Tief zieht bis zum Samstag südostwärts in Richtung Balkan, dabei überquert es Freitagnacht auch die Alpen und sorgt besonders in den Staulagen der Nordalpen vom Bregenzerwald bis zum Salzkammergut für starken Regen.
Prognostizierte Regenmengen bis Samstagmittag
Am Samstag liegt Österreich dann auf der Rückseite des Tiefs in einer Nordströmung. Somit bleibt es an der Alpennordseite unbeständig mit vielen Schauern, südlich der Alpen macht sich hingegen der Nordföhn bemerkbar. Somit scheint von Osttirol bis in die südliche Steiermark zeitweise die Sonne und am Nachmittag bilden sich nur vereinzelt Gewitter.
Am Sonntag setzt sich das Aprilwetter fort
Am Sonntag lässt die feuchte Nordströmung nach, somit scheint auch nördlich der Alpen wieder öfter die Sonne. Allerdings zieht im Tagesverlauf ein kleines Höhentief über die Alpen hinweg, das vor allem im Westen und Südwesten für ein Aufleben der Schauertätigkeit sorgt. Auch Gewitter sind wieder dabei. Trocken und sonnig bleibt es diesmal im Südosten des Landes.
Zu Beginn der neuen Woche setzt sich dann allmählich hoher Luftdruck durch und die Schauerneigung geht zurück. Die nördliche Strömung bleibt und noch erhalten, somit muss man sich zumindest bis zu Wochenmitte weiter auf mäßig warmes Wetter einstellen.
Am Mittwoch sorgte ein kleines Tief in Verbindung mit einer Kaltfront von Italien über Albanien bis nach Griechenland für heftige Gewitter. Schwer getroffen wurden zunächst die Urlaubsregionen von Rimini über Pescara bis nach Bari. Hier zog ein Gewitterkomplex in der Früh und am Vormittag die gesamte Küste entlang und brachte extrem großen Hagel, Sturm und auch zumindest einen Tornado.
Trees were felled, including 200 century-old marine pines as a tornado ripped through Milano Marittima, ITALY. July 10, 2019 pic.twitter.com/YDxA7wktwN
— knowledge of the existence of? (@CleanthePlanet2) 11. Juli 2019
Hier eine Zusammenstellung verschiedener Videos aus der Region
6 Todesopfer in Griechenland
Am Nachmittag und Abend verlagerten sich die Gewitter nach Albanien und Griechenland. Vor allem auf der Halbinsel Chalkidiki wüteten die Gewitter mit Sturm, Hagel und Starkregen. Hier gab es auch 6 Todesopfer zu beklagen.
Nach einer kurzen Wetterberuhigung sind am Samstagabend und am Sonntag neuerlich heftige Gewitter in diesen Regionen zu befürchten. Auch bei uns wird es am Freitag und Samstag zahlreiche Gewitter geben, Unwettergefahr besteht aber keine.
Offiziell beginnt jedes Jahr am 1. Juni die Hurrikansaison im Atlantik. Bisher verlief die Saison ungewöhnlich ruhig und auch der mögliche erste Hurrikan der Saison hat eine ungewöhnlich Entwicklungsphase hinter sich.
Untypische Zugbahn
Die meisten Hurrikans am Atlantik bilden sich westlich von Kap Verde mitten am Atlantik und ziehen dann langsam westnordwestwärts in Richtung Karibik oder Richtung USA.
Satellitenbild vom Tief @NOAA NHC
Doch diesmal hat sich bereits in der Vorwoche ein Tief im Mittleren Westen der USA gebildet und brachte dort verbreitet starke Gewitter. Das Tief zog in den vergangenen Tagen langsam nach Süden und liegt nun über dem Golf von Mexiko. Hier hat das Meerwasser etwa 32 Grad und das Tief kann neuerlich an Stärke gewinnen. Bereits am Freitag sollte sich aus dem Tief ein tropischer Sturm bilden und am Samstag ist dann sogar eine Weiterentwicklung zu einem Hurrikan namens Barry möglich. Es wäre erst der 3 Hurrikan in den vergangenen 150 Jahre der schon im Juli auf die Küste von Loiusiana trifft.
Überflutungen in New Orleans
Da der Sturm nur langsam zieht werden vor allem in der Millionenmetropole New Orleans massive Überschwemmungen in den tiefer gelegenen Stadtteilen befürchtet. Bereits gestern hat ein vom Tief ausgelöstes Gewitter die Stadt getroffen und stellenweise für Überflutungen gesorgt.
RT andrewtavani: Surreal images coming out of New Orleans today after thunderstorms dumped heavy rains. Could be a lot more precipitation on the way with the system that’s developing into Tropical Storm #Barry: https://t.co/BZOOZ33adNpic.twitter.com/2kLWN2a0gO
— Zachary’s Weather (@ZacharysWeather) 11. Juli 2019
Der Mögliche Hurrikan Barry trifft wohl am Samstag knapp westlich von New Orleans auf Land und bringt enorme Regenmengen von teilweise 300 l/m² innerhalb von 24 Stunden. Neben den Regenmengen ist auch die Sturmflut ein Problem, die das Wasser des Mississippis ins Landesinnere drängt. Durch die Kombination aus Sturmflut und Starkregen wird davon ausgegangen, dass der Sturm der schlimmste seit Katharina sein wird.
Am Nachmittag des 10. Juli 1916 bildete sich im Schneeberggebiet ein Gewitter, das sich rasch intensivierte und als sogenannte Superzelle nach Osten fortbewegte. Gegen 16:15 Uhr kam es im Bereich Dreistetten (NÖ) zur Bildung eines Tornados. In der Folge zog dieser über Wiener Neustadt hinweg und löste sich kurz vor der Leithaau bei Lichtenwörth wieder auf. Auf seiner etwa 15 km langen Zugbahn hinterließ er teils große Verwüstungen.
Bis zu 300 km/h
Besonders stark betroffen waren die nördlichen Stadtteile von Wiener Neustadt. Zunächst wurden gerade erst errichtete Telegraphen- und Strommasten von den bis zu 300 Kilometer pro Stunde schnellen Winden zerstört. In weitere Folge zog der Tornado über die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik hinweg, hier gab es die meisten der insgesamt 32 Todesopfer. Der finanzielle Schaden belief sich in Summe auf 900.000 Kronen. Auf der internationalen Fujita-Skala erreichte der Tornado die zweithöchste Kategorie 4 und gilt als der stärkste Tornado, der sich je in Österreich bildete.
Die Region am Alpenostrand im Bereich des Wiener Beckens zählt neben der südlichen Steiermark und dem oberösterreichischen Flach- und Hügelland zu den am ehesten durch Tornados gefährdeten Bereichen in Österreich. So wurde Wiener Neustadt neben 1916 auch in den Jahren 1903, 1930 und 1946 von Tornados heimgesucht. Vor exakt einem Jahr gab es zudem einen spektakulären Tornado in der Nähe des Flughafens Wien-Schwechat. Der 10. Juli ist somit für Meteorologen in Österreich eine besonderer Tag.
Offiziell beginnt die atlantische Hurrikansaison am 1. Juni. Bisher war es noch recht ruhig, doch so langsam kommt Bewegung ins Geschehen. Über den Bundesstaaten Alabama und Georgia im Südosten der Vereinigten Staaten hat sich in den letzten Tagen ein schwaches Tief gebildet, gemäß diverser Wettermodelle soll daraus Mitte der Woche ein Gewittercluster hervorgehen und sich nach Süden Richtung Golf von Mexiko verlagern.
Meeresoberflächentemperatur @ https://climatereanalyzer.org/Aktuelle Abweichung der Meeresoberflächentemperatur @ https://www.nhc.noaa.gov/
Das Wasser dort hat die notwendige hohe Temperatur von 25 Grad und mehr, aktuell ist es gar 1 bis 2 Grad wärmer als zu dieser Jahreszeit üblich. Im Ganzen sind die Bedingungen günstig, entsprechend soll sich dieser Gewittercluster bis zum Ende der Woche weiter entwickeln zu einer tropischen Depression.
Was danach passiert, ist noch mit größeren Unsicherheiten behaftet. Die Weiterentwicklung zu einem ersten Hurrikan ist durchaus möglich. Sehr wahrscheinlich kommt es im gesamten Küstenbereich zu starken Niederschlägen. Nach aktuellem Stand könnte das System als tropischer Sturm am Wochenende etwa auf Höhe von Louisiana mit der Hauptstadt New Orleans auf Land treffen und hier für enorme Regenmengen sorgen.
Wie an einer Schnur gezogen, bewegte sich eine einzelne Gewitterzelle über eine Strecke von 300 km hinweg vom nordöstlichsten Zipfel Italiens über Slowenien und Kroatien bis nach Bosnien. Es handelte sich um eine so genannte Superzelle (Erklärung hier, schematische Darstellung unten) – in einer Ausprägung und Beständigkeit, wie sie nur selten vorkommt. Sie hinterließ im sprichwörtlichen Seite eine Spur der Verwüstung, denn entlang der Zugbahn wurden aus allen betroffenen Ländern Schäden durch Hagelschlag, Überflutungen und schwere Sturmböen gemeldet. Nachfolgend Eindrücke dazu:
Schematische Seitenansicht einer Superzelle @ https://upload.wikimedia.org
Wie man am Titelbild erahnen kann, hat es auch wieder andere Regionen rund um die nördliche Adria getroffen, u.a. einmal mehr Venedig:
Titelbild: Registrierte Blitze zwischen 11 und 23 Uhr am 08.07.2019, in grau markiert die Spur der genannten Superzelle @ UBIMET, nowcast
Zunächst ein kurzer Rückblick auf Österreich: Vor allem Kärnten hat es gestern erwischt, bereits am Vormittag hatte sich eine kräftige Hagelzelle bei Dellach im Drautal gebildet und ist über die Weißensee-Region bis Hermagor und weiter das Gailtal entlang gezogen. Nachfolgendes Video zeigt, welche Hagelmassen hier vom Himmel gekommen sind. Gewittert hat es vor allem auch von Vorarlberg bis nach Oberösterreich, zu Niederschlag kam es hingegen nahezu im ganzen Land. Die Natur freut sich.
Niederschlagssumme am Sonntag, den 07.07.2019 @ UBIMET
Besonders günstig für die Entwicklung schwerer Gewitter waren die Bedingungen im nördlichen Italien. In Vercelli westlich von Mailand sorgten Hagelschlosse von 6-7 cm für massive Schäden, selbst Dachziegel wurden hier im großen Stile zerstört.
Auch Südtirol oder die Gardaseeregion wurde von Unwettern überquert, hier sorgten vor allem Sturmböen für Schäden:
In Venedig kam es zu einer brenzligen Situation, als ein Kreuzfahrtschiff seitlich von einem Downburst erfasst wurde und außer Kontrolle geriet. Erst im letzten Moment konnte eine Kollision mit dem ‚Festland‘ und anderen Booten vermieden werden.
Weiter ostwärts hat es auch Slowenien und Kroatien erwischt. Anhand des Bildes aus Ptuj sieht man, welch zerstörerische Wirkung eine Kombination aus Hagel und Sturm haben kann. Die Ernte ist hier verloren.
Titelbild: Aufnahme des Kreuzfahrtschiffes in Venedig @ Facebook / Davide Ravagnan
Schon seit dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli, haben die Menschen in Alaska mit einer ungewöhnlichen Hitzewelle zu kämpfen. So steigen die Temperaturen seit Tagen im Süden des Bundesstaates auf über 30 Grad. In der größten Stadt Alaskas in Anchorage lag der bisherige Allzeitrekord bei 29,4 Grad. Seit Donnerstag klettert das Quecksilber aber täglich über die 30-Grad-Marke.
Rekorde allein am 4. Juli
Heiße Wetter hält an
Auch in den kommenden Tagen setzt sich die ungewöhnliche Hitzewelle fort, erst im Laufe der zweite Wochenhälfte nähern sich die Temperaturen wieder durchschnittlichen Werten von rund 20 Grad an.
Like a broken record, we are in another extended period of record high temperatures for parts of Alaska 🔥
Bereits in der Früh ziehen von Bayern kommend kräftige Schauer und Gewitter auf, die für starken Regen und stürmischen Wind sorgen.
Die Kaltfront liegt noch über der Mitte von Deutschland und nähert sich heute tagsüber den Alpen an. Im Vorfeld entstehen teils kräftige Gewitter.
Ab dem späten Vormittag greifen die Schauer und Gewitter auch auf den Süden von Österreich über. Dabei ist vor allem im äußersten Süden vom Klagenfurter Becken bis ins Südburgenland nochmals mit kräftigen Gewittern samt Hagel und Sturmböen zu rechnen. Im übrigen Land handelt es sich hingegen meist um Starkregen und teils stark auffrischendem Wind.
Unwetter an der Oberen Adria
Große Unwettergefahr herrscht am Sonntag besonders bei unseren südlichen Nachbarn. In Slowenien, Kroatien und an der Oberen Adria sind am Nachmittag und Abend Unwetter mit Orkanböen und sehr großem Hagel zu befürchten! Bereits am Samstag gab es im Norden von Italien sehr großen Hagel:
Am Samstag, dem 06. Juli 2019 zogen besonders im Westen und im Süden Österreichs teils schwere Gewitter durch. Hier noch die Ranglisten der Extreme für Regen und Wind, sowie die Analysen der Blitze und der Niederschläge.
Die Gewitter schwächen sich generell langsam ab. Ein paar stärkere Zellen sind derzeit noch zwischen dem oberen Murtal und dem Lavanttal unterwegs. Hier noch ein Video aus dem Wechselgebiet mit ordentlichen Blitzraten!
Höchste Warnstufe für die Gewitter in der Steiermark! An der Wetterstation Frohnleiten im Murtal sind 21.5 l/m² binnen 20 Minuten gefallen und wurden Böen bis zu 97 km/h gemessen.
An unserer Wetterstation St. Georgen ob Judenburg sind innerhalb von 20 Minuten ganze 31 l/m² gefallen, das reicht definitv für kleinräumige Überflutungen. Bemerkenswert auch die 90 km/h in Dellach im Drautal, solche Böen werden hier eher selten gemessen.
+++ Update 21:00 Uhr +++
Die Gewitter westlich von Graz haben es in sich, lokal ist hier wieder mit Hagel zu rechnen. In den Seetaler Alpen warnen wir mit der höchsten Stufe violett. Und auch bei der kürzlich zwischen Kindberg und Mürzzuschlag entstandene Zelle ist Vorsicht geboten.
Derweil verstärken sich auch die Gewitter in Osttirol und Oberkärnten immer mehr.
Aktuelle Blitzentladungen um 21:00 Uhr @ UBIMET, nowcast
+++ Update 20:30 Uhr +++
Von Südtirol aus haben sich die Gewitter weiter nach Osten verlagert, hier kann man nun hübsche Mammatus-Wolken beobachten.
Die Gewitterfront ist abgezogen, jetzt sind über Bozen und dem Unterland sog. Mammatus Wolken zu sehen. Beutelartige Ausformungen an der Unterseite von Wolken. Immer wieder faszinierend. pic.twitter.com/OMzk73x886
Die kräftigsten Gewitter befinden sich aktuell über Friaul, doch auch angrenzend im südlichen Osttirol und Oberkärnten haben sich einzelne schwächere Gewitter gebildet.
+++ Update 20:00 Uhr +++
Kräftige Gewitter nun im Bereich Oberes Murtal und Seetaler Alpen sowie im Raum Wolfsberg. Sie verlagern sich nur langsam nach Südosten.
Gewittrig wird es nun auch im Innviertel.
+++ Update 19:30 Uhr +++
Nachfolgend die aktuellen Blitzentladungen von 19:20 Uhr. Salzburg und Osttirol rücken nun mehr in den Fokus. Wie schon mehrmals erwähnt, kann der Wind auch ohne Gewitter stürmisch auffrischen.
Aktuelle Blitzentladungen um 19:20 Uhr @ UBIMET, nowcast
+++ Update 19:15 Uhr +++
119 km/h in Innsbruck-Kranebitten! 90 km/h am Flughafen, 86 km/h an der Uni – und das, obwohl es nur für einzelne Blitze gereicht hat. Die Luft ist vor der aufziehenden Schauer- und Gewitterlinie sehr trocken, entsprechend sind derartige Böen heute hier das Hauptthema.
+++ Update 18:45 Uhr +++
Auch auf Tiroler Seite war und ist es stürmisch. So musste die Reschenstraße im südlichen Oberland gesperrt werden, dort schaut es wie folgt aus:
Gewitter gibt es hier vor allem im Bereich Achensee und Jenbach, aber auch südlich davon kommt es in Verbindung mit der aufziehenden Schauerlinie zu stürmisch auffrischendem Wind.
+++ Update 18:15 Uhr +++
Während das steirische Hagelgewitter nach Slowenien abgezogen ist, haben es nachfolgende Entwicklungen im Süden schwer. Oftmals gehen sich entwickelnde Schauer nach kurzer Zeit wieder ein. Derweil formiert sich jedoch eine Linie von Gewittern, welche vom dt. Alpenvorland bis zum Gardasee reicht und nach Osten zieht. Auch vor Innsbruck gibt es nun erste Blitzentladungen. Später wird es damit auch in Salzburg und in Osttirol interessant.
Einen Nachtrag haben wir noch zu den Gewittern in Vorarlberg. Offenbar sind durch den stürmisch auffrischenden Wind doch einige Bäume umgefallen und haben für Behinderungen gesorgt. Das nachfolgende Video stammt aus der Nähe von Feldkirch, das zweite aus dem schweizerischen Luzern (wo 135 km/h gemessen wurden):
Während mit dem ‚Schweizer Gewitter‘ in Lindau am Bodensee Böen bis 91 km/h und in Oberriet bis 89 km/h gemessen wurden, liegen die Messwerte auf Vorarlberger Seite deutlich darunter. Hier gab es im Schnitt Böen zwischen 50 und 70 km/h. Mittlerweile zieht das Gewitter über das Außerfern hinweg nach Osten, generell wird es nun westlich von Innsbruck interessant.
Aktuelle Blitzentladungen um 17:30 Uhr @ UBIMET, nowcast
Und schon liegen die nächsten Hagelmeldungen aus dem Raum Deutschlandsberg vor. Geschätzt waren die Hagelkörner hier im Durchmesser bis zu 4 cm groß.
+++ Update 16:45 Uhr +++
Bereits gegen 16 Uhr haben kräftige Gewitter von der Schweiz kommend Vorarlberg erreicht, siehe Titelbild. Während in der Schweiz gebietsweise Böen zwischen 90 und 100 km/h gemessen wurden, in Luzern waren es gar 135 km/h, hat es das Rheintal nicht so schlimm erwischt.
Südwestlich von Graz hat sich derweil eine wirklich massive Gewitterzelle mit höchsten Radarreflektivitäten bis in große Höhen gebildet. Hier ist in einem engen Streifen mit Hagel zu rechnen. Aus Wettmannstätten wird dieser inzwischen auch schon bestätigt.
Hagelzelle südwestlich von Graz @ UBIMET, Austrocontrol@ https://infrastruktur.oebb.at/de/webcams/koralmtunnel01-webcam.jpg
+++ Update 15:00 Uhr +++
Am Alpenhauptkamm sowie von Osttirol bis zur Steiermark bilden sich am Nachmittag vermehrt Quellwolken und einzelne, aber dann kräftige Gewitter. Die Luft ist hier recht schwül, in Eibiswald liegt der Taupunkt bei 21 Grad. Im Süden ist vor allem die Gefahr von großem Hagel gegeben.
Im Westen hingegen ziehen von Schweiz kommend kräftige Gewitter auf, welche bereits vorlaufend stürmisch auffrischenden Wind bringen können. Auch weiter ostwärts in Tirol kann es im weiteren Verlauf zu Sturmböen kommen, selbst ohne Gewitter.
An der Donau und am Rhein ist momentan kein Niedrigwasser zu erwarten, hier liegen die Pegel im oder teilweise sogar über dem langjährigen Mittel. Gut zu sehen am folgenden Pegelverlauf in Konstanz (Rhein). In Blau ist der Verlauf 2019 dargestellt, grün ist der Mittelwert. Man erkennt, dass durch den kräftigen Regen und die Schneeschmelze in den Alpen im Mai der Rhein-Pegel ordentlich angestiegen ist. Rund 50 cm über dem Mittelwert befinden wir uns hier derzeit.
Überdurchschnittlich viel Wasser im Rhein.
Ein ganz anderes Bild an der Elbe, Beispiel Magdeburg. Durch den heißen und abgesehen von Gewittern oft trockenen Juni sinkt hier der Wasserstand seit Anfang Juni. In nur vier Wochen ist der Wasserstand von 120 cm auf 50 cm zurückgegangen.
Der Pegelstand in Magdeburg geht seit Wochen zurück.
Noch markanter ist der Rückgang, wenn man ihn im Kontext betrachtet. In der folgenden Grafik ist der Magdeburger Pegelstand seit Sommer 2018 dargestellt. Wir sehen: Mit 50 cm ist der Wasserstand hier auf dem Niveau des extremen Vorjahressommer.
Das Niveau von 2018 ist erreicht.
Der niedrige Wasserstand ist mit bloßem Auge erkennbar:
— Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (@LfULG) July 2, 2019
Dies kann man auch am Pegel von Dresden erkennen. Aktuell beträgt der Wasserstand rund 60 cm, ebenfalls gibt es hier einen Rückgang seit Anfang Juni. Um die 60 cm besser einzuordnen: Der mittlere Wasserstand in der Elbmetropole beträgt 200 cm, zum Negativrekord von 21 cm fehlt nicht mehr viel.
Nur noch 40 cm fehlen auf einen neuen Negativrekord.
Schauen wir uns die weitere Wetterentwicklung kurz an. Abschließend haben wir für euch die aufsummierten Regenmengen des europäischen Wettermodells. Man sieht: Bis einschließlich Donnerstag ist im Einzugsgebiet der Elbe (Sachsen, Tschechien, etc.) kaum Regen zu erwarten, die Lage könnte sich also noch verschärfen.
Vor der nachhaltigen Abkühlung stehen aber noch einmal Hitze und Blitze auf der Tagesordnung. Am heutigen Samstag werden verbreitet mehr als 30 Grad erreicht, Spitzenwerte bis zu 35 Grad sind im Osten möglich. Im Vorfeld einer Kaltfront über Deutschland sind am Nachmittag und Abend von Vorarlberg bis in die Südsteiermark aber bereits erste, teils heftige Gewitter zu erwarten. Der Sonntag hat dann mit 20 bis 28 Grad schon deutlich kühleres Wetter zu bieten, dazu muss man sich im Großteil des Landes auf Schauer und Gewitter einstellen. Diese können von Osttirol bis ins Südburgenland heftig ausfallen!
Hochsommer auf Tauchstation
In der kommenden Woche erwarten uns dann nur noch Höchstwerte zwischen 17 und 27 Grad, damit bewegen wir uns knapp unter dem langjährigen Mittel für die erste Julihälfte. Grund hierfür ist eine recht festgefahrene Wetterlage ab Montag. Über den Britischen Inseln liegt ein Hoch, das sich kaum vom Fleck bewegt. An dessen Vorderseite strömt vom Europäischen Nordmeer über die Nordsee und Deutschland ständig recht kühle Luft bis nach Österreich. Auch die Nächte werden ziemlich frisch, in der Nacht auf Mittwoch sind im Berg- und Hügelland vielerorts einstellige Tiefstwerte zu erwarten. In ungünstigen Lagen des Mühl- und Waldviertels ist vereinzelt sogar Bodenfrost möglich.
Auf folgendem Bild kann man gut sehen, woher nächste Woche der „Wind weht“. Es zeigt für Dienstag am Beispiel Wien (schwarzer Stern), dass die Luft in den vorherigen Tagen aus den Polarregionen über den Nordatlantik und die Nordsee sowie Deutschland bis zu uns strömt:
Aus dem Hohen Norden kommt die kühle Luft.
Zu kühler Dienstag in den Landeshauptstädten:
Stadt
Durchschnittliche Höchsttemperatur im Juli
Erwartete Höchstwerte am Dienstag
Abweichung in Grad
Wien
27°C
22°C
-5
St. Pölten
26°C
22°C
-4
Eisenstadt
27°C
23°C
-4
Graz
26°C
24°C
-2
Linz
26°C
22°C
-4
Klagenfurt
27°C
24°C
-3
Salzburg
25°C
23°C
-2
Innsbruck
26°C
26°C
0
Bregenz
24°C
23°C
-1
Serie geht zu Ende
Der bislang letzte Tag, der landesweit gesehen zu kalt ausgefallen ist, war der 31. Mai. Danach folgte der wärmste Juni der Messgeschichte, in dem jeder einzelne Tag zu warm ausfiel. Auch die erste Juliwoche war von durchwegs überdurchschnittlichen Temperaturen geprägt, dies ändert sich in der kommenden Woche. Grund zur Beunruhigung gibt es aber nicht: Zu kalte Phasen sind auch im Sommer vollkommen normal, sie sind in den vergangenen Jahren schlicht zur Rarität geworden.
Der Alpenraum liegt derzeit am Rande eines Tiefdruckgebiets mit Kern über dem Baltikum. Die Kaltfront des Tiefs liegt derzeit über Polen und Nordostdeutschland und auch hierzulande macht sich die Störung vor allem im Norden und Osten mittels hochliegenden Wolken und lebhaft auffrischendem Westwind bemerkbar. Niederschlag ist aber keiner zu erwarten, da Hoch WINNIE mit Kern bei den Britischen Inseln für stabile Wetterverhältnisse sorgt. Mit einer westlichen Strömung gelangen dabei zunehmend warme Luftmassen ins Land.
Vereinzelte Schauer sind am Freitag lediglich im Bergland von den Karnischen Alpen bis zur Koralpe nicht ganz ausgeschlossen. Dazu gibt es Temperaturen bis zu 32 Grad in Oberkärnten.
Hochsommerlich am Samstag
Am Samstag scheint von Beginn an verbreitet die Sonne. Die Temperaturen steigen am Nachmittag auf 30 bis 34, im äußersten Osten vereinzelt auch 35 Grad. Am späten Nachmittag stiegt die Gewitterneigung aber ausgehend von Vorarlberg und Kärnten langsam an, gegen Abend wird es dann auch im Westen und in Teilen des Steiermark vermehrt gewittrig. Vor allem im Süden zeichnen sich örtlich wieder kräftige Gewitter ab mit der Gefahr von Hagel und Sturmböen!
Der Sonntag bringt viele Wolken und von Vorarlberg bis Oberösterreich ziehen bereits in den Morgenstunden Schauer und teils kräftige Gewitter durch. Im Laufe des Vormittags breiten sich die Gewitter auch auf die Alpensüdseite und den Südosten aus, länger sonnig und trocken bleibt es tendenziell im nördlichen Waldviertel, im Weinviertel und in Teilen des Marchfelds. Die Temperaturen erreichen maximal 20 bis 27 Grad mit den höchsten Werten im Gail- und Drautal.
Kommende Woche keine Hitze
Zu Beginn der kommenden Woche setzt sich das unbeständige Wetter mit Schauern und lokalen Gewittern in den Alpen sowie im Süden fort. Die Temperaturen gehen weiter zurück und liegen zumindest bis Donnerstag knapp unter dem langjährigen Mittel. Die Höchstwerte liegen am Montag zwischen 18 und 27 Grad, von Dienstag bis Donnerstag kommen die Temperaturen dann auch im Flachland kaum noch über die 25-Grad-Marke hinaus. Hitze ist in der kommenden Woche kein Thema.
Die Höchstwerte im Flachland liegen bei sonnigem Wetter etwa 16 Grad höher.
Über ganz Österreich verteilt gingen im Juni 2019 exakt 272.376 Blitze nieder. Damit gab es weniger Blitzentladungen als in den vergangenen Jahren, so wurden etwa im Juni 2018 fast 450.000 Blitze detektiert. Weniger Blitze gab es zuletzt im Juni 2015. Allgemein bildet der Juni zusammen mit Juli und August üblicherweise die blitzreichste Zeit des Jahres.
Mit exakt 73.150 Blitzen führt Oberösterreich das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von der Steiermark mit 71.066 und Niederösterreich mit 51.426 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich das flächenmäßig kleinste Bundesland Wien, auch hier gab es aber immerhin 1.217 Blitze.
Oberösterreich 73.150
Steiermark 71.066
Niederösterreich 51.426
Salzburg 23.160
Tirol 22.673
Kärnten 15.122
Burgenland 9.887
Vorarlberg 4.675
Wien 1.217
In der Oststeiermark und in der Buckligen Welt sind weiterhin kräftige #Gewitter unterwegs. Manche Blitze wurden hier auch auf Webcam eingefangen. pic.twitter.com/0WvYDpTqJX
Anbei noch eine Übersicht der blitzreichsten Bezirke:
11.688 Kirchdorf an der Krems (OÖ)
9.866 Gmunden (OÖ)
9.852 Salzburg-Umgebung (S)
8.990 Steyr-Land (OÖ)
8.908 Freistadt (OÖ)
8.761 Hartberg-Fürstenfeld (ST)
Zu besonders markanten Gewitterlagen kam es am 6.6., 20.6., und 27.6. Mitunter wurde dabei im Süden Oberösterreichs, im Waldviertel sowie in der Süd- und Oststeiermark auch großer Hagel beobachtet. In Summe gab es Schäden in Millionenhöhe.
Stärkster Blitz in Gosau
Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurden in Oberösterreich gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 295.000 Ampere am Nachmittag des 6. Juni in Gosau.
Zur Eröffnung des Züri Fäscht 2019 morgen Freitag um 17 Uhr herrschen bei praktisch wolkenlosen Verhältnissen und strahlendem Sonnenschein heisse 30 bis 32 Grad. Auch am Abend können die Festbesucher sich über angenehme Temperaturen freuen, so werden etwa um 22 Uhr noch 25 Grad erwartet, um Mitternacht sind es etwa 22 Grad. Erst spät nachts, etwa zwischen 2 und 6 Uhr morgens dürften sich die Temperaturen knapp unter 20 Grad bewegen. Somit herrschen also beispielsweise für das Feuerwerk um 22:30 Uhr ideale Bedingungen.
@ https://stock.adobe.com
Samstag zunehmendes Gewitterrisiko
Der Samstagvormittag startet dann so, wie der Freitag zu Ende ging – mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Bereits gegen 10 Uhr dürfte die Sommermarke von 25 Grad erreicht werden, um die Mittagszeit dürfte die Hitzemarke von 30 Grad fallen. Mit Höchstwerten von bis zu 32 Grad wird der Samstag somit voraussichtlich der heisseste Tag der diesjährigen Ausgabe des Züri Fäscht. Der etwas auffrischende Südwestwind dürfte die Hitze aber etwas angenehmer gestalten. Jetzt kommt aber das grosse ABER ins Spiel: Bereits am frühen Nachmittag steigt das Gewitterrisiko allmählich an, im Verlauf des Nachmittags und vor allem am Abend muss mit teils kräftigen Gewittern gerechnet werden. Diese können von Starkregen, hoher Blitzaktivität, heftigen Windböen oder gar Hagel begleitet sein. Im Gegensatz zum Feuerwerk am Freitagabend könnten die Feuerwerke am Samstag um 22:30 und am Sonntag früh um 01 Uhr also zusätzlich von himmlischem Feuerwerk begleitet werden.
Die Abkühlung durch die Gewitter am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag dürfte sich voraussichtlich aber in Grenzen halten, die Temperaturen sinken in der Nacht auf Sonntag nicht gross unter 20 Grad.
Sonntag unbeständig und deutlich kühler
Der Sonntag bringt dann einen Wechsel aus dichteren Wolken, wiederholten und zum Teil kräftigen und gewittrigen Regengüssen, aber auch trockenen Phasen mit sonnigen Abschnitten. Die Temperaturen befinden sich mit 20 bis 24 Grad in einem angenehmen Bereich.
Am Freitag steht ein sommerlicher und überwiegend sonniger Tag bevor. Besonders im östlichen Bergland ziehen zwar zeitweise hochliegende Wolken durch, die Schauer- und Gewitterneigung bleibt aber überall gering und in Summe überwiegt überall der freundliche Eindruck. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, vom Dachstein bis zum Schneeberg mitunter auch kräftig aus West bis Nordwest. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe 6 bis 9 Grad, in 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte zwischen 12 Grad am Schneeberg und 17 Grad in Südtirol.
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Samstag, 06. Juli 2019
Am Samstag scheint von Beginn an häufig die Sonne. Im Laufe des Nachmittags bilden sich von Vorarlberg bis zur Weststeiermark allmählich ein paar Quellwolken, vorerst sind aber nur im südlichen Bergland einzelne, kräftige Hitzegewitter zu erwarten. In den Abendstunden wird es dann auch in den Nordalpen vermehrt gewittrig. Der Wind weht lebhaft, auf exponierten Gipfeln der westlichen Nordalpen auch kräftig mit teils stürmischen Böen aus West. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m zwischen 8 und 11 Grad, in 2.000 m gibt es 15 bis 19 Grad.
Sonntag, 07. Juli 2019
Der Sonntag bringt viele Wolken und vor allem in den Nordalpen ziehen bereits in den Morgenstunden Schauer und teils kräftige Gewitter durch. Im Laufe des Vormittags breiten sich die Gewitter auch auf die Alpensüdseite aus. Der Wind weht besonders in den Nordalpen und in den Hochlagen des Alpenhauptkamms kräftig aus West bis Nordwest, in den Hochlagen zeichnen sich auch stürmische Böen ab. Die Temperaturen gehen etwas zurück und erreichen in 3.000 m 3 bis 7 Grad bzw. in 2.000 m von Nord nach Süd 10 bis 15 Grad.
Europe couples relaxing and looking to Innsbruck city from Seegrube mountain in sunny day
Bergwetter-Tipp:
An sonnigen Sommertagen kann man sich die Temperatur am höchsten Punkt einer Bergtour leicht selber ausrechnen, so nimmt die Temperatur um 1 Grad pro 100 m Höhendifferenz ab. Dazu benötigt man also nur den prognostizierten Höchstwert im Tal und den Höhenunterschied bis zum höchsten Punkt der Tour. Beispielsweise liegt die Seegrube auf der Nordkette etwa 1.300 m oberhalb von Innsbruck, somit sind die Tageshöchstwerte hier etwa 13 Grad kühler als am Talboden. An diesem Samstag sind in Innsbruck bis zu 34 Grad zu erwarten, auf der Seegrube kann man sich also auf angenehme 21 Grad freuen.
Am Donnerstag scheint bis zum Abend ungetrübt die Sonne und die Temperaturen steigen auf rund 27 Grad. Am Freitag ziehen zeitweise hochliegende Wolken durch, es bleibt aber trocken und in Summer überwiegt weiterhin der Sonnenschein. Die Tageshöchstwerte liegen bei sommerlichen 28 Grad. Auch der Samstag verläuft bei teils lebhaft auffrischendem Westwind über weite Strecken strahlend sonnig und mit maximal 32 bis 33 Grad wird es sogar hochsommerlich heiß. In den Abendstunden und in der Nacht auf Sonntag steigt die Gewittergefahr allerdings an! Ein Meteorologe der Österreichischen Unwetterzentrale (www.uwz.at) ist jedenfalls vor Ort, um die Veranstalter in Hinblick auf die Gewittergefahr stets am Laufenden zu halten.
Nasse Abreise
Am Sonntag, dem Abreisetag, gestaltet sich das Wetter von Beginn an unbeständig mit Schauern und Gewittern. Im Tagesverlauf kann es zeitweise auch kräftig regnen, somit muss man auf den Parkplätzen des Festivals mit zunehmend schlammigen Bedingungen rechnen. Die Temperaturen liegen am Morgen bei etwa 16 Grad und kommen tagsüber kaum über 20 bis 21 Grad hinaus.
Alle Wirbelstürme die sich in den Gewässern vor der Küste der USA bzw. von Mittelamerika bewegen, werden Hurrikans genannt. Also nicht nur die Stürme am Atlantik, sondern auch jene im Ostpazifik. Bis dato präsentiert sich die Hurrikansaison am Atlantik ausgesprochen ruhig. Seit 2009 ist es die erste Saison, die in den ersten fünf Wochen keinen einzigen Hurrikan aufbieten kann. Im Pazifik hat sich das aber in den vergangenen Tagen geändert. In der Vorwoche gab es mit Alvin den ersten benannten Sturm überhaupt und vor wenigen Tagen hat sich mit Barbara der zweite tropische Wirbelsturm gebildet. Und der hat es in sich!
Barbara und die Sonnenfinsternis
Barbara zieht derzeit als Hurrikan der zweithöchsten Stufe 4 auf dem offenen Pazifik ihre Kreise. Mit Böen von rund 250 km/h kratzt der Wirbelsturm sogar an der höchsten Kategorie. Spannend auch auf dem nachfolgenden Satellitenbild von gestern: Man sieht neben dem Hurrikan auch den Schatten des Mondes weiter südlich, in Chile konnte man heute ja eine totale Sonnenfinsternis beobachten.
Hurrikan Barbara
Die nachfolgende Animation zeigt gut das Auge des Hurrikans:
Toute une bête ! #Barbara est à la limite de la catégorie 5 (vents max : 250 km/h) ce matin avec un oeil bien défini. Heuresement à plus de 3 000 km d‘ #Hawaï#mmpic.twitter.com/0UZDEKvBjD
Hier noch einmal der Wirbelsturm samt Sonnenfinsternis in einem Video:
Ok, so we had to take a crack at showing this loop as well. Major Hurricane #Barbara and a total solar eclipse traversing the Pacific Ocean! Just wow… #arwxpic.twitter.com/LihilCzjU9
Da sich Barbara mitten auf dem Ostpazifik befindet, bedroht der Wirbelsturm weder Festland noch eine Insel. Dazu gelangt der Hurrikan in den kommenden Tagen auf seinem Weg nach Nordwesten in kühleres Gewässer, folglich schwächt er sich ab. Ende der Woche nähern sich die Überreste des Sturms Hawaii an und könnte für große Regenmengen sorgen.
Die weitere Zugbahn von Hurrikan Barbara auf dem Pazifik.
Bis dato präsentiert sich die Hurrikansaison an den Küsten des Atlantiks rund um Nord- und Mittelamerika ausgesprochen ruhig. Am 01. Juni begann ja offiziell die diesjährige Hurrikansaison, seit 2009 wird es die erste Saison sein, die in den ersten fünf Wochen keinen einzigen Hurrikan aufbieten kann. Im Pazifik hat sich das aber in den vergangenen Tagen geändert. In der Vorwoche gab es mit Alvin den ersten benannten Sturm überhaupt in dieser Hurrikansaison, und vor wenigen Tagen hat sich mit Barbara der zweite tropische Wirbelsturm gebildet. Und der hat es in sich!
Wo befinden wir uns?
Barbara zieht derzeit als Hurrikan der Stufe 4 (von 5) auf dem offenen Pazifik ihre Kreise, 3200 km von Hawaii und 2000 km von der Halbinsel Baja California in Mexiko entfernt. Mit Böen von rund 250 km/h kratzt der Wirbelsturm sogar an der höchsten Kategorie. Spannend auch auf dem nachfolgenden Satellitenbild von gestern: Man sieht neben dem Hurrikan auch den Schatten des Mondes weiter südlich, in Chile konnte man ja eine totale Sonnenfinsternis beobachten.
Hurrikan Barbara
Die nachfolgenden beiden Animationen zeigen gut das Auge des Hurrikans – beeindruckend:
Toute une bête ! #Barbara est à la limite de la catégorie 5 (vents max : 250 km/h) ce matin avec un oeil bien défini. Heuresement à plus de 3 000 km d‘ #Hawaï#mmpic.twitter.com/0UZDEKvBjD
GOES-East satellite representation of #Barbara. You can clearly see the transverse banding and the stadium effect within the eyewall. Pretty incredible stuff here. pic.twitter.com/bs0517RRzp
Hier noch einmal der Wirbelsturm samt Sonnenfinsternis in einem Video:
Ok, so we had to take a crack at showing this loop as well. Major Hurricane #Barbara and a total solar eclipse traversing the Pacific Ocean! Just wow… #arwxpic.twitter.com/LihilCzjU9
Derzeit und auch in den kommenden Tagen droht von Barbara keinerlei Gefahr für die Menschen in der Region. Der Wirbelsturm tobt nämlich über dem offenen Ozean fernab von Land. Im Meteorologen-Jargon wird solch ein Sturm auch „Fischsturm“ genannt.
Auf seinem Weg nach Nordwesten gelangt der Hurrikan in den kommenden Tagen über kühleres Wasser, folglich schwächt er sich ab. Ende der Woche nähern sich die Reste des dann nur noch Tropischen Tiefs der Inselgruppe Hawaii, hier könnten sie vor allem für große Regenmengen sorgen.
Die weitere Zugbahn von Hurrikan Barbara auf dem Pazifik.
Wie oft sieht man schon Menschen, die aussehen als ob sie gerade von einem Bademoden-Shooting kommen und den von der Werbeindustrie vorgegebenen Schönheitsidealen entsprechen? Eher selten. Man tut sich daher keinen Gefallen, sich mit diesen zu vergleichen und sollte stattdessen selbstbewusst zu seinem Körper stehen. Wer aber dennoch ein paar Kilo abnehmen will um sich wohl zu fühlen, hier die fundamentalen Schritte zur Sommerfigur. Und um diese Umzusetzen bedarf es vor allem eines: Einer großen Portion Motivation.
Ernährung
Ernährung spielt mit Abstand die wichtigste Rolle auf dem Weg zum Traumkörper: Laut Experten kommt es zu 70 Prozent auf die Ernährung und zu 30 Prozent auf das körperliche Training an. Einen großen Gefallen tut sich jeder, der Zucker in all seinen Formen wie Süßigkeiten, Fertigprodukten und Säften weglässt und auch großteils raffinierte Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte, Reis und Nudeln durch Vollkornprodukte, Gemüse und Proteine ersetzt. Viel Wasser trinken unterstützen den Abnehmprozess zusätzlich und ist gut gegen Heißhungerattacken. Mit dieser einfachen Daumenregel nimmt man in Verbindung mit Sport ab ohne Hunger leiden zu müssen.
Krafttraining
Krafttraining ist für die Sommerfigur gleich in mehrerer Hinsicht effektiv. Muskeln verbrennen permanent Kalorien, also selbst in Ruhephasen und wortwörtlich sogar im Schlaf. Zudem baut es Muskeln auf, die gut für die Haltung, Fitness und Kraft sind und die Haut straffen. Und selbst beim Krafttraining werden fettverbrennende Hormone ausgeschüttet. Für sichtbare Resultate sollte mit schweren Gewichten trainiert werden, mit denen man je nach Übung 6 bis 12 Wiederholungen schafft. Dabei ist jedoch eine gewisse Grundfitness und Aufwärmen wichtig. Je nachdem welche Ziele man erreichen will, ist ein Trainingsplan und mehrere Workouts in der Woche zu empfehlen.
Ausdauertraining
Ausdauertraining ist nicht nur sehr gesund, es kann auch ein gutes Instrument sein, um sein Idealgewicht zu erreichen. Hier ist zu beachten: Wer nach dem Essen laufen, radeln oder schwimmen geht arbeitet an seiner Ausdauer und Fitness, verbrennt aber die gerade zu sich genommene Energie und nicht die eigenen Fettreserven. Wer also Ausdauertraining betreibt um Gewicht zu verlieren sollte im sogenannten “fasted state”, also beispielsweise vor dem Frühstück, oder lange nach einer Mahlzeit trainieren und auch 1-2 Stunden nach dem Training nicht Unmengen verzehren, wenn er/sie vom “Nachbrenneffekt” profitieren will. Auch das sogenannte High Intensity Intervall Training (HIIT) soll effektiv bei der Fettverbrennung sein, besonders im Anschluss an ein Krafttraining.
Wir wünschen viel Motivation auf eurem Weg zur Sommerfigur!
Im Vorfeld einer Kaltfront entluden sich ab Montagmittag vor allem entlang und südlich der Donau kräftige Gewitter. Besonders betroffen war die Region von Ulm bis zum Chiemsee sowie der Landkreis Kelkheim in Niederbayern, so gab es hier örtlich großen Hagel. Insgesamt wurden von LINET 194.808 Blitze detektiert, davon allein 176.956 in Bayern und 16.010 in Baden-Württemberg. Die Gewitter zogen immer wieder über die gleichen Regionen hinweg und sorgen stellenweise für Überschwemmungen.
Die meisten Blitzentladungen wurden am Montag in den Landkreisen Augsburg, Günzburg und Rosenheim registriert: Bis zu 20.391 Mal blitzte es im Kreis Augsburg mit einer Stromstärke von mehr als 1 kA. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 239 kA wurde hingegen im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz detektiert. Anbei die nassesten Wetterstationen:
44 mm Neuburg a.d. Kammel – Langenhaslach (LK Günzburg)
38 mm Steingaden-Riesen (LK Weilheim-Schongau)
33 mm Oberhaching-Laufzorn (LK München)
27 mm Amerang-Pfaffing (LK Rosenheim)
Die stärksten Windböen wurden in Laupheim mit 94 km/h bzw. in Regensburg mit 79 km/h gemessen.
Die Kaltfront von Tief NASIR sorgte zum Monatsbeginn an der Alpennordseite für teils heftige Gewitter. Insgesamt gab es in Summe 86.211 Blitzentladungen, wobei in jedem Bundesland Blitze detektiert wurden.
Bundesland
Anzahl der Blitze
Oberösterreich
30.861
Niederösterreich
22.795
Salzburg
15.988
Tirol
8.137
Steiermark
6.933
Kärnten
624
Burgenland
351
Wien
304
Vorarlberg
218
Nicht verwunderlich lagen die blitzreichsten Gemeinden in Oberösterreich, in Grünau im Almtal gab es 2.779 Blitzen, gefolgt von Molln mit 1.679 Entladungen. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 210.000 Ampere wurde in der Gemeinde Muhr im Lungau registriert.
Zeitlicher Blitzverlauf am Montag
Hagel, Sturm und Überschwemmungen
Am Montag bildeten sich bereits am späten Vormittag in Vorarlberg und Tirol erste Gewitter, die im Tagesverlauf langsam nach Osten zogen und am Abend auch den Großraum Wien erreichten. Dabei kam es verbreitet zu starkem Regen und stellenweise auch Hagel. In Uttendorf im Pinzgau löste ein Gewitter eine Schlammlawine sowie Überschwemmungen aus:
Vor allem in Oberösterreich fiel teilweise golfballgroßer Hagel vom Himmel.
Zudem kam es im Zuge der Gewitter im Mühl- und Waldviertel auch zu schweren Sturmböen von rund 100 km/h.
108 km/h Irnfritz (NÖ)
101 km/h Raabs an der Thaya (NÖ)
97 km/h Bad Zell und Kremsmünster (OÖ)
90 km/h Linz-Hörsching (OÖ)
79 km/h St. Pölten (NÖ), Abtenau (S) und Jenbach (T)
Kräftige Gewitter im Süden
Die schwache Kaltfront von NASIR liegt am Dienstag quer über den Alpen und im Vorfeld entstehen am Dienstag besonders von Osttirol bis ins Südburgenland nochmals heftige Gewitter. Stellenweise ist dabei mit größerem Hagel und intensivem Regen zu rechnen. Durch die teils großen Regenmengen kann es lokal wieder zu Überschwemmungen oder Erdrutschen kommen. Auch am Mittwoch bleibt es im Bergland noch gewitteranfällig, die Unwettergefahr ist aber nur mehr gering.
Die Kaltfront von Skandinavientief NASIR liegt derzeit quer über Deutschlands und in einem Streifen vom Saarland über Hessen bis nach Sachsen und Südbrandenburg ziehen bereits seit den Morgenstunden lokale Schauer und vereinzelt auch Gewitter durch. Die Temperaturen liegen derzeit (11 Uhr) zwischen 19 Grad an der Nordsee und 32 Grad im Chiemgau.
Im Laufe des Nachmittags ziehen in Teilen Baden-Württembergs und Bayerns teils heftige Gewitter durch. Vor allem vom Hochschwarzwald über Oberschwaben bis nach Ober- und Niederbayern besteht im Laufe der zweiten Tageshälfte örtlich Unwettergefahr, so können die Gewitter für schwere Sturmböen um 100 km/h, teils großen Hagel und Starkregen sorgen.
Der Hochdruckeinfluss im Alpenraum lässt am Montag langsam nach und aus Norden zieht die Kaltfront eines Skandinavientiefs auf. Zunächst scheint verbreitet die Sonne und vor allem im Osten wird es sehr heiß mit Höchstwerten bis zu 37, vereinzelt auch 38 Grad. Ab Mittag nimmt die Gewitterneigung in den Alpen allerdings zu und im Laufe des Nachmittags ziehen ausgehend von Bayern auch an der Alpennordseite kräftige Gewitter auf.
Vor allem an der Alpennordseite von Vorarlberg über Tirol und Salzburg bis nach Oberösterreich sowie im Waldviertel besteht im Laufe der zweiten Tageshälfte örtlich Unwettergefahr, so können die Gewitter für schwere Sturmböen um 100 km/h, teils großen Hagel und Starkregen sorgen. Punktuell sind in Oberösterreich allerdings auch orkanartige Böen nicht ausgeschlossen!
Am Abend nimmt die Schauer- und Gewitterneigung auch im Osten etwas zu, hier ist die Luft aber sehr trocken, somit besteht in erster Linie Sturmgefahr. Der zunächst schwache Süd- bis Südwestwind wird im Zeitraum zwischen etwa 18 und 22 Uhr voraussichtlich stürmisch aus West auffrischen.
Kurz vor 17 Uhr am Sonntag wurde an der Wetterstation Uni-Innsbruck mit 38,5 Grad nicht nur ein neuer Temperaturrekord für den Juni, sondern zugleich auch ein neuer Allzeitrekord für Tirol aufgestellt. Damit sind die 38,3 Grad aus Haiming vom 27.7.1983 endgültig Geschichte. Auch in Oberösterreich sowie in Salzburg hat sich in Sachen Juni-Höchstwerte noch etwas getan: Mit 37,4 Grad wurde sowohl in Bad Goisern sowie in St. Johann im Pongau ein neuer Bundeslandrekord für den Monat Juni aufgestellt. Ebenfalls einen neuen Bundesland-Monatsrekord gab es am letzten Junitag in der Steiermark mit 37,3 Grad in Mooslandl/Hieflau.
Rekordjuni
Damit gab es in der letzten Juniwoche in fünf Bundesländern neue Monatsrekorde:
38,5 Grad Tirol
38,1 Grad Kärnten
37,4 Grad Oberösterreich
37,4 Grad Salzburg
37,3 Steiermark
In Niederösterreich hat nur ein Zehntel für einen neuen Rekord gefehlt, so wurden in Krems 38,5 Grad erreicht. Der Junirekord liegt aber weiterhin bei 38,6 Grad in Waidhofen an der Ybbs. In Vorarlberg wurden in Bludenz 35,8 Grad gemessen, der Monatsrekord liegt hier bei 36,1. Weitere Details zum Juni gibt es hier: Juni 2019
Am Montag Hitze und Gewitter
Am Montag verlagert sich die extreme Hitze mit Höchstwerten bis zu 38 Grad in den Osten des Landes, im Vorfeld einer Kaltfront zeichnen sich im Laufe der zweiten Tageshälfte aber insbesondere von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich teils heftige Gewitter mit Hagel, Starkregen und stürmisch auffrischendem Westwind ab! Aktuelle Warnungen gibt es auf www.uwz.at
Der Juni 2019 fällt mit einer Abweichung von +4,7 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel deutlich zu warm aus. Besonders groß war die Abweichung vom Tiroler Unterland bis nach Niederösterreich und Wien, hier war der Juni im Schnitt 5 Grad zu warm, lokal wie etwa in Windischgarsten sogar 6 Grad. Landesweit war der Juni 2019 der wärmste der Messgeschichte, nur gebietsweise wie etwa in Vorarlberg und in Teilen Tirols war der Juni 2003 etwas heißer. Nach dem zu kalten und zu nassen Mai setzte in den Alpen zudem eine extreme Schneeschmelze ein, welche am 12. und 13. zu einem markanten Hochwasser am Inn führte. Nur knapp wurde in Innsbruck ein hundertjährliches Hochwasser verfehlt.
Rekord an Hitzetagen
Mit 17 Hitzetagen wurden in Innsbruck und Langenlebarn ein neuer Monatsrekord aufgestellt. Der bisherige Rekord lag bei 15 in Haiming und Leibintz. Bei den Tageshöchstwerten wurden an mehr als der Hälfte aller Wetterstationen neue Juni-Stationsrekorde aufgestellt, davon stellen 27 sogar neue Allzeit-Rekorde dar, wie etwa in Imst, am Brenner oder auf der Schmittenhöhe. In fünf Bundesländern wurden dabei neue Monatsrekorde aufgestellt:
Kärnten: 38,1 Grad in Hermagor (27.6.)
Tirol: 38,5 Grad Innsbruck (30.6.)
Steiermark: 37,3 Grad in Mosslandl/Hieflau (30.6.)
Oberösterreich: 37,4 Grad in Bad Goisern (30.6.)
Salzburg: 37,4 Grad in St. Johann im Pongau (30.6.)
Rekord an Tropennächten
In der Wiener Innenstadt gab es in Summe 13 Tropennächte, damit wurde der bisherige Rekord von 12 aus dem Jahr 2003 übertroffen. Mit einem Tiefstwert von 25,9 Grad war die Nacht auf den 27. zudem die wärmste Juninacht der Messgeschichte in Wien. In Oberösterreich wurde in der Nacht zum 15. örtlich sogar die wärmste Nacht überhaupt verzeichnet, als die Temperatur in Windischgarsten nicht unter 25,3 Grad bzw. in Linz unter 23,6 Grad sank.
Extreme Trockenheit
Beim Niederschlag gab es über das ganze Land betrachtet weniger als die Hälfte der sonst üblichen Regenmengen (etwa 40%). Zuletzt annähernd so trocken war es im Juni 1976, damals lag die Temperatur aber im Bereich des langjährigen Mittels. In manchen Alpentälern wie etwa im Oberen Ennstal oder im Drautal sowie teils auch im Wienerwald wurde heuer mitunter nur 10% des Monatssolls erreicht, so gab es etwa in Wien-Mariabrunn nur 9 mm Regen (Mittel 76 mm). Nur punktuell haben Gewitter für eine ausgeglichene Bilanz gesorgt, wie etwa in Poysdorf (NÖ), in Reichenau im Mühlkreis (OÖ) oder in Deutschlandsberg (ST). Örtlich sorgte Hagelschlag allerdings für Schäden in Millionenhöhe, so gab es etwa am 6. und am 27. Hagel mit einer Größe bis 5 cm. Besonders betroffen waren das Mühl- und Waldviertel, die südliche Steiermark und das Südburgenland.
Die Sonne hat in diesem Juni hingegen Überstunden geleistet, so schien sie in Summe fast anderthalbfach so lange wie üblich. Das ergibt den sonnigsten Juni der Messgeschichte, in Mörbisch kommen einschließlich des 30.6. sogar 368 Sonnenstunden zusammen.
Extremwerte Juni 2019
(Bundesland, Tag des Auftretens); Stand 30.06., 19:00 Uhr
Höchste Temperaturen:
38,5 Grad Innsbruck (T 30.)
38,5 Grad Krems (NÖ 30.)
38,1 Grad Hermagor (K, 27.)
38,0 Grad Dellach im Drautal (K, 27.)
38,0 Grad Jenbach (T, 30.)
Tiefste Temperaturen
3,0 Grad St. Michael im Lungau (S, 2.)
3,1 Grad Ehrwald (T, 1.)
3,2 Grad St. Jakob / Defereggen (T, 2.)
Nasseste bewohnte Orte
167 Liter pro Quadratmeter Hollenthon (NÖ)
129 Liter pro Quadratmeter Fischbach (ST)
127 Liter pro Quadratmeter Deutschlandsberg (ST)
Trockenste bewohnte Orte
6 Liter pro Quadratmeter Bad Deutsch-Altenburg (NÖ)
9 Liter pro Quadratmeter Mariabrunn (W)
11 Liter pro Quadratmeter Pichl, Gröbming (ST)
Stärkste Windspitzen Niederungen:
108 km/h Haiming (T, 11.)
104 km/h Rottenmann (ST, 27.)
97 km/h Gumpoldskirchen (NÖ, 8.)
Absolut sonnigster Ort: 368 Sonnenstunden, Mörbisch am See (B)
Relativ sonnigster, bewohnter Ort: 168 % Reichenau an der Rax (NÖ)
Erstmals in der Messgeschichte wurde in Frankreich am Freitag (28.6.19) eine Temperatur über 45 Grad gemessen. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2003 von 44,1 Grad wurde regelrecht pulverisiert, so wurden am Freitagnachmittag in Vérargues 46,0 Grad und in Gallargues-le-Montueux 45,9 Grad gemessen! Der bisherige Rekord wurde zudem an 13 Orten übertroffen, anbei die Top-6:
46,0 °C in Vérargues (34)
45,9 °C in Gallargues-le-Montueux (30)
45,4 °C in Villevieille (30)
45,1 °C in Marsillargues (34)
44,6 °C in Saint-Chamas (13)
44,5 °C in Varages (83)
🌡️C’est officiel : on a atteint les 46 °C en France lors de la vague de chaleur de la fin juin ! Après contrôle et expertise par les climatologues de Météo-France, cette valeur a été validée. 👉 https://t.co/nZ0uXY7CCkpic.twitter.com/Pdao8XkOFK
Le 45.9°C de Gallargues-les-Montueux #Gard reste le record national de chaleur. Pour mise en perspective, c’est à 2.1°C du record européen (48°C à Athènes) et 8.1°C du record mondial (54°C au Koweit). #canicule2019#caniculepic.twitter.com/4c592eW5eL
Teilweise wurden die bisherigen Rekorde um mehrere Grad übertroffen und auch auf den Bergen gab es neue Höchstmarken:
Ort
Alter Rekord
Neuer Rekord (28.6.19)
Nîmes-Courbessac
41,6 °C (1923 und 2017)
44,4 °C
Montpellier aéroport
37,7 °C (2017)
42,5 °C
Aigues-Mortes
38,9 °C (2003)
40,9 °C
Mont Aigoual (1567 m)
29,4 °C (1923)
29,9 °C
In erster Linie hat das Zusammenspiel von zwei Faktoren diese extremen Temperaturwerte ermöglicht:
Eine blockierte Wetterlage, bei der mit einer südlichen bis südwestlichen Höhenströmung über mehrere Tage hinweg sehr warme Luftmassen aus der Sahara nach Westeuropa geführt wurden.
Die zusätzliche Erwärmung der Luft durch Föhn: Am Freitag wehte in Südfrankreich föhniger Nordwind vom Zentralmassiv und den Alpen bzw. dem Jura, der die Luft nochmals um ein paar Grad erwärmt hat.
Adiabatic dynamics playing strong role in the heat record. The air near the surface has descended > 1 km from the Alps within the last 12 hours, accounting for > 10°C of warming. pic.twitter.com/MDmWwGf3i1
Auch in Österreich war der Juni 2019 in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Die Temperatur lag im Mittel um 4,7 Grad über dem langjährigen Mittel, das übertrifft deutlich den bisherigen Spitzenhalter aus dem Jahre 2003 mit +4,1 Grad. Besonders bei den Temperaturen gab es unzählige Rekorde, sowohl in Bezug auf die Tageshöchstwerte als auch auf die milden Nachttemperaturen. In Oberösterreich gab es etwa in der Nacht zum 15. Juni die wärmste Nacht seit Messbeginn, so sank die Temperatur in Windischgarsten nicht unter 25,3 Grad bzw. in Linz unter 23,6 Grad ab. In der Inneren Stadt in Wien gab es zudem 13 Tropennächte, auch das stellt einen neuen Junirekord dar.
Unzählige Rekorde
Bei den Tageshöchstwerten wurden hierzulande an mehr als 140 Wetterstationen neue Juni-Stationsrekorde aufgestellt, davon stellen 27 sogar neue Allzeitrekorde dar, wie etwa in Imst, am Brenner oder auch auf der Schmittenhöhe. In drei Bundesländern wurden auch neue Rekordmarken für den Monat Juni aufgestellt:
Kärnten: 38,1 Grad in Hermagor (27.6.)
Tirol: 37,5 Grad in Imst (26.6.) und Innsbruck (27.6.)
Steiermark: 37,2 Grad in Graz (27.6.)
Die Anzahl der Rekorde in ganz Mitteleuropa sowie deren Ausmaß stehen eindeutig in Zusammenhang mit dem Klimawandel. Solche Hitzerekorde treten weltweit schon fünfmal öfter auf als es ohne globale Erwärmung der Fall wäre.
Trockenheit
Beim Niederschlag gab es über das ganze Land betrachtet weniger als die Hälfte der sonst üblichen Regenmengen (etwa 40%). Zuletzt annähernd so trocken war es im Juni 1976. In manchen Alpentälern wie etwa im Oberen Ennstal oder im Drautal sowie teils auch im Wienerwald wurde mitunter nur 10% des Solls erreicht, so gab es etwa in Wien-Mariabrunn nur 9 mm Regen (Mittel 76 mm). Nur punktuell haben Gewitter für eine ausgeglichene Bilanz gesorgt, wie etwa in Poysdorf (NÖ), in Reichenau im Mühlkreis (OÖ) oder in Deutschlandsberg (ST). Passend dazu hat die Sonne in diesem Juni hingegen Überstunden gemacht, so schien sie in Summe fast anderthalbfach so lange wie üblich.
Der Juni war verbreitet bislang deutlich zu warm und zu trocken. In der Graphik zeigt sich, dass vom Vogtland bis in die Magdeburger Börde und in der Lausitz teils nur 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen ist. Dies entspricht teils nur 20 % bis 40 % des Üblichen.
Die hohen Niederschläge im Streifen von Halle/Saale bis hinauf zur Ostsee sind auf wenige kräftige Gewitter zurückzuführen, die hier zu Beginn des Monats durchgezogen sind. Damals standen etliche Keller unter Wasser. Solche extremen Regenmengen bringen jedoch kaum etwas für die Bodenfeuchte, da viel Wasser oberflächig abläuft und nicht versickert.
Die Trockenheit wird sich in den kommenden Tagen weiter verschärfen, denn ergiebiger Landregen ist für die gesamte Nordhälfte nicht in Sicht. Zudem wird es am Wochenende wieder heiß. Hier die prognostizierten Höchstwerte am Sonntag.
Darüber hinaus besteht verbreitet eine hohe bis extreme Waldbrandgefahr. In der folgenden Karte seht ihr eine Übersicht über das Risiko eines Waldbrandes. In den Rot und Violett eingefärbten Bereichen reicht schon eine unachtsam fallen gelassene Zigarettenkippe, um einen verheerenden Brand auszulösen. Die Feuerwehren sind schon jetzt in Alarmbreitschaft.
Wegen der anhaltend hohen #Waldbrand-Gefahr hat die Regierung von Oberbayern auch für den Landkreis #Rosenheim Luftbeobachtung für diesen Sonntag, 30. Juni, bis einschließlich Montag, 1. Juli, angeordnet!
Zwar zieht am Sonntagabend eine Kaltfront von Nordwesten herein, die jedoch in der Nordhälfte keinen nennenswerten Niederschlag bringt. Erst am Montag werden im Süden kräftige Gewitter im Vorfeld dieser Front erwartet, die jedoch durch Blitzschlag auch Waldbrände verursachen können. Zudem sind die üblichen Begleiterscheinungen wie Hagel und Starkregen möglich. Wie oben bereits erwähnt, bringt dieser jedoch kaum etwas für die Pflanzenwelt.
Der wärmste Juni der Messgeschichte sorgt täglich für neue Rekorde. Noch nie war es in einem Juni in Kärnten und in der Steiermark so heiß wie am Donnerstag, in Dellach und Hermagor wurden die bisherigen Rekorde sogar um 4 Grad überboten. Bislang gab es auch drei neue Bundeslandrekorde für den Monat Juni:
Kärnten: 38,1 Grad in Hermagor (27.6.)
Tirol: 37,5 Grad in Imst (26.6.) und Innsbruck (27.6.)
Steiermark: 37,2 Grad in Graz (27.6.)
Extreme Trockenheit
Der Juni war nicht nur der heißeste, sondern auch der trockenste Juni in Österreich seit Messbeginn. In weiten Teilen des Landes gab es nur 20 bis 40% der üblichen Niederschlagsmenge, in Teilen Oberkärntens und des Pongaus gab es sogar weniger als 15% des Solls. Nur punktuell haben Gewitter für eine ausgeglichene Bilanz gesorgt, wie etwa in der Süd- und Oststeiermark, im Mühlviertel oder im östlichen Weinviertel. Ähnlich trocken war es im Juni 1976. Die Kombination aus trockenen Böden und großer Hitze sorgt in den kommenden Tagen für eine sehr hohe Waldbrandgefahr.
Die Temperaturen steigen am Wochenende unter Hochdruckeinfluss wieder deutlich an, so liegen die Höchstwerte am Samstag bei strahlendem Sonnenschein zwischen 26 Grad im östlichen Bergland und 34 im Oberinntal. Am Sonntag und Montag wird es wieder verbreitet hochsommerlich heiß, von Salzburg bis zum Weinviertel sind lokal Spitzenwerte bis 38 Grad zu erwarten. Am Montagabend zieht an der Alpennordseite aber eine Kaltfront mit kräftigen Gewittern auf. Ab Dienstag zeichnet sich dann normal temperiertes Sommerwetter ab.
Eine Kaltfront hat am Donnerstagabend die schwüle und heiße Luft südwärts abgedrängt. Im Vorfeld der Kaltfront gab es in Ober- und Niederösterreich sowie im Burgenland und der Steiermark heftige Gewitter. Besonders betroffen waren die südliche Steiermark, das Südburgenland und das Mühlviertel, hier wurde vielerorts Hagel mit einer Größe von 2 bis 4, im Südosten vereinzelt auch 5 cm gemeldet.
Die diesjährigen 32 Red Bull X-Alps Athleten aus 20 Nationen haben sich ein starkes Rennen quer über die Alpen geliefert. Vor knapp zwei Wochen machten sich die fittesten, stärksten und härtesten Abenteuer-Athletinnen und Athleten im Alter von 24 bis 59 Jahren, gemeinsam von Salzburg nach Monaco für das härteste Abenteuer-Rennen der Welt auf die Reise.
Von Salzburg bis Monaco
Das Rennen startete in der historischen Altstadt von Salzburg und endete an der Mittelmeerküste Monacos. Dazwischen lagen 13 Turnpoints in Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Frankreich.
Als heute Mittag um 12 Uhr das Rennen offiziell beendet wurde, waren insgesamt zehn Athleten in Monaco angekommen. Fünf der 32 Teilnehmer wurden bereits vorzeitig auf dem letzten Platz liegend aus dem Rennen genommen, ein Weiterer musste verletzungsbedingt aufgeben.
“Es war ein unglaubliches Rennen und wahrscheinlich das härteste und herausforderndste in der Geschichte der Red Bull X-Alps ,“ sagte Rennmitgründer Ulrich Grill. „Die Leistung aller Athleten war einfach phänomenaler und stärker denn je.“
Zum sechsten Mal in Folge hat der „Adler vom Adelboden“ Christian ‚Chrigel‘ Maurer (SUI1) das Rennen gewonnen. Der Ausnahmeathlet kam mit einer Zeit von 9 Tagen 3 Stunden 6 Minuten an der französischen Küste an. Zweiter wurde der Franzose Maxime Pinot (FRA4), der eine starke Vorstellung bei seiner ersten Teilnahme an den Red Bull X-Alps bot. Er musste sich am Ende aber Maurer geschlagen geben und beendete das Rennen nach 9 Tagen 21 Stunden 52 Minuten. Der Kampf um Platz drei war ein spannendes Duell zwischen dem Österreicher Paul Guschlbauer (AUT1) und dem Franzosen Benoit Outters (FRA1). Ganz im Geiste des Rennens schlossen sie sich zusammen und überschritten die Ziellinie gemeinsam nach 10 Tagen 8 Stunden 45 Minuten.
In diesem Jahr waren die Bedingungen für die 30 Männer und zwei Frauen eine ganz besondere Herausforderung. Entlang der Strecke mussten die Alpen mehrfach überquert werden und auch das Wetter brachte alle ans Limit. Nach einem schnellen Start in Salzburg bei mäßigem Flugwetter, erwartete die Athleten eine Schlechtwetterfront in der Schweiz. Diese zwang die Meisten zu langen Fußmärschen zu den nächsten Turnpoints. Darunter auch der höchste Wendepunkt des Rennens auf über 3000 Metern Höhe auf dem Titlis. Für manche dauerte der Aufstieg über sechs Stunden. In Frankreich erwartete die Athleten dann brütende Hitze. Die Meteorologen von UBIMET, offizielle Wetterdienstleister von Red Bull X-Alps, haben täglich Wetterprognosen für das Event erstellt. An einigen Tagen mussten die Athleten bis zu 5.000 Höhenmeter bewältigen. Das entspricht ungefähr der Besteigung des Mount Everest jeden zweiten Tag.
Endergebnis
1. Christian Maurer (SUI1), 9 Tage, 3 Stunden, 6 Minuten
2. Maxime Pinot (FRA4), 9 Tage, 21 Stunden, 52 Minuten
3. Benoît Outters (FRA1), 10 Tage, 8 Stunden, 45 Minuten
Paul Guschlbauer (AUT1), 10 Tage, 8 Stunden, 45 Minuten
5. Manuel Nübel (GER1), 10 Tage, 11 Stunden, 26 Minuten
6. Simon Oberrauner, (AUT2), 10 Tage, 12 Stunden, 5 Minuten
7. Gaspard Petiot (FRA2), 10 Tage, 13 Stunden, 12 Minuten
8. Patrick von Känel (SUI2), 10 Tage, 13 Stunden, 46 Minuten
9. Aaron Durogati (ITA1), 10 Tage, 17 Stunden, 22 Minuten
10. Tom de Dorlodot (BEL), 10 Tage, 22 Stunden, 33 Minuten
11. Toma Coconea (ROU), 78.1km zum Ziel
12. Gavin McClurg (USA1), 206km zum Ziel
13. Tobias Grossrubatscher (ITA2), 212.7km zum Ziel
14. Markus Anders (GER2), 215.8km zum Ziel
15. Nick Neynens (NZL1), 263.3km zum Ziel
16. Eduardo Garza (MEX), 265.4km zum Ziel
17. Evgenii Griaznov (RUS), 270.3km zum Ziel
18. Juraj Koren (SVK), 290.1km zum Ziel
19. Adrian Keller (SUI3), 350.5km zum Ziel
20. Cody Mittanck (USA3), 399km zum Ziel
21. Thomas Juel Christensen (DNK), 423.8km zum Ziel
22. Baris Celik (TUR), 449.1km zum Ziel
23. Willi Cannell (USA2), 471.4km zum Ziel
24. Marko Hrgetic (HRV), 478.3km zum Ziel
25. Kaoru Ogisawa (JPN), 500.9km zum Ziel
26. Helmut Schrempf (AUT3), 503.4km zum Ziel
OUT Chikyong Ha (KOR), 530km zum Ziel
DNF Antoine Girard (FRA3), 554km zum Ziel
OUT Kinga Masztalerz (NZL2), 580km zum Ziel
OUT Alex Villa (COL), 743km zum Ziel
OUT Dominika Kasieczko (POL), 870km zum Ziel
OUT Rodolphe Akl (LBN), 990km zum Ziel
Wie schon im Originalbeitrag vermutet, hielten die neuen Rekorde nicht lange. Der neue Juni-Rekord von 36,7 Grad vom Dienstag aus Imst wurde am Mittwoch mit 37,5 in Imst neuerlich überboten und am Donnerstag mit 37,5 Grad in Innsbruck eingestellt. Und auch in Kärnten und in der Steiermark stieg an vielen Messstationen die Temperatur wie nie zuvor im Juni. Die Top-10 der heutigen Temperaturausbeute:
38,1 Grad Hermagor: neuer Juni-Stationsrekord und Bundeslandrekord Kärnten
38,0 Grad Dellach an der Drau: neuer Juni-Stationsrekord
37,9 Grad Mittewald an der Drau: neuer Juni-Stationsrekord (UBIMET-Station mit kurzer Messreihe)
37,8 Grad Ferlach: neuer Juni-Stationsrekord
37,5 Grad Innsbruck Uni: neuer Juni-Stationsrekord, BundeslandrekordTirol eingestellt
37,4 Grad Spittal an der Drau: neuer Juni-Stationsrekord
37,2 Grad Graz Uni: neuer Juni-Stationsrekord und Bundeslandrekord Steiermark
37,1 Grad Klagenfurt: neuer Juni-Stationsrekord
36,8 Grad Kötschach-Mauthen: neuer Juni-Stationsrekord
36,8 Grad Graz/Strassgang: neuer Juni-Stationsrekord
36,8 Grad Imst
36,8 Grad Landeck
36,8 Grad Feldkirchen: neuer Juni-Stationsrekord
36,7 Grad Lienz: neuer Juni-Stationsrekord
————————————– Originalbeitrag vom Mittwoch 26.6.2019:
36,7 Grad – neuer Junirekord für Tirol
Allerdings dürfte der Rekord nur rund 24 Stunden halten, da es am heutigen Mittwoch nochmals etwas heißer wird.
Nachfolgend sind die Top 5 der Höchsttemperaturen vom gestrigen Dienstag aufgelistet:
Innsbruck-Uni 36,7 Grad
Imst 36,5 Grad
Landeck 36,0 Grad
Haiming 35,3 Grad
St. Johann im Pongau 35,2 Grad
Die heißesten Orte aufgeschlüsselt nach Bundesland:
Höchstwerte je Bundesland am Dienstag @ UBIMET
Neue Stationsrekorde für den Juni gab es in Tirol und Salzburg:
Innsbruck-Uni 36,7 Grad (zuvor 35,7 Grad am 09.06.2014)
Landeck 36,0 Grad (zuvor 35,0 Grad am 30.06.1950)
St. Johann im Pongau 35,2 Grad (zuvor 34,6 Grad am 18.06.2013)
Mayrhofen 35,1 Grad (zuvor 34,8 Grad am 20.06.2002)
Nauders 32,1 Grad (zuvor 31,0 Grad am 24.06.2017)
Bad Gastein 31,7 Grad (zuvor 31,2 Grad am 24.06.2016)
Seefeld 31,6 Grad (zuvor 30,9 Grad am 18.06.2013)
St. Anton am Arlberg 31,5 Grad (zuvor 31,1 Grad am 30.06.2012)
Obergurgl 25,7 Grad (zuvor 25,3 Grad am 24.06.2016)
Schmittenhöhe auf 2000 m in Salzburg 23,4 Grad (zuvor 22,9 Grad am 18.06.2002)
Prognostizierte Höchstwerte am Mittwoch, 26.06.2019 @ UBIMET
Heute am Mittwoch verlagert sich die Hitze etwas weiter nach Osten, auch von Salzburg bis nach Wien sind gebietsweise über 35 Grad zu erwarten, vereinzelt sind wieder 37 Grad möglich. Am Donnerstag wird es mit einem schwachen Tiefausläufer etwas unbeständiger – einzelne, aber kräftige Gewitter sind im Tagesverlauf vom Mühl- und Waldviertel bis zu den östlichen Nordalpen sowie entlang der Koralpe möglich. Die folgenden Tage verlaufen schließlich wieder durchwegs trocken mit viel Sonnenschein. Während Freitag und Samstag übliche Sommertemperaturen sehen, deuten sich für Sonntag hingegen nochmal verbreitet Höchstwerte um 35 Grad an.
Die Kaltfront von Tief OTTO mit Kern über Russland erfasst in diesen Stunden Tschechien und das Wetter im Alpenraum gestaltet sich vorübergehend unbeständig. Am Nachmittag gehen in Oberösterreich sowie im Mostviertel lokale Schauer und Gewitter nieder, am späten Nachmittag wird es auch entlang der Nordalpen zwischen Bodensee und Salzkammergut sowie im Südosten gewittrig. Die Gewitter sind nicht besonders zahlreich vertreten, können aber sehr heftig ausfallen! Lokal besteht die Gefahr von großem Hagel und Sturmböen!
Mit Durchzug der Kaltfront erreicht uns aus Nordosten etwas kühlere und deutlich trockenere Luft, somit gehen die Temperaturen am Freitag zurück und besonders im Osten wird es vorübergehend nicht mehr so heiß wie zuletzt: Bei viel Sonnenschein gibt es im Osten maximal 26 bis 29 Grad, dazu ist die Luft nicht mehr schwül. In Osttirol und Oberkärnten gibt es bei föhnigem Nordwind aber noch bis zu 34 Grad.
Am Samstag steigen die Temperaturen unter Hochdruckeinfluss wieder an. Bei strahlendem Sonnenschein gibt es im Oberinntal bis zu 34 Grad, im Osten liegen die Höchstwerte bei 30 Grad. Vorerst bleibt die Hitze aber erträglich, da die Luft recht trocken ist. Am Sonntag wird es dann wieder sehr heiß mit Spitzenwerten von 34 bis 36 Grad im östlichen Flachland und örtlich 37 Grad an der Alpennordseite. Am Montag wird es vor allem im Osten nochmals extrem heiß, aus Westen zieht gegen Abend aber eine Kaltfront mit teils kräftigen Gewittern auf.
Bereits am gestrigen Dienstag war es ausgesprochen heiß, ein so genannter Tropentag mit mehr als 30 Grad wurde in nahezu ganz Deutschland verzeichnet. Selbst auf den Inseln von Nord- und Ostsee wurde es mit ablandigem Wind außergewöhnlich heiß, auf Norderney zeigte das Thermometer gar 33,5 Grad. Die höchsten Werte wurden im Westen und Südwesten erreicht, verbreitet gab es um oder leicht über 35 Grad. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Hitliste.
Die Nacht auf Mittwoch war entsprechend warm, vielerorts konnte sich die Luft nicht unter die 20 Grad-Marke abkühlen. Besonders schlecht dürften die Menschen im kleinen Ort Barsinghausen-Hohenbostel südwestlich von Hannover geschlafen haben, hier lag die Tiefsttemperatur bei fast unglaublichen 26,2 Grad! Das ist ein Wert, der eigentlich als Höchsttemperatur als Sommertag durchgeht.
Satellitenbild von 11 Uhr sowie eingezeichnet die Höchsttemperaturen für Mittwoch @ ECMWF, UBIMET
Am heutigen Mittwoch erreicht die Hitze ihren vorläufigen Höhepunkt. Um 12:00 Uhr liegen die Werte bei strahlend sonnigen Bedingungen bereits zwischen 33 und 35 Grad im Osten. In Genthin wurden bereits 35,9 Grad erreicht, in Potsdam 35,8 Grad. Damit liegt die aktuelle Temperatur in Potsdam nur noch 0,8 Grad von der seit 1893 jemals im Juni gemessenen Höchsttemperatur entfernt. Vielerorts sind heute neue Stationsrekorde für den Juni zu erwarten.
Temperaturupdate: Um 12 Uhr ist die Temperatur überall bereits auf Werte um 35°C gestiegen. #Potsdam und #Müggelsee aktuell Spitzenreiter mit 35.8°C.
Lediglich an der Nordsee hat es schon deutlich abgekühlt, hier haben sich zudem tiefe Wolken ausgebreitet. So liegt die Temperatur bspw. auf Norderney nur bei 17 Grad, was gegenüber den gestrigen Werten ein Rückgang um über 16 Grad bedeutet.
Temperaturverlauf Norderney @ UBIMET, DWD
Beachtet bitte bei derartig hohen Temperaturen die allseits gebrachten Hinweise zur Reduktion von Hitzestress und gesundheitlichen Problemen. Insbesondere in Autos hitzt es sich massiv auf, lasst keine Tiere und Kleinkinder zurück.
Innentemperaturen im Auto nach einer gewissen Zeit @ UBIMET
Für Juni kündigen sich wirklich extreme Höchstwerte an, die Temperaturen steigen am Mittwoch vereinzelt auf bis zu 38 Grad! Was diese Hitzewelle bemerkenswert macht, ist der Umstand, dass sie ungewöhnlich früh im Jahr kommt. Üblicherweise werden die heißesten Tage nämlich erst im Laufe des Julis und in der ersten Augusthälfte registriert.
Die Wetterlage ist auf dem folgenden Bild gut zu erkennen. Die extrem heiße Luft (dargestellt in den Farbtönen violett/pink) strömt von der Wüste Algeriens über das westliche Mittelmeer bis nach Frankreich, Deutschland, in die Schweiz und eben auch nach Österreich:
Aus Afrika kommt heiße Luft zu uns.
Hier mal eine repräsentative Auswahl jener Orte, an denen in den kommenden Tagen der Junirekord aller Voraussicht nach eingestellt oder sogar übertroffen wird:
Ort (Bundesland)
bisheriger Junirekord
Feldkirch (Vorarlberg)
36,0 Grad
Bludenz (Vorarlberg)
36,1 Grad
Landeck (Tirol)
35,0 Grad
Innsbruck-Uni (Tirol)
35,7 Grad
Kufstein (Tirol)
35,8 Grad
Lienz (Tirol)
35,0 Grad
Bischofshofen (Salzburg)
34,7 Grad
St. Johann im Pongau (Salzburg)
34,6 Grad
Tamsweg (Salzburg)
33,5 Grad
Dellach im Drautal (Kärnten)
33,9 Grad
Villach (Kärnten)
35,3 Grad
Feldkirchen (Kärnten)
34,4 Grad
Nach Norden und Osten zu liegen einerseits die Junirekorde höher als im Westen und Süden, andererseits wird es hier in den nächsten Tagen auch nicht ganz so heiß. So sind etwa die 36,5 Grad in Wien ebenso wenig in Gefahr wie die 36,1 Grad in Eisenstadt. Auch der österreichweite Rekord ist wohl außer Reichweite, er liegt bei 38,6 Grad in Waidhofen/Ybbs.
Nach dem zu kühlen Mai präsentiert sich der Juni bisher wieder deutlich zu warm, rund eine Woche vor Ende des Monats liegt die Abweichung der Temperatur bei rund +3,4 Grad. Und diese Zahl wird sich in den nächsten Tagen noch erhöhen, der Juni geht damit als einer der wärmsten wenn nicht gar als wärmster schlechthin in die Geschichtsbücher ein. Denn die nun anstehende Hitze hat es in sich.
Ein kräftiges Tief etabliert sich über dem Ostatlantik, vorderseitig wird auf direktem Wege Luft aus der Sahara angezapft. Das ist soweit nichts unübliches, doch die Luft ist wirklich außergewöhnlich warm und gelangt ohne Umwege direkt über den westlichen Mittelmeerraum und Frankreich zu uns. Wurden heute nur ganz im Westen des Landes zaghaft 30 Grad erreicht, so steigt das Thermometer morgen am Montag schon verbreitet auf diese Marke. Bis zu 34 Grad sind zu erwarten, an den Küsten bleibt es deutlich kühler.
Höchstwerte am Dienstag, 25.06. @ UBIMET
Am Dienstag wird es zunehmend unangenehm, nahezu überall werden mehr als 30 Grad erreicht. Am heißesten wird es im Westen – vom Oberrheingraben bis ins Ruhrgebiet werden 34 bis 37 Grad erreicht, aber auch vom Thüringer Becken bis nach Berlin muss man sich auf 35 oder 36 Grad einstellen. Und all das bei strahlendem Sonnenschein, kühlende Schauer oder gar Gewitter sind nicht zu erwarten.
Höchstwerte am Mittwoch, 26.06. @ UBIMET
Verbreitet über 36 Grad am Mittwoch
Der Mittwoch stellt den Höhepunkt der Hitze dar, unsere Temperaturkarten zeigen dann nur noch pinke Farbtöne. In einem Streifen vom Saarland bis nach Brandenburg zeichnen sich 36 bis 38 Grad ab, lokal sind auch 39 Grad möglich und auch die 40 Grad kann man nach aktuellem Stand nicht ausschließen. Nur im Nordwesten macht sich schon ‚kühlere‘ Luft bemerkbar. Die höchste jemals im Juni in Deutschland gemessene Temperatur beträgt 38,0 Grad und stammt aus Trier aus dem Jahre 1947. Dieser Rekord ist sicherlich in Gefahr. Nahezu sicher erscheint derweil, dass an vielen Wetterstationen dortige bisherige Höchstwerte überschritten werden.
Höchstwerte am Donnerstag, 27.06. @ UBIMET
Vorübergehende Abkühlung ab Donnerstag
Zum Donnerstag hin kommen die kühleren, jedoch normal temperierten Luftmassen weiter nach Süden voran. Bis inklusive Samstag zeichnen sich übliche Sommertemperaturen ab, mit Ausnahme des Südwestens, wo es heiß bleibt. Was danach passiert, ist naturgemäß noch mit Unsicherheiten behaftet. Doch schon jetzt deutet sich eine Rückkehr der enormen Hitze ab Sonntag an.
Nach einem trüben und teils nassen Wochenende stellt sich pünktlich zu Wochenbeginn wieder Hochdruckwetter ein und läutet den Beginn einer Hitzewelle ein. Vor allem im Westen von Österreich dürften einige neue Monatsrekorde fallen und der Juni 2019 wird der wärmste der Messgeschichte Österreichs.
Hitzehöhepunkt zur Wochenmitte
Bereits am Montag scheint verbreitet die Sonne und mit Temperaturen von 24 bis 32 Grad wird es wieder hochsommerlich warm. Einzelne Schauer sind nur mehr in Kärnten und der Steiermark möglich. Am Dienstag wird es noch deutlich heißer, bei Höchstwerte von 28 bis 36 Grad kommt man im ganzen Land ins Schwitzen. Die Hitzepole liegen dabei wie auch in den Folgetagen im Rhein- und Inntal. Der vorläufige Höhepunkt der Hitze wird dann am Mittwoch und Donnerstag erreicht mit Spitzenwerten von 30 bis 37 Grad. Dabei sind von Vorarlberg bis Oberösterreich und Kärnten an einigen Orten neue Hitzerekorde für den Monat Juni zu erwarten:
Landeshauptstadt
Tmax Juni
prognostiziertes Tmax
Bregenz
35,5 Grad (17.06.2013)
35 Grad
Innsbruck
35,7 Grad (09.06.2014)
37 Grad
Salzburg
35,8 Grad (19.06.2013)
37 Grad
Linz
35,3 Grad (20.06.2013)
36 Grad
St. Pölten
37,1 Grad (20.06.2013)
36 Grad
Wien
37,7 Grad (30.06.2013)
35 Grad
Eisenstadt
36,1 Grad (12.06.2000)
35 Grad
Graz
34,3 Grad (12.06.2010)
36 Grad
Klagenfurt
35,3 Grad (20.06.2002)
35 Grad
Da zu ist die Gewittergefahr bis Donnerstagabend selbst im Bergland äußerst gering.
Angenehmer ab Freitag
Von Donnerstag auf Freitag überquert eine schwache Kaltfront die Ostalpen. Während Schauer und Gewitter kaum auftreten, kühlt es von Nordosten her ein wenig ab. Die große Hitze legt somit eine Pause ein, trotzdem werden am Freitag von Ost nach West immer noch sommerliche 26 bis 32 Grad erreicht. Das letzte Juniwochenende dürfte sonnig und bei Höchstwerten um 30 Grad sommerlich warm verlaufen. Die große Hitze mit Höchstwerte über 35 Grad scheint dann zum Monatswechsel wieder zurückzukehren.
Heißester und einer der sonnigsten Juni seit Messbeginn
Der Juni 2003 war mit einer Abweichung von +4,1 Grad zum langjährigen Mittel der bis dato bei weitem der wärmste Juni der Messgeschichte Österreichs. Derzeit liegt der Juni gleichauf mit dem Hitzejuni 2003 und aufgrund der kommenden Hitzewelle steht jetzt es schon fest, dass der Juni 2019 als bislang heißester seit Messbeginn in die Geschichtsbücher eingehen wird. Dazu präsentiert sich der Monat auch ausgesprochen sonnig. Bereits vor dem Wochenende wurde im Großteil des Landes das Sonnensoll erreicht und in den kommenden Tagen kommen noch dutzende Sonnenstunden hinzu.
Ein Höhentief befindet sich östlich von Österreich und steuert feucht-labile Luft in den Osten und Südosten des Landes. Dabei führt schauerartige verstärkter Regen von den niederösterreichischen Voralpen bis zu Koralpe zu stellenweise ergiebigen Regen. So gab es in Deutschlandsberg seit Mitternacht schon über 70 l/m² an Regen:
Niederschlagssumme seit Mitternacht
In den kommenden Stunden regnet es noch weiter, erst mit Abzug des Tiefs setzt sich in der kommenden Nacht ruhiges Wetter durch. Am Montag scheint nach Auflösung von Restwolken und häufig die Sonne und es wird überall sommerlich warm. Dabei beginnt der Zustrom heißer Saharaluft nach West- und Mitteleuropa und es wird bis zur Wochen ömitte immer heißer. Am Mittwoch und Donnerstag gibt es dann Spitzenwerte von bis zu 37 Grad, vor allem Westen von Österreich werden einige neue Temperaturrekorde für Juni aufgestellt werden.
Rückblick auf den Samstag
Am Samstag blieben die befürchteten Unwetter in Österreich großteils aus. Nur stellenweise gab es von Salzburg über das Mühlviertel bis ins Weinviertel sowie im Südosten kräftige Gewitter samt Starkregen. Bis auf lokale Überflutungen blieben Schäden aber aus.
Gesamtregenmenge am SamstagBlitzverteilung und zeitlicher Blitzverlauf am Samstag
Unwetter in Oberitalien und Kroatien
Deutlich stärker fielen die Gewitter südlich der Alpen aus, von der Poebene bis nach Kroatien gab es zahlreiche heftige Gewitter. Besonders betroffen war der Großraum Bologna, wo großer Hagel und Sturm zu weitreichenden Schäden führte.
Das kräftigste Gewitter geht derzeit im Kaiserwinkl nieder. In Summe haben die heftigsten Gewitter bislang Österreich verschont: Eine der Ursachen dafür ist die heftige Linie, welche tagsüber mit Hagel und teils schweren Sturmböen über Slowenien und Kroatien hinweggezogen ist und hierzulande für Wolken und Regen gesorgt. Dadurch wurde verhindert, dass im südlichen und östlichen Bergland neue Gewitter entstehen. Nur die Alpennordseite und der äußersten Osten waren davon nur marginal beeinflusst.
Die Gewitter östlich von Wien schwächen sich deutlich ab, auf der aktuellen Blitzkarte sind die meisten Entladungen im Waldviertel, im Innviertel und im Kaiserwinkl zu sehen.
Im Wald- und Weinviertel sowie im Innviertel gehen derzeit einige Schauer und Gewitter nieder. Lokal gab es hier in der letzten Stunde große Regenmengen und stürmische Böen.
Ort
Regensumme (17 bis 18 Uhr)
Zwerndorf (NÖ)
39 mm
Gänserndorf (NÖ)
30 mm
Gars am Kamp (NÖ)
29 mm
Leiser Berge (NÖ)
15 mm
68 km/h Leiser Berge (NÖ)
65 km/h Grad am Kamp (NÖ)
61 km/h Mattsee (S)
+++++ Update 17:50 Uhr +++++
Die Gewitter östlich von Wien bringen große Regenmengen in kurzer Zeit, es besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen!
Wien wird derzeit in die Zange genommen: Aus Südwesten ziehen die Reste der Gewitter in der Steiermark auf, bodennah erreicht derzeit aber die Böenfront der Gewitter im Osten die Stadt.
Auch in Deutschland ziehen derzeit einige Gewitter unterwegs. Anbei ein spektakuläres Bild einer Böenfront mit „Shelf Cloud“ in Baden-Württemberg. Mit Durchzug solcher Wolken frischt in der Regel lebhafter bis kräftiger, manchmal auch stürmischer Wind auf.
Am aktuelles Infrarot-Satellitenbild sind die aktuellen Gewitter-Hotspots gut zu erkennen. Auf dem folgenden Bild ist die Temperatur an der Wolkenobergrenze dargestellt: Je hochreichender die Wolken, desto kälter die Temperatur. Besonders in Kroatien ist ein ausgeprägter Gewitterkomplex unterwegs, der in abgeschwächter Form nach SW-Ungarn und SO-Österreich hineinreicht. Weitere Gewitter gibt es in Süddeutschland, im Innviertel und im Weinviertel.
Im östlichen Flachland entstehen derzeit vermehrt Schauer und Gewitter. Auch aus Wien sind die Quellwolken bereits gut sichtbar. In der nächsten Stunde wird hier voraussichtlich lebhafter Ostwind mit Böen um 40 oder 50 km/h auffrischen, wenn die Böenfront der Gewitter das Wiener Becken erreicht.
Die kräftigsten Gewitter sind derzeit weiterhin im Flachgau und im Salzkammergut unterwegs, so gab es letzte Stunde am Mondsee 18 Liter pro Quadratmeter Regen und Böen bis 58 km/h. Im äußersten Osten sind ebenfalls lokale Schauer und Gewitter entstanden, im Südosten fällt dagegen teils gewittrig durchsetzter Regen.
+++++ Update 16:35 Uhr +++++
Ein kräftiges Gewitter mit Hagel und Starkregen befindet sich derzeit an der Grenze zwischen dem Flachgau und Bayern. Es verlagert sich derzeit entlang der Grenze nach Nord-Nordwest.
Auch im Salzkammergut sind kräftige Gewitter entstanden, wie etwa am Wolfgangsee:
+++++ Update 16:15 Uhr +++++
Rund um die Stadt Salzburg haben sich einige kräftige Gewitter gebildet, welche langsam nach Nordwesten ziehen. Sie weisen höchste Radarreflektivitäten auf und können lokal Hagel bringen!
Auch an der March kommen slowakische Gewitter langsam nach Westen voran.
Blitze rund um Salzburg um 16:15 Uhr @ UBIMET, nowcast
+++++ Update 14:30 Uhr +++++
Durch die kräftigen Gewitter über Slowenien und Kroatien fällt nach Norden zu teils kräftiger Regen, der in Unterkärnten und der Steiermark die Auslöse von Gewittern bisher verhindert hat. Erst am nördlichen Rand des Regengebietes konnten sich Gewitter bilden, etwa im Murtal. So hat es in Murau in der letzten Stunde 21 mm gegeben, auf der Stolzalpe nebenan 23 mm.
1h-Niederschlagsmengen bis 14 Uhr @ UBIMETRadarbild von 14:30 Uhr @ http://www.wetter.tv
Rückseitig des nach Osten ziehenden Regengebietes lockern die Wolken nun auf, so dass hier in den nächsten Stunden mit neuen Entwicklungen gerechnet werden muss. Auch im Nordosten sind die Voraussetzungen gut, hier scheint die Sonne und heizt die Luft etwas an. Wettermodelle deuten recht einheitlich auf ergiebige Gewitter am Abend hin, auch zum Donauinselfest.
+++++ Update 13:00 Uhr +++++
Zu was die Luftmasse in Verbindung mit dem Höhentief in der Lage ist, hat sich gestern und in der Nacht schon in der Schweiz gezeigt. In Neuchatel haben sich innerhalb von 3 Stunden rund 150 mm Niederschlag ergossen, die Überflutungen im Video waren die Folge:
+++++ Update 12:30 Uhr +++++
Die kräftigsten Gewitter sind aktuell über Slowenien zu finden, hier besteht heute wieder die Gefahr von sehr großem Hagel. Nördlich angrenzend fällt gewittrig durchsetzter Regen, der in Unterkärnten auch recht kräftig ist. Wetterstationen messen im Schnitt zwischen 2 und 5 mm in 10 Minuten.
Derweil haben wir Warnungen vor Starkregen am Alpenostrand ausgegeben. Am Abend gehen die Gewitter hier in anhaltenden, gewittrig durchsetzten Regen über, der sich von Osten her an den Bergen staut. Lokal sind hier dann Überflutungen möglich:
@ uwz.at
+++++ Update 11:30 Uhr +++++
Während Graz am Morgen nur gestreift wurde, hat ein kleinräumiges Gewitter die Stadt nun direkt getroffen. Gewitter bilden sich auch über der Pack- und Koralpe sowie greifen über die Karawanken auf Unterkärnten über. Am Loiblpass hat es soeben 7 mm in 10 Minuten geschüttet.
Blitze um 11:45 Uhr @ UBIMET, nowcast
+++++ Update 10:45 Uhr +++++
In der südlichen Steiermark ziehen bereits erste Gewitter durch, so hat die Wetterstation in Fürstenfeld in der Stunde bis 10 Uhr schon 23 mm gemessen. Nicht schlecht für die Tageszeit. Inzwischen schwächen sich die Gewitter zwar etwas ab, es ist jedoch rasch mit weiteren Entwicklungen zu rechnen. Zudem haben sich in den Karawanken und über Slowenien schon kräftige Gewitter entwickelt, welche auch zunehmend Hagel bringen können.
+++++ Update 09:30 Uhr +++++
Guten Morgen aus dem UWZ-Büro in Wien, wo es heute im Gegensatz zu den letzten Tagen bewölkt statt sonnig in den Tag geht. Doch nicht nur hier, nahezu im ganzen Land sind schon bzw. noch einige Wolken unterwegs. Zum Einen handelt es sich um Reste nächtlicher Schauer und Gewitter, zum Anderen sind nach etwas Sonne schon neue Schauer entstanden. Denn durch das nahende Höhentief und die reichlich vorhandene Feuchte geht es heute schnell mit der Auslöse. Wir erwarten nahezu überall Regen bzw. Gewitter, der Schwerpunkt liegt aber tendenziell im Süden und Osten. Vor allem starker Regen wird bei langsamer Verlagerung der Zellen ein Thema, im Südosten ist später auch großer Hagel möglich.
Blick vom Büro der Unwetterzentrale gen Südwest@ UBIMET, foto-webcam.eu
Leuchtende Nachtwolken (auch „NLC “ von engl. noctilucent clouds) sind weißlich bis bläulich leuchtende Wolken, welche sich deutlich vom fast dunklen Himmel am Ende der langen Dämmerung im Sommer abheben. Während sich alle anderen Wolken nur bis in 10 oder vereinzelt 15 km Höhe erstrecken, befinden sich Leuchtende Nachtwolken in einer Höhe von 80 bis 85 km. Die Sonne sinkt in Mitteleuropa im Sommer nur langsam und nicht allzuweit unter den Nordwesthorizont. Damit bescheint die Sonne auch lange nach Sonnenuntergang von schräg unten diese Wolken, wobei der Himmel gleichzeitig schon dunkel ist.
Ce soir, 21.06.2019, c’est la fête de la musique et le ciel a décidé de se transformer en boule à facettes 🤗 De superbes nuages noctiluques ont en envahi le ciel pendant plus d’une heure #NLC@meteofrance@nlc_francepic.twitter.com/wIVVA4sRfp
Etwa von Mitte Mai bis Mitte August lassen sich die Leuchtenden Nachtwolken beobachten, am häufigsten treten sie im Juni und Juli auf. Um sie zu sehen, braucht man einen möglichst freien Blick nach Norden bis Nordwesten, eine einigermaßen dunkle Umgebung und einen ansonsten weitgehend wolkenlosen Himmel. Sie lassen sich etwa ein bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang und ebenso vor Sonnenaufgang beobachten. Allerdings sind sie bei weitem nicht in jeder klaren Nacht zu sehen, da es in großen Höhen nur selten Wolken gibt. An klaren Sommerabenden lohnt es sich aber immer wieder einen Blick in Richtung Nordwesten zu werfen.
Leuchtende Nachtwolken bestehen, ähnlich wie Cirruswolken, aus Eiskristallen. Sie bilden sich am Oberrand der Mesosphäre, so nennt man die Atmosphärenschicht in 50 bis 80 km Höhe, diese befindet sich oberhalb der bekannteren Stratosphäre. Dort kann die Temperatur gelegentlich von den üblichen -85 Grad bis auf -140 Grad absinken, nur dann ist es für die Bildung von Leuchtenden Nachtwolken kalt genug. Die zur Bildung der Eiskristalle nötigen Staubpartikel stammen hauptsächlich aus den Resten verglühter Sternschnuppen.
Am Donnerstagnachmittag entwickelte sich ausgehend vom Tiroler Unterland eine Gewitterlinie, welche mit Sturmböen über Teile Oberösterreichs und das Mostviertel hinwegzog. Auch unmittelbar über der Wiener Innenstadt entwickelte sich ein Gewitter mit Starkregen und Hagel. In Summe gab es in Wien 745 Blitzentladungen, die meisten davon in der Donaustadt. In den Abend- und Nachtstunden gab es dann vor allem in der Oststeiermark und am Alpenostrand heftige Gewitter mit großen Regenmengen.
Landesweit wurden am Donnerstag 51.107 Blitze detektiert, davon 11.687 in Oberösterreich, 11.677 in Niederösterreich und 11.440 in der Steiermark. Blitzreichste Gemeinde war Hollenstein an der Ybbs mit 1.176 Blitzen, gefolgt von Reichraming in Oberösterreich mit 777 Entladungen. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 226.000 Ampere wurde in der Gemeinde Rauris in Salzburg registriert.
Am Freitag sind besonders in den Alpen teils kräftige Schauer und Gewitter zu erwarten, während sich die Lage im Norden und Osten vorübergehend beruhigt. Am Samstag zieht allerdings ein Höhentief auf und mit einer südwestlichen Strömungen gelangen sehr feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Österreich. Am Nachmittag und Abend sind vor allem von Kärnten über die Steiermark bis nach Niederösterreich kräftige Gewitter zu erwarten. Örtlich besteht die Gefahr von Überflutungen, Hagel und Sturmböen. In der Nacht auf Sonntag fällt im Donauraum und am Alpenostrand mitunter noch gewittrig durchsetzter Starkregen.
Am Donnertagmorgen zog Nebel über die Schweizer Alpen. Dadurch waren die Athleten gezwungen das Rennen zu Fuß fortzusetzen. Chrigel Maurer (SUI1) konnte seinen Verfolger Maxime Pinot (FRA4) vorerst abhängen. Der junge Franzose wird versuchen sich einen Vorteil aus dem schlechten Wetter zu verschaffen, um weiter auf Verfolgungskurs zu bleiben.
Pinot war am Donnerstag gezwungen über 2000 Höhenmeter zu Fuß zurückzulegen um den Turnpoint 7 in Titlis zu erreichen. Er kam dort kurz nach 11.30 Uhr in dickem Nebel an. „Es war sehr anstrengend,“ sagte er. Es herrschte nur rund 100 Meter Sichtweite. Nicht nur die dicken Wolken waren bedenklich auch die Flugeinschränkungen rund um Meiringen zwangen die Athleten bis 18:15 Uhr auf Flughöhen auf 1.600 Meter.
Maxime Pinot (FRA4) launches from Turnpoint 7 Titlis. As he flew off Pinot’s supporter punched the air and shouted ‚The Eiger!‘. Follow the action at https://t.co/NjogFlxbsgpic.twitter.com/KzSZm5LTWT
Pinot wartete zwei Stunden, um dann einen Flug hinein in den Schneesturm zu wagen. Es erschien unmöglich, aber die Wolken zogen ab und gaben ausreichend Sicht frei um in das Tal hinabzugleiten. “Nächster Stop, Eiger,” schrie sein Suporter Jérémie Lager.
Schauer und Gewitter
Am Freitag setzt sich das unbeständige Wetter fort. Am Vormittag bleibt es bis auf einzelne Schauer in den Walliser und Berner Alpen noch weitgehend trocken, die Wolken lockern in den Schweizer Alpen aber nur vorübergehend auf. Ab etwa Mittag entstehen dann wieder vermehrt Quellwolken und in weiterer Folge auch Schauer und Gewitter.
Die gesamte Action verfolgt man am besten über das Live Tracking auf www.redbullxalps.com.
Mitteleuropa liegt derzeit am Rande eines Tiefs namens MOMO mit Kern über Skandinavien. Die Kaltfront des Tiefs erfasst tagsüber Deutschland und kommt dort kaum noch ostwärts voran. Im Vorfeld der Front gelangen feuchte und labil geschichtete Luftmassen ins Land.
Am Donnerstagnachmittag ist die Gewitterbereitschaft in weiten Teilen des Landes erhöht. Besonders in der Südosthälfte sind auch kräftige Gewitter zu erwarten, dabei besteht örtlich die Gefahr von Hagel, Starkregen und stürmischen Böen. Lokale Gewitter ziehen aber auch im Westen und Nordwesten durch. In der Nacht bleibt die Gewitterbereitschaft im äußersten Osten und Südosten erhöht.
In Südbayern rund um den Starnberger See gehen derzeit starke #Gewitter nieder. In Steingaden-Lauterbach gab es vergangene Stunde 26,6 mm Regen. pic.twitter.com/KC2AEKmz1G
Mitteleuropa liegt derzeit am Rande eines Tiefs namens „MOMO“ mit Kern über Skandinavien. Die Kaltfront des Tiefs erfasst tagsüber Deutschland und kommt dort kaum noch ostwärts voran. Im Vorfeld der Front gelangen feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Österreich.
Am Donnerstag nimmt die Gewitterneigung ausgehend vom Bergland bereits ab Mittag zu. Besonders im Bergland sowie an der Alpennordseite sind auch kräftige Gewitter zu erwarten, dabei besteht örtlich die Gefahr von Hagel, Starkregen und stürmischen Böen. Lokale Hitzegewitter sind aber auch im Süden und Osten zu erwarten. In der Nacht bleibt die Gewitterbereitschaft besonders im Norden und Osten erhöht.
Am Freitag und Samstag setzt sich das unbeständige Wetter mit zahlreichen Schauern und besonders in den Nachmittags- und Abendstunden auch kräftigen Gewittern fort. Örtlich zeichnen sich große Regenmengen in kurzer Zeit ab mit der Gefahr von kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen. Am Sonntag halten sich zunächst viele Wolken und im Bergland sowie im Südosten fällt etwas Regen. Im Tagesverlauf lockern die Wolken an der Alpennordseite und im Osten dann etwas auf und es stellt sich meist trockenes Wetter ein. Nur im zentralen Bergland und im Süden entstehen neuerlich Schauer und Gewitter.
Obwohl die Tage ab dem 21. Juni langsam wieder kürzer werden, signalisiert die Sonnenwende in unseren Breiten erst den Sommerbeginn. Im Mittel setzt sich das wirklich heiße Wetter nämlich erst einige Wochen später ein. Die Ursache liegt in der thermischen Trägheit der Land- und vor allem Meeresoberflächen. Der längste Tag und der früheste Sonnenaufgang fallen wegen der Neigung der Erdachse und der elliptischen Bahn unseres Planeten um die Sonne aber nicht auf den selben Tag, so findet der späteste Sonnenuntergang am 26. Juni statt.
Der späteste Sonnenuntergang findet am 26. Juni statt.
Sommersonnenwende
Zum astronomischen Sommerbeginn, auch Sommersonnenwende genannt, sind die Tage im gesamten Jahr am längsten: In Wien etwa geht die Sonne bereits kurz vor 5 Uhr in der Früh auf und erst gegen 21 Uhr wieder unter. An wolkenlosen Tagen scheint die Sonne somit gut 16 Stunden. Von nun an werden die Tage wieder kürzer: Vorerst aber nur langsam, bis zum Monatsende um gerade einmal vier Minuten.
Am Freitag liegt Österreich am Rande einer schwachen Kaltfront über Deutschland. Vor allem im Osten ziehen von der Früh weg teils gewittrige Schauer durch. Diese klingen am Vormittag vorübergehend ab und die Sonne kommt zum Vorschein, im Berg- und Hügelland bilden sich aber rasch neue Quellwolken und ab Mittag wird es dort auch wieder zunehmend gewittrig. Im Donauraum und im östlichen Flachland beruhigt sich das Wetter hingegen vorübergehend. Der Wind weht nur schwach bis mäßig aus Nordost und die Höchstwerte liegen zwischen 19 und 28 Grad.
In Zusammenhang mit einer schwachen Kaltfront, die sich von von West nach Ost vorarbeitet, ziehen Schauer und Gewitter über Mitteleuropa durch. Mit der südwestlichen Höhenströmung gelangt feuchte und warme Luft nach Deutschland, aufgrund der labilen Schichtung der Atmosphäre besteht damit ein stark erhöhtes Gewitterrisiko.
Aktuell hohe Blitzdichte in Westeuropa
Am Mittwochvormittag werden hohe Blitzraten gemessen, rund 60 Blitze pro Minute sind im Benelux-Raum zu verzeichnen. Vor allem von Antwerpen bis Rotterdam sind teils kräftige Schauer und Gewitter unterwegs, die örtlich Starkregen und kräftige Windböen mit sich bringen.
Erhöhte Blitzaktivität in Belgien, in der Niederlande sowie in Teilen Schleswig-Holsteins am Mittwochvormittag.
Ausblick für Deutschland
Auch in Deutschland steigt im Tagesverlauf die Gewittergefahr vor allem in der Westhälfte deutlich an. Kräftige Schauer und Gewitter gehen im Schwarzwald, an der Nordsee und im Rhein-Main Gebiet nieder. Am Donnerstag verlagert sich das Gewitterrisiko in Osten, vor allem Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind dann betroffen.
Unwetterartige Gewitter in der Nacht in Frankreich
Vom späten Dienstagabend bis in die zweite Nachthälfte entwickelten sich in der Mitte Frankreichs sowie in der Normandie teils heftige Gewitter, örtlich fielen tischtennisballgroße Hagelkörner vom Himmel und sorgten mitunter für Schäden im landwirtschaftlichen Anbau.
Am Dienstagabend und in der Nacht auf Mittwoch gab es in Vorarlberg und Tirol ein paar Gewitter und die Reste der Gewitter ziehen noch über das Tiroler Unterland und Salzburg hinweg.
Die Regenmengen der vergangenen Nacht
Diese schwache Störungszone sorgt am späten Vormittag in Salzburg, Kärnten und der Obersteiermark bereits für erste Schauer und Gewitter, die nur langsam ziehen und somit lokal größere Regenmengen bringen können.
Lokale heftige Gewitter im Süden und Osten
Am frühen Nachmittag breiten sich die Gewitter in den Süden aus und auch im Mühl- und Waldviertel steigt das Gewitterrisiko rasch an. Im Laufe des Nachmittag verlagert sich die Gewitterzone mehr in den Osten, auch in Wien ist ab dem späten Nachmittag ein Gewitter möglich! Im Bereich der Gewitter ist vor allem mit Starkregen und Hagel von bis zu 2 bis 3 cm Durchmesser zu rechnen.
Während die Gewitter im Süden und Osten am Abend rasch zu Ende gehen sind dann wieder in Vorarlberg und Tirol welche möglich, die bis weit in die Nacht hinein andauern können.
Unwetter in Nordwesteuropa
Zu teils heftige Unwettern kommt es am Mittwoch in den Benelux-Staaten und im Nordwesten von Deutschland. Hier herrschen im Vorfeld einer Kaltfront noch deutlich bessere Bedingungen für Schwergewitter! Gestern am Abend und in der Nacht zogen bereits Hagelgewitter über den Westen und Norden von Frankreich.
Der Kampf um die Red Bull X-Alps Krone 2019 geht in die nächste Runde. Der französische Newcomer Maxime Pinot (FRA4) bot dem fünffach Gewinner Chrigel Maurer (SUI1) heute die Stirn: Die beiden waren am Morgen gemeinsam gestartet und haben auch gemeinsam den Alpenhauptkamm Richtung Turnpoint 4, Kronplatz in den italienischen Alpen, überquert. Aber wieder einmal war es Maurer, der als Erster landete und mit gewohnter Coolness die Salewa Trophy am Signboard in Empfang nahm.
“Wir sind ein bisschen spät gestartet,“ sagte er. „Es war ein zweistündiger Flug bei besten Bedingungen.“ Dann packte Maurer auch schon wieder seinen Schirm und startete Richtung Turnpoint 5, Lermoos Tiroler Zugspitz Arena.
Nur 15 Minuten später kam Pinot auf italienischem Boden an. Der Franzose hatte am Ende doch deutlich Meter gelassen und war nicht ganz zufrieden. „Ich bin heute nicht so gut geflogen,“ sagte er. „Am Nachmittag wird es sicher besser. Lermoos wird heute noch schaffbar sein, wenn es keine Gewitter gibt. “Sein Supporter füllte in der Zwischenzeit Baguette und Kekse in die Taschen des Gleitschirms und der Athlet hob ab.
Mittlerweile haben beide Athleten nahezu zeitgleich Lermoos erreicht! Maurer hat nämlich nördlich der Zugspitze einen ungewollten Stopp einlegen müssen. Damit setzt sich das packende Kopf-an-Kopf rennen fort! Die ersten Verfolger Paul Guschlbauer (AUT1) und Aaron Durogati (ITA) fliegen derzeit über das nördliche Karwendel. Am anderen Ende des Rennens, kämpfen Dominika Kasieczko (POL) und Rodolphe Akl (LBN) um den Verbleib im Bewerb. Mittwoch Früh wird der letztplatzierte Athlet aus dem Rennen genommen. Kasierczko war bereits 15 km vor Akl am frühen Nachmittag und die Athletin hat ihren Night Pass für heute gezogen. Sie darf also die Nacht hindurch laufen, um den Abstand weiter auszubauen.
Die gesamte Action verfolgt man am besten über das Live Tracking auf www.redbullxalps.com.
Vor der Gebirgskette des Hochkönigs spielten sich heute wichtige Entscheidungen und Zweikämpfe zwischen den Athleten –an der Spitze wie auch im Verfolgerfeld – ab. Alle Athleten nutzten das ideale Flugwetter auf dem Weg Richtung Turnpoint 3, Aschau-Chiemsee.
Endlich in die Luft zu kommen, war eine große Erleichterung für die Athleten. Sie hatten den größten Teil des gestrigen Nachmittags und den heutigen Vormittag zu Fuß verbracht und dabei bis zu 50 km zurückgelegt. Eine willkommene Erholung also für die bereits erschöpften Beine. Angeführt wird das Feld derzeit vom Fünffach-Champion Chrigel Maurer (SUI1) und Maxime Pinot (FRA4), knapp dahinter der Österreicher Paul Guschlbauer (AUT1), der Franzose Benoit Outters (FRA1) und der Deutsch Manuel Nübel (GER1).
Auf dem Weg nach Italien
Sie alle kamen am frühen Nachmittag am Turnpoint 3 an, bevor sie ihre Reise Richtung Turnpoint 4, dem 120 km südlich gelegenen Kronplatz in Italien, antraten. Es scheint wahrscheinlich, dass sie diesen bereits morgen Früh erreichen werden. Dabei müssen sie erstmals den Alpenhauptkamm überqueren, was angesichts des Schnees in den Hochlagen eine besondere Herausforderung darstellt. Die Wetterbedingungen bleiben am Dienstag günstig, allerdings drohen in Süd- und Osttirol ab dem Nachmittag lokale Gewitter.
Die Erdbeere ist eine süße Sommerversuchung, die auch in Kombination mit Eis hervorragend schmeckt. Achtung beim Kauf: Denn zu früh gepflückte Erdbeeren reifen nicht nach. Erdbeeren unterscheiden sich damit von anderem Obst wie Bananen. Diese erreichen die Supermärkte noch nicht vollständig gereift. Eine reife Erdbeere erkennt ihr am tiefroten Farbton. Außerdem sollen keine weißen Flecken am Obst vorhanden sein. Zusätzlich könnt ihr auch an den Erdbeeren riechen. Abschließend werft einen genauen Blick auf die Früchte. Gibt es schon weiche Stellen? Dann sind die Erdbeeren leider nicht mehr frisch.
Erfrischendes Sommergetränk
Als Abschluss noch ein Getränke-Tipp von unserer Seite. Gerade an heißen Sommertagen eignet sich eine kühle Fruchtmilch perfekt zur Abkühlung. Für eine erfrischende Erdbeer-Bananen-Milch benötigt ihr nur zwei Bananen, circa 30 Stück Erdbeeren und einen halben Liter Milch. Als Alternative zur Milch könnt ihr für die Zubereitung natürlich auch laktosefreie oder pflanzliche Varianten verwenden. Lasst es euch schmecken!
Der Juni 2003 leitete den sogenannten Jahrhundertsommer in Europa ein, er war mit einer Abweichung von +4,3 Grad zum langjährigen Mittel der bis dato wärmste Juni der Messgeschichte Österreichs. Der Juni in diesem Jahr ist aber auf dem besten Weg, diese Spitzenposition anzugreifen. Zur Monatshälfte liegen wir nämlich mehr als 4,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Die kommenden zwei Wochen entscheiden nun darüber, ob Platz eins ins Wanken gerät. Zumindest Platz zwei oder drei in der ewigen Bestenliste scheinen dem Juni 2019 aber schon so gut wie sicher zu sein, dort befinden sich die Jahre 2017 und 1811. Bei den Landeshauptstädten hat bis dato St. Pölten die Nase vorne, 5,4 Grad war die erste Junihälfte hier zu warm.
Temperaturabweichungen Landeshauptstädte im Juni 2019:
Stadt
Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019
Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019 (1981-2010)
Abweichung in Grad
Wien
23,5°C
18,3°C
+5,2
St. Pölten
22,9°C
17,5°C
+5,4
Eisenstadt
23,1°C
18,2°C
+4,9
Graz
22,5°C
18,0°C
+4,5
Linz
23,0°C
17,7°C
+5,3
Klagenfurt
21,4°C
17,3°C
+4,1
Salzburg
21,4°C
16,8°C
+4,6
Innsbruck
21,8°C
17,2°C
+4,6
Bregenz
19,4°C
16,6°C
+2,8
Verbreitet zu trocken
In der ersten Monatshälfte blieb zudem flächendeckender Regen mit Ausnahme Vorarlbergs komplett aus, Regenschauer und Gewitter sorgten nur sehr lokal für größere Regenmengen. Mit 95 l/m² ist Fischbach in der Steiermark der nasseste Ort des Landes, rund 71% des durchschnittlichen Monatsniederschlags sind hier durch Gewitter schon zusammengekommen. Dem gegenüber stehen aber zahlreiche Orte, die nahezu komplett trockene zwei Wochen hinter sich haben. In Eisenstadt summierte sich nur 1 Liter pro Quadratmeter auf, keinen einzigen Tropfen Regen gab es bislang in Linz.
Sommerliche Aussichten
Auch die kommenden Tage fallen sommerlich warm aus, zudem sorgen die sehr milden Nächte für hohe Tagesdurchschnittstemperaturen. Mit bis zu 33 Grad wird es am Donnerstag am heißesten, die 30 Grad sind aber fast jeden Tag in Reichweite. Die nächste Hitzewelle kündigt sich für die kommende Woche an, dann fällt aus heutiger Sicht auch wieder die 35-Grad-Marke.
Unter wolkenverhangenem Himmel und nahendem Donnergrollen begaben sich heute 32 Athleten aus 20 Nationen in das alle zwei Jahre stattfindende Red Bull X-Alps Rennen. Ihr gemeinsames Ziel? Das blaue Meer vor der Küste Monacos. Auf ihrem Weg dorthin sind 13 Turnpoints und einige der höchsten Gipfel und Pässe der Alpen in Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Frankreich zu bezwingen.
Von Salzburg zum Gaisberg
Punkt 11:30 Uhr ertönte das Startsignal und die Athleten liefen durch die Salzburger Altstadt begleitetet von Applaus und jubelnden Fans und Besuchern. Aber die Sightseeing-Tour war schnell vorbei. Die Athleten überquerte die Salzach im Sprint und begannen dann den anstrengenden Aufstieg auf den Gaisberg – den ersten Turnpoint – auf 1.287 m Seehöhe. Der erste Athlet am Gipfel war Maxime Pinot (FRA4) mit einer Zeit von 1 Stunde 5 Minuten und 50 Sekunden. Dicht gefolgt und nur 24 Sekunden später war der Lokalmatador Paul Guschlbauer (AUT1) am Gipfel. An dritter Stelle erreichte Simon Oberrauner (AUT2) den Gaisberg.
Aufgrund von Gewitterwarnungen erschien es in der Früh noch unsicher, ob die Athleten überhaupt fliegen können. Dennoch konnten die Athleten, angefeuert von hunderten Fans, Besuchern und Supportern am Gaisberg in Richtung Wagrain-Kleinarl abheben. Am Sonntag dominieren aber stets die Wolken und am Nachmittag müssen die Athleten mit lokalen Schauern rechnen, somit stehen am ersten Tag nur kurze Flüge bevor. UBIMET ist der offizielle Wetterdienstleister von Red Bull X-Alps.
Wetterbesserung in Sicht
Ab Montag sorgt Hoch TALE für bestes Flugwetter, die Athleten werden somit einige Kilometer Wegstrecke bewältigen können. Rennorganisator Ulrich Grill sagte: “Was diese Athleten auf sich nehmen, ist das härteste Abenteuer der Welt. Von Salzburg nach Monaco über die Alpen nur zu Fuß oder mit dem Gleitschirm, das ist eine Wahnsinns-Leistung. Es erfordert unglaubliche körperliche Fitness, aber auch mentale Stärke. Es ist eine großartige Herausforderung für den Körper und den Geist. Das wird mit Sicherheit ein spannendes Rennen.“
Night Pass
Helmut Schrempf (AUT3), Kaoru Ogisawa (JPN) und Benoit Outters (FRA1) haben den Night Pass gezogen und dürfen nun die ganze Nacht das Rennen fortsetzen. Folgen Sie der ganzen Action via Live Tracking auf www.redbullxalps.com.
Bereits gegen 09:00 Uhr entstand am Sonntag knapp südlich von Wien ein Gewitter und zog dann nordwärts über den Osten und Norden der Stadt hinweg. Dabei kam es zu ein paar starken Blitzeinschlägen und Starkregen. In weitere Folge hat das Gewitter auch das Weinviertel überquert.
Der Blick von ober zeigt: Im Norden ist bereits die kühlere Luft, im Süden noch sonnig und heiß und im Osten erkennt man die Gewitter.
Am Nachmittag verlagert sich der Gewitterschwerpunkt in den Süden. Von Osttirol bis in die südliche Steiermark entstehen ein paar kräftige Gewitter, die lokal Starkregen und Hagel bringen. Am Abend gehen die Gewitter dann rasch zu Ende und in den kommenden Tagen herrscht großteils freundliches Sommerwetter.
Bereits am Samstagabend gab es zwischen dem Loferer Land und den Ybbstaler Alpen kräftige Gewitter. Hagel wurde z.B. im Westen der Stadt Salzburg beobachtet, großen Hagel gab es in Großraming und teilweise auch in Weyer.
Unwetter in Frankreich und der Schweiz
Am Samstag hat sich eine kräftige Gewitterlinie im französischen Zentralmassiv gebildet und ist bis zum Abend nordostwärts über die Schweiz bis in den Süden von Deutschland gezogen.
Le déluge a commencé à Saint-Etienne, vigilance #orage jusqu’en début de soirée. Les rafales de vents peuvent atteindre 100km/h. pic.twitter.com/GsRK84R5bH
— France Bleu Saint-Étienne Loire (@bleustetienne) 15. Juni 2019
Stürmischer Samstag in der Schweiz
Die Gewitter sorgte in Frankreich für rund 31.000 Blitze und in der Schweiz für rund 27.000 Blitze. Deutlich blitzreicher verlief der Samstag in Deutschland mit rund 240.000 Blitzen.
Schäden in Norddeutschland
Im Norden von Deutschland kam es bereits Samstagfrüh zu heftigen Gewittern mit teils großem Hagel.
FUCK! Das war ne Menge Hagel. Es hat die halbe Chili-Zucht zerlegt. Die Gurken und Tomaten im Gewächshaus haben überlebt. Schätze ich hätte lieber die Tomaten raus und die Chilis rein stellen sollen pic.twitter.com/903X4SsuUc
— Himbergen – Zentrum des Wahnsinns (@der_Himberger) 15. Juni 2019
In weiterer Folge gab es aufgrund großer Regenmengen zwischen Hamburg und Rostock einige Überflutungen , auch eine Autobahn musste vorübergehend gesperrt werden.
Die letzten gewittrigen Schauer ziehen gerade von Bayern in Richtung Tschechien ab. Heute müssen aber in der Mitte sowie im Südosten weiterhin lokale Gewitter eingeplant werden.
Insgesamt gingen am Samstag im Norden und Süden teilweise kräftige Gewitter mit großem Hagel und stürmischen Böen nieder. Besonders Blitzreich waren diese im Norden, hier kamen am Vormittag örtlich große Regenmengen zusammen. Zwischen Lübeck und Schwerin wurden an der Station Boltenhagen 62 l/m² in 24 Stunden gemessen, wobei davon 46 l/m² in einer Stunde gefallen sind. Aber auch in Baden-Württemberg und Bayern zogen am Abend einige kräftige Gewitter durch. In der Bodenseeregion erreichten die Böen über 100 km/h. In ganz Deutschland wurden etwas mehr als 243 000 Blitze erfasst.
Die Gewitter greifen nun aus der Schweiz vermehrt auf den äußersten Südwesten über und auch im Allgäu entstehen vorlaufende Gewitterzellen. Aktuelle Radarbilder gibt es hier: Wetterradar Deutschland
Anbei ein spektakuläres Bild aus Genf mit der Böenfront der Gewitterlinie in der Schweiz. Diese Gewitter erfassen nun in abgeschwächter Form den Süden von Baden-Württemberg. In Zusammenspiel mit dem zu erwartenden Druckanstieg („Druckwelle“) sind teils stürmische Böen zu erwarten!
Die Gewitter im Osten Deutschlands sind mittlerweile nach Polen abgezogen und auch in Ober- und Niederbayern gehen nur noch einzelne Gewitter nieder. Im Südwesten nimmt die Gewitterbereitschaft ausgehend von der Schweiz hingegen zu.
Auch in der Schweiz und in Österreich gehen derzeit heftige Gewitter nieder. Lokal kommt es dabei zu Hagel und Überflutungen. Anbei ein paar Bilder:
Aus Südwesten rollt nun die Gewitterfront zusammen mit stürmischem Wind an. Weiter haben sich im Berner Oberland und in der Napfregion kleine aber giftige Gewitterzellen mit lokalem Hagel gebildet. Bild stammt aus Trub. Behaltet den Radar im Auge! (ps) https://t.co/IQ57DBFDQCpic.twitter.com/virGe5VQ9B
Ein Blick auf die aktuelle Blitzkarte zeigt, dass die meisten Gewitter derzeit in Ostsachsen, Vorpommern und Niederbayern durchziehen. Auch in der Westschweiz ziehen kräftige Gewitter durch, diese erfassen im Laufe des Abends und der Nacht auch den Südwesten Deutschlands.
Mit den Gewittern fällt kräftiger Regen in kurzer Zeit, so gab es etwa in List auf Sylt (S-H) 12, 5 mm Regen in der vergangenen Stunde und in Menz (Brandenburg) 10,5 mm. Meist werden die Wetterstationen aber nicht direkt von den Gewitterkernen getroffen, so gibt es lokal durchaus größere Regenmengen. Anbei ein aktuelles Bild aus Freilassing in Bayern.
Auch am Alpenrand sind mittlerweile kräftige Gewitter entstanden. Besonders betroffen ist derzeit das Berchtesgadener Land westlich von Bad Reichenhall. Es besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen und Hagel!
Im äußersten Osten und Nordosten entstehen derzeit vermehrt kräftige Gewitter. Die Unwettergefahr ist erhöht, so besteht örtlich die Gefahr von großem Hagel, Sturmböen und Starkregen. Die Gewitter ziehen meist in nordöstlich Richtung.
Ein kräftiges Gewitter hat sich nun südlich von Dresden gebildet, und zieht wohl knapp südlich der Stadt nach Osten weiter. Dabei ist mit Hagel zu rechnen! Hier ein Blick auf das Gewitter von der Feste Königstein:
Anschließend stellt sich für ein paar Stunden ruhigeres Wetter ein. Am späten Nachmittag bilden sich aber im Süden sowie im äußersten Osten wieder starke Gewitter. Dabei besteht die Gefahr von Sturmböen und Hagel!
12:00 Uhr – Gewitter an der Ostsee
In den Mittagsstunden gehen an der Ostsee noch teils heftige Gewitter nieder. An der Küste kann man gut das Heranrollen der Gewitterlinie beobachten, wie hier die Webcam aus Zingst zeigt:
Die aktuellen Messwerte zeigen die enormen Regenmengen, die die Gewitter mitbringen:
Boltenhagen 59,8 l/m²
Carlow 50,2 l/m²
Pelzerhaken 47,7 l/m²
Da ist es nicht verwunderlich das Teile der Autobahn unter Wasser stehen.
10:15 Uhr – Schon 140.000 Blitze
Nahezu ortsfest sind derzeit die Gewitter zwischen Lübeck und Schwerin. Hier kommt es aufgrund der großen Regenmengen (bis zu 50 l/m²) lokale zu Überflutungen.
140.000 Blitze in den vergangenen 6 Stunden
Die Gewitter bieten auch eine richtige Blitzshow. So gab es in den vergangenen 6 Stunden rund 140.000 Blitze über Deutschland.
10:00 Uhr – Hagelgewitter im Westen von Hamburg
Ein kräftiges Gewitter hat sich am westlichen Stadtrand von Hamburg gebildet. Hier gibt es auch wieder Hagel von bis zu 2 cm Durchmesser. Hier ein Post aus Wedel:
In den kommenden Stunden muss man besonders im Mecklenburg-Vorpommern mit heftigen Gewittern rechnen. Am späten Nachmittag verlagert sich der Schwerpunkt in den Süden.
08:15 Uhr – Teils große Regenmengen
In der vergangenen Stunde gab es im Zuge der Gewitter wieder kräftigen Regen:
Bleckede-Walmsburg 28,2 l/m²
Dodow 22,7 l/m²
Boizenburg 12,1 l/m²
07:45 Uhr – Großer Hagel nahe Uelzen
FUCK! Das war ne Menge Hagel. Es hat die halbe Chili-Zucht zerlegt. Die Gurken und Tomaten im Gewächshaus haben überlebt. Schätze ich hätte lieber die Tomaten raus und die Chilis rein stellen sollen pic.twitter.com/903X4SsuUc
— Himbergen – Zentrum des Wahnsinns (@der_Himberger) 15. Juni 2019
Das kräftigste Gewitter mit teils großem Hagel zieht östlich an Hamburg vorbei und nimmt Kurs auf Schwerin. Zudem gab es in der vergangenen Stunde 35 l/m² durch ein Gewitter in Uelzen!
07:00 Uhr – Gewitter ziehen nordwärts
In der zweiten Nachthälfte haben sich zwei kräftige Gewitterlinien gebildet. Ein Gewitter bildete sich im Leipziger Land, zog langsam nordostwärts und erreichte in den frühen Morgenstunde in abgeschwächter Form noch den Osten von Berlin.
Eine zweite Gewitterlinie bildete sich bei Göttingen und zog nordwärts und erreicht in der kommenden Stunde auch Hamburg. Dabei gab es teils großen Hagel von 3 bis 4 cm Durchmesser:
Der Alpenraum liegt derzeit unter dem Einfluss einer kräftigen, föhnigen Südströmung und im Vorfeld einer Kaltfront erreicht ein weiterer Schwall subtropischer Warmluft aus Nordafrika das Land. Mit Temperaturen bis zu 35 Grad im östlichen Flachland steht der bislang heißeste Tag des Jahres bevor, so muss man etwa auch am Nova Rock mit einer sehr starken Hitzebelastung rechnen, Detail dazu gibt es hier: Große Hitze beim Nova Rock 2019.
Gewitter an Alpennordseite
Die Luftschichtung wird am Samstag zunehmend labil, so nimmt die Gewitterbereitschaft an der Alpennordseite im Tagesverlauf zu. Vor allem entlang der Nordalpen von Vorarlberg bis zum Salzkammergut sowie im Mühl- und Waldviertel zeichnen sich ab dem späten Nachmittag örtlich kräftige Gewitter ab mit der Gefahr von Hagel, kleinräumigen Überflutungen und stürmischen Böen. Vom Klagenfurter Becken bis ins Burgenland bleibt es hingegen noch weitgehend trocken.
Mit einer südwestlichen Höhenströmung gelangt fuechtwarme Luft ins Land.
Temperaturrückgang ab Sonntag
Am Sonntag verlagert sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit in den Süden und Südosten des Landes, so zeichnet sich besonders von Kärnten bis zum Grazer Bergland örtlich Unwettergefahr ab. Lokale Schauer und Gewitter sind aber auch im Norden und Osten zu erwarten. Bei mäßigem bis lebhaftem Nordwestwind liegen die Höchstwerte zwischen 19 Grad im Bregenzerwald und 31 Grad in Kärnten. Am Montag sind lokale Gewitter nur noch in den Alpen und im Süden ein Thema. De Temperaturen gehen vorübergehend etwas zurück, bei Höchstwerten zwischen 22 und 29 Grad bleibt es aber vor allem im Süden und Osten sommerlich warm. Gegen Mitte der kommenden Woche wird es dann neuerlich heiß.
Bis Sonntag findet in Nickelsdorf im Seewinkel das größte Musikfestival Österreichs statt. Das Wetter bringt am Freitag und Samstag strahlenden Sonnenschein, allerdings müssen sich die Besucher bei Temperaturen bis zu 35 Grad auf eine sehr starke Hitzebelastung einstellen. Kopfbedeckung, Sonnencreme und viel Wasser sind also unerlässlich!
In der Nacht auf Sonntag zieht eine schwache Kaltfront durch, somit sind in der Nacht bei lebhaft auffrischendem Nordwestwind Schauer und Gewitter möglich. Am Sonntag kommt wieder zeitweise die Sonne zum Vorschein, im Tagesverlauf steigt die Schauer- und Gewitterneigung aber neuerlich an, somit kann ein Regenponcho durchaus von Nutzen sein. Ein Meteorologe der Österreichischen Unwetterzentrale wird jedenfalls vor Ort sein, um die Veranstalter in Hinblick auf die Gewittergefahr stets zu beraten.
Nach dem gewitterreichen Pfingstmontag im Alpenraum (siehe Beitrag auf uwr.de), waren die Entwicklungen am Dienstag nicht all zu kräftig. Außer an der slowenischen-kroatischen Grenze. Dort passten die atmosphärischen Zutaten derart gut, dass ein Mesoscale Conventive System (MCS) entstand, kurz gesagt ein gut organisiertes und sehr starkes Gewitter. Die Hagelschlossen hatten einen beachtlichen Durchmesser von bis zu 12 cm, also ungefähr die Größe einer Faust! Hagelkörner diesen Ausmaßes können nur entstehen, wenn sie in der Gewitterwolke von den Aufwinden bis zur Tropopause (in rund 12 km Höhe) getragen werden und dabei unterkühlte Wassertröpfchen an ihnen anfrieren bis sie schließlich zu schwer werden und zu fallen beginnen.
This was one of the most incredible experiences ever! Went after a severe hailstorm near Crnomelj, Slovenia and found GIANT hailstones up to 11cm in diameter! WOW never seen grapefruit-sized hail before, couldn't believe my eyes. Taken in Predgrad yesterday, Jun 11th 2019. pic.twitter.com/emOBZrwosE
Der Freitag zeigt sich von seiner hochsommerlichen Seite. Nach Auflösung lokaler Restwolken scheint oft die Sonne. Mit der Höhenströmung gelangt vermehrt Saharastaub zu den Alpen und besonders im Westen trüben dadurch einige mittelhohe Wolken die Sonne, nach Osten zu ist der Himmel meist wolkenlos. Die Gewittergefahr ist allgemein sehr gering. Die südliche Strömung verstärkt sich etwas, daher weht auf den Bergen zunehmend stürmischer Südwind und auch in den Tälern nördlich des Alpenhauptkamms greift der föhnige Südwind mit teils stürmischen Böen durch. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe ausgesprochen warme 10 bis 12 Grad, in 2.000 m Höhe werden 20 bis 23 Grad erreicht.
Samstag, 15. Juni 2019
Auch am Samstag scheint wieder verbreitet von Beginn an die Sonne, nur lockere Wolken ziehen vorüber. Während die Hitzewelle im Osten ihren Höhepunkt erreicht und sich bildende Quellwolken hier auch harmlos bleiben sollten, wird es im westlichen Bergland unbeständiger. Bereits im Laufe des Vormittags türmen sich hier größere Wolkentürme auf und von Vorarlberg bis nach Salzburg muss man entlang der Nordalpen am Nachmittag auf Schauer und teils kräftige Gewitter gefasst sein. Später sind einzelne Wärmegewitter auch im Toten Gebirge und entlang der Hohen Tauern sowie in Südtirol möglich. Der Wind weht weiterhin kräftig aus Süd und dreht mit den Gewittern entlang der Nordalpen auf West bis Nordwest. Von West nach Ost werden in 3.000 m Höhe 7 bis 11 Grad erreicht, in 2.000 m Höhe 14 bis 22 Grad.
Sonnenaufgang im Gebirge @ https://stock.adobe.com
Sonntag, 16. Juni 2019
Der Sonntag beginnt an der Alpennordseite bewölkt und bereits in der Früh gehen hier auch Schauer nieder, sonst startet der Tag noch recht sonnig. Ab den späten Vormittag breiten sich teils kräftige Regenschauer und Gewitter auf das südliche Bergland aus, vereinzelt sind sie auch im Flachland möglich. An der Alpennordseite überwiegen weiterhin die Wolken. Der Wind dreht überall auf Nord, weht aber nicht mehr so kräftig wie zuletzt. Mit ihm wird weniger warme Luft herangeführt, die Temperatur liegt auf 3.000 m Höhe zwischen 4 und 7 Grad, auf 2.000 m Höhe werden nur noch maximal 12 bis 16 Grad erreicht.
Bergwetter-Tipp:
Am Samstag erleben wir auf den Gipfeln der Ostalpen den frühesten Sonnenaufgang des Jahres. Auf dem Schneeberg zeigen sich um kurz vor 5 Uhr in der Früh die ersten Sonnenstrahlen, auf dem Piz Buin in Vorarlberg erst 25 Minuten später. Dafür scheint in den westlichen Gebirgsgruppen abends die Sonne um knapp eine halbe Stunde länger. Insgesamt stehen den Bergsportlern zumindest theoretisch rund 16 Stunden Tageslicht zur Verfügung. Aus astronomischer Sicht steht ausgedehnten Touren also nichts im Wege.
Die meisten Gewitter sind inzwischen abgezogen. Erneut sind lokal größere Regenmengen zusammengekommen. An der Station Gera-Leumnitz fielen in drei Stunden 45,5 l/m². Dennoch stand heute der Wind mehr im Vordergrund. Zu nennen sind hier die Stationen Berlin-Schönefeld mit 110 km/h, Kyritz (Prignitz) mit 102 km/h und Angermünde mit 95 km/h. Wir hoffen, das bei Ihnen alles ok ist und wünschen einen schönen Abend. Voraussichtlich werden am Sonnabend die nächsten Unwetter auftreten. Bis dahin auf Wiedersehen.
Auch Hagel war wieder bei den Gewittern dabei. Aus Berlin wurden teils Münz-große Hagelschlossen beobachtet.
Der Gewitterschwerpunkt verlagert sich jetzt mehr an die Ostsee, aber auch in der Lausitz ist sind noch einige Gewitter aktiv.
Die Stationen mit den höchsten Regenmengen in der vergangenen Stunde:
— Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) (@VIZ_Berlin) June 12, 2019
Teils markant war der Temperaturrückgang. Dieser ist aber nicht nachhaltig, denn ein deutlicher Luftmassenwechsel ging mit den Gewittern nicht einher – die Luft fühlt sich nach wie vor schwül an. Morgen Donnerstag liegen die Höchstwerte im Osten wieder zwischen 24 bis 29 Grad.
In dieser Animation seht ihr die Lufttemperaturen vor und nach den Gewittern (16:00 Uhr bzw. 20:00 Uhr):
Die Lufttemperatur ging spürbar zurück. Datenquelle: DWD
+++ UPDATE 19:48 +++
Auch in Berlin waren, wie erwartet, die Windgeschwindigkeiten beachtlich:
Schönefeld: 110 km/h
Tempelhof: 89 km/h
Dahlem: 89 km/h
Tegel: 81 km/h
Die Gewitterlinie erstreckt sich jetzt über knapp 700 km von Süddänemark über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bis in die Lausitz und weiter bis nach Tschechien. Im folgenden Bild ist die Zugrichtung der Gewitter zu sehen. Unter anderem erkennt man auch die vorlaufende Böenfront (auch „outflow boundary“, blaue Pfeile). Mehr dazu in diesem Blogbeitrag.
— FelixWolfPhotograpie (@felixwolfphoto) 12. Juni 2019
Die Gewitter ziehen nun Richtung Nordosten ab. Datenquelle: DWD
+++ UPDATE 18:40 +++
~~ Sturmböenwarnung für Berlin! ~~
Mit Durchzug der Gewitter sind Sturmböen zwischen 90 und 110 km/h möglich!
Die Gewitterlinie, die in diesem Minuten in Berlin eintrifft, hat in Brandenburg bereits für Sturmböen gesorgt:
Achtung in Berlin! In den nächsten 1 bis 2 Stunden muss mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden! Aus Süden zieht ein kräftiger Gewitterkomplex auf die Stadt zu, wie auf folgendem Bild zu sehen. Dargestellt sind die Blitze der vergangenen Stunde: Je heller ein Kreuchzchen ist, desto jünger ist der registrierte Blitz.
Gewitter vor Berlin. Quelle: UBIMET
+++ UPDATE 18:00 +++
Der Einlass zum Rammsteinkonzert im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion muss wegen der drohenden Unwettergefahr pausiert werden. Auch jene Fans, die sich die begehrten Plätze vor der Bühne gesichert hatten, mussten aus Sicherheitsgründen das Parkett verlassen.
Willkommen zu einem gewitterträchtigen Mittwochabend. Wir starten hiermit den Live-Ticker und halten euch mit Updates auf dem Laufenden.
Über weiten Teilen von Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie in Ostthüringen sind kräftige Entwicklungen im Gange. In Ostthüringen bzw. im Süden von Sachsen-Anhalt schüttete es kurz, aber intensiv. Innerhalb der letzte Stunde (teils auch nur in wenigen Minuten) fielen beachtliche Regenmengen:
Bis dato hält Kirchberg an der Pielach mit 33,6 Grad den absoluten Höchstwert im laufenden Jahr, erreicht gestern. Doch den Platz an der Spitze hat der Ort in Niederösterreich nicht mehr lange inne, schon am heutigen Mittwoch werden an der Alpennordseite bis zu 34 Grad erreicht. In den kommenden Tagen steigert sich die Hitze noch deutlich, so klettern die Temperaturen am Donnerstag und Freitag vor allem im Norden und Osten auf bis zu 35 Grad. Noch heißer wird es dann aber am Samstag, dem Höhepunkt der Hitzewelle: Mit bis zu 37 Grad wird es im östlichen Flachland extrem heiß für die Jahreszeit.
Nicht nur tagsüber kündigen sich außergewöhnliche Temperaturen an, auch in den Nächten kühlt es zum Teil nicht mehr unter 20 Grad ab. Vergangene Nacht beispielsweise gab es über 20 Messstellen im Land eine sogenannte Tropennacht. Spitzenreiter war hierbei Micheldorf mit einer Tiefsttemperatur von 23,0 Grad, es war dies die wärmste Nacht in der dortigen Messgeschichte.
Spielverderber Saharastaub?
Mit der kräftigen südlichen Höhenströmung erreichen besonders am Freitag und Samstag auch beträchtliche Mengen Saharastaub den Alpenraum. Am Boden bekommen wir davon aber nur indirekt etwas mit, so erscheint der Himmel statt in einem tiefen blau eher milchig weiß. Durch den Saharastaub könnten sich aber mehr Wolken bilden als heute in den Wettermodellen ersichtlich. Diese schieben sich vor die Sonne und wirken sich in der Folge dämpfend auf die absoluten Höchsttemperaturen aus.
Landesrekord außer Reichweite
Der Österreich-Rekord für den Juni ist aber trotz der außergewöhnlich hohen Temperaturen wohl nicht in Gefahr. Dieser datiert aus dem Jahre 2013, damals wurden in Waidhofen an der Ybbs 38,6 Grad gemessen. An einzelnen Orten kommen wir am Samstag jedoch in die Reichweite des jeweiligen Junirekords. Dieser liegt auf der Hohen Warte in Wien bei 36,5 Grad, aufgestellt 1857. Doch auch in Eisenstadt und in Wiener Neustadt geraten die Junirekorde zumindest ins Wanken.
Rückkehr zu „normalen“ Temperaturen
Aus heutiger Sicht geht die Hitzewelle am Samstagnachmittag und -abend im Westen mit teils schweren Gewittern wieder zu Ende. Am Sonntag erfassen die Gewitter dann weite Teile Österreichs, zuvor werden von St. Pölten und Graz ostwärts noch einmal Werte um 30 Grad erreicht. In der neuen Woche kündigt sich dann normal temperiertes Sommerwetter an, meist liegen die Höchstwerte dann zwischen 25 und 30 Grad. Ob Österreich im Laufe der kommenden Woche von Westen her die nächste Hitzewelle erreicht, ist noch mit größeren Unsicherheiten behaftet.
Nach dem Absturz eines Hubschraubers auf ein Hochhaus im New Yorker Stadtteil Manhatten wird nun nach einer möglichen Unfallursache gesucht. Dabei könnten die Wetterbedingungen eine entscheidende Rolle gespielt haben.
Schlechte Sicht
Zum Zeitpunkt des Unglücks fiel mäßiger bis starker Regen und die Sichtweite betrug unterhalb der Wolken nur rund 2 km. Die obersten Stockwerke der umliegenden Wolkenkratzer waren dabei in Wolken gehüllt. Der Pilot wollte Berichten zufolge ein kurze Phase besseren Wetters nutzen, um nach einemvon der Plattform am East River abzuheben. Kurz nach dem Start teilte er der Flugsicherung mit, umzukehren – Augenzeugen berichteten von wilden Flugmanövern. Schließlich versuchte der Pilot eine Notlandung auf einem Dach eines nahen Wolkenkratzes und kollidierte dabei mit dem Gebäude.
Nun wird untersucht, in wie weit das vorherrschende Wetter mitverantwortlich für das Unglück gewesen sein könnte. Die scheinbar willkürlichen Richtungswechsel könnten auf einen Orientierungsverlust hindeuten – für Helikopterflüge müssen für gewöhnlich gute Sichtbedingungen herrschen.
Images from the scene of today’s helicopter crash at 787 7th Ave. in Manhattan. #FDNY members remain on scene. There is one fatality reported. pic.twitter.com/7qyyJWrMsw
Damit schließen wir für heute unseren Live-Ticker. Auch morgen zeichnen sich in der Osthälfte erneut teils heftige Gewitter ab, wir halten euch wieder mit einem Ticker auf dem Laufenden. Kommt gut durch die Nacht, tschüss!
+++ Update 22.55 Uhr +++
Die Gewitterlinie zieht soeben über Dresden (edit: 33 Liter pro Quadratmeter!) und das südliche Brandenburg hinweg nach Nordosten, ansonsten sind kaum noch Gewitter unterwegs. Allerdings kommt im Südwesten erneut teils gewittrig durchsetzter Starkregen auf, entsprechende Starkregenwarnungen wurden bereits ausgegeben.
+++ Update 22.35 Uhr +++
In Leipzig hat es mit Durchzug des Gewitterclusters deutlich abgekühlt, 18 Grad zeigt hier derzeit das Thermometer. Dazu fielen in der letzten Stunde rund 11 l/m².
+++ Update 21.47 Uhr +++
Auch die Bundeshauptstadt wird heute spät am Abend, voraussichtlich nach 23 Uhr noch von Gewittern getroffen, neben Starkregen besteht auch die Gefahr von Sturmböen!
+++ Update 21.15 Uhr +++
Hier die einstündigen Regenmengen von 20 bis 21 Uhr. Die Menge in Hude ist aber mindestens zweifelhaft.
62,5 l/m²
Hude/Oledenburg (Nds)
39,1 l/m²
Schwanewede-Neuenkirchen (Nds)
31,9 l/m²
Falkeberg (BY)
30,8 l/m²
Carlsfeld (SA)
22 l/m²
Stützengrün-Hundshübel (SA)
20,2 l/m²
Hagelstadt (BY)
16,6 l/m²
Aue (SA)
13,2 l/m²
Schmieritz-Weltwitz (TH)
+++ Update 20.55 Uhr +++
Das aktuelle Satellitenbild zeigt eine ausgedehnten Wolkenschirm über Südostdeutschlands und Tschechien. Zudem sind die Blitze der letzten Stunde dargestellt. Es gilt: Je pinker, desto höher und damit kälter. Teils ragen die Gewitter sogar bis in die unterste Stratosphäre in über 15 km Höhe hinauf!
Die beiden Radarbilder zeigen die beiden Gewitterschwerpunkte am heutigen Abend. Zum einen im Nordwesten mit einer kräftigen Zelle bei Bremen, zum anderen im Südosten mit kräftigen Zellen im Osten Bayerns und von Leipzig bis ins Erzgebirge.
Weiteres Bild des enormen Hagels aufgenommen in Landsberg am Lech.
+++ Update 19.10 Uhr +++
Am Münchener Flughafen wurde eine orkanartige Böe mit 118 km/h gemessen! Zudem nun verstärkte Zellentwicklung am Fichtelgebirge. Damit rückt nun auch der Osten zunehmend in den Fokus.
+++ Update 19.00 Uhr +++
Weiterer Tweet aus München über die Folgen des heftigen Unwetters.
Die heftigen Unwetter ziehen nun allmählich in Richtung Bayerischer Wald. Also im gesamten Südosten Bayerns Vorsicht, weiterhin ist großer Hagel, orkanartige Böen und Starkregen mit dabei.
Wie gestern bereits angekündigt, gibt es auch Schauer und Gewitter im Nordwesten. Dieses sind jedoch längst nicht so heftig, wie die im Süden. Hier ein aktuelles Radarbild.
Die Gewitterzelle im Allgäu verstärkt sich weiter. Es sind Großhagel und orkanartige Böen möglich! Das Gewitter zieht nun in den nördlichen Großraum Münchens. Vorsicht hier! Das Satellitenbild verrät zudem an der tief-rosa Färbung, dass das Gewitter sehr hoch reichend ist, was ein Maß für die Stärke von Gewittern ist.
Achtung nun im Allgäu, ein Schwergewitter mit der Möglichkeit für großen Hagel und orkanartigen Böen zieht Kaufbeuren zu. Dort zurzeit die höchste Warnstufe violett!
Die Zelle aus der Gegend von Memmingen hat sich weiter verstärkt. Nun sind auch schwere Sturmböen im Umfeld der Zelle zu erwarten. Zudem können einzelne Hagelkörner in der Größenordnung von 1 cm fallen. Ebenfalls Achtung auch im Allgäu, diese Zelle verstärkt sich nun ebenfalls, mit der Gefahr von Hagel und Sturmböen.
Ein kräftige Zelle zieht nun von Aachen ausgehen nach Nordosten und sollte in der kommenden Stunde den Raum Mönchengladbach/Düsseldorf erreichen. Die Zelle bringt Starkregen und kleinen Hagel!
Nun hat sich eine erste Gewitterzelle in der Nähe von Memmingen entwickelt. Diese bringt momentan nur kräftigen Regen, kann aber im Verlauf auch kleinen Hagel bringen. Zudem ziehen nun von Vorarlberg Gewitter ins Allgäu hinein.
Auch im Nordwesten bilden sich ein paar Gewitter. Zwar ist die Luftmasse hier weniger energiereich, die Windscherung ist durch die Nähe zum Tiefzentrum jedoch auch hier sehr günstig für die Entwicklung organisierter Gewitter. Über Belgien sind die ersten Gewitter bereits aktiv, auch auf NRW-Seite wird es nicht mehr lange bis zum ersten Blitz dauern.
Radarbild von 14:25 Uhr @ DWD, UBIMET
+++ Update 13:30 Uhr +++
Ein erstes Gewitter hat kurz vor 13 Uhr den Bodensee von der Schweiz kommend überquert und verlagert sich nun entlang der Schwäbischen Alb nach Nordosten. Mit rund 70 km/h ist es recht schnell unterwegs.
+++ Update 11:00 Uhr +++
Einen ausführlichen Artikel zum heutigen Wettergeschehen haben wir euch bereits gestern hier geschrieben. Heute entstehende Gewitter haben das Potential großen Hagel mit über 5 cm Durchmesser sowie heftige Sturmböen zu bringen. Die Voraussetzungen für die Entstehung so genannter Superzellen sind sehr günstig.
+++ Update 09:00 Uhr +++
In der Uckermark wurden die Menschen bereits von Donnergrollen geweckt. Reste nächtlicher Schauer intensivierten sich östlich von Berlin mit der aufgehenden Sonne und brachten auf ihrem Weg nach Nordosten gebietsweise kräftigen Regen. So wurden in Heckelberg 17 mm in einer Stunde gemessen, in Angermünde waren es noch 13 mm, knapp östlich davon in Berkholz-Meyenburg 15 mm. In Anbetracht der Trockenheit zuletzt hielt sich der Unmut über die morgendliche ‚Ruhestörung‘ sicherlich in Grenzen.
Die Schneeschmelze in den Alpen hat heuer mit Verspätung begonnen. Während der Mai deutlich zu kühl und überdurchschnittlich nass ausgefallen ist mit teils sogar neuen Schneerekorden für die Jahreszeit, präsentiert sich der Juni bislang von seiner hochsommerlichen Seite. Das große Tauen im Gebirge hat somit begonnen und seit dem Monatswechsel ist innerhalb von 10 Tagen etwa 1 Meter Schnee geschmolzen.
Im Mittel sind im Juni bislang etwa 10 cm Schnee pro Tag geschmolzen. Die Schmelzrate kann allerdings je nach Wetter und Exposition große Unterschiede aufweisen. Auf der nach Süden exponierten Seegrube oberhalb von Innsbruck haben sich beispielsweise an manchen Tagen auch rund 15 cm Schnee in flüssiges Wasser verwandelt.
Das Schmelzwasser füllt die Bäche und Flüsse in den Alpen, so ist auch der Pegel des Inns deutlich angestiegen. Der Wasserstand in Innsbruck ist zeitweise auf die HW5-Marke gestiegen.
Vereinzelt kam es in den letzten Tagen aber dennoch zu Überflutungen, wie das folgende, ungewöhnliche Video vom Gaviapass im Nationalpark Stilfser Joch in Italien zeigt. Das Schmelzwasser hat dort die frisch geräumte Passstraße abschnittsweise in einen Bach verwandelt.
In den kommenden Tagen setzt sich das überdurchschnittlich temperierte Wetter fort, so pendelt die Schneefallgrenze zwischen etwa 3.000 und 4.000 m. Die Schneeschmelze im Ostalpenraum setzt sich also unvermindert fort.
Der Pfingstmontag scheint in Deutschland allgemein ein recht gewitterreicher Tag im Jahr zu sein, so gab es im 2010 einen Tornado in Großenhain und im 2014 ein Bow-Echo in NRW (das „Pfingstunwetter 2014“). Auch in diesem Jahr sind die Bedingungen für die Entwicklung von Unwetter gegeben.
Auf der Frontenkarte erkennt man das Tief JÖRN, welches über Bayern liegt und aus dem Südosten schwül-warme bis schwül-heiße Luftmassen nach Norden führt (roter Pfeil). Der blaue Pfeil symbolisiert kühlere Meeresluft vom Atlantik, die in der Nacht auf Dienstag in den Westen und Südwesten strömt. Somit entsteht eine Luftmassengrenze, welche sich auch an den erwarteten Höchstwerten zeigt.
Die energiereiche, subtropische Warnluft sorgt zusammen mit dem Bodentief im Osten und Südosten für eine zunehmend labile Schichtung der Atmosphäre. Bei gleichzeitig starkem Höhenwind sind somit sämtliche Zutaten für kräftige Gewitter vorhanden.
Auf der CAPE-Karte sieht man deutlich, wo in Deutschland die feuchtwarme Luft liegt. Im Grenzbereich zur kühleren Luft im Westen können sich im Tagesverlauf zunächst von Südbayern über das Vogtland bis zum Oderbruch kräftige Gewitter entwickeln. Dabei muss lokal mit großem Hagel und Sturmböen gerechnet werden! Auch vereinzelte Tornados sind nicht ausgeschlossen.
Ein zweites Gebiet, in dem Gewitter am Montag möglich sind, ist der Westen, hier besonders Nordrhein-Westfalen und das westliche Niedersachsen. In diesen Regionen besteht die Gefahr Hagel und Starkregen.
In der Nacht verlagert sich dann der Gewitterschwerpunkt zunehmend in den Osten. Hier zeichnet sich die Bildung eines größeren Gewitterkomplexes ab, der Starkregen und schwere Sturmböen bringt. Exemplarisch ist hier die Lösung unseres Lokalmodells RACE gezeigt, dass ein kräftiges Gewittersystem zeigt. Die exakten Zugbahnen des Gewitterkomplexes ist allerdings noch unsicher!
Eine festgefahrene Wetterlage hat Mitteleuropa in der bevorstehenden Woche fest im Griff: Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet liegt nahezu ortsfest über Westeuropa und sorgt im Alpenraum für eine südliche Höhenströmung. Subtropische Warmluft aus Nordafrika erfasst dabei Österreich und leitet besonders im Osten die erste Hitzewelle des Jahres ein. Nur der Westen des Landes wird von der Hitze verschont.
Es gibt verschiedene Definitionen einer Hitzewelle, in Mitteleuropa spricht man aber meist davon, wenn in einer Region über mindestens drei Tag hinweg Höchstwerte über 30 Grad verzeichnet werden. Weiters wird oft die Regel vom tschechischen Meteorologen Kysely verwendet: „Eine Hitzewelle wird festgestellt, sobald an mindestens drei Tagen in Folge die Maximaltemperatur 30 °C überschreitet und hält so lange an, wie die mittlere Maximaltemperatur über die gesamte Periode über 30 °C bleibt und an keinem Tag eine Maximaltemperatur von 25 °C unterschritten wird.“
Bereits am Pfingstmontag liegen die Höchstwerte von Salzburg und Kärnten ostwärts verbreitet um 30 Grad, im Traunviertel und im Mostviertel sind Spitzenwerte um 33 Grad zu erwarten. Mit der südlichen Höhenströmung erfasst auch etwas Saharastaub den Alpenraum, somit wird es mitunter diesig. Ab Montagnacht kündigen sich zudem besonders in den Ballungsräumen vermehrt Tropennächte an, also Nächte mit einem Tiefstwert über 20 Grad. Noch heißer wird es voraussichtlich in der zweiten Wochenhälfte mit Temperaturen bis zu 36 Grad im äußersten Osten. Ein Ende der bevorstehenden Hitzewelle ist nach derzeitigem Stand frühesten am kommenden Wochenende in Sicht.
Der äußerste Westen Österreichs gerät am Rande des Tiefs über Frankreich unter den Einfluss kühlerer Luftmassen, so liegen die Temperaturen in Vorarlberg, im Tiroler Oberland und im Außerfern teils um 15 Grad tiefer als im Osten. Im Laufe der ersten Wochenhälfte nehmen die Temperaturgegensätze zwischen West und Ost sogar noch etwas zu, so zeichnen sich gegen Mitte der Woche in Vorarlberg nur Höchstwerte um oder knapp oberhalb der 20-Grad-Marke ab.
Im Übergangsbereich zur kühlen Luft im Westen zeichnen sich im Laufe der kommenden Woche besonders im Grenzbereich zu Bayern sowie im Mühl- und Waldviertel kräftige Gewitter ab. Die am stärksten betroffenen Regionen sind derzeit zwar noch unsicher, die Wetterlage birgt allerdings eine erhöhte Unwettergefahr.
An der Südostflanke des Tiefs muss man am Samstag aber weiterhin mit teils stürmischem Wind rechnen, so sind besonders von der Eifel über NRW bis zur Nordsee verbreitet stürmische Böen um 70 km/h zu erwarten. Vereinzelt zeichnen sich allerdings auch Sturmböen oder gar schwere Sturmböen um 90 km/h ab, wie etwa auf den Nordfriesischen Inseln.
Update: Anbei die gemessenen Spitzenböen bis Samstag, 12 Uhr:
82 km/h Aachen-Orsbach
81 km/h Flughafen Düsseldorf
79 km/h Spiekeroog
79 km/h Kall-Sistig (NRW), List/Sylt
78 km/h Hallig Hooge, Büsum, Norderney
76 km/h Flughafen Erfurt
EFI
Da die Bäume bereits voll belaubt sind, besteht erhöhte Gefahr von Astbruch. Für die Jahreszeit handelt es sich um ein außergewöhnliches Ereignis, so springt etwa der Extreme Forecast Index (EFI) vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) an. Es handelt sich dabei um eine Kennzahl, die zwischen -1 und +1 liegt. Beim Wert „0“ handelt es sich um ein ganz gewöhnliches Ereignis. Bei „-1“ und „+1“ handelt es sich dagegen um sehr außergewöhnliche Ereignisse (wie etwa extrem tiefe oder hohe Temperaturen). Die Grundlage dafür bildet ein Vergleich der Ensemble (EPS) mit dem Modellklima (M-climate).
Bereits am Freitag ist der Sturm in Frankreich, wo er „Miguel“ getauft wurde, auf Land getroffen. Tragischerweise sind dabei drei Einsatzkräfte der französischen Seenotrettungsorganisation SNSM an der Westküste nördlich von La Rochelle ums Leben gekommen, nachdem ihr Boot gekentert war. In exponierten Küstenlagen gab es Orkanböen bis 129 km/h, aber auch im Landesinneren gab es teils schwere Sturmböen.
#Miguel vue du satellite sur le canal visible au lever du jour. Le front froid s’étire de la Manche vers le large du Maroc où il devient inactif. Image satellite Eumetsat. #tempêtepic.twitter.com/2NFlhQoo7p
Besonders im Waldviertel sowie im Grazer Becken und in der Oststeiermark gab es am Donnerstag heftige Gewitter mit teils großem Hagel. Im Waldviertel wurden etwa einige Fahrzeuge durch den Hagel beschädigt und auch zahlreiche Landwirte vermeldeten Schäden.
5 cm Hagel
Besonders in den Bezirken Zwettl und Gmünd gab es örtlich sehr großen Hagel, so wurden etwa in Rappottenstein und Marbach am Walde Hagelkörner mit einer Größe von bis zu 5 cm gemeldet. Teils erhebliche Schäden wurden auch in Teilen der Stadt Gmünd gemeldet.
Hagel in Graz
Großen Hagel gab es am Nachmittag aber auch im Süden von Graz, so fielen etwa im 7. Bezirk (Liebenau) Hagelkörner mit einer Größe von bis zu 3 cm vom Himmel.
— Klaus-Uwe ‚Kumi‘ Mitterer (@kumitterer) 6. Juni 2019
Lokal große Regenmengen
Neben Hagelschlag kam es am Donnerstagnachmittag örtlich auch zu ergiebigen Regenmengen. Besonders betroffen war die Oststeiermark, so gab es in Fischbach im Bezirk Weiz 60 Liter pro Quadratmeter Regen in kurzer Zeit. Einige Keller wurden hier überflutet, zudem sorgte kleinkörniger, intensiver Hagelschlag für verstopfte Abwasserkanäle und kleinräumige Überflutungen. Auch kleine Bäche traten über die Ufer. In der Nacht gab es dann im östlichen Flachland und in Wien Gewitter mit Starkregen und teils auch mit kleinem Hagel. Anbei die gemessen Regenmengen in 24 Stunden bis Freitagmorgen:
Am Freitag entwickeln sich im Tagesverlauf im Vorfeld der Kaltfront von Tief IVAN kräftige Gewitter. Momentan um 9.00 Uhr liegt das Tief noch an der französischen Biskayaküste.
Auf dem Satellitenbild ist schön die Kaltfront des Tiefs über Frankreich zu erkennen. Diese kommt im Tagesverlauf weiter nach Osten voran und soll am Nachmittag den Westen Deutschlands erreichen.
Mit dem Näher rücken der Front am Nachmittag entwickeln sich zunächst im Südwesten einzelne kräftige Gewitter. Diese breiten sich am Abend besonders auf dem Westen und Nordwesten aus und können sich mitunter linienhaft organisieren. Es besteht die Gefahr von Hagelschlag und teils schweren Sturmböen, vereinzelt sind auch Tornados nicht ausgeschlossen!
Tief GEBHARD I mit Zentrum über den Britischen Inseln steuert die Wetterlage in West- und Mitteleuropa. Dabei wird kühle und sehr feuchte Meeresluft auf der Rückseite einer Kaltfront nach Deutschland transportiert. Die Entstehung von teils markanten Unwettern ist aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und frontalen Hebungsprozessen deutlich begünstigt.
CAPE (Convective Available Potential Energy), ein Index für die verfügbare Energie zur vertikalen Luftmassenbewegung, ist ein wichtiger Indikator zur Gewittervorhersage in einer Region. Im Nordosten der Bundesrepublik ist das CAPE am Donnerstagnachmittag stark erhöht.
Unwetterartige Schauer und Gewitter
Ab der Mittagszeit werden im Osten Deutschlands Schauer und Gewitter erwartet. Besonders östlich der Linie Hamburg – Hof bilden sich am Nachmittag schwere Gewitter. In Verbindung damit tritt gebietsweise Starkregen auf, der mancherorts auch für kleine Überschwemmungen sorgen kann. Weiterhin sind auch Hagelkörner und stürmische Böen möglich. Die entstandenen Gewitterzellen ziehen zum späten Abend dann in Richtung Polen ab und lösen sich dann spätestens in der Nacht auf.
Im Nordosten Deutschlands ist am Nachmittag und Abend die Wahrscheinlichkeit für die Bildung von Hagelkörnern sehr hoch.
Rückblick: In der vergangenen Nacht bis zum Morgen Starkregen und Gewitter im äußersten Westen
Bis zum frühen Donnerstagmorgen gingen vom Saarland bis ins nördliche Emsland kräftige Schauer und Gewitter nieder. Örtlich gab es Starkregenereignisse, der Regen summierte sich in Kleve am Niederrhein auf 36,4 mm innerhalb von 12 Stunden. Im selben Zeitraum fielen in Winterspelt an der belgischen Grenze sogar 37,9 mm Regen. Im Laufe des Vormittags zogen die Gewitter dann weiter über die Elbe und hinauf bis nach Nordfriesland.
Zwischen einer Kaltfront über Deutschland und einem Höhentief über den Osten der Slowakei liegt der Großteil von Österreich am Donnerstag in einer konvergenten Strömung.
Zwischen Kaltfront und Höhentief strömt die Luft zusammen.
Das bedeutet feucht-warme Luft strömt von Westen und Osten zusammen und die Luft wird über Österreich gehoben. Durch die Hebung bilden sich heute zwischen Salzburg den Fischbacher Alpen und Wien verbreitet Gewitter.
Gefahr von Überflutungen und Hagelschlag
Da die Luft sehr feucht ist und die entstehenden Gewitter recht langsam ziehen und stellenweise sogar ortsfest sind, besteht lokal die Gefahr von Überflutungen. Besonders gefährdet sind das Mühl- und Waldviertel sowie die Semmering-Wechsel-Region und das südliche Wiener Becken.
Mit den Gewittern kann es auch zu Hagel kommen, der meist aber nur kleinkörnig ausfällt. Gerade kleinkörniger Hagel kann in Massen allerdings die Abflüsse verstopfen und so zu Überflutungen beitragen. Größerer Hagel ist am ehesten im Osten vom Semmering bis in Weinviertel möglich.
Gewitterrückblick Mittwoch
Bereits am Mittwoch gab es im Süden sowie in Vorarlberg lokal kräftige Gewitter mit Hagel von bis zu 2 cm Durchmesser und 30 l/m² innerhalb von nur 1 Stunde.
Regenmengen am Mittwoch
Unser Blitzmessnetz hat am Mittwoch rund 10.000 Blitze registriert, die Hälfte davon gab es allein in der Steiermark.
Auf Gemeindebasis gemittelte Blitzdichte für Österreich
Es war kurz vor 23 Uhr, als in Bocholt am westlichen Horizont Blitze im Sekundentakt zuckten. Auf dem Weg nach Nordosten schwächten sich die Gewitter zwar tendenziell ab, vorlaufend entwickelten sich jedoch genau über der Stadt neue Schauer und ein Gewitter. Es war nicht sehr lange am Leben und brachte auch nur relativ wenige Blitze hervor, für kurze Zeit entwickelte es sich aber rasant und aufgrund der gegebenen nahezu optimalen Windbedingungen in verschiedenen Höhen konnte sich nach aktuellem Stand ein Tornado bilden.
Radarbild von 23:10 Uhr @ DWD, UBIMET
In einer bewohnten Straße kam es zu einigen Schäden, wie die nachfolgenden Bilder belegen. Selbst ein Auto wurde aufs Dach gelegt. Eine detailierte Schadenanalyse wurde vor Ort bereits durchgeführt. Aufgrund dieser kann ein anderes meteorologisches Phänomen wie ein Downburst ausgeschlossen werden, ein Tornado der Stärke F2 erscheint am wahrscheinlichsten.
Auch heute Abend und in der Nacht auf Donnerstag wird es im äußersten Westen wieder turbulent zugehen. Über Südfrankreich entwickelt sich ein kleinräumiges Tiefdruckgebiet und zieht in den Abend- und Nachtstunden über die Westhälfte Deutschlands hinweg nach Norden. Dabei zeichnen sich im äußersten Westen kräftige Gewitter samt Hagel und Sturmböen ab. Auch ein Tornado kann dabei nicht ausgeschlossen werden.
Aktuell präsentiert sich das Wetter im Alpenraum zwar sommerlich temperiert, jedoch teils unbeständig. Das Zusammenspiel aus einem Höhentief über dem Balkan und einem zweiten Tief über Deutschland hat am Donnerstag besonders östlich von Salzburg teils kräftige Gewitter zur Folge. Am Freitag beruhigt sich das Wetter bereits wieder, der Luftdruck steigt an und nach Restwolken setzt sich überall die Sonne durch. Eine schwache Kaltfront bringt der Alpennordseite über Nacht wieder dichte Wolken, welche auch am Samstag nur langsam weichen. Entsprechend bleibt es hier tagsüber etwas kühler als zuletzt, im Süden und Osten setzt sich jedoch das sonnige und warme Wetter fort.
Pfingstfeiertage mit viel Sonne und meist trocken
Am Pfingstsonntag liegt ein Hochdruckgebiet genau über Mitteleuropa und mit einer südlichen Strömung wird wieder wärmere Luft herangeführt. Der Tag startet bereits mit viel Sonnenschein, nur in Kärnten und in der Obersteiermark halten sich zu Beginn noch teils dichte Wolken, aus denen aber nur vereinzelt ein paar Tropfen fallen. Später bilden sich im ganzen Land Quellwolken, damit stellt sich ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein. Dazu bleibt es weitgehend trocken, nur über den Bergen im Westen entstehen am Nachmittag vereinzelt Wärmegewitter. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Südost, dazu liegen die Höchstwerte recht einheitlich bei 25 bis 30 Grad.
Sonnenscheindauer Pfingstsonntag in Stunden @ UBIMET
Am Pfingstmontag ändert sich nicht viel am Wettergeschehen. Viel Sonnenschein steht am Programm, meist bleiben tagsüber entstehende Quellwolken harmlos. Nur über den Bergen von Vorarlberg bis in die Obersteiermark sowie im Mühl- und Waldviertel sind am Nachmittag und Abend vermehrt Schauer und Gewitter zu erwarten. Der Südostwind nimmt etwas an Stärke zu, mit ihm erwärmt sich die Luft auf 26 bis 32 Grad.
Höchsttemperaturen Pfingstmontag @ UBIMET
Nächste Woche bis zu 35 Grad
Und dieser Trend setzt sich sich auch nach Pfingsten fort. Gewitter beschränken sich vor allem aufs westliche Bergland, dazu wird es noch heißer. Die südliche Strömung hält an, damit werden in tiefen Lagen wiederholt Temperaturen um oder über 30 Grad erreicht. Entlang der Donau sowie im Osten des Landes deuten sich auch Höchstwerte bis 35 Grad an.
Wetterlage/Temperatur in 1500 m Höhe am Mittwoch @ UBIMET, ECMWF
Doch zunächst ein kurzer Rückblick auf gestern…Rund 35 Grad wurden in Langenlipsdorf gemessen, Werte um 33-34 Grad gab es generell im Großraum Berlin.
Die gemessenen Höchstwerte am Montag.
Von Westen her näherte sich aber eine Kaltfront, in deren Vorfeld teils heftige Gewitter entstanden. Fast 50 l/m² Regen kamen in Oberstdorf zusammen, doch auch in Hessen gab es lokal sehr große Regenmengen.
Die nassesten Orte am Montag.
Natürlich gibt es nicht an jeder Ecke eine Wetterstation, deswegen nutzen wir Meteorologen auch analysierte Regenmengen. Dabei werden vereinfacht gesagt Messungen von Stationen mit Informationen aus Radardaten kombiniert und so erhält man ein flächiges Bild der Regenmengen.
Man sieht am Beispiel von gestern die Gewitterstraßen von Südwest nach Nordost, mit besonders großen Regenmengen (bis zu 50 l/m²) in Hessen, Thüringen und Niedersachsen.
Dementsprechend präsentiert sich auch die Blitzverteilung von gestern:
Blitzentladungen am Montag.
Nun aber zum Mittwoch: Im Laufe des Tages sind vom Taunus und dem Thüringer Wald hinauf bis Schleswig-Holstein ein paar Gewitter möglich, dabei kann es kräftig regnen und kleinen Hagel geben. Gut zu sehen auf der folgenden Karte, sie zeigt den 6-stündigen Niederschlag von morgen 16:00 bis 22:00 Uhr:
Niederschlag am Mittwochnachmittag.
Die heftigsten Gewitter kommen dann aber am späten Abend von Frankreich und Belgien in den Westen des Landes gezogen. Vor allem in Baden-Württemberg, im Saarland und Rheinland-Pfalz sowie in NRW drohen dann schwere Gewitter mit
Regenmengen > 50 l/m²
Sturmböen bis zu 80 km/h
großem Hagel
Tornados
Die betroffenen Regionen lassen sich mit der Regensummenkarte für die Nacht zum Donnerstag recht gut eingrenzen:
In den Supermärkten sind schon die ersten Pilze bzw. Schwammerl zu finden, allerdings stammen Eierschwammerl und Co. vornehmlich noch aus den osteuropäischen Ländern wie Bulgarien oder Rumänien. Heimische Pilze lassen noch ein bisschen auf sich warten und bevorzugen eher recht feuchtes Sommerwetter. Die Bedingungen in den Alpen sind noch besser, da hier reichlich Feuchtigkeit das Pilzwachstum begünstigt. Übertreiben sollte man das Sammeln jedoch nicht: Nach heimischem Recht dürfen nämlich nur zwei Kilogramm pro Tag zum Eigenbedarf gesammelt werden.
Gaumenfreude und Gefahrenquelle
Zu den beliebtesten Speisepilzen zählen der echte Pfifferling, im Alpenraum besser bekannt als Eierschwammerl sowie der Steinpilz, auch Herrenpilz genannt. Sie sind vor allem wegen ihrem feinen Aroma beliebt und enthalten wertvolle Nährstoffe. Gern genommen werden auch Parasol und der Maronenröhrling. Nicht so sehr bekannt, aber wegen ihres delikaten Geschmacks ein absoluter Geheimtipp, ist die Krause Glucke oder Fette Henne genannt. Sie ähnelt im Aussehen einem Schwamm und findet sich gern am Stammgrund und an Stümpfen von Waldkiefern und Föhren.
Beliebter Speisepilz: Die Krause Glucke
Wo Licht, da aber auch Schatten
Es gibt eine Unmenge an giftigen Arten, und leider sieht man dem Pilz oftmals nicht an, ob er giftig, ungenießbar oder essbar ist. Auch Geruch, Geschmack und sogar Verfärbung geben keine Sicherheit. Aus diesem Grund ist immer Vorsicht geboten, besonders bei wenig versierten Sammlern besteht häufig Verwechslungsgefahr. So gehört ein Bestimmungsbuch zu jeder Grundausrüstung dazu.
Regeln beim Pilze sammeln
Zum guten Ton gehört, dass der passionierte Sammler nicht wahl- und gedankenlos über die Früchte des Waldes, und damit auch über die Pilze, herfällt. Zu junge und zu kleine Speisepilze bzw. ungenießbare Vertreter sollten stehen gelassen, und Giftpilze auch nicht zerstört werden. In Naturschutzgebieten gibt es oftmals Einschränkungen.
Alle Regeln ausführlich zusammengefasst findet man auf der Homepage des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus: HIER KLICKEN
Um 13:30 Uhr wurde am Montag in Bludenz das erste Mal in Österreich die 30-Grad-Marke geknackt. Im Laufe des Nachmittags kamen noch mehr Wetterstationen hinzu, am Ende des Tages konnten 9 Stationen im Land mit den magischen 30 Grad aufwarten:
Die gemessenen Höchstwerte am Montag.
Noch besser erkennt man die Hitzepole des gestrigen Tages auf der folgenden Karte. In gelb markiert sind alle Regionen, die einen Sommertag registriert haben. Hier wurden also Höchstwerte von 25 bis knapp 30 Grad gemessen. All jene Gebiete, die einen Hitzetag (also 30 Grad und mehr) verzeichnet haben, sind in rot dargestellt. Man sieht gut die Hotspots im Walgau, im gesamten Inntal sowie im Innviertel.
Verteilung der Sommer- und Hitzetage am Montag.
Bis zu 40 Liter Regen
In den Abendstunden entluden sich dann in Vorarlberg und Nordtirol ein paar, teils kräftige Gewitter. So wurden in Ehrwald rund 16 Liter pro Quadratmeter gemessen, 15 l/m² waren es in Hochzirl bei Innsbruck.
Die nassesten Orte am Montag.
Das waren aber nur die Wetterstationen, lokal kann es bei Gewittern natürlich immer noch deutlich höhere Regenmengen geben. Das sieht man gut auf der nächsten Karte. Sie zeigt die analysierten Regenmengen des gestrigen Tages. Dabei werden vereinfacht gesagt Stationsmessungen (wie jene 16 l/m² von Ehrwald) und Radarinformationen kombiniert.
Man sieht: Besonders in Nordtirol gab es lokal sogar rund 30-40 Liter Regen pro Quadratmeter, so zum Beispiels im Tannheimer Tal und rund um Scharnitz.
Vor allem im Westen regnete es zum Teil kräftig.
Auch Blitze wurden von unserem Messnetz zahlreiche registriert, insgesamt rund 1400. Die höchsten Blitzdichten gab es dabei in den Bezirken Bregenz und Reutte.
Blitzentladungen am Montag.
Ausblick
Am heutigen Dienstag gibt es wieder Temperaturen bis zu 30 oder 31 Grad, am Mittwoch werden von Vorarlberg bis Oberösterreich lokal sogar 32 oder 33 Grad erreicht. Und auch Gewitter sind wieder mit von der Partie: Treten sie heute noch vereinzelt auf (westliche Nordalpen, Bergland im Süden und Südosten), so sind morgen in der gesamten Osthälfte teils heftige Gewitter zu erwarten!
Auf uwz.at bleibt Ihr in bewährter Manier stets am besten informiert!
Eine Zusammenfassung des heutigen Tages:
Größte gemessene Regenmenge: 49 mm in Oberstdorf (Bayern)
Höchste Windspitze (ohne Gipfel): 85 km/h in Freudenstadt (B-W)
Höchste Blitzdichte: Kreis Holzminden (Niedersachsen)
Höchste Temperatur: 35,1 Grad in Langenlipsdorf (Brandenburg) pic.twitter.com/pdBOs3fovx
21:45 – Deutliche Abschwächung der Gewitteraktivität
Den Gewittern geht mittlerweile die Luft aus, da die Kaltluft bodennah ostwärts in eine trockene Umgebung davonläuft. Damit beenden wir den heutigen Live-Ticker mit einem Gewitter-Zeitraffer der foto-webcam aus Darmstadt.
Gewitter ziehen über Darmstadt (3. Juni 2019, Aufnahmezeitraum 14:10 bis 18:00 Uhr MESZ), Quelle: www.foto-webcam.eu
20:15 – Zur Entstehung der Gewitter über Ostberlin
Am späten Abend entstand über dem Ruppiner Land eine Gewitterlinie. Kurze Zeit später konnte das Ausfließen der Kaltluft anhand der vorlaufenden Böenfront beobachtet werden. (Erklärung in diesem Beitrag : https://uwz.at/de/a/epischer-staubsturm-im-suedwesten-der-usa)
Diese Böenfront (auch „outflow boundary“) brachte schlußendlich den notwendigen Auslöser für die Gewitter über dem Osten der Bundeshauptstadt.
Vorlaufende Böenfront initialisiert die Gewitter über Berlin. Quelle: DWD
18:50 – Lokale Überschwemmungen in Osthessen und Westthüringen
Nördlich der Rhön fielen beachtliche Regenmengen innerhalb einer Stunde:
Seidechsfeld-Wendehausen: 41 l/qm
Helbedündorf-Keula: 27 l/qm
Eschwege: 20 l/qm
Grebenstein: 15 l/qm
Twistetal-Mühlhausen: 13 l/qm
In Fulda stehen Straßenzüge und Unterführungen unter Wasser:
18:10 – Gewitterlinie vor Nürnberg
Aktuell hat sich über Mittelfranken eine Gewitterlinie gebildet, die nun auf Nürnberg zusteuert
Gewitterlinie zieht auf Nürnberg zu. Quelle: DWD
17:00 – Überschwemmungen in Darmstadt
In Darmstadt prasselten in nur einer halben Stunde 23 Liter Regen vom Himmel – zu viel für das Kanalnetz. So wurde auch das Luisencenter in Mitleidenschaft gezogen:
16:00 – Flughafen Frankfurt: Verzögerungen und vereinzelt Flugausfälle
Am Frankfurter Flughafen ist zurzeit mit Beeinträchtigungen, teils auch Flugausfällen zu rechnen.
+++ Unwetter im Raum Frankfurt +++ Aufgrund heftiger Gewitter im Großraum Frankfurt kommt es am Flughafen Frankfurt zu Verzögerungen im Betriebsablauf und vereinzelten Flugausfällen. Mehr Informationen unter: https://t.co/JdE4VMzKS8pic.twitter.com/2A6nRIT6Tv
Die heftigsten Gewitter ziehen derzeit im Rhein-Main-Gebiet durch. In Hohenstein-Breithardt gab es innerhalb von nur einer Stunde 46 Liter pro Quadratmeter Regen, im Worms waren es 29!
Vom südlichen Niedersachsen bis zum Schwarzwald gehen derzeit kräftige Gewitter nieder. Dabei kommt es im Zuge der Gewitter zu Starkregen und kleinkörnigem Hagel. Auch Sturmböen von bis zu 90 km/h treten auf!
13:20 Uhr – Vermehrt Gewitter
Zurzeit ziehen kräftige Gewitter von NRW und Nordhessen in den Süden von Niedersachsen. In der kommenden Stunde kann es hier zu Sturm, Starkregen und örtlich auch Hagelschlag kommen!
Auch von Frankreich un der Schweiz ziehen nun immer mehr Gewitter nach Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
12:30 Uhr – Kräftige Gewitter in Nordhessen
Die stärksten Gewitter gibt es derzeit in Nordhessen und ziehen knapp nördlich an Kassel vorbei in Richtung Harz. Dabei gibt es erste Meldungen von Hagel, wie hier aus Battenberg an der Eder:
Im Vorfeld der Gewitter liegen die Temperaturen von der Altmark bis Berlin bereits über der 30-Grad-Marke, während hinter der Gewitterfront in Bremen gerade mal 18 Grad erreicht werden.
Temperaturkontraste um 11:00 Uhr MESZ
10:00 Uhr – Gewitter im Westen
Derzeit ziehen Gewitter von NRW in Richtung Hannover, ein weiteres Gewitter erreicht in Kürze Koblenz.
In den kommenden Stunden sind vor allem von Baden-Württemberg bis zur Ostsee teils heftige Gewitter zu erwarten, am Abend sind auch ich Großraum von Berlin Gewitter möglich.
09:00 Uhr – Gewitter bereits am Morgen
Bereits in der vergangenen Nacht und in den Morgenstunden zogen erste kräftige Gewitter über den Nordwesten des Landes. Dabei gab es teils Starkregen von bis zu 30 l/m² und stürmische Böen.
Blitze in den vergangenen Stunden (desto dunkler, desto älter sind die Blitze)Regenmengen seit Mitternacht
Hier ist ein Bild von einer rotierenden Zelle, die es heute morgen in Nordrhein-Westfalen gab. pic.twitter.com/H4NmaGFr6r
— Daniel Bachmeier (@BachmeierDaniel) 3. Juni 2019
Am Montag dominiert von Beginn an verbreitet der Sonnenschein. Bis auf vereinzelte Schauer im südlichen Bergland bleibt es zudem trocken, erst am späten Abend sind in Vorarlberg örtlich Schauer und Gewitter zu erwarten. Dazu wird es verbreitet sommerlich warm mit Höchstwerten zwischen 24 Grad im östlichen Bergland und 30 Grad im Oberinntal. Der Dienstag bringt wenig Änderungen: Landesweit gibt es viel Sonnenschein und die Luft erwärmt sich auf 24 bis 31 Grad. Am Nachmittag gehen lediglich im südlichen Bergland von den Gurktaler Alpen über die Lavanttaler Alpen bis zum Wechsel lokale Wärmegewitter nieder.
32 Grad am Mittwoch
Am Mittwoch gerät das Land unter den Einfluss einer föhnigen Südströmung und die Temperaturen steigen noch etwas an. Dazu scheint wieder verbreitet die Sonne, am Nachmittag bilden sich im Süden und Osten aber einige Quellwolken und besonders von Kärnten über die Steiermark bis zum Semmering-Wechsel-Gebiet gehen örtlich Schauer oder Gewitter nieder. Die Temperaturen steigen auf 24 bis 32 Grad mit den höchsten Werten in Vorarlberg, Nordtirol und Salzburg. Auch im Donauraum liegen die Höchstwerte um oder nur noch knapp unterhalb der 30-Grad-Marke.
Gewitter am Donnerstag
Am Donnerstag streift uns eine schwache Kaltfront, somit ziehen entlang der westlichen Nordalpen viele Wolken und ein paar Regenschauer durch. Sonst scheint zeitweise die Sonne, in der zunehmend feuchten Luft zeichnen sich im Tagesverlauf aber besonders in der Osthälfte teils kräftige Schauer und Gewitter ab. Lokal besteht bei dieser Wetterlage mit nur schwachem Höhenwind die Gefahr von großen Regenmengen in kurzer Zeit. Leicht wetterbegünstigt ist nach derzeitigem Stand noch der äußerste Süden. Die Temperaturen gehen vor allem im Westen vorübergehend spürbar zurück: Die Höchstwerte liegen zwischen 18 Grad im Bregenzerwald und 28 Grad in Kärnten.
Am Freitag wird es neuerlich föhnig, somit setzt sich landesweit wieder häufig die Sonne durch und die Temperaturen steigen neuerlich an mit Spitzenwerten um 30 Grad. Im Osten und Nordosten bleibt die Gewitterbereitschaft nach derzeitigem Stand allerdings erhöht. Am Samstag kündigt sich dann ein Kaltfrontdurchgang mit einigen Schauern und Gewittern an. Die Temperaturen gehen etwas zurück, bleiben aber meist auf sommerlichem Niveau.
Deutschland liegt derzeit unter dem Einfluss von Hoch PIA mit Kern über Polen. Das Hoch verlagert sich am Montag aber ins Baltikum (und wird dabei in „QUEENIE“ umgetauft) und Mitteleuropa gerät an die Ostflanke eines umfangreichen Tiefs mit Kern bei den Färöer-Inseln. Die Kaltfront des Tiefs erfasst am Montag den Westen Deutschlands und im Bereich einer vorlaufenden Tiefdruckrinne muss man im Tagesverlauf mit teils kräftigen Gewittern rechnen.
Der Sonntag verläuft verbreitet ruhig und sommerlich warm, örtlich gibt es auch den ersten Hitzetag des Jahres mit einem Höchstwert von rund 30 Grad. In der Nacht zum Montag nähert sich aus Westen aber die Kaltfront von Tief FRANK und die Schauer- und Gewitterneigung nimmt in einem Streifen von der Eifel bis zum Emsland allmählich zu. Der Montag beginnt im Westen und Nordwesten somit unbeständig mit vielen Wolken und teils gewittrigen Schauern. Sonst scheint noch verbreitet die Sonne, im Tagesverlauf entstehen aber besonders in einem Streifen vom Oberrhein über Hessen und das östliche Niedersachsen bis nach Mecklenburg vermehrt Quellwolken und in weiterer Folge auch teils kräftige Gewitter. In den Abendstunden erfassen diese mitunter auch Franken, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Nordbrandenburg und Vorpommern.
Besonders von Nordhessen über das östliche Niedersachsen bis nach Mecklenburg besteht am Montagnachmittag und -abend örtlich Unwettergefahr durch Hagel und Sturmböen. In diesen Regionen gibt es die besten Zutaten für kräftige Gewitter, mit moderater Windscherung (etwa 30 kn vom Boden bis ca 5.500 m), teils sehr hohen Werten für die Jahreszeit an ausfällbarem Niederschlagswasser (PWAT teils über 35 mm) und relativ hoher verfügbaren potenziellen Energie für Konvektion (MLCAPE teils bei 1000-1500 J/kg). Damit sind mitunter auch langlebige Gewitter zu erwarten mit der Gefahr von Hagel und Sturmböen. Im Südwesten ist die Windscherung geringer, daher sind in Summe eher langsam ziehende und unstrukturierte Gewitter zu erwarten. In Baden-Württemberg besteht also hauptsächlich die Gefahr von Hagel und kleinräumigen Überflutungen durch Starkregen.
Am Dienstag entwickeln sich die Reste der Kaltfront zu einer verwellten Luftmassengrenze, welche sich in Zusammenspiel mit einem Randtief über Westeuropa neuerlich in Richtung Nordsee zurückzieht. Im Tagesverlauf muss man dann allerdings besonders im Westen mit teils kräftigen Gewitter rechnen, vor allem in den Abendstunden zeichnet sich erhöhte Unwettergefahr ab! Lokale Gewitter sind zudem auch in der Mitte des Landes und in Sachsen ein Thema. Wir halten euch auf www.uwr.de auf dem Laufenden!
Cumuluswolken entstehen meist bei freundlichem Wetter, wenn die Sonne die bodennahen Schichten erwärmen kann und somit Luftblasen aufsteigen, die bei Abkühlung kondensieren und dadurch sichtbar werden. Da das Höhenniveau, in dem die Bedingungen für Kondensation erreicht werden, nicht stark in der Fläche variiert, ist zum einen die Unterseite der einzelnen Cumuluswolken relativ glatt und zum anderen in einer vergleichbaren Höhe.
Bilden sich Cumuluswolken bereits am frühen Morgen, können sie als Indiz für spätere Gewitter angesehen werden.
Cumulus humilis @ https://stock.adobe.com
Aufbau und Unterarten
Über der glatten und grauen Unterseite wölben sich schneeweiße „Blumenkohlköpfe“ auf, die eine meist bauschige Form aufweisen. Je nach Feuchtegehalt der Atmosphäre befindet sich der Beginn der Wolke in wenigen hundert Metern Höhe, während die Oberkante der Wolken bis zu zwei Kilometer hoch hinaufwächst (Ausnahme Cumulus congestus, siehe unten), sich dann aber immer noch im unteren Teil der Atmosphäre befindet. Aufgrund ihrer niedrigen Höhe sind Cumuli reine Wasserwolken, haben also keinen Eisanteil. Je nach Höhe der Wolke werden die Cumulus-Wolken in vier Unterarten aufgeteilt.
Cumulus mediocris @ https://stock.adobe.com
Cumulus fractus (lateinisch für zerbrochen): Durch starken Wind auseinandergerisse Haufenwolken, sichtbar als Wolkenfetzen.
Cumulus humilis: Sind die kleinsten Vertreter ihrer Gattung mit einer Höhe bis zu einem Kilometer. Werden auch als „Schönwetterwolken“ bezeichnet.
Cumulus mediocris: Mittelhohe Haufwolken bis zu einer Höhe von 1,2 Kilometer, werden auch noch als „Schönwetterwolken“ bezeichnet.
Cumulus congestus: Nach der Haufenwolke das nächste Stadium mit bis zu 6 km Höhe, sind meist höher als breit und stehen für starke Aufwinde, bringen Schauer und teils kräftige Windböen.
War der Mai des Vorjahres noch der wärmste seit 1881, so zeigte sich der diesjährige Mai im Vergleich um ganze 5 Grad kälter. Letztlich fällt er um etwa 2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel zu kalt aus. Somit war der Mai 2019 der erste zu kalte Monat nach einer Serie von 13 Monaten, die zu warm ausfielen.
Vor allem die erste Monatshälfte verlief ausgesprochen kühl, zum Teil betrugen die Abweichungen in den ersten 15 Tagen des Mai rund -5 Grad! In der zweiten Monatshälfte fingen sich die Temperaturen zwar wieder, die negative Abweichung konnte aber nicht mehr wettgemacht werden. Mit nur 27,6 Grad wurde der Höchstwert des Monats in Lingen im Emsland aufgestellt. Nur zum Vergleich: Im Mai des Vorjahres lag der Höchstwert in Deutschland noch bei rund 34 Grad (ebenfalls aufgestellt in Lingen).
Teilweise doppelte Regenmenge
Nach den zuletzt häufig zu trockenen Monaten weist der Mai 2019 auch diesbezüglich eine gegensätzliche Entwicklung auf. Südwestlich der Linie Münster-Dresden fiel in Summe mehr Niederschlag als üblich, nordöstlich davon dagegen zu wenig. Mit einem Monatsniederschlag von nur 15 l/m² sticht hier wieder Lingen heraus, rund 75% fehlen auf eine ausgeglichene Bilanz. Ein ganz anderes Bild im Süden und Südwesten: Frankfurt meldet 15% mehr Regen als sonst, Nürnberg 30%, Augsburg 60% und München sogar 100%. Die nassesten Orte sind folglich auch am Alpenrand zu finden, bis zu 400 l/m² kamen hier zusammen. Besonders der Starkregen rund um den 20.05.2019 sticht heraus, als in der Jachenau bei Bad Tölz in 72h rund 230 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden.
Das kühle und nasse Wetter im Mai schlägt sich auch bei den Schneemengen in den Bergen nieder. Auf dem Nebelhorn im Allgäu liegen noch immer 2 m Schnee, 4 m sind es auf der Zugspitze, 1 m auf dem Wendelstein.
Webcam heute am Nebelhorn:
Noch immer viel Schnee im Allgäu.
Weniger Sonne als üblich
Die logische Konsequenz aus zu kühler Luft und verbreitet zu viel Niederschlag ist ein Sonnenscheindefizit. Und auch dieses weist der Mai 2019 auf, landesweit wurden nur 70 bis 90% der üblichen Sonnenscheindauer erreicht. Nur im Saarland schien die Sonne in etwa so häufig, wie man es sich von ihr in einem Mai erwarten darf.
Grundsätzlich zeigt der Temperaturtrend im Laufe des Junis nach oben. Zwar sind auch zu Beginn des Monats bei entsprechender Wetterlage durchaus schon 30 Grad oder mehr möglich, die Wahrscheinlichkeit dafür steigt aber erst im Laufe des Monats spürbar an. Denn nun erwärmen sich auch die Wassermassen, wie etwa der Atlantik und das Mittelmeer zunehmend, sodass auch bei Nordwestwetterlagen nicht mehr allzu kühle Luftmassen den Weg zu uns finden.
Hier eine Übersicht über die Anzahl an Sommer- und Hitzetagen, die man sich im Juni im langjährigen Mittel erwarten darf:
Stadt
Sommertage (25 Grad oder mehr)
Hitzetage (30 Grad oder mehr)
Wien
11
2
Eisenstadt
11
2
St. Pölten
11
2
Linz
10
2
Graz
11
1
Klagenfurt
12
1
Salzburg
10
1
Innsbruck
11
2
Bregenz
7
1
Wettersingularität Schafskälte
Dennoch ist um die Monatsmitte klimatologisch gesehen oft noch einmal mit einer etwas weniger warmen Witterungsphase zu rechnen. Aufgrund ihrer Regelmäßigkeit hat diese sogar einen eigenen Namen erhalten: die „Schafskälte“. Sie macht sich jedoch eher in den Alpen bemerkbar, wo es oberhalb von 1.000 bis 1.500 m noch einmal schneien kann. So führten Auswertungen der Jahre 1872 bis 2011 in Wien mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in der Zeit vom 11. bis zum 20 Juni deutlich zu tiefe Temperaturen.
Zunehmend gewittrig – niederschlagsreicher Monat
Die Gewittertätigkeit zeichnet sich auch dafür verantwortlich, dass der Juni einer der feuchtesten Monate in Österreich ist. Die Regenmengen fallen dabei häufig in Form von Schauern und Gewittern, die in kurzer Zeit auch größere Niederschlagsmengen bringen können. Aber auch großflächige Regenereignisse sind im Juni nicht gänzlich ausgeschlossen, was das Hochwasserereignis Anfang Juni 2013 deutlich zeigte.
Viele Sonnenstunden
Dennoch schaffen es die meisten Regionen im Schnitt im Juni auf 200 bis 230 Stunden Sonnenschein. Die sonnigste Region Österreichs im Juni ist der Seewinkel im Burgenland mit rund 245 Sonnenstunden im Mittel. Diese Zahlen sind aber auch auf den hohen Sonnenstand zurückzuführen, der im Juni sein Maximum erreicht. Juli und August haben aufgrund oft beständigerer Hochdrucklagen im Klimamittel allerdings noch etwas mehr Sonnenschein zu bieten.
Fast 3 Grad zu kalt fiel der Mai in Österreich aus, wir hatten vor ein paar Tagen hier ausführlich berichtet. Es war somit der kälteste Mai seit 1991. Aber auch in Deutschland beträgt die Abweichung rund -2 Grad. Gut zu sehen ist der unterkühlte Monat auf der folgenden Karte, sie zeigt die Temperaturabweichungen im Mai in Europa:
In Mittel- und Südeuropa war der Mai deutlich zu kalt.
Weite Teile Mittel- und Südeuropas (blaue Farbtöne) erlebten einen zu kalten Monat. Man erkennt aber auch schon riesige Landflächen über Russland, dem Nahen Osten und Nordwestafrika, wo es zu warm war (orange-rot).
Nur ein kleiner zu kalter Fleck
Betrachtet man die gleiche Karte auf der globalen Ebene, so wird eines deutlich. Zusammen mit den Menschen in Teilen der USA haben praktisch nur wir in Europa einen zu kalten Mai erlebt. Weitaus größere Flächen der Erde verzeichneten dagegen positive Abweichungen. Rund +0,5 Grad betrug diese im globalen Mittel – wieder, muss man sagen.
Global fiel der Mai rund ein halbes Grad zu warm aus.
Dass ein Monat global gesehen nämlich zu kalt ausfällt, ist schon sehr lange her. Findet ihr diesen Monat auf der folgenden Grafik? Es ist der kleine blaue Balken im Dezember 1984, seitdem fiel jeder Monat auf der Erde deutlich zu warm aus:
Seit über 35 Jahren ist jeder Monat zu warm!
Temperaturrekorde
Der zu warme Mai auf der Erde äußert sich auch in einigen Temperaturrekorden. In der Türkei wurde am Donnerstag dieser Woche eine neue Bestmarke für den Mai aufgestellt, 42,8 Grad gab es in Kırıkhan im Süden des Landes:
Auch auf Zypern fiel der nationale Mairekord tags zuvor mit 42,1 Grad in Athalassa:
🌡️🔥Chaleur exceptionnelle ces 29 et 30 mai sur #Chypre#Cyprus : le record mensuel national pour un mois de mai (41.5°C à Athalassa, 1995) a été battu dans 2 stations :
42.1°C à Athalassa🇨🇾 le 29-05-2019
41.9°C à Tymbu (Ercan International Airport) le 30-05-2019 (cf. carte) pic.twitter.com/GOpm7IvGg8
Weitere Landesrekorde für den Mai gab es in u.a. Kenia, Indonesien, im Niger, Syrien, Laos, Vietnam und Israel.
Kein Rekord, aber doch eine bemerkenswerte Marke wurde diese Woche in Pakistan geknackt: das erste Mal 2019 wurden auf der Erde 50 Grad gemessen:
🌡️🔥Premiers 50°C de l’année 2019 dans le monde ce 31 mai au #Pakistan🇵🇰 : 50.0°C à Jacobabad et à Larkana. #heatwave
Le record de chaleur national pakistanais est de 53.5°C en mai 2017 et 2010.
Das arktische Meereis spielt eine entscheidende Rolle für das Klima, da seine helle Oberfläche etwa 80 Prozent der einfallenden Sonneneinstrahlung in den Weltraum zurück reflektiert. Durch den Klimawandel sind im Sommerhalbjahr aber immer größere, dunkle Wasseroberflächen der Sonne ausgesetzt. Dies ist ein entscheidender Unterschied, zumal der Ozean bis zu 90 Prozent der einfallenden Strahlung absorbiert! Dadurch schmilzt das Meereis im Frühjahr schneller bzw. friert im Herbst später zu. Im Fachjargon nennt man das eine positive Rückkopplung. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Klimaerwärmung in der Arktis besonders stark ausfällt, siehe etwa auch hier: Spitzbergen: 100 Monate lang überdurchschnittliche Temperaturen.
Steady #Arctic sea ice loss during the last week. Total sea ice extent is currently the 2nd lowest in the satellite record (after 2016).
Am 18. Mai 2019 betrug die Eisausdehnung 11,4 Mio. km². Zum Vergleich: In den 80er-Jahren lag die durchschnittliche vereiste Fläche im Mai knapp über 13 Mio. km²: Das ergibt einen Unterschied von etwa 1,6 Mio. km² an Eisfläche und entspricht der 4,5-fachen Fläche Deutschlands! Nur im Mai 2016 gab es zu dieser Jahreszeit weniger Eis als heuer. Wenn die kommenden Monate in der Arktis weiterhin überdurchschnittlich warm ausfallen, droht im September ein neuer negativer Allzeitrekord.
Das jährliche maximale Eisausdehnung wurde heuer im März erreicht und lag etwa im Durchschnitt der letzten 9 Jahre. Überdurchschnittlich hohe Temperaturen haben im April aber für einen rasanten Eisschwund gesorgt, mitunter wurden dabei auch neue Negativrekorde für die Jahreszeit aufgestellt. Weitere Infos dazu gibt es z.B. hier: Rekord für Anfang März: Die Beringstraße ist nahezu eisfrei.
Can see the impact major high-latitude blocking, particularly around Greenland, has been having this May. Allowing chilly air to spill into parts of the Lower 48 and Europe while the Arctic is unusually ‚warm‘ pic.twitter.com/ZPccHwuTbW
30 Grad im Frühjahr sind eine Seltenheit, doch bereits ab Mitte April möglich. In allen Bundesländern mit Ausnahme von Kärnten wurden die frühesten 30-Grad-Tage im April verzeichnet. Dabei hat die Stadt Salzburg die Nase vorne, hier wurden schon am 17. April 1934 30,0 Grad gemessen und damit hält die Mozartstadt schon seit über 80 Jahren den Österreich-Rekord. Im Jahr 2018 wurde die 30-Grad-Marke in Salzburg am 20. April erreicht. Weitere Infos zum ersten 30er in den vergangenen Jahren gibt es auch hier.
Meist erst im Juni
Der Zeitpunkt des ersten Hitzetages liegt im langjährigen Durchschnitt je nach Region erst zwischen Anfang und Mitte Juni. Dabei machte sich in den letzten Jahren die Klimaerwärmung deutlich bemerkbar: In der Stadt Salzburg zum Beispiel gab es den ersten 30er in den 1990er Jahren im Mittel am 12. Juni, im letzten Jahrzehnt hingegen schon durchschnittlich am 1. Juni.
Seehöhe wichtiger Faktor
Aufgrund der Seehöhe sind Hitzetage oberhalb von etwa 800 Meter auch im Hochsommer eine Seltenheit und können an einer Hand abgezählt werden. Bei extremen Hitzewellen kann die Temperatur aber sogar noch in 1.500 Meter Höhe über die 30 Grad steigen. So liegt der Temperaturrekord in Galtür (Tirol, 1587 m) bei 31 Grad (gemessen am 6. Juli 1957) oder in Flattnitz (Kärnten, 1442 m) bei genau 30 Grad (27. Juli 1983).
Heuer am Sonntag erster 30er?
2019 wird es voraussichtlich am kommenden Sonntag, am 2. Juni, so weit sein. Vor allem der Walgau und das Oberinntal von Landeck bis Innsbruck sind heiße Kandidaten für den ersten Hitzetag des Jahres. Am Montag gibt es dann recht verbreitet Höchstwerte zwischen 26 und 30 Grad.
Für viele ist das erreichen der 30-Grad-Marke das untrügliche Zeichen, dass der Sommer endlich da ist. An diesem Wochenende ist es erstmals in diesem Jahr der Fall: Am Samstag liegen die Spitzenwerte am Oberrhein bei 29 Grad, spätestens am Sonntag gibt es dann verbreitet Höchstwerte um 30, lokal auch 32 Grad. Doch wann fallen in Deutschland die 30 Grad zum ersten Mal im langjährigen Mittel?
Bereits im April möglich
30 Grad im Frühjahr sind eine Seltenheit, doch bereits ab Mitte April möglich. Besonders früh wurde in Deutschland die magische 30-Grad-Marke im Jahr 1934 übertroffen, gleich 4 Städte (Cottbus, Halle, Jena und Zerbst) verzeichneten am 17. April mehr als 30 Grad. Am heißesten wurde es damals in Jena mit einem Maximum von 31,2 Grad. Auch im vergangenen Jahr 2018 gab es im Südwesten bereits am 22. April Höchstwerte um 30 Grad.
Trend: immer früher
Der Zeitpunkt des ersten Hitzetages liegt im langjährigen Durchschnitt je nach Region erst zwischen Anfang Juni und Mitte Juli, wobei in Küstennähe in manchen Jahren die 30-Grad-Marke nicht erreicht wird. Auch die Klimaerwärmung machte sich in den letzten Jahren deutlich bemerkbar. In der Stadt Freiburg zum Beispiel gab es den ersten 30er in den 1970er Jahren im Mittel erst Anfang Juli, im letzten Jahrzehnt hingegen schon durchschnittlich einen Monat früher. Auch die Anzahl der heißen Tage hat besonders seit Beginn der 1990er-Jahre deutlich zugenommen.
Seehöhe und geografische Breite
Aufgrund der Seehöhe sind Hitzetage oberhalb von etwa 700 Meter auch im Hochsommer eine Seltenheit und können hier, so wie auch in Küstennähe, zumeist an einer Hand abgezählt werden. Bei extremen Hitzewellen kann die Temperatur aber sogar noch in deutlich über 1.000 Meter Höhe über 30 Grad steigen. So liegt der Temperaturrekord am Großen Arber (1446 m) bei 30,3 Grad (gemessen am 27. Juli 1983) oder am Fichtelberg (1215 m) bei beachtlichen 30,6 Grad (07. Juli 1957).
Bis dato hält Kirchberg an der Pielach mit 28,7 Grad noch immer den absoluten Höchstwert im laufenden Jahr. Beachtlich hierbei ist, dass diese Temperatur bereits im April gemessen wurde. Der komplette Mai hinkte hinsichtlich der Temperaturen deutlich hinterher, mehr als 27,0 Grad in Hermagor waren nicht drinnen. Dass bis Anfang Juni kein Hitzetag mit 30 Grad oder mehr registriert wird, ist in den vergangenen Jahren zur Rarität geworden. Meist erlebten die 30 Grad in Zeiten des Klimawandels nämlich schon im Mai, teilweise bereits im April ihre Premiere. Letztmalig so lange warten hieß es 2013, als sogar erst am 13. Juni das erste Mal die 30-Grad-Marke geknackt wurde.
Übersicht des Termins für den „Ersten 30er“ seit 2010:
Jahr
Erster 30er des Jahres
2019
Voraussichtlich 02.06.
2018
20. April
2017
19. Mai
2016
22. Mai
2015
05. Mai
2014
21. Mai
2013
13. Juni
2012
27. April
2011
24. Mai
2010
25. Mai
Heißer Westen
Das Tief der vergangenen Tage ist ab Freitag Geschichte, ein Ableger des Azorenhochs übernimmt für einige Tage das Zepter. Dazu strömt von der Iberischen Halbinsel immer wärmere Luft heran, am Samstag klettern die Temperaturen beispielsweise in Bludenz, Innsbruck oder Lienz bereits auf bis zu 27 Grad. Noch ein paar Grad wärmer wird es dann am Sonntag und Montag. Als Anwärter auf die ersten 30 Grad des Jahres 2019 stehen die eben genannten Orte hoch im Kurs. Neben Vorarlberg und Tirol geraten die 30 Grad aber auch in Salzburg, Ober- und Niederösterreich zumindest in Reichweite.
Gut zu sehen ist die Warmluftzufuhr auf der Prognose-Karte des Wettermodells vom DWD (Temperatur in rund 1.500 m Höhe am Sonntag):
Warme Luft aus Südwesteuropa lässt die Temperaturen steigen.
War der Mai des Vorjahres noch der wärmste seit 150 Jahren, so zeigte sich der diesjährige Mai im Vergleich um ganze 5 Grad kälter. Letztlich fällt er um etwa 2,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel zu kalt aus. Beachtlich war die Abweichung vor allem in höheren Lagen, aber auch im Flachland war es im Schnitt um 2 Grad zu kalt. Vielerorts wurde kein einziges Mal die 25-Grad-Marke erreicht, so auch in 5 von 9 Landeshauptstädten. Zu einem so genannten Sommertag kam es beispielsweise in Innsbruck nur ein einziges Mal, normal wären hier 7 Sommertage im Mai. Mit einem Höchstwert von 27,0 Grad in Hermagor blieb die höchste in Österreich gemessene Temperatur zudem weit von der 30-Grad-Marke entfernt. Als Ursache für diese Bilanz kann die sich wiederholende Lage von Hoch- und Tiefdruckgebieten über Europa angesehen werden. Mehrmals baute sich hoher Luftdruck über dem Ostatlantik auf, weshalb sich Tiefs auf Mittel- und Osteuropa konzentrierten. Dazwischen hatte dies mehrmals Nordströmungen zur Folge, welche dem Alpenraum Kaltluft aus polaren Breiten brachten.
Niederschlagssumme Mai 2019 @ UBIMET
Teilweise doppelte Regenmenge
Nach den zuletzt häufig zu trockenen Monaten weist der Mai 2019 auch diesbezüglich eine gegensätzliche Entwicklung auf. Nahezu im ganzen Land fiel in Summe mehr Niederschlag als üblich. Entlang der Alpennordseite von Vorarlberg bis ins Nordburgenland regnete es im Schnitt 150 bis 200% der normalen Menge, bspw. fiel in Innsbruck, Salzburg und Wien etwa doppelt so viel Regen wie üblich. Besonders der Starkregen am 20. und 21.05.2019 sticht heraus, als am Bodensee und im Bregenzerwald um 200 l/m² innerhalb von zwei Tagen registriert wurden. Hier handelte es sich teilweise um das stärkste Regenereignis seit mindestens 20 Jahren. Dies hat auch zur Folge, dass Alberschwende mit aktuell 400 l/m² die Hitliste in Österreich anführt. Minimal zu trocken war es diesen Monat nur in einem Streifen von Oberkärnten bis zur Buckligen Welt. Aber auch hier fällt aktuell und in den verbleibenden Maitagen noch etwas Regen, die Regenmengen werden sich also landesweit noch etwas anpassen.
Tage mit Niederschlag > 1 l/m² @ UBIMET
Das kühle und nasse Wetter im Mai schlägt sich auch bei den Schneemengen in den Bergen nieder. Am Hahnenkamm bei Reutte liegen aktuell noch immer 75 cm, so viel wie noch nie seit Messbeginn 1986 zu dieser Jahreszeit. Auch abseits der Nordstaulagen liegt noch deutlich mehr Schnee als üblich: Im Kühtai auf 2000 m beispielsweise noch immer 50 cm statt der 10 cm wie im langjährigen Mittel Ende Mai.
Weniger Sonne als üblich
Die logische Konsequenz aus zu kühler Luft und zu viel Niederschlag ist ein Sonnenscheindefizit. Und auch dieses weist der Mai 2019 auf, landesweit wurden bis heute gerade einmal 50 bis 70% der üblichen Sonnenscheindauer erreicht. Zwar zeigt sich die Sonne in den nächsten Tagen wieder häufiger, an der Bilanz wird dies aber nicht mehr viel ändern.
Maximale Windböen Mai 2019 @ UBIMETBlitzdichte Mai 2019 @ UBIMET
Extremwerte Mai 2019 (Bundesland, Tag des Auftretens); Stand 29.05., 10:00 Uhr
Höchste Temperaturen
27,0 Grad Hermagor (K, 24.)
26,6 Grad Hartberg (ST, 26.)
26,5 Grad Lienz (T, 24.)
Tiefste Temperaturen
-8,8 Grad Obergurgl (T, 7.)
-8,2 Grad Galtür (T, 7.)
-6,8 Grad St. Jakob /Defereggen (T, 7.)
Nasseste bewohnte Orte
400 Liter pro Quadratmeter Alberschwende (V)
394 Liter pro Quadratmeter Sulzberg (V)
306 Liter pro Quadratmeter Bregenz (V)
Trockenste bewohnte Orte
57 Liter pro Quadratmeter Hartberg (ST), Obervellach (K)
Die heutige Etappe der Giro d’Italia hätte über den rund 2.650 m hohen Gaviapass bei Bormio führen sollen, doch daraus ist nichts geworden: Meterhoch türmt sich dort noch der Schnee.
Zwar wurde in den vergangenen Tagen versucht, den Pass von den Schneemassen zu befreien, doch das anhaltend schlechte Wetter sorgte für weiteren Schneenachschub. In der Folge stieg die Lawinengefahr – ein zu großes Risiko. Somit wurde die 16. Etappe über den Mortirolopass (1.852 m, südlich von Bormio) nach Ponte di Legno umgeleitet. Trotzdem hatte es die Etappe in sich, immerhin mussten auf 194 km Länge satte 4500 Höhenmeter überwunden werden.
Some cyclists rode up the Gavia today to check and see if it was really blocked…..it was.
— Stefano Morzenti (@morzentistefano) May 25, 2019
So sah die Auffahrt zum Passo di Gavia im Vorjahr bei der Giro 2018 aus:
No Passo #Gavia at stage 16 of the #Giro102#Giro because of avalanche danger. What a pitty we have to miss this kind of images. But still, riders safety first ofcourse. pic.twitter.com/f142qo2tiJ
Vor allem in Ostdeutschland wird der Vatertag auch als Herrentag oder auch Männertag zelebriert, nicht nur Vätern ist der kommende Donnerstag hier also gewidmet. Ende des 19. Jahrhunderts kam die heutige Tradition der Vatertagsausflüge auf und erfreut sich bis zum heutigen Tage großer Beliebtheit.
Nun stellt sich natürlich die berechtigte Frage, ob die Herren der Schöpfung am Donnerstag bei ihren Ausflügen mit Bierkisten, Bollerwägen oder Schubkarren auch von außen nass werden oder ob das Bier das einzige „Nass“ bleiben wird.
Zweiteilung
Ein Ableger des Azorenhochs sorgt besonders im Osten und Süden für freundliches Wetter, schauen wir uns hierfür mal die Prognose der Sonnenstunden an:
Im Süden und Osten wird es freundlich.
Östlich der Linie Kaiserslautern-Lübeck wechseln sich Sonnenschein und harmlose Wolken einander ab, etwas dichter können die Wolken noch Richtung Alpenrand sein. Westlich der genannten Linie trübt es sich dagegen rasch ein, dichte Wolken ziehen auf.
Diese bringen in diesen Regionen auch etwas Regen, am meisten fällt rund um die Nordseeküste. Auch an den Alpen kann es am Vormittag noch etwas regnen, hier die 24-Stunden-Regenprognose des Europäischen Wettermodells:
Der Vatertag wird im Großteil des Landes trocken.
Und die Temperaturen?
Die präsentieren sich im ganzen Land angenehm. Werte um 20 Grad werden verbreitet erreicht, kühler mit 15 bis 18 Grad bleibt es in den Mittelgebirgen und an den Küsten. Die wärmsten Orte dürften von Greifswald bis Plauen beheimatet sein, hier sind sogar 21 bis 24 Grad möglich!
Vergangenes Wochenende ging in die Geschichte der japanischen Wetteraufzeichnung ein: An etlichen Stationen des Landes lagen die Höchsttemperaturen über 30 Grad Celsius, auf der nördlichsten Insel, Hokkaido, wurden sogar neue Temperaturrekorde aufgestellt.
Federführende Druckgebilde
Zwischen einem Tief über Ostchina und ein flachen Hochdruckgebiet über dem Westpazifik gelangten äußert milde Luftmassen aus tropischen Ursprungs in Richtung Kamtschatka. Dabei wurde selbst in einer Höhe von rund 1500 m über dem Meer rund 20 Grad gemessen. Die ohnehin schon sehr warme Luft überströmte schließlich die nicht minder gebirgige Insel Hokkaido, in der Folge sorgten Föhneffekte (absinkende Luftmassen in der windabgewandten Seite des Gebirges) für einen zusätzlichen Temperatur-Boost.
An der Nordostküste Hokkaidos, im Städtchen Saroma, wurden am Sonntagnachmittag historische 39,5 Grad gemessen. Beachtlich, denn seit Beginn der Aufzeichnungen blieben die Höchsttemperaturen der Präfektur im Mai stets unter 35 Grad – selbst der höchste je gemessene Wert der Insel lag bei 37,8 Grad (3. Juni 2014 in Otofuke).
Die hochsommerlichen Temperaturen führten zu etlichen Zugsausfällen im Schienenverkehr – präventiv wurden bestimmte Routen nicht befahren. Auch auf den südlichen Inseln wurden verbreitet Höchstwerte über 30 Grad, teils auch neue Rekorde gemeldet.
Temps 3pm – vy hot afternoon, esp boiling in East Hokkaido, N Japan, 39.5C recorded in Saroma 佐呂間 at 2.10pm thanks to Foehn & upper warm air. #japanwxpic.twitter.com/icCe2DrO1g
Extreme May #heatwave in #Japan : up to 39.5°C this Sunday in Saroma #Hokkaido, by far a new all-time May national record high temperature ! (+ other station >38°C which set new records for any month) Previous May national record : 37.2°C, Chichibu (Saitama pref), 13 May 1993. pic.twitter.com/foNDxEZRxL
Die milde und sonnige Witterung der vergangenen Tage war eine willkommene Abwechslung zum bislang verregneten und kühlen Mai. Doch damit ist es nun auch wieder vorbei. Durch eine Kombination aus einem Mittelmeer- und einem Skandinavientief deuten sich ab Montagmittag insbesondere in den zuletzt betroffenen Regionen an der Alpennordseite von Vorarlberg bis nach Oberösterreich wieder ergiebige Regenmengen an. Hier sind bis Mittwoch gebietsweise um 50 l/m², lokal auch bis zu 100 l/m² zu erwarten. Aber auch im Süden regnet es vorübergehend kräftig, vor allem von Dienstag auf Mittwoch.
Neue Woche, neuer Regen. Die Details:
Der Montag beginnt bereits in weiten Teilen des Landes mit Wolken, im Süden und Südosten regnet es in der Früh schon ein wenig. Nördlich der Alpen scheint zunächst noch die Sonne, aber auch hier trübt es sich bis zum Nachmittag ein. Im Tagesverlauf bilden sich nahezu überall Schauer, am Abend kommt auch im Norden Regen auf. Zunehmend kräftig fällt der Regen später von Vorarlberg bis Oberösterreich aus. Der Wind weht schwach aus südöstlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen von Süd nach Nord 15 bis 26 Grad.
Wetterlage am Montag und Dienstag. Quelle: ECMWF
Der Dienstag startet im Westen stark bewölkt und hier regnet es nach wie vor, zeitweise auch kräftig. Östlich von Salzburg scheint zunächst noch vorübergehend die Sonne, bereits im Laufe des Vormittags bilden sich aber auch hier und im Süden verbreitet Schauer und Gewitter. Sie können besonders östlich einer Linie St. Pölten – Graz kräftig ausfallen. Im Donauraum frischt teils lebhafter Westwind auf und die Temperaturen erreichen maximal 11 bis 22 Grad, mit den tiefsten Werten im Dauerregen im Westen und den höchsten Werten vor Aufzug der Gewitter im äußersten Osten.
Am Mittwoch ist es von der Früh weg im ganzen Land dicht bewölkt und regnerisch, auch tagsüber zeigt sich kaum die Sonne. Kräftig fällt der Regen anfangs noch in den Nordalpen aus, Schnee fällt etwa bis auf 1500 m, aber auch in Osttirol und Kärnten regnet es aus der Nacht heraus zunächst ergiebig. Zum Nachmittag hin lässt die Intensität überall nach. Nördlich der Alpen weht weiterhin lebhafter West- bis Nordwestwind. Es bleibt deutlich kühler als zuletzt, die Höchstwerte liegen nur zwischen 9 Grad im Bregenzerwald und 16 Grad in der Südsteiermark.
Am Donnerstag bessert sich das Wetter wieder. Letzter Regen an der Alpennordseite klingt im Tagesverlauf ab, am Nachmittag sind hier nur noch einzelne Schauer zu erwarten. Sonst bleibt es trocken und die Wolken lockern von Westen her auf, die zweite Tageshälfte verläuft gebietsweise freundlich. Bei lebhaftem Nordwestwind wird es wieder wärmer, maximal werden 15 bis 23 Grad erreicht.
Titelbild: Über 48 Stunden aufsummierte Regenmenge bis Mittwochvormittag @ UBIMET
Wer glaubt, der Mount Everest sei mit seinen 8848 Metern Seehöhe ein einsames Plätzchen, der irrt. Zahlreiche (kommerzielle) Expeditionen versuchen sich alljährlich am höchsten Berg der Welt und dies führt mitunter zu Staus, wie auch diese Woche vielerorts berichtet wurde. Der Ansturm soll mitunter für den Tod mehrerer Alpinistinnen bzw. Alpinisten verantwortlich gewesen sein, die allesamt laut Berichten von Sherpas an Erschöpfung gelitten hatten – das mehrstündige Warten an Schlüsselstellen zehrt zusätzlich an den ohnehin schon geforderten Kräften.
Die meisten Expeditionen finden im Frühling statt, da zu dieser Jahreszeit die günstigsten Wetterbedingungen herrschen, um den Gipfel zu erreichen. Ausschlaggebend hierfür sind die Windverhältnisse: Im Zeitraum zwischen Ende April bis Ende Mai zieht sich der Polarjet nach Norden zurück, zugleich schwächt sich der Subtropenjet ab, die Windgeschwindigkeiten in den extremen Hochlagen (> 6000 m) gehen deutlich zurück. Aber auch dann sind relativ ruhige Wetterphasen nur von kurzer Dauer, oft müssen die Alpinisten wochenlang im Basiscamp (5,364 m) auf gutes Wetter warten.
Spätestens Ende Juni setzt der Monsun ein, welcher aus südlichen bis östlichen Richtungen sehr feuchte Luft aus dem Golf von Bengalen an den Himalaya heranführt und südlich des Gebirgszuges für äußert ergiebigen Regen sorgt. Aufgrund dieser Konstellation befindet sich eine der regenreichsten Regionen des Planeten in Nordostindien (siehe auch: Die nassesten Orte der Erde).
Die milde und sonnige Witterung der vergangenen Tage war eine willkommene Abwechslung zu dem bislang verregneten und kühlen Mai. Die Freude währt aber nur kurz, denn ab Montag zeichnet sich erneut viel Regen ab. Die gute Nachricht ist: Am Donnerstag ist wiederum Wetterbesserung in Sicht.
Ausschlaggebend dafür sind aus heutiger Sicht zwei Entwicklungen: Zunächst trifft zu Wochenbeginn, ausgehend von einem Mittelmeertief, feuchte Luft an die Alpensüdseite. Weiters befördert ein Skandinavientief anschließend feucht-kalte Luftmassen an die Nordseite der Alpen. Die Wetterlagen von Montag und Dienstag zeigt euch folgende Animation:
Wetterlage am Montag und Dienstag. Quelle: ECMWF
Am Montag gehen nördlichen der Alpen und im Westen bereits tagsüber Schauer und Gewitter nieder. In den Abendstunden wird es auch von Osttirol bis ins Südburgenland zwischenzeitlich nass. In der Nacht auf Dienstag beruhigt sich hier das Wetter vorübergehend, während der Regen zwischen dem Bregenzerwald und dem Mühlviertel anhält.
Nass und kälter am Dienstag, Entspannung am Mittwoch
Der Dienstag startet landesweit unbeständig, vor allem an der Alpennordseite regnet es bereits aus der Nacht heraus verbreitet, teilweise auch kräftig. Im Tagesverlauf trifft eine Kaltfront aus Westen ein und sorgt ebendort für Temperaturen im unteren zweistelligen Bereich: In Vorarlberg sind rund 13 Grad zu erwarten, 20 bis 24 Grad werden hingegen noch im Osten erreicht. Vor dem Luftmassenwechsel entstehen in der Osthälfte zudem etliche Schauer und Gewitter: Die Hotspot liegen im Donauraum sowie in der Südsteiermark. Dazu kommt im Donauraum auch kurzzeitig lebhaft auffrischender Westwind.
Am Mittwoch ist mit weiteren Schauern und Gewittern von Bregenz bis Linz zu rechnen, insgesamt nimmt die Intensität der Niederschläge aber noch am Vormittag ab.
Regional große Regenmengen
Aus heutiger Sicht rechnen die meisten Wettermodelle von Montagabend bis Mittwochnacht mit 100 bis 120 l/m² Regen, der Niederschlagsschwerpunkt liegt dabei zwischen dem Bregenzerwald und dem Tiroler Unterland. Damit trifft es, wie schon zu Wochenbeginn, wieder den Westen (siehe Starkregen: Über 200 l/m² in Vorarlberg), Überschwemmungen und Murenabgänge sind hier nicht zuletzt wegen der gesättigten Böden wahrscheinlich.
Die entsprechenden Unwetterwarnungen werden in den nächsten Tagen hier auf uwz.at ausgegeben.
Prognostizierter Niederschlag von Samstagnacht bis Mittwochnacht (in mm). Quelle: ECMWF
Die Beobachtung alljährlich wiederkehrender Abläufe in der Natur wie Blüte, Blattentfaltung oder Fruchtreife wird als Phänologie bezeichnet. Dabei interessieren uns besonders die von Jahr zu Jahr verschiedenen Zeitpunkte solcher Erscheinungen.
10 Jahreszeiten
Phänologisch gesehen beginnt der Sommer mit den ersten Blüten von schwarzem Holunder sowie Robinie. Der phänologische Sommer wird nochmals genauer unterteilt in:
Frühsommer: Blüte des schwarzen Holunders und der Robinie
Hochsommer: Blüte der Linde und Fruchtreife der (roten) Johannisbeere
Spätsommer: Fruchtreife früher Apfelsorten und der Eberesche
Abhängig von der geographischen Lage sowie der Höhe über dem Meeresspiegel unterscheidet sich die erste Blüte oft vom meteorologischen oder astronomischen Sommerbeginn. Der phänologische Kalender besteht übrigens aus 10 Jahreszeiten: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling, Frühsommer, Hochsommer, Spätsommer, Frühherbst, Vollherbst, Spätherbst und Winter.
Der Holunder blüht. Immer schön den Hut ziehen, wenn man an einem vorbeikommt. So war es zumindestens früher die Sitte, weil man Ehrfurcht vor der vielseitigen Nützlichkeit der Pflanze hatte. pic.twitter.com/oasVA1EL5n
Generell setzt die Blüte in den milden Regionen Österreichs vom Grazer Becken bis in den Wiener Raum und zum Seewinkel sowie im Schweizer Tessin zuerst ein, gefolgt vom Oberrheingraben in Deutschland. Der Blütenbeginn des schwarzen Holunders sowie der Robinie startet in den genannten Regionen im Schnitt in der ersten Maiwoche. In weiterer Folge breitet sich die Blüte nordostwärts aus. In den Hochlagen des Böhmerwalds, des Erzgebirges oder auch in den höher gelegenen Regionen der Alpen ist es hingegen erst ganze drei bis fünf Wochen später soweit.
#Frühsommer
Schwarzer #Holunder – #Sambucus nigra
Dieser Strauch wird vom @DWD_presse als Anzeiger für den Beginn des Frühsommers verwendet. Er kommt in ganz Deutschland häufig vor, sodass seine Blüten und Früchte für d. Herstellung von Sirup oder Marmelade verwenden können. 2/6 pic.twitter.com/EifrGz5tja
Je nach Witterung können die jeweiligen Phasen deutlich früher oder später als üblich eintreten. Im Jahr 2018 gab es die ersten Blühmeldungen bereits im April, heuer sorgt die kühle Witterung seit Ende April dagegen für eine Verzögerung. Nur im Westen Deutschlands gibt es bereits Meldungen über ersten Blüten des Schwarzen Holunders. Bei kalter Witterung kann sich die Blüte aber auch auf Anfang Juni verschieben, wie es zuletzt im Jahr 2013 in der Schweiz der Fall war.
Falls jemand nicht weiß wie eine Robinienblüte aussieht. Neben Waldhonig ist Robinienhonig so ziemlich der einzige flüssige Honig aus Deutschland. pic.twitter.com/H4O4axGIVA
Am Montag kam es über den Great Plains in den USA zu einer klassischen Frühjahrs-Unwetterlage: Speziell in Texas, Oklahoma und Kansas wurden insgesamt 26 Tornados registriert, zudem gibt es zahllose Berichte über großen Hagel. Selbst Hagelkörner bis zu 14 cm im Durchmesser gab es. Hier die Meldungen auf einer Karte dargestellt:
Zudem sorgten auch Orkanböen für entwurzelte Bäume und Stromausfälle: In Marshall, Oklahoma, wurden am Montagabend sogar Böen von bis zu 151 km/h gemessen.
Some of the most incredible videos we receive are from the viewers, right outside of their homes! This is a video of the Mangum tornado earlier today from Dawson Henry. @kfor#okwxpic.twitter.com/iW3KyofNkp
Die vergangenen Wochen brachten wiederholt kräftige Gewitter und Regenfälle in den Great Plains und rund um den Mississippi. Während Tornados und riesiger Hagel die Schlagzeilen beherrschen, sind weitaus mehr Menschen von Hochwasser betroffen.
In den vergangenen 4 Wochen sind in Texas, Kansas und Teilen Arkansas sowie Louisianas 2- bis 4-mal so viel Regen gefallen wie üblich. Gut zu sehen auf der folgenden Karte (blau und lila = besonders nass):
Im Mittleren Westen war es seit Ende April viel zu nass.
Hunderte Quadratkilometer sind überschwemmt, Häuser und Straßen von den Wassermassen zerstört. Leider ändert sich auch bis zum Monatsende kaum etwas an der Großwetterlage ändern, die Mitte der USA muss weiter mit heftigen Gewittern samt großen Regenmengen rechnen.
Flooding in Webbers Falls, OK as the Arkansas River continues to rise there. A voluntary evacuation is on and much of the town could flood. All this flood water will be making its way down the Arkansas River into Arkansas in the coming days. @KATVNewspic.twitter.com/IVEnfh1sZO
Besonders dramatisch ist die Lage für die Landwirtschaft. Letztes Jahr zu dieser Zeit beispielsweise hatten die Landwirte in Illinois schon 90 Prozent des Getreides gesät, dieses Jahr erst 11 %. Das sich in der ersten Junihälfte das Zeitfenster für die Aussaat schließt, sind große Ernteausfälle zu befürchten.