Pollensaison: Blüte der Birke steht bevor

Birkenpollen

Nach einem sehr frühen Start in die Vegetationszeit hat heuer auch die Pollensaison wieder früh begonnen. Die Hasel- und Erlenpollen spielen mittlerweile aber nur noch eine geringe Rolle, so lassen die Belastung auch in mittleren Höhenlagen langsam nach. Dafür steht allerdings die Blüte der Birke unmittelbar bevor, in thermisch begünstigten Regionen hat der Pollenflug bereits eingesetzt.

Birkenpollensaison

Die Blühbereitschaft der ersten Birken wurde im Westen und Südwesten Deutschlands, im Baselbiet sowie im östlichen Flachland Österreich bereits erreicht. In diesen Regionen müssen Allergiker bereits mit mäßigen Belastungen rechnen! Anfang April dürfte die Birke im Flachland dann recht verbreitet zu stäuben beginnen. In den Birkenwäldern Nordeuropas sowie im Gebirge blühen die Birken hingegen meist erst im Mai oder Juni. Aktuelle Polleninformationen findet man beispielsweise hier: Pollenbelastung in Köln oder Pollenbelastung in Wien.

Kreuzallergien

Birkenpollen sind als starkes Allergen bekannt und stellen das wichtigste Baumpollenallergen dar. Sie stehen zudem in Zusammenhang mit Kreuzreaktionen zu Pollen von Hasel, Erle und Hainbuche, weiters kann es auch zu Kreuzallergien mit Nahrungsmitteln kommen wie etwa Äpfel, Steinobst, Karotten oder Nüsse.

Pollensaison geht in die Schlussphase

Die Pollensaison geht in die Schlussphase

Die Pollensaison geht allmählich in die Schlussphase: Einerseits liegt der Höhepunkt der Beifußblüte unmittelbar bevor, andererseits hat die Blütezeit von Ragweed im Ostalpenraum bereits begonnen.

Beifuß

In den nächsten Tagen müssen Allergiker vielerorts mit hohen Belastungen durch Beifuß rechnen. Falls möglich sollten Beifußpollenallergiker auf die Berge ausweichen, oberhalb von rund 1200 m Seehöhe sind kaum mehr Beschwerden zu erwarten. Besonders betroffene Regionen sind:

  • Der Donauraum von Bayern bis zum Osten Österreichs
  • Die südlichen Becken im Alpenraum
  • Der Osten Deutschlands
  • Der Oberrheingraben

Ragweed

Das beifußblättrige Traubenkraut, mittlerweile unter seinem englischen Namen Ragweed wesentlich bekannter, wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Nordamerika nach Europa eingeschleppt und breitet sich seit den 1980er Jahren auch in Mitteleuropa aus. Bereits ab wenigen Pollenkörnern pro Kubikmeter Luft reagieren empfindliche Personen allergisch. Dieses Unkraut wächst an Straßenrändern, in Äckern oder auf Schuttplätzen, und ist verantwortlich für den „Herbstheuschnupfen“. Für Ragweedpollen spielt der Ferntransport eine wichtige Rolle: Besonders in der Pannonischen Tiefebene ist diese Pflanze stark ausgebreitet, somit treten besonders bei südöstlichem Wind gesteigerte Belastungen auf.

Erste Belastungswelle

Die Blüte von Ragweed hat in Südosteuropa sowie teils auch im Ostalpenraum bereits eingesetzt, somit gibt es im Donauraum lokal schon mäßige Belastungen. Eine Kaltfront sorgt am Dienstag und Mittwoch vorübergehend für einen Rückgang der Belastungen, ab kommenden Donnerstag zeichnen sich besonders im Osten und Südosten Österreichs dann allerdings wieder mäßige, lokal auch hohe Konzentrationen an Ragweedpollen ab.

Saisonende in Sicht

Die gute Nachricht zum Schluss: Im September neigt sich die Pollensaison dem Ende zu, nach dem Abklingen der Blüte von Ragweed sorgen lediglich Pilzsporen noch für allergische Beschwerden.

Title Photo: anro0002 on VisualHunt / CC BY-SA

Die Gräserpollensaison beginnt

Gräser Pollen

Der Alpenraum und der Süden Deutschlands befinden sich derzeit in der Übergangsphase zwischen Baum- und Gräserpollen. Die Birken blühen noch im Nordosten Deutschlands sowie lokal in höheren Lagen, sonst ist die Blüte weitgehend abgeschlossen. In den kommenden ein bis zwei Wochen kann es allerdings noch zu Belastungen durch die Pollen von Eiche und Buche kommen. In mittleren Höhenlagen stauben auch die Fichte und Föhre, der gelbliche Blütenstaub spielt für Allergiker aber kaum eine Rolle.

Gräserblüte beginnt

Das milde Wetter begünstigt derzeit das einsetzen der Gräserblüte, zudem kann das unbeständige Wetter im Alpenraum die Belastungen zusätzlich erhöhen. Vorerst treten die höchsten Konzentrationen in den Niederungen auf wie etwa im Donauraum, im Osten Österreichs, im Oberrheingraben, im Tessin und im Schweizer Mittelland. Am Wochenende sind hier bereits mäßige, besonders in Schauer- und Gewitternähe mitunter starke Belastungen zu erwarten. Vorerst blühen vor allem das Wiesen-Fuchsschwanzgras und die Mäuse-Gerste, allerdings belasten Wiesenkräuter sowie Ampfer und Wegerich zusätzlich.

Belastungsspitze Ende Mai

Der Höhepunkt der Gräserpollensaison wird meist Ende Mai bzw. Anfang Juni erreicht, im August klingt die Blüte letzter Gräserarten dann langsam wieder ab. Allergiker sollten blühende Wiesen meiden, weiters gibt es hier ein paar hilfreich Tipps: Die 5 besten Tipps für Allergiker

Auf Saharastaub folgen Fichtenpollen

Fichtenpollen. © www.foto-webcam.eu

Während es in den letzten Wochen wiederholt zu Ablagerungen von Saharastaub kam, sorgen derzeit die Pollen der Fichte für schmutzige Autos und Gartenmöbel. In diesen Tagen kommt es besonders im Berg- und Hügelland teilweise zu einem regelrechten „Fichtenpollensturm“ (siehe Titelbild im Rheintal in Vorarlberg). Begünstigend dafür ist anhaltend trockenes Wetter und auffrischender Wind.

Fichtenblüte im Schwarzwald. © foto-webcam.eu
Fichtenblüte im Schwarzwald. © foto-webcam.eu

Der Fichtenblütenstaub ist für Menschen aber von geringer Bedeutung, da höchstens 5% der Allergiker Beschwerden durch Nadelhölzer bekommen. Weiters sorgen allerdings auch die Reste von altem Pflanzenmaterial wie etwa ausgestäubte Kätzchen sowie unzählige andere Pollen wie Ahornpollen für Ablagerungen.

Auf Fichtenpollen folgt Saharastaub

Am Donnerstag sorgt eine Kaltfront zwar vorübergehend für eine deutlich Abkühlung und etwas Regen, im Laufe des Wochenendes steigen die Temperaturen aber besonders im Ostalpenraum und in der Südosthälfte Deutschlands wieder deutlich an. Am Sonntag sind im Bereich der Nordalpen von Vorarlberg über Oberbayern bis zum westlichen Niederösterreich sogar Höchstwerte im Bereich der 30-Grad-Marke in Reichweite. Im Vorfeld eines Tiefs über Südwesteuropa gelangt dann aber neuerlich Saharastaub in den Alpenraum, welcher besonders am Montag wieder zu Staubablagerungen führen kann. Zumindest die Autowaschanlagen dürften sich somit weiterhin auf regen Andrang freuen…

Die 5 besten Tipps gegen Pollenallergie und Heuschnupfen

Birkenpollen

Birkenpollensaison

Die Pollensaison schreitet in diesen Tagen rapide voran. Mittlerweile wurde vielerorts die Blühbereitschaft der Birken erreicht, ganz besonders im Osten und Südosten Österreichs, im Westen und Südwesten Deutschlands sowie im Schweizer Mittelland. Vor allem bei Temperaturen im Bereich der 20-Grad-Marke müssen sich Allergiker in den kommenden Tagen somit zunehmend auf Beschwerden einstellen. Da die Wetterbedingungen weiterhin günstig zum Stäuben bleiben, sind zu Beginn der kommenden Woche gebietsweise auch schon starke Belastungen zu erwarten! In Summe wird heuer eine intensive Birkenblüte erwartet.

Was kann man dagegen tun?

Pollen sind so klein, dass man sie meist nicht wahrnimmt. Sie haften sich unbemerkt an unsere Kleidung oder verfangen sich in den Haaren, dabei tragen wir sie auch in unseren Wohnbereich: Im Schlaf atmen wir dann mitunter die Pollen ein, die wir mit ins Bett gebracht haben. Anbei die besten Tipps, um sich Abhilfe gehen die Pollen zu schaffen:

  1. Regelmäßig die Wäsche waschen und Polstermöbel saugen. Die Wäsche sollte aber in geschlossenen Räumen zum Trocknen aufgehängt werden! Falls möglich ist es auch sinnvoll, auf Staubfänger gänzlich zu verzichten (wie etwa Teppiche und Gardinen).
  2. Ausreichende und regelmäßige Körperpflege. Vor allem vor dem Schlafengehen ist es empfehlenswert, die Haare zu waschen. Weiters sollte man die getragenen Klamotten vom Tag nicht mit ins Schlafzimmer nehmen.
  3. Die Wohnung nur in den frühen Morgenstunden lüften oder allgemein an einem Regentag, dann ist Pollenkonzentration nämlich am geringsten. An sonnigen und windigen Tagen sollten die Fenster dagegen geschlossen bleiben.
  4. Für starke  Allergiker ist es empfehlenswert, an den Fenstern Pollenfilter anzubringen und Allergiker-Matratzen bzw. Bettwäsche zu benutzen. Auch Luftfilter können Abhilfe schaffen.
  5. Achtet auf die Vorhersagen vom Pollenwarndienst und haltet euch in der Zeit, in der die Allergie-verursachenden Pollen in der Luft sind, möglichst wenig im Freien auf. Wenn ihr dennoch raus müsst, dann nehmt stets antiallergische Arzneistoffe aus der Gruppe der Antihistaminika mit. Weiters schützen Brille oder Sonnenbrille die Augen zumindest ein wenig vor den Pollen.