Warnlagebericht

Bodendruck- und Frontenkarte für Donnerstag, 19. Februar 2026, 13:00 MEZ (Quelle: UBIMET)

Aktuelle Wetterlage

Am Donnerstag liegt Österreich unter dem Einfluss eines sich verstärkenden Italientiefs. Mit ihm wird es im gesamten Bergland sowie bis Freitagmorgen auch im Donauraum und im südöstlichen Flachland noch einmal winterlich. Am Freitag zieht das Italientief rasch nach Osten ab, aus Westen kommt jedoch bereits am Samstag die mächtige Warmfront eines Atlantiktiefs auf. Sie leitet eine primär nördlich der Alpen recht unbeständige, zeitweise windige und vor allem landesweit deutlich mildere, vorfrühlingshafte Westwetterlage ein, die uns bis in die erste Hälfte der neuen Woche begleiten wird. Der Wintereinbruch der kommenden Stunden ist somit nur von sehr kurzer Dauer.

Überblick Warnungen

SCHNEE
Die Warnungen haben meist von Donnerstagvormittag bis Freitagvormittag Gültigkeit.

Wetterausblick

In der Nacht auf Donnerstag lässt der Niederschlag im Westen nach und vorübergehend ist es überall trocken. Es zieht jedoch auch im Osten zu und zum Morgen hin setzt am westlichen Hauptkamm, in den Karnischen Alpen und in den Karawanken Schneefall ein. Auch im Norden – etwa von Oberösterreich bis nach Wien – fallen ab der zweiten Nachthälfte vielerorts ein paar Schneeflocken.

Am Donnerstag setzt schon am Vormittag vom Brenner bis nach Oberkärnten Schneefall ein. Auch im Nordosten schneit es anfangs leicht. Tagsüber breitet sich der Schneefall auf den gesamten Westen und Süden aus. Die Schneefallgrenze liegt zwischen den Tallagen in Osttirol und Oberkärnten und etwa 1000 m in Vorarlberg und im Südosten. Am Abend verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt in die Osthälfte des Landes. Die Schneefallgrenze liegt dann zwischen tiefen Lagen in Ober- und Niederösterreich sowie Wien und rund 500 m im Südosten. In der Nacht auf Freitag sinkt die Schneefallgrenze auch im Südosten in tiefe Lagen. Besonders im Osten schneit es kräftig.

Der Freitag beginnt verbreitet mit dichten Wolken und mit Schneefall meist bis in tiefe Lagen. Bis Mittag klingt der Schneefall aber ab und es beginnt aufzulockern, am längsten trüb bleibt es vom Bregenzerwald bis ins Salzkammergut. Abseits davon stellt sich ein zunehmend freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein, im Süden dominiert bei starkem Nordföhn der Sonnenschein. Auch im Osten weht der Nordwestwind lebhaft bis kräftig.

Am Samstag regnet es an der Alpennordseite zeitweise, die Schneefallgrenze steigt in der Westhälfte auf über 1000 m an. Im Osten sowie in Osttirol und Oberkärnten ziehen ab Mittag Schauer durch, dort fällt bis auf etwa 600 m Schnee. Trocken und zeitweise sonnig bleibt es am ehesten vom Klagenfurter Becken bis ins Südburgenland. Im Osten weht mäßiger Südostwind, nördlich der Alpen frischt lebhafter Südwestwind auf.

Autor

Michele Salmi
Mittwoch, 18. Februar 2026, 21:30 Uhr

Warnlagebericht Deutschland

Bodendruck- und Frontenkarte für Donnerstag, 19. Februar 2026, 13:00 MEZ (Quelle: UBIMET)

Aktuelle Wetterlage

Am Donnerstag machen sich aber besonders in der Südwesthälfte Deutschlands zwei Tiefs über Frankreich namens YAEL bzw. Italien mit wieder wechselhafterem Wetter bemerkbar machen. Am Freitag sorgt ein weiteres Zwischenhoch über dem Osten Deutschlands in weiten Teilen der Bundesrepublik für ruhiges Wetter. Später kommen von Westen her in rascher Abfolge eine Okklusion und eine Warmfront ausgehend von Atlantiktiefs auf. Am Samstag folgt dann ein kleines Tief von der Nordsee her. Dieses sorgt für unbeständiges Wetter, sukzessive erreicht aber mildere Luft das Land.

Überblick Warnungen

SCHNEE
Die Warnungen sind teils bis Mittwoch gültig.

GEFRIERENDER REGEN
Die Warnungen gelten von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen.

Warnausblick

In der Nacht auf Donnerstag breitet sich ein Schneefallgebiet im Südwesten und Westen des Landes aus. Dabei muss in Richtung Niederrhein örtlich mit 10 cm Neuschnee gerechnet werden. In weiterer Folge geht der Schneefall zwischen der Eifel und den Alpen allmählich in Regen über, dabei muss stellenweise mit Glätte gerechnet werden. In den Hochlagen der westlichen Mittelgebirge lebt in Böen stürmischer Südostwind auf.

Am Donnerstag sind vor allem in einem Streifen vom Niederrhein bis zum Alpenrand und dem Bayerischen Wald rund 5 cm Neuschnee zu erwarten. Vereinzelt muss in Baden-Württemberg und Bayern noch mit gefrierendem Regen gerechnet werden. Im Nordwesten sind vereinzelt stürmische Böen zu erwarten.

In der Nacht auf Freitag schneit es vor allem vom Allgäu bis nach Niederbayern zeitweise kräftig und ergiebig. Hier kommen verbreitet 10 bis 15 cm, direkt an den Alpen bis zu 30 cm Neuschnee zusammen.

Am Freitag klingt der Schneefall an den Alpen am Vormittag ab. Im Laufe der zweiten Tageshälfte zieht von Westen her ein Regengebiet auf. Dabei besteht am Abend und in der Nacht auf Samstag von der Wesermündung bis in die Lausitz sowie im Süden erhöhte Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Später kommen von der Nordsee mitunter gewittrige Schauer auf.

Am Samstag bleibt es nass, vor allem im Stau der Mittelgebirge regnet es zeitweise anhaltend, lokal fallen dabei warnrelevante Niederschlagsmengen. Dazu weht vor allem in der Südhälfte in Böen stürmischer Südwest- bis Westwind.

Autor

Martin Templin
Mittwoch, 18. Februar 2026, 20:45 Uhr