Warnlagebericht

Bodendruck- und Frontenkarte für Freitag, 20. Februar 2026, 13:00 MEZ (Quelle: UBIMET)

Aktuelle Wetterlage

In der Nacht auf Freitag liegt Österreich unter dem Einfluss eines kräftigen Italientiefs. Vor allem im Südosten schneit es dabei kräftig und zunehmend bis ins Flachland. Am Freitag zieht das Italientief nach Osten ab, aus Westen kommt jedoch bereits am Samstag die Warmfront eines Atlantiktiefs auf. Sie leitet eine primär nördlich der Alpen recht unbeständige, zeitweise windige und vor allem landesweit deutlich mildere Westwetterlage ein, die uns bis zum Beginn der neuen Woche begleiten wird. Der Wintereinbruch der kommenden Stunden ist somit nur von kurzer Dauer.

Überblick Warnungen

SCHNEEFALL
Die Warnungen gelten bis Freitagmittag.

WIND
Die Informationen gelten für den Freitag.

Wetterausblick

In der Nacht auf Freitag schneit es in vielen Landesteilen bis ins Flachland. Nur im Rheintal und anfangs auch im Süden ist in tiefen Lagen noch Regen dabei. Besonders kräftig fällt der Schneefall vom Mostviertel über Wien und das Wiener Becken bis ins Mittel- und Nordburgenland sowie im westlichen Bergland aus. In der zweiten Nachthälfte sinkt die Schneefallgrenze auch in der Südsteiermark und im Südburgenland bis in tiefe Lagen, dann sind auch hier große Mengen nassen Neuschnees zu erwarten. Der Wind verstärkt sich in der zweiten Nachthälfte, weht zum Morgen hin im Südosten lebhaft bis kräftig aus Nord.

Der Freitag beginnt verbreitet mit dichten Wolken und mit Schneefall meist bis in tiefe Lagen. Primär von der Koralpe über die Südsteiermark bis ins Südburgenland kommen in der ersten Tageshälfte noch nennenswerte Mengen an sehr nassem Neuschnee zusammen. Bis Mittag klingt der Schneefall aber von Norden her ab und es beginnt aufzulockern, am längsten trüb bleibt es vom Bregenzerwald bis ins Salzkammergut sowie im Südosten. Abseits davon stellt sich ein zunehmend freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein, in Osttirol und Oberkärnten dominiert bei lebhaftem Nordföhn der Sonnenschein. Auch im Osten weht der Nordwestwind lebhaft, im Südosten gebietsweise auch kräftig.

Am Samstag regnet es an der Alpennordseite zeitweise, die Schneefallgrenze steigt in der Westhälfte auf über 1000 m an. Im Osten sowie in Osttirol und Oberkärnten ziehen ab Mittag Schauer durch, dort fällt bis auf etwa 600 m Schnee. Trocken und zeitweise sonnig bleibt es am ehesten vom Klagenfurter Becken bis ins Südburgenland. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Donauraum lebhaft aus westlichen Richtungen.

Der Sonntag bringt im Bergland und im Osten dichte Wolken, dazu fällt an der Alpennordseite zeitweise Regen. Im östlichen Flachland und im Donaurraum ziehen ein paar Schauer durch, zwischendurch sind aber auch trockene Abschnitte zu erwarten. Im Südosten verläuft der Tag hingegen trocken und sonnig aufgelockert. Der Wind weht weiterhin schwach bis mäßig, nördlich der Alpen lebhaft aus West.

Autor

Michele Salmi
Donnerstag, 19. Februar 2026, 18:15 Uhr

Warnlagebericht Deutschland

Bodendruck- und Frontenkarte für Freitag, 20. Februar 2026, 13:00 MEZ (Quelle: UBIMET)

Aktuelle Wetterlage

Am Freitag sorgt ein Zwischenhoch über dem Osten Deutschlands in weiten Teilen der Bundesrepublik für eine Wetterberuhigung. Am Abend ziehen jedoch von Westen her in rascher Abfolge eine Okklusion und am Samstag eine Warmfront durch. Damit ist besonders im Nordosten mit Glättegefahr durch gefrierenden Regen zu rechnen. Am Sonntag setzt sich schließlich von Südwesten her verbreitet mildere Luft durch, im Norden macht sich ein kleines Tief, welches von der Nord- zur Ostsee zieht, bemerkbar. Somit bleibt aber weiterhin unbeständig.

Überblick Warnungen

SCHNEE
Die Warnungen sind für den Donnerstag und im Südosten bis Freitagmorgen gültig.

GEFRIERENDER REGEN
Die Vorwarnungen im Nordwesten gelten von Freitagmorgen bis Freitagmittag.

Warnausblick

Am Nachmittag und Abend schneit es vor allem zwischen dem Allgäu und dem Bayerischen Wald zeitweise mäßig. Örtlich sind bereits um die 10 cm Neuschnee zu erwarten. Im Nordwesten sind vereinzelt stürmische Böen zu erwarten.

In der Nacht auf Freitag schneit es vor allem vom Allgäu bis nach Niederbayern zeitweise kräftig und ergiebig. Hier kommen verbreitet 10 bis 15 cm, direkt an den Alpen bis zu 20 cm Neuschnee zusammen.

Am Freitag klingt der Schneefall an den Alpen am Vormittag ab. An den Küsten weht in Böen stürmischer Südwind. Im Laufe der zweiten Tageshälfte zieht von Westen her ein Regengebiet auf. Dabei besteht am Nachmittag lokal im Nordwesten und später in der Nacht auf Samstag im Nordostenund Osten sowie im Südosten erhöhte Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Im Norden muss dann in exponierten Lagen mit stürmischen Böen aus westlichen Richtungen gerechnet werden.

Am Samstag bleibt es besonders in der Südhälfte unbeständig, vor allem im Stau der Mittelgebirge regnet es zeitweise anhaltend, lokal fallen dabei warnrelevante Niederschlagsmengen. Dazu weht vor allem in der Südhälfte in Böen stürmischer Südwest- bis Westwind.

Der Sonntag bringt verbreitet schauerartigen Regen, in der Mitte sind lokal warnrelevante Mengen zu erwarten. An der Nordsee ziehen am Nachmittag vereinzelt Gewitter auf. Hier weht zudem im Böen stürmischer Westwind.

Autor

Martin Templin
Donnerstag, 19. Februar 2026, 18:00 Uhr