Februar trotz Wintereinbruchs deutlich zu mild

Erste Frühlingsgefühle

Bis auf wenige Tage zu Beginn des Monats und im Zuge eines Wintereinbruchs nach der Hälfte fiel der Februar durchgängig zu mild aus. Und so verwundert es nicht, dass am Ende des kürzesten Monats im Kalender ein dickes Plus bei der Temperaturbilanz steht. Konkret beträgt die Temperaturanomalie im Vergleich zum Klimamittel 1991-2020 fast +3 Grad. Zu kalte Orte sucht man auf der Wetterkarte vergeblich, am geringsten waren die Abweichungen mit rund +1 bis +1,5 Grad noch im östlichen Flachland. Dem gegenüber gibt es aber auch Regionen mit noch höheren Anomalien als im Österreichmittel: Zum Beispiel endet der Februar am Arlberg, im Lungau und in Unterkärnten sogar rund 4 Grad zu mild. Weitensfeld im Gurktal (Messbeginn 1953) erlebt seinen zweitwärmsten, Tamsweg und Neumarkt mit noch längerer Messreihe den drittwärmsten Februar.

Im gesamten Land war der Februar zu mild.

Nach dem markanten Wintereinbruch rafften frühlingshafte Temperaturen den Schnee schnell wieder dahin, am gestrigen Freitag schafften es die Werte in Weyer sogar erstmals in diesem Jahr über die 20-Grad-Marke. Doch auch Innsbruck und Salzburg kratzten am vorletzten Tag des Monats zumindest an den 20 Grad.

Weyer schaffte es als erster und bisher einziger Ort über die 20-Grad-Marke.

Winterdürre wird gelindert

Mit -66 und -40 Prozent Abweichung fielen die ersten beiden Wintermonate deutlich zu trocken aus, der Februar sorgte hier glücklicherweise für eine spürbare Linderung. Nicht zuletzt der bereits erwähnte Wintereinbruch, sondern generell wechselhafte Verhältnisse sorgten für einen Überschuss an Regen und Schnee von knapp 50 Prozent. Besonders rund um St. Pölten, Graz, in Osttirol und Oberkärnten sowie in vielen Teilen Nordtirols gab es sogar mehr als doppelt so viel Niederschlag wie in einem durchschnittlichen Februar.

Landesweit zu nass – das war der Februar 2026.

Für den gesamten Winter bedeutet dies, dass sich die Niederschlags-Anomalie von -50 Prozent auf nur noch -25 Prozent halbierte. Ohne diesen zu nassen Februar wären die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und auf die Gletscher prekär geworden. Mit dem Wintereinbruch meldeten viele Landesteile ihre größte Schneehöhe des gesamten Winters. In St. Pölten kamen binnen 24 Stunden 20 cm Neuschnee zusammen, gut 15 cm waren es in Wien. Besonders in der Südsteiermark sorgte der nasse Schnee für große Probleme durch Schneebruch.

Hier der Vergleich der Gesamtschneehöhe am Höhepunkt des Wintereinbruchs (20.02.) und am letzten Tag des Monats (28.02.):

Viele Tiefs = weniger Sonnenschein

Der häufige Tiefdruckeinfluss wirkt sich dämpfend auf die Bilanz der Sonnenscheindauer aus. Um rund 25 Prozent seltener zeigte sich die Sonne im Februar, besonders Ober- und Niederösterreich waren mit Anomalien von 40 bis 50 Prozent noch um einiges trüber. In Wieselburg gab es insgesamt nur 30 Sonnenstunden, wovon mehr als die Hälfte auf den sonnigen Monatsabschluss entfielen.

Landesweit liegt ein zu trüber Monat hinter uns.

Extremwerte Februar 2026 (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen

  • 20,5 Grad Weyer (OÖ, 27.)
  • 19,6 Grad Innsbruck Uni (T, 27.) + Salzburg Freisaal (S, 27.)
  • 19,3 Grad Bludenz (V, 26.)
  • 18,8 Grad Feldkirch (V, 27.)
  • 18,4 Grad Kufstein (T, 27.)

Tiefste Temperaturen (<1500 m)

  • -17,4 Grad St. Jakob/Defereggental (T, 02.)
  • -16,7 Grad Liebenau-Gugu (OÖ, 19.)
  • -15,5 Grad Schmirn (T, 18.)
  • -15,4 Grad Schwarzau im Freiwald (NÖ, 15.)
  • -13,9 Grad Seefeld (T, 18.)

Nasseste Orte

  • 231 Liter pro Quadratmeter Mittelberg (V)
  • 229 Liter pro Quadratmeter Warth (V)
  • 215 Liter pro Quadratmeter Schröcken (V)
  • 177 Liter pro Quadratmeter Kössen (T)
  • 167 Liter pro Quadratmeter Alberschwende (V)

Trockenste Orte

  • 18 Liter pro Quadratmeter Friesach (K)
  • 19 Liter pro Quadratmeter Retz (NÖ) + Tamsweg (S)
  • 21 Liter pro Quadratmeter Neumarkt (ST) + Gars am Kamp (NÖ)

Sonnigste bewohnte Orte

  • 119 Sonnenstunden Lienz (T)
  • 113 Sonnenstunden Sillian (T)
  • 112 Sonnenstunden Innsbruck Uni (T)

Rekord-Blizzard legt die US-Ostküste lahm, 50 cm Schnee in New York

Ein kräftiges Tiefdruckgebiet hat von Sonntag bis Montag enorme Schneemengen entlang des dicht besiedelten US-Ostkorridors gebracht. Von New York City bis in den Süden von Neuengland fielen verbreitet 60 bis 90 Zentimeter Neuschnee, begleitet von schweren Sturmböen bis zu 120 km/h. Stundenlange Whiteout-Bedingungen und meterhohe Schneeverwehungen ließen die Infrasturktur stillstehen. In fünf Bundesstaaten galten Fahrverbote, rund 500.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

Wetterlage

Ausgelöst wurde das Extremereignis durch ein kräftiges Höhentief, das vom Mittleren Westen zur Ostküste zog. Daraus entwickelte sich vor der Küste ein rasch intensivierendes Tiefdruckgebiet, das feuchte Atlantikluft in eine vorhandene Kaltluftmasse führte. Diese Konstellation ist typisch für einen sogenannten Nor’easter. Ein kräftiges Küstentief an der US-Ostküste, das mit starken Nordostwinden einhergeht und im Winter häufig für heftige Schneestürme sorgt. In den stärksten Schneebändern fielen zeitweise bis zu 5–8 Zentimeter Schnee pro Stunde.

Rekordneuschnee

Besonders betroffen waren Rhode Island und Massachusetts mit bis zu 90 Zentimetern Neuschnee. In Providence wurde mit 84 Zentimetern ein neuer Allzeitrekord aufgestellt. Auch New York City verzeichnete mit bis zu 69 Zentimetern die höchsten Mengen seit 2016. Der schwere, nasse Schnee in Kombination mit Sturm ließ Bäume und Stromleitungen umstürzen, tausende Flüge wurden gestrichen und die Aufräumarbeiten werden noch mehrere Tage in Anspruch nehmen.

 

Meteorologischer vs. astronomischer Frühlingsbeginn

Astronomischer Frühlingsbeginn

Durch das Primär-Äquinoktium (erste Tag-und-Nacht-Gleiche des Jahres, denn im September vollzieht sich die zweite, die man als Sekundär-Äquinoktium bezeichnet) wird der astronomische Beginn des Frühlings festgelegt. Der kalendarische Eintrittspunkt variiert und fiel, abhängig vom Abstand zum letzten Schaltjahr, bislang entweder auf den 20. oder 21. März. Im Jahr 2026 fällt der kalendarische Frühlingsbeginn auf den 20. März (Fakt am Rand: Im Jahr 2048 wird es erstmals der 19. des Monats sein).

@ Wikipedia

Meteorologischer Frühlingsbeginn

Die Meteorologie hat aus statistischen Gründen den Beginn des Frühlings auf den 1. März festgelegt. So können Statistiken leichter erstellt sowie verglichen werden. Der Frühling geht in der Meteorologie somit immer vom 1. März bis zum 31. Mai eines Jahres. Ausgenommen davon ist die Südhalbkugel. Hier sind Frühling und Herbst um jeweils ein halbes Jahr verschoben.

@ https://pixabay.com/de/photos/scheune-fr%c3%bchlingsblumen-forsythie-741961/

Eine weitere Festsetzung des Frühlingsanfangs findet in der Phänologie statt. Als Eintritt in den Vorfrühling gilt z.B. der Blühbeginn der Schneeglöckchen. Die blühende Forsythie markiert den Erstfrühling und der Vollfrühling wird bei beginnender Blüte der Apfelbäume erreicht.

Frühling wagt ersten Anlauf

Mit dem stärksten Schneefall-Ereignis seit mehreren Jahren im Osten des Landes hat der Winter am Freitag ein vorerst letztes Rufzeichen gesetzt, selbst in Wien kam es zu einer beachtlichen Neuschneedecke von häufig 15 bis 20 cm. Doch inzwischen hat sich landesweit Tauwetter eingestellt, auch inneralpin geht es dem Schnee nun an den Kragen. Damit ist auch der Trend für die nächsten Tage klar: Der Frühling wagt einen ersten Vorstoß! Zwar bleibt es bis inklusive Dienstag im Norden noch unbeständig und nass, die Temperaturen erreichen aber häufig schon zweistellige Plusgrade. Ab der Wochenmitte stellt sich schließlich Hochdruckeinfluss ein und somit kann sich auch immer öfter die Sonne durchsetzen. Richtung Freitag ist sogar erstmals wieder die 20 Grad-Marke in Reichweite.

Die Aussichten im Detail:

Am Montag ziehen kompakte Wolken durch, die Sonne scheint vor allem im Süden zeitweise und dort bleibt es auch meist trocken. An der Alpennordseite und im Osten gehen dagegen von Beginn an ein paar Regenschauer nieder, die Schneefallgrenze liegt bei etwa 1400 m. Dazwischen scheint im Donauraum und im Flachland auch ab und zu die Sonne. Der Wind weht an der Alpennordseite lebhaft, im Osten kräftig bis vereinzelt stürmisch aus westlichen Richtungen. Mit 8 bis 15 Grad wird es mild für die Jahreszeit.

Der Schnee weicht und in Verbindung mit Regen schwellen kleinere Flüsse an – Webcambild Lofer @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/lofer/

Der Dienstag hat im Südosten ein paar Sonnenstunden zu bieten, auch im östlichen Flachland sowie am Nachmittag noch ganz im Westen kommt ab und zu die Sonne zum Vorschein. Meist bleibt es aber trüb und an der Alpennordseite häufig nass, Schnee fällt oberhalb von 1000 bis 1500 m. Besonders rund um das Salzkammergut regnet es ergiebig, gegen Abend lässt der Regen dann nach. Im Osten weht bis Mittag lebhafter Nordwestwind. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 Grad im zentralen Bergland und 15 Grad im Südosten.

Prognose der Niederschlagsmenge am Dienstag, 24.02.2026 @ UBIMET

Am Mittwoch beruhigt sich das Wetter, vor allem im westlichen und südlichen Bergland scheint von der Früh weg die Sonne. Von Oberösterreich bis in die Obersteiermark halten sich anfangs noch gebietsweise kompakte Wolken, aber nur vereinzelt fallen in der Früh noch ein paar Tropfen und tagsüber scheint landesweit zumindest zeitweise die Sonne. Der Wind dreht auf östliche Richtungen, weht aber nur mehr schwach bis mäßig. Mit 9 bis 17 Grad wird es vorfrühlingshaft mild.

Der Donnerstag startet vor allem im Donauraum und im Osten, vereinzelt auch in den inneralpinen Tälern und in den südlichen Becken mit Nebel. Abseits der Nebelfelder scheint von der Früh weg die Sonne und tagsüber setzt sich verbreitet freundliches Vorfrühlingswetter durch, ein paar dünne Schleierwolken trüben den Sonnenschein kaum. Bei schwachem bis mäßigem Südostwind steigen die Temperaturen auf 9 bis 18 Grad, mit den höchsten Werten im Inntal.

Prognose der Höchsttemperaturen am Freitag, 27.02.2026 @ UBIMET

Auch der Freitag hat viel Sonnenschein zu bieten, nur regional halten sich Nebel und Hochnebel etwas länger. Dabei erwärmt sich die Luft auf 11 bis 20 Grad, wobei letztere nach aktuellem Stand am ehesten von Innsbruck bis Salzburg möglich sind.

 

Titelbild: Symbolbild @ https://pixabay.com/de/photos/schneegl%c3%b6ckchen-mit-elefenkrokus-4853047/

Bis zu 20 cm Neuschnee in Wien – nächste Woche Frühling

Wetterlage

Der Alpenraum liegt heute Mittwoch vorübergehend unter Zwischenhocheinfluss. Am Donnerstag gerät Österreich jedoch zunehmend unter den Einfluss eines Tiefs über Norditalien, das sich in der Nacht auf Freitag ostwärts nach Osteuropa verlagert. Am Nordrand des Tiefs gelangt sehr feuchte Luft ins Land, gleichzeitig strömt aus Norden kühle Luft ein – perfekte Bedingungen für markanten Schneefall!

Bodendruck- und Frontenkarte für Donnerstag, 19. Februar 2026, 13:00 MEZ (Quelle: DWD)

Ablauf

Der Donnerstag verläuft häufig trüb, noch am Vormittag setzt vom Brenner bis nach Oberkärnten Schneefall ein. Im Laufe des Tages breiten sich Regen und Schneefall unter Verstärkung auf den gesamten Westen und Süden des Landes aus, wobei die Schneefallgrenze zwischen den Tälern Osttirols und Oberkärntens sowie knapp 1000 m in Vorarlberg und im Südosten liegt. Am späten Abend verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt in die Osthälfte des Landes. Die Schneefallgrenze liegt hier zwischen tiefen Lagen in Ober- und Niederösterreich sowie in Wien und etwa 500 m im Südosten.

In der Nacht auf Freitag sinkt die Schneefallgrenze schließlich auch im Südosten in tiefe Lagen ab und besonders im Osten schneit es teils kräftig. Am Freitagmorgen lässt die Intensität von Norden her nach und im Laufe des Vormittags klingt der Schneefall ab.

Schneewarnungen Stand: 19.02.2026

Bis Freitag häufig geschlossene Schneedecke

In vielen Landesteilen ist bis Freitag eine geschlossene Schneedecke in Sicht, die größten Neuschneemengen zeichnen sich im westlichen Bergland, in Osttirol und Oberkärnten sowie vom Mostviertel über das Wiener Becken bis ins Mittelburgenland ab. Oft sind hier sich hier 10 bis 20 cm, im Südwesten und im westlichen Bergland auch bis zu 30 cm Neuschnee zu erwarten. Im Rheintal sowie in Teilen Unterkärntens bleibt es hingegen lange Zeit bei Regen. Die größten Unsicherheiten gibt es aktuell noch entlang einer Linie von Linz bis Wien. Aber auch in den beiden Landeshauptstädten ist in der Nacht auf Freitag mit mehreren Zentimetern Neuschnee und tiefwinterlichen Verhältnissen zu rechnen. Besonders im Osten sind am Freitag somit auch Einschränkungen im Frühverkehr zu erwarten.

Hier die aktuellste Berechnung der Schneemengen von Donnerstagfrüh bis Freitagvormittag:

Berechnete Neuschneemengen mit dem Italientief.

Vor allem für das östliche Flachland sind die zu erwartenden Mengen durchaus beachtlich. Am nachfolgenden Beispiel Wien-Döbling (Daten seit 1929) sieht man, dass Neuschneemengen von 10 cm oder mehr im Schnitt der vergangenen Jahrzehnte nur 1-2 mal pro Jahr vorkommen.

Anzahl der Tage pro Jahr mit 10 cm oder mehr in Wien-Döbling.

Eine Neuschneemenge von 20 cm oder mehr (wie sie aktuell durchaus für Wien in Reichweite ist) ist naturgemäß noch seltener und wurde zuletzt 2005 verzeichnet.

Vom tiefsten Winter per Schnellzug in den Frühling

Das Ausrufezeichen des Winters hält jedoch nicht lange an. Bereits am Wochenende stellt sich die Wetterlage neuerlich um, die Temperatur steigt spürbar an. Zu Wochenbeginn setzt mit Höchstwerten zwischen 7 und 15 Grad verbreitet starkes Tauwetter ein, im Laufe der Woche sind regional sogar noch höhere Werte bis knapp 20 Grad in Sicht. Selbst im Bergland ist der Schnee vor dem Tauwetter nicht sicher.

Temperaturtrend am Beispiel Reichenau an der Rax mit knapp 20 Grad nächste Woche.

Extremwinter in Japan: Aktuelle Schneelage und meteorologische Hintergründe

Seit Ende Januar wurden in mehreren Regionen Japans außergewöhnlich hohe Schneemengen registriert. Besonders entlang der Japanmeer-Küste treten vor allem Richtung Norden regelmäßig intensive Schneefälle auf, die Infrastruktur, Verkehr und Lawinensituation stark beeinflussen.

Aktuelle Situation

      • In der 270.000-Einwohner Stadt Aomori wurden rund 1,6 m Schnee gemessen
      • Regional Rekordschneehöhen über 2 m in bewohnten Gebieten
      • Beeinträchtigungen von Verkehr, Energieversorgung und Infrastruktur
      • Stark erhöhte Lawinen- und teilweise Glättegefahr

    Meteorologische Ursachen

    Die Schneefälle stehen vor allem im Zusammenhang mit dem ostasiatischen
    Wintermonsun. Ein großer Luftdruckunterschied zwischen dem sibirischen Kältehoch und einem relativ niedrigen Druckniveau des Aleuten-Tiefs über dem nordwestlichen Pazifik führt zu lang andauernden starken nordwestlichen Winden. So strömt die trockene und kalte kontinentale Luft aus dem Hochdruckgebiet heraus. Über dem relativ warmen Japanischen Meer nimmt die Luftmasse Feuchtigkeit auf. Beim Auftreffen auf die gebirgige Landschaft Japans wird das feuchte Luftpaket zum Aufsteigen gezwungen. Daraus resultieren teilweise intensive Stauniederschläge („Sea-Effect Snow“), die in kurzer Zeit extreme Neuschneemengen bringen.

    Example of sea-effect snow in december 2020 from @sayakasofiamori on X

    Zusätzlich kann sich bei starken Kaltluftausbrüchen aus Sibirien über dem Meer eine sogenannte Japan Sea Polar Air Mass Convergence Zone (JPCZ) bilden. Diese bandförmige Konvergenzzone mit intensiver Wolken- und Niederschlagsbildung kann lokal extreme Schneemengen in kurzer Zeit mit sich bringen.

    Derartige Ereignisse sind typisch für das ostasiatische Winterklima, jedoch variieren sie von Jahr zu Jahr. Zusätzliche Einflussfaktoren auf dessen Variabilität sind unter anderem höhere Meeresoberflächentemperaturen, wodurch mehr Feuchtigkeit an die darüberliegenden Luftmassen abgegeben werden kann.

    Sapporo, Japan, had the heaviest snowfall ever recorded for the month of January. — Massimo (@Rainmaker1973) on January 27, 2026

    Aktuelle Wetterkarten

    Schneehöhenanalyse für Japan

    Aktuelle Schneehöhen in cm für Japan @jma.go.jp vom 11.02.2026 03 IST

    Schneeprognose für Japan

    Vorhersage 72 h Neuschneemenge in cm für Japan @jma.go.jp vom 11.02.2026 03 IST

    Titelbild: Pexels.com

Wetter-Trend: Atlantik-Tiefs bringen den Umschwung

Wintereinbruch mit Sturm, Regen und Schnee @ pixabay.com

Der meteorologische Winter 2025/26 zeigte sich bislang von seiner extrem trockenen Seite. Seit dem 1. Dezember herrscht in weiten Teilen des Landes ein massives Niederschlagsdefizit – im landesweiten Schnitt fehlt gut die Hälfte der üblichen Regen- und Schneemengen. In Regionen wie dem Arlberg oder dem Ennstal liegt das Minus sogar bei rund 75 Prozent. Lokal steuern wir derzeit auf einen der trockensten Winter der Messgeschichte zu. Doch nun ist ein Ende der blockierenden Wetterlage in Sicht.

Niederschlagsabweichung bis 07.02.2026 für den Winter 2025/2026

Ruhiger Wochenstart, gefolgt von der Umstellung

Die neue Woche beginnt zunächst noch zögerlich und erinnert an die vergangenen Tage. Am Montag und Dienstag herrscht vielerorts noch ruhiges Hochdruckwetter, wobei sich im Flachland teils zäher Hochnebel hält. In den Alpen hingegen dominiert strahlender Sonnenschein. Trotz der Ruhe zeichnet sich die milde Luft bereits ab: Mit Höchstwerten zwischen 1 und 10 Grad liegen die Temperaturen schon jetzt über dem für Anfang Februar typischen Niveau, das normalerweise eher bei 4 bis 6 Grad angesiedelt wäre.

Maximumtemperatur für den 11.02. laut Wettermodell des ECMWF

Vorfrühlingshafte Temperaturen bis 15 Grad

In der zweiten Wochenhälfte festigt sich die milde Westströmung spürbar. Bereits der Donnerstag gestaltet sich unter dem Einfluss von Tiefdruckgebieten über der Nordsee zwar unbeständig, aber mit Werten zwischen 5 und 13 Grad bleibt es für die Jahreszeit außergewöhnlich mild. Zum Wochenende hin bestimmen schließlich feuchte Luftmassen aus West- und Nordwesteuropa das Wettergeschehen. Dabei rückt besonders im Osten und Südosten des Landes die 15-Grad-Marke in greifbare Nähe und sorgt für erste echte Frühlingsgefühle.

Maximumtemperatur für den 13.02. laut Wettermodell des ECMWF

Aufatmen in den Skigebieten der Nordalpen

Besonders erfreulich sind die Aussichten für die Alpennordseite. Durch die rasche Abfolge von Warm- und Kaltfronten werden von Vorarlberg bis zum Mostviertel verbreitet 25 bis 50 l/m² Niederschlag erwartet – am Arlberg lokal sogar mehr. Auch wenn es in den Tälern zeitweise regnet, bedeutet der Neuschnee in den höheren Lagen ein wichtiges Aufatmen für die Skigebiete.

48h-Neuschneeprognose bis Donnerstagabend. © UBIMET

Deutlich trockener bleibt es hingegen im Süden und Osten: Von Osttirol bis zum Weinviertel fallen die Mengen mit 5 bis 10 l/m² eher bescheiden aus. Die große „Winterdürre“ wird dort also nur leicht gemildert.

Niederschlagssumme für die Woche ab 09.02.2026; Quelle: UBIMET