Außergewöhnlich heftige Gewitter in Westeuropa, starker Tornado in Frankreich

Tornadische Superzelle in Frankreich © Rick Bekker (https://twitter.com/Anatidaephbia)

In einer südwestlichen Höhenströmung wurden im Vorfeld des ausgeprägten Tiefdruckgebietes HELGARD mit Kern südwestlich der Britischen Inseln feuchtwarme und labil geschichtete Luftmassen herangeführt. Die teils starke Scherung (Zunahme der Windgeschwindigkeit bzw. Windrichtungsänderung jeweils mit der Höhe) erhöhte das Potential für schwere Unwetter zusätzlich.

Die prognostizierte Frontenanalyse für Sonntag, 12 UTC. Karte: FU Berlin / DWD
In einer südwestlichen Höhenströmung wurden energiereiche Luftmassen herangeführt. © GFS/UBIMET

Am Nachmittag bildeten sich schließlich wie erwartet teils kräftige Gewitter, am stärksten war – wie auch schon am vergangenen Donnerstag – Frankreich betroffen.

Blitze am 23.10.2022 von 14 Uhr bis 24.10.2022 2 Uhr © Nowcast/UBIMET

In Nordfrankreich konnten sich auch einzelne Superzellen bilden, im französischen Département Eure wurde am Nachmittag teils großer Hagel registriert:

Im weiteren Verlauf bildete sich im Zuge einer kräftigen Superzelle sogar ein starker Tornado – betrachtet man die Schäden, wird dieser wohl in die Kategorie F2 (Windgeschwindigkeiten von 181 bis 253 km/h) oder sogar F3 (254 bis 332 km/h) eingestuft werden. Vereinzelt wurden ganze Dächer abgerissen, auch große Lagerhäuser fielen dem Tornado zum Opfer. Am stärksten hat es das Dorf Bihucourt im französischen Département Pas-de-Calais getroffen:

Aber auch aus anderen Ländern – etwa aus Belgien, den Niederlanden und Großbritannien – wurden Schäden gemeldet, in London wurden im Zuge eines Gewitters Bäume entwurzelt. Aus Hampshire und Welling gibt es ebenso Tornadoverdachtsfälle, hier stehen noch weitere Untersuchungen aus.

Den Westen Deutschlands erreichten die Gewitter hingegen nur mehr in abgeschwächter Form, für Ende Oktober waren aber auch diese außergewöhnlich stark. Erst in der Nacht auf Montag ging die Gewitteraktivität schließlich langsam zurück.

Titelbild: Tornadische Superzelle in Frankreich © Rick Bekker (https://twitter.com/Anatidaephbia)

Ab Dienstagnachmittag von Oberösterreich über die Steiermark bis nach Kärnten kräftige Gewitter

Hagel in Kronstorf (OÖ) - Clemens Lehner

+++ Finales Update +++

Inzwischen hat die Gewitterlinie die Grenze zu Tschechien erreicht, am stärksten sind die Gewitter noch im Waldviertel. Nur in der westlichen Südsteiermark gibt es aktuell noch Neuentwicklungen. Eine erste Bilanz über einen weiteren gewitterreichen Tag:

Der aktuelle Blitzverlauf zeigt mit gelben Pluszeichen die neuesten Blitze – je dunkler die Zeichen, umso älter sind die Blitze (bis zu einer Stunde):

Blitzverlauf bis 21:20 Uhr – Quelle: UBIMET, NOWCAST

Beeindruckende Fotos der Gewitterlinie im Norden samt Böenfront erreichten uns noch von den Chasern der Storm Science Austria, hier bei Allentsteig:

Böenfront bei Allentsteig – Quelle: StormScienceAustria

bzw. aus dem Mühlviertel:

Böenfront im Mühlviertel – Quelle: StormScienceAustria

Zur Bilanz:

Während ganz im Westen bereits kurz nach Tagesbeginn dichte Wolken der Gewitter aus der Schweiz aufzogen und die Sonne am Einstrahlen hinderten, schien sonst noch häufig die Sonne. Aufgrund eines kräftigen Gewitters in Slowenien bzw. im weiteren Verlauf auch mit den schweren Gewittern bei uns hatte es die Sonne im Tagesverlauf aber auch sonst schwer – der Eisschirm der mächtigen Gewitterwolken legte sich über nahezu die gesamte Osthälfte Österreichs.

Satbild von 18:30 Uhr – Quelle: UBIMET, EUMETSAT

Nur ganz im Osten konnte es bei nur wenigen Wolken zunächst noch weiter einstrahlen. Aber nicht nur die lokal sehr unterschiedliche Sonnenscheindauer, auch die Kühlung durch die Gewitter und deren Niederschlag sorgt für derzeit ebenso unterschiedliche Temperaturen. Während man von Vorarlberg bis Oberösterreich bei Temperaturen knapp unter 20 Grad gut durchlüften kann, muss man besonders in Wien bei noch immer sehr warmen 29 Grad weiter schwitzen:

Aktuelle Temperaturen von 21 Uhr

Auch heute waren die Gewitter und deren Begleiterscheinungen wieder bemerkenswert. Der Blitzverlauf seit 0 Uhr zeigt nicht nur die morgendlichen Gewitter, sondern auch, dass sich die kräftige Gewitterlinie von Kärnten und der Obersteiermark über nahezu ganz Oberösterreich ausbreiteten:

Blitzverlauf über den gesamten 28.06.2022

Entsprechend liegt Oberösterreich auch bei der Blitzanzahl erneut ganz vorne mit insgesamt bemerkenswerten 41.058 Blitzen (bis 21:40 Uhr):

Ähnlich zu gestern wurden heute wieder Sturmböen und Starkniederschläge binnen kurzer Zeit gemeldet. In Kärnten wurde sogar eine Orkanböe gemessen. Die Sturmböen ganz im Osten in folgender Karte wurden kurz nach Mitternacht gemessen und sind noch auf die gestrigen Gewitter zurückzuführen:

Der Niederschlag fiel meist binnen kurzer Zeit. Es wurde uns von Murenabgängen und lokalen Überflutungen berichtet:

 

+++ Update 20:30 +++

Die Feuerwehren in Oberösterreich haben schon wieder einiges zu tun, die Gewitterlinie hat für zahlreiche Sturmschäden und Überflutungen gesorgt.

Die Top 5 Niederschlagsmengen der letzten Stunde:

  • Kollerschlag – 25,1 l/m²
  • Linz – 24,7 l/m²
  • Waizenkirchen – 21 l/m²
  • Schärding – 19.6 l/m²
  • Wels – 17,6 l/m²

 

Aktuelle Einsätze Feuerwehr Oberösterreich © https://intranet.ooelfv.at/

+++ Update 20:20 +++

Auch in Villach machte sich die Gewitterlinie heute Nachmittag mit einem Downburst (Gewitterfallwind) bemerkbar. Danke an Daniela Tisal für das Video!

+++ Update 20:10 +++

Im Vorfeld der Linie entstehen nun auch um Weitra und Zwettl im Waldviertel einzelne Schauer und Gewitter, auch hier ist nun besonders mit Starkregen und Sturmböen zu rechnen.

+++ Update 19:45 +++

Weiterhin ist im Zuge der Gewitterlinie mit Sturmböen zu rechnen, in Wachtberg bei Steyr wurde soeben eine Böe mit 79 km/h gemessen.

Ein aktuelles Foto erreicht uns aus dem oberösterreichischen Kronstorf, knapp nördlich von Steyr:

Gewitterlinie in Kronstorf (OÖ) – © Clemens Lehner

+++ Update 19:30 +++

Die Gewitterlinie, welche heute Nachmittag in Kärnten für teils schwere Sturmböen und in Arriach wie bereits erwähnt auch für Orkanböen (129 km/h) sorgte, hat auch in Bad Kleinkirchheim große Schäden hinterlassen:

+++ Update 19:10 +++

Derzeit erstreckt sich die Gewitterlinie vom Innviertel bis in die Obersteiermark, hier sind auch weiterhin die kräftigsten Zellen eingebettet. Während hier weiterhin mit Hagel, Starkregen und Sturmböen zu rechnen ist, handelt es sich bei den Gewittern im westlichen Oberösterreich meist nur mehr um Starkregen und teils kräftige Windböen.

Radarbild von 19:05 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 19:00 +++

Die höchsten Temperaturen gab es heute im Süden und Osten des Landes, im Westen war es hingegen spürbar kühler.  Das absolute Maximum wurde, wie auch schon gestern, in Kärnten gemessen. In Ferlach stieg das Thermometer vor den Unwettern auf 33.7°C.

Höchstwerte am 28.06.2022 – ZAMG/UBIMET
Höchstwerte am 28.06.2022 – ZAMG/UBIMET

+++ Update 18:30 +++

Ein Blick auf die aktuelle Warnkarte zeigt eindrucksvoll die Verlagerung der kräftigen Gewitterlinie von den Karnischen Alpen und Karawanken ausgehend über die Obersteiermark bis ins südliche Oberösterreich – hier gilt und galt vielerorts die höchste Warnstufe. Die stärksten Gewitter sind derzeit in der Obersteiermark im Bereich der Niederen Tauern und Eisenerzer Alpen unterwegs, aber auch vom Innviertel bis zum Salzkammergut verlagern sich teils kräftige Gewitter weiter nach Norden.

Aktuelle Wetterwarnungen für Österreich – 28.06.2021 – 18:30 Uhr – www.uwz.at

+++ Update 17:50 +++

Derzeit befindet sich die kräftige Gewitterlinie zwischen den Niederen Tauern in der Steiermark und der Koralpe in Kärnten. In dieser sind kräftige Unwetter eingelagert, die ganze Linie verlagert sich nach Nord-Nordost. Nordwestlich davon, über dem Salzburger Tennengau, zieht ein weiteres kräftiges Gewitter nach Norden in Richtung Flachgau. Auch hier ist mit Starkregen und meist kleinkörnigem Hagel zu rechnen.

Radarbild von 17:40 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 17:20 +++

Weiterhin ist mit den Unwettern in Kärnten mit großem Hagel und teils schweren Sturmböen zu rechnen, in Arriach wurde vor kurzem mit 129 km/h sogar eine Orkanböe gemessen. Hier gilt größte Vorsicht, wir warnen dieses Unwetter dementsprechend auch mit der höchsten Warnstufe! Dieser Zellkern verlagert sich in der nächsten Stunde weiter in Richtung Nockberge bzw. Gurktaler Alpen, die Gewitterlinie generell in Richtung Unterkärnten und Obersteiermark.

+++ Update 17:10 +++

Aktuelle Webcambilder zeigen den Aufzug der Gewitterzellen mit markantem Niederschlagsvorhang in Kärnten. Am Weissensee und in Villach wurden vor kurzem Sturmböen mit 76 km/h bzw. 77 km/h gemessen.

Webcam Dobratsch © foto-webcam.eu
Webcam Moertschach © foto-webcam.eu

+++ Update 16:30 +++

Ein Blick auf das neueste Radarbild zeigt gut die aktuellen Entwicklungen. Derzeit gehen besonders vom Tiroler Oberland über die Salzburger Gebirgsgaue bis nach Kärnten einige Gewitter nieder, die stärksten greifen derzeit aus Italien und Slowenien auf die Karnischen Alpen und die Karawanken über. Hier ist mit Starkregen, größerem Hagel und Sturmböen zu rechnen.

Radarbild von 16:25 Uhr © ACGUBIMET

+++ Übersicht 16 Uhr +++

Ein kleinräumiges Tief über dem Golf von Genua verlagert sich in den nächsten Stunden an einer Luftmassengrenze entlang weiter nach Nordosten. Im Vorfeld gelangen erneut sehr energiereiche und  gewitteranfällige Luftmassen in den östlichen Alpenraum. Damit steigt schon am Dienstagnachmittag die Gewitterneigung deutlich an, erneut sind auch Unwetter mit großen Regenmengen in kurzer Zeit, größerem Hagel und Sturmböen zu erwarten. Auch in der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch bleibt die Gewitterneigung besonders in der Mitte und im Osten des Landes deutlich erhöht.

Satellitenbild 28.06.2022 – 16:00 Uhr © EUMETSAT

Titelbild: Hagel in Kronstorf (OÖ) am Montagabend – Clemens Lehner

Gewitter brachten am Montag im Norden großen Hagel und Sturm

Blitz

Besonders stark betroffen waren am Montagabend der Süden und Osten Oberösterreichs. Kräftige Gewitter sind zunächst vor allem in den Regionen rund um die Pyhrn-Autobahn in Oberösterreich entstanden, also im Gebiet zwischen etwa Micheldorf, Hinterstoder und Windischgarsten. In weiterer Folge ist ein sog. Superzellengewitter von hier aus nordwärts über das Traunviertel und den Großraum Enns ins Mühlviertel bei Engerwitzdorf/Pregarten gezogen. Dieses Gewitter hat für Sturmböen, ergiebigen Regen sowie auch teils großen Hagel gesorgt. In diesen Regionen gab dutzende Feuerwehreinsätze etwa aufgrund von Überflutungen und Sturmschäden, zudem wurden auf einer Fläche von etwa 16.000 Hektar Ackerkulturen, Äpfel und das Grünland massiv geschädigt.

+++ Update 23:55 +++

Mittlerweile schwächen sich die Gewitter meist ab, nur im Bereich des Toten Gebirges zieht derzeit noch eine kräftige Gewitterzelle nach Osten und erreicht demnächst die Phyrn-Priel-Region. Hier ist weiterhin mit Hagel, Sturmböen und vor allem Starkregen zu rechnen. Da hier heute schon viel Regen gefallen ist (in Windischgarsten wurden in den letzten 6 Stunden knapp 60 mm registriert), kann es hier noch zu weiteren Überflutungen kommen. Auch im Osten ist im weiteren Verlauf ein kurzes Gewitter nicht ausgeschlossen, zudem kann der Wind in der zweiten Nachthälfte kurzzeitig kräftig aus West auffrischen.

Mit den Statistiken des heutigen Tages beenden wir den heutigen Ticker und bedanken uns für die Aufmerksamkeit. Bis bald!

Blitzverlauf 27.06.2022 – UBIMET
Blitzanzahl 27.06.2022 – UBIMET

+++ Update 23:40 +++

Während von Tirol bis Oberösterreich weiter teils kräftige Gewitter niedergehen, ist es besonders im Osten weiterhin außergewöhnlich warm. So werden in Langenlebarn immer noch 28.7°C gemessen, auch in der Wiener Innenstadt schwitzt man kurz vor Mitternacht bei 28.5°C.

Aktuelle Temperaturen 23:30 Uhr © ZAMG/UBIMET (für größere Ansicht klicken)

+++ Update 23:30 +++

Ein Blick auf die Einsatzkarte des Landesfeuerwehrverband Oberösterreich spiegelt sehr gut die Zugbahn der Mühlviertler Superzelle wieder. Hier laufen derzeit zahlreiche Einsätze wegen Sturmschäden und Überflutungen. Die Zelle selbst hat sich nun im angrenzenden Waldviertel aufgelöst, aktuell sind aber weiterhin kräftige Gewitter unterwegs – etwa im Salzkammergut. Diese zieht erneut in die bereits am Nachmittag stark betroffene Phyrnregion – hier laufen auch noch immer Überflutungs-Einsätze. Die neuen Gewitter könnten die Lage also weiter verschärfen.

Aktuelle Einsätze Feuerwehr Oberösterreich © https://intranet.ooelfv.at/

+++ Update 23:00 +++

Die Unwetterzelle im Norden des Landes befindet sich jetzt im Waldviertel, hier wurden vor kurzem in Oberlainsitz auch schwere Sturmböen gemessen! Die Zelle schwächt sich nun langsam ab, es ist aber weiterhin mit größerem Hagel und Starkregen zu rechnen. Auch im unteren Mühlviertel brachte sie teils großen Hagel, Kollegen von Storm Science Austria konnten zum Beispiel bei Gallneukirchen folgende Hagelkörner festhalten:

Hagel in Gallneukirchen (OÖ) © Storm Science Austria

+++ Update 22:30 +++

Das stärkste Unwetter ist aktuell im unteren Mühlviertel unterwegs und zieht langsam nach Nordost in Richtung Waldviertel. Hier ist weiterhin mit großem Hagel, Sturmböen und Starkregen zu rechnen. Auch sonst haben sich mittlerweile einige Gewitter gebildet, welche sich weiter nach Ost-Nordost verlagern.

Radarbild von 22:20 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 21:50 +++

Ein Foto der kräftigen Gewitterzelle bei Salzburg von unseren Kollegen von Storm Science Austria:

Gewitterzelle bei Salzburg © Storm Science Austria (SSA)

Im oberösterreichischen Katsdorf wurden von einem anderem Chasing-Team von Storm Science Austria zudem Sturmböen von 91 km/h gemessen.

Sturmböen bei Katsdorf © Storm Science Austria (SSA)

+++ Update 21:20 +++

Demnächst wird die Stadt Salzburg von der kräftige Gewitterzelle aus Bayern getroffen – hier ist weiterhin mit größerem Hagel und Starkregen zu rechnen!

Die stärkste Zelle – auch eine Superzelle – ist aber aktuell an der Grenze vom oberösterreichischen Traunviertel zum niederösterreichischen Mostviertel unterwegs. Ein Blick auf den vertikalen Schnitt der Zelle zeigt höchste Radarechos bis hoch hinauf – damit ist hier mit großem Hagel zu rechnen! Auch hier gilt die höchste Warnstufe! Die Zelle verlagert sich weiter nach Nordosten in Richtung unteres Mühlviertel. Eine starke Neubildung knapp südwestlich davon dürfte aber demnächst auch für die Stadt Linz relevant werden.

3D-Radarbild 21:15 © ACG/UBIMET

+++ Update 21:10 +++

Eine heftige Gewitterzelle des Gewitterclusters in Oberösterreich verlagert sich jetzt langsam in Richtung Nordosten und damit in Richtung westliches Mostviertel. Demnächst sind etwa die Gebiete um Enns und St. Valentin betroffen. In der Zugbahn ist mit großem Hagel und großen Regenmengen in kurzer Zeit zu rechnen.

+++ Update 21:00 +++

Unsere Partner von Storm Science Austria haben uns so eben diese Fotos übermittelt, aufgenommen nördlich von Kufstein. Das ist die Superzelle, die aktuell Richtung Salzburg zieht.

Hagel bis 5 cm Durchmesser nördlich von Kufstein © Storm Science Austria (SSA)
Hagel bis 5 cm Durchmesser nördlich von Kufstein © Storm Science Austria (SSA)

+++ Update 20:40 +++

Entlang des bayrischen Alpenrandes sind weiterhin Superzellen unterwegs, die östlichste davon wird in der nächsten Stunde auch für die Stadt Salzburg relevant. Derzeit scheint sie aber etwas an Kraft zu verlieren:

Radarbild von 20:35 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 20:30 +++

Die meisten Blitze wurden bislang in Oberösterreich registriert – der fast stationäre Gewittercluster bewegt sich weiter nur langsam nach Nordosten, dazu bilden sich immer wieder neue Gewitter. Hier ist durch die großen Regenmengen mit Überflutungen und Murenabgängen zu rechnen, auch (größerer) Hagel ist weiterhin Thema.

Blitzetnladungen in den letzten 3 Stunden © nowcast/UBIMET
Bisherige Blitzanzahl am 27.06.2022 © nowcast/UBIMET

+++ Update 19:50 +++

Entlang der Pyrnautobahn hat sich – diesmal v.a. auf der oberösterreichischen Seite – erneut eine sehr stationäre Gewitterzelle gebildet. Derzeit sind vor allem die Orte Klaus und Sankt Pankratz betroffen. Auch hier ist wieder mit Hagel und vor allem großen Regenmengen in kurzer Zeit zu rechnen – erneut ist die höchste Warnstufe aktiv.

Radarbild von 19:45 Uhr © ACG/UBIMET

Die ASFINAG-Webcam beim Knoten Voralpenkreuz zeigt aktuell Starkregen und Hagel. Hier muss man derzeit besonders vorsichtig sein!

© ASFINAG

+++ Update 19:35 Uhr +++

Ein vielerorts sehr heißer Tag geht dem Ende entgegen, damit werfen wir einen kurzen Blick auf die heutigen Höchstwerte. Die höchste Temperatur wurde mit 35.9°C in Villach gemessen, direkt danach folgt Mayrhofen im tirolerischen Bezirk Schwaz mit 35.6°C und das oberösterreichische Windischgarsten mit 35.4°C. Nur in Vorarlberg wurde die 30-Grad-Marke heute nicht geknackt.

Temperaturmaxima am 27.06.2022 – © UBIMET
Temperaturmaxima (Karte) am 27.06.2022 – © UBIMET

+++ Update 19:20 Uhr +++

Am neuesten Satellitenbild sind die aktuellen Gewitterzellen gut zu erkennen. Der Gewittercluster an der Grenze Steiermark/Oberösterreich wirft in der untergehenden Sonne einen Schatten nach Südosten, nordöstlich und südöstlich davon sind nur wenige Wolken am Himmel. Auch am bayrischen Alpenrand sind zwei Gewittertürme zu erkennen – die vordere Zelle hat sich mittlerweile aufgelöst, direkt dahinter folgt aber schon wieder die nächste Superzelle. Diese befindet sich gerade südlich von Bad Tölz und streift an der Grenze zu Tirol entlang nach Osten.

© EUMETSAT – Satellitenbild 19:00 Uhr

+++ Update 18:40 Uhr +++

Die Gewitter in der Obersteiermark bzw. im Bereich der Phyrn, nördlich von Liezen, bilden sich laufend neu und bewegen sich nur sehr langsam nach Nordosten – dementsprechend ist hier neben Hagel auch lokal mit großen Regenmengen zusammen. Hier ist mittlerweile auch die höchste Warnstufe gültig! Die Zellen am Bayrischen Alpenrand verlagern sich indes weiter nach Nordosten.

Radarbild von 18:35 Uhr © ACG/UBIMET
Aktuelle Gewitterwarnungen und -vorwarnungen (gelb) der Österreichischen Unwetterzentrale – uwz.at

+++ Update 17:50 Uhr +++

Die Gewitterzelle im Tiroler Außerfern hat sich in den letzten Minuten verstärkt, hier ist mit Hagel und Starkregen zu rechnen. Zudem ist auch in der Obersteiermark – nordwestlich von Liezen – ein Gewitter entstanden, welches sich langsam nach Nordosten verlagert.

Radarbild von 17:45 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 17:30 Uhr +++

Jenes Gewitter, welches sich vor etwa 1,5 Stunden im Tiroler Oberland gebildet hat, befindet sich mittlerweile am bayrischen Alpenrand und hat sich zu einer Superzelle entwickelt. Hier konnte man vor ein paar Minuten auch einen „Stormsplit“ beobachten. Aus einer Gewitterzelle wurden zwei – die linke verlagert sich unter starker Abschwächung nach Nordost, die rechte unter Verstärkung weiter nach Osten.

Währenddessen hat sich auch im Tiroler Oberland ein neues Gewitter gebildet, welches sich nach Nordosten verlagert. Hier ist derzeit mit Starkregen und kleinkörnigem Hagel zu rechnen.

Radarbild von 17:25 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 16:30 Uhr +++

Aktuell knabbert Villach an der 36 Grad-Marke. Derzeit werden, außer in Vorarlberg, in jedem Bundesland verbreitet über 30 Grad gemessen.

+++ Update 16:00 Uhr +++

Im Tiroler Oberland haben sich die ersten Gewitter gebildet.

Radarbild von 15:50 Uhr © ACG/UBIMET

+++ Update 15:10 Uhr +++

In Villach wurde mittlerweile die 35-Grad-Marke übertroffen, anbei die aktuellen Hotspots:

  • 35,5 Grad Villach (K)
  • 35,4 Grad Ferlach (K)
  • 34,8 Grad Windischgarsten (OÖ)
  • 34,4 Grad Wien – Innere Stadt (W)
  • 34,3 Grad Innsbruck (T)

In Vorarlberg und im Außerfern ist dagegen bodennahe bereits etwas kühlere Luft eingeflossen, hier werde Temperaturen um 25 Grad gemessen. In den kommenden Stunden steigt die Gewitterbereitschaft ausgehend vom Arlberg bzw. den Lechtaler Alpen rasch an.

Unwetterpotential am Montagabend. © www.uwz.at
Am Arlberg fließt die kalte Luft als Wolkenschlange über den Galzig. www.foto-webcam.eu

+++ Update 14:10 Uhr +++

Mit 34 Grad sind derzeit Villach, Ferlach, Schönau an der Enns und Windischgarsten die heißesten Orte des Landes!

+++ Update 12:05 Uhr +++

Die bisherigen Hotspots des Landes:

  • 32,6 Grad Pottschach-Ternitz
  • 32,4 Grad Eisenstadt
  • 32,0 Grad Mörbisch

In Wien, St. Pölten, Salzburg und Innsbruck wurde die 30-Grad-Marke ebenfalls schon überschritten, aber auch Graz, Linz und Klagenfurt sind nahe dran. Nur in Bregenz ist es mit 23 angenehm temperiert. Hier gibt es stets die Hitliste mit den aktuellen Wetterdaten.

+++ Update 11:10 Uhr +++

Am aktuellen Satellitenbild sieht man die Kaltfront über Westeuropa, welche heute Nachmittag vorübergehend ostwärts vorankommt. In Österreich scheint derzeit verbreitet die Sonne und im Osten werden bereits recht verbreitet Temperaturen um 30 Grad gemessen. Spitzenreiter ist bislang Pottschach-Ternitz im Bezirk Neunkirchen mit 31,8 Grad.

Satellitenbild um 11 Uhr. © EUMETSAT/UBIMET

+++ Übersicht 11 Uhr +++

Österreich liegt zu Wochenbeginn zwischen einem umfangreichen Tief mit Kern über dem Nordatlantik und einem  Hoch über Osteuropa.  Die nahezu stationäre Kaltfront des Tiefs erstreckt sich dabei von Dänemark quer über Deutschland bis in den Westalpenraum und trennt vergleichsweise kühle, maritime Luftmassen über Westeuropa von sehr warmer und energiereicher Luft im Osten, etwa im östlichen Flachland steigen die Temperaturen auf bis zu 35 Grad. Am Montagabend kommt die Kaltfront vorübergehend ostwärts voran, somit stiegt die Gewittergefahr vor allem an der Alpennordseite deutlich an.

Am Montagnachmittag sind zunächst in den westlichen Nordalpen erste kräftige Gewitter zu erwarten, dabei besteht örtlich die Gefahr von großem Hagel. Am späten Nachmittag ziehen die Gewitter über Südbayern hinweg ostwärts, in den Abendstunden zeichnen sich dann vor allem in Oberösterreich auch teils schwere Sturmböen um 90 km/h ab. In Nacht erfasst die Gewitter auch das Waldviertel, zudem kommt auch im Mostviertel und im östlichen Flachland kräftige Westwind mit teils stürmischen Böen auf. Vereinzelte Gewitter sind aber auch im Osten nicht ausgeschlossen.

Titelbild © AdobeStock

Tief FINJA bringt kräftige Gewitter

Blitz bei Gewitter - AdobeStock

+++ Update 03:30 +++

Das letzte Gewitter verlässt Österreich gerade in Richtung Slowenien, damit wollen wir diesen Liveticker mit ein paar abschließenden Statistiken beenden:

Wie man an den folgenden Abbildungen gut erkennen kann, lag der Gewitterschwerpunkt tagsüber zwischen Vorarlberg und dem zentralen Bergland. Dabei war neben Hagel vor allem Starkregen das größte Thema, in Tannheim kamen zum Beispiel 50 l/m² zusammen. Der Süden und Südosten präsentierte sich tagsüber noch oft von seiner freundlichen Seite, hier gingen aber schließlich in den Abend- und Nachtstunden teils kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel nieder. In St. Veit an der Glan wurden innerhalb einer halben Stunde 18.9 l/m² registriert.

Blitzverlauf 23.05.2022 © nowcast/UBIMET
Blitzverlauf seit Mitternacht © nowcast/UBIMET
24-stündige Niederschlagssumme © UBIMET
Niederschlagssumme seit Mitternacht © UBIMET
Niederschlagssumme seit Mitternacht © UBIMET

+++ Update 02:40 +++

Blick auf die aufziehenden Gewitter im Mölltal und in Heiligenblut vor etwa 3 Stunden:

Aufziehendes Gewitter im Mölltal © foto-webcam.eu
Aufziehendes Gewitter im Mölltal © foto-webcam.eu
Gewitter mit Blitz in Heiligenblut © foto-webcam.eu
Gewitter mit Blitz in Heiligenblut © foto-webcam.eu

+++ Update 01:30 +++

Ein kräftiges Gewitter ging gerade in Köflach nieder, die dortige Webcam konnte sogar einen Blitz festhalten. Diese Zelle verlagert sich jetzt erneut in die Südsteiermark, hier ist besonders Starkregen zu erwarten.

Wolkenblitz @ Webcam Köflach - https://koeflach.panomax.com/
Wolkenblitz @ Webcam Köflach – https://koeflach.panomax.com/

Ein weiteres kräftiges Gewitter erreicht demnächst St. Veit an der Glan. Hier ist ebenfalls mit Starkregen, aber auch noch mit Hagel zu rechnen. In Spittal an der Drau fielen in der letzten Stunde 14.8 l/m², in Millstatt waren es 10.9 l/m².

Blitzverlauf © nowcast/UBIMET
Blitzverlauf © nowcast/UBIMET

+++ Update 24.05. – 00:10 +++

In den letzten 3 Stunden haben sich die Gewitter immer weiter nach Süden vorgearbeitet.

Blitzverlauf der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET
Blitzverlauf der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET

Östlich von Murau hat sich zudem eine Zelle mit einem Bogenecho („bow echo“) formiert. In dessen Zugbahn ist mit Sturmböen zu rechnen.

Radarbild 00:00 © Austro Control/UBIMET

+++ Update 23:20 +++

Die stärksten Gewitter gehen derzeit im Süden nieder, eine kräftige Zelle mit Starkregen und Hagel zieht derzeit von der Koralpe in die Südweststeiermark.

Radarbild 23:10 © Austro Control/UBIMET

+++ Update 22:50 +++

Auch entlang des Wienerwalds hat sich nun eine Gewitterlinie gebildet, diese breitet sich langsam nach Osten aus und könnte damit auch noch für Wien – zumindest für die südlichen Bezirke – interessant werden.

Radarbild 22:40 © Austro Control/UBIMET
Radarbild 22:40 © Austro Control/UBIMET

Unsere Webcam in Wien Donaustadt konnte bereits einen Blitz einfangen:

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/
Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/

+++ Update 22:20 +++

Ausgehend von der Obersteiermark ist demnächst im Grazer Bergland mit Gewittern zu rechnen, auch in Graz und im weiteren Verlauf in der Oststeiermark kann es noch gewittrig werden.

Aktuelles Radarbild © Austro Control/UBIMET
Aktuelles Radarbild © Austro Control/UBIMET

+++ Update 21:10 Uhr +++

Blitze der letzten 3 Stunden © NOWCAST

+++ Update 20:15 Uhr +++

Derzeit zieht ein Gewittersystem einmal quer von West nach Ost über Österreich hinweg und bringt kräftigen Regen. In Bad Mitterndorf fielen in der vergangenen Stunde 26 L/m² und in Gröbming 25 L/m².

Radarbild von 20.10 Uhr © ACG

+++ Update 19:40 Uhr +++

 

+++ Update 19:20 Uhr +++

Derzeit sind immer noch teils kräftige Gewitter im Westen und im zentralen Bergland unterwegs. Dabei besteht vor allem die Gefahr von Starkregen.

Blitze der letzten Stunde © NOWCAST

+++ Update 19: 00 Uhr +++

Weiterhin gibt es örtlich Starkregen, die Top 3 der letzten Stunde

Flattnitz 17 L/m²
St. Jakob im Defereggen 16 L/m²
Tannheim 13 L/m²

+++ Update 18:30 Uhr +++

Die kräftigste Gewitterzelle befindet sich aktuell genau über dem Dachstein. Beim Blick auf das dreidimensionale Radar zeigt sich, dass dieser Wolkenturm bis etwa 13 km in die Höhe geschossen ist und zudem auch in mehreren Kilometern Höhe maximale Reflektivitäten aufweist. Hagel ist mit diesem Gewitter sehr wahrscheinlich. Es verlagert sich nach Ost bis Südost und bedroht somit aktuell das Ennstal von Schladming bis Gröbming.

3D-Radar von 18:20 Uhr @ UBIMET, ACG

+++ Update 17:50 Uhr +++

Sturmböen jetzt in Vorarlberg mit der zweiten Gewitterrunde:

73 km/h Bregenz

72 km/h Rohrspitz

70 km/h Feldkirch

+++ Update 17:15 Uhr +++

Für das Rheintal und den Bregenzerwald zeichnet sich die zweite Runde ab:

Analysierte Blitze von 17:00 Uhr @ UBIMET, nowcast

+++ Update 16:45 Uhr +++

+++ Update 16:35 Uhr +++

Über der Nordkette bei Innsbruck hat sich ein weiteres kräftiges Gewitter gebildet und zieht ostwärts. Mit dem Gewitter muss man mit Hagel rechnen.

Hagel auf der Nordkette. © www.foto-webcam.eu

+++ Update 16:30 +++

Mit den Gewittern fällt zum Teil sehr intensiver Regen, anbei ein paar Stundensummen:

  • 22 mm Tannheim
  • 20 mm Reutte
  • 16 mm Sillian

+++ Update 16:20 +++

Eine Gewitterlinie hat sich in der Schweiz entwickelt und zieht rasch nordostwärts. Mit Ankunft der Gewitter zeichnet sich rund um den Bodensee erhöhte Sturmgefahr ab. Die kräftigen Gewitter mit Hagel am Alpenrand verlagern sich dagegen ostwärts in Richtung Kaiserwinkl und Flachgau.

Radarbild um 16:10 Uhr. © DWD / UBIMET

+++ Update 16:10 +++

Im Satellitenbild erkennt man eindrucksvoll die an der Alpennordseite entstandenen Gewitter. Eingezeichnet ist ihre Zugbahn und die womöglich betroffenen Regionen im Osten. Derweil haben sich über der Schweiz weitere Gewitter formiert, welche in den nächsten Stunden nach Nordost Richtung Bayern ziehen werden. Am Bodensee kann es damit stürmisch werden. In Grün markiert: Auch über Osttirol hat es ausgelöst.

Satellitenbild von 15:30 Uhr mit demnächst betroffenen Regionen @ EUMETSAT, UBIMET

+++ Update 15:55 +++

Und auch ein ehemaliger Kollege, den es zurück in die Heimat nach Reutte gezogen hat, meldet Hagel:

+++ Update 15:40 +++

Die Gewitter erreichen auch das Unterinntal. Obacht also demnächst in Kufstein, aber auch von Schwaz bis Wörgl und im Raum Kitzbühel!

Webcam Innsbruck mit Blick nach Nordost @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/

+++ Update 15:30 +++

Der Hagel im Rheintal hatte bereits einen Durchmesser von 1 bis 2 cm:

+++ Update 15:15 +++

Wir starten hiermit unseren heutigen Live-Ticker. Von der Schweiz kommend hat eine kräftige Gewitterzelle bereits Dornbirn überquert und hier Hagel gebracht. Zudem sind im Umfeld des Außerferns kräftige Gewitter entstanden. Sie ziehen nun an der Alpennordseite entlang nach Osten und werden früher oder später auch Salzburg und die oberösterreichsichen Seen treffen. Das ist jetzt schon absehbar, es ist ein relativ üblicher Ablauf.

Registrierte Blitze über eine Stunde bis 15:10 Uhr @ UBIMET, nowcast

 

 


Österreich gerät am Montag zunehmend unter den Einfluss eines Tiefs namens FINJA, welches sich von Nordfrankreich in Richtung Nordsee verlagert. Aus dem westlichen Mittelmeerraum gerät dabei feuchtwarme und energiereiche Luft nach Österreich. Im Vorfeld der Kaltfront des Tiefs steigt die Gewittergefahr ab dem Nachmittag an der Alpennordseite deutlich an, örtlich kann es dabei zu Starkregen und Hagel kommen. Am Abend besteht an der gesamten Alpennordseite die Gefahr von kräftigen Gewittern mit teils schweren Sturmböen. In der Nacht gehen schließlich auch im Osten örtlich Gewitter nieder.

Die Niederschlagsprognose von ICON deutet am Montagabend auf kräftige Gewitter im Norden.

Am Dienstag zweigeteilt

Der Dienstag bringt von Vorarlberg bis Oberösterreich dichte Wolken und zeitweise fällt etwas Regen. Im Osten bzw. vor allem im Süden kommt zeitweise die Sonne zum Vorschein, im Laufe des Tages ziehen von Niederösterreich bis ins Burgenland sowie in den Südalpen aber teils kräftige Schauer und Gewitter durch. Stellenweise besteht dabei die Gefahr von Starkregen und Hagel. Die Temperaturen präsentieren sich zweigeteilt: Während es von Vorarlberg bis ins Salzkammergut nur noch 14 bis 19 Grad gibt, wird es im Süden und Südosten nochmals sommerlich warm mit 25 bis 29 Grad. Zur Wochenmitte sind besonders im äußersten Süden und Südosten nochmals kräftige Gewitter zu erwarten, sonst ist eine Beruhigung in Sicht. Die Temperaturen entsprechen mit 15 bis 25 Grad in etwa dem jahreszeitlich Durchschnitt.

Prognose der Höchstwerte am Dienstag (zum Vergrößern  auf das Bild klicken). © UBIMET

Nach unbeständigem Wochenende folgt milder Start in die Karwoche

Aprilwetter im Juli

Mitteleuropa liegt aktuell unter Einfluss von Tief NASIM mit Kern über Südskandinavien,  dessen Kaltfront erreicht in der Nacht auf Freitag den Alpenraum. Im Vorfeld des Randtiefs ORTRUD über Frankreich wird die Kaltfront im Laufe des Freitags aber wieder warmaktiv und die Luftmassengrenze wandert wieder nach Nordosten. Tief ORTRUD zieht in weiterer Folge rasch nach Osten ab, bereits in der Nacht auf Samstag fließen mit dessen Kaltfront aber wieder kältere und feuchte Luftmassen aus Nordwesten ein.

Prognose der Bodenwetterkarte für Freitagnachmittag. © FU Berlin/DWD
Prognose der Bodenwetterkarte für Freitagnachmittag. © FU Berlin/DWD

Nasskaltes Wochenende

Bereits der Freitag verläuft an der Alpennordseite verbreitet nass, die Schneefallgrenze steigt von etwa 1000 m rasch auf 1500 bis 1800 m an. Besonders in der ersten Tageshälfte muss man vom Mühlviertel bis ins Nordburgenland auch noch mit lebhaftem bis kräftigem, besonders am Alpenostrand auch stürmischem Westwind rechnen.

Am Samstag setzt sich das unbeständige Wetter fort, besonders im Westen und Süden regnet es auch kräftig. Die Schneefallgrenze sinkt dabei in den Nordalpen gegen 1000 bis 700 m, in der zweiten Tageshälfte lässt der Niederschlag aber deutlich nach. Dazu frischt verbreitet lebhafter bis kräftiger Nordwestwind mit stürmischen Böen auf, in den Alpen stellt sich kräftiger bis stürmischer Nordföhn ein.

Der Sonntag bringt dann allmählich eine Wetterberuhigung, tagsüber stellt sich von Salzburg ostwärts ein Sonne-Wolken-Mix ein. In den Alpen ziehen allerdings Schneeschauer durch und auch nördlich der Alpen sind einzelne Schnee-, Schneeregen- und Graupelschauer dabei. Im Westen und Süden dominiert der Sonnenschein, gegen Abend klart es allgemein vermehrt auf. Der West- bis Nordwestwind weht zunächst noch lebhaft bis kräftig, flaut aber im Tagesverlauf ab.

Prognose der Niederschlagsmengen bis Samstag Abend - Quelle: UCM/UBIMET
Prognose der Niederschlagsmengen bis Samstag Abend – Quelle: UCM/UBIMET [für größere Ansicht anklicken]

Milder Start in die Karwoche

Zu Beginn der Karwoche nimmt der Hochdruckeinfluss allmählich wieder zu und es gelangen deutlich mildere Luftmassen in den Alpenraum. Bei viel Sonnenschein steigen die Temperaturen spürbar an, besonders ab Dienstag sind landesweit Höchstwerte über 20 Grad in Sicht. Auch die 25-Grad Marke ist lokal in Reichweite, damit könnte heuer überdurchschnittlich früh ein Sommertag verzeichnet werden.  Betrachtet man die letzten 30 Jahre, war das in den meisten Landeshauptstädten im Mittel erst Ende April bzw. Anfang Mai der Fall.

Statistik für den ersten Tag mit 25 Grad (=Sommertag) im Jahr - Quelle: UBIMET/M. Salmi
Statistik für den ersten Tag mit 25 Grad (=Sommertag) im Jahr – Quelle: UBIMET/M. Salmi

Unsicherheiten zum Osterwochenende

Zum Ende der Karwoche nehmen die Unsicherheiten wieder deutlich zu, auch ein neuerlicher Kaltlufteinbruch ist aus heutiger Sicht nicht ausgeschlossen. Damit muss man sich für eine genaue Osterprognose noch ein paar Tage gedulden.

Mittelfristige, probabilistische Prognose für Wien, Graz und Innsbruck – ECMWF Ensemble Modell
Mittelfristige, probabilistische Prognose für Wien, Graz und Innsbruck – ECMWF Ensemble Modell [für größere Ansicht anklicken]
Titelbild © pixabay.com

Freundliches verlängertes Herbstwochenende

Herbstfarben über dem Nebelmeer © UBIMET/Matella

Unter zunehmendem Hochdruckeinfluss scheint in den kommenden Tagen im ganzen Land häufig die Sonne, nur am Samstag überwiegen vom Innviertel bis in die Bucklige Welt noch oft die Wolken und zeitweise kann es hier auch noch etwas regnen. Ab Sonntag dominiert dann aber auch in diesen Regionen der Sonnenschein, die Temperaturen bleiben allerdings im herbstlichen Bereich und kommen über die 15 Grad Marke kaum hinaus. An den Vormittagen kann sich in manchen Becken- und Tallagen gebietsweise auch Nebel- oder Hochnebel halten.

Prognose der Höchsttemperaturen für Samstag und Sonntag, den 24. und 25.10.2021. Je blauer, umso geringer der Höchstwert. Gelbliche Töne geben die höchstem Maxima an.
Prognose der Höchsttemperaturen für Samstag und Sonntag, den 23. und 24.10.2021. Je blauer, umso geringer der Höchstwert. Gelbliche Töne geben die höchsten Maxima an. © UBIMET

Dazu wird es in den Nächten bei wenigen Wolken und windschwachen Bedingungen verbreitet frostig, nur im Nordosten sorgt zunächst noch lebhafter Westwind, in manchen Becken und Tälern Nebel- oder Hochnebel für Tiefstwerte knapp über dem Gefrierpunkt.

Prognose der Tiefsttemperaturen für Samstag und Sonntag, den 24. und 25.10.2021. Je blauer die Farben, desto geringer der Tiefstwert.
Prognose der Tiefsttemperaturen für Samstag und Sonntag, den 23. und 24.10.2021. Je blauer die Farben, desto geringer der Tiefstwert. © UBIMET

Bis zum Montag ändert sich an der Wetterlage nur wenig, am Nationalfeiertag nähert sich nach aktuellem Stand allerdings das Frontensystem eines Skandinavientiefs dem Alpenraum an. Im Osten könnte zudem Hochnebel zum Spielverderber werden.

Titelbild © UBIMET/Matella

Stürmische Tage stehen bevor

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Am Mittwoch scheint in der Südhälfte zunächst noch verbreitet die Sonne, vom Rhein bis zum Inn und im Osten steigen die Temperaturen bei teils mäßigem Südwestwind noch einmal auf bis zu 23 Grad.

Prognostizierte Höchsttemperaturen am Mittwoch, den 20.10.2021 @ UBIMET
Prognostizierte Höchsttemperaturen am Mittwoch, den 20.10.2021 @ UBIMET

In der Nordhälfte bringt die Kaltfront eines Randtiefs hingegen schon am Vormittag viele Wolken und einzelne Schauer und Gewitter, gegen Nachmittag und Abend setzt dann auch im Westen schauerartiger Regen ein. Der im Norden ohnehin schon kräftige Südwestwind nimmt zu, besonders an der Nordseeküste und im Mittelgebirge wird es mit Böen zwischen 70 und 90 km/h bis zum Abend stürmisch.

Prognose der maximalen Windgeschwindigkeiten bis Mittwoch (20.10.2021) Nacht @ UBIMET UCM
Prognose der maximalen Windgeschwindigkeiten bis Mittwoch Nacht, 20.10.2021 @ UBIMET UCM

Nach einer kurzen Phase mit schwächeren Windgeschwindigkeiten setzen mit einem weiteren Randtief, welches sich über die Nordsee nach Nordosten verlagert, erneut und verbreitet Sturmböen ein. Nach aktuellem Stand sind dann vor allem im Mittelgebirge und im Nordosten Sturmböen zwischen 90 und 110 km/h möglich. Da sich das Randtief aber sehr schnell nach Nordosten verlagert, bestehen hier noch gewisse Unsicherheiten.

Prognose der maximalen Windgeschwindigkeiten zwischen Mittwoch Nacht (20.10.2021) und Donnerstag (21.10.2021) Nacht @ UBIMET UCM
Prognose der maximalen Windgeschwindigkeiten zwischen Mittwoch Nacht (20.10.2021) und Donnerstag (21.10.2021) Nacht @ UBIMET UCM

Erst am Freitag beruhigt sich das Wetter dann wieder,  an der Rückseite des Randtiefs fließen deutlich kältere Luftmassen in das Land.

Titelbild: Symbolbild @ stock.adobe.com

Nach Sonne folgt Wetterumstellung

Kühe im Frost

Der heutige Samstag stand noch eindeutig im Zeichen einer Hochdruckbrücke, welche von den Azoren bis nach Weißrussland reicht. Im gesamten Bundesgebiet zeigte sich fast den ganzen Tag die Sonne, teilweise war keine einzige Wolke am Himmel zu sehen. Nur in Niederbayern und im Thüringer Becken konnten sich Nebel- und Hochnebelfelder länger halten.

Relative Sonnenscheindauer 09.10.2021 © UBIMET
Relative Sonnenscheindauer – 09.10.2021 © UBIMET
Webcam München @ www.foto-webcam.eu
Hochnebel vs. Sonne, München – 09.10.2021 –  12 Uhr @ www.foto-webcam.eu

Damit stiegen die Temperaturen im ganzen Land auf frühherbstliche 14 bis 18 Grad. Nur in jenen Gebieten, in denen sich der Nebel länger halten konnte, blieb es etwas kühler.

Maximale Temperaturen - 09.10.2021 © UBIMET
Maximale Temperaturen – 09.10.2021 © UBIMET

Die kommende Nacht verläuft in ganz Deutschland wolkenlos, damit sinken die Temperaturen empfindlich ab und vielerorts bilden sich erneut einige Nebelfelder.  Besonders in höheren Lagen stellt sich der erste Frost ein.

Tiefste Temperaturen - Nach auf Sonntag 10.10.2021 © UBIMET UCM
Tiefste Temperaturen – Nacht auf Sonntag 10.10.2021 © UBIMET UCM

Während sich an der aktuellen Lage am Sonntag wenig ändert, stellt sich die Wetterlage in der Nacht auf Montag um. Mit einer schwachen Kaltfront dreht die Strömung auf Nordwest bist Nord und in weiterer Folge fließen kältere Luftmassen in Richtung Mitteleuropa.

Prognose der Temperaturen auf 1500 Meter bis Mittwoch © UBIMET
Prognose der Temperaturen auf 1500 Meter inklusive Isobaren (Linien gleichen Drucks) bis Mittwoch. In blauen Farben die kälteren Luftmassen, die sich nach Süden ausbreiten. Je dunkler, desto niedriger die Temperaturen. In gelb/orange/rot die wärmeren Luftmassen. © UBIMET

Damit wird es im ganzen Bundesgebiet deutlich unbeständiger, immer wieder ziehen dichte Wolken durch und häufig kann es regnen. Die Schneefallgrenze sinkt dabei bis zur Wochenmitte stellenweise auf knapp 1000 Meter. Besonders in der Nordhälfte und an den Küsten weht zudem mäßiger bis frischer Wind aus Nordwest bis Nord. Die Temperaturen pendeln sich bei maximal 8 bis 13 Grad ein.

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