Die Bedeutung der Walpurgisnacht

Feuer zur Walpurgisnacht ©pixabay/Melmak

Die Walpurgisnacht wird jährlich am 30. April begangen. Das traditionelle Fest ist heute zwar nicht mehr ganz so relevant wie früher und wird vielerorts von sogenannten “Tanz in den Mai”-Feiern abgelöst, aber immer noch gibt es viele Anhänger des nord- und mitteleuropäischen Festes.

Ursprung und Bedeutung

Die Walpurgisnacht verdankt ihren Namen Walburga, die von der römisch-katholischen Kirche als Heilige verehrt wird und am 1. Mai 870 heiliggesprochen wurde. Weniger heilig ist hingegen der Hintergrund der Walpurgisnacht: Der Sage nach feierten Hexen am Blocksberg (auch Brocken genannt) im Harzgebirge sowie an anderen mystischen Plätzen verschiedene Rituale mit Tanz und Gesang. Historisch und inhaltlich leitet sich die Walpurgisnacht von heidnischen Frühjahrsbräuchen ab, bei denen die Ankunft des Frühlings mit nächtlichen Freudenfeuern gefeiert wurde. Mit der Christianisierung in Deutschland wurden einige diese Bräuche als heidnisch verboten oder umgedeutet. Später ab dem 16. Jahrhundert wurde die Walpurgisnacht zudem mit Teufelsverehrung in Verbindung gebracht.

Rituale

  • Ähnlich dem Osterfeuer werden große Feuer entzündet.
  • Durch Lieder, Reden und Tanzen soll der Frühling eingeleitet werden.
  • Der Gang zwischen zwei Walpurgisfeuer soll Seuchen und Krankheiten fernhalten.
  • Durch Lärm auf den Straßen wurden Geister vertrieben.
  • Es werden weiße Kreuze an Häuser gemalt, um sich vor Hexen zu schützen.
  • Auch Salz wird zu diesem Zweck über Türschwellen gestreut
  • Besen werden mit dem Reisig nach oben aufgestellt.
  • Zwei Vergissmeinnicht werden gepflanzt um die Treue des Partners vorherzusagen. Wachsen sie aufeinander zu, ist das ein Zeichen für eine treue Beziehung.
  • Ähnlich wie Halloween werden Streiche gespielt – angeblich zur Abwehr gegen Dämonen.

Fichtenpollen färben Attersee gelb

Durch Fichtenpollen gefärbter Attersee © Jürgen Elmer, Severe Weather Europe

Beeindruckend waren die Aufnahmen der vergangenen Woche nicht nur für Allergiker – im Berg- und Hügelland kam es zu einem wahren ‚Fichtenpollensturm‘. Doch die Angst vor Heuschnupfen war dann doch meist unbegründet, denn lediglich bei rund 5 % der Allergiker wirken sich auch diese Pollen aus, generell ist die Struktur der Fichtenpollen zu groß.

Webcambild Dornbirn © https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn
Webcambild Dornbirn © https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn

Nun kommt der ‚Spuk‘ langsam zu einem Ende und die ausgetriebenen Pollen sammeln sich bspw. im Wasser an. An mehreren Seen kann man dies nun beobachten, teilweise führt dies zu einer gelblichen Färbung, wie die Bilder vom Attersee von Jürgen Elmer (auch Titelbild) eindrucksvoll beweisen:

 

 

F1 Baku: Stürmisches Rennen erwartet

Blick auf das Fahrerlager in Baku © Steffen Dietz, UBIMET

Khazri und Gilavar – so nennt man die beiden typischen Windsysteme im Bereich des Kaspischen Meeres und speziell in Baku. Während der Gilavar aus Süden weht und milde Luft heranführt,  ist der Khazri gefürchtet und nicht gern gesehen, denn er weht häufig in Sturmstärke und führt kalte Luft aus nördlichen Breiten heran. So auch an diesem Wochenende. Und da Baku sehr exponiert auf einer Halbinsel im Kaspischen Meer liegt, ist die Stadt den beiden Winden besonders ausgesetzt.

Exponierte Lage von Baku © Google Maps
Exponierte Lage von Baku © Google Maps

Im Laufe des Samstags stellt sich die Windrichtung von Süd auf Nord um und nimmt an Stärke zu. Am Sonntag und damit zum Rennen ist beständig mit kräftigem bis stürmischem Nordwind zu rechnen, Böen dürften bis zu 80 km/h erreichen. In den Straßen der Stadt und damit auch an der Strecke wird der Wind jedoch entsprechend der Gebäude auch abgelenkt und wird damit aus verschiedenen Richtungen wehen. Dies wirkt sich massiv auf die Aerodynamik der Fahrzeuge aus, aber auch auf Bremspunkte vor den Kurven etc. Und in Baku sind ähnlich wie beim Stadtkurs in Monaco die Mauern nicht weit …

Die engste Stelle der F1 © Steffen Dietz, UBIMET
Die engste Stelle der F1 © Steffen Dietz, UBIMET

Zwar werden sich auch einige Wolken am Himmel bemerkbar machen, es sollte aber weitgehend trocken bleiben. Mit etwa 16 Grad wird es zudem deutlich kühler sein als zuletzt.

Start- und Zielgerade mit hübscher Bewölkung © Steffen Dietz, UBIMET
Start- und Zielgerade mit hübscher Bewölkung © Steffen Dietz, UBIMET

Meterhohe Schneemassen

Meterhohe Schneemassen an der Großglockner Hochalpenstraße © https://www.facebook.com/grossglocknerstrasse

Überdurchschnittlich viel Schnee hat es diesen Winter in den Bergen gegeben, meterhoch türmt er sich auch jetzt noch auf. Doch die Räumtrupps, allen voran der Großglockner Hochalpenstraße, haben ganze Arbeit geleistet und die Straßen vom Schnee befreit. Am 25. April wurde hier der Durchstich gefeiert, ab Samstag, den 28. April kann die Hochalpenstraße wieder befahren werden. Und wie die nachfolgenden Aufnahmen belegen, wird man hierbei meterhohe Schneewände bestaunen können.

Aber nicht nur hier, bspw. auch am Stilfserjoch zwischen der Schweiz und Italien oder am Timmelsjoch zwischen Nord- und Südtirol wurde viel gearbeitet. Üblich ist dabei auch mittels Sprengungen bewusst Lawinen auszulösen, um diese Gefahr zu bannen.

Saharastaub im April – Dünger aus Nordafrika

Niedergeschlagener Saharastaub auf Autos in Wien © Steffen Dietz, UBIMET

Für den Menschen ist das Aerosol harmlos, und die Böden bekommen bei solchen Situationen wertvollen Nachschub an Mineraldünger. Der Staub kann aber den Wetterzustand kräftig beeinflussen: Zum einen wirken die Körnchen in der Luft als Kondensationskeime. Verglichen mit ähnlichen Situationen ohne Staub können bei viel Sand in hohen Luftschichten ausgedehnte und dichte Eiswolkenfelder entstehen.

Satellitenbild mit Blitzen am Mittwochmorgen. © EUMETSAT/nowcast/UBIMET
Satellitenbild mit Blitzen. © EUMETSAT/nowcast/UBIMET

Sandige Sonnenuntergänge

Der Sand in der Luft verändert auch die Lichtfarbe. Sonnenuntergänge werden blass und auch das Himmelsblau nimmt weißliche Züge an, was an der starken Streuung des Lichtes an den Staubpartikeln liegt. Auch die Entstehung von Schauern und Gewittern kann begünstigt werden, da Staubteilchen im Vergleich zu reiner Luft nachts stark Wärmestrahlung abgeben, damit die hohen Luftschichten kühlen, wodurch die ganze Luftschichtung instabiler werden und Gewitter auslösen kann.

Von November bis Mai

Die verursachende Wetterlage ist selten, aber nicht unbekannt und tritt vornehmlich zwischen November und Mai auf. Immer, wenn Kaltluft über Westeuropa weit nach Süden vorstößt, können sich beispielsweise über Marokko und Algerien kräftige Tiefdruckgebiete bilden. Diese bringen neben ersehntem Regen auch viel Wind in die Wüste, der die Sandpartikel kilometerhoch aufwirbeln kann. An der Vorderseite solcher Tiefs findet man zumeist starken Südwind, der neben warmer Luft auch den Sandtransport in den Alpenraum bewerkstelligt.

Temperatur und Druckverteilung in etwa 3 km Höhe am Sonntagmorgen © NOAA, UBIMET
Temperatur und Druckverteilung in etwa 3 km Höhe am 15.04.2018 © NOAA, UBIMET

Der besonderen Konstellation zum Ende des letzten Winters geschuldet sind solche Wetterlagen derzeit stark begünstigt. Bereits vier Saharastaublagen konnte man im April 2018 zählen. Und der nächste Schub kündigt sich schon an. Am Wochenende bildet sich wieder ein Tief zwischen Spanien und Marokko, das zunehmend sehr warme Luft aus Nordafrika zu den Alpen befördert. Am Sonntag und Montag treibt der Föhn die Temperatur an der Alpennordseite an die 30 Grad, dazu stehen uns wieder blasses Himmelsblau, viele hohe Wolken und weißliche Sonnenuntergänge bevor.

Die Autowaschanlagen in Wien werden in den nächsten Tagen ein gutes Geschäft machen… #Saharastaub pic.twitter.com/Kv04EWIblG

Golfstrom schwächer als je zuvor in den vergangenen 1000 Jahren

Golfstrom im Nordatlantik. © shutterstock.us

Der Golfstrom ist eine starke Meeresströmung im Atlantik, welche erhebliche Mengen an warmen Wasser aus subtropischen Breiten nordwärts transportiert. So ist das Wasser am Nordende des Golfstroms vor Neufundland im Mittel noch 20 Grad warm, dort trifft er aber auf den kalten Labradorstrom und verliert dadurch an Kraft. Ab hier wird der Golfstrom auf seinem Weg in Richtung Westeuropa zum Nordatlantikstrom und teilt sich in zwei Äste auf. Der nördliche kühlt im weiteren Verlauf immer weiter ab, wird schwerer und beginnt schließlich abzusinken, um dann am Meeresgrund wieder südwärts zu strömen. Dies wird auch als atlantische Umwälzzirkulation bezeichnet.

Das Globale Förderband

Der Golfstrom und die atlantische Umwälzzirkulation sind ein Teil des globalen Förderbands, einem weltumspannenden Strömungssystem, welches von den Dichteunterschieden des Wassers innerhalb der Weltmeere angetrieben wird. Die Salzkonzentration des Wassers spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie in Zusammenspiel mit der Temperatur die Dichte des Oberflächenwassers bestimmt. Allgemein ist kaltes und salzreiches Wasser schwerer als warmes und salzarmes Wasser, und neigt daher zum Absinken. Der Salzgehalt des Wassers wird durch die Bildung von Meereis erhöht, somit ist das Wasser in der Labrador- und Grönlandsee besonders salzig. Dies ist ein entscheidender Faktor um die atlantische Umwälzzirkulation und somit auch den Golfstrom anzutreiben.

Salzgehalt nimmt ab

Durch die globale Erwärmung kommt es im subpolaren Nordatlantik zu einer ansteigenden Zufuhr von Süßwasser, einerseits durch zunehmende Niederschlagsmengen, andererseits durch das Schmelzen des Grönland- und Polareises. Der abnehmende Salzgehalt erschwert in diesen Regionen das Absinken des Wassers und beeinträchtigt somit die gesamte atlantische Umwälzzirkulation. Um diese Abschwächung nachzuweisen, wurden in einer neuen Studie vom Potsdamer-Institut für Klimafolgenforschung die verfügbaren Messdatensätze der Meerestemperaturen seit dem 19. Jahrhundert mit einer Simulationsrechnung eines hochaufgelösten Klimamodells verglichen.

Golfstrom und beobachtete Änderung der Temperatur. © Caesar; Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Golfstrom und beobachtete Änderung der Temperatur. © L. Caesar; Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Die Ergebnisse zeigen eine Abkühlung des subpolaren Atlantiks südlich von Grönland und eine Erwärmung entlang der amerikanischen Ostküste, was laut den Forschern auf eine Abschwächung sowie Verschiebung des Golfstrom in Richtung Küste zurückzuführen ist. Die Änderung der Wassertemperaturen zeigt zudem, dass sich der Golfstrom seit Mitte des 20. Jahrhunderts um etwa 15% abgeschwächt hat. In einer weiteren neuen Studie wurden Bohrkerne von Sedimenten am Meeresgrund analysiert (paläoklimatischen Proxydaten) . Die Messgenauigkeit ist zwar geringer, dafür ermöglicht dies aber Rückschlüsse über einen wesentlich größeren Zeitraum von etwa 1.600 Jahren zu ziehen. Die analysierten Daten dieser Studie ergeben, dass der Golfstrom in den letzten 150 Jahren wesentlich schwächer geworden ist im Vergleich zu den vorherigen 1.500 Jahren.

Folgen für Europa

Die Auswirkungen des sich abschwächenden Golfstroms betreffen derzeit in erster Linie die Wassertemperaturen im Nordatlantik. Diese spielen allerdings eine wesentliche Rolle für die großräumige Luftdruckverteilung und somit auch für die allgemeine atmosphärische Zirkulation über Europa. So deuten die Ergebnisse einer weiteren Studie darauf hin, dass die veränderte Luftdruckverteilung besonders im Sommer Hitzewellen in Europa begünstigt, wie es etwa auch im Jahr 2015 der Fall war. Damals war der subpolare Atlantik so kalt wie noch nie zuvor seit Messbeginn und in Mitteleuropa gab es einen der bislang heißesten Sommer der Messgeschichte. Andere Forscher vermuten zudem, dass Winterstürme in Europa häufiger werden könnten. Das eher unwahrscheinliche Szenario eines vollständigen Zusammenbruchs des Golfstroms würde hingegen vor allem in Nordwesteuropa zu einem um mehrere Grad kälteren Klima führen.

Abweichung der Temperatur zum Mittel im 2015. © NOAA
Negative Temperaturanomalie über dem subpolaren Nordatlantik im 2015. © NOAA

Weiterführende Links:

Nächste Ladung Saharastaub

Temperatur und Druckverteilung in etwa 3 km Höhe am Sonntagmorgen © NOAA, UBIMET

Einmal mehr hat sich ein kräftiges Tief nach Nordafrika verlagert und wirbelt dort mit viel Wind einiges an Sand auf. An der Vorderseite des Tiefs stellt sich eine kräftige, nach Norden gerichtete Strömung ein und bringt nicht nur Warmluft in unsere Breiten, sondern in abgeschwächter Form auch Staub aus der Sahara. Schematisch dargestellt ist dies im Titelbild.

Der nachfolgenden Grafik ist die von der Universität Athen berechnete Staubkonzentration für Sonntagabend zu entnehmen, wenn sie bei uns im Alpenraum mit etwa 4000 mg/m² am größten sein soll.

Staubkonzentration am Sonntagabend, 15.04.2018 © University of Athens
Staubkonzentration am Sonntagabend, 15.04.2018 © University of Athens

Grundsätzlich erreicht uns Saharastaub eher in größeren Höhen oberhalb etwa 5 km, damit wirkt er sich hauptsächlich auf die Himmelsfärbung und Wolkenbildung aus. Der Himmel erscheint nicht mehr strahlend blau, je nach Konzentration eher milchig bis leicht rötlich, zudem fördert der Staub die Bildung von kompakten Cirrus-Wolken in Höhen von rund 10 km. Kommt es jedoch gleichzeitig zu Niederschlag, dann kann der Staub entsprechend aus der Atmosphäre ausgewaschen werden und mit den Regentropfen zum Boden gelangen.

Im Süden und Südosten sind bereits am Sonntag Schauer und einzelne Gewitter zu erwarten, am Montag und Dienstag wird es auch im restlichen Land unbeständig. Dann kann der Saharastaub nahezu überall auch am Boden ankommen und bspw. auf Autos oder Fenstern eine dünne Sandschicht hinterlassen. Insofern sollte man mit dem Frühjahrs-Fensterputz noch ein paar Tage warten.

 

 

Fällt Schnee vermischt mit Saharastaub, so wird auch dieser entsprechend gefärbt. Im Extremfall wird dieser dann mitunter als Blutschnee bezeichnet.

 

 

 

Die 5 besten Tipps gegen Pollenallergie und Heuschnupfen

Birkenpollen

Birkenpollensaison

Die Pollensaison schreitet in diesen Tagen rapide voran. Mittlerweile wurde vielerorts die Blühbereitschaft der Birken erreicht, ganz besonders im Osten und Südosten Österreichs, im Westen und Südwesten Deutschlands sowie im Schweizer Mittelland. Vor allem bei Temperaturen im Bereich der 20-Grad-Marke müssen sich Allergiker in den kommenden Tagen somit zunehmend auf Beschwerden einstellen. Da die Wetterbedingungen weiterhin günstig zum Stäuben bleiben, sind zu Beginn der kommenden Woche gebietsweise auch schon starke Belastungen zu erwarten! In Summe wird heuer eine intensive Birkenblüte erwartet.

Was kann man dagegen tun?

Pollen sind so klein, dass man sie meist nicht wahrnimmt. Sie haften sich unbemerkt an unsere Kleidung oder verfangen sich in den Haaren, dabei tragen wir sie auch in unseren Wohnbereich: Im Schlaf atmen wir dann mitunter die Pollen ein, die wir mit ins Bett gebracht haben. Anbei die besten Tipps, um sich Abhilfe gehen die Pollen zu schaffen:

  1. Regelmäßig die Wäsche waschen und Polstermöbel saugen. Die Wäsche sollte aber in geschlossenen Räumen zum Trocknen aufgehängt werden! Falls möglich ist es auch sinnvoll, auf Staubfänger gänzlich zu verzichten (wie etwa Teppiche und Gardinen).
  2. Ausreichende und regelmäßige Körperpflege. Vor allem vor dem Schlafengehen ist es empfehlenswert, die Haare zu waschen. Weiters sollte man die getragenen Klamotten vom Tag nicht mit ins Schlafzimmer nehmen.
  3. Die Wohnung nur in den frühen Morgenstunden lüften oder allgemein an einem Regentag, dann ist Pollenkonzentration nämlich am geringsten. An sonnigen und windigen Tagen sollten die Fenster dagegen geschlossen bleiben.
  4. Für starke  Allergiker ist es empfehlenswert, an den Fenstern Pollenfilter anzubringen und Allergiker-Matratzen bzw. Bettwäsche zu benutzen. Auch Luftfilter können Abhilfe schaffen.
  5. Achtet auf die Vorhersagen vom Pollenwarndienst und haltet euch in der Zeit, in der die Allergie-verursachenden Pollen in der Luft sind, möglichst wenig im Freien auf. Wenn ihr dennoch raus müsst, dann nehmt stets antiallergische Arzneistoffe aus der Gruppe der Antihistaminika mit. Weiters schützen Brille oder Sonnenbrille die Augen zumindest ein wenig vor den Pollen.

Föhnsaison in den Alpen

Föhnfische in den Alpen. © foto-webcam.eu

In diesen Tagen weht in den Alpen immer wieder föhniger Südwind. Am Dienstag wurden in der Schweiz und in Österreich lokal sogar schwere Sturmböen um 100 km/h gemessen, wie etwa in Meiringen, Gersau, Altenrhein oder Innsbruck. Auch am heutigen Mittwoch weht kräftiger bis stürmischer Föhn, ehe am Donnerstag und Freitag eine Kaltfront vorübergehend für eine nordwestliche Strömung sorgt. Bereits ab Samstag wird es aber neuerlich föhnig an der Alpennordseite.

Klimatologie des Föhns

Die Häufigkeit von Föhnwetterlagen in den Nordalpen weist im Laufe des Jahres zwei Maxima auf: Das Frühjahr und den Herbst. Dann liegt die planetarische Frontalzone nämlich besonders häufig im Bereich des Alpenraums oder knapp nördlich davon, somit nimmt die Südanströmung in den Alpen klimatologisch zu. Das Maximum im April bzw. Mai ist besonders stark ausgeprägt, weil der hohe Sonnenstand die Bildung von stabilen Kaltluftseen in den Tallagen deutlich erschwert. Im Herbst kann sich der Föhn bei schwach ausgeprägten Luftdruckunterschieden dagegen manchmal nicht gegen die Kaltluftseen in den tieferen Tälern durchsetzen.

Saharastaub

Besonders bei markanten Tiefdruckgebieten mit Kern über Westeuropa kommt im Alpenraum föhniger Südwind auf. Dieser führt nicht selten milde Luftmassen aus dem Norden Afrikas samt Saharastaub nach Mitteleuropa. Dies kann einerseits zu einer diesigen Luft mit eingeschränkter Fernsicht führen, anderseits kann es bei Regen auch zu dünnen Staubablagerungen auf Autos und Fenstern kommen. Auch am heutigen Mittwoch zieht etwas Saharastaub über den Alpenraum hinweg, was man bereits in der Früh gut am Satellitenbild erkennen konnte: Das geriffelte Muster an der Oberseite der hochliegenden Wolken über Ostösterreich und Ungarn ist ein typisches Indiz dafür.

Satellitenbild mit Blitzen am Mittwochmorgen. © EUMETSAT/nowcast/UBIMET
Satellitenbild mit Blitzen am Mittwochmorgen. © EUMETSAT/nowcast/UBIMET

Satellitenbilder erklärt

https://pixabay.com/de/users/Alexas_Fotos-686414/

Satellitenbilder liefern uns wichtige Informationen zum aktuellen Wettergeschehen. Die nachfolgende Animation zeigt die mexikanische Halbinsel Yucatan am 30. März 2018 und man sieht, wie sich Wolken entlang einer Seewind-Konvergenz entwickeln. Denn das Land erwärmt sich stärker als das angrenzende Meer, entsprechend steigt die Luft hier auf und es kommt zur Bildung von Wolken. Durch die aufsteigende Luftbewegung strömt Luft vom Meer nach und der Seewind kommt in Gang. Dieser treibt die entstandenen Wolken schließlich landeinwärts und man erkennt schön, wie sich diese fast parallel zur Küstenlinie verlagern.

Seewind-Konvergenz Mexiko © UBIMET
Seewind-Konvergenz Mexiko © UBIMET

 

Die zweite Animation zeigt Teile des Bundesstaates Queensland im Nordosten Australiens. Das erste Satellitenbild ist vom 10. Februar 2018 und zeigt besonders im eingekreisten Bereich ziemlich braune Landflächen. Denn bis dahin war es von Richmond bis Winton und Longreach sehr trocken, große Niederschläge sind ausgeblieben. Entsprechend gab es viele vertrocknete Flächen, die Vegetation hatte zu leiden. Dies änderte sich jedoch danach, mehrere große Regenereignisse brachten das Leben zurück. Und dies wird am zweiten Satellitenbild vom 30. März 2018 bestätigt – aus braun wurde grün.

Satellitenbild-Vergleich Queensland, Australien © UBIMET
Satellitenbild-Vergleich Queensland, Australien © UBIMET

Eisausdehnung der Arktis auf weiterem Minimum

https://pixabay.com/de/treibeis-gefroren-berg-meer-3050539/ @ pixabay

Die Eisbedeckung der Arktis hat in diesem Winter eine so geringe Fläche wie kaum zuvor eingenommen, wie die nachfolgenden Abbildungen eindrucksvoll belegen. Zum Einen erkennt man den typischen Verlauf der eisbedeckten Fläche von Februar bis Mai – mit einer Zunahme etwa bis Mitte März und nachfolgend mit dem Ende der Polarnacht einer schrittweisen Abnahme. Zum Anderen erkennt man, wie die Eisbedeckung seit den 1980er Jahren kontinuierlich immer geringer geworden ist. 2018 wurde das jährliche Maximum nun Mitte März erreicht und dieses war nach 2017 die zweitgeringste maximale Ausdehnung seit Beginn der Satelliten-Messungen.

 

Anders die Darstellung in der nachfolgenden Grafik, die Aussage ist jedoch die gleiche: Das arktische Seeeis hat im Laufe der Jahre und Jahrzehnte immer weiter abgenommen.

 

Und dass dieser Trend mit der Entwicklung des Klimas auf unserem Planeten zusammenhängt, ist u.a. durch die dritte Grafik naheliegend. Nicht nur weltweit nehmen die Mitteltemperaturen seit Jahrzehnten zu, insbesondere in der Arktis wird es immer wärmer – zuletzt um etwa 1 Grad pro Jahrzehnt!

Zusätzlich kommt hinzu, dass Meerwasser aufgrund der dunkleren Farbe mehr Strahlung und damit Energie absorbiert als helles Eis. Je weniger Eis noch vorhanden ist, desto mehr Energie wird absorbiert, desto weiter schreitet die Erwärmung voran. Es handelt sich also um einen Teufelskreis, die Entwicklung scheint kaum mehr zu stoppen.

Der Ananas-Express

L.A. im Regen ©J.Dennis

Der Ananas-Express sorgt in den kommenden Tagen für reichlich Regen an der US-Westküste. Dabei handelt es sich um einen Feuchtefluss, der im tropischen Zentralpazifik nahe Hawaii seinen Ursprung hat und mit einer Westströmung an die Küste geführt wird. Weil es auf Hawaii so viele Ananas-Plantagen gibt, wird das Phänomen als „Pineapple Express“ tituliert.

Starkregen und Neuschnee

Niederschlagsprognose für die nächsten Tage.

In den nächsten Tagen fallen verbreitet 100 bis 200 Liter pro Quadratmeter, lokale Hangrutschungen sind besonders in den zuvor von Buschfeuern heimgesuchten Regionen zu befürchten. In der Sierra Nevada fallen oberhalb von 1500 bis 1800 m über ein Meter Neuschnee, ein Segen für die Skigebiete.

Trockenheit geht zu Ende

Im Südteil von Kalifornien wird der Regen ebenfalls gerne gesehen. Da er die extreme Trockenheit hier etwas lindert und vor allem in der Landwirtschaft für Entspannung der brenzligen Situation sorgt.

Derzeitige Trockenheit in Kalifornien.

Astronomischer Frühlingsbeginn

Rose im Schnee. @shutterstock

Der astronomische Frühling beginnt am Dienstag, dem 20. März, um exakt 17:15 Uhr MEZ. An diesem Tag wird das sogenannte Äquinoktium, die Tag-und-Nacht-Gleiche, erreicht. Auf der gesamten Erde dauern Tag und Nacht dann genau 12 Stunden. Das Datum sowie die exakte Uhrzeit des Frühlingsbeginns richten sich nach dem Sonnenstand: Die Sonne steht zu dieser Zeit am Äquator im Zenit, also senkrecht über dem Beobachter. Das heißt die Sonnenstrahlen treffen im 90-Grad-Winkel auf die Erdoberfläche. Das ist jedes Jahr zwischen dem 19. und 21. März der Fall.

Spätwinter statt Frühling

Nach dem arktischen Kaltlufteinbruch am Wochenende hat sich verbreitet eine Schneedecke ausgebildet und auch zum Frühlingsbeginn bleibt es spätwinterlich. Am Dienstag fällt an der Alpennordseite ein wenig Schnee und auch in Deutschland ziehen von Nord nach Süd Schneeschauer durch. Am Mittwoch, am ersten Frühlingstag bleibt es kalt, immerhin scheint verbreitet die Sonne. Am Donnerstag zieht aus Nordwesten eine Warmfront auf, die eine Milderung einleitet.

Am Wochenende ein Hauch von Frühling

Am Wochenende zieht sich der Winter ins Bergland zurück, im Flachland steigen die Höchstwerte wieder über die 10-Grad-Marke an. Ob sich dieser positive Trend auch in der Karwoche fortsetzt, ist hingegen noch ungewiss, auch Prognosen für das Osterwochenende sind rein spekulativ.

Sonnensturm sorgt für Polarlichter im hohen Norden

Nordlichter

Vor etwa 3 Tagen befand sich auf der zur Erde zugewandten Seite der Sonne ein sogenanntes Koronales Loch.  Es handelt sich dabei um eine Region mit einer geringeren Dichte und einer niedrigeren Temperatur innerhalb der Sonnenkorona. Die Magnetfeldlinien der Sonne sind in diesem Bereich nicht geschlossen, weshalb Plasma von der Sonne in den interplanetaren Raum gelangen kann. Dieser Sonnenwind braucht etwa 3 Tage um die Erde zu erreichen, wo er dann auf das Magnetfeld der Erde trifft. Streng genommen handelt es sich dabei um einen sogenannten  „Coronal Hole High Speed Stream„. Aktuell befinden wir uns kurz vor dem Minimum des etwa 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus, dann treten Koronale Löcher besonders häufig auf.

G1-Vorwarnung des SWPC. https://www.swpc.noaa.gov/
G1-Vorwarnung des SWPC. https://www.swpc.noaa.gov/

Vorwarnung vor G1-Sturm

Das Space Weather Prediction Center der NOAA hat daher am 12. März eine Vorwarnung vor einem Sonnensturm der Stufe 1 für den 14. und 15. März ausgegeben. Auf der 5-teiligen Skala entspricht dies einem schwachen Sturm und tritt etwa an 900 Tagen pro Sonnenzyklus auf. Die Auswirkungen sind gering: In hohen Breiten kann es zu schwachen Netzschwankungen im Stromnetz kommen, zudem sind vereinzelte Störungen bei Satelliten nicht ganz ausgeschlossen. In höheren Breiten sind aber oft helle Polarlichter sichtbar und können in Europa mitunter auch im Norden Schottlands sowie im südlichen Skandinavien sichtbar werden. In Mitteleuropa gibt es dagegen nahezu keine Auswirkungen.

Die Kirschblüten kommen

Kirschblüten tauchen die Landschaft in ein herrliches Rosa © UBIMET

In jedem Jahr gehört die Kirschblüte zum fixen Bestandteil vieler Japan-Reisen. In vielen Ländern dienen die Kirschblüten als dekorative Elemente, aber in Japan haben die pinken Blüten einen tiefgründigeren Hintergrund. Sie repräsentieren die Schönheit und Vergänglichkeit von Mutter Natur, kehren Sie doch Jahr für Jahr zurück und verschwinden wieder.

So überrascht es nicht, dass die Blüten in Japan neben Dekoration auch in Filmen und in der Musik Verwendung finden. Manche Cafés bieten im Frühling sogar Getränke mit Kirschblütengeschmack an.

Der Fortschritt der Kirschblüte

Der Japanische Wetterdienst JMA überwacht den Fortschritt der Kirschblüte im ganzen Land, jedes Jahr im Frühling breitet sich der Blütenstand vom wärmeren Süden des Landes in den Norden aus. Dafür verwendet die JMA 59 exemplarische Bäume, die an den verschiedensten Orten stehen. In den kommenden zwei Wochen startet die Blüte nun im Süden, dank eines warmen Winters rund eine Woche früher als üblich. Bis man auf Hokkaido in den Genuss der Blüten kommt, dauert es aber noch bis Mitte Mai.

Neueste Wettertechnik im All

Waldbrände sichtbar gemacht mittels Satallit © CIRA

Im geostationären Orbit schließt er sich GOES-16 an, welcher bereits 2016 gestartet wurde. Sobald er operationell für die NOAA, die amerikanische Umweltbehörde,  arbeitet und fortan den Namen GOES-17 trägt, wird er die gesamte US-Westküste, Hawaii, Alaska und große Teile des Pazifischen Ozeans abdecken.

 

Die neuen GOES-Satelliten werden dreimal so viele meteorologische Daten erfassen können wie ihre Vorgänger. Zudem sammeln sie Daten mit der vierfachen räumlichen Auflösung und arbeiten fünfmal so schnell wie bisher! Insbesondere GOES 17 wird große Aufgaben haben, darunter etwa die Überwachung von sich nähernden Wintersturmsystemen oder Hurrikans im pazifischen Becken. Thermische Infrarotbilder werden Meteorologen helfen, Brände schneller zu erkennen (siehe oben – Bild mit freundlicher Genehmigung von CIRA).

 

Eine der aufregendsten neuen Technologien an Bord der neuen GOES-Satelliten ist der Geostationary Lightning Mapper (GLM). Im Gegensatz zu erdsensorbasierten Blitzerkennungsnetzwerken kann der GLM Blitzeinschläge über dem Meer überwachen. Diese Daten könnten zum Beispiel helfen, die Vorhersagen der Stärke von Hurrikans enorm zu verbessern. Die Satelliten werden jedoch nicht in der Lage sein, Wolke-Wolke- von Wolke-Boden-Blitzen zu unterscheiden, was oftmals wichtig ist.

Nächste Woche droht die russische Kältepeitsche!

Einsamer Baum in Winterlandschaft. @unsplash.com

Ist es schon in dieser Woche winterlich kalt, deutet sich zu Beginn der kommenden Woche ein massiver Kälteeinbruch an. So dürften die Temperaturminima teils unter -10 Grad und die Maxima unter -5 Grad liegen!

Aus Osten kommn sibirische Luftmassen in Richtung Mitteleruopa.
Die prognostizierten Temperaturen auf etwa 1500 Meter Höhe für Dienstag 27. Februar 12:00 UTC @ECMWF Modell / UBIMET

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, ist es in dieser Woche bereits winterlich kalt mit Maxima um den Gefrierpunkt oder knapp darüber. Regional können ein paar Schneeflocken fallen. Immerhin scheint ab Mittwoch ab rund 1500 bis 2000 Metern zumindest zeitweise die Sonne, während im Flachland oft Hochnebel liegt. Nach derzeitigem Stand erreicht uns zu Beginn der kommenden Woche aus Osten sehr kalte Polarluft, weil sich ein Hoch über Skandinavien installiert und an seinem Südrand russische Kaltluft zu uns vorstösst. Wir sprechen dabei von einem sogenannten „Arctic Outbreak“. In der Folge dürfte sich Dauerfrost im gesamten Land einstellen. Die Nächte werden mit teilweise unter -10 Grad klirrend kalt, tagsüber bleiben die Maxima möglicherweise unter -5 Grad. Auf 1500 Metern liegen bis unter -15 Grad drin. Wie lange sich die Frostluft dann festsetzen kann, ist allerdings noch offen. Das letzte Mal ähnlich kalt war es im Februar 2012, es handelt sich also um ein seltenes Ereignis. Wir halten Sie über die Entwicklung auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Kältewelle stösst bis an die Alpen vor.
Die prognostizierten Höchsttemperaturen 2 Meter über Boden im Alpenraum für Dienstag 27. Februar @ECMWF Modell / UBIMET

 

Instabiler Polarwirbel: Langer Winter in Mitteleuropa?

Die Stratosphäre. © shutterstock

Der Polarwirbel

Der Polarwirbel ist ein großräumiges Höhentief über der Arktis, das sich von der mittleren und oberen Troposphäre über die gesamte Stratosphäre erstreckt. Wie jedes Tiefdruckgebiet auf der Nordhalbkugel dreht sich der arktische Polarwirbel gegen den Uhrzeigersinn. Er ist gefüllt mit sehr kalter Luft, die in der Stratosphäre Werte um -80 Grad erreichen kann. Seine Stärke hängt vom Temperaturunterschied zwischen dem Äquator und den Polen ab, daher erreicht er seine maximale Ausprägung meist im Jänner. Ein stark ausgeprägter Polarwirbel sorgt in den mittleren Breiten für eher mildes, westwinddominiertes Winterwetter. Der Polarwirbel kann aber auch gestört werden, dann beginnt er zu mäandrieren und es kommt zu Kalt- sowie Warmluftausbrüchen aus Nord bzw. Süd.

Plötzliche Stratosphärenerwärmung

In manchen Jahren kommt es im Winter zu einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung über der Arktis, wobei es in etwa 25 km Höhe innerhalb weniger Tage einen Temperaturanstieg von mehr als 50 Grad gib. Die genauen Gründe dafür sind recht komplex, jedenfalls führt dieser Prozess zu einer Spaltung des Polarwirbels in zwei oder drei eigenständige Wirbel, die meist über Nordamerika und Eurasien zum Liegen kommen. Der Polarjet wird dabei vollständig unterbrochen und während in der Polarregion überdurchschnittliche Temperaturen verzeichnet werden, kommt es in mittleren Breiten zu markanten Kaltluftausbrüchen. Solch eine Konstellation kann zudem über einige Wochen hinweg Bestand haben, weshalb auch länger andauernde Kältephasen möglich sind, wie beispielsweise im März 2013.

Modellprognose des Polarwirbels in den kommenden Tagen (ca. 30 km Höhe).© NOAA / NCEP
Modellprognose des Polarwirbels in den kommenden Tagen (ca. 30 km Höhe).© NOAA / NCEP

Zunehmende Chancen auf langen Winter

Seit mehreren Tagen deuten die Wettermodelle ab dem 10. Februar auf eine plötzliche Stratosphärenerwärmung samt Spaltung des Polarwirbels hin. Derzeit kann man zwar noch nicht genau sagen, wie sich das auf das Wetter in Mitteleuropa auswirken wird, da die Endposition der gespaltenen Wirbel ausschlaggebend ist. Das Westwindband wird aber unterbrochen, weshalb die Wahrscheinlichkeit für Wintereinbrüche aus Norden bzw. Osten deutlich zunimmt. Dies betrifft den gesamten Spätwinter! Nach dem außergewöhnlich milden Jänner könnte die kälteste Phase des Winters heuer im Flachland somit noch bevorstehen.

 

Die Gesichter des Schnees – Teil 3

Schneeflocke Nahaufnahme. @pixabay.com

Im ersten Teil  unserer Serie haben wir den Schnee nach seiner Entstehungsart unterteilt. Im zweiten Teil ging es um seine Alterung und nun sehen wir uns die Unterteilung des Schnees nach seinem Feuchtigkeitsgehalt genauer an:

Pulverschnee

Als Pulverschnee bezeichnet man trockenen Schnee, der auch unter Druck nicht zusammenklebt.

Filzschnee

Filzschnee ist bereits etwas verdichtet und kann leicht feucht sein.

Feuchtschnee

Mädchen spielt im Schnee. @unsplash.com
Kinder lieben Feuchtschnee. Aus ihm lassen sich Schneebälle, Schneemänner und Schneehütten bauen. @unsplash.com

Feuchtschnee (auch Pappschnee oder Sulz genannt) ist etwas schwerer. Er klebt unter Druck zusammen, es lässt sich jedoch kein Wasser auspressen. Dieser Schnee ist bei Kindern besonders beliebt, weil sich daraus perfekt Schneebälle, Schneemänner und Schneehütten bauen lassen.

Nassschnee

Nassschnee klebt unter Druck ebenfalls, dabei lässt sich aber auch Wasser auspressen.

Faulschnee

Faulschnee bezeichnet ein Gemisch aus Wasser und Schneebrocken, die nicht mehr gut zusammenhalten (Schneematsch).

Jänner 2018: Sehr mild, nass und wenig Sonne

Krokus im Schnee. @shutterstock.com/Volkova Irina

Der vergangene Jänner brachte landesweit eine positive Abweichung von rund 3,2 Grad. Die wärmsten Regionen waren Vorarlberg, der Tiroler Außerfern sowie Ober- und Niederösterreich, Wien und Unterkärnten. Hier war es vielerorts um mehr als 4 Grad wärmer als im Mittel. In Wien gab es zudem nur 4 Tagen Morgenfrost und Eistage waren selbst in vielen Alpentälern selten. Der Monatshöchstwert wurde am 29. Jänner mit 19,1 Grad in Eisenstadt erreicht. In Sankt Leonhard im Pitztal war es am 14. Jänner mit -14,6 Grad am kältesten.

Jänner brachte viermal so viel Schnee wie üblich

In weiten Landesteilen war es ausgesprochen nass. Die größten Abweichungen gab es in den Ötztaler Alpen und im Oberen Gericht. So kam lokal, etwa in Nauders, viermal mehr Niederschlag zusammen als in einem durchschnittlichen Jänner. Verbreitet um 80 bis 200 Prozent nasser war es darüber hinaus von Vorarlberg bis Oberösterreich sowie in Osttirol und Oberkärnten. Im östlichen Flachland sowie in Unterkärnten und in der südlichen Steiermark lagen die positiven Abweichungen meist bei 10 bis 40 Prozent. Mit einem Minus von 10 bis 30 Prozent zu trocken war es lediglich entlang von Mur und Mürz sowie im Waldviertel. Der nasseste Ort war mit 333 Liter pro Quadratmeter Warth am Arlberg. Am trockensten blieb es mit nur 10 Litern in Hollenthon in der Buckligen Welt.

Enorm waren in den Alpen die Schneemengen. So lagen im Arlberggebiet zeitweise mehr als fünf Meter Schnee. So viel wie schon seit Jahren nicht mehr. In tiefen Lagen blieb Schnee allerdings Mangelware. So bildete sich in Wien nur am 14. eine ein Zentimeter dünne Schneedecke.

Wenig Sonne

Dürftig fällt die Sonnenscheinbilanz aus. So kamen in der Obersteiermark, in den Salzburger Gebirgsgauen und im Wald- und Weinviertel oft nur halb so viele Sonnenstunden zusammen. Am trübsten blieb es mit nur 24 Sonnenstunden in Sulz im Weinviertel. Gar nur auf 5 Sonnenstunden kam man im ohnehin schattigen Tiroler Holzgau. Der sonnigste Platz im Jänner war mit 145 Sonnenstunden die Kärntner Kanzelhöhe.

Die Gesichter des Schnees – Teil 2

Schneeflocken in Nahaufnahme. @unsplash

Nicht nur wir werden alt, sondern auch der Schnee. Im ersten Teil unserer Serie ging es um die Entstehung des Schnees und wie die verschiedenen Entstehungsarten genannt werden. Heute sehen wir uns die Bezeichnungen nach dem Alter genauer an:

Neuschnee

Neuschnee ist in seiner Kristallform noch klar erkennbar. Im Wintersportbereich wird meist von Neuschnee gesprochen, wenn er weniger als drei Tage alt ist. In der Meteorologie wird jene Menge als Neuschnee bezeichnet, die bei der Messung (meist frühmorgens) in den letzten 24 Stunden gefallen ist.

Wildschnee

Bergpanorama. @unsplash.com
Wildschnee gibt es abseits der Pisten fast überall – vorausgesetzt es hat erst geschneit. @unsplash.com

Als Wildschnee wird ein sehr lockerer, pulvriger Neuschnee bezeichnet.

Altschnee

Altschnee ist älter als drei Tage und hat bereits viel von seiner ursprünglichen Kristallform eingebüßt.

Harsch

Harsch ist Altschnee, bei dem die oberste Schicht durch Antauen und erneutes Gefrieren zu einer festen Kruste geworden ist. Der Schnee darunter bleibt pulverig. Oberflächlich durchweichter und wieder durchfrorener Schnee wird als Bruchharsch bezeichnet, während sich Windharsch bei feuchtem Wind als Kruste auf dem Altschnee bildet.

Schwimmschnee

Schneebrett in Italien. @shutterstock.com
Dieser Schnee hat sehr schlechte Verbundeigenschaften und fördert dadurch die Bildung von Schneebrettern. @shutterstock.com/scattoselvaggio

Schwimmschnee ist eine besondere Form von Altschnee. Er entsteht, wenn eine Schneedecke einen Temperaturgradienten von mehr als 0,25°C pro cm aufweist und die Kristalle des Altschnees eine charakteristische Kelchform annehmen. Schwimmschnee rieselt aus der Hand ähnlich wie Zucker und ist aufgrund seiner sehr schlechten Verbundeigenschaften ein wesentlicher Faktor bei der Bildung von Schneebrettern.

Büßerschnee

Büßerschnee ist eine weitere spezielle Form von Altschnee. Er besteht aus einem Feld von spitzen Säulen, welche in Richtung der stärksten Sonneneinstrahlung zeigen. In den Alpen ist dies nur an Südhängen möglich, die einzelnen Schneesäulen können hier meist nur 10 bis 20 cm hoch werden. In den Hochgebirgen der Tropen und Subtropen sind dagegen Höhen von bis zu 6 m oder noch mehr möglich, da die Sonneneinstrahlung dort stärker und steiler ist. Die Säulen entstehen, wenn der Schnee durch geringe Unterschiede in Farbe, Härte oder Form unterschiedlich stark schmilzt oder sublimiert.

Firn

Firn ist durch wiederholte Schmelz- und Gefriervorgänge verdichteter Schnee, der mindestens ein Alter von einem Jahr aufweist. Mit einer Dichte von 400 bis 800 kg/m³ ist er bereits rund vier Mal schwerer als gebundener Neuschnee. Aus Firnschnee kann bei weiterer Verdichtung mit der Zeit Gletschereis entstehen.

Im letzten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit dem Feuchtigkeitsgehalt des Schnees. Je nach Feuchtigkeitsgehalt ändert sich nämlich auch das Erscheinungsbild des Schnees.

 

Die Lawinenwarnstufen

Lawinenwarnschild. @Wikimedia Commons/Root5.5

Die Lawinensituation wird von den regionalen Lawinenwarndiensten – bis auf Wien und das Burgenland verfügt jedes Bundesland über einen – beurteilt und dementsprechend die Warnstufe in Kombination mit einem Lagebericht ausgegeben. In der Regel wird die Lawinengefahr ab dem ersten großen Schneefall täglich aktualisiert. Die Informationen kann man auf den Homepages der jeweiligen Dienste abrufen.

Seit 1993 dient die ‚Europäische Gefahrenskala für Lawinen‘ zur Einschätzung der Lawinengefahr in den Bergen. Diese Skala gliedert sich nach der Lawinengefahr aufsteigend in fünf Stufen:

Stufe 1: gering

Die vorhandene Schneedecke ist sehr gut verfestigt und stabil, somit ist die Lawinengefahr gering. Nur an wenigen, sehr steilen Hängen sind aufgrund hoher Zusatzbelastung (z.B. einer Skitourengruppe ohne Abstand) Lawinen möglich. Ansonsten kann es lediglich zu kleinen Rutschungen kommen.

Stufe 2: mäßig

In einigen Hängen, welche steiler sind als 30 Grad, ist die Schneedecke nur mäßig verfestigt. Insbesondere in diesen Hängen sind bei großer Zusatzbelastung Lawinen möglich, ansonsten herrschen aber gute Tourenbedingungen vor. Einzelne spontane, nicht allzu große Lawinen sind dennoch nicht ausgeschlossen.

Stufe 3: erheblich

Eine Auslösung von Lawinen ist in Steilhängen mit einer Neigung von mehr als 30 Grad bereits von einzelnen Skifahrern möglich. Die Tourenmöglichkeiten sind somit eingeschränkt und erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Selbst ohne Fremdeinwirkung sind mittlere, vereinzelt auch größere Lawinen an exponierten Stellen möglich.

Stufe 4: groß

Eine Lawine kann bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Auch spontane Auslösungen, also ohne menschliches Zutun, sind wahrscheinlich. Die Tourenbedingungen sind somit stark eingeschränkt!

Stufe 5: sehr groß

Die Schneedecke ist allgemein nur schwach verfestigt und instabil, somit kann es selbst ohne Zusatzbelastung zu großen bis sehr großen Lawinen kommen. Diese sind auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Von Skitouren ist somit ausdrücklich abzuraten, insbesondere da man bei einem etwaigen Unglück auch die Bergretter in Gefahr bringt!

Die unterschiedlichen Webauftritte der regionalen Lawinenwarndienste von Österreich sowie anderen Stellen in Europa sind unter diesem Link verfügbar.

Geschlechterwandel bei Hochs und Tiefs

Mann und Frau auf der Straße mit Leuchtkerzen. @unsplash

Aus männlich wird weiblich. Die Tiefs tragen in diesem Jahr wieder Frauennamen. Für die sonnigen Wettermomente sind hingegen die Männer verantwortlich.

Wie alles begann

Zuständig für die Taufe von Hoch- und Tiefdruckgebieten in Mitteleuropa ist die Freie Universität Berlin. Sie vergibt im Rahmen der Aktion “Wetterpate” die Namen. Jeder kann eine Patenschaft übernehmen und sich so ein Hoch oder Tief selbst gönnen oder verschenken. Die Einnahmen kommen der studentischen Wetterbeobachtung am Institut für Meteorologie zugute.

Begonnen hat alles 1954 in den USA. Damals wurden zur leichteren Kommunikation zwischen den Meteorologen erstmals Tiefs mit Namen versehen. Die breite Öffentlichkeit wurde aber erst 1990 durch die Orkantiefs VIVIAN und WIEBKE darauf aufmerksam. Seit dem ist  die Verwendung der Namen in den Medien quasi Standard. Jedoch waren damals Tiefs immer weiblich und Hochs männlich.

Frauen bekommen Recht auf ruhiges Wetter

Das änderte sich 1998 mit der Diskussion über eine mögliche Diskriminierung der Frauen. Tiefs bringen nunmal eher ’schlechtes Wetter‘ und sorgen mitunter sogar für Schäden. Warum sollten also immer die Frauen dafür verantwortlich sein? Letztendlich hat man sich auf eine neue Vorgehensweise geeinigt und die Geschlechter werden fortan im jährlichen Turnus gewechselt. 

Im Jahre 2002 wurde schließlich die Aktion Wetterpate ins Leben gerufen. Bis heute konnten bereits über 2000 Menschen aus 15 europäischen Ländern sowie Brasilien, Japan, den USA und Südafrika als Wetterpaten begrüßt werden.

 

Gesund und Fit durch die Winterzeit

Frau im verschneiten Park ©picjumbo.com - https://picjumbo.com/woman-standing-in-the-middle-of-the-park-in-snowy-weather/

Die Tage sind kurz, die Lust die gut geheizte und gemütlich Wohnung für sportliche Betätigung im Freien zu verlassen entsprechend gering. Zusätzlich locken gerade zur Weihnachtszeit und während der Feiern zum Jahreswechsel zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten. Leider sind diese meist nicht sehr gesund und viel zu kalorienreich.

Gerade ungesundes Essen, wenig Bewegung sowie kaum frische Luft und Lichtmangel schwächen allerdings das Immunsystem und machen es in den Wintermonaten anfällig für Krankheiten. Es gibt aber ein paar Tricks, wie man möglichst gut durch den Winter kommt.

Bewegung an der frischen Luft

Die einfachste Möglichkeit sein Immunsystem zu stärken ist nach wie vor die Bewegung im Freien. Idealerweise bei Tageslicht oder noch besser bei Sonnenschein. Perfekt dazu geeignet ist zum Beispiel ein Tag auf der Lieblingsskipiste oder auf einer der vielen Rodelbahnen. Letzteres vor allem dann, wenn man den Weg auf den Berg zu Fuß zurücklegt.

Gesundes Essen

Außerdem sollte man auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung achten. Vor allem Früchte jeglicher Art und viel Gemüse sind ideale Vitaminlieferanten. Zusätzlich kann man seinen Speiseplan durch wärmende Gewürze wie Zimt, Ingwer, Nelken oder Chilli ergänzen. Diese wärmen nicht nur Körper sondern stärken das Immunsystem zusätzlich.

Die besten Tipps gegen Erkältungen

Erkältete Frau ©shutterstock.com/Irina Bg

In der kalten Jahreszeit kann es ganz schnell gehen. Erkältungen lauern an jeder Ecke und wer einmal nicht aufpasst, dem läuft schon die Nase. Doch keine Sorge, es gibt zahlreiche Tricks, um den Kampf gegen die Erkältungen zu gewinnen.

Viel trinken

Einer der wichtigsten Punkte ist es dem Körper viel Flüssigkeit zuzuführen. Stilles Wasser oder Tees, die das Immunsystem anregen, können wahre Wunder wirken. Geeignete Teesorten sind Ingwer-, Holunder-, Lindenblüten-, Thymian- und Salbeitee. Zusätzliche Scheiben Ingwer, Honig und Zitrone verstärken den positiven Effekt noch zusätzlich und wirken antibakteriell.

Eine ausgewogene Ernährung

Gesunde Ernährung ©pixabay.com
Besonders während der kalten Monate benötigt der Körper ausreichend Vitamine und Mineralstoffe. ©pixabay.com

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist während der kalten Monate besonders wichtig, damit der Körper alle lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe auf Reserve hat. Vor allem Vitamin C stärkt das Immunsystem nachhaltig und Zink schützt die Schleimhäute und verhindert so das Eindringen von Viren.

Frische Luft

Herbstspaziergang ©pexels.com
Ein Spaziergang im Freien hilft auch bei Erkältungen. ©pexels.com

Wer täglich an die frische Luft geht, tut seinem Körper etwas Gutes. So kann sich der Körper viel besser auf die kalten Temperaturen einstellen. Auch wenn sich eine Erkältung schon zusammengebraut hat, ist es gut, nach draußen zu gehen und Spaziergänge zu machen. Jedoch unbedingt warm anziehen und nicht mit nassen Haaren ins Freie gehen. Ein gewisser Abstand zu anderen Mitmenschen, um Ansteckung zu vermeiden, schadet auch nicht.

Trockene Heizungsluft vermeiden

Gerade im Winter ist es schön, wenn es daheim wohlig warm ist. Die Heizung kann die Raumluft jedoch auch austrocknen. Die Folge sind trockene Schleimhäute, die den Viren leichter ihr Werk verrichten lassen. Ein guter Trick ist es eine Schale Wasser auf die Heizung zu stellen und einen Tropfen ätherisches Öl hinzuzugeben. Auch mehrmals täglich lüften ist von Vorteil. Es verhindert, dass die Raumluft zu stickig wird.

Sport, Sauna und Wohlbefinden

Sauna ©pixabay.com
Regelmäßige Saunabesuche sowie heiße Fußbäder und Wechselduschen beleben das Immunsystem und stärken es. ©pixabay.com

Wer sein Immunsystem beleben und aktivieren möchte, geht regelmäßig in die Sauna, macht heiße Fußbäder und warm-kalte Wechselduschen. Sport steigert ebenso die Immunabwehr. Wer belegte Atemwege hat, dem tut ein heißes Bad mit ätherischen Ölen gut. Ausreichend Schlaf ist ebenso essentiell.  Generell wirkt sich Stress beim Kampf gegen Viren negativ aus.

Hausmittel gegen Erkältungen

Wer bei den ersten Anzeichen einer Erkältung nicht sofort zum Arzt gehen möchte, der kann sich auch mit altbewährten Hausmitteln behelfen. Bei Schnupfen hilft es mit Salzwasser oder ätherischen Ölen zu inhalieren, damit sich der Schleim besser löst. Die Nase kann zusätzlich noch mit Salzwasser gespült werden, um die ausgetrockneten Schleimhäute zu befeuchten.

Inhalieren bei Erkältungen ©shutterstock.com/napocska
Inhalieren mit Salzwasser oder ätherischen Ölen ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Schnupfen. ©shutterstock.com/napocska

Bei Husten können die Beschwerden mit Zwiebelsirup gelindert werden. Einfach eine Zwiebel würfeln und sie mit Zucker oder noch besser Honig überziehen. Der sich nach einigen Stunden daraus bildende Sirup, hilft ausgezeichnet gegen Husten.

Bei Halsschmerzen ist es ratsam, mit Kamillentee zu gurgeln. Kamillentee desinfiziert den Hals und hilft bei der Heilung der entzündeten Stellen.

 

Keine Chance für die Herbstdepression

Nebeliger Herbsttag im Wald ©pixabay.com

Unsere Körper bekommen deswegen immer weniger Tageslicht. Viele Menschen fühlen sich im Herbst und Winter körperlich nicht in Höchstform, bei manchen Menschen sorgt der Mangel an Tageslicht aber für größere Herausforderungen.

Konzentrationsschwächen, Müdigkeit und Antriebslosigkeit sowie eine depressive Stimmung sind für diese Personen die negativen Begleiterscheinungen im Herbst und Winter. In stark ausgeprägten Fällen handelt es sich um eine Herbst- oder Winterdepression. Die schlechte Stimmung und Antriebslosigkeit ist auf einen Mangel an wichtigen Botenstoffen im Körper zurückzuführen, die sich positiv auf die Stimmung auswirken. Die Produktion dieser Botenstoffe ist durch den Mangel an Tageslicht verlangsamt.

So bekämpft ihr die Herbstdepression

Das beste „Heilmittel“ gegen eine Herbst- und Winterdepression ist genügend Tageslicht. Wenn ihr aber den ganzen Tag im Büro verbringt, müssen künstliche Lichtquellen als Ersatz dienen. Eine Lichttherapie unterstützt den Körper in den dunklen und grauen Jahreszeiten. Im Beleuchtungsfachhandel sowie in diversen Elektronikgeschäften sind Speziallampen erhältlich, die eine besonders hohe Leuchtkraft haben und den Körper somit bei der „Aufnahme“ von Licht unterstützen können.

Sonniger Tag im Herbst ©unsplash.com/Philipp Reiner
Licht und frische Luft wirken Wunder gegen eine Herbstdepression. ©unsplash.com/Philipp Reiner

Auch Bewegung an der frischen Luft, egal ob Sport oder ein Spaziergang, ist in den Herbst- und Wintermonaten besonders wichtig. Die Bewegung regt das Immunsystem an und macht es fit. Die richtige Ausrüstung für Sport in den kälteren Jahreszeiten haben wir hier (LINK FEHLT) vorgestellt.

Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit

Mann im Wald ©pexels.com - https://www.pexels.com/photo/alone-autumn-mood-forest-cold-countryside-397096/

Nicht nur nasskaltes Wetter, sondern auch Lichtmangel führen oftmals zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Melancholie. In schwerer Ausprägung liegt sogar eine Winterdepression vor. Das ist der Fall, wenn permanente Müdigkeit, melancholische Verstimmung und Kraftlosigkeit Dauerbegleiter in der kalten Jahreszeit sind.

Ursachen

Hauptverantwortlich für all diese unangenehmen Begleiterscheinungen sind die Hormone Melatonin und Serotonin, deren Aufbau vom Tageslicht abhängig ist. Serotonin, oft auch als Glückshormon bezeichnet, ist wesentlich für die Förderung des Wachzustandes zuständig. Dessen Produktion ist aber aufgrund der kürzeren Tageslichtphasen im Herbst und Winter eingeschränkt. Auf der anderen Seite wird das Hormon Melatonin, das in der Nacht das Einschlafen fördert, in den lichtarmen Monaten auch tagsüber vermehrt produziert.

Der Mangel an Serotonin und das Übermaß an Melatonin führen dazu, dass empfindliche Menschen sich zunehmend schlapp und schläfrig fühlen und mehr Appetit verspüren, speziell auf Süßes. Neben den Hormonen kann aber auch ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut eine gedrückte Stimmung verursachen. Hauptgrund dafür: Trifft zu wenig Sonnenlicht die Haut, produziert der Körper nicht genügend Vitamin D.

Therapiemöglichkeiten

  • Lichttherapie: Dabei kommen helle Speziallampen, sogenannte Tageslichtlampen, zum Einsatz, deren künstliches Tageslicht sich besonders positiv auswirkt. Allerdings muss dieses Licht über die Augen aufgenommen werden, das verhindert die Melatonin-Ausschüttung.
  • Johanniskraut und Grüntee: Johanniskraut wirkt nicht nur gegen depressive Verstimmungen, die Pflanze steigert auch die Lichtempfindlichkeit der Haut, wodurch der winterliche Lichtmangel besser ausgeglichen werden kann. Auch Grüntee wirkt positiv bei depressiven Stimmungslagen, schon zwei bis drei Tassen täglich wirken stimmungsaufhellend.
Grüntee ©unsplash.com - https://unsplash.com/photos/hGO27G5tZJ8
Schon zwei bis drei Tassen Grüntee täglich, wirken sich positiv auf die Stimmung aus. ©unsplash.com
  • Vitamin-D-Verabreichung: bei einem ärztlich festgestellten Vitamin-D-Mangel können entsprechende Präparate verschrieben werden.

Weitere Tipps

Wenn die Beschwerden gering sind, helfen oft schon einfache Mittel:

30- bis 60-minütige Spaziergänge bei Tageslicht bringen den Melatoninhaushalt wieder in Ordnung. Genauso den Kreislauf in Schwung bringen kalte Aufgüsse. Diese fördern auch die Durchblutung und stärken das Immunsystem. Kurze Wellness-Aufenthalte, Saunabesuche oder professionelle Massagen können ebenfalls dazu beitragen, der schlechten Stimmung keine Chance zu lassen.

Gesund und fit durch den Herbst

Paar im Wald mit Hund ©shutterstock.com/Monkey Business Images - https://www.shutterstock.com/de/image-photo/couple-walking-dog-through-winter-woodland-199351532

Gerade in der Übergangsjahreszeit machen es einem die häufigen Wetterwechsel schwer, zur richtigen Garderobe zu greifen. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht erschweren die Wahl der richtigen Kleidung noch weiter. Wer sich also nicht nach dem Zwiebelschalenprinzip kleidet, damit er tagsüber ein paar Schichten ablegen kann, bekommt zunehmend ein Problem. Die Sonne hat nämlich noch genug Kraft hat und ihr kommt leicht ins Schwitzen. Wer allerdings zu viele Kleidungsstücke ablegt, wird rasch vom kühlen Wind überrascht und die Erkältungsgefahr steigt.

Nasskalte Witterung besonders gefährlich

Die Gefahr den Körper zu unterkühlen und damit das Immunsystem zu schwächen, ist besonders bei nass-kalter, windiger Witterung hoch.

  • Bei tiefen Temperaturen neigt der Körper dazu auszukühlen.
  • Wird Kleidung oder die Haut nass, verdunstet das Wasser. Dabei entzieht es der Haut Wärme und kühlt diese zusätzlich.

Ansteckungsgefahr

Gerade in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen kann die Virenlast sehr hoch werden. Besonders viele Viren lauern auf Türschnallen oder Liftknöpfen. Ist das Immunsystem bereits geschwächt, kommt es zum Ausbruch von Erkältungen bis hin zu grippalen Infekten oder gar der Grippe. Um dem vorzubeugen, ist regelmäßiges Händewaschen Pflicht.

Was schwächt unser Immunsystem?

  • Kälte: Kühlt der Körper aus, ist er empfindlicher gegenüber Viren. Bitte also immer genug anziehen!
  • Schlafmangel: Schlafen sie weniger als sieben Stunden pro Nacht, ist ihr Risiko zu erkranken um das Dreifache erhöht.
  • Stress: Stress greift die Abwehrkräfte an. Das Einlegen von Pausen hilft, auch so manches gelassener hinzunehmen.
  • Bewegungsmangel: Zu wenig Freizeit an der Natur schwächt uns. Mindestens eine halbe Stunde pro Tag sollten wir an der frischen Luft verbringen und/oder joggen oder schwimmen.
  • Falsche Ernährung: Nicht nur das falsche Essen, auch zu wenig Essen schwächt unsere Abwehrkräfte. Um einem Vitaminmangel vorzubeugen, empfehlen sich einige Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Aber auch Vollkornprodukte, Eiweiß und gesunde Fette sollen täglich auf dem Speiseplan stehen.
Vitaminreiche Ernährung ©shutterstock.com/Maria Uspenskaya - https://www.shutterstock.com/de/image-photo/fruits-vegetables-278579828
Ausgewogene Ernährung ist besonders im Herbst und im Winter sehr wichtig für das Immunsystem. ©shutterstock.com/Maria Uspenskaya

Stärkung des Immunsystems

Kurz zusammengefasst sollte man auf Folgendes achten:

  • Vitaminreiche Nahrung
  • Sport (einmal pro Tag außer Atem kommen wirkt Wunder)
  • Frischluft (Spaziergänge im Wald helfen)
  • Psychisches Wohlbefinden (kein Stress!)
  • Ausreichend Schlaf (mindestens sieben Stunden)
  • Menschenansammlungen meiden (Infektionsgefahr!)
  • Bei ersten Anzeichen einer Erkältung auf Sport verzichten

 

Saunieren – aber richtig!

Sauna © pixabay.com - https://pixabay.com/en/bath-firewood-design-sauna-blow-1317997/

Richtiges Saunieren wirkt sich positiv auf eure Gesundheit aus. Hier haben wir euch schon darüber informiert. Damit ihr die positive Wirkung der Sauna optimal für euch nutzen zu könnt, haben wir im Folgenden 13 Regeln aufgestellt.

Allgemeine Regeln:

  • Der erste Saunagang sollte zwischen 8 und 12 Minuten dauern. Ihr solltet immer darauf achten, dass sich euer gesamter Körper auf dem Handtuch befindet. Anfänger sollten die Bänke der unteren oder mittleren Reihe wählen, da es auf den oberen Bänken am Heißesten wird.
  • Besucherinnen und Besucher wollen in der Sauna entspannen. Verhaltet euch also ruhig, um andere Personen nicht zu stören.
  • Eine Massage zwischen den Saunagängen oder auch als Abschluss des Aufenthalts kann zusätzlich entspannend wirken.
  • Wiederholt den Saunagang zwei oder dreimal.
Junges Paar in der Sauna ©shutterstock.com/wavebreakmedia - http://premier.shutterstock.com/image/detail-333197942/happy-couple-enjoying-the-sauna-together-at-the-spa
Durch einen Besuch in der Sauna kommt ihr entspannter und fitter durch Herbst und Winter. ©shutterstock.com/wavebreakmedia

Vor dem Besuch der Sauna:

  • Besucht keine Sauna,, wenn ihr gerade gegessen oder einen vollkommenen leeren Magen habt. Der Saunagang ist sonst für den Körper sehr anstrengend.
  • Hygiene ist Pflicht, deswegen duscht euch vor dem Saunabesuch ab. So entfernt ihr auch den störenden Fettfilm auf der Haut.
  • Warme Fußbäder fördern das Schwitzen und sind vor und nach dem Saunagang empfehlenswert.

Beim Saunieren:

  • In vielen Saunen ist es üblich einen Aufguss durchzuführen. Nach 5 bis 10 Minuten des Vorschwitzens folgt der Aufguss als Höhepunkt und danach noch 1 bis 2 Minuten des Nachschwitzens. Während des Aufgusses sollte die Sauna weder verlassen noch betreten werden.
  • Nach dem Aufguss könnt ihr euch noch für zwei bis drei Minuten aufrecht hinsetzen, um Schwindel oder sogar Ohnmacht zu vermeiden.

Nach dem Saunagang:

  • Zuerst solltet ihr eine Dusche nehmen um den Körper zu reinigen.
  • Danach folgt ein Kneippguss! Achtet hierbei darauf, dass immer vom herzfernen zum herznahen Bereich abgekühlt wird.
  • Nach dem Saunagang bewegt euch an der frischen Luft oder zieht euch in einen Ruheraum zurück.
  • Trinkt nach dem Saunieren vitalisierende Säfte, Tee oder Wasser, um euren Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.

Der Indian Summer

Bunte Blätter ©unsplash.com - https://unsplash.com/photos/5IHz5WhosQE

Durch die ersten kalten Nächte nehmen die Blätter der verschiedenen Birken- und Ahornarten während des „Indian Summer“ die unterschiedlichsten Schattierungen von Rot, Orange und Gelb an.

Bunter Wald mit Straße in der Mitte, Vogelperspektive. ©unsplash.com - https://unsplash.com/photos/Qy-CBKUg_X8
Der Indian Summer ist unser Altweibersommer. ©unsplash.com

Der Winter naht

Der Begriff stammt aus dem Süden Kanadas und dem Nordosten der USA, wobei die genaue Wortherkunft ungeklärt ist. Eine Theorie besagt, dass die Indianer diese Zeit zur Jagd oder Ernte genutzt hätten. Der Indian Summer wird in der Regel durch ausgedehnte Hochdruckgebiete entlang der amerikanischen Ostküste ausgelöst. Vor allem im Landesinneren gibt es in dieser Zeit zwar schont die ersten Nachtfröste, für die Menschen dort ist es aber die letzte milde Zeit vor einem oft langen und kalten Winter. Vergleichbar ist dieses Phänomen mit dem Altweibersommer in Zentraleuropa.

So wichtig ist ein starkes Immunsystem im Herbst

Läufer im Herbst ©shutterstock.com/baranq

Kälte, Schlafmangel, Stress, Bewegungsmangel und falsche Ernährung schwächen unser Immunsystem und machen uns anfälliger für Erkältungen und andere Krankheiten. Um dem entgegenzuwirken und vorbeugend zu handeln, spielen Sport und Ernährung eine wichtige Rolle.

Sport im Herbst

Die sportliche Betätigung soll auch im Herbst und Winter nicht zu kurz kommen. Sport regt nicht nur das Immunsystem an, sondern wirkt sich auch positiv auf die Stimmung aus. Daraus folgt: Wenn ihr euch regelmäßig an der frischen Luft bewegt, profitiert ihr davon. Denn euer Immunsystem wird während der Bewegung gereizt. In weiterer Folge können die Immunzellen besser arbeiten und die Gefahr eine Verkühlung zu bekommen, nimmt ab.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sich Sport bei schlechtem Wetter auch positiv auf die Stimmung auswirkt. Nach dem Spazierengehen, Radfahren oder Joggen fühlt ihr euch körperlich fitter und seid auch besser gelaunt. Eine halbe Stunde pro Tag solltet ihr an der frischen Luft verbringen und euch bewegen.

Herbstliche Energielieferanten

Obst und Gemüse. ©shutterstock.com/Africa Studio - https://www.shutterstock.com/de/image-photo/colorful-fruits-vegetables-background-321864554?src=iU0Wg33XXkIWQnQH2axkSw-1-6
Eine ausgewogene Ernährung, hilft euch, euer Immunsystem zu stärken. ©shutterstock.com/Africa Studio

Auch durch eure Ernährung tragt ihr dazu bei, das Immunsystem im Herbst und Winter zu stärken. Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung ist dabei besonders wichtig. Dafür bietet sich besonders das Essen nach dem “Regenbogenprinzip” an. Das bedeutet, möglichst viele verschiedene, bunte Obst- und Gemüsesorten kombiniert zu essen. Versucht auch im Herbst und Winter auf möglichst saisonale und frische Lebensmittel zurückzugreifen.

Durch die falsche Ernährung und auch zu wenig Essen ist das menschliche Immunsystem geschwächt. Um einem Vitaminmangel vorzubeugen, empfiehlt die wetter.tv-Redaktion einige Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Aber auch Vollkornprodukte, Eiweiß und gesunde Fette sollten täglich auf dem Speiseplan stehen.

Stärkung des Immunsystems

Kurz zusammengefasst sollte man auf Folgendes achten:

  • Vitaminreiche Nahrung
  • Sport (einmal pro Tag außer Atem kommen wirkt Wunder)
  • Frischluft (Spaziergänge im Wald helfen)
  • Psychisches Wohlbefinden (kein Stress!)
  • Ausreichend Schlaf (mindestens sieben Stunden)
  • Menschenansammlungen meiden (Infektionsgefahr!)
  • Bei ersten Anzeichen einer Erkältung auf Sport verzichten

Leuchtende Weinberge im Herbst

Leuchtende Weinberge ©unsplash.com - https://unsplash.com/photos/aMbt8JqiIEg

Pflanzenbegleitstoffe bringen Farben ans Licht

Im Herbst beginnen sich Laubgewächse zu verfärben, da durch weniger Sonneneinstrahlung die Produktion des grünen Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll zurückgeht. Um den Farbstoff über den Winter nicht zu verlieren, entzieht ihn die Pflanze den Blättern.

Das Resultat: Andere Farbstoffe kommen zum Vorschein. Beim Wein sind sämtliche Farben von Gelb über Orange bis zum tiefen Rot und sogar Lila- und Violett-Töne möglich. So kann es in einem Weinberg, wo eine Vielzahl von Rebstöcken vereint ist, zu einer wahren Farbenvielfalt kommen.

Sonne bringt Farben zum Leuchten und sorgt für gute Stimmung

Schon bei trübem Wetter sind die Farben ein Blickfang. Doch so richtig zur Geltung kommt die Verfärbung des Weinberges erst, wenn direktes Sonnenlicht hinzukommt. Speziell die gelb-rötlichen Strahlen der tief stehenden Herbstsonne am mittleren und späteren Nachmittag lassen die Farben des Weinberges intensiv wirken und diesen richtiggehend leuchten.

Die so ins rechte Licht gesetzten warmen Gelb-, Gold- und Rottöne schaffen eine angenehme Atmosphäre, sorgen oft für gute Stimmung und wirken aktiv und belebend. So lassen sich die negativen Begleiterscheinungen des Herbstes wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit gut bekämpfen.

Ein Ausflug in eine Weinberggegend zu dieser Jahreszeit ist bei entsprechendem Wetter also zu empfehlen, um die für den Herbst ebenso typischen tristen, nebelgrauen Tage gut zu kompensieren.

 

Heiztipps für die kalte Jahreszeit

Heizung mit Gummistiefeln, Haube und Handschuhen. ©shutterstock.com/Africa Studio - https://www.shutterstock.com/de/image-photo/heating-radiator-rubber-boots-warm-clothes-531860683?src=S0aBcGcBNkK4OmOmAXzXTg-1-23

Raumtemperatur dem Zimmer anpassen

Grundsätzlich sollte die Raumtemperatur in Wohnräumen 20 bis 22 Grad betragen. In Schlafzimmern reichen bereits 17 Grad aus um gut schlafen zu können. Räume, die nicht so häufig gebraucht werden, wie etwa ein Abstellraum oder auch die Küche, können niedriger beheizt werden. Dadurch lassen sich unnötige Heizkosten vermeiden. Jedes Grad weniger in der Wohnung spart rund sechs Prozent Heizenergie.

Stoß- statt Dauerlüften

Mann öffnet Fenster ©shutterstock.com/quadshock - https://www.shutterstock.com/de/image-photo/hand-man-opens-wooden-windows-252537259
Statt Dauerlüften solltet ihr zweimal täglich Stoßlüften. ©shutterstock.com/quadshock

Wer ständig die Fenster gekippt hat und gleichzeitig heizt, wirft das Geld buchstäblich zum Fenster hinaus. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen Räume und Wände aus. Statt Dauerlüften wird Stoßlüften empfohlen. Am Besten ihr öffnet morgens und abends alle Fenster in der Wohnung für einige Minuten, um ordentlich durchzulüften.

Heizkörper regelmäßig entlüften

Zu Beginn der Heizsaison sollten alle Heizkörper entlüftet werden. Falls sich nämlich Luft im Wasserkreislauf der Heizung befindet, wird diese nicht richtig warm. Die Luftblasen reduzieren die Effizienz und führen dadurch zu einem höheren Energieverbrauch. Also einfach das Lüftungsventil an der Seite der Heizkörper aufdrehen und sie atmen lassen.

Wärmestaus vermeiden

Geschlossene Vorhänge und Möbel, die vor den Heizkörpern platziert sind, führen zu Wärmestaus und dadurch zu unnötigen Heizkosten. Die Wärme kann sich nicht im Wohnraum ausbreiten, da sie blockiert wird. Achtet daher immer darauf, dass die Heizkörper frei bleiben.

Raumtemperatur bei Abwesenheit senken

Frau, die Thermometer zurückdreht ©shutterstock.com/santypan - https://www.shutterstock.com/de/image-photo/beautiful-happy-woman-push-button-digital-295373561?src=2Edp_Wx27Qr9vzrjUqpr_w-1-44
Falls die Wohnung tagsüber leer steht, könnt ihr die Heizung zurückdrehen. ©shutterstock.com/santypan

Falls eure Wohnung tagsüber leer steht, dreht die Heizung in dieser Zeit zurück. Das gilt auch, wenn mehrere Tage durchgehend niemand daheim ist. Komplett ausschalten solltet ihr die Heizung jedoch nicht, da die Wände sonst womöglich vollständig auskühlen und sich Schimmel bilden kann. Außerdem erhöhen sich die Heizkosten dadurch wieder, wenn ihr jedes Mal die Wohnung von Neuem komplett aufheizen müßt.

Undichte Stellen an Fenstern abkleben

Undichte Fenster können eure Heizkosten in die Höhe schnellen lassen. Vor allem in älteren Häusern sind die Fenster oft nicht mehr ganz dicht. Mit speziellem Dichtungsklebeband könnt ihr jedoch die Fugen zwischen Fensterglas und Rahmen selbst abkleben.

Zusatzheizungen vermeiden

Elektrische Zusatzheizungen, wie Radiatoren oder Heizlüfter, sollten nur im Notfall eingesetzt werden, da sie richtige Stromfresser sind.

Die Tricks der Tiere

Igel im Blätterhaufen ©shutterstock.com/kospet

Für alle „Zurückgebliebenen“ gilt es, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Wir verraten euch, wie sich unsere heimischen Tiere winterfit machen.

 

Nahezu alle Tiere treffen Vorkehrungen für den Winter – und wenn es nur das dicke Winterfell ist, welches sie vor der Kälte schützen soll. In unseren Breiten haben Tiere verschiedene Tricks entwickelt, den Winter zu überleben: Fett und Fell zulegen, aktiv bleiben und der Kälte trotzen. Andere verschlafen die kalte Jahreszeit. Und dann gibt es auch noch die Winterstarre.

Trick 1: Körper isolieren

Viele Säugetiere, die bei uns heimisch sind, haben je nach Jahreszeit ein unterschiedlich dichtes Fell. Damit passen sie sich an die Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter an. Mit dem Fellwechsel ändert sich bei einigen Tieren auch die Fellfarbe. Bekannt ist da vor allem der Alpenschneehase. Im Sommer ist er graubraun, etwa im November wird das Fell weiß und nur an den äußeren Spitzen der Ohren weist er weiterhin schwarze Haare auf.

Trick 2: Viel fressen und den Winter verschlafen

Schlafende Fledermäuse ©shutterstock.com/Ondrej Prosicky - https://www.shutterstock.com/image-photo/greater-mouseeared-bat-myotis-nature-cave-572332003
Fledermäuse halten einen ununterbrochenen Winterschlaf. ©shutterstock.com/Ondrej Prosicky

Wenn es schon im Winter nicht genug zu fressen gibt, hilft nur eines: Auf Vorrat futtern und sich gehörig Winterspeck zulegen. Zur Überbrückung der nahrungsarmen Monate halten Murmeltier, Igel oder auch Fledermäuse zusätzlich einen Winterschlaf. Dank der auf ein Minimum herabgesetzten Körperfunktionen können sie damit mehrere Monate ohne Futter auskommen. Einzelne Säugetiere wie etwa die Fledermaus halten einen ununterbrochenen Winterschlaf. Meist ist der Winterschlaf jedoch lang andauernd mit wenigen kurzen Unterbrechungen.

Trick 3: Vorräte anlegen

Eichhörnchen ©shutterstock.com/everst - https://www.shutterstock.com/image-photo/squirrel-red-fur-funny-pets-autumn-321521546
Eichhörnchen legen im Herbst Vorräte für den kalten, langen Winter an. ©shutterstock.com/everst

Schwerer hat es da schon das Eichhörnchen, das keinen Winterschlaf hält. Auch dieses trägt im Winter ein dichtes Fell mit langen Ohrpinseln. Eichhörnchen legen im Herbst Vorräte für den Winter an. Sie vergraben die Nahrung entweder im Boden, oft in der Nähe von Baumwurzeln, oder verstauen sie in Rindenspalten oder Astgabeln als Wintervorrat. Im Kobel lagern sie keine Vorräte. Zudem schränken die zierlichen Wipfelstürmer ihre Aktivitäten im Winter stark ein: Sie verschlafen den Großteil des Tages und sind nur über Mittag wenige Stunden aktiv.

Trick 4: Winter- oder Kältestarre

Die Winter- oder Kältestarre ist ein Zustand, in den wechselwarme Tiere verfallen, sobald die Temperaturen unter das tolerierte Minimum absinken. Die Kältestarre wird zwingend von fallenden Temperaturen eingeleitet und die Tiere fahren ihre Lebensvorgänge auf annähernd null zurück, um nicht den Kältetod zu sterben.

Gesund durch den Herbst

Gemüse und Obst ©shutterstock.com/Serg64

Essen mit dem Regenbogen

Eine Möglichkeit den Körper und das Immunsystem im Herbst zu stärken ist, neben ausreichend Sport und Bewegung im Freien, eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung. Dafür bietet sich besonders das Essen nach dem Regenbogenprinzip an:

Möglichst viele verschiedene, bunte Obst- und Gemüsesorten werden dabei gegessen und kombiniert. Am Morgen kann man etwa das Müsli oder Joghurt mit einer Banane sowie ein paar Beeren essen. Zum Mittagessen greift man beispielsweise zu einem bunten Salat mit Tomaten, Gurken, Paprika und Feta. Am Abend kommen schließlich gekochte Gemüse- und/ oder Obstsorten als Beilage auf den Teller.

Fit durch sekundäre Pflanzenstoffe

Die für die verschiedenen Farben zuständigen sekundären Pflanzenstoffe haben eine ganze Reihe positiver Wirkungsweisen auf den Körper. Außerdem sieht ein bunter Teller viel schöner aus und macht noch mehr Appetit auf das Essen.

Saisonales und frisches Essen

Wichtig ist, wie grundsätzlich immer, auf möglichst saisonale und frische Lebensmittel zurückzugreifen. Tiefkühlgemüse ist dennoch eine gute Alternative, da die sekundären Pflanzenstoffe durch das Gefrieren nicht zerstört werden. Außerdem sollte man darauf achten, möglichst unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten zu essen, um die Nährstoffvielfalt bestmöglich zu erreichen.

Die wichtigsten Farbstoffe und ihre Wirkungsweisen im Überblick

  • Rot und Blau: Flavonoide

Diese Farbstoffe sind für die dunkle rote und blaue Farbe von Obst und Gemüse verantwortlich. Sie wirken als Antioxidantien im Körper und schützen so vor freien Radikalen. In Äpfel, Zwetschken/Pflaumen, Rotkraut/Rotkohl und dunklen Weintrauben findet man sie besonders.

  • Rot, gelb und orange: Carotinoide

Findet sich zum Beispiel in Kürbissen, Marillen/Aprikosen, Karotten, Bananen, rotem und gelbem Paprika oder Zitronen. Im Grunde in allen Obst- und Gemüsesorten, die rote, gelbe und orange Farbtöne haben.

  • Grün: Chlorophyll

Der wohl bekannteste pflanzliche Farbstoff. Hierbei gilt, je grüner ein Lebensmittel, umso mehr Chlorophyll hat es und umso gesünder ist es. Der grüne Farbstoff schützt die Zellen und kann sogar die Zellalterung verlangsamen. In der Gurke, im Salat, in Äpfel und Birnen oder in der Avocado findet man diesen zum Beispiel.

  • Rot: Lypocin

Kommt in allen roten Obst- und Gemüsesorten vor, wie etwa in Tomaten, Äpfel, Kirschen oder im roten Paprika.

  • Blau und Violett: Anthocyane

Heidelbeeren, rote Rüben/Beete, Feigen oder Rotkraut/-kohl haben diesen Farbstoff am häufigsten. Er wirkt entzündungshemmend und schützt vor vorzeitiger Hautalterung.