Taifun KROSA trifft auf Japan

Himawari Satellitenbild vom Taifun KROSA am 14.08.2019 um 9:50 MESZ - CIRA RAMMB

Lage und Zugbahn

Derzeit liegt das Auge von Taifun KROSA noch über dem etwa 30 Grad warmen Wasser des westlichen Pazifik, doch in den kommenden Stunden erreicht der tropische Wirbelsturm den Süden Japans. Der Landfall ist zwischen den Präfekturen Kyushu und Shikoku zu erwarten.

Himawari Satellitenbild vom Taifun KROSA am 14.08.2019 um 9:50 MESZ - CIRA RAMMB
Himawari Satellitenbild vom Taifun KROSA am 14.08.2019 um 9:50 MESZ – CIRA RAMMB

Größte Gefahr – Starkregen

Mit prognostizierten Windböen von  bis zu 100 km/h kann Taifun KROSA vor allem in Küstennähe durchaus einige Schäden verursachen, allerdings sind solche Windspitzen für den Süden Japans nichts Außergewöhnliches. Die größte Gefahr geht von den erwarteten Regenmengen zwischen 200 und 400 l/m² aus. Die von Taifun KROSA betroffene Region erlebte ein überdurchschnittlich nasses erstes Halbjahr und im Juli fiel verbreitet doppelt so viel Regen als normal. Erdrutsche und Überflutungen sind also im ganzen Gebiet zu befürchten.

Niederschlagsanomalien in Japan für Juli 2019 - JMA
Niederschlagsanomalien in Japan für Juli 2019 – JMA

Titelbild: Himawari Satellitenbild vom Taifun KROSA am 14.08.2019 um 9:50 MESZ – CIRA RAMMB

Supertaifun Jebi trifft auf Japan

Ein Taifun trifft auf die Küste.

Über 200 km/h Windböen

Supertaifun Jebi zog in den vergangenen 12 Stunden genau über die Millionenmetropole Osaka als stärkster Taifun der letzten 25 Jahren durch. Der Flughafen liegt immer noch komplett unter Wasser und die gesamte Region erlitt schwere Schäden.

Mitten in der Stadt Osaka wurden bis zu 170 km/h Böen gemessen, entlang der Küste knapp südlich der Stadt hat der Wind kurzzeitig sogar eine Geschwindigkeit von 209 km/h erreicht! Der Wirbelsturm befindet sich derzeit als abgeschwächter Tropischer Sturm im Norden Japans und wird das Land in den kommenden Stunden verlassen.

Hier ein paar eindrucksvolle Videos aus Osaka:

 

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Tropischer Sturm nimmt Kurs auf Shanghai

Der tropische Sturm Ampil nimmt Kurs auf Shanghai.

Kaum hat sich die Ostküste Asiens von dem Taifun Maria erholt, hat sich im Pazifik der nächste tropische Wirbelsturm namens Ampil gebildet.  Obwohl die Bedingungen für eine starke Intensivierung nicht optimal sind, rechnen die Modelle zumindest vorübergehend noch mit einer Vertiefung des Kerndruckes.

Vorrausichtliche Zugbahn von Ampil ©Ubimet
Voraussichtliche Zugbahn von Ampil. ©UBIMET

Sturm kommt in Fahrt

Derzeit sorgt ein ausgeprägtes Hoch über Korea und Japan noch dafür, dass Ampil recht stationär bleibt. Dies führt zu einem Durchmischen der Wassersäule unter dem Sturm und kälteres Wasser wird an die Oberfläche transportiert. Folglich konnte sich der Sturm bisher nur bedingt verstärken. Mit dem langsamen Auflösen des Hochs bewegt sich der Sturm jedoch nach Nordwesten, wo wieder mehr Energie durch warmes Oberflächenwasser zur Verfügung steht. Am Samstag wird der Sturm somit direkt über die japanische Insel Okinawa Honto hinweg ziehen.

Überflutungsgefahr

Die Windgeschwindigkeiten betragen derzeit etwa 100 km/h und liegen somit knapp unterhalb der Schwelle von 118 km/h für einen Taifun der Kategorie 1. An Samstag wird sich der Sturm aber vorübergehend noch etwas verstärken. Die größere Gefahr geht allerdings von den ergiebigen Niederschlagsmengen aus, die zu erwarten sind, wenn der Sturm auf Land trifft. Damit ist am Sonntag zu rechnen, doch wo dies genau sein wird ist noch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Die Metropole Shanghai könnte aus heutiger Sicht allerdings von den Auswirkungen direkt betroffen sein!

Supertaifun Maria nimmt Kurs auf Taiwan und China

Der Supertaifun Maria nimmt Kurs auf Taiwan.

Der Supertaifun Maria zieht derzeit über dem Pazifischen Ozean mit einer westlichen Zugbahn in Richtung Taiwan. Derzeit liegt der Kern des Sturms noch etwa 850 km entfernt, bereits am Dienstagmorgen unserer Zeit wird es aber voraussichtlich als Sturm der Kategorie 3 oder 4 über die japanischen Inseln Miyako-jima und Ishigaki-jima ziehen mit Windgeschwindigkeiten von 200 km/h und Spitzenböen um 250 km/h. Weiters müssen sich die Inselbewohner auf eine Sturmflut und sintflutartigen Regen vorbereiten.

In weiterer Folge deuten die Modelle auf eine Zugbahn knapp nördlich von Taiwan hin, wo sich auch die Hauptstadt und Metropolregion von Taipeh befindet. Der Supertaifun wird sich zwar über den etwas kühleren Gewässern des Ostchinesichesn Meers allmählich abschwächen, dennoch muss man weiterhin mit ergiebigem Regen und Orkanböen rechnen.

Der Supertaifun Maria nimmt Kurs auf Taiwan und China.
Die Prognose der Zugbahn von Supertaifun Maria. © UBIMET

In der Nacht auf Mittwoch unserer Zeit wird der Taifun schließlich in China nördlich der Metropolregion von Fuzhou in der Provinz Fujian auf Land treffen. Während an der Küste vor allem eine Sturmflut und Orkanböen zu erwarten sind, stellen die großen Regenmengen von teils über 150 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden die Hauptgefahr im Landesinneren dar.

Besonders im Osten Chinas besteht eine erhöhte Gefahr von Überflutungen und Vermurungen.
Die prognostizierten Regenmengen. © UBIMET

Taifun Prapiroon steuert auf Japan und Südkorea zu

Ausschnitt des Satellitenbildes über Sudöstasien

Ein Taifun, diesen Namen tragen tropische Wirbelstürme in Ost- und Südostasien, bedroht derzeit die Küste von Japan sowie auch den südöstlichen Teil Südkoreas. Dieser räumlich kleine,  jedoch sehr intensive Wirbelsturm, produziert Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h. Derzeit befindet sich dieser westlich der japanischen Insel Okinawa und intensiviert sich aufgrund der hohen Wassertemperaturen im chinesischen Meer noch weiterhin.

Starkregen und Überflutungen

Die Wettermodelle simulieren eine prognostizierte Zugbahn, die zwischen Japan und Südkorea verläuft. Beim Durchzug dieser Meeresenge können stellenweise extrem hohe Windgeschwindigkeiten auftreten, sowie auch hohe Niederschlagsmengen von bis zu 100 mm fallen. Aufgrund dieser hohen Mengen sind stellenweise Überflutungen und Vermurungen zu befürchten.

Simulierte Zugbahn des Taifuns. Zugbahn in Richtung Norden
Prognostizierte Zugbahn des Taifuns © UBIMET

Im weiteren Verlauf wird Erwartet, dass der Sturm auf das japanische Meer zieht und sich aufgrund der tieferen Wassertemperaturen abschwächt und zu einem außertropischen Sturmtief wird.