Der meteorologische Winter 2025/26 zeigte sich bislang von seiner extrem trockenen Seite. Seit dem 1. Dezember herrscht in weiten Teilen des Landes ein massives Niederschlagsdefizit – im landesweiten Schnitt fehlt gut die Hälfte der üblichen Regen- und Schneemengen. In Regionen wie dem Arlberg oder dem Ennstal liegt das Minus sogar bei rund 75 Prozent. Lokal steuern wir derzeit auf einen der trockensten Winter der Messgeschichte zu. Doch nun ist ein Ende der blockierenden Wetterlage in Sicht.

Ruhiger Wochenstart, gefolgt von der Umstellung
Die neue Woche beginnt zunächst noch zögerlich und erinnert an die vergangenen Tage. Am Montag und Dienstag herrscht vielerorts noch ruhiges Hochdruckwetter, wobei sich im Flachland teils zäher Hochnebel hält. In den Alpen hingegen dominiert strahlender Sonnenschein. Trotz der Ruhe zeichnet sich die milde Luft bereits ab: Mit Höchstwerten zwischen 1 und 10 Grad liegen die Temperaturen schon jetzt über dem für Anfang Februar typischen Niveau, das normalerweise eher bei 4 bis 6 Grad angesiedelt wäre.

Vorfrühlingshafte Temperaturen bis 15 Grad
In der zweiten Wochenhälfte festigt sich die milde Westströmung spürbar. Bereits der Donnerstag gestaltet sich unter dem Einfluss von Tiefdruckgebieten über der Nordsee zwar unbeständig, aber mit Werten zwischen 5 und 13 Grad bleibt es für die Jahreszeit außergewöhnlich mild. Zum Wochenende hin bestimmen schließlich feuchte Luftmassen aus West- und Nordwesteuropa das Wettergeschehen. Dabei rückt besonders im Osten und Südosten des Landes die 15-Grad-Marke in greifbare Nähe und sorgt für erste echte Frühlingsgefühle.

Aufatmen in den Skigebieten der Nordalpen
Besonders erfreulich sind die Aussichten für die Alpennordseite. Durch die rasche Abfolge von Warm- und Kaltfronten werden von Vorarlberg bis zum Mostviertel verbreitet 25 bis 50 l/m² Niederschlag erwartet – am Arlberg lokal sogar mehr. Auch wenn es in den Tälern zeitweise regnet, bedeutet der Neuschnee in den höheren Lagen ein wichtiges Aufatmen für die Skigebiete.

Deutlich trockener bleibt es hingegen im Süden und Osten: Von Osttirol bis zum Weinviertel fallen die Mengen mit 5 bis 10 l/m² eher bescheiden aus. Die große „Winterdürre“ wird dort also nur leicht gemildert.


