Warnlagebericht

Aktuelle Warnlage

Zu Beginn der neuen Woche gerät der Alpenraum unter den Einfluss von Hoch YVONNE mit Kern über Mitteleuropa. Im Laufe der Woche verlagert sich das Hoch langsam in Richtung Ostsee, dabei stellt sich über Europa eine stabile Omegawetterlage ein. Die Temperaturen steigen deutlich an und leiten die nächste Hitzewelle ein.

Überblick Warnungen

Derzeit sind keine Warnungen in Kraft.

Warnausblick

Am Montag überwiegt bei nur harmlosen Wolken verbreitet der Sonnenschein, zudem bleibt es bis auf vereinzelte Schauer im südlichen Bergland trocken.

Der Dienstag bringt von der Früh weg strahlend sonniges Sommerwetter. Im östlichen Flachland kommt teils lebhafter Nordwind auf.

Am Mittwoch dominiert weiterhin der Sonnenschein und es wird noch etwas heißer. Lediglich am Alpenhauptkamm und im Bereich der Karnischen Alpen sind lokale Hitzegewitter am Abend nicht ganz ausgeschlossen.

Autor

Sebastian Koblinger
Montag, 22. Juli 2019 um 05:05 Uhr

Auf unbeständigen Sonntag folgt eine Hitzewelle

Der Hochsommer kommt

Die Überreste nächtlicher Gewitter bringen seit der Früh von Vorarlberg bis ins Inn- und Mühlviertel Regen. Im Laufe des Vormittags haben sich auch weiter im Osten erste gewittrige Schauer gebildet.

Bisherige Niederschlagssumme am Sonntag
Bisherige Niederschlagssumme am Sonntag

Im Süden scheint hingegen noch die Sonne, doch auch hier muss ab den Mittagsstunden mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Diese können vor allem von Unterkärnten bis ins Südburgenland auch noch heftig mit Starkregen, Hagel und Sturmböen ausfallen. Nach Durchzug des Regengebiets lockern die Wolken im Westen und Norden wieder auf, am Abend sind vom Inn- bis ins Waldviertel aus Nordwesten nochmals Gewitter zu erwarten.

Hitze in der neuen Woche

Über Nacht beruhigt sich rasch das Wetter und Hoch YVONNE übernimmt das Zepter. Das Hoch sorgt in der neuen Woche für ideales Sommerwetter mit Höchstwerte meist zwischen 30 und 36 Grad. Dabei liegt der Hitzeschwerpunkt zunächst in Westösterreich und verlagert sich zum Ende der Woche in Richtung Osten. Das Gewitterrisiko ist zunächst äußerst gering, erst am Donnerstagabend steigt die Wahrscheinlichkeit für Hitzegewitter von Westen her langsam wieder an.

Rückblick auf die Gewitter am Samstag

Am Samstag gab es vom Arlberg bis zum Semmering einige teils heftige Gewitter. Der Schwerpunkt der Gewitter lag zwischen dem Tiroler Außerfern dem Ennstal bzw. Gesäuse.

Zeitliche Blitzverlauf am Samstag
Zeitliche Blitzverlauf am Samstag

Somit ist es auch wenig verwunderlich, dass es in Tirol die meisten Blitze gab. In ganz Österreich wurde insgesamt 32.132 Blitze von unserem Messnetz registriert.

Bundesland Blitzanzahl
Tirol 12.257
Steiermark 8.030
Salzburg 5.868
Kärnten 3.317
Oberösterreich 1.384
Niederösterreich 1.021
Vorarlberg 255



Mit den Gewitter kam es stellenweise zu Sturmböen und auch kleiner Hagel wurde öfters beobachtet. Beachtlich waren auch die Regenmengen, so sorgte ein Gewitter im Gesäuse an der Station Gstatterboden für knapp 64 l/m², wobei innerhalb von einer Stunde ganze 57 l/m² vom Himmel prasselten.

Niederschlagsverteilung am Samstag
Niederschlagsverteilung am Samstag

Titelbild: AdobeStock

Am Samstag Gewitter in den Alpen

Gewitter im Bergland

Tief THEO über den Britischen Inseln schaufelt an seiner Vorderseite feucht. warme Luft aus Südwesten in den Alpenraum. Somit kehrt der Hochsommer am Samstag nach Österreich zurück. Kurz vor 14 Uhr wird bereits in allen Bundesländer Höchstwerte von über 30 Grad gemessen.

Höchstwerte in den jeweiligen Bundesländer um 13:20 Uhr

Allerdings haben sich nun auch erste Schauer und Gewitter in der Obersteiermark gebildet und in den kommenden Stunden sind entlang des Alpenhauptkamm einige Gewitter zu erwarten.  Am Abend sind Gewitter im gesamten Bergland möglich, die meisten davon treten von Tirol bis zum Salzkammergut und Oberkärnten auf. Die Gewitter fallen stellenweise heftig aus, Hagel, Starkregen und Sturmböen sind möglich. Bis Mitternacht lösen sich die Gewitter wieder auf.

Gewittriger Sonntag

Nach einer kurzen Verschnaufpause ziehen bereits in den frühen Morgenstunden vom Bodensee bis zum Waldviertel aus Nordwesten Gewitter durch. Diese breiten sich tagsüber rasch auf das gesamte Bergland und den Süden aus. Ausgenommen davon bleibt das östliche Flachland, hier sorgt der lebhaft bis kräftig auffrischende West- bis Nordwestwind nur für eine geringe Schauer und Gewitterneigung.

Titelbild: Adobe Stock

Hitzewelle im Anmarsch, Sommer auf Rekordkurs

Hitze im Sommer

Die Großwetterlage in Europa stellt sich derzeit um: Die rege Tiefdrucktätigkeit über Nordeuropa lässt langsam nach und kommende Woche verlagert sich ein umfangreiches Hochdruckgebiet von Westeuropa nach Skandinavien. Mit einer westlichen Höhenströmung erfasst dabei subtropische Warmluft vom Atlantik her Mitteleuropa. Unter Hochdruckeinfluss wird die Luft zusätzlich erwärmt. Besonders heiß wird es in Westeuropa, so zeichnen sich von Dienstag bis Donnerstag besonders im Südwesten und in der Mitte Frankreichs Höchstwerte knapp über 40 Grad ab.

Hitze und Gewitter am Wochenende

Bereits am Samstag steigen die Temperaturen in Österreich verbreitet 28 bis 33, im Osten lokal auch 34 Grad. Am Nachmittag und Abend sind im zentralen Bergland von Tirol bis zur westlichen Obersteiermark und Oberkärnten aber teils kräftige Hitzegewitter zu erwarten. Lokal besteht dabei die Gefahr von Vermurungen und Hagel.

Prognose von Gewitterregen am Samstagnachmittag und -abend von RACE. © UBIMET
Prognose von Gewitterregen am Samstagnachmittag und -abend von RACE. © UBIMET

Am Sonntag nimmt die Gewitterneigung vor allem in Kärnten und in der Steiermark weiter zu, die Temperaturen bleiben mit 25 bis 32 Grad aber auf hochsommerlichem Niveau. In den Ballungsräumen sind zudem wieder Tropennächte mit einem Tiefstwert über 20 Grad zu erwarten.

Trockene und heiße Woche

Die Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August ist landläufig als Hundstage bekannt und gilt als die heißeste Zeit im Jahr. Passend dazu erwartet uns eine Woche mit Temperaturen auf hochsommerlichem Niveau: Die Höchstwerten in den Niederungen liegen meist zwischen 30 und 35 Grad. Die höchsten Temperaturen gibt es von Vorarlberg bis Salzburg, ganz so extreme Temperaturen wie im Juni sind aber zumindest in der ersten Wochenhälfte noch nicht zu erwarten. Dazu bleibt die Gewitterneigung gering, nur vereinzelt zeichnen sich am Alpenhauptkamm und im südlichen Bergland Hitzegewitter ab. Ein Ende der Hitzewelle ist nach derzeitigem Stand frühestens am kommenden Wochenende in Sicht.

Prognostizierte Höchstwerte am Dienstag von ICON. © DWD / UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am kommenden Dienstag von ICON. © DWD / UBIMET

Sommer auf Rekordkurs

Nach dem extrem heißen Juni, der nicht nur in Österreich der bislang wärmste Junimonat der Messgeschichte war, wird auch der Juli überdurchschnittlich temperiert ausfallen. Zwar liegen die Temperaturen bislang noch um oder knapp oberhalb des langjährigen Mittels, mit der bevorstehenden Hitzewelle wird aber auch dieser Monat deutlich zu warm ausfallen. Wir haben somit die heißeste erste Sommerhälfte der Messgeschichte erlebt. Bereits jetzt steht schon fest, dass der Sommer 2019 eine Spitzenplatzierung im Gesamtranking der heißesten Sommer einnehmen wird.

Titelbild © Adobe Stock

Sommerwetter mit lokalen Wärmegewittern

Gewitter am Wechsel. © Daniel Eßletzbichler

Mitteleuropa liegt derzeit unter dem Einfluss von Hoch XANDRA. Die Druckgegensätze sind aber relativ gering und im Einflussbereich einer westlichen Höhenströmung sorgen Tiefausläufer über Nordeuropa sowie lokale Windkonvergenzen im Alpenraum besonders am Alpenhauptkamm sowie im südlichen und östlichen Bergland für Schauer und Gewitter.

Gewitter im Südosten

Am Donnerstagnachmittag sind vor allem die Regionen von Tirol und Kärnten bis zur Obersteiermark sowie das Waldviertel betroffen. Örtlich können die Gewitter aber auch auf das angrenzende Flachland übergreifen, etwas im Südosten und im Mostviertel. Ein Gewitter mit Hagel hat bereits am frühen Nachmittag St. Polten getroffen. Etwas stabileres Wetter gibt es dagegen im äußersten Westen, im Innviertel, im westlichen Donauraum sowie im Weinviertel.

Lokale Schauer am Freitag

Auch der Freitag zeigt sich von seiner oftmals freundlichen, aber nicht ganz beständigen Seite. Insgesamt überwiegt der Sonnenschein, an der Alpennordseite ziehen in der Früh und am Vormittag Wolkenfelder durch, da und dort sind Regenschauer möglich. In der zweiten Tageshälfte gehen dann in erster Linie über dem Bergland lokale Schauer und Gewitter nieder. Die Temperaturen steigen dazu im äußersten Osten auf bis zu 30 Grad.

Hitzewelle in Sicht

Am Samstag sorgt eine leicht föhnige Südwestströmung für stabiles Sommerwetter, nur am Alpenhauptkamm gehen am späten Nachmittag lokale Hitzegewitter nieder. Bei Höchstwerten bis zu 33 Grad beginnt zudem eine neue Hitzewelle, welche sich nach derzeitigem Stand zumindest bis Donnerstag oder Freitag fortsetzt. Solch extreme Temperaturen wie im vergangenen Juni sind aber vorerst nicht in Sicht, so liegen die Höchstwerte meist zwischen 30 und 33 Grad.

Kräftige Gewitter am Mittwoch

Vor allem von Osttirol über Kärnten bis zur Steiermark gab es am Mittwochabend teils kräftige Gewitter. Örtlich kam es dabei zu großen Regenmengen in kurzer Zeit und kleinkörnigem Hagelschlag. Anbei die nassesten Wetterstationen am Mittwoch:

  • 38 mm Seckau (ST)
  • 35 mm Ferlach (K)
  • 29 mm Friesach (K)
  • 28 mm Arriach (K)
  • 27 mm Pörtschach (K)
  • 26 mm Völkermarkt (K)
  • 25 mm Zeltweg (ST)
Regenmengen am Mittwoch. © UBIMET
Regenmengen am Mittwoch. © UBIMET

Blitze am Mittwoch. © UBIMET
Blitze am Mittwoch. © UBIMET


Titelbild: Gewitter am Wechsel am Mittwoch © Daniel Eßletzbichler

Altocumulus Lenticularis: Beeindruckende Föhnfische in Indonesien

Föhnwolke

Diese ästhetischen Wolken, im Fachjargon Altocumulus lenticularis, also “linsenförmige hohe Haufenwolken” genannt, entstehen wenn ein in der Luftströmung stehender Berg von mäßig feuchter Luft überströmt wird. Die zunächst nicht gesättigte Luft kühlt beim Aufsteigen bis zur Wolkenbildung ab, an der Rückseite des Berges sinkt die Luft hingegen wieder ab und die Wolke löst sich auf. Die Luft weht also durch diese ortsfeste Wolke hindurch und während sich die Wolke am windzugewandten Ende dauernd neu bildet, löst sie sich am windabgewandten Ende ständig auf. Im Alpenraum werden sie meist als Föhnfische bezeichnet, da ihre Form an den Körper eines Fisches ohne Flossen erinnert. Am Mittwoch gab es beeindruckende Bilder davon am Vulkan Rinjani auf der indonesischen Insel Lombok.

Auch ohne Föhn

Diese Wolken entstehen speziell bei einer stabil geschichteten Atmosphäre und können bei ausreichender Feuchte auch mehrere Stockwerke aufweisen. Gute Bedingungen dafür gibt es besonders häufig bei alleinstehenden, hohen Bergen wie es meist bei Vulkanen der Fall ist. Manchmal entstehen Föhnfische aber auch anhand von Schwerewellen, die sich an der Grenze zwischen zwei übereinander liegenden Luftschichten mit unterschiedlicher Windrichtung bilden. Dann haben sie üblicherweise auch eine Eigenbewegung und können hunderte von Kilometern entfernt von einem Gebirge auftreten.

In den Alpen treten solche Wolken in der Regel bei Föhn auf, nicht selten allerdings auch bei einer westlichen Höhenströmung. Ein paar schöne Beispiele von Lenticularis folgen unten bzw. gibt es auch hier: Föhnwolken – Beeindruckende Aufnahmen aus Vorarlberg

Föhnwolken in der Schweiz. © www.foto-webcam.eu
Föhnwolken in der Schweiz. © www.foto-webcam.eu
Föhnfische am Schneeberg. © https://www.panomax.com/en.html
Föhnfische am Schneeberg. © https://goldbergen.panomax.com/

.

Titelbild: Miqade @suryadelalu via Twitter

Gewittertief im Zentralen Mittelmeer

Wasserhosen im Mittelmeer © shutterstock

Die Serie von schweren Gewittern im zentralen Mittelmeerraum reißt nicht ab. Von Sonntag auf Montag zog ein Höhentief über die Alpen in den Golf von Genua und induzierte dort am Montag die Bildung eines Tiefs. Durch die eingeflossen kalte Höhenluft bilden sich über dem derzeit 27 Grad warmen Meerwasser rasch Gewitter. Diese bringen vor allem intensiven Regen. Betroffen sind davon derzeit vor allem Korsika, Ligurien und stellenweise die Toskana. Im Zuge der Gewitter kam es auch schon zu Wasserhosen, wie hier vor Bastia, Korsika:

Unwetter über Nacht in Süditalien

Das Tief und in Folge auch die Gewitter verlagern sich in den kommenden Stunden südwärts. Über Nacht sind vor allem in Süditalien heftige Gewitter mit großem Hagel, Sturm und Starkregen zu befürchten.

Aktuelle Lage des Tiefs und die weitere Zugbahn

Am Dienstag sorgt das Tief dann an der Westküste von Griechenland  sowie auf dem Peloponnes für teils starke Gewitter. Erst wenn sich das Tief Kreta nähert löst es sich allmählich auf. Nach Abzug des Tiefs dürfte die Serie an Unwettern im Zentralen Mittelmeer vorüber sein, und heißes trockenes Sommerwetter setzt sich durch.

Buschfeuer in Grönland und Alaska

Seltenes Ereignis: Flurbrände in Grönland

Zunächst mal eine Übersicht, wo befinden wir uns eigentlich? Ausgebrochen ist der Brand etwa 20 km östlich der Stadt Sisimiut (= rote Markierung), mit 5.500 Einwohnern der zweitgrößten Stadt der zu Dänemark gehörenden Insel. Der Polarkreis liegt übrigens 50 km südlich des Feuers…

Karte von Grönland.
Karte von Grönland.

Bereits 2017 gab es in Grönland einen großen Brand, auf dem folgenden Satellitenbild sieht man neben dem aktuellen Brand unten links auch die verbrannte Fläche im oberen Bildausschnitt.

Nachfolgend noch ein hochaufgelöstes und herangezoomtes Satellitenbild des Feuers, der Durchmesser dürfte ca. 1 km betragen. Besonders macht dieses Feuer (und auch jenes von 2017) der Umstand, dass es zuvor praktisch noch nie Busch- und Flurbrände auf Grönland gab.

Satellitenbild des Brandes.
Satellitenbild des Brandes.

Doch nicht nur auf Grönland brennt es, auch in anderen Teilen der Arktis wüten Wald- und Buschfeuer. Besonders stark betroffen ist der US-Bundesstaat Alaska. Hier haben die Feuer in diesem Jahr bereits mehr als 5.000 km² Land vernichtet, der dritthöchste Wert seit Beobachtungsbeginn vor knapp 30 Jahren. Zum Vergleich: dies entspricht der doppelten Größe Vorarlbergs!

Hauptverantwortlich für die Brände in Alaska dürften neben dem extrem warmen und trockenen Sommer (siehe hier) auch zahlreiche Gewitter sein, die diese Woche über den Bundesstaat hinweggezogen sind. Siehe hierzu die Blitzentladungen auf dem nächsten Bild. Für die Arktis sind Gewitter selbst im Hochsommer alles andere als gewöhnlich.

Somit stellt sich ein paradoxer Zustand ein: Auf unserem letzten Bild sind nämlich alle aktuellen größeren Waldbrände der USA dargestellt. Dabei gibt es alleine in Alaska momentan rund doppelt so viele Brände wie in allen anderen Staaten zusammen!

Übersicht aktueller Brände in den USA.
Übersicht aktueller Brände in den USA.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Kommende Woche Rückkehr der 30 Grad

Die Hitze mit mehr als 30 Grad kommt zurück.

Kräftige Gewitter am Freitag, wechselhaftes Wochenende

Am Freitag gingen teils kräftige Gewitter nieder, rund 21.000 Blitze wurden am Himmel über Österreich gezählt. Am stärksten betroffen waren dabei die Steiermark, Oberösterreich und Vorarlberg. Neben kleinkörnigem Hagel kamen örtlich große Regenmengen zusammen, 37 l/m² prasselten am gestrigen Tag in Sulzberg vom Himmel. Auch der Samstag und Sonntag stehen noch im Zeichen von schaueranfälligem und etwas zu kühlem Sommerwetter, lokale Gewitter sind ebenfalls wieder einzuplanen. Unwettergefahr besteht am Wochenende aber nicht mehr.

Der Trend geht nach oben

In der neuen Woche stellen sich nicht nur häufig sonnige Verhältnisse ein, auch die Temperaturen beginnen wieder sukzessive zu steigen. Am Montag erwarten uns noch leicht unterdurchschnittliche 19 bis 26 Grad, am Mittwoch liegen die Höchstwerte dann schon zwischen 21 und 29 Grad. Auch die 30-Grad-Marke rückt wieder ins Visier, sie dürfte nach derzeitigem Stand am Freitag erstmals seit knapp zwei Wochen wieder geknackt werden. Ein erster, vorsichtiger Ausblick auf das kommende Wochenende deutet sogar mit Temperaturen bis zu 36 Grad große Hitze an.

Es wird sukzessive wärmer.
Es wird sukzessive wärmer.

Himmelsspektakel Dienstagnacht

Auch für alle Hobbyastronomen hat die neue Woche spannendes zu bieten. Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch lässt sich nämlich in Österreich eine partielle Mondfinsternis beobachten. Bei einer solchen Mondfinsternis tritt der Mond zumindest teilweise in den Kernschatten ein, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen.

Die Beobachtungschancen stehen im ganzen Land ausgezeichnet, meist ist der Himmel nämlich sternenklar oder nur gering bewölkt. Zunächst tritt der Mond um 20:43 Uhr in den Halbschatten der Erde ein, ehe er zwischen 22:01 und 00:59 Uhr teilweise in den Kernschatten der Erde eintaucht. Die maximale Verdunkelung findet um 23:30 Uhr statt, die Mondfinsternis endet schließlich um 02:17 Uhr.

Eckdaten für Wien (für andere Orte betragen die Abweichungen nur wenige Minuten):

  • 20:43 Uhr – Beginn der Halbschattenfinsternis
  • 22:01 Uhr – Partielle Finsternis beginnt
  • 23:30 Uhr – Höhepunkt der Mondfinsternis
  • 00:59 Uhr – Partielle Finsternis endet
  • 02:17 Uhr – Ende der Halbschattenfinsternis

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Aprilwetter im Juli

Aprilwetter im Juli

Am Freitagvormittag sorgt die Front des Nordseetiefs namens QUINCTILIUS im Osten von Österreich für leichten aber flächendeckenden Regen. Hinter der Front fließt feucht-labile und mäßig warme Atlantikluft zu den Alpen.

Satellitenbild von Freitagfrüh @UBIMET/METEOSAT
Satellitenbild von Freitagfrüh zeigt die Front über dem Osten von Österreich und schon erste Gewitter im Südwesten von Deutschland @UBIMET/METEOSAT

Somit bilden sich im Tagesverlauf im ganzen Land zahlreiche Schauer, stellenweise bilden sich auch Gewitter. Lokal können die Gewitter etwas kräftiger ausfallen und Starkregen und kleinkörnigen Hagel bringen.

Regen vor allem im Norden

Das Tief zieht bis zum Samstag südostwärts in Richtung Balkan, dabei überquert es Freitagnacht auch die Alpen und sorgt besonders in den Staulagen der Nordalpen vom Bregenzerwald bis zum Salzkammergut für starken Regen.

Prognostizierte Regenmengen bis Samstagmittag
Prognostizierte Regenmengen bis Samstagmittag

Am Samstag liegt Österreich dann auf der Rückseite des Tiefs in einer Nordströmung. Somit bleibt es an der Alpennordseite unbeständig mit vielen Schauern, südlich der Alpen macht sich hingegen der Nordföhn bemerkbar. Somit scheint von Osttirol bis in die südliche Steiermark zeitweise die Sonne und am Nachmittag bilden sich nur vereinzelt Gewitter.

Am Sonntag setzt sich das Aprilwetter fort

Am Sonntag lässt die feuchte Nordströmung nach, somit scheint auch nördlich der Alpen wieder öfter die Sonne. Allerdings zieht im Tagesverlauf ein kleines Höhentief über die Alpen hinweg, das vor allem im Westen und Südwesten für ein Aufleben der Schauertätigkeit sorgt. Auch Gewitter sind wieder dabei. Trocken und sonnig bleibt es diesmal im Südosten des Landes.

Zu Beginn der neuen Woche setzt sich dann allmählich hoher Luftdruck durch und die Schauerneigung geht zurück. Die nördliche Strömung bleibt und noch erhalten, somit muss man sich zumindest bis zu Wochenmitte weiter auf mäßig warmes Wetter einstellen.

Titelbild: AdobeStock

USA: 1. Hurrikan der Saison?

Offiziell beginnt jedes Jahr am 1. Juni die Hurrikansaison im Atlantik. Bisher verlief die Saison ungewöhnlich ruhig und auch der mögliche erste Hurrikan der Saison hat eine ungewöhnlich Entwicklungsphase hinter sich.

Untypische Zugbahn

Die meisten Hurrikans am Atlantik bilden sich westlich von Kap Verde mitten am Atlantik und ziehen dann langsam westnordwestwärts in Richtung Karibik oder Richtung USA.

Satellitenbild vom Tief @NOAA NHC

Doch diesmal hat sich bereits in der Vorwoche ein Tief im Mittleren Westen der USA gebildet und brachte dort verbreitet starke Gewitter. Das Tief zog in den vergangenen Tagen langsam nach Süden und liegt nun über dem Golf von Mexiko. Hier hat das Meerwasser etwa 32 Grad und das Tief kann neuerlich an Stärke gewinnen. Bereits am Freitag sollte sich aus dem Tief ein tropischer Sturm bilden und am Samstag ist dann sogar eine Weiterentwicklung zu einem Hurrikan namens Barry möglich. Es wäre erst der 3 Hurrikan in den vergangenen 150 Jahre der schon im Juli auf die Küste von Loiusiana trifft.

Überflutungen in New Orleans

Da der Sturm nur langsam zieht werden vor allem in der Millionenmetropole New Orleans massive Überschwemmungen in den tiefer gelegenen Stadtteilen befürchtet. Bereits gestern hat ein vom Tief ausgelöstes Gewitter die Stadt getroffen und stellenweise für Überflutungen gesorgt.

Der Mögliche Hurrikan Barry trifft wohl am Samstag knapp westlich von New Orleans auf Land und bringt enorme Regenmengen von teilweise 300 l/m² innerhalb von 24 Stunden. Neben den Regenmengen ist auch die Sturmflut ein Problem, die das Wasser des Mississippis ins Landesinnere drängt. Durch die Kombination aus Sturmflut und Starkregen wird davon ausgegangen, dass der Sturm der schlimmste seit Katharina sein wird.

Zugbahn des Tiefs @ UBIMET

Titelbild: Adobe Stock

Heute vor zwei Jahren: Der Tornado bei Wien

Tornado südlich von Wien © Stormhunters Austria

Der 10. Juli des Jahres 2017 hatte es in sich: Die Luft hatte sich im Osten Österreichs auf rund 33 Grad aufgeheizt, im Vorfeld einer Kaltfront waren perfekte Bedingungen für kräftige Gewitter gegeben. Was dann geschah, kennen die meisten wohl nur aus den USA. Über dem Wienerwald bildete sich eine kräftige Gewitterzelle, diese zog inklusive Tornado anschließend knapp südlich an Wien vorbei Richtung Donau.

Den Stormhunters Austria (sog. Chaser, hier geht es zu ihrem Bericht dieses Tages) gelangen dabei u.a. folgende faszinierende Aufnahmen:

Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria

Auch im Video präsentierte sich der Tornado spektakulär, manch ein Chaser muss jahrelang warten, ehe er einen Tornado zu Gesicht bekommt.

In den Regensummen des Tages erkennt man gut die Spur des Gewitters von Heiligenkreuz im Wienerwald bis zur slowakischen Grenze. In Simmering fielen rund 70 Liter Regen (und Hagel) pro Quadratmeter:

24-stündige Regenmengen am 10. Juli 2017 © UBIMET
24-stündige Regenmengen am 10. Juli 2017 © UBIMET

Eindrucksvoll auch die „Blitzspur“ der Superzelle direkt vor den Toren Wiens (weiße Farbe bedeutet mehr als 30 Blitze pro Quadratkilometer):

Blitzverteilung am 10. Juli 2017 © UBIMET
Blitzverteilung am 10. Juli 2017 © UBIMET

Abschließend noch zwei Bilder des großen Hagels im Süden und Südosten Wiens:

 

300 km: Superzelle hinterlässt Spur in 4 Ländern

Registrierte Blitze zwischen 11 und 23 Uhr am 08.07.2019, in grau markiert die Spur der genannten Superzelle @ UBIMET, nowcast

Wie an einer Schnur gezogen, bewegte sich eine einzelne Gewitterzelle über eine Strecke von 300 km hinweg vom nordöstlichsten Zipfel Italiens über Slowenien und Kroatien bis nach Bosnien. Es handelte sich um eine so genannte Superzelle (Erklärung hier, schematische Darstellung unten) – in einer Ausprägung und Beständigkeit, wie sie nur selten vorkommt. Sie hinterließ im sprichwörtlichen Seite eine Spur der Verwüstung, denn entlang der Zugbahn wurden aus allen betroffenen Ländern Schäden durch Hagelschlag, Überflutungen und schwere Sturmböen gemeldet. Nachfolgend Eindrücke dazu:

Schematische Seitenansicht einer Superzelle @ https://upload.wikimedia.org
Schematische Seitenansicht einer Superzelle @ https://upload.wikimedia.org

Wie man am Titelbild erahnen kann, hat es auch wieder andere Regionen rund um die nördliche Adria getroffen, u.a. einmal mehr Venedig:

 

Titelbild: Registrierte Blitze zwischen 11 und 23 Uhr am 08.07.2019, in grau markiert die Spur der genannten Superzelle @ UBIMET, nowcast

Venedig & co.: Unwetter in den Urlaubsregionen

Aufnahme des Kreuzfahrtschiffes in Venedig @ Facebook / Davide Ravagnan

Zunächst ein kurzer Rückblick auf Österreich: Vor allem Kärnten hat es gestern erwischt, bereits am Vormittag hatte sich eine kräftige Hagelzelle bei Dellach im Drautal gebildet und ist über die Weißensee-Region bis Hermagor und weiter das Gailtal entlang gezogen. Nachfolgendes Video zeigt, welche Hagelmassen hier vom Himmel gekommen sind. Gewittert hat es vor allem auch von Vorarlberg bis nach Oberösterreich, zu Niederschlag kam es hingegen nahezu im ganzen Land. Die Natur freut sich.

Niederschlagssumme am Sonntag, den 07.07.2019 @ UBIMET
Niederschlagssumme am Sonntag, den 07.07.2019 @ UBIMET

Besonders günstig für die Entwicklung schwerer Gewitter waren die Bedingungen im nördlichen Italien. In Vercelli westlich von Mailand sorgten Hagelschlosse von 6-7 cm für massive Schäden, selbst Dachziegel wurden hier im großen Stile zerstört.

Auch Südtirol oder die Gardaseeregion wurde von Unwettern überquert, hier sorgten vor allem Sturmböen für Schäden:

In Venedig kam es zu einer brenzligen Situation, als ein Kreuzfahrtschiff seitlich von einem Downburst erfasst wurde und außer Kontrolle geriet. Erst im letzten Moment konnte eine Kollision mit dem ‚Festland‘ und anderen Booten vermieden werden.

Weiter ostwärts hat es auch Slowenien und Kroatien erwischt. Anhand des Bildes aus Ptuj sieht man, welch zerstörerische Wirkung eine Kombination aus Hagel und Sturm haben kann. Die Ernte ist hier verloren.

Titelbild: Aufnahme des Kreuzfahrtschiffes in Venedig @ Facebook / Davide Ravagnan

Kräftige Gewitter am Sonntag

Aufziehendes Gewitter

Bereits in der Früh ziehen von Bayern kommend kräftige Schauer und Gewitter auf, die  für starken Regen und stürmischen Wind sorgen.

Die Kaltfront liegt noch über der Mitte von Deutschland und nähert sich heute tagsüber den Alpen an. Im Vorfeld entstehen teils kräftige Gewitter.

Ab dem späten Vormittag greifen die Schauer und Gewitter auch auf den Süden von Österreich über. Dabei ist vor allem im äußersten Süden vom Klagenfurter Becken bis ins Südburgenland nochmals mit kräftigen Gewittern samt Hagel und Sturmböen zu rechnen. Im übrigen Land handelt es sich hingegen meist um Starkregen und teils stark auffrischendem Wind.

Unwetter an der Oberen Adria

Große Unwettergefahr herrscht am Sonntag besonders bei unseren südlichen Nachbarn. In Slowenien, Kroatien und an der Oberen Adria sind am Nachmittag und Abend Unwetter mit Orkanböen und sehr großem Hagel zu befürchten! Bereits am Samstag gab es im Norden von Italien sehr großen Hagel:

Titelbild: Bild von Tobias Hämmer auf Pixabay

Rückblick: Am Samstag Unwetter im Westen und Süden

@ foto-webcam.eu

Am Samstag, dem 06. Juli 2019 zogen besonders im Westen und im Süden Österreichs teils schwere Gewitter durch. Hier noch die Ranglisten der Extreme für Regen und Wind, sowie die Analysen der Blitze und der Niederschläge.

Nasseste Orte - © UBIMET
Nasseste Orte – © UBIMET
Stärkste Windböen - © UBIMET
Stärkste Windböen – © UBIMET
Blitzverlauf des Tages  © nowcast, UBIMET
Blitzverlauf des Tages © nowcast, UBIMET
Niederschalgssumme des Tages © UBIMET
Niederschalgssumme des Tages © UBIMET

+++ Update 23:00 Uhr +++

Die Gewitter schwächen sich generell langsam ab. Ein paar stärkere Zellen sind derzeit noch zwischen dem oberen Murtal und dem Lavanttal unterwegs. Hier noch ein Video aus dem Wechselgebiet mit ordentlichen Blitzraten!

+++ Update 22:00 Uhr +++

Höchste Warnstufe für die Gewitter in der Steiermark! An der Wetterstation Frohnleiten im Murtal sind 21.5 l/m² binnen 20 Minuten gefallen und wurden Böen bis zu 97 km/h gemessen.

Radarbild 06.07.2019 um 21:50 MESZ - © Austrocontrol, UBIMET
Radarbild 06.07.2019 um 21:50 MESZ – © Austrocontrol, UBIMET

+++ Update 21:15 Uhr +++

An unserer Wetterstation St. Georgen ob Judenburg sind innerhalb von 20 Minuten ganze 31 l/m² gefallen, das reicht definitv für kleinräumige Überflutungen. Bemerkenswert auch die 90 km/h in Dellach im Drautal, solche Böen werden hier eher selten gemessen.

+++ Update 21:00 Uhr +++

Die Gewitter westlich von Graz haben es in sich, lokal ist hier wieder mit Hagel zu rechnen. In den Seetaler Alpen warnen wir mit der höchsten Stufe violett. Und auch bei der kürzlich zwischen Kindberg und Mürzzuschlag entstandene Zelle ist Vorsicht geboten.

Derweil verstärken sich auch die Gewitter in Osttirol und Oberkärnten immer mehr.

Aktuelle Blitzentladungen um 21:00 Uhr @ UBIMET, nowcast
Aktuelle Blitzentladungen um 21:00 Uhr @ UBIMET, nowcast

+++ Update 20:30 Uhr +++

Von Südtirol aus haben sich die Gewitter weiter nach Osten verlagert, hier kann man nun hübsche Mammatus-Wolken beobachten.

Die kräftigsten Gewitter befinden sich aktuell über Friaul, doch auch angrenzend im südlichen Osttirol und Oberkärnten haben sich einzelne schwächere Gewitter gebildet.

+++ Update 20:00 Uhr +++

Kräftige Gewitter nun im Bereich Oberes Murtal und Seetaler Alpen sowie im Raum Wolfsberg. Sie verlagern sich nur langsam nach Südosten.

Gewittrig wird es nun auch im Innviertel.

+++ Update 19:30 Uhr +++

Nachfolgend die aktuellen Blitzentladungen von 19:20 Uhr. Salzburg und Osttirol rücken nun mehr in den Fokus. Wie schon mehrmals erwähnt, kann der Wind auch ohne Gewitter stürmisch auffrischen.

Aktuelle Blitzentladungen um 19:20 Uhr @ UBIMET, nowcast
Aktuelle Blitzentladungen um 19:20 Uhr @ UBIMET, nowcast

+++ Update 19:15 Uhr +++

119 km/h in Innsbruck-Kranebitten! 90 km/h am Flughafen, 86 km/h an der Uni – und das, obwohl es nur für einzelne Blitze gereicht hat. Die Luft ist vor der aufziehenden Schauer- und Gewitterlinie sehr trocken, entsprechend sind derartige Böen heute hier das Hauptthema.

+++ Update 18:45 Uhr +++

Auch auf Tiroler Seite war und ist es stürmisch. So musste die Reschenstraße im südlichen Oberland gesperrt werden, dort schaut es wie folgt aus:

Gewitter gibt es hier vor allem im Bereich Achensee und Jenbach, aber auch südlich davon kommt es in Verbindung mit der aufziehenden Schauerlinie zu stürmisch auffrischendem Wind.

+++ Update 18:15 Uhr +++

Während das steirische Hagelgewitter nach Slowenien abgezogen ist, haben es nachfolgende Entwicklungen im Süden schwer. Oftmals gehen sich entwickelnde Schauer nach kurzer Zeit wieder ein. Derweil formiert sich jedoch eine Linie von Gewittern, welche vom dt. Alpenvorland bis zum Gardasee reicht und nach Osten zieht. Auch vor Innsbruck gibt es nun erste Blitzentladungen. Später wird es damit auch in Salzburg und in Osttirol interessant.

Einen Nachtrag haben wir noch zu den Gewittern in Vorarlberg. Offenbar sind durch den stürmisch auffrischenden Wind doch einige Bäume umgefallen und haben für Behinderungen gesorgt. Das nachfolgende Video stammt aus der Nähe von Feldkirch, das zweite aus dem schweizerischen Luzern (wo 135 km/h gemessen wurden):

+++ Update 17:40 Uhr +++

Während mit dem ‚Schweizer Gewitter‘ in Lindau am Bodensee Böen bis 91 km/h und in Oberriet bis 89 km/h gemessen wurden, liegen die Messwerte auf Vorarlberger Seite deutlich darunter. Hier gab es im Schnitt Böen zwischen 50 und 70 km/h. Mittlerweile zieht das Gewitter über das Außerfern hinweg nach Osten, generell wird es nun westlich von Innsbruck interessant.

Aktuelle Blitzentladungen um 17:30 Uhr @ UBIMET, nowcast
Aktuelle Blitzentladungen um 17:30 Uhr @ UBIMET, nowcast

+++ Update 17:15 Uhr +++

Und schon liegen die nächsten Hagelmeldungen aus dem Raum Deutschlandsberg vor. Geschätzt waren die Hagelkörner hier im Durchmesser bis zu 4 cm groß.

+++ Update 16:45 Uhr +++

Bereits gegen 16 Uhr haben kräftige Gewitter von der Schweiz kommend Vorarlberg erreicht, siehe Titelbild. Während in der Schweiz gebietsweise Böen zwischen 90 und 100 km/h gemessen wurden, in Luzern waren es gar 135 km/h, hat es das Rheintal nicht so schlimm erwischt.

Südwestlich von Graz hat sich derweil eine wirklich massive Gewitterzelle mit höchsten Radarreflektivitäten bis in große Höhen gebildet. Hier ist in einem engen Streifen mit Hagel zu rechnen. Aus Wettmannstätten wird dieser inzwischen auch schon bestätigt.

Hagelzelle südwestlich von Graz @ UBIMET, Austrocontrol
Hagelzelle südwestlich von Graz @ UBIMET, Austrocontrol
@ https://infrastruktur.oebb.at/de/webcams/koralmtunnel01-webcam.jpg
@ https://infrastruktur.oebb.at/de/webcams/koralmtunnel01-webcam.jpg

+++ Update 15:00 Uhr +++

Am Alpenhauptkamm sowie von Osttirol bis zur Steiermark bilden sich am Nachmittag vermehrt Quellwolken und einzelne, aber dann kräftige Gewitter. Die Luft ist hier recht schwül, in Eibiswald liegt der Taupunkt bei 21 Grad. Im Süden ist vor allem die Gefahr von großem Hagel gegeben.

Im Westen hingegen ziehen von Schweiz kommend kräftige Gewitter auf, welche bereits vorlaufend stürmisch auffrischenden Wind bringen können. Auch weiter ostwärts in Tirol kann es im weiteren Verlauf zu Sturmböen kommen, selbst ohne Gewitter.

 

 

Titelbild @ foto-webcam.eu

Hitze ab Sonntag kein Thema mehr

30 Grad gibt es auf absehbare Zeit nicht mehr.

Kräftige Gewitter am Samstag und Sonntag

Vor der nachhaltigen Abkühlung stehen aber noch einmal Hitze und Blitze auf der Tagesordnung. Am heutigen Samstag werden verbreitet mehr als 30 Grad erreicht, Spitzenwerte bis zu 35 Grad sind im Osten möglich. Im Vorfeld einer Kaltfront über Deutschland sind am Nachmittag und Abend von Vorarlberg bis in die Südsteiermark aber bereits erste, teils heftige Gewitter zu erwarten. Der Sonntag hat dann mit 20 bis 28 Grad schon deutlich kühleres Wetter zu bieten, dazu muss man sich im Großteil des Landes auf Schauer und Gewitter einstellen. Diese können von Osttirol bis ins Südburgenland heftig ausfallen!

Hochsommer auf Tauchstation

In der kommenden Woche erwarten uns dann nur noch Höchstwerte zwischen 17 und 27 Grad, damit bewegen wir uns knapp unter dem langjährigen Mittel für die erste Julihälfte. Grund hierfür ist eine recht festgefahrene Wetterlage ab Montag. Über den Britischen Inseln liegt ein Hoch, das sich kaum vom Fleck bewegt. An dessen Vorderseite strömt vom Europäischen Nordmeer über die Nordsee und Deutschland ständig recht kühle Luft bis nach Österreich. Auch die Nächte werden ziemlich frisch, in der Nacht auf Mittwoch sind im Berg- und Hügelland vielerorts einstellige Tiefstwerte zu erwarten. In ungünstigen Lagen des Mühl- und Waldviertels ist vereinzelt sogar Bodenfrost möglich.

Auf folgendem Bild kann man gut sehen, woher nächste Woche der „Wind weht“. Es zeigt für Dienstag am Beispiel Wien (schwarzer Stern), dass die Luft in den vorherigen Tagen aus den Polarregionen über den Nordatlantik und die Nordsee sowie Deutschland bis zu uns strömt:

Aus dem Hohen Norden kommt die kühle Luft.
Aus dem Hohen Norden kommt die kühle Luft.

Zu kühler Dienstag in den Landeshauptstädten:

Stadt Durchschnittliche Höchsttemperatur im Juli Erwartete Höchstwerte am Dienstag Abweichung in Grad
Wien 27°C 22°C -5
St. Pölten 26°C 22°C -4
Eisenstadt 27°C 23°C -4
Graz 26°C 24°C -2
Linz 26°C 22°C -4
Klagenfurt 27°C 24°C -3
Salzburg 25°C 23°C -2
Innsbruck 26°C 26°C 0
Bregenz 24°C 23°C -1

Serie geht zu Ende

Der bislang letzte Tag, der landesweit gesehen zu kalt ausgefallen ist, war der 31. Mai. Danach folgte der wärmste Juni der Messgeschichte, in dem jeder einzelne Tag zu warm ausfiel. Auch die erste Juliwoche war von durchwegs überdurchschnittlichen Temperaturen geprägt, dies ändert sich in der kommenden Woche. Grund zur Beunruhigung gibt es aber nicht: Zu kalte Phasen sind auch im Sommer vollkommen normal, sie sind in den vergangenen Jahren schlicht zur Rarität geworden.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Wochenendwetter: Auf Hitze folgen Blitze

Sonnenuntergang im Sommer

Der Alpenraum liegt derzeit am Rande eines Tiefdruckgebiets mit Kern über dem Baltikum. Die Kaltfront des Tiefs liegt derzeit über Polen und Nordostdeutschland und auch hierzulande macht sich die Störung vor allem im Norden und Osten mittels hochliegenden Wolken und lebhaft auffrischendem Westwind bemerkbar. Niederschlag ist aber keiner zu erwarten, da Hoch WINNIE mit Kern bei den Britischen Inseln für stabile Wetterverhältnisse sorgt. Mit einer westlichen Strömung gelangen dabei zunehmend warme Luftmassen ins Land.

Satellitenbild am Freitag um 9 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET
Satellitenbild am Freitag um 9 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Vereinzelte Schauer sind am Freitag lediglich im Bergland von den Karnischen Alpen bis zur Koralpe nicht ganz ausgeschlossen. Dazu gibt es Temperaturen bis zu 32 Grad in Oberkärnten.

Hochsommerlich am Samstag

Am Samstag scheint von Beginn an verbreitet die Sonne. Die Temperaturen steigen am Nachmittag auf 30 bis 34, im äußersten Osten vereinzelt auch 35 Grad. Am späten Nachmittag stiegt die Gewitterneigung aber ausgehend von Vorarlberg und Kärnten langsam an, gegen Abend wird es dann auch im Westen und in Teilen des Steiermark vermehrt gewittrig. Vor allem im Süden zeichnen sich örtlich wieder kräftige Gewitter ab mit der Gefahr von Hagel und Sturmböen!

Gewitterpotential am Samstag (Stand: Freitag 10 Uhr)
Gewitterpotential am Samstag. Rot = Unwettergefahr (Stand: Freitag 10 Uhr) © uwz.at

Abkühlung am Sonntag

Der Sonntag bringt viele Wolken und von Vorarlberg bis Oberösterreich ziehen bereits in den Morgenstunden Schauer und teils kräftige Gewitter durch. Im Laufe des Vormittags breiten sich die Gewitter auch auf die Alpensüdseite und den Südosten aus, länger sonnig und trocken bleibt es tendenziell im nördlichen Waldviertel, im Weinviertel und in Teilen des Marchfelds. Die Temperaturen erreichen maximal 20 bis 27 Grad mit den höchsten Werten im Gail- und Drautal.

Kommende Woche keine Hitze

Zu Beginn der kommenden Woche setzt sich das unbeständige Wetter mit Schauern und lokalen Gewittern in den Alpen sowie im Süden fort. Die Temperaturen gehen weiter zurück und liegen zumindest bis Donnerstag knapp unter dem langjährigen Mittel. Die Höchstwerte liegen am Montag zwischen 18 und 27 Grad, von Dienstag bis Donnerstag kommen die Temperaturen dann auch im Flachland kaum noch über die 25-Grad-Marke hinaus. Hitze ist in der kommenden Woche kein Thema.

Die Temperaturen im Flachland liegen bei sonnigem Wetter etwa 15 Grad höher. © NCEP / UBIMET
Die Höchstwerte im Flachland liegen bei sonnigem Wetter etwa 16 Grad höher.

Titelbild © AdobeStock

272.000 Blitze im Juni 2019

Gewitter mit Blitz

Über ganz Österreich verteilt gingen im Juni 2019 exakt 272.376 Blitze nieder. Damit gab es weniger Blitzentladungen als in den vergangenen Jahren, so wurden etwa im Juni 2018 fast 450.000 Blitze detektiert. Weniger Blitze gab es zuletzt im Juni 2015. Allgemein bildet der Juni zusammen mit Juli und August üblicherweise die blitzreichste Zeit des Jahres.

Blitze im Juni
Blitze im Juni. © UBIMET

Hotspot Oberösterreich

Mit exakt 73.150 Blitzen führt Oberösterreich das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von der Steiermark mit 71.066 und Niederösterreich mit 51.426 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich das flächenmäßig kleinste Bundesland Wien, auch hier gab es aber immerhin 1.217 Blitze.

  1. Oberösterreich 73.150
  2. Steiermark 71.066
  3. Niederösterreich 51.426
  4. Salzburg 23.160
  5. Tirol 22.673
  6. Kärnten 15.122
  7. Burgenland 9.887
  8. Vorarlberg 4.675
  9. Wien 1.217


Auch bei der Blitzdichte liegt Oberösterreich mit 6,1 Blitzen pro Quadratkilometer an der Spitze:

  • 6,1 Blitze pro Quadratkilometer Oberösterreich
  • 4,3 Blitze pro Quadratkilometer Steiermark
  • 3,2 Blitze pro Quadratkilometer Salzburg
  • 2,9 Blitze pro Quadratkilometer Wien
  • 2,7 Blitze pro Quadratkilometer Niederösterreich
Blitzdichte im Juni
Blitzdichte im Juni. © UBIMET

Anbei noch eine Übersicht der blitzreichsten Bezirke:

  • 11.688 Kirchdorf an der Krems (OÖ)
  • 9.866 Gmunden (OÖ)
  • 9.852 Salzburg-Umgebung (S)
  • 8.990 Steyr-Land (OÖ)
  • 8.908 Freistadt (OÖ)
  • 8.761 Hartberg-Fürstenfeld (ST)

Zu besonders markanten Gewitterlagen kam es am 6.6., 20.6., und 27.6. Mitunter wurde dabei im Süden Oberösterreichs, im Waldviertel sowie in der Süd- und Oststeiermark auch großer Hagel beobachtet. In Summe gab es Schäden in Millionenhöhe.

Stärkster Blitz in Gosau

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurden in Oberösterreich gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 295.000 Ampere am Nachmittag des 6. Juni in Gosau.

Die stärksten Blitze im Juni 2019 in Österreich. © UBIMET
Die stärksten Blitze im Juni 2019 in Österreich. © UBIMET

Barbara: Erster Hurrikan 2019 auf dem Pazifik

Bis dato präsentiert sich die Hurrikansaison an den Küsten des Atlantiks rund um Nord- und Mittelamerika ausgesprochen ruhig. Am 01. Juni begann ja offiziell die diesjährige Hurrikansaison, seit 2009 wird es die erste Saison sein, die in den ersten fünf Wochen keinen einzigen Hurrikan aufbieten kann. Im Pazifik hat sich das aber in den vergangenen Tagen geändert. In der Vorwoche gab es mit Alvin den ersten benannten Sturm überhaupt in dieser Hurrikansaison, und vor wenigen Tagen hat sich mit Barbara der zweite tropische Wirbelsturm gebildet. Und der hat es in sich!

Wo befinden wir uns?

Barbara zieht derzeit als Hurrikan der Stufe 4 (von 5) auf dem offenen Pazifik ihre Kreise, 3200 km von Hawaii und 2000 km von der Halbinsel Baja California in Mexiko entfernt. Mit Böen von rund 250 km/h kratzt der Wirbelsturm sogar an der höchsten Kategorie. Spannend auch auf dem nachfolgenden Satellitenbild von gestern: Man sieht neben dem Hurrikan auch den Schatten des Mondes weiter südlich, in Chile konnte man ja eine totale Sonnenfinsternis beobachten.

Hurrikan Barbara
Hurrikan Barbara

Die nachfolgenden beiden Animationen zeigen gut das Auge des Hurrikans – beeindruckend:

Hier noch einmal der Wirbelsturm samt Sonnenfinsternis in einem Video:

Fischsturm

Derzeit und auch in den kommenden Tagen droht von Barbara keinerlei Gefahr für die Menschen in der Region. Der Wirbelsturm tobt nämlich über dem offenen Ozean fernab von Land. Im Meteorologen-Jargon wird solch ein Sturm auch „Fischsturm“ genannt.

Auf seinem Weg nach Nordwesten gelangt der Hurrikan in den kommenden Tagen über kühleres Wasser, folglich schwächt er sich ab. Ende der Woche nähern sich die Reste des dann nur noch Tropischen Tiefs der Inselgruppe Hawaii, hier könnten sie vor allem für große Regenmengen sorgen.

Die weitere Zugbahn von Hurrikan Barbara auf dem Pazifik.
Die weitere Zugbahn von Hurrikan Barbara auf dem Pazifik.

Quelle Titelbild (Symbolbild): Adobe Stock

Am Montag zuckten 86.000 Blitze vom Himmel

Blitzreicher Montag

Die Kaltfront von Tief NASIR sorgte zum Monatsbeginn an der Alpennordseite für teils heftige Gewitter. Insgesamt gab es in Summe 86.211 Blitzentladungen, wobei in jedem Bundesland Blitze detektiert wurden.

Bundesland Anzahl der Blitze
Oberösterreich 30.861
Niederösterreich 22.795
Salzburg 15.988
Tirol 8.137
Steiermark 6.933
Kärnten 624
Burgenland 351
Wien 304
Vorarlberg 218

Nicht verwunderlich lagen die blitzreichsten Gemeinden in Oberösterreich, in Grünau im Almtal gab es 2.779 Blitzen, gefolgt von Molln mit 1.679 Entladungen. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 210.000 Ampere wurde in der Gemeinde Muhr im Lungau registriert.

Zeitlicher Blitzverlauf am Montag
Zeitlicher Blitzverlauf am Montag

Hagel, Sturm und Überschwemmungen

Am Montag bildeten sich bereits am späten Vormittag in Vorarlberg und Tirol erste Gewitter, die im Tagesverlauf langsam nach Osten zogen und am Abend auch den Großraum Wien erreichten. Dabei kam es verbreitet zu starkem Regen und stellenweise auch Hagel. In Uttendorf im Pinzgau löste ein Gewitter eine Schlammlawine sowie Überschwemmungen aus:

Vor allem in Oberösterreich fiel teilweise golfballgroßer Hagel vom Himmel.

Zudem kam es im Zuge der Gewitter im Mühl- und Waldviertel auch zu schweren Sturmböen von rund 100 km/h.

  • 108 km/h Irnfritz (NÖ)
  • 101 km/h Raabs an der Thaya (NÖ)
  • 97 km/h Bad Zell und Kremsmünster (OÖ)
  • 90 km/h Linz-Hörsching (OÖ)
  • 79 km/h St. Pölten (NÖ), Abtenau (S) und Jenbach (T)

Kräftige Gewitter im Süden

Die schwache Kaltfront von NASIR liegt am Dienstag quer über den Alpen und im Vorfeld entstehen am Dienstag besonders von Osttirol bis ins Südburgenland nochmals heftige Gewitter. Stellenweise ist dabei mit größerem Hagel und intensivem Regen zu rechnen. Durch die teils großen Regenmengen kann es lokal wieder zu Überschwemmungen oder Erdrutschen kommen. Auch am Mittwoch bleibt es im Bergland noch gewitteranfällig, die Unwettergefahr ist aber nur mehr gering.

Titelbild: Adobe Stock

Am Montag Gewitter mit Hagel und schweren Sturmböen

Unwettergefahr

Der Hochdruckeinfluss im Alpenraum lässt am Montag langsam nach und aus Norden zieht die Kaltfront eines Skandinavientiefs auf. Zunächst scheint verbreitet die Sonne und vor allem im Osten wird es sehr heiß mit Höchstwerten bis zu 37, vereinzelt auch 38 Grad. Ab Mittag nimmt die Gewitterneigung in den Alpen allerdings zu und im Laufe des Nachmittags ziehen ausgehend von Bayern auch an der Alpennordseite kräftige Gewitter auf.

Die Kaltfront am Montagnachmittag
Die Lage der Kaltfront am Montagnachmittag. © UBIMET / NCEP

Hagel und Sturm

Vor allem an der Alpennordseite von Vorarlberg über Tirol und Salzburg bis nach Oberösterreich sowie im Waldviertel besteht im Laufe der zweiten Tageshälfte örtlich Unwettergefahr, so können die Gewitter für schwere Sturmböen um 100 km/h, teils großen Hagel und Starkregen sorgen. Punktuell sind in Oberösterreich allerdings auch orkanartige Böen nicht ausgeschlossen!

Niederschlagsprognose bis Montagnacht
Niederschlagsprognose von ICON bis Montagnacht. © UBIMET / DWD

Sturmböen im Osten

Am Abend nimmt die Schauer- und Gewitterneigung auch im Osten etwas zu, hier ist die Luft aber sehr trocken, somit besteht in erster Linie Sturmgefahr. Der zunächst schwache Süd- bis Südwestwind wird im Zeitraum zwischen etwa 18 und 22 Uhr voraussichtlich stürmisch aus West auffrischen.

Prognose der Windspitzen am Montag. © UBIMET RACE
Prognose der Windspitzen am Montag von RACE. © UBIMET

Titelbild © Adobe Stock

46,0 Grad: Neuer Hitzerekord in Frankreich

Sonne in Frankreich

Erstmals in der Messgeschichte wurde in Frankreich am Freitag (28.6.19) eine Temperatur über 45 Grad gemessen. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2003 von 44,1 Grad wurde regelrecht pulverisiert, so wurden am Freitagnachmittag in Vérargues 46,0 Grad und in Gallargues-le-Montueux 45,9 Grad gemessen! Der bisherige Rekord wurde zudem an 13 Orten übertroffen, anbei die Top-6:

  • 46,0 °C in Vérargues (34)
  • 45,9 °C in Gallargues-le-Montueux (30)
  • 45,4 °C in Villevieille (30)
  • 45,1 °C in Marsillargues (34)
  • 44,6 °C in Saint-Chamas (13)
  • 44,5 °C in Varages (83)

Teilweise wurden die bisherigen Rekorde um mehrere Grad übertroffen und auch auf den Bergen gab es neue Höchstmarken:

Ort Alter Rekord Neuer Rekord (28.6.19)
Nîmes-Courbessac 41,6 °C (1923 und 2017) 44,4 °C
Montpellier aéroport 37,7 °C (2017) 42,5 °C
Aigues-Mortes 38,9 °C (2003) 40,9 °C
Mont Aigoual (1567 m) 29,4 °C (1923) 29,9 °C

In erster Linie hat das Zusammenspiel von zwei Faktoren diese extremen Temperaturwerte ermöglicht:

  1. Eine blockierte Wetterlage, bei der mit einer südlichen bis südwestlichen Höhenströmung über mehrere Tage hinweg sehr warme Luftmassen aus der Sahara nach Westeuropa geführt wurden.
  2. Die zusätzliche Erwärmung der Luft durch Föhn: Am Freitag wehte in Südfrankreich föhniger Nordwind vom Zentralmassiv und den Alpen bzw. dem Jura, der die Luft nochmals um ein paar Grad erwärmt hat.

Extremer Juni in Österreich

Auch in Österreich war der Juni 2019 in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Die Temperatur lag im Mittel um 4,7 Grad über dem langjährigen Mittel, das übertrifft deutlich den bisherigen Spitzenhalter aus dem Jahre 2003 mit +4,1 Grad. Besonders bei den Temperaturen gab es unzählige Rekorde, sowohl in Bezug auf die Tageshöchstwerte als auch auf die milden Nachttemperaturen. In Oberösterreich gab es etwa in der Nacht zum 15. Juni die wärmste Nacht seit Messbeginn, so sank die Temperatur in Windischgarsten nicht unter 25,3 Grad bzw. in Linz unter 23,6 Grad ab. In der Inneren Stadt in Wien gab es zudem 13 Tropennächte, auch das stellt einen neuen Junirekord dar.

Unzählige Rekorde

Bei den Tageshöchstwerten wurden hierzulande an mehr als 140 Wetterstationen neue Juni-Stationsrekorde aufgestellt, davon stellen 27 sogar neue Allzeitrekorde dar, wie etwa in Imst, am Brenner oder auch auf der Schmittenhöhe. In drei Bundesländern wurden auch neue Rekordmarken für den Monat Juni aufgestellt:

  • Kärnten: 38,1 Grad in Hermagor (27.6.)
  • Tirol: 37,5 Grad in Imst (26.6.) und Innsbruck (27.6.)
  • Steiermark: 37,2 Grad in Graz (27.6.)

Die Anzahl der Rekorde in ganz Mitteleuropa sowie deren Ausmaß stehen eindeutig in Zusammenhang mit dem Klimawandel. Solche Hitzerekorde treten weltweit schon fünfmal öfter auf als es ohne globale Erwärmung der Fall wäre.

Trockenheit

Beim Niederschlag gab es über das ganze Land betrachtet weniger als die Hälfte der sonst üblichen Regenmengen (etwa 40%). Zuletzt annähernd so trocken war es im Juni 1976. In manchen Alpentälern wie etwa im Oberen Ennstal oder im Drautal sowie teils auch im Wienerwald wurde mitunter nur 10% des Solls erreicht, so gab es etwa in Wien-Mariabrunn nur 9 mm Regen (Mittel 76 mm). Nur punktuell haben Gewitter für eine ausgeglichene Bilanz gesorgt, wie etwa in Poysdorf (NÖ), in Reichenau im Mühlkreis (OÖ) oder in Deutschlandsberg (ST). Passend dazu hat die Sonne in diesem Juni hingegen Überstunden gemacht, so schien sie in Summe fast anderthalbfach so lange wie üblich.

Höchstwerte pro Bundesland im Juni (Stand: 29.6.) C UBIMET
Höchstwerte pro Bundesland im Juni (Stand: 29.6.) © UBIMET

Titelbild © Adobe Stock

Gewitter brachten am Donnerstag großen Hagel bis 5 cm

Großer Hagel

Eine Kaltfront hat am Donnerstagabend die schwüle und heiße Luft südwärts abgedrängt. Im Vorfeld der Kaltfront gab es in Ober- und Niederösterreich sowie im Burgenland und der Steiermark heftige Gewitter. Besonders betroffen waren die südliche Steiermark, das Südburgenland und das Mühlviertel, hier wurde vielerorts Hagel mit einer Größe von 2 bis 4, im Südosten vereinzelt auch 5 cm gemeldet.

Niederschlagsanalyse von Donnerstag. © UBIMET
Niederschlagsanalyse von Donnerstag. © UBIMET

Weiters kam es auch zu großen Regenmengen in kurzer Zeit, anbei die nassesten Wetterstationen am Donnerstag:

  • 36 mm Rottenmann (ST)
  • 33 mm Reichenau im Mühlkreis (OÖ)
  • 24 mm Minihof-Liebau (B)
  • 22 mm Berndorf (NÖ)
  • 21 mm Bad Zell (OÖ)

Lokal gab es zudem auch stürmische bzw. vereinzelt sogar orkanartige Böen wie etwa in Rottenmann mit 104 km/h.

Analyse von großem Hagel am Donnerstag. © UBIMET
Analyse von großem Hagel am Donnerstag. © UBIMET

Steiermark






Burgenland

Oberösterreich




Niederösterreich

Titelbild © Adobe Stock

Juni-Hitze: Bundeslandrekorde in Kärnten, Tirol und der Steiermark

++++ UPDATE 27.6.2019 ++++

Wie schon im Originalbeitrag vermutet, hielten die neuen Rekorde nicht lange. Der neue Juni-Rekord von 36,7 Grad vom Dienstag aus Imst wurde am Mittwoch mit 37,5 in Imst neuerlich überboten und am Donnerstag mit 37,5 Grad in Innsbruck eingestellt. Und auch in Kärnten und in der Steiermark stieg an vielen Messstationen die Temperatur wie nie zuvor im Juni. Die Top-10 der heutigen Temperaturausbeute:

  • 38,1 Grad Hermagor: neuer Juni-Stationsrekord und Bundeslandrekord Kärnten
  • 38,0 Grad Dellach an der Drau: neuer Juni-Stationsrekord
  • 37,9 Grad Mittewald an der Drau: neuer Juni-Stationsrekord (UBIMET-Station mit kurzer Messreihe)
  • 37,8 Grad Ferlach: neuer Juni-Stationsrekord
  • 37,5 Grad Innsbruck Uni: neuer Juni-Stationsrekord, Bundeslandrekord Tirol eingestellt
  • 37,4 Grad Spittal an der Drau: neuer Juni-Stationsrekord
  • 37,2 Grad Graz Uni: neuer Juni-Stationsrekord und Bundeslandrekord Steiermark
  • 37,1 Grad Klagenfurt: neuer Juni-Stationsrekord
  • 36,8 Grad Kötschach-Mauthen: neuer Juni-Stationsrekord
    36,8 Grad Graz/Strassgang: neuer Juni-Stationsrekord
    36,8 Grad Imst
    36,8 Grad Landeck
    36,8 Grad Feldkirchen: neuer Juni-Stationsrekord
  • 36,7 Grad Lienz: neuer Juni-Stationsrekord

————————————–
Originalbeitrag vom Mittwoch 26.6.2019:

36,7 Grad – neuer Junirekord für Tirol

Allerdings dürfte der Rekord nur rund 24 Stunden halten, da es am heutigen Mittwoch nochmals etwas heißer wird.

Nachfolgend sind die Top 5 der Höchsttemperaturen vom gestrigen Dienstag aufgelistet:

  1. Innsbruck-Uni 36,7 Grad
  2. Imst 36,5 Grad
  3. Landeck 36,0 Grad
  4. Haiming 35,3 Grad
  5. St. Johann im Pongau 35,2 Grad

Die heißesten Orte aufgeschlüsselt nach Bundesland:

Höchstwerte je Bundesland am Dienstag @ UBIMET
Höchstwerte je Bundesland am Dienstag @ UBIMET

 

Neue Stationsrekorde für den Juni gab es in Tirol und Salzburg:

  • Innsbruck-Uni 36,7 Grad (zuvor 35,7 Grad am 09.06.2014)
  • Landeck 36,0 Grad (zuvor 35,0 Grad am 30.06.1950)
  • St. Johann im Pongau 35,2 Grad (zuvor 34,6 Grad am 18.06.2013)
  • Mayrhofen 35,1 Grad (zuvor 34,8 Grad am 20.06.2002)
  • Nauders 32,1 Grad (zuvor 31,0 Grad am 24.06.2017)
  • Bad Gastein 31,7 Grad (zuvor 31,2 Grad am 24.06.2016)
  • Seefeld 31,6 Grad (zuvor 30,9 Grad am 18.06.2013)
  • St. Anton am Arlberg 31,5 Grad (zuvor 31,1 Grad am 30.06.2012)
  • Obergurgl 25,7 Grad (zuvor 25,3 Grad am 24.06.2016)
  • Schmittenhöhe auf 2000 m in Salzburg 23,4 Grad (zuvor 22,9 Grad am 18.06.2002)
Prognostizierte Höchstwerte am Mittwoch, 26.06.2019 @ UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Mittwoch, 26.06.2019 @ UBIMET

Heute am Mittwoch verlagert sich die Hitze etwas weiter nach Osten, auch von Salzburg bis nach Wien sind gebietsweise über 35 Grad zu erwarten, vereinzelt sind wieder 37 Grad möglich. Am Donnerstag wird es mit einem schwachen Tiefausläufer etwas unbeständiger – einzelne, aber kräftige Gewitter sind im Tagesverlauf vom Mühl- und Waldviertel bis zu den östlichen Nordalpen sowie entlang der Koralpe möglich. Die folgenden Tage verlaufen schließlich wieder durchwegs trocken mit viel Sonnenschein. Während Freitag und Samstag übliche Sommertemperaturen sehen, deuten sich für Sonntag hingegen nochmal verbreitet Höchstwerte um 35 Grad an.

Titelbild @ https://stock.adobe.com

Kaltfront bringt vorübergehende Abkühlung und lokal kräftige Gewitter

Quellwolken

Die Kaltfront von Tief OTTO mit Kern über Russland erfasst in diesen Stunden Tschechien und das Wetter im Alpenraum gestaltet sich vorübergehend unbeständig. Am Nachmittag gehen in Oberösterreich sowie im Mostviertel  lokale Schauer und Gewitter nieder, am späten Nachmittag wird es auch entlang der Nordalpen zwischen Bodensee und Salzkammergut sowie im Südosten gewittrig. Die Gewitter sind nicht besonders zahlreich vertreten, können aber sehr heftig ausfallen! Lokal besteht die Gefahr von großem Hagel und Sturmböen!

ICON-Niederschlagsprognose für Donnerstagnachmittag und -abend. © UBIMET/DWD
ICON-Niederschlagsprognose für Donnerstagnachmittag und -abend. © UBIMET/DWD

Trockene Luft im Anmarsch

Mit Durchzug der Kaltfront erreicht uns aus Nordosten etwas kühlere und deutlich trockenere Luft, somit gehen die Temperaturen am Freitag zurück und besonders im Osten wird es vorübergehend nicht mehr so heiß wie zuletzt: Bei viel Sonnenschein gibt es im Osten maximal 26 bis 29 Grad, dazu ist die Luft nicht mehr schwül. In Osttirol und Oberkärnten gibt es bei föhnigem Nordwind aber noch bis zu 34 Grad.

Aktuelle Frontenkarte. © DWD / FU Berlin
Aktuelle Frontenkarte. © DWD / FU Berlin

Neuerlich heiß am Wochenende

Am Samstag steigen die Temperaturen unter Hochdruckeinfluss wieder an. Bei strahlendem Sonnenschein gibt es im Oberinntal bis zu 34 Grad, im Osten liegen die Höchstwerte bei 30 Grad. Vorerst bleibt die Hitze aber erträglich, da die Luft recht trocken ist. Am Sonntag wird es dann wieder sehr heiß mit Spitzenwerten von 34 bis 36 Grad im östlichen Flachland und örtlich 37 Grad an der Alpennordseite. Am Montag wird es vor allem im Osten nochmals extrem heiß, aus Westen zieht gegen Abend aber eine Kaltfront mit teils kräftigen Gewittern auf.

Titelbild © Adobe Stock

Hitze bis zu 38 Grad: Rekorde fallen

Die Hitzewelle bringt Temperaturen bis zu 38 Grad!

Für Juni kündigen sich wirklich extreme Höchstwerte an, die Temperaturen steigen am Mittwoch vereinzelt auf bis zu 38 Grad! Was diese Hitzewelle bemerkenswert macht, ist der Umstand, dass sie ungewöhnlich früh im Jahr kommt. Üblicherweise werden die heißesten Tage nämlich erst im Laufe des Julis und in der ersten Augusthälfte registriert.

Die Wetterlage ist auf dem folgenden Bild gut zu erkennen. Die extrem heiße Luft (dargestellt in den Farbtönen violett/pink) strömt von der Wüste Algeriens über das westliche Mittelmeer bis nach Frankreich, Deutschland, in die Schweiz und eben auch nach Österreich:

Aus Afrika kommt heiße Luft zu uns.
Aus Afrika kommt heiße Luft zu uns.

Hier mal eine repräsentative Auswahl jener Orte, an denen in den kommenden Tagen der Junirekord aller Voraussicht nach eingestellt oder sogar übertroffen wird:

Ort (Bundesland) bisheriger Junirekord
Feldkirch (Vorarlberg) 36,0 Grad
Bludenz (Vorarlberg) 36,1 Grad
Landeck (Tirol) 35,0 Grad
Innsbruck-Uni (Tirol) 35,7 Grad
Kufstein (Tirol) 35,8 Grad
Lienz (Tirol) 35,0 Grad
Bischofshofen (Salzburg) 34,7 Grad
St. Johann im Pongau (Salzburg) 34,6 Grad
Tamsweg (Salzburg) 33,5 Grad
Dellach im Drautal (Kärnten) 33,9 Grad
Villach (Kärnten) 35,3 Grad
Feldkirchen (Kärnten) 34,4 Grad

 

Nach Norden und Osten zu liegen einerseits die Junirekorde höher als im Westen und Süden, andererseits wird es hier in den nächsten Tagen auch nicht ganz so heiß. So sind etwa die 36,5 Grad in Wien ebenso wenig in Gefahr wie die 36,1 Grad in Eisenstadt. Auch der österreichweite Rekord ist wohl außer Reichweite, er liegt bei 38,6 Grad in Waidhofen/Ybbs.

Bundesland Junirekord bislang (Ort)
Wien 37,7 Grad (Innere Stadt)
Niederösterreich 38,6 Grad (Waidhofen/Ybbs)
Burgenland 37,4 Grad (Neusiedl/See)
Oberösterreich 36,7 Grad (Weyer)
Steiermark 38,1 Grad (Altenberg bei Hartberg)
Kärnten 36,0 Grad (Döllach)
Salzburg 35,8 Grad (Salzburg-Freisaal)
Tirol 36,6 Grad (Imst)
Vorarlberg 36,1 Grad (Bludenz)
  • in ROT markiert: Junirekord in Gefahr

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Nach Regen folgt in der neuen Woche die Hitze

Nach dem Regen kommt die Hitze

Ein Höhentief befindet sich östlich von Österreich und steuert feucht-labile Luft in den Osten und Südosten des Landes. Dabei führt schauerartige verstärkter Regen von den niederösterreichischen Voralpen bis zu Koralpe zu stellenweise ergiebigen Regen. So gab es in Deutschlandsberg seit Mitternacht schon über 70 l/m² an Regen:

Niederschlagssumme seit Mitternacht

In den kommenden Stunden regnet es noch weiter, erst mit Abzug des Tiefs setzt sich in der kommenden Nacht ruhiges Wetter durch. Am Montag scheint nach Auflösung von Restwolken und häufig die Sonne und es wird überall sommerlich warm. Dabei beginnt der Zustrom heißer Saharaluft nach West- und Mitteleuropa und es wird bis zur Wochen ömitte immer heißer. Am Mittwoch und Donnerstag gibt es dann Spitzenwerte von bis zu 37 Grad, vor allem Westen von Österreich werden einige neue Temperaturrekorde für Juni aufgestellt werden.

Rückblick auf den Samstag

Am Samstag blieben die befürchteten Unwetter in Österreich großteils aus. Nur stellenweise gab es von Salzburg über das Mühlviertel bis ins Weinviertel sowie im Südosten kräftige Gewitter samt Starkregen. Bis auf lokale Überflutungen blieben Schäden aber aus.

Gesamtregenmenge am Samstag
Gesamtregenmenge am Samstag
Blitzverteilung und zeitlicher Blitzverlauf am Samstag
Blitzverteilung und zeitlicher Blitzverlauf am Samstag

Unwetter in Oberitalien und Kroatien

Deutlich stärker fielen die Gewitter südlich der Alpen aus, von der Poebene bis nach Kroatien gab es zahlreiche heftige Gewitter. Besonders betroffen war der Großraum Bologna, wo großer Hagel und Sturm zu weitreichenden Schäden führte.

Titelbild: Adobe Stock

Am Samstag Unwettergefahr vor allem im Osten

Unwetter erreichen Deutschland

+++++ Update 18:55 Uhr +++++

Die Reste der slowenischen Gewitterlinie nähern sich dem Seewinkel. In der nächsten Stunde setzt hier teils gewittrig durchsetzter Regen ein.

Aktuelles Radarbild. © wetter.tv
Aktuelles Radarbild. © wetter.tv

+++++ Update 18:45 Uhr +++++

Das kräftigste Gewitter geht derzeit im Kaiserwinkl nieder. In Summe haben die heftigsten Gewitter bislang Österreich verschont: Eine der Ursachen dafür ist die heftige Linie, welche tagsüber mit Hagel und teils schweren Sturmböen über Slowenien und Kroatien hinweggezogen ist und hierzulande für Wolken und Regen gesorgt. Dadurch wurde verhindert, dass im südlichen und östlichen Bergland neue Gewitter entstehen. Nur die Alpennordseite und der äußersten Osten waren davon nur marginal beeinflusst.

Aktuelles Webcambild. © http://zahmerkaiser.com/
Aktuelles Webcambild nahe dem Walchsee in Tirol. © http://zahmerkaiser.com/

+++++ Update 18:30 Uhr +++++

Die Gewitter östlich von Wien schwächen sich deutlich ab, auf der aktuellen Blitzkarte sind die meisten Entladungen im Waldviertel, im Innviertel und im Kaiserwinkl zu sehen.

Aktuelle Blitze in Österreich. © UBIMET
Aktuelle Blitze in Österreich. © UBIMET

+++++ Update 18:10 Uhr +++++

Im Wald- und Weinviertel sowie im Innviertel gehen derzeit einige Schauer und Gewitter nieder. Lokal gab es hier in der letzten Stunde große Regenmengen und stürmische Böen.

 Ort Regensumme (17 bis 18 Uhr)
 Zwerndorf (NÖ) 39 mm
 Gänserndorf (NÖ) 30 mm
 Gars am Kamp (NÖ) 29 mm
Leiser Berge (NÖ) 15 mm
  • 68 km/h Leiser Berge (NÖ)
  • 65 km/h Grad am Kamp (NÖ)
  • 61 km/h Mattsee (S)

+++++ Update 17:50 Uhr +++++

Die Gewitter östlich von Wien bringen große Regenmengen in kurzer Zeit, es besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen!

  • 35 mm Zwerndorf
  • 26 mm Gänserndorf
Aktuelle Gewitterwarnungen im Osten. © Österreichische Unwetterzentrale
Aktuelle Gewitterwarnungen im Osten. © Österreichische Unwetterzentrale

+++++ Update 17:45 Uhr +++++

Wien wird derzeit in die Zange genommen: Aus Südwesten ziehen die Reste der Gewitter in der Steiermark auf, bodennah erreicht derzeit aber die Böenfront der Gewitter im Osten die Stadt.

Gewitter östlich von Wien. © S. Dietz
Gewitter östlich von Wien. © S. Dietz

+++++ Update 17:35 Uhr +++++

Auch in Deutschland ziehen derzeit einige Gewitter unterwegs. Anbei ein spektakuläres Bild einer Böenfront mit „Shelf Cloud“ in Baden-Württemberg. Mit Durchzug solcher Wolken frischt in der Regel lebhafter bis kräftiger, manchmal auch stürmischer Wind auf.

+++++ Update 17:25 Uhr +++++

Am aktuelles Infrarot-Satellitenbild sind die aktuellen Gewitter-Hotspots gut zu erkennen. Auf dem folgenden Bild ist die Temperatur an der Wolkenobergrenze dargestellt: Je hochreichender die Wolken, desto kälter die Temperatur. Besonders in Kroatien ist ein ausgeprägter Gewitterkomplex unterwegs, der in abgeschwächter Form nach SW-Ungarn und SO-Österreich hineinreicht. Weitere Gewitter gibt es in Süddeutschland, im Innviertel und im Weinviertel.

Aktuelles IR-Satellitenbild. © EUMETSAT / UBIMET
Aktuelles IR-Satellitenbild. © EUMETSAT / UBIMET

+++++ Update 17:15 Uhr +++++

Im östlichen Flachland entstehen derzeit vermehrt Schauer und Gewitter. Auch aus Wien sind die Quellwolken bereits gut sichtbar. In der nächsten Stunde wird hier voraussichtlich lebhafter Ostwind mit Böen um 40 oder 50 km/h auffrischen, wenn die Böenfront der Gewitter das Wiener Becken erreicht.

Gewitter östlich von Wien. © www.wetterkameras.at
Gewitter östlich von Wien. © www.wetterkameras.at

+++++ Update 17:05 Uhr +++++

Die kräftigsten Gewitter sind derzeit weiterhin im Flachgau und im Salzkammergut unterwegs, so gab es letzte Stunde am Mondsee 18 Liter pro Quadratmeter Regen und Böen bis 58 km/h. Im äußersten Osten sind ebenfalls lokale Schauer und Gewitter entstanden, im Südosten fällt dagegen teils gewittrig durchsetzter Regen.

+++++ Update 16:35 Uhr +++++

Ein kräftiges Gewitter mit Hagel und Starkregen befindet sich derzeit an der Grenze zwischen dem Flachgau und Bayern. Es verlagert sich derzeit entlang der Grenze nach Nord-Nordwest.


Auch im Salzkammergut sind kräftige Gewitter entstanden, wie etwa am Wolfgangsee:

+++++ Update 16:15 Uhr +++++

Rund um die Stadt Salzburg haben sich einige kräftige Gewitter gebildet, welche langsam nach Nordwesten ziehen. Sie weisen höchste Radarreflektivitäten auf und können lokal Hagel bringen!

Auch an der March kommen slowakische Gewitter langsam nach Westen voran.

Blitze rund um Salzburg um 16:15 Uhr @ UBIMET, nowcast
Blitze rund um Salzburg um 16:15 Uhr @ UBIMET, nowcast

+++++ Update 14:30 Uhr +++++

Durch die kräftigen Gewitter über Slowenien und Kroatien fällt nach Norden zu teils kräftiger Regen, der in Unterkärnten und der Steiermark die Auslöse von Gewittern bisher verhindert hat. Erst am nördlichen Rand des Regengebietes konnten sich Gewitter bilden, etwa im Murtal. So hat es in Murau in der letzten Stunde 21 mm gegeben, auf der Stolzalpe nebenan 23 mm.

1h-Niederschlagsmengen bis 14 Uhr @ UBIMET
1h-Niederschlagsmengen bis 14 Uhr @ UBIMET
Radarbild von 14:30 Uhr @ http://www.wetter.tv
Radarbild von 14:30 Uhr @ http://www.wetter.tv

Rückseitig des nach Osten ziehenden Regengebietes lockern die Wolken nun auf, so dass hier in den nächsten Stunden mit neuen Entwicklungen gerechnet werden muss. Auch im Nordosten sind die Voraussetzungen gut, hier scheint die Sonne und heizt die Luft etwas an. Wettermodelle deuten recht einheitlich auf ergiebige Gewitter am Abend hin, auch zum Donauinselfest.

+++++ Update 13:00 Uhr +++++

Zu was die Luftmasse in Verbindung mit dem Höhentief in der Lage ist, hat sich gestern und in der Nacht schon in der Schweiz gezeigt. In Neuchatel haben sich innerhalb von 3 Stunden rund 150 mm Niederschlag ergossen, die Überflutungen im Video waren die Folge:

+++++ Update 12:30 Uhr +++++

Die kräftigsten Gewitter sind aktuell über Slowenien zu finden, hier besteht heute wieder die Gefahr von sehr großem Hagel. Nördlich angrenzend fällt gewittrig durchsetzter Regen, der in Unterkärnten auch recht kräftig ist. Wetterstationen messen im Schnitt zwischen 2 und 5 mm in 10 Minuten.

Derweil haben wir Warnungen vor Starkregen am Alpenostrand ausgegeben. Am Abend gehen die Gewitter hier in anhaltenden, gewittrig durchsetzten Regen über, der sich von Osten her an den Bergen staut. Lokal sind hier dann Überflutungen möglich:

@ uwz.at
@ uwz.at

+++++ Update 11:30 Uhr +++++

Während Graz am Morgen nur gestreift wurde, hat ein kleinräumiges Gewitter die Stadt nun direkt getroffen. Gewitter bilden sich auch über der Pack- und Koralpe sowie greifen über die Karawanken auf Unterkärnten über. Am Loiblpass hat es soeben 7 mm in 10 Minuten geschüttet.

Blitze um 11:45 Uhr @ UBIMET, nowcast
Blitze um 11:45 Uhr @ UBIMET, nowcast

+++++ Update 10:45 Uhr +++++

In der südlichen Steiermark ziehen bereits erste Gewitter durch, so hat die Wetterstation in Fürstenfeld in der Stunde bis 10 Uhr schon 23 mm gemessen. Nicht schlecht für die Tageszeit. Inzwischen schwächen sich die Gewitter zwar etwas ab, es ist jedoch rasch mit weiteren Entwicklungen zu rechnen. Zudem haben sich in den Karawanken und über Slowenien schon kräftige Gewitter entwickelt, welche auch zunehmend Hagel bringen können.


+++++ Update 09:30 Uhr +++++

Guten Morgen aus dem UWZ-Büro in Wien, wo es heute im Gegensatz zu den letzten Tagen bewölkt statt sonnig in den Tag geht. Doch nicht nur hier, nahezu im ganzen Land sind schon bzw. noch einige Wolken unterwegs. Zum Einen handelt es sich um Reste nächtlicher Schauer und Gewitter, zum Anderen sind nach etwas Sonne schon neue Schauer entstanden. Denn durch das nahende Höhentief und die reichlich vorhandene Feuchte geht es heute schnell mit der Auslöse. Wir erwarten nahezu überall Regen bzw. Gewitter, der Schwerpunkt liegt aber tendenziell im Süden und Osten. Vor allem starker Regen wird bei langsamer Verlagerung der Zellen ein Thema, im Südosten ist später auch großer Hagel möglich.

Blick vom Büro der Unwetterzentrale gen Südwest@ UBIMET, foto-webcam.eu
Blick vom Büro der Unwetterzentrale gen Südwest@ UBIMET, foto-webcam.eu

 

Titelbild: @ https://stock.adobe.com

Kaltfront brachte 51.000 Blitze in Österreich

Gewitter mit Blitz

Am Donnerstagnachmittag entwickelte sich ausgehend vom Tiroler Unterland eine Gewitterlinie, welche mit Sturmböen über Teile Oberösterreichs und das Mostviertel hinwegzog. Auch unmittelbar über der Wiener Innenstadt entwickelte sich ein Gewitter mit Starkregen und Hagel. In Summe gab es in Wien 745 Blitzentladungen, die meisten davon in der Donaustadt. In den Abend- und Nachtstunden gab es dann vor allem in der Oststeiermark und am Alpenostrand heftige Gewitter mit großen Regenmengen.

Blitze nach Tageszeit am Donnerstag. © UBIMET
Blitze nach Tageszeit am Donnerstag. © UBIMET

Windspitzen am Donnerstag:

  • 83 km/h Enns (OÖ)
  • 83 km/h Waizenkirchen (OÖ)
  • 76 km/h Wels (OÖ)
  • 74 km/h Summerau (OÖ)
  • 73 km/h Straßwalchen (S)
  • 72 km/h Langenlebarn (NÖ)

Viele Blitze

Landesweit wurden am Donnerstag 51.107 Blitze detektiert, davon 11.687 in Oberösterreich, 11.677 in Niederösterreich und 11.440 in der Steiermark. Blitzreichste Gemeinde war Hollenstein an der Ybbs mit 1.176 Blitzen, gefolgt von Reichraming in Oberösterreich mit 777 Entladungen. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 226.000 Ampere wurde in der Gemeinde Rauris in Salzburg registriert.

Regensummen bis Donnerstagnacht:

  • 60 mm Hollenthon (NÖ)
  • 47 mm Bernstein (B)
  • 37 mm Alpbach (T)
  • 32 mm Amstetten (NÖ)
  • 31 mm Reichenau an der Rax (NÖ), Gleisdorf (ST)
  • 30 mm Wien – Botanischer Garten
Regensummen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET
Regensummen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET

Unwettergefahr am Samstag

Am Freitag sind besonders in den Alpen teils kräftige Schauer und Gewitter zu erwarten, während sich die Lage im Norden und Osten vorübergehend beruhigt. Am Samstag zieht allerdings ein Höhentief auf und mit einer südwestlichen Strömungen gelangen sehr feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Österreich. Am Nachmittag und Abend sind vor allem von Kärnten über die Steiermark bis nach Niederösterreich kräftige Gewitter zu erwarten. Örtlich besteht die Gefahr von Überflutungen, Hagel und Sturmböen. In der Nacht auf Sonntag fällt im Donauraum und am Alpenostrand mitunter noch gewittrig durchsetzter Starkregen.


Am Donnerstag kräftige Gewitter

Unwetter

Mitteleuropa liegt derzeit am Rande eines Tiefs namens „MOMO“ mit Kern über Skandinavien. Die Kaltfront des Tiefs erfasst tagsüber Deutschland und kommt dort kaum noch ostwärts voran. Im Vorfeld der Front gelangen feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Österreich.

Im Vorfeld der Kaltfront von Tief MOMO gelangt feuchtwarme Luft nach Österreich. © FU Berlin/DWD
Tief MOMO bestimmt das Wettergeschehen. © FU Berlin/DWD

Hagel und Starkregen

Am Donnerstag nimmt die Gewitterneigung ausgehend vom Bergland bereits ab Mittag zu. Besonders im Bergland sowie an der Alpennordseite sind auch kräftige Gewitter zu erwarten, dabei besteht örtlich die Gefahr von Hagel, Starkregen und stürmischen Böen. Lokale Hitzegewitter sind aber auch im Süden und Osten zu erwarten. In der Nacht bleibt die Gewitterbereitschaft besonders im Norden und Osten erhöht.

Niederschlagsprognose bis Donnerstagnacht
Niederschlagsprognose bis Donnerstagnacht. © ICON / DWD

Unbeständiges Wochenende

Am Freitag und Samstag setzt sich das unbeständige Wetter mit zahlreichen Schauern und besonders in den Nachmittags- und Abendstunden auch kräftigen Gewittern fort. Örtlich zeichnen sich große Regenmengen in kurzer Zeit ab mit der Gefahr von kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen. Am Sonntag halten sich zunächst viele Wolken und im Bergland sowie im Südosten fällt etwas Regen. Im Tagesverlauf lockern die Wolken an der Alpennordseite und im Osten dann etwas auf und es stellt sich meist trockenes Wetter ein. Nur im zentralen Bergland und im Süden entstehen neuerlich Schauer und Gewitter.

Titelbild © Adobe Stock

Lokal kräftige Gewitter am Mittwoch

Am Dienstagabend und in der Nacht auf Mittwoch gab es in Vorarlberg und Tirol ein paar Gewitter und die Reste der Gewitter ziehen noch über das Tiroler Unterland und Salzburg hinweg.

Die Regenmengen der vergangenen Nacht

Diese schwache Störungszone sorgt am späten Vormittag in Salzburg, Kärnten und der Obersteiermark bereits für erste Schauer und Gewitter, die nur langsam ziehen und somit lokal größere Regenmengen bringen können.

Lokale heftige Gewitter im Süden und Osten

Am frühen Nachmittag breiten sich die Gewitter in den Süden aus und auch im Mühl- und Waldviertel steigt das Gewitterrisiko rasch an. Im Laufe des Nachmittag  verlagert sich die Gewitterzone mehr in den Osten, auch in Wien ist ab dem späten Nachmittag ein Gewitter möglich! Im Bereich der Gewitter ist vor allem mit Starkregen und Hagel von  bis zu 2 bis 3 cm Durchmesser zu rechnen.

Während die Gewitter im Süden und Osten am Abend rasch zu Ende gehen sind dann wieder in Vorarlberg und Tirol welche möglich, die bis weit in die Nacht hinein andauern können.

Unwetter in Nordwesteuropa

Zu teils heftige Unwettern kommt es am Mittwoch in den Benelux-Staaten und im Nordwesten von Deutschland. Hier herrschen im Vorfeld einer Kaltfront noch deutlich bessere Bedingungen für Schwergewitter! Gestern am Abend und in der Nacht zogen bereits Hagelgewitter über den Westen und Norden von Frankreich.

Hitze: Juni 2019 auf Rekordkurs

Der Juni 2019 brachte fast duchgängig Badewetter.

Hitzejuni 2003 in Reichweite

Der Juni 2003 leitete den sogenannten Jahrhundertsommer in Europa ein, er war mit einer Abweichung von +4,3 Grad zum langjährigen Mittel der bis dato wärmste Juni der Messgeschichte Österreichs. Der Juni in diesem Jahr ist aber auf dem besten Weg, diese Spitzenposition anzugreifen. Zur Monatshälfte liegen wir nämlich mehr als 4,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Die kommenden zwei Wochen entscheiden nun darüber, ob Platz eins ins Wanken gerät. Zumindest Platz zwei oder drei in der ewigen Bestenliste scheinen dem Juni 2019 aber schon so gut wie sicher zu sein, dort befinden sich die Jahre 2017 und 1811. Bei den Landeshauptstädten hat bis dato St. Pölten die Nase vorne, 5,4 Grad war die erste Junihälfte hier zu warm.

Temperaturabweichungen Landeshauptstädte im Juni 2019:

Stadt Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019 Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019 (1981-2010) Abweichung in Grad
Wien 23,5°C 18,3°C +5,2
St. Pölten 22,9°C 17,5°C +5,4
Eisenstadt 23,1°C 18,2°C +4,9
Graz 22,5°C 18,0°C +4,5
Linz 23,0°C 17,7°C +5,3
Klagenfurt 21,4°C 17,3°C +4,1
Salzburg 21,4°C 16,8°C +4,6
Innsbruck 21,8°C 17,2°C +4,6
Bregenz 19,4°C 16,6°C +2,8

Verbreitet zu trocken

In der ersten Monatshälfte blieb zudem flächendeckender Regen mit Ausnahme Vorarlbergs komplett aus, Regenschauer und Gewitter sorgten nur sehr lokal für größere Regenmengen. Mit 95 l/m² ist Fischbach in der Steiermark der nasseste Ort des Landes, rund 71% des durchschnittlichen Monatsniederschlags sind hier durch Gewitter schon zusammengekommen. Dem gegenüber stehen aber zahlreiche Orte, die nahezu komplett trockene zwei Wochen hinter sich haben. In Eisenstadt summierte sich nur 1 Liter pro Quadratmeter auf, keinen einzigen Tropfen Regen gab es bislang in Linz.

Sommerliche Aussichten

Auch die kommenden Tage fallen sommerlich warm aus, zudem sorgen die sehr milden Nächte für hohe Tagesdurchschnittstemperaturen. Mit bis zu 33 Grad wird es am Donnerstag am heißesten, die 30 Grad sind aber fast jeden Tag in Reichweite. Die nächste Hitzewelle kündigt sich für die kommende Woche an, dann fällt aus heutiger Sicht auch wieder die 35-Grad-Marke.

Quelle Titelbild: pixabay

Gewitter: Aussicht und Analyse

Gewitter im Anmarsch

Bereits gegen 09:00 Uhr entstand am Sonntag knapp südlich von Wien ein Gewitter und zog dann nordwärts über den Osten und Norden der Stadt hinweg. Dabei kam es zu ein paar starken Blitzeinschlägen und Starkregen. In weitere Folge hat das Gewitter auch das Weinviertel überquert.

Der Blick von ober zeigt: Im Norden ist bereits die kühlere Luft, im Süden noch sonnig und heiß und im Osten erkennt man die Gewitter.
Der Blick von ober zeigt: Im Norden ist bereits die kühlere Luft, im Süden noch sonnig und heiß und im Osten erkennt man die Gewitter.

Am Nachmittag verlagert sich der Gewitterschwerpunkt in den Süden. Von Osttirol bis in die südliche Steiermark entstehen ein paar kräftige Gewitter, die lokal Starkregen und Hagel bringen. Am Abend gehen die Gewitter dann rasch zu Ende und in den kommenden Tagen herrscht großteils freundliches Sommerwetter.

Bereits am Samstagabend gab es zwischen dem Loferer Land und den Ybbstaler Alpen kräftige Gewitter. Hagel wurde z.B. im Westen der Stadt Salzburg beobachtet, großen Hagel gab es in Großraming und teilweise auch in Weyer.

Unwetter in Frankreich und der Schweiz

Am Samstag hat sich eine kräftige Gewitterlinie im französischen Zentralmassiv gebildet und ist bis zum Abend nordostwärts über die Schweiz bis in den Süden von Deutschland gezogen.

Blitzspur am Samstag©Ubimet
Blitzspur am Samstag ©Ubimet

Im Zuge der Gewitter gab es vor allem in Frankreich großen Hagel und in der Schweiz am Genfer See und am Bodensee Windböen von bis zu 100 km/h.

Stürmischer Samstag in der Schweiz
Stürmischer Samstag in der Schweiz

Die Gewitter sorgte in Frankreich für rund 31.000 Blitze und in der Schweiz für rund 27.000 Blitze. Deutlich blitzreicher verlief der Samstag in Deutschland mit rund 240.000 Blitzen.

Schäden in Norddeutschland

Im Norden von Deutschland kam es bereits Samstagfrüh zu heftigen Gewittern mit teils großem Hagel.

In weiterer Folge gab es aufgrund großer Regenmengen zwischen Hamburg und Rostock einige Überflutungen , auch eine Autobahn musste vorübergehend gesperrt werden.

24h Regenmengen ©Ubimet
24h Regenmengen ©Ubimet
24h Blitzdichte ©Ubimet
24h Blitzdichte ©Ubimet

Titelbild: Twitter – Christoph Schmutz @ Heiterluft

Auf Hitze folgen am Wochenende teils kräftige Gewitter

Blitz und Gewitter

Der Alpenraum liegt derzeit unter dem Einfluss einer kräftigen, föhnigen Südströmung und im Vorfeld einer Kaltfront erreicht ein weiterer Schwall subtropischer Warmluft aus Nordafrika das Land. Mit Temperaturen bis zu 35 Grad im östlichen Flachland steht der bislang heißeste Tag des Jahres bevor, so muss man etwa auch am Nova Rock mit einer sehr starken Hitzebelastung rechnen, Detail dazu gibt es hier: Große Hitze beim Nova Rock 2019.

Gewitter an Alpennordseite

Die Luftschichtung wird am Samstag zunehmend labil, so nimmt die Gewitterbereitschaft an der Alpennordseite im Tagesverlauf zu. Vor allem entlang der Nordalpen von Vorarlberg bis zum Salzkammergut sowie im Mühl- und Waldviertel zeichnen sich ab dem späten Nachmittag örtlich kräftige Gewitter ab mit der Gefahr von Hagel, kleinräumigen Überflutungen und stürmischen Böen. Vom Klagenfurter Becken bis ins Burgenland bleibt es hingegen noch weitgehend trocken.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe in der Nacht auf Sonntag
Mit einer südwestlichen Höhenströmung gelangt fuechtwarme Luft ins Land.

Temperaturrückgang ab Sonntag

Am Sonntag verlagert sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit in den Süden und Südosten des Landes, so zeichnet sich besonders von Kärnten bis zum Grazer Bergland örtlich Unwettergefahr ab. Lokale Schauer und Gewitter sind aber auch im Norden und Osten zu erwarten. Bei mäßigem bis lebhaftem Nordwestwind liegen die Höchstwerte zwischen 19 Grad im Bregenzerwald und 31 Grad in Kärnten. Am Montag sind lokale Gewitter nur noch in den Alpen und im Süden ein Thema. De Temperaturen gehen vorübergehend etwas zurück, bei Höchstwerten zwischen 22 und 29 Grad bleibt es aber vor allem im Süden und Osten sommerlich warm. Gegen Mitte der kommenden Woche wird es dann neuerlich heiß.

Titelbild © AdobeStock

Riesenhagel in Slowenien und Kroatien

Nach dem gewitterreichen Pfingstmontag im Alpenraum (siehe Beitrag auf uwr.de), waren die Entwicklungen am Dienstag nicht all zu kräftig. Außer an der slowenischen-kroatischen Grenze. Dort passten die atmosphärischen Zutaten derart gut, dass ein Mesoscale Conventive System (MCS) entstand, kurz gesagt ein gut organisiertes und sehr starkes Gewitter. Die Hagelschlossen hatten einen beachtlichen Durchmesser von bis zu 12 cm, also ungefähr die Größe einer Faust! Hagelkörner diesen Ausmaßes können nur entstehen, wenn sie in der Gewitterwolke von den Aufwinden bis zur Tropopause (in rund 12 km Höhe) getragen werden und dabei unterkühlte Wassertröpfchen an ihnen anfrieren bis sie schließlich zu schwer werden und zu fallen beginnen.

 

 


Titelbild: pixabay.com

Nebel als mögliche Ursache für Heli-Absturz in New York

Helikopter stürzte auf Hochhaus

Nach dem Absturz eines Hubschraubers auf ein Hochhaus im New Yorker Stadtteil Manhatten wird nun nach einer möglichen Unfallursache gesucht. Dabei könnten die Wetterbedingungen eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Schlechte Sicht

Zum Zeitpunkt des Unglücks fiel mäßiger bis starker Regen und die Sichtweite betrug unterhalb der Wolken nur rund 2 km. Die obersten Stockwerke der umliegenden Wolkenkratzer waren dabei in Wolken gehüllt.  Der Pilot wollte Berichten zufolge ein kurze Phase besseren Wetters nutzen, um nach einemvon der  Plattform am East River abzuheben. Kurz nach dem Start teilte er der Flugsicherung mit, umzukehren – Augenzeugen berichteten von wilden Flugmanövern. Schließlich versuchte der Pilot eine Notlandung auf einem Dach eines nahen Wolkenkratzes und kollidierte dabei mit dem Gebäude.

Nun wird untersucht, in wie weit das vorherrschende Wetter mitverantwortlich für das Unglück gewesen sein könnte. Die scheinbar willkürlichen Richtungswechsel könnten auf einen Orientierungsverlust hindeuten – für Helikopterflüge müssen für gewöhnlich gute Sichtbedingungen herrschen.

Titelbild: Wikipedia.org / Andres Nieto Porras

Schneeschmelze in den Alpen

Altschnee schmilzt im Frühjahr

Die Schneeschmelze in den Alpen hat heuer mit Verspätung begonnen. Während der Mai deutlich zu kühl und überdurchschnittlich nass ausgefallen ist mit teils sogar neuen Schneerekorden für die Jahreszeit, präsentiert sich der Juni bislang von seiner hochsommerlichen Seite. Das große Tauen im Gebirge hat somit begonnen und seit dem Monatswechsel ist innerhalb von 10 Tagen etwa 1 Meter Schnee geschmolzen.

Schneehöhe 30.5. (cm) Schneehöhe 9.6. (cm) Unterschied
Sonnblick (3109 m) 560 459 -101 cm
Zugspitze (2964 m) 654 555 -99 cm
Thomaseck/Hohe Tauern (2131 m) 173 66 -107 cm
Galzig/St. Anton (2079 m) 137 48 -89 cm
Tamischbachturm/Gesäuse (1425 m) 141 42 -99 cm
Der Hahenkamm in Tirol ist ausgeapert. © Land Tirol
Die Messstelle am Hahenkamm bei Reutte ist ausgeapert. © Land Tirol

Im Mittel sind im Juni bislang etwa 10 cm Schnee pro Tag geschmolzen. Die Schmelzrate kann allerdings je nach Wetter und Exposition große Unterschiede aufweisen. Auf der nach Süden exponierten Seegrube oberhalb von Innsbruck haben sich beispielsweise an manchen Tagen auch rund 15 cm Schnee in flüssiges Wasser verwandelt.

Schneeschmelze
Schneeschmelze auf der Seegrube vom 2. bis zum 9. Juni 2019 © www.foto-webcam.eu

Das Schmelzwasser füllt die Bäche und Flüsse in den Alpen, so ist auch der Pegel des Inns deutlich angestiegen. Der Wasserstand in Innsbruck ist zeitweise auf die HW5-Marke gestiegen.

Pegel des Inns in Innsbruck © Land Tirol
Der Pegel des Inns in Innsbruck ist deutlich angestiegen. © Land Tirol

Vereinzelt kam es in den letzten Tagen aber dennoch zu Überflutungen, wie das folgende, ungewöhnliche Video vom Gaviapass im Nationalpark Stilfser Joch in Italien zeigt. Das Schmelzwasser hat dort die frisch geräumte Passstraße abschnittsweise in einen Bach verwandelt.

In den kommenden Tagen setzt sich das überdurchschnittlich temperierte Wetter fort, so pendelt die Schneefallgrenze zwischen etwa 3.000 und 4.000 m. Die Schneeschmelze im Ostalpenraum setzt sich also unvermindert fort.

Schneeschmelze an der Großglockner Hochalpenstraße vom 1. bis zum 9. Juni 2019 © www.foto-webcam.eu
Frühling an der Großglockner Hochalpenstraße ( 1.-9.6. 19) © www.foto-webcam.eu

Titelbild © AdobeStock

Die erste Hitzewelle steht im Osten bevor

Thermometer zeigt hohe Temperatur

Eine festgefahrene Wetterlage hat Mitteleuropa in der bevorstehenden Woche fest im Griff: Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet liegt nahezu ortsfest über Westeuropa und sorgt im Alpenraum für eine südliche Höhenströmung. Subtropische Warmluft aus Nordafrika erfasst dabei Österreich und leitet besonders im Osten die erste Hitzewelle des Jahres ein. Nur der Westen des Landes wird von der Hitze verschont.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe in der Nacht zum Dienstag
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe in der Nacht zum Dienstag. © NCEP / UBIMET

Hitzewelle

Es gibt verschiedene Definitionen einer Hitzewelle, in Mitteleuropa spricht man aber meist davon, wenn in einer Region über mindestens drei Tag hinweg Höchstwerte über 30 Grad verzeichnet werden. Weiters wird oft die Regel vom tschechischen Meteorologen Kysely verwendet: „Eine Hitzewelle wird festgestellt, sobald an mindestens drei Tagen in Folge die Maximaltemperatur 30 °C überschreitet und hält so lange an, wie die mittlere Maximaltemperatur über die gesamte Periode über 30 °C bleibt und an keinem Tag eine Maximaltemperatur von 25 °C unterschritten wird.“

Subtropische Warmluft erfasst den Osten Österreichs. © NOAA
Subtropische Warmluft erfasst zu Wochenbeginn den Osten Österreichs. © NOAA

Hitze in der Osthälfte

Bereits am Pfingstmontag liegen die Höchstwerte von Salzburg und Kärnten ostwärts verbreitet um 30 Grad, im Traunviertel und im Mostviertel sind Spitzenwerte um 33 Grad zu erwarten. Mit der südlichen Höhenströmung erfasst auch etwas Saharastaub den Alpenraum, somit wird es mitunter diesig. Ab Montagnacht kündigen sich zudem besonders in den Ballungsräumen vermehrt Tropennächte an, also Nächte mit einem Tiefstwert über 20 Grad. Noch heißer wird es voraussichtlich in der zweiten Wochenhälfte mit Temperaturen bis zu 36 Grad im äußersten Osten. Ein Ende der bevorstehenden Hitzewelle ist nach derzeitigem Stand frühesten am kommenden Wochenende in Sicht.

Saharastaub erfasst den den Ostalpenraum. © Univ. of Athens
Saharastaub erfasst den Ostalpenraum. © Univ. of Athens

Deutlich kühler im Westen

Der äußerste Westen Österreichs gerät am Rande des Tiefs über Frankreich unter den Einfluss kühlerer Luftmassen, so liegen die Temperaturen in Vorarlberg, im Tiroler Oberland und im Außerfern teils um 15 Grad tiefer als im Osten. Im Laufe der ersten Wochenhälfte nehmen die Temperaturgegensätze zwischen West und Ost sogar noch etwas zu, so zeichnen sich gegen Mitte der Woche in Vorarlberg nur Höchstwerte um oder knapp oberhalb der 20-Grad-Marke ab.

Temperaturkontraste zwischen Westeuropa und Osteuropa
Markante Temperaturkontraste am Dienstag zwischen West- und Osteuropa. © DWD

Kräftige Gewitter

Im Übergangsbereich zur kühlen Luft im Westen zeichnen sich im Laufe der kommenden Woche besonders im Grenzbereich zu Bayern sowie im Mühl- und Waldviertel kräftige Gewitter ab. Die am stärksten betroffenen Regionen sind derzeit zwar noch unsicher, die Wetterlage birgt allerdings eine erhöhte Unwettergefahr.

Titelbild © AdobeStock

Gewitter brachten großen Hagel in der Steiermark und im Waldviertel

Unwetter mit Hagel

Besonders im Waldviertel sowie im Grazer Becken und in der Oststeiermark gab es am Donnerstag heftige Gewitter mit teils großem Hagel. Im Waldviertel wurden etwa einige Fahrzeuge durch den Hagel beschädigt und auch zahlreiche Landwirte vermeldeten Schäden.

5 cm Hagel

Besonders in den Bezirken Zwettl und Gmünd gab es örtlich sehr großen Hagel, so wurden etwa in Rappottenstein und Marbach am Walde Hagelkörner mit einer Größe von bis zu 5 cm gemeldet. Teils erhebliche Schäden wurden auch in Teilen der Stadt Gmünd gemeldet.




Hagel in Graz

Großen Hagel gab es am Nachmittag aber auch im Süden von Graz, so fielen etwa im 7. Bezirk (Liebenau) Hagelkörner mit einer Größe von bis zu 3 cm vom Himmel.


Lokal große Regenmengen

Neben Hagelschlag kam es am Donnerstagnachmittag örtlich auch zu ergiebigen Regenmengen. Besonders betroffen war die Oststeiermark, so gab es in Fischbach im Bezirk Weiz 60 Liter pro Quadratmeter Regen in kurzer Zeit. Einige Keller wurden hier überflutet, zudem sorgte kleinkörniger, intensiver Hagelschlag für verstopfte Abwasserkanäle und kleinräumige Überflutungen. Auch kleine Bäche traten über die Ufer. In der Nacht gab es dann im östlichen Flachland und in Wien Gewitter mit Starkregen und teils auch mit kleinem Hagel. Anbei die gemessen Regenmengen in 24 Stunden bis Freitagmorgen:

  • 60 mm Fischbach (ST)
  • 47 mm Wolkersdorf (NÖ)
  • 41 mm Frohnleiten (ST)
  • 38 mm Wolfsegg (OÖ)
  • 38 mm Leiser Berge (NÖ)
  • 34 mm Gutenstein/Mariahilfberg (NÖ)
  • 34 mm Döbling (Wien)
Analyse der 24h-Regenmenge bis Freitagmorgen
Analyse der 24h-Regenmenge bis Freitagmorgen. © UBIMET

Titelbild © AdobeStock

Heftige Gewitter im Norden und Osten

Gewitter im Anmarsch

Zwischen einer Kaltfront über Deutschland und einem Höhentief über den Osten der Slowakei liegt der Großteil von Österreich am Donnerstag in einer konvergenten Strömung.

Zwischen Kaltfront und Höhentief strömt die Luft zusammen.

Das bedeutet feucht-warme Luft strömt von Westen und Osten zusammen und die Luft wird über Österreich gehoben. Durch die Hebung bilden sich heute zwischen Salzburg den Fischbacher Alpen und Wien verbreitet Gewitter.

Gefahr von Überflutungen und Hagelschlag

Da die Luft sehr feucht ist und die entstehenden Gewitter recht langsam ziehen und stellenweise sogar ortsfest sind, besteht lokal die Gefahr von Überflutungen. Besonders gefährdet sind das Mühl- und Waldviertel sowie die Semmering-Wechsel-Region und das südliche Wiener Becken.

Mit den Gewittern kann es auch zu Hagel kommen, der meist aber nur kleinkörnig ausfällt. Gerade kleinkörniger Hagel kann in Massen allerdings die Abflüsse verstopfen und so zu Überflutungen beitragen.  Größerer Hagel ist am ehesten im Osten vom Semmering bis in Weinviertel möglich.

Gewitterrückblick Mittwoch

Bereits am Mittwoch gab es im Süden sowie in Vorarlberg lokal kräftige Gewitter mit Hagel von bis zu 2 cm Durchmesser und 30 l/m² innerhalb von nur 1 Stunde.

Regenmengen am Mittwoch

Unser Blitzmessnetz hat am Mittwoch rund 10.000 Blitze registriert, die Hälfte davon gab es allein in der Steiermark.

Auf Gemeindebasis gemittelte Blitzdichte für Österreich

Titelbild: Adobe Stock

Kräftige Gewitter und erstmals 30 Grad

Kräftige Gewitter

Premiere in Bludenz

Um 13:30 Uhr wurde am Montag in Bludenz das erste Mal in Österreich die 30-Grad-Marke geknackt. Im Laufe des Nachmittags kamen noch mehr Wetterstationen hinzu, am Ende des Tages konnten 9 Stationen im Land mit den magischen 30 Grad aufwarten:

Die gemessenen Höchstwerte am Montag.
Die gemessenen Höchstwerte am Montag.

Noch besser erkennt man die Hitzepole des gestrigen Tages auf der folgenden Karte. In gelb markiert sind alle Regionen, die einen Sommertag registriert haben. Hier wurden also Höchstwerte von 25 bis knapp 30 Grad gemessen. All jene Gebiete, die einen Hitzetag (also 30 Grad und mehr) verzeichnet haben, sind in rot dargestellt. Man sieht gut die Hotspots im Walgau, im gesamten Inntal sowie im Innviertel.

Verteilung der Sommer- und Hitzetage am Montag.
Verteilung der Sommer- und Hitzetage am Montag.

Bis zu 40 Liter Regen

In den Abendstunden entluden sich dann in Vorarlberg und Nordtirol ein paar, teils kräftige Gewitter. So wurden in Ehrwald rund 16 Liter pro Quadratmeter gemessen, 15 l/m² waren es in Hochzirl bei Innsbruck.

Die nassesten Orte am Montag.
Die nassesten Orte am Montag.

Das waren aber nur die Wetterstationen, lokal kann es bei Gewittern natürlich immer noch deutlich höhere Regenmengen geben. Das sieht man gut auf der nächsten Karte. Sie zeigt die analysierten Regenmengen des gestrigen Tages. Dabei werden vereinfacht gesagt Stationsmessungen (wie jene 16 l/m² von Ehrwald) und Radarinformationen kombiniert.

Man sieht: Besonders in Nordtirol gab es lokal sogar rund 30-40 Liter Regen pro Quadratmeter, so zum Beispiels im Tannheimer Tal und rund um Scharnitz.

Vor allem im Westen regnete es zum Teil kräftig.
Vor allem im Westen regnete es zum Teil kräftig.

Auch Blitze wurden von unserem Messnetz zahlreiche registriert, insgesamt rund 1400. Die höchsten Blitzdichten gab es dabei in den Bezirken Bregenz und Reutte.

Blitzentladungen am Montag.
Blitzentladungen am Montag.

Ausblick

Am heutigen Dienstag gibt es wieder Temperaturen bis zu 30 oder 31 Grad, am Mittwoch werden von Vorarlberg bis Oberösterreich lokal sogar 32 oder 33 Grad erreicht. Und auch Gewitter sind wieder mit von der Partie: Treten sie heute noch vereinzelt auf (westliche Nordalpen, Bergland im Süden und Südosten), so sind morgen in der gesamten Osthälfte teils heftige Gewitter zu erwarten!

Auf uwz.at bleibt Ihr in bewährter Manier stets am besten informiert!

Quelle Titelbild: pixabay

Hitzerekorde und bis zu 50 Grad im Mai 2019

Im Mai gab es weltweit zahlreiche neue Hitzerekorde.

Zu kalter Mai

Fast 3 Grad zu kalt fiel der Mai in Österreich aus, wir hatten vor ein paar Tagen hier ausführlich berichtet. Es war somit der kälteste Mai seit 1991. Aber auch in Deutschland beträgt die Abweichung rund -2 Grad. Gut zu sehen ist der unterkühlte Monat auf der folgenden Karte, sie zeigt die Temperaturabweichungen im Mai in Europa:

In Mittel- und Südeuropa war der Mai deutlich zu kalt.
In Mittel- und Südeuropa war der Mai deutlich zu kalt.

Weite Teile Mittel- und Südeuropas (blaue Farbtöne) erlebten einen zu kalten Monat. Man erkennt aber auch schon riesige Landflächen über Russland, dem Nahen Osten und Nordwestafrika, wo es zu warm war (orange-rot).

Nur ein kleiner zu kalter Fleck

Betrachtet man die gleiche Karte auf der globalen Ebene, so wird eines deutlich. Zusammen mit den Menschen in Teilen der USA haben praktisch nur wir in Europa einen zu kalten Mai erlebt. Weitaus größere Flächen der Erde verzeichneten dagegen positive Abweichungen. Rund +0,5 Grad betrug diese im globalen Mittel – wieder, muss man sagen.

Global fiel der Mai rund ein halbes Grad zu warm aus.
Global fiel der Mai rund ein halbes Grad zu warm aus.

Dass ein Monat global gesehen nämlich zu kalt ausfällt, ist schon sehr lange her. Findet ihr diesen Monat auf der folgenden Grafik? Es ist der kleine blaue Balken im Dezember 1984, seitdem fiel jeder Monat auf der Erde deutlich zu warm aus:

Seit über 35 Jahren ist jeder Monat zu warm!
Seit über 35 Jahren ist jeder Monat zu warm!

Temperaturrekorde

Der zu warme Mai auf der Erde äußert sich auch in einigen Temperaturrekorden. In der Türkei wurde am Donnerstag dieser Woche eine neue Bestmarke für den Mai aufgestellt, 42,8 Grad gab es in Kırıkhan im Süden des Landes:

Auch auf Zypern fiel der nationale Mairekord tags zuvor mit 42,1 Grad in Athalassa:

Weitere Landesrekorde für den Mai gab es in u.a. Kenia, Indonesien,  im Niger, Syrien, Laos, Vietnam und Israel.

Kein Rekord, aber doch eine bemerkenswerte Marke wurde diese Woche in Pakistan geknackt: das erste Mal 2019 wurden auf der Erde 50 Grad gemessen:

 

Quelle Titelbild: pixabay

Die 30 Grad kommen

Die 30 Grad werden am Sonntag geknackt.

Langes Warten

Bis dato hält Kirchberg an der Pielach mit 28,7 Grad noch immer den absoluten Höchstwert im laufenden Jahr. Beachtlich hierbei ist, dass diese Temperatur bereits im April gemessen wurde. Der komplette Mai hinkte hinsichtlich der Temperaturen deutlich hinterher, mehr als 27,0 Grad in Hermagor waren nicht drinnen. Dass bis Anfang Juni kein Hitzetag mit 30 Grad oder mehr registriert wird, ist in den vergangenen Jahren zur Rarität geworden. Meist erlebten die 30 Grad in Zeiten des Klimawandels nämlich schon im Mai, teilweise bereits im April ihre Premiere. Letztmalig so lange warten hieß es 2013, als sogar erst am 13. Juni das erste Mal die 30-Grad-Marke geknackt wurde.

Übersicht des Termins für den „Ersten 30er“ seit 2010:

Jahr Erster 30er des Jahres
2019 Voraussichtlich 02.06.
2018 20. April
2017 19. Mai
2016 22. Mai
2015 05. Mai
2014 21. Mai
2013 13. Juni
2012 27. April
2011 24. Mai
2010 25. Mai

Heißer Westen

Das Tief der vergangenen Tage ist ab Freitag Geschichte, ein Ableger des Azorenhochs übernimmt für einige Tage das Zepter. Dazu strömt von der Iberischen Halbinsel immer wärmere Luft heran, am Samstag klettern die Temperaturen beispielsweise in Bludenz, Innsbruck oder Lienz bereits auf bis zu 27 Grad. Noch ein paar Grad wärmer wird es dann am Sonntag und Montag. Als Anwärter auf die ersten 30 Grad des Jahres 2019 stehen die eben genannten Orte hoch im Kurs. Neben Vorarlberg und Tirol geraten die 30 Grad aber auch in Salzburg, Ober- und Niederösterreich zumindest in Reichweite.

Gut zu sehen ist die Warmluftzufuhr auf der Prognose-Karte des Wettermodells vom DWD (Temperatur in rund 1.500 m Höhe am Sonntag):

Warme Luft aus Südwesteuropa lässt die Temperaturen steigen.
Warme Luft aus Südwesteuropa lässt die Temperaturen steigen.

Quelle Titelbild: pixabay

Mai 2019: Deutlich zu kalt und zu nass

@ https://stock.adobe.com

War der Mai des Vorjahres noch der wärmste seit 150 Jahren, so zeigte sich der diesjährige Mai im Vergleich um ganze 5 Grad kälter. Letztlich fällt er um etwa 2,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel zu kalt aus. Beachtlich war die Abweichung vor allem in höheren Lagen, aber auch im Flachland war es im Schnitt um 2 Grad zu kalt. Vielerorts wurde kein einziges Mal die 25-Grad-Marke erreicht, so auch in 5 von 9 Landeshauptstädten. Zu einem so genannten Sommertag kam es beispielsweise in Innsbruck nur ein einziges Mal, normal wären hier 7 Sommertage im Mai. Mit einem Höchstwert von 27,0 Grad in Hermagor blieb die höchste in Österreich gemessene Temperatur zudem weit von der 30-Grad-Marke entfernt. Als Ursache für diese Bilanz kann die sich wiederholende Lage von Hoch- und Tiefdruckgebieten über Europa angesehen werden. Mehrmals baute sich hoher Luftdruck über dem Ostatlantik auf, weshalb sich Tiefs auf Mittel- und Osteuropa konzentrierten. Dazwischen hatte dies mehrmals Nordströmungen zur Folge, welche dem Alpenraum Kaltluft aus polaren Breiten brachten.

Niederschlagssumme Mai 2019 @ UBIMET
Niederschlagssumme Mai 2019 @ UBIMET

Teilweise doppelte Regenmenge

Nach den zuletzt häufig zu trockenen Monaten weist der Mai 2019 auch diesbezüglich eine gegensätzliche Entwicklung auf. Nahezu im ganzen Land fiel in Summe mehr Niederschlag als üblich. Entlang der Alpennordseite von Vorarlberg bis ins Nordburgenland regnete es im Schnitt 150 bis 200% der normalen Menge, bspw. fiel in Innsbruck, Salzburg und Wien etwa doppelt so viel Regen wie üblich. Besonders der Starkregen am 20. und 21.05.2019 sticht heraus, als am Bodensee und im Bregenzerwald um 200 l/m² innerhalb von zwei Tagen registriert wurden. Hier handelte es sich teilweise um das stärkste Regenereignis seit mindestens 20 Jahren. Dies hat auch zur Folge, dass Alberschwende mit aktuell 400 l/m² die Hitliste in Österreich anführt. Minimal zu trocken war es diesen Monat nur in einem Streifen von Oberkärnten bis zur Buckligen Welt. Aber auch hier fällt aktuell und in den verbleibenden Maitagen noch etwas Regen, die Regenmengen werden sich also landesweit noch etwas anpassen.

Tage mit Niederschlag > 1 l/m² @ UBIMET
Tage mit Niederschlag > 1 l/m² @ UBIMET

Das kühle und nasse Wetter im Mai schlägt sich auch bei den Schneemengen in den Bergen nieder. Am Hahnenkamm bei Reutte liegen aktuell noch immer 75 cm, so viel wie noch nie seit Messbeginn 1986 zu dieser Jahreszeit. Auch abseits der Nordstaulagen liegt noch deutlich mehr Schnee als üblich: Im Kühtai auf 2000 m beispielsweise noch immer 50 cm statt der 10 cm wie im langjährigen Mittel Ende Mai.

Weniger Sonne als üblich

Die logische Konsequenz aus zu kühler Luft und zu viel Niederschlag ist ein Sonnenscheindefizit. Und auch dieses weist der Mai 2019 auf, landesweit wurden bis heute gerade einmal 50 bis 70% der üblichen Sonnenscheindauer erreicht. Zwar zeigt sich die Sonne in den nächsten Tagen wieder häufiger, an der Bilanz wird dies aber nicht mehr viel ändern.

Maximale Windböen Mai 2019 @ UBIMET
Maximale Windböen Mai 2019 @ UBIMET
Blitzdichte Mai 2019 @ UBIMET
Blitzdichte Mai 2019 @ UBIMET

Extremwerte Mai 2019 (Bundesland, Tag des Auftretens); Stand 29.05., 10:00 Uhr

Höchste Temperaturen

  • 27,0 Grad Hermagor (K, 24.)
  • 26,6 Grad Hartberg (ST, 26.)
  • 26,5 Grad Lienz (T, 24.)

Tiefste Temperaturen

  • -8,8 Grad Obergurgl (T, 7.)
  • -8,2 Grad Galtür (T, 7.)
  • -6,8 Grad St. Jakob /Defereggen (T, 7.)

Nasseste bewohnte Orte

  • 400 Liter pro Quadratmeter Alberschwende (V)
  • 394 Liter pro Quadratmeter Sulzberg (V)
  • 306 Liter pro Quadratmeter Bregenz (V)

Trockenste bewohnte Orte

  • 57 Liter pro Quadratmeter Hartberg (ST), Obervellach (K)
  • 59 Liter pro Quadratmeter Leoben (ST)
  • 60 Liter pro Quadratmeter Sekau (ST)

Absolut sonnigster bzw. trübster, bewohnter Ort

  • 167 Sonnenstunden, Mattsee (S)
  • 76 Sonnenstunden, St. Leonhard / Pitztal (T)

Relativ sonnigster bzw. trübster, bewohnter Ort

  • 74 % Millstatt (K)
  • 44 % Mönichkirchen (NÖ)

Stärkste Windspitzen Niederungen

  • 101 km/h Fischbach (ST, 12.)
  • 97 km/h St. Radegund (ST, 13.)
  • 94 km/h Kleinzicken (B, 13.), Friesach (K, 12.)

Stärkste Windspitzen Berge

  • 115 km/h Patscherkofel (T, 8.)
  • 115 km/h Rax (NÖ, 12.)
  • 97 km/h Feuerkogel (OÖ, 9.)

Frühe Hitze in Japan

Vergangenes Wochenende ging in die Geschichte der japanischen Wetteraufzeichnung ein: An etlichen Stationen des Landes lagen die Höchsttemperaturen über 30 Grad Celsius, auf der nördlichsten Insel, Hokkaido, wurden sogar neue Temperaturrekorde aufgestellt.

Federführende Druckgebilde

Zwischen einem Tief über Ostchina und ein flachen Hochdruckgebiet über dem Westpazifik gelangten äußert milde Luftmassen aus tropischen Ursprungs in Richtung Kamtschatka. Dabei wurde selbst in einer Höhe von rund 1500 m über dem Meer rund  20 Grad gemessen. Die ohnehin schon sehr warme Luft überströmte schließlich die nicht minder gebirgige Insel Hokkaido, in der Folge sorgten Föhneffekte (absinkende Luftmassen in der windabgewandten Seite des Gebirges) für einen zusätzlichen Temperatur-Boost.

An der Nordostküste Hokkaidos, im Städtchen  Saroma, wurden am Sonntagnachmittag historische 39,5 Grad gemessen. Beachtlich, denn seit Beginn der Aufzeichnungen blieben die Höchsttemperaturen der Präfektur im Mai stets unter 35 Grad – selbst der höchste je gemessene Wert der Insel lag bei 37,8 Grad (3. Juni 2014 in Otofuke).
Die hochsommerlichen Temperaturen führten zu etlichen Zugsausfällen im Schienenverkehr – präventiv wurden bestimmte Routen nicht befahren. Auch auf den südlichen Inseln wurden verbreitet Höchstwerte über 30 Grad, teils auch neue Rekorde gemeldet.

Wieder nasse Aussichten

Der Ausblick

Die milde und sonnige Witterung der vergangenen Tage war eine willkommene Abwechslung zu dem bislang verregneten und kühlen Mai. Die Freude währt aber nur kurz, denn ab Montag zeichnet sich erneut viel Regen ab. Die gute Nachricht ist: Am Donnerstag ist wiederum Wetterbesserung in Sicht.

Ausschlaggebend dafür sind aus heutiger Sicht zwei Entwicklungen: Zunächst trifft zu Wochenbeginn, ausgehend von einem Mittelmeertief,  feuchte Luft an die Alpensüdseite. Weiters befördert ein Skandinavientief anschließend feucht-kalte Luftmassen an die Nordseite der Alpen. Die Wetterlagen von Montag und Dienstag zeigt euch folgende Animation:

Animation der Wetterlage
Wetterlage am Montag und Dienstag. Quelle: ECMWF

Am Montag gehen nördlichen der Alpen und im Westen bereits tagsüber Schauer und Gewitter nieder. In den Abendstunden wird es auch von Osttirol bis ins Südburgenland zwischenzeitlich nass. In der Nacht auf Dienstag beruhigt sich hier das Wetter vorübergehend, während der Regen zwischen dem Bregenzerwald und dem Mühlviertel anhält.

Nass und kälter am Dienstag, Entspannung am Mittwoch

Der Dienstag startet landesweit unbeständig, vor allem an der Alpennordseite regnet es bereits aus der Nacht heraus verbreitet, teilweise auch kräftig. Im Tagesverlauf trifft eine Kaltfront aus Westen ein und sorgt ebendort für Temperaturen im unteren zweistelligen Bereich: In Vorarlberg sind rund 13 Grad zu erwarten, 20 bis 24 Grad werden hingegen noch im Osten erreicht. Vor dem Luftmassenwechsel entstehen in der Osthälfte zudem etliche Schauer und Gewitter: Die Hotspot liegen im Donauraum sowie in der Südsteiermark.  Dazu kommt im Donauraum auch kurzzeitig lebhaft auffrischender Westwind.
Am Mittwoch ist mit weiteren Schauern und Gewittern von Bregenz bis Linz zu rechnen, insgesamt nimmt die Intensität der Niederschläge aber noch am Vormittag ab.

Regional große Regenmengen

Aus heutiger Sicht rechnen die meisten Wettermodelle von Montagabend bis Mittwochnacht mit 100 bis 120 l/m² Regen, der Niederschlagsschwerpunkt liegt dabei zwischen dem Bregenzerwald und dem Tiroler Unterland. Damit trifft es, wie schon zu Wochenbeginn, wieder den Westen (siehe Starkregen: Über 200 l/m² in Vorarlberg), Überschwemmungen und Murenabgänge sind hier nicht zuletzt wegen der gesättigten Böden wahrscheinlich.
Die entsprechenden Unwetterwarnungen werden in den nächsten Tagen hier auf uwz.at ausgegeben.

Prognostizierter Niederschlag von Samstagnacht bis Mittwochnacht (in mm). Quelle: ECMWF

Quelle Titelbild: https://unsplash.com/@samuelfoster

30 Grad lassen auf sich warten

Negativer Ausreißer

Bis dato hält Schärding mit 25,2 Grad noch immer den absoluten Höchstwert im diesjährigen Mai. Es ist zudem der einzige Ort Österreichs, der im Mai 2019 bislang überhaupt einen Sommertag registrieren konnte. Im Durchschnitt kommen aber beispielsweise Linz, Graz oder auch Wien im Mai auf rund 6 bis 7 Sommertage.

30er immer früher

Im langjährigen Mittel werden die 30 Grad in den Tälern und Niederungen des Landes circa in der ersten Junidekade (01.-10.06.) erreicht. In Zeiten des Klimawandels verschiebt sich dieser Termin aber immer weiter nach vorne. So beweist der Blick in die jüngere Vergangenheit, dass erstmalige 30 Grad im Mai mittlerweile zur Normalität gekommen sind. Vor zwei Jahren wurden sogar das erste Mal in einem Mai 35 Grad gemessen, im Vorjahr fiel der erste 30er bereits im April. Für noch deutlich spätere Premieren der 30 Grad muss man in den klimatologischen Geschichtsbüchern schon etwas weiter nach hinten blättern: So dauerte es in Innsbruck anno 1989 sogar bis Mitte August, ehe die 30 Grad erstmals gemessen wurden.

Übersicht der „Ersten 30er“ und der Höchsttemperaturen im Mai seit 2010:

Jahr Erster 30er des Jahres Höchsttemperatur im Mai (Ort)
2019 25,2 Grad (Schärding)
2018 20. April 32,1 Grad (Enns)
2017 19. Mai 35,0 Grad (Horn) → ÖSTERREICH-REKORD
2016 22. Mai 32,5 Grad (Salzburg)
2015 5. Mai 31,8 Grad (Weyer)
2014 21. Mai 33,0 Grad (Salzburg)
2013 13. Juni 29,1 Grad (Waidhofen/Ybbs)
2012 27. April 32,3 Grad (Innsbruck)
2011 24. Mai 31,4 Grad (Wien-Innere Stadt)
2010 25. Mai 30,6 Grad (Innsbruck)

Wie geht es weiter?

In den kommenden Tagen pendeln sich die Temperaturen im frühsommerlichen Bereich ein, Höchstwerte meist zwischen 17 und 25 Grad entsprechen der Jahreszeit. Die 25 Grad, per Definition ein Sommertag, werden am Freitag beispielsweise in Innsbruck und Lienz erreicht. Am Sonntag steht dann auch dem östlichen Flachland der erste Sommertag des Monats bevor. An die Höchstwerte im April kommen wir aber in den letzten Tagen des Mais nicht mehr heran, so wurden im Vormonat an der Alpennordseite schon bis zu 29 Grad gemessen. Des weiteren ist es bereits jetzt sehr wahrscheinlich, dass der Mai 2019 deutlich zu kalt ausfallen wird.

Quelle Titelbild: pixabay

Schwere Gewitter in den Great Plains der USA

Schwere Gewitter in den Great Plains der USA

Am Montag kam es über den südlichen Great Plains in den USA zu einer klassischen Frühjahrs-Unwetterlage: Während es in mittleren bzw. höheren Lagen der Troposphäre für die Jahreszeit ungewöhnlich starken West- bis Südwestwind gab, strömten in der Grundschicht sehr feuchte Luftmassen vom Golf von Mexiko nach Texas und Oklahoma. Dies sorgte für eine hochreichend labile Schichtung der Luft und in Zusammenspiel mit dem starken Höhenwind waren alle Zutaten für schwere Gewitter vorhanden.

Die Meldungen von Hagel, Böen über 97 km/h und Tornados. © UBIMET
Die Meldungen von Hagel >2,5 cm, Böen >97 km/h und Tornados. © UBIMET

Tornados und Hagel bis 14 cm

Bereits in den Morgenstunden kam es in Oklahoma vereinzelt zu kräftigen Gewitter, in der zweiten Tageshälfte war dann ein breiter Streifen vom Norden von Texas bis in den Süden von Missouri betroffen. In Wellington, Texas, wurden am Nachmittag sogar Hagelkörner mit einer Größe von bis zu 14 cm gemeldet! Weiters gab es mehr als 20 Tornado-Meldungen, teils auch mitten in der Nacht, was eine besonders gefährliche Lage darstellt. In Tulsa, Oklahoma, wurde der Flughafen am Dienstagmorgen von einem Tornado nur knapp verfehlt, dafür kam es zu Schäden am naheliegenden Zoo. Zudem sorgten auch Orkanböen für entwurzelte Bäume und Stromausfälle: In Marshall, Oklahoma, wurden am Montagabend sogar Böen von bis zu 151 km/h gemessen.

Überflutungen

Vor allem im Norden Oklahomas, im Südosten von Kansas sowie im Südwesten von Missouri kam es auch zu großen Regenmengen: In diesen Gebieten fielen von Montagmorgen bis Dienstagabend verbreitet 100 bis 200 Liter pro Quadratmeter Regen. Viele Straßen mussten gesperrt werden, zudem zeichnet sich in den kommenden Tagen auch bei den größeren Flüssen ein schweres Hochwasser ab. In Summe gab es hier im Mai bereits 5- bis 6-mal mehr Niederschlag als üblich.

Titelbild © AdobeStock

Starkregen: Über 200 l/m² in Vorarlberg

Seit Sonntagabend geht es von Vorarlberg bis nach Oberösterreich ausgesprochen nass zu. Handelte es sich anfangs nur um Schauer und Gewitter, so regnet es seit der Nacht auf Montag ohne Pausen durch, meist auch mit starker Intensität. Insbesondere das Ländle ist betroffen, hier wurden seitdem dreistellige Regenmengen gemessen. Entsprechend kam es stellenweise zu Überflutungen und Hangrutschungen.

Um 19:00 Uhr am Dienstagabend bilanziert Alberschwende in Summe bei 210 l/m², selbst in der Landeshauptstadt Bregenz sind es bis dato 195 l/m². Nachfolgend die aktuelle Hitliste der gemessenen Werte über 48 Stunden:

  • 210 l/m² Alberschwende, VA
  • 199 l/m² Sulzberg, VA
  • 195 l/m² Bregenz, VA
  • 153 l/m² Dornbirn, VA
  • 127 l/m² Schoppernau, VA

Aber auch in Tirol wurde die 100 l/m²-Marke stellenweise überschritten (bspw. 112 l/m² in Kössen und 110 l/m² in Tannheim), in Salzburg und Oberösterreich wurden mehrfach um 50 l/m² gemessen.

Aktuell am Dienstagabend liegen die stündlichen Regenmengen noch bei 2-3 l/m² in Vorarlberg und 1 l/m² weiter ostwärts. In dieser Stärke geht es noch bis Mittwochvormittag weiter, bevor sich von Westen hoher Luftdruck durchsetzt und der Regen abklingt. In Summe sind entlang der Alpennordseite über Nacht noch etwa 15-30 l/m² zu erwarten, in Staulagen Vorarlbergs stellenweise auch mehr.

Nachfolgend die analysierten Regenmengen für Montag und Dienstag (bis 18:30 Uhr):

Analysierte Regenmenge Montag @ UBIMET
Analysierte Regenmenge Montag @ UBIMET
Analysierte Regenmenge Dienstag @ UBIMET
Analysierte Regenmenge Dienstag @ UBIMET

 

Titelbild @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/lofer/

Starkregen im Westen: 100 bis 150 l/m²

Durch Dauerregen lokale Überflutungen

Ein Tief wandert derzeit vom Alpenostrand in Richtung Tschechien und den Osten von Deutschland. Dabei wird feuchte und labile Luft vom Mittelmeer in einem großen Bogen über Osteuropa nach Deutschland und Österreich geschaufelt. In dieser Luftmasse bilden sich im Tagesverlauf verbreitet Schauer und Gewitter, die in der Nacht auf Dienstag in intensiven Dauerregen übergehen.

Großwetterlage sorgt für viel Regen im Westen.

Lokal besteht Vermurungs- und Überflutungsgefahr!

Bis Mittwochfrüh regnet es vom Vorarlberg bis Salzburg und dem Innviertel verbreitet 50 bis 100 l/m². In den Staulagen der Nordalpen, also vom Bregenzerwald bis zum Loferer Land sind stellenweise auch knapp an die 150 l/m² zu erwarten.

Regenmengen bis Mittwochfrüh
Regenmengen bis Mittwochfrüh

Die Schneefallgrenze befindet sich dabei um die 2000 m, in den Gletscherregionen kommt also einiges an Neuschnee hinzu. Aufgrund der doch relativ tiefen Schneefallgrenze ist auch die Überflutungsgefahr an den größeren Flüssen wie Bregenzer Ache, Lech, Inn oder Salzach nur gering, da doch ein guter Teil des Niederschlags als Schnee gebunden wird.

Bäche oder kleinere Flüsse können aber stellenweise schon ausufern und für lokale Überflutungen führen. Örtlich ist auch mit Murenabgängen zu rechnen. Hier spielt auch noch das zusätzliche Wasser durch die Schneeschmelze in mittleren Höhen eine Rolle.

Am Mittwoch Wetterberuhigung

Am Mittwoch zieht das Tief nach Nordosten ab, somit klingt der Dauerregen von Westen her ab. Allerdings ziehen weitere Schauer durch, im Nordosten von Österreich sind auch Gewitter möglich. Die zweite Wochenhälfte verläuft dann deutlich freundlicher und frühlingshaft mild. Ganz beständig ist es aber nicht, vor allem im Bergland muss man an den jeweiligen Nachmittagen mit Schauern und Gewittern rechnen.

Titelbild: Adobe Stock

Große Regenmengen in den nächsten Tagen

Heftige Regenschauer werden in den kommenden Tagen niedergehen.

Ein Tief nistet sich in den kommenden Tagen über Mitteleuropa ein, am Dienstag beispielsweise dreht es über dem Grenzbereich von Deutschland und Tschechien seine Kreise. Das Tief ist angereichert mit feucht-labiler Luft, womit zumindest lokal große Regenmengen drohen:

Ein Tief über Mitteleuropa versorgt uns mit Regen.
Ein Tief über Mitteleuropa versorgt uns mit Regen.

Am Sonntag gehen im Laufe des Nachmittags vor allem vom Bregenzerwald bis zum Salzkammergut Schauer und Gewitter nieder, auch im Mühl- und Waldviertel sowie von Osttirol bis zur Steiermark sind diese zu erwarten. Unwetterpotential ist aber noch nicht gegeben, die Regenmengen fallen nicht so groß aus.

Der Montag bringt dann aber verbreitet teils intensive Regenschauer und Gewitter. Ab dem Nachmittag regnet es dann im Westen schauerartig verstärkt und zum Teil heftig. Auch der Dienstag hat verbreitet Regenschauer und Gewitter im Angebot.

Der Mai fiel bislang schon deutlich zu nass aus, in St. Pölten zum Beispiel ist schon doppelt so viel Regen gefallen wie sonst üblich, in Eisenstadt sogar eineinhalb mal so viel.

Landeshauptstadt Regenmenge 01.-17.05.2019 Abweichung zum langjährigen Mittel
Wien 89 l/m² 135%
St. Pölten 83 l/m² +98%
Eisenstadt 90 l/m² +150%
Linz 68 l/m² +84%
Graz 45 l/m² -2%
Klagenfurt 57 l/m² +43%
Salzburg 113 l/m² +60%
Innsbruck 63 l/m² +80%
Bregenz 80 l/m² +16%

Schauen wir auf die erwartenden Regenmengen: Hier die aufsummierten Regenmengen bis Donnerstag exemplarisch vom Wettermodell des DWD. In den Bergen fallen verbreitet 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter. Noch deutlich mehr dürfte es nach diesem Modell in den Nordstaulagen Vorarlbergs, Tirols und Salzburgs werden. Dort werden 100 bis 200 l/m² erwartet!

Große Regenmengen im westlichen Bergland.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Umstellung der Großwetterlage bringt Föhn und Gewitter

Vom Winter in den Frühling

Der Alpenraum lag in den vergangenen Tagen wiederholt unter Tiefdruckeinfluss, dabei gelangten mit einer überwiegend nordöstlichen Strömung schubweise feuchte und für die Jahreszeit sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs ins Land. Auch vergangene Nacht sorgte ein Höhentief über Ostösterreich für teils kräftigen Regen von Oberösterreich bis zum Burgenland.

12-Stunden-Regenmengen bis Donnerstagmorgen
12-Stunden-Regenmengen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET

Anbei die nassesten Orte in den letzten 24 Stunden (Stand 14 Uhr):

  • 25,4 mm Kierling
  • 24,9 mm Langenlebarn
  • 22,5 mm Wien – Jubiläumswarte
  • 21,2 mm Tulln
  • 21,0 mm Stockerau
  • 20,8 mm Wien – Innere Stadt

Der Mai war bislang außergewöhnlich kalt, so lag die Abweichung zur Monatsmitteltemperatur in der ersten Maihälfte etwa 4 Grad unter dem langjährigen Schnitt. Gebietsweise wurde auch schon die durchschnittliche Niederschlagsmenge übertroffen, wie etwa in östlichen Donauraum vom Mostviertel über das Wiener Becken bis zum Nordburgenland sowie auch in den Karawanken. Auf den Bergen liegt zudem noch ungewöhnlich viel Schnee für die Jahreszeit: Mancherorts in den Nordalpen gab es seit Messbeginn noch nie so viel Schnee so spät im Mai wie heuer.

Schneehöhe am Hanenkamm im Außerfern
Schneehöhe am Hahnenkamm im Außerfern. © Land Tirol
Viel Schnee auf den Bergen
Aktuelle Schneehöhe in Österreich. © UBIMET

Wetterumstellung

Am Donnerstag verlagert sich das Höhentief unter Abschwächung nach Bayern und am Freitag weiter nach Westdeutschland. Im Alpenraum dreht die Höhenströmung dabei von Nordost auf Süd und in den prädestinierten Föhntälern der Alpen kommt am Freitag lebhafter bis kräftiger Südföhn auf. Am Samstag wird das Höhentief von einem umfangreichen Tiefdruckgebiet über West- bzw. Südwesteuropa eingefangen und mit einer anhaltenden Südströmung gelangen feuchmilde Luftmassen vom Mittelmeer nach Österreich.

Höhentief
Das Höhentief zieht nach Westen und im Alpenraum wird es föhnig. © UBIMET/NCEP

Zunehmend föhnig am Freitag

Am Freitag scheint von Vorarlberg bis zum Mostviertel nach Auflösung lokaler Nebelfelder oder Restwolken häufig die Sonne. Im Süden und Südosten halten sich dagegen hochnebelartige Wolken, welche sich tagsüber in flache Quellwolken umwandeln. Zumindest zwischendurch kommt aber auch hier die Sonne zum Vorschein und bis auf einzelne gewittrige Schauer in den Dolomiten sowie vereinzelt auch im Grenzbereich zu Bayern bleibt es trocken. Der Wind frischt lebhaft, im Großraum Innsbruck auch kräftig aus Süd auf und die Temperaturen steigen auf 14 bis 22 Grad.

Lokale Gewitter am Wochenende

Am Wochenende scheint an der Alpennordseite und im Osten bei nur harmlosen Wolken häufig die Sonne. Mehr Wolken gibt es dagegen im äußersten Westen und im Süden, zudem gehen besonders am Alpenhauptkamm sowie in Osttirol und Oberkärnten ein paar Schauer nieder. Am Samstag sind im Bregenzerwald und im Außerfern erste gewittrige Schauer zu erwarten, am Sonntag nimmt die Gewitterneigung dann entlang der gesamten Nordalpen, im Mühl- und Waldviertel sowie teils auch in Unterkärnten und der Weststeiermark an. Die Temperaturen erreichen bis zu 24 Grad im östlichen Flachland.

Titelbild ©Adobe Stock

Maischnee und Kälterekorde auf Korsika

Maischnee und Kälterekorde auf Korsika

Korsika lag am Mittwochmorgen zwischen einem Bodentief über dem westlichen Mittelmeer und dem Höhentief über Norditalien. Dies hat zu einer Gegenstromlage geführt, bei der kühle Luftmassen arktischen Ursprungs in tiefen Lagen von sehr feuchter Mittelmeerluft in mittleren Höhen überströmt wurden. Die Schneefallgrenze ist dabei vorübergehend auf 600, vereinzelt auch 500 m abgesunken. Für den Monat Mai stellt dies ein absolut außergewöhnliches Ereignis dar.

Col de Vizzavona gesperrt

Bereits in Höhenlagen um 700 m wie etwa in Vivario gab es am Mittwochmorgen ein paar Zentimeter Nassschnee. Ab einer Seehöhe von rund 900 m gab es besonders im zentralen und nördlichen Bergland Mengen um 5 cm, auf der Passstraße „Col de Vizzavona“ auf 1.163 m waren es sogar 10 cm. Die Passstraße musste  in den Morgenstunden gesperrt werden, mittlerweile hat sich das Wetter aber beruhigt und die Straße ist wieder befahrbar. Da die Schneedecke ein hohes Wasseräquivalent hatte und die Bäume bereits belaubt sind, kam es zudem stellenweise auch zu Schneebruch.

Kälterekorde

Der Kaltlufteinbruch hat am Mittwoch auch für neue Kälterekorde für den Monat Mai gesorgt, welche zudem erst beim Kaltlufteinbruch vor einer Woche aufgestellt wurden. Etwa in Pietralba, einem Ort im nördlichen Bergland auf einer Seehöhe von 510 m, wurde mit 0,9 Grad die tiefste Maitemperatur seit Messbeginn im 1991 gemessen. In der Hafenstadt L’Île-Rousse gab es mit 5,6 Grad die tiefste Maitemperatur seit 1988.

Wetterextreme und Klimawandel

Während es in Mitteleuropa derzeit verbreitet zu kühl für die Jahreszeit ist, liegen die Temperaturen auf der Iberischen Halbinsel und in Teilen Russlands deutlich über dem langjährigen Mittel. Ursache für diese Temperaturextreme in Europa ist eine blockierte Wetterlage. Vor wenigen Tagen wurden am Polarkreis im Norden Russlands Temperaturen von knapp 30 Grad gemessen, Details dazu gibt es hier. Global betrachtet war der Mai bislang um etwa 0,5 Grad zu warm.

Hochwasser im Norden von Bosnien-Herzegowina und örtlich in Kroatien

Überschwemmungen

Seit Sonntag führt ein Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer sehr feuchte Luftmassen in den Balkan. Besonders im Nord- bzw. Nordoststau des Dinarischen Gebirges gab es in Summe teils über 100 Liter pro Quadratmeter Regen in weniger als 48 Stunden.

Regen am Sonntag Regen am Montag
 Ogulin (Kroatien) 94 mm 34 mm
 Bihac (BiH) 84 mm 53 mm
 Banja Luka (BiH) 49 mm 62 mm
 Sanski Most (BiH) 40 mm 39 mm
 Jajce (BiH) 24 mm 49 mm

Hochwasser

Einige Flüsse im Norden von Bosnien und Herzegowina sowie in Teilen Kroatiens führen derzeit Hochwasser und gebietsweise gab es auch Überschwemmungen. Besonders hoch sind derzeit etwa die Pegel der Flüsse Una und Sana. Einen hohen Pegelstand weist zudem auch die Korana kurz vor ihrer Mündung in die Kupa in der Stadt Karlovac auf.

Pegel der Sana
Pegelverlauf der Sana in Sanski Most. © DHMZBIH

Besserung in Sicht

In diesen Regionen kommen Erinnerungen an das schwere Hochwasser im Jahr 2014 hoch, ein vergleichbares Ereignis ist aber nicht zu erwarten, da der Tiefdruckeinfluss in der zweiten Wochenhälfte nachlässt und es spätestens ab Donnerstag wieder überwiegend trocken bleibt.





Titelbild © Adobe Stock

Blockierte Wetterlage sorgt für Wetterextreme in Europa

Stürmischer Wind in Triest

Europa liegt zwar klimatologisch in der Westwindzone, derzeit ist der atlantische Einfluss auf unser Wetter allerdings verschwindend gering: Das Westwindband über dem Ostatlantik wird nämlich von einem blockierenden Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln nordwärts umgelenkt. An der Ostflanke des Hochs wird in Mitteleuropa gleichzeitig der Weg frei für kalte Luftmassen aus dem hohen Norden.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Dienstag. © UBIMET / NCEP
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe in der Nacht auf Dienstag. © UBIMET / NCEP

Wettergegensätze

Die festgefahrene Wetterlage sorgt quer über Europa für markante Temperaturgegensätze. Während die Iberische Halbinsel sowie in abgeschwächter Form auch die Britischen Inseln unter dem Einfluss subtropischer Luftmassen liegen, gelangt nach Mitteleuropa erneut ein Schwall kühler Luft arktischen Ursprungs. An der Ostflanke der Tiefdruckgebiete über Mitteleuropa strömen wiederum ungewöhnlich warme Luftmassen bis in den Norden Russlands.

Anbei eine Auswahl an Höchstwerten von Sonntag:

  • 34 Grad Sevilla (Spanien)
  • 33 Grad Lissabon (Portugal)
  • 31 Grad Porto (Portugal)
  • 29 Grad Madrid (Spanien)
  • 25 Grad Belgrad (Serbien)
  • 23 Grad Moskau (Russland)
  • 16 Grad Murmansk (Russland)
  • 14 Grad Wien (Österreich)
  • 13 Grad Venedig (Italien)
  • 12 Grad Bern (Schweiz)
  • 10 Grad Linz (Österreich)
  • 8 Grad München (Deutschland)
  • 7 Grad Salzburg (Österreich)

An dieser Verteilung ändert sich in den kommenden Tagen vorerst wenig, so gibt es in Spanien und Portugal sowie in der Türkei hochsommerliche Temperaturen. Von Tschechien über den Süden und Osten Österreichs bis nach Kroatien und Bosnien bleiben die Temperaturen dagegen meist einstellig und häufig fällt Regen bzw. oberhalb von 700 bis 1200 m Schnee. Erst im Laufe der zweiten Wochenhälfte ist in ganz Österreich mit einem spürbaren Temperaturanstieg zu rechnen.

Höchstwerte am Dienstag. © UBIMET / DWD
Höchstwerte am Dienstag. © UBIMET / DWD

Stürmische Bora

An der Adria zwischen dem Golf von Triest und Norddalmatien sorgt die Druckkonstellation mit einem Hoch über der Nordsee und einem Tief im Mittelmeerraum für teils stürmische Bora. Es handelt sich dabei um einen kalten, böigen Fallwind aus nordöstlicher Richtung, der an der Westflanke des Dinarischen Gebirges wasserfallartig hangabwärts weht. In der Nacht auf Dienstag zeichnen sich besonders westlich vom Velebit – wie etwa auf der Insel Pag – abschnittsweise Orkanböen bis 130 km/h ab. Im Winter erreicht die Bora sogar noch höhere Windspitzen, so gab es etwa im Februar in Makarska Böen bis 191 km/h.

In den kommenden Tagen weht teils stürmische Bora. © UBIMET
In den kommenden Tagen weht teils stürmische Bora. © UBIMET

Während an der Adria Bora weht, kommt auch im Alpenraum und im westlichen Mittelmeerraum teils stürmischer Nord- bis Nordostwind auf. Je nach Region trägt dieser unterschiedliche Namen: Im Rhonetal in Frankreich weht Mistral, im Schweizer Mittelland Bise und in den Alpen vom Tessin über Südtirol bis in die Steiermark Nordföhn.

Typische Bezeichnungen für Nordwest bis Nordostwind im Alpenraum.
Typische Bezeichnungen für Nordwest- bis Nordostwind im Alpenraum. © UBIMET

Titelbild © Adobe Stock

16.000 Blitze – Eisheilige starten mit heftigen Gewittern

Am Samstag gewitterte es in Österreich lokal heftig.

Heftige Gewitter am Samstag

Am Samstag, mit Mamertus dem ersten Tag der Eisheiligen, gingen vor allem in der Steiermark, im Burgenland und im südlichen Niederösterreich zum Teil heftige Gewitter nieder. Insgesamt erfasste unser Blitzmessnetz gut 16.000 Entladungen, diese teilten sich zu je einem Drittel auf die genannten Bundesländer auf. Die Nase vorne hatte Niederösterreich mit mehr als 5.500 Blitzen, dort ist mit Neunkirchen auch der blitzreichste Bezirk Österreichs beheimatet.

Gut zu sehen sind die Gewitter-Hotspots auf der Österreichkarte:

Blitze am Samstag.
Blitze am Samstag.

Neben zahlreichen Blitzeinschlägen kam es lokal zu großen Regenmengen, in Mattersburg wurden gestern 98 Liter pro Quadratmeter gemessen. Das ist deutlich mehr, als dort sonst in einem gesamten durchschnittlichen Mai an Regen fällt. 50 l/m² wurden in Reichenau an der Rax registriert, 40 in Puchberg am Schneeberg.

Hier eine Übersicht der Top 10 von gestern:

Regenmengen am Samstag.
Regenmengen am Samstag.

Kalter Servatius und Bonifatius

Die Gewitter bildeten sich im Vorfeld einer Kaltfront, die mittlerweile das ganze Land erfasst hat. Am heutigen Sonntag (Pankratius) fällt in Vorarlberg und Tirol schon oberhalb von rund 1000 m Schnee, in Warth am Arlberg liegt somit seit mehr als einem halben Jahr durchgehend Schnee. Am Montag (Servatius) geht es wechselhaft, stürmisch und mit 4 bis 14 Grad deutlich zu kalt für Mitte Mai weiter, Schnee ist schon oberhalb von 1000 bis 1300 m ein Thema. Mit Höchstwerten von nur 2 bis 12 Grad kühlt es am Dienstag sogar noch weiter ab. Damit ist es um 10 bis 15 Grad kälter, als in einem durchschnittlichen Mai. Spätwinterlich wird es dabei noch einmal vor allem in Lagen oberhalb von 700 bis 1000 m, hier schneit es immer wieder. Dazu bleibt der unangenehme, kräftige Nordwestwind erhalten, von Osttirol bis zum Wechsel sind Sturmböen einzuplanen.

Hier sieht man gut, dass vor allem die Berge eine ordentliche Portion Neuschnee abbekommen, 30 bis 40 cm fallen vom Großvenediger bis zur Rax.

Neuschnee bis Dienstag
Neuschnee bis Dienstag

Trend geht nach oben

Nach dem Tiefpunkt bei den Temperaturen am Dienstag kommt der Frühling in der zweiten Wochenhälfte allmählich wieder auf Touren. Zwar müssen wir weiterhin auf beständiges Hochdruckwetter warten, am Donnerstag sind aber schon wieder bis zu 17 Grad zu erwarten. Der Freitag hat dann sogar Werte um 20 Grad im Repertoire und aus heutiger Sicht setzt sich auch am kommenden Wochenende der Trend hin zu frühsommerlichen Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad fort.

Quelle Titelbild: pixabay

Am Samstag im Vorfeld einer Kaltfront teils kräftige Gewitter

Aufnahme der UBIMET-Foto-Webcam am Dach des Ares-Towers vom 12.07.2016 © https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien

Das Jahr 2019 erweist sich im Vergleich zu anderen Jahren bislang als ungewöhnlich blitzarm, so wurden seit Jahresbeginn nur knapp 4.000 Blitze österreichweit vom Blitzmessnetz von UBIMET registriert. Im Jahr 2018 waren es im selben Zeitraum hingegen 166.000 Entladungen, zudem gab es ab April durchgehend sommerliche Temperaturen. Heuer sorgen Kaltluftvorstöße aus dem hohen Norden seit Ende April hingegen für unterdurchschnittliche Temperaturen.

Heuer gab es deutlich weniger Blitze als im 2018
Blitzdichte im Frühjahr 2018 und 2019. © UBIMET

Zunehmende Gewitterneigung

Am Samstag ziehen von Vorarlberg bis Oberösterreich von Beginn an einige Wolken durch und vereinzelt gehen hier schon am Vormittag Schauer nieder. Im Süden und Osten gibt es dagegen noch längere sonnige Abschnitte. Im Laufe des Tages nimmt die Gewitterneigung ausgehend vom Bergland im ganzen Land zu, in den Abendstunden zeichnen sich von Kärnten über die Steiermark bis nach Niederösterreich auch kräftige Gewitter ab. Örtlich besteht dabei die Gefahr von Platzregen, Hagel und stürmischen Böen. Die Temperaturen erreichen zuvor von West nach Ost 13 bis 22 Grad.

Druckverteilung in etwa 5500 m am Samstagabend
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Samstagabend. © UBIMET / NCEP

Am Muttertag trüb und teils nass

Am Sonntag dominieren die Wolken und vor allem von Vorarlberg bis zur nördlichen Obersteiermark fällt verbreitet Regen. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 900 m in den westlichen Nordalpen und etwa 1400 m an Alpenostrand. Abseits der Alpen gibt es im Tagesverlauf längere trockene Abschnitte, die Wolken lockern aber höchstens kurzzeitig auf. Der Wind frischt lebhaft bis kräftig, vom Grazer Bergland bis zum Mittelburgenland auch stürmisch aus Nordwest auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 5 Grad im Außerfern und 16 Grad im äußersten Osten.

Noch kühler zu Wochenbeginn

Unter anhaltendem Tiefdruckeinfluss gehen die Temperaturen zu Wochenbeginn weiter zurück, so liegen die Höchstwerte selbst im Flachland nur noch um oder knapp oberhalb der 10-Grad-Marke. Am Dienstag sinkt die Schneefallgrenze im östlichen Bergland zudem vorübergehend sogar auf 900 bis 600 m ab. Erst in der zweiten Wochenhälfte kündigen sich dann eine zögerliche Wetterbesserung und wieder steigende Temperaturen an.

Schneeräumung auf den Passstraßen: Meterhoher Schnee in den Alpen

Schneeräumung mit Schneefräse

Der Winter 2018/19 brachte vor allem im Jänner außergewöhnliche Schneemassen in den Nordalpen. Derzeit liegt in den Hochlagen weiterhin überdurchschnittlich viel Schnee für die Jahreszeit, zudem haben mehrere Kaltluftvorstöße in den vergangenen Wochen für weiteren Neuschnee gesorgt. Dies macht vor allem den Mitarbeitern der hochalpinen Passstraßen zu schaffen, welche seit mehreren Wochen mit der jährlichen Schneeräumung beschäftigt sind.

Seit Jänner liegt überdurschnittlich viel Schnee in den Nordalpen
Seit Jänner liegt überdurchschnittlich viel Schnee in den Nordalpen. © Land Tirol

Bis zu 10 Meter Schnee

Wenn im Winter im Hochgebirge Schnee fällt, kommt es auf dem unebenen Gelände zu stark unterschiedlichen Schneehöhen: Der teils stürmische Wind verfrachtet den Schnee nämlich von Kuppen und Rücken und füllt dabei Mulden und Rinnen auf. Stellenweise türmt sich der Schnee hier bis zu 10 Meter auf, wie das folgende Bild, welches vor wenigen Tagen bei den Räumungsarbeiten der Timmelsjoch Hochalpenstraße entstanden ist, eindrücklich zeigt. Die Rotationspflüge fräsen sich bei solchen Schneemassen schichtweise nach unten und schleudern den Schnee bis zu 50 Meter weit.


Auch an der Großglockner Hochalpenstraße wurde im Zuge der Räumungsarbeiten an manchen Stellen von Schneehöhen bis zu 10 Meter berichtet. Der Durchstich fand heuer am 8. Mai statt, also etwa zwei Wochen später als im Jahr 2018. Am 10. Mai wird die Straße für Autos freigegeben.

Hochalpenstraße
Die Wallack-Rotations-Schneefräse im Einsatz. © Großglockner Hochalpenstraße

Ähnliche Bilder gibt es derzeit auch in der Schweiz und in Italien. Hier werden in diesen Wochen etwa der Gotthardpass und das Stilfser Joch vom Schnee befreit.

Frühjahr 2018 vs. 2019

Auch der Winter 2017/18 war in den Alpen schneereich, so lag Mitte April im Jahr 2018 und 2019 vergleichbar viel Schnee. Während im Jahr 2018 der April und Mai allerdings außergewöhnlich mild verliefen mit sommerlichen Temperaturen und einer rekordverdächtigen Schneeschmelze, gab es heuer mehrere Kaltluftvorstöße mit Schneefall und unterdurchschnittlichen Temperaturen. Durch diesen gegensätzlichen Witterungsverlauf in den letzten Wochen liegt derzeit deutlich mehr Schnee als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr. In den kommenden Tagen steht zudem ein weiterer Kaltluftvorstoß bevor.

10. April 10. Mai
Galzig / St. Anton, 2079 m 230 cm (2018)

210 cm (2019)

40 cm (2018)

173 cm (2019)

Zugspitze, 2964 m 410 cm (2018)

435 cm (2019)

315 cm (2018)

525 cm (2019)

Pitztaler Gletscher, 2864 m 280 cm (2018)

342 cm (2019)

204 cm (2018)

344 cm (2019)

Sonnblick, 3105 m 433 cm (2018)

371 cm (2019)

371 cm (2018)

487 cm (2019)

Villacher Alpe, 2117 m 205 cm (2018)

130 cm (2019)

0 cm (2018)

155 cm (2019)

Für die alpinen Gletscher bedeutet das kühle Frühjahr zwar einen verzögerten Beginn der Ablationsperiode, für die Massenbilanz ist aber in erster Linie die Witterung in den Sommermonaten von Juni bis August entscheidend. Wenn es in dieser Zeit über viele Wochen hinweg überdurchschnittliche Temperaturen gibt, wird die Schneeschmelze rasch nachgeholt.

Titelbild © https://www.facebook.com/grossglocknerstrasse/

Erste Hitzewelle in Spanien und Portugal

Wetterlage zum Muttertag mit der Temperatur in 1500 m Höhe @ UBIMET, NCEP

Immer, wenn in Mitteleuropa ungewöhnlich warme oder kalte Luft weit aus südlichen bzw. nördlichen Breiten herangeführt wird, muss es irgendwo daneben eine ausgleichende Luftströmung geben, die entsprechend in die umgekehrte Richtung führt. Denn zum Einen ist die Natur immer bestrebt Gegensätze auszugleichen, zum Anderen drehen sich Druckgebilde und haben eben zwei verschieden temperierte Seiten.

Höchsttemperaturen Dienstag, 14.05.2019 @ UBIMET
Höchsttemperaturen Dienstag, 14.05.2019 @ UBIMET

Als Folge des Kaltluftvorstoßes am Sonntag baut sich über Westeuropa ein Hochdruckgebiet auf, sein Zentrum liegt etwa bis Mittwoch über den Britischen Inseln. Da sich die Luft beim Hoch im Gegenuhrzeigersinn dreht, wird an dessen Südflanke tropische Luft direkt aus der Sahara angezapft und bis Südspanien und Portugal geführt. Zwar kommt das in diesen Regionen auch im Mai immer wieder mal vor, doch hat es meist nur Temperaturen bis zu 30 Grad zur Folge. Dieses Mal ist die Luft ausgesprochen heiß und liegt über mehrere Tage hinweg beständig etwa 10 Grad über dem Mittel.

https://stock.adobe.com
https://stock.adobe.com

Werden am Sonntag bei uns im Schnitt gerade einmal etwa 10 Grad erreicht, so steigt das Thermometer in Sevilla auf 34 Grad, in Cordoba werden 36 Grad erwartet. Am Dienstag sind hier sogar 37 Grad möglich, gebietsweise wird es zwischen 32 und 35 Grad heiß. Erst ab Mittwoch geht die Hitze wieder auf normale Werte zurück.

 

Titelbild: Wetterlage zum Muttertag mit der Temperatur in 1500 m Höhe @ UBIMET, NCEP

Eisheilige werden ihrem Namen gerecht

@ https://stock.adobe.com

Stellenweise kälteste Mainacht seit über 30 Jahren

Die vergangene Nacht fiel im Westen und Süden gebietsweise frostig aus. Bei aufklarendem Himmel und nur schwachem Wind konnte sich die Luft selbst in tiefen Lagen vielerorts unter den Gefrierpunkt abkühlen. Selbst in den Landeshauptstädten Innsbruck, Klagenfurt und Graz gab es leichten Frost – zuletzt war dies hier in einem Mai im Jahr 1985 der Fall. Vielerorts mussten Obstbäume geschützt werden.

Hitliste der Tiefstwerte bewohnter Orte (Nacht auf Dienstag, 07.05.2019):

-6,9 Grad Bichlbach (TI, 1073 m)

-6,8 Grad St. Jakob/Defereggen (TI, 1383 m)

-6,3 Grad St. Leonhard/Pitztal (TI, 1454 m)

-6,3 Grad Tannheim (Ti, 1101 m)

-4,5 Grad Flattnitz (KÄ, 1437 m)

-4,4 Grad Weitensfeld (KÄ, 704 m)

-4,2 Grad Ehrwald (TI, 982 m)

Bis zu 22 Grad ab Mittwoch

Der Tiefpunkt bei den Temperaturen ist nun erst einmal überstanden, die kommenden Tage verlaufen allesamt deutlich milder. Meist liegen die Höchstwerte zwischen 15 und 20 Grad, vor allem am Mittwoch und am Freitag scheint auch häufig die Sonne und bringt die Temperaturen mancherorts gar auf bis zu 22 Grad. Am Samstag deuten sich derartige Werte zum vorerst letzten Mal an. Im Westen zieht bereits am Vormittag Regen auf, im Süden und Osten wird die wärmere Luft am Nachmittag mit teils kräftigen Gewittern ausgetrieben.

Temperatur in 1500 m Höhe am Sonntag, 12.05.2019 @ UBIMET, NCEP
Temperatur in 1500 m Höhe am Sonntag, 12.05.2019 @ UBIMET, NCEP

Temperatursturz zum Muttertag

Pünktlich zu Pankratius, dem ersten Tag der Eisheiligen und damit ausgerechnet zum Muttertag hat die Kaltluft schließlich das ganze Land erreicht. Mit Höchstwerten von nur noch 6 bis 13 Grad liegen die Temperaturen durchschnittlich um 10 Grad niedriger als zuvor. Dazu fällt aus dichten Wolken zeitweise Regen und der Wind weht kräftig bis stürmisch aus Nordwest. Schnee ist bereits oberhalb von etwa 1000 m wieder ein Thema.

Die Eisheiligen erstrecken sich bis zur Kalten Sophie am 15. Mai, den Mittwoch. Und nach aktuellem Stand bleibt das Wetter auch ziemlich genau bis dahin wechselhaft und für die Jahreszeit zu kühl. Beständiges Hochdruckwetter in Verbindung mit frühsommerlichen Temperaturen ist vorerst also nicht in Sicht.

Unwetter: Vor allem Italien betroffen

Tramontana Gardasee @ https://www.facebook.com/ReteMeteoAmatori

Durch den südwärts gerichteten Kaltluftvorstoß über Europa wurde am Samstag über Italien die Bildung eines kräftigen Tiefs ausgelöst. Es intensivierte sich am Sonntag rasch und verlagerte sich zur Adria. Im Nordwesten des Landes kam dadurch starker Nordwind auf, der in einigen Regionen Sturmstärke erreichte. Durch lokale föhnige Effekte verstärkt, wehte der so genannte Tramontana in Ligurien und am Gardasee mit Böen um 100 km/h. Besonders am letztgenannten Gardasee hatte dies hohen Wellengang und Schäden an den Ufern bzw. in Häfen zur Folge:

Enorme Schneemassen und lokale Überschwemmungen

Durch das Tief über Italien fielen die Niederschläge in den Apenninen und an der Alpensüdseite noch kräftiger als hierzulande aus. In tiefen Lagen handelte es sich meist um Regen, südwestlich von Bologna wurden bis zu 95 l/m² gemessen, hier kam es zu lokalen Überschwemmungen. In höheren Lagen fiel entsprechend Schnee, oberhalb von grob 1000 m wurden in Südtirol und Ligurien bis zu 70 cm Neuschnee verzeichnet. Selbst in der Toskana fielen in den Hochlagen wahre Schneemassen.

Hagelunwetter an der Adria

Während in den höheren Regionen durch den Schnee alles weiß gefärbt wurde, sorgte andernorts in Italien enormer Hagelschlag für weiße Straßen, bspw. in Ancona an der Adriaküste:

Orkanböen in Südfrankreich

Kaltluftvorstöße in den Mittelmeerraum haben für gewöhnlich auch einen Mistral in Frankreich zur Folge. Luft strömt nach Süden und wird im Rhonetal zwischen dem Zentralmassiv und den Alpen kanalisiert und damit beschleunigt. Die Region ist diesen Wind an sich gewohnt, doch so kräftig wie am Sonntag war er schon länger nicht mehr. Lokal wurden bis zu 155 km/h gemessen:

 


 

 

Titelbild: Tramontana Gardasee @ https://www.facebook.com/ReteMeteoAmatori

Schnee im Mai – eine Seltenheit

Über Nacht zog eine kräftige Kaltfront über die Alpen hinweg und über dem Golf von Genua bildete sich ein Tief. Die kalte Luft in Verbindung mit der Feuchtigkeit aus dem Mittelmeerraum führen derzeit zu kräftigem Schneefall. So schneit es nördlich der Alpen bis knapp unter 400 m herab, in den Landeshauptstädten Bregenz, Innsbruck und Salzburg wurde Schneefall registriert und die Hausdächer wurden weiß.

Zuletzt gab es im Mai Schneefall bzw. Schneeregen in Bregenz 1987, in Innsbruck 1997 und in Salzburg 2005. Im Süden liegt die Schneefallgrenze etwas höher, in Kärnten fallen bis auf rund 600 m nasse Flocken.

Deutlich mehr Schnee liegt dann in den Tälern oberhalb von rund  800 m. Von Vorarlberg bis in die Obersteiermark sind verbreitet 5 bis 15 cm Neuschnee gefallen, aber auch in Osttirol gab es in den Hochtälern reichlich Neuschnee.


Rund 15 cm Neuschnee liegen derzeit in Reutte in Tirol

Tiefwinterlich auch im Bregenzerwald
Tiefwinterlich auch im Bregenzerwald

Tiefpunkt erreicht

Winterlich geht es auch in den kommenden Stunden weiter, die Schneefallgrenze steigt tagsüber aber auf 600 bis 900 m an. In der kommenden Nacht schneit und regnet es dann vor allem noch vom Tiroler Unterland bis zum Alpenostrand, dabei kann es wieder bis knapp unter 500 m winterlich werden.  Zu Wochenbeginn lässt der Niederschlag dann rasch nach und der gefallene Schnee schmilzt wieder ab.

Bis zur Wochenmitte wird es wieder frühlingshaft mild, am Mittwoch werden mit Südföhn schon wieder 21 Grad erreicht. Allerdings könnte sich pünktlich zu den Eisheiligen wieder kältere Luft zu den Alpen strömen. Wir halten euch dazu am Laufenden.

Titelbild: www.foto-webcam.eu/webcam/scheibenhaus

Am Wochenende Wintereinbruch mit Schneefall bis in die Täler

Schnee im Frühling. © Nikolas Zimmermann

Die Kaltfront eines Skandinavientiefs erfasst an diesem Wochenende den Alpenraum. Da ein blockierendes Hoch über Grönland sämtliche atlantische Tiefdruckgebiete von Europa fern hält, gelangen am Sonntag sogar arktische Luftmassen in den Alpenraum.

Arktische Luft erreicht am Sonntag Österreich
Arktische Luft erreicht am Sonntag Österreich. © NOAA

Gegenstromlage

In der Nacht auf Sonntag flutet kalte Luft die Alpennordseite und die Täler der Nordalpen, oberhalb des Kammniveaus der Alpen herrscht vorerst aber noch eine südliche Höhenströmung. Diese strömt über die kalte Luft in tiefe Schichten hinweg und in Zusammenspiel mit einem Randtief über Norditalien fällt verbreitet Regen und Schnee. Meteorologen sprechen in solchen Fällen auch von einer Gegenstromlage.

Eine Gegenstromlage
In der Höhe weht Südwind (orange), bodennah Nordwestwind (blau). © GFS / UBIMET

Am Samstag fällt vor allem von Kärnten über die Steiermark bis zum Burgenland und ins südliche Niederösterreich verbreitet Regen. Schnee ist vorerst nur oberhalb von etwa 1300 bis 1700 m ein Thema. Ab etwa Mittag ziehen auch im Westen vermehrt Schauer und mitunter auch einzelne Gewitter auf, welche am Abend in den Nordalpen in anhaltenden Regen übergehen. Die Schneefallgrenze sinkt dabei in Bregenzerwald rasch gegen 1000 bis 700 m ab, in der Nacht auf Sonntag schneit es von Vorarlberg bis Salzburg dann allmählich bis in sämtliche Täler.

Starker Schneefall

Der Sonntag beginnt verbreitet trüb und nass. Besonders von Nordtirol bis zur nördlichen Obersteiermark schneit es in den Morgenstunden zeitweise auch kräftig! Die Schneefallgrenze liegt zwischen 400 m im Westen und etwa 800 m im Süden, kurzzeitig ist bei stärkerer Niederschlagsintensität aber auch in Kärnten bis in die Niederungen nasser Schneefall nicht ausgeschlossen. Im Laufe des Nachmittags lässt die Niederschlagsintensität im Süden und im äußersten Westen etwas nach und die Schneefallgrenze steigt etwas an. In der Nacht auf Montag fällt dann besonders vom Pongau über die nördliche Obersteiermark bis zum Semmering oberhalb von etwa 600 bis 700 m zeitweise noch etwas Schnee.

In den Hohen Tauern fallen teils über 50 cm Neuschnee
In den Hohen Tauern sind teils über 50 cm Neuschnee in Sicht. © UBIMET
In den Nordalpen zeichnen sich oberhalb von etwa 800 m 10 bis 15, in den Hochtälern vom Brenner bis zum Gasteinertal auch 20 cm Neuschnee ab! In den Hochlagen der Tauern ist sogar mit einem halben Meter Neuschnee zu rechnen.

Nassschnee im Inntal

Selbst in den großen Tälern wie dem Inntal und dem Salzachtal im Pongau und Tennengau zeichnen sind nach derzeitigem Stand etwa 5 cm Nassschnee ab. Autofahrer müssen sich in den Alpen also auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen! Kurzzeitig ist am Sonntagmorgen zudem auch in Kärnten nasser Schneefall oder Schneeregen bis in tiefe Lagen möglich. Da die meisten Bäume mittlerweile belaubt sind, besteht in den Nordalpen die Gefahr von Schneebruch.

2. Mai 2018: Gewitter mit 50.000 Blitzen rund um Wien

Blitz in Wien

Am 2. Mai 2018 lag der Alpenraum am Rande eines Tiefdruckgebietes mit Kern über dem zentralen Mittelmeerraum. Mit einer südöstlichen Strömung gelangten dabei außergewöhnlich feuchte und labil geschichtete Luftmassen in den Osten Österreichs. Zunächst entwickelten sich am Nachmittag erste kräftige Gewitter am Alpenostrand, so kam es im Bezirk Neunkirchen und im Osten von Wien lokal zu Hagelschlag.

In den Abendstunden gab es dann im gesamten Osten kräftige Gewitter, im Wienerwald und im östlichen Tullnerfeld fielen dabei ergiebige Regenmengen: In Langenlebarn etwa gab es innerhalb von wenigen Stunden rund 64 Liter pro Quadratmeter Regen. Weiters wurden örtlich auch Sturmböen verzeichnet wie etwa in Gumpoldskirchen mit 79 km/h.

12-Niederschlag bis Freitagmorgen. © UBIMET
12-Niederschlag bis Freitagmorgen. © UBIMET

Durch die Unwetter wurden Dutzende Keller überflutet, Straßen und Äcker überschwemmt, zudem stürzten Bäume auf Strom- und Telefonleitungen. Besonders betroffen waren die Bezirke Wien Umgebung, Tulln, St. Pölten und Mödling. Die Feuerwehren standen hier im Dauereinsatz um Bäume zu beseitigen und Keller auszupumpen. Am Flughafen Wien-Schwechat musste die Bodenabfertigung für etwa 60 Minuten teilweise bzw. gänzlich unterbrochen werden.

Gewitterhotspot Niederösterreich

In Summe wurden landesweit 69.948 Blitze detektiert, davon 49.631 in Niederösterreich, 8.707 in der Steiermark, 6.761 im Burgenland und 4.683 in Wien. Diese Zahlen sind vergleichbar mit hochsommerlichen Gewitterlagen, für diese Jahreszeit ist das aber außergewöhnlich. Anbei noch eine die blitzreichsten Gemeinden:

    • Tulln an der Donau (2.261 Blitze)
    • Pressbaum (1.884 Blitze)
    • Purkersdorf (1.668 Blitze)
Blitzdichte am Mittwoch. © nowcast / UBIMET
Blitzdichte am 2. Mai 2018. ©  UBIMET

Spektakulärer Tornado in Rumänien

Gestern bildete sich in Rumänien ein eindrucksvoller Tornado.

Am gestrigen Dienstag lag der Südosten der Balkanhalbinsel unter Tiefdruckeinfluss. Wie man auf der nachfolgenden Frontenkarte erkennen kann, strömte an der Vorderseite gleich mehrerer Tiefdruckzentren sehr warme (rund 25 Grad) Luft aus dem Mittelmeerraum nach Norden. Die Luft war aber nicht nur sehr warm, sondern auch labil geschichtet. Die Folge waren teils heftige Gewitter.

Frontenkarte für Dienstag, 30.04.2019
Frontenkarte für Dienstag, 30.04.2019

Alleine in Rumänien wurden gestern 27.000 Blitzentladungen registriert, so viele wie im ganzen Rest Europas zusammen. Doch auch in Serbien und Bulgarien gab es heftige Gewitter.

Am Nachmittag bildete sich dann unweit der Stadt Calarasi (roter Punkt in Karte) eine sogenannte Superzelle. Neben großem Hagel entwickelte sich auch ein Tornado. Siedlungen wurden glücklicherweise nicht getroffen, der Tornado tobte sich auf dem flachen Land aus. Allerdings kam ihm ein Reisebus zu nahe, er wurde vom Tornado erfasst. Die Folge: 7 Verletzte.

Nachfolgend haben wir für euch die eindrucksvollsten Bilder und Videos des Tornados und der Gewitter im Allgemeinen zusammengestellt. Eindrucksvoll vor allem deshalb, weil der Tornado große Mengen Sand und Staub von den trockenen Felder aufwirbelte…

Blick auf den Tornado in Calarasi:

Großer Hagel ging im Südosten Rumäniens ebenso nieder:

In Serbien gab es im Zuge der Gewitter große Mengen Hagel, fast schon winterlich der Anblick in Vojvodina:

Tornados in Europa

Entgegen der weit verbreiteten Annahme gibt es Tornados in Europa nicht nur im Hochsommer, regional zeigen sich große Unterschiede. In Österreich trifft dies zwar zu, wie man folgender Grafik entnehmen kann. Hierzulande ist der Juli der Monat mit den meisten Tornados. In Rumänien jedoch ist dies der Juni, im Südosten des Landes bilden sich sogar schon im Mai die meisten Tornados. Im Mittelmeerraum stellen im langjährigen Mittel hingegen die Herbst- und Wintermonate die meisten Tornados.

Monate mit den meisten Tornados in Europa.
Monate mit den meisten Tornados in Europa.

Frühling in Lappland: verfrühte Eisschmelze

Eisstoß

Der Torne älv bzw. auf Finnisch Tornionjoki ist ein Fluss in Lappland, der zum Teil an der Grenze zwischen Schweden und Finnland fließt und im Winter gefroren ist. Seine Mündung liegt am Nordrand des Bottnischen Meerbusens, dem nördlichsten Teil der Ostsee. Im Frühjahr bricht das Eis wieder auf und erreicht im Mai seinen höchsten jährlichen Pegelstand. Ab Juni sinkt der Pegel im Mittel wieder und erreicht im Hochsommer keine vergleichbaren Pegelstände mehr.

Pegel torniojoki
Der Pegel vom Torniojoki (blau = Mittel; grau = bisherige Extrema). © www.environment.fi

Verfrühte Eisschmelze

Das Datum, wann das Eis im Frühjahr in Bewegung gerät bzw. wenn wieder Wasser im Fluss fließt, wird im Norden Finnlands seit vielen Jahren dokumentiert. Der Fluss Torniojoki besitzt eine der längsten Messreihen, so wird das Aufbrechen des Eises dort bereits seit dem Jahr 1693 dokumentiert. Der bislang früheste Eisgang fand am 26. April 2014 statt, der späteste am 9. Juni 1867. Auch heuer sind erste Bilder von fließendem Eis am 26. April entstanden.  Im Zuge der globalen Erwärmung, welche in der Arktis besonders stark ausgeprägt ist, findet der Bruch des Eises der Flüsse immer früher statt. Weitere Infos zum Klimawandel in der Arktis gibt es auch hier: Spitzbergen: 100 Monate lang überdurchschnittliche Temperaturen bzw. Rekord für Anfang März: Die Beringstraße ist nahezu eisfrei.


Auch andere Flüsse im Bereich des Polarkreises sind davon betroffen, so wurden in Lappland teilweise neue Pegelrekorde für die Jahreszeit verzeichnet, wie etwa beim nahe gelegenen Fluss Ounasjoki in Norden Lapplands. Mitunter fand der Eisbruch hier drei Wochen früher als üblich statt.

Pegel Ounasjoki
Der Pegel vom Ounasjoki (blau = Mittel; grau = bisherige Extrema). © www.environment.fi

Titelbild © Adobe Stock

Schnee im Süden, ab Montag Regen im Norden

Regen auch in den Nordalpen

Eingeflossene Kaltluft und viel Feuchtigkeit durch ein Adriatief sind die perfekte Kombination für Schneefall in Osttirol und im südlichen Kärnten. Dabei sank die Schneefallgrenze im Gailtal im Laufe des Vormittags bis in tiefe Lagen, also bis auf rund 500 m ab.

Starker Schneefall am Presseggersee
Starker Schneefall am Presseggersee ©presseggersee.it-wms.com
Winterlich in Außervillgraten/Osttirol
Winterlich in Außervillgraten/Osttirol

Neuschneehöhen 11 MESZ:

  • Obertilliach 21 cm
  • Plöckenpass 18 cm
  • St. Jakob im Defereggental 12 cm
  • Sillian 10 cm

Etwas Schnee Sonntagnacht

Am Nachmittag regnet und schneit es im Großteils von Kärnten und Osttirol weiter, allerdings verlagert sich das Italientief langsam nach Südwesten. In der Nacht greift der Niederschlag auch wieder auf Westösterreich aus, über Nacht fällt speziell von den Ötztaler Alpen bis zu den Hohen Tauern und Osttirol noch etwas Schnee.

Neuschnee von Sonntagabend bis Montagfrüh
Neuschnee von Sonntagabend bis Montagfrüh

Regen im Norden

Am Montag übernimmt dann ein Tief über Osteuropa das Zepter und bestimmt bis Mittwoch das Wettergeschehen. Dabei fällt in den Nordalpen einiges an Regen, der Schwerpunkt liegt in Salzburg und Oberösterreich.

Niederschlagsumme Montag und Dienstag
Niederschlagsumme Montag und Dienstag

Vor allem vom Tiroler Unterland über Salzburg und Oberösterreich bis ins Most- und Waldviertel regnet es am Montag und Dienstag häufig, verbreitet kommen hier 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter zusammen. Weiter im Osten vom Weinviertel bis zum Burgenland bleiben die Regenmengen hingegen gering, hier setzt sich die Trockenheit fort.


Titelbild: Adobe Stock

Von Vorarlberg bis Kärnten Regen und Neuschnee

Kuh im Schnee

Die Kaltfront ist vergangene Nacht über den Osten von Österreich hinweggezogen. Regen fiel dabei kaum, dafür frischte vorübergehend stürmischer Westwind auf.

Satellitenbild von 11:20 Uhr MESZ mit Bodenfronten.
Satellitenbild von 11:20 Uhr MESZ mit Bodenfronten. ©UBIMET

Bevor am Abend die Kaltfront eines Sturmtiefs über den Britischen Inseln Westösterreich erreicht, stellt sich recht verbreitet freundliches Wetter ein. Nur ein kleinräumiges Höhentief sorgt in Teilen von Salzburg und Oberösterreich für etwas Regen.

Über Nacht winterlich

In der Nacht zum Sonntag sorgt dann die angesprochen Kaltfront von Vorarlberg bis ins Salzkammergut und in der zweiten Nachthälfte auch in Osttirol und Oberkärnten für regnerisches Wetter.

Neuschneemengen bis Sonntagfrüh
Neuschneemengen bis Sonntagfrüh

Dabei sinkt die Schneefallgrenze auf 1000 bis 700 m ab. In den Hochtälern oberhalb von rund 1200 m kommen so ein paar Zentimeter Neuschnee zusammen.

Italientief bringt Starkregen

Am Sonntag bildet sich dann über Oberitalien ein kleinräumiges Tief aus, das nach derzeitigem Stand vor allem von Osttirol bis zu den Karawanken für teils kräftigen Regen sorgt.

Regenmengen am Sonntag
Regenmengen am Sonntag

Verbreitet fallen im Süden an die 30 l/m², vom Lesachtal bis zum Loibl sind sogar knapp 50 l/m² zu erwarten. Auch Schnee bleibt weiterhin ein Thema, die Schneefallgrenze pendelt meist um die 1000 m, lokal kann diese für ein paar Stunden auch tiefer liegen. Vor allem in den Hohen Tauern sowie die Bergen Osttirols und Oberkärnten kommt einiges an Schnee hinzu. In den Gletscherregionen kommt gut ein halber Meter pulvriger Neuschnee zusammen.

Neuschnee bis Montagmorgen
Neuschnee bis Montagmorgen

In der Nacht auf Montag kann es auch in den Tauerntälern Salzburgs nochmals tiefwinterlich werden, dazu aber am Sonntag mehr. Leer geht wiederum der Norden und Osten aus, bis auf ein paar Tropfen bleibt es hier das restliche Wochenende trocken, erst in der neuen Woche kündigt sich etwas Regen an.

Titelbild: pixabay.com

Kaltfront bringt Temperatursturz: Am Wochenende 15 Grad kühler

Sonne im Osten, Regen im Westen

Mitteleuropa liegt derzeit zwischen einem Tief nordwestlich der Britischen Inseln und einem Hoch über Russland. Die Kaltfront des Tiefs THEODOR erfasst am Freitag den Alpenraum, im Einflussbereich einer kräftigen Südströmung kommt sie vorerst aber nur langsam ostwärts voran.

Die Kaltfront erfasst den Westen
Die Kaltfront am Freitagnachmittag. © UBIMET / NCEP

Föhn im Osten

Seit Wochenbeginn weht in den Nordalpen föhniger Südwind, in Innsbruck weht der Föhn sogar durchgehend seit Montagmittag. Am Freitagnachmittag lässt der Föhn hier langsam nach, im südlichen und östlichen Bergland bleibt es hingegen bis zum Abend föhnig. Die Temperaturen steigen im Osten nochmals auf sommerliche Werte an, im äußersten Nordosten liegen die Spitzenwerte sogar bei 28, vereinzelt auch 29 Grad!

Föhnmauer bei Innsbruck. © www.foto-webcam.eu
Föhnmauer südlich von Innsbruck. © www.foto-webcam.eu
Temperaturen am Freitag um 12 Uhr. © UBIMET
Temperaturen am Freitag um 12 Uhr. © UBIMET

Regen und Schnee im Westen

Von Vorarlberg bis Oberkärnten überwiegen von Beginn an die Wolken und am Vormittag setzt Regen ein. Im Tagesverlauf verstärkt sich der Regen zunehmend und die Schneefallgrenze sinkt im Bregenzerwald vorübergehend gegen 900 m ab. Bis zum Abend greift der Regen auf Nordtirol und Salzburg über, besonders vom Alpenhauptkamm südwärts  regnet es zeitweise auch kräftig und gewittrig durchsetzt.

Niederschlagsprognose bis Samstagvormittag
Niederschlagsprognose bis Samstagvormittag. © DWD / UBIMET

Im Laufe des Abends frischt im Donauraum teils kräftiger Westwind auf, vor allem vom Mostviertel bis zum Wiener Becken sind am späten Abend auch stürmische Böen um 65 km/h zu erwarten. Im Osten Österreichs zieht die Kaltfront allerdings ohne Niederschlag durch, höchstens stellenweise gehen hier in der Nacht Schauer nieder. Auf den Bergen im Westen kommen oberhalb etwa 2.500 m bis Samstagvormittag 20 cm, in den Hochlagen auch 30 cm Neuschnee zusammen.

Im Gebirge im Westen fällt etwas Neuschnee
Schneevorhersage bis Samstagvormittag. © UBIMET

Der Sonntag beginnt im Großteil des Landes dicht bewölkt und im Bergland sowie im Süden regnet es immer wieder, in den südlichen Kalkalpen auch kräftig. Die Schneefallgrenze steigt von anfangs 900 m tagsüber auf etwa 1300 m an. Im Donauraum und im Osten bleibt es weitgehend trocken, die Sonne kommt aber auch hier nur gelegentlich zum Vorschein. Bei lebhaftem Nordwestwind kommen die Temperaturen nicht mehr über 5 bis 17 Grad hinaus.

Titelbild © Adobe Stock

Wind und Trockenheit sorgten für Sandsturm in Polen

Sandsturm © Adobe Stock

Ein Tiefdruckgebiet über dem Norden Algeriens hat am Montag große Mengen an Saharastaub mit einer südlichen Höhenströmung in Richtung Alpenraum verfrachtet. Dieser hat in erster Linie für diesige Verhältnisse bzw. eine herabgesetzte Fernsicht gesorgt.

Saharastaub sorgt für diesige Verhältnisse in Vorarlberg
Saharastaub im Alpenraum. © www.foto-webcam.eu

Weiters wurde der Sand im Süden und Osten Österreichs mit dem Regen am Dienstag teilweise ausgewaschen, weshalb etwa auf Autos und Gartenmöbeln eine dünne Staubschicht übrig blieb.

Sandsturm in Polen

Während hierzulande der Saharastaub für Schlagzeilen gesorgt hat, gab es im Norden Polens am Dienstag einen regelrechten Sandsturm: Die markanten Luftdruckgegensätze zwischen einem Tief über dem Ostatlantik und einem Hoch über Russland haben für teils stürmisch auffrischenden Südostwind mit Böen um 70 km/h gesorgt. Auf den sehr trockenen und frisch bestellten Feldern wurden dabei große Mengen an Sand und Staub aufgewirbelt, welche im Laufe des Abends sogar Dänemark und die Nordsee erreicht haben. In Polen ging die Sichtweite  streckenweise auf unter 1000 m zurück. Ähnliches wurde zudem örtlich auch im Norden Deutschlands beobachtet.


Titelbild © Adobe Stock

Abwechslungsreiche Wetterwoche

Webcam Pass Thurn @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/passthurn

Dienstag kühler mit etwas Regen

Die ersten so genannten Sommertage liegen hinter uns – mit jeweils 25,5 Grad wurden am Ostersonntag die bis dato höchsten Temperaturen des Jahres in Bludenz, Vorarlberg und an der Uni in Innsbruck gemessen. Am ersten Arbeitstag nach Ostern ist davon vorübergehend nichts mehr zu spüren. Besonders im Süden wird es mit gerade mal 9 bis 14 Grad rund 10 Grad kühler als zuletzt, dazu fällt aus dichten Wolken immer wieder schauerartiger Regen. Auch im Osten kommen im Tagesverlauf mit kräftigem Südostwind Schauer auf, von Vorarlberg bis Oberösterreich sorgt Südföhn hingegen für trockene Bedingungen. Strahlend blau ist der Himmel aber auch hier nicht mehr, denn neben kompakten Wolkenfeldern sorgt Saharastaub für einen milchigen Eindruck. Immerhin werden hier noch bis zu 22 Grad erreicht.

Niederschlagsprognose für Dienstag @ UBIMET
Niederschlagsprognose für Dienstag @ UBIMET

Wetterbesserung ab Mittwoch

Am Mittwoch und Donnerstag sind Schauer nur noch in Osttirol und Kärnten ein Thema, sonst überwiegt wieder der Sonnenschein, wenngleich etwas getrübt durch den angesprochenen Saharastaub in höheren Luftschichten. Dazu bleibt es windig aus Südost. In den Alpen weht weiterhin Südföhn, welcher mit stürmischen Böen in prädestinierte Täler durchgreift. Die Temperaturen steigen wieder deutlich an und erreichen bis zu 26 bzw. 27 Grad, mit den höchsten Werten an der Alpennordseite und im Osten.

Prognose der Höchsttemperaturen am Donnerstag @ UBIMET
Prognose der Höchsttemperaturen am Donnerstag @ UBIMET

Kaltfront am Freitag

Der Freitag hat viel Abwechslung zu bieten. Vor allem im Norden und Osten verläuft der Tag noch lange Zeit freundlich und warm. In Vorarlberg kommt hingegen bereits in der Früh eine markante Kaltfront mit teils kräftigem Regen auf. Sie verlagert sich tagsüber nach Osten, mit ihr bricht der Föhn zusammen. Zum Abend hin erreichen nach aktuellem Stand Schauer und teils kräftige Gewitter mit stürmisch auffrischendem Westwind den Südosten und Osten. Der Temperaturunterschied wird beachtlich: In Vorarlberg werden teils nur noch 7 Grad erreicht, an der March sind hingegen noch einmal bis zu 28 Grad möglich.

Ein Gruß aus der Sahara

Prognostizierte Staubkonzentration in der Luft am Montag @ http://forecast.uoa.gr/dustindx.php

Die verursachende Wetterlage ist selten, aber nicht unbekannt und tritt vornehmlich zwischen November und Mai auf. Immer, wenn Kaltluft über Westeuropa weit nach Süden vorstößt, können sich beispielsweise über Marokko und Algerien kräftige Tiefdruckgebiete bilden. Diese bringen neben ersehntem Regen auch viel Wind in die Wüste, der die Sandpartikel kilometerhoch aufwirbeln kann. An der Vorderseite solcher Tiefs findet man zumeist starken Südwind, der neben warmer Luft auch den Sandtransport in den Alpenraum bewerkstelligt.

Beispielhafte Wetterlage - Temperatur und Druckverteilung in etwa 3 km Höhe © NOAA, UBIMET
Beispielhafte Wetterlage – Temperatur und Druckverteilung in etwa 3 km Höhe © NOAA, UBIMET

Genau diese Konstellation ist nun wieder gegeben. Bei uns im Alpenraum hat dies in der neuen Woche Südföhn und frühsommerliche Temperaturen von bis zu 27 Grad zur Folge, jedoch entwickelt sich das Wetter dadurch auch häufig weniger sonnig als prognostiziert. Denn die Körnchen in der Luft wirken als Kondensationskeime. Verglichen mit ähnlichen Situationen ohne Staub können bei viel Sand in hohen Luftschichten ausgedehnte und dichte Eiswolkenfelder entstehen.

Satellitenbild mit Blitzen am Mittwochmorgen. © EUMETSAT/nowcast/UBIMET
Satellitenbild mit Blitzen. © EUMETSAT/nowcast/UBIMET

Sandige Sonnenuntergänge

Der Sand in der Luft verändert auch die Lichtfarbe. Sonnenuntergänge werden blass und auch das Himmelsblau nimmt weißliche Züge an, was an der starken Streuung des Lichtes an den Staubpartikeln liegt. Auch die Entstehung von Schauern und Gewittern kann theoretisch begünstigt werden, da Staubteilchen im Vergleich zu reiner Luft nachts stark Wärmestrahlung abgeben, damit die hohen Luftschichten kühlen, wodurch die ganze Luftschichtung instabiler werden und Gewitter auslösen kann.

 

Letzteres ist zwar im aktuellen Fall eher weniger zu erwarten, jedoch kommt es am Dienstag im Süden und Osten gebietsweise zu Regen. Wenn mit diesem der Wüstenstaub ausgewaschen wird und den Boden erreicht, kann man bei besonders markanten Lagen auch so genannten Blutregen beobachten. Durch die enthaltenen Staubpartikel hinterlässt der Regen mitunter rötliche Spuren, Autofahrer dürften schon öfters diese Erfahrung gemacht haben. Für den Menschen ist der Wüstenstaub übrigens harmlos und die Böden bekommen bei solchen Situationen wertvollen Nachschub an Mineraldünger.

 

Die Autowaschanlagen in Wien werden in den nächsten Tagen ein gutes Geschäft machen… #Saharastaub pic.twitter.com/Kv04EWIblG

 

Titelbild: Prognostizierte Staubkonzentration in der Luft am Montag @ http://forecast.uoa.gr/dustindx.php

19. April 2017: Schneesturm am Alpenostrand

Die Monatsmitteltemperatur im April entspricht in den Niederungen mit 10 Grad etwa der durchschnittlichen Jahrestemperatur. Allerdings kann es im April mit Kaltluftausbrüchen aus Norden geradezu winterlich sein, während warme Luft aus den Subtropen mitunter schon für sommerliche Verhältnisse sorgt. Diese Aprilwetter-Extreme wurden uns in den letzten Jahren deutlich vor Augen geführt: Während es am 20. April 2018 den zweitfrühesten „30er“ der Messgeschichte gab, kam es am 19. April 2017 zu einem regelrechten Schneesturm am Alpenostrand mit Schnee bis Wien. Heuer gibt es dagegen sonniges Wetter mit frühsommerlichen Temperaturen: Sonnigstes Osterfest seit vielen Jahren.

Schnee bis Wien

Am 19. April 2017 lag der Alpenraum unter dem Einfluss eines Mittelmeertiefs, das sich nordostwärts in Richtung Ungarn verlagerte („Vb-Tief“). Mit einer nordöstlichen Höhenströmung führte dies sehr feuchte Luftmassen in die Osthälfte Österreichs, gleichzeitig strömten von Norden her immer kältere Luftmassen ins Land. Die Schneefallgrenze sank somit bis ins Flachland und der Wind wehte kräftig mit stürmischen Böen aus Nord. Am Nachmittag musste die Wiener Außenring Autobahn (A21) schließlich in beide Fahrrichtungen komplett gesperrt werden und auch Teile der Westautobahn (A1) wurden für den Verkehr geschlossen.

A21 am 19. April 2017. © ASFINAG
Die A21 am 19. April 2017. © ASFINAG

Die Temperaturen kamen in mittleren Höhenlagen nicht über den Gefrierpunkt hinaus, so lag der Höchstwert in Mariazell bei -2.8 Grad, dazu gab es hier in Summe fast einen Meter Neuschnee. Ein paar Zentimeter Nassschnee gab es aber sogar in der Wiener Innenstadt! Anbei die gemeldeten Schneehöhen am 20. April 2017 um 8 Uhr in der Früh:

  • 92 cm Mariazell (866 m, ST)
  • 86 cm Lunz am See (614 m , NÖ)
  • 57 cm Mooslandl / Hieflau (470 m, ST)
  • 18 cm Rekawinkel / Pressbaum (374 m, NÖ)
  • 5 cm Wiener Neustadt (285 m, NÖ)
Schneefall
Schneesturm in Mariazell. © https://www.mariazell.at/

Die Österreichische Unwetterzentrale hatte Schneewarnungen mit der höchsten Stufe für das Mariazellerland und dem Semmeringgebiet ausgegeben. In exponierten Lagen des Alpenostrand kam es zudem zu massiven Schneeverwehungen.

Schnee
Schneesturm im Süden von Wien. © http://www.zesch.com
Schneewarnungen vom 19. bis 20. April 2017. © www.uwz.at / UBIMET
Schneewarnungen vom 19. bis 20. April 2017. © www.uwz.at / UBIMET

Noch ergiebiger fielen die Mengen auf den Bergen aus, so gab es in den Niederösterreichischen Voralpen in 1.100 m Seehöhe bis zu 150 cm Neuschnee! Die Lawinengefahr erreichte am 20. April in den Ybbstaler Alpen sogar die höchste Stufe 5.


2018: Hitze im Frühling

Dass der April aber auch anders kann, zeigte er im Vorjahr. Mit einer Abweichung von knapp 5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel war dies nicht nur der wärmste April seit rund 200 Jahren, auch in Punkto Hitze hatte er schon ein Wort mitzureden. So wurde am 20. des Monats in Salzburg die 30 Grad erreicht, Tags darauf gelang Wien das gleiche Kunststück.

Sonnenschein
Hochsommerliches Wetter in Salzburg. ©www.foto-webcam.eu

Titelbild © Adobe Stock

Wieder Trockenheit und Dürre?

Neben dem Norden hat auch der Südosten mit Wasserknappheit zu kämpfen. Seit dem vergangenen Herbst gab es aufgrund der anhaltenden Nordwestwetterlage kaum Regen im Südosten von Österreich. Von der Koralpe bis ins Mittelburgenland fiel deutlich zu wenig Niederschlag in den Wintermonaten. Das wirkte sich vor allem auf den Grundwasserpegel aus, der teilweise rekordverdächtig tief ist.

Grundwasserpegel in Diepersdorf, Südsteiermark ehyd.gv.at
Grundwasserpegel in Diepersdorf, Südsteiermark @ehyd.gv.at

Anfang April gab es dann seit langer Zeit wieder ergiebigen Regen, der zumindest die oberflächennahe Bodenschichten befeuchtete. Der Grundwasserspiegel wurde davon aber kaum beeinflusst und falls nicht noch deutlich mehr Regen kommt, werden auch die oberen Bodenschichten bald wieder austrocknen.

Trockener Donauraum

Vergangenen Sommer klagten besonders die Bauern in Oberösterreich sowie im Wald- und Weinviertel über Trockenheit, Dürre und teils massive Ernteausfälle. Ein Großteil des Regendefizits konnte besonders in Oberösterreich und Teilen des Waldviertels über den nassen Winter wieder weggemacht werden, allerdings scheint gerade jetzt im Frühling die Trockenheit wieder zurückzukehren. Seit gut 4 Wochen gab es bis auf ein paar Tropfen in Donauraum und nördlich davon kein nennenswerten Regen mehr. Gerade jetzt in der wachstumsintensiven Zeit ist allerdings das Nass von oben unverzichtbar.

Gesamtniederschlag bisher im April
Gesamtniederschlag bisher im April

Kein Regen in Sicht

In den kommenden Tagen bleibt uns die Trockenheit erhalten. In der Karwoche sorgt Hoch Katharina über Skandinavien dafür, das Fronten kaum nach Österreich vorankommen. Nach Ostern scheint sich dann eine föhnige Südströmung einzustellen. Damit bleibt Regen weiterhin Mangelware und mit den Temperaturen geht es weiter bergauf, die ersten Sommertage stehen wohl vor der Tür. Bis zum Monatswechsel ist also kaum mehr mit Regen zu rechen, da kann man als Landwirt nur auf einen nassen Mai hoffen.

Titelbild: Adobe stock

Brennende Weinberge

Luftaufnahme @ Le Bien Republic / Météo Express

Kühlt sich die Luft nachts über einen zu langen Zeitraum auf zu deutliche  Minusgrade ab, so können frische Triebe bei Weinpflanzen, Marillen & co. absterben bzw. kann die Bildung der Früchte nachfolgend beeinträchtigt werden. Aus diesem Grund verfolgen Obstbauern zu dieser Jahreszeit insbesondere die Temperaturvorhersagen ganz genau und planen bei Bedarf entsprechende Maßnahmen, um ihre Pflanzen zu schützen.

Bei der Frostschutzberegnung werden die Pflanzen mit feinen Wassertröpfchen besprüht, welche gefrieren und eine Eisschicht um die sensiblen Bereiche legen. Beim Prozess des Gefrierens wird Wärme freigesetzt, wodurch die Temperatur innerhalb der Eishülle nicht unter den Gefrierpunkt absinkt. Die nachfolgenden Bilder lassen einen Erfolg dieser Methode nicht unbedingt erahnen:


Ähnlich beeindruckende Aufnahmen gibt es dieser Tage aus Frankreich. Hier und auch anderswo versuchen die Landwirte mittels Aufstellen von Fackeln oder Töpfen mit Brennpaste die Temperatur über dem Gefrierpunkt zu halten. Im Sinne einer damit verbundenen Luftverschmutzung mag diese Methode fragwürdig sein, es ergeben sich jedoch äußerst stimmungsvolle Bilder:

Titelbild: Le Bien Republic / Météo Express

 

 

Tornado Outbreak im Süden der USA

The powerful EF4 tornado that struck Fair

In den vergangenen Stunden kam es von Texas bis nach Alabama verbreitet zu heftigen Gewittern. Nebel Hagel und Sturm produzierten einzelne Gewitter auch Tornados. Bisher wurden 18 Tornados gemeldet.

Hagel-, Sturm- und Tornadomeldungen der vergangenen 24 h
Hagel-, Sturm- und Tornadomeldungen der vergangenen 24 h @www.spc.noaa.gov

Durch die Gewitter kam es zu mindestens 3 Todesopfer, dabei handelt es sich um 2 Kinder die im Auto von einem Baum erschlagen wurden und ein Kind ertrank in den Regenfluten.

Gewitterzone verlagert sich nach Nordosten

In den Kommenden Stunden verlagert sich das Tief und somit auch die kräftigen Gewitter weiter nach Nordosten. Dabei nimmt die Gefahr von Tornados langsam ab, allerdings ist weiter mit Sturm und Hagel zu rechnen. Davon betroffen können auch die großen Ostküstenmetropolen wie Philadelphia, Washington D.C. und New York City sein.

Titelbild: stock.adobe.com

In der Nacht Neuschnee im Westen

Am Samstag wandert ein Höhentief von Norddeutschland in Richtung Schweiz und verbindet sich über Nacht mit einem kleinräumigen Tief über Norditalien. Diese Tiefkombination löst über Nacht nochmals kräftigen Schneefall in Vorarlberg und Tirol aus. Dabei schneit es bis in viele Täler, nur im Rheintal und im Inntal handelt es sich meist um Regen.

Neuschnee in den Skigebieten

In den Tallagen oberhalb von 700 bis 1000 m bildet sich über Nacht eine 5 bis 10 cm dicke Schneedecke aus. Skifahrer, die in den westlichen Skigebieten unterwegs sind, können sich auf rund 20 cm pulvrigen Neuschnee auf den Bergen freuen.

Neuschneemengen Samstagnacht
Neuschneemengen Samstagnacht

In den Frühstunden lässt der Schneefall rasch an Intensität nach und tagsüber regnet und schneit es nur mehr unergiebig, dabei steigt die Schneefallgrenze gegen 1000 m. Somit schmilzt der Schnee in den Tallagen wieder rasch ab. Derzeit sorgt ein Höhentief bereits im Westen und Norden Deutschlands gebietsweise für Schnee. Bilder dazu gibt es hier.

Warmfront leitet Ende ein

Während im Westen nochmals Schnee fällt, nähert sich aus Osten über Nacht eine Warmfront an, die am Sonntag auch in der Osthälfte für teils nasses Wetter sorgt. Dabei steigt hier die Schneefallgrenze rasch gegen 1300 m an. Die Warmfront leitet das Ende des Kaltlufteinbruchs ein und in der Karwoche kommt der Frühling wieder auf Touren.

In den Osterferien zunehmend sonnig, ab Gründonnerstag 20 Grad

Frühling mit Sonne und Blüte

Die Osterferien beginnen am Samstag im ganzen Land mit vielen Wolken und im Südosten fällt zeitweise ein wenig Regen. Nennenswerte Auflockerungen sind lediglich am Vormittag im Westen zu erwarten. Dazu ist es kalt für die Jahreszeit: Bei lebhaftem Nordwind kommen die Temperaturen nicht über 3 bis 12 Grad hinaus, besonders im Osten liegen die Höchstwerte meist im einstelligen Bereich. Am Sonntag fällt dann in weiten Teilen des Landes etwas Regen und im westlichen Bergland auch Schnee. Die Schneefallgrenze steigt von 500 m in Vorarlberg tagsüber auf 1100 m an. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und 12 Grad.

Wetterbesserung in der Karwoche

Zu Beginn der Karwoche zieht das wetterbestimmende Höhentief nach Süditalien ab und aus Nordosten gelangen trockene Luftmassen ins Land. Besonders im Norden und Osten kommt am Montag wieder verbreitet die Sonne zum Vorschein und die Temperaturen steigen spürbar an. Die Temperaturen erreichen 8 bis 16 Grad mit den höchsten Werten im Oberinntal. Noch mehr Sonnenschein und Temperaturen von 10 bis 18 Grad sind dann am Dienstag zu erwarten, in der Früh besteht aber gebietsweise Frostgefahr!

Osterwetter-Westen
Ab Montag steigen die Temperaturen spürbar an (Stand: 12.4.19). © UBIMET

Ab Gründonnerstag föhnig

Im Laufe der zweiten Wochenhälfte stellt sich eine föhnige Südströmung ein, somit steigen die Temperaturen weiter an. Am Gründonnerstag liegen die Höchstwerte im Westen bereits um oder oberhalb der 20-Grad-Marke und am Karfreitag steigen die Temperaturen dann auch im Osten wieder auf über 20 Grad an. Die höchsten Werte um 23 Grad werden voraussichtlich am Samstag in den Nordalpen und im Nordosten erreicht. Die Vorhersage für Ostern ist noch etwas unsicher, nach derzeitigem Stand zeichnet sich aber besonders im Norden und Osten freundliches, frühlingshaftes Wetter ab.

Osterwetter_Osten
Ab Karfreitag gibt es Höchstwerte über 20 Grad (Stand: 12.4.19). © UBIMET

Gute Schneelage in den Alpen

Skifahrer können sich in den Osterferien auf eine sehr gute Schneelage in den Alpen freuen. In den Hochlagen des Alpenhauptkamms liegen drei bis vier Meter der weißen Pracht, aber auch in mittleren Höhenlagen ab etwa 1.200 m liegt in den Staulagen der Nordalpen gebietsweise noch viel Altschnee:

  • 132 cm Kühtai Längental
  • 112 cm Lech am Arlberg
  • 88 cm Obergurgl
  • 68 cm Warth
  • 65 cm Schröcken
  • 40 cm Hochfilzen
  • 27 cm Hintertux
  • 19 cm St. Ulrich am Pillersee
  • 15 cm Langen am Arlberg
In den Hochlagen liegt noch viel Schnee.
In den Hochlagen liegt noch viel Schnee.

Titelbild: © Adobe Stock

Frühling zeigt uns die kalte Schulter

Später Schnee im Frühling ist keine Seltenheit.

Skandinavische Kälte

Die Abkühlung kommt auf Raten, am Mittwoch ist davon mit Höchstwerten zwischen 8 und 16 Grad noch nicht allzu viel zu spüren. Über Deutschland lauert aber schon die polare Kaltluft, sie erreicht Österreich dann am Donnerstag. Dann werden nur noch Höchstwerte von 4 bis 11 Grad erreicht. Der absolute Tiefpunkt bei den Temperaturen steht uns jedoch am Freitag und Samstag bevor. Im Großteil des Landes kommen die Temperaturen selbst tagsüber nicht mehr über die 10-Grad-Marke hinaus, nachts droht dann vor allem im Berg- und Hügelland Frost.

Gut zu sehen ist die Abkühlung an der Luftmassenverteilung für Freitag:

Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.
Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.

Etwas Neuschnee

Neben der Kaltluft beschäftigt uns in den kommenden Tagen durchwegs tiefer Luftdruck, die Sonne ist somit bis einschließlich Samstag ein eher selten gesehener Gast. Das Tief über dem zentralen Mittelmeerraum schaufelt zudem jede Menge feuchte Luft nach Österreich, folglich gehen immer wieder Regenschauer nieder. Am Donnerstag schneit es dabei schon oberhalb von 600 bis 1000 m, in der Nacht auf Freitag sind sogar Schneeflocken bis rund 300 m hinab zu erwarten. Selbst für das östliche Flachland inklusive Wien wird es in der Nacht auf Samstag spannend, ein paar Schneeflocken dürften sich dann bis ganz hinab verirren.

Danach zögerlich wärmer

Ab Sonntag erholen sich die Temperaturen langsam, vor allem in Kärnten und in der Steiermark werden schon wieder bis zu 13 Grad erreicht. Sonst verharren die Höchstwerte vorerst aber noch im einstelligen Bereich. In der neuen Woche wird es dann von Tag zu Tag milder, der Tiefdruckeinfluss lässt allmählich nach. Dann klettern die Temperaturen wieder auf rund 15 Grad, für Mitte April sind dies durchschnittliche Werte.

Hier noch die Temperaturentwicklung der kommenden Tage für drei ausgewählte Städte:

Wien Klagenfurt Innsbruck
Dienstag 20 Grad 17 Grad 16 Grad
Mittwoch 10 Grad 11 Grad 12 Grad
Donnerstag 6 Grad 8 Grad 8 Grad
Freitag 5 Grad 5 Grad 6 Grad
Samstag 5 Grad 6 Grad 6 Grad
Sonntag 8 Grad 12 Grad 10 Grad

Launischer Monat

Der April ist einer der wenigen Monate, der alle Stückeln spielen kann. Eindrucksvoll beweist dies der Blick in die jüngere Vergangenheit, genauer gesagt auf die Aprilmonate 2017 und 2018. Vor zwei Jahren gab es einen deutlich markanteren Kaltluftvorstoß als jener, der uns jetzt bevorsteht, inklusive großer Neuschneemengen. So fiel in Mariazell fast 1 Meter Neuschnee, auch im Wienerwald gab es 30 cm der weißen Pracht. Selbst in Wien zuckerte es in den westlichen Bezirken an, mit einem Höchstwert von +3 Grad war es in der Bundeshauptstadt so kalt wie noch nie zu dieser Jahreszeit. Am anderen Ende der Extrema liegt der April des Vorjahres: Der österreichweit wärmste April der Messgeschichte gipfelte in Salzburg und Wien in Spitzenwerten von bis zu 30 Grad, so früh im Jahr gab es zuvor erst ein Mal einen sogenannten Hitzetag.

Quelle Titelbild: pixabay

Start der Gewittersaison 2019

Blitz und Gewitter

Grundsätzlich treten Gewitter in Mitteleuropa im gesamten Jahr auf, im Winter sind diese aber relativ selten: Meist handelt es sich um Graupel- oder Schneegewitter unter dem Einfluss von Höhenkaltluft oder um sehr schnell ziehende Gewitter an den Kaltfronten von markanten Tiefdruckentwicklungen. Die eigentliche Gewittersaison im Alpenraum beginnt aber im Mittel im April und endet im September. Dies hängt in erster Linie mit dem Sonnenstand zusammen, so beginnt die Saison je nach Großwetterlage ein paar Wochen nach dem Frühlingsäquinoktium und endet ein paar Wochen vor dem Herbstäquinoktium, wenn die Tage länger als etwa 13 Stunden dauern.

Höhepunkt

Der Höhepunkt der Gewittersaison mit zahlreichen und teils starken Gewitterlagen geht von Anfang Mai bis Mitte August. Die ersten starken Gewitterlagen können bereits kurz nach Saisonbeginn auftreten, da in dieser Zeit das Westwindband bzw. der Höhenwind meist noch stark ausgeprägt sind. Im Hochsommer steht zwar noch mehr Energie zur Verfügung, dafür ist der Wind in der Höhe aber oft nur schwach ausgeprägt. Letzteres spielt für langlebige Gewittersysteme eine entscheidende Rolle. Im vergangenen Jahr etwa gab es in Wien das blitzreichste Gewitter der Saison bereits am 2. Mai. Im Durchschnitt gibt es die meisten Blitze allerdings im Juli, zudem ist die Gefahr von großem Hagel in dieser Jahreszeit erhöht.

Die meisten Gewittertage gibt es im Bergland
Gewitterklimatologie anhand von METAR. © Kaltenböck (2000) via Dorau (2006)

Hierzulande geht die Saison im südöstlichen Berg- und Hügelland am schnellsten los, während in den Alpen wie etwa in Innsbruck die schneebedeckten Berge für eine Verzögerung bis in die zweite Maihälfte hinein sorgen.

Lokale Gewitter am Montag

Österreich liegt derzeit am Rande von schwach ausgeprägten Höhentiefs über West- und Südeuropa. Mit einer südöstlichen Strömung gelangen dabei feuchte Luftmassen ins Land. Am Montag überwiegen im Süden und Westen die Wolken und zeitweise fällt Regen, zeitweiligen Sonnenschein gibt es dagegen vom Wald- und Weinviertel bis zur Süd- und Oststeiermark. Besonders im östlichen Berg- und Hügelland entstehen im Laufe des Nachmittags ein paar kräftige Schauer und vereinzelt auch Gewitter.

Die Vorwarnungen vor Gewitter in der Steiermark sowie im Mühlviertel
In den gelb eingefärbten Regionen sind vereinzelte Gewitter möglich. © www.uwz.at

Die größte Wahrscheinlichkeit dafür gibt es in den Lavanttaler Alpen, im Grazer Bergland sowie in höheren Lagen des Mühl- und Waldviertels.

Die Schichtung der Atmosphäre wird leicht labil
Vertikalprofil der Atmosphäre am Montagnachmittag. © UBIMET RACE

Wie man am obigen Modellprofil der Atmosphäre am Montagnachmittag sehen kann, können die gewittrigen Schauer mitunter bis etwa 400 hPa in die Höhe wachsen, dies entspricht einer Seehöhe von etwa 7000 m. Im Sommer wird dann teils sogar die doppelte Höhe erreicht. Neben Platzregen kann es dabei vereinzelt auch zu kleinkörnigem Hagel kommen.

Abkühlung in Sicht

Auch am Dienstag sind im südlichen Bergland einzelne gewittrige Schauer möglich, in der zweiten Wochenhälfte lenkt ein umfangreiches Hoch über Skandinavien aber kühle Luftmassen ins Land. Die Gewitterneigung lässt somit wieder nach und wird erst kommende Woche wieder zum Thema.

Titelbild © Adobe Stock

Überflutungen auf Kreta

Überflutungen im Osten von Kreta

Am Samstag ist ein Tiefdruckgebiet vom Ionischen Meer in das Ägäische Meer gezogen und hat dabei von Kreta bis in die nördliche Ägäis für teils ergiebige Regenmengen gesorgt.

Auf Kreta gab es bis zu 134 mm am Samstag
Regenmengen in Griechenland. © http://www.meteo.gr/

Große Regenmengen

Auf manchen Inseln gab es punktuell Regenmengen über 100 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden, vereinzelt sogar 200. Anbei die maximalen Messungen pro Insel:

  • 227 mm Ikaria
  • 135 mm Rhodos
  • 134 mm Kreta
  • 131 mm Naxos

Auch der Osten  von Kreta war von kräftigem Regen betroffen, so wurden in Sitia 53 mm und in  Xerokamps 58 mm gemessen. Im Bergland dürften allerdings noch größere Mengen gefallen sein, so kam es im Osten der Insel zu Felsstürzen und Überflutungen. Auch Teile der Stadt Sitia standen vorübergehend unter Wasser.

Titelbild: FB Forecast Weather Greece

Italientief brachte 1 Meter Neuschnee in der Schweiz

Schnee auf Autos

Die Kaltfront des Tiefs PHILIPP mit Kern über den Britischen Inseln hat am Donnerstag den Südwesten Deutschlands, die Schweiz und den äußersten Westen Österreichs erreicht. In Zusammenspiel mit einem Italientief hat sich dabei eine sogenannte Gegenstromwetterlage eingestellt, bei der kalte Luft aus Nordwesteuropa in tiefen Schichten von sehr feuchter Luft aus dem Mittelmeerraum überströmt wird. Bei starken Niederschlagsraten sinkt die Schneefallgrenze dabei bis in tiefe Lagen ab. Besonders viel Schnee gab es in den Ötztaler Alpen, so wurden am Pitztaler Gletscher 82 cm Neuschnee gemeldet und in Obergurgl rund 50 cm. Sogar noch mehr Schnee gab es in der Zentralschweiz.

Vom Großraum Innsbruck ostwärts wehte hingegen teils stürmischer Föhn, somit war das Land zweigeteilt mit winterlichem Wetter im äußersten Westen und frühlingshaften Temperaturen im Norden und Osten.

Zweigteiltes Land - Temperaturen am Donnerstagnachmittag
Zweigeteiltes Land: Temperaturen am Donnerstagnachmittag. © UBIMET

1 Meter in der Schweiz

Besonders ergiebig hat es am Donnerstag in der Schweiz geschneit, so gab es vom nördlichen Tessin über den Grimselpass und den Gotthardpass bis ins Berner und Urner Oberland große Neuschneemengen von bis zu 1 Meter in 24 Stunden:

    • 99 cm Guttannen BE
    • 68 cm Andermatt UR
    • 63 cm Buffalora GR

Stellenweise gab es auch neue Neuschnee-Rekorde für den Monat April, wie etwa in Engelberg (OW) mit 50 cm Neuschnee. Wenn man das gesamte Ereignis betrachtet, gab es teils sogar mehr als ein Meter Neuschnee wie etwa in Andermatt (UR) mit 111 cm.

Viel Schnee auch in Südtirol

Auch in den typischen Südstaulagen Südtirols hat es von Mittwochfrüh bis Donnerstagnacht ergiebig geschneit. Im hintersten Ultental gab es etwa 135 cm Neuschnee. Die Lawinengefahr ist am Alpenhauptkamm sowie südlich davon verbreitet auf die zweithöchste Stufe 4 angestiegen.

Titelbild: © Adobe Stock

Tief PHILIPP bringt Föhnsturm im Osten und Schnee im Westen

Sturmgefahr

Die Kontraste beim Wetter könnten am Donnerstag kaum größer ausfallen: Während vom Tiroler Unterland und Unterkärnten ostwärts mit Hilfe des teils stürmischen Südföhns oft die Sonne scheint, fällt im äußersten Westen sowie in Osttirol und Oberkärnten Regen oder Schnee.

Die Kaltfront von Tief PHILIPP erfasst Vorarlberg.
Die Kaltfront von Tief PHILIPP erfasst Vorarlberg. © UBIMET / ECMWF

Die Schneefallgrenze sinkt in Vorarlberg und im Außerfern bis in viele Tallagen ab, mitunter ist sogar im Rheintal etwas Schneeregen oder Nassschnee nicht ausgeschlossen. Auf den Bergen vom Rätikon über die Ötztaler Alpen bis zu den Tauern gibt es bis Freitag teils über 50 cm Schnee. Die Höchstwerte liegen zwischen 1 Grad im Montafon und 21 Grad in Oberösterreich.

Im Westen kühl, im Osten mild
Temperaturprognose für Donnerstagnachmittag. © UBIMET

1 Meter Schnee in der Schweiz

Noch markanter fällt der Wintereinbruch in der Schweiz aus: Von den Walliser Alpen bis zum Engadin schneit es am Donnerstag anhaltend und kräftig, in höheren Tallagen kommen hier 40 bis 80 cm Neuschnee zusammen. Besonders intensiv schneit es im Simplongebiet sowie vom nördlichen Tessin über den Gotthardpass bis ins Urner Oberland, hier ist oberhalb von 1000 m teils über ein Meter Neuschnee zu erwarten, auf den Bergen sogar eineinhalb Meter.

Viel Schnee in den Westalpen
24h-Neuschneeprognose für Donnerstag. © UBIMET

Regen und Schnee am Freitag

Der Freitag startet im Süden und im zentralen Bergland mit teils kräftigem Regen, oberhalb von 500 bis 1100 m fällt Schnee. Im Donauraum und im östlichen Flachland bleibt es zunächst noch trocken mit etwas Sonnenschein, ehe sich am Nachmittag und Abend der Regenschwerpunkt in den Nordosten verlagert. Im Westen lockern die Wolken hingegen schon am Vormittag auf, der Nachmittag bringt hier einige Sonnenstunden. Maximal werden 4 bis 19 Grad erreicht mit den höchsten Werten im Weinviertel.

Besserung am Wochenende

Am Wochenende lässt der Tiefdruckeinfluss nach. Am Samstag kommt besonders von Vorarlberg bis Oberösterreich wieder häufig die Sonne zum Vorschein, am Sonntag dann im Großteil Österreichs. Die Temperaturen steigen vor allem im Westen deutlich an, am Sonntag ist dann örtlich auch wieder die 20-Grad-Marke in Reichweite.

Titelbild © Adobe Stock

Erste Aprilwoche mit Wärme und Schnee

Schnee im Frühling.

Föhniger Monatsbeginn

Mit einer südwestlichen Höhenströmung gelangen bis einschließlich Mittwoch sehr milde Luftmassen nach Österreich. So scheint am Dienstag bei nur harmlosen Wolken häufig die Sonne. Im Tagesverlauf ziehen im Westen und Süden zwar vermehrt hochliegende Wolken auf, sonst dominiert aber weiterhin der Sonnenschein. Der Wind frischt vom Seewinkel bis zum Wald- und Weinviertel lebhaft aus Südost auf, in den Nordalpen wird es leicht föhnig. Dazu wird es sehr mild für Anfang April, die Temperaturen steigen auf 14 bis 21 Grad. Die höchsten Werte werden dabei mit Hilfe des Föhns vom Walgau über das Inntal bis zur Eisenwurzen erreicht.

Am Mittwoch stauen sich am Alpenhauptkamm und im Südwesten von Beginn an viele Wolken, in Osttirol sowie in Oberkärnten fällt zeitweise ein wenig Regen. An der Alpennordseite und im Osten machen die Wolken bei kräftigem, lokal auch stürmischem, föhnigem Südwind hingegen häufig der Sonne Platz. Die meisten Sonnenstunden gibt es vom Innviertel bis zum Weinviertel sowie im äußersten Südosten. Die Höchstwerte liegen zwischen 11 Grad in Osttirol und 21 Grad in der Eisenwurzen. Abends erreicht dann Vorarlberg aber eine markante Kaltfront mit ersten Regenschauern.

Wetterumschwung aus Westen

Die Kaltfront arbeitet sich am Donnerstag langsam nach Osten voran, vom Tiroler Unterland und Unterkärnten ostwärts stellt sich aber mit Hilfe des teils stürmischen Südwinds noch einmal ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken ein. Besonders vom Innviertel bis zum Burgenland dominiert meist sogar der Sonnenschein. Im Westen sowie in Osttirol und Oberkärnten ziehen dagegen von Beginn dichte Wolken durch und häufig fällt Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt im Westen auf 1000 bis 500 m ab, selbst ins Rheintal können sich ein paar Schneeflocken verirren. Die Höchstwerte liegen weit gestreut zwischen 2 Grad im Bregenzerwald und 21 Grad in Niederösterreich.

Trüber Freitag

Am Freitag erfasst die Kaltfront schließlich das ganze Land, folglich dominieren die Wolken und aus heutiger Sicht fällt vor allem in der Osthälfte häufig Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 500 und 1100 m. Im Laufe der zweiten Tageshälfte lässt die Intensität langsam nach und im Westen kommt immer häufiger die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen maximal 2 Grad im Bereich der Tauern und noch 13 Grad im Weinviertel.

Quelle Titelbild: pixabay

Rückblick: März rund 2 Grad zu mild

Der milde März lässt die Marillenbäume blühen.

Deutlich zu mild

Mit einer landesweiten Temperaturabweichung von mehr als 2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel verlief der März in Österreich deutlich zu mild. Betrachtet man das Land genauer, so ergeben sich hierbei regionale Unterschiede. Besonders mild war der März im Osten und Nordosten, hier betragen die Abweichungen rund 3 bis 3,5 Grad. Etwas geringer fallen die Anomalien vom Rheintal bis zum Ausseerland aus, doch auch hier geht der März 1 bis 2 Grad zu mild zu Ende. Die einzige Region, in der der März normal temperiert verlief, ist der Ennspongau rund um Radstadt. Zwar stach der März mit nahezu durchgängig zu mildem Wetter hervor, bei den absoluten Spitzenwerten hatte er jedoch gegenüber dem Februar das Nachsehen. Hier stehen 23,5 Grad in Hermagor stolzen 24,2 Grad in Güssing und Deutschlandsberg am Ende des Vormonats gegenüber.

Hier die Übersicht für die Landeshauptstädte:

Landeshauptstadt Mitteltemperatur März 2019 Abweichung vom langjährigen Mittel
Wien 5,7 Grad +3,0 Grad
St. Pölten 5,5 Grad +2,2 Grad
Eisenstadt 4,8 Grad +4,0 Grad
Linz 5,3 Grad +2,5 Grad
Graz 5,3 Grad +3,0 Grad
Klagenfurt 4,3 Grad +2,1 Grad
Salzburg 4,6 Grad +2,2 Grad
Innsbruck 4,7 Grad +1,3 Grad
Bregenz 5,0 Grad +2,4 Grad

Trockenheit im Südosten geht weiter

Mit nur 6 Liter pro Quadratmeter ist der trockenste Ort des Landes in Graz zu finden, doch auch in Gleisdorf und Hartberg hat es mit 7 l/m² nur unwesentlich mehr geregnet. Gegenüber dem langjährigen Mittel für März bedeuten diese Mengen ein Defizit von rund 85%. In der Steiermark setzt sich somit die Trockenheit fort, das Winterhalbjahr von Oktober bis zum jetzigen Zeitpunkt war dort eines der trockensten überhaupt. In diesen sechs Monaten sind beispielsweise in der steirischen Landeshauptstadt nur 110 Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter zusammengekommen, zum Durchschnitt von 240 l/m² fehlen rund 55 Prozent.

Generell war der März abseits der Alpen oft etwas zu trocken bzw. genau im Soll, in Wien und Linz ist in etwa so viel Regen und Schnee gefallen wie im Mittel. Zu nasse Regionen sind im Mühlviertel sowie vom Arlberg über das Tiroler Oberland bis zum Salzkammergut zu finden.

Auch hier die Übersicht für die Landeshauptstädte:

Landeshauptstadt Niederschlagsmenge März 2019 Abweichung vom langjährigen Mittel (in Prozent)
Wien 53 +4%
St. Pölten 51 +5%
Eisenstadt 18 -69%
Linz 76 +1%
Graz 6 -85%
Klagenfurt 33 -35%
Salzburg 46 -47%
Innsbruck 54 -4%
Bregenz 57 -43%

Sonne im Soll

Praktisch im ganzen Land erfüllte die Sonnenscheindauer im März ihr Soll, die letzten hierfür nötigen Sonnenstunden liefert dieses Wochenende. Zu trübe Orte sucht man also vergeblich, deutlich sonniger als in einem durchschnittlichen März war es dagegen in Pörtschach am Wörthersee. Hier wird der März rund 40% sonniger abschließen, rund 225 Sonnenstunden hat im langjährigen Mittel eher ein Juni oder August vorzuweisen.

Landeshauptstadt Sonnenstunden März 2019 Abweichung vom langjährigen Mittel (in Prozent)
Wien 173 +21%
St. Pölten 167 +22%
Eisenstadt 176 +21%
Linz 142 +20%
Graz 188 +23%
Klagenfurt 225 +32%
Salzburg 125 +7%
Innsbruck 176 +7%
Bregenz 157 +26%

 

Der Beginn des Monats verlief ausgesprochen stürmisch, so brachte Sturmtief EBERHARD am 10. März in Melk mit 126 km/h sogar eine Orkanböe. Doch auch in Puchberg am Schneeberg, in Wien-Unterlaa sowie im Ennstal knackte der Sturm die Marke von 100 km/h.

Quelle Titelbild: pixabay

Waldbrände in Südeuropa

Waldbrand in Portugal nahe Braga

In einem breiten Streifen vom Norden Portugals und Spaniens über Südfrankreich und Norditalien bis in den Balkan verliefen die vergangenen Monate viel zu trocken. Die ständigen Nordwestlagen bzw. Hochdrucklagen führten zu ausgetrockneten Böden und Wälder. Daher gab es in den vergangenen Tagen in diesen Regionen verbreitet Flur- und  Waldbrände

Rote Punkte zeigen aktuelle Brände ©effis.jrc.ec.europa.eu
Rote Punkte zeigen aktuelle Brände ©effis.jrc.ec.europa.eu

Hier ein Foto aus der vergangenen Nacht von einem Waldbrand im Piemont zwischen Valsesia und Valsessera.

Ungewöhnlich viele Brände

Durch die Trockenheit gab es seit Jahresbeginn ungewöhnlich viele Brände. Im Durchschnitt verbrennen jedes Jahr rund 300.000 ha an Fläche in der EU und das mehrheitlich im Spätsommer und Herbst. 2019 wurden aber bisher schon 150.000 ha an Fläche verbrannt, also gut die Hälfte der letzten Jahre.

Brandfläche ein ha ©effis.jrc.ec.europa.eu
Brandfläche ein ha ©effis.jrc.ec.europa.eu

Feuerteufel oder auch Rauchteufel

Durch größere Brände erhitzt sich darüber die Luft enorm und im Übergangsbereich zur deutlich kälteren Umgebungsluft entstehen des Öfteren sogenannte Feuerteufel oder wie in diesem Fall in Spanien ein Rauchteufel.

Titelbild: ‏@MeteoOs

Gewitter bringen starken Hagel in Texas

Gewitter bringen starken Hagel in Texas

Am Samstag lag der Süden der USA unter dem Einfluss eines Tiefs mit Kern über Oklahoma und Kansas. Aus dem Golf von Mexiko gelangten dabei sehr feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Texas. In der Nacht auf Sonntag näherte sich aus Nordwesten allerdings eine schwache Kaltfront, somit kam es im Norden des Landes zu kräftigen Gewittern mit intensivem und teils großen Hagelschlag.

Hagel bis 10 cm

Besonders betroffen war die Region nördlich der Großstadt Dallas: Zwischen des Städten Frisco und McKinney wurden sogar Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu 10 cm beobachtet! In Summe kam es dabei zu erheblichen Sachschäden.


Spitzbergen: 100 Monate lang überdurchschnittliche Temperaturen

Spitzbergen: 100 Monate lang überdurchschnittliche Temperaturen

Spitzbergen ist eine norwegische Inselgruppe und liegt am Rande des Nordpolarmeers nördlich von Skandinavien. Seit November 2010 verlief hier jeder Monat überdurchschnittlich warm im Vergleich zum langjährigen Mittel (1961-1990). In manchen Monaten wie etwa im Februar 2018 lagen die Temperaturen sogar um mehr als 10 Grad über dem Durchschnitt. Besonders extrem war der Februar 2014 mit einer Abweichung von +14,5 Grad: Statt bei -16,2 Grad lag die durchschnittliche Temperatur bei -1,7 Grad!

Fast 6 Grad Temperaturanstieg

Allgemein erwärmt sich die Arktis im Zuge des Klimawandels mehr als doppelt so schnell wie der Rest der Welt, Wissenschaftler sprechen daher auch von der sogenannten „Polaren Verstärkung“ bzw. „Arctic Amplification„. Hierfür spielen die veränderte Strahlungsbilanz sowie die Eis-Albedo-Rückkoplung eine entscheidende Rolle. Seit 1961 ist die Temperatur am Flughafen von Spitzbergen allerdings sogar um 5,6 Grad gestiegen! Besonders extrem fällt die Erwärmung in den Wintermonaten aus, da es immer weniger Meereis im Bereich der Inselgruppe gibt. Aktuellen Klimaprognosen zufolge wird die durchschnittliche Temperatur in Spitzbergen bereits am Ende dieses Jahrhunderts auf über 0 Grad ansteigen.

Besonders im Westen von Spitzbergen gibt es kein Meereis
Besonders im Westen von Spitzbergen gibt es kaum noch Meereis. © NSIDC

Noch gravierender fällt die Meereisausdehnung übrigens in der Beringsee aus, wir berichteten darüber bereits Rekord für Anfang März: Die Beringstraße ist nahezu eisfrei.

Der Klimawandel in Spitzbergen findet besonders schnell statt
Temperaturtrend in Spitzbergen. © Ketil Isaksen, Norwegian Meteorological Institute

Titelbild: Giåm on Visualhunt / CC BY-SA

Über Nacht Neuschnee in den Nordalpen

Forsythie im Schnee

Nach dem frühlingshaft warmen Wochenende sorgen in der neuen Woche zwei Kaltfronten für eine kräftige Abkühlung. Derzeit liegt bereits eine schwache Kaltfront über den Alpen und bringt stellenweise ein wenig Regen.

Satellitenbild von 09 Uhr @ UBIMET/Meteosat
Satellitenbild von 09 Uhr @ UBIMET/Meteosat

Eine weitere Kaltfront ist bereits über den Osten und der Mitte von Deutschland zu erkennen, die uns im Laufe des Nachmittags erreicht und die Schneefallgrenze dann unter 1000 m drückt.

Schnee über Nacht

Am Abend fällt schon Schnee bis auf 600 m herab und in der Nacht auf Dienstag schneit es in den Nordalpen von Vorarlberg bis ins Mostviertel mit nachlassender Intensität noch weiter.

Neuschneemengen bis Dienstagmorgen
Neuschneemengen bis Dienstagmorgen

Bis Dienstagmorgen kommen so in den Tallagen der Nordalpen oberhalb von rund 600 m verbreitet 5 bis stellenweise 10 cm zusammen. Am Dienstag selbst beruhigt sich das Wetter rasch wieder und der frisch gefallene Schnee schmilzt bald wieder dahin.

Stürmischer Wind kommt auf

Mit der Kaltfront kommt vorübergehend auch stürmischer Wind auf. Zunächst sind im Donauraum verbreitet Böen um die 60 bis 70 km/h zu erwarten, im Laufe des Nachmittags wird es mit Durchzug der Front im Süden vor allem in den Nordföhntälern mit Böen von bis zu 80 km/h ebenfalls stürmisch. Auch am Dienstag ist der Wind noch ein Thema, stürmische Böen treten aber nur mehr vereinzelt auf.

Titelbild: visualhunt.com

Update: Gleich zwei Zyklone treffen auf Australien

Zwei Zyklone bedrohen Australien.

Bereits vor ein paar Tagen hatten wir hier schon über die beiden Zyklone in Down Under berichtet, heute wollen wir euch mit einem Update auf dem Laufenden halten…

Trevor im Norden

Der Zyklon TREVOR ist in den Morgenstunden (unserer Zeit) an der Nordküste der Northern Territories an Land gegangen. Dabei hatte er vorübergehend die Stufe 3 der fünfteiligen Saffir-Simpson-Skala erreicht. Dabei kamen an der dünn besiedelten Küste verbreitet 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, zudem wurden Windböen von knapp 200 km/h gemessen. Gut zu sehen ist der Wirbelsturm auf unserem Titelbild und im nachfolgenden Loop:

Wie geht es nun weiter?

In den kommenden Stunden schwächt sich TREVOR weiter ab, dann handelt es sich nur noch um ein Tropisches Tief und keinen Zyklon mehr. Zu Beginn der kommenden Woche dreht sich das Tief dann über dem Norden der Northern Territories bzw. Queenslands weiter, dürfte aber in den kaum bevölkerten Weiten keine nennenswerten Schäden mehr anrichten.

Hier noch die berechnete Zugbahn des Australischen Wetterdienstes:

Veronica im Nordwesten

Ein paar tausend Kilometer weiter im Westen, aber immer noch in Australien tobt zeitgleich der Zyklon VERONICA. Der Zyklon der Kategorie 2 (von 5) liegt noch auf dem offenen Meer, rund 175 km entfernt von der größten Stadt der Region Port Hedland. Dort leben zwar nur 14.000 Menschen, allerdings ist dort einer der größten Häfen der Welt beheimatet. Mehrere Zuglinien bringen das geförderte Eisenerz nach Port Hedland, von dort wird es dann weltweit verschifft. Somit drohen auch der wichtigen Rohstoffindustrie erhebliche Beeinträchtigungen!

VERONICAs weitere Zugbahn führt entlang der Nordwestküste des Bundesstaates Western Australia entlang. Dabei schwächt sich der Zyklon zwar ab, sorgt aber an der gesamten Küste für immense Regenmengen.

Spannend ist auch zu sehen, wie der Schiffsverkehr auf den Zyklon reagiert. In der Karte sieht man jedes einzelne Schiff auf dem Indischen Ozean, die Frachtschiffe in grün sind alle nach Osten „geflüchtet“. Die Küste vor Port Hedland ist somit praktisch „schifffrei“.

Schiffsverkehr vor Australien.
Schiffsverkehr vor Australien.

 

Quelle Titelbild: UBIMET / Japan Meteorological Agency

Am Wochenende sonnig und mild, kommende Woche Kaltlufteinbruch

Frühling. © Nikolas Zimmermann

Das Auf und Ab der Temperaturen dieses Frühjahrs setzt sich fort. Nach dem spätwinterlichen Wochenstart mit kräftigem Schneefall in Kärnten steigen die Temperaturen derzeit wieder stetig an. Bereits am Freitag werden bei viel Sonnenschein frühlingshafte 13 bis 19 Grad erreicht. Im Oberinntal und in Innsbruck ist auch die 20-Grad-Marke wieder in Reichweite.

Strahlend sonnig

Am Samstag scheint im ganzen Land von früh bis spät die Sonne. Lokale Frühnebelfelder im Donauraum und im Waldviertel lichten sich rasch und tagsüber ist der Himmel meist sogar wolkenlos. Auf den Bergen kann man sich auf eine ausgezeichnete Fernsicht freuen. Der Wind weht generell nur schwach und die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 21 Grad. Auch am Sonntag überwiegt weiterhin der Sonnenschein, im Vorfeld einer Kaltfront machen sich aber besonders im Norden allmählich Wolken bemerkbar. Mit 14 bis 21 Grad bleibt es vorerst noch frühlingshaft mild.

Ein Kaltlufteinbruch steht bevor
Temperaturtrend in etwa 1500 m Höhe. © UBIMET / NCEP

Markante Abkühlung in Sicht

Die neue Woche beginnt bewölkt und mit Durchzug einer Kaltfront muss man an der Alpennordseite mit etwas Regen rechnen. Die Schneefallgrenze sinkt hier gegen 1100 m ab. Ein paar Schauer zeichnen im Tagesverlauf aber auch im Süden ab. Die Temperaturen erreichen 6 bis 15 Grad. In der Nacht auf Dienstag zieht dann eine weitere Kaltfront durch und die Schneefallgrenze sinkt an der Alpennordseite gegen 500 m ab. Die Temperaturen kommen am Dienstag selbst im Flachland kaum noch über die 10-Grad-Marke hinaus. Landwirte müssen kommende Woche zudem neuerlich mit Frostgefahr rechnen.

Zyklon Trevor bedroht Nordaustralien

Kaum besiedelt

Die Halbinsel liegt im tropischen Norden des australischen Bundesstaates Queensland und weist eine Fläche von rund 137.000 km² auf, das entspricht mehr als dem 1,6-fachen der Fläche Österreichs. Die Kap-York Halbinsel wird lediglich von 18.000 Menschen bewohnt und zeichnet sich durch eine beinahe unberührte Wildnis aus. In Nord-Süd-Richtung durchqueren lediglich zwei Straßen die Halbinsel: die Peninsula Developmental Road und die Telegraph Road. Beide Straßen sind unbefestigt, nur für Wagen mit Allradantrieb geeignet und in der Regenzeit oft nicht passierbar.

Zweiter Landfall

Nach Passage der Halbinsel zieht der Zyklon weiter westwärts in den Golf von Carpentaria, wo er bei Wassertemperaturen zwischen 29 und 31 Grad ideale Bedingungen vorfindet und sich nach derzeitigen Prognosen explosionsartig verstärken wird. Beim zweiten Landfall im Bereich der Limmenbucht drohen dann sogar Böen von teils über 200 km/h und Regenmengen an die 500 Liter pro Quadratmeter.

Bis zu 50 cm Schnee in den Karnischen Alpen, Milderung in Sicht

Pferde im Schnee

Die Temperaturen sind von Sonntag auf Montag vielerorts um etwa 15 Grad gesunken: Während es im Vorfeld der Kaltfront von Tief IGOR noch strahlenden Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 22,6 Grad im Mostviertel gab, lagen die Temperaturen am Montag mit wenigen Ausnahmen verbreitet unterhalb der 10-Grad-Marke.

Schnee in Villach
Schnee in Villach, © http://villach.it-wms.com/index.php
Schneefall in den Karawanken
Schneefall in den Karawanken.

Knapp 50 cm Neuschnee

Vor allem in Osttirol und Kärnten hat es zudem kräftig geschneit, so gab es am Montagmorgen auf höheren Straßen wie dem Loiblpass oder dem Katschberg Schneekettenpflicht. Bei winterlichen Straßenverhältnissen  kam es allerdings auch zu mehreren Unfällen. Die größten Schneemengen wurden in den Karnischen Alpen, in den Gailtaler Alpen und in den Karawanken mit 40 bis 50 cm Neuschnee verzeichnet. In machen Tallagen Kärntens gab es 5 cm Nassschnee, während im Klagenfurter Becken höchstens etwas Schneematsch zusammen gekommen ist.

Ort Neuschnee
Nassfeld, 1607 m 45 cm
Goldeck, 1910 m 45 cm
Loibl, 1097 m 35 cm
Kanzelhöhe, 1520 m 34 cm
Bad Bleiberg, 909 m 31 cm
Koschuta, 1262 m 30 cm
Emberger Alm, 1929 m 30 cm
Arriach, 890 m 23 cm
Analyse der Schneehöhe in Kärnten am Montagvormittag. © UBIMET
Analyse der Schneehöhe in Kärnten am Montagvormittag. © UBIMET
nassfeldpass
Viel Neuschnee am Nassfeld. © LWD Kärnten

Milderung in Sicht

In den kommenden Tagen macht sich allmählich ein Hochdruckgebiet bemerkbar und die Temperaturen steigen langsam wieder an. Spätestens ab Mittwoch überwiegt śomit im ganzen Land der Sonnenschein. Die Temperaturen steigen am Mittwoch auf maximal 12 Grad und am Donnerstag auf bis zu 16 Grad im Inntal. Zum Wochenende hin wird es noch etwas milder, so sind am Samstag auch wieder Höchstwerte im Bereich der 20-Grad-Marke in Sicht.

Wurzenpass
Winterliche Straßenverhältnisse am Wurzenpass. © Land Kärnten

Sonntag bis zu 23 Grad – Montag lokal Neuschnee

Die Frühlingsblumen sorgen für farbenfrohe Wiesen.

Frühling gibt Vollgas

Der letzte Tag dieser Woche wird zugleich der wärmste, Grund hierfür ist eine föhnige Südwestströmung. Diese hat vielerorts Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad im Gepäck, noch etwas wärmer wird es von der Südsteiermark über das Burgenland bis nach Niederösterreich und Wien. Hier sind lokal bis zu 23 Grad möglich, solch hohe Temperaturen gab es zuletzt Ende Februar. Von den Spitzenwerten für den März bleiben wir aber ein gutes Stück entfernt, so liegt der Österreichrekord aus Gumpoldskirchen bei 27,5 Grad. Neben der frühlingshaften Wärme glänzt der Sonntag mit zahlreichen Sonnenstunden, daran können auch etwaige Frühnebelfelder und Schleierwolken tagsüber nur wenig ändern.

Hier die Wetterlage für morgen:

Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.
Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.

Wintergruß am Montag

Am späten Sonntagnachmittag erreicht den Westen des Landes eine markante Kaltfront mit Wolken und Regenschauern. Mit stürmisch auffrischendem Westwind breiten sich diese in den Abendstunden bis in die Obersteiermark und das Mostviertel aus. In der Nacht regnet und schneit es dann verbreitet, wobei die Schneefallgrenze auf 700 bis 500 m sinkt. Am Montag zeigt der Frühling sein zweites Gesicht, mehr als 2 bis 10 Grad werden nicht mehr erreicht. Dazu regnet und schneit es besonders von den Zillertaler Alpen über den Lungau bis zum Murtal und südlich davon länger anhaltend. Dabei bekommen etwas höhere gelegene Täler eine Portion Neuschnee ab, liegt doch die Schneefallgrenze tagsüber zwischen 600 und 800 m.

Alle Landeshauptstädte erleben einen Temperatursturz:

Stadt Höchstwert Sonntag Höchstwert Montag
Wien 20 Grad 9 Grad
St. Pölten 20 Grad 7 Grad
Eisenstadt 21 Grad 8 Grad
Linz 19 Grad 8 Grad
Graz 19 Grad 5 Grad
Klagenfurt 17 Grad 4 Grad
Salzburg 19 Grad 6 Grad
Innsbruck 18 Grad 6 Grad
Bregenz 16 Grad 7 Grad

Zu guter Letzt noch die Neuschneeprognose von Sonntagabend bis Montagabend:

In den Bergen einiges an Neuschnee!
In den Bergen einiges an Neuschnee!

Quelle Titelbild: pixabay

Hagel mit bis zu 8 cm Durchmesser in Sydney

Sydney am Abend

Sydney wurde am Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag von schweren Gewittern getroffen. Besonders im Westen der Stadt gab es sehr großen Hagel, so wurden verbreitet Hagelkörner in Golfballgröße gemeldet. Vereinzelt gab es allerdings auch riesige Hagelkörnen mit Durchmessern von rund 8 cm!

Die Gewitter haben zudem auch für kräftigen Regen gesorgt, so gab es in Mona Vale, einem Vorort nördlich von Sydney, sogar 120 Liter pro Quadratmeter Regen. In wenigen Stunden kam hier etwa der durchschnittliche Monatsniederschlag zusammen.


In Summe kam es zu zahlreichen Schäden wie etwa gesprungene Autoscheiben, umgeworfene Bäume oder überflutete Keller. Am Flughafen von Sydney mussten im Zuge des Gewitters zudem mindestens 44 Flüge gestrichen werden. Weiters waren 25.000 Haushalten vorübergehend ohne Strom. Bereits Ende Dezember wurde Sydney vor einem schweren Hagelunwetter betroffen, nun neigt sich die Gewittersaison dort aber langsam dem Ende zu.

View this post on Instagram

 

A post shared by Stormseal (@stormseal) on

Tornado wütet in Westdeutschland

Tornado in Roetgen

Am Mittwoch bildeten sich in Benelux und im Westen von Deutschland zahlreiche Gewitter. Eines dieser Gewitter bildete auch an der deutsch-belgischen Grenze eine Tornado der Stärke F2 aus. Der Tornado zog dabei über Roetgen hinweg und beschädigte rund 30 Häuser zum Teil erheblich. Der Ort liegt rund 15 km südlich von Aachen in der Eifel.

Glimpflicher Ausgang

Zum Glück gab es durch den Tornado nur fünf Leichtverletzte und keine Todesopfer. Die Schäden an den Häusern sind teilweise aber enorm, 10 davon sind derzeit nicht mehr bewohnbar.

Titelbild: world_news24

Zyklon IDAI bedroht Mosambik

Satellitenbild von IDAI

Zyklon IDAI hat sich in den vergangenen Tagen über dem bis zu 30 Grad warmen Meer zwischen Mosambik und Madagaskar rasch zu einem Wirbelsturm der Kategorie 3 entwickelt. Das Tief entstand vor rund 10 Tagen zwischen Malawi und Mosambik und sorgte damals bereits für weitreichende Überschwemmungen und forderte auch Todesopfer.

Danach zog das Tief nach Osten übers offene Meer und entwickelte sich rasch zu einem gefährlichen Zyklon. Vor der Küste Madagaskars wendete sich der Sturm wieder nach Westen und zieht nun wieder auf die Küste von Mosambik zu .

Stärkster Sturm seit Jahren

Mosambik wird im Frühjahr immer wieder von tropischen Stürmen heimgesucht, selten sind diese aber so stark wie IDAI. Der Zyklon wird nach neuesten Berechnungen am Donnerstagabend nahe der Großstadt Beira auf Land treffen.

Die Zugbahn von Zyklon IDAI
Die Zugbahn von Zyklon IDAI

Dabei sind an der Küste Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h zu rechnen und eine 2 bis 3 Meter hohe Sturmflut sorgt in diesem dichtbesiedelten und flachen Gebiet für weitreichende Zerstörung. Das Tief zieht dann am Freitag in Richtung Simbabwe, in seiner Zugbahn fallen in kurzer Zeit bis zu 200 l/m². Somit wird es in den folgenden Tagen in Mosambik und auch in Simbabwe zu großflächigen Überflutungen kommen!

Titelbild: NASA

Kräftiger Regen am Freitag

@ https://pixabay.com/users/diego_torres-1118992/

Nach einem bereits unbeständigen und windigen Mittwoch und dem Durchzug eines Tiefausläufers über Nacht mit vorübergehend wieder sinkender Schneefallgrenze gehen am Donnerstag an der gesamten Alpennordseite von Beginn an Regen-, oberhalb von 600 bis 800 m Schneeschauer nieder. Am Nachmittag gehen diese durch eine Warmfront eines nächsten aufziehenden Tiefs von Deutschland her in länger anhaltenden und teils kräftigen Regen über, die Schneefallgrenze steigt dann auf über 1000 m an. Dazu weht nördlich der Alpen erneut kräftiger bis stürmischer West- bis Südwestwind. Maximal werden Temperaturen zwischen 3 Grad am Arlberg und 13 Grad im freundlicheren Südosten erreicht.

Prognose der 24-stündigen Niederschlagsmenge bis Freitagabend @ UBIMET, DWD
Prognose der 24-stündigen Niederschlagsmenge bis Freitagabend @ UBIMET, DWD

Kräftiger und anhaltender Regen im Westen

Am Freitag bleibt der Süden wetterbegünstigt und mit Föhn steigen die Temperaturen hier bereits bis auf 16 Grad an. Von Vorarlberg bis in die Obersteiermark hält hingegen der kräftige Dauerregen bei einstelligen Temperaturen an. Zwar schneit es am Morgen durch vorübergehend kühlere Luft wieder auf 900 bis 700 m, tagsüber setzt sich aber auch in der Höhe deutlich mildere Luft durch und bringt die Schneefallgrenze auf 1000 bis 1400 m. Bis zum Abend zeichnen sich in Summe gebietsweise um 50 l/m² an Regen ab, in Staulagen sind über 36 Stunden auch bis zu 100 l/m² möglich. Im Bergland ist entsprechend mit großem Neuschneezuwachs zu rechnen.

Prognose der Höchsttemperaturen am Sonntag, den 17.03.2019 @ UBIMET
Prognose der Höchsttemperaturen am Sonntag, den 17.03.2019 @ UBIMET

Deutliche Wetterbesserung

Der Samstag hat schließlich eine deutliche Wetterbesserung zu bieten. Die Strömung dreht auf Süd, damit wird deutlich mildere Luft herangeführt, zudem wird es nördlich des Alpenhauptkamms leicht föhnig. Die Restwolken lockern auch im Norden und Osten bald auf, am Nachmittag scheint überall die Sonne. Maximal werden bereits 12 bis 20 Grad erreicht.

Dieser Trend setzt sich am Sonntag fort. Nach aktuellem Modellstand scheint bei föhnigem Südwind im ganzen Land von früh bis spät die Sonne. Die Temperaturen steigen auf 14 bis 22 Grad, wobei die 20 Grad-Marke in nahezu jedem Bundesland zumindest erreicht werden sollte.

 

Titelbild: @ https://pixabay.com/users/diego_torres-1118992/

Der Sturm geht, der Schnee kommt

VERA-Analyse der maximalen Böen über 24 Stunden bis Montagmorgen @ UBIMET

Das Titelbild zeigt die analysierten maximalen Böen über 24 Stunden bis heute Montag, 07 Uhr. Neben den eingangs erwähnten Bundesländern und dem Bergland waren auch Vorarlberg, Tirol und Teile der Obersteiermark verstärkt betroffen. Die stärkste Böe im Flachland wurde am Stift Melk mit 126 km/h gemessen, das entspricht Windstärke 12 – Orkan. Darüber hinaus gab es viele Wetterstationen mit schweren oder orkanartigen Sturmböen um 100 km/h:

108 km/h Kollerschlag, OÖ
108 km/h Enns, OÖ
108 km/h Wolfsegg, OÖ
104 km/h Reichersberg, OÖ
104 km/h Seibersdorf, NÖ
101 km/h Waizenkirchen, OÖ
101 km/h Wien-Unterlaa, W
100 km/h Wien-Botanischer Garten, W
97 km/h Linz-Flughafen, OÖ
97 km/h Wien-Innere Stadt, W
97 km/h Salzburg-Flughafen, S

Aktuell weht der West- bis Nordwestwind noch teils stürmisch, er lässt aber am Nachmittag etwas nach. Dieser Trend setzt sich am Dienstagvormittag fort, nachfolgend schwächt sich der Wind vorübergehend deutlich ab und dreht am Dienstagabend kurz auf Süd. Bereits ab Mittwoch ist aber mit dem nächsten Tief wieder mit einer Zunahme des Westwindes zu rechnen. Stürmische Böen sind nachfolgend wieder möglich, ein neuerliches markantes Sturmtief zeichnet sich aktuell aber eher nicht ab.

Webcambild aus Wolfurt, VA von Montagvormittag @ http://wolfurtfuerwolfurt.at/httpdocs/cam/cam.jpg
Webcambild aus Wolfurt, VA von Montagvormittag @ http://wolfurtfuerwolfurt.at/httpdocs/cam/cam.jpg

Rückseitig des nach Russland abgezogenen Sturmtiefs ist nun auch wieder kältere Luft eingeflossen und die Schneefallgrenze liegt bereits zwischen tiefen Lagen im Westen bei stärkeren Schauern und rund 700 m im Osten. Selbst im Rheintal ist es kurz weiß geworden, wie das Webcambild von Wolfurt zeigt. Die Sequenz der Bilder von Dornbirn hingegen zeigt eindrucksvoll die aufziehende Schauer- und Gewitterlinie:

Aufziehende Schauer- und Gewitterlinie in Dornbirn gegen 10 Uhr (Montag) @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn
Aufziehende Schauer- und Gewitterlinie in Dornbirn gegen 10 Uhr (Montag) @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn

In der Nacht auf Dienstag hält die Zufuhr polarer Luftmassen an, so dass die Temperatur inneralpin bis zum Dienstagmorgen häufig in den leichten Frostbereich sinken wird. Entsprechend fällt bis in die Täler Schnee. Der Schwerpunkt liegt von den Kitzbüheler Alpen bis zum Mariazellerland, anfangs schneit es auch noch am Arlberg und im Tiroler Oberland. Morgen Vormittag fällt letzter Schnee im Nordstau etwa vom Salzkammergut bis zur Eisenwurzen. In Summe zeichnen sich in mittleren und höheren Lagen 20 bis 30 cm ab, über Nacht fallen in den Tälern zwischen 5 und 10 cm Neuschnee, lokal mehr. Details sind der nachfolgenden Karte zu entnehmen, welche die 12-stündige Neuschneehöhe von Mo, 22 Uhr bis Di, 10 Uhr zeigt:

Prognostizierter Neuschnee über 12 Stunden bis Dienstagvormittag @ UBIMET
Prognostizierter Neuschnee über 12 Stunden bis Dienstagvormittag @ UBIMET

 

Titelbild: VERA-Analyse der maximalen Böen über 24 Stunden bis Montagmorgen @ UBIMET

Tief „Eberhard“ sorgt für stürmischen Abend

Windwurf durch Sturm

Die Warmfront von Tief „Eberhard“ brachte im Norden von Österreich einiges an Regen, Spitzenreiter war das Mühlviertel mit teils an die 30 l/m².

Regenmengen seit Mitternacht
Regenmengen seit Mitternacht

Im Schutz der Alpen blieb es hingegen im Süden trocken und auch recht sonnig. Hier frischte am Vormittag kräftiger bis stürmischer Südwestwind auf, der die Temperaturen kräftig nach oben trieb.

Maximalwerte am Sonntag
Maximalwerte am Sonntag

Nun kommt der Sturm

Der Dauerregen geht nun auch in Oberösterreich zu Ende und von Westen her kommt nun staffelweise kältere Luft zu uns. Die Luft wird aber nicht nur kälter sondern auch schaueranfälliger und gerade mit den Schauern muss man mit Sturmböen rechnen. Erste Sturmböen gab es bereits am Bodensee und in den kommenden Stunden treten Sturmböen auch vermehrt am Donauraum, am Abend dann auch in Wien und am Alpenostrand auf. Dabei sind örtlich Böen um die 100 km/h zu erwarten.

Maximale Böen bis Montagmittag
Maximale Böen bis Montagmittag

Der Höhepunkt des Sturms wird in den meisten Regionen noch vor Mitternacht erreicht, stürmisch bleibt es dann aber noch den gesamten Montag. Dazu wird es immer kälter, in den Nordalpentälern kehrt der Winter zurück, aber auch im Flachland sind am Montag Graupelschauer zu erwarten.

Titelbild: visualhunt.com

Stürmisch und zu Wochenbeginn spätwinterlich mit Schnee in den Nordalpen

Schneefall am See

Der Sonntag verläuft an der Alpennordseite stark bewölkt und im Tagesverlauf fällt hier häufig Regen, besonders im Mühlviertel regnet es auch länger anhaltend. Am Bodensee und im Donauraum kommt ab dem Nachmittag zudem teils stürmischer Westwind auf, am Alpenrand zeichnen sich örtlich auch schwere Sturmböen ab. Im Süden und Südosten bleibt es hingegen meist trocken und zwischendurch scheint die Sonne. Die Temperaturen erreichen 8 bis 17 Grad.

Es wird stürmisch
Prognose der Windspitzen am Sonntag. © DWD / UBIMET

Spätwinterlicher Wochenbeginn

In der Nacht auf Montag gelangen mit Durchzug einer Kaltfront deutlich kühlere Luftmassen ins Land. Die neue Woche beginnt von Vorarlberg bis zum Mostviertel bewölkt und besonders im Bereich der Nordalpen fällt häufig Regen bzw. oberhalb von 400 bis 700 m Schnee. Im Tagesverlauf gehen hier auch einzelne Graupelgewitter nieder. In den Staulagen der Nordalpen kommen oberhalb von etwa 1000 m rund 15 bis 30 cm Neuschnee zusammen. Wetterbegünstigt ist weiterhin die Alpensüdseite und auch im östlichen Flachland sind nur einzelne Schauer zu erwarten. Der Wind weht im Bergland und an der Alpennordseite teils stürmisch aus Nordwest und die Höchstwerte liegen zwischen 0 Grad im Arlberggebiet und +13 Grad in Oberkärnten.

In den Nordalpen gibt es 15 bis 30 cm Neuschnee
Neuschneeprognose von Montagmorgen bis Dienstagmorgen. © UBIMET

Weiterhin unbeständig

Am Dienstag gehen im Bereich der östlichen Nordalpen anfangs noch ein paar Schneeschauer nieder, tagsüber setzt sich aber ein Zwischenhoch durch und die Wolken lockern etwas auf. Im Süden und Westen überwiegt sogar der Sonnenschein und die Temperaturen steigen vorübergehend etwas an mit maximal 3 bis 12 Grad. Bereits am Mittwoch sorgt ein weiteres Tief aber besonders im Bergland und im Südosten für etwas Regen. Die Schneefallgrenze liegt bei 600 bis 900 m und die Temperaturen kommen nicht über 2 bis 9 Grad hinaus. Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt das Wetter unbeständig und die Temperaturen liegen um oder knapp unterhalb des langjährigen Mittels.

Schwerer Tornado-Outbreak im Südosten der USA

Der Tornado hat alles zerstört

Im Vorfeld einer Kaltfront lag der Südosten der USA am 3. März im Einflussbereich  feuchter und labil geschichteter Luftmassen. Im Tagesverlauf entwickelten sich schwere Gewitter, dabei kam es in Alabama und Georgia sowie im Florida-Panhandle zu zahlreichen Tornados. In Summe gab es mehr als 70 Tornado-Meldungen. Laut einer Auswertung des NWS handelte es sich dabei um mindestens 34 Tornados (manche wurden mehrfach gemeldet aufgrund ihrer langen Zugbahn).

Im Südosten der USA gab es zahlreiche Tornados
Unwettermeldungen am 3. März in den USA. © NOAA / SPC

EF4-Tornado

Am Sonntag entwickelte sich ein besonders langlebiger Tornado mit einer Zugbahn von rund 100 km quer durch Alabama und Georgia. Vorübergehend erreichte er dabei eine Breite von 1.500 m und Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h. Dies entspricht einem EF4-Tornado auf der 5-stufigen EF-Skala. Besonders schlimm traf es Lee County in Alabama, hier kamen 23 Menschen ums Leben, weshalb es sich um den tödlichsten Tornado seit dem EF5-Tornado in Moore, Oklahoma, am 20. Mai 2013 handelt.

Seltenes Ereignis

Tornados der Kategorie EF4 und EF5 werden in den Vereinigten Staaten auch als „violent Tornadoes“ bezeichnet, da sie besonders zerstörerische Auswirkung haben. Eine statistische Auswertung zeigt, dass EF4- und EF5-Tornados in Amerika zwar nur 1% aller Tornados ausmachen, dafür aber für 63% der Todesopfer verantwortlich sind.

Föhnsturm bis zu 110 km/h in den Nordalpen

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Tief über England

Blicken wir zunächst auf die aktuelle Großwetterlage: Wir erkennen ein mächtiges Sturmtief über Großbritannien, an der Vorderseite dieses Tiefs (names Cornelius) wird sehr milde Luft (rote Pfeile) aus dem Mittelmeerraum Richtung Alpen geführt. Am Alpenhauptkamm wird die Luft nun gehoben, dahinter sinkt sie wieder ab. Dabei erwärmt und beschleunigt sie sich, an der Alpennordseite macht sich dies als Föhnsturm bemerkbar. Man sieht auch an der Drängung der Isobaren (schwarze Linien gleichen Luftdrucks), dass der Föhn wirklich kräftig simuliert wird.

Großwetterlage kommende Nacht.
Großwetterlage kommende Nacht.

Große Druckunterschiede

Ein gutes Maß, wie stark der Föhn wird, ist die Druckdifferenz zwischen der Alpennord- und südseite. In diesem Fall betrachten wir den Unterschied zwischen Garmisch-Partenkirchen und Bozen. Zu Südföhn kommt es, wenn der Luftdruck im Süden höher ist als im Norden. Das heißt, die Differenz zwischen Garmisch und Bozen ist negativ. In der kommenden Nacht beträgt der Unterschied stolze 9 hPa. Ein Indiz, dass der Föhn wirklich kräftig wird!

Große Druckunterschiede zwischen Südtirol und Bayern.
Große Druckunterschiede zwischen Südtirol und Bayern.

Schwere Sturmböen

Schon heute wird es in den Nordalpen föhnig, erste Böen zwischen 60 und 80 km/h sind von Vorarlberg bis Salzburg zu erwarten. In den Abend- und Nachtstunden verstärkt sich der Föhn markant, dann sind Böen zwischen 80 und 100, lokal auch bis zu 110 km/h zu erwarten. Schwerpunkte sind dabei:

  • Rheintal
  • Rätikon + Silvretta
  • Tiroler Alpenhauptkamm
  • Wipptal + Innsbruck
  • Salzburger Tauerntäler

Morgen bleibt es dann stürmisch, von Westen her bricht der Föhn aber allmählich zusammen. Die stürmischsten Regionen am Donnerstag sind somit eher von Salzburg ostwärts zu suchen. Aber seht selbst auf unserer Warnkarte:

Erwartete Böen durch den Föhn.
Erwartete Böen durch den Föhn.

Am besten seid ihr stets auf www.uwz.at informiert.

Rekord für Anfang März: Die Beringstraße ist nahezu eisfrei

Eis in der Arktis

Die Beringstraße ist eine Meerenge zwischen Russland und Alaska. Sie verbindet den Arktischen Ozean mit dem Pazifik bzw. genau genommen die Beringsee mit der Tschuktschensee.

Karte der Beringsee
Von GretarssonBase map: © OpenStreetMap contributors – Eigenes WerkBase map is from https://maps-for-free.com, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=56149949

Negativrekord

Normalerweise wird die maximale Eisbedeckung in der Beringsee erst Ende März erreicht, zudem hält sich das Eis im langjährigen Mittel bis in den Mai hinein. Seit letzten Winter zeigt sich allerdings ein völlig außergewöhnliches Bild, so gab es im Winter 2017/18 im Februar die geringste Eisbedeckung seit Beginn der flächendeckenden Messungen mit Satellitenbildern vor rund 40 Jahren. Heuer gab es im Februar nur geringfügig mehr Eis als im Vorjahr, zudem zeichnet sich für den März ein neuer Negativrekord ab. Aktuell zeigt sich die Beringstraße am Satellitenbild sogar nahezu eisfrei.

Arktische Amplifikation

Neben dem zunehmenden Wärmegehalt der Ozeane durch den Klimawandel spielt für die geringe Eisbedeckung in der Beringsee derzeit auch der wiederholt stürmisch auftretende Wind eine wichtige Rolle, welcher in Zusammenspiel mit dem erhöhten Wellengang jegliches neu entstandene, dünne Eis wieder zerstört. Allgemein erwärmt sich die Arktis im Zuge des Klimawandels mehr als doppelt so schnell wie der Rest der Welt, Wissenschaftler sprechen daher auch von der sogenannten „Polaren Verstärkung“ bzw. „Arctic Amplification„. Hierfür spielen die veränderte Strahlungsbilanz sowie die Eis-Albedo-Rückkoplung eine entscheidende Rolle. Beispielsweise sind die Temperaturen in den letzten Jahrzehnten in Alaska deutlich stärker angestiegen als im Rest der Vereinigten Staaten.

Stürmische Zeiten an der Alpennordseite

Wetterhahn

Am Montag sorgt die Kaltfront von Tief „Bennet“ in Mitteleuropa verbreitet für Sturm, auch der Norden und Osten von Österreich ist davon betroffen. Zuvor wird es aber von der südlichen Steiermark über das Burgenland bis ins südliche Wiener Becken mit bis zu 21 Grad frühlingshaft mild. Im Zuge der Kaltfront frischt dann ab dem Nachmittag kräftiger bis stürmischer Westwind auf, dabei treten Böen um die 80 km/h auf, betroffen vor allem sind:

  • Bodenseeraum, Bregenzerwald
  • Donauraum
  • Wien und Wiener Becken

Mit der Kaltfront fällt am Abend und in der Nacht auf Dienstag im Westen und Süden verbreitet Regen, oberhalb von 800 bis 1000 m kommen wenige Zentimeter nasser Neuschnee hinzu.

Auch am Faschingsdienstag windig

Nach Abzug der Kaltfront über Nacht beginnt der Dienstag recht freundlich und auch tagsüber scheint im Bergland und im Süden häufig die Sonne. Nördlich der Alpen ziehen hingegen im Tagesverlauf zunehmend dichte Wolken und auch einzelne Schauer durch, dazu sind von Oberöstereich über Wien bis ins Nordburgenland tagsüber immer wieder stürmische Böen von 70 km/h zu erwarten.

Stürmischer Südföhn ab Mittwoch

Am Mittwoch stellt sich auf der Vorderseite eines Tiefs über den Britischen Inseln eine kräftige Südströmung ein. Bei meist sonnigen Bedingungen legt der Südföhn im Tagesverlauf an Stärke zu und greift am Nachmittag von Vorarlberg bis Salzburg mit stürmischen Böen in die Täler durch. Am Donnerstag verstärkt sich noch der Südföhn, dann ist an der gesamten Alpennordseite mit kräftigem bis stürmischem Südwind zu rechnen. Böen von 70 bis 90 km/h sind wahrscheinlich, lokal sind auch um die 100 km/h nicht ausgeschlossen. Dazu steigen die Temperaturen weiter an und überschreiten in einigen Regionen wieder die 20-Grad-Marke.

Titelbild: pixabay.com

Erste Moor- und Buschbrände durch Trockenheit

Löschflugzeug im Anflug, San Sebastian, Spanien

In der vergangenen Woche erwärmte sich die Luft im Süden von Frankreich und angrenzenden Teilen Spaniens bereits auf sommerliche Werte. Bis zu 28 Grad zeigte das Thermometer bei Perpignan mit leichtem Föhn von den Pyrenäen her, aber auch am Atlantik von Bilbao bis nach Bordeaux wurden 25 Grad und mehr erreicht. Auf den Skipisten der Pyrenäen zeigte das Thermometer zwischen 10 und 20 Grad, da wurde es manchem Skihaserl bereits im Februar zu warm.

Temperaturen Mittwochnachmittag, 27.02.2019 im Umfeld der Pyrenäen @ UBIMET, Aemet, MeteoFrance
Temperaturen Mittwochnachmittag, 27.02.2019 im Umfeld der Pyrenäen @ UBIMET, Aemet, MeteoFrance

Aufgrund der Trockenheit kam es bereits zu Bränden von Italien bis hinauf nach England. Das nachfolgende Video stammt aus San Sebastian im Norden Spaniens und zeigt ein Löschflugzeug, welches zum Befüllen mit Wasser den strandnahen Bereich mit einer ruhigen Wasseroberfläche aufsucht. Hier gehört schon einiges an fliegerischem Können dazu.

 

 

 

Meteorologischer Winter endet mit Rekordtemperaturen in 12 Ländern

Krokusse im Frühling

Nordwesteuropa lag in den vergangenen 10 Tagen unter anhaltendem Hochdruckeinfluss: In Zusammenspiel mit einem stark ausgeprägten Jetstream über den USA sowie einer Tiefdruckentwicklung über dem Nordatlantik baute sich sich über Nordwesteuropa ein außergewöhnlicher Hochdruckrücken bzw. Hochdruckkeil auf. In der CFSR-Modellklimatologie (seit 1979) wies das Geopotential in 500 hPa sogar Rekordwerte für diese Jahreszeit auf.

Extrem hohes Geopotential für die Jahreszeit
Rekordwerte beim 500-hPa-Geopotential über der Nordsee. © ECMWF via Tomer Burg

Hoher Luftdruck

In Mitteleuropa war der Hochdruckkeil an sich zwar nicht  so außergewöhnlich wie etwa über der Nordsee, am Boden gab es aber dennoch sehr hohen Luftdruck: Am 23. Februar wurde etwa in Wien mit 1045 hPa sogar der höchste Luftdruck seit dem 17. Februar 2008 gemessen.

Temperaturrekorde

In den letzten 10 Tagen wurden in 12 europäischen Ländern neue Rekorde für den Monat Februar aufgestellt. Teilweise wurden diese Rekorde sogar täglich übertroffen, wie etwa in Trawsgoed in England, wo es am 25. Februar mit 20,6 Grad einen neuen Landesrekord gab , der bereits am 26. Februar in Porthmadog mit 20,8 Grad überholt wurde. Dieser wurde wenige Stunden später allerdings wiederum von 21,2 Grad in London übertroffen! Neben den Landesrekorden gab es zudem von den Britischen Inseln über Deutschland bis nach Slowenien unzählige neue Stationsrekorde.

Neue Landesrekorde für Februar:

  • Schottland: 18.3 Grad in Aboyne
  • Wales: 20.8 Grad in Porthmadog
  • England: 21.2 Grad Kew Gardens, London
  • Belgien: 22.0 Grad in Dourbes
  • Niederlande: 20.5 Grad in Arcen
  • Luxemburg: 19,8 Grad am Flughafen Luxemburg
  • Schweden: 16.7 Grad in Karlshamn
  • Dänemark: 15.8 Grad in Tirstrup
  • Österreich: 24.2 Grad in Güssing und Deutschlandsberg
  • Ungarn: 23.5 Grad in Sárvár
  • Slowakei: 20,6 Grad in Hurbanovo
  • Slowenien: 24.1 Grad in Gačnik

Erwärmung durch Absinken

Für die zahlreichen Temperaturrekorde waren keine subtropischen Luftmassen verantwortlich: Die Luft in der Südsteiermark am Donnerstag stammte ursprünglich aus Schottland und davor vom Atlantik! Ausschlaggebend war das ausgeprägte Absinken der Luft in der freien Atmosphäre (Subsidenz unter Hochdruckeinfluss): Wenn Luft absinkt wird sie nämlich komprimiert und dadurch auch erwärmt. In Österreich spielte zusätzlich noch Westföhn eine entscheidende Rolle (Durchmischung der unteren Troposphäre).

Luftmassenursprung am Donnerstag
Luftmassenursprung am Donnerstag. © NOAA

 

Rekordtemperaturen und Moorbrände in Europa

Das Hoch sorgt für sonniges Wetter.

In Österreich wurde heute ein neuer Februarrekord aufgestellt, diesen hielt bis dato Bruck an der Mur mit 23,6 Grad (aufgestellt 1960). Der neue Spitzenreiter heißt Güssing mit 24,2 Grad. Noch nie war es in einem Februar wärmer als heute!

Schweden

Einen neuen Temperaturrekord meldet Schweden. Noch nie war es im Königreich in einem Februar so warm wie am Dienstag. Bis auf 16,7 Grad kletterte die Temperatur in Karlshamn. Damit wurde der alte Rekord aus dem Jahre 1961 um 0,2 Grad übertroffen. Zahlreiche weitere Stationen stellten zudem eigene Rekorde auf, so zum Beispiel in Kvikkjokk im Hohen Norden mit 9,1 Grad. Gemessen wird hier immerhin schon seit 130 Jahren!

Deutschland+Belgien

Auch unsere deutschen Nachbarn melden zahlreiche neue Februarrekorde. Der seit 1900 bestehende Landesrekord von 23,1 Grad in Jena ist zwar nicht gefallen, viele Stationen mit langen Messreihen meldeten aber ihren jeweils wärmsten Februartag.

Hier ein kleiner Auszug:

Station neuer Rekord am Dienstag Messbeginn
Kahler Asten 14,5 Grad 1926
Frankfurt Flughafen 18,9 Grad 1949
Düsseldorf 19,3 Grad 1969
Gießen 19,1 Grad 1939
Regensburg 18,1 Grad 1947

 

In Belgien bedeuten 22,0 Grad in Dourbes einen neuen Landesrekord für den Februar.

Großbritannien

Auch das Vereinigte Königreich meldet einen neuen Februarrekord, in Kew Gardens (Südwest-London) wurden ebenfalls am Dienstag 21,2 Grad erreicht. Noch nie war es im kalendarischen Winter auf der Insel wärmer!

Neben Rekordtemperaturen beschäftigen derzeit aber vor allem Moorbrände England. In der Mitte des Landes, nahe Manchester haben bereits einige Hektar Moorland Feuer gefangen…Folge der lang andauernden Trockenheit der vergangenen Wochen.

Wir haben hier für ein paar Impressionen/Videos aus der Gegend zusammengestellt:

Zu mild – zu sonnig: Der große Februarrückblick

Frühling und Winter kämpfen gegeneinander.

Überall warm

Mit einer positiven Abweichung von mehr als 3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel geht der letzte Wintermonat als einer der zehn wärmsten Februare seit Messbeginn in die Geschichtsbücher ein. Für einen Platz auf dem Podest reicht es aber eindeutig nicht. Die drei wärmsten Februarmonate waren 1966, 2002 und 2016, in diesen Jahren betrug die Abweichung sogar mehr als 4 Grad.

Der zurückliegende Monat war im gesamten Bundesgebiet dank beständigem Hochdruckwetter zu mild, am größten waren die Abweichungen aber auf den Bergen. So geht der Februar auf der Rax fast 4 Grad zu mild zu Ende, rund 3,5 Grad über dem Mittel stehen auf dem Patscherkofel zu Buche. Die geringsten, aber noch immer positiven Abweichungen, ergeben sich in manchen Tälern der Nordalpen: So fällt in Mayrhofen der Monat nur um ein knappes Grad zu mild aus.

Bis dato steht der Monatshöchstwert bei 19,7 Grad, gemessen am gestrigen Dienstag an gleich drei Wetterstationen im Südosten des Landes sowie heute in St. Andrä im Lavanttal. Am morgigen letzten Tag des Monats wird dieser Wert aber definitiv noch übertroffen, bis zu 22 Grad sind dann vor allem in der Steiermark zu erwarten. Damit bewegen wir uns in Reichweite des erst vor drei Jahren aufgestellten Österreichrekordes für Februar, dieser steht bei 23,2 Grad in Pottschach-Ternitz. Zumindest der Steiermark-Rekord gerät aber morgen ins Wanken, diesen hält Deutschlandsberg mit 22,3 Grad.

Dauerbrenner Sonne

Das Hochdruckwetter äußert sich auch in einer stolzen Sonnenscheinbilanz. Knapp eine Woche vor Ablauf des Monats erreichten die Sonnenstunden an vielen Orten bereits ihr Soll, am Ende wird der Monat als einer der sonnigsten Februare der vergangenen Jahrzehnte bilanzieren. Der sonnigste Ort mit bislang 178 Sonnenstunden ist Lienz, rund 20 Stunden Sonnenschein kommen hier heute und morgen noch hinzu. In einem durchschnittlichen Februar kommt Lienz lediglich auf 161 Sonnenstunden. Der relativ sonnigste Ort liegt aber in Niederösterreich. In Seibersdorf strahlte die Sonne bislang schon 149 Stunden vom Himmel, gegenüber dem langjährigen Mittel bedeutet dies einen Überschuss von 66 Prozent. Von Rekorden sind wir aber generell ein gutes Stück entfernt, wie der exemplarische Blick auf die Bundeshauptstadt beweist: In Wien wird der Monat mit rund 155 Sonnenstunden enden, ähnlich sonnig war es im Februar zuletzt vor 20 Jahren. Den Rekord hält aber noch immer das Jahr 1920 mit 230 Sonnenstunden.

Oft zu trocken

Ein kräftiges Italientief brachte zu Monatsbeginn vor allem in Osttirol und Kärnten ergiebigen Regen und Schneefall. In nur drei Tagen kamen hier mehr als 100 l/m² zusammen, das Monatssoll war hier somit früh erreicht und sogar übertroffen. In Spittal an der Drau fallen in einem durchschnittlichen Februar rund 30 l/m², heuer waren es 142 l/m². Dies entspricht einer Abweichung von rund 400 Prozent. In den Zentralalpen war es ebenfalls etwas zu nass, ganz im Westen sowie von Linz und Graz ostwärts steht hingegen ein deutliches Minus in der Niederschlagsbilanz. In Krems beispielsweise – ohnehin nur mit knapp 20 l/m² in einem durchschnittlichen Februar – blieb es fast komplett trocken, magere 3 Liter Regen pro Quadratmeter fielen hier im zu Ende gehenden Monat.

Extremwerte Februar 2019 (Bundesland, Tag des Auftretens); Stand 27.02.

Höchste Temperaturen

19,7 Grad Bad Radkersburg (ST) + Deutschlandsberg (ST) + Güssing (B, alle 26.) + St. Andrä (K, 27.)

19,6 Grad Eibiswald (ST, 26.)

19,2 Grad Wörterberg (ST, 26.)

Tiefste Temperaturen

-18,8 Grad St. Jakob im Defereggental (T, 05.)

-18,0 Grad St. Leonhard im Pitztal (T, 05.)

-16,6 Grad Summerau (OÖ, 05.)

Nasseste bewohnte Orte

165 Liter pro Quadratmeter Dellach + Weißensee (K)

153 Liter pro Quadratmeter Kötschach-Mauthen (K)

142 Liter pro Quadratmeter Spittal/Drau (K)

Trockenste bewohnte Orte

3 Liter pro Quadratmeter Langenlois + Krems (NÖ)

4 Liter pro Quadratmeter Gars am Kamp (NÖ)

5 Liter pro Quadratmeter Melk (NÖ)

Absolut sonnigster bzw. trübster, bewohnter Ort

178 Sonnenstunden, Lienz (T)

70 Sonnenstunden, Lunz am See (NÖ)

Stärkste Windspitzen Niederungen

104 km/h Reichenau/Rax (NÖ, 11.)

101 km/h Fischbach (ST, 12.)

97 km/h Frohnleiten (ST, 12.)

Stärkste Windspitzen Berge

144 km/h Patscherkofel (T, 10.)

137 km/h Feuerkogel (OÖ, 10.)

122 km/h Rudolfshütte (S, 01.)

Maximale Schneehöhe Tallagen

211 cm Schröcken (V, 12.)

205 cm Hochfilzen (T, 12.)

177 cm Warth (V, 12.)

Quelle Titelbild: pixabay

„Eistsunami“ am Lake Erie

Eistsunami

Vor rund 1 Monat herrschte im Norden der USA eine extrem Kältewelle, die dafür sorgte das die Großen Seen immer mehr zufroren. Komplett mit Eis bedeckt war in den letzten Wochen aber nur Lake Erie und gerade hier wurde am Wochenende an seinen Ufern ein sogenannter Eistsunami beobachtet.

Tief bringt Eis in Schwung

Ein starkes Tief zog am Wochenende über den Osten der USA. Das Tief sorgte in den Südstaaten für ein paar Tornados, im Umfeld der Großen Seen wehte hingegen stürmischer bis orkanartiger Wind. Bei Windspitzen von bis zu 120 km/h brach das Eis am Lake Erie auf und wurde teilweise mit voller Wucht ans Ufer getrieben.

Teilweise schob der Sturm das Eis meterhoch auf und sorgte an den Uferpromenaden sowie auch an ein paar ufernahen Häusern für Schäden.

Solche massiven Eisdrifts sind an den großen Seen keine Seltenheit und treten beinahe jährlich auf. Je nachdem aus welcher Richtung der stürmische Wind kommt, sind aber andere Uferbereiche davon betroffen. Hier noch ein Video aus dem vergangenen Jahr, ebenfalls vom Lake Erie:

Titelbild: twitter.com/@DavidPiano

Schnee in Griechenland und Libyen

Kaltluftvorstoß über Südosteuropa - Temperatur in 850 hPa am Sonntagmorgen @ UBIMET, NOAA

Es geht weiter turbulent zu in den Urlaubsdestinationen des östlichen Mittelmeers. Während die Bora an der kroatischen Küste am Sonntagmorgen weiter nachließ, verlagerte sich der Schwerpunkt der Unwetter von Griechenland nach Malta und Libyen. Selbst hier fiel in Lagen oberhalb von rund 400 m beachtlicher Neuschnee. In Griechenland schneite es hingegen bis auf Meeresniveau, in der Ägäis kam es in Verbindung mit dem stürmischen Wind, dem Meltemi, zu blizzardähnlichen Bedingungen:

 



Text

Bora mit Orkanböen bis 200 km/h an der Adria

Sturm durch Bora in Triest

Die Bora ist ein kalter, böiger Fallwind aus nordöstlicher Richtung, der an der Adriaküste zwischen Triest, Kroatien und Montenegro auftritt. Er weht an der Westflanke des Dinarischen Gebirges wasserfallartig hangabwärts. Die Bora steht in direktem Zusammenhang mit der Druckverteilung: Aktuell befindet sich ein Tiefdruckgebiet im südlichen Mittelmeerraum und ein markantes Hoch über Osteuropa, welches entlang der Ostküste der Adria für große Druckunterschiede sorgt.

Das Hoch über Osteuropa und das Tief im MIttelmeer sorgen für Bora
Das Hoch über Polen und das Tief im Mittelmeer sorgen für Bora. © GFS / UBIMET
Derzeig herrschen große Druckunterschiede an der Adria
Prognostizierter Druckunterschied zwischen Split und Ogulin. © ECMWF / UBIMET

Besonders markant fällt der Druckgradient im südlichen Teil der adriatischen Ostküste aus, somit sind die stärksten Böen am Samstag im Süden Kroatiens und in Montenegro zu erwarten.

Weiße Bora

Die Bora wird anhand ihres Auftretens in zwei Haupttypen klassifiziert: Die „dunkle“ bzw. „schwarze Bora“ wird durch ein Tief über dem Mittelmeerraum ausgelöst und ist meist von Niederschlägen begleitet, die „helle“ bzw. „weiße Bora“ wird dagegen in erster Linie durch ein markantes Hoch über Osteuropa hervorgerufen und tritt bei klaren Bedingungen auf. Aktuell sorgt ein Hochdruckgebiet für trockene und klare Bedingungen an der östlichen Adria. Zusätzlich zu diesen beiden Typen gibt es noch den Borino, der mit meist nur mäßiger Intensität vor allem in klaren, kalten Winternächten durch die Hauptschneisen des Dinarischen Gebirges weht.

24h-Prognose der Windspitzen am Samstag
Prognose der Windspitzen am Samstag. © UBIMET RACE

Windspitzen (Stand Samstag, 8 Uhr):

  • 191 km/h Makarska (Kroatien)
  • 176 km/h Split – Marjan (Kroatien)
  • 152 km/h Dubrovnik (Kroatien)
  • 133 km/h Tivat (Montenegro)
  • 131 km/h Mostar (Bosnien und Herzegowina)
  • 126 km/h Split – Resnik (Kroatien)
  • 126 km/h Hvar (Kroatien)
  • 119 km/h Bar (Montenegro)
  • 112 km/h Sibenik (Kroatien)
  • 112 km/h Senj (Kroatien)
  • 104 km/h Zadar – Zemunik (Kroatien)
  • 101 km/h Rjieka (Kroatien)
  • 100 km/h Triest – Hafen (Italien)






Schneefall in Malibu und Las Vegas

Schnee in Las Vegas. © Caleb Steele

Der Westen der USA liegt derzeit unter dem Einfluss ungewöhnlich kühler Luftmassen. In Zusammenspiel mit Tiefdruckausläufern vom Pazifischen Ozean kam es in den letzten Tagen zu Schneefall in Regionen, wo Schneeflocken nur sehr selten zu sehen sind. Am Flughafen der Wüstenstadt Las Vegas wurden am Donnerstag 2 cm Schnee gemeldet und auch in der Innenstadt gab es Mengen zwischen 1 und 3 cm. Bereits zu Beginn der vergangenen Woche hatte es hier etwas Nassschnee gegeben.


Schnee in LA

Selbst in manchen Stadtteilen der Metropole Los Angeles wurde Nassschnee gemeldet und auch die Berge oberhalb von Malibu präsentierten sich in weiß. In Los Angeles stellt Schneefall ein außerordentliches Ereignis dar, so wurde es dort letztmals im Jänner 1962 weiß. Der Rekord von 5 cm stammt aus dem Jahr 1932.


Viel Schnee in den Bergen

Die größten Schneemengen gab es in der Sierra Nevada im Grenzbereich zwischen Kalifornien, Nevada und Arizona. Mehrere Autobahnen mussten aufgrund des starken Schneefalls gesperrt werden, nachdem hängengebliebene Autofahrer für mehrere Stunden in ihren Autos im dichten Schneefall ausharren mussten. In Flagstaff, eine Stadt in Arizona nahe zum Grand Canyon, wurde sogar eine neuer Tagesrekord aufgestellt mit 91 cm Schnee. Der bisherige Rekord von 79 cm stammte aus dem Jahr 1915.


Titelbild © Caleb Steele

Am Freitag Regen und Neuschnee in den Nordalpen

Regen im Tal, Schnee auf den Bergen

In den kommenden Stunden gelangt Österreich immer mehr in eine straffe Nordströmung. Dabei verdichten sich die Wolken und am Abend fallen im Nordosten erste Tropfen. In der Nacht regnet es dann an der Alpennordseite meist noch unergiebig, Freitagfrüh setzt dann aber vom Tiroler Unterland bis zum Wienerwald kräftiger Regen ein. Die Schneefallgrenze liegt dabei meist zwischen 1000 und 1300 m.

Regenmengen am Freitag
Regenmengen am Freitag

Bis Freitagabend kommen so verbreitet 25 bis 40 l/m² zusammen, in den Staulagen sind bis zu 50 l/m² möglich. Oberhalb von rund 1400 m kommt einiges an Neuschnee hinzu, die Wintersportler können sich auf rund einen halben Meter einstellen. Im Süden herrscht hingegen Nordföhn, hier bleibt es meist trocken.

Spürbar kälter

Am Freitagabend erreicht Österreich aus Nordosten ein Schub arktische Kaltluft. Diese ist sehr trocken, sodass der Niederschlag an der Alpennordseite rasch abklingt. Die Kaltluft erfasst den Großteil von Österreich, nur von Vorarlberg bis nach Oberkärnten hält sich die Abkühlung in Grenze, hier blockiert das Hoch über Westeuropa das Voranschreiten der Kaltluft.

Höchstwerte am Samstag
Höchstwerte am Samstag

Somit verläuft das Wochenende im Osten deutlich kälter, in Wien werden z.B. am Samstag nur 2 Grad , am Sonntag nur 4 Grad erreicht. Auch auf den Bergen gibt es ein starkes West-Ost-Gefälle. In 2.000 m wird am Arlberg am Samstag +1 Grad, am Schneeberg hingegen nur -11 Grad erreicht.

Titelbild: pixabay.com

Schneetornado in New Mexiko

Schneetornado

Unter schwachem Tiefdruckeinfluss mit relativ kalter Luft in der Höhe entwickelten sich am Sonntag besonders im Nordwesten von New Mexiko lokale Schauer. In der Nähe von Torreon, etwa 90 km nordwestlich von Albuquerque, wurde dabei sogar ein Tornado bei schneebedecktem Boden beobachtet.

Lokale Verwirbelung

Bei diesem Tornado handelt es sich nach derzeitigem Stand um eine lokale Verwirbelungen unterhalb einer Quellwolke, welche vermutlich durch den Abwind einer Schauerzelle begünstigt wurde. Solche Tornados sind in der Regel meist nur schwach ausgeprägt und nicht vergleichbar mit jenen, welche in Zusammenhang mit langlebigen Superzellengewittern mit rotierendem Aufwindbereich auftreten. Dieser Tornado ist allerdings auch nicht mit einem Schneeteufel zu verwechseln, welcher meist bei wolkenlosem Himmel auftritt.

Titelbild © Lydell Rafael

Große Temperatursprünge durch Hoch Dorit

Zwei Jahreszeiten an nur einem Tag.

Hoch Dorit bringt uns einen ersten Vorgeschmack auf den Frühling! Am Samstag wurden in Aspang bereits 16,5 Grad gemessen, so warm war es in diesem Jahr in Österreich überhaupt noch nicht (Update: am Sonntag wurden in Deutschlandsberg sogar 17.2 Grad erreicht). Die derzeitige Temperaturverteilung hat einige Überraschungen parat, so ist es auf den Bergen zum Teil milder als in den Tälern bzw. im Flachland

Temperaturumkehr

Das Stichwort heißt „Inversionswetterlage“: Bei einer solchen Wetterlage (wenig Wind, hoher Luftdruck, meist im Winter) sammelt sich nachts die kalte Luft in den Niederungen, dort kann es besonders gut auskühlen. Das sieht man auch gut an der folgenden Grafik. Sie zeigt den gestrigen Temperaturverlauf an der Station Aspang in der Buckligen Welt. Nachts ist es dort nach wie vor frostig, gestern Früh wurden -5 Grad gemessen. Zur gleichen Zeit war es auf der nahegelegenen Rax mit rund +3 Grad stolze 8 Grad wärmer. Und das, obwohl die Station auf der Rax ja rund 1000 m höher liegt als Aspang.

Temperaturverlauf in Aspang und auf der Rax.
Temperaturverlauf in Aspang und auf der Rax.

Tagsüber steigen die Temperaturen dann dank der Februarsonne schon kräftig an, bis auf die bereits erwähnten 16,5 Grad in Aspang. Auf der Rax tut sich indes tagsüber nicht allzu viel bei der Temperatur, mit einem Höchstwert von 9 Grad war es aber auch hier viel zu mild für die Jahreszeit. Am Sonntag stieg die Temperatur in Güssing sogar von -5 Grad auf +17 Grad, das entspricht einem Tagesgang von 22 Grad!

Beständiger Schnee

Nun möchte man meinen, dass es bei solchen Temperaturen dem Schnee an den Kragen geht – weit gefehlt! Schauen wir uns die nachfolgende Tabelle an.

Beispiel Reutte in Tirol (exemplarisch für weitere angeführte Orte): Gestern früh wurden dort 62 cm Schnee gemessen, das Ganze bei rund -3 Grad. Tagsüber erwärmte sich die Luft dann mit der Sonne auf bis zu +14 Grad. Heute präsentierte sich die Schneehöhe trotz frühlingshafter Wärme gestern nahezu unbeeindruckt – noch immer wurden 61 cm gemessen. Doch warum ist das so?

Die Antwort liegt in der Luftfeuchtigkeit versteckt: Die Luft ist nämlich derzeit so trocken, dass der Schnee nicht schmilzt oder taut, sondern sublimiert. Sublimation nennt man den Vorgang, wenn die Wassermoleküle aus der Schneedecke vom festen gleich in den gasförmigen Zustand übergehen. Dieser Prozess kostet viel Energie (mehr als das Schmelzen), die der Luft entzogen werden muss. Die Schneedecke kühlt somit eine wenige Millimeter dicke Lufthaut über der Schneedecke konstant auf rund 0 Grad. Zwei Meter darüber hat es dagegen frühlingshafte +14 Grad.

Ort Schneehöhe

Samstagfrüh

Höchsttemperatur

Samstag

Schneehöhe

Sonntagfrüh

Schröcken 181 cm +12 Grad 177 cm
Reutte 62 cm +14 Grad 61 cm
Lienz 16 cm +10 Grad 15 cm
Hermagor 21 cm +11 Grad 21 cm
Schönau an der Enns 33 cm +9 Grad 32 cm
Ramsau am Dachstein 89 cm +10 Grad 88 cm

Traumhafte Fernsicht

Die trockene Luft bekommen auch alle Wintersportler zu spüren, bzw. viel mehr zu genießen. Denn durch die geringe Anzahl der Wasser- und Eispartikel in der Luft ist die Atmosphäre derzeit kaum getrübt. Folglich beträgt die Fernsicht auf den Bergen teilweise mehr als 100 km. Selbst Sichtweiten bis zu 200 km sind momentan möglich.

Exemplarisch der Blick vom Großglockner über weite Teile der Nordalpen:

Gestochen scharfe Sicht vom Großglockner nach Norden.
Gestochen scharfe Sicht vom Großglockner nach Norden.

Tropischer Zyklon OMA nähert sich Australien

Zyklon Oma in der Südsee.

Derzeit befindet sich der Tropische Zyklon der Kategorie 1 (von 5) mit maximalen Böen um 130 km/h über dem östlichen Korallenmeer, nahe des Inselstaats Vanuatu. Gut zu sehen ist auf folgendem Satellitenbild das Auge des Sturms:

Wie geht es nun weiter? Der Zyklon verlagert sich in den kommenden Tagen unter leichter Verstärkung (durchaus Kategorie 2 möglich) weiter nach Südwesten. Somit rückt nach Vanuatu nun vermehrt die französische Überseeregion Neukaledonien in den Fokus. Hier sind zum Wochenwechsel vor allem im Westteil der Insel heftige Regenfälle und schwerer Sturm zu erwarten.

Auf der folgenden Grafik sieht man eine aktuelle Satellitenaufnahme von OMA. Ebenfalls haben wir für euch die wahrscheinlichste Route eingezeichnet. Demnach hätte der Sturm auf Australien keine allzu großen Auswirkungen. Doch das ist noch nicht fix…

Satellitenbild von Oma mit wahrscheinlichster Zugbahn.
Satellitenbild von Oma mit wahrscheinlichster Zugbahn.

Betrachtet man nämlich die sogenannten Ensemble-Prognosen, so fällt auf, dass es noch erhebliche Unsicherheiten in der weiteren Zugbahn von OMA gibt. Die wahrscheinlichste Variante ist die Verlagerung Richtung Neuseeland. Dort würde sich OMA dann aufgrund des kühleren Meerwassers deutlich abschwächen.

Es gibt aber auch ein paar Modellläufe, die einen Landgang an der Küste von Queensland prognostizieren. Auch die Metropole Brisbane wäre im Laufe der neuen Woche betroffen.

Die Modelle sind sich noch nicht einig über Omas weitere Zugbahn.
Die Modelle sind sich noch nicht einig über Omas weitere Zugbahn.

Quelle Titelbild: pixabay

Frost und Schnee in der Südsee

Gar nicht so selten - Schnee auf Hawaii.

Ein kräftiges Tief hat zu Beginn dieser Woche für äußerst turbulentes Wetter im US-Bundesstaat Hawaii gesorgt. In der Hauptstadt Honolulu wurde eine Böe von knapp 80 km/h gemessen, umstürzende Bäume waren die Folge:

Noch deutlich heftiger wütete der Sturm auf den Vulkanen Mauna Kea und Mauna Loa. Am Observatorium der NASA auf dem Mauna Kea in gut 4.000 m Höhe wurde eine Spitzenböe von unglaublichen 308 km/h registriert. Kein Wunder, dass auch der Pazifik rund um die Inseln aufgewühlt war, das Bild unten zeigt den Verlauf der Wellenhöhe an einer Boje vor der Insel Maui. Am Sonntag (Ortszeit) türmten sich die Wellen fast 40 Fuß, also rund 11 Meter hoch.

Fast 12 Meter hohe Wellen vor Maui.
Fast 12 Meter hohe Wellen vor Maui.

Ein Schauspiel der ungewöhnlichen Art brachte die polare Kaltluft mit sich. Zwar schneit es auf den beiden bereits erwähnten Vulkanen regelmäßig, diese sind aber auch beide über 4000 m hoch. Dass es – so wie vor wenigen Tagen passiert – bis auf rund 1900 m hinab schneit, ist extrem selten und könnte sogar eine Premiere gewesen sein.

 

Die folgenden beiden Bilder wurden am Gipfel des 3000 m hohen Haleakala aufgenommen, dem höchsten Berg Mauis. Wer denkt jetzt noch an Palmen und Südseefeeling?

Quelle Titelbild: pixabay

Der Vorfrühling kommt!

Winterlinge

Nachdem sich in den vergangenen Tagen das Wetter spätwinterlich mit Sturm und Schnee, präsentierte, kommen nun die Freunde der Sonne und milderer Temperaturen zum Zuge. Grund dafür ist das Hoch Dorit, welches bis über das Wochenende hinaus über Mitteleuropa zu liegen kommt.  In der meteorologischen Fachsprache heißt diese lang anhaltende Hochdrucklage „Omega-Lage“. Hintergründe dazu gibt es hier: Blocking-Lagen.

Omega-Lage
Das Hoch Dorit über Mitteleuropa nach der Vorhersage des EZMWF für Samstag 0 Uhr. © EZMWF / UBIMET

Sonniges Wochenende

Während am Donnerstag noch einzelne Wolkenfelder von Norden her über Österreich hinwegziehen, präsentieren sich die Folgetage meist mit ungetrübtem Sonnenschein. Nur ganz im Osten sind noch einzelne Wolkenfelder dabei. In den Morgenstunden können sich da und dort Nebelfelder bilden, die jedoch rasch durch den Sonnenschein wieder aufgelöst werden.

Dazu steigen die Höchstwerte Tag für Tag an: Liegen sie am Donnerstag noch bei 5 bis 12 Grad, erreichen sie am Sonntag zwischen 9 und 16 Grad. Die höchsten Werte sind jeweils im Südosten zu erwarten. Die absoluten Rekordtemperaturen für einen Februar sind jedoch noch ein ganzes Stück entfernt: Der höchste Wert wurde am 22. Februar 2016 in Pottschach-Ternitz mit 23,2 Grad gemessen.

Die Pollenbelastung nimmt zu

Eine unangenehme Begleiterscheinung für manche Menschen wird jedoch der auflebende Pollenflug werden. Besonders Hasel und Erle werden in den kommenden Tagen beginnen zu stäuben. Dies wird bei Allergikern zu mäßigen bis starken Belastungen führen, zumal zu Beginn der Saison das Immunsystem besonders empfindlich auf diese Reize reagiert.

Beitragsbild: www.pixabay.com

Am Dienstag Schnee in den Nordalpen und Föhnsturm im Süden

Schneeverwehung

Die Kaltfront von Tief UWE hat in der Nacht auf Montag Österreich überquert und im Alpenraum hat sich eine nördliche Höhenströmung eingestellt. Am Dienstag liegt der Tiefkern bereits über Ost- bzw. Nordosteuropa und aus Nordwesten nähert sich ein Hoch. Die Druckunterschiede im Alpenraum verstärken sich dadurch noch etwas und besonders im südlichen und östlichen Bergland muss man mit stürmischem Nordwind rechnen.

Eine Nordstaulage
Die Druckverteilung in ~5500 m Höhe am Dienstag entspricht einer Nordstaulage. © GFS

Schnee in den Nordalpen

Bis einschließlich Dienstag fällt von Vorarlberg bis zum Mariazellerland häufig Schnee. Besonders in den typischen Staulagen vom Arlberggebiet über die Kitzbüheler Alpen bis zur Eisenwurzen kommen teils bis zu 40 cm Neuschnee dazu.  Ein paar Schneeschauer ziehen am Dienstag aber auch vom Innviertel bis zum Seewinkel durch, vereinzelt sind sogar Graupelgewitter nicht ausgeschlossen.

In den östlichen Nordalpen gibt es teils mehr als 20 cm Neuschnee
Neuschneeprognose von Montagabend bis Dienstagabend

Sturmböen im Süden

Im Süden und Südosten machen die Wolken am Dienstag häufig der Sonne Platz und besonders in höheren Tallagen von Osttirol über Kärnten bis zum Alpenostrand muss man mit Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h aus Nord bis Nordwest rechnen. Vor allem am Dienstagvormittag zeichnen sich lokal von den Gurktaler Alpen bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet auch schwere Sturmböen um 100 km/h ab, zudem greift der Nordföhn stellenweise auch in Unterkärnten, in der südlichen Steiermark sowie im Südburgenland mit kräftigen bis stürmischen Böen durch. Auf exponierten Berggipfeln von den Niederen Tauern bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet gibt es Orkanböen! Am Dienstagabend lässt der Wind dann langsam wieder nach.

Von Kärnten bis nach Niederösterreich gibt es Sturmböen
Modellprognose der Windspitzen von Montagabend bis Dienstagabend. © ICON / DWD

Sturm UWE bringt Böen von bis zu 100 km/h

Sturm UWE zieht auf

In den kommenden Stunden wird der Südföhn entlang der Alpennordseite immer mehr ein Thema und greift mit Böen von 70 bis 90 km/h in die Föhntäler durch. Dazu steigen die Temperaturen rasant an, am mildesten wird es im Rheintal sowie im jetzt noch nebeligen Wiener Becken. Hier sind lokal bis zu 15 Grad zu erwarten.

Sturm UWE am Sonntag um 10 Uhr
Sturm UWE am Sonntag um 10 Uhr (UBIMET)

Kaltfront sorgt für Sturm

Am Sonntagabend erreicht die Kaltfront von Sturmtief UWE zunächst Vorarlberg und Tirol und bringt verbreitet Sturmböen, am Bodensee und im Tiroler Außerfern sind schwere Sturmböen um die 100 km/h zu erwarten. In der Nacht frischt der Wind schließlich auch im Donauraum und in östlichen Flachland stürmisch auf. Verbreitet muss man mit der Front mit Böen von 70 bis 90 km/h rechnen, im Wiener Becken sind auch schwere Sturmböen von 100 km/h möglich. Vom Sturm gänzlich verschont bleibt der Süden sowie die meisten inneralpinen Täler.

Reichlich Neuschnee bis Dienstagabend

Am Montag und Dienstag liegt Österreich in einer stürmischen Nordströmung. Im Nordstau der Alpen schneit es dabei häufig und zeitweise auch ergiebig.

Neuschnee bis Dienstagnacht
Neuschnee bis Dienstagnacht

Vom Bregenzerwald bis zum Semmering kommen bis Dienstagabend oberhalb von 500 m verbreitet 20 bis 40 cm Neuschnee hinzu, lokal sind bis zu 60 cm möglich. In Kombination mit dem stürmischen Nordwind steigt dadurch die Lawinengefahr wieder deutlich an.

Titelbild: www.oeffentliche.de

Eisregen durch Gewitter in den USA

Eisregen durch Gewitter

Bei einem Gewitter stellt man sich normalerweise auf Starkregen, Sturmböen oder Hagel ein. Im Winter kann es schon mal passieren, dass ein Wintergewitter für dichtes Schneetreiben sorgt. Das kräftige Gewitter aber auch zu Eisregen führen können, ist ein äußerst seltenes Phänomen.

Tief sorgt für extreme Luftmassenunterschiede

Ein kräftiges Tief über dem Mittleren Westen sorgt derzeit für extreme Luftmassenunterschiede. Im Vorfeld des Tief wird feucht-warme Luft aus dem Golf von Mexiko nach Norden geführt, teilweise wurden Höchstwerte um die 25 Grad gemessen.

Extreme Luftmassenunterschiede in den USA
Extreme Luftmassenunterschiede in den USA

Auf der Rückseite strömt hingegen bodennah arktische Kaltluft entlang der Rocky Mountains nach Süden. An der Luftmassengrenze bildeten sich am Dienstag heftige Gewitter in Texas, Oklahoma oder Kansas. Dabei schob sich bodennah die sehr kalte Luft unter die feucht-warme und gewitteranfällige Golfluft. Somit sorgten die Gewitter, die über die bodennahe Kaltluft zogen, für gefrierenden Regen.

Noch seltener gibt es gefrierenden Regen durch Gewitter in Europa. Am ehesten tritt das Phänomen im Hinterland der slowenischen und kroatischen Adriaküste auf, wenn sich die feucht-labile Adrialuft über die bodennahe kontinentale Kaltluft schiebt.

Titelbild: flickr

 

Bis zu 15 Grad am Wochenende

Die Hasel ist blübereit, der Pollenflug kann beginnen.

Zum Ende der ersten Semesterferienwoche klopft der Vorfrühling schon mal vorsichtig an. Bereits am Freitag werden im Wiener und Grazer Becken rund 10 Grad erreicht. Noch milder wird es dann am Samstag, bei 13 oder sogar 14 Grad am Nachmittag kann man im östlichen Flachland den Kaffee schon im Freien genießen. In den Alpen sowie im Süden bleiben die Temperaturen noch etwas verhalten, meist steigen sie hier auf 5 bis 10 Grad. Der wärmste Tag der Woche kommt ganz zum Schluss: Eine föhnige Südströmung lässt die Temperaturen vom Bodensee bis zum Neusiedler See auf 10 bis 15 Grad steigen, deutlich kühler bleibt es einmal mehr in Osttirol und Kärnten.

Hier die verantwortliche Wetterlage grafisch dargestellt:

Föhn bringt am Sonntag bis zu 15 Grad.
Föhn bringt am Sonntag bis zu 15 Grad.

Pollensaison startet

Der Winter war für Allergiker ein Segen, in den kommenden Wochen lässt sich der Frühling aber kaum mehr aufhalten. Traditionell wird die Pollensaison durch die Frühblüher Haselnuss und Erle eingeläutet, selbst wenn es nachts noch frostig ist und am Boden noch Schnee liegt. Sobald es reichlich Sonnenschein gibt und sich die Temperaturen tagsüber der 10-Grad-Marke nähern, beginnen Hasel und Erle zu blühen. Bereits in den vergangenen Wochen wurden in thermisch begünstigten Regionen erste Hasel- und Erlenpollen registriert. Bis zum Wochenende erreichen in den Niederungen Hasel und Erle verbreitet ihre Blühbereitschaft. Der nächste große Allergieschub folgt dann ab etwa Mitte bis Ende März, wenn die hochallergene Birke zu blühen beginnt.

Kräftige Abkühlung zu Wochenbeginn

Das Frühlingserwachen am Wochenende ist aber nur ein kurzes, denn pünktlich zum Start in die neue Woche erreicht uns eine markante Kaltfront von Nordwesten her. Im Vergleich zum Sonntag kühlt es um 5 bis 10 Grad ab, dazu sinkt die Schneefallgrenze auf rund 500 m. Noch kälter wird es am Dienstag, dann sind aus heutiger Sicht sogar im Flachland Schneeschauer und Wintergewitter möglich. Im Nordstau der Alpen kündigt sich eine ordentliche Ladung Neuschnee an, 20 bis 40 cm können hier zu Beginn der neuen Woche zusammenkommen. Ab Mittwoch übernimmt dann wieder ein Hoch die Regie beim Wetter, die Temperaturen beginnen aber nur langsam zu steigen.

Und zu guter Letzt noch bildlich festgehalten die Wetterlage am Dienstag:

Aus Nordwesten erreicht uns wieder deutlich kältere Luft.
Aus Nordwesten erreicht uns wieder deutlich kältere Luft.

Quelle Titelbild: pixabay

Eisiger Start in die Ski-WM 2019 in Åre

Schnee und Eiseskälte in Jämtland.

Åre ist der berühmteste schwedische Wintersportort und ist heuer schon zum dritten Mal Gastgeber der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften. Dabei liegt Åre gar nicht mal hoch, nämlich nur rund 400 m. Die Lage im Hohen Norden sorgt aber für Schneesicherheit und tiefwinterliche Temperaturen.

Åre liegt in der Mitte Schwedens.
Åre liegt in der Mitte Schwedens.

Mit rund -22 Grad wurde am Dienstagmorgen zugleich der Tiefpunkt der ganzen Woche im schwedischen Wintersportort gemessen. Und auch zum Start des Super G der Damen um 12:30 Uhr wird es nur wenig milder. Nicole Schmidhofer und Co. Müssen sich warm anziehen, -15 Grad erwarten die Läuferinnen auf ihrer Fahrt vom 1420 m hohen Åreskutan. Dazu präsentiert sich das Wetter aber von seiner besten Seite, die Sonne scheint von einem meist wolkenlosen Himmel.

Dementsprechend traumhaft sieht auch das aktuelle Webcam-Bild mit Blick auf Åre aus…

Sonniger, aber kalter Auftakt zur WM.
Sonniger, aber kalter Auftakt zur WM.

Es wird milder

Wieder unbeständigeres Wetter erwartet dann die Herren beim morgigen Super G. Zwar ziehen zahlreiche mittelhohe Wolken durch, diese lassen die Sonne aber doch zumindest zweitweise durchschimmern. Dazu wird es mit rund -6 Grad schon deutlich milder als noch heute. Anschließend pendeln sich die Temperaturen bei rund -5 Grad ein, dazu stellt sich recht wechselhaftes Wetter ein. Das Hoch, welches bei uns für stabiles Winterwetter sorgt, zwingt die Tiefdruckgebiete vom Atlantik auf eine nördliche Zugbahn über Skandinavien. Sonnige Phasen, dichte Wolken und auch zeitweiliger Schneefall beispielsweise am Samstag und am Sonntag prägen den weiteren Verlauf der Weltmeisterschaften.

Schwedischer Winter

Dabei könnten am Sonntag sogar Temperaturen knapp jenseits des Gefrierpunkts erreicht werden, für diese Jahreszeit wäre das in Åre schon ungewöhnlich. Im langjährigen Mittel bewegen sich die Februar-Temperaturen im Westen der Region Jämtland nämlich zwischen -13 und -5 Grad. Auf diese Werte sinken die Werte in der kommenden, finalen WM-Woche dann auch wieder.

Quelle Titelbild: pixabay

Sintflut in Australien: Über 1500 mm Regen in einer Woche

Flut in Townsville

Große Teile von Australien leiden seit Wochen unter Hitze und Trockenheit, doch im Norden von Queensland an der Küste des Great Barrier Reefs gibt es seit gut einer Woche anhaltenden Starkregen. Aufgrund eines stationären Tiefs wird vom Meer extrem feuchte Luft an die Küste geführt, die sich hier dann an den naheliegenden Hügelketten abregnet.

Bis zu 1700 mm in einer Woche

In der vergangenen Woche fielen in der Region verbreitet um die 1000 mm Regen, einzelne Messungen in den Staulagen gingen bis zu 1700 mm. Das entspricht ungefähr dem Jahresniederschlag in dieser Region. Im Vergleich in Wien fallen im Durchschnitt pro Jahr rund 650 mm. Die im Hinterland befindlichen Staudämme mussten aufgrund der Wassermassen ihre Schleusen öffnen, damit es nicht zu einem Dammbruch kommt. Dadurch wurden aber große Teile von Townsville, der größten Stadt in der Region, überflutet. Die ganze Region wurde zum Katastrophengebiet erklärt.

Nicht nur das Wasser ist ein Problem, auch Krokodile werden immer öfter in Townsville beobachtet. Sie sind ebenfalls auf der Suche nach einem trockenen Ort:

 Entspannung in Sicht

In den kommenden Stunden und Tagen regnet es in der Region weiter, allerdings verlagert sich der Schwerpunkt des Niederschlags etwas nach Süden. In der zweiten Wochenhälfte zieht das Tief dann endgültig ab und trockene Bedingungen stellen sich ein.

Titelbild: twitter.com/GregBread123

Tief über Österreich: Neuschnee im Westen

Schneefall in Feldkirch

Am Sonntagvormittag liegt das Tiefzentrum über Oberösterreich und sorgt westlich der Linie Linz-Villach verbreitet für Schneefall bis meist in tiefe Lagen. Weiter im Osten hingegen ist es vorerst weitgehend trocken und mit bis zu 10 Grad auch noch mild.

Satellitenbild Sonntag 09 Uhr
Satellitenbild zeigt Position des Tiefs (Sonntag 09 Uhr)

Kältere Luft setzt sich durch

Am Nachmittag verlagert sich das Tief nach Polen, somit kann die kältere Luft von Deutschland auch in den Osten von Österreich vordringen. Bemerkbar macht sich das hauptsächlich durch den Wind. Am Nachmittag frischt am Alpenostrand kräftiger bis stürmischer Nordwestwind auf. Mit dem Vordringen der Kaltluft kann es gegen Abend im äußersten Südosten auch zu gewittrigen Schauern kommen.

Wetterberuhigung zu Wochenbeginn

Über Nacht zieht das Tief weiter nach Norden, der Schneefall im Westen geht zu Ende und am Montag setzt sich aus Südwesten ein Hochdruckgebiet durch. Die kommenden Tage verlaufen dann oft sonnig mit Frost am Morgen und einstelligen Höchstwerte am Nachmittag.

Viel Neuschnee in Süd- und Osttirol

Viel Neuschnee in Südtirol.

Verantwortlich für die großen Regen- und Schneemengen ist ein Tief über dem Mittelmeer, das sehr feuchte von Süden her gegen die Alpen steuert. Die Regionen südlich des Alpenhauptkamms – bisher ja eher wenig vom Schnee verwöhnt – bekamen so pünktlich zu den Semesterferien in Ostösterreich eine dicke Packung Neuschnee.

Hier die gemessenen Neuschneemengen von heute morgen (Auswahl):

Obertilliach (Osttirol) 70 cm
Sterzing (Südtirol) 65 cm
Brenner (Tirol) 48 cm
Sillian (Osttirol) 36 cm
Döllach (Kärnten) + St. Jakob im Defereggental (Osttirol) 35 cm
Toblach (Südtirol) 24 cm

Auf der Brennerautobahn zwischen Matrei und Sterzing ist seit Stunden Stillstand, hunderte LKW sind hängengeblieben…

In tiefen Lagen handelte es sich teilweise um Regen, große Mengen gab es aber auch hier. Am Loibl in Kärnten sind seit gestern 155 l/m² vom Himmel geprasselt, so viel wie im gesamten Winter bislang nicht!

Hier mal eine kleine Auswahl der besten Bilder aus der Schweiz, Südtirol und Österreich:

Val Müstair, Schweiz:

Sterzing, Südtirol:

Verlauf der Schneehöhe am Brenner.
Verlauf der Schneehöhe am Brenner.
Verlauf der Schneehöhe in Obertilliach.
Verlauf der Schneehöhe in Obertilliach.
Tief verschneit das Wipptal bei Sterzing
Tief verschneit das Wipptal bei Sterzing

Gute Schneelage in den Alpen in den Semesterferien

Gute Schneelage in den Alpen in den Semesterferien

Während in den Nordalpen bereits seit Jahresbeginn überdurchschnittlich viel Schnee liegt, gibt es am Freitag und Samstag besonders im südlichen Bergland kräftigen Schneefall: Eine Südstaulage bringt vor allem im südlichen Osttirol und im westlichen Oberkärnten bis zu ein Meter Neuschnee. In den Semesterferien kann man sich also im gesamten Bergland auf eine gute Schneelage freuen. Anbei ein Auswahl an aktuellen Schneehöhen (Stand: Freitag, 12 Uhr):

  • 172 cm Hochfilzen (T)
  • 152 cm Schröcken (V)
  • 114 cm Seefeld (T)
  • 105 cm Ramsau am Dachstein (ST)
  • 102 cm Brand (V)
  • 98 cm Windischgarsten (OÖ)
  • 92 cm Abtenau (S)
  • 77 cm Mariazell (ST)
  • 76 cm St. Anton am Arlberg (T)
  • 60 cm Kanzelhöhe (K)
  • 54 cm Kals am Großglockner (T)

Bis Sonntagmorgen kommen besonders im südlichen Bergland und am Alpenhauptkamm noch einige Zentimeter dazu.

In Oberkärnten schneit es kräftig
Neuschnee bis Sonntagvormittag. © UBIMET

Regen und Schnee am Wochenende

Der Samstag beginnt von Tirol bis in die Weststeiermark oftmals nass, in Osttirol und Kärnten regnet und schneit es zunächst noch intensiv. Die Schneefallgrenze befindet sich in Oberkärnten in den Tallagen, sonst zwischen 1000 und 1500 m. Sonnige Auflockerungen gibt es von der Eisenwurzen bis zum Burgenland sowie später auch im Westen. Im Osten wird es mit bis zu 15 Grad sehr mild für die Jahreszeit. Am Sonntag regnet es anfangs verbreitet, Schnee fällt oberhalb von 700 bis 1200 m. Tagsüber verlagert sich der Schwerpunkt des Niederschlags auf die Alpennordseite und mit Zufuhr kälterer Luft sinkt hier die Schneefallgrenze am Abend bis in tiefe Lagen. Von Vorarlberg bis zum Salzkammergut zeichnet sich etwas Neuschnee ab.

Zunehmende Lawinengefahr

Die Lawinengefahr nimmt im Laufe des Wochenendes neuerlich zu: Das Auf und Ab der Temperaturen in Zusammenspiel mit stürmischem Wind und Neuschnee sorgen für einen zunehmend ungünstigen Schneedeckenaufbau. Besonders am Alpenhauptkamm und in den Südalpen ist ab Samstag mit erheblicher bis großer Lawinengefahr zu rechnen. Die Gefahrenstellen liegen vor allem in Kammlagen, Rinnen und Mulden der Expositionen Nordwest über Nord bis Nordost und werden im Laufe des Wochenendes schwieriger zu erkennen!

Zwischenhoch am Montag

Der Montag startet an der Alpennordseite mit einigen Wolken, bis auf ein paar Flocken in den Nordalpen bleibt es aber trocken. Tagsüber setzt sich unter Zwischenhocheinfluss besonders im Süden und Westen verbreitet die Sonne durch. Länger bewölkt bleibt es hingegen im Norden und Nordosten. Die Temperaturen gehen etwas zurück und erreichen maximal 6 Grad. Auch am Dienstag scheint in der Früh noch häufig die Sonne, von Vorarlberg bis nach Oberösterreich verdichten sich die Wolken jedoch im Tagesverlauf und in weiterer Folge ist ein wenig Regen bzw. oberhalb von etwa 600 Metern Schnee nicht ganz ausgeschlossen.

Ab Freitag Föhnsturm in den Nordalpen, starker Schneefall im Südwesten

Unterberg © Nikolas Zimmermann

Während der Alpenraum in der ersten Jännerhälfte unter dem Einfluss einer anhaltenden Nordlage war, beginnt der Februar mit einer markanten Südlage: Tief PIRMIN sorgt am Freitag für eine Drehung der Höhenströmung auf Süd, somit staut sich im Südwesten sehr feuchte Mittelmeerluft. In höheren Tallagen Osttirols und Oberkärntens zeichnet sich innerhalb von 24 Stunden bis zu ein Meter Neuschnee ab.

Eine Südstaulage stellt sich ein.
Die Druckverteilung in 5.500 m Höhe Freitagnacht zeigt eine Südstaulage. © UBIMET/GFS

Starkschneefall im Südwesten

Der Freitag beginnt im Süden und Westen trüb und im Laufe des Vormittags setzt am Tiroler Alpenhauptkamm sowie in Osttirol und Kärnten Schneefall ein. In den Abendstunden und in der Nacht schneit es in Osttirol und Oberkärnten sowie am Alpenhauptkamm anhaltend und kräftig, in Unterkärnten steigt die Schneefallgrenze dagegen auf 1000 bis 1300 m an. Am Samstagvormittag lässt die Intensität wieder nach und die Schneefallgrenze steigt auch im Südwesten gegen 1200 m an. Im Oberen Gailtal und im Lesachtal gibt es bis zu 1 Meter Neuschnee! Die Lawinengefahr steigt hier deutlich an, zudem ist mit Verkehrsbehinderungen und erhöhter Schneebruchgefahr zu rechnen. In Unterkärnten gibt es hingegen nur vorübergehend am Freitag ein wenig Schnee.

Eine Südstaulage bringt Schnee in Osttirol und Oberkärnten
In Osttirol und Oberkärnten gibt es viel Neuschnee. © UBIMET

Föhnsturm in den Nordalpen

In den Nordalpen vom Großraum Innsbruck über die nördliche Obersteiermark bis zum Alpenostrand kommt am Freitag teils stürmischer Südföhn auf, der im Tagesverlauf für sonnige Auflockerungen sorgt. In der Nacht zeichnen sich in der nördlichen Obersteiermark örtlich auch schwere Sturmböen um 100 km/h ab! Während die Temperaturen in Südwesten zuvor kaum über 0 Grad hinauskommen, gibt es in der Eisenwurzen milde 11 Grad. Noch wärmer wird es am Sonntag: Bei föhnigem Südwind zeichnen sich selbst in Wien Spitzenwerte bis 15 Grad ab. Von Vorarlberg bis zum Innviertel kühlt es mit Ankunft einer Kaltfront allerdings wieder spürbar ab.

Prognose der Windspitzen von RACE
Prognose der Windspitzen (km/h) bis Samstagvormittag. © UBIMET

Kühler ab Sonntag

Samstagnacht fällt in weiten Teilen des Landes zeitweise etwas Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt an der Alpennordseite gegen 500 m ab, im Süden liegt sie hingegen bei 1200 m. Am Sonntag geht unbeständig weiter: Vor allem im Bergland und im Norden regnet und schneit es häufig, die Schneefallgrenze liegt von Nordwest nach Südost zwischen tiefen Lagen und 1100 m, etwas Neuschnee zeichnet sich vor allem in den westlichen Nordalpen und in Teilen Oberösterreichs ab. Am Montag stellt sich dann am Vormittag wieder verbreitet trockenes Wetter ein.

Reichlich Schnee über Nacht

Neuschnee in Klagenfurt

In der Nacht sorgte ein Italientief vor allem in Kärnten für teils ergiebigen Schneefall. Am meisten Schnee fiel in der Umgebung von Villach, hier waren es oftmals 20 bis 30 cm Neuschnee. Auch im übrigen Kärnten konnte man sich über 10 bis 15 cm Neuschnee freuen.

Niederschlagsmengen der vergangenen 24 Stunden
Niederschlagsmengen der vergangenen 24 Stunden

In den Frühstunden verlagerte sich der Schwerpunkt in den Nordosten von Österreich. Besonders im Weinviertel fielen 10 bis 15 cm Neuschnee, und auch in Wien gab es 5 cm Nassschnee. Hier ist es jetzt aber milder geworden und der Schnee schmilzt schon wieder dahin.

Glatteis im Südosten

Im Grazer Becken und stellenweise auch in der Oststeiermark und im Burgenland hatten die Autofahrer in der Früh hingegen mit Glatteis zu kämpfen. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt sorgte leichter Regen in der zweiten Nachthälfte für rutschige Bedingungen.

Etwas Neuschnee noch im Westen

Am Abend und in der Nacht schneit es dann entlang der Nordalpen. Größere Neuschneemengen sind aber nur im Bregenzerwald und im Arlberggebiet zu erwarten. Hier sind rund 15 bis 25 cm Neuschnee bis Dienstagfrüh zu erwarten.

Prognostizierte Neuschneemengen Montagnacht
Prognostizierte Neuschneemengen Montagnacht

Am Dienstag beruhigt sich dann das Wetter wieder und es stellt sich zur Wochenmitte oftmals Dauerfrost ein.

Titelbild: pixabay.com

Massiver Eisregen in Rumänien

Eisregen

Während bei uns der Übergang von Dauerfrost zu etwas milderem Winterwetter mit etwas Schneefall und Regen recht harmlos vonstatten ging, gab es besonders im Süden und Osten von Rumänien von Donnerstag an massiven Glatteisregen. Gebietsweise bildete sich eine mehrere Zentimeter dicke Eisschicht. So war nahe der Stadt Buzau auch Eislaufen auf der Straße kein Problem:

Hier noch weitere beeindruckende Bilder aus Rumänien:

Eisregen keine Seltenheit

Durch die besondere geografische Lage sind Eisregenereignisse oder Blizzards im Winter keine Seltenheit. Zum einen können eisige kontinentale Luftmassen von Russland ungehindert ins Land fließen, zum anderen können auch sehr milde Luftmassen vom östlichen Mittelmeer bzw. vom Schwarzen Meer leicht nach Rumänien vorstoßen. Je nachdem welche Luftmasse überwiegt ist zwischen Starkregen, Eisregen und Starkschneefall alles möglich und auch in kurzer Abfolge hintereinander möglich.

Glatteisgefahr am Montag in Südostösterreich

Nachdem es am Sonntag in der Früh durch überfrierende Nässe im Osten des Landes stellenweise sehr glatt war, kann es Montagfrüh zum Berufsverkehr vor allem im Südosten durch gefrierenden Regen glatt werden. Während in den meisten Regionen Österreich Montagfrüh ein wenig Schnee fällt, besteht vom Grazer Becken und Leibnitzer Feld bis ins Burgenland stellenweise die Gefahr von gefrierendem Regen. Ein kurzer Blick auf uwz.at lohnt sich also Montagmorgen.

Titelbild: pixabay.com

Tornado trifft den Flughafen von Antalya

Tornado ©_pixabay/skeeze

Der Mittelmeerraum liegt derzeit im Einflussbereich von einem umfangreichen Tief mit Kern über Griechenland. Die resultierende Höhenströmung aus Südwest führt dabei feuchte und teils labil geschichtete Luft an die Südküste der Türkei, weshalb hier in den letzten Tagen teils heftige Schauer und Gewitter auf die Küste getroffen sind.

Das Itakientief hat für Tornados in der Türkei gesorgt
Das Tief führt feuchtmilde Luftmassen in den Süden der Türkei. ©UBIMET / GFS

Starke Tornados

Seit Donnerstag kam es bereits zu mindestens 5 Tornados, von denen mindestens zwei auch schwere Schäden angerichtet haben. Am Donnerstag war die Kleinstadt Kumluca an der Bucht von Finike betroffen, etwa 70 km südwestlich von Antalya. Am Samstagmorgen fegte ein weiterer Tornado dann über den Flughafen von Antalya hinweg, dabei wurde ein Flugzeug beschädigt und mindesten ein Bus umgeworfen. Medienberichten zufolge kam es zu mehreren Verletzten.

Tornadosaison

Während die Gewittersaison in Mitteleuropa vor allem von Mai bis Anfang August ihren Höhepunkt erlebt, verlagert sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit in den Herbstmonaten immer weiter südwärts. Im Süden der Türkei und auf Zypern erreicht die Gewittersaison erst im Jänner ihren Höhepunkt. Dies zeigen auch die Ergebnissen einer Studie des ESWD, in welcher die Monate mit den meisten Tagen mit Tornados pro Jahr analysiert wurden. Weitere Infos dazu gibt es hier: Unwettersaison im Mittelmeer.

Im Mittelmeer gibt es im Herbst die meisten Tagen mit Tornados
Der Monat des Jahres mit den im Mittel meisten Tagen mit Tornados. © ESWD

Am Samstag an der Alpennordseite Schneefall und Milderung

In den Nordalpen gibt es teils über 10 cm Neuschnee

Die Großwetterlage stellt sich langsam um, somit neigt sich das ruhige und vielerorts frostige Wetter der letzten Tage dem Ende zu. Derzeit herrscht zwar vielerorts noch Dauerfrost, aus Nordwesten zieht aktuell über Deutschland aber bereits die Warmfront eines Nordseetiefs auf. Diese bringt am Samstagmorgen an der Alpennordseite etwas Schnee, in weiterer Folge steigen die Temperaturen aber spürbar an.

Aus Nordwesten erfasst und deutlich mildere Luft
Aus Nordwesten erfasst uns deutlich mildere Luft am Samstag. © UBIMET / NCEP

Winterlicher Start

Der Samstag beginnt von Vorarlberg bis Oberösterreich dicht bewölkt und bereits in den Morgenstunden setzt Schneefall ein. Im Laufe des Vormittags breitet sich der Schneefall rasch ostwärts aus und vor allem vom Tiroler Unterland über das Salzkammergut bis zum Mariazellerland schneit es vorübergehend kräftig. Die Schneefallgrenze steigt im Tagesverlauf ausgehend von Vorarlberg von tiefen Lagen allerdings langsam gegen 500 bis 900 m. In vielen Tallagen sowie teils auch im Norden ist bis dahin mit Mengen um 5, in höheren Tallagen auch 10 cm Neuschnee zu rechnen. Auf den Bergen vom Hochkönig bis zum Schneeberg zeichnen sich teils über 20 cm Neuschnee ab.

In den Nordalpen gibt es teil über 10 cm Neuschnee
Neuschneeprognose für Samstag. © UBIMET

Glätte im Osten

Ab etwa Mittag erfasst die Warmfront auch den Osten. Besonders im Seewinkel fällt anfangs noch etwas Schnee, sonst geht der Schneefall oder Schneeregen rasch in Regen über. Vor allem im äußersten Osten besteht dann örtlich auch Glättegefahr durch gefrierenden Regen! Meist trocken bleibt es dagegen vom Lienzer Becken über das Klagenfurter Becken bis zur Südsteiermark.

Tauwetter

Der Wind frischt lebhaft bis kräftig aus West auf und die Temperaturen steigen im Tagesverlauf verbreitet auf positive Werte an. Am mildesten wird es mit bis zu +6 Grad im Innviertel, am Bodensee und im Wiener Becken. Nur in windgeschützten Tallagen vom Pinzgau bis zum Hochschwab verharren die Temperaturen weiterhin im Bereich des Gefrierpunkts. Auch am Sonntag bleiben die Temperaturen vielerorts mild, so gibt es Spitzenwerte um 7 Grad. Kommende Wochen wird es dann langsam wieder etwas kühler.

Photo credit: holding graz on Visualhunt.com / CC BY

 

Winter nun auch in Frankreich und Benelux

Am Dienstag wurde es in Paris, Antwerpen oder Köln winterlich. Mit einer Okklusion fielen verbreitet um die 5 cm Neuschnee. Vor allem in den Niederlanden kam es im abendlichen Berufsverkehr zum Kollaps. Insgesamt belief sich der Stau auf den Autobahnen auf über 2000 km.

Hier ein Video aus Paris:

Köln im Schnee:

Im Zentralmassiv kam teils noch deutlich mehr Schnee zusammen und am meisten Schnee gab es in den Pyrenäen oberhalb von rund 1000 m. Hier fielen verbreitet um die 50 cm Neuschnee, in höheren Lagen kommen bis Mittwochabend gut 1 Meter Neuschnee zusammen.

Tief zieht Richtung Mittelmeer

Das Schneetief zieht am Mittwoch nach Süden ins westliche Mittelmeer und verstärkt sich dort weiter. Am Donnerstag liegt das Zentrum von Tief KLAUS dann über Sardinien und verursacht auf den Balearen einen kräftigen Nordsturm, auf Korsika fällt im Bergland hingegen Schnee.

In weiterer Folge zieht KLAUS über Süditalien ostwärts und erreicht am Samstag Griechenland. Durch die südlich Zugbahn hat das Tief kaum Einfluss auf das Wetter in Österreich. Somit steht und bis zum Wochenende recht ruhiges Winterwetter bevor, am Wochenende könnte ein Nordseetief wieder für Abwechslung  im Wettergeschehen sorgen.

Titelbild: pixabay.com

Bald ganz Österreich unter einer Schneedecke?

Derzeit erinnern im Flachland nur die Temperaturen an den Winter, in den Nordalpen hingegen kann man sich an den Schneemassen gar nicht satt sehen. Auch in Kärnten gab es letzte Woche ein wenig Neuschnee, zudem sind hier auch schon viele Seen zugefroren.

Derzeitige Gesamtschneedecke
Derzeitige Gesamtschneedecke

Ein wenig Neuschnee am Mittwoch

In der Nacht auf Mittwoch nähert sich ein kleines Italientief dem Ostalpenraum und bringt am Mittwoch vor allem im Süden und Osten ein wenig Schnee. Insgesamt ist das Tief relativ schwach ausgeprägt, für eine dünne Schneedecke sollte es aber von der Südsteiermark bis ins Weinviertel verbreitet reichen.

Prognostizierte Neuschneemengen für Mittwoch
Prognostizierte Neuschneemengen für Mittwoch

Somit liegt Mittwochabend der Großteil Österreichs unter einer dünnen Schneedecke, nur im oberösterreichischen Donauraum wird es noch größere schneefreie Gebiete geben. Es bleibt aber auch die restliche Woche winterlich kalt und es bestehen Chancen auf weiteren leichten Schneefall im Norden und Osten des Landes.

Titelbild: visualhunt.com

 

18. Jänner 2007: Orkan Kyrill trifft Mitteleuropa

Kyrill Wetterkarte

Am 18. Jänner 2007 zog das Orkantief Kyrill vom Nordatlantik über die Britischen Inseln und Dänemark in Richtung Ostsee. Mit Durchzug der Kaltfront gab es in weiten Teilen Mitteleuropas Orkanböen und schwere Schäden. Europaweit forderte das Unwetter 47 Menschenleben, zudem gab es extremen Windbruch, Stromausfälle und massive Verkehrsbehinderungen. Die betroffene Fläche war sehr groß und reichte von  den Britischen Inseln bis nach Polen und zum Alpenraum. In den vergangenen Jahren gab es in manchen Regionen zwar ähnliche oder sogar etwas höhere Windspitzen, allerdings war die betroffene Fläche bei diesen Ereignissen deutlich kleiner.

Spitzenböen auf den Bergen:

  • 216 km/h Gaisberg
  • 207 km/h Feuerkogel
  • 202 km/h Wendelstein

Orkanböen in den Niederungen (Auswahl):

  • 148 km/h Wolfsegg (OÖ)
  • 143 km/h Gmunden (OÖ)
  • 139 km/h Salzburg Flughafen (S)
  • 137 km/h Linz Flughafen (OÖ)
  • 134 km/h Kremsmünster (OÖ)
  • 130 km/h Wien-Unterlaa (W)
  • 130 km/h Wels (OÖ)
  • 130 km/h St. Pölten (NÖ)
  • 122 km/h Wien-Hohe Warte (W)
  • 122 km/h Schwechat Flughafen (NÖ)
  • 119 km/h Mattsee (S)

In Österreich gab es mehrere Verletzte und ein Todesopfer, zudem wurden unzählige Bäume und Stromleitungen umgeworfen oder beschädigt, weshalb allein in Oberösterreich zeitweise mehr als 140.000 Haushalte ohne Sturm waren. Weiters  wurden Dächer abgedeckt und Verkehrsverbindungen unterbrochen, wie etwa die Westautobahn zwischen Sattledt und Traun. In St. Pölten und im Bezirk Krems wurde Katastrophenalarm ausgerufen, zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden.

Temperaturrekorde

Besonders bemerkenswert war der nächtliche Temperaturanstieg unmittelbar vor Ankunft der Kaltfront von Kyrill: Mit föhnigem Westwind wurden mitten in der Nacht zahlreiche neue Monatsrekorde der Temperatur aufgestellt, mancherorts wie etwa in Eisenstadt und Gumpoldskirchen wurde sogar die 20-Grad-Marke erreicht!

Die Kaltfront von Kyrill erfasst Österreich in der Nacht auf den 19.1.07. ©wetter.de
Die Kaltfront von Kyrill erfasste Österreich in der Nacht auf den 19.1.07. ©www.wetter3.de

Höchstwerte in der Nacht zum 19. Jänner:

Ort Höchstwert am 19.1.07 (Uhrzeit)
Eisenstadt (B) 20,1 Grad (3 Uhr)
Gumpoldskirchen (NÖ) 20,0 Grad (0 Uhr)
Wiener Neustadt (NÖ) 19,9 Grad (1 Uhr)
Baden (NÖ) 19,6 Grad (1 Uhr)
Bad Goisern (OÖ) 19,6 Grad (1 Uhr)
Salzburg (S) 19,5 Grad (0 Uhr)
Groß-Enzersdorf (NÖ) 19,5 Grad (1 Uhr)
Wien-Unterlaa (W) 19,5 Grad (0 Uhr)
Wien-Innere Stadt (W) 19,4 Grad (1 Uhr)
Schäden durch Orkan Kyrill
Typisches Bild von Windbruch durch Kyrill (hier im Thüringer Wald). © Michael Sander

Schneemassen auf den Bergen

Schneemassen in den Nordalpen

Die außergewöhnliche Wetterlage der vergangenen Wochen brachte ergiebige Schneemassen in den Nordalpen, teilweise gab es sogar Neuschneerekorde wie etwa in Hochfilzen mit 451 cm Neuschnee! Rekorde gab es aber auch in Seefeld, Kufstein, Lofer, Abtenau und Bad Mitterndorf . Auf den Gipfeln der Nordalpen liegen derzeit teils mehr als 4 Meter Schnee, stellenweise wurde sogar die 5-Meter-Marke überschritten. Die Lawinengefahr ist in den Nordalpen nach wie vor verbreitet erheblich (Stufe 3)!

Schneehöhe am Freitagmorgen. © UBIMET
Schneehöhe am Freitagmorgen. © UBIMET

Mittlerweile hat sich das Wetter beruhigt und viele Skigebiete und Berghütten bemühen sich um den normalen Betrieb wieder aufzunehmen. Dafür wurden zahlreiche Erkundungstouren bzw. -flüge durchgeführt, um die Schnee- und Lawinenlage auf den Bergen zu überprüfen. Anbei eine Auswahl an spektakulären Aufnahmen der letzten Tage vom Karwendel bis zur nördlichen Obersteiermark.





Schnee im Süden und mögliche Kältewelle

Webcam Feldkopf @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/feldkopf/

Langsam beruhigt sich die Lage in den Nordalpen. Das nun freundliche Wetter macht es möglich weiter Schnee zu räumen und Dächer von der Last zu befreien. Zudem sind aufgrund der wenigen Wolken und guten Sicht auch viele Erkundungsflüge und kontrollierte Lawinensprengungen möglich. Viele Straßen werden wieder freigegeben.


Zwar ist in den betroffenen Gebieten demnächst wieder mit etwas Schnee zu rechnen, die Mengen bleiben aber im Vergleich zu den letzten Tagen gering und sollten an der Situation nichts ändern: Von Vorarlberg bis nach Oberösterreich kommt am Donnerstagnachmittag eine Kaltfront auf, mit welcher etwas Niederschlag einsetzt. Die Schneefallgrenze liegt zunächst bei 800 bis 1000 m, in der Nacht auf Freitag sinkt sie bis in die meisten Täler. Dann sind im Bereich des Arlbergs und von den Zillertaler Alpen bis zum Salzkammergut um 10 cm Neuschnee zu erwarten.

Prognose des Neuschnees über 24h bis Freitagmittag @ UBIMET
Prognose des Neuschnees über 24h bis Freitagmittag @ UBIMET

Für die Alpensüdseite zeichnet sich hingegen ein Tief über dem Golf von Genua verantwortlich. In Osttirol und Kärnten staut sich ab Donnerstag von Süden her feuchte Luft und im Verlauf des Nachmittags beginnt es zu regnen, oberhalb von 800 bis 900 m zu schneien. Am Abend sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 700 m, in der Nacht auf Freitag schließlich bis in die Täler und Becken, dann ist vor allem in den Karawanken und den Karnischen Alpen auch mal kräftiger Schneefall möglich.  Bis Freitagvormittag sind in erhöhten Tallagen bis zu 20 cm Neuschnee wahrscheinlich, im Klagenfurter Becken werden es nach aktuellem Stand zwischen 5 und 10 cm.

Tiefsttemperaturen Mittwochmorgen @ UBIMET, ECMWF
Tiefsttemperaturen Mittwochmorgen @ UBIMET, ECMWF

Das Wochenende verläuft kälter und phasenweise bewölkt, aber weitgehend trocken. Für die kommende Woche deutet sich überwiegend ruhiges Winterwetter an, aller Voraussicht nach steigen die Temperaturen nur mehr im Flachland tagsüber noch knapp über den Gefrierpunkt. Nachts ist generell mit mäßigem, inneralpin teils strengem Frost zu rechnen. Ob und inwieweit es zu einer markanten Kältewelle kommt, bleibt noch abzuwarten. Es gibt aber durchaus Modelllösungen, welche ab Dienstag Dauerfrost und verbreitet zweistellige Tiefstwerte zeigen.

 

Titelbild: Webcam Feldkopf @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/feldkopf/

Schneearmer Süden darf hoffen

Webcam Weisensee @ https://weissensee4.it-wms.com/

Seit dem Jahreswechsel ist die Wetterlage festgefahren: Hoher Luftdruck über dem Atlantik oder Westeuropa zwingt Tiefdruckgebiete immer wieder auf einer Bahn über Skandinavien nach Osteuropa, dazwischen dominiert mal mehr, mal weniger eine Nordwestströmung. Die Alpen liegen quer zur Strömungsrichtung im Weg und die kalten, feuchten Luftmassen stauen sich an der Nordseite. Im Lee des Alpenhauptkamms hatte dies bisher viel Sonnenschein, kaum Niederschlag und deutlich zu hohe Temperaturen durch den Föhn zur Folge.

Webcam Birnbaum @ http://www.alpenhof-wolayersee.at/webcam/alpenhof-wolayersee.jpg
Webcam Birnbaum @ http://www.alpenhof-wolayersee.at/webcam/alpenhof-wolayersee.jpg

Bei bis zu +5 Grad liegt die Abweichung der bisherigen Jänner-Temperatur zum langjährigen Mittel etwa im Drautal, im Schnitt sind es sonst +2 bis +3 Grad. Dies liegt aber hauptsächlich an den Tageswerten, denn die Nächte sind durch die meist auch fehlende Bewölkung fast durchweg frostig kalt verlaufen. Dies hat in den Skigebieten immerhin den durchgängigen Betrieb von Schneekanonen ermöglicht, aber auch viele Gewässer zufrieren lassen, so dass einige für das Eislaufen freigegeben sind.

Analyse der Gesamtschneehöhe vom Morgen des 14.01.2019 (Montag) @ UBIMET
Analyse der Gesamtschneehöhe vom Morgen des 14.01.2019 (Montag) @ UBIMET

Die gemessenen Schneehöhen in Osttirol und Kärnten sind meist nicht der Rede wert. Nur direkt am Alpenhauptkamm hat es in den letzten Tagen wiederholt geschneit, so dass bspw. selbst in der Venediger-Gruppe in Osttirol inzwischen Lawinenwarnstufe 5 gilt. Auf der Villacher Alpe werden gerade mal 23 cm gemessen – der absolute Schneedeckenrekord stammt hier aus dem Jahr 1951 mit 7,3 m. Dies zeigt, was theoretisch auch hier möglich ist. Doch stattdessen hat es im Klagenfurter Becken oder im Raum Deutschlandsberg seit etwas 2 Wochen garkeinen Niederschlag mehr gegeben.

Webcam Hörzendorfersee @ https://evw1.it-wms.com/current1.jpg
Webcam Hörzendorfersee @ https://evw1.it-wms.com/current1.jpg

 

Doch ein wenig Hoffnung darf man sich machen: Am Mittwoch entwickelt sich über dem Golf von Genua ein Tief, welches sich am Donnerstag und Freitag über Italien hinweg zum Balkan verlagert. Noch sind sich die Wettermodelle bezüglich der genauen Zugbahn und der Auswirkungen auf das österreichische Wetter nicht einig, aber es bestehen zumindest Chancen für etwas Schnee im Süden in Verbindung mit der Passage des Tiefs. Insbesondere von Freitag auf Samstag werden vom Europäischen Wettermodell auch markante Schneemengen gerechnet, doch dies bedarf weiterer Beobachtung.

Prognose Neuschnee von Freitag auf Samstag, Stand: Montag @ UBIMET, ECMWF
Prognose Neuschnee von Freitag auf Samstag, Stand: Montag @ UBIMET, ECMWF

 

Titelbild: Webcam Weisensee @ https://weissensee4.it-wms.com/

 

Schnee ohne Ende: Bis Dienstag nochmals 1 Meter Neuschnee in den Nordalpen

Schnee ohne Ende

Europa liegt seit Ende Dezember unter dem Einfluss einer blockierten Wetterlage: Ein umfangreiches Hochdruckgebiet über dem Ostatlantik sorgt im Alpenraum für eine anhaltende Höhenströmung aus Nord. Tiefdruckgebiete über Nordeuropa führen dabei schubweise feuchte Luftmassen von der Nordsee gegen die Alpen.

Aktuelle Schneehöhen (Donnerstag, 13 Uhr):

  • Hochfilzen (T) 191 cm
  • Schröcken (V) 187 cm
  • St. Ulrich am Pillersee (T) 183 cm
  • Spital am Pyhrn (OÖ) 160 cm
  • Warth (V) 145 cm
  • Leutasch (T) 130 cm
  • Bichelbach (T) 128 cm
  • Schoppernau (V) 127 cm
  • Langen am Arlberg (V) 122 cm
  • Seefeld (T) 122 cm
  • Kössen (T) 114 cm
  • Windischgarsten (OÖ) 110 cm
  • Mariazell (ST) 108 cm
  • Brand (V) 105 cm
  • Abtenau (S) 105 cm
  • Saalbach (S) 102 cm
  • Pichl (ST) 102 cm
  • Dalaas (V) 102 cm
  • Reutte (T) 99 cm
In den Nordalpen liegen vielerorts mehr als 2 m Schnee
Aktuelle Schneehöhen am Donnerstagmittag. © UBIMET

Auf den Bergen liegen teils mehr als 4 Meter Schnee, am Loser wurde sogar die 5-Meter-Marke geknackt:

  • 502 cm Loser, Totes Gebirge (OÖ; 1573 m)
  • 415 cm Palfau Hochkogel, Ybbstaler Alpen (ST, 1541 m)
  • >400 cm* Tamischbachturm, Gesäuse (ST, 1425 m)
  • 408 cm Seegrube, Nordkette (T, 1921 m)
  • 400 cm Tauplitzalm, Totes Gebirge (ST, 1571 m)
  • 384 cm Lauskopf, Hochkönig (S, 1887 m)

* Station eingeschneit

Verschnaufpause am Freitag

Bis Freitagfrüh fällt im Nordstau der Alpen von Vorarlberg bis zum Wienerwald verbreitet Schnee, am Freitag macht sich aber vorübergehend ein Zwischenhoch bemerkbar. Besonders in den Regionen vom Hochkönig bis zum Hochschwab gibt es ein Wetterfenster für Hubschrauberflüge. Am Nachmittag ziehen im Westen allerdings neuerlich kompakte Wolken auf und im Laufe des Abends setzt an der Alpennordseite verbreitet Schneefall ein.

Etwas milder am Wochenende

Der Samstag gestaltet sich trüb und an der Alpennordseite fällt zeitweise etwas Schnee. Die Mengen bleiben aber gering und die Schneefallgrenze steigt tagsüber gegen 600 m an. Am Sonntag regnet und schneit es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich wieder kräftiger, die Schneefallgrenze steigt im Westen aber vorübergehend gegen 1000 m an. Durch den Regen nimmt die Schneelast auf den Dächern in vielen Tallagen aber weiter zu.

Schnee und Sturm zu Wochenbeginn

Auch zu Beginn der kommenden Woche fällt an der Alpennordseite verbreitet Regen bzw. Schnee, wobei die Schneefallgrenze bei teils stürmisch auffrischendem Nordwestwind wieder bis in tiefe Lagen absinkt. Vor allem im Arlberggebiet und im Bregenzerwald kommt bis Dienstag oberhalb etwa 1000 m neuerlich teils mehr als 1 Meter Neuschnee dazu, aber auch in vielen Tallagen vom Nordtirol bis zum Mariazellerland ist mit markanten Mengen zu rechnen. Die Kombination aus großen Schneemengen, weiterem Schnee und stürmischem Wind sorgt für eine neuerliche Anspannung der bereits sehr großen Lawinengefahr. Erst ab Mittwoch ist eine Wetterberuhigung in Sicht.

Anhaltend starker Schneefall

Schneemassen in Filzmoos @ https://www.facebook.com/tmphotographyhochfilzen

Update 18:15 Uhr:

Der Tag neigt sich dem Ende zu und auch wir beenden unseren Live-Ticker für heute. Auch im Wienerwald schneit es inzwischen recht kräftig, in Rekawinkel auf knapp 400 m sind seit Mittag schon 12 cm Neuschnee zusammen gekommen. Die beiden nachfolgenden Webcams stammen jedoch aus dem Westen des Landes:

Webcam Bödele @ https://berghoffetz.webcam-livestream.at/
Webcam Bödele @ https://berghoffetz.webcam-livestream.at/
Webcam Tschagguns @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/tschagguns/
Webcam Tschagguns @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/tschagguns/

Update 17:10 Uhr:

Gosau im Bezirk Gmunden ist der nächste Ort, der nun nicht mehr erreichbar ist. Aufgrund der Lawinengefahr wurden sämtliche Zufahrtstraßen gespeert. In Niederösterreich wurde das Hochkar zum Katastrophengebiet erklärt und die Skigebiete Lackenhof und Gemeindealpe geschlossen.

Update 15:45 Uhr:

Inzwischen führt Schröcken, VA mit 175 cm die Hitliste der bewohnten Orte bei der Schneehöhe an. Der Schneefall ist jedoch nicht mehr ganz so stark wie noch am Vormittag, von Vorarlberg bis nach Niederösterreich liegen die stündlichen Niederschlagsmengen aktuell zwischen 1 und 2 l/qm. In den Niederungen entlang des Rheins und der Donau gehen die Temperaturen wie erwartet leicht zurück und der Regen demnächst nahezu überall in Schnee über.

Webcam Ennserhütte @ https://ennstalcam.kt-net.at/cameh.jpg
Webcam Ennserhütte @ https://ennstalcam.kt-net.at/cameh.jpg
Webcam Mariazell @ https://www.mariazell.at/webcam/
Webcam Mariazell @ https://www.mariazell.at/webcam/

Für Wien heißt das: Der später meist leichte, in den westlichen Bezirken mitunter auch mäßige Schneefall hält bis morgen Vormittag an. Die Temperaturen sinken am Abend auf etwa 0 Grad, damit kann es über Nacht in der ganzen Stadt anzuckern. Etwa 2 bis 4 cm sind in den westlichsten Bezirken möglich, im Wienerwald hingegen können bis morgen Vormittag um 10 cm zusammenkommen. Morgen schneit es vor allem am Vormittag noch zeitweise leicht, der Nachmittag bringt längere trockene Abschnitte.

Update 14:45 Uhr:

Übrigens sind wir trotz der aktuellen Schneemassen von Rekorden noch weit entfernt. Die höchste jemals in bewohntem Gebiet gemessene Schneehöhe war mit 3,3 m in Langen am Arlberg im Jahre 1968. Momentan liegen dort 1,3 m. Und auch Jännerrekorde wie bspw. 185 cm in Saalbach (aktuell 106 cm) oder 150 cm in Windischgarsten (aktuell 78 cm) sind derzeit noch nicht in Gefahr.

Update 14:15 Uhr:

Auch die ÖBB haben mit den Schneemassen zu kämpfen, aber sie bemühen sich so viele Strecken wie möglich am Laufen zu halten. Dabei werden auch mächtige Schneepflüge eingesetzt, welche die Schneemassen zur Seite befördern. Einer Gams ging das zu schnell, sie wurde verschüttet. Doch die Arbeiter haben sich ein Herz genommen und das Tief wieder befreit. Seht selbst:

Update 13:45 Uhr:

Leider klingelt das Telefon heute ununterbrochen, so dass die Updates gerade etwas unregelmäßiger erfolgen.

Bis zum Ende des aktuellen Schneefallereignisses kommen in den Nordstauregionen noch etwa 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee zusammen, am Freitag und Samstag rechnen wir mit einer Wetterberuhigung. Vorübergehend wird dann es am Wochenende auch milder, jedoch kündigen sich für mittlere und höhere Lagen der Alpennordseite ab Sonntag neuerlich große Schneemengen an.

Prognose der Neuschneehöhe bis Freitagmorgen @ UBIMET
Prognose der Neuschneehöhe bis Freitagmorgen @ UBIMET

Update 12:00 Uhr:

Schröcken, Warth am Arlberg, Lech und Zürs sind inzwischen nicht mehr erreichbar. Hier schneit es momentan so kräftig, dass selbst auf der Webcam kaum mehr was zu erkennen ist:

Webcam Schröcken @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/schroecken/
Webcam Schröcken @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/schroecken/

Update 11:45 Uhr:

Es schneit und schneit und schneit. Filzmoos in Tirol führt die Liste noch an, Schröcken in Vorarlberg hat aber kräftig aufgeholt:

  • 161 cm Hochfilzen (TI, 962 m)
  • 160 cm Schröcken (VA, 1244 m)
  • 156 cm Spital/Pyhrn – Bosrucktunnel (OÖ, 718 m)
Analysierte Gesamtschneehöhen Mittwochmorgen @ UBIMET
Analysierte Gesamtschneehöhen Mittwochmorgen @ UBIMET

Währenddessen müssen wir lesen, dass der Schnee ein weiteres Todesopfer gefordert hat. Auf der Mariazeller Bürgeralpe kam ein Schulskilehrer ums Leben, als er über den Pistenrand kopfüber in einen steil abfallenden Bereich gestürzt war. Dort soll die Schneedecke etwa 5 Meter betragen haben, entsprechend dürfte der Mann erstickt sein. Dies verdeutlicht: Nicht nur Lawinen sind gefährlich, auch beim Skifahren auf gesicherten Pisten ist aktuell höchste Vorsicht geboten!

Update 11:15 Uhr:

Auch der Schneedruck wird in den nächsten Tagen immer mehr zum Thema. Zwar liegen vielerorts jetzt schon meterhohe Schneemassen auf den Dächern, teilweise stark verfrachtet, doch der Schnee ist meist noch pulvrig und daher nicht so schwer. In den nächsten Tagen wir es jedoch etwas milder und am Wochenende steigt die Schneefallgrenze vorübergehend bis an die 1000 m an, damit fällt in manchen Tälern auch zeitweise Regen. Der Schnee auf den Dächern nimmt den Regen wie einen Schwamm auf und die Schneebelastung steigt ab Sonntag wohl markant an.

Gefahr durch Schneelasten ab Sonntag @ UBIMET
Gefahr durch Schneelasten ab Sonntag @ UBIMET

Auf alle Fälle ist es ratsam, die großen Schneemassen vor allem von Flachdächern und Vordächern frühzeitig abzuschaufeln, damit der Schneedruck in den kommenden Tagen und Wochen nicht zu hoch wird. Mancherorts werden auch schon Vorsichtsmaßnahmen getroffen, wie etwa im bayerischen Bad Wörishofen, wo eine Eissporthalle bereits gespeert wurde.

Update 10:45 Uhr

Südlich des Alpenhauptkamms ist Schnee wie bekannt Mangelware, in weiten Teilen Osttirols, Kärntens und der Steiermark ist es grün statt weiß. Dafür lagen die Temperaturen hier in den letzten Nächten häufig im mäßigen Frostbereich, viele Wasserflächen konnten zufrieren. Inzwischen sind bereits einige Seen zum Eislaufen freigegeben, bspw. der Aichwaldsee und der Hörzendorfersee. Der Weissensse ist hingegen schon seit Weihnachten frei. Informationen gibt es u.a. hier: https://www.evw.at/eisbahnen/

Webcam Dellach im Drautal @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dellach/
Webcam Dellach im Drautal @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dellach/
Webcam Weissensee @ http://www.eislaufen-weissensee.at
Webcam Weissensee @ http://www.eislaufen-weissensee.at

Update 09:45 Uhr

Momentan schneit es vor allem vom Montafon über das Außerfern und das Salzkammergut bis zum Mariazellerland kräftig, die Stundenraten liegen hier zwischen 2 und 3 l/qm. Dies entspricht bei den gegebenen Temperaturen einem Neuschneezuwachs von bis zu 5 cm pro Stunde. Webcambilder dazu:

Webcam Seefeld @ https://seefeld-dorfplatz.panomax.com/
Webcam Seefeld @ https://seefeld-dorfplatz.panomax.com/
Webcam Kufstein @ http://webcam.kufnet.at
Webcam Kufstein @ http://webcam.kufnet.at
Webcam Puchenstuben @ http://puchenstuben.it-wms.com/big_current1.jpg
Webcam Puchenstuben @ http://puchenstuben.it-wms.com/big_current1.jpg

Update 09:00 Uhr

Über Nacht hat es vom Bregenzerwald bis zum Schneeberg ohne nennenswerte Unterbrechungen geschneit, die höchsten Mengen sind am Arlberg gefallen. Schröcken meldet bei -4 Grad eine Niederschlagsmenge von 26 l/qm in 12 Stunden und eine beachtliche Schneehöhe von 156 cm. Dies sind 26 cm mehr als am Dienstagabend, was zeigt: Der Schnee setzt sich natürlich auch mit der Zeit.

Zur Lawinengefahr: Am gestrigen Abend haben bereits die Lawinenwarndienste der Steiermark und Niederösterreichs die Warnstufe auf 5 von 5 erhöht, ab dem heutigen Nachmittag gilt dies auch für die Region vom Loferer Land bis zum Salzkammergut. Weitere Infos gibt es bei den zuständigen Lawinenwarndiensten siehe auch hier: http://www.lawinen.at/

Lawinenwarnstufen Mittwoch, Stand 09:00 Uhr @ http://www.lawinen.at/
Lawinenwarnstufen Mittwoch, Stand 09:00 Uhr @ http://www.lawinen.at/

 

Titelbild: Schneemassen in Filzmoos @ https://www.facebook.com/tmphotographyhochfilzen

Zur Wochenmitte neue Schneemassen in den Nordalpen

Der Schneefall in den Nordstauregionen lässt in der Nacht nur vorübergehend nach. Schon Dienstagfrüh erreicht das nächste Frontensystem von Tief BENJAMIN die Alpennordseite. Dabei frischt der Westwind kräftig bis stürmisch auf un die Schneefallgrenze steigt kurzzeitig auf 600 bis 800 m. Oberhalb davon sind vom Arlberg bis zum Hochschwab 20 bis 40 cm Neuschnee zu erwarten. Mit dem stürmischem Nordwind kommt es auf den Bergen zu weiteren Schneeverfrachtungen.

Bis zu 1 Meter Neuschnee bis Donnerstagnacht

In der Nacht auf Mittwoch sinkt die Schneefallgrenze wieder bis in tiefe Lagen und im Nordalpengebiet schneit es ohne Unterlass bis Donnerstagnacht weiter. Am meisten Schnee kommt in den bisher schon schneereichen Regionen zusammen.

Neuschnee in cm bis Freitagfrüh
Neuschneehöhe in Zentimeter bis Freitagfrüh

Aufgrund der großen Neuschneemengen und den massiven Schneeverwehungen in der Höhe wird sich die Lawinensituation weiter zuspitzen. Die höchsten Stufe 5 ist für so manches Gebiet wahrscheinlich. Daher muss man sich auf weitere Straßen- und Bahnstreckensperren einrichten. Für die schon jetzt eingeschlossenen Orte wird die Lage immer prekärer!

Wie schon in den vergangenen Tagen werden wir euch über die Situation auch in den kommenden Tagen auf dem Laufenden halten.

Starkschneefall in den Nordalpen

Schneewarnsignal ©shutterstock.com/Olaf Naami

Update 15:20 – Gerlos

Auch im Almdorf Königsleiten beim Gerlospass gibt es reichlich Neuschnee. Die Wetterstation dort misst derzeit 126 cm Schnee!

Update 15:10 – Schneevergleich

Anbei ein schöner Vergleich der Schneehöhe in Pillberg (Bezirk Schwaz), Samstagnachmittag:

Und Sonntagnachmittag:

Update 14:45 – Kettenpflicht

Auf vielen Straßen herrscht noch immer Kettenpflicht, anbei eine Übersicht:

Kettenpflicht am Sonntag, 14:30 Uhr. © ÖAMTC
Kettenpflicht am Sonntag, 14:30 Uhr. © ÖAMTC

Details siehe hier: https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/   Anebi noch ein Bild von Mühlbach am Hochkonig:

Auch die Parkplatzsuche kann mitunter problematisch werden…

Update 14:20 – Eingeschneite Lifte

Viele Skigebiete haben manche Anlagen wegen der großen  Lawinengefahr gesperrt. In diesen Bereichen kann die Schneedecke ungehindert wachsen, so wie an der Gipfelstation dieses Sesselliftes am Loser:

Schneemassen am Loser. © loser.at
Schneemassen am Loser. © loser.at

Update 14 – Schneehöhen

Besonders vom Bregenzerwald über das Außerfern bis zum Hochkönig fällt weiterhin mäßiger bis starker Schnee. Anbei die aktuellen Schneehöhen:

  • 145 cm Hochfilzen
  • 135 cm St. Ulrich am Pillersee
  • 123 cm Schröcken
  • 119 cm Seefeld
  • 117 cm Leutasch
  • 115 cm Spital/Pyhrn
  • 104 cm Langen am Arlberg
  • 98 cm Warth

Update 13:15 – Schneekönig

In den letzten Tagen gab es in Tallagen im Bereich des Hochkönigs besonders große Schneemengen, teilweise gab es hier fast 150 cm Neuschnee. Anbei ein Bild aus Dienten am Hochkönig:

Update 12:45 – Schmittenhöhe

Auch oberhalb von Zell am See gibt es schon mehr als zwei Meter Schnee, anbei ein aktuelles Bild vom Skigebiet Schmitten:

Viel Schnee im Pinzgau
Viel Schnee im Pinzgau.

Update 12:30 – Knapp 4 Meter Schnee

Die anhaltende Nordstaulage sorgt für teils extreme Schneemengen auf den Bergen. Auf der Loser-Panoramastraße im Toten Gebirge gab es seit dem 30.12. schon fast 3 Meter Neuschnee, die Gesamtschneehöhe liegt bei knapp 4 Meter! Auch der Dachstein versinkt im Schnee: Aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse bleibt der Liftbetrieb am Gletscher bis einschließlich Montag, 7. Jänner geschlossen!

Fast 4 Meter Schnee
Schneemassen im Toten Gebirge. © LWD Steiermark

Update 12:00 – Schneemassen

Aufgrund der zunehmenden Schneelast werden mittlerweile auch vermehrt Hausdächer geräumt, wie etwa in Filzmoos.

Update 11:35 – Fernpass wieder frei

Die Sperre am Fernpass wurde wieder aufgehoben, Reisende müssen sich aber auf längere Wartezeiten durch Stau einstellen. Vorübergehend wurde auch der Tauerntunnel auf der A10 in Fahrtrichtung Salzburg gesperrt, da hier ein Baum auf die Straße gestürzt war.

Update 11:10 – Fernpass gesperrt

Aufgrund eines Lawinenabgangs wurde der Fernpass zwischen Reutte und Nassereith in beide Richtungen gesperrt.

Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/
Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/
Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/
Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/

Update 11 – Schneehöhen

  • Hochfilzen 146cm
  • Schröcken 123 cm
  • Spital am Pyhrn 115 cm
  • Seefeld 115 cm
  • Leutasch 113 cm
  • Langen am Arlberg 104 cm
  • Warth 97 cm
  • Pichl 96 cm
  • Abtenau 91 cm
  • Brand 89 cm
  • Dalaas 86 cm
  • Saalbach 86 cm

Update 10:30 – Straßensperren

Die großen Schneemengen machen auch den Skigebieten zu schaffen, so sind Obertauern und Saalbach-Hinterglemm seit letzter Nacht komplett vom Verkehr abgeschnitten. Auch die Felbertauernstraße ist weiterhin gesperrt.

Update 10:15 – Nord-Süd-Unterschiede

Die derzeit blockierte Wetterlage sorgt für zunehmend extreme Unterschiede zwischen den Nord- und Südalpen: Während die Alpennordseite im Schnee versinkt, sorgt föhniger Nordwind südlich des Alpenhauptkamms für trockene und milde Bedingungen. Eine Änderung ist nicht Sicht, auch kommende Woche ist in den Nordalpen schubweise mit Neuschnee zu rechnen!

Aktuelle Bilder aus den Dolomiten:

Update 9:45 – Schnee am Arlberg

Im Arlberggebiet schneit es derzeit intensiv. Anbei ein paar Schneehöhen aus der Region:

  • 122 cm Schröcken
  • 101 cm Langen am Arlberg
  • 96 cm Warth
  • 86 cm Brand
  • 83 cm Dalaas
  • 80 cm Schoppernau
  • 58 cm St. Anton am Arlberg

Update 9:15 – Große Lawinengefahr

Die Lawinengefahr liegt mittlerweile in den gesamten Nordalpen von Vorarlberg bis zum Schneeberg bei Stufe 4. Mitunter können kleine bis mittelgroße Lawinen von steilen Straßenböschungen sowie Gleitschneelawinen auf steilen Grashängen auch Straßen erfassen, weshalb es zahlreiche Sperren gibt.

Aktuelle Lawinengefahr. © http://www.lawinen.at/
Aktuelle Lawinengefahr. © http://www.lawinen.at/

Update 8:45 – Schneemassen am Hochkönig

Im Bereich des Hochkönigs ist in den letzten 36 Stunden über ein Meter Neuschnee gefallen. Diese Bilder beweisen dies eindrucksvoll:

Update 8:15 – Behinderungen im Bahnverkehr

Da Bäume auf die Oberleitungen der Bahn gefallen sind, gibt es weitere Sperren im Bahnverkehr. Anbei die aktuelle Übersicht:

  • Zwischen Saalfelden und Hochfilzen (Oberleitungsschaden)
  • Zwischen Mittenwald und Scharnitz (Oberleitungsschaden)
  • Zwischen Steeg-Gosau und Steinach-Irdning (Lawinengefahr)
  • Zwischen Steinach-Irdning und Schladming (Lawinengefahr)
  • Zwischen Mautern und Trieben (Verkehrseinschränkung)

Details: ÖBB Streckeninfo

Update 8 Uhr – Schneebilder

Gestern haben uns noch zahlreiche Bilder erreicht, anbei ein kleine Auswahl:

Schwaighofen im Flachgau:

Lungötz (Tennengau):
3

St. Ulrich am Pillersee (Tirol):

Hall bei Admont (Steiermark):

Update Sonntag 7:30 – Schneehöhen

Vor allem von Vorarlberg über Nordtirol und Salzburg bis zur nördlichen Obersteiermark fällt weiterhin Schnee. Am stärksten schneit es derzeit in Vorarlberg und im Außerfern sowie vom Kaiserwinkl bis zum Dachstein. Anbei die aktuellen Schneehöhen:

Schneehöhe Sonntag 7 Uhr
Hochfilzen 140 cm
St. Ulrich am Pillersee 125 cm
Schröcken 118 cm
Spital/Pyhrn 116 cm
Seefeld in Tirol 106 cm
Langen am Arlberg 97 cm
Pichl 95 cm
Warth 93 cm
Abtenau 91 cm
Saalbach 82 cm

Update Sonntag 7 Uhr – Straßensperren

Die Anzahlt der Straßensperren im Bergland hat weiter zugenommen. Die Felbertauernstraße ist zwischen Matrei und Mittersill gesperrt wegen Lawinengefahr, zudem wird auch die Tauernautobahn A10 am Sonntag um 8:30 neuerlich eine Stunde lang gesperrt, um bei Flachau im Pongau eine kontrollierte Lawinensprengung durchzuführen. Die vollständige Liste gibt es u.a. hier: https://oe3.orf.at/verkehr/

Update Sonntag 6 Uhr -Evakuierungen

In St. Johann am Tauern wurden am Samstagabend aufgrund der Lawinengefahr 14 Häuser evakuiert. Manche Ortschaften in der Obersteiermark wie etwa Hohentauern sind zudem von der Außenwelt abgeschnitten.

Update Samstag 17 – Dreikönigsspringen für heute abgesagt

Das heutige Programm der Vierschanzentournee in Bischofshofen wurde wegen Schlechtwetter abgesagt. Der Schwerpunkt verlagert sich jetzt allmählich in den Westen: Vom Dachstein bis zum Bregenzerwald melden die Wetterstationen verbreitet 2 bis 5 cm Neuschnee pro Stunde!

Hier ein Blick ins Rheintal bei Feldkirch aus foto-webcam.eu:

Webcambild Feldkirch am 05.01. um 16:20 Uhr - foto-webcam.eu
Webcambild Feldkirch am 05.01. um 16:20 Uhr – foto-webcam.eu

Update 14:45 – Neuschneemengen

Anbei ein Überblick der Neuschneemengen von Freitag 14 Uhr bis Samstag 14 Uhr:

24h-Neuschneesumme
Spital/Pyhrn, 718 m 60 cm
Mooslandl/Hieflau, 530 m 44 cm
Windischgarsten, 600 m 41 cm
Bad Ischl, 507 m 39 cm
Kössen, 588 m  39 cm
Abtenau, 709 m 37 cm
Lofer, 622 m 34 cm

In den nächsten Stunden schneit es von Vorarlberg bis zum Dachsteingebiet kräftig weiter, wobei sich der Niederschlagsschwerpunkt im Laufe der Nacht auf Sonntag in den Westen verlagert.

Update 14:15 – Weiterer Schnee

Die stärksten Schneefallraten gibt es derzeit in Vorarlberg, Nordtirol sowie im Pinz- und  Pongau, hier kommen 3 bis 4 cm Neuschnee pro Stunde zusammen. Aktuelle Gesamtschneehöhen:

  • 126 cm Hochfilzen (T)
  • 118 cm Spital/Pyhrn (OÖ)
  • 96 cm Abtenau (S)
  • 94 cm Pichl (ST)
Schneemassen im Skigebiet Schmitten.
Schneemassen im Skigebiet Schmitten. © Schmitten

Abtenau:

Update 14:00 – Schneefahrbahn

Auf vielen Straßen herrscht derzeit Schneefahrbahn, weshalb viele Urlauber im Stau stehen. Auf immer mehr Straßen herrscht zudem Schneekettenpflicht:

Schneekettenpflicht
Schneekettenpflicht (Stand: Samstag 13:45 Uhr). © ÖAMTC

Details: https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/

Stau bei Lofer
Stau bei dichtem Schneefall in der Nähe von Lofer. © Herbert Derfler

Update 13:30 – Schnee und Föhn

Der Schneefall greift teilweise über den Alpenhauptkamm und den Hochschwab über, somit gibt es  etwa auch im Aflenzer Becken und in Mürzzuschlag Schnee.

Ganz im Süden sorgt der Föhn hingegen für trockene Bedingungen bei Temperaturen von bis zu 10 Grad im Gailtal. In prädestinierten Lagen wie etwa in Millstatt gibt es zudem stürmische Böen um 70 km/h.

Update 13:05 – Schneeverwehungen

Besonders am Alpenostrand sowie in den Hochlagen des Alpenhauptkamms weht derzeit stürmischer Nordwestwind, somit kommt es hier zu erheblichen Schneeverwehungen. In der letzten Stunde gab es an der Gipfelstation der Raxseilbahn Böen bis 97 km/h. Anbei zwei Bilder vom Waxriegelhaus auf der Rax (1360 m). Vielen Dank an Wolfgang Tod für die Meldung!

Update 13:00 – Starker Schneefall

Anbei zwei aktuelle Bilder aus Filzmoos und Abtenau.

Schnee
Schnee in Filzmoos. © Aparthotel Jagdhof
Starker Schneefall
Schnee in Abtenau. © http://sonnleiten.it-wms.com/big_current1.jpg

Update 12:45 – Bad Aussee

Wie viel Schnee derzeit schon im Ausseerland liegt, sieht man eindrücklich auf diesem Bild:

Update 12:30 – Schneemassen

Anbei eine Übersicht der aktuellen Schneehöhen:

  • 125 cm Hochfilzen (962 m; T)
  • 117 cm Spital/Pyhrn (718 m; OÖ)
  • 98 cm Abtenau (709 m; S)
  • 86 cm Pichl (782 m; ST)
  • 83 cm Mooslandl / Hieflau (530 m; ST)
  • 81 cm Hall / Admont (637 m; ST)
  • 80 cm Schröcken (1244 m; V)
  • 70 cm Lofer (622 m; S)
  • 70 cm Windischgarsten (600 m; OÖ)
  • 70 cm Kössen (588 m; T)

Update 12:00 – 5 cm pro Stunde

In den Nordalpen schneit es jetzt verbreitet anhaltend und kräftig, teilweise kommen hier mehrere Zentimeter pro Stunde zusammen. In Kössen gab es letzte Stunde 5 cm Neuschnee, ähnlich stark schneit es derzeit vom Arlberg über das Karwendel bis zum Tennengau.

Viel Schnee im Loferer Land
Schnee in Lofer. © https://www.foto-webcam.eu/

Im Osten Österreichs geht der Schneefall langsam aber sicher in Schneeregen oder Regen über, so wurde die A21 mittlerweile wieder für den Verkehr freigegeben.

Update 11:30 – Verkehrsbehinderungen

Nicht nur auf den Straßen gibt es derzeit Behinderungen: Der Schneefall macht auch der Bahn und dem Flugverkehr zu schaffen, so kommt es derzeit am Flughafen Innsbruck zu massiven Einschränkungen. Neben Verspätungen werden einige Flüge umgeleitet oder gestrichen, Passagiere sollten sich also bereits im Vorfeld bei der jeweiligen Airline erkundigen: Innsbruck-Airport

Flugahfen Innsbruck
Der Flughafen Innsbruck. © https://innsbruck-airport.panomax.com/#

Die Bahnstrecke im Ennstal zwischen Steinach-Irdning und Schladming wurde gesperrt, weiters gibt es auch witterungsbedingte Einschränkungen im Innviertel und im Flachgau: ÖBB Streckeninfos.

Streckeninfo der ÖBB
Aktuelle Streckeninfos. © ÖBB

Update 11:10 – Warnkarte

Die Warnungen in Vorarlberg wurden mittlerweile hochgestuft, da die neuesten Modellläufe mehr Niederschlag berechnen. Anbei die aktuelle Warnkarte:

Höchste Warnstufe vor Schneefall
Schneewarnungen für dieses Wochenende (Stand: Samstag 11 Uhr). © www.uwz.at

Update 11:00 – Schnee im Karwendel

Von Vorarlberg bis zum Wienerwald schneit es verbreitet, die stärksten Niederschlagsraten gibt es aktuell vom Großraum Innsbruck bis zur Pyhrn-Priel-Region. Anbei ein aktuelles Webcambild vom Karwendel:

Starker schneefal in Tirol
Starker Schneefall am großen Ahornboden © https://www.eng.at/webcam/bild1.jpg

Und ein Bild aus Lauffen (Bezirk Gmunden):

Update 10:40 – A21 gesperrt

Durch die winterlichen Verhältnisse gibt es derzeit vermehrt Verkehrsbehinderungen und Staus. Die Wiener Außenring Autobahn wurde mittlerweile zwischen dem Autobahnknoten Steinhäusl und Vösendorf vollständig gesperrt.

Schnee auf der A21
Schnee auf der A21 bei Hochstrass. © ASFINAG

Tiefwinterliche Bedingungen gibt es u.a. auch auf der A9:

Schnee auf der A9 beim Rastplatz Pyhrn-Priel
Die A9 beim Rastplatz Pyhrn-Priel. © ASFINAG

Update 10:20 – Schnee im Westen

Derzeit greift der Schneefall vermehrt auch auf das Tiroler Oberland und Vorarlberg über. Die Modelle haben die Mengen für diese Regionen erhöht, nach neuestem Stand ist somit auch im Ländle vielerorts mit Mengen um 50, in Bregenzerwald auch 80 cm Neuschnee zu rechnen! Nur im Bodenseeraum bleiben die Mengen deutlich geringer.

Anbei ein aktuelles Bild aus Innsbruck:

Update 10:00 – 3,5 m Schnee

Besonders im Dachsteingebiet fällt seit Ende Dezember immer wieder Schnee. Am Loser liegt die Schneehöhe bereits bei 350 cm, das sind 1,5 Meter mehr als noch vor einer Woche. In den kommenden Stunden schneit es hier ergiebig weiter.

Über 3 Meter Schnee
Schneemessstation Loser im Toten Gebirge. © LWD Steieramrk

Update 9:30 – Windspitzen

Der Schneefall ist heute zwar das Hauptthema, allerdings weht auch der Wind zunehmend stark bis stürmisch aus Nordwest. In Wien gibt es derzeit Bedingungen ähnlich zu einem Schneesturm bei Böen zwischen 70 und 80 km/h aus West. Im Gebirge gibt es schwere Sturmböen bis orkanartige Böen.

Windspitzen der letzten Stunde auf den Bergen:

  • 115 km/h Sonnblick
  • 108 km/h Kolomansberg
  • 101 km/h Feuerkogel

Windspitzen der letzten Stunde in den Niederungen:

  • 79 km/h Wien – Hohe Warte
  • 76 km/h Wien – Innere Stadt
  • 76 km/h Wien – Unterlaa
  • 72 km/h Melk
  • 72 km/h Klausen-Leopoldsdorf
  • 68 km/h Langenlebarn
  • 68 km/h St. Pölten
Schneesturm
Schneesturm am Bisamberg. © www.foto-webcam.eu/

Update 9:00 – Schneekettenpflicht

Auf vielen Bergstraßen herrscht bereits Schneekettenpflicht, im Tagesverlauf wird dies auf immer mehr Straßen der Fall sein. Weiters sind auch manche Bergstraßen gesperrt aufgrund der Lawinengefahr:

  • B115 zwischen Präbichl und Hieflau
  • B138 zwischen Liezen und Spital am Pyhrn bzw. Pyhrnpass
  • B146 zwischen Admont und Hieflau
  • B159 zwischen Pass Lueg und Tenneck
  • B164 zwischen Dienten und Mühlbach am Hochkönig bzw. Filzensattel
  • B165 zwischen Gerlospass und Hotel Ronach
  • B198 Lechtalstraße (Verbindung Lech-Warth)

Details: https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/

 

Aktuelle Schneekettenpflicht
Aktuelle Schneekettenpflicht (Stnd Samstag 9 Uhr). © ÖAMTC

Update 8:30 – Radarbild

Wie man am Radar gut sehen kann, fällt an der Alpennordseite bereits verbreitet Schnee. Auch in Vorarlberg und im Tiroler Oberland beginnt es nun vermehrt zu schneien. Im östlichen Flachland handelt es sich streckenweise bereits um Schneeregen, trocken ist es unter Föhneinfluss im äußersten Süden. Der Schneefall wird im Tagesverlauf aber zeitweise auch auf den Norden Osttirols und Kärntens übergreifen.

Aktuelle Radardaten: Radar Österreich

Radarbild von wetter.tv
Aktuelles Radarbild um 8:20 Uhr. © UBIMET / AustroControl

Update 8:15 Uhr – Sperren

Am heutigen Tag ist nicht nur vermehrt mit Straßensperren zu rechnen, auch Schutzhäuser und manche Skilifte müssen aufgrund der großen Schneemengen und großen Lawinengefahr den Betrieb einstellen.


Update 8:00 Uhr – Schneeprognose

Anbei die aktuelle Modellprognose für die kommenden 48 Stunden. Im Osten geht der Schnee bei kräftig bis stürmisch auffrischendem Westwind zunehmend in Schneeregen bzw. Regen über, somit gibt es dort kaum noch Neuschnee. In den Nordalpen schneit es hingegen zunehmend intensiv, hier kommen verbreitet 40 bis 70, lokal auch 100 cm dazu!

Es schneit kräftig bis Montag in den Nordalpen
Aktuelle 48h-Schneeprognose bis Montagmorgen. © UBIMET

Update 7:30 Uhr – 30 cm Neuschnee in OÖ

In der Nacht auf Samstag hat es vom Tiroler Unterland bis zum östlichen Flachland bereits verbreitet geschneit. Anbei die aktuellen Schneehöhen sowie der Neuschnee der letzten 12 Stunden:

Gesamtschnee 12h Neuschnee
Hochfilzen (T) 119 cm 17 cm
Spital/Phyrn (OÖ) 103 cm 34 cm
Abtenau (S) 85 cm 24 cm
Pichl (ST) 84 cm 17 cm
Mooslandl/Hieflau (ST) 76 cm 31 cm
Schröcken (V) 76 cm 0 cm
Hall/Admont (ST) 73 cm 17 cm
Ramsau am Dachstein (ST) 69 cm 0 cm
Schönau an der Enns (OÖ) 66 cm 24 cm

Auch in den Landeshauptstädten liegt an der Alpennordseite Schnee:

  • 14 cm Salzburg
  • 11 cm Wien Hohe warte
  • 9 cm Innsbruck
  • 8 cm Linz
  • 3 cm St. Pölten

Update 7:30 Uhr – Große Lawinengefahr

Derzeit herrscht auf den Bergen vom Tiroler Unterland über Salzburg bis zur nördlichen Obersteiermark bereits große Lawinengefahr (Stufe 4 auf der fünfteiligen Gefahrenskala).  Weitere Infos gibt es bei den zuständigen Lawinenwarndiensten, siehe auch hier: http://www.lawinen.at/

Große Lawinengefahr
Lawinengefahr am Samstag (Stand: 7 Uhr). © http://www.lawinen.at/

Samstag 7:00 Uhr – Übersicht

Am Samstag wird der Schneefall im Bergland zunehmend intensiv, im Osten und später auch im westlichen Donauraum steigt die Schneefallgrenze bei starkem bis stürmischem Westwind allerdings gegen 500 m an. Auch am Sonntag schneit es im Bergland zunächst kräftig, im Tagesverlauf lässt die Intensität aber langsam nach. In Summe schneit es vom Arlberggebiet bis zur nördlichen Obersteiermark ergiebig, hier kommen in den Tälern verbreitet 40 bis 70 cm Neuschnee hinzu, in typischen Nordstaugebieten auch ein Meter frischer Pulverschnee. Besonders ab dem Nachmittag ist mit massiven Verkehrsbehinderungen zu rechnen!

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag.

Auf den Bergen weht starker bis stürmischer Nordwind, somit gibt es hier teils erhebliche Schneeverwehungen. Die Lawinengefahr steigt somit weiter an, am Sonntag drohen sogar sehr große Lawinen! In den Bergen ist mit zahlreichen Straßensperren zu rechnen.

Titelbild: © shutterstock.com

Ergiebiger Schneefall am Wochenende: 1 Meter Neuschnee in 24 Stunden

Ergiebiger Schneefall

Europa liegt seit Ende Dezember unter dem Einfluss einer blockierten Wetterlage: Ein umfangreiches Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln hält atlantische Tiefdruckgebiete mit milder Luft von Mitteleuropa fern, somit gelangen derzeit ungehindert feuchtkalte Luftmassen aus Nordeuropa in den Alpenraum. In den Staulagen vom Arlberg bis zum Dachsteingebiet kommt am Wochenende selbst in den Tälern bis zu 1 Meter Neuschnee dazu, auf den Bergen sogar bis zu 2 Meter. Aufgrund des starken bis stürmischen Nordwinds gibt es dort massive Schneeverfrachtungen, somit herrscht gebietsweise bereits jetzt große Lawinengefahr.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Samstag. © UBIMET / NCEP

Warmfront bringt Starkschneefall

Am Freitag wird der Schneefall an der Alpennordseite wieder stärker und mit Ankunft einer Warmfront greift dieser in den Abendstunden auch auf den Osten über. Auch in Wien muss man am Abend und in der Nacht also vorübergehend mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen. Am Samstag wird der Schneefall im Bergland zunehmend intensiv, im Osten und später auch im westlichen Donauraum steigt die Schneefallgrenze bei starkem bis stürmischem Westwind allerdings gegen 500 m an. Auch am Sonntag schneit es im Bergland zunächst kräftig, im Tagesverlauf lässt die Intensität aber langsam nach. In Summe schneit es vom Arlberggebiet bis zur nördlichen Obersteiermark ergiebig, hier kommen in den Tälern verbreitet 40 bis 70 cm Neuschnee hinzu, in typischen Nordstaugebieten auch ein Meter frischer Pulverschnee.

In den Alpen fällt ergiebiger Neuschnee
Die Neuschneeprognose von Freitag bis Montag. © UBIMET

Große Lawinengefahr

Auf den Bergen weht stets starker bis stürmischer Nordwind, somit gibt es hier teils erhebliche Schneeverwehungen. Derzeit herrscht auf den Bergen Salzburgs und der nördlichen Obersteiermark bereits große Lawinengefahr (Stufe 4 auf der fünfteiligen Gefahrenskala). Die Kombination aus Neuschneemassen und Wind verschärft die Lawinengefahr zusätzlich, am Wochenende drohen sogar sehr große Lawinen, weshalb in den Bergen mit zahlreichen Straßensperren zu rechnen ist.

Es herrscht Lawinenstufe 4
Lawinenlage am Freitag (rot = große Lawinengefahr) . © http://www.lawinen.at/

Weiterer Schnee in Sicht

Kommende Woche verbleiben wir im Einflussbereich einer nördlichen Höhenströmung, somit ist weiterer Neuschnee in Sicht. Aus heutiger Sicht fallen die Mengen aber nicht mehr ganz so ergiebig aus, somit zeichnet sich eine langsame Entspannung ab.

Große Lawinengefahr am Wochenende

Sturm und große Neuschneemengen lassen Lawinengefahr ansteigen.

Aktuelle Lage

Werfen wir als erstes einen Blick auf die heutige Lawinensituation, die wir mal schematisch hier für euch dargestellt haben:

Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.
Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.

Besonders angespannt ist die Lawinensituation schon in den Nordalpen, die zweithöchste Warnstufe gilt derzeit im Arlberggebiet, den Lechtaler Alpen, der Verwallgruppe (alle Tirol) sowie von den Hohen Tauern und dem Hochkönig bis zum Hochschwab. Stufe 3 ist aber verbreitet in den Alpen gültig.

Viel Neuschnee

Wir erwarten, dass die Lawinengefahr am Wochenende praktisch in den ganzen Nordalpen auf Stufe 4 von 5 hochgestuft wird, besonders zwischen dem Karwendel und dem Mariazellerland dürfte sogar die höchste Warnstufe zumindest lokal ausgerufen werden! Bei diesen Warnstufen bedarf es nicht einmal mehr einen Wintersportler zur Lawinenauslöse, d.h. die Lawinen lösen sich spontan ohne Fremdeinwirkung.

Hauptgrund der ansteigenden Gefahr sind die zu erwartenden massiven Neuschneemengen, die ihr hier auf der Karte sehen könnt:

Massig Neuschnee in den Nordalpen!
Massig Neuschnee in den Nordalpen!

Am meisten Neuschnee kommt bis zum Ende des Ereignisses am Montag in den Nordalpen vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland zusammen, hier sind selbst in den Tälern 30 bis 50 cm zu erwarten. Noch mehr schneit es vom Karwendel bis zum Hochschwab, 50 bis 100 cm können hier zusammenkommen. In exponierten Orten (z.B. Hochfilzen, Maria Alm, Filzmoos, Bad Aussee) ist auch mehr als 1 Meter Neuschnee möglich!

Stürmischer Wind

Bekanntlich ist der Wind „der Baumeister der Lawinen“. Das ganze Wochenende hindurch weht auf den Bergen stürmischer Nord- bis Nordwestwind mit Böen durchaus zwischen 80 und 100 km/h. Dieser sorgt für massive Schneeverfrachtungen in freien Lagen und generell eben auf den Alpengipfeln!

Stets am besten informiert bleibt ihr auf den Websites der Lawinenwarndiensten. Dort findet man täglich aktualisiert den Lawinenlagebericht für das jeweilige Bundesland mit den Einschätzungen der Experten.

Links Lawinenwarndienste:

 

Quelle Titelbild: pixabay

Nicht alltäglich: Gewitter zum Jahresauftakt

Gewitter über Wien vergangene Nacht.

Die Gewittersaison 2019 startete früh, denn schon gestern am 01. Jänner zogen die ersten Gewitter abends über Österreich hinweg. Schuld daran war eine kräftige Kaltfront, die in den Abendstunden von Bayern und Tschechien her durchzog. Dabei blitzte und donnerte es vor allem im Flachgau, im Alpenvorland Oberösterreichs sowie im östlichen Flachland. In Wien beispielsweise sorgten Böen bis zu 80 km/h, kräftiger Graupel und ein Temperaturrückgang um 3 Grad in nur 20 Minuten für einen ruppigen Abend.

Erforderliche Zutaten

Doch wie kann es nun im tiefsten Winter bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zu Gewittern kommen? Die absolute Temperatur ist dabei nicht entscheidend, sondern unter anderem der vertikale Temperaturgradient. Dabei schaut man sich den Unterschied der Temperaturen zwischen dem Boden und in höheren Luftschichten an. Gestern sorgten sehr tiefe Temperaturen in der Höhe für eine labile Schichtung der Atmosphäre. Darüber hinaus nahm der Wind mit der Höhe stark zu (Stichwort: Windscherung), fertig waren die Bedingungen für nächtliche Gewitter im Jänner.

Ungewöhnliche Zeit

Dennoch sind Gewitter im Winterhalbjahr eine Ausnahme und in ihrer Häufigkeit sowie Intensität nicht mit jenen im Sommer zu vergleichen. Dies wird besonders deutlich, wenn man sich in den Landeshauptstädten die Tage mit Gewitter im Winter (Dezember, Jänner, Februar) bzw. im Sommer (Juni, Juli, August) im langjährigen Mittel (von 1971 bis 2000) anschaut.

Landeshauptstadt Tage mit Gewitter im Winter Tage mit Gewitter im Sommer
Wien 2 19
St. Pölten <1 16
Eisenstadt <1 12-13
Linz 1 11
Graz <1 29-30
Klagenfurt 1 31
Salzburg 3-4 25
Innsbruck <1 24
Bregenz 1-2 22

 

Quelle Titelbild: pixabay

Kaltfront leitet tiefwinterliche Wetterphase ein

Mehr Schnee für die Nordalpen

In der Nacht erreicht die Kaltfront von Tief ZEETJE die Alpen. Sie bringt nicht nur deutlich kältere Luft zu den Alpen, sondern auch reichlich Neuschnee an die Alpennordseite. Von Vorarlberg bis ins Mostviertel kommen verbreitet 15 bis 30 cm Neuschnee zusammen, selbst im Rhein- oder Inntal sind einige Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Die Kaltluft ist labil geschichtet, somit sind am Mittwoch tagsüber auch einzelne Wintergewitter möglich. Zudem weht verbreitet kräftiger bis stürmischer Nordwestwind.

Stabile Wetterkonstellation

Auch in den kommenden Tagen bleibt uns das kalte und windige Winterwetter erhalten und an der Alpennordseite wächst die Schneedecke an. Grund dafür ist die großräumige Wetterkonstellation:

Nordwetterlage
Nordwetterlage © UBIMET

Hoch ANGELA etabliert sich über den Britischen Inseln. An deren Vorderseite wird milde Atlantikluft nach Island geführt und dafür arktische Kaltluft direkt aus Norden gegen die Alpen. Die feucht-kalten Luftmassen stauen sich an den Alpen und führen zu kräftigen Schneefall. Diese Großwetterlage bleibt uns ein paar Tage erhalten.

Am Wochenende große Neuschneemengen

Mit Herannahen einer Warmfront aus Norden setzt Freitagabend entlang der gesamten Alpennordseite Schneefall ein. Am Samstag schneit es dann in den Nordalpen ergiebig. Nördlich der Alpen kommt stürmischer Westwind auf, sodass hier der Schneefall unterhalb von rund 500 m vorübergehend wieder in Regen übergeht. Auch am Sonntag hält der Schneefall im Nordalpenbereich an, dabei schneit es wieder bis in tiefe Lagen. Der Schwerpunkt verlagert sich tagsüber aber immer mehr in den Westen.

In den Tallagen sind verbreitet 50 bis 100 cm Neuschnee zu erwarten, besonders betroffen sind davon:

  • Tiroler Unterland
  • Pinzgau, Pongau und vor allem Tennengau
  • Salzkammergut
  • Eisenwurzen und Gesäuse

Die Kombination aus Neuschnee und stürmischem Wind verschärft die Lawinengefahr sukzessive, am Wochenende sind in disen neuschneereichen Regionen Straßensperren zu befürchten!

Während des gesamten Schneefallereignisses geht der äußerste Süden weitgehend leer aus, hier ziehen höchstens einzelne Schneeschauer durch.

Titelbild: visualhunt.com

Bis zu 1 Meter Schnee in den Nordalpen

Schneefall im Westen

Mitteleuropa liegt aktuell zwischen einem mächtigen Hoch über dem Ostatlantik und reger Tiefdrucktätigkeit über Nordosteuropa. Mit der resultierenden nördlichen Höhenströmung gelangen dabei schubweise feuchte Luftmassen von der Nordsee in den Alpenraum, welche sich an den Alpen stauen und für teils anhaltenden Regen und Schneefall sorgen.

Eine Nordstaulage in den Alpen
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Sonntag. © UBIMET / NCEP
Viel Schnee auf den Bergen im Pinzgau.
Viel Schnee auf den Bergen im Pinzgau.

50 cm Neuschnee

Während die Luft im Flachland zu mild für Schneefall ist, kommen auf den Bergen sowie in inneralpinen Tallagen große Neuschneemengen zusammen. So gab es seit Samstagnacht zwischen den Kitzbüheler Alpen und dem Dachstein bereits Mengen um 50 cm (Update: 31.12., 14 Uhr):

  • 54 cm Hochfilzen
  • 44 cm Ramsau am Dachstein
  • 35 cm Spital am Pyhrn
  • 27 cm Saalbach
  • 23 cm Seefeld in Tirol
  • 21 cm Radstadt
  • 19 cm Bischofshofen
  • 19 cm Krimml
  • 15 cm Windischgarsten
  • 15 cm Hall / Admont
Schnee im Ausseerland. © Hagan Lodge
Schneefall im Ausseerland. © Hagan Lodge

Am Sonntag setzt sich bei auflebendem Nordwestwind vorübergehend etwas mildere Luft in den Tallagen durch, somit steigt die Schneefallgrenze gegen 800 m an. In der Nacht auf Montag lässt der Wind aber wieder nach und mit Ankunft einer weiteren Front sinkt die Schneefallgrenze je nach Niederschlagsintensität wieder gegen 700 bis 400 m ab.

In den Alpen fällt viel Neuschnee
Schneeprognose bis Neujahr. © UBIMET

Noch mehr Schnee

Zu Silvester fällt von Vorarlberg bis zur Obersteiermark und dem Mostviertel von Beginn an teils kräftiger Regen und Schnee. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 400 und 700 m. Auf den Bergen kommt nochmals teils mehr als ein halber Meter Neuschnee zusammen, im Dachsteingebiet auch 1 Meter. Die Lawinengefahr steigt somit an!

1 Meter Schnee nehr der Loserhütte im Toten Gebirge
1 Meter Schnee nahe der Loserhütte im Toten Gebirge. © LWD Steiermark
Neuschnee auch im nördlichen Osttirol
Neuschnee auch im nördlichen Osttirol. © foto-webcam.eu

Am Nachmittag lässt der Niederschlag im äußersten Westen langsam nach, von Salzburg ostwärts bleibt es hingegen auch in der Silvesternacht noch nass. Die Schneefallgrenze steigt aber neuerlich gegen 700 bis 900 m an.

Unwetterbilanz 2018: Sturm, Hochwasser und schwere Gewitter

Vermurungen sind durch den Starkregen zu befürchten

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der von UBIMET verschickten Warnmeldungen für Starkregen, Sturm, Starkschneefall, Glatteisregen und Gewitter etwa um ein Drittel abgenommen. Die meisten Warnungen gab es in den Gewittermonaten von Mai bis September, der ruhigste Monat war dagegen der November. Viele Warnungen vor Sturm und Schneefall wurden im Jänner ausgegeben, so erreichte die Lawinengefahr im Westen am 22.1. sogar die höchsten Stufe 5. Von den knapp 13 Millionen Warnmeldungen entfielen mehr als die Hälfte auf Gewitter:

  • 64 % Gewitter
  • 13 % Sturm
  • 11 % Schneefall
  • 6 % Starkregen
  • 6 % Gefrierender Regen

Gewitter sind die häufigste Uwetterart in Österreich: In Summe entluden sich heuer fast 1,5 Millionen Blitze. Neben der Blitzschlaggefahr gibt es dabei je nach Wetterlage sehr unterschiedliche Risiken: Bei ortsfesten Gewittern besteht hauptsächlich die Gefahr von Sturzfluten und Vermurungen, bei ziehenden Gewittern kommt es hingegen häufiger zu Sturm und Hagel.

Sturm BURGLIND

Am 3. Jänner zog der Tiefkern von Sturm BURGLIND von Schottland über die Nordsee zur Ostsee. Besonders betroffen vom Sturm waren der Südwesten Deutschlands, Teile Frankreichs, die Schweiz und der Westen Österreichs. Auf den Bergen gab es verbreitet Orkanböen, so wurden am Feldberg im Schwarzwald bis zu 217 km/h gemessen, in den Tallagen gab es wie etwa in Tannheim bis zu 115 km/h. Die größten Waldschäden wurden mit rund 1,3 Millionen Kubikmeter Fallholz in der Schweiz verzeichnet, aber auch im Westen Österreichs fielen unzählige Bäume dem Sturm zum Opfer.

VAIA brachte Sturm und Hochwasser

Die außerordentlichste Wetterlage des Jahres gab es vom 28. bis zum 30. Oktober, als Sturmtief VAIA von Norditalien unter Verstärkung über die Alpen zog. Die stärkste gemessene Windböe im Flachland wurde mit 130 km/h in Ferlach registriert, aber auch in den Nordalpen tobte ein schwerer Föhnsturm, der für zahlreiche Schäden wie etwa an der Festung Hohensalzburg sorgte. Im Gebirge gab es sogar Spitzenwerte um 200 km/h. In Osttirol und Oberkärnten regnete es zudem ergiebig: Am Plöckenpass prasselten in nur drei Tagen knapp über 600 Liter pro Quadratmeter vom Himmel, das entspricht knapp dem mittleren Jahresniederschlags Wiens. Die Wassermassen sorgten für Überschwemmungen und Vermurungen, zudem verzeichneten die Flüsse in Oberkärnten ein schweres Hochwasser: In Flattach erreichte die Möll fast die 100-jährige Hochwassermarke und in Waidegg gab es einen Dammbruch der Gail.

Der Presseggersee verzeichnet Hochwasser
Tief VAIA sorgte auch am Pressegger See für Hochwasser. © presseggersee.it-wms.com/

Gewitter mit Starkregen

Durch den außergewöhnlich langen Sommer ging die Gewittersaison heuer bereits im April los. Besonders der Juni war durch zahlreiche Unwetterlagen geprägt: Ortsfeste Gewitter sorgten vor allem im östlichen Berg- und Hügelland nahezu täglich für kleinräumige Überschwemmungen und Vermurungen. Besonders unwetterträchtig war der 12. Juni, als der Bezirk Neunkirchen zum Katastrophengebiet erklärt wurde. Eine Gewitterlinie sorgte an diesem Tag zudem auch für orkanartige Böen von bis zu 112 km/h in Graz, wo ein umgestürzter Baum ein Todesopfer forderte.

Knapp 50 Grad: Hitzewelle hält Australien fest im Griff

Große Hitze in Australien

Während in Europa die Wintersonnenwende die längste Nacht des Jahres bringt, gibt es in Australien den längsten Tag. Der Hochsommer steht zwar noch bevor, bereits jetzt hat Australien aber mit großer Hitze und zunehmender Buschfeuergefahr zu kämpfen.

Bis zu 50 Grad

Besonders heiß war es in den letzten Tagen im nördlichen Bereich der Westküste Australiens sowie recht verbreitet im Landesinneren. Die 50-Grad-Marke wurde im Bundesstaat Westaustralien am Donnerstag nur knapp verfehlt.

  • 49,3 Grad Marble Bar, WA
  • 49,2 Grad Onslow Airport, WA
  • 49,0 Grad Roebourne , WA
  • 47,8 Grad Mardie, WA
  • 47,5 Grad Telfer, WA

Der Temperaturwert von Marble Bar stellt einen neuen Stationsrekord in der über 100-jährigen Messgeschichte dar. In Tennant Creek (Northern Territory) wurden am Freitag zudem schon zum 25. Mal in diesem Monat die 40-Grad-Marke übertroffen. Der bisherige Rekord wurde im 1972 mit 16 Tagen aufgestellt. Auch in den Großstädten gab es allerdings sehr hohe Temperaturen:

  • 43,8 Grad Adelaide
  • 39,9 Grad Melbourne Airport
  • 37,5 Grad Melbourne Olympic Park
  • 36,6 Grad Canberra
  • 32,5 Grad Sydney Airport

Anhaltende Hitze

In den kommenden Tagen wird es zwar nicht mehr ganz so heiß, besonders im Westen und im Landesinneren sind aber weiterhin Tageshöchstwerte um oder oberhalb der 40-Grad-Marke zu erwarten.

Blitzreport 2018: Knapp 1,5 Millionen Blitze in Österreich

Kräftiges Gewitter mit Blitz und Donner.

Das Jahr 2018 brachte bereits ab April zahlreiche Gewitterlagen, das Rekordjahr bleibt aber 2017 mit etwa 2 Mio. Blitzentladungen. Das blitzreichste Bundesland war einmal mehr die Steiermark und die Blitzhauptstadt bleibt mit einer Blitzdichte pro Quadratkilometer von 49,2 Graz. Aber auch in Wien und im Burgenland gab es heuer eine hohe Blitzaktivität.

Früher Saisonbeginn

Insgesamt registrierte das Blitzmessnetz von UBIMET seit Jahresbeginn in ganz Österreich exakt 1.409.755 Blitze. Allein in den drei Sommermonaten wurden 930.073 Blitze detektiert, was gegenüber den rund 1,8 Millionen Entladungen des Blitzrekordsommers 2017 allerdings eine Halbierung darstellt. Dieser Wert entspricht relativ genau dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Gewittersaison war heuer allerdings außerordentlich lang, so gab es bereits im April und Mai ausgeprägte Gewitterlagen, während die Blitzaktivität im Juli und August meist unterdurchschnittlich ausfiel.

Im Süden und Osten gab es viele Blitze und Gewitter
Blitzdichte im Jahr 2018. © UBIMET
  • Mai 329.891 Blitze
  • Juni 447.746 Blitze
  • Juli 173.441 Blitze
  • August 308.886 Blitze

Weitere Details zu den drei Sommermonaten gibt es hier: 930.073 Blitze im Sommer 2018.

Blitzhotspot Steiermark

Mit exakt 474.557 Blitzen führt die Steiermark das Bundesländer-Ranking an. Das entspricht rund einem Drittel aller in Österreich registrierten Blitze. Graz avancierte zudem erneut zur Blitzhauptstadt unter den Landeshauptstädten: In diesem Sommer gab es mit 6.303 Entladungen zwar weniger Blitze als in Wien, die Blitzdichte stellt mit 49,2 Blitzen pro Quadratkilometer aber den Spitzenwert unter allen Landeshauptstädten dar.

Steiermark 474.557 28,9 Blitze/km²
Burgenland 112.826 28,5 Blitze/km²
Wien 9.744 23,5 Blitze/km²
Niederösterreich 297.281 15,5 Blitze/km²
Oberösterreich 178.298 14,9 Blitze/km²
Kärnten 127.934 13,4 Blitze/km²
Vorarlberg 31.671 12,1 Blitze/km²
Salzburg 82.516 11,5 Blitze/km²
Tirol 94.928 7,5 Blitze/km²
Österreich 1.409.755 16,8 Blitze/km²

 

Weiz blitzreichster Bezirk

Wenig überraschend liegt auch der blitzreichste Bezirk mit Weiz in der Steiermark, ebenso wie die blitzträchtigste Gemeinde mit dem Wallfahrtsort Mariazell. Der stärkste Blitz im Bundesgebiet wurde mit 363 Kiloampere in Übelbach (Graz-Umgebung) am 23. April gemessen. In Sekundenbruchteilen entlud sich dabei 25.000 Mal mehr Energie, als über eine haushaltsübliche Steckdose verfügbar ist.

Stärkster Blitz pro Bundesland

  • 363,4 kA in Übelbach (Steiermark) am 23.4.
  • 342,4 kA in Piberbach (Oberösterreich) am 24.5.
  • 325,9 kA in Mittelberg (Vorarlberg) am 20.7.
  • 323,5 kA in Waidhofen an der Ybbs (Niederösterreich) am 23.5.
  • 301,4 kA in Ritzing (Burgenland) am 9.6.
  • 290,9 kA in Faistenau (Salzburg) am 14.5.
  • 289,4 kA in Zams (Tirol) am 14.5.
  • 287,8 kA in Lesachtal (Kärnten) am 27.5.
  • 165,9 kA in Donaustadt (Wien) am 2.5.

Erhebliche Lawinengefahr

Beispielbild eines Schneebretts @ https://pixabay.com/de/users/hans-2/

Verbreitet hat es an der Alpennordseite oberhalb von rund 2000 m in den letzten Tagen kräftig geschneit, lokal gab es bis zu einem Meter Neuschnee. Dazu wehte ein kräftiger Wind. Dies hatte mächtige Triebschneeansammlungen zur Folge, welche sich nur langsam mit der Altschneedecke verbinden. Durch die fehlende Verbindung zwischen beiden Schichten können sich Schneebretter aktuell schon bei geringer Zusatzbelastung lösen, etwa durch Wintersportler. Entsprechend warnen die Lawinenwarnstellen der Bundesländer derzeitig mehrheitlich mit der Stufe 3 von 5 (erheblich) für Gebiete oberhalb der Waldgrenze, in der Obersteiermark gar mit Stufe 4 (groß).

 

Lawinenlagebericht Vorarlberg vom 25.12.2018 @ https://warnung.vorarlberg.at
Lawinenlagebericht Vorarlberg vom 25.12.2018 @ https://warnung.vorarlberg.at

 

Unterhalb der Waldgrenze geht die Gefahr eher von Gleitschneelawinen aus und ist mit Stufe 2 (mäßig) auch nicht ganz so hoch. Generell wird erwartet, dass sich die Schneedecke in den nächsten Tagen festigt und die Lawinengefahr bereits ab dem Stefanitag etwas nachlässt.  Von Wintersport abseits gesicherter Pisten wird abgeraten.

 

 

Titelbild: @ https://pixabay.com/de/users/hans-2/

Schnee, Starkregen, Sturm … Turbulenter Heiligabend

Zillertaler Alpen an Heiligabend.

Eine kräftige Warmfront hat Österreich in den vergangenen 24 Stunden jede Menge Regen gebracht, wie man gut auf der folgenden Karte erkennen kann.  Vor allem von Vorarlberg bis ins Mostviertel sind große Regenmengen zusammengekommen, 40 bis 60 l/m² waren es hier verbreitet.Kräftiger Regen an der Alpennordseite.

Kräftiger Regen an der Alpennordseite.Punktuell hat es natürlich noch mehr geschüttet (Schnee fiel vergangene Nacht nur oberhalb von 1800 m), hier die Top 5 der nassesten Orte des Landes seit gestern Mittag:

  1. Warth (VBG) 104 l/m²
  2. Schröcken (VBG) 88 l/m²
  3. Sulzberg (VBG) 86 l/m²
  4. Tannheim (TIR) 78 l/m²
  5. Dalaas (VBG) 77 l/m²

Eisschrank Kärnten

Während es nördlich des Hauptkamms bis weit hinauf geregnet hat und sogar Gewitter durchzogen, hielt sich v.a. in Kärnten noch frostige Luft. Hier kam auch etwas Niederschlag an, dieser fiel aber als gefährlicher gefrierender Regen. Betroffen waren in den Morgenstunden nahezu ganz Unter- und Mittelkärnten. So hatte es in der Früh zum Beispiel in Ferlach -4 Grad, auf vergleichbarer Höhe in Nordtirol dagegen +8 Grad!

Sturm bis Tempo 150

Mit dem Tief, das nördlich an uns vorbeigezogen ist, kam auch stürmischer West- bis Nordwestwind auf. Stolze 155 km/h wurden auf dem Feuerkogel gemessen, im Flachland hatte Salzburg mit 94 km/h die Nase vorne. Hier eine Übersicht der Spitzenböen seit gestern:

Stürmisch nicht nur auf den Bergen.
Stürmisch nicht nur auf den Bergen.

Gegen Ende des Niederschlags hat es abgekühlt, sodass pünktlich zur Bescherung heute Abend da und dort noch eine weiße Überraschung zusammenkam. Für richtig winterliche Verhältnisse muss man aber hoch hinaus, so z.B. nach Lech am Arlberg:

Verschneite Landschaft nach Regen.
Verschneite Landschaft nach Regen.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/

Am Heiligen Abend ein wenig Neuschnee in den Nordalpen

Schnee zu Weihnachten

Gerade die Prognose für den Heiligen Abend war in den vergangenen Tagen größeren Schwankungen unterlegen, doch nun steht der genaue Ablauf fest. Und ganz so unwinterlich wie befürchtet wird es gar nicht, zumindest in den Nordalpen.

Kaltfront am Vormittag

In den kommenden Stunden erreicht uns die Warmfront von Tief TETE, das derzeit noch über England liegt. Dabei staut sich die feuchte Atlantikluft an den Alpen und es kommt zu Starkregen. Montagfrüh befindet sich das Tief dann schon östlich von Österreich und die kräftige Kaltfront erreicht die Alpen. Im Zuge der Kaltfront sind auch Blitz und Donner möglich und vorübergehend frischt kräftiger bis stürmischer Nordwestwind auf. Die Schneefallgrenze sinkt rasch bis in die Täler, allerdings klingt der Niederschlag dann auch bald ab.

Im Süden bringt die Kaltfront nur wenig Regen, allerdings frischt anschließend kräftiger bis stürmischer Nordföhn auf. Damit werden hier die Kaltluftseen ausgeräumt und es wird mitunter sogar milder als zuvor.

Schneeschauer im Nordstau

Nach der Kaltfront stauen sich in den Nordalpen noch ein paar Schneeschauer, von Ost nach West kann sich oberhalb von 400 bis 800 m eine dünne Schneedecke ausbilden. In kräftigeren Schauerstraßen sind in höheren Lagen bis zum Weihnachtsabend bis zu 10 cm Neuschnee möglich.

Auf dem Weg zur Christmette sind dann selbst in Linz, St. Pölten oder Wien ein paar Schneeflocken möglich. In der Stadt Salzburg kann sich mitunter sogar ein hauchdünne Schneedecke ausbilden.

Titelbild: visualhunt.com

Starkregen an der Alpennordseite mit bis zu 100 l/m²

Regnerische Weihnachten

Bereits am Samstag regnete es an der Alpennordseite verbreitet. Mit dem kräftigen bis stürmischen Westwind lag der Regenschwerpunkt tagsüber im Mühlviertel. Hier fielen teils über 30 l/m² Regen.

Regenmengen bis Samstag 14 Uhr
Regenmengen bis Samstag 14 Uhr

Im Leeschatten der Alpen blieb es im Süden dagegen trocken und sonnig. In der Nacht zum Sonntag verlagert sich der Regenschwerpunkt an die Nordseite der Alpen, vom Tennengau bis zum Mariazellerland sind verbreitet 30 bis 40 l/m² zu erwarten. Die Schneefallgrenze sinkt dabei wieder gegen 1000 m.

Tief TETE bringt viel Regen

Nach einer kurzen Regenpause am Sonntag tagsüber setzt am Sonntagnachmittag von Westen her wieder kräftiger Regen ein. Grund dafür ist die Warmfront des Tiefs TETE über dem Ärmelkanal. In der Nacht bleibt die Warmfront aufgrund einer Verwellung stationär an der Alpennordseite hängen, bevor sie am Montag kaltaktiv wird und der Starkregen von Osten her abklingt.

Regenmengen von Sonntag- bis Montagnachmittag
Regenmengen von Sonntag- bis Montagnachmittag

Dabei regnet es von Vorarlberg bis ins Salzkammergut über Stunden hinweg intensiv, sodass hier innerhalb von 24 Stunden verbreitet 50 bis 80 l/m² fallen, in Staulagen sind bis zu 100 l/m² möglich. Lokale Überflutungen können bei so großen Mengen nicht ausgeschlossen werden!

Warnkarte für den Starkregen am Sonntag und Montag
Warnkarte für den Starkregen am Sonntag und Montag

Viel Schnee im Hochgebirge

Schnee ist aufgrund der milden Atlantikluft nur oberhalb von 1500 bis 1900 m ein Thema. Im Hochgebirge kommt gut 1 Meter Neuschnee  hinzu. Erst im Laufe des Montags kühlt es merklich ab und die Schneefallgrenze sinkt bis in höhere Tallagen. Allerdings klingt dann auch rasch der Niederschlag ab, nur mancherorts kann sich oberhalb von 600 bis 900 m noch eine dünne Schneedecke ausbilden.

Titelbild: pixabay.com

Tief STINA bringt stürmischen Wind und bis zu 15 Grad

Am wird es gebietsweise stürmisch

Das Randtief STINA zieht in diesen Stunden über den Norden Deutschlands hinweg und sorgt dabei am Alpenrand vom Bodensee bis zum Innviertel für teils kräftig auffrischenden Südwestwind. Vom Zentralraum ostwärts halten sich vorerst noch kalte Luftmassen, im Laufe der Nacht auf Samstag setzt sich aber auch hier allmählich der Westwind durch, somit steigen die Temperaturen kontinuierlich an.

Das Tief STINA am Samstagmorgen
Das Tief STINA führt am Samstag milde Luft vom Atlantik ins Land. © UBIMET / NCEP

Stürmischer Samstag

Am Samstag geht es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich unbeständig weiter, hier ziehen tagsüber wiederholt Regenschauer durch. Die Schneefallgrenze sinkt dabei von 2000 gegen 1500 m. Der Wind frischt vom Bodensee über Oberösterreich bis zum Nordburgenland verbreitet kräftig mit stürmischen Böen aus West auf: An der Alpennordseite gibt es Windspitzen zwischen 60 und 80 km/h, am Alpenostrand örtlich auch 90 km/h. Auf exponierten Berggipfeln gibt es Orkanböen.

An der Alpennordseite gibt es Sturm
Modellprognose der Windspitzen am Samstag. © UBIMET

Zweistellige Höchstwerte

An der Alpennordseite wird am Samstag vielerorts die  10-Grad-Marke geknackt, im südlichen Wiener Becken gibt es sogar Höchstwerte bis zu 15  Grad! Im Süden und Südosten des Landes scheint zwar zeitweise die Sonne, bei windschwachen Bedingungen bleiben die Temperaturen allerdings gedämpft, so gibt es im Klagenfurter Becken nur Höchstwerte knapp oberhalb des Gefrierpunkts.