Am Sonntag heftige Gewitter in Österreich

Unwettergefahr Shelf Cloud

+++Update 20:15 Uhr+++

Jetzt wird es langsam wieder interessant für Wien!

In diesem Moment genau über St. Pölten zieht die sich in Niederösterreich gebildete Linie nun weiter nach Nordosten. In deren Vorfeld ist mit stürmischen Böen zu rechnen!

+++Update 20:00 Uhr+++

Sage und Schreibe über 81.000 Blitzentladungen wurden heute schon in Oberösterreich detektiert.

 

Anhand des Blitzverlaufes der letzten 3 Stunden lässt sich auch gut erkennen, dass sich die Gewitter zu zusammenhängenden Clustern verbunden haben,

und dabei nicht nur Hagel brachten, sondern auch für Sturmböen sorgten:

+++Update 19:30 Uhr+++

Weitere beeindruckende Bilder nun von dem Gewittercluster aus Oberösterreich – Quelle: Stormscience Austria

Zu sehen ist die Böenfront, die zB. in Kremsmünster für 108 km/h Sturmböen sorgte.

+++Update 19:20 Uhr+++

Sehr kräftige Neuentwicklung nun im Mariazellerland (weißer Kreis)!

Passen Sie dort entsprechend auf, denn auch hier kann es hageln!
Eine weitere Neuentwicklung deutet sich nun nördlich von Wien an. Auch diese gilt es in den kommenden Minuten zu beobachten!

Radarbild

+++Update 19:10 Uhr+++

VORSICHT nun im nördlichen Waldviertel!

In den kommenden Minuten wird die weiterhin sehr kräftige Gewitterlinie auch das nördliche Waldviertel erreichen. Stellen Sie sich auch dort auf Sturmböen und Hagel ein!

Blitzverlauf

+++Update 19:00 Uhr+++

Stormchaser sind für diensthabende Meteorologen immer sehr wichtig, weil sie uns mit Bilder und Einschätzungen von den Gewittern live vor Ort versorgen. Eine erste Auswahl wollen wir auch mit euch teilen:

Folgende Bilder stammen von Oed bei Amstetten und zeigen die aufziehende Gewitterfront:

Quelle: Klaus Rockenbauer
Quelle: Klaus Rockenbauer
Quelle: Klaus Rockenbauer

+++Update 18:40 Uhr+++

ERHÖHTE VORSICHT jetzt im Mühlviertel!

Im Zuge der sehr kräftigen Gewitterlinien in Oberösterreich ist mit teils schweren Sturmböen und weiterhin auch mit Hagel und Starkregen zu rechnen! Seien Sie vorsichtig!

Kremsmünster meldete zB. 108 km/h, Bad Zell 104 km/h und selbst an der durch die Bebauung etwas geschützten Station in Linz wurden 80 km/h gemessen:

Windböen der letzten 3 Stunden

+++Update 18:25 Uhr+++

England, Frankreich, Benelux, Dänemark, Polen, Tschechien, Deutschland, Schweiz, Italien und besonders Österreich haben derzeit eines gemeinsam: Es gewittert – und das teilweise sehr kräftig!

Blitzverlauf

Beeindruckende, in den Folgen aber gleichermaßen unschöne Bilder erreichen uns zB. aus Bayern:

Oder aus der Schweiz:

Eines sollte man aber tunlichst vermeiden: sich bei aufziehenden Gewittern noch im Freien oder gar auf dem Wasser aufhalten, so wie die Bootsfahrer hier in Berlin kurz vor Eintreffen eines Gewitters!

+++Update 18:05 Uhr+++

ERHÖHTE VORSICHT in Oberösterreich!

Nicht nur in Linz, sondern eigentlich in ganz Oberösterreich ist nun erhöhte Vorsicht geboten! Eine sehr kräftige Gewitterlinie hat sich dort gebildet und zieht weiter nach Nordosten. Hauptgefahren sind Sturmböen, Hagel und Starkregen!

Bringen Sie draußen lose und leichte Gegenstände in Sicherheit und begeben Sie sich selbst in eine geschützte Umgebung, wie etwa das Haus oder das Auto!

Blitzverlauf

+++Update 17:45 Uhr+++

Erst nach Mitternacht sind die letzten Gewitter von gestern aus Niederösterreich und dem Burgenland abgezogen und schon ziehen wieder sehr kräftige Gewitter durch:

 

+++Update 17:15 Uhr+++

VORSICHT im Wechselgebiet!

Das kräftigste Gewitter samt größerem Hagel befindet sich derzeit südöstlich von Mürzzuschlag und zieht nun weiter nach Kirchberg am Wechsel (schwarzer Kreis)!
Aber auch die anderen Gewitter in Österreich sind nicht zu unterschätzen, vielmehr ebenso sehr kräftig! So muss man sich im Hausruckviertel auf kleineren Hagel, aber auch Sturmböen einstellen – Altmünster meldete eben 83 km/h Windböen! Seien Sie vorsichtig!

Radarbild

+++Update 16:45 Uhr+++

Neuentwicklung nun im Mostviertel! (weißer Kreis)
Auch sonst sind in der Steiermark weiterhin noch sehr kräftige Gewitter unterwegs und das ehemals Chiemgauer Gewitter hat inzwischen das Innviertel erreicht.

Radarbild

+++Update 16:30 Uhr+++

Der Satellitenfilm der letzten 2 Stunden zeigt anhand der roten Pluszeichen nicht nur die Gewitter aus diesem Zeitraum, sondern auch deren pilzförmige Wolkenstruktur.

Außerdem kann man daran gut erkennen, dass die Gewitter alle eine West-Ost-Nordost Zugrichtung haben, während der Amboss deren Wolken primär vom Gewitter weg nach Norden gezogen wird. Dies spricht für eine Änderung der Windrichtung mit der Höhe und ist somit ein Anzeichen für langlebige, aber auch kräftige Gewitter!

Satellitenfilm – UBIMET, EUMETSAT

+++Update 15:55 Uhr+++

In Höhen von 12 bis 13 km reichend und ebenfalls sehr intensiv sind die Gewitter in der Steiermark. Das Mürztal entlang ist daher mit Hagel zu rechnen!

Radarbild

+++Update 15:45 Uhr+++

Eine kräftige und vor allem sehr blitzaktive Gewitterzelle zieht derzeit vom Chiemgau nach Nordosten. In der nächsten Stunde ist daher besonders im Flachgau und im Innviertel Vorsicht geboten!

Blitzverlauf

+++Update 15:20 Uhr+++

Im Bezirk Kufstein muss man sich aktuell aufgrund eines kräftigen Gewitters auf Starkregen einstellen! (schwarzer Kreis)

Räumlich kleiner, dafür aber intensiver sind die beiden Gewitter in der Steiermark. Rechnen Sie daher in der Gegend Murau, Judenburg und Zeltweg in den kommenden Minuten mit Hagel! (weißer Kreis)

Radarbild

+++Update 15:10 Uhr+++

ACHTUNG jetzt im Rheintal, speziell in der Bodenseegegend!

Rohrspitz meldete eben einen Gewitter-Outflow von 73 km/h. Achten Sie daher auf leichte Gegenstände draußen und halten Sie Abstand von Bäumen!

+++Update 15:05 Uhr+++

Potential zu Schwergewittern ist heute im Alpenraum auf jeden Fall gegeben. Die Luftmasse bei unseren westlichen Nachbarn in der Schweiz ist eine ähnliche und so kann man an den Gewittern dort bereits abschätzen, was auch in Österreich lokal noch möglich sein wird.

Das Gewitter bei Galgenen in der Schweiz, das sich inzwischen – vor Eintreffen in Vorarlberg – wieder etwas abgeschwächt hat, brachte dort einen beeindruckenden Hagelteppich:

Aber ich anderswo in der Schweiz wird von Hagel berichtet:

+++Update 14:50 Uhr+++

Der aktuelle Blitzverlauf zeigt nicht nur, wo derzeit in Österreich Blitze detektiert wurden, sondern auch, in welche Richtung das Gewitter in den kommenden Minuten mit hoher Wahrscheinlichkeit ziehen wird. So erkennt man, dass derzeit ein Gewitter von der Schweiz aus nach Österreich zieht, es in Tirol, Osttirol, Kärnten und in der Steiermark aber ebenso blitzt:

Blitzverlauf

+++Update 14:30 Uhr+++

Schön langsam nimmt die Gewittertätigkeit Fahrt auf! Neben den bereits erwähnten Gewittern in Vorarlberg geht es nun auch in Nordtirol östlich von Innsbruck sowie rund um die Nockberge los. Grün markiert auf dem aktuellen Radarbild:

Radarbild um 14:15 Uhr

+++Update 14:15 Uhr+++

Hier noch ein Video nach dem schweren Gewitter in der Schweiz. Kurs nach wie vor Richtung Vorarlberg.

+++Update 14:00 Uhr+++

Große Hagelmengen hat die Gewitterzelle in der Ostschweiz hinterlassen:

Quelle: http://mgbuttikon.ch/webcam/live.jpg

+++Update 13:45 Uhr+++

Das Gewitter im Tiroler Oberland zieht nun über das Kaunertal und Pitztal Richtung vorderes Ötztal weiter. Anschließend könnte es auch noch das Oberinntal westl. von Innsbruck erreichen.

Blitze der letzten 3 Stunden.

+++Update 13:30 Uhr+++

Noch ist es freundlich in Feldkirch, am oberen linken Bildrand sind aber schon erste Ausläufer des heftigen Gewitters aus der Schweiz zu sehen. In knapp 60 Minuten trifft es dann im Rheintal ein.

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/feldkirch/

+++Update 13:15 Uhr+++

Vorsicht demnächst im Rheintal in Vorarlberg! Aus der Schweiz nähert sich ein heftiges Gewitter dem Ländle, gut zu sehen an der „Blitzspur“ bei unseren Nachbarn:

+++Update 13:00 Uhr+++

Ein erstes kräftiges Gewitter ist bereits im Tiroler Oberland aktiv, es zieht derzeit über das Oberinntal Richtung Kaunertal.

Radarbild von 13:00 Uhr

+++Update 12:00 Uhr+++

Im Vergleich zu gestern ist die Wetterlage weitgehend unverändert. Im Vorfeld eines Tiefs über dem Ärmelkanal strömt weiterhin feuchte und labil geschichtete Luft nach Österreich.

Im Vorfeld eines Tiefs erreicht gewitteranfällige Luft die Alpen.

+++Update 11:30 Uhr+++

Mit Ausnahme des Tiroler Oberlands sind noch keine Gewitter in Österreich aktiv, das wird sich in den nächsten Stunden aber ändern! Werfen wir auch heute wieder einen Blick auf die Karte mit den zu erwartenden Gewitter-Hotspots (je nach Intensität der Gewitter in orange – rot – violett):

Hier gibt es die größte Gewittergefahr am Sonntag

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker am nächsten unwetterträchtigen Tag.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Höchstwerten, Blitzentladungen und Regenmengen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Wollt ihr nochmal nachlesen, was gestern alles passiert ist? Hier geht’s lang…

Warnlagebericht

Aktuelle Wetterlage

In einer südwestlichen, feucht-labilen Strömung startet die neue Woche startet größtenteils unbeständig und immer wieder sind kräftige Gewitter möglich, oft sonnig und heiß bleibt es einmal mehr im Osten und Südosten des Landes. Eine deutliche Änderung der Großwetterlage ist erst ab dem kommenden Wochenende möglich.

Überblick Warnungen

GEWITTER
Die Vorwarnungen gelten für den Sonntag. Akutwarnungen werden im Bedarfsfall ausgegeben.

Warnausblick

In der ersten Nachthälfte ziehen besonders im Nordosten noch kräftige Gewitter durch. In der zweiten Nachthälfte beruhigt sich das Wetter zunehmend.

Am Montag wechseln zunächst Sonne und Wolken einander ab und nur vereinzelt gehen Schauer nieder. Im Tagesverlauf sind dann verbreitet kräftige Schauer und Gewitter möglich, ausgenommen bleibt  lediglich der äußersten Südosten. Dabei weht dort lebhafter Südwestwind. Vor allem nördlich der Alpen besteht weiterhin eine erhöhte Unwettergefahr!

Der Dienstag hat im Osten und Südosten neuerlich sommerliche und häufig sonnige Verhältnisse zu bieten, einzelne und durchaus heftige Hitzegewitter gehen aber im Tagesverlauf auch hier nieder. Von Vorarlberg bis Oberösterreich und Kärnten sowie in der Obersteiermark ziehen von der Früh weg Schauer und Gewitter durch, stellenweise ist mit großen Regenmengen zu rechnen.

Am Mittwoch geht es meist trocken in den Tag. Im Westen bilden sich aber schon gegen Mittag erste, kräftige Gewitter, die sich in weiterer Folge nach Osten ausbreiten und am späten Abend auch den Nordosten erreichen. Dabei besteht örtlich weiterhin die Gefahr von schweren Unwettern! Trocken und oft sonnig bleibt es von Unterkärnten über die Südsteiermark bis ins Burgenland.

Autor

Andreas Demel
Sonntag, 25. Juli 2021 um 20:20 Uhr

Heftige Gewitter von Vorarlberg bis Niederösterreich am 24.07.2021

+++Update 02:25 Uhr+++

Die Gewitter ziehen jetzt allmählich nach Norden bzw. Nordosten ab, damit beenden wir auch unseren Live-Ticker. Heute Sonntag erwarten uns im Tagesverlauf erneut teils kräftige Gewitter,  der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit liegt dabei wieder entlang und nördlich der Alpen. Wir starten mit unseren Newsticker deshalb im Laufe des Vormittags! Vielen Dank fürs Mitlesen, kommt gut durch die Nacht!

Hier noch eine Übersicht über die Niederschlagsmengen der letzten zwei Stunden:

+++Update 01:40 Uhr+++

Blitzspektakel über Wien:

+++Update 01:00 Uhr+++

In diesen Minuten geht es auch in der Bundeshauptstadt mit den Gewittern los! Über dem Südwesten Wiens hat sich eine kräftige Gewitterzelle gebildet. Die Gewitter verlagern sich weiter nordostwärts, sodass demnächst in weiten teilen des Stadtgebietes mit Gewittern samt Starkregen gerechnet werden muss!

+++Update 00:25 Uhr+++

Die Gewitter greifen nun auch auf das südliche Wiener Becken über, auch in der Buckligen Welt und im Mittelburgenland muss man demnächst mit kräftigen Gewittern samt Starkregen rechnen!

+++Update 23:35 Uhr+++

Starke Gewitter ziehen derzeit vor allem in der östlichen Obersteiermark durch, demnächst betroffen ist der Raum Bruck an der Mur, das Mürztal und die Fischbacher Alpen!

+++Update 22:20 Uhr+++

Nachtschwärmer aufgepasst: Die kräftigsten Gewitter sind derzeit in Oberösterreich, Niederösterreich und in der Steiermark unterwegs. Jene Zelle, die an der Station am Wachtberg bei Steyr für sturzflutartigen Regen gesorgt hat, hat sich aber deutlich abgeschwächt. In der zweiten Nachthälfte muss man dann auch im östlichen Flachland verbreitet mit Schauern und Gewittern rechnen. Hier noch das Radarbild von 22:10 Uhr:

+++Update 21:30 Uhr+++

Unglaubliche 62,2 Liter hat es mit dem Durchzug der Gewitter in der letzten Stunde am Wachtberg bei Steyr geschüttet! Damit fiel hier in einer Stunde fast doppelt so viel Niederschlag wie an der zweitniederschlagreichsten Station des heutigen Tages in Bischofshofen….

+++Update 21:10 Uhr+++

ERHÖHTE VORSICHT in Niederösterreich!

Waidhofen an der Ybbs, Scheibs, Wieselburg, Melk, Pöggstall sind aktuell die Bereiche, wo in den nächsten Minuten das derzeit kräftigste Gewitter in ganz Österreich eintreffen wird. Gefahr geht hier immer noch von Hagel, Sturmböen und Starkregen aus!

Radarbild

+++Update 20:50 Uhr+++

Die nahezu uneingeschränkte Sonneneinstrahlung tagsüber und der bisher noch ausbleibende Niederschlag halten die Temperaturen im Osten noch oben, während es nach den Gewittern im Westen des Landes bereits 10 Grad kühler ist:

+++Update 20:40 Uhr+++

VORSICHT in Ober- und Niederösterreich!

Während sich das Wetter im Westen allmählich wieder beruhigt, ist im Salzburger Land, in Oberösterreich und nun auch in Niederösterreich erhöhte Vorsicht geboten. Der Blitzverlauf zeigt eine bereits sehr intensive und sich noch weiter verstärkende Gewitterlinie in Oberösterreich, die nun nach Amstetten und Waidhofen an der Ybbs weiterzieht. Hier ist von Hagel und Sturmböen auszugehen!

Blitzverlauf

+++Update 20:10 Uhr+++

Neue Radarübersicht:

Viele Schauer und Gewitter sind aktuell im Alpenraum unterwegs – die stärksten derzeit im Salzburger Land bzw. auf bayrischer Seite:

+++Update 19:45 Uhr+++

Die kräftigen Gewitter, die zuletzt durch Vorarlberg gezogen sind, brachten einiges an Niederschlag binnen kurzer Zeit. In der nachfolgenden Tabelle sind zwar die Mengen seit Mitternacht angegeben, meist kamen sie aber in der letzten Stunde vom Himmel, wie man sich bei den heftigen Fallstreifen  -aufgenommen von einer webcam in Dornbirn – vorstellen kann:

Fallstreifen über Dornbin – foto-webcam.eu

+++Update 19:15 Uhr+++

Starkes Gewitter der zuvor angesprochenen Linie derzeit in Vorarlberg vom Rheintal her nach Osten ziehend!

Blitzverlauf

Dieses Gewitter brachte auch „Kronkorken-großen“ Hagel in Lustenau:

+++Update 18:50 Uhr+++

Folgende Animation zeigt, wie sich die Ambosse der Gewitterwolken aufgrund der in den oberen Atmosphärenschichten stärkeren Strömung weit nach Nordosten vom Gewitter weg ausbreiten.

Außerdem ist anhand der Einfärbung die Temperatur an der Oberkante der Gewitterwolken abzulesen, was für uns Meteorologen wiederum ein wichtiges Indiz für Hagel ist. Die kräftigen Gewitter in Tirol weisen an ihrer Oberkante Temperaturen von etwa -60°C auf und könnten demnach Hagel beinhalten.

Wolkenanimation mit Blitzverlauf

+++Update 18:30 Uhr+++

Für die Statistik:

Bereits über 3500 Blitze in Tirol, davon einige der Kategorie „sehr stark“ mit über 100.000 Ampere:

+++Update 18:15 Uhr+++

Webcam- oder besser gesagt Sichtweiten-Vergleich:

Kaltenbach – Zillertal um 16:50 Uhr mit bereits dunklen Gewitterwolken:

Quelle: foto-webcam.eu

Kaltenbach – Zillertal um 17:50 Uhr mit Starkregen:

Quelle: foto-webcam.eu

+++Update 18:00 Uhr+++

Inzwischen erreichen uns auch erste Bilder und Videos aus den Gewitterregionen, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

+++Update 17:45 Uhr+++

Vorsicht ist nun auch geboten in der Bondeseeregion!

Von der Schweiz aus bis nach Schwaben hat sich nun eine Gewitterlinie gebildet. Solche Linien sind bekannt für stürmische Böen, besonders wenn der Wind über „glatten“ Untergrund fegen kann und daher kaum abgeschwächt wird – wie hier über den Bodensee!

Nach Osten ziehende Gewitterlinie

+++Update 17:15 Uhr+++

AUFPASSEN jetzt in Schwaz und Jenbach!

Die ehemalige Innsbrucker Gewitterzelle hat sich gesplittet, der nördliche Teil ist nach München unterwegs (im Radarbild weiß eingekreist) und schwächt sich ab, der südliche hingegen hat sich verstärkt und zieht nach Osten auf Schwaz und Jenbach zu.
Dieses Gewitter ist über 13 km hochreichend und inzwischen sehr kräftig. Gefahr geht daher von größerem Hagel aus!

Radarbild

+++Update 16:30 Uhr+++

AUFPASSEN jetzt in Innsbruck!

Das Gewitter nördlich davon baut nun nach Süden hin an. Es wurden bereits erste Blitze im Umkreis von 5 km zu Innsbruck detektiert.
Im Südwesten ist außerdem ein weiteres Gewitter mit Zugrichtung Innsbruck am Entstehen.

Aktueller Blitzverlauf in Tirol
Radarbild mit Gewitterzellen nördlich und südwestlich von Innsbruck

+++Update 16:15 Uhr+++

Ein Blick weiter nach Westen offenbart die feucht-labilen und somit gewitteranfälligen Luftmassen, die in den kommenden Stunden auch weiter in den Alpenraum strömen.
Im folgenden Blitzverlauf zeigen die Plus-Zeichen die Blitze an, wobei je dunkler, umso älter der Blitz:

Blitzverlauf

+++Update 15:45 Uhr+++

Viel Energie liegt heute in der Luft:
Bei Reutte wurde vorher ein Blitz mit über 100 kA (x1000 Ampere) detektiert. Ab dieser Stromstärke spricht man schon von einem sehr starken Blitz.

Bisher beschränken sich die Gewitter noch auf Tirol. Allerdings sind bereits neue am Entstehen:

Radarbild, UBIMET, AustroControl

+++Update 15:00 Uhr+++

Ein erstes Gewitter hat sich nun nördlich von Landeck gebildet mit Zugrichtung nach Nordosten:

Radarbild, UBIMET, AustroControl

+++Update 14:15 Uhr+++

Vorarlberg und Tirol waren bislang im Sommer nicht allzu oft von Gewittern betroffen. Hier stechen eindeutig Ober- und Niederösterreich, Wien und die Steiermark hervor. Das wird heute (und in den nächsten Tagen) geändert.

Blitzdichte im bisherigen Sommer

+++Update 13:45 Uhr+++

Hohenau an der March hat als erste Station die 30-Grad-Marke geknackt, bis zu 33 Grad werden es heute noch. Beste Voraussetzungen also für heftige Gewitter im Westen!

Die aktuellen Höchstwerte.

+++Update 13:00 Uhr+++

Derzeit kann die Sonne noch verbreitet ungestört die Luft aufheizen, wie der Blick vom Satelliten auf Österreich beweist. Gewitterwolken dagegen schon über Frankreich und Deutschland:

Aktuelles Satellitenbild von Mitteleuropa.
Quelle: EUMETSAT

+++Update 12:30 Uhr+++

Die Großwetterlage ist typisch für die Bildung schwerer Gewitter in Westösterreich. Ein Tief über dem Ärmelkanal schaufelt feuchte und heiße Luft nach Österreich.

Im Vorfeld eines Tiefs erreicht gewitteranfällige Luft die Alpen.

+++Update 12:00 Uhr+++

Noch sind zwar keine Gewitter in Österreich aktiv, das wird sich in den nächsten Stunden aber ändern! Werfen wir einen Blick auf die Karte mit den zu erwartenden Gewitter-Hotspots (je nach Intensität der Gewitter in orange – rot – violett):

Hier gibt es die größte Gewittergefahr am Samstag

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker an diesem heißen und gewittrigen Samstag.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Höchstwerten, Blitzentladungen und Regenmengen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Am Wochenende lokale Unwetter, im Osten Hitze

Das Wochenende verläuft zweigeteilt: Während es im Westen nach den Gewittern am Samstag wieder deutlich kühler wird, steigen im Osten des Landes die Temperaturen auf hochsommerliche Werte. Besonders entlang der Nordalpen zeichnen sich morgen und Sonntag aber kräftige Gewitter ab, lokal sind Unwetter zu erwarten.

Großwetterlage für die nächsten 3 Tage ©Ubimet/NAOO

Am Samstag viel Sonne, im Westen zunehmend gewittrig

Von Salzburg ostwärts präsentiert sich der Samstag nochmals von seiner sonnigen Seite. Hier steigt die Temperatur auf über 30 Grad. Im Westen ziehen dagegen von Beginn an ausgedehnte Wolken durch, anfangs bleibt es aber noch trocken. Ab den Mittagsstunden bilden sich aber ausgehend von Vorarlberg erste Schauer und Gewitter, die sich bis zum Abend dann entlang der Nordalpen bis nach Oberösterreich ausbreiten. Punktuell können diese auch wieder kräftiger mit Hagel ausfallen.

Gewittergefahr am Samstag

Ab dem Sonntag landesweit unbeständig, lokale Unwettergefahr

Vom Mühlviertel bis ins Nordburgenland geht es bereits unbeständig in den Sonntag, hier ziehen ein paar Regenschauer und einzelne Gewitter durch. Tagsüber entstehen dann in weiten Teilen des Landes Schauer und kräftige Gewitter. Besonders von Salzburg bis ins Mostviertel zeichnen sich schwere Gewitter ab. Stellenweise kann es hier zu Starkregen, Sturmböen und großem Hagel kommen. Vergleichbar mit den Unwettern vom letzten Wochenende sind diese zwar nicht, lokal kann es aber auch wieder zu Unwetterschäden kommen. Wetterbegünstigt bleibt der Süden und Südosten des Landes, hier bleibt es bei leicht föhnigem Südwestwind weitgehend trocken und es wird hochsommerlich heiß.

Kommende Woche keine Wetteränderung

Die Wetterlage ändert sich auch in der neuen Woche kaum, denn der Alpenraum verbleibt weiterhin am Randes des Tiefs und das Wetter bleibt somit zweigeteilt. Während im Westen kühlere Luft einfließt und die Wolken dominieren, steigt die Temperatur bei häufigem Sonnenschein in der Osthälfte wieder über die 30 Grad-Marke. Weiterhin stehen aber im Großteil des Landes Regenschauer und teils kräftige Gewitter auf dem Programm. Auch in den längerfristigen Wetterprognosen deutet sich kein Wechsel hin zu beständigerem Sommerwetter ab. Besonders in der Osthälfte bleibt es aber nach derzeitigem Stand die gesamte nächste Woche heiß.

Titelbild: © Storm Science Austria

Taifun In-Fa über dem Westpazifik nimm Kurs auf China

Taifun IN-FA am Donnerstagabend - CIRA/RAMMB

Der dritte Taifun der 2021-Pazifik-Saison lauert derzeit knapp östlich von Taiwan im Westpazifik. Er wird in den kommenden Stunden die bewohnten japanischen Inselgruppen Miyako und Yaeyama mit Windböen knapp unter 200 km/h und einer gefährlichen Sturmflut überqueren.

Mögliche Zugbahnen von Taifun In-Fa laut ECMWF-Ensemble-Prognose
Mögliche Zugbahnen von Taifun In-Fa laut ECMWF-Ensemble-Prognose
Maximale Windböen bis Sonntag entlang der Zugbahn des Taifuns - ECMWF/IFS
Maximale Windböen bis Sonntag entlang der Zugbahn des Taifuns – ECMWF/IFS

Noch gefährlicher könnte er dann am Wochenende werden. Neusten Berechnungen nach verlagert sich Taifun In-Fa rasch in Richtung China und trifft somit mit schweren Sturmböen und heftigen Regenfällen die dicht besiedelte Region südlich von Shanghai.

Gesamtübersicht der offiziellen Warnungen für Taifun In-Fa - https://www.metoc.navy.mil/jtwc/jtwc.html
Gesamtübersicht der offiziellen Warnungen für Taifun In-Fa – https://www.metoc.navy.mil/jtwc/jtwc.html

Die Aussichten für den Wochenbeginn sind dabei noch sehr unsicher. Es gibt aber durchaus die Möglichkeit, dass der Wirbelsturm dann über der Region knapp südlich von Shanghai für mehrere Stunden nahezu ortsfest bleibt. In diesem, extremem Fall würden enormen Wassermassen von über 700 l/m² binnen drei Tagen zusammenkommen. Zum Vergleich: In Wien fallen solche Mengen durchschnittlich in einem Jahr!

Regensumme bis inklusive Montag. Nach derzeitigem Stand können südlich von Shanghai enorme Wassermassen fallen, die Prognose ist aber noch unsicher - ECMWF-IFS
Regensumme bis inklusive Montag. Nach derzeitigem Stand können südlich von Shanghai enorme Wassermassen fallen, die Prognose ist aber noch unsicher – ECMWF-IFS

 

 

Titelbild: Taifun IN-FA am Donnerstagabend über dem Pazifik – CIRA/RAMMB

Ruhiges Sommerwetter, am Wochenende wieder Gewitter

Bestes Bade- und Wanderwetter

Wetterberuhigung – Das ist das Schlagwort für diese Arbeitswoche. Hoch DANA mit Kern über Nordwesteuropa versorgt uns in den kommenden Tagen mit trockener Luft und daher vielfach sonnigem Wetter, wenn überhaupt sorgen Quellwolken im Tagesverlauf für willkommenen Schatten. Beste Bedingungen also für einen Ausflug an die heimischen Seen. Der Mondsee lockt mit 21 Grad Wassertemperatur, der Ossiacher See sogar mit 24 Grad. Auch auf den Bergen herrscht bestes Ausflugswetter, in 2.000 Meter Höhe steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen auf rund 17 Grad.

Zunehmend heiß

Die Temperaturen in den Tälern bzw. im Flachland präsentieren sich dazu durchwegs sommerlich. Von Mittwoch bis Freitag werden meist 23 bis 31 Grad erreicht, wobei es im Inntal am heißesten wird. Am Samstag erreichen dann noch heißere Luftmassen aus Südwesteuropa den Alpenraum. Mit Unterstützung föhnigen Südwinds klettern die Temperaturen vom Flachgau bis zum Tullnerfeld auf rund 33 Grad. Die 30-Grad-Marke wird jedoch in jedem Bundesland geknackt. Am Sonntag greift ein Tief über der Nordsee mit kühlerer Luft in unser Wettergeschehen ein, die Hitze verlagert sich mehr und mehr in den Osten bzw. Südosten Österreichs. Hier werden noch einmal Höchstwerte von 30 bis 33 Grad gemessen, im Westen kühlt es dagegen schon um ein paar Grad auf 22 bis 27 Grad ab.

 

@ Storm Science Austria

Neue Unwetter am Wochenende?

Die Unwettergefahr ist in den kommenden Tagen glücklicherweise überschaubar, Durchschnaufen und Aufräumen ist also nach dem vergangenen Wochenende angesagt. Während es am Mittwoch durchwegs trocken bleibt, bilden sich am Donnerstag nur von der Silvretta über den Brenner bis nach Osttirol und Oberkärnten ein paar Wärmegewitter. Am Freitag muss man sich dann in einem Streifen von Osttirol über Kärnten und den Lungau bis zur Obersteiermark auf Gewitter einstellen – all diese fallen aber bei Weitem nicht so heftig aus wie jene zuletzt. Erst am Wochenende nimmt von Westen her die Neigung zu schweren Gewittern wieder zu. Am Samstag sind diese primär vom Bregenzerwald bis zum Dachstein zu erwarten, am Sonntag sind dann nach derzeitigem Stand zusätzlich dazu auch in Ober- und Niederösterreich sowie in Wien kräftige Gewitter möglich!

 

Titelbild @ stock.adobe.com

Hochwasser an der Donau von Passau über Linz bis nach Wien

Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 - UBIMET

Das außergewöhnliche Starkregenereignis ging in der vorigen Nacht zu Ende. Während sich die Lage für die meisten Flüsse der Alpen schon am Montagmorgen wieder rasch beruhigt, ist das Hochwasser entlang der Donau voll im Gange. Tagelange Regenfälle vom Schwarzwald bis zu den Österreichischen Nordalpen sorgten für einen langsamen Anstieg der Pegel in Linz und Wien.

Pegelmessung in Linz inklusive Prognose (grün) - http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand
Pegelmessung in Linz inklusive Prognose (grün) – http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand
Webcam Aschach-Donau - https://aschach.panomax.com/
Webcam Aschach-Donau – https://aschach.panomax.com/
Webcam Linz-Donau - https://www.linztourismus.at/freizeit/reise-planen/service/webcam/
Webcam Linz-Donau – https://www.linztourismus.at/freizeit/reise-planen/service/webcam/

Der Scheitel wird dabei meist bis Mittag erreicht, am Nachmittag sinkt dann der Wasserstand überall wieder. Doch so wie das Starkregenereignis mehrere Tage lang dauerte, so wird auch das Donau-Hochwasser nur langsam zurückgehen. Somit werden voraussichtlich bis Dienstagnachmittag die meisten Pegel über der Meldeschwelle bleiben. Ab der Wochenmitte beruhigt sich die Lage überall wieder.

Pegelmessung in Korneuburg inklusive Prognose (grün) - https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen/Map/Durchfluss
Pegelmessung in Korneuburg inklusive Prognose (grün) – https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen/Map/Durchfluss

Von Passau über Linz bis nach Wien und weiter nach Bratislava brachten die Regenmassen der letzten Tage ein 1- bis 5-jähriges Hochwasser entlang der Donau. Ab einem Donau-Wasserstand von 5.3 Meter in Korneuburg, werden in Wien Hochwasser-Schutzmaßnahmen eingesetzt. So wurden die Wehranlagen entlang der Neuen Donau bereits Sonntagvormittags geöffnet, um die Donau zu entlasten. Derzeit liegt der Wasserstand in Korneuburg bei 6.2 Meter. Voraussichtlich wird das Donauwasser noch bis Dienstagmittag in die Neue Donau fließen. Bis auf weiteres hat die Stadt Wien ein Badeverbot für die Neue Donau ausgegeben.

Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 - UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 – UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 - UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 – UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 - UBIMET
Hochwasser an der Neuen Donau in Wien am 19.07.2021 – UBIMET

 

 

Titelbild: Hochwasser an der Neuen Donau – UBIMET Michele Salmi

Starkregen und Gewitter am Wochenende

Überflutete Straße nach Starkregen

+++ Finales Update 22:45 Uhr +++

In den nun folgenden Stunden lässt der Einfluss des Höhentiefs über dem Balkan weiter nach und von Nordwesten verstärkt sich der Einfluss von Hoch DANA mit Zentrum über den Britischen Inseln. Damit klingt der kräftige Regen an den Nordalpen ebenfalls weiter ab. Am Montag selbst erreichen deutlich trockenere Luftmassen aus Norden den Alpenraum und das Wetter beruhigt sich wieder.
Letzte Schauer sind derzeit noch im Burgenland und stellenweise entlang der Nordalpen unterwegs:

Radarbild, UBIMET, AustroControl

Hiermit beenden wir den Liveticker, wünschen allen eine gute Nacht und den von den enormen Regenfällen und den Wassermassen betroffenen schnelle Hilfe.

+++ Update 21:15 Uhr +++

In den letzten 48 Stunden sind in Melk 170 L/m² gefallen,aber auch entlang der Nordalpen gab es Niederschlagsmengen von 100 bis 150 L/m².

Regensumme der letzten zwei Tage © UBIMET

+++ Update 20:30 Uhr +++

Inzwischen gehen die Pegel vieler Flüsse im Westen und in den zentralen Landesteilen wieder zurück. Als Beispiel sei hier der Pegel der Salzach im Flachgau gezeigt.

Pegel der Salzach © ehyd.gv.at

+++ Update 20:00 Uhr +++

Die letzten Gewitter gehen derzeit noch im Nordburgenland nieder. Die folgende Karte zeigt die Blitze in ihrer zeitlichen Abfolge an heutigen Sonntag.

Verlauf der Blitze © Nowcast/UBIMET

+++ Update 19:35 Uhr +++

Im schwer getroffenen Hallein hilft das Bundesheer bei den Aufräumarbeiten fleißig mit.

 

+++ Update 19:30 Uhr +++

Inzwischen sickert ganz langsam trockenere Luft ein und die Schaueraktivität lässt im Mühl- und Waldviertel spürbar nach.

Radarbild von 19.15 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 18:45 Uhr +++

Weiterhin angespannt ist die Lage im Pinzgau, in und um die Gemeinde Mittersill, hier gilt weiterhin Zivilschutzalarm. Die Salzach steht hier weiterhin weit über Alarmstufe 2. Zudem zieht hier nochmals ein Regengebiet durch.

Pegel Mittersill © ehyd.gv.at

+++ Update 18:15 Uhr +++

Von Vorarlberg bis ins Außerfern beruhigt sich das Wetter allmählich, das Hoch DANA macht hier nun ihren Einfluss bemerkbar.

+++ Update 17:45 Uhr +++

Bisher gab es heute in Österreich mehr als 21.000 Blitze.

Die Blitze der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET

+++ Update 17:20 Uhr +++

Inzwischen steigt auch der Pegel der Donau in Wien spürbar an, wie die Graphik vom Pegel Korneuburg zeigt.

Pegel der Donau © ehyd.gv.at

+++ Update 16:55 Uhr +++

Blick auf das Gewitter nördlich von Wien.

Gewitter in Richtung Weinviertel © UBIMET/Martin Templin

+++ Update 16:45 Uhr +++

Gewitter vor den Toren Wiens. Erneut haben sich im Nordosten von Wien kräftige Gewitter gebildet. Diese ziehen in Richtung Südwest.

Radarbild von 16.35 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 16:30 Uhr +++

Schauen wir uns die Sache mal von oben an:

Satellitenbild von 16.20 Uhr © Eumetsat

Man erkennt die vielen Gewitter von Polen bis nach Slowenien anhand der hohen Wolkentürme. Zudem ist der Einfluss des Hochs DANA mit klarem Himmel über dem westlichen Mitteleuropa zu erkennen.

+++ Update 16:15 Uhr +++

Aufgepasst im Seewinkel, kräftige Gewitter mit Starkregen nähern sich aus Nordosten.

Aktuelle Blitze © nowcast

+++ Update 16:00 Uhr +++

Ein Video aus Steyr zeigt nochmals eindrücklich das viele Wasser, das von Oben kommt.

 

+++ Update 15:45 Uhr +++

Das Hochwasser der Ybbs führt derzeit auch zu Bahnstreckensperren.

+++ Update 15:35 Uhr +++

Im Mostviertel sowie generell entlang der östlichen Nordalpen ist noch für ein paar Stunden keine Entspannung in Sicht. Ganz im Gegenteil, denn eine Gewitterlinie entwickelt sich immer wieder neu in Richtung Weinviertel und schickt dann kräftigen Regen in Richtung Voralpen! Derzeit sind auch in Unterkärnten und im Großraum Graz einige kräftige Gewitterzellen unterwegs.

Radarbild um 15:20 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radarbild um 15:20 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++ Update 15:25 Uhr +++

Die Lage im Mostviertel spitz sich weiter… Der Durchfluss der Ybbs an der Messstation in Greimpersdorf bei Amstetten hat nun mit 1000 m³/s den zweithöchsten Wert der Messgeschichte erreicht. Mehr Wasser floss hier nur am 3. August 1991 mit 1005 m³/s! Dies entspricht ein 50-jhäriges Hochwasser für diese Stelle.

Durchfluss der Ybbs an der Messstation in der Nähe von Amstetten - https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen
Durchfluss der Ybbs an der Messstation in der Nähe von Amstetten – https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen

+++ Update 15:15 Uhr +++

Die Schauer und Gewitter vom Berchtesgadener Land bis zum Mostviertel und der Wachau haben es in sich! Hier die Top 5 der Regenmengen in den letzten 3 Stunden bis 15 Uhr:

Wetterstation l/m² Regen in 3h
Amstetten 54.2
Waging am See (DE)
42.0
Siegsdorf-Höll (DE)
37.4
Melk 34.2
Wachtberg bei Steyr
27.3

+++ Update 14:45 Uhr +++

Die Ybbs steigt nun rasant an, hier liegt eine Gewitterlinie, die immer wieder neuen Regen bringt. Die Westbahn könnte daher in diesem Bereich sogar gesperrt werden.

Aktueller Pegel der Ybbs © ehyd.gv.at

+++ Update 14:40 Uhr +++

Neue Gewitter haben sich vom Weinviertel bis ins westliche Mostviertel gebildet. Auch im Wienerwald wird es wieder nass.

Gewitter vom Ares Tower aus gesehen © UBIMET/Martin Templin

+++ Update 14:10 Uhr +++

Gewitter ziehen nun von der Koralpe auch ins Klagenfurter Becken. Dabei muss mit kräftigem Regen gerechnet werden.

Radarbild von 14.00 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 13:40 +++

Beeindruckende Aufnahmen erreichen uns auch aus dem Tiroler Unterland, vor allem aus dem Bezirk Kufstein:

+++ Update 13:00 +++

Wie zu erwarten war: Badeverbot in der Neuen Donau in Wien wegen Donau-Hochwasser. Dies bleibt voraussichtlich bis Ende der neuen Woche oder sogar länger aufrecht.

+++ Update 12:50 +++

Beeindruckendes Bild aus Oberndorf an der Melk. Hier bewegen wir uns schon im Bereich eines 30-jährigen Hochwassers!

+++ Update 12:30 +++

Die kräftigsten Schauer und Gewitter sind derzeit knapp nördlich von Sankt Pölten bzw. auch in der Südsteiermark und bald auch in Unterkärnten zu sehen. Hier muss man weiterhin mit sehr großen Regenmengen binnen wenigen Minuten rechnen, aber auch von den Kitzbüheler Alpen bis ins Mostviertel fällt weiterhin schauerartig verstärkter Regen!

Radarbild um 12:30 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radarbild um 12:30 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++Update 12:00+++

Hitlist der stärksten Niederschlagsraten der letzten drei Stunden bis 12 Uhr:

Wetterstation l/m² Regen in 3h
Waidhofen an der Ybbs 30.4
Amstetten 25.0
Enns 23.5
Oberndorf / Melk 22.7
Bärnkopf 18.1

+++Update 11:15+++

Auch im Tiroler Unterland heiß es: Durchhalten! Die Pegelstände sind hier an vielen Zubringerern des Inns weiterhin sehr hoch, meist im Bereich eines 30- bis 50-jährigen Hochwassers. Am Nachmittag sind weitere Niederschläge in Sicht und auch der Inn wird bis morgen noch weiter steigen und ebenfalls ein 30-jähriges Hochwasser erreichen.

+++Update 10:45+++

In Hallein haben sich die Wassermassen mittlerweile zurückgezogen bzw. sind in die Salzach geflossen. Die Lage bleibt hier aber bis zum Abend angespannt, denn weiterer schauerartiger Regen zieht derzeit aus Nordosten auf. Am Nachmittag sind zudem entlang der Nordalpen vom Berchtesgadener Land ostwärts lokal wieder kräftigere Schauer und lokale Gewitter mit großen Regenmengen in kürzer Zeit möglich.

+++Update 10:10+++

Auch entlang der Donau ist Hochwasser angesagt. In Oberösterreich werden derzeit die Meldegrenzen erreicht, in Wien ist der Scheitel für den Montag erwartet. Doch auch hier sind schon Maßnahmen erforderlich: Die Ponte Kagrana im 22. Bezirk wird abmontiert, da in den kommenden Stunden das Donauwasser teils auch in der Neuen Donau abfließen wird. Meistens ist hier ein 1- bis 5-jähriges Hochwasser in Sicht.

Hochwasser-Vorbereitungen entlang der Neuen Donau in Wien: Die Ponte Kagrana wird abmontiert - UBIMET
Hochwasser-Vorbereitungen entlang der Neuen Donau in Wien: Die Ponte Kagrana wird abmontiert – UBIMET
Pegelstand der Donau in Korneuburg inklusive Prognose (grün) - Land NÖ https://www.noel.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen
Pegelstand der Donau in Korneuburg inklusive Prognose (grün) – Land NÖ https://www.noel.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen
Pegelstand der Donau in Linz inklusive Prognose (grün) - Land OÖ http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand-Alarmpegel
Pegelstand der Donau in Linz inklusive Prognose (grün) – Land OÖ http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand-Alarmpegel

+++Update 09:40+++

Die Niederschlagsprognose verspricht auch heute einen spannenden Tag im Hinblick auf die Entwicklung der Hochwasserlage in den Nordalpen. Kleine Bäche und Zubringer der größeren Flüsse zwischen dem Tiroler Unterland, dem Pinzgau-Pongau und dem Tennengau bleiben bis zum Abend im Hochwasserbereich. Lokale Ausuferungen sind mit Schauerstraßen und Gewittern weiterhin möglich. Im Tagesverlauf ist vor allem entlang der Salzach mit Pegelständen im Hochwasserbereich zu rechnen!

 

 

+++Update 09:00+++

Der Pegel der Isel in Osttirol ist auch gestiegen, in Lienz ist die Hochwasserstufe 1 erreicht.

Die Brücke an der Isel in Lienz © MORECAST, User svenja9

+++Update 08: 30+++

Gewittrig beginnt der Tag im Osten, zwei Gewitter ziehen aktuell aus Nordosten in Richtug Bucklige Welt bzw. auf Graz zu.

Radarbild © ACG

+++Update Sonntag 06:30+++

Guten Morgen! Die Niederschlagsaktivität hat sich in der Nacht hauptsächlich in den Nordstau verlagert. Seit Mitternacht sind von Vorarlberg bis zum Most- und Waldviertel verbreitet über 30 Liter/qm gefallen.

Dementsprechend bleibt die Hochwassersituation weiterhin angespannt. Viele Pegel haben mindestens die Hochwasserstufe 2 erreicht, Kitzbüheler Ache  sogar die Stufe 3.

Pegel der Kitzbüheler Ache – Tndenz leicht fallend. © EHYD/BMLRT

Angespannt bleibt die Situation auch an der Salzach, mehrere Pegel haben bereits die Alarmstufe erreicht, wie hier in der Stadt Salzburg. Im Einzugsgebiet der Salzach ist weiterhin mit erhöhter Wasserführung zu rechnen, eine Entspannung der Niederschlagssituation ist erst am Sonntagabend zu erwarten.

 

+++ Update Sonntag, 00:50 +++

Anhaltende Regenschauer sorgen in den Nordalpen derzeit für steigende Pegel, in Teilen Oberösterreichs, Tirols und Salzburgs sind an manchen Bächen und Flüssen bereits Hochwasserstufe 2 und 3 gemeldet worden.

Besonders betroffen sind aktuell der Tauernbach in Osttirol, die Brixentaler Ache und die Isar in Nordtirol sowie die Salzach im Bundesland Salzburg. In Mittersill, Hallein und Kufstein wurde der Zivilschutzalarm ausgelöst. Aufgrund der verbreiteten, kräftigen Schauer am Samstag ist auch am Sonntag lokal mit einem weiteren Anstieg der Pegel zu rechnen.

Pegel der Salzach am Punkt Mittersill – Tendenz steigend. © EHYD/BMLRT

 

+++ Update Samstag, 23.30 Uhr +++

Die Niederschlagskarte zeigt die immensen Regenmengen, die am Samstag zwischen 0 und 22 Uhr in Österreich fielen. In Verbindung mit heftigen, unwetterartigen Gewittern in Wien wurden am späten Abend innerhalb nur einer Stunde 40 l/qm Regen gemessen.

© UBIMET

Mit knapp 100 l/qm Regen an nur einem Tag kam so in einigen Orten im östlichen Flachland mehr Niederschlag zusammen als sonst im ganzen Monat Juli – verglichen mit dem klimatologischen Mittel 1981-2010:

© UBIMET

+++ Update 22.55 Uhr +++

Tausende Blitzentladungen wurden heute in Österreich registriert, Spitzenreiter ist eindeutig Niederösterreich mit über 21.600 Blitzen, aber auch im flächenmäßig kleinsten Bundesland Wien wurden bisher rekordverdächtige 3.476 Blitze gezählt.

© UBIMET
Spektakuläre Aufnahme einer Blitzentladung bei Spillern, nördlich von Wien. © Klaus Rockenbauer / Storm Science Austria

Die Blitzdaten der letzten drei Stunden geben Aufschluss über den Verlauf der kräftigen Gewitter in Wien, Nieder- und Oberösterreich und auch Salzburg:

© UBIMET

+++ Update 21.55 Uhr +++

Die heftigen Regenfälle in den Nordalpen haben in der Altstadt von Hallein zu massivem Hochwasser geführt, dort wurde der Zivilschutzalarm ausgelöst.

+++ Update 21:00 Uhr +++

Schwergewitter im Osten Wiens, man darf das Radarbild nicht falsch interpretieren, da der Radarstrahl vom Radar Schwechat durch den Regen abgeschwächt wird.

Webcam vom Ares Tower © foto-webcam.eu

+++ Update 20:30 Uhr +++

Wien ist derzeit umzingelt von Gewittern. Den Südosten erreichen demnächst die Zellen von Bratislava her.

Radarbild von 20.20 Uhr © Austrocontol

+++ Update 20:00 Uhr +++

Inzwischen reagiren die Pegel im Westen des Landes, besonders in den Kitzbüheler Alpen. Hier stehen mehrere Achen inzwischen bei einem ein bis fünf-jährigen Hochwasser.

Pegel der Kitzbüheler Ache © Hydro Tirol

+++ Update 19:45 Uhr +++

An der Station Wien-Stammersdorf brachte das Gewitter 12 L/m² in 10 Minuten und bei einem weiteren Gewitter im Traunviertel 13 L/m² in Kremsmünster.

+++  Update 19:15 Uhr +++

Auf Wien zieht nun eine kräftige Gewitterzelle zu. Im Bild ist die Form des Regenfußes eingezeichnet. Kleiner Hagel ist ebenfalls möglich, neben dem Starkregen.

Gewitterzelle im Norden von Wien © UBIMET/Martin Templin

+++ Update 18:00 Uhr +++

In den vergangenen 6 Stunden hat es verbreitet kräftig geregnet, hier die Top 5:

Lunz am See (NÖ) 48,4 L/m²
Hall/Admont (ST) 45,8 L/m²
Kirchdorf in Tirol (T) 43,5 L/m²
Mariazell (ST) 35,1 L/m²
Eichberg (ST) 34 L/m²

+++ Update 17:15 Uhr +++

Viele Gewitter sind inzwischen unterwegs, von Tschechien ziehen einzelne Zellen in das Wald- und Mühlviertel. Zudem drohen dem Nordburgenland weitere kräftige Gewitter von der Slowakei her.

Blitze der letzten Stunde © Nowcast/UBIMET

+++ Update 16:30 Uhr +++

Die ersten Flüsse entlang der Nordalpen steigen der Hochwasserstufe 1 entgegen, wie die Ybbs.

Pegelstand der Ybby © ehyd.gv.at

 

+++ Update 16:15 Uhr +++

Das Bild zeigt einen Cumulonimbus, der über dem Seewinkel steht.

Gewitterwolke vom Büro der UWZ aus gesehen © UBIMET/Martin Templin
Blickrichtung des Bildes; Radar © Austrocontrol

+++ Update 16:00 Uhr +++

Die Daten des Wetterballons von heute Mittag zeigen deutlich, warum der Starkregen momentan so heftig ausfällt. Die Atmosphäre über Österreich ist bis rauf zur Tropopause sehr feucht und somit steht viel Wasser zur Verfügung um als Regen auszufallen.
Die durchgezogenen Linie in der Grafik entspricht der Temperatur vom Boden bis in über 15km Höhe, die gestrichelte Linie dem Taupunkt. Liegen beide Linien nahe beieinander, zeigt das eine durchwegs sehr feuchte Luftmasse an.

Radiosondenaufstieg Wien vom 17.7.2021 um 13.30 Uhr

+++ Update 15:45 Uhr +++

Hier die Übersicht für euch der Blitze der vergangenen 3 Stunden. Vor allem im Osten und Nordosten ist es in der wärmsten Luft gewittrig.

Blitze der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET

+++Update 15:30 Uhr+++

Ein Blick auf das Satellitenbild bringt wieder eine gute Übersicht, so erkennt man das sich einkringelnde Wolkenband um das Höhentief über Italien. Während im – von selbigem Tief – regengeplagten Westen Deutschlands inzwischen wieder die Sonne scheint, drückt das Tief nun die sehr feuchten Luftmassen von Norden gegen die Alpen:

Satbild 14:00 Uhr

+++Update 15:00 Uhr+++

Nicht nur in Niederösterreich bringen kleine, gewittrige Schauerzellen derzeit ergiebige Regenmengen, auch in Oberösterreich und Salzburg ziehen Schauer und Gewitter durch – hier allerdings vom Innviertel deutlich mehr nach Süden Richtung Bergland:

Radarbild, Übersicht Österreich, 14:50 Uhr

+++Update 14:30 Uhr+++

Neuer Aufguss gefällig?
Die Gewitter aus der Slowakei haben inzwischen die österreichische Landesgrenze erreicht und nehmen weiter Kurs auf Wien.
Zudem hat sich über den südwestlichen Bezirken Wiens ein weiteres Gewitter entwickelt, das allerdings ebenfalls weiter nach Südwesten zieht.

Radarbild 14:15 Uhr

In obigem Radarbild sind zudem auch die Taupunktswerte angegeben. Ab einem Taupunkt von 16 Grad spricht man von schwülen Bedingungen. Mit 21 Grad Taupunkt ist es in Wien schon fast tropisch 😉

+++Update 14:00 Uhr+++

Tropenfeeling heute v.a. im Osten Österreichs. Sonne gab es bis dato nur sehr wenig (1-2 Stunden im Wald- und Weinviertel), dennoch ist es hier sehr warm. Knapp 30 Grad unter dichten Wolken an der March:

+++Update 13:45 Uhr+++

In der Slowakei haben sich weitere kräftige Gewitter gebildet, die nun Richtung Österreich ziehen. Rechnet in gut 1 Stunde im Marchfeld, in ca. 2 Stunden dann eventuell auch in Wien mit heftigem Regen!

+++Update 13:30 Uhr+++

Die bisherigen Regenmengen können sich sehen lassen, bei den Wetterstationen hat St. Pölten mit 83 l/m² die Nase vorn. Schwerpunkt bislang: Salzkammergut bis Mittelburgenland.

Regenmengen von 00:00 bis 13:00 Uhr

+++Update 13:00 Uhr+++

St. Pölten hat heute wahrlich einen Volltreffer gelandet und mit bislang schon 83 Litern Regen pro Quadratmeter gleich mehrere Rekorde aufgestellt:

+++Update 12:30 Uhr+++

Den ergiebigsten Regen (siehe aktuelles Radarbild) gibt es derzeit vom Salzkammergut über die Obersteiermark und das südliche Niederösterreich bis ins Burgenland. Zum Teil fallen hier 10-20 l/m² pro Stunde!

+++Update 11:30 Uhr+++

Nach diesem extrem nassen Wochenende stabilisiert sich das Wetter glücklicherweise nachhaltig – mindestens bis zum nächsten Wochenende. Hier der Niederschlagstrend für die Stadt Salzburg:

Quelle: ECMWF

+++Update 11:00 Uhr+++

Übersicht der Flusspegel: Noch ist an den heimischen Flüssen alles ruhig (blaue Dreiecke auf Karte von dieser Homepage). Das wird sich in den kommenden Stunden bis inkl. Sonntag v.a. an der Alpennordseite zwischen Reutte und Mariazell ändern.

+++Update 10:45 Uhr+++

Wie tropisch die Luftmasse derzeit ist, zeigen die aktuellen Temperaturen. Trotz Regens ist es nicht wirklich kalt, meist um 20 Grad. Im trockenen und aufgelockerten Wald- und Weinviertel sogar schon um 25 Grad!

+++Update 10:30 Uhr+++

Kräftige Schauer und Gewitter vor den Toren Wiens!

Vom Marchfeld und dem Nordburgenland her beginnt es auch in der Bundeshauptstadt demnächst wieder stark zu regnen. 10-15 l/m² in kurzer Zeit sind da locker wieder mit dabei!

+++Update 10:15 Uhr+++

Hier die Top 3 der Regenmengen in der vergangenen Stunde:

  1. St. Pölten 42 l/m²
  2. Andau (BGL) 15 l/m²
  3. Windischgarsten 9 l/m²

+++Update 10:00 Uhr+++

In den betroffenen Regionen der östlichen Nordalpen, aber auch im östlichen/südöstlichen Flachland war der Sommer bislang um 65-75% zu trocken. Der Regen wird hier die Bilanz ordentlich auffetten. Bleibt zu hoffen, dass der trockene Boden die Wassermassen auch einigermaßen gut aufnehmen wird.

+++Update 09:45 Uhr+++

Heute morgen gab es in Niederösterreich, Wien und im Burgenland schon die erste Runde Gewitter, gut zu sehen an den Blitzentladungen seit Mitternacht:

Blitze seit Mitternacht.

Und in diesen Minuten erreichen die nächsten kräftigen Gewitter von Ungarn und der Slowakei her den Osten Österreichs:

+++Update 09:30+++

Wie groß sind die Regenmengen, die da auf uns zukommen? Jedes Wettermodell spuckt hier eine andere Lösung aus, dementsprechend schwierig die Antwort. Hier mal eine erste grobe Einschätzung unseres hauseigenen Modells:

Regenmengen bis Montagfrüh.

+++Update 09:00 Uhr+++

Unsere Warnungen vor Starkregen am Wochenende, lokal haben wir bereits gestern die höchste Warnstufe ausgegeben. HIER findet ihr die stets aktuellste Warnkarte.

+++Update 08:45 Uhr+++

Seit Mitternacht sind schon ordentliche Mengen zusammengekommen, primär an der Alpennordseite und auch im östlichen Flachland:

+++Update 08:30 Uhr+++

Starten wir mit einem raschen Blick auf die Wetterlage, die uns diese extrem großen Regenmengen beschert. Ein Höhentief über der Adria führt sehr feuchte und labil geschichtete Luft nach Österreich:

Die Wetterlage am Wochenende mit dem Höhentief.

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker an diesem nassen und leider auch unwetterträchtigen Wochenende.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die aktuelle Regensituation bzw. Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Regenmengen und Blitzentladungen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Hochwasser: Starkregen von Tirol und Salzburg bis Wien

Die Bilder in Westen Deutschlands zeigen, welche Auswirkungen Hochwasser haben kann. Auch im Alpenraum sorgt das Höhentief am Wochenende für große Regenmengen, die lokal verstärkt sein können von Schauerlinien und Gewittern. Vor allem in den Alpen muss aufgrund der Orographie (schmale vs breite Täler) mit Überschwemmungen, Vermurungen und lokalen Ausuferungen gerechnet werden.

Sehr feuchte und labile Luft aus dem Osten

Grund für den Starkregen in Österreich in den kommenden Tagen ist das zuletzt angesprochene Höhentief. Es verlagert sich in Richtung Balkan und steuert dabei sehr feuchte und labil geschichtete Luft an die Alpennordseite. Die Folge ist kräftiger Regen entlang der Nordalpen. Durch eingelagerte Starkschauer sowie auch Gewitter kann es punktuell zu großen Regenmengen in kurzer Zeit kommen.

Das Höhentief führt feuchte Luft aus dem Osten heran. © Ubimet/ECMWF

Starkregen vom Tiroler Unterland bis zum Wienerwald

Vor allem entlang der Nordalpen werden die größten Regenmengen erwartet. In einem Kernbereich vom Kaiserwinkel über die Stadt Salzburg bis in die Eisenwurzen werden verbreitet Mengen zwischen 90 und 150mm erwartet, mit lokalen starken Unterschieden aufgrund eingelagerter Schauer und Gewitter. Auch im Südosten der Steiermark kommen bis Sonntagabend stellenweise 40 bis 60 Liter zusammen. Punktuell kann es auch im östlichen Flachland sowie im Burgenland zu größere Regenmengen durch kräftige stationäre Regenschauer und Gewitter kommen. Wetterbegünstigt bleibt der äußerste Westen des Landes. Auch von Osttirol bis nach Unterkärnten sorgt der teils kräftige Nordföhn für eher trockene Verhältnisse.

Lokale Überflutungen in den Alpen

Die Hochwassergefahr ist im Flachland am Wochenende eher gering, da das Wasser meist gut abfließen kann. In den Alpen und da besonders in engen Tälern kann es aber in der Nacht auf Sonntag stellenweise zu Überflutungen und Ausuferungen von kleinen Flüssen kommen. Am besten schützen sie sich vor dem Hochwasser, indem sie in den oberen Stockwerke eines Hauses übernachten. Da die größten Regenmengen in der Nacht zu erwarten sind, ist die Vorwarnzeit leider meist nur sehr kurz.

Wetterberuhigung am Montag

Hoch DANA sorgt dann im Laufe der Sonntagnacht langsam für eine Wetterberuhigung. Die Schauer ziehen sich in die Alpen zurück und klingen im der zweiten Sonntagnachthälfte dann allmählich ab. Der Montag verläuft dann wieder sonniger und die Schauerneigung geht im ganzen Land wieder zurück. Die nächste Woche verläuft dann allgemein wieder beständiger.

Trockenheit: Gewitter in Wien und Niederösterreich

Wer heute Früh nicht bereits vom Wecker aufgeweckt wurde, wurde es spätestens von den kräftigen Gewittern die am Morgen über Wien und Niederösterreich zogen. Gleich drei Gewitterzellen sorgten heute in der Bundeshauptstadt für einen turbulenten und nassen Start in den Tag.

Verursacht wurden die Gewitter von einer sogenannten Konvergenzzone. Winde aus verschiedenen Richtungen trafen am Alpenostrand aufeinander und zwangen die Luft zum Aufsteigen, die Folge waren kräftige Gewitter. Auch in der Steiermark bildeten sich ausgehend von der Kor-und Packalpe in der Nacht einige kräftige Gewitter.

Dürre und Trockenheit im Osten

Während im Westen des Landes die Niederschlagsausbeute bisher recht passabel war, leider der Osten unter extremer Trockenheit. Besonders vom Weinviertel über Wien bis ins Nordburgenland fiel kaum Regen. Die heutigen Gewitter und besonders das Wochenende könnten der Trockenheit aber zumindest ein wenig Linderung verschaffen.

Feuchte Luft aus dem Nordosten

Denn auch am Wochenende wird der Alpenraum weiterhin von dem Höhentief beeinflusst. Mit der Verlagerung in Richtung Italien dreht die Strömung in Österreich auf Nordost und damit wird sehr feuchte Luft ins Land transportiert. Der Samstag und Sonntag verlaufen somit im ganzen Land unbeständig, besonders entlang der Nordalpen und im Donauraum sowie auch im südöstlichen Flachland zeichnen sich größere Regenmengen durch kräftige Regenschauer und Gewitter ab.

Titelbild: © Stormhunters Austria

Hitze und heftige Gewitter am Dienstag

+++ Update 00.30 Uhr +++

Damit beenden wir den Liveticker für heute. Die Karten zeigen die Höchstwerte des heutigen Tages, sowie den Verlauf der Gewitteraktivität. Wir danken für Ihr/Euer Interesse.

Höchstwerte am 13. Juli 2021 © UBIMET
Verlauf der Blitze am 13. Juli 2021 © Nowcast/UBIMET

+++ Update 22:30 Uhr +++

Die Konvergenzlinie (gelbe Linie)[Zusammenströmen von Luft] hat inzwischen Wien erreicht und kühlere Luft (blauer Pfeil) strömt von Westen bis in die Stadt und in Weinviertel. Weiterhin schwitzen muss man im Marchfeld und Seewinkel (roter Pfeil).

Windrichtunbg um 22.20 Uhr © UBIMET

+++ Update 22:00 Uhr +++

Von den Karawanken her nähern sich nun Unterkärnten Gewitter, wie diese Fotto-Webcam eingefangen hat.

Aufkommende Gewitter bei Villach © foto-webcam.eu
Die Kamera bei Wernberg hat auch einen Blitz eingefangen © foto-webcam.eu

+++ Update 21:20 Uhr +++

Über Tschechien hat sich ein größerer Gewitterkomplex gebildet. Die Temperatur der Wolkenoberseite liegt bei -63 Grad!

Temperatur der Wolkenoberseite © EUMETSAT

+++ Update 20:50  Uhr +++

Die nächsten Gewitter stehen schon vor der Tür und werden in den nächsten Stunden von Italien und Slowenien aufziehen.

Blitze von 20.50 Uhr © Nowcast/UBIMET

+++ Update 20:00 +++

Kurze Zwischenbilanz:

Die meisten Blitze gab es heute, wenig verwunderlich, in Tirol, hier hat es auch am meisten geregnet heute. Die schnell ziehenden Gewitter der letzten Stunden in Kärnten haben aber ordentlich geblitzt.

Hier noch zwei Tabellen mit den Spitzenwerten:

+++ Update 19:15 +++

Heftig erwischt hat es heute  Südtirol:

+++ Update 19:00 +++

Kräftig regnet es derzeit in den Hohen Tauern sowie auch weiterhin in Nordtirol.  Hier ist die Karte der letzten drei Stunden (zum vergrößern auf die Karte klicken):

Regensummen der letzten drei Stunden. Quelle: UBIMET, TAWES

Gewittrig wird es derzeit auch in der Stadt Salzburg, von Süden her ziehen Gewitter in Richtung Flachgau und Innviertel.

+++ Update 18:35 +++

In Oberösterreich und Oberkärnten sind einieg Gewitter unterwegs, Starkregen und Hagel sind vor allem in Oberösterreich zu erwarten!

+++Update 17:15+++

Erste Gewitter haben sich gerade in Oberösterreich gebildet, Starkregen und Hagel sowie stürmische Böen sind in den kommenden Stunden möglich! Allmählich arbeiten sich die Gewitter immer weiter in Richtung Osten vor.

Aktuelle Blitze und Radarbild. Quelle: UBIMET, ACG

+++Update 16:45+++

Das Land Tirol ist nach wie vor der Gewitter-Hotspot des Landes. In Oberkärnten wird es aber auch bald regnen, von Italien her nähert sich ein kräftiges Gewitter der südlichen Landesgrenze.

Am kräftigen regnet es derzeit am Brenner, mit über 20 Liter/qm in der letzten Stunde, sowie im Raum Kufstein. Stürmisch ist es derzeit auch in Zell am See mit 74 km/h, hier tröpfelt es auch langsam.

+++Update 15:50+++

100 km/h in Innsbruck!

Vorsicht in Osttirol! Erste Gewitter ziehen gleich von Süden herein!

+++Update 15:15+++

Gewitter ziehen gerade über Innsbruck hinweg, Sturmböen von 84 km/h meldet die Station Kranebitten im Westen der Stadt, Uni misst stürmische Böen von 62 km/h.

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/

+++Update 14:30 Uhr+++

Viel fehlt nicht mehr zur höchsten Temperatur 2021 (bis heute 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg von vergangener Woche). 36,2 Grad aktuell in Pottschach im südlichen Wiener Becken!

Gleichzeitig in Galtür kräftiger Regen bei nur 9 Grad. Was für ein Unterschied…

+++Update 14:15 Uhr+++

Bis dato war in erster Linie das Tiroler Oberland von den Gewittern betroffen, wie die Blitzentladungen der vergangenen 3 Stunden zeigt: Nun rücken vermehrt das Tiroler Unterland, Osttirol und Oberkärnten in den Fokus.

+++Update 13:45 Uhr+++

Vorsicht in den nächsten Stunden u.a. auch in Innsbruck. Hier weht derzeit noch der Föhn bei 30 Grad, dementsprechend trocken ist die Luft. Wenn nun die Gewitter von Südtirol her aufziehen, kann es zu Sturmböen und schweren Sturmböen kommen!

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni-west/

+++Update 13:15 Uhr+++

Riesige Temperaturunterschiede gibt es derzeit von Ost nach West, hier die Top 8 der aktuell wärmsten und kältesten Orte:

+++Update 13:00 Uhr+++

Kurzer Blick zu unseren Nachbarn in die Schweiz. Hier haben heftige Gewitter schon vergangene Nacht für große Schäden gesorgt, im Bild Zürich:

+++Update 12:30 Uhr+++

Volltreffer für das Tannheimertal in Tirol. Rund 11 Liter Regen pro Quadratmeter brachte ein Gewitter hier, Temperatursturz von 17 auf 11 Grad inklusive:

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/tannheimertal/

+++Update 12:15 Uhr+++

Wo haben wir schon die 30 Grad erreicht? Am besten sieht man das auf der folgenden Karte: rot = mehr als 30 Grad, gelb = mehr als 25 Grad:

+++Update 12:00 Uhr+++

Nicht ganz fair der Vergleich aufgrund der Höhenlage, aber über 20 Grad Temperaturunterschied zwischen West und Ost sind schon beachtlich:

  • Sulzberg (Vorarlberg, 1000 m hoch): 10°C
  • Pottschach-Ternitz (Niederösterreich, 400 m hoch): 32°C

+++Update 11:30 Uhr+++

Ganz schön heiß jetzt schon, und wir haben noch nicht einmal 12 Uhr. Hier die aktuellen Spitzenreiter, im Wiener Becken schon 31 Grad:

+++Update 11:15 Uhr+++

In Vorarlberg und später auch in Tirol geht es bald los mit den ersten Gewittern, diese sind jetzt schon über der Schweiz und Norditalien aktiv. Hier die aktuelle Karte der Blitzentladungen:

Blitzentladungen um 11:00 Uhr

+++Update 11:00 Uhr+++

Die extrem trockene Witterung der vergangenen Wochen hat zur Folge, dass heute die Waldbrandgefahr im Osten des Landes weiterhin stark erhöht (rot oder sogar violett auf der Karte) ist:

Waldbrandgefahr am Dienstag.

+++Update 10:30 Uhr+++

Mit der heißen Südströmung kommt aber nicht nur die Hitze zu uns, sondern auch Saharastaub. Super zu sehen am Webcam-Vergleich in Wien zwischen gestern (glasklar) und heute (milchig-trüb):

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/

+++Update 10:00 Uhr+++

Blicken wir auf die aktuelle Großwetterlage, die uns die Hitze und die Gewitter beschert: Über Frankreich liegt heute ein Höhentief, an dessen Vorderseite erreichen sehr heiße Luftmassen aus dem westl. Mittelmeerraum die Alpen.

Die Großwetterlage am Dienstag.

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker an diesem heißen und gewittrigen Dienstag.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Höchstwerten, Blitzentladungen und Regenmengen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Wo wird es heute am heißesten?

Hotspots sind Niederösterreich, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark. Hier die Karte mit den zu erwartenden Höchstwerten zum Vergrößern anklicken bzw. -tippen):

Höchstwerte am Dienstag.

Wo drohen heute Unwetter?

Die größte Gewittergefahr (rot markiert) besteht im Übergangsbereich der heißen zur kühlen Luft im Westen, grob skizziert hier:

In der Mitte und im Norden am Dienstag kräftige Gewitter.

Hitze und Gewitter: Am Dienstag bis zu 38 Grad und Unwetter

Hitzewelle

Schon wieder heißester Tag des Jahres?

Mit 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde am vergangenen Donnerstag die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen, dieser Wert könnte bereits morgen wieder der Vergangenheit angehören. Im Vorfeld eines Höhentiefs über Frankreich erreichen uns nämlich extrem heiße Luftmassen von der Iberischen Halbinsel.

Die Großwetterlage ist auf der folgenden Karte gut zu erkennen:

Die Großwetterlage am Dienstag.

Die Hotspots dürften recht ähnlich wie vergangene Woche das Flachland Niederösterreichs, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark sein. In diesen Regionen sind verbreitet Höchstwerte um 35 Grad in Sicht, punktuell gehen sich aber auch 37 oder sogar 38 Grad aus.

Hier die zu erwartenden Höchstwerte am Dienstag:

Die Höchstwerte am Dienstag. Zum Vergrößern der Karte anklicken bzw. -tippen

Heftige Gewitter aus Westen

Im Westen des Landes ist am Dienstag von Hochsommerhitze keine Spur, in Vorarlberg etwa verharren die Temperaturen meist sogar unter der 20-Grad-Marke. Im Übergangsbereich von der kühlen zur sehr heißen Luft kündigen sich im Laufe des Tages zudem heftige Gewitter an! Schon am Vormittag gehen in Nordtirol erste Gewitter nieder, Unwetterpotential ist hier aber noch nicht gegeben. Am Nachmittag und Abend steigt dann auch vom Kaisergebirge bis zum Mühl- und Waldviertel die Gewitterneigung deutlich an, wobei in diesem Streifen mit Sturmböen und großem Hagel gerechnet werden muss. Auch nach Osttirol und Oberkärnten ziehen von Italien her ein paar kräftige Gewitter. Weiter nach Osten zu passiert außer brütender Hitze dagegen gewittertechnisch nichts.

Hier jene Regionen mit der größten Unwettergefahr morgen:

In der Mitte und im Norden am Dienstag kräftige Gewitter.

Sommer 2021: Rückblick und Tendenz für die zweite Hälfte

Rückblick auf den Juni

Der erste Sommermonat ist bereits Geschichte und die im Frühling prognostizierte Verteilung der Temperatur- und Niederschlagsanomalien passt soweit gut für Mitteleuropa. Von der Iberischen Halbinsel über Frankreich bis nach Mitteleuropa brachten mehrere Gewitterlagen überdurchschnittlich viel Regen, jedoch – wie häufig der Fall im Sommer – mit sehr großen Unterschieden auf engstem Raum. An der Adria und in der Pannonischen Tiefebene wurde hingegen die anhaltende Trockenheit zum Thema.

Die Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel im Juni 2021 © ECMWF Copernicus

Temperaturtechnisch war der Juni generell überdurchschnittlich warm. Am größten war die positive Anomalie vom Mittelmeerraum bis zum Baltikum, hier verlief der Monat oft mehr als 2 Grad zu warm im Vergleich zum langjährigen Mittel. Leichte negative Temperaturanomalien wurden lediglich am Atlantik und im Bereich des Bosporus verzeichnet.

Die Abweichung des Niederschlags des Junis vom Durchschnitt © NOAA-PSL

Vorschau auf die 2. Halbzeit

Wie geht es im Sommer 2021 weiter? Laut der aktualisierten Quartal-Prognosen für die zweite Sommerhälfte wird sich die Lage nun doch etwas ändern. Eine Häufung an Hochdruckgebieten über dem westlichen Mittelmeerraum sollte hier oft trockene Verhältnisse bringen und somit für steigende Dürregefahr sorgen. Aufgrund des oft vorhandenen Hochs im Westen des Mittelmeeres würden die atlantischen Fronten öfters nur die Nordwesthälfte des Kontinents erfassen und erst wieder in Richtung Osteuropa für zahlreiche Gewittertage sorgen.

Prognostizierte Temperaturabweichung für Juli-August-September © ECMWF Copernicus

Anhand dieser Lage könnte der restliche Sommer vor allem an der Nord- und Ostsee, im Baltikum sowie im Nordatlantik durchschnittlich warm oder sogar leicht zu kühl ausfallen. Die größten positiven Temperaturanomalien sind hingegen am Mittelmeer zu erwarten. Von Spanien über Südfrankreich und Italien bis zum Balkan sollte sich die zweite Sommerhälfte um etwa ein Grad zu warm im Vergleich zum langjährigen Mittel erweisen.

Prognostizierte Wahrscheinlichkeit dafür, ob der Sommer zu trocken (gelbliche Töne) der zu nass (Grüntöne) ausfallen wird © ECMWF Copernicus

Titelbild: Tendenz für die zweite Sommerhälfte – UBIMET

Schwere Gewitter beendeten Hitzewelle

Sommergewitter - pixabay.com / SturmjaegerTobi

Heißester Tag des Jahres!

Mit 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde am gestrigen Donnerstag die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen, der vorherige Spitzenwert von 35,3 Grad in Güssing und Leibnitz wurde damit klar überboten. Es war dies zugleich die höchste Temperatur in Österreich seit rund zwei Jahren. Hotspots waren gestern eindeutig Wien, das östliche Niederösterreich sowie das Nord- und Mittelburgenland mit mehr als 35 Grad. Zeitgleich wurden am westlichen Ende Österreichs in Bregenz lediglich 18 Grad registriert. Eine solch große Temperaturspanne zwischen dem Westen und dem Osten des Landes ist im Sommer extrem selten.

Im Osten gab es verbreitet einen Hitzetag (> 30 Grad, rot markiert)

Heftige Gewitter im Großteil Österreichs

Im Vorfeld sowie mit Durchzug einer Kaltfront von Westen her gingen dann jedoch teils heftige Gewitter nieder, seit gestern wurden rund 106.000 Blitze am Himmel über Österreich gezählt. Fast 40.000 Entladungen entfielen dabei auf Niederösterreich, gut 30.000 auf Oberösterreich. Mit 20.000 Blitzen auf Rang 3 liegt die Steiermark. Auch in Wien wurde es vergangene Nacht gewittrig, in der Bundeshauptstadt wurden immerhin 300 Blitze gezählt.

Blitze am Donnerstag.
Blitze am Freitag.

Mit den Gewittern kam es auch zu Sturmböen, wie zum Beispiel in Obervellach (Kärnten, 75 km/h) oder Limberg (Niederösterreich, 86 km/h). Besonders in der Eisenwurzen, im Oberen Murtal sowie im Grazer Bergland kam es lokal auch zu größerem Hagel. In Vorarlberg waren indes eher die großen Regenmengen ein Thema, 60-70 Liter pro Quadratmeter sind rund um das Rheintal in den vergangenen 24 Stunden zusammengekommen. Im Osten sorgten die Gewitter zumindest für eine geringe Linderung der extremen Trockenheit, 2-5 l/m² fielen im Großraum Wien.

24-stündiger Niederschlag bis Freitagfrüh.

Wochenende ruhiger

Das Wochenende verläuft deutlich ruhiger, wenngleich leicht unbeständig. Am Samstag scheint verbreitet die Sonne und mit 23 bis 31 Grad wird es auch sommerlich warm. Mit Annäherung eines Tiefs entstehen am Nachmittag und Abend über den Bergen Vorarlbergs und Tirols ein paar Schauer und Gewitter. Der Sonntag startet in Tirol, Salzburg und Oberösterreich bewölkt mit schauerartigem Regen, tagsüber kommt das Tief weiter nach Osten voran. Hier bilden sich nach einem freundlichen Start einige Schauer und Gewitter – Unwetterpotential besteht aber nicht und mit 22 bis 30 Grad bleibt es angenehm warm.

Neue Woche startet sehr heiß – später Unwettergefahr

Zu Beginn der neuen Woche stellt sich zunächst eine föhnige Südströmung ein, mit der die Temperaturen wieder deutlich ansteigen. Am Montag gibt es an der Alpennordseite schon bis zu 36 Grad, die 30-Grad-Marke wird aber fast überall geknackt. Der Dienstag bringt dem Osten noch einmal große Hitze mit rund 35 Grad, im Westen ist es mit Regen dagegen schon 15-20 Grad kühler. Aus heutiger Sicht drohen tagsüber aber wieder heftige Gewitter!

Gewitter in Kärnten und Tirol, in der Nacht auch in Wien

Gewitter mit Regen. © Adobe Stock

Hiermit beenden wir den heutigen Liveticker, wir sagen vielen Dank fürs Mitlesen und wünschen noch eine gute Nacht!

+++ 04:00 +++

Die Gewitter im östlichen Flachland ziehen nun allmählich Richtung Norden ab. Die restliche Nacht verläuft dann im Großteil des Landes wieder ruhig, länger nass bleibt es noch im Westen. Auch im Osten ziehen noch einzelne Regenschauer durch.

Im Anschluss noch drei Karten die den Donnerstag und die Nacht auf Freitag recht anschaulich zusammenfassen:

+++ 03:00 +++

Endlich auch Abkühlung in Wien! Ein Gewitter zieht auf die Bundeshauptstadt zu. Rechnet in der nächsten Stunde mit kräftigen Regen und stürmischen Böen. Die Webcam hat die Blitzshow gut eingefangen.

+++ 02:00 +++

Die Gewitterlinie liegt nun zwischen den Fischbacher Alpen und dem Waldviertel, verlagert sich weiter in Richtung Nordosten.

+++ 01:00 +++

Nun wird es auch im Osten gewittrig. Die ersten Gewitter haben sich im östlichen Bergland gebildet und ziehen nun in nordöstliche Richtung ins Mostviertel sowie auch ins Wiener Becken. Ebenso zieht derzeit ein kräftiges Gewitter über Graz.

+++ 00:40 +++

Die Kaltfront liegt derzeit quer über dem Alpenraum und an dieser hat sich eine Gewitterlinie gebildet, welche von der Südsteiermark bis ins Mühlviertel reicht. Im Laufe der Nacht verlagert sich die Kaltfront weiter in den Osten und damit auch die Gewitterlinie.

+++ 23:40 +++

Kurz vor Klagenfurt hat sich nun ein kräftiges Gewitter gebildet. Das Gewitter verlagert sich in nordöstliche Richtung!

+++ 23:00 +++

Die Gewitter aus Italien erreichen nun auch Unterkärnten. Für das Klagenfurter Becken sind bereits Gewitterwarnungen aktiv. Diese bringen kräftigen Regen und stürmische Böen, stellenweise auch kleinen Hagel mit sich.

+++ 22:30 Uhr +++

Kaum Abkühlung gab es bisher in Wien und Umgebung. Auch wenn die Temperatur in der letzten Stunde um ein paar Grad zurückging, so stieg die Feuchtigkeit mit dem Westwind sogar noch ein wenig an. In der Nacht deuten sich dann aber auch für das östliche Flachland teils kräftige Gewitter ab. Dies zeigt auch die Niederschlagsprognose unseres Modells:

+++ 22:15 Uhr +++

Die kräftigsten Gewitter gehen derzeit im Kärnten und Osttirol nieder. Diese ziehen von Italien in Richtung Norden. In weiterer Folge erreichen die Gewitter dann auch das Salzburger Land. Rechnet hier somit in den kommenden Stunden mit kräftigem Regen, lokalen Sturmböen sowie auch kleinem Hagel.

Radar-, Blitz- und Satelittenanimation ©Ubimet/Nowcast/Austrocontrol/Eumetsat

+++ 21:15 Uhr +++

In Vorarlberg und Tirol gibt es nun kräftigen Dauerregen, ein Hagelgewitter erreicht von Süden her gerade das Waldviertel (ist das ehemalige Hinterstoder-Gewitter) und in Wien hat der Wind nun auf West gedreht.

Radar- und Stationsdaten (UBIMET, ACG, ZAMG)

Allerdings bringt der Westwind nicht wie üblich Abkühlung, sonders deutlich feuchte Luft vom Donauraum nach Wien. Somit verbessern sich die Bedingungen für Gewitter nach Mitternacht.

+++ 20:40 Uhr +++

Weiterhin ziehen die stärksten Gewitter über Oberösterreich, angrenzende Niederösterreich hinweg.

Ein weiterer großer Gewitterkomplex nähert sich von Oberitalien bald Südösterreich und nach Mitternacht nimmt auch im Osten die Gewittergefahr stetig zu. Hier kann es also eine unruhige Nacht werden.

+++ 19:50 Uhr +++

Achtung derzeit ein sehr starkes Gewitter über Hinterstoder mit Hagel und Starkregen, zieht nun in Richtung Großraming.

+++ 19:40 Uhr +++

Vor kurzem gab es Hagel in Gmunden und eine Gewitterlinie mit teils starken Gewitterzellen erreicht bald das Traun- und Mostviertel.

+++ Extreme Temperaturgegensätze – 19 Uhr +++

Auch jetzt noch am Abend sind die Temperaturunterschiede zwischen West und Ost enorm. Währen in Wien noch schweißtreibende 33 bis 35 Grad erreicht werden, sind es im Rheintal nur mehr herbstlichen 14 bis 16 Grad.

Eine Temperaturspanne von 10 bis 15 Grad gibt es öfter, doch ganze 20 Grad  Unterschied zwischen Vorarlberg und Wien sind äußerst rar.

+++ Gewitter im Mürztal – 18:30 Uhr+++

Im Westen gehen die Gewitter immer mehr in Starkregen über, dafür ziehen derzeit von Osttirol und Oberkärnten über den Lungau bis nach Oberösterreich kräftige Gewitter durch.

Radarbild Ubimet, ACG

Auch weiter östlich hat sich ein kleines, aber durchaus starkes Gewitter im Mürztal gebildet.

+++ Update 18:15 Uhr +++

Spitzenreiter für die Blitzentladungen war bislang Oberösterreich mit 5000, knapp dahinter folgt aber Niederösterreich. Nur in Burgenland und Wien wurden heute noch keine Blitze geortet, aber dies wird nach Mitternacht (also morgen, streng genommen) höchstwahrscheinlich ändern…

Anzahl der Blitze pro Bundesland - UBIMET, nowcast
Anzahl der Blitze pro Bundesland – UBIMET, nowcast

Die bei weitem stärksten Knaller des Tages wurden dabei im Bezirk Reutte registriert.

Stärkste Blitze des Tages - UBIMET, nowcast
Stärkste Blitze des Tages – UBIMET, nowcast

+++ Update 17:45 Uhr +++

Es ist Zeit für eine Zwischenbilanz des konvektiven Tages. Im Westen hat schon zum Teil ergiebig und gewittrig durchsetzt geregnet. Am Bodensee sind schon knappe 40 l/m² Regen zusammengekommen und in den kommenden Stunden regnet es hier weiter kräftig (Rotwarnung bis Freitagmorgen aufrecht!).

Akkumulierte Niederschlagsmengen bis 17 Uhr - UBIMET, ZAMG
Akkumulierte Niederschlagsmengen bis 17 Uhr – UBIMET, ZAMG

Die Gewitter verlagern sich heute mit erhöhter Geschwindigkeit und ihre „Spuren“ sind ausgesprochen lang auf der Karte des Blitzverlaufs. Verschont blieb bislang nur der Südosten des Landes. Hier wird es aber in der Nacht zunehmend gewittrig!

Blitzverlauf in Österreich am 08.07.2021 bis 17:30 Uhr - UBIMET, nowcast
Blitzverlauf in Österreich am 08.07.2021 bis 17:30 Uhr – UBIMET, nowcast

Lokal wurden mit den Gewittern schon Sturmböen gemessen, wie etwa in Kornat in Oberkärnten mit 93 km/h oder in Limberg (NÖ) mit 86 km/h.

Max. Windböen bis 17:20 Uhr - UBIMET, ZAMG
Max. Windböen bis 17:20 Uhr – UBIMET, ZAMG

+++ Update 17:20 Uhr +++

Die heftigsten Gewitter über Nieder- und Oberösterreich ziehen nun bald in Richtung Tschechien ab, ein neuer Schwung an Gewitter ist von Italien her aber im Westen schon angekommen.

Aktuelle Blitzverteilung

Während es im Westen mehr gewittriger Starkregen ist, sind nach einer kurzen Pause östlich von Salzburg neuerlich starke Gewitter möglich.

+++ Update 16:50 Uhr +++

Hinter einer sehr kräftigen Zelle im Weinviertel, die bei einem Volltreffer an unserer Station Limberg für 86 km/h Sturmböen sorgte, hat sich nun eine weitere, ebenfalls sehr kräftige Zelle bei Tulln gebildet. Diese zieht derzeit Richtung Laa an der Thaya!

Radarbild

+++ Update 16:45 Uhr +++

Anbei paar Infos zur aktuellen Wetterlagen direkt aus dem Büro der UWZ via Puls24:

+++ Update 16:40 Uhr +++

Ein Blick von oben bringt meist einen besseren Überblick, so auch heute. Schauen wir uns den Satellitenfilm an, erkennt man nicht nur die pilzförmige Wolkenstruktur der aufploppenden Gewitter in Österreich, sondern viel mehr die Gewitterkomplexe in Italien:

Satellitenfilm – UBIMET, EUMETSAT

+++ Update 16:00 Uhr +++

Ein Blick auf die aktuellen Temperaturmaxima zeigt, dass einerseits die prognostizierten 37 Grad und damit der heißeste Tag des bisherigen Jahres deutlich erreicht wurde, andererseits aber auch den bemerkenswerten Unterschied zwischen West und Ost.

Während etwa in Bregenz das heutige Maximum nur bei 17,6 Grad liegt, hat es in Wien-Stammersdorf derzeit 37,1 Grad und damit hier einen neuen Allzeit-Juli-Rekord!

Temperaturmaxima von 15 Uhr

Die aktuelle Hitliste:

  • 37,5 Grad – Bad Deutsch-Altenburg (NÖ)
  • 37,1 Grad – Wien, Stammersdorf (neuer Allzeit-Juli-Rekord)
  • 36,8 Grad – Langenlebarn (NÖ)
  • 36,8 Grad – Wien, Innere Stadt
  • 36,7 Grad – Hohenau (NÖ)

+++ Update 15:45 Uhr +++

Einen aufmerksamen Blick sollten die Innviertler in den kommenden Minuten nach Südwesten werfen, denn vom Chiemsee aus kommend zieht aktuell eine sehr kräftige Zelle nach Nordosten, Richtung Innviertel!

Radarbild 15:25 Uhr

Eben ist sie noch über den Chiemsee gezogen, wo eine der webcams dort die vom Wind getriebenen Wellen aufgenommen hat:

Gewitter überm Chiemsee – https://www.addicted-sports.com/webcam/chiemsee/uebersee/

+++ Update 15:25 Uhr +++

Aber zurück, zu den Gewittern in Österreich! Der Blitzverlauf zeigt, wie schnell und in welche Richtung die Gewitter ziehen und ob sie sehr blitzaktiv sind. Je dunkler ein Plus-Zeichen, umso älter derjenige Blitz. Die gelben Zeichen markieren dabei die aktuellen Blitze.

Blitzverlauf, 15:05 Uhr

Gewittrige Schauer ziehen derzeit über Innsbruck und auf St.Pölten zu! Zwei kräftige Gewitter haben Österreich inzwischen verlassen und das bayrische Alpenvorland erreicht, ebenso die Linzer-Zelle Tschechien.

Eine der beiden kräftigen Zellen in Tirol hat bei Leutasch, westlich von Innsbruck, Hagel gebracht, wie man ihn teilweise noch auf den Dächern liegen sieht:

Webcambild mit Hagel auf den Dächern – www.adlerhof.at

Auch die Linzer Zelle brachte Starkregen und Sturmböen:

Webcam Poestlingberg mit Gewitter über Linz – http://poestlingberg.it-wms.com/wmspanoviewer.php

+++ Update 15:00 Uhr +++

Übrigens ist es heute nicht nur bei uns gewittrig, heiß und verregnet!
Bei unseren Nachbarn in Ungarn – genauer gesagt in Paks – wurden schon 38,7 Grad gemessen, in Teilen Bayerns gehen die Gewitter in der Nacht ebenfalls in ergiebigen Regen über mit Niederschlagsmengen bis zu 80mm in der Zeit bis morgen Vormittag und auch in der Schweiz wurde schon von flash-flood- und Hagelgewittern berichtet:

+++ Update 14:45 Uhr +++

Von Gewittern keine Spur, dafür aber brütend heiß ist es derzeit im Osten. So führt die Hitliste weiterhin Bad Deutsch-Altenburg mit 36,5 Grad an, dicht gefolgt von Hohenau mit 36,2 Grad und Wien-Stammersdorf mit 36,1 Grad.

Gerade jetzt um die Mittagszeit steht die Sonne am höchsten und hat somit auch die stärkste Kraft. Der Hitzestress auf den Körper ist nicht zu unterschätzen, nehmen Sie daher genügend Wasser zu sich und meiden Sie zu lange Aufenthalte in der prallen Sonne!

+++ Update 14:20 Uhr +++

Erste sehr kräftige Gewitterzellen haben sich schon gebildet, daher seid bitte vorsichtig im Raum Linz und im Mariazellerland! Hier ist nicht nur mit Sturmböen, sondern auch mit Hagel zu rechnen.

Radarbild 14:05 Uhr

+++ Update 14:00 Uhr +++

Die Temperaturen im Osten steigen weiter an, mittlerweile wurde an mehreren Orten die 35-Grad-Marke geknackt:

  • 36,2 Grad Bad Deutsch-Altenburg (NÖ)
  • 35,8 Grad Pottschach-Ternitz (NÖ)
  • 35,5 Grad Wiener Neustadt (NÖ)
  • 35,4 Grad Hohenau (NÖ)

Auch in Teilen Wiens ist es in wenigen Minuten so weit, in Stammersdorf messen wir aktuell 34,9 Grad.

+++ Update 13:40 Uhr +++

In Pottschach-Ternitz im Bezirk Neunkirchen wurden soeben 35,4 Grad gemeldet. Dieser Wert entspricht der bislang höchsten gemessen Temperatur in Österreich im Jahr 2021!

Ternitz und Umgebung. © Webcam Gfiederwarte Ternitz

+++ Update 13:35 Uhr +++

Im südlichen Wiener Becken wurde mittlerweile die 35-Grad-Marke erreicht, im Westen ziehen dagegen immer mehr Gewitter durch und in Vorarlberg regnet es kräftig. Hier fällt auch kommende Nacht kräftiger Regen, wir haben bereits Warnungen der Stufe „rot“ ausgegeben (es besteht die Gefahr von lokalen Vermurungen bzw. kleinräumigen Überflutungen).

Aktuelle Temperaturen und Blitzentladungen. Daten: UBIMET/ZAMG/nowcast

+++ Update 13:15 Uhr +++

Anbei die bislang höchsten Temperaturen des heutigen Tages:

  • 34,7 Grad Pottschach-Ternitz (NÖ)
  • 34,7 Grad Wiener Neustadt / Flugplatz (NÖ)
  • 33,9 Grad Ritzing (B)
  • 33,9 Grad Weyer (OÖ)
  • 33,9 Grad Mattersburg (B)
  • 33,9 Grad Schönau an der Enns (OÖ)

Die bislang höchste gemessene Temperatur in Österreich in diesem Jahr war 35,3 Grad in Leibnitz am 24. Juni sowie auch in Güssing am 29. Juni. Dieser Wert ist bereits in greifbarer Nähe.

+++ Update 13:05 Uhr +++

Ergänzend zur bereits erwähnten Trockenheit, kommt hier auch unsere Berechnung der heutigen Waldbrandgefahr. Im östlichen Flachland sind die Bedingungen heute sehr gefährlich, da sowohl der Boden als auch die Luft sehr trocken sind. Hinzu kommt der lebhaft auffrischende, föhnige Süd- bis Südostwind, der zu einer schnellen Ausbreitung etwaiger Brände führen kann.

Sehr hohe Waldbrandgefahr im Osten (zum Vergrößern auf die Karte klicken).

+++ Update 12:55 Uhr +++

In Wien herrscht aufgrund der Trockenheit mittlerweile Grillverbot. Tatsächlich gab es hier seit Sommerbeginn am 1. Juni teils weniger als 10% der üblichen Niederschlagsmenge. Die Waldbrandgefahr ist im Osten des Landes heute verbreitet sehr groß.

Niederschlagsabweichung

 

+++ Update 12:30 Uhr +++

Die nachfolgende Tabelle werden wir heute wohl noch häufiger posten, sie zeigt die bis dato höchsten gemessenen Temperaturen. Mit bereits 33 Grad im Osten liegt der Temperaturgradient in Österreich aktuell bei 17 Grad zwischen West und Ost, denn im Rheintal gibt es im Regen aktuell nur 16 Grad.

Aktuelle Höchstwerte am 08.07.2021 @ UBIMET

+++ Update 12:00 Uhr +++

In völligem Gegensatz zum Bild aus Röthis steht der Blick auf den Himmel in Wien. Hier wird es heute sonnig, trocken und heiß bleiben. In der Nacht bzw. am Freitagmorgen ist die Chance für durchziehende Gewitter aber auch hier gegeben.

Webcam Wien @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/

An der Grafik für die prognostizierten Höchsttemperaturen erkennt man eindrucksvoll den Gegensatz zwischen West und Ost:

Prognose der Höchsttemperaturen am 08.07.2021 @ UBIMET

+++ Update 11:30 Uhr +++

Völlig gegensätzlich präsentiert sich das Wetter im äußersten Westen. Hier liegt aktuell die Luftmassengrenze und entlang dieser verlagert sich gewittriger Starkregen von Italien und dem Schweizer Tessin her über das Rheintal nach Nordosten. 6 l/qm sind so letzte Stunde in Feldkirch gefallen, 8 l/qm waren es in Fraxern. In Vorarlberg und dem Außerfern laufen entsprechend Starkregenwarnungen.

Webcambild @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/roethis-west/

+++ Update 11:00 Uhr +++

Momentan steigen die Temperaturen bei Sonnenschein mit häufig 2 bis 3 Grad pro Stunde an, die ersten Wetterstationen haben die 30 Grad-Marke erreicht. So melden Mattersburg und Pottschach-Ternitz genau 30,0 Grad, mit föhnigem Südwind schafft es Windischgarsten auf 30,2 Grad.

+++ Übersicht +++

Eine Luftmassengrenze liegt derzeit quer über Mitteleuropa und trennt kühle Atlantikluft im äußersten Westen des Landes von sehr heißen Luftmassen in der Osthälfte. Der Höhepunkt dieser Zweiteilung wird heute Donnerstag erreicht: Von Vorarlberg bis ins Innviertel überwiegen die Wolken und ganz im Westen regnet es immer wieder teils gewittrig durchsetzt bei Höchstwerten zwischen 18 und 25 Grad. In den zentralen Landesteilen lockern die Wolken zeitweise auf uns es wird sommerlich warm. Im Süden und Osten erreicht die Hitze dagegen ihren Höhepunkt: Von Unterkärnten bis nach Niederösterreich scheint verbreitet die Sonne und mit 30 bis 36 Grad, lokal – wie etwa im Seewinkel mit bis zu 37 Grad – wird es extrem heiß.

Im Laufe des Nachmittags steigt die Gewitterneigung in den zentralen Landesteilen vom Tiroler Unterland bis nach Oberösterreich sowie später auch in Oberkärnten an. Örtlich zeichnen sich heftige Gewitter ab. Vor allem vom Kaiserwinkl bis ins Mühlviertel sind örtlich schwere Sturmböen um 100 km/h, Starkregen und Hagel möglich. Am Abend nimmt die Gewitterneigung auch im Süden zu, in der Nacht im Osten, während die Gewitter im Westen in kräftigen Regen übergehen. Besonders in Vorarlberg sind bis Freitagmorgen teils große Regenmengen zu erwarten.

 

Titelbild @ stock.adobe.com

Knapp 40 Grad und schwere Gewitter am Donnerstag

Extreme Hitze im Osten

Bereits gestern haben wir an dieser Stelle über die anstehende Hitzewelle berichtet, heute manifestieren sich die heißen Aussichten. Heute und morgen gibt es bereits Höchstwerte um 35 Grad, am Donnerstag steht dann der heißeste Tag des bisherigen Jahres an!

Hier eine Übersicht der zu erwartenden Höchstwerte, violette Flächen = über 35 Grad:

Die Höchstwerte am Donnerstag

Der absolute Julirekord von 39,7 Grad in Dellach bleibt wohl unangetastet, an manchen Stationen im Osten bewegen wir uns aber in die Nähe der Rekorde.

Hier einige ausgewählte Temperaturrekorde für den Juli im Norden und Osten, es könnte durchaus vereinzelt neue Bestmarken geben:

Station Julirekord (Jahr)
Wien Hohe Warte 38,3 Grad (1957)
St. Pölten 39,0 Grad (1957)
Linz 38,0 Grad (1950)
Eisenstadt 38,7 Grad (2007)
Krems 38,8 Grad (2019)
Wiener Neustadt 38,1 Grad (2007)

Heftige Gewitter beenden Hitze

Die Hitze geht leider nicht geräuschlos zu Ende. Am Nachmittag entstehen von Vorarlberg bis Salzburg immer mehr Schauer und teils heftige Gewitter, in den Abendstunden besteht dann vom Tiroler Unterland bis zum Waldviertel erhöhte Unwettergefahr. Zu befürchten sind besonders im violetten Bereich der folgenden Karte
  • starker Regen mit bis zu 50 l/m² in kurzer Zeit
  • Sturmböen von 70 bis 90 km/h
  • großer Hagel mit rund 5 cm Durchmesser

Gewittergefahr am Donnerstag.

Trockenheit im Osten wird gelindert

Freitagnacht erreichen die Schauer und Gewitter auch den Osten, hier wir die seit Wochen andauernde Trockenheit zumindest etwas gelindert. Wie dramatisch die Lage ist, zeigt die Karte der Waldbrandgefahr für Donnerstag. Violett bedeutet eine extrem hohe Gefahr!

Extrem hohe Waldbrandgefahr derzeit im Osten.

Die Trockenheit ist hier seit Sommerbeginn Anfang Juni präsent, in Wien fehlen derzeit rund 90% jenen Regens, der sonst vom 1.6. bis zum heutigen Tag fällt. Somit sind wir auf Kurs des trockensten Sommers der Wiener Messgeschichte. Ähnlich sieht es in Eisenstadt aus (-89%).

Der Sommer verlief bislang in weiten Teilen des Landes zu trocken.

 

Nächste Hitzewelle: Am Donnerstag bis 38 Grad!

Die nächste Hitzewelle steht unmittelbar in den Startlöchern, sie fällt nach kurz, dafür aber intensiv aus. Dienstag und Mittwoch stehen im Osten und Süden bereits Höchstwerte um 35 Grad auf dem Programm, der Höhepunkt der Hitzewelle wird am Donnerstag erreicht. Mit Temperaturen bis zu 38 Grad nach Osten zu bewegen wir uns dann schon im Bereich der Juli-Rekorde, ehe schwere Gewitter der Hitzewelle wieder ein Ende bereiten.

Föhnige Südwestströmung bringt Hitzewelle

In den kommenden Tagen liegt der Alpenraum am Rande des Tiefs ZYPRIAN mit Kern über der Nordsee. Mit einer leicht föhnigen Südwestströmung werden wieder zunehmend heiße Luftmassen herantransportiert – die zweite Hitzewelle des Jahres nimmt ihren Lauf. Mit einer Länge von nur drei Tagen erfüllt diese so gerade eben die Definition einer Hitzewelle, fällt also recht kurz, aber intensiv aus.

Am Rande des Tiefs strömt von Süden heiße Luft in den Alpenraum © Ubimet/ECMWF

Dienstag schon bis 35 Grad, Mittwoch 36 Grad

Am Dienstag knacken die Temperaturen schon in allen Bundesländern die 30-Grad-Marke, Hotspots mit bis zu 35 Grad sind dabei die Alpennordseite vom Salzkammergut bis zum Tullnerfeld. Hier unterstützt leicht föhniger Südwind die kräftige Julisonne. Abends sind primär in Vorarlberg und Nordtirol einzelne, kräftige Gewitter möglich.

Am Mittwoch konzentriert sich die Hitze auf die Osthälfte: Von Linz und Lienz ostwärts werden 30 bis 36 Grad gemessen. Die heißesten Regionen dürften dann der Seewinkel im Nordburgenland und das Klagenfurter Becken sein. Im Westen ist es mit 20 bis 27 Grad schon deutlich kühler, hier sind auch im Umfeld einer Kaltfront ein paar Schauer und Gewitter einzuplanen.

38 Grad: Höhepunkt Donnerstag

Am Donnerstag erreichen die Ostalpen noch heißere Luftmassen aus dem Mittelmeerraum. Mit Unterstützung von leicht föhnigem Südwind klettern die Temperaturen in der gesamten Osthälfte auf schweißtreibende 35 Grad. Besonders vom Mostviertel über das östliche Flachland bis ins Südburgenland sind sogar Spitzenwerte von bis zu 38 Grad in Sicht. Selbst 39 Grad können punktuell nicht ausgeschlossen werden. Bei solch extremen Temperaturen sind die Rekorde für den Juli nicht mehr allzu fern. Auf der Hohen Warte in Wien wurde 1957 der Julirekord von 38,3 Grad aufgestellt, 39,0 Grad waren es am selben Tag in St. Pölten. Vor 14 Jahren wurde in Eisenstadt der noch immer gültige Julirekord von 38,7 Grad aufgestellt.

Höchstwerte im Osten des Landes © Ubimet

Schwere Unwetter beenden Hitze

Mit Annäherung einer Kaltfront entstehen am Nachmittag in Vorarlberg und Nordtirol aber immer mehr Schauer und Gewitter, letztere können lokal unwetterartig ausfallen. Dabei sind großer Hagel und Sturmböen möglich, zum Abend hin breiten sich die schweren Gewitter auch auf Salzburg und das westliche Oberösterreich aus. Im Mühl- und Waldviertel sowie im östlichen Bergland sind in der aufgeheizten Luft zwar ebenfalls kräftige Gewitter möglich, dort sind diese aber deutlich seltener anzutreffen.

Gewitterlinie in Oberösterreich ©Stormhunters Austria

Weitere Aussichten sommerlich warm

Mit Beginn der Sommerferien in sechs weiteren Bundesländern am Freitag ist die große Hitze wieder Geschichte. Nur ganz im Osten und Südosten hält sich die heiße Luft mit Höchstwerten um 30 Grad noch einen weiteren Tag, sonst sorgen Schauer und Gewitter schon für eine spürbare Abkühlung. Auch das Wochenende steht aus heutiger Sicht im Zeichen wechselhaften Sommerwetters – wirklich kühl wird es aber mit Höchstwerten von 25 bis 30 Grad auch nicht.

Gewitter mit Starkregen von Vorarlberg bis Kärnten

Gewitter in den Alpen

In der vergangenen Nacht zog eine schwache Front über Österreich hinweg und sorgte am Vormittag im Osten für letzte Regenschauer. Vorübergehend setzt sich nun von Westen die Sonne durch, allerdings ist die Wetterberuhigung nur von kurzer Dauer. Bereits am frühen Nachmittag entstehen in der feuchten Luft im Vorfeld einer schwachen Kaltfront im Westen Schauer und Gewitter.

Unwetterpotential am Sonntag/Sonntagnacht

Diese breiten sich bis zum Abend auf Salzburg und Kärnten aus und fallen lokal kräftig aus. Es kann zu kleinem Hagel kommen und innerhalb kürzester Zeit fallen bis zu 30 mm an Regen.

Gewittriger Starkregen in der Nacht

Am späten Abend verlagern sich die Gewitter ostwärts und wachsen zu einem größeren Regengebiet zusammen. Dabei kann es stellenweise kräftig regnen und es sind auch immer wieder Blitze dabei.

Der Schwerpunkt liegt in der Nacht in Salzburg, Kärnten der westlichen Obersteiermark und auch im Salzkammergut. Lokal kommen dabei rund 50 mm zusammen und das in wenigen Stunden. Dabei kann es zu lokalen Überflutungen oder Vermurungen kommen. Am Montagvormittag beruhigt sich dann rasch die Situation und der Regen klingt weitgehend ab. Im ausgetrockneten Osten heißt es dagegen weiter warten auf Regen.

Gewitter: Von der Einzelzelle bis zur Superzelle

Die Superzelle vor der Ankunft in Wien © M. Spatzierer

Der Juni war in Österreich überdurchschnittlich gewittrig, besonders im Norden des Landes gab es außergewöhnlich viele und kräftige Gewitter, wir berichteten darüber bereits hier: Mehr als 400.000 Blitze im Juni. Allgemein spricht man von einem Gewitter sobald ein Donner hörbar ist, allerdings können Gewitter eine sehr unterschiedliche Struktur aufweisen. Je nach Windscherung und vertikaler Schichtung der Atmosphäre weisen sie zudem eine unterschiedliche Intensität und Lebensdauer auf.

Einzelzelle

Für die Entstehung von Gewittern sind grundsätzlich drei Zutaten notwendig: Ausreichend Feuchtigkeit in der Grundschicht der Atmosphäre, eine genügend starke Temperaturdifferenz mit der Höhe und einen Auslöser (wie beispielsweise eine Kaltfront oder eine bodennahe Windkonvergenz). Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind und Luft aufsteigt, dann beginnt der enthaltene Wasserdampf zu kondensieren. Die dadurch freigesetzte Energie sorgt für weiteren Auftrieb, wodurch sich die allzubekannten Gewitterwolken – auch Cumulonimbus genannt – bilden. Durch das Auf- und Abwirbeln kollidieren Eispartikel miteinander, was zu einer Ladungstrennung führt. Dadurch überwiegt in den unteren und oberen Wolkenschichten eine positive Ladung bzw. in den mittleren Wolkenschichten eine negative Ladung. Durch Blitzentladungen kann dieser Ladungsunterschied ausgeglichen werden.

Ein Einzelzellengewitter. © NOAA

Der einsetzende Niederschlag wird von Verdunstungsprozessen begleitet, wodurch Abwinde entstehen. Da Auf- und Abwind jedoch räumlich nicht genügend voneinander getrennt sind, behindern die Abwinde die Aufwinde und kappen die Zufuhr weiterer „Gewitternahrung“ ab. Das Gewitter schwächt sich ab und zerfällt. In der Regel weisen solche Gewitter eine Lebensdauer von etwa 30 Minuten auf und werden von Platzregen sowie manchmal auch von kräftigen Böen und kleinem Hagel begleitet.

Gewitter
Eine alleinstehendes Gewitter mit der typischen Amboss-Struktur. © AdobeStock

Multizellen

Gewitter weisen oft eine zumindest schwach ausgeprägte mehrzellige Struktur auf, damit werden sie per Definition zu einer Multizelle. Diese Gewitter sind insgesamt langlebiger als ordinäre Gewitter und können bei passenden Bedingungen zu großen Gewitterkomplexen heranwachsen: Wenn die Winde in der Höhe eine stärkere Windgeschwindigkeit aufweisen als die Winde in Bodennähe (also wenn es vertikale Windscherung gibt), können bei einem Gewitter die Aufwindzone von der Abwindzone getrennt werden. Dadurch wird die Zufuhr an feuchtwarmer Luft nicht unterbrochen. Bei solchen Gewitterkomplexen kann man in der Regel mehrere Gewitterzellen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien beobachten: Vollständig ausgebildete Gewitter, sich neu entwickelnde Zellen sowie auch bereits zerfallende Zellen.

Vereinfachte Dartstellung der Konvektion innerhalb einer Gewitterwolke. © Nikolas Zimmermann
Diese Einzelzelle hat das Potential zur Multizelle heranzuwachsen, da der verwehte Eisschirm  auf etwas Windscherung hindeutet. © N. Zimmermann
Ein Multizellengewitter. © NOAA

Je nach Windscherung, Luftschichtung sowie auch topographischem Einfluss können Multizellen sehr unterschiedliche Strukturen und Verlagerungsrichtungen aufweisen, beispielsweise können sie sich manchmal sogar entgegen der vorherrschenden Windströmung in mittleren Höhen verlagern. Bei starker Windscherung entwickeln sich manchmal sogar mehrere hundert Kilometer lange Gewitterlinien. Multizellen können zu Starkregen, Sturmböen und Hagel führen.

Quellwolken eines Gewitters - pixabay.com
Eine Multizelle. © pixabay.com
Gewitterlinie am IR-Satellitenbild (inkl. Blitze) am 29. Juni 2021.

Superzellen

Superzellen sind deutlich seltener als ordinäre Gewitter und Multizellen, sie sorgen aber oft für erhöhte Unwettergefahr. Es handelt sich dabei um meist langlebige, kräftige und alleinstehende Gewitter, welche einen beständigen rotierenden Aufwind aufweisen („Mesozyklone“). Superzellen entstehen bei ausgeprägter Windscherung: Bei einer starken vertikalen Windzunahme bilden sich nämlich quer zur Strömung horizontal liegende Luftwalzen. Der Aufwind eines entstehenden Gewitters saugt diese Luftwalze ein und kippt ihre Achse in die Senkrechte, wobei sich der Drehimpuls nach und nach auf den gesamten Aufwindbereich überträgt. Auf Zeitraffern lässt sich diese dadurch erkennen, dass die Gewitterwolke um eine vertikale Achse rotiert.


Die Zufuhr feuchtwarmer Luft wird dabei durch den räumlich getrennten Abwindbereich, in dem der Niederschlag ausfällt, nicht gestört. Superzellen können für schwere Sturmböen, Starkregen, großen Hagel und in manchen Fällen auch für Tornados sorgen.  Superzellen präsentieren sich aber je nach Feuchtigkeitsangebot unterschiedlich, so gibt es LP-Superzellen (low precipitation, siehe auch Zeitraffer oben), klassische Superzellen und HP-Superzellen (high precipitation, siehe Zeitraffer unten).


Titelbild: Superzelle über Wien am 12. August 2019 © M. Spatzierer

Gewitter brachten mehr als 400.000 Blitze im Juni

Blitz

Vom 1. bis 30. Juni registrierte das Blitzortungssystem LINET (Lightning Detection Network) von nowcast, dem Blitzspezialisten der UBIMET-Gruppe, im Hochpräzisionsmessbereich über ganz Österreich verteilt exakt 412.046 Blitze (Wolken- und Erdblitze inkl. Folgeblitze). Das sind deutlich mehr Blitze als in den beiden vergangenen Jahren: Im Juni 2021 wurden etwa 240.000 Blitze mehr als im Vorjahr registriert, im Vergleich zum Mittel der vergangenen 10 Jahre beträgt das Plus rund 130.000 Blitze. Im Juni 2018 wurde mit fast 450.000 Blitzen letztmals ein ähnliches Blitzspektakel wie heuer detektiert.

Blitzdichte im Juni 2021.

Hotspot Oberösterreich

Mit etwas mehr als 193.000 Blitzen führt Oberösterreich das Bundesland-Ranking ganz klar an, gefolgt von Niederösterreich mit rund 77.000 und der Steiermark mit ca. 60.000 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich mit Wien das flächenmäßig kleinste Bundesland, hier gab es vergangenen Monat 669 Blitze. Im Bezug auf die Blitzdichte liegt die Bundeshauptstadt mit 1,6 Blitzen pro Quadratkilometer jedoch nicht an letzter Stelle, hier ist Kärnten das Schlusslicht. An der Spitze dieser Hitliste thront erneut einsam Oberösterreich, wo pro Quadratkilometer gut 16 Blitze gemessen wurden.

  • Oberösterreich 193.365
  • Niederösterreich 77.353
  • Steiermark 60.480
  • Tirol 27.977
  • Salzburg 25.475
  • Kärnten 12.707
  • Burgenland 7.326
  • Vorarlberg 6.694
  • Wien 669

Die heftigsten Gewitter traten im Zuge einer ausgeprägten Südwestlage zwischen dem 21. und 25. sowie am 29. und 30. auf. Eine Animation mit dem gesamten Blitzverlauf im Juni gibt es hier.

Maximale Blitzdichte im Juni 2021.

Auf Bezirksebene liegt Braunau am Inn (Oberösterreich) mit fast 40.000 Entladungen in Führung, auch Platz 2 und 3 gehen mit Ried im Innkreis und Rohrbach in das Land rund um Enns und Donau. Der erste Bezirk in dieser Rangliste, der nicht in Oberösterreich beheimatet ist, liegt mit Salzburg-Umgebung auf Platz 9. Die höchste Blitzdichte gab es ebenfalls im Bezirk Braunau, die Top 10 sind auch hier fest in oberösterreichischer Hand.

Stärkster Blitz im Bezirk Horn

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Niederösterreich im Bezirk Horn gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit rund 299.000 Ampere am Abend des 24. Juni in Burgschleinitz-Kühnring. In kürzester Zeit wurde dabei fast 20.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

Video: Nik Zimmermann, UBIMET

Titelbild © AdobeStock

Drittwärmster Juni der Messgeschichte

Im Vergleich zum Mittel von 1981 bis 2010 schließt der Juni 2021 im Flächenmittel mit einer Abweichung von +3,3 Grad deutlich zu warm ab. Sogar rund 4 Grad zu warm fällt der zurückliegende in einem Streifen vom Wipptal über das Salzburger Land bis zum Alpenostrand aus. Eine Spur geringer, aber mit +3 Grad gegenüber dem Durchschnitt noch immer beachtlich geht der Juni im Waldviertel sowie in von Vorarlberg bis Oberkärnten in die Geschichtsbücher ein. Alles in allem reiht sich der Juni 2021 in den Rekordlisten ziemlich weit vorne ein. Die Plätze 1 und 2 waren zwar mit den Juni-Monaten 2019 und 2003 unerreichbar, hinter uns liegt nichtsdestotrotz der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1767. Der Trenz zu einem immer wärmeren Klima setzt sich also unvermindert fort, befinden sich doch in den Top 10 der wärmsten Juni gleich 8 aus den 2000er- Jahren.

Der Juni war landesweit viel zu warm.

Verhaltener Start – heiße 2. Halbzeit

Verantwortlich für diesen deutlich zu warmen Monat war eine ausgeprägte Hitzewelle, die das Land in der zweiten Monatshälfte fest im Griff hatte. Andau im Seewinkel kommt auf 14 Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad, 10 waren es in Wien und Innsbruck. In einem durchschnittlichen Juni der vergangenen Jahrzehnte gibt es in diesen beiden Städte nur 4 bzw. 6 solcher sogenannten Hitzetage. Selbst in Mariapfarr (Salzburg) und Flirsch (Tirol) auf über 1100 Metern Seehöhe kletterte die Temperaturen zumindest einmal über die 30-Grad-Marke. Den absoluten Höchstwert teilen sich indes Güssing und Leibnitz mit 35,3 Grad. Dabei erinnerte zu Monatsbeginn relativ wenig an den startenden Sommer, froren doch höhere Tallagen wie Seefeld und Radstadt bei leicht frostigen Nachttemperaturen.

Anzahl der Hitzetage mit mehr als 30 Grad im Juni

Verbreitet zu trocken

Die Schattenseiten der Hitzewelle war die markante Trockenheit, die vor allem im Osten rekordverdächtige Ausmaße annahm. Landesweit fehlen gut 40 Prozent Regen auf eine ausgeglichene Niederschlagsbilanz, von Salzburg und Kärnten ostwärts beträgt das Defizit sogar vielerorts 70 bis 90 Prozent. In Wien beispielsweise sind im Juni nicht mehr als 8 Liter pro Quadratmeter gefallen – in einem durchschnittlichen Juni sind es 70 l/m². Damit liegt in der Bundeshauptstadt der trockenste Juni der Messgeschichte hinter uns. Noch weniger Regen fiel lokal im Nordburgenland.

Deutlich zu trocken: Der Juni 2021.

Schwere Unwetter beenden Hitze

Die Hitzewelle ging in den vergangenen Tagen mit schweren Gewittern zu Ende, diese sorgten vor allem in einem Streifen vom Flachgau bis ins nördliche Weinviertel für erhebliche Schäden durch Hagel, Starkregen und Sturm. In diesen Regionen kamen teilweise über 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, an der Spitze aller Wetterstationen liegt Kollerschlag mit 165 l/m². Wenig überraschend ist der Grenzbereich zu Bayern und Tschechien in Ober- und Niederösterreich auch die einzige Region im Land, die überdurchschnittliche Regenmengen aufweist. Auch hier liegt das Mühlviertel mit einem Plus von 60 bis 80% an der Spitze.

Sonne macht Überstunden

Passend zum heißen Wetter speziell in der zweiten Monatshälfte machte auch die Sonne im Juni zahlreiche Überstunden. Die meisten Sonnenstunden wurden in Mörbisch am Neusiedler See gemessen, 384 Stunden bedeuten im Schnitt fast 13 Stunden an jedem einzelnen Tag. Im landesweiten Mittel steht am Ende des Monats bei den Sonnenstunden ein sattes Plus von knapp 50 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel. Exemplarisch hierbei sei Bad Mitterndorf genannt: statt wie üblich 177 Sonnenstunden konnte man im obersteirischen Kurort in diesem Juni 288 Sonnenstunden zählen, das Plus beträgt hier rund fast 70 Prozent.

Der Osten war wieder einmal die sonnigste Region Österreichs

Quelle Titelbild: pixabay

Gewitter: Schwerpunkt war am Mittwoch in Kärnten, der Steiermark und im Burgenland

Wir beenden den heutigen Liveticker, wir sagen vielen Dank fürs Mitlesen und wünschen eine gute Nacht!

Zusammenfassung

Besonders betroffen von den heutigen Gewittern war Osttirol sowie weite Teile der Steiermark und auch das Südburgenland. Die kräftigsten Gewitter gab es in der Südoststeiermark und im  Südburgenland, stellenweise wurde hier auch von größerem Hagel berichtet. So wie etwa hier auf dem Bild aus Kaindorf bei Hartberg.

Die Superzelle in der Südoststeiermark wurde auch von der Webcam in Bad Blumau perfekt eingefangen.

Auch der Blitzverlauf des heutigen Tages zeigt die betroffenen Regionen recht eindeutig.

Update – 20:00

Ein sogenannter Stormsplit ist gerade im Südburgenland passiert, dies ist bei Superzellen öfters der Fall. Der rechte Teil zieht nach Ungarn, der linke Teil in Richtung Oberwart. Hier kann es zu Hagel, Starkregen und Sturmböen kommen!

 

Update – 19:15

Auch Wien wurde nicht verschont. Von Süden her überquerte ein schwaches Gewitter die Bundeshauptstadt . Kurzer Starkregen und kräftige Böen waren die Folge, auch die Blitzshow konnte sich sehen lassen.

Update – 18:35

Schweres Hagelunwetter im steirischen Thermenland in den letzten Minuten. In Bad Waltersdorf ist die Landschaft binnen 5 Minuten weiß geworden! Die gefährliche Zelle erfasst jetzt das Mittel- und Südburgenland.

Hagelunwetter in Bad Waltersdorf zwischen 18:20 Uhr und 18:25 Uhr - https://www.golf-badwaltersdorf.at/wetter/

Hagelunwetter in Bad Waltersdorf zwischen 18:20 Uhr und 18:25 Uhr – https://www.golf-badwaltersdorf.at/wetter/

Regenbogen nach dem Unwetter - https://www.golf-badwaltersdorf.at/wetter/
Regenbogen nach dem Unwetter – https://www.golf-badwaltersdorf.at/wetter/

Update – 18:00

So gefährlich kann es sein sich bei Gewitter im Wald aufzuhalten. Ein Blitz schlug direkt in einem Baum ein. Aufgrund der hohen Temperaturen durch die hohe Stromstärke verdunstet das Wasser schlagartig im Baum!

Update – 17:40

Höchste Warnstufe im Grazer Bergland! Ein kräftiges Gewitter hat sich hier gebildet und es verlagert sich kaum. Lokal muss in diesem Gebiet somit mit kräftigem Regen in kurzer Zeit gerechnet werden.

Update – 17:15

Schneesturm in Südtirol? Die Bilder schauen schon fast winterlich aus, es handelt sich hierbei aber um Hagel. Selbst die Straßen wurden aufgrund der vielen kleinen Körner weiß. Unterschätzt wird hierbei oft die Rutschgefahr für Autos!

Update – 17:00

Die angesprochene Gewitterlinie hat nur das westliche Osttirol erreicht. In Sillian gab es stürmische Böen, hier wurden 65 km/h gemessen. In der kommenden Stunde muss man auch im Lienzer Becken mit stürmisch auffrischendem Wind sowie Starkregen rechnen.

Radar, Blitze und Satellitenbild 16:55 © Ubimet/Austrocontrol/Nowcast/Eumetsat

Update – 16:45

Zwei kräftige Gewitter sind derzeit in der Steiermark unterwegs. Die weißen Echos im Radarbild deuten auf Hagel hin. Lokal ist hier Hagel von 2 bis 3 Zentimeter möglich.

Radarbild um 16:40 © Ubimet/Austrocontrol

Update – 16:15

Eine Gewitterlinie erreicht in der nächsten Stunde Osttirol. Vorlaufend haben sich auch in der Obersteiermark sowie auch in der Oststeiermark bereits teils kräftige Gewitter gebildet. Besonders die Zelle an der Grenze zum Südburgenland könnte stellenweise auch Hagel bringen.

Radar, Blitze und Wolken Animation © Ubimet/Austrocontrol/Nowcast/Eumetsat

Die Hitze der letzten Tage ist gebrochen, nur in Kärnten und in der Südsteiermark wurden heute nochmals 30 Grad erreicht. Nachdem gestern vor allem der Norden und Osten des Landes von unwetterartigen Gewittern betroffen war, sind heute im Süden und Südosten teils kräftige Gewitter möglich.

Titelbild: © Stormhunters Austria

Rückblick: Gewitter leiten Ende der Hitze ein

+++ Update 23:25 +++

Die Gewitter sind über das Weinviertel nach Tschechien abgezogen. Erhalten bleibt uns im Osten noch der kräftige bis stürmische Wind, in der zweiten Nachthälfte lässt dieser wieder nach. Damit beenden wir den heutigen Liveticker, wir sagen vielen Dank fürs Mitlesen und wünschen eine gute Nacht!

+++ Update 23:25 +++

Große Temperaturunterschiede werden derzeit in Niederösterreich gemessen: aktuell liegen die Werte zwischen 13 Grad im Oberen Waldviertel und knapp 29 Grad in Wolkersdorf. Mit dem stürmisch auffrischendem Westwind wird es aber auch hier demnächst deutlich abkühlen.

+++ Update 21:46 +++

Sturm gleich auch in Wien! Im Vorfeld der Gewitter frischt auch der Westwind stürmisch auf. Soeben wurden am Buchberg 118 km/h gemessen, das heißt in wenigen Minuten wird es auch in Wien stürmisch!

+++ Update 21:40 +++

Die Gewitterlinie zieht aktuell mit Starkregen, Hagel und Sturmböen übers Waldviertel, 36 Liter Regen pro Quadratmeter gab es innerhalb nur einer Stunde in Freistadt!

+++ Update 21:20 +++

Soeben haben uns noch Fotos der Stormhunters-Austria erreicht. Allesamt bei Vorchdorf, OÖ aufgenommen:

+++ Update 21:15 +++

Die Gewitterlinie hat inzwischen Meld erreicht. Dort wurden 71 km/h gemeldet, im Umfeld aber noch höhere Windgeschwindigkeiten. Die Linie zieht nicht nur nach Osten, sondern auch ganz leicht nach Norden weiter, daher bleibt es spannend, ob es nachher auch noch in Wien gewittrig wird.

+++ Update 20:55 +++

Wie erwartet pflanzt sich nun eine von den Gewittern ausgehende, sog. Druckwelle im Donautal nach Osten fort. In der kommenden Stunde ist daher von Amstetten ostwärts mit Böen zwischen 70 und 90 km/h zu rechnen.

+++ Update 20:40 +++

Der Temperaturunterschied von vor den Gewittern zu nach den Gewittern kann sich sehen lassen:

Ort Temperaturdifferenz Aktuelle Temperatur
Rohrbach -10 °C 15,2 °C
Bad Mitterndorf -9,7 °C 18,7 °C
Kollerschlag -9,6 °C 13,8 °C
Kremsmünster -9,4 °C 16,5 °C

+++ Update 20:20 +++

Kleinkörniger Hagel, mehr aber noch Sturmböen und große Niederschlagsmengen in Oberösterreich

+++ Update 20:00 +++

Neuentwicklung bei Wels-Kremsmünster, diesmal mit Zugrichtung Enns. Gemessene Windböe in Kremsmünster: 95 km/h

+++ Update 19:00 +++

Erste Sturmböen deuten sich mit den Gewittern in Oberösterreich schon an, so zB. am Mondsee mit 84 km/h:

3-stündige Windböen, UBIMET, ZAMG

+++ Update 18:00 +++

Eine kräftige Gewitterzelle hat sich nun in Oberösterreich gebildet. Vorsicht vor Hagel und Sturmböen nun im Hausruckviertel!

Radarbild, UBIMET – AustroControl

+++ Update 15:30 +++

Das Gewitter am Bodensee hat schwere, teils orkanartige Sturmböen gebracht. So wurden am Rohrspitz 106 km/h gemessen, im dt. Lindau gar 117 km/h:

Maximale Böen in der Stunde bis 15 Uhr @ DWD, Meteoswiss, ZAMG, UBIMET

+++ Update 14:15 +++

Im Westen formieren sich nur rasch immer mehr Schauer und Gewitter, im Allgäu nehmen sie bereits Unwettercharakter an. Die dortigen Zellen werden sich nun entlang der Alpennordseite bewegen und später vor allem wieder das Salzburger Flachgau und Oberösterreich treffen. Lokal ist dann wieder großer Hagel + gebietsweise sind Sturmböen möglich.

Radarbild von 14:45 Uhr @ UBIMET, ACG

+++ Update 14:15 +++

Die Gewitter über der Schweiz haben sich rasch intensiviert und ziehen gerade über den Bodensee nach Deutschland und streifen dabei auch Bregenz. Gerade im zweiten Webcambild erkennt man die organisierte Struktur:

Webcam Dornbirnnach Norden @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn
Webcam vom Pfänder nach Westen @ https://kernspin-lindau.de/

+++ Update 13:30 +++

Über der Schweiz kommen die ersten kräftigen Gewitter auf, auch in Vorarlberg wird es allmählich unbeständig.

Blitzentladungen von 13:25 Uhr @ UBIMET
Webcam Röthis mit Blick nach West @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/roethis-west

+++ Update 12:45 +++

Welche Auswirkungen wiederholte Hitze und beständiger Regenmangel im östlichen Flachland haben, sieht jeder selbst an den schon seit Tagen völlig verdorrten Wiesen. Die Gefahr von Flur- und Wiesenbränden ist entsprechend hoch. Zumindest ein ‚Sommer-typisches‘ Gewitter wird daher von vielen herbeigesehnt.

Waldbrandgefahr 29.06.2021 @ UBIMET

+++ Update 12:30 +++

Ob auch der Osten und damit Wien heute ein Gewitter abbekommt, ist derzeit noch unsicher. Klar erscheint jedoch, dass eine Druckwelle am Abend von Westen kommend im Donauraum und im Seewinkel für stürmisch auffrischenden Westwind sorgen wird. Ganz unabhängig von möglichen, involvierten Gewittern. Daher laufen hier bereits Windwarnungen und -vorwarnungen:

Windwarnungen, Stand 12:30 Uhr @ UBIMET

+++ Update 12:15 +++

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird heute auch der bisher heißeste des Jahres. Rund 36 Grad sind im Südosten zu erwarten, damit dürfte der bisher höchste Wert von 35,3 Grad vom 24.06., gemessen in Leibnitz-Wagna, erreicht und überschritten werden. Aktuell werden bereits häufig über 30 Grad gemessen, in Mattersburg, BL sind es bereits 31,0 Grad.

+++ Update 11:45 +++

Der Alpenraum liegt auf der Vorderseite eines Höhentiefs über Frankreich. Mit einer südlichen Strömung hält die Zufuhr sehr energiereicher, feuchter Luft an. Dazu sind durch die Nähe zum Tief günstige Windverhältnisse in verschiedenen Höhen der Atmosphäre gegeben, welche die Entwicklung potentiell schadenträchtiger Gewitter fördern. Der aktuellen Übersichtskarte kann man entnehmen, dass wie schon zuletzt besonders die Alpennordseite von Vorarlberg bis zur Rax-Schneeberg-Region im Fokus stehen wird. Auch das Salzburger Flachgau, Oberösterreich im Allgemeinen und Teile von Niederösterreich werden wieder betroffen sein:

Unwettergefahr am Dienstag, den 29.06.2021 @ UBIMET

 

Titelbild @ Stormhunters Austria

Auf Hitze folgen am Dienstag an der Alpennordseite Unwetter

Der Alpenraum liegt derzeit zwischen einem Hoch über Osteuropa namens AFRA und einem Tiefdruckgebiet über Frankreich namens XERO. Mit einer südwestlichen Höhenströmung gelangen dabei sehr warme Luftmassen ins Land und die Temperaturen liegen deutlich über dem jahreszeitlichen Mittel. Die Gewitterneigung bleibt am Montag meist noch gering und es wird hochsommerlich heiß, erst am späten Nachmittag und Abend entstehen in den westlichen Nordalpen erste, kräftige Gewitter. Am Abend besteht dann im Bodenseeraum auch die Gefahr von Sturmböen. Der Höhepunkt dieser kurzen, heißen Phase wird allerdings am Dienstag im Süden und Osten des Landes erwartet: Die Temperaturen steigen von Unterkärnten bis ins östliche Flachland verbreitet auf 32 bis 35 Grad, vereinzelt gibt es im Südosten sogar Spitzenwerte bis zu knapp 37 Grad.

Im Vorfeld des Tiefs über Frankreich gibt es Hitze und heftige Gewitter. © UBIMET / ECMWF

Unwettergefahr am Dienstag

Am Dienstag nimmt die Gewittergefahr im Laufe des Nachmittags zunächst in den Nordalpen von Vorarlberg bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet sowie im Mühl- und Waldviertel zu. In den Abendstunden muss man an der Alpennordseite mit heftigen Gewittern rechnen, vor allem in Teilen Oberösterreichs sind schwere Sturmböen um 100 km/h, Starkregen und Hagel möglich. Der Schwerpunkt der Unwetterlage im Norden wird ab etwa 19 Uhr erwartet. Nach derzeitigem Stand ziehen die Gewitter am späten Abend bzw. in der Nacht über das Waldviertel weiter nach Tschechien, dabei frischt im Mostviertel und im Osten vorübergehend auch abseits der Gewitter kräftiger bis stürmischer Westwind auf.

Entlang der Nordalpen und später auch im Norden kündigen sich teils heftige Gewitter an. © UBIMET
Die Modelle deuten auf eine Gewitterlinie in Bayern und Oberösterreich. © UBIMET

Abkühlung

Der Mittwoch bringt im Tagesverlauf vor allem im zentralen Bergland rund um die Tauern und in der Steiermark bzw. ab dem Abend auch in Kärnten teils kräftige Gewitter mit großen Regenmengen und Hagel, sonst lässt die Unwettergefahr nach. Die Temperaturen gehen zurück und liegen zwischen 19 und 29 Grad, nur in der Südsteiermark gibt es noch Spitzenwerte bis zu 33 Grad. Der Donnerstag und Freitag verlaufen dann vor allem im Bergland und im Süden unbeständig, zudem kühlt es noch etwas ab bei Höchstwerten zwischen 19 und 28 Grad.

Von Dienstag auf Mittwoch kühlt es im Osten spürbar ab. © UBIMET

 

Bis zu 37 Grad: Juni endet extrem heiß

Heißer Start in die Woche

Zu Wochenbeginn erfassen aus Südwesten noch wärmere Luftmassen das Land: Am Montag gibt es bei viel Sonnenschein schon Höchstwerte bis zu 35 Grad. Lokale Hitzegewitter sind vorerst nur ganz vereinzelt im Bergland zu erwarten, erst am späten Abend nimmt die Gewitterneigung auch im Bodenseeraum zu.

Höchstwerte am Montag. Zum Vergrößern Antippen / Anklicken

Noch eine Spur heißer wird es dann am Dienstag, besonders im Südosten sind Spitzenwerte bis zu 37 Grad in Sicht. Damit dürfte der bisherige Jahreshöchstwert von 35,3 Grad in Leibnitz am 24. Juni ziemlich sicher wieder überboten werden.

Höchstwerte am Montag. Zum Vergrößern Antippen / Anklicken

Der österreichweite Juni-Hitzerekord ist aber sicher nicht in Gefahr. Er liegt bei 38,6 Grad, gemessen am 20. Juni 2013 in Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich.

Allerdings kommen wir mit dem heißen Monatsende schon nah dran an die Rekorde, was die Anzahl der Hitzetage (Tage mit mehr als 30 Tage) betrifft. Zum Beispiel Linz: In einem durchschnittlichen Juni der letzten 30 Jahre gab es hier rund 3 Hitzetage, heuer dürften es am Ende deren 10 sein. Nur einer weniger als im Rekordjuni 2019.

mittlere Anzahl Hitzetage 1991-2020

Juni 2021 (inkl. Prognose)

Hitzetage Rekord Juni

Eisenstadt

4

10

11 (2000 + 2017)

Klagenfurt Flughafen

4

11

12 (2006 + 2019)

St. Pölten

4

11

14 (2019)

Linz

3

10

11 (2019)

Salzburg Flughafen

3

7

8 (1935 + 2019)

Graz Universität

4

9

12 (2003)

Innsbruck Universität

6

12

17 (2019)

Bregenz

2

5

10 (2019)

Wien Hohe Warte

4

10

12 (2019)

Heißer Juni 2021

Der Juni wird somit wenig überraschend mit einer Temperaturabweichung von mehr als +3 Grad zum Mittel als einer der 5 wärmsten Junimonate der Messgeschichte abschließen. Der erste und der zweite Platz sind definitiv außer Reichweite, denn 2019 und 2003 war der Juni noch deutlich heißer. Der Juni 2021 bestätigt damit den Trend der vergangenen Jahre.  Die Top 10 der wärmsten Juni-Monate sind stark von den 2000er-Jahren dominiert:

  1. 2019
  2. 2003
  3. 2017
  4. 1811
  5. 2002
  6. 1822
  7. 2007
  8. 2012
  9. 2018
  10. 2008

Neuerlich Gewitter

Am Dienstag lässt der Hochdruckeinfluss langsam nach, damit nimmt die Schauer- und Gewitterneigung von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich im Tagesverlauf zu. Entlang der Nordalpen zeichnen sich lokal auch kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel ab. Im Süden und Osten bleibt es hingegen weitgehend trocken. Der Mittwoch verläuft dann mit Ausnahme des äußersten Südens verbreitet unbeständig mit Schauern und Gewittern, wobei die kräftigsten Gewitter im zentralen Bergland und im Südosten zu erwarten sind. Die Temperaturen gehen etwas zurück und liegen zwischen 19 Grad im Bregenzerwald und 34 Grad von Unterkärnten bis ins Südburgenland.

Der Juli startet am Donnerstag meist mit durchschnittlichen Temperaturen für die Jahreszeit, eine weitere Hitzewelle ist vorerst also nicht in Sicht.

 

Großer Hagel und über 240.000 Blitzentladungen in wenigen Tagen

Blitz

Österreich lag in dieser Woche auf der Vorderseite eines abgetropften Höhentiefs mit Kern über Westeuropa, dabei erstreckte sich eine nahezu stationäre Luftmassengrenze von Südfrankreich quer über Deutschland bis nach Skandinavien. Im Vorfeld davon gelangten mit einer südwestlichen Höhenströmung kontinuierlich feuchtwarme Luftmassen nach Österreich und in den Alpen wurde es leicht föhnig. Vorlaufende Störungen (eingelagerte Kurzellentröge) sorgten dabei täglich für neue Gewitter an der Alpennordseite, die bei einer für die Jahreszeit recht starken Höhenströmung wiederholt für Unwetter sorgten.

Am Donnerstag lag das Höhentief bereits nahe zu Österreich.

240.000 Blitze

In Summe wurden in den unwetterträchtigen Tagen vom 21. bis einschließlich 25. Juni in Österreich rund 240.000 Blitzentladungen erfasst, davon allein 121.000 in Oberösterreich und 58.000 in Niederösterreich. In der vergangenen Woche gab es somit mehr als drei Viertel der Blitzentladungen, die durchschnittlich in einem gesamten Juni zu erwarten sind.

Blitzdichte im Juni 2021.

Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 299 kA wurde am 24. Juni im Bezirk Horn gemessen. Die höchste Blitzdichte wurde am 22. bzw. 23. in den Bezirken Ried im Innkreis und Braunau am Inn verzeichnet. Am 24. lag dann der Bezirk Hollabrunn an der Spitze.

Montag 21. Juni

Blitzdichte am 21. Juni.

Am Montag gab es zunächst in der Steiermark und in Niederösterreich, am Abend bzw. in der Nacht dann auch in Oberösterreich örtlich die ersten Unwetter. In der Oststeiermark und später vor allem entlang des Inns in Oberösterreich kam es dabei lokal zu großem Hagel, zudem wurden in Wolfsegg Böen bis 103 km/h gemessen. Rund um Engerwitzdorf im Bezirk Urfahr-Umgebung kam es zudem zu Überflutungen.

Gewitter
Gewitter bei Hartberg am 21.6. © Storm Science Austria

Dienstag 22. Juni

Blitzdichte am 22. Juni.

Am Dienstag gab es vor allem in Oberösterreich, im Flachgau und im Waldviertel kräftige Gewitter. Besonders heftig wurde das Oberösterreichische Seengebiet getroffen: Eine Superzelle zog mit Sturmböen und großem Hagel vom Flachgau über Gmunden bis  in den Raum Sierning.

Gewitter
Unwetterfront in Voitsdorf (OÖ) am 22.6. © Storm Science Austria


Mittwoch 23. Juni

Blitzdichte am 23. Juni.

Am Mittwoch waren erneut vor allem der Flachgau sowie der Westen und Norden  Oberösterreichs betroffen, so gab es im Mühlviertel örtlich großen Hagel. Am Flughafen Salzburg wurden sogar Orkanböen bis 119 km/h gemeldet. Ein kräftiges Gewitter mit teils stürmischen Böen zog am Abend aber auch von Mittelkärnten über das Murtal hinweg.

Donnerstag 24. Juni

Blitzdichte am 24. Juni.

Der Donnerstag brachte den Höhepunkt der Unwetterlage, so gab es neuerlich in Oberösterreich sowie auch in Teilen Niederösterreichs und Wiens Superzellen mit Hagel. Besonders im Norden des Landes wurde vielerorts auch großer Hagel verzeichnet und eines dieser Gewitter sorgte am Abend dann für einen starken Tornado in Tschechien mit einer Zugbahn von etwa 26 km! In Horn gab es Sturmböen bis 75 km/h, großen Hagel sowie auch eine Rekordregenmenge von 85 mm Regen in nur wenigen Stunden.

Hagel
Großer Hagel bei Zwettl. © Storm Science Austria

Mammatus-Wolken in Ebreichsdorf. © Anette Aslan
Hagel im Raum Eibesthal (NÖ). © Stormhunters

Freitag 25. Juni

Blitzdichte am 25. Juni.

Am Freitag verlagerte sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit schließlich in den Südosten des Landes, so gab es im Tagesverlauf ausgehend von Graz, wo eine Sturmböe von 81 km/h gemessen wurde, vor allem in der Ost- und Südoststeiermark sowie im angrenzenden Burgenland starke Gewitter mit Hagel.

Hagel
Hagel in Kirchberg an der Raab. © M. Grundmann
Gewitter
Unwetter bei Großpetersdorf (Bez. Oberwart). © Stormhunters
Gewitter
Unwetter in Mühldorf bei Feldbach. © Stormhunters

Starker Tornado in Tschechien

Tornado

Am Donnerstagabend gab es im Norden und Nordosten Österreichs schwere Gewitter mit großem Hagel, Starkregen und Sturmböen. Eines dieser Gewitter hat knapp hinter der Grenze zu Tschechien zu einem starken Tornado geführt. Dieser hat rund um Hodonin für schwerste Schäden gesorgt, weshalb es zu mehreren Todesopfern und zahlreichen Verletzten kam. Besonders schwer getroffen wurden die Ortschaften Hrusky und Moravska Nova Ves, wo Dächer abgedeckt und Hausmauern teilweise zerstört wurden, Bäume und Strommasten umgerissen wurden und sogar Autos herumgeschleudert wurden.

Tornados in Europa

In Europa kommt es durchschnittlich zu 300 bis 400, aufgrund der Dunkelziffer Schätzungen zufolge auch bis zu 500 Tornados pro Jahr. Die meisten davon sind nur schwach ausgeprägt und kurzlebig, zudem handelt es sich teilweise auch um Tornados über Wasser (Wasserhosen). Im Zeitraum von 2010 bis 2020 wurden vom ESSL zwei sehr starke Tornados der Stärke F4 oder F5 registriert bzw. 26 starke Tornados der Stärke F3. Der gestrige Tornado wird als F3 oder F4 klassifiziert, allerdings sind noch Analysen der Schäden vor Ort notwendig, um die Windstärke genauer abschätzen zu können. Tornados dieser Stärke kommen in Europa also 2 bis 3 mal jährlich vor, allerdings kommt es nicht immer zu solch schweren Schäden, da die Tornados ja nicht immer auf Ortschaften treffen. Typische Regionen für starke Tornados in Europa sind die flachen Regionen von Nordwestfrankreich über Benelux bis nach Norddeutschland sowie Nordostitalien, die Küsten Süditaliens oder auch Südostrumänien, also dort wo die Landschaft überwiegend flach ist.

Superzellengewitter

Starke Tornados entstehen im Zusammenhang mit sog. Superzellengewittern. Es handelt sich dabei um meist langlebige, kräftige und alleinstehende Gewitter, welche einen beständigen rotierenden Aufwind aufweisen (Mesozyklone). Superzellen entstehen bei ausgeprägter Windscherung: Bei einer starken vertikalen Windzunahme bilden sich nämlich quer zur Strömung horizontal liegende Luftwalzen. Der Aufwind eines entstehenden Gewitters saugt diese Luftwalze ein und kippt ihre Achse in die Senkrechte, wobei sich der Drehimpuls nach und nach auf den gesamten Aufwindbereich überträgt. Die Zufuhr feuchtwarmer Luft wird dabei durch den räumlich getrennten Abwindbereich, in dem der Niederschlag ausfällt, nicht gestört. Starke Tornados treten also meist unmittelbar im Vorfeld von Kaltfronten auf, wenn der Höhenwind bereits stark zugenommen hat und noch ausreichend energiereiche Luft vorhanden ist. Tornados können aber auch im Winter an Kaltfronten von Sturmtiefs auftreten, wenn wenig Energie, aber extrem starke Windscherung vorhanden ist.

Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/

Ob die Häufigkeit von Tornados vom Klimawandel betroffen ist, kann man derzeit noch nicht abschätzen. Mittlerweile weiß man zwar, das Extremniederschlagsereignisse häufiger werden, allerdings ist für Tornados neben der schwülen, energiereichen Luft auch eine starke Windscherung notwendig. Während ersteres im Zuge des Klimawandels tendenziell zunimmt, lässt zweiteres hierzulande etwas nach. Daher gehen wir derzeit davon aus, dass die Häufigkeit im Mittel gleich bleibt, es aber eine höhere Variabilität von Jahr zu Jahr geben wird (je nach vorherrschender Großwetterlage im Sommer).

Tornados in Österreich

In Österreich treten durchschnittlich etwa 2 bis 5 Tornados pro Jahr auf, allerdings sind die meisten davon nur schwach und kurzlebig, zudem werden selten Ortschaften direkt getroffen. Starke Tornados sind selten, wobei das bislang bekannteste Ereignis hierzulande der Tornado von Wiener Neustadt am 10. Juli 1916 war. Die Einschätzung der Stärke dieses Tornados liegt bei F4/T8, was Windgeschwindigkeiten um 350 km/h bedeutet. Der gestrige Tornado in Tschechien war ähnlich stark oder nur geringfügig schwächer (F3/T7), also mit Windgeschwindigkeiten um 300 km/h. Vor wenigen Jahren kam es auch knapp südlich von Wien zu einem Tornado.



Titelbild via Twitter (fcb/lovci bourek)

Neuerlich schwere Gewitter im Westen und Norden

Gewitterfront

23:30

Die Gewitter in Österreich lassen nun allmählich nach, daher verabschieden wir uns mit letzten Bildern aus Tschechien und lassen die zerstörerische Wucht der Naturgewalten ohne Worte…

22:45 Uhr

Ein starkes Gewitter zieht aktuell vom Mühlviertel Richtung Weitra, Gmünd, Waidhofen an der Thaya. Hier ist mit Hagel zu rechnen!

Biltzverlauf 22:40 Uhr, UBIMET

21:00 Uhr

Einen starken Tornado gab es unweit der österreichischen Grenze bei Hodnin in Tschechien. Die Verwüstungen sind dort enorm!

19:45 Uhr

Die heftigsten Gewitter ziehen nun noch über das nördliche Wald- und Weinviertel und ziehen allmählich nach Tschechien ab. Nachfolgend nähert sich aus Bayern und Tirol eine schwache Kaltfront, in der im Vorfeld noch einzelne kräftige Superzellen Richtung Inn- und Mühlviertel ziehen.

Kaltfront nähert sich aus Westen, aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Diese Gewitter sind nicht mehr ganz so heftig wie ihre Vorgänger, schadensträchtiger Hagel von 2-3 cm Größe ist aber immer noch mit dabei. Nach Durchzug der Front beruhigt sich in der Nacht das Wetter an der Alpennordseite nachhaltig, dafür gibt es am Freitag von Kärnten bis ins Burgenland ein paar kräftige Gewitter.

19:00 Uhr

Bisher gab es heute rund 40.000 Blitzentladungen in Österreich, die meisten davon mit etwa 30.000 in Niederösterreich:

17:30 Uhr

Derzeit ziehen heftige Gewitter vom Hausruck- und Mühlviertel bis ins östliche Waldviertel durch und bringen teils großen Hagel von über 5 cm!

In der kommenden Stunden ziehen die Gewitter weiter ins nördliche Weinviertel.

Großer Hagel in Horn

16:50 Uhr

Achtung südlich von Horn hat sich ein heftiges Gewitter gebildet mit starker Rotation! Ein Tornado kann nicht ausgeschlossen werden.

16:10 UHr

Im Bezirk Neunkirchen hat das Gewitter große Hagelkörner von etwa 4 cm Duchmesser produziert.

Hagel in Würflach, Bezirk Neunkirchen. Quelle: R. Reiter.

15:30 Uhr

Achtung Wien! Ein kräftiges Gewitter nähert sich nun rasch aus Südwesten, Sturmböen und Hagel ist zu befürchten.

Aktuelle Blitzentladungen

15:00 Uhr

Erste Gewitter bilden sich nun in der Obersteiermark und an der Grenze zu Italien. Vor allem am Alpenostrand besteht in den kommenden Stunden Unwettergefahr durch Sturm und Hagel!

Aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Ausgangslage

Die Gewitter der vergangenen Nacht im Alpenraum haben mittlerweile schon Polen erreicht, doch im Tagesverlauf kündigt sich ausgehend von der Schweiz bereits die nächste Gewitterschub ab.

Aktuelle Satellitenbild mit Einfärbung der Wolkenhöhe. © EUMETSAT

Dabei liegt der Schwerpunkt der Gewitter heute einmal mehr nördlich der Alpen, also in den Regionen, die in den vergangenen Tagen bereits von Unwettern mit teils großem Hagel und Sturmböen heimgesucht wurden.

Am Donnerstag herrscht an der Alpennordseite Unwettergefahr.

Die Graphik zeigt die Gebiete mit der höchsten Unwettergefahr am Donnerstag. In dem violetten Bereich gibt es das größte Potential für teils schwere Sturmböen, großen Hagel und Starkregen. Im roten Bereich sind dieselben Phänomene ebenfalls möglich, nur nicht ganz so häufig. Der orangene Bereich zeigt den Bereich, in dem generell Gewitter möglich sind, hier kommt es aber voraussichtlich nur vereinzelt zu stürmischen Böen, Starkregen oder Hagel.

Rückblick: Mittwoch

Nachdem bereits in der Früh Gewitter über den Norden gezogen waren, bildeten sich am Abend in Südtirol und generell im Westen neuerlich kräftige und schadenbringende Gewitter. Diese zogen schließlich über Bayern und erreichten in der Nacht den Flachgau bzw. das Inn- und Mühlviertel.

Eine weitere Zelle zog von der Villacher Alpe ins Murtal und sorgte besonders in der Steiermark für Schäden. Insgesamt wurden rund 64.000 Blitze registriert, mit den meisten, rund 50.000 Blitze, in Oberösterreich.

Blitzverlauf am Mittwoch © NOWCAST/UBIMET

Titelbild © Storm Science Austria

Heftige Unwetter über Oberösterreich am Dienstagabend – eine Zusammenfassung

Am Dienstagabend hat sich über dem Berchtesgadener Land eine Gewitterzelle entwickelt, die in weiterer Folge über den nördlichen Flachgau in Richtung Niederösterreich weitergezogen ist. Auf ihrem etwa 120 km langen Weg hat diese sog. Superzelle großen Schaden durch Hagel und Starkregen sowie stürmische Windböen verursacht.

Zugbahn der Superzelle. Quelle: UBIMET, ACG

Das folgende Bild zeigt eine Hagelanalyse von UBIMET, diese zeigt die Wahrscheinlichkeit für Hagelkörner größer als 2 cm im Durchmesser – den Beobachtungen zu Folge fielen tatsächlich hühnereigroße Hagelkörner vom Himmel.

Hagelanalyse vom Ereignis am 22. Juni, die violette Färbung stellt die analysierten Hagelkörner mit einem Durchmesser größer als 3 cm. Quelle: UBIMET. Besonders schwer betroffen ist die Landwirtschaft, die Österreichische Hagelversicherung spricht von einem außergewöhnlichen Ereignis – dem größten Schadenereignis in ihrer Geschichte! Die größten Verwüstungen entstanden zwischen Mondsee und Gmunden.

Schadenanalysekarte der Österreichischen Hagelversicherung.
Das Radarbild von der Superzelle über Gmunden, der weiße Kern ist ein Hinweis auf Hagel. Quelle: UBIMET, ACG.

Gegen 20 Uhr zog die Superzelle mit großem Hagel und stürmischen Böen über Gmunden hinweg, von wo uns das folgende Video erreicht hat:

Begleitet wurde das Unwetter auch von großen Regenmengen, die Station Vöcklabruck hat innerhalb kurzer Zeit 48 Liter am Qaudratmeter gemessen, viele weitere Stationen haben 20 bis 30 Liter innerhalb einer halben Stunde gemeldet!

Das Unwetter sorgte aber auch im Verkehr für Behinderungen, so war z. B. die Westbahnstrecke für mehrere Stunden gesperrt. Aber auch auf der A1 war eine Weiterfahrt vorübergehend kaum möglich, wie dieses Video zeigt.

Anbei noch ein paar Fotos aufgenommen von unseren Kollegen von Stormhunters und Stormscience Austria.

Quelle: Stormhunters.
Quelle: Storm Science Austria.

Titelbild  © Storm Science Austria.

Stormchasing in Österreich

Stormchasing beginnt bereits einige Tage vor der eigentlichen Gewitterlage. Bahnt sich eine Wetterlage mit Unwetterpotential an, dienen aktuelle Wettermodelle als Grundlage, um herauszufinden wo Gewitter räumlich auftreten werden. Dieser Teil erfordert gute meteorologische Kenntnisse und bildet die Grundlage für einen erfolgreichen „Chase“. Ist das passende Gebiet definiert, beginnt die eigentliche Gewitterjagd.

Unwetterzelle im Südburgenland mit Radardaten von UBIMET @ Storm Science Austria

 

Haben sich die Gewitter einmal gebildet, besteht das Ziel darin möglichst nah an die Unwetterzelle zu kommen, um spektakuläre Fotos zu schießen und so das Geschehen für die Nachwelt festzuhalten. Die Kunst besteht dabei darin, nicht in den Abwindbereich des Gewitters zu kommen – der Bereich einer Gewitterzelle, in dem Starkregen oder Hagel auftreten.

Besteht eine Kooperation mit einem Wetterdienst, geben Stormchaser die gewonnen Bilder, Videos oder Daten zeitgleich an die entsprechenden Meteorologen weiter. Diese nutzen im weiteren Verlauf die Daten, um die Bevölkerung rechtzeitig vor Unwettern zu warnen. Da Unwettererscheinungen meistens nur sehr kleinräumig auftreten, sind diese Infos oft essentiell, um betroffene Gebiete rechtzeitig zu warnen.

Großhagel im Waldviertel @ Storm Science Austria

 

Nach einer erfolgreichen Gewitterjagd werden die gewonnenen Daten mit einer meteorologischen Analyse in einen Bericht verpackt und sind so für Interessierte im Internet zugänglich. Den Reiz des Stormchasings bildet dabei die Faszination der erlebten Naturgewalt, der soziale Aspekt eines Vereins und das notwendige meteorologische Wissen, um Gewitter erfolgreich zu chasen.

Tornadische Superzelle bei Wien-Schwechat @ Storm Science Austria

 

 

Titelbild @ Storm Science Austria

@ Storm Science Austria

Gewitter am Montag im Flachland

Gewitter über Wien am Montag. © foto-webcam.eu

Update 16:30 Uhr:

Unsere Kollegen von Storm Science Austria waren in der Oststeiermark unterwegs und machten ein paar beeindruckende Aufnahmen der Superzelle über Hartberg.

© Storm Science Austria

Update 16:00 Uhr:

Der Gewitterkomplex über den Fischbacher Alpen zieht nun langsam in Richtung Ost- und Südsteiermark. Vorsicht also in den Bezirken Hartberg und Fürstenfeld sowie auch im Südburgenland.

Zugbahn des Gewitters © Ubimet/Austrocontrol

 

Update 15:15 Uhr:

Ein heftiges Gewitter geht derzeit im Bereich Horn und Gars am Kamp nieder. Aufgrund der weißen Echos in der Radaranalyse ist hier Hagel nicht ausgeschlossen.

Radarbild 13UTC © Ubimet/Austrocontrol

Update 14:30 Uhr:

Ein Blick auf das aktuelle Radarbild zeigt die kräftigen Gewitter in der Rax-Semmering Region sowie auch im Waldviertel. Besonders im oberen Mürztal bildet sich das Gewitter immer wieder neu, rechnet hier mit lokalen Überflutungen.

Radar- und Satbild ©Ubimet/Austrocontrol/Eumetsat

Update 12:00 Uhr:

Erste Gewitter haben sich nun bei Mariazell und bei Kirchberg am Wechsel gebildet und in den kommenden Stunden nimmt die Gewittergefahr zwischen Wald- bzw. Wienviertel und er Wechselregion immer weiter zu. Im Flachland wurde schon verbreitet die 30-Grad-Marke erreicht und auch die Taupunkt sind mit 18 bis 20 Grad sehr hoch. Gute Bedingungen für starke Gewitter!

Ausgangslage

Aufgrund der Gewitter in der vergangenen Nacht in Deutschland hat sich im Donauraum verbreitet der Westwind durchgesetzt, im äußersten Osten weht hingegen noch Südostwind. Die beiden Windregime treffen am Montag am Alpenostrand bzw. direkt über Wien zusammen, eine sogenannte Konvergenzzone entsteht.

Aktuelle Konvergenz im Flachland

Durch das Zusammenströmen der Luft aus unterschiedlichen Richtungen wird  die Luft zusätzlich gehoben, was wiederum bei genügend Feuchtigkeit und Instabilität in der Atmosphäre die Gewitterbildung begünstigt. Este Gewitter sind dabei zu Mittag durch zusätzliche Hebung am den Bergen im Wienerwald und im Semmering-Wechsel-Gebiet sowie im Waldviertel zu erwarten. Am Nachmittag sind dann aber auch Gewitter im Flachland und somit auch in Wien möglich. Räumlich eng begrenzt fallen die Gewitter mit Starkregen und Hagel sowie Sturmböen auch heftig aus.

Gewitter bis in die Nacht hinein

Ab dem späten Nachmittag sind generell im gesamten Nordalpenbereich Gewitter möglich, die stellenweise heftig ausfallen. In der Nacht könnte dann noch ein größerer Gewitterkomplex von Bayern her auf Oberösterreich übergreifen, die genaue Entwicklung ist hier aber noch abzuwarten.

Mehr Gewitter kommen auf

Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

Am heutigen Sonntag gibt es im Berg- und Hügelland lokale Wärmegewitter, die meisten davon entstehen in den Salzburger Gebirgsgauen und in der Obersteiermark. Punktuell kann es dabei zu Sturmböen und Hagel kommen. Interessant wird es am Abend auch ganz im Westen. Ein größerer Gewitterkomplex trifft dann den Norden von Vorarlberg, besonders am Bodensee kann es zu großem Hagel und schweren Sturmböen von bis zu 100 km/h kommen. In weitere Folge zieht der Gewitterkomplex über Deutschland nach Norden weiter.

Gewitter am Montag

Am Montag häufen sich dann an der Alpennordseite generell die Gewitter.

Frontenkarte für Montagmittag

Erste Gewitter gibt es entlang einer Windkonvergenz wohl schon in der Mittagszeit in Wald- und Weinviertel sowie am Alpenostrand. Am Nachmittag werden die Gewitter generell häufiger in den Nordalpen und können zum Abend hin auch ins umliegende Flachland ausgreifen.

In der Nacht könnte dann ein größerer Gewitterkomplex von Bayern her auf  den Flachgau und Oberösterreich ausgreifen. Die Gewitter können überall zu Hagelschlag und Sturmböen führen, lokale Überflutngen durch Starkregen sind ebenfalls möglich.

Gewitter im Norden, Hitze im Süden

Bis zur Wochenmitte bleibt es an der Alpennordseite gewitteranfällig, wobei sich das Unwetterpotential immer weiter nach Osten verschiebt, da sich im Westen langsam kühlere Luft durchsetzt. Außen vor bleibt dagegen der Süden und Südosten. Hier bleibt es bis auf einzelne Hitzegewitter bis zur Wochenmitte trocken und brütend heiß. Die Spitzenwerte liegen in der südlichen Steiermark und im Burgenland bei 36 Grad.

 

Titelbild: Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

34 Grad in Innsbruck – Tipps gegen die Hitze

Kühlende Gewitter werden zwar in den nächsten Tagen etwas häufiger, beschränken sich meist aber doch auf das Bergland. Daher haben wir ein paar Tipps zusammen getragen, die bei dieser Hitze helfen können einen kühlen Kopf zu bewahren.

Höchstwerte am 17.06.2021 @ UBIMET

 

Höchstwerte am 17.06.2021 @ UBIMET

 

Dass man nur leichte Kleidung trägt oder den Sprungs ins kühle Nass sucht, versteht sich bei Hitze von selbst. Hilfreich ist es, sich in der Mittagshitze nicht in der Sonne aufzuhalten und anstrengende Tätigkeiten zu vermeiden – lieber einen Gang zurück schalten und notwendige Arbeiten im Freien so gut es geht auf die späten Nachmittags- bzw. Abendstunden verlegen.

Viel trinken!

Mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit sollte man täglich zu sich nehmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen sollte die Trinkmenge deutlich darüber hinausgehen. Als Durstlöscher eignen sich neben Mineralwasser ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Ungeeignet sind hingegen stark zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden. Bei hohen Temperaturen soll allerdings auf eiskalte Getränke verzichtet werden. Besser sind warme Getränke, die zu einem leichten Schwitzen führen. Dadurch wird ein Abkühlen des Körpers bewirkt, ohne dass es zu einer zusätzlichen Kreislaufbelastung kommt.

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Leichte Mahlzeiten

Leichtes Essen ist bei Hitze ebenfalls zu empfehlen. Salate sollen dabei ganz oben auf der Liste stehen und auf Fleisch eher verzichtet werden, da tierisches Eiweiß die körpereigene Wärmeproduktion anregt. Obst und rohes Gemüse sorgen für zusätzliche Flüssigkeitszufuhr und spenden wichtige Vitamine. Rohkost ist auch deshalb zu empfehlen, weil sie neben reichlich Flüssigkeit auch Mineralstoffe liefert.

Geschicktes Lüften

Es muss nicht immer eine Klimaanlage sein: Damit die eigene Wohnung trotz hoher Temperaturen angenehm kühl bleibt, gilt es drei Dinge zu beachten: ein wirksamer Sonnenschutz, ausreichende Belüftung und den Verzicht auf überflüssige Wärmequellen. Damit die Temperatur in den eigenen vier Wänden nicht immer weiter klettert, lüftet man am besten über Nacht oder am frühen Morgen.

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Lockere Kleidung

Auch lockere Sommerkleidung kann einiges bewirken. Jackett und Krawatte beispielsweise verhindern die Luftzirkulation am Körper. Leichte, luftige Sommerkleidung aus Naturfasern dagegen verringert den Wärmestau, und verhindert damit auch starkes Schwitzen. Achtet außerdem darauf zu hellen Farben und hochwertigen Stoffen zu greifen, welche die Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben.

 

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Die erste Hitzewelle des Sommers startet

Thermometer mit Hitze über 30 Grad - Adobe Stock

Hitzewelle beginnt heute im Westen

Schon am Montag gab es mit Imst und Lienz zwei Wetterstationen, die die 30-Grad-Marke knapp knacken konnten. Am heutigen Dienstag bekommen diese beiden Orte Gesellschaft, in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberkärnten dürften die nächsten 30er dazukommen. Hotspot ist heute wieder einmal das Inntal, hier klettern die Temperaturen schon auf bis zu 32 Grad. Etwas kühler, mit 24 bis 28 Grad aber ebenfalls sommerlich, präsentiert sich die Osthälfte des Landes.

Ab Mittwoch überall heiß

Am morgigen Mittwoch erfasst die heiße Luft den Großteil Österreichs, dann beginnt auch im östlichen Flachland offiziell die erste Hitzewelle des Jahres. Die 30 Grad werden dann in jedem Bundesland erreicht. Die absolut höchsten Temperaturen kündigen sich dabei mit rund 32 Grad im Inntal an. Auch an den beiden Folgetagen hält das stabile Hochsommerwetter an. Hitzegewitter beschränken sich am Nachmittag meist auf das westliche und südwestliche Bergland, mit den Temperaturen geht es weiter bergauf. Am Donnerstag gibt es an der föhnigen Alpennordseite schon bis zu 33 Grad, am Freitag zwischen Traunviertel und Tullnerfeld sogar 34 Grad.

Wochenende: Hotspot Osten – Gewitter im Westen

Am Wochenende sickert in die Westhälfte des Landes vorübergehend feuchtere und gewitteranfälligere Luft ein, sodass sich die größte Hitze mehr in den Osten verlagert. So startet der Samstag im Westen schon mit ein paar Schauern und Gewittern, diese werden am Nachmittag etwa westlich von Linz und Villach mehr und können heftig ausfallen. Zudem wird es hier mit 25 bis 30 Grad vorübergehend nicht mehr so heiß. Im Osten dagegen bilden Hitzegewitter die Ausnahme, zudem steigert sich hier die Hitze. Somit ist im östlichen Flachland bei rund 35 Grad ordentlich Schwitzen angesagt.

Bereits am Sonntag wird die Zufuhr heißer Luft aus Südwesteuropa im gesamten Land schon wieder stärker. Verbreitet liegen die Höchstwerte dann zwischen 30 und 35 Grad, noch eine Spur heißer wird es mit rund 36 Grad im östlichen Flachland. Aus heutiger Sicht steht am Montag der Höhe- und zugleich Endpunkt der Hitzewelle bevor: Im Osten erwärmt sich die Luft im Vorfeld einer Kaltfront noch einmal auf 36 oder gar 37 Grad, letztere beendet mit schweren Gewittern von Westen her aber die knapp einwöchige Hitzewelle.

Hier noch die erwarteten Temperaturverläufe für Wien

Die Hitze in Wien.

Innsbruck

In Innsbruck startet die Hitzewelle.

…und Klagenfurt:

Auch in Klagenfurt wird es zunehmend heiß.

Österreich-Rekord außer Reichweite

Mit 38,6 Grad im Jahre 2013 hält Waidhofen an der Ybbs den Temperaturrekord für den Monat Juni. Diese Bestmarke dürfte nach derzeitigem Stand nicht erreicht werden, für einzelne Stationsrekorde v.a. im Osten des Landes dürfte es knapp werden. So steht auf der Hohen Warte in Wien noch immer der Juni-Rekord von 36,5 Grad anno 1857, dieser könnte am Höhepunkt der kommenden Hitzewelle knapp geknackt werden. Selbiges gilt beispielsweise für Eisenstadt.

Hitzewelle rollt an

Hitze im Sommer

Nach Abzug der Kaltfront setzt sich nun trockenes und sonniges Wetter durch, das bis zum kommenden Wochen anhält. Dabei ist es anfangs noch erträglich warm mit Höchstwerte zwischen 25 und 30 Grad, in der zweiten Wochenhälfte wird es dann aber schon richtig heiß mit Spitzenwerte um die 35 Grad.

Animation der prognostizierten Temperaturhöchstwerte von Montag bis Freitag (klicken, um zu vergrößern) - UBIMET UCM Modell
Animation der prognostizierten Temperaturhöchstwerte von Montag bis Freitag (klicken, um zu vergrößern) – UBIMET UCM Modell

Der Höhepunkt der Hitze wird landesweit wohl am Freitag und Samstag erreicht, im Osten mitunter auch erst am Sonntag.

Für ein paar Tage trocken

Mit Hoch YONA und ZOE wir des aber nicht nur sommerlich heiß, sondern es stellt sich auch für ein paar Tage trockenes Wetter ein. Das freut die Bauern, die somit perfekte Bedingungen für ihre Heumahd vorfinden. Allergiker hingegen werden in den kommenden Tagen unter den hohen Gräserpollenkonzentrationen leiden. Bis Mittwoch bleibt es komplett trocken, zur Wochenmitte sind lokale Wärmegewitter von Osttirol bis zu den Nockbergen möglich. Ab Freitag nimmt dann wohl von Westen her die Gewittergefahr von Tag zu Tag zu und die Luft wird immer schwüler.

Im äußersten Osten des Landes setzt sich somit die Trockenheit fort. Hier fiel bisher im Juni kaum ein Tropfen und auch in der kommenden Woche bleibt es hier trocken und heiß!

Badeseen erwärmen sich nun rasch

Derzeit ist der Sprung in kühle Nass wirklich noch eine Abkühlung, da die Wassertemperatur in den meisten Seen noch zwischen frischen 16 und 20 Grad liegt. Mit dem trockenen und zunehmend heißen Wetter werden sich aber auch die meisten Badeseen rasch erwärmen. Ausnahme sind höhere Bergseen, wo in den kommenden Tagen durch die starke Schneeschmelze noch viel kaltes Schmelzwasser hinzukommt.

Quelle Titelbild: AdobeStock

Auf Kaltfront folgt Sommerwetter mit Temperaturen über 30 Grad

Bevor die Hitze kommt, überquert uns von Nordwesten her noch eine Kaltfront. In deren Vorfeld muss am Samstag vom Mühl- und Waldviertel bis ins östliche Flachland sowie im äußersten Südosten nochmals mit lokalen Gewittern gerechnet werden und Samstagnacht ziehen entlang der Nordalpen teils kräftige Regenschauer durch. Am Sonntag gehen die Temperaturen im Norden und Osten um 3 bis 4 Grad zurück, im Tagesverlauf kommt aber wieder häufig die Sonne zum Vorschein. Dazu frischt im Osten und in manchen Nordföhntälern frischt kräftiger Nordwestwind mit teils stürmischen Böen auf.

Kaltfrontdurchgang am Samstag © Ubimet/ECMWF

Kommende Woche Hochdruckeinfluss

Nach Abzug der Kaltfront stellt sich die Großwetterlage zu Wochenbeginn um. Von Westen her setzt sich ein Ableger des Azorenhochs durch und trockene Luft strömt in den Alpenraum. Somit steht kommende Woche beständiges und ausgehend vom Westen auch zunehmend heißes Sommerwetter auf dem Programm. In der ersten Wochenhälfte dominiert abgesehen von ein paar harmlosen Quellwolken im gesamten Land der Sonnenschein und bestes Badewetter steht an.

Zunächst im Westen und Süden heiß, später auch im Osten

Bereits am Montag sind im Oberinntal sowie stellenweise auch in Drau- und Gailtal Spitzenwerte um 30 Grad in Sicht, aber auch im Osten wird es mit Höchstwerten um 25 Grad sommerlich warm. Am Dienstag sind im Inntal schon bis zu 32 Grad in Sicht und im Osten liegen die Höchstwerte nur noch knapp unterhalb der 30-Grad-Marke. Ab Mitte der Woche setzt sich die Hitze dann im ganzen Land durch und verbreitet gibt es Temperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke. Hochsommerlich heiß wird es in der zweiten Wochenhälfte im östlichen Flachland mit Spitzenwerten um 35 Grad. Im westlichen Bergland steigt dann aber die Gewittergefahr langsam an.

Höchstwerte am Mittwoch, den 16. Juni © UBIMET

Erste kleine Hitzewelle des Jahres

Von einer Hitzewelle spricht man üblicherweise wenn an mindestens drei Tagen in Folge die Maximaltemperatur 30 Grad überschreitet. Somit steht zunächst dem Westen und Süden, später auch dem Osten des Landes die erste kleine Hitzewelle des Jahres bevor. Die Schafskälte, welche üblicherweise zwischen dem 4. und 20. Juni auftritt, bleibt uns heuer somit erspart.

Titelbild:  Grundlsee © adobe.stock.com

Erneut kräftige Gewitter am Mittwoch erwartet

Update 20:00 Uhr

Ein ehemals gewittriger Schauer, inzwischen aber nicht mehr blitzaktiv zieht in diesen Minuten genau auf Graz zu. Die etwa 10km hoch reichende, ehemalige Gewitterwolke war dabei noch von Wien aus zu sehen – bei einer Entfernung von etwa 140 km Luftlinie:
(weitere Informationen zur Bestimmung der Gewitterentfernung findet man auch hier: https://uwz.at/de/a/bestimmung-von-gewitterentfernungen)

Webcambild mit Radarbild, UBIMET, AustroControl

Update 17:00 Uhr

Beeindruckende Bilder lieferten die webcams bei Zell am See, als letzte Stunde ein Gewitter vorüberzog.

Radarbild von 16:35 Uhr, UBIMET, AustroControl
Webcamzusammenstellung von 15:30 Uhr (links) und 16:30 Uhr (rechts) – foto-webcam.eu

Update 16:00 Uhr

Der Satellitenfilm zeigt, wo inzwischen verbreitet die „Wolkenpilze“ emporschießen. Mit roten Pluszeichen sind dabei die zu jeweiligem Zeitpunkt aktuellen Blitze markiert.
Die meisten Gewitter entstanden bisher auf deutscher Seite, in den kommenden Stunden sind aber auch in Österreich, speziell vom Bregenzerwald bis Oberkärnten, wie auch im Mühl- und Waldviertel, weitere Schauer und Gewitter zu erwarten!

Update 11:15 Uhr

Erste teils gewittrige Schauer haben sich nun gebildet.

Radarbild von 11:05 Uhr © Austrocontol

Blog

Aktuelle Situation

Aktuelles Satellitenbild von 9.10 Uhr © EUMETSAT

Das aktuelle Satellitenbild zeigt einige Wolken im Tiroler Oberland, ansonsten scheint die Sonne. Dies begünstigt die Entwicklung von kräftigen Gewittern am Nachmittag, da mit der Einstrahlung genug Energie zur Verfügung gestellt wird. Zudem erkennt man bereits Quellwolken über den Bergen.

Betroffene Gebiete

Übersicht über die betroffenen Gebiete

In den Rot markierten Bereichen muss man lokal mit kräftigem Starkregen rechnen, der lokal zu Überflutungen und Murenabgängen führen kann. Dabei sind 30 bis 50 L/m² in ein bis zwei Stunden möglich, ganz lokal sogar noch mehr. Dazu sind bei den kräftigsten Gewitterzellen auch kleinkörniger Hagel möglich. Vorsicht ist also im Gewitterumfeld geboten. Dort wo Hagelansammlungen auftreten, kann es glatt werden.

Titelbild: UBIMET

Örtlich viel Regen in kurzer Zeit

Durch Dauerregen lokale Überflutungen

In den vergangenen 36 Stunden sind in Österreich gebietsweise große Regenmengen in kurzer Zeit gefallen.  Besonders von Tirol bis nach Oberösterreich sowie örtlich auch im Süden gab es am Samstag kräftige Gewitter, allerdings wurden in der sehr feuchten Luftmasse auch abseits der Gewitter teils große Regenmengen gemessen. Etwa in St. Pölten kam im Bereich stationärer Schauerzellen in der Nacht auf Sonntag bzw. am Sonntagmorgen innerhalb von nur etwa 10 Stunden sogar der gesamte mittlere Monatsniederschlag zusammen!

Analyse der Regenmengen in den vergangenen 24 Stunden bis Sonntagmittag. © UBIMET

50.000 Blitzentladungen

Am Freitag und Samstag gab es in Summe knapp 50.000 Blitzentladungen. Allein in Oberösterreich wurden am Samstag 21.500 Entladungen detektiert, gefolgt von der Steiermark mit 7.100 und Tirol mit 6.000. Wetterbegünstigt war dagegen das östliche Flachland, so gab es im Burgenland nur 81 Blitzentladungen bzw. in Wien keine einzige. Die höchste Blitzdichte gab es im Bezirk Kirchdorf an der Krems, der stärkste Blitz wurde mit 178 kA in Wolfsberg erfasst. Lokal gab es auch stürmische Windböen, wie etwa am Samstagnachmittag in Innsbruck-Kranebitten mit bis zu 87 km/h oder in Lienz mit 68 km/h.

Blitzverlauf am Samstag. © UBIMET

Trockene Luft im Osten

Am Sonntag fällt vor allem im Südosten und in den westlichen Nordalpen schauerartiger Regen, vereinzelt sind im Tagesverlauf auch wieder Gewitter eingelagert. Das östliche Flachland verbleibt dagegen unter dem Einfluss von vergleichsweise trockenen Luftmassen und es bleibt weiterhin trocken. Zu Wochenbeginn breitet sich die trockene Luft vorübergehend wieder westwärts aus, somit bleibt es im Norden sowie Osten und Südosten weitgehend trocken und oft sonnig. Von Vorarlberg bis Kärnten setzt sich das überwiegend bewölkte und oft nasse Wetter hingegen fort, besonders im Grenzbereich zu Bayern sind örtlich auch wieder große Regenmengen möglich. Am Dienstag sind im Westen und Südwesten weitere Schauer und Gewitter zu erwarten, während es im Osten stabil und sommerlich warm bleibt. Ab Mittwoch wird die trockene Luft dann wieder ostwärts verdrängt und die Gewitterneigung steigt in weiten Teilen des Landes neuerlich an.

Die feuchte Lustmasse wird zu Wochenbeginn westwärts, ab der Wochenmitte dann wieder ostwärts gedrückt. © UBIMET

Starke Gewitter am Samstag

Zusammenfassung

Ein gewitterreicher Tag liegt hinter uns. Ausgehend von einer Tiefdruckrinne, welche sich von der Nordsee bis zur Adria erstreckt, entstanden heute in der feucht-labilen Luft verbreitet teils kräftige Gewitter.

Die ersten Gewitter entstanden pünktlich um die Mittagszeit in den Alpen sowie im nördlichen Hügelland. Später bildete sich im Salzkammergut ein heftiges Gewitter, welches dann ganz langsam Richtung Osten zog und besonders im Bezirk Gmunden, Kirchdorf sowie in Steyr-Land kräftigen Regen brachte. Am späten Nachmittag zog dann auch noch ein starkes Gewitter von Bayern ins Inn- und Hausruckviertel.

Besonders betroffen war auch die Region um Innsbruck. Hier zogen kräftige Gewitter von Süden über die Stadt sowie das Umland hinweg und brachten auch hier teils enorme Regenmengen.

Hier noch ein paar Bilder der Gewitter:

Gewitter bei Wiener Neustadt ©Storm Science Austria
Gewitter im Bezirk Ried ©Storm Science Austria
Gewitter bei Steyr ©Storm Science Austria
Gewitter in Sierning ©Storm Science Austria

UPDATE 17:20

Vorsicht im oberösterreichischem Seengebiet! Hier haben sich in der letzten Stunde heftige Gewitter gebildet und diese bleiben ortsfest. Lokal muss mit großen Regenmengen gerechnet werden!

UPDATE 16:30

Im Flachgau und im Berchtesgardener Land haben sich vor etwa einer Stunde kräftige Gewitter gebildet und diese verlagern sich kaum. Hier muss mit großen Regenmengen in kurzer Zeit sowie mit kleinem Hagel gerechnet werden!

Radarbild 16:10 MESZ ©Austrocontrol

UPDATE 15:00

Die Gewitter werden zahlreicher. Die kräftigsten Gewitter gibt es derzeit in Unterkärnten an der Grenze zu Slowenien. Auch im östlichen Flachland bilden sich vereinzelt bereits kräftige Schauer oder Gewitter. Das Potential für kräftige Gewitter ist auf jeden Fall fast im ganzen Land gegeben.

Radar + Blitze + HRV Satellitenbild © UBIMET/Austrocontrol/Eumetsat

UPDATE 14:00 Uhr

Derzeit gibt es schon im Mühl- und Waldviertel vom Hochficht bis zum Jauerling starke Gewitter sowie auch von der Saualpen bis zu den Fischerbacher Alpen

Blitz- und Radarbild von 14:00 Uhr

Dazu steuert das Höhentief nun von Südwesten her gewittrigen Regen Nach Vorarlberg und ins Tiroler Oberland.

Ausgangslage

Zwar ziehen schon von Beginn an ein paar Wolken durch, doch kommt am Vormittag auch überall noch die Sonne zum Zug. Länger sonnig bleibt es vor allem nach Osten zu und im Flachland.

Mit Annäherung des Höhentiefs von Westen her nimmt aber am Mittag die Gewitterneigung im Bergland rasch zu. Dabei kommt es stellenweise zu heftigen Gewittern mit Hagel und Starkregen. Da sich die Gewitter nur langsam verlagern kommen punktuell große Regenmengen zusammen und es besteht die Gefahr von Vermurungen und Überflutungen. Ab dem späten Nachmittag muss man dann auch im Flachland immer häufiger mit Gewitter rechnen, trocken bleibt es nur im äußersten Osten vom Weinviertel bis zum Neusiedler See und hier wird es mit bis zu 30 Grad auch heiß.

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Am Wochenende kräftige Gewitter mit Starkregen

Am verlängerten Wochenende liegt Österreich zunächst unter schwachem Hochdruckeinfluss, somit beschränken sich die Schauer und Gewitter am Donnerstag und Freitag meist auf die westlichen Nordalpen sowie das südliche Bergland von den Karnischen Alpen bis zum Grazer Bergland. Im Norden sowie im Osten und Südosten bleibt es dagegen trocken und bei viel Sonnenschein steigen die Temperaturen am Freitag auf bis zu 28 Grad.

Niederschlagsprognose für Freitag. Achtung: Gewitter sorgen bekanntermaßen für große Unterschiede auf engem Raum. © UBIMET

Am Wochenende erfasst die feuchtwarme Luft dann allmählich das gesamte Land. Nachdem im Mai ein neuer Negativrekord bei den Blitzentladungen in Österreich aufgestellt wurde, starten wir nun mit etwas Verspätung in die Gewitter-Hochsaison.

Am Wochenende erfasst feuchtwarme und energiereiche Luft Österreich. © UBIMET

Am Wochenende verbreitet Gewitter

Am Samstag scheint anfangs oft die Sonne, ab dem Vormittag nimmt die Gewitterneigung von Vorarlberg bis nach Oberösterreich jedoch zu. In der zweiten Tageshälfte gehen im Bergland verbreitet Schauer und Gewitter nieder, lokal sind diese aber auch abseits der Alpen möglich. Örtlich besteht dabei die Gefahr von großen Regenmengen in kurzer Zeit bzw. Überflutungen, mitunter sind aber auch Hagel und kräftige Böen möglich. Weitgehend trocken bleibt es lediglich noch vom Weinviertel bis in den Seewinkel.

Niederschlagsprognose für Samstag. Achtung: Gewitter sorgen bekanntermaßen für große Unterschiede auf engem Raum. © UBIMET

Die Temperaturen erreichen von West nach Ost 20 bis 29 Grad, im östlichen Flachland sind lokal auch knapp 30 Grad in Reichweite.

Prognose der Höchstwerte am Sonntag von ICON. © DWD/UBIMET

Lokal Unwettergefahr

Der Sonntag verläuft unbeständig, an der Alpennordseite muss man von der Früh weg mit teils gewittrigen Schauern rechnen. Sonst scheint zeitweise die Sonne, am Nachmittag breiten sich die Gewitter auch auf den Südosten aus. Vor allem im Süden und Südosten sowie im Mühl- und Waldviertel zeichnet sich örtlich Unwettergefahr ab durch lokal ergiebige Regenmengen und stellenweise auch Hagel. Die Temperaturen erreichen nur noch 18 bis 26 Grad, es wird allerdings leicht schwül.

Sommer nimmt langsam Fahrt auf

Zunächst noch Bodenfrost

Der letzte Maimorgen zeigte sich nochmal von seiner kalten Seite, inneralpin ging es vielerorts mit Bodenfrost zwischen -1 und -5 Grad in den Tag. Auch in den folgenden zwei Nächten ist dies zumindest lokal noch einmal möglich, generell kennen die Temperaturen von nun an jedoch nur noch den Weg nach oben. Denn pünktlich zum Monatswechsel stellt sich die Wetterlage allmählich um. Ein aktuell über dem Balkan liegendes Höhentief zieht Mitte der Woche zum Schwarzen Meer ab und das bereits über Skandinavien agierende, mächtige Hochdruckgebiet WALTRAUD weitet seinen Einfluss weiter zum Alpenraum aus. Gleichzeitig etabliert sich tiefer Luftdruck über Westeuropa, wodurch Österreich vermehrt Luft aus südlichen Breiten erreicht.

https://www.foto-webcam.eu/webcam/virgen-west/
@ https://www.foto-webcam.eu/webcam/virgen-west/

Lokal 25 Grad zum Sommerstart am 01. Juni

Am Dienstag muss man im Osten noch etwas Geduld aufbringen, wie an den letzten Tagen bilden sich durch das Höhentief ab dem Vormittag Quellwolken aus und verdecken zeitweise die Sonne. Über 20 Grad kommt die Temperatur hier noch nicht hinaus. Im Westen und Süden scheint die Sonne jedoch bereits häufig, im Oberinntal deuten sich nach langer Zeit auch erstmals wieder 25 Grad an.

Mittwoch und Donnerstag, Fronleichnam, verlaufen schließlich im ganzen Land phasenweise sonnig. Im Flach- und Hügelland bleibt es trocken, vom Bregenzerwald bis in die Niederen Tauern und zu den Karnischen Alpen bilden sich im Tagesverlauf hingegen Schauer und einzelne Gewitter. Die 20 Grad-Marke wird dann bereits nahezu überall überschritten, am Feiertag liegen die Temperaturen in tiefen Lagen meist zwischen 22 und 27 Grad, mit den höchsten Werten im Westen.

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Bis zu 28 Grad am Wochenende

Ähnlich geht es auch Richtung Wochenende weiter. Unbeständig mit einer gewissen Schauer- und Gewitterneigung bleibt es im Bergland, weitgehend trocken und versehen mit reichlich Sonnenschein zeigt sich das Flach- und Hügelland. Sommerliche Temperaturen um 25 Grad sind dann nahezu überall zu erwarten, Hitze mit 30 Grad und mehr deutet sich aber noch nicht an.

Und auch nachfolgend schaut es derzeit nicht nach einer Rückkehr zu beständig unterkühlten Verhältnissen wie etwa im Mai aus. Zwar sind Kaltluftvorstöße immer möglich, bis Mitte Juni deuten Langfristmodelle aber eher auf der Jahreszeit entsprechende Temperaturen hin.

 

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Der Mai 2021 verabschiedet sich vielerorts mit Morgenfrost

Morgenfrost im Aflenzer Becken am 31.05.2021 - Mario Gansberger

Der letzte Morgen dieses unterkühlten, nassen Mais 2021 konnte nicht anders sein: Kühl bis kalt!  Nur in der Wiener Innenstadt sowie im Nordburgenland blieben die Temperaturen vergangene Nacht im zweistelligen Bereich. Ansonsten war es verbreitet recht kühl, in manchen Tallagen der Alpen wurde nochmals Luftfrost (Temperatur in 2 Meter Höhe unter dem Gefrierpunkt) verzeichnet, wie z.B. im Außerfern, im Lungau und im Aflenzer Becken.

Tiefstwerte am 31.05.2021 - UBIMET, ZAMG
Tiefstwerte am 31.05.2021 – UBIMET, ZAMG
Tiefstwerte am 31.05.2021 - UBIMET, ZAMG
Tiefstwerte am 31.05.2021 – UBIMET, ZAMG
Morgenfrost im Aflenzer Becken am 31.05.2021 - Mario Gansberger
Morgenfrost im Aflenzer Becken am 31.05.2021 – Mario Gansberger

Wirft man einen Blick auf die Temperaturen in 5 Zentimeter Höhe um 5 Uhr in der Früh, so erkennt man inneralpin sowie im Mühl- und Waldviertel verbreitet Werte zwischen -1 und -5 Grad (man spricht in diesem Fall von „Bodenfrost“). Für diese Jahreszeit sind solche Werte schon sehr niedrig.

Temperatur knapp über dem Boden (5cm) um 5 Uhr früh am 31.05.2021 - UBIMET, ZAMG
Temperatur knapp über dem Boden (5cm) um 5 Uhr früh am 31.05.2021 – UBIMET, ZAMG

Somit haben heute manche Wetterstationen noch einen (Luft-)Frosttag für den Mai 2021 hinzugefügt. Die Anzahl der Tage mit einem Tiefstwert unter dem Gefrierpunkt ist somit landesweit überdurchschnittlich hoch im Vergleich zum langjährigen Klimamittel. Gebietsweise (vor allem im Mühl- und Waldviertel, im Lungau und im Aflenzer Becken) handelt es sich um die höchste Anzahl an Mai-Frosttagen der letzten 15 Jahre!

Anzahl der Frosttage in Mai von 2007 bis 2021 im Vergleich zum Klimamittel, ausgewählte Stationen - UBIMET, ZAMG
Anzahl der Frosttage in Mai von 2007 bis 2021 im Vergleich zum Klimamittel, ausgewählte Stationen – UBIMET, ZAMG

In den kommenden zwei Tagen bleibt die Bodenfrostgefahr aufgrund der ruhigen Wetterverhältnisse inneralpin sowie im Mühl- und Waldviertel erhöht. Sollte es nochmals zu Luftfrost kommen, wäre dies sehr außergewöhnlich: Selbst in den höheren Tallagen (wie z.B. im Lungau) liegt die durchschnittliche Anzahl an Frosttagen im Juni bei Null.

Prognose der Tiefstwerte für Dienstagfrüh - UBIMET
Prognose der Tiefstwerte für Dienstagfrüh – UBIMET
Prognose der Tiefstwerte für Mittwochfrüh - UBIMET
Prognose der Tiefstwerte für Mittwochfrüh – UBIMET

 

 

Titelbild: Morgenfrost im Aflenzer Becken am 31.05.2021 – Mario Gansberger

Bodenhoch vs. Höhentief: Wochenende mit zweigeteiltem Wetter

Eine Kaltfront sorgt vorübergehend für eine Abkühlung.

Der Blick aufs Barometer kann derzeit irreführend sein, so passt der vergleichsweise hohe Luftdruck nicht zum aktuellen Wettergeschehen (wobei allgemein die Luftdruckänderung mit der Zeit viel aussagekräftiger ist). Tatsächlich sieht man auf der heutigen Bodenwetterkarte ein umfangreiches Azorenhoch mit einem Ableger namens WALTRAUD mit Kern über der Nordsee. Der Alpenraum befindet sich an dessen Rande und Wetterfronten sind nur in großer Entfernung über dem Nordatlantik und über der Ukraine zu finden. Das Wetter gestaltet sich allerdings unbeständig, da wir am Rande eines Höhentiefs über Polen liegen, welches auf der Bodenwetterkarte nicht sichtbar ist.

Die Bodenwetterkarte am Samstag zeigt das umfangreiche Hoch WALTRAUD mit Kern über der Nordsee.

Höhentief über Polen

Abseits der Alpen war es am Samstagmorgen noch oft sonnig, seit dem späten Vormittag sind aber vermehrt Quellwolken entstanden. Wie man am Wetterradar verfolgen kann, ziehen derzeit vor allem von Oberösterreich bis ins südliche Wiener Becken sowie im Süden einige Schauer und auch kurze Gewitter durch. Verantwortlich dafür ist ein sogenannter Kaltlufttropfen mit Kern über Polen. Es handelt sich dabei um ein Höhentief in mehreren Kilometern Höhe, welches sich durch niedrige Temperaturen im Vergleich zur Umgebung auszeichnet. Im folgenden Infrarot-Satellitenbild (zeigt die Temperaturen an der Wolkenobergrenze) sieht man die Isohypsen, die in etwa vergleichbar sind zum Bodendruck auf der Bodenwetterkarte, allerdings in einer Höhe von etwa 5500 m.

Höhentief im IR-Satbild mit IFS-Modelldaten und Blitzen am 29.5.21, 14 Uhr MESZ. © EUMETSAT / UBIMET
Enstehende Quellwolken über Graz. © www.foto-webcam.eu

Spezialfall Kaltlufttropfen

Höhentiefs entstehen durch Verwirbelungen des polarumlaufenden Jetstreams, Meteorologen sprechen auch von einem Abschnürungsprozess bzw. „Cut-Off“. Solche Höhentiefs verlagern sich nicht mit der Höhenströmung, sondern werden durch die umgebende Luftdruckverteilung beeinflusst. Oft verharren sie wie ein Kreisel an Ort und Stelle. Ein Spezialfall stellen Kaltlufttropfen dar, bei denen sich das zugehörige Bodentief durch Reibung oder Warmluftzufuhr aufgelöst hat und in der Höhe in einem begrenzten Gebiet von etwa 100 bis 1000 Kilometern kalte Luft zurückbleibt. Da diese kalte Anomalie aber nur in der oberen Hälfte der Troposphäre ausgeprägt ist, scheinen diese Gebiete nicht auf den Bodenwetterkarten auf. Tatsächlich befinden sich Kaltlufttropfen sogar oft im Randbereich eines Bodenhochs, wie aktuell von Hoch WALTRAUD. Kaltlufttropfen werden durch die bodennahe, zumeist schwache Strömung gesteuert.

Westen wetterbegünstigt

Die Höhenkaltluft sorgt im Zusammenspiel mit der Erwärmung der bodennahen Luft durch Sonneneinstrahlung für eine verstärkte vertikale Temperaturabnahme und somit für eine Labilisierung der Atmosphäre. Vor allem im Bereich von bodennahen Windkonvergenzen oder über ausgeaperten Bergen entstehen dann Schauer und Gewitter. Am Samstag muss man vor allem von Oberösterreich bis zum Alpenostrand und im Süden mit gewittrigen Schauern rechnen, während der äußerste Westen dank vergleichsweise milderer Luft in der Höhe wetterbegünstigt ist. Dei Temperaturen erreichen 14 bis 20 Grad mit den höchsten Werten in Vorarlberg.

Am Wochenende werden die höchsten Temperaturen in den großen Tallagen im Westen und Südwesten erreicht.

Zögerliche Wetterbesserung in Sicht

In den kommenden Tagen zieht der Kaltlufttropfen nur langsam südostwärts ab, am Rande des Hochs gelangt aber vergleichsweise trockene Luft ins Land. Am Sonntag scheint somit in weiten Landesteilen zumindest zeitweise die Sonne, im Westen und Süden überwiegt sogar der Sonnenschein. Nur von der Pinzgauer Tauernregion über das Ennstal und Mariazellerland bis nach Niederösterreich breiten sich untertags wieder Quellwolken aus und mitunter gehen einzelne Schauer nieder. Bei mäßigem bis lebhaftem, in manchen Nordföhntälern und am Alpenostrand in Böen auch kräftigem Nordwind erreichen die Temperaturen 12 bis 22 Grad mit den höchsten Werten im Drau- und Gailtal. Zu Beginn der kommenden Woche lässt die Schauerneigung weiter nach und die Temperaturen steigen langsam, aber sicher an. Ab etwa Mitte der Woche sind dann auch frühsommerliche Temperaturen in Sicht!

Ensemble-Prognose von Temperatur in der freien Atmosphäre und Niederschlag. Kommende Woche wird es wärmer! © ECMWF

 

Mai 2021 kühl, überdurchschnittlich nass und extrem blitzarm

nass

Im Vergleich zum Mittel von 1981 bis 2010 schließt der Mai 2021 im Flächenmittel mit einer Abweichung von -2,3 Grad deutlich zu kalt ab. Besonders markante Abweichungen zwischen -2,5 und -3 Grad findet man auf den Bergen. Etwas geringer fallen die Abweichungen mit etwa -1 bis -1,5 Grad zum Mittel dagegen im Osten aus. Noch eine Spur kühler war zuletzt der Mai 2019.

Temperaturabweichungen im Mai 2021

Warme Tage mit einem Höchstwert über 20 Grad gab es nur halb so viele wie üblich. Dazu wurden nirgends mehr als 3 Sommertage verzeichnet und nur entlang der Nordalpen von Salzburg bis zum Tullnerfeld gab es am 10. bzw. 11. des Monats bei föhnigem Südwind einen Hitzetag. Im Zuge dieses kurzen, aber sehr warmen Abschnitts kam es im Rheintal und in Salzburg auch zur ersten und bisher einzigen Tropennacht des Jahres.

Höchstwerte im Mai 2021.

Viele Tiefs, oft windig

Verantwortlich für die kalte Bilanz waren zahlreiche West- bis Nordwestlagen, so sorgten unzählige Tiefdruckgebiete über Nord- und Mitteleuropa für unbeständiges und oft windiges Wetter im Alpenraum. Während es im vergangenen Winter keinen einzigen nennenswerten Sturm gab, wurde in Wien mit Tief DANIEL am 2. Mai sogar der schwerste Mai-Sturm in Wien seit Aufzeichnungsbeginn verzeichnet. Mit einer orkanartigen Böe von 112 km/h wurde der alte Rekord von 104 km/h aus dem Jahr 1955 an der Hohen Warte deutlich überboten, auf der Jubiläumswarte gab es sogar Orkanböen bis 123 km/h.

In Nordwesteuropa gab es deutlich mehr Tiefdrucktätigkeit als üblich. © NOAA
Während der Mai bei uns kühler als üblich war, gab es in Russland extreme Wärme. © K.Haustein

Verbreitet nass

Der Mai war in weiten Teilen Österreichs überdurchschnittlich nass, im landesweiten Flächenmittel gab es ein Plus an Regen von etwa 30%. Besonders markant fallen die Abweichungen im Süden sowie vom Bodensee bis ins Salzkammergut und ins Obere Mühlviertel aus. Im Klagenfurter Becken, in den Karawanken und in der Südsteiermark gab es mehr als doppelt so viel Regen wie in einem durchschnittlichen Mai. Der relativ nasseste Ort mit einer Gesamtbilanz von 250% war Eisenkappel. Auch die Anzahl der Regentage mit mehr als 1 Liter pro Quadratmeter Niederschlag war ungewöhnlich hoch, Spitzenreiter waren hier der Hintere Bregenzerwald, der Arlberg und das Salzkammergut mit örtlich 23 solcher Tagen. Auf den Bergen wurden zudem vor allem im Westen und Süden oft überdurchschnittliche Schneehöhen verzeichnet.

Tage mit mehr als 1 mm Regen im Mai.


Eine leicht unterdurchschnittliche Niederschlagsbilanz gab es nur vom Mürztal über das südliche Wiener Becken bis ins Mostviertel. Die relativ trockensten Orte waren Reichenau an der Rax mit 60% des Solls, gefolgt von St. Pölten mit 72%. In diesen Regionen gab es damit im gesamten Frühjahr nur knapp mehr als die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge.

Niederschlagsanteil im Mai 2021

Negativrekord bei den Blitzen

Im Mai wurden bislang landesweit etwa 13.000 Blitzentladungen erfasst, davon 4.780 in der Steiermark. Dieser Wert stellt den bislang niedrigsten Wert seit Beginn der modernen Blitzerfassung im Jahre 2009 dar und entspricht knapp 10% des 10-jährigen Durchschnitts. Der bisherige Negativrekord aus dem Mai 2019 wurde unterboten und auch ein Vergleich mit älteren Messreihen zeigt in den vergangenen 30 Jahren keinen blitzärmeren Mai. Selbst wenn man das gesamte Frühjahr betrachtet, liegt der Frühling 2021 an letzter Stelle ex aequo mit 2019.

Blitzdichte im Mai 2021.

Der blitzreichste Tag im Mai war der 27., als eine Kaltfront vom Großraum Villach bis in die Südsteiermark für kräftige Gewitter mit Starkregen, stürmischen Böen und kleinem Hagel sorgte. Die höchste Blitzdichte im Mai gab es in der Gemeinde Bad Radkersburg im Bezirk Südoststeiermark, der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 206 kA wurde dagegen in Sankt Lambrecht im Bezirk Murau am 7.5. detektiert.

Blitze am 27. Mai

Extremwerte Mai 2021

Stand: Freitag, 28.05.2021, 10 Uhr (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
  • 31,4 Grad Krems, St. Pölten, Melk (NÖ, 11.)
  • 31,3 Grad Amstetten (NÖ, 11.)
  • 31,2 Grad Wieselburg (NÖ, 11.)
  • 31,0 Grad Salzburg (S, 10.)
  • 30,9 Grad Bad Ischl (OÖ, 10.)
Tiefste Temperaturen unter 1000 m Seehöhe
  • -3,8 Grad Summerau (OÖ, 8.)
  • -3,3 Grad Ehrwald (T, 8.)
  • -3,2 Grad Freistadt (OÖ, 8.)
Nasseste bewohnte Orte
  • 349 Liter pro Quadratmeter Loibl (K)
  • 276 Liter pro Quadratmeter Alberschwende (V)
  • 270 Liter pro Quadratmeter Bad Bleiberg (K)
  • 231 Liter pro Quadratmeter Hermagor (K)
  • 231 Liter pro Quadratmeter Unterach am Attersee (OÖ)
Trockenste Orte
  • 34 Liter pro Quadratmeter Berndorf (NÖ)
  • 40 Liter pro Quadratmeter Gars am Kamp (NÖ)
  • 44 Liter pro Quadratmeter Podersdorf (B)

Sonnigste Stationen

  • 195 Sonnenstunden Mörbisch (B)
  • 181 Sonnenstunden Hollenthon (NÖ)
  • 176 Sonnenstunden Tullnerfeld (NÖ)
Stärkste Windspitzen Niederungen
  • 112 km/h Wien – Hohe Warte (W, 2.)
  • 104 km/h Wien – Innere Stadt (W, 2.)
  • 102 km/h Gumpoldskirchen (NÖ, 2.)
Stärkste Windspitzen Berge
  • 137 km/h Patscherkofel (T, 11.)
  • 125 km/h Brunnenkogel (T, 10.)
  • 123 km/h Jubiläumswarte (W, 2.)

Mai endet wechselhaft und frisch

Festgefahrene Lage

Von wenigen sommerlichen Tagen in der ersten Monatshälfte abgesehen dominieren in diesem Mai 2021 in Österreich kühle Luftmassen, Grund hierfür ist rege Tiefdruckaktivität über dem Atlantik und der Nordsee. Diese Tiefs lenken wiederholt feuchte und frische Meeresluft heran, ein stabiles Frühlingshoch musste man in diesem Monat bislang vergeblich suchen. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der heurige Mai im Vergleich zum langjährigen Mittel derzeit bei einer Abweichung von -2 Grad hält.

Rund 2 Grad zu kalt: Der Mai 2021! Bild zum Vergrößern anklicken.

Einen ähnlich kalten Mai erlebten wir zuletzt vor zwei Jahren. Davor muss man aber schon ins Jahr 1991 zurückblicken, um einen noch kälteren Mai zu finden. Das Schicksal eines zu kalten Mai teilen wir übrigens mit weiten Teilen Mittel- und Westeuropas, wie nachfolgende Karte belegt (zu kalt = blau, zu warm = rot).

Vielerorts in Europa war der Mai bislang zu kalt (blaue Farbtöne). Bild zum Vergrößern anklicken.

Kaltfront am Donnerstag – Höhentief am Wochenende

Am Donnerstag überquert uns die Kaltfront des Tiefs NATHAN von West nach Ost mit Regenschauern, im Süden sind am Nachmittag auch Gewitter mit dabei. Die 20-Grad-Marke wird nur noch von Unterkärnten bis ins Südburgenland erreicht, sonst kühlt es schon wieder spürbar ab. Mit Hoch WALTRAUD stellt sich am Freitag vorübergehend zwar wieder freundlicheres und mit bis zu 23 Grad im Inntal auch wieder wärmeres Wetter ein, das Wochenende bringt aber bereits das nächste sogenannte Höhentief. Wo sich dieses ganz genau positionieren wird, ist derzeit noch mit größeren Unsicherheiten behaftet. Fest steht jedoch, dass die Temperaturen mit meist 13 bis 20 Grad gedämpft bleiben und Regenschauer unser steter Begleiter sein werden.

Erholung im Juni?

Derzeit deuten die Wettermodelle auch zu Beginn der neuen Woche und somit des meteorologischen Sommers auf keine signifikante Erwärmung hin. Im weiteren Verlauf der Woche steigen aber aus heutiger Sicht immerhin die Chancen auf Temperaturen wieder mal deutlich über der 20-Grad-Marke an. Wie schnell der Wandel von einem frischen Mai hin zu hochsommerlicher Hitze vollzogen werden kann, beweist der Blick zurück ins Jahr 2019. Der Mai fiel bekanntlich um fast 3 Grad zu kalt aus, ähnlich wie heuer pendelten die Höchstwerte im letzten Maidrittel lediglich zwischen 10 und 20 Grad. Im Juni gab der Sommer aber plötzlich Vollgas, keine zwei Wochen nach dem Monatswechsel gab es 30 Grad. Im weiteren Verlauf des Junis wurden dann sogar Rekorde mit bis zu 38 Grad aufgestellt. Wir sehen: Bei passender Wetterlage kann es sehr schnell gehen.

Quelle Titelbild: foto-webcam.eu

Mai 2021: Viel Schnee im Hochgebirge

Der Winter 2020/2021 war gezeichnet einerseits von mehreren Südstaulagen, andererseits von kräftigen Niederschlagsereignissen entlang der Nordalpen. (Hintergrundinfo zu Italientiefs). Damit konnte sich in den Hochlagen der Alpen eine beachtliche Schneedecke ausbilden, die mitunter überdurchschnittliche Werte aufweist. Etwa wie am Pitztaler Gletscher: Hier liegen Ende Mai im Durchschnitt 180 cm Schnee, heuer sind es rund 100 cm mehr, wie auf der folgenden Grafik zu sehen:

Schneehöhe Pitztaler Gletscher
Schneehöhe am Pitztaler Gletscher. Schwarz = Schneehöhe Winter 20/21; grau = Vergleichsreihe 1981-2015; blau/rot = Min/Max Schneehöhe der Vergleichszeitreihe (Quelle: Hydrographischer Dienst Tirol)

In den Nordalpen

Im Grenzgebiet Außerfern/Allgäu kann sich die Schneemächtigkeit auch sehen lassen. Am Hahnenkamm (nicht zu verwechseln mit jenem in den Kitzbüheler Alpen) werden auf rund 1700 m Höhe derzeit rund 100 cm gemessen. Anfang Juni liegen hier durchschnittlich 10 cm:

Schneehöhe am Hahnenkamm in den Tannheimer Bergen. Schwarz = Schneehöhe Winter 20/21; grau = Vergleichsreihe 1981-2015; blau/rot = Min/Max Schneehöhe (Quelle: Hydrogr. Dienst Tirol)

 

Starke Kontraste im Vergleich zum Vorjahr:

Fotovergleich 2020 und 2021
2020 vs. 2021 am Fellhorn bei Oberstdorf (Bayern). (Quelle: foto-webcam.eu)

Viel Schnee auch in den Bergen der Schweiz

Der Blick nach Westen offenbart ein ähnliches Bild, wie hier in Crans Montana auf auf dem PlaineMorte-Gletscher in den Berner Alpen:

Hochwinterlicher Anblick – Ende Mai 2021 auf dem
Plaine-Morte-Gletscher (Quelle: https://www.crans-montana.ch/de/webcam)

+3 Meter in den Julischen Alpen

Großer Profiteur der Südstaulagen waren schließlich auch die Julischen Alpen. Beispielsweise knapp unterhalb des Kredarica-Gipfels (2539 m/Triglav Nationalpark) momentan immer noch sagenhafte 5 m Schnee. Für gewöhnlich ragt zu dieser Jahreszeit der Messstab „lediglich“ 2 Meter aus der Schneedecke. Hier haben die Staulagen im Mai noch für ordentlich Nachschub gesorgt:

Das aktuelle Webcam-Bild vom Krederica-Observatorium in 2514 m.(Quelle: https://www.aametsoc.org/post/5-metri-di-neve-al-suolo-ad-alta-quota-sulle-alpi-giulie-mai-cos%C3%AC-tanta-a-fine-maggio-in-70-anni?fbclid=IwAR35qPG0vDAi_b-bGKnOCus2ZB0gT-1WMQmd6xIRQGzd01tVtwBbTpyzxW0)
Schneeklimatalogie vom Krederica-Observatorium in 2514 m.(Quelle: https://www.aametsoc.org/post/5-metri-di-neve-al-suolo-ad-alta-quota-sulle-alpi-giulie-mai-cos%C3%AC-tanta-a-fine-maggio-in-70-anni?fbclid=IwAR35qPG0vDAi_b-bGKnOCus2ZB0gT-1WMQmd6xIRQGzd01tVtwBbTpyzxW0)

Noch keine rasche Schneeschmelze in Sicht

Die Wetterlage in Mitteleuropa ist fast den ganzen Mai hindurch von Tiefdrucksystemen über der Nordsee bestimmt, die deutlich mildere Luft wurde zumeist über den Balkan Richtung Russland abgedrängt.
Nun schwindet der atlantische Tiefdruckeinfluss ein wenig, Zentraleuropa gelangt etwas mehr auf die warme Seite des Jetstreams. Damit steigt tendenziell das Temperaturniveau wieder an, eine kräftige Erwärmung zeichnet sich vorerst aber nicht ab. Damit bleiben eine rapide Schneeschmelze und mögliche potentielle Hochwasser vorerst einmal aus.

 

(Titelbild: Adobe Stock)

 

 

Am Pfingstmontag neuerlich verbreitet und teils kräftiger Regen

Person mit Regenschirm. © pixabay.com

Nach der Front ist vor der Front: Die Wetterberuhigung am Sonntagnachmittag ist nur von sehr kurzer Dauer, denn bereits im Laufe des Pfingstmontags erreicht die nächste Störung aus dem westlichen Mittelmeerraum Österreich. Mit Bildung eines Tiefs über Mittelitalien wird im Vorfeld der Störung etwas wärmere, aber auch deutlich feuchtere Luft herangeführt.

Animation der Wetterlage von Pfingstsonntag bis Dienstag (blaue Töne = Tiefdruckgebiete, rötliche Töne Hochdruckgebiete) - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der Wetterlage von Pfingstsonntag bis Dienstag (blaue Töne = Tiefdruckgebiete, rötliche Töne Hochdruckgebiete) – ECMWF IFS Modell, UBIMET

Somit setzt am Montagvormittag im Südwesten Regen ein, der sich im Tagesverlauf auch nach Norden und Osten ausbreitet. Am längsten trocken und auch teils sonnig bleibt es dank föhnigen Südostwindes im Nordosten. Vor allem in Osttirol und Kärnten regnet es tagsüber auch kräftig, in Richtung der italienischen bzw. slowenischen Grenze kommen teils warnrelevante Regenmengen zwischen 30 und 50 l/m².

Niederschlagsmengen am Pfingstmontag - UBIMET
Niederschlagsmengen am Pfingstmontag – UBIMET

In folgender Grafik ist die Wahrscheinlichkeit für mehr als 30 Liter Regen in 24 Stunden (hier für den ganzen Pfingstmontag) eingezeichnet. So sieht man, dass es morgen im Bereich der Karnischen Alpen mit über 70% Wahrscheinlichkeit mehr als 30 mm regnen wird.

Wahrscheinlichkeit für mehr als 30 l/m² Regen in 24 Stunden am Pfingstmontag - ECMWF IFS Ensemble Modell, UBIMET
Wahrscheinlichkeit für mehr als 30 l/m² Regen in 24 Stunden am Pfingstmontag – ECMWF IFS Ensemble Modell, UBIMET

Zu Beginn der letzten Maiwoche wird somit fast überall das durchschnittliche Mai-Niederschlagssoll bereits erreicht oder übertroffen. Die Tendenz bis zum Monatsende verspricht zudem weiterhin nur unterkühltes, oft unbeständiges Wetter, sodass der Mai landesweit zu nass im Vergleich zum langjährigen Mittel ausfallen sollte. Lediglich am Alpenostrand könnte der Monat noch zu trocken zu Ende gehen. Im Süden Kärntens ist hingegen lokal bis zu dreimal so viel Regen als sonst üblich in Reichweite.

Mittelfristige Tendenz der Temperaturen und Niederschläge für Wien - ECMWF IFS Ensemble Modell
Mittelfristige Tendenz der Temperaturen und Niederschläge für Wien – ECMWF IFS Ensemble Modell
Anteil vom klimatologischen Mai-Niederschlag, der bis zum 23.05. um 7 Uhr bereits zusammengekommen ist - UBIMET
Anteil vom klimatologischen Mai-Niederschlag, der bis zum 23.05. um 7 Uhr bereits zusammengekommen ist – UBIMET

 

 

Titelbild: Person mit Regenschirm. © pixabay.com

Die Hitze am Polarkreis

In Mitteleuropa kommen mittlerweile bei einer Temperaturprognose von 20 Grad schon frühsommerliche Gefühle auf. Normalerweise sehnen wir uns Mitte Mai bei solchen Temperaturen nach dem warmen Süden. Dass wir aber Nordwestrussland um seine 30 Grad beneiden – das passiert nicht alle Tage!

Maximumtemperatur für Donnerstag 20. Mai 2021
Prognose für die Maximumtemperatur für Donnerstag, 20. Mai 2021 (zum vergrößern anklicken). @ GFS, UBIMET

In Archangelsk wurden z. B. am Donnerstagnachmittag knappe 31 Grad gemessen. Sogar während der vergangenen Nacht blieb es mit 19 Grad sehr warm.

Temperatur am 20. Mai 2021 an der Station Archangelsk. Quelle: meteoinfo.ru

Normal sind hier um diese Jahreszeit im Mittel etwa 7 Grad, mit einem mittleren Maximalwert von 12 Grad – also etwa 20 Grad weniger.  Das letzte mal wurden hier im Jahr 2014 heiße 31.7 Grad gemessen, der bisher höchste Wert seit 138 Jahren.

Die folgende Karte zeigt die aktuelle Abweichung der Lufttemperatur: In weiten Teilen Europas liegt die Temperatur ein paar Grad unter dem Klimawert,  im Norden Russlands beträgt die (positive) Abweichung teils weit über 20 Grad!

Die Hitze verdankt die Arktis einer festgefahrenen Wetterlage, das Strömungsmuster über der Nordhalbkugel weist seit Tagen eine ausgeprägte Langwellenstruktur mit breitem Trog über West- und Mitteleuropa auf. Während ein Tief nach dem anderen kühle und feuchte Luft polaren Ursprungs nach Mitteleuropa bringt, strömt an der Vorderseite des Troges heiße Luft aus Zentralasien bis weit in den Norden Russlands.

Äquivalentpotentielle Temperatur in der freien Atmosphäre der letzten 48 Stunden (zum vergrößern anklicken). Quelle: GFS, UBIMET.
Rückwärtstrajektorie für Archangelsk bis 20. Mai. @ NOAA

 

Titelbild @ pixabay.com

Bis zu 15 cm Durchmesser: Extremes Hagelunwetter in Mexiko

Hagelunwetter, Symbolbild - unsplash.com

Ein Höhentief zwischen den USA und Mexiko sorgte in den letzten zwei Tagen in den Grenzregionen für heftige Gewitter mit großem Hagel und Überflutungen. Aufgrund der ungewöhnlich kalten Luft in den höheren Schichten der Atmosphäre konnten sich innerhalb der Gewitterwolken vor allem rund um die Stadt Allende im mexikanischen Bundesstaat Coahuila teils extrem große Hagelkörner bilden. Laut Bildmaterial erreichten hier die Hagelschloße Durchmesser von bis zu 15 cm: Da Hagel im Schnitt eine Dichte von rund 0,1 g/cm³ aufweist, wogen solche Hagelkörner 1 bis 1,5 Kilogramm!

Heute bleibt die Lage in der Region weiterhin angespannt, ab morgen nimmt aber die Gewitterneigung deutlich ab. Wir haben für euch die eindrucksvollsten Bilder und Videos hier unten zusammengestellt:

 

Titelbild: Hagelunwetter, Symbolbild – unsplash.com

Aprilwetter im Mai: Kühles Wetter mit Regen und Gewittern setzt sich fort

Das Frühjahr 2021 war im Flächenmittel bislang knapp 1 Grad kälter als im langjährigen Mittel von 1981 bis 2010. Die aktuellen Wettermodelle deuten bis auf Weiteres auf eine kühle Westströmung in Mitteleuropa. Damit wird das Frühjahr 2021 die erste zu kühle Jahreszeit seit 8 Jahren, mehr dazu hier. Einzelne Monate sind zwar jedes Jahr etwas kälter als im Mittel, für eine ganze Jahreszeit muss man aber bis zum Frühjahr 2013 zurückblicken. Im Vergleich zum klimatologischen Mittel von 1961 bis 1990 war das Frühjahr heuer allerdings durchschnittlich temperiert.

Vorläufige Temperaturabweichungen im Frühjahr 2021. © UBIMET

Stabiler Jetstream

Der Jetstream ist ein polarumlaufendes Starkwindband in etwa 10 km Höhe und markiert die Grenze zwischen kalter Luftmassen im Norden und warmer Luft im Süden. Dieses Westwindband verläuft aber nicht geradlinig über die Nordhalbkugel, sondern bildet großräumige Wellen, die sich je nach Anzahl unterschiedlich schnell ostwärts verlagern. Bei einer Wellenanzahl unter 5 werden stationäre Wellen begünstigt.

Beispiel von sog. Rossby-Wellen im Jetstream auf der Nordhalbkugel.

Derzeit ist der Jetstream recht stabil und weist vier großräumige Wellen auf, die sich kaum verlagern. In Europa liegt der Jetstream derzeit südlicher als üblich und sorgt für kühle Wetterbedingungen. Ganz anders sieht es dagegen beispielsweise in Russland aus: Hier liegt der Jetstream nördlicher als üblich und ermöglicht teils sommerliche Temperaturen selbst in arktischen Breiten.

Auf der zirkumpolaren Höhenwetterkarte sieht man vier große „Rossby-Wellen“ (Analyse + Prognose bis 18.5.). © ECMWF / FU Berlin

Schauer und Gewitter

Am Montag regnet es anfangs im äußersten Süden und Osten verbreitet. Tagsüber klingt der Regen ab und vor allem in Osttirol und Oberkärnten kommt die Sonne zum Vorschein. An der Alpennordseite bleibt es hingegen unbeständig mit teils gewittrigen Regenschauern. Mit diesen frischt zudem kräftiger Westwind auf, vereinzelt muss man mit stürmischen Böen rechnen. Die Temperaturen erreichen von Nordwest nach Südost 11 bis 19 Grad. Auch der Dienstag gestaltet sich an der Alpennordseite sehr unbeständig mit Schauern und Gewittern, die Schneefallgrenze sinkt im äußersten Westen in der Früh auf 1400 m ab. Im östlichen Flachland lockert der kräftige Westwind die Wolken immer wieder auf und so kommt hier zeitweise auch die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen ändern sich kaum mit maximal 11 bis 20 Grad.

In der kommenden Woche gibt es in Mitteleuropa unterdurchschnittliche Temperaturen. © K. Haustein

Kaum Änderungen in Sicht

Am Mittwoch bleibt es unbeständig und kühl. Vor allem im Westen und Norden ziehen einige, teils gewittrige Schauer durch. Im Süden und Südosten scheint dagegen bei nur geringer Schauerneigung und teils lebhaftem West- bis Nordwestwind zeitweise die Sonne. Mit 10 bis 19 Grad bleibt es zu kühl für die Jahreszeit. Der Donnerstag bringt im Süden und Westen eine vorübergehende Wetterbesserung. Vom Tiroler Unterland bis nach Niederösterreich überwiegen dagegen weiterhin die Wolken und ein paar Schauer oder Gewitter ziehen durch. Die Temperaturen steigen auf 13 bis 20 Grad. Nach derzeitigem Stand setzt sich das tiefdruckdominierte Wetter auch am langen Wochenende fort, der Regenschirm bleibt also weiterhin unser treuer Begleiter.

Auch in der letzten Woche des Monats kündigt sich vor allem in Westeuropa kühles und unbeständiges Wetter an. © ECMWF

In der letzten Woche des Monats (und des Frühlings) kündigt sich vor allem in Westeuropa weiterhin unbeständiges und vergleichsweise kühles Wetter an. Am ehesten leicht wetterbegünstigt könnte dabei hierzulande der Südosten des Landes sein. Und danach? Einen ersten, vorsichtigen Ausblick auf den Sommer haben wir bereits hier veröffentlicht: Wie wird der Sommer 2021?

Titelbild © pixabay.com

Frühling 2021 erste zu kühle Jahreszeit seit 8 Jahren

 

Es täuscht nicht, die Temperaturen liegen seit Wochen mehr oder weniger beständig unter dem, was eigentlich üblich wäre. Bereits der April war hierzulande deutlich zu kalt und auch der Mai wartet zur Monatsmitte mit einer bisherigen Abweichung nach unten von etwa einem Grad auf. Beim Blick auf die Wetterkarten der nächsten Tage drängt sich der Eindruck auf, dass sich dies bis zum Monatsende wohl auch nicht mehr ändern wird. Zumindest die kommende Woche verläuft nicht nur wechselhaft, sondern auch weiter leicht zu kühl mit Höchstwerten meist zwischen 15 und 20 Grad.

Zwei zu kalte Monate in Folge gab es in Österreich schon lange nicht mehr, letztmalig war das im Februar/März 2018 der Fall. Noch außergewöhnlicher ist jedoch, dass mit großer Wahrscheinlichkeit auch die gesamte Jahreszeit Frühling zu kalt ausfallen dürfte. Dies gab es bereits seit 8 Jahren nicht mehr, bedingt durch die Erwärmung des Klimas. Die letzte zu kalte Jahreszeit war der Frühling 2013.

Temperaturabweichung vom Klimamittel im Frühling 2021, laufend bis 13. Mai @ UBIMET

Ein besonders kalter Ausreißer zuletzt war Christi Himmelfahrt, wo bei Dauerregen im Norden nur knapp zweistellige Höchstwerte erreicht wurden. Im Mittel über das ganze Land lag die Abweichung zu den zu dieser Jahreszeit üblichen Höchstwerten bei -6 Grad, wie die nachfolgende, sehr blaulastige Grafik zeigt. In Linz lag der Höchstwert gar 9 Grad zu niedrig, in Wien war es 8 Grad zu kalt. Üblich wären an einem 13. Mai Höchstwerte um 20 oder 21 Grad in den meisten Niederungen, wie es die zweite Grafik zeigt.

Abweichung der Höchsttemperatur an Christi Himmelfahrt vom üblichen Tagesmamximum an einem 13. Mai @ UBIMET

 

Mittleres klimatologisches Temperaturmaximum an einem 13. Mai @ UBIMET

Doch wo ist die warme Luft, wenn nicht hier? In Skandinavien und Russland. Dort liegen die Temperaturen teils deutlich mehr als 10 Grad über den für diese Jahreszeit üblichen Werten. Im Ort Nizhnyaya Pesha nördlich des Polarkreises wurden am Donnerstag gar 27 Grad gemessen.

 

Abweichung der 2m-Temperatur am 14. Mai 2021 @ climatereanalyzer.org

 

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Starker Regen im Wald- und Weinviertel

Sowohl an Christi Himmelfahrt als auch in den kommenden Tagen befindet sich der Alpenraum im Einfluss gleich mehrerer Tiefdruckgebiete die sich über West- und Mitteleuropa befinden. Dabei versorgt und das Tief KAI mit Zentrum über der Slowakei bis Freitagmittag mit reichlich Feuchtigkeit.

Aktuelles Satellitenbild von 11:00 Uhr

Sehr feuchte Luft strömt aus Osten vor allem in den Nordosten von Österreich und im Weinviertel und Waldviertel regnet es bis Freitagmittag oftmals schauerartig verstärkt. Dabei kommen in kurzer Zeit recht beachtliche Regenmengen zusammen, so gab es in der Früh in Mistelbach innerhalb von 2 Stunden 30 mm an Regen.

In den kommenden Stunden regnet es von Salzburg bis ins Nordburgenland verbreitet und teils ergiebig. Die größten Regenmengen sind bis Freitagmittag in nördlichen Wald- und Weinviertel nahe der tschechischen Grenze zu erwarten. Hier sind lokal bis zu 50 mm zu erwarten. Gerade in diesen Regionen wird der Regen aber sehnlichst erwartet, da nicht nur der Mai sondern das ganze Frühjahr bisher viel zu trocken ausfielen!

Unbeständige Aussichten

In den kommenden Tagen bleiben die Tiefdruckgebiet tonangebend. Auch wenn kein größeres Regengebiet mehr in Sicht ist, so bleib es doch sehr unbeständig mit zahlreichen Regenschauern und kurzen Gewittern. Der freundlichste Tag dürfte in nächster Zeit der Sonntag werden, hier sollte vor allem im östlichen Flachland der Sonnenschein überwiegen.

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Der erste Hitzetag des Jahres

Erster Hitzetag in Österreich

Als Erstes stieg die Temperatur um 14:20 Uhr MESZ an der Wetterstation am Flughafen Salzburg in diesem Jahr über die 30 Grad, mittlerweile folgen immer mehr Orte in Salzburg und Oberösterreich. Auch in vielen anderen Orten wird heute der bislang wärmste Tag des Jahres verzeichnet, die Temperaturen steigen in den kommenden Stunden noch ein wenig an:

Dies ist zwar zu früh im Vergleich zum langjährigen Mittel, in Zeiten des Klimawandels und besonders im 21. Jahrhundert sind 30 Grad im Frühjahr aber keine Seltenheit mehr und bereits ab Ende April bzw. Anfang Mai möglich. In allen Bundesländern mit Ausnahme von Kärnten wurden die frühesten 30-Grad-Tage im April verzeichnet. Dabei hat die Stadt Salzburg die Nase vorne, hier wurden schon am 17. April 1934 30,0 Grad gemessen und damit hält die Mozartstadt schon seit über 80 Jahren den Österreich-Rekord. Der Zeitpunkt des ersten Hitzetages liegt allerdings im langjährigen Durchschnitt je nach Region erst zwischen Anfang bis Mitte Juni.

Übersicht des Termins für den „Ersten 30er“ seit 2010:

Jahr erster 30er
2020 23. Mai
2019 03. Juni
2018 20. April
2017 19. Mai
2016 22. Mai
2015 05. Mai
2014 21. Mai
2013 13. Juni
2012 27. April
2011 24. Mai
2010 25. Mai

Am Dienstag folgt der nächste Hitzetag

Am Dienstag verbleibt der Großteil von Österreich nochmals in der heißen Südströmung und in Ostösterreich sind nochmals Höchstwerte von knapp über 30 Grad zu erwarten. Im Westen hingegen macht sich im Tagesverlauf schon eine Kaltfront bemerkbar, die am Mittwoch dann in ganz Österreich für einen Wettersturz von 10 bis 15 Grad sorgt. Dabei leitet die Kaltfront eine längere kühle und unbeständige Wetterphase ein.

Premiere: Die 30 Grad kommen!

30 Grad in Sicht - AdobeStock

Bis dato halten Kleinzicken und Güssing (beide Südburgenland) mit je 26,9 Grad noch immer den absoluten Höchstwert im laufenden Jahr. Beachtlich hierbei ist, dass diese Temperatur bereits am 01. April gemessen wurde. Im Mai wurden bisher gut 25 Grad in Bad Gleichenberg als Maximum verzeichnet.

Doch das ändert sich in den kommenden Tagen! Der Blick auf die morgige Bodenwetterkarte exemplarisch auch für den Wochenbeginn verrät dem geneigten Leser, wohin die Reise geht. Im Vorfeld von Tief HUBERTUS vor Irland wird sehr warme Luft aus Nordafrika Richtung Alpen gelenkt (roter Pfeil).

Die Großwetterlage am Sonntag.

Bereits am morgigen Sonntag sind die 30 Grad nicht völlig ausgeschlossen, so etwa im Montafon, in Nordtirol oder auch im Flachgau.

Deutlich wahrscheinlicher werden sie dann am Montag: Aus heutiger Sicht liefern sich dann die Regionen vom Unterinntal über den Flachgau, das Salzkammergut, die Voralpen Ober- und Niederösterreichs bis hin zum Tullnerfeld ein Rennen um den ersten 30er anno 2021.

Die prognostizierten Höchstwerte am Montag.

Bereits im April möglich

30 Grad im Frühjahr sind eine Seltenheit, doch bereits ab Mitte April möglich. In allen Bundesländern mit Ausnahme von Kärnten wurden die frühesten 30-Grad-Tage im April verzeichnet. Dabei hat die Stadt Salzburg die Nase vorne, hier wurden schon am 17. April 1934 30,0 Grad gemessen und damit hält die Mozartstadt schon seit über 80 Jahren den Österreich-Rekord. Der Zeitpunkt des ersten Hitzetages liegt allerdings im langjährigen Durchschnitt je nach Region erst zwischen Anfang und Mitte Juni.

Übersicht des Termins für den „Ersten 30er“ seit 2010:

Jahr Erster 30er des Jahres
2021 voraussichtlich am 10. Mai
2020 23. Mai
2019 03. Juni
2018 20. April
2017 19. Mai
2016 22. Mai
2015 05. Mai
2014 21. Mai
2013 13. Juni
2012 27. April
2011 24. Mai
2010 25. Mai

 

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Am Wochenende zunehmend sommerlich

Wetterhahn

Das Frühjahr war bislang durch zahlreiche Nordlagen geprägt, weshalb die landesweite Temperaturabweichung zum Mittel von 1981 bis 2010 bei -0,7 Grad liegt. Eine Umstellung der Großwetterlage ist aber in Sicht und die Temperaturen steigen am Wochenende deutlich an.

Vorläufige Temperaturabweichungen im Frühjahr 2021. © UBIMET

Ab Sonntag gerät Österreich unter den Einfluss einer ausgeprägten Südlage und in den Nordalpen kommt föhniger Südwind auf. Die Kombination aus subtropischen Luftmassen und Föhn ist ein Garant für sommerliche Temperaturen.

Am Samstag örtlich Morgenfrost

Die Kaltfront eines Tiefs namens GREGOR sorgt am Freitag nochmals für unbeständige Wetterbedingungen mit zahlreichen Regenschauern und kräftigem Wind mit teils stürmischen Böen. Im Laufe des Nachmittags lockern die Wolken ausgehend vom Norden aber langsam auf und in der Nacht klart es unter zunehmendem Hochdruckeinfluss auf. Der Samstag beginnt in einigen Alpentälern sowie im Mühl- und Waldviertel mit leichtem Frost. Tagsüber steigen die Temperaturen bei einem freundlichen Mix aus Sonne und Wolken auf 14 bis 21 Grad mit den höchsten Werten im Oberinntal.

Aktuelle MOS-Prognose der Tiefstwerte am Samstag. © UBIMET

Am Sonntag sommerlich

Am Muttertag dominiert dann landesweit der Sonnenschein und bei aufkommendem, föhnigem Südwind wird es vor allem an der Alpennordseite sommerlich warm: Die Höchstwerte liegen zwischen 20 Grad im südlichen Bergland und 29 Grad in den westlichen Nordalpen

Ab Sonntag wird es zunehmend föhnig in den Nordalpen. © ECMWF

Lokal 30 Grad und Föhnsturm

Zu Wochenbeginn gerät der Alpenraum unter den Einfluss einer kräftigen Südströmung. In den Nordalpen kommt teils stürmischer Föhn auf, der die Temperaturen in die Höhe treibt. Meist dominiert der Sonnenschein, nur von Vorarlberg über die Ötztaler Alpen bis nach Osttirol verdichten sich die Wolken zunehmend und mitunter gehen schon erste Regenschauer nieder. Die Höchstwerte erreichen 21 bis 31 Grad, der erste Hitzetag des Jahres wird u.a. in der Stadt Salzburg erwartet.

Aktuelle MOS-Prognose der Höchstwerte am Montag. © UBIMET

Die ersten 30er der Messgeschichte

Ein Hitzetag Anfang Mai ist durchaus ungewöhnlich, da die 30-Grad-Marke im Mittel erst Anfang Juni erreicht wird. Es stellt aber keinen Rekord dar: Der früheste Hitzetag der Messgeschichte wurde am 17. April 1934 in der Stadt Salzburg verzeichnet. Auf Platz 2 liegt ebenfalls Salzburg mit 30,0 Grad am 20. April 2018. Im östlichen Flachland wurde am 23. April 1968 erstmals die 30-Grad-Marke erreicht.

Abkühlung in Sicht

Am Dienstag herrscht vor allem von den Tauern ostwärts weiterhin Föhnsturm, somit ist auch im Nordosten örtlich die 30-Grad-Marke in Reichweite. Im Westen zieht allerdings die nächste Kaltfront auf und ausgehend vom Alpenhauptkamm breitet sich Regen aus. Am Mittwoch kühlt es dann landesweit ab.

Aktuelle MOS-Prognose der Höchstwerte am Dienstag. © UBIMET

Titelbild © AdobeStock

Am Mittwoch Kaltfront, zum Muttertag kommt der Sommer

Hitze

In den kommenden Tagen liegt Österreich im Einflussbereich eine westlichen Höhenströmung, dabei löst ein Tiefdruckgebiet das nächste ab. Das Wetter gestaltet sich entsprechend unbeständig und die Temperaturen bleiben gedämpft. Am kommenden Wochenende macht sich aber ein Hochdruckgebiet bemerkbar und nach langer Zeit ist auch wieder eine ausgeprägte Südwestlage in Sicht. Pünktlich zum Muttertag kommt der Sommer zu Besuch.

Kaltfront am Mittwoch

Der Mittwoch hat neuerlich unbeständiges und bewölktes Wetter zu bieten, nur im Südosten bleibt es tagsüber noch weitgehend trocken und zeitweise sonnig. Von Vorarlberg bis ins Innviertel regnet es bereits am Vormittag kräftig, Schnee fällt in den westlichen Nordalpen teils bis 1100 m herab. Tagsüber breitet sich der Regen bei teils stark auffrischendem Westwind auf die gesamte Alpennordseite und den Osten aus, im südlichen Bergland gehen ab dem Nachmittag auch lokale Gewitter nieder. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 Grad in Vorarlberg und 21 Grad in der Südsteiermark.

Auf den Bergen fällt am Mittwoch etwas Schnee. © UBIMET

Nächstes Tief am Freitag

Am Donnerstag ziehen viele Wolken durch, bis auf etwas Regen im Süden bleibt es aber meist trocken und mitunter lockern die Wolken an der Alpennordseite und im Nordosten etwas auf. Die Temperaturen kommen jedoch nicht über 8 bis 17 Grad hinaus und bereits in der Nacht bringt ein weiteres Tief ausgehend von Vorarlberg wieder Regen. Der Freitag verläuft verbreitet unbeständig und zeitweise nass, erst am Nachmittag lockern die Wolken im Norden stellenweise etwas auf. Die Temperaturen gehen nochmals leicht zurück und liegen unterhalb des jahreszeitlichen Mittels.

In den kommenden Tagen ziehen mehrere Tiefs entlang einer Luftmassengrenze über Mitteleuropa. © FU Berlin

Sommerlicher Muttertag

Der Samstag bringt im Norden und Osten zunächst noch ein paar Wolkenfelder, sonst scheint bereits häufig die Sonne und die Temperaturen steigen an: „Die Höchstwerte liegen zwischen 14 Grad im Mühlviertel und 21 Grad im Oberinntal“, so Spatzierer. Am Muttertag dominiert dann verbreitet der Sonnenschein und bei föhnigem Südwind wird es an der Alpennordseite sommerlich warm. Entlang der Nordalpen wie in der Stadt Salzburg sind bereits 28 Grad in Reichweite, eine Spur kühler mit Temperaturen zwischen 19 und 24 Grad bleibt es im Süden und Osten des Landes. Zu Beginn der kommenden Woche kündigt sich dann landesweit ausgezeichnetes Badewetter an, örtlich dürfte erstmals in diesem Jahr auch die 30-Grad-Marke erreicht werden.

Ensemble-Prognose der Temperatur in der freien Atmosphäre und Niederschlag für Wien. © ECMWF

Wetter-Trend: Wie wird der Sommer?

Zusammenfassung der Tendenz für den Sommer - UBIMET

Die ersten Prognosen für den meteorologischen Sommer 2021 (von Anfang Juni bis Ende August, Abk. „JJA“) deuten auf eine Zweiteilung beim Wetter in Europa hin. Im Nordwesten, etwa über der Nordsee und in Skandinavien, wird im Laufe des Sommers im Modell-Mittel eher tieferer Luftdruck herrschen (weiß bis gelb auf der Karte), während im Südwesten Europas die warme Jahreszeit nach aktuellem Stand mehrheitlich hochdruckbestimmt verlaufen sollte (rot auf der Karte).

Anomalie der Wetterlage über Europa für den Sommer. Gelbliche Töne stehen für Tiefdruckeinfluss, rot eher für eine Häufung von Hochdruckgebieten - C3S-Copernicus - https://climate.copernicus.eu/
Anomalie der Wetterlage über Europa für den Sommer. Gelbliche Töne stehen für Tiefdruckeinfluss, rot eher für eine Häufung von Hochdruckgebieten – C3S-Copernicus – https://climate.copernicus.eu/

Dies würde zu einer Häufung von West- bis Südwestwetterlagen über Mitteleuropa führen, die oft für starke Temperaturunterschiede zwischen dem Alpenraum und Nordwesteuropa sorgen. Der Sommer sollte zwar über weiten Teilen Europas generell wärmer als im klimatologischen Mittel verlaufen, was in Zeiten des Klimawandels keine Überraschung mehr ist, doch die obige prognostizierte Druckverteilung führt zu nennenswerten Differenzen über Mitteleuropa: Während im Alpenraum die vorhergesagte positive Temperaturanomalie zwischen +1 und +1,5 Grad liegt, beträgt die Abweichung im Norden von Deutschland nur noch rund +0,5 Grad. Direkt an der Nordsee bzw. auf den Britischen Inseln ist sogar ein durchschnittlich temperierter Sommer möglich.

Anomalie der 2 m Temperatur über Europa für den Sommer - C3S-Copernicus - https://climate.copernicus.eu/
Prognose der Temperaturanomalien über Europa im kommenden Sommer – C3S-Copernicus – https://climate.copernicus.eu/

Solche Wetterlagen mit starken Temperaturgegensätzen bringen gebietsweise kräftige Gewitter mit sich. Starke Signale für einen gewitterreichen Sommer gibt es nach derzeitigem Stand aber eher in Nordfrankreich bzw. in der Mitte und im Norden Deutschlands. In Österreich könnte die heiße Jahreszeit hingegen vor allem abseits der Berge (im Donauraum und im Südosten) eher zu trocken ausfallen mit weniger Gewittertagen als üblich und entsprechender Dürregefahr.

Anomalie der Niederschläge über Europa für den Sommer. Gelbliche Töne stehen für trockene Verhältnisse, grün eher für einen nassen Sommer - C3S-Copernicus - https://climate.copernicus.eu/
Anomalie der Niederschläge über Europa für den Sommer. Gelbliche Töne stehen für trockene Verhältnisse, grün eher für einen nassen Sommer – C3S-Copernicus – https://climate.copernicus.eu/

Solche langfristigen Berechnungen sind allerdings mit großer Vorsicht zu genießen, so sind die Unsicherheiten besonders beim Niederschlagstrend groß!

Titelbild: Zusammenfassung der Tendenz für den Sommer. © UBIMET

Sturm in Wien durch Tief DANIEL

Das Tief DANIEL entwickelte sich vergangene Nacht auf seinem Weg von Norditalien über die Alpen in Richtung Polen zu einem richtigen Sturmtief und mit Durchzug der dazugehörigen Kaltfront frischte Sonntagmorgen stürmischer Westwind auf.

Die betroffenen Gebiete waren vor allem der südliche Donauraum entlang der Nordalpen sowie das Gebiet von St. Pölten bis zum Neusiedler See. Am stärksten betroffen vom Sturm war aber eindeutig Wien.

112 km/h – orkanartige Böen in Wien

Tief DANIEL geht als schwerster Sturm in Wien im Mai seit Aufzeichnungsbeginn in die Geschichtsbücher ein. Mit einer orkanartigen Böe von 112 km/h wurde der alte Rekord von 104 km/h aus dem Jahr 1955 an der Hohen Warte deutlich überboten. Auch an vielen anderen Stationen der Stadt und im Wiener Umfeld wurden neue Rekorde aufgestellt:

• 112 km/h Wien – Hohe Warte (alter Rekord: 104 km/h, 1955)
• 104 km/h Wien – Innere Stadt (alter Rekord: 86 km/h, 1993)
• 102 km/h Gumpoldskirchen, NÖ (alter Rekord: 98 km/h, 1993)
• 101 km/h Wien – Unterlaa (alter Rekord: 101 km/h, 1992)
• 93 km/h Wien – Stammersdorf (alter Rekord: 75 km/h, 2016)

Noch heftiger tobte der Sturm auf den Anhöhen des Wienerwalds. So wurde etwa auf der Wiener Jubiläumswarte sogar eine Orkanböe von 124 km/h gemessen, auch das ein neuer Mairekord!
Bemerkenswert ist auch, dass aus Mangel an Winterstürmen Tief DANIEL auch die höchsten Windgeschwindigkeiten im Flachland seit mehreren Monate brachte.

Regen und Schnee im Westen

Während das Tief im Osten für Sturm sorgte brachte es von Vorarlberg bis Oberkärnten reichlich Regen und dazu sank die Schneefallgrenze in Vorarlberg bis auf 800 m ab.

Sturmhöhepunkt überschritten, freundlicher Wochenstart

In den kommenden Stunden lässt der Sturm deutlich an Stärke nach, da sich Tief DANIEL immer weiter von Österreich entfernt. Zu Wochenbeginn sorgt dann Zwischenhoch TRUDI für deutlich freundlicheres Wetter und vor allem am Dienstag wird es vorübergehend auch frühlingshaft mild mit Höchstwerten um die 22 Grad in Ostösterreich. Am Mittwoch erfasst aber die nächste kräftige Kaltfront das Land und bringt neuerlich Regen und kräftigen, vielleicht auch wieder stürmischen Wind.


Quelle Titelbild: Adobe Stock

Unbeständiger Start in den Mai: Tief DANIEL bringt Regen und Wind

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Der Staatsfeiertag beginnt mit dichten Wolken und vor allem von Vorarlberg bis ins Mühl- und Waldviertel sowie in Oberkärnten auch mit einigen Regenschauern. Tagsüber kommt bevorzugt im Südosten zeitweise die Sonne zum Vorschein und auch von Nordtirol ostwärts gibt es ein paar Auflockerungen. Am Nachmittag werden die Wolken in der Westhälfte aber dichter und die Schauerneigung steigt neuerlich an. In den Abendstunden zieht die Kaltfront von Tief DANIEL auf. Im Südosten und im äußersten Osten ziehen am späten Abend Schauer und Gewitter durch, im Westen fällt dagegen zunehmend kräftiger Regen. Zuvor steigen die Temperaturen von West nach Südost noch auf 12 bis 23 Grad.

Die DANIEL führt am Sonntag kühle Luft nach Mitteleuropa. © ECMWF / UBIMET

Stürmischer Wind

Der Sonntag startet im Südosten noch teils sonnig, meist dominieren aber die Wolken und vor allem im Westen sowie generell im Bergland fällt verbreitet Regen. Nach dem trockenen April ist dieser Niederschlag allerdings auch dringend notwendig. Auch im Norden und Osten ziehen am Vormittag ein paar Regenschauer durch, dabei frischt kräftiger bis stürmischer Westwind auf. Besonders in Niederösterreich, Wien und im Nordburgenland muss man mit Sturmböen von 70 bis 90, in exponierten Lagen auch 100 km/h rechnen. Im Westen und Norden wird es zudem spürbar kühler, nur im äußersten Südosten wird es nochmals frühlingshaft mild: Die Höchstwerte liegen zwischen 7 und 21 Grad. Die Schneefallgrenze sinkt in den Nordalpen auf 1500 bis 1200 m und zum Montagmorgen hin vorübergehend auf knapp 1000 m ab.

Prognose der Windböen am Sonntag. © UBIMET

Zu Wochenbeginn Aprilwetter

Die größten Regenmengen sind am Wochenende in Vorarlberg und in Oberkärnten zu erwarten, im Südosten bleiben die Mengen dagegen meist verhalten. Am Montag fällt vor allem inneralpin sowie im Süden anfangs noch etwas Regen bzw. an der Alpennordseite oberhalb von rund 900 m auch Schnee.

Niederschlagsprognose von Samstagabend bis Montagmorgen. © UBIMET

Nach einer kurzen Beruhigung bilden sich tagsüber wieder einige Regenschauer, vereinzelt sind Blitz und Donner dabei. Vor allem im Flachland kommt dazwischen aber auch die Sonne zum Vorschein. Der Wind weht mäßig bzw. im Norden und Osten lebhaft aus West bis Nordwest. Mit 8 bis 16 Grad wird es auch im Osten kühler. Am Dienstag steigen die Temperaturen wieder etwas an, ab der Wochenmitte ist die Entwicklung dann noch sehr unsicher. Nach derzeitigem Stand ist aber zumindest vorübergehend neuerlich eine Abkühlung möglich.

Der Trend für kommnde Woche ist noch sehr unsicher. © ECMWF

Kältester April seit 1997, in weiten Teilen des Landes sehr trocken

Blümchenfrost @ https://stock.adobe.com

Im Vergleich zum Mittel von 1981 bis 2010 schließt der April 2021 im Flächenmittel mit einer Abweichung von -2 Grad deutlich zu kalt ab. Besonders markante Abweichungen um -2,5 Grad findet man im Norden und Osten des Landes. Die relativ kältesten Orte des Landes mit einer Abweichung von -2,6 Grad waren Neusiedl am See und Retz. Etwas geringer fallen die Abweichungen mit etwa -1 Grad zum Mittel dagegen im Süden und Westen aus. Der wärmste Tag des Monats war entgegen den Erwartungen gleich der Monatserste, als im Südosten vielerorts der einzige Sommertag des Monats verzeichnet wurde.

Temperaturabweichungen im April 2021. © UBIMET

Örtlich neue Monatsrekorde

Verantwortlich für die kalte Bilanz waren zahlreiche Nordlagen, so führte etwa das Skandinavientief ULLI am Ostermontag von Norden her wieder arktische Luftmassen nach Österreich und vor allem in den Nordalpen gab es etwas Neuschnee. In den folgenden, teils klaren und windstillen Nächten vom 7. bis zum 9. wurden bei den Tiefstwerten örtlich neue Monatsrekorde aufgestellt:

  • -11,8 Grad Bad Mitterndorf (ST)
  • -9,9 Grad Windischgarsten (OÖ)
  • -8,9 Grad Zeltweg (ST)
  • -7,9 Grad Kleinzicken(B)
  • -7,1 Grad St. Andrä / Lavanttal (K)
  • -7,0 Grad Bad Tatzmannsdorf (B)
  • -7,0 Grad Graz Flughafen (ST)
  • -6,9 Grad Friesach (K)

Bemerkenswert ist allerdings auch die deutlich überdurchschnittliche Anzahl an Tagen mit Frost, vor allem im Westen gab es zwei- bis dreimal so viele Frosttage wie üblich. Mit Klagenfurt, Innsbruck, Salzburg und Bregenz wurde in vier Landeshauptstädten ein neuer Spitzenwert für das aktuelle Jahrhundert aufgestellt. Am Flughafen Salzburg gab es mit 12 Frosttagen sogar einen neuen Monatsrekord.

Kältester April seit 1997

Landesweit schließt der April 2021 damit als erster zu kühler Monat seit dem Mai 2020 ab. Um eine größere, negative Abweichung zu finden, muss man allerdings bis zum Mai 2019 zurückblicken, der 2,5 bis 3 Grad zu kalt war. Der letzte zu kalte April mit einer Abweichung unter -1 Grad ist dagegen schon einige Jahre, nämlich im Jahr 2001. Der letzte deutlich zu kalte April war hingegen 1997 mit einer Abweichung von etwa -2,7 Grad.

Abweichungen der Temperatur im April.

Verbreitet sehr trocken

Der April war in weiten Teilen Österreichs sehr trocken, im landesweiten Flächenmittel wurde nur knapp 60% des Solls verzeichnet. Besonders markant fallen die Abweichungen im Tiroler Oberland, vom Inn- bis ins Waldviertel sowie von Oberkärnten bis zum Grazer Bergland aus. Im Oberinntal gab es meist nur 10 bis 20 % der üblichen Niederschlagsmenge. Der relativ trockenste Ort war Imst mit nur 11% des Solls, gefolgt von Wolfsegg mit 12% und Mallnitz mit 16%. Eine ausgeglichene Bilanz gab es nur von der Eisenwurzen über die Gutensteiner Alpen bis in den nördlichen Seewinkel.

Niederschlagsabweichungen im April 2021. © UBIMET

Im Westen sonniger April

Das Soll an Sonnenstunden wurde im April meist erreicht bzw. im Westen und Südwesten auch übertroffen. Der relativ sonnigste Ort war Feldkirch mit etwa 137% der üblichen Sonnenscheindauer, aber auch in Lienz und Innsbruck gab es meist ein Plus von etwa 25%. Von Niederösterreich bis in die Südoststeiermark war der Monat dagegen durchschnittlich sonnig.

Abweichung der Sonnenscheindauer im April 2021. © UBIMET

Extremwerte April 2021

Stand: Donnerstag, 29.04.2021, 10 Uhr (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
  • 26,9 Grad Güssing, Kleinzicken (beide B, 1.)
  • 26,4 Grad Bad Gleichenberg, Fürstenfeld (beide ST, 1.)
  • 26,3 Grad Hohenau, Seibersdorf (beide NÖ, 1.)
Tiefste Temperaturen unter 1000 m Seehöhe
  • -11,8 Grad Bad Mitterndorf (ST, 9.)
  • -10,5 Grad Ehrwald (T, 6.)
  • -9,9 Grad Windischgarsten (OÖ, 9.)
Anzahl Frosttage unter 1000 m Seehöhe
  • 22 Bad Mitterndorf (ST)
  • 21 Radstadt (S)
Nasseste bewohnte Orte
  • 111 Liter pro Quadratmeter Lunz am See (NÖ)
  • 97 Liter pro Quadratmeter Loibl (K)
  • 94 Liter pro Quadratmeter Präbichl (ST)
  • 86 Liter pro Quadratmeter Unterach am Attersee (OÖ)
  • 81 Liter pro Quadratmeter Waidhofen an der Ybbs (NÖ)
Trockenste Orte
  • 2 Liter pro Quadratmeter Prutz (T)
  • 4 Liter pro Quadratmeter Imst (T)
  • 5 Liter pro Quadratmeter Landeck (T)
Sonnigste Stationen
  • 231 Sonnenstunden Rohrspitz (V)
  • 221 Sonnenstunden Feldkirch (V)
  • 219 Sonnenstunden Virgen (T)
  • 212 Sonnenstunden Innsbruck, Rinn, Lienz (T)
Stärkste Windspitzen Niederungen
  • 100 km/h Fischbach (ST, 12.), Gumpoldskirchen (NÖ, 12.)
  • 97 km/h St. Radegund (ST, 6.)
  • 95 km/h Innsbruck Uni (T, 5.)
Stärkste Windspitzen Berge
  • 124 km/h Feuerkogel (OÖ, 7.)
  • 112 km/h Schöckl (ST, 6.)
  • 109 km/h Rax (NÖ, 13.)

Kühler April geht mild zu Ende

Bis auf -4 Grad ist das Thermometer letzte Nacht in Zwettl im Waldviertel gesunken. Generell hat es vor allem in der Osthälfte ausgekühlt, selbst in Wien-Mariabrunn wurde mit einem Tiefstwert von -1,4 Grad leichter Frost gemessen. Und auch heute tagsüber bleibt es im Osten und vor allem im Süden zu kühl für die Jahreszeit. In Kärnten und weiten Teilen der Steiermark kommen die Temperaturen bei dichten Wolken kaum über 10 Grad hinaus. Damit setzt sich der deutlich zu kalte April hier zunächst fort, denn dieser steuert mit einer aktuellen Abweichung von -2 Grad darauf zu, der kälteste seit 1997 zu werden. Aber dazu mehr in den nächsten Tagen im Monatsrückblick.

 

Gemessene Tiefstwerte am Dienstag, 27.05.2021 @ UBIMET

In Graz von 9 auf 22 Grad

Mit den tiefen Temperaturen ist es aber bald erstmal vorbei. Der Alpenraum gelangt auf der Vorderseite tiefen Luftdrucks immer mehr in eine Südwestströmung und mildere Luft erreicht alle Landesteile. Und das, obwohl die kommenden Tage nicht unbedingt sonnig und trocken verlaufen, sondern auch wiederholt Schauer oder gar Gewitter im Spiel sind. Frost in den Nächten ist nicht mehr zu erwarten, die 20 Grad-Marke wird am Mittwoch an der Alpennordseite, am Donnerstag schließlich mit Ausnahme Vorarlbergs im ganzen Land überschritten. In Wien und Niederösterreich sind dann auch 23 oder gar 24 Grad drin.

 

Prognose der Höchstwerte am Dienstag, den 27.04.2021 @ UBIMET

 

Prognose der Höchstwerte am Donnerstag, den 29.04.2021 @ UBIMET

 

Am Samstag 25 Grad möglich

Wettertechnisch spannend wird, nach einem durchwachsenen Freitag, schließlich der Samstag. Mit der Entwicklung eines Tiefs knapp nördlich der Alpen wird die Warmluftzufuhr zunächst noch einmal verstärkt und im Osten ist nach genau einem Monat mal wieder ein Sommertag mit 25 Grad möglich. Von Westen her deuten sich im Tagesverlauf aber auch vermehrt Schauer und womöglich die ersten kräftigen Gewitter der Saison an. Am Abend und in der Nacht ist entlang der Donau schließlich stürmisch auffrischender Westwind möglich.

 

Titelbild: Webcambild aus dem Tannheimertal @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/tannheimertal

Erhöhter UV-Index: Sonnenbrandgefahr auf den Bergen

Sonne, Berge und Schnee sorgen besonders im Frühling für erhöhte Sonnenbrandgefahr - pixabay.com

Ein Hoch über der Nordsee sorgt heute landesweit für stabile Verhältnisse, nur im Süden steigt am Nachmittag die Schauerneigung leicht an. Zudem wurde aus Norden etwas kühlere und deutlich trockenere Luft herangeführt, was für besonders klare Bedingungen in allen Schichten der Atmosphäre sorgt. Nimmt man noch dazu die ausgezeichnete Schneelage der Alpen nach einem schneereichen Spätwinter und schon ist der perfekte Outdoor-Sonntag serviert!

Satellitenbild um 12 Uhr MESZ - EUMETSAT
Satellitenbild um 12 Uhr MESZ – EUMETSAT
Gesamtschneehöhe am heutigen Dienstag - UBIMET
Gesamtschneehöhe am heutigen Dienstag – UBIMET

Doch diese drei Punkte zusammen (Frühlingssonne, Schnee und klare Atmosphäre) sorgen heute für besonders hohe UV-Index-Werte. Aufgrund des oft wolkenlosen Himmels sind verbreitet die für diese Jahreszeit höchstmögliche Werte von 6 oder 7 („hoch“) in Reichweite. Auf den Bergen sorgt die von der Schneedecke zusätzlich reflektierte Strahlung für Spitzenwerte bis 8 oder 9 („sehr hoch“).

Gemessene UV-Index-Werte um 11:30 Uhr - http://www2.i-med.ac.at/uv-index/de/index_de.html
Gemessene UV-Index-Werte um 11:30 Uhr – http://www2.i-med.ac.at/uv-index/de/index_de.html

Bei solchen Bedingungen sind Sonnenbrillen und Sonnencreme selbst in den Niederungen schon erforderlich. Ansonsten droht erhöhte Sonnenbrandgefahr!

UV-Index und Schutzmaßnahmen - bfs.de
UV-Index und Schutzmaßnahmen – bfs.de

Dies sollte uns nicht überraschen, denn die Sonneneinstrahlung (und somit auch der UV-Index) ist derzeit ähnlich stark wie am Ende des meteorologischen Sommers, in der zweiten Augusthälfte.

Klimatologie der UV-Index-Werte für Innsbruck - http://www2.i-med.ac.at/uv-index/de/index_de.html
Klimatologie der UV-Index-Werte für Innsbruck – http://www2.i-med.ac.at/uv-index/de/index_de.html
Klimatologie der UV-Index-Werte für den Sonnblick - http://www2.i-med.ac.at/uv-index/de/index_de.html
Klimatologie der UV-Index-Werte für den Sonnblick – http://www2.i-med.ac.at/uv-index/de/index_de.html
Klimatologie der maximalen UV-Index-Werte (bei wolkenlosem Himmel) für die Zugspitze - UV-Index Climatology for Europe Based on Satellite Data, Ronja Vitt et al., 2020
Klimatologie der maximalen UV-Index-Werte (bei wolkenlosem Himmel) für die Zugspitze – UV-Index Climatology for Europe Based on Satellite Data, Ronja Vitt et al., 2020

Ab morgen nimmt dann die Sonnenbrandgefahr wegen aufziehender Wolken und zunehmendem Saharastaub in der Luft wieder deutlich ab.

 

Titelbild: Sonne, Berge und Schnee sorgen besonders im Frühling für erhöhte Sonnenbrandgefahr – pixabay.com

Tornado in der Slowakei

Tornados sind in der Slowakei sehr selten, es gibt nur sehr wenige dokumentierte Beobachtungen von Tornados in diesem Teil Europas. Vor 2018 gab es fast überhaupt keine Fotos von diesem Wetterphänomen in der Slowakei.

Frontenkarte für den Donnerstag, 22. April 2021 um 2, 8 und 14 Uhr MESZ. Quelle:
DWD.

Am Donnerstag, 22. April 2021 überquerte das Frontensystem eines Skandinavientiefs Mitteleuropa, in den Mittagsstunden erreichte die Kaltfront dann die Slowakei. Im Zuge des Kaltfrontdurchgangs wurden von den Wettermodellen gewittrige Schauer vorhergesagt, aufgrund der meteorologischen Bedingungen allerdings keine Unwetterereignisse erwartet.

Kleinskalige Entwicklungen im Osten der Slowakei führten jedoch zur Ausbildung eines Tornados, in den frühen Nachmittagsstunden wurde in der Nähe der Stadt Košice eine Trichterwolke gesichtet. Eine Analyse der Beobachtungsdaten zeigte, dass insbesondere starke Windscherung in den untersten Atmosphäreschichten, als eine der wichtigsten Zutaten für die Entstehung von Tornados, für die Entwicklung mitverantwortlich war.

Dokumentiert wurden meist nur leichte Schäden an den Gebäuden, wie z.B. abgedeckte Dächer und Metallteile, die von den Dächern der Wirtschaftsgebäuden weggefegt wurden. Auch abgebrochene Äste sowie umgeknickte kleinere Bäume wurden beobachtet.

Die Zerstörungskraft des Tornados würde demnach der ersten Stufe F0 an der Fujita-Skala entsprechen.

Gepostet von Martin Žec am Donnerstag, 22. April 2021

Gepostet von Martin Žec am Donnerstag, 22. April 2021

Gepostet von Martin Žec am Donnerstag, 22. April 2021

 

Hier sind noch zwei interessante Videos aus den sozialen Netzwerken:

 

Titelbild: Tornado bei Kosice, Slowakei @ https://www.facebook.com/meteovychod

Milde Aussichten, zuvor noch gewittrig

Am Mittwoch liegt der Alpenraum unter dem Einfluss einer schwachen Hochdruckbrücke, die sich von den Britischen Inseln bis zum Mittelmeer erstreckt.

Frontenkarte für Mittwoch, den 21. April 2021. Quelle: DWD.

Somit kommen wir in den Genuss von mehr Sonnenschein und die Temperaturen steigen noch etwas an. Maximalwerte von 19 Grad sind in allen Bundesländern in Reichweite und es wird landesweit sehr mild.

Temperaturmaxima für Mittwoch, den 21. April.

Auf so richtig frühlingshaftes Wetter müssen wir allerdings noch etwas warten, denn das schaueranfällige Aprilwetter hat uns noch einiges zu bieten. Im Vorfeld einer Kaltfront über Deutschland wird die Luftmasse noch etwas labilisiert und damit steigt die Schauerneigung neuerlich überall an. Mit der Sonneneinstrahlung bilden sich in der labilen Luft wieder Quellwolken und am Nachmittag lebt die Schauertätigkeit wieder auf. Vor allem nördlich der Donau sowie in den südlichen Kalkalpen sind auch Gewitter möglich.

Schauer- bzw. Gewitterwahrscheinlichkeit für Mittwoch, 21. April.

Am Donnerstag Kaltfrontdurchzug

Am Donnerstag erreicht die Kaltfront des Tiefs ZOHAN, dass dann über dem Baltikum liegt, von Nordwesten her die Alpen und im Tagesverlauf greift sie auch auf den Süden über. Mit dem Frontdurchzug sind erneut teils kräftige Regenschauer und auch Gewitter zu erwarten. Große Regenmengen sind nicht zu erwarten, mit Gewittern ist aber stellenweise mit Starkregen und kleinkörnigem Hagel zu rechnen.

Prognostizierten Regenmengen für Donnerstag.

 

Schauer- und Gewitterrisiko am Donnerstag.

Hinter der Front gelangt wieder etwas kühlere, aber auch trockenere Luft ins Land, mit immer mehr Sonnenschein bleibt es in den kommenden Tagen dennoch etwas milder als die Tage zuvor.

Entwicklung der Temperatur in etwa 1500 m Höhe und Niederschlag für Wien. Quelle: ECMWF.

 

19. April 2017: Schneesturm am Alpenostrand

Die Monatsmitteltemperatur im April entspricht in den Niederungen mit 10 Grad etwa der durchschnittlichen Jahrestemperatur. Allerdings kann es im April mit Kaltluftausbrüchen aus Norden geradezu winterlich sein, während warme Luft aus den Subtropen mitunter schon für sommerliche Verhältnisse sorgt. Diese Aprilwetter-Extreme wurden uns in den letzten Jahren deutlich vor Augen geführt: Während es am 20. April 2018 den zweitfrühesten „30er“ der Messgeschichte gab, kam es am 19. April 2017 zu einem regelrechten Schneesturm am Alpenostrand mit Schnee bis Wien. Heuer präsentiert sich der April zwar von seiner kalten Seite mit Schnee teils bis in tiefe Lagen, so eine extremes Ereignis wie im 2017 gab es aber nicht.

Schnee bis Wien

Am 19. April 2017 lag der Alpenraum unter dem Einfluss eines Mittelmeertiefs, das sich nordostwärts in Richtung Ungarn verlagerte („Vb-Tief„). Mit einer nordöstlichen Höhenströmung führte dies sehr feuchte Luftmassen in die Osthälfte Österreichs, gleichzeitig strömten von Norden her immer kältere Luftmassen ins Land. Die Schneefallgrenze sank somit bis ins Flachland und der Wind wehte kräftig mit stürmischen Böen aus Nord. Am Nachmittag musste die Wiener Außenring Autobahn (A21) schließlich in beide Fahrrichtungen komplett gesperrt werden und auch Teile der Westautobahn (A1) wurden für den Verkehr geschlossen.

A21 am 19. April 2017. © ASFINAG
Die A21 am 19. April 2017. © ASFINAG

Die Temperaturen kamen in mittleren Höhenlagen nicht über den Gefrierpunkt hinaus, so lag der Höchstwert in Mariazell bei -2.8 Grad, dazu gab es hier in Summe fast einen Meter Neuschnee. Ein paar Zentimeter Nassschnee gab es aber sogar in der Wiener Innenstadt! Anbei die gemeldeten Schneehöhen am 20. April 2017 um 8 Uhr in der Früh:

  • 92 cm Mariazell (866 m, ST)
  • 86 cm Lunz am See (614 m , NÖ)
  • 57 cm Mooslandl / Hieflau (470 m, ST)
  • 18 cm Rekawinkel / Pressbaum (374 m, NÖ)
  • 5 cm Wiener Neustadt (285 m, NÖ)
Schneefall
Schneesturm in Mariazell. © https://www.mariazell.at/


Die Österreichische Unwetterzentrale hatte Schneewarnungen mit der höchsten Stufe für das Mariazellerland und dem Semmeringgebiet ausgegeben. In exponierten Lagen des Alpenostrand kam es zudem zu massiven Schneeverwehungen.

Schnee
Schneesturm im Süden von Wien. © http://www.zesch.com
Schneewarnungen vom 19. bis 20. April 2017. © www.uwz.at / UBIMET
Schneewarnungen vom 19. bis 20. April 2017. © www.uwz.at / UBIMET

Noch ergiebiger fielen die Mengen auf den Bergen aus, so gab es in den Niederösterreichischen Voralpen in 1.100 m Seehöhe bis zu 150 cm Neuschnee! Die Lawinengefahr erreichte am 20. April in den Ybbstaler Alpen sogar die höchste Stufe 5. Spannende Bilder der Schneemassen rund um das Triestingtal in Niederösterreich gibt es auch hier.


2018: Hitze im Frühling

Dass der April aber auch anders kann, zeigte er im Jahr 2018. Mit einer Abweichung von knapp 5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel war dies nicht nur der wärmste April seit rund 200 Jahren, auch in Punkto Hitze hatte er schon ein Wort mitzureden. So wurde am 20. des Monats in Salzburg die 30-Grad-Marke erreicht, Tags darauf war es auch in Wien so weit.

Sonnenschein
Hochsommerliches Wetter in Salzburg. ©www.foto-webcam.eu
Temperaturabweichungen im April seit 1991 (Jahr 2021 vorläufig mit Stand 16.4.)

Titelbild © Adobe Stock

Am Montag im Osten kräftiger Regen

Derzeit liegt Österreich in einer Tiefdruckrinne, die sich von Sardinien über die Alpen bis nach Russland erstreckt. In dieser Rinne sind mehrere Tiefs eingelagert, eines davon liegt am Montag über Ungarn und steuert aus Osten feuchte Luft nach Österreich.

Aktuelle Situation in Europa per Satellitenbild

Im Nordstau ergiebiger Regen

In der Nacht zum Montag kommt allmählich von Ungarn her Regen auf und Montagfrüh regnet es östlich der Linie Linz-Graz bereits verbreitet. Während der Regen im Flachland immer wieder Pause einlegt und tagsüber mehr Schauercharakter annimmt, regnet es im Stau der Alpen durchgehend und somit auch ergiebig.

24-h Regenmengen bis Dienstagfrüh (Modell ICON)

Am meisten Regen fällt von der Eisenwurzen über die Ybbstaler Alpen bis zum Wienerwald, aber auch im Rax-Semmering Region kommen einige Liter zusammen. Da mit dem Regen auch etwas mildere Luft herangeführt wird, steigt die Schneefallgrenze von 800 m tagsüber gegen 1200 m an. Am Dienstagvormittag geht der kräftige Regen dann auch im Stau zu Ende, danach muss man sich auf schaueranfällige Aprilwetter einstellen.

Dringend notwendiger Regen

Der Regen ist aber auch dringend notwendig, da das Frühjahr bisher vor allem im Osten und Süden viel zu trocken ausgefallen ist.

Während das Tief im Osten etwas Linderung schafft, bleibt es im Süden viel zu trocken. Zwar sind in den kommenden Tagen auch im Süden ein paar gewittrige Regenschauer zu erwarten, flächendeckender Regen ist aber weiterhin nicht in Sicht.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

April bislang kalt wie seit vielen Jahren nicht mehr

Frostschutz

Der April 2021 war bislang deutlich kälter als im Mittel von 1981 bis 2010, so liegt die Abweichung im Flächenmittel über ganz Österreich derzeit bei -2 Grad. Besonders markant sind die Abweichungen im Bergland und im Norden, etwas geringer dagegen im Süden.

Vorläufige Temperaturabweichungen im April 2021 (Stand: 16.4.21).

Wenn man die aktuellen mittelfristigen Prognosen betrachtet, deutet einiges darauf hin, dass sich bis Monatsende nicht mehr allzu viel daran ändern wird, da die Modelle in der letzten Monatsdekade unterdurchschnittliche bis maximal durchschnittliche Temperaturen berechnen. Es gibt allerdings noch Unsicherheiten: Sollte das Monatsende doch wärmer als derzeit gedacht ausfallen, würde die Gesamtbilanz weniger kühl ausfallen.

Der Trend zeigt unterdurchschnittliche bis durchschnittliche Temperaturen. © ECMWF

Kältester April seit 1997

Landesweit dürfte der April damit als erster zu kühler Monat seit dem Mai 2020 abschließen. Um eine vergleichbare negative Abweichung zu finden, muss man allerdings bis zum Mai 2019 zurückschauen, der 2,5 bis 3 Grad zu kalt war. Der letzte zu kalte April mit einer Abweichung unter -1 Grad ist dagegen schon einige Jahre, nämlich im Jahr 2001. Der letzte stark zu kalte April war hingegen 1997.

Temperaturabweichungen im April seit 1991 (Jahr 2021 vorläufig mit Stand 16.4.)

Viele Frosttage

Örtlich wurden bei den Tiefstwerten neue Stationsrekorde für den Monat April aufgestellt, wir berichteten darüber bereits hier. Bemerkenswert ist allerdings auch die Anzahl an Tagen mit Frost, so wurden mit Klagenfurt, Innsbruck, Salzburg und Bregenz in vier Landeshauptstädten sogar neue Bestmarken für das aktuelle Jahrhundert aufgestellt. In zwei weiteren wurden die Bestmarken aus dem Jahre 2003 immerhin egalisiert (Linz und Graz).

Frostage im April 2021 (Stand: 17.4.21). © UBIMET

Ganz Mitteleuropa betroffen

Der April war bislang nicht nur in Österreich, sondern weit über Mitteleuropa hinaus kühler als üblich. Auch in Westeuropa kam es zu einigen Stationsrekorden, besonders betroffen war u.a. Frankreich, wo es zu teils extremen Frostschäden kam: Hunderttausende Hektar Land wurden vom sog. „schwarzen Frost“ zerstört, also von trockener Kälte mit stark frostigen Nächten ohne Morgentau. In einigen Regionen rechnet man mit 50 bis 100 Prozent Ausfälle bei der Ernte etwa von Pfirsichen, Äpfeln, Pflaumen, Kiwis, Aprikosen, aber auch von Trauben oder Zuckerrüben. Deutlich zu warm war es dagegen in Russland und im Mittleren Osten.

Temperaturanomalien im April bis einschließlich 16.4. inkl. 7-Tages-Prognose. © K. Haustein

Wenn man die Frosttage im April in den vergangenen 30 Jahren betrachtet, stellt 2021 einen Ausreißer nach oben dar. Auch in der Schweiz gab es im April seit 1997 etwa in Basel, Bern und Luzern nicht mehr so viele frostige Nächte wie in diesem Jahr. Wenn man allerdings weiter zurück schaut, findet man durchaus einige Jahre mit mehr Frosttagen als heuer, ganz besonders zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

Frostttage im April in Bern (Tiefstwert unter 0 Grad). © MeteoSchweiz

Titelbild © AdobeStock

Halbzeitbilanz Frühling 2021

Markant war in diesem Frühjahr bisher die Trockenheit. Wirklich kräftige Tiefs mit viel Niederschlag blieben weitgehend aus, demzufolge weist die Regen- und Schneebilanz zur Halbzeit ein dickes Minus auf. Konkret sind über ganz Österreich betrachtet bis dato nur 57% jenes Niederschlags gefallen, wie üblicherweise in der 1. Frühlingshalbzeit. Besonders trocken war das Frühjahr seit 1. März im Süden, Südosten und Osten. In Mallnitz (Kärnten) z.B. beträgt das Minus sogar 81%, d.h. nur 19% der Norm ist hier zusammengekommen.

Der Frühling verlief bis dato viel zu trocken.

Rückblickend betrachtet steuern wir damit dem trockensten Frühling seit mindestens 20 Jahren entgegen. In der nachfolgenden Grafik sind die Abweichungen (jeweils des gesamten Frühlings) seit dem Jahr 2000 aufgetragen. Ähnlich trocken wie heuer war es nur im Vorjahr sowie 2003.

Die Niederschlagsabweichungen im Frühling seit 2000.

Kommen wir zu den Temperaturen: Ende März bzw. Anfang April gab es ja einen kräftigen Wärmeschub mit frühsommerlichen Temperaturen, davor und auch danach wieder jedoch markante Kaltluftvorstöße. Folglich bilanziert die Temperatur zur Halbzeit ziemlich ausgeglichen, es gibt keine großen Abweichungen nach oben oder unten. Tendenziell war es im Bergland des Westens und Südwestens etwas zu kühl, nach Südosten zu etwas zu mild.

Durchschnittlich präsentieren sich die Temperaturen im Mittel.

Auch hier schauen wir auf die vergangenen 20 Jahre: Unspektakulär sind die Abweichungen wie erwähnt 2021, gab es doch in der Vergangenheit schon Frühlinge mit Abweichungen von teils +2 Grad (2007 + 2018). Generell fällt auf, dass seit 2000 kaum noch markant zu kalte Frühjahre auftraten, fast immer war es zu warm.

Die Temperaturabweichungen im Frühling seit 2000.

Der Frühling 2021 dauert aber ja noch eineinhalb Monate, da kann noch viel passieren!

April zeigt uns weiter die kalte Schulter

Später Schnee im Frühling ist keine Seltenheit.

Exemplarisch für die mittlerweile herrschenden Temperaturen steht der gestrige Dienstag. Um 6,6 Grad zu kalt im Vergleich zum langjährigen Mittel verlief dieser über das ganze Land betrachtet, die blaue Farbe auf folgender Grafik – sie zeigt die Abweichungen gestern – spricht Bände.

Deutlich zu kalt war der gestrige Dienstag.

In ähnlicher Tonart ging es dann vergangene Nacht weiter. Zweistellige Minusgrade Mitte April sind selbst in den Alpentälern nicht alltäglich, Lech am Arlberg wachte bei eisigen -12 Grad auf!

Frostig kalt verlief die Nacht nicht nur im Bergland.

Warum ist es nun derzeit so kalt? Der Grund ist wie so oft auf der Bodenwetterkarte des DWD zu finden. Hoch QUEEN erstreckt sich von Großbritannien bis Schweden – das bringt uns aber herzlich wenig. Zwischen dem Hoch und Tief XANDER über Osteuropa strömt nämlich seit Wochenbeginn sehr kühle und feuchte Luft heran.

Die Wetterlage ist derzeit festgefahren.

Nun die noch schlechtere Nachricht: In dieser Tonart geht es auch bis Ende der Woche weiter, gut zu sehen an der Temperaturentwicklung für Wien bzw. Graz. Normal zu dieser Jahreszeit wären Höchstwerte von rund 16 Grad, da hinken wir doch deutlich hinterher mit oft nur 8-11 Grad.

Die frustrierenden Aussichten bis Montag.

Diese wiederholt kühle Wetterphase (eine gab es ja schon vergangene Woche) hat zur Folge, dass der April Stand jetzt zu kalt ausfallen würde. -1,2 Grad beträgt derzeit das Defizit österreichweit, der letzte derart unterkühlte April liegt knapp 20 Jahre zurück (2001 und 2003)!

Der April 2021: Mittlerweile unterdurchschnittlich temperiert.

Quelle Titelbild: pixabay

Kaltfront brachte Temperatursturz um knapp 20 Grad

Schnee im Frühling - pixabay.com

Zu Beginn eine Animation der Höchstwerte im Vergleich von gestern zu heute. Besonders massiv ist der Rückgang der Temperaturen vom Weinviertel bis ins Südburgenland und die Südsteiermark ausgefallen, wo ja zu Wochenbeginn noch der Frühling mit bis zu 20 Grad herrschte.

Höchstwerte gestern und heute im Vergleich

Hier jene Orte bzw. Wetterstationen mit dem markantesten Temperatursturz. Auf der Hohen Wand am Alpenostrand gab’s gestern noch T-Shirt-taugliche 16,8 Grad, heute früh dann Schneefall und nur noch -2,5 Grad. Macht fast 20 Grad Absturz!

Station Höchstwert gestern Temperatur heute Früh Rückgang von…
Hohe Wand 16,8°C -2,5°C -19,3 Grad
Puchberg 18,1°C 0,7°C -17,4 Grad
Pottschach 19,7°C 2,4°C -17,3 Grad
Mattersburg 19,7°C 2,4°C -17,3 Grad
Seibersdorf 20,0°C 2,8°C -17,2 Grad
Mönichkirchen 14,4°C -2,6°C -17,0 Grad
Aspang  18,6°C  1,7°C -16,9 Grad
Gutenstein  16,1°C  -0,7°C -16,8 Grad
Hollenthon 15,9°C -0,8°C -16,7 Grad
Besonders in den Alpen gab es planmäßig einige Zentimeter Neuschnee, hier die Mengen seit Mitternacht. Schwerpunkte waren Tirol, Salzburg und Kärnten. Auf den Bergen sind hier 20-40 cm Neuschnee dazugekommen, in den Tälern stechen Langen am Arlberg mit 20 cm und Ramsau mit 15 cm hervor.
Neuschneemengen seit Mitternacht

In Summe liegen im Bergland teils beachtliche Mengen für Mitte April:

Gemessene Schneehöhen am Dienstagmorgen

Abschließend noch ein paar winterliche Impressionen quer verteilt über Österreich:

Tannheim:

Neuschnee im Tannheimertal

Innsbruck:

Neuschnee in Innsbruck

Großraum Villach:

Neuschnee in Kärnten

Bucklige Welt:

Neuschnee in der Buckligen Welt

Quelle Titelbild: pixabay

Große Gegensätze durch Kaltfront

Ganze 20 Grad beträgt die Temperaturdifferenz zwischen dem Westen und dem Osten Österreichs zu Montagmittag. Rund um den Arlberg und im Außerfern liegen die Temperaturen bereits leicht im Frostbereich, im Rheintal werden +2 Grad gemessen. Mit jedem Kilometer nach Osten ist es wärmer, bei bis zu 19 Grad liegen die Temperaturen dagegen im Burgenland oder im Wiener Becken.

Aktuelle Temperaturen um 11:20 Uhr @ UBIMET

 

Das Zusammenspiel aus Kaltfront und Italientief sorgt jedoch dafür, dass nun auch im Osten rasch Wolken aufziehen, am späten Nachmittag kommt Regen dazu. Generell wird es dann landesweit nass, in der Nacht auf Dienstag sinkt die Schneefallgrenze inneralpin bis in die Täler. Hier wird es am Dienstag ein spätwinterliches Erwachen mit Neuschnee geben. Am meisten fällt nach derzeitigem Stand vom Brenner über das Zillertal bis zu den Tauerntälern und in Osttirol, hier sind 15 bis 25 cm Neuschnee zu erwarten.

Prognose der Neuschneemenge über 24h bis Dienstagvormittag @ UBIMET

 

Entlang der Donau, im östlichen Flachland und im Südosten bleibt es mehrheitlich beim Regen oder Schneeregen, auch am Dienstag tagsüber. Doch egal in welcher Konsistenz der Niederschlag nun fällt, er wird dringend benötigt. Denn bisher ist der Frühling in weiten Landesteilen, besonders jedoch im Süden und Osten viel zu trocken ausgefallen. Die Vegetation wird sich darüber freuen.

Niederschlagsabweichung vom Klimamittel für den Frühling 2021 (01.03. bis 11.04.) @ UBIMET

Italientiefs: Regen und Schnee in Österreich

Regen

Wenn kalte Luftmassen westlich der Alpen in den Mittelmeerraum vordringen, sind die Bedingungen für die Entstehung von Tiefdruckgebieten rund um dem Golf von Genua aufgrund der Position und Ausrichtung der Alpen besonders günstig. In Österreich kommt dabei meist eine südliche Höhenströmung auf, welche feuchte Mittelmeerluft zu den Alpen führt. Italientief ist aber nicht gleich Italientief, so können die Auswirkungen auf unser Wetter sehr unterschiedlich ausfallen.

Besondere Wetterlagen

Die meisten Italientiefs ziehen vergleichsweise schnell nach Osten oder Südosten ab und sorgen nur vorübergehend für kräftige Niederschläge im Süden Österreichs. Italientiefs stehen allerdings auch im Zusammenhang mit markanten Wetterlagen, welche gebietsweise mit großen Niederschlagsmengen verbunden sind:

  • Ergiebiger Südstau (v.a. Osttirol und Oberkärnten)
  • Gegenstromlage (generell die Alpen)
  • Vb-Tief bzw. „Fünf-b-Tief“ (v.a. Osten und Südosten)

Südstau

Nahezu ortsfeste Tiefdruckgebiete über dem westlichen Mittelmeerraum sorgen in Österreich für eine anhaltende Südströmung. Bevor die Luft auf die Alpen prallt, nimmt sie über dem Mittelmeer viel Feuchtigkeit auf und wird in weiterer Folge in den Südalpen wie ein Schwamm ausgepresst. In Österreich sind davon Osttirol und Oberkärnten besonders stark betroffen.  Je nach Ausrichtung und Stärke der Höhenströmung gibt es dabei die größten Niederschlagsmengen in der Regel im Gail- und Lesachtal oder am Loibl in den Karawanken. Erst Ende August gab es etwa am Nassfeld in Kärnten rund 300 mm Regen in nur zwei Tagen.

Solange keine kühle Luft aus NW eintrifft, weht in den Nordalpen Föhn.

Im Winterhalbjahr kann die Schneefallgrenze bei solchen Lagen selbst bei einer relativ hohen Nullgradgrenze um 2000 m Höhe bis in manche Tallagen absinken: Die Schmelzwärme des Schnees, die der Umgebung entzogen wird, sorgt nämlich in engen Tälern für eine Abkühlung der Luft bis auf 0 Grad. Weitere Hintergründe zum Thema Niederschlagskühlung haben wir kürzlich hier zusammengefasst.

Gegenstromlage

Bei vielen Südstaulagen weht in den Nordalpen gleichzeitig Föhn. Wenn das dazugehörige Höhentief allerdings nahezu ortsfest knapp westlich von Österreich zu liegen kommt, sickert an der Alpennordseite aus Nordwesten kühle Luft ein, die den Föhn abheben lässt. Die südliche Strömung im Kammniveau sinkt dann an der Alpennordseite nicht mehr ab, sondern gleitet über die kühle Luft in tiefen Schichten auf. Der Niederschlag kann aus Süden also auch auf die Alpennordseite übergreifen. Meteorologen sprechen dann von einer Gegenstromlage, da in den Tälern der Nordalpen eine schwache nördliche Strömung aufkommt, während in der Höhe starker Südwind weht. Bei diesen Wetterlagen kann die Schneefallgrenze je nach Niederschlagsintensität dank der Niederschlagsabkühlung bis in manche Täler der Nordalpen absinken, so ist diese Wetterlage meist auch für den ersten Schnee der Saison etwa am Brenner oder im Pinz- und Pongau verantwortlich.

Eine Gegenstromlage sorgt auch in den Nordalpen für Regen bzw. Schneefall.

Vb-Tief

Wenn Italientiefs sich ost- bis nordostwärts über die Adria in Richtung Ungarn und schließlich Polen verlagern, bestehen auch im Osten Österreichs die größten Chancen auf kräftigen Regen bzw. Schneefall. Bei solch einer Zugbahn des Tiefkerns sprechen Meteorologen auch von einem Vb-Tief („Fünf-b-Tief“).

Vb-Tief
Bereits vor über 100 Jahren hat Van Bebber die häufigsten Tief-Zugbahnen analysiert.

Auch bei dieser Wetterlage gleiten feuchte Luftmassen auf der kühlen Luft in tiefen Schichten auf, aufgrund der Zugbahn des Tiefs sind die größten Niederschlagsmengen aber im Osten und Südosten Österreichs zu erwarten. Diese Wetterlage ist relativ selten, im Winter kann sie aber zu markanten Wintereinbrüchen führen.

Titelbild © AdobeStock

In der neuen Woche erneut Winterrückfall mit Schnee bis in die Täler

Die frühlingshafte Phase wird zu Beginn der neuen Woche von einer kräftigen Kaltfront beendet und am Montag bzw. Dienstag sinkt die Schneefallgrenze wieder markant ab. Im Bergland schneit es somit wieder verbreitet bis in die Tal- und Beckenlagen, hier sind bis zur Wochenmitte verbreitet 10 bis 30 cm in Sicht. Aber auch abseits der Alpen ist regional nach derzeitigem Stand vor allem am Dienstag eine dünne Schneedecke bis ins Flachland nicht ganz auszuschließen. In der zweiten Wochenhälfte nimmt dann die Frostgefahr landesweit neuerlich zu.

Animation der Lufttemperatur in rund 800 m Höhe von Sonntag bis Freitag - ECMWF Ensemble Mittel
Animation der Lufttemperatur in rund 800 m Höhe von Sonntag bis Freitag – ECMWF Ensemble Mittel

Am Sonntag nochmals sehr mild

Am Sonntag bleibt es landesweit noch frühlingshaft mild und bis auf ein paar Tropfen im Südwesten auch trocken. Der teils kräftige, föhnige Süd- bis Südwestwind mit stürmischen Böen in exponierten Lagen treibt die Temperaturen in die Höhe mit Spitzenwerten um 21 Grad in den Nordalpen.

Höchstwerte am Sonntag - UBIMET UCM Modell
Höchstwerte am Sonntag – UBIMET UCM Modell

Am Montag Kaltfrontdurchzug

Der Föhn bricht am Montag im Westen rasch zusammen und in Vorarlberg setzt schon in den frühen Morgenstunden schauerartig verstärkter Regen ein, der sich tagsüber mitsamt kräftig auffrischendem Westwind ostwärts ausbreitet. In den Nachmittagsstunden sind dann auch im Osten und Südosten Schauer sowie lokale, kurze Gewitter einzuplanen. Die Schneefallgrenze sinkt im Tagesverlauf entlang der Nordalpen von Westen her rasch auf 900 bis 700 bzw. in Vorarlberg auch bis 500 m ab. Vor allem im Westen ist am Abend mit teils kräftigem Schneefall zu rechnen. Tagsüber zeichnet sich ein markanter Temperaturgradient von West nach Ost ab: Während in Vorarlberg bei zarten Plusgraden schon Schneeregen oder Schnee bis in die Tallagen fällt, gibt es im föhnigen Südosten noch bis zu 21 oder 22 Grad!

Höchstwerte am Montag - UBIMET UCM Modell
Höchstwerte am Montag – UBIMET UCM Modell

In der Nacht auf Dienstag verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt zu den Tauern bzw. vor allem in den Süden des Landes. In Osttirol und Kärnten schneit es zunehmend kräftig und mit der Niederschlagsintensität sinkt die Schneefallgrenze auch hier bis in die Beckenlagen. Vor allem in Richtung Karnischen Alpen und Karawanken sind mit eingelagerten Gewittern durchaus auch größeren Schneemengen in Sicht. Aber auch entlang der Nordalpen und hier besonders vom Großraum Innsbruck bis ins Mariazellerland schneit es zeitweise kräftig bis in die Tallagen.

Ab Dienstag landesweit spätwinterlich

Am Dienstag trocknet es im Südwesten bald ab, vom Marchfeld über das Burgenland bis in die Südsteiermark verstärkt sich tagsüber hingegen der Niederschlag und kurzzeitig ist hier nach derzeitigem Stand selbst im Flachland kräftiger Nassschnee nicht auszuschließen. Entlang der Nordalpen gehen weiterhin teils gewittrige Schnee- und Graupelschauer nieder. Der Nord- bis Nordwestwind weht nach wie vor kräftig, besonders im Osten und Südosten sowie in den prädestinierten Nordföhntälern sind stürmische Böen einzuplanen.

Höchstwerte am Dienstag - UBIMET UCM Modell
Höchstwerte am Dienstag – UBIMET UCM Modell
Neuschneesumme von Montagfrüh bis Mittwochfrüh - UBIMET UCM Modell
Neuschneesumme von Montagfrüh bis Mittwochfrüh – UBIMET UCM Modell
Niederschlagssumme von Montagfrüh bis Mittwochfrüh - UBIMET UCM Modell
Niederschlagssumme von Montagfrüh bis Mittwochfrüh – UBIMET UCM Modell

Nachfolgend erhöhte Frostgefahr

Am Mittwoch beruhigt sich die Lage allmählich wieder. Entlang der Nordalpen von Innsbruck ostwärts sowie generell im Norden und Osten muss man aber tagsüber mit letzten Schnee- und Graupelschauern sowie teils kräftigem Nordwind rechnen. In der zweiten Wochenhälfte kehren aus heutiger Sicht wieder ruhige Verhältnisse auch in die Osthälfte des Landes zurück. Aufgrund der klaren und windschwachen Nächte ist aber gebietsweise neuerlich mit Morgenfrost zu rechnen!

Tiefstwerte am Mittwoch - UBIMET UCM Modell
Tiefstwerte am Mittwoch – UBIMET UCM Modell
Tiefstwerte am Donnerstag - UBIMET UCM Modell
Tiefstwerte am Donnerstag – UBIMET UCM Modell

 

Titelbild: Winterrückfall im Frühjahr – pixabay.com

Frostige Aprilnächte: örtlich neue Kälterekorde

Eisige Nächte stehen bevor.

Österreich lag in den vergangenen Tagen unter dem Einfluss kalter Luftmassen arktischen Ursprungs. Nach dem Durchzug einer Kaltfront gab es in der Nacht auf Mittwoch und Donnerstag vor allem im Südosten günstige Bedingungen für eine starke nächtliche Auskühlung:

  • arktische, trockene Luftmasse
  • wolkenloser Himmel
  • kaum Wind
Gemessene Tiefstwerte in der Nacht auf Mittwoch.

Von Unterkärnten über die südliche Steiermark bis ins Südburgenland wurden örtlich sogar neue Montasrekorde aufgestellt:

Tiefstwert 7.4.21
Graz-Flughafen (ST) -6,7 Grad
Zeltweg (ST) -8,5 Grad
St. Andrä / Lavanttal (K) -6,8 Grad
Kleinzicken (B) -7,9 Grad
Bad Tatzmannsdorf (B) -7,0 Grad
Kroisegg (B) -6,9 Grad
Rechnitz (B) -5,5 Grad

In der Nacht auf Donnerstag wurden diese Werte teils nochmals unterboten und es gab weitere Rekorde in Kärnten:

Tiefstwert 8.4.21
Graz-Flughafen (ST) -7,0 Grad
St. Andrä / Lavanttal (K) -7,1 Grad
Völkermarkt (K) -7,6 Grad
Friesach (K) -6,9 Grad

In der Nacht auf Freitag wurden nochmals einzelne neue Rekorde aufgestellt, diesmal auch in den Nordalpen:

Tiefstwert 9.4.21
Bad Mitterndorf (ST) -11,8 Grad
Windischgarsten (OÖ) -9,9 Grad
Zeltweg (ST) -8,9 Grad
Tiefstwerte in der Nacht auf Freitag. © UBIMET

Bemerkenswert ist, dass an manchen dieser Stationen erst im März neue Wärmerekorde aufgestellt wurden, nämlich in St. Andrä im Lavanttal, Kroisegg und Bad Tatzmannsdorf. Diese Kombination ist leider sehr ungünstig für die Obstbauern, da die frostigen Temperaturen nun zu Schäden bei den blühenden Obstbäumen führen. Dieses Phänomen gab es in den vergangenen Jahren häufig, so kam es erst vor einem Jahr etwa in der Wachau zu schweren Schäden, teils gab es sogar 90% Ernetausfälle. Auch damals gab es neue Stationsrekorde, siehe auch hier: Örtlich kälteste Aprilnacht seit Messbeginn. Paradoxerweise hat sich die Gefahr von Frostschäden in unseren Breiten aufgrund der steigenden Temperaturen tendenziell vergrößert, mehr Infos dazu gibt es hier: Frühe Vegetationsentwicklung und Spätfrostgefahr.

Bild: Frostschutzberegnung der Äpfelbäume in Neustift im Felde (NÖ) am 9.4.

Kälterekorde in Zeiten des Klimawandels

Auch in Zeiten des Klimawandels kommt es manchmal zu Kälterekorden, sie werden allerdings seltener. In Summe gab es in diesem April an gut 10 Stationen neue Kälterekorde, was durchaus bemerkenswert ist und besonders stark auffällt, da es eben nur noch selten vorkommt. Man muss das allerdings in Relation zu den Wärmerekorden bringen: Da gab es alleine im März knapp über 60 bzw. im Februar 40 neue Stationsrekorde (das Statsionsnetz in Österreich umfasst etwa 270 Wetterstationen).

Wir befinden uns aktuell am linken Rand der möglichen Bandbreite. © www.deutschesklimaportal.de

Titelbild © pixabay.com

Achterbahnfahrt der Temperaturen setzt sich fort, am Wochenende mild

Österreich liegt derzeit unter dem Einfluss ungewöhnlich kalter Luftmassen arktischen Ursprungs. Von Unterkärnten bis ins Südburgenland wurden örtlich sogar neue Monatsrekorde für den Monat April aufgestellt, wie etwa in St. Andrä im Lavanttal oder Graz-Thalerhof. In den vergangenen Nächten gab es im Süden und Südosten bei wolkenlosem Himmel und wenig Wind günstige Bedingungen für eine starke nächtliche Abkühlung. Eine Liste der neuen Stationsrekorde haben wir hier zusammengefasst. In der Nacht auf Freitag ist neuerlich verbreitet mit teils mäßigem Frost zu rechnen.

Prognose der Tiefstwerte in der Nacht auf Freitag. © UBIMET

Steinobst und Frost

Nach den Rekordtemperaturen Ende März sind solch kalte Temperaturen verheerend für die in Blüte befindlichen Obstbäume. Wie viel Frost die Blüten ertragen, hängt von ihrem Entwicklungszustand ab: Sind die Blüten offen, dann können Frostschäden schon bei Temperaturen um -2 Grad vorkommen, bei einer Temperatur unter -5 Grad kommt es meist zu Ertragsausfällen vor allem beim Steinobst wie Pfirsich, Zwetschke und Marille. In geschlossenem Zustand ertragen die Blüten noch Temperaturen von -4 bis -2 Grad ohne größere Schäden. Allerdings ist auch diese Temperatur in den letzten Nächten im Südosten gebietsweise unterschritten worden. Bei den Äpfeln gab es bislang vermutlich keine größeren Auswirkungen, wobei man eine präzise Einschätzung erst mehrere Wochen nach der Blüte machen kann.

Am Wochenende föhnig

Am Freitag gerät Österreich unter den Einfluss eines Hochs namens PEGGY und bei überwiegend sonnigem Wetter klettern die Temperaturen nach einem frostigen Start auf 11 bis 18 Grad. Am Wochenende gelangt der Alpenraum dann in eine föhnige Südwestströmung und die Temperaturen steigen weiter an. Am Sonntag sind an der Alpennordseite und im Osten Höchstwerte zwischen 17 und 22, vereinzelt auch 23 Grad in Sicht. Eine Spur kühler bleibt es nur in Osttirol und Kärnten sowie direkt am Alpenhauptkamm.

Prognose der Höchstwerte am Sonntag. © UBIMET

Weitere Kaltfront in Sicht

Das am Wochenende vielerorts milde Wetter hält nicht lange an, so kündigt sich im Westen bereits am Montag die nächste Kaltfront an und das Wetter gestaltet sich zweigeteilt: Während im Westen die Wolken dominieren und immer häufiger Regen fällt, scheint im Osten bei föhnigem Südwind noch die Sonne. In der Nacht auf Dienstag ist dann im Zusammenspiel mit einem Italientief vor allem von Vorarlberg bis in die westliche Obersteiermark neuerlich Schnee bis in die Täler in Sicht.

Ensemble-Prognose der Temperatur in der freien Atmosphäre und Niederschlag. © ECMWF

Titelbild © https://www.foto-webcam.eu/

Höhenkaltluft sorgt für typisches Aprilwetter

Wien

Launischer Monat

Im April kommt es immer wieder zu großen Gegensätzen beim Wetter: Während es manchmal bei strahlendem Sonnenschein schon frühsommerlich warm wird, fällt an anderen Tagen bis in tiefen Lagen noch Schnee. Hauptursache dafür sind der Sonnenstand sowie die Verteilung der Landmassen: Die Luft erwärmt sich nämlich im Frühjahr über Südeuropa bzw. Nordafrika schneller als über Nordeuropa und dem Nordmeer, zumal im Norden Skandinaviens in dieser Jahreszeit meist noch Schnee liegt. Dadurch entsteht ein großes Temperaturgefälle zwischen Nord und Süd. Je nach Wetterlage können also bereits sehr warme sowie auch noch kalte Luftmassen in unsere Breiten gelangen.

Ein typisches Satellitenbild mit Höhenkaltluft (6.4.21, 15:15 Uhr). © EUMETSAT

Höhenkaltluft

Als typisches Aprilwetter wird umgangssprachlich launisches, wechselhaftes Wetter mit einer raschen Abfolge von Sonnenschein, Wolken und Regen bzw. Schnee in nur wenigen Stunden bezeichnet. Dazu kommt es meist im Zuge von Kaltlufteinbrüchen, wenn sich in der Höhe sehr kalte Luftmassen befinden und die Sonne gleichzeitig die bodennahe Luft bereits erwärmt. Höhenkaltluft wirkt sich merklich auf das tägliche Wettergeschehen aus, denn sie sorgt für eine verstärkte vertikale Temperaturabnahme und somit für eine Destabilisierung der Atmosphäre. Damit entstehen vermehrt Quellwolken, welche im Tagesverlauf rasch zu Schauern und Gewittern heranwachsen.

Der Höhentrog mit Temperaturen um -38 Grad in 500 hPa (etwa 5300 m). © ECMWF

Noch mehr Schnee in Sicht

Während abseits der Alpen zahlreiche Schauer durchziehen, stauen sich entlang der Nordalpen teils auch anhaltend feuchte Luftmassen: In der Nacht auf Mittwoch fällt von Vorarlberg bis ins Salzkammergut wieder häufig Schnee, besonders in den typischen Staulagen kommen nochmals 5 bis 15, im Hinteren Bregenzerwald lokal auch 20 cm Neuschnee dazu.

Neuschneeprognose für die Nacht auf Mittwoch. © UBIMET

Am Mittwochvormittag lassen die Schneeschauer in den Nordalpen vorübergehend nach, im Tagesverlauf ziehen aber auch im Donauraum und im Osten noch einzelne Schnee- und Graupelschauer durch. Dazwischen scheint die Sonne, ehe am Nachmittag und Abend der Schneefall an der Alpennordseite mit Ankunft eines Randtiefs von Westen her wieder häufiger wird. Am späten Abend bzw. in der Nacht auf Donnerstag schneit es dann vor allem von den Kitzbüheler Alpen bis in die Obersteiermark, besonders zwischen Hochkönig und Hochschwab kommen 15 bis 25 cm Neuschnee zusammen. Auch im Norden und Nordosten kann es aber neuerlich anzuckern.

Neuschneeprognose für die Nacht auf Donnerstag. © UBIMET

Vorhersagegenauigkeit

Wenn Höhenkaltluft im Spiel ist, nimmt die Vorhersagbarkeit des Wetters etwas ab: Zwar kann man sehr gut den großräumigen Wettercharakter beschreiben, allerdings kommt es lokal zu großen räumlichen und zeitlichen Unterschieden. Vor allem räumlich detaillierte Prognosen, wie etwa jene von Wetter-Apps, sind bei solchen Wetterlagen also mit Vorsicht zu genießen.

Frost und Schnee stehen vor der Tür

Eine klare und windschwache Nacht brachte bereits am heutigen Ostermontag im Flachland verbreitet leichten Frost.

In etwas erhöhten Lagen gab es auch mäßigen Frost mit Temperaturen unter -5 Grad. Tagsüber erwärmt sich die Luft stark, allerdings nähert sich Österreich von Norden her eine massive Kaltfront an, die die Alpen am Abend erreicht.

Die Kaltfront liegt derzeit über Deutschland und dahinter fließt polare Kaltluft ein mit der es kräftige Schneeschauer bis ins Flachland gibt. Wie hier in der Nähe von Bremen:

Mit der Kaltfront sinkt die Schneefallgrenze in der Nacht dann bis in die Niederungen, einige Zentimeter Neuschnee gibt es vor allem in den Nordalpen und zum Morgen hin auch im äußersten Süden. Mit Durchzug der Kaltfront frischt auch vorübergehend kräftiger bis stürmischer Nordwind auf.

Winterliches Aprilwetter folgt

Am Dienstag selbst zieht die Front nach Süden ab, danach sorgen kräftige Schneeschauer für typische winterliches Aprilwetter an der Alpennordseite. Auch am Mittwoch bleibt es winterlich, dabei sorgt ein Randtief ab dem Nachmittag wieder für mehr Schneefall und auch Sturm. Somit sind sogar in freien, etwas höheren Lagen wie dem Mühl- oder Waldviertel nochmals Schneeverwehungen möglich.

Insgesamt kommen bis Donnerstagfrüh in den Nordalpen oftmals 10 bis 30 cm zusammen, in den Staulagen sind auch um die 50 cm möglich. Am Donnerstag beruhigt sich dann das Wetter.

Frostgefahr für Obstkulturen

Die kommenden Nächte verlaufen kalt, die Temperaturen liegen dabei im Flachland um den Gefrierpunkt. Wind und Wolken schützen vor einer stärkeren Auskühlung. Nicht so aber in der Nacht zum Freitag, dann muss man verbreitet mit mäßigem Frost rechnen, in den schneebedeckten Alpentälern ist sogar strenger Frost möglich. Das wird somit die kritischste Nacht für die Obstkulturen, bleibt zu hoffen das Frostberegnung oder Feuerstellen das Schlimmste abwenden. Bereits vergangenes Jahr sorgte strenger Frost im April in vielen Regionen für einen Totalausfall bei der Marillenernte

Quelle Titelbild: Adobe Stock

April, April, der macht was er will!

Ein Blick auf das Radar- und Satellitenbild zeigt ein typisches Bild für April. Die labil geschichtete Kaltluft sowie die bereits recht kräftige Sonne sorgen für die Bildung von zahlreichen Regen-, Schnee- und Graupelschauer, stellenweise auch begleitet von Blitz und Donner.

So kam es heute Vormittag im der Südsteiermark zu einzelnen Gewitter, auch im Nordburgenland wurden ein paar Blitze verzeichnet.

Radarbild um 14:25 MESZ ©UBIMET, Austrocontrol

Auch vor dem Flughafen Schwechat machten die Regen- und Graupelschauer keinen Halt. Auf der Webcam zeigte sich gegen Mittag das typische Bild aus Schauern und zwischenzeitlichem Sonnenschein.

Webcam Flughafen Schwechat. ©https://viennaairport.panomax.com/

Vor allem in den östlichen Nordalpen ist es mancherorts tief winterlich. So gab es heute bei knapp 0 Grad etwa in Turnau zeitweise kräftigen Schneefall, wie das Video hier zeigt:

 

Dies ist aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf Dienstag. Denn dann überquert uns die kräftige Kaltfront von Tief ULLI und verbreitet wird es wieder winterlich. Im Bergland sowie in den inneralpinen Tälern, stellenweise auch im Mühlviertel kommen einige Zentimeter Neuschnee zusammen. So zeichnen sich in der Arlbergregion bis Mittwoch stellenweise 30 bis 50 Zentimeter Schnee ab, selbst im Rheintal und Inntal sind in Summe bis zu 10 Zentimeter möglich.

48h Neuschneemengen von Montag- bis Mittwochfrüh ©UBIMET

Ab Donnerstag ist aber wieder eine Wetterbesserung in Sicht. Von Westen her setzt sich langsam wieder ein Hoch durch. Auch mit den Temperaturen geht es dann wieder bergauf.

Titelbild: © foto-webcam.eu

Frühling am Ostermontag, Winterrückfall am Dienstag

Graupelschauer am Karsamstag

Ein nahes Höhentief sorgt am Karsamstag noch für wechselhafte und windige Verhältnisse. Entlang der Alpennordseite östlich von Innsbruck regnet es zeitweise, oberhalb von rund 700 m fällt Schnee. Und auch sonst ziehen im Norden und Osten einige Schauer durch, teils mit Graupel, freundlicher präsentieren sich bereits der Westen und Süden. Hier hat auch der Ostersonntag viel Sonnenschein zu bieten, aber selbst im Donauraum und im östlichen Flachland scheint unter Zwischenhocheinfluss zumindest gelegentlich die Sonne. Vom Salzkammergut bis in den Wienerwald halten sich kompakte Wolken und hier ziehen vor allem in der ersten Tageshälfte auch noch ein paar Schneeschauer durch.

 

Aktueller Zustand der Marillenblüte @ http://img.kbit.pro/wachauermarille/P_1920.jpg

Sonne und bis zu 18 Grad am Ostermontag

Der Ostermontag beginnt nach einer klaren Nacht vielerorts mit leichtem Frost – so etwa auch in der Wachau, wo die Marillenblüte bereits im Gange ist. Bei teils lebhaftem Südwestwind scheint tagsüber lange Zeit die Sonne, erst am Nachmittag machen sich von Nordwesten her vermehrt Wolkenfelder bemerkbar. Mit 11 bis 18 Grad wird es vorübergehend deutlich wärmer. Über Skandinavien verstärkt sich jedoch ein Tief und lenkt auf seiner Rückseite in großem Tempo deutlich kältere Luft über West- nach Mitteleuropa. Die markant ausgeprägte Kaltfront erreicht den Alpenraum am Montagabend und löst über Norditalien bereits in der Nacht auf Dienstag die Bildung eines weiteren Tiefs aus.

Prognostizierte Neuschneesumme von Montagnachmittag bis Dienstagabend @ UBIMET

Kaltfront bringt Winter zurück

Somit setzt am späten Montagnachmittag von Vorarlberg bis Oberösterreich schauerartiger Regen ein, am Abend entlang der gesamten Alpennordseite bis nach Wien. Später sinkt die Schneefallgrenze generell bis in die Täler ab, nur im östlichen Flachland bleibt es meist beim Regen oder Schneeregen.

In der Nacht auf Dienstag schneit es inneralpin vorübergehend kräftig, in der zweiten Nachthälfte verlagert sich der Schwerpunkt in den Süden. Nach aktuellem Stand geht es somit am Dienstag mit Ausnahme des Flachlands im Nordosten und Südosten verbreitet winterlich in den Tag. Besonders im Süden fällt auch am Vormittag noch zeitweise Schnee, an der Alpennordseite geht der Schneefall hingegen bald in Schauer über, die Schneefallgrenze steigt tagsüber auf etwa 500 m an.

In Summe deuten sich am Arlberg und im Bregenzerwald Neuschneemengen zwischen 20 und 30 cm an, auch in Oberkärnten und der Tauernregion sind um 20 cm möglich. In den Tälern zeichnen sich häufig zwischen 5 und 10 cm Neuschnee ab. In den nachfolgenden Tagen bleibt es für die Jahreszeit zu kühl.

Osterwetter-Extreme in Österreich: Von Schneefall bis Sommerwetter

Hase im Schnee

Das Osterfest findet jährlich zwischen dem 22. März und dem 25. April statt. Genauso variabel wie das Datum gestaltet sich auch das Wetter, wobei das Datum nicht der einzige Grund dafür ist: Einerseits befinden sich zu dieser Jahreszeit im hohen Norden nämlich noch sehr kalte Luftmassen (die arktische Meereisfläche erreicht im März ihre maximale Ausdehnung), welche bei passender Großwetterlage bis nach Österreich gelangen. Andererseits können bei einer südwestlichen Strömung bereits sehr milde Luftmassen aus Nordafrika zu uns gelangen, welche bei dem bereits hohen Sonnenstand vor Ort nochmals erwärmt werden.

Schnee im 2013

Schaut man sich die Osterfeste der letzten 30 Jahre an, so sticht einem sofort 2013 ins Auge. Ein massiver Kaltlufteinbruch hat damals am 31. März für winterliche Verhältnisse mit Schneefall bis in tiefe Lagen gesorgt. In den östlichen Nordalpen gab es 20 bis 30 cm Schnee, aber selbst im Flachland fiel im Norden und Osten etwas Nassschnee. Die Höchstwerte am Ostersonntag lagen zwischen -1 Grad im östlichen Berg- und Hügelland und +7 Grad in Lienz. In Wien kam die Temperatur bei zeitweiligem Schneefall und lebhaftem Nordwestwind nicht über 2 Grad hinaus und in der folgenden Nacht gab es verbreitet Frost.

Schnee am Erlaufsee
Schnee am Erlaufsee im 2013. © Fred Lindmoser; www.mariazellerland-blog.at
Höchstwerte zu Ostern im Jahr 2013.

Sommer im 2000

Dass Ostern wettertechnisch auch ganz anders ausfallen kann, zeigt ein Blick auf das Jahr 2000: Bei Temperaturen bis zu 29 Grad in Salzburg gab es teils sogar hochsommerliches Wetter im April. Auch in den Jahren 2009, 2011, 2019 ud 2020 konnte man Mitte bzw. Ende April bei Temperaturen über 20 Grad die Osterneste getrost im T-Shirt suchen.

Höchstwerte zu Ostern im Jahr 2000.

Anbei die Höchstwerte am Ostersonntag seit 1999:

Höchstwert  Wien Innsbruck Kranebitten
4.4.1999 21 13
23.4.2000 27 26
15.4.2001 8 4
31.3.2002 19 16
20.4.2003 19 18
11.4.2004 11 11
27.3.2005 14 20
16.4.2006 19 17
8.4.2007 18 17
23.3.2008 6 3
12.4.2009 23 23
4.4.2010 18 14
24.4.2011 22 21
8.4.2012 5 4
31.3.2013 2 5
20.4.2014 18 18
5.4.2015 8 6
27.3.2016 15 18
16.4.2017 14 10
1.4.2018 13 12
21.4.2019 22 24
12.4.2020 23 24
4.4.2021 10* 13*

* Prognose für 2021 (Stand: 1.4.21)

Seit dem Jahr 1999 wurden am Ostersonntag in Wien 13 mal Temperaturen über 15 Grad und 6 mal oberhalb der 20-Grad-Marke verzeichnet. In Innsbruck wurden im selben Zeitraum an fünf Ostersonntagen Temperaturen über 20 Grad gemessen (im 2005 waren es 19,9 Grad). Heuer bleibt es deutlich kühler, so kommen die Temperaturen nur in Innsbruck über die 10-Grad-Marke hinaus.

Sonniges und mildes Wetter zu Ostern vor einem Jahr. © www.foto-webcam.eu

Und 2021?

Nach einem sehr windigen und speziell im Nordosten auch unbeständigem Samstag hat der Ostersonntag heuer vor allem im Süden und Westen viel Sonnenschein zu bieten, aber auch im Donauraum und im östlichen Flachland kommt im Tagesverlauf zumindest zeitweise die Sonne zum Vorschein. Vom Salzkammergut bis zum Alpenostrand halten sich einige Wolken, bis auf einzelne Schauer im östlichen Bergland bleibt es aber auch hier meist trocken. Die Schneefallgrenze steigt von den Tallagen tagsüber gegen 700 m an. Bei mäßigem Nord- bis Nordostwind liegen die Höchstwerte zwischen 3 Grad im Mariazellerland und 14 Grad im Oberinntal. In der Nacht zum Ostermontag klart es auf und verbreitet muss man mit leichtem bzw. im östlichen Bergland auch mäßigem Frost rechnen. Eine kräftige Kaltfront mit Schnee teils bis in die Täler kündigt sich allerdings nach dem verlängerten Wochenende an… mehr Infos dazu folgen hier in den kommenden Tagen.

Titelbild © Adobe Stock

März 2021 im Südosten sehr trocken, am Ende Wärmerekorde

Im Vergleich zum Mittel von 1981 bis 2010 schließt der März 2021 im Flächenmittel mit einer Abweichung von +0.2 Grad durchschnittlich ab. Nennenswerte Abweichungen von knapp über +0,5 Grad findet man nur im Süd- und Mittelburgenland, im Mühl- und Waldviertel sowie im Klagenfurter Becken. Einmal mehr zu kalt verlief der Monat dagegen in Osttirol sowie stellenweise auch im Tiroler Oberland, so war es in Lienz und Nauders etwa 1 Grad kälter als im langjährigen Mittel.

Temperaturabweichung im März 2021. © UBIMET

Die durchschnittliche Gesamtbilanz setzt sich aber unter anderem durch einen längere kühle Phase in der zweiten Monatshälfte und einem sehr warmen Monatsende zusammen. Während zum astronomischen Frühlingsbeginn vor allem in mittleren Höhenlagen der Nordalpen und des Alpenostrands noch ein Eistag verzeichnet wurde, gab es am Monatsende etwa in Wolkersdorf bereits den ersten Sommertag. Am Monatsende wurden auch an mehr als 50 Stationen neue Monatsrekorde aufgestellt, wie etwa in Wolkersdorf (NÖ), Wien-Donaufeld (W), Linz (OÖ), Andau (B), St. Andrä im Lavanttal (K), Brand (V), Brenner (T) oder Graz/Straßgang (ST). Am 31. wurde schließlich auch in Innsbruck an der Uni-Station mit 25.5 Grad der früheste Sommertag der dortigen Messgeschichte verzeichnet.

Klimareferenz

In diesem Jahr findet erstmals das neue Klimamittel von 1991 bis 2020 seine Anwendung. Am Beispiel des heurigen Jänners zeigt sich dabei gleich eindrucksvoll der Trend zu einem immer wärmer werdenden Klima in den vergangenen Jahren. Vergleicht man nämlich den März 2021 mit dem bisher gültigen Klimamittel (1981-2010), so bilanziert der Monat wie eingangs beschrieben nahezu ausgeglichen temperiert. Im Vergleich zum noch älteren Klimamittel 1961-1990 war der Monat etwa 0,7 Grad zu warm. Stellt man den März 2021 aber in Relation zum neuesten Klimamittel, so fiel der zurückliegende Monat eine Spur zu kühl aus.

Bärlauch
Bärlauch im Schnee am 7. März. © N. Zimmermann

Sehr trocken im Süden und Osten

Die Kombination aus Hochdruckeinfluss und Nordlagen hat im Süden und Osten Österreichs für sehr trockene Verhältnisse im vergangenen Monat gesorgt. Von Osttirol über Kärnten bis ins Burgenland gab es meist nur 5 bis 15 % der üblichen Niederschlagsmenge. Der relativ trockenste Ort war Döllach mit nur 3% des Solls, gefolgt von Sillian mit 4, Dellach mit 5 und Eisenstadt mit 6%. Ganz anders präsentiert sich die Bilanz in den Nordalpen: Besonders vom 14. bis zum 22. gab es hier reichlich Neuschnee, teils sank die Schneefallgrenze sogar bis in tiefe Lagen ab. Die Kältewelle gipfelte am kalendarischen Frühlingsbeginn, so lag am 20. März in 6 von 9 Landeshauptstädten eine zumindest dünne Schneedecke. Besonders viel Schnee gab es in Salzburg, hier wurde mit 23 cm am 19. sogar die höchste Märzschneehöhe seit 2006 verzeichnet und am 21. gab es mit maximal -0,7 Grad noch einen Eistag. Auch Innsbruck verzeichnete am 23. immerhin 19 cm Schnee am Flughafen.

Niederschlagsabweichung im März 2021. © UBIMET

Sonniger März

Das Soll an Sonnenstunden wurde im März überall erreicht oder übertroffen. Besonders markant fallen die Abweichungen von Osttirol über die südliche Steiermark bis in Südburgenland sowie in den Ötztaler Alpen aus, hier wurden meist 130%, im Klagenfurter Becken örtlich auch 140% der üblichen Sonnenscheindauer erreicht. Nahezu durchschnittlich sonnig war der Monat hingegen im Most- und Waldviertel. Die absolut sonnigsten Orte waren Sillian, Dellach und Kornat.

Sonnenscheinabweichung im März 2021. © UBIMET

Extremwerte März 2021

(Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
  • 25,5 Grad St. Andrä im Lavanttal (K, 31.), Innsbruck (T, 31.)
  • 25,4 Grad Schönau an der Enns (OÖ. 31.)
  • 25,3 Grad Wolkersdorf (NÖ, 30.), Wieselburg (NÖ, 31.)
  • 25,2 Grad St. Pölten (NÖ, 31.)
  • 25,0 Grad Güssing (B., 31.)
Tiefste Temperaturen Hochtäler (>1000 m Seehöhe)
  • -17,1 Grad Lech am Arlberg (V, 19.)
  • -16,8 Grad St. Leonhard/Pitztal (T, 19.), Seefeld (T, 20.)
  • -16,4 Grad Galtür (T, 19.)
Tiefste Temperaturen unter 1000 m Seehöhe
  • -15,5 Grad Ehrwald (T, 19.)
  • -14,3 Grad Radstadt (S, 21.)
  • -12,7 Grad Achenkirch (T, 21.)
  • -12,5 Grad Aspang (NÖ, 21.)
Frosttage im März 2021 (Stand: 31.3.21). © UBIMET
Nasseste bewohnte Orte
  • 181 Liter pro Quadratmeter Mittelberg (V)
  • 179 Liter pro Quadratmeter Schröcken (V)
  • 164 Liter pro Quadratmeter Warth (V)
  • 149 Liter pro Quadratmeter Schoppernau (V)
  • 142 Liter pro Quadratmeter Bad Ischl (OÖ)
Trockenste Orte
  • 1 Liter pro Quadratmeter Podersdorf, Mattersburg, Mörbisch (B), Döllach, Obervellach (K)
  • 2 Liter pro Quadratmeter Gmünd/Kärnten (K), Lienz, Sillian (T)
  • 3 Liter pro Quadratmeter Dellach (K), Pernegg an der Mur (ST), Neusiedl am See (B)
Sonnigste Stationen
  • 247 Sonnenstunden Sillian (T)
  • 245 Sonnenstunden Dellach (K)
  • 239 Sonnenstunden Kornat (K)
  • 235 Sonnenstunden Kötschach-Mauthen (K)
  • 232 Sonnenstunden Villach (K)
Sonnenstunden im März 2021. © UBIMET
Stärkste Windspitzen Niederungen
  • 92 km/h Innsbruck Kranebitten (T, 11.)
  • 89 km/h Puchberg/Schneeberg (NÖ, 12.)
  • 88 km/h Reichenau/Rax (NÖ, 11.)
Stärkste Windspitzen Berge
  • 139 km/h Feuerkogel (OÖ, 12.)
  • 110 km/h Brunnenkogel (T, 12.)
  • 109 km/h Sonnblick (S, 16.)

Titelbild © N. Zimmermann

Mildes Wetter: Die Marillenblüte beginnt

Marillenblüte im Frühling. © Nikolas Zimmermann

Aus phänologischer Sicht befinden wir uns seit Beginn der Forsythienblüte im Erstfrühlings, also der mittleren Phase des phänologischen Frühlings. Die Forsythienblüte kündigt den Pollenallergikern meist die unmittelbar bevorstehende Birkenblüte an. Kurz vor den Birken beginnen aber meist die Marillen zu blühen, die als die am frühesten blühende Obstsorte am stärksten frostgefährdet sind. In der Wachau beginnt die Blüte in diesen Tagen. Mit Beginn der Apfelblüte folgt dann im April bald auch schon der Vollfrühling, also das letzte Drittel des phänologischen Frühlings.

Die aktuelle phänologische Uhr in Deutschland. © DWD

Die Dauer der Marillenblüte ist vom Wetter abhängig, Bei sehr warmen Temperaturen beträgt die Blühdauer etwa 1 Woche, bei kühleren Temperaturen auch entsprechend länger bis zu ca 2 Wochen.

Die Marillenblüte beginnt. © www.wachauermarille.at/

Kühles Osterfest

Die Spätfrostgefahr ist heuer noch nicht gebannt: Wie man in den vergangenen Jahren mehrmals gesehen hat, sind auch im April noch markante Kaltlufteinbrüche möglich. Selbst nach den Eisheiligen, am 18. Mai, kam es im Jahre 2012 nach einer warmen Vorgeschichte im Weinviertel noch verbreitet zu Frost. Paradoxerweise hat sich die Gefahr von Frostschäden aufgrund der steigenden Temperaturen vergrößert, mehr dazu hier: Frühe Vegetationsentwicklung und Spätfrostgefahr. Heuer erfassen zu Ostern zumindest vorübergehend wieder kühle Luftmassen aus Nordeuropa das Land, somit ist kurzzeitig eine Verzögerung der Blüte in Sicht. Besonders am Ostersonntag ist in den frühen Morgenstunden auch leichter Frost möglich.

Prognose der Tiefstwerte zu Ostern (Stand: 30.3.2021). © UBIMET

Große Schäden im 2020

Im vergangenen Jahr standen die Marillenbäume in der Wachau und im östlichen Flachland nach einem sehr milden Winter bereits Mitte März in Vollblüte. Durch einen starken Kälteeinbruch um die Monatswende von März zu April – teils gab es sogar Rekorde – wurden die Fruchtansätze allerdings zum Großteil zerstört, die Marillenbauern in der Wachau meldeten teils 90 Prozent Einbußen bei der Ernte.

Frostschutzberegnung im Steinfeld im März 2020. Bild: R. Reiter

Früher Start immer häufiger

Im Vergleich mit dem Mittel etwa der letzten 100 Jahren war die Vegetationsentwicklung in den letzten Jahren um mehrere Wochen früher dran, mit der Ausnahme von 2018: Da legten die Pflanzen nach einem anfänglichen Rückstand erst im April einen Schnelldurchlauf ein, der nach Ausbleiben von Spätfrösten schließlich in einer Rekordernte bei fast allen Obstsorten gipfelte. Insgesamt hat sich der phänologische Frühling seit etwa 1988 gegenüber den Jahrzehnten zuvor um ein bis zwei Wochen verfrüht. In Japan wurde in Kyoto übrigens heuer die früheste Vollblüte der japanischen Zierkirsche seit mehr als 1000 Jahren beobachtet, mehr dazu hier: Hanami.


Titelbild © N. Zimmermann

Erster Sommertag 2021

Die Wetterstation in Wolkersdorf (NÖ), nordöstlich von Wien, hat gegen 15:00 Uhr MESZ als Erste heuer die 25-Grad-Marke geknackt. Mit 25,3 Grad Tagesmaximum ist somit der erste österreichweite Sommertag (Tmax 25 °C) registriert worden.

Dicht auf den Fersen…

Auch sehr sommerlich war es in Wien Donaufeld und Langelebarn (NÖ) mit 24,8 Grad, gefolgt von Andau (B) mit 24,6 Grad.
20 Grad wurden heute pro Bundesland zumindest an einer Station erreicht, der Hotspot lag aber eindeutig im Osten bzw. im Südosten des Landes. Punktuell gab es aber auch im Süden fast 25 Grad, wie etwa in St. Andrä/Lavanttal (K) bei 24,4 Grad.

Tageshöchstwerte, Dienstag, 30. März 2021. Quelle: UBIMET/ZAMG
Tageshöchstwerte, Dienstag, 30. März 2021. Quelle: UBIMET/ZAMG

Frühester Sommertag

Den bislang frühesten Sommertag gab es hierzulande am 18.3.2004 in Pottschach-ternitz (NÖ). Im Durchschnitt wird der erste 20er des Jahres Mitte April erreicht.

Zu Ostern kühler

Ab Gründonnerstag stellt sich die Großwetterlage um und der Alpenraum gelangt wieder in eine nordwestliche Höhenströmung. Kühlere und feuchte Luftmassen drücken dann besonders im Norden und Osten Österreichs die Temperaturen. Details dazu in diesem Blog-Beitrag: <