Knappe 35 Grad am Montag mit lokalen Gewittern

Gewitter im Seewinkel aufgenommen aus Wiener Neustadt - Webcam Quelle: https://aviationacademy.panomax.com/

Auch am heutigen Montag war der Osten der Hitze-Hotspot des Landes. Hier wurden vielerorts die 33 oder 34 Grad erreicht. Am heißesten war dabei in Gänserndorf und in Andau mit 34.7 Grad.

Tageshöchstwerte am Montag - UBIMET, ZAMG
Tageshöchstwerte am Montag – UBIMET, ZAMG

Erneut wurde in allen 9 Bundesländern ein weiterer Hitzetag (Tmax größer als 30 Grad) verzeichnet.

Tageshöchstwerte am Montag - UBIMET, ZAMG
Tageshöchstwerte am Montag – UBIMET, ZAMG

Im Laufe der zweiten Tageshälfte bildeten sich aber in der feucht-warmen Luft mehr Gewitter als am Vortag. Vor allem im Westen und Südwesten fielen diese auch kräftig aus!

Blitzverlauf am Montag bis 19:10 Uhr MESZ - nowcast, UBIMET
Blitzverlauf am Montag bis 19:10 Uhr MESZ – nowcast, UBIMET
Gewitter östlich von Innsbruck am Montag um 20 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/
Gewitter östlich von Innsbruck am Montag um 20 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/

 

Titelbild: Gewitter im Seewinkel am Montag, aufgenommen von einer Webcam in Wiener Neustadt – Quelle https://aviationacademy.panomax.com/

Hitze und Gewitter am Sonntag

Gewitterwolke über dem Waldviertel am Sonntag - https://liebenau.panomax.com/

Auch der heutige Sonntag verlief landesweit hochsommerlich heiß. In allen 9 Bundesländern würde die 30-Grad-Marke geknackt, dabei war es besonders im Osten nach wie vor am wärmsten. Spitzenreiter des Tages war Gänserndorf mit 34,5 Grad.

Höchstwerte am Sonntag - UBIMET, ZAMG
Höchstwerte am Sonntag – UBIMET

Im Vorfeld einer schwachen Tiefdruckrinne über Westeuropa wird aber allmählich feuchtere, labil geschichtete Luft herangeführt. Heute waren somit auch erste, isolierte Hitzegewitter unterwegs wie etwa im nördlichen Waldviertel und zwischen dem Südburgenland und der Südsteiermark. In den kommenden Tagen werden Hitzegewitter häufiger.

Blitzverlauf am Sonntag - UBIMET, nowcast
Blitzverlauf am Sonntag – UBIMET, nowcast

 

Titelbild: Gewitterwolke über dem Waldviertel am Sonntag – https://liebenau.panomax.com/

Hitze und kräftige Gewitter

Mit 38.6 Grad an der Wetterstation in Tier geht der bisher heißeste Tag des Jahres langsam zu Ende. Generell stiegen die Temperaturen in der Bundesrepublik heute auf hochsommerliche Werte. An nur wenigen Wetterstationen blieben die Höchstwerte unter 30 Grad.

Tier-Petrisberg 38.6°C
Trier-Zewen 38.2°C
Kahl/Main 37.5°C
Frankfurt/Main 37.5°C
Berlin 37.4°C

Kräftige Hitzegewitter

Begleitet werden diese hohen Temperaturen aber auch von kräftigen Hitzegewitter mit Starkregen und Sturmböen. Vor allem in NRW gingen und gehen auch jetzt noch kräftige Gewitter nieder. So wurde etwa in Birkelbach eine Sturmböe mit 99 km/h gemessen. Aufgrund der langsamen Verlagerung der Gewitter kommt es lokal auch zu großen Regenmengen. Im Nordosten fielen zum Beispiel an der deutsch-polnischen Grenze innerhalb von 30 Minuten 32 Liter Regen.

Weiterhin hochsommerlich heiß

Auch in der neuen Woche ändert sich nur wenig an der Wetterlage. Die Temperaturen bleiben weiterhin auf hochsommerlich heißem Niveau und vor allem am Nachmittag gehen gebietsweise weitere kräftige Hitzegewitter nieder. Aktuelle Warnungen sowie Infos gibt es in unserem Lagebericht.

Titelbild: Offenbach am Main – Deutscher Wetterdienst

34 Grad im Osten, Hitzewelle rollt an

Hitzewelle rollt an

Wenn euch schon zu warm ist, nicht wundern: Die anrollende Hitzewelle – definiert als mindestens drei Tage mit Höchstwerten größer als 30 Grad – macht schon ernst! Spitzenreiter war heute Hohenau in Niederösterreich mit fast 34 Grad, in 8 von 9 Bundesländern wurde zudem am heutigen Freitag ein Hitzetag (Höchstwert größer als 30 Grad) verzeichnet.

Gemessene Höchstwerte am Freitag 07.08. - UBIMET, ZAMG
Gemessene Höchstwerte am Freitag 07.08. – UBIMET, ZAMG
Gemessene Höchstwerte am Freitag 07.08. - UBIMET, ZAMG
Gemessene Höchstwerte am Freitag 07.08. – UBIMET, ZAMG

Eine ziemlich festgefahrene Wetterlage sorgt zudem auch in den kommenden Tagen für andauernde Hitze. Mit Hoch DETLEF über dem Baltikum und einem Hochdruckkeil in der Höhe, der sich von Marokko bis zur Ostsee erstreckt , wird weiterhin heiße Luft aus Nordafrika bis nach Mitteleuropa herangeführt.

Wetterlage am Sonntag 09.08. - UBIMET, ECMWF
Wetterlage am Sonntag 09.08. – UBIMET, ECMWF

Die 30-Grad-Marke wird somit mindestens bis Dienstag über weiten Teilen des Landes täglich erreicht oder übertroffen. Vor allem im Osten sind am Wochenende weiterhin bis zu 34 Grad in Reichweite. Eine nennenswerte Abkühlung ist aus heutiger Sicht laut mittelfristigen, probabilistischen Prognosen nur in etwa 7 Tagen möglich.

Vorhergesagte, maximale Tageshöchstwerte - UBIMET
Vorhergesagte, maximale Tageshöchstwerte – UBIMET

Titelbild: Adobe Stock

36 Grad – morgen heißester Tag des Jahres

Brütende Hitze am Dienstag

Bis dato steht der 10. Juli als bislang heißester Tag des Jahres in den Chroniken, an diesem Tag wurde mit 35,5 Grad in der Wiener Innenstadt auch die höchste Temperatur 2020 gemessen. Im Vorfeld von Tief DANA mit Kern über der Nordsee erreicht uns morgen aber noch heißere Luft, die Temperaturen klettern im Großteil des Landes deutlich über die 30-Grad-Marke.

Tief DANA schaufelt heiße Luft heran.

Die Spitzenwerte liegen am Dienstag im Bereich von 36 oder vereinzelt sogar 37 Grad, die Hitzepole befinden sich dabei in

  • Niederösterreich
  • Wien
  • und dem Nordburgenland

Wer der Hitze entfliehen will, muss hoch hinaus. Denn selbst auf 1.500 m werden rund 25 Grad erreicht, verhältnismäßig frische 13 Grad gibt es in 3.000 m Seehöhe.

Am Abend Unwettergefahr

Im Laufe des Abends werden dann aber neben der Hitze auch heftige Gewitter mehr und mehr die Schlagzeilen bestimmen. Die Kaltfront von Tief DANA ist nämlich nicht weit entfernt, vor der Front herrschen optimale Bedingungen für die Entstehung von Unwettern. Los geht’s am späten Nachmittag bzw. frühen Abend mit ersten kräftigen Hitzegewittern von Vorarlberg bis zur Obersteiermark, im weiteren Verlauf ziehen diese dann nordostwärts aus den Bergen hinaus. Somit muss man sich in den späten Abend- und Nachtstunden auch in Ober- und Niederösterreich auf teils kräftige Gewitter einstellen. Außen vor dürfte dagegen der Süden und Osten bleiben.

Hier die Unwettergefahr für morgen skizziert:

Große Gewittergefahr am Dienstag.

Markant dürfte aber auch der Wind werden: Mit Durchzug der Gewitter sowie in deren Vorfeld frischt vom Innviertel bis in den Großraum Wien kräftiger bis stürmischer Westwind auf.

Kurze Abkühlung am Mittwoch

Am Mittwoch liegt die Kaltfront dann genau über den Alpen, aus der Nacht heraus regnet es von Vorarlberg bis ins östliche Flachland schauerartig. Rasch wird es hier aber schon wieder sonnig, am Nachmittag sind von Osttirol bis ins Südburgenland noch einmal kräftige Gewitter zu erwarten. Hier wird es mit bis zu 30 Grad auch am wärmsten, sonst kühlt es auf 22 bis 28 Grad ab.

Diese Abkühlung ist aber nur von kurzer Dauer, denn schon am Donnerstag erreicht uns ein neuer Schwall heißer Luft aus Südwesteuropa. 25 bis 32 Grad werden erreicht, wobei die 30-Grad-Marke im Inntal sowie im lokal auch im östlichen Flachland geknackt wird.

Noch heißer dürfte aus heutiger Sicht der Freitag werden, die Temperaturen klettern auf 28 bis 35 Grad. Der Hitzepol wird dabei im Westen des Landes sein.

35 Grad: Freitag kurz Hitze, Samstag markante Abkühlung

Zweigeteiltes Wetter. © Adobe Stock

Bis zu 35 Grad am Freitag

Eine Woche nach den Kindern und Jugendlichen Osten starten am Freitag nun auch die restlichen Schüler in die Ferien, das Wetter hierzu könnte kaum sommerlicher ausfallen. An der Vorderseite des Ex-Tropensturms Edouard mit Kern über Deutschland erreichen nämlich sehr heiße Luftmassen unser Land.

Eine Kaltfront erfasst Österreich

Somit klettern die Temperaturen erstmals in diesem Jahr in jedem Bundesland auf 30 Grad oder mehr. Die Hitzepole werden dabei Wien, Niederösterreich und das Burgenland sein, hier werden schweißtreibende 35 Grad erreicht. Der Freitag wird zudem als bislang heißester Tag des Jahres 2020 in die Bilanz eingehen, bis dato liegt die Wiener Innenstadt mit 32,9 Grad am 28. Juni noch an der Spitze.

Am Freitag wird es sehr heiß.

Die Hitze ist jedoch nicht gekommen, um zu bleiben. Schon im Laufe des Freitags bilden sich von Vorarlberg bis in die Obersteiermark vermehrt teils kräftige Gewitter, sie kündigen die nahende Kaltfront von EDOUARD an.

Samstag Temperatursturz

Die Kaltfront erfasst am Samstag weite Teile Österreichs mit kräftigem Regen, die sommerlichen Temperaturen werden Richtung Balkan abgedrängt. So kommen die Höchstwerte nicht mehr über 16 bis 26 Grad hinaus, die 26 Grad gibt es aber auch nur noch im äußersten Osten und Südosten am Vormittag. Im Vergleich zum Freitag stürzen die Temperaturen also um rund 10 bis 15 Grad ab. Im Laufe des Tages verlagert sich die Front samt Regen und Gewittern in den Osten und Südosten des Landes, von Bregenz bis Linz kommt hinter der Kaltfront am Nachmittag sogar noch zeitweise die Sonne zum Vorschein.

Große Regenmengen kommen an der Alpennordseite zusammen.

Sommerwetter auch bei zweitem Formel 1-Rennen

Bedingt durch die Corona-Pandemie findet auch das zweite Rennen der Formel-1-Saison in Österreich statt, am kommenden Sonntag präsentiert sich die Obersteiermark neuerlich von ihrer sommerlichen Seite. Die Front ist mittlerweile über Osteuropa zum Liegen gekommen, ein Ableger des Azorenhochs sorgt nicht nur in Spielberg für überwiegend sonnige Bedingungen.

Hochdruckeinfluss am Sonntag

Sich bildende Quellwolken im Tagesverlauf stören dabei weder das Renngeschehen noch Freizeitaktivitäten jeglicher Art. Mit 21 bis 28 Grad wird es zudem schon wieder deutlich wärmer.

Kräftiges Hoch zum Wochenstart

Das Hoch vom Sonntag beschert uns dann auch zu Beginn der neuen Woche oftmals sonniges und angenehm warmes Ferienwetter. Am Montag werden z.B. 18 bis 25 Grad erreicht, am Dienstag 22 bis 29 Grad. Ob es dann im weiteren Verlauf der Woche mit stabilem Sommerwetter weitergeht, Gewitter mitmischen oder gar ein Tief über Osteuropa in unser Wetter eingreift, ist derzeit noch nicht vorhersagbar.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Hitzewelle in Skandinavien

Während über Mitteleuropa Höhentiefs in den ersten Juniwochen für eher mäßig warmes Wetter sorgten, herrschten über Skandinavien mächtige Hochdruckgebiete. Aufgrund der langen Tage um die Sonnenwende herum konnte sich die Luft auch im hohen Norden gut aufheizen und führte zu  ungewöhnlich warmen Tagen.

Hitze durch Hoch UTZ

Hoch UTZ liegt am Dienstag über Norddeutschland, verlagert sich aber in den Folgetagen nach Skandinavien. Mit dem Hoch wird aus Südwesteuropa auch sehr warme Höhenluft, die den Westen und Norden von Deutschland streift, nach Skandinavien geführt.

Somit stellt sich bis einschließlich Wochenende eine ungewöhnlich massive Hitzewelle in Skandinavien ein. Dabei sind abseits der kühlen Ostseeküste verbreitet Höchstwerte um die 30 Grad zu erwarten. Am Donnerstag sind sogar Spitzenwerte um die 35 Grad möglich. Neue Hitzerekorde sind aber weder in Schweden (Rekord: 38 Grad) noch in Finnland (37,2 Grad) zu erwarten.

Kommende Woche wieder durchschnittliche Temperaturen

In der neuen Woche wird das Hoch UTZ dann von Tiefdruckgebieten abgelöst und die Hitze geht in ganz Skandinavien zu Ende. Dabei pendeln sich die Temperaturen auf einen für die Jahreszeit durchschnittlichen Wert ein.

Ensemble-Prognose bis 8. Juli für Stockholm

Die Grafik zeigt die durchschnittliche Temperatur in rund 1500 m Höhe (dicker roter Strich) und die Ensemble-Prognose für Stockholm. Dabei erkennt man die deutlich zu hohen Temperaturen bis zum Wochenende und dann den deutlichen Abfall in den Normalbereich.

Titelbild: Adobe Stock

Erste Hitzewelle in Sicht

In den vergangenen Tagen sorgten mehrere Höhentiefs und quer über das Land verlaufende Luftmassengrenzen vielerorts für Gewitter und Starkregen. So auch am Donnerstag:

Niederschlagssumme am Donnerstag

Die Luftmassengrenze und auch die kleinräumigen Höhentiefs werden nun aber nach Osten abgedrängt. Gerade am Freitag und Freitagnacht sind aber im Ostseeumfeld nochmals größere Regenmengen zu erwarten. Vergangene Nacht lag die Luftmassengrenze noch über Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und auch ein kleinräumiges Tief über dem Allgäu brachte größere Regenmengen:

Niederschlagssumme am Freitag

Hoch UTZ setzt sich langsam durch

Am Wochenende breitet sich Hoch UTZ aus Südwesteuropa langsam nach Deutschland aus. Somit stellt sich im Großteil des Landes schon freundliches Wetter ein mit Temperaturen um die 25 Grad. Lediglich im Ostseeumfeld sowie im Süden ziehen noch ein paar Schauer und Gewitter durch. Zu Wochenbeginn zieht dann nochmals ein schwache Front durch, die aber nur örtlich für Schauer sorgt.

Ab Dienstag kommt die Hitze

Ab Dienstag setzt sich dann das Hoch über Mitteleuropa fest und es wird hochsommerlich heiß. Von Südwesten her breitet sich dann die Hitze bis zur Wochenmitte auf das ganze Land aus und dann werden verbreitet Höchstwerte zwischen 30 und 35 Grad erreicht.

Wetterlage zur Wochenmitte

Zudem dominiert überall der Sonnenschein und es bleibt trocken. Erst zum letzten Juniwochenende hin steigt dann die Gewittergefahr wieder an, dabei kann es in der aufgeheizten Luft durchaus zu Unwettern kommen.

Titelbild: Adobe Stock

30 Grad feiern heute Premiere

Hitze im Sommer

Bis zum heutigen Tag wurden die 30 Grad in Deutschland zwar schon das eine oder andere Mal in Angriff genommen, geknackt wurde die magische Sommer-Marke aber noch nicht.

So sind diese drei Wetterstationen noch immer die Spitzenreiter im Jahr 2020, wenn es um die höchste gemessene Temperatur geht:

  1. Lingen (Niedersachsen) mit 29,4 Grad (21.05.2020)
  2. Kleve (NRW) mit 29,0 Grad (22.05.2020)
  3. Rheinfelden (Baden-Württemberg) 28,9 Grad (22.05.2020)

Ein Ableger von Hoch STEFFEN mit Kern über der Nordsee sorgt heute aber für nahezu ungetrübten Sonnenschein und sehr warme Luftmassen, beste Bedingungen für das Erreichen der 30 Grad.

Frontenkarte für Dienstag, 02.06.2020 um 14 Uhr MESZ

In den kommenden Stunden steigen die Temperaturen kräftig an und erreichen im Laufe des Nachmittags meist 23 bis 30 Grad, nur an den Küsten sowie in höheren Lagen der Mittelgebirge bleibt es etwas kühler.

Hier haben wir mal die Höchstwerte vom heutigen Tag auf der Deutschland-Karte aufgetragen. Die 30 Grad werden wohl am ehesten in den Flusstälern des Westens bzw. Südwestens fallen, also z.B. entlang von Rhein, Mosel und Neckar.

Lokal heute 30 Grad im Westen des Landes.

Sieht man sich den Termin des ersten „30ers“ der vergangenen Jahre an, so fällt auf, dass wir heuer verhältnismäßig spät dran sind. Vor einem Jahr war es auch am 02. Juni so weit, oft aber schon im Mai oder sogar im April. Nur anno 2013 hieß es noch länger warten – nämlich bis zum 13. Juni.

Jahr Datum Station Bundesland Temperatur
2011 07.05. Geldern-Walbeck NRW 30,0 Grad
2012 28.04. Kitzingen Bayern 32,9 Grad
2013 13.06. Rheinfelden Baden-Württemberg 30,4 Grad
2014 21.05. Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 30,3 Grad
2015 12.05. Ohlsbach Baden-Württemberg 31,3 Grad
2016 22.05. Jena Thüringen 31,4 Grad
2017 17.05. Geilenkirchen NRW 31,1 Grad
2018 22.04. Ohlsbach Baden-Württemberg 30,4 Grad
2019 02.06. Geldern-Walbeck NRW 32,9 Grad
2020 02.06. (?) ??? ??? ???

 

In den vergangenen Jahren gibt es bedingt durch den Klimawandel einen eindeutigen Trend hin zu immer mehr Hitzetagen – völlig unabhängig vom Zeitpunkt des ersten 30ers im jeweiligen Jahr.

So waren die Jahre 2019 und 2018 jene mit den meisten Hitzetagen im Deutschlandmittel seit Beginn der Wetteraufzeichungen, und das, obwohl im Vorjahr erst sechs Wochen nach der Premiere 2018 die 30 Grad geknackt wurden.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Bis zu 43 Grad: Erste Hitzewelle in Südosteuropa

Seit Freitag stöhnen die Menschen vom Süden Italiens über Griechenland bis Zypern und in die Türkei unter sengender Hitze. Verantwortlich für den Vorstoß der außergewöhnlich heißen Luft von der Sahara Richtung Mittelmeerraum ist ein Tief, welches sich von der Iberischen Halbinsel bis auf die Höhe von Sardinien verlagert hat. An dessen Vorderseite wird eben sehr heiße und trockene Wüstenluft angezapft und nach Norden gelenkt.

Ein Tief über der Iberischen Halbinsel zapft heiße Luft aus der Sahara an, inzwischen liegt es über Italien.

 

Neuer Monatsrekord in Athen

Wie außergewöhnlich eine solche Luftmasse Mitte Mai selbst in solch hitzegewöhnten Regionen ist, lässt sich anhand folgender Grafik gut erkennen. Sie zeigt die Entwicklung der Temperatur in rund 1500 m Seehöhe – für uns Meteorologen ist diese immer ein wichtiger Indikator, wie warm es dann auch am Boden wird. Als Faustregel gilt hierbei: Temperatur in 1500 m plus 15 Grad = Temperatur im Flachland.

Normalerweise pendeln die Temperaturen in 1500 m zu dieser Jahreszeit in Athen bei rund 12 oder 13 Grad. Bis Donnerstag werden aber rund 25 Grad erreicht, erst dann folgt eine Rückkehr zu jahreszeitlich „normalen“ Temperaturen.

Die Luftmassen sind 10 bis 15 Grad wärmer als normal.

Zählt man zu diesen 25 Grad wie oben beschrieben rund 15 Grad hinzu, so kommt man auf eine Höchsttemperatur von 40 Grad im Schatten. Diese wurde in Athen bisher zwar nicht erreicht, aber am Wochenende wurden jeweils 38 Grad als Höchsttemperatur gemessen. Damit wurde der bisherige Mairekord von 36,7 Grad bereits deutlich übertroffen.

Der Mairekord für Athen dürfte ziemlich sicher fallen.

43 Grad in Antalya

Nicht nur die griechische Hauptstadt ächzt unter der Hitze, in Palermo auf Sizilien wurden ebenso wie auf Kreta oder der Halbinsel Peloponnes 40 Grad gemessen. Auf Zypern waren es hingegen bis zu 43 Grad, genauso wie mancherorts in der Türkei. So wurden am gestrigen Sonntag beispielsweise auch in Antalya und damit in der normalerweise um diese Zeit bereits gut von Urlaubern bevölkerten Strandregion um Belek und Side 43 Grad im Schatten gemessen.

In Italien ist die große Hitze durch die Annäherung des verursachenden Tiefs inzwischen wieder beendet, weiter nach Osten hält die Hitzewelle jedoch noch bis Mitte der Woche an.

 

40 Grad: Erste markante Hitzewelle in Südeuropa

Verantwortlich für den Vorstoß der außergewöhnlich heißen Luft von der Sahara Richtung Mittelmeerraum ist ein Tief über der Iberischen Halbinsel. An dessen Vorderseite wird in den kommenden Tagen eben sehr heiße und trockene Wüstenluft angezapft und nach Norden gelenkt.

Ein Tief über der Iberischen Halbinsel zapft heiße Luft aus der Sahara an.

Wie außergewöhnlich eine solche Luftmasse Mitte Mai selbst in hitzegewöhnten Regionen wie Sizilien oder Griechenland ist, lässt sich anhand folgender Grafik gut erkennen. Sie zeigt die Entwicklung der Temperatur in rund 1500 m Seehöhe – für uns Meteorologen ist diese immer ein wichtiger Indikator, wie warm es dann auch am Boden wird. Als Faustregel gilt hierbei: Temperatur in 1500 m plus 15 Grad = Temperatur im Flachland.

Normalerweise pendeln die Temperaturen in 1500 m zu dieser Jahreszeit in Athen bei rund 12 oder 13 Grad. Bis in die neue Woche hinein werden aber rund 25 Grad gemessen, erst dann folgt eine Rückkehr zu jahreszeitlich „normalen“ Temperaturen.

Die Luftmassen sind 10 bis 15 Grad wärmer als normal.

Zählt man zu diesen 25 Grad wie oben beschrieben rund 15 Grad hinzu, so kommt man auf eine Höchsttemperatur von 40 Grad im Schatten. Und das ist auch genau jene Temperatur, die der griechischen Hauptstadt bevorsteht. Damit ist eines so gut wie sicher: Der bisherige Mairekord von 36,7 Grad wird in Athen fallen, wahrscheinlich sogar deutlich übertroffen!

Der Mairekord für Athen dürfte ziemlich sicher fallen.

Doch nicht nur Athen ist betroffen, praktisch ganz Griechenland steht vor einer markanten Hitzewelle. Daneben sind auch im Süden Italiens, in Albanien, Nordmakedonien, Bulgarien und in der Türkei Höchstwerte von 35 bis 40 Grad zu erwarten. Besonders in der Türkei sind im Hinterland sogar lokal 45 Grad möglich!

Neben der Heißluft erreichen auch größere Mengen Saharastaub den Süden Europas. Da es keinen Niederschlag gibt, wird dieser aber nicht ausgewaschen sondern dürfte nur für einen milchigen Himmel sorgen.

Auch Saharastaub wird mit der Heißluft nach Norden gelenkt.

Quelle Titelbild: pixabay

Sommerwetter mit Abstrichen

Sommer und Gewitter

Nach zwei unterkühlten und teils nassen Tagen macht sich von Westen her ein Hoch bemerkbar.  Somit dominiert in den meisten Landesteilen der Sonnenschein. Nur vom Mühl- und Waldviertel über die Obersteiermark bis nach Kärnten und die südliche Steiermark ziehen noch mehr Wolken und einzelne Schauer und Gewitter durch.

Niederschlagsmengen am Samstag mit den gemessenen Spitzenwerten pro Bundesland
Niederschlagsmengen am Samstag mit den gemessenen Spitzenwerten pro Bundesland
Blitzverteilung am Samstag
Blitzverteilung am Samstag

Es geht bergauf

Am Montag nähern sich die Temperaturen schon der 30-Grad-Marke an, dazu scheint zeitweise die Sonne. Ganz beständig verläuft aber auch der Wochenbeginn nicht, in Nordtirol und Salzburg kommt es am Nachmittag zu Schauern, in Osttirol und Kärnten sind am Abend einzelne Gewitter zu erwarten. Am Dienstag setzt sich das warme Sommerwetter fort, im Donauraum und im Osten liegen die Höchstwerte um die 30 Grad. Im Bergland hingegen wird es schwülwarm und zunehmend gewittrig. Lokal können die Gewitter auch schon kräftig ausfallen.

Zur Wochenmitte Hitze und Unwetter

Der Mittwoch verläuft Im Osten und Südosten dann heiß mit Höchstwerten von 30 bis 34 Grad. Im Westen bilden sich hingegen im Tagesverlauf kräftige Gewitter, die sich bis zum späten Abend auf den Großteil des Landes ausbreiten, nur von Unterkärnten bis zum Neusiedler See bleibt es noch freundlich. Die Gewitter können dann unwetterartig ausfallen, Starkregen, großer Hagel und Sturm sind möglich.

Der Donnerstag verläuft dann unbeständig und nass, am Freitag setzt sich wieder Sommerwetter durch und zum kommenden Wochenende deutet sich heißes Sommerwetter an.

Titelbild: StockAdobe

40 Grad am Donnerstag – fällt der Hitzerekord?

Am Donnerstag werden bis zu 40 Grad erreicht.

Schon am gestrigen Montag war es vor allem in der Südhälfte heiß, Spitzenreiter war Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz mit 32,6 Grad. Auf der folgenden Karte seht ihr, wo es gestern einen Sommertag (gelb, Höchstwert 25 Grad oder mehr) oder schon einen Tropentag (rot, Höchstwert über 30 Grad) gab.

Bereits am Montag war es hochsommerlich heiß.
Bereits am Montag war es hochsommerlich heiß.

Doch das war nur der Auftakt! Am heutigen Dienstag sind entlang des Rheins und westlich davon bereits 35 oder 36 Grad zu erwarten. Am Mittwoch sind in den gleichen Regionen 38, vereinzelt auch 39 Grad möglich!

Höhepunkt Donnerstag

Und dann kommt der Donnerstag, der möglicherweise einen Eintrag in die klimatologischen Geschichtsbücher findet. Auf der folgenden Karte seht ihr die Abweichung der Temperatur in rund 1600 m Höhe in der Nacht von Donnerstag zum Freitag. Wir sehen extreme Abweichungen von 13 bis 16 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel, der Norden Frankreichs, die Benelux-Länder und der Westen Deutschlands sind der Hotspot Europas.

Hitzeblase über Westeuropa am Donnerstag.
Hitzeblase über Westeuropa am Donnerstag.

Am späten Nachmittag nähern wir uns dann langsam der 40-Grad-Marke. Vereinzelt und für kurze Zeit könnte diese beispielsweise im Münsterland, am Niederrhein oder auch entlang der Mosel geknackt werden. Und dann bewegen wir uns im Bereich des Allzeitrekords für die Bundesrepublik!

Vor allem im Westen des Landes rücken die 40 Grad in Reichweite.
Vor allem im Westen des Landes rücken die 40 Grad in Reichweite.

Kitzingen auf Platz 1

Bis dato gehören 40 Grad in Deutschland noch zur absoluten Ausnahme. Den Hitzerekord hält Kitzingen in Unterfranken mit 40,3 Grad, aufgestellt gleich zweimal: Am 05.07. und am 07.08.2015.

Hier mal eine Übersicht aller Wetterstationen, die bislang die 40 Grad knacken konnten:

  1. 40,3 Grad in Kitzingen (2015)
  2. 40,2 Grad in Karlsruhe, Bad Mergentheim und Freiburg (2003/2015)
  3. 40,1 Grad in Weilerswist-Lommersum (2003)
  4. 40,0 Grad in Perl-Besch und Kösching (2003/1983)

Es bleibt also spannend, wir bleiben für euch am Ball!

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Samstag Unwettergefahr, dann Hitzewelle mit bis zu 39 Grad

Auf Unwetter am Samstag folgt kommende Woche große Hitze.

Schauen wir zunächst kurz auf die morgige Wetterlage: Tief THEO liegt über der Nordsee nahe Schottland. Deutschland befindet sich an dessen Vorderseite, der rote Pfeil signalisiert, dass heiße Luft aus dem Südwesten zu uns strömt. Von Westen her kommt aber schon die Kaltfront (mit den schwarzen Zacken) näher. Im Vorfeld der Front steigt somit die Gewittergefahr deutlich an!

Heftige Gewitter entwickeln sich am Samstag.
Heftige Gewitter entwickeln sich am Samstag.

Nachfolgend könnt ihr grob sehen, wo wir morgen mit den heftigsten Gewittern rechnen. Los geht es ab etwa Mittag im äußersten Westen, im Laufe des Nachmittags breiten sich die heftigen Gewitter ostwärts aus. Abends wird es dann auch in den neuen Bundesländern spannend. Im roten und violetten Bereich ist die Luftschichtung nicht nur sehr labil, auch die sog. Scherung ist gut ausgeprägt. Rechnet hier mit der ganzen Palette an Begleiterscheinungen von Gewittern:

  • kräftiger Regen
  • Hagel
  • schwere Sturmböen
  • selbst Tornados nicht ausgeschlossen!
Hier ist die Unwettergefahr am Samstag besonders hoch.
Hier ist die Unwettergefahr am Samstag besonders hoch.

Nach den Gewittern kommt Hitze

In den Folgetagen wird es von Tag zu Tag heißer. Nachfolgend haben wir für euch die erwarteten Höchsttemperaturen in Deutschland zum voraussichtlichen Höhepunkt der Hitzewelle (Mittwoch+Donnerstag). Natürlich kann sich da in den kommenden Tagen noch ein wenig ändern, was Timing und genaue Werte angeht. Aber dass die Hitze kommt, ist sicher!

Am Mittwoch werden mit Ausnahme der Mittelgebirgs-Hochlagen und dem Küstenumfeld von Nord- und Ostsee schon 30 Grad erreicht. Hitzepole dürfte dabei der Westen und Südwesten sein, vom Münsterland hinab bis zum Bodensee und westlich davon sind bereits 33 bis 37 Grad zu erwarten.

Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.

Am Donnerstag steigert sich die Hitze aus heutiger Sicht noch etwas. Lässt man die Küsten von Nord- und Ostee außen vor klettern die Temperaturen fast überall über die 30-Grad-Marke. Sengende Hitze mit 34 bis 39 Grad gibt es wieder von NRW bis nach Baden-Württemberg.

Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.

Zusätzlich zur Hitze tagsüber stehen vor allem den Ballungsräumen auch nachts sehr hohe Temperaturen bevor. Sinkt die Temperatur nicht unter 20 Grad, spricht man von einer Tropennacht. Und genau solche Nächte kündigen sich kommende Woche an, im Rhein-Main- sowie im Ruhrgebiet könnten sich sogar Tiefstwerte von rund 25 Grad einstellen!

Die Hitzewelle dürfte aus heutiger Sicht erst Richtung nächstes Wochenende von Westen her beendet werden.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Hitze im Büro? Fünf ultimative Tipps zur Abkühlung!

Auch im Büro kann die Hitze zu schaffen machen.

1. Früher ins Büro

Könnt ihr eure Arbeitszeiten selbst und flexibel einteilen? Dann versucht doch mal an heißen Sommertagen früher ins Büro zu gehen. In den Morgenstunden herrschen meist noch kühlere Temperaturen, die sich für konzentriertes Arbeiten sehr gut eignen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr früher Feierabend machen könnt und euch bereits am späten Nachmittag im Badesee oder Schwimmbad abkühlen könnt.

2. Richtiges Lüften

Um zu vermeiden, dass die Luft im Büro tagsüber die gleichen Temperaturen erreicht wie die immer heißer werdende Außenluft gibt es einen einfachen Trick: Lüftet das Büro schon über Nacht oder in den frühen Morgenstunden, wenn es noch kühler ist. Sobald die Luft draußen wärmer wird oder die Sonnenstrahlen durch euer Fenster scheinen, solltet ihr alle Fenster bzw. Türen schließen, da es sonst auch im Büro immer wärmer wird. Außerdem verhindern geschlossene Jalousien und Rollläden, dass es sich im Raum weiter aufheizt.

3. Feuchte Abkühlung

Frisches Wasser kann nicht nur von innen, sondern auch äußerlich abkühlen. Für eine schnelle Hitze-Entlastung sorgt beispielsweise kaltes Wasser, das ihr über eure Handgelenke fließen lasst. Was auch Wunder bewirken kann, ist ein feuchter Waschlappen auf den Unterarmen. So werden nämlich die Hauptschlagadern und somit indirekt der gesamte Körper gekühlt.

4. Versteckte Wärmequellen

Nicht nur von außen dringt heiße Luft ins Büro, auch im Raum selbst gibt es versteckte Wärmequellen, die für ein Aufheizen der Raumluft sorgen. Viele elektronische Geräte strahlen Wärme aus, wenn sie eingeschaltet sind. Unser Tipp daher: Geräte, die gerade nicht benötigt werden, ausschalten!

5. Luftige Kleidung

Auch lockere Sommerkleidung kann einiges bewirken. Jackett und Krawatte beispielsweise verhindern die Luftzirkulation am Körper. Leichte, luftige Sommerkleidung aus Naturfasern dagegen verringert den Wärmestau, und verhindert damit auch starkes Schwitzen. Achtet außerdem darauf zu hellen Farben und hochwertigen Stoffen zu greifen, welche die Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Kommende Woche Rückkehr der 30 Grad

Die Hitze mit mehr als 30 Grad kommt zurück.

Kräftige Gewitter am Freitag, wechselhaftes Wochenende

Am Freitag gingen teils kräftige Gewitter nieder, rund 21.000 Blitze wurden am Himmel über Österreich gezählt. Am stärksten betroffen waren dabei die Steiermark, Oberösterreich und Vorarlberg. Neben kleinkörnigem Hagel kamen örtlich große Regenmengen zusammen, 37 l/m² prasselten am gestrigen Tag in Sulzberg vom Himmel. Auch der Samstag und Sonntag stehen noch im Zeichen von schaueranfälligem und etwas zu kühlem Sommerwetter, lokale Gewitter sind ebenfalls wieder einzuplanen. Unwettergefahr besteht am Wochenende aber nicht mehr.

Der Trend geht nach oben

In der neuen Woche stellen sich nicht nur häufig sonnige Verhältnisse ein, auch die Temperaturen beginnen wieder sukzessive zu steigen. Am Montag erwarten uns noch leicht unterdurchschnittliche 19 bis 26 Grad, am Mittwoch liegen die Höchstwerte dann schon zwischen 21 und 29 Grad. Auch die 30-Grad-Marke rückt wieder ins Visier, sie dürfte nach derzeitigem Stand am Freitag erstmals seit knapp zwei Wochen wieder geknackt werden. Ein erster, vorsichtiger Ausblick auf das kommende Wochenende deutet sogar mit Temperaturen bis zu 36 Grad große Hitze an.

Es wird sukzessive wärmer.
Es wird sukzessive wärmer.

Himmelsspektakel Dienstagnacht

Auch für alle Hobbyastronomen hat die neue Woche spannendes zu bieten. Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch lässt sich nämlich in Österreich eine partielle Mondfinsternis beobachten. Bei einer solchen Mondfinsternis tritt der Mond zumindest teilweise in den Kernschatten ein, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen.

Die Beobachtungschancen stehen im ganzen Land ausgezeichnet, meist ist der Himmel nämlich sternenklar oder nur gering bewölkt. Zunächst tritt der Mond um 20:43 Uhr in den Halbschatten der Erde ein, ehe er zwischen 22:01 und 00:59 Uhr teilweise in den Kernschatten der Erde eintaucht. Die maximale Verdunkelung findet um 23:30 Uhr statt, die Mondfinsternis endet schließlich um 02:17 Uhr.

Eckdaten für Wien (für andere Orte betragen die Abweichungen nur wenige Minuten):

  • 20:43 Uhr – Beginn der Halbschattenfinsternis
  • 22:01 Uhr – Partielle Finsternis beginnt
  • 23:30 Uhr – Höhepunkt der Mondfinsternis
  • 00:59 Uhr – Partielle Finsternis endet
  • 02:17 Uhr – Ende der Halbschattenfinsternis

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Hitze bis zu 38 Grad: Rekorde fallen

Die Hitzewelle bringt Temperaturen bis zu 38 Grad!

Für Juni kündigen sich wirklich extreme Höchstwerte an, die Temperaturen steigen am Mittwoch vereinzelt auf bis zu 38 Grad! Was diese Hitzewelle bemerkenswert macht, ist der Umstand, dass sie ungewöhnlich früh im Jahr kommt. Üblicherweise werden die heißesten Tage nämlich erst im Laufe des Julis und in der ersten Augusthälfte registriert.

Die Wetterlage ist auf dem folgenden Bild gut zu erkennen. Die extrem heiße Luft (dargestellt in den Farbtönen violett/pink) strömt von der Wüste Algeriens über das westliche Mittelmeer bis nach Frankreich, Deutschland, in die Schweiz und eben auch nach Österreich:

Aus Afrika kommt heiße Luft zu uns.
Aus Afrika kommt heiße Luft zu uns.

Hier mal eine repräsentative Auswahl jener Orte, an denen in den kommenden Tagen der Junirekord aller Voraussicht nach eingestellt oder sogar übertroffen wird:

Ort (Bundesland) bisheriger Junirekord
Feldkirch (Vorarlberg) 36,0 Grad
Bludenz (Vorarlberg) 36,1 Grad
Landeck (Tirol) 35,0 Grad
Innsbruck-Uni (Tirol) 35,7 Grad
Kufstein (Tirol) 35,8 Grad
Lienz (Tirol) 35,0 Grad
Bischofshofen (Salzburg) 34,7 Grad
St. Johann im Pongau (Salzburg) 34,6 Grad
Tamsweg (Salzburg) 33,5 Grad
Dellach im Drautal (Kärnten) 33,9 Grad
Villach (Kärnten) 35,3 Grad
Feldkirchen (Kärnten) 34,4 Grad

 

Nach Norden und Osten zu liegen einerseits die Junirekorde höher als im Westen und Süden, andererseits wird es hier in den nächsten Tagen auch nicht ganz so heiß. So sind etwa die 36,5 Grad in Wien ebenso wenig in Gefahr wie die 36,1 Grad in Eisenstadt. Auch der österreichweite Rekord ist wohl außer Reichweite, er liegt bei 38,6 Grad in Waidhofen/Ybbs.

Bundesland Junirekord bislang (Ort)
Wien 37,7 Grad (Innere Stadt)
Niederösterreich 38,6 Grad (Waidhofen/Ybbs)
Burgenland 37,4 Grad (Neusiedl/See)
Oberösterreich 36,7 Grad (Weyer)
Steiermark 38,1 Grad (Altenberg bei Hartberg)
Kärnten 36,0 Grad (Döllach)
Salzburg 35,8 Grad (Salzburg-Freisaal)
Tirol 36,6 Grad (Imst)
Vorarlberg 36,1 Grad (Bludenz)
  • in ROT markiert: Junirekord in Gefahr

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Hitze: 7 Tricks für eine kühle Wohnung!

Ventilatoren schaffen bei der Hitze Linderung.

1. Fenster schließen und Jalousien runter

Sehr früh am Morgen ist die beste Zeit zum Lüften und dabei Wohnung oder Haus etwas abzukühlen. Den Rest des Tages solltet ihr es hingegen vermeiden die Fenster zu öffnen, ganz besonders in den Nachmittags- und Abendstunden. Dadurch würde nämlich nur aufgeheizte Luft in die Wohnung gelangen. Zusätzlich ist es sehr hilfreich, wenn man eine Markise, Rollladen oder Jalousien verwendet. Letztere funktionieren aber meist nur dann gut, wenn sie außerhalb der Fenster angebracht sind.

2. Zugluft in der Wohnung

Die Fenster sollten so geöffnet werden, dass in der Wohnung Zugluft aufkommt. Das Fenster, durch das die Luft in die Wohnung gelangt, sollte nur wenig geöffnet werden. Das Fenster, durch das die Luft wieder herausströmt, sollte hingegen vollständig geöffnet werden. Im Idealfall befindet sich ersteres auf der Innenhofseite und letzteres auf der Straßenseite. Beachtet aber auch das Timing (siehe Tipp Nr. 1)!

3. Vorhänge anfeuchten

Vielleicht kennt ihr diesen Trick noch nicht: Feuchtet während der kühlsten Tageszeit eure Vorhänge an und sorgt für Zugluft in der Wohnung. Wenn kein Wind geht, könnt ihr auch einen Ventilator dafür verwenden. Ihr werdet spüren, dass sich der Raum abkühlt.

4. In der Nacht Pflanzen gießen

Die Vegetation kann auch dabei helfen, das Haus abzukühlen. Besonders wenn ihr zahlreiche Pflanzen in der Wohnung habt, solltet ihr diese in der Nacht und in den frühen Morgenstunden gießen. Wenn man dann lüftet, hilft die Feuchtigkeit der Erde dabei die hineinkommende Luft etwas abzukühlen.

5. Elektrische Geräte abschalten

Obwohl wir es manchmal nicht direkt bemerken, heizen viele elektrische Geräte zusätzlich den Raum auf. Den Kühlschrank könnt ihr zwar nicht abschalten, allerdings gibt es andere Geräte auf die man durchaus verzichten kann: Beispielsweise Staubsauger, Computer oder auch Fernseher.

6. LEDs statt Glühbirnen

Glühbirnen wandeln etwa 90% der verbrauchten, elektrischen Energie in fühlbare Wärme um. Wer noch welche angebracht hat, sollte sie mit LED-Lampen ersetzen. Dann könnt ihr euch nicht nur auf ein kühleres Haus, sondern auch auf eine billigere Stromrechnung freuen.

7. Bettwäsche kühlen

In den meisten Wohnungen gibt es Zimmer, die kühler sind als andere. Entweder dank einer besseren Isolierung oder einfach wegen der Orientierung. Bringt die Bettwäsche in das kühlste Zimmer und lasst sie dort, bis ihr wieder ins Bett geht. Wenn ihr alle diese Tipps beachtet und trotzdem noch unter der Hitze leidet, dann könnt ihr auch probieren, selbst eine Klimaanlage zu basteln! Das folgende Video erklärt wie es geht:

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Hitze: Juni 2019 auf Rekordkurs

Badewetter - pixabay.com

Hitzejuni 2003 in Reichweite

Der Juni 2003 leitete den sogenannten Jahrhundertsommer in Europa ein, er war mit einer Abweichung von +4,3 Grad zum langjährigen Mittel der bis dato wärmste Juni der Messgeschichte Österreichs. Der Juni in diesem Jahr ist aber auf dem besten Weg, diese Spitzenposition anzugreifen. Zur Monatshälfte liegen wir nämlich mehr als 4,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Die kommenden zwei Wochen entscheiden nun darüber, ob Platz eins ins Wanken gerät. Zumindest Platz zwei oder drei in der ewigen Bestenliste scheinen dem Juni 2019 aber schon so gut wie sicher zu sein, dort befinden sich die Jahre 2017 und 1811. Bei den Landeshauptstädten hat bis dato St. Pölten die Nase vorne, 5,4 Grad war die erste Junihälfte hier zu warm.

Temperaturabweichungen Landeshauptstädte im Juni 2019:

Stadt Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019 Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019 (1981-2010) Abweichung in Grad
Wien 23,5°C 18,3°C +5,2
St. Pölten 22,9°C 17,5°C +5,4
Eisenstadt 23,1°C 18,2°C +4,9
Graz 22,5°C 18,0°C +4,5
Linz 23,0°C 17,7°C +5,3
Klagenfurt 21,4°C 17,3°C +4,1
Salzburg 21,4°C 16,8°C +4,6
Innsbruck 21,8°C 17,2°C +4,6
Bregenz 19,4°C 16,6°C +2,8

Verbreitet zu trocken

In der ersten Monatshälfte blieb zudem flächendeckender Regen mit Ausnahme Vorarlbergs komplett aus, Regenschauer und Gewitter sorgten nur sehr lokal für größere Regenmengen. Mit 95 l/m² ist Fischbach in der Steiermark der nasseste Ort des Landes, rund 71% des durchschnittlichen Monatsniederschlags sind hier durch Gewitter schon zusammengekommen. Dem gegenüber stehen aber zahlreiche Orte, die nahezu komplett trockene zwei Wochen hinter sich haben. In Eisenstadt summierte sich nur 1 Liter pro Quadratmeter auf, keinen einzigen Tropfen Regen gab es bislang in Linz.

Sommerliche Aussichten

Auch die kommenden Tage fallen sommerlich warm aus, zudem sorgen die sehr milden Nächte für hohe Tagesdurchschnittstemperaturen. Mit bis zu 33 Grad wird es am Donnerstag am heißesten, die 30 Grad sind aber fast jeden Tag in Reichweite. Die nächste Hitzewelle kündigt sich für die kommende Woche an, dann fällt aus heutiger Sicht auch wieder die 35-Grad-Marke.

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Hitzerekorde und bis zu 50 Grad im Mai 2019

Im Mai gab es weltweit zahlreiche neue Hitzerekorde.

Zu kalter Mai

Fast 3 Grad zu kalt fiel der Mai in Österreich aus, wir hatten vor ein paar Tagen hier ausführlich berichtet. Es war somit der kälteste Mai seit 1991. Aber auch in Deutschland beträgt die Abweichung rund -2 Grad. Gut zu sehen ist der unterkühlte Monat auf der folgenden Karte, sie zeigt die Temperaturabweichungen im Mai in Europa:

In Mittel- und Südeuropa war der Mai deutlich zu kalt.
In Mittel- und Südeuropa war der Mai deutlich zu kalt.

Weite Teile Mittel- und Südeuropas (blaue Farbtöne) erlebten einen zu kalten Monat. Man erkennt aber auch schon riesige Landflächen über Russland, dem Nahen Osten und Nordwestafrika, wo es zu warm war (orange-rot).

Nur ein kleiner zu kalter Fleck

Betrachtet man die gleiche Karte auf der globalen Ebene, so wird eines deutlich. Zusammen mit den Menschen in Teilen der USA haben praktisch nur wir in Europa einen zu kalten Mai erlebt. Weitaus größere Flächen der Erde verzeichneten dagegen positive Abweichungen. Rund +0,5 Grad betrug diese im globalen Mittel – wieder, muss man sagen.

Global fiel der Mai rund ein halbes Grad zu warm aus.
Global fiel der Mai rund ein halbes Grad zu warm aus.

Dass ein Monat global gesehen nämlich zu kalt ausfällt, ist schon sehr lange her. Findet ihr diesen Monat auf der folgenden Grafik? Es ist der kleine blaue Balken im Dezember 1984, seitdem fiel jeder Monat auf der Erde deutlich zu warm aus:

Seit über 35 Jahren ist jeder Monat zu warm!
Seit über 35 Jahren ist jeder Monat zu warm!

Temperaturrekorde

Der zu warme Mai auf der Erde äußert sich auch in einigen Temperaturrekorden. In der Türkei wurde am Donnerstag dieser Woche eine neue Bestmarke für den Mai aufgestellt, 42,8 Grad gab es in Kırıkhan im Süden des Landes:

Auch auf Zypern fiel der nationale Mairekord tags zuvor mit 42,1 Grad in Athalassa:

Weitere Landesrekorde für den Mai gab es in u.a. Kenia, Indonesien,  im Niger, Syrien, Laos, Vietnam und Israel.

Kein Rekord, aber doch eine bemerkenswerte Marke wurde diese Woche in Pakistan geknackt: das erste Mal 2019 wurden auf der Erde 50 Grad gemessen:

 

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Frühe Hitze in Japan

Vergangenes Wochenende ging in die Geschichte der japanischen Wetteraufzeichnung ein: An etlichen Stationen des Landes lagen die Höchsttemperaturen über 30 Grad Celsius, auf der nördlichsten Insel, Hokkaido, wurden sogar neue Temperaturrekorde aufgestellt.

Federführende Druckgebilde

Zwischen einem Tief über Ostchina und ein flachen Hochdruckgebiet über dem Westpazifik gelangten äußert milde Luftmassen aus tropischen Ursprungs in Richtung Kamtschatka. Dabei wurde selbst in einer Höhe von rund 1500 m über dem Meer rund  20 Grad gemessen. Die ohnehin schon sehr warme Luft überströmte schließlich die nicht minder gebirgige Insel Hokkaido, in der Folge sorgten Föhneffekte (absinkende Luftmassen in der windabgewandten Seite des Gebirges) für einen zusätzlichen Temperatur-Boost.

An der Nordostküste Hokkaidos, im Städtchen  Saroma, wurden am Sonntagnachmittag historische 39,5 Grad gemessen. Beachtlich, denn seit Beginn der Aufzeichnungen blieben die Höchsttemperaturen der Präfektur im Mai stets unter 35 Grad – selbst der höchste je gemessene Wert der Insel lag bei 37,8 Grad (3. Juni 2014 in Otofuke).
Die hochsommerlichen Temperaturen führten zu etlichen Zugsausfällen im Schienenverkehr – präventiv wurden bestimmte Routen nicht befahren. Auch auf den südlichen Inseln wurden verbreitet Höchstwerte über 30 Grad, teils auch neue Rekorde gemeldet.

Badeurlaub im Norden. Ist die Ostsee das neue Mittelmeer?

Fjord in Norwegen

Norwegen, Schweden und Finnland besitzen wie die beliebten Sommerurlaubsländer Kroatien und Italien ebenso einen Zugang zum Meer. Für einen Badeurlaub waren die Temperaturen dort aber bisher einfach zu niedrig. Das hat sich jedoch in den letzten paar Wochen geändert. Dort herrschen derzeit so hohe Temperaturen, dass die Wassertemperatur beinahe das Niveau des Mittelmeers erreicht hat.

Wassertemperatur Ostsee © Danish Meteorological Institute
Wassertemperatur Ostsee © Danish Meteorological Institute

Im Norden hoch sommerliche Temperaturen

Ein ausgeprägtes Hoch sorgt dort für diese hohen Temperaturen. Während die durchschnittliche Temperatur im Juli in Norwegen und Finnland bei etwa 20°C liegt, sind die derzeitigen Werte weit darüber. Im Norden von Skandinaviens, etwa 20 km südlich des Nordkaps, wurden gestern sogar unglaubliche 30°C an zwei Stationen gemessen. Also ist es derzeit 2500 km nördlich von Österreich wärmer als hier in Wien.

Prognostizierte Maximaltemperatur vom 12. Juli ©Ubimet/NCEP
Prognostizierte Maximaltemperatur vom 12. Juli ©Ubimet/NCEP

Der weitere Trend der Wettermodelle zeigt aber wieder einen leichten Rückgang der Temperatur. Sicher ist aber, dass sich diese Hitze nicht wirklich gut auf den schon weit fortgeschrittenen Rückgang des arktischen Eises auswirken wird.

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Trockenheit in Großbritannien

Trockenheit

In den vergangen Wochen fiel in Großbritannien kaum Regen. Landesweit verlief der Juni sehr trocken, gerade mal ein Drittel des üblichen Niederschlags wurde registriert. Im Südwesten von England fiel teilweise fast gar kein Regen. Dazu stellt sich in dieser Woche hochsommerliches Wetter mit Höchstwerte um die 30 Grad ein.

Moorbrände

Durch die anhaltende Trockenheit kam es in den vergangenen Tagen zu Moorbränden. Diese sind besonders schwer zu löschen, da sich der Brand im Unterboden des Moors abspielt. und es zu starker Rauchentwicklung kommt. Hier ein paar Bilder:

Trockenheit und Hitze setzen sich fort

Auch in der kommenden Woche setzt sich die Dürre fort. Bis auf ein paar Gewitter bleibt es weitgehend trocken und dazu liegen die Temperaturen weiterhin im sommerlichen Bereich. Sowie in Norddeutschland werden jetzt auch in England große Dürreschäden in der Landwirtschaft befürchtet.

Titelbild: www.visualhunt.com