48.8 Grad: Sizilien bricht den europäischen Hitze-Rekord!

Siracusa im Sommer - pixabay.com

Heiße Luft im Sommer und das am Mittelmeer. Nicht der Rede wert, oder? Eigentlich schon, denn seit Mitte Juni sind die Temperaturen in der Region außergewöhnlich hoch. Seit Sommerbeginn wurde die 45-Grad-Marke gleich an mehreren Stationen bzw. Tagen in Griechenland sowie auch auf Sizilien geknackt. Der offizielle Europa-Hitzerekord von 48.0 Grad, verzeichnet in Athen am 10. Juli 1977, blieb aber unangetastet. Bis heute.

Großwetterlage am Mittwoch über Europa - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Großwetterlage am Mittwoch über Europa – ECMWF IFS Modell, UBIMET

Denn die außergewöhnlich kräftige Hitzeglocke über Nordafrika sorgte am 11. August 2021 im Zusammenspiel mit lokalen Föhneffekten für unglaubliche 48.8 Grad in Syrakus, auf Sizilien. Bemerkenswert ist es auch, dass gleich mehrere Stationen Rekordwerte zwischen 45 und 47 Grad erreichten.

Höchstwerte am Mittwoch bis 14:20 Uhr - S.I.A.S. http://www.sias.regione.sicilia.it/frameset_tmax.htm
Höchstwerte am Mittwoch bis 14:20 Uhr – S.I.A.S. http://www.sias.regione.sicilia.it/frameset_tmax.htm

Der neue europäische Hitze-Rekord wird aber von der WMO (Weltorganisation für Meteorologie) vermutlich nicht offiziell anerkannt und das obwohl der Sizilianische Wetterdienst die Messung validieren wird. Die Wetterstationen der regionalen Wetterdienste sind nämlich vom internationalen Messnetz ausgeschlossen. Aus Italien fließen ins WMO-Netz nur die Messungen vom militärischen Wetterdienst. Dies heißt aber nicht, dass der Rekordwert nicht glaubwürdig ist. Ganz im Gegenteil: Die Wetterstation in Syrakus entspricht allen Vorschriften für eine sehr gute meteorologische Messung. Ob der Rekord schlussendlich anerkannt wird oder nicht, werden wir wohl in den kommenden Tagen erfahren.

Hier die Lage der Wetterstation, die den Rekord gemessen hat:

In den kommenden Tagen verlagert sich die Hitzeglocke nach Westen und erfasst somit am Wochenende und zu Beginn der neuen Woche die Iberische Halbinsel. Vor allem in Andalusien sind am Samstag, Sonntag und Montag verbreitet Spitzenwerte zwischen 45 und 48 Grad in Reichweite. Örtlich sind natürlich noch höhere Werte möglich. Der europäische Hitze-Rekord könnte somit innerhalb von nur einer Woche gleich zwei Mal fallen!

Animation der Tageshöchstwerte von Donnerstag (12.08.) bis Dienstag (17.08.) - UBIMET UCM Modell
Animation der Tageshöchstwerte von Donnerstag (12.08.) bis Dienstag (17.08.) – UBIMET UCM Modell

 

 

Titelbild: Siracusa im Sommer – pixabay.com

Rekord-Hitze in Sicht von Sizilien über Griechenland bis zum Südbalkan

Hitze im Süden Europas - pixabay.com

Im Mittelmeerraum wurden in den letzten Tagen bereits überdurchschnittlich hohe Temperaturen von teils über 40 Grad verzeichnet. Die rege Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik sorgt nach wie vor für eine straffe Südwestströmung über Europa, die Luftmassen aus Nordafrika nach Nordosten lenkt. Laut Prognosen macht die Hitze aber erst in den kommenden Tagen richtig Ernst, denn mit der Bildung eines Hochs über dem Libyschen Meer gelangt aus Südwesten über mehrere Tage hinweg außergewöhnlich heiße Luft in den Südosten Europas. Die heftigste Hitzewelle der letzten Jahrzehnte steht somit für Süditalien und Griechenland in den Startlöchern!

Wetterlage in den kommenden 9 Tagen in und um Europa (rötliche Farben = warme Luftmassen) - ECMWF IFS-Modell, UBIMET
Wetterlage in den kommenden 9 Tagen in und um Europa (rötliche Farben = warme Luftmassen) – ECMWF IFS-Modell, UBIMET

Europäischer Hitzerekord gerät in Gefahr

In Süditalien, Griechenland und dem Südbalkan bleiben die Höchstwerte voraussichtlich für mehr als eine Woche verbreitet über 40 Grad. Nachts sind regional sogar Tiefstwerte über 30 Grad möglich. Vor allem die Dauer der extremen Hitze macht das Ereignis besorgniserregend. Doch auch die Spitzenwerte könnten rekordverdächtig werden. Die 45-Grad-Marke wird höchstwahrscheinlich sowohl in Italien als auch in Griechenland an gleich mehreren Tagen geknackt. Offiziell liegt der Europa-Hitzerekord bei 48.0 Grad und wurde am 10. Juli 1977 in Athen verzeichnet. Lokale Spitzenwerte weit über 45 Grad sind in den kommenden Tagen vor allem aufgrund von lokalen föhnigen Verhältnissen sowohl in Italien als auch in Griechenland durchaus möglich. Ob der Rekord geknackt wird, werden wir bald erfahren. Die Chance ist jedenfalls mehr als gegeben.

Prognostizierte Höchstwerte in den kommenden 9 Tagen über Südosteuropa - UBIMET UCM-Modell
Prognostizierte Höchstwerte in den kommenden 9 Tagen (Freitag 30.07. bis Samstag 07.08.) über Südosteuropa – UBIMET UCM-Modell

Bezüglich etwaiger Unsicherheiten in den Prognosen sind sich auch die probabilistichen Modelle ziemlich einig: Bis zum 6. oder 7. August hält die Hitzewelle in diesen Regionen an. Erst in der zweiten Augustwoche gibt es erste Anzeichen für eine deutliche – durchaus mehr als willkommene – Abkühlung.

Probabilistische Prognose der Temperatur in rund 1600 m Höhe für Sizilien und Griechenland - ECMWF IFS-Ensemble
Probabilistische Prognose der Temperatur in rund 1600 m Höhe für Sizilien und Griechenland – ECMWF IFS-Ensemble

Sahara lässt grüßen

Wie so oft der Fall, mit der afrikanischen Hitze gelangen über den selben Regionen auch nennenswerte Mengen an Saharastaub. Die Konzentration in der Atmosphäre nimmt vor allem im Laufe der neuen Woche deutlich zu. Dies könnte durchaus einen Einfluss auf die Rekordwerte haben, denn trübere Verhältnisse könnten die Temperaturen leicht dämpfen. Es ändert aber nichts an der meteorologischen Ungewöhnlichkeit bzw. gesundheitlichen Gefährlichkeit dieser bevorstehenden, lang anhaltenden Hitzewelle!

Konzentration der Sandpartikeln in der Atmosphäre von Freitag bis Montag - ECMWF Copernicus, UBIMET
Konzentration der Sandpartikeln in der Atmosphäre von Freitag bis Montag – ECMWF Copernicus, UBIMET

 

 

Titelbild: Extreme Hitze im Süden Europas – pixabay.com

Hitze und Gewitter: Am Dienstag bis zu 38 Grad und Unwetter

Hitzewelle

Schon wieder heißester Tag des Jahres?

Mit 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde am vergangenen Donnerstag die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen, dieser Wert könnte bereits morgen wieder der Vergangenheit angehören. Im Vorfeld eines Höhentiefs über Frankreich erreichen uns nämlich extrem heiße Luftmassen von der Iberischen Halbinsel.

Die Großwetterlage ist auf der folgenden Karte gut zu erkennen:

Die Großwetterlage am Dienstag.

Die Hotspots dürften recht ähnlich wie vergangene Woche das Flachland Niederösterreichs, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark sein. In diesen Regionen sind verbreitet Höchstwerte um 35 Grad in Sicht, punktuell gehen sich aber auch 37 oder sogar 38 Grad aus.

Hier die zu erwartenden Höchstwerte am Dienstag:

Die Höchstwerte am Dienstag. Zum Vergrößern der Karte anklicken bzw. -tippen

Heftige Gewitter aus Westen

Im Westen des Landes ist am Dienstag von Hochsommerhitze keine Spur, in Vorarlberg etwa verharren die Temperaturen meist sogar unter der 20-Grad-Marke. Im Übergangsbereich von der kühlen zur sehr heißen Luft kündigen sich im Laufe des Tages zudem heftige Gewitter an! Schon am Vormittag gehen in Nordtirol erste Gewitter nieder, Unwetterpotential ist hier aber noch nicht gegeben. Am Nachmittag und Abend steigt dann auch vom Kaisergebirge bis zum Mühl- und Waldviertel die Gewitterneigung deutlich an, wobei in diesem Streifen mit Sturmböen und großem Hagel gerechnet werden muss. Auch nach Osttirol und Oberkärnten ziehen von Italien her ein paar kräftige Gewitter. Weiter nach Osten zu passiert außer brütender Hitze dagegen gewittertechnisch nichts.

Hier jene Regionen mit der größten Unwettergefahr morgen:

In der Mitte und im Norden am Dienstag kräftige Gewitter.

Schwere Gewitter beendeten Hitzewelle

Sommergewitter - pixabay.com / SturmjaegerTobi

Heißester Tag des Jahres!

Mit 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde am gestrigen Donnerstag die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen, der vorherige Spitzenwert von 35,3 Grad in Güssing und Leibnitz wurde damit klar überboten. Es war dies zugleich die höchste Temperatur in Österreich seit rund zwei Jahren. Hotspots waren gestern eindeutig Wien, das östliche Niederösterreich sowie das Nord- und Mittelburgenland mit mehr als 35 Grad. Zeitgleich wurden am westlichen Ende Österreichs in Bregenz lediglich 18 Grad registriert. Eine solch große Temperaturspanne zwischen dem Westen und dem Osten des Landes ist im Sommer extrem selten.

Im Osten gab es verbreitet einen Hitzetag (> 30 Grad, rot markiert)

Heftige Gewitter im Großteil Österreichs

Im Vorfeld sowie mit Durchzug einer Kaltfront von Westen her gingen dann jedoch teils heftige Gewitter nieder, seit gestern wurden rund 106.000 Blitze am Himmel über Österreich gezählt. Fast 40.000 Entladungen entfielen dabei auf Niederösterreich, gut 30.000 auf Oberösterreich. Mit 20.000 Blitzen auf Rang 3 liegt die Steiermark. Auch in Wien wurde es vergangene Nacht gewittrig, in der Bundeshauptstadt wurden immerhin 300 Blitze gezählt.

Blitze am Donnerstag.
Blitze am Freitag.

Mit den Gewittern kam es auch zu Sturmböen, wie zum Beispiel in Obervellach (Kärnten, 75 km/h) oder Limberg (Niederösterreich, 86 km/h). Besonders in der Eisenwurzen, im Oberen Murtal sowie im Grazer Bergland kam es lokal auch zu größerem Hagel. In Vorarlberg waren indes eher die großen Regenmengen ein Thema, 60-70 Liter pro Quadratmeter sind rund um das Rheintal in den vergangenen 24 Stunden zusammengekommen. Im Osten sorgten die Gewitter zumindest für eine geringe Linderung der extremen Trockenheit, 2-5 l/m² fielen im Großraum Wien.

24-stündiger Niederschlag bis Freitagfrüh.

Wochenende ruhiger

Das Wochenende verläuft deutlich ruhiger, wenngleich leicht unbeständig. Am Samstag scheint verbreitet die Sonne und mit 23 bis 31 Grad wird es auch sommerlich warm. Mit Annäherung eines Tiefs entstehen am Nachmittag und Abend über den Bergen Vorarlbergs und Tirols ein paar Schauer und Gewitter. Der Sonntag startet in Tirol, Salzburg und Oberösterreich bewölkt mit schauerartigem Regen, tagsüber kommt das Tief weiter nach Osten voran. Hier bilden sich nach einem freundlichen Start einige Schauer und Gewitter – Unwetterpotential besteht aber nicht und mit 22 bis 30 Grad bleibt es angenehm warm.

Neue Woche startet sehr heiß – später Unwettergefahr

Zu Beginn der neuen Woche stellt sich zunächst eine föhnige Südströmung ein, mit der die Temperaturen wieder deutlich ansteigen. Am Montag gibt es an der Alpennordseite schon bis zu 36 Grad, die 30-Grad-Marke wird aber fast überall geknackt. Der Dienstag bringt dem Osten noch einmal große Hitze mit rund 35 Grad, im Westen ist es mit Regen dagegen schon 15-20 Grad kühler. Aus heutiger Sicht drohen tagsüber aber wieder heftige Gewitter!

Knapp 40 Grad und schwere Gewitter am Donnerstag

Extreme Hitze im Osten

Bereits gestern haben wir an dieser Stelle über die anstehende Hitzewelle berichtet, heute manifestieren sich die heißen Aussichten. Heute und morgen gibt es bereits Höchstwerte um 35 Grad, am Donnerstag steht dann der heißeste Tag des bisherigen Jahres an!

Hier eine Übersicht der zu erwartenden Höchstwerte, violette Flächen = über 35 Grad:

Die Höchstwerte am Donnerstag

Der absolute Julirekord von 39,7 Grad in Dellach bleibt wohl unangetastet, an manchen Stationen im Osten bewegen wir uns aber in die Nähe der Rekorde.

Hier einige ausgewählte Temperaturrekorde für den Juli im Norden und Osten, es könnte durchaus vereinzelt neue Bestmarken geben:

Station Julirekord (Jahr)
Wien Hohe Warte 38,3 Grad (1957)
St. Pölten 39,0 Grad (1957)
Linz 38,0 Grad (1950)
Eisenstadt 38,7 Grad (2007)
Krems 38,8 Grad (2019)
Wiener Neustadt 38,1 Grad (2007)

Heftige Gewitter beenden Hitze

Die Hitze geht leider nicht geräuschlos zu Ende. Am Nachmittag entstehen von Vorarlberg bis Salzburg immer mehr Schauer und teils heftige Gewitter, in den Abendstunden besteht dann vom Tiroler Unterland bis zum Waldviertel erhöhte Unwettergefahr. Zu befürchten sind besonders im violetten Bereich der folgenden Karte
  • starker Regen mit bis zu 50 l/m² in kurzer Zeit
  • Sturmböen von 70 bis 90 km/h
  • großer Hagel mit rund 5 cm Durchmesser

Gewittergefahr am Donnerstag.

Trockenheit im Osten wird gelindert

Freitagnacht erreichen die Schauer und Gewitter auch den Osten, hier wir die seit Wochen andauernde Trockenheit zumindest etwas gelindert. Wie dramatisch die Lage ist, zeigt die Karte der Waldbrandgefahr für Donnerstag. Violett bedeutet eine extrem hohe Gefahr!

Extrem hohe Waldbrandgefahr derzeit im Osten.

Die Trockenheit ist hier seit Sommerbeginn Anfang Juni präsent, in Wien fehlen derzeit rund 90% jenen Regens, der sonst vom 1.6. bis zum heutigen Tag fällt. Somit sind wir auf Kurs des trockensten Sommers der Wiener Messgeschichte. Ähnlich sieht es in Eisenstadt aus (-89%).

Der Sommer verlief bislang in weiten Teilen des Landes zu trocken.

 

Am Dienstag neuerlich kräftige Gewitter, im Osten heiß

Höchsttemperatur

Bereits in der Nacht auf Dienstag erreicht die Warmfront des Tiefs den Westen des Landes. Mit ihr dreht die Strömung auf Süd und ein Schwall heißer Luft erreicht das Land, davon profitieren wird jedoch nur der Osten und Südosten des Landes. Hier erwarten wir Temperaturen um oder über 30 Grad.

Erwartete Höchstwerte am Dienstag, den 6.7.2021 © UBIMET

Gewitter

Ablauf der Gewitter morgen und der erwarteten Stärke © UBIMET

Doch die Kaltfront lässt nicht lange auf sich warten. Bereits um die Mittagszeit erreicht sie den Westen. In ihrem Vorfeld sind am Morgen vereinzelte Gewitter im Südwesten möglich, die als Überbleibsel der Nacht aus Frankreich herein ziehen. Ab dem späten Vormittag sind dann mit der aufkommenden Front zunächst im Westen und Nordwesten erste Gewitter zu erwarten. Diese ziehen dann unter Verstärkung am Nachmittag nach Nordosten weiter, dann muss mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden.

Ab dem späteren Nachmittag bilden sich schließlich auch in der Schweiz und in Österreich Gewitter, die am Abend auf das südliche Bayern übergreifen. Hier sind dann erneut Superzellen zu erwarten, die von größerem Hagel und schweren Sturmböen begleitet sein können.

Wind

Hinter der Kaltfront frischt dazu der Wind frisch bis stark, in Böen teils stürmisch auf. Dabei muss in exponierten Lagen und im Westen mit Böen zwischen 50 und 60 km/h gerechnet werden, lokal auch etwas mehr.

Prognostizierte Windböen am Dienstag, den 6.7.2021 © UBIMET

Titelbild: Fotolia

Nächste Hitzewelle: Am Donnerstag bis 38 Grad!

Die nächste Hitzewelle steht unmittelbar in den Startlöchern, sie fällt nach kurz, dafür aber intensiv aus. Dienstag und Mittwoch stehen im Osten und Süden bereits Höchstwerte um 35 Grad auf dem Programm, der Höhepunkt der Hitzewelle wird am Donnerstag erreicht. Mit Temperaturen bis zu 38 Grad nach Osten zu bewegen wir uns dann schon im Bereich der Juli-Rekorde, ehe schwere Gewitter der Hitzewelle wieder ein Ende bereiten.

Föhnige Südwestströmung bringt Hitzewelle

In den kommenden Tagen liegt der Alpenraum am Rande des Tiefs ZYPRIAN mit Kern über der Nordsee. Mit einer leicht föhnigen Südwestströmung werden wieder zunehmend heiße Luftmassen herantransportiert – die zweite Hitzewelle des Jahres nimmt ihren Lauf. Mit einer Länge von nur drei Tagen erfüllt diese so gerade eben die Definition einer Hitzewelle, fällt also recht kurz, aber intensiv aus.

Am Rande des Tiefs strömt von Süden heiße Luft in den Alpenraum © Ubimet/ECMWF

Dienstag schon bis 35 Grad, Mittwoch 36 Grad

Am Dienstag knacken die Temperaturen schon in allen Bundesländern die 30-Grad-Marke, Hotspots mit bis zu 35 Grad sind dabei die Alpennordseite vom Salzkammergut bis zum Tullnerfeld. Hier unterstützt leicht föhniger Südwind die kräftige Julisonne. Abends sind primär in Vorarlberg und Nordtirol einzelne, kräftige Gewitter möglich.

Am Mittwoch konzentriert sich die Hitze auf die Osthälfte: Von Linz und Lienz ostwärts werden 30 bis 36 Grad gemessen. Die heißesten Regionen dürften dann der Seewinkel im Nordburgenland und das Klagenfurter Becken sein. Im Westen ist es mit 20 bis 27 Grad schon deutlich kühler, hier sind auch im Umfeld einer Kaltfront ein paar Schauer und Gewitter einzuplanen.

38 Grad: Höhepunkt Donnerstag

Am Donnerstag erreichen die Ostalpen noch heißere Luftmassen aus dem Mittelmeerraum. Mit Unterstützung von leicht föhnigem Südwind klettern die Temperaturen in der gesamten Osthälfte auf schweißtreibende 35 Grad. Besonders vom Mostviertel über das östliche Flachland bis ins Südburgenland sind sogar Spitzenwerte von bis zu 38 Grad in Sicht. Selbst 39 Grad können punktuell nicht ausgeschlossen werden. Bei solch extremen Temperaturen sind die Rekorde für den Juli nicht mehr allzu fern. Auf der Hohen Warte in Wien wurde 1957 der Julirekord von 38,3 Grad aufgestellt, 39,0 Grad waren es am selben Tag in St. Pölten. Vor 14 Jahren wurde in Eisenstadt der noch immer gültige Julirekord von 38,7 Grad aufgestellt.

Höchstwerte im Osten des Landes © Ubimet

Schwere Unwetter beenden Hitze

Mit Annäherung einer Kaltfront entstehen am Nachmittag in Vorarlberg und Nordtirol aber immer mehr Schauer und Gewitter, letztere können lokal unwetterartig ausfallen. Dabei sind großer Hagel und Sturmböen möglich, zum Abend hin breiten sich die schweren Gewitter auch auf Salzburg und das westliche Oberösterreich aus. Im Mühl- und Waldviertel sowie im östlichen Bergland sind in der aufgeheizten Luft zwar ebenfalls kräftige Gewitter möglich, dort sind diese aber deutlich seltener anzutreffen.

Gewitterlinie in Oberösterreich ©Stormhunters Austria

Weitere Aussichten sommerlich warm

Mit Beginn der Sommerferien in sechs weiteren Bundesländern am Freitag ist die große Hitze wieder Geschichte. Nur ganz im Osten und Südosten hält sich die heiße Luft mit Höchstwerten um 30 Grad noch einen weiteren Tag, sonst sorgen Schauer und Gewitter schon für eine spürbare Abkühlung. Auch das Wochenende steht aus heutiger Sicht im Zeichen wechselhaften Sommerwetters – wirklich kühl wird es aber mit Höchstwerten von 25 bis 30 Grad auch nicht.

Die neue Woche bringt Hitze und Unwetter

Der Juni zeigt sich in der neuen Woche erneut von seiner heißen Seite. In der Nacht auf Montag überquert uns von Westen eine Warmfront und führt heiße Luft aus dem Südwesten ins Land. Somit steigt die Temperatur am Montag in allen Landesteilen an, besonders von Bayern bis nach Brandenburg muss wieder mit Höchstwerten um und über 30 Grad gerechnet werden.

Ein Tief über Frankreich führt heiße Luft heran ©Ubimet/ECMWF

Nicht nur die Hitze wird folglich wieder zum Thema, leider spielen auch Unwetter wieder eine tragende Rolle. Am Montag sind diese vor allem im Westen des Landes zu erwarten. Die feuchte und labil geschichtete Luft sowie eine mit der Höhe zunehmende Windgeschwindigkeit bieten optimale Voraussetzungen für die Bildung von kräftigen Gewitter mit Unwetterpotential.

Am Montag starke Gewitter im Westen

In der zweiten Tageshälfte bilden sich von Baden-Württemberg über NRW bis nach Niedersachsen bereits teils kräftige Gewitter. Am Abend zeichnet sich dann aber besonders im Südwesten (violetter Bereich) örtliche Unwettergefahr ab. Es muss mit Hagel, Starkregen sowie Sturmböen gerechnet werden. Die Animation der Radarreflektivität zeigen die Zugbahn der Gewitter von Südwest nach Nord bis Nordost.

Radarreflektivität des Modells © UBIMET

Dienstags dann in der Mitte und im Norden Gewitter

Am Dienstag ziehen in der Mitte und im Norden gebietsweise schon in den Morgenstunden kräftige Gewitter durch, im Tagesverlauf zeichnen sich dann vor allem im Nordosten sowie im Süden neuerlich Unwettergefahr ab.

Titelbild: Brunn an der Wild © Storm Science Austria

Bis zu 37 Grad: Juni endet extrem heiß

Heißer Start in die Woche

Zu Wochenbeginn erfassen aus Südwesten noch wärmere Luftmassen das Land: Am Montag gibt es bei viel Sonnenschein schon Höchstwerte bis zu 35 Grad. Lokale Hitzegewitter sind vorerst nur ganz vereinzelt im Bergland zu erwarten, erst am späten Abend nimmt die Gewitterneigung auch im Bodenseeraum zu.

Höchstwerte am Montag. Zum Vergrößern Antippen / Anklicken

Noch eine Spur heißer wird es dann am Dienstag, besonders im Südosten sind Spitzenwerte bis zu 37 Grad in Sicht. Damit dürfte der bisherige Jahreshöchstwert von 35,3 Grad in Leibnitz am 24. Juni ziemlich sicher wieder überboten werden.

Höchstwerte am Montag. Zum Vergrößern Antippen / Anklicken

Der österreichweite Juni-Hitzerekord ist aber sicher nicht in Gefahr. Er liegt bei 38,6 Grad, gemessen am 20. Juni 2013 in Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich.

Allerdings kommen wir mit dem heißen Monatsende schon nah dran an die Rekorde, was die Anzahl der Hitzetage (Tage mit mehr als 30 Tage) betrifft. Zum Beispiel Linz: In einem durchschnittlichen Juni der letzten 30 Jahre gab es hier rund 3 Hitzetage, heuer dürften es am Ende deren 10 sein. Nur einer weniger als im Rekordjuni 2019.

mittlere Anzahl Hitzetage 1991-2020

Juni 2021 (inkl. Prognose)

Hitzetage Rekord Juni

Eisenstadt

4

10

11 (2000 + 2017)

Klagenfurt Flughafen

4

11

12 (2006 + 2019)

St. Pölten

4

11

14 (2019)

Linz

3

10

11 (2019)

Salzburg Flughafen

3

7

8 (1935 + 2019)

Graz Universität

4

9

12 (2003)

Innsbruck Universität

6

12

17 (2019)

Bregenz

2

5

10 (2019)

Wien Hohe Warte

4

10

12 (2019)

Heißer Juni 2021

Der Juni wird somit wenig überraschend mit einer Temperaturabweichung von mehr als +3 Grad zum Mittel als einer der 5 wärmsten Junimonate der Messgeschichte abschließen. Der erste und der zweite Platz sind definitiv außer Reichweite, denn 2019 und 2003 war der Juni noch deutlich heißer. Der Juni 2021 bestätigt damit den Trend der vergangenen Jahre.  Die Top 10 der wärmsten Juni-Monate sind stark von den 2000er-Jahren dominiert:

  1. 2019
  2. 2003
  3. 2017
  4. 1811
  5. 2002
  6. 1822
  7. 2007
  8. 2012
  9. 2018
  10. 2008

Neuerlich Gewitter

Am Dienstag lässt der Hochdruckeinfluss langsam nach, damit nimmt die Schauer- und Gewitterneigung von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich im Tagesverlauf zu. Entlang der Nordalpen zeichnen sich lokal auch kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel ab. Im Süden und Osten bleibt es hingegen weitgehend trocken. Der Mittwoch verläuft dann mit Ausnahme des äußersten Südens verbreitet unbeständig mit Schauern und Gewittern, wobei die kräftigsten Gewitter im zentralen Bergland und im Südosten zu erwarten sind. Die Temperaturen gehen etwas zurück und liegen zwischen 19 Grad im Bregenzerwald und 34 Grad von Unterkärnten bis ins Südburgenland.

Der Juli startet am Donnerstag meist mit durchschnittlichen Temperaturen für die Jahreszeit, eine weitere Hitzewelle ist vorerst also nicht in Sicht.

 

Mehr Gewitter kommen auf

Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

Am heutigen Sonntag gibt es im Berg- und Hügelland lokale Wärmegewitter, die meisten davon entstehen in den Salzburger Gebirgsgauen und in der Obersteiermark. Punktuell kann es dabei zu Sturmböen und Hagel kommen. Interessant wird es am Abend auch ganz im Westen. Ein größerer Gewitterkomplex trifft dann den Norden von Vorarlberg, besonders am Bodensee kann es zu großem Hagel und schweren Sturmböen von bis zu 100 km/h kommen. In weitere Folge zieht der Gewitterkomplex über Deutschland nach Norden weiter.

Gewitter am Montag

Am Montag häufen sich dann an der Alpennordseite generell die Gewitter.

Frontenkarte für Montagmittag

Erste Gewitter gibt es entlang einer Windkonvergenz wohl schon in der Mittagszeit in Wald- und Weinviertel sowie am Alpenostrand. Am Nachmittag werden die Gewitter generell häufiger in den Nordalpen und können zum Abend hin auch ins umliegende Flachland ausgreifen.

In der Nacht könnte dann ein größerer Gewitterkomplex von Bayern her auf  den Flachgau und Oberösterreich ausgreifen. Die Gewitter können überall zu Hagelschlag und Sturmböen führen, lokale Überflutngen durch Starkregen sind ebenfalls möglich.

Gewitter im Norden, Hitze im Süden

Bis zur Wochenmitte bleibt es an der Alpennordseite gewitteranfällig, wobei sich das Unwetterpotential immer weiter nach Osten verschiebt, da sich im Westen langsam kühlere Luft durchsetzt. Außen vor bleibt dagegen der Süden und Südosten. Hier bleibt es bis auf einzelne Hitzegewitter bis zur Wochenmitte trocken und brütend heiß. Die Spitzenwerte liegen in der südlichen Steiermark und im Burgenland bei 36 Grad.

 

Titelbild: Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

Hitzewelle: Zwischen Tropennächten und Waldbrandgefahr

Hitzewelle rollt an - Adobe Stock

Zwischen einem blockierenden Hoch über Osteuropa und reger Tiefdrucktätigkeit am Atlantik dreht die Strömung in Deutschland in der zweiten Wochenhälfte zunehmend auf Süd. Ein erster Schub nordafrikanischer Heißluft erreicht uns somit bereits zum Wochenende hin und mit dem startet landesweit die erste Hitzewelle des Jahres. Am Samstag dämpft auffrischender Westwind nur vorübergehend die Hitze, denn am Sonntag und zu Beginn der neuen Woche erreicht uns aus Südwest nach derzeitigem Stand die zweite Portion Sahara-Luft.

Herkunft der Luftmasse am Montag 21. Juni 2021 - NOAA ARL Hysplit Modell https://www.ready.noaa.gov/HYSPLIT.php
Herkunft der Luftmasse am Montag 21. Juni 2021 – NOAA ARL Hysplit Modell https://www.ready.noaa.gov/HYSPLIT.php

Hitzetage und Tropennächte

Ab Mittwoch und bis zum Wochenende sind somit wiederholt Hitzetage (Tmax größer 30 Grad) sowie vielerorts auch Tropennächte (Tmin größer 20 Grad) in Sicht. Ein erster Höhepunkt der Hitzewelle wird am Donnerstag (Westen, Südwesten) bzw. Freitag (Nordosten) erreicht mit verbreitet Höchstwerten zwischen 32 und 35 Grad, zumindest stellenweise sind aber bis zu 37 Grad in Reichweite. Solche Spitzenwerte werden vorübergehend auch am Sonntag (Südwesten) und Montag (Nordosten) erreicht, bevor am Dienstag die Hitzewelle von einer Kaltfront beendet wird.

In den unterstehenden Grafiken sind Hitzetage und Tropennächte in rötlichen Farben dargestellt.

Animation der täglichen Höchstwerte (größer 30 Grad) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der täglichen Höchstwerte (größer 30 Grad) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. – ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der täglichen Tiefstwerte (größer 20 Grad = Tropennächte) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Animation der täglichen Tiefstwerte (größer 20 Grad = Tropennächte) von Mittwoch 16.06. bis Dienstag 22.06. – ECMWF IFS Modell, UBIMET

Trockenheit und Gewitter- bzw. Waldbrandgefahr

Das blockierende Hoch über Osteuropa, wie der Name schon sagt, wird jegliche Atlantikfronten aus Westen blockieren. Somit ist bis inklusive Sonntag vor allem nach Nordosten zu kein nennenswerter Niederschlag in Sicht. Im äußersten Westen und an den Alpen steigt allerdings ab Freitag die Gewittergefahr an. In der hochsommerlich warmen Luft sind hier durchaus kräftigere Gewitter möglich. Durch die Hitzewelle verschärft sich hingegen die Lage im Nordosten des Landes. Trockenheit und Hitze sorgen hier für teils extreme Waldbrandgefahr!

Akkumulierte Niederschlagsmenge bis Sonntagabend - ECMWF IFS Modell, UBIMET
Akkumulierte Niederschlagsmenge bis Sonntagabend – ECMWF IFS Modell, UBIMET
Teils extreme Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen - UBIMET
Teils extreme Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen – UBIMET

Titelbild: Hitzewelle rollt an – Adobe Stock

Die erste Hitzewelle des Sommers startet

Thermometer mit Hitze über 30 Grad - Adobe Stock

Hitzewelle beginnt heute im Westen

Schon am Montag gab es mit Imst und Lienz zwei Wetterstationen, die die 30-Grad-Marke knapp knacken konnten. Am heutigen Dienstag bekommen diese beiden Orte Gesellschaft, in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberkärnten dürften die nächsten 30er dazukommen. Hotspot ist heute wieder einmal das Inntal, hier klettern die Temperaturen schon auf bis zu 32 Grad. Etwas kühler, mit 24 bis 28 Grad aber ebenfalls sommerlich, präsentiert sich die Osthälfte des Landes.

Ab Mittwoch überall heiß

Am morgigen Mittwoch erfasst die heiße Luft den Großteil Österreichs, dann beginnt auch im östlichen Flachland offiziell die erste Hitzewelle des Jahres. Die 30 Grad werden dann in jedem Bundesland erreicht. Die absolut höchsten Temperaturen kündigen sich dabei mit rund 32 Grad im Inntal an. Auch an den beiden Folgetagen hält das stabile Hochsommerwetter an. Hitzegewitter beschränken sich am Nachmittag meist auf das westliche und südwestliche Bergland, mit den Temperaturen geht es weiter bergauf. Am Donnerstag gibt es an der föhnigen Alpennordseite schon bis zu 33 Grad, am Freitag zwischen Traunviertel und Tullnerfeld sogar 34 Grad.

Wochenende: Hotspot Osten – Gewitter im Westen

Am Wochenende sickert in die Westhälfte des Landes vorübergehend feuchtere und gewitteranfälligere Luft ein, sodass sich die größte Hitze mehr in den Osten verlagert. So startet der Samstag im Westen schon mit ein paar Schauern und Gewittern, diese werden am Nachmittag etwa westlich von Linz und Villach mehr und können heftig ausfallen. Zudem wird es hier mit 25 bis 30 Grad vorübergehend nicht mehr so heiß. Im Osten dagegen bilden Hitzegewitter die Ausnahme, zudem steigert sich hier die Hitze. Somit ist im östlichen Flachland bei rund 35 Grad ordentlich Schwitzen angesagt.

Bereits am Sonntag wird die Zufuhr heißer Luft aus Südwesteuropa im gesamten Land schon wieder stärker. Verbreitet liegen die Höchstwerte dann zwischen 30 und 35 Grad, noch eine Spur heißer wird es mit rund 36 Grad im östlichen Flachland. Aus heutiger Sicht steht am Montag der Höhe- und zugleich Endpunkt der Hitzewelle bevor: Im Osten erwärmt sich die Luft im Vorfeld einer Kaltfront noch einmal auf 36 oder gar 37 Grad, letztere beendet mit schweren Gewittern von Westen her aber die knapp einwöchige Hitzewelle.

Hier noch die erwarteten Temperaturverläufe für Wien

Die Hitze in Wien.

Innsbruck

In Innsbruck startet die Hitzewelle.

…und Klagenfurt:

Auch in Klagenfurt wird es zunehmend heiß.

Österreich-Rekord außer Reichweite

Mit 38,6 Grad im Jahre 2013 hält Waidhofen an der Ybbs den Temperaturrekord für den Monat Juni. Diese Bestmarke dürfte nach derzeitigem Stand nicht erreicht werden, für einzelne Stationsrekorde v.a. im Osten des Landes dürfte es knapp werden. So steht auf der Hohen Warte in Wien noch immer der Juni-Rekord von 36,5 Grad anno 1857, dieser könnte am Höhepunkt der kommenden Hitzewelle knapp geknackt werden. Selbiges gilt beispielsweise für Eisenstadt.

Hitzewelle rollt an

Hitze im Sommer

Nach Abzug der Kaltfront setzt sich nun trockenes und sonniges Wetter durch, das bis zum kommenden Wochen anhält. Dabei ist es anfangs noch erträglich warm mit Höchstwerte zwischen 25 und 30 Grad, in der zweiten Wochenhälfte wird es dann aber schon richtig heiß mit Spitzenwerte um die 35 Grad.

Animation der prognostizierten Temperaturhöchstwerte von Montag bis Freitag (klicken, um zu vergrößern) - UBIMET UCM Modell
Animation der prognostizierten Temperaturhöchstwerte von Montag bis Freitag (klicken, um zu vergrößern) – UBIMET UCM Modell

Der Höhepunkt der Hitze wird landesweit wohl am Freitag und Samstag erreicht, im Osten mitunter auch erst am Sonntag.

Für ein paar Tage trocken

Mit Hoch YONA und ZOE wir des aber nicht nur sommerlich heiß, sondern es stellt sich auch für ein paar Tage trockenes Wetter ein. Das freut die Bauern, die somit perfekte Bedingungen für ihre Heumahd vorfinden. Allergiker hingegen werden in den kommenden Tagen unter den hohen Gräserpollenkonzentrationen leiden. Bis Mittwoch bleibt es komplett trocken, zur Wochenmitte sind lokale Wärmegewitter von Osttirol bis zu den Nockbergen möglich. Ab Freitag nimmt dann wohl von Westen her die Gewittergefahr von Tag zu Tag zu und die Luft wird immer schwüler.

Im äußersten Osten des Landes setzt sich somit die Trockenheit fort. Hier fiel bisher im Juni kaum ein Tropfen und auch in der kommenden Woche bleibt es hier trocken und heiß!

Badeseen erwärmen sich nun rasch

Derzeit ist der Sprung in kühle Nass wirklich noch eine Abkühlung, da die Wassertemperatur in den meisten Seen noch zwischen frischen 16 und 20 Grad liegt. Mit dem trockenen und zunehmend heißen Wetter werden sich aber auch die meisten Badeseen rasch erwärmen. Ausnahme sind höhere Bergseen, wo in den kommenden Tagen durch die starke Schneeschmelze noch viel kaltes Schmelzwasser hinzukommt.

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Premiere: Die 30 Grad kommen!

30 Grad in Sicht - AdobeStock

Bis dato halten Kleinzicken und Güssing (beide Südburgenland) mit je 26,9 Grad noch immer den absoluten Höchstwert im laufenden Jahr. Beachtlich hierbei ist, dass diese Temperatur bereits am 01. April gemessen wurde. Im Mai wurden bisher gut 25 Grad in Bad Gleichenberg als Maximum verzeichnet.

Doch das ändert sich in den kommenden Tagen! Der Blick auf die morgige Bodenwetterkarte exemplarisch auch für den Wochenbeginn verrät dem geneigten Leser, wohin die Reise geht. Im Vorfeld von Tief HUBERTUS vor Irland wird sehr warme Luft aus Nordafrika Richtung Alpen gelenkt (roter Pfeil).

Die Großwetterlage am Sonntag.

Bereits am morgigen Sonntag sind die 30 Grad nicht völlig ausgeschlossen, so etwa im Montafon, in Nordtirol oder auch im Flachgau.

Deutlich wahrscheinlicher werden sie dann am Montag: Aus heutiger Sicht liefern sich dann die Regionen vom Unterinntal über den Flachgau, das Salzkammergut, die Voralpen Ober- und Niederösterreichs bis hin zum Tullnerfeld ein Rennen um den ersten 30er anno 2021.

Die prognostizierten Höchstwerte am Montag.

Bereits im April möglich

30 Grad im Frühjahr sind eine Seltenheit, doch bereits ab Mitte April möglich. In allen Bundesländern mit Ausnahme von Kärnten wurden die frühesten 30-Grad-Tage im April verzeichnet. Dabei hat die Stadt Salzburg die Nase vorne, hier wurden schon am 17. April 1934 30,0 Grad gemessen und damit hält die Mozartstadt schon seit über 80 Jahren den Österreich-Rekord. Der Zeitpunkt des ersten Hitzetages liegt allerdings im langjährigen Durchschnitt je nach Region erst zwischen Anfang und Mitte Juni.

Übersicht des Termins für den „Ersten 30er“ seit 2010:

Jahr Erster 30er des Jahres
2021 voraussichtlich am 10. Mai
2020 23. Mai
2019 03. Juni
2018 20. April
2017 19. Mai
2016 22. Mai
2015 05. Mai
2014 21. Mai
2013 13. Juni
2012 27. April
2011 24. Mai
2010 25. Mai

 

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September 2020 – warm trotz kaltem Ende

Verglichen mit dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 bilanziert der September 2020 mit einer Abweichung von knapp +2 Grad deutlich zu warm.

Temperaturabweichung September

Damit reiht sich der zurückliegende Monat in die Top 25 der wärmsten Septembermonate seit Messbeginn ein. Lange Zeit steuerte der September dabei sogar auf eine Podiumsplatzierung zu, der massive Kaltlufteinbruch am Monatsende verhinderte dies jedoch. Hauptursache für den zu warmen September war eine lange Phase deutlich überdurchschnittlicher Temperaturen zwischen dem 4. und 24., davor und danach herrschten hingegen unterkühlte Septembertemperaturen.

30,4 Grad in Wien

Selbst die 30-Grad-Marke wurde noch mehrmals im September geknackt, mit 30,4 Grad war es am 5. September in der Wiener Innenstadt am heißesten.

Absoluter Höchstwert im September pro Bundesland

Auch Weyer, Hohenau und Waidhofen an der Ybbs schafften im September noch einen letzten Hitzetag mit 30 Grad.

Das über weite Strecken sehr hohe Temperaturniveau schlägt sich auch in der Anzahl der Sommertage nieder. Bei dieser Statistik liegt das Burgenland in Führung: So konnten in Andau, Neusiedl und Güssing stolze 15 Sommertage registriert werden.

Anzahl andSommertage im September

An vielen Wetterstationen im Land wurden damit im Herbstmonat September häufiger Temperaturen von 25 Grad oder mehr verzeichnet werden als im eigentlichen Sommermonat Juni. Darunter fallen u.a. Wien-Hohe Warte (11 Sommertage im September vs. 10 Sommertage im Juni), Eisenstadt (14 vs. 11) und Innsbruck-Universität (14 vs. 11).

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September-Hitze bringt neue Stationsrekorde

Hitze im Sommer

So wurden heute an vielen Stationen Werte über 30 Grad gemessen, an einigen Stationen gab es sogar neue Monatsrekorde. Dabei sind die höchsten Werte im Westen aufgetreten. Zudem wenig überraschend, an den schon aus dem Hochsommer bekannten Stationen.

Station Neuer Rekord/Messwert am 15.9.2020 Alter Rekord Datum alter Rekord
Geilenkirchen (NRW)
35°
   
Trier-Petriesberg (RLP) 34,8° 34,2° 13.9.2016
Heinsberg- Schleidern (NRW) 34,6° 33,9° 13.9.2016
Bad Neuenahr-Ahrweiler (RLP) 34,5° 33,5° 5.9.1973
Weilerswist-Lommersum (NRW) 34,3° 34° 5.9.1949
Trier-Zewen (RLP) 34,3°
Tönisvorst (NRW) 34,3° 33,3° 13.9.2016
Geldern-Walbeck (NRW) 34,2° 31,9° 14.09.2016
Kaiserslautern (RLP) 34,2° 32,2° 13.9.2016
Köln-Stammheim (NRW) 34,2°
Saarbrücken-Burbach (SL) 34,1° 33,3° 13.9.2016
Perl-Nenning (SL) 34° 32,5° 4.9.1973
Düsseldorf (NRW) 34° 32,9° 6.9.2013

Morgen wird es im Westen nochmals heiß, bevor dann eine Kaltfront für eine deutliche Abkühlung sorgt. Diese geschieht jedoch leider meist ohne nennenswerten Regen. Die Dürre geht also weiter.

Frankreich

Auch bei unseren Nachbarn in Frankreich ist es mächtig heiß. Hier wurden ebenfalls neue Rekordtemperaturen für einen September gemessen. Besonders in der Mitte und im Großraum Paris wurden gestern bereits Temperaturen teils über 35 Grad gemessen. Noch heißer, wenn auch nicht rekordbrechend heiß war es im Südwesten, hier wurden teils 37 Grad gemeldet.

Hitze im September: Bis zu 30 Grad

Wenige Wolken, viel Sonnenschein

Spätsommer dank LEIKI

Das derzeit herrschende Hochdruckgebiet trägt den Namen LEIKI und befindet sich über dem östlichen Mitteleuropa. Uns erreichen dabei bis einschließlich Mittwoch für die Jahreszeit sehr warme Luftmassen. Normalerweise pendeln sich die Höchsttemperaturen im Flachland sowie den breiten Alpentälern jetzt Mitte September bei rund 20 bis 22 Grad ein. Mit bis zu 30 Grad heute sowie an den beiden kommenden Tagen liegen wir folglich um 7 bis 10 Grad über diesen langjährigen Mittelwerten.

Stadt Höchstwert am Dienstag Durchschnittlicher Höchstwert Mitte September
Wien 29 Grad 21 Grad
St. Pölten 29 Grad 21 Grad
Eisenstadt 29 Grad 22 Grad
Linz 28 Grad 20 Grad
Graz 28 Grad 21 Grad
Klagenfurt 27 Grad 21 Grad
Salzburg 30 Grad 20 Grad
Innsbruck 30 Grad 21 Grad
Bregenz 28 Grad 20 Grad

Hier die prognostizierten Höchstwerte für Dienstag in Kartenform:

Sommerliche Wärme am Dienstag in Österreich.

Septemberhitze nicht (mehr) ungewöhnlich

30 Grad im September sind nicht so außergewöhnlich, wie man vielleicht denken mag. So gab es in den vergangenen zehn Jahren gleich sieben September mit einem 30er, dem gegenüber stehen drei September ohne Hitzetag seit 2010. Der absolute Temperaturrekord für den September bleibt jedoch in weiter Ferne, er stammt aus der jüngeren Vergangenheit. Am Monatsersten vor fünf Jahren wurden in Pottschach-Ternitz sogar 36 Grad gemessen. Die 30-Grad-Marke liegt hierzulande übrigens bis in den Oktober hinein in Reichweite: Der späteste Termin für einen 30er in Österreich datiert vom 5.10.1983 aus Deutschlandsberg.

Kaltfront am Donnerstag

Bereits am Mittwoch ist es nicht mehr im ganzen Land sonnig und warm. Besonders in Tirol, Salzburg und Oberösterreich entstehen nämlich am Nachmittag ein paar Regenschauer und Gewitter, die höchsten Temperaturen mit weiterhin bis zu 30 Grad konzentrieren sich dann auf den Osten. Der Donnerstag bringt dann einen vorübergehenden Wetterumschwung: An der Alpennordseite ziehen von Beginn an dichte Wolken samt Regenschauern durch, freundlich bleibt es im äußersten Westen sowie anfangs auch von Osttirol bis ins Burgenland. Doch auch im Süden und Südosten entwickeln sich am Nachmittag Schauer und Gewitter. Mit 18 bis 26 Grad kühlt es zwar überall ab, die Temperaturen bleiben damit aber auf einem überdurchschnittlichen Niveau.

Auf LEIKI folgt MANFRED

Am Freitag ist die Kaltfront schon wieder Geschichte. Hoch MANFRED beschert uns nicht nur einen letzten strahlend sonnigen Werktag, auch das Wochenende verspricht aus heutiger Sicht die meiste Zeit über Sonnenschein bei angenehm warmen 20 bis 28 Grad.

Quelle Titelbild: pixabay

Freitag bis zu 36 Grad – am Samstag heftige Gewitter

Die Hitze mit mehr als 30 Grad kommt zurück.

Es geht aufwärts

Heute beschäftigt uns noch schwacher Tiefdruckeinfluss, wechselhaftes Wetter ist im Großteil Österreichs die Folge. In der Wetterküche stehen aber schon alle Zutaten für zunehmend heiße Bedingungen in den kommenden Tagen bereit: Schon am Mittwoch macht sich aus Südwesten nämlich das Hoch FREDERIK bemerkbar, zeitgleich bringt sich draußen auf dem Atlantik Tief JANTRA in Stellung. Dieses für die Jahreszeit ungewöhnlich kräftige Tief sorgt bei uns für eine südwestliche Höhenströmung, die Temperaturen steigen von Tag zu Tag an. Am Mittwoch selbst ist mit 20 bis 27 Grad von der nahenden Hitze noch nichts zu spüren, doch schon am Donnerstag klettern die Temperaturen im Westen auf bis zu 32 Grad.

Brütende Hitze am Freitag

Am Freitag findet sich das Tief nördlich von Irland ein, an dessen Vorderseite wird noch deutlich heißere Luft von der Iberischen Halbinsel bis nach Österreich geschaufelt.

Die Großwetterlage am Freitag.

Uns erwartet nach derzeitigem Stand der heißeste Tag in diesem August, der bisherige Höchstwert liegt bei 35,5 Grad – aufgestellt am Monatsersten in Innsbruck. Siehe die Tabelle mit den 10 höchsten Temperaturen bislang im August 2020:

Die bislang höchsten gemessenen Temperaturen im August 2020.

Der Westen des Landes wird auch am kommenden Freitag der Hitzepol sein, auf bis zu 36 Grad klettern die Temperaturen bei leicht föhnigen Bedingungen von Vorarlberg bis Salzburg. Die 30-Grad-Marke wird jedoch in jedem Bundesland klar überschritten.

Hier die prognostizierten Höchstwerte der Landeshauptstädte am Freitag und Samstag:

Stadt Höchstwert am Freitag Höchstwert am Samstag
Wien 31 32
St. Pölten 31 33
Eisenstadt 31 32
Linz 32 34
Graz 31 33
Klagenfurt 33 33
Salzburg 35 33
Innsbruck 36 31
Bregenz 34 28

Heftige Gewitter am Samstag

Am Samstag verlagert sich die Heißluft mehr und mehr in die Osthälfte, Temperaturen von 34 Grad werden dann an der leicht föhnigen Alpennordseite von Salzburg ostwärts erreicht. Im Westen macht sich dagegen schon die kräftige Kaltfront von Tief JANTRA bemerkbar. Nach einem freundlichen Start entstehen ab etwa Mittag in Vorarlberg und Nordtirol mehr und mehr Gewitter, diese breiten sich bis zum Abend auch auf Salzburg, Ober- und Niederösterreich aus. Die Gewitter können heftig ausfallen und mit großen Regenmengen, Hagel und Sturmböen einhergehen. Sie vertreiben auch die heiße Luft nach Osten, so pendeln sich die Temperaturen am Sonntag bei deutlich erträglicheren und zur Jahreszeit passenden 20 bis 26 Grad ein.

Knappe 35 Grad am Montag mit lokalen Gewittern

Gewitter im Seewinkel aufgenommen aus Wiener Neustadt - Webcam Quelle: https://aviationacademy.panomax.com/

Auch am heutigen Montag war der Osten der Hitze-Hotspot des Landes. Hier wurden vielerorts die 33 oder 34 Grad erreicht. Am heißesten war dabei in Gänserndorf und in Andau mit 34.7 Grad.

Tageshöchstwerte am Montag - UBIMET, ZAMG
Tageshöchstwerte am Montag – UBIMET, ZAMG

Erneut wurde in allen 9 Bundesländern ein weiterer Hitzetag (Tmax größer als 30 Grad) verzeichnet.

Tageshöchstwerte am Montag - UBIMET, ZAMG
Tageshöchstwerte am Montag – UBIMET, ZAMG

Im Laufe der zweiten Tageshälfte bildeten sich aber in der feucht-warmen Luft mehr Gewitter als am Vortag. Vor allem im Westen und Südwesten fielen diese auch kräftig aus!

Blitzverlauf am Montag bis 19:10 Uhr MESZ - nowcast, UBIMET
Blitzverlauf am Montag bis 19:10 Uhr MESZ – nowcast, UBIMET
Gewitter östlich von Innsbruck am Montag um 20 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/
Gewitter östlich von Innsbruck am Montag um 20 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/

 

Titelbild: Gewitter im Seewinkel am Montag, aufgenommen von einer Webcam in Wiener Neustadt – Quelle https://aviationacademy.panomax.com/

Hitze und Gewitter am Sonntag

Gewitterwolke über dem Waldviertel am Sonntag - https://liebenau.panomax.com/

Auch der heutige Sonntag verlief landesweit hochsommerlich heiß. In allen 9 Bundesländern würde die 30-Grad-Marke geknackt, dabei war es besonders im Osten nach wie vor am wärmsten. Spitzenreiter des Tages war Gänserndorf mit 34,5 Grad.

Höchstwerte am Sonntag - UBIMET, ZAMG
Höchstwerte am Sonntag – UBIMET

Im Vorfeld einer schwachen Tiefdruckrinne über Westeuropa wird aber allmählich feuchtere, labil geschichtete Luft herangeführt. Heute waren somit auch erste, isolierte Hitzegewitter unterwegs wie etwa im nördlichen Waldviertel und zwischen dem Südburgenland und der Südsteiermark. In den kommenden Tagen werden Hitzegewitter häufiger.

Blitzverlauf am Sonntag - UBIMET, nowcast
Blitzverlauf am Sonntag – UBIMET, nowcast

 

Titelbild: Gewitterwolke über dem Waldviertel am Sonntag – https://liebenau.panomax.com/

Hitze und kräftige Gewitter

Mit 38.6 Grad an der Wetterstation in Tier geht der bisher heißeste Tag des Jahres langsam zu Ende. Generell stiegen die Temperaturen in der Bundesrepublik heute auf hochsommerliche Werte. An nur wenigen Wetterstationen blieben die Höchstwerte unter 30 Grad.

Tier-Petrisberg 38.6°C
Trier-Zewen 38.2°C
Kahl/Main 37.5°C
Frankfurt/Main 37.5°C
Berlin 37.4°C

Kräftige Hitzegewitter

Begleitet werden diese hohen Temperaturen aber auch von kräftigen Hitzegewitter mit Starkregen und Sturmböen. Vor allem in NRW gingen und gehen auch jetzt noch kräftige Gewitter nieder. So wurde etwa in Birkelbach eine Sturmböe mit 99 km/h gemessen. Aufgrund der langsamen Verlagerung der Gewitter kommt es lokal auch zu großen Regenmengen. Im Nordosten fielen zum Beispiel an der deutsch-polnischen Grenze innerhalb von 30 Minuten 32 Liter Regen.

Weiterhin hochsommerlich heiß

Auch in der neuen Woche ändert sich nur wenig an der Wetterlage. Die Temperaturen bleiben weiterhin auf hochsommerlich heißem Niveau und vor allem am Nachmittag gehen gebietsweise weitere kräftige Hitzegewitter nieder. Aktuelle Warnungen sowie Infos gibt es in unserem Lagebericht.

Titelbild: Offenbach am Main – Deutscher Wetterdienst

34 Grad im Osten, Hitzewelle rollt an

Hitzewelle rollt an - Adobe Stock

Wenn euch schon zu warm ist, nicht wundern: Die anrollende Hitzewelle – definiert als mindestens drei Tage mit Höchstwerten größer als 30 Grad – macht schon ernst! Spitzenreiter war heute Hohenau in Niederösterreich mit fast 34 Grad, in 8 von 9 Bundesländern wurde zudem am heutigen Freitag ein Hitzetag (Höchstwert größer als 30 Grad) verzeichnet.

Gemessene Höchstwerte am Freitag 07.08. - UBIMET, ZAMG
Gemessene Höchstwerte am Freitag 07.08. – UBIMET, ZAMG
Gemessene Höchstwerte am Freitag 07.08. - UBIMET, ZAMG
Gemessene Höchstwerte am Freitag 07.08. – UBIMET, ZAMG

Eine ziemlich festgefahrene Wetterlage sorgt zudem auch in den kommenden Tagen für andauernde Hitze. Mit Hoch DETLEF über dem Baltikum und einem Hochdruckkeil in der Höhe, der sich von Marokko bis zur Ostsee erstreckt , wird weiterhin heiße Luft aus Nordafrika bis nach Mitteleuropa herangeführt.

Wetterlage am Sonntag 09.08. - UBIMET, ECMWF
Wetterlage am Sonntag 09.08. – UBIMET, ECMWF

Die 30-Grad-Marke wird somit mindestens bis Dienstag über weiten Teilen des Landes täglich erreicht oder übertroffen. Vor allem im Osten sind am Wochenende weiterhin bis zu 34 Grad in Reichweite. Eine nennenswerte Abkühlung ist aus heutiger Sicht laut mittelfristigen, probabilistischen Prognosen nur in etwa 7 Tagen möglich.

Vorhergesagte, maximale Tageshöchstwerte - UBIMET
Vorhergesagte, maximale Tageshöchstwerte – UBIMET

Titelbild: Adobe Stock

36 Grad – morgen heißester Tag des Jahres

Brütende Hitze am Dienstag

Bis dato steht der 10. Juli als bislang heißester Tag des Jahres in den Chroniken, an diesem Tag wurde mit 35,5 Grad in der Wiener Innenstadt auch die höchste Temperatur 2020 gemessen. Im Vorfeld von Tief DANA mit Kern über der Nordsee erreicht uns morgen aber noch heißere Luft, die Temperaturen klettern im Großteil des Landes deutlich über die 30-Grad-Marke.

Tief DANA schaufelt heiße Luft heran.

Die Spitzenwerte liegen am Dienstag im Bereich von 36 oder vereinzelt sogar 37 Grad, die Hitzepole befinden sich dabei in

  • Niederösterreich
  • Wien
  • und dem Nordburgenland

Wer der Hitze entfliehen will, muss hoch hinaus. Denn selbst auf 1.500 m werden rund 25 Grad erreicht, verhältnismäßig frische 13 Grad gibt es in 3.000 m Seehöhe.

Am Abend Unwettergefahr

Im Laufe des Abends werden dann aber neben der Hitze auch heftige Gewitter mehr und mehr die Schlagzeilen bestimmen. Die Kaltfront von Tief DANA ist nämlich nicht weit entfernt, vor der Front herrschen optimale Bedingungen für die Entstehung von Unwettern. Los geht’s am späten Nachmittag bzw. frühen Abend mit ersten kräftigen Hitzegewittern von Vorarlberg bis zur Obersteiermark, im weiteren Verlauf ziehen diese dann nordostwärts aus den Bergen hinaus. Somit muss man sich in den späten Abend- und Nachtstunden auch in Ober- und Niederösterreich auf teils kräftige Gewitter einstellen. Außen vor dürfte dagegen der Süden und Osten bleiben.

Hier die Unwettergefahr für morgen skizziert:

Große Gewittergefahr am Dienstag.

Markant dürfte aber auch der Wind werden: Mit Durchzug der Gewitter sowie in deren Vorfeld frischt vom Innviertel bis in den Großraum Wien kräftiger bis stürmischer Westwind auf.

Kurze Abkühlung am Mittwoch

Am Mittwoch liegt die Kaltfront dann genau über den Alpen, aus der Nacht heraus regnet es von Vorarlberg bis ins östliche Flachland schauerartig. Rasch wird es hier aber schon wieder sonnig, am Nachmittag sind von Osttirol bis ins Südburgenland noch einmal kräftige Gewitter zu erwarten. Hier wird es mit bis zu 30 Grad auch am wärmsten, sonst kühlt es auf 22 bis 28 Grad ab.

Diese Abkühlung ist aber nur von kurzer Dauer, denn schon am Donnerstag erreicht uns ein neuer Schwall heißer Luft aus Südwesteuropa. 25 bis 32 Grad werden erreicht, wobei die 30-Grad-Marke im Inntal sowie im lokal auch im östlichen Flachland geknackt wird.

Noch heißer dürfte aus heutiger Sicht der Freitag werden, die Temperaturen klettern auf 28 bis 35 Grad. Der Hitzepol wird dabei im Westen des Landes sein.

35 Grad: Freitag kurz Hitze, Samstag markante Abkühlung

Zweigeteiltes Wetter. © Adobe Stock

Bis zu 35 Grad am Freitag

Eine Woche nach den Kindern und Jugendlichen Osten starten am Freitag nun auch die restlichen Schüler in die Ferien, das Wetter hierzu könnte kaum sommerlicher ausfallen. An der Vorderseite des Ex-Tropensturms Edouard mit Kern über Deutschland erreichen nämlich sehr heiße Luftmassen unser Land.

Eine Kaltfront erfasst Österreich

Somit klettern die Temperaturen erstmals in diesem Jahr in jedem Bundesland auf 30 Grad oder mehr. Die Hitzepole werden dabei Wien, Niederösterreich und das Burgenland sein, hier werden schweißtreibende 35 Grad erreicht. Der Freitag wird zudem als bislang heißester Tag des Jahres 2020 in die Bilanz eingehen, bis dato liegt die Wiener Innenstadt mit 32,9 Grad am 28. Juni noch an der Spitze.

Am Freitag wird es sehr heiß.

Die Hitze ist jedoch nicht gekommen, um zu bleiben. Schon im Laufe des Freitags bilden sich von Vorarlberg bis in die Obersteiermark vermehrt teils kräftige Gewitter, sie kündigen die nahende Kaltfront von EDOUARD an.

Samstag Temperatursturz

Die Kaltfront erfasst am Samstag weite Teile Österreichs mit kräftigem Regen, die sommerlichen Temperaturen werden Richtung Balkan abgedrängt. So kommen die Höchstwerte nicht mehr über 16 bis 26 Grad hinaus, die 26 Grad gibt es aber auch nur noch im äußersten Osten und Südosten am Vormittag. Im Vergleich zum Freitag stürzen die Temperaturen also um rund 10 bis 15 Grad ab. Im Laufe des Tages verlagert sich die Front samt Regen und Gewittern in den Osten und Südosten des Landes, von Bregenz bis Linz kommt hinter der Kaltfront am Nachmittag sogar noch zeitweise die Sonne zum Vorschein.

Große Regenmengen kommen an der Alpennordseite zusammen.

Sommerwetter auch bei zweitem Formel 1-Rennen

Bedingt durch die Corona-Pandemie findet auch das zweite Rennen der Formel-1-Saison in Österreich statt, am kommenden Sonntag präsentiert sich die Obersteiermark neuerlich von ihrer sommerlichen Seite. Die Front ist mittlerweile über Osteuropa zum Liegen gekommen, ein Ableger des Azorenhochs sorgt nicht nur in Spielberg für überwiegend sonnige Bedingungen.

Hochdruckeinfluss am Sonntag

Sich bildende Quellwolken im Tagesverlauf stören dabei weder das Renngeschehen noch Freizeitaktivitäten jeglicher Art. Mit 21 bis 28 Grad wird es zudem schon wieder deutlich wärmer.

Kräftiges Hoch zum Wochenstart

Das Hoch vom Sonntag beschert uns dann auch zu Beginn der neuen Woche oftmals sonniges und angenehm warmes Ferienwetter. Am Montag werden z.B. 18 bis 25 Grad erreicht, am Dienstag 22 bis 29 Grad. Ob es dann im weiteren Verlauf der Woche mit stabilem Sommerwetter weitergeht, Gewitter mitmischen oder gar ein Tief über Osteuropa in unser Wetter eingreift, ist derzeit noch nicht vorhersagbar.

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Hitzewelle in Skandinavien

Während über Mitteleuropa Höhentiefs in den ersten Juniwochen für eher mäßig warmes Wetter sorgten, herrschten über Skandinavien mächtige Hochdruckgebiete. Aufgrund der langen Tage um die Sonnenwende herum konnte sich die Luft auch im hohen Norden gut aufheizen und führte zu  ungewöhnlich warmen Tagen.

Hitze durch Hoch UTZ

Hoch UTZ liegt am Dienstag über Norddeutschland, verlagert sich aber in den Folgetagen nach Skandinavien. Mit dem Hoch wird aus Südwesteuropa auch sehr warme Höhenluft, die den Westen und Norden von Deutschland streift, nach Skandinavien geführt.

Somit stellt sich bis einschließlich Wochenende eine ungewöhnlich massive Hitzewelle in Skandinavien ein. Dabei sind abseits der kühlen Ostseeküste verbreitet Höchstwerte um die 30 Grad zu erwarten. Am Donnerstag sind sogar Spitzenwerte um die 35 Grad möglich. Neue Hitzerekorde sind aber weder in Schweden (Rekord: 38 Grad) noch in Finnland (37,2 Grad) zu erwarten.

Kommende Woche wieder durchschnittliche Temperaturen

In der neuen Woche wird das Hoch UTZ dann von Tiefdruckgebieten abgelöst und die Hitze geht in ganz Skandinavien zu Ende. Dabei pendeln sich die Temperaturen auf einen für die Jahreszeit durchschnittlichen Wert ein.

Ensemble-Prognose bis 8. Juli für Stockholm

Die Grafik zeigt die durchschnittliche Temperatur in rund 1500 m Höhe (dicker roter Strich) und die Ensemble-Prognose für Stockholm. Dabei erkennt man die deutlich zu hohen Temperaturen bis zum Wochenende und dann den deutlichen Abfall in den Normalbereich.

Titelbild: Adobe Stock

Erste Hitzewelle in Sicht

In den vergangenen Tagen sorgten mehrere Höhentiefs und quer über das Land verlaufende Luftmassengrenzen vielerorts für Gewitter und Starkregen. So auch am Donnerstag:

Niederschlagssumme am Donnerstag

Die Luftmassengrenze und auch die kleinräumigen Höhentiefs werden nun aber nach Osten abgedrängt. Gerade am Freitag und Freitagnacht sind aber im Ostseeumfeld nochmals größere Regenmengen zu erwarten. Vergangene Nacht lag die Luftmassengrenze noch über Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und auch ein kleinräumiges Tief über dem Allgäu brachte größere Regenmengen:

Niederschlagssumme am Freitag

Hoch UTZ setzt sich langsam durch

Am Wochenende breitet sich Hoch UTZ aus Südwesteuropa langsam nach Deutschland aus. Somit stellt sich im Großteil des Landes schon freundliches Wetter ein mit Temperaturen um die 25 Grad. Lediglich im Ostseeumfeld sowie im Süden ziehen noch ein paar Schauer und Gewitter durch. Zu Wochenbeginn zieht dann nochmals ein schwache Front durch, die aber nur örtlich für Schauer sorgt.

Ab Dienstag kommt die Hitze

Ab Dienstag setzt sich dann das Hoch über Mitteleuropa fest und es wird hochsommerlich heiß. Von Südwesten her breitet sich dann die Hitze bis zur Wochenmitte auf das ganze Land aus und dann werden verbreitet Höchstwerte zwischen 30 und 35 Grad erreicht.

Wetterlage zur Wochenmitte

Zudem dominiert überall der Sonnenschein und es bleibt trocken. Erst zum letzten Juniwochenende hin steigt dann die Gewittergefahr wieder an, dabei kann es in der aufgeheizten Luft durchaus zu Unwettern kommen.

Titelbild: Adobe Stock

30 Grad feiern heute Premiere

Hitze im Sommer

Bis zum heutigen Tag wurden die 30 Grad in Deutschland zwar schon das eine oder andere Mal in Angriff genommen, geknackt wurde die magische Sommer-Marke aber noch nicht.

So sind diese drei Wetterstationen noch immer die Spitzenreiter im Jahr 2020, wenn es um die höchste gemessene Temperatur geht:

  1. Lingen (Niedersachsen) mit 29,4 Grad (21.05.2020)
  2. Kleve (NRW) mit 29,0 Grad (22.05.2020)
  3. Rheinfelden (Baden-Württemberg) 28,9 Grad (22.05.2020)

Ein Ableger von Hoch STEFFEN mit Kern über der Nordsee sorgt heute aber für nahezu ungetrübten Sonnenschein und sehr warme Luftmassen, beste Bedingungen für das Erreichen der 30 Grad.

Frontenkarte für Dienstag, 02.06.2020 um 14 Uhr MESZ

In den kommenden Stunden steigen die Temperaturen kräftig an und erreichen im Laufe des Nachmittags meist 23 bis 30 Grad, nur an den Küsten sowie in höheren Lagen der Mittelgebirge bleibt es etwas kühler.

Hier haben wir mal die Höchstwerte vom heutigen Tag auf der Deutschland-Karte aufgetragen. Die 30 Grad werden wohl am ehesten in den Flusstälern des Westens bzw. Südwestens fallen, also z.B. entlang von Rhein, Mosel und Neckar.

Lokal heute 30 Grad im Westen des Landes.

Sieht man sich den Termin des ersten „30ers“ der vergangenen Jahre an, so fällt auf, dass wir heuer verhältnismäßig spät dran sind. Vor einem Jahr war es auch am 02. Juni so weit, oft aber schon im Mai oder sogar im April. Nur anno 2013 hieß es noch länger warten – nämlich bis zum 13. Juni.

Jahr Datum Station Bundesland Temperatur
2011 07.05. Geldern-Walbeck NRW 30,0 Grad
2012 28.04. Kitzingen Bayern 32,9 Grad
2013 13.06. Rheinfelden Baden-Württemberg 30,4 Grad
2014 21.05. Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 30,3 Grad
2015 12.05. Ohlsbach Baden-Württemberg 31,3 Grad
2016 22.05. Jena Thüringen 31,4 Grad
2017 17.05. Geilenkirchen NRW 31,1 Grad
2018 22.04. Ohlsbach Baden-Württemberg 30,4 Grad
2019 02.06. Geldern-Walbeck NRW 32,9 Grad
2020 02.06. (?) ??? ??? ???

 

In den vergangenen Jahren gibt es bedingt durch den Klimawandel einen eindeutigen Trend hin zu immer mehr Hitzetagen – völlig unabhängig vom Zeitpunkt des ersten 30ers im jeweiligen Jahr.

So waren die Jahre 2019 und 2018 jene mit den meisten Hitzetagen im Deutschlandmittel seit Beginn der Wetteraufzeichungen, und das, obwohl im Vorjahr erst sechs Wochen nach der Premiere 2018 die 30 Grad geknackt wurden.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Bis zu 43 Grad: Erste Hitzewelle in Südosteuropa

Seit Freitag stöhnen die Menschen vom Süden Italiens über Griechenland bis Zypern und in die Türkei unter sengender Hitze. Verantwortlich für den Vorstoß der außergewöhnlich heißen Luft von der Sahara Richtung Mittelmeerraum ist ein Tief, welches sich von der Iberischen Halbinsel bis auf die Höhe von Sardinien verlagert hat. An dessen Vorderseite wird eben sehr heiße und trockene Wüstenluft angezapft und nach Norden gelenkt.

Ein Tief über der Iberischen Halbinsel zapft heiße Luft aus der Sahara an, inzwischen liegt es über Italien.

 

Neuer Monatsrekord in Athen

Wie außergewöhnlich eine solche Luftmasse Mitte Mai selbst in solch hitzegewöhnten Regionen ist, lässt sich anhand folgender Grafik gut erkennen. Sie zeigt die Entwicklung der Temperatur in rund 1500 m Seehöhe – für uns Meteorologen ist diese immer ein wichtiger Indikator, wie warm es dann auch am Boden wird. Als Faustregel gilt hierbei: Temperatur in 1500 m plus 15 Grad = Temperatur im Flachland.

Normalerweise pendeln die Temperaturen in 1500 m zu dieser Jahreszeit in Athen bei rund 12 oder 13 Grad. Bis Donnerstag werden aber rund 25 Grad erreicht, erst dann folgt eine Rückkehr zu jahreszeitlich „normalen“ Temperaturen.

Die Luftmassen sind 10 bis 15 Grad wärmer als normal.

Zählt man zu diesen 25 Grad wie oben beschrieben rund 15 Grad hinzu, so kommt man auf eine Höchsttemperatur von 40 Grad im Schatten. Diese wurde in Athen bisher zwar nicht erreicht, aber am Wochenende wurden jeweils 38 Grad als Höchsttemperatur gemessen. Damit wurde der bisherige Mairekord von 36,7 Grad bereits deutlich übertroffen.

Der Mairekord für Athen dürfte ziemlich sicher fallen.

43 Grad in Antalya

Nicht nur die griechische Hauptstadt ächzt unter der Hitze, in Palermo auf Sizilien wurden ebenso wie auf Kreta oder der Halbinsel Peloponnes 40 Grad gemessen. Auf Zypern waren es hingegen bis zu 43 Grad, genauso wie mancherorts in der Türkei. So wurden am gestrigen Sonntag beispielsweise auch in Antalya und damit in der normalerweise um diese Zeit bereits gut von Urlaubern bevölkerten Strandregion um Belek und Side 43 Grad im Schatten gemessen.

In Italien ist die große Hitze durch die Annäherung des verursachenden Tiefs inzwischen wieder beendet, weiter nach Osten hält die Hitzewelle jedoch noch bis Mitte der Woche an.

 

40 Grad: Erste markante Hitzewelle in Südeuropa

Verantwortlich für den Vorstoß der außergewöhnlich heißen Luft von der Sahara Richtung Mittelmeerraum ist ein Tief über der Iberischen Halbinsel. An dessen Vorderseite wird in den kommenden Tagen eben sehr heiße und trockene Wüstenluft angezapft und nach Norden gelenkt.

Ein Tief über der Iberischen Halbinsel zapft heiße Luft aus der Sahara an.

Wie außergewöhnlich eine solche Luftmasse Mitte Mai selbst in hitzegewöhnten Regionen wie Sizilien oder Griechenland ist, lässt sich anhand folgender Grafik gut erkennen. Sie zeigt die Entwicklung der Temperatur in rund 1500 m Seehöhe – für uns Meteorologen ist diese immer ein wichtiger Indikator, wie warm es dann auch am Boden wird. Als Faustregel gilt hierbei: Temperatur in 1500 m plus 15 Grad = Temperatur im Flachland.

Normalerweise pendeln die Temperaturen in 1500 m zu dieser Jahreszeit in Athen bei rund 12 oder 13 Grad. Bis in die neue Woche hinein werden aber rund 25 Grad gemessen, erst dann folgt eine Rückkehr zu jahreszeitlich „normalen“ Temperaturen.

Die Luftmassen sind 10 bis 15 Grad wärmer als normal.

Zählt man zu diesen 25 Grad wie oben beschrieben rund 15 Grad hinzu, so kommt man auf eine Höchsttemperatur von 40 Grad im Schatten. Und das ist auch genau jene Temperatur, die der griechischen Hauptstadt bevorsteht. Damit ist eines so gut wie sicher: Der bisherige Mairekord von 36,7 Grad wird in Athen fallen, wahrscheinlich sogar deutlich übertroffen!

Der Mairekord für Athen dürfte ziemlich sicher fallen.

Doch nicht nur Athen ist betroffen, praktisch ganz Griechenland steht vor einer markanten Hitzewelle. Daneben sind auch im Süden Italiens, in Albanien, Nordmakedonien, Bulgarien und in der Türkei Höchstwerte von 35 bis 40 Grad zu erwarten. Besonders in der Türkei sind im Hinterland sogar lokal 45 Grad möglich!

Neben der Heißluft erreichen auch größere Mengen Saharastaub den Süden Europas. Da es keinen Niederschlag gibt, wird dieser aber nicht ausgewaschen sondern dürfte nur für einen milchigen Himmel sorgen.

Auch Saharastaub wird mit der Heißluft nach Norden gelenkt.

Quelle Titelbild: pixabay

Sommerwetter mit Abstrichen

Sommer und Gewitter

Nach zwei unterkühlten und teils nassen Tagen macht sich von Westen her ein Hoch bemerkbar.  Somit dominiert in den meisten Landesteilen der Sonnenschein. Nur vom Mühl- und Waldviertel über die Obersteiermark bis nach Kärnten und die südliche Steiermark ziehen noch mehr Wolken und einzelne Schauer und Gewitter durch.

Niederschlagsmengen am Samstag mit den gemessenen Spitzenwerten pro Bundesland
Niederschlagsmengen am Samstag mit den gemessenen Spitzenwerten pro Bundesland
Blitzverteilung am Samstag
Blitzverteilung am Samstag

Es geht bergauf

Am Montag nähern sich die Temperaturen schon der 30-Grad-Marke an, dazu scheint zeitweise die Sonne. Ganz beständig verläuft aber auch der Wochenbeginn nicht, in Nordtirol und Salzburg kommt es am Nachmittag zu Schauern, in Osttirol und Kärnten sind am Abend einzelne Gewitter zu erwarten. Am Dienstag setzt sich das warme Sommerwetter fort, im Donauraum und im Osten liegen die Höchstwerte um die 30 Grad. Im Bergland hingegen wird es schwülwarm und zunehmend gewittrig. Lokal können die Gewitter auch schon kräftig ausfallen.

Zur Wochenmitte Hitze und Unwetter

Der Mittwoch verläuft Im Osten und Südosten dann heiß mit Höchstwerten von 30 bis 34 Grad. Im Westen bilden sich hingegen im Tagesverlauf kräftige Gewitter, die sich bis zum späten Abend auf den Großteil des Landes ausbreiten, nur von Unterkärnten bis zum Neusiedler See bleibt es noch freundlich. Die Gewitter können dann unwetterartig ausfallen, Starkregen, großer Hagel und Sturm sind möglich.

Der Donnerstag verläuft dann unbeständig und nass, am Freitag setzt sich wieder Sommerwetter durch und zum kommenden Wochenende deutet sich heißes Sommerwetter an.

Titelbild: StockAdobe

40 Grad am Donnerstag – fällt der Hitzerekord?

Am Donnerstag werden bis zu 40 Grad erreicht.

Schon am gestrigen Montag war es vor allem in der Südhälfte heiß, Spitzenreiter war Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz mit 32,6 Grad. Auf der folgenden Karte seht ihr, wo es gestern einen Sommertag (gelb, Höchstwert 25 Grad oder mehr) oder schon einen Tropentag (rot, Höchstwert über 30 Grad) gab.

Bereits am Montag war es hochsommerlich heiß.
Bereits am Montag war es hochsommerlich heiß.

Doch das war nur der Auftakt! Am heutigen Dienstag sind entlang des Rheins und westlich davon bereits 35 oder 36 Grad zu erwarten. Am Mittwoch sind in den gleichen Regionen 38, vereinzelt auch 39 Grad möglich!

Höhepunkt Donnerstag

Und dann kommt der Donnerstag, der möglicherweise einen Eintrag in die klimatologischen Geschichtsbücher findet. Auf der folgenden Karte seht ihr die Abweichung der Temperatur in rund 1600 m Höhe in der Nacht von Donnerstag zum Freitag. Wir sehen extreme Abweichungen von 13 bis 16 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel, der Norden Frankreichs, die Benelux-Länder und der Westen Deutschlands sind der Hotspot Europas.

Hitzeblase über Westeuropa am Donnerstag.
Hitzeblase über Westeuropa am Donnerstag.

Am späten Nachmittag nähern wir uns dann langsam der 40-Grad-Marke. Vereinzelt und für kurze Zeit könnte diese beispielsweise im Münsterland, am Niederrhein oder auch entlang der Mosel geknackt werden. Und dann bewegen wir uns im Bereich des Allzeitrekords für die Bundesrepublik!

Vor allem im Westen des Landes rücken die 40 Grad in Reichweite.
Vor allem im Westen des Landes rücken die 40 Grad in Reichweite.

Kitzingen auf Platz 1

Bis dato gehören 40 Grad in Deutschland noch zur absoluten Ausnahme. Den Hitzerekord hält Kitzingen in Unterfranken mit 40,3 Grad, aufgestellt gleich zweimal: Am 05.07. und am 07.08.2015.

Hier mal eine Übersicht aller Wetterstationen, die bislang die 40 Grad knacken konnten:

  1. 40,3 Grad in Kitzingen (2015)
  2. 40,2 Grad in Karlsruhe, Bad Mergentheim und Freiburg (2003/2015)
  3. 40,1 Grad in Weilerswist-Lommersum (2003)
  4. 40,0 Grad in Perl-Besch und Kösching (2003/1983)

Es bleibt also spannend, wir bleiben für euch am Ball!

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Samstag Unwettergefahr, dann Hitzewelle mit bis zu 39 Grad

Auf Unwetter am Samstag folgt kommende Woche große Hitze.

Schauen wir zunächst kurz auf die morgige Wetterlage: Tief THEO liegt über der Nordsee nahe Schottland. Deutschland befindet sich an dessen Vorderseite, der rote Pfeil signalisiert, dass heiße Luft aus dem Südwesten zu uns strömt. Von Westen her kommt aber schon die Kaltfront (mit den schwarzen Zacken) näher. Im Vorfeld der Front steigt somit die Gewittergefahr deutlich an!

Heftige Gewitter entwickeln sich am Samstag.
Heftige Gewitter entwickeln sich am Samstag.

Nachfolgend könnt ihr grob sehen, wo wir morgen mit den heftigsten Gewittern rechnen. Los geht es ab etwa Mittag im äußersten Westen, im Laufe des Nachmittags breiten sich die heftigen Gewitter ostwärts aus. Abends wird es dann auch in den neuen Bundesländern spannend. Im roten und violetten Bereich ist die Luftschichtung nicht nur sehr labil, auch die sog. Scherung ist gut ausgeprägt. Rechnet hier mit der ganzen Palette an Begleiterscheinungen von Gewittern:

  • kräftiger Regen
  • Hagel
  • schwere Sturmböen
  • selbst Tornados nicht ausgeschlossen!
Hier ist die Unwettergefahr am Samstag besonders hoch.
Hier ist die Unwettergefahr am Samstag besonders hoch.

Nach den Gewittern kommt Hitze

In den Folgetagen wird es von Tag zu Tag heißer. Nachfolgend haben wir für euch die erwarteten Höchsttemperaturen in Deutschland zum voraussichtlichen Höhepunkt der Hitzewelle (Mittwoch+Donnerstag). Natürlich kann sich da in den kommenden Tagen noch ein wenig ändern, was Timing und genaue Werte angeht. Aber dass die Hitze kommt, ist sicher!

Am Mittwoch werden mit Ausnahme der Mittelgebirgs-Hochlagen und dem Küstenumfeld von Nord- und Ostsee schon 30 Grad erreicht. Hitzepole dürfte dabei der Westen und Südwesten sein, vom Münsterland hinab bis zum Bodensee und westlich davon sind bereits 33 bis 37 Grad zu erwarten.

Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.

Am Donnerstag steigert sich die Hitze aus heutiger Sicht noch etwas. Lässt man die Küsten von Nord- und Ostee außen vor klettern die Temperaturen fast überall über die 30-Grad-Marke. Sengende Hitze mit 34 bis 39 Grad gibt es wieder von NRW bis nach Baden-Württemberg.

Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.

Zusätzlich zur Hitze tagsüber stehen vor allem den Ballungsräumen auch nachts sehr hohe Temperaturen bevor. Sinkt die Temperatur nicht unter 20 Grad, spricht man von einer Tropennacht. Und genau solche Nächte kündigen sich kommende Woche an, im Rhein-Main- sowie im Ruhrgebiet könnten sich sogar Tiefstwerte von rund 25 Grad einstellen!

Die Hitzewelle dürfte aus heutiger Sicht erst Richtung nächstes Wochenende von Westen her beendet werden.

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Hitze im Büro? Fünf ultimative Tipps zur Abkühlung!

Auch im Büro kann die Hitze zu schaffen machen.

1. Früher ins Büro

Könnt ihr eure Arbeitszeiten selbst und flexibel einteilen? Dann versucht doch mal an heißen Sommertagen früher ins Büro zu gehen. In den Morgenstunden herrschen meist noch kühlere Temperaturen, die sich für konzentriertes Arbeiten sehr gut eignen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr früher Feierabend machen könnt und euch bereits am späten Nachmittag im Badesee oder Schwimmbad abkühlen könnt.

2. Richtiges Lüften

Um zu vermeiden, dass die Luft im Büro tagsüber die gleichen Temperaturen erreicht wie die immer heißer werdende Außenluft gibt es einen einfachen Trick: Lüftet das Büro schon über Nacht oder in den frühen Morgenstunden, wenn es noch kühler ist. Sobald die Luft draußen wärmer wird oder die Sonnenstrahlen durch euer Fenster scheinen, solltet ihr alle Fenster bzw. Türen schließen, da es sonst auch im Büro immer wärmer wird. Außerdem verhindern geschlossene Jalousien und Rollläden, dass es sich im Raum weiter aufheizt.

3. Feuchte Abkühlung

Frisches Wasser kann nicht nur von innen, sondern auch äußerlich abkühlen. Für eine schnelle Hitze-Entlastung sorgt beispielsweise kaltes Wasser, das ihr über eure Handgelenke fließen lasst. Was auch Wunder bewirken kann, ist ein feuchter Waschlappen auf den Unterarmen. So werden nämlich die Hauptschlagadern und somit indirekt der gesamte Körper gekühlt.

4. Versteckte Wärmequellen

Nicht nur von außen dringt heiße Luft ins Büro, auch im Raum selbst gibt es versteckte Wärmequellen, die für ein Aufheizen der Raumluft sorgen. Viele elektronische Geräte strahlen Wärme aus, wenn sie eingeschaltet sind. Unser Tipp daher: Geräte, die gerade nicht benötigt werden, ausschalten!

5. Luftige Kleidung

Auch lockere Sommerkleidung kann einiges bewirken. Jackett und Krawatte beispielsweise verhindern die Luftzirkulation am Körper. Leichte, luftige Sommerkleidung aus Naturfasern dagegen verringert den Wärmestau, und verhindert damit auch starkes Schwitzen. Achtet außerdem darauf zu hellen Farben und hochwertigen Stoffen zu greifen, welche die Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben.

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Kommende Woche Rückkehr der 30 Grad

Die Hitze mit mehr als 30 Grad kommt zurück.

Kräftige Gewitter am Freitag, wechselhaftes Wochenende

Am Freitag gingen teils kräftige Gewitter nieder, rund 21.000 Blitze wurden am Himmel über Österreich gezählt. Am stärksten betroffen waren dabei die Steiermark, Oberösterreich und Vorarlberg. Neben kleinkörnigem Hagel kamen örtlich große Regenmengen zusammen, 37 l/m² prasselten am gestrigen Tag in Sulzberg vom Himmel. Auch der Samstag und Sonntag stehen noch im Zeichen von schaueranfälligem und etwas zu kühlem Sommerwetter, lokale Gewitter sind ebenfalls wieder einzuplanen. Unwettergefahr besteht am Wochenende aber nicht mehr.

Der Trend geht nach oben

In der neuen Woche stellen sich nicht nur häufig sonnige Verhältnisse ein, auch die Temperaturen beginnen wieder sukzessive zu steigen. Am Montag erwarten uns noch leicht unterdurchschnittliche 19 bis 26 Grad, am Mittwoch liegen die Höchstwerte dann schon zwischen 21 und 29 Grad. Auch die 30-Grad-Marke rückt wieder ins Visier, sie dürfte nach derzeitigem Stand am Freitag erstmals seit knapp zwei Wochen wieder geknackt werden. Ein erster, vorsichtiger Ausblick auf das kommende Wochenende deutet sogar mit Temperaturen bis zu 36 Grad große Hitze an.

Es wird sukzessive wärmer.
Es wird sukzessive wärmer.

Himmelsspektakel Dienstagnacht

Auch für alle Hobbyastronomen hat die neue Woche spannendes zu bieten. Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch lässt sich nämlich in Österreich eine partielle Mondfinsternis beobachten. Bei einer solchen Mondfinsternis tritt der Mond zumindest teilweise in den Kernschatten ein, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen.

Die Beobachtungschancen stehen im ganzen Land ausgezeichnet, meist ist der Himmel nämlich sternenklar oder nur gering bewölkt. Zunächst tritt der Mond um 20:43 Uhr in den Halbschatten der Erde ein, ehe er zwischen 22:01 und 00:59 Uhr teilweise in den Kernschatten der Erde eintaucht. Die maximale Verdunkelung findet um 23:30 Uhr statt, die Mondfinsternis endet schließlich um 02:17 Uhr.

Eckdaten für Wien (für andere Orte betragen die Abweichungen nur wenige Minuten):

  • 20:43 Uhr – Beginn der Halbschattenfinsternis
  • 22:01 Uhr – Partielle Finsternis beginnt
  • 23:30 Uhr – Höhepunkt der Mondfinsternis
  • 00:59 Uhr – Partielle Finsternis endet
  • 02:17 Uhr – Ende der Halbschattenfinsternis

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Hitze bis zu 38 Grad: Rekorde fallen

Die Hitzewelle bringt Temperaturen bis zu 38 Grad!

Für Juni kündigen sich wirklich extreme Höchstwerte an, die Temperaturen steigen am Mittwoch vereinzelt auf bis zu 38 Grad! Was diese Hitzewelle bemerkenswert macht, ist der Umstand, dass sie ungewöhnlich früh im Jahr kommt. Üblicherweise werden die heißesten Tage nämlich erst im Laufe des Julis und in der ersten Augusthälfte registriert.

Die Wetterlage ist auf dem folgenden Bild gut zu erkennen. Die extrem heiße Luft (dargestellt in den Farbtönen violett/pink) strömt von der Wüste Algeriens über das westliche Mittelmeer bis nach Frankreich, Deutschland, in die Schweiz und eben auch nach Österreich:

Aus Afrika kommt heiße Luft zu uns.
Aus Afrika kommt heiße Luft zu uns.

Hier mal eine repräsentative Auswahl jener Orte, an denen in den kommenden Tagen der Junirekord aller Voraussicht nach eingestellt oder sogar übertroffen wird:

Ort (Bundesland) bisheriger Junirekord
Feldkirch (Vorarlberg) 36,0 Grad
Bludenz (Vorarlberg) 36,1 Grad
Landeck (Tirol) 35,0 Grad
Innsbruck-Uni (Tirol) 35,7 Grad
Kufstein (Tirol) 35,8 Grad
Lienz (Tirol) 35,0 Grad
Bischofshofen (Salzburg) 34,7 Grad
St. Johann im Pongau (Salzburg) 34,6 Grad
Tamsweg (Salzburg) 33,5 Grad
Dellach im Drautal (Kärnten) 33,9 Grad
Villach (Kärnten) 35,3 Grad
Feldkirchen (Kärnten) 34,4 Grad

 

Nach Norden und Osten zu liegen einerseits die Junirekorde höher als im Westen und Süden, andererseits wird es hier in den nächsten Tagen auch nicht ganz so heiß. So sind etwa die 36,5 Grad in Wien ebenso wenig in Gefahr wie die 36,1 Grad in Eisenstadt. Auch der österreichweite Rekord ist wohl außer Reichweite, er liegt bei 38,6 Grad in Waidhofen/Ybbs.

Bundesland Junirekord bislang (Ort)
Wien 37,7 Grad (Innere Stadt)
Niederösterreich 38,6 Grad (Waidhofen/Ybbs)
Burgenland 37,4 Grad (Neusiedl/See)
Oberösterreich 36,7 Grad (Weyer)
Steiermark 38,1 Grad (Altenberg bei Hartberg)
Kärnten 36,0 Grad (Döllach)
Salzburg 35,8 Grad (Salzburg-Freisaal)
Tirol 36,6 Grad (Imst)
Vorarlberg 36,1 Grad (Bludenz)
  • in ROT markiert: Junirekord in Gefahr

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Hitze: 7 Tricks für eine kühle Wohnung!

Ventilatoren schaffen bei der Hitze Linderung.

1. Fenster schließen und Jalousien runter

Sehr früh am Morgen ist die beste Zeit zum Lüften und dabei Wohnung oder Haus etwas abzukühlen. Den Rest des Tages solltet ihr es hingegen vermeiden die Fenster zu öffnen, ganz besonders in den Nachmittags- und Abendstunden. Dadurch würde nämlich nur aufgeheizte Luft in die Wohnung gelangen. Zusätzlich ist es sehr hilfreich, wenn man eine Markise, Rollladen oder Jalousien verwendet. Letztere funktionieren aber meist nur dann gut, wenn sie außerhalb der Fenster angebracht sind.

2. Zugluft in der Wohnung

Die Fenster sollten so geöffnet werden, dass in der Wohnung Zugluft aufkommt. Das Fenster, durch das die Luft in die Wohnung gelangt, sollte nur wenig geöffnet werden. Das Fenster, durch das die Luft wieder herausströmt, sollte hingegen vollständig geöffnet werden. Im Idealfall befindet sich ersteres auf der Innenhofseite und letzteres auf der Straßenseite. Beachtet aber auch das Timing (siehe Tipp Nr. 1)!

3. Vorhänge anfeuchten

Vielleicht kennt ihr diesen Trick noch nicht: Feuchtet während der kühlsten Tageszeit eure Vorhänge an und sorgt für Zugluft in der Wohnung. Wenn kein Wind geht, könnt ihr auch einen Ventilator dafür verwenden. Ihr werdet spüren, dass sich der Raum abkühlt.

4. In der Nacht Pflanzen gießen

Die Vegetation kann auch dabei helfen, das Haus abzukühlen. Besonders wenn ihr zahlreiche Pflanzen in der Wohnung habt, solltet ihr diese in der Nacht und in den frühen Morgenstunden gießen. Wenn man dann lüftet, hilft die Feuchtigkeit der Erde dabei die hineinkommende Luft etwas abzukühlen.

5. Elektrische Geräte abschalten

Obwohl wir es manchmal nicht direkt bemerken, heizen viele elektrische Geräte zusätzlich den Raum auf. Den Kühlschrank könnt ihr zwar nicht abschalten, allerdings gibt es andere Geräte auf die man durchaus verzichten kann: Beispielsweise Staubsauger, Computer oder auch Fernseher.

6. LEDs statt Glühbirnen

Glühbirnen wandeln etwa 90% der verbrauchten, elektrischen Energie in fühlbare Wärme um. Wer noch welche angebracht hat, sollte sie mit LED-Lampen ersetzen. Dann könnt ihr euch nicht nur auf ein kühleres Haus, sondern auch auf eine billigere Stromrechnung freuen.

7. Bettwäsche kühlen

In den meisten Wohnungen gibt es Zimmer, die kühler sind als andere. Entweder dank einer besseren Isolierung oder einfach wegen der Orientierung. Bringt die Bettwäsche in das kühlste Zimmer und lasst sie dort, bis ihr wieder ins Bett geht. Wenn ihr alle diese Tipps beachtet und trotzdem noch unter der Hitze leidet, dann könnt ihr auch probieren, selbst eine Klimaanlage zu basteln! Das folgende Video erklärt wie es geht:

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Hitze: Juni 2019 auf Rekordkurs

Badewetter - pixabay.com

Hitzejuni 2003 in Reichweite

Der Juni 2003 leitete den sogenannten Jahrhundertsommer in Europa ein, er war mit einer Abweichung von +4,3 Grad zum langjährigen Mittel der bis dato wärmste Juni der Messgeschichte Österreichs. Der Juni in diesem Jahr ist aber auf dem besten Weg, diese Spitzenposition anzugreifen. Zur Monatshälfte liegen wir nämlich mehr als 4,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Die kommenden zwei Wochen entscheiden nun darüber, ob Platz eins ins Wanken gerät. Zumindest Platz zwei oder drei in der ewigen Bestenliste scheinen dem Juni 2019 aber schon so gut wie sicher zu sein, dort befinden sich die Jahre 2017 und 1811. Bei den Landeshauptstädten hat bis dato St. Pölten die Nase vorne, 5,4 Grad war die erste Junihälfte hier zu warm.

Temperaturabweichungen Landeshauptstädte im Juni 2019:

Stadt Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019 Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019 (1981-2010) Abweichung in Grad
Wien 23,5°C 18,3°C +5,2
St. Pölten 22,9°C 17,5°C +5,4
Eisenstadt 23,1°C 18,2°C +4,9
Graz 22,5°C 18,0°C +4,5
Linz 23,0°C 17,7°C +5,3
Klagenfurt 21,4°C 17,3°C +4,1
Salzburg 21,4°C 16,8°C +4,6
Innsbruck 21,8°C 17,2°C +4,6
Bregenz 19,4°C 16,6°C +2,8

Verbreitet zu trocken

In der ersten Monatshälfte blieb zudem flächendeckender Regen mit Ausnahme Vorarlbergs komplett aus, Regenschauer und Gewitter sorgten nur sehr lokal für größere Regenmengen. Mit 95 l/m² ist Fischbach in der Steiermark der nasseste Ort des Landes, rund 71% des durchschnittlichen Monatsniederschlags sind hier durch Gewitter schon zusammengekommen. Dem gegenüber stehen aber zahlreiche Orte, die nahezu komplett trockene zwei Wochen hinter sich haben. In Eisenstadt summierte sich nur 1 Liter pro Quadratmeter auf, keinen einzigen Tropfen Regen gab es bislang in Linz.

Sommerliche Aussichten

Auch die kommenden Tage fallen sommerlich warm aus, zudem sorgen die sehr milden Nächte für hohe Tagesdurchschnittstemperaturen. Mit bis zu 33 Grad wird es am Donnerstag am heißesten, die 30 Grad sind aber fast jeden Tag in Reichweite. Die nächste Hitzewelle kündigt sich für die kommende Woche an, dann fällt aus heutiger Sicht auch wieder die 35-Grad-Marke.

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Hitzerekorde und bis zu 50 Grad im Mai 2019

Im Mai gab es weltweit zahlreiche neue Hitzerekorde.

Zu kalter Mai

Fast 3 Grad zu kalt fiel der Mai in Österreich aus, wir hatten vor ein paar Tagen hier ausführlich berichtet. Es war somit der kälteste Mai seit 1991. Aber auch in Deutschland beträgt die Abweichung rund -2 Grad. Gut zu sehen ist der unterkühlte Monat auf der folgenden Karte, sie zeigt die Temperaturabweichungen im Mai in Europa:

In Mittel- und Südeuropa war der Mai deutlich zu kalt.
In Mittel- und Südeuropa war der Mai deutlich zu kalt.

Weite Teile Mittel- und Südeuropas (blaue Farbtöne) erlebten einen zu kalten Monat. Man erkennt aber auch schon riesige Landflächen über Russland, dem Nahen Osten und Nordwestafrika, wo es zu warm war (orange-rot).

Nur ein kleiner zu kalter Fleck

Betrachtet man die gleiche Karte auf der globalen Ebene, so wird eines deutlich. Zusammen mit den Menschen in Teilen der USA haben praktisch nur wir in Europa einen zu kalten Mai erlebt. Weitaus größere Flächen der Erde verzeichneten dagegen positive Abweichungen. Rund +0,5 Grad betrug diese im globalen Mittel – wieder, muss man sagen.

Global fiel der Mai rund ein halbes Grad zu warm aus.
Global fiel der Mai rund ein halbes Grad zu warm aus.

Dass ein Monat global gesehen nämlich zu kalt ausfällt, ist schon sehr lange her. Findet ihr diesen Monat auf der folgenden Grafik? Es ist der kleine blaue Balken im Dezember 1984, seitdem fiel jeder Monat auf der Erde deutlich zu warm aus:

Seit über 35 Jahren ist jeder Monat zu warm!
Seit über 35 Jahren ist jeder Monat zu warm!

Temperaturrekorde

Der zu warme Mai auf der Erde äußert sich auch in einigen Temperaturrekorden. In der Türkei wurde am Donnerstag dieser Woche eine neue Bestmarke für den Mai aufgestellt, 42,8 Grad gab es in Kırıkhan im Süden des Landes:

Auch auf Zypern fiel der nationale Mairekord tags zuvor mit 42,1 Grad in Athalassa:

Weitere Landesrekorde für den Mai gab es in u.a. Kenia, Indonesien,  im Niger, Syrien, Laos, Vietnam und Israel.

Kein Rekord, aber doch eine bemerkenswerte Marke wurde diese Woche in Pakistan geknackt: das erste Mal 2019 wurden auf der Erde 50 Grad gemessen:

 

Quelle Titelbild: pixabay

Frühe Hitze in Japan

Vergangenes Wochenende ging in die Geschichte der japanischen Wetteraufzeichnung ein: An etlichen Stationen des Landes lagen die Höchsttemperaturen über 30 Grad Celsius, auf der nördlichsten Insel, Hokkaido, wurden sogar neue Temperaturrekorde aufgestellt.

Federführende Druckgebilde

Zwischen einem Tief über Ostchina und ein flachen Hochdruckgebiet über dem Westpazifik gelangten äußert milde Luftmassen aus tropischen Ursprungs in Richtung Kamtschatka. Dabei wurde selbst in einer Höhe von rund 1500 m über dem Meer rund  20 Grad gemessen. Die ohnehin schon sehr warme Luft überströmte schließlich die nicht minder gebirgige Insel Hokkaido, in der Folge sorgten Föhneffekte (absinkende Luftmassen in der windabgewandten Seite des Gebirges) für einen zusätzlichen Temperatur-Boost.

An der Nordostküste Hokkaidos, im Städtchen  Saroma, wurden am Sonntagnachmittag historische 39,5 Grad gemessen. Beachtlich, denn seit Beginn der Aufzeichnungen blieben die Höchsttemperaturen der Präfektur im Mai stets unter 35 Grad – selbst der höchste je gemessene Wert der Insel lag bei 37,8 Grad (3. Juni 2014 in Otofuke).
Die hochsommerlichen Temperaturen führten zu etlichen Zugsausfällen im Schienenverkehr – präventiv wurden bestimmte Routen nicht befahren. Auch auf den südlichen Inseln wurden verbreitet Höchstwerte über 30 Grad, teils auch neue Rekorde gemeldet.

Badeurlaub im Norden. Ist die Ostsee das neue Mittelmeer?

Fjord in Norwegen

Norwegen, Schweden und Finnland besitzen wie die beliebten Sommerurlaubsländer Kroatien und Italien ebenso einen Zugang zum Meer. Für einen Badeurlaub waren die Temperaturen dort aber bisher einfach zu niedrig. Das hat sich jedoch in den letzten paar Wochen geändert. Dort herrschen derzeit so hohe Temperaturen, dass die Wassertemperatur beinahe das Niveau des Mittelmeers erreicht hat.

Wassertemperatur Ostsee © Danish Meteorological Institute
Wassertemperatur Ostsee © Danish Meteorological Institute

Im Norden hoch sommerliche Temperaturen

Ein ausgeprägtes Hoch sorgt dort für diese hohen Temperaturen. Während die durchschnittliche Temperatur im Juli in Norwegen und Finnland bei etwa 20°C liegt, sind die derzeitigen Werte weit darüber. Im Norden von Skandinaviens, etwa 20 km südlich des Nordkaps, wurden gestern sogar unglaubliche 30°C an zwei Stationen gemessen. Also ist es derzeit 2500 km nördlich von Österreich wärmer als hier in Wien.

Prognostizierte Maximaltemperatur vom 12. Juli ©Ubimet/NCEP
Prognostizierte Maximaltemperatur vom 12. Juli ©Ubimet/NCEP

Der weitere Trend der Wettermodelle zeigt aber wieder einen leichten Rückgang der Temperatur. Sicher ist aber, dass sich diese Hitze nicht wirklich gut auf den schon weit fortgeschrittenen Rückgang des arktischen Eises auswirken wird.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Trockenheit in Großbritannien

Trockenheit

In den vergangen Wochen fiel in Großbritannien kaum Regen. Landesweit verlief der Juni sehr trocken, gerade mal ein Drittel des üblichen Niederschlags wurde registriert. Im Südwesten von England fiel teilweise fast gar kein Regen. Dazu stellt sich in dieser Woche hochsommerliches Wetter mit Höchstwerte um die 30 Grad ein.

Moorbrände

Durch die anhaltende Trockenheit kam es in den vergangenen Tagen zu Moorbränden. Diese sind besonders schwer zu löschen, da sich der Brand im Unterboden des Moors abspielt. und es zu starker Rauchentwicklung kommt. Hier ein paar Bilder:

Trockenheit und Hitze setzen sich fort

Auch in der kommenden Woche setzt sich die Dürre fort. Bis auf ein paar Gewitter bleibt es weitgehend trocken und dazu liegen die Temperaturen weiterhin im sommerlichen Bereich. Sowie in Norddeutschland werden jetzt auch in England große Dürreschäden in der Landwirtschaft befürchtet.

Titelbild: www.visualhunt.com