Kräftige Gewitter brachten Sturm und Hagel am Montag

Erst noch Hitze

Im Vorfeld der Kaltfront wurde nochmals Hitze aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland geführt und insbesondere in der Osthälfte über den trockenen Böden wurde es sehr heiß.

Höchstwerte am Montag, den 25.7.2022 © DWD/UBIMET

Den äußersten Westen und Norden überzog hingegen schon am Vormittag die Kaltfront mit dichten Wolken, somit blieben hier die Werte gedämpft.

Nach Hitze Blitze

Während es in der Früh nur vereinzelt Gewitter im Südwesten gab, bildete sich im Vorfeld der Kaltfront eine Konvergenzlinie aus, an der am Nachmittag die ersten Gewitter ausgelöst wurden. In der Analyse ist die Konvergenzlinie in Gelb und die Kaltfront in Blau dargestellt. Entlang der Konvergenzlinie strömt Luft zusammen (daher der Name), hier ist der Druck geringfügig niedriger als in der Umgebung. Häufig reicht dieses Zusammenströmen aus, um Gewitter auszulösen, wie gestern der Fall war.

Händische Analyse der Situation am Montag, den 25.7.2022 um 17 Uhr MESZ und Blitze von 16 Uhr bis 17 Uhr © nowcast/UBIMET

Somit gingen in manchen Regionen, wie z.B. im östlichen Hessen und nordwestlichen Thüringen zwei Mal hintereinander kräftige Gewitter nieder, wie der Ablauf der Blitze zeigt. In Summe wurden am Montag rund 104.000 Blitze registriert. Bei den Gewittern wurden vereinzelt schwere Sturmböen gemessen, wie z.B. in Greifswald mit 100 km/h oder 95 km/h in Bad Hersfeld.

Leider brachten die Gewitter der Nacht nur im Süden nennenswerten Regen, hier teils mehr als 40 L/m², ansonsten waren es meist nur zwischen 5 und 10 L/m² mit lokalen Spitzen. Dementsprechend ist die Trockenheit nur geringfügig gelindert und die bestehenden Waldbrände können sich weiter ausweiten.

Blitzverlauf am Montag © nowcast/UBIMET
Niederschlagsumme der letzten 24 Stunden © UBIMET

Impressionen

 

 

 

 

Titelbild:https://twitter.com/IckNix/status/1551661133685194754/photo/1