Am Mittwoch wieder Starkregen und Gewitter

Im Vorfeld einer Tiefdruckzone über dem Nordwesten Europas strömen warme und feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa.

Bodendruck- und Frontenkarte für Mittwoch, den 14. September 20021. (DWD)

Die Kaltfront des Tiefs ROLAND überquert Deutschland am Mittwoch und Donnerstag von Nordwest nach Südost und dabei steigt in der energiereichen Luft die Schauer- und Gewitterneigung im ganzen Land an.

Im Vorfeld einer Kaltfront gelangt sehr energiereiche Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland (Klick auf die Karte startet die Animation). (ECMWF, UBIMET)

Bereits am Vormittag muss im Westen und Nordwesten mit kräftigem Regen gerechnet werden. Von Rheinland-Pfalz und Nord-Hessen bis nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist am Mittwoch lokal Starkregen zwischen 20 und 40 Liter in wenigen Stunden möglich.

Niederschlagsanimation für Mittwoch, 14.09.2021 (auf das Bild klicken). RACE-Modell (UBIMET)

Ab Mittwochnachmittag ist dann auch im Süden und Südosten mit einzelnen Gewittern zu rechnen. Insbesondere in Alpennähe ist das Unwetterpotential am größten, hier sind auch kräftige Gewitterzellen mit Starkregen möglich.

Am Donnerstag verlagert sich die Schauer- und Gewittertätigkeit dann in den Süden und Südosten, hinter der Kaltfront beruhigt sich das Wetter im Großteil des Landes wieder.

Titelbild: pixabay.com

1,4 Millionen Blitze im Sommer 2021

Vom 1. Juni bis zum 31. August registrierte das Blitzortungssystem LINET (Lightning Detection Network) von nowcast, dem Blitzspezialisten der UBIMET-Gruppe, im Hochpräzisionsmessbereich über ganz Österreich verteilt exakt 1.425.196 Blitzentladungen (Wolken- und Erdblitze inkl Folgeblitze). Das entspricht dem höchsten Wert seit dem Sommer 2017 und liegt oberhalb des 10-jährgen Mittels von 2011 bis 2020. Interessant ist dabei, dass fast die Hälfte aller Blitze des Sommers alleine im Monat Juli verzeichnet wurden.

Norden Top, Süden Flop

Mit exakt 468.179 Blitzentladungen führt Oberösterreich das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von Niederösterreich mit 363.349 und der Steiermark mit 274.283 Entladungen. Selbst im flächenmäßig kleinste Bundesland Wien wurden 9.661 Blitze erfasst. Bei der Blitzdichte liegt an erster Stelle ebenfalls Oberösterreich mit 39 Entladungen pro Quadratmeter, gefolgt von Wien mit 23 und Niederösterreich mit 19 Blitzen pro km². Damit war es hier der blitzreichste Sommer seit 2012. Die blitzreichsten Bezirke befinden sich in Oberösterreich sowie in der Steiermark, angeführt von Braunau am Inn mit 69.182 Entladungen. Danach folgen die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Liezen und Gmunden mit rund 40.000 Blitzen.

Ganz anders sieht es dagegen im Süden aus, so wurde in Kärnten gar ein neuer Negativrekord seit Beginn der modernen Blitzerfassung im Jahre 2009 aufgestellt (bei einer Blitzdichte von knapp 6 Entladungen pro Quadratmeter).

Blitzdichte pro km²
Oberösterreich 39.1
Wien 23.3
Niederösterreich 19.0
Steiermark 16.7
Salzburg 12.4
Burgenland 11.5
Vorarlberg 9.0
Tirol 7.8
Kärnten 5.6

 

Auf Gemeindeebene liegt ebenfalls Oberösterreich in Führung: Besonders die Gemeinden an der deutsch-österreichischen Grenze weisen die höchste Blitzdichte auf. An erste Stelle liegt Überackern in Braunau am Inn mit 96 Blitzen pro Quadratkilometer.

Stärkster Blitz in Amstetten

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Niederösterreich gemessen. Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 335.600 Ampere am Morgen des 14. Juli in Amstetten in Niederösterreich. In kürzester Zeit wurde dabei mehr als 20.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

Gemeinde Max. Stromstärke  [Ampere]
Amstetten (NÖ) 335.600
Mühlen (St) 330.000
Burgschleinitz-Kühnring (NÖ) 298.500
Friesach (K) 294.400
Matrei in Osttirol (T) 286.800

Durchschnittlicher Sommer

Wenn man nur Blitze ab einer Stärke ab 5000 Ampere betrachtet (orientiert an der internationalen Norm IEC 62858), wurden in diesem Sommer 459.063 Blitze gemessen. Diese Zahl liegt zwar leicht unter dem Durchschnitt, allerdings deutlich über dem Wert vom letzten Jahr mit nur 325.257 Blitzen. Auch wenn die Steiermark in diesem Sommer das Ranking der Gesamtblitze nicht anführt, gab es in diesem Bundesland aber an den meisten Tagen Gewitter. Von möglichen 92 wurde an 67 Tagen mindesten ein Blitz erfasst, in Kärnten waren es 65 Tage. Insgesamt wurde in ganz Österreich an 81 von 92 Tagen eine Blitzentladung registriert.

Gemeinde Tage mit Blitzen
Metnitz (K) 33
Wolfsberg (K) 33
Frantschach-Sankt Gertraud (K) 32
Schwanberg (St) 31
Deutschlandsberg (St) 31

Heftige Gewitter

Anfang August wurde in Reichersberg im Innviertel im Zuge eines starken Gewitters eine Orkanböe von 121 km/h registriert, generell gab es im Alpenvorland einige Gewitterlagen, wo orkanartige Böen gemessen wurden. Ebenso kam es besonders im oberösterreichischem Seengebiet gebietsweise zu sehr großem Hagel mit bis zu 8 Zentimetern. Noch länger in Erinnerung wird vielen der 24. Juni bleiben. An diesem Tag bildete sich an der tschechischen Grenze ein starker Tornado, der leider auch Todesopfer forderte. Auch das Wochenende vom 17. und 18. Juli hat besonders in Salzburg Spuren hinterlassen. In Hallein sorgte anhaltender Starkregen für eine massive Sturzflut. Die größte Regenmenge im Zuge eines Gewitters kam am Abend des 30.07 auf der Lassnitzhöhe in der Steiermark zusammen: In nur einer Stunde prasselten 67 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel.

Titelbild: Blitze über Korneuburg © Storm Science Austria

620.551 Blitze im August 2021

Im August 2021 registrierte das Blitzmesssystem von nowcast im Hochpräzisionsmessbereich über ganz Deutschland verteilt exakt 620.551 Blitzentladungen (Wolken- und Erdblitze inklusive Folgeblitze). Das sind nur rund die Hälfte der Blitzentladungen im Vergleich zum August des Vorjahres, ähnlich blitzarm verlief zuletzt der August 2016. Der diesjährige Wert liegt auch deutlich unter dem 10-jährigen Mittel von 2011 bis 2020, welches etwa 900.000 Blitzentladungen entspricht.

Ein Drittel aller Blitze im August an nur einem Tag

Am Anfang und Ende des Monats herrschte meist kühles und wechselhaftes Wetter, in der Monatsmitte kam jedoch eine kurze Hitzewelle auf. Diese wurde am 15. August von einer markanten Kaltfront mit kräftigen Gewittern, vor allem in der Südhälfte des Landes, beendet. Alleine an diesem Tag wurden etwa ein Drittel aller im August in Deutschland registrierten Blitzentladungen gemessen.

Blitzverlauf der Gewitter in Deutschland am 15. August 2021. © UBIMET/nowcast

Spitzenreiter Bayern, weniger Blitze im Osten und in der Mitte

Mit  238.686 Blitzentladungen führt das flächenmäßig größte Bundesland Bayern das Bundesländer-Ranking an, an zweiter Stelle folgt mit 116.367 Entladungen Baden-Württemberg. Niedersachsen komplettiert mit 94.420 Entladungen das Podium. Somit entfallen rund zwei Drittel aller Blitze in der Bundesrepublik auf diese drei Bundesländer. Deutlich weniger Gewitter und Blitzentladungen gab es hingegen von Rheinland-Pfalz und NRW über Hessen und Thüringen bis in den Osten des Landes. In Berlin wurden 288 Blitzentladungen gemessen.

Die Blitzdichte in Deutschland für den Monat August 2021.  © UBIMET/nowcast

In Bezug auf die Blitzdichte liegt mit 3,4 Blitzen pro km² Bayern knapp vor Baden-Württemberg mit 3,2 Blitzen pro km². An 3. Stelle liegt das Saarland mit 2,5 Blitzen pro km².

Stärkste Entladung in Rheinland-Pfalz

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampère angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Rheinland-Pfalz gemessen: Spitzenreiter war eine Entladung mit rund 350 kA am 22. August in Wattenheim im Kreis Bad Dürkheim. Kurzzeitig wurde dabei eine fast 22.000 mal höhere Stromstärke erreicht, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit maximal 16 Ampère verfügbar ist.

Blitzverlauf der Gewitter in Deutschland am 22. August 2021. © UBIMET/nowcast

 

Titelbild: pixabay.com

Rückblick: Am Sonntag im Osten und Süden Gewitter und Starkregen

Gewittergefahr am Sonntag - UWZ

+++ Update 19:05 Uhr +++

Die Gewitter im Süden und Südosten haben bereits für eine Abkühlung gesorgt, damit ist es derzeit im noch trockenen Nordosten am wärmsten. In Wien werden derzeit noch sommerliche 25,6 Grad gemessen. Die meisten Blitze gibt es aktuell in Tirol und nun zunehmend auch im Norden Oberösterreichs, in den kommenden Stunden verlagert sich der Schwerpunkt in den Nordosten des Landes.

Damit beenden wir unseren Live-Ticker und wünschen einen schönen Sonntagabend!

Blitze und Temperatur um 19 Uhr.

+++ Update 18:45 Uhr +++

In Pörtschach am Wörthersee wurden 18 mm innerhalb von einer Stunde gemessen, das Gewitter in Unterkärnten schwächt sich aktuell aber etwas ab.

+++ Update 18:30 Uhr +++

Ein starkes Gewitter zieht in den kommenden Minuten knapp südlich von Innsbruck über das Wipptal hinweg (der Kern trifft die Region etwa zwischen Patsch und Mühlbachl).

Der Bick von Sistrans nach Westen. © https://www.stefanjud.net

+++ Update 18:10 Uhr +++

Ein kräftiges Gewitter hat sich nun knapp nördlich von Leibnitz in der Steiermark gebildet und zieht langsam ost- bis nordostwärts. Vorsicht vor Hagel und Starkregen!

Radarbild um 18:10 Uhr. © AustroControl / UBIMET

Anbei noch ein paar Bilder der Überflutungen im Rum Krumbach in der Buckligen Welt:
FF Krumbach

+++ Update 18:00 Uhr +++

Die meisten Gewitter sind aktuell im Bereich der Koralpe unterwegs, aber auch im Tiroler Oberland ziehen aus Westen Schauer und Gewitter durch. Die meisten Blitze werden hier aktuell im Bereich des Sellraintals erfasst. Die Hauptgefahr stellen hier punktuell große Regenmengen in kurzer Zeit dar.

+++ Update 17:40 Uhr +++

Das Gewitter in Kärnten zieht knapp nördlich vom Wörthersee durch, anbei ein Webcambild aus Velden.

Webcam Velden. © Bootswerft Schmalzl

Die nassesten Station in den vergangenen 3 Stunden:

  • 28 mm Kindberg (ST)
  • 25 mm Turnau (ST)
  • 18 mm Kroisegg (B)
  • 17mm Bernstein (B)
  • 16 mm Bregenz (V)

+++ Update 17:30 Uhr +++

Anbei noch eine Video vom heutigen Hagelunwetter in Lichtenwörth (Wiener Neustadt-Land):

+++ Update 17:10 Uhr +++

Ein kräftiges Gewitter zieht aktuell in Kärnten von den Nockbergen in Richtung Ossiacher See. Hier besteht örtlich die Gefahr von Starkregen, kräftigen Windböen und Hagel! Weiters nehmen nun auch erste Gewitter ausgehend von Bayern Kurs auf das Innviertel in Oberösterreich.

+++ Update 16:45 Uhr +++

Der erste, vorlaufende Schub an Gewitter von Osttirol über Kärnten bis an den Alpenostrand hat sich nun etwas abgeschwächt, stellenweise regnet es hier aber noch kräftig. Der nächste Schub zieht in den Abendstunden von Bayern auf. Am Satellitenbild sieht man den Tiefkern über den Niederlanden bzw. Nordwestdeutschland, die Kaltfront des Tiefs erfasst derzeit aus Nordwesten Bayern.

Satellitenbild und Blitze um 16:45 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

+++ Update 16:20 Uhr +++

Das Gewitter bei Eisenstadt hat sich nun aufgelöst, zuvor hat es noch stellenweise für Hagel und Starkregen gesorgt.

+++ Update 16:10 Uhr +++

An drei Wetterstationen wurde heute die 30-Grad-Marke erreicht:

  • 30,2 Grad Güssing
  • 30,2 Grad Bad Radkersburg
  • 30,0 Grad Andau

Aktuell herrschen wieder größere Unterschiede von West nach Ost: Während etwa in Bregenz 19 Grad gemessen werden, sind es in Klagenfurt noch 28 Grad.

+++ Update 15:55 Uhr +++

Ein kräftiges Gewitter zieht aktuell von Wiener Neustadt in Richtung Eisenstadt, hier muss man mit Starkregen und vereinzelt auch Hagel rechnen!

Radarbild um 15:45 uhr. © AustroControl / UBIMET

+++ Update 15:50 Uhr +++

Seit Mitternacht wurden bislang etwa 6.000 Blitzentladungen in Österreich erfasst, die meisten davon in der Steiermark:

  • 1.801 Steiermark
  • 1.348 Niederösterreich
  • 1.116 Vorarlberg

Vorarlberg war bereits in der Nacht von Gewittern betroffen, etwa am Rohrspitz wurden um 3:30 Uhr Böen bis 89 km/h gemessen.

Bisheriger Blitzverlauf. © UBIMET

+++ Update 15:30 Uhr +++

Vor allem im südlichen Bergland und am Alpenostrand sind bereits kräftige Gewitter entstanden, lokal wurden bereits große Regenmengen in kurzer Zeit verzeichnet:

  • 41 mm Tauchen-Schaueregg (ST)
  • 30 mm Mönichkirchen (NÖ)
  • 29 mm Hochneukirchen (NÖ)
  • 20 mm Rohrbachschlag (ST)

+++ Übersicht +++

Das Frontensystem vom Tief MANFRED mit Kern derzeit knapp westlich von Deutschland sorgt in den Nordwesthälfte Österreichs bereits für unbeständiges Wetter. Hier ändert sich die Lage im Tagesverlauf nur wenig, denn auch am Nachmittag sind weiterhin Schauer und Gewitter einzuplanen. In der noch sonnigen Südosthälfte dagegen bilden sich ab den Nachmittagsstunden ausgehend vom Bergland aufgrund der ausgeprägten Tageserwärmung und der aufziehenden Front teils heftige Gewitter.

Satellitenbild am Sonntag um 9:30 Uhr - EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbild am Sonntag um 9:30 Uhr – EUMETSAT, UBIMET

Vor allem in Vorarlberg wurden aber viele bereits in der Früh von lauten Knallern geweckt. Im westlichsten Bundesland Österreichs wurden seit Mitternacht nämlich schon mehr als 1000 Blitzentladungen geortet!

Blitzverlauf in den Morgenstunden am Sonntag - UBIMET, nowcast
Blitzverlauf in den Morgenstunden am Sonntag – UBIMET, nowcast

Die morgendlichen Gewitter fielen hier schon zum Teil kräftig aus. Vom Rheintal bis zum Außerfern kamen vielerorts 10 bis 15 l/m² Regen binnen wenigen Minuten zusammen und einige exponierten Stationen meldeten schon Sturmböen über 70 km/h.

Regensumme in den Morgenstunden am Sonntag - UBIMET, ZAMG
Regensumme in den Morgenstunden am Sonntag – UBIMET, ZAMG
Stärkste Windböen in den Morgenstunden am Sonntag - UBIMET, ZAMG
Stärkste Windböen in den Morgenstunden am Sonntag – UBIMET, ZAMG

Wie bereits erwähnt wird es im Osten und Südosten des Landes im Vorfeld der Front noch einmal sommerlich warm bis heiß mit Höchstwerten oft um die 30-Grad-Marke.

Prognose der Höchstwerte am Sonntag - UBIMET
Prognose der Höchstwerte am Sonntag – UBIMET

Doch genau diese zusätzliche Erwärmung wird die nachmittäglichen Gewitter mit etwas mehr Energie versorgen. Deswegen sind in den derzeit sonnigen Regionen lokal teils unwetterartige Entwicklungen zu erwarten. Hier besteht zum Abend hin erhöhte Gefahr von kräftigen Gewittern, die örtlich neben Starkregen und Sturmböen auch Hagel bringen können. Im äußersten Südosten wird es erst in der Nacht auf Montag gewittrig.

Gewittergefahr am Sonntag - UWZ
Gewittergefahr am Sonntag – UWZ

Ein paar wichtige Links für euch:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Höchstwerten, Blitzentladungen und Regenmengen haben ihr stets auf dieser Seite parat.
  • Bleiben Sie immer rechtzeitig über aktuelle Unwetterereignisse informiert! Melden Sie sich für unsere Push-Benachrichtigungen an: Push-Nachrichten

 

Titelbild: Gewittergefahr am Sonntag – UWZ

Kaltfront bringt am Sonntag kräftige Gewitter und Starkregen

Regenschauer und Gewitter

Aktuell am Samstagnachmittag befindet sich der Kern von Tief MANFRED noch über dem Norden Irlands. Ausgehend vom Tief reicht aber die zugehörige Kaltfront bis nach Frankreich und sorgt hier bereits für erste Gewitter. In der Nacht zum Sonntag nimmt die Gewitterneigung auch im äußersten Westen Deutschlands zu.

Satellitenbild am 21.08.2021 um 14 Uhr - EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbild am 21.08.2021 um 14 Uhr – EUMETSAT, UBIMET

Aufziehende Gewitter

In der Nacht zum Sonntag erreicht die Störung den Westen Deutschlands und besonders vom Oberrheingraben über das Rhein-Main-Gebiet bis nach NRW ziehen örtlich Schauer und Gewitter durch. Am Sonntag breiten sich diese rasch ostwärts aus: In der Südhälfte sind die Gewitter recht flott unterwegs und bringen lokal neben Starkregen auch kleinkörnigen Hagel und Sturmböen. Nach Norden zu verlagern sich Schauer und Gewitter hingegen kaum: Hier besteht somit die Gefahr von großen Regenmengen binnen wenigen Minuten bzw. Stunden. Nur von der dänischen Grenze bis nach Rügen ist die Gewittergefahr am Sonntag sehr gering.

Gewitterpotential am Sonntag - UWR
Gewitterpotential am Sonntag – © www.UWR.de

Regional große Regenmengen

Der Tiefkern von MANFRED zieht am Sonntag bzw. Sonntagnacht direkt über Deutschland hinweg und an seinem  Nordrand fällt gebietsweise kräftiger Regen. Vom Großraum Hannover bis zur niederländischen Grenze regnet es schon im Laufe des Sonntags teils gewittrig verstärkt. Am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag gehen die Schauer und Gewitter dann auch im Osten allmählich in kräftigen Regen über. Besonders von Berlin bis zum Harz und dem Erzgebirge sind ergiebige Mengen von 30 bis 50 l/m² Regen in Sicht. Örtlich können aber eingelagerte Schauer oder Gewitter für noch größere Mengen sorgen! Das größte Potential dafür zeichnet sich in einem Streifen vom Harz bis zum Oderbruch ab.

48-stündige Niederschlagssumme bis Montagabend in l/m² - UBIMET UCM Modell
48-stündige Niederschlagssumme bis Montagabend in l/m² – UBIMET UCM Modell

Die ersten Warnungen des UWR sind bereits aufrecht und stehen für registrierte Nutzerinnen und Nutzer schon zur Verfügung.

Warnungen vor Starkregen gültig von Sonntagvormittag bis Montagabend (Stand 21.08.2021 um 14:15 Uhr) - UWR
Warnungen vor Starkregen gültig von Sonntagvormittag bis Montagabend (Stand 21.08.2021 um 14:15 Uhr) – UWR

 

Titelbild: Regenschauer und Gewitter – pixabay.com

Nachlese: Kaltfront brachte heftige Gewitter und Starkregen

Die meisten Gewitter haben sich deutlich abgeschwächt bzw. ziehen diese in Richtung Ungarn ab. Vor allem von Unterkärnten bis ins Südburgenland regnet es in den kommenden stellenweise aber noch kräftig weiter. Ab morgen beruhigt sich das Wetter dann Allgemein wieder.

Wir beenden damit unseren Live-Ticker und bedanken uns für das Interesse! Wir wünschen eine erholsame Nacht.

Zusammenfassung

Die markante Kaltfront die heute Österreich überquerte führte zu zahlreichen Gewitter bzw. auch zu einigen Gewitterlinien. In Summe wurden etwa 86.000 Blitze erfasst, den stärksten Blitz gab es mit 330kA im Bezirk Murau. Begleitet wurden die Gewitter durch heftigen Regen, der besonders im Pinz- und Pongau zu einigen Vermurungen und Überschwemmungen führte. Am meisten Regen fiel in den letzten 24 Stunden an der Wetterstation auf der Rudolfshütte. Hier wurden 68 Liter gemessen. Die stärkste Böe gab es mit Durchzug eines Gewitters mit 120km/h an der Schmittenhöhen.

+++ Update 23:45 +++

Nun beginnt es auch im Süden der Steiermark. Über der Kor- und Packalpe haben sich die ersten Gewitter gebildet und diese ziehen in nordöstliche Richtung ins Grazer Becken und die Südsteiermark! Rechnet hier mit Starkregen, kleinem Hagel sowie lokalen Sturmböen.

+++ Update 23:00 +++

Der gewittrige Starkregen im östlichen Flachland zieht in der kommenden Stunden in Richtung Osten ab. Derzeit gehen noch in Kärnten sowie im Südburgenland kräftige Gewitter nieder. Besonders in der Süd- und Oststeiermark sowie später auch im Südburgenland besteht weiterhin erhöhte Unwettergefahr!

Radar- und Blitzanimation der letzten 60 Minuten ©Ubimet/Austrocontrol/Nowcast

+++ Update 22:10 Uhr +++

Die Gewitter verlassen nun den Osten des Landes. Unwettergefahr besteht somit vor allem im Süden noch für ein paar Stunden. Am Alpenostrand bleibt es zudem in der Nacht und am Dienstagmorgen weiterhin windig aus West bis Nordwest, in exponierten Lagen sind dabei weiterhin stürmische Böen zu erwarten.

Radarbild 21:55 Uhr - UBIMET, Austrocontrol
Radarbild 21:55 Uhr – UBIMET, Austrocontrol

+++ Update 21:30 Uhr +++

Besonders von Unterkärnten über das Grazer Becken und die Südsteiermark bis ins Burgenland muss man bis Mitternacht mit kräftigen Gewittern inklusive Starkregen, Hagel und Sturmböen rechnen.

Blitze der letzten drei Stunden bis 21:10 Uhr - nowcast, UBIMET
Blitze der letzten drei Stunden bis 21:10 Uhr – nowcast, UBIMET

+++ Update 20:45 Uhr – Starke Blitze +++

In Wien sind derzeit starke Blitzentladungen über 50 kA zu hören, inklusive lauten und gefährlichen Naheinschläge.

+++ Update 20:35 Uhr – Radarbild +++

Eine kräftige Gewitterlinie zieht derzeit über die Mur-Mürz-Furche und den Wiener Becken bzw. den Süden Wiens hinweg. In den kommenden Minuten wird das Grazer Bergland und die Semmering-Wechsel-Region sowie das Nordburgenland davon betroffen sein. Hier sind weiterhin Starkregen, Hagel und Sturmböen einzuplanen!

Radarbild 20:25 Uhr - UBIMET, Austrocontrol
Radarbild 20:25 Uhr – UBIMET, Austrocontrol

+++ Update 20:20 Uhr +++

Im Westen (Innsbruck, Bregenz) Abendrot, im Süden und Osten (St.Pölten, Wien, Eisenstadt, Graz, Lienz und später auch Klagenfurt) aufziehende Gewitter!

Starkregen in Wien um 20:20 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/bisamberg/
Starkregen in Wien um 20:20 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/bisamberg/
Abendrot in Innsbruck um 20:20 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni-west/
Abendrot in Innsbruck um 20:20 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni-west/

+++ Update 20:00 Uhr +++

Auch unmittelbar südlich der ital. Grenze in Südtirol – v.a. im Ahrntal und am Brennerpass – sorgten große Regenmengen in kurzer Zeit für schwere Schäden und Überflutungen!

+++ Update 19:45 Uhr – Zivilschutzalarm in Sankt Johann im Pongau +++

Die heftigen Gewitter der vergangenen Stunden führten leider zu schweren Überflutungen in Sankt Johann im Pongau!

+++ Update 19:35 Uhr – Radarbild +++

Derzeit ziehen die kräftigsten Gewitter vom Hauptkamm in Richtung Mur-Mürz-Furche bzw. Grazer Bergland und Semmering-Wechsel-Region. Hier ist in den kommenden Stunden örtlich mit heftigem Regen, Hagel und Sturmböen zu rechnen!

Radarbild 19:25 Uhr - UBIMET, Austrocontrol
Radarbild 19:25 Uhr – UBIMET, Austrocontrol

+++ Update 19:10 Uhr +++

Top 3 der letzten Stunde bis 19 Uhr.

Regen:
Radstadt (S) 45.0 l/m²
Kremsmünster (OÖ) 39.0 l/m²
Altmünster (OÖ) 36.3 l/m²

Windböen (Tallagen):
Kremsmünster (OÖ) 90 km/h
Windischgarsten (OÖ) 79 km/h
Bad Mitterndorf (ST) 77 km/h

+++ Update 18:55 Uhr +++

Die Wetterstation in Kremsmünster zeigt, wie die abendlichen Gewitter noch unwetterträchtig sein können: 35.1 l/m² Regen in 20 Minuten und Sturmböen um 90 km/h! Die Linie zieht in Richtung Mostviertel weiter.

+++ Update 18:45 Uhr +++

Die Gewitter im Zentralraum schauen derzeit etwas weniger organisiert zu sein. Dennoch ziehen sie nach Osten weiter und können im Laufe des Abends in der Südosthälfte des Landes durchaus noch heftig ausfallen!

Blitze der letzten dre Stunden bis 18:30 Uhr - nowcast, UBIMET
Blitze der letzten dre Stunden bis 18:30 Uhr – nowcast, UBIMET

+++ Update 18:25 Uhr +++

Im Osten und Südosten des Landes wurde heute vor den Schauern und Gewittern verbreitet einen „Hitzetag“ (Tageshöchstwert über 30 Grad) verzeichnet! Morgen ist dann aber mit der Hitze eindeutig vorbei:

Höchstwerte am Montag - UBIMET, ZAMG
Höchstwerte am Montag – UBIMET, ZAMG
Prognostizierte Höchstwerte am Dienstag - UBIMET UCM Modell
Prognostizierte Höchstwerte am Dienstag – UBIMET UCM Modell

+++ Update 18:15 Uhr +++

Im Westen ist die erste Störung schon durch und am Bodensee machen sich nun erste Auflockerungen bemerkbar. Hier setzt aber ab Mitternacht mit Eintreffen einer zweiten Kaltfront neuerlich schauerartiger Regen ein! Unwetterartige Entwicklungen sind dann aber nicht mehr zu erwarten.

Webcam Dornbirn-Karren um 18:10 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn/
Webcam Dornbirn-Karren um 18:10 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn/

+++ Update 18:00 Uhr +++

Das Gewitter im Pongau ist derzeit mit Abstand die gefährlichste Zelle des Landes. 35 l/m² Regen mit kleinkörnigem Hagel fielen in nur 20 Minuten (bis 18 Uhr) in Sankt Johann, in Sankt Veit waren es 18 l/m²! Im Salzkammergut muss man sich hingegen auch abseits von Gewittern auf teils stürmische Böen vorbereiten, denn sowohl in Golling als auch in Abtenau wurden schon Böen von 60 bis 70 km/h verzeichnet.

+++ Update 17:45 Uhr +++

Vor allem die Gewitterzelle im Pongau, die in Kurze auch das Ennstal erreicht (violett) kann durchaus größere Schäden durch Hagelschlag und schwere Sturmböen sowie Starkregen verursachen!

Blitze der letzten Stunde bis 17:35 Uhr und Verlagerung der heftigsten Gewitter - nowcast, UBIMET
Blitze der letzten Stunde bis 17:35 Uhr und Verlagerung der heftigsten Gewitter – nowcast, UBIMET

+++ Update 17:25 Uhr – Radarbild +++

Die Gewitter erreichen derzeit das Ennstal, das Salzkammergut und den westlichen Donauraum. Auch am Alpenostrand bilden sich immer wieder teils gewittrige Schauer, die über Wien hinweg ziehen.

Radarbild 17:25 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radarbild 17:25 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++ Update 16:55 Uhr – teils höchste Warnstufe im Salzburger Land +++

Schwere Sturmböen über 90 km/h wurden in Mittersill in der letzten Stunde gemessen. Aufgrund dieser Messung und die Meldungen aus dem Zillertal haben wir nun die höchste Warnstufe (violett) für die aufziehenden Gewitter ausgegeben. Dies betrifft in den kommenden Minuten in erster Linie den Pinzgau, den Pongau und den Flachgau.

Gewitterwarnungen am Montag um 16:50 Uhr - UWZ, UBIMET
Gewitterwarnungen am Montag um 16:50 Uhr – UWZ, UBIMET

+++ Update 16:35 Uhr +++

Schwere Unwetterschäden werden derzeit im Zillertal gemeldet! Diese Gewitter ziehen nach Osten in Richtung Salzburger Land weiter!

Im Außerfern sorgten die Gewitter für heftigen Regen und kleinkörnigen Hagel: Die B179 ist derzeit teilweise gesperrt:

+++ Update 16:20 Uhr – heftiger Starkregen im Wiener Becken +++

Eine weitere Gewitterzelle ist über Gumpoldskirchen (NÖ) gezogen. Die Wetterstation im Ort verzeichnete 21 l/m² binnen 10 Minuten bis 16:10 Uhr. In einer Stunde fielen somit hier bereits 57.8 l/m² Regen, in zwei Stunden sind es sogar 79.4 l/m²! Mit großer Wahrscheinlichkeit muss man in dieser Gegend mit lokalen Überflutungen rechnen.

+++ Update 16:00 Uhr – Radarbild +++

Sowohl in Tirol als auch in Wien bzw. Niederösterreich sind heftige Gewitter unterwegs. Diese breiten sich generell nach Osten aus.

Radarbild 15:35 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radarbild 15:35 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++ Update 15:45 Uhr – Auch in Wien gewittrig +++

Ein Gewitterkomplex hat nun auch die Bundeshauptstadt erreicht. In den kommenden Minuten muss man hier vor allem mit kräftigem Regen rechnen. Lokal sind große Regenmengen binnen kurzer Zeit sowie auch kleinkörniger Hagel möglich!

Gewitterkomplex erreicht Wien um 15:40 Uhr - C. Matella, UBIMET
Gewitterkomplex erreicht Wien um 15:40 Uhr – C. Matella, UBIMET

+++ Update 15:30 Uhr +++

Sowohl die Kaltfront-Gewitter im Westen als auch die langsam ziehenden Gewitter im Wiener Becken haben es in Sich! Im Oberinntal wurden an der Station in Haiming Windböen bis 64 km/h gemessen, in Rinn 62 km/h. Dazu regnet es örtlich sehr kräftig, hier die größten stündlichen Regenraten bis 15:30 Uhr:

  1. Gumpoldskirchen (NÖ) 37.3 l/m²
  2. Rinn (T) 27.8 l/m²
  3. Landeck (T) 21.1 l/m²

+++ Update 15:00 Uhr – Kaltfront erreicht Vorarlberg +++

Derzeit habe wir 2 Gewitterhotspots in Österreich. Die nahezu stationären Gewitter an der südlichen Stadtgrenze von Wien und zum anderen die Gewitter entlang der Kaltfront in Westösterreich.

Aktuelle Blitze, UBIMET

Eine Gewitterlinie reicht von Tessin bis nach Vorarlberg und ist mit der Kaltfront gleichzusetzen. Davor gibt es 2 starke Gewitterzellen. Ein Gewitter zieht vom Außerfern Richtung Seefeld und Karwendel, ein zweites Gewitter hat gerade Innsbruck passiert und zieht in Richtung Zillertal, später Pinzgau. Dabei kommt es zu Sturmböen kleinem Hagel und Starkregen. In Rinn sind schon 25 mm gefallen

+++ Update 14:30 Uhr – Gewitteraufzug in Innsbruck +++

+++ Update 14:20 Uhr – Gewitter bei Wien +++

Entlang einer Windkonvergenz haben sich südlich von Wien bei Bad Vöslau kräftige Gewitter gebildet. Hier dazu ein Video:

+++ Update 14:00 Uhr – Gewitter bei Wien und Innsbruck +++

Mit Annäherung der Kaltfront werden nun die Gewitter von Minute zu Minute mehr. Ein kräftiges Gewitter zieht von Westen her auf Innsbruck zu, ein anderes hat sich südlich von Wien gebildet.

Aktuelles Radarbild (UBIMET,ACG)

Auch im nördlichen Mühl- und Waldviertel ziehen schon heftige Gewitter durch.

Ausgangslage

Nachdem es bereits am Sonntag landesweit zu Gewittern kam, die stellenweise großen Hagel und Sturmböen brachten, besteht auch am Montag erhöhte Unwettergefahr. Grund dafür ist die kräftige Kaltfront von Tief LUCIANO über der Nordsee.

Aktuelles Radar-und Blitzbild (UBIMET,ACG,DWD)

Derzeit liegt die Kaltfront noch über Bayern, in deren Vorfeld sind aber von Vorarlberg bis nach Oberkärnten und dem Salzkammergut schon einige Regenschauer und Gewitter entstanden. Weiter im Osten wird es hingegen nochmals heiß und hier sind am Nachmittag und Abend heftige Gewitter mit Sturm und Hagel zu erwarten.

Starkregen und Vermurungen

Im Westen gibt es schon seit der Früh Regenschauer und Gewitter und hier sind bis zum Abend regional bis zu 50 mm zu erwarten.

Prognostizierte Regenmengen bis Mitternacht

Vor allem entlang des Alpenhauptkamms von Ötz- und Zillertal über den Pinzgau bis ins Ennstal sind die Böden durch die nassen Vorwochen oftmals gesättigt. Hier besteht durch die größeren Regenmengen die Gefahr von lokale Vermurungen und Überflutungen.

In der Nacht Wetterberuhigung

In der Nacht zum Dienstag zeiht die Unwetterfront nach Südosten ab, danach stellt sich für ein paar Tage mäßig warmes und leicht wechselhaftes Wetter ein. Unwetter sind dann keine mehr zu erwarten.

Quelle Titelbild: Stormscience Austria

Rückblick: Am Sonntag Gewitter mit Hagel, Sturm und Starkregen

Unwetter

Im Laufe der Nacht auf Montag bleibt die Gewitterneigung von Vorarlberg über Tirol bis nach Oberösterreich erhöht, so heftig wie am Sonntagnachmittag und -abend fallen die Gewitter aber nicht mehr aus, damit beenden den heutigen Liveticker. Wir bedanken uns für das Interesse und wünschen eine erholsame Nacht! Am Montag nimmt die Unwettergefahr vor allem im Süden und Südosten nochmals zu, wir halten euch dann wie immer auf www.uwz.at auf dem Laufenden.

Zusammenfassung

In Summe wurden österreichweit etwa 93.000 Entladungen erfasst, davon 32.500 in der Steiermark, 26.500 in Oberösterreich, 12.400 in Niederösterreich und 8.000 in Tirol (Stand Sonntag 23:10 Uhr). Die stärkste Windböe wurde mit 116 km/h in Waizenkirchen (OÖ) erfasst und die größte Regenmenge auf der Kanzelhöhe (K) mit 37 mm innerhalb von einer Stunde. Lokal gab es zudem auch Hagel mit einem Durchmesser teils um 4 cm wie etwa am frühen Nachmittag in Wien-Liesing.

Update 23:20 Uhr

Im Wiener Becken gab es in den vergangenen 45 Minuten wie erwartet stürmische Böen:

  • 97 km/h Wiener Neustadt MIL
  • 82 km/h Gumpoldskirchen
  • 74 km/h Wien – Innere Stadt
  • 74 km/h Wien – Hohe Warte
  • 68 km/h Wien – Unterlaa

Auch im Seewinkel kommt nun vorübergehend kräftiger Westwind aus, sonst lässt der Wind bereits nach. Die meisten Gewitter sind derzeit wieder in Nordtirol aktiv, anbei ein Webcambild aus dem Raum Innsbruck:

Regenwand westlich von Innsbruck. © https://www.stefanjud.net/

Update 22:10 Uhr

Während im Wiener Becken nun kräftiger Westwind mit Sturmböen in exponierten Lagen auffrischt, ziehen im westlichen Bergland weitere Gewitter durch wie etwa im Raum Kappl.

Update 21:50 Uhr

Die Gewitterlinie im Mostviertel schwächst sich aktuell ab, der Wind bleibt aber weiterhin ein Thema! Wir haben ab 22:15 Uhr eine Sturmwarnung für das Wiener Becken ausgegeben.

Update 21:35 Uhr

Die Böenfront erreicht aktuell die Regionen rund um St. Pölten. In den vergangenen 30 Minuten wurden in Melk schwere Sturmböen bis 99 km/h bzw. in Loosdorf bis 97 km/h gemessen!

Update 21:20 Uhr

In Summe wurden heute schon 90.000 Blitzentladungen in Österreich erfasst, die meisten davon in der Steiermark und in Oberösterreich. Die bislang höchste Blitzdichte gab es in Weilbach (Ried im Innkreis).

Update 21:10

Die Gewitterlinie erfasst aktuell das zentrale Mostviertel rund um Amstetten. Anbei die bisherigen, gemessenen Spitzenböen:

  • 116 km/h Waizenkirchen
  • 98 km/h Enns
  • 96 km/h Linz Flughafen
  • 96 km/h Zell am See
  • 92 km/h Wolfsegg
  • 90 km/h Kremsmünster

Die Gewitter ziehen weiter in Richtung Wienerwald. Auch in Wien kündigen sich am späten Abend stürmische Böen an!

 

Update 21:00

Auch in den Nordalpen ziehen noch kräftige Gewitter durch. Anbei ein intensiver Blitzeinschlag oberhalb von Zell am See:

Update 20:50 Uhr

Die Gewitterlinie nimmt nun Kurs auf das Most- und Waldviertel sowie die westliche Obersteiermark. In diesen Regionen muss man verbreitet mit Sturmböen bzw. örtlich auch mit schweren Sturmböen rechnen!



Update 20:30 Uhr

Die Böenfront der Gewitterlinie erfasst nun auch Linz. Am Flughafen (Hörsching) wurden bereits Böen bis 96 km/h gemessen. Anbei ein aktuelles Video:

Update 20:25 Uhr

Auch in Tirol ziehen noch kräftige Gewitter durch, im oberen Lechtal wurde 2 bis 3 cm großer Hagel gemeldet. Im Raum Innsbruck ziehen aktuell auch Gewitter durch.

Update 20:15 Uhr

Die Gewitterlinie sorgt verbreitet für Sturmböen und örtlich auch für orkanartige Böen. Die Feuerwehr in Oberösterreich muss derzeit wieder für zahlreiche Unwettereinsätze ausrücken.

Einsätze in den vergangenen 6 Stunden (Stand: 20:20). https://intranet.ooelfv.at/

Update 20:00 Uhr

Achtung in Oberösterreich, die Gewitterlinie zieht nun auf den Zentralraum zu! In Waizenkirchen wurden vergangene Stunde Böen bis 116 km/h gemessen!

Update 19:30 Uhr

Ein Blick auf die Wetterdaten zeigt, dass in Salzburg und Oberösterreich mit Gewitterdurchzug verbreitet Sturmböen zwischen 60 und 90 km/h auftreten. In Chieming (Bayern) wurden sogar schwere Sturmböen von 102 km/h registriert!

Auch im Lienzer Becken muss man demnächst mit Gewittern rechnen!

Update 18:50 Uhr

Von Tirol und Bayern her zieht jetzt die Gewitterlinie nach Salzburg und Oberösterreich! Neben Starkregen und Hagel ist auch der Sturm ein Thema, rechnet mit Gewitterdurchzug mit Böen zwischen 60 und 90 km/h!


Grafik (c) Austrocontrol/UBIMET

Update 17:20 Uhr

Die kräftigsten Gewitter sind nach wie vor in der Südsteiermark unterwegs. Mitllerweile hat sich auch über Bayern eine Gewitterlinie ausgebildet, die bis zu den Nordtiroler Kalkalpen reicht. Die Linie verlagert sich langsam ostwärts, am Abend steigt somit auch in Oberösterreich das Gewitterrisiko deutlich an.

Auch im Raum Krems hat sich eine neue Gewitterzelle gebildet.

Update 16:00 Uhr – Heftige Gewitter in Unterkärnten und in der West- und Südsteiermark

Die kräftigsten Gewitter gehen derzeit in Unterkärnten und in der West- sowie in der Südsteiermark nieder. Auch Leibnitz wird demnächst von einem heftigen Gewitter samt Hagel und Starkregen getroffen, bitte um Vorsicht!

Update 15:50 Uhr – Hagel in Liesing

Das Gewitter über Wien hat sich mittlerweile aufgelöst, in Liesing/Mauer  gab es jedoch Hagel mit einer Korngröße bis 4 cm:

Update 15:00 Uhr – Gewitter in Graz und Wien

Vom Wienerwald nähert sich ein kräftiges Gewitter Wien an, vor allem im Westen und Südwesten der Stadt kann es in Kürze kräftig schütten, auch Hagel ist möglich.


In Graz nähert sich aus Nordwesten ein kräftige Gewitter.

Update 14:45 Uhr – Hagel in Kärnten


Hier ein Bild unserer Userin Barbara Kulovics aus Kärnten – Ebene Reichenau

Update 14:30 Uhr – Heftiges Gewitter am Semmering

Sehr blitzreiche Gewitter sind nun im Wienerwald und am Semmering entstanden. Dabei kommt es zu Starkregen und kleinem Hagel.

Update 14:00 Uhr – Gewitter in Kärnten und der Steiermark

In den vergangenen Stunden haben sich von Osttirol bis zum Semmering-Wechselgebiet immer mehr Gewitter gebildet, die lokal auch schon kräftig ausfallen.

Diese verlagern sich langsam in Richtung Osten bzw. Südosten

Ausgangslage

Wie schon in den vergangenen Tagen liegt Österreich auch am Sonntag in einer feuchte und sehr warmen Luftmasse. Auch heute liegen die Höchstwerte verbreitet über der 30-Grad-Marke.

Da der Hochdruckeinfluss aber zusehends nachlässt, flammt die Gewittertätigkeit besonders über dem Bergland immer mehr auf.

Unwetterpotential steigt

So sind ab Mittag zunächst im Süden und vereinzelt auch im östlichen Hügelland Gewitter zu erwarten, ab dem Abend verlagert sich die Gewittertätigkeit mehr in den Westen des Landes. Die Gewitter fallen lokal heftig aus, es kann zu Starkregen und Hagelschlag kommen. Auch lokale Vermurungen wie vergangene Nacht in Krimml sind wieder möglich. Hier sind in kurzer Zeit rund 80 mm an Regen gefallen.

Kaltfont am Montag

Am Montag  erreicht dann eine kräftige Kaltfront Österreich und in deren Vorfeld entstehen inneralpin und im Süden nochmals heftige Gewitter. Dazu folgen aber morgen noch mehr Informationen.

Nach Durchzug der Kaltfront Montagnacht setzt sich deutlich kühlere Luft durch, die Unwettergefahr ist dann gebannt.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Tief LUCIANO sorgt für Wettersturz

Gewitter

Gewitter am Sonntag im Süden

Nach einem überwiegend freundlichen Sonntagmorgen und -vormittag kommen ab der Mittagszeit von Frankreich her Schauer und Gewitter auf, die sich über Baden-Württemberger und Bayern ostwärts ausbreiten. Dabei besteht am Nachmittag die Gefahr von teils größerem Hagel, schweren Sturmböen und Starkregen (violetter Bereich).

Gefahrengebiete für Gewitter am Sonntag © UBIMET

Mit der Entwicklung eines Tiefs über der Nordsee erreicht am Abend die erste Kaltfront den Nordwesten. Hier sind am Abend auch einzelne Gewitter zu erwarten. In weiterer Folge zieht die Front in der Nacht auf Montag allmählich südostwärts. Davor reaktiviert sich eine bis dato wenig aktive Frontalzone.

Kaltfront am Montag

An dieser Frontalzone bilden sich bereits in der zweiten Nachthälfte der Nacht von Sonntag auf Montag neuerlich in Baden-Württemberg teils kräftige Schauer und Gewitter, die allmählich am Montag tagsüber nach Österreich und Tschechien abziehen.

Dahinter zieht die erste Kaltfront weiter südostwärts, in ihrem Umfeld sind vom Westen bis zur Mitte vereinzelt Schauer und Gewitter zu erwarten. Zudem frischt in der Nordhälfte frischer bis starker Westwind auf, in Böen sind durchaus 60 km/h möglich.

Zum Nachmittag hin erreicht dann eine zweite Kaltfront den Nordwesten, mit dieser strömt nun ungewöhnlich kühle Luft nach Deutschland. Damit frischt an der Küste stürmischer Nordwestwind auf, hier sind in Schauern und kurzen Gewittern Böen bis 80 km/h zu erwarten. In den weiteren Tagen sind dann in ganz Deutschland kaum mehr als 20 Grad zu erwarten.

 

Titelbild: Stormhunters Austria

Am Sonntag Gewitter in Kärnten und der Steiermark

Bereits gestern gab es im Norden Salzburgs sowie in Oberösterreich heftige Gewitter. Besonders das Inn- und Hausruckviertel war betroffen. Eine Superzelle zog von Bayern ins Alpenvorland und brachte Orkanböen. In Reichersberg wurden 121 km/h gemessen und auch die Kollegen von Storm Science Austria maßen in Freilassing mit der ankommenden Böenfront 120 km/h.

Generell war der Wind gestern ein großes Thema. Zunächst brachte der Südföhn Orkanböen auf den Bergen, wie etwa dem Patscherkofel. Später entwickelte sich dann ausgehend von den heftigen Gewitter in Bayern und Oberösterreich eine Druckwelle, welche sich im Verlauf der Nacht im Donauraum nach Osten ausbreitete.

Heute kräftige Gewitter im Süden und Südosten

Derzeit liegt die Kaltfront quer über Österreich und sorgt in weiten des Landes für einen trüben und teils auch nassen Start in den Tag. In Oberkärnten gab es am Vormittag auch bereits einzelne Gewitter.

Im Laufe des Tages bekommt diese Front erneut Antrieb, denn aus Westen erreicht neuerlich eine Störungszone den Alpenraum. Somit bilden sich dann am Nachmittag vor allem in Kärnten und der Steiermark lokal kräftige Gewitter. Die Gefahr besteht vor allem durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Nicht ganz abgesichert ist die Wetterentwicklung im Norden und Osten des Landes. Aber auch hier deuten einige Wettermodelle zum Abend hin Gewitter an.

In der Nacht zieht die Kaltfront dann aber endgültig nach Osten ab und damit lässt auch die Schauer- und Gewittertätigkeit nach.

Die Gewittergefahr am Sonntag © UBIMET

Wetterberuhigung in der neuen Woche

Die kommenden Woche verspricht dann wieder ruhigeres Wetter. Zwar liegt der Alpenraum weiterhin im Einfluss eines Tiefs über der Nordsee, allerdings schwächt sich dieses langsam ab. Somit stellt sich besonders im Flachland wieder sommerliches und sonniges Badewetter. Nur im Bergland bleibt in den nächsten Tagen die Schauer- und Gewitterneigung  noch erhöht. Die Unwettergefahr ist aber in den nächsten Tagen gering.

Titelbild: © Storm Science Austria

Am Samstag kräftige Gewitter in Oberösterreich, im Westen viel Regen

Gewitter am Bodensee - pixabay.com / HS-Papillon

Der Blick vom Satelliten auf Europa beweist: Noch  ist es ruhig, in Österreich scheint bei kräftigem Südföhn verbreitet die Sonne und es ist sommerlich warm. Von Spanien über Frankreich bis nach Deutschland lagert aber schon eine Kaltfront (blau) mit dichten Wolken, diese macht sich nun langsam auf den Weg nach Osten (blaue Pfeile):

Aktuelles Satellitenbild von Europa

Im Laufe des Nachmittags bilden sich in Vorarlberg und im Tiroler Außerfern erste kräftige Gewitter, anschließend wird es auch im Rest Nordtirols und am Abend dann auch im Flachgau und Oberösterreich vermehrt gewittrig. Es kann dabei stark regnen und auch größerer Hagel ist im Grenzbereich zu Bayern mit dabei.

Am Abend gehen die Gewitter in Vorarlberg und Tirol in kräftigen Regen über, hier die zu erwartenden Regenmengen bis morgen Nachmittag (inkl. der heutigen Gewitter): Am meisten Regen dürfte rund um den Arlberg zusammenkommen, 30-60 l/m² sind hier locker möglich. Doch auch im übrigen Vorarlberg sowie in Nordtirol und Richtung Hohe Tauern gehen sich 20 bis 40 l/m² aus:

Regenmengen von heute Nachmittag bis Sonntagnachmittag

Nicht zu unterschätzen ist heute die Sturmgefahr an der Alpennordseite. Ausgehend von den Gewittern über Südbayern macht sich nämlich eine sogenannte „Druckwelle“ auf den Weg nach Osten. Schlagartig dreht der Wind ab etwa 20 Uhr in Oberösterreich, ab ca. 21/22 Uhr dann auch in Niederösterreich auf West und frischt mit Böen von 60-80 km/h stürmisch auf! In exponierten Lagen sind sogar Böen bis zu 90 km/h möglich.

Animation der Windböen heute Abend/Nacht

Auf www.uwz.at bleibt ihr immer auf dem Laufenden.

Verhaltensregeln bei Gewittern

Gewitter mit Blitz

Allgemein kündigt sich ein Blitz nicht an und kann manchmal auch mehrere Kilometer abseits eines Gewitterkerns einschlagen. Blitze schlagen zudem nicht immer an den höchsten Objekten ein und können durchaus auch mehr als einmal den selben Punkt treffen.

Gefahrenquelle Blitz

Bei  einem Gewitter besteht nicht nur die Gefahr, dass man direkt von einem Blitz getroffen wird, sondern auch das Risiko, in der Nähe eines Einschlags zu sein. Dabei springt der Blitz aufgrund der extrem hohen Spannung auf alle Stromleiter im unmittelbaren Umfeld über – schwere Verletzungen sind die Folge. Weiters gibt es auch die Gefahr der Schrittspannung: Wenn ein Blitz in unmittelbarer Nähe am Boden einschlägt, kann der Strom durch den menschlichen Körper fließen, wenn man im Zuge eines Schrittes den Boden an zwei unterschiedlichen Punkten mit unterschiedlichem elektrischen Potential berührt. Alleine in Deutschland und Österreich sterben jedes Jahr rund 10 Menschen an den Folgen eines direkten oder indirekten Blitzschlages! Besonders gefährdet sind meist Landwirte und Sportler (besonders Wanderer, Bergsteiger, Golfspieler, aber auch Fußballer und Wassersportler!)

10.000 Grad bei Blitzschlag

Bei einem Blitzschlag werden durchschnittliche Stromstärken von 5.000 bis 20.000 Ampere gemessen, vereinzelt werden aber sogar mehr als 250.000 Ampere erreicht. Die Temperatur kann direkt im Blitzkanal kurzzeitig auf mehrere 10.000 Grad steigen. Das explosionsartige Verdampfen des Wassers löst eine Schockwelle aus, die man in weiterer Folge als Donner wahrnimmt.

Wo findet man Schutz?

Wenn man sich im Freien befindet sollte man hohe sowie generell stromleitende Gegenstände meiden sowie fern vom Wasser bleiben. Am besten ist der Unterschlupf in einem Haus mit verschlossenen Fenstern und Türen oder im Auto. Ist man im Freien, sollte man folgende Notmaßnahmen beachten:

  • Auf den Boden kauern, am besten in einer Mulde oder Senke. Die Beine müssen dabei eng beieinander stehen um die Schrittspannung gering zu halten. Im Notfall ist es jedenfalls besser zu hüpfen, als zu laufen.
  • Niemals unter einzelstehenden Bäumen (ganz egal welche Baumart) oder Stromleitungen Schutz suchen!
  • Im Gebirge: Von Graten und Gipfeln fernhalten und Stahlseile und Skilifte meiden. Nahe einer Felswand gibt es ein relativ sicheres Dreieck, dessen Seitenlänge am Boden der Höhe der Wand entspricht.
  • Wenn man keinen Donner mehr hört, bedeutet das nicht, dass das Gewitter vorbei ist. Blitze können auch im Umfeld der Gewitterwolke in den Boden einschlagen. Deshalb ist es auch wichtig, dass man nach dem vermeintlich letzten Donner noch für längere Zeit in Sicherheit bleibt.
  • Stets lokale Wetterberichte lesen und die Tour entsprechend planen (nicht auf Apps verlassen). Bei einer erhöhten Gewitterneigung sollte man nur kurze Touren mit Ausstiegs- oder Schutzmöglichkeiten durchführen.
  • Stets den Himmel beobachten: So erkennt man, ob sich in der Nähe mächtige Quellwolken bzw. Gewitter entwickeln.

 

Von Salzburg und Linz bis nach Wien heftige Gewitter am Montag

Unwettergefahr durch Gewitter am Montag - UBIMET, UWZ

+++ Update 00:00 Uhr +++

Die Gewitterlinie hat sich deutlich abgeschwächt, erstreckt sich derzeit vom Raum Scheibbs bis nach Weitra und zieht weiter in Richtung Nordosten. Rechnet hier noch stellenweise mit kräftigem Regen, die Unwettergefahr ist aber mittlerweile gering.

Somit beenden wir den Liveticker! Wir bedanken und für das große Interesse und wünschen noch eine gute Nacht.

+++ Update 23:00 Uhr +++

Der kräftigste Teil des Gewitter erreicht in der kommenden Stunden das westliche Mostviertel. Stellen Sie sich auf heftigen Regen, Hagel sowie Sturmböen ein!

+++ Update 22:30 Uhr +++

Die Superzelle hat bereits ihre Spuren hinterlassen! Besonders im Bezirk Branau in Oberösterreich sind derzeit viele Helfer im Einsatz um nach den Unwettern aufzuräumen.

+++ Update 22:20 Uhr +++

Der Gewitterkomplex in Oberösterreich ist weiter in Richtung Zentralraum und Mühlviertel unterwegs. Begleitet wird dieser nicht nur von Sturmböen sondern auch von heftigem Regen. An der Station in Feldkirchen bei Mattighofen gab es zum Beispiel 37 Liter in nur einer Stunde, in Ostermiething waren es 43 Liter.

+++ Update 21:45 Uhr +++

Keine Entwarnung kann derzeit für das Inn- und Hausruckviertel gegeben werden. Die Superzelle zieht weiter in nordöstliche Richtung! Auf ihrem Weg muss mit Sturmböen von 100 km/h sowie mit Hagel und heftigem Regen gerechnet werden. Auch für den Zentralraum und das Mühlviertel wird es in den kommenden Stunden noch gefährlich!

+++ Update 21:15 Uhr +++

ERHÖHTE VORSICHT im Flachgau und dem Innviertel!

Die bayrische Superzelle hat inzwischen die österreichische Grenze erreicht und zieht nun weiter ostwärts in den Flachgau und das Innviertel.
Die Hauptgefahr geht hier von Sturmböen bis 110 km/h (so wie eben in Osthermiething mit 111 km/h) und kurzzeitig sehr intensiven Regenmengen aus!

+++ Update 20:15 Uhr +++

Stormhunter Damian ist weiter an der Superzelle in Oberbayern (grün markiert) dran. Diese wird in der nächsten Stunde auch das Salzburger Land, den Flachgau treffen. Damian berichtet von Starkregen, enormen Wassermassen und auch Hagel.

Die Zellen in Niederösterreich (weiß markiert) bleiben ebenso kräftig mit Starkregen und kräftigen Böen um 60 bis 70 km/h!

Blitzverlauf

+++ Update 19:45 Uhr +++

Auch heute sind die Stormhunter von Storm Science Austria wieder unterwegs und versorgen uns mit Bildern – so etwa von Langenlois bei Krems:

Quelle: Storm Science Austria
Quelle: Storm Science Austria
Quelle: Storm Science Austria

+++ Update 19:30 Uhr +++

Und dann war es doch der sog. leftmover. Nach dem zuvor angesprochenen Stormsplit in Niederösterreich hat sich der östliche Teil (weiß schraffiert) nun deutlich abgeschwächt, der westliche (weißt markiert), der knapp an St. Pölten vorbeizog und aktuell weiter nach Norden zieht, hat sich allerdings noch weiter verstärkt. Hier ist von Starkregen, bis hin zu kleinem Hagel, aber auch Sturmböen um 70 km/h zu rechnen!

Südwestlich davon (grün markiert) sind aber weitere kräftige Gewitter unterwegs. Von der Eisenwurzen her nach Amstetten ist daher ebenso Vorsicht geboten! In Oberösterreich gibt es zudem Neueuntwicklungen (ebenso grün).

Eine Superzelle im bairischen Oberland (türkis markiert), die Richtung Chiemgau zieht, wird im Laufe des Abend wohl ebenso noch Oberösterreich treffen!

+++ Update 18:55 Uhr +++

Deutlich weniger blitzaktiv ist der heutige Tag im Vergleich zum gestrigen. Während gestern um diese Zeit allein in Oberösterreich schon über 80.000 Blitzentladungen detektiert wurden, hatte es heute in ganz Österreich in Summe noch nicht einmal 10.000 Blitze. Dies liegt aber auch daran, dass sich die Gewitter heute nicht so organisieren konnten.

+++ Update 18:40 Uhr +++

Klassischer Stormsplit in Niederösterreich:

Die Mostviertler Zelle hat sich nun in einen westlichen und einen östlichen Teil gesplittet. Der westliche zieht in diesem Moment in nördliche Richtung, wird St. Pölten wahrscheinlich ganz knapp streifen, der östliche Teil zieht in nordöstliche Richtung weiter.
Beide Teile sind derzeit aber noch sehr kräftig! Stellen Sie sich auf sehr kräftigen Regen und stürmische Böen ein!

Radarbild mit Stormsplit

+++ Update 18:15 Uhr +++

Pyhrn und Eisenwurzen sind die Bereiche, wo man derzeit am meisten aufpassen muss (weiß markierte Bereiche)! Beide Zellen sind recht kräftig und daher muss man sich hier auf Starkregen und auch kurzzeitig kräftigen Wind einstellen.
Die Gewitter in Kärnten und der Steiermark (grün markierter Bereich) haben zwar kein großes Gefahrenpotential mehr, bringen aber dennoch weiterhin Böen bis 60 km/h mit sich.

Die noch deutlich kräftigeren Gewitter in Bayern ziehen ebenfalls langsam nach Nordosten, stellen derzeit aber keine Gefahr für Österreich dar.

Radarbild

+++ Update 17:55 Uhr +++

Ein Blick zu unseren Nachbarn, den wir euch nicht vorenthalten wollen: Beeindruckende Bilder einer Superzelle bei Weimar liefern einmal mehr die Stormchaser, die momentan an dieser Zelle dran sind:

+++ Update 17:40 Uhr +++

NEUENTWICKLUNG im Mostviertel!

Nördlich des Mariazellerlandes hat sich nun ein weiteres Gewitter gebildet, das nach Nordosten weiterzieht. Gefahr geht hier vorrangig von Starkregen binnen kurzer Zeit aus!

Radarbild

+++ Update 17:15 Uhr +++

Der Blick auf den Satellitenfilm offenbart die immer noch sehr gewitteranfällige Luftmasse in Mitteleuropa. Beeindruckend zu sehen sind dabei die sich weit ausbreitenden Ambosse der Gewitterwolken – so auch inzwischen bis Niederösterreich von den Gewittern in Kärnten. Hinterlegt ist außerdem der zeitlich zugehörige Blitzverlauf mit den Blitzen als rotes Plus-Zeichen:

Wolkenanimation, UBIMET, EUMETSAT

+++ Update 16:40 Uhr +++

Im Osten und Südosten des Landes wurden bereits an vielen Orten die 30 Grad geknackt, dh. wir verzeichnen hier einen weiteren Hitzetag.

Dies ist noch nichts wirklich besonders, schaut man sich aber die relative Luftfeuchte und die Taupunkts-Temperaturen (auch ein Maß für die Luftfeuchte) dazu an, stellt man sehr schnell fest, wie feucht die Luftmasse derzeit ist.
Jene Feuchtigkeit in der Luft ist eine der Grundvoraussetzungen für Gewitter – somit heute gerade im Norden ganz besonders gegeben:

Ab 16 Grad Taupunkt gilt die Luft als schwül. Die aktuellen Taupunkt liegen teils deutlich über dieser Marke:

Ort Taupunkt (°C)
Linz 17,7
Wien – Hohe Warte 18,1
Melk 18,4
Enns 18,9
Bad Zell 19,3
Haag 20,3

+++ Update 16:30 Uhr +++

ACHTUNG in Villach, Leibnitz und besonders auch im Waldviertel!

Von Südwesten nähert sich Villach in diesem Moment ein Gewitter, auch Leibnitz bekommt demnächst einen gewittrigen Schauer ab.

Die Zelle an der tschechischen Grenze (grüne Kreise) hat sich in zwischen gesplittet, der linke Teil zieht unter Abschwächung weiter nach Norden, der recht aber unter deutlicher Verstärkung ostwärts durchs Waldviertel. Vorsicht ist hier geboten vor kräftigem Regen, selbst kleiner Hagel ist hier möglich!

Radarbild

+++ Update 16:00 Uhr +++

Direkt nördlich von Reutte befindet sich derzeit ein sich verstärkendes Gewitter (weiß markierter Bereich). Auch wenn dieses weiter nach Nordosten zieht, blitzt es noch im Umkreis von 5 km zu Reutte! Die Gefahr ist dort also noch nicht ganz gebannt.

Im Rheintal sollte man hingegen in der nächsten Stunde den Blick gen Westen werfen, denn von der Schweiz aus machen sich bereits wieder Gewitter auf den Weg nach Österreich (grün markierter Bereich)

Blitzverlauf mit Zugrichtung der Gewitter

Die „Reutte’r Zelle“ kann man inzwischen auch schon vom Ammersee in Bayern aus beobachten:

+++ Update 15:45 Uhr +++

Verbreitet wurde das bisherige Niederschlagssoll für diesen Sommer schon erreicht. Nur im Süden und Südosten ist es weiterhin noch deutlich zu trocken.

Niederschlagsabweichung für diesen laufenden Sommer

+++ Update 15:10 Uhr +++

Verbreitet über 25 („Sommertag“) bzw. 30 Grad („Hitzetag“) im Osten und Südosten. Am heißesten ist es dabei in Leibnitz: Hier beträgt der Tageshöchstwert bislang 32.3 Grad!

Sommer- und Hitzetag am Montag im Osten und Südosten - UBIMET
Sommer- und Hitzetag am Montag im Osten und Südosten – UBIMET

+++ Update 14:45 Uhr +++

Im Außerfern, Waldviertel und in den Karawanken sind schon erste Gewitter unterwegs!

Radarbild um 14:45 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radarbild um 14:45 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++ Update 14:05 Uhr +++

Die ersten mächtigen Quellungen sind schon vom Satellit sichtbar. In den kommenden Minuten entstehen primär zwischen Vorarlberg und dem Außerfern sowie im zentralen Bergland erste Schauer, die dann nach Nordosten ziehen und rasch zu Gewittern heranwachsen können.

Satellitenbid um 13:45 Uhr - EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbid um 13:45 Uhr – EUMETSAT, UBIMET

+++ Update 13:55 Uhr +++

Unsere Gewitter-Vorwarnungen erfassen heute fast das gesamte Land. Nur im äußersten Süden ist die Gewittergefahr in der zweiten Tageshälfte sehr gering.

Gewitter - Vorwarnungen der Unwetterzentrale für den Montag - UBIMET, UWZ
Gewitter – Vorwarnungen der Unwetterzentrale für den Montag – UBIMET, UWZ

+++ Update 13:30 Uhr +++

Notiz am Rande: Nach genau einer Woche wurde das Badeverbot in der Neuen Donau in Wien aufgehoben. Es trat am vergangenen Montag wegen Donau-Hochwasser in Kraft.

+++ Update 13:15 Uhr +++

Österreich bleibt (noch) verschont. In der Schweiz sowie auch in Deutschland, Tscheichen und Norditalien sind hingegen bereits zahlreiche und teils kräftige Gewitter unterwegs. Aus Westen bzw. Südwesten steigt die Gewitterneigung in den kommenden Stunden auch bei uns deutlich an!

Satellitenbild und Blitze (Kreise) um 13 Uhr - EUMETSAT, nowcast, UBIMET
Satellitenbild und Blitze (Kreise) um 13 Uhr – EUMETSAT, nowcast, UBIMET

+++ Update 13:00 Uhr +++

30-Grad-Marke geknackt! In Bad Gleichenberg (+30.0°C) und in Bad Radkersburg (+30.2°C) in der Südsteiermark ist der Montag offiziell schon ein „Hitzetag“. In den Nachmittagsstunden wird es vor allem im Osten und Süden neuerlich ungewöhnlich heiß.

Höchstwerte am Montag bis 12:30 Uhr - UBIMET, ZAMG
Höchstwerte am Montag bis 12:30 Uhr – UBIMET, ZAMG

+++ Update 12:00 Uhr +++

Noch ist es landesweit ruhig. Wirft man einen Blick auf die Temperaturanomalien für den Juli, so sieht man auch den Grund für die Häufung von Unwettern in Österreich. Im Westen verlief der Monat leicht zu kühl im Vergleich zum langjährigen Mittel, während im Osten und Südosten häufig Hitze herrschte. Die Luftmassengrenze, die für solche Unterschiede sorgte, ist für die Häufung an Gewitterlagen verantwortlich und liegt leider nach wie vor quer über Österreich.

Temperaturanomalie im Vergleich zum langjährigen Mittel für den Juli - UBIMET
Temperaturanomalie im Vergleich zum langjährigen Mittel für den Juli – UBIMET

+++ Update 11:10 Uhr +++

Besonders in der Osthälfte kommt man derzeit leicht ins Schwitzen: Die Taupunkte liegen recht verbreitet zwischen 17 und 19 Grad (beispielsweise in Wien liegt die Lufttemperatur aktuell bei 27 Grad und der Taupunkt bei 17 Grad).

Die Taupunktanalyse um 11 Uhr. © UBIMET

Die meisten Menschen empfinden die Luft ab einem Taupunkt von 16 Grad als schwül. Der Taupunkt liefert aber auch einen Indiz auf den Energiegehalt der Luft: Besonders bei Taupunkten ab knapp 20 Grad muss man davon ausgehen, dass im Falle eines Gewitters auch Unwettergefahr herrscht.

Die kühlste Station des Landes ist derzeit übrigens der Brunnenkogel in den Ötztaler Alpen. Selbst dort in 3.437 m Höhe gibt es mit +3 Grad aber zarte Plusgrade.

+++ Update 10:30 Uhr +++

Auch die Meteorologen von ESTOFEX („European Storm Forecast Experiment“) rechnen heute mit erhöhter Unwettergefahr in Teilen Österreichs.

+++ Update 10:00 Uhr +++

In Osttirol beginnt die Woche schon nass und gewittrig. In der zweiten Tageshälfte sind aber primär entlang der nördlichen Voralpen und im Mostviertel, später auch im Osten und in Wien teils heftige Gewitter einzuplanen!

Webcam Lienz in Osttirol - https://www.foto-webcam.eu/webcam/lienz/
Webcam Lienz in Osttirol – https://www.foto-webcam.eu/webcam/lienz/
Unwettergefahr durch Gewitter am Montag - UBIMET, UWZ
Unwettergefahr durch Gewitter am Montag – UBIMET, UWZ

+++ Update 09:45 Uhr +++

Derzeit präsentiert sich der Tag vor allem im Osten und Südosten noch trocken und sonnig. In Osttirol und Oberkärnten sowie von den Kitzbüheler Alpen bis zum Dachstein ziehen hingegen schon Schauer und einzelne Gewitter durch.

Satellitenbild um 09:35 Uhr - EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbild um 09:35 Uhr – EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbild, Radarbild und Blitzentladungen um 09:35 Uhr - EUMETSAT, Austrocontrol, nowcast, UBIMET
Satellitenbild, Radarbild und Blitzentladungen um 09:35 Uhr – EUMETSAT, Austrocontrol, nowcast, UBIMET

+++ Update 09:30 Uhr +++

In der Nacht brachte dann ein isoliertes Gewitter heftigen Starkregen sowie kleinkörnigen Hagel auch in Wien und im Marchfeld.

+++ Update 09:15 Uhr +++

Der gestrige Tag brachte leider vielerorts, vor allem aber in Oberösterreich teils schwere Unwetter durch Hagel, Windböen und Starkregen. Dabei war der Sonntag der bislang blitzreichste Tag des Jahres!

Tag Blitze
25. Juli 149.693
9. Juli 76.932
24. Juli 72.862
23. Juni 64.487
14. Juli 61.855
Regensumme am Sonntag - UBIMET, ZAMG
Regensumme am Sonntag – UBIMET, ZAMG
Blitzdichte am Sonntag - UBIMET, nowcast
Blitzdichte am Sonntag – UBIMET, nowcast
Anzahl der Blitze am Sonntag - UBIMET, nowcast
Anzahl der Blitze am Sonntag – UBIMET, nowcast
Maximale Windböen am Sonntag - UBIMET, ZAMG
Maximale Windböen am Sonntag – UBIMET, ZAMG

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker in der neuen Woche.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Höchstwerten, Blitzentladungen und Regenmengen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Von den Alpen bis nach Berlin und Hamburg kräftige Gewitter in Sicht

Gewitterlinie beim Sonnenuntergang - SSA

Bei der Großwetterlage ist in den kommenden Tagen kaum eine Änderung in Sicht. Deutschland verbleibt im Einflussbereich reger Tiefdruckaktivität über dem Westatlantik beziehungsweise über der Nordsee. Somit gelangen vor allem in die Osthälfte aus Südwesten feucht-warme und gewitteranfällige Luftmassen, die für eine Fortsetzung der recht unbeständigen Verhältnisse sorgen.

Animation der Wetterlage von Montag bis Freitag (violett = feucht-warme Luft) - ECMWF-IFS, UBIMET
Animation der Wetterlage von Montag bis Freitag (violett = feucht-warme Luft) – ECMWF-IFS, UBIMET

Bis inklusive Montag sind landesweit Schauer und Gewitter einzuplanen. Die Bedingungen für schwere Gewitter sind dabei vor allem im Süden und im Nordosten gegeben. Neben Sturmböen und Starkregen ist besonders im Süden zudem auch mit großem Hagel zu rechnen. Erst am Dienstag ist eine vorübergehende Wetterberuhigung in Sicht, wobei besonders im Westen und Süden werden weiterhin lokale Gewitter möglich sein.

Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Sonntag - UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Sonntag – UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Montag - UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Montag – UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Dienstag - UBIMET
Niederschlagssumme und Unwettergefahr durch Gewitter am Dienstag – UBIMET

Dabei bleibt es primär in den neuen Bundesländern hochsommerlich warm. Hier muss man bis auf weiteres mit Höchstwerten jenseits der 30-Grad-Marke rechnen. Etwas kühler verlaufen die kommenden Tage im Westen und Südwesten.

Prognostizierte Höchstwerte am Sonntag - UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Sonntag – UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Montag - UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Montag – UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Dienstag - UBIMET
Prognostizierte Höchstwerte am Dienstag – UBIMET

kkk

Kräftige Gewitter am Wochenende

Webcam in Darmstadt um 16 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/darmstadt-west/

Am Samstag gelangt im Vorfeld des Tiefs neuerlich instabile Luft nach Deutschland (roter Pfeil). Nachdem in der Früh Überreste von Gewittern aus Frankreich in den Westen des Landes gezogen sind, bilden sich am Nachmittag von Nordrhein-Westfalen bis zu den Alpen Gewitter. Besonders am Alpenrand sind am Nachmittag wieder Superzellen mit Hagel und Sturmböen zu erwarten. Zudem kommen im Süden mit der Kaltfront kräftige Gewitter von Frankreich herein.

Frontenkarte für Samstag, den 24.7.2021 Mittags © UBIMET

Weiterhin breiten sich die Gewitter vom Westen in die Mitte und den Nordwesten des Landes aus, auch hier sind einzelne kräftige Zellen möglich. In der Nacht auf Sonntag sind dann vor allem im Norden noch einzelne Gewitter zu erwarten.

Sonntag

Sonntagfrüh gehen im Norden und Nordosten weiterhin einzelne Gewitter nieder.  Nach einem freundlichen Morgen und Vormittag bilden sich vom Schwarzwald bis ins Münsterland neuerlich kräftige Gewitter, die sich am Nachmittag ost- nordostwärts ausbreiten. Zudem bilden sich diese auch im Osten, hier muss vor allem mit heftigem Starkregen gerechnet werden.

Aussichten auf kommende Woche

Auch der Beginn der neuen Woche gestaltet sich unbeständig mit Schauer und Gewittern. Die genaue räumliche Verteilung ist aber noch unsicher. Lokal sind aber weiterhin Starkregen und kleiner Hagel möglich.

Titelbild: foto-webcam.eu

Am Wochenende lokale Unwetter, im Osten Hitze

Das Wochenende verläuft zweigeteilt: Während es im Westen nach den Gewittern am Samstag wieder deutlich kühler wird, steigen im Osten des Landes die Temperaturen auf hochsommerliche Werte. Besonders entlang der Nordalpen zeichnen sich morgen und Sonntag aber kräftige Gewitter ab, lokal sind Unwetter zu erwarten.

Großwetterlage für die nächsten 3 Tage ©Ubimet/NAOO

Am Samstag viel Sonne, im Westen zunehmend gewittrig

Von Salzburg ostwärts präsentiert sich der Samstag nochmals von seiner sonnigen Seite. Hier steigt die Temperatur auf über 30 Grad. Im Westen ziehen dagegen von Beginn an ausgedehnte Wolken durch, anfangs bleibt es aber noch trocken. Ab den Mittagsstunden bilden sich aber ausgehend von Vorarlberg erste Schauer und Gewitter, die sich bis zum Abend dann entlang der Nordalpen bis nach Oberösterreich ausbreiten. Punktuell können diese auch wieder kräftiger mit Hagel ausfallen.

Gewittergefahr am Samstag

Ab dem Sonntag landesweit unbeständig, lokale Unwettergefahr

Vom Mühlviertel bis ins Nordburgenland geht es bereits unbeständig in den Sonntag, hier ziehen ein paar Regenschauer und einzelne Gewitter durch. Tagsüber entstehen dann in weiten Teilen des Landes Schauer und kräftige Gewitter. Besonders von Salzburg bis ins Mostviertel zeichnen sich schwere Gewitter ab. Stellenweise kann es hier zu Starkregen, Sturmböen und großem Hagel kommen. Vergleichbar mit den Unwettern vom letzten Wochenende sind diese zwar nicht, lokal kann es aber auch wieder zu Unwetterschäden kommen. Wetterbegünstigt bleibt der Süden und Südosten des Landes, hier bleibt es bei leicht föhnigem Südwestwind weitgehend trocken und es wird hochsommerlich heiß.

Kommende Woche keine Wetteränderung

Die Wetterlage ändert sich auch in der neuen Woche kaum, denn der Alpenraum verbleibt weiterhin am Randes des Tiefs und das Wetter bleibt somit zweigeteilt. Während im Westen kühlere Luft einfließt und die Wolken dominieren, steigt die Temperatur bei häufigem Sonnenschein in der Osthälfte wieder über die 30 Grad-Marke. Weiterhin stehen aber im Großteil des Landes Regenschauer und teils kräftige Gewitter auf dem Programm. Auch in den längerfristigen Wetterprognosen deutet sich kein Wechsel hin zu beständigerem Sommerwetter ab. Besonders in der Osthälfte bleibt es aber nach derzeitigem Stand die gesamte nächste Woche heiß.

Titelbild: © Storm Science Austria

Hochwasser: Starkregen von Tirol und Salzburg bis Wien

Die Bilder in Westen Deutschlands zeigen, welche Auswirkungen Hochwasser haben kann. Auch im Alpenraum sorgt das Höhentief am Wochenende für große Regenmengen, die lokal verstärkt sein können von Schauerlinien und Gewittern. Vor allem in den Alpen muss aufgrund der Orographie (schmale vs breite Täler) mit Überschwemmungen, Vermurungen und lokalen Ausuferungen gerechnet werden.

Sehr feuchte und labile Luft aus dem Osten

Grund für den Starkregen in Österreich in den kommenden Tagen ist das zuletzt angesprochene Höhentief. Es verlagert sich in Richtung Balkan und steuert dabei sehr feuchte und labil geschichtete Luft an die Alpennordseite. Die Folge ist kräftiger Regen entlang der Nordalpen. Durch eingelagerte Starkschauer sowie auch Gewitter kann es punktuell zu großen Regenmengen in kurzer Zeit kommen.

Das Höhentief führt feuchte Luft aus dem Osten heran. © Ubimet/ECMWF

Starkregen vom Tiroler Unterland bis zum Wienerwald

Vor allem entlang der Nordalpen werden die größten Regenmengen erwartet. In einem Kernbereich vom Kaiserwinkel über die Stadt Salzburg bis in die Eisenwurzen werden verbreitet Mengen zwischen 90 und 150mm erwartet, mit lokalen starken Unterschieden aufgrund eingelagerter Schauer und Gewitter. Auch im Südosten der Steiermark kommen bis Sonntagabend stellenweise 40 bis 60 Liter zusammen. Punktuell kann es auch im östlichen Flachland sowie im Burgenland zu größere Regenmengen durch kräftige stationäre Regenschauer und Gewitter kommen. Wetterbegünstigt bleibt der äußerste Westen des Landes. Auch von Osttirol bis nach Unterkärnten sorgt der teils kräftige Nordföhn für eher trockene Verhältnisse.

Lokale Überflutungen in den Alpen

Die Hochwassergefahr ist im Flachland am Wochenende eher gering, da das Wasser meist gut abfließen kann. In den Alpen und da besonders in engen Tälern kann es aber in der Nacht auf Sonntag stellenweise zu Überflutungen und Ausuferungen von kleinen Flüssen kommen. Am besten schützen sie sich vor dem Hochwasser, indem sie in den oberen Stockwerke eines Hauses übernachten. Da die größten Regenmengen in der Nacht zu erwarten sind, ist die Vorwarnzeit leider meist nur sehr kurz.

Wetterberuhigung am Montag

Hoch DANA sorgt dann im Laufe der Sonntagnacht langsam für eine Wetterberuhigung. Die Schauer ziehen sich in die Alpen zurück und klingen im der zweiten Sonntagnachthälfte dann allmählich ab. Der Montag verläuft dann wieder sonniger und die Schauerneigung geht im ganzen Land wieder zurück. Die nächste Woche verläuft dann allgemein wieder beständiger.

Trockenheit: Gewitter in Wien und Niederösterreich

Wer heute Früh nicht bereits vom Wecker aufgeweckt wurde, wurde es spätestens von den kräftigen Gewittern die am Morgen über Wien und Niederösterreich zogen. Gleich drei Gewitterzellen sorgten heute in der Bundeshauptstadt für einen turbulenten und nassen Start in den Tag.

Verursacht wurden die Gewitter von einer sogenannten Konvergenzzone. Winde aus verschiedenen Richtungen trafen am Alpenostrand aufeinander und zwangen die Luft zum Aufsteigen, die Folge waren kräftige Gewitter. Auch in der Steiermark bildeten sich ausgehend von der Kor-und Packalpe in der Nacht einige kräftige Gewitter.

Dürre und Trockenheit im Osten

Während im Westen des Landes die Niederschlagsausbeute bisher recht passabel war, leider der Osten unter extremer Trockenheit. Besonders vom Weinviertel über Wien bis ins Nordburgenland fiel kaum Regen. Die heutigen Gewitter und besonders das Wochenende könnten der Trockenheit aber zumindest ein wenig Linderung verschaffen.

Feuchte Luft aus dem Nordosten

Denn auch am Wochenende wird der Alpenraum weiterhin von dem Höhentief beeinflusst. Mit der Verlagerung in Richtung Italien dreht die Strömung in Österreich auf Nordost und damit wird sehr feuchte Luft ins Land transportiert. Der Samstag und Sonntag verlaufen somit im ganzen Land unbeständig, besonders entlang der Nordalpen und im Donauraum sowie auch im südöstlichen Flachland zeichnen sich größere Regenmengen durch kräftige Regenschauer und Gewitter ab.

Titelbild: © Stormhunters Austria

Hitze und heftige Gewitter am Dienstag

+++ Update 00.30 Uhr +++

Damit beenden wir den Liveticker für heute. Die Karten zeigen die Höchstwerte des heutigen Tages, sowie den Verlauf der Gewitteraktivität. Wir danken für Ihr/Euer Interesse.

Höchstwerte am 13. Juli 2021 © UBIMET
Verlauf der Blitze am 13. Juli 2021 © Nowcast/UBIMET

+++ Update 22:30 Uhr +++

Die Konvergenzlinie (gelbe Linie)[Zusammenströmen von Luft] hat inzwischen Wien erreicht und kühlere Luft (blauer Pfeil) strömt von Westen bis in die Stadt und in Weinviertel. Weiterhin schwitzen muss man im Marchfeld und Seewinkel (roter Pfeil).

Windrichtunbg um 22.20 Uhr © UBIMET

+++ Update 22:00 Uhr +++

Von den Karawanken her nähern sich nun Unterkärnten Gewitter, wie diese Fotto-Webcam eingefangen hat.

Aufkommende Gewitter bei Villach © foto-webcam.eu
Die Kamera bei Wernberg hat auch einen Blitz eingefangen © foto-webcam.eu

+++ Update 21:20 Uhr +++

Über Tschechien hat sich ein größerer Gewitterkomplex gebildet. Die Temperatur der Wolkenoberseite liegt bei -63 Grad!

Temperatur der Wolkenoberseite © EUMETSAT

+++ Update 20:50  Uhr +++

Die nächsten Gewitter stehen schon vor der Tür und werden in den nächsten Stunden von Italien und Slowenien aufziehen.

Blitze von 20.50 Uhr © Nowcast/UBIMET

+++ Update 20:00 +++

Kurze Zwischenbilanz:

Die meisten Blitze gab es heute, wenig verwunderlich, in Tirol, hier hat es auch am meisten geregnet heute. Die schnell ziehenden Gewitter der letzten Stunden in Kärnten haben aber ordentlich geblitzt.

Hier noch zwei Tabellen mit den Spitzenwerten:

+++ Update 19:15 +++

Heftig erwischt hat es heute  Südtirol:

+++ Update 19:00 +++

Kräftig regnet es derzeit in den Hohen Tauern sowie auch weiterhin in Nordtirol.  Hier ist die Karte der letzten drei Stunden (zum vergrößern auf die Karte klicken):

Regensummen der letzten drei Stunden. Quelle: UBIMET, TAWES

Gewittrig wird es derzeit auch in der Stadt Salzburg, von Süden her ziehen Gewitter in Richtung Flachgau und Innviertel.

+++ Update 18:35 +++

In Oberösterreich und Oberkärnten sind einieg Gewitter unterwegs, Starkregen und Hagel sind vor allem in Oberösterreich zu erwarten!

+++Update 17:15+++

Erste Gewitter haben sich gerade in Oberösterreich gebildet, Starkregen und Hagel sowie stürmische Böen sind in den kommenden Stunden möglich! Allmählich arbeiten sich die Gewitter immer weiter in Richtung Osten vor.

Aktuelle Blitze und Radarbild. Quelle: UBIMET, ACG

+++Update 16:45+++

Das Land Tirol ist nach wie vor der Gewitter-Hotspot des Landes. In Oberkärnten wird es aber auch bald regnen, von Italien her nähert sich ein kräftiges Gewitter der südlichen Landesgrenze.

Am kräftigen regnet es derzeit am Brenner, mit über 20 Liter/qm in der letzten Stunde, sowie im Raum Kufstein. Stürmisch ist es derzeit auch in Zell am See mit 74 km/h, hier tröpfelt es auch langsam.

+++Update 15:50+++

100 km/h in Innsbruck!

Vorsicht in Osttirol! Erste Gewitter ziehen gleich von Süden herein!

+++Update 15:15+++

Gewitter ziehen gerade über Innsbruck hinweg, Sturmböen von 84 km/h meldet die Station Kranebitten im Westen der Stadt, Uni misst stürmische Böen von 62 km/h.

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/

+++Update 14:30 Uhr+++

Viel fehlt nicht mehr zur höchsten Temperatur 2021 (bis heute 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg von vergangener Woche). 36,2 Grad aktuell in Pottschach im südlichen Wiener Becken!

Gleichzeitig in Galtür kräftiger Regen bei nur 9 Grad. Was für ein Unterschied…

+++Update 14:15 Uhr+++

Bis dato war in erster Linie das Tiroler Oberland von den Gewittern betroffen, wie die Blitzentladungen der vergangenen 3 Stunden zeigt: Nun rücken vermehrt das Tiroler Unterland, Osttirol und Oberkärnten in den Fokus.

+++Update 13:45 Uhr+++

Vorsicht in den nächsten Stunden u.a. auch in Innsbruck. Hier weht derzeit noch der Föhn bei 30 Grad, dementsprechend trocken ist die Luft. Wenn nun die Gewitter von Südtirol her aufziehen, kann es zu Sturmböen und schweren Sturmböen kommen!

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni-west/

+++Update 13:15 Uhr+++

Riesige Temperaturunterschiede gibt es derzeit von Ost nach West, hier die Top 8 der aktuell wärmsten und kältesten Orte:

+++Update 13:00 Uhr+++

Kurzer Blick zu unseren Nachbarn in die Schweiz. Hier haben heftige Gewitter schon vergangene Nacht für große Schäden gesorgt, im Bild Zürich:

+++Update 12:30 Uhr+++

Volltreffer für das Tannheimertal in Tirol. Rund 11 Liter Regen pro Quadratmeter brachte ein Gewitter hier, Temperatursturz von 17 auf 11 Grad inklusive:

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/tannheimertal/

+++Update 12:15 Uhr+++

Wo haben wir schon die 30 Grad erreicht? Am besten sieht man das auf der folgenden Karte: rot = mehr als 30 Grad, gelb = mehr als 25 Grad:

+++Update 12:00 Uhr+++

Nicht ganz fair der Vergleich aufgrund der Höhenlage, aber über 20 Grad Temperaturunterschied zwischen West und Ost sind schon beachtlich:

  • Sulzberg (Vorarlberg, 1000 m hoch): 10°C
  • Pottschach-Ternitz (Niederösterreich, 400 m hoch): 32°C

+++Update 11:30 Uhr+++

Ganz schön heiß jetzt schon, und wir haben noch nicht einmal 12 Uhr. Hier die aktuellen Spitzenreiter, im Wiener Becken schon 31 Grad:

+++Update 11:15 Uhr+++

In Vorarlberg und später auch in Tirol geht es bald los mit den ersten Gewittern, diese sind jetzt schon über der Schweiz und Norditalien aktiv. Hier die aktuelle Karte der Blitzentladungen:

Blitzentladungen um 11:00 Uhr

+++Update 11:00 Uhr+++

Die extrem trockene Witterung der vergangenen Wochen hat zur Folge, dass heute die Waldbrandgefahr im Osten des Landes weiterhin stark erhöht (rot oder sogar violett auf der Karte) ist:

Waldbrandgefahr am Dienstag.

+++Update 10:30 Uhr+++

Mit der heißen Südströmung kommt aber nicht nur die Hitze zu uns, sondern auch Saharastaub. Super zu sehen am Webcam-Vergleich in Wien zwischen gestern (glasklar) und heute (milchig-trüb):

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/

+++Update 10:00 Uhr+++

Blicken wir auf die aktuelle Großwetterlage, die uns die Hitze und die Gewitter beschert: Über Frankreich liegt heute ein Höhentief, an dessen Vorderseite erreichen sehr heiße Luftmassen aus dem westl. Mittelmeerraum die Alpen.

Die Großwetterlage am Dienstag.

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker an diesem heißen und gewittrigen Dienstag.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

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Wo wird es heute am heißesten?

Hotspots sind Niederösterreich, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark. Hier die Karte mit den zu erwartenden Höchstwerten zum Vergrößern anklicken bzw. -tippen):

Höchstwerte am Dienstag.

Wo drohen heute Unwetter?

Die größte Gewittergefahr (rot markiert) besteht im Übergangsbereich der heißen zur kühlen Luft im Westen, grob skizziert hier:

In der Mitte und im Norden am Dienstag kräftige Gewitter.

Hitze und Gewitter: Am Dienstag bis zu 38 Grad und Unwetter

Hitzewelle

Schon wieder heißester Tag des Jahres?

Mit 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde am vergangenen Donnerstag die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen, dieser Wert könnte bereits morgen wieder der Vergangenheit angehören. Im Vorfeld eines Höhentiefs über Frankreich erreichen uns nämlich extrem heiße Luftmassen von der Iberischen Halbinsel.

Die Großwetterlage ist auf der folgenden Karte gut zu erkennen:

Die Großwetterlage am Dienstag.

Die Hotspots dürften recht ähnlich wie vergangene Woche das Flachland Niederösterreichs, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark sein. In diesen Regionen sind verbreitet Höchstwerte um 35 Grad in Sicht, punktuell gehen sich aber auch 37 oder sogar 38 Grad aus.

Hier die zu erwartenden Höchstwerte am Dienstag:

Die Höchstwerte am Dienstag. Zum Vergrößern der Karte anklicken bzw. -tippen

Heftige Gewitter aus Westen

Im Westen des Landes ist am Dienstag von Hochsommerhitze keine Spur, in Vorarlberg etwa verharren die Temperaturen meist sogar unter der 20-Grad-Marke. Im Übergangsbereich von der kühlen zur sehr heißen Luft kündigen sich im Laufe des Tages zudem heftige Gewitter an! Schon am Vormittag gehen in Nordtirol erste Gewitter nieder, Unwetterpotential ist hier aber noch nicht gegeben. Am Nachmittag und Abend steigt dann auch vom Kaisergebirge bis zum Mühl- und Waldviertel die Gewitterneigung deutlich an, wobei in diesem Streifen mit Sturmböen und großem Hagel gerechnet werden muss. Auch nach Osttirol und Oberkärnten ziehen von Italien her ein paar kräftige Gewitter. Weiter nach Osten zu passiert außer brütender Hitze dagegen gewittertechnisch nichts.

Hier jene Regionen mit der größten Unwettergefahr morgen:

In der Mitte und im Norden am Dienstag kräftige Gewitter.

Höhentief bringt in der kommenden Woche kräftige Gewitter

Blitz

Aktuelle Situation

Derzeit liegt noch eine schwache Okklusion über Deutschland, die am heutigen Sonntag von der Nordsee bis zum Erzgebirge sowie von der Schwäbischen Alb bis zum Fichtelgebirge für einige kräftigere Schauer und Gewitter sorgt.

Radarbild am Sonntag, den 11. Juli um 14.10 Uhr © DWD/UBIMET

Höhentief

In der Animation erkennt man, wie das Höhentief vom Atlantik her zu den Alpen und später nach Süddeutschland zieht. Die exakte Position ist dabei zur Wochenmitte noch etwas unsicher, der grobe Fahrplan sollte aber stehen. Bei einem Höhentief handelt es sich um ein Gebiet kälterer Luft in der Höhe von ungefähr 5 km.

Prognose von Sonntagfrüh bis Mittwochnacht des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersage © ECMWF

Zudem ist auch der Bodendruck dargestellt; man erkennt, dass auf der Nordostseite des Höhentiefs sich ein Bodentief über den Benelux-Staaten etabliert, welches im Zusammenspiel mit dem Höhentief feucht-heiße Kontinentalluft von Osten her nach Deutschland führt.

Montag

Zu Beginn der neuen Woche liegt Deutschland im Vorfeld des Bodentiefs über Nordostfrankreich. Im Vorfeld der Kaltfront wird heiße Luft (roter Pfeil) aus dem Mittelmeerraum in den Süden gelenkt. Hier werden Werte bis 30 Grad erwartet. Am Abend steigt dann von der Schweiz und Frankreich her die Gewittergefahr deutlich an. Dann muss bei Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden.

Wettersituation am Montagmittag © UBIMET

Ein zweiter Schwerpunkt der Gewitter liegt im Norden und Nordosten, hier wird im Vorfeld der Okklusion sehr feuchte und instabil geschichtete Luft herantransportiert (grüner Pfeil). Bei diesen Gewittern, wie auch in den Folgetagen, sind lokal Überflutungen möglich, da die Luft sehr feucht ist!

Gewitterschwerpunkte am Montag © UBIMET

Dienstag

In der Früh erreicht die Kaltfront den Südwesten und legt sich von Nordfrankreich über die Westalpen bis nach Korsika , die Warmfront erstreckt sich von der Nordsee bis nach Belgien. Die Ostströmung intensiviert sich und schwül-heiße Luftmassen halten sich ungefähr nördlich der Linie Bayerischer Wald-Rhön-Emsland. Hier werden verbreitet Temperaturen von 26 bis 31 Grad erreicht.

Von der Früh weg deutet sich im Südwesten gewittrig durchsetzter Dauerregen an (blauer Bereich). In den rot eingefärbten Gebieten sind vom Nachmittag an bis in die Nacht auf Mittwoch teils schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel zu erwarten. Die genaue Intensität im Nordwesten ist noch etwas unsicher, aber auch hier ist Starkregen ein Thema.

Erste Einschätzung zu den Gewittern und Starkregen am Dienstag. © UBIMET

Mittwoch

Am Mittwoch kommt nach bisherigem Stand die Kaltfront bis zur Landesmitte voran und der Gewitterschwerpunkt verlagert sich in die Nordhälfte des Landes. Hier sind in feucht-heißer Luft kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel zu erwarten. Zudem deuten sich im Westen markante Regenmengen teils mit Gewitter, teils ohne Gewitter an. Mitunter ist im Südwesten lokal eine Hochwasserlage möglich.

Erste Einschätzung zu den Gewittern und Starkregen am Mittwoch. © UBIMET

Weitere Aussichten

Nach dem Mittwoch werden die Prognosen sehr unsicher, es deutet sich jedoch an, dass mit einem Hoch, das sich über Westeuropa nach Norden schiebt allmählich trockenere Luft einsickert und die Gewittergefahr allmählich zurück geht.

Titelbild: Storm Science Austria

Schwere Gewitter beendeten Hitzewelle

Sommergewitter - pixabay.com / SturmjaegerTobi

Heißester Tag des Jahres!

Mit 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde am gestrigen Donnerstag die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen, der vorherige Spitzenwert von 35,3 Grad in Güssing und Leibnitz wurde damit klar überboten. Es war dies zugleich die höchste Temperatur in Österreich seit rund zwei Jahren. Hotspots waren gestern eindeutig Wien, das östliche Niederösterreich sowie das Nord- und Mittelburgenland mit mehr als 35 Grad. Zeitgleich wurden am westlichen Ende Österreichs in Bregenz lediglich 18 Grad registriert. Eine solch große Temperaturspanne zwischen dem Westen und dem Osten des Landes ist im Sommer extrem selten.

Im Osten gab es verbreitet einen Hitzetag (> 30 Grad, rot markiert)

Heftige Gewitter im Großteil Österreichs

Im Vorfeld sowie mit Durchzug einer Kaltfront von Westen her gingen dann jedoch teils heftige Gewitter nieder, seit gestern wurden rund 106.000 Blitze am Himmel über Österreich gezählt. Fast 40.000 Entladungen entfielen dabei auf Niederösterreich, gut 30.000 auf Oberösterreich. Mit 20.000 Blitzen auf Rang 3 liegt die Steiermark. Auch in Wien wurde es vergangene Nacht gewittrig, in der Bundeshauptstadt wurden immerhin 300 Blitze gezählt.

Blitze am Donnerstag.
Blitze am Freitag.

Mit den Gewittern kam es auch zu Sturmböen, wie zum Beispiel in Obervellach (Kärnten, 75 km/h) oder Limberg (Niederösterreich, 86 km/h). Besonders in der Eisenwurzen, im Oberen Murtal sowie im Grazer Bergland kam es lokal auch zu größerem Hagel. In Vorarlberg waren indes eher die großen Regenmengen ein Thema, 60-70 Liter pro Quadratmeter sind rund um das Rheintal in den vergangenen 24 Stunden zusammengekommen. Im Osten sorgten die Gewitter zumindest für eine geringe Linderung der extremen Trockenheit, 2-5 l/m² fielen im Großraum Wien.

24-stündiger Niederschlag bis Freitagfrüh.

Wochenende ruhiger

Das Wochenende verläuft deutlich ruhiger, wenngleich leicht unbeständig. Am Samstag scheint verbreitet die Sonne und mit 23 bis 31 Grad wird es auch sommerlich warm. Mit Annäherung eines Tiefs entstehen am Nachmittag und Abend über den Bergen Vorarlbergs und Tirols ein paar Schauer und Gewitter. Der Sonntag startet in Tirol, Salzburg und Oberösterreich bewölkt mit schauerartigem Regen, tagsüber kommt das Tief weiter nach Osten voran. Hier bilden sich nach einem freundlichen Start einige Schauer und Gewitter – Unwetterpotential besteht aber nicht und mit 22 bis 30 Grad bleibt es angenehm warm.

Neue Woche startet sehr heiß – später Unwettergefahr

Zu Beginn der neuen Woche stellt sich zunächst eine föhnige Südströmung ein, mit der die Temperaturen wieder deutlich ansteigen. Am Montag gibt es an der Alpennordseite schon bis zu 36 Grad, die 30-Grad-Marke wird aber fast überall geknackt. Der Dienstag bringt dem Osten noch einmal große Hitze mit rund 35 Grad, im Westen ist es mit Regen dagegen schon 15-20 Grad kühler. Aus heutiger Sicht drohen tagsüber aber wieder heftige Gewitter!

Kräftige Gewitter am Donnerstag

Das aktuelle Satellitenbild zeigt die Luftmassengrenze als schmales Wolkenband, das von den Balearen bis hinauf nach Schweden reicht. Heute passiert in Mitteleuropa nicht besonders viel, da derzeit leichtes Absinken im Bereich der Luftmassengrenze stattfindet.

Satellitenbild vom 7.7.2021 um 16.35 Uhr © EUMETSAT

Wetterablauf Donnerstag

Dies ändert sich aber morgen. Die Höhenströmung dreht mehr auf Süd und die Luftmassengrenze wird wieder etwas nach Nordwesten gedrückt. Auf der Ostseite wird ein Schwall heißer und hochlabiler Subtropikluft von der Adria über Österreich und Tschechien bis nach Schlesien transportiert.

Ein zweiter Schwerpunkt der Gewitter deutet sich vom Schweizer Jura bis hinauf nach Dänemark an. Hier sorgen zusammenströmende Luftmassen (Konvergenzlinie) für ausreichend Hebung.

Gefahrengebiete der Überregionalen Unwetterlage am Donnerstag

Früh bis Vormittag

Entlang der Luftmassengrenze fällt aus der Nacht heraus von der Schweiz bis nach Franken teils kräftiger und gewittrig durchsetzter Regen. Ausgenommen ist hierbei nur der äußerste Südosten. Im Verlauf des Vormittags kommt der Regen nordwärts voran und von den Bayerischen Alpen bis zum Bayerischen Wald herrscht für ein paar Stunden trockenes und aufgelockertes Wetter.

Mittag

Ab dem Mittag bilden sich schließlich entlang der Konvergenzlinie zunehmend kräftige Gewitter, bei denen vor allem Starkregen und lokal kleiner Hagel erwartet werden können. Diese Gewitter ziehen recht langsam, sodass örtlich wieder Überflutungsgefahr besteht, besonders wenn mehrere kräftige Zellen über einen Ort hinweg ziehen.

Nachmittag

Nun wird es im Süden spannend. Ausgehend von den Alpen bilden sich kräftige Gewitterzellen, die rasch zu Superzellen werden sollten. Somit steigt am Nachmittag die Gefahr von großem Hagel und Sturmböen stetig an. Diese Zellen werden am Abend dann nach Tschechien hineinziehen. Hier werden die Bedingungen noch besser und schwere Unwetter mit großem Hagel, Orkanböen und sogar Tornados sind möglich.

Aber auch südlich der Alpen und zwar in Norditalien bilden sich nun kräftige Gewitter, die sich auf die Po-Ebene und in Richtung Venedig ausbreiten werden. Hier muss ebenfalls mit großem Hagel und schweren Sturmböen gerechnet werden.

Abends

In der Folge ziehen die Unwetter weiter nach Polen und werden sich zu einem oder mehreren Gewittersystemen organisieren. Hier muss dann bis in die Nacht hinein mit Orkanböen und Hagel gerechnet werden.

Währenddessen gehen im Süden die letzten Gewitter in kräftigen teils immer noch gewittrig durchsetzten Regen über, lokal sind Mengen von 30 bis 50 Liter zu erwarten. Zudem lassen die Gewitter entlang der Konvergenz nach.

Titelbild: @ Storm Science Austria

Am Dienstag neuerlich kräftige Gewitter, im Osten heiß

Höchsttemperatur

Bereits in der Nacht auf Dienstag erreicht die Warmfront des Tiefs den Westen des Landes. Mit ihr dreht die Strömung auf Süd und ein Schwall heißer Luft erreicht das Land, davon profitieren wird jedoch nur der Osten und Südosten des Landes. Hier erwarten wir Temperaturen um oder über 30 Grad.

Erwartete Höchstwerte am Dienstag, den 6.7.2021 © UBIMET

Gewitter

Ablauf der Gewitter morgen und der erwarteten Stärke © UBIMET

Doch die Kaltfront lässt nicht lange auf sich warten. Bereits um die Mittagszeit erreicht sie den Westen. In ihrem Vorfeld sind am Morgen vereinzelte Gewitter im Südwesten möglich, die als Überbleibsel der Nacht aus Frankreich herein ziehen. Ab dem späten Vormittag sind dann mit der aufkommenden Front zunächst im Westen und Nordwesten erste Gewitter zu erwarten. Diese ziehen dann unter Verstärkung am Nachmittag nach Nordosten weiter, dann muss mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden.

Ab dem späteren Nachmittag bilden sich schließlich auch in der Schweiz und in Österreich Gewitter, die am Abend auf das südliche Bayern übergreifen. Hier sind dann erneut Superzellen zu erwarten, die von größerem Hagel und schweren Sturmböen begleitet sein können.

Wind

Hinter der Kaltfront frischt dazu der Wind frisch bis stark, in Böen teils stürmisch auf. Dabei muss in exponierten Lagen und im Westen mit Böen zwischen 50 und 60 km/h gerechnet werden, lokal auch etwas mehr.

Prognostizierte Windböen am Dienstag, den 6.7.2021 © UBIMET

Titelbild: Fotolia

Nächste Hitzewelle: Am Donnerstag bis 38 Grad!

Die nächste Hitzewelle steht unmittelbar in den Startlöchern, sie fällt nach kurz, dafür aber intensiv aus. Dienstag und Mittwoch stehen im Osten und Süden bereits Höchstwerte um 35 Grad auf dem Programm, der Höhepunkt der Hitzewelle wird am Donnerstag erreicht. Mit Temperaturen bis zu 38 Grad nach Osten zu bewegen wir uns dann schon im Bereich der Juli-Rekorde, ehe schwere Gewitter der Hitzewelle wieder ein Ende bereiten.

Föhnige Südwestströmung bringt Hitzewelle

In den kommenden Tagen liegt der Alpenraum am Rande des Tiefs ZYPRIAN mit Kern über der Nordsee. Mit einer leicht föhnigen Südwestströmung werden wieder zunehmend heiße Luftmassen herantransportiert – die zweite Hitzewelle des Jahres nimmt ihren Lauf. Mit einer Länge von nur drei Tagen erfüllt diese so gerade eben die Definition einer Hitzewelle, fällt also recht kurz, aber intensiv aus.

Am Rande des Tiefs strömt von Süden heiße Luft in den Alpenraum © Ubimet/ECMWF

Dienstag schon bis 35 Grad, Mittwoch 36 Grad

Am Dienstag knacken die Temperaturen schon in allen Bundesländern die 30-Grad-Marke, Hotspots mit bis zu 35 Grad sind dabei die Alpennordseite vom Salzkammergut bis zum Tullnerfeld. Hier unterstützt leicht föhniger Südwind die kräftige Julisonne. Abends sind primär in Vorarlberg und Nordtirol einzelne, kräftige Gewitter möglich.

Am Mittwoch konzentriert sich die Hitze auf die Osthälfte: Von Linz und Lienz ostwärts werden 30 bis 36 Grad gemessen. Die heißesten Regionen dürften dann der Seewinkel im Nordburgenland und das Klagenfurter Becken sein. Im Westen ist es mit 20 bis 27 Grad schon deutlich kühler, hier sind auch im Umfeld einer Kaltfront ein paar Schauer und Gewitter einzuplanen.

38 Grad: Höhepunkt Donnerstag

Am Donnerstag erreichen die Ostalpen noch heißere Luftmassen aus dem Mittelmeerraum. Mit Unterstützung von leicht föhnigem Südwind klettern die Temperaturen in der gesamten Osthälfte auf schweißtreibende 35 Grad. Besonders vom Mostviertel über das östliche Flachland bis ins Südburgenland sind sogar Spitzenwerte von bis zu 38 Grad in Sicht. Selbst 39 Grad können punktuell nicht ausgeschlossen werden. Bei solch extremen Temperaturen sind die Rekorde für den Juli nicht mehr allzu fern. Auf der Hohen Warte in Wien wurde 1957 der Julirekord von 38,3 Grad aufgestellt, 39,0 Grad waren es am selben Tag in St. Pölten. Vor 14 Jahren wurde in Eisenstadt der noch immer gültige Julirekord von 38,7 Grad aufgestellt.

Höchstwerte im Osten des Landes © Ubimet

Schwere Unwetter beenden Hitze

Mit Annäherung einer Kaltfront entstehen am Nachmittag in Vorarlberg und Nordtirol aber immer mehr Schauer und Gewitter, letztere können lokal unwetterartig ausfallen. Dabei sind großer Hagel und Sturmböen möglich, zum Abend hin breiten sich die schweren Gewitter auch auf Salzburg und das westliche Oberösterreich aus. Im Mühl- und Waldviertel sowie im östlichen Bergland sind in der aufgeheizten Luft zwar ebenfalls kräftige Gewitter möglich, dort sind diese aber deutlich seltener anzutreffen.

Gewitterlinie in Oberösterreich ©Stormhunters Austria

Weitere Aussichten sommerlich warm

Mit Beginn der Sommerferien in sechs weiteren Bundesländern am Freitag ist die große Hitze wieder Geschichte. Nur ganz im Osten und Südosten hält sich die heiße Luft mit Höchstwerten um 30 Grad noch einen weiteren Tag, sonst sorgen Schauer und Gewitter schon für eine spürbare Abkühlung. Auch das Wochenende steht aus heutiger Sicht im Zeichen wechselhaften Sommerwetters – wirklich kühl wird es aber mit Höchstwerten von 25 bis 30 Grad auch nicht.

Verbreitet Gewitter und kräftige Regenschauer

Heftige Regenschauer werden in den kommenden Tagen niedergehen.

Bereits seit den Morgenstunden ziehen im Westen ein paar schwache Regenschauer durch.

Radarbild von 09:40 Uhr (DWD)

Zudem nähern sich von Frankreich bereits erste Gewitter. In den kommenden Stunden entstehen dann in der feuchten Luft im Westen und Süden verbreitet Regenschauer und Gewitter. Trocken bleibt es dagegen östlich der Linie Hamburg-Chemnitz.

Lokaler Starkregen möglich

Kräftige Gewitter sind am Nachmittag und Abend vor allem von NRW und dem Emsland über die Harzregion bis nach Thüringen zu erwarten sowie auch im äußersten Süden. Die Gewitter ziehen relativ langsam und so kann es lokal zu größeren Regenmengen von bis zu 30mm in 1 Stunde kommen. Hagel spielt nur eine untergeordnete Rolle und kommt nur in den stärksten Gewitterzellen vor. Die Hagelkörner bleiben aber generell klein.

Die Regenmengen am Sonntag auf die Fläche gemittelt, punktuell sind deutlich größere Regenmengen zu erwarten.

Am Montag dann auch im Nordosten

Am Montag verlagert sich dann die Gewittertätigkeit in den Osten und Norden des Landes. Da sich die Kaltfront aber immer weiter abschwächt, fallen auch die Regenschauer und Gewitter meist schwächer als am Sonntag aus. Nur an der Ostsee sind am Nachmittag einzelne kräftige Gewitter möglich.

Die Regenmengen am Montag auf die Fläche gemittelt, punktuell sind größere Regenmengen zu erwarten.

 

+++ Update 18:30 Uhr +++

Die Gewitter haben bisher wie erwartet vor allem große Regenmengen gebracht, entsprechend kam es lokal zu Überflutungen. Etliche Wetterstationen wurden getroffen und haben über 20 l/m² und Stunde gemeldet. Besonders stark geschüttet hat es in Neu-Ulrichstein in Hessen, wo 54 l/m² innerhalb einer Stunde gemessen wurden.

Auch die Kollegen beim DWD in Offenbach staunten nicht schlecht, als ein langsam ziehendes Gewitter über 40 l/m² in weniger als einer halben Stunde brachte:

 

+++ Update 20:30 Uhr +++

Die Analyse der Niederschlagsmenge zeigt zwar das flächige Auftreten der Gewitter, aber auch die lokalen Hotspots mit teils sehr großen Regenmengen. In den nächsten Stunden regnet es vor allem in Bayern und auch in Teilen Niedersachsens noch teils kräftig weiter.

Analyse der Niederschlagsmenge am 04.07.2021 bis 19:00 Uhr @ UBIMET

Gewitter mit Starkregen von Vorarlberg bis Kärnten

Gewitter in den Alpen

In der vergangenen Nacht zog eine schwache Front über Österreich hinweg und sorgte am Vormittag im Osten für letzte Regenschauer. Vorübergehend setzt sich nun von Westen die Sonne durch, allerdings ist die Wetterberuhigung nur von kurzer Dauer. Bereits am frühen Nachmittag entstehen in der feuchten Luft im Vorfeld einer schwachen Kaltfront im Westen Schauer und Gewitter.

Unwetterpotential am Sonntag/Sonntagnacht

Diese breiten sich bis zum Abend auf Salzburg und Kärnten aus und fallen lokal kräftig aus. Es kann zu kleinem Hagel kommen und innerhalb kürzester Zeit fallen bis zu 30 mm an Regen.

Gewittriger Starkregen in der Nacht

Am späten Abend verlagern sich die Gewitter ostwärts und wachsen zu einem größeren Regengebiet zusammen. Dabei kann es stellenweise kräftig regnen und es sind auch immer wieder Blitze dabei.

Der Schwerpunkt liegt in der Nacht in Salzburg, Kärnten der westlichen Obersteiermark und auch im Salzkammergut. Lokal kommen dabei rund 50 mm zusammen und das in wenigen Stunden. Dabei kann es zu lokalen Überflutungen oder Vermurungen kommen. Am Montagvormittag beruhigt sich dann rasch die Situation und der Regen klingt weitgehend ab. Im ausgetrockneten Osten heißt es dagegen weiter warten auf Regen.

Konvektion in der Atmosphäre

Die Quellwolke eines Gewitters.

Die Sonneneinstrahlung erwärmt die verschiedenen Oberflächen wie beispielsweise Wasser, Acker und Wald unterschiedlich schnell bzw. stark. Dies wirkt sich direkt auf die Temperatur und somit auch auf die Dichte der bodennahen Luft aus. Die wärmeren Bereiche der bodennahen Luft sind leichter als die Umgebungsluft, somit steigt die Luft dort auf. Der Auftrieb klingt erst dann wieder ab, wenn die Luft im Aufwindbereich die gleiche Temperatur wie jene der Umgebungsluft besitzt. Danach sinkt die Luft seitlich wieder ab. Die abwärtsgerichtete Strömung ersetzt schließlich die Luft in den unteren Schichten und es der Kreislauf der Konvektion wird abgeschlossen. Ein typisches Beispiel für einen abgeschlossenen Konvektionskreislauf stellt das Land-See-Windsystem dar.

Eine Seewind-Konvergenz löst Gewitter auf Kuba aus.
Eine Seewind-Konvergenz löst Gewitter auf Kuba aus.

Seewind und Gewitter

Die Seebrise stabilisiert die Luft in Küstennähe, weiter im Landesinneren kann das Zusammenströmen von Seewind und allgemeinem Wind hingegen zur Auslösung von Schauern und Gewittern führen. Dies tritt besonders häufig auf größeren Inseln und Halbinseln auf, wie beispielsweise in Istrien (Kroatien). Gelegentlich kann man dies aber auch im Bereich der Nord- und Ostsee beobachten.

Seewind an der Adria. © EUMETSAT / UBIMET
Seewind sorgt an den Küsten oft für wolkenlose Bedingungen. © EUMETSAT / UBIMET

Thermik

Im Sommerhalbjahr kann die Sonnenstrahlung regelrechte Thermikschläuche verursachen, die beispielsweise Segelflieger zum Auftrieb nutzen. Das ist auch der Grund, warum Paragleiter oft über sonnenbeschienenen Berghängen enge Kreise ziehen. Die Folgen aufsteigender Luft sind oftmals Quellwolken, welche bei einer stabilen Schichtung der Luft hochbasig und klein bleiben.

Paragleiter am Alpenrand. © www.foto-webcam.eu
Paragleiter am Alpenrand. © www.foto-webcam.eu

Cumulonimbus

Wenn die bodennahe Luft jedoch sehr feucht und die Luftschichtung labil ist, dann können die Quellwolken rasch zu Schauern und Gewittern heranwachsen.  An der Obergrenze der Troposphäre, also jenem Bereich der Atmosphäre in dem sich unser Wetter abspielt, befindet sich eine Temperaturinversion. Die stabile Schicht stellt eine unüberwindbare Barriere für Gewitterwolken dar, weshalb sich die Quellwolke dort seitlich ausbreitet und die charakteristische Ambosswolke entsteht (Cumulonimbus incus; siehe auch Titelbild).

Vereinfachte Darstellung der Konvektion innerhalb einer Gewitterwolke. © Nikolas Zimmermann
Konvektion innerhalb einer Gewitterwolke. © Nikolas Zimmermann

Starkregen im Nordosten: Stellenweise über 100 Liter!

Ausgehend von den gestrigen kräftigen Gewitter über dem Süden Deutschlands bildete sich über Nacht über Tschechien und Polen das Tief XERO. Derzeit liegt es an der deutsch-polnischen Grenze. Dabei steuert das Tiefdruckgebiet sehr feuchte Luft in den Nordosten des Landes. Im weiteren Verlauf zieht es über die Ost- und Nordsee und löst sich dann allmählich auf.

Große Regenmengen durch gewittrigen Starkregen

Seit dem frühen Vormittag gehen in der Nordosthälfte des Landes teils kräftige Gewitter nieder und sorgen stellenweise für große Regenmengen. Da sich das Tief in den kommenden Stunden nur sehr langsam verlagert, kommt es vor allem in Sachsen-Anhalt sowie in Brandenburg stellenweise zu kräftigen, teils auch gewittrig durchsetzten Regen.

Der Schwerpunkt des Starkregens liegt etwa in einem Streifen von der Altmark bis ins nordöstliche Brandenburg. Stellenweise muss hier mit Regenmengen von 80 bis 120 Liter bis Donnerstagnachmittag gerechnet werden. Wobei der meiste Niederschlag heute Nacht fallen wird.

24 Stunden Regenmengen bis Donnerstagmittag © Ubimet

Wetterberuhigung ab Donnerstagabend

Im Verlauf des Donnerstags zieht das Tief dann aber allmählich in Richtung Nordsee und somit lässt auch der kräftige Regen nach. Zwar bleibt es in den kommenden Tagen auch weiterhin leicht unbeständig, größere Regenmengen oder kräftige Gewitter sind jedoch nicht mehr zu erwarten.

Schwere Unwetter am Montag und Dienstag in Deutschland

Auf der Vorderseite des Tiefs XERO steigt in weiten Teilen des Landes nicht nur die Temperatur, in der energiereichen Luft nimmt auch die Gewittergefahr stark zu.

Frontenkarte für Dienstag, 29. Juni 2021. Quelle: DWD.

Am Montag sind zunächst im Westen kräftige Gewitter mit Unwetterpotential unterwegs, hier ist vor allem Starkregen das Hauptthema. In NRW brachten die Gewitter am Nachmittag teilweise große Regenmengen mit sich, einzelne Station melden 20 bis 30 Liter binnen einer Stunde!

Von der Schweiz ausgehend zieht zum Abend hin im Breisgau ein starker Gewitterkomplex auf. Die untenstehende Simulation der Radarreflektivität zeigt eine Verlagerung der Gewitter vom Schwarzwald ausgehend nach Nordosten, in der Nacht auf Dienstag erreichen die Gewitter dann die Mitte des Landes.

Simulierte Radarreflektivitä bis Montagnacht, violete Bereiche deuten auf starke Gewitter hin. Quelle UBIMET.

Vor allem im Südwesten ist das Unwetterpotential sehr groß, neben dem hohen Feuchtegehalt in der Luft ist die vertikale Windscherung (Änderung der Windrichtung – und Geschwindigkeit) hoch, was die Ausbildung großer, organisierter Gewitterzellen unterstützt.

In Baden-Württemberg sowie Unterfranken und im Süden Hessens sind mit diesen sog. Superzellen große Regenmengen mit 30 – 50 l/qm, lokal auch mehr, binnen kürzester Zeit zu erwarten, sowie großer Hagel und orkanartige Böen!

Am Montag steigen die Höchstwerte verbreitet  auf 30 Grad an, mit dem Voranschreiten der Kaltfront des Tiefs wird die warme Luft allmählich nach Nordosten des Landes verdrängt, wo die 30 Grad am Dienstag dann noch  erreicht werden. Danach ist vorerst keine große Hitze mehr in Sicht.

Am Dienstag ziehen in der Mitte und im Norden gebietsweise schon in den Morgenstunden kräftige Gewitter durch, im Tagesverlauf zeichnet sich dann landesweit neuerlich Unwettergefahr ab. Dabei sind im Süden mit den sich bildenden Gewittern weiterhin teils schwere Sturmböen sowie großer Hagel möglich, nach Norden zu sind auch große Regenmengen in kurzer Zeit ein Thema.

 

Titelbild @ Storm Science Austria / UBIMET

Die neue Woche bringt Hitze und Unwetter

Der Juni zeigt sich in der neuen Woche erneut von seiner heißen Seite. In der Nacht auf Montag überquert uns von Westen eine Warmfront und führt heiße Luft aus dem Südwesten ins Land. Somit steigt die Temperatur am Montag in allen Landesteilen an, besonders von Bayern bis nach Brandenburg muss wieder mit Höchstwerten um und über 30 Grad gerechnet werden.

Ein Tief über Frankreich führt heiße Luft heran ©Ubimet/ECMWF

Nicht nur die Hitze wird folglich wieder zum Thema, leider spielen auch Unwetter wieder eine tragende Rolle. Am Montag sind diese vor allem im Westen des Landes zu erwarten. Die feuchte und labil geschichtete Luft sowie eine mit der Höhe zunehmende Windgeschwindigkeit bieten optimale Voraussetzungen für die Bildung von kräftigen Gewitter mit Unwetterpotential.

Am Montag starke Gewitter im Westen

In der zweiten Tageshälfte bilden sich von Baden-Württemberg über NRW bis nach Niedersachsen bereits teils kräftige Gewitter. Am Abend zeichnet sich dann aber besonders im Südwesten (violetter Bereich) örtliche Unwettergefahr ab. Es muss mit Hagel, Starkregen sowie Sturmböen gerechnet werden. Die Animation der Radarreflektivität zeigen die Zugbahn der Gewitter von Südwest nach Nord bis Nordost.

Radarreflektivität des Modells © UBIMET

Dienstags dann in der Mitte und im Norden Gewitter

Am Dienstag ziehen in der Mitte und im Norden gebietsweise schon in den Morgenstunden kräftige Gewitter durch, im Tagesverlauf zeichnen sich dann vor allem im Nordosten sowie im Süden neuerlich Unwettergefahr ab.

Titelbild: Brunn an der Wild © Storm Science Austria

Neuerlich schwere Gewitter im Westen und Norden

Gewitterfront

23:30

Die Gewitter in Österreich lassen nun allmählich nach, daher verabschieden wir uns mit letzten Bildern aus Tschechien und lassen die zerstörerische Wucht der Naturgewalten ohne Worte…

22:45 Uhr

Ein starkes Gewitter zieht aktuell vom Mühlviertel Richtung Weitra, Gmünd, Waidhofen an der Thaya. Hier ist mit Hagel zu rechnen!

Biltzverlauf 22:40 Uhr, UBIMET

21:00 Uhr

Einen starken Tornado gab es unweit der österreichischen Grenze bei Hodnin in Tschechien. Die Verwüstungen sind dort enorm!

19:45 Uhr

Die heftigsten Gewitter ziehen nun noch über das nördliche Wald- und Weinviertel und ziehen allmählich nach Tschechien ab. Nachfolgend nähert sich aus Bayern und Tirol eine schwache Kaltfront, in der im Vorfeld noch einzelne kräftige Superzellen Richtung Inn- und Mühlviertel ziehen.

Kaltfront nähert sich aus Westen, aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Diese Gewitter sind nicht mehr ganz so heftig wie ihre Vorgänger, schadensträchtiger Hagel von 2-3 cm Größe ist aber immer noch mit dabei. Nach Durchzug der Front beruhigt sich in der Nacht das Wetter an der Alpennordseite nachhaltig, dafür gibt es am Freitag von Kärnten bis ins Burgenland ein paar kräftige Gewitter.

19:00 Uhr

Bisher gab es heute rund 40.000 Blitzentladungen in Österreich, die meisten davon mit etwa 30.000 in Niederösterreich:

17:30 Uhr

Derzeit ziehen heftige Gewitter vom Hausruck- und Mühlviertel bis ins östliche Waldviertel durch und bringen teils großen Hagel von über 5 cm!

In der kommenden Stunden ziehen die Gewitter weiter ins nördliche Weinviertel.

Großer Hagel in Horn

16:50 Uhr

Achtung südlich von Horn hat sich ein heftiges Gewitter gebildet mit starker Rotation! Ein Tornado kann nicht ausgeschlossen werden.

16:10 UHr

Im Bezirk Neunkirchen hat das Gewitter große Hagelkörner von etwa 4 cm Duchmesser produziert.

Hagel in Würflach, Bezirk Neunkirchen. Quelle: R. Reiter.

15:30 Uhr

Achtung Wien! Ein kräftiges Gewitter nähert sich nun rasch aus Südwesten, Sturmböen und Hagel ist zu befürchten.

Aktuelle Blitzentladungen

15:00 Uhr

Erste Gewitter bilden sich nun in der Obersteiermark und an der Grenze zu Italien. Vor allem am Alpenostrand besteht in den kommenden Stunden Unwettergefahr durch Sturm und Hagel!

Aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Ausgangslage

Die Gewitter der vergangenen Nacht im Alpenraum haben mittlerweile schon Polen erreicht, doch im Tagesverlauf kündigt sich ausgehend von der Schweiz bereits die nächste Gewitterschub ab.

Aktuelle Satellitenbild mit Einfärbung der Wolkenhöhe. © EUMETSAT

Dabei liegt der Schwerpunkt der Gewitter heute einmal mehr nördlich der Alpen, also in den Regionen, die in den vergangenen Tagen bereits von Unwettern mit teils großem Hagel und Sturmböen heimgesucht wurden.

Am Donnerstag herrscht an der Alpennordseite Unwettergefahr.

Die Graphik zeigt die Gebiete mit der höchsten Unwettergefahr am Donnerstag. In dem violetten Bereich gibt es das größte Potential für teils schwere Sturmböen, großen Hagel und Starkregen. Im roten Bereich sind dieselben Phänomene ebenfalls möglich, nur nicht ganz so häufig. Der orangene Bereich zeigt den Bereich, in dem generell Gewitter möglich sind, hier kommt es aber voraussichtlich nur vereinzelt zu stürmischen Böen, Starkregen oder Hagel.

Rückblick: Mittwoch

Nachdem bereits in der Früh Gewitter über den Norden gezogen waren, bildeten sich am Abend in Südtirol und generell im Westen neuerlich kräftige und schadenbringende Gewitter. Diese zogen schließlich über Bayern und erreichten in der Nacht den Flachgau bzw. das Inn- und Mühlviertel.

Eine weitere Zelle zog von der Villacher Alpe ins Murtal und sorgte besonders in der Steiermark für Schäden. Insgesamt wurden rund 64.000 Blitze registriert, mit den meisten, rund 50.000 Blitze, in Oberösterreich.

Blitzverlauf am Mittwoch © NOWCAST/UBIMET

Titelbild © Storm Science Austria

Heftige Unwetter über Oberösterreich am Dienstagabend – eine Zusammenfassung

Am Dienstagabend hat sich über dem Berchtesgadener Land eine Gewitterzelle entwickelt, die in weiterer Folge über den nördlichen Flachgau in Richtung Niederösterreich weitergezogen ist. Auf ihrem etwa 120 km langen Weg hat diese sog. Superzelle großen Schaden durch Hagel und Starkregen sowie stürmische Windböen verursacht.

Zugbahn der Superzelle. Quelle: UBIMET, ACG

Das folgende Bild zeigt eine Hagelanalyse von UBIMET, diese zeigt die Wahrscheinlichkeit für Hagelkörner größer als 2 cm im Durchmesser – den Beobachtungen zu Folge fielen tatsächlich hühnereigroße Hagelkörner vom Himmel.

Hagelanalyse vom Ereignis am 22. Juni, die violette Färbung stellt die analysierten Hagelkörner mit einem Durchmesser größer als 3 cm. Quelle: UBIMET. Besonders schwer betroffen ist die Landwirtschaft, die Österreichische Hagelversicherung spricht von einem außergewöhnlichen Ereignis – dem größten Schadenereignis in ihrer Geschichte! Die größten Verwüstungen entstanden zwischen Mondsee und Gmunden.

Schadenanalysekarte der Österreichischen Hagelversicherung.
Das Radarbild von der Superzelle über Gmunden, der weiße Kern ist ein Hinweis auf Hagel. Quelle: UBIMET, ACG.

Gegen 20 Uhr zog die Superzelle mit großem Hagel und stürmischen Böen über Gmunden hinweg, von wo uns das folgende Video erreicht hat:

Begleitet wurde das Unwetter auch von großen Regenmengen, die Station Vöcklabruck hat innerhalb kurzer Zeit 48 Liter am Qaudratmeter gemessen, viele weitere Stationen haben 20 bis 30 Liter innerhalb einer halben Stunde gemeldet!

Das Unwetter sorgte aber auch im Verkehr für Behinderungen, so war z. B. die Westbahnstrecke für mehrere Stunden gesperrt. Aber auch auf der A1 war eine Weiterfahrt vorübergehend kaum möglich, wie dieses Video zeigt.

Anbei noch ein paar Fotos aufgenommen von unseren Kollegen von Stormhunters und Stormscience Austria.

Quelle: Stormhunters.
Quelle: Storm Science Austria.

Titelbild  © Storm Science Austria.

Hagelunwetter tobten zu Wochenbeginn im Süden

Die Wetterlage bleibt weiterhin angespannt. Nachdem bereits das Wochenende kräftige Gewitter brachte, gab es zu Wochenbeginn vor allem in Bayern und Baden-Württemberg erneut kräftige Gewitter.

Superzellen

Superzellen kann man quasi als die Könige der Gewitter ansehen. Ihre Aufwinde erreichen Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h und sind damit eine Gefahr für jedes Flugzeug. Zudem werden die größten Hagelkörner mit ihnen verbunden. Der Hauptgrund für die intensive Forschung an ihnen sind jedoch die Tornados. Während es verschiedene Mechanismen gibt kleinräumige Wirbel zu erzeugen (Staubteufel, Wasserhosen) sind starke Tornados nur in ihrem Umfeld möglich.

Die Besonderheit liegt darin begründet, dass ihr Aufwind rotiert und damit wesentlich stabiler und kräftiger ist als der anderer Gewitterzellen. Die Rotation gewinnen sie aus der Umgebungsscherung (Windrichtung und -geschwindigkeit ändern sich mit der Höhe). Daraus folgt zudem, dass sie nicht mit dem Höhenwind ziehen, sondern sich zumeist rechtsseitig verlagern.

Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/

Montag 21.6.

Der Montag war zunächst gekennzeichnet von dem von Thüringen nordwärts ziehenden Gewittersystem, dass sich am Sonntagabend schon über dem Süden des Landes gebildet hatte. Nach einer Pause um die Mittagszeit kamen am späten Nachmittag von Frankreich und der Schweiz her neue kräftige Gewitter auf. Diese breiteten sich rasch nach Osten über den Breisgau und Schwaben aus. Im Vorfeld der Gewitter bildete sich nordöstlich von Oberstorf eine Superzelle, die in der Folge auf einer Länge von rund 75 km Hagel bis 6 cm im Durchmesser brachte.

 

In der Folge bildete sich ein MCS (Mesoskaliges (C)Konvektives System), das über Tschechien in der Nacht nach Polen zog. Dieser brachte teils ergiebigen Starkregen. Insgesamt wurden allein in Bayern rund 70.000 Blitze, in Baden-Württemberg derer rund 60.000.

Zeitlicher Verlauf der Blitze © NOWCAST/UBIMET

Dienstag 22.6.

Auch der gestrige Tag brachte in Bayern wieder Unwetter. Erneut bildeten sich Superzellen, die erneut großen Hagel brachten. Dabei zog eine solche Zelle rund 240 km auf einer ähnlichen Zugbahn, wie die Superzelle am Tag zuvor. Erhebliche Schäden wurden in der Landwirtschaft sowie an Dächern und Autos registriert. Teils bildeten sich erhebliche Hagelansammlungen. Insgesamt wurden am Dienstag in Bayern rund 76.000 Blitze registriert.

 

 

 

Blitzspur der Superzellen am 22.6.2021 von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr © NOWCAST

Ausblick

Auch Heute und Morgen muss erneut in Bayern und Baden-Württemberg mit Superzellen mit großem Hagel und Starkregen gerechnet werden.

 

Titelbild: https://twitter.com/LippJakob/status/1407446095878316039/photo/1

Gewitter am Montag im Flachland

Gewitter über Wien am Montag. © foto-webcam.eu

Update 16:30 Uhr:

Unsere Kollegen von Storm Science Austria waren in der Oststeiermark unterwegs und machten ein paar beeindruckende Aufnahmen der Superzelle über Hartberg.

© Storm Science Austria

Update 16:00 Uhr:

Der Gewitterkomplex über den Fischbacher Alpen zieht nun langsam in Richtung Ost- und Südsteiermark. Vorsicht also in den Bezirken Hartberg und Fürstenfeld sowie auch im Südburgenland.

Zugbahn des Gewitters © Ubimet/Austrocontrol

 

Update 15:15 Uhr:

Ein heftiges Gewitter geht derzeit im Bereich Horn und Gars am Kamp nieder. Aufgrund der weißen Echos in der Radaranalyse ist hier Hagel nicht ausgeschlossen.

Radarbild 13UTC © Ubimet/Austrocontrol

Update 14:30 Uhr:

Ein Blick auf das aktuelle Radarbild zeigt die kräftigen Gewitter in der Rax-Semmering Region sowie auch im Waldviertel. Besonders im oberen Mürztal bildet sich das Gewitter immer wieder neu, rechnet hier mit lokalen Überflutungen.

Radar- und Satbild ©Ubimet/Austrocontrol/Eumetsat

Update 12:00 Uhr:

Erste Gewitter haben sich nun bei Mariazell und bei Kirchberg am Wechsel gebildet und in den kommenden Stunden nimmt die Gewittergefahr zwischen Wald- bzw. Wienviertel und er Wechselregion immer weiter zu. Im Flachland wurde schon verbreitet die 30-Grad-Marke erreicht und auch die Taupunkt sind mit 18 bis 20 Grad sehr hoch. Gute Bedingungen für starke Gewitter!

Ausgangslage

Aufgrund der Gewitter in der vergangenen Nacht in Deutschland hat sich im Donauraum verbreitet der Westwind durchgesetzt, im äußersten Osten weht hingegen noch Südostwind. Die beiden Windregime treffen am Montag am Alpenostrand bzw. direkt über Wien zusammen, eine sogenannte Konvergenzzone entsteht.

Aktuelle Konvergenz im Flachland

Durch das Zusammenströmen der Luft aus unterschiedlichen Richtungen wird  die Luft zusätzlich gehoben, was wiederum bei genügend Feuchtigkeit und Instabilität in der Atmosphäre die Gewitterbildung begünstigt. Este Gewitter sind dabei zu Mittag durch zusätzliche Hebung am den Bergen im Wienerwald und im Semmering-Wechsel-Gebiet sowie im Waldviertel zu erwarten. Am Nachmittag sind dann aber auch Gewitter im Flachland und somit auch in Wien möglich. Räumlich eng begrenzt fallen die Gewitter mit Starkregen und Hagel sowie Sturmböen auch heftig aus.

Gewitter bis in die Nacht hinein

Ab dem späten Nachmittag sind generell im gesamten Nordalpenbereich Gewitter möglich, die stellenweise heftig ausfallen. In der Nacht könnte dann noch ein größerer Gewitterkomplex von Bayern her auf Oberösterreich übergreifen, die genaue Entwicklung ist hier aber noch abzuwarten.

Gewitter brachten 300.000 Blitze, Sturm und Starkregen am Sonntag

Überblick

Wie beenden nun den heutigen Liveticker. Aktuell sind in Nordbayern und Thüringen noch einige Gewitter unterwegs, die im Laufe der zweiten Nachthälfte weiter nordwärts ziehen. Örtlich kommt es dabei weiterhin zu Starkregen und mitunter auch zu stürmischen Böen.

In Summe gab es am Sonntag von 0 bis 24 Uhr mehr als 300.000 Blitzentladungen!

Blitzdichte am Sontag, 20. Juni 2021.

Update 23:55

Vorlaufend zur Gewitterlinie in Nordbayern haben sich nun auch in Thüringen vorlaufende Gewitter entwickelt. In der kommenden Stunde ziehen auch in der Oberpfalz und im Vogtland Gewitter auf.

Update 22:10

Die Gewitter in Bayern haben in der vergangenen Stunde für ergiebige Regenmengen in kurzer Zeit gesorgt, anbei ein paar Messungen:

  • 31 mm Feuchtwangen-Heilbronn
  • 31 mm Gollhofen
  • 28 mm Simmershofen-Adelhofen
  • 26 mm Dinkelsbühl-Oberwinstetten

Update 21:50

Eine ausgeprägte Gewitterlinie hat sich nun über Bayern entwickelt und zieht rasch nordwärts. Vorsicht vor schweren Sturmböen und Starkregen!

Update 22:25

Die stärksten Gewitter befinden sich aktuell in einer Linie von Würzburg über Ansbach bis Ingolstadt. Es besteht weiterhin die Gefahr von schweren Sturmböen, Hagel und Starkregen!

Update 22:05

Anbei die gemessenen Spitzenböen in der vergangenen Stunde:

  • 78 km/h Rheinstetten
  • 77 km/h Waibstadt
  • 75 km/h Stuttgart-Echterdingen

Örtlich gab es auch wieder ergiebige Regenmengen in kurzer Zeit, wie etwa in Ellwangen-Rindelbach (B-W) mit 19 Liter pro Quadratmeter. Der Schwerpunkt der Gewitter verlagert sich nun nach Franken.

Update 21:40

Anbei ein paar Bilder aus dem Südschwarzwald:

Update 21:10

Anbei die bisherigen Spitzenböen in Deutschland:

  • 87 km/h Weilheim-Bierbronnen
  • 81 km/h Kandern-Gupf
  • 65 km/h Laupheim

Dazu gab es örtlich große Regenmengen in kurzer Zeit wie etwa 31 Liter pro Quadratmeter in Villingen-Schwenningen.

Update 19:45

Nun hat es auch in Bayern ausgelöst. Ein Gewitter nimmt aktuell Kurs auf Augsburg!

Radarbild 19:30 Uhr, UBIMET, DWD

Update 19:15

Eine erste Gewitterlinie ist bereits von der Schweiz aus nach Baden-Württemberg hereingezogen samt Starkregen, Hagel und Sturmböen. Eine zweite, organisierte, noch giftigere Gewitterfront erreicht Freiburg in diesen Augenblicken:

Blitze – je dunkler, umso älter – Stand 17:05 Uhr, UBIMET, DWD
Radar mit Zugrichtung, Stand 17:05 Uhr, UBIMET, DWD

Update 19:00

Shelfcloud, die über den Bodensee zog:

Update 17:30

Es erreichen uns erste Aufnahmen aus der Schweiz, von wo aus die Gewitter nun allmählich auf Baden-Württemberg übergreifen:

Einleitung

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Großwetterlage – rasch erkennen wir, dass Deutschland derzeit im Vorfeld mehrerer Tiefs vor Westeuropa liegt. Dabei wird sehr heiße und zunehmend feuchte Luft herangeführt – so auch heute(Karte ist für Sonntag 14 Uhr gültig):

Großwetterlage am Sonntag.

Am Sonntag ziehen die Gewitter der Nacht im Norden rasch Richtung Dänemark ab und für ein paar Stunden beruhigt sich das Wetter.

Aktuelle Wettersituation anhand eines Satellitenbildes (EUMETSAT,UBIMET)

Gegen Abend erreichen dann aber die derzeit noch über Katalonien und Südfrankreich liegenden Gewitter von Südwesten her die Bundesrepublik. Dabei kann es wirklich wild zugehen mit:

  • Böen von 100-120 km/h
  • Starkregen von 30-60 l/m² in kurzer Zeit
  • Hagel von bis zu 5 cm im Durchmesser

Selbst Tornados sind nicht ausgeschlossen!

Hier seht ihr die Animation des Radars in 3-Stunden-Schritten von Sonntagmittag bis Montagfrüh:

Radar-Animation für Sonntagnachmittag und -abend.

Abschließend hier noch einmal die Übersicht der größten Unwettergefahr am Sonntag. Wie schon erwähnt, ist ab den späten Nachmittagsstunden der gesamte Südwesten betroffen (violetter Bereich). Abends und in der Nacht zum Montag rücken dann mehr und mehr die Mitte und der Norden in den Fokus.

Die größte Unwettergefahr herrscht im Südwesten.

Samstagnacht: Blitzspektakel und Starkregen

In der Nacht auf Sonntag zog ein großräumiger Gewitterkomplex über den Westen und Norden hinweg und sorgte über Nacht für ein regelrechte Blitzspektakel. So wurden allein seit Mitternacht rund 200.000 Blitzentladungen registriert.

Dazu gab es anfangs  im Saarland und Rheinland-Pfalz auch noch Sturmböen, beachtlich waren aber auch die großen Regenmengen in kurzer Zeit.

Mehr Gewitter kommen auf

Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

Am heutigen Sonntag gibt es im Berg- und Hügelland lokale Wärmegewitter, die meisten davon entstehen in den Salzburger Gebirgsgauen und in der Obersteiermark. Punktuell kann es dabei zu Sturmböen und Hagel kommen. Interessant wird es am Abend auch ganz im Westen. Ein größerer Gewitterkomplex trifft dann den Norden von Vorarlberg, besonders am Bodensee kann es zu großem Hagel und schweren Sturmböen von bis zu 100 km/h kommen. In weitere Folge zieht der Gewitterkomplex über Deutschland nach Norden weiter.

Gewitter am Montag

Am Montag häufen sich dann an der Alpennordseite generell die Gewitter.

Frontenkarte für Montagmittag

Erste Gewitter gibt es entlang einer Windkonvergenz wohl schon in der Mittagszeit in Wald- und Weinviertel sowie am Alpenostrand. Am Nachmittag werden die Gewitter generell häufiger in den Nordalpen und können zum Abend hin auch ins umliegende Flachland ausgreifen.

In der Nacht könnte dann ein größerer Gewitterkomplex von Bayern her auf  den Flachgau und Oberösterreich ausgreifen. Die Gewitter können überall zu Hagelschlag und Sturmböen führen, lokale Überflutngen durch Starkregen sind ebenfalls möglich.

Gewitter im Norden, Hitze im Süden

Bis zur Wochenmitte bleibt es an der Alpennordseite gewitteranfällig, wobei sich das Unwetterpotential immer weiter nach Osten verschiebt, da sich im Westen langsam kühlere Luft durchsetzt. Außen vor bleibt dagegen der Süden und Südosten. Hier bleibt es bis auf einzelne Hitzegewitter bis zur Wochenmitte trocken und brütend heiß. Die Spitzenwerte liegen in der südlichen Steiermark und im Burgenland bei 36 Grad.

 

Titelbild: Gewitter im Mühlviertel. Quelle: Storm Science Austria

Am Donnerstag im Westen erste heftige Gewitter möglich

Die Wetterlage:

Morgen befindet sich eine langgezogene Luftmassengrenze von Spanien über Frankreich bis zur Nordsee, zu erkennen auf der Bodenwetterkarte an den roten Halbkreisen und den blauen Dreiecken. An der Luftmassengrenze bilden sich die beiden Tiefs STEFAN und THANANONT.

Bodenwetterkarte für Donnerstag 14 Uhr MESZ

Im Vorfeld der beiden Tiefs wird sehr heiße Luft aus dem Mittelmeerraum bzw. Nordafrika nach Deutschland gelenkt, verbreitet werden über 30 Grad erreicht. Da und dort gibt es sogar Spitzenwerte von rund 35 Grad:

Die Höchstwerte am Donnerstag.

Die nahe Luftmassengrenze lenkt aber auch etwas feuchtere und labil geschichtete Luft in den Westen Deutschlands. Somit bilden sich am Nachmittag und Abend vom Münsterland bis zum Saarland erste, teils schon kräftige Gewitter.

In der Folgenacht gibt es dann in den gleichen Regionen ausgehend von Frankreich Belgien die nächste Runde an kräftigen Gewittern!

Am Nachmittag und Abend steigende Gewittergefahr!

Quelle Titelbild: Storm Science Austria

Erneut kräftige Gewitter am Mittwoch erwartet

Update 20:00 Uhr

Ein ehemals gewittriger Schauer, inzwischen aber nicht mehr blitzaktiv zieht in diesen Minuten genau auf Graz zu. Die etwa 10km hoch reichende, ehemalige Gewitterwolke war dabei noch von Wien aus zu sehen – bei einer Entfernung von etwa 140 km Luftlinie:
(weitere Informationen zur Bestimmung der Gewitterentfernung findet man auch hier: https://uwz.at/de/a/bestimmung-von-gewitterentfernungen)

Webcambild mit Radarbild, UBIMET, AustroControl

Update 17:00 Uhr

Beeindruckende Bilder lieferten die webcams bei Zell am See, als letzte Stunde ein Gewitter vorüberzog.

Radarbild von 16:35 Uhr, UBIMET, AustroControl
Webcamzusammenstellung von 15:30 Uhr (links) und 16:30 Uhr (rechts) – foto-webcam.eu

Update 16:00 Uhr

Der Satellitenfilm zeigt, wo inzwischen verbreitet die „Wolkenpilze“ emporschießen. Mit roten Pluszeichen sind dabei die zu jeweiligem Zeitpunkt aktuellen Blitze markiert.
Die meisten Gewitter entstanden bisher auf deutscher Seite, in den kommenden Stunden sind aber auch in Österreich, speziell vom Bregenzerwald bis Oberkärnten, wie auch im Mühl- und Waldviertel, weitere Schauer und Gewitter zu erwarten!

Update 11:15 Uhr

Erste teils gewittrige Schauer haben sich nun gebildet.

Radarbild von 11:05 Uhr © Austrocontol

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Aktuelle Situation

Aktuelles Satellitenbild von 9.10 Uhr © EUMETSAT

Das aktuelle Satellitenbild zeigt einige Wolken im Tiroler Oberland, ansonsten scheint die Sonne. Dies begünstigt die Entwicklung von kräftigen Gewittern am Nachmittag, da mit der Einstrahlung genug Energie zur Verfügung gestellt wird. Zudem erkennt man bereits Quellwolken über den Bergen.

Betroffene Gebiete

Übersicht über die betroffenen Gebiete

In den Rot markierten Bereichen muss man lokal mit kräftigem Starkregen rechnen, der lokal zu Überflutungen und Murenabgängen führen kann. Dabei sind 30 bis 50 L/m² in ein bis zwei Stunden möglich, ganz lokal sogar noch mehr. Dazu sind bei den kräftigsten Gewitterzellen auch kleinkörniger Hagel möglich. Vorsicht ist also im Gewitterumfeld geboten. Dort wo Hagelansammlungen auftreten, kann es glatt werden.

Titelbild: UBIMET

Starke Gewitter am Samstag

Zusammenfassung

Ein gewitterreicher Tag liegt hinter uns. Ausgehend von einer Tiefdruckrinne, welche sich von der Nordsee bis zur Adria erstreckt, entstanden heute in der feucht-labilen Luft verbreitet teils kräftige Gewitter.

Die ersten Gewitter entstanden pünktlich um die Mittagszeit in den Alpen sowie im nördlichen Hügelland. Später bildete sich im Salzkammergut ein heftiges Gewitter, welches dann ganz langsam Richtung Osten zog und besonders im Bezirk Gmunden, Kirchdorf sowie in Steyr-Land kräftigen Regen brachte. Am späten Nachmittag zog dann auch noch ein starkes Gewitter von Bayern ins Inn- und Hausruckviertel.

Besonders betroffen war auch die Region um Innsbruck. Hier zogen kräftige Gewitter von Süden über die Stadt sowie das Umland hinweg und brachten auch hier teils enorme Regenmengen.

Hier noch ein paar Bilder der Gewitter:

Gewitter bei Wiener Neustadt ©Storm Science Austria
Gewitter im Bezirk Ried ©Storm Science Austria
Gewitter bei Steyr ©Storm Science Austria
Gewitter in Sierning ©Storm Science Austria

UPDATE 17:20

Vorsicht im oberösterreichischem Seengebiet! Hier haben sich in der letzten Stunde heftige Gewitter gebildet und diese bleiben ortsfest. Lokal muss mit großen Regenmengen gerechnet werden!

UPDATE 16:30

Im Flachgau und im Berchtesgardener Land haben sich vor etwa einer Stunde kräftige Gewitter gebildet und diese verlagern sich kaum. Hier muss mit großen Regenmengen in kurzer Zeit sowie mit kleinem Hagel gerechnet werden!

Radarbild 16:10 MESZ ©Austrocontrol

UPDATE 15:00

Die Gewitter werden zahlreicher. Die kräftigsten Gewitter gibt es derzeit in Unterkärnten an der Grenze zu Slowenien. Auch im östlichen Flachland bilden sich vereinzelt bereits kräftige Schauer oder Gewitter. Das Potential für kräftige Gewitter ist auf jeden Fall fast im ganzen Land gegeben.

Radar + Blitze + HRV Satellitenbild © UBIMET/Austrocontrol/Eumetsat

UPDATE 14:00 Uhr

Derzeit gibt es schon im Mühl- und Waldviertel vom Hochficht bis zum Jauerling starke Gewitter sowie auch von der Saualpen bis zu den Fischerbacher Alpen

Blitz- und Radarbild von 14:00 Uhr

Dazu steuert das Höhentief nun von Südwesten her gewittrigen Regen Nach Vorarlberg und ins Tiroler Oberland.

Ausgangslage

Zwar ziehen schon von Beginn an ein paar Wolken durch, doch kommt am Vormittag auch überall noch die Sonne zum Zug. Länger sonnig bleibt es vor allem nach Osten zu und im Flachland.

Mit Annäherung des Höhentiefs von Westen her nimmt aber am Mittag die Gewitterneigung im Bergland rasch zu. Dabei kommt es stellenweise zu heftigen Gewittern mit Hagel und Starkregen. Da sich die Gewitter nur langsam verlagern kommen punktuell große Regenmengen zusammen und es besteht die Gefahr von Vermurungen und Überflutungen. Ab dem späten Nachmittag muss man dann auch im Flachland immer häufiger mit Gewitter rechnen, trocken bleibt es nur im äußersten Osten vom Weinviertel bis zum Neusiedler See und hier wird es mit bis zu 30 Grad auch heiß.

Bildquelle: https://stock.adobe.com

Am Samstag heftige Gewitter quer über Deutschland

Durch Dauerregen lokale Überflutungen

Update 14:00 Uhr

Derzeit gibt es zwei Gewitterhotspots: Eine Gewitterlinie erstreckt sich von Hannover bis zum Harz, eine zweite treibt ihr Unwesen in Mittelfranken und Niederbayern.

Die Gewitter sorgen dabei stellenweise für 30 bis 40 mm in der Stunde und es gibt schon Berichte über lokale Überschemmungen.

Ausgangslage/Prognose

Schon in den Morgenstunden zog ein Gewittercluster mit teils starkem Regen über den Westen von Niedersachsen bzw Bremen.

Radarbild mit Blitzen von 10:20 Uhr

Das Gewittergebiet zieht langsam nordwärts auf die Nordsee, ab Mittag bilden sich entlang einer Tiefdruckrinne, die von der Nordsee über Thüringen bis nach Niederbayern reicht verbreitet Gewitter.

Unwetterzone verläuft quer über Deutschland

Zudem zieht ein Höhentief von Frankreich zu den Ostalpen und sorgt generell im Süden für zahlreiche Schauer und Gewitter. Die Gewitter können lokal wieder heftig ausfallen mit Hagel und Starkregen. Punktuelle Überflutungen sind wieder zu befürchten.

Trocken und oft sonnig bleibt es hingegen im Nordosten und auch im äußersten Westen in das Gewitterrisiko nur mehr gering,

Beinahe 200.000 Blitzentladungen am Freitag

Bereits am Freitag gab es im Südwesten und der Mitte heftige Gewitter mit Überflutungen. Dabei kam es bundesweit zu 192.168 Blitzentladungen. Spitzenreiter war dabei mit rund 42.000 Blitzen Rheinland-Pfalz, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Titelbild: AdobeStock

Gewitter mit Überflutungsgefahr

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Das Skandinavienhoch WALTRAUD schwächelt immer mehr in den kommenden Tagen und aus Südwesten kann sich feucht-labile und somit gewitteranfällige Luft auf weite teile Deutschlands ausbreiten. Nur im Nordosten bleibt die Luft trockener.

Am Donnerstag im Westen Gewitter

Am Donnerstag sind in der gesamten Westhälfte Gewitter möglich. Vor allem von Rheinland-Pfalz bis ins Emlsand treten die Gewitter verbreitet auf und fallen lokal mit Hagel und Starkregen auch kräftig aus.

Gewitterwahrscheinlichkeit am Donnerstag

Weiter südlich sind die Gewitter seltener und entstehen meist nur über dem Berg- und Hügelland.

Am Freitag weitere Gewitter

Am Freitag bliebt es östlich der Linie München-Berlin trocken und auch im Norden ist de Gewittergefahr nur gering. Ansonsten entstehen im Tagesverlauf wieder kräftige Gewitter, die vor allem am Abend ganz im Westen auch unwetterartige ausfallen können!

Gewittergefahr am Freitag

Dabei kann es durch große Regenmengen in kurzer Zeit auch wieder zu Überschwemmungen kommen und lokal ist auch wieder Hagel mit dabei.

Auch am Wochenende gewittrig

Am Samstag setzt sich das schwül-warme und gewittrige Sommerwetter fort. Dabei sind mit Ausnahme des äußersten Nordens und Ostens verbreitet Gewitter zu erwarten. Am Sonntag verlagert sich der Gewitterschwerpunkt dann in die Südhälfte. Auch am Wochenende besteht die Hauptgefahr aus enorme Regenmengen und Überflutungen.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Tief HUBERTUS bringt am Dienstag heftige Gewitter im Osten

Aktuelles Satellitenbild von 15.25 Uhr © EUMETSAT

Derzeit liegt die Kaltfront des Tiefs über dem Westen von Deutschland. Erkennbar ist sie an dem weißen Wolkenband. In Schleswig-Holstein haben sich mit einer vorlaufenden Tiefdruckzone erste Gewitter gebildet.

Gewitter in der Nacht

In den kommenden Stunden werden sich in Richtung Thüringer Wald Schauer und Gewitter bilden, die sich in der Nacht nach Norden verlagern. Dabei sind vor allem Starkregen und Sturmböen zu erwarten.

Prognostizierter Niederschlag von Montag 20 Uhr bis Dienstag 8 Uhr. © DWD/UBIMET

Gewitter am Dienstag

Frontenkarte am Dienstag © DWD

Synoptische Situation

Am Dienstag bildet sich ein Föhntief über Bayern, das die Kaltfront auf ihrem Weg nach Osten zurückhält und an der Aufgleiten stattfindet, daher wird sie als Warmfront in der Frontenkarte dargestellt. Davor lagert zudem die Tiefdruckzone (Konvergenzlinie, ocker in der Karte). In ihrem Umfeld liegt feucht-labile Luft, die zudem noch gut geschert ist, d.h. der Wind nimmt mit der Höhe an Geschwindigkeit zu. Dies begünstigt kräftige Gewitter.

Ablauf

Im Laufe des Nachmittags werden sich am Thüringer Wald und Erzgebirge erste Gewitter bilden, die in der Folge nach Norden und Osten ausgreifen. Dabei besteht die Gefahr von kleinem Hagel, Sturmböen und Starkregen. Die Gewitter werden sich dann am Abend über den Osten ausbreiten, auch Berlin kann davon betroffen sein. Dabei besteht lokal dann auch die Gefahr von heftigem Starkregen. In der Nacht ziehen sie schließlich abgeschwächt über die Ostsee nach Norden ab.

Titelbild: UBIMET

Am Sonntag erstmals 30 Grad, danach heftige Gewitter

30 Grad in Sicht - AdobeStock

Die kühle Wetterphase bleibt uns morgen noch erhalten. In den frühen Morgenstunden gibt es am Samstag gebietsweise nochmals leichten Frost. Tagsüber erreichen die Temperaturen durchschnittlich temperierte 15 bis 20 Grad. Es bleibt landesweit trocken, erst am Abend setzt im Nordwesten Regen ein.

Tiefstwerte Samstagmorgen: Regional ist leichter Frost zu erwarten! - UBIMET
Tiefstwerte Samstagmorgen: Regional ist leichter Frost zu erwarten! – UBIMET
Höchstwerte am Samstag - UBIMET
Höchstwerte am Samstag – UBIMET

Doch bereits im Laufe des Samstags stellt sich die Wetterlage über Mitteleuropa um. An der Vorderseite eines umfangreichen Tiefdrucksystems über dem Atlantik (bläuliche Töne im Bild unten) dreht die Strömung auf Südwest. Somit gelangen am Sonntag und zu Beginn der neuen Woche ungewöhnlich warme Luftmasse aus Nordafrika nach Deutschland, die unter anderem auch große Mengen an Saharastaub enthalten.

Großwetterlage in der Nacht auf Montag: Im Vorfeld eines ausgeprägten Tiefs über dem Atlantik wird sehr warme Luft aus Südwest herangeführt - ECMWF IFS, UBIMET
Großwetterlage in der Nacht auf Montag: Im Vorfeld eines ausgeprägten Tiefs über dem Atlantik wird sehr warme Luft aus Südwest herangeführt – ECMWF IFS, UBIMET

Am Sonntag lokal 30 Grad

Bereits am Sonntag könnte die 30-Grad-Marke im Südwesten des Landes geknackt werden, aber auch sonst werden die 25 Grad verbreitet überschritten. Zum Abend hin und in der Nacht auf Montag nimmt aber die Gewittergefahr im Vorfeld einer aus Westen aufziehenden Kaltfront zu. Vor allem im Emsland sind aus heutiger Sicht durchaus kräftige Gewitter möglich.

Höchstwerte am Sonntag - UBIMET
Höchstwerte am Sonntag – UBIMET
Einschätzung der Gewittergefahr am Sonntag - UWR, UBIMET
Einschätzung der Gewittergefahr am Sonntag – UWR, UBIMET

Kräftige Gewitter

Die Kaltfront kommt am Montag nur langsam nach Osten voran. Somit sind die 30 Grad auch in der Osthälfte zu Beginn der neuen Woche wahrscheinlich. Im Tagesverlauf nimmt aber die Gewitterneigung rasch zu. Vor allem von Franken bis zur Ostsee können die Gewitter kräftig ausfallen und mit Hagel, Sturmböen und großen Regenmengen in kurzer Zeit niedergehen.

Höchstwerte am Montag - UBIMET
Höchstwerte am Montag – UBIMET
Einschätzung der Gewittergefahr am Montag - UWR, UBIMET
Einschätzung der Gewittergefahr am Montag – UWR, UBIMET

 

Titelbild: 30 Grad in Sicht – AdobeStock

Kaltfront räumt gewitterträchtige Luft von Norden her aus

Regenschauer - pixabay.com

Am heutigen Dienstag wurden verbreitet 12 bis 18 Grad erreicht. Dabei war es im Westen und Norden des Landes am mildesten. Dazu gingen am Nachmittag vom Münsterland bis zur Lausitz sowie von Thüringen bis nach Niederbayern verbreitet Schauer und einige Gewitter nieder.

Blitzverlauf am Dienstag bis 18 Uhr - UBIMET, nowcast.de
Blitzverlauf am Dienstag bis 18 Uhr – UBIMET, nowcast.de

Am Mittwoch im Süden unbeständig

In den kommenden Stunden ändert sich aber die Lage allmählich, denn die Kaltfront von Skandinavientief ZOHAN erreicht von Norden her Deutschland. Somit verlagert sich der Schauer- und Gewitterschwerpunkt am morgigen Mittwoch in die Südhälfte des Landes. Hier bleibt es zudem mit maximal 15 bis 19 Grad frühlingshaft mild. Im Norden wird es hingegen schon deutlich kühler im Vergleich zu den heutigen Höchstwerten. Besonders an der Nordsee stehen oft einstellige Temperaturen auf dem Programm. Zumindest bleibt es hier bei teils starkem Nord- bis Nordwestwind meist trocken.

Schauer- bzw. Gewitterwahrscheinlichkeit für Mittwoch, 21. April - UBIMET
Schauer- bzw. Gewitterwahrscheinlichkeit für Mittwoch, 21. April – UBIMET
Höchstwerte am Mittwoch - UBIMET
Höchstwerte am Mittwoch – UBIMET
Maximale Windböen am Mittwoch - UBIMET
Maximale Windböen am Mittwoch – UBIMET

Am Donnerstag landesweit kühler

Bereits Donnerstagmorgen überquert die Kaltfront auch den Alpenraum und die letzten Schauer und Gewitter verlassen bald auch den äußersten Süden der Bundesrepublik. Nachfolgend sind nur noch im Nordosten ein paar Schauer mitsamt teils stürmischer Böen einzuplanen. Es wird aber mit maximal 9 bis 14 Grad landesweit kühler. Mehr als 15 Grad sind dann nur noch im äußersten Süden und Südwesten in Reichweite.

Schauer- bzw. Gewitterwahrscheinlichkeit für Donnerstag, 22. April - UBIMET
Schauer- bzw. Gewitterwahrscheinlichkeit für Donnerstag, 22. April – UBIMET
Höchstwerte am Donnerstag - UBIMET
Höchstwerte am Donnerstag – UBIMET
Maximale Windböen am Donnerstag - UBIMET
Maximale Windböen am Donnerstag – UBIMET

 

 

Titelbild: Regenschauer – pixabay.com

Heftige Unwetter im Südosten der USA erwartet

Während östlich der Rocky Mountains praktisch überall die Bildung von Tornados möglich ist, gibt es besondere Bereiche in denen vergleichsweise häufig und heftige Tornados auftreten. Diese als Alleen bezeichneten Gebiete liegen im mittleren Westen und im Südosten des Landes. Während erstere als Tornado Alley auch in Europa Bekanntheit erlangt hat, ist die letztere als Dixie Alley bezeichnete Region eher unbekannt.

In den nächsten rund 48 Stunden werden nun in Dixie Alley und an der Ostküste heftige Gewitter mit der Gefahr von Tornados, großem Hagel und Orkanböen erwartet.

Aktuelle Situation

Momentan (Mittwochmorgen) liegt ein Tief über Oklahoma. Im Satellitenbild sind die Fronten eingezeichnet. Man erkenn an den weißen Wolkengebilden, dass bereits teils kräftige Gewitter unterwegs sind, die schon Hagel und Sturmböen gebracht haben.

Satellitenbild von 17.3.2021 7 Uhr © GEOS

Mittwoch

Das Tief wird sich am Tage allmählich nach Osten verlagern. Dabei gelangt auf der Vorderseite weiterhin feucht-warme Golfluft in den Südosten der USA. Da zudem sowohl die Geschwindigkeitsscherung (Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe zu), als auch die Richtungsscherung (Windrichtung dreht mit der Höhe von Süd auf West) zunimmt, stellen sich in dem in der Graphik unten in Rot und Violett gekennzeichneten Bereich extrem gute Bedingungen für die Bildung von Superzellen ein.

Dies sind Gewitterzellen, deren Aufwinde kräftig rotieren. Daher sind sie langlebig und in der Lage Tornados und großen Hagel mit Durchmesser von mehr als 3 cm zu bringen. Zudem sind Orkanböen und heftiger Starkregen möglich.

Am Abend und in der Nacht auf Donnerstag werden sich im Warmsektor und im Vorfeld der nach Osten ziehenden Kaltfront etliche Superzellen bilden. Aber auch kräftige linienförmige Gewittersysteme sind zu erwarten, die Orkanböen und Hagel bringen werden.

Die Vorhersagegraphik zeigt, die nach Wahrscheinlichkeiten aufgeteilten Stufen der Gefahr. Dabei bezeichnet MRGL (marginal) ein marginales, SLGT (slight) ein geringes, EHN (enhanced) ein erhöhtes, MDT (moderate) ein hohes und HIGH ein sehr hohes Risiko für Unwetter. Dabei sind heute besonders Tornados in Blickpunkt. Im violetten Bereich wird das Auftreten mehrere starker Tornados erwartet. Dabei besteht durchaus Lebensgefahr für die dortigen Bewohner. Zudem wird ein sehr hohes Risiko äußerst selten herausgegeben!

Ausblick des Gewittervorhersagezentrums der US-Wetterbehörde © SPC/NOAA

Donnerstag

Mit dem Vorankommen des Tiefs nach Nordosten gelangt nun die labilste Luft an die Ostküste. Dabei setzten sich die schweren Gewitter des Vortags fort. Da die Richtungsscherung etwas abnimmt sind nun vor allem Gewitterlinien zu erwarten und damit verschiebt sich das Augenmerk von Tornados allmählich zu Orkanböen, die verbreitet zu Schäden führen werden. Spätestens am Freitagmorgen ist die Gefahr dann gebannt.

 

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UPDATE 17.03.2021 – 21:20 MEZ
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Mittlerweile wurde etliche, kräftige Radarechos beobachtet, die deutliche Rotationen aufweisen. Auch Verwüstungen werden, wie im Wayne County, Mississippi wurden bereits dokumentiert, hier hat es eine Hühner-Farm schwer getroffen:

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/gewitter-unwetter-blitz-storm-6088999/

Tief DIMITRIOS bringt turbulentes Winterwetter

Nachdem am Dienstag bereits die Warm- und Kaltfront von Tief DIMITRIOS über Deutschland hinweg gezogen sind und vor allem im Süden für Winterwetter sorgten, nähert sich nun das Tiefdruckzentrum Ostdeutschland an. Das Tief zieht nämlich von Südschweden in den Osten von Deutschland und dann in der Nacht weiter nach Tschechien.

Schnee- und Graupelschauer, dazu Wintergewitter

Mit dem Tief kommt nun zu Mittag ein Schwall polarer Kaltluft in den Norden und Osten. Diese Kaltluftstaffel bringt von der dänischen Grenze bis zum Erzgebirge vorübergehend kräftige Schnee- und Graupelschauer, zudem gibt es auch ein paar Wintergewitter mit Graupel und Sturmböen. Auch in Berlin ist ab etwa 16 Uhr mit kräftigen Schneeschauern zu rechnen.

Neuschneemengen bis Donnerstagfrüh

Mit den kräftigen Schneeschauern kann sich von Schwerin bis Berlin und Leipzig am Abend und in der Nacht zum Donnerstag verbreitet eine dünne Schneedecke ausbilden. Im Stau des Erzgebirges sind 10 bis 15 cm Neuschnee sowie Schneeverwehungen zu erwarten. Mit dem Tief nimmt nämlich vorübergehend auch der Druckgradient und somit der Wind zu.

Stürmischer Nachmittag

Das Tief bringt nicht nur Schnee sondern auch kurzzeitig Sturm. Von der Nord- und Ostsee bis zum Erzgebirge wird es am Nachmittag verbreitet stürmisch.

Windspitzen am Mittwoch

Schwere Sturmböen treten zum Teil an den Küsten auf sowie auch mit den kräftigsten Gewittern im Landesinneren. Dazu kommt es im Harz und im Erzgebirge in höheren Lagen zu Schneeverwehungen.

Mit Abzug des Tiefs beruhigt sich das Wetter zum Donnerstag hin, ein paar Schneeschauer sind aber im Osten weiterhin möglich.

Quelle Titelbild: Stock Adobe

Unwettertief BRIGITTE – ein Rück- und Ausblick

An der Vorderseite von Tief Brigitte kam es am Samstag von der Cote d’Azur bis Ligurien bzw. entlang der gesamten Alpensüdseite zu enormen Regenmengen und Überflutungen. Am Rande davon betroffen war auch Österreich.

Regensummen am Samstag

In Kärnten im Gailtal fielen örtlich bis zu 100 l/m² und brachten lokale Überschwemmungen sowie überflutete Keller. Auch in Tirol im Gschnitz- und Stubaital gab es durch den starken Regen vorübergehend Probleme.

Föhnsturm in den Nordalpen

Während es im Süden regnete, tobte in den Nordalpen der Föhnsturm. Dabei traten in den Tallagen wie etwa im Glemmtal oder im Gesäuse schwere Sturmböen um die 100 km/h auf. Örtlich wurden Dächer abgedeckt oder umgestürzte Bäume blockierten Straßen und Bahngleise.

Maximale Windböen am Samstag

Auf den Bergen tobte der Sturm in Orkanstärke mit Böen um die 150 km/h, in exponierten Lagen wurden sogar Böen über 200 km/h registriert.

Gewitter wie im Sommer – 17.271 Blitzentladungen

Am Abend sorgte die Kaltfront des Tiefs dann in der südöstlichen Steiermark und im Burgenland für heftige Gewitter.  Möglich machte das die perfekte Kombination aus warmer Mittelmeerluft und starkem Höhenwind. Hier gab es also nochmals Gewitter wie im Hochsommer mit Starkregen, Sturm und sogar lokal größerem Hagel.

Insgesamt registrierte das Blitzmesssystem von UBIMET 17.272 Blitzentladungen, wobei es allein im Burgenland zu unglaublichen 9.006 Entladungen kam. Nur an drei Sommertagen gab es im Burgenland mehr Blitze, nämlich am 1. Juli sowie am 17. und 29. August.

Tief bleibt bis zur Wochenmitte

Tief Brigitte verlagert ihren Kern zu den Britischen Inseln, somit liegt der Alpenraum an dessen Vorderseite bis zur Wochenmitte in einer wechselhaften Südwest- bis Westströmung. Am Sonntag bleibt es in den Nordalpen föhnig, in den prädestinierten Lagen sind immer noch stürmische Böen zu erwarten. Im Südwesten hat der Regen eine Pause eingelegt, in der Nacht auf Montag regnet es aber in Osttirol und Oberkärnten für ein paar Stunden wieder intensiv.

Regenmengen von Sonntagabend bis Montagmittag

Hier sind in wenigen Stunden wieder bis zu 50 l/m² zu erwarten, lokale Überflutungen sind dabei nicht ausgeschlossen. Am Montag selbst geht es wechselhaft weiter, im Südosten und Osten kann es dabei auch zu kurzen Gewitter kommen.

Quelle Titelbild: Stock Adobe

Kräftige Gewitter im Südosten

An der Vorderseite des Tiefs stellte sich eine kräftige Südströmung ein und somit kam es in den Alpen zu stürmischem Südföhn. Bis zu 200 km/h wurden dabei auf den Bergspitzen gemessen. Die Kaltfront des Tiefs im Westen aber bereits durchgezogen, hier zeigte sich am Nachmittag auch wieder die Sonne.

Kräftige Gewitter im Südosten und Osten

Derzeit liegt die Kaltfront etwa auf einer Linie Unterkärnten – östliche Obersteiermark. Ausgehend von Slowenien gehen gerade kräftige in der Südsteiermark nieder und ziehen weiter in nordöstlicher Richtung. Somit muss man demnächst  auch vom Südburgenland bis zum Seewinkel mit teils kräftigen Gewitter rechnen. Auch vom Wiener Becken bis zum Weinviertel sind Blitz und Donner möglich. Begleitet werden diese Gewitter von stürmischen Böen sowie lokal auch von Hagel.

Aktuelle Gewitterwarnungen für Österreich ©UWZ

 

Wetterberuhigung in der Nacht

In der ersten Nachthälfte ziehen die Schauer und Gewitter aber in Richtung Ungarn und Slowakei ab. Das Wetter beruhigt sich somit zumindest vorübergehend wieder. Morgen bleibt es zwar in den Alpen föhnig, der Wind ist aber deutlich schwächer als heute.

Fast 500.000 Blitze im August

Blitz mit Gewitter

Vom 1. bis 31. August registrierte unser Blitzortungssystem über ganz Österreich verteilt exakt 497.959 Blitzentladungen. Das sind fast 200.000 Blitzentladungen mehr als in den Augustmonaten der beiden vorangegangenen Jahre. Zuletzt mehr Blitze im August gab es 2017, als sogar über 800.000 Entladungen im letzten Sommermonat registriert wurden.

Vergleicht man die Anzahl der Blitzentladungen im heurigen August mit dem Mittel der vergangenen 10 Jahre (rund 375.000 Blitze), so geht der August 2020 als ausgesprochen gewittriger Monat in die Statistik ein. Der August bildet zusammen mit Juni und Juli üblicherweise die blitzreichste Zeit des Jahres. In den Sommermonaten sind die meteorologischen Voraussetzungen für Gewitter am besten. Die Sonne erreicht zu dieser Zeit ihren Höchststand, die Luft wird entsprechend aufgeheizt. In Kombination mit feuchter Luft und der Topografie Österreichs entwickeln sich dann zahlreiche Gewitter.

Steiermark wie so oft unangefochten

Mit exakt 189.445 Blitzen führt die Steiermark das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich -> siehe Tabelle. An letzter Stelle befindet sich mit Wien einmal mehr das flächenmäßig kleinste Bundesland.

Blitze nach Bundesland, Anzahl und Blitzdichte im August 2020:

Steiermark 189.445 11,55 Blitze/km²
Niederösterreich 95.167 4,96 Blitze/km²
Oberösterreich 73.086 6,10 Blitze/km²
Burgenland 49.317 12,44 Blitze/km²
Kärnten 38.545 4,04 Blitze/km²
Tirol 27.991 2,21 Blitze/km²
Salzburg 18.101 2,53 Blitze/km²
Vorarlberg 3.817 1,46 Blitze/km²
Wien 2.490 6,01 Blitze/km²
Österreich Gesamt 497.959 5,94 Blitze/km²

Mit knapp 12 Blitzen pro Quadratkilometer liegt die Steiermark hinsichtlich der Blitzdichte aber lediglich auf Platz zwei, geschlagen vom Burgenland. Hier wurden exakt 12,44 Blitzentladungen pro km² verzeichnet. Obwohl es in Wien nur knapp 2.500 Blitze gab, reicht es im Ranking der Blitzdichte für die Bundeshauptstadt nach Oberösterreich für Platz vier.

Hier die Blitzdichte in Österreich im August:

In Wien gab es sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Bezirken. So gab es in Favoriten nur etwas mehr als 1 Blitz pro Quadratkilometer, in Ottakring hingegen gut 19 Blitze pro Quadratkilometer. Diese hohe Blitzdichte hievt den Bezirk im Westen Wiens auch österreichweit auf Bezirksebene in die Top 10. In Führung liegen hier aber eindeutig Bezirke im Burgenland und in der Steiermark. Platz eins geht an die Blitzhauptstadt Graz, gefolgt vom Bezirk Südoststeiermark und Oberwart.

Gewitterfreie Tage bildeten im August die absolute Ausnahme, an insgesamt 29 von 31 Tagen wurde in Österreich zumindest eine Entladung registriert. Die meisten Gewittertage erlebte dabei Kärnten mit insgesamt 25 Tagen. Auf Wiener Gemeindegebiet gab es dagegen nur an 5 von möglichen 31 Tagen zumindest einen Blitz zu bestaunen.

Auch stärkster Blitz in der Steiermark

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in der Steiermark im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit rund 261 kA am Nachmittag des 16. Augusts in Rohr bei Hartberg. In kürzester Zeit wurde dabei gut 16.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

Mehr als 1 Million Blitze im August

Sommer und Gewitter

Vom 1. bis 31. August registrierte unser Blitzmesssystem über ganz Deutschland verteilt exakt 1.245.030 Blitze. Das sind gut 200.000 Blitzentladungen mehr als im August des Vorjahres und sogar 400.000 Blitze mehr als im August 2018. Zuletzt mehr August-Blitze gab es 2017, als sogar über 1,3 Millionen Entladungen registriert wurden.

Vergleicht man die Anzahl der Blitzentladungen im diesjährigen August mit dem Mittel der vergangenen 10 Jahre (dieses entspricht gut 900.000 Blitze), so geht der August 2020 als ausgesprochen gewittriger Monat in die Statistik ein. Der August bildet zusammen mit Juni und Juli generell die blitzreichste Zeit des Jahres. In den Sommermonaten sind die meteorologischen Voraussetzungen für Gewitter am besten. Die Sonne erreicht zu dieser Zeit ihren Höchststand, die Luft wird entsprechend aufgeheizt. In Kombination mit feuchter Luft, durchziehenden Kaltfronten und der Topografie entwickeln sich dann zahlreiche Gewitter.

Spitzenreiter Bayern, gewitterarmer Norden und Osten

Mit exakt 273.957 Blitzentladungen führt Bayern wie so oft das Bundesländer-Ranking deutlich an, an zweiter Stelle folgt mit knapp 233.000 Blitzen Nordrhein-Westfalen. Baden-Württemberg komplettiert mit ordentlich Abstand und rund 167.000 Blitzen das Podium. Somit entfallen rund 50% aller Blitze in der Bundesrepublik auf diese drei Bundesländer. Deutlich weniger Gewitter wurden im zurückliegenden Monat dagegen im Norden und Osten registriert: Mecklenburg-Vorpommern kommt beispielsweise auf lediglich gut 30.000 Blitze, Schleswig-Holstein nur auf knapp 7.000.

Die blitzreichsten Bundesländer im August 2020:

  1. Bayern 273.957
  2. Nordrhein-Westfalen 232.984
  3. Baden-Württemberg 167.511
  4. Rheinland-Pfalz 131.819
  5. Niedersachsen 119.967
  6. Hessen 64.711
  7. Sachsen 61.560
  8. Sachsen-Anhalt 50.985
  9. Thüringen 46.376
  10. Brandenburg 42.764
  11. Mecklenburg-Vorp. 31.544
  12. Saarland 12.494
  13. Schleswig-Holstein 6.706
  14. Berlin 712
  15. Bremen 579
  16. Hamburg 361Deutschland Gesamt 1.245.030

In Bezug auf die Blitzdichte hat Nordrhein-Westfalen ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Bayern gewonnen: Beide Bundesländer kommen auf knapp 7 Blitze pro Quadratkilometer. Auch hier zeigt sich der markante Unterschied zum Norden und Osten des Landes, weisen doch Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein nicht einmal 1 Blitz pro Quadratkilometer auf.

Blitzreichste Landkreise in Baden-Württemberg

Auf Landkreisebene liegt Baden-Württemberg in Führung, im Alb-Donau-Kreis sowie im Landkreis Biberach wurden die meisten Blitze registriert. Bei der aussagekräftigeren Blitzdichte liegen dagegen Unna und Hamm (beide NRW) mit rund 20 Blitzen pro Quadratkilometer in Führung. Ein weiterer Landkreis betritt das Parkett, blickt man auf die Tage mit Blitzen. Im bayerischen Landkreis Cham konnte an 15 Tagen und somit fast an jedem zweiten Tag im August zumindest ein Blitz verzeichnet werden.

Deutschlandweit gewitterte es sogar an 27 von 31 Tagen irgendwo im Bundesgebiet. Während es dabei in Hamburg nur zwei Tage mit Blitzentladungen gab, waren es in Bayern derer 24.

Stärkster Blitz in Herzogenrath

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Nordrhein-Westfalen im Kreis Aachen gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit rund 400.000 Ampere am Abend des 11. August in Herzogenrath. In kürzester Zeit wurde dabei 25.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

Gewitterreiche Monatsmitte

Hauptverantwortlich für die Zahl der Blitzentladungen im August war die Woche vom 10. bis 16. des Monats. An der Südflanke eines Skandinavienhochs strömte feucht-labile Luft ins Land, in der Folge entstanden über mehrere Tage hinweg teils heftige Gewitter. Diese bewegten sich kaum vom Fleck und brachten primär ergiebige Regenmengen. So wurden alleine in dieser Woche rund 735.000 Blitze registriert, dies macht 60% der Blitze im gesamten Monat aus. Der gewitterreichste Tag des Monats war dabei der 11. August mit alleine fast 150.000 Blitzen im Land.

Freitag bis zu 36 Grad – am Samstag heftige Gewitter

Die Hitze mit mehr als 30 Grad kommt zurück.

Es geht aufwärts

Heute beschäftigt uns noch schwacher Tiefdruckeinfluss, wechselhaftes Wetter ist im Großteil Österreichs die Folge. In der Wetterküche stehen aber schon alle Zutaten für zunehmend heiße Bedingungen in den kommenden Tagen bereit: Schon am Mittwoch macht sich aus Südwesten nämlich das Hoch FREDERIK bemerkbar, zeitgleich bringt sich draußen auf dem Atlantik Tief JANTRA in Stellung. Dieses für die Jahreszeit ungewöhnlich kräftige Tief sorgt bei uns für eine südwestliche Höhenströmung, die Temperaturen steigen von Tag zu Tag an. Am Mittwoch selbst ist mit 20 bis 27 Grad von der nahenden Hitze noch nichts zu spüren, doch schon am Donnerstag klettern die Temperaturen im Westen auf bis zu 32 Grad.

Brütende Hitze am Freitag

Am Freitag findet sich das Tief nördlich von Irland ein, an dessen Vorderseite wird noch deutlich heißere Luft von der Iberischen Halbinsel bis nach Österreich geschaufelt.

Die Großwetterlage am Freitag.

Uns erwartet nach derzeitigem Stand der heißeste Tag in diesem August, der bisherige Höchstwert liegt bei 35,5 Grad – aufgestellt am Monatsersten in Innsbruck. Siehe die Tabelle mit den 10 höchsten Temperaturen bislang im August 2020:

Die bislang höchsten gemessenen Temperaturen im August 2020.

Der Westen des Landes wird auch am kommenden Freitag der Hitzepol sein, auf bis zu 36 Grad klettern die Temperaturen bei leicht föhnigen Bedingungen von Vorarlberg bis Salzburg. Die 30-Grad-Marke wird jedoch in jedem Bundesland klar überschritten.

Hier die prognostizierten Höchstwerte der Landeshauptstädte am Freitag und Samstag:

Stadt Höchstwert am Freitag Höchstwert am Samstag
Wien 31 32
St. Pölten 31 33
Eisenstadt 31 32
Linz 32 34
Graz 31 33
Klagenfurt 33 33
Salzburg 35 33
Innsbruck 36 31
Bregenz 34 28

Heftige Gewitter am Samstag

Am Samstag verlagert sich die Heißluft mehr und mehr in die Osthälfte, Temperaturen von 34 Grad werden dann an der leicht föhnigen Alpennordseite von Salzburg ostwärts erreicht. Im Westen macht sich dagegen schon die kräftige Kaltfront von Tief JANTRA bemerkbar. Nach einem freundlichen Start entstehen ab etwa Mittag in Vorarlberg und Nordtirol mehr und mehr Gewitter, diese breiten sich bis zum Abend auch auf Salzburg, Ober- und Niederösterreich aus. Die Gewitter können heftig ausfallen und mit großen Regenmengen, Hagel und Sturmböen einhergehen. Sie vertreiben auch die heiße Luft nach Osten, so pendeln sich die Temperaturen am Sonntag bei deutlich erträglicheren und zur Jahreszeit passenden 20 bis 26 Grad ein.

Lokale Überflutungen durch große Regenmengen

Bereits in der Früh gingen besonders am Alpenostrand heftige Regenschauer nieder, hier und da auch begleitet von Blitz und Donner. Aufgrund der langsamen Verlagerungsgeschwindigkeit kam es in kurzer Zeit wieder zu großen Regenmengen auf kleinem Raum und somit zu lokalen Überflutungen. Besonders der Bezirk Neunkirchen war betroffen, hier musste die Feuerwehr zu unzähligen Einsätzen gerufen werden und viele Keller auspumpen. Auf einem Feld bildete sich regelrecht ein kleiner See.

Pumparbeiten der Feuerwehr © einsatzdoku.at

Am Nachmittag verlagerte sich das Geschehen dann in den Südosten des Landes. Wieder einmal war das besonders die Ost- und Südsteiermark sowie auch das Grazer Becken betroffen. Auch hier bildeten sich viele ortsfeste Gewitter und brachten in kurzer Zeit viel Regen. Hartberg wurde etwa gleich von zwei kräftigen Gewitter getroffen, in Summe fielen hier 70 Liter pro Quadratmeter.

Aber auch der Westen ging nicht leer aus, direkt über Innsbruck bildete sich am Nachmittag ein Gewitter und brachte hier viel Regen und Sturmböen bis 70 km/h.

Gewitter über Innsbruck © https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni-west/

Weitere teils kräftige Gewitter in der neuen Woche

Auch in der neuen Woche kann noch keine Entwarnung gegeben werden, am Montag müssen weitere kräftige Gewitter erwartet werden. Einmal mehr liegt der Schwerpunkt im Südosten, ausschließen kann man Gewitter morgen aber nirgends.

Deutlich ruhiger wird es aber dann ab Mittwoch und mit einer südwestlichen Strömung wird es zum Wochenende hin dann wieder hochsommerlich heiß.

Titelbild: © einsatzdoku.at

Am Sonntag vor allem nach Süden zu gewittrig

Satellitenbild um 10 Uhr MESZ und Wetter für heute - EUMETSAT, UBIMET

Der Sonntag startete im Südosten trüb und regnerisch. Von Wien bis ins Südburgenland sorgten kräftige, teils gewittrige Schauer für nennenswerte Niederschlagsmengen. Punktuell kamen hier binnen wenigen Stunden mehr als 40 l/m² zusammen!

Niederschlagssumme am Sonntag bis 10 Uhr MESZ - UBIMET
Niederschlagssumme am Sonntag bis 10 Uhr MESZ – UBIMET

 

Höchste Niederschlagsmengen am Sonntag bis 10 Uhr MESZ - UBIMET
Höchste Niederschlagsmengen am Sonntag bis 10 Uhr MESZ – UBIMET
Überflutungen am Sonntag in Dörfles (Bezirk Neunkirchen, NÖ)
Überflutungen am Sonntag in Dörfles (Bezirk Neunkirchen, NÖ)

Im Westen und Norden begann der Tag hingegen meist sonnig. Der Vergleich zwischen den Webcams im Rheintal und in der Buckligen Welt ist unbarmherzig.

Wetter-Vergleich zwischen dem Rheintal und der Buckligen Welt am Sonntag um 10:10 Uhr MESZ - foto-webcam.eu
Wetter-Vergleich zwischen dem Rheintal und der Buckligen Welt am Sonntag um 10:10 Uhr MESZ – foto-webcam.eu

Im Laufe des Tages bleibt es im Südosten unbeständig mit teils kräftigen Schauern und einzelnen Gewitter. Vom Arlberg über den Tiroler Hauptkamm bis in den Südwesten des Landes bilden sich nach einem sonnigen Start zunehmend Schauer und auch teils kräftige Gewitter. Im Norden sorgt hingegen etwas trockenere Luft aus Norden für deutlich ruhigere und oft auch sonnige Verhältnisse.

Satellitenbild um 10 Uhr MESZ und Wetter für heute - EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbild um 10 Uhr MESZ und Wetter für heute – EUMETSAT, UBIMET

Gewitter bringen große Regenmengen in kurzer Zeit

Überschwemmung

Entlang einer Tiefdruckrinne, die quer über Österreich liegt, bildeten sich in den vergangenen Tagen vielerorts kräftige und meist nur langsam ziehende Gewitter. Aufgrund der geringen Verlagerungsgeschwindigkeit kamen lokal sehr große Regenmengen binnen wenigen Minuten zusammen. Spitzenreiter war gestern die Station Mariahilfberg bei Gutenstein (NÖ) mit fast 70 l/m², 50 davon innerhalb von nur 60 Minuten!

Höchste Niederschlagsmengen am Freitag, 14.08.2020 - UBIMET
Höchste Niederschlagsmengen am Freitag, 14.08.2020 – UBIMET
Niederschlagssumme am Freitag, 14.08.2020 - UBIMET
Niederschlagssumme am Freitag, 14.08.2020 – UBIMET

Weiterhin erhöhte Überflutungsgefahr

Heute sind bereits vielerorts kräftige Schauer oder Gewitter unterwegs. Stellenweise sind schon beachtliche Niederschlagsmengen zusammengekommen, wie etwa in Krems mit 20 l/m² binnen 30 Minuten. Im weiteren Verlauf sind vor allem in der Osthälfte mit den Gewittern teils große Regenmengen möglich. Nach Westen zu ist heute das Unwetterpotential deutlich geringer.

Satellitenbild um 13 Uhr MESZ und Unwettergefahr am Samstag - EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbild um 13 Uhr MESZ und Unwettergefahr am Samstag – EUMETSAT, UBIMET

Titelbild: Adobe Stock

Am Freitag bis zu 80 l/m² in zwei Stunden

Satellitenbild um 12 Uhr MESZ und Gewittergefahr am Samstag, 15.08.2020 - UBIMET, EUMETSAT

Von der Früh weg waren am gestrigen Freitag in der Mitte des Landes langsam ziehende Gewitter unterwegs. Im Laufe des Tages breiteten sich diese auf weite Landesteile (bis auf den äußersten Nordosten) aus. Aufgrund der geringen Verlagerungsgeschwindigkeit und der außergewöhnlich feuchten Luftmasse kamen punktuell große Regenmengen in kurzer Zeit zusammen. Vor allem vom Pfälzerwald und Franken bis zum Münster- und Emsland sowie in Sachsen und auf den Ostfriesischen Inseln kamen auch über etwas größeren Gebieten beachtliche Niederschlagsmengen zusammen. In Twist kamen zum Beispiel 80 l/m² binnen weniger als zwei Stunden zusammen!

Höchste Niederschlagsmengen am Freitag, 14.08.2020 - DWD, UBIMET
Höchste Niederschlagsmengen am Freitag, 14.08.2020 – DWD, UBIMET
Niederschlagssumme am Freitag, 14.08.2020 - DWD, UBIMET
Niederschlagssumme am Freitag, 14.08.2020 – DWD, UBIMET

Weiterhin erhöhte Überflutungsgefahr

Heute geht es in der selben Tonart weiter: Vor allem in einem breiten Streifen vom Bayerischen Wald und dem Erzgebirge bis nach NRW sind langsam ziehende Gewitter mit Starkregen und lokalen Überflutungen unterwegs.

Satellitenbild um 12 Uhr MESZ und Gewittergefahr am Samstag, 15.08.2020 - UBIMET, EUMETSAT
Satellitenbild um 12 Uhr MESZ und Gewittergefahr am Samstag, 15.08.2020 – UBIMET, EUMETSAT

Schwache Kaltfront aus Westen

Am Sonntag sind dann vor allem im Westen zum Abend hin kräftige Gewitter zu erwarten. Mit Annäherung einer schwachen Kaltfront nimmt aber im Vergleich zu den Vortagen die Windgeschwindigkeit in höheren Schichten etwas zu und die Gewitter werden sich dementsprechend schneller verlagern. Hauptgefahr wird dann nicht mehr – oder besser gesagt, nicht nur – Starkregen sein, sondern auch Hagel und Sturmböen.

Hagel und Starkregen in Wien und Graz

Direkt über Wien hat sich vor etwa einer Stunde ein Gewitter entwickelt und da es ortsfest war auch für kräftigen Regen gesorgt. Innerhalb von 10 Minuten fielen etwa an der Station Hohe Warte 20 Liter Regen. Die Gewitterzelle ist dann langsam in Richtung Westen gezogen und im den westlichen Stadtteilen kam es dann stellenweise zu großem Hagel. Auch Sturmböen von bis zu 93 km/h wurden auf der Jubiläumswarte gemessen.

Auch Graz blieb nicht verschont und vom Murtal zog ein kräftiges Gewitter auf die Stadt zu. Neben großen Regenmengen brachte dieses auch Sturmböen und Hagel. An der Wetterstation in Graz Strassgang gab es in einem Zeitraum von 30 Minuten 55 Liter Regen.

 

In Wien und Graz ist es mittlerweile aber wieder ruhiger geworden, hier regnet es nur noch. Weiterhin aufpassen muss man aber noch im Südosten der Steiermark sowie in Unterkärnten. Aber auch im Nordosten und im Burgenland ist die Gewitterneigung noch erhöht.

Titelbild: https://twitter.com/mel_g_graz

Örtlich wieder heftige Gewitter

Im zentralen Bergland haben sich in der letzten Stunde teils kräftige Gewitter gebildet. Diese Linie, derzeit noch knapp westlich von Mur- und Mürztal zieht nun langsam in Richtung Osten. Somit wird es in den kommenden Stunden im südöstlichen Flachland zunehmend gewittrig. Ebenso hat sich im Wiener Becken eine kräftige Zelle gebildet, auch im Raum Wien steigt die Gewitterneigung in den kommenden Stunden deutlich an.

Radarbild mit Blitzen ©UBIMET/AUSTROCONTROL

Die Gewitter am Alpenrand sowie im Alpenvorland in Oberösterreich sind derzeit noch ortsfest, hier muss also lokal mit Starkregen und Sturmböen gerechnet werden. In Vöcklabruck wurde sogar gerade eine orkanartige Böe mit 113 km/h gemessen.

Orkanartige Böe in Vöcklabruck © UBIMET

Auch in Unterkärnten und somit im Klagenfurt Becken kann ein Gewitter am Abend nicht ausgeschlossen werden.

Gefahr von kleinräumigen Überflutungen

Wie in den Tagen zuvor, besteht auch heute aufgrund der langsamen Verlagerung der Gewitter die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen. Auch kleinkörniger Hagel sowie lokale Sturmböen sind möglich.

Am späten Abend sowie in der Nacht nimmt die Gewitterneigung aber langsam wieder ab, Regenschauer ziehen sind dann aber vor allem noch im Osten des Landes durch.

 

Titebild: © Storm Science Austria

Heute noch kräftige Gewitter im Osten

Aufgenommener Blitz von unserer Webcam @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien

Ein aktueller Blick aus dem Satelliten zeigt uns die Großwetterlage. Ein Tief dreht sich über Westfrankreich und schaufelt sehr warme und gewitteranfällige Luft nach Mitteleuropa. Besonders in der noch sonnigen Osthälfte unseres Landes (roter Kreis) steigt jetzt am Nachmittag die Gewittergefahr!

Satellitenbild von Europa

Die aktuellen Temperaturen: Knapp 30 Grad schon in Wien, Niederösterreich und im Burgenland, nach Westen zu etwas kühler unter den Wolken.

Sommerlich warm bis heiß heute.

Die Vorwarnungen gelten heute für ganz Österreich, gewittern kann es also überall! Die größte Unwettergefahr besteht aber grob von Salzburg ostwärts, auch in Wien könnte es ab ca. 16 oder 17 Uhr blitzen und donnern. Da sich die Gewitter nur langsam verlagern besteht – ähnlich wie in den vergangenen Tagen – in erster Linie die Gefahr von großen Regenmengen in kurzer Zeit inkl. lokaler Überflutungen.

Gewittervorwarnungen in Österreich.

Quelle Titelbild: foto webcam Wien

Unwetter in der Steiermark und im Burgenland

In der gewitteranfälligen Luft gab es am Dienstag bereits am Vormittag im Weinviertel und im Marchfeld sowie in Teilen von Kärnten Gewitter. Am frühen Nachmittag gingen dann besonders in den Fischbacher Alpen zwischen Fischbach und Ratten mit einem heftigen Gewitter enorme Regenmengen nieder. Dabei gab es mehr als 60 l/m² in nur einer halben Stunde. Dementsprechend kam es zu Überflutungen.

Ein ähnlich starkes Gewitter gab es dann am späten Nachmittag auch noch am Neusiedler See sowie stellenweise im Mühlviertel.

Hingegen nahezu gewitterfrei blieb es bis zum Abend im Westen von Österreich und auch um Wien machten die Gewitter einen Bogen.


In den kommenden Stunden gibt es nur mehr ganz vereinzelt Gewitter im Osten sowie an der Grenze zu Italien.

Bis zu 32 Grad in Hohenau

Trotz der vielen Wolken und Gewitter wurde es wieder heiß mit Höchstwerte um die 30 Grad. Spitzenreiter war dabei Hohenau im Weinviertel mit 32,2 Grad. Ähnlich heiß wurde es auch im sonnigen Westen.

Am Mittwoch wird es wieder ähnlich heiß, Gewitter sind dann vor allem zwischen Vorarlberg der westliche Obersteiermark und Kärnten zu erwarten.

Heute bis zu 36 Grad und kräftige Gewitter

Heftige Gewitter in Deutschland. @unsplash

Deutschland liegt heute „zwischen den Stühlen“. Im Norden und Osten bestimmt Hoch EMIL mit Kern über Skandinavien das Wetter mit trockener Luft, nach Westen und Süden zu macht sich hingegen Tief HEIKE über Frankreich mit deutlich feuchterer und somit gewitteranfälligerer Luft bemerkbar.

Die Großwetterlage am Dienstag, Quelle: http://www.met.fu-berlin.de

Heiß wird es in den kommenden Stunden überall, die 30-Grad-Marke fällt mit Ausnahme der Hochlagen der Mittelgebirge sowie des Küstenumfelds verbreitet. Spitzenwerte heute: 35 oder sogar 36 Grad entlang des Rheins.

Prognostizierte Höchstwerte am Dienstag, Quelle: UBIMET

Das angesprochene Tief sorgt für teils kräftige Gewitter, die am Nachmittag entstehen und besonders im Westen bis weit in die Nacht hinein andauern können. Da sich die Gewitter nur langsam bewegen, besteht die Hauptgefahr in großen Regenmengen. Doch auch kleinerer Hagel ist möglich! Hier ein Überblick der gefährdetsten Regionen (Abstufung gelb-orange-rot):

Folglich haben wir bereits die gesamte Südwesthälfte vorgewarnt, alle Warnungen findet ihr wie immer auf der Hauptseite des Unwetterradars.

Vorwarnungen für Gewitter, Quelle: UBIMET

 

Heute verbreitet Gewitter

@ https://stock.adobe.com

Auf der Wetterkarte für heute sehen wir wenige Isobaren – Linien gleichen Luftdrucks – über Mitteleuropa. Das heißt, da ist wenig Bewegung drinnen, die heiße Luft wird also von der Sonne an Ort und Stelle aufgekocht und die Gewitter ziehen nur sehr langsam. Tief HEIKE über Frankreich sorgt zusätzlich für etwas Labilisierung.

Die Großwetterlage am Dienstag, Quelle: http://www.met.fu-berlin.de

Bis es mit den Gewittern so richtig losgeht, erwärmt sich die Luft auf sommerliche Werte, bis zu 30 Grad sind heute verbreitet zu erwarten.

Prognostizierte Höchstwerte am Dienstag, Quelle: UBIMET

Zwar gehen schon jetzt am Vormittag im östlichen Flachland, in Kärnten und der Weststeiermark erste Gewitter nieder, ab etwa Mittag steigt dann aber im Großteil des Landes die Gewitterneigung. Dementsprechend haben wir das gesamte Land vorgewarnt:

Vorwarnungen für Gewitter, Quelle: UBIMET

Da, wie eingangs erwähnt, die Gewitter nur sehr langsam ziehen, besteht heute die Hauptgefahr primär aus großen Regenmengen, kleinem Hagel und lokal kräftigen Böen.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Knappe 35 Grad am Montag mit lokalen Gewittern

Gewitter im Seewinkel aufgenommen aus Wiener Neustadt - Webcam Quelle: https://aviationacademy.panomax.com/

Auch am heutigen Montag war der Osten der Hitze-Hotspot des Landes. Hier wurden vielerorts die 33 oder 34 Grad erreicht. Am heißesten war dabei in Gänserndorf und in Andau mit 34.7 Grad.

Tageshöchstwerte am Montag - UBIMET, ZAMG
Tageshöchstwerte am Montag – UBIMET, ZAMG

Erneut wurde in allen 9 Bundesländern ein weiterer Hitzetag (Tmax größer als 30 Grad) verzeichnet.

Tageshöchstwerte am Montag - UBIMET, ZAMG
Tageshöchstwerte am Montag – UBIMET, ZAMG

Im Laufe der zweiten Tageshälfte bildeten sich aber in der feucht-warmen Luft mehr Gewitter als am Vortag. Vor allem im Westen und Südwesten fielen diese auch kräftig aus!

Blitzverlauf am Montag bis 19:10 Uhr MESZ - nowcast, UBIMET
Blitzverlauf am Montag bis 19:10 Uhr MESZ – nowcast, UBIMET
Gewitter östlich von Innsbruck am Montag um 20 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/
Gewitter östlich von Innsbruck am Montag um 20 Uhr – https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/

 

Titelbild: Gewitter im Seewinkel am Montag, aufgenommen von einer Webcam in Wiener Neustadt – Quelle https://aviationacademy.panomax.com/

Hitze und Gewitter am Sonntag

Gewitterwolke über dem Waldviertel am Sonntag - https://liebenau.panomax.com/

Auch der heutige Sonntag verlief landesweit hochsommerlich heiß. In allen 9 Bundesländern würde die 30-Grad-Marke geknackt, dabei war es besonders im Osten nach wie vor am wärmsten. Spitzenreiter des Tages war Gänserndorf mit 34,5 Grad.

Höchstwerte am Sonntag - UBIMET, ZAMG
Höchstwerte am Sonntag – UBIMET

Im Vorfeld einer schwachen Tiefdruckrinne über Westeuropa wird aber allmählich feuchtere, labil geschichtete Luft herangeführt. Heute waren somit auch erste, isolierte Hitzegewitter unterwegs wie etwa im nördlichen Waldviertel und zwischen dem Südburgenland und der Südsteiermark. In den kommenden Tagen werden Hitzegewitter häufiger.

Blitzverlauf am Sonntag - UBIMET, nowcast
Blitzverlauf am Sonntag – UBIMET, nowcast

 

Titelbild: Gewitterwolke über dem Waldviertel am Sonntag – https://liebenau.panomax.com/

Hitze und kräftige Gewitter

Mit 38.6 Grad an der Wetterstation in Tier geht der bisher heißeste Tag des Jahres langsam zu Ende. Generell stiegen die Temperaturen in der Bundesrepublik heute auf hochsommerliche Werte. An nur wenigen Wetterstationen blieben die Höchstwerte unter 30 Grad.

Tier-Petrisberg 38.6°C
Trier-Zewen 38.2°C
Kahl/Main 37.5°C
Frankfurt/Main 37.5°C
Berlin 37.4°C

Kräftige Hitzegewitter

Begleitet werden diese hohen Temperaturen aber auch von kräftigen Hitzegewitter mit Starkregen und Sturmböen. Vor allem in NRW gingen und gehen auch jetzt noch kräftige Gewitter nieder. So wurde etwa in Birkelbach eine Sturmböe mit 99 km/h gemessen. Aufgrund der langsamen Verlagerung der Gewitter kommt es lokal auch zu großen Regenmengen. Im Nordosten fielen zum Beispiel an der deutsch-polnischen Grenze innerhalb von 30 Minuten 32 Liter Regen.

Weiterhin hochsommerlich heiß

Auch in der neuen Woche ändert sich nur wenig an der Wetterlage. Die Temperaturen bleiben weiterhin auf hochsommerlich heißem Niveau und vor allem am Nachmittag gehen gebietsweise weitere kräftige Hitzegewitter nieder. Aktuelle Warnungen sowie Infos gibt es in unserem Lagebericht.

Titelbild: Offenbach am Main – Deutscher Wetterdienst

Gewitter und Starkregen

Bereits am Morgen gab es viele Gewitter und auch derzeit ziehen besonders in Thüringen und Niedersachsen teils kräftige Gewitter durch. Im Osten und Nordosten scheint teilweise noch die Sonne, aber auch hier geht es in den nächsten Stunden los. So beginnt es beispielsweise in Berlin in der nächsten Stunde kräftig zu regnen.

Zugbahn der Gewitter und Regenschauer @ Ubimet

In der Nacht auf Montag legt sich die Kaltfront dann an die Alpen und in den Bayrischen Alpen fällt zunehmend kräftiger Regen. Gebietsweise kommt hier bis zum Abend in Summe 40 bis 60 Liter Regen zusammen.

Bereits am Samstag kräftige Gewitter

Auch gestern kam es bereits im Süden von Bayern zu kräftigen Gewittern. In Immenstadt zum Beispiel verzeichnete die Wetterstation 48 Liter in einer Stunde.

Quelle Titelbild: © Gewitterjaeger

36 Grad – morgen heißester Tag des Jahres

Brütende Hitze am Dienstag

Bis dato steht der 10. Juli als bislang heißester Tag des Jahres in den Chroniken, an diesem Tag wurde mit 35,5 Grad in der Wiener Innenstadt auch die höchste Temperatur 2020 gemessen. Im Vorfeld von Tief DANA mit Kern über der Nordsee erreicht uns morgen aber noch heißere Luft, die Temperaturen klettern im Großteil des Landes deutlich über die 30-Grad-Marke.

Tief DANA schaufelt heiße Luft heran.

Die Spitzenwerte liegen am Dienstag im Bereich von 36 oder vereinzelt sogar 37 Grad, die Hitzepole befinden sich dabei in

  • Niederösterreich
  • Wien
  • und dem Nordburgenland

Wer der Hitze entfliehen will, muss hoch hinaus. Denn selbst auf 1.500 m werden rund 25 Grad erreicht, verhältnismäßig frische 13 Grad gibt es in 3.000 m Seehöhe.

Am Abend Unwettergefahr

Im Laufe des Abends werden dann aber neben der Hitze auch heftige Gewitter mehr und mehr die Schlagzeilen bestimmen. Die Kaltfront von Tief DANA ist nämlich nicht weit entfernt, vor der Front herrschen optimale Bedingungen für die Entstehung von Unwettern. Los geht’s am späten Nachmittag bzw. frühen Abend mit ersten kräftigen Hitzegewittern von Vorarlberg bis zur Obersteiermark, im weiteren Verlauf ziehen diese dann nordostwärts aus den Bergen hinaus. Somit muss man sich in den späten Abend- und Nachtstunden auch in Ober- und Niederösterreich auf teils kräftige Gewitter einstellen. Außen vor dürfte dagegen der Süden und Osten bleiben.

Hier die Unwettergefahr für morgen skizziert:

Große Gewittergefahr am Dienstag.

Markant dürfte aber auch der Wind werden: Mit Durchzug der Gewitter sowie in deren Vorfeld frischt vom Innviertel bis in den Großraum Wien kräftiger bis stürmischer Westwind auf.

Kurze Abkühlung am Mittwoch

Am Mittwoch liegt die Kaltfront dann genau über den Alpen, aus der Nacht heraus regnet es von Vorarlberg bis ins östliche Flachland schauerartig. Rasch wird es hier aber schon wieder sonnig, am Nachmittag sind von Osttirol bis ins Südburgenland noch einmal kräftige Gewitter zu erwarten. Hier wird es mit bis zu 30 Grad auch am wärmsten, sonst kühlt es auf 22 bis 28 Grad ab.

Diese Abkühlung ist aber nur von kurzer Dauer, denn schon am Donnerstag erreicht uns ein neuer Schwall heißer Luft aus Südwesteuropa. 25 bis 32 Grad werden erreicht, wobei die 30-Grad-Marke im Inntal sowie im lokal auch im östlichen Flachland geknackt wird.

Noch heißer dürfte aus heutiger Sicht der Freitag werden, die Temperaturen klettern auf 28 bis 35 Grad. Der Hitzepol wird dabei im Westen des Landes sein.

Regional kräftige Gewitter am Dienstag

Hagelgewitter - pixabay.com

Österreich bleibt auch am Dienstag auf der warmen und labilen Seite einer verwellenden Luftmassengrenze, die sich von der Iberischen Halbinsel bis nach Osteuropa erstreckt. In der labil geschichteten Luft bilden sich somit bereits ab etwa Mittag im Mühl- und Waldviertel sowie in Osttirol und Kärnten die ersten Gewitter. Diese erreichen zum Abend hin auch das Weinviertel, Wien und den Wienerwald sowie das Klagenfurter Becken und die Südweststeiermark. In all diesen Regionen können die Gewitter kräftig ausfallen mit erhöhter Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen!

Vorhergesagte Niederschlagsmengen und Gewittergefahr am Dienstag - UBIMET
Vorhergesagte Niederschlagsmengen und Gewittergefahr am Dienstag – UBIMET

In der zweiten Tageshälfte muss man dann auch von Westen her mit Schauern und Gewittern rechnen, die sich dann bis in die Nacht auf Mittwoch auch auf den westlichen Donauraum sowie auf das zentrale und östliche Bergland ausbreiten. Das Unwetterpotential bleibt hier aber deutlich geringer.

Hochsommerlich heiß mit bis zu 32 Grad

Abseits von Gewittern verläuft der Tag windschwach und sommerlich warm bis heiß. Es wird dabei noch eine Spur wärmer im Vergleich zum Montag, die Temperaturen erreichen tagsüber im Südosten hochsommerliche 32 Grad. Aber auch sonst ist die 30-Grad-Marke in jedem Bundesland in Reichweite.

Temperaturhöchstwerte am Dienstag - UBIMET
Temperaturhöchstwerte am Dienstag – UBIMET

Titelbild: Hagelgewitter – pixabay.com

Heute kräftige Gewitter im Osten

Schauer und Gewitter mit Blitz

Am Nachmittag muss man sich speziell von der Ostsee über den Großraum Berlin, Sachsen bis zum Bayerischen Wald auf ein paar Gewitter einstellen. Die größte Unwettergefahr (auf der Karte rot strichliert) besteht dabei in der deutsch-polnischen Grenzregion, sprich vom Stettiner Haff bis zum Zittauer Gebirge.

Da sich die Gewitter nur langsam bewegen, besteht die Hauptgefahr in großen Regenmengen von bis zu 50 l/m² in kurzer Zeit. Doch auch kleiner Hagel ist möglich!

Große Gewittergefahr heute im Osten.

Verantwortlich für die Gewitter ist ein Höhentief über Serbien, das feuchte und labil geschichtete Luft bis in den Osten unseres Landes schaufelt (schwarzer Pfeil):

Ein Höhentief schaufelt feucht-labile Luft heran.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Wenige Gewitter im Sommer 2020

Hier eine Übersicht der Blitze in den vergangenen Sommer seit 2009. In blau der Durchschnitt in diesem Zeitraum: rund 1,2 Millionen Blitze.

 

Quelle Titelbild: Stormscience Austria

Gewitter im Süden, Starkregen und Sturm

Während im Südosten und Osten in der Früh noch häufig die Sonne scheint, hat die kräftige Kaltfront von Tief EDOUARD bereits Vorarlberg erreicht. Hier gab es in den vergangenen Stunden bereits kräftigen Regen.

Regenmengen seit Mitternacht

In den kommenden Stunden breitet sich die Kaltfront mit dem kräftigen Regen rasch ostwärts aus. Dabei kommt es von Osttirol bis in die Südsteiermark nochmals zu starken Gewittern.

Sturm im Osten

Mit dem Durchzug der Kaltfront frischt am Alpenostrand am Nachmittag kräftiger Nordwind auf. Dabei kommt es besonders im Burgenland sowie in der Buckligen Welt und dem angrenzenden Joglland zu Sturmböen.

35 Grad: Freitag kurz Hitze, Samstag markante Abkühlung

Zweigeteiltes Wetter. © Adobe Stock

Bis zu 35 Grad am Freitag

Eine Woche nach den Kindern und Jugendlichen Osten starten am Freitag nun auch die restlichen Schüler in die Ferien, das Wetter hierzu könnte kaum sommerlicher ausfallen. An der Vorderseite des Ex-Tropensturms Edouard mit Kern über Deutschland erreichen nämlich sehr heiße Luftmassen unser Land.

Eine Kaltfront erfasst Österreich

Somit klettern die Temperaturen erstmals in diesem Jahr in jedem Bundesland auf 30 Grad oder mehr. Die Hitzepole werden dabei Wien, Niederösterreich und das Burgenland sein, hier werden schweißtreibende 35 Grad erreicht. Der Freitag wird zudem als bislang heißester Tag des Jahres 2020 in die Bilanz eingehen, bis dato liegt die Wiener Innenstadt mit 32,9 Grad am 28. Juni noch an der Spitze.

Am Freitag wird es sehr heiß.

Die Hitze ist jedoch nicht gekommen, um zu bleiben. Schon im Laufe des Freitags bilden sich von Vorarlberg bis in die Obersteiermark vermehrt teils kräftige Gewitter, sie kündigen die nahende Kaltfront von EDOUARD an.

Samstag Temperatursturz

Die Kaltfront erfasst am Samstag weite Teile Österreichs mit kräftigem Regen, die sommerlichen Temperaturen werden Richtung Balkan abgedrängt. So kommen die Höchstwerte nicht mehr über 16 bis 26 Grad hinaus, die 26 Grad gibt es aber auch nur noch im äußersten Osten und Südosten am Vormittag. Im Vergleich zum Freitag stürzen die Temperaturen also um rund 10 bis 15 Grad ab. Im Laufe des Tages verlagert sich die Front samt Regen und Gewittern in den Osten und Südosten des Landes, von Bregenz bis Linz kommt hinter der Kaltfront am Nachmittag sogar noch zeitweise die Sonne zum Vorschein.

Große Regenmengen kommen an der Alpennordseite zusammen.

Sommerwetter auch bei zweitem Formel 1-Rennen

Bedingt durch die Corona-Pandemie findet auch das zweite Rennen der Formel-1-Saison in Österreich statt, am kommenden Sonntag präsentiert sich die Obersteiermark neuerlich von ihrer sommerlichen Seite. Die Front ist mittlerweile über Osteuropa zum Liegen gekommen, ein Ableger des Azorenhochs sorgt nicht nur in Spielberg für überwiegend sonnige Bedingungen.

Hochdruckeinfluss am Sonntag

Sich bildende Quellwolken im Tagesverlauf stören dabei weder das Renngeschehen noch Freizeitaktivitäten jeglicher Art. Mit 21 bis 28 Grad wird es zudem schon wieder deutlich wärmer.

Kräftiges Hoch zum Wochenstart

Das Hoch vom Sonntag beschert uns dann auch zu Beginn der neuen Woche oftmals sonniges und angenehm warmes Ferienwetter. Am Montag werden z.B. 18 bis 25 Grad erreicht, am Dienstag 22 bis 29 Grad. Ob es dann im weiteren Verlauf der Woche mit stabilem Sommerwetter weitergeht, Gewitter mitmischen oder gar ein Tief über Osteuropa in unser Wetter eingreift, ist derzeit noch nicht vorhersagbar.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Kaltfront beendet Sommerwetter

Das traumhafte Badewetter vom Wochenende wird am Montag jäh durch die kräftige Kaltfront von Tief WENDY beendet. Dabei kommt es von Montag auf Dienstag landesweit zu einem markanten Temperaturrückgang. Dazu sorgt die Kaltfront vor allem im Süden von Österreich für kräftige Gewitter und intensiven Regen.

Am Montag Gewitter und Starkregen im Süden

Der Montag startet landesweit noch freundlich, allerdings kündigen erste Wolken an der Alpennordseite bereits die herannahende Kaltfront von Skandinavientief WENDY an.

Frontenkarte am Montag 6. Juli

Am Vormittag erfasst dann die Front allmählich die Regionen nördlich der Alpen, bringt hier aber nur ein paar Regenschauer. Im Süden und Osten des Landes wird es hingegen mit bis zu 31 Grad nochmals hochsommerlich heiß. Am späten Nachmittag greift die Kaltfront dann auf die Alpensüdseite über. In der aufgeheizten Luft entstehen in Osttirol, Kärnten und der westlichen Steiermark kräftige Gewitter, dabei besteht lokal die Gefahr von Sturmböen und sintflutartigem Regen sowie kleinkörnigem Hagel.

Die zu erwartenden Regenmengen mit der Kaltfront
Die zu erwartenden Regenmengen mit der Kaltfront

Am Abend gehen die Gewitter in kräftigen Regen über und besonders von der Villacher Alpe bis zur Gleinalpe kommen größere Regenmengen zusammen. Dazu weht teils kräftiger bis stürmischer Nordwind.

Am Dienstag ist der Spuk dann wieder vorbei. Der Regen klingt in der Früh ab und die Sonne setzt sich überall durch. Nach Durchzug der Kaltfront hat es jedoch kräftig abgekühlt. Die Temperaturen kommen meist nicht mehr über 17 bis 23 Grad hinaus, nur in Osttirol und Oberkärnten geht sich mit 25 Grad noch ein Sommertag aus.

Sturm in den Urlaubsregionen

Auswirkungen hat die Front auch auf alle, die gerade Urlaub an der Oberen Adria machen. Mit der Kaltfront kann es am Montagabend bzw. in der Nacht auf Montag von Venedig bis Triest und Pula zu kräftigen Gewittern samt Hagel und Sturm kommen. Noch gefährlicher wird es aber für alle, die mit Zelt oder Wohnwagen an der kroatischen Küste verweilen. Mit der Front frischt nämlich Montagnacht an der kroatischen Küste stürmische Bora (als Nordostwind) auf. Dabei kommt es verbreitet zu Sturmböen bzw schweren Sturmböen von 80 bis 100 km/h. Zwischen Rijeka und Zadar sind zum Höhepunkt des Sturms Dienstagfrüh in den typischen Borastrichen auch Orkanböen bis zu 130 km/h möglich! Am Dienstag selbst legt sich der Sturm dann rasch wieder.

Solche Windgeschwindigkeiten treten an der kroatischen Küste im Winterhalbjahr öfters auf und sind dann auch nichts ungewöhnliches. Mitten im Hochsommer hingegen ist so eine starkes Boraereignis sehr selten und hat deutlich mehr Schadenspotential. Unterstrichen wird das auch durch den EFI (=Extrem Forecast Index), dargestellt für den Dienstag:

Es handelt sich dabei um eine Kennzahl, die zwischen -1 und +1 liegt. Beim Wert 0 handelt es sich um ein alltägliches Ereignis, bei -1 und +1 dagegen um außergewöhnliche Ereignisse, wie beispielsweise extrem tiefe oder hohe Temperaturen. Wir sehen: am Dienstag liegt der EFI in Kroatien zwischen 0,8 und 1,0, ein außergewöhnlicher stürmischer Tag für Juli.

 

 

Blitzreport Juni 2020

Blitze am Nachthimmel

Vom 1. bis 30. Juni registrierte das Blitzmesssystem von nowcast im Hochpräzisionsmessbereich über ganz Deutschland verteilt exakt 1.019.795 Blitze (Boden- und Wolkenblitze). Das sind etwas weniger Entladungen als in den vergangenen Jahren. Speziell der Unterschied zum Juni des vergangenen Jahres ist groß, 2019 wurden mit knapp 2,1 Millionen Blitzen etwa doppelt so viele Blitze registriert. Die meisten Blitze wurden am 13. Juni detektiert.

Spitzenreiter Bayern

Mit exakt 190.827 Blitzen führt Bayern das Bundesländer-Ranking an, jedoch dicht gefolgt von Niedersachsen mit 184.078 und Brandenburg mit 169.338 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich mit Bremen das flächenmäßig kleinste Bundesland, hier gab es diesen Monat lediglich 337 Blitze. Im Bezug auf die Blitzdichte hat hingegen Hamburg die Nase vorne: Mit rund 6 Blitzen pro Quadratkilometer liegt die Hansestadt vor Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit je knapp 5 Blitzen pro Quadratkilometer.

Blitzreichste Landkreise in Brandenburg

Auf Landkreisebene liegt Brandenburg in Führung: Die Kreise mit den meisten Blitzen in diesem Juni waren Jerichower Land, Barnim und Oder-Spree. Die höchste Blitzdichte gab es dagegen in Wolfsburg (Niedersachsen) mit 28 Blitzen pro Quadratkilometer.

Stärkster Blitz in Eisenhüttenstadt

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Brandenburg im Kreis Oder-Spree gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 372.000 Ampere am Abend des 13. Juni in Eisenhüttenstadt. In kürzester Zeit wurde dabei mehr als 23.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

Weniger Blitze als üblich

Nicht nur der Juni war durch verhältnismäßig wenig Gewitter geprägt, vor allem auch der Mai zeigte sich mit gerade einmal 101.823 registrierten Blitzen relativ schwach. Die gesamte erste Jahreshälfte 2020 bilanziert aktuell bei 1.220.481 Blitzen, was nur etwas mehr als 50% der üblichen Zahl entspricht. Weniger Blitze gab es in diesem Zeitraum in den letzten 11 Jahren nur im 2015 und 2010. Ausschlaggebend hierfür war die bisher häufig zu trockene Witterung, bestimmte Südwest-Wetterlagen waren selten. Diese jedoch braucht es, um nicht nur warme, sondern auch feuchte und labile Luftmassen nach Deutschland zu führen.

Blitzdichte in Deutschland im Juni 2020. Daten © nowcast / UBIMET

Auch wenn es weniger Blitze als üblich gab, waren einige Gewitter durchaus heftig. Mitte des Monats Juni lag eine Luftmassengrenze quer über Deutschland, in ihrem Bereich entwickelten sich zahlreiche, nur langsam ziehende Gewitter, welche lokal enorme Regenmengen brachten und zu Überflutungen führten. So wurden am 13.06. an der Station Bottmersdorf in Sachsen-Anhalt innerhalb weniger Stunden 116 l/m² gemessen.

Die blitzreichsten Bundesländer im Juni 2020

Land Anzahl Blitze
Bayern 190.827
Niedersachsen 184.078
Brandenburg 169.338
Baden-Württemberg 107.569
Sachsen-Anhalt 98.658
Mecklenburg-Vorpommern 62.014
Thüringen 37.573
Sachsen 35.921
Rheinland-Pfalz 33.709
Schleswig-Holstein 32.034
Nordrhein-Westfalen 30.598
Hessen 23.162
Saarland 5.614
Hamburg 4.608
Berlin 3.755
Bremen 337
Deutschland Gesamt 1.019.795 (Blitzdichte 2,85 Blitze/km²)

Titelbild: Blitze am Nachthimmel © pixabay.com

Kräftige Gewitter: Unwetterlage setzt sich fort

116 km/h in Innsbruck, 77 Liter Regen in Aspang

Im Vorfeld eines Tiefs mit Kern über Westeuropa bildeten sich am Samstag teils kräftige Gewitter. Besonders betroffen war der Alpenostrand, das Mittelburgenland sowie generell das westliche Bergland. Punktuell kamen dabei große Regenmengen zusammen: So fielen in Aspang am Wechsel rund 77 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, das sind rund zwei Drittel des üblichen gesamten Juni-Niederschlags.

Aspang sticht bei den Regenmengen heraus.

Ein weiteres Gewitter sorgte am Abend in Innsbruck für eine orkanartige Böe von 116 km/h am Flughafen. In Summe wurden gestern 18.190 Blitze über Österreich verzeichnet, die meisten davon in Tirol. Die Gemeinde mit der höchsten Blitzdichte ist jedoch mit Pilgersdorf im Burgenland beheimatet.

Kräftige Gewitter am Samstag.

 

Ebenfalls am Samstag konnte in vielen Orten des Landes zum ersten Mal in diesem Jahr die 30-Grad-Marke geknackt werden, so zum Beispiel auf der Hohen Warte in Wien, in Klagenfurt oder Kapfenberg (auf der nächsten Karte in rot dargestellt = über 30 Grad). Für die Bundeshauptstadt bedeutete dies den spätesten 30er seit dem Jahr 2001, rund zwei Wochen später als im langjährigen Mittel wurde hier der erste Hitzetag registriert.

Verbreitet gab es um die 30 Grad.

Eine weitere Premiere gab es in der Nacht auf Sonntag: Mit einem Tiefstwert von rund 21 Grad gab es die erste Tropennacht Österreichs in diesem Jahr – aufgestellt in der Wiener Innenstadt.

Sonntag und Montag Unwettergefahr

Heute sind nach einem vielfach sonnigen Start am Nachmittag v.a. in der Steiermark und später auch in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich teils kräftige Gewitter zu erwarten. In der Folgenacht rückt dann zunehmend auch Niederösterreich in den Fokus, nach Westen zu gehen die Gewitter in länger anhaltenden Starkregen über.

Der Montag startet nördlich der Alpen schon mit intensiven Regenschauern und eingelagerten Gewittern, südöstlich der Linie Osttirol-Nordburgenland erwärmt die Sonne die Luft hingegen noch einmal auf bis zu 32 Grad. Besonders in diesen Regionen kündigen sich am Nachmittag dafür aber schwere Gewitter mit der Gefahr von Hagel, Sturmböen und Starkregen an!

Ab Dienstag beständig unbeständig

Am Dienstag beruhigt sich das Wetter wieder spürbar, Gewitter sind dann kein Thema mehr. Bei vielfach freundlichen Bedingungen klettern die Temperaturen auf 23 bis 30 Grad.

Doch schon am Mittwoch nimmt im Bergland die Neigung zu teils kräftigen Wärmegewittern wieder zu, mit 24 bis 31 Grad bleiben die Temperaturen vorerst auf einem hochsommerlichen Niveau.

Am Donnerstag nähert sich dann von Westen her die nächste Kaltfront, dabei breiten sich teils heftige Schauer und Gewitter im Laufe des Tages auf das ganze Land aus. Besonders im Osten und Südosten besteht bei bis zu 31 Grad erneut Unwettergefahr. Ein stabiles Sommerhoch ist jedenfalls auch danach nicht in Sicht, Schauer und Gewitter bleiben aus heutiger Sicht auch zum Start in die Sommerferien im Osten unsere treuen Begleiter.

Quelle Titelbild: pixabay

Ein Höhentief bringt Schauer und Gewitter

Die Wetterberuhigung ist nur von kurzer Dauer, bereits am Mittwoch erreicht den Ostalpenraum von Norden her ein ausgeprägtes Höhentief. Höhentiefs sind, wie der Name schon sagt, vor allem in höheren Luftschichten gut ausgeprägt und beinhalten im Vergleich zur Umgebung kältere Luft (im Video blau). Darum werden Sie auch gerne als Kaltlufttropfen bezeichnet. Durch die beinhaltete kältere Luft ist auch der Temperaturunterschied zwischen Boden und höheren Luftschichten größer, wodurch sich leichter Schauer und Gewitter bilden.

Das Höhentief verlagert sich bis Mittwoch rasch zu uns und liegt dann am Donnerstag mit seinem Zentrum genau über Österreich. Am Freitag wird das Tief langsam in einen atlantischen Höhentrog eingebunden und somit wandert es wieder zurück nach Norden. Die labile Luftmasse bleibt dann aber über Österreich.

Am Mittwoch im Nordosten wechselhaft

Am Mittwoch nimmt vom Waldviertel bis zum Wechsel und dem Neusiedler See die Schauerneigung ab dem Nachmittag immer mehr zu. Auch lokale Gewitter sind möglich. Einzelne Wärmegewitter sind aber auch in Osttirol und Oberkärnten möglich. Mit knapp 30 Grad wird es im Westen hochsommerlich warm.

Donnerstag unbeständig, nur im Westen sommerlich

Am Donnerstag liegt das Höhentief direkt über den Ostalpen und bringt bereits von der Früh weg Regenschauer und Gewitter. Auch tagsüber bleibt es in der labilen Warmluft gewitteranfällig. Meist trocken und auch zeitweise sonnig bleibt es nur in Vorarlberg sowie ganz im Osten vom Weinviertel bis ins Burgenland.

Auch am Freitag und am Wochenende bleibt das Gewitterrisiko erhöht, dabei steigen die Temperaturen im ganzen Land auf hochsommerliche Werte. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 24 und 30 Grad.

Titelbild: Adobe Stock

Schafskälte geht zu Ende – Gewitter bleiben

In den vergangenen Tagen sorgte tiefer Luftdruck für viele Wolken und teils kräftigen Regen. Am meisten Regen fiel dabei in Vorarlberg, dem Tiroler Oberland und dem Außerfern. So auch am gestrigen Mittwoch bzw. in der vergangenen Nacht:

24 h Niederschlagssumme zwischen Mittwoch- und Donnerstagfrüh

Hier sank die Schneefallgrenze zeitweise auch unter 2000 Meter ab, in den Gletscherregionen gab es reichlich Neuschnee. So wurden in der Früh 35 cm Neuschnee am Pitztaler Gletscher oder 30 cm Neuschnee auf der Zugspitze gemessen.

Hoch über Nauders in rund 2500 m herrschen derzeit tiefwinterliche Verhältnisse

Sommer auf Raten

Zu Fronleichnam lässt der Tiefdruckeinfluss endgültig nach, vom Karwendel bis ins Mühlviertel un den Niederen Tauern sind aber am Nachmittag nochmals ein paar Schauer und Gewitter zu erwarten. Am Freitag setzt sich dann ein Zwischenhoch durch und es wird mit 23 bis 30 Grad sommerlich warm. Dazu bleibt es nahezu überall sonnig und trocken, nur im nördlichen Wald- und im Weinviertel besteht ein geringes Gewitterrisiko.

Am Wochenende zunehmend gewittrig und nass

Am Wochenende wird Österreich von  Tief NADINE über Westeuropa und Tief OCTAVIA über Osteuropa in die Zange genommen. Somit steigt die Gewitterneigung am Samstagnachmittag sowohl von Westen als auch von Osten her an. Zuvor wird es aber mit Höchstwerte von 25 bis 31 Grad sommerlich warm. Die Gewitter bleiben dabei beinahe ortsfest und können somit punktuell große Regenmengen bringen.

Niederschlagsprognose für das Wochenende

In der Nacht auf Sonntag regnet es nach derzeitigem Stand vor allem in Vorarlberg und dem Außerfern wieder ergiebig. Da diesmal die Schneefallgrenze rund 1000 m höher liegt und die Böden nun gut gesättigt sind, kann man kleiner Überflutungen und Vermurungen nicht mehr ausschließen.

Der Sonntag verläuft dann im gesamten Land gewittrig, am längsten freundlich bleibt es noch im Süden. Gerade hier sind dann am Nachmittag aber auch starke Gewitter möglich. Die Temperaturen gehen dabei überall wieder zurück.

Der Sommer kommt in Fahrt – jedoch Unwettergefahr am Wochenende!

Blitzreiches Wochenende

Der Start in den meteorologischen Sommer (dieser begann am 01. Juni) verlief temperaturmäßig eher mau, die ersten 9 Tage im Juni weisen daher auch eine landesweit negative Temperaturabweichung aus. Während diese im Norden und Osten bis dato 0 bis -1 Grad betragen, liegen sie im Süden und Westen bei rund -2 Grad.

Der Juni verlief bislang deutlich zu kühl.

Der Sommer kommt in Fahrt

Durch den heutigen Mittwoch und den Donnerstag müssen wir noch durch, die Höchstwerte bleiben bei wechselhaften Bedingungen deutlich unter 25 Grad und somit unterhalb der offiziellen Schwelle für einen Sommertag.

Am Freitag jedoch klettern die Temperaturen verbreitet auf ein sommerliches Niveau, dazu scheint meist die Sonne und die Gewitterneigung ist sehr gering. 30 Grad sind lokal im Westen und Südwesten zu erwarten:

Sommerlich warm am Freitag in fast ganz Deutschland.

Der Samstag hat dann eine sogenannte flache Druckverteilung zu bieten, heißt: Kräftige Hochs oder Tiefs samt Fronten sind über Mitteleuropa nicht auszumachen, die Luftdruckgegensätze nur sehr schwach ausgeprägt. Das sieht man auch gut an der Bodendruckverteilung für Samstag.

Flache Druckverteilung über Europa.

Zwar dominiert auch am Samstag der Sonnenschein, rasch steigen die Temperaturen auf sommerliche Werte von 25 bis 31 Grad an. Etwas kühler bleibt es an den Küsten sowie im Südwesten.

Auch am Samstag sommerliche Temperaturen.

Von Osten her erreicht uns aber auch zunehmend schwüle Luft. Je besonders dampfig wird’s von der Nordsee bis zur Lausitz, wo auch die nachfolgende Karte des Taupunkts die höchsten Werte anzeigt.

Extrem schwüle Luft kommt aus Osteuropa zu uns.

In diesen Regionen ist die Luft auch extrem labil geschichtet, folglich kommt es insbesondere dort im Laufe des Samstags zu kräftigen Gewittern. Da diese nur sehr langsam ziehen, besteht die Hauptgefahr aus großen Regenmengen in kurzer Zeit sowie kleinkörnigen Hagel.

Die Luft am Samstag ist im Osten und Nordosten labil geschichtet.

Noch sind es ein paar Tage bis dahin, wir halten euch in jedem Fall hier auf UWR auf dem Laufenden!

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Am Samstag kräftige Gewitter

Derzeit dominiert im Großteil des Landes der Sonnenschein und die Temperaturen erreichen allmählich sommerliches Niveau. Allerdings befindet sich Österreich nur knapp südlich einer Kaltfront über Deutschland und somit entstehen am Nachmittag von Vorarlberg und Tirol ausgehend bald Schauer und Gewitter.

Aktuelles Satellitenbild mit Kaltfront und Gewitterpotential für Samstag

Kräftige Gewitter sind dabei am Nachmittag und Abend vom Tiroler Unterland bis ins Wald- und Mostviertel zu erwarten. In diesen Regionen bringen die Gewitter stellenweise Sturm und auch größeren Hagel! In der Nacht kann dann auch noch Wien von den Gewittern gestreift werden. Trocken und sonnig bleibt es von Unterkärnten bis ins Burgenland.

Auch am Sonntag heftige Gewitter

Am Sonntag liegt die Kaltfront dann quer über Österreich und teilt das Land in einen kühlen und nassen Westen und sommerlich warmen Osten. Dabei entstehen im Tagesverlauf östlich von Salzburg wieder kräftige Gewitter.

Frontenkarte für den Sonntag

Die Gewitter bringen am Sonntagnachmittag und -abend vor allem Hagel und Starkregen, punktuell sind größere Regenmenge möglich. Generell bringt die Front vor allem im Südwesten wieder einiges an Regen. Hier sind die durchschnittlichen Regenmengen bis Dienstag abgebildet:

Fast 27.000 Blitze: Kaltfrontdurchzug brachte Unwetter am 23.05.2020

Kleinkörniger Hagel - pixabay.com / Hans

Im Vorfeld der Kaltfront von Tief GUDRUN über Skandinavien wurde es am 23.05. im äußersten Südosten noch einmal sommerlich warm, was man anhand des Satellitenbildes und der gemessenen Temperaturmaxima des Tages erkennen kann.

Wetterlage-Samstag-GUDRUN
Satellitenbild vom 25.03.2020 um 11:30 Uhr MESZ mit eingezeichneten Fronten @ EUMETSAT, UBIMET
Temperaturmaxima am 23.05.2020 - DWD, UBIMET
Temperaturmaxima am 23.05.2020 – DWD, UBIMET

Energiereiche Luft: Primäre Zutat für Gewitter

Diese sehr warme Luftmasse war aber im weiteren Verlauf genau in dieser Region eine gute Energiequelle für die sich bildenden Gewitter, die besonders südlich der Donau oft kräftig ausfielen. Der Norden blieb aber nicht ganz verschont, denn in der kühlen Luft hinter der Kaltfront bildeten sich bis in die Folgenacht hinein schnell durchziehende Hagel- und Graupelgewitter.

Blitzverlauf am 23.05.2020 - UBIMET, nowcast
Blitzverlauf am 23.05.2020 – UBIMET, nowcast
Geortete Blitze pro Bundesland am 23.05.2020 - UBIMET, nowcast
Geortete Blitze pro Bundesland am 23.05.2020 – UBIMET, nowcast

Hagelschlag und Sturmböen

Hauptgefahr im Norden war wie gesagt vor allem der kleinkörnige Hagel oder Graupel. Im Süden Bayerns zogen hingegen besonders kräftige Gewitter durch, unter anderem auch ein paar sogenannte Superzellen. Diese brachten lokal Hagelschlag und teils schwere Sturmböen. Vor allem zwischen dem Chiemsee und dem Berchtesgadener Land wurden zudem örtlich auch orkanartige Böen und große Regenmengen binnen weniger Minuten registriert.

Maximale Windböen am 23.05.2020 - UBIMET, DWD
Maximale Windböen am 23.05.2020 – UBIMET, DWD
24h Niederschlagssumme für den 23.05.2020 - UBIMET, DWD
24h Niederschlagssumme für den 23.05.2020 – UBIMET, DWD

Hagelschlag und Sturmschäden im Südosten:

Gewitterwolken im Norden und Graupelschauer bei Schwerin:

Rückblick Kaltfrontdurchzug, 23.05.2020

+++ Vorläufiges Résumé +++

Ein wettertechnnisch ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende entgegen. Die Kaltfront von Tief Gudrun brachte kräftige Gewitter mit Starkregen, kleinem Hagel und Sturmböen. Besonders traf es dabei Salzburg, das Salzkammergut, wie auch das Waldviertel und die Obersteiermark.

Anbei eine Grafik mit den bisher in Gewitternähe gemeldeten Sturmböen:

Maximale Windböen vom 23.05.2020

Der folgenden Grafik kann man entnehmen, dass bereits am frühen Nachmittag in Vorarlberg die ersten Gewitter entstanden, ähnlich wie in Bayern und Tschechien. Diese erreichten dann zum Abend hin Salzburg bzw. das Waldviertel:

Blitzverlauf am 23.05.2020

Lokal wurden hohe Niederschlagsraten und eine hohe Blitzanzahl gemessen:

Blitzanzahl am 23.05.2020

 

Wir hoffen, von euch ist keiner zu Schaden gekommen, wünschen noch einen schönen Abend und beenden hiermit den Liveticker.
In den nächsten Stunden regnet es noch weiter, stellenweise auch noch etwas kräftiger. Unwetterartige Gewitter und Sturmböen sind aber nicht mehr zu erwarten.

+++ Update 20:30 Uhr +++

Hier noch ein Bild aus dem Wiener Becken (Bad Vöslau um 19:50 Uhr MESZ) von den Stormchasern des Vereins „Storm Science Austria“. Die Böenfront schwächt sich jetzt allmählich ab und auch die Gewitteraktivität lässt nach.

+++ Update 20:00 Uhr +++

Die Böenfront hat jetzt auch das südliche Wiener Becken erreicht und zieht nach Osten und Südosten weiter:

Böenfront im Bezirk Neunkirchen (NÖ) - Roland Reiter | UBIMET
Böenfront im Bezirk Neunkirchen (NÖ) – Roland Reiter | UBIMET

+++ Update 19:45 Uhr +++

Etwa 500 km lange Schauer- und Gewitterlinie entlang der aufziehenden Kaltfront von Südtirol bis nach Wien:

+++ Update 19:20 Uhr +++

Die Stormchaser des Vereins „Storm Science Austria“ folgen immer noch dem Gewitter in Niederösterreich und haben uns ein paar Bilder von der Zelle im Waldviertel (bei Kirchberg am Walde vor etwa einer Stunde und bei Kirchberg am Wagram vor wenigen Minuten) geschickt:

+++ Update 19:00 Uhr +++

Vor allem im östlichen Bergland wird es in den kommenden Minuten recht stürmisch! In der letzten Stunde wurden vielerorts teils schwere Sturmböen gemessen und die Gewitterlinie zieht rasch nach Osten und Südosten weiter. Mittlerweile sind auch erste Videos von Sturmschäden in Tirol aufgetaucht.

+++ Update 18:40 Uhr +++

Zwei Gewitterlinien ziehen aus Nordwesten in Richtung Weinviertel/Wien bzw. Mur-Mürz-Furche/Alpenostrand. Nach wie vor werden schwere Sturmböen (z.B. Moosland-Hieflau 103 km/h) und Hagel gemeldet!

+++ Update 18:10 Uhr +++

Größte Gefahr: Sturmböen! Vom Salzburger Land und dem Ennstal breitet sich eine Böenfront mitsamt Blitz und Hagel nach Osten und Südosten aus. In den kommenden Minuten muss man also auch in Teilen Niederösterreichs und in der Obersteiermark oft mit stürmisch auffrischendem West- bis Nordwestwind rechnen!

+++ Update 17:30 Uhr +++

Das größte Gewitterrisiko besteht derzeit entlang der nördlichen Voralpen im Salzkammergut, zwischen Linz und Wels sowie in kürze auch im nördlichen Waldviertel. In diesen Regionen werden nach wie vor teils schwere Sturmböen (z.B. Abtenau mit 101 km/h) und Hagel gemeldet!

+++ Update 17:00 Uhr +++

Hier noch ein Bild der kräftigen Gewitterlinie über dem Flachgau (Blich aus Norden), das die Stormchaser des Vereins „Storm Science Austria“ uns geschickt haben.

+++ Update 16:35 Uhr +++

Auch im westlichen Donauraum steigt jetzt die Gewitterneigung rasch an. Die Stadt Salzburg wird in kürze von einer kräftigen Gewitterlinie mitsamt Sturmböen, Hagel und Starkregen erreicht! Hier das Livebild vom Flughafen Salzburg: https://livecam.salzburg-airport.com/

+++ Update 16:25 Uhr +++

Vorsicht: In den kommenden Minuten sind im Inntal lokal schwere Sturmböen möglich! Die Station in Haiming meldete schon Böen bis zu 102 km/h mit der hereinfließenden Kaltluft.

+++ Update 15:45 Uhr +++

Aktuell ziehen die Gewitter vor allem an der Alpennordseite entlang nach Osten. Gerade die Zelle bei München hat im Radarbild zwischenzeitlich auch durchaus Superzellenstrukturen aufgewiesen.

Blitzverlauf über die letzten 90 Minuten @ UBIMET
Webcambild Achensee @ https://wiesenhof.panomax.com

+++ Update 15:15 Uhr +++

Auf beachtliche 32 Grad ist die Temperatur inzwischen in Imst gestiegen, gleichzeitig liegt der Taupunkt 29 Grad niedriger. Der Luftdruckunterschied zwischen St. Anton am Arlberg und Landeck beträgt 8 hPa. Hier schrillen bei jedem Meteorologen die Alarmglocken -> Für das Tiroler Oberland ergibt sich ein großes Sturmpotential.

+++ Update 14:30 Uhr +++

Übrigens wurde soeben im Tiroler Oberland zum ersten Mal im Jahr 2020 die 30 Grad-Marke erreicht (Landeck; Imst und Haiming noch knapp darunter). Die Taupunkte liegen hier jedoch nur im niedrigen einstelligen Bereich, d.h. die Luft ist sehr trocken. Dies ist ein Indiz für potentiell schwere Sturmböen in Verbindung mit Gewittern und der Kaltfront.

Bis 14 Uhr gemessene Höchstwerte @ UBIMET

+++ Update 14:15 Uhr +++

Die ersten Gewitter erreichen nun Vorarlberg. Im Bild zu sehen sind die aktuellen Blitze und die Regenmengen der letzten Stunde. Man erkennt: Die Gewitter liegen an der Vorderseite eines größeren Regengebietes:

Regenmengen der letzten Stunde und aktuelle Blitze @ UBIMET
Regenmengen der letzten Stunde und aktuelle Blitze @ UBIMET

 

+++ Update 13:30 Uhr +++

Über der Schweiz und nördlich des Bodensees entstehen nun immer mehr Gewitter, sie werden im Rheintal nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die kräftigeren Gewitter erwarten wir jedoch entlang der Alpennordseite, hier gibt es zumindest ein Potential für so genannte Superzellen und Bow-Echos, welche mit Hagel und schweren Sturmböen einhergehen können.

Gewittergefahr am heutigen Nachmittag und Abend @ UBIMET

+++ Update 12:45 Uhr +++

Die Hauptgefahr bei den heutigen Gewittern geht von Sturmböen aus, aber auch abseits von Gewittern wird der Wind mit der Kaltfront bis in viele Täler stürmisch auffrischen. Entsprechend gelten aktuell folgende Sturmwarnungen:

Sturmwarnungen für Samstagnachmittag und -abend @ UBIMET

+++ Update 12:30 Uhr +++

Über Nacht und am Vormittag ist bereits die Warmfront des Tiefs über den Norden und Osten des Landes gezogen, gebietsweise hat es für ein paar Stunden geregnet. Hier die bisherigen Regenmengen:

Analyse der Regenmengen bis Samstag, 11 Uhr @ UBIMET

 

Nach Abzug dieser Front lockern die Wolken nun auch im Osten langsam auf, von Vorarlberg bis in die Steiermark scheint die Sonne schon längere Zeit. Hier konnte sich die Luft bereits auf bis zu 26 Grad erwärmen, knapp 30 Grad sind hier heute das Maximum. Mit jedem Grad steigt auch der Energiegehalt der Luft, sie wird also zunehmend instabiler und spätestens mit dem Eintreffen der Kaltfront löst dies Schauer und Gewitter aus.

Regen – Sturm – Schnee – Gewitter: Turbulenter Montag

Den Ursprung der arktischen Luftmassen sehen wir gut auf den Trajektorien für 4 ausgewählte deutsche Städte: Vom Europäischen Nordmeer macht sich die Polarluft derzeit auf den Weg nach Süden Richtung Mitteleuropa. Am Sonntagnachmittag erreicht die Kaltfront bereits die Nordseeküste.

Die Luft strömt aus dem hohen Norden zu uns.

Über Nacht kommt die Front dann weiter in den Süden voran, sie liegt Montagmittag etwa auf der Linie Luxemburg-Cottbus.

Die Lage der Kaltfront am Montag um 14:00 Uhr.

Die Front trennt polare Luftmassen im Norden von noch immer feucht-warmer Luft im Süden, dementsprechend groß sind auch die morgigen Temperaturunterschiede. Während es unter der Front meist nur 1 bis 6 Grad gibt, hält sich im Südosten Bayerns noch die Warmluft mit rund 20-22 Grad. Hinter der Front sorgt der Nordwind für eine gute Durchmischung der Atmosphäre, mit 10-12 Grad bleibt es aber auch dort recht frisch.

Hier haben wir für euch die erwarteten Temperaturen morgen um 14 Uhr.

Große Temperaturunterschiede Montagmittag.

Mit der Kaltfront beginnt es Montagmorgen von Frankreich her teils kräftig zu regnen, der Regen breitet sich dann am Vormittag über die Mitte des Landes nach Nordosten aus. Besonders in einem Streifen vom Saarland und Rheinland-Pfalz über Hessen, Thüringen und Nordbayern bis nach Sachsen und Brandenburg regnet es auch ergiebig. 25-40 Liter pro Quadratmeter sind dort zu erwarten.

Mit Vorankommen der Kaltluft geht der Regen im Laufe des Nachmittags oberhalb von 400 bis 600 m in Schnee über. Besonders in etwas höheren Lagen von Thüringer Wald und Erzgebirge sind um die 5 cm Neuschnee zu erwarten!

Große Regenmengen in der Mitte.

Vor der Front – also in Bayern und Baden-Württemberg – entstehen zudem am Nachmittag noch ein paar Gewitter, die mit Starkregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen lokal kräftig ausfallen können.

Auch der Sturm wird morgen zum Thema, und zwar in erster Linie im Westen sowie in den Mittelgebirgen (Harz, Thüringer Wald, Rhön, Hunsrück, Eifel). Zwar sind die Böen im Vergleich zu winterlichen Sturmereignissen überschaubar, da aber alle Bäume belaubt sind, herrscht auch bei Böen von 60-80 km/h bereits eine erhöhte Astbruchgefahr!

Vor allem im Westen und in den Mittelgebirgen wird es stürmisch.

Nach Abzug der Kaltfront Richtung Tschechien und Österreich steht der Bundesrepublik eine oft sternenklare und windschwache Nacht bevor. Folglich rasseln die Temperaturen in den Keller. Abschließend noch eine Grafik mit den zu erwartenden Tiefsttemperaturen Dienstagfrüh. Vor allem im Mittelgebirgsraum muss man sich auf leichten Luftfrost von -3 bis 0 Grad einstellen, Bodenfrost dürfte es recht verbreitet geben.

Die Nacht zum Dienstag wird lokal noch einmal frostig!

Quelle Titelbild: pixabay

2. Mai 2018: Gewitter mit 50.000 Blitzen rund um Wien

Blitz in Wien

Am 2. Mai 2018 lag der Alpenraum am Rande eines Tiefdruckgebietes mit Kern über dem zentralen Mittelmeerraum. Mit einer südöstlichen Strömung gelangten dabei außergewöhnlich feuchte und labil geschichtete Luftmassen in den Osten Österreichs. Zunächst entwickelten sich am Nachmittag erste kräftige Gewitter am Alpenostrand, so kam es im Bezirk Neunkirchen und im Osten von Wien lokal zu Hagelschlag.

In den Abendstunden gab es dann im gesamten Osten kräftige Gewitter, im Wienerwald und im östlichen Tullnerfeld fielen dabei ergiebige Regenmengen: In Langenlebarn etwa gab es innerhalb von wenigen Stunden rund 64 Liter pro Quadratmeter Regen. Weiters wurden örtlich auch Sturmböen verzeichnet wie etwa in Gumpoldskirchen mit 79 km/h.

12-Niederschlag bis Freitagmorgen. © UBIMET
12-Niederschlag bis Freitagmorgen. © UBIMET

Durch die Unwetter wurden Dutzende Keller überflutet, Straßen und Äcker überschwemmt, zudem stürzten Bäume auf Strom- und Telefonleitungen. Besonders betroffen waren die Bezirke Wien Umgebung, Tulln, St. Pölten und Mödling. Die Feuerwehren standen hier im Dauereinsatz um Bäume zu beseitigen und Keller auszupumpen. Am Flughafen Wien-Schwechat musste die Bodenabfertigung für etwa 60 Minuten teilweise bzw. gänzlich unterbrochen werden.

Gewitterhotspot Niederösterreich

In Summe wurden landesweit 69.948 Blitze detektiert, davon 49.631 in Niederösterreich, 8.707 in der Steiermark, 6.761 im Burgenland und 4.683 in Wien. Diese Zahlen sind vergleichbar mit hochsommerlichen Gewitterlagen, für diese Jahreszeit ist das aber außergewöhnlich. Anbei noch eine die blitzreichsten Gemeinden:

    • Tulln an der Donau (2.261 Blitze)
    • Pressbaum (1.884 Blitze)
    • Purkersdorf (1.668 Blitze)
Blitzdichte am Mittwoch. © nowcast / UBIMET
Blitzdichte am 2. Mai 2018. ©  UBIMET

Aprilwetter zum Maiauftakt

Die Kaltfront von Tief ZLATINA hat uns vergangene Nacht überquert und liegt nun über Polen. Hinter der Kaltfront stellt sich im Nahbereich des Tiefdruckkerns über der Nordsee verbreitet schaueranfälliges Wetter ein.

Aktuelles Satellitenbild (Samstag 12z) mit Blitzen

Dabei bilden sich durch die starke Maisonne auch ein paar Gewitter. Diese bringen lokal kleinkörnigen Hagel und Sturmböen von 60 bis 90 km/h.

Am Samstag unverändert

Am Samstag zieht das Tief weiter nach Skandinavien, hat aber weiterhin Einfluss auf Deutschland. Somit entstehen im Tagesverlauf neuerlich zahlreiche Schauer und ein paar Gewitter, die wieder Sturmböen und kleinen Hagel bringen können.

Bodenfrontenkarte am Samstag 2.Mai

Nur ganz im Süden ist die Gewittergefahr gering hier sorgt aber ein kleines Randtief am Samstagabend vorübergehend für kräftigen Regen und die Schneefallgrenze sinkt in den bayerischen Alpen bis auf 1300 m ab.

Ab Sonntag freundlicher

Am Sonntag nimmt der Tiefdruckeinfluss und somit auch die Schaueraktivität ab. Einzelne Schauer gibt es dann nur mehr zwischen Nordsee und Erzgebirge sowie in Alpennähe. Gewitter sind keine mehr zu erwarten. In der neuen Woche baut sich dann ein Hoch auf, das von Island über die Britischen Inseln bis nach Nordwestdeutschland reicht. Dabei wird an dessen Ostflanke kühle und meist trockene Luft aus Norden nach Deutschland transportiert und nur der Südwesten bleibt im Einfluss wärmer, aber auch leicht labiler Luft aus Frankreich. Insgesamt gibt es bei mäßig warmen Wetter kaum mehr Regen.

Das frühsommerliche Wetter neigt sich dem Ende entgegen

Am Freitag erreichen die Temperaturen mit Spitzenwerte von bis zu 26 Grad ihren Höhepunkt. Am Wochenende schwächelt aber die Hochdruckbrücke zwischen Hoch NIKOLAS über dem Mittelmeer und Hoch ODELO über der Nordsee.

Frontenkarte am Samstag

Dabei liegt am Samstag eine Luftmassengrenze quer über Deutschland und Tschechien, die trocken-kühle Polarluft von feucht-warmer Mittelmeerluft trennt. Somit sind südlich der Grenze im Tagesverlauf ein paar Schauer und auch kurze Gewitter zu erwarten. In Österreich gibt es vor allem im Mühl- und Waldviertel sowie im östlichen Alpenbereich ein paar Gewitter. Es bleibt aber nochmals warm mit Höchstwerte von bis zu 25 Grad in Kärnten und Tirol.

Kaltfront am Sonntag

Am Sonntag verstärkt sich Hoch ODELO und damit kommt auch die Kaltluft an der Ostseite des Hochs nach Süden voran. Die Kaltfront reaktiviert sich wieder und zieht langsam über die Alpen hinweg. Dabei regnet es am Vormittag vor allem im Norden und Osten des Landes. Am Nachmittag verlagern sich die Regenschauer nach Südwesten. Trocken bleibt es nur in Vorarlberg und dem Tiroler Oberland.

Regensumme am Sonntag

All zu viel Regen kommt aber nirgendwo zusammen, somit wird die vorherrschende Trockenheit kaum gelindert.

Skandinavienhoch bringt Temperaturunterschiede

Die neue Woche ist dann geprägt durch Hoch ODELO, das über der Nordsee bzw. Skandinavien liegt. An dessen Ostflanke wird relativ kalte Luft nach Osteuropa transportiert und auch die Osthälfte von Österreich ist davon beeinflusst. Hier kühlt es deutlich ab und trotz viel Sonnenschein werden nicht mehr als 10 bis 16 Grad erreicht.

Großwetterlage Anfang kommender Woche

In Westösterreich hingegen bleibt es recht warm mit Höchstwerte zwischen 18 und 23 Grad. Hier kommt die Luft an der Südflanke des Hochs mehr vom Mittelmeer her. Es bleibt aber überall trocken und sonnig, somit setzt sich die Trockenheit fort und die Waldbrandgefahr bleibt sehr hoch!

Titelbild: Adobe Stock

Tornadoserie in den USA

Schwere Gewitter in den Great Plains der USA

Jährlich kommt es in den USA im Frühling zu mehreren sogenannten Tornado Outbreaks. Dabei trifft polare Kaltluft aus Kanada mit subtropischer, also feuchtwarmer, Luft vom Golf von Mexiko über dem Mittleren Westen der USA zusammen. Dabei entstehen kräftige Gewittertiefs, die dann in kurzer Zeit dutzende von Tornados produzieren können.

17 Tornados fordern mindesten 6 Verletzte

Schadensmeldungen am Samstag 28.03.2020

So ein Gewittertief sorgte am Samstag und Samstagnacht von Iowa und Arkansas bis nach Ohio für schwere Gewitter. Dabei produzierten die Gewitter zunächst Tornados, in der Nacht gab es dann weiter östlich mehr Meldungen über Sturm und Hagelschäden. Am stärksten getroffen wurde die 70.000 Einwohner Stadt Jonesboro in Arkansas. Hier eine Nahaufnahme:

Hier ein Video von der Zerstörungskraft des Tornados:

Wetterberuhigung

In den kommenden Tagen beruhigt sich das Wetter im Mittleren Westen, kräftige Gewitter sind nur mehr im Süden von den USA von Texas bis Florida zu erwarten. Allerdings ist jetzt auch erst der Beginn der Tornado-Hochsaison, die erst Ende Mai allmählich zu Ende geht.

Extremwetter: Mehrere Tornados in Marokko

Symbolbild Wasserhose - pixabay.com

Mindestens drei Tornados wurden am Sonntag, dem 15.03.2020 in Marokko gesichtet. Besonders betroffen war die Region rund um Oued Zem, eine Stadt am Atlasgebirge etwa 100 km südlich von Rabat.

Schwere Schäden oder Verletzte wurden glücklicherweise nicht gemeldet, allerdings sind zahlreiche, spektakuläre Bilder und Videos dieses bemerkenswerten Ereignisses aufgetaucht.

Eine (un-)gewöhnliche Wetterlage

Wasserhosen sind an der atlantischen Küste Marokkos keine Seltenheit, Tornados im Landesinnere aber wohl. Dafür sind starke Temperaturgradienten, kräftige Winde in der Höhe und Feuchtigkeit in den niedrigsten Schichten notwendig. All das ist derzeit zwischen der Iberischen Halbinsel und Nordafrika aufgrund eines abtropfenden, ausgeprägten Höhentiefs mehr als vorhanden. Per se gehören Höhentiefs über Spanien zu den typischen Wetterlagen Europas, dass der Trog aber so weit nach Süden und fast bis nach Mali und Mauritanien reicht, ist allerdings ungewöhnlich!

Wetterlage über Westeuropa am Montag (16.03.2020) um 13 Uhr MEZ - ECMWF, UBIMET
Wetterlage über Westeuropa am Montag (16.03.2020) um 13 Uhr MEZ – ECMWF, UBIMET

Diese Wetterlage sorgt in den kommenden Stunden unter anderem auch für erste, kräftige Hagelgewitter über Spanien. Nach den Hitzetagen (Temperaturmaximum > 30°C) der letzten Woche in Andalusien ist dies ein weiteres Zeichen dafür, dass der heurige Winter besonders mild war und dass der Sommer rasch naht.

Titelbild: Symbolbild Wasserhose – pixabay.com

Unwettergefahr in Südwesteuropa

In den kommenden Tagen herrscht Unwettergefahr am Mittelmeer.

In den kommenden Tagen braut sich im westlichen Mittelmeerraum eine gefährliche Wetterlage zusammen, für die Region typisch im Herbst. Ein sogenanntes Höhentief bildet sich nämlich über der Iberischen Halbinsel, dieses ist angereichert mit kalter Luft in der Höhe.

Auf der Wetterkarte für Mittwoch seht ihr das Höhentief bereits sehr gut, dann liegt dessen Kern über dem Osten Spaniens. Sein Gegenspieler ist das Hoch über dem Balkan (das beschert uns ja eine ruhige Wetterwoche). Zwischen Tief und Hoch strömt – symbolisiert mit den blauen Pfeilen – sehr feuchte Mittelmeerluft Richtung Südfrankreich und Spanien:

Ein Tief über der Iberischen Halbinsel sorgt für Unwetter.
Ein Tief über der Iberischen Halbinsel sorgt für Unwetter.

Die hohen Wassertemperaturen sorgen in Kombination mit der kalten Luft in der Höhe für eine labil geschichtete, gewitteranfällige Atmosphäre und somit für ein großes Unwetterpotential. Noch immer misst das Mittelmeer in der Region rund um die Balearen nämlich 22 bis 24 Grad.

Noch immer hohe Wassertemperaturen im Mittelmeer.
Noch immer hohe Wassertemperaturen im Mittelmeer.

Schauen wir uns die zu erwartenden Regenmengen an: Besonders betroffen sind neben den Balearen die Küste und das Hinterland Kataloniens sowie die südfranzösische Region Okzitanien. Hier kommen in den nächsten Tagen 200 bis 300, örtlich sogar bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen.

Viel Regen in Barcelona

Auch die Metropole Barcelona dürfte somit wahre Wassermassen dieser Größenordnung abkriegen. Zur Einordnung: In Barcelona werden im Oktober durchschnittlich „nur“ 90 l/m² gemessen, im ganzen Jahr knapp 600 l/m²!

In Spanien und Frankreich kommen lokal große Regenmengen zusammen.
In Spanien und Frankreich kommen lokal große Regenmengen zusammen.

Aufgewühltes Meer

Doch nicht nur heftige Gewitter samt immensen Regenmengen stehen den beliebten Urlaubsdestinationen bevor. Auch der Wind wird immer wieder stürmisch auffrischen, Böen von 90 bis 110 km/h sind möglich! Dementsprechend aufgewühlt wird sich das Mittelmeer präsentieren, wie unsere letzte Grafik zeigt. So dürften sich am Mittwoch zwischen Mallorca und Südfrankreich Wellen von bis zu 6 Metern Höhe auftürmen!

Hoher Wellengang kommende Woche im westl. Mittelmeer.
Hoher Wellengang kommende Woche im westl. Mittelmeer.

Quelle Titelbild: pixabay

Regen – Sturm – Gewitter: Unwettergefahr im westlichen Mittelmeer

Heftige Regenfälle werden im westlichen Mittelmeer erwartet.

In den kommenden Tagen braut sich im westlichen Mittelmeerraum eine gefährliche Wetterlage zusammen, für die Region typisch im Herbst. Ein sogenanntes Höhentief bildet sich nämlich über der Iberischen Halbinsel, dieses ist angereichert mit kalter Luft in der Höhe. Auf der Wetterkarte für Mittwoch seht ihr das Höhentief bereits sehr gut, dann liegt dessen Kern über dem Osten Spaniens. Sein Gegenspieler ist das Hoch über dem Balkan (das beschert uns ja eine ruhige Wetterwoche). Zwischen Tief und Hoch strömt – symbolisiert mit den blauen Pfeilen – sehr feuchte Mittelmeerluft Richtung Südfrankreich und Spanien:

Ein Tief über der Iberischen Halbinsel sorgt für Unwetter.
Ein Tief über der Iberischen Halbinsel sorgt für Unwetter.

Die hohen Wassertemperaturen sorgen in Kombination mit der höhenkalten Luft für eine labil geschichtete Atmosphäre und somit für ein großes Unwetterpotential. Noch immer misst das Mittelmeer in der Region rund um die Balearen nämlich 22 bis 24 Grad.

Noch immer hohe Wassertemperaturen im Mittelmeer.
Noch immer hohe Wassertemperaturen im Mittelmeer.

Schauen wir uns die zu erwartenden Regenmengen an: Besonders betroffen sind neben den Balearen die Küste und das Hinterland Kataloniens sowie die südfranzösische Region Okzitanien. Hier kommen in den nächsten Tagen 200 bis 300, örtlich sogar bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Auch die Metropole Barcelona dürfte somit wahre Wassermassen dieser Größenordnung abkriegen. Zur Einordnung: In Barcelona werden im Oktober durchschnittlich „nur“ 90 l/m² gemessen, im ganzen Jahr knapp 600 l/m²!

In Spanien und Frankreich kommen lokal große Regenmengen zusammen.
In Spanien und Frankreich kommen lokal große Regenmengen zusammen.

Doch nicht nur heftige Gewitter samt immensen Regenmengen stehen den beliebten Urlaubsdestinationen bevor. Auch der Wind wird immer wieder stürmisch auffrischen, Böen von 90 bis 110 km/h sind möglich! Dementsprechend aufgewühlt wird sich das Mittelmeer präsentieren, wie unsere letzte Grafik zeigt. So dürften sich am Mittwoch zwischen Mallorca und Südfrankreich Wellen von bis zu 6 Metern Höhe auftürmen!

Hoher Wellengang kommende Woche im westl. Mittelmeer.
Hoher Wellengang kommende Woche im westl. Mittelmeer.

Quelle Titelbild: pixabay

Jahrhundertflut in Südostspanien

Das Tief sorgte bereits am Dienstag und Mittwoch für Überschwemmungen auf den Balearen. In weiterer Folge zog der Kern des Tiefs in Richtung Algerien und Marokko. Dabei steuerte es feuchtwarme Mittelmeerluft in den Südosten von Spanien. Von Granada über Murcia bis nach Valencia sorgten Starkregen und Gewitter für heftige Überflutungen.  Vor allem im gebirgigen Hinterland fielen teilweise knapp 300 l/m² in nur 24 Stunden:

In dieser wüstenähnlichen Gebieten in Südostspanien fällt oftmals im ganzen Jahr nicht so viel Regen. Daher kam es zu so weitreichenden Überflutungen, wie hier in Orehuela nahe Murcia:

Gewitter über Nacht

In der vergangenen Nacht sorgten Gewitter in den betroffen Regionen neuerlich für Überschwemmungen. So fielen teilweise in 2 Stunden 90 l/m² an Regen!

Blitzverteilung der vergangenen 24 h @ UBIMET

Neben Starkregen gab es lokal ein kräftigen Hagelschlag:

Wetterberuhigung in Sicht

Bis zum Sonntag verlagert sich das Tief unter Abschwächung in den Norden von Portugal. Damit reißt die Zufuhr feucht-labiler Luft ab und das Wetter beruhigt sich bereits in den kommenden Stunden im Südosten von Spanien. Somit sinken die Wasserstände wieder und es kann mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Allerdings sorgt das Tief am Sonntag und auch noch am Montag in Zentralspanien für teils heftige Gewitter. Somit ist auch hier zumindest lokal mit Hagel und Sturzfluten zu rechnen. Ab Dienstag stellt sich dann wieder in ganz Spanien freundliches Spätsommerwetter ein.

Titelbild: @ Rosa Cabrera Torres

Der Sommer endet mit kräftigen Gewittern

Quellwolken eines Gewitters - pixabay.com

Vom Saarland bis nach Schleswig-Holstein und westlich davon verlief der letzte Abend des meteorologischen Sommers nicht ganz ruhig: Zahlreiche Gewitter bildeten sich zwischen Frankreich und den Niederlanden und zogen in der Nacht auf Sonntag in Form einer heftigen Gewitterlinie bis zur Ostsee. Dabei verursachten vor allem die teils schweren Sturmböen etliche Schäden. In Essen wurden bei einem Konzert 28 Personen durch eine eingestürzte LED-Leinwand verletzt. Windspitzen von bis zu 112 km/h wurden in Cuxhaven mit Durchzug der Gewitterlinie gemessen.

Maximale Sturmböen der vergangenen 24h bis zum 01.09 um 8 Uhr MESZ - UBIMET, DWD
Max. Windböen der vergangenen 24h bis 01.09 um 8 Uhr MESZ – UBIMET, DWD

Am heutigen Sonntag regional weiterhin Unwettergefahr

Mit dem Eintreffen einer Kaltfront fließt am Sonntag im Westen und Norden kühlere, energieärmere Luft ein. Somit nimmt das Gewitterpotential in diesen Regionen deutlich und rasch ab. In der Südosthälfte bleibt uns hingegen die feuchte und warme Luftmasse bis zum Abend erhalten. Vor allem zwischen dem Thüringer Wald und Sachsen sowie an den Alpen muss man besonders im Laufe des Nachmittags und am Abend mit schweren Gewittern samt Starkregen, Hagel und Sturmböen rechnen.

Wetterlage für den Sonntagnachmittag und -abend - UBIMET
Wetterlage für den Sonntagnachmittag und -abend – UBIMET
6h Niederschlagsumme bis 01.09. um 20 Uhr MESZ - UBIMET
6h Niederschlagsumme bis 01.09. um 20 Uhr MESZ – UBIMET

Heftige Gewitter in Salzburg und im Salzkammergut

Blitz mit Gewitter

Am Montagabend sind besonders im Salzkammergut heftige Gewitter durchgezogen. Mit Durchzug der Gewitter kam es zu Starkregen und Sturmböen, örtlich wurde zudem auch Hagel beobachtet. In Summe musste die Feuerwehr allein in Oberösterreich zu knapp 80 Einsätzen ausrücken, hauptsächlich wegen Überflutungen. Durch die großen Regenmengen in kurzer Zeit ist die Kanalisation übergelaufen und einige Keller wurden überflutet. Anbei die Regenmengen am Montag:

  • 57 mm Friedburg (OÖ)
  • 49 mm Golling (S)
  • 46 mm St. Koloman (S)
  • 45 mm Salzburg / Freisaal (S)
  • 37 mm Goasu (OÖ)
  • 34 mm St. Johann am Walde (OÖ)
  • 29 mm Bad Ischl (OÖ)

Extrem feuchte Luft

Mitteleuropa liegt derzeit unter dem Einfluss außergewöhnlich feuchter Luftmassen, so wurde bei den Radiosondenaufstiegen von München und Wien am Montagnachmittag PWAT („precipitable water“ bzw. „niederschlagbares Wasser“ in einem Vertikalprofil der Atmosphäre) von 35 bzw. 40 mm gemessen. Üblich in dieser Jahreszeit wären Werte um 23 mm. Am Montagabend kam es in den betroffenen Regionen zu einem Zusammenströmen dieser feuchten Luft, wie man eindrücklich in der analysierten Feuchteflusskonvergenz sieht. Die Luft kann dann nur nach oben ausweichen, weshalb es zu Gewittern kommt.

Feuchteflussdivergenz am Montagabend. Rot = Konvergenz. © IMGS Uni Wien
Feuchteflussdivergenz am Montagabend. Rot = Konvergenz. © IMGW Uni Wien

Regenanalyse von Montagnachmittag und -abend
Regenanalyse von Montagnachmittag und -abend. ©UBIMET

Als das Gewitter am Abend von den Bergen nordwärts gezogen ist, kam es zudem besonders im Flachgau und im Innviertel örtlich zu Sturmböen. Anbei die höchsten gemessenen Windspitzen:

  • 79 km/h Feldkirchen bei Mattighofen
  • 76 km/h Straßwalchen-Ederbauer
  • 72 km/h Salzburg Flughafen
  • 68 km/h Mattsee
  • 65 km/h Ranshofen / Braunau

Weiters wurde örtlich auch Hagel beobachtet wie etwa in Seekirchen am Wallersee.



30.000 Blitze

In Summe wurden in Österreich am Montag 47.670 Blitze detektiert, davon allein 30.000 am Abend in Salzburg und Oberösterreich. Die meisten Blitze gab es im Bezirk Salzburg-Umgebung, die höchste Blitzdichte hingegen im Bezirk Hallein. Anbei die Blitze pro Bundesland (Top 4):

  1. Oberösterreich 18.171
  2. Salzburg 15.703
  3. Steiermark 5.513
  4. Tirol 4.864

Titelbild © Adobe Stock

Höhentief sorgt für kräftige Schauer und Gewitter

Storm Science Austria

Österreich liegt derzeit unter dem Einfluss eines Höhentiefs mit Kern über Italien und mit einer südöstlichen Strömung gelangen sehr feuchte und teils auch labil geschichtete Luftmassen ins Land. Der Höhenwind ist dabei nur schwach ausgeprägt, somit weisen die Gewitter eine sehr langsame Zuggeschwindigkeit auf.

Das Höhentief am Sonntag
Das Höhentief am Sonntag. © UBIMET / NCEP

Gewitter am Sonntag

Der Sonntag startet besonders im Süden und im Osten mit oft dichten Wolken und bereits in den Morgenstunden ziehen im Osten Schauer durch. Tagsüber kommt zeitweise die Sonne zum Vorschein, in der schwülen Luft entwickeln sich aber neuerlich Quellwolken und im Laufe des Nachmittags gehen im ganzen Land lokale Schauer oder Gewitter nieder. Durch die längere Verweildauer der Gewitterzellen an einem bestimmten Ort kommen lokal sehr große Niederschlagsmengen zusammen. Lediglich in Vorarlberg bleibt es überwiegend trocken.

Große Regenmengen am Samstag

Die Wetterlage ist derzeit festgefahren und auch zu Wochenbeginn gibt es wenig Änderungen. Bereits am Samstag haben Gewitter im Südosten örtlich für ergiebige Regenmengen gesorgt:

  • 81 mm St. Corona am Wechsel (NÖ)
  • 77 mm Lutzmannsburg (B)
  • 77 mm Ritzing (B)
  • 74 mm Breitenbach (ST)
  • 72 mm Nikitsch (B)
  • 67 mm Deutschkreutz (B)
  • 64 mm Frohnleiten NLV (ST)
  • 55 mm Reichenau an der Rax (NÖ)
  • 53 mm Bruckneudorf (B)

24h-Niederschlagsanalyse. © UBIMET
24-h-Niederschlagsanalyse. © UBIMET

Die großen Regenmengen in kurzer Zeit haben örtlich zu Überflutungen und Vermurungen geführt. Betroffen waren u.a. das Lavanttal, die Weststeiermark, das obere Murtal, der Raum Voitsberg und das Mittelburgenland. Lokal kam es zudem auch zu kleinem Hagel und stürmischen Böen. Anbei die höchsten gemessenen Windspitzen:

  • 78 km/h Hollenthon (NÖ)
  • 68 km/h Neudorf bei Landsee (B)
  • 66 km/h Mörbisch am See (B)



Viele Blitze im Südosten

In Summe wurden am Samstag vom UBIMET-Blitzortungssystem knapp 80.000 Blitze detektiert, davon mehr als ein Drittel in der Steiermark. Der Bezirk mit den meisten Blitzen war hingegen Kitzbühel in Tirol mit 5.261 Entladungen. Die höchste Blitzdichte gab es im Bezirk Oberpullendorf mit 6,5 Blitze/km². Die stärkste Entladung wurde mit 190 kA in Hermagor detektiert.

  • 28.996 Steiermark
  • 13.181 Burgenland
  • 12.161 Tirol
  • 11.594 Niederösterreich
Blitze am 24. August. © UBIMET
Blitze am 24. August. © UBIMET
Wolkenblitz bei Brunn am Gebirge © Storm Science Austria
Wolkenblitz bei Brunn am Gebirge © Storm Science Austria

Quelle Titelbild: Storm Science Austria

Superzelle zog mit schweren Sturmböen über Wien

Superzelle trifft auf Wien

Am Montagnachmittag wurde Wien von einem heftigen Gewitter mit Starkregen, kleinem Hagel und schweren Sturmböen getroffen. Die Feuerwehr musste auf über 90 Einsätze ausrücken um Sturm- und Wasserschäden zu beseitigen, zudem kam es in manchen Bezirken zu Stromausfällen. Besonders betroffen waren die zentralen und nordwestlichen Bezirke der Landeshauptstadt, so wurden am Botanischen Garten schwere Sturmböen bis 95 km/h gemessen und in der Nähe vom Karlsplatz knapp 20 Liter pro Quadratmeter Regen in nur 10 Minuten verzeichnet. Letzteres entspricht dort einer Wiederkehrzeit von etwa 15 bis 20 Jahren.

Die Superzelle vor der Ankunft in Wien © M. Spatzierer
Die Superzelle vor der Ankunft in Wien © M. Spatzierer
Der Hagel- und Regenkern des Gewitter aus Nordosten betrachtet. © M. Spatzierer
Der Hagel- und Regenkern des Gewitter aus Nordosten betrachtet. © M. Spatzierer

Blitze pro Bundesland am Montag (Top 5):

  • 12.270 Niederösterreich
  • 3.392 Oberösterreich
  • 1.900 Tirol
  • 1.880 Steiermark
  • 846 Wien

Höchste Blitzdichte pro Gemeinde (Top 5):

  • 9,5 Blitze/km² Strasshof an der Nordbahn (NÖ)
  • 6,9 Blitze/km² Gerasdorf bei Wien (NÖ)
  • 6,6 Blitze/km² Deutsch-Wagram (NÖ)
  • 6,6 Blitze/km² Bockfließ (NÖ)
  • 6,5 Blitze/km² Döbling (Wien)
Blitze am Montag
Blitzdichte am Montag. © UBIMET

Das Gewitter ist am Montag kurz vor 16 Uhr im südlichen Traunviertel entstanden und ist dann mit der Höhenströmung zunächst nach Nordosten gezogen. Mit der Entwicklung der Mesozyklone (für Details dazu siehe unten) ist das Gewitter allerdings ab etwa dem Grenzbereich zu Niederösterreich von der ursprünglichen Zugbahn leicht nach Osten ausgeschert und ist schließlich gegen 18:30 auf Wien getroffen.

Das Gewitter über Wien. © M. Spatzierer
Das Gewitter über Wien. © M. Spatzierer

Superzellengewitter

Das Gewitter über Wien am Montag war ein klassisches Superzellengewitter, also ein langlebiges, kräftiges und alleinstehendes Gewitter, welches einen beständigen rotierenden Aufwind aufweist (Mesozyklone). Superzellen entstehen bei ausgeprägter Windscherung: Bei einer starken vertikalen Windzunahme bilden sich nämlich quer zur Strömung horizontal liegende Luftwalzen. Der Aufwind eines entstehenden Gewitters saugt diese Luftwalze ein und kippt ihre Achse in die Senkrechte, wobei sich der Drehimpuls nach und nach auf den gesamten Aufwindbereich überträgt. Die Zufuhr feuchtwarmer Luft wird dabei durch den räumlich getrennten Abwindbereich, in dem der Niederschlag ausfällt, nicht gestört.

Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
IR-Satbild
„Overshooting top“: Sehr kalte Temperaturen bis -65 Grad an der Wolkenobergrenze. IR-Satbild © EUMETSAT/UBIMET

Heftige Gewitter und Starkregen am Montag

Feldkirch zwischen Regen und Gewittern - foto-webcam.eu

Unwetterpotential am Montag

Österreich liegt heute zwischen kühlerer, atlantischer Luft im Westen Europas und eine heiße, energiereiche Luftmasse nach Osten zu. Solch beachtliche Temperaturgegensätze sorgen unter anderem für eine deutliche Zunahme des Windes mit der Höhe. Das Zusammenspiel zwischen einer sich aus Westen langsam annähernden Kaltfront, starkem Höhenwind und energiereicher Luft führt im Tagesverlauf zu heftigen Gewittern. Vor allem im Vorfeld der Front, etwa vom Tiroler Unterland und Oberkärnten bis zum Waldviertel steigt im Tagesverlauf die Gewitterneigung deutlich an. Die Gewitterzellen können lokal durchaus schwere Sturmböen sowie Hagel und Starkregen bringen.

In Vorarlberg ist die Gefahr von schweren Gewittern deutlich geringer, hier regnet es aber den ganzen Tag über teils kräftig und gewittrig durchsetzt. Bis in die Nacht auf Dienstag kommen verbreitet 30 bis 40 l/m² zusammen.

12-stündige akkumulierte Niederschlagmengen bis Mitternacht nach dem deutschen Modell ICON - DWD, UBIMET
12-stündige akkumulierte Niederschlagmengen bis Mitternacht nach dem deutschen Modell ICON – DWD, UBIMET

Bereits schwere Schäden in Tirol

Welches Unwetterpotential die heutigen Gewitter mitbringen können, hat es eine kleine Superzelle bereits vergangener Nacht in Tirol gezeigt. Das Gewitter hat sich kurz nach 1 Uhr zwischen Landeck und Imst  gebildet und ist dann entlang des Inntals nach Osten gezogen. Nach etwa 2 Stunden Lebenszeit schwächte sich die Zelle über den Kitzbüheler Alpen ab. An der Wetterstation in Haiming wurden Böen von bis zu 79 km/h gemessen. Die schweren Schäden in der Umgebung deuten aber darauf hin, dass auch Windspitzen von mehr als 100 km/h möglicherweise dabei waren.

Blitzmessungen am 12.08.2019 bis 08:30 Uhr MESZ - UBIMET, nowcast
Blitzmessungen am 12.08.2019 bis 08:30 Uhr MESZ – UBIMET, nowcast

Titelbild: Feldkirch zwischen Regen und Gewittern – foto-webcam.eu

Kräftige Gewitter und Regenfälle erwartet

Unwetter

+++ UPDATE 22:50 UHR +++

Die Gewitter haben den Bayerischen Wald erreicht. Mit einer  Geschwindigkeit von 50 bis 60 km/h ziehen diese weiter in Richtung Tschechische Republik. Lokal gehen kräftige Regenschauer nieder, so wurden in Scheyern im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm innerhalb von einer Stunde über 13 Liter pro Quadratmeter gemessen.

Gewitterlinie von Straubing bis Weiden in der Oberpfalz © NOWCAST/UBIMET

+++ UPDATE 21:00 UHR +++

Die Gewitter über dem Süden haben sich wie angekündigt verstärkt, inzwischen sind sie auch hochreichend bis -60°C Wolkenobergrenzentemperatur. Es gilt je höher die Wolkentürme, desto kräftiger ist das Gewitter und -60°C bedeutet so etwa 12000 Meter hoch. Bei den Blitzen ist zudem die kräftigste Zelle bei Augsburg zu erkennen. Hier muss mit Hagel gerechnet werden.

Satellitenbild von 20:55 Uhr © EUMETSAT und Blitze ©NOWCAST/UBIMET

+++ UPDATE 19:45 UHR +++

Inzwischen hat sich eine kleine Gewitterlinie gebildet. In deren Umfeld muss mit nun mit teils schweren Sturmböen gerechnet werden.

Radarbild von 19.40 Uhr © DWD/UBIMET

+++ UPDATE 19:00 UHR +++

An der Schwäbischen Alb verstärken sich nun die Gewitter. Vorsicht Sturmböen und Starkregen möglich.

Blitze der letzten Stunde © NOWCAST/UBIMET

+++ UPDATE 17:45 UHR +++

Erneut zieht eine Zelle in den äußersten Südwesten der Republik. Starkregen, Sturmböen und Blitzschlag sind möglich. Zudem erste Warnung ‚Rot‘ dabei. Zudem hat sich nun eine Zelle nördöstlich von Reutlingen entwickelt.

Radarbild von 17:45 Uhr © DWD/UBIMET
Blitze um 17.55 Uhr © NOWCAST/UBIMET

+++ UPDATE 17:00 Uhr +++

Eine erste Zelle hat sich im Breisgau gebildet. Es besteht die Gefahr von Starkregen und Sturmböen.

Radarbild um 16:50 Uhr © DWD/UBIMET

 

Übersicht

Erste Gewitter haben sich über dem Osten von Frankreich gebildet und ziehen allmählich in den Südwesten Deutschlands. Hier die Blitze der letzten 2 Stunden. Die Zugrichtung ist mit dem Schwarzen Pfeil angedeutet. Zudem werden sich in den kommenden Stunden Gewitter in der Schweiz bilden und in Richtung Bodensee ziehen (Roter Pfeil). Dann sind Sturmböen, Hagel und heftiger Starkregen möglich. Vom Bodensee aus werden die Gewitter sich dann über das Allgäu bis hin nach Niederbayern ausbreiten.

Blitze über Frankreich in den letzten 2 Stunden. © NOWCAST/UBIMET

In der Nacht wird erwartet, dass die Gewitter allmählich in teils kräftigen Regen übergehen werden.  Der Regen wird in einem Streifen vom Bodensee bis zum Bayerischen Wald auch am Montag tagsüber anhalten. Am Montagnachmittag werden sich dann im Südosten Bayerns erneut teils heftige Gewitter entwickeln. Zudem wird der Regen entlang des Streifens am Nachmittag kräftiger und ergiebig. Besonders im Allgäu sind Mengen um 40 l/m² am Montag möglich. Die Niederschläge lassen dann am Dienstagmorgen nach.

Prognostizierte 24-stündige Regenmenge im l/m² für den Montag. © UBIMET

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Sommerwetter mit Abstrichen

Sommer und Gewitter

Nach zwei unterkühlten und teils nassen Tagen macht sich von Westen her ein Hoch bemerkbar.  Somit dominiert in den meisten Landesteilen der Sonnenschein. Nur vom Mühl- und Waldviertel über die Obersteiermark bis nach Kärnten und die südliche Steiermark ziehen noch mehr Wolken und einzelne Schauer und Gewitter durch.

Niederschlagsmengen am Samstag mit den gemessenen Spitzenwerten pro Bundesland
Niederschlagsmengen am Samstag mit den gemessenen Spitzenwerten pro Bundesland
Blitzverteilung am Samstag
Blitzverteilung am Samstag

Es geht bergauf

Am Montag nähern sich die Temperaturen schon der 30-Grad-Marke an, dazu scheint zeitweise die Sonne. Ganz beständig verläuft aber auch der Wochenbeginn nicht, in Nordtirol und Salzburg kommt es am Nachmittag zu Schauern, in Osttirol und Kärnten sind am Abend einzelne Gewitter zu erwarten. Am Dienstag setzt sich das warme Sommerwetter fort, im Donauraum und im Osten liegen die Höchstwerte um die 30 Grad. Im Bergland hingegen wird es schwülwarm und zunehmend gewittrig. Lokal können die Gewitter auch schon kräftig ausfallen.

Zur Wochenmitte Hitze und Unwetter

Der Mittwoch verläuft Im Osten und Südosten dann heiß mit Höchstwerten von 30 bis 34 Grad. Im Westen bilden sich hingegen im Tagesverlauf kräftige Gewitter, die sich bis zum späten Abend auf den Großteil des Landes ausbreiten, nur von Unterkärnten bis zum Neusiedler See bleibt es noch freundlich. Die Gewitter können dann unwetterartig ausfallen, Starkregen, großer Hagel und Sturm sind möglich.

Der Donnerstag verläuft dann unbeständig und nass, am Freitag setzt sich wieder Sommerwetter durch und zum kommenden Wochenende deutet sich heißes Sommerwetter an.

Titelbild: StockAdobe

Berlin erneut unter Wasser

Tief WOLFGANG zog am Freitag von der Nordsee nach NRW und in seinem Umfeld entstanden zahlreiche Schauer und Gewitter. Betroffen waren vor allem die Regionen von NRW bis Brandenburg und nördlich davon. Kräftige Gewitter gab es aber auch direkt am Alpenrand.

Niederschlagssumme am Freitag
Niederschlagssumme am Freitag

Auch am heutigen Samstag entstehen von der Ostsee bis zum Alpenrand einige Schauer und Gewitter, die punktuell wieder größere Regenmengen bringen.

Überschwemmungen in Berlin

Auch Berlin wurde am Freitag von einem Gewitter mit Starkregen heimgesucht. Betroffen waren vor allem die Stadtteile in der Mitte und im Süden der Bundeshauptstadt.

Niederschlagsmaximum quer über Berlin
Niederschlagsmaximum quer über Berlin

Dabei gab es über 30 l/m² in nur kurzer Zeit, das führte zu überfluteten Straßen, Kellern und auch so manche U- und S- Bahnstationwurde zum städtischen Wasserfall.

Tornado bei Cuxhaven

In der Nähe von Cuxhaven wurde am Freitagmittag ein Tornado beobachtet:

Titelbild: REUTERS

Kräftige Gewitter vor allem im Süden

Gewitteraufzug im Burgenland

Bereits in den Morgenstunden hat die Kaltfront von Tief WOLFGANG den Westen von Österreich erreicht und sorgt hier für viele Wolken und Schauer. Im Süden und Osten scheint hingegen noch häufig die Sonne.

Aktuelles Satellitenbild (09:30 Uhr), Kaltfront inkludiert und gefährdete Bereiche

Bereits zu Mittag entstehen in der schwül-warmen Luft aber erste Gewitter, die sich am Nachmittag auf das gesamte östliche Berg- und Hügelland ausbreiten und gegen Abend auch den Südosten von Österreich erreichen.

Starkregen und Hagel

Seit dem Wochenende befinden sich sehr feuchte Luftmassen über Österreich, daher muss man im Zuge der Gewitter punktuell mit großen Regenmengen rechnen. Innerhalb von kurzer Zeit sind bis zu 30 l/m² möglich. Besonders im Süden ist auch Hagel wieder ein Thema, die Hagelschlossen sind in den stärksten Gewitterzellen groß genug, um wieder Schäden an Autos oder in der Landwirtschaft anzurichten. Mit den Gewittern frischt auch kurzzeitig der Wind auf, Sturmböen treten aber nur selten auf.

Süden bleibt Hotspot

Am späten Abend gehen die Gewitter wieder zu Ende, am Donnerstag und Freitag folgen aber im Süden weitere Gewitter. Vor allem am Freitag kann es im äußersten Süden und Südosten im Zuge von Gewittern auch intensiv regnen. Erst am Wochenende geht die Gewitterneigung im Süden zurück, dann sind kurze Gewitter vor allem noch im Norden und Osten anzutreffen.

Quelle Titelbild: privat / Daniel Eßletzbichler

Heute kräftige Schauer und Gewitter im Osten

Besonders im Osten Deutschlands sind heute kräftige Schauer und Gewitter unterwegs.

Zwischen 25 und 30 Grad hat es jetzt am Vormittag schon im Osten Deutschlands, hier lagert noch immer die schwül-warme und somit gewitteranfällige Luft. Die Sonne kocht die Luft in den nächsten Stunden weiter auf, ab etwa Mittag entstehen dann von Kiel und Erfurt ostwärts zum Teil kräftige Schauer und Gewitter. Dementsprechend sieht auch unsere Vorwarnkarte schon aus, auch im Oberpfälzer und Bayerwald sind am Nachmittag Gewitter möglich!

Der Osten Deutschlands ist vorgewarnt.
Der Osten Deutschlands ist vorgewarnt.

Die Hauptgefahr bei den Gewittern geht (ähnlich wie am Wochenende in der Südwesthälfte des Landes bereits) von heftigem Regen aus. Die Schauer- und Gewitterzellen verlagern sich nämlich nur sehr langsam, lokal können also wieder große Regenmengen zwischen 40 und 60 l/m² vom Himmel prasseln.

Am Sonntag war von diesen nahezu stationären Zellen der Süden und Südwesten betroffen, gut zu sehen an der folgenden Karte. Sie zeigt die 24-stündigen Regenmengen bis heute 06:00 Uhr.

Große Regenmengen am Alpenrand.
Große Regenmengen am Alpenrand.

Besonders intensiv fiel der Regen aufgrund eines Tiefs südlich der Alpen am Oberbayerischen Alpenrand aus, hier kamen verbreitet 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Lokal gab es aber noch deutlich größere Regenmengen, hier die nassesten Stationen (allesamt mehr als 100 l/m²):

  1. Kreuth 141 l/m²
  2. Obere Firstalm 136 l/m²
  3. Jachenau 126 l/m²
  4. Reit im Winkl 109 l/m²

Doch auch sonst sorgten die kräftigen Schauer und Gewitter, die sich nur langsam vom Fleck bewegten, für große Regenmengen. So kamen in Metzingen auf der Schwäbischen Alb rund 64 Liter pro Quadratmeter zusammen, im fränkischen Bad Kissingen waren es 54 l/m².

Quelle Titelbild: pixabay

Unwetter am Samstag, große Regenmengen heute

Schwere Gewitter am Samstag im Südosten Österreichs.

Die Gewitter vom gestrigen Samstag beleuchten wir weiter unten in diesem Beitrag näher, auch heute gibt es recht verbreitet kräftige Regenschauer und Gewitter. Ganz so heftig wie gestern sollte es aber nicht mehr werden.

Nasse Nordalpen

Dafür stehen der Alpennordseite große Regenmengen bevor, verantwortlich ist ein Tief über Norditalien, das seit gestern feuchte Luft heranlenkt. Diese wird zwischen Vorarlberg und Oberösterreich durch eine zunehmend nördliche Höhenströmung regelrecht ausgequetscht.

Hier sehen wir die 24-stündigen Regenmengen bis Montagvormittag, wie sie das Modell des Deutschen Wetterdienstes berechnet. Natürlich gibt es noch ein paar Unsicherheiten, Schwerpunkte dürften aber der Bregenzerwald sowie der Streifen vom Kaiserwinkl bis zum Ausseerland sein. Hier kommen 40-80, lokal auch um oder über 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen!

Große Regenmengen an der Alpennordseite.
Große Regenmengen an der Alpennordseite.

Schwere Gewitter am Samstag

Insgesamt 85.657 Blitzentladungen haben wir gestern in Österreich gemessen, gut die Hälfte davon entfiel (mal wieder) auf die Steiermark. Hier die Rangliste der Bundesländer:

Viele Blitze am Samstag.
Viele Blitze am Samstag.

Dazu gab es zum Teil große Regenmengen, an der Spitze der offiziellen Wetterstationen liegt Kalwang mit rund 55 l/m². Sogar 79 l/m² waren es am nahe gelegenen Präbichl, die Station Zwieselgraben (Semmering-Gebiet) des Hydrografischen Dienstes Steiermark hat mit mehr als 100 Litern pro Quadratmeter aber den höchsten Wert aufzuweisen.

Lokal kräftiger Regen am Samstag.
Lokal kräftiger Regen am Samstag.

Neben kräftigem Regen und einzelnen stürmischen Böen war aber v.a. der große Hagel in Teilen der Steiermark markant. Wir haben abschließend noch ein paar Bilder davon sowie der Schäden aus der Region:

Großer Hagel in Wildon.
Großer Hagel in Wildon.
Zerhageltes Kürbisfeld bei Wildon.
Zerhageltes Kürbisfeld bei Wildon.

Quelle Titelbild: Quelle: privat / Daniel Eßletzbichler

Samstag Unwettergefahr, dann Hitzewelle mit bis zu 39 Grad

Auf Unwetter am Samstag folgt kommende Woche große Hitze.

Schauen wir zunächst kurz auf die morgige Wetterlage: Tief THEO liegt über der Nordsee nahe Schottland. Deutschland befindet sich an dessen Vorderseite, der rote Pfeil signalisiert, dass heiße Luft aus dem Südwesten zu uns strömt. Von Westen her kommt aber schon die Kaltfront (mit den schwarzen Zacken) näher. Im Vorfeld der Front steigt somit die Gewittergefahr deutlich an!

Heftige Gewitter entwickeln sich am Samstag.
Heftige Gewitter entwickeln sich am Samstag.

Nachfolgend könnt ihr grob sehen, wo wir morgen mit den heftigsten Gewittern rechnen. Los geht es ab etwa Mittag im äußersten Westen, im Laufe des Nachmittags breiten sich die heftigen Gewitter ostwärts aus. Abends wird es dann auch in den neuen Bundesländern spannend. Im roten und violetten Bereich ist die Luftschichtung nicht nur sehr labil, auch die sog. Scherung ist gut ausgeprägt. Rechnet hier mit der ganzen Palette an Begleiterscheinungen von Gewittern:

  • kräftiger Regen
  • Hagel
  • schwere Sturmböen
  • selbst Tornados nicht ausgeschlossen!
Hier ist die Unwettergefahr am Samstag besonders hoch.
Hier ist die Unwettergefahr am Samstag besonders hoch.

Nach den Gewittern kommt Hitze

In den Folgetagen wird es von Tag zu Tag heißer. Nachfolgend haben wir für euch die erwarteten Höchsttemperaturen in Deutschland zum voraussichtlichen Höhepunkt der Hitzewelle (Mittwoch+Donnerstag). Natürlich kann sich da in den kommenden Tagen noch ein wenig ändern, was Timing und genaue Werte angeht. Aber dass die Hitze kommt, ist sicher!

Am Mittwoch werden mit Ausnahme der Mittelgebirgs-Hochlagen und dem Küstenumfeld von Nord- und Ostsee schon 30 Grad erreicht. Hitzepole dürfte dabei der Westen und Südwesten sein, vom Münsterland hinab bis zum Bodensee und westlich davon sind bereits 33 bis 37 Grad zu erwarten.

Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.

Am Donnerstag steigert sich die Hitze aus heutiger Sicht noch etwas. Lässt man die Küsten von Nord- und Ostee außen vor klettern die Temperaturen fast überall über die 30-Grad-Marke. Sengende Hitze mit 34 bis 39 Grad gibt es wieder von NRW bis nach Baden-Württemberg.

Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.

Zusätzlich zur Hitze tagsüber stehen vor allem den Ballungsräumen auch nachts sehr hohe Temperaturen bevor. Sinkt die Temperatur nicht unter 20 Grad, spricht man von einer Tropennacht. Und genau solche Nächte kündigen sich kommende Woche an, im Rhein-Main- sowie im Ruhrgebiet könnten sich sogar Tiefstwerte von rund 25 Grad einstellen!

Die Hitzewelle dürfte aus heutiger Sicht erst Richtung nächstes Wochenende von Westen her beendet werden.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Sommerwetter mit lokalen Wärmegewittern

Gewitter am Wechsel. © Daniel Eßletzbichler

Mitteleuropa liegt derzeit unter dem Einfluss von Hoch XANDRA. Die Druckgegensätze sind aber relativ gering und im Einflussbereich einer westlichen Höhenströmung sorgen Tiefausläufer über Nordeuropa sowie lokale Windkonvergenzen im Alpenraum besonders am Alpenhauptkamm sowie im südlichen und östlichen Bergland für Schauer und Gewitter.

Gewitter im Südosten

Am Donnerstagnachmittag sind vor allem die Regionen von Tirol und Kärnten bis zur Obersteiermark sowie das Waldviertel betroffen. Örtlich können die Gewitter aber auch auf das angrenzende Flachland übergreifen, etwas im Südosten und im Mostviertel. Ein Gewitter mit Hagel hat bereits am frühen Nachmittag St. Polten getroffen. Etwas stabileres Wetter gibt es dagegen im äußersten Westen, im Innviertel, im westlichen Donauraum sowie im Weinviertel.

Lokale Schauer am Freitag

Auch der Freitag zeigt sich von seiner oftmals freundlichen, aber nicht ganz beständigen Seite. Insgesamt überwiegt der Sonnenschein, an der Alpennordseite ziehen in der Früh und am Vormittag Wolkenfelder durch, da und dort sind Regenschauer möglich. In der zweiten Tageshälfte gehen dann in erster Linie über dem Bergland lokale Schauer und Gewitter nieder. Die Temperaturen steigen dazu im äußersten Osten auf bis zu 30 Grad.

Hitzewelle in Sicht

Am Samstag sorgt eine leicht föhnige Südwestströmung für stabiles Sommerwetter, nur am Alpenhauptkamm gehen am späten Nachmittag lokale Hitzegewitter nieder. Bei Höchstwerten bis zu 33 Grad beginnt zudem eine neue Hitzewelle, welche sich nach derzeitigem Stand zumindest bis Donnerstag oder Freitag fortsetzt. Solch extreme Temperaturen wie im vergangenen Juni sind aber vorerst nicht in Sicht, so liegen die Höchstwerte meist zwischen 30 und 33 Grad.

Kräftige Gewitter am Mittwoch

Vor allem von Osttirol über Kärnten bis zur Steiermark gab es am Mittwochabend teils kräftige Gewitter. Örtlich kam es dabei zu großen Regenmengen in kurzer Zeit und kleinkörnigem Hagelschlag. Anbei die nassesten Wetterstationen am Mittwoch:

  • 38 mm Seckau (ST)
  • 35 mm Ferlach (K)
  • 29 mm Friesach (K)
  • 28 mm Arriach (K)
  • 27 mm Pörtschach (K)
  • 26 mm Völkermarkt (K)
  • 25 mm Zeltweg (ST)
Regenmengen am Mittwoch. © UBIMET
Regenmengen am Mittwoch. © UBIMET

Blitze am Mittwoch. © UBIMET
Blitze am Mittwoch. © UBIMET


Titelbild: Gewitter am Wechsel am Mittwoch © Daniel Eßletzbichler

Fast 290.000 Blitze und ein Tornado am Freitag

Kräftige Gewitter brachten u.a. kleinkörnigen Hagel.

Bereits in der Früh und am Vormittag gingen in der Westhälfte kräftige Gewitter nieder, tagsüber bildeten sich dann im Großteil der Bundesrepublik heftige Gewitter. Auf der folgenden Karte seht ihr die Blitzdichtekarte von gestern:

Am Freitag gab es viele Gewitter.
Am Freitag gab es viele Gewitter.

Mit Ausnahme des äußersten Nordens und Nordostens hat es recht verbreitet gekracht. Insgesamt wurden am Freitag 288.724 Blitze in ganz Deutschland registriert, gewitterlose Bundesländer waren nur die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg. Das blitzreichste Bundesland war gestern Bayern, knapp ein Viertel aller Blitze entfielen auf den Freistaat. Auf den Rängen zwei und drei folgen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Die beiden stärksten Blitze gab es im Landkreis Gütersloh. Nur zum Vergleich: Eine haushaltsübliche Steckdose ist bis zu einer Stromstärke von 16 Ampere abgesichtert. Der stärkste Blitz hatte also eine um den Faktor 28.000 höhere Stromstärke.

Gemeinden mit den stärksten Blitzen.
Gemeinden mit den stärksten Blitzen.

Hier noch eine Rangliste mit jenen Gemeinden, die die höchste Blitzdichte aufweisen konnten. Hier liegt Rheinland-Pfalz an der Spitze:

Gemeinden mit der höchsten Blitzdichte.
Gemeinden mit der höchsten Blitzdichte.

Neben kleinkörnigem Hagel kam es dabei lokal zu großen Regenmengen, Twistetal-Mühlhausen in Nordhessen meldete rund 53 Liter Regen pro Quadratmeter.

Lokal große Regenmengen.
Lokal große Regenmengen.

Zudem gibt es in Schleswig-Holstein und Hessen zwei Tornado-Verdachtsfälle, einen bestätigten Tornado gab es nahe Bobenheim am Berg (Rheinland-Pfalz).

Auch heute gibt es noch ein paar Gewitter, Unwettergefahr besteht aber keine mehr.

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10. Juli 2002: Unwetterfront über Berlin

Gewitter über Berlin.

Auf bis zu 36 Grad kletterten die Temperaturen im Vorfeld einer Kaltfront noch im Osten des Landes, in den Westen waren hingegen schon deutlich kühlere Luftmassen eingeflossen. So lag der Höchstwert in Köln bei nur noch 19 Grad, Berlin meldete zur selben Zeit 34 Grad. Diese Temperaturunterschiede entluden sich in heftigen Gewittern, die organisiert von Südwest nach Nordost über Deutschland hinwegzogen.

Bei dieser Gewitterfront handelte es sich um ein sogenanntes Derecho, das man sonst eigentlich nur aus den USA kennt. Ein Derecho ist eine organisierte Gewitterlinie, die sich durch folgende Eigenschaften auszeichnet:

  • Länge der Gewitterfront mind. 400 km
  • im gesamten Bereich Windböen von >90 km/h
  • bleibt über mindestens 6 Stunden bestehen

Um ca. 20:00 Uhr erreichte das Derecho auch Berlin, gut zu sehen auf dem folgenden Radarfilm von diesem Tag:

Die Gewitterfront im Radarfilm.
Die Gewitterfront im Radarfilm.

Um die Welt ging das folgende Video vom Breitscheidplatz – umherfliegende Sonnenschirme und Menschen in Panik angesichts der aufziehenden Gewitterlinie.

In Berlin wurden Orkanböen bis zu 120 km/h gemessen, anhand der Schäden sind lokal sogar sicherlich rund 150 km/h erreicht worden. Die Bilanz der Gewitterlinie war verheerend: Mindestens 6 Tornados wurden an diesem Tag in Deutschland beobachtet, alleine in Berlin forderte das Unwetter 8 Menschenleben. Dazu knickten in der Hauptstadt weit mehr als 1000 Bäume um, bis Mitternacht rückte die Feuerwehr Berlin mehr als 2000 mal aus.

Gewitter in Berlin hinterlässt großen Schaden.
Gewitter in Berlin hinterlässt großen Schaden.

 

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Heute vor zwei Jahren: Der Tornado bei Wien

Tornado südlich von Wien © Stormhunters Austria

Der 10. Juli des Jahres 2017 hatte es in sich: Die Luft hatte sich im Osten Österreichs auf rund 33 Grad aufgeheizt, im Vorfeld einer Kaltfront waren perfekte Bedingungen für kräftige Gewitter gegeben. Was dann geschah, kennen die meisten wohl nur aus den USA. Über dem Wienerwald bildete sich eine kräftige Gewitterzelle, diese zog inklusive Tornado anschließend knapp südlich an Wien vorbei Richtung Donau.

Den Stormhunters Austria (sog. Chaser, hier geht es zu ihrem Bericht dieses Tages) gelangen dabei u.a. folgende faszinierende Aufnahmen:

Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria

Auch im Video präsentierte sich der Tornado spektakulär, manch ein Chaser muss jahrelang warten, ehe er einen Tornado zu Gesicht bekommt.

In den Regensummen des Tages erkennt man gut die Spur des Gewitters von Heiligenkreuz im Wienerwald bis zur slowakischen Grenze. In Simmering fielen rund 70 Liter Regen (und Hagel) pro Quadratmeter:

24-stündige Regenmengen am 10. Juli 2017 © UBIMET
24-stündige Regenmengen am 10. Juli 2017 © UBIMET

Eindrucksvoll auch die „Blitzspur“ der Superzelle direkt vor den Toren Wiens (weiße Farbe bedeutet mehr als 30 Blitze pro Quadratkilometer):

Blitzverteilung am 10. Juli 2017 © UBIMET
Blitzverteilung am 10. Juli 2017 © UBIMET

Abschließend noch zwei Bilder des großen Hagels im Süden und Südosten Wiens:

 

272.000 Blitze im Juni 2019

Gewitter mit Blitz

Über ganz Österreich verteilt gingen im Juni 2019 exakt 272.376 Blitze nieder. Damit gab es weniger Blitzentladungen als in den vergangenen Jahren, so wurden etwa im Juni 2018 fast 450.000 Blitze detektiert. Weniger Blitze gab es zuletzt im Juni 2015. Allgemein bildet der Juni zusammen mit Juli und August üblicherweise die blitzreichste Zeit des Jahres.

Blitze im Juni
Blitze im Juni. © UBIMET

Hotspot Oberösterreich

Mit exakt 73.150 Blitzen führt Oberösterreich das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von der Steiermark mit 71.066 und Niederösterreich mit 51.426 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich das flächenmäßig kleinste Bundesland Wien, auch hier gab es aber immerhin 1.217 Blitze.

  1. Oberösterreich 73.150
  2. Steiermark 71.066
  3. Niederösterreich 51.426
  4. Salzburg 23.160
  5. Tirol 22.673
  6. Kärnten 15.122
  7. Burgenland 9.887
  8. Vorarlberg 4.675
  9. Wien 1.217


Auch bei der Blitzdichte liegt Oberösterreich mit 6,1 Blitzen pro Quadratkilometer an der Spitze:

  • 6,1 Blitze pro Quadratkilometer Oberösterreich
  • 4,3 Blitze pro Quadratkilometer Steiermark
  • 3,2 Blitze pro Quadratkilometer Salzburg
  • 2,9 Blitze pro Quadratkilometer Wien
  • 2,7 Blitze pro Quadratkilometer Niederösterreich
Blitzdichte im Juni
Blitzdichte im Juni. © UBIMET

Anbei noch eine Übersicht der blitzreichsten Bezirke:

  • 11.688 Kirchdorf an der Krems (OÖ)
  • 9.866 Gmunden (OÖ)
  • 9.852 Salzburg-Umgebung (S)
  • 8.990 Steyr-Land (OÖ)
  • 8.908 Freistadt (OÖ)
  • 8.761 Hartberg-Fürstenfeld (ST)

Zu besonders markanten Gewitterlagen kam es am 6.6., 20.6., und 27.6. Mitunter wurde dabei im Süden Oberösterreichs, im Waldviertel sowie in der Süd- und Oststeiermark auch großer Hagel beobachtet. In Summe gab es Schäden in Millionenhöhe.

Stärkster Blitz in Gosau

Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurden in Oberösterreich gemessen: Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 295.000 Ampere am Nachmittag des 6. Juni in Gosau.

Die stärksten Blitze im Juni 2019 in Österreich. © UBIMET
Die stärksten Blitze im Juni 2019 in Österreich. © UBIMET

Großer Hagel und 195.000 Blitze im Süden von Deutschland

Unwetter

Im Vorfeld einer Kaltfront entluden sich ab Montagmittag vor allem entlang und südlich der Donau kräftige Gewitter. Besonders betroffen war die Region von Ulm bis zum Chiemsee sowie der Landkreis Kelkheim in Niederbayern, so gab es hier örtlich großen Hagel. Insgesamt wurden von LINET 194.808 Blitze detektiert, davon allein 176.956 in Bayern und 16.010 in Baden-Württemberg. Die Gewitter zogen immer wieder über die gleichen Regionen hinweg und sorgen stellenweise für Überschwemmungen.

Blitzdichte am Montag in Bayern. © UBIMET / nowcast
Blitzdichte am Montag in Bayern. © UBIMET / nowcast
Blitzdichte am Montag in Baden-Württemberg. © UBIMET / nowcast
Blitzdichte am Montag in Baden-Württemberg. © UBIMET / nowcast

Starkregen und schwere Sturmböen

Die meisten Blitzentladungen wurden am Montag in den Landkreisen Augsburg, Günzburg und Rosenheim registriert: Bis zu 20.391 Mal blitzte es im Kreis Augsburg mit einer Stromstärke von mehr als 1 kA. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von 239 kA wurde hingegen im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz detektiert. Anbei die nassesten Wetterstationen:

  • 44 mm Neuburg a.d. Kammel – Langenhaslach (LK Günzburg)
  • 38 mm Steingaden-Riesen (LK Weilheim-Schongau)
  • 33 mm Oberhaching-Laufzorn (LK München)
  • 27 mm Amerang-Pfaffing (LK Rosenheim)

Die stärksten Windböen wurden in Laupheim mit 94 km/h bzw. in Regensburg mit 79 km/h gemessen.

Niederschlagsanalyse von Montag. © UBIMET
Niederschlagsanalyse von Montag. © UBIMET

Titelbild © AdobeStock

Am Montag im Süden starke Gewitter mit Hagel und Sturm

Gewitter mit Hagel und Starkregen

Die Kaltfront von Skandinavientief NASIR liegt derzeit quer über Deutschlands und in einem Streifen vom Saarland über Hessen bis nach Sachsen und Südbrandenburg ziehen bereits seit den Morgenstunden lokale Schauer und vereinzelt auch Gewitter durch. Die Temperaturen liegen derzeit (11 Uhr) zwischen 19 Grad an der Nordsee und 32 Grad im Chiemgau.

Temperaturen um 11 Uhr. © DWD / UBIMET
Temperaturen um 11 Uhr. © DWD / UBIMET

In diesen Stunden nimmt die Gewitterbereitschaft aber auch im Süden zu, so entstehen derzeit auch in den Bayerischen Alpen erste Gewitter.

Die Kaltfront am Montagnachmittag
Die Lage der Kaltfront am Montagnachmittag. © UBIMET / NCEP

Hagel und Sturm

Im Laufe des Nachmittags ziehen in Teilen Baden-Württembergs und Bayerns teils heftige Gewitter durch. Vor allem vom Hochschwarzwald über Oberschwaben bis nach Ober- und Niederbayern besteht im Laufe der zweiten Tageshälfte örtlich Unwettergefahr, so können die Gewitter für schwere Sturmböen um 100 km/h, teils großen Hagel und Starkregen sorgen.

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Am Montag Gewitter mit Hagel und schweren Sturmböen

Unwettergefahr

Der Hochdruckeinfluss im Alpenraum lässt am Montag langsam nach und aus Norden zieht die Kaltfront eines Skandinavientiefs auf. Zunächst scheint verbreitet die Sonne und vor allem im Osten wird es sehr heiß mit Höchstwerten bis zu 37, vereinzelt auch 38 Grad. Ab Mittag nimmt die Gewitterneigung in den Alpen allerdings zu und im Laufe des Nachmittags ziehen ausgehend von Bayern auch an der Alpennordseite kräftige Gewitter auf.

Die Kaltfront am Montagnachmittag
Die Lage der Kaltfront am Montagnachmittag. © UBIMET / NCEP

Hagel und Sturm

Vor allem an der Alpennordseite von Vorarlberg über Tirol und Salzburg bis nach Oberösterreich sowie im Waldviertel besteht im Laufe der zweiten Tageshälfte örtlich Unwettergefahr, so können die Gewitter für schwere Sturmböen um 100 km/h, teils großen Hagel und Starkregen sorgen. Punktuell sind in Oberösterreich allerdings auch orkanartige Böen nicht ausgeschlossen!

Niederschlagsprognose bis Montagnacht
Niederschlagsprognose von ICON bis Montagnacht. © UBIMET / DWD

Sturmböen im Osten

Am Abend nimmt die Schauer- und Gewitterneigung auch im Osten etwas zu, hier ist die Luft aber sehr trocken, somit besteht in erster Linie Sturmgefahr. Der zunächst schwache Süd- bis Südwestwind wird im Zeitraum zwischen etwa 18 und 22 Uhr voraussichtlich stürmisch aus West auffrischen.

Prognose der Windspitzen am Montag. © UBIMET RACE
Prognose der Windspitzen am Montag von RACE. © UBIMET

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Kaltfront brachte 51.000 Blitze in Österreich

Gewitter mit Blitz

Am Donnerstagnachmittag entwickelte sich ausgehend vom Tiroler Unterland eine Gewitterlinie, welche mit Sturmböen über Teile Oberösterreichs und das Mostviertel hinwegzog. Auch unmittelbar über der Wiener Innenstadt entwickelte sich ein Gewitter mit Starkregen und Hagel. In Summe gab es in Wien 745 Blitzentladungen, die meisten davon in der Donaustadt. In den Abend- und Nachtstunden gab es dann vor allem in der Oststeiermark und am Alpenostrand heftige Gewitter mit großen Regenmengen.

Blitze nach Tageszeit am Donnerstag. © UBIMET
Blitze nach Tageszeit am Donnerstag. © UBIMET

Windspitzen am Donnerstag:

  • 83 km/h Enns (OÖ)
  • 83 km/h Waizenkirchen (OÖ)
  • 76 km/h Wels (OÖ)
  • 74 km/h Summerau (OÖ)
  • 73 km/h Straßwalchen (S)
  • 72 km/h Langenlebarn (NÖ)

Viele Blitze

Landesweit wurden am Donnerstag 51.107 Blitze detektiert, davon 11.687 in Oberösterreich, 11.677 in Niederösterreich und 11.440 in der Steiermark. Blitzreichste Gemeinde war Hollenstein an der Ybbs mit 1.176 Blitzen, gefolgt von Reichraming in Oberösterreich mit 777 Entladungen. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 226.000 Ampere wurde in der Gemeinde Rauris in Salzburg registriert.

Regensummen bis Donnerstagnacht:

  • 60 mm Hollenthon (NÖ)
  • 47 mm Bernstein (B)
  • 37 mm Alpbach (T)
  • 32 mm Amstetten (NÖ)
  • 31 mm Reichenau an der Rax (NÖ), Gleisdorf (ST)
  • 30 mm Wien – Botanischer Garten
Regensummen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET
Regensummen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET

Unwettergefahr am Samstag

Am Freitag sind besonders in den Alpen teils kräftige Schauer und Gewitter zu erwarten, während sich die Lage im Norden und Osten vorübergehend beruhigt. Am Samstag zieht allerdings ein Höhentief auf und mit einer südwestlichen Strömungen gelangen sehr feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Österreich. Am Nachmittag und Abend sind vor allem von Kärnten über die Steiermark bis nach Niederösterreich kräftige Gewitter zu erwarten. Örtlich besteht die Gefahr von Überflutungen, Hagel und Sturmböen. In der Nacht auf Sonntag fällt im Donauraum und am Alpenostrand mitunter noch gewittrig durchsetzter Starkregen.


Am Donnerstag vor allem in der Südosthälfte Gewitter

Blitz und Gewitter

Mitteleuropa liegt derzeit am Rande eines Tiefs namens MOMO mit Kern über Skandinavien. Die Kaltfront des Tiefs erfasst tagsüber Deutschland und kommt dort kaum noch ostwärts voran. Im Vorfeld der Front gelangen feuchte und labil geschichtete Luftmassen ins Land.

Im Vorfeld der Kaltfront von Tief MOMO gelangt feuchtwarme Luft nach Österreich. © FU Berlin/DWD
Tief MOMO bestimmt das Wettergeschehen. © FU Berlin/DWD

Hagel und Starkregen

Am Donnerstagnachmittag ist die Gewitterbereitschaft in weiten Teilen des Landes erhöht. Besonders in der Südosthälfte sind auch kräftige Gewitter zu erwarten, dabei besteht örtlich die Gefahr von Hagel, Starkregen und stürmischen Böen. Lokale Gewitter ziehen aber auch im Westen und Nordwesten durch. In der Nacht bleibt die Gewitterbereitschaft im äußersten Osten und Südosten erhöht.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe. © UBIMET / NCEP

Titelbild © Adobe Stock

Am Donnerstag kräftige Gewitter

Unwetter

Mitteleuropa liegt derzeit am Rande eines Tiefs namens „MOMO“ mit Kern über Skandinavien. Die Kaltfront des Tiefs erfasst tagsüber Deutschland und kommt dort kaum noch ostwärts voran. Im Vorfeld der Front gelangen feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Österreich.

Im Vorfeld der Kaltfront von Tief MOMO gelangt feuchtwarme Luft nach Österreich. © FU Berlin/DWD
Tief MOMO bestimmt das Wettergeschehen. © FU Berlin/DWD

Hagel und Starkregen

Am Donnerstag nimmt die Gewitterneigung ausgehend vom Bergland bereits ab Mittag zu. Besonders im Bergland sowie an der Alpennordseite sind auch kräftige Gewitter zu erwarten, dabei besteht örtlich die Gefahr von Hagel, Starkregen und stürmischen Böen. Lokale Hitzegewitter sind aber auch im Süden und Osten zu erwarten. In der Nacht bleibt die Gewitterbereitschaft besonders im Norden und Osten erhöht.

Niederschlagsprognose bis Donnerstagnacht
Niederschlagsprognose bis Donnerstagnacht. © ICON / DWD

Unbeständiges Wochenende

Am Freitag und Samstag setzt sich das unbeständige Wetter mit zahlreichen Schauern und besonders in den Nachmittags- und Abendstunden auch kräftigen Gewittern fort. Örtlich zeichnen sich große Regenmengen in kurzer Zeit ab mit der Gefahr von kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen. Am Sonntag halten sich zunächst viele Wolken und im Bergland sowie im Südosten fällt etwas Regen. Im Tagesverlauf lockern die Wolken an der Alpennordseite und im Osten dann etwas auf und es stellt sich meist trockenes Wetter ein. Nur im zentralen Bergland und im Süden entstehen neuerlich Schauer und Gewitter.

Titelbild © Adobe Stock

Teils kräftige Gewitter in der Westhälfte Deutschlands

Großwetterlage

In Zusammenhang mit einer schwachen Kaltfront, die sich von von West nach Ost vorarbeitet, ziehen Schauer und Gewitter über Mitteleuropa durch. Mit der südwestlichen Höhenströmung gelangt feuchte und warme Luft nach Deutschland, aufgrund der labilen Schichtung der Atmosphäre besteht damit ein stark erhöhtes Gewitterrisiko.

Aktuell hohe Blitzdichte in Westeuropa

Am Mittwochvormittag werden hohe Blitzraten gemessen, rund 60 Blitze pro Minute sind im Benelux-Raum zu verzeichnen. Vor allem von Antwerpen bis Rotterdam sind teils kräftige Schauer und Gewitter unterwegs, die örtlich Starkregen und kräftige Windböen mit sich bringen.

Erhöhte Blitzaktivität in Belgien, in der Niederlande sowie in Teilen Schleswig-Holsteins am Mittwochvormittag.

Ausblick für Deutschland

Auch in Deutschland steigt im Tagesverlauf die Gewittergefahr vor allem in der Westhälfte deutlich an. Kräftige Schauer und Gewitter gehen im Schwarzwald, an der Nordsee und im Rhein-Main Gebiet nieder. Am Donnerstag verlagert sich das Gewitterrisiko in Osten, vor allem Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind dann betroffen.

Unwetterartige Gewitter in der Nacht in Frankreich

Vom späten Dienstagabend bis in die zweite Nachthälfte entwickelten sich in der Mitte Frankreichs sowie in der Normandie teils heftige Gewitter, örtlich fielen tischtennisballgroße Hagelkörner vom Himmel und sorgten mitunter für Schäden im landwirtschaftlichen Anbau.

Titelbild: pixabay.com

 

Am Pfingstmontag im Osten teils heftige Gewitter

Der Pfingstmontag scheint in Deutschland allgemein ein recht gewitterreicher Tag im Jahr zu sein, so gab es im 2010 einen Tornado in Großenhain und im 2014 ein Bow-Echo in NRW (das „Pfingstunwetter 2014“). Auch in diesem Jahr sind die Bedingungen für die Entwicklung von Unwetter gegeben.

Frontenkarte für Montag, den 10.6.2019 um 14 Uhr © UBIMET

Auf der Frontenkarte erkennt man das Tief JÖRN, welches über Bayern liegt und aus dem Südosten schwül-warme bis schwül-heiße Luftmassen nach Norden führt (roter Pfeil). Der blaue Pfeil symbolisiert kühlere Meeresluft vom Atlantik, die in der Nacht auf Dienstag in den Westen  und Südwesten strömt. Somit entsteht eine Luftmassengrenze, welche sich auch an den erwarteten Höchstwerten zeigt.

Höchstwerte in Deutschland am Montag, den 10.6.2019 © UBIMET

Die energiereiche, subtropische Warnluft sorgt zusammen mit dem Bodentief im Osten und Südosten für eine zunehmend labile Schichtung der Atmosphäre. Bei gleichzeitig starkem Höhenwind sind somit sämtliche Zutaten für kräftige Gewitter vorhanden.

CAPE – Ein Maß für die verfügbare Energie für Gewitter © UBIMET

Auf der CAPE-Karte sieht man deutlich, wo in Deutschland die feuchtwarme Luft liegt. Im Grenzbereich zur kühleren Luft im Westen können sich im Tagesverlauf zunächst von Südbayern über das Vogtland bis zum Oderbruch kräftige Gewitter entwickeln. Dabei muss lokal mit großem Hagel und Sturmböen gerechnet werden! Auch vereinzelte Tornados sind nicht ausgeschlossen.

Ein zweites Gebiet, in dem Gewitter am Montag möglich sind, ist der Westen, hier besonders Nordrhein-Westfalen und das westliche Niedersachsen. In diesen Regionen besteht die Gefahr Hagel und Starkregen.

Hagelwahrscheinlichkeit für Montag, den 10.6.2019 abends © UBIMET

In der Nacht verlagert sich dann der Gewitterschwerpunkt zunehmend in den Osten. Hier zeichnet sich die Bildung eines größeren Gewitterkomplexes ab, der Starkregen und schwere Sturmböen bringt. Exemplarisch ist hier die Lösung unseres Lokalmodells RACE gezeigt, dass ein kräftiges Gewittersystem zeigt. Die exakten Zugbahnen des Gewitterkomplexes ist allerdings noch unsicher!

Simuliertes Radarbild in der Nacht auf Dienstag vom UBIMET-Modell RACE. © UBIMET

Kräftige Gewitter am Nachmittag im Westen erwartet

Am Freitag entwickeln sich im Tagesverlauf im Vorfeld der Kaltfront von Tief IVAN kräftige Gewitter. Momentan um 9.00 Uhr liegt das Tief noch an der französischen Biskayaküste.

Das Tief Ivan am Freitagmorgen © EUMETSAT

Auf dem Satellitenbild ist schön die Kaltfront des Tiefs über Frankreich zu erkennen. Diese kommt im Tagesverlauf weiter nach Osten voran und soll am Nachmittag den Westen Deutschlands erreichen.

Fronten des Tiefs Ivan am Freitagnachmittag © ICON/DWD

Mit dem Näher rücken der Front am Nachmittag entwickeln sich zunächst im Südwesten einzelne kräftige Gewitter. Diese breiten sich am Abend besonders auf dem Westen und Nordwesten aus und können sich mitunter linienhaft organisieren.  Es besteht die Gefahr von Hagelschlag und teils schweren Sturmböen, vereinzelt sind auch Tornados nicht ausgeschlossen!

Hagelwahrscheinlichkeit am Freitagabend © UBIMET

Schwere Gewitter am Mittwoch im Westen

Kräftige Gewitter

Doch zunächst ein kurzer Rückblick auf gestern…Rund 35 Grad wurden in Langenlipsdorf gemessen, Werte um 33-34 Grad gab es generell im Großraum Berlin.

Die gemessenen Höchstwerte am Montag.
Die gemessenen Höchstwerte am Montag.

Von Westen her näherte sich aber eine Kaltfront, in deren Vorfeld teils heftige Gewitter entstanden. Fast 50 l/m² Regen kamen in Oberstdorf zusammen, doch auch in Hessen gab es lokal sehr große Regenmengen.

Die nassesten Orte am Montag.
Die nassesten Orte am Montag.

Natürlich gibt es nicht an jeder Ecke eine Wetterstation, deswegen nutzen wir Meteorologen auch analysierte Regenmengen. Dabei werden vereinfacht gesagt Messungen von Stationen mit Informationen aus Radardaten kombiniert und so erhält man ein flächiges Bild der Regenmengen.

Man sieht am Beispiel von gestern die Gewitterstraßen von Südwest nach Nordost, mit besonders großen Regenmengen (bis zu 50 l/m²) in Hessen, Thüringen und Niedersachsen.

Dementsprechend präsentiert sich auch die Blitzverteilung von gestern:

Blitzentladungen am Montag.
Blitzentladungen am Montag.

Nun aber zum Mittwoch: Im Laufe des Tages sind vom Taunus und dem Thüringer Wald hinauf bis Schleswig-Holstein ein paar Gewitter möglich, dabei kann es kräftig regnen und kleinen Hagel geben. Gut zu sehen auf der folgenden Karte, sie zeigt den 6-stündigen Niederschlag von morgen 16:00 bis 22:00 Uhr:

Niederschlag am Mittwochnachmittag.
Niederschlag am Mittwochnachmittag.

Die heftigsten Gewitter kommen dann aber am späten Abend von Frankreich und Belgien in den Westen des Landes gezogen. Vor allem in Baden-Württemberg, im Saarland und Rheinland-Pfalz sowie in NRW drohen dann schwere Gewitter mit

  • Regenmengen > 50 l/m²
  • Sturmböen bis zu 80 km/h
  • großem Hagel
  • Tornados

Die betroffenen Regionen lassen sich mit der Regensummenkarte für die Nacht zum Donnerstag recht gut eingrenzen:

Niederschlag Mittwochnacht.
Niederschlag Mittwochnacht.

Quelle Titelbild: pixabay

Kräftige Gewitter und erstmals 30 Grad

Kräftige Gewitter

Premiere in Bludenz

Um 13:30 Uhr wurde am Montag in Bludenz das erste Mal in Österreich die 30-Grad-Marke geknackt. Im Laufe des Nachmittags kamen noch mehr Wetterstationen hinzu, am Ende des Tages konnten 9 Stationen im Land mit den magischen 30 Grad aufwarten:

Die gemessenen Höchstwerte am Montag.
Die gemessenen Höchstwerte am Montag.

Noch besser erkennt man die Hitzepole des gestrigen Tages auf der folgenden Karte. In gelb markiert sind alle Regionen, die einen Sommertag registriert haben. Hier wurden also Höchstwerte von 25 bis knapp 30 Grad gemessen. All jene Gebiete, die einen Hitzetag (also 30 Grad und mehr) verzeichnet haben, sind in rot dargestellt. Man sieht gut die Hotspots im Walgau, im gesamten Inntal sowie im Innviertel.

Verteilung der Sommer- und Hitzetage am Montag.
Verteilung der Sommer- und Hitzetage am Montag.

Bis zu 40 Liter Regen

In den Abendstunden entluden sich dann in Vorarlberg und Nordtirol ein paar, teils kräftige Gewitter. So wurden in Ehrwald rund 16 Liter pro Quadratmeter gemessen, 15 l/m² waren es in Hochzirl bei Innsbruck.

Die nassesten Orte am Montag.
Die nassesten Orte am Montag.

Das waren aber nur die Wetterstationen, lokal kann es bei Gewittern natürlich immer noch deutlich höhere Regenmengen geben. Das sieht man gut auf der nächsten Karte. Sie zeigt die analysierten Regenmengen des gestrigen Tages. Dabei werden vereinfacht gesagt Stationsmessungen (wie jene 16 l/m² von Ehrwald) und Radarinformationen kombiniert.

Man sieht: Besonders in Nordtirol gab es lokal sogar rund 30-40 Liter Regen pro Quadratmeter, so zum Beispiels im Tannheimer Tal und rund um Scharnitz.

Vor allem im Westen regnete es zum Teil kräftig.
Vor allem im Westen regnete es zum Teil kräftig.

Auch Blitze wurden von unserem Messnetz zahlreiche registriert, insgesamt rund 1400. Die höchsten Blitzdichten gab es dabei in den Bezirken Bregenz und Reutte.

Blitzentladungen am Montag.
Blitzentladungen am Montag.

Ausblick

Am heutigen Dienstag gibt es wieder Temperaturen bis zu 30 oder 31 Grad, am Mittwoch werden von Vorarlberg bis Oberösterreich lokal sogar 32 oder 33 Grad erreicht. Und auch Gewitter sind wieder mit von der Partie: Treten sie heute noch vereinzelt auf (westliche Nordalpen, Bergland im Süden und Südosten), so sind morgen in der gesamten Osthälfte teils heftige Gewitter zu erwarten!

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Quelle Titelbild: pixabay