Frühsommerliche Wärme am Wochenende

Sonne, Sonnenschirm und Sonnenbrillen - pixabay.com

Dank Hoch WINFRIED über Mitteleuropa dürfen wir uns am verlängerten Wochenende auf ausgesprochen ruhiges, trockenes und häufig sonniges Wetter freuen. Mit einer zunehmend auf Südost drehenden Strömung wird es zudem spürbar wärmer – die Temperaturen klettern auf ein frühsommerliches Niveau. Dabei rückt sogar der erste 30er des Jahres in greifbare Nähe.

Bodendruck- und Frontenkarte für Freitag, 1. Mai 2026, 14:00 MESZ (Quelle: UBIMET)

Oft Sonne pur

Der Staatsfeiertag präsentiert sich von seiner häufig sonnigen Seite. In der Westhälfte scheint die Sonne sogar oft ungetrübt, im Osten und Südosten machen sich hingegen einige Quellwolken bemerkbar. Diese bleiben aber generell harmlos und flach. Insgesamt dominiert somit auch hier der freundliche Wettercharakter, am Abend lösen sich die Wolken wieder auf. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus östlichen Richtungen liegen die Höchstwerte zwischen 17 und 24 Grad, im Oberinntal sind lokal 25 Grad möglich.

Prognose Temperaturmaximum für Freitag, 01. Mai 2026

Erneut viel Sonnenschein

Am Samstag scheint über weite Strecken des Tages ungetrübt die Sonne. Nur vorübergehend zeigen sich in den Mittagsstunden ein paar harmlose Quellwolken, am Abend ziehen im Westen Schleierwolken auf. Der Tag geht aber überall freundlich und trocken zu Ende. Im Donauraum weht mäßiger Ostwind, sonst spielt der Wind keine große Rolle und mit 21 bis 27 Grad wird es frühsommerlich warm.

Prognose Temperaturmaximum für Samstag, 02. Mai 2026

Frühsommerlich warm

Der Sonntag hat in der Osthälfte erneut oft strahlend sonniges Frühsommerwetter zu bieten. Im Westen machen sich hingegen nach einem noch oft sonnigen Start etwas mehr Wolken bemerkbar und am Nachmittag ist im westlichen Bergland lokal auch ein Schauer bzw. kurzes Gewitter möglich. Meist bleibt es aber auch hier trocken und insgesamt freundlich. Dazu weht mäßiger, im Osten auch lebhafter und teils föhniger Südostwind, im Westen frischt Westwind auf. Maximal 22 bis 29 Grad.

Prognose Temperaturmaximum für Sonntag, 03. Mai 2026

Besonders in Oberösterreich sowie im Flach- und Tennengau werden Höchstwerte um 29 Grad erwartet. Lokal ist es jedoch durchaus möglich, dass die 30-Grad-Marke bereits geknackt wird – das wäre der erste „Dreißiger“ des Jahres. Damit lägen wir deutlich vor dem Klimamittel der Periode 1991 bis 2020. Allerdings zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass es auch schon Jahre gab, in denen die erste 30-Grad-Marke bereits im April erreicht wurde.

Erster Tag mit Höchstwerten von mindestens 30 Grad oder mehr für Österreich

Während 30 Grad im Frühling (März, April, Mai) früher eine Seltenheit waren, kam das zuletzt in Zeiten der Klimaerwärmung aber immer häufiger vor. Sogar bereits ab Mitte April sind Hitzetage möglich, wie der Blick ins Archiv zeigt.

In allen Bundesländern mit Ausnahme von Kärnten wurden die frühesten 30-Grad-Tage schon im April verzeichnet. Dabei hat Bruck an der Mur die Nase vorne, hier wurden schon am 07. April 2024 30,0 Grad gemessen.

Hier eine Übersicht der frühesten Hitzetage für jedes Bundesland:

Station Bundesland Datum Höchstwert
Bruck an der Mur Steiermark 07.04.2024 30,0 Grad
Stadt Salzburg Salzburg 17.04.1934 30,0 Grad
Eisenstadt Burgenland 28.04.1947 30,0 Grad
Obersiebenbrunn Niederösterreich 23.04.1968 30,0 Grad
Leibnitz Steiermark 24.04.1968 30,0 Grad
Klagenfurt Kärnten 06.05.2003 31,9 Grad
Bad Goisern Oberösterreich 27.04.2012 30,4 Grad
Bregenz Vorarlberg 28.04.2012 31,2 Grad
Kufstein Tirol 28.04.2012 31,2 Grad
Wien-Innere Stadt Wien 29.04.2018 30,3 Grad

Am Salzburger Flughafen zum Beispiel gab es den ersten 30er im Zeitraum 1961-1990 im Mittel am 27. Juni (siehe gelbes Kreuz), im jüngsten Klimamittel (umfasst 1991-2020, siehe rotes Kreuz in Grafik) wanderte dieser Termin um fast 3 Wochen nach vorne auf den 08. Juni.

Erster Tag mit Höchstwert von mindestens 30 Grad oder mehr für Salzburg Flughafen

Steigende Waldbrandgefahr

Der anhaltende Sonnenschein hat jedoch auch seine Kehrseite: In Kombination mit der vorangegangenen Trockenphase, den steigenden Temperaturen und dem im Osten auffrischenden Südostwind nimmt die Waldbrandgefahr deutlich zu. Entsprechend zeigen sich auf unserer Prognosekarte für Sonntag bereits markante violette Farbtöne, was einer sehr hohen Waldbrandgefahr entspricht.

Waldbrandgefahr für Sonntag, 03.05.2026 – Quelle: UBIMET

Ausblick in die neue Woche

Zu Beginn der neuen Woche gewinnt der Tiefdruckeinfluss aus Nordwesten wieder an Bedeutung. Damit rücken Wolken, Schauer und auch Gewitter erneut in den Fokus – nach aktuellen Prognosen aber überwiegend in den westlichen Landesteilen. Gleichzeitig macht sich eine spürbare Abkühlung bemerkbar, gut zu sehen in der ECMWF Prognose für Salzburg.

Temperatur- und Niederschlagsprognose für Salzburg für die kommenden 10 Tage – Quelle: ECMWF

 

Titelbild: Sonne, Sonnenschirm und Sonnenbrillen – pixabay.com

Deutschland: Regional große Trockenheit im Frühjahr

Trockenheit © Adobe Stock

Das Frühjahr in Deutschland ist in diesem Jahr bislang vielerorts ungewöhnlich trocken verlaufen. Bereits seit dem späten Winter fehlen in vielen Regionen nennenswerte Niederschläge, während gleichzeitig überdurchschnittlich viele sonnige und teils warme Tage registriert wurden. Besonders betroffen sind die Südhälfte des Landes und der äußersten Osten. Dies weckt Erinnerungen an das Frühjahr 2025, welches eines der drei trockensten seit Messbeginn war (gemeinsam mit 1881 und 2011).

Niederschlagsabweichung im Frühling 2026 bis dato. Deutschlandweit liegen wir bei -33 Prozent, regional unter -70 Prozent. © UBIMET

Regional große Trockenheit

Die bislang trockensten Regionen konzentrieren sich vor allem auf den Süden und Südosten Deutschlands. Besonders betroffen ist Bayern, wo verbreitet Abweichungen von -50 % bis lokal unter -70 % auftreten. Sehr trocken ist es auch in Baden-Württemberg, im Saarland sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen, wo vielerorts Werte zwischen -30 % und -50 % erreicht werden. Ein zweiter Schwerpunkt der Trockenheit liegt im äußersten Osten des Landes, wie etwa Ostsachsen und Teile Vorpommerns.

Akkumulierter Niederschlag und Abweichung zum Klimamittel in Ueckermünde seit Messbeginn 1937: Noch nie war es zu diesem Zeitpunkt so trocken.

Deutlich weniger betroffen sind dagegen der Nordwesten und Teile des Nordostens, wo die Defizite geringer ausfallen oder lokal sogar leichte Überschüsse auftreten. Insbesondere vom Leipziger Land bis zur Mecklenburger Seenplatte waren die Mengen bis dato durchschnittlich bzw. mancherorts sogar überdurchschnittlich. Dies ist hauptsächlich einem Tief namens Waltraud zu verdanken, das am 19. April für teils ergiebigen Regen sorgte.

Tief Waltraud hat im Osten gebietsweise viel Regen gebracht.

Örtlich Negativrekorde

Örtlich liegen wir derzeit auf Rekordkurs: In München war etwa seit Messbeginn 1955 kein Frühling zu diesem Zeitpunkt trockener, ebenso wenig in Uckermünde seit 1937.

Akkumulierter Niederschlag und Abweichung zum Klimamittel in München seit Messbeginn 1955. Bis dato blicken wir auf den trockensten Frühling seit Messbeginn zurück.
Akkumulierter Niederschlag und Abweichung zum Klimamittel in Regensburg seit Messbeginn 1879.
Akkumulierter Niederschlag und Abweichung zum Klimamittel in Mannheim seit Messbeginn 1936.

Eine der Folgen der Trockenheit ist die mittlerweile hohe Waldbrandgefahr in Teilen des Landes. In den folgenden Grafiken sieht man diese für heute und morgen (oben) und die darauffolgenden drei Tage (unten). Die rötlichen Farben nehmen zu, regional kündigt sich am Donnerstag sogar sehr hohe Waldbrandgefahr an.

Vorerst kaum Regen in Sicht

Die Großwetterlage in Mitteleuropa ist derzeit festgefahren, dabei sorgt ein umfangreiches Hoch namens Winfried verbreitet für trockene Verhältnisse. Erst am Wochenende nimmt der Tiefdruckeinfluss von Westen her etwas zu und besonders im Westen und Nordwesten steigt die Schauer- und Gewitterneigung an.

Prognose der aufsummierten Regenmenge bis kommenden Sonntag. Besonders im Osten und Südosten ist diese Woche kein Regen in Sicht.

Chancen auf größere Niederschlagsmengen bestehen nach derzeitigem Stand erst zu Beginn der kommenden Woche, die Unsicherheiten sind aber noch groß.

AIFS-ENS-Prognose für München. Kommende Woche nimmt die Niederschlagswahrscheinlichkeit zu.

Trockenheit im Frühling setzt sich fort

Bevor wir einen Blick auf die aktuelle Trockenheit werfen, müssen wir den Blick zunächst einmal in die Vergangenheit richten. Die Dürre nimmt nämlich schon im März und damit im ersten Monat des Frühlings ihren Ursprung. In der folgenden Grafik sieht man die Abweichungen der Niederschlagsmengen vom langjährigen Mittel (1991 bis 2020). Österreichweit fehlten im März bereits rund 55 Prozent an Niederschlag auf das Soll.

Lokal – so etwa in Oberösterreich und im Südosten – waren die Anomalien aber noch markanter mit -80 bis -90 Prozent.

Deutlich zu trocken. Der März 2026.

Im April hat sich die Situation nicht entspannt – im Gegenteil. Rund 66 Prozent an Regen/Schnee fehlen im laufenden Monat auf eine ausgeglichene Bilanz, dieses Mal sticht besonders ein Streifen von Osttirol über Oberkärnten und den Lungau, die Obersteiermark bis ins Waldviertel ins Auge.

Deutlich zu trocken. Der April 2026.

Wie kann dann nur folgerichtig das Bild der Anomalien im Frühling (geht von 01.03. bis 31.05.) aussehen? Richtig, braun überwiegt. 60 Prozent Defizit weisen der März und April kombiniert auf. In Kärtnen und in der Steiermark sind es lokal aber auch 80 oder gar 90%, die uns in den Messkübeln fehlen.

Deutlich zu trocken. Der Frühling 2026.

Auch wenn man sich die absolut gemessenen Niederschlagsmengen im bisherigen Frühling ansieht, erkennt man die Trockenheit sofort. Mit Ausnahme der Nordalpen von Vorarlberg bis zum Wienerwald sind verbreitet lediglich 20 bis 50 l/m² zusammengekommen. Extrem sind die Werte u.a. in Kärnten und in der Steiermark. In Döllach im oberen Mölltal sind erst 10 l/m² gemessen worden, 14 l/m² an der Uni in Graz und im Lavanttal. Wohlgemerkt: Diese Werte beziehen sich auf den gesamten Frühling bisher, das sind 58 Tage!

Die gemessenen Niederschlagsmengen im Frühling 2026.

Somit überrascht es auch wenig, dass wir mancherort auf den trockensten Frühling der Messgeschichte zusteuern. Nachfolgend das Beispiel Graz. Seit 1894 werden dort die Niederschlagsmengen gemessen, noch nie seitdem war es in einem Frühling bis Ende April derart trocken. Einzig ein feuchter Mai kann hier einen Negativrekord noch verhindern. Ähnlich sieht es u.a. auch in Klagenfurt aus.

Aktuelles Klimadiagramm der Station Graz-Universität für den Frühling 2026.

Eine der Folgen der wochenlangen Trockenheit ist die mittlerweile hohe Waldbrandgefahr im Land. In den folgenden Grafiken sieht man diese für heute (oben, groß)  und die darauffolgenden vier Tage. Die rötlichen Farben werden immer mehr, in den vergangenen Tagen gab es ja schon im Lesachtal und bei Graz erste Feuer.

Die Waldbrandgefahr heute (oben) und in den kommenden 4 Tagen.

Wie geht es nun weiter?

Der große Landregen ist bis Monatsende (und darüber hinaus) mal nicht in Sicht. Am Dienstag und am Mittwoch kann es von Vorarlberg bis in die Steiermark mal ein paar Schauer geben, dabei sind 5 bis 15 l/m² möglich. Danach stellt sich wieder trockenes Wetter ein, und das bis in den Mai hinein. Generell trocken sind die Aussichten in Ober- und Niederösterreich, Wien und im Nordburgenland.

Abschließend die berechneten Regenmengen bis zum 3. Mai:

Berechnete Regenmengen bis Ende der Woche.

Regional extreme Trockenheit in Österreich

Trockenheit | © Christoph Matella

Die vergangenen Monate verliefen in Österreich häufig ungewöhnlich niederschlagsarm, die Trockenheit sorgt immer häufiger für Probleme. Die Neuschneemengen blieben im Winter teils deutlich unter dem Durchschnitt, sodass auch die Schneeschmelze den fehlenden Niederschlag nicht ausgleichen konnte. Zudem verschärften häufig windige Verhältnisse die Situation regional. Mittlerweile zeigt sich die Trockenheit bereits in einer teils verzögerten Vegetationsentwicklung, wovon insbesondere die Landwirtschaft betroffen ist. Auch Waldbrände rücken vermehrt in den Fokus, etwa aktuell im Kärntner Lesachtal.

Seit Monaten oft deutlich zu trocken

Mit Ausnahme des Februars, der österreichweit überdurchschnittlich nass ausfiel und die trockene Winterbilanz etwas verbesserte, bilanzierte seit September 2025 jeder Monat im landesweiten Mittel teils deutlich zu trocken. Der Frühling präsentiert sich aktuell besonders niederschlagsarm, regional gab es bislang überhaupt noch keinen flächendeckenden und ergiebigen Regen. Das größte Defizit von 80 bis 90 Prozent wird derzeit von Osttirol und Kärnten bis in die östliche Steiermark verzeichnet. Aber auch in Oberösterreich fiel deutlich weniger Regen als im langjährigen Mittel üblich.

Niederschlagsabweichung im Frühling 2026 bis dato. Österreichweit liegt das Minus bei 60 Prozent, regional bei 80 bis 90 Prozent. © UBIMET
Niederschlagsabweichung im Frühling 2026 bis dato. Österreichweit liegt das Minus bei 60 Prozent, regional bei 80 bis 90 Prozent. © UBIMET

Auf Kurs zum trockensten Frühling der Messgeschichte

Regional steuern wir zurzeit sogar auf den trockensten Frühling der Messgeschichte zu. In Villach war etwa seit Messbeginn 1930 kein Frühling zu diesem Zeitpunkt trockener, ebenso wenig in Klagenfurt seit 1953. Aber nicht nur Kärnten ist betroffen: In Graz wird etwa seit 1894 gemessen und in Linz seit 1896. Auch hier blicken wir aktuell auf den bislang trockensten Frühling der Messgeschichte zurück.

Akkumulierter Niederschlag und Abweichung zum Klimamittel in Klagenfurt seit Messbeginn 1953. Bis dato blicken wir auf den trockensten Frühling seit Messbeginn zurück. © UBIMET/GSA
Akkumulierter Niederschlag und Abweichung zum Klimamittel in Klagenfurt seit Messbeginn 1953. Bis dato blicken wir auf den trockensten Frühling seit Messbeginn zurück. © UBIMET/GSA
Akkumulierter Niederschlag und Abweichung zum Klimamittel in Graz seit Messbeginn 1894. Bis dato blicken wir auf den trockensten Frühling seit Messbeginn zurück. © UBIMET/GSA
Akkumulierter Niederschlag und Abweichung zum Klimamittel in Graz seit Messbeginn 1894. Bis dato blicken wir auf den trockensten Frühling seit Messbeginn zurück. © UBIMET/GSA

In den Alpen und im Süden etwas Regen in Sicht

Zu Beginn der neuen Woche sind im Südwesten lokale Schauer zu erwarten, insbesondere in Osttirol und Oberkärnten. In weiten Landesteilen bleibt es aber erneut trocken. Am Dienstag sowie am Mittwoch werden die Schauer entlang und südlich der Alpen vorübergehend häufiger, lokal auch mit Blitz und Donner. Ergiebiger und flächendeckender Regen ist aber weiterhin nicht in Sicht, die Trockenheit wird höchstens auf lokaler Ebene und nur vorübergehend etwas gelindert. In den Folgetagen und zumindest bis inklusive Wochenende setzt sich dann generell wieder trockenes Hochdruckwetter durch. Die Trockenheit wird uns in Österreich also noch längere Zeit begleiten.

Prognose der aufsummierten Regenmengen bis zur Wochenmitte. Besonders entlang des Tiroler Alpenhauptkamms und im Südwesten ist am Dienstag und Mittwoch mit etwas Regen zu rechnen. © ICON/DWD
Prognose der aufsummierten Regenmengen bis zur Wochenmitte. Besonders entlang des Tiroler Alpenhauptkamms und im Südwesten ist am Dienstag und Mittwoch mit etwas Regen zu rechnen. © ICON/DWD

Starker Tornado trifft Kleinstadt in Oklahoma

Meteorologischer Hintergrund

Der mittlere Westen der USA ist vielleicht der Ort auf der Erde, wo am regelmäßigsten im Frühjahr Bedingungen vorkommen, die die Bildung von Superzellen und starken Tornados begünstigen. So auch in der vergangenen Nacht. Grund hierfür ist die Lage auf der Ostseite der Rocky Mountains und der Zufuhr von feucht-labiler Luft vom Golf von Mexiko. Nicht umsonst trägt die Region den Namen ‚Tornado Alley‘.

Dry-Line und Superzellen

Dabei bildet sich im Frühling tagsüber in den Plains häufig eine sog. Dry-Line, die trockene Gebirgsluft herunter mischt und durch das generell abschüssige Gelände in die Ebene hinab sich eben dorthin bewegt. In der Folge schiebt sich die schwerere trocknen Luft unter die, zwar ähnlich temperierte, aber leichtere feuchte Golfluft. Ist nun Geschwindigkeitsscherung (Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe zu) und Richtungsscherung (Windrichtung ändert sich mit der Höhe) vorhanden, können sich sog. Superzellen bilden. Am Nachmittag und Abend Ortszeit bildeten sich von Nebraska bis nach Oklahoma mehrere solcher besonders kräftigen Gewitterzellen.

Taupunkte und Position der Dry-Line zum Zeitpunkt des Tornados © UBIMET

Tornado bei Enid

Bei Superzellen können sich unterhalb des definitionsgemäß rotierenden Aufwindes Tornados entwickeln. Sind die Bedingungen sehr günstig, können diese sehr stark werden und Windgeschwindigkeiten über 300 km/h erreichen. Damit ist das Schadenspotential sehr hoch. Die folgenden enormen Aufnahmen des Tornados geben einen Eindruck:

Die folgenden Bilder zeigen das Ausmaß der Schäden nahe der Stadt Enid im Norden des Bundesstaats Oklahoma. Nach bisherigen Angaben wurden keine Menschen getötet, 10 Menschen wurden allerdings verletzt.

Auch in Iowa und Kansas traten Tornados auf, zudem wurde Großhagel mit bis zu 10 cm Durchmesser in Kansas gemeldet.

Aussichten

Auch in den kommenden Tagen ist die Gefahr von kräftigen Gewitter inklusive Superzellen mit Tornados, großem Hagel und orkanartigen Böen zu erwarten. Zunächst sind erneut die Staaten im mittleren Westen im Fokus, später dann die Staaten direkt südlich der großen Seen.

 

Titelbild: Satellitenbild der Gewitter am Abend, unten links bildet sich gerade die Superzelle, die den Tornado in Enid bringen wird.

Sonniges Frühlingswetter am Wochenende

Das Hoch ULI mit Kern über Großbritannien sorgt auch in den kommenden Tagen in Österreich für ruhiges Frühlingswetter. Lediglich am Sonntag macht sich eine schwache Kaltfront nur mit Wolkenfeldern und einer moderaten Abkühlung bemerkbar. Generell dürfen wir uns aber auf ein durchwegs freundliches und mildes Wochenende freuen.

Bodendruck- und Frontenkarte für Freitag, 24. April 2026, 14:00 MESZ

Sonniges Frühlingswetter

Am Freitag setzt sich das sonnige Frühlingswetter der letzten Tage fort, lediglich vom Mühlviertel bis ins Nordburgenland ziehen ein paar dünne und harmlose Wolken durch. Weiter südlich und westlich präsentiert sich der Himmel häufig sogar strahlend blau. Der Wind weht im Donauraum und im Osten lebhaft aus West bis Nordwest. Bei 16 bis 25 Grad geht es mit den Temperaturen weiter bergauf, die höchsten Werte werden im Süden erreicht.

Prognose Temperaturmaximum für Freitag, 24. April 2026

Oft Kaiserwetter

Der Samstag zeigt sich weiterhin von seiner frühlingshaften Seite. Von Beginn an dominiert der Sonnenschein, ein paar durchziehende Wolkenfelder sowie allfällige Quellwolken bleiben harmlos. Verbreitet werden zwischen 11 und 13 Sonnenstunden erwartet. Der Wind weht besonders im Osten noch zeitweise lebhaft aus westlichen Richtungen, allgemein lässt er aber etwas nach und für die Jahreszeit ist es nach wie vor sehr mild, die Höchstwerte liegen zwischen 17 und 26 Grad.

Prognostizierte Sonnenscheindauer für Samstag, 25. April 2026

Etwas mehr Wolken

Am Sonntag ziehen im Norden und im Tagesverlauf auch im Osten einige Wolken durch, meist bleibt es aber trocken und zumindest zeitweise sonnig. Inneralpin sowie im Süden und Westen dominiert weiterhin der Sonnenschein. Im Norden und Osten weht lebhafter bis kräftiger Nordwestwind und hier kühlt es deutlich ab. Von Nord nach Süd liegen die Höchstwerte zwischen 13 und 25 Grad.

Ausblick

In den Ensembles des ECMWF-Modells ist die trockene und milde Phase bis zum Wochenende gut zu erkennen. Erst zu Beginn der neuen Woche wird es durch ein Italientief aus aktueller Sicht wieder unbeständiger und mit einer nördlichen Anströmung kühlt es etwas ab.

Temperatur und Niederschlagsprognose für Wien und Graz für die kommenden 10 Tage – Quelle: ECMWF

Feuchtes Wetter im Frühjahr: Vorsicht Zecken!

Vorsicht Zecken

Entscheidend für das Erscheinen der Zecken ist in erster Linie die Temperatur. Spätestens wenn kein Schnee mehr liegt und die Temperaturen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen 7 bis 10 Grad erreichen, erwachen die ersten Zecken aus der Winterstarre. Dies passiert immer häufiger bereits im Februar.

Feuchtwarm

Kälteeinbrüche im März und im April sorgen zwar für abrupte Einbrüche der Zeckenaktivität, den Zecken schadet das aber in der Regel nicht. Neben der Temperatur spielt vor allem die Feuchtigkeit eine wichtige Rolle: Wenn es nach längeren Schönwetterperioden sehr trocken ist, ziehen sich die Zecken vorübergehend in schattige Plätze zurück. Regnet es dann wieder, verlassen sie schnell die schützende Laubstreu und suchen verstärkt nach Wirten. Besonders bei feuchtwarmen Wetter kann die Zeckenaktivität dann regelrecht explodieren!

Vorsicht Zecken, hohes Gras und Unterholz meiden
Zecken halten sich nahe zum Boden auf. © Adobe Stock

Jährlich viele FSME-Fälle

Entgegen der landläufigen Meinung warten Zecken nicht auf Bäumen und lassen sich auf ihre Opfer fallen, sondern mögen es bodennah und feucht. Die Parasiten krabbeln auf Grashalme in Wiesen und Büschen und warten geduldig auf den Moment in dem ein potentieller Wirt sie streift und mitnimmt. Schützen kann man sich mit geschlossener Kleidung und Sprays, wobei auch diese keine Sicherheit garantieren.

Zecken
Eine Zecke auf der Lauer. © AdobeStock

Viele Zeckenbisse verlaufen harmlos, da nicht alle Zecken FSME-Viren oder Borreliose-Bakterien in sich tragen und der Biss eines infizierten Exemplars nicht immer zu einer Infektion führt. Das Risiko ist aber groß, weshalb eine FSME-Impfung dringend zu empfehlen ist. Nach einem Wald- oder Wiesenspaziergang sollte man den Körper jedenfalls gründlich nach den Blutsaugern absuchen und etwaige Zecken möglichst bald mit einer Zeckenpinzette, -zange oder -karte zu entfernen, da Bakterien und Viren meist erst nach einer bestimmten Zeit übertragen werden. Wenn sich die Zecke nur schwer entfernen lässt, ist dies ein Indiz dafür, dass sie sich schon länger angesaugt hat. Die Bissstelle sollte desinfiziert und auf jeden Fall noch länger beobachtet werden und bei einer Rötung oder grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen ein Arzt konsultiert werden.

 

FSME-Fälle Österreich

(Daten: MedUni Wien)

Deutschland

(Daten: NaLI)

2016 89 352
2017 116 485
2018 154 582
2019 108 443
2020 216 717
2021 128 420
2022 179 559
2023 104 381

Die Anzahl an FSME-Erkrankungen hat in den letzten Jahren tendenziell zugenommen. Im Jahr 2019 hat wohl die Trockenheit für einen vorübergehenden Rückgang gesorgt, allerdings folgte im ersten „Corona-Sommer“ im Jahr 2020 ein neuer Negativrekord. Etwa bei der Hälfte der Erkrankungen gibt es einen schweren Krankheitsverlauf mit einer Gehirnentzündung. Nur mit einer Impfung kann man dieses Risiko minimieren.

Titelbild © AdobeStock

Zweigeteiltes Wochenende: Erst Sonne, dann Kaltfront und Gewitter

Zweigeteilt: Zuerst Sonne, dann Kaltfront und Gewitter. Fotocollage © foto-webcam.eu

Während der Wochenstart unter dem Einfluss eines Mittelmeertiefs noch häufig bewölkt und leicht unbeständig verlief, dominierte nach der Wochenmitte unter Zwischenhocheinfluss wieder überwiegend sonniges und mildes Frühlingswetter. Dieser Wettercharakter setzt sich auch noch am Samstag fort. Der Sonntag steht dann allerdings ganz im Zeichen einer Kaltfront, dann werden auch Gewitter zum Thema. Ergiebiger, flächendeckender Regen ist allerdings nicht in Sicht. Die Trockenheit der letzten Wochen und Monate setzt sich also weiter fort und wird maximal punktuell etwas gelindert.

Niederschlagsabweichung vom Klimamittel im bisherigen meteorologischen Frühling 2026 (seit 01.03.). Österreichweit liegt das Minus aktuell bei 60 Prozent, im Süden und Südosten gebietsweise sogar bei 90 Prozent. © UBIMET
Niederschlagsabweichung vom Klimamittel im bisherigen meteorologischen Frühling 2026 (seit 01.03.). Österreichweit liegt das Minus aktuell bei 60 Prozent, im Süden und Südosten gebietsweise sogar bei 90 Prozent. © UBIMET

Zunächst viel Sonne, ruhig und mild

Am Samstag scheint häufig die Sonne, lediglich vom Mühl- und Waldviertel bis in die westliche Obersteiermark machen sich anfangs auch etwas mehr Wolken bemerkbar. Im Tagesverlauf bilden sich im Berg- und Hügelland erneut Quellwolken sowie einzelne Schauer. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord und mit 17 bis 24 Grad bleibt es für die Jahreszeit sehr mild. Im langjährigen Mittel wären im Flachland aktuell Höchstwerte um 17 Grad zu erwarten.

Höchstwerte am Samstag, den 18.04.2026 in Österreich. Recht verbreitet werden 17 bis 24 Grad erreicht. © UBIMET
Höchstwerte am Samstag, den 18.04.2026, in Österreich. Recht verbreitet werden 17 bis 24 Grad erreicht. © UBIMET

Kaltfront bringt Schauer und Gewitter

Am Sonntag erreicht schließlich die Kaltfront eines Tiefs mit Kern über dem Nordmeer das Land. Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich geht es schon bewölkt und mit Schauern gebietsweise nass in den Tag. Im Tagesverlauf breiten sich schauerartiger Regen und Gewitter auf weite Landesteile aus. Im Süden und Osten scheint zunächst noch zeitweise die Sonne, besonders hier ist dann ab etwa Mittag auch mit einzelnen kräftigeren Gewittern zu rechnen. Mit den Schauern und Gewittern frischt der Westwind zudem in Böen vorübergehend kräftig auf. Zuvor werden je nach Sonne noch einmal milde 14 bis 23 Grad erreicht.

Niederschlagsprognose (Schauer und Gewitter) für Sonntag nach dem ICON Modell © DWD | Zeiten in UTC, also +2 Stunden für MESZ.
Niederschlagsprognose (Schauer und Gewitter) für Sonntag nach dem ICON Modell © DWD | Zeiten in UTC, also +2 Stunden für MESZ.

Gute Bedingungen für den Vienna City Marathon

Am längsten ruhig bleibt es also im Osten und Südosten des Landes. Gute Nachrichten auch für den diesjährigen Vienna City Marathon. Der Vormittag verläuft bei schwachem Südostwind zwar zunehmend bewölkt, aber bei einer nur geringen Schauerneigung noch meist trocken. Beim offiziellen Start um 09:00 Uhr sind etwa 14 Grad zu erwarten, bis Mittag erwärmt sich die Luft schließlich auf knapp 20 Grad. Spannender wird es dann am frühen Nachmittag, ab etwa 13 Uhr. Denn dann nimmt die Schauerneigung von Westen her schlagartig zu und auch ein kurzes Gewitter kann dabei sein. Zudem frischt lebhafter, in Böen vorübergehend auch kräftiger Westwind auf.

Typisches Aprilwetter zum Wochenstart

Die neue Woche startet schließlich mit vielen Wolken und regional unbeständig mit Schauern und auch noch einzelnen Gewittern. Zudem kühlt es spürbar ab, die Höchstwerte liegen dann meist zwischen etwa 10 und 16 Grad und somit für die Jahreszeit auf einem leicht unterdurchschnittlichen Niveau.

Weltklima: El Nino kehrt 2026 zurück

Die Insel Moorea im südlichen Pazifik liegt am Rande der vom Phänomen "El-Nino" direkt betroffenen Region - pixabay.com

Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) hat das April-Update seiner saisonalen Prognosen vor kurzem veröffentlicht. Wirft man dabei einen Blick auf die vorhergesagten Anomalien der Temperatur an der Wasseroberfläche für den Zeitraum Spätsommer/Frühherbst (Bild unten), so sticht die dunkelrote Region Mitten im Pazifik deutlich heraus. Entlang des Äquators zwischen Südamerika und Ozeanien würden die Anomalien laut Vorhersage häufig zwischen +2 und +3 Grad liegen.

Die Prognose der Temperaturanomalien an der Wasseroberfläche für den Spätsommer und den Frühherbst 2026. Man erkennt das deutliche El-Nino-Signal im Pazifik (links im Bild) mit Anomalien über +2 Grad (rote Fläche) - ECMWF
Die Prognose der Temperaturanomalien an der Wasseroberfläche für den Spätsommer und den Frühherbst 2026. Man erkennt das deutliche El-Nino-Signal im Pazifik (links im Bild) mit Anomalien über +2 Grad (rote Fläche) – ECMWF

Solch eine Erwärmung ist Ausdruck des Klima-Phänomens „El Nino“. Dabei tritt dieses in unterschiedlichen Ausprägungen im Schnitt alle 2 bis 7 Jahre im Pazifik auf und hat einen direkten und markanten Einfluss auf die Verteilung der Niederschläge zwischen Südostasien (häufigere Dürreperiode), Ozeanien (Trockenheit und Hitze) und Südamerika (kühleres Wetter mit markanten Niederschlägen). Besonders starke El-Nino-Periode können bis zu 2 Jahre anhalten und können ihre Auswirkungen auf das gesamte Weltklima ausbreiten.

Die im Herbst bevorstehende Hurrikan-Saison im Atlantik kann z.B. schwächer ausfallen. In seltenen Fällen kann es auch in Mitteleuropa zu kühlerem und nasserem Wetter im Spätsommer und im Herbst kommen. Weltweit bedeutet El Nino heutzutage jedoch primär eine deutliche Beschleunigung der Erderwärmung und eine spürbare Zunahme von Extremwetterereignissen.

Die Prognose der Temperaturanomalien an der Wasseroberfläche im Pazifik bis in den Herbst hinein in der für El-Nino relevanten Region rund um den Äquator zeigen einen deutlichen Trend nach oben - ECMWF
Die Prognose der Temperaturanomalien an der Wasseroberfläche im Pazifik bis in den Herbst hinein in der für El-Nino relevanten Region rund um den Äquator zeigen einen deutlichen Trend nach oben – ECMWF

Die aktuelle Prognose des ECMWFs geht von markanten Anomalien zwischen +2 und +3 Grad im Pazifik aus, die über mehrere Monate andauern würden. Dies könnte zu einer der stärksten El-Nino-Phasen der letzten Jahrzehnte führen. Andere Wetterdienste sind aktuell noch etwas konservativer mit den absoluten Zahlen, eine El-Nino-Phase mit all den damit verbundenen Auswirkungen ist jedoch ab dem Sommer nahezu abgesichert.

Auswirkungen von El Nino in den Sommermonaten Juni bis August - NOAA.gov
Auswirkungen von El Nino in den Sommermonaten Juni bis August – NOAA.gov

Zunehmende UV-Strahlung im Frühjahr

Sonne, Berge und Schnee sorgen besonders im Frühling für erhöhte Sonnenbrandgefahr - pixabay.com

Die UV-Strahlung ist eine für den Menschen unsichtbare, elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge, welche kürzer ist als diejenige des für den Menschen sichtbaren Lichts. Diese Strahlung trifft als kurzwelliger Anteil der Sonnenstrahlung auf die Ozonschicht der Erde auf und wird nur teilweise von dieser absorbiert. Während der UV-A Anteil (Wellenlänge 380 bis 315 Nanometer) zu großen Teilen von der Ozonschicht nicht absorbiert wird und somit bis zur Erdoberfläche durchkommt, nehmen die Ozonmoleküle zu 90 % den UV-B Anteil (Wellenlänge 315 bis 280 Nanometer) und gar zu 100 % den UV-C Anteil (Wellenlänge 280 bis 200 Nanometer) auf.

Vor allem UV-A-Strahlung dringt bis zum Erdboden durch.
Vor allem UV-A-Strahlung dringt bis zum Erdboden durch.

Gefahren

Bereits als kleines Kind lernt so gut wie jeder, dass zu viel Sonnenstrahlung schädlich für die Haut ist. Dabei sorgt insbesondere die zuvor erwähnte UV-A Strahlung bei einer zu hohen Dosis für lichtbedingte Hautausschläge und Sonnenallergien. Im fortgeschrittenen Alter führt dies vermehrt zu Hautalterung und Faltenbildung, zudem hinterlässt die Strahlung Schäden im Erbgut und erhöht deutlich die Hautkrebsgefahr . Für den Sonnenbrand ist allerdings die UV-B Strahlung verantwortlich, das heißt selbst wenn jemand keinen Sonnenbrand erlitten hat, sind andere Schäden, insbesondere Spätschäden, in der Haut nicht ausgeschlossen!

UV-Index

Gemessen wird die UV-Belastung mit dem sog. UV-Index. Er hängt vor allem vom Sonnenstand ab und ändert sich daher am stärksten mit der Jahreszeit, der Tageszeit und der geografischen Breite. Die Bewölkung und die Höhenlage eines Ortes spielen ebenfalls eine Rolle, sowie weiters auch die Gesamtozonkonzentration in der Atmosphäre, welche im Frühjahr je nach Wetterlage etwas variieren kann! In Mitteleuropa werden im Sommer Werte von 8 bis 9, in den Hochlagen der Alpen sogar bis 11 erreicht. Am Äquator können Werte von 12 und höher auftreten.

UV-Index und Schutzmaßnahmen - bfs.de
UV-Index und Schutzmaßnahmen – bfs.de
Maximal erreichbarer UV-Index in den Alpen im Laufe des Jahres (angenommen perfekt sonniges Wetter und Schnee auf den Bergen) - UBIMET
Maximal erreichbarer UV-Index in den Alpen im Laufe des Jahres (angenommen perfekt sonniges Wetter und Schnee auf den Bergen) – UBIMET

Schutz

Den besten Schutz erhält man durch die Bedeckung der Haut durch Textilien und das Tragen einer Kopfbedeckung. Zudem sollte besonders die Mittagssonne gemieden werden bzw. man sollte sich soviel wie möglich im Schatten von Sonnenschirmen oder natürlichen Schattengebern aufhalten. Besonders sehr helle Hauttypen besitzen eine Eigenschutzzeit von lediglich 5 bis 10 Minuten. Eine ergänzende, aber durchaus notwendige Maßnahme, stellt das Sonnenschutzmittel dar. Je höher der Lichtschutzfaktor, umso länger kann man sich, abhängig vom jeweiligen Hauttyp in der Sonne aufhalten. Nachcremen bzw. nach einer gewissen Dauer die Sonne meiden ist jedoch unumgänglich. Ab einem UV-Index 3 ist stets an Sonnenschutz zu denken!

Klimatologie und Messwerte für 2026 des UV-Indexes am Hohen Sonnblick. Graphik: https://www.uv-index.at/

Aktuelle Messwerte zum UV-Index gibt es hier: http://www.uv-index.at/

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Ostern 2026: Am Sonntag frühsommerlich warm mit bis zu 25 Grad

Kaninchen

Das Osterfest richtet sich nicht nach einem festen Datum, sondern nach dem Mond: Ostern fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling (zwischen dem 22. März und dem 25. April). Genauso variabel wie das Datum ist auch das Wetter. Der Grund liegt nicht nur im Datum selbst: Im Frühjahr können im hohen Norden noch kalte Luftmassen liegen, die bei einer ausgeprägten Nord- oder Nordostlage im Alpenraum noch einmal für spätwinterliches Wetter sorgen. Andererseits bringen Südwestlagen bereits sehr milde Luftmassen aus Nordafrika zu uns.

Prognose der Höchstwerte am Ostersonntag: Im Bergland Skandinaviens herrscht Dauerfrost, während es in Südwesteuropa hochsommerlich warm wird.

Am Samstag im Norden nass

Am Karsamstag bringt eine Warmfront viele Wolken und besonders vom Tiroler Unterland bis ins westliche Niederösterreich fällt zeitweise etwas Regen. Im Süden, im östlichen Flachland und auch ganz im Westen lockert es am Nachmittag auf und die Sonne lässt sich noch ab und zu blicken, am häufigsten scheint sie vom Lienzer bis zum Villacher Becken. Der Wind weht mäßig, vom Mostviertel bis ins Wiener Becken lebhaft aus West. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 18 Grad.

Niederschlagsprognose für den Samstag.

Frühsommerlich zu Ostern

Pünktlich zum Ostersonntag sorgt ein Zwischenhoch verbreitet für sonniges und warmes Wetter. Tagsüber ziehen ein paar Schleier- und Quellwolken durch, welche aber harmlos bleiben und den weiterhin vorherrschenden Sonnenschein kaum trüben. Die Temperaturen steigen bei meist nur schwachem Wind auf 18 bis 24 Grad, lokal zeichnen sich auch Spitzen um 25 Grad ab. Ab dem späten Abend nimmt dann von Vorarlberg bis ins Waldviertel die Schauerneigung zu, vereinzelt entstehen auch Gewitter.

Die Prognose der Höchstwerte am Ostersonntag für Orte bis 1200 m Höhe (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Das milde Wetter freut nicht alle: Die Birken blühen heuer besonders üppig und bei den für Anfang April hohen Temperaturen müssen Allergiker gerade am Ostersonntag mit einer sehr hohen Pollenbelastung rechnen!

Am Ostermontag etwas kühler

Am Ostermontag zieht an der Alpennordseite eine schwache Kaltfront durch. In der ersten Tageshälfte ziehen daher viele Wolken durch und entlang der Nordalpen gehen einzelne Regenschauer nieder. Ab Mittag zeigt sich immer mehr die Sonne, am Alpenostrand bleibt die Schauerneigung allerdings leicht erhöht und auch im Südosten steigt sie am Nachmittag geringfügig an. Bei mäßigem bis lebhaftem, im Osten auch kräftigem Nordwestwind kühlt es an der Alpennordseite und im Osten etwas ab, die Temperaturen liegen hier meist zwischen 12 und 18 Grad. In Osttirol und Kärnten bleibt es leicht föhnig und örtlich gehen sich noch bis zu 24 Grad aus.

Der aktuelle Wettertrend für Wien: Zu Ostern wird es besonders mild, am übernächsten Wochenende deuten die Modelle auf eine Abkühlung hin.

Wetterextreme zu Ostern

Ein Blick auf die vergangenen Osterfeste zeigt deutlich Extreme: 2013 sorgte ein massiver Kaltlufteinbruch am 31. März für winterliche Verhältnisse. In den östlichen Nordalpen fielen 20 bis 30 cm Schnee, selbst im östlichen Flachland gab es etwas Nassschnee. Die Höchstwerte reichten von -1 Grad im östlichen Berg- und Hügelland bis +7 Grad in Lienz. In Wien stieg die Temperatur bei zeitweiligem Schneefall und lebhaftem Nordwestwind nicht über 2 Grad hinaus. Ganz anders gestaltete sich das Wetter im Jahre 2000: In Salzburg kletterten die Temperaturen auf hochsommerliche 29 Grad.

Anbei die Höchstwerte am Ostersonntag seit 1990:

Höchstwert Wien Innsbruck Kranebitten
15.4.1990 17 12
31.3.1991 11 14
19.4.1992 17 10
11.4.1993 5 10
3.4.1994 11 8
16.4.1995 14 11
7.4.1996 16 18
30.3.1997 9 5
12.4.1998 11 10
4.4.1999 21 13
23.4.2000 27 (max)
26 (max)
15.4.2001 8 4
31.3.2002 19 16
20.4.2003 19 18
11.4.2004 11 11
27.3.2005 14 20
16.4.2006 19 17
8.4.2007 18 17
23.3.2008 6 3 (min)
12.4.2009 23 23
4.4.2010 18 14
24.4.2011 22 21
8.4.2012 5 4
31.3.2013 2 (min)
5
20.4.2014 18 18
5.4.2015 8 6
27.3.2016 15 18
16.4.2017 14 10
1.4.2018 13 12
21.4.2019 22 24
12.4.2020 23 24
4.4.2021 10 13
17.4.2022 13 15
9.4.2023 10 13
31.3.2024 19 22
20.4.2025 22 21
5.4.2026 26 24

Zwischen 1991 und 2020 lag der mittlere Höchstwert in Wien bei 14,6 Grad und in Innsbruck bei 13,7 Grad. Das variable Datum des Osterfests spielt dabei eine entscheidende Rolle: Am 22. März beträgt der mittlere Höchstwert in Wien 12 Grad, am 25. April bereits bei 19 Grad. Temperaturen über 20 Grad wurden seit 1990 an sieben Ostersonntagen in Wien und Innsbruck gemessen (Im Jahr 2005 verpasste Innsbruck mit 19,9 Grad nur knapp die 20-Grad-Marke).

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Vom Spätwinter zum Frühsommer: 25 Grad rücken näher

Das Osterwetter 2026 verspricht frühlingshafte, freundliche Phase - pixabay.com Symbolbild

Der März 2026 verabschiedete sich zwar spätwinterlich mit reichlich Neuschnee entlang der Nordalpen, insgesamt fiel der Monat jedoch rund 2 Grad zu mild im Vergleich zum langjährigen Klimamittel 1991–2020 aus und zudem außergewöhnlich trocken. Österreichweit beträgt das Niederschlagsdefizit rund 55 Prozent. In der Osthälfte knapp südlich des Alpenhauptkamms gab es aufgrund häufiger Nordlagen sogar neue Rekorde für den trockensten März seit Messbeginn, etwa in Aflenz, Fischbach und Mariapfarr.

Temperaturabweichung im März 2026 - UBIMET
Temperaturabweichung im März 2026 – UBIMET
Niederschlagsabweichung im März 2026 - UBIMET
Niederschlagsabweichung im März 2026 – UBIMET

Die Trockenheit setzt sich in den kommenden Tagen fort: Ein mächtiges Hoch über Westeuropa lenkt atlantische Fronten ab. Das Osterwetter 2026 verspricht daher überwiegend trockene und freundliche Bedingungen. Auch die Temperaturen legen spürbar zu. Die 25-Grad-Marke rückt bereits am Osterwochenende im Süden in Reichweite, der erste Sommertag des Jahres nähert sich somit mit großen Schritten.

Die detaillierte Prognose:

Gründonnerstag:

Im Norden und Osten ziehen einige Wolken durch, zu Beginn fällt von der Obersteiermark bis ins Waldviertel leichter Regen, oberhalb von etwa 800 m unergiebiger Schnee. Im Tagesverlauf verlagern sich die Niederschläge in die Zentral- und Westalpen. Freundlicher zeigt sich das Wetter im Südwesten und in Vorarlberg, hier kommt zeitweise die Sonne zum Vorschein. Der Nord- bis Nordwestwind weht im Osten und in den Föhntälern im Süden lebhaft bis kräftig. Mit 5 bis 14 Grad wird es langsam milder.

Karfreitag:

Der Tag startet im östlichen Flachland meist sonnig, im Bergland fallen in der Früh vereinzelt ein paar Tropfen bzw. oberhalb von 1000 m Schneeflocken. Am Nachmittag bilden sich nördlich der Alpen Quellwolken und die Schauerneigung steigt an, besonders vom Innviertel bis ins Mostviertel. Im Süden bleibt es hingegen trocken und zeitweise sonnig. Im Donauraum und im Osten weht lebhafter West- bis Nordwestwind. Die Temperaturen erreichen 8 bis 17 Grad.

Karsamstag:

Von Vorarlberg bis Oberösterreich beginnt der Tag bereits mit dichten Wolken, die sich am Vormittag bis an den Alpenostrand ausbreiten. In weiterer Folge setzt entlang der Nordalpen Regen ein. Von Osttirol bis ins Südburgenland zeigt sich das Wetter freundlicher mit viel Sonne und am Nachmittag zunehmenden Wolken. Der Wind weht im Donauraum mäßig, im Osten auch lebhaft aus westlichen Richtungen. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 und 19 Grad.

Ostersonntag:

Der Tag beginnt verbreitet sonnig, nur lokal halten sich in den Niederungen Frühnebelfelder. Tagsüber bleibt es freundlich mit einem Mix aus Sonne sowie harmlosen Schleier- und Quellwolken. Der Wind schwächt sich ab und weht nur noch schwach bis mäßig aus West. Mit 17 bis 23 Grad wird es deutlich milder.

Ostermontag:

Bei einem freundlichen Sonne-Wolken-Mix bleibt es vor allem im Süden trocken. Nördlich der Alpen und im Osten ziehen hingegen bei mäßigem bis lebhaftem West- bis Nordwestwind einzelne Regenschauer durch, hier zeigt sich die Sonne nur zwischendurch. Insgesamt dominiert jedoch freundliches Frühlingswetter bei 16 bis 24 Grad.

Das Rennen um den ersten Sommertag ist eröffnet

Falls die sommerliche 25-Grad-Marke am Osterwochenende im Süden noch nicht erreicht wird, bieten sich im Verlauf der kommenden Woche weitere Chancen, dann auch im Westen. Zur Monatsmitte hin könnte es allerdings wieder etwas kühler werden. Im langjährigen Mittel tritt der erste Sommertag in Österreich am 18. April auf. Heuer wären wir somit ein bis zwei Wochen früher dran. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 wurde die Marke bereits am 18. März in Pottschach (Bezirk Neunkirchen, NÖ) mit 25,3 Grad erreicht.

Statistik des ersten Sommertages im Jahr in Österreich seit 1872 (nur aktive Wetterstationen) - UBIMET, GSA
Statistik des ersten Sommertages im Jahr in Österreich seit 1872 (nur aktive Wetterstationen) – UBIMET, GSA

März 2026: erster Frühlingsmonat endet zu warm

Zu mild

Der diesjährige März war in Mitteleuropa längere Zeit durch Hochdruckgebiete geprägt. Somit stellte sich für längere Zeit ruhiges Wetter ein und auch milde Luft erreichte Deutschland. Insbesondere in der Nordhälfte führte dies dazu, dass der Monat teils mehr als 2 Grad zu warm ausfiel. Im Süden verlief der Monat dagegen ausgeglichener.

Abweichung der Mitteltemperatur im März © DWD/UBIMET

Beispielhaft hier die Abweichungen für Schleswig-Holstein und Bayern:

Abweichung der Temperatur vom Flächenmittel für Schleswig-Holstein © mtwetter
Abweichung der Temperatur vom Flächenmittel für Bayern © mtwetter

Man erkennt gut, dass der Monatsbeginn verbreitet zu warm verlief, und erst der markante Kaltlufteinbruch in der letzten Woche den Mittelwert in Bayern herabsetzte. Weiterhin ist die negative Abweichung in Bayern deutlich größer als in Schleswig-Holstein.

Die höchste Temperatur des Monats wurde am 7. des Monats in Michelstadt im Odenwald mit 19,9 Grad gemessen. Die tiefste Temperatur wurde am 28. des Monats mit -15,5 Grad in Oberstdorf gemessen, ausgenommen hier ist nur die Zugspitze.

 Zu trocken

Der lange Hochdruckeinfluss führte, wenig verwunderlich, zur Trockenheit. Besonders ausgeprägt ist diese im Osten und Südosten des Landes. In Berlin und Umgebung kamen gerade mal 5 bis 10 L/m² im gesamten Monat zusammen. Zwar fielen am Alpenrand und im Weststau des Schwarzwalds regional mehr als 100 L/m², hier liegt das Mittel aber auch recht hoch, sodass die Abweichungen hier teils sogar negativ sind.

Abweichung des Niederschlags vom Mittel © DWD/UBIMET

Der Kaltluftausbruch am Ende des Monats brachte besonders im Süden nochmal Schnee bis weit hinunter. Selbst im Flächenmittel über die gesamte Republik ist dieser zu erkennen. Dabei erkennt man, dass das Mittel im März erwartungsgemäß abnimmt. Dabei liegt selbst in den Alpentälern derzeit noch rund ein viertel Meter Schnee.

Flächenmittel der Schneehöhe über Deutschland © mtwetter

Ein Sturmtief

Der Kaltluftausbruch wurde von einem Sturm begleitet, an der Nordsee wurden Böen um die 100 km/h gemessen, aber auch im Binnenland traten Sturmböen auf. Spitzenreiter hier ist die Station Spiekeroog, einer der ostfriesischen Inseln, mit einer Böe von 109 km/h, am 25. des Monats. Auf den Berggipfeln kam es sogar zu Orkanböen.

Zu sonnig

Der Hochdruckeinfluss hatte für viele jedoch einen positiven Nebeneffekt, die Sonne schien landesweit überdurchschnittlich lange. Verbreitet wurde rund das 1,5-fache des Üblichen erreicht.

Abweichung des Sonnenscheins zum Mittel © DWD/UBIMET