Dank Hoch WINFRIED über Mitteleuropa dürfen wir uns am verlängerten Wochenende auf ausgesprochen ruhiges, trockenes und häufig sonniges Wetter freuen. Mit einer zunehmend auf Südost drehenden Strömung wird es zudem spürbar wärmer – die Temperaturen klettern auf ein frühsommerliches Niveau. Dabei rückt sogar der erste 30er des Jahres in greifbare Nähe.

Oft Sonne pur
Der Staatsfeiertag präsentiert sich von seiner häufig sonnigen Seite. In der Westhälfte scheint die Sonne sogar oft ungetrübt, im Osten und Südosten machen sich hingegen einige Quellwolken bemerkbar. Diese bleiben aber generell harmlos und flach. Insgesamt dominiert somit auch hier der freundliche Wettercharakter, am Abend lösen sich die Wolken wieder auf. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus östlichen Richtungen liegen die Höchstwerte zwischen 17 und 24 Grad, im Oberinntal sind lokal 25 Grad möglich.

Erneut viel Sonnenschein
Am Samstag scheint über weite Strecken des Tages ungetrübt die Sonne. Nur vorübergehend zeigen sich in den Mittagsstunden ein paar harmlose Quellwolken, am Abend ziehen im Westen Schleierwolken auf. Der Tag geht aber überall freundlich und trocken zu Ende. Im Donauraum weht mäßiger Ostwind, sonst spielt der Wind keine große Rolle und mit 21 bis 27 Grad wird es frühsommerlich warm.

Frühsommerlich warm
Der Sonntag hat in der Osthälfte erneut oft strahlend sonniges Frühsommerwetter zu bieten. Im Westen machen sich hingegen nach einem noch oft sonnigen Start etwas mehr Wolken bemerkbar und am Nachmittag ist im westlichen Bergland lokal auch ein Schauer bzw. kurzes Gewitter möglich. Meist bleibt es aber auch hier trocken und insgesamt freundlich. Dazu weht mäßiger, im Osten auch lebhafter und teils föhniger Südostwind, im Westen frischt Westwind auf. Maximal 22 bis 29 Grad.

Besonders in Oberösterreich sowie im Flach- und Tennengau werden Höchstwerte um 29 Grad erwartet. Lokal ist es jedoch durchaus möglich, dass die 30-Grad-Marke bereits geknackt wird – das wäre der erste „Dreißiger“ des Jahres. Damit lägen wir deutlich vor dem Klimamittel der Periode 1991 bis 2020. Allerdings zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass es auch schon Jahre gab, in denen die erste 30-Grad-Marke bereits im April erreicht wurde.

Während 30 Grad im Frühling (März, April, Mai) früher eine Seltenheit waren, kam das zuletzt in Zeiten der Klimaerwärmung aber immer häufiger vor. Sogar bereits ab Mitte April sind Hitzetage möglich, wie der Blick ins Archiv zeigt.
In allen Bundesländern mit Ausnahme von Kärnten wurden die frühesten 30-Grad-Tage schon im April verzeichnet. Dabei hat Bruck an der Mur die Nase vorne, hier wurden schon am 07. April 2024 30,0 Grad gemessen.
Hier eine Übersicht der frühesten Hitzetage für jedes Bundesland:
| Station | Bundesland | Datum | Höchstwert |
| Bruck an der Mur | Steiermark | 07.04.2024 | 30,0 Grad |
| Stadt Salzburg | Salzburg | 17.04.1934 | 30,0 Grad |
| Eisenstadt | Burgenland | 28.04.1947 | 30,0 Grad |
| Obersiebenbrunn | Niederösterreich | 23.04.1968 | 30,0 Grad |
| Leibnitz | Steiermark | 24.04.1968 | 30,0 Grad |
| Klagenfurt | Kärnten | 06.05.2003 | 31,9 Grad |
| Bad Goisern | Oberösterreich | 27.04.2012 | 30,4 Grad |
| Bregenz | Vorarlberg | 28.04.2012 | 31,2 Grad |
| Kufstein | Tirol | 28.04.2012 | 31,2 Grad |
| Wien-Innere Stadt | Wien | 29.04.2018 | 30,3 Grad |
Am Salzburger Flughafen zum Beispiel gab es den ersten 30er im Zeitraum 1961-1990 im Mittel am 27. Juni (siehe gelbes Kreuz), im jüngsten Klimamittel (umfasst 1991-2020, siehe rotes Kreuz in Grafik) wanderte dieser Termin um fast 3 Wochen nach vorne auf den 08. Juni.

Steigende Waldbrandgefahr
Der anhaltende Sonnenschein hat jedoch auch seine Kehrseite: In Kombination mit der vorangegangenen Trockenphase, den steigenden Temperaturen und dem im Osten auffrischenden Südostwind nimmt die Waldbrandgefahr deutlich zu. Entsprechend zeigen sich auf unserer Prognosekarte für Sonntag bereits markante violette Farbtöne, was einer sehr hohen Waldbrandgefahr entspricht.

Ausblick in die neue Woche
Zu Beginn der neuen Woche gewinnt der Tiefdruckeinfluss aus Nordwesten wieder an Bedeutung. Damit rücken Wolken, Schauer und auch Gewitter erneut in den Fokus – nach aktuellen Prognosen aber überwiegend in den westlichen Landesteilen. Gleichzeitig macht sich eine spürbare Abkühlung bemerkbar, gut zu sehen in der ECMWF Prognose für Salzburg.

Titelbild: Sonne, Sonnenschirm und Sonnenbrillen – pixabay.com

