Am Wochenende regional kräftige Gewitter

Gewitter

Der Hochdruckeinfluss lässt am Wochenende nach und am Samstag streift in den Abendstunden eine schwache Kaltfront den äußersten Nordosten des Landes. Unter dem Einfluss feuchtwarmer und energiereicher Luft nimmt die Gewitterneigung ausgehend vom Mühl- und Waldviertel zu. Am Sonntag liegt das Land zunächst weiterhin im Einflussbereich einer nordwestlichen Strömung, im Vorfeld eines weiteren Tiefs gelangt jedoch weiterhin feuchtwarme Luft ins Land. Am Montag wird die energiereiche Luftmasse dann vorübergehend in den äußersten Süden und Südosten verdrängt.

Am Freitag sorgt ein Hoch noch für stabiles Wetter, über Benelux zieht jedoch eine Kaltfront auf. © EUMETSAT

Am Samstag lokale Gewitter mit Sturmböen

Der Samstag beginnt meist sonnig, nur im Nordosten ziehen zeitweise hochliegende Wolkenfelder durch. Ab etwa Mittag entstehen zunächst im Mühl- und Waldviertel erste gewittrige Schauer, gegen Abend steigt die Neigung zu lokal kräftigen Gewittern auch im Norden und Osten an. Mit den Gewitter besteht erhöhte Gefahr von Sturmböen.

Am Samstagabend sind vor allem im Norden und Osten lokale Gewitter mit Sturmböen in Sicht.

Im Westen sowie von Osttirol bis in die Weststeiermark bleibt es überwiegend trocken mit weiterhin viel Sonnenschein. Die Temperaturen steigen im Flachland und in den großen Alpentälern auf sommerliche 27 bis 31 Grad.

Prognose der Höchstwerte am Samstag.

Am Sonntag erhöhte Unwettergefahr

Am Sonntag ziehen im Norden von Beginn an Wolken durch und im östlichen Bergland gehen bereits in der ersten Tageshälfte lokale Schauer nieder. Abseits davon scheint zunächst häufig die Sonne, ab Mittag nimmt die Schauer- und Gewitterneigung aber allgemein zu. Zunächst sind besonders im südlichen und östlichen Berg- und Hügelland kräftige Gewitter zu erwarten, dabei besteht örtlich die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. Gegen Abend nimmt die Unwettergefahr auch an der Alpennordseite zu. Die Höchstwerte liegen in den Niederungen zwischen 26 und 30 Grad.

Am Sonntag steigt die Gewittergefahr verbreitet an.

Zu Wochenbeginn unbeständig

Der Montag startet an der Alpennordseite und im Osten mit schauerartigem Regen, lokal gehen auch gewittrige Schauer nieder. Im Laufe des Nachmittags beruhigt sich das Wetter im Westen und Norden langsam, im Osten ziehen weitere gewittrige Schauer durch. Im äußersten Süden und Südosten entwickeln sich hingegen nach einem häufig sonnigen Vormittag lokal kräftige Gewitter, am längsten freundlich bleibt es von Osttirol bis ins Obere Murtal. Dort wird es leicht föhnig, im Osten weht kräftiger West- bis Nordwestwind. Dazu kühlt es etwas ab: Die Temperaturen erreichen von Nord nach Süd 19 bis 25 Grad.

Der Montag bringt im äußersten Süden sowie vereinzelt auch in Niederösterreich Gewitter.

 

Von Freitag bis Sonntag regional kräftige Gewitter

Gewitter

Der Hochdruckeinfluss der letzten Tage schwindet langsam. Ausgehend von einem Tief über der nördlichen Nordsee erreicht am heutigen Freitag eine Kaltfront den Nordwesten Deutschlands. Zuvor wird energiereiche Luft herangeführt, wodurch günstige Bedingungen für kräftige Gewitter entstehen. Am Samstag kommt die Luftmassengrenze etwa über der Landesmitte zum Liegen, hier bleibt es unbeständig, zudem entwickelt sich über Frankreich ein kleines Randtief. Mit diesem steigt die Unwettergefahr am Sonntag neuerlich an, ehe die gewitterträchtige Luftmasse zum Montag hin vorübergehend verdrängt wird.

Am Abend im Westen Unwettergefahr

Der Freitag bringt zunächst nochmals häufig sonniges Wetter, lediglich im Nordwesten machen sich im Tagesverlauf zunehmend Wolken bemerkbar. Gegen Abend steigt dort die Gewitterneigung an: Besonders in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen entwickeln sich teils kräftige Gewitter, die ostwärts ziehen. Dabei besteht erhöhte Unwettergefahr durch Starkregen, schwere Sturmböen und teils großem Hagel. In der Nacht auf Samstag greifen die Gewitter in abgeschwächter Form auch auf Teile von Hessen, Thüringen und den Osten Deutschlands über.

Am Samstag liegt eine Zone mit erhöhter Gewitterneigung quer über der Landesmitte. Während im nördlichen Mittelgebirgsraum und in Sachsen bereits am Morgen einzelne Schauer und Gewitter durchziehen, entstehen von Rheinland-Pfalz bis nach Nordbayern im Laufe des Nachmittags kräftige Gewitter. Betroffen ist ein breiter Streifen von der Eifel über das Erzgebirge bis hin zum Bayerischen Wald, zum Abend hin sind vereinzelt aber auch weiter südlich Gewitter möglich. Örtlich besteht die Gefahr von Hagel, Starkregen und stürmischen Böen.

Am Sonntag breitet sich die energiereiche Luftmasse wieder etwas weiter nordwärts aus. Bereits in den Morgenstunden sind im Westen und in der Mitte einzelne Schauer und Gewitter möglich, tagsüber entwickeln sich dann verbreitet Gewitter in der Mitte und im Süden Deutschlands. Die Unwettergefahr nimmt erneut zu: Lokal zeichnen sich Starkregen, Sturmböen sowie teils große Hagel ab.

Am Montag beruhigt sich die Wetterlage vorübergehend wieder.

Erste Hitzewelle des Jahres in Österreich

Frische Limonade gegen Hitze - pixabay.com / JillWellington

Im Vergleich zum jüngeren – und vom Klimawandel schon beeinflussten – Klimamittel 1991-2020 war der Mai bislang nahezu perfekt durchschnittlich temperiert. In Teilen des Berglands war der Monat sogar leicht zu kühl.

Abweichung der Temperatur im bisherigen Mai (bis zum 22.05.2026) - UBIMET
Abweichung der Temperatur im bisherigen Mai (bis zum 22.05.2026) – UBIMET

Erster Hitzetag für 2026 schon am Samstag in Reichweite

Pünktlich zum Pfingstwochenende stellt sich jedoch die Wetterlage um. Ein außergewöhnlich kräftiges, blockierendes Hoch breitet sich über West- und Mitteleuropa aus und wird zunehmend von für die Jahreszeit durchaus sehr heißer Luft gefüllt. Somit steigt die Nullgradgrenze im Alpenraum bis Dienstag auf knapp über 4000 m an. In den Niederungen Österreichs sind von Sonntag bis Dienstag (Höhepunkt) verbreitet Höchstwerte um 30-33 Grad in Reichweite. Schon am heutigen Samstag sollte die 30-Grad-Marke im Westen des Landes erstmal im Jahr 2026 geknackt werden. Im Süden könnte es zudem noch bis inklusive Mittwoch heiß bleiben.

Update: Die Wetterstation in Haiming (Oberinntal, Tirol) hat zum ersten Mal heuer am Samstag 23.05.2026 die 30 Grad erreicht.

Prognose der Höchstwerte in Österreich von Samstag bis Mittwoch - UBIMET
Prognose der Höchstwerte in Österreich von Samstag bis Mittwoch – UBIMET
Statistik der ersten Hitzetage in den Landeshauptstädten seit Messbeginn. Der Termin findet immer früher im Jahr statt, auch 2026 setzt sich diese Tendenz fort - UBIMET, GSA
Statistik der ersten Hitzetage in den Landeshauptstädten seit Messbeginn. Der Termin findet immer früher im Jahr statt, auch 2026 setzt sich diese Tendenz fort – UBIMET, GSA

Erste Hitzewelle des Jahres nahezu fix

In der Meteorologie spricht man von einer Hitzewelle, wenn der Tageshöchstwert der Temperatur an mindestens drei Tagen in Folge bei bzw. über 30 Grad liegt. Anhand der obigen Prognose ist an vielen Stationen der Niederungen Österreichs somit schon die erste Hitzewelle des Jahres in Sicht. Im Westen und Süden sind lokal vier Tage am Stück möglich, sonst meistens drei. Solch eine Anzahl an aufeinanderfolgenden Hitzetagen (Höchstwert bei bzw. über 30 Grad) in Mai sind für fast alle Landeshauptstädte rekordverdächtig. In Wien-Döbling gab es z.B. nur zweimal seit 1872 drei Hitzetage in Mai, davon nur einmal – im Jahre 2005 – alle drei am Stück. An der Station Wien-Hohe Warte würde es sich somit erst um die zweite Mai-Hitzewelle der Messgeschichte handeln. Anmerkung zu dieser Statistik: Daten vor 1872 für die Bundeshauptstadt wurden nicht in Döbling gemessen, sondern in Favoriten und sind somit nicht vergleichbar.

Langzeitstatistik der Anzahl der Hitzetage im Mai in den Landeshauptstädten. Daten für 2026 nur bis zum 22.05. - UBIMET, GSA
Langzeitstatistik der Anzahl der Hitzetage im Mai in den Landeshauptstädten. Daten für 2026 nur bis zum 22.05. – UBIMET, GSA
Statistik der längsten Hitzewellen der Messgeschichte in den Monaten von Jänner bis Mai in den Landeshauptstädten. Daten für 2026 nur bis zum 22.05. - UBIMET, GSA
Statistik der längsten Hitzewellen der Messgeschichte in den Monaten von Jänner bis Mai in den Landeshauptstädten. Daten für 2026 nur bis zum 22.05. – UBIMET, GSA

Auch erste Tropennacht möglich

Auch die Nächte werden in den kommenden Tagen vor allem in Ballungsräumen außergewöhnlich mild verlaufen. In der Wiener Innenstadt ist sogar die erste Tropennacht des Jahres mit einem Tiefstwert bei oder über 20 Grad nicht ausgeschlossen. Noch früher im Jahr fand der Termin nur in Mai 1996 bzw. 2007 statt.

Termin der ersten Tropennacht in der Wiener Inneren Stadt seit Messbeginn - UBIMET, GSA
Termin der ersten Tropennacht in der Wiener Inneren Stadt seit Messbeginn – UBIMET, GSA

Extreme Trockenheit setzt sich fort

Das mächtige Hoch über West- und Mitteleuropa sorgt natürlich nicht nur für eine verfrühte Hitzewelle, sondern auch für eine Fortsetzung der Trockenheit. Landesweit fiel bislang im Frühling 2026 rund die Hälfte des zu erwartenden Niederschlags. Die negative Abweichung ist im Norden des Landes sowie im östlichen Bergland besonders ausgeprägt. An 191 Wetterstationen (von 246) hat der Frühling 2026 noch beste Chancen, bezüglich Dürre auf einem Stockerlplatz zu landen (Stand 22.05.2026).

Niederschlagsabweichung im Frühling 2026 (bis zum 22.05.) - UBIMET
Niederschlagsabweichung im Frühling 2026 (bis zum 22.05.) – UBIMET
An vielen Wetterstationen sind wir auf dem Weg zu einem rekordverdächtig trockenen Frühling. Daten für 2026 nur bis zum 22.05., Endstand hängt von der letzten - aus jetziger Sicht sehr trockenen - Maiwoche! - UBIMET, GSA
An vielen Wetterstationen sind wir auf dem Weg zu einem rekordverdächtig trockenen Frühling. Daten für 2026 nur bis zum 22.05., Endstand hängt von der letzten – aus jetziger Sicht sehr trockenen – Maiwoche! – UBIMET, GSA

 

Das Wetter zu Pfingsten: Der Sommer kehrt zurück

Wetterfrosch am Liegestuhl im Sommer © pixabay.com

Während das zweite Monatsdrittel häufig unbeständig und im Vergleich zum langjährigen Mittel auch deutlich kühler als üblich verlief, stellt sich die Wetterlage in den kommenden Tagen nachhaltig um. Hoch ZENO übernimmt das Kommando und sorgt zu Pfingsten in ganz Österreich für ruhiges, sommerliches und häufig sonniges Wetter.

Bodendruck- und Frontenkarte für Donnerstag, 21. Mai 2026, 14:00 MESZ (Quelle: UBIMET) - Hoch ZENO bestimmt auch das Wetter zu Pfingsten
Bodendruck- und Frontenkarte für Donnerstag, 21. Mai 2026, 14:00 MESZ (Quelle: UBIMET) – Hoch ZENO bestimmt auch das Wetter zu Pfingsten.

Ab Freitag zunehmend sonnig und sommerlich warm

Am Freitag stellt sich in der Osthälfte ein Mix aus Sonne und zeitweise kompakten Wolkenfeldern ein, die Schauerneigung ist aber generell nur mehr gering. Im Westen setzt sich hingegen oft strahlender Sonnenschein durch. Nur über den Bergen bilden sich ein paar Quellwolken, meist bleibt es aber trocken und ruhig. Der Wind weht mäßig, im Osten lebhaft aus nördlichen Richtungen. Die Temperaturen steigen auf 20 bis 28 Grad.

Wetter am Pfingstwochenende: Sommer pur

Am Samstag stellt sich in der Osthälfte ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken ein. Nach Westen zu bleibt der Sonnenschein dagegen oft ungetrübt und nur über den Bergen entwickeln sich ein paar Quellwolken. Am Nachmittag ist hier ein isolierter Schauer bzw. Wärmegewitter nicht ganz ausgeschlossen. Im Osten weht mäßiger bis lebhafter Nordwind und mit der Temperatur geht es weiter bergauf, maximal 22 bis 29 Grad. Lokal, etwa im Oberinntal, sind auch schon 30 Grad nicht ganz ausgeschlossen.

Der Pfingstsonntag hat verbreitet sonniges Sommerwetter zu bieten. Tagsüber machen sich ein paar Schleierwolken bzw. über dem Bergland auch Quellwolken bemerkbar. Diese bleiben aber häufig harmlos und die Schauerneigung weiterhin gering. Dazu werden hochsommerliche 24 bis 31 Grad erreicht.

Am Pfingstmontag ändert sich wenig. Oft setzt sich strahlender Sonnenschein durch, ein paar durchziehende Wolken bleiben generell harmlos. Nur über den Bergen können auch ein paar Quellwolken dabei sein, die Schauer- und Gewitterneigung bleibt allerdings gering. Das Temperaturniveau präsentiert sich weiterhin von seiner hochsommerlichen Seite, maximal werden 24 bis 32 Grad erreicht.

30 Grad im Mittel immer früher

Im langjährigen Mittel wird die 30-Grad-Marke in Österreich Mitte Mai das erste Mal erreicht bzw. überschritten. Im Zuge der Klimaerwärmung ist dies aber immer früher der Fall. In den vergangenen 30 Jahren wurde die Marke im Mittel um etwa 10 Tage früher erreicht als noch zwischen 1961 und 1990.

Erster Tag mit Höchstwerten von mindestens 30 Grad oder mehr in Österreich | UBIMET/GSA
Erster Tag mit Höchstwerten von mindestens 30 Grad oder mehr in Österreich | UBIMET/GSA

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt eine große Variabilität. Während der früheste 30er der Messgeschichte am 07.04.2024 in Bruck an der Mur registriert wurde, war es im Jahr 1899 erst am 22.07. in Kremsmünster so weit.

Hier eine Übersicht der frühesten Hitzetage für jedes Bundesland:

Station Bundesland Datum Höchstwert
Bruck an der Mur Steiermark 07.04.2024 30,0 Grad
Stadt Salzburg Salzburg 17.04.1934 30,0 Grad
Eisenstadt Burgenland 28.04.1947 30,0 Grad
Obersiebenbrunn Niederösterreich 23.04.1968 30,0 Grad
Leibnitz Steiermark 24.04.1968 30,0 Grad
Klagenfurt Kärnten 06.05.2003 31,9 Grad
Bad Goisern Oberösterreich 27.04.2012 30,4 Grad
Bregenz Vorarlberg 28.04.2012 31,2 Grad
Kufstein Tirol 28.04.2012 31,2 Grad
Wien-Innere Stadt Wien 29.04.2018 30,3 Grad

Nasse erste Maihälfte lindert Trockenheit

Nach dem verbreitet deutlich zu trocknen April und auch einem zu trockenen Winter (wir berichteten), ist nach der Halbzeit im Mai nun besonders in der Nordhälfte ein deutlicher Überschuss an Regen gefallen. Besonders vom südlichen Emsland bis ins Leipziger Land ist sogar schon flächig das Anderthalbfache bis Doppelte des Üblichen gefallen. Anders ist es weiterhin von der Schwäbischen Alb bis nach Niederbayern, hier fiel bisher teils nur die Hälfte des Üblichen.

Abweichungen des Niederschlags seit Monatsbeginn © DWD/UBIMET

Damit ist auch die Wald- und Flurbrandgefahr wieder deutlich zurückgegangen. Dennoch sollte insbesondere im Süden und Osten weiterhin acht gegeben werden, z.B. keine brennenden Zigaretten wegzuwerfen.

Wald- und Flurbrandgefahrenindex für die kommenden Tage © UBIMET

Aussichten

In den folgenden Tagen bleibt es in Deutschland unbeständig mit weiteren Schauern und Gewittern. Am Montag ist vor allem die Westhälfte sowie der Alpenrand betroffen, am Dienstag zeichnet sich dann der Osten als Schwerpunkt der Schauer und Gewitter ab. Der Mittwoch bringt dann voraussichtlich großflächiger wechselhaftes Wetter, dabei steigen die Temperaturen aber allmählich etwas an und liegen im jahreszeitlich üblichen Bereich.

Niederschlagsprognose für Montag, den 18.5.2026 © UBIMET

Zum Pfingstwochenende hin bestehen dann noch gewisse Unsicherheiten wie warm es wird, es deuten sich aber verbreitet Temperaturen um 25 Grad an.

 

Wetterwechsel in der neuen Woche: unbeständig, aber wärmer

Sonne und Wolken im Mai

In der neuen Woche liegt Österreich zunächst am Rande eines Tiefs mit Kern über Nordwesteuropa. Mit einer westlichen Strömung gelangt dabei etwas mildere, aber auch feuchte Luft ins Land, weshalb die Schauer- und Gewitterneigung erhöht bleibt. Insgesamt bleiben die Regenmengen aber meist gering und liegen deutlich unter denen der zu Ende gehenden Woche. Die Schneefallgrenze spielt keine Rolle mehr, da die Nullgradgrenze von heute noch 1400 m auf über 2500 m Höhe ansteigt.

Vergleich der Nullgradgrenze an diesem Wochenende und am kommenden Donnerstag.

Zur Wochenmitte dreht die Strömung vorübergehend wieder auf nördliche Richtung, nachfolgend macht sich aber ein Hochdruckgebiet bemerkbar. Zu Pfingsten sind die Unsicherheiten noch erhöht: Bei manchen Modellläufen setzt sich der Hochdruckeinfluss fort, bei anderen zieht am Südrand des Hochs ein Höhentief durch.

Am Montag im Osten sonnig

Der Montag beginnt trocken und häufig sonnig, nur ganz im Westen ziehen bereits Wolkenfelder durch. Im Laufe des Tages zieht es zu und über den Bergen bilden sich Quellwolken. Am Nachmittag breiten sich sich entlang der westlichen Nordalpen Schauer und lokale Gewitter aus, einzelne gewittrige Schauer gehen zudem auch im südlichen Bergland nieder. Im Norden und Osten bleibt es dagegen freundlich und trocken. Mit 14 bis 21 Grad bleiben die Temperaturen gedämpft.

Im Westen und Süden gehen zu Wochenbeginn lokale Schauer oder Gewitter nieder.

Lokale Schauer und Gewitter

Am Dienstag überwiegt im östlichen Flachland weiterhin der Sonnenschein und auch in Vorarlberg setzt sich nach Auflösung von Restwolken die Sonne durch. Vom Tiroler Unterland bis ins Salzkammergut überwiegen dagegen die Wolken und anfangs fällt etwas Regen. An Nachmittag steigt dann die Schauer- und Gewitterneigung vor allem im östlichen Berg- und Hügelland an, einzelne Gewitter können auch auf die südlichen Becken übergreifen. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 22 Grad.

Am Dienstag wird es vor allem im zentralen und östlichen Bergland stellenweise nass.

Zur Wochenmitte unbeständig

Der Mittwoch hat im Osten und Südosten bei nur harmlosen Wolken weiterhin zeitweiligen Sonnenschein zu bieten. Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich und in den Alpen ziehen dagegen viele Wolken durch und über den Tag verteilt gehen einige Regenschauer und am Nachmittag auch wieder lokale Gewitter nieder. Die Temperaturen steigen auf 16 bis 23 Grad mit den höheren Werten im Osten.

Die Temperaturen steigen etwas an.

Wetterbesserung am Donnerstag

Am Donnerstag halten sich im Norden weiterhin viele Wolken, sonst scheint häufig die Sonne. Tagsüber steigt die Schauerneigung im Norden und Osten etwas an, besonders in Niederösterreich ziehen bei teils lebhaftem West- bis Nordwestwind lokale gewittrige Schauer durch. Am Abend steigt die Schauerneigung auch entlang der Nordalpen etwas an. Die Temperaturen steigen noch etwas an und erreichen 18 bis 24, im Südosten lokal auch 25 Grad.

Die Temperaturen steigen im Laufe der Woche an und liegen im Bereich des klimatologischen Mittels. Am Wochenende nehmen die Unsicherheiten zu. Daten: ECMWF/UBIMET

Am Wochenende Hochdruckeinfluss?

Der Trend für den Freitag deutet auf überwiegend sonniges Wetter hin, nur im Nordosten besteht am Nachmittag noch eine geringe Schauerneigung.  Die Höchstwerte liegen meist zwischen 18 und 24, im Drautal auch 25 Grad. Die Prognose für das Pfingstwochenende ist noch unsicher. Einige Modelle deuten auf eine Fortsetzung des Hochdruckeinflusses hin, während andere Berechnungen ein Höhentief und damit unbeständiges Wetter über Mitteleuropa zeigen. Für eine genauere Prognose braucht es noch ein paar Tage Geduld.

Der Trend für die neue Woche: Milder und trockener als üblich.

Kaltfront bringt am Montag Schauer und lokal kräftige Gewitter

Österreich liegt zu Wochenbeginn südlich eines Tiefs namens Doreen mit Kern über Polen. Im Vorfeld der dazugehörigen Kaltfront gelangt zunächst noch feuchtmilde Luft ins Land, die Schauer- und Gewitterneigung nimmt von Westen her aber rasch zu.

Tief Doreen lenkt Montagnacht einen Schwall Kaltluft nach Österreich.

Lokal kräftige Gewitter

Am Montag scheint in der ersten Tageshälfte vor allem im Osten und Südosten zeitweise die Sonne, sonst ziehen bereits viele Wolken durch und im Norden sowie in Vorarlberg ziehen Schauer durch. Im Laufe des Vormittags greifen die Regenschauer auf Tirol und Oberkärnten über und ab den Mittagsstunden steigt die Schauer und Gewitterneigung bei lebhaft auffrischendem Westwind an der gesamten Alpennordseite sowie im Osten an. Besonders von der Obersteiermark bis ins östliche Flachland können die Gewitter lokal auch kräftig ausfallen mit Starkregen und Hagel mit Durchmessern von 0,5 bis 2 cm.

Aktuelle Niederschlagsprognose in 3h-Schritten von Montagmorgen bis Montagabend vom ICON-D2-Modell.

Länger trocken und freundlich bleibt es dagegen im äußersten Südosten, hier ziehen erst in den Abendstunden erste gewittrige Schauer auf. Die Temperaturen erreichen zuvor von West nach Ost 14 bis 24 Grad.

Am Dienstag windig und deutlich kühler

Der Dienstag beginnt trüb und vor allen von Vorarlberg bis in die Steiermark häufig nass, im Bereich der Karawanken regnet es zeitweise kräftig. Die Schneefallgrenze sinkt in den Nordalpen am Morgen vorübergehend gegen 900 m ab. Im Donauraum und im Nordosten ziehen dagegen nur vereinzelte Schauer durch.

Auf den Bergen fällt von Montag auf Dienstag etwas Schnee. Im Hochgebirge kommen 20 bis 30 cm Neuschnee zusammen, aber auch in Höhenlagen um 2000 m kündigen sich im Westen 5 bis 15 cm an.

Am Dienstagnachmittag ist eine Wetterbesserung in Sicht und die Wolken lockern von Westen her etwas auf, besonders in Osttirol und Oberkärnten kommt bei kräftig auffrischendem Nordföhn immer häufiger die Sonne zum Vorschein. Der Wind weht lebhaft bis kräftig aus Nordwest, in den Südalpen und am Alpenostrand sind auch stürmische Böen zu erwarten.  Mit maximal nur noch 7 bis 14 Grad kühlt es spürbar ab.

Prognose der Höchstwerte am Montag bzw. Dienstag. Besonders im Südosten kühlt es teils um mehr als 10 Grad ab (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

In der Nacht auf Mittwoch bleibt es trocken und bei nachlassendem Wind kündigt sich im Berg- und Hügelland nochmals leichter Frost an.

Prognose der Tiefstwerte in der Nacht auf Mittwoch (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

 

Die Eisheiligen: Frost im Mai immer seltener

Morgenfrost im Frühling - pixabay.com

Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie – diese Namen sind vielen bekannt, schließlich sorgen die sogenannten Eisheiligen fast jedes Jahr für Aufmerksamkeit. Die fünf Heiligen lebten im 4. und 5. Jahrhundert und erhielten erst deutlich später ihre kirchlichen Gedenktage. Im Mittelalter waren Landwirtschaft und Ernte überlebenswichtig, weshalb regelmäßig auftretende Wetterereignisse mit sogenannten Lostagen verknüpft wurden. Späte Kaltlufteinbrüche konnten junge Pflanzen schädigen und damit Missernten verursachen.

Eine Zeit der Kontraste

Der Frühling gilt oft als Jahreszeit des Sonnenscheins und der Blüte, meteorologisch ist er jedoch vor allem eine Zeit großer Gegensätze. Während sich die Landmassen durch den höheren Sonnenstand rasch erwärmen, bleiben Meere und Seen noch vergleichsweise kalt. Diese Temperaturunterschiede machen Kaltlufteinbrüche auch im späten Frühjahr möglich.

Damals spielten Kirche und Glaube eine zentrale Rolle im Alltag, Bauern orientierten sich stark an Lostagen und Bauernregeln. Durch die gregorianische Kalenderreform von Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 verschoben sich die ursprünglichen Termine allerdings um einige Tage. Berücksichtigt man diese Änderung, lägen die Eisheiligen heute eigentlich zwischen dem 19. und 23. Mai.

Regionale Unterschiede

Nicht überall gelten dieselben Heiligen als Eisheilige. In Norddeutschland beginnt die Reihe bereits mit Mamertus am 11. Mai, während in Österreich, Süddeutschland und der Schweiz meist Pankratius als Auftakt gilt. Dafür zählt hier die „Kalte Sophie“ dazu, die im Norden oft fehlt. Eine mögliche Erklärung: Kaltlufteinbrüche erreichen den Alpenraum häufig erst zeitverzögert aus Norden.

Meteorologische Singularität?

Ob die Eisheiligen tatsächlich eine meteorologische Singularität darstellen, ist selbst unter Meteorologen umstritten. Zwar sind Kaltlufteinbrüche im Mai keineswegs ungewöhnlich, sie treten jedoch nicht regelmäßig auf. Statistiken zeigen zudem keine auffällige Häufung von Frosttagen genau während der Eisheiligen – die Frostwahrscheinlichkeit nimmt im Verlauf des Monats vielmehr kontinuierlich ab. Kälterückfälle zur Zeit der Eisheiligen wären daher eher als Zufall zu sehen.

Häufigkeit von Bodenfrost im April und Mai zwischen 1965 und 2021 im Mittelland der Schweiz. © MeteoSchweiz

Laut einer Auswertung der ZAMG zeigt sich im 50-jährigen Mittel nach dem 20. Mai aber ein Rückgang der mittleren Tagesmitteltemperatur. Das passt zeitlich gut zu den Eisheiligen: Durch die Gregorianische Kalenderreform wurden zehn Tage aus dem Kalender gestrichen, wodurch sich die Namenstage um etwa zehn Tage vom ursprünglichen meteorologischen Termin verschoben haben. Die Eisheiligen bringen demnach zwar meist keinen Frost mehr, häufig aber nochmals einen spürbaren Temperaturrückgang. Man kann sie daher als den letzten markanten Kaltlufteinbruch im Mai vor dem Frühsommer bezeichnen.

Im 50-jährigen Mittel zeigt sich bei der durchschnittlichen Tagesmitteltemperatur ein Rückgang ungefähr zwischen dem 20. und 24. Mai. Quelle: ZAMG.

Spätfrostgefahr und Klimawandel

In den vergangenen Jahren blieben die Eisheiligen häufig aus, zudem treten Fröste im Mai in tiefen Lagen nur noch selten auf. Mitunter wurden die Eisheiligen bei sommerlichen Temperaturen sogar schon zu „Schweißheiligen“ umgetauft. Daher stellt sich zunehmend die Frage, ob man überhaupt noch von einer meteorologischen Singularität sprechen kann. Manche Meteorologen sehen darin auch eine Folge des Klimawandels: Mit der fortschreitenden Erwärmung der Atmosphäre fallen Kaltlufteinbrüche im Mai immer weniger frostig aus. Tatsächlich tritt auch der durchschnittlich letzte Frosttermin im Jahr zunehmend früher auf.

Tag des Vegetationsbeginns (Methode der Wärmesumme) und des letzten Tiefstwerts unter -2 Grad im Frühjahr für Graz - UBIMET mit Daten GSA
Vegetationsbeginn (nach Wärmesumme) und letzter Frost unter -2 Grad im langjährigen Mittel in Graz: Im aktuellen Mittel gibt es keinen Unterschied mehr.

In der vorindustriellen Zeit sorgten Kaltlufteinbrüche bis etwa Mitte Mai im Flachland mitunter noch für Frost. Dafür waren Kaltlufteinbrüche im April damals meist weniger problematisch, da die Vegetation später einsetzte und Pflanzen dadurch im Vergleich zu heute noch weniger frostgefährdet waren. Für die Landwirtschaft ist inzwischen vor allem der April kritisch: So kam es auch heuer in weiten Teilen Mitteleuropas in der zweiten Aprilhälfte zu erheblichen Frostschäden. Mehr Informationen zum Thema Wärmesumme, Vegetationsbeginn und Spätfrostgefahr findet man hier sowie hier.

Warum halten sich die Bauernregeln so hartnäckig?

Früher waren Spätfröste für die Landwirtschaft existenziell. Deshalb warteten viele Bauern traditionell bis nach den Eisheiligen mit empfindlichen Pflanzen wie Tomaten oder Weinreben. Die Bauernregeln beruhen also auf langjährigen Erfahrungswerten, auch wenn sie meteorologisch nicht jedes Jahr zutreffen.

Pünktlich zu den Eisheiligen Kaltlufteinbruch in Österreich

Schnee im Mai - Adobe Stock

Der Mai machte bislang dort weiter, wo der April aufgehört hat: wärmer als üblich und vor allem rekordverdächtig trocken. Eine nachhaltige Wetteränderung ist nun aber in Sicht. Zu Beginn der neuen Woche zieht eine kräftige Kaltfront auf und leitet pünktlich zu den Eisheiligen – vom 11. bis zum 15. Mai – eine spürbar kühlere und deutlich nassere Phase ein. Bis zur Monatsmitte werden somit Schnee im Bergland und Morgenfrost in manchen Tallagen wieder zum Thema. Die lang anhaltende Trockenheit dürfte zudem etwas gelindert werden.

Animation der Nullgradgrenze in Europa von Samstag bis Dienstag. Am Wochenende steigt sie auf bis zu 3000 m an, am Dienstag liegt sie dann im Nordosten nur noch knapp über 1000 m - ECMWF IFS, UBIMET
Animation der Nullgradgrenze in Europa von Samstag bis Dienstag. Am Wochenende steigt sie auf bis zu 3000 m an, am Dienstag liegt sie dann im Nordosten nur noch knapp über 1000 m – ECMWF IFS, UBIMET

Am Wochenende noch frühsommerlich warm

Am Samstag stellt sich nach einem meist noch sonnigen Start ein Mix aus Sonne und Wolken ein, über dem Bergland bilden sich allmählich Quellwolken. Am Nachmittag muss man sich hier sowie im Mühl- und Waldviertel auf lokale Schauer und Gewitter einstellen, die besonders rund ums Grazer Bergland vereinzelt auch kräftig ausfallen können. Sonst geht der Tag trocken und freundlich zu Ende. Mit maximal 18 bis 25 Grad wird es wieder wärmer.

Der Sonntag startet verbreitet sonnig, im Laufe des Vormittags ziehen in der Westhälfte jedoch Wolken auf. Von Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten bilden sich im Tagesverlauf vereinzelt ein paar Schauer, im Rheintal und Bregenzerwald auch Gewitter. Von Oberösterreich über das östliche Flachland bis in den Südosten bleibt es dagegen freundlich und sonnig. In den Nordalpen wird es leicht föhnig, in der Osthälfte weht mäßiger bis lebhafter Südostwind. Die Höchstwerte liegen zwischen 19 und 26 Grad.

Prognose der frühsommerlichen Höchstwerte am Sonntag - UBIMET
Prognose der frühsommerlichen Höchstwerte am Sonntag – UBIMET

Die Eisheiligen bringen das kühle Wetter zurück

Pünktlich zum Beginn der Eisheiligen am Montag, dem 11. Mai, nähert sich eine Kaltfront Österreich und sorgt für deutlich unbeständigeres Wetter. Zwar gibt es besonders in der ersten Tageshälfte noch zeitweiligen Sonnenschein, gleichzeitig gehen aber bereits erste Schauer in den Nordalpen nieder. Ab Mittag muss man sich dann recht verbreitet auf teils kräftige Schauer und Gewitter einstellen. Am längsten trocken und freundlich bleibt es zunächst noch im Klagenfurter und Grazer Becken, ehe zum Abend auch dort Gewitter durchziehen. Bei teils kräftigem West- bis Südwestwind werden noch 13 bis 23 Grad erreicht.

Der Dienstag startet von Vorarlberg bis in den Nordosten häufig mit Schauern. Tagsüber lassen diese jedoch nach und die Wolken lockern allmählich auf. Am Nachmittag zeigt sich vielerorts zumindest zeitweise die Sonne. Der Wind weht besonders im Norden und Osten kräftig aus Nordwest. Mit maximal nur noch 9 bis 19 Grad – letztere nur noch ganz im Südwesten – kühlt es markant ab. Die Schneefallgrenze sinkt im Norden gegen etwa 1000 m ab.

Prognose der 24-stündigen Temperaturdifferenz in Grad Celsius (°C) zwischen Montagnachmittag und Dienstagnachmittag - ECMWF IFS, UBIMET
Prognose der 24-stündigen Temperaturdifferenz in Grad Celsius (°C) zwischen Montagnachmittag und Dienstagnachmittag – ECMWF IFS, UBIMET

Morgenfrost wird regional wieder zum Thema

Zur Wochenmitte beruhigt sich die Lage aus jetziger Sicht zumindest vorübergehend. Bei nachlassendem Wind und teils aufklarendem Himmel wird es in den Morgenstunden in vielen inneralpinen Tallagen sowie im Mühl- und Waldviertel verbreitet leicht frostig. Selbst im nördlichen und östlichen Flachland könnte es stellenweise für Luftfrost reichen. Die Eisheiligen machen heuer ihrem Namen somit alle Ehre.

Vorhergesagte Tiefstwerte in Grad Celsius (°C) für den kommenden Mittwoch - UBIMET
Vorhergesagte Tiefstwerte in Grad Celsius (°C) für den kommenden Mittwoch – UBIMET

Linderung der Trockenheit und Schnee im Bergland

Die unterkühlte Witterung dürfte sich nach derzeitigem Stand auch über die Monatsmitte hinaus und damit auch nach dem Abschied der Eisheiligen am 15. Mai durchsetzen. Dazu bleiben die Chancen auf ergiebige Niederschläge samt reichlichem Neuschnee in höheren Lagen der Alpen erhöht. Der Mai könnte die rekordverdächtige Trockenheit des bisherigen Frühlings somit zumindest teilweise ausgleichen.

Tendenz der Temperaturen (rot=warm, blau=kalt) und der Niederschläge (braun=trocken, grün=nass) für die Woche bis zum 18. Mai - ECMWF Sub-seasonal, UBIMET
Tendenz der Temperaturen (rot=warm, blau=kalt) und der Niederschläge (braun=trocken, grün=nass) für die Woche bis zum 18. Mai – ECMWF Sub-seasonal, UBIMET
Tendenz der Temperaturen (rot=warm, blau=kalt) und der Niederschläge (braun=trocken, grün=nass) für die Woche bis zum 25. Mai - ECMWF Sub-seasonal, UBIMET
Tendenz der Temperaturen (rot=warm, blau=kalt) und der Niederschläge (braun=trocken, grün=nass) für die Woche bis zum 25. Mai – ECMWF Sub-seasonal, UBIMET

Trockenheit führte im April regional zu neuen Rekorden

Sonne im April

Der April war in Mitteleuropa durch wiederholte blockierte Hochdrucklagen geprägt, wobei zeitweise auch kontinentale Kaltluft einströmte. Besonders im Süden war es über weite Strecken milder als üblich: Die größten positiven Temperaturabweichungen wurden mit bis zu +3 Grad vom Tiroler Oberland bis nach Oberkärnten verzeichnet. In Osttirol und Oberkärnten war es der drittwärmste April seit Messbeginn. Nahezu durchschnittliche Werte wurden hingegen vom Mühlviertel bis ins östliche Flachland registriert.

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Höchste Temperaturen
  • 27,0 Grad: Dellach (K, 6.), St. Andrä im Lavanttal (K, 26.)
  • 26,9 Grad: Ferlach (K, 25.), Villach (K, 26.)
  • 26,4 Grad: Wien-City (W, 5.), Spittal/Drau (K, 25.), Hermagor (K, 26.), Bad Vöslau (NÖ, 5.)

Tiefste Temperaturen (<1000 m)
  • -10,2 Grad: Oberlainsitz (NÖ, 30.)
  • -9,6 Grad: Liebenau / Gugu (OÖ, 9.)
  • -9,1 Grad: Schwarzau im Freiwald (NÖ, 9.)

Außergewöhnlich trocken

Der April war deutlich zu trocken, im landesweiten Flächenmittel wurden nur rund 31 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge erreicht. Damit zählt dieser April zu den trockensten seit Messbeginn. Besonders extrem war die Trockenheit vom Lungau über das Murtal bis in die Oststeiermark und in Teilen des Wald- und Weinviertels. Dort fielen teilweise nur 10 bis 15 Prozent der üblichen Regenmenge. Lediglich im Tiroler Oberland wurden annähernd durchschnittlichen Niederschlagsmenge registriert.

Niederschlagsabweichungen im April. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

An mehreren Stationen wurden neue Negativrekorde verzeichnet, teils auch mit langen Messreihen, wie etwa in Bruck an der Mur, Zeltweg, Seckau, Gleisdorf, St. Andrä im Lavanttal und Obertauern.

Insgesamt war der Zeitraum März bis April in Österreich noch nie so trocken wie heuer, was zu einer zunehmend hohen Waldbrandgefahr geführt hat.

Niederschlagsabweichungen im Frühjahr bis dato. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.
Nasseste Orte (<1500 m)
  • 58 l/m² Warth (V)
  • 55 l/m² Strengen (T)
  • 53 l/m² St. Leonhard im Pitztal (T)
Trockenste Orte
  • 2 l/m² Limberg/Maissau (NÖ), Wien-Stammersdorf (W)
  • 3 l/m² Wolkersdorf (NÖ), Horn (NÖ), Mistelbach (NÖ)
Die Waldbrandgefahr an diesem Wochenende ist vielerorts hoch, teils sogar sehr hoch. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Erste Gewitter, weniger Blitze als üblich

Im April wurde in Österreich 17.619 Blitzentladungen erfasst, davon allein rund 9.500 am 19. April. Die größte Anzahl an Entladungen trat in der Steiermark, in Kärnten und in Vorarlberg auf. Die Bezirke mit der höchsten Blitzdichte waren Feldkirch, Deutschlandsberg und Dornbirn. Trotz einzelner intensiver Gewitterlagen blieb die Blitzaktivität unter den Erwartungen: Österreichweit wurden rund 37 Prozent weniger Blitze als üblich verzeichnet. Während es im Norden und Osten deutlich seltener blitzte als üblich, lag die Blitzhäufigkeit in Vorarlberg und Kärnten über dem Durchschnitt. Regional führten die Gewitter zu Sturmböen, insbesondere am Osterabend in Oberösterreich sowie am 19. April in Unterkärnten.

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Viel Sonne im Süden und Westen

Bei der Sonnenscheindauer zeigte sich der April insgesamt überdurchschnittlich. Österreichweit wurde ein Plus von rund 12 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel verzeichnet. Besonders sonnig war es im Westen und Süden des Landes, während sich vom Salzburger Land bis nach Wien weitgehend durchschnittliche Werte ergaben.

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Die sonnigste Messstation des Landes war Andau im Burgenland mit in Summe 269 Sonnenstunden.

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