Warnlagebericht

Frontenkarte

Aktuelle Warnlage

Der Alpenraum liegt derzeit in einer kräftigen und föhnigen Südströmung, verursacht durch das Zusammenspiel eines mächtigen Hochs über Osteuropa und einem Tief über Irland. Aus Süden erreichen uns am Mittwoch und Donnerstag somit auch sehr warme Luftmassen. Am Freitag bricht der Föhn mit Durchzug einer kräftigen Kaltfront aus Westen zusammen, nur im Osten hält sich noch die außergewöhnlich warme Luft.

Überblick Warnungen

STURM
Die Informationen im Osten und Nordosten gelten für den Mittwoch. In den Alpen gelten die Warnungen vor Südföhn bis spätestens Freitagnachmittag.

Warnausblick

Am Donnerstag bleibt der stürmische Südföhn vom Rätikon bis zu den Hohen Tauern erhalten, Böen zwischen 80 und 100 km/h sind in prädestinierten Tälern möglich. Stürmische Böen um 60 km/h sind aber auch in den Nordalpen von Salzburg ostwärts sowie im Umfeld von Karawanken und Koralpe zu erwarten.

Am Freitag zieht eine markante Kaltfront durch und mit ihr breitet sich ausgehend von Vorarlberg teils kräftiger, schauerartiger Regen weiter ostwärts aus. Zum Abend hin erreicht dieser Salzburg und Oberösterreich. Dort sind auch Gewitter möglich! Die Schneefallgrenze sinkt ganz im Westen auf 1400 bis 1200 m. Mit der Kaltfront geht auch der kräftige bis stürmische Südföhn zu Ende und wird von Westwind mit Böen um 60 km/h abgelöst.

Am Samstag muss man von Wien bis zum Semmering mit stürmisch auffrischendem Nordwestwind rechnen, dazu präsentiert sich das Wetter im ganzen Land wechselhaft und eher kühl.

 

Autor

Martin Templin
Mittwoch, 24. April 2019 um 04:00 Uhr

Lagebericht

Frontenkarte

Aktuelle Wetterlage

Zwischen Tief SANDER über den Britischen Inseln und Hoch LEONORE über Russland liegt Deutschland am Mittwoch unter dem Einfluss einer milden Südströmung.  In den Abendstunden zieht allerdings eine Kaltfront durch und die Gewittergefahr steigt im Westen deutlich an. Am Freitag etabliert sich vorübergehend wieder die Südströmung und in den Alpen weht stürmischer Föhn. Im Vorfeld einer weiteren Kaltfront nimmt die Gewitterneigung im Südwesten im Tagesverlauf aber neuerlich zu. Am Freitag erfasst die Kaltfront dann das gesamte Land und beendet die frühsommerliche Wetterphase.

Überblick Warnungen

STURM
Die Informationen gelten meist bis Mittwochnacht.

GEWITTER
Die Vorwarnungen gelten meist bis Mittwochnacht. Warnungen erfolgen bei Bedarf zeitnah.

Warnausblick

Am Donnerstag gehen im Laufe des Abends besonders vom Schwarzwald bis zum Rheinland  ein paar Schauer und Gewitter nieder. Im Bereich der Eifel sowie im Grenzbereich zu den Niederlande weht teils starker Südwind mit stürmischen Böen, in den Alpen gibt es einen Föhnsturm.

Am Freitag ziehen nach derzeitigem Stand zunächst im Norden und Nordosten teils kräftige Schauer und Gewitter durch. Im Tagesverlauf entstehen dann auch im äußersten Osten und Südosten lokale Gewitter.

Der Samstag bringt verbreitet kühles und recht windiges Schauerwetter.

Autor

Martin Templin
Mittwoch, 24. April 2019 um 19:45 Uhr

Im Westen erste kräftige Gewitter des Jahres erwartet

Alljährlich im Frühling, bei wieder ansteigenden Temperaturen, verbessern sich die Zutaten für kräftige Gewitter. Dies ist morgen der Fall. Dann sind im Südwesten und Westen die ersten kräftigeren Gewitter des Jahres möglich.

Kaltfront am 24.04.2019 um 16 Uhr Ortszeit © ECMWF/Prognose 23.04.2019 00 UTC

Die Wetterlage stellt sich am frühen Nachmittag wie folgt dar: Die Kaltfront des Tiefs SANDER mit Kern über Irland liegt zunächst noch über Frankreich. Im Vorfeld der Front werden sich über Ostfrankreich und dem Oberrheingraben erste Gewitter entwickeln.

UBIMET-Model RACE: Simuliertes Radarbild für den 24.04.2019 16 Uhr Ortszeit

Als Beispiel sei hier ein modelliertes Radarbild für den morgigen Mittwoch um 16 Uhr gezeigt. Dies zeigt eine kräftige Gewitterzelle, die entlang des Oberrheingrabens nach Norden zieht. Mit einer solchen Gewitterzelle besteht die Gefahr von Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.

Hagelwahrscheinlichkeit für den 24.04.2019 um 16 Uhr Ortszeit

Im Verlauf des späteren Nachmittags und des Abends verlagert sich die Gewitteraktivität mit der nach Norden vorankommenden Kaltfront. Nun muss im westlichen Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem westlichen Niedersachsen mit teils kräftigen Gewittern gerechnet werden.

Sturmböen in der Mitte

In den Abendstunden frischt in einem Streifen von Baden-Württemberg und Franken über Hessen bis zum südlichen Niedersachsen vorübergehend stürmischer Westwind auf!

Kaltfront am 25.04.2019 um 2 Uhr Ortszeit © ECMWF/ 23.04.2019 00 UTC

Am Abend Gewitter im Westen

Unser Lokalmodell RACE sieht ein kleineren Gewitterkomplex über Nordrhein-Westfalen um 21 Uhr Ortszeit.

UBIMET-Model RACE: Simuliertes Radarbild für den 24.04.2019 um 21 Uhr Ortszeit

Dieser zieht in der ersten Nachthälfte weiter nach Norden über das Ems- und Oldenburgerland hinweg. Mit diesem Komplex besteht hauptsächlich die Gefahr von lokal kräftigem Regen und örtlich stürmischen Böen. Allerdings muss lokal weiter mit kleinem Hagel gerechnet werden.

UBIMET-RACE Model: Simuliertes Radarbild für den 25.04.2019 um 00 Uhr Ortszeit

Updates gibt es rund um die Uhr in unserem Lagebericht.

Titelbild: UBIMET/Nikolas Zimmermann

Der Vorfrühling kommt!

Winterlinge

Nachdem sich in den vergangenen Tagen das Wetter spätwinterlich mit Sturm und Schnee, präsentierte, kommen nun die Freunde der Sonne und milderer Temperaturen zum Zuge. Grund dafür ist das Hoch Dorit, welches bis über das Wochenende hinaus über Mitteleuropa zu liegen kommt.  In der meteorologischen Fachsprache heißt diese lang anhaltende Hochdrucklage „Omega-Lage“. Hintergründe dazu gibt es hier: Blocking-Lagen.

Omega-Lage
Das Hoch Dorit über Mitteleuropa nach der Vorhersage des EZMWF für Samstag 0 Uhr. © EZMWF / UBIMET

Sonniges Wochenende

Während am Donnerstag noch einzelne Wolkenfelder von Norden her über Österreich hinwegziehen, präsentieren sich die Folgetage meist mit ungetrübtem Sonnenschein. Nur ganz im Osten sind noch einzelne Wolkenfelder dabei. In den Morgenstunden können sich da und dort Nebelfelder bilden, die jedoch rasch durch den Sonnenschein wieder aufgelöst werden.

Dazu steigen die Höchstwerte Tag für Tag an: Liegen sie am Donnerstag noch bei 5 bis 12 Grad, erreichen sie am Sonntag zwischen 9 und 16 Grad. Die höchsten Werte sind jeweils im Südosten zu erwarten. Die absoluten Rekordtemperaturen für einen Februar sind jedoch noch ein ganzes Stück entfernt: Der höchste Wert wurde am 22. Februar 2016 in Pottschach-Ternitz mit 23,2 Grad gemessen.

Die Pollenbelastung nimmt zu

Eine unangenehme Begleiterscheinung für manche Menschen wird jedoch der auflebende Pollenflug werden. Besonders Hasel und Erle werden in den kommenden Tagen beginnen zu stäuben. Dies wird bei Allergikern zu mäßigen bis starken Belastungen führen, zumal zu Beginn der Saison das Immunsystem besonders empfindlich auf diese Reize reagiert.

Beitragsbild: www.pixabay.com

Zwei Vulkanausbrüche rund um Weihnachten

Vulkanausbruch

Anak Krakatau

Der Ausbruch des Anak Krakataus war von der Intensität her nicht übermäßig heftig, jedoch sorgte eine teils unterseeische Hangabrutschung für einen Tsunami, der nach aktuellem Stand 429 Menschen tötete und rund 1500 verletzte. Der Anak Krakatau befindet sich auf dem pazifischen Feuerring, dem geologisch aktivsten Teil der Erde. Dort befinden sich die meisten (aktiven) Vulkan der Erde.

Indonesien, wo der Anak Krakatau liegt, ist eines der vulkanreichsten Länder der Erde. Der Name bedeutet soviel wie das Kind des Krakataus. Der momentan aktive Vulkankegel ist einer der drei Schlote des ehemaligen Vulkans Krakataus. Dieser war 1883 nach einer der größten Eruptionen der jüngeren Menschheitsgeschichte fast vollständig im Meer versunken und hatte einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der mehr als 36.000 Menschen tötete.

Momentan soll sich der Schlot als Folge der Hangrutschung unter der Wasseroberfläche befinden. Dieses bedeutet, dass austretende Lava mit dem Meerwasser explosiv reagiert und weiter Asche, Gesteinsbrocken und Wasserdampf zu sehen sind.

Welche Bedeutung große Vulkanausbrüche auf das weltweite Klima haben können, hat man im Jahre 1815/1816 gesehen. Damals war der Tambora, ebenfalls in Indonesien gelegen, noch gewaltiger ausgebrochen, als der Krakatau 68 Jahre später. Näheres dazu hier.

Ätna

An Heiligabend ist zudem der Ätna ausgebrochen. Die Eruption hatte eine moderate Stärke, was auch üblich ist für den Ätna. Die Eruptionen sind hier anders, da u.a. die Bestandteile der Lava anders sind als z.B. am Anak Krakatau. Über Verletzte oder Tote ist nichts bekannt. Der Flughafen von Catania musste geschlossen werden, aufgrund der Asche.

 

 

 

Tietelbild: Boris Behncke/ @etnaboris /Twitter (https://twitter.com/etnaboris/status/1077203982462996481)

Supertaifun Mangkhut nimmt Kurs auf die Philippinen mit Böen um 300 km/h

Der Supertaifun trifft am Freitag mit Böen über 200 km/h auf die Philippinen

Über die vergangenen Tage hat sich der Taifun Mangkhut deutlich verstärkt. Am Mittwoch erreichte er mit einem minimalen Kerndruck von 905 hPa eine neuen Tiefstwert in diesem Jahr bei tropischen Wirbelstürmen. Mit einem mittleren Wind von 270 km/h und Böen über 320 km/h ist er ein Supertaifun und deutlich stärker als Florence, der momentan auf dem Atlantik in Richtung USA zieht. Mehr dazu hier: Florence bereits Kategorie 4. Mangkhut zieht mit 22 km/h in westlicher Richtung und bedroht in den kommenden Tagen die Philippinen und später dann Hongkong.

Böen über 300 km/h

Auch in den kommenden Tagen sind die Bedingungen in der Umgebung des Taifuns günstig, so dass er die momentane Stärke wohl beibehalten wird. Erst wenn den Norden der Philippinen erreicht wird, verschlechtern sich die Bedingungen, da Bodenreibung dort den Sturm abschwächt. Beim Landfall drohen allerdings katastrophale Auswirkungen durch Orkanböen von teils über 300 km/h und schweren Überflutungen.

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Titelbild: © JMA

Kaltfront bringt Gewitter

Gewitter beenden die Hitzewelle

Wie das aktuelle Satellitenbild zeigt, liegt die Kaltfront bereits über Westösterreich und hier regnet es verbreitet.

Aktuelles Satellitenbild
Aktuelles Satellitenbild © UBIMET, EUMETSAT

Dazu hat es hier schon kräftig abgekühlt, von Vorarlberg bis Salzburg liegen die Höchstwerte derzeit nur zwischen 15 und 20 Grad.

Gewitter bringen Abkühlung

Vom Klagenfurter Becken über die Südsteiermark und Wien bis ins Weinviertel ist es hingegen mit 25 bis 32 Grad noch heiß. Im Semmering-Wechsel-Gebiet haben sich aber bereits die ersten Gewitter gebildet. Diese werden am Nachmittag häufiger und fallen mit Starkregen und Hagel stellenweise heftig aus. Besonders davon betroffen sind:

  • Unterkärnten
  • West- und Oststeiermark
  • Mittel- und Südburgenland

Im Großraum Wien ist die Unwettergefahr nur gering, gegen Abend setzt aber auch hier mitunter gewittriger Starkregen ein. Über Nacht zieht die Kaltfront nach Osten ab und am Samstag beruhigt sich rasch wieder das Wetter. Nur in Osttirol und Kärnten sind dann noch einzelne Gewitter möglich.

Regenmengen der letzten drei Stunden

Graz Thalerhof 39
Präbichl 30
Schöckl 23,7
Kalwang 23,3

Dazu gab es besonders im nordöstlichen Alpenvorraum stürmische Böen, wobei die Station Buchberg mit 76 km/h die höchste Windgeschwindigkeit aufweist. Ansonsten liegen die Böen meist zwischen 50 und 60 km/h.