Am Mittwoch milder Herbstbeginn

Prognose für die Schweiz

Am Mittwoch im Norden ein paar Hochnebelfelder, sonst teils sonnig mit Schleierwolken. Bis 19 Grad. Im Süden freundlich, 22 Grad.

Aussichten für die Schweiz

Am Donnerstag im Norden paar Nebelfelder, sonst sonnig. Im Süden morgens Wolkenfelder, sonst freundlich. Verbreitet 20 – 23 Grad.

 

Titelbild: foto-webcam.eu

Tief ROLAND bringt am Donnerstag teils kräftige Gewitter

Gewitter im Großraum Wiener Neustadt - Storm Science Austria

Ablauf am Donnerstag

Bereits in der Früh gehen entlang der Nordalpen, sowie im Osten Schauer nieder. Dagegen scheint besonders von Osttirol bis ins Südburgenland zunächst noch häufig die Sonne. Hier erreichen die Temperaturen nochmals sommerliche 24 bis 28 Grad, während es im Westen bei dichten Wolken nur um die 20 Grad warm wird.

Die erwarteten Höchsttemperaturen am Donnerstag den 16.9.2021 © UBIMET

Ab dem Mittag bilden sich schließlich von den Tauern ostwärts Schauer und Gewitter. Die kräftigsten Entwicklungen sind dabei von der Obersteiermark bis in den Südosten des Landes zu erwarten. Zudem kommen am Abend mit der Kaltfront vom Bodensee bis ins Flachgau noch einzelne Gewitter auf. Dabei sind in Summe bis Freitagfrüh besonders in den zentralen Landesteilen um oder über 30 L/m² möglich.

Niederschlagssumme am Donnerstag, den 16.9.2021 © UBIMET

Wetterumstellung

Am Freitag zieht die Front schließlich nach Südosten ab und das Wetter beruhigt sich landesweit unter Zwischenhocheinfluss allmählich. Jedoch ist die  Wetterumstellung sicher, denn über Skandinavien nistet sich in der Folge ein Hoch ein. Im Zusammenspiel mit Tief ROLAND, mit Zentrum nun über Belarus wird spürbar kühlere Luft von Lappland über die Ostsee nach Mitteleuropa geführt.

Auf freundlichen Samstag folgt nass-kalter Sonntag

Während der Samstag unter Zwischenhocheinfluss noch einen freundlichen Wettercharakter bietet, wird der Sonntag im Großteil des Landes verregnet verlaufen. Grund hierfür ist ein Tief welches von Frankreich über Norditalien zum Balkan zieht. Dieses schickt dichte Wolken und Regen zu uns. Dazu liegen die Höchstwerte nur mehr bei 13 bis 18 Grad. Auch die Schneefallgrenze wird wieder ein Thema, so ist im westlichen Bergland bereits ab 2000 m mit Schneeflocken zu rechnen. Auch in der neuen Woche liegen die Höchstwerte dann meist unter 20 Grad.

 

Titelbild: Storm Science Austria

August 2021: Kühl und nass

Mit dem Jahr 2021 wird bei der Berechnung der Abweichungen von Temperatur, Niederschlag, etc. ein neuer Referenzwert eingeführt, das Mittel der Jahre 1991 bis 2020.

Im Mittel kühler Monat

Der August 2021 war im Flächenmittel 14,3 Grad warm, wenn man nur Höhen unterhalb von 1200 m betrachtet waren es 16,5 Grad. Dies entspricht einer Abweichung von -0,7 Grad zum Mittel von 1981 bis 2010 und einer Abweichung von -1,5 Grad zum Mittel von 1991 bis 2020. Die höchste Temperatur wurde dabei am 15.8. mit 34,5 Grad in Güssing gemessen.

Abweichung der mittleren Augusttemperatur vom Klimamittel 1981 bis 2010 © UBIMET
Abweichung der mittleren Augusttemperatur vom Klimamittel 1991 bis 2020 © UBIMET

Grund für die negativen Abweichungen war eine stete Tiefdruckaktivität, die besonders zum Ende hin deutlich zu kühle Luft in den Alpenraum lenkte. Lediglich zur Monatsmitte gab es eine landesweite Hitzewelle, in deren Verlauf der oben genannte Höchstwert erreicht wurde.

Unterdurchschnittliche Blitzanzahl

Diese Hitzewelle ging am 15. und 16. des Monats mit kräftigen Gewitter zu Ende, die rund die Hälfte der im gesamten Monat registrierten Blitze von rund 329.000 hervorbrachten. Dabei ist es auch kein Wunder, dass die Steiermark mit rund 107.000 Blitze das Bundesland mit den meisten Entladungen war. Hier war es noch am wärmsten. Weiterhin wurde hier (in Murau) mit rund 330.000 Ampère der stärkste Blitz gemessen. Dazu wurde in Waizenkirchen am 15.8. eine Gewitterböe mit 116 km/h registriert.

Blitzdichte im August © nowcast/UBIMET

Verbreitet zu nass

Passend auch zu den kühlen Temperaturen war es besonders  nördlich der Alpen und im Westen des Landes teils deutlich nasser als im Durchschnitt. Die höchsten Abweichungen traten dabei im Nordosten auf, hier fiel teils doppelt soviel Regen als im Mittel üblich. Die nassesten Orte liegen hingegen allesamt in Vorarlberg, wobei in Bregenz 377 Liter auf den Quadratmeter fielen, dabei dürfte jedoch auch der Lake-Effekt beigetragen haben, über den wir hier bereits berichtet haben.

Abweichung des Niederschlags vom Mittel 1981 bis 2010. © UBIMET

Vielerorts zu wenig Sonne

Mit den zuvor genannten Tatsachen ist es zudem wenig verwunderlich, das auch die Sonnenausbeute des Monats verbreitet zu gering ausfällt. Im Mittel schien die Sonne rund 16% zu wenig und nur im Klagenfurter Becken gibt es mit 0,5% einen winzigen Überschuss.

Abweichung der Sonnenscheindauer von Klimamittel 1981 bis 2021 © UBIMET

 

Titelbild: Adobe Stock

Tief LUCIANO sorgt für Wettersturz

Gewitter

Gewitter am Sonntag im Süden

Nach einem überwiegend freundlichen Sonntagmorgen und -vormittag kommen ab der Mittagszeit von Frankreich her Schauer und Gewitter auf, die sich über Baden-Württemberger und Bayern ostwärts ausbreiten. Dabei besteht am Nachmittag die Gefahr von teils größerem Hagel, schweren Sturmböen und Starkregen (violetter Bereich).

Gefahrengebiete für Gewitter am Sonntag © UBIMET

Mit der Entwicklung eines Tiefs über der Nordsee erreicht am Abend die erste Kaltfront den Nordwesten. Hier sind am Abend auch einzelne Gewitter zu erwarten. In weiterer Folge zieht die Front in der Nacht auf Montag allmählich südostwärts. Davor reaktiviert sich eine bis dato wenig aktive Frontalzone.

Kaltfront am Montag

An dieser Frontalzone bilden sich bereits in der zweiten Nachthälfte der Nacht von Sonntag auf Montag neuerlich in Baden-Württemberg teils kräftige Schauer und Gewitter, die allmählich am Montag tagsüber nach Österreich und Tschechien abziehen.

Dahinter zieht die erste Kaltfront weiter südostwärts, in ihrem Umfeld sind vom Westen bis zur Mitte vereinzelt Schauer und Gewitter zu erwarten. Zudem frischt in der Nordhälfte frischer bis starker Westwind auf, in Böen sind durchaus 60 km/h möglich.

Zum Nachmittag hin erreicht dann eine zweite Kaltfront den Nordwesten, mit dieser strömt nun ungewöhnlich kühle Luft nach Deutschland. Damit frischt an der Küste stürmischer Nordwestwind auf, hier sind in Schauern und kurzen Gewittern Böen bis 80 km/h zu erwarten. In den weiteren Tagen sind dann in ganz Deutschland kaum mehr als 20 Grad zu erwarten.

 

Titelbild: Stormhunters Austria

Kräftige Gewitter am Wochenende

Webcam in Darmstadt um 16 Uhr - https://www.foto-webcam.eu/webcam/darmstadt-west/

Am Samstag gelangt im Vorfeld des Tiefs neuerlich instabile Luft nach Deutschland (roter Pfeil). Nachdem in der Früh Überreste von Gewittern aus Frankreich in den Westen des Landes gezogen sind, bilden sich am Nachmittag von Nordrhein-Westfalen bis zu den Alpen Gewitter. Besonders am Alpenrand sind am Nachmittag wieder Superzellen mit Hagel und Sturmböen zu erwarten. Zudem kommen im Süden mit der Kaltfront kräftige Gewitter von Frankreich herein.

Frontenkarte für Samstag, den 24.7.2021 Mittags © UBIMET

Weiterhin breiten sich die Gewitter vom Westen in die Mitte und den Nordwesten des Landes aus, auch hier sind einzelne kräftige Zellen möglich. In der Nacht auf Sonntag sind dann vor allem im Norden noch einzelne Gewitter zu erwarten.

Sonntag

Sonntagfrüh gehen im Norden und Nordosten weiterhin einzelne Gewitter nieder.  Nach einem freundlichen Morgen und Vormittag bilden sich vom Schwarzwald bis ins Münsterland neuerlich kräftige Gewitter, die sich am Nachmittag ost- nordostwärts ausbreiten. Zudem bilden sich diese auch im Osten, hier muss vor allem mit heftigem Starkregen gerechnet werden.

Aussichten auf kommende Woche

Auch der Beginn der neuen Woche gestaltet sich unbeständig mit Schauer und Gewittern. Die genaue räumliche Verteilung ist aber noch unsicher. Lokal sind aber weiterhin Starkregen und kleiner Hagel möglich.

Titelbild: foto-webcam.eu

Starkregen und Gewitter am Wochenende

Überflutete Straße nach Starkregen

+++ Finales Update 22:45 Uhr +++

In den nun folgenden Stunden lässt der Einfluss des Höhentiefs über dem Balkan weiter nach und von Nordwesten verstärkt sich der Einfluss von Hoch DANA mit Zentrum über den Britischen Inseln. Damit klingt der kräftige Regen an den Nordalpen ebenfalls weiter ab. Am Montag selbst erreichen deutlich trockenere Luftmassen aus Norden den Alpenraum und das Wetter beruhigt sich wieder.
Letzte Schauer sind derzeit noch im Burgenland und stellenweise entlang der Nordalpen unterwegs:

Radarbild, UBIMET, AustroControl

Hiermit beenden wir den Liveticker, wünschen allen eine gute Nacht und den von den enormen Regenfällen und den Wassermassen betroffenen schnelle Hilfe.

+++ Update 21:15 Uhr +++

In den letzten 48 Stunden sind in Melk 170 L/m² gefallen,aber auch entlang der Nordalpen gab es Niederschlagsmengen von 100 bis 150 L/m².

Regensumme der letzten zwei Tage © UBIMET

+++ Update 20:30 Uhr +++

Inzwischen gehen die Pegel vieler Flüsse im Westen und in den zentralen Landesteilen wieder zurück. Als Beispiel sei hier der Pegel der Salzach im Flachgau gezeigt.

Pegel der Salzach © ehyd.gv.at

+++ Update 20:00 Uhr +++

Die letzten Gewitter gehen derzeit noch im Nordburgenland nieder. Die folgende Karte zeigt die Blitze in ihrer zeitlichen Abfolge an heutigen Sonntag.

Verlauf der Blitze © Nowcast/UBIMET

+++ Update 19:35 Uhr +++

Im schwer getroffenen Hallein hilft das Bundesheer bei den Aufräumarbeiten fleißig mit.

 

+++ Update 19:30 Uhr +++

Inzwischen sickert ganz langsam trockenere Luft ein und die Schaueraktivität lässt im Mühl- und Waldviertel spürbar nach.

Radarbild von 19.15 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 18:45 Uhr +++

Weiterhin angespannt ist die Lage im Pinzgau, in und um die Gemeinde Mittersill, hier gilt weiterhin Zivilschutzalarm. Die Salzach steht hier weiterhin weit über Alarmstufe 2. Zudem zieht hier nochmals ein Regengebiet durch.

Pegel Mittersill © ehyd.gv.at

+++ Update 18:15 Uhr +++

Von Vorarlberg bis ins Außerfern beruhigt sich das Wetter allmählich, das Hoch DANA macht hier nun ihren Einfluss bemerkbar.

+++ Update 17:45 Uhr +++

Bisher gab es heute in Österreich mehr als 21.000 Blitze.

Die Blitze der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET

+++ Update 17:20 Uhr +++

Inzwischen steigt auch der Pegel der Donau in Wien spürbar an, wie die Graphik vom Pegel Korneuburg zeigt.

Pegel der Donau © ehyd.gv.at

+++ Update 16:55 Uhr +++

Blick auf das Gewitter nördlich von Wien.

Gewitter in Richtung Weinviertel © UBIMET/Martin Templin

+++ Update 16:45 Uhr +++

Gewitter vor den Toren Wiens. Erneut haben sich im Nordosten von Wien kräftige Gewitter gebildet. Diese ziehen in Richtung Südwest.

Radarbild von 16.35 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 16:30 Uhr +++

Schauen wir uns die Sache mal von oben an:

Satellitenbild von 16.20 Uhr © Eumetsat

Man erkennt die vielen Gewitter von Polen bis nach Slowenien anhand der hohen Wolkentürme. Zudem ist der Einfluss des Hochs DANA mit klarem Himmel über dem westlichen Mitteleuropa zu erkennen.

+++ Update 16:15 Uhr +++

Aufgepasst im Seewinkel, kräftige Gewitter mit Starkregen nähern sich aus Nordosten.

Aktuelle Blitze © nowcast

+++ Update 16:00 Uhr +++

Ein Video aus Steyr zeigt nochmals eindrücklich das viele Wasser, das von Oben kommt.

 

+++ Update 15:45 Uhr +++

Das Hochwasser der Ybbs führt derzeit auch zu Bahnstreckensperren.

+++ Update 15:35 Uhr +++

Im Mostviertel sowie generell entlang der östlichen Nordalpen ist noch für ein paar Stunden keine Entspannung in Sicht. Ganz im Gegenteil, denn eine Gewitterlinie entwickelt sich immer wieder neu in Richtung Weinviertel und schickt dann kräftigen Regen in Richtung Voralpen! Derzeit sind auch in Unterkärnten und im Großraum Graz einige kräftige Gewitterzellen unterwegs.

Radarbild um 15:20 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radarbild um 15:20 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++ Update 15:25 Uhr +++

Die Lage im Mostviertel spitz sich weiter… Der Durchfluss der Ybbs an der Messstation in Greimpersdorf bei Amstetten hat nun mit 1000 m³/s den zweithöchsten Wert der Messgeschichte erreicht. Mehr Wasser floss hier nur am 3. August 1991 mit 1005 m³/s! Dies entspricht ein 50-jhäriges Hochwasser für diese Stelle.

Durchfluss der Ybbs an der Messstation in der Nähe von Amstetten - https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen
Durchfluss der Ybbs an der Messstation in der Nähe von Amstetten – https://www.noe.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen

+++ Update 15:15 Uhr +++

Die Schauer und Gewitter vom Berchtesgadener Land bis zum Mostviertel und der Wachau haben es in sich! Hier die Top 5 der Regenmengen in den letzten 3 Stunden bis 15 Uhr:

Wetterstation l/m² Regen in 3h
Amstetten 54.2
Waging am See (DE)
42.0
Siegsdorf-Höll (DE)
37.4
Melk 34.2
Wachtberg bei Steyr
27.3

+++ Update 14:45 Uhr +++

Die Ybbs steigt nun rasant an, hier liegt eine Gewitterlinie, die immer wieder neuen Regen bringt. Die Westbahn könnte daher in diesem Bereich sogar gesperrt werden.

Aktueller Pegel der Ybbs © ehyd.gv.at

+++ Update 14:40 Uhr +++

Neue Gewitter haben sich vom Weinviertel bis ins westliche Mostviertel gebildet. Auch im Wienerwald wird es wieder nass.

Gewitter vom Ares Tower aus gesehen © UBIMET/Martin Templin

+++ Update 14:10 Uhr +++

Gewitter ziehen nun von der Koralpe auch ins Klagenfurter Becken. Dabei muss mit kräftigem Regen gerechnet werden.

Radarbild von 14.00 Uhr © Austrocontrol

+++ Update 13:40 +++

Beeindruckende Aufnahmen erreichen uns auch aus dem Tiroler Unterland, vor allem aus dem Bezirk Kufstein:

+++ Update 13:00 +++

Wie zu erwarten war: Badeverbot in der Neuen Donau in Wien wegen Donau-Hochwasser. Dies bleibt voraussichtlich bis Ende der neuen Woche oder sogar länger aufrecht.

+++ Update 12:50 +++

Beeindruckendes Bild aus Oberndorf an der Melk. Hier bewegen wir uns schon im Bereich eines 30-jährigen Hochwassers!

+++ Update 12:30 +++

Die kräftigsten Schauer und Gewitter sind derzeit knapp nördlich von Sankt Pölten bzw. auch in der Südsteiermark und bald auch in Unterkärnten zu sehen. Hier muss man weiterhin mit sehr großen Regenmengen binnen wenigen Minuten rechnen, aber auch von den Kitzbüheler Alpen bis ins Mostviertel fällt weiterhin schauerartig verstärkter Regen!

Radarbild um 12:30 Uhr - Austrocontrol, UBIMET
Radarbild um 12:30 Uhr – Austrocontrol, UBIMET

+++Update 12:00+++

Hitlist der stärksten Niederschlagsraten der letzten drei Stunden bis 12 Uhr:

Wetterstation l/m² Regen in 3h
Waidhofen an der Ybbs 30.4
Amstetten 25.0
Enns 23.5
Oberndorf / Melk 22.7
Bärnkopf 18.1

+++Update 11:15+++

Auch im Tiroler Unterland heiß es: Durchhalten! Die Pegelstände sind hier an vielen Zubringerern des Inns weiterhin sehr hoch, meist im Bereich eines 30- bis 50-jährigen Hochwassers. Am Nachmittag sind weitere Niederschläge in Sicht und auch der Inn wird bis morgen noch weiter steigen und ebenfalls ein 30-jähriges Hochwasser erreichen.

+++Update 10:45+++

In Hallein haben sich die Wassermassen mittlerweile zurückgezogen bzw. sind in die Salzach geflossen. Die Lage bleibt hier aber bis zum Abend angespannt, denn weiterer schauerartiger Regen zieht derzeit aus Nordosten auf. Am Nachmittag sind zudem entlang der Nordalpen vom Berchtesgadener Land ostwärts lokal wieder kräftigere Schauer und lokale Gewitter mit großen Regenmengen in kürzer Zeit möglich.

+++Update 10:10+++

Auch entlang der Donau ist Hochwasser angesagt. In Oberösterreich werden derzeit die Meldegrenzen erreicht, in Wien ist der Scheitel für den Montag erwartet. Doch auch hier sind schon Maßnahmen erforderlich: Die Ponte Kagrana im 22. Bezirk wird abmontiert, da in den kommenden Stunden das Donauwasser teils auch in der Neuen Donau abfließen wird. Meistens ist hier ein 1- bis 5-jähriges Hochwasser in Sicht.

Hochwasser-Vorbereitungen entlang der Neuen Donau in Wien: Die Ponte Kagrana wird abmontiert - UBIMET
Hochwasser-Vorbereitungen entlang der Neuen Donau in Wien: Die Ponte Kagrana wird abmontiert – UBIMET
Pegelstand der Donau in Korneuburg inklusive Prognose (grün) - Land NÖ https://www.noel.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen
Pegelstand der Donau in Korneuburg inklusive Prognose (grün) – Land NÖ https://www.noel.gv.at/wasserstand/#/de/Messstellen
Pegelstand der Donau in Linz inklusive Prognose (grün) - Land OÖ http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand-Alarmpegel
Pegelstand der Donau in Linz inklusive Prognose (grün) – Land OÖ http://hydro.ooe.gv.at/#/overview/Wasserstand-Alarmpegel

+++Update 09:40+++

Die Niederschlagsprognose verspricht auch heute einen spannenden Tag im Hinblick auf die Entwicklung der Hochwasserlage in den Nordalpen. Kleine Bäche und Zubringer der größeren Flüsse zwischen dem Tiroler Unterland, dem Pinzgau-Pongau und dem Tennengau bleiben bis zum Abend im Hochwasserbereich. Lokale Ausuferungen sind mit Schauerstraßen und Gewittern weiterhin möglich. Im Tagesverlauf ist vor allem entlang der Salzach mit Pegelständen im Hochwasserbereich zu rechnen!

 

 

+++Update 09:00+++

Der Pegel der Isel in Osttirol ist auch gestiegen, in Lienz ist die Hochwasserstufe 1 erreicht.

Die Brücke an der Isel in Lienz © MORECAST, User svenja9

+++Update 08: 30+++

Gewittrig beginnt der Tag im Osten, zwei Gewitter ziehen aktuell aus Nordosten in Richtug Bucklige Welt bzw. auf Graz zu.

Radarbild © ACG

+++Update Sonntag 06:30+++

Guten Morgen! Die Niederschlagsaktivität hat sich in der Nacht hauptsächlich in den Nordstau verlagert. Seit Mitternacht sind von Vorarlberg bis zum Most- und Waldviertel verbreitet über 30 Liter/qm gefallen.

Dementsprechend bleibt die Hochwassersituation weiterhin angespannt. Viele Pegel haben mindestens die Hochwasserstufe 2 erreicht, Kitzbüheler Ache  sogar die Stufe 3.

Pegel der Kitzbüheler Ache – Tndenz leicht fallend. © EHYD/BMLRT

Angespannt bleibt die Situation auch an der Salzach, mehrere Pegel haben bereits die Alarmstufe erreicht, wie hier in der Stadt Salzburg. Im Einzugsgebiet der Salzach ist weiterhin mit erhöhter Wasserführung zu rechnen, eine Entspannung der Niederschlagssituation ist erst am Sonntagabend zu erwarten.

 

+++ Update Sonntag, 00:50 +++

Anhaltende Regenschauer sorgen in den Nordalpen derzeit für steigende Pegel, in Teilen Oberösterreichs, Tirols und Salzburgs sind an manchen Bächen und Flüssen bereits Hochwasserstufe 2 und 3 gemeldet worden.

Besonders betroffen sind aktuell der Tauernbach in Osttirol, die Brixentaler Ache und die Isar in Nordtirol sowie die Salzach im Bundesland Salzburg. In Mittersill, Hallein und Kufstein wurde der Zivilschutzalarm ausgelöst. Aufgrund der verbreiteten, kräftigen Schauer am Samstag ist auch am Sonntag lokal mit einem weiteren Anstieg der Pegel zu rechnen.

Pegel der Salzach am Punkt Mittersill – Tendenz steigend. © EHYD/BMLRT

 

+++ Update Samstag, 23.30 Uhr +++

Die Niederschlagskarte zeigt die immensen Regenmengen, die am Samstag zwischen 0 und 22 Uhr in Österreich fielen. In Verbindung mit heftigen, unwetterartigen Gewittern in Wien wurden am späten Abend innerhalb nur einer Stunde 40 l/qm Regen gemessen.

© UBIMET

Mit knapp 100 l/qm Regen an nur einem Tag kam so in einigen Orten im östlichen Flachland mehr Niederschlag zusammen als sonst im ganzen Monat Juli – verglichen mit dem klimatologischen Mittel 1981-2010:

© UBIMET

+++ Update 22.55 Uhr +++

Tausende Blitzentladungen wurden heute in Österreich registriert, Spitzenreiter ist eindeutig Niederösterreich mit über 21.600 Blitzen, aber auch im flächenmäßig kleinsten Bundesland Wien wurden bisher rekordverdächtige 3.476 Blitze gezählt.

© UBIMET
Spektakuläre Aufnahme einer Blitzentladung bei Spillern, nördlich von Wien. © Klaus Rockenbauer / Storm Science Austria

Die Blitzdaten der letzten drei Stunden geben Aufschluss über den Verlauf der kräftigen Gewitter in Wien, Nieder- und Oberösterreich und auch Salzburg:

© UBIMET

+++ Update 21.55 Uhr +++

Die heftigen Regenfälle in den Nordalpen haben in der Altstadt von Hallein zu massivem Hochwasser geführt, dort wurde der Zivilschutzalarm ausgelöst.

+++ Update 21:00 Uhr +++

Schwergewitter im Osten Wiens, man darf das Radarbild nicht falsch interpretieren, da der Radarstrahl vom Radar Schwechat durch den Regen abgeschwächt wird.

Webcam vom Ares Tower © foto-webcam.eu

+++ Update 20:30 Uhr +++

Wien ist derzeit umzingelt von Gewittern. Den Südosten erreichen demnächst die Zellen von Bratislava her.

Radarbild von 20.20 Uhr © Austrocontol

+++ Update 20:00 Uhr +++

Inzwischen reagiren die Pegel im Westen des Landes, besonders in den Kitzbüheler Alpen. Hier stehen mehrere Achen inzwischen bei einem ein bis fünf-jährigen Hochwasser.

Pegel der Kitzbüheler Ache © Hydro Tirol

+++ Update 19:45 Uhr +++

An der Station Wien-Stammersdorf brachte das Gewitter 12 L/m² in 10 Minuten und bei einem weiteren Gewitter im Traunviertel 13 L/m² in Kremsmünster.

+++  Update 19:15 Uhr +++

Auf Wien zieht nun eine kräftige Gewitterzelle zu. Im Bild ist die Form des Regenfußes eingezeichnet. Kleiner Hagel ist ebenfalls möglich, neben dem Starkregen.

Gewitterzelle im Norden von Wien © UBIMET/Martin Templin

+++ Update 18:00 Uhr +++

In den vergangenen 6 Stunden hat es verbreitet kräftig geregnet, hier die Top 5:

Lunz am See (NÖ) 48,4 L/m²
Hall/Admont (ST) 45,8 L/m²
Kirchdorf in Tirol (T) 43,5 L/m²
Mariazell (ST) 35,1 L/m²
Eichberg (ST) 34 L/m²

+++ Update 17:15 Uhr +++

Viele Gewitter sind inzwischen unterwegs, von Tschechien ziehen einzelne Zellen in das Wald- und Mühlviertel. Zudem drohen dem Nordburgenland weitere kräftige Gewitter von der Slowakei her.

Blitze der letzten Stunde © Nowcast/UBIMET

+++ Update 16:30 Uhr +++

Die ersten Flüsse entlang der Nordalpen steigen der Hochwasserstufe 1 entgegen, wie die Ybbs.

Pegelstand der Ybby © ehyd.gv.at

 

+++ Update 16:15 Uhr +++

Das Bild zeigt einen Cumulonimbus, der über dem Seewinkel steht.

Gewitterwolke vom Büro der UWZ aus gesehen © UBIMET/Martin Templin
Blickrichtung des Bildes; Radar © Austrocontrol

+++ Update 16:00 Uhr +++

Die Daten des Wetterballons von heute Mittag zeigen deutlich, warum der Starkregen momentan so heftig ausfällt. Die Atmosphäre über Österreich ist bis rauf zur Tropopause sehr feucht und somit steht viel Wasser zur Verfügung um als Regen auszufallen.
Die durchgezogenen Linie in der Grafik entspricht der Temperatur vom Boden bis in über 15km Höhe, die gestrichelte Linie dem Taupunkt. Liegen beide Linien nahe beieinander, zeigt das eine durchwegs sehr feuchte Luftmasse an.

Radiosondenaufstieg Wien vom 17.7.2021 um 13.30 Uhr

+++ Update 15:45 Uhr +++

Hier die Übersicht für euch der Blitze der vergangenen 3 Stunden. Vor allem im Osten und Nordosten ist es in der wärmsten Luft gewittrig.

Blitze der letzten 3 Stunden © Nowcast/UBIMET

+++Update 15:30 Uhr+++

Ein Blick auf das Satellitenbild bringt wieder eine gute Übersicht, so erkennt man das sich einkringelnde Wolkenband um das Höhentief über Italien. Während im – von selbigem Tief – regengeplagten Westen Deutschlands inzwischen wieder die Sonne scheint, drückt das Tief nun die sehr feuchten Luftmassen von Norden gegen die Alpen:

Satbild 14:00 Uhr

+++Update 15:00 Uhr+++

Nicht nur in Niederösterreich bringen kleine, gewittrige Schauerzellen derzeit ergiebige Regenmengen, auch in Oberösterreich und Salzburg ziehen Schauer und Gewitter durch – hier allerdings vom Innviertel deutlich mehr nach Süden Richtung Bergland:

Radarbild, Übersicht Österreich, 14:50 Uhr

+++Update 14:30 Uhr+++

Neuer Aufguss gefällig?
Die Gewitter aus der Slowakei haben inzwischen die österreichische Landesgrenze erreicht und nehmen weiter Kurs auf Wien.
Zudem hat sich über den südwestlichen Bezirken Wiens ein weiteres Gewitter entwickelt, das allerdings ebenfalls weiter nach Südwesten zieht.

Radarbild 14:15 Uhr

In obigem Radarbild sind zudem auch die Taupunktswerte angegeben. Ab einem Taupunkt von 16 Grad spricht man von schwülen Bedingungen. Mit 21 Grad Taupunkt ist es in Wien schon fast tropisch 😉

+++Update 14:00 Uhr+++

Tropenfeeling heute v.a. im Osten Österreichs. Sonne gab es bis dato nur sehr wenig (1-2 Stunden im Wald- und Weinviertel), dennoch ist es hier sehr warm. Knapp 30 Grad unter dichten Wolken an der March:

+++Update 13:45 Uhr+++

In der Slowakei haben sich weitere kräftige Gewitter gebildet, die nun Richtung Österreich ziehen. Rechnet in gut 1 Stunde im Marchfeld, in ca. 2 Stunden dann eventuell auch in Wien mit heftigem Regen!

+++Update 13:30 Uhr+++

Die bisherigen Regenmengen können sich sehen lassen, bei den Wetterstationen hat St. Pölten mit 83 l/m² die Nase vorn. Schwerpunkt bislang: Salzkammergut bis Mittelburgenland.

Regenmengen von 00:00 bis 13:00 Uhr

+++Update 13:00 Uhr+++

St. Pölten hat heute wahrlich einen Volltreffer gelandet und mit bislang schon 83 Litern Regen pro Quadratmeter gleich mehrere Rekorde aufgestellt:

+++Update 12:30 Uhr+++

Den ergiebigsten Regen (siehe aktuelles Radarbild) gibt es derzeit vom Salzkammergut über die Obersteiermark und das südliche Niederösterreich bis ins Burgenland. Zum Teil fallen hier 10-20 l/m² pro Stunde!

+++Update 11:30 Uhr+++

Nach diesem extrem nassen Wochenende stabilisiert sich das Wetter glücklicherweise nachhaltig – mindestens bis zum nächsten Wochenende. Hier der Niederschlagstrend für die Stadt Salzburg:

Quelle: ECMWF

+++Update 11:00 Uhr+++

Übersicht der Flusspegel: Noch ist an den heimischen Flüssen alles ruhig (blaue Dreiecke auf Karte von dieser Homepage). Das wird sich in den kommenden Stunden bis inkl. Sonntag v.a. an der Alpennordseite zwischen Reutte und Mariazell ändern.

+++Update 10:45 Uhr+++

Wie tropisch die Luftmasse derzeit ist, zeigen die aktuellen Temperaturen. Trotz Regens ist es nicht wirklich kalt, meist um 20 Grad. Im trockenen und aufgelockerten Wald- und Weinviertel sogar schon um 25 Grad!

+++Update 10:30 Uhr+++

Kräftige Schauer und Gewitter vor den Toren Wiens!

Vom Marchfeld und dem Nordburgenland her beginnt es auch in der Bundeshauptstadt demnächst wieder stark zu regnen. 10-15 l/m² in kurzer Zeit sind da locker wieder mit dabei!

+++Update 10:15 Uhr+++

Hier die Top 3 der Regenmengen in der vergangenen Stunde:

  1. St. Pölten 42 l/m²
  2. Andau (BGL) 15 l/m²
  3. Windischgarsten 9 l/m²

+++Update 10:00 Uhr+++

In den betroffenen Regionen der östlichen Nordalpen, aber auch im östlichen/südöstlichen Flachland war der Sommer bislang um 65-75% zu trocken. Der Regen wird hier die Bilanz ordentlich auffetten. Bleibt zu hoffen, dass der trockene Boden die Wassermassen auch einigermaßen gut aufnehmen wird.

+++Update 09:45 Uhr+++

Heute morgen gab es in Niederösterreich, Wien und im Burgenland schon die erste Runde Gewitter, gut zu sehen an den Blitzentladungen seit Mitternacht:

Blitze seit Mitternacht.

Und in diesen Minuten erreichen die nächsten kräftigen Gewitter von Ungarn und der Slowakei her den Osten Österreichs:

+++Update 09:30+++

Wie groß sind die Regenmengen, die da auf uns zukommen? Jedes Wettermodell spuckt hier eine andere Lösung aus, dementsprechend schwierig die Antwort. Hier mal eine erste grobe Einschätzung unseres hauseigenen Modells:

Regenmengen bis Montagfrüh.

+++Update 09:00 Uhr+++

Unsere Warnungen vor Starkregen am Wochenende, lokal haben wir bereits gestern die höchste Warnstufe ausgegeben. HIER findet ihr die stets aktuellste Warnkarte.

+++Update 08:45 Uhr+++

Seit Mitternacht sind schon ordentliche Mengen zusammengekommen, primär an der Alpennordseite und auch im östlichen Flachland:

+++Update 08:30 Uhr+++

Starten wir mit einem raschen Blick auf die Wetterlage, die uns diese extrem großen Regenmengen beschert. Ein Höhentief über der Adria führt sehr feuchte und labil geschichtete Luft nach Österreich:

Die Wetterlage am Wochenende mit dem Höhentief.

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker an diesem nassen und leider auch unwetterträchtigen Wochenende.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die aktuelle Regensituation bzw. Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Regenmengen und Blitzentladungen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Hitze und heftige Gewitter am Dienstag

+++ Update 00.30 Uhr +++

Damit beenden wir den Liveticker für heute. Die Karten zeigen die Höchstwerte des heutigen Tages, sowie den Verlauf der Gewitteraktivität. Wir danken für Ihr/Euer Interesse.

Höchstwerte am 13. Juli 2021 © UBIMET
Verlauf der Blitze am 13. Juli 2021 © Nowcast/UBIMET

+++ Update 22:30 Uhr +++

Die Konvergenzlinie (gelbe Linie)[Zusammenströmen von Luft] hat inzwischen Wien erreicht und kühlere Luft (blauer Pfeil) strömt von Westen bis in die Stadt und in Weinviertel. Weiterhin schwitzen muss man im Marchfeld und Seewinkel (roter Pfeil).

Windrichtunbg um 22.20 Uhr © UBIMET

+++ Update 22:00 Uhr +++

Von den Karawanken her nähern sich nun Unterkärnten Gewitter, wie diese Fotto-Webcam eingefangen hat.

Aufkommende Gewitter bei Villach © foto-webcam.eu
Die Kamera bei Wernberg hat auch einen Blitz eingefangen © foto-webcam.eu

+++ Update 21:20 Uhr +++

Über Tschechien hat sich ein größerer Gewitterkomplex gebildet. Die Temperatur der Wolkenoberseite liegt bei -63 Grad!

Temperatur der Wolkenoberseite © EUMETSAT

+++ Update 20:50  Uhr +++

Die nächsten Gewitter stehen schon vor der Tür und werden in den nächsten Stunden von Italien und Slowenien aufziehen.

Blitze von 20.50 Uhr © Nowcast/UBIMET

+++ Update 20:00 +++

Kurze Zwischenbilanz:

Die meisten Blitze gab es heute, wenig verwunderlich, in Tirol, hier hat es auch am meisten geregnet heute. Die schnell ziehenden Gewitter der letzten Stunden in Kärnten haben aber ordentlich geblitzt.

Hier noch zwei Tabellen mit den Spitzenwerten:

+++ Update 19:15 +++

Heftig erwischt hat es heute  Südtirol:

+++ Update 19:00 +++

Kräftig regnet es derzeit in den Hohen Tauern sowie auch weiterhin in Nordtirol.  Hier ist die Karte der letzten drei Stunden (zum vergrößern auf die Karte klicken):

Regensummen der letzten drei Stunden. Quelle: UBIMET, TAWES

Gewittrig wird es derzeit auch in der Stadt Salzburg, von Süden her ziehen Gewitter in Richtung Flachgau und Innviertel.

+++ Update 18:35 +++

In Oberösterreich und Oberkärnten sind einieg Gewitter unterwegs, Starkregen und Hagel sind vor allem in Oberösterreich zu erwarten!

+++Update 17:15+++

Erste Gewitter haben sich gerade in Oberösterreich gebildet, Starkregen und Hagel sowie stürmische Böen sind in den kommenden Stunden möglich! Allmählich arbeiten sich die Gewitter immer weiter in Richtung Osten vor.

Aktuelle Blitze und Radarbild. Quelle: UBIMET, ACG

+++Update 16:45+++

Das Land Tirol ist nach wie vor der Gewitter-Hotspot des Landes. In Oberkärnten wird es aber auch bald regnen, von Italien her nähert sich ein kräftiges Gewitter der südlichen Landesgrenze.

Am kräftigen regnet es derzeit am Brenner, mit über 20 Liter/qm in der letzten Stunde, sowie im Raum Kufstein. Stürmisch ist es derzeit auch in Zell am See mit 74 km/h, hier tröpfelt es auch langsam.

+++Update 15:50+++

100 km/h in Innsbruck!

Vorsicht in Osttirol! Erste Gewitter ziehen gleich von Süden herein!

+++Update 15:15+++

Gewitter ziehen gerade über Innsbruck hinweg, Sturmböen von 84 km/h meldet die Station Kranebitten im Westen der Stadt, Uni misst stürmische Böen von 62 km/h.

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni/

+++Update 14:30 Uhr+++

Viel fehlt nicht mehr zur höchsten Temperatur 2021 (bis heute 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg von vergangener Woche). 36,2 Grad aktuell in Pottschach im südlichen Wiener Becken!

Gleichzeitig in Galtür kräftiger Regen bei nur 9 Grad. Was für ein Unterschied…

+++Update 14:15 Uhr+++

Bis dato war in erster Linie das Tiroler Oberland von den Gewittern betroffen, wie die Blitzentladungen der vergangenen 3 Stunden zeigt: Nun rücken vermehrt das Tiroler Unterland, Osttirol und Oberkärnten in den Fokus.

+++Update 13:45 Uhr+++

Vorsicht in den nächsten Stunden u.a. auch in Innsbruck. Hier weht derzeit noch der Föhn bei 30 Grad, dementsprechend trocken ist die Luft. Wenn nun die Gewitter von Südtirol her aufziehen, kann es zu Sturmböen und schweren Sturmböen kommen!

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/innsbruck-uni-west/

+++Update 13:15 Uhr+++

Riesige Temperaturunterschiede gibt es derzeit von Ost nach West, hier die Top 8 der aktuell wärmsten und kältesten Orte:

+++Update 13:00 Uhr+++

Kurzer Blick zu unseren Nachbarn in die Schweiz. Hier haben heftige Gewitter schon vergangene Nacht für große Schäden gesorgt, im Bild Zürich:

+++Update 12:30 Uhr+++

Volltreffer für das Tannheimertal in Tirol. Rund 11 Liter Regen pro Quadratmeter brachte ein Gewitter hier, Temperatursturz von 17 auf 11 Grad inklusive:

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/tannheimertal/

+++Update 12:15 Uhr+++

Wo haben wir schon die 30 Grad erreicht? Am besten sieht man das auf der folgenden Karte: rot = mehr als 30 Grad, gelb = mehr als 25 Grad:

+++Update 12:00 Uhr+++

Nicht ganz fair der Vergleich aufgrund der Höhenlage, aber über 20 Grad Temperaturunterschied zwischen West und Ost sind schon beachtlich:

  • Sulzberg (Vorarlberg, 1000 m hoch): 10°C
  • Pottschach-Ternitz (Niederösterreich, 400 m hoch): 32°C

+++Update 11:30 Uhr+++

Ganz schön heiß jetzt schon, und wir haben noch nicht einmal 12 Uhr. Hier die aktuellen Spitzenreiter, im Wiener Becken schon 31 Grad:

+++Update 11:15 Uhr+++

In Vorarlberg und später auch in Tirol geht es bald los mit den ersten Gewittern, diese sind jetzt schon über der Schweiz und Norditalien aktiv. Hier die aktuelle Karte der Blitzentladungen:

Blitzentladungen um 11:00 Uhr

+++Update 11:00 Uhr+++

Die extrem trockene Witterung der vergangenen Wochen hat zur Folge, dass heute die Waldbrandgefahr im Osten des Landes weiterhin stark erhöht (rot oder sogar violett auf der Karte) ist:

Waldbrandgefahr am Dienstag.

+++Update 10:30 Uhr+++

Mit der heißen Südströmung kommt aber nicht nur die Hitze zu uns, sondern auch Saharastaub. Super zu sehen am Webcam-Vergleich in Wien zwischen gestern (glasklar) und heute (milchig-trüb):

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/

+++Update 10:00 Uhr+++

Blicken wir auf die aktuelle Großwetterlage, die uns die Hitze und die Gewitter beschert: Über Frankreich liegt heute ein Höhentief, an dessen Vorderseite erreichen sehr heiße Luftmassen aus dem westl. Mittelmeerraum die Alpen.

Die Großwetterlage am Dienstag.

+++ Übersicht +++

Herzlich willkommen zu unserem Live Ticker an diesem heißen und gewittrigen Dienstag.

Gleich zu Beginn haben wir für euch zwei wichtige Links:

  • Hier könnt ihr euch mit dem aktuellen Radarfilm selber einen Überblick über die Gewitter und deren Zugbahn verschaffen.
  • Tabellen und Grafiken mit aktuellen Höchstwerten, Blitzentladungen und Regenmengen haben ihr stets auf dieser Seite parat.

Wo wird es heute am heißesten?

Hotspots sind Niederösterreich, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark. Hier die Karte mit den zu erwartenden Höchstwerten zum Vergrößern anklicken bzw. -tippen):

Höchstwerte am Dienstag.

Wo drohen heute Unwetter?

Die größte Gewittergefahr (rot markiert) besteht im Übergangsbereich der heißen zur kühlen Luft im Westen, grob skizziert hier:

In der Mitte und im Norden am Dienstag kräftige Gewitter.

Höhentief bringt in der kommenden Woche kräftige Gewitter

Blitz

Aktuelle Situation

Derzeit liegt noch eine schwache Okklusion über Deutschland, die am heutigen Sonntag von der Nordsee bis zum Erzgebirge sowie von der Schwäbischen Alb bis zum Fichtelgebirge für einige kräftigere Schauer und Gewitter sorgt.

Radarbild am Sonntag, den 11. Juli um 14.10 Uhr © DWD/UBIMET

Höhentief

In der Animation erkennt man, wie das Höhentief vom Atlantik her zu den Alpen und später nach Süddeutschland zieht. Die exakte Position ist dabei zur Wochenmitte noch etwas unsicher, der grobe Fahrplan sollte aber stehen. Bei einem Höhentief handelt es sich um ein Gebiet kälterer Luft in der Höhe von ungefähr 5 km.

Prognose von Sonntagfrüh bis Mittwochnacht des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersage © ECMWF

Zudem ist auch der Bodendruck dargestellt; man erkennt, dass auf der Nordostseite des Höhentiefs sich ein Bodentief über den Benelux-Staaten etabliert, welches im Zusammenspiel mit dem Höhentief feucht-heiße Kontinentalluft von Osten her nach Deutschland führt.

Montag

Zu Beginn der neuen Woche liegt Deutschland im Vorfeld des Bodentiefs über Nordostfrankreich. Im Vorfeld der Kaltfront wird heiße Luft (roter Pfeil) aus dem Mittelmeerraum in den Süden gelenkt. Hier werden Werte bis 30 Grad erwartet. Am Abend steigt dann von der Schweiz und Frankreich her die Gewittergefahr deutlich an. Dann muss bei Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden.

Wettersituation am Montagmittag © UBIMET

Ein zweiter Schwerpunkt der Gewitter liegt im Norden und Nordosten, hier wird im Vorfeld der Okklusion sehr feuchte und instabil geschichtete Luft herantransportiert (grüner Pfeil). Bei diesen Gewittern, wie auch in den Folgetagen, sind lokal Überflutungen möglich, da die Luft sehr feucht ist!

Gewitterschwerpunkte am Montag © UBIMET

Dienstag

In der Früh erreicht die Kaltfront den Südwesten und legt sich von Nordfrankreich über die Westalpen bis nach Korsika , die Warmfront erstreckt sich von der Nordsee bis nach Belgien. Die Ostströmung intensiviert sich und schwül-heiße Luftmassen halten sich ungefähr nördlich der Linie Bayerischer Wald-Rhön-Emsland. Hier werden verbreitet Temperaturen von 26 bis 31 Grad erreicht.

Von der Früh weg deutet sich im Südwesten gewittrig durchsetzter Dauerregen an (blauer Bereich). In den rot eingefärbten Gebieten sind vom Nachmittag an bis in die Nacht auf Mittwoch teils schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel zu erwarten. Die genaue Intensität im Nordwesten ist noch etwas unsicher, aber auch hier ist Starkregen ein Thema.

Erste Einschätzung zu den Gewittern und Starkregen am Dienstag. © UBIMET

Mittwoch

Am Mittwoch kommt nach bisherigem Stand die Kaltfront bis zur Landesmitte voran und der Gewitterschwerpunkt verlagert sich in die Nordhälfte des Landes. Hier sind in feucht-heißer Luft kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel zu erwarten. Zudem deuten sich im Westen markante Regenmengen teils mit Gewitter, teils ohne Gewitter an. Mitunter ist im Südwesten lokal eine Hochwasserlage möglich.

Erste Einschätzung zu den Gewittern und Starkregen am Mittwoch. © UBIMET

Weitere Aussichten

Nach dem Mittwoch werden die Prognosen sehr unsicher, es deutet sich jedoch an, dass mit einem Hoch, das sich über Westeuropa nach Norden schiebt allmählich trockenere Luft einsickert und die Gewittergefahr allmählich zurück geht.

Titelbild: Storm Science Austria

Sommer 2021: Rückblick und Tendenz für die zweite Hälfte

Rückblick auf den Juni

Der erste Sommermonat ist bereits Geschichte und die im Frühling prognostizierte Verteilung der Temperatur- und Niederschlagsanomalien passt soweit gut für Mitteleuropa. Von der Iberischen Halbinsel über Frankreich bis nach Mitteleuropa brachten mehrere Gewitterlagen überdurchschnittlich viel Regen, jedoch – wie häufig der Fall im Sommer – mit sehr großen Unterschieden auf engstem Raum. An der Adria und in der Pannonischen Tiefebene wurde hingegen die anhaltende Trockenheit zum Thema.

Die Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel im Juni 2021 © ECMWF Copernicus

Temperaturtechnisch war der Juni generell überdurchschnittlich warm. Am größten war die positive Anomalie vom Mittelmeerraum bis zum Baltikum, hier verlief der Monat oft mehr als 2 Grad zu warm im Vergleich zum langjährigen Mittel. Leichte negative Temperaturanomalien wurden lediglich am Atlantik und im Bereich des Bosporus verzeichnet.

Die Abweichung des Niederschlags des Junis vom Durchschnitt © NOAA-PSL

Vorschau auf die 2. Halbzeit

Wie geht es im Sommer 2021 weiter? Laut der aktualisierten Quartal-Prognosen für die zweite Sommerhälfte wird sich die Lage nun doch etwas ändern. Eine Häufung an Hochdruckgebieten über dem westlichen Mittelmeerraum sollte hier oft trockene Verhältnisse bringen und somit für steigende Dürregefahr sorgen. Aufgrund des oft vorhandenen Hochs im Westen des Mittelmeeres würden die atlantischen Fronten öfters nur die Nordwesthälfte des Kontinents erfassen und erst wieder in Richtung Osteuropa für zahlreiche Gewittertage sorgen.

Prognostizierte Temperaturabweichung für Juli-August-September © ECMWF Copernicus

Anhand dieser Lage könnte der restliche Sommer vor allem an der Nord- und Ostsee, im Baltikum sowie im Nordatlantik durchschnittlich warm oder sogar leicht zu kühl ausfallen. Die größten positiven Temperaturanomalien sind hingegen am Mittelmeer zu erwarten. Von Spanien über Südfrankreich und Italien bis zum Balkan sollte sich die zweite Sommerhälfte um etwa ein Grad zu warm im Vergleich zum langjährigen Mittel erweisen.

Prognostizierte Wahrscheinlichkeit dafür, ob der Sommer zu trocken (gelbliche Töne) der zu nass (Grüntöne) ausfallen wird © ECMWF Copernicus

Titelbild: Tendenz für die zweite Sommerhälfte – UBIMET

Dauerregen sorgt für Überflutungen

Ausgehend von Tief ZYPRIAN, das Europa am vergangenen Sonntag vom Atlantik her erreichte, etablierte sich unter der Woche eine Luftmassengrenze von Italien bis zur Ostsee, die feucht-warme von schwül-heißer Luft trennte. Am Donnerstag wurde in unserem Nachbarland Österreich beispielsweise der dort bisher heißeste Tag des Jahres erreicht und verbreitet gingen auf der schwül-heißen Seite der Luftmassengrenze heftige Gewitter nieder, wie bereits angekündigt.

Lee-Tief ARNO

Am Donnerstag drehte im Süden des Landes die Höhenströmung auf südliche Richtungen. Dies impliziert bei Überströmen der Alpen, dass sich auf der Lee-Seite (Nördlich der Alpen über Bayern) ein sogenanntes Lee-Tief entwickelt. Dieses wurde auf dann den Namen ARNO getauft.

In der Folge sorgte ARNO dafür, dass nördlich des Tiefkerns die feucht-heiße Luft aus dem Osten Europas gehoben wurde und die Feuchtigkeit in Form von Regen niederging. Am Freitag verlagerte sich das Tief allmählich nordostwärts und liegt am Samstagmittag bereits über der Ostsee.

Die folgenden Niederschlagssummenkarten gegen einen guten Überblick über den Ablauf der Entwicklung. Insbesondere am Freitag fielen von der Schwäbischen Alb bis zum Havelland verbreitet Mengen von 40 bis 70, lokal kamen sogar rund 100 L/m² zusammen. Ebenfalls beachtlich sind die Regenmengen, die vom Freitagabend bis Sonnabendfrüh in Vorpommern gefallen sind. Auch hier sind teils 70 oder 80 Liter Regen gefallen.

Donnerstag

© UBIMET

Freitag

© UBIMET

Samstag

© UBIMET

Lage in Bayern

Die Auswirkungen der Niederschläge spüren die Menschen derzeit besonders in Mittelfranken, hier melden viele kleiner Flüsse Hochwasser. Am Freitag hatten zudem auch viele Flüsse im würtembergischen Schwaben hohe Wasserstände gemeldet.

Titelbild: https://twitter.com/90Snazy/status/1413634681778712578/photo/3

Kräftige Gewitter am Donnerstag

Das aktuelle Satellitenbild zeigt die Luftmassengrenze als schmales Wolkenband, das von den Balearen bis hinauf nach Schweden reicht. Heute passiert in Mitteleuropa nicht besonders viel, da derzeit leichtes Absinken im Bereich der Luftmassengrenze stattfindet.

Satellitenbild vom 7.7.2021 um 16.35 Uhr © EUMETSAT

Wetterablauf Donnerstag

Dies ändert sich aber morgen. Die Höhenströmung dreht mehr auf Süd und die Luftmassengrenze wird wieder etwas nach Nordwesten gedrückt. Auf der Ostseite wird ein Schwall heißer und hochlabiler Subtropikluft von der Adria über Österreich und Tschechien bis nach Schlesien transportiert.

Ein zweiter Schwerpunkt der Gewitter deutet sich vom Schweizer Jura bis hinauf nach Dänemark an. Hier sorgen zusammenströmende Luftmassen (Konvergenzlinie) für ausreichend Hebung.

Gefahrengebiete der Überregionalen Unwetterlage am Donnerstag

Früh bis Vormittag

Entlang der Luftmassengrenze fällt aus der Nacht heraus von der Schweiz bis nach Franken teils kräftiger und gewittrig durchsetzter Regen. Ausgenommen ist hierbei nur der äußerste Südosten. Im Verlauf des Vormittags kommt der Regen nordwärts voran und von den Bayerischen Alpen bis zum Bayerischen Wald herrscht für ein paar Stunden trockenes und aufgelockertes Wetter.

Mittag

Ab dem Mittag bilden sich schließlich entlang der Konvergenzlinie zunehmend kräftige Gewitter, bei denen vor allem Starkregen und lokal kleiner Hagel erwartet werden können. Diese Gewitter ziehen recht langsam, sodass örtlich wieder Überflutungsgefahr besteht, besonders wenn mehrere kräftige Zellen über einen Ort hinweg ziehen.

Nachmittag

Nun wird es im Süden spannend. Ausgehend von den Alpen bilden sich kräftige Gewitterzellen, die rasch zu Superzellen werden sollten. Somit steigt am Nachmittag die Gefahr von großem Hagel und Sturmböen stetig an. Diese Zellen werden am Abend dann nach Tschechien hineinziehen. Hier werden die Bedingungen noch besser und schwere Unwetter mit großem Hagel, Orkanböen und sogar Tornados sind möglich.

Aber auch südlich der Alpen und zwar in Norditalien bilden sich nun kräftige Gewitter, die sich auf die Po-Ebene und in Richtung Venedig ausbreiten werden. Hier muss ebenfalls mit großem Hagel und schweren Sturmböen gerechnet werden.

Abends

In der Folge ziehen die Unwetter weiter nach Polen und werden sich zu einem oder mehreren Gewittersystemen organisieren. Hier muss dann bis in die Nacht hinein mit Orkanböen und Hagel gerechnet werden.

Währenddessen gehen im Süden die letzten Gewitter in kräftigen teils immer noch gewittrig durchsetzten Regen über, lokal sind Mengen von 30 bis 50 Liter zu erwarten. Zudem lassen die Gewitter entlang der Konvergenz nach.

Titelbild: @ Storm Science Austria

Am Dienstag neuerlich kräftige Gewitter, im Osten heiß

Höchsttemperatur

Bereits in der Nacht auf Dienstag erreicht die Warmfront des Tiefs den Westen des Landes. Mit ihr dreht die Strömung auf Süd und ein Schwall heißer Luft erreicht das Land, davon profitieren wird jedoch nur der Osten und Südosten des Landes. Hier erwarten wir Temperaturen um oder über 30 Grad.

Erwartete Höchstwerte am Dienstag, den 6.7.2021 © UBIMET

Gewitter

Ablauf der Gewitter morgen und der erwarteten Stärke © UBIMET

Doch die Kaltfront lässt nicht lange auf sich warten. Bereits um die Mittagszeit erreicht sie den Westen. In ihrem Vorfeld sind am Morgen vereinzelte Gewitter im Südwesten möglich, die als Überbleibsel der Nacht aus Frankreich herein ziehen. Ab dem späten Vormittag sind dann mit der aufkommenden Front zunächst im Westen und Nordwesten erste Gewitter zu erwarten. Diese ziehen dann unter Verstärkung am Nachmittag nach Nordosten weiter, dann muss mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden.

Ab dem späteren Nachmittag bilden sich schließlich auch in der Schweiz und in Österreich Gewitter, die am Abend auf das südliche Bayern übergreifen. Hier sind dann erneut Superzellen zu erwarten, die von größerem Hagel und schweren Sturmböen begleitet sein können.

Wind

Hinter der Kaltfront frischt dazu der Wind frisch bis stark, in Böen teils stürmisch auf. Dabei muss in exponierten Lagen und im Westen mit Böen zwischen 50 und 60 km/h gerechnet werden, lokal auch etwas mehr.

Prognostizierte Windböen am Dienstag, den 6.7.2021 © UBIMET

Titelbild: Fotolia

Neuerlich schwere Gewitter im Westen und Norden

Gewitterfront

23:30

Die Gewitter in Österreich lassen nun allmählich nach, daher verabschieden wir uns mit letzten Bildern aus Tschechien und lassen die zerstörerische Wucht der Naturgewalten ohne Worte…

22:45 Uhr

Ein starkes Gewitter zieht aktuell vom Mühlviertel Richtung Weitra, Gmünd, Waidhofen an der Thaya. Hier ist mit Hagel zu rechnen!

Biltzverlauf 22:40 Uhr, UBIMET

21:00 Uhr

Einen starken Tornado gab es unweit der österreichischen Grenze bei Hodnin in Tschechien. Die Verwüstungen sind dort enorm!

19:45 Uhr

Die heftigsten Gewitter ziehen nun noch über das nördliche Wald- und Weinviertel und ziehen allmählich nach Tschechien ab. Nachfolgend nähert sich aus Bayern und Tirol eine schwache Kaltfront, in der im Vorfeld noch einzelne kräftige Superzellen Richtung Inn- und Mühlviertel ziehen.

Kaltfront nähert sich aus Westen, aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Diese Gewitter sind nicht mehr ganz so heftig wie ihre Vorgänger, schadensträchtiger Hagel von 2-3 cm Größe ist aber immer noch mit dabei. Nach Durchzug der Front beruhigt sich in der Nacht das Wetter an der Alpennordseite nachhaltig, dafür gibt es am Freitag von Kärnten bis ins Burgenland ein paar kräftige Gewitter.

19:00 Uhr

Bisher gab es heute rund 40.000 Blitzentladungen in Österreich, die meisten davon mit etwa 30.000 in Niederösterreich:

17:30 Uhr

Derzeit ziehen heftige Gewitter vom Hausruck- und Mühlviertel bis ins östliche Waldviertel durch und bringen teils großen Hagel von über 5 cm!

In der kommenden Stunden ziehen die Gewitter weiter ins nördliche Weinviertel.

Großer Hagel in Horn

16:50 Uhr

Achtung südlich von Horn hat sich ein heftiges Gewitter gebildet mit starker Rotation! Ein Tornado kann nicht ausgeschlossen werden.

16:10 UHr

Im Bezirk Neunkirchen hat das Gewitter große Hagelkörner von etwa 4 cm Duchmesser produziert.

Hagel in Würflach, Bezirk Neunkirchen. Quelle: R. Reiter.

15:30 Uhr

Achtung Wien! Ein kräftiges Gewitter nähert sich nun rasch aus Südwesten, Sturmböen und Hagel ist zu befürchten.

Aktuelle Blitzentladungen

15:00 Uhr

Erste Gewitter bilden sich nun in der Obersteiermark und an der Grenze zu Italien. Vor allem am Alpenostrand besteht in den kommenden Stunden Unwettergefahr durch Sturm und Hagel!

Aktuelles Radarbild (Quelle: ACG)

Ausgangslage

Die Gewitter der vergangenen Nacht im Alpenraum haben mittlerweile schon Polen erreicht, doch im Tagesverlauf kündigt sich ausgehend von der Schweiz bereits die nächste Gewitterschub ab.

Aktuelle Satellitenbild mit Einfärbung der Wolkenhöhe. © EUMETSAT

Dabei liegt der Schwerpunkt der Gewitter heute einmal mehr nördlich der Alpen, also in den Regionen, die in den vergangenen Tagen bereits von Unwettern mit teils großem Hagel und Sturmböen heimgesucht wurden.

Am Donnerstag herrscht an der Alpennordseite Unwettergefahr.

Die Graphik zeigt die Gebiete mit der höchsten Unwettergefahr am Donnerstag. In dem violetten Bereich gibt es das größte Potential für teils schwere Sturmböen, großen Hagel und Starkregen. Im roten Bereich sind dieselben Phänomene ebenfalls möglich, nur nicht ganz so häufig. Der orangene Bereich zeigt den Bereich, in dem generell Gewitter möglich sind, hier kommt es aber voraussichtlich nur vereinzelt zu stürmischen Böen, Starkregen oder Hagel.

Rückblick: Mittwoch

Nachdem bereits in der Früh Gewitter über den Norden gezogen waren, bildeten sich am Abend in Südtirol und generell im Westen neuerlich kräftige und schadenbringende Gewitter. Diese zogen schließlich über Bayern und erreichten in der Nacht den Flachgau bzw. das Inn- und Mühlviertel.

Eine weitere Zelle zog von der Villacher Alpe ins Murtal und sorgte besonders in der Steiermark für Schäden. Insgesamt wurden rund 64.000 Blitze registriert, mit den meisten, rund 50.000 Blitze, in Oberösterreich.

Blitzverlauf am Mittwoch © NOWCAST/UBIMET

Titelbild © Storm Science Austria

Hagelunwetter tobten zu Wochenbeginn im Süden

Die Wetterlage bleibt weiterhin angespannt. Nachdem bereits das Wochenende kräftige Gewitter brachte, gab es zu Wochenbeginn vor allem in Bayern und Baden-Württemberg erneut kräftige Gewitter.

Superzellen

Superzellen kann man quasi als die Könige der Gewitter ansehen. Ihre Aufwinde erreichen Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h und sind damit eine Gefahr für jedes Flugzeug. Zudem werden die größten Hagelkörner mit ihnen verbunden. Der Hauptgrund für die intensive Forschung an ihnen sind jedoch die Tornados. Während es verschiedene Mechanismen gibt kleinräumige Wirbel zu erzeugen (Staubteufel, Wasserhosen) sind starke Tornados nur in ihrem Umfeld möglich.

Die Besonderheit liegt darin begründet, dass ihr Aufwind rotiert und damit wesentlich stabiler und kräftiger ist als der anderer Gewitterzellen. Die Rotation gewinnen sie aus der Umgebungsscherung (Windrichtung und -geschwindigkeit ändern sich mit der Höhe). Daraus folgt zudem, dass sie nicht mit dem Höhenwind ziehen, sondern sich zumeist rechtsseitig verlagern.

Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/
Schema einer Superzelle. © https://sites.psu.edu/pmarkowski/how-tornadoes-form/

Montag 21.6.

Der Montag war zunächst gekennzeichnet von dem von Thüringen nordwärts ziehenden Gewittersystem, dass sich am Sonntagabend schon über dem Süden des Landes gebildet hatte. Nach einer Pause um die Mittagszeit kamen am späten Nachmittag von Frankreich und der Schweiz her neue kräftige Gewitter auf. Diese breiteten sich rasch nach Osten über den Breisgau und Schwaben aus. Im Vorfeld der Gewitter bildete sich nordöstlich von Oberstorf eine Superzelle, die in der Folge auf einer Länge von rund 75 km Hagel bis 6 cm im Durchmesser brachte.

 

In der Folge bildete sich ein MCS (Mesoskaliges (C)Konvektives System), das über Tschechien in der Nacht nach Polen zog. Dieser brachte teils ergiebigen Starkregen. Insgesamt wurden allein in Bayern rund 70.000 Blitze, in Baden-Württemberg derer rund 60.000.

Zeitlicher Verlauf der Blitze © NOWCAST/UBIMET

Dienstag 22.6.

Auch der gestrige Tag brachte in Bayern wieder Unwetter. Erneut bildeten sich Superzellen, die erneut großen Hagel brachten. Dabei zog eine solche Zelle rund 240 km auf einer ähnlichen Zugbahn, wie die Superzelle am Tag zuvor. Erhebliche Schäden wurden in der Landwirtschaft sowie an Dächern und Autos registriert. Teils bildeten sich erhebliche Hagelansammlungen. Insgesamt wurden am Dienstag in Bayern rund 76.000 Blitze registriert.

 

 

 

Blitzspur der Superzellen am 22.6.2021 von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr © NOWCAST

Ausblick

Auch Heute und Morgen muss erneut in Bayern und Baden-Württemberg mit Superzellen mit großem Hagel und Starkregen gerechnet werden.

 

Titelbild: https://twitter.com/LippJakob/status/1407446095878316039/photo/1

Erneut kräftige Gewitter am Mittwoch erwartet

Update 20:00 Uhr

Ein ehemals gewittriger Schauer, inzwischen aber nicht mehr blitzaktiv zieht in diesen Minuten genau auf Graz zu. Die etwa 10km hoch reichende, ehemalige Gewitterwolke war dabei noch von Wien aus zu sehen – bei einer Entfernung von etwa 140 km Luftlinie:
(weitere Informationen zur Bestimmung der Gewitterentfernung findet man auch hier: https://uwz.at/de/a/bestimmung-von-gewitterentfernungen)

Webcambild mit Radarbild, UBIMET, AustroControl

Update 17:00 Uhr

Beeindruckende Bilder lieferten die webcams bei Zell am See, als letzte Stunde ein Gewitter vorüberzog.

Radarbild von 16:35 Uhr, UBIMET, AustroControl
Webcamzusammenstellung von 15:30 Uhr (links) und 16:30 Uhr (rechts) – foto-webcam.eu

Update 16:00 Uhr

Der Satellitenfilm zeigt, wo inzwischen verbreitet die „Wolkenpilze“ emporschießen. Mit roten Pluszeichen sind dabei die zu jeweiligem Zeitpunkt aktuellen Blitze markiert.
Die meisten Gewitter entstanden bisher auf deutscher Seite, in den kommenden Stunden sind aber auch in Österreich, speziell vom Bregenzerwald bis Oberkärnten, wie auch im Mühl- und Waldviertel, weitere Schauer und Gewitter zu erwarten!

Update 11:15 Uhr

Erste teils gewittrige Schauer haben sich nun gebildet.

Radarbild von 11:05 Uhr © Austrocontol

Blog

Aktuelle Situation

Aktuelles Satellitenbild von 9.10 Uhr © EUMETSAT

Das aktuelle Satellitenbild zeigt einige Wolken im Tiroler Oberland, ansonsten scheint die Sonne. Dies begünstigt die Entwicklung von kräftigen Gewittern am Nachmittag, da mit der Einstrahlung genug Energie zur Verfügung gestellt wird. Zudem erkennt man bereits Quellwolken über den Bergen.

Betroffene Gebiete

Übersicht über die betroffenen Gebiete

In den Rot markierten Bereichen muss man lokal mit kräftigem Starkregen rechnen, der lokal zu Überflutungen und Murenabgängen führen kann. Dabei sind 30 bis 50 L/m² in ein bis zwei Stunden möglich, ganz lokal sogar noch mehr. Dazu sind bei den kräftigsten Gewitterzellen auch kleinkörniger Hagel möglich. Vorsicht ist also im Gewitterumfeld geboten. Dort wo Hagelansammlungen auftreten, kann es glatt werden.

Titelbild: UBIMET

Gewitter mit Überflutungsgefahr

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Das Skandinavienhoch WALTRAUD schwächelt immer mehr in den kommenden Tagen und aus Südwesten kann sich feucht-labile und somit gewitteranfällige Luft auf weite teile Deutschlands ausbreiten. Nur im Nordosten bleibt die Luft trockener.

Am Donnerstag im Westen Gewitter

Am Donnerstag sind in der gesamten Westhälfte Gewitter möglich. Vor allem von Rheinland-Pfalz bis ins Emlsand treten die Gewitter verbreitet auf und fallen lokal mit Hagel und Starkregen auch kräftig aus.

Gewitterwahrscheinlichkeit am Donnerstag

Weiter südlich sind die Gewitter seltener und entstehen meist nur über dem Berg- und Hügelland.

Am Freitag weitere Gewitter

Am Freitag bliebt es östlich der Linie München-Berlin trocken und auch im Norden ist de Gewittergefahr nur gering. Ansonsten entstehen im Tagesverlauf wieder kräftige Gewitter, die vor allem am Abend ganz im Westen auch unwetterartige ausfallen können!

Gewittergefahr am Freitag

Dabei kann es durch große Regenmengen in kurzer Zeit auch wieder zu Überschwemmungen kommen und lokal ist auch wieder Hagel mit dabei.

Auch am Wochenende gewittrig

Am Samstag setzt sich das schwül-warme und gewittrige Sommerwetter fort. Dabei sind mit Ausnahme des äußersten Nordens und Ostens verbreitet Gewitter zu erwarten. Am Sonntag verlagert sich der Gewitterschwerpunkt dann in die Südhälfte. Auch am Wochenende besteht die Hauptgefahr aus enorme Regenmengen und Überflutungen.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Sturm MARCO bringt wechselhaftes Wetter

Aktuelle Situation

Aktuelles Satellitenbild von 10.10 Uhr © EUMETSAT

Auf dem Satellitenbild erkennt man den Wolkenwirbel über der Nordsee. Das Wolkenband das von Schleswig-Holstein bis nach Nordfrankreich reicht ist die Okklusion des Tiefs MARCO. Mit ihr kommt derzeit von Nordwesten Regen auf, wie das Radarbild zeigt. Am Nachmittag sind dann im Nordwesten auf der Rückseite der Front auch wieder Gewitter zu erwarten.

Radarbild von 10.25 Uhr © DWD/UBIMET

In den kommenden Stunden wird der Wind besonders in der Mitte und im Nordwesten noch etwas zulegen, bisher gab es hier Böen um 60 km/h.

Spitzenböen von 4 Uhr bis 10 Uhr © DWD/UBIMET

Teils warmer Pfingstmontag

Einen kleinen warmen Gruß gibt es am Montag, dann sind im Süden und Osten Temperaturen über 20 und etwas Sonnenschein zu erwarten. Im Westen und Nordwesten kommt dann jedoch schon die nächste Front auf.

Höchstwerte am Pfingstmontag © UBIMET

 

Titelbild: © Norderney foto-webcam.eu

Tief HUBERTUS bringt am Dienstag heftige Gewitter im Osten

Aktuelles Satellitenbild von 15.25 Uhr © EUMETSAT

Derzeit liegt die Kaltfront des Tiefs über dem Westen von Deutschland. Erkennbar ist sie an dem weißen Wolkenband. In Schleswig-Holstein haben sich mit einer vorlaufenden Tiefdruckzone erste Gewitter gebildet.

Gewitter in der Nacht

In den kommenden Stunden werden sich in Richtung Thüringer Wald Schauer und Gewitter bilden, die sich in der Nacht nach Norden verlagern. Dabei sind vor allem Starkregen und Sturmböen zu erwarten.

Prognostizierter Niederschlag von Montag 20 Uhr bis Dienstag 8 Uhr. © DWD/UBIMET

Gewitter am Dienstag

Frontenkarte am Dienstag © DWD

Synoptische Situation

Am Dienstag bildet sich ein Föhntief über Bayern, das die Kaltfront auf ihrem Weg nach Osten zurückhält und an der Aufgleiten stattfindet, daher wird sie als Warmfront in der Frontenkarte dargestellt. Davor lagert zudem die Tiefdruckzone (Konvergenzlinie, ocker in der Karte). In ihrem Umfeld liegt feucht-labile Luft, die zudem noch gut geschert ist, d.h. der Wind nimmt mit der Höhe an Geschwindigkeit zu. Dies begünstigt kräftige Gewitter.

Ablauf

Im Laufe des Nachmittags werden sich am Thüringer Wald und Erzgebirge erste Gewitter bilden, die in der Folge nach Norden und Osten ausgreifen. Dabei besteht die Gefahr von kleinem Hagel, Sturmböen und Starkregen. Die Gewitter werden sich dann am Abend über den Osten ausbreiten, auch Berlin kann davon betroffen sein. Dabei besteht lokal dann auch die Gefahr von heftigem Starkregen. In der Nacht ziehen sie schließlich abgeschwächt über die Ostsee nach Norden ab.

Titelbild: UBIMET

Sturmtief EUGEN bringt turbulenten Dienstag

Dabei treten vor allem in einem Streifen in der Mitte des Landes Böen von 80 bis 100 km/h auf. Die kräftigsten Böen werden im Umfeld von Schauern und Gewittern an der Kaltfront und in den Hochlagen der Mittelgebirge erwartet. In letzterer Region sind am Abend auch ein paar Schneeflocken möglich.

Erwartete Spitzenböen am Dienstag nach dem ECMWF © ECMWF

Da die ersten Bäume belaubt sind, gilt es in Wäldern und Parks Vorsichtig zu sein und auch Gartenmöbel können herum fliegen bei solchen Windgeschwindigkeiten.

Am Abend lässt der Wind dann großteils wieder nach, nur entlang der Nordseeküste bleibt es auch die Nacht hindurch stürmisch.

 

Titelbild: shutterstock

Lokal erster Sommertag

Am heutigen Tage wurde zum ersten Mal in diesem Jahr in Deutschland die magische Temperatur von 25°C überschritten und damit ein Sommertag erreicht. Auch in den kommenden beiden Tagen werden besonders im Südwesten erneut Sommertage erwartet. Jedoch trübt etwas Saharastaub den Himmel.

Höchstwerte am 30.3.2021 © UBIMET/DWD

 

Zudem wurden heute zahlreiche neue Monatsrekorde aufgestellt.

Station Neuer Rekord Alter Rekord
Perl-Nennig (SL) 25,3°C 24,3°C
Michelstadt (HE) 25,2°C 24,0°C
Trier-Zewen (RLP) 25,2°C 24,2°C
Saarbrücken-Burbach (SL) 24,9°C 22,7°C
Köln-Stammheim (NRW) 24,6°C 24,5°C
Andernach (RLP) 24,5°C 23,0°C
Düsseldorf (NRW) 24,4°C 23,8°C
Lüdinghausen-Brochtrup (NRW) 24,4°C 23,5°C
Darmstadt (HE) 24,1°C 24,0°C
Obersulm-Willsbach (BW) 24,1°C 23,5°C

 

Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/darmstadt-west/

Der Frühling kommt

Die vergangenen kühlen bis kalten Tage und der reichliche Schnee, besonders entlang der Nordalpen, haben den durch die länger werdenden Tage aufkeimenden Frühlingsgefühle einen herben Dämpfer verpasst. Doch zum Ende des Monats kündigt sich nun der Frühling an.

Kaltfront am Wochenende

Bevor es aber warm wird, rauscht am Wochenende noch eine Kaltfront  durch. Diese bringt am Samstag unbeständiges Wetter mit Regen und Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt dabei am Abend auf etwa 1000 bis 1200 m ab. Am Sonntag folgt dann aber schon das entscheidende, nächste Hoch.

Frühling nächste Woche

Mit diesem Hoch dreht die Strömung auf Südwest und deutlich mildere Luft strömt zu uns. Dabei ist am letzten Tag des Monats sogar ein Sommertag (Tageshöchstwert über 25°C) möglich. Dies gab es in den letzten 10 Jahren erst einmal in Salzburg und Bischofshofen. Diesmal liegen die höchsten Werte voraussichtlich im Süden des Landes. Am Mittwoch wird schließlich auch der Höhepunkt der ‚Wärmewelle‘ erwartet.

Prognostizierte Höchstwerte am Mittwoch, den 31.3.2021 © UBIMET

In Richtung Ostern steigt jedoch die Unsicherheit deutlich an. In der unten stehenden Graphik sieht man den prognostizierten Wetterablauf der nächsten 15 Tage. Nach der Wärme heute und morgen folgt die angesprochene Kaltfront und der Frühling. Pünktlich zum Monatswechsel nehmen dann jedoch die Unsicherheiten deutlich zu, auch eine erneute Kaltfront mit Schnee ist möglich. Ob der Osterhase neben der Maske auch einen Wintermantel braucht bleibt aber abzuwarten.

Temperatur in 1500 m Höhe – 15 Tage Prognose des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wetterprognose © ECMWF

Titelbild: fotolia

Heftige Unwetter im Südosten der USA erwartet

Während östlich der Rocky Mountains praktisch überall die Bildung von Tornados möglich ist, gibt es besondere Bereiche in denen vergleichsweise häufig und heftige Tornados auftreten. Diese als Alleen bezeichneten Gebiete liegen im mittleren Westen und im Südosten des Landes. Während erstere als Tornado Alley auch in Europa Bekanntheit erlangt hat, ist die letztere als Dixie Alley bezeichnete Region eher unbekannt.

In den nächsten rund 48 Stunden werden nun in Dixie Alley und an der Ostküste heftige Gewitter mit der Gefahr von Tornados, großem Hagel und Orkanböen erwartet.

Aktuelle Situation

Momentan (Mittwochmorgen) liegt ein Tief über Oklahoma. Im Satellitenbild sind die Fronten eingezeichnet. Man erkenn an den weißen Wolkengebilden, dass bereits teils kräftige Gewitter unterwegs sind, die schon Hagel und Sturmböen gebracht haben.

Satellitenbild von 17.3.2021 7 Uhr © GEOS

Mittwoch

Das Tief wird sich am Tage allmählich nach Osten verlagern. Dabei gelangt auf der Vorderseite weiterhin feucht-warme Golfluft in den Südosten der USA. Da zudem sowohl die Geschwindigkeitsscherung (Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe zu), als auch die Richtungsscherung (Windrichtung dreht mit der Höhe von Süd auf West) zunimmt, stellen sich in dem in der Graphik unten in Rot und Violett gekennzeichneten Bereich extrem gute Bedingungen für die Bildung von Superzellen ein.

Dies sind Gewitterzellen, deren Aufwinde kräftig rotieren. Daher sind sie langlebig und in der Lage Tornados und großen Hagel mit Durchmesser von mehr als 3 cm zu bringen. Zudem sind Orkanböen und heftiger Starkregen möglich.

Am Abend und in der Nacht auf Donnerstag werden sich im Warmsektor und im Vorfeld der nach Osten ziehenden Kaltfront etliche Superzellen bilden. Aber auch kräftige linienförmige Gewittersysteme sind zu erwarten, die Orkanböen und Hagel bringen werden.

Die Vorhersagegraphik zeigt, die nach Wahrscheinlichkeiten aufgeteilten Stufen der Gefahr. Dabei bezeichnet MRGL (marginal) ein marginales, SLGT (slight) ein geringes, EHN (enhanced) ein erhöhtes, MDT (moderate) ein hohes und HIGH ein sehr hohes Risiko für Unwetter. Dabei sind heute besonders Tornados in Blickpunkt. Im violetten Bereich wird das Auftreten mehrere starker Tornados erwartet. Dabei besteht durchaus Lebensgefahr für die dortigen Bewohner. Zudem wird ein sehr hohes Risiko äußerst selten herausgegeben!

Ausblick des Gewittervorhersagezentrums der US-Wetterbehörde © SPC/NOAA

Donnerstag

Mit dem Vorankommen des Tiefs nach Nordosten gelangt nun die labilste Luft an die Ostküste. Dabei setzten sich die schweren Gewitter des Vortags fort. Da die Richtungsscherung etwas abnimmt sind nun vor allem Gewitterlinien zu erwarten und damit verschiebt sich das Augenmerk von Tornados allmählich zu Orkanböen, die verbreitet zu Schäden führen werden. Spätestens am Freitagmorgen ist die Gefahr dann gebannt.

 

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UPDATE 17.03.2021 – 21:20 MEZ
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Mittlerweile wurde etliche, kräftige Radarechos beobachtet, die deutliche Rotationen aufweisen. Auch Verwüstungen werden, wie im Wayne County, Mississippi wurden bereits dokumentiert, hier hat es eine Hühner-Farm schwer getroffen:

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/gewitter-unwetter-blitz-storm-6088999/

Sturmtief KLAUS brachte teils schwere Sturmböen und Gewitter

Windsack bei stürmischem Wind

— Update 20:00 Uhr —

Zusammenfassung:

Ein stürmischer Tag geht zu Ende. Besonders im Norden und Nordwesten traten Böen zwischen 80 und 100 km/h auf, an der Nordsee wurden teils orkanartige Böen mit über 110 km/h gemessen. Im Binnenland traten die kräftigsten Böen wie erwartet mit Schauern und Gewitter auf, die von Westen durchzogen.

Stärkste Böen am Donnerstag, den 11.3.2021 © DWD/UBIMET
Liste aller Blitzentladungen bis 19.50 Uhr © Nowcast

Das Satellitenbild zeigt die zahlreichen Schauer und Gewitter auf der Rückseite der Kaltfront.

Satellitenbild von 20.00 Uhr © EUMETSAT/UBIMET

Morgen wird es besonders im Westen erneut stürmisch, hier muss dann mit Böen von 60 bis 80 km/h gerechnet werden. Damit beenden wir für heute den Liveticker und bedanken und für Ihr Interesse.

— Update 17:45 Uhr —

 

— Update 17:15 Uhr —

Vor den Toren Berlins haben sich teils kräftige Gewitter gebildet. Dabei besteht die Gefahr von schweren Sturmböen.

Radarbild von 17.15 Uhr © DWD/UBIMET

—Update 16:30 Uhr—

In der Mitte ziehen derzeit einige Schauer sowie lokale Gewitter durch. Der Himmel präsentiert sich dabei typisch frühlingshaft wie man es im April oft sieht.


In England werden aktuell auch sog. Mammatus-Wolken beobachtet, dazu kann es in den kommenden Stunden auch noch bei uns im Umfeld der Schauerzellen kommen.

—Update 16:05 —

In der Meldorfer Bucht Bucht wurden vergangene Stunden örtlich Orkanböen gemessen:

  • 122 km/h Büsum
  • 117 km/h Spiekeroog
  • 111 km/h Elpersbüttel
  • 109 km/h Sankt Peter-Ording
  • 99 km/h Strucklahnungshörn
  • 97 km/h Kiel
  • 95 km/h Cuxhaven

—Update 15:45 —

Auch in Deutschland werden mittlerweile einige Einsätze der Feuerwehr gemeldet. Meist handelt es sich um umgestürzte Bäume, die mitunter für Beeinträchtigungen im Verkehr sorgen.

— Update 15:35 —

Anbei ein paar spannende Bilder vom treibenden Sand am Strand von Scheveningen (Den Haag) in den Niederlanden.


— Update 14:25 —

Im Norden sind weitere Gewitter entstanden und diese verlagern sich mit dem kräftigen Wind weiter in den Osten. Im Umfeld kann es zu Sturmböen und kurzzeitig auch zu kräftigem Regen kommen.

Radarbild 14:15 ©nowcast/DWD/UBIMET

— Update 13:35 —

Anbei ein aktuelles Satellitenbild von Sturmtief KLAUS. Die Warmfront liegt bereits über Tschechien bzw. Polen und die schwach ausgeprägte Kaltfront erstreckt sich quer über Deutschland. Dahinter folgt am Südrand des Tiefs über der Nordsee noch die umwickelte Okklusionsfront.

Satellitenbild von 13:15 Uhr. © EUEMETSAT / UBIMET

— Update 13:15 —

Anbei die bisherigen, gemessenen Spitzenböen:

  • 104 km/h Nörvenich
  • 97 km/h Geilenkirchen
  • 95 km/h Aachen
  • 93 km/h Büsum
  • 93 km/h Borkum
  • 90 km/h Bremerhaven
  • 86 km/h Diepholz
  • 85 km/h Bremen

Aktuelle Daten und Statistiken gibt es auch stets hier: Wetterdaten

— Update 12:20 —

Mittlerweile gibt es schon zalhreiche Berichte über entstandenen Schäden von Sturm Klaus. Der Höhepunkt des Sturms sollte in den Niederlanden aber in der nächsten Stunde erreicht werden.

—Update 11:40 —

Zwischen der Elbmündung und dem Großraum Bremen sind erste Gewitter entstanden, sie sich mit dem starken Höhenwind zügig nach Ost-Nordost verlagern. Im Bereich dieser Gewitter ist die Sturmgefahr besonders groß.

Im Norden sind erste Gewitter entstanden. (Daten: nowcast/DWD/UBIMET)

—Update 11:10 —

In den Niederlanden werden mittlerweile Böen über 100 km/h gemessen:

  • 119 km/h Vlissingen
  • 115 km/h Rotterdam
  • 104 km/h Amsterdam


In Deutschland lag im Flachland in der vergangene Stunden Borkum mit 93 km/h an der Spitze, auf dem Brocken wurden dagegen schon Orkanböen bis 140 km/h verzeichnet.

—Update 10:55 —

Anbei die neuesten Prognose von ICON-Modell des DWD. Es berechnet besonders im Norden von NRW und im südlichen Niedersachsen schwere Sturmböen um 100 km/h, während die Spitzen zwischen Bremen und Hamburg demnach etwas geringer ausfallen würden.

Die Prognose der Windspitzen von ICON 6z (Daten: DWD; Graphik: UBIMET).

—Update 10:05 Uhr —

Derzeit ist die Lage in Deutschland zwar noch relativ ruhig, im Westen werden aber örtlich schon Sturmböen gemessen. Anbei eine Auswahl an Stationen:

  • 93 km/h Büsum
  • 86 km/h Geilenkirchen
  • 82 km/h Mönchengladbach
  • 81 km/h Aachen
  • 70 km/h Werl
  • 68 km/h Düsseldorf
  • 68 km/h Bremen
  • 67 km/h Rheinstetten / Karlsruhe
  • 63 km/h Erfurt
  • 61 km/h Saarbrücken

Mit den Schauern sowie lokalen Gewittern legt der Wind in den kommenden Stunden aber vor allem im Nordwesten deutlich zu, so werden etwa in den Niederladen wie etwa in Amsterdam bereits schwere Sturmböen von 98 km/h gemeldet.

—Update 9:35 Uhr —

Auf dem aktuellen Satellitenbild sieht man sehr schön den Kern von Sturmtief KLAUS sowie seine Warmfront quer über der Südosthälfte Deutschlands. Am Südrand des Tiefkerns treten in den kommenden Stunden die stärksten Böen auf. In der vergangenen Stunden wurden am Ärmelkanal von der Normandie bis zu den Niederlande Windspitzen um 100 km/h gemessen.

Satellitenbild um 9:30 Uhr. © EUMETSAT/UBIMET

— Update 9:30 Uhr —

Wir haben unsere gestrigen Warnungen anhand der neuesten Modellläufe noch leicht ausgebaut, anbei die aktuelle Warnkarte. In der Mitte und im Nordosten kann es stellenweise ebenfalls zu schweren Sturmböen kommen, hier werden im Tagesverlauf mitunter auch noch Gewitterwarnungen zum Thema.

Sturmwarnungen sind bereits in Kraft, lokal folgen am Nachmittag Gewitterwarnungen.

— Übersicht —

Am Donnerstag gerät Deutschland unter den Einfluss eines Tiefs namens KLAUS, welches am Montag vor der kanadischen Küste entstanden ist und sich zur Wochenmitte über den Nordatlantik in Richtung Nordmeer verlagert. Damit verstärkt sich der Druckgradient über Deutschland und ausgehend vom westlichen Mittelgebirgsraum kommt ab Mittwochnacht zunehmend starker Südwestwind auf.

Bodenanalyse am Mittwoch, 7 Uhr via DWD.

Mit Durchzug einer Kaltfront muss man am Donnerstag im Nordwesten mit teils orkanartigen Böen um 110 km/h rechnen, an der Nordseeküste sind auch Orkanböen um 120 km/h möglich: Hier kann der kräftige Höhenwind mit Schauern und gar einzelnen Gewittern zum Boden runtergemischt werden. Besonders betroffen sind die Regionen vom Emsland bzw. von Ostfriesland bis zur Elbmündung sowie in weiterer Folge auch Teile Schleswig-Holsteins, aber auch im Münsterland zeichnen sich in Gewitternähe örtlich teils schwere Sturmböen um 100 km/h ab. Der Schwerpunkt des Sturms findet am Donnerstag vom Vormittag bis zum frühen Nachmittag statt.

Sturmgefahr am Donnerstag (Stand: Mittwoch, 14 Uhr). © www.uwr.de

In den umliegenden Regionen von Eifel bis nach Mecklenburg zeichnen recht verbreitet Sturmböen um 75 km/h ab, wobei es auch hier in Schauernähe vereinzelt zu deutlich höheren Spitzen kommen kann. Im Südosten sind dagegen meist nur exponierte Lagen im Bereich der Mittelgebirge betroffen.

Wahrscheinlichkeit für Böen über 90 km/h am Donnertsag von ECMWF (ENS).

Auch am Wochenende bleibt es windig und das Potenzial für das ein oder andere weitere Sturmtief bleibt bestehen. Diesbezüglich sind sich die Modelle noch uneinig, ein Extremereignis ist allerdings nicht in Sicht.

Äußerst warmer Witterungsabschnitt geht zu Ende

Nach dem heftigen Wintereinbruch in der Monatsmitte drehte die Strömung auf der Westseite des dominierenden Hochs ILONKA auf Südwest und äußerst milde Luft aus Nordafrika erreichte Mitteleuropa. Diese Strömung brachte neben der Wärme auch Saharastaub mit, der zu besonderen Sonnenauf- und untergängen führte.

Temperaturen über 20°C

Die Folge waren eine ganze Reihe an Tagen, an denen etliche Stationen Werte über 20°C gemessen haben, was für Ende Februar schon außergewöhnlich ist. Einzelne Tage mit Werten über 20°C gab es zwar hingegen schon ab und zu einmal. Dabei liegt der Allzeitrekord des Monats bei 23,1°C und wurde am 26.2.1900 in Jena gemessen.

Heute wurde der Höhepunkt der ‚Wärmewelle‘ erreicht, dabei wenig überraschend der Höchstwert am Oberrhein mit 22°C in Ohlsbach, was natürlich einen neuen Stationsrekord darstellt. Die folgende Tabelle gibt einen kleinen Überblick über die gemessenen Werte, die regionale Verteilung der neuen Rekorde und die Länge des Witterungsabschnitts anhand des Datums, an welchem ein Höchstwert von 20°C oder mehr gemessen wurde.

Station Bundesland Temperatur Datum Monatsrekord
Ohlsbach Baden-Würtemberg 22,0°C 25.2. Ja
Emmendingen-Mundingen Baden-Würtemberg 21,5°C 25.2. Ja
Hoyerswerda Sachsen 21,0°C 25.2. Ja
Köln-Stammheim Nordrhein-Westfahlen 20,7°C 25.2. Ja
Schwäbisch Gemünd Baden-Würtemberg 21,5°C 24.2. Ja
Rheinau-Memprechtshofen Baden-Würtemberg 21,6°C 24.2. Ja
Bad Kreuznach Rheinland-Pfalz 20,8°C 23.2. Ja
Neuwiedenthal Hamburg 21,1°C 22.2. Ja
Aue Sachsen 20,0°C 21.2. Ja
Müllheim Baden-Würtemberg 20,3°C 20.2. Nein

Wärme auch in Nachbarländern

Neben neuen Rekorden in Deutschland gab es unter anderem auch in Frankreich und Slowenien neue Rekorde. Besonders interessant ist, dass in Slowenien sogar ein Sommertag (ein Tag, an dem das Tagesmaximum über 25°C liegt) registriert wurde!

Titelbild:https://pixabay.com/photos/winterling-eranthis-hyemalis-spring-4811119/

Der Vorfrühling kommt!

Die Kälte mit Schnee und Eisregen wurde in den vergangenen durchaus turbulenten Tagen von Fronten nun wieder nach Osteuropa verdrängt. In den kommenden Tagen dreht die Strömung auf Südwest und milde Luft strömt nach Deutschland.

Ablauf

Während am Donnerstagabend noch eine Kaltfront mit Schauern das Land überquert, dreht ab Freitag im Vorfeld des Tiefs BELREM, dessen Kern sich am Freitag vor der Küste Irlands befindet, die Strömung auf Südwest. Damit gelangt subtropisch warme Luft nach Mitteleuropa.

Temperatur in ca. 1500 m Höhe und deren Bandbreite in der Prognose für Düsseldorf © ECMWF

In der Graphik erkennt man die Temperaturentwicklung für Düsseldorf. Zu sehen ist, dass die warme Luft bis nächste Woche recht sicher bleiben wird (geringe Bandbreite) und sich erst zum nächsten Wochenende aus heutiger Sicht wieder kühlere Luft ankündigt.

Prognostizierte Temperaturen am Sonntagnachmittag © UBIMET

Saharastaub

Dabei sind am Sonntag im Westen Temperaturen nahe 20°C möglich. Ob diese Marke überschritten wird, ist zunächst recht unsicher, da mit der warmen Luft auch Saharastaub nach Norden transportiert wird. Diese Zufuhr erreicht am Montag ihren Höhepunkt.

Prognostizierte Staubkonzentration am Montag © SKIRON

Dies könnte durch Reflexion die Sonnenstrahlung im Zusammenspiel mit hohen Schleierwolken etwas reduzieren, was zu leicht verminderten Höchstwerten führen kann.

Dennoch werden die kommenden Tage bei meist viel Sonnenschein einen deutlichen Kontrast zu der Witterung der vergangenen zwei Wochen darstellen. Ab Dienstag wird der Staub schließlich wieder südwärts geführt und die Atmosphäre wird wieder klarer. Aus heutiger Sicht sind dann Mitte der Woche im Westen durchaus auch mehr als 20 Grad möglich, was für einige Stationen eventuell einen neuen Monatsrekord geben kann, man darf gespannt sein.

 

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/schneegl%C3%B6ckchen-blume-pflanze-4056080/

Massiver gefrierender Regen in den USA

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Twitter Video

Schon beeindruckend was gefrierender Regen alles für Schäden anrichten kann, wie hier in Virginia. Dort gibt es massive Stromausfälle in einigen Counties.

Stromausfälle in Virginia © https://poweroutage.us/area/state/virginia

Satellitenbild

GEOS Satellitenbild von 18.36 Uhr © NOAA

Aktuelle Wettersituation

Radarbild von 17.50 Uhr © NEXRAD/UBIMET

Das Radarbild zeigt die aktuelle Situation an der Ostküste. Im violetten Quadrat fällt gebietsweise teils kräftiger gefrierender Regen, im grünen fällt ein wenig Schnee, im blauen Regen und im Roten zieht eine Gewitterlinie von Florida auf den Atlantik.

Aktuelle Bilder

Momentan (Samstagnachmittag) fällt besonders im Osten teils kräftiger gefrierender Regen.

Virginia

Maryland

 

 

Blog

Nachdem sich im Januar der Polarwirbel in der Stratosphäre erwärmt hatte (wir berichteten), werden nun die Auswirkungen in der Troposphäre, der untersten Luftschicht, sichtbar. Aufgrund der dadurch gestörten Zirkulation folgen immer wieder markante Kaltluftausbrüche bis weit nach Süden. Dies geschieht besonders markant in den USA. Hier kann die Kaltluft über die Prärie weit nach Süden vorstoßen, sogar bis zum Golf von Mexiko. Dieser liegt bereits in den Subtropen, etwa auf der Höhe von Ägypten und damit ist das Wasser hier ganzjährig warm mit aktuellen Temperaturen von 20°C.

Stößt nun also Kaltluft nach Süden entsteht eine massive Grenzwetterlage. So geschehen bereits letzte Woche, als ein erster Kaltluftausbruch den Süden der USA erfasste. Dabei fiel in einem Streifen im nördlichen Texas heftiger gefrierender Regen, der auf einer Autobahn bei Dallas-Fort Worth am Donnerstagmorgen (Lokalzeit) zu einer Massenkarambolage führte. Dabei starben 9 Menschen und mehrere Dutzend wurden verletzt.

Der Radiosondenaufstieg zeigt das klassische Profil für gefrierenden Regen mit der warmen Nase in mittlerer Höhe und den Frosttemperaturen in Bodennähe. Der Niederschlag taut in der warmen Schicht und beim fallen in der kalten Schicht unterkühlt das Wasser wieder und gefriert beim Aufkommen auf den Boden.

Radiosondenaufstieg etwa zur Zeit des Unfalls

Auch in den kommenden Tagen besteht besonders in einem Streifen von Texas über die Appalachen bis zur nördlichen Ostküste weiterhin die Gefahr von gefrierendem Regen. Dabei sind lokal erhebliche Eismengen zu erwarten.

 

Titelbild: morecast.com

Kräftiges Tauwetter und lokale Überschwemmungen im Südwesten

Die aktuelle Schneelage zeigt, dass insbesondere in der Südhälfte des Landes selbst in den tiefsten Lagen oft mehr 5 cm Schnee liegen. In den höheren Lagen sind es verbreitet 30 bis 50 cm. Lediglich am Oberrhein und im Frankfurter Raum war es die Tage etwas zu mild, als dass der Schnee hätte liegen bleiben können.

Die aktuelle Schneelage in Deutschland © UBIMET

Insbesondere im Südwesten wird die weiße Pracht aber bis zum Wochenende zwischenzeitlich geschmolzen sein. Grund hierfür ist eine schrittweise Milderung in den kommenden Tagen. Hier der Ablauf:

Am Mittwoch erste Warmfront

Nachdem heute ein Schneefallgebiet über uns hinweg gezogen ist – wir berichteten gestern darüber – folgt am Mittwoch bereits der nächste Schneefall. Grund dafür ist das Tief MALTE. Dies entwickelt sich am Abend über den Britischen Inseln und zieht in der Folge über die südliche Nordsee und Schleswig-Holstein zur Ostsee. Die Warmfront erreicht in der Nacht auf Mittwoch den Westen.

Anfänglich schneit es im Westen noch bis auf etwa 200 m, in den tiefsten Lagen fällt Schneeregen. Im Tagesverlauf verlagert sich der Schneefall nach Osten und schwächt sich im Nordteil aber ab. Vom Schwarzwald bis zu den Alpen schneit es zunächst noch kräftig auf 500 m hinab. Hier sickert in den tiefsten Lagen aber schon mildere Luft ein, sodass der Schnee in Regen über geht.

Während es in der Nacht auf Donnerstag zunächst noch im Osten leicht schneit, kommt die mildere Luft in den tiefsten Lagen allmählich bis in die Mitte voran. In der zweiten Nachthälfte setzt sich schließlich auch in den Gipfellagen von der Eifel bis zum Schwarzwald wärmere Luft durch.

Am Donnerstag zweite Warmfront und Luftmassengrenze

Der Donnerstag beginnt schließlich vom Rheinland bis zu den Alpen mit kräftigem Regen. Die Schneefallgrenze liegt dabei vom Niederrhein bis ins Berchtesgadener Land bei etwa 1500 m. Da zugleich der Südwestwind deutlich auffrischt, schmilzt nun rasch der Schnee von der Eifel über den Hunsrück und den Taunus bis zum Schwarzwald und der Schwäbischen Alb. Auch entlang der Alpen setzt Tauwetter ein.

Im Tagesverlauf kommt die Warmfront nordostwärts voran; da gleichzeitig jedoch das Tief Malte über der Ostsee liegt und auf seiner Rückseite kalte Luft aus Skandinavien in den Nordosten lenkt, baut sich vom Emsland über den Thüringer Wald bis zum Bayerischen Wald eine Luftmassengrenze auf. An dieser fällt ab dem Nachmittag nördlich einer Linie vom Teutoburger Wald bis zum Vogtland teils kräftig Schnee bis zum Samstag bis ins Flachland.

Prognostizierter Neuschnee von Donnerstagnachmittag bis Samstagnachmittag © UBIMET

Am Freitag im Südwesten kräftiges Tauwetter

Am Freitag zieht aus Nordwesten eine Kaltfront auf, die dafür sorgt, dass die Luftmassengrenze ein wenig nach Norden rückt. Mit der Front geht der Regen im Südwesten in Schauer über. Nun regnet es vom Emsland bis zum Erzgebirge kräftig. Zudem weht südwestlich eines Streifens Niederrhein Vogtland stürmischer Westwind.

Damit setzt sich hier das Tauwetter fort und kleinere Flüsse schwellen nun an. Dabei werden im Südwesten zweistellige Höchstwerte erreicht. Zusammen mit dem Wind sind nun gute Bedingungen gegeben, dass auch in den höheren Lagen der Mittelgebirge der Schnee taut. An kleineren Bächen und Flüssen muss hier mit Überflutungen gerechnet werden! Zwar sind die Regensummen nicht besonders hoch, aber mit dem tauenden Schnee ist genügend Wasser vorhanden.

Aufsummierter Niederschlag von Donnerstagmittag bis Samstagmittag © UBIMET

 

Höchstwerte am Freitag © UBIMET

Ausblick:

Am Wochenende dreht dann die Strömung auf Nord und die Luftmassengrenze wird in Richtung Alpen zurück geschoben. Im Übergangsbereich muss dann wieder mit Schneefall bis in tiefe Lagen gerechnet werden.

 

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/winter-schnee-gras-wiese-kalt-3097645/

Schneefall am Wochenende

Aktuelle Schneehöhen am Sonntag

In der vergangenen Nacht ist vor allem im Westen noch etwas Schnee dazu gekommen, oftmals wurden 2 bis 5 cm Neuschnee gemessen. Innerhalb der letzten 12 Stunden kamen in Ulm 7 cm Schnee zusammen, im Allgäu knapp 15 cm und im Schwarzwald sogar rund 20 cm. Die folgende Karte zeigt die aktuelle Gesamtschneehöhe für ganz Deutschland.

+++ Update Samstag, 20.50 Uhr +++

Auch weiter südlich in Bittburg in Rheinland-Pfalz schneit es.

Webcam Bittburg © http://www.webcam.bitburg.net/

+++ Update Samstag, 20.40 Uhr +++

Wie angekündigt fällt nun auch in Köln Schnee.

 

+++ Update Samstag, 20.15 Uhr +++

Inzwischen schneit es im Westen, dort wo nicht gestreut wurde, bildet sich nun eine dünne Schneedecke aus.

Webcam Goch © http://www.goch.de/webcam/current.jpg

+++ Update Samstag, 18.20 Uhr +++

In den Niederlanden ist bereits ein wenig Schnee gefallen, wie hier in Breda.

 

+++ Update Samstag, 17.45 Uhr +++

In Maastricht hat inzwischen Schneefall eingesetzt.

Webcambild aus Maastricht © http://www.meteomaastricht.nl/cam_1.jpg

+++ Update Samstag, 17.40 Uhr +++

Allmählich ist die Warmfront, im nördlichen Teil Okklusion auf dem Radar zu erkennen. Ganz im Westen setzt nun der Schneefall ein.

Radarbild von 17.30 Uhr © DWD/UBIMET

+++ Update Samstag, 16.15 Uhr +++

Inzwischen ist die Warmfront mit ihrer Bewölkung im Westen angekommen. Ganz im Westen setzt in den nächsten Stunden Schneefall ein.

Warmfrontaufzug aus Westen © EUMETSAT/UBIMET

Originaler Blog

Die Graphik zeigt die aktuelle Schneehöhe in Deutschland. Besonders entlang der Luftmassengrenze hat es vom Saarland bis ins Allgäu geschneit und in letzterer Region sind teils drei viertel Meter Neuschnee zusammen gekommen. Ansonsten liegt momentan nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge etwas Schnee.

Aktuelle Schneehöhe © UBIMET

Warmfront am Samstagabend

Dies ändert sich am Samstag vor allem im Westen. Im Laufe des Samstagnachmittags setzt ganz im Westen Schneefall ein, der aufgrund der verbreitet frostigen Temperaturen selbst in der Kölner Bucht und im Ruhrgebiet liegen bleibt. In der Nacht auf Sonntag fällt schließlich vom Emsland bis zum Breisgau Schnee. Da die Atmosphäre bis in tiefe Lagen frostig ist, handelt es sich dabei um Pulverschnee.

Prognostizierte Neuschneesumme von Samstagnachmittag bis Sonntagnachmittag © UBIMET

Dabei sind auch in Köln durchaus 5 bis 7 cm Neuschnee zu erwarten. Zudem sind insbesondere im Südwesten flächig weitere 10 cm Neuschnee zu erwarten. Bis Montagvormittag fällt zudem im Nordstau der Alpen teils ein halber Meter Neuschnee.

Aussichten

Ansonsten beruhigt sich das Wetter vorübergehend. Am Dienstag kommt dann von Westen eine weitere Warmfront auf, mit der die Strömung auf Südwest dreht und deutlich mildere Luft als zuletzt nach Deutschland strömt. Im Übergangsbereich der Front muss nach heutigem Stand sogar mit gefrierenden Regen gerechnet werden.

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/schnee-winter-br%C3%BCcke-114195/

Kräftiger Schneefall in Spanien

In der Nacht auf Freitag liegt das Tief vor der Küste Marokkos. Man erkennt auf dem speziellen Satellitenbild neben den Wolken (in Weiß) auch die Luftmasse. Grüne Farbtöne stehen für tropische (feucht-warme) Luftmassen, während orangene und violette für arktische (trocken-kalt) Luftmassen stehen. Man erkennt, dass im Bereich des Tief beide Luftmassen direkt nebeneinander liegen.

Satellitenbild von 22.45 Uhr am Donnerstag, den 7.1.2021 © EUMETSAT

Schnee in Spanien

Auf der Vorderseite wird sehr warme und feuchte Luft über Marokko ins westliche Mittelmeer geführt. Diese gleitet entlang der Luftmassengrenze, die sich bis zum Balkan erstreckt, auf und sorgt mit der bodennahen Kaltluft für gute Bedingungen für Schnee.

Aufsummierter Niederschlag bis Sonntagmittag nach dem ICON-Modell © DWD/UBIMET

Dabei sind in den höheren Lagen lokal bis zu 60 L/m² Niederschlag möglich, die bei einer Schneefallgrenze von 400 bis 600 m als Schnee fallen. Dies ergibt in den tieferen Lagen 20 bis 40 cm Neuschnee, in den höheren Lagen sind lokal bis zu 70 cm drin.

So fiel bereits am Donnerstag in Madrid Schnee, wie dieses Video zeigt.

In den kommenden Tagen wird das Tief allmählich nach Osten ins Mittelmeer ziehen. Dabei tritt insbesondere in Marokko und Algerien Sturm auf. Zudem sind insbesondere an der marokkanischen Küste auch kräftige Gewitter möglich.

 

Titelbild: https://twitter.com/realmadriden/status/1347242848542806016/photo/1

Sturm und Schnee am Wochenende

Besonders im Westen und Nordwesten steht Deutschland ein stürmischer Sonntag bevor. Bevorzugt in den westlichen Mittelgebirgen fällt zudem etwas Neuschnee.

Der Ablauf

Im Laufe des Samstagnachmittags nimmt von der Eifel über das Emsland bis zur Nordseeküste der Südwestwind spürbar zu und auf den Inseln sind erste stürmische Böen möglich. In der Nacht auf Sonntag sind dann auch im Binnenland erste stürmische Böen mit dabei. Besonders auf den Nordfriesischen und Ostfriesischen Inseln muss mit Böen über 80 km/h gerechnet werden.

Der Höhepunkt des Sturms wird von Sonntagvormittag bis -nachmittag erwartet. Dann treten in den Hochlagen von Eifel, Sauerland und Harz Böen von 90 bis 100 km/h auf. Aber auch im Hunsrück, dem Thüringer Wald und dem Erzgebirge sind in den höheren Lagen Böen um 80 km/h wahrscheinlich.  Insbesondere von der Elbmündung bis zu den Nordfriesischen Inseln sind teils sogar 110 km/h aus Süd dabei. Ansonsten treten vom Ruhrgebiet über das Weserbergland bis nach Fehmarn häufig Böen von 60 bis 80 km/h auf.

Im Laufe des Abends lässt dann der Wind von Westen allmählich in den Niederungen wieder nach. In den höheren Mittelgebirgslagen ist es  jedoch noch bis Montagvormittag stürmisch.

Prognostizierte Spitzenböen am Sonntag, den 27.12.2020 © UBIMET

Der Schnee

Mit dem Wind kommt am Sonntag von Westen im Vorfeld der Front des Tiefs leichter Schneefall oder Schneeregen auf. Insbesondere in der Eifel und im Sieger- und Sauerland liegt die Schneefallgrenze bei 300 m. Im Tagesverlauf nimmt dann die Intensität in der Mitte  allmählich zu und von Hunsrück bis zum Harz fällt oberhalb von etwa 400 m Schnee. Lokal kommen über 10 cm Neuschnee zusammen.

Prognostizierter Neuschnee von Sonntag- bis Montagmorgen © UBIMET

 

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/brandung-nordsee-meer-wasser-13706/

UPDATE 4: Kräftiger Schneesturm im Nordosten der USA erwartet

4.4. Grund für die hohen Schneemengen – Meteorologische Leckereien II

Drei Radiosondenaufstiege aus Albany Bundesstaat New York

Die drei Radiosondenaufstiege zeigen den Verlauf der Profile vom 16.12 13  Uhr MEZ (Blau), 17.12. 1 Uhr MEZ (Rot) und am 17.12. 13 Uhr MEZ (Schwarz), genau so wie die unten.

Die größten Regenraten traten zur Zeit des schwarzen Aufstiegs auf. Man erkennt ein nahezu gesättigtes Profil in den untere Schichten (Temperatur und Taupunkt (gestrichelte Linie)liegen nahe bei einander). Während zuvor trockene Kaltluft aus der Arktis ein gesickert ist (blaues Profil), drehte die Strömung zwischen 1000 m und 2000m auf Ost bis Südost und deutlich feuchtere Luft wurde im Bereich der Okklusion des Tiefs herangeführt. Da gleichzeitig bodennah weiterhin schwacher Nordwestwind herrschte, der ständig noch kältere heranbrachte, glitt die feuchtere und wärmere Luft auf und musste abschneien.

Drei Radiosondenaufstiege zur gleichen Zeit am 17.12.2020 um 13 Uhr MEZ

Noch deutlicher wird dies an den drei Profilen, diesmal zur gleichen Zeit, blau am Atlantik in Chatham, Albany und Buffalo bei den Niagara-Fällen.

Man erkennt die feuchte Nase in derzwischen 1000 und 3000 m an der Küste, hier regnet es bei auflandigem Wind. In Albany, dann ebenfalls die feuchte Nase, hier schneit es häftig. In Buffalo in der Höhe trockener und kälter, hier fällt nur wenig Schnee. Die etwas milderen Temperaturen am Boden sind hier durch die Nähe zum Ontario-See begründet, ähnlich wie Stationen an Nord- oder Ostsee wärmer sind im Winter, als in Mitteldeutschland. Zudem fällt in Buffalo der Nordostwind in 1500 m auf, ein weiteres Indiz für das Aufgleiten weiter östlich. Zudem sind die Windgeschwindigkeiten auf selber Höhe über Albany und Chatham beachtlich (35 kt und 50 kt), über Buffalo nur 15 kt.

Zudem spielt das hügelige Terrain dort eine Rolle, hier wird zusätzlich lokal noch etwas orographisch gehoben.

FAZIT: Orographische Hebung im Zusammenspiel mit gutem Import von feuchte um 1500 m und bodennaher Temperaturen um -5°C stellen gute Bedingungen für viel Pulverschnee da.

4.3. Update – Meteorologische Leckereien

Drei Radiosondenaufstiege aus Newport North Carolina

Ein wenig Analyse, die drei Radiosondenaufstiege zeigen den Verlauf der Profile vom 16.12 13  Uhr MEZ (Blau), 17.12. 1 Uhr MEZ (Rot) und am 17.12. 13 Uhr MEZ (Schwarz).

Das Tief ist während des Zeitabschnitts komplett über den Standort hinweg gezogen. Vor dem sich bildenden Tief herrscht in Bodennähe Nordost Wind (blaue Windfiedern), das Tiefzentrum befindet sich südlich des Standorts. In der Höhe weht der Jet aus Westen.

12 Stunden später ist das Tief östlich vorbei gezogen und die Warmfront ist über den Standort hinweg gezogen. In den unteren Schichten ist es wärmer geworden (rotes Profil, der Bauch), zudem weht hier stürmischer Südwestwind (50 kt Windfieder in ca. 1500 m Höhe). Dies erklärt zudem die Gewitter die in der Umgebung auftraten, sogenannte Warmlufteinschubgewitter, bei der die Hebung über der Grundschicht einsetzt.

Wiederum 12 Stunden später ist die Kaltfront durchgezogen (schwarzes Profil). Die Temperatur bodennah ist gefallen, der Wind ist auf Nordwest gedreht. Interessant ist die Abtrocknung in der Höhe (Taupunkt, gestrichelte schwarze Linie).

4.2. Update

Das Satellitenbild zeigt das Tief vor der Ostküste der USA, als Wirbel in den Wolken (blaue Falschfarben Darstellung). Die Wolken in Weiß stellen die Kaltfront dar. Die Westküste der USA ist noch im Sonnenschein.

Satellitenbild von 17.12.2020 23.15 Uhr MEZ © NOAA

4.1. Update – Zukunft des Tiefs

Hier folgt eine kleine Animation, bitte anklicken:

Vorhersage bis Weihnachten nach dem ECMWF vom 17.12.2020 12z © ECMWF/UBIMET

Das Tief zieht in den kommenden Tagen über den Atlantik und wird dabei Keimzelle für die Wetterumstellung, die Mitteleuropa nach Weihnachten bevor steht. Dargestellt ist quasi die Luftmasse, blaue und violette Farben stellen arktische Luftmassen da, gelbe und rote subtropische.

4. Update: Schneebilanz

Hier eine Bilanz der gemeldeten Schneehöhen im Nordosten. Für eine bessere Abschätzung ist unten eine Tabelle mit der Umrechnung eingefügt. Dabei sind im zentralen Streifen (Schwarze Punkte) rund 1 Meter Neuschnee gefallen, meist innerhalb eines Tages.

Inch Zentimeter
1 2,54
5 12,7
10 25,4
15 38,1
20 50,8
25 63,5
30 76,2
35 88,9
40 101,6
50 127

3.12. Update

Schon mehr als 15 cm Neuschnee fielen in New York City in den letzen Stunden: Das ist bereits mehr als die gesamte Schneeakkumulation des Winters 2019-2020:

Nach Nordosten zu, zwischen NYC und die Great-Lakes-Region, sind es schon teils mehr als 30 cm zusammengekommen!

3.11. Update

Weitere Berichte von gefrierenden Regen mit imposanten Bildern folgen aus Virginia.

Teils fällt aber auch erster kräftiger Schnee wie dieses Video westlich von Washington zeigt.

 

3.10. Update

Im Großraum Washington D.C. sind die ersten 5 cm Schnee gefallen, wie diese Messung mit 2 inch beweist.

 

3.9. Update

So allmählich verstärkt sich der Schneefall von Ohio bis New Jersey. Hier sind die Temperaturen sowohl am Boden, als auch in der Höhe unter Null. Das Video zeigt das eingeschneite Nanty-Glo, einem Ort rund 80 km östlich von Pittsburgh.

 

3.8. Update weitere Bilder von gefrierendem Regen

Diese eindrucksvollen Bilder stammen aus dem Staat Virginia.

3.7. Update Schnee in Washington D.C.

In der Bundeshauptstadt Washington sind die ersten knapp 3 cm Schnee gefallen. Der Maßstab ist in der amerikanischen Einheit inch, wobei 1 inch = 2,54 cm entspricht.

3.6. Temperaturen

Die aktuellen Temperaturen im Osten der USA zeigen 3 Bereiche, die von Interesse sind. Im violetten Oval fällt teils kräftiger gefrierender Regen mit Mengen von 2 bis 3 L in der Stunde. Dem entsprechend sind dort die Straßenverhältnisse. Die rote Ellipse zeigt, dass es an der Atlantikküste im Einflussbereich des Golfstroms +18 Grad warm ist. im Bereich der blauen Ellipse herrscht Frost mit Werten von -2 bis -8 Grad. Hier sollte in den kommenden Stunden teils kräftiger Schneefall einsetzen.

Temperaturen am 16.12.2020 17 Uhr MEZ

3.5. Video vom gefrierenden Regen

3.4. Update zum ersten Tief

Satellitenbild vom 16.12.2020 0 Uhr MEZ © EUMETSAT/UBIMET

Hier ist ein Bild des ersten Tiefs vor der Küste Kanadas oben im Bild. Dabei gab es an der Ostküste von Kanada Böen von teils über 100 km/h.

3.3. Update

Das aktuelle Satellitenbild zeigt das Tief an der Ostküste. Die Kaltfront reicht einmal über den Golf von Mexiko. Ungefähr in der Bildmitte erheben sich die Gewittertürme. Zudem erkennt man im Nordosten, wie kalte Luft auf den Atlantik heraus strömt, anhand der Wolkenstraßen dort. Dort werden Temperaturen von -7 bis -10 Grad an der Küste gemessen.

Satellitenbild von 15.45 Uhr MEZ © NOAA

3.2. Update

Im Warmsektor des Tiefs wird subtropische Warmluft zwischen 1000 und 2500 m nach Nordosten geführt. Hier entwickeln sich an der Kaltfront Gewitter.

Blitze der letzten Stunde von 14 bis 15 Uhr MEZ © Nowcast/UBIMET
Radiosondenaufstieg von 13 Uhr MEZ von der Hauptstadt Floridas

3.1. Update:

Der Radiosondenaufstieg zeigt den Grund für den gefrierenden Regen. In der warmen Schicht (Rote Ellipse, Temperaturen über 0°C) taut der fallende Schnee auf und fällt als unterkühltes Wasser in die frostige Grundschicht (blaue Ellipse, Temperaturen unter 0°C).

Radiosondenaufstieg von Greensboro von 13 Uhr MEZ

3. Update: Gefrierender Regen

Momentan bringt das zweite Tief gefrierenden Regen, teils zu Beginn des Berufsverkehrs:

Das aktuelle Radarbild zeigt den Niederschlag, in der Bildmitte fällt der gefrierende Regen.

Radarbild vom 16.12.2020 um 13.20 Uhr MEZ © NOAA/UBIMET

 

2. Update: Bilanz erstes Tief

In einem breiten Streifen entlang der Applachen hat es mit dem Tief kräftig geregnet. Mitunter gab es an der Kaltfront auch Gewitter.

24-stündige Niederschlagssumme von Montag 7 Uhr bis Dienstag 7 Uhr

Das entsprechende Tief ist inzwischen weiter nach Nordost gezogen und liegt vor Neufundland. Auf dem Atlantik hat sich an der Kaltfront eine mächtige Gewitterlinie gebildet, schön an den hell-weißen Wolken rechts auf dem Satellitenbild. Vor Kanada ist weiterhin die Aufgleitbewölkung der Warmfront zu erkennen. Für Schnee hat es New York nicht gereicht, es war etwas zu mild.

Satellitenbild vom 15.12.2020 um 12 Uhr © NOAA

Am Abend wird es dann im Osten Kanadas stürmisch, bevor das Tief komplett auf den Atlantik hinaus zieht. Dann richtet sich der Blick auf die Bildung des zweiten Tiefs an der mittleren Ostküste.

1. Update: Erstes Tief am Montagmittag

Wie bereits beschrieben entwickelt sich das erste Tief über dem Süden der USA am Montagmittag. Auf dem Wasserdampfbild erkennt man schön die massive Aufgleitbewölkung der Warmfront in Grüntönen (hohe Feuchtigkeit) und die trockne Kaltluft (blaue bis gelbe Farbe) hinter der Kaltfront.

NOAA/NESDIS/STAR GOES ABI BAND 08 OR_ABI-L1b-RadC-M6C08_G16_s20203490956078_e20203490958450_c20203490958515.nc

Auch auf dem Radarbild ist das verwaschene Bild des Warmfrontregens und die scharfe Linie der Kaltfront zu erkennen. Die starken Echos in der Bildmitte entsprechen der Schmelzschicht von Schnee, die im Radar besonders kräftig (hell) erscheint und englisch als Bright Band bezeichnet wird. Auch in den Temperaturen sind die Frontenpositionen ersichtlich.

Radarbild von 10.00 Uhr am 14.12.2020 © NEXRAD/UBIMET
Aktuelle Temperaturen am 14.12.2020 um 11 Uhr.

Hier folgt eine kleine Animation:

 

Dem Nordosten der USA und den Osten Kanadas steht ein turbulente Wetterwoche bevor. Zwei sogenannte Nor’easter genannte Sturmtiefs bringen zusehends winterliches Wetter. Den  Anfang macht ein Tief, das am Sonntag über dem Süden des USA entsteht und in der Folge südöstlich der Appalachen nach Nordosten ziehen wird.

Erstes Tief

Dabei wird zunächst hauptsächlich in höheren Lagen der Appalachen 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee fallen. In den Großstädten New York und Bosten sind hingegen meist nur 2 bis 4 Zentimeter zu erwarten, da es hier zunächst noch recht warm ist.

Dieses erste Tief zieht in der Folge nach Neufundland weiter und verschmilzt mit einem weiteren und wird ein mächtiges Orkantief. In Neufundland sind Böen über 120 km/h und 12 Meter hohe Wellen auf den Westatlantik zu erwarten.Zudem wird ein beachtlicher Kerndruck von rund 950 hPa erwartet.

Zweites Tief

Auf der Rückseite fließt mit der Kaltfront Polarluft bis zur nördlichen Ostküste der USA. In weiterer Folge entwickelt sich an den südlichen Appalachen das zweite Tief. Dieses liegt Donnerstagfrüh vor New York. Dabei treffen warme und feuchte Luftmassen tropischen Ursprungs auf die eingeflossene Polarluft. Dies ist ein gutes Umfeld um dieses Tief weiter zu verstärken. Zudem sorgt die feuchte Luft für viel Niederschlag an der Warmfront und der Okklusion.

Wettersituation am Donnerstagfrüh (Europäische Zeit) nach ICON © DWD/UBIMET

In der Graphik sind die Fronten eingezeichnet. Die rote Linie entspricht der Warmfront, die blaue der Kaltfront und die Violette der Okklusion. Im Bereich der weißen Ellipse schneit es ergiebig. Hier kommen von Mittwochabend bis Donnerstagfrüh teils 50 cm Neuschnee zusammen, wie auf der Niederschlagssummengraphik im eingerahmten Bild zu erkennen ist. Da es sich um Pulverschnee handelt, muss man als Faustformel die Niederschlagssumme verdoppeln um auf die Schneehöhe zu kommen.

24-stündige Niederschlagssumme © DWD/UBIMET

Zudem weht an der Küste stürmischer Nordwind mit Böen von teils um oder über 100 km/h. Es muss also mit Schneeverwehungen und Stromausfällen gerechnet werden. Letzteres insbesondere dadurch begründet, dass in den USA viele Stromleitungen in den Ortschaften noch oberirdisch verlaufen.

Maximale Böen von Donnerstagvormittag bis -mittag © ECMWF/UBIMET

Insbesondere am Mittwoch besteht entlang der östlichen Appalachen zudem die Gefahr von gefrierenden Regen, dabei können mitunter 5 Liter Regen fallen, somit sind Eisdicken von 3 cm auf Gegenständen möglich. Hier besteht die Gefahr von extremer Glätte.

 

 

 

Titelbild: http://Photo credit: <a href=“https://visualhunt.co/a6/a7dc4b“>Christophe JACROT</a> on <a href=“https://visualhunt.com/re8/a5ac2463″>VisualHunt</a> / <a href=“http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/“> CC BY-NC-SA</a>

Kleines Tief bringt am Abend Sturm an der Nordsee

Nachdem es vor allem am Montag bereits windig bis stürmisch war im Westen und Nordwesten, kommt bereits das nächste Tief mit Sturmböen auf. Erwartet werden dabei direkt an der Küste 80 bis 100 km/h. Im angrenzenden Binnenland sind meist noch 70 bis 90 km/h möglich. Das Tief zog, wie im Satellitenfilm zu sehen ist, am Dienstag bereits vom Ärmelkanal rasch zur Nordsee. Dabei kommt es in der Nähe des Tiefkerns auch zu einzelnen Gewittern, da hier etwas Labilität vorliegt.

Unsere Warnkarte zeigt die Warnungen nur direkt an der Nordsee. Hier sind Böen bis/um 100 km/h im Herbst nichts besonderes, deswegen werden hier keine Unwetterwarnungen (Rot) ausgegeben.

Warnkarte © UBIMET

 

Im weiteren Verlauf des Abends wird es dann in Richtung Dänemark ziehen. Hier ist die Böenprognose des ICON-Modells zu sehen:

Maximale Böe des letzten Stunde © DWD/UBIMET

Titelbild: © Eumetsat

Maskierte Kaltfront überquerte heute Österreich

Wenn man sich die heutigen Höchstwerte ansieht, würde man zunächst nicht auf die Idee kommen, dass eine Kaltfront durchgegangen ist. Besonders im Osten verdeutlicht sich aber der umgekehrte Temperaturverlauf bei der Betrachtung der gestrigen und heutigen Temperaturmaxima. Leicht abgekühlt hat es aber im Westen, hier fiel auch etwas mehr Regen.

Höchstwerte am Freitag, den 23.10.2020 © UBIMET
Höchstwerte am Samstag, den 24.10.2020 © UBIMET
Niederschlagssumme am 24.10.2020 © UBIMET

Dennoch ist dies der Fall. Die Erklärung findet man in den beiden Radiosondenaufstiegen, die der unten stehenden Grafik gezeigt werden. Die schwarze durchgezogene Linie ist das Temperaturprofil heute Morgen um 2 Uhr, die rote durchgezogene Linie das Temperaturprofil von 14 Uhr. Man erkennt, dass es in der Höhe kälter geworden ist, in Bodennähe aber wärmer. Zudem stieg auch der Taupunkt an (gestrichelte Linien). Somit handelt es sich um eine sog. maskierte Kaltfront, da der auffrischende Wind den Kaltluftsee in den Niederungen (welcher oft durch Nebel bzw. Hochnebel sichtbar wird) ausgeräumt hat und damit dort eine Erwärmung verursacht hat.

Radiosondenaufstiege Wien 24.10.2020 00 UTC (Schwarz) und 12 UTC (Rot)

Arktisches Meereis erreicht Minimum

Dieses Jahr wurde vor Kurzem die zweit geringste Ausdehnung mit 3,74 Mio. km² gemessen, das Rekordminimum stammt aus dem Jahr 2012 mit 3,39 Mio. km². Die Daten werden von einem sogenannten polarumlaufenden Satelliten seit 1979 gemessen (siehe Beitragsende).

Ausdehnung des arktischen Meereis am Tag des Minimums. © NSIDC

In der Graphik erkennt man, dass vor allem im Russischen Bereich viel Eis fehlt. Dies ist jedoch nicht überraschend, denn im Juli gab es hier eine außergewöhnliche Hitzewelle.

Hitzewelle in Russland

Abweichung der Sommer Temperaturen vom Klimamittel
Abweichung der Sommer Temperaturen vom Klimamittel

Die Karte zeigt die Abweichungen der Sommermitteltemperatur vom Klimamittel des Jahres 1981 bis 2010. Man erkennt, dass besonders der Norden von Russland enorme Abweichungen von rund 4 Grad aufweist. Hier gab es dann auch Moorbrände, bei denen zusätzlich viel Kohlenstoffdioxid und vor allem Methan frei wurde, dass im Permafrostboden gespeichert ist.

Junges Eis schmilzt schneller

Ein weiterer Effekt des Schmelzens ist, dass das Eis in der Arktis immer jünger wird. Dabei gilt: Je jünger das Eis ist, desto rascher schmilzt es ab. Mehrjähriges durch die Strömung und Wind aufgetürmtes Meereis kann ein gewisse Zeit auch Temperaturen über dem Gefrierpunkt gut überstehen, da es die allermeiste Sonnenstrahlung reflektiert.

Alter des Meereis und deren zeitlicher Verlauf © https://www.meereisportal.de/en/archive/2019-kurzmeldungen-gesamttexte/arctic-sea-ice-extent-at-a-record-low/

Junges und dünnes Meereis dagegen schmilz schnell. Nimmt über die Zeit aufgrund des Klimawandels das Alter des Eises ab, so ergibt sich eine Rückkopplung (engl.: feedback loop), die das Eis schneller schmelzen lässt als zu Anfang. Da damit mehr Wasseroberfläche frei wird und flüssiges Wasser Wärme besser aufnehmen kann, erwärmt sich so der arktische Ozean schneller und noch weniger Eisfläche entsteht im Winter. Zudem beeinflusst die Erwärmung der Arktis auch das Schmelzen des Grönländischen Eisschildes.

Beides zusammen wird als ein Kipppunkt im Klimasystem gesehen. Sollte es hier zu einer unumkehrbaren Schmelze kommen kann die erde nicht wieder in den Klimazustand wie vor der Industrialisierung zurückkehren.

Animation: Polarumlaufende Satelliten

Titelbild: pixabay.com

September-Hitze bringt neue Stationsrekorde

Hitze im Sommer

So wurden heute an vielen Stationen Werte über 30 Grad gemessen, an einigen Stationen gab es sogar neue Monatsrekorde. Dabei sind die höchsten Werte im Westen aufgetreten. Zudem wenig überraschend, an den schon aus dem Hochsommer bekannten Stationen.

Station Neuer Rekord/Messwert am 15.9.2020 Alter Rekord Datum alter Rekord
Geilenkirchen (NRW)
35°
   
Trier-Petriesberg (RLP) 34,8° 34,2° 13.9.2016
Heinsberg- Schleidern (NRW) 34,6° 33,9° 13.9.2016
Bad Neuenahr-Ahrweiler (RLP) 34,5° 33,5° 5.9.1973
Weilerswist-Lommersum (NRW) 34,3° 34° 5.9.1949
Trier-Zewen (RLP) 34,3°
Tönisvorst (NRW) 34,3° 33,3° 13.9.2016
Geldern-Walbeck (NRW) 34,2° 31,9° 14.09.2016
Kaiserslautern (RLP) 34,2° 32,2° 13.9.2016
Köln-Stammheim (NRW) 34,2°
Saarbrücken-Burbach (SL) 34,1° 33,3° 13.9.2016
Perl-Nenning (SL) 34° 32,5° 4.9.1973
Düsseldorf (NRW) 34° 32,9° 6.9.2013

Morgen wird es im Westen nochmals heiß, bevor dann eine Kaltfront für eine deutliche Abkühlung sorgt. Diese geschieht jedoch leider meist ohne nennenswerten Regen. Die Dürre geht also weiter.

Frankreich

Auch bei unseren Nachbarn in Frankreich ist es mächtig heiß. Hier wurden ebenfalls neue Rekordtemperaturen für einen September gemessen. Besonders in der Mitte und im Großraum Paris wurden gestern bereits Temperaturen teils über 35 Grad gemessen. Noch heißer, wenn auch nicht rekordbrechend heiß war es im Südwesten, hier wurden teils 37 Grad gemeldet.

Am Wochenende bringt Tief LYNN lokale Überschwemmungen

Wetterablauf

Am heutigen Nachmittag liegt das Sturmtief KIRSTEN mit seinem Zentrum noch über der südlichen Ostsee, zieht aber in den Abendstunde rasch weiter ostwärts und erreicht bereits Mittwochnacht das Baltikum. Am Donnerstag herrscht dann Zwischenhocheinfluss und verbreitet freundliches Wetter. Von Westen nähert sich jedoch bereits Tief LYNN, deren schwache Warmfront jedoch Österreich nicht beeinflusst.

Anders als die Kaltfront, diese zieht im Laufe des Freitags von Frankreich und den BeNeLux-Staaten südostwärts. Am Mittag erstreckt sie sich vom Erzgebirge, über Basel, dem Zentralmassiv bis nach Katalonien. Wie häufig in solchen Wetterlagen entwickelt sich im Golf von Genua ein gleichnamiges Tief. Dieses zweite Tief sorgt nun dafür, dass sich eine Luftmassengrenze über Österreich aufbaut, die erst am Sonntag nach Osten abzieht. In ihrem Umfeld wird es nass. Im Folgenden die Detailprognose:

 

Details

Freitag tagsüber

Der Freitag beginnt besonders nördlich des Alpenhauptkamms noch mit viel Sonnenschein, während sich bereits in Osttirol und Oberkärnten dichte Wolken halten und erste Tropfen fallen. In Vorarlberg kommen im Laufe des Vormittags Wolken auf und spätestens ab Mittag setzt auch hier schauerartig verstärkter Regen ein.

Vom Tiroler Oberland bis zum Salzkammergut bilden sich Quellwolken und nachfolgend gehen hier Schauer und Gewitter nieder. Diese ziehen am Abend in den westlichen Donauraum und das Mühl- und Waldviertel. Zudem kommen im Süden und Südwesten Schauer und Gewitter von Italien herein gezogen.

Frontenkarte für Freitag, den 28.8.2020 und äquivalent potentielle Temperatur nach ICON © UBIMET/DWD

Freitagnacht

Während in der Nacht die letzten Schauer und Gewitter nach Tschechien abziehen, intensiviert sich der Regen von Vorarlberg und dem Tiroler Oberland. Zudem erreichen weitere Schauer und Gewitter den Südwesten, aber auch am Tiroler Alpenhauptkamm regnet es teils kräftig. Mitunter sind auch Blitz und Donner möglich.

Samstag tagsüber

Am Samstag fällt aus der Nacht heraus zwischen dem Rheintal und dem Oberinntal, sowie an den Nordalpen zunächst kräftiger Regen. Dieser lässt vom Innsbruck ostwärts am Vormittag nach, denn mit einer auflebenden kräftigen Südströmung wird es hier leicht föhnig. Auf den Bergen weht stürmischer Südwind, mit teils orkanartigen Sturmböen.

Besonders in Osttirol und Oberkärnten nimmt dann jedoch der Südstau zu, es regnet anhaltend und ergiebig. Hier können zudem Gewitter eingelagert sein, die lokal für größere Regenmengen sorgen können. Am Nachmittag kommen schließlich in Tirol teils kräftige Schauer vom Arlberg her auf.

Frontenkarte für Samstag, den 29.8.2020 und äquivalent potentielle Temperatur nach ICON © UBIMET/DWD

Samstagnacht

In der Nacht regnet es schließlich westlich einer Linie Innviertel – Villacher Alpe teils kräftig. Besonders entlang der Karnischen Alpen und der Karawanken kann der Regen gewittrig durchsetzt sein.

Sonntag

Der Sonntag beginnt von Vorarlberg über Innsbruck und dem Pinzgau bis nach Unterkärnten mit teils kräftigem Regen. Dieser kommt im Tagesverlauf ostwärts voran. Von Unterkärnten bis zum Semmering entwickeln sich Gewitter. Am späten Nachmittag lässt dann der Regen in Vorarlberg und Tirol nach.

Frontenkarte für Sonntag, den 30.8.2020 und äquivalent potentielle Temperatur nach ICON © UBIMET/DWD

Montag

Der Montag bringt dann weitere Schauer, die jedoch nicht mehr so kräftig ausfallen sollten, wie am Wochenende, denn die Luftmassengrenze ist nun nach Osten abgezogen. Somit liegt Österreich im Einflussbereich kühlerer Meeresluft.

Frontenkarte für Sonntag, den 30.8.2020 und äquivalent potentielle Temperatur nach GFS © UBIMET/NOAA

Erwartete Niederschlagsmengen

Prognostizierte Niederschlagsmengen von Freitagnachmittag bis Sonntagnacht © UBIMET

Wie man bereits in der Graphik erkennt werden von Freitagnachmittag bis Sonntagnacht im Westen verbreitet 50 bis 80 L/m² erwartet, in Vorarlberg und an den Karnischen Alpen auch um oder über 100 L/m². Die Schneefallgrenze pendelt weiterhin im Hochgebirge, aber über 2800 Metern muss mit erheblichen Neuschneemengen gerechnet werden.

Auswirkungen

Niederschlagsabweichungen von langjährigen Mittel © UBIMET

Da der Sommer in vielen Teilen Österreichs zu nass oder immerhin durchschnittlich verlaufen ist, sind die Böden allgemein recht feucht. Insbesondere im Vorarlberg und Oberkärnten muss bei den erwarteten Niederschlagsmengen mit Murenabgängen und lokalen Überflutungen gerechnet werden, da hier die lokal schon teils deutlich mehr Regen gefallen ist, als im Durchschnitt.

Titelbild: foto-webcam.eu

Hitzewelle setzt sich fort

Nachdem der Juli nicht nur gefühlsmäßig verbreitet recht kühl war, folgt in den kommenden Tagen die Entschädigung. Der August präsentiert sich von seiner hochsommerlichen Seite und bringt bis weit in die nächste Woche hinein Werte über 30 Grad. Die höchsten Werte werden Anfang der kommenden Woche erwartet.

Erwartete Höchstwere am Dienstag, den 11.8.2020 © UBIMET

Der Hitzeschwerpunkt wird dabei der Westen und die Mitte des Landes sein. Etwas kühler bleibt es wie immer im Nordosten und hier vor allem an den Küsten. Zudem ist es auch im Südosten etwas gemäßigter mit Werten von Anfang 30 Grad. In der zweiten Wochenhälfte soll sich nach derzeitigem Stand die Hitze in den Osten verlagern. Dann sind im Westen vermehrt Gewitter zu erwarten, deren Ablauf ist aber noch vollkommen unsicher.

Die folgenden Tabellen geben die Top 10 der heißesten Orte der Hitzewelle an:

Höchstwerte vom 11.8.2020

Saarbrücken-Burbach (SL) 37,3°
Waghäusl-Kirrlach (BW) 37,0°
Tönisvorst (NW) 36,7°
Kaiserslautern (RP) 36,4°
Bad Kreuznach (RP) 36,4°
Mannheim (BW) 36,3°
Kleve (NW) 36,3°
Perl-Nennig (SL) 36,3°
Neunkirchen-Wellesweiler (SL) 36,2°
Wiesbaden-Auringen (HE) 36,1°

Höchstwerte vom 10.8.2020

Mergentheim (BW) 36,6°
Waghäusl-Kirrlach (BW) 36,4°
Trier-Zewen (RP) 36,3°
Perl-Nennig (SL) 36,2°
Kitzingen (BY) 36,0°
Rheinstetten (BW) 35,9°
Tönisvorst (NW) 35,9°
Rheinau-Memprechtshofen (BW) 35,8°
Neunkirchen-Wellesweiler (SL) 35,7°
Trier-Petrisberg (RP) 35,6°

Höchstwerte vom 9.8.2020

Trier-Petrisberg (RLP) 38,6°
Trier-Zewen (RLP) 38,2°
Kalh/Main (BAY) 37,5°
Frankfurt/Main (HE) 37,5°
Berlin-Buch (BE) 37.4°
Frankfurt/Main-Westend (HE) 37,4°
Bernburg/Saale (Nord) (ST) 37,2°
Perl-Nennig (SL) 37,2°
Andernach (RLP) 37,1°
Waghäusel-Kirrlach 37,0°

Höchstwerte vom 8.8.2020

Trier-Petrisberg (RLP) 38,2°
Weilerswist-Lommersum (NRW) 37,5°
Tönisvorst (NRW) 37,4°
Köln-Stammheim (NRW) 37,4°
Dillenburg (HE) 37,3°
Köln-Bonn (NRW) 37,3°
Andernach (RLP) 37,2°
Trier-Zewen (RLP) 37,2°
Neuenahr, Bad-Ahrweiler (RLP) 37,2°
Barsinghausen-Hohenborstel (NDS) 37,0°

Höchstwerte vom 7.8.2020

Tönisvorst (NRW) 36,2°
Köln-Stammheim (NRW) 35,7°
Dillenburg (HE) 35,7°
Kleve (NRW) 35,6°
Weilerswist-Lommersum (NRW) 35,5°
Neuenahr, Bad-Ahrweiler (RLP) 35,4°
Trier-Petrisberg (RLP) 35,4°
Trier-Zewen (RLP) 35,4°
Duisburg-Baerl (NRW) 35,4°
Geldern-Walbeck (NRW) 35,3°
Rheinau-Memprechtshofen (BW) 35,3°
Köln-Bonn (NRW) 35,1°
Andernach (RLP) 35,1°
Düsseldorf (NRW) 35,0°

Höchstwerte vom 6.8.2020

Tönisvorst (NRW) 33,6°
Barsinghausen-Hohenborstel (NDS) 33,4°
Trier-Petrisberg (RLP) 33,1°
Duisburg-Baerl (NRW) 33,1°
Kleve (NRW) 33,1°
Geilenkirchen (NRW) 33,0°
Boizenburg (MV) 32,8°
Hamburg-Neuwidenthal (HH) 32,8°
Geldern-Walbeck (NRW) 32,7°
Borken in Westfahlen (NRW) 32,6°
Bad Neuenahr-Ahrweiler (RLP) 32,6°
Köln-Stammheim (NRW) 32,6°
Wunstorf (NDS) 32,6°
Worpswede-Hüttenbusch (NDS) 32,6°

Höchstwerte vom 5.8.2020

Bad Lippspringe (NRW) 31,2°
Duisburg-Baerl (NRW) 31,0°
Tönisvorst (NRW) 30,9°
Andernach (RLP) 30,9°
Geilenkirchen (NRW) 30,8°
Köln-Bonn (NRW) 30,7°
Heinsberg-Schleiden (NRW) 30,6°
Nörvenich (NRW) 30,5°
Weilerswist-Lommersum (NRW) 30,4°
Köln-Stammheim (NRW) 30,4°

Titelbild: stock-adobe

Heißester Tag des Jahres 2020

Maximaltemperaturen am 31.7.2020 © UBIMET/DWD

Der heutige 31. Juli markiert den bisher heißesten Tag des Jahres in Deutschland. In der Tabelle sind die 10 heißesten Orte aufgeführt.

Ort Höchstwert
Rheinfelden (BW) 38.5
Trier-Petrisberg (RP) 38.4
Saarbrücken-Burbach (SL) 37.9
Trier-Zewen (RP) 37.3
Rheinau-Memprechtshofen (BW) 37.2
Waghäusel-Kirrlach (BW) 37.1
Müllheim (BW) 37.0
Perl-Nennig (SL) 36.9
Weilerswist-Lommersum (NW) 36.9
Wolfach (BW) 36.8

Titelbild: Maximaltemperaturen am 31.7.2020 © UBIMET/DWD

Heute teils heiß mit Werten um 30 Grad

Verbreitet gab es heute einen sommerlich warmen Tag. Dieser wurde zwar nördlich der Alpen durch einige durchziehende Wolkenfelder etwas getrübt, die 30 Grad-Marke wurde dennoch in Wien überschritten. Auch im Oberinntal war es heiß.

Maximaltemperaturen am Donnerstag, den 9.7.2020 © UBIMET
Die 10 wärmsten Stationen am Donnerstag © UBIMET

Starke Gewitter: Unwettergefahr am Samstag

Feuerwehr bei Hochwasser und Starkregen

Update 21.30 Uhr

Mit der Niederschlagssummenkarte verabschieden wir uns für heute und bedanken uns für Ihr Interesse. Lokal sind heute über 100 L/m² Regen gefallen und bis zu 3 cm große Hagelkörner sind vom Himmel gefallen. Lokal kam es zu Überflutungen, wie in Wismar.

Regensumme seit Mitternacht © UBIMET

Update 21.05 Uhr – Regenmengen

Die folgende Liste gibt die zehn größten gemessenen Regenmengen der letzten 12 Stunden wieder:

Klein Germersleben (Sachsen Anhalt) 107,9 L/m²
Poel (Mecklenburg-Vorpommern) 71,8 L/m²
Ventschow (Mecklenburg-Vorpommern) 67,1 L/m²
Strausberg (Brandenburg) 57,3 L/m²
Friedrichswalde (Brandenburg) 53,9 L/m²
Seesen (Niedersachsen) 53,6 L/m²
Brück-Gömnigk (Brandenburg) 51,7 L/m²
Drewitz bei Burg (Sachsen-Anhalt) 50 L/m²
Bad Essen-Brockhausen (Niedersachsen) 49 L/m²
Münchehofe (Brandenburg) 48,5 L/m²

Update 20.50 Uhr – Auslöse in der Mitte

In diesen Minuten bilden sich besonders vom Siegerland bis Franken neue mitunter kräftige Gewitter. Hier muss auch in den kommenden Stunden mit Gewittern gerechnet werden.

Update 20.15 Uhr – Blitze nach Bundesländern

Blitze am heutigen Tag © nowcast/UBIMET

Update 20.00 Uhr – Überschwemmungen in Wismar

 

Update 19.40 Uhr – MCS

Es hat sich nun über der Nordhälfte ein sogenanntes Mesoskaliges konvektives System gebildet. Der Wolkenschirm reicht von Sylt bis zur Lausitz und von Hannover bis nach Rügen. Das sind 580 km x 340 km! Zudem sieht man die Gewitter am Bodensee und im Allgäu.

Satellitenbild 19.30 Uhr © EUMETSAT

Update 19.10 Uhr – weitere Stundenwerte

Waltershausen (Thüringen) 33,8 L/m²
Wittingen (Niedersachsen) 31 L/m²
Pohlitz (Brandenburg) 26,6 L/m²
Ummendorf (Sachsen-Anhalt) 25,8 L/m²
Ihringen (Baden-Würtemberg) 20,6 L/m²

Update 18.55 Uhr – Überschwemmungen

Ein Bild aus Damme im Osnabrücker Land.

 

Update 18.50 Uhr – Blick auf den Süden

Die Gewitter im Norden und Osten schwächen sich allmählich ab. Nun richtet sich der Blick auf den Süden, denn von Österreich und der Schweiz ziehen Gewitter in Allgäu und den Breis- und Hegau.

Update 18.20 Uhr – natürliches Satbild

Inzwischen überdeckt die Gewitterwolken gut ein Viertel der Fläche von Deutschland.

Satellitenbild von 18.05 Uhr © EUMETSAT

Update 18.15 Uhr – weiter heftiger Regen

Auch in der letzten Stunde gab es weiter heftigen Regen mit den Gewittern. 30,6 L/m² kamen in Walternienburg in Sachsen-Anhalt und 29,3 L/m² in Enger im Teutoburger Wald in einer Stunde herunter.

Update 18.00 Uhr – Hagelbilder aus Peine

 

Update 17.50 Uhr – Rollcloud über Berlin

Bei dem „Nachschlag“ für Berlin gab es solch eine schöne Rollcloud zu sehen.

 

Update 17.30 Uhr – Radarbild

Weiterhin sind viele Gewitter unterwegs. Berlin bekommt aus Südosten einen „Nachschlag“. Zudem haben sich an der Konvergenzlinie von Nordhessen bis ins Emsland ebenfalls kräftige Gewitter mit lokalem Hagel und Starkregen gebildet.

Radarbild von 17.20 Uhr © DWD/UBIMET

Update 17.20 Uhr – Satbild

Inzwischen hat sich über dem Nordosten ein gröbere Gewitterkomplex entwickelt. Die Temperaturen an der Wolkenoberkante sind inzwischen auf -66 °C abgesunken, was für mächtige Aufwinde spricht.

Lokal gibt es auch Sturmböen bis 90 km/h mit den Gewittern, wie an der Station Langenlipsdorf in Brandenburg gemessen wurde.

Satbild von 17.15 Uhr © EUMETSAT

Update 17.00 Uhr – Regenmengen der letzten 3 Stunden

Münchehofe (Brandenburg) 39,5 L/m²
Brück-Gömnigk (Brandenburg) 38,1 L/m²
Friedrichswalde (Brandenburg) 38 L/m²
Kirchdorf/Poel (MV) 37,6 L/m²
Nuruppin (Brandenburg) 32,8 L/m²

Update 16.30 Uhr – Hagelbilder

 

Update 15.45 Uhr – Neue Blitzverteilung

Man erkennt an der Blitzverteilung, dass besonders Brandenburg weiterhin viele Gewitter toben. Aber auch im Harzumland, am Erzgebirge, dem Sauerland und dem Teutoburger Wald sind Gewitter aktiv.

Blitze der letzten Stunde um 15.45 Uhr © Nowcast

Update 15.35 Uhr – Seesen

Im Umfeld des Harzes fallen ergiebige Regenmengen. So sind an der Station in Seesen am Harz schon knapp 60 l/m² gefallen. Lokal sicherlich auch noch mehr. Zudem ist auch Hagel gefallen.

Update 15.30 Uhr – Hagel in Berlin

 

Update 15.20 Uhr – Mammatuswolken

 

Update 15.00 Uhr – Die Amboswolke

Satellitenbild von 14.50 Uhr © EUMETSAT

Update 14:50 – Ein „Streuselkuchen“

Ja wie ein Streuselkuchen sieht das Radarbild momentan aus im Osten. Immer wieder auch Hagel dabei in den weißen Bereichen.

Radarbild von 14.45 Uhr © DWD/UBIMET

Update 14:30 – Satbild

Schön zu erkennen sind die hoch reichenden Gewittertürme von Schleswig-Holstein bis nach Tschechien.

Satellitenbild von 14.20 Uhr © Eumetsat

Update 14:10 – Höchste Warnstufe

Lokal ist nun unsere höchste Warnstufe in Brandenburg in Kraft. Örtlich besteht hier die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. Ein Gewitter nimmt zudem Kurs auf Berlin, wo derzeit noch schwüle 31 Grad gemessen werden.

Warnkarte um 14 Uhr.

Update 14:05 – Extreme Regenmengen

In Seesen im Landkreis Goslar wurden vergangene Stunde 39 Liter pro Quadratmeter gemessen! Zum Vergleich: Der durchschnittliche Juniniederschlag in Braunschweig liegt bei 73 mm.

Update 13:30 – Örtlich Hagel

Die Gewitter in der schwülen Luft in Brandenburg rund um Berlin sorgen für die ersten Hagelmeldungen des Tages.

Update 13:10 – Immer mehr Blitze

Auch in Brandenburg sowie im südlichen Niedersachsen entstehen nun Gewitter, diese Gewitter können sich in der energiereichen Luft rasch verstärken! Ein ortsfestes Gewitter ist zudem auch im Böhmerwald entstanden.

Blitze um 13 Uhr

Update 13:00 – Neuerlich Gewitter in Hamburg

Zwischen Hamburg und Lübeck ziehen nun zum zweiten Mal Gewitter durch. Starkregen bleibt die Hauptgefahr, so gab es vergangene Stunde 18 Liter pro Quadratmeter in Carlow und 12 in Lübeck -Blankensee.

Update 12:30 – 30 Grad im Osten

Die Temperaturen steigen derzeit in der Mitte und im Osten rasch an, in Brandenburg melden einige Stationen bereits 30 Grad. Auch Berlin wird demnächst die 30-Grad-Marke erreichen. Die Luft ist allerdings sehr schwül und energiereich, wie der Taupunkt von teils 20 Grad verdeutlicht!

Aktuelle Temperaturen. © UBIMET

Update 11:45 – Bereits 20.000 Blitze

Seit den Morgenstunden wurden in Deutschland bereits 20.000 Blitze detektiert (Wolken- und Bodenblitze), die meisten davon in Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In den kommenden Stunden wird diese Zahl noch deutlich steigen. Hier geht es zur Statistik mit automatischen, regelmäßigen Updates: Aktuelle Wetterdaten

Aktuelle Blitze. © UBIMET

Update 11:20 – Knapp 30 mm

Vergangene Stunde wurden in Ballerstedt im Landkreis Stendal 29 Liter pro Quadratmeter gemessen. Bei solchen Regenmengen besteht bereits die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen. Das Gewitter trifft demnächst auf den östlichen Teil vom Landkreis Lüneburg rund um Bleckede.

Update 10:40 – Aktuelle Blitze

Die Gewitter in der Altmark ziehen weiter in nordwestliche Richtung und erfassen derzeit die östlichsten Regionen Niedersachsens. Diese Gewitter sorgen in erster Linie für kräftigen Regen, lokal kann es aber auch zu Hagel kommen. Nach aktuellem Stand wird dieser Gewittercluster knapp östlich an Hamburg vorbei ziehen.

Aktelle Blitze. © nowcast / UBIMET

Update 9:55 – Gewitter in der Altmark

Im Norden von Sachsen-Anhalt rund um Stendal ziehen derzeit bereits erste, kräftige Gewitter durch. Die Temperatur an der Wolkenobergenze liegt teils knapp unter -60 Grad, es handelt sich also um sehr hochreichende Gewitterwolken mit starken Aufwinden. Lokal kann es hier bereits zu Hagel kommen!

IR-Satellitenbild um 9:50 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Update 9:30 – Ausblick

Anbei die aktuelles Einschätzung für die zweite Tageshälfte. Besonders im Norden zeichnen sich starke Gewitter mit teils extremen Regenmengen ab. Ab Abend wird es dann gebietsweise auch im Süden gewittrig.

Unwettergefahr am Samstag (Stand: 7:15 Uhr). © www.uwr.de

Update 9:15 – Lokal viel Regen

Die Gewitter an der Ostseeküste von Schleswig-Holstein sorgen örtlich für starken Regen. Zum Teil gab es vergangene Stunde mehr als 20 Liter pro Quadratmeter Regen:

  • 22 mm Hochwacht
  • 20 mm Köhn

Update 8:40 – Gewitter in Brandenburg

Südlich von Brandenburg an der Havel ist das erste Gewitter des Tages in Brandenburg entstanden. Es zieht mit etwa 40 km/h nach Nordwesten in Richtung Stendal. Die Gewitter im Osten von Schleswig-Holstein ziehen weiter nordwärts entlang der Ostseeküste, auch Kiel wurde am Rande davon getroffen.

Update 08:10 – Aktuelle Regenmengen

Die Gewitter in Schleswig-Holstein ziehen weiter in nördliche bis nordwestliche Richtung und bringen örtlich kräftigen Regen. Anbei die nassesten Stationen in den letzten drei Stunden:

  • 14 mm Bad Schwartau
  • 6 mm Freiburg/Elbe
  • 5 mm Hamburg-Fuhlbüttel

Aktuelle Daten gibt es stets auch hier: Wetterdaten aus Deutschland.

Update 07:30 – Erste Gewitter

Im Norden Deutschlands beginnt der Tag wie erwartet mit ersten Regenschauern und Gewittern. Aktuell befinden sie die Gewitterzellen nördlich von Hamburg und ziehen weiter in nordwestliche Richtung nach Kiel sowie St. Peter-Ording. Die Gewitter bringen kurzzeitig kräftigen Regen, so wurden etwa in Bad Schwartau 5 Liter pro Quadratmeter Regen gemessen. Die Unwettergefahr ist aber derzeit noch vergleichsweise gering, zumal die Gewitter noch abgehoben von der kühlen und teils nebeligen Grundschicht durchziehen.

Bei den hellen Wolken handelt es sich um Gewitterwolken (7:30 Uhr; © EUMETSAT)

+++++++++ Übersicht der Wetterlage +++++++++++

Mitteleuropa liegt derzeit am Rande eines Tiefdruckgebietes namens NADINE mit Kern über der Biskaya. Während sich in Osteuropa warme und labil geschichtete Luftmassen ausgebreitet haben, liegt Westeuropa unter dem Einfluss feuchter und kühler Luftmassen. Über Skandinavien etabliert sich in den kommenden Stunden allerdings Hoch THOMAS, damit nimmt die östliche Strömung zu und die gewitteranfälligen Luftmassen erfassen Deutschland.

Am Südrand von Hoch THOMAS erfasst am Samstag gewitteranfällige Luft Deutschland.

Unwettergefahr im Nordosten…

Bereits in der Nacht zum Samstag sind vom Saarland bis ins Niederrheinische Tiefland sowie im Norden ein paar Schauer und Gewitter durchgezogen. Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung steigt die Gewitterneigung tagsüber von Sachsen bis nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein rasch an, vor allem in einem breiten Streifen vom Leipziger Land bis zur Lüneburger Heide zeichnet sich Unwettergefahr ab! Zunächst kann es besonders im nördlichen Mittelgebirgsraum örtlich zu Starkregen und Hagel kommen, im Laufe des Nachmittags und Abends zeichnen sich im Norden Gewittercluster mit teils stürmischen Böen und vor allem ergiebigen Regenmengen in kurzer Zeit ab. Es besteht erhöhte Gefahr von Sturzfluten bzw. Überflutungen!

…Unwettergefahr im Süden

Am Samstagnachmittag tropft über dem Golf von Genua ein weiteres Höhentief ab, welches sich Samstagnacht in Richtung Adria verlagert. Damit breiten sich am Abend ausgehend von der Schweiz Schauer und Gewitter auf den Süden des Landes aus. Am Nordrand des Tiefs dreht die nur schwach ausgeprägte Höhenströmung in diesen Regionen von Südost über Nordost auf Nord, somit kommt die sehr feuchte Luft kaum vom Fleck. Am späten Abend und in der Nacht besteht somit in erster Linie vom Bodenseeraum bis nach Oberbayern die Gefahr von gewittrig durchsetztem Starkregen, auch in diesen Regionen kann es örtlich zu Überflutungen kommen!

Das Höhentief sorgt im Südwesten für gewittrigen Starkregen.

Weiters nimmt auch im Bereich der sich verstärkenden Tiefdruckrinne über der Mitte des Landes die Gewitterneigung am Abend zu, in der Nacht zum Sonntag sind somit auch von Bayern bis ins Münsterland Gewitter mit großen Regenmengen zu erwarten.

Titelbild: AdobeStock

Schwere Gewitter am Ostersonntag im Süden der USA

Aktuelle Situation

Momentan entwickelt sich über Oklahoma ein Tief, in dessen Umfeld heftige Gewitter entstehen werden. Das aktuelle Radarbild und die Blitze zeigen schon mächtig Aktivität über den USA. Unwetter sind vor allem in Texas unterwegs.

Radarbild von 13.20 Uhr © NEXRAD/UBIMET
Blitzaktivität von 12.20 Uhr bis 13.20 uhr © NOWCAST/UBIMET

Diese werden nach Nordosten ziehen. Dabei handelt es sich jedoch um die Warmfront. Die Kaltfront des Tiefs liegt noch inaktiv über der Mitte von Texas. Die ungefähre Position ist im Tweet zu sehen.

Entwicklung bis Montagmittag

Gebiet mit den größten Unwetterwahrscheinlichkeiten und den Uhrzeiten, wann diese auftreten werden © UBIMET

In den Mittagsstunden (dort morgens) werden die Gewitter an der Warmfront, die aus Texas eintreffen, über Arkansas nach Tennessee und Kentucky weiter ziehen.

Zudem sind im Warmsektor (Bereich zwischen Warm- und Kaltfront) alle Bedingungen gegeben für die Entwicklung von heftigen Superzellen mit Tornados und großem Hagel. Die Tornados können durchaus auch langlebig und intensiv ausfallen, nicht zuletzt besteht im hier mitunter Lebensgefahr.

Weiter nördlich, vom östlichen Oklahoma über Missouri bis ins südliche Ohio, werden sich an der Kaltfront Gewitter linienhaft organisieren, damit besteht hier ein erhebliches Risiko für Orkanböen und Starkregen, der regional auch zu Überflutungen führen kann. In weiterer Folge wird die Kaltfront die Warmfront allmählich einholen – in Summe werden die Gewitter allmählich etwas schwächer.

Gestern bereits Unwetter

Der heutige Tag stellt den Höhepunkt des Unwetterausbruchs dar, gestern gab es bereits erste Unwetter. Dabei wurden lokal großer Hagel (schwarze Dreiecke) registriert. Der Tweet unten stammt von der mexikanischen Grenze, auch dort wurden Hagelschlossen mit bis zu 5 cm Durchmesser gesichtet.

Berichte über Hagel in Grün und Wind in Blau vom Amerikanischen Wetterdienst

 

Titelbild: UBIMET

Heftige Unwetter im Süden der USA erwartet

Die Superzelle vor der Ankunft in Wien © M. Spatzierer

Schwere Gewitter in den USA – warum?

Alljährlich im Frühjahr ist es wieder soweit, Meteorologen weltweit schauen in die USA, denn jetzt ist wieder die Zeit der großen Unwetterserien, wie es sie in der Regelmäßigkeit und Heftigkeit nur selten andernorts auf diesem Planeten gibt. Doch woran liegt das?

Der Grund liegt in den geographischen Gegebenheiten der USA, mit dem mächtigen Gebirgszug der Rocky Mountains, das anders als die Alpen von Nord nach Süd orientiert ist. Genauso wie im Alpenraum entsteht auch dort im Lee des Gebirges bei kräftiger Überströmung ein Tief, wie zum Beispiel über Bayern üblich. Da auf der Nordhalbkugel der Wind entsprechend dem Westwindband von West nach Ost weht, entwickeln sich im Lee der Rocky Mountains häufiger Tiefs, als an den Alpen, wo eine  tendenziell meridionale Strömung nötig der Auslöser ist.

Eine weitere Zutat für heftige Gewitter in den USA ist, dass im Frühjahr arktische Luftmassen weit bis nach Süden (Texas) vordringen können, meist viel weiter, als es in Europa üblich ist. Beispielsweise liegt Texas etwa auf der Höhe von Tunesien. Gleichzeitig kann sehr feuchte und warme Luft vom Golf von Mexiko nach Norden vordringen. An der Zone, wo beide Luftmassen aufeinander treffen, wird die Entwicklung des Tiefs enorm voran getrieben.

Eine weitere Besonderheit des mittleren Westens ist die Existenz der sogannanten Dry Line („Trockene Linie“). Diese markiert eine Front, die sich hauptsächlich in der Feuchte, aber nicht in der Temperatur unterscheidet – anders als bei Warm- oder Kaltfronten. Da trockene Luft schwerer ist als feuchte schiebt sich die trockene Wüstenluft unter die feuchte Luft des Golfs und begünstigt kräftige Gewitterentwicklungen entlang der Linie.

Entwicklung vom 11.4.2020 bis zum 13.4.2020

Auf dem nachfolgenden Bild erstreckt sich die Dry Line gut erkennbar von Colorado bis nach New Mexiko (negative Taupunkte: weiße und blaue Zahlen). Östlich davon, über Texas und Oklahoma, liegt feuchtere Luft (positive Taupunkte, cyan, grüne und gelbe Zahlenwerte). Der Taupunkt ist ein Maß für die Feuchtigkeit der Luft; je höher, desto feuchter.

Taupunkte USA am 11.4.2020 © UBIMET

Samstagnachmittag bis Sonntagmorgen

Im Laufe des Abends (dort Nachmittag) wird die Dry Line nach Osten vorankommen und über dem nördlichen Texas und südlichen Oklahoma sind somit die ersten Gewitter zu erwarten. Später ziehen diese Gewitter allmählich nach Nordosten weiter, dabei sind vor allem teils großer Hagel und kräftige Sturmböen die Hauptgefahren.

Ein zweiter Hotspot entsteht in der Nacht auf Sonntag im Südwesten von Texas. Hier sind die Bedingungen für mächtige Superzellen (heftige Unwetter) gegeben, die zum Sonntagmorgen nach Mississippi ziehen. Auf deren Zugbahnen muss mit Tornados, großem Hagel und Orkanböen gerechnet werden. Im weiteren Verlauf entwickeln sich diese zu einer Warmfront, die ebenfalls nach Nordosten zieht.

Einschätzung des Amerikanischen Wetterdienstes für Samstag, den 11.4.2020

In den Graphiken bedeutet MRGL Marginales Risiko, SLGT geringes Risiko, ENH ein erhöhtes Risiko und MDT ein moderates Risiko.

Sonntagmorgen bis Sonntagnacht

Der Höhepunkt der Gewittergefahr am Wochenende wird am Sonntag erreicht. Inzwischen hat sich das oben angesprochene Lee-Tief entwickelt und schaufelt feuchte Golf-Luft in die Dixie-Staaten (Mississippi, Louisiana, Alabama, Arkansas). Sowohl entlang der Warm-, als auch Kaltfront sind schwere Gewitter möglich.

In den Mittagsstunden (dort morgens) werden die Gewitter an der Warmfront, die aus Texas eintreffen, über Arkansas nach Tennessee und Kentucky weiter ziehen.

Zudem sind  im Warmsektor (Bereich zwischen Warm- und Kaltfront) alle Bedingungen gegeben für die Entwicklung  von heftigen Superzellen mit Tornados und großem Hagel erfüllt. Die Tornados können durchaus auch langlebig und intensiv ausfallen, nicht zuletzt besteht im hier mitunter Lebensgefahr.

Weiter nördlich, vom östlichen Oklahoma über Missouri bis ins südliche Ohio, werden sich an der Kaltfront Gewitter linienhaft organisieren, damit besteht hier ein erhebliches Risiko für Orkanböen und Starkregen, der regional auch zu Überflutungen führen kann. In weiterer Folge wird die Kaltfront die Warmfront allmählich einholen – in Summe werden die Gewitter allmählich etwas schwächer.

Einschätzung des Amerikanischen Wetterdienstes für Samstag, den 12.4.2020

Montagmorgen bis Montagmittag

Am Montag erreicht schließlich die Kaltfront die Ostküste der US, dann sind auch von Washington DC bis nach Georgia noch letzte teils kräftige Gewitter möglich. Orkanböen und ganz vereinzelt Tornados sind auch hier nicht ausgeschlossen.

Einschätzung des Amerikanischen Wetterdienstes für Samstag, den 13.4.2020

 

Wie immer bleibt nur zu hoffen, dass die Unwetter etwaige Ortschaften und Städte umschiffen und Leib und Leben verschont bleiben – gerade unter den herrschenden Umständen.

Titelbild: Superzelle in Österreich vom vergangenen August © UBIMET/Manfred Spatzierer

Warnlagebericht

Aktuelle Wetterlage

Zwischen einem Hoch über Südeuropa und einem Tiefdruckkomplex über Skandinavien steht erstmals ein ruhiger Donnerstag bevor. In der Nacht auf Freitag erreicht eine Kaltfront den Norden und Westen. In der Folge wird es tagsüber am Freitag unbeständig und am Alpenostrand auch stürmisch. Ab Samstag setzt sich dann langsam Hochdruckeinfluss durch.

Überblick Warnungen

STURM
Die Vorwarnungen gelten für den Donnerstag.

Warnausblick

Der Donnerstag bringt überwiegend ruhiges und mildes Wetter. Verbreitet scheint die Sonne, nur ganz im Norden ziehen tagsüber einige Wolken durch. Hier frischt zudem der Westwind lebhaft auf, im Mühl- und Waldviertel auch kräftig mit teils stürmischen Böen. In der ersten Nachthälfte setzt mit Eintreffen einer Kaltfront in einem Streifen von Vorarlberg bis ins Waldviertel Regen ein.

Der Freitag beginnt großteils unbeständig, die Schneefallgrenze liegt in der Früh von Nord nach Süd bei 800 bis 1200 m. Am Vormittag breiten sich Regen und Schneefall auch südlich des Hauptkammes aus, im Norden lässt der Niederschlag hingegen rasch nach. Am Alpenostrand sind tagsüber wieder stürmische Böen zu erwarten.

Am Samstag ziehen landesweit einige dichte Wolken durch und in Osttirol und Oberkärnten fällt etwas Regen. Die Schneefallgrenze liegt hier bei 900 bis 1100 m. Ansonsten sind bei wechselnder Bewölkung da und dort Schauer möglich.

Der Sonntag bringt unter Hochdruckeinfluss verbreitet sonniges und ruhiges Wetter. Lediglich im Süden müssen sich am Vormittag noch letzte Restwolken auflösen.

Autor

Martin Templin
Donnerstag, 12. März 2020 um 10:30 Uhr

Hohe Wasserstände an Westdeutschen Flüssen

Hochwasser an der Mosel

Rückblick Februar in Sachen Regen

Die Westwetterlagen bringen immer wieder Tiefs mit ihren Fronten von Westen nach Europa. Damit ergibt sich landesweit eine Abweichung von rund 130% zum Mittel. Momentan sind daher besonders in der Westhälfte die Flüsse recht voll. Lokal werden sogar die Warnschwellen für ein kleines Hochwasser erreicht. Aufgeschlüsselt auf einzelnen Bundesländer ergibt sich:

Bundesländer

Abweichung in % zum Mittel

Schleswig-Holstein 170
Niedersachsen/Bremen 155
Nordrhein-Westfalen 140
Baden-Würtemberg 140
Rheinland-Pfalz/Saarland 130

Begrüden lässt sich das im sogenannten NAO-Index. Dieser beschreibt die Druckdifferenz zwischen den Azoren und Island. Ist diese Positiv, so herrscht in Island geringere Druck (Tief) als auf den Azoren (Hoch). Bei dieser Aufteilung herrscht über dem Atlantik Westwind und rege Tiefdrucktätigkeit. Viele Tiefs entstehen dann über Neufundland und ziehen in der Folge rasch nach Osten. Prominente Tiefs des Februars waren PETRA, SABINE oder BIANCA.

Nord Atlantische Oszillation
© https://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/pna/nao_index_mrf.shtml

Hier einige Bilder von den Flüssen im Westen.

Mosel:

Rhein:

Saar:

Aussichten

Die Aussichten für die nächsten 5 Tage sind zwar nicht extrem, aber verbreitet kommen 20 L/m² zusammen. In den entsprechenden Stauregionen auch mehr. Das ist zwar nicht wirklich viel, wird aber die Flusspegel hoch halten. Grund für die Niederschläge ist die weiter anhaltende Westwetterlage, wie die oben gezeigte Graphik mit der Prognose des NAO-Index untermauert.

Summierter Niederschlag bis Donnerstagmittag nach dem deutschen ICON-Modell © DWD/UBIMET

Titelbild: https://twitter.com/NilsPetri1/status/1236058587350396928/photo/2

Kräftiger Regen und Schnee durch Tief ELLI

Prächtig präsentiert sich momentan das Tief Elli, dessen Kern sich am Donnerstagnachmittag über dem Nordwesten Frankreichs befindet. In weitere Folge zieht das Tief entlang des orangenen Pfeils über die Eifel und das Sauerland in Richtung Vorpommern.

Aktuelles Satellitenbild von Donnerstagmittag @EUMETSAT, UBIMET

Das aktuelle Radarbild zeigt schön die Warmfront mit dem Regen über dem Südwesten. In den letzten 6 Stunden sind hier lokal bereits um die 10 l gefallen und es kommen noch 10 bis 20 l hinzu in den nächsten Stunden.

Radarbild von 15:10 Uhr © DWD/UBIMET
Niederschlagssumme der letzten 6 Stunden © UBIMET/DWD

In weitere Folge kommt der Regen nordostwärts voran, schwächt sich jedoch dabei allmählich ab. Die Schneefallgrenze liegt jedoch zu hoch für die Mittelgebirge, nur auf den höchsten Gipfeln wird es weiß.

Schnee in den Mittelgebirgen

Am Freitag selbst liegt das Tief über der Mitte. Auf seiner Rückseite fließt kältere Luft ein, sodass die Schneefallgrenze in der Eifel und im Sauerland kurzzeitig auf 400 bis 600 m hinab sinkt. In der Nacht auf Samstag sind dann auch in den höheren Lagen des Weserberglands und des Wiehengebirges sowie im Harz einige Zentimeter Schnee möglich.

Wind im Süden

Südlich des Tiefs frischt am Freitagmorgen der Wind im Schwarzwald, der schwäbischen Alb und im bayrischen Alpenvorland auf. Dann muss mit Böen von 60 bis 80 km/h gerechnet werden. Der Wind nimmt dann im Laufe des Abend wieder ab.

Titelbild: Eumetsat

Orkantief Victoria – Eine Einordnung

Der AO-Index

Um Wetterlagen miteinander zu vergleichen sind in der Meteorologie Kennzahlen entwickelt worden. Eine solche Kennzahl ist der sogenannte AO-Index (Arktische Oszillation). Ist dieser Wert positiv, weht über dem Atlantik Westwind; es gilt hierbei, je höher der Wert, desto stärker weht der Westwind. In der nun folgenden Woche wird dieser Wert rekordverdächtig positiv.

Die Ursache liegt in der momentan heftigen Tiefdrucktätigkeit auf dem Atlantik. Diese wird auch noch bis Ende des Monats anhalten. Besonders intensiv wird in den nächsten 36 Stunden die Entwicklung des Tiefs VICTORIA verlaufen.

Entwicklung von Orkan Victoria

Das zukünftige Orkantief VICTORIA noch als „Welle“ auf dem Atlantik mit Kerndruck von 976 hPa.  © EUMETSAT/UBIMET

Um die Mittagszeit des 14. Februars liegt das Tief – wie auf dem Satellitenbild zu erkennen ist – noch als schwaches Randtief/(„Welle“) auf dem offenen Atlantik. Zudem ist der Bodendruck angeschrieben. Dieses Tief erlebt in den kommenden 24-Stunden eine rapide Entwicklung zu einem Orkantief der Superlative. Solch eine Entwicklung nennt man in der Meteorologie auch Bombogenese. Dieses Wort setzt sich zusammen aus Bombe und Zyklogenese, was einfach Tiefdruckentwicklung heißt, also rasche oder kräftige Entwicklung.

Auf dem Höhepunkt der Tiefdruckentwicklung werden Böen von über 200 km/h berechnet, in der Karte der dunkelviolette Bereich. Solch hohe Böengeschwindigkeiten werden außerhalb von tropischen Wirbelstürmen vor allem in sogenannten Sting-Jets erreicht. Dies ist ein Phänomen, bei dem in einem relativ kleinen Bereich extrem hohen Windgeschwindigkieten auftreten. In Deutschland trat ein solcher Sting-Jet bei dem Orkan Christian am 28.10.2013 auf, der im Nordwesten für erhebliche Schäden sorgte.

6h-Böen Berechnung von Mitternacht bis 6 Uhr morgens am Samstag, den 15.2.2020 © ECMWF

In dem Zeitraum, wenn diese Böen auftreten, erreicht das Tief Victoria einen Kerndruck von 929 hPa. Im weiteren Verlauf vertieft sich das Tief auf unter 916 hPa am Sonnabend. Dann liegt der Tiefkern südlich von Island. Insgesamt beträgt der Druckfall knapp 70 hPa von Freitagmorgen bis Samstagnacht. Das ist wirklich außergewöhnlich. Zudem werden mittlere Wellenhöhen von 13 Meter erwartet.

Druckrekorde

Der tiefste Luftdruck auf der Erde wurde am 12. Oktober 1979 im Auge von Taifun „Tip“ bei Guam im Pazifik erreicht: Anhand von Satellitendaten wurde ein Kerndruck von 870 hPa ermittelt. Der höchste Luftdruck beträgt hingegen 1083,8 hPa und wurde am 31. Dezember 1968 in Agata (Sibirien) gemessen. In Deutschland liegen die Extreme zwischen 945,9 hPa (27. November 1983, Emden) und 1060,6 hPa (23. Januar 1907, Rügen).

Auswirkungen auf Deutschland

Im Vorfeld des riesigen Tiefdruckkomplexes wird am Wochenende für die Jahreszeit sehr warme Luft nach Deutschland geführt. Hier die Prognose der Höchstwerte für Sonntag:

Prognostizierte Höchsttemperatur am Sonntag © UBIMET

Im weiteren Verlauf verschiebt das Tief Victoria seinen Kern in Richtung der Britischen Inseln und das ausgedehnte Sturmfeld erreicht den Nordwesten. Dabei schwächt sich dieses aber ab.  Dennoch nimmt am Sonntag der Südwind nordwestlich eines Streifens vom Hunsrück über den Harz bis nach Rügen zu, hier muss mit Böen von 60 km/h bis 80 km/h gerechnet werden. An den Küsten und in den Hochlagen der Mittelgebirge sind Böen bis 100 km/h möglich. Jedoch ist der erwartete Sturm schwächer als das Sturmtief Sabine. Zudem erreicht am Sonntagabend die Kaltfront mit kräftigem Regen den Nordwesten und zieht unter leichter Abschwächung bis zu den Alpen. Dahinter werden am Montag meist nur noch Werte von 6 bis 12 Grad erreicht, dies ist jedoch weiterhin deutlich zu mild für die Jahreszeit.

Prognostizierte Böen über 24 Stunden von Sonntagfrüh bis Montagfrüh. © ECMWF

Unwetterrückblick 2019 – Teil 2

In den kommenden Tagen herrscht Unwettergefahr am Mittelmeer.

Juli – neue Hitzerekorde

Nachdem am 1. von der Schwäbischen Alb bis nach Niederbayern einzelne kräftige Gewitter durchgezogen waren, gab es einige ruhige Tage. Vom 11. bis zum 14. gab es landesweit einzelne Gewitter, die lokal Starkregen brachten. In den darauf folgenden Tagen gab es ruhiges Sommerwetter. Die nächste Gewitterlage stand dann am 20. auf dem Programm. Im Vorfeld einer Kaltfront aus Westen entwickelten sich am frühen Nachmittag in Nordrhein-Westfalen Gewitter, die sich zu einer Linie verbanden. Diese zog von West nach Ost über Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Sachsen-Anhalt hinweg in Richtung Berlin, Brandenburg und das nördliche Sachsen. Lokal gab es Böen um die 90 km/h.

Danach etablierte sich eine Südwestströmung und außerordentlich heiße Luft gelangte nach Deutschland. Landesweit wurden Werte jenseits der 30°- Marke erreicht. Besonders heiß wurde es vom 24. bis 26.. Dabei wurde teils an zwei aufeinander folgenden Tagen die 40°-Marke überschritten. An der Station Lingen im Emsland wurde der neue deutsche Allzeitrekord mit 42,6° am 25. aufgestellt. Dennoch war die Abweichung des gesamten Monats nur 1 Grad über dem Mittel von 1981 bis 2010.

Zum Ende des Monats traten dann zunächst in der Südhälfte, später auch im Nordosten weitere Gewitter auf, die lokal von Starkregen begleitet waren.

August – teils heiß und gewittrig

Der August begann, wie der Juli endete, in den ersten drei Tagen entwickelten sich landesweit Gewitter, die brachten vor allem Starkregen und lokale Überflutungen mit sich. Nach weiteren Gewittern am 6. und 7., die besonders im Süden wieder heftig waren, zog am 11. eine Gewitterlinie von der Schwäbischen Alb bis zum Bayrischen Wald, die von kräftigen Böen und Starkregen begleitet wurde.

Der 18. brachte dann wieder verbreiteter Gewitter. Zunächst zog ein kleine Linie von Westfalen über Südniedersachsen nach Sachsen-Anhalt und dann auf Berlin zu. Sie brachte Böen von 60 bis 90 km/h und Starkregen. Dann entwickelte sich bei Groß-Gerau eine Superzelle, die südlich von Frankfurt entlang und später bis nach Sachsen weiterzog, wo weitere Gewitter entstanden. Zudem entwickelte sich in Franken eine kleine Linie, die lokal Orkanböen brachte. In der Nacht kam dann noch ein Gewittersystem ganz im Südwesten aus der Schweiz auf, dass bis nach  Oberbayern zog.

Zum Ende des Monats wurde es dann nochmals heiß und schwül. Beste Voraussetzungen für weitere Gewitter. In der Zeit vom 24. bis 30. entwickelten sich besonders in den Mittelgebirgen viele langsam ziehende Gewitter, sodass es lokal zu Überschwemmungen kam. Aber auch abseits der Gebirge fiel heftiger Starkregen, so z.B in Hamburg am 27..

September – Ein Sturmtief

Nach einem lange Zeit recht ruhigen Monat kam 30. das Tief MORTIMER. Landesweit gab es Böen zwischen 60 und 80 km/h. Lokal gab es aber auch stärkere, wie in Dresden mit 94 km/h oder Hannover mit 92 km/h.

Oktober – späte Gewitter

Der Oktober brachte am 18. eine sommerlich anmutende Gewitterlinie, die rasch von Nordrhein-Westfalen bis nach Mecklenburg-Vorpommern zog. Besonders der Wind war kräftig, so gab es in  Wunstorf  101 km/h, in Schwerin 97 km/h, in Düsseldorf 96 km/h und in Celle 94 km/h.

November – Nördlich der Alpen ruhig

Der vorletzte Monat des Jahres war schließlich in Deutschland ruhig und brachte keine nennenswerten Unwetter.

Dezember – Glätte und ein „Stürmchen“

Der Nikolaustag brachte die erste Glatteislage des Winters. Ein Warmfront zog von Nordwesten kommend und von Eifel, Sauerland und Thüringer Wald bis zum Bayrischen Wald wurde es stellenweise extrem Glatt. Am 15. zog schließlich über den Norden ein weiteres Sturmtief, dass an den Küsten orkanartige Böen brachte.

Titelbild: pixabay.com

Unwetterrückblick 2019 – Teil 1

Gewitter mit Regen. © Adobe Stock

Januar – erst windig, dann viel Schnee

Das Jahr begann bereits an Neujahr im Norden stürmisch. Das Tief ZEETJE brachte an den Küsten von Nord- und Ostsee teils orkanartige Sturmböen, auf der Hallig Hooge wurde sogar eine Orkanböen gemessen. Aber auch im Binnenland wurden Böen zwischen 60 und 80 km/h gemessen.

Doch das Hauptthema des Januars war der Schnee im Alpenraum. Ein erster Schwall von 4. bis 7. des Monats brachte im Alpenvorland verbreitet 20 bis 40 cm Neuschnee, an den Alpen direkt 50 bis 70 cm. Nachdem am 7. der Schneefall etwas nachließ, fielen von 8. bis zum 11. an den Alpen erneut 30 bis 50 cm , in den Staulagen sogar fast 1 Meter. Dies führte dazu, dass in einigen Kreisen Katastrophenalarm ausgelöst wurde und einige Gemeinden kurzzeitig von der Außenwelt abgeschnitten waren. Gebäude mussten von Schneemassen auf den Dächern befreit werden, teils herrschte sehr hohe Lawinengefahr. Die damaligen Schneehöhen (vom 11. Januar) lassen sich sehen:

  • Zugspitze 345 cm
  • Ramsau-Schwarzeck 200 cm
  • Bischofswiesen-Loipl 190 cm
  • Aschau-Stein 153 cm
  • Reit im Winkl 150 cm
  • Jachenau-Tannern 142 cm
  • Kiefersfelden-Gach 141 cm
  • Mittenwald-Buckelwiesen 137 cm
  • Berchtesgaden 110 cm
  • Immenstadt-Reute 101 cm
  • Oberstdorf 84 cm
  • Holzkirchen 81 cm

Ein weiterer Nachschlag kam dann noch am 13. und 14. mit rund 50 cm an den Alpen. Danach war aber ein Ende des Schnees erreicht.

Februar – ein Sturmtief

Der zweite Monat brachte vom 9. bis zum 11. das Sturmtief UWE, dass von Nordwesten kommend einmal quer über die Republik zog und verbreitet Böen von 80 bis 100 km/h brachte.

März – sehr stürmisch

Der März war im allgemeinen ein windiger Monat. Den Anfang einer ganzen Serie machte das Tief BENNET am 4. , dass verbreitet Böen um 100 km/h brachte. Dabei wurde unter anderem in Gießen 110 km/h, in Berlin-Tegel am Flughafen 103 km/h und 94 km/h in Nürnberg gemessen.

Nach nur knapp 48 Stunden Pause folge eine außergewöhnlich lange Serie an Tiefs, die vom 7. bis zum 16. immer wieder windiges bis stürmischen Wetter brachten. Höhepunkt war das Tief EBERHARD, welches am 9. und 10. Deutschland erfasste und südlich einer Linie Münster – Harz – Cottbus für Böen zwischen 90 und 110 km/h sorgte. Am Flughafen in Leipzig, in Chemnitz und im hessischen Alsfeld wurden sogar Orkanböen von über 120 km/h gemessen.

April – erste Gewitter

Nach einem unwettertechnisch lange ruhigen April, gab es am Abend des 24. und in der Nacht auf den 25. des Monats die erste Gewitterlage im Westen. Die Gewitter zogen vom Elsass her ins Saarland und Rheinland-Pfalz, weiter nach Nordrhein-Westfalen und ins westliche Niedersachsen. In der Nacht entwickelten sich auch in der Mitte und im Raum Berlin Gewitter. Dabei gab es meist Böen zwischen 60 und 80 km/h und lokal fielen um 20 L/m².

Mai – zu kalt

Da der Mai insgesamt unterdurchschnittlich temperiert war (negative Abweichung von fast 2 Grad zum Mittel 1981 bis 2010), gab es recht wenig Gewitter, einzig am 19. gab es verbreitet Gewitter, die lokal kräftigen Regen brachten.Dagegen fiel nochmals Schnee.

 

Zu einem Starkregenereignis, das von teils kräftigen Gewittern begleitet wurde kam es am 20. und 21. des Monats. Das Tief AXEL brachte in einem Streifen vom Weserbergland über die Rhön bis nach Bayern um die 50 L/m², von München südwärts verbreitet über 100 L/m² in zwei Tagen.

 

Juni – heiß und teils gewittrig

Die erste Gewitterlage des Monats gab es am 3.. Besonders im Westen und von der Pfalz bis nach Mecklenburg gab es kräftige Gewitter. Die nächsten zogen am 5. und 6. ganz im Westen durch, die kräftigsten Entwicklungen gab es aber in den BeNeLux-Staaten.  Am 7. gab es im Nordwesten einen für den Sommer außergewöhnlich kräftigen Sturm mit Tief IVAN, an der Küste gab es Böen über 80 km/h. Zudem gab traten an der Kaltfront einzelne Gewitter auf.

Die erste kräftige Gewitterlage des Jahres gab es vom 10. bis 12. . Das Tief JÖRN lag über der Mitte des Landes.

Am Nachmittag des 10. zogen Gewitter von der Schweiz her ins Allgäu. Hier entwickelte sich schließlich eine so genannte Superzelle, die in der Folge in Richtung des nördlichen München zog und auf ihrem Weg teils großen Hagel um 5 cm brachte.

 

Zudem gab es auch im Nordwesten des Landes einzelne kräftige Gewitter. Im weiteren Verlauf des Abend entwickelten sich in Franken weitere kräftige Gewitter, die in der Folge nach Sachsen und Brandenburg zogen und hier ergiebigen Regen brachten.

Am nächsten Tag entwickelten sich in schwül-warmer bis schwül-heißer Luft in Bayern, Hessen, Thüringen, Sachsen und Brandenburg am Nachmittag erste kräftige Gewitter, die in der Folge nordwärts ausweiteten und intensivierten. Dabei bildete sich allmählich ein Gewitterkomplex, der in der Folge Ostniedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Holstein erfassten und regional 20 bis 40 L/m², in Brandenburg teils 80 l/m² brachte.

 

Der 12. brachte dann erneut Gewitter in der Osthälfte. Erneut zogen Gewitter von Thüringen und Sachsen-Anhalt her nach Nordosten. Dabei gab es aber kräftigere Böen als am Vortag, 110 km/h maß man am Flughafen Schönefeld und 102 km/h in Kyritz in der Prignitz. Erneut fielen lokal 20 L/m² Regen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause gab es am 15. erneut Gewitter. Dabei war ein Gewittersystem prägnant, dass sich am Weserbergland bildete und nach Nordnordost zog. Besonders östlich von Hamburg fielen verbreitet um 50 L/m² an Regen, zudem gab es viele Blitze. Am Abend machten sich dann noch kräftige Gewitter im Südwesten bemerkbar, hier gab es lokal Böen um 100 km/h.

Obwohl es auch im Osten Gewitter gegeben hatte wird der Juni als sehr trocken und heiß in Erinnerung bleiben, die Abweichung von 4 Grad zum langjährigen Mittel kam nicht von irgendwo her. Zum Ende des Monats herrschte besonders im Osten teils extreme Waldbrandgefahr.

Titelbild: adobestock.com

Heftige Unwetter mit Schnee und Regen im Österreich

Der Schwerpunkt der Unwetter lag in der Mitte des Landes. Hier fielen in einem Streifen vom Süden bis zu den Tauern verbreitet über 100 l/m².

Niederschlagssumme am 17.11.2019 © UBIMET

Da in den Tagen zuvor auch immer wieder Tiefs viel Schnee in die höheren Lagen gebracht hatten, waren die Auswirkungen nun entsprechend heftig. Sowieso ist der November in den betroffen Regionen bisher rekordverdächtig nass, wie auf der unten stehenden Graphik zu ersehen ist. Die Graphik beschriebt die prozentuale Abweichung vom durchschnittlich Niederschlag, der in einem November fällt.

Abweichung zum durchschnittlichen Novemberniederschlag. © UBIMET
Abweichung zum durchschnittlichen Novemberniederschlag. © UBIMET

Dies alles führte dann in Summe zu heftigen Auswirkungen. Es gab mancherorts Lawinen, wie das folgende Beispiel zeigt.  Zudem gab es aufgrund der gesättigten Böden Murenabgänge, sodass die Zufahrt zu manchen Orten nicht möglich oder zu gefährlich ist. In Folge eines solchen Abgangs ist eine Person verstorben.

Außerdem wurden Straßen beschädigt, sodass sie unpassierbar sind. In manchen höheren Tälern fiel vorübergehend der Strom aus.  Auf einigen Bahnstrecken ist der Zugbetrieb eingestellt, da die Gefahr von Lawinen-/ Murenabgängen auf die Gleise immer noch besteht.

Dies ist Ausdruck der enormer Schneemassen, die bereits auf den Bergen liegen. Am Beispiel Zettersfeld erkennt man, dass die momentane Schneehöhe schon ungefähr die des Hochwinters entspricht, obwohl es erst November ist.

Schneerekord für die Jahreszeit am Zettersfeld oberhalb von Lienz. © Land Tirol Schneerekord für die Jahreszeit am Zettersfeld oberhalb von Lienz. © Land Tirol

Neben Lawinen sorgt auch Schneebruch für große Probleme, der in dem Video zu sehen ist. Schneebruch tritt besonders bei sehr nassen Schnee auf, da die Schneelast auf den Bäumen riesig ist, sodass große Äste abbrechen oder sogar ganze Bäume einfach umfallen.

Zudem stiegen die Flusspegel deutlich an, wie das Beispiel des Flusses Gurk zeigt. Hier sind zur Stunde immer noch Personen aus ihren Häusern evakuiert. Da in den betroffenen Gebieten momentan Werte über dem Gefrierpunkt herrschen kann in einigen Tälern der gefallene Schnee antauen.

Titelbild: https://twitter.com/angelikanoerr/status/1196074264987865088/photo/1

Markanter Wetterumschwung am Wochenende

Am Samstag im Norden stürmisch

Das Wochenende beginnt besonders an der Nordseeküste mit stürmischen Böen. Aber auch im angrenzenden Binnenland muss vereinzelt mit kräftigen Böen aus Südwest gerechnet werden. Dazu gehen im Landesteil Schleswig vereinzelt Schauer im Vorfeld der über der Nordsee liegenden Kaltfront nieder.

Temperaturen am Samstag, den 26.10.2018 um 16 Uhr. © UBIMET

Währenddessen zieht der Kern des Sturmtiefs Xander nach Südschweden. Auf seiner Rückseite dreht der Wind allmählich auf Nordwest. Damit wird die Kaltfront landeinwärts geführt, sodass es am Abend im Nordwesten anfängt zu regnen.

Am Sonntag in der Mitte einfließende Kaltluft

Am Sonntagmorgen liegt die Kaltfront dann vom Ruhrgebiet bis hinauf nach Rügen. Im Umfeld der Front regnet es für einige Stunden etwas, größere Regenmengen sind jedoch nicht zu erwarten. Besonders im Nordwesten und Westen steigen die Temperaturen nicht an, sondern sinken im Tagesverlauf weiter ab. Dazu weht an den Küsten weiter frischer Nordwestwind.

Die Lage der Kaltfront am Sonntagmittag nach dem ICON-Modell. © DWD

Im Süden nochmals schön und warm

Dagegen scheint im Süden nach Nebelauflösung noch häufig die Sonne und Höchstwerte von teils über 20 Grad werden erreicht. Hier kommt die Front erst in der Nacht auf Montag an. Dann liegt die Schneefallgrenze jedoch erst bei etwa 2500 Metern an den Alpen.

Temperaturen am Sonntag, den 27.10.2018 um 16 Uhr. © UBIMET

Titelbild: https://pixabay.com/photos/pool-wet-autumn-leaves-autumn-4548967/

Schwere Unwetter von Mallorca bis zur Côte d’Azur

Auf unserer täglich neu gezeichneten Frontenkarte kann das Tief VLAD in seiner Entwicklung dargestellt werden. Am Dienstag lag das Tief mit Kern vor den Balearen und brachte besonders in Spanien heftige Unwetter. Da das Mittelmeer noch Wassertemperaturen von über 20°C hat, in der Höhe aber ein Schwall recht kalter Luft über Spanien nach Süden geführt worden ist, war die Atmosphäre instabil geschichtet, sodass Gewitter möglich waren. Da zudem die Scherung (Wind nimmt mit der Höhe deutlich an Geschwindigkeit zu) hoch war, fielen diese besonders heftig aus.

Frontenkarte von Dienstag, dem 22.10.2019 © UBIMET

Spanien

Bei diesen Gewittern kamen im Nordosten von Spanien und den Balearen lokal über 100 L/m² zusammen. Lokal gab es auch schwere Sturmböen oder orkanartige Böen. Zudem gibt es einen Tornadoverdacht.

 

Frankreich

Am Abend und in der Nacht auf Mittwoch zog das Tief weiter nach Norden und lag nun über Südfrankreich. Im Vorfeld vor der Kaltfront entwickelte sich ein sogenannter Mesoscale Convective Cluster. Dies ist ein besonders mächtiges Gewittersystem, das viel Regen bringt und lokal auch schwere Sturmböen verursachen kann. In diesem Fall gab es besonders kräftigen Regen. An einigen Stationen gab es jedoch auch kräftige Böen, wie in Perpignan  mit 94 km/h.

Satellitenbild vom 23.10.2019 um 3 Uhr Ortszeit. © EUMETSAT
Niederschlagssumme über 6 Stunden am Morgen des 23.10.2019

Im weiteren Verlauf des Tages verlagerte sich die Gewitteraktivität weiter in Richtung  Carmague und Côte d’Azur, denn die Kaltfront kam nun weiter nach Osten voran.

Frontenkarte von Mittwoch den 23.10.2019 © UBIMET

Dabei ging im gesamten Süden Frankreichs ergiebiger Regen nieder und an den Küsten und den höhergelegenen Stationen der Seealpen und den Cévennenen traten orkanartige Sturmböen oder Orkanböen auf. Die daraus resultierenden Überschwemmungen sind unten dargestellt.  Zudem ist eine Animation des MCC zu sehen.

Niederschlagssumme über 24 Stunden am 23.10.2019
Windböen am 23.10.2019

 

Zum Schluss sind alle Blitze von Dienstagmorgen (in grün) bis Mittwochnacht (in rot) dargestellt.  Insgesamt gab es rund eine halbe Million Blitze. Besonders auffällig ist in unten stehender Aufschlüsselung der Blitzaktivität, die des MCC am Dienstagabend zu erkennen. Dabei zeigt die blaue Kurve Wolkenblitze und die orangene Kurve Bodenblitze an. Besonders die Wolkenblitze in einem solchen System nehmen Anzahl zu, es kommt zu stroboskob-artigen Blitzsalven.

Die Blitzspur von Dienstagmorgen bis Mittwochnacht. © nowcast
Minutengenaue Aufschlüsselung der Blitzaktivität. © nowcast

Wie schon im Blitzbild erkennbar ist ziehen die Gewitter nun auf Italien zu. Auch hier muss mit kräftigen Gewittern mit heftigem Starkregen gerechnet werden.

Tielbild: https://twitter.com/VascoDeSouza2/status/1186944105038917632/photo/1

Höhepunkt der Hurrikansaison

Das momentan stärkste tropische Tiefdruckgebiet ist der Hurrikan JERRY, der sich als Kategorie 2 Sturm auf dem Atlantik rund 500 km vor Antigua und Barbuda befindet. Seine vorhergesagte Zugrichtung ist Nordwest, er soll aber weit vor den Bahamas nach Norden abdrehen und in der Nacht zum Dienstag auf Bermuda treffen. Hier hatte bereits der Hurrikan HUMBERTO am Mittwoch einige Schäden angerichtet. Dieser Sturm hat sich bereits abgeschwächt und in ein außertropisches Tief umgewandelt. Am Dienstag wird er voraussichtlich auf Irland treffen.

Es gibt aber noch weitere tropische Tiefdruckgebiete, so ist die Saison auch über dem östlichen Pazifik derzeit sehr aktiv. Dieses Satellitenbild von Donnerstagabend zeigt die Stürme in ihrer ganzen Pracht.

Zudem zieht zurzeit der sich abschwächende Tropensturm IMELDA über Texas und bringt dort in der Region Houston ergiebigen Regen und Überschwemmungen. Die aufgeführten Regenmengen sind, wie üblich in den USA üblich, in inch angegeben, wobei ein inch 25,4 mm bzw. Liter pro Quadratmeter entspricht. Damit ergibt sich, dass 43.15 inch exakt 1096 L/m² gleichkommen. Das entspricht in manchen Regionen Deutschlands dem 1,5-fachen des mittleren Jahresniederschlags! Zudem gab es knapp 500000 Blitze.

 

Auf dem Pazifik tummeln sich die Tropenstürme KIKO, LORENA und MARIO. Hiervon wird nur LORENA auf Land treffen, die beiden anderen werden über dem Ozean bleiben und sich in der nächsten Woche abschwächen. LORENA wird im Süden der Baja California auf Land treffen und dann entlang der Westküste nach Nordnordwesten ziehen und soll sich in den nächsten Stunden zu einem Hurrikan verstärken.

Saisonhöhepunkt

Der Höhepunkt der atlantischen Hurrikansaison wird üblicherweise gegen Mitte September erreicht. Ab etwa Mitte Oktober lässt die Aktivität dann deutlich nach.

Titelbild: A satellite image of Hurricane Humberto, west of Bermuda, U.S., September 17, 2019. NOAA/Handout via REUTERS.

Kräftige Gewitter und Regenfälle erwartet

Unwetter

+++ UPDATE 22:50 UHR +++

Die Gewitter haben den Bayerischen Wald erreicht. Mit einer  Geschwindigkeit von 50 bis 60 km/h ziehen diese weiter in Richtung Tschechische Republik. Lokal gehen kräftige Regenschauer nieder, so wurden in Scheyern im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm innerhalb von einer Stunde über 13 Liter pro Quadratmeter gemessen.

Gewitterlinie von Straubing bis Weiden in der Oberpfalz © NOWCAST/UBIMET

+++ UPDATE 21:00 UHR +++

Die Gewitter über dem Süden haben sich wie angekündigt verstärkt, inzwischen sind sie auch hochreichend bis -60°C Wolkenobergrenzentemperatur. Es gilt je höher die Wolkentürme, desto kräftiger ist das Gewitter und -60°C bedeutet so etwa 12000 Meter hoch. Bei den Blitzen ist zudem die kräftigste Zelle bei Augsburg zu erkennen. Hier muss mit Hagel gerechnet werden.

Satellitenbild von 20:55 Uhr © EUMETSAT und Blitze ©NOWCAST/UBIMET

+++ UPDATE 19:45 UHR +++

Inzwischen hat sich eine kleine Gewitterlinie gebildet. In deren Umfeld muss mit nun mit teils schweren Sturmböen gerechnet werden.

Radarbild von 19.40 Uhr © DWD/UBIMET

+++ UPDATE 19:00 UHR +++

An der Schwäbischen Alb verstärken sich nun die Gewitter. Vorsicht Sturmböen und Starkregen möglich.

Blitze der letzten Stunde © NOWCAST/UBIMET

+++ UPDATE 17:45 UHR +++

Erneut zieht eine Zelle in den äußersten Südwesten der Republik. Starkregen, Sturmböen und Blitzschlag sind möglich. Zudem erste Warnung ‚Rot‘ dabei. Zudem hat sich nun eine Zelle nördöstlich von Reutlingen entwickelt.

Radarbild von 17:45 Uhr © DWD/UBIMET
Blitze um 17.55 Uhr © NOWCAST/UBIMET

+++ UPDATE 17:00 Uhr +++

Eine erste Zelle hat sich im Breisgau gebildet. Es besteht die Gefahr von Starkregen und Sturmböen.

Radarbild um 16:50 Uhr © DWD/UBIMET

 

Übersicht

Erste Gewitter haben sich über dem Osten von Frankreich gebildet und ziehen allmählich in den Südwesten Deutschlands. Hier die Blitze der letzten 2 Stunden. Die Zugrichtung ist mit dem Schwarzen Pfeil angedeutet. Zudem werden sich in den kommenden Stunden Gewitter in der Schweiz bilden und in Richtung Bodensee ziehen (Roter Pfeil). Dann sind Sturmböen, Hagel und heftiger Starkregen möglich. Vom Bodensee aus werden die Gewitter sich dann über das Allgäu bis hin nach Niederbayern ausbreiten.

Blitze über Frankreich in den letzten 2 Stunden. © NOWCAST/UBIMET

In der Nacht wird erwartet, dass die Gewitter allmählich in teils kräftigen Regen übergehen werden.  Der Regen wird in einem Streifen vom Bodensee bis zum Bayerischen Wald auch am Montag tagsüber anhalten. Am Montagnachmittag werden sich dann im Südosten Bayerns erneut teils heftige Gewitter entwickeln. Zudem wird der Regen entlang des Streifens am Nachmittag kräftiger und ergiebig. Besonders im Allgäu sind Mengen um 40 l/m² am Montag möglich. Die Niederschläge lassen dann am Dienstagmorgen nach.

Prognostizierte 24-stündige Regenmenge im l/m² für den Montag. © UBIMET

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Unwetter in Italien, Starkregen in Österreich

Ein Italientief im Zusammenspiel mit einem Höhentief bringt im Süden des Landes momentan kräftigen und gewittrig durchsetzten Regen. Dabei gingen in der letzten Stunde in Deutschlandsberg 26,7 l/m² und in Leibnitz-Wagna 21,1 l/m² nieder. Die Graphik zeigt die Niederschlagssumme der Steiermark seit Mitternacht.

Niederschlagssumme Steiermark seit Mitternacht © UBIMET

Unwetter in Italien und Slowenien

Dieser Regen zieht allmählich über die Südsteiermark in Richtung Ungarn ab. Noch heftiger sind die Gewitter in Norditalien und Slowenien. Hier gab es an der Station Katarina in Slowenien 66 l/m² in wenigen Stunden. Auch in den folgenden Stunden muss in Norditalien Ungarn, Slowenien, Kroatien und Ungarn mit heftigen Gewittern gerechnet werden.  Dabei muss mit Starkregen und schweren Sturmböen gerechnet werden. Zudem ist großer Hagel möglich.

Von Westen her neue Schauer und Gewitter

Desweiteren gibt es auch in Tirol und Salzburg teils kräftiger Gewitter, die allmählich in Richtung Südosten ziehen. Im weiteren Verlauf des Nachmittags muss also insbesondere in Osttirol und Kärnten mit Gewittern gerechnet werden. Hier sind lokal auch größere Regenmengen möglich.

Titelbild: Webcam St. Aigen

41,2°C – Neuer Allzeitrekord in Deutschland

Thermometer zeigt hohe Temperatur

Der Donnerstag brachte in Deutschland einen neuen Allzeitrekord der Temperatur. Der Allzeitrekord vom Vortag von 40,5 °C der Station Geilenkirchen wurde nochmals übertroffen. Hier die Top 10 der heißesten Orte heute:

Lingen 42,6 °C *
 Duisburg-Baerl 41,2 °C
Tönisvorst 41,2 °C
Köln-Stammheim 41,1 °C
Bonn-Roleber 40,9 °C
Kleve 40,8 °C
Weilerswist-Lommersum 40,6 °C
Trier-Petrisberg 40,6 °C
Waltrop-Abdinghof 40,5 °C
Düsseldorf 40,4 °C
Andernach 40,4°C

* Der Wert von Lingen wird aufgrund der Stationslage angezweifelt.

 

Neben Deutschland wurden auch in Belgien und den Niederlanden neue Allzeitrekorde registriert. Hier wurden zuvor noch nie Werte über 40 Grad registriert. Zudem wurde in Paris mit 42,6 °C ein neuer Allzeitrekord gemessen.

Gilze Rijen (Niederlande) 40,7 °C
Eindhoven (Niederlande) 40,4 °C
Twenthe (Niederlande) 40,2 °C
Beitem (Belgien) 40,7 °C
Kleine Brogel (Belgien) 40,6 °C
Schaffen (Belgien) 40,4 °C

In den kommenden Tagen schwächt sich die Hitze allmählich ab und es wird unbeständig. Im Einflussbereich eines Höhentiefs sind am Samstag zunächst im Westen und Süden, und am Sonntag verbreitet Schauer und kräftige Gewitter zu erwarten, die ergiebigen Starkregen und kleinen Hagel bringen können.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Die Trockenheit setzt sich fort

Der Juni war verbreitet bislang deutlich zu warm und zu trocken. In der Graphik zeigt sich, dass vom Vogtland bis in die Magdeburger Börde und in der Lausitz  teils nur 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen ist. Dies entspricht teils nur 20 % bis 40 % des Üblichen.

Niederschlagssumme für den Juni 2019 © UBIMET

Die hohen Niederschläge im Streifen von Halle/Saale bis hinauf zur Ostsee sind auf wenige kräftige Gewitter zurückzuführen, die hier zu Beginn des Monats durchgezogen sind. Damals standen etliche Keller unter Wasser. Solche extremen Regenmengen bringen jedoch kaum etwas für die Bodenfeuchte, da viel Wasser oberflächig abläuft und nicht versickert.

Die Trockenheit wird sich in den kommenden Tagen weiter verschärfen, denn ergiebiger Landregen ist für die gesamte Nordhälfte nicht in Sicht. Zudem wird es am Wochenende wieder heiß. Hier die prognostizierten Höchstwerte am Sonntag.

Darüber hinaus besteht verbreitet eine hohe bis extreme Waldbrandgefahr. In der folgenden Karte seht ihr eine Übersicht über das Risiko eines Waldbrandes. In den Rot und Violett eingefärbten Bereichen reicht schon eine unachtsam fallen gelassene Zigarettenkippe, um einen verheerenden Brand auszulösen. Die Feuerwehren sind schon jetzt in Alarmbreitschaft.

 

Waldbrandgefahr am Sonntag © UBIMET

 

Zwar zieht am Sonntagabend eine Kaltfront von Nordwesten herein, die jedoch in der Nordhälfte keinen nennenswerten Niederschlag bringt. Erst am Montag werden im Süden kräftige Gewitter im Vorfeld dieser Front erwartet, die jedoch durch Blitzschlag auch Waldbrände verursachen können. Zudem sind die üblichen Begleiterscheinungen wie Hagel und Starkregen möglich. Wie oben bereits erwähnt, bringt dieser jedoch kaum etwas für die Pflanzenwelt.

Titelbild: pixabay.com

Am Pfingstmontag im Osten teils heftige Gewitter

Der Pfingstmontag scheint in Deutschland allgemein ein recht gewitterreicher Tag im Jahr zu sein, so gab es im 2010 einen Tornado in Großenhain und im 2014 ein Bow-Echo in NRW (das „Pfingstunwetter 2014“). Auch in diesem Jahr sind die Bedingungen für die Entwicklung von Unwetter gegeben.

Frontenkarte für Montag, den 10.6.2019 um 14 Uhr © UBIMET

Auf der Frontenkarte erkennt man das Tief JÖRN, welches über Bayern liegt und aus dem Südosten schwül-warme bis schwül-heiße Luftmassen nach Norden führt (roter Pfeil). Der blaue Pfeil symbolisiert kühlere Meeresluft vom Atlantik, die in der Nacht auf Dienstag in den Westen  und Südwesten strömt. Somit entsteht eine Luftmassengrenze, welche sich auch an den erwarteten Höchstwerten zeigt.

Höchstwerte in Deutschland am Montag, den 10.6.2019 © UBIMET

Die energiereiche, subtropische Warnluft sorgt zusammen mit dem Bodentief im Osten und Südosten für eine zunehmend labile Schichtung der Atmosphäre. Bei gleichzeitig starkem Höhenwind sind somit sämtliche Zutaten für kräftige Gewitter vorhanden.

CAPE – Ein Maß für die verfügbare Energie für Gewitter © UBIMET

Auf der CAPE-Karte sieht man deutlich, wo in Deutschland die feuchtwarme Luft liegt. Im Grenzbereich zur kühleren Luft im Westen können sich im Tagesverlauf zunächst von Südbayern über das Vogtland bis zum Oderbruch kräftige Gewitter entwickeln. Dabei muss lokal mit großem Hagel und Sturmböen gerechnet werden! Auch vereinzelte Tornados sind nicht ausgeschlossen.

Ein zweites Gebiet, in dem Gewitter am Montag möglich sind, ist der Westen, hier besonders Nordrhein-Westfalen und das westliche Niedersachsen. In diesen Regionen besteht die Gefahr Hagel und Starkregen.

Hagelwahrscheinlichkeit für Montag, den 10.6.2019 abends © UBIMET

In der Nacht verlagert sich dann der Gewitterschwerpunkt zunehmend in den Osten. Hier zeichnet sich die Bildung eines größeren Gewitterkomplexes ab, der Starkregen und schwere Sturmböen bringt. Exemplarisch ist hier die Lösung unseres Lokalmodells RACE gezeigt, dass ein kräftiges Gewittersystem zeigt. Die exakten Zugbahnen des Gewitterkomplexes ist allerdings noch unsicher!

Simuliertes Radarbild in der Nacht auf Dienstag vom UBIMET-Modell RACE. © UBIMET

Kräftige Gewitter am Nachmittag im Westen erwartet

Am Freitag entwickeln sich im Tagesverlauf im Vorfeld der Kaltfront von Tief IVAN kräftige Gewitter. Momentan um 9.00 Uhr liegt das Tief noch an der französischen Biskayaküste.

Das Tief Ivan am Freitagmorgen © EUMETSAT

Auf dem Satellitenbild ist schön die Kaltfront des Tiefs über Frankreich zu erkennen. Diese kommt im Tagesverlauf weiter nach Osten voran und soll am Nachmittag den Westen Deutschlands erreichen.

Fronten des Tiefs Ivan am Freitagnachmittag © ICON/DWD

Mit dem Näher rücken der Front am Nachmittag entwickeln sich zunächst im Südwesten einzelne kräftige Gewitter. Diese breiten sich am Abend besonders auf dem Westen und Nordwesten aus und können sich mitunter linienhaft organisieren.  Es besteht die Gefahr von Hagelschlag und teils schweren Sturmböen, vereinzelt sind auch Tornados nicht ausgeschlossen!

Hagelwahrscheinlichkeit am Freitagabend © UBIMET

Gewitter am Sonntag

Blitze im Bergland

Am Sonntag gab es vor allem im Süden und im Westen teils heftige Gewitter, die punktuell große Regenmengen mit sich brachten. Insgesamt wurden von unserem Blitzmesssystem 106842 Blitze registriert.

Blitzverteilung am Sonntag

Punktuell fielen mit den Gewittern über 50 l/m², wie hier in der Liste und auch auf der Karte ersichtlich:

 

Auch am Montag ist mit Gewittern mit Starkregen und Hagel zu rechnen, vor allem in der Mitte und im Osten. Im Süden stellt sich hingegen Dauerregen ein.


Hier nochmals der Liveticker vom Sonntag zum nachlesen:

Im Tagesverlauf sind besonders in der Südwesthälfte und in einem Streifen vom Emsland bis zur Uckermark teils kräftige Schauer und Gewitter möglich.

13:15 Uhr

Blitze
Blitze von 12.15 Uhr bis 13.15 Uhr am Sonntag den 19.5.2019 © UBIMET/Nowcast

Das Blitzbild zeigt erste Gewitter im Sauerland, am Thüringer Wald und an der Deutsch-Polnischen Grenze. Lokal sind schon größere Regenmengen dabei.

Niederschlag der letzten Stunde in Nordrhein-Westfalen © DWD

13:50 Uhr

Radarbild von Sonntag den 19.5.2019 um 13:50 Uhr © DWD

Das aktuelle Radarbild zeigt neben den Zellen im Sauerland und am Thüringer Wald nun eine neu entstandene kräftige Zelle südlich von Bremen und kräftige Zellen, die nun von Polen in die Uckermark ziehen. Hier besteht die Gefahr von Hagel!

14:10 Uhr

Das aktuelle Satellitenbild unterlegt mit den Blitzen © EUMETSAT

Das aktuelle Satellitenbild zeigt, dass verbreitet Quellwolken entstehen, die sich im Laufe des Nachmittags verbreitet zu Schauern und Gewittern entwickeln werden. Besonders im Süden ziehen die Gewitter recht langsam, hier muss mit lokal größeren Regenmengen gerechnet werden.

14:35 Uhr

Die beiden Radarbilder zeigen, dass immer mehr Schauer und Gewitter unterwegs sind. Besonders im Sauerland kommen aufgrund der langsamen Zuggeschwindigkeit größere Regenmengen zusammen.

15:10 Uhr

Einstündiger Niederschlag in der Südhälfte © DWD

Die Gewitter bringen örtlich größere Niederschlagssummen, wie an der Station Lüdenscheid mit 18 l in einer Stunde. Auch am Alpenrand sind erste Gewitter unterwegs, in Garmisch-Partenkirchen sind 6,3 l gefallen.

15:40 Uhr

Blitze der letzten Stunde von 15:40 Uhr © UBIMET/Nowcast

Auf dem aktuellen Blitzbild erkennt man, dass sich nun verbreitet teils kräftige Gewitter entwickelt haben. In der letzten Stunde sind diese unter anderem entlang der Nordalpen, im Bayerischen Wald, am Taunus und in der Rhön entstanden.

16:10 Uhr

Einstündige Regenmengen von 15 bis 16 Uhr © DWD

Die neuen Niederschlagsdaten sind da. Die ortsfesten Gewitter bringen lokal hohe Regenmengen, wie im thüringischen Martinroda mit 40,2 l und im sauerländischen Overath-Böke mit 21,5 l in einer Stunde. Exemplarisch ist die Zelle am Thüringer Wald gezeigt, die hier seit einer Stunde nahezu ortsfest hohe Regenmengen bringt.

Radarbild der Thüringer Waldzelle um 16:10 Uhr © DWD

16:55 Uhr

Satellitenbild und Blitze um 16:55 Uhr © EUMETSAT

Das aktuelle Satellitenbild zeigt , das viele Schauer und Gewitter aktiv sind. Ein Schwerpunkt ist momentan Hessen und das Allgäu. Aber auch im Emsland und der Schwäbischen Alb sind teils kräftige Gewitter unterwegs.

17.15 Uhr

Ein stündliche Niederschlagsmenge von 16 bis 17 Uhr. © DWD

Die nächsten Messwerte sind da. Größere Regenmengen nochmals in Martinroda mit 13,3 l und ebenfalls in Kempten im Allgäu und 11,2 l in Nidderau-Erbstadt. Vor allem in Martinroda sind damit nun schon über 50 l/m² gefallen.

17:55 Uhr

Radarbild um 17.55 Uhr © DWD

Immer noch ziehen teils kräftige Gewitter durch. Besonders im Umfeld der Schwäbischen Alb muss weiterhin mit kräftigen Gewittern mit heftigem Starkregen gerechnet werden.

18:10 Uhr

Einstündige Niederschlagssumme von 17 bis 18 Uhr © DWD

Auch in der Nordhälfte sind weiterhin kräftige Gewitter mit dabei. An der Station Bockhorn-Grabstede in Ostfriesland wurden 13,9 l gemessen, nur Übertroffen von Oberleichtersbach-Modlos mit 16,2 l. Die meisten Gewitter werden nun am Abend langsam schwächer werden.

18:40 Uhr

Radarbild um 18:40 Uhr © DWD

Im Süden sind weiter kräftige Gewitter unterwegs, teils noch mit Hagel, wie im Stuttgarter Umland und im nördlichen Allgäu. Das Satellitenbild in Verbindung mit den Blitzen der letzten Stunde zeigt, dass die Gewitter im Süden besonders hoch reichend sind. Es gilt vereinfacht je höher, desto stärker (Temperaturen an der Oberkante bei fast -60°C).

Satellitenbild und Blitze zur gleichen Zeit wie das Radarbild. © EUMETSAT

19:20 Uhr

Auch die neusten Daten zeigen wieder größere Niederschlagsmengen. An der Station Heinsberg-Schleidern an der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu den Niederlanden wurden 22,8 l gemessen. In Singen in Hegau wurden 14,9 l gemessen, Wangerland-Hooksiel nordwestlich von Wilhelmshaven  hat 14,7 l registriert. In Stuttgart-Echterdingen hat die Wetterstation 11,1 l gemessen.

21:30 Uhr

Die meisten Gewitter haben sich inzwischen abgeschwächt. Einzig die Station Henschtal in Rheinland-Pfalz meldet 18,5 l in einer Stunde. Unser Blick richtet sich nun auf den Wochenanfang. Morgen sind erneut kräftige Gewitter wahrscheinlich, die sich von Osten her ausbreiten. Zudem stauen sich die Wolken an den Alpen. Hier sind bis Mittwochvormittag örtlich bis 130 l/m² möglich. Wir hoffen unser Bericht war für Sie interessant und wünschen Ihnen noch einen schönen Sonntagabend.

 

Titelbild: shutterstock.com

Kräftiger Mistral in Südfrankreich

Mistral
Spitzenböen des Mistrals am 5.5.2019

Grund für die Wetterlage war der Kaltluftausbruch, der in Deutschland für Schneefall und für die Jahreszeit sehr niedrige Temperaturen gesorgt hat.

Die Frontenkarte zeigt die Entstehung des Mistrals.

Am Sonntag lag das Hoch ‚Maxine‘ über den Britischen Inseln und das Tief ‚Xerxes‘ über Italien. Da die Strömung immer von einem Hoch zum Tief verläuft, wie die Pfeile in der Frontenkarte andeuten, herrschte über Frankreich eine Nord-Nordwestliche Strömung. Aufgrund der gegebenen Lage der Gebirgszüge mit den Seealpen zur Grenze mit Italien (rote Ellipse) und dem Zentralmassiv (blauer Kreis) wird die Strömung im dazwischen befindlichen Rhônetal beschleunigt. Hierfür ist der sogenannte Bernoulli-Effekt verantwortlich. Dieser beschreibt, dass eine Strömung beschleunigt, sobald sie kanalisiert wird.

Der Mistral zeigt sich schön in diesem Satellitenbild. In den Mistralregionen lösen sich Wolken auf und der Himmel erscheint strahlend blau. Da dieser Mistral äußerst kräftig war, sind auch einzelne Schäden gemeldet worden. Im Allgemeinen ist die Region jedoch gut auf den Mistral eingestellt. In der unten aufgelisteten Tabelle wird deutlich, dass einzelne Werte schon Monatsrekorde (Recorde mensuel) darstellen. Häufig weht der Mistral dann auch über das Mittelmeer. Moderne Satellitenaufnahmen zeigen die Wellen vor Marseille.

Titelbild: https://twitter.com/heyRebor/status/1125095040316051457

Im Westen erste kräftige Gewitter des Jahres erwartet

Alljährlich im Frühling, bei wieder ansteigenden Temperaturen, verbessern sich die Zutaten für kräftige Gewitter. Dies ist morgen der Fall. Dann sind im Südwesten und Westen die ersten kräftigeren Gewitter des Jahres möglich.

Kaltfront am 24.04.2019 um 16 Uhr Ortszeit © ECMWF/Prognose 23.04.2019 00 UTC

Die Wetterlage stellt sich am frühen Nachmittag wie folgt dar: Die Kaltfront des Tiefs SANDER mit Kern über Irland liegt zunächst noch über Frankreich. Im Vorfeld der Front werden sich über Ostfrankreich und dem Oberrheingraben erste Gewitter entwickeln.

UBIMET-Model RACE: Simuliertes Radarbild für den 24.04.2019 16 Uhr Ortszeit

Als Beispiel sei hier ein modelliertes Radarbild für den morgigen Mittwoch um 16 Uhr gezeigt. Dies zeigt eine kräftige Gewitterzelle, die entlang des Oberrheingrabens nach Norden zieht. Mit einer solchen Gewitterzelle besteht die Gefahr von Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.

Hagelwahrscheinlichkeit für den 24.04.2019 um 16 Uhr Ortszeit

Im Verlauf des späteren Nachmittags und des Abends verlagert sich die Gewitteraktivität mit der nach Norden vorankommenden Kaltfront. Nun muss im westlichen Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem westlichen Niedersachsen mit teils kräftigen Gewittern gerechnet werden.

Sturmböen in der Mitte

In den Abendstunden frischt in einem Streifen von Baden-Württemberg und Franken über Hessen bis zum südlichen Niedersachsen vorübergehend stürmischer Westwind auf!

Kaltfront am 25.04.2019 um 2 Uhr Ortszeit © ECMWF/ 23.04.2019 00 UTC

Am Abend Gewitter im Westen

Unser Lokalmodell RACE sieht ein kleineren Gewitterkomplex über Nordrhein-Westfalen um 21 Uhr Ortszeit.

UBIMET-Model RACE: Simuliertes Radarbild für den 24.04.2019 um 21 Uhr Ortszeit

Dieser zieht in der ersten Nachthälfte weiter nach Norden über das Ems- und Oldenburgerland hinweg. Mit diesem Komplex besteht hauptsächlich die Gefahr von lokal kräftigem Regen und örtlich stürmischen Böen. Allerdings muss lokal weiter mit kleinem Hagel gerechnet werden.

UBIMET-RACE Model: Simuliertes Radarbild für den 25.04.2019 um 00 Uhr Ortszeit

Updates gibt es rund um die Uhr in unserem Lagebericht.

Titelbild: UBIMET/Nikolas Zimmermann

Der Vorfrühling kommt!

Winterlinge

Nachdem sich in den vergangenen Tagen das Wetter spätwinterlich mit Sturm und Schnee, präsentierte, kommen nun die Freunde der Sonne und milderer Temperaturen zum Zuge. Grund dafür ist das Hoch Dorit, welches bis über das Wochenende hinaus über Mitteleuropa zu liegen kommt.  In der meteorologischen Fachsprache heißt diese lang anhaltende Hochdrucklage „Omega-Lage“. Hintergründe dazu gibt es hier: Blocking-Lagen.

Omega-Lage
Das Hoch Dorit über Mitteleuropa nach der Vorhersage des EZMWF für Samstag 0 Uhr. © EZMWF / UBIMET

Sonniges Wochenende

Während am Donnerstag noch einzelne Wolkenfelder von Norden her über Österreich hinwegziehen, präsentieren sich die Folgetage meist mit ungetrübtem Sonnenschein. Nur ganz im Osten sind noch einzelne Wolkenfelder dabei. In den Morgenstunden können sich da und dort Nebelfelder bilden, die jedoch rasch durch den Sonnenschein wieder aufgelöst werden.

Dazu steigen die Höchstwerte Tag für Tag an: Liegen sie am Donnerstag noch bei 5 bis 12 Grad, erreichen sie am Sonntag zwischen 9 und 16 Grad. Die höchsten Werte sind jeweils im Südosten zu erwarten. Die absoluten Rekordtemperaturen für einen Februar sind jedoch noch ein ganzes Stück entfernt: Der höchste Wert wurde am 22. Februar 2016 in Pottschach-Ternitz mit 23,2 Grad gemessen.

Die Pollenbelastung nimmt zu

Eine unangenehme Begleiterscheinung für manche Menschen wird jedoch der auflebende Pollenflug werden. Besonders Hasel und Erle werden in den kommenden Tagen beginnen zu stäuben. Dies wird bei Allergikern zu mäßigen bis starken Belastungen führen, zumal zu Beginn der Saison das Immunsystem besonders empfindlich auf diese Reize reagiert.

Beitragsbild: www.pixabay.com

Zwei Vulkanausbrüche rund um Weihnachten

Vulkanausbruch

Anak Krakatau

Der Ausbruch des Anak Krakataus war von der Intensität her nicht übermäßig heftig, jedoch sorgte eine teils unterseeische Hangabrutschung für einen Tsunami, der nach aktuellem Stand 429 Menschen tötete und rund 1500 verletzte. Der Anak Krakatau befindet sich auf dem pazifischen Feuerring, dem geologisch aktivsten Teil der Erde. Dort befinden sich die meisten (aktiven) Vulkan der Erde.

Indonesien, wo der Anak Krakatau liegt, ist eines der vulkanreichsten Länder der Erde. Der Name bedeutet soviel wie das Kind des Krakataus. Der momentan aktive Vulkankegel ist einer der drei Schlote des ehemaligen Vulkans Krakataus. Dieser war 1883 nach einer der größten Eruptionen der jüngeren Menschheitsgeschichte fast vollständig im Meer versunken und hatte einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der mehr als 36.000 Menschen tötete.

Momentan soll sich der Schlot als Folge der Hangrutschung unter der Wasseroberfläche befinden. Dieses bedeutet, dass austretende Lava mit dem Meerwasser explosiv reagiert und weiter Asche, Gesteinsbrocken und Wasserdampf zu sehen sind.

Welche Bedeutung große Vulkanausbrüche auf das weltweite Klima haben können, hat man im Jahre 1815/1816 gesehen. Damals war der Tambora, ebenfalls in Indonesien gelegen, noch gewaltiger ausgebrochen, als der Krakatau 68 Jahre später. Näheres dazu hier.

Ätna

An Heiligabend ist zudem der Ätna ausgebrochen. Die Eruption hatte eine moderate Stärke, was auch üblich ist für den Ätna. Die Eruptionen sind hier anders, da u.a. die Bestandteile der Lava anders sind als z.B. am Anak Krakatau. Über Verletzte oder Tote ist nichts bekannt. Der Flughafen von Catania musste geschlossen werden, aufgrund der Asche.

 

 

 

Tietelbild: Boris Behncke/ @etnaboris /Twitter (https://twitter.com/etnaboris/status/1077203982462996481)

Supertaifun Mangkhut nimmt Kurs auf die Philippinen mit Böen um 300 km/h

Der Supertaifun trifft am Freitag mit Böen über 200 km/h auf die Philippinen

Über die vergangenen Tage hat sich der Taifun Mangkhut deutlich verstärkt. Am Mittwoch erreichte er mit einem minimalen Kerndruck von 905 hPa eine neuen Tiefstwert in diesem Jahr bei tropischen Wirbelstürmen. Mit einem mittleren Wind von 270 km/h und Böen über 320 km/h ist er ein Supertaifun und deutlich stärker als Florence, der momentan auf dem Atlantik in Richtung USA zieht. Mehr dazu hier: Florence bereits Kategorie 4. Mangkhut zieht mit 22 km/h in westlicher Richtung und bedroht in den kommenden Tagen die Philippinen und später dann Hongkong.

Böen über 300 km/h

Auch in den kommenden Tagen sind die Bedingungen in der Umgebung des Taifuns günstig, so dass er die momentane Stärke wohl beibehalten wird. Erst wenn den Norden der Philippinen erreicht wird, verschlechtern sich die Bedingungen, da Bodenreibung dort den Sturm abschwächt. Beim Landfall drohen allerdings katastrophale Auswirkungen durch Orkanböen von teils über 300 km/h und schweren Überflutungen.

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Titelbild: © JMA

Kaltfront bringt Gewitter

Gewitter beenden die Hitzewelle

Wie das aktuelle Satellitenbild zeigt, liegt die Kaltfront bereits über Westösterreich und hier regnet es verbreitet.

Aktuelles Satellitenbild
Aktuelles Satellitenbild © UBIMET, EUMETSAT

Dazu hat es hier schon kräftig abgekühlt, von Vorarlberg bis Salzburg liegen die Höchstwerte derzeit nur zwischen 15 und 20 Grad.

Gewitter bringen Abkühlung

Vom Klagenfurter Becken über die Südsteiermark und Wien bis ins Weinviertel ist es hingegen mit 25 bis 32 Grad noch heiß. Im Semmering-Wechsel-Gebiet haben sich aber bereits die ersten Gewitter gebildet. Diese werden am Nachmittag häufiger und fallen mit Starkregen und Hagel stellenweise heftig aus. Besonders davon betroffen sind:

  • Unterkärnten
  • West- und Oststeiermark
  • Mittel- und Südburgenland

Im Großraum Wien ist die Unwettergefahr nur gering, gegen Abend setzt aber auch hier mitunter gewittriger Starkregen ein. Über Nacht zieht die Kaltfront nach Osten ab und am Samstag beruhigt sich rasch wieder das Wetter. Nur in Osttirol und Kärnten sind dann noch einzelne Gewitter möglich.

Regenmengen der letzten drei Stunden

Graz Thalerhof 39
Präbichl 30
Schöckl 23,7
Kalwang 23,3

Dazu gab es besonders im nordöstlichen Alpenvorraum stürmische Böen, wobei die Station Buchberg mit 76 km/h die höchste Windgeschwindigkeit aufweist. Ansonsten liegen die Böen meist zwischen 50 und 60 km/h.