Sommer 2026 schreibt Wettergeschichte: 41,2 Grad und Rekorde am laufenden Band

Trockenheit und Dürre

Der meteorologische Sommer 2026 geht als außergewöhnlicher Rekordsommer in die österreichische Wettergeschichte ein. Mit 41,2 Grad wurde ein neuer Österreich-Rekord aufgestellt, erstmals gab es in allen drei Sommermonaten Temperaturen über 40 Grad. Dazu kamen so viele Hitzetage wie nie zuvor und eine ausgeprägte Trockenheit: Österreichweit fiel rund ein Drittel weniger Regen als üblich.

Der Sommer verlief über weite Strecken überdurchschnittlich.

Wärmster Sommer der Messgeschichte

Im österreichweiten Flächenmittel lag die Temperatur im Sommer 2,6 Grad über dem Klimamittel von 1991–2020. Damit war es der wärmste seit Messbeginn, vor 2024, 2019 und 2003. Besonders extrem war die Abweichung im Rheintal: In Feldkirch war der Sommer um 3,7 Grad, in Bregenz um 3,3 Grad zu warm. Noch eindrucksvoller ist der Blick auf die einzelnen Wetterstationen: An 185 von 246 ausgewerteten Stationen war es der wärmste Sommer seit Messbeginn, weitere 55 Stationen verzeichneten den zweitwärmsten Sommer. Damit wurde an drei von vier Stationen ein neuer Rekord aufgestellt.

Neuer Österreich-Rekord: 41,2 Grad

Schon Ende Juni zeigte der Sommer, was noch kommen sollte: Mit einem Höchstwert von 40 Grad in der Wiener City wurde bereist am 28. Juni erstmals in diesem Jahr die 40 Grad-Marke übertroffen, tags darauf waren es in Bad Deutsch-Altenburg 40,1 Grad. Ende Juli folgte die nächste extreme Hitzewelle mit 40,3 Grad in Wieselburg und 40,1 Grad in Kirchberg an der Pielach. Allein am 31. Juli wurden an 29 Messstellen neue Allzeitrekorde, an 58 Stationen Monatsrekorde und an 208 Stationen Tagesrekorde aufgestellt.

Der Höhepunkt folgte dann Anfang August: Am 5. August stieg die Temperatur in Bad Deutsch-Altenburg auf 41,2 Grad – neuer österreichischer Hitzerekord. Einen Tag zuvor hatte bereits Wien-Stammersdorf mit 41,0 Grad den bisherigen Rekord von 40,5 Grad aus dem Jahr 2013 übertroffen.

Damit wurde 2026 erstmals überhaupt in jedem einzelnen Sommermonat – Juni, Juli und August – die 40-Grad-Marke überschritten.

So viele Hitzetage wie nie zuvor

Nicht nur die Spitzenwerte waren außergewöhnlich, sondern vor allem die Dauer der Hitze. In Wien auf der Hohen Warte und in Klagenfurt wurden jeweils 45 Hitzetage mit mindestens 30 Grad registriert. Graz, Innsbruck, St. Pölten und Eisenstadt kamen jeweils auf 43.

Besonders bemerkenswert ist Bregenz: Dort gab es 43 Hitzetage, im Klimamittel 1991–2020 sind es lediglich acht.

Einen neuen österreichweiten Rekord stellte Ferlach mit vorläufig 59 Hitzetagen im Jahr 2026 auf, davon entfielen 53 auf die drei Sommermonate. Der bisherige Rekord von 57 Tagen war erst 2024 in Bad Deutsch-Altenburg aufgestellt worden.

Vorläufige Anzahl an Hitzetagen im Jahe 2026.

Auch Tage mit extremer Hitze von mindestens 35 Grad häuften sich: Wien verzeichnete davon 17, Eisenstadt 16, Innsbruck 13, St. Pölten 12 und Linz 10.

Rekorde auch in den Nächten

Erholung von der Hitze gab es vielerorts auch nachts kaum. Besonders betroffen war die Wiener Innenstadt mit 44 Tropennächten und damit dem zweithöchsten Wert der Messgeschichte. Auf der Hohen Warte wurden 23 Tropennächte mit einem Tiefstwert von mindestens 20 Grad verzeichnet, in Eisenstadt 22, in Linz 20 und in Bregenz 16.

Besonders außergewöhnlich war die Nacht auf den 5. August: In Hornstein sank die Temperatur nicht unter 28,5 Grad. Das war das höchste jemals an einer österreichischen Wetterstation registrierte Nachtminimum, wobei die dortige Messreihe erst seit 2024 besteht. Auch an Stationen mit langen Messreihen gab es neue Rekorde, darunter Kremsmünster mit 24,1 Grad – dort reichen die Messungen bis 1876 zurück.

Der Sommer war in Wien mit Abstand der wärmste seit Messbeginn.

Österreichweit rund ein Drittel weniger Regen

Neben der Rekordhitze prägte vor allem die Trockenheit den Sommer. Österreichweit fiel rund 31 Prozent weniger Niederschlag als im Klimamittel 1991–2020. Besonders groß war das Defizit in Teilen Ober- und Niederösterreichs, im Burgenland sowie regional in Vorarlberg.

In Weyer fehlten 59 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge, in Hohenau 53 Prozent, in Zwettl 50 Prozent und in St. Pölten sowie Bregenz jeweils 49 Prozent. Die Auswirkungen wurden durch die trockene Vorgeschichte noch verstärkt. Vielerorts waren die Böden bereits zu Beginn des Sommers ausgetrocknet, längere niederschlagsfreie Phasen und die extreme Hitze verschärften das Wasserdefizit zusätzlich.

Regional so trocken wie nie zuvor

Auch bei der Trockenheit ist die Zahl der Rekorde außergewöhnlich: An 42 Wetterstationen war es der trockenste Sommer der jeweiligen Messgeschichte, an weiteren 47 der zweittrockenste und an 24 der dritttrockenste. Damit wurde an nahezu jeder fünften der 248 ausgewerteten Stationen mit mindestens 15-jähriger Messreihe ein neuer Trockenheitsrekord aufgestellt.

Darunter befinden sich Stationen mit sehr langen Messreihen: In Feldkirch fielen nur 211 Liter pro Quadratmeter. Damit wurde sogar der bisherige Negativrekord aus dem Jahr 1899 unterboten. In Schöngrabern waren es nur 73,3 Liter pro Quadratmeter gegenüber dem bisherigen Rekord von 93 Litern aus dem Jahr 1978.

Trockenheit und Starkregen – kein Widerspruch

Trotz des österreichweiten Niederschlagsdefizits gab es regional auch das andere Extrem. Vor allem im zentralen Bergland und im Südwesten lagen die Niederschlagsmengen nahe am langjährigen Durchschnitt. Dort sorgten heftige Gewitter wiederholt für Überflutungen, Muren und lokale Hochwasserereignisse.

Das ist kein Widerspruch: Nach wochenlanger Trockenheit können lokal innerhalb weniger Stunden enorme Regenmengen fallen. Diese bessern zwar die Niederschlagsbilanz auf, das über Monate aufgebaute Wasserdefizit in tieferen Bodenschichten können sie aber kaum ausgleichen.

 

Sommer 2026 zweitwärmster seit Messbeginn

Deutlich zu warm

Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,54 °C und damit einer Abweichung von 1,98° belegt der Sommer 2026 den zweiten Platz seit Beginn der Aufzeichnungen, lediglich noch übertroffen vom Sommer 2003 (Mitteltemperatur 19,66 °C und Abweichung 2,1°). Regional gibt es in diesem Sommer aber große Unterschiede. Vor allem im Südwesten liegen die Abweichungen deutlich über 3°, während es im Nordosten nur rund 1° wärmer war als im Durchschnitt. Hervorzuheben ist natürlich auch der neue Allzeitrekord der Temperatur von 41,8 °C am 27.6. .

Temperaturabweichung vom Klimamittel © DWD/UBIMET

Südwesten

In den Bundesländern Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz sowie in Hessen und Nordrhein-Westfalen war dies sogar der heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. Beispielhaft seien hier die Abweichungen der Temperatur für Baden-Württemberg gezeigt. Seit Mitte Juni liegen die Temperaturen hier nahezu durchgehend über dem jüngsten Klimamittel, insbesondere die Hitzewelle Ende Juni ist außergewöhnlich.

Verlauf der Abweichungen der Temperatur in Baden-Württemberg © mtwetter

Nordosten

Ein anderes Bild zeigt sich in Nordosten, beispielhaft für Mecklenburg-Vorpommern. Hier gab es nach der Hitzewelle Ende Juni einen eher wechselhaften Sommer mit wenigen Höhepunkten. Das Muster hier war geprägt durch kurze Sommer- bzw. Hitzevorstößen gefolgt von Kaltfronten, die wieder für eine spürbare Abkühlung sorgten.

Verlauf der Abweichungen der Temperatur in Mecklenburg-Vorpommern © mtwetter

Hitzetage/Wüstentage/Tropennächten

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Hitzetage (Höchsttemperatur über 30°C) und Wüstentage (Höchsttemperatur über 35°C) für die großen Städte des Landes sowie für Rheinfelden im hitzegeplagten Südwesten des Landes und Rostock. Zum Vergleich sind auch die Werte für das Jahr 2003 angegeben.

Station Hitzetage davon im Juni 2026 Wüstentage davon im Juni 2026 Hitzetage Sommer 2003 Wüstentage Sommer 2003
Hamburg-Fuhlsbüttel 11 6 3 2 11 0
Berlin-Tempelhof 21 9 6 4 18 1
Flughafen Köln/Bonn 34 11 8 3 19 7
Frankfurt/Main 41 12 18 9 30 12
München-Stadt 34 12 8 3 29 3
Rheinfelden (BW) 56 14 24 9 56 17
Rostock (MV) 7 3 2 1 3 0

Vor allem zu erkennen ist, dass sich die Anzahl der Wüstentage im Vergleich zu 2003 deutlich erhöht hat. Die Hitze nimmt insgesamt am Schärfe zu in Zeiten des Klimawandels. Neben der Hitze am Tage gestalteten sich die Nächte in den Ballungszentren besonders im Südwesten ebenfalls ungemütlich mit vielen Tropennächten.

Station Tropennächte Tropennächte 2003
Hamburg-Fuhlsbüttel 2 0
Berlin-Tempelhof 5 3
Flughafen Köln/Bonn 4 1
Frankfurt/Main 19 9
München-Stadt 12 8
Rheinfelden (BW) 7 5
Rostock (MV) 4 0

Historischer Tag 27.6.2026

Dieser Tag geht in die Annalen der deutschen Wettergeschichte ein. Dabei wurde an 45 Stationen ein Höchstwert über 40 °C erreicht, so etwas gab es an keinem anderen Tag seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Abweichungen liegen wenig überraschend für den Tag verbreitet bei über 10°. Auch die Intensität der Hitze wird in Erinnerung bleiben, denn auch tags zuvor und am nächsten Tag wurden die 40°-Marke überschritten. Zudem wurde auch noch am 30. Juli die Marke überschritten.

Abweichung der Temperatur am 27.6.2026 © DWD/UBIMET
Datum  Anzahl an Stationen mit Höchstwerten über 40 Grad
26.6. 12
27.6. 45
28.6. 16
30.7. 6

Deutlich zu trocken

Neben der Hitze wird der Sommer auch für seine Trockenheit in Erinnerung bleiben. Bis Ende August führen Flüsse wieder der Vater Rhein erhebliches Niedrigwasser. So ist insbesondere im Westen und Südwesten deutlich zu wenig Regen gefallen als üblich und notwendig. In Summe liegen hier die Abweichungen bei -40 bis -50 %. Einen Überschuss gab es hingegen in Teilen von Schleswig-Holstein und in Sachsen, hier verursacht durch Gewitter. Der Sommer zeichnete sich durch das Fehlen von größeren Regenereignissen aus.

Abweichung des Niederschlags im Sommer © DWD/UBIMET

Westen

Wenn man sich die einzelnen Monate betrachtet, ist im Westen vor allem der Juli extrem trocken verlaufen. Der Verlauf zeigt es deutlich, während der größere Teil des Junis noch einen knappen Überschuss an Regen brachte, so fielen von Ende Juni bis Mitte August nur rund 30 L im Flächenmittel, an manchen Stationen im Juli gar weniger als 10 L (z.B. Aachen nur rund 4 L).

Verlauf des Regens in Nordrhein-Westfalen © mtwetter

Norden

Anders verhielt es sich im Flächenmittel im Norden beispielhaft gezeigt für Schleswig-Holstein. Hier stellte sich erst Ende Juli allmählich eine regenärmere Wetterphase ein, ansonsten brachten die oben schon erwähnten Kaltfronten immer wieder ein wenig Regen in Form von Schauern bzw. vor allem im Juni auch kräftige Gewitter.

Verlauf des Regens in Schleswig-Holstein © mtwetter

Gewitter

Der Sommer brachte auch wie üblich einige markante Gewitterlagen. So wurde die stärkste Böe in der Nacht vom 19. auf den 20. Juni auf Spiekeroog auf den ostfriesischen Inseln mit 132 km/h gemessen. Angemerkt sei aber, dass Bergstationen sowie Leuchttürme hier nicht aufgeführt werden. Gefolgt wird dies am 14. Juli mit 130 km/h in Nürnberg. Auf dem dritten Platz reihen sich Büsum in Schleswig-Holstein mit 127 km/h am 28. Juni und am 16. Juli in Mühlacker in Baden-Württemberg ein.

Das größte Hagelkorn wurde am 27. Juni in der Nähe von Aurich in Ostfriesland mit 8 cm Durchmesser aufgefunden. Gefolgt wird dies mit einem Hagelkorn von 6,5 cm Durchmesser im Norden von Sachsen-Anhalt in der Nähe von Wittenberge am selben Tag.

Der blitzreichste Tag war der 28. August mit knapp 300.000 Entladungen, gefolgt vom 21. Juni mit rund 222.000 Blitzen und dem 14. Juni mit rund 187.000 registrierten Blitzen.

Sonnenschein

Wenig überraschend schien im Sommer mehr die Sonne, als im Mittel üblich. Insbesondere im Süden gab es einen Überschuss von rund 20 bis nahe 30%. Im Norden und Osten hingegen war es teils stärker bewölkt, sodass nur rund 10 % mehr die Sonne zeigte.

Abweichungen der Sonnenscheindauer © DWD/UBIMET

Titelbild © pixabay.com

Partielle Mondfinsternis am Freitag

Der Erdtrabant bei einer partiellen Mondfinsternis.

Zunächst tritt der Mond um 03:23 Uhr in den Halbschatten der Erde ein. Diese erste Phase ist mit bloßem Auge allerdings nur schwer wahrzunehmen. Deutlich interessanter wird es ab 04:33 Uhr: Dann erreicht der Mond den Kernschatten der Erde und die eigentliche partielle Mondfinsternis beginnt. Der verdunkelte Teil der Mondscheibe wächst anschließend immer weiter an.

Das Maximum der Finsternis wird um 06:13 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich beeindruckende 96,2 % der Mondoberfläche im Kernschatten der Erde – die Finsternis ist damit beinahe total. Von Österreich aus lässt sich dieses Maximum allerdings nicht mehr beobachten, da der Mond zu diesem Zeitpunkt bereits untergeht beziehungsweise je nach Standort schon unter dem Horizont verschwunden ist. In Wien ist die Finsternis bis etwa 06:08 Uhr sichtbar, wobei der Mond dann bereits unmittelbar über dem westlichen Horizont steht.

Grafik partielle Mondfinsternis @ https://www.timeanddate.de

Schleierwolken und Saharastaub

Auch das Wetter spielt am Freitagmorgen nicht überall optimal mit. Grundsätzlich bestehen in weiten Teilen Österreichs Chancen, den Mond am westlichen Himmel zu sehen. Allerdings ziehen zahlreiche hohe Schleierwolken über das Land. Zusätzlich befindet sich eine größere Menge Saharastaub in der Atmosphäre.

Dadurch dürfte der Mond vielerorts nur milchig und weniger kontrastreich erscheinen. Regional können dichtere Wolken die Sicht zeitweise auch ganz verhindern. Besonders im Westen Österreichs zeichnen sich nach aktuellem Stand mehr Wolken ab. Richtung Osten sind die Chancen auf einen zumindest zeitweise freien Blick deutlich besser.

Prognose der Bewölkung um 5 Uhr MESZ @UBIMET

Wer die Mondfinsternis beobachten möchte, sollte sich möglichst einen Standort mit freiem Blick nach Westen suchen. Vor allem nach 05:30 Uhr steht der Mond bereits sehr tief – Häuser, Bäume oder Berge können dann schnell die Sicht versperren.

Die beste Zeit für einen Blick ist somit ungefähr zwischen 04:30 und 06:00 Uhr. Wer bis zum astronomischen Maximum um 06:13 Uhr wartet, kommt in Österreich hingegen zu spät: Dann ist der Mond bereits untergegangen.

Zahlreiche astronomische Daten dazu: https://www.timeanddate.de/

Meteorologischer Sommer 2026 endet warm und gewittrig

Aktuelle Situation

In den letzten Tagen ist auf der Rückseite einer Kaltfront und eines Tiefs, welches von Italien ins Baltikum gezogen ist, kühle Meeresluft vom Nordmeer her bis zu den Alpen geströmt. Diese hat am gestrigen Samstag verbreitet für deutlich unterdurchschnittliche Temperaturen gesorgt, ein seltener Anblick in diesem außergewöhnlichen Sommer.

Abweichung der Mitteltemperatur am Samstag, den 22.8.2026 © DWD/UBIMET

Wetterentwicklung

Zu Wochenbeginn steigt der Luftdruck von den Britischen Inseln her schließlich wieder an, denn das Hoch STEFFEN zieht von den Britischen Inseln nach Skandinavien. Nachfolgend nimmt der Einfluss eines Biskaytiefs sukzessive zu, dessen Warmfront erreicht am Dienstag die Bundesrepublik. Mit dieser fließt schwül-warme bis heiße Luft ein. Diese ist instabil geschichtet und somit wird es wieder gewittrig. Generell dreht im Laufe der Woche die Strömung auf südliche Richtungen. Der Höhepunkt der Wärme/Hitze wird am Donnerstag erwartet, dann sind im Süden örtlich Werte nochmal bis zu 33 Grad zu erwarten.

Höchstwerte am Donnerstag, den 27.8.2026 © UBIMET

Gewitterpotential

Dienstag

Die Warmfront macht sich im Südwesten von der Früh mit gewittrig durchsetztem Regen bemerkbar, der allmählich nord- bzw. nordostwärts vorankommt. In der dann eingeflossenen energiereichen Luft können sich über dem Schwarzwald und der schwäbischen Alb, sowie von der Schweiz her einzelne kräftige Gewitter ausbreiten. Dabei besteht dann die Gefahr von Starkregen, Hagel und Gewitterböen.

Gewitterpotential am Dienstag, den 25.8.2026 © UBIMET

Mittwoch

Am nächsten Tag zieht die Warmfront weiter nordwärts und die Südhälfte sowie der Westen liegt im Einflussbereich der feucht-labilen Luftmasse. Im Tagesverlauf sind aber nur einzelne Schauer oder Schauer im Südwesten einzuplanen.

Donnerstag

Am Donnerstag nähert sich von Westen die Kaltfront an und in deren Vorfeld stellen sich nochmals (vielleicht letztmalig in diesem Jahr) sehr gute Bedingungen für heftige Schauer und Gewitter in der Westhälfte ein. In der feuchten-heißen Luft sind heftiger Starkregen, Hagel und Sturmböen zu erwarten. In der Nacht auf Freitag breiten sie sich voraussichtlich bis in den Norden aus.

Gewitterpotential am Donnerstag, den 27.8.2026 © UBIMET

Am Freitag erreicht schließlich von Westen die Kaltfront des Tiefs Deutschland und zieht in der Folge langsam ostwärts durch. Dabei besteht nochmals verbreitet Unwettergefahr.

Titelbild © unwetterfreaks

Die Hitze kehrt zurück nach Österreich

Wandern im Sommer in den Alpen - Ralf Ruppert, Pixabay

Der Sommer der Rekorde steuert langsam aber sicher seinem Ende entgegen. Auf den letzten Metern zeigt er aber noch einmal, was er kann und bringt am Donnerstag und Freitag wohl ein letztes Mal deutlich über 30 Grad nach Österreich. Vor und nach diesen beiden extrem heißen Tagen zeigen sich die Temperaturen dagegen der Jahreszeit entsprechend.

Großwetterlage am Montag: das Hoch STEFFEN sorgt in Österreich für ruhiges, kühles Spätsommerwetter, aus Südwesten nähert sich jedoch erneut feucht-warme Luft dem Alpenraum - UBIMET
Großwetterlage am Montag: Das Hoch STEFFEN sorgt in Österreich für ruhiges, kühles Spätsommerwetter, aus Südwesten nähert sich jedoch erneut feucht-warme Luft dem Alpenraum – UBIMET

Sonne, Schauer und Gewitter – normale Temperaturen

Am Montag halten sich inneralpin sowie gebietsweise auch im Osten und Süden anfangs einige Restwolken, meist geht es aber trocken in den Tag. Ab Mittag bilden sich im Bergland Quellwolken und lokale Schauer oder Gewitter. Die Sonne scheint vor allem an der Alpennordseite häufig, im Westen zeigen sich am Nachmittag zunehmend Schleierwolken. 22 bis 28 Grad.

Prognose der Tiefstwerte am Montag: Die neue Woche startet noch recht frisch - UBIMET
Prognose der Tiefstwerte am Montag: Die neue Woche startet noch recht frisch – UBIMET

Der Dienstag beginnt von Oberösterreich bis ins Burgenland sonnig, weiter westlich und südlich bewölkt. Von Vorarlberg bis Oberkärnten ziehen von der Früh weg einzelne Schauer durch, ab Mittag nimmt die Schauerneigung im gesamten Bergland und im Südosten zu. Lokal gehen auch Gewitter nieder, welche gegen Abend vereinzelt auch bis ins Flachland vorankommen. Im Westen zeigt sich am Nachmittag wieder die Sonne. Im Osten weht lebhafter Südostwind, dazu 21 bis 29 Grad.

Prognose der Gesamtniederschläge bis Mittwoch - UBIMET
Prognose der Gesamtniederschläge bis Mittwoch – UBIMET

Am Mittwoch scheint nach Auflösung lokaler Restwolken oder Nebelfelder zumindest zeitweise die Sonne, vom Mühl- bis ins Weinviertel und über dem Bergland gehen lokale Schauer oder Gewitter nieder. In weiten Landesteilen verläuft der Tag aber trocken bei einem Sonne-Wolken-Mix. Mit 24 bis 30 Grad wird es sommerlich warm.

Die genannten Werte passen sehr gut zur Jahreszeit, bewegen sich doch die Höchstwerte im langjährigen Mittel im letzten Augustdrittel zwischen 21 und 27 Grad.

Donnerstag und Freitag (ein – letztes? – Mal) extreme Hitze

Der Donnerstag zeigt sich von seiner hochsommerlichen Seite, die meiste Zeit des Tages scheint die Sonne. Im Norden und Osten bleibt der Sonnenschein sogar weitgehend ungetrübt, lediglich entlang des Alpenhauptkamms bis zu den Tauern und Karnischen Alpen stauen sich von Süden her Wolken. Dort gehen am Nachmittag vereinzelt Schauer nieder, in weiten Landesteilen bleibt es aber trocken. Im Osten kommt lebhafter Südostwind auf, in den Nordalpen wird es föhnig. Die Temperaturen klettern auf 27 bis 34 Grad.

Prognose der Höchstwerte am Donnerstag - UBIMET
Prognose der Höchstwerte am Donnerstag – UBIMET

Am Freitag stellt sich von Oberösterreich und Oberkärnten ostwärts große Hitze ein, aus heutiger Sicht klettern die Temperaturen auf 32 bis 36, im Südosten lokal auch knapp 37 Grad und damit in die Nähe vieler Rekorde für die letzte Augustdekade. Weiter nach Westen zu kühlt es dagegen schon ab und nur noch 20 bis 28 Grad werden erreicht. Ob die Kaltfront die Hitze geräuschlos oder mit heftigen Gewittern wieder beendet, kann man noch nicht verlässlich sagen.

Prognose der Höchstwerte am Freitag - UBIMET
Prognose der Höchstwerte am Freitag – UBIMET

Kaltfront beendet Hitze: Regen und Gewitter am Sonntag und Montag

Gewitter mit Blitz

Österreich liegt am Wochenende zunächst unter dem Einfluss von Hoch „Ralf“ und die Temperaturen steigen nochmals spürbar an: Am Samstag werden vom Gesäuse über das Mostviertel bis ins Weinviertel rund 36 Grad erreicht. Der Sonntag bringt im Süden und Osten verbreitet große Hitze um 35 Grad, im östlichen Flachland lokal auch um 37 Grad.

Am Wochenende ist zunächst Hoch Ralf wetterbestimmend, aus Nordwesten nähert sich aber eine Kaltfront.

Erste Gewitter in den Alpen

Im Laufe des Wochenendes verlagert sich der Kern des Hochs langsam nach Osteuropa, und aus Nordwesten nähert sich die Kaltfront eines Skandinavientiefs namens „Margarete“. Damit steigt die Gewitterneigung langsam an. Am Samstag ist zunächst nur das westliche Bergland von Vorarlberg bis zu den Hohen Tauern und den Villgratner Bergen betroffen. Hier können gegen Abend lokale Hitzegewitter mit Starkregen und kräftigen Böen entstehen.

In den kommenden Stunden gehen im westlichen Bergland lokale Hitzegewitter nieder.

Hitze und Gewitter

Der Sonntag startet im Süden und Osten verbreitet sonnig, zudem wird es hier im Tagesverlauf nochmal sehr heiß. Von Vorarlberg bis Oberösterreich ziehen einige Wolkenfelder durch, abgesehen von vereinzelten Schauern bleibt es aber anfangs trocken. Am Nachmittag nehmen die Wolken generell zu und in den Alpen vom südlichen Vorarlberg bis zum Semmering-Wechsel-Gebiet entstehen lokale Schauer und Gewitter. Gegen Abend können diese vereinzelt auch auf den Süden übergreifen, im Flachland bleibt es aber meist trocken. In der Nacht steigt die Gewitterbereitschaft dann auch im Norden an.

Am Sonntag sind vor allem am Alpenhauptkamm und im südlichen Bergland lokale Gewitter zu erwarten. Erst in der Nacht steigt die Gewitterbereitschaft auch im Norden an.

Im Westen kühlt es bereits etwas ab, im Süden und Osten steigen die Temperaturen dagegen nochmals etwas an: Die Höchstwerte liegen zwischen 26 Grad im Bregenzerwald und 37 Grad im Weinviertel.

Am Sonntag wird es im Süden und Osten nochmals sehr heiß.

Abkühlung mit Regen und Gewittern

Am Montag stellt sich das Wetter um und erstmals seit dem 19. Juli ist landesweit Regen in Sicht. Die Regenmengen fallen jedoch aufgrund von eingelagerten Gewittern sehr inhomogen aus und werden die anhaltende Trockenheit kaum lindern. Bereits zu Tagesbeginn regnet es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich schauerartig, lokal ziehen auch Gewitter durch. Im Tagesverlauf breiten sich Schauer und Gewitter auf das gesamte Landes aus, die Sonne kommt nur zwischendurch zum Vorschein. Örtlich können die Gewitter kräftig ausfallen mit großen Regenmengen in kurzer Zeit, Hagel und teils stürmischen Böen.

Am Montag ist verbreitet Regen in Sicht. Die Mengen sind jedoch noch unsicher.

Zu Wochenbeginn kühlt auch im Süden und Osten spürbar ab: Die Höchstwerte liegen zwischen 19 Grad in höheren Lagen vom Bregenzerwald bis ins Mühlviertel und 28 Grad in der Südsteiermark.

Nach der Abkühlung zu Wochenbeginn steigen die Temperaturen zur Wochenmitte wieder etwas an.

Zum Wochenende hin Hitze und Gewitter in Deutschland

Die Hitze wird von unwetterartigen Gewittern abgelöst - KI-generiert

Die Hitze erreicht am Freitag, dem 14. August erneut einen Höhepunkt. Selbst im äußersten Norden wird es noch einmal hochsommerlich heiß. Doch eine langsam ziehende Kaltfront ist bereits auf dem Weg nach Mitteleuropa und wird im Laufe des Wochenendes von Nordwest nach Südost Deutschland überqueren. Damit einhergehend sind jedoch auch regional kräftige Schauer und Gewitter einzuplanen!

Noch ein (letztes?) Mal landesweite Hitze

Die Temperaturen erreichen am Freitag primär in der Westhälfte häufig 35 bis 37 Grad, punktuell sind aber noch höhere Werte möglich. Die 30-Grad-Marke wird jedoch landesweit erreicht und überschritten. Am Samstag verlagert sich der Schwerpunkt der Hitze in die Südosthälfte von Deutschland, erneut mit Spitzentemperaturen zwischen 35 und 37 Grad. Im Nordwesten kühlt es am Samstag mit Eintreffen der Kaltfront  bereits spürbar ab. Am Sonntag ist nur noch im Süden mit einem Hitzetag (mehr als 30 Grad) zu rechnen, im Rest des Landes ist es angenehm warm. Zu Beginn der neuen Woche wird die Hitze schließlich vom Land gebannt, maximal werden knapp über 25 Grad im Südwesten erreicht.

Prognose der täglichen Höchstwerte (°C) von Freitag bis Montag in Deutschland: Die Hitze wird von einer Kaltfront nach Südosten gedrängt - UBIMET
Prognose der täglichen Höchstwerte (°C) von Freitag bis Montag in Deutschland: Die Hitze wird von einer Kaltfront nach Südosten gedrängt – UBIMET

Teils extreme Waldbrandgefahr

Bis inklusive Samstag muss man dabei besonders aufpassen, denn vorübergehend wird in weiten Landesteilen eine hohe bis extreme Waldbrandgefahr herrschen. Die Kaltfront sorgt im Laufe des Wochenendes von Nordwesten her für eine deutliche Entspannung der Lage.

Prognose der Waldbrandgefahr am Freitag, Samstag und Sonntag in Deutschland - UBIMET
Prognose der Waldbrandgefahr am Freitag, Samstag und Sonntag in Deutschland – UBIMET

Zunehmende Unwettergefahr durch Gewitter

Wie so oft der Fall, wird die heiße Phase am Wochenende mit teils kräftigen Gewittern beendet. Mit Annäherung der Kaltfront sind am Samstag im Westen erste Schauer und Gewitter mit örtlichem Starkregen und lokalen Sturmböen zu erwarten. Diese breiten sich bis in die Nacht auf Sonntag auf den Nordosten aus. Am Sonntag tagsüber verlagert sich der Schwerpunkt dann in die Südosthälfte. Vor allem von BaWü über Bayern bis nach Sachsen muss lokal mit Starkregen, Sturmböen und Hagel gerechnet werden. In der neuen Woche könnten dann die Gewitter im Süden in gewittrigen Starkregen übergehen. Die Lage für den Montag ist noch etwas unsicher, gebietsweise sind jedoch ergiebige Regenmengen in kurzer Zeit möglich.

Prognose der Unwettergefahr durch Gewitter am Freitag, Samstag und Sonntag in Deutschland - UBIMET
Prognose der Unwettergefahr durch Gewitter am Freitag, Samstag und Sonntag in Deutschland – UBIMET

Extreme Trockenheit in Österreich setzt sich fort

Ausgedörrte Felder im Osten Österreichs im August 2026 - Peter Wölflingseder, UBIMET

Wie schon mehrmals berichtet ist der Sommer 2026 von Trockenheit und extremer Hitze geprägt. Das Zusammenspiel zwischen extremen Temperaturen und fehlenden Tiefdruckgebieten sorgt aktuell für eine beispiellose Dürreperiode in Österreich. Einige Gewitterlagen brachten nur im Bergland nennenswerten Niederschlag, landesweit beträgt das Defizit beim Sommerniederschlag bis zum 11. August jedoch rund 30%. Im Rheintal sowie im östlichen Flachland ist die Abweichung am höchsten, hier ist oft weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Sommerniederschlags bis zum 11. August zusammengekommen (-50 bis -70 Prozent).

Niederschlagsabweichung im Sommer 2026 (bis zum 11.08.2026) - UBIMET
Niederschlagsabweichung im Sommer 2026 (bis zum 11.08.2026) – UBIMET

Primär aufgrund des sehr trockenen Frühlings weist auch der Jahresniederschlag aktuell meist negative Abweichungen auf (bräunliche Töne auf der Karte). Das Gesamtbild ist sogar sehr ähnlich zum Sommer, mit einem landesweiten Defizit um -30 % und Spitzen unter -50% im äußersten Westen sowie im Norden und Nordosten.

Niederschlagsabweichung im Jahr 2026 (bis zum 11.08.2026) - UBIMET
Niederschlagsabweichung im Jahr 2026 (bis zum 11.08.2026) – UBIMET

Teils nur die Hälfte der üblichen Niederschlasgmenge

Beispiel Wiener Neustadt: Hier ist seit Jahresbeginn nur die Hälfte des durchschnittlichen Niederschlags gefallen. An nur fünf Tagen wurde ergiebiger Niederschlag (mehr als 10 l/m²) verzeichnet, wobei das Tagesmaximum seit Jahresbeginn aktuell lediglich bei 22 l/m² liegt. Das Jahr ist damit auf dem besten Weg, zum trockensten seit Messbeginn zu werden. Ähnlich sieht es auch u.a. in Salzburg , Ried, Zwettl oder Hohenau an der March aus.

Jahresstatistik der Niederschläge in Wiener Neustadt: Das Jahr 2026 ist auf dem Weg zum trockensten seit Messbeginn - UBIMET, GSA
Jahresstatistik der Niederschläge in Wiener Neustadt: Das Jahr 2026 ist auf dem Weg zum trockensten seit Messbeginn – UBIMET, GSA
In Wiener Neustadt gab es schon vom Mitte Juni bis Mitte Juli die längste Serie an Tagen (31) ohne nennenswerten Niederschlag im Sommer. Ab Ende Juli erleben wir hier erneut eine extrem lange Dürreperiode (die Serie ist noch offen) - UBIMET, GSA
In Wiener Neustadt gab es schon von Mitte Juni bis Mitte Juli die längste Serie an Tagen ohne nennenswerten Niederschlag im Sommer (31 Tage).  Ab Ende Juli erleben wir hier erneut eine extrem lange Dürreperiode (aktuell 22 Tage, die Serie ist aber noch offen).

Extremes Niedrigwasser an der Donau

Anhand der oben beschriebenen, lang anhaltenden und extremen Trockenheit ist es kein Wunder, dass auch Österreichs wichtigster Fluss im Sommer 2026 rekordverdächtig wenig Wasser führt. Die Pegelstände entlang der Donau sind aktuell überall extrem niedrig, besonders ernst ist die Lage jedoch im äußersten Osten. In Hainburg an der Donau wurden sowohl im Juli als auch im August neue Negativrekorde verzeichnet.

Monat Pegelstandort: Hainburg an der Donau – viadonau.org Tiefster Wasserstand (in cm, Daten seit 1976)
Juli 2026 40 cm
August 2026 46 cm
Oktober 2018 48 cm
Januar 2026 58 cm
November 2018 62 cm
Februar 2026 65 cm
Dezember 2003 70 cm
Dezember 2025 71 cm
Dezember 2018 72 cm
August 2003 75 cm

Die Wasserstände der Donau weisen im Herbst und Winter naturgemäß ein Minimum auf. Deswegen sind diese zwei Jahreszeiten in der Top-10 oben überrepräsentiert. Wertet man ausschließlich die Sommermonate aus, ergibt sich ein anderes Bild und das heurige Ereignis wirkt noch extremer:

Monat (nur Sommermonate) Pegelstandort: Hainburg an der Donau – viadonau.org Tiefster Wasserstand (in cm, Daten seit 1976)
Juli 2026 40 cm
August 2026 46 cm
August 2003 75 cm
August 2018 83 cm
Juni 2022 84 cm
August 2022 84 cm
Juli 2022 103 cm
Juni 2026 106 cm
Juli 2018 109 cm
August 2015 110 cm

Noch eine letzte Anmerkung dazu: Die tiefsten, sommerlichen Wasserstände in der Liste oben wurden alle seit dem Jahr 2000 verzeichnet. Das ist ein deutliches Signal, dass extrem trockene und heiße Sommer im Zuge des Klimawandels immer häufiger auftreten. Der tiefste, sommerliche Wasserstand in Hainburg vor dem Jahr 2000 wurde übrigens Ende August 1992 mit 134 cm beobachtet. Bei historischen Vergleichen sind allerdings auch Veränderungen durch Regulierung, Verbauung und Kraftwerksbetrieb zu berücksichtigen.

Österreichs Seen leiden unter der Hitze und der Dürre

Nicht nur die Flüsse führen aktuell extrem wenig Wasser, auch die Seen sind von Vorarlberg bis in den Osten oft auf einem rekordverdächtig niedrigen Niveau. Am Bodensee werden bereits seit Juli täglich neue Negativrekorde für die Jahreszeit verzeichnet (Messreihe seit 1864).

Der extrem niedrige Wasserstand am Bodensee verzeichnet aktuell täglich neue Rekorde - https://vowis.vorarlberg.at
Der Wasserstand am Bodensee erreicht bereits seit Juli täglich neue Negativrekorde für die Jahreszeit. https://vowis.vorarlberg.at

Auch im Seengebiet im Salzkammergut werden extrem niedrige Pegelstände beobachtet, wie beispielsweise am Attersee.

Der Pegelstand am Attersee erreicht rekordverdächtig niedrige Werte - https://hydro.ooe.gv.at/
Der Pegelstand am Attersee erreicht rekordverdächtig niedrige Werte – https://hydro.ooe.gv.at/

Der Neusiedler See steuert nach einem ausreichend nassen Winter erneut auf die Rekorde aus dem Herbst 2022 zu.

Am Neusiedler See wurde der absolute Tiefstwert aus dem Jahr 2022 noch nicht erreicht, es fehlen jedoch nur noch 10 cm - https://wasser.bgld.gv.at
Am Neusiedler See wurde der absolute Tiefstwert aus dem Jahr 2022 noch nicht erreicht, es fehlen jedoch nur noch 10 cm – https://wasser.bgld.gv.at

Ist Regen auf dem Weg nach Österreich?

Bis inklusive Samstag ist keine Änderung der Wetterlage in Sicht. Es bleibt vielfach trocken, und die Temperaturen steigen zudem erneut auf hochsommerliche Werte von bis zu 35 bis 37 Grad. Erst am Sonntag kommt eine Störung aus Westen langsam voran. Damit breiten sich kräftige und voraussichtlich auch etwas flächigere Schauer und Gewitter ostwärts aus. Zu Beginn der neuen Woche könnte es somit endlich auch im Osten und Südosten zumindest etwas Regen geben.

Prognose der Wahrscheinlichkeit für nennenswerten Niederschlag (10 l/m²) in den kommenden 7 Tagen und zeitlicher Verlauf der Prognose für Wien - ECMWF IFS Ensemble, UBIMET
Prognose der Wahrscheinlichkeit für nennenswerten Niederschlag (10 l/m²) in den kommenden 7 Tagen und zeitlicher Verlauf der Prognose für Wien – ECMWF, UBIMET

Im Bergland sowie auch im Westen wird die Trockenheit im Laufe der neuen Woche durch Gewitter bzw. gewittrigen Regen deutlich gelindert. Auch die Donau wird dabei mit etwas Wasser versorgt. In den Alpen steigt jedoch die Gefahr von Überflutungen und Murenabgängen. Ausgerechnet im Osten und Südosten könnte der dringend notwendige, ergiebige Landregen jedoch weiterhin ausbleiben.

Diese Grafik wortlos vor die Nase halten/drunter posten wenns wieder heißt Klimaschutz ist zu teuer.

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— Teresa Wirth (@diewirthin.bsky.social) 10. August 2026 um 17:15

Himmelsspektakel am Mittwoch: Sonnenfinsternis und Perseiden 

Am 12. August 2026 erwartet uns ein besonderes astronomisches Ereignis: eine Sonnenfinsternis, die auch von Österreich aus beobachtet werden kann. Während die Finsternis regional, etwa in Teilen Spaniens, als totale Sonnenfinsternis sichtbar sein wird, zeigt sich die Sonne in Österreich als stark verfinsterte Sichel. Damit handelt es sich um die stärkste partielle Sonnenfinsternis seit dem 11. August 1999. Allerdings gibt es eine Besonderheit: Die Finsternis erreicht hierzulande ihren Höhepunkt genau zum Sonnenuntergang. Da die Sonne während der Finsternis immer tiefer sinkt, ist das Maximum vor allem im Osten Österreichs nicht mehr vollständig zu beobachten. Dennoch ist ein ungewöhnlich dunkler Sonnenuntergang zu erwarten.

In Wien werden zum effektiven Sonnenuntergang gut 60 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt sein (www.timeanddate.de).

Wann die Sonne wirklich untergeht

Mancherorts wie etwa in Wien wird man den Höhepunkt knapp verpassen: Laut Apps und gängigen Online-Portalen geht die Sonne in Wien zwar erst um 20:13 Uhr unter, das ist der astronomische Sonnenuntergang bei freiem Horizont, tatsächlich verschwindet sie aber schon gegen 20 Uhr hinter dem Wienerwald. Das ist der effektive Sonnenuntergang. In den nordwestlichen Außenbezirken geht die Sonne schon vor 20 Uhr unter, länger sichtbar bleibt sie am Wienerberg und insbesondere auf den Wienerwaldhöhen, etwa auf der Sophienalpe, der Jubiläumswarte, der Josefswarte oder dem Anninger.

In Wien geht die Sonne etwas früher unter aufgrund des Wienerwalds. Karte via shademap.app
12. August 2026 Astronomischer Sonnenuntergang Effektiver Sonnenuntergang
Wien 20:13 Uhr ca 20:00 Uhr*
Linz 20:22 Uhr ca 20:00 Uhr*
Salzburg 20:25 Uhr ca 20:18 Uhr
Bregenz 20:38 Uhr ca 20:34 Uhr

*Der effektive Sonnenuntergang unterscheidet sich je nach Bezirk.

Der Wienerwald raubt der Stadt am Abend etwa 10 bis 20 Minuten Sonnenschein. Das macht bei dieser partiellen Sonnenfinsternis einen relevanten Unterschied: Um 19:55 Uhr sind in Wien gut 60 % der Sonne bedeckt, um 20:14 Uhr wären es bei freiem Horizont 89 %, das wird aus der Stadt aber nicht mehr sichtbar sein. Das trifft auf einige Orte zu, insbesondere in vielen Alpentälern verschwindet die Sonne noch früher hinter den Bergen, etwa in Lienz gegen 19:30 Uhr.

Erster Kontakt Maximum Max. Bedeckungsgrad
Wien 19:22 nicht sichtbar ca 60-65 %*
Linz 19:22 nicht sichtbar ca 60-65 %*
Salzburg 19:23 20:16 ca 90 %
Bregenz 19:24 20:17 ca 91 %

*Der maximal sichtbare Bedeckungsgrad unterscheidet sich je nach Bezirk.

In Bregenz geht die Sonne fast ungestört unter. Karte via shademap.app
In Bregenz werden knapp über 90 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt sein. (www.timeanddate.de)

Nachfolgend befindet sich eine Animation des Bedeckungsgrads der Sonne durch den Mond in Prozent am Mittwochabend in Europa. Bitte beachten: Hindernisse (Gebäude, Berge, usw.) werden in der Animation nicht berücksichtigt, wie bereits berichtet findet der effektive Sonnenuntergang in der Realität früher statt (insbesondere in Tallagen).

Perfekts Wetter

Das Wetter spielt an der Alpennordseite und im Osten jedenfalls perfekt mit, im W-NW ist der Himmel oft wolkenlos. Im Süden sieht es etwas weniger günstig aus, dort sind allerdings auch die Berge im Weg.Die besten Bedingungen gibt es hierzulande in Vorarlberg: Dort geht die Sonne später unter und die Sonnenfinsternis fällt auch stärker aus als im Osten. In Bregenz geht die Sonne zudem ungestört über dem Bodensee unter.

Am Mittwochabend um 20 Uhr muss man nur im Süden mit Wolken rechnen.

Wer die Finsternis beobachten möchte, sollte also einen möglichst freien Blick in Richtung Westen wählen. Besonders wichtig ist dabei ein sicherer Sonnenschutz: Niemals direkt und ungeschützt in die Sonne schauen, auch nicht während einer partiellen Sonnenfinsternis. Geeignete Sonnenfinsternisbrillen bzw. zertifizierte Sonnenfilter sind für die Beobachtung erforderlich.

Die Sonne geht derzeit im West-Nordwesten unter (etwa 292°). Karte via sonnenverlauf.de

Später in der Nacht: Perseiden

Im August erreicht der jährliche Perseiden-Meteorstrom seinen Höhepunkt. Auch 2026 lohnt sich der Blick in den Nachthimmel besonders: Rund um das Maximum sind zahlreiche Sternschnuppen zu erwarten, darunter immer wieder auch besonders helle Meteore und Feuerkugeln. Das Maximum wird für die Nacht vom 12. auf den 13. August erwartet. Besonders in den frühen Morgenstunden am Donnerstag ab etwa 4 Uhr stehen die Chancen gut, zahlreiche Meteore zu beobachten. Unter günstigen Bedingungen können theoretisch mehrere Dutzend Sternschnuppen pro Stunde sichtbar werden. Auch in den Nächten vor und nach dem Maximum lohnt sich das Beobachten.

In der Nacht auf Donnerstag lockert es auch im Süden auf, hier die Prognose für 4 Uhr in der Früh.

Für die Perseiden-Beobachtung ist kein Teleskop erforderlich. Am besten eignet sich ein dunkler Ort abseits von Städten und künstlicher Beleuchtung mit möglichst freiem Blick auf den Himmel. Wer es sich bequem macht und etwas Geduld mitbringt, kann mit bloßem Auge zahlreiche Sternschnuppen entdecken. Eine warme Jacke und eine Liege oder Decke machen die lange Beobachtungsnacht angenehmer.

Am 12. August Sonnenfinsternis und Sternschnuppen

Perseiden @pixabay.com

Jedes Jahr um den 12. August kreuzt die Erde auf ihrem Weg um die Sonne den Meteorstrom des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Der Komet hat schon sehr oft die Sonne umkreist, weshalb er eine große Staubspur im All hinterlassen hat. Aus diesem Grund ist der Meteorschauer der Perseiden besonders prächtig, mit besonders vielen Sternschnuppen und über einen ungewöhnlich langen Zeitraum verteilt. Wenn diese Staubteilchen in die Erdatmosphäre eindringen, verdampfen sie schlagartig. Die Luft wird dabei ionisiert, was als schweifartige Leuchterscheinung mit bloßem Auge sichtbar ist. Die Perseiden sind jährlich zwischen dem 17.7. und 24.8. zu beobachten und heißen so, da sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen.

Heuer sehr gute Beobachtungsbedingungen

Der abnehmende Mond ist aktuell nur mehr als schmale Sichel am Himmel zu sehen und geht erst spät auf. Außerdem ist am Mittwoch, dem 12.08., sogar Neumond. Pünktlich zum Höhepunkt des Meteorstroms ist der Mond also kein Störfaktor mehr. Zudem spielt auch das Wetter mit, in den kommenden Nächten machen sich meist nur wenige Wolken bemerkbar. Besonders in den südlichen Becken und inneralpin können aber am Abend und in der Nacht auf Donnerstag – zum Höhepunkt der Perseiden – auch Restwolken dabei sein. Die höchsten Raten werden in der Nacht vom 12. auf den 13. August erwartet, zwischen 22 und 4 Uhr sind dann zumindest theoretisch bis zu 100-150 Sternschnuppen in der Stunden zu sehen. Wie viele man tatsächlich sieht, ist aber von mehreren Faktoren abhängig. Die Lichtverschmutzung spielt dabei eine große Rolle.

Prognose der Bewölkung am späten Mittwochabend: Nur im Süden sind ein paar Restwolken unterwegs - UBIMET
Prognose der Bewölkung am späten Mittwochabend: Nur im Süden sind ein paar Restwolken unterwegs – UBIMET

2026 zusätzlich Sonnenfinsternis zum Sonnenuntergang

Heuer fällt der Höhepunkt der Perseiden in Österreich zudem mit einem weiteren, besonderen Naturschauspiel zusammen: Eine partielle Sonnenfinsternis! Am Abend des 12. August kurz nach 19:20 Uhr geht es landesweit los und zum Sonnenuntergang – also kurz nach 20 Uhr im Osten bzw. kurz nach 20:30 Uhr im Westen – ist die Sonne in Österreich zwischen 75% im Burgenland und 90% in Vorarlberg vom Mond bedeckt. Bitte beim Beobachten der Sonne – auch beim Untergang – unbedingt geeignete Sonnenfinsternis-Brillen (ISO 12312-2 zertifiziert) tragen. Partielle Sonnenfinsternis als astronomischer Aperitif, gefolgt vom Meteorstrom der Perseiden als Hauptspeise!

Nachfolgend eine Animation des Bedeckungsgrads (in Prozent) der Sonne durch den Mond am Mittwochabend in Europa. Bitte beachten: Hindernisse (Gebäude, Berge, usw.) werden in der Animation nicht berücksichtigt, meist findet der Sonnenuntergang in der Realität ein paar Minuten früher statt.

Raus aus der Stadt

Um die Perseiden in ihrer vollen Pracht zu sehen, braucht man einen dunklen Himmel ohne viel Lichtverschmutzung. Deshalb bieten die Großstädte oft nur mittelmäßige Beobachtungsmöglichkeiten mit etwa 5 Sternschnuppen pro Stunde, deutlich besser schaut es aber auf dem Land oder in den Bergen aus. Also nix wie raus aus der Stadt!

Hitze bleibt, flächiger Regen lässt auf sich warten

Rekordverdächtiges Niederwasser an der Donau bei Hainburg (NÖ) - https://schlossberghainburg.panomax.com/

Der außergewöhnlich heiße und trockene Sommer 2026 geht in Österreich in die nächste Runde. Auch in der kommenden Woche bleibt es hochsommerlich, landesweit sind Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke zu erwarten. Neue Temperaturrekorde zeichnen sich höchstwahrscheinlich zwar nicht ab, von einer nachhaltigen Wetterumstellung kann aber keine Rede sein. Vor allem im Osten bleibt der dringend benötigte Regen weiterhin Mangelware.

Gewitter zu Besuch, Regen nicht auf Dauer

Die neue Woche startet wechselhaft: Schon von der Früh weg ziehen im Bergland am Montag einzelne Schauer durch, im Tagesverlauf nimmt die Gewitterneigung dort sowie im Süden zu. Lokal können die Gewitter heftig ausfallen, mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Während es in den Bergen also stellenweise ordentlich schüttet, bleibt es im Flachland vielfach trocken und zeitweise sonnig. Mit 28 bis 37 Grad wird es vor allem im Osten sogar noch etwas heißer.

Prognose der Höchstwerte in °C für den Montag - UBIMET
Prognose der Höchstwerte in °C für den Montag – UBIMET

Am Dienstag zeigt sich die Zweiteilung des Wetters besonders deutlich: Vom Innviertel bis ins Nordburgenland bleibt es bei einem Sonne-Wolken-Mix trocken. Im Bergland und im Süden entwickeln sich dagegen im Tagesverlauf wieder Schauer und lokal heftige Gewitter. Der Nordwestwind sorgt im Osten zwar für weniger Schwüle, mit 27 bis 34 Grad bleibt es aber weiterhin hochsommerlich.

Prognostizierte Niederschläge bis zum kommenden Samstag: Abseits des Berglands bleibt es weiterhin nahezu komplett trocken - UBIMET
Prognostizierte Niederschläge bis zum kommenden Samstag: Abseits des Berglands bleibt es weiterhin nahezu komplett trocken – UBIMET
Prognose der Waldbrandgefahr bis Donnerstag - UBIMET
Prognose der Waldbrandgefahr bis Donnerstag – UBIMET

Mittwoch: Bühne frei für Himmelsspektakel

Der Mittwoch verspricht neben viel Sonnenschein und nur vereinzelten Hitzegewittern auf den Bergen auch astronomische Highlights: Eine Sonnenfinsternis zum Sonnenuntergang und in der Nacht dann ein Blick auf die Perseiden-Sternschnuppen stehen auf dem Programm. Die Wetterbedingungen dafür sind vielerorts ausgesprochen günstig. Besonders nördlich und östlich der Alpen sind verbreitet klarer Himmel und trockene Luft angesagt. Nur im alpinen Raum und im Süden können gebietsweise noch ein paar Restwolken dabei sein. Wer also einen Blick nach oben werfen möchte, hat gute Chancen, zumindest wettertechnisch. Neben Sonnenfinsternis-Brillen sollte man jedoch selbst in den Ballungsräumen auch eine leichte Jacke mitbringen: Am Mittwoch tagsüber wird es mit 26 bis 33 Grad vorübergehend etwas weniger heiß und die Nacht auf Donnerstag wird im österreichischen Durchschnitt die kühlste der Woche sein.

Prognose der Bewölkung am späten Mittwochabend: Nur im Süden sind ein paar Restwolken unterwegs - UBIMET
Prognose der Bewölkung am späten Mittwochabend: Nur im Süden sind ein paar Restwolken unterwegs – UBIMET

Donnerstag bis Sonntag: Der Hochsommer dreht wieder auf

Am Donnerstag setzt sich verbreitet sonniges und trockenes Wetter durch, nur am Tiroler Alpenhauptkamm sind einzelne Gewitter möglich. Die Temperaturen steigen wieder auf 28 bis 34 Grad. Danach wird erneut kräftig eingeheizt: Am Freitag und am Wochenende sind verbreitet hochsommerliche Verhältnisse zu erwarten, in den Niederungen können die Höchstwerte wieder 35 bis 37 Grad erreichen. Am Sonntag nimmt aus Westen gleichzeitig die Neigung zu unwetterartigen Gewittern zu.

Mittelfristiger Temperaturtrend für Wien - UBIMET, ECMWF IFS Ensemble
Mittelfristiger Temperaturtrend für Wien – UBIMET, ECMWF IFS Ensemble

Und wann kommt endlich der Regen?

Trotz einzelner kräftiger Gewitter bleibt die große Regen-Erlösung weiterhin aus. Die Gewitter treffen zudem oft nur kleine Gebiete und können die großflächige Trockenheit daher kaum lindern. Vor allem im Osten bleibt die Dürre sowie die oft extreme Waldbrandgefahr damit bestehen. Hier sind wir eindeutig auf dem Weg zum trockensten, heißesten Sommer der Messgeschichte. Erst in der zweiten Augusthälfte zeichnet sich allmählich eine bessere Chance auf länger anhaltende und flächige Niederschläge ab, die auch den Osten erreichen könnten. Bis dahin heißt es weiterhin: viel Sonne, viel Hitze und vor allem viel Geduld.

Aktuell (Stand 08. August 2026) kämpft der Sommer 2026 nahezu landesweit um Platz 1 oder 2 zwischen den heißesten seit Messbeginn - UBIMET
Aktuell (Stand 08. August 2026) kämpft der Sommer 2026 nahezu landesweit um Platz 1 oder 2 zwischen den heißesten seit Messbeginn – UBIMET
Aktuell (Stand 08. August 2026) kämpft der Sommer 2026 nördlich und östlich der Alpen um einen Stockerlplatz unter den trockensten seit Messbeginn - UBIMET
Aktuell (Stand 08. August 2026) kämpft der Sommer 2026 nördlich und östlich der Alpen um einen Stockerlplatz unter den trockensten seit Messbeginn – UBIMET

Anbei zur Übersicht die Prognose der Höchstwerte in Österreich (in Lagen <1000 m) sowie in Wien:

Tag

Höchstwerte Österreich (°C)

Höchstwerte Wien (°C)

Montag, 10.08.

28 – 37

34 – 36

Dienstag, 11.08.

27 – 34

31 – 33

Mittwoch, 12.08.

26 – 33

29 – 31

Donnerstag, 13.08.

28 – 34

30 – 32

Freitag, 14.08.

29 – 35

30 – 32

Samstag, 15.08.

30 – 36

32 – 34

Sonntag, 16.08.

28 – 37

35 – 37

Extreme Trockenheit und Hitze in Deutschland

Der Sommer 2026 ist in Deutschland bislang von extremer Hitze, anhaltenden Hitzewellen und regional ausgeprägter Trockenheit geprägt. Ein Rückblick auf eine außergewöhnliche Hitzeperiode, die noch vor wenigen Jahrzehnten kaum vorstellbar gewesen wäre – und die zeigt, wie sehr sich Deutschlands Klima bereits verändert hat.

Deutlich zu warm, teils extreme Hitze

Der Sommer zeigt sich in Deutschland bislang außergewöhnlich warm. Die aktuelle Auswertung bis zum 7. August 2026 zeigt: Deutschlandweit liegt die Durchschnittstemperatur seit Beginn des meteorologischen Sommers deutlich über dem Klimamittel der Referenzperiode 1991–2020.

Im Flächenmittel beträgt die Temperaturabweichung +2,1 °C. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. Besonders im Süden und Südwesten Deutschlands fällt die Abweichung sehr hoch aus mit Werten über +3 °C. Etwas geringer fällt die positive Abweichung im Norden und Nordosten aus. Dennoch liegt auch hier das Temperaturniveau über dem langjährigen Klimamittel.

Abweichung der Temperatur im Sommer 2026 (laufend bis 07.08.) © DWD/UBIMET

Regional extreme Trockenheit

Nicht nur bei den Temperaturen zeigt der Sommer 2026 bislang deutliche Abweichungen vom langjährigen Klimamittel. Auch beim Niederschlag zeigt sich ein überwiegend zu trockenes Bild. Die Auswertung bis zum 7. August 2026 zeigt, dass in weiten Teilen Deutschlands deutlich weniger Niederschlag gefallen ist als im Vergleichszeitraum 1991–2020.

Im bundesweiten Flächenmittel liegt die Niederschlagsmenge aktuell 33,4 Prozent unter dem Klimamittel. Besonders trocken präsentiert sich der Westen und Südwesten Deutschlands. Allerdings gibt es auch Regionen, die eine etwas bessere Niederschlagsbilanz aufweisen. Vor allem im Norden und Nordosten konnten einige Gebiete annähernd normale lokal auch leicht überdurchschnittliche Niederschlagsmengen verzeichnen.

Abweichungen des Niederschlags im Sommer 2026 (laufend bis 07.08.) © DWD/UBIMET

Flur- und Waldbrandgefahr auf einem sehr hohen Niveau

Die extreme Trockenheit bleibt nicht ohne Folgen: Neben Belastungen für die Landwirtschaft und Wasserversorgung ist auch die Flur- und Waldbrandgefahr auf einem sehr hohen Niveau. Die Kombination aus hohen Temperaturen, anhaltender Trockenheit und ausgetrockneter Vegetation hat die Situation in den vergangenen Tagen weiter verschärft. Große Teile der Mitte und des Südens Deutschlands werden in den kommenden Tagen in die höchste Gefahrenstufe eingestuft. Regional ist mit einer extremen Waldbrandgefahr zu rechnen.

Die extreme Hitze und Trockenheit führen in Deutschland zu einer regional sehr hohen Flur- und Waldbrandgefahr. | UBIMET

Ausblick

Im Folgenden sind die akkumulierten Niederschlagsmengen des ECMWF-Modells bis Sonntag, den 16. August, dargestellt. Auch in der kommenden Woche werden die größten Niederschlagsmengen voraussichtlich im Norden Deutschlands sowie entlang der Alpen erwartet. Dort kommen aber auch nur um die 10 mm zusammen. In den ohnehin besonders trockenen Regionen fallen die prognostizierten Niederschlagsmengen dagegen deutlich geringer aus.

Akkumulierte Niederschlagssummen im ECMWF Modell bis Sonntag, 16. August 2026

Vielerorts deutet sich sogar an, dass auch die kommende Woche überwiegend trocken verlaufen könnte. Eine nachhaltige Entspannung der derzeit angespannten Situation ist damit vorerst nicht in Sicht.

Tendenz der Niederschläge (braun=trocken, grün=nass) für die Woche bis zum 17. August – ECMWF Sub-seasonal, UBIMET

Auch temperaturtechnisch bleiben wir weiterhin auf einem hohen Niveau. Nach aktuellem Stand dürfte insbesondere die zweite Wochenhälfte, vor allem in der Südhälfte Deutschlands, wieder sehr heiß ausfallen.

Tendenz der Temperaturen (rot=warm, blau=kalt) für die Woche bis zum 17. August – ECMWF Sub-seasonal, UBIMET

Extreme Hitze und Trockenheit in Österreich

Eine ausgetrocknete Sonnenblume im Sonnenuntergang. © pixabay.com

Der Sommer 2026 ist in Österreich bislang von extremer Hitze, anhaltenden Hitzewellen und regional ausgeprägter Trockenheit geprägt. In den vergangenen Tagen wurde der österreichische Temperaturrekord gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen übertroffen. In Wien wurde sogar an drei Tagen in Folge die 40-Grad-Marke überschritten. Zudem erlebte Österreich die wärmste Nacht der Messgeschichte. Ein Rückblick auf eine außergewöhnliche Hitzeperiode, die noch vor wenigen Jahrzehnten kaum vorstellbar gewesen wäre  – und die zeigt, wie sehr sich Österreichs Klima bereits verändert hat.

Als Österreich erstmals die 40-Grad-Marke erreichte

Bis zum Jahr 2026 wurde die 40-Grad-Marke in Österreich insgesamt nur dreimal erreicht: Am 8. August 2013 wurden in Bad Deutsch-Altenburg 40,5°C gemessen und ein neuer österreichischer Temperaturrekord aufgestellt. Dieser sollte bis vor ein paar Tagen Bestand haben. Auch Neusiedl am See und Güssing haben damals die 40-Grad-Marke überschritten.

Schon zu diesem Zeitpunkt galt eine Temperatur von 40°C in Österreich als kaum vorstellbar. Dennoch konnte diese Schwelle lokal erreicht werden. Nach 13 Jahren war es in diesem Sommer schließlich erneut so weit. Die bisherigen Rekorde wurden jedoch nicht nur erreicht oder knapp übertroffen, sondern vielerorts deutlich in den Schatten gestellt.

Anhaltende und extreme Hitze sorgt für dutzende Rekorde

Bereits im Juni, also zu Beginn des Sommers, gab es in Wien – erstmals überhaupt – und in Bad Deutsch-Altenburg 40,0°C beziehungsweise 40,1°C (siehe auch Nachlese: Hitzewelle in Österreich – Bis zu 40 Grad in Wien). Ende Juli, am 31. Juli, folgte schließlich mit einer weiteren Hitzewelle ein weiterer Extremwert: In Wieselburg wurden 40,3°C gemessen. Doch damit nicht genug: Die Hitzewelle legte in den vergangenen Tagen noch einmal nach. Von Montag, dem 3. August 2026, bis Mittwoch, dem 5. August 2026, konnte an insgesamt 11 Messstationen die 40-Grad-Marke erreicht oder überschritten werden – teilweise sogar mehrfach. In Wien-Stammersdorf wurden sogar an allen drei Tagen Temperaturen von mindestens 40°C gemessen.

Bisherige Höchstwerte im August 2026. Insgesamt elfmal wurden mehr als 40°C gemessen, in Bad Deutsch-Altenburg mit 41,2°C ein neuer Rekord aufgestellt. | UBIMET
Bisherige Höchstwerte im August 2026. Insgesamt elfmal wurden mehr als 40°C gemessen, in Bad Deutsch-Altenburg mit 41,2°C ein neuer Rekord aufgestellt. | UBIMET

Am Dienstag, dem 4. August 2026, stellte zunächst die Messtation in Wien-Stammersdorf mit 41,0°C einen neuen Temperaturrekord für Österreich auf. Bereits am Mittwoch kehrte dieser aber wieder nach Bad Deutsch-Altenburg zurück: Dort wurden 41,2°C registriert. Der alte Rekord wurde damit nicht nur deutlich übertroffen – erstmals in der österreichischen Messgeschichte konnte sogar die 41-Grad-Marke erreicht bzw. überschritten werden.

Höchstwerte in Österreich von Montag (03.08.2026) bis Mittwoch (05.08.2026). | UBIMET
Höchstwerte in Österreich von Montag (03.08.2026) bis Mittwoch (05.08.2026). | UBIMET

An 54 Wetterstationen wurde in den ersten Augusttagen ein neuer Allzeitrekord aufgestellt, an insgesamt 102 Stationen ein neuer Monatsrekord. Bereits im Juni kamen 15 neue Hitzerekorde zusammen, im Juli folgten weitere 22. An einigen Stationen in Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und dem Nordburgenland wurden sogar in jedem Monat des Sommers neue Rekordwerte aufgestellt – etwa auch in Linz und St. Pölten.

Temperaturrekorde im Juni und Juli 2026 sowie bisherige Rekorde im August 2026. Insgesamt wurden 94 Allzeitrekorde aufgestellt. Einige Stationen verzeichneten sogar Rekorde in jedem Monat. | UBIMET
Temperaturrekorde im Juni und Juli 2026 sowie bisherige Rekorde im August 2026 (Stand 08.08.2026). Insgesamt wurden 94 Allzeitrekorde aufgestellt. Einige Stationen verzeichneten sogar Rekorde in jedem Monat. | UBIMET

Doch nicht nur tagsüber gab es neue Rekordwerte, auch die Nächte blieben außergewöhnlich warm. An insgesamt 42 Wetterstationen wurde die wärmste Nacht der jeweiligen Messgeschichte registriert. So etwa auch in der Wiener Innenstadt, wo in der Nacht auf den 5. August ein Tiefstwert von 27,4°C verzeichnet wurde. Der österreichische Rekord wanderte jedoch ins Burgenland. An der noch jungen Wetterstation im nordburgenländischen Hornstein sank die Temperatur nicht unter 28,5 °C.

Rekorde für die Tiefsttemperatur im August 2026. Insgesamt gab es - mit Stand 08.08.2026 - 42 Allzeitrekorde und 67 Monatsrekorde. | UBIMET
Rekorde für die Tiefsttemperatur im August 2026. Insgesamt gab es – mit Stand 08.08.2026 – 42 Allzeitrekorde und 67 Monatsrekorde. | UBIMET

Regional extreme Trockenheit

Die Hitze sorgt allerdings nicht nur für zahlreiche Temperaturrekorde, sondern verschärft auch die regional bereits extreme Trockenheit in Österreich weiter. Besonders im Norden und Osten des Landes ist im Jahr 2026 bislang regional nur etwa die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge zusammengekommen. Gebietsweise fiel sogar so wenig Niederschlag wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Betroffen ist unter anderem auch der Raum Wiener Neustadt.

Niederschlagsabweichung vom Klimamittel (1991-2020) in Österreich. Regional ist bislang viel zu wenig Niederschlag gefallen. Im Norden und Osten oft nur die Hälfte der sonst üblichen Menge. | UBIMET
Niederschlagsabweichung vom Klimamittel (1991-2020) in Österreich. Regional ist bislang viel zu wenig Niederschlag gefallen. Im Norden und Osten oft nur die Hälfte der sonst üblichen Menge. | UBIMET

Die extreme Trockenheit bleibt nicht ohne Folgen: Neben Belastungen für die Landwirtschaft und Wasserversorgung ist auch die Flur- und Waldbrandgefahr regional auf einem sehr hohen Niveau. Die Kombination aus hohen Temperaturen, anhaltender Trockenheit und ausgetrockneter Vegetation hat die Situation in den vergangenen Tagen weiter verschärft. Neben lokalen Flur- und Waldbränden in Tirol, der Obersteiermark und Wien kam es auch südlich von Wiener Neustadt zu einem Großbrand im Föhrenwald.

Besonders im Osten und Südosten Österreichs ist auch in den kommenden Tagen kaum Niederschlag in Sicht. Die Flur- und Waldbrandgefahr bleibt damit regional sehr hoch bis extrem hoch. Für die Landwirtschaft zeichnet sich vorerst ebenfalls keine Entspannung ab.

Die extreme Hite und Trockenheit führt in Österreich zu einer regional sehr hohen Flur- und Waldbrandgefahr. Die Prognose für die kommenden Tage zeigt: Besonders im Osten und Südosten ist keine Entspannung in Sicht. | UBIMET
Die extreme Hitze und Trockenheit führen in Österreich zu einer regional sehr hohen Flur- und Waldbrandgefahr. Die Prognose für die kommenden Tage zeigt: Besonders im Osten und Südosten ist keine Entspannung in Sicht. | UBIMET