Lagebericht

Frontenkarte

Aktuelle Wetterlage

Am Freitag verstärkt sich der Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa weiter, damit stellt sich besonders in der Südwesthälfte ruhiges und frühlingshaft mildes Wetter ein. Am Wochenende erreicht dann ausgehend von der Nordsee eine wenig wetteraktive Kaltfront das Land. Zu Beginn der kommenden Woche kündigt sich dann eine weitere, kräftige Kaltfront an.

Überblick Warnungen

Derzeit sind keine Warnungen in Kraft.

Warnausblick

Zumindest bis einschließlich Sonntagabend sind keine markanten Wettererscheinungen zu erwarten.

Autor

Martin Templin
Donnerstag, 21. März 2019 um 16:45 Uhr

Zwei tropische Zyklone treffen auf den Norden von Australien

Zyklon Trevor trifft auf Australien

Dienstagnacht ist Zyklon Trevor mit anhaltendem Starkregen und Orkanböen über die Kap-York-Halbinsel im Norden von Queensland gezogen. Auf der australischen Sturmskala hat er sich dabei von einem Zyklon der Stufe 3 auf die Stufe 1 abgeschwächt. In den kommenden Stunden kommt er allerdings über den sehr warmen Gewässern des Golfs von Carpentaria zu liegen und wird sich rasch wieder verstärken. Am Samstag wird es dann im Nordosten des Northern Territory neuerlich auf Land treffen als Zyklon der Kategorie 4 mit Orkanböen bis 250 km/h und ergiebigen Regenmengen.

An der Wetterstation Lockhart River im Osten der Kap-York-Halbinsel wurden mit Durchzug des Wirbelsturms Böen bis 133 km/h gemessen sowie 302 Liter pro Quadratmeter Regen innerhalb von 24 Stunden.

Die Windspitzen lagen bei 133 km/h in Lockhart River
Wetterdaten von Lockhart River mit Orkanböen bis 133 km/h. © Bureau of Meteorology

Zyklon Veronica

Auch im Norden von Westaustralien zeichnet sich ein Landfall eines tropischen Wirbelsturms ab: Zyklon Veronica liegt derzeit noch über dem offenen Ozean, am Sonntag oder Montag wird er allerdings voraussichtlich mit einer südlichen Zugbahn auf Land treffen. Nach aktuellen Modellprognosen wird er sich vorübergehend noch auf die Kategorie 4 verstärken, ehe er sich vor dem Landfall wieder etwas abschwächen wird.

Zwei Zyklone treffen auf Australien
Die prognostizierten Zugbahnen der beiden Zyklone. © UBIMET

Überflutungen im Norden Englands

Überschwemmung. Andy Worboys FB

Zwischen einem ausgeprägten Azorenhoch und reger Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik liegt Westeuropa seit Anfang des Monats unter dem Einfluss einer ausgeprägten Höhenströmung aus West. Der vorläufige Höhepunkt dieser Wetterlage fand rund um den 10. März statt, als Randtief EBERHARD mit orkanartigen Böen über die Mitte Deutschlands hinwegzog. Die Britischen Inseln lagen dabei wiederholt unter Tiefdruckeinfluss.

Viel Regen

Am vergangenen Wochenende lag Westeuropa neuerlich im Einflussbereich eines von West nach Ost ausgerichteten Jetstreams. Der Kern von Tief IGOR zog dabei am Sonntag unmittelbar über Schottland hinweg und vor allem im Norden Englands kam es wieder zu kräftigem Regen. Besonders in der Grafschaft North Yorkshire sind dabei einige Flüsse über die Ufer getreten.

Titelbild: Andy Worboys

Schwere Überschwemmungen in den USA

Viele haben sicher noch die Bilder des Blizzards im Mittleren Westen der USA Anfang der Woche im Kopf. Dieser brachte aber nicht nur kräftige Schneefälle, auch die Temperaturen stiegen nach Monaten des Frosts markant an. Hinzu kam heftiger Regen, der vor allem am Mittwoch und Donnerstag über dem Mittleren Westen gefallen ist.

Die Kombination aus Schneeschmelze und starkem Regen führt nun dazu, dass viele Flüsse über die Ufer getreten sind. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten South Dakota, Nebraska, Missouri, Iowa, Wisconsin und Illinois.

Gut zu sehen auch auf folgender Karte: Sie zeigt Flusspegel in den genannten Staaten, die Hochwasser melden. Die violetten Punkte (insgesamt 44) symbolisieren dabei massives Hochwasser, lokal wurden neue Hochwasserrekorde verzeichnet!

Hochwasser in den USA
Hochwasser in den USA

Zahlreiche Menschen wurden evakuiert, 53 Landkreise alleine in Nebraska haben Katastrophenalarm ausgelöst. In den kommenden Tagen rückt nun auch der größte Strom der USA in den Fokus, denn alle jetzt betroffenen kleineren Flüsse münden in den Mississippi.

Tückisches Eis

Besonders gefährlich derzeit sind neben dem Hochwasser an sich dicke Eisschollen, die auf dem Wasser treiben. Sie zerstören unter anderem Brücken, Straßen und Häuser.

Ein paar eindrucksvolle Bilder haben wir für euch zusammengestellt:

Tief HEINZ bringt Regen und Sturmböen

Die Sturmsaison geht in Europa los

Bereits seit mehreren Wochen sorgt das Zusammenspiel aus ausgeprägtem Azorenhoch und reger Tiefdrucktätigkeit rund um Island für eine ausgeprägte Westströmung über dem Nordatlantik und Westeuropa. Mit dieser gelangen schubweise feuchte Luftmassen nach Deutschland und auch die Wahrscheinlichkeit für Sturm ist erhöht. Erst am vergangenen Sonntag etwa zog Sturm Eberhard über die Mitte des Landes hinweg.

Ein starke Westströmung über dem Atlantik
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe. © GFS / UBIMET

Tief HEINZ

Am Freitag entwickelt sich über der Nordsee ein weiteres Randtiefs namens HEINZ. Dieses zieht am Nachmittag  unter Verstärkung über Dänemark hinweg und liegt am Abend bereits über der Ostsee. Die Warmfront des Tiefs sorgt im Südwesten bereits seit den Morgenstunden verbreitet für Regen und erfasst im Tagesverlauf auch Bayern und Sachsen. In der Nordhälfte zieht am Nachmittag und Abend dann die Kaltfront des Tiefs durch, diese liegt allerdings zunehmend strömungsparallel und kommt somit nicht mehr südwärts voran.

Tief HEINZ am Freitagabend
Tief HEINZ am Freitagabend. © UBIMET / GFS

Die größten Regenmengen sind im Weststau der Mittelgebirge und der Alpen zu erwarten, wie etwa im Schwarzwald, im Allgäu und im Bayerischen Wald. Im Norden fällt nur vorübergehend Regen, daher fallen die Mengen hier deutlich geringer aus.

Prognostizierte Regenmengen bis Samstagfrüh
Prognostizierte Regenmengen bis Samstagfrüh. © DWD / UBIMET

Der Wind lebt frisch, im äußersten Norden auch stark bis stürmisch aus West auf. Besonders in Schleswig-Holstein sind schwere Sturmböen bis 100 km/h zu erwarten, im Nordwesten zeichnen sich Sturmböen von 70 bis 90 km/h ab. In der Mitte, im Osten und am Alpenrand sind besonders in höheren oder exponierten Lagen teils stürmische Böen von 60 bis 80 km/h zu erwarten, deutlich gering fallen die Windspitzen hingegen im Südwesten wie etwa im Oberrheingraben aus.

Prognostizierte Windspitzen bis Samstagfrüh
Prognostizierte Windspitzen bis Samstagfrüh. © DWD / UBIMET

Rückblick: Sturmtief „Eberhard“ trifft Deutschland

Sturmschäden zu befürchten
Aktuelle Warnkarte. © UBIMET

21:30 – Video aus Köln

Wir beenden den Live-Ticker mit einem spektakulären Video aus Köln: Eine sehr gefährliche Situation, die in diesem Fall aber gut ausgegangen ist.

21:00 – Orkanböen

Am Flughafen Leipzig/Halle wurden in der letzten Stunde Orkanböen bis 123 km/h gemessen!

  • 123 km/h Leipzig/Halle
  • 116 km/h Altern
  • 104 km/h Querfurt-Mühle Lodersleben
  • 101 km/h Zinnwald-Georgenfeld

Vom südlichen Niedersachsen bis nach Berlin fällt hingegen Schnee. Wernigerode im Harzvorland meldet bereits 3 cm.

20:10 – Vorsicht in Sachsen

Der Schwerpunkt des Sturms verlagert sich aktuell von Hessen und dem äußersten Süden Niedersachsens über Thüringen weiter nach Sachsen. Örtlich wurden in der letzten Stunde wieder orkanartige Böen gemessen:

  • 117 km/h Göttingen
  • 112 km/h Eschwege-Eltmannshausen
  • 107 km/h Erfurt-Weimar
  • 106 km/h Rheinstetten
  • 105 km/h Gera-Leumnitz
  • 104 km/h Altern
  • 104 km/h Waibstadt
  • 104 km/h Lichtentanne

19:40 – Schnee im Norden

Im nördlichen NRW sowie im südlichen Niedersachsen schneit es derzeit recht verbreitet, gebietsweise gibt es bereits 1 bis 2 cm Nassschnee.


19:25 – Weitere Bilder

19:00 – Aktuelle Windspitzen

Derzeit werden vor allem in der Mitte schwere Sturmböen gemessen, während sich die Lage im Westen langsam beruhigt. Am Abend verlagert sich der Schwerpunkt langsam nach Sachsen.

  • 111 km/h Würzburg
  • 107 km/h Göttingen
  • 107 km/h Warburg
  • 105 km/h Mühldorf
  • 105 km/h Gera-Leumnitz

18:15 – Weitere Bilder

18:05 -Video aus NRW

Anebi ein Video eines umstürzenden Baunes aus Euskirchen.

18:00 – Zwsichenbilanz

Von NRW bis nach Bayern gab es verbreitet Böen von 90 bis 110 km/h. Lokal wie etwa in Nordhessen wurden sogar Orkanböen verzeichnet.

Windspitzen bis 18 Uhr. © UBIMET
Windspitzen bis 18 Uhr. © UBIMET

17:20 – Orkanböen in Nordhessen

In Nordhessen wurden in der letzten Stunden sogar Orkanböen von bis zu 126 km/h gemessen! Vorsicht in Thüringen und Sachen, hier legt der Wind in den nächsten Stunden deutlich zu!

  • 126 km/h Ansfeld
  • 118 km/h Neu-Ulrischstein
  • 113 km/h Lüdenscheid
  • 110 km/h Düsseldorf

17:10 – Schneeregen in Niedersachsen

Wie bereits erwähnt, ist am Nordrand des Tiefs in den kommenden Stunden auch bis ins Flachland mit Schneeregen bzw. Nassschnee zu rechnen. Derzeit fällt in Teilen Niedersachsens sowie in Bremen bereits Schneeregen bei Temperaturen zwischen 1 und 3 Grad.

17:05 – Aktuelle Windspitzen

In der Südwesthälfte wird derzeit der Höhepunkt des Sturms erreicht, in Thüringen und Sachsen legt der Wind hingegen noch weiter zu. Anbei die Windspitzen der letzten Stunde:

  • 118 km/h Neu-Ulrichstein
  • 113 km/h Lüdenscheid
  • 110 km/h Düsseldorf
  • 106 km/h Bad Lippspringe
  • 104 km/h Idar-Oberstein
  • 104 km/h Warburg
  • 104 km/h Werl
  • 104 km/h Flughafen Köln-Bonn
  • 104 km/h Würzburg

16:55 – Weitere Bilder

16:35 – Schwere Schäden

Nicht nur unzählige Bäume fallen derzeit dem Sturm zum Opfer, sondern auch manche Hausdächer. Anbei zwei Bilder aus Düren in NRW.

16:30 – Oberleitungsschaden

So sieht es aus, wenn Bäume auf die Oberleitung der Bahn fallen. Vorsicht, man sollte dann keinesfalls den Zug verlassen!

16:25 – Weitere Bilder aus NRW

16:10 – Bayern

Auch in Bayern legt der Wind derzeit weiter zu, anbei die aktuellen Windspitzen:

  • 108 km/h Flughafen München
  • 106 km/h Vogtareuth
  • 104 km/h Chieming
  • 99 km/h Weißenburg-Emetzheim

16:00 -Bilder aus NRW

Auch am Flughäfen Köln-Bonn wurde mittlerweile die 100-km/h-Marke erreicht. Der Flughafen Dortmund meldet 94 km/h.

15:45 – Sichtbehinderungen

Auf den Straßen besteht derzeit nicht nur die Gefahr von umstürzenden Bäumen und Seitenwind: Stellenweise kann es auch zu Sichtbehinderungen durch aufgewirbelten Staub kommen, wie etwa auf der A61 nahe Worms:


15:45 – Belgien

Wie gefährlich es derzeit im Bereich von Wäldern ist, zeigt dieses Bild aus der Umgebung von Brüssel:

15:40 – Schäden in NRW

15:30 – Flugumleitungen

Nicht nur im Bahn- und Straßenverkehr gibt es bereits vermehrt Umleitungen und Sperren (siehe Beitrag weiter unten), auch im Flugverkehr sorgt der Sturm mittlerweile für Probleme. Besonders betroffen ist derzeit NRW.

15:25 – Schäden im Westen

Achtung, in den nächsten Minuten wird der Höhepunkt der Sturms im Westen erreicht! Im Bereich von Bäumen besteht Lebensgefahr, bereits jetzt gibt es vermehrt Meldungen von umgestürzten Bäumen!

15:10 – Zunehmend stürmisch

Im Westen und Südwesten melden bereits einige Wetterstationen Böen über 100 km/h.

  • 115 km/h Idar-Oberstein
  • 114 km/h Tholey
  • 112 km/h Nörvenich
  • 109 km/h Mühlacker
  • 108 km/h Stötten
  • 107 km/h Ramstein
  • 106 km/h Aachen
  • 106 km/h Berus
  • 104 km/h Saarbrücken
  • 104 km/h Niederstetten
  • 103 km/h Düsseldorf

15:00 – Störungen im Verkehr

Unnötige Fahrten sollten in den kommenden Stunden vermieden werden. Auch im Bahnverkehr muss man sich ab jetzt vermehrt auf Verspätungen und Ausfälle einstellen.

14:50 – Saarland

In Ensheim bei Saarbrücken im Saarland wurde vor wenigen Minuten eine orkanartige Böen von 104 km/h gemessen.

14:45 -Sturm legt zu

Im Westen Deutschlands sind in den kommenden Stunden teils orkanartige Böen um 110 km/h zu erwarten! Vorsicht, die Gefahr von Aufenthalten im Freien ist nicht zu unterschätzen! Anbei aktuelle Bilder aus dem Süden der Niederlande:

14:40 – Schnee in UK

Am Nordrand des Tiefs spielt der Wind kaum eine Rolle, zudem sinkt die Schneefallgrenze teils bis in tiefe Lagen. Anbei ein Video aus Derby, nahe Nottingham, in England. In den Abendstunden kann es heute auch im südlichen Niedersachsen sowie rund um den Harz vorübergehend Schneeregen oder Nassschnee bis in tiefe Lagen geben.

14:35 – Bilder aus Frankreich

Der Norden Frankreichs wurde bislang besonders schlimm getroffen. Anbei ein Bild aus Rouen.

14:30 – Stromausfälle

In Deutschland macht sich der Sturm derzeit vermehrt auch durch Stromausfälle bemerkbar. In erster Linie sind derzeit manche Orte im Westen und Südwesten davon betroffen.

14:15 – Erste Schäden in Deutschland

Auch in Deutschland werden derzeit ersten Schäden gemeldet, wie etwa in Bochum und Mannheim.

14:00 – Zwischenstand

Der Sturm legt im Westen und Südwesten derzeit weiter zu. Anbei die bisherigen Windspitzen:

  • 112 km/h Nörvenich (NRW)
  • 104 km/h Niederstetten (B-W)
  • 103 km/h Stötten (B-W)
  • 102 km/h Aachen (NRW)
  • 102 km/h Kandern-Gupf (B-W)
  • 101 km/h Rheinstetten (B-W)

13:45 – Sturmschäden

Frankreich, Belgien und die Niederlande sind ebenfalls von Sturm Eberhard betroffen, besonders im Norden Frankreichs gab es teils sogar Orkanböen.

13:30 – Erste orkanartige Böen

In NRW gab es vor Kurzem in Nörvenich die erste orkanartige Böe von 105 km/h. In den kommenden 1 bis 2 Stunden ist im Großteils von NRW mit Böen über 100 km/h zu rechnen.

12:45 – Orkan auf den Schweizer Bergen

Auch in der Schweiz sorgt „Eberhard“ heute für einen stürmischen Tag, auf den Bergen wütet der Orkan schon seit ein paar Stunden.

12:00 – Erste Gewitter

Der starke Dauerregen zieht nun nach Osten und Süden ab, dahinter folgt nun die schaueranfällige Kaltluft. Nahe Aschaffenburg hat isch bereits ein erstes Gewitter gebildet. Gerade mit Gewittern sind lokal auch Orkanböen von bis zu 120 km/h möglich!

Aktuelles Radar- und Blitzbild (UBIMET, DWD)

11:15 – Wind legt an Stärke zu

Von Stunde zu Stunde wird nun der Wind von Westen her stärker, im Saarland traten bereist erste schwere Sturmböen um die 90 km/h auf.

WIndspitzen von 11 Uhr (DWD)
Windspitzen von 11 Uhr (DWD)

Mit voller Wucht schlägt der Sturm schon in Norden von Frankreich zu, hier wurde schon Orkanböen bis 120 km/h gemessen.

10:30 – Erste Sturmböen

Aktuell werden im Südwesten erste Sturmböen registriert:

  • 96 km/h Klippeneck
  • 83 km/h Lechfeld
  • 78 km/h Deuselbach

Auf den Bergen weht hingegen schon der Orkan, auf dem Feldberg im Schwarzwald wurden schon Böen von bis zu 150 km/h gemessen.

Stürmische Zeiten

Druck- und Frontenkarte für Samstag, den 09.03.2019 @ UBIMET

Tief CORNELIUS zieht gerade über die nördliche Ostsee ab. Von Sylt bis zum Erzgebirge kommt es zu letzten Sturmböen, doch der Wind lässt nun auch hier allmählich nach. Über Nacht schwächt er sich landesweit deutlich ab, doch mit Aufzug des nächsten Tiefs DRAGI wird es bereits morgen am Samstag wieder interessant.

Bereits in den frühen Morgenstunden legt der Südwestwind in der Westhälfte wieder deutlich an Stärke zu. Mit einem durchziehenden Tiefausläufer wird es auch nach Osten zu rasch windig. Den Höhepunkt erreicht der Südwest- bis Westwind über Mittag und am Nachmittag, dann sind grob gesagt von den Mittelgebirgen nordwärts verbreitet stürmische Böen über 60 km/h zu erwarten, stellenweise sind auch bis zu 80 oder 90 km/h möglich. Auch an die 100 km/h sind nicht auszuschließen, etwa in einem Streifen von Schleswig-Holstein bis ins nördliche Brandenburg.

Prognose der im Tagesverlauf zu erwartenden Windböen am Samstag, den 09.03.2019 @ UBIMET
Prognose der im Tagesverlauf zu erwartenden Windböen am Samstag, den 09.03.2019 @ UBIMET

Am Abend lässt der Wind überall wieder deutlich nach, nur an der Ostsee bleibt es noch bis in die Nacht hinein stürmisch. Lange hält die ruhige Phase aber nicht an, bereits am Sonntag zieht das nächste Tief auf. Die genaue Zugbahn ist aber noch mit Unsicherheiten behaftet. Dann deuten sich in manchen Regionen auch größere Regenmengen an, allen voran nach jetzigem Stand im Schwarzwald, im Allgäu und im Bayerischen Wald.

Prognose der gegen Mittag zu erwartenden Windböen am Samstag, den 09.03.2019 nach dem ICON-Modell @ DWD, UBIMET
Prognose der gegen Mittag zu erwartenden Windböen am Samstag, den 09.03.2019 nach dem ICON-Modell @ DWD, UBIMET

 

Titelbild: Druck- und Frontenkarte für Samstag, den 09.03.2019 @ UBIMET

EF-4-Tornado verwüstet Lee County in Alabama

Ein Tornado hat für schwere Verwüstungen in Alabama gesorgt. © CharlesPeek

Am Sonntag lag der Südosten der USA unter Tiefdruckeinfluss. Im Vorfeld einer Kaltfront aus Nordwest gelangten feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Alabama und Georgia, welche in Zusammenspiel mit der starken Windscherung die Entstehung heftiger Gewitter begünstigten.


EF-4-Tornado

In Lee County, Alabama, entwickelte sich am Nachmittag ein besonders heftiger Tornado. Bei einer Zugbahn von mindestens 30 Kilometern kam es dabei streckenweise zu extremen Schäden, welche als EF4 auf der 5-stufigen Enhanced Fujita Scale klassifiziert wurden. Dies entspricht Windgeschwindigkeiten von 267 bis 322 km/h! Leider kam es dabei auch zu mindestens 23 Todesopfern.

Seltenes Ereignis

Tornados der Stufe EF4 und EF5 werden in Amerika auch „violent Tornadoes“ genannt, da sie besonders zerstörerische Auswirkung haben. Der Tornado in Lee County war der erste EF4-Tornado seit 2017, da es im vergangenen Jahr keinen einzigen Fall gab. Eine statistische Auswertung zeigt, dass EF4- und EF5-Tornados in Amerika zwar nur 1% aller Tornados ausmachen, dafür aber für 63% der Todesopfer verantwortlich sind.

Titlebild © CharlesPeekWX

Rückblick: Sturmtief „Bennet“ am Rosenmontag

Sturmwarnung

Wir beenden unser Live-Ticker mit ein paar schönen Bilder aus Thüringen sowie mit unserer Analyse (Datenquelle: DWD, UBIMET) der stärksten Böen des Tages.

Die Nacht verläuft vor allem im Norden und in höheren Lagen noch teils stürmisch. Morgen Dienstag wird es dann nochmals verbreitet windig, die Böen erreichen tagsüber vor allem in der Osthälfte maximal 60 bis 80 km/h.

Maximale Windböen in DE am 04.03.2019 bis 19:50 Uhr MEZ - DWD, UBIMET
Maximale Windböen in DE am 04.03.2019 bis 19:50 Uhr MEZ – DWD, UBIMET
Maximale Windböen in DE am 04.03.2019 bis 19 Uhr MEZ - DWD, UBIMET
Maximale Windböen in DE am 04.03.2019 bis 19 Uhr MEZ – DWD, UBIMET

19:25 – Sturm im Norden und in der Südosthälfte

Während von Saarland und NRW bis nach Berlin und Brandenburg der Sturm schon deutlich nachgelassen hat, bleibt es an der Küste sowie vom Bodensee über Franken bis nach Sachsen teilweise noch recht stürmisch. Der Höhepunkt liegt aber bereits hinter uns.

18:15 – Sturmböen um 18 Uhr

Der Schwerpunkt verlagert sich immer weiter nach Osten. Schwere Sturmböen gab es in der letzten Stunde in Berlin (Schönefeld 103 km/h), an den Küsten im Norden und auch zwischen Ba-Wü und Bayern:

Windböen am 04.03.2019 um 18 Uhr MEZ (stündlich) - DWD, UBIMET
Windböen am 04.03.2019 um 18 Uhr MEZ (stündlich) – DWD, UBIMET

17:30 – Zeit für Regenbogen

Die tiefliegende Sonne knapp vor dem Sonnenuntergang sorgt derzeit vielerorts für Regenbogen entlang der Gewitterlinie (u.a. in Berlin):

17:00 – Achtung Berlin!

Eine kräftige Gewitterzelle zieht in den kommenden Minuten auf Berlin auf. Kleinkörniger Hagel, Sturmböen und Blitzschlag sind die größten Gefahren!

Radar- und Blitzdaten am 04.03.2019 um 17 Uhr MEZ - DWD, nowcast, UBIMET
Radar- und Blitzdaten am 04.03.2019 um 17 Uhr MEZ – DWD, nowcast, UBIMET

16:30 – Windböen bis 16 Uhr

Es bleibt vielerorts sehr stürmisch, vor allem von Ba-Wü über Hessen und Sachsen-Anhalt bis zur Ostsee. In diesen Regionen sind immer noch teils schwere Sturmböen auch mit dabei:

Windböen am 04.03.2019 um 16 Uhr MEZ (stündlich) - DWD, UBIMET
Windböen am 04.03.2019 um 16 Uhr MEZ (stündlich) – DWD, UBIMET

16:00 – Sturmschäden in Mecklenburg

Das Gewitterkomplex im Nordosten Deutschlands sorgte für teils schwere Sturmböen und einige Schäden, wie z.B. in Lübbersdorf:

15:30 – 1000 km lang Gewitterlinie!

Entlang der zweiten Kaltfront hat sich eine ziemlich lange Gewitterlinie gebildet. Diese reicht von Frankreich bis zur Ostsee und ist somit fast 1000 km lang! Unsere Gewitter-Warnungen sind entsprechend großflächig gesetzt:

UWR Gewitterwarnungen am 04.03.2019 um 15:30 MEZ - UBIMET
UWR Gewitterwarnungen am 04.03.2019 um 15:30 MEZ – UBIMET

14:45 – Noch immer Sturmgefahr!

Von Westen her überquert nun die zweite Kaltfront Deutschland (in Richtung der roten Pfeile), dabei muss man mit Böen zwischen 70 und 90 km/h rechnen. 100 km/h sollten aber nicht mehr erreicht werden. Die erste Kaltfront ist indes schon in Polen angekommen…

14:30 – Winter vs. Frühling

In der eingeflossenen Kaltluft machen sich in der Eifel nun sogar ein paar Schneeflocken auf den Weg bis auf rund 500 m hinab. In Hoyerswerda ist es dagegen noch immer sehr mild – knapp 16 Grad zeigt das Thermometer hier.

14:15 – Blitz schlägt in Windrad ein

Einen gefährlichen Zwischenfall gab es vor wenigen Stunden im Saarland. Ein Blitz schlug in St. Wendel in ein Windrad ein, Teile des selbigen schlugen auf der nahen Autobahn A62 ein. Verletzt wurde zum Glück niemand…

13:45 – Blick über die Grenze

Um zu sehen, was dem Südwesten Deutschlands jetzt noch bevorsteht, lohnt der Blick über die Landesgrenze: In Frankreich mit dem Randtief jetzt verbreitet Böen um die 100 km/h!

13:10 – Schwerpunkt Osten

Der Schwerpunkt des Sturm verlagert sich nun langsam in den Osten, Berlin-Tegel hat eine Böe von 103 km/h abbekommen. Und auch im Osten Bayerns wird es jetzt stürmisch – wenngleich nicht so schlimm wie im Westen. Wie angekündigt, wird es aber jetzt auch nochmal von Frankreich her ruppig, Berus im Saarland hat eine 109 km/h-Böe gemessen.

12:30 – Erstes Todesopfer in Deutschland

Sturmtief BENNET hat in Nordrhein-Westfalen ein erstes Todesopfer gefordert. In Ochtrup wurde ein 37-jähriger Autofahrer während der Fahrt von einem Baum erschlagen.

Die Karnevalsumzüge laufe in Köln und Mainz indes planmäßig, Düsseldorf wartet noch eine Stunde bis zum Start.

12:00 – Erste Bilanz

144 km/h auf dem Feldberg im Schwarzwald und 110 km/h im hessischen Gießen – das sind die Spitzenböen von Sturmtief BENNET bis dato im Berg- und Flachland. Grafisch aufbereitet sieht das Ganze so aus: Schwerpunkt des Sturms (rote und violette Flächen) im Westen der Bundesrepublik, deutlich ruhiger von Berlin bis München

11:45 – Zweite Kaltfront kommt

Die erste Staffel der Kaltfront zieht derzeit über den Nordosten hinweg, bald sind auch Rügen und Usedom dran.

Von der Nordsee bis zum Niederrhein erreicht aber schon die zweite Staffel der Kaltfront die Bundesrepublik, insgesamt werden die Böen aber nicht mehr ganz so stark ausfallen wie bei Kaltfront Nummer 1:

11:30 – Erklärung Gewitter

Viele werden sich sicherlich fragen, wie es denn Ende des Winters / Anfang Frühling zu Gewittern kommen kann. Viel mehr würde man diese doch im Sommer erwarten. Entgegen der Erwartungen muss keine hochsommerliche Hitze vorliegen, mitentscheidend ist der Temperaturunterschied zwischen der bodennahen Atmosphäre und oberen Atmosphärenschichten. Genau dieser  ist heute vorhanden, ebenso eine starke Zunahme des Windes mit der Höhe.

11:15 – 110 km/h in Gießen

Hessen meldet in der vergangenen Stunde die höchsten Windgeschwindigkeiten, in Gießen wurden 110 km/h gemessen. Über 100 km/h waren es aber auch in Alsfeld und Neu-Ulrichstein.

11:00 – Gefahr auf Straßen

Der Sturm sorgt nicht nur für beschädigte oder sogar umstürzende Plakatwände und Baugerüste, sondern führt auch auf den Straßen im Land zu brenzligen Situationen. Vor allem LKWs sind bei stürmischem Seitenwind gefährdet:

10:45 – Vorsicht an der Ostsee

Das aktuelle Radarbild zeigt die stärksten Schauer und Gewitter derzeit in Schleswig-Holstein und im Westen Mecklenburg-Vorpommerns. In der kommenden Stunde heißt es VORSICHT beispielsweise auf Fehmarn und Rostock…

10:30 -Entspannung am Dienstag

Der Sturm ist „nur“ eine Eintagsfliege, bis morgen verlagert sich BENNET nämlich zum Baltikum. Somit muss man morgen zwar noch windiges Wetter einplanen, verbreitet sind Böen um die 60 km/h möglich (gelb auf nachfolgender Karte). Noch etwas windiger mit rund 70 km/h bleibt es im Osten sowie in etwas exponierten Lagen der Mittelgebirge. Böen um die 80 oder 90 km/h sind aber nur noch im Umfeld der Ostsee zu erwarten:

10:15 – 100 km/h in Hessen

Eine Böe von 101 km/h wurde in der vergangenen Stunde in Frankenberg-Geismar gemessen, das ist Windstärke 10. Mit Durchzug der Kaltfront werden derzeit aber verbreitet zwischen Schwarzwald und Schleswig-Holstein schwere Sturmböen gemessen, so zum Beispiel in Öhringen mit 99 km/h und Hannover mit 95 km/h!

10:00 – Große Temperaturunterschiede

Das Sturmtief schaufelt an seiner Vorderseite noch einmal sehr milde Luft in die Osthälfte Deutschlands, so werden in Quedlinburg mit Harzföhn noch 14 Grad erreicht.

Die Kaltfront trennt diese milde Luft von schon deutlich frischerer Meeresluft im Westen, in Buechel (Eifel) hat es schon auf 6 Grad abgekühlt!

Schön zu sehen ist die Kaltfront mit kräftigen Schauerlinien von der Nordsee bis zum Saarland auch auf dem Radar:

09:45 – Immer mehr Feuerwehreinsätze

Die Berichte über Sturmschäden werden nun langsam mehr, wie hier in Düsseldorf:

09:30 – Was erwartet uns noch?

Hier die erwarteten Spitzenböen durch das Sturmtief „Bennet“ wie es unser hauseigenes Wettermodell sieht: Demnach verbreitet Böen zwischen 80 und 100 km/h, über 100 km/h (violett auf Karte) speziell in Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Hessen!

09:15 – Neue Spitzenböen

Die neuesten Daten sind soeben eingetroffen, Spitzenreiter der vergangenen Stunde war Tholey im Saarland mit 105 km/h. Die weiteren Spitzenböen aus Deutschland:

  • Bückeburg 104 km/h
  • Bremerhaven 98 km/h
  • Waibstadt + Bad Lippspringe 97 km/h
  • Runkel-Ennerich 96 km/h
  • Gütersloh 95 km/h

Doch auch bei unseren Nachbarn ist es sehr stürmisch, hier die Spitzenböen:

  • Spa (Belgien) 94 km/h
  • Scheibenhard (Frankreich) 123 km/h
  • Elgolzwil (Schweiz) 130 km/h

09:00 – Rosenmontagsumzüge

Heute ist natürlich einer der ungünstigsten Tage für einen Sturm, Rosenmontag lockt Millionen von Karnevalgänger auf die Straßen. Die Veranstalter der großen Umzüge haben bereits reagiert:

  • Düsseldorfer Umzug findet erst um 13:30 Uhr statt
  • Keine Pferde in Köln, Bonn, Düsseldorf und Mainz
  • auch auf Fahnen und Schilder wird verzichtet
  • Karnevalsumzug in Bottrop fällt aus

08:45 – Orkan in Frankreich

In Frankreich ist das Schlimmste schon überstanden, dort hat das kleine Randtief vergangene Nacht schon für Orkanböen gesorgt. Hier die Hitliste von unseren Nachbarn (die Stationen liegen alle an der Atlantikküste in der Bretagne)

08:30 – Der Blick von oben

Werfen wir mal einen Blick aus dem Satelliten auf das heutige Geschehen. Wir sehen das Sturmtief „Bennet“ über der Nordsee, derzeit mit einem Kerndruck von rund 970 hPa. Das Sturmfeld erfasst uns von Südwesten her, spannend wird es dann vor allem am Nachmittag mit einem kleinen Randtief, das momentan noch über Nordfrankreich liegt…

08:15 – Spitzenböen um 90 km/h

Düsseldorf meldet eine Spitzenböen von 91 km/h, 92 km/h wurden vor kurzem sogar in Aachen gemessen.

Besonders gefährlich mit Böen um die 100 km/h wird es jetzt in den kommenden Stunden mit einer kräftigen Gewitterlinie. Diese befindet sich momentan über Nordrhein-Westfalen und zieht weiter nordostwärts Richtung Ostwestfalen/Niedersachsen! Doch auch ins Emsland ziehen derzeit Gewitter herein…

Gut zu sehen auf der aktuellen Blitzkarte (Rot = neue Blitze / Blau = ältere Blitze):

08:00 Uhr – Aktuelle Lage

Schönen guten Morgen aus den Büros des Unwetterradars. Ein stürmischer Rosenmontag steht uns bevor, deshalb werfen wir gleich zu Beginn mal einen Blick auf unsere Warnkarte:

Warnkarte uwr.de
Warnkarte uwr.de

So viel rot eingefärbt war schon lange nicht mehr. Alle Informationen erhaltet Ihr ständig aktualisiert neben unserem Ticker auf www.uwr.de

Rosenmontag: Tief BENNET bringt Sturmböen

Am Sonntag sorgt Sturmtief „Alexander“ mit Kern nahe Schottland nördlich der Linie Eifel-Lausitz bereits für unbeständiges und windiges Wetter. Die Narren müssen sich also immer wieder auf Regenschauer einstellen, dazu weht kräftiger Südwestwind. In den höheren Lagen der Mittelgebirge kommt es bereits zu ersten Sturmböen. Weiter im Süden bleibt es hingegen trocken und im Tagesverlauf setzt sich immer öfter die Sonne durch. Auf alle Fälle ist es mit 10 bis 15 Grad überall mild.

Stürmischer Rosenmontag

Am Rosenmontag zieht Tief „Bennet“ von Großbritannien über die Nordsee ostwärts, dessen Kaltfront überquert im Tagesverlauf Deutschland und sorgt verbreitet für stürmische Verhältnisse. Das Hauptsturmfeld erfasst bereits in der Früh und am Vormittag den Westen und Norden des Landes. Dabei treten verbreitet Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h auf. Im Münsterland, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind auch schwere Sturmböen um die 100 km/h zu erwarten. Am Nachmittag verlagert sich das Sturmfeld mehr in den Osten und Süden von Deutschland. Allerdings gibt es auch hinter der Kaltfront in Verbindung mit Schauern und Gewittern weitere Sturmböen und schwere Sturmböen. Der eine oder andere Karnevalsumzug wird den stürmischen Verhältnissen wohl zum Opfer fallen.

Prognose der Spitzenböen am Montagvormittag, 04.03.2019 @ UBIMET, NCEP, Stand 02.03.2019
Prognose der Spitzenböen am Montagvormittag, 04.03.2019 @ UBIMET, NCEP, Stand 02.03.2019

Der Karneval geht unbeständig zu Ende

Auch am Faschingsdienstag setzt sich das schaueranfällige Wetter fort. Zwar ist Sturm „Bennet“ nach Skandinavien abgezogen, Deutschland verbleibt aber in einer straffen Westströmung. Über den Tag verteilt ziehen immer wieder Schauer durch, am Nachmittag sind auch einzelne Gewitter und Graupelschauer möglich. Dazu weht nach wie vor kräftiger bis steifer Westwind, Böen um die 60 km/h sind verbreitet zu erwarten. Die Temperaturen gehen vorübergehend auch ein wenig zurück und erreichen nur mehr 6 bis 11 Grad.

 

Titelbild: Möge es auch diesmal Schutzengel geben @ https://pixabay.com/users/michaelgaida-652234/

Stürmischer Rosenmontag erwartet

Prognose der Spitzenböen am Montagmittag, 04.03.2019 @ UBIMET, Stand 01.03.2019

Noch ist die Prognose mit gewissen Unsicherheiten behaftet, doch sehr windig wird es zu den Rosenmontagsumzügen nach so ziemlich jedem Modell. Es deutet jedoch immer mehr auf eine brisante Randtiefentwicklung hin, welche sich im Tagesverlauf von der Bretagne kommend bis zur Ostsee verlagern und mit ihrem Sturmfeld weite Teile Deutschlands beeinflussen wird. Vor allem die Mitte und der Nordwesten wären dann nach aktuellem Stand betroffen, verbreitet sind Sturmböen von 70 bis 90 km/h zu befürchten. Insbesondere in Verbindung mit der markanten Kaltfront und eingelagerten Gewittern können am Nachmittag lokal auch Böen über 100 km/h auftreten.

Prognose der Spitzenböen am Montag, den 04.03.2019 @ UBIMET, Stand 01.03.2019
Prognose der Spitzenböen am Montag, den 04.03.2019 @ UBIMET, Stand 01.03.2019

Bereits Rosenmontag 2016 war betroffen

Nicht nur Besucher der Rosenmontagsumzüge sollten daher die Wetterprognosen im Auge behalten, auch Veranstalter sollten das Für und Wider mit Bedacht abwägen und bei Bedarf Vorkehrungen treffen. Das ganze Szenario erinnert an den Rosenmontag 2016, der bereits am 08. Februar war. Auch damals zog ein Sturm auf und einige Umzüge wurden vorsichtshalber abgesagt.

Nächster Sturm am Donnerstag?

Windig bleibt es auch über den Montag hinaus. Es ist zwar noch weit hin, doch bereits am Donnerstag deuten manche Wettermodelle bereits ein weiteres Sturmtief für die Nordhälfte an.

 

Starker Sturm bringt „Eistsunami“ und Windrekord

Am Sonntag und Montag zog ein mächtiges Tief über die Großen Seen und den Osten von Kanada. An der Südseite des Tiefs gab es verbreitet schwere Sturmböen von über 100 km/h, am Ufer von Lake Erie und Lake Ontario traten auch Orkanböen von bis zu 130 km/h auf.

Durch den starken Sturm stürzten Bäume um und es gab Schäden an Stromleitungen, Häuser und Straßenlaternen. In den schneebedeckten Regionen gab es massive Verkehrsbehinderungen durch Schneeverwehungen und geringe Sichtweiten.

Am Mount Washington, einem der kargsten und windreichsten Berge auf der Erde, im Staat New Hampshire wurde im Zuge des Sturms eine Böe von 275 km/h gemessen. Somit wurde hier ein neuer Monatsrekord aufgestellt. Der Absolutrekord stammt vom 12. April 1934 mit unglaublichen 372 km/h!

„Eistsunami“ am Lake Erie

Lake Erie, einer der 5 Großen Seen, war durch die vergangenen Kältewelle komplett zugefroren. Durch den starken Sturm kam jetzt ein Teil des Eises in Bewegung und wurde teilweise meterhoch an den Ufern des Sees aufgeschoben.

Durch das Eis gab es vereinzelt an der Uferpromenade auch Schäden:

Schwere Unwetter in Urlaubsregionen

Das Hoch über Osteuropa und das Tief im MIttelmeer sorgen für Bora

Es geht turbulent zu in den Urlaubsdestinationen des östlichen Mittelmeers. Die Bora an der kroatischen Küste wütete vor allem am Samstag und brachte hier verbreitet Böen jenseits der 130 km/h. An der Wetterstation in Makarska  wurden gar extreme 191 km/h gemessen, in Split waren es 176 km/h. Ansich ist man an die Bora hier gewöhnt. Dass es sich um ein stärkeres Ereignis handelte, erkennt man daran, dass diesmal doch einige Schäden aufgetreten sind.

Währenddessen schneite es in Griechenland bis auf Meeresniveau, in der Ägäis kam es in Verbindung mit dem stürmischen Wind, dem Meltemi, zu blizzardähnlichen Bedingungen. Am Sonntagmorgen verlagerte sich der Schwerpunkt der Unwetter über Malta nach Libyen. Selbst hier fiel in Lagen oberhalb von rund 400 m beachtlicher Neuschnee.

 


Text

Vor 20 Jahren: Die Lawinenkatastrophe von Galtür

Lawinenunglück Galtür @ https://www.servus.com

Wie auch im Januar diesen Jahres gab es Anfang 1999 eine recht festgefahrene Großwetterlage, welche für wiederkehrende ergiebige Schneefälle in den Alpen sorgte. Ein kräftiges Hoch lag über dem Ostatlantik und Tiefdruckgebiete wurden auf dessen Nordseite herum nach Skandinavien geführt. Insbesondere von Ende Januar 1999 weg stauten sich so immer wieder von Nordwesten her feuchte und kalte Luftmassen an den Alpen und hier speziell in der Arlbergregion. Über einen Monat hinweg schneite es ohne große Unterbrechungen, wobei es drei markante Staulagen gab. In Summe fielen in dieser Zeit im Raum Galtür bis zum 23.02. etwa 4 Meter Neuschnee, was durchaus vergleichbar ist mit den Schneemassen des heurigen Winters in den Bayerischen Alpen.

Großräumige Wetterlage am 17.02.1999, repräsentativ für die Wochen vor dem Lawinenunglück @ http://www.wetterzentrale.de
Großräumige Wetterlage am 17.02.1999, repräsentativ für die Wochen vor dem Lawinenunglück @ http://www.wetterzentrale.de

Die entscheidende Lawine ging damals vom Grieskopf ab, der direkt nordwestlich an Galtür anschließend etwas mehr als 2700 m hoch aufragt. Auf der von Galtür abgewandten Seite (im Bild als Luv-Seite markiert) erstreckt sich ein nur leicht abfallendes Hochplateau, hier konnte der beständige Nordwestwind große Mengen an Schnee aufnehmen und am Kamm des Grieskopfes auf der windabgewandten Seite (Lee-Seite) ablagern. Enorme Mengen an Triebschnee konnten sich hier mit der Zeit sammeln.

Schematische Darstellung der Bedingungen, die zum Lawinenunglück von Galtür geführt haben @ UBIMET, Google
Schematische Darstellung der Bedingungen, die zum Lawinenunglück von Galtür geführt haben @ UBIMET, Google

Dies ist eigentlich recht ungewöhnlich, da sich bei vergleichbarer Schneeakkumulation Lawinen meist rasch spontan lösen und damit keine solch enorme Größe erreichen können wie 1999. Doch in diesem Fall war die Schneedecke sehr stabil aufgebaut. Nach jeder der angesprochenen Staulagen konnte sich der Schnee durch Temperaturschwankungen setzen, es gab keine ausgeprägten Schwachschichten. Lange Zeit wurde der Kollaps der Triebschneeablagerungen hinausgezögert, am 23. Februar 1999 gab die Verbindung zum Altschnee schließlich nach.

 

Titelbild: Lawinenunglück Galtür @ https://www.servus.com

Starker Schneefall im Südwesten der USA

Schnee am Grand Canyon

Das Zusammenspiel aus pazifischen Tiefdruckausläufern und kalter Luftmassen hat im Laufe der vergangenen Woche für winterliches Wetter im Südwesten der USA gesorgt. In Las Vegas, wo es erst zu Beginn der vergangenen Woche  erstmals seit langer Zeit etwas Neuschnee gab, fiel Mitte dieser Woche neuerlich Schnee. Am Flughafen wurden 2 cm gemeldet und auch in der Innenstadt gab es ein paar Zentimeter Nassschnee.

Schneerekord in Flagstaff

Viel Schnee gab es in den vergangenen Tagen in der Sierra Nevada, welche bei westlichen Höhenströmungen die feuchten Luftmassen vom Pazifik staut. Auch in Teilen von Arizona hat es aber kräftig geschneit, so gab es in Flagstaff, etwa 100 km südlich des Grand Canyons, sogar 91 cm Neuschnee. Das entspricht einem neuen Tagesrekord seit mehr als 100 Jahren! Der bisherige Rekord von 79 cm stammte aus dem Jahr 1915.

Schnee in Los Angeles

Auch an der Südküste Kaliforniens gab es ein seltenes Gastspiel des Schnees, so fielen etwa in Malibu und teils auch in Los Angeles ein paar Schneeflocken. In Los Angeles ist Schneefall äußerst selten, so wurde es hier zuletzt im Jänner 1962 weiß!

Extremer Jetstream sorgt für kurze Flugzeit

Flugzeuge nützen Jetstream

Der Jetstream (auf deutsch: Strahlstrom) ist ein Starkwindband im Übergangsbereich von der Troposphäre zur Stratosphäre und ist maßgeblich verantwortlich für die Verlagerung von Tief- und Hochdruckgebieten. In den vergangenen Tagen war ein extrem stark ausgeprägter Jetstream über den USA zu beobachten. Windgeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h wurden in diesem Westwindband gemessen.

Flugzeug beschleunigt auf 1290 km/h

Im Normalbetrieb fliegen Flugzeuge in 10 km Höhe etwa mit einer Geschwindigkeit von 900 km/h. Allerdings nützen Piloten und Airlines auf Langstreckenflüge gerne den Jetstream aus, um schneller und damit spritsparender in Richtung Osten zu fliegen. Aufgrund es starken Jetstreams beschleunigte eine Maschine, die von Los Angeles nach London unterwegs war, auf rekordverdächtige 1290 km/h.

Obwohl der Flieger nicht auf der gesamten Strecke den Jetstream nutzen konnte, verkürzte sich die Flugzeit nach London um ganze 48 Minuten.

Bei einem Flug in Richtung Westen sollte der Jetstream hingegen vermieden werden, da der Gegenwind das Flugzeug deutlich einbremsen und verlangsamen kann.

War es ein Überschallflug?

Die Schallmauer wird bei einer Geschwindigkeit von 1236 km/h durchbrochen, allerdings muss dafür diese Geschwindigkeit relativ zur Luftbewegung erreicht werden. In unserem Fall müsste man der Fluggeschwindigkeit den Rückenwind wieder abziehen und damit befinden wir uns wieder deutlich unter der Schallmauer. Somit wurde die Schallmauer nicht durchbrochen!

Titelbild: pixabay.com

Unsichere Zugbahn von Zyklon OMA

Unsichere Zugbahn von Zyklon OMA © JMA

Der tropische Sturm OMA zieht bereits seit letzter Woche seiner Kreise über dem Korallenmeer nordöstlich von Australien. Am Wochenende erreichte er vorübergehend die Kategorie 1 auf der 5-stufigen Hurrikan-Skala, derzeit weist er allerdings mittlere Windgeschwindigkeiten von  knapp 100 km/h auf und liegt somit wieder knapp unterhalb der Hurrikan-Schwelle. Auf der australischen Zyklon-Skala würde dies hingegen bereits einem Zyklon der Stufe 2 entsprechen.

Regen und Sturm

Der Kern von OMA liegt derzeit etwa 250 km nördlich von Neukaledonien und zieht mit etwa 10 km/h in südwestliche Richtung. Der nördlichste Teil der zu Frankreich gehörenden Inselgruppe Neukaledonien wird in den kommenden Stunden von Orkanböen um 130 km/h und ergiebigem Regen getroffen. Am Dienstag zieht der tropische Sturm unter Verstärkung weiter nach Süd bis Südwest und wird mit mittleren Windgeschwindigkeiten im Kernbereich von 130 km/h neuerlich die Kategorie-1-Stufe auf der Hurrikan-Skala bzw. die Kategorie 3 auf der australischen Zyklon-Skala erreichen.

24h-Regenprognose von GFS
24h-Regenprognose bis Dienstagmorgen von GFS. © UBIMET / NCEP

Streifschuss für Australien?

Die weitere Zugbahn ist derzeit noch unsicher. Zunächst behält der tropische Sturm wohl die südwestliche Zugbahn bei, ehe er nach und nach wieder mehr in die Westwindzone vordringt und dann unter Umwandlung zu einem außertropischen Tief auf den immer kühleren Gewässern der Tasmansee in Richtung Neuseeland zieht. Bei manchen Modellen, unter anderem das ECMWF, ist dies allerdings nicht der Fall: Der Sturm kommt der Ostküste Australiens gefährlich nahe und zieht danach neuerlich in nördliche Richtung zur Korallensee.

Unterschiedliche Modellprognosen für die Zugbahn von OMA. © https://www.cyclocane.com/
Unterschiedliche Modellprognosen für die Zugbahn von OMA. © www.cyclocane.com

Noch deutlicher wird die Unsicherheit, wenn man sich die Ensemble-Prognose eines einzigen Modells anschaut: Das vom kanadischen Wetterdienst betriebene CMC-Modell sieht hauptsächlich zwei Varianten: Entweder wird das Tief in die Westwindzone eingebunden und zieht in Richtung Neuseeland, oder es dreht weiterhin seine Kreise in den tropischen Gewässern bzw. trifft auf Australien.

CMC-Modellunsicherheit
CMC-Ensemble-Prognose. © www.tropicaltidbits.com

Seltener Schnee in Las Vegas

Seltener Schnee in Las Vegas

Las Vegas ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Nevada und ist neben den zahlreichen Casinos vor allem für sonniges und trockenes Klima bekannt. Über das gesamte Jahr fallen hier im Mittel nur 105 Liter pro Quadratmeter Regen, was etwa 10 % des mittleren Jahresniederschlag Münchens entspricht. Im Hochsommer liegen die Tageshöchstwerte meist um 41 Grad, währen die Tiefstwerte im Jänner im Mittel bei +1 Grad liegen.

Schnee in der Wüste

Am Sonntag wurden in Las Vegas noch Temperaturen von bis zu 14 Grad gemessen, in den Abendstunden zog allerdings eine markante Kaltfront durch. Bei Temperaturen zwischen 2 und 4 Grad sowie Böen bis zu 80 km/h kam es dabei vorübergehend zu kräftigem Schneefall. Es handelt sich um den ersten Schneefall in Las Vegas seit Dezember 2015. Das letzte markante Ereignis mit 9 cm Schnee gab es im Dezember 2008. Während in der Stadt Schnee eine Seltenheit darstellt, fällt auf den Bergen rund um die Stadt jeden Winter etwas Schnee.

Sturm UWE erfasst Deutschland

Sturmtief UWE (UBIMET)

Sturmtief UWE liegt mit seinem Zentrum nun über dem Emsland und sorgt in den vergangenen Stunden vor allem in der Eifel, im Hochsauerland und am Harz für ergiebigen Regen. Stellenweise sind schon über 30 l/m² gefallen.

Bisherige Regensumme am Sonntag
Bisherige Regensumme am Sonntag

Durch die Südwestströmung sind auch schön die Leeeffekte der Mittelgebirge zu erkennen. So fiel zum Beispiel im Lee der Eifel, in der Kölner Bucht, bisher kaum Regen. Im Vorfeld der Kaltfront wurde es im Südwesten auch sehr mild, im Oberrheingraben wurden Spitzenwerte von 16 Grad erreicht.

Kaltfront bringt Sturm

Nun erreicht die Kaltfront von UWE den Westen und Süden des Landes. So wurde um 14 Uhr in Weilheim-Bierbronnen im Südschwarzwald eine Sturmböe von 104 km/h gemessen. In den kommenden Stunden rauscht die Kaltfront nach Osten durch, dabei sind vor allem in Baden-Württemberg und Bayern bis zum späten Abend schwere Sturmböen von bis zu 110 km/h zu erwarten. Genau Infos dazu findet ihr wie immer auf uwr.de

Maximale Böen bis 13:40 Uhr
Maximale Böen bis 13:40 Uhr

Titelbild: UBIMET, METEOSAT

Tief UWE bringt Sturm am Sonntag

Windsack im Sturm

Schon stürmischer Auftakt ins Wochenende

Am heutigen Freitag sorgt das Orkantief THOMAS über Schottland schon für erste stürmische Böen in Deutschland. Diese beschränken sich aber auf die Eifel, das Sauerland und Rothaargebirge sowie das Harzumfeld. Böen bis zu 70 km/h sind hier möglich. Deutlich windiger wird es dann am Samstag, wenn das Tief weiter Richtung Skandinavien zieht. Sturmböen sind dann in der gesamten Nordwesthälfte zu erwarten, mit Böen bis zu 90 km/h lebt der Südwestwind vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen auf.

Hier die erwarteten Böen vom ECMWF am Samstag:

Unwettergefahr am Sonntag

Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung kündigt sich am Sonntag ein Sturmtief an, welches den Namen UWE erhalten wird. Dieses zieht am Vormittag von Frankreich über die Benelux-Länder nach Norddeutschland. Das Hauptsturmfeld erfasst dabei vor allem den Süden und Westen des Landes. Die heftigsten Böen zeichnen sich mit Durchzug der Kaltfront am Nachmittag und Abend in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern ab. Hier sind 90 bis 100, lokal bis zu 110 km/h zu erwarten. Sonst erreichen die Spitzenböen vielerorts 70 bis 90 km/h.

Hier die erwarteten Böen vom ECMWF am Sonntag:

Am Montag Wetterberuhigung

Zu Beginn der neuen Woche zieht das Tief UWE dann Richtung Baltikum ab, von Nordwesten her strömt deutlich kältere Luft heran. Der Sturm ist dann aber kein großes Thema mehr, Böen zwischen 60 und 70 km/h sind noch östlich der Linie Bremen-Leipzig zu erwarten. Dazu ziehen einige Regen- und Schneeschauer über das Land hinweg, die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 300 und 500 m. In etwas kräftigeren Schauern sind aber auch Schneeflocken bis in die Niederungen möglich. Am Alpenrand stauen sich diese, hier sind am Montag durchaus 10 bis 20 cm Neuschnee zu erwarten.

Am Nachmittag und Abend Eisregen im Süden

Die Front von Tief STEFAN liegt derzeit quer über Deutschland und erstreckt sich zu Mittag von der Schwäbischen Alb über den Harz bis nach Schleswig-Holstein. Dabei traf die Front am Vormittag bereits auf bodennahe Kaltluft, vom Pfälzer Wald über den Taunus bis zu Rothaargebirge und  der Rhön gab es gebietsweise gefrierenden Regen.

Radar und Bodentemperaturen knapp vor 12 Uhr (DWD)
Radar und Bodentemperaturen knapp vor 12 Uhr (DWD)

Regen trifft auf massive Kaltluft

In den kommenden Stunden verlagert sich die Front ostwärts und trifft dabei in Bayern auf massive Kaltluft. Hier hat sich in den vergangenen Tagen über der vorhandenen Schneedecke in Verbindung mit regionalem Nebel eine kräftige bodennahe Kaltluftschicht gebildet. Auf die Kaltluftschicht gleitet nun der Regen auf und bringt am Nachmittag und Abend verbreitet Glatteis. Betroffen sind vor allem die Regionen nördlich von Augsburg und München.

Warnkarte Do. 12 Uhr
Warnkarte Do. 12 Uhr

Entspannung am Abend

Da die Front relativ rasch durchzieht, entspannt sich die Situation mit Ende des Regens nach 2 bis 4 Stunden wieder. Am längsten glatt bleibt es noch in Niederbayern. Am Freitag besteht keine Eisregenrisiko, Samstagfrüh kann es aber von der Rhön und dem Thüringer Wald über den Oberpfälzer Wald bis nach Niederbayern nochmals kurzzeitig glatt werden durch Eisregen.

Titelbild: Thomas Sävert @Tornadoliste

Katastrophale Überschwemmungen in Australien

Wassermassen in Townsville.

Seit nun gut einer Woche schüttet es im Nordosten Australiens was das Zeug hält. Auslöser hierfür war ein tropisches Tief, das sich in den vergangenen 10 Tagen praktisch nicht vom Fleck gerührt hat. Manche Stationen in der Umgebung von Townsville (Queensland) haben in diesem Zeitraum mehr als 2000 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Zum Vergleich 2000 l/m² entsprechen dem vierfachen (!) Jahresniederschlag von Berlin bzw. dem zweieinhalbfachen Jahresniederschlag von Hamburg.

Das ganze Ausmaß der Überschwemmungen wird aus der Luft sichtbar, siehe folgende Drohnenaufnahmen:


Selbst Krokodile und Giftschlangen fliehen vor den Wassermassen und werden vermehrt in den Städten wie Townsville gesichtet:

Spitzenreiter bei den Regenmengen ist die Station Bluewater River knapp nördlich von Townsville. Dort sind in den vergangenen 10 Tagen 2338 l/m² zusammengekommen.

Zu guter Letzt noch ein Hoffnungsschimmer für die betroffene Region (siehe nächste Grafik). Das wetterbestimmende Tief zieht nun langsam auf den Pazifik, die sintflutartigen Regenfälle klingen also in den kommenden Tagen ab. Stattdessen rücken die südlichen Küstengebiete zwischen Bowen und Mackay mehr in den Fokus, hier werden bis zu 600 l/m² erwartet.

Der Regen in Queensland verlagert sich nach Süden.
Der Regen in Queensland verlagert sich nach Süden.

Quelle Titelbild: flickr

Schneereiches Bergland, perfekte Skibedingungen

Meist perfekte Bedingungen in den Skigebieten.

Am Sonntag sorgte Tief PIRMIN vom Alpenrand bis Sachsen für kräftigen Schneefall, verbreitet fielen 15 bis 30 cm Neuschnee. So gab es auch in den Großstädten München und Dresden rund 25 cm Neuschnee.  Im Bergland schneite es teils noch mehr und insgesamt liegt im Erzgebirge und Bayerischen Wald gut 1 Meter Schnee und auch am Alpenrand türmen sich die Schneemassen.

Gesamtschneehöhe
Gesamtschneehöhe am Montag 4. Februar

Viel Neuschnee

In den vergangenen Tagen gab es besonders in den Pyrenäen in den französischen und italienischen Alpen großen Neuschneezuwachs. Gerade in höheren Tallagen fiel teils über 1 Meter Neuschnee. Durch die großen Schneemengen gab es stellenweise auch Lawinenabgänge, wie hier nahe Grenoble:

Am Samstag sorgte der starke Schneefall in Südtirol für ein Verkehrschaos. Die Brennerautobahn und -bundesstraße war für mehrer Stunden komplett gesperrt:

Perfektes Skivergnügen

In den größeren Skigebieten liegt also nun überall ausreichend Naturschnee, der auch in den kommenden Wochen nicht so schnell weichen wird. Zudem scheint sich die Großwetterlage etwas umzustellen und Hochdruckgebiete dürften in den Folgewochen in Mitteleuropa für längere sonnige Phasen sorgen.

Titelbild: pixabay.com

Am Sonntag viel Neuschnee in Südbayern und Sachsen

Kräftig schneien wird es am Sonntag in Bayern und Sachsen.

Schauen wir zuerst auf die Wetterlage für morgen Sonntag. Über Korsika dreht sich das Tief Quirin, dieses lenkt sehr feuchte Mittelmeerluft über die Alpen in den Südosten des Landes. Bodennah strömt gleichzeitig aber immer kältere Luft aus Nordwesten heran. Eine perfekte Kombination für kräftige Schneefälle!

Ein Tief schaufelt feuchte Luft heran.
Ein Tief schaufelt feuchte Luft heran.

Die Bundesrepublik präsentiert sich derzeit so winterlich wie schon lange nicht mehr. In den vergangenen Tagen gab es ja vor allem in der Westhälfte Neuschnee, sodass derzeit gut die Hälfte des Landes unter einer Schneedecke liegen. Neben den üblichen Verdächtigen (Harz, Sauerland, Thüringer Wald, Erzgebirge, Bayerwald, Alpenrand, Alb, Schwarzwald) liegen zum Beispiel auch in der Eifel derzeit 15 bis 25 cm Schnee.

Analysierte Schneehöhen am Samstag.
Analysierte Schneehöhen am Samstag.

Starten wird der Schneefall in der Nacht zum Sonntag, ausgehend vom südlichen Oberbayern breitet sich der Schnee nord- und ostwärts aus. In der Früh schneit es dann schon verbreitet südöstlich der Linie Schwarzwald-Lausitz. Genau in diesen Regionen schneit es dann den ganzen Tag teils kräftig.

Verbreitet kommen hier 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen. Noch deutlich mehr, nämlich 10 bis 20 oder sogar 25 cm Neuschnee erwarten wir im Erzgebirge, im Bayerischen Wald sowie im etwas höher gelegenen Alpenvorland.

Erwartete Schneemengen am Sonntag.
Erwartete Schneemengen am Sonntag.

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Extreme Kältewelle im Norden der USA

Extreme Kältewelle im Norden der USA

Der Höhepunkt der Kältewelle im Norden der USA hat im Upper Midwest in der Nacht zum Mittwoch bzw. am Mittwoch mit lebhaftem Nordwestwind begonnen, dabei lag der Windchill teils unter -50 Grad. In der Nacht zum Donnerstag haben Wind und Windchill nachgelassen, dafür konnten die Temperaturen aber wesentlich stärker absinken. An mindestens drei Orten in Iowa und Illinois wurden neue Kälterekorde aufgestellt, im Mt. Carroll wurden sogar -39 Grad gemessen. Wenn dieser Wert bestätigt wird, handelt es sich um einen neuen Rekord für ganz Illinois. Der absolut kälteste Ort war dagegen Cotton in Minnesota mit -49 Grad. Dieser Wert liegt nur 2 Grad über dem dortigen Kälterekord.

Eisige Kälte im Norden der USA
Der kälteste Ort (blau) und neue Rekordwerte (gelb) am Donnerstag. © NOAA

Ausnahmezustand in Chicago

In Chicago wurden mehrere Busse als beheizte Zufluchtsorte für obdachlose Menschen umfunktioniert, dennoch sind in den USA im Zuge der Kältewelle mindestens 10 Menschen ums Leben gekommen. Auch der öffentliche Verkehr hatte mit den eisigen Temperaturen zu kämpfen, so mussten die Weichen der Bahnlinien in Chicago mit Feuer beheizt werden und am Flughafen gab es mehrere Flugausfälle. Durch den hohen Stromverbrauch kam es zudem gebietsweise zu Stromausfällen.

Polarwirbel

Die Kältewelle wurde durch eine Spaltung des Polarwirbels in der Stratosphäre zu Jahresbeginn begünstigt. Hintergründe zu diesem Thema gibt es hier: Die Stratosphäre und der Polarwirbel. Während in den letzten Tagen in Teilen Nordamerikas und Asiens extrem unterdurchschnittliche Temperaturen verzeichnet wurden, lagen die Temperaturen über die ganze Welt betrachtet allerdings weiterhin über dem Mittel. Die globale Temperaturabweichung im Januar lag bei etwa +0,47 Grad.

Einsetzender Schneefall im Westen zum Frühverkehr

Schneefall im Berufsverkehr

Sturmtief OSKAR trifft derzeit auf die Bretagne und sorgt hier verbreitet für Orkanböen. In weitere Folge zieht das kleinräumige Tief ostwärts in Richtung Deutschland. Über Nacht muss man in Paris und östlich davon verbreitet mit 5 bis 10 cm nassen Neuschnee rechnen.

Schnee wieder im Westen

Mittwochfrüh erreicht OSKAR dann den Westen des Landes. Im Saarland, Rheinland-Pfalz und etwas später auch in NRW setzt Schneefall bis in tiefe Lagen ein. Während es sich unterhalb von 300 m meist nur um Schneematsch handelt, fallen darüber bis zu 10 cm Neuschnee.

Neuschneemengen in cm für Mittwoch
Neuschneemengen in cm für Mittwoch

Zum Abend hin verlagert sich das Schneefallgebiet nach Norden ins Emsland, hier kommen aber maximal 1 bis 2 cm Schneematsch zusammen.

Donnerstagnacht nächste Front

Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Donnerstag nähert sich am Abend schon die nächste Front Westdeutschland an. Diesmal handelt es sich aber um eine ausgeprägte Warmfront. Somit geht der anfänglich Schneefall rasch bis in höchste Lagen in Regen über, in windgeschützten Lagen ist auch Glatteis nicht ausgeschlossen. Mit der Warmfront wird eine milder Wetterphase eingeleitet, erst im Laufe des Sonntag nähert sich wieder kalter Winterluft.

Titelbild: pixabay.com

Neuschnee in den Mittelgebirgen

Winterberg im Schnee

Das Tiefzentrum von MARTIN liegt derzeit knapp südlich von Hamburg und das Tief steuert feuchte Luft von der Nordsee in den Westen und in die Mitte des Landes. Hier regnet und schneit es verbreitet, die Schneefallgrenze liegt dabei meist zwischen 200 und 400 m. Während es also in den tiefsten Lagen eine Spur zu mild blieb, kamen in den westlichen Mittelgebirgen schon einige Zentimeter Neuschnee zusammen. Eine Fahrt durch die Eifel:

Oder vom Mummelsee im Nordschwarzwald, hier sind schon gut 30 cm Neuschnee gefallen:

Schneeparadies Mummelsee

Tief und Niederschlag verlagern sich nach Osten

In den kommenden Stunden verlagert sich MARTIN langsam ostwärts und somit auch die mit ihm verbundenen Niederschläge. Am Abend und in der Nacht regnet und schneit es dann vor allem im Süden und Osten des Landes, wobei die Schneefallgrenze allmählich bis in tiefste Lagen sinkt. In den Mittelgebirgen und am Alpenrand sind bis Dienstagfrüh 5 bis 15 cm, lokal auch mehr zu erwarten.

Kurze Verschnaufpause

Am Dienstag stellt sich tagsüber Zwischenhocheinfluss ein und letzte Schneeschauer klingen rasch ab. Mit Annäherung eines Tiefs von Frankreich her setzt aber Mittwochmorgen vom Saarland bis NRW wieder Schneefall bis in tiefste Lagen ein.

Titelbild: pixabay.com

Extreme Kälte in Kanada und den USA

Niagara Fälle im Winterkleid

Bereits in den vergangenen Tagen war es im Mittleren westen und an den Großen Seen sehr kalt mit Tiefstwerte knapp unter -20 Grad. Doch bis zur Wochenmitte verschärft sich die Situation noch weiter. Am Mittwoch sind an der kanadischen Grenze Tiefstwerte um die -40 Grad zu erwarten und auch tagsüber steigt hier das Thermometer nur geringfügig an.

Temperaturen am Mittwoch 30.01.2019
Temperaturen am Mittwoch 30.01.2019 @ UBIMET

Die Frostluft breitet sich weit in den Süden aus, frostfrei bleibt es nur der Süden von Florida und Texas sowie an der Westküste.

Kälte verlagert sich an die Ostküste

In der zweiten Wochenhälfte verlagert sich der Kältepol etwas ostwärts, sodass auch an den Ostküstenmetropolen wie Washington D.C., New York City oder Boston mit strengem Dauerfrost gerechnet werden muss.

Temperaturen am Donnerstag 31.01.2019 @ UBIMET

Milderung am Wochenende

Ein rasches Ende findet die Kältewelle dann wohl am Wochenende, wenn die Strömung auf Südwest dreht und milde Luft vom Golf vom Mexiko nach Norden fließt. Dann steigen die Temperaturen wieder deutlich über den Gefrierpunkt.

Temperaturen am Sonntag 03.02.2019 @ UBIMET

Titelbild: pixabay.com

Starke Tornados nahe Antalya in der Türkei

Tornado. © UBIMET

Das Tiefdruckgebiet namens KLAUS liegt derzeit unmittelbar vor der Küste Griechenlands. An der Südostflanke des Tiefs gelangen mit einer südwestlichen Höhenströmung feuchtmilde und teils auch labil geschichtete Luftmassen in den Süden der Türkei,  weshalb es hier seit mehreren Tagen wiederholt zu kräftigen Schauern und Gewittern kommt.

Das Itakientief hat für Tornados in der Türkei gesorgt
Das Tief sorgt für eine südwestliche Höhenströmung in der Türkei. ©UBIMET / NCEP

Tornados im Süden

Bereits am Donnerstag kam es zu einem kräftigen Tornado in Kumluca, westlich von Antalya, welcher erhebliche Schäden anrichtete. Ein weiterer starker Tornado wurde heute Morgen direkt am Flughafen von Antalya beobachtet, dabei wurde sogar ein Bus des Flughafens umgeworfen!

Unwettersaison

Die Gewittertätigkeit im Mittelmeer verlagert sich im Laufe des Herbsts langsam von Nord nach Süd bzw. Südost. Im südöstlichen Mittelmeerraum erreicht die Gewittersaison somit erst im Winter ihren Höhepunkt. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen einer Studie des ESWD wieder, welche die Monate mit den meisten Tagen mit Tornados zeigt. Weitere Infos dazu gibt es hier: Unwettersaison im Mittelmeer.

Im Mittelmeer gibt es im Herbst die meisten Tagen mit Tornados
Der Monat des Jahres mit den im Mittel meisten Tagen mit Tornados. © ESWD

Kurzes Schneevergnügen

Winterliche Straße @ https://pixabay.com/de/users/jerzygorecki-2233926/
Gemessene Temperaturen Donnerstagmittag @ UBIMET, DWD
Gemessene Temperaturen Donnerstagmittag @ UBIMET, DWD

Zwar liegen in einigen Regionen Deutschlands zumindest Schneereste, doch eine nennenswerte Schneedecke von 5 cm und mehr findet man nur südlich der Donau und in den Mittelgebirgen. Am morgigen Freitag stellt sich die Wetterlage um. Von Island kommend verlagert sich ein Tief bis vor die Küste Norwegens und die zugehörige, kräftig ausgeprägte Warmfront durchbricht die über Mitteleuropa vorherrschende Hochdruckbrücke. Dies hat zwar die Verdrängung der frostigen Luft zur Folge, vorübergehend schneit es mit der Front aber nahezu überall für kurze Zeit.

Wetterlage Freitag @ UBIMET
Wetterlage Freitag @ UBIMET
Analysierte Schneehöhe Donnerstag @ UBIMET
Analysierte Schneehöhe Donnerstag @ UBIMET

Gegen Freitagmittag sind im Emsland die ersten Schneeflocken zu erwarten, bis zum Abend fällt Schnee bereits auf einer Linie von Lübeck bis zum Sauerland, bis Mitternacht erreicht die Front das Erzgebirge und den Schwarzwald. Anfangs handelt es sich bis in tiefe Lagen um Schnee, mit der Zeit wird es aber milder und die Schneefallgrenze steigt vor allem im Westen rasch an. Am längsten hält sich die kalte Luft von Vorpommern entlang der Oder bis ins Erzgebirgsvorland sowie in höheren Lagen der östlichen Mittelgebirge. Hier sind bis Samstagvormittag auch die höchsten Neuschneemengen von etwa 10 cm zu erwarten, sonst reicht es aber doch immerhin für 2 bis 4 cm. Bis auf die westlichsten Teile Deutschlands wird es nahezu überall mal kurz weiß.

Neuschneeprognose über 24 Stunden von Freitagmittag bis Samstagmittag @ UBIMET
Neuschneeprognose über 24 Stunden von Freitagmittag bis Samstagmittag @ UBIMET

Im Übergangsbereich von Schnee zu Regen ist regional auch gefrierender Regen möglich. Auch wenn Autothermometer oder dergleichen dann bereits Werte über den Gefrierpunkt anzeigen, kann der Boden durch den tagelangen Dauerfrost noch deutlich kälter bzw. gefroren sein. Es ist also Vorsicht geboten.

 

Titelbild: Winterliche Straße @ https://pixabay.com/de/users/jerzygorecki-2233926/

Schnee im äußersten Westen und in Frankreich

Webcam Goch @ http://www.goch.de
Webcam Kleve @ http://www.maxxa.de/pix/webcam.jpg
Webcam Kleve @ http://www.maxxa.de/pix/webcam.jpg

Die Temperaturen liegen aktuell am Dienstagnachmittag verbreitet im Frostbereich oder sinken bald wieder in diesen. Damit dürfte der Schnee, welcher nun von Westen her aufzieht, überall liegenbleiben. Die Front wird jedoch immer langsamer bzw. stationär, denn das Hoch BRIGIDA über Osteuropa blockiert den Weg. Der Schneefall hält also auch in der Nacht an, wird dabei aber immer schwächer. Viel Schneeakkumulation darf man sich zwar nicht erwarten, aber zwischen 3 und 5 cm dürften auch abseits von Eifel und Hunsrück in den tiefen Lagen zusammenkommen.

Radar und Tempereraturen am Boden, Stand 15:00 Uhr @ UBIMET, DWD
Radar und Tempereraturen am Boden, Stand 15:00 Uhr @ UBIMET, DWD

 

Im Norden Frankreichs hat es heute schon winterliche Bedingungen gegeben, häufig war das in diesem Winter noch nicht der Fall. Nachfolgend ein paar Eindrücke:


 

Titelbild: Webcam Goch @ http://www.goch.de

Erster Wintersturm an der US-Ostküste

Schnee und Eis

Bisher verlief der Winter an der US- Ostküste ungewöhnlich mild und relativ trocken. Doch pünktlich zum verlängerten Wochenende, am Montag feiert die USA den Martin Luther King Jr. Day, trifft der erste kräftige Wintersturm den Nordosten der USA.

Wintersturmwarnungen vom NWS

Bis zu 50 cm Neuschnee in wenigen Stunden

Schneesturm Harper bringt von den Großen Seen bis nach Maine größere Neuschneemengen. So sind in dieser Region verbreitet 30 bis 50 cm Neuschnee zu erwarten, dazu kommen noch Schneeverwehungen hinzu. In Richtung Ostküste mischt sich hingegen zwischendurch mildere Luft durch, sodass in New York der Großteil des Niederschlags als Regen fällt und auch in Boston handelt es sich wohl und Nassschnee.

Kälte nach Sturm

Auf der Rückseite des Sturms wird arktische Kaltluft aus Kanada angezapft, sodass am Martin Luther King Jr. Day zwischen Chicago und New York die Höchstwerte meist zwischen -20 und -10 Grad liegen. Somit ist in den Küstenmetropolen verbreitet mit spiegelglatten Straßen und gefrorenen Stromeitungen durch überfrierende Nässe zu rechnen.

18. Januar: Jahrestag von Orkan Kyrill und Friederike

Kyrill Wetterkarte

Kyrill

Am 18. Januar 2007 zog das Orkantief Kyrill vom Atlantik über die Nordsee hinweg in Richtung Baltikum. Orkanböen richteten in weiten Teilen Mitteleuropas schwere Schäden an,  dabei kamen europaweit 47 Menschen ums Leben, davon allein in Deutschland 13. In vielen Regionen gab es Stromausfälle und der Zugverkehr wurde in ganz Deutschland erstmals wegen eines Orkans eingestellt. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherer beliefen sich die Schäden allein in Deutschland auf etwa 4,7 Milliarden Euro.

Spitzenböen auf den Bergen in Deutschland:

  • 201 km/h Wendelstein
  • 198 km/h Brocken
  • 184 km/h Fichtelberg
  • 178 km/h Großer Kornberg
  • 176 km/h Zugspitze
  • 169 km/h Großer Arber
  • 166 km/h Feldberg im Schwarzwald

Auch im Flachland kam es allerdings zu Orkanböen, ganz besonders mit Durchzug der Kaltfront. Diese sorgte in den zentralen Landesteilen für eine ausgeprägte Gewitterlinie, dabei kam es sogar zu mehreren Tornados.

Orkanböen in den Niederungen (Auswahl):

  • 150 km/h Eppendorf (Sachsen)
  • 148 km/h Bad Liebenwerda  (Brandenburg)
  • 146 km/h Berlin-Adlershof (Berlin)
  • 144 km/h Flughafen Düsseldorf (NRW)
  • 137 km/h Fürstenzell (Bayern)
  • 133 km/h Chemnitz (Sachsen)
  • 133 km/h Flensburg (Schleswig-Holstein)
  • 130 km/h Wolfsbrug (Niedersachsen)
  • 130 km/h Flughafen Köln-Bonn (NRW)
  • 122 km/h Flughafen Dresden (Sachsen)
  • 119 km/h Flughafen Erfurt (Thüringen)
  • 119 km/h Flughafen München (Bayern)
  • 119 km/h Aachen (NRW)
  • 118 km/h Karlsruhe (B-W)
Schäden durch Kyrill
Schäden durch Kyrill. Photo: pittigliani2005; Visual Hunt / CC BY-NC-ND

Friederike

Der Tiefkern von Orkan Friederike zog am 18. Januar 2018 von England über Norddeutschland nach Polen hinweg. Besonders betroffen vom Sturmfeld waren NRW, das südliche Niedersachsen, Nordhessen, das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Auf dem Brocken wurden 203 km/h gemessen, aber auch im Flachland gab es Orkanböen bis zu 138 km/h. Der Fernverkehr der DB wurde landesweit eingestellt und in manchen Bundesländern auch der Regionalverkehr. Der Orkan forderte mindestens 8 Todesopfer und der versicherte Schaden betrug eine Milliarde Euro. In der Mitte Deutschlands war es das stärkste Sturmereignis seit Kyrill.

Spitzenböen auf den Bergen:

  • 203 km/h Brocken
  • 174 km/h Fichtelberg
  • 158 km/h Zugspitze

Spitzenböen in den Niederungen (Auswahl):

  • 138 km/h Gera (Thüringen)
  • 134 km/h Frankenberg-Geismar (Hessen)
  • 130 km/h Erfurt (Thüringen)
  • 130 km/h Flughafen Leipzig/Halle (Sachsen)
  • 126 km/h Flughafen Münster/Osnabrück (NRW)
  • 122 km/h Werl (NRW)
  • 122 km/h Dresden (Sachsen)
  • 116 km/h Flughafen Düsseldorf (NRW)
Orkan Friederike
Böen am 18. Januar 2018. © UBIMET

Kyrill und Friederike stellen zwei außergewöhnliche Ereignisse dar. Orkan Kyrill war allerdings wesentlich großräumiger als Friederike, so beeinflusste sein Sturm- und Orkanfeld ganz Deutschland und weite Teile Mitteleuropas. Friederike beeinflusste in erster Linie die Niederlande und den Streifen von NRW bis nach Sachsen in Deutschland.

Ab Freitag winterlich kalt, aber vorerst kein Schnee

Kleinere Gewässer frieren allmählich zu

Derzeit liegt über Ostdeutschland noch eine Warmfront die etwas Regen, in den Hochlagen des Erzgebirge Schnee bringt. Nach Abzug der Warmfront stellt sich zur Wochenmitte vorübergehend recht mildes Wetter in, bevor am Donnerstag eine Kaltfront eine längere kalte Wetterphase einleitet.

Frostiges Wochenende

Am Freitag ziehen im Osten und Süden zunächst ein paar Schneeschauer durch, von westen her macht sich aber immer mehr der Hochdruckeinfluss bemerkbar. Am Wochenende kommt das Hoch dann direkt über Deutschland zu liegen, somit stellt sich recht freundliches aber kaltes Wetter ein. Im Süden und im Bergland stellt sich verbreitet Dauerfrost ein, zarte Plusgrade gibt es vor allem noch entlang des Rheins.

Schnee kommende Woche?

In der kommende Woche scheint sich dann ein kräftiges Tief über Westeuropa zu etablieren. Ob das Tief auch Einfluss auf das Wetter bei uns nimmt, bleibt noch abzuwarten. Die Chance auf etwas Neuschnee selbst in tiefen Lagen steigt aber wieder an. Solche Schneemassen wie in den Alpen sind aber nicht zu erwarten.

Titelbild: pixabay.com

Schneemassen in den Alpen

Schneemassen in Oberstdorf

Mitteleuropa liegt seit Jahresbeginn im Einflussbereich einer blockierten Wetterlage: Ein mächtiges Hoch über dem Ostatlantik sorgt in den Alpen für eine nördliche Höhenströmung, dabei führen Tiefdruckgebiete über Nordeuropa schubweise feuchte Luftmassen gegen die Alpen. Seit Ende Dezember gab es somit im Süden Bayerns, in Österreich sowie mittlerweile auch in Teilen Sachsens große Schneemengen.

Aktuelle Schneehöhen in Bayern:

  • Zugspitze 345 cm
  • Ramsau-Schwarzeck 200 cm
  • Bischofswiesen-Loipl 190 cm
  • Aschau-Stein 153 cm
  • Reit im Winkl 150 cm
  • Jachenau-Tannern 142 cm
  • Kiefersfelden-Gach 141 cm
  • Mittenwald-Buckelwiesen 137 cm
  • Berchtesgaden 110 cm
  • Immenstadt-Reute 101 cm
  • Oberstdorf 84 cm
  • Holzkirchen 81 cm

Aktuelle Schneehöhen Mittelgebirge:

  • 115 cm Brocken
  • 89 cm Carlsfeld
  • 75 cm Zinnwald-Georgenfeld
  • 69 cm Deutschneudorf-Brüderwiese
  • 56 cm Tannenberg

Aktuelle Schneehöhen in Österreich:

  • Hochfilzen (Tirol) 184 cm
  • Schröcken (Vorarlberg) 183 cm
  • St. Ulrich am Pillersee (Tirol) 175 cm
  • Spital am Pyhrn (Oberösterreich) 159 cm
  • Warth (Vorarlberg) 143 cm
  • Leutasch (Tirol) 125 cm
  • Schoppernau (V) 125 cm

Besonders in den östlichen Nordalpen vom Steinernen Meer über den Dachstein bis zum Hochschwab liegen teils mehr als 4 Meter Schnee, im Toten Gebirge in Österreich wurde lokal sogar die 5-Meter-Marke geknackt (508 cm derzeit am Loser in 1573 m Höhe).

Schnee in den Alpen
Schnee in den Alpen am Freitagmorgen. © UBIMET
Schnee in Deutschland
Schnee in Deutschland am Freitagmorgen. © UBIMET

Regen und Schnee

Am Sonntag muss man in den Nordalpen neuerlich mit Regen und Schnee rechnen. Die Schneefallgrenze steigt vorübergehend gegen 800 bis 1000 m an, ehe sie am Montag wieder in die Niederungen absinkt. Im Gebirge ist bis Dienstagvormittag neuerlich teils mehr als 1 Meter Neuschnee zu erwarten, aber auch in vielen Tallagen zeichnen sich Mengen von 20 bis 50 cm ab. Die Kombination aus großen Schneemengen, weiterem Schnee und stürmischem Wind sorgt für eine neuerliche Anspannung der bereits sehr großen Lawinengefahr. Erst ab Mittwoch ist eine Wetterberuhigung in Sicht.

Über ein halber Meter Neuschnee

Reichlich Neuschnee im Bergland

In den kommenden Stunden ziehen zahlreiche Schauer übers Land und bringen von Norden her immer kältere Luft heran. Dabei sinkt die Schneefallgrenze bis Mittwochfrüh gegen 200 m. Vor allem in den Nordstaulagen der östlichen Mittelgebirge und am Alpenrand kommt dann am Mittwoch einiges an Neuschnee hinzu.

Halber Meter Neuschnee im Erzgebirge

Bereits jetzt schneit es im Erzgebirge oberhalb von rund 600 m kräftig und bis Mittwochfrüh schneit es hier bis in tiefe Lagen. Hier ein paar Bilder von der derzeitigen Lage:

Fichtelbergbahn – www.fichtelbergbahn.de
Johanngeorgenstadt
Winterliches Johanngeorgenstadt

Der Mittwoch selbst verläuft dann tiefwinterlich mit kräftigem Schneefall. In den Hochlagen kommen dazu noch Schneeverwehungen, es ist mit starken Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Insgesamt kommen bis Donnerstagabend verbreitet 30 bis 50 cm Neuschnee hinzu, in Hochlagen sogar noch mehr!

Im Südosten verbreitet winterlich

Auch in den übrigen Mittelgebirgen kommt etwas Neuschnee hinzu. Im Flachland bleibt es hingegen oftmals schneefrei, östlich der Linie Berlin-Freiburg kann sich aber doch bis Donnerstagabend oftmals eine dünne Schneedecke ausbilden.

Titelbild: visualhunt.com

 

Tief BENJAMIN bringt Sturm, Regen und Schnee

Graupelschauer

Die Warmfront von Tief BENJAMIN bringt derzeit im Nordwesten bereits Regen und dieser breitet sich nachts auf das ganze Land aus. Dabei steigt die Schneefallgrenze kurzzeitig gegen 1000 m.

Kaltluft und Sturmböen

Der Tiefkern zieht Dienstagfrüh über Dänemark hinweg in Richtung Polen und an dessen Rückseite strömt zunehmend kalte Luft nach Deutschland. Dabei sind verbreitet Schauer zu erwarten, lokal auch Wintergewitter, die im Norden und Osten oftmals Sturmböen mit sich bringen. Am stärksten weht der Sturm an den Nordseeinseln mit Böen um die 110 km/h.

UWR-Warnkarte vor Sturm am Dienstag
UWR-Warnkarte vor Sturm am Dienstag

Die Schneefallgrenze sinkt wieder auf 400 bis 600 m herab, Graupelschauer kann es aber selbst im Tiefland geben.

Viel Schnee in den Mittelgebirgen

In der Nacht auf Mittwoch sinkt die Schneefallgrenze weiter ab, abseits der Küste schneit es meist bis in tiefe Lagen. Während es aber im Flachland höchstens für eine dünne Schneedecke reicht schneit es vor allem in den östliche Mittelgebirgen ergiebig. Bis Donnerstagabend kommen große Neuschneemengen zusammmen:

  • Erzgebirge 30 bis 50 cm Neuschnee, in den Hochlagen Schneeverwehungen
  • Thüringer Wald 15 bis 30 cm Neuschnee
  • Bayerischer Wald 20 bis 40 cm Neuschnee
  • übrige Mittelgebirge meist 5 bis 15 cm Neuschnee
  • am Alpenrand teils über 50 cm Neuschnee

Während also im Flachland weiterhin der Winter auf sich warten lässt, kommt im Bergland reichlich Neuschnee hinzu.

Titelbild: visualhunt.com

Am Wochenende große Schneemengen in Bayern

Viel Neuschnee gibt es am Alpenrand.

Verantwortlich für die großen Neuschneemengen ist eine Warmfront, die Süddeutschland in diesen Stunden erfasst. Sie lenkt sehr feuchte und kalte Luftmassen aus Skandinavien gegen die Alpen, wo sich diese staut und die heftigen Schneefälle auslöst.

Schwerpunkt Alpenrand

Im folgenden Bild seht ihr die Prognose der Neuschneehöhen von heute bis einschließlich Montag. Besonders südlich der Donau kommen 10 bis 20 cm Neuschnee zusammen, im Alpenvorland zwischen Memmingen und Traunstein auch 20 bis 40 cm. Noch mehr fällt am unmittelbaren Alpenrand, hier muss man bis Montag mit 40 bis örtlich 70 cm rechnen. Die schneereichsten Orte dürften die üblichen Schneelöcher wie zum Beispiel Mittenwald, Bayrischzell, Ruhpolding und Reit im Winkl werden!

Viel Schnee vor allem in Oberbayern.
Viel Schnee vor allem in Oberbayern.

Große Lawinengefahr

Da der Nord- bis Nordwestwind auf den Bergen kräftig bis stürmisch weht, steigt die Lawinengefahr deutlich an. Grund hierfür sind die massiven Schneeverfrachtungen, womit für die Lawinenauslöse nicht einmal mehr ein Wintersportler notwendig ist. Durch die große Lawinengefahr – örtlich wird wohl in den bayerischen Alpen Warnstufe 5 ausgerufen – sind auch einige Straßensperren zu befürchten, und das ausgerechnet zum Bettenwechsel in den Skigebieten.

Vereinzelt gilt bereits Warnstufe 4!
Vereinzelt gilt bereits Warnstufe 4!

Quelle Titelbild: pixabay

Lake Effect: Bis zu 1 Meter Neuschnee in Süditalien

Schnee an der italienischen Adriaküste - pixabay.com / luigimartina

Der Kaltluftvorstoß, der auch im Alpenraum für tiefwinterliche Verhältnisse sorgt, ist derzeit für zahlreiche, kräftige und oft gewittrige Schneeschauer entlang der italienischen Adriaküste in Süd- und Mittelitalien verantwortlich. So sind derzeit von Rimini bis nach Apulien viele Strände leicht angezuckert. In den Apenninen kommt oberhalb von 600 bis 800 m bis Samstag zum Teil sogar mehr als 1 Meter Neuschnee zusammen!

Wir haben ein paar beeindruckenden Bilder und Videos für euch zusammengefasst:

Schnee auch in Neapel und auf Sizilien

Die stärksten Schneeschauer greifen teilweise über die Apenninen bis zur Tyrrhenischen Küste. So wurde unter anderem auch der Vesuv in Neapel leicht angezuckert. In der Millionenstadt selbst sowie in Palermo, die Hauptstadt Siziliens, waren ebenfalls ein paar Schneeflocken zu sehen.

Der Lake Effect tritt unter bestimmten meteorologischen Rahmenbedingungen auf, wenn sehr kalte Luft arktischen Ursprungs  über vergleichsweise warmen Wasserflächen zieht. Im diesen Fall liegt die Temperatur der Wasseroberfläche auf immer noch sehr warme 15 Grad. Die Luft wird dabei labilisiert und nimmt viel Feuchtigkeit auf. Meist bilden sich Schauerstraßen, die dann in schmalen Streifen parallel zur Strömung auf die windzugewandten Küstenregionen treffen. Manchmal wachsen die Schauer sogar zu Schneegewitter heran.  Die räumlichen Unterschiede bei den Neuschneemengen sind aufgrund der teils eng begrenzten Schauerstraßen aber markant.

Am Freitag sind weiterhin zahlreiche und teils gewittrige Schneeschauer im gesamten Süden Italiens einzuplanen, erst am Samstag schwächt sich die Zufuhr kalter Luft aus Nordosten langsam ab.

Stürmischer Start ins neue Jahr

Sturm auf Sylt

Tief ZEETJE zieht von Island in Richtung Baltikum, gleichzeitig verlagert sich der Schwerpunkt von Hoch IGNATIUS von Frankreich nordwärts nach Island. Somit stellt sich hinter der Kaltfront über Deutschland eine kräftige Nordströmung ein, die kalte, arktische Luft heranführt.

Orkanböen an der Nordsee

In der Früh erreicht die Kaltfront den Norden, womit besonders an der See stürmischer Nordwind auffrischt. Der Höhepunkt des Sturms wird aber erst gegen Abend erreicht, dann sind von Sylt bis Pellworm vereinzelt sogar Orkanböen möglich.

Sturmfeld von Tief ZEETJE
Sturmfeld von Tief ZEETJE

Mit Durchzug der Front wird es tagsüber auch im Osten stürmisch, hier treten verbreitet Sturmböen auf. Nach Südwesten zu wird der Wind hingegen immer weniger ein Thema.

Winterliche Kälte

Mit der Kaltfront erreicht uns auch arktische Luft, allerdings ziehen nur mehr einzelne Schauer durch, sodass es abseits der Gebirge kaum irgendwo für Schnee reicht. Tiefwinterlich wird es hingegen im Erzgebirge, neben Neuschnee sorgt der stürmische Nordwestwind auch noch für massive Schneeverwehungen.

Hitze mit bis zu 50 Grad in Australien

Eine Hitzwelle sorgt in Australien für extreme Temperaturen

In Australien steht der Hochsommer zwar noch bevor, schon jetzt haben die Leute aber mit einer ausgeprägten Hitzewelle zu kämpfen, zudem ist auch die Gefahr von Buschfeuern bereits deutlich erhöht.

Vielerorts gab es Temperaturen über 40 Grad
Höchstwerte in Australien am Freitag

Knapp 50 Grad in WA

Vor allem in Teilen des Bundesstaats Westaustralien, im Landesinneren sowie an der Südküste vom Bundesstaat Südaustralien gab es in den vergangenen Tagen extreme Hitze, so wurden recht verbreitet Temperaturen von über 45 Grad gemessen. Die 50-Grad-Marke wurde im Nordwesten von Westaustralien am Donnerstag nur knapp verfehlt:

Marble Bar 49,3 Grad
Onslow Airport 49,2 Grad
Roebourn 49,0 Grad

Der Höchstwert von Marble Bar stellt einen neuen Stationsrekord in der über 100-jährigen Messgeschichte dar. Auch in den Großstädten gab es allerdings sehr hohe Temperaturen:

  • 43,8 Grad Adelaide
  • 39,9 Grad Melbourne Airport
  • 37,5 Grad Melbourne Olympic Park
  • 36,9 Grad Canberra
  • 34,0 Grad Sydney Airport

Weiterhin heiß

In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen zwar nicht mehr auf ganz so extreme Werte, besonders im Westen und im Landesinneren ist aber weiterhin mit Höchstwerten über der 40-Grad-Marke zu rechnen.

Tief YVETTE bringt Regen, Wind und Gewitter

In Teilen Deustchland sgab es große Regenmengen

Der Samstag beginnt in weiten Teilen des Landes trüb durch Nebel oder Wolken, zudem sorgen die Reste von Tief XYNTHIA in der Mitte und im Osten mitunter auch für ein wenig Regen oder Sprühregen. Örtlich kann es dabei vom Saarland bis zum Siegerland und Südhessen bei frostigen Temperaturen auch glatt werden! Etwas Sonne gibt es in höheren Lagen von Schwarzwald und Alb sowie am Alpenrand.

Das Tief zieht zunächst über England
Tief YVETTE in der Nacht zum Samstag. © UBIMET / NCEP
Am Samstag trifft es dann auf Deutschland
Tief YVETTE am Samstagnachmittag. © UBIMET / NCEP

Wind und Gewitter

Im Tagesverlauf zieht Tief YVETTE über Schottland hinweg und bei fallendem Luftdruck kommt im Nordwesten allmählich frischer Südwestwind auf. Am Nachmittag ziehen dann von der Nordsee Schauer und Gewitter auf, dabei lebt der Wind stark bis stürmisch aus West auf. In exponierten Lagen sowie in Gewitternähe sind auch Sturmböen zu erwarten. In der Nacht verstärkt sich der Wind dann auch in der Mitte und im Südosten zunehmend, stellenweise gibt es kräftige Böen um 60 km/h.

Im Nordwesten und in der Mitte gibt es Sturmböen
Modellprognose der Windspitzen bis Sonntagmorgen. © UBIMET

Regen und Schnee

Am Samstagabend verlagert sich der Schwerpunkt der Schauertätigkeit in den Osten und in die Mitte des Landes, dabei fällt im Bereich des Erzgebirges, in Teilen Oberfrankens sowie entlang des Böhmerwaldes oberhalb etwa 500 m anfangs kräftiger Schnee. Die Schneefallgrenze steigt hier im Laufe der Nacht zum Sonntag von  den Niederungen gegen 700 bis 900 m an. Überwiegend trocken bleibt es dagegen im Südwesten Deutschlands.

In der Nordosthälfte fällt vorübergehend kräftiger Regen
24h-Niederschlagsprognose bis Sonntagmorgen. © UBIMET GFS

26.12.1999: Orkantief Lothar – ein Rückblick

Bodendruckkarte vom 26.12.1999, 01 Uhr @ http://www.wetter-express.de/lothar.htm

1999 – eine Zeit, in welcher die Meteorologie im Vergleich zu heute noch deutlich weniger fortschrittlich war. Wetterprognosen waren weniger präzise und kurzfristige Entwicklungen wurden schlechter erfasst. Zudem war das Warnmanagement mit dem von heute nicht vergleichbar. Und so kam es, dass sich in der Nacht auf den 2. Weihnachtsfeiertag über der Biskaya, eingebettet in eine kräftige westliche Strömung an der Südflanke eines umfangreichen Tiefdruckkomplexes über dem Nordatlantik ein Randtief bildete. Unscheinbar muss es zunächst gewirkt haben, doch die Intensivierung in den nächsten Stunden war gewaltig. Damalige Wettermodelle müssen Probleme mit der Einordnung dieser Entwicklung gehabt haben, denn absehbar war diese lange Zeit nicht.

Warnungen sehr kurzfristig

Im Laufe des Vormittags verlagerte sich das Tief über den Norden Frankreichs hinweg nach Luxemburg und allmählich wurde auch in Deutschland klar, was da aufkommt. Erste Nachrichten von Todesopfern in Paris kamen über die Radiosender und Wetterberichte wurden angepasst, Sturmwarnungen ausgegeben. Doch das war kaum mehr rechtzeitig. Mit großer Geschwindigkeit rauschte Lothar über die Mitte Deutschlands hinweg und erreichte bereits am Nachmittag die Oder. Kurz, aber sehr heftig – nach 6 Stunden war alles vorbei.

Spitzenböen durch Orkan Lothar am 26.12.1999 @ UBIMET, DWD
Spitzenböen durch Orkan Lothar am 26.12.1999 @ UBIMET, DWD

Böen bis zu 272 km/h auf den Bergen

Die meisten Menschen wurden komplett überrascht, nichts hatte in den Wetterberichten auf einen derartigen Orkan hingewiesen. Neben dem Norden Frankreichs waren vor allem die Schweiz und die Südhälfte Deutschlands betroffen. Auf dem knapp 700 m hohen Berg Hohentwiel bei Singen wurden nahezu unglaubliche 272 km/h gemessen, auf dem Wendelstein waren es 259 km/h. Auf dem Feldberg war der letzte Wert 212 km/h, bevor die Wetterstation den Geist aufgab. Doch auch im Flachland wurden verbreitet deutliche Orkanböen registriert: Im Schweizer Brienz waren es außergewöhnliche 181 km/h, in Deutschland stammt der höchste Wert mit 151 km/h aus Karlsruhe. Hier zog das Tiefzentrum nur knapp vorbei, der Luftdruck fiel an der Station innerhalb von 10 Stunden um beeindruckende 30 hPa.

Über 100 Todesopfer zu beklagen

Ganze Wälder wurden gekappt, vor allem der Schwarzwald lag im Bereich des stärksten Orkanfeldes. Mit geschätzten 6 Mrd. US-$ gilt Lothar als einer der weltweit teuersten Versicherungsfälle. Zudem waren 110 Todesopfer zu beklagen – sicherlich auch aufgrund unzureichender Warnungen. Die meisten Menschen starben in Frankreich, wo am Tag darauf noch ein zweites Orkantief durchzog. In Baden-Württemberg wurden allein durch Lothar 13 Menschen getötet.

 

Titelbild: Bodendruckkarte vom 26.12.1999, 01 Uhr @ http://www.wetter-express.de/lothar.htm

 

Wo gibt es dieses Jahr weiße Weihnachten?

Der Traum vieler Menschen: Weihnachten mit Schnee.

Die ernüchternde Nachricht gleich vorneweg: Für vermutlich 99 % der Bundesbürger wird Weihnachten in diesem Jahr kein kitschiges, weil verschneites Fest. Zumindest was die meteorologischen Rahmenbedingungen betrifft…

Werfen wir dazu am besten direkt einen Blick auf die analysierten Schneehöhen von heute Mittag:

Schneehöhen in Deutschland.
Schneehöhen in Deutschland.

Wir sehen: Richtig weiß hat man es nur ganz vereinzelt. So liegen auf dem Brocken im Harz knapp 70 cm Schnee, in Lagen oberhalb von 600 m sind es hier immerhin noch 1 bis 2 cm. Ähnlich mau sieht die Schneelage im Sauerland (Kahler Asten 2 cm) und im Schwarzwald aus (Feldberg immerhin 25 cm).

Östliche Mittelgebirge winterlicher

Etwas winterlicher präsentieren sich Thüringer Wald, Erzgebirge sowie der Bayerische Wald. Hier ausgewählte Schneehöhen von heute aus diesen Mittelgebirgen:

  • Zinnwald 19 cm
  • Carlsfeld 19 cm
  • Marienberg 6 cm
  • Neuhaus am Rennweg 4 cm
  • Mauth-Finsterau 9 cm

Viel Regen an den Alpen

Eine kräftige Warmfront hat indes im Süden des Landes für große Regenmengen gesorgt, vergangene Nacht hat es zwischenzeitlich sogar bis 1800 m hinauf geregnet. Kein Wunder also, dass der Schnee hier in den Tälern förmlich weggeschwommen ist. Am Vormittag ist dann zwar wieder kältere Luft eingeflossen, für mehr als 2 cm Neuschnee beispielsweise in Oberstdorf hat es aber nicht gereicht.

Eher trist daher auch der Blick auf den Tegernsee:

Wenig winterlich in Oberbayern.
Wenig winterlich in Oberbayern.

Und die Feiertage?

An den Weihnachtsfeiertagen bestimmt ein kräftiges Hoch unser Wetter, Schneenachschub ist daher kein Thema. Mit Temperaturen von 1 bis 8 Grad präsentiert sich das Weihnachtswetter zudem deutlich zu mild. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, der Winter geht ja noch ein Weilchen…

Quelle Titelbild: pixabay

Dauerregen im Süden

Mit der Warmfront von Tief STINA begann am Freitag eine milde und nasse Wetterphase. So fiel am Freitag im ganzen Land Regen, große Regenmengen von bis zu 50 l/m² gab es in den Staulagen von Harz, Schwarzwald und dem Thüringer Wald.

Gefallenen Regenmengen am Freitag
Regenmengen am Freitag

Auch am Samstag setzt sich das unbeständige und milde Westwetter fort. Vor allem im Streifen vom Saarland bis zum Bayerischen Wald sowie vom Münsterland bis zum Harz regnet es auch wieder ergiebig.

Bisherige Regenmengen am Samstag
Bisherige Regenmengen am Samstag

Dauerregen im Süden, lokale Überschwemmungen

Am Sonntagnachmittag erreicht die Warmfront eines weiteren Tiefs namens TETE den Westen und Süden des Landes. Dabei setzt wieder verbreitet Regen ein, der sich im Süden Sonntagnacht weiter verstärkt. Dafür verantwortlich ist eine weitere Welle, die kältere Luft aus Norden von der milden und feuchten Atlantikluft im Südwesten trennt.

Prognostizierte Regenmengen von Sonntagabend bis zum Weihnachtsabend
Prognostizierte Regenmengen von Sonntagabend bis zum Weihnachtsabend

In den Staulagen von Schwarzwald und Alpenrand fallen innerhalb von 24 Stunden bis zu 100 l/m² Regen, stellenweise können die Böden solche Regenmengen nicht mehr aufnehmen und das kann Probleme mit sich bringen:

  • Bäche können über die Ufer treten
  • Wiesen  überflutet werden
  • Aquaplaning auf den Straßen

Auch abseits der Staulagen regnet es kräftig, verbreitet sind 30 bis 50 l/m² zu erwarten.

Schnee am Weihnachtsabend?

Der Großteil des Niederschlags fällt unterhalb von rund 1800 m als Regen, zum Ende des Ereignisses fließt aber deutlich kältere Luft ein und die Schneefallgrenze sinkt auf 500 bis 900 m. Dann kann sich stellenweise noch eine dünne Schneedecke ausbilden, meist bleibt es aber grün.

Titelbild: visualhunt.com

Schlimmster Hagelsturm in Sydney seit 20 Jahren

Riesenhagel in Australien

Sehr starker Höhenwind in Zusammenhang mit einer labilen Schichtung der Luft hat am Donnerstag im Südosten Australien zu schweren Gewittern geführt. Stellenweise wurden Hagelkörner mit Durchmessern zwischen 5 und 8 cm gemeldete, zudem gab es örtlich Orkanböen und kräftigen Regen.

Schwere Schäden

Die Schäden sind enorm, so kommen Erinnerungen vom extremen Hagelsturm am 14. April 1999 wieder hoch: Mit 1,7 Billionen Australischer Dollar versicherter Schäden handelte es sich damals um die bislang teuerste Naturkatastrophe Australiens. Auch diesmal wurden besonders Autos und Hausdächer teilweise stark beschädigt. Durch den stürmischen Wind kam es zudem zu Stromausfällen durch umgestürzte Bäume und der Flugbetrieb am Flughafen von Sydney wurde vorübergehend eingestellt.

Tief STINA bringt Sturmböen und Regen

Am wird es gebietsweise stürmisch

Rege Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik beeinflusst zunehmend das Wetter in Mitteleuropa. Tief PIA liegt derzeit südlich von Island und entwickelt in den kommenden Stunden ein weiteres Randtief, welches von der FU Berlin voraussichtlich den Namen STINA erhalten wird.

Sturmböen im Südwesten

Am Freitag zieht das Randtief über Norddeutschland hinweg und an dessen Südflanke kommt teils starker Westwind auf. Im Flachland sind dabei gebietsweise Sturmböen aus West bis Südwest möglich, in höheren Lagen der Mittelgebirge zeichnen sich auch schwere Sturmböen ab. Besonders betroffen sind die Regionen von der Eifel über Rheinland-Pfalz bis nach Franken und Südbayern.

Gebietsweise gibt es Sturmböen
Modellprognose der Windspitzen am Freitag. © UBIMET

Die exakte Zugbahn des Tiefs ist noch unsicher, in den Abendstunden legt der Wind aber auch in einem Streifen vom Emsland bis nach Sachsen und Südbrandenburg zu. Im Weststau der Mittelgebirge fällt zudem häufig Regen, vor allem im Schwarzwald, im Sauerland und im Harz sind auch markante Regenmengen zu erwarten.

Im Schwarzwald regnet es kräftig
24h-Niederschlagsprognose für Freitag. © UBIMET

Schwere Unwetter in Australien

Screenshot eines Videos vom Downburst in Sydney @ https://www.facebook.com/cyclone.of.rhodes

Es sind Szenen, wie man sie auch bei uns im Sommer in ähnlicher Weise erleben kann. Schon häufiger haben wir über so genannte Micro- oder Downbursts berichtet, zum Beispiel hier. Sie treten oft wie aus dem Nichts auf, wenn die Aufwinde innerhalb eines Schauers oder Gewitters nicht mehr reichen die Wassermassen zurückzuhalten und sich ein ‚Sack‘ den Weg zum Boden bahnt. Ist in der Wolke eine trockene Schicht eingelagert, kann sich dieses Paket an Regen durch Verdunstung weiter beschleunigen. Durch den stark beschleunigten Abwind und das Auseinanderlaufen am Boden sind die starken Winde üblicherweise das größte Problem bei diesem Phänomen, weniger der kräftige Regen. Das gestern aufgenommene Videos verdeutlicht dies gut, es empfiehlt sich den Sound anzuschalten:

Wie erwähnt kam es in weiten Teilen von Queensland zudem zu massiven Regenfällen, stellenweise stehen hier nun die Felder unter Wasser:

 

Titelbild: Screenshot eines Videos vom Downburst in Sydney @ https://www.facebook.com/cyclone.of.rhodes

Nach Schnee nun vor allem im Westen milder

Derzeit fällt von der Ostfriesischen Inseln über Hessen bis zum Alpenrand noch ein wenig Schnee. Doch die Front schwächt sich immer mehr ab und am Nachmittag fallen weiter im Osten nur mehr ein paar Flocken. Aber immerhin sorgte der Tiefausläufer für einen winterlichen Morgen im Großteil von Westdeutschland, wie die anschließenden Webcams zeigen:

Schnee auf Borkum
Schnee auf Borkum, sehr früh in dieser Wintersaison
Auch in Köln reichte es für eine dünne Schneedecke
Auch in Köln reichte es für eine dünne Schneedecke
Für kurze Zeit schneite es auch kräftig in Frankfurt am Main
Für kurze Zeit schneite es auch kräftig in Frankfurt am Main
Auch der Bodensee zeigt sich von seiner winterlichen Seite
Auch der Bodensee zeigt sich von seiner winterlichen Seite

Vor allem im Westen deutlich milder

Ab nun setzt sich aber vor allem in der Westhälfte des Landes deutlich milderes Wetter durch, während sich im Nordosten weiterhin eher die Winterluft hält mit Höchstwerten nur knapp über den Gefrierpunkt. Hier die Tageshöchstwerte der kommenden Tage:

  • Sonntag: -2 Grad in Sachsen bis +8 Grad am Oberrhein
  • Montag: 0 Grad in der Uckermark und bis zu +8 Grad entlang des Rheins
  • Dienstag: 2 bis 7 Grad
  • Mittwoch: -2 Grad unter dem Nebel in Niederbayern und +10 Grad im Rheinland

Geringe Chancen für weiße Weihnachten

Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt es im Großteil des Landes mild und zum 4. Advent wird es auch heutiger Sicht aus Westen noch milder aus. Somit sind die Chancen für weiße Weihnachten abseits des höheren Bergland nur gering. Am ehesten kann es noch im Osten des Landes zu einer weißen Überraschung kommen.

Titelbild: visualhunt.com

Sonntagfrüh Schnee im Westen

Auch in Köln bleibt etwas Schnee liegen

Nach einem sonnigen Samstag kündigen am Abend erste Wolken aus Westen die herannahende Front an. In der Nacht verdichten sich zusehends die Wolken und nach Mitternacht setzt vom Münsterland bis zum Schwarzwald Schneefall ein. Nur am Oberrheingraben sowie direkt an der Grenze zu den Benelux-Staaten kann es sich auch um Regen oder Schneeregen handeln.

Verbreitet 5 cm Neuschnee

In der Früh schneit und regnet es im ganzen Westen vom Emsland bis zum Bodensee kräftig und verbreitet kommen um die 5 cm Neuschnee zusammen. In höheren Lagen der Mittelgebirge sind in kurzer zeit 10 cm Neuschnee möglich. Nur eben direkt an der Grenze zu Frankreich und Benelux sowie im Oberrheingraben geht sich kaum eine Schneedecke aus.

6-stündige Neuschneesummen Sonntagmorgen
6-stündige Neuschneesummen Sonntagmorgen

Am Vormittag zieht die Front unter starker Abschwächung nach Osten weiter und erreicht am Abend etwa die Linie Hamburg-Passau. Hier sind aber höchstens noch ein paar Schneeflocken zu erwarten.

Neuschnee taut rasch dahin

Am Ende des Niederschlagsereignisses geht der Schneefall in tiefen Lagen immer mehr in Regen über und der läutet somit schon das Tauwetter ein. Hinter der Front wird es nämlich milder, sodass der gefallene Schnee rasch wieder dahinschmilzt und bis zum Abend meist schon wieder die grünen Wiesen dominieren.

Temperaturen Sonntagmittag
Temperaturen Sonntagmittag – Front trennt die Frostluft von milderer Atlantikluft

Titelbild: pixabay.com

Viel Schnee in den Alpen sorgt für große Lawinengefahr

In den Alpen gab es viel Neuschnee

Seit Sonntag fällt in den Alpen teils kräftiger Schnee. In der Schweiz und im Westen Österreichs gab es in höheren Tallagen mehr als 50 cm Neuschnee und im Hochgebirge teils über 1 Meter. Am Dienstag verlagert sich der Schwerpunkt aber allmählich ostwärts in die Regionen von den Berchtesgadener Alpen bis zum Alpenostrand. Anbei eine Übersicht der gemeldeten Schneehöhen am Dienstagmorgen:

Ort Seehöhe Schnee
Lech (A) 1445 m 92 cm
Schröcken (A) 1244 m 87 cm
Warth (A) 1478 m 78 cm
Langen am Arlberg (A) 1221 m 54 cm
Grimsel Hospiz (CH) 1980 m 70 cm
Arosa (CH) 1878 m 80 cm
Davos (CH) 1594 m 51 cm
Zugspitze (D) 2964 m 120 cm
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET

In den Ostalpen weiterhin Schneefall

In den kommenden Stunden gehen in den Alpen noch ein paar Schauer nieder, in der Schweiz und in Westösterreich sind allerdings nur noch geringe Mengen zu erwarten. Vom Salzkammergut bis zum Alpenostrand wird der Schneefall Dienstagnacht hingegen wieder stärker, somit gibt es hier bis Mittwochnachmittag weitere 20 bis 40 cm Neuschnee.

24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET
24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET
In den Alpen gibt es viel Neuschnee
In Vorarlberg gab es knapp 1 Meter Neuschnee. © foto-webcam.eu

Lawinenwarnstufe 4

Das Zusammenspiel aus großen Schneemengen und stürmischem Wind sorgt derzeit von der Zentralschweiz bis nach Tirol für große Lawinengefahr. Dies entspricht der zweithöchsten Lawinenwarnstufe 4. Vor allem oberhalb der Waldgrenze kann Triebschnee bereits von einzelnen Skifahrern zu Lawinen ausgelöst werden! In Bayern und im Osten Österreichs herrscht erhebliche Gefahr (Stufe 3).

Lawinenwarnstufe 3 in Bayern
Lawinenwarnstufe 3 in Bayern. © LWD Bayern; https://www.lawinenwarndienst-bayern.de/
Es herrscht Lawinenwarnstufe 4
Teils große Lawinengefahr in Tirol (rot = Stufe 4). © LWD Tirol; https://avalanche.report/

Neuschnee in den Mittelgebirgen und in den Alpen

Im Erzgebirge kehrt der Winter ein

Am Montag schneit es in den Staulagen der Mittelgebirge oberhalb von 500 bis 700 m verbreitet. Besonders in der Schwäbischen Alb, im Erzgebirge sowie am Alpenrand kommen einige Zentimeter Neuschnee zusammen. Aber auch sonst bildet sich eine dünne Schneedecke aus.

Neuschnee bis Mittwoch
Neuschnee bis Mittwoch @ UBIMET

Im Erzgebirge reichlich Neuschnee

Am Dienstag lässt der Schneefall in den meisten Regionen nach, nur im Erzgebirge schneit es ergiebig bis Mittwochvormittag weiter. Dabei sinkt die Schneefallgrenze hier bis in tiefe Lagen. Vor allem in den Staulagen sind bis Mittwoch gute 20 bis 30 cm Neuschnee zu erwarten, hier kann also die Skisaison beginnen.

Alpen bis 1 Meter Neuschnee

An der Alpennordseite der Schweizer und Österreichischen Alpen kommt in den kommenden Tagen viel Neuschnee hinzu. In Lagen oberhalb von 1200 m, wie zum Bespiel am Alrberg, kommen  bis zu 1 Meter Neuschnee hinzu. Zusätzlich laufen die Schneekanonen durch, dem Skivergnügen in den Weihnachtsferien steht hier nichts mehr im Wege.

Titelbild: visualhunt.com

Flächendeckend Regen, in den Mittelgebirgen bis zu 50 l/m²

Regnerisches Wochenende in Köln

Das Wochenende ist geprägt von einem Tief über Skandinavien, das mit einer straffen Westströmung für windiges und unbeständiges Wetter sorgt. Wie bereits berichtet erreicht der Sturm Samstagnacht seinen Höhepunkt. Daneben sind aber auch die Regenmengen ganz beachtlich.

Weststau profitiert

Durch den anhaltenden Tierfdruckeinfluss ziehen am Wochenende immer wieder kräftige Schauer über das Land, sodass bis Sonntagabend verbreitet 10 bis 20 l/m² fallen. Etwas weniger Regen gibt es nur im Osten. Durch die stürmische Westströmung stauen sich die Wolken an den Mittelgebirgen und hier kommt es zu teils deutlich größeren Regenmengen:

  • 30- 40 l/m ² – Hunsrück, Odenwald, Spessart, Rhön, Harz, Thüringer und Bayerischer Wald
  • bis zu 50 l/m² im Rothaargebirge und im Schwarzwald
Regenmengen bis Sonntagabend
Regenmengen bis Sonntagabend @ UBIMET

Schnee in der neuen Woche

Sonntagnacht dreht die Strömung dann mehr auf Nord, damit fließt kältere und etwas trockenere Luft ein. Über Nacht geht der Regen oberhalb von rund 500 m in Schnee über. Somit wird es in den Mittelgebirgen verbreitet weiß, viel Neuschnee gibt es aber nur am Alpenrand sowie zur Wochenmitte wohl auch im Erzgebirge.

Titelbild: pixabay.com

Stürmische Zeiten stehen an

Blätter im Wind @ https://pixabay.com/en/users/_Alicja_-5975425/

Hochdruckgebiete haben in den letzten Monaten das Wetter bestimmt, doch inzwischen befinden wir uns in einer Phase reger Tiefdruckaktivität. Vom Atlantik verlagert sich ein Tief nach dem anderen nach Europa und auch bis Sonntag wird sich daran nichts ändern. Im Gegenteil:  In den kommenden Tagen fallen die Tiefs von Schottland bis zur Ostsee relativ kräftig aus, so dass sich der Druckunterschied zum hohen Luftdruck über Südosteuropa verschärft.

Wetterlage am Freitagmittag, 07.12.2018 @ UBIMET
Wetterlage am Freitagmittag, 07.12.2018 @ UBIMET

Am Freitag liegt das heute noch wetterbestimmende Tief bereits über der Ostsee und schwächt sich dort ab. Über Schottland zieht jedoch bereits das nächste auf und damit nimmt der Südwestwind im Tagesverlauf immer mehr an Stärke zu. Am Nachmittag greift die ausgeprägte Kaltfront auf den Westen über und überquert das Land in den Abendstunden. Insbesondere von der Eifel bis zum Bayerischen Wald sind dann stürmische Böen, lokal auch Sturmböen zu erwarten. Auf den Bergen von Schwarzwald und Schwäbischer Alb sind gar Böen um oder über 100 km/h möglich.

Prognostizierte maximale Böen am Freitag, 07.12.2018 @ UBIMET
Prognostizierte maximale Böen am Freitag, 07.12.2018 @ UBIMET

Der Samstag bleibt generell windig. Das Tiefzentrum liegt dann über dem Süden Skandinaviens, von England kommend nähert sich im Tagesverlauf jedoch ein kleinräumiges Randtief mit seiner Warmfront. Der Südwest- bis Westwind weht im ganzen Land frisch bis kräftig und nimmt zum Abend hin besonders im Westen noch zu. Gebietsweise sind Sturmböen zwischen 70 und 80 km/h zu erwarten.

Prognostizierte maximale Böen am Samstag, 08.12.2018 @ UBIMET
Prognostizierte maximale Böen am Samstag, 08.12.2018 @ UBIMET

Am Sonntag weitet das Hoch über Südwesteuropa schließlich seinen Einfluss nach Norden aus, während sich der tiefe Luftdruck über Skandinavien konzentriert. Damit dreht die Strömung auf Nordwest und die Zufuhr kälterer Luft setzt ein. Es bleibt stürmisch, am Vormittag vor allem in der Südhälfte, zum Abend hin verstärkt sich der Wind hingegen eher im Norden. Mit Ausnahme des äußersten Nordostens sind nahezu überall stürmische Böen zu erwarten, in exponierten Lagen der Mittelgebirge sind abermals über 100 km/h möglich.

Prognostizierte maximale Böen am Sonntag, 09.12.2018 @ UBIMET
Prognostizierte maximale Böen am Sonntag, 09.12.2018 @ UBIMET

 

Titelbild: @ https://pixabay.com/en/users/_Alicja_-5975425/

Bis zu 100 mm Regen im Südwesten

In Teilen Deustchland sgab es große Regenmengen

In den vergangenen 48 Stunden haben atlantische Tiefausläufer vor allem in der Südwesthälfte des Landes für teils markante Regenmengen gesorgt. Besonders in einem Streifen vom Saarland über das nördliche Baden-Württemberg bis zum Böhmerwald hat es sogar ergiebig geregnet. Anbei die nassesten Orte in den letzten beiden Tagen (Sonntag und Montag):

  • 107 mm Feldberg im Schwarzwald (B-W)
  • 102 mm Adelsheim (B-W)
  • 101 mm Weiskirchen/Saar (Saarland)
  • 101 mm Elztal-Rittersbach (B-W)
  • 99 mm Oberzent-Beerfelden (Hessen)
  • 95 mm Baiersbronn-Ruhestein (B-W)
Im Westen gab es viel Regen
Regenmengen am Sonntag. © UBIMET
Im Süden gab es viel Regen
Regenmengen am Montag. © UBIMET

Linderung der Trockenheit

Besonders im Süden des Landes sind die Pegel vieler Flüsse angestiegen, vereinzelt gab es an kleinen Gewässern in Mittelfranken sogar Hochwasser. In den kommenden Tagen ist weiterer Regen in Sicht, somit ist die Trockenheit in der Südwesthälfte bald kein Thema mehr. Das Niedrigwasser in vielen Regionen wird dadurch beendet, so steigt langsam auch wieder der Pegel des Rheins etwas an. Etwas geringer fallen die Mengen allerdings nach wie vor im Osten und Nordosten aus, hier zeichnet sich damit höchstens eine Linderung der Trockenheit ab.

Der Pegel des Rheins steigt langsam
Der Pegel des Rheins in Köln. © http://www.hochwasser-rlp.de/

Winterlicher Tornado-Outbreak in Illinois

Tornado mit Blitz © Devin Pitts

Ein kräftiges Tief über den Great Plains der USA hat am Samstag in Illinois zu einer ausgeprägten Gewitterlage geführt. Die feuchtwarme Luft im Vorfeld der Kaltfront erfasste zwar nur kurzzeitig das Land, in Zusammenspiel mir der starken Windscherung war dies aber ausreichend, um die Entstehung kräftiger Gewitter zu ermöglichen.

In Illinois gab es mehere Tornados
Torando-Meldungen vom SPC. © https://www.spc.noaa.gov/

Besonders die Kleinstadt Taylorville wurde schlimm getroffen, ein breiter Tornado sorgte hier für zahlreiche zerstörte Häuser und 22 verletzte Menschen.

Schwergewitter im Winter?

In einem der zahlreichen Tornado-Videos aus Illinois sieht man, dass stellenweise Schnee am Boden lag. Viele Menschen sind überzeugt, dass es schwere Gewitter nur im Sommer geben kann. Tatsächlich ist die Luft im Sommer energiereicher, im Winter kann dieses Manko allerdings manchmal durch die starke Windscherung kompensiert werden. Letztere ist in Zusammenhang mit Gewittern besonders relevant für die Entstehung von Tornados sowie das Auftreten von Orkanböen. Dieses Ereignis verdeutlicht also, dass es auch im Winter zu schweren Gewittern kommen kann. Dies betrifft übrigens gleichermaßen Europa, so gab es etwa bei Orkan Kyrill im Jänner 2007 mindestens fünf Tornados in Deutschland!


Titelbild: © Devin Pitts

Der Winter startet mild und nass

Die kommende Woche wird mild und nass.

Seit vergangener Nacht befinden wir uns im meteorologischen Herbst (siehe auch hier: Astronomischer vs. Meteorologischer Herbst). Von Schnee ist aber in den kommenden Tagen keine Spur, viel mehr wird der Regen zum Thema. Aber der Reihe nach…

Atlantik dominiert

Wie an einer Perlenschnur aufgereiht ziehen von morgen an die atlantischen Tiefdruckgebiete knapp nordwestlich an Deutschland vorbei. Im Gepäck haben diese Tiefs Kalt- und Warmfronten im regen Wechsel, für den Laien ausgedrückt heißt das: Es wird wechselhaft, windig und nass.

So beispielsweise sehen die Höchstwerte am Montag aus, in ganz Deutschland mehr als 10 Grad. Lokal sind im Südwesten sogar 15 Grad möglich:

Am Montag wird es sehr mild.
Am Montag wird es sehr mild.

Trockenheit wird gelindert

Die Fronten bringen von Westen her auch einiges an Regen, in ganz Deutschland kommen bis zum Samstag nächster Woche (siehe Bild) mindestens 30 Liter pro Quadratmeter zusammen. Meist werden es sogar 40 bis 60 l/m². Am meisten Regen kommt in den klassischen West- und Nordweststaulagen der Mittelgebirge zusammen. So könnten im Schwarzwald am Ende der kommenden Arbeitswoche durchaus 100 l/m² die Regenbilanz auffetten.

Bis zum Samstag kommt einiges an Regen zusammen.
Bis zum Samstag kommt einiges an Regen zusammen.

In Köln beispielsweise sind in diesem Jahr erst knapp 500 Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter zusammengekommen. In einem gesamten durchschnittlichen Jahr sind es dagegen mehr als 800 l/m². So werden die folgenden nassen Tage mit rund 60 Litern in der Domstadt die Jahresbilanz zwar nicht ausgleichen können, das Defizit wird aber zumindest kleiner.

Am Freitag im äußersten Osten und Südosten Glättegefahr

Vorsicht Rutschgefahr

Die Großwetterlage in Mitteleuropa stellt sich langsam um. Die Höhenströmung dreht derzeit wieder zunehmend auf westliche Richtung und führt feuchtmilde Luftmassen vom Atlantik nach Deutschland. In tiefen Schichten hält sich im äußersten Osten und Südosten aber noch kalte, kontinentale Luft.

Gefrierender Regen

Am Freitag setzt im Tagesverlauf besonders in der Südosthälfte des Landes allmählich Regen ein, dabei liegt die Schneefallgrenze meist um etwa 1300 m. In tiefen Schichten liegen die Temperaturen von Oberfranken bis nach Niederbayern allerdings im frostigen Bereich, somit besteht hier zunehmend Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Am Abend nimmt die Niederschlagsintensität zu, dabei geht der gefrierende Regen im Böhmerwald vorübergehend wieder in Schneefall über.

Im Osten gibt es frostige Temperaturen
Am Freitagvormittag herrschen in Mitteleuropa starke Temperaturkontraste. © UBIMET

Glättegefahr

In den Abendstunden steigt die Glättegefahr auch in Teilen Sachsens sowie im Grenzbereich zu Polen an, zuvor fällt hier gebietsweise wie etwa in Ostsachsen mitunter auch noch ein wenig Schnee oder Schneeregen. Auf den Straßen muss man in den betroffenen Regionen somit mit teils glatten Verhältnissen rechnen!

Montagnacht Schnee in Bayern und Baden-Württemberg

Schnee in der Millionenmetropole München
Ein Italientief zieht bis Montag zu den Ostalpen, somit setzt Montagfrüh in Bayern von Südosten her Regen ein, der sich im Tagesverlauf westwärts auch auf Baden Württemberg ausbreitet.

Am Nachmittag immer öfter Schneeflocken

Am Nachmittag fließt dann aus Norden immer kältere Luft ein, sodass sich allmählich immer öfter Schneeflocken zum Regen mischen und bis zum Abend geht der Regen von Norden her verbreitet in nassen Schneefall über. In der Nacht schneit es dann vor allem von der Schwäbischen über die südliche Fränkische Alb bis nach Niederbayern sowie im Großraum München kräftig.

Neuschneemengen bis Dienstagmittag @ UBIMET
Neuschneemengen bis Dienstagmittag @ UBIMET

Winterliche Fahrverhältnisse

Dienstagfrüh muss man sich dann in diesen Regionen auf tiefwinterliche Fahrverhältnisse einstellen und es schneit tagsüber weiter, allerdings klingt der Schneefall allmählich von Norden ab. Am Dienstagabend ist es dann meist schon trocken, nur an den Alpen fallen noch letzte Flocken.

Schneemengen in den Städten:

  • Ulm, Augsburg: 10-15 cm
  • München: 5 cm in der Innenstadt, bis zu 15 cm am Stadtrand
  • Stuttgart, Nürnberg: 1-5 cm

Titelbild: pixabay.com

Großer Sandsturm zog über den Südosten Australiens

Am 21 November gab es einen großen Sandsturm in Australien

Am Nordrand des Tiefs mit Kern über dem Grenzbereich von Victoria und Südaustralien frischt am vergangenen Mittwoch stürmischer Westwind auf. Dieser wirbelte im äußersten Westen von New South Wales, wo derzeit eine Dürre herrscht, erheblich Mengen an Sand bzw. Staub auf, welche sich in weiterer Folge auf weite Teile des Landes ausgebreitet haben. Die Sichtweite ging hier bei Böen um 70 km/h innerhalb weniger Minuten auf wenige Meter zurück.

Über 800 km lang

Auf den Weg nach Osten wurde das betroffenen Gebiet immer großräumiger und erreicht schließlich ein Länger von mehr als 800 km. Im weiterer Verlauf wurde die Sandkonzentration aber etwas geringer, somit hielten sich die Auswirkungen auf die East Coast in Grenzen. Dennoch wurde der Himmel auch hier vorübergehend sehr diesig.


Extremer Sandsturm im 2009

Der Sandsturm am 21. November 2018 stellt in dieser Größenordnung ein außergewöhnliches Ereignis im Südosten Australiens dar und kommt durchschnittlich nur alle 10 Jahre vor. Noch wesentlich markanter war allerdings das Ereignis rund um den 23. September 2009, als ein bis zu 3.000 km langer Sandsturm über Queensland und NSW hinweg zog. In den ariden Regionen Australiens kommt es allerdings gelegentlich zu kleinräumigen Sandstürmen in der Umgebung von Gewittern.

Mehrere Tornados im Süden von Italien

In Süditalien gab es kräftige Gewitter mit Tornados

Der Kern des Tiefdruckgebiets DSCHUNA zog am Dienstag über Sardinien hinweg nach Mittelitalien. Im Vorfeld der Kaltfront kam teils stürmischer Südwind auf, der besonders im Ionischen Meer für hohen Wellengang verantwortlich war. In Apulien gab es zudem teils schwere Sturmböen wie etwa in Gallipoli mit 89 km/h oder in Taranto mit 85 km/h.

Das Italientief hat sehr feuchte Luft und energiereiche Luft nach Süditalien geführt
Das Tief am Dienstagmorgen: Kaltfront = blau, Warmfront = rot; Mischfront = lila.

Schwere Gewitter

Im Warmsektor des Tiefs (der Bereich zwischen der Warm- und der Kaltfront) befanden sich feuchte und labil geschichtete Luftmassen, welche in Zusammenspiel mit dem starken Höhenwind die Entstehung heftiger Gewitter ermöglichten. Neben Hagel und Starkregen wurden dabei auch mindestens drei Tornados beobachtet:

  • Vietri sul Mare (Provinz von Salerno, Kampanien)
  • Taurisiano (Provinz von Lecce, Apulien)
  • Cutro (Provinz von Crotone, Kalabrien)


Wasserhose in der Türkei

Am Mittwoch zog das Tief dann über die Ägais in Richtung Türkei, dabei kam es nahe der Stadt Marmaris zu einem weiteren Tornado. Allgemein wird der Höhepunkt der Gewittersaison im Mittelmeer im Herbst erreicht, siehe auch hier: Unwettersaison im Mittelmeer.

Nasser Herbst an der Ostküste Spaniens

Eines der Hauptmerkmale des Wetterverlaufs im Jahr 2018 ist die Häufigkeit, mit der sich Hochdruckgebiete über Nord- und Osteuropa platziert haben und zu sogenannten Blocking-Lagen über dem Kontinent geführt haben. Die anhaltende Trockenheit in Teilen Mittel- und Nordeuropas ist eine direkte Folge davon.

Festgefahrene Großwetterlagen

Atlantische Tiefdruckgebiete werden meist von blockierenden Hochs umgeleitet bzw. nach Norden oder Süden abgedrängt. Auch in diesem Herbst war das häufig der Fall, weshalb es besonders im westlichen Mittelmeerraum wiederkehrende Tiefdrucktätigkeit gab. Direkt betroffen davon war u.a. die Iberische Halbinsel.

Ein blockierendes Hoch über Skandinavien am Montag.
Ein blockierendes Hoch über Skandinavien am Montag.

Mit Durchzug der Tiefs gab es in Spanien häufig Regen, wobei es besonders an der Ostküste des Landes große Regenmengen gab. Das Zusammenspiel aus Tiefdruckeinfluss und milden Wassertemperaturen sorgte nämlich für eine labile Schichtung der Luft. So verzeichnetet eine Station im nördlichen Teil der Region Valencia im Oktober sogar 159.2 mm Regen innerhalb von nur einer Stunde! Zudem war der Oktober auch in der Hauptstadt der Balearen Palma de Mallorca mit 68 mm der nasseste Monat des gesamten Jahres, Details dazu gibt es hier: Neuer Regenrekord auf Mallorca im Oktober.

Große Regenmengen

Auch im November wurde das Wetter an der Iberische Halbinsel von Tiefdruckgebieten bzw. Höhentiefs maßgeblich beeinflusst. Bei der festgefahrenen Großwetterlage war die Ostküste zwischen Almeria und der Grenze mit Frankreich davon am stärksten betroffen, so traten hier zahlreiche Schauer und heftige Gewitter auf. In wenigen Tagen kamen in Polinya, einem Dorf südlich von Valencia, bis zum 320 Liter pro Quadratmeter Regen zusammen! Aber auch sonst fielen stellenweise zwischen dem Cabo de Palos, an der Küste Murcias, und Cabo de Creus, im Nordosten Costabravas, zwischen 120 und 200 Liter per Quadratmeter Wasser vom Himmel.

 

Am Nachmittag Schnee in Thüringen und Nordhessen

Schnee in Oberhof

Seit den Morgenstunden schneit es bereits in Niederbayern. Der Schneefall verlagert sich im Laufe des Vormittags mehr nach Franken und gegen Mittag beginnt es in Thüringen verbreitet zu schneien.

In Niederbayern, wie hier in Bischofsmais, ist es bereits weiß geworden:

Neuschnee in Bischofsmais
Neuschnee in Bischofsmais

Am Nachmittag schneit es dann in einem Gebiet vom Vogtland bis zum Harz und Hochsauerland verbreitet, nur in tiefsten Lagen kann es sich auch um Schneeregen oder Regen handeln.

In den Mittelgebirgen einige Zentimeter Neuschnee

In Lagen oberhalb von 300 bis 400 m bildet sich verbreitet eine Schneedecke, bis zu 10 cm Neuschnee gibt es vor allem in den Hochlagen vom:

  • Harz
  • Thüringer Wald
  • Hochsauerland

Am Abend klingt der Schneefall dann aber schon wieder ab und in den kommenden Tagen bleibt es weitestgehend trocken. Dazu sorgt leichtes Tauwetter dafür, dass der Schnee nicht lange Bestand hat. Nur in den höchsten Lagen der Mittelgebirge hält sich der Schnee länger.

Titelbild: pixabay.com

Winterlich kalt, aber kaum Schnee

Da und dort bildet sich eine dünne Schneedecke aus

Die polare Kaltluft hat nun ganz Deutschland erreicht und sorgte Sonntagfrüh beinahe überall für Frost. Nur an den Küsten sowie stellenweise im Westen blieb es frostfrei. Besonders kalt war es letzte Nacht im Osten, hier gab es verbreitet schon mäßigen Frost. Die Kältepole lagen allesamt in Sachsen:

  • Dippoldiswalde-Reinberg -9,1 Grad
  • Sohland an der Spree -8,7 Grad
  • Bertsdorf-Hörnitz -7,8 Grad

Verbreitet Schneeflocken

An der Ostflanke von Hoch BURCKHARD zieht am Montag ein Höhentief über Deutschland in Richtung Frankreich hinweg. Bereits in der Nacht ziehen in der Osthälfte Regen- und Schneeschauer durch, die sich am Montag tagsüber westwärts ausbreiten. Dabei handelt es sich südlich der Linie Köln-Berlin meist bis in die Tieflagen um Schnee, weiter nördlich muss man meist mit Regentropfen vorliebnehmen.

Eine Schneedecke bildet sich in den Niederungen aber nur vereinzelt und für kurze Zeit aus. Am meisten Neuschnee kommt noch in den östlichen Mittelgebirgen vom Harz über den Thüringer Wald bis zum Erzgebirge zusammen. Hier sind um die 5 cm Neuschnee zu erwarten.

Bald wieder milder

Am Dienstag kann es in der Mitte nochmals etwas schneien, doch insgesamt wird es schon wieder eine Spur milder. Hoch BURCKHARD schwächt sich nämlich zusehends ab, womit auch die Zufuhr polarer Kaltluft zu Ende geht. In den Niederungen wird es so im Laufe der Woche von Süden her ein wenig milder und ergiebiger Regen ist weiterhin keiner in Sicht.

Titelbild: visualhunt.com

Anhaltende Trockenheit

Zu trocken ist es nun schon den 10. Monat in Folge, letztmalig ist im Januar deutschlandweit mehr Niederschlag gefallen als üblich. Die Thematik ist hinlänglich bekannt. Und doch ist es erschreckend die Zahlen für den bisherigen November zu sehen, der ja auch schon wieder zur Hälfte um ist. Zwischen 1 und 3 % des normalen Monatsniederschlages sind bspw. in Bayern bisher zusammenkommen – fast nichts. Zufriedenstellend sieht die Bilanz mit 50-60 % nur im Saarland und in Rheinland-Pfalz aus, überall sonst sind es Stand 14.11. etwa 20 %. Und das, nebenbei erwähnt, wieder bei deutlich zu hohen Temperaturen – im Mittel ist der Monat im ganzen Land bisher etwa 5 Grad zu warm.

Tagesniederschlag am Dienstag, den 13.11.2018 @ UBIMET
Tagesniederschlag am Dienstag, den 13.11.2018 @ UBIMET

 

Schiffe stranden

Die Auswirkungen auf die Pegelstände der Flüsse sind klar, bereits vor Wochen und Monaten haben wir über Rekorde berichtet. Leider hat sich bisher nichts getan. Und so kommt die Binnenschifffahrt nun immer mehr zum Erliegen, mancherorts können keine Schiffe mehr fahren. Dies wirkt sich besonders auf die Spritpreise aus, sie steigen vielerorts trotz generell sinkender Ölpreise. Denn der Transport muss über den Landweg erfolgen, die Ladung eines Binnenschiffes verteilt sich aber auf rund 80 LKW’s. Und auch Unfälle nehmen zu – erst am gestrigen Dienstag ist in Köln ein Dieseltanker auf Grund gelaufen. Er konnte jedoch ohne Schaden wieder frei geschleppt werden.

 

Aussichten: Erster Schnee möglich, aber weiter zu trocken

Eine Besserung der Lage ist nicht in Sicht. Anhaltenden, flächigen Regen bräuchte es mal, doch dieser ist nicht in Sicht. Allein bis Ende der nächsten Woche ist lediglich im Norden und Osten des Landes mit ein paar Litern Niederschlag zu rechnen, auch in Form von Schnee, doch nach Süden und Westen zu bleibt es häufig komplett trocken.

Aufsummierter Niederschlag von Mittwoch, 14.11.2018 bis Freitag, 23.11.2018 @UBIMET, NCEP
Aufsummierter Niederschlag von Mittwoch, 14.11.2018 bis Freitag, 23.11.2018 @UBIMET, NCEP

 

Titelbild: Binnenschiff @ Lutz Blohm on Visualhunt.com / CC BY-SA

Umstellung der Großwetterlage: Abkühlung in Sicht

Kalte Luft aus Russland erfasst Deutschland

Seit Monatsbeginn herrschen in Deutschland außergewöhnliche Temperaturen, so beträgt die Abweichung zum Mittel derzeit verbreitet 3 bis 5 Grad bzw. in der Südosthälfte örtlich sogar mehr als 6 Grad. Besonders am Alpenrand und im Oberrheingraben wurden auch Höchstwerte oberhalb der 20-Grad-Marke verzeichnet, wie etwa in Rosenheim mit 24.2 Grad am 6. November. Anbei eine Auswahl an Höchstwerten in diesem November:

Ort Höchstwert Tag
Rosenheim (Bayern) 24.2 Grad 6. November
Hohenpeißenberg (Bayern) 22.2 Grad 6. November
Garmisch-Patenkirchen (Bayern) 20.8 Grad 12. November
Freiburg (B-W) 20.5 Grad 12. November
Baden-Baden (B-W) 20.4 Grad 12. November
Quedlinburg (S-A) 20.1 Grad 12. November
Jena (Thüringen) 20.0 Grad 12. November
Leipzig (Sachsen) 19.8 Grad 12. November
Koblenz (R-P) 19.2 Grad 12. November

Kaltfront am Dienstag

Am Dienstag zieht aus Westen eine Kaltfront über Deutschland hinweg, welche tagsüber besonders in einem breiten Streifen von Baden-Württemberg  über Franken bis nach Brandenburg und Sachsen etwas Regen bringt. Im Nordwesten lebt frischer, an der Nordsee auch starker Südwestwind mit teils stürmischen Böen auf, zudem gehen im Norden und Osten am Nachmittag noch ein paar Schauer und vereinzelt auch kurze Kaltluftgewitter nieder. In der Nacht zum Mittwoch beruhigt sich das Wetter wieder und mit der Ausbildung eines Hochs über  Mitteleuropa setzt sich eine Wetterumstellung in Gang.

Eine Kaltfront bringt Regen
Die Kaltfront am Radar um 10 Uhr. © UBIMET / DWD

Hochdruckeinfluss

Die Höhenströmung dreht am Mittwoch von Südwest auf Nordwest und in der zweiten Wochenhälfte weiter auf Nordost bis Ost. Die Temperaturen bleiben vorerst noch über dem langjährigen Mittel und besonders im Nordwesten dominiert ab Donnerstag der Sonnenschein. Teils zähen Nebel oder Hochnebel gibt es dagegen in den Niederungen von Rheinland-Pfalz bis zum Alpenrand sowie gebietsweise auch im äußersten Osten. Am Freitag und Samstag überwiegt dann in weiten Teilen des Landes der Sonnenschein.

Ein Hochdruckgebiet liegt über Deutschland
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Freitag. © UBIMET / NCEP

Ostströmung

Am Wochenende verlagert sich der Kern des Hochdruckgebietes von Osteuropa in den Süden Skandinaviens. Über Deutschland etabliert sich somit eine östliche bis nordöstliche Strömung, welche aus Russland immer kühlere Luftmassen heranführt. Spätestens zu Beginn der kommenden Woche zeichnen sich dann vielerorts unterdurchschnittliche Temperaturen ab.

Eine Abkühlung ist in Sicht
Temperatur- und Druckprognose für Berlin. © UBIMET

Kommt Schnee?

Ob am Sonntag oder zu Beginn der kommenden Woche gebietsweise auch Niederschlag zu erwarten ist, hängt von der exakten Position des Hochs bzw. der Tiefdruckgebiete über Südosteuropa ab. Die Unsicherheiten sind derzeit noch erheblich, große Niederschlagsmengen sind aus heutiger Sicht aber nirgendwo zu erwarten. In mittleren Höhenlagen der Mittelgebirge nehmen die Chancen für ein kurzes Gastspiel des Winters aber zu.

Kalte Luft aus Russland zieht auf
Das GFS-Modell prognostiziert Sonntagnacht die Ankunft kalter Luftmassen aus Osten.

Bereits 31 Todesopfer durch Waldbrände in Kalifornien

In Kalifornien wüten schwere Waldbrände

Seit letzten Freitag hat Kalifornien mit schweren Waldbrände zu kämpfen. Zunächst entflammte im Norden des Bundesstaats das Camp Fire,  welches mit mehr als 25 Todesopfern sowie über 6.000 zerstörten Häusern den schlimmsten Waldbrand der Geschichte Kaliforniens darstellt. Der bisherige Schadensrekord wurde übrigens erst vor 13 Monaten in Santa Rosa durch das Tubbs Fire aufgestellt (die Waldbrände werden i.d.R. nach dem Entstehungsort benannt).


Ein zweiter großer Waldbrand, das Woolsey Fire, hat am Wochenende im Süden Kaliforniens weitere Todesopfer gefordert und bei Malibu auch einige Luxusvillen zerstört. In Summe fielen in den letzten Tagen somit mindesten 31 Menschen und knapp 7.000 Häuser den Flammen zum Opfer.

Santa-Ana-Winde

Im Herbst herrscht in Kalifornien Waldbrandsaison, da die Böden durch den heißen und niederschlagsarmen Sommer völlig ausgetrocknet sind. Heuer fielen die Regenmengen unterdurchschnittlich aus, was in Zusammenspiel mit den Santa-Ana-Winden derzeit zu der extremen Waldbrandgefahr führt. Beim Santa-Ana-Wind handelt es sich um einen teils stürmischen und sehr trockenen, föhnigen Ostwind, welcher die Feuerherde rasend schnell in Richtung Küste ausbreiten lässt.

Entspannung ab Mittwoch

Die Waldbrandgefahr im Süden Kaliforniens bleibt bis einschließlich Dienstag groß bzw. im Grenzbereich zu Mexiko sogar extrem. Der Santa-Ana-Wind lässt aber langsam nach, somit zeichnet sich in weiterer Folge eine Entspannung der Lage an. Zwar sind weiterhin Waldbrände möglich, diese werden aber nicht mehr so rasant durch den Wind angetrieben und können somit wesentlich leichter gelöscht werden.

Sturzflut in Jordanien fordert Todesopfer

Sturzfluten in Jordanien

Ein Tief über dem östlichen Mittelmeer sorgte für zahlreiche heftige Gewitter im Nahen Osten. Wie schon vor 2 Wochen traf es Jordanien besonders schlimm. In den heranrasenden Sturzfluten kamen mindesten 9 Personen zu Tode. Auch aus der antiken Felsenstadt Petra mussten 3700 Touristen evakuiert werden, bevor sie teilweise überschwemmt wurde.

Trügerische Entfernung

Gewitter in Jordanien sorgen immer wieder für Todesopfer. Besonders gefährlich ist dabei der Umstand, das die Gewitter zig Kilometer entfernt niedergehen und dann die Wassermassen ohne Vorwarnung durch die engen Schluchten an Orte gelangen, an denen kein einziger Tropfen Regen fiel. Diese Sturzfluten  sind nicht nur für Touristen sondern oft auch für die Einheimischen überraschend und tödlich.

Überschwemmungen auch in Kuwait

Auch in Kuwait gab es gewittrigen Starkregen und ein Chaos durch überflutetet Straßen. Allerdings ist das Land komplett flach, somit kann es zu keine Sturzfluten kommen.

Titelbild: Euripides Evriviades

Schwere Waldbrände in Kalifornien

Riesige Aschewolken aufgrund der Brände

Nach einem trockenen Sommerhalbjahr steigt jedes Jahr im Herbst das Risiko für Waldbrände in Kalifornien. Diese Jahr ist es besonders schlimm, da selbst für kalifornische Verhältnisse kaum Regen fiel. Zudem sorgen die derzeitigen meteorologischen Bedingungen für eine extreme Waldbrandgefahr.

Santa-Ana-Winde

Zwischen einem Hoch über dem Nordpazifik und einem Tief südlich von Kalifornien herrscht derzeit eine kräftige Ostströmung. Dabei gleiten die Winde die Berghänge Kaliforniens hinunter zur Küste und trocknen die Luft extrem aus. Verbreitet herrscht derzeit nur einen Luftfeuchtigkeit von rund 10 Prozent. Diese so genannten Santa-Ana-Winde sorgen nicht nur für extrem trockene Luft sondern auch für Böen von bis zu 100 km/h. Unter diesen Bedingungen könne sich Waldbrände rasant ausbreiten.

Camp Fire

Der größte Waldbrand, das sogenannte Camp Fire, wütet derzeit im Norden von Kalifornien nahe der Städte Paradise und Chico.

Rund 30.000 Einwohner mussten ihre Häuser bereits verlassen und es gibt wohl schon erste Todesopfer. Der Waldbrand breitet sich rasch ostwärts aus und bedroht nun die Stadt Chico. Auch im Süden von Kalifornien sind in den kommenden Tagen Waldbrände zu befürchten.

Waldbrandgefahr in Kalifornien in den kommenden Tagen
Waldbrandgefahr in Kalifornien in den kommenden Tagen © NOAA

Titelbild: NOAA, CIMSS

Neuer Regenrekord auf Mallorca im Oktober

Auf den Balearen gab es kräftige Gewitter

Der Oktober zählt zu den nassesten Monaten des Jahres im Mittelmeerraum, da die zunehmende Tiefdrucktätigkeit in Zusammenspielt mit den milden Wassertemperaturen für eine labile Schichtung der Luft sorgt (Details dazu gibt es hier: Unwettersaison im Mittelmeer). In Palma ist der Oktober mit 68 Liter pro Quadratmeter sogar der nasseste Monat des gesamten Jahres.

Der Oktober ist der nasseste Monat in Palma de Mallorca
Das Klimadiagramm von Palma de Mallorca. © www.travelklima.de/

Unwetter

Im Oktober waren die Balearen mehrfach von kräftigen Schauern und Gewittern betroffen. Am 9. Oktober kam es im Osten der Insel sogar zu einer tödlichen Sturzflut mit Regenmengen teils über 200 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden (siehe auch hier: Sturzflut auf Mallorca fordert mehrere Todesopfer).

Regenrekord

In der 33-jähirgen Messreihe von Colònia Sant Pere wurde im Oktober 2018 sowohl ein neuer Tagesrekord mit 232,8 Liter pro Quadratmeter Regen aufgestellt als auch eine neuer  Monatsrekord mit 433,8 Liter pro Quadratmeter. Der bisherige Rekord lag bei 395,2 Liter pro Quadratmeter und stammte aus dem Jahr 1990. Aber auch sonst gab es auf Mallorca sowie den restlichen Balearen außergewöhnlich viel Regen.

Oktobermittel Oktober 2018
 Balearen 64 188
 Mallorca 75 204

Eismangel in der Arktis

Meereis bildet sich nur langsam

Unter der Klimaerwärmung leiden vor allem die arktischen Regionen. Im Winterhalbjahr liegen hier die Temperaturen oftmals 10 Grad über dem Durchschnitt, was sich auch auf die Meereisausdehnung und die Mächtigkeit des Eises auswirkt.

Temperaturen im Vergleich zum Durschschnitt
Temperaturen im Vergleich zum Durchschnitt © http://ocean.dmi.dk

Rund 1 Mio. km² an Eis fehlen

Das jährliche Meereis Minimum Ende September in der Arktis ist zwar schon einige Wochen her, die Eisdecke erholt sich aber nur langsam. Das die vergangenen Wochen in den meisten Regionen der Arktis deutlich zu warm ausfielen, breitet sich das Meereis nur langsam aus. Vor allem in der russischen Arktis fehlt es deutlich an Eis.

Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt.

Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt © http://nsidc.orgGrund dafür ist das großräumige Strömungsmuster, das nicht nur bei uns für zu mildes Wetter sorgt, sondern auch in den westrussischen Arktisregionen. Daran wird sich auch in den kommenden Tagen nichts ändern.

Titelbild: pixabay.com

Herbst im Mittelmeer: Unwettersaison durch Regen und Gewitter

Im Herbst gehen im Mittelmeer kräftige Gewitter nieder

Während die Gewittersaison in Mitteleuropa vor allem von Mai bis Anfang  August ihren Höhepunkt erlebt, verlagert sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit in den Herbstmonaten immer weiter südwärts.

Zunehmender Tiefdruckeinfluss

Im Sommer liegt vor allem das südliche Mittelmeer häufig unter dem Einfluss des subtropischen Hochdruckgürtels, welches für trockene und heiße Wetterbedingungen sorgt. Im Herbst verlagert sich die Westwindzone im Mittel aber langsam südwärts und die Ausläufer des subtropischen Hochdruckgürtels werden nach Nordafrika abgedrängt. Aus diesem Grund stellen der Hebst und der Winter im Mittelmeer die nasseste Zeit des Jahres dar.

Im Herbst fällt der meiste Niederschlag in Dubrovnik
In Dubrovnik fällt besonders im November und Dezember viel Regen.

Labile Luftschichtung

Der zunehmende Tiefdruckeinfluss und die ersten Kaltluftvorstoße aus Nordeuropa führen in Zusammenspiel mit den milden Wassertemperaturen zu einer labilen Schichtung der Luft. In der folgenden Graphik sieht man die mittlere, potentiell verfügbare Energie für vertikale Luftmassenbewegung (MLCAPE), welche ein wichtiges Maß für Gewitter darstellt. Im Herbst verlagert sich der Schwerpunkt südwärts.

Im Herbst ist die Luftschichtung im Mittelmeer labil.
Mittlere, potentiell verfügbare Energie für Konvektion im Juni und September. © Tilev-Tanriöver

Unwettersaison

Im nördlichen Mittelmeerraum erreicht die Gewittersaison im Spätsommer und zu Herbstbeginn ihren Höhepunkt, im zentralen Mittelmeer im Laufe des Herbsts und im äußersten Süden und Osten erst im Winter. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen einer Studie des ESWD wieder, welche die Monate mit den meisten Tagen mit Tornados zeigt.

Im Mittelmeer gibt es im Herbst die meisten Tagen mit Tornados
Der Monat des Jahres mit den im Mittel meisten Tagen mit Tornados. © ESWD

Mildes Mittelmeer

Die Wassertemperaturen im Mittelmeer nehmen im Zuge der globalen Erwärmung langsam zu, so gab es auch im 2018 von Ende April bis Anfang November in weiten Teilen des Meeres nahezu durchgehend überdurchschnittliche Wassertemperaturen. Auch im langjährigen Trend seit 1982 kann man ein Zunahme der mittleren Wassertemperaturen beobachten, was für die angrenzenden Länder eine Gefahr darstellt. Die Unwettersaison wird nämlich tendenziell länger und intensiver, denn je wärmer das Wasser im Herbst ist, desto mehr Energie steht für Unwetter zur Verfügung.

Das Mittelmeer wird immer wärmer
Trend der Wassertemperaturen im Mittelmeer. © CEAM

Sturzfluten in Sizilien

Auch in der letzten Woche hat anhaltender Tiefdruckeinfluss im Mittelmeerraum wiederholt für Unwetter in Italien gesorgt. Zu Wochenbeginn war vor allem der Norden Italiens von Tief VAIA betroffen, am Wochenende sorgte Tief XENA dann für gewittrigen Starkregen in den südlichen Landesteilen. In Summe kamen dabei in Italien über 30 Menschen ums Leben.

Schwere Unwetter in Sizilien, Sardinien und Korsika

Kleine Bäche schwellen stark an.

Das Tief dreht derzeit etwa zwischen Sardinien, Sizilien und dem italienischen Festland seine Kreise. Dabei entstehen immer wieder heftige Regenschauer und Gewitter. Anhand der Blitze (rote/blaue Kreuze) erkennt man gut, dass die kräftigsten Gewitter in den kommenden Stunden auf die Südküste Siziliens treffen.

Das Tief dreht sich über dem Mittelmeer.
Das Tief dreht sich über dem Mittelmeer.

Hier haben wir für euch die Regensummenvorhersage für die kommenden 48 Stunden, also bis Montag. Man sieht sogar den kreisförmigen Wirbel, das ist der Tiefkern. Die größten Regenmengen werden dort simuliert, wo die feuchte Mittelmeerluft auf das hügelige bis bergige Land trifft. So zum Beispiel auf Korsika, dort werden bis zu 200 Liter Regen prognostiziert:

Große Regenmengen kommen noch bis Montag zusammen.
Große Regenmengen kommen noch bis Montag zusammen.

Durch die kalte Luft in höheren Atmosphärenschichten gibt es an den Küsten im zentralen Mittelmeer wieder zahllose Wasserhosen zu beobachten:

Man kann erahnen, mit welcher Wucht die Unwetter bisher gewütet haben:

Tief VAIA hinterlässt Windwurf und schwere Schäden im Alpenraum

In den Alpen gab es schwere Schäden

Das Tiefdruckgebiet VAIA ist in der Nacht auf Dienstag unter Verstärkung über die Schweiz hinweg nach Deutschland gezogen. Es handelt sich dabei um eine außergewöhnliche Zugbahn, da Italientiefs normalerweise nach Osten oder Südosten abziehen. In den Nordalpen gab es dabei einen Föhnorkan, so wurden auf manchen Berggipfeln Orkanböen um 200 km/h gemessen. Aber auch in den Tallagen gab es Böen von bis zu 130 km/h wie etwa in Elm in der Schweiz.

Windwurf an der Alpensüdseite

An der Alpensüdseite konnte der sehr starke Höhenwind mit Durchzug der Kaltfront ebenfalls vorübergehend bis in die Tallagen durchgreifen. Dies ist außergewöhnlich, da der Regen hier normalerweise den Wind abschwächt. Betroffen davon waren vor allem die Südschweiz (Tessin, Engadin) und Italien (das Bergland von der Lombardei bis nach Trentino, Südtirol und Veneto), wo es zu erheblichen Schäden kam und die Dächer zahlreicher Häuser abgedeckt wurden. Dazu gab es teils schwere Überschwemmungen und Vermurungen durch den vorhergehenden, ergiebigen Regen.

Böen um 200 km/h

Anbei eine Auswahl an gemessenen Windspitzen:

  • Passo Rolle (ITA) 217 km/h
  • Gutsch-Andermatt (CH) 213 km/h
  • Feuersang (AT) 198 km/h
  • Monte Cesen (ITA) 192 km/h
  • Jaufenkamm (ITA) 185 km/h
  • Piz Martegnas (CH) 181 km/h
  • Brunnenkogel (AT) 176 km/h
  • Sonnblick (AT) 173 km/h
  • Gornergrat (CH) 168 km/h

Auch in den Tallagen der Alpensüdseite kam es zudem örtlich zu Orkanböen, wie etwa in Lugano im Tessin mit 129 km/h.


Nächstes Unwettertief WENKE bedroht Italien

Umgestürzte Bäume in Terracina südlich von Rom

Das Tief WENKE zieht in der Nacht von Spanien in den Golf von Genua. Dabei bildet sich einen markante Luftmassengrenze aus, an der sich über Nacht wieder heftige Gewitter bilden, die am Donnertagmorgen auf die Westküste Italiens prallen. Dabei sorgen die Gewitter stellenweise wieder für enorme Regenmengen, auch Sturm und Hagel ist vor allem in den südlicheren Landesteilen mit dabei.  Ähnliche Bilder wie zu Wochenbeginn aus Lazio sind zu befürchten:

Unwetterrisiko bleibt

Tief WILKE folgt am Freitag gleich das nächste Tief, das dann vor allem in der Mitte und im Süden des Landes am Freitag und am Wochenende für weitere unwetterartigen Gewitter sorgt.

Titelbild: @maurosalza

Schnee, Starkregen und Sturm: Tief VAIA sorgt für Wetterextreme in Mitteleuropa

Hochwassergefahr und Föhnsturm

Die Zugbahn von Tief VAIA ist außergewöhnlich, so zieht das Tief in der Nacht zum Dienstag unmittelbar über die Schweiz hinweg nach Deutschland. Normalerweise verlagern sich Italientiefs nach Osten oder Südosten. Das Tief sorgt für extreme Gegensätze in Mitteleuropa: Während an der Ostflanke des Tiefs stürmischer Südföhn die Temperaturen in die Höhe treibt, gelangen an der Westflanke kalte Luftmassen nach Westeuropa. Von Gewitter über Starkregen und Schneefall bis hin zum Sturm sind somit nahezu alle Wetterextreme in Mitteleuropa vertreten.

Tief VAIA sorgt für Wetterextreme in Mitteleuropa.
Tief VAIA sorgt für Wetterextreme in Mitteleuropa. © UBIMET / GFS

Gewitter und Starkregen

Besonders in Norditalien sorgen feuchte und labil geschichtete Luftmassen in diesen Stunden für heftige Gewitter. In den Südalpen fällt zudem teils anhaltender Regen. Von Norditalien bis in den Süden Österreichs führen einige Flüsse bereits Hochwasser, wie etwa die Gail in Kärnten. Vermurungen sind ebenfalls ein Thema, so ist selbst der Brenner nach einem Murenabgang am Sonntagabend gesperrt.

Schnee und Sturm

Am Westrand des Tiefkerns sinkt die Schneefallgrenze am Dienstag bis in die Niederungen, somit muss man in einem Streifen vom Zentralmassiv in Frankreich bis in den äußersten Süden Belgiens selbst im Flachland mit Nassschnee rechnen. An der Ostflanke sorgt teils stürmischer, föhniger Südwind dagegen für sehr milde Temperaturen, beispielsweise in Belgrad sank die Temperatur in der letzten Nacht nicht unter 20 Grad ab! In der Nacht zum Dienstag muss man besonders in den östlichen Nordalpen und im Bereich des Erzgebirges mit stürmischem Südwind und sehr milden Temperaturen rechnen, aber auch sonst kommt in Deutschland am Dienstag frischer bis starker Südwestwind auf.

In Sachsen und am Alpenrand weht stürmischer Föhn
Sturmwarnungen von Montagnacht bis Dienstagmittag. © www.uwr.de

Im Westen sinkt die Schneefallgrenze zudem gegen 500 bis 300 m ab, somit wird es in höheren Lagen wie etwa in der Eifel vorübergehend weiß. Ab Dienstagabend ist dann vermehrt auch der Nordwesten des Landes von starkem Wind mit teils stürmischen Böen betroffen.

Sintflutartiger Regen in den Südalpen

Vermurungen sind durch den Starkregen zu befürchten

Eine Kaltfront zieht Freitagnacht über Deutschland hinweg und erreicht am Samstag die Alpen. Gleichzeitig kommt es durch den Vorstoß der kalten Luft im Golf von Genua zu einer Tiefdruckentwicklung und es setzt kräftiger Regen im Südstau der Alpen ein. Somit bildet sich direkt über den Alpen eine Luftmassengrenze aus, die am Sonntag sich weiter nordwärts verlagert. Der intensive Regen, teilweise auch mit Gewittern durchsetzt, hält bis Dienstagfrüh an. Dabei kommen in Summe verbreitet 200 bis 400 l/m², lokal bis zu 500 l/m² zusammen.

Aufsummierte Regenmengen der kommenden Tage
Aufsummierte Regenmengen der kommenden Tage @UBIMET

Überflutungen und Vermurungen drohen

An der Alpensüdseite sind Starkregenereignisse gerade im Herbst keine Seltenheit. Somit können die Flüsse einiges an Regen aufnehmen. Doch gerade zum Ende des Ereignisses am Montag und Dienstag dürfte die Gefahr von lokalen Überschwemmungen deutlich ansteigen. Zudem sind aufgrund der hohen Regenmengen Vermurungen wahrscheinlich. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 2.200 und 2.800 Meter. Nennenswerte Neuschneezuwachs gibt es somit meist nur in den Gletscherregionen.

Auswirkungen auf Deutschland

Am Samstag fällt vor allem südlich der Donau kräftiger Regen, mit der Verlagerung der Luftmassengrenze nach Norden verlagert sich am Sonntag auch der Regen und erreicht etwa die Linie Trier-Berlin. Auch Schnee wir in den Mittelgebirgen ein Thema, oberhalb von rund 600 bis 800 m bildet sich vorübergehend eine dünne Schneedecke aus. Betroffen ist dabei vor allem:

  • Schwarzwald
  • Erzgebirge
  • Thüringer Wald

In der neuen Woche setzt sich dann wieder meist mildes Herbstwetter durch.

Titelbild: Brunner Images

Supertaifun YUTU verwüstet Marianen

Supertaifun YUTU wirbelt im Pazifik

Der Taifun YUTU verstärkte sich in den vergangenen Tagen zu einem Supertaifun mit Windspitzen bis knapp 300 km/h. Vergangene Nacht überquerte der Supertaifun die amerikanischen Überseeterritorien Guam und die Nördlichen Marianeninseln Saipan und Tinian. Dabei lag das Auge des Sturms direkt über der Insel Tinian:

Enorme Zerstörungskraft

Die anschließenden Videos zeigen die massiven Zerstörungen, die YUTU hinterlassen hat:


Zukunft ungewiss

In den kommenden Tagen zieht der Supertaifun über das offene Meer westwärts und könnte Anfang kommender Woche auf Taiwan treffen. Allerdings ist es auch möglich, dass der Wirbelsturm eine südlichere Zugbahn einschlägt und über die nördlichen Philippinen zieht. Die genaue Entwicklung bleibt abzuwarten.

Titelbild: himawari8.nict.go.jp

Föhn bringt südlich der Alpen Rekordtemperaturen

Von der Nordsee bis zum Erzgebirge sowie nordöstlich dieser Linie hat es gestern verbreitet stürmische Böen gegeben, an den Küsten hat es auch für schwere Sturmböen über 90 km/h gereicht. Die nachfolgende Grafik zeigt eine entsprechende Analyse:Maximale Windböen am Dienstag, den 23.10.2018 @ UBIMET

Maximale Windböen am Dienstag, den 23.10.2018 @ UBIMET

 

Das Tief ist inzwischen zwar weiter gezogen und bei uns hat der Wind auch schon wieder deutlich nachgelassen, an seiner Rückseite hat sich dafür über den Alpen ein großer Druckgradient aufgebaut. Die Folge: kräftiger Nordföhn. Dieser weht heute südlich des Alpenhauptkamms und sorgt dort nicht nur für sonniges Wetter, sondern auch für ungewohnt hohe Temperaturen. Während es in Kärnten in Österreich ’nur‘ für 22 Grad reicht, wurden in Bozen in Südtirol schon 27 Grad gemessen – ein neuer Rekord . Und gerade zu ‚heiß‘ geworden ist es im Tessin in der Schweiz mit über 30,0 Grad!

 

Tief SIGLINDE sorgt für Sturm

Stürmischer Nordwestwind

Bereits seit den frühen Morgenstunden ist es an Nord- und Ostsee stürmisch mit Böen bis zu 90 km/h. Aber auch sonst legt der Wind in der Nordhälfte an Stärke zu. Am Nachmittag und Abend sind dann östlich der Linie Bremen-Chemnitz verbreitet Sturmböen zu erwarten. Ganz im Osten, also auch im Großraum Berlin, treten vereinzelt auch schwere Sturmböen auf.

Windspitzen bis Mittwochfrüh
Windspitzen bis Mittwochfrüh @UBIMET

Am Mittwoch windig

Auch am Mittwoch weht im Osten und Südosten kräftiger, teils auch stürmischer Nordwestwind. Einzelne Sturmböen sind vor allem noch in Sachsen und im Osten von Bayern möglich. Bis zum Donnerstag beruhigt sich das Wetter zunehmend.

Etwas Regen

Mit Tief SIGLINDE fällt bis auf den Westen überall ein wenig Regen, größere Regenmengen kommen aber nur im Stau des Erzgebirges zusammen. Nach einer kurzen Wetterberuhigung nimmt der Tiefdruckeinfluss am Wochenende wieder zu und weitere Regen ist in Sicht.

Titelbild: pixabay.com

Hagel und Überflutungen sorgen für Chaos in Rom

Gewitter mit Hagel und Starkregen in Rom

Eine kräftige Gewitterfront zog am Sonntagabend über Rom hinweg. Innerhalb kürzester Zeit fielen enorme Mengen von kleinkörnigem Hagel in Verbindung mit kräftigem Regen. Der Hagel verstopfte das Kanalsystem, daher konnte das Wasser nicht mehr abfließen und es kam zu Überflutungen.

Hagelmassen noch sichtbar

Wie massiv der Hagelschlag war, ist auch noch am Montag sichtbar. Weiterhin türmen sich die Hagelmassen am Straßenrand und schmelzen nur langsam ab.


Nun ist aber das gröbste überstanden, im Tagesverlauf setzt sich in Rom wieder freundliches Wetter durch.

Gewitter in Süditalien

Das Höhentief zieht nun weiter nach Süden in Richtung Nordafrika  und sorgt am Montag und Dienstag für teils kräftige Gewitter in Süditalien. Lokal kommt es auch hier zu Hagelschlag und sintflutartigem Regen.

Titelbild: @notiveri

Stürmischer Dienstag erwartet

Wetterlage am Mittwoch, den 23.10.2018 @ UBIMET, GFS

Der Montag zeigt sich im Süden noch ruhig, nördlich der Donau zieht im Laufe des Tages bereits eine erste Kaltfront durch. Sie bringt neben dichten Wolken auch schauerartigen Regen.

Der Dienstag steht schließlich ganz im Zeichen eines zum Baltikum ziehenden Sturmtiefs. Regen kommt an den Küsten bereits in der Früh auf, am Abend erreicht er die Alpen. Weitgehend trocken bleibt es nur im äußersten Westen. Durch den sich verstärkenden Druckunterschied zum Hoch bei den Britischen Inseln nimmt der Wind im Tagesverlauf generell zu und dreht von Südwest auf Nordwest. Insbesondere im Norden und Osten sind dann stürmische Böen oder gar Sturmböen von über 70 km/h zu erwarten, vor allem am Abend mit der Kaltfront.

Maximale Böen am Dienstag @ UBIMET (orange entspricht stürmischen Böen, rot entspricht Sturmböen)
Maximale Böen am Dienstag @ UBIMET (orange entspricht stürmischen Böen, rot entspricht Sturmböen)

 

Am Mittwoch weht der Wind noch stürmisch, lässt aber mit der Zeit etwas nach. Regen erreicht dann auch den Südwesten, am Alpenrand deuten sich ergiebige Mengen an. Östlich der Elbe lockert es hingegen auf, nachts sinken die Temperaturen hier verbreitet in den einstelligen Bereich.

Wochenende ungewiss

Am Donnerstag beruhigt sich das Wetter unter Zwischenhocheinfluss vorübergehend und auch am Freitag ist nach aktuellem Stand vor allem in der Südhälfte mit viel Sonnenschein zu rechnen. Doch noch ungewiss erscheint die Wetterentwicklung zum kommenden Wochenende, sie hängt entscheidend von der Lage eines Tiefdruckgebietes über Mitteleuropa ab. Von kräftigem Regen im Süden mit Föhn an der Alpennordseite bis hin zu reichlich Schnee in Mittelgebirgslagen ist nach aktuellem Stand alles möglich.

Staubteufel in Frankreich in 1.800 m Seehöhe

Ein Dust Devil in den Alpen in Frankreich

Ein Staubteufel ist ein kleinräumiger, vertikal ausgerichteter Luftwirbel, der durch aufgewirbelten Staub sichtbar wird. Im Gegensatz zu Tornados treten sie nicht in Zusammenhang mit Quellwolken auf, sondern bei nahezu wolkenlosen Bedingungen. Die vertikale Ausdehnung dieser Kleintromben liegt meist unterhalb 100 m, in selten Fällen können sie aber auch mehrere Hundert Meter in den Himmel ragen.

Sommerphänomen

Staubteufel (Dust Devils) treten vor allem im Sommer auf, wenn die hochstehende Sonne zu einer Überhitzung der bodennahen Luft führt. Die erwärmte Luft steigt auf und wird durch Turbulenzen oder durch Windscherung in Rotation versetzt. Am Donnerstag wurde im Wintersportgebiet La Rosière ein Staubteufel in einer Seehöhe von 1.800 m beobachtet. Dies ist nicht nur aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit außergewöhnlich, sondern auch wegen der Höhenlage! So lag der Tageshöchstwert am Donnerstag in La Rosière bei etwa 14 Grad.

Windkonvergenz

La Rosière liegt am oberen Rand eines nach Süden bzw. Südwesten ausgerichteten Hangs. Für die Entstehung des Staubteufels waren einerseits der trockene und steinige Boden entscheidend, andererseits aber auch der tagsüber aufkommende Hangaufwind. Letzterer hat vermutlich zu einer lokalen Windkonvergenz zwischen dem südlichen Hangwind und dem schwachen nordöstlichen Wind im Gipfel- bzw. Passniveau geführt.

Die Lage von La Rosière im Südosten Frankreichs.
Die Lage von La Rosière im Département Savoie in Frankreich. © google.com

Kräftige Gewitter sorgen für Überflutungen in Valencia und Castellón

In Valencia gab es Überschwemmungen

Das Höhentief an der Südspitze Spaniens sorgt an der Ostküste für einer südöstliche Höhenströmung. Mit dieser gelangen feuchte und labil geschichtete Luftmassen vom Mittelmeer zum spanischen Festland von Valencia bis Bercelona. Bereits seit Donnerstagmittag gehen hier kräftige Gewitter nieder, so liegen die Regenmengen in der Provinz Castellón örtlich bereits bei 200 Liter pro Quadratmeter. Anbei die Spitzenreiter bis heute morgen um 8 Uhr MESZ:

  • 194 mm Torreblanca
  • 124 mm Castellón-Almassora
  • 114 mm Valencia
  • 109 mm Vinaròs

In den kommenden Stunden gehen weitere Gewitter nieder, somit deuten die Wettermodelle bis Samstagfrüh besonders in den Regionen zwischen Castellón und Terragona auf weitere 100 bis 150 Liter pro Quadratmeter hin. Örtlich gab es bereits Überschwemmung, zudem führen einige kleinere Flüsse Hochwasser.

Zyklon LUBAN: Fluten im Oman und Jemen

Kamel wird von den Wassermassen mitgerissen.

Die Überbleibsel von Zyklon LUBAN befinden sich derzeit über dem Osten des Jemens. Durch die geringe Verlagerung des Tiefs kam es teilweise zu enormen Regenmengen in der Halbwüste des Jemens. Diese Wassermassen fließen vom Hochland an die Küste und sorgen hier für weitreichende Überschwemmungen.

Bitterarme Region hart getroffen

Der Jemen befindet sich seit Jahren im Bürgerkrieg und gehört zu einer der ärmsten Regionen der Welt. Von den Überschwemmungen sind über 100.000 Menschen betroffen, bisher kamen 3 Personen ums Leben. Da sich das Tief nur langsam abschwächt und es im Hinterland noch weiter regnet, gehen die Fluten nur langsam zurück.

Titelbild: twitter.com/Wesamqaid

Halbmonatsbilanz: Sonnig, warm und trocken

Niedrigwasser am Rhein

Die erste Oktoberhälfte erinnerte mehr an ein Sommermonat, als an den Herbst. Trotz der mittlerweile langen Nächte gab es einige Sommertage, teilweise sogar neue Hitzerekorde. Grund für diese ungewöhnliche Wetterlage ist ein stabiles Hoch über Osteuropa, das die Tiefdruckgebiete von Deutschland fern hält. Zudem wird mit einer südwestliche Höhenströmung extrem warme Luft herangebracht.

Monatssoll bereits erreicht

Das Hochdruckwetter macht sich auch bei der Sonnenscheindauer bemerkbar. Durch die sehr trockene Luft ist die Nebelneigung relativ gering und im Großteil des Landes ist bereits das Oktobersoll an Sonnenstunden erreicht oder überschritten. Hier die Orte mit den bisher meisten Sonnenstunden:

  1. Würzburg 112 h
  2. Gebelsee und Mannheim 110 h
  3. Nürnburg und Geisenheim 109 h

Niedrigwasser an den Flüssen

Die meisten großen Flüsse führen schon seit Wochen Niedrigwasser und die Lage verschärft sich immer weiter. So nähert sich der Rhein mangels Regen dem Rekord aus dem Jahr 2003, es fehlen nur mehr wenige Zentimeter. Erste Fähren stellen bereits ihren Betrieb ein. Landesweit ist bisher kaum Regen gefallen, meist nur 2-8 l/m², stellenweise blieb es bisher im Oktober sogar komplett trocken.

Wetterumschwung absehrbar

Ein paar Tage hält das sonnige und warme Wetter noch an und in dieser Woche ist weiterhin keine nennenswerter Regen in Sicht. Am Wochenende kühlt es aber allmählich ab und in der kommenden Woche scheint sich die Großwetterlage grundlegend umzustellen. Dann ist mit klassischem abwechlungsreichen und kühlen Herbstwetter zu rechnen.

Titelbild: https://visualhunt.com

Überschwemmungen und Sturm in Großbritannien

Ein vom Winde verwehter Wasserfall @ https://www.youtube.com/watch?v=EEnKJqVEP3M

Über etwa 2 Tage lag eine Luftmassengrenze strömungsparallel über den Britischen Inseln, von Südwest nach Nordost zogen wiederholt Regengebiete vor allem über Wales hinweg. An mehreren Wetterstationen wurden Regenmengen von über 100 l/m² in dieser Zeit gemessen. Viele Flüsse traten über die Ufer.

 

Aber auch der Wind war bemerkenswert. An nahezu allen Stationen entlang der walisischen und englischen Küste wurden Sturmböen über 100 km/h gemessen. Das nachfolgende Video eines vom Winde verblasenen Wasserfalls stammt hingegen aus Schottland:

 

Titelbild: Ein vom Winde verwehter Wasserfall @ https://www.youtube.com/watch?v=EEnKJqVEP3M

Portugal: Hurrikan LESLIE bringt Böen bis 160 km/h

Der Hurrikan der Kategorie 1 trifft am Samstagabend auf Portugal

Der tropische Sturm Leslie ist bereits seit über zwei Wochen über dem Nordatlantik unterwegs. In den letzten Tagen gab es noch erhebliche Unsicherheiten bezüglich der Zugbahn an diesem Wochenende, mittlerweile berechnen die Modelle aber eine einheitliche Lösung mit Landfall am späten Samstagabend in Portugal etwa 100 km nördlich der Hauptstadt Lissabon.

Gewitter und Orkanböen

Derzeit präsentiert sich das Wetter im Westen der Iberischen Halbinsel noch von seiner ruhigen Seite, das wird sich in den Abendstunden aber rasch ändern: Hurrikan Leslie zieht derzeit rasch in nordöstliche Richtung und wird somit bereits am späten Abend mit Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke auf die Küste Portugals treffen (entspricht der Kategorie 1 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala) . Im Kernbereich des Sturms drohen schwere Schäden durch Böen teils bis 160 km/h, aber auch in der Hauptstadt Lissabon drohen Orkanböen um 120 km/h. Weiters gehen kräftige Schauer und Gewitter nieder, zudem besteht die Gefahr einer Sturmflut.

Europa mit Hurrikan-Landfall?

Da die Wassertemperaturen im Ostatlantik im Oktober meist im Bereich der 20-Grad-Marke liegen, können Hurrikane als rein tropische Tiefdruckgebiete (wie etwa in der Karibik) nicht bis zum europäischen Festland durchhalten. Sie wandeln sich daher am Rande von Höhentrogen allmählich in Hybridstürme mit warmen Kern um und weisen im Gegensatz zu einem Hurrikan eine zunehmend asymmetrische Struktur auf. Im Kern kann der tropische Charakter aber bis zum Landfall erhalten bleiben, wenn in der Höhe zwar schon etwas kühlere Luft die labile Schichtung erhält, die Auswirkungen in Bodennähe aber noch gering sind. Es gibt zwei Beispiele für einen Landfall (in Orkanstärke) auf der Iberischen Halbinsel:

  • Oktober 1842 (namenlos)
  • Oktober 2005 (Vince)

Im Oktober 2017 näherte sich erstmals seit Beobachtungsbeginn ein „Major Hurricane“ der Kategorie 3 dem europäischen Festland, dieser Hurrikan namens Ophelia traf dann aber als Hybridsturm mit warmen Kern auf Irland. Auch Hurrikan Leslie wird beim Landfall post-tropische Eigenschaften aufweisen: An der Nordwestflanke des Wirbelsturms wird aktuell kühle Luft vom Nordatlantik um das Tief gewickelt, welche unmittelbar nach Durchzug des Tiefkerns für eine Abkühlung in Portugal sorgen wird. Bei rein tropischen Tiefdruckgebieten gibt es dagegen nahezu keinen Temperaturunterschied vor und nach Durchzug des Tiefs.


Auch über dem Mittelmeer können besonders im Herbst manchmal tropische Tiefdruckgebiete entstehen,  aufgrund der geographischen Lage werden sie „Meidcanes“ genannt. In seltenen Fällen können diese ebenfalls Orkanstärke erreichen, Details dazu gibt es hier: Tropische Stürme im Mittelmeer. Erst vor wenigen Wochen traf ein tropischer Sturm auf Griechenland: Medicane sorgt für Überflutungen und Böen bis 120 km/h.

Schwere Verwüstungen: Hurrikan Michael trifft auf USA

Verwüstungen in Panama City (Florida)

Mit einem Luftdruck von nur 919 hPa und Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h war MICHAEL einer der 5 schwersten Hurrikane, die je auf das US-Festland getroffen ist.  Solche Werte schaffen selbst die kräftigsten Orkantiefs in Europa nicht! Dabei kratzte MICHAEL sogar an der höchsten Kategorie 5 auf der Hurrikan-Skala. Ungewöhnlich war dabei, dass sich der Wirbelsturm sogar noch unmittelbar vor dem Landgang gestern um 20:00 Uhr unserer Zeit intensivierte.

Meterhohe Sturmflut

Neben den hohen Windgeschwindigkeiten und immensen Regenmengen sorgte vor allem die Sturmflut für große Zerstörungen. Der Wind trieb nämlich Unmengen von Wasser aus dem Golf von Mexiko ins Landesinnere. Auf der folgenden Grafik seht ihr in rot den Meeresspiegelanstieg in Apalachicola (Florida). Dieser ist in wenigen Stunden auf bis zu zweieinhalb Meter über Normal  angestiegen!

Sturmflut an der Golfküste
Sturmflut an der Golfküste

Osten der USA im Fokus

Der Sturm zieht nun weiter nach Nordosten, aktuell dreht er sich über dem US-Staat Georgia ein. Gut zu sehen sind auf folgender Grafik die gefährdeten Regionen in Rot und Blau. Auch wenn sich MICHAEL abschwächt (aktuell ist der „nur“ noch ein Tropischer Sturm), muss man in den eingefärbten Regionen mit

  • großen Regenmengen
  • Gewittern und
  • Tornados rechnen.

Besonders für jene Gebiete, die noch mit den Folgen von Hurrikan Florence zu kämpfen haben (also South und North Carolina), sind das keine guten Aussichten.

Zugbahn von Hurrikan Michael im Osten der USA.
Zugbahn von Hurrikan Michael im Osten der USA.

Zum Abschluss wollen wir noch die Bilder und Videos sprechen lassen. Sie beschreiben wohl am besten, wie heftig der Hurrikan in Florida gewütet hat!

Hurrikan MICHAEL trifft auf die US-Golfküste von Florida

Hurrikan Michael trifft am Mittwoch auf Florida

Derzeit befindet sich Hurrikan MICHAEL über dem nördlichen Golf von Mexiko. Über den knapp 30 Grad warmen Gewässern hat sich der Wirbelsturm in der Nacht zum Mittwoch weiter verstärkt und wird mittlerweile als Hurrikan der Kategorie 4 eingestuft mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 210 km/h und Böen bis 270 km/h.

Wassertemperatur im Golf von Mexiko
Wassertemperatur im Golf von Mexiko

Trifft auf US-Golfküste

MICHAEL zieht schnurstracks nach Norden und trifft am Mittwochabend europäischer Zeit auf den Westen von Florida auf Land. Sollte er die aktuelle Stärke bis zum Landfall beibehalten, wird erstmals seit Beobachtungsbeginn ein Hurrikan der Kategorie 4 oder höher auf den „Florida Panhandle“ treffen.  Die betroffenen Küstenbewohner müssen sich einstellen auf:

  • Sturmflut von bis zu 3 m
  • Orkanböen um 200 km/h
  • Regenmengen über 200 l/m²

In weiterer Folge zieht der Sturm nordostwärts in Richtung US-Ostküste, wo er am Freitag auf den Atlantik hinauszieht. Der Sturm verliert im Inland an Kraft, trotzdem sind weiterhin schwere Sturmböen und große Regenmengen im Umfeld des Tiefs zu erwarten.

Michael tirfft auf die USA
Die Zugbahn von Hurrikan Michael. © UBIMET

Bereits Schäden auf Kuba

In der Nacht zum Dienstag sorgte der Hurrikan bereits für Schäden auf Kuba. Betroffen waren die Regionen westlich der Hauptstadt Havanna. Enorme Regenmengen sorgten für Überschwemmungen und Erdrutsche.

Titelbild: https://visualhunt.com/f2/photo/3404462850/020421dc1c/

Eisproduktion in der Arktis stockt: Ein Drittel weniger Eis

Es gibt deutlich weniger Meereis als üblich in der Arktis

In den letzten Wochen hat in der Arktis die Polardämmerung begonnen und ausgehend vom Nordpol setzt allmählich die Polarnacht ein. Mit dem Einsetzen der Dunkelheit gehen die Temperaturen im Mittel bergab, weshalb normalerweise das Minimum der Eisbedeckung in der Arktis in der zweiten Septemberhälfte erreicht wird. Mit 4,6 Millionen Quadratkilometer teilweise vereister Meereisfläche lag der Wert auch heuer deutlich unter dem langjährigen Mittel von 6,3 Millionen Quadratkilometer (1981 – 2010).

Wasser noch zu warm

Im Normalfall sollte die vereiste Fläche im Oktober rasch zunehmen, heuer ist dies allerdings nicht der Fall: Der dunkle Ozean hat in den letzten Monaten viel Wärme aufgenommen, da er die Sonnenstrahlung mehrheitlich absorbiert und nicht, wie es beim Eis der Fall ist, reflektiert. Da der Ozean die Wärme nun wieder abgibt, liegen auch die Lufttemperaturen deutlich über dem Mittel. In den Randmeeren der Arktis kommt die Bildung von neuem Meereis daher noch nicht in die Gänge. Die nachfolgende Graphik zeigt eindrücklich, wie die Eisbedeckung im Kernbereich der Arktis aktuell noch immer im Bereich des jährlichen Minimums liegt.


Besonders im Bereich der Beringstraße sowie nördlich von Russland liegen die Wassertemperaturen deutlich über dem Mittel (Tschuktschensee, Karasee, Barentsse, Laptewsee).

Die Wassertemperaturen liegen teils deutlich über dem Mittel
Wassertemperaturanomalie am 6. Oktober. © DMI

Ein Drittel weniger Eis

In der Arktis gibt es derzeit etwa 5 Millionen Quadratkilometer teilweise vereister Meeresfläche. Dieser Wert liegt 2,5 Millionen Quadratkilometer unter den für die Jahreszeit üblichen Werten! In der gesamten Arktis gibt es derzeit zudem nur eine einzige Region mit einer teils leicht überdurchschnittlichen Eisausdehnung nördlich von Kanada.

Es fehlt ein Drittel Eis im Vergleich zum Mittel
Die aktuelle Eisausdehnung im Vergleich zum Mittel. © Univ. of Colorado Boulder

Die Wetterrekorde im Oktober

Im Oktober kann auch im Flachland der erste Schnee fallen.

Späte Hitze und frühe Eiseskälte

Anfang Oktober gab es tatsächlich schon Tage mit über 30 Grad:  12 Wetterstationen in Deutschland haben schon mal den 30er geknackt, aber nur noch vier von ihnen sind noch aktiv. In Müllheim kletterte die Temperatur am 07.10.2009 auf bis zu 30,9 Grad, in Freiburg (Breisgau) lag der Höchstwert anno 1985 einmal bei 30,8 Grad. Die weiteren Orte im „Club der 30er“ sind Lahr und Emmendingen, also eine reine baden-württembergische Angelegenheit.

Das sind die Hitzerekorde für die Landeshauptstädte:

  • Stuttgart 29,7 Grad
  • München 28,2 Grad
  • Berlin 28,1 Grad
  • Potsdam 27,8 Grad
  • Bremen 28,6 Grad
  • Hamburg 26,1 Grad
  • Wiesbaden 25,2 Grad (relativ kurze Datenreihe)
  • Schwerin 26,5 Grad
  • Hannover 26,7 Grad
  • Düsseldorf 27,4 Grad
  • Mainz 27,0 Grad
  • Saarbrücken 25,7 Grad
  • Dresden 27,7 Grad
  • Magdeburg 28,3 Grad
  • Kiel 25,2 Grad (relativ kurze Datenreihe)
  • Erfurt 26,6 Grad

Im Oktober kann es allerdings auch schon klirrend kalt werden: So fror man etwa in Oberstdorf am 25.10.2003 bei -13,3 Grad. Selbst auf Sylt war es 1950 schon mal leicht frostig, obwohl dort im Oktober noch die Nordsee wärmt.

Oktoberschnee

Im 2. Herbstmonat kann es durchaus passieren, dass die bunten Blätter sogar im Flachland vorübergehend verschwinden. In Süddeutschland ging der Oktober zuletzt im Jahr 2012 winterlich zu Ende. Weiß war es damals beispielsweise in München und Stuttgart mit 3 cm Neuschnee. Aber es kann auch schon deutlich früher weiß werden: Erst 2015 lag bereits am 14. Oktober in Teilen Mitteldeutschlands Schnee, z.B. wurden in Erfurt 4 cm gemessen. Und Schneeflocken konnte man in Berlin im Jahr 1998 schon am 3. Oktober bewundern.

Herbststurm

Im Oktober beginnt allmählich die Saison der im Winterhalbjahr gehäuft auftretenden Sturmtiefs. In den Südföhnregionen der Alpen kommt es außerdem gerade im Oktober und November häufig zu Föhnsturm. In Deutschland wurde die stärkste Sturmböe erwartungsgemäß an der Nordsee registriert: In St. Peter-Ording gab es am 28.10.2013 sogar bis zu 172 km/h.

Die Wucht dieses Sturms (Orkan Christian) zeigt folgendes Video:

In Süddeutschland wurden mit Orkan Jeanett in Stötten auf der Schwäbischen Alb am 27.10.2002 beachtliche 134 km/h gemessen.

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Quelle Titelbild: https://pixabay.com/en/sunset-snow-autumn-winter-wintry-1906999/

Tropensturm KONG-REY trifft auf Südkorea

Starkregen in Südkorea sorgt für überflutete Straßen

In den kommenden Stunden zieht der Tropensturm KONG-REY nordwärts und trifft in der Nacht auf Samstag auf die Südküste der koreanischen Halbinsel auf Land.

Zugbahn und erwartete Regenmengen von Kong-Rey
Zugbahn und erwartete Regenmengen von Kong-Rey © UBIMET

Die Auswirkungen

Auch wenn KONG-REY kein Supertaifun mehr ist, über dem kühlen Ostchinesichen Meer hat er schnell an Stärke verloren, sind seine Auswirkungen vor allem für Südkorea nach wie vor bedrohlich:

  • an der Südküste Sturmflut
  • verbreitet Sturmböen
  • Starkregen mit 100-200 l/m², im Gebirge bis zu 300 l/m²

Vor allem der großflächige Starkregen wird für Probleme sorgen. Neben Hangrutschungen und Vermurungen sind auch größere Überflutungen entlang der Flüsse zu befürchten.

Herbst am Mittelmeer: Regen und heftige Gewitter

Ein kräftiges Gewitter an der Adria. © NIkolas Zimmermann

Im Herbst nimmt der Tiefdruckeinfluss im Mittelmeerraum im Mittel zu, was in Zusammenspiel mit den noch milden Wassertemperaturen besonders in den Küstenregionen zur regenreichsten Zeit des Jahres führt. Vor allem unter dem Einfluss von Höhentiefs kommt es häufig zu heftigen Gewittern: Die verstärkte vertikale Temperaturabnahme sorgt nämlich für eine labile Schichtung der Atmosphäre. Allgemeine Infos zu den Auswirkungen von Höhentiefs auf das Wetter gibt es hier: Wie wirkt sich Höhenkaltluft auf das Wetter aus.

Höhentief im Süden

Die Gefahr von Sturzfluten und Hagelschlag ist an den Küsten des Mittelmeers in dieser Jahreszeit besonders hoch, zudem sind Wasserhosen keine Seltenheit. In den letzten Tagen ist ein Höhentief von Norditalien in den südlichen Mittelmeerraum gezogen und hat dabei an den angrenzenden Küstenregionen für turbulente Wetterverhältnisse gesorgt.

Das Höhentief über dem Mittelmeer am Donnerstag
Dort, wo das Höhentief für eine auflandige Strömung sorgt, regnet es stark. © UBIMET

Sturzfluten und Hagel

Auch in den kommenden Tagen muss man besonders in Sardinien, in Süditalien, im Westen Griechenlands sowie im Norden Algeriens mit kräftigen Schauern und Gewittern rechnen. Etwas geringer fallen die Regenmengen im Kern des Höhentiefs aus, da hier keine auflandige Strömung herrscht und sich die Schauer und Gewitter lokal ausregnen.

Besonders in Süditalien gibt es kräftige Schauer und Gewitter.
Niederschlagsprognose bis Freitagabend. © UBIMET

Hagelsturm in Ligurien

Zu Wochenbeginn war vor allem die Westküste Italiens von heftigen Gewittern betroffen, so gab es am Montag westlich von Savona in Ligurien einen regelrechten Hagelsturm: Teils großer Hagel färbte hier innerhalb weniger Minuten den gesamten Strand weiß und verstopfte mit Eis manche Straßen in der Kleinstadt Alassio. An der Westküste Italiens wurden lokal auch Wasserhosen beobachtet, Sturzfluten waren dagegen vor allem im Süden des Landes sowie auf Malta ein Thema.



Titelbild: Gewitter an der Adria. © N. Zimmermann

Katar: Gewitter mit Hagel in der Wüste

In Qatar gab es ein seltenes Gewitter

Katar gehört mit einem mittleren Jahresniederschlag von unter 100 mm zu einer der trockensten Regionen der Erde. Die Gewässer des Persischen Golfs sorgen zwar ganzjährig für schwüle Verhältnisse, Gewitter treten aber nur in Ausnahmefällen auf. Tendenziell kommt es am ehesten im Winter zu Schauern oder Gewittern, so ist beispielsweise in Doha der nasseste Monat des Jahres der Februar mit durchschnittlich 17 mm.

Hagel und Staub

Am Sonntag entwickelte sich im Bereich der Seewind-Konvergenz im Nordosten des Landes eine Gewitterzelle. Das Gewitter sorgte lokal für Hagel und Regen, zudem wurden teils stürmische Böen um 60 km/h gemessen. In der Umgebung von Gewittern sorgt der auffrischende Wind im Mittleren Osten oft für kleinräumige Staubstürme, so kam es auch in diesem Fall zu Sichtbehinderungen. Auf einem Video (siehe Video ganz unten) sind sogar zwei Wirbel zu sehen, dies könnten sogenannte Gustnados sein (Böenfrontwirbel). Am Dienstag sind lokal neuerlich Gewitter möglich.

Titelbild: Luqman Mohammad on Visualhunt / CC BY-NC

Starkregen im Alpenvorland und sinkende Schneefallgrenze

Webcambild vom Eibsee nahe Garmisch-Partenkirchen @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/eibsee-nord/

Aktuell zu Montagmittag regnet es vom Bodensee bis zum Inn kräftig, vor allem südwestlich von München sind gebietsweise schon über 30 l/m² gefallen. Am Bodensee kommt zudem auch der berüchtigte ‚Lake-Effekt‘ in Gang, dieser wirkt sich aber hauptsächlich auf Vorarlberger Seite aus. Entsprechende Starkregenwarnungen sind aktiv.

Gefallener Niederschlag über 12 Stunden bis Montagmittag, 12:00 Uhr (01.10.2018) @ UBIMET
Gefallener Niederschlag über 12 Stunden bis Montagmittag, 12:00 Uhr (01.10.2018) @ UBIMET

Mit dem Einfließen kälterer Luft sinkt nun aber auch die Schneefallgrenze. In den Alpen liegt sie schon bei unter 2000 m. Erste Webcams zeigen je nach Höhenlage angezuckerte Landschaften, ab und zu aber auch schon einige Zentimeter Neuschnee.

Webcambild von der Zugspitze von Montag, 11:00 Uhr @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/zugspitze
Webcambild von der Zugspitze von Montag, 11:00 Uhr @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/zugspitze

Bis zu 20 cm Neuschnee auf den Bergen

Der Niederschlag hält noch bis Dienstagvormittag an, wenngleich er nach Mitternacht schon deutlich an Intensität nachlässt. Bis dahin sinkt die Schneefallgrenze auf 1000 m oder knapp darunter, es kann also auch in einzelnen erhöhten Orten weiß werden. Auf den Bergen erhöht sich die Neuschneedecke auf bis zu 20 cm:

Prognostizierter Neuschnee über 24 Stunden bis Dienstagmorgen @ UBIMET
Prognostizierter Neuschnee über 24 Stunden bis Dienstagmorgen @ UBIMET

 

Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/eibsee-nord/

Japan: Taifun TRAMI bringt Böen um 150 km/h und Starkregen

Besonders im südwest Japans regnet es kräftig

Der Taifun Trami liegt derzeit über dem Süden Japans nahe der Insel Shikoku. Im Kern herrschen mittlere Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h und Böen bis knapp 170 km/h. Das ist vergleichbar mit einem Hurrikan der Kategorie 1 auf der 5-stufigen Saffir-Simpson-Skala. Der Wirbelsturm zieht in den kommenden Stunden über die Mitte Japans hinweg, dabei muss man besonders in der Südosthälfte von Honshu mit Orkanböen um 150 km/h rechnen. Selbst die Hauptstadt Tokio ist davon betroffen!

Aktuelle Spitzenböen (Stand: Sonntag, 12 Uhr MESZ)

  • 146 km/h Flughafen Nankishirhama
  • 128 km/h Maizuru
  • 126 km/h Tokushima

Ergiebiger Regen

Der Taifun sorgt in weiten Teilen des Landes bereits für starken Regen, besonders im Süden sind in Summe Regenmengen von 150 bis 300 Liter pro Quadratmeter zu erwarten, im Osten von Kyushu sowie auf Shikoku lokal auch mehr (siehe Titelbild). Die Gefahr von Sturzfluten und Vermurungen steigt in diesen Stunden deutlich an.

Medicane SORBAS erreicht am Samstag Griechenland

Medicane sorgt für eine stürmische See

Medicane SORBAS sorgt am Samstag im Süden von Griechenland für turbulentes Wetter. Der Sturm trifft mit voller Wucht auf den Süden der Peloponnes und vor allem auf die Inseln der Ägäis:

  • verbreitet Böen von 100 – 120 km/h, Spitzenböen bis zu 150 km/h
  • Wellenhöhe von 5 – 6 Meter
  • bis zu 200 l/m² in wenigen Stunden

Daher ist durch den starken Sturm mit Stromausfällen zu rechnen. Der Starkregen wird Überschwemmungen und Vermurungen auslösen.

Medicane SORBAS
Medicane SORBAS © EUMETSAT

Weiter Richtung Türkei

Am Sonntag erreicht SORBAS dann die Westküste der Türkei und sollte knapp nördlich von Izmir auf Land treffen. In weiterer Folge zieht der Sturm in abgeschwächter Form über den Bosporus ins Schwarze Meer. Auch der Großraum Istanbul könnte Montagmorgen noch die Überreste des Medicanes zu spüren bekommen. Vor allem der Starkregen kann dann zu Problemen führen.

Taifun TRAMI bedroht Japan

Taifun TRAMI prallt an die japanische Küste

Bisher befand sich Taifun TRAMI über dem offenen Meer und verursachte noch keine Schäden und die Zugbahn war ungewiss. Doch nun scheint der Weg des Wirbelsturms in den kommenden Tagen klar zu sein. Er zieht langsam nordwärts und erreicht am Sonntag die südlichen Inseln von Japan. In weitere Folge zieht TRAMI an der Südküste nach Nordosten. Somit schlägt der Taifun eine ungünstige Zugbahn für den Inselstaat ein, da er somit verbreitet Sturm und Starkregen bringt.

Zugbahn von TRAMI und prognostizierte Regenmengen
Zugbahn von TRAMI und prognostizierte Regenmengen © UBIMET

Bei teilweise bis zu 400 l/m² innerhalb von 24 Stunden sind weitreichende Überschwemmungen und Erdrutsche zu befürchten.

Ähnlich zerstörerisch wie Taifun JEBI?

Bereits Anfang September wurde Japan von Taifun JEBI heimgesucht, dem stärksten Taifun seit 25 Jahren. Bei Taifun TRAMI sind  vor allem auf den südlichen Inseln Kyushu und Shikoku ähnlich hohe Windgeschwindigkeiten zu befürchten. Dazu könnte aufgrund der Zugbahn der jetzige Taifun noch schadensträchtiger sein als JEBI. Hier nochmals als Erinnerung ein paar Bilder von JEBI:

Kälteste Septembernacht seit Jahrzehnten

Eiskratzen im September

Eine sternenklare Nacht, beinahe Windstille und die relative kalte Luftmasse sorgten für eine ungewöhnlich kalte Septembernacht. Südlich der Linie Köln-Berlin gab es verbreitet leichten Bodenfrost und in Bayern und im Erzgebirge oftmals auch Luftfrost.

Neue Rekorde in Bayern

In einigen Regionen von Bayern, vor allem im Bayerischen Wald und in Franken, war es seit Messbeginn stellenweise so kalt wie noch nie im September. So gab es neue Rekorde bei den Tiefstwerten in Zwiesel, Bamberg oder Waldmünchen. Der Kältepol befand sich allerdings mit -4,1 Grad in Deutschneudorf im Erzgebirge. Hier die kältesten orte der vergangenen Nacht:

  • Deutschneudorf (SN) -4,1 Grad
  • Zwiesel (BY) -2,8 Grad (neuer Rekord)
  • Nürnberg – Netzstall (BY) -2,7 Grad (neuer Rekord)
  • Tirschenreuth (BY) -2,6 Grad (neuer Rekord)
  • Sohland an der Spree (SN) -2,4 Grad
  • Bamberg (BY) -2,3 Grad

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Supertaifun TRAMI

Wunderschönes Bild von Supertaifun Trami

Taifun TRAMI hat sich am Montag zu einem Supertaifun der Kategorie 5 entwickelt. Somit ist der Wirbelsturm der vierte Taifun der höchsten Kategorie in diesem Jahr. Zuvor gab es schon Supertaifune namens:

  • Maria, im Juli
  • Jebi, im August und September
  • Mangkhut, im September

Dabei ist gerade Mangkhut noch gut in Erinnerung, traf er doch vor rund 10 Tagen mit voller Wucht auf den Norden der Philippinen  und kurz darauf verwüstete der Wirbelsturm Hongkong.

TRAMI zunächst harmlos

In den kommenden Tagen bewegt sich Wirbelsturm TRAMI nur langsam in Richtung Nordosten und ist somit zunächst keine Gefahr für Taiwan oder Japan. Nach derzeitigen Berechnungen trifft er aber am Wochenende auf die südlichsten Inselgruppen von Japan. Die zum Glück nicht allzu dicht besiedelt sind. Ob TRAMI dann in der kommenden Woche mit voller Wucht auch auf die Hauptinseln Kyushu, Shikoku und Honshu trifft bleibt abzuwarten.

146 km/h – Sturmtief FABIENNE im Rückblick

Umgestürzter Baum im Wald durch "Fabienne".

Die Warmfront brachte in der ersten Tageshälfte schon anhaltenden Regen in der ganzen Südwesthälfte Deutschlands. Mit dem Tiefkern selbst regnete es dann vor allem von der Eifel über Hessen und Thüringen bis zur Lausitz kräftig. Hier sowie nördlich dieser gedachten Linie spielte der Wind praktisch keine Rolle. Gut zu sehen ist die Zugbahn des Tiefs auf der ersten Grafik über der Mitte Deutschlands, hier hat es nämlich am meisten geregnet.

Niederschlagsmengen Deutschland Sonntag 00:00 Uhr bis Montag 00:00 Uhr:

  1. Alsfeld-Eifa (HE) 53 l/m²
  2. Eisenach (TH) 49 l/m²
  3. Nideggen-Schmidt (NRW) 49 l/m²
  4. Neukirchen-Hauptschwenda (HE) 49 l/m²
  5. Erfurt (TH) 48 l/m²
  6. Bad Hersfeld (HE) 48 l/m²
  7. Baiersbronn-Ruhestein (BW) 47 l/m²
  8. Amöneburg-Ruedigheim (HE) 47 l/m²
  9. Behringen (TH) 46 l/m²
  10. Herleshausen-Archfeld (HE) 46 l/m²
In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.
In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.

Nach Mittag kam dann die Kaltfront von Fabienne in Schwung, sie zog von Belgien und Luxemburg nach Deutschland hinein. An der Front entwickelten sich heftige Gewitter, mit den Gewittern lebte der Nordwestwind stürmisch auf. Angesichts der Tatsache, dass jene Stationen, die Wind messen, nicht allzu zahlreich in Deutschland vertreten sind, kann man wohl davon ausgehen, dass mit der Front verbreitet 100 bis 130 km/h erreicht wurden. Im Erzgebirge wird sogar ein Tornadoverdachtsfall geprüft.

Insgesamt hat unser Blitzmessnetz gestern mehr als 65.000 Blitze registriert, alleine 35.000 davon in Bayern und 17.000 in Baden-Württemberg. Gut zu erkennen auf der Blitzverteilung:

Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.
Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.

Hier noch zur Übersicht die markantesten Böen…

Spitzenböen bewohnte Orte Deutschland Sonntag 06:00 Uhr bis Montag 06:00 Uhr:

  1. Würzburg (BY) 137 km/h
  2. Niederstetten (BW) 122 km/h
  3. Schongau (BY) 112 km/h
  4. Stötten (BW) 108 km/h
  5. Lichtentanne (SN) 105 km/h
  6. Gelbelsee (BY) 104 km/h
  7. Altmühlsee (BY) 103 km/h
  8. Freudenstadt (BW) 100 km/h
  9. Spiekeroog (NI) + Stuttgart (BW) + Trier (RP) 99 km/h
  10. Walldürn (BW) 98 km/h

Abschließend noch ein paar Schadensbilder:

 

Vor dem Sturm konnte man beispielsweise in Wien noch einen traumhaften Sonnenuntergang bewundern:

Herbststurm FABIENNE – Aktuelle Infos dazu

Die Kaltfront von FABIENNE am Sonntagabend © UBIMET

Derzeit liegt das Tief noch über den Benelux-Staaten, der Kerndruck ist noch wenig spektakulär. Der weitere Weg des Tiefs FABIENNE führt es einmal quer über die Mitte Deutschlands hinweg nach Polen.

Fabienne zieht über Mitteleuropa hinweg.
Fabienne zieht über Mitteleuropa hinweg.

Zwar nimmt der Wind aktuell am späten Sonntagvormittag im Südwesten des Landes schon zu, eine richtige Verstärkung des Tiefs setzt nun aber erst ein. Innerhalb weniger Stunden nimmt der Luftdruck im Zentrum um etwa 10 hPa ab, damit verstärkt sich der Druckgradient zum nachfolgenden Hochdruckgebiet über dem Atlantik. Mit dem Anzapfen von Kaltluft auf der Rückseite des Tiefzentrums bildet sich eine markante Kaltfront aus, welche sich am Nachmittag und Abend etwa von Rheinland-Pfalz und Hessen aus den Weg nach Südosten bahnt.

Sturmwarnungen, Stand: Sonntag, 23.09.2018, 12:00 Uhr @ Deutsches Unwetterradar www.uwr.de
Sturmwarnungen, Stand: Sonntag, 23.09.2018, 12:00 Uhr @ Deutsches Unwetterradar www.uwr.de

An der Kaltfront bilden sich schließlich vermehrt auch Gewitter, mit welchen fortan die stärksten Windböen zu erwarten sind. In der gesamten Südhälfte Deutschlands, also etwa südlich einer Linie Trier – Frankfurt/Main – Chemnitz, muss man dann verbreitet mit Sturmböen von 70 bis 90 km/h rechnen. Stellenweise sind auch schwere oder orkanartige Sturmböen um 100 km/h zu erwarten, lokal sind sogar Orkanböen um 120 km/h auch im Flachland möglich. Lokalmodelle deuten dies vor allem für Franken und das Alpenvorland an.

Betroffen ist damit aller Voraussicht nach auch das Oktoberfest in München, wo die Kaltfront am Abend etwa gegen 20:00 Uhr für den stärksten Sturm sorgen dürfte. Generell gilt: Die Bäume sind aktuell noch belaubt und bieten eine große Angriffsfläche, Auswirkungen sind damit verheerender als bspw. im aufOktober oder November bei ähnlichen Böen. Mit verbreiteten Sturmschäden ist zu rechnen, große Vorsicht ist geboten!

Regenwarnungen, Stand: Sonntag, 23.09.2018, 12:00 Uhr @ Deutsches Unwetterradar www.uwr.de
Regenwarnungen, Stand: Sonntag, 23.09.2018, 12:00 Uhr @ Deutsches Unwetterradar www.uwr.de

Neben dem Sturm ist auch Starkregen ein Thema. Im Bereich des Tiefzentrums und knapp nördlich davon wird es am Nachmittag und Abend für einige Stunden kräftig schütten. Etwa in einem Streifen von Rheinland-Pfalz und dem südlichen NRW bis nach Sachsen sind zwischen 30 und 50 l/m² zu erwarten. Lokal kann dies Probleme zur Folge haben, doch aufgrund der trockenen letzten Monate sind die Pegelstände der betroffenen Flüsse und Bäche aktuell niedrig.

Montag langsam Beruhigung

Nach Abzug der Kaltfront ist das Schlimmste überstanden. Am Montag selber liegt Deutschland auf der Rückseite des Tiefs in einer kräftigen Nordwestströmung. Im Norden und Osten sind dann vor allem in Verbindung mit gewittrigen Schauern stürmische Böen bis etwa 70 km/h zu erwarten, im Westen und Süden beruhigt sich das Wetter hingegen weiter.

 

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Quelle Titelbild: UBIMET/NCEP

FABIENNE bringt am Sonntagabend Regen und Sturm

Sturm Fabienne bringt Regen und Sturm

Am Sonntag zieht Tief FABIENNE unter Verstärkung über Deutschland hinweg. Besonders im Süden zeichnen sich dabei teils orkanartige Böen ab, zudem fällt im Bereich des Tiefkerns in der Mitte des Landes kräftiger Regen. Dies betrifft aus heutiger Sicht einen breiten Streifen von der Eifel über Hessen bis nach Sachsen. Die exakte Lage des Gebietes mit den größten Regenmengen hängt allerdings von der Zugbahn des Tiefkerns ab, somit besteht hier vorerst noch eine gewisse Unsicherheit.

In der Mitte fällt gebietsweise kräftiger Regen
Niederschlagsprognose für den Sonntag. © UBIMET

Orkanartige Böen

Mit Verstärkung des Tiefs lebt am Sonntag im Südwesten des Landes sowie am Alpenrand allmählich starker Südwestwind mit teils stürmischen Böen auf, ehe in den Abendstunden dann ausgehend von Rheinland-Pfalz die Kaltfront in Fahrt kommt. Besonders in Baden-Württemberg und Bayern kündigt sich mit Durchzug der Kaltfront eine Schauer- oder Gewitterlinie an, wobei der Wind stürmisch aus West bis Nordwest auffrischt. Nach aktueller Prognose sind dabei örtlich sogar orkanartige Böen um 110 km/h möglich! Da die Bäume noch belaubt sind und größeren Windwiderstand bieten, ist die Gefahr von Sturmschäden besonders hoch.

Die Kaltfront von FABIENNE zieht in der Nacht auf Montag durch. © UBIMET
Die Kaltfront von FABIENNE zieht Sonntagnacht durch. © UBIMET / NCEP

Auf exponierten Berggipfeln der Nordalpen und des Schwarzwalds ist sogar mit Orkanböen von teils über 130 km/h zu rechnen.

Kommende Woche Wetterberuhigung

Am Montag weht im Übergangsbereich zu einem kräftigen Hoch über Westeuropa besonders im Norden und Osten starker Nordwestwind mit teils stürmischen Böen, im Südwesten stellt sich hingegen wieder ruhiges Wetter ein. Im Laufe der Woche lässt der Tiefdruckeinfluss weiter nach und vielerorts stellt sich ruhiges Herbstwetter ein.

Bereits am Freitag stürmisch

Das bislang wärmste Sommerhalbjahr der Messgeschichte in Mitteleuropa geht somit turbulent zu Ende. Bereits am Freitag ist das Sturmtief ELENA mit Orkanböen von bis zu 155 km/h auf die Südküste Norwegens getroffen. Auch in Deutschland gab es mit Durchzug der markanten Kaltfront teils schwere Sturmböen, anbei eine Auswahl an Stationen im Flachland abseits der Küsten:

  • 102 km/h Potsdam
  • 101 km/h Groß Lüsewitz
  • 97 km/h Flensburg
  • 95 km/h Ummendorf
  • 87 km/h Berlin Tegel
  • 86 km/h Bremen Flughafen
  • 79 km/h Erfurt
  • 78 km/h Düsseldorf

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Photo credit: Wiesbaden112.de on Visualhunt / CC BY-NC-ND

Sturmtief FABIENNE nimmt Kurs auf die Südhälfte Deutschlands

Sturm FABIENNE zieht auf

Am Freitag beendet die Kaltfront von Sturmtief ELENA das spätsommerliche Wetter in Mitteleuropa. Der Kern des Tiefs zieht allerdings in Richtung Norwegen, weshalb sich das Sturmfeld hauptsächlich auf Dänemark und die Südküste Norwegens beschränkt. Dennoch muss man auch in Deutschland mit stürmischen Böen rechnen: Von Niedersachsen und dem Münsterland bis nach Vorpommern und Nordbrandenburg lebt der Westwind stark, an der Nordsee auch stürmisch auf. Die Böen liegen meist zwischen 60 und 80 km/h, Sturmböen zeichnen sich mit Durchzug der Kaltfront zudem auch von Sachsen-Anhalt bis zur Niederlausitz ab. Schwere Sturmböen um 100 km/h sind im Bereich der Nordsee zu erwarten.

Unwettergefahr ab Sonntagabend

Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung kündigt sich am Sonntag ein weiteres Sturmtief an, welches den Namen FABIENNE erhalten wird. In der Nacht zum Montag zieht der Kern dieses Tiefs von West nach Ost über die Mitte Deutschlands hinweg. Es besteht zwar noch eine gewisse Unsicherheit über die exakte Zugbahn des Tiefkerns, bereits jetzt deuten aber vieles daraus hin, dass gebietsweise mit schweren Schäden zu rechnen ist. Laut dem Europäischen Wettermodell ECMWF zieht der Kern über NRW und Thüringen in Richtung Polen hinweg, andere setzten alles etwas weiter südlicher an mit einer Zugbahn über Franken in Richtung Tschechien. Dann würde natürlich auch das Hauptsturmfeld weiter südlich liegen.

Besonders in der Südhälfte drohen schwere Sturmböen
Die Prognose der Windböen Sonntagabend und -nacht (Stand: 21.9.18). © UBIMET

Orkanartige Böen Sonntagnacht

Aus heutiger Sicht trifft das Hauptsturmfeld auf die Regionen vom südlichen NRW über Hessen und Rheinland-Pfalz bis nach Bayern. Der Schwerpunkt verlagert von Sonntagabend bis Sonntagnacht vom Westen in den Süden des Landes, dabei muss man vielerorts mit teils orkanartigen Böen von 90 bis 110 km/h (Bft. 10 bzw. 11) rechnen, lokal sind in höheren Lagen sowie in Gewitternähe allerdings auch Orkanböen um 120 km/h (Bft. 12) nicht ausgeschlossen.

Gefahr von Windwurf

Da die meisten Bäume noch belaubt sind und somit größeren Windwiderstand bieten, ist die Gefahr von Windwurf besonders groß. Es drohen somit auch Stromausfälle sowie Behinderungen im öffentlichen Verkehr. Lokal kann es zudem auch zu Sichtbehinderungen durch aufgewirbelten Staub kommen. Am Montag zieht das Tief in Richtung Weißrussland ab und das Wetter beruhigt sich, allerdings zeichnet sich im Übergangsbereich zu einem kräftigen Hoch über den Britischen Inseln besonders im Norden und Osten des Landes noch teils starker Nordwestwind mit stürmischen Böen ab.


Titelbild: Wiesbaden112.de on VisualHunt / CC BY-NC-ND

Sardinien: Potentieller Medicane über dem Mittelmeer

Ein Medicane über dem Mittelmeer

Unter bestimmten Bedingungen können sich über dem Mittelmeer subtropische oder gar tropische Tiefdruckgebiete bilden. Obwohl sie die Stärke eines Hurrikans nur in absoluten Ausnahmefällen erreichen, werden sie als Medicane bezeichnet. Der Ausdruck ist eine Zusammensetzung aus Mediterranean und Hurricane. Diese vergleichsweise kleinen Tiefdruckgebiete treten vor allem in den Herbstmonaten über dem westlichen und südlichen Mittelmeer auf. Meist entwickeln sie sich unter dem Einfluss von sich abschwächenden Höhentiefs, welche im Zuge von Kaltlufteinbrüchen in Südeuropa entstanden sind. Kräftige Gewitter, ausgelöst durch die großen Temperaturunterschiede zwischen der Meeresoberfläche und der Luft, stellen die treibende Kraft dar.

Über dem Mittelmeer könnte sich wieder ein Medicane bilden
Blitze und Wolken am Mittwoch um 7 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Potentieller Medicane

Derzeit gibt es über dem Tyrrhenischen Meer kräftige Gewitter und laut manchen Wettermodellen könnte es hier am Donnerstag noch zur Entwicklung eines Medicanes kommen (siehe Satellitenbild mit den aktuellen Blitzentladungen). Während in den meisten Fällen ein vorangehender Kaltlufteinbruch eine entscheidende Rolle spielt, ist das aktuell nicht der Fall. Das Potential für die Entstehung eines tropischen Tiefdruckgebiets ist gegeben, wenngleich es noch einige Unsicherheiten gibt. Die Modelle lassen dieses Tief in Richtung Sardinien ziehen, hier kann es am Donnerstag und Freitag somit zu stürmischen Böen und kräftigen Gewittern kommen.

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Titelbild: Tropischer Sturm Rolf im November 2011 (© EUMETSAT)

Der stürmische Herbst beginnt

Stürmische See an der irischen Küste

Das Zentraltief namens DORCAS befindet sich am Mittwoch genau zwischen Island und Großbritannien. An dessen Südflanke zieht ein kräftiges Randtief hinweg, das vom Britischen Wetterdienst den Namen ALI bekommt. ALI trifft am Mittwoch in der Früh mit voller Wucht auf die Westküste von Irland, dabei sind Böen von 120 bis 140 km/h zu erwarten. Tagsüber zieht das Sturmfeld weiter über Nordirland und Schottland hinweg. Verbreitet sind dabei Böen zwischen 100 und 120 km/h zu befürchten.

Erster Herbststurm kommende Woche?

Orkan ALI ist ein erster Vorbote für eine deutlich an Aktivität zunehmende Tiefdrucktätigkeit über dem Atlantik, die in den kommenden Tagen auch Deutschland immer mehr beeinflusst. Bereits am Freitag sorgt die Kaltfront eines weiteren Randtiefs im Nordseeumfeld für schwere Sturmböen von knapp über 100 km/h und in der Nordhälfte wird es verbreitet stürmisch.

Zudem gibt es erste Anzeichen für einen sehr starken Sturm am Sonntag oder Montag, der der erste kräftige Herbststurm in diesem Jahr werden könnte. Sobald sich die Anzeichen erhärten, werden wir genau darüber berichten.

Hier ein Video aus Irland vom letztjährigen Sturm OPHELIA, morgen könnten uns ähnliche Bilder von der Grünen Insel erreichen.

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Westlicher Mittelmeerraum: Lokale Unwetter durch Starkregen

Gewitter über Italien

In den kommenden Tagen müssen sich die Bewohner sowie die Urlauber in Spanien, Italien und der nordafrikanischen Küste auf teils heftige Gewitter einstellen. Die ausgetrockneten und verhärteten Böden können kaum Wasser aufnehmen, somit sind mit den Gewittern lokale Sturzfluten und Überschwemmungen zu befürchten. Teilweise kam es schon in der vergangenen Woche zu dramatischen Szenen, wie das folgende Video aus der Nähe von Granada zeigt:

Warmes Mittelmeer fördert Gewitter

Nicht nur die Luft ist merklich wärmer als gewöhnlich, auch die Wassertemperaturen des Mittelmeers sind deutlich höher als in einem durchschnittlichen September.

Derzeitige Abweichung der Wassertemperaturen
Derzeitige Abweichung der Wassertemperaturen

Durch das warme Meerwasser wird die Entstehung von Gewittern erleichtert. Dazu können die Gewitter mehr Feuchtigkeit aufnehmen und somit lokal für große Regenmengen sorgen.

 

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Hongkong: Schlimme Verwüstungen durch Taifun

Zugbahn des Taifuns @ Hong Kong Obversatory, https://www.hko.gov.hk

7,5 Millionen Einwohner leben allein in der Stadt Hongkong, aufgrund der geringen bebaubauren Landfläche zählt die Region nach Monaco zu der am dichtest besiedelten der Welt. Megastädte wie Shenzhen und Guanzhou oder auch die Casino-Stadt Macau schließen sich an, so dass die ganze Metropolregion auf über 40 Millionen Menschen, die vom Taifun betroffene Provinz Guangdong sogar auf 110 Millionen kommt.

Böen bis zu 246 km/h

Verbreitet wurden Windböen zwischen 130 und 180 km/h gemessen, auf einem 580 m hohen Berg innerhalb des Stadtgebiets wurden sogar 246 km/h aufgezeichnet. Dazu sind schon mehr als 200 l/m² Regen in wenigen Stunden gefallen. Laut erster Einschätzungen dürfte es sich in der Region um den stärksten Taifun seit etwa 30 Jahren handeln. Es kursieren bereits Videos, welche einen umstürzenden Baukran, weggeblasene Lagerhallen und zahllos geborstene Fensterscheiben zeigen.

Baldige Wetterberuhigung

MANGKHUT hatte als Supertaifun bereits die nördlichen Philippinen überquert und dort nach aktuellem Stand 25 Todesopfer gefordert. Hongkong wird er nun bald hinter sich lassen, er verlagert sich rasch weiter nach Nordwesten. Über dem Chinesischen Festland löst er sich bis Montagmittag lokaler Zeit schließlich auf.

 

Nachfolgend haben wir einige Tweets zusammengestellt, der Artikel wird im Laufe des Tages kontinuierlich erweitert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Titelbild: Copyright @ Hong Kong Observatory, https://www.hko.gov.hk

Nun Hongkong im Fokus – Taifun MANGKHUT naht

Taifun MANGKHUT im Satellitenbil, gelegen zwischen den Philippinen und Südchina @ JMA, UBIMET

Schauen wir zuerst auf FLORENCE, welche inzwischen zu einem tropischen Sturm herabgestuft wurde. Vor allem die Sturmflut in Verbindung mit großen Regenmengen hat an der US-Ostküste für Probleme gesorgt. Viele Regionen wurden meterhoch überflutet, knapp 1 Million Haushalte waren ohne Strom, auch ein Atomkraftwerk wurde vorsichtshalber vom Netz genommen.

In der Nacht auf Samstag hat hingegen der deutlich stärker ausgeprägte Supertaifun MANGKHUT Luzon, also den nördlichsten Teil der Philippinen, überquert und massive Verwüstungen angerichtet. Im Satellitenloop erkennt man eindrucksvoll, wie symmetrisch das Auge und damit wie gut organisiert der Taifun noch direkt vor dem Landgang war. Direkt an der Küste dürfte es für Windböen um 300 km/h gereicht haben, jedoch gibt es in dieser hügeligen und dünn besiedelten Region keine Wetterstationen. Weiter im Landesinneren wurden an verschiedenen Punkten Böen von über 200 km/h gemessen. Man sieht auch, wie das Terrain durch die Reibung zu einer Abschwächung des gesamten Systems und einer Auflösung des Auges geführt hat.

Die Auswirkungen waren jedoch verheerend:

Inzwischen liegt der Taifun wieder über dem offenen Meer und verstärkt sich erneut, auch das Auge bildet sich neu aus. Er zieht weiter nach Nordwesten über das Südchinesische Meer und erreicht am Sonntagvormittag MESZ die Region zwischen der Halbinsel Hainan und der Metropolregion Hongkong. Viele Millionen Menschen werden hier betroffen sein, mit Macau, Shenzhen oder Guanzhou liegen hier einige Großstädte. Die Schäden können hier noch weitaus höher ausfallen, es hängt von der endgültigen Zugbahn ab.

Prognostizierte Zugbahn des Taifuns Mangkhut @ JTWC
Prognostizierte Zugbahn des Taifuns Mangkhut @ JTWC

 

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Sturmflut durch Hurrikan Florence trifft auf North Carolina

Die Sturmflut von Hurrikan Florence trifft auf die USA

Die Regenbänder und die Sturmflut von Hurrikan Florence haben in der Nacht zum Freitag die Küste von North Carolina erreicht. Die Windgeschwindigkeiten im Kern des Wirbelsturms haben sich zwar etwas abgeschwächt, so wird der Sturm derzeit als Kategorie 1 eingestuft, aufgrund der Größe und der sehr langsamen Verlagerung des Sturms besteht die Hauptgefahr allerdings von Überflutungen durch anhaltenden Starkregen sowie durch die Sturmflut. Ähnliches passierte erst vor einem Jahr im Golf von Mexiko, als Hurrikan Harvey nahezu ortsfest an der Küste von Texas zum Liegen kam und für verheerende Überschwemmungen sorgte.

Bis zu 3 Meter Hohe Sturmflut

Die Sturmflut hat bereits eingesetzt, so kann man auf Webcambildern das ansteigende Meeresniveau beobachten. Laut Prognosen vom National Hurricane Center wird in den Buchten rund um Greenville eine Sturmflut von bis zu 3 m Höhe erwartet! Dazu gibt es Regenmengen von 700 bis 1000 Liter pro Quadratmeter, somit zeichnen sich auch in den Regionen abseits der Küsten verbreitet schwere Überflutungen ab.

Bislang wurden an der Küste Orkanböen von bis zu 141 km/h in Cherry Point und 139 km/h in Jacksonville / New River gemessen, zudem hat die Sturmflut bereits eingesetzt. Der Höhepunkt steht allerdings erst bevor.

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Am Donnerstag am Alpenrand Schauer und Gewitter

Am Alpenrand gibt es Gewitter am 13 September.

Die langgestreckte Kaltfront von Tief ANTHEA, dessen Kern mittlerweile über Russland liegt, befindet sich am Donnerstag quer über Deutschland und kommt nur noch langsam südostwärts voran. Im Bereich dieser Luftmassengrenze fällt bei vielen Wolken vor allem im Laufe der ersten Tageshälfte gelegentlich etwas Regen. Dies betrifft in erster Linie einen breiten Streifen von Rheinland-Pfalz über Hessen bis nach Brandenburg.

Die Kaltfront liegt quer über Deutschland
Satellitenbild mit der Luftmassengrenze um 10 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Schauer und Gewitter im Süden

Im Süden kommt zeitweise die Sonne zum Vorschein, in den Nachmittags- und Abendstunden nimmt die Schauer- und Gewitterneigung aber besonders von den Vogesen über den Schwarzwald bis zu den Alpen zu. Die Unwettergefahr hält sich zwar in Grenzen, dennoch sind besonders am Alpenrand einzelne kräftige Gewitter möglich. Trocken und überwiegend sonnig verläuft der Tag hingegen im Norden Deutschlands.

Besonders am Alpenrand sind lokal kräftige Gewitter zu erwarten.
Gewitterpotential am Donnerstagabend. © UBIMET

Besonders in den rot eingefärbten Regionen sind mit Gewittern lokal folgende Erscheinungen möglich:

  • Platzregen
  • kräftige Windböen um 60 km/h
  • kleinkörniger Hagel

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Supertaifun Mangkhut nimmt Kurs auf die Philippinen mit Böen um 300 km/h

Der Supertaifun trifft am Freitag mit Böen über 200 km/h auf die Philippinen

Über die vergangenen Tage hat sich der Taifun Mangkhut deutlich verstärkt. Am Mittwoch erreichte er mit einem minimalen Kerndruck von 905 hPa eine neuen Tiefstwert in diesem Jahr bei tropischen Wirbelstürmen. Mit einem mittleren Wind von 270 km/h und Böen über 320 km/h ist er ein Supertaifun und deutlich stärker als Florence, der momentan auf dem Atlantik in Richtung USA zieht. Mehr dazu hier: Florence bereits Kategorie 4. Mangkhut zieht mit 22 km/h in westlicher Richtung und bedroht in den kommenden Tagen die Philippinen und später dann Hongkong.

Böen über 300 km/h

Auch in den kommenden Tagen sind die Bedingungen in der Umgebung des Taifuns günstig, so dass er die momentane Stärke wohl beibehalten wird. Erst wenn den Norden der Philippinen erreicht wird, verschlechtern sich die Bedingungen, da Bodenreibung dort den Sturm abschwächt. Beim Landfall drohen allerdings katastrophale Auswirkungen durch Orkanböen von teils über 300 km/h und schweren Überflutungen.

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Titelbild: © JMA

Florence bereits Hurrikan der Kategorie 4

Hurrikan Florence nimmt Kurs auf North Carolina in den USA

Im Südosten der USA laufen bereits erste Evakuierungen an, so wurden sämtliche Bewohner der Küste von South Carolina sowie der Outer Banks von North Carolina  dazu aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Die Windgeschwindigkeit im Kern von Hurrikan Florence hat am Montag nämlich innerhalb von nur 13 Stunden um etwa 60 km/h zugenommen und beträgt mittlerweile 220 km/h. Dies entspricht der Kategorie 4 auf der fünfteiligen Skala.

Kategorie 5 möglich

Die Bedingungen für eine weitere Verstärkung sind derzeit optimal: Einerseits ist das Wasser überdurchschnittlich warm, andererseits ist die Windscherung gering. Zumindest vorübergehend ist am Dienstag sogar eine Verstärkung auf die höchste Kategorie 5 möglich mit Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h. Der Wirbelsturm wird zudem immer größer.

Heftiger Regen, eine Sturmflut und orkanböen sind zu befürchten
Aktuelle Prognose vom Landfall von Florence. © UBIMET

Kurs auf North Carolina

Die Modelle sind mittlerweile relativ einige, dass der Wirbelsturm am Donnerstagabend europäischer Zeit mit Orkanböen von knapp über 200 km/h und einer schweren Sturmflut auf Land treffen wird. Die größte Wahrscheinlichkeit dafür gibt es in North Carolina. Im weiteren Verlauf wird die Zuggeschwindigkeit des sich abschwächenden Sturms deutlich verlangsamen, somit nimmt auch die Gefahr von Überschwemmungen durch ergiebigen Regen weiter zu.

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Hurrikan FLORENCE trifft wohl auf die USA

Zerstörerische Kraft eines Hurrikans

Die Wahrscheinlichkeit für einen Landfall am Donnerstag an der Küste von North oder South Carolina sind sehr groß. Nach derzeitigem Stand scheint FLORENCE als Hurrikan der Kategorie 4 der fünfteiligen Saffir-Simpson-Skala auf Land zu treffen. Das bedeutet:

  • Spitzenböen bis knapp über 200 km/h
  • meterhohe Sturmflut
  • bis zu 400 l/m² innerhalb von 24 h

Noch besteht allerdings auch die Chance, dass der Hurrikan wenige hunderte Kilometer vor der Küste nach Norden abzieht. Die Schäden wären nicht ganz so fatal, allerdings müssten sich die Küstenbewohner trotzdem auf eine Sturmflut und starker Küstenerosion einstellen.

Hoch sorgt für ungewöhnliche Zugbahn

Seitdem die Zugbahnen von Hurrikans bestimmbar sind, gab es noch nie einen Hurrikan, der von der derzeitigen Position von FLORENCE die US-Ostküste erreichte. Normalerweise driften die Hurrikans nämlich noch über dem offenen Atlantik nach Norden ab. Doch in den kommenden Tagen befindet sich über dem Nordatlantik ein außergewöhnlich starkes Hoch, das hindert FLORENCE daran nach Norden abzuziehen. Daher bleibt dem Wirbelsturm nur der Weg in Richtung Ostküste der USA übrig:

Wahrscheinlichste Zugbahn von Hurrikan FLORENCE
Wahrscheinlichste Zugbahn von Hurrikan FLORENCE © UBIMET

 

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Atlantische Hurrikansaison kommt in Fahrt

Die atlanitsche Hurrikansaison kommt mit Hurrikan Florence in Fahrt

Im August haben ungewöhnlich kühle Wassertemperaturen im tropischen Atlantik sowie überdurchschnittlich starke Höhenwinde in der Karibik für ungünstige Bedingungen für tropische Wirbelstürme gesorgt. Die ruhigen Zeiten über dem Atlantik sind seit Monatswechsel allerdings Geschichte, so traf der tropische Sturm Gordon bereits am Mittwoch in Mississippi auf Land.

Hurrikan Florence

Am 1. September entwickelte sich über dem tropischen Atlantik ein weiterer tropischer Sturm namens Florence. Am Dienstag wurde der Sturm zu einem Hurrikan und bereits am Mittwoch verstärkte er sich weiter zu einem Major Hurricane der Kategorie 4 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h. Am Donnerstag geriet Florence unter den Einfluss stärkerer Höhenwinde, weshalb sich der Wirbelsturm wieder abschwächte und derzeit nur als tropischer Sturm klassifiziert wird.

Kurs auf die USA?

In den kommenden Tagen zeichnen sich wieder gute Bedingungen für eine neuerliche Verstärkung ab, zudem deutet das Europäische Wettermodell ECMWF weiterhin auf einen Landfall an der Ostküste der USA hin. Die größte Wahrscheinlichkeit dafür gibt es aus heutiger Sicht an der Küste von South Carolina über North Carolina bis nach Virginia, die Unsicherheit ist derzeit aber noch sehr groß. So sehen einzelne Ensemble-Läufe auch einen Landfall in Florida, während andere Modelle den Hurrikan noch vor der Küste nach Norden abdrehen lassen.

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Spektakuläre Wasserhose an der Krim

Am Schwarzen Meer kam es zu einem Tornado

Das Schwarze Meer liegt derzeit unter dem Einfluss eines Höhentiefs. Die vergleichsweise kühle Luft in der Höhe sorgt dabei in Zusammenspiel mit dem noch sehr warmen Wasser für eine labile Schichtung der Luft. An der Südostküste der Krim kam es somit am Donnerstagabend zu einem kräftigen Gewitter mit mehreren Wasserhosen.

Gewittersaison

Die Gewittersaison am Mittelmeer und am Schwarzen Meer erreicht typischerweise im Herbst ihren Höhepunkt, da in dieser Jahreszeit die ersten Kaltluftausbrüche stattfinden und die Wassertemperaturen noch sehr hoch sind. Besonders im Kern von Höhentiefs sind Wasserhosen dann keine Seltenheit.


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Verbreitet Gewitter mit Starkregen

Gewitterstimmung am Abend

Bereits in der Früh gehen vom Saarland bis zum Münsterland ein paar Schauer, vereinzelt auch Gewitter nieder. Im Tagesverlauf verlagert sich die Schauer-und Gewitteraktivität weiter nach Osten und in den Süden.

Warnkarte Donnerstag
Gewitterwahrscheinlichkeit am Donnerstag © UBIMET

Am Nachmittag gehen dann in einem Steifen von der Nordsee bis zum Alpenrand einige Gewitter, die sich gerade nach Süden zu kaum verlagern. Somit besteht hier die Gefahr von punktuell großen Regenmengen, samt lokalen Überflutungen. Am gefährdetsten sind die Mittelgebirgsregion von:

  • Hessen
  • Thüringen
  • Baden-Württemberg
  • westliches Bayern

Trocken weiterhin im Osten

Von der Ostsee bis zum Erzgebirge bleibt es hingegen auch am Donnerstag trocken und spätsommerlich warm. Da sich die Kaltfront immer mehr abschwächt sind dann auch am Freitag in Osten nur wenige Schauer unterwegs, die kaum die Trockenheit lindern.

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Am Mittwoch im äußersten Westen lokal kräftige Gewitter

Im Westen gibt es am Mittwoch lokale Gewitter

In einem breiten Streifen von der Alb über das Saarland bis nach Belgien bzw. zum Süden der Niederlande lagern derzeit sehr feuchte Luftmassen. Mit Annäherung eines Höhentiefs über den Britischen Inseln wird die Luftschichtung zunehmend labil, somit muss im Tagesverlauf besonders im Grenzbereich zu Belgien mit teils kräftigen Gewittern gerechnet werden.

Lokal große Regenmengen

Während im Süden Deutschlands unter schwachem Hochdruckeinfluss gewittrige Schauer höchstens vereinzelt im Berg- und Hügelland zu erwarten sind, ist die Gewitterneigung im äußersten Westen besonders von Rheinland-Pfalz bis ins südliche NRW erhöht:

  • Pfälzerwald
  • Hunsrück
  • Eifel

Vor allem in der Eifel sind lokal auch kräftige Gewitter möglich: Bei nur schwachem Höhenwind und sehr feuchter Luft besteht hier örtlich die Gefahr von ergiebigen Regenmengen in kurzer Zeit. Vereinzelt können die Gewitter in den Abendstunden auch auf das angrenzende Flachland übergreifen wie etwa auf den Niederrhein.

Vor allem in der Eifel gibt es kräftige Gewitter
Gewitterpotential am Mittwoch. © UBIMET

 

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Von NRW bis Bayern lokale Schauer und Gewitter

Kräftiges Gewitter mit Blitz und Donner.

Die Gewittersaison neigt sich abseits der Küsten langsam aber sicher dem Ende zu. Ein Höhentief über dem nördlichen Mittelmeerraum hat in den vergangenen Tagen allerdings schubweise feuchte und teils auch labil geschichtete Luftmassen nach Mitteleuropa geführt, somit gab es besonders in einem Streifen von Kroatien über Ungarn bis nach Ostösterreich und zur Slowakei teils kräftige Gewitter, siehe auch hier: Gewitter mit Starkregen in Österreich. Ein kleiner Teil diese Luft hat mit einer östlichen Höhenströmung auch Deutschland erreicht.

Herkunft der Luftmassen in verschiedenen Höhenniveaus über München. © NOAA / GFS
Herkunft der Luftmassen in verschiedenen Höhenniveaus über München. © NOAA / GFS

Schauer und Gewitter

Am Dienstag gehen im Tagesverlauf somit besonders in einem Streifen von NRW über Franken bis nach Niederbayern lokale Schauer und Gewitter nieder. Die Unwettergefahr ist zwar gering, dennoch kann es aufgrund der sehr feuchten Luftmasse (PWAT bzw. „niederschlagbares Wasser“ teils über 30 mm) und der relativ schwachen Höhenströmung punktuell zu großen Regenmengen in kurzer Zeit kommen.

Gewitterpotential am Dienstag. © UBIMET
Gewitterpotential am Dienstag. © UBIMET

Von Mecklenburg-Vorpommern bis nach Ostsachsen ist hingegen aus Nordosten bereits deutlich trockenere Luft eingesickert, weshalb es hier weitgehend trocken bleibt. Im Südwesten ist die Luft unter schwachem Hochdruckeinfluss dagegen zu stabil.

 

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Italientief bringt Schauer und Gewitter

Kräftige Schauer und Gewitter ziehen auf

Derzeit ziehen kräftige Schauer von Tschechien über Bayern, Thüringen und Sachsen westwärts. Dabei kann es stellenweise kräftig regnen, 15 bis 20 l/m² sind innerhalb 1 Stunde möglich.

Aktuelles Radarbild
Aktuelles Radarbild © UBIMET/DWD

Gewitter am Nachmittag

In der labilen und feuchten Luft entstehen am Nachmittag vermehrt Gewitter, hauptsächlich betroffen sind diese Regionen:

  • Erzgebirge
  • Franken
  • Oberbayern
  • Thüringer Wald

Vereinzelt treten Gewitter aber auch weiter westlich auf. Mit den Gewittern kann es punktuell zu großen Regenmengen von bis zu 35 l/m² kommen.

Dürre hält an

In den am schlimmsten von der Dürre betroffenen Regionen bleibt es hingegen meist trocken und auch in den kommenden Tagen ist kein ergiebiger Regen in Sicht. Bis auf ein paar Schauer am Donnerstag und Freitag bleibt es trocken und weiterhin zu warm.

 

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Schwere Überflutungen durch Unwetter am Gardasee

Häuser unter Wasser am Gardasee

Ein kräftiges und nahezu ortsfestes Gewitter sorgte am Samstag für schwere Schäden durch Überschwemmungen in der weltberühmten Weinregion Valpolicella, knapp östlich vom Gardasee. Hier ein paar Bilder und Videos von dem Ereignis:

114 l/m² in nur 2 Stunden

Für alle, die die Weinregion Valpolicella nicht kennen, hier eine kleine Grafik. Valpolicella liegt knapp nördlich von Verona. Dazu ein Diagramm einer Wetterstation des regionalen Wetterdienstes (©ARPAV). In weniger als 2 Stunden sind 114 l/m² zusammengekommen! Am heutigen Sonntag regnet es noch schauerartig verstärkt, ab Morgen beruhigt sich die Wetterlage allmählich wieder.

Die Weinregion Valpolicella liegt knapp östlich vom Gardasee und nördlich von Verona.
Die Weinregion Valpolicella liegt knapp östlich vom Gardasee und nördlich von Verona.
Stündliche Niderschlagsmengen an der Station Illasi (Verona) - ©ARPAV
Stündliche Niederschlagsmengen an der Station Illasi (Verona) – ©ARPAV

 

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Titelbild: Überschwemmungen in Italien – pixabay.com / WikiImages

Kategorie-5-Supertaifun nimmt Kurs auf Japan

Der Katergorie-5-Supertaifun Jebi

Der Supertaifun Jebi befindet sich derzeit über dem Westpazifik. Im Kern des Wirbelsturms herrschen aktuell Windgeschwindigkeiten von 260 km/h mit Windböen von bis zu 320 km/h! Das entspricht der höchsten Kategorie auf der 5-stufigen Skala. Die Wellen erreichen dabei bis zu 14 Meter Höhe!

Die Prognose der Zugbahn von Supertaifun Jebi. © UBIMET
Die Prognose der Zugbahn von Supertaifun Jebi. © UBIMET

Kurs auf Japan

Der Sturm verlagert sich derzeit in nordwestliche bis nördliche Richtung und wird Montagnacht europäischer Zeit voraussichtlich auf den Süden Japans treffen. Nach aktuellen Modellprognosen wird der Taifun im Bereich der Metropolregion von Kyoto im Westen der japanischen Hauptinsel Honshū auf Land treffen. Bis dahin wird er sich zwar noch deutlich abschwächen, dennoch zeichnen sich an der Küste Windgeschwindigkeiten von 150 km/h und Böen von bis zu 180 km/h ab. Dazu ist eine Sturmflut zu befürchten sowie ergiebige Regenmengen von teils über 200 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden.

 

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Kräftige Gewitter im Südwesten

Gewitter im Anmarsch

Im aktuelle Satellitenbild erkennt man schön das Tiefzentrum, das derzeit noch westlich von Paris liegt. An der Vorderseite des Tiefs zieht noch eine schwache Gewitterlinie ostwärts Richtung Belgien.

Aktuelles Satellitenbild von 8 Uhr
Aktuelles Satellitenbild von 8 Uhr @UBIMET, EUMETSAT

In Deutschland scheint noch verbreitet die Sonne und es wird nochmals hochsommerlich heiß mit Höchstwerten knapp über der 30-Grad-Marke. Ab Mittag erreichen dann erste Schauer und Gewitter NRW, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Kräftige Gewitter im Südwesten

Am Nachmittag breiten sich die Gewitter langsam ostwärts aus, vor allem im Südwesten besteht dabei lokal nochmals Unwettergefahr. Hier bringen die Gewitter mitunter:

  • Starkregen mit 40 l/m² pro Stunde
  • Hagel bis 3 cm Korngröße
  • Sturmböen bis zu 80 km/h

Trocken und heiß bleibt es in der Osthälfte, hier sorgt die Kaltfront erst in der Nacht für ein paar Schauer.

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August fast 3 Grad zu warm

Der August war um fast 3 Grad zu warm.

Schauen wir uns gleich zu Beginn mal die Hitliste der 5 wärmsten Augustmonate an, die in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen verzeichnet wurden:

Jahr Abweichung zum Mittel 1981-2010
2003 +3,1 Grad
2018 +2,9 Grad
2015 +2,4 Grad
1997 +2,3 Grad
1944 +2,1 Grad

 

Wir sehen den heurigen August klar auf Rang 2, zum „Jahrhundertsommer-Monat“ August 2003 fehlen ein paar Zehntel Grad. Diesen Spitzenplatz werden wir in den noch verbleibenden Tagen auch nicht schaffen, denn diese verlaufen in Summe eher durchschnittlich.

Jetzt blicken wir auf einzelne Städte, denn innerhalb von Deutschland gab es im August 2018 doch größere Unterschiede. Mit 22,9 Grad im Mittel war es in Mannheim am wärmsten, gefolgt von Waghäusel-Kirrlach mit 22,8 Grad und Rheinstetten mit 22,5 Grad. Alle Orte liegen im Rheingraben, ohnehin eine der wärmsten Regionen Deutschlands.

Um Monatsmittel unter 20 Grad zu finden, muss man entweder in die Mittelgebirge, an den Alpenrand oder ins Umfeld von Nord- und Ostsee. Hier die absolut kältesten Orte:

  1. Messstetten (BW) 17,3 Grad
  2. Schneifelforsthaus (RP) 17,4 Grad
  3. Neuhaus am Rennweg (TH) 17,5 Grad
  4. Lenzkirch (BW) 17,6 Grad
  5. Oberstdorf (BY) 18,0 Grad

 

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Quelle Titelbild: pixabay

1300 Liter Regen durch Hurrikan LANE

Hurrikan Lane sorgte auf Hawaii für immense Regenmengen

Dabei war vor allem die größte Insel des Archipels betroffen, Big Island. Sie ist in der folgenden Karte rechts unten gut erkennbar. LANE zog westlich der Inselgruppe vorüber, skizziert ist die Zugbahn des Sturms in rot. Der Sturm lenkte sehr feuchte Luft von Osten gegen die Berge Big Islands, immerhin sind Mauna Kea und Mauna Loa über 4000 m hoch! Die Folge waren intensive Regenfälle, deren Ausmaß wir uns in Mitteleuropa kaum vorstellen können.

Zugbahn des Hurrikans LANE
Zugbahn des Hurrikans LANE

In der Inselhauptstadt Hilo an der Ostküste kamen innerhalb von nur 3 Tagen 820 Liter Regen zusammen, ein neuer 3-Tages-Rekord für die Stadt am Pazifik. Bemerkenswert insofern, dass bisher im August nun schon 1140 l/m² zusammengekommen sind, was diesen Monat zum nassesten seit Messbeginn macht. Dabei ist Hilo Starkregen gewohnt, gehört es doch mit einem mittleren Jahresniederschlag von 3200 l/m² ohnehin schon zu den nassesten Flecken auf der Erde.

Nur zur Einordnung: In Berlin liegt der durchschnittliche Jahresniederschlag bei 580 l/m², in Hamburg bei 750 l/m² und in München bei rund 1000 l/m². Selbst in der nassesten Region Deutschlands, dem Alpenrand, werden „nur“ 1700 l/m² erreicht.

Noch extremer fielen die Regenmengen aber an den Osthängen der Berge aus. In Mountain View (südlich von Hilo) haben die Messkübel in den wenigen Tagen während des Hurrikans unfassbare 1316 l/m² registriert.

Podestplatz für Lane

Wie außergewöhnlich die Regenmengen von LANE waren, zeigt auch der Vergleich mit anderen Tropischen Stürmen in den USA. Da nämlich reihen sich die 1316 l/m² auf Rang 3 der „Nassesten Hurrikane“ ein:

Rang Regen in Litern pro Quadratmeter Sturm Ort
1 1539 Harvey 2017 Nederland (Texas)
2 1321 Hiki 1950 Kanalohuluhulu Ranger
Station (Hawaii)
3 1316 Lane 2018 Mountainview (Hawaii)
4 1219 Amelia 1978 Medina (Texas)
5 1148 Easy 1950 Yankeetown (Florida)

 

Abschließend haben wir noch zwei Videos aus Hawaii, die die Wucht des Hurrikans belegen:

 

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Wasserhosen in der Schweiz und am Bodensee

Wasserhose

Am Sonntagmorgen wurden am Bodensee mehrere Wasserhosen gesichtet: Das Zusammenspiel aus kühler Luft und warmen Wasser sorgte hier bodennah für eine labile Schichtung der Luft. Die Wassertemperatur vom Bodensee beträgt derzeit noch etwa 23 Grad, während die Lufttemperatur am Sonntagmorgen unter 10 Grad lag.

Wasserhosen

Für die Entstehung von Wasserhosen sind drei Faktoren besonders wichtig:

  1. Ein großer Temperaturunterschied zwischen Wasser und Luft im Niveau der Wolkenbasis: Je größer der Unterschied, desto labiler ist die bodennahe Schichtung der Luft.
  2. Lokale Windkonvergenezen über dem Wasser, also Regionen, wo Winde aus zwei unterschiedlichen Richtungen aufeinanderprallen. Hier wird die Luft zum Aufsteigen gezwungen und es kann zu vertikal ausgerichteten Verwirbelungen kommen.
  3. Schwache Windgeschwindigkeiten am Boden und im Wolkenniveau.

Vor allem im Spätsommer und im Herbst sind Wasserhosen in Küstenregionen nicht ungewöhnlich, da in dieser Jahreszeit die ersten Kaltluftausbrüche stattfinden und das Wasser noch mild ist. Am Samstag wurde auch an der Ostsee eine Wasserhose gesichtet.

In den kommenden Stunden erreicht die kalte Höhenluft die nördliche Adria, somit steigt hier die Wahrscheinlichkeit für Wasserhosen deutlich an.

Wasserhosen in der Schweiz

Auch in der Schweiz wurden am Sonntagmorgen mehrere Wasserhosen gesichtet, wie etwa am Zürichsee und am Zugersee.

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Titelbild: NOAA Photo Library on Visualhunt / CC BY

Italientief bringt den ersten Schnee in den Alpen

Wintereinbruch im Gebirge

Während sich nördlich der Alpen immer kältere Luftmassen stauen, führt ein Tief über Norditalien sehr feuchte Mittelmeerluft nach Österreich. Vor allem am Samstag sowie in der Nacht zum Sonntag fällt somit verbreitet Regen, besonders in Friaul, Kärnten und Teilen Slowenien regnet es sogar intensiv. Besonders im Bereich der Karnischen und Julischen Alpen sind bis Sonntagvormittag  50 bis 100, lokal auch 130 Liter pro Quadratmeter Regen zu erwarten. An der Adria gehen zum teils heftige Gewitter nieder.

Vor allem in Kärnten und Friaul regnet es kräftig.
Modellprognose der Regenmengen von Samstagmorgen bis Sonntagabend. © UBIMET

Schneefall in den Hohen Tauern

In der Nacht zum Sonntag sinkt die Schneefallgrenze bei zunehmender Niederschlagsintensität langsam auf 1.700 bis 1.500 ab. Auf höheren Passstraßen wie etwa dem Radstädter Tauernpass oder dem Katschbergpass ist somit besonders Sonntagfrüh ein wenig Nassschnee zu erwarten. Kurzzeitig ist aber selbst am 1.340 m Hohen Nordportal des Tauerntunnels etwas Schneeregen nicht ganz ausgeschlossen.

In den Tauern gibt es 20 bis 40 cm Schnee.
Die Neuschneeprognose bis Sonntagmittag. © UBIMET

Bis zu 40 cm Schnee

Im Hochgebirge des Alpenhauptkamms in Österreich kommen oberhalb von etwa 2.600 m je nach Höhenlage 20 bis 40 cm Neuschnee zusammen, wobei die größten Mengen in den Hohen Tauern zu erwarten sind. Für die Massenbilanz der alpinen Gletscher kommt diese kühle Wetterphase allerdings zu spät, so ist der Kern der Ablationsphase bereits abgeschlossen. Die Auswirkungen des überdurchschnittlich warmen und extrem trockenen Sommers sind bereits seit mehreren Wochen klar sichtbar.

Am Montag Temperaturanstieg

Die Wettermodelle kündigen in der kommenden Woche einen markanten Temperaturanstieg an. In 3.000 m Höhe sind Mitte der Woche wieder Temperaturen von bis zu 8 Grad zu erwarten, in den großen Tälern der Alpen zeichnen sich sogar Höchstwerte im Bereich der 30-Grad-Marke ab. Der erste Schnee wird somit bald wieder großteils verschwunden sein.

 

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Bild:  www.foto-webcam.eu

Gewitter im Süden und Osten

Gewitter mit Sturmböen © visualhunt.com

Der Sommer und damit auch die Gewittersaison neigt sich allmählich dem Ende zu. Am Donnerstag sind aber im Vorfeld einer Kaltfront vor allem in der Südhälfte nochmals heftige Gewitter zu erwarten. Nach einem heißen Tag sind am Abend auch in Thüringen, Sachsen im südlichen Sachsen-Anhalt und Brandenburg kräftige Gewitter möglich. Für Berlin besteht nur ein leicht erhöhtes Gewitterrisiko. Die Gewitter bringen:

  • bis zu 35 l/m² innerhalb 1 Stunde
  • Hagel bis zu 3 cm Korngröße
  • vor allem im Osten auch Böen bis zu 90 km/h

Bereits erste Gewitter im Süden

In Baden-Württemberg und Bayern kommt es stellenweise bereits seit den frühen Morgenstunden zu Gewittern. Diese verlagern sich derzeit kaum, weshalb punktuell größere Regenmengen zusammenkommen. Mit der Annäherung der Kaltfront ziehen die Gewitter am Nachmittag und Abend wieder schneller durch.

Das aktuelle Satellitenbild zeigt die Gewitter im Süden sowie die Kaltfront, die derzeit noch über England liegt:

Satellitenbild von 09:45 Uhr
Satellitenbild von 09:45 Uhr © UBIMET, EUMETSAT

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Hurrikan LANE auf Kurs nach Hawaii

Hurrikan Lane auf Kurs nach Hawaii

Der letzte Hurrikan der Hawaii traf, war Hurrikan INIKI im Jahr 1994. Damals verwüstet der Kategorie-4-Sturm große Teile der östlichen Inseln von Hawaii. Derzeit ist Hurrikan LANE ein Sturm der höchsten Kategorie-5 und verlagert sich in den kommenden Tagen langsam nordwestwärts in Richtung Hawaii. Dabei dürfte sich der Sturm nach derzeitigem Modellstand nur leicht abschwächen und der Inselgruppe am Wochenende bedrohlich nahe kommen.

Zugbahn von Hurrikan LANE © UBIMET

Überschwemmungen auf Hawaii wahrscheinlich

Auch falls LANE knapp südlich an Hawaii vorbeizieht, muss vor allem am Wochenende mit intensivem Regen gerechnet werden. Über 200 Liter pro Quadratmeter kommen wohl zusammen, womit Überflutungen und Murenabgänge wahrscheinlich sind.  Dazu wird es zusätzlich zu einer Sturmflut kommen.

Hier nochmals die stärksten Stürme der vergangenen 60 Jahre:

Dot 06.08.1959 Kategorie 1, bis zu 140 km/h
Iniki 11.09.1992 Kategorie 4, bis zu 230 km/h
Iselle 08.08.2014 Tropischer Sturm, bis zu 95 km/h
Darby 24.07.2016 Tropischer Sturm, bis zu 65 km/h

 

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Hochsommer endet mit Hitze und Temperatursturz

Hochsommer endet mit Hitze und Temperatursturz

Der Hochsommer gibt in diesen Tagen nochmal Vollgas, so steigen die Temperaturen am Mittwoch in weiten Teilen des Lands auf über 30 Grad. Besonders im Süden sind Spitzenwerte von bis zu 34 Grad zu erwarten, etwas kühler mit Temperaturen zwischen 22 und 26 Grad bleibt es dagegen an der Nordseeküste. Anbei die Höchstwerte in den kommenden drei Tagen:

Ort Mittwoch Donnerstag Freitag
Berlin 31 33 25
Hamburg 29 27 19
Köln 31 29 20
München 32 29 24

Gewitter am Donnerstag

Am Donnerstag wird es vor allem im Süden und Osten nochmals heiß, in Sachsen zeichnen sich Höchstwerte von bis zu 35 Grad ab. Im Vorfeld einer Kaltfront nimmt die Gewitterneigung aber langsam zu, so sind ab dem Nachmittag besonders am Alpenrand sowie im Bereich von Schwarzwald und Alb erste kräftige Hitzegewitter zu erwarten. In den Abendstunden gehen dann vor allem in einem Streifen vom Oberrheingraben über Hessen bis zum Harz ein paar Gewitter nieder, die in den Nachtstunden auch auf die Südosthälfte übergreifen. Lokal kann es dabei zu Platzregen, stürmischen Böen und kleinem Hagel kommen. Im Nordwesten setzt dagegen schauerartiger Regen ein.

Besonders im Osten wird es nochmals heiß.
Höchstwerte am Donnerstag. © UBIMET

Abkühlung im Westen am Freitag

Am Freitag zieht die kräftige Kaltfront eines Skandinavientiefs über weite Teile Deutschlands hinweg. Gewitter sind einerseits vor der Kaltfront im äußersten Süden ein Thema, also vom Bodenseeraum bis nach Niederbayern, andererseits auch über der Nordsee: Hier sorgt Höhenkaltluft über dem warmen Wasser für eine labile Schichtung der Luft. In einem breiten Streifen vom Rheinland-Pfalz bis zur Ostsee bleibt es bis auf einzelne Schauer dagegen überwiegend trocken. Die Temperaturen erreichen im Westen und Nordwesten maximal 17 bis 21 Grad, in der Südosthälfte wird es örtlich noch sommerlich mit bis zu 26 Grad.

Zweigeteilter Samstag

Am Samstag liegt die Kaltfront noch immer über dem Südosten des Landes, hier kündigt sich laut dem Europäischen Wettermodell ECMWF ein letztes Aufbäumen der warmen Luft an: Aus heutiger Sicht sind besonders in Bayern und Ostsachsen sommerliche Höchstwerte von 24 bis 27 Grad in Sicht. Die Nordwesthälfte gerät dagegen voraussichtlich unter den Einfluss eines Nordseetiefs, somit muss man hier mit Schauern und einzelnen Kaltluftgewittern rechnen. Die Temperaturen kommen von der Eifel bis nach Schleswig-Holstein nicht über 13 bis 18 Grad hinaus.

Temperaturtrend in etwa 1.500 m Höhe für Köln. Ab Freitag wird es kühl.

Kühler Sonntag

Am Sonntag erfasst die kühle Luft unter Tiefdruckeinfluss schließlich das ganze Land, somit liegen die Höchstwerte meist zwischen 15 und 20 Grad. Bis zum Monatsende liegen die Temperaturen dann um oder unterhalb des langjährigen Mittels.

 

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Monsun zwingt in Indien über 100.000 Menschen in die Flucht

Der Monsun fällt in Kerala außergewöhnlich stark aus.

Speziell der Indische Bundesstaat Kerala im äußersten Südwesten des Landes ist seit dem 8. August wiederholt von schweren Überflutungen und Vermurungen betroffen. Die Zahl der Todesopfer ist in den letzten Wochen bereits auf über 340 gestiegen. 3,7 Millionen Menschen werden zudem in Rettungscamps versorgt. Laut Regierung handelt es sich um die schlimmste Flut seit 100 Jahren.

Der Monsun

Der regenbringende Sommermonsun beginnt in Indien im Juni. Zunächst ist der äußerste Süden betroffen,  ab Juli dann auch der Norden des Landes. Ab September zieht sich der Monsun langsam wieder nach Süden zurück, wo er anfangs Oktober schließlich gänzlich abklingt. In diesem Zeitraum fallen besonders im Bereich der windzugewandten Gebirge extreme Regenmengen, wobei die Gesamtmenge von Jahr zu Jahr variiert. Landesweit betrachtet gibt es heuer bislang sogar weniger Niederschlag als üblich, so liegt die Abweichung für ganz Indien derzeit bei -8%. Besonders im Nordosten des Landes fällt der Monsun aktuell schwächer als üblich aus.

Anbei die Abweichung von mittleren Niederschlag im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 19. August für eine Auswahl an Indischen Bundesstaaten:

  • +42 % Kerala
  • +4 % Maharashtra
  • -14 % Goa
  • -20 % Delhi
  • .21 % Westbengalen
  • -44 % Meghalaya

Auswirkungen des Klimawandels

Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass die Stärke der Monsuns durch den Klimawandel tendenziell zunimmt. Gleichzeitig nimmt allerdings auch die jährliche Variabilität zu, somit besteht in Indien sowohl die Gefahr von Dürren als auch von Extremereignissen.

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Titelbild: Daniela Hartmann (alles-schlumpf) on Visualhunt / CC BY-NC-SA

Rom, Barcelona & co. – Unwetter im Süden

Beispielhaftes Bild eines Gewitters © https://pixabay.com/en/users/jplenio-7645255/

Von Spanien und Frankreich bis Italien und Kroatien, auch Touristen-Hotspots waren betroffen wie bspw. Rom oder Barcelona. Ein paar Bilder und Videos der vergangenen Tage haben wir euch hier zusammen gestellt:

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Titelbild: Beispielhaftes Bild eines Gewitters © https://pixabay.com/en/users/jplenio-7645255/

Dürre im Frühjahr und Sommer 2018 – Zahlen und Fakten

Viel zu wenig Wasser gibt es momentan in den Flüssen in Deutschland

In Hannover beispielsweise wurden 2018 um 20 Tage mit ergiebigem Niederschlag weniger als im Vergleichszeitraum des letzten Jahres 2017 registriert, häufig kann man die Tage mit mehr als 5 mm an zwei Händen abzählen. Dementsprechend verlängert hat sich auch die Länge der trockenen Perioden zwischen den Regenfällen. Insbesondere im Nordosten des Landes ist die Situation extrem: Gab es hier in den vergleichsweise ausgeglichenen Jahren 2016 und 2017 im Schnitt etwa alle 7 bis 12 Tage ergiebigere Niederschläge von 5 Litern pro Quadratmeter und 24 Stunden, so sind dort 2018 bislang bis zu 40 Tage ohne ergiebigen Regen vergangen. Besonders betroffen sind:

  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen
  • Sachsen
  • Brandenburg

Diese langen trockenen Phasen bei gleichzeitig hohen Temperaturen setzen dem Ackerbau und der Forstwirtschaft am stärksten zu. Ist die Temperatur hoch, der Boden ausgetrocknet und die Sonnenstrahlung sehr intensiv, können Pflanzen die durch Verdunstung verlorene Wassermenge nicht mehr aus dem Boden ziehen, der Welkepunkt wird unterschritten und die Pflanze verkümmert.

Zu sehen ist die Anzahl der Tage mit >= 5 mm Niederschlag im Jahr 2017 © UBIMET
Zu sehen ist die Anzahl der Tage mit >= 5 mm Niederschlag im Jahr 2017 © UBIMET
Zu sehen ist die Anzahl der Tage mit >= 5 mm Niederschlag im Jahr 2018 © UBIMET
Zu sehen ist die Anzahl der Tage mit >= 5 mm Niederschlag im Jahr 2018 © UBIMET

Hitzestress bei Menschen

Auch für Menschen sind die Herausforderungen aus den anhaltend hohen Temperaturen nicht zu unterschätzen, weiß Dr. Peter Lauda, Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Notarzt in Wien: “Die extreme Hitzewelle mit ihren anhaltend hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht stellt auch aus medizinischer Sicht ein Problem dar in Form von sogenannten Hitzeschäden, also Sonnenstich, Hitzekollaps und -erschöpfung bis hin zum lebensbedrohlichen Hitzeschlag. Die negativen gesundheitlichen Auswirkungen betreffen insbesondere den Wasser- und Elektrolythaushalt und führen somit zu Symptomen vonseiten des Herzkreislauf- sowie Zentralnervensystems. Besonders gefährdet sind Kinder sowie ältere, geschwächte und kranke Menschen.“

Zu sehen ist die mittlere Anzahl von aufeinanderfolgenden Tagen mit nur geringem Niederschlag von weniger als 5 mm im Jahr 2017 © UBIMET
Zu sehen ist die mittlere Anzahl von aufeinanderfolgenden Tagen mit nur geringem Niederschlag von weniger als 5 mm im Jahr 2017 © UBIMET
Zu sehen ist die mittlere Anzahl von aufeinanderfolgenden Tagen mit nur geringem Niederschlag von weniger als 5 mm im Jahr 2018 © UBIMET
Zu sehen ist die mittlere Anzahl von aufeinanderfolgenden Tagen mit nur geringem Niederschlag von weniger als 5 mm im Jahr 2018 © UBIMET

Die Gründe für die Extreme

Meteorologisch gesehen ist das spezielle am bisherigen Verlauf des Frühjahres und Sommers das Fehlen der sonst häufigen atlantischen Kaltfronten. Das sind die üblichen Regenbringer in einem normalen mitteleuropäischen Sommer. Für gewöhnlich ist alle 3 bis 6 Tage mit dem Durchzug einer solchen Front zu rechnen. 2018 beschränkten sich die markanten Frontpassagen auf wenige, an einer Hand abzählbare Fälle. Der Großteil der Niederschläge fiel aus lokalen, dafür umso heftigeren Gewittern.

Noch eine Woche Hitze

Nach dem derzeitigen Stand der Vorhersage dürfte erst am Freitag der neuen Woche eine ausgeprägte Kaltfront der Hitze in der Mitte und im Süden ein vorläufiges Ende setzen und gebietsweise Regen bringen.

 

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Photo credit: david_drei on Visual hunt / CC BY-NC-SA

Kühl im Westen, Hitze mit bis zu 33 Grad im Osten

Im Osten gibt es bis zu 33 Grad.

Deutschland liegt aktuell am Rande eines umfangreichen Tiefs mit Kern über dem Europäischen Nordmeer. Eine Kaltfront erstreckt sich dabei von Skandinavien über den Westen Deutschlands bis nach Frankreich. Der Südosten des Landes liegt dagegen noch im Einflussbereich eines Mittelmeerhochs, welches für stabiles Sommerwetter sorgt.

Eine Kaltfront entzweit das Land.
Die Kaltfront samt präfrontaler Konvergenz am Freitagnachmittag. © UBIMET / GFS

In einem Streifen von der Eifel über das Ruhrgebiet bis zur Elbmündung fällt bereits seit den Morgenstunden zeitweise etwas Regen, im südlichen NRW und in Rheinland-Pfalz sind auch einzelne Gewitter unterwegs.

Lokale Gewitter im Südwesten

Im Tagesverlauf entstehen im Vorfeld der Kaltfront über dem Südwesten und der Mitte des Landes lokale Schauer und Gewitter, ganz besonders im westlichen und nördlichen Mittelgebirgsraum. Im Norden schwächt sich die Front hingegen ab, somit bleibt es im Nordosten weitgehend trocken.

Hitze im Osten

Auch von Oberbayern bis zum Böhmerwald sowie im äußersten Osten bleibt es meist trocken, zudem wird es hier hochsommerlich heiß: Besonders in einem Streifen von Mainfranken bis nach Südbrandenburg und Berlin gibt es Spitzenwerte von 31 bis 33 Grad. Von der Eifel bis nach Schleswig-Holstein kommen die Temperaturen hingegen nicht über 20 bis 24 Grad hinaus.

 

Ort Höchstwert
Berlin 33 Grad
Würzburg 32 Grad
München 31 Grad
Frankfurt 29 Grad
Köln 23 Grad
Hamburg 22 Grad
Helgoland 20 Grad

Sommerliches Wochenende

Am Samstag schwächt sich die Kaltfront ab, ein paar Schauer und Gewitter sind aber vor allem am Alpenrand sowie vereinzelt im östlichen Mittelgebirgsraum zu erwarten. Die Temperaturen steigen im Westen wieder etwas an, im Osten wird es dagegen nicht mehr ganz so heiß mit Höchstwerten im Bereich der 30-Grad-Marke. Etwas kühler mit maximal 24 Grad bleibt es lediglich im äußersten Norden.

 

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800 Liter Regen: Nasser Rekordsommer in den USA

Im Osten der USA sorgten anhaltende Regenfälle für Überflutungen.

Das Wetter im Osten der USA mutete in den vergangenen Woche eher tropisch an – es war zwar nicht übermäßig kalt, aber immer wieder gab es kräftige Regengüsse. Besonders betroffen von diesem feucht-warmen Wetter waren die Staaten:

  • Virginia
  • West Virginia
  • Pennsylvania
  • Maryland
  • Washington DC

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass zahlreiche Orte den nassesten Sommer der Geschichte erleben. Sie sind in der nachfolgenden Grafik mit grün markiert:

Viele Orte melden den nassesten Sommer ihrer Messgeschichte.
Viele Orte melden den nassesten Sommer ihrer Messgeschichte.

Große Regenmengen

Blicken wir noch etwas weiter zurück – nämlich bis Mitte Mai – so summieren sich verbreitet mehr als 500 Liter Regen pro Quadratmeter auf (in rot in der folgenden Grafik, entspricht ca. 20 inch). Lokal sind sogar 800 Liter zusammengekommen. Nur zum Vergleich: In Berlin beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag gerade einmal 600 Liter pro Quadratmeter!

Lokal hat es mehr als 800 Liter pro Quadratmeter geregnet.
Lokal hat es mehr als 800 Liter pro Quadratmeter geregnet.

 

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150 km/h: Wintersturm im Südosten Australiens

Im Südsosten Australiens steht ein heftiger Wintersturm bevor.

Die Insel Tasmanien ist kräftigen Wind gewohnt, ganz besonders in den Wintermonaten, so treten Böen im Bereich der 100-km/h-Marke auf den Bergen und an exponierten Küstenabschnitten regelmäßig auf. Orkanböen von 130 bis 140 km/h sind allerdings auch hier selten. Anbei die bisherigen Spitzenböen des Winters:

Ort, Seehöhe
Spitzenböe (km/h; ab 1.6.) Datum
Maatsuyker Island, 146 m 135 6. Juli
Scotts Peak, 408 m 115 17. Juli
Hobart, 50 m 102 10. August
Mt. Wellington, 1261 m 144 17. Juli
Cape Grim, 93 m 113 29. Juli
Launceston, 166 m 85 17. Juli
Hogan Island, 116 m 150 29. Juli
Devonport, 9 m 93 24. Juli

Kaltfront bringt Regen und Sturm

In diesen Tagen liegt der Süden Australiens unter dem Einfluss einer kräftigen, westlichen Höhenströmung, dabei kündigt sich mit Durchzug einer Kaltfront in der Nacht zum Mittwoch ein außergewöhnliches Sturmereignis an. Besonders an der Westflanke Tasmaniens fällt zudem kräftiger Regen bzw. auf den Berggipfeln Schnee.

Der stärkste Wintersturm des Jahres steht bevor.
Die prognostizierten Spitzenböen in Australien. © UBIMET

Orkanböen bis 150 km/h

Böen von 80 bis 110 km/h sind verbreitet zu erwarten, so auch in den dichter besiedelten Regionen Tasmanies rund um Hobart und Launceston. Im Bereich der Küsten sowie in höheren Lagen muss man mit orkanartigen Böen von 100 bis 120 km/h rechnen, in besonders exponierten Lagen wie etwa die Insel Maatsuyker oder Mt. Wellington sind aber sogar Orkanböen von bis zu 150 km/h nicht ausgeschlossen! Stürmisch wird es zudem auch im Süden von Victoria und New South Wales.

 

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Titelbild: st4rbucks on Visualhunt / CC BY-NC-ND

Kräftige Gewitter in Teilen Deutschlands

Heftige Gewitter in Deutschland. @unsplash

Der Montag beginnt im Westen und Nordwesten des Landes bereits mit kompakten Wolken und einigen Regenschauern. In Rheinland-Pfalz und Südhessen sind auch einzelne Gewitter eingelagert.

Im Westen gehen erste Schauer und Gewitter nieder.
Satellitenbild und Blitze um 8 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Kräftige Gewitter am Alpenrand

Im Tagesverlauf zieht die Front ostwärts, in deren Vorfeld entstehen besonders am Alpenrand teils kräftige Schauer und Gewitter. Diese ziehen in den Abendstunden in Richtung Niederbayern, dabei nimmt besonders die Sturmgefahr zu.

Das Nordseetief sorgt für kräftige Gewitter in Deutschland.
Das Nordseetief am Montag. © UBIMET / GFS

Schauer und Gewitter im Norden

Auch im Nordwesten sind im Bereich des Höhentiefs im Tagesverlauf weitere Schauer und Gewitter zu erwarten. Diese ziehen unter dem Einfluss starken Höhenwindes von NRW und Niedersachsen in den Abendstunden in Richtung Ostsee. Örtlich besteht dabei die Gefahr von:

  • Sturmböen
  • kleinem Hagelschlag
  • kurzzeitigem Platzregen
Besonders am Alpenrand und im Norden gibt es kräftige Gewitter.
Gewitterpotential am Montag. © www.uwr.de

 

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Firenado: Wenn der Wind mit dem Feuer spielt

Firenado bei Leicestershire, https://news.sky.com/

 

Doch so selten ist dieses Phänomen garnicht, bei genauerer Recherche lassen sich einige Beispiele allein aus den letzten Tagen finden:

Und einen ganz besonderen Fall zeigt das nachfolgende Video aus Kalifornien. Hier bewegt sich ein Firenado vom Land auf Wasser hinaus und wandelt sich damit in eine Wasserhose um! Ob dies geholfen hat das Feuer zu bändigen, ist offen.

Doch wie entsteht dieses interessante Phänomen?

Brennt es flächendeckend, entsteht eine enorme Hitze und damit viel heiße Luft, welche aufsteigt. Wo Luft aufsteigt, wird frische Luft aus der Umgebung nachgezogen. Ähnlich dem Kamin-Prinzip gibt es eine Rückkopplung, denn Frischluft wiederum facht das Feuer nur noch weiter an und hält den Sog aufrecht. Nun kommt wie bei einem Tornado noch die Corioliskraft ins Spiel und der gesamte Feuersturm kann zu rotieren beginnen.

 

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Unwetterbilanz

Blitze am Nachthimmel

Am Donnerstag erreichte die Kaltfront zu Mittag den Westen des Landes, eine langgestreckte Gewitterfront brachte vom Schwarzwald über Hessen bis ins Emsland verbreitet schwere Sturmböen von 80 bis 100 km/h. Bis zum Abend verlagerte sich die Gewitterlinie in den Norden des Landes, dabei wurde in Büsum im Zuge der Gewitter eine Orkanböe von 140 km/h gemessen. Weitgehend verschont von den Unwettern blieb nur der äußerste Osten und Südosten des Landes.

Maximal Windböen am Donnerstag
Maximal Windböen am Donnerstag © UBIMET

Tausende Blitze

234.050 – so lautet die beeindruckende Summe der Blitze, die sich am Donnerstag am Himmel über Deutschland entluden. Besonders betroffen war die Nordhälfte, so registrierte alleine Niedersachsen mit rund 100.000 Entladungen mehr als 40 Prozent aller Blitze.

Hier die tabellarische Auflistung der einzelnen Bundesländern:

Niedersachsen 103.220 Blitze
Schleswig-Holstein 28.712 Blitze
Mecklenburg-Vorpommern 20.055 Blitze
Brandenburg 17.911 Blitze
Sachsen-Anhalt 17.611 Blitze
Nordrhein-Westfalen 12.697 Blitze
Bayern 9.405 Blitze
Rheinland-Pfalz 8.711 Blitze
Hessen 7.155 Blitze
Baden-Württemberg 2.025 Blitze
Saarland 1.715 Blitze
Hamburg 1.340 Blitze
Bremen 1.314 Blitze
Sachsen 1.264 Blitze
Thüringen 638 Blitze
Berlin 276 Blitze

Aufgrund der schnellziehenden Front hielten sich die Regenmengen mit 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter meist in Grenzen. Ein stationäres Gewitter bracht allerdings am Alpenrand in Garmisch-Partenkirchen knapp 50 Liter pro Quadratmeter.

 

Unwetter und Sturm am Donnerstag

Unwetter erreichen Deutschland

Erste Gewitter ziehen bereits am Vormittag über den Westen des Landes, diese fallen aber noch nicht allzu heftig aus. Am Nachmittag nimmt die Unwettergefahr dann aber von Frankreich her rasant zu. Entlang der Kaltfront bildet sich eine lang gestreckte Gewitterlinie die gegen 14 Uhr vom Schwarzwald bis ins Emsland reicht. Mit den Gewittern gibt es starken Regen und stellenweise auch größeren Hagel, Hauptgefahr ist aber der Wind. Mit den Gewittern sind verbreitet schwere Sturmböen zu erwarten, stellenweise muss man mit Orkanböen bis 130 km/h rechnen! Auch Tornados können nicht ausgeschlossen werden.

Am Abend Unwetter im Osten

Die Gewitterlinie verlagert sich am Nachmittag nach Nordosten und erreicht am späten Abend auch Berlin. Dabei sind Böen bis zu 100 km/h weiterhin nicht ausgeschlossen.

Sturm an der Nordsee

In der Nacht auf Freitag zieht das Tiefzentrum dann über die Nordsee nordwärts und sorgt vor allem auf den Nordseeinseln für eine ungewöhnlich starken Sommersturm. Mit dem Sturmfeld sind ebenfalls Orkanböen möglich, vor allem davon betroffen sind:

  • Borkum, Juist und Norderney
  • Helgoland
  • Amrum, Föhr und Sylt

Am Freitag ist der Spuk dann vorbei und vor allem in der Nordhälfte stellen sich ein paar kühler Tage ein, im Süden wird es hingegen am Wochenende schon wieder heiß.

Schwere Gewitter beenden Hitzewelle

Am Donnerstag drohen heftige Gewitter.

Erste Gewitter am Mittwoch

Bereits am Mittwoch gehen südöstlich der Linie Schwarzwald-Rügen teils kräftige Gewitter nieder, allerdings treten diese nur lokal auf. Dabei besteht die Gefahr von Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. Weiter nach Westen zu beruhigt sich die Lage nach einer gewittrigen Nacht dagegen spürbar.

Unwetter am Donnerstag

Am Donnerstag bildet sich über Frankreich ein Tief, an dessen Vorderseite ein vorerst letztes Mal sehr heiße und energiereiche Luft nach Deutschland transportiert wird. Dabei sind bis in den Nachmittag hinein nur lokale Gewitter unterwegs, die aber in der aufgeheizten Luft auch schon kräftig ausfallen können. Mit Annäherung des Tiefs gehen dann von Südwesten her ab etwa 14 Uhr verbreitet unwetterartige Gewitter nieder. Diese breiten sich anschließend nach Norden und Osten aus werden von

  • heftigem Regen
  • großem Hagel und
  • Orkanböen begleitet.

    Im Westen können sich auch einzelne Tornados bilden.

Orkantief in der Nacht zum Freitag

In den Abendstunden und in der Nacht zum Freitag zieht dann das kräftige Tiefdruckgebiet von Nordfrankreich über die Benelux-Länder weiter zur Nordsee. Während in Belgien und den Niederlanden Böen von bis zu 130 km/h möglich sind, wird der Westen Deutschlands vom Sturmfeld nur gestreift. Böen zwischen 80 und 110 km/h sind aber auch von der Eifel bis nach Sylt zu erwarten, bei Gewittern sind auch noch höhere Böen möglich.

Brandgefahr nimmt vorübergehend ab

Mit den Gewittern wird die immer noch extrem hohe Waldbrandgefahr im Norden und Osten der Bundesrepublik zumindest örtlich gelindert. Diese Gewitter sind aber nur wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Der nötige flächendeckende Regen ist nämlich auch in der kühleren Luft ab Freitag nicht in Sicht. Somit steigt die Waldbrandgefahr am Wochenende schon wieder an.

Kräftige Gewitter am Samstag

Blitze zucken am Himmel @pixabay

Update 18:45 Uhr

Die meiste Gewitter schwächen sich allmählich ab. Doch selbst im Laufe der Nacht sind ein paar lokale und teils kräftige Gewitter im Osten und Südosten nicht ganz auszuschließen.

Morgen sind dann ein paar Hitzegewitter im Schwarzwald, am Alpenrand sowie im Bayerischen Wald zu erwarten.

Maximale Windböen der letzten 12 Stunden - © UBIMET, DWD
Maximale Windböen der letzten 12 Stunden – © UBIMET, DWD
Akkumulierte Niederschlagsmengen der letzten 12 Stunden - © UBIMET, DWD
Akkumulierte Niederschlagsmengen der letzten 12 Stunden – © UBIMET, DWD

Update 16:45 Uhr

Im Südwesten sind Starkregen und Hagel die Hauptgefahren: An der Station Saldenburg-Entschenreuth in Niederbayern sind 40mm binnen 60 Minuten zusammengekommen!

Nach Westen zu sind hingegen lokale, sehr starke Windböen (die sogenannten „Downbursts“) auch ein Thema: In Weibstadt, im nördlichen Baden-Württemberg, wurden 102 km/h gemessen!

Unsere aktuelle Warnkarte:

Warnkarte uwr.de um 16:45 Uhr MESZ - © UBIMET
Warnkarte uwr.de um 16:45 Uhr MESZ – © UBIMET

Update 15:30 Uhr

Das aktuelle Radarbild zeigt, dass die stärksten Gewitter derzeit im Südosten des Landes niedergehen. Vor allem in Niederbayern muss man lokal mit Hagel und kleinräumigen Überflutungen rechnen.

Radarbild um 15:15 Uhr MESZ- © UBIMET, DWD
Radarbild um 15:15 Uhr MESZ- © UBIMET, DWD

Update 12:30 Uhr

Am aktuelle Satellitenbild ist ein hohes Wolkenband, das vom Saarland bis in die Uckermark reicht, zu erkennen. Diese Wolkenband sind die Überreste einer schwach ausgeprägten Kaltfront, an deren Vorderseite nun im Osten und Süden verbreitet Gewitter entstehen.

Satellitenbild um 12:30 Uhr
Satellitenbild um 12:30 Uhr ©UBIMET, EUMETSAT

Überblick über die heutige Lage

Nach einem überall freundlichen Start in den Tag entstehen im Laufe des Nachmittags östlich der Linie Breisgau-Uckermark verbreitet Gewitter.

Gewittergefahr am Samstag
Gewittergefahr am Samstag ©UBIMET

Gefahren

Dabei ziehen die Gewitter im Osten relativ schnell durch und können mit Sturmböen und Hagel einhergehen. Nach Süden zu verlagern sich die Gewitter zunächst nur langsam, lokal kann es zu großen Regenmengen und Überflutungen kommen. Am Abend kommt dann auch hier mehr Bewegung ins Geschehen und die Gewitter verlagern sich südwärts Richtung Alpen und können dort bis in die Nacht hinein andauern.

Mit den Gewittern können auftreten:

  • Hagel bis 3 cm Korngröße
  • Sturmböen bis 90 km/h
  • im Süden Starkregen mit bis zu 40 l/m² innerhalb 1 Stunde

Heiß und sonnig

In den übrigen Landesteilen geht es trocken und heiß mit Spitzenwerten bis 35 Grad durch den Samstag. Ab Sonntag stellt sich dann überall wieder heißes und trockenes Sommerwetter ein, wobei sich die Hitzebelastung allmählich wieder verstärkt.

225.000 Blitze am Samstag über Deutschland

Gewitter Blitz

Tausende Blitze

225.908 – so lautet die beeindruckende Summe der Blitze, die sich am Samstag am Himmel über Deutschland entluden. Besonders betroffen war die Nordhälfte, so registrierte alleine Niedersachsen mit rund 80.000 Entladungen mehr als jeden dritten Blitz. Doch auch in Brandenburg wurden 30.000 Blitze verzeichnet, Sachsen-Anhalt komplettiert mit 20.000 Entladungen das Blitz-Podest. Während im Westen bereits etwas kühlere Luft einfloss – Köln meldete einen Höchstwert von 30 Grad – konzentrierte sich die Hitze vor den Gewittern auf die Osthälfte. Bei den Temperaturen hatte Bernburg an der Saale mit 35,6 Grad die Nase vorne.

Tausende Blitze am Samstag über Deutschland ©Ubimet
Tausende Blitze am Samstag über Deutschland ©Ubimet

100 Kilometer pro Stunde

Die Gewitter gingen aber nicht nur mit einer hohen Blitzrate einher, sie brachten auch schwere Sturmböen und lokal große Regenmengen. So prasselten in Hannover rund 37 Liter pro Quadratmeter binnen kürzester Zeit vom Himmel, rund um Brunsbüttel ebenfalls in Niedersachsen wurden sogar 50 l/m² verzeichnet. In Fürstenzell in Bayern fiel zwar bei weitem nicht so viel Regen, ein Gewitter brachte hier aber eine Spitzenböe von 116 km/h. Windstärke 10 wurde in Bremervörde erreicht, mit 100 km/h rauschte hier ein Gewitter durch die Stadt.

Hitzewelle zeigt sich unbeeindruckt

In der neuen Woche bleibt uns die Hitze erhalten. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen verlagert sie sich aber mehr in den Osten und Südosten des Landes. Besonders südöstlich der Linie Saarbrücken-Rostock werden Temperaturen von 33 bis 37 Grad erreicht. Etwas erträglicher bleibt es in der Nordwesthälfte, doch auch hier bleibt es mit 26 bis 32 Grad durchwegs sommerlich.

 

Unwetter am Samstag

Unwetter_ziehen_auf

Am Samstag zog eine Kaltfront von West nach Ost über Deutschland hinweg und sorgte für teils heftige Gewitter. Vor allem im Norden und Osten kam es zu Unwettern mit Starkregen, großem Hagel und schweren Sturmböen.

17:30 Uhr

Eine weitere Gewitterlinie ist über den Niederlanden entstanden. Diese zieht in nordwestlicher Richtung nach Nord-NRW und Niedersachsen. In den nächsten Stunden muss von Münster bis Bremerhaven mit Sturmböen bis zu 80 km/h und mittelgroßem Hagel gerechnet werden.

Satellitenbild 17:30 Uhr
Satellitenbild 17:30 Uhr ©UBIMET/EUMETSAT

14:30 Uhr

Eine Gewitterlinie hat sich über Niedersachsen gebildet und zieht nun nordwärts Richtung Hamburg. Sturmböen von bis zu 90 km/h und Hagelschlag sind in der Hansestadt zu befürchten.

Blitzverteilung um 14:30 Uhr ©UBIMET

13 Uhr

Nun bilden sich immer mehr Gewitter. Vor allem entlang der Linie München-Nürnberg-Bremen entstehen teils kräftige Gewitter, die sich östwärts ausbreiten. Dabei kann es zu Hagel und Sturmböen kommen. Aber auch im Westen ziehen ein paar Gewitter durch.

Satellitenbild 17:30 Uhr ©UBIMET/EUMETSAT
Satellitenbild 17:30 Uhr. © UBIMET/EUMETSAT

9 Uhr

Schauer und einzelne Gewitter haben bereits den Westen und Südwesten des Landes erreicht. Kräftige Gewitter sind gerade an der Grenze zur Schweiz unterwegs und erreichen in der nächsten Stunde den Bodenseeraum.

Aktuelle Blitzverteilung ©UBIMET

Erhöhte Unwettergefahr

Bereits am Vormittag ziehen vom Saarland bis zum Emsland von Westen kommend erste Schauer und Gewitter durch. Diese breiten sich im Tagesverlauf langsam ostwärts aus. Vor allem nördlich der Linie Essen-Berlin besteht erhöhte Unwettergefahr, hier drohen:

  • Starkregen
  • Hagel bis 5 cm Durchmesser
  • Sturmböen bis 90 km/h

In der Südhälfte bilden sich ebenfalls ein paar Gewitter, die aber nur lokal kräftig ausfallen.

Unwettergefahr am Samstag
Unwettergefahr am Samstag ©Ubimet

Lokale Überschwemmungen durch Trockenheit

Die Gewitter bringen in den ausgedörrten Regionen lokal größere Regenmengen in kurzer Zeit. Durch die anhaltende Trockenheit sind die Böden aber verhärtet und können die Wassermassen nicht schnell genug aufnehmen. Somit drohen im Zuge der Gewitter gerade in den von der Trockenheit betroffenen Regionen lokale Überschwemmungen.

Sommer kehrt rasch zurück

Am Sonntag ist der Spuk wieder vorbei, stabiles und heiße Hochdruckwetter setzt sich durch. Die Hitze hält zumindest bis zur Wochenmitte an, wobei diesmal der Schwerpunkt der Hitze mehr im Osten und Süden des Landes liegt. Am Mittwoch drohen dann neuerlich Unwetter, mit denen wohl die Hitzewelle zumindest im Norden zu Ende geht.

Hitzewelle erfasst Deutschland

Es wird extrem heiß.

Europa liegt derzeit zwischen einem ausgeprägten Hochdruckgebiet über Russland und einem Tief über dem Ostatlantik. Mit einer vorwiegend südlichen Strömung gelangen in den kommenden Tagen sehr warme Luftmassen subtropischen Ursprungs ins Land, welche durch die Sonnenstrahlung zusätzlich erhitzt werden.

Zunehmend heiß

Der Sommer 2018 verlief bislang zwar überdurchschnittlich warm, allerdings gab es bislang keine extreme Hitze. Dies wird sich in den kommenden Tagen ändern, so steigen die Temperaturen verbreitet auf 30 bis 35 Grad. Besonders heiß wird es im Westen, so sind in NRW besonders am Donnerstag auch Spitzenwerte von bis zu 37 zu erwarten. Auch die Nächte werden zudem immer lauer, so gibt es besonders ab Dienstagnacht auch erste Tropennächte, also Nächte mit einem Tiefstwert nicht unter 20 Grad.

Der Höhepunkt der Hitzwelle findet am Donnstag statt.
Am Donnerstag wird es vor allem im Westen extrem heiß.

Höhepunkt am Donnerstag

Am Dienstag scheint bei nur harmlosen Wolken verbreitet die Sonne, die Temperaturen steigen auf 27 bis 34 Grad mit den höchsten Werten in NRW. Der Mittwoch verläuft ebenfalls weitgehend sonnig, höchstens vereinzelt gibt es in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie im Grenzbereich zu Polen lokale Gewitter. Dazu gibt es im südlichen Niedersachsen und in NRW bis zu 35 Grad. Der vorläufige Höhepunkt der Hitzewelle wird dann am Donnerstag erreicht mit Spitzenwerten von der Kölner Bucht bis zum Emsland zwischen 35 und 37 Grad. Besonders in Rheinland-Pfalz, Südhessen, NRW und im südlichen Niedersachsen liegen die Temperaturen zudem auch in der Nacht immer häufiger über der 20-Grad-Marke.

Die erste Hitewelle rollt an.
Temperaturtrend für Westdeutschland. © UBIMET / NCEP

Leichte Abkühlung am Sonntag

Auch der Freitag und der Samstag verlaufen hochsommerlich heiß, wobei die Schauer- und Gewittergefahr besonders im östlichen Mittelgebirgsraum etwas zunimmt. Am Samstag zieht im Westen zudem eine schwache Kaltfront auf, somit wird es vom Emsland bis nach Rheinland-Pfalz aus heutiger Sicht nicht mehr so heiß wie an den Vortagen. Am Sonntag gehen die Temperaturen dann im ganzen Land zurück, es bleibt aber weiterhin sommerlich.

Fast 65.000 Blitze am Sonntagshimmel

Hagel färbt die Wiese weiß

Von diesen exakt 64.494 Blitzen zum Wochenausklang entfiel fast genau die Hälfte auf Bayern, wo 33.403 Entladungen registriert wurden. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 20.733 und Rheinland-Pfalz mit 6.396 Blitzen.

Das waren die Landkreise, in denen es am öftesten blitzte und donnerte:

  1. Heilbronn 1.847 Blitze
  2. Landsberg am Lech 1.741 Blitze
  3. Landshut 1.713 Blitze
  4. Karlsruhe 1.630 Blitze
  5. Erding 1.446 Blitze
  6. Regensburg 1.446 Blitze
  7. Kulmbach 1.394 Blitze
  8. Ansbach 1.333 Blitze
  9. Schwäbisch Hall 1.317 Blitze
  10. Bayreuth 1.314 Blitze

Gut zu sehen ist der Schwerpunkt der Gewitter auch auf unserer Niederschlagsanalyse. Bei den Wetterstationen haben Ihringen (BW) und Ruppersecken (RP) mit je 38 l/m² die Nase vorn. Manche Gewitterzellen brachten aber sogar bis zu 70 Liter Regen, beispielsweise jene bei Dorfen in Bayern oder Heilbronn!

Regenmengen am Sonntag © UBIMET
Vor allem in der Südhälfte regnete es mit den Gewittern am Sonntag heftig. © UBIMET

Dementsprechend heftig sieht es auch auf Bildern und Videos aus, doch die Gewitter haben auch ihre schönen Seiten…

In den gleichen Regionen wie gestern drohen auch heute wieder einige heftige Gewitter. Schwerpunkte dürften Bayern und Baden-Württemberg, Thüringen und der Westen Sachsens sein. Mit dem Deutschen Unwetterradar bleibt ihr immer bestens informiert!

Stromschlag durch Blitz unter der Dusche

Kräftiges Gewitter mit Blitz und Donner.

Am Rande eines Höhentiefs über Polen gab es am Freitag besonders im Osten Deutschlands mehrere Schauer und Gewitter. Die meisten Blitzentladungen wurden in Nordbrandenburg und Mecklenburg verzeichnet.

Stromschlag durch 186-kA-Blitz

Gegen 19:25 zog am Freitagabend in Peckatel bei Plate in Mecklenburg ein Gewitter auf. Es handelte sich dabei um kein besonders starkes Gewitter, dennoch  gab es rund um den kleinen Ort mehrere Blitzeinschläge. Um 19:26 schlug in einem Einfamilienhaus sogar ein sehr kräftiger Blitz mit einer Stromstärke von 186 kA ein. In kürzester Zeit wurde dabei etwa 11.500 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.

In Peckatel in Mecklenburg erlitt ein Mann bei einem Gewitter einen Stromschlag unter der Dusche.
Blitzentladungen am Freitag © UBIMET

Indirekter Blitzschlag

Der Blitz verursachte erheblichen Sachschaden am Dachstuhl des Wohnhauses, zudem wurde in einem Nachbarhaus ein Mann unter der Dusche von einem Stromschlag getroffen. Er spürte danach ein anhaltendes Kribbeln in Armen und Beinen und musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Ursache dafür war die extrem große Spannung aufgrund des Blitzeinschlags, die durch das Wasser in die Dusche geleitet wurde. In diesem Fall war auch etwas Glück im Spiel: Wenn der Blitz das Haus des Mannes direkt getroffen hätte, wären die Folgen wohl wesentlich schlimmer gewesen.

Duschen bei Gewittern

Während in den meisten Neubauten mit Blitzschutz das Duschen im Zuge eines Gewitter unbedenklich ist, sollte man darauf in älteren Gebäuden ohne Blitzschutz unbedingt verzichten: Die meisten Wasserleitungen bestehen dort nämlich aus Metall und es kann eine mangelhafte Erdung vorliegen. Allgemeine Tipps zum Verhalten bei Gewittern, beispielsweise wie man die Gefahr indirekter Blitzschläge bzw. die Schrittspannung gering hält, gibt es hier: Verhaltensregeln bei Gewittern

 

Title-Photo: Derek Keats on VisualHunt.com / CC BY

GISLINDE lindert die Trockenheit

Ein Regentag im Sommer © pixabay

Der stärkste Regen ist nun vorbei, Tief GISLINDE zieht nun nach Osten ab. Der perfekte Zeitpunkt für eine kleine Zusammenfassung. In den vergangenen zwei Tagen brachte das Tief verbreitet Regen in dem von Trockenheit geplagten Norden. Im Großteil von Sachsen-Anhalt fiel allerdings kaum ein Tropfen, nur in der Altmark sowie in Richtung Fläming regnete es ausreichend. Wie die unten stehende Grafik zeigt, wurde es auch im sonst vom Regen begünstigten Harz nur kurz nass.

Regensumme seit Dienstag
Regensumme seit Dienstag © UBIMET

Überschwemmungen in Brandenburg und Berlin

Während in Sachsen-Anhalt kaum ein Tropfen fiel, war es in den vergangen Stunden von der Uckermark bis nach Berlin stellenweise schon wieder zu viel des Guten. In nur wenigen Stunden fielen Donnerstagmorgen stellenweise bis zu 100 Liter pro Quadratmeter, dies führte zu lokalen Überschwemmungen und vollgelaufenen Keller.

Hier die Top 5 Messstationen der vergangenen 24 Stunden:

  1. Passow (Brb) 86,6 l/m²
  2. Berlin-Buch (B) 78,3 l/m²
  3. Ahrensfelde (Brb) 77,1 l/m²
  4. Angermünde (Brb) 69,0 l/m²
  5. Wustrow (Brb) 68,1 l/m²

Waldbrandgefahr gebannt

Da es in den vergangenen Tagen/Wochen schon einige Waldbrände gegeben hat und die Landwirte unter der Trockenheit stöhnen, ist wohl selten Regen im Juli derart willkommen gewesen. Die Waldbrandgefahr geht auf jeden Fall markant zurück, hier der berechnete Waldbrandindex vom Deutschen Wetterdienst.

Deutliche Entspannung der Waldbrandgefahr in Nordostdeutschland © Deutscher Wetterdienst
Deutliche Entspannung der Waldbrandgefahr in Nordostdeutschland © Deutscher Wetterdienst

Spannungsgeladenes Festival am Salzburgring

Gewitter können am Donnerstag und Freitag aufziehen.

Nach einem freundlichen und mit bis zu 28 Grad sommerlich warmen Donnerstag steigt ab etwa 17:00 Uhr die Neigung zu teils heftigen Gewittern von Westen her markant an. Die Gewitter gehen mit kräftigem Regen, Hagel und Windböen von bis zu 70 km/h einher. Auch die offizielle Eröffnung des Festivals um 22:30 Uhr sowie die folgende Nacht stehen somit ganz im Zeichen von gewittrigen Bedingungen.

Gewittriger Freitag

Am Freitag prasselt von der Früh weg gewittrig durchsetzter Regen auf das Festivalgelände, dazu zeigt sich der Himmel grau in grau. Im Laufe des Tages mischen dann auch wieder Gewitter mit, die von Bayern her ins Salzburger Land ziehen. Diese bringen in erster Linie kräftigen Regen, 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter sind durchaus möglich. Neben der Regenjacke empfiehlt sich auch ein Pullover, mehr als 20 Grad werden nämlich nicht erreicht.

Am Samstag meist schon trocken

Der Samstag startet mit einigen Restwolken, dazu gehen in den frühen Morgenstunden noch kurze Schauer nieder. Im Laufe des Vormittags lockert es dann immer großzügiger auf und die Sonne strahlt über dem Festivalgelände. Zu 100 Prozent beständig ist es aber nach wie vor nicht, denn ab etwa Mittag können die Quellwolken zu einzelnen Schauern heranwachsen. Im ungünstigsten Fall sind sogar Blitz und Donner mit dabei. Bei rund 24 Grad lässt es sich aber durchaus kurzärmlig zu den Beats tanzen.

Ruhige Abreise am Sonntag

Kaum ist das Festival vorbei, beruhigt sich das Wetter wieder spürbar. Zur Abreise der rund 180.000 Besucher am Sonntag scheint von früh bis spät die Sonne, mehr als ein paar zierende Quellwolken zeigen sich nicht am Himmel. Dazu wird es mit rund 26 Grad sommerlich warm, beste Bedingungen also, um das Festival ausklingen zu lassen.

Titelbild: visualhunt, https://visualhunt.com/f2/photo/34888894603/985c54182d/

Trockenheit im Norden, Gewitter im Süden

Heftige Gewitter in Südosteruopa.

Bereits am Mittwoch stellt sich im Südwesten Deutschlands unbeständiges Wetter ein, so steigt die Gewitterneigung in einem Bereich vom südlichen NRW über Südhessen und Rheinland-Pfalz bis zum Alpenrand deutlich an. Lokal besteht die Gefahr von Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.

Blitze und Hagel am Donnerstag

Am Donnerstag erfasst die schwülwarme Luftmasse die gesamte Südhälfte des Landes, somit muss man im Tagesverlauf von Hessen und Thüringen südwärts vermehrt mit Schauern und Gewitter rechnen. Die Hauptgefahr stellen die heftigen Regenmengen dar, örtlich sind wieder kleinräumige Überflutungen zu erwarten. Am Freitag beschränken sich die Gewitter auf den äußersten Süden, danach stellt sich wieder verbreitet stabiles Sommerwetter ein.

Extreme Trockenheit im Norden

Bereits seit dem Frühjahr leidet der Norden Deutschlands unter einer anhaltenden Trockenheit. Ursache dafür ist eine wiederkehrende Großwetterlage, so gibt es bereits seit Mai ungewöhnlich häufig Hochdruckgebiete über Nordeuropa: Stabile Hochdruckgebiet über Großbritannien oder Skandinavien lenken das Westwindband nördlich und südlich an Mitteleuropa vorbei, weshalb sich die Tiefdrucktätigkeit meist nur auf die Iberische Halbinsel oder Nordskandinavien beschränkt.

Im Norden besteht eine hohe Waldbrangefahr, im Süden gibt es dagegen Gewitter.
Hohe Waldbrandgefahr im Nordosten. © UBIMET

Hohe Brandgefahr

Besonders im Osten besteht bereits gebietsweise die höchste Waldbrandgefahrenstufe und in den kommenden Wochen spitzt sich die Lage weiter zu: Die Modelle deuten auf keine markante Änderung der Großwetterlage hin, somit ist besonders im Norden und Osten mit einer sehr hohen Gefahr von Wald- und Flächenbränden zu rechnen. Bereits ein kleiner Funke kann hier zu rasch anwachsenden Bränden führen.

Kälterekord in der Antarktis

Forscher bei ihrer Arbeit in der Antarktis

Während auf der Nordhalbkugel und damit in Europa sommerliche Verhältnisse vorherrschen, befindet sich der Südpol in ständiger Dunkelheit. Dabei sind Temperaturen im Bereich von minus 80 Grad keine Seltenheit. Bisher lag der Kälterekord bei minus 89,2 Grad. Neue Auswertungen von Satellitendaten der NASA aus dem Jahr 2004 ergeben nun einen Wert von unglaublichen minus 98,6 Grad. Dieser Wert ist jedoch nur schwer mit dem offiziellen Rekord vergleichbar, da dieser in zwei Metern Höhe gemessen wurde und nicht mittels Fernerkundung.

Extremtemperaturen

Ermittelt wurde diese Temperatur nordwestlich der Antarktis-Station Wostok auf einem Hochplateau in der östlichen Antarktis auf etwa 3800 Meter Seehöhe.  Die meteorologischen Bedingungen sind dort für das Erreichen solcher Extremtemperaturen optimal.  In flachen Tälern oder Mulden können sich aufgrund der dicken Eisschicht sowie der niedrigeren Luftfeuchtigkeit daher extreme Temperaturminima ausbilden. Dabei sprechen Meteorologen auch von einem Kaltluftsee.

Lebensfeindliche Umgebung

Die Verhältnisse bei diesen Temperaturen sind für einen Menschen sehr lebensfeindlich. Wissenschaftler können bei diesen Wetterextrema nur mit speziellen Masken ins Freie.

Ob dieser Rekord nochmal eingestellt werden kann, ist jedoch fraglich, da die Temperatur sowie die Luftfeuchtigkeit aufgrund des Klimawandels dort allmählich ansteigt.

Titelbild: © dpa

Kältewelle in Australien

Frost in Australien

Der astronomische Winterbeginn in der Südhemisphäre verlief in Australien sehr kalt. In den vergangenen Tagen gab es in einem Großteil des Kontinents eine regelrechte Kältewelle.

Kälterekord für Juni

Tiefsttemperaturen der letzten Tage
Tiefsttemperaturen der letzten Tage

Mit einem Tief zwischen Australien und Neuseeland wurde sehr kalte Luft aus der antarktischen Region bis weit nach Norden in den Osten von Australien geführt. Dazu waren die Nächte klar und oft windstill, somit kam es verbreitet zu Frost und selbst an der Küste waren die Tiefstwerte nahe dem Gefrierpunkt. So gab es in Coolangatta, im südlichen Queensland, mit 0,6 Grad einen neuen Kälterekord für Juni. Zuletzt war es am 15. August 2008 so kalt in dem Touristenort.

Kälterekorde im Juni in Australien
Kälterekorde im Juni in Australien

Frost in der Wüste

Auch im normalerweise extrem heißen Zentrum von Australien gab es in den vergangenen Tagen Frost. So wurden in Alice Springs -3,7 Grad gemessen.

Auch in der Hauptstadt Canberra sank die Temperatur deutlich unter den Gefrierpunkt. In der Umgebung gab es teils mäßigen Frost.

Titelbild: visualhunt.com

Blitz und Donner in Sotschi

Gewitter

Um 20 Uhr gibt es am Samstagabend den Anpfiff zum zweiten Gruppenspiel Deutschlands. Nicht nur aus sportlicher Sicht steht allerdings am Schwarzen Meer ein turbulenter Tag bevor, sondern auch aus meteorologischer Sicht. So gibt es bereits am Samstag in der Früh Schauer und Gewitter.

Höhentief bringt Gewitter

Das Schwarze Meer liegt derzeit am Rande eines Höhentiefs mit Kern über Osteuropa. Die kalte Höhenluft in der Höhe sorgt in Zusammenspiel mit dem 23 bis 25 Grad warmen Wasser für eine labile Schichtung der Atmosphäre. Mit einer südwestlichen Strömung bleibt die Schauer- und Gewitterneigung somit ganztags erhöht und auch am Abend ist die Wahrscheinlichkeit für Blitz und Donner hoch. Der Höchstwert liegt bei etwa 26 Grad, am Abend sinken die Temperaturen dann auf etwa 22 Grad.

Höhentief sorgt für Gewitter in Sotschi. © UBIMET / NCEP
Höhentief sorgt für Gewitter. © UBIMET / NCEP

Das letzte Gewitter bei einem Spiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft ist übrigens nicht lange her, so fand die Rückkehr von Manuel Neuer vor wenigen Wochen bei Regen und Hagel in Klagenfurt statt. Wir hoffen jedenfalls, dass es bei den Eiskörnern bleibt und dass es heute Abend keine schlechte Kritik hageln wird!

Titelbild: Gewitter in Sotschi; shuttestock.com

Kaltfront und Sturm am Donnerstag

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Das Tief mit dem Namen CATHY liegt morgen zu Mittag über der Ostsee, seine Kaltfront liegt dabei einmal quer über dem Land (auf der Grafik in Blau markiert).

Schwerpunkt Osten

Los geht’s morgen in den Morgenstunden an der Nordsee, hier trifft die Front zuerst ein. Anschließend breitet sie sich mit kräftigen Regenschauern und eben stürmischem Wind nach Südosten aus und erreicht gegen 13:00 Uhr auch Berlin. Im Laufe des Nachmittags muss man dann auch in Sachsen und Bayern mit Windböen von 70-80 km/h rechnen, im Osten sind vereinzelt noch höhere Böen möglich!

Später Beruhigung

In der Nacht zum Freitag und am Freitag selbst bleibt es vor allem an der Nordseeküste stürmisch, in der gesamten Nordosthälfte weht der Wind dann noch mit Böen von max. 60 km/h. Sprich: Morgen Abend ist das Gröbste überstanden

In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!
In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!

Staubstürme möglich

Besonders in den neuen Bundesländern fiel in den vergangenen Monaten kaum Regen, über die anhaltende Trockenheit haben wir an dieser Stelle kürzlich berichtet. Fegt nun der Nordwestwind morgen mit Böen um die 70 oder 80 km/h über die ausgetrockneten Felder, werden große Mengen Staub aufgewirbelt. Stellt euch also in diesen Regionen auf Sichtbehinderungen ein, vor allem auf exponierten Straßenabschnitten!

Große Trockenheit im Nordosten

Knochentrockener Boden © https://pixabay.com/en/users/daeron-634912/

0,5 l/m² Regen sind in der Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt seit Anfang Mai und damit seit grob 6 Wochen gefallen. Praktisch nichts. Und so wie hier, sieht es in weiten Teilen des Nordostens aus. Zwar gab es in den letzten Wochen durchaus auch Schauer und Gewitter, doch traten diese immer sehr lokal und vereinzelt auf. Flächendeckender Landregen ist schon zu lange her, dazu waren die letzten Monate auch deutlich zu warm.

 

Und somit gibt es nicht nur Millionenschäden in der Landwirtschaft, auch die Gefahr von Wald- und Flurbränden ist entsprechend hoch, teils gilt die höchste Gefahrenstufe.

Waldbrandgefahrenindex für den 16.06.2018 © DWD
Waldbrandgefahrenindex für den 16.06.2018 © DWD

 

Wetterlage festgefahren

Ursache für diese extreme Trockenheit ist die relativ konstante Großwetterlage. So war tiefer Luftdruck zuletzt häufig auf den Südwesten Europas konzentriert, gewitteranfällige Luft schaffte es meist nur in den Süden und Westen Deutschlands, während sich hoher Luftdruck häufig über Nordeuropa hielt.

 

Tropischer Sturm „Bud“ schwächt sich ab

Der Tropische Sturm Bud aus dem Satelliten beobachtet. © NOAA

Kein Hurrikan mehr

Noch am Dienstag wurden im Umfeld von „Bud“ durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h gemessen, auf der fünfteiligen Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala bedeutete dies Stufe 4! In den vergangenen 36 Stunden ist der Hurrikan aber über deutlich kälteres Pazifikwasser (gut zu sehen an den grünen Farbtönen in der Grafik) gezogen, folglich hat er sich stark abgeschwächt. Momentan wird er daher nur noch als Tropischer Sturm geführt.

Aktuelle Position von Tropensturm Bud © NOAA / UBIMET
Aktuelle Position von Tropensturm Bud © NOAA / UBIMET

Bud zieht nach Mexiko

Besonders für die Halbinsel Baja California, den Nordwesten Mexikos sowie die US-Staaten Arizona und New Mexico bedeutet dies aber noch keinesfalls Entwarnung. Noch ist „Bud“ zwar rund 300 km von der mexikanischen Küste entfernt, am Wochenende wird er dann aber auf Land treffen.

Besonders im Süden der Halbinsel sowie in den Stauregionen der Sierra Madre (=dunkelgrün) werden sintflutartige Regenfälle erwartet, zum Teil kommen 150 l/m² zusammen. Auf den trockenen Böden dürften die Auswirkungen deutlich spürbar sein, mit Hangrutschungen und Überflutungen muss gerechnet werden.

Die weitere Zugbahn von Bud © UBIMET
Die weitere Zugbahn von Bud © UBIMET

 

Kräftiger Regen in Oberbayern

Überflutung durch starken Regen © pixabay

Bereits gestern hat es mit Gewittern heftig geregnet, gut zu sehen an der Niederschlagsanalyse für den Süden Bayerns und das angrenzende Österreich. Örtlich sind bereits 50 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, am stärksten betroffen waren die Regionen rund um die Donau sowie der Oberbayrische Alpenrand. So sind in Schweitenkirchen bis heute früh (zwischen München und Ingolstadt) 67 l/m² zusammengekommen.

Niederschlagssumme bis Mittwochfrüh © UBIMET
Niederschlagssumme bis Mittwochfrüh © UBIMET

In den kommenden Stunden verlagert sich der Regenschwerpunkt weiter nach Süden, die feuchte Luft wird an den Alpen förmlich ausgepresst. In der Vorhersage bis Donnerstagfrüh 05:00 Uhr sehen wir, dass von Oberstdorf bis Berchtesgaden noch einmal 30 bis 50 l/m² hinzukommen, lokal sind aber auch noch Mengen bis zu 80 l/m² zu erwarten! In diesen Regionen besteht weiterhin erhöhte Überflutungsgefahr.

24-stündiger Niederschlag bis Donnerstagfrüh © UBIMET
24-stündiger Niederschlag bis Donnerstagfrüh © UBIMET

Mit dem Deutschen Unwetterradar bleibt ihr stets gut informiert, die aktuelle Warnkarte sieht bereits die zweithöchste Warnstufe vor:

Aktuelle Starkregenwarnungen © UBIMET
Aktuelle Starkregenwarnungen © UBIMET

276.647 Blitze

Blitze über Erding

Am Montag gab es südlich einer Linie Hunsrück-Spessart-Fichtelgebirge heftige Gewitter, die lokal großen Hagel und Überflutungen brachte. Vor allem Kaiserlautern war von heftigen Überflutungen betroffen, auch wenn es manche nicht ganz glauben wollten, wie das Video beweist:

Die Gewitter waren auch sehr blitzreich, so zuckten insgesamt 276.647 Blitze vom Himmel.

Blitze am Montag
Blitze am Montag © UBIMET

Im Süden auch am Dienstag Unwetter

Im Süden ist auch am Dienstag die Gefahr noch nicht gebannt. Vom Saarland bis nach Niederbayern und südlich davon ist wieder mit kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen. Dabei ist vor allem der Starkregen ein Problem. Punktuell sind wieder große Regenmengen und somit Überflutungen zu befürchten. Ab Mittwoch stellen sich dann ein paar ruhigere Tage ein.

Unwetter im Süden

Unwetter bringen Hagel

Im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern besteht am Nachmittag und Abend Unwettergefahr durch starke Gewitter. Die Hauptgefahren sind dabei:

  • Hagel bis 5 cm Korngröße
  • Starkregen mit 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb 1 Stunde
  • Sturmböen bis 100 km/h

Update 23:45 Uhr

In Bayern lässt die Gewittertätigkeit nun rasch nach, einzig im Grenzbereich zu Oberösterreich entstehen noch lokal kleinere Gewitter.  Wie auch auf der Blitzkarte zu sehen, hat die Gewitterlinie den Bayrischen Wald überquert und befindet sich bereits über Tschechien. (Gelb = aktuelle Blitze; Dunkelgrau = vergangene Blitze). Auch dort wüteten Hagel, Sturmböen und Starkregen.

Blitzverlauf der letzten Stunde. (© UBIMET)
Blitzverlauf der letzten Stunde. (© UBIMET)

 

Auch in Tschechien wüteten Hagel, Sturmböen und Starkregen:

Update 21:20 Uhr

Das aktuelle Radarbild zeigt die Gewitterlinie kurz vor dem Bayrischer Wald. Südlich davon bilden sich aktuell kräftige Gewitterzellen, die nach Osten weiterziehen.

Aktuelles Radarbild (©DWD/UBIMET)

Update 20:30 Uhr

Der gewaltige Gewitterkomplex im Licht der untergehenden Sonne und die Blitze der letzten Stunde. Die Linie über Bayern ist weiterhin aktiv und bringt heftigen Starkregen und Sturmböen.

Aktuelles Satellitenbild und Blitze der letzten Stunde (© Eumetsat/ UBIMET).

Update 20:20 Uhr

Weiterhin regnet es teilweise sehr ergiebig, die Tabelle zeigt die höchsten Niederschläge in der letzten Stunde!

Wendelstein – Kleinschwarzenlohe (B) 36,3
Metzingen – Neuhausen (BW) 32,4
Buchen (BW) 25,6
Schluchsee (BW) 25,5
Harburg/Ries (B) 25,3
Bad Mergentheim Neunkirchen (BW) 22

Update 20:00 Uhr

Nun hat sich doch noch eine Gewitterlinie in Bayer gebildet. Die Gefahr für schwere Sturmböen ist an der Linie deutlich erhöht. Weiter nördlich gibt es teil kräftigen und ergiebigen Dauerregen.

Aktuelles Radarbild (©DWD/UBIMET)

Update 19:00 Uhr

Enorme Wolkenobergrenzentemperaturen jetzt am Abend! Es gilt, je röter desto kälter und damit höher. Das Gewitter über Süddeutschland weist Temperaturen von -70 Grad auf, was etwa 12,5 km entspricht. Dieses deutet auf enorme Aufwinde hin, die die Gewitterzellen besitzen und dementsprechend heftige Entwicklungen bezüglich Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Wolkenobergrenzentemperatur (©EUMETSAT/UBIMET)

Update 18:45 Uhr

Hier ein Satellitenbild, das die riesigen Wolkentürme zeigt. Dazu die Böen der letzten Stunde, man sieht, die Gewitter werden auch von Sturmböen begleitet.

Satellitenbild (© Eumetsat/ UBIMET) und Böen

Update 17:45 Uhr

Die aktuelle Blitzkarte zeigt, dass sich im von Schwaben bis ins Algäu eine Gewitterline entwickelt. Im Zuge der Linie sind heftige Böen und Starkregen zu erwarten. Die Linie zieht nach Nordosten. Wahrscheinlich wird sie im Laufe des Abend weiter nach Osten abdriften.

Blitze (© UBIMET)

Update 17:30 Uhr

In den letzten Stunden sind bei den Gewittern erhebliche Regenmengen gefallen. Folgende Liste gibt die dreistündige Niederschlagsmenge in mm an. Besonders im Saarland und Rheinland-Pfalz regnet es nach den Gewittern kräftig weiter.

Scheibenhard 66,6
Kaiserslautern 62,5
Schmelz-Hüttersdorf 39,4
Tholey 38,9
Bayernfeld 38,8
Neunkirchen – Wellesweiler 30,5
Henschtal 28,4
Berus 28,1
Grünstadt 27,2
Bad Kreuznach 21,3

Update 17:10 Uhr

Das aktuelle Satellitenbild zeigt gewaltige Wolkentürme , die weit nach Norden reichen.

Aktuelles Satellitenbild und Blitze der letzten Stunde (© Eumetsat/ UBIMET).

Update 17:00 Uhr

Im Zuge der heftigen Gewitter werden auch Autobahnen überflutet. Hier ein Bild aus der Nähe von Kaiserslautern.

Update 16:50 Uhr

Das aktuelle Radarbild zeigt heftige Gewitter in einem Streifen von Rheinland-Pfalz bis Nordbayern. Diese Gewitter ziehen bevorzugt nach Osten. Zusätzlich bilden sich immer mehr Gewitter in Schwaben. Diese Gewitter werden sich weiter verstärken und nach Osten ziehen.

Aktuelle Radarbild ( © DWD/UBIMET)

Hier sieht man ein Bild einer Superzelle. Eine Superzelle ist ein Gewitter, in dem der Aufwind stark rotiert. Die Rotation ist in diesem Bild von links nach rechts zu erahnen.

Update 15:05 Uhr

Update 14:50 Uhr

Update 14:40 Uhr

Das Radarbild dazu zeigt kräftige Gewitter mit der Gefahr von großem Hagel und heftigen Sturmböen.

Radarbild (© DWD/UBIMET)

Update 14:30 Uhr

Besonders in einem Streifen vom Saarland bis nach Franken gehen im Moment heftige Gewitter nieder. Aber auch aus den Alpen heraus sind nun verstärkt Gewitter möglich.

Satellitenbild und Blitze der letzten Stunde (© Eumetsat/ UBIMET).

Update 14:10 Uhr

Heftiger Starkregen und Hagel in Dillingen/Saar

Update 13:20 Uhr

Blitze
Blitze © UBIMET

Derzeit ziehen heftige Gewitter vor allem in einer Linie vom Saarland bis nach Oberfranken. Aktuell bilden sich aber am österreichischen Alpenrand erste Gewitter, die in den nächsten Stunden Oberbayern beschäftigen werden.

Update 11:30 Uhr

Eine erste kräftige Zelle hat sich bereits westlich von Bamberg gebildet, in deren Bereich mit größerem Hagel zu rechnen ist.

Satellitenbild
Satellitenbild von 11:20 Uhr © UBIMET, EUMETSAT

Am Dienstag Starkregen

Am Dienstag wird die feucht-labile Luft nach Süden abgedrängt. Dabei kommt es vor allem noch südlich der Donau zu Gewittern. Hagel ist aber nicht mehr das große Thema, dafür der Starkregen. Lokal kommen große Regenmengen zusammen und Vermurungen und Überflutungen sind zu befürchten.

Titelbild: pixabay.com

Am Samstag in der Mitte und im Süden wieder heftige Gewitter

Heftiges Gewitter am Nachthimmel © UBIMET / Stormhunters Austria

Hoch vs. Tief

Der Grund für das anhaltend gewittrige Wetter ist auf der Großwetterlage für heute gut erkennbar. Über dem Balkan dreht sich ein Höhentief, dieses labilisiert im Süden der Bundesrepublik die Atmosphäre. Die Luftdruckgegensätze sind nur gering, daher wird die feucht-labile Luft einfach nicht ausgeräumt. Und so kocht die kräftige Junisonne die Luft Tag für Tag neu auf, wie in einem Suppentopf beginnt es wieder zu brodeln. Das Hoch über Polen sorgt dagegen nach Norden und Nordosten zu für anhaltend trockenes und stabiles Sommerwetter.

Die Wetterlage am Samstag in Europa. © UBIMET / GFS
Die Wetterlage am Samstag in Europa. © UBIMET / GFS

Heute muss man südlich der gedachten Linie Emsland-Harz-Berlin mit teils kräftigen Gewittern rechnen, losgehen wird es teilweise schon gegen Mittag. Da die Gewitter wieder nur sehr langsam ziehen, muss man mit erheblichen Regenmengen in kurzer Zeit rechnen, 50 bis 70 l/m² sind durchaus möglich.

Schon gestern hat es vielerorts gekracht, gut zu erkennen an unserer Analyse der Niederschlagssummen. Dabei kam es – wie so oft bei Gewittern – auf kleinstem Raum zu großen Unterschieden bei den Regenmengen. Beispiel: Leutkirch (Allgäu) kamen 80 l/m² zusammen, im nur wenige km entfernten Wangen dagegen nur rund 7 l/m².

Niederschlagssumme vom Freitag © UBIMET
Niederschlagssumme vom Freitag © UBIMET

Insgesamt am meisten prasselte allgemein im Süden Baden-Württembergs vom Himmel, lokal gab es hier 80 bis 90 l/m²!

Blitzspektakel

153.805 Blitzentladungen waren es gestern ganz exakt. An der Spitze der Hitliste liegt Bayern mit 68.427 Entladungen, dicht gefolgt von Baden-Württemberg mit 55.906 Blitzen, Rang 3 geht an Nordrhein-Westfalen mit 16.184 Entladungen.

Blitze am Freitag. © UBIMET
Blitze am Freitag. © UBIMET

Noch deutlich heftiger ging es in Slowenien zu, wie das folgendes Video beweist. Bei Hagelkörnern von bis zu 10 cm im Durchmesser möchte wohl niemand live dabei sein…

Lokale Überflutungen durch Gewitter

Schauer und Gewitter.

Derzeit bilden sich erste Schauer und Gewitter über dem Berg- und Hügelland und in den kommenden Stunden muss man vom Saarland über Baden-Württemberg bis Bayern verbreitet mit Gewittern rechnen. Dabei verlagern sich die Gewitter kaum und die Luft beinhaltet viel Feuchtigkeit. Somit kommt es punktuell wieder zu sintflutartigem Regen, lokale Überflutungen sind zu befürchten.

Unwetterrisiko am Mittwoch ©Ubimet
Unwetterrisiko am Mittwoch ©Ubimet

Gewitterneigung nimmt weiter zu

In den kommenden Tagen breitet sich die gewitteranfällige Luftmasse immer weiter in den Nordosten aus, sodass spätestens am Sonntag auch in trockenen Norden Gewitter zu erwarten sind. Der Schwerpunkt liegt aber meist in der Mitte und im Süden des Landes.

Verschnaufpause

Meist ungestörtes Hochdruckwetter ©pixabay

In den kommenden Tagen liegt Deutschland zwischen einem Tief über der Iberischen Halbinsel und einem ausgeprägten Tief über Russland unter Zwischenhocheinfluss. Dabei wird mit einer schwachen nördlichen Strömung relativ trockene und stabile Luft in das Land transportiert. Nur der äußerste Süden und Südwesten bleiben gewitteranfällig, so sind auch in den kommenden Tagen von der Eifel über den Schwarzwald bis zum Alpenrand Gewitter möglich, die Unwettergefahr hält sich aber auch hier in Grenzen.

Luftmassengrenze über Deutschland © UBIMET/GFS
Luftmassengrenze über Deutschland © UBIMET/GFS

Zweite Wochenhälfte gewittrig

Ab Donnerstag breiten sich die Gewitter wieder auf den Großteil des Landes aus, nur im von Dürre geplagten Nordosten bleibt es weiterhin trocken und heiß. Dabei enthält die Luft wieder viel Feuchtigkeit und die Gewitter ziehen meist nur langsam, weitere regionale Überflutungen sind zu befürchten und es kann wieder die gleichen Orte wie schon in den vergangenen Tagen treffen.

Am Samstag im Nordosten teils kräftige Gewitter

Gewitter mit Blitz.

Der Mai 2018 ist im Nordosten Deutschlands außergewöhnlich warm und sonnig verlaufen, allerdings auch viel zu trocken. So erreichten die Niederschlagsmengen in Teilen von Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern lediglich 10 % vom Monatssoll, weshalb die Waldbrandgefahr erheblich angestiegen ist. Heute ist in diesen Regionen zumindest gebietsweise Regen in Sicht. Nach der langen Trockenheit besteht dafür jedoch örtlich die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen: Die Gewitter verlagern sich nur sehr langsam und die Luft ist äußerst feucht.

Gewitterpotential am Samstag. © UBIMET
Gewitterpotential am Samstag. © UBIMET

Einzelne Schauer und Gewitter sind im Tagesverlauf auch im Südwesten und am Alpenrand zu erwarten, die Unwettergefahr hält sich aber in Grenzen. In den zuletzt von Unwetter betroffenen Regionen im Westen und in der Mitte des Landes bleibt es dagegen weitgehend trocken.

Kräftige Gewitter im Norden und Osten

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Update 21:10 Uhr

Die kräftigsten Gewitter sind zurzeit im Raum Hamburg und westlich von Berlin, sowie im Nordwesten Brandenburgs anzutreffen. Aber auch im Süden Deutschlands ist es nicht ganz ruhig, auch hier sind einzelne Schauer, aber auch Gewitter unterwegs: In Metzingen in Baden-Württemberg fielen in der letzten Stunde 28,9 l/m².

Radarbild 21:00 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild 21:00 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 20:20 Uhr

Im südöstlichen Brandenburg sind die Gewitter nach und nach in gewittrigen Starkregen übergegangen.  Allerdings kommt es jetzt nördlich von Berlin immer öfter zur Gewitterauslöse.

Radarbild 20:05 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild 20:05 Uhr. © UBIMET, DWD

Auch in der Innenstadt von Hamburg geht es jetzt los!

Radarbild und Blitze 20:10 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild und Blitze 20:10 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 19: 25 Uhr

Einige intensive Gewitterzellen haben sich in der vergangenen Stunde entwickelt. Dadurch, dass sie sich kaum bewegen sind lokal große Niederschlagsmengen dabei.

Die größten Regenmengen der letzten Stunde:

Borken in Westfalen (Nordrhein-Westfalen) 34,2 l/m²
Pohlitz (Brandenburg) 26,1  l/m²
Jork (Niedersachsen) 24,1 l/m²
Olfen (Nordrhein-Westfalen) 22,1 l/m²
Radarbild und Blitze 19:05 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild und Blitze 19:05 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 18:05 Uhr

Auch in und um Berlin haben sich nun vermehrt Gewitter gebildet. Besonders mit der Zelle an der südlichen Stadtgrenze muss man mit heftigem Regen und auch Hagel rechnen!

Radarbild 17:55 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild 17:55 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 17:30 Uhr

Der Großraum Leipzig wird von einer ausgeprägten Gewitterlinie überquert.  Auch im Osten Brandenburgs haben sich die Zellen zunehmend intensiviert, verlagern sich jedoch kaum.

Radarbild 17:15 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild 17:15 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 16:40 Uhr

Südöstlich von Hamburg hat sich in den letzten Minuten ein kräftiges, ortsfestes Gewitter gebildet!

Radarbild und Blitze 16:40 Uhr. © UBIMET, DWD
Radarbild und Blitze 16:40 Uhr. © UBIMET, DWD

Update 16:25 Uhr

Die blitzintensivsten Zellen sind momentan im westlichen Niedersachsen und in Sachsen anzutreffen. Je heller die Farbe, desto aktueller ist der Blitz.

Blitzkarte von 16:00 Uhr. © UBIMET
Blitzkarte von 16:00 Uhr. © UBIMET

Lokal sind auch Sturmböen und Hagel mit dabei. In Dresden wurde mit Gewitterdurchzug eine Böe mit 86 km/h registriert.

Ausgewählte Niederschlagsmengen der vergangenen Stunde:

Sassendorf (Nordrhein-Westfalen) 21,9 l/m²
Dippoldiswalde (Sachsen) 19 l/m²
Großenkneten (Niedersachsen) 13,7 l/m²

Update 14:45 Uhr

Die Gewitter südlich und westlich von Bremen haben sich in den letzten Minuten zu einer Linie zusammengeschlossen, diese verlagert sich nur sehr langsam weiter in Richtung Nordwesten. Im südlichen Niedersachsen sind die Gewitter mittlerweile in Starkregen übergegangen.

Übersicht

Aktuell sind vor allem im südlichen Niedersachsen und im Erzgebirge die kräftigsten Gewitter unterwegs. Aber auch in Brandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern,  in Nordrhein-Westfalen und in Sachsen-Anhalt gibt es schon einzelne Gewitterzellen.  Im niedersächsischen Seesen sind in den letzten knapp 3 Stunden etwa 41  l/m² zusammengekommen!

Aktuelles Radarbild. © UBIMET, DWD
Aktuelles Radarbild. © UBIMET, DWD

Im Laufe des Tages sind in den genannten Regionen weitere teils heftige Gewitter mit Starkregen und Hagelschlag zu erwarten. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

Titelbild: pixabay.com

Erneut kräftige Gewitter am Donnerstag!

Ein Gewitter entwickelt sich © Stormhunters Austria

Der Grund für die anhaltende Gewittergefahr im Südwesten ist auf der Großwetterlage für heute gut erkennbar. Von Portugal über Frankreich und Mitteleuropa bis nach Weißrussland hat sich eine Tiefdruckzone etabliert, das Schweden-Hoch beschert dem Norden und Osten hingegen feines Frühsommerwetter. Die Luftdruckgegensätze sind nur gering, daher wird die feucht-labile Luft einfach nicht ausgeräumt. Und so kocht die kräftige Maisonne die Luft Tag für Tag neu auf, wie in einem Suppentopf beginnt es wieder zu brodeln.

Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS
Die Großwetterlage am Donnerstag © UBIMET / GFS

Besonders südöstlich von Braunschweig und Dresden kommt es heute wieder zu teils kräftigen Gewittern. Wie schon die vergangenen Tage sind Starkregen und viel kleinkörniger Hagel die Hauptgefahren, Sturm ist eher kein Thema.

Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Schon gestern hat es vielerorts gekracht, gut zu erkennen an den Niederschlagssummen. Dabei kam es – wie so oft bei Gewittern – auf kleinstem Raum zu großen Unterschieden bei den Regenmengen. Beispiel: Am Feldberg im Schwarzwald kamen 31 l/m² zusammen, im nur wenige km entfernten Schluchsee dagegen fast gar nix.

Einzelne Gewitterzellen brachten bis zu 50 Liter Regen, wie beispielsweise in der Fränkischen Schweiz.24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET

24-h-Niederschlagsmengen von Mittwoch. © UBIMET66.000 Blitzentladungen waren es gestern. An der Spitze der Hitliste liegt Bayern mit 36.000 Blitzen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 10.000 Entladungen.

Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET
Die Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET

Gewitter und lokale Überflutungen

Überfluteter Kanaldeckel ©shutterstock

Wie das Video zeigt gab es am gestrigen Dienstag lokal heftige Gewitter. Keller wurden aufgrund der großen Regenmengen überflutet und der Hagel lag teilweise einen halben Meter hoch.

Auch am Mittwoch ist lokal wieder mit kräftigen Gewittern zu rechnen, betroffen sind wieder die Gebiete im Süden und Südwesten. Die Gewitter bilden sich vornehmlich am Nachmittag und ziehen sich diesmal bis weit in die Nacht hinein.

Gewittergefahr am Mittwoch © UBIMET
Gewittergefahr am Mittwoch © UBIMET

Am Donnerstag geht es im Süden und in der Mitte gewittrig weiter, im Norden bleibt es hingegen beim trockenen Frühsommerwetter. Hier machen sich frühesten am Wochenende ein paar Gewitter bemerkbar.

Am Dienstag im Südwesten Gewitter

Schauer und Gewitter.

Ein flaches Bodentief liegt am Dienstag quer über dem Südwesten Deutschlands, somit gibt es in einem Streifen von den südlichen Niederlanden über Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg zusammenströmende Winde: Während in Frankreich meist schwacher Wind aus westlicher Richtung weht, gibt es in Deutschland überwiegend östlichen Wind. Das Zusammenströmen sorgt für die Hebung der feuchten Luft, was in Zusammenspiel mit dem Höhentief über Frankreich im Tagesverlauf die Entstehung zahlreicher Schauer und Gewitter begünstigt.

Wetterkarte. UBIMET / GFS
Wetterlage am Dienstag mit einem flachen Tief über Südwestdeutschland. UBIMET / GFS

Regen und Hagel

Bei einer nur schwachen Höhenströmung verlagern sich die Gewitter meist nur langsam, örtlich besteht daher die Gefahr von kräftigem Regen bzw. kleinräumigen Überschwemmungen und Hagelschlag. Vereinzelt sind in Gewitternähe auch kräftige Windböen möglich, in Summe ist die Sturmgefahr aber relativ gering.

Gewitterpotential am Mittwoch. © UBIMET
Gewitterpotential am Dienstag. © UBIMET

 

Kräftiger Regen in Österreich

Hochwasser durch Starkregen.

Am Montag war zunächst besonders die Steiermark vom Regen betroffen. Aufgrund der nassen Vorgeschichte konnten die Böden hier nicht mehr viel Wasser aufnehmen, so kam es örtlich zu Überschwemmungen. Besonders betroffen waren die Süd- und Oststeiermark, so traten örtlich Bäche über die Ufer.

Kräftiger Regen in den Alpen

In den Abendstunden verlagerte sich der Schwerpunkt dann allmählich nordwärts, so fiel besonders im Vorarlberg und Nordtirol kräftiger Regen. Am Dienstagmorgen regnete es dann bereits verbreitet. Anbei die nassesten Orte in den letzten 24 Stunden:

  • 69 mm Deutschlandsberg (Steiermark)
  • 66 mm Leibnitz (Steiermark)
  • 63 mm Jenbach (Tirol)

Noch etwas größere Niederschlagsmengen gab es auf den Bergen, wie etwa auf der Schirchleralm (1245 m) im Bereich der Koralpe mit rund 97 Litern pro Quadratmeter.

24-h-Niederschlag bis Dienstagfrüh. © UBIMET
24-h-Niederschlag bis Dienstagfrüh. © UBIMET

In den Nordalpen waren die Auswirkungen erwartungsgemäß gering, einerseits aufgrund der trockenen Vorgeschichte, andererseits wegen der vergleichsweise tiefen Schneefallgrenze. So gab es vorübergehend im Pitztal in Tirol sogar bis etwa 1.500 m herab nasse Schneeflocken, meist liegt die Schneefallgrenze aber bei 1.700 m.

Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Gewittrige Schauer in Deutschland

In den kommenden Stunden fällt im östlichen Alpenraum verbreitet Regen, besonders vom Pinzgau bis zum Alpenostrand regnet es zunächst auch noch anhaltend und kräftig. Im Laufe der zweiten Tageshälfte lässt die Intensität aber deutlich nach. Deutschland ist davon nur marginal betroffen, dennoch ziehen in der Südosthälfte des Landes im Tagesverlauf ein paar Regenschauer und einzelne Gewitter durch.

24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET
24-h-Niederschlagsprognose bis Mittwochfrüh. © UBIMET

Fast 300.000 Blitze zu Muttertag

Blitze zucken am Himmel @pixabay

Zunächst entwickelten sich zu Mittag erste kräftige Gewitter in Hessen und Nordrhein-Westfalen. So kam es im hessischen Marburg oder in Winterberg im Sauerland lokal zu Hagelschlag. In den Nachmittagsstunden gab es dann vermehrt in Bayern kräftige Gewitter. Lokal fielen teils ergiebige Regenmengen: Besonders betroffen waren das Münsterland, Mittelhessen und Unterfranken. In Bad Mergentheim Neunkirchen fielen innerhalb von wenigen Stunden rund 62 Liter pro Quadratmeter Regen.

Gewitterhotspot Bayern

In Summe wurden landesweit 286.765 Blitze detektiert, davon 123.209 in Bayern, 55.360 in Niedersachsen, 52.216 in Nordrhein-Westfalen, 25.266 in Hessen, 21.876 in Baden-Württemberg und 4.973 in Rheinland-Pfalz. Diese Zahlen sind vergleichbar mit hochsommerlichen Gewitterlagen, für diese Jahreszeit ist das aber außergewöhnlich. Blitzreichster Landkreis war Osnabrück mit 16.733 Blitzen, gefolgt von Donau-Ries mit 14.839 und Steinfurt mit 14.523. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 259.000 Ampere wurde im Landkreis Aurich registriert.

Weitere Gewitter am Montag

Unwetterrisiko am Montag
Unwetterrisiko am Montag

Am Montag liegt der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit in Süddeutschland. So sind am Nachmittag besonders vom Schwarzwald bis zum Chiemgau kräftige Gewitter zu erwarten. Die Hauptgefahr stellen weiterhin die heftigen Regenmengen dar. Örtlich sind wieder kleinräumige Überflutungen zu erwarten.

Quelle Titelbild: pixabay

Unwetter am Muttertag

Warnsignal Gewitter. @shutterstock.com

Bereits in der Früh ziehen im Westen zahlreiche Schauer und einzelne Gewitter durch und hier bleibt es auch den ganzen Tag über unbeständig. Unwettergefahr besteht aber am Nachmittag etwas weiter östlich in einem Streifen vom Emsland über das Hochsauerland und Unterfranken bis zum Alpenrand.

Unwettergefahr ©Ubimet
Unwettergefahr ©Ubimet

Hier gehen am Nachmittag zahlreiche Gewitter nieder, die stellenweise sintflutartigen Regen bringen. Stellenweise sind auch Hagel und Sturmböen möglich. Am Abend entspannt sich die Lage dann langsam wieder, Schauer und Gewitter ziehen sich in den Südwesten zurück. Wir halten euch unter uwr.de wie immer auf dem Laufenden.

Freundlicher Muttertag im Osten

In Ostdeutschland hingegen kann man den Muttertag bei viel Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen genießen. Vom Erzgebirge bis zur Ostseeküste bleibt es trocken bei Höchstwerten um die 25 Grad.

Quelle Titelbild: shutterstock

Kräftige Gewitter am heutigen Feiertag erwartet!

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Bereits heute Vormittag gibt es vom Schwarzwald bis ins Ruhrgebiet ein paar Gewitter, diese sind aber nicht sonderlich kräftig. Mit Annäherung der Kaltfront steigt heute ab etwa Mittag verbreitet die Gewittergefahr an, alle Väter auf Ausflug sei dann der Blick Richtung Himmel empfohlen.

Heute kann es in einem relativ großen Gebiet, nämlich von der Ostsee über die Mittelgebirge bis nach Bayern hinab zu schweren Gewittern kommen. Dann sind Regenmengen zwischen 30 und 50 Litern Pro Quadratmeter, Böen bis zu 70 km/h und Hagel mit 2-3 cm Durchmesser durchaus möglich!

Gut zu sehen ist die Gewittergefahr anhand der folgenden Grafik. Im Osten wird es erst zum Abend hin gewittrig, so zum Beispiel in Berlin.

Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Das Deutsche Unwetterradar hat dementsprechend schon jede Menge Vorwarnungen herausgegeben, über die aktuellste Lage könnt ihr euch stets hier informieren.

Die heutige Warnkarte des Deutschen Unwetterradars © UBIMET
Die heutige Warnkarte des Deutschen Unwetterradars © UBIMET

Verantwortlich für die heutigen Gewitter ist eine Kaltfront des Tiefs über Island. Diese liegt am frühen Nachmittag etwa auf der Höhe Bremen-Stuttgart und kommt dann in weiterer Folge nach Osten voran.

Die Lage der Kaltfront heute um 14:00 Uhr © UBIMET/GFS
Die Lage der Kaltfront heute um 14:00 Uhr © UBIMET/GFS

Die Gewitter entstehen aber nicht nur mit der Kaltfront, sondern eben auch schon zuvor. Der Grund hierfür ist schnell in der Temperaturverteilung von heute Nachmittag erkennbar. Im Westen lagert hinter der Front schon die kühlere Luft mit 12 bis 17 Grad, nach Osten zu herrschen dagegen noch Sommertemperaturen. Hier kann die Sonne nahezu ungehindert einstrahlen und die Atmosphäre labilisieren, fertig ist die potentielle Unwetterlage.

Die Temperaturverteilung heute Nachmittag © UBIMET/GFS
Die Temperaturverteilung heute Nachmittag © UBIMET/GFS

Quelle des Titelbildes: https://pixabay.com/de/cumulonimbus-sturmjagd-meteorologie-3196780/

Hohe Waldbrandgefahr

Hohe Waldbrandgefahr ©pixabay

Der April fiel in den meisten Regionen deutlich zu trocken aus und auch in den ersten Maitagen fiel kaum Regen. Daher besteht derzeit eine hohe Waldbrandgefahr! Bereits ein kleiner Funke reicht aus um einen großen Brand auszulösen.

Derzeitiges Waldbrandrisiko ©http://effis.jrc.ec.europa.eu
Derzeitiges Waldbrandrisiko ©http://effis.jrc.ec.europa.eu

Landwirtschaft hofft auf Regen

Nicht nur die Wälder sehnen sich nach Regen, auch immer mehr Landwirte kämpfen mit der Trockenheit. Besonders im Süden rechnet man bereits mit ersten Einbüßen bei der Weizenernte aufgrund der anhaltendenden Trockenheit.

Bis Mittwoch bleibt es trocken, anschließend sorgen Gewitter regional für Entspannung. Großflächiger Landregen, der die Trockenheit beenden könnte, ist aber weiterhin nicht in Sicht.

Tief QUITTA bringt Sturm

Umgestürzter Baum ©pixabay/ykaiavu

Tief QUITTA befindet sich derzeit über Nordfrankreich und sorgt noch für unwetterartige Gewitter in Schleswig mit lokalen Orkanböen und Starkregen. In den nächsten Stunden ziehen die Gewitter endgültig nach Norden ab und der Fokus liegt dann auf den zunehmend stürmischen Südwestwind.

Satellitenbild von 09:30 Uhr ©METEOSAT, NOWCAST
Satellitenbild von 09:30 Uhr ©METEOSAT, NOWCAST

Stürmischer Feiertag

QUITTA verlagert sich in den kommenden 24 Stunden in Richtung Dänemark und an dessen Vorfeld wird es zunehmend stürmisch. Heute Nachmittag und Abend ist vor allem die Region vom Saarland bis nach NRW betroffen, besonders in der Eifel sind verbreitet auch schwere Sturmböen zu erwarten. Nachts bleibt es dann in NRW und in Niedersachsen stürmisch, bevor sich das Sturmfeld am Feiertag langsam nach Nordosten verlagert. In diesen Regionen sind verbreitet Sturmböen möglich, lokal weht auch schwerer Sturm.

Gefährdete Sturmregion ©UBIMET

Da die Bäume nun bereits voll belaubt sind, besteht eine erhöhte Gefahr vor Windbruch in den markierten Regionen!

Unwettergefahr im Westen

Gefahrenzonen am Sonntag, 29.04.2018 © UBIMET

Tief QUITTA sorgt heute in weiten Teilen Westeuropas für turbulente Verhältnisse. Es verlagert sich einmal quer von Süd nach Nord über Frankreich hinweg und intensiviert sich dabei. Deutschland liegt an seiner Vorderseite, entsprechend wird von Süden her energiereiche und zunehmend feuchte Luft herangeführt. Zwar gibt es aktuell am Vormittag von Rheinland-Pfalz bis nach Niedersachsen bereits einige Regenschauer, diese ziehen aber bald nach Norden ab und die Wolken lockern auf. Dann scheint hier für einige Stunden die Sonne und die Luft erwärmt sich auf Werte zwischen 20 und 25, im Südwesten auch auf bis zu 28 Grad.

Organisierte Gewitter mit Unwetter-Potential

Mit dem sich nähernden Tiefzentrum bilden sich am späten Nachmittag über Frankreich und Belgien schließlich die ersten Gewitter und erreichen am frühen Abend auf ihrem Weg nach Nord/Nordost auch Deutschland. Aufgrund der vielfach passenden Strömungsbedingungen ist von gut organisierten Gewittern auszugehen, welche das Potential für unwetterartige Entwicklungen haben. Besonders im Anfangsstadium geht die Hauptgefahr im Saarland sowie Teilen von Rheinland-Pfalz und NRW von großem Hagel aus, lokal ist auch die Bildung eines Tornados an einer so genannten Superzelle nicht ausgeschlossen.

Aktuelle Situation am Sonntag, 10:00 Uhr © EUMETSAT, UBIMET
Aktuelle Situation am Sonntag, 10:00 Uhr © EUMETSAT, UBIMET

Böen über 100 km/h möglich

Je weiter der Abend voranschreitet, desto mehr sollten sich einzelne Zellen zu größeren Gewittergebieten zusammenschließen, welche dann besonders in NRW und dem südlichen Niedersachsen gebietsweise für Sturmböen, lokal auch für schwere Sturm- und orkanartige Böen über 100 km/h sorgen können. In der Nacht auf Montag simulieren einige Wettermodelle schließlich einen Gewittercluster auf seinem Weg bis Hamburg und Schleswig-Holstein, dann geht die Hauptgefahr eher von anhaltendem gewittrigen Starkregen aus. Ob es soweit kommt, bleibt jedoch vorerst abzuwarten.

 

Sieht man mal vom Westen ab, so steht Deutschland ein eigentlich recht sonniger und warmer Tag bevor – mit einer weiteren Ausnahme: Auch im Thüringer Wald und dem westlichen Erzgebirge bilden sich am Nachmittag einzelne Hitzegewitter und bewegen sich von dort ins Thüringer Becken und ins Vogtland. Da die Winde in verschiedenen Höhen auch hier geeignet sind für die Entwicklung kräftiger Gewitter, muss man den Himmel im Auge behalten.

 

April 2018 auf Rekordkurs!

Das Thermometer zeigt einen Sommertag an © pixabay

Sommer im April

Der April 2018 erschien den meisten Menschen wie ein vorgezogener Sommermonat, zahlreiche Sommertage und viel Sonnenschein prägten die vergangenen Wochen in weiten Teilen Deutschlands. Über das gesamte Land gemittelt fiel der April gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 um rund 4 Grad zu warm aus. Die Spitzenposition hat noch der April 2007 inne, spannend wird es nun, ob wir den noch einholen.

Zum Teil gab es selbst an Stationen, deren Messreihe weit zurückreichen, neue Dekadenrekorde. Hier eine kleine Übersicht:

Station Wert Messreihe seit
Bremen-Flughafen 27,3 Grad am 20.04. 1890
Potsdam 28,5 Grad am 20.04. 1892
Schwerin 27,8 Grad am 20.04. 1898
Zugspitze 8,2 Grad am 20.04. 1900
Chemnitz 26,9 Grad am 20.04. 1903
Greifswald 27,1 Grad am 20.04. 1915

Je weiter man nach Süden blickt, desto höher waren die Abweichungen. In Oberbayern beispielsweise waren es rund +5 Grad, in Hamburg noch rund +3 Grad über dem Mittel und auf Sylt war es nur etwas mehr als 1 Grad zu warm.

Sonne machte zahlreiche Überstunden

Im Zuge des andauernden Hochdruckeinflusses schien die Sonne im gesamten Land deutlich häufiger als im Durchschnitt, meist sind 20 bis 50 Prozent mehr Sonnenstunden als im langjährigen Mittel zusammengekommen. Der absolut sonnigste Ort ist dabei Attenkam in Oberbayern mit 234 Sonnenstunden bis dato. Zum Vergleich: Düsseldorf hält bei 141 Stunden, da ist so ziemlich im Mittel.

Teils zu trocken, teils zu nass

Markant war im abgelaufenen Monat die Trockenheit insbesondere im Süden. So sind in Stötten auf der Schwäbischen Alb bisher nur 5% der üblichen Regenmenge zusammengekommen, in München auch nur 20%.

Nach Norden zu sieht die Bilanz dann schon ausgeglichener aus. Besonders dort, wo teils heftige „Sommergewitter“ getobt haben, war es sogar deutlich zu nass! Beispiel Soltau in Niedersachsen: Hier sind 69 l/qm runtergekommen, das entspricht fast 50% mehr als in einem durchschnittlichen April.

Tief OTTILIA bringt Sturmböen

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Letztes Update 20:30 – Morgen verbreitet kühler Frühlingstag

Das Tief Ottilia ist nach Osten abgezogen und über Deutschland beruhigt sich das Wetter. Nach einer kalten Nacht folgt ein kühler Tag morgen mit Höchstwerten meist zwischen 10 und 14 Grad. Damit verabschieden wir uns und fassen nochmal die Spitzenböen von Mittwoch zusammen:

  • 108 km/h Brocken
  • 83 km/h Berlin – Dahlem
  • 80 km/h Berlin – Schönefeld
  • 80 km/h Seehausen (Sachsen – Anhalt)
  • 80 km/h Spiekeroog
  • 79 km/h Bremen – Flughafen
  • 79 km/h Berlin – Tegel
  • 78 km/h Borkum
  • 78 km/h Bremervörde
  • 78 km/h Lüchow
  • 78 km/h Kyritz (Brandenburg)
  • 77 km/h Süpplingen (Niedersachsen)

Update 16:45 – Stärkste Böen in Berlin

Das Windfeld verlagert sich nun immer weiter nach Osten. In der letzten Stunde traten die stärksten Böen in und um Berlin auf, wobei die Station Berlin-Dahlem mit 83 km/h die kräftigste Böe zu verzeichnen hatte, gefolgt von den Stationen an den Flughäfen Schönefeld und Tegel mit 80 bzw. 79 km/h. Weiterhin hat sich die Gewittertätigkeit nach Polen verlagert.

Update 14:10 – Schwerpunkt im Osten

Der Schwerpunkt verlagert sich aktuell in den Osten und Nordosten des Landes, so gab es letzte Stunden auch in Berlin-Schönefeld eine Sturmböe von 75 km/h. Die stärkste Böe wurde in Lüchow (Niedersachsen) verzeichnet mit 78 km/h.

Windböen am Mittwochmittag. © UBIMET
Windböen am Mittwochmittag. © UBIMET

Update 13:15 – Aktuelle Böen

Vom östlichen Niedersachsen bis nach Vorpommern, Brandenburg und Sachsen weht derzeit verbreitet frischer bis starker Westwind mit stürmischen Böen. Anbei die Hitliste der letzten Stunde:

  • 75 km/h Lüchow
  • 75 km/h Soltau
  • 75 km/h Hannover Flughafen
  • 73 km/h Kap Arkona / Rügen
  • 73 km/h Boizenburg
  • 72 km/h Fassberg
  • 72 km/h Groß Lüsewitz
  • 71 km/h Schwerin

Update 12:55 – Gewitter bei Berlin

Die Luft wird mit Unterstützung der Sonne jetzt etwas labiler, somit ziehen derzeit auch im Großraum Berlin gewittrige Schauer durch.

Satellitenbild und aktuelle Blitze. © EUMETSAT / nowcast / UBIMET
Satellitenbild und aktuelle Blitze. © EUMETSAT / nowcast / UBIMET

Update 11:50 – Radarbild

Am aktuellen Radarbild sieht man schön die Kaltfront, welche von Luxemburg über Nordhessen bis nach Nordbrandenburg für ein Schauerband sorgt. Besonders in Richtung Südbrandenburg und Sachsen sind in den kommenden Stunden auch einzelne Gewitter möglich. Den Radarloop gibt es hier: Wetterradar

Radarbild von 9:45. © DWD / UBIMET
Radarbild von 9:45. © DWD / UBIMET

Update 11:10 – Sturmböen in Bremen

Besonders in Niedersachsen gibt es derzeit stürmische Böen bzw. örtlich wie etwa in Bremen auch Sturmböen. Anbei die Spitzenreiter der letzten Stunde:

  • 79 km/h Bremen
  • 78 km/h Bremervörde
  • 74 km/h Brake

Auch in Hamburg, Mecklenburg und Sachsen-Anhalt legt der Wind aktuell aber spürbar zu.

Update 10:00 – Satellitenbild

Der Wind legt derzeit besonders im Nordwesten zu, so wurden in der letzten Stunden in Bremerhaven Sturmböen von 76 km/h und auch in Bremen gab es bereits stürmische Böen von bis zu 64 km/h. Am Satellitenbild erkennt man den Tiefkern nördlich von Hamburg, in der Mitte sorgt die kräftige West- bis Südwestströmung im Vorfeld der Kaltfront hingegen für Schwerewellen.

Satellitenbild um 10 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET
Satellitenbild um 10 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Update 09:10- Spitzenböen

Auf den Ostfriesischen Inseln gibt es erste Sturmböen, so wurden in den letzten beiden Stunden bis zu 78 km/h aus Borkum gemeldet. Spiekeroog folgt mit 73 km/h und Wittmund mit 72 km/h.

Webcam Norderney. © www.foto-webcam.eu
Webcam Norderney. © www.foto-webcam.eu

Erste Übersicht – 08:20

Der Kern vom Randtief liegt aktuell bereits über der Nordsee und zieht im Laufe des Vormittags rasch in Richtung Ostsee. Die Kaltfront erstreckt sich um 8 Uhr von NRW über Niedersachsen bis nach Schleswig-Holstein, um 12 Uhr wird sie voraussichtlich bereits einen Streifen vom Saarland über Sachsen-Anhalt bis nach Brandenburg erfasst haben.

Tief OTTILIA am Donnerstagvormittag. © GFS / UBIMET
Tief OTTILIA am Donnerstagvormittag. © GFS / UBIMET

Entlang der Kaltfront gehen ein paar Schauer und im Tagesverlauf vereinzelt auch Gewitter nieder. Am Südrand des Tiefkerns lebt zudem vorübergehend starker bis stürmischer Westwind auf. Besonders in einem breiten Streifen von den Ostfriesischen Inseln über die Lüneburger Heide bis nach Nordbrandenburg sich dabei Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h zu erwarten, in Schauer- und Gewitternähe sind vereinzelt aber auch schwere Sturmböen möglich!

Modellprognose der Windböen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET
Modellprognose der Windböen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET

 

Gewitter sorgten für Hagel und Sturm

Hagel

Besonders betroffen von den Gewittern waren am Sonntag der Westen und Nordwesten Deutschlands. In Summe wurden landesweit 104.687 Blitze detektiert, davon allein 47.376 in Nordrhein-Westfalen. An zweiter und dritter Stelle folgen Niedersachsen mit 26.315 Entladungen bzw. Schleswig-Holstein mit 10.014. Der blitzreichste Landkreis war Hildesheim im Süden von Niedersachsen:

  • 4.551 Hildesheim (Niedersachsen)
  • 4.024 Borken (NRW)
  • 3.721 Coesfeld (NRW)
  • 3.090 Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein)
  • 2.955 Cuxhaven (Niedersachsen)
  • 2.766 Rhein-Erft-Kreis (NRW)
Blitze von Sonntagnachmittag bis Sonntagnacht. © nowcast / UBIMET
Blitze von Sonntagnachmittag bis Sonntagnacht. © nowcast / UBIMET

Die Gewitter wurden von kräftigem Regen, teils großem Hagel und teils schweren Sturmböen begleitet. Anbei die Spitzenböen:

  • 101 km/h Nörvenich (NRW)
  • 96 km/h Northeim-Stöckheim (Niedersachsen)
  • 81 km/h Warburg (NRW)
  • 78 km/h Hofgeismar (Hessen)
  • 76 km/h Wernigerode (Sachsen-Anhalt)

Nassester Ort war hingegen Borken in Westfalen, hier wurden innerhalb von knapp zwei Stunden rund 23,3 Liter pro Quadratmeter gemessen. Nur knapp dahinter kommen Werl (NRW) mit 21,5 bzw. Padenstedt (Schleswig-Holstein) mit 19,1 Litern pro Quadratmeter.


Am Sonntag beenden heftige Gewitter den Frühsommer

Blitze erleuchten den Nachthimmel © pixabay

Der Sommer im April hat ein Ablaufdatum, nämlich morgen Sonntag. Der Tag startet zwar überall sonnig, mit der Sonne entstehen ab etwa Mittag aber immer größere Quellwolken. Die ersten Schauer und Gewitter lassen dann auch nicht lange auf sich warten, los geht es westlich des Rheins ab ca. 14:00 Uhr.

Unwetterpotential im Osten

Langsam breiten sich diese Gewitter dann am Nachmittag auch weiter in den Osten der Bundesrepublik aus, ab etwa 16:00 oder 17:00 Uhr sind dann auch Niedersachsen, Hessen oder Thüringen dran. Besonders im Osten und Nordosten besteht ein gewisses Unwetterrisiko, denn dort passen alle Zutaten zusammen, die es für heftige Gewitter braucht:

  • Lange Zeit sonnig
  • Feuchte Luft
  • Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe (Scherung)
  • Labilität der Atmosphäre

Rechnet in dem roten Bereich in folgender Grafik aber generell mit heftigen Regenschauern, Hagel und Böen bis zu 80 km/h!

Die Gewitterlage am Sonntag im Überblick © UBIMET
Die Gewitterlage am Sonntag im Überblick © UBIMET

In der neuen Woche setzt sich dann von Norden her etwa bis zum Main deutlich stabilere und kühlere Luft durch, meist werden nur noch 11 bis 18 Grad erreicht.

Im Süden bleibt die feucht-warme Luft dagegen noch länger bestehen, und hier sind auch immer wieder Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke zu erwarten.

Heftige Regenfälle auf der Koreanischen Halbinsel erwartet

Regnerisches Wetter in Seoul

Das Tief bildet sich bereits heute im chinesischen Hinterland und zieht in den folgenden beiden Tagen ostwärts über das Gelbe Meer nach Süd- und Nordkorea. Sein weiterer Weg führt das Tief über das Japanische Meer, dort schwächt es sich dann rasch wieder ab.

Mit im Gepäck hat dieses Tief eine Kaltfront, und diese sorgt für teils kräftigen Regen. Das könnt ihr gut an der folgenden Grafik erkennen. Innerhalb von rund 24 Stunden kommen südlich von Peking sowie in weiten Teilen der Koreanischen Halbinsel 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter zusammen. Zum Vergleich: In Seoul beträgt der durchschnittliche Monatsniederschlag für den gesamten April rund 65 Liter pro Quadratmeter!

Zugbahn des Tiefs mit den erwarteten Regenmengen © UBIMET
Zugbahn des Tiefs mit den erwarteten Regenmengen © UBIMET

Im folgenden Satellitenbild von heute Nachmittag (Ortszeit) ist das Tief über China mit seiner markanten Wolkenspirale bereits zu erkennen. In Südkorea deutet strahlender Sonnenschein dagegen noch nichts auf den bevorstehenden Regen hin:

Satellitenbild von Samstagnachmittag in Ostasien © https://worldview.earthdata.nasa.gov/
Satellitenbild von Samstagnachmittag in Ostasien © https://worldview.earthdata.nasa.gov/

Sonne pur im ganzen Land

Strahlend blauer Himmel über Bayern © https://www.foto-webcam.eu/webcam/bad-endorf

Das hat Seltenheitswert: Fast ganz Deutschland präsentiert sich heute wolkenlos mit einer Sonnenscheinausbeute von nahezu 100 %. Lediglich eine Handvoll Wetterstationen meldet um 10:00 Uhr weniger als 60 Minuten Sonnenschein pro Stunde – vornehmlich in Schleswig-Holstein.

Anzahl der Minuten mit Sonnenschein pro Stund bis 10:00 Uhr, 18.04.2018 © DWD, UBIMET
Anzahl der Minuten mit Sonnenschein pro Stund bis 10:00 Uhr, 18.04.2018 © DWD, UBIMET

Ein Blick auf das Satellitenbild lässt den Grund schon vermuten und ein Check der Webcam-Bilder der Region bestätigt: mittelhohe Wolkenfelder, so genannte Altocumulus-Wolken ziehen hier durch.

Satellitenbild 18.04.2018 © EUMETSAT, UBIMET
Satellitenbild 18.04.2018 © EUMETSAT, UBIMET
Webcambild aus Hülsen (Schleswig-Holstein) © http://www.marina-huelsen.de/webcam
Webcambild aus Hülsen (Schleswig-Holstein) © http://www.marina-huelsen.de/webcam

Auch im Südwesten des Landes lassen sich am Satellitenbild Wolken erkennen, so genannte Cirrus fibratus, also dünne hohe Schleierwolken. Diese wirken sich nicht auf das Wetter und die Sonnenscheindauer aus:

Webcambild aus Bad Rappenau (Baden-Württemberg) © http://188.111.104.2/record/current.jpg
Webcambild aus Bad Rappenau (Baden-Württemberg) © http://188.111.104.2/record/current.jpg

Rückblick: Turbulentes Wetter mit Gewittern und Überflutungen

Blitzstatistik für Freitag, den 13.04.2018 © UBIMET

So auch am Freitag, den 13. Zwar hielten sich die Temperaturen an die Jahreszeit, doch das Wetter präsentierte sich, wie man es aus dem Hochsommer kennt. Verantwortlich war ein kleinräumiges Tief, welches genau über der Mitte Deutschlands lag und feuchte und energiereiche Luft aus südlichen Breiten heranführte. Vom nördlichen Baden-Württemberg über Hessen bis hinauf zur Nordsee hatte dies kräftigen, schauerartig verstärkten und anhaltenden Regen zur Folge. Östlich des Tiefzentrums entwickelten sich ab Mittag hingegen zahlreiche kräftige und blitzreiche Gewitter – zum Einen im südlichen Bayern, zum Anderen im gesamten Nordosten.

 

 

Die nachfolgende Analyse zeigt die Niederschlagsmenge über 24 Stunden von Freitag 08:00 Uhr bis Samstag zur gleichen Zeit. Die größte Menge an einer Wetterstation wurde in Heinrichsthal in Unterfranken mit 55 l/m² gemessen, aber selbst direkt an der Nordsee in Butjadingen-Inte waren es noch 47 l/m², was grob dem Monatssoll entspricht. Diese Mengen kamen meist sogar innerhalb von 6 bis 12 Stunden zusammen, lokal kam es daher zu Überflutungen. So wurden bspw. in Fulda (Hessen) 15,6 l/m² allein zwischen 15:00 und 16:00 Uhr gemessen, übrigens ganz ohne Blitz und Donner.

Analyse der 24h-Niederschlagsmenge bis Samstag, 08:00 Uhr © UBIMET
Analyse der 24h-Niederschlagsmenge bis Samstag, 08:00 Uhr © UBIMET

 

 

Auch in Tschechien und Polen waren die Gewitter für die Jahreszeit bereits sehr gut organisiert, ausdauernd und kräftig ausgeprägt, wie auch die Statistik über die aufgetretenen Blitze im Titelbild zeigt. Im Video sieht man schließlich die Auswirkungen in Konin, Polen, zwischen Posen und Lodz gelegen.

Kräftige Gewitter am Freitag

Kräftiges Gewitter über Frankfurt am Main © pixabay

Grund für die kräftigen Gewitter ist ein kleinräumiges Tief, dass heute von Nordbayern/Thüringen langsam nach Norden zieht. An seiner Vorderseite wird dabei recht warme, feuchte, dafür aber auch labil geschichtete Luft aus Polen angezapft. Zwar ziehen jetzt schon einige Schauer durch, speziell in Hessen auch schon Gewitter, der Schwerpunkt wird aber heute Nachmittag und Abend erwartet.

Wie im folgenden Bild ersichtlich, müsst Ihr östlich von Hamburg und Jena mit kräftigen Gewittern rechnen. Von Starkregen über Sturmböen bis hin zu Hagel dürfte alles dabei sein.

Hier wird es heute interessant bezüglich Gewitter © UBIMET
Hier wird es heute interessant bezüglich Gewitter © UBIMET

So sieht unsere Warnkarte aus: Bereits viele Regionen sind vor Gewittern vorgewarnt! Abends zieht das Tief nach Norden weiter und die Situation entspannt sich spürbar. Am längsten gewittrig bleibt es im Nordosten.

Die Warnkarte des Deutschen Unwetterradars für den heutigen Freitag © UBIMET, uwr.de
Die Warnkarte des Deutschen Unwetterradars für den heutigen Freitag © UBIMET, uwr.de

Über die aktuellsten Warnungen könnt Ihr euch auf der Website des Deutschen Unwetterradar stets informieren: HIER geht’s lang!

Besserung in Sicht

Das Wochenende ist dann aber ganz passabel. Zwar ziehen morgen im Norden noch ein paar Schauer durch, von Südwesten setzt sich die Sonne aber schon wieder besser durch. Dazu werden von Nord nach Süd 11 bis 21 Grad erreicht.

Am Sonntag ist es dann nordwestlich der Linie Saarbrücken-Rostock unbeständig mit Regenschauern, sonst wechseln Sonnenschein und Wolken einander ab. Unter den Wolken im Westen steigen die Temperaturen auf 15 bis 19 Grad, nach Osten und Südosten zu dürfen wir uns auf bis zu 23 Grad freuen.

Kräftige Gewitter in Mitteleuropa

Gewitter in den USA © pixabay

Die Kaltfront eines Nordseetiefs zog am Mittwoch über Mitteleuropa hinweg. Im Vorfeld dieser Kaltfront kam es dabei besonders in Deutschland zu kräftigen Gewitter mit teils schweren Sturmböen. Auch in Frankreich, den Niederlanden sowie in Teilen Italiens entstanden aber mitunter kräftige Gewitter, so wurde örtlich auch Hagel beobachtet. Anbei die Hitliste der Blitzentladungen am Mittwoch:

    • 46.381 Deutschland
    • 28.198 Frankreich
    • 3.463 Niederlande
    • 3.433 Tschechien
    • 2.629 Italien
    • 2.518 Spanien
Blitze am Mittwoch. © nowcast / UBIMET
Blitze am Mittwoch. © nowcast / UBIMET

Schwere Sturmböen in Deutschland

Die Hauptgefahr der Gewitter in Deutschland war weniger Hagel oder Starkregen, sondern viel mehr die Sturmböen oder gar schweren Sturmböen. Hier die Spitzenreiter gestern:

Lautertal (Bayern) 98 km/h
Artern (Thüringen) 97 km/h
Würzburg (Bayern) 96 km/h
Querfurt (Sachsen-Anhalt) 95 km/h
Öhringen (Baden-Württemberg) 94 km/h

Auch abseits der Gewitter lebte der Wind in den südlichen Landesteilen aber vorübergehend kräftig bis stürmisch auf, so gab es beispielsweise auch am Bodensee Sturmböen von bis zu 86 km/h. Weiters waren die Gewitter auch spektakulär zum Anschauen, wie die folgenden Bilder beweisen:

Bilder aus Frankreich