Zwischen einem ausgeprägten Hochdruckgebiet über Russland sowie einem Tiefdruckgebiet namens HARRY mit Kern über Tunesien verstärkt sich der Druckgradient und somit stellt sich eine stürmische Süd- bis Südostströmung über dem Süden von Italien ein. Außerdem hat die zugehörige Okklusion, welche nur langsam über das Land zieht und an den Bergketten regelrecht ausgequetscht wird, einiges an Niederschlag in Gepäck.

Auswirkungen
Die aufziehende Okklusion sorgt besonders auf den Inseln Sizilien, Sardinien und Korsika (Frankreich) sowie in der süditalienischen Region Kalabrien für eine markante Unwetterlage.
Bis zum Mittwochmittag kommen dort verbreitet zwischen 200 und 400 mm zusammen, lokal berechnen Wettermodelle in den Staulagen auch bis zu 600 mm. Entsprechend groß ist die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen.

Begleitet werden die ergiebigen Niederschläge von schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 100 km/h, auch orkanartige Böen bis zu 110 km/h sind mit dabei.

Der Sturm lässt die Wellen deutlich an Höhe gewinnen. Auf dem Meer werden Wellenhöhen von sechs bis acht Metern erwartet. Besonders an südöstlich exponierten Küstenabschnitten besteht damit ein erhöhtes Risiko für Sturmfluten.


