Erste Eistage im Flachland

Eistag

Von einem Eistag spricht der Meteorologe, wenn die Temperatur den ganzen Tag über im Frostbereich verharrt. Solche Eistage treten bei uns im Flachland mehrmals jährlich auf. Allerdings schwankt die Anzahl der Eistage stark und ist abhängig von der vorherrschenden Großwetterlage im Winter.

Bisher sehr mild und wenig Frost

Die vergangenen Wochen verliefen relativ mild und es gab in den Niederungen im Herbst ungewöhnlich wenig Frosttage, von Eistagen ganz zu sprechen.

Anzahl der Frosttag 2019 Durchschnitt
Bregenz 3 7
Innsbruck 3 13
Salzburg 6 12
Linz 3 8
St. Pölten 4 11
Wien 2 8
Eisenstadt 1 10
Graz 0 12
Klagenfurt 0 18

Graz erlebte erst am Dienstag den ersten Tag mit Frost, nur 2014 wurde es in der steirischen Hauptstadt noch später das erste Mal frostig. Nun sorgt aber eingeflossene Kaltluft und das Hoch SARENA für winterliche Bedingungen, dabei stellt sich eine ausgeprägte Inversionswetterlage ein.

Inversionwetterlage

Zu dieser Jahreszeit stellt sich unter beständigem Hochdruckeinfluss eine sogenannte Inversionswetterlage ein. Diese zeichnet sich durch eine Umkehr der normalerweise vorherrschenden Abnahme der Temperatur mit der Höhe aus, so ist auf den Bergen milder als in den Tal- und Beckenlagen. Dafür verantwortlich sind die langen Nächte sowie die Subsidenz bei Hochdrucklagen.

Inversion mit Subsidenz. © UBIMET / www.foto-webcam.eu
Ein perfektes Beispiel für Inversion mit Subsidenz. © UBIMET / www.foto-webcam.eu

Kräftige Hochdruckgebiete sorgen in der freien Atmosphäre für eine absinkende Bewegung der Luft („Subsidenz“). Wenn Luft absinkt, dann gelangt sie unter höheren Luftdruck und wird demzufolge komprimiert und erwärmt. Dies hat zur Folge, dass die Luft im Gebirge oft sehr trocken und die Fernsicht ausgezeichnet ist. Die Grenze zum darunterliegenden Kaltluftsee wird dann besonders markant und fördert beständigen Nebel oder Hochnebel.

Erste Eistage am Donnerstag und Freitag

Am heutigen Mittwoch gibt es kaum Hochnebel und somit verbreitet Sonnenschein, die Inversionswetterlage bildet sich aber allmählich aus. Am Donnerstag und Freitag herrscht dann in den Niederungen im Donauraum, im östliche Flachland sowie im Südosten meist trübes und kaltes Wetter, während auf den Bergen weiterhin die Sonne scheint und hervorragende Fernsicht herrscht.

Höchstwerte am Freitag
Höchstwerte am Freitag Quelle: UBIMET

In den ganztags trüben Regionen stellt sich bereits am Donnerstag ein Eistag ein, am Freitag tritt dieser wohl noch verbreiteter auf. Dann muss man sich auch in Wien auf den ersten Eistag der Saison einstellen. Allerdings geht die Inversionswetterlage bereits am Samstag mit einer schwachen Front zu Ende und auch in der kommenden Woche kündigt sich unter vorherrschenden Tiefdruckwetter im Flachland keine frostige Wetterphase mehr an.

Titelbild: Adobe Stock

Taifun KAMMURI wütet auf den Philippinen

Taifun Kamurri

Taifun KAMMURI hat sich am Montag kurz vor der philippinischen Küste zu einem Tropensturm der Kategorie 4 verstärkt und ist vergangene Nacht als sogenannter Supertaifun auf die Westküste der Hauptinsel Luzon getroffen.

Kamurri zieht über die Philippinen hinweg
Kammuri zieht über die Philippinen hinweg

Vorsorglich wurde bereits rund 100.000 Personen evakuiert und ins Landesinnere gebracht. Als der Tropensturm auf die Küste traf gab es Windböen von bis zu 240 km/h, eine Sturmflut und enorme Regenmengen.

Großflächige Zerstörung durch Taifun

Durch den Sturm wurde Häuser abgedeckt, umgestürzte Bäume sorgten für Stromausfälle und im Landesinneren kam es zu Überflutungen.

Zieht südlich an Manila vorbei

Durch die Interaktion mit dem Land hat sich der Tropensturm in den vergangenen Stunden zu einem Sturm der Kategorie 1 abgeschwächt und zieht knapp südlich an der Hauptstadt und Millionenmetropole Manila vorbei. Vorsorglich wurde der Flugbetrieb eingestellt und auch die meisten Schulen bleiben geschlossen.

Weitere Zugbahn von Kammuri
Weitere Zugbahn von Kammuri

In weiterer Folge zieht KAMMURI westwärts ins Südchinesische Meer und dürfte sich dort weiter abschwächen. Somit scheint der Tropensturm keine Gefahr für Südchina oder Vietnam darzustellen.

Titelbild: himawari8.nict.go.jp/

1. Advent: Etwas Schnee im Südwesten

Zwischenhoch ROMY sorgt am Samstag für zunehmend freundliches Wetter, nur mehr vereinzelt ziehen noch schwache und kurze Schauer durch. Allerdings zieht Tief OLAF bis zum Sonntag vom Atlantik nach Südwesteuropa und spaltete sich dort in mehrere Teiltiefs auf.

Frontenkarte für Sonntag

Dabei nähert sich ein Randtief am Sonntag dem Südwesten von Deutschland an.

Etwas Schnee zum 1. Advent

Der Sonntag startet im Südwesten bereits mit dichten Wolken und am Vormittag setzt im Saarland und im Südwesten Regen ein. Besonders in Oberschwaben und im Bereich der Alb besteht dabei Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Im Tagesverlauf breitet sich der Regen etwa bis auf die Linie Eifel-Fränkische Alb aus und die Schneefallgrenze sinkt von Norden her auf 700 bis 300 m ab.

Neuschneeprognose. © UBIMET

Die Niederschlagsmengen fallen meist gering aus, sodass sich in den betroffenen Regionen oftmals nur eine hauchdünne Schneedecke ausbildet. Etwas mehr Schnee kann in höheren Lagen der Eifel, vom Hunsrück sowie in der Nacht dann auch am Alpenrand fallen. Streckenweise kann es hier also zu winterlichen Straßenverhältnisse kommen. In der Nacht zieht der leichte Schneefall dann in Richtung Alpenrand ab.

Am Montag Schneeschauer im Osten

Am Montag klingt der leichte Schneefall an den Alpen rasch ab und Deutschland liegt zwischen Hoch SARENA über Westeuropa und Tief NICOLAS am Nordkap in einer kalten Nordströmung.

Großwetterlage am Montag
Großwetterlage am Montag ©UBIMET

Dabei ist die polare Kaltluft vor allem im Osten auch schaueranfällige. Somit sind besonders in Brandenburg, Berlin und Sachsen einzelne Schneeregen- und Schneeschauer zu erwarten. In weiterer Folöge setzt sich dann SARENA durch und über Deutschland bildet sich eine kräftige Inversionswetterlage auf. Vor allem in der Südhälfte bleibt es dann in den Niederungen kalt und nebelanfällig, auf den Mittelgebirgen wird es bis zur Wochenmitte hingegen markant milder.

Titelbild: Adobe Stock

Die Gesichter des Schnees – Teil 2

Schnee verändert sich im Laufe der Zeit

Nicht nur wir werden alt, sondern auch der Schnee. Im ersten Teil (Link einfügen) unserer Serie ging es um die Entstehung des Schnees und wie die verschiedenen Entstehungsarten genannt werden. Heute sehen wir uns die Bezeichnungen nach dem Alter genauer an:

Neuschnee

Neuschnee ist in seiner Kristallform noch klar erkennbar. Im Wintersportbereich wird meist von Neuschnee gesprochen, wenn er weniger als drei Tage alt ist. In der Meteorologie wird jene Menge als Neuschnee bezeichnet, die bei der Messung (meist frühmorgens) in den letzten 24 Stunden gefallen ist.

Wildschnee

Als Wildschnee wird ein sehr lockerer, pulvriger Neuschnee bezeichnet.

Wildschnee in den Karpaten
Wildschnee in den Karpaten

Altschnee

Altschnee ist älter als drei Tage und hat bereits viel von seiner ursprünglichen Kristallform eingebüßt.

Harsch

Harsch ist Altschnee, bei dem die oberste Schicht durch Antauen und erneutes Gefrieren zu einer festen Kruste geworden ist. Der Schnee darunter bleibt pulverig. Oberflächlich durchweichter und wieder durchfrorener Schnee wird als Bruchharsch bezeichnet, während sich Windharsch bei feuchtem Wind als Kruste auf dem Altschnee bildet.

Schwimmschnee

Schwimmschnee ist eine besondere Form von Altschnee. Er entsteht, wenn eine Schneedecke einen Temperaturgradienten von mehr als 0,25°C pro cm aufweist und die Kristalle des Altschnees eine charakteristische Kelchform annehmen. Schwimmschnee rieselt aus der Hand ähnlich wie Zucker und ist aufgrund seiner sehr schlechten Verbundeigenschaften ein wesentlicher Faktor bei der Bildung von Schneebrettern.

Büßerschnee

Büßerschnee ist eine weitere spezielle Form von Altschnee. Er besteht aus einem Feld von spitzen Säulen, welche in Richtung der stärksten Sonneneinstrahlung zeigen. In den Alpen ist dies nur an Südhängen möglich, die einzelnen Schneesäulen können hier meist nur 10 bis 20 cm hoch werden. In den Hochgebirgen der Tropen und Subtropen sind dagegen Höhen von bis zu 6 m oder noch mehr möglich, da die Sonneneinstrahlung dort stärker und steiler ist. Die Säulen entstehen, wenn der Schnee durch geringe Unterschiede in Farbe, Härte oder Form unterschiedlich stark schmilzt oder sublimiert.

Firn

Firn ist durch wiederholte Schmelz- und Gefriervorgänge verdichteter Schnee, der mindestens ein Alter von einem Jahr aufweist. Mit einer Dichte von 400 bis 800 g/m³ ist er bereits rund vier Mal schwerer als gebundener Neuschnee. Aus Firnschnee kann bei weiterer Verdichtung mit der Zeit Gletschereis entstehen.

Firn - klassischer Frühlingsschnee
Firn – klassischer Frühlingsschnee

Im letzten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit dem Feuchtigkeitsgehalt des Schnees. Je nach Feuchtigkeitsgehalt ändert sich nämlich auch das Erscheinungsbild des Schnees.

Titelbild: Adobe Stock

Kaltluftvorstoß in Mitteleuropa

Großwetterlage

Ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien lenkt zum Wochenende kalte Polarluft nach Mitteleuropa. Im Laufe des Freitags stößt die Kaltluft mit einer nordwestlichen Höhenströmung in den Alpenraum vor. Am Samstag liegt die Luftmassengrenze parallel zum Alpenhauptkamm und es besteht damit ein markanter Temperaturgradient in der freien Atmosphäre über Österreich.

Am Freitag Mittag befindet sich die Kaltfront voraussichtlich über Frankreich und Deutschland und bewegt sich Richtung Süden weiter. © Deutscher Wetterdienst

Temperaturunterschiede im Alpenraum

In den südlichen Landesteilen liegt am Samstag tagsüber die Lufttemperatur auf dem Druckniveau von 850 hPa bei bis zu 2 Grad, im äußersten Nordosten dagegen bei etwa minus 7 Grad. Somit ist auch bei der Schneefallgrenze ein deutlicher Unterschied von Nord nach Süd zu verzeichnen. In der kalten aber relativ trockenen Luft nördlich der Alpen ist dort nur wenig Niederschlag zu erwarten, in den westlichen Landesteilen – von Vorarlberg bis in die Tauernregion – ist die Luft wesentlich feuchter, dort gehen dagegen teils kräftige Schneefälle nieder.

Der Temperaturgradient über Österreich am kommenden Samstag um 00 UTC gemäß dem RACE-Wettermodell. © UBIMET

Frost

Vielerorts ist in der Nacht von Freitag auf Samstag bzw. Samstag auf Sonntag mit Bodenfrost zu rechnen, tagsüber bleiben die Temperaturen dann jeweils im einstelligen, aber positiven Bereich. Am Montag sind dagegen in einigen Landesteilen Eistage möglich, d.h. die Tageshöchstwerte übersteigen über den gesamten Tag den Gefrierpunkt nicht.

Ausblick

Am Sonntag setzt sich mit einer südwestlichen Höhenströmung etwas wärmere Luft durch, die jedoch im Laufe des Montags erneut von polarer Kaltluft zurückgedrängt wird. Dabei ist dann nach aktuellem Stand der Wettermodelle bis ins nordöstliche Flachland etwas Schnee möglich.

Am 27. November 2018, vor genau einem Jahr, lag am 358 m hohen Bisamberg bei Wien ein wenig Schnee. © foto-webcam.eu

 

Titelbild: pixabay.com

Südstau in den Alpen: Regen und Schnee in extremen Mengen

Südstau bringt große Regenmengen in den Südalpen

Als Südstau werden Niederschläge südlich des Alpenhauptkamms bezeichnet, die durch das Hindernis Alpen ausgelöst oder verstärkt werden. Bei einer Südstaulage wird eine ohnehin schon recht feuchte Luftmasse durch die Alpen zum Aufsteigen gezwungen, dabei kühlt sie sich ab. Da Luft mit sinkender Temperatur weniger Wasser halten kann, kommt es zu Regen und Schneefall. Die Luft wird somit förmlich wie ein Schwamm ausgequetscht. Nördlich des Alpenhauptkamms stellt sich ein regelrechtes Kontrastprogramm ein, hier macht sich oft Föhn bemerkbar.

Regen und Schnee

In Österreich werden von Südstaulagen vor allem die Regionen von Osttirol über Kärnten bis in die südliche Steiermark beeinflusst. In diesem Gebiet wird die feuchte Mittelmeerluft an den Karawanken, den Karnischen Alpen bzw. am Alpenhauptkamm gehoben. So gibt es vor allem in Osttirol und Oberkärnten bei kräftigen Südstaulagen teils enorme Regen- oder Schneefälle. Stellenweise fallen dann über 100 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur 24 Stunden. Vor rund einem Jahr gab es etwa am Plöckenpass knapp über 600 Liter pro Quadratmeter in nur drei Tagen (siehe auch hier)! Sogar noch ergiebigere Mengen werden manchmal in den Alpen in Friaul verzeichnet, welche daher auch zu den nassesten Regionen Europas zählen. Im Winter kann es zudem trotz der eigentlich recht milden Luftmasse sogar in manchen Tallagen bis in tiefe Lagen heftigen Schneefall geben. Grund hierfür ist die Schmelzwärme des Schnees, die der Umgebung entzogen wird.

Föhn im Norden

An der Alpennordseite und im östlichen Flachland gibt es bei einer Südstaulage nur selten nennenswerten Niederschlag. Markant ist hier allerdings der Wind, der besonders in prädestinierten Tallagen wie etwa dem Großraum Innsbruck oft stürmisch aus Süd weht. Bei besonders kräftigen Südströmungen kann der Niederschlag allerdings über den Alpenhauptkamm hinweg greifen, so kann es in Innsbruck und Salzburg durchaus Föhn und Niederschlag gleichzeitig geben. In solchen Fällen spricht man von Dimmerföhn.

Südstau in den Alpen

Südstau bringt kräftigen Regen in Norditalien

Als Südstau werden Niederschläge an der Alpensüdseite bezeichnet, welche durch das orographische Hindernis Alpen ausgelöst oder verstärkt werden. Bei einer Südstaulage wird eine ohnehin schon recht feuchte Luftmasse durch die Alpen zum Aufsteigen gezwungen, dabei kühlt sie sich ab. Da Luft mit sinkender Temperatur weniger Wasser halten kann, verstärken sich die Niederschläge. Somit fällt bei Südstaulagen im Luv der Alpen deutlich mehr Regen oder Schnee, als im unbeeinflussten Flachland. Auf der Leeseite der Berge, also nördlich des Alpenhauptkamms, kann sich dann Föhn bemerkbar machen.

Auswirkungen auf Deutschland

In den deutschen Alpen bekommt man von den verstärkten Niederschlägen an der Alpensüdseite meist nur wenig mit, denn nördlich des Alpenhauptkamms sorgt Südföhn oft für frühlingshaftes Wetter. Die zuvor zum Aufstieg gezwungene Luft sinkt nördlich der Alpen wieder ab. Da die abwärts gerichtete Luftströmung sehr trocken ist, führt dies rasch zur Auflösung der Wolken. Der Himmel präsentiert sich oftmals sogar gering bewölkt. Zudem erwärmt sich die Luft beim Absteigen um etwa 1 Grad pro 100 m, somit wird die in den Tälern liegende, oft deutlich kühlere Luft ausgeräumt. Nicht selten kommt es dabei zu einem Temperaturanstieg von 10 Grad oder mehr.

Ergiebiger Regen im Süden

Bei kräftigen Südstaulagen gibt es besonders in den Italienischen Alpen, im Tessin sowie in Osttirol und Kärnten teils enorme Regen- oder Schneefälle. Stellenweise fallen dann über 150 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur 24 Stunden. Vor rund einem Jahr gab es etwa an der italienisch-österreichischen Grenze am Plöckenpass knapp über 600 Liter pro Quadratmeter in nur drei Tagen! Sogar noch ergiebigere Mengen wurden manchmal in den Alpen in Friaul und im Tessin verzeichnet, welche zu den nassesten Regionen Europas zählen. Im Winter kann es zudem trotz der eigentlich recht milden Luftmasse sogar bis in tiefe Lagen heftigen Schneefall geben. Grund hierfür ist die Schmelzwärme des Schnees, die der Umgebung entzogen wird.

Unwettertief GÜNTHER bringt in den Alpen Sturm und Schnee

Schneebruch durch Nassschnee

Tief GÜNTHER liegt seit Donnerstag über Westeuropa und sorgt vor allem im Alpenbereich für Unwetter. Die Kombination aus eingeflossener Kaltluft und kräftigem Niederschlag sorgte am Donnerstagabend in Großraum Lyon und Grenoble für starken und nassen Schneefall bis in die Tieflagen.

So wurden am Flughafen in Lyon 15 cm Neuschnee gemessen, in Grenoble sogar 30 cm. In Lyon war das der früheste Schneefall seit über 50 Jahren. Da der Schnee sehr nass und schwer war, gab es verbreitet Schneebruch und Stromausfälle. So waren bis zu 300.000 Haushalte im Südosten von Frankreich ohne Strom!

Enorme Schneemengen in den Südalpen

Am freitag hat sich der Schwerpunkt des Niederschlags auf die Südalpen verlagert vom Tessin über Südtirol und Trentino bis nach Osttirol und Oberkärnten regnet und schneit es intensiv. Die Schneefallgrenze liegt dabei sehr unterschiedlich, teilweise im Tal, teilweise auf über 1500 m. Im Hochgebirge handelt es sich aber durchwegs um Schnee, sodass hier über 1 Meter Neuschnee zu erwarten ist.

Neuschneesummen seit Mitternacht in der Schweiz
Neuschneesummen seit Mitternacht in der Schweiz

In den kommenden Tagen kommt hier noch mehr Schnee zusammen, die Lawinengefahr ist deutlich erhöht!

Föhnsturm an der Alpennordseite

Nördlich der Alpen sorgt Tief GÜNTHER hingegen für einen sehr straken Föhnsturm. Sowohl in der Schweiz als auch in Österreich wurden in den prädistinierten Tallagen Föhnböen von über 100 km/h gemessen. Auf den Bergen wütet der Föhnorkan, in den Hohen Tauern in Österreich wurde ein Böe von 193 km/h gemessen!

Spitzenböen in der Schweiz
Spitzenböen in der Schweiz
Spitzenböen in der Österreich
Spitzenböen in der Österreich

Der stürmische Föhn hat aber nun seinen Höhepunkt bereits erreicht und geht von Westen her zu Ende. Auch in den kommenden Tagen bleibt es nördlich der Alpen oft trocken und mild, während es in den Südalpen ergiebige Regen- und Schneefälle gibt.

 

Extreme Buschbrände in Australien

Nachdem es in der vergangenen Woche in Kalifornien verheerende Buschbrände gab, wüten nun rund 100 kleinere und größere Brände an der Ostküste von Australien. Die meisten Brände gibt es nahe der Küste zwischen den zwei Millionenmetropolen Sydney und Brisbane.

Rund 100 Buschbrände wüten derzeit in Australien
Rund 100 Buschbrände wüten derzeit in Australien

Dabei gibt es rund 20 große Buschfeuer, die derzeit außer Kontrolle sind und durch den teils stürmischen Westwind sich rasch ausbreiten bzw. immer wieder neu angefacht werden.

Ungünstige Wetterlage

Die vergangenen Monate und Jahre verliefen im Osten von Australien viel zu trocken. So gab es bereits Berichte über ausgetrocknete Flussläufe und Fischsterben. Dazu herrscht schon seit Wochen erhöhte Brandgefahr und bei ungünstigen Wetterlagen kam es bereits in den vergangenen Wochen zu Buschbränden. Nun allerdings gibt es großflächige Brände. Ein Tief südlich von Australien mit einem Hoch über dem Kontinent verursachen stürmischen föhnartigen Westwind. Der Wind sorgt für extrem heiße und trockene Bedingungen und facht zusätzlich die Feuer immer wieder an.

Durch Asche, Staub und den umliegenden Feuern entstehen teilweise ganz surreale Farbtöne:

Auch aus dem All sind die Brände bzw. die Aschewolken gut zu erkennen.

Blick auf die Brände vom All aus @himawari8.nict.go.jp/

Kurze Entspannung in Sicht

Am Wochenende lässt der stürmische Wind nach und für die Feuerwehrmänner erleichtert sich dadurch der Kampf gegen das Feuer. Allerdings bleibt es weiterhin trocken und in der kommenden Woche kündigt sich schon wieder kräftiger Westwind an. Somit dürfte sich dann die Lage wieder verschärfen!

Hier noch ein paar Bilder aus der Region:

Titelbild: twitter: Andrew Backhouse @Andytwit123

Tief ARNE wütete in Frankreich und Nordspanien

Sturmschäden

Bereits am Freitag zeichnete sich ein gefährlicher Sturm für die Atlantikregion Frankreichs und die Nordküste Spanien ab. Die Prognosen bewahrheiteten sich und das Sturmtief traf in der Früh mit voller Wucht die Regionen zwischen dem spanischen Gijon und der vor allem durch den Wein bekannten Großstadt Bordeaux.

Gefährliche Stürme erhalten vom französischen Wetterdienst seit einigen Jahren eigene Name, sodass das deutsche Tief ARNE in Frankreich unter dem Namen Amélie für Schlagzeilen sorgt.

Neue Novemberrekorde

Im Hochwinter sind derart starke Stürme in der Region keine Rarität, im November allerdings gab es das letzte Mal 1996 einen ähnlich starken Sturm. Somit ist auch wenig verwunderlich, dass es teilweise neue Rekorde gab. In Bordeaux gab es eine Orkanböe von 121 km/h, bisheriger Rekord lag hier bei 117 km/h. Noch stärkere Böen gab es direkt an der Küste, stellenweise wurden Böen von über 160 km/h gemessen.


Zahlreiche Bäume hielten dem Sturm nicht Stand und stürzten um, teilweise wurde dadurch Bahnlinien blockiert bzw. Stromleitungen unterbrochen. Zwischenzeitlich waren rund 140.000 Haushalte ohne Strom. Dazu wurde teilweise Wellen von bis zu 15 m Höhe vor der Küste registriert.

Rasche Abschwächung

Auf dem Weg in Landesinnere von Frankreich schwächte sich das Sturmtief bald ab, die dazugehörige Kaltfront sorgte allerdings noch verbreitet für Böen zwischen 80 und 100 km/h. In der Nacht überquert ARNE dann auch Deutschland, der Wind lebt aber nur mehr frisch, im Südwesten teils kräftig auf. Am Montag befindet sich das Tief über der Ostsee und bringt dort teils starken Regen.

Titelbild: twitter/Hold my Spirytus  & Z80 with love 

Stürmische Zeiten in Westeuropa

Sturm am Atlantik

Derzeit liegt das Sturmtief ZED über England und verursacht vor allem an der Südküste von England Orkanböen. So wurden in den Hafenstädten an der Küste teilweise Orkanböen von bis zu 130 km/h gemessen.


Im Inland sind es meist Böen von 80 bis 90 km/h, auch in London wird es in den kommenden Stunden noch stürmisch.

Sturmtief ZED über England

Auch auf der anderen Seite des Ärmelkanals bewirkt ZED in der Bretagne und Normandie schwere Sturmböen von bis zu 100 km/h. Dazu verlagert sich der Fokus kommende Nacht nach Süden, an die französische Atlantikküste.

Sturm ARNE in Frankreich

Über den Atlantik hat sich in der Zwischenzeit nämlich ein weiteres Tief rapide verstärkt – ein sogenannter Schnellläufer. Dieses Tief namens ARNE trifft in der Nacht zum Sonntag auf die französische Atlantikküste:

Randtief ARNE trifft Samstagnacht auf Südwestfrankreich.
Randtief ARNE trifft Samstagnacht auf Südwestfrankreich.

Solche Schnellläufer besitzen flächenmäßig meist nur ein kleines, dafür aber umso stärkeres Sturmfeld. So werden an der Atlantikküste nahe Bordeaux Böen von bis zu 140 km/h prognostiziert. Solche Stürme sind im Hochwinter in dieser Region keine Seltenheit, Anfang November allerdings schon außergewöhnlich. So beträgt etwa in Cazaux, südwestlich von Bordeaux, die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit (Messbeginn 1921) im November 112 km/h.

Sturmtief ARNE Sonntag in der Früh

Sobald das Tiefzentum auf das Festland trifft, schwächt es sich sukzessive ab, sodass sich auch der Sturm mit Verlagerung nach Osten rasch abschwächt.

Auswirkungen auf Österreich?

Mit den zwei Tiefs wird wieder deutlich mildere Atlantikluft nach Österreich geführt, dazu wird es vor allem am Sonntag föhnig und bis zu 20 Grad mild. Die Kaltfront von Tief ARNE sorgt allerdings auch für die Bildung eines Italientiefs. Somit wird es in Osttirol und Kärnten am Sonntag zunehmend regnerisch, vor allem am Abend kann es auch gewittrig verstärkt regnen.

Zu Wochenbeginn beruhigt sich vorübergehend das Wetter, doch bereits am Dienstag kündigt ein neues Italientief weiteren Regen an. Dabei bleibt es relativ mild, Schnee bis in die Tallagen ist vorerst kein Thema.

 

Zur Wochenmitte Stippvisite vom Winter

Schnee im Herbst

Derzeit liegt quer über den Alpen eine Luftmassengrenze , die recht kalte und trockene Polarluft im Norden von feucht-milder Luft im Süden und Westen trennt. In dieser Grenze sind immer wieder kleine Tiefs bzw. Wellen eingelagert die für etwas Regen oder im Gebirge Schnee sorgen. Dabei kommt in der Nacht auf Mittwoch die kalte Luft etwas nach Süden und Westen voran, sodass die milde Luft nur mehr in Vorarlberg, Tirol und den Salzburger Gebirgsgauen vorhanden ist.

Am Mittwoch Luftmassengrenze über den Alpen
Die Luftmassengrenze liegt am Mittwoch über den Alpen @UBIMET

Dazu sorgt eine weitere kleine Randwelle am Mittwochmorgen für einsetzenden Niederschlag.

Schnee kurzzeitig bis auf 600 Meter

Am Mittwoch in der Früh regnet es von Vorarlberg bis ins Waldviertel und den Wienerwald verbreitet. Die Schneefallgrenze liegt dabei im Westen knapp über 1.500 m, im Mühl- und Waldviertel sowie am Alpenostrand sind hingegen bereits oberhalb von 600 bis 800 m Schneeflocken zu erwarten. Bereits am Vormittag verlagert sich der Niederschlag in den Südosten, dabei liegt die Schneefallgrenze in den Fischbacher Alpen und in der Buckligen Welt mit rund 700 m am tiefsten. Sonst schneit es erst oberhalb von rund 1000 m. Im Laufe des Nachmittags klingen Regen und Schneefall auch im Südosten wieder ab. Aufgrund der sehr warmen Vorgeschichte und dem Bodenwärmestroms kann sich aber unter 1000 m kaum wo eine Schneedecke ausbilden und wenn dann nur sehr kurz.

Neuschneeprognose am Mittwoch
24-h-Neuschneeprognose für Mittwoch. © UBIMET

Frost im Flachland am Donnerstag

Die Nacht auf Donnerstag verläuft dann im Osten und Norden oftmals klar und auch der Wind weht meist nur schwach. Durch die vorhanden Polarluft kühlt es somit kräftig aus und von Oberösterreich bis ins Burgenland muss man im Flachland verbreitet mit leichtem Frost rechnen.

Tiefstwerte am Donnerstag in der Früh
Tiefstwerte am Donnerstag in der Früh @UBIMET

Vom Frost verschont bleiben noch die Ballungszentren wie die Linzer oder Wiener Innenstadt. In den Randbezirken von Wien ist allerdings mit dem Frost zu rechnen.

Am Wochenende wieder milder

Am Donnerstag ist allerdings der Höhepunkt des Kaltlufteinbruchs auch schon wieder erreicht, am Wochenende liegen die Alpen an der Vorderseite eines Tiefs in einer straffen und milden Südwestströmung. damit wird es an der Alpennordseite wieder föhnig und teils stürmisch, im Südwesten stellt sich hingegen allmählich eine nasse Wetterlage ein.

Titelbild: Adobe Stock

Zur Wochenmitte verbreitet Frost

Am Wochenende sorgte eine Kaltfront für einen markanten Temperatursturz und Umstellung der Großwetterlage. Die Kaltfront liegt derzeit noch am Alpenrand und bleibt hier bis Mittwoch stationär liegen.

Aktuelles Satellitenbild von Montag 10 MEZ
Aktuelles Satellitenbild von Montag 10 MEZ @METEOSAT, UBIMET

Rückseitig der Kaltfront dominiert in der kalten, aber auch recht trockenen Luft oftmals der Sonnenschein, nur in der Mitte hält sich gebietsweise dichter Nebel. Über der noch recht warmen Nordsee bilden sich in der kalten Luft bereits Schauer, die im Norden tagsüber für leicht wechselhaftes Wetter sorgen.

Noch eine Spur kälter

Am Dienstag erreicht den Norden und Osten von Deutschland eine weitere Kaltluftstaffel, womit es hier nochmals eine Spur kälter wird als am Vortag.

Frontenkarte am Dienstag

Gleichzeitig baut sich über der Nordsee das mächtige Hoch OLDENBURGIA auf, das in weiterer Folge über Deutschland hinweg sich nach Osteuropa verlagert.

Frostiger Mittwoch und Donnerstag

Am Mittwoch liegt das Hoch dann direkt über Deutschland und sorgt mit Ausnahme des Südens für eine meist klare und windschwache Nacht. Somit stellt sich verbreitet leichter Luftfrost ein. Frostfrei bleibt es noch im bewölkten Süden sowie entlang des Rheins und an den Küsten.

Temperaturen Donnerstagfrüh
Modelltemperaturen Donnerstagfrüh

Am Donnerstag wird der Höhepunkt der Kälte erreicht. Verbreitet sinkt das Thermometer unter den Gefrierpunkt und nahezu überall gibt es zumindest Bodenfrost. Frostfrei bleibt es am ehesten noch am Bodensee, entlang des Rheins sowie an der Küste.

Am Freitag zieht Hoch OLDENBURGIA nach Osten ab und von Westen her übernimmt ein Atlantiktief die Wetterregie. Somit setzt sich bis zum Wochenende von Westen her wieder deutlich mildere Luft im ganzen Land durch und frost ist kein Thema mehr.

Titelbild: Adobe Stock

Unwettertief VLAD über Südfrankreich

Gewitter bringen Starkregen

Bereits am Dienstag sorgte das Tief auf den Balearen und in Katalonien für unwetterartige Gewitter mit sintflutartigem Regen und an der Küste traten Böen um die 100 km/h auf. Dabei fielen innerhalb von 24  Stunden verbreitet 50 bis 150 l/m², lokal sogar über 200 l/m².

Das Blitzmesssystem von UBIMET konnte in der Region über 100.000 Blitze seit Dienstagfrüh registrieren:

Blitze der vergangenen 24 h (desto heller, desto aktueller die Bltize)

Überschwemmung in Okzitanien

Über Nacht verlagerte sich nun der Gewitter- und damit auch der Regenschwerpunkt nach Südfrankreich . Dabei fielen in nur wenigen Stunden in der Region um Perpignan teilweise über 200 l/m² und darum kam es hier zu Überschwemmungen.

An der Vorderseite des Tiefs wird hingegen extrem warme Luft nach Norden transportiert, so wurden bereits heute Früh in Ajaccio auf Korsika 31 Grad gemessen. Auch bei uns macht sich die warme Luft mit Südföhn bemerkbar.

Verlagerung Richtung Italien

In den kommenden Stunden verlagert sich der Gewitterschwerpunkt in Richtung Montpellier und Marseille, am Abend und in der Nacht ist dann entlang der gesamten Cote d’Azur mit kräftigen Gewitterregen zu rechnen.

Aktuelles Satellitenbild mit Blitze @ METEOSAT, UBIMET

Am Donnerstag wird dann das Gebiet zwischen Genua und Rom von den starken Gewittern heimgesucht. Dabei schwächt sich das Tief allmählich ab, sorgt aber am Freitag noch für kräftige Gewitter auf Sizilien.

Titelbild: Adobe Stock

 

Kaltluftausbruch in den USA

Season change

In den letzten Tagen hat ein massiver Wintereinbruch weite Teile der USA getroffen. Während im Texas am Mittwoch noch rekordverdächtig hohe Temperaturwerte verzeichnet wurden, erreichte die Temperatur am Donnerstag in weiten Teilen der Rocky Mountains Staaten das andere Extremum.

Kaltluftvorstoß bis weit in den Süden der USA

Bereits am Donnerstag hat ein Vorstoß kalter Luft polaren Ursprungs die US-Bundesstaaten Montana und North Dakota erreicht. Kaltluftvorstöße in den Übergangsjahreszeiten sind in den USA keine Seltenheit, jedoch erreichen sie selten diese Ausmaße.

Kaltluftvorstoß Quelle: GFS/NOAA, UBIMET

Während die Mais- und Sojaernte praktisch noch ausständig ist, wurden die Menschen dort mit tiefwinterlichen Bedingungen konfrontiert. Der erste Schnee dieser Saison wird wohl vielen in Erinnerung bleiben, denn Blizzards mit Sturmböen und vielerorts mehr als ein halber Meter Schnee gibt es nicht alle Tage.

Eine Kaltfront enormer Ausmaße zog praktisch über den halben Kontinent hinweg, von den Rocky Mountains und den Südwesten bis weit in den Mittleren Westen der USA. So stürzte z. B. mir der Kaltfront die Temperatur in Denver binnen 24 Stunden um 30 Grad, von spätsommerlichen 24 auf tiefwinterliche -7 Grad Celsius, Verkehrschaos inklusive! Das war für Denver der bisher größte Temperatursturz im Oktober je beobachtet.

Besonders hart hat es die Bundesstaaten im Norden getroffen, vor allem North Dakota.

Die Kombination aus stürmischem Wind, nassem Schnee und meist noch belaubten Bäumen führt zu vielen abgebrochenen Ästen und in weiterer Folge, da die meisten Stromleitungen in den USA oberirdisch verlaufen, zu Stromausfällen.

Der Goldene Oktober kommt

Goldene Oktober

Der Ausdruck „Goldener Oktober“ hat im deutschsprachigen Raum eine sehr lange Tradition. Er wurde nachweislich bereits vor mehreren hundert Jahren verwendet, wobei das exakte Datum des Aufkommens allerdings nicht gesichert ist.

Faktor Vegetation

Die Bezeichnung bezieht sich auf die in den Herbstmonaten einsetzende Blattverfärbung der Laubwälder. Diese ist nicht auf den Oktober beschränkt, sondern beginnt eher fließend allmählich im Spätsommer und endet im Laufe des Spätherbstes bzw. zu Winterbeginn. Im Oktober ist die Verfärbung aber häufig am Höhepunkt. So kommt es auch, dass im Herbst mit der abnehmenden Sonnenstrahlung die Photosynthese nachlässt. Um den dazu benötigten, wichtigen grünen Farbstoff Chlorophyll über den Winter nicht zu verlieren, wird dieser den Blättern entzogen und andere Farbstoffe werden sichtbar. Bei Lärchen und Birken etwa kommt es durch Karotin zu einer gelb bis goldgelben Färbung, bei Eiche und Ahorn hingegen sorgt der Stoffe Anthocyan für einen deutlich rote Farbe, während Buchen und Eichen aufgrund von Gerbstoffen eher ins Bräunliche gehen.

Faktor Sonne

Die Färbung der Blätter wird durch die verstärkte Streuung des Sonnenlichts in dieser Jahreszeit zusätzlich hervorgehoben, insbesondere bei tiefstehender Sonne. Denn dann überwiegt die gelb-rötliche Strahlung, welche die Blattverfärbung noch besser und intensiver zur Geltung bringt. Oftmals geht der Farbton sogar ins Goldene. Diese wunderbare Verfärbung kann man ab Freitag dank eines mächtigen Hochs beinahe überall genießen.

Titelbild: Adobe Stock

Supertaifun HAGIBIS bedroht Japan

Taifun HAGIBIS hat sich in den vergangenen Tagen in unglaublicher Schnelligkeit über dem Pazifik von einem tropischen Tief in einen Taifun der höchsten Kategorie 5 entwickelt.

Solch starke Stürme die Windböen über 250 km/h produzieren werden allgemein als Supertaifune bezeichnet.

Zugbahn Richtung Japan

Derzeit befindet sich der Sturm noch mitten auf dem Pazifik, steuert nun aber nach Nordnordwest und erreicht am Samstag die japanische Hauptinsel Honshu. Nach derzeitigen Berechnungen trifft er leicht abgeschwächt als Wirbelsturm der dritten Kategorie knapp westlich der Hauptstadt Tokio auf Land.

Zugbahn von Taifun Hagibis

Dabei sind an der Küste immer noch Windgeschwindigkeiten von 180 km/h zu erwarten, meterhohe Wellen und dazu hat HAGIBIS reichlich Regen im Gepäck. Verbreitet fallen in 24 Stunden 200 bis 300 l/m², in den gebirgigen Regionen der Insel sind stellenweise auch bis zu 500 l/m² zu erwarten. Überschwemmungen und Sturmschäden werden das öffentlich Leben am Wochenende massiv beeinträchtigen!

F1-Programm in Suzuka beeinträchtigt

An diesem Wochenende findet das F1-Rennen in Suzuka statt und Taifun HAGIBIS dürfte das Rennprogramm gehörig durcheinander wirbeln. Während die Trainings am Freitag wohl noch wie geplant stattfinden können, fällt das Programm am Samstag dem Taifun zum Opfer.

24 h Niederschlagsumme bis Samstagabend MESZ

Der Taifun dürfte am Samstag knapp östlich von Suzuka auf Land treffen und massiven Regen an der Rennstrecke bringen. Bis Sonntag ist der Taifun aber schon nach Nordosten abgezogen und somit wird wohl, wie vor 5 Jahren bei Taifun PHANFONE, Qualifying und Rennen am Sonntag stattfinden.

Auch die Rugby-WM in Japan dürfte durch den Taifun Spiele verschoben werden. So trifft am Samstag in Yokohama England auf Frankreich und zum Spielbeginn dürfte der Wirbelsturm direkt darüber liegen. Eine Verschiebung des Spiels ist somit sehr wahrscheinlich.

Titelbild: https://himawari8.nict.go.jp/

 

Oktober bisher kühl und in den Nordalpen nass

Die ersten Oktobertage standen meist im Zeichen von Tiefdruckgebieten, die für kühles und nasses Wetter sorgten. Somit ist es wenig verwunderlich, dass der Oktober bisher landesweit und 2 Grad zu kühl verlief. Besonders unterkühlt war es bisher auf den Bergen, eine Spur zu mild verlief der Oktober bisher nur im äußersten Südosten.

Bisherige Temperaturabweichung im Oktober im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt.

Teilweise schon Monatsniederschlag erreicht

Die ersten Oktobertage verliefen nicht nur zu kühl, sondern auch recht nass. Nur im Süden war es bisher etwas zu trocken. Deutlich zu viel Regen fiel in Vorarlberg, im Tiroler Außerfern, im Großraum Salzburg sowie durch Gewitter im Südburgenland.

Niederschlagsabweichung zum Klimamittel

In diesen Regionen wurde das Monatssoll an Regen schon erreicht bzw. übertroffen. Auch am Mittwoch kommen im Norden noch einige Liter pro Quadratmeter an Regen hinzu.

Am Freitag kommt perfektes Herbstwetter

Bis freitag bleibt es noch wechselhaft, aber schon recht mild. Am freitag setzt sich dann ein mächtiges Hoch durch und aus Südwesten kommt nochmals sehr milde Luft in den Alpenraum. Somit überwiegt dann der Sonnenschein und die Höchstwerte liegen verbreitet zwischen 20 und 25 Grad. In der kommenden Woche geht es wohl mild weiter, allerdings könnte dann der Hochnebel allmählich zäher werden.

Titelbild: Adobe Stock

Bis Freitag unbeständiges Westwetter

Die Warm- und Kaltfront von Tief PETER überqueren am Dienstag den Großteil des Landes und leiten eine unbeständige und windige Wetterphase ein. Dabei kommt die Kaltfront am Nachmittag nur mehr langsam nach Süden voran und sorgt vom Saarland bis nach Franken und Sachsen für ergiebigen Regen.

Regensumme am Dienstag @UBIMET

Windiges und unbeständiges Westwetter

Am Mittwoch liegt die Kaltfront dann über dem äußersten Süden und bringt hier anhaltenden und kräftigen Regen.

Regensumme am Mittwoch @UBIMET

Im übrigen Land ziehen mit frischen bis kräftigen Südwestwind einige Schauer und im Nordwesten mitunter auch kurze Gewitter durch.

Frontekarte am Mittwoch

Im Einflussbereich von Tief PETER bleibt es auch am Donnerstag wechselhaft und der Wind legt noch ein wenig an Stärke zu. Vor allem in der Mitte und im Süden gibt es stellenweise Sturmböen. Dazu ziehen neuerlich zahlreiche Schauer und einzelne Gewitter durch.

Am Wochenende kommt der Goldene Oktober

Am Freitag nimmt dann von Südwesten der Hochdruckeinfluss zu und das Wetter beruhigt sich allmählich, am Wochenende setzt sich dann vielerorts sonniges und angenehm warmes Herbstwetter durch. Etwaige Frühnebelfelder lösen sich meist rasch auf und tagsüber steigen die Temperaturen auf 20 bis 25 Grad. Nur im äußersten Norden hält der Tiefdruckeinfluss an, hier bleibt es unbeständig und windig.

Titelbild: Adobe Stock

Kleiner Gruß vom Winter

Aus Norden eingeflossene Kaltluft in Verbindung mit einem Tief über Italien haben am Montag in der Früh die Schneefallgrenze am Alpenostrand und im Waldviertel auf knapp unter 1000 m gedrückt. So waren etwa die Wiesen am Jauerling, auf der Hohen Wand oder am Semmering angezuckert.

Bärnkopf im Waldviertel auf 970 m
Skilift Jauerling auf 960 m
Hohe Wand -zur Kleine Kanzel auf 1090 m

Im Waldviertel ist es bereits trocken und auch im Semmeringgebiet klingt der Niederschlag im Laufe des Vormittags ab. Deutlich mehr Neuschnee gab es im Westen des Landes, hier lag die Schneefallgrenze aber deutlich höher bei rund 2000 m.

Neuschneemengen seit Mitternacht

Dem Osten steht eine kalte Nacht bevor

In den Nordosten von Österreich fließt am Montag trockene und für die Jahreszeit recht kalte Luft ein. Dadurch lösen sich die Wolken auf und in der kommenden Nacht bleibt es vom Waldviertel über Wien bis ins Burgenland und die Oststeiermark weitgehend klar und auch windstill. Ideale Voraussetzungen für eine kalten Morgen.

Lufttemperatur am Dienstagmorgen @ UBIMET

Somit muss man sich in diesen Regionen verbreitet auf Bodenfrost einstellen, aber auch Luftfrost ist z.B. im Kamptal, im nördlichem Weinviertel, im Steinfeld und generell in Senke zu erwarten. Auch am Wiener Stadtrand etwa in Unterlaa oder Mariabrunn werden die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen. Deutlich milder verläuft der Morgen im Westen und Süden, hier ist die Luftmasse milder und auch Wolken schützen vor starkem Auskühlen.

Restliche Woche deutlich milder

Dienstagmorgen ist dann aber der Tiefpunkt für diese Woche erreicht. Bereits tagsüber setzt sich mit einer Warmfront deutlich milderes Wetter durch, das uns die ganze Woche über bleibt. Dabei bleibt es bis Freitag noch unbeständig anschließend scheint dich der Goldene Oktober mit Höchstwerte zwischen 20 und 25 Grad einzustellen.

Nasser und windiger Samstag durch Ex-Hurrikan LORENZO

Regnerischer Herbsttag

Der ehemalige Hurrikan LORENZO zog in den vergangenen Tagen von den Azoren nach Irland und erreicht Freitagnacht den Norden von Deutschland.

Zugbahn von Lorenzo

Dabei hat sich Lorenzo in ein gewöhnliches, außertropisches Tief umgewandelt und besitzt Kalt- und Warmfront. Die Warmfront sorgt bereits in Vorarlberg für leichten Regen, am Samstag erreicht die Kaltfront die Nordalpen. Vom Bregenzerwald bis zur Eisenwurzen regnet es den ganzen Tag hindurch anhaltend und so kommen doch größere Regenmengen von bis zu 50 l/m² zusammen.

24-stündige Regenmengen bis Samstagabend

Windiger Samstag

Da LORENZO nur knapp nördlich an Österreich über Tschechien nach Osten zieht, nimmt auch der Wind am Samstag merklich zu. Vor allem im Donauraum, in der Obersteiermark, im Wiener Becken sowie in den Nordföhntälern frischt am Nachmittag und Abend lebhafter bis kräftiger West- bis Nordwestwind auf. Stellenweise kann es auch zu stürmischen Böen kommen. In der Nacht auf Sonntag fließt dann hinter dem Tief von Norden her kalte Luft in den Ostalpenraum, sodass im Mariazellerland die Schneefallgrenze gegen 1000 m sinkt. Allerdings gibt es dann nur mehr wenige Schauer.

Nächstes Tief folgt zugleich

Am Sonntag stellt sich nur eine kurze Zwischenbesserung ein. Vor allem am Vormittag scheint zeitweise die Sonne, allerdings kommen dann aus Westen neuerlich Wolken eines Tiefs über dem Ärmelkanal auf. Gegen Abend setzt dann von Vorarlberg bis ins Innviertel neuerlich Regen ein. In der Folgenacht regnet es dann im Bergland verbreitet, dabei sinkt die Schneefallgrenze von Ost nach West auf 1.000 bis 1.800 m.

Titelbild: Adobe Stock

Ex-Hurrikan Lorenzo zieht über Deutschland hinweg

Lorenzo bringt Hundewetter

Der Ex-Hurrikan Lorenzo hat, wie berichtet, bereits einen langen Weg hinter sich. So zog er von den Kapverdischen Inseln nordwärts zu den Azoren und liegt nun umgewandelt in ein außertropisches Tiefdruckgebiet über Irland. Am Freitag zieht das Tief unter weiterer Abschwächung weiter nach Mitteleuropa und liegt zu Mitternacht über dem südlichen Niedersachsen. Dabei trennt Lorenzo kalte Luft über Skandinavien von milder Atlantikluft im Südwesten.

Zugbahn von Lorenzo @UBIMET

Am Samstag zieht das Tief rasch nach Osten weiter und liegt 24 Stunden später bereits über Ostungarn. Mit Lorenzo muss man sich verbreitet auf frischen bis kräftigen Wind einstellen, Sturmböen treten aber keine mehr auf.

Reichlich Regen mit Lorenzo

Dafür bringt Lorenzo flächendeckend Regen nach Deutschland. Vor allem nahe des Tiefkerns regnet es vorübergehend auch kräftig. So muss vor allem vom südlichen Niedersachsen über den Harz und Sachsen-Anhalt bis am Samstag in Sachsen mit 20 bis 35 l/m² gerechnet werden.

24-stündigen Regenmengen bis Samstagmittag @UBIMET

Ebenfalls sehr nass wird es direkt am Alpenrand sowie in den Staulagen von Schwarzwald und Bayerischen Wald.

Nächstes Tief folgt zugleich

Nach Abzug von Lorenzo stellt sich in der Nacht auf Sonntag vorübergehen überall trockenes Wetter ein. Allerdings nicht lange, denn bereits in der Früh setzt im Westen erneut Regen eines weiteren Tiefs über dem Ärmelkanal ein. Tagsüber regnet es dann von Westfalen über die Pfalz bis nach Schwaben ohne längere Unterbrechung. Im Norden und Osten bleibt es hingegen in der eingeflossenen Kaltluft trocken.

Titelbild: Adobe Stock

Auf MORTIMER folgt Tief NILS

Sturmtief MORTIMER sorgte seit der vergangenen Nacht in weiten Teilen des Landes für Sturmböen, gebietsweise auch für schwere Sturmböen. Der Höhepunkt des Sturms ist jetzt aber auch im Osten des Landes überschritten und der Wind lässt langsam an Stärke nach.

Maximale Windgeschwindigkeiten am Montag
Maximale Windgeschwindigkeiten am Montag

Der Sturm sorgte für abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume, vor allem im Fernverkehr der DB gab es massive Verzögerungen.

Reichlich Regen im Norden

MORTIMER brachte neben Sturm im Norden aber auch reichlich Regen. In nur wenigen Stunden fielen vom Emsland bis zur Uckermark oftmals 20 bis 40 l/m², lokal wurden sogar bis zu 50 l/m² registriert.

Regenmengen am Montag
Regenmengen am Montag

Nach einer kurzen Pause mit nur einzelnen Schauern, setzt Dienstagfrüh im Nordwesten neuerlich kräftiger Regen ein. Verantwortlich dafür ist das nachfolgende Tief NILS. Das Tief besitzt zwei Zentren und das östlich davon zeiht am Dienstagvormittag über Norddeutschland hinweg. Dabei sind neuerlich in Niedersachsen und Hamburg 20 bis 30 l/m² in kurzer Zeit möglich, lokale Überschwemmungen können nicht mehr ausgeschlossen werden.

Prognostizierte Regenmengen für Dienstag
Prognostizierte Regenmengen in l/m² für Dienstag (UCM/UBIMET)

Kaltfront sorgt für Gewitter

Am Dienstagnachmittag erreicht dann die Kaltfront von Tief NILS den Westen und sorgt hier für kräftige Regenschauer.

Frontenkarte von Dienstag

Stellenweise sind dabei auch kurze Gewitter mit Sturmböen und Starkregen dabei. Auch ein schwacher Tornado ist im Zuge der Gewitter nicht völlig ausgeschlossen. Dienstagabend verlagert sich NILS unter Abschwächung nach Süden, nachfolgend fließt kalte, polare Luft von Norden her ein.

Titelbild: Adobe Stock

Tief MORTIMER bringt Sturm und Regen

Sturmschaden - umgestürzter Baum

Derzeit liegt das Zentrum von Tief MORTIMER noch über Wales, allerdings zieht das Tief rasch ostwärts über die Nordsee bis Montagmittag ins Baltikum. Dabei legt  der Wind im Westen von Deutschland immer mehr zu und weht am Nachmittag verbreitet kräftig bis stürmisch.

Prognostizierte Windböen am Sonntag. © UBIMET

In der ersten Nachthälfte sind dann vor allem in einem Streifen vom Saarland und Rheinland-Pfalz bis nach Franken un den Thüringer Wald Sturmböen und in erhöhten Lagen auch schwere Sturmböen um die 90 km/h zu erwarten.

Hauptsturm am Montagmorgen und -vormittag

In der zweiten Nachthälfte verlagert sich das Sturmfeld in den Norden. Am der Nordsee ist mit einer Sturmflut und verbreitet orkanartigen Böen zu rechnen. In der Früh und am Vormittag wütet der Sturm dann am schlimmsten in einem Streifen von Hamburg bis Berlin sowie generell in Brandenburg und Sachsen. Hier treten verbreitet schwere Sturmböen um die 100 km/h auf, lokal sind auch orkanartige Böen möglich. Aber auch im Rest des Landes wird es stürmisch.

Warnkarte für Sturm am Montag
Warnkarte für Sturm am Montag

Da die meisten Bäume noch belaubt sind, besteht bei solch hohen Windgeschwindigkeiten einer erhöhte Gefahr, das größere Äste abbrechen bzw. ganze Bäume umstürzen. Ab Mittag lässt der Sturm dann von Westen her rasch nach, bis zum Abend hat sich das Wetter überall wieder beruhigt.

Starkregen im Norden

Derzeit sorgt die Warmfront von Tief MORTIMER bereits im Norden für Regen, während im Süden noch die Sonne scheint. Bis Montagmittag überqueren auch noch Kaltfront und Okklusion den Norden, sodass insgesamt einiges an Regen zusammenkommt.

Regenmengen bis Montagmittag © UBIMET

Verbreitet fallen dabei 20 bis 30 l/m², vor allem in einem Streifen von Hamburg bis zur Prignitz und Uckermark regnet es zeitweise auch ergiebig, hier sind lokal bis zu 50 l/m² möglich.

Auf MORITMER folgt am Dienstag NILS

Nach Abzug von Tief MORTIMER geht auch der starke Regen zu Ende. Allerdings währt die Pause nur kurz, bereits am Dienstag sorgt das nächste Tief namens NILS für neuerlich kräftigen Regen in der Nordhälfte von Deutschland. Sturmgefahr besteht bei NILS allerdings keine mehr.

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Arktisches Meereis erreicht Minimum

Eisbär auf einer Eisscholle

Nachdem arktischen Sommer erreicht das arktische Meereis jedes Jahr, ähnlich wie die Gletscher in den Alpen, im September sein Minimum. Spätestens mit dem astronomischen Herbstbeginn wird das Minimum erreicht, anschließend baut sich das Meereis langsam wieder auf und erreicht zum Frühlingsbeginn sein Maximum.

Jährliche Meereisausdehnung in der Arktis
Jährliche Meereisausdehnung in der Arktis

Nur 2012 noch geringere Ausdehnung

Heuer erreichte das arktische Meereis am 18. September seine geringste Ausdehnung, die bei 4,15 km² lag. Geringer war die Ausdehnung nur im Jahr 2012, damals sorgte ein starker Sturm im August für die Zerstörung größerer Eisflächen.

Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zum Durchschnitt (gelbe Linie) ©earthobservatory.nasa.gov
Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zum Durchschnitt (gelbe Linie) ©earthobservatory.nasa.gov

Dafür haben die extrem warmen Sommermonate in Alaska dafür gesorgt, dass das Meereis hier an der Küste das erste Mal in den vergangenen 150 Jahren komplett abschmolz.

Meereis dünnt aus

Allerdings wird nicht nur die Fläche nahezu jedes Jahr geringer, sondern vor allem auch die Dicke des Meereises. So findet man immer weniger Fläche mit dickem mehrjährigen Meereis. Schön im nachfolgenden Video zu sehen, bemerkenswert vor allem die starke Abnahme seit dem Jahr 2000:

Hier eine etwas andere Darstellung und zwar wird das Meereis auf Europa gelegt. Dabei zus ehen die massiven Flächenverluste in den vergangen 4 Jahrzehnten, im Durchschnitt 87.000 km² pro Jahr. 

Titelbild: Adobe Stock

Umstellung der Großwetterlagen

Alpen im Herbst

Mit dem Herbstbeginn reagiert nicht nur die Natur auf die veränderten Strahlungsbedingungen, auch in der Atmosphäre stellt sich so einiges um. Während im Frühjahr und Sommer mit zunehmendem Sonnenstand das Wetter durch zahlreiche Gewitter (im Fachjargon Konvektion genannt) geprägt ist, sind es in den kühleren Jahreszeiten Herbst und Winter andere Prozesse, die die Großwetterlagen prägen.

Großwetterlagen

Das tägliche Wettergeschehen im Laufe eines Jahres folgt bestimmten Mustern. Das sind typische Wettersituationen, die durch Luftdruckverteilung gekennzeichnet sind, sogenannte Großwetterlagen.

In der warmen Jahreszeit heizt die Sonne den Erdboden stark auf und fördert den vertikalen Luftmassentransport (Konvektion), bei geeigneten Bedingungen entstehen zum Teil heftige Gewitter. Solche konvektive Wetterlagen sind z.B. typische Gewitterlagen, aber auch Schönwetterlagen mit strahlendem Sonnenschein.

Mit abnehmendem Sonnenstand in den kühleren Jahreszeiten steht für die Konvektion weniger Energie zur Verfügung, der Luftmassenaustausch wird dann überwiegend durch den horizontalen Transport (Advektion), d.h. durch Winde dominiert. Bei manchen dieser advektiven Wetterlagen ziehen innerhalb von wenigen Tagen mehrereTiefdrucksysteme mit ihren Fronten über Mitteleuropa hinweg, oft begleitet von stürmischen Winden und teils intensivem Niederschlag. Wir befinden uns aktuell in so einer sogenannten Westwetterlage. Solche Wetterlagen sorgen im Spätherbst für eher milde Temperaturen und viel Niederschlag.

Frontenkarte vom Montag, 23.09.2019 (Bodenluftdruck und Fronten). Quelle:DWD
Frontenkarte vom Montag, 23.09.2019 (Bodenluftdruck und Fronten). Quelle:DWD

Typisch für den Herbst sind auch Stauwetterlagen mit Föhn in den Alpen (siehe hier: https://uwz.at/de/a/herbst-ist-foehnzeit)

Titelbild Quelle: www.pixabay.com

146 km/h – Sturmtief FABIENNE vor einem Jahr

Eine Warmfront brachte damals in der ganzen Südwesthälfte Deutschlands anhaltenden Regen. Mit dem Tiefkern selbst regnete es dann vor allem von der Eifel über Hessen und Thüringen bis zur Lausitz kräftig. Hier sowie nördlich dieser gedachten Linie spielte der Wind praktisch keine Rolle. Gut zu sehen ist die Zugbahn des Tiefs auf der ersten Grafik über der Mitte Deutschlands, hier hatte es auch am meisten geregnet.

In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.
In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.

An der darauffolgenden Kaltfront von Tief Fabienne entwickelten sich heftige Gewitter, mit den Gewittern lebte der Nordwestwind stürmisch auf.

Insgesamt hatte unser Blitzmessnetz innerhalb von 24 Stunden mehr als 65.000 Blitze registriert, alleine 35.000 davon in Bayern und 17.000 in Baden-Württemberg. Gut zu erkennen auf der Blitzverteilung:

Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.
Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.

Hier noch zur Übersicht die markantesten Böen:

Spitzenböen bewohnte Orte Deutschland Sonntag, 23. September 2018 06:00 Uhr bis Montag, 24. September 2018 06:00 Uhr:

  1. Würzburg (BY) 137 km/h
  2. Niederstetten (BW) 122 km/h
  3. Schongau (BY) 112 km/h
  4. Stötten (BY) 108 km/h
  5. Weiden (BY) 108 km/h
  6. Gelbelsee (BY) 104 km/h
  7. Altmühlsee (BY) 103 km/h
  8. Freudenstadt (BW) 100 km/h
  9. Stuttgart (BW) 101 km/h
  10. Laupheim (BW) 101 km/h

 

Bildquelle: pixabay.com

Astronomischer Herbstanfang am Montag

Bielersee im Herbst - pixabay/csr_ch

Am kommenden Montag, dem 23. September, beginnt astronomisch bzw. kalendarisch gesehen der Herbst. Bisher verlief der September aber fast überall zu warm, im Flachland beträgt der Überschuss rund um 1 Grad, im Westen, auf den Bergen und im Süden etwa 1,5 bis 2 Grad. Zudem wurde vielerorts heute das Soll an Sonnenstunden bereits erreicht oder überschritten, so beispielsweise auf dem Chasseral, auf dem Hörnli, aber auch im Flachland der Alpennordseite wie beispielsweise in Schaffhausen, Aarau, Zürich, Luzern, Basel und Bern.

Föhn am Sonntag

Pünktlich am Montag, also auf den astronomischen Herbstanfang, wenn die Sonne senkrecht über dem Äquator steht und Tag-und-Nacht-Gleiche herrscht, erreicht uns eine Kaltfront. Im Vorfeld wird es nach vereinzelten Schauern am Vormittag mit teilweise starkem bis stürmischem Föhn morgen Sonntag vielerorts noch freundlich und warm, vor allem im Osten dürfte sogar noch zeitweise die Sonne scheinen. Der Föhn treibt die Temperaturen speziell im Rheintal auf sommerliche Werte von 25 bis 26, lokal auch 27 Grad. Der Föhn dürfte vor allem im Urner Reusstal Böenspitzen bis etwa 100 km/h bringen.

Kaltfront zieht auf

Die Wolken verdichten sich am Sonntag im Tagesverlauf von Westen her aber zunehmend. Während es im Jura bereits tagsüber zu Niederschlägen kommt, setzen diese in den übrigen Gebieten spätestens in der Nacht auf Montag ein. Vor allem die zweite Nachthälfte und der Montagvormittag verlaufen trüb und nass, zudem sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 2500 Meter, stellenweise auch tiefer, dies besonders im Bündnerland, wo die Niederschläge bis weit in den Montag hinein anhalten könnten. Mit Höchstwerten um 15 bis knapp 20 Grad ist es denn auch deutlich kühler als noch an diesem Wochenende. Die Tage danach verlaufen wechselhaft mit sonnigen Abschnitten und Regengüssen sowie für die Jahreszeit üblichen Temperaturen mit Höchstwerten um 16 bis gut 20 Grad.

Der erste Frost der Saison

Frost und Frühnebel

Bereits am Donnerstag war es in der Früh sehr frisch und in vielen Alpentälern gab es Bodenfrost. Luftfrost konnte an den offiziellen Wetterstationen aber noch nicht gemessen werden.

Tiefstwerte am Donnerstag pro Bundesland
Tiefstwerte am Donnerstag pro Bundesland

So lag die Tiefsttemperatur in Mariazell bei 0,1 Grad, im Süden war es aufgrund der Wolken bzw. des Hochnebels hingegen deutlich milder mit teilweise 12 Grad.

Luftfrost in 5 Bundesländern

Die vergangene Nacht verlief im ganzen Land klar und windschwach. Somit konnten die Temperaturen stark absinken und seit Mai gab es das erste Mal wieder in ganz Österreich einstellige Tiefstwerte. Am mildesten blieb es dank Stadteffekt in der Wiener Innenstadt mit 8,9 Grad. Ähnlich mild verlief die Nacht auch direkt am Neusiedler See, da hier das Wasser die Abkühlung dämpfte.

Tiefstwerte am Freitag pro Bundesland
Tiefstwerte am Freitag pro Bundesland

Am kältesten verlief die Nacht im Salzburger Lungau, ein der bekanntesten Kältepole von Österreich. Luftfrost gab es aber auch verbreitet in der Obersteiermark, im Wald- und Mühlviertel sowie stellenweise in Wienerwald und in Nordtirol. Hier die Rangliste der kältesten Orte:

Tiefstwerte Ort und Seehöhe
-2,3 Grad Mariapfarr (S), 1151 m
-2,0 Grad St. Michael im Lungau (S), 1052 m
-1,6 Grad Aigen im Ennstal (ST), 641 m
-1,4 Grad Zwettl (NÖ), 502 m
-1,4 Grad Litschau (NÖ), 558 m
-1,1 Grad Tamsweg (S), 1025 m
-1,1 Grad Summerau (OÖ), 656 m
-0,9 Grad Klausen-Leopoldsdorf (NÖ), 389 m
-0,8 Grad Radstadt (S), 836 m

Frost im September normal

Luftfrost in höheren Lagen sind gerade in der letzten Septemberdekade keine Seltenheit und treten beinahe jährlich auf. So tritt der erste Frost im September im Lungau durchschnittlich am 21. September auf. Auch im Waldviertel oder im Wienerwald tritt Frost beinahe jährlich im September auf und kann auch als klares Indiz für den beginnenden Herbst gesehen werden.

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Der Herbst und die Trockenheit

Nicht von ungefähr spricht man nicht nur durch die Laubverfärbung, sondern auch aufgrund der sonnigen Tagen von Altweibersommer, Goldenen Oktober und Martinisommer. Doch ist der Herbst wirklich die trockenste Zeit im Jahr?

Auf diese Frage gibt es im deutschsprachigen Raum kein eindeutiges Ja oder Nein. Denn die Niederschlagssummen zeigen im Herbst von Region zu Region teils große Unterschiede, teilweise wie in Richtung Westdeutschland und Nordsee sind die Niederschlagssummen sogar über das gesamte Jahr beinahe gleichmäßig.

Stabile Hochs

Nach einem oft gewitter- und schaueranfälligen Sommer stellen sich im Herbst meist längere stabile Hochdruckwetterlagen ein. Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit können sich kaum mehr Schauer oder Gewitter bilden und die Nebelfelder in den Niederungen lösen sich tagsüber oftmals noch auf. Damit gehen die Niederschlagssummen in den meisten Regionen merklich gegenüber den Sommermonaten zurück, allerdings ist der Vorfrühling, also Februar und März meist trockener als der Herbst.

Italientiefs und Südföhn

In den Südalpen, vom Tessin bis nach Kärnten, gehört der Herbst zur nassesten Zeit im ganzen Jahr. Mit den ersten Kaltluftausbrüchen in Richtung Süden bilden sich im Mittelmeer wieder vermehrt Tiefs, die dann feuchte Luftmassen gegen die Südalpen stauen und teils enorme Regenmengen bringen.

Typische Wetterlage im Herbst
Typische Wetterlage im Herbst

Im Gegenzug dazu weht an der Nordseite der Alpen kräftiger trockener Südföhn. Entlang der Nordalpen ist besonders der Oktober oftmals der trockenste Monat des ganzen Jahres.

Titelbild: Adobe Stock

Stürmischer Dienstag in Norddeutschland

Stürmische Ostsee

Derzeit verläuft die Frontalzone von Island über Südskandinavien bis nach Russland. Mit einem Randtief, das am Dienstag knapp nördlich an Deutschland vorbeizieht, verlagert sich die Frontalzone etwas nach Süden und macht sich vorübergehend auch im Norden der Bundesrepublik mit Sturm und Regenschauern bemerkbar.

An der Ostsee schwere Sturmböen möglich

Am Dienstagmorgen erreicht die Kaltfront des Randtiefs die deutsche Nordsee- und Ostseeküste mit kräftigen Schauern und auch einzelnen Gewittern. Dazu frischt hier stürmischer Nordwestwind auf. Im Tagesverlauf verlagert sich die Front unter Abschwächung südostwärts. Bis zu einer Linie Münster-Chemnitz sind ein paar teils gewittrige Schauer einzuplanen.

Maximale Sturmböen am Dienstag
Maximale Sturmböen am Dienstag © UBIMET

Hinter der Kaltfront ziehen besonders im Ostseeumfeld weitere Regenschauer durch, mit denen vereinzelt schwere Sturmböen von bis zu 90 km/h auftreten. Sturmböen sind kurzzeitig aber auch in Hamburg oder Berlin zu erwarten.

Ab Mittwoch rückt das Hoch HANNEKE näher

Das Randtief zieht Dienstagnacht nach Osten ab, gleichzeitig baut sich über den Britischen Inseln ein mächtiges Hoch namens HANNEKE auf. HANNEKE sorgt dann ab Mittwoch für meist ruhiges und sonniges frühherbstliches Wetter, nur der Nordosten bleibt bis einschließlich Freitag leicht tiefdruckbeeinflusst. Hier ziehen öfters dichte Wolken und ganz vereinzelt auch kurze Regenschauer durch.

Am Wochenende viel Sonne und warm

Am Wochenende verlagert sich HANNEKE über Deutschland hinweg nach Osteuropa. Somit dreht die Höhenströmung auf West bis Südwest und von Frankreich her breitet sich nochmals ausgesprochen warme Luft auf das Land aus. Dazu strahlt die Sonne überall von einem meist wolkenlosen Himmel. Das kommende Wochenende bietet also nochmals perfektes Ausflugswetter.

Titelbild: Adobe Stock

Achterbahnfahrt der Temperaturen

Achterbahnfahrt der Temperaturen - pixabay.com

Hoch GAIA sorgt zu Wochenbeginn nochmals für warmes und sonniges Spätsommerwetter, doch mit Ankunft einer Kaltfront am Dienstag beginnt es abzukühlen. Die Temperaturen gehen bis zur Wochenmitte um rund 10 Grad zurück und die Nullgradgrenze sinkt auf 2000 m. Allerdings bleibt es unter Hochdruckeinfluss meist trocken.

Fast 30 Grad am Montag

Am Montag scheint abseits lokaler Nebelfelder von der Früh weg häufig die Sonne. Im Tagesverlauf machen sich von Norden her Wolken der herannahenden Kaltfront bemerkbar, Regenschauer treten aber nur vereinzelt im Bergland auf.

Prognostizierte Höchstwerte am Montag
Prognostizierte Höchstwerte am Montag © UBIMET

Mit bis zu 29 Grad wird es in Kärnten am wärmsten, gerade hier sind aber zum Abend hin auch einzelne Gewitter zu erwarten. Auch im übrigen Land wird es mit 23 bis 28 Grad sommerlich warm.

Kaltfront am Dienstag zieht nur langsam nach Süden

Am Dienstagvormittag sorgt die Kaltfront nördlich der Donau für trübes Wetter und leichten Regen, sonst scheint noch zeitweise die Sonne. Tagsüber gehen dann überall ein paar Regenschauer nieder, im Süden mischen sich auch Gewitter dazu. Die eigentliche Kaltfront erreicht aber erst am Abend mit etwas Regen die Alpennordseite.  Zudem frischt tagsüber nördlich der Alpen lebhafter West- bis Nordwestwind auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 Grad in Waldviertel und nochmals 27 Grad im Süden.

Von Mittwoch bis Freitag kühl und meist trocken

Am Mittwoch hat die Kaltfront die Alpen bereits überquert und Österreich liegt zwischen einem Hoch über den Britischen Inseln und einem Tief über Osteuropa in einer kühlen Nordströmung.

Großwetterlage von Mittwoch bis Freitag
Großwetterlage von Mittwoch bis Freitag © UBIMET

Allerdings überwiegt grundsätzlich der Einfluss des Hochs, sodass oftmals die Sonne scheint und nur vereinzelt Regenschauer niedergehen. Die Temperaturen kommen meist aber nicht mehr über 15 bis 20 Grad hinaus, einzig in Tirol und Kärnten sind vereinzelt bis zu 22 Grad möglich. Die Nächte verlaufen ebenfalls sehr kühl, im Bergland stellt sich verbreitet Bodenfrost ein!

Am Wochenende geht es wieder bergauf

Am kommenden Wochenende verlagert sich der Schwerpunkt des Hochdruckgebietes allmählich nach Mittel- und Osteuropa. Somit reißt die kühle Nordströmung ab und aus Südwesten kommen wieder warme Luftmassen nach Österreich. Dabei überwiegt nach wie vor der Sonnenschein und besonders im Westen und Südwesten wird es wieder spätsommerlich warm mit Temperaturen über der 25-Grad-Marke.

Titelbild: pixabay.com

Jahrhundertflut in Südostspanien

Das Tief sorgte bereits am Dienstag und Mittwoch für Überschwemmungen auf den Balearen. In weiterer Folge zog der Kern des Tiefs in Richtung Algerien und Marokko. Dabei steuerte es feuchtwarme Mittelmeerluft in den Südosten von Spanien. Von Granada über Murcia bis nach Valencia sorgten Starkregen und Gewitter für heftige Überflutungen.  Vor allem im gebirgigen Hinterland fielen teilweise knapp 300 l/m² in nur 24 Stunden:

In dieser wüstenähnlichen Gebieten in Südostspanien fällt oftmals im ganzen Jahr nicht so viel Regen. Daher kam es zu so weitreichenden Überflutungen, wie hier in Orehuela nahe Murcia:

Gewitter über Nacht

In der vergangenen Nacht sorgten Gewitter in den betroffen Regionen neuerlich für Überschwemmungen. So fielen teilweise in 2 Stunden 90 l/m² an Regen!

Blitzverteilung der vergangenen 24 h @ UBIMET

Neben Starkregen gab es lokal ein kräftigen Hagelschlag:

Wetterberuhigung in Sicht

Bis zum Sonntag verlagert sich das Tief unter Abschwächung in den Norden von Portugal. Damit reißt die Zufuhr feucht-labiler Luft ab und das Wetter beruhigt sich bereits in den kommenden Stunden im Südosten von Spanien. Somit sinken die Wasserstände wieder und es kann mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Allerdings sorgt das Tief am Sonntag und auch noch am Montag in Zentralspanien für teils heftige Gewitter. Somit ist auch hier zumindest lokal mit Hagel und Sturzfluten zu rechnen. Ab Dienstag stellt sich dann wieder in ganz Spanien freundliches Spätsommerwetter ein.

Titelbild: @ Rosa Cabrera Torres

Trockenes Jahr 2019 – Regen willkommen

Trockenheit im Herbst

Der Sommer 2019 hat uns mit Sonnenschein und Hitze verwöhnt, dafür war es in vielen Regionen Österreichs deutlich zu trocken. Nun mit dem Beginn des meteorologischen Herbstes vergangene Woche hat sich auch das Wetter umgestellt und auf Herbstmodus gestellt. Seit langer Zeit erlebt das ganze Land mal wieder ein durchwegs trübes und nasses Wochenende. Das Schmuddelwetter erfreut nur wenige, ist aber Segen für die Natur.

Sommer 2019 fast überall zu trocken

Die vergangenen drei Sommermonate verliefen beinahe im ganzen Land zu trocken. Nur im Weinviertel, im Tiroler Oberland sowie in der Umgebung der Stadt Salzburg gab es etwas mehr Regen als im langjährigen Durchschnitt.

Niederschlagsabweichung im Sommer vom langjährigen Mittel
Niederschlagsabweichung im Sommer vom langjährigen Mittel

Im übrigen Land war es meist deutlich zu trocken, teilweise gab es gerade einmal die Hälfte des üblichen Niederschlags im Sommer.

2019 – Oberösterreich und Südosten zu trocken

Ein Blick auf das bisherige Jahr zeigt, dass es gerade vom Inn- und Waldviertel bis ins Burgenland und die südliche Steiermark viel zu trocken war. Teilweise gab es erst 60 Prozent des üblichen Niederschlags.

Niederschlagsabweichung 2019 vom langjährigen Mittel
Niederschlagsabweichung 2019 vom langjährigen Mittel

Dank eines nassen Winters und Frühjahrs gab es über das Jahr gesehen von Vorarlberg bis Kärnten sowie im Weinviertel bis jetzt ausreichend Regen. Am Wochenende kommen nun im ganzen Land ein paar Liter an Regen zusammen, ob der Herbst aber für ausreichend Regen in den trockenen Regionen sorgt, bleibt nach wie vor abzuwarten.

Durchschnittliche Niederschlagsmengen am Wochenende
Durchschnittliche Niederschlagsmengen am Wochenende

Titelbild: Adobe Stock

Hoch CORINA bringt den Sommer zurück

Hitze im Sommer

Die nahezu strömungsparallele Kaltfront von Tief BERND sorgte in den letzten Tagen für erhöhte Niederschlagssummen in Südostdeutschland – vor allem im Allgäu und im Bayerischen Wald. Auf einer Linie vom Bodensee über Ingolstadt bis in die Oberpfalz wurden mehrfach Regenmengen von über 30 L/qm innerhalb von 24 Stunden gemessen. Gebietsweise wie etwa in Vorarlberg lagen die Messwerte auch noch etwas darüber, örtlich wurden bis 60 L/qm erreicht.

24h-Niederschlagsanalyse bis Mittwochmorgen. © UBIMET
24h-Niederschlagsanalyse bis Mittwochmorgen. © UBIMET

30 Grad am Wochenende

Lagen die Höchsttemperatur zuletzt fast im ganzen Land unter 25 Grad, so bringt der Hochdruckeinfluss den Sommer wieder in Schwung und lässt das Thermometer höhere Werte anzeigen. Am Donnerstag werden verbreitet 24 bis 27 Grad erreicht, am Oberrhein sind bis zu 29 Grad möglich. Am Freitag wird im Südwesten vereinzelt die 30-Grad-Marke geknackt, aber auch im Osten gibt es Höchstwerte um 29 Grad. Am Wochenende setzt sich mit Zufuhr an warmer Luft der sommerliche Wetter fort und immer häufiger wird die 30-Grad-Marke geknackt.

Prognose der Höchstwerte am Sonntag von ICON
Prognose der Höchstwerte am Sonntag von ICON. © DWD / UBIMET

 

Auf Starkregen folgt erneut sommerliche Hitze

Zweigeteiltes Wetter. © Adobe Stock

Eine verwellte Kaltfront kommt über dem Westen Österreichs zu liegen, hier stellt sich am Diestag nasses und relativ kühles Wetter ein. Niederschlagssummen von über 50 bis 70 l/qm bis Mittwochnacht sind vor allem in Vorarlberg und im Außerfern möglich, entsprechende Starkregenwarnungen wurden bereits ausgegeben.

Nach dem klimatologischen Mittel fallen in Schoppernau (Vorarlberg) 251 l/qm im August. Bis inklusive Montag, den 19. August fielen an dieser Station bereits 187 l/qm.  Durch die reichlichen Niederschläge im äußersten Westen könnte nun innerhalb von nur zwei Tagen das Monats-Niederschlagssoll erreicht werden.

Prognose der 48-stündigen Niederschlagssumme. © UBIMET 2019
Prognose der 48-stündigen Niederschlagssumme. © UBIMET 2019

Der Hochsommer ist noch nicht vorbei

Im Laufe der Woche nimmt der Hochdruckeinfluss wieder zu und es setzt sich eine südöstliche Höhenströmung durch, mit der erneut warme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Österreich transportiert werden.

Demzufolge wird es am Freitag vor allem an der Alpenostseite wieder hochsommerlich – dort werden Temperaturen von über 30 Grad erwartet. Nach aktuellem Stand sind aber auch im Westen der Republik knapp 30 Grad möglich. Am Samstag und Sonntag fallen die Höchsttemperaturen planmäßig noch um eine Spur höher aus, dann wird wahrscheinlich auch in Salzburg und Oberösterreich die 30-Grad-Marke überschritten, wobei im Bergland die Schauer- und Gewitterneigung in Richtung Wochenende auch wieder etwas zunimmt.

Prognose der Höchstwerte für kommenden Sonntag. © ECMWF / UBIMET
Prognose der Höchstwerte für kommenden Sonntag. © ECMWF / UBIMET

 

 

Neuschnee im Hochgebirge

Der Hochsommer geht zu Ende und das macht sich nicht nur in den Niederungen bemerkbar. Ein typisches Merkmal für den Spätsommer sind Wintereinbrüche im Hochgebirge. Einen ersten Vorgeschmack auf den Winter gab es in Lagen oberhalb von rund 2.500 m in der vergangenen Nacht. Hier Bilder vom Hochkönig:

Schneetreiben auf der Rudolfshütte:

www.foto-webcam.eu/webcam/rudolfshuette/
foto-webcam.eu/webcam/rudolfshuette/

Schnee zieht klare Linie:

foto-webcam.eu/webcam/mooserboden/
foto-webcam.eu/webcam/mooserboden/

Massiver Wintereinbruch August 2018

Ende August 2018 gab es nach einer lang andauernden Hitzewelle einen massiven Wintereinbruch. Während die Temperaturen am 23.08.2018 in Bad Gastein noch die 30-Grad-Marke erreichten, gab es 3 Tage späte in der Früh eine rund 5 cm dicke Schneedecke. Seit Messbeginn war das der erste Augustschneefall in Gasteinertal.

Wintereinbruch am 26.08.2018 im Gasteinertal
Wintereinbruch am 26.08.2018 im Gasteinertal

Von so einem massiven Wintereinbruch sind wir aber in nächster Zeit weit entfernt. Bis zum Wochenende liegt die Nullgradgrenze bei rund 3000 m, am Wochenende werden dann in 3000 m schon wieder warme 10 Grad erreicht. Der Schnee schmilzt also rasch wieder ab, einer Hochgebirgstour am Wochenende steht wettertechnisch nichts im Wege.

Titelbild: fuschertoerl.panomax.com

 

 

Tornados in Luxemburg und Amsterdam

Tornado südlich von Wien © Stormhunters Austria

Am Freitag zog ein für die Jahreszeit ungewöhnlich starkes Sturmtief namens YAP von der Biskaya nach Irland. Die dazugehörige Kaltfront zog am Freitag im Eiltempo von Frankreich über Deutschland und die Benelux-Staaten hinweg und verursachte heftige Gewitter.

Tornado in Luxemburg

Im Zuge eines dieser Gewitter entstand an der Grenze von Frankreich zu Luxemburg ein kräftiger F2-Tornado, der über die Stadt Petingen hinwegzog und über 100 Häuser beschädigte.

Position der Superzelle mit Tornado
Position der Superzelle mit Tornado

Dabei gab es auch gut ein Dutzend Verletzte, was aufgrund der folgenden Bilder kein Wunder ist:

Tornado auch in Amsterdam

Auch in den Niederlanden kam es im Zuge der Kaltfront zu mindestens zwei Tornados. Ein Tornado traf dabei als Wasserhose auch Amsterdam.

 

Starker Tornado in Luxemburg

Am Freitag zog ein für die Jahreszeit ungewöhnlich starkes Sturmtief namens YAP von der Biskaya nach Irland. Die dazugehörige Kaltfront rauschte gestern mit großem Tempo über Frankreich, Benelux und den Großteil von Deutschland hinweg. Dabei gab es besonders in Ostfrankreich, Benelux und dem Westen von Deutschland teils heftige Gewitter.

Tornado in Luxemburg

Im Zuge eines dieser Gewitter entstand an der Grenze von Frankreich zu Luxemburg ein kräftiger F2-Tornado, der über die Stadt Petingen hinwegzog und über 100 Häuser beschädigte. Dabei gab es auch gut ein Dutzend Verletzte, was aufgrund der folgenden Bilder kein Wunder ist:

Tornado auch in Amsterdam

Auch in den Niederlanden kam es im Zuge der Kaltfront zu mindestens zwei Tornados. Ein Tornado traf dabei als Wasserhose auch Amsterdam.

Kaltfront erreicht Österreich

Am Samstag erreicht die Kaltfront auch Österreich. Dabei gibt es aber nicht mehr soviel Dynamik wie am Freitag, somit ist die Gefahr eines Tornados in Österreich zum Glück nur sehr gering. Trotzdem bilden sich im Laufe des Nachmittags und am Abend teils kräftige Gewitter. Hauptsächlich davon betroffen sind die Regionen von Osttirol un dem Salzkammergut über die Obersteiermark bis in den Wienerwald und das Wald- und Weinviertel. Einzelne Gewitter sind auch weiter südlich anzutreffen. Dabei kann es zu Starkregen und Hagel von bis zu 3 cm Korngröße kommen.

Titelbild: AdobeStock

Bergwetter: Am Wochenende heiß, Samstagnacht gewittrig

Der Freitag beginnt meist strahlend sonnig, nur in den Südalpen halten sich stellenweise noch Nebelfelder oder Restwolken. Tagsüber scheint dann überall häufig die Sonne. Über den Bergen bilden sich am Nachmittag ein paar Quellwolken, die aber harmlos bleiben. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest und die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe 8 bis 11 Grad, in 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte zwischen warmen 15 und 20 Grad.

Am Samstag heiß, abends Gewitter

Der Samstagstartet oftmals sonnig, nur vom Bregenzerwald bis zum Tennengau breiten sich rasch dichte Wolken und Regenschauer aus. Im Tagesverlauf werden die Wolken auch von der Silvretta bis zum Dachstein kompakter, im übrigen Bergland bilden sich zunehmend Quellwolken. Am Nachmittag entstehen von den Dolomiten über die Tauern bis zu den Ybbstaler Alpen einzelne kräftige Gewitter. Weiter südlich bleibt es bis zum Abend trocken. In der Nacht ziehen dann weitere Schauer und Gewitter durch, die stellenweise auch kräftig ausfallen. Der Wind weht in Gipfelnähe lebhaft aus Süd bis Südwest. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m zwischen 7 und 11 Grad, in 2.000 m gibt es maximal 11 Grad im Norden und 19 Grad im Süden.

Am Sonntag zunehmend freundlich

Am Sonntag überwiegen zunächst die Wolken und es ziehen noch ein paar gewittrige Schauer durch. Bereits im Laufe des Vormittags lockern die Wolken auf und am Nachmittag scheint häufig die Sonne. Nur vom Arlberg und der Ortlergruppe bis zu den Gurktaler und Julischen Alpen entwickeln sich einzelne starke Gewitter. Bei mäßigem Südwestwind steigen die Temperaturen in 3.000 m auf 9 bis 11 Grad bzw. in 2.000 m auf 13 bis 18 Grad.

Bergwetter-Tipp: Sternschnuppen schauen

Vor allem am Freitag lohnt es sich länger am Berg zu bleiben. Im nächtlichen wolkenlosen Himmel sind dann zahlreiche Sternschnuppen zu beobachten. Wie jedes Jahr kreuzt der Meteorstrom des Kometen 109P/Swift-Tuttle auf dem Weg um die Sonne die Erde und verursacht pro Nacht dutzende Sternschnuppen. Dieser Meteorstrom wird Perseiden genannt, mehr Details dazu finden ihr hier.

Titelbild: Adobe Stock

Urban Gardening

Urban Gardening

Urban Gardening, auch City Farming genannt, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Hierbei handelt es sich um das Anbauen von Gemüse, Obst und Kräutern im städtischen Raum. Die Selbstversorgung bringt mehr Lebensqualität und auch biologische Vielfalt.

Ursprünge des urbanen Gärtnerns

Bis zur Wende ins 20. Jahrhundert lässt sich das gemeinschaftliche Bewirtschaften von Gärten in Städten zurückverfolgen. Der in Düsseldorf tätige Landschaftsarchitekt Leberecht Migge, geboren 1881, gilt als der Vordenker dieser Bewegung, die heutzutage weltweit Resonanz findet. Vorreiter jedoch war New York und andere amerikanische Städte, die ab den 1970er Jahren begannen, brachliegende Flächen als sogenannte “Community Gardens” zu nutzen.

Ein Trend auf dem Vormarsch

Ein gemeinsamer Gemüsegarten mitten in der Stadt ist eine wunderbare Vorstellung, die nicht nur ressourcenschonend ist, sondern auch Erholung, Genuss von Selbstgepflanztem und nette Begegnungen mit sonst eher anonym bleibenden Nachbarn bietet. Die international wachsende Bewegung trägt zur Bereicherung der Biodiversität in Städten bei und ist ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz jedes Beteiligten.

Urbanisierung steigt weltweit an

Immer mehr Menschen leben in Städten. 1950 haben noch 30% der Weltbevölkerung in Städten gelebt, im Jahr 2008 war es bereits die Hälfte der Menschheit. Laut Prognosen wird mit 60% für das Jahr 2030 gerechnet, was zu einer Lebensmittelknappheit führen könnte, da die Menschheit einen extrem hohen Ressourcenverbrauch hat. Daher empfehlen ExpertInnen das System der kleinbäuerlichen Strukturen wiederherzustellen und auch zu fördern.

Nur Vorteile

Die Vorteile des gemeinschaftlichen Gärtnerns liegen somit klar auf der Hand: saisonale, lokale sowie regionale Produkte, guter Geschmack, Produkte aus eigener Arbeit, Frische, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind nur einige Stichwörter. Gemüse und Obst selbst anzubauen schafft ein Bewusstsein für die Grundlagen des Lebens und dessen Zusammenhänge, die in unserer schnelllebigen Zeit und vor allem in den Städten oft vergessen werden. Dies wiederum verändert das Konsumbewusstsein.

Titelbild: StockAdobe

Sommerwetter mit Abstrichen

Sommer und Gewitter

Nach zwei unterkühlten und teils nassen Tagen macht sich von Westen her ein Hoch bemerkbar.  Somit dominiert in den meisten Landesteilen der Sonnenschein. Nur vom Mühl- und Waldviertel über die Obersteiermark bis nach Kärnten und die südliche Steiermark ziehen noch mehr Wolken und einzelne Schauer und Gewitter durch.

Niederschlagsmengen am Samstag mit den gemessenen Spitzenwerten pro Bundesland
Niederschlagsmengen am Samstag mit den gemessenen Spitzenwerten pro Bundesland
Blitzverteilung am Samstag
Blitzverteilung am Samstag

Es geht bergauf

Am Montag nähern sich die Temperaturen schon der 30-Grad-Marke an, dazu scheint zeitweise die Sonne. Ganz beständig verläuft aber auch der Wochenbeginn nicht, in Nordtirol und Salzburg kommt es am Nachmittag zu Schauern, in Osttirol und Kärnten sind am Abend einzelne Gewitter zu erwarten. Am Dienstag setzt sich das warme Sommerwetter fort, im Donauraum und im Osten liegen die Höchstwerte um die 30 Grad. Im Bergland hingegen wird es schwülwarm und zunehmend gewittrig. Lokal können die Gewitter auch schon kräftig ausfallen.

Zur Wochenmitte Hitze und Unwetter

Der Mittwoch verläuft Im Osten und Südosten dann heiß mit Höchstwerten von 30 bis 34 Grad. Im Westen bilden sich hingegen im Tagesverlauf kräftige Gewitter, die sich bis zum späten Abend auf den Großteil des Landes ausbreiten, nur von Unterkärnten bis zum Neusiedler See bleibt es noch freundlich. Die Gewitter können dann unwetterartig ausfallen, Starkregen, großer Hagel und Sturm sind möglich.

Der Donnerstag verläuft dann unbeständig und nass, am Freitag setzt sich wieder Sommerwetter durch und zum kommenden Wochenende deutet sich heißes Sommerwetter an.

Titelbild: StockAdobe

Berlin erneut unter Wasser

Tief WOLFGANG zog am Freitag von der Nordsee nach NRW und in seinem Umfeld entstanden zahlreiche Schauer und Gewitter. Betroffen waren vor allem die Regionen von NRW bis Brandenburg und nördlich davon. Kräftige Gewitter gab es aber auch direkt am Alpenrand.

Niederschlagssumme am Freitag
Niederschlagssumme am Freitag

Auch am heutigen Samstag entstehen von der Ostsee bis zum Alpenrand einige Schauer und Gewitter, die punktuell wieder größere Regenmengen bringen.

Überschwemmungen in Berlin

Auch Berlin wurde am Freitag von einem Gewitter mit Starkregen heimgesucht. Betroffen waren vor allem die Stadtteile in der Mitte und im Süden der Bundeshauptstadt.

Niederschlagsmaximum quer über Berlin
Niederschlagsmaximum quer über Berlin

Dabei gab es über 30 l/m² in nur kurzer Zeit, das führte zu überfluteten Straßen, Kellern und auch so manche U- und S- Bahnstationwurde zum städtischen Wasserfall.

Tornado bei Cuxhaven

In der Nähe von Cuxhaven wurde am Freitagmittag ein Tornado beobachtet:

Titelbild: REUTERS

Tief WOLFGANG bestimmt das Wetter

Die Kaltfront von Tief WOLFGANG liegt derzeit quer über Deutschland und sorgt heute vor allem im Osten und Nordosten für teils kräftige Gewitter.

Aktuelles Satellitenbild, inklusive Fronten und Blitzentladungen
Aktuelles Satellitenbild, inklusive Fronten und Blitzentladungen

Knapp östlich von Deutschland liegt derzeit noch die Konvergenzlinie, die bereits in den vergangenen Tagen für lokal kräftige Gewitter mit Starkregen im Osten des Landes sorgte. Zwischen den beiden Systemen bilden sich nun verbreitet Schauer und Gewitter, die lokal auch wieder Starkregen bringen.

Auch im Nahbereich von Tief WOLFGANG enstehen heute noch im Nordwesten einzelne Gewitter, hier ist die Unwettergefahr aber gering.

WOLFGANG sorgt bis Samstag für Unruhe

Am Donnerstag verlagert sich das Tief auf die Nordsee und nähert sich der holländischen Küste an. Somit sind im Nordwesten des Landes erneut Gewitter einzuplanen, auch im Nordosten bilden sich im Tagesverlauf ein paar Gewitter. hier lagern noch Überreste der heutigen Kaltfront.

Zugbahn von Tief Wolfgang in den kommenden Tagen @ UBIMET

Am Freitag verlagert sich das Tiefzentrum unter Abschwächung von der Nordsee nach NRW. Somit sind besonders in Niedersachsen und im nördlichen NRW kräftige Schauer und einzelne Gewitter einzuplanen.

Am Samstag werden die Überreste von Tief WOLFGANG in die nordwestliche Höhenströmung eingebunden. Somit verlagert sich im Tagesverlauf die Schauer und Gewitteraktivität von Hessen und Sachsen-Anhalt nach Thüringen, Sachsen und Ostbayern. Nahezu kein Einfluss hat Wolfgang auf den Südwesten von Deutschland.

Titelbild: AdobeStock

Kräftige Gewitter vor allem im Süden

Gewitteraufzug im Burgenland

Bereits in den Morgenstunden hat die Kaltfront von Tief WOLFGANG den Westen von Österreich erreicht und sorgt hier für viele Wolken und Schauer. Im Süden und Osten scheint hingegen noch häufig die Sonne.

Aktuelles Satellitenbild (09:30 Uhr), Kaltfront inkludiert und gefährdete Bereiche

Bereits zu Mittag entstehen in der schwül-warmen Luft aber erste Gewitter, die sich am Nachmittag auf das gesamte östliche Berg- und Hügelland ausbreiten und gegen Abend auch den Südosten von Österreich erreichen.

Starkregen und Hagel

Seit dem Wochenende befinden sich sehr feuchte Luftmassen über Österreich, daher muss man im Zuge der Gewitter punktuell mit großen Regenmengen rechnen. Innerhalb von kurzer Zeit sind bis zu 30 l/m² möglich. Besonders im Süden ist auch Hagel wieder ein Thema, die Hagelschlossen sind in den stärksten Gewitterzellen groß genug, um wieder Schäden an Autos oder in der Landwirtschaft anzurichten. Mit den Gewittern frischt auch kurzzeitig der Wind auf, Sturmböen treten aber nur selten auf.

Süden bleibt Hotspot

Am späten Abend gehen die Gewitter wieder zu Ende, am Donnerstag und Freitag folgen aber im Süden weitere Gewitter. Vor allem am Freitag kann es im äußersten Süden und Südosten im Zuge von Gewittern auch intensiv regnen. Erst am Wochenende geht die Gewitterneigung im Süden zurück, dann sind kurze Gewitter vor allem noch im Norden und Osten anzutreffen.

Quelle Titelbild: privat / Daniel Eßletzbichler

Die Pollensaison geht ins letzte Drittel

Die Gräsersaison neigt sich im Tiefland dem Ende zu, etwas erhöhte Belastungen sind noch auf den Bergen zu erwarten. Zudem sollten Gräserpollen-Allergiker die unmittelbare Umgebung von blühenden Maisfeldern meiden.

Der Beifuß beginnt zu blühen

In den thermisch begünstigten Lagen sind bereits Beifußpollen unterwegs, die zu ersten Beschwerden führen. Je nach Wetterlage wird in den kommenden 2 bis 3 Wochen der Höhepunkt der Beifußsaison erwartet. Falls möglich, sollten Beifußpollenallergiker auf die Berge ausweichen, oberhalb von rund 1200 m Seehöhe sind kaum mehr Beschwerden zu erwarten.

Ragweed

Das beifußblättrige Traubenkraut, mittlerweile unter seinem englischen Namen Ragweed wesentlich bekannter, wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Nordamerika nach Europa eingeschleppt und breitet sich seit den 1980er Jahren aus. Dieses Unkraut wächst an Straßenrändern, in Äckern oder auf Schuttplätzen, und ist verantwortlich für den „Herbstheuschnupfen“. Die Pollen von Ragweed sind hoch allergen: Bereits ab wenigen Pollenkörnern pro Kubikmeter Luft reagieren empfindliche Personen allergisch.

Belastungen durch Ragweed (www.ragweedfinder.at)
Belastungen durch Ragweed (www.ragweedfinder.at)

Für Ragweedpollen spielt zudem Ferntransport eine wichtige Rolle, weshalb speziell bei östlichen bis südöstlichem Wind gesteigerte Belastungen auftreten. Da die Pflanze bei unseren südlichen und östliche Nachbarn deutlich verbreitet wächst.

Belastung ab Mitte August

Mitte August treten meist die ersten Ragweedpollen auf und der Höhepunkt wird dann Ende des Monats bzw. Anfang September erreicht. Je nach Witterung können Ragweedpollen selbst Anfang Oktober noch eine Rolle spielen.

Pilzsporen nicht zu vergessen

Auch die Schimmelpilzsporen haben im Spätsommer Hochsaison. Bereits jetzt treten diese in Massen auf und sorgen bis in den Herbst hinein bei Allergikern für Beschwerden. Erst wenn sich eine längere, kühle und trocken Wetterphase einstellt, geht die Belastung durch Pilzsporen zu Ende.

Titelbild: AdobeStock

 

Juli 2019: Rund 1,5 Grad zu warm und meist zu trocken

Der Juli zeigte sich oft von seiner sonnigen Seite

Der Juli 2019 fällt mit einer Abweichung von +1,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel deutlich zu warm aus. Am größten war die Abweichung in Vorarlberg und dem Tiroler Oberland, hier war der Juli im Schnitt 2,5 Grad zu warm. Landesweit gestaltete sich der Juli 2019 überall zu warm und ist vergleichbar mit dem Juli aus dem Vorjahr. Geprägt war das Monat zunächst vom Ende der ersten großen Hitzewelle, einer etwas zu kühlen Monatsmitte, auf die eine weitere Hitzewelle folgte. Diese ging dann im Großteil des Landes mit heftigen Gewitter zu Ende.

Heißer Start

Bereits am ersten Tag im Juli wurden die Höchstwerte für das Monat erreicht, in Krems stieg das Thermometer auf 38,8 Grad. Ähnlich heiß wurde es dann mit 36,7 Grad in Innsbruck erst wieder in der letzten Julidekade.

Die Höchsttemperatur im Juli pro Bundesland

Dazu gab es in den tiefen Regionen verbreitet 7 bis 10 Hitzetage. Besonders schwitzen mussten die Villacher, hier wurden sogar 13 Tage mit mehr als 30 Grad registriert.

Anzahl an Hitzetagen

Tropennächte gab es hingegen mit Ausnahme der Bundeshauptstadt nur vereinzelt, in der Wiener Innenstadt sank das Thermometer hingegen 12 mal nicht unter 20 Grad.

Dass der Juli auch wenig sommerlich ausfallen kann, beweist der Blick auf den 11. des Monats. So wurden in der Früh im Lungau und stellenweise auch im Mühl- und Waldviertel Bodenfrost und folglich Reif beobachtet.

Die Tiefsttemperaturen im Juli pro Bundesland

Unwetter am Ende

In der letzten Julidekade baute sich eine weitere Hitzewelle auf, die am vergangenen Wochenende mit heftigen Unwettern zu Ende ging. Dabei kam es lokal durch die enormen Regenmengen zu Überschwemmungen und Vermurungen. Besonders in Kärnten und der Steiermark fielen stellenweise auch tennisballgroße Hagelkörner vom Himmel. Durch die Gewitter und den Starkregen in den Nordalpen wurde die Niederschlagsbilanz regional noch aufgebessert.

Niederschlagssumme mit Minima und Maxima pro Bundesland

Deutlich zu trocken fällt der Juli sowohl in einem Streifen vom Innviertel über die nördliche Steiermark bis nach Wien und das Burgenland als auch in Osttirol und Oberkärnten aus. Verbreitet fielen hier nur 50 Prozent des üblichen Niederschlags. Das Regensoll wurde im äußersten Süden, vom Außerfern bis zum Salzkammergut sowie im Weinviertel erreicht.

Sonne erfüllt Soll

Die Sonne gehörte im zurückliegenden Monat zum treuen Begleiter. Praktisch im ganzen Land erfüllte sie exakt ihr Soll, zum Teil schien sie auch etwas häufiger als im langjährigen Mittel. In Litschau, dem relativ sonnigsten Ort des Landes, machte sie rund 30 Überstunden. Der absolut sonnigste Ort des Landes ist ebenfalls in Niederösterreich zu finden. Zwerndorf verzeichnete bis zum heutigen Tag 285 Sonnenstunden.

Hier die sonnigsten Orte pro Bundesland:

 

Bundesland Ort Sonnenstunden
Niederösterreich Zwerndorf 285 h
Vorarlberg Rohrspitz 282 h
Steiermark Bad Radkersburg 274 h
Burgenland Mörbisch 269 h
Kärnten Klagenfurt 262 h
Tirol Mittewald / Drau 261 h
Oberösterreich Kollerschlag 260 h
Wien Hohe Warte 259 h
Salzburg Mattsee 240 h

Titelbild: Stock Adobe

Hitzewelle in Zahlen

Hitze mit 30 Grad

Bereits am Montag liegen die Höchstwerte verbreitet um die 30 Grad und in den kommenden Tagen wird es noch heißer. Der Höhepunkt der Hitze wird am Donnerstag erreicht, im Westen des Landes kann man sich auf bis zu 37 Grad einstellen. Hier die Höchstwerte für die einzelnen Landeshauptstädte bis Freitag:

Stadt Dienstag Mittwoch Donnerstag  Freitag
Bregenz 32 °C 34 °C 35 °C 33 °C
Innsbruck 35 °C 36 °C 37°C 35 °C
Salzburg 34 °C 36 °C 37 °C 36°C
Linz 32 °C 33 °C 34°C 34°C
St. Pölten 32 °C 33 °C 34 °C 33°C
Wien 32 °C 33 °C 33 °C 32 °C
Eisenstadt 32 °C 32 °C 32 °C 31 °C
Graz 33 °C 32 °C 33 °C 31 °C
Klagenfurt 33 °C 34 °C 34 °C 31 °C

Allerdings wird der Höchstwert für Juli wohl nicht in dieser Woche erreicht. Die letzte Hitzewelle ging nämlich am 1. Juli zu Ende und bracht damit am Monatsanfang noch 38,8 Grad in Krems.

Bisherige Höchstwerte pro Bundesland im Juli
Bisherige Höchstwerte pro Bundesland im Juli

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Perfektes Badewetter

Die Luft ist aber nicht nur heiß , sondern auch recht trocken. Somit ist die Gewittergefahr bis einschließlich Donnerstag nur sehr gering, erst am Freitag sind im Bergland ein paar Hitzegewitter zu erwarten. Damit eignen sich die kommenden Tage perfekt für einen Ausflug ins Schwimmbad oder an den See. Allerdings ist die hohe UV- Belastung zu berücksichtigen.

Schönheitsfehler

Pünktlich zum Wochenende wird das Wetter wieder unbeständiger. Aus Westen nähert sich eine Front, die am Wochenende von Vorarlberg bis Oberösterreich und Kärnten für schwülwarmes und gewittriges Wetter sorgt. Somit wird hier die Hitze gebrochen, im Osten hingegen nähert sich die Störungszone erst am Sonntag an, vermutlich bleibt es hier sogar großteils trocken.

Titelbild: AdobeStock

Auf unbeständigen Sonntag folgt eine Hitzewelle

Der Hochsommer kommt

Die Überreste nächtlicher Gewitter bringen seit der Früh von Vorarlberg bis ins Inn- und Mühlviertel Regen. Im Laufe des Vormittags haben sich auch weiter im Osten erste gewittrige Schauer gebildet.

Bisherige Niederschlagssumme am Sonntag
Bisherige Niederschlagssumme am Sonntag

Im Süden scheint hingegen noch die Sonne, doch auch hier muss ab den Mittagsstunden mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Diese können vor allem von Unterkärnten bis ins Südburgenland auch noch heftig mit Starkregen, Hagel und Sturmböen ausfallen. Nach Durchzug des Regengebiets lockern die Wolken im Westen und Norden wieder auf, am Abend sind vom Inn- bis ins Waldviertel aus Nordwesten nochmals Gewitter zu erwarten.

Hitze in der neuen Woche

Über Nacht beruhigt sich rasch das Wetter und Hoch YVONNE übernimmt das Zepter. Das Hoch sorgt in der neuen Woche für ideales Sommerwetter mit Höchstwerte meist zwischen 30 und 36 Grad. Dabei liegt der Hitzeschwerpunkt zunächst in Westösterreich und verlagert sich zum Ende der Woche in Richtung Osten. Das Gewitterrisiko ist zunächst äußerst gering, erst am Donnerstagabend steigt die Wahrscheinlichkeit für Hitzegewitter von Westen her langsam wieder an.

Rückblick auf die Gewitter am Samstag

Am Samstag gab es vom Arlberg bis zum Semmering einige teils heftige Gewitter. Der Schwerpunkt der Gewitter lag zwischen dem Tiroler Außerfern dem Ennstal bzw. Gesäuse.

Zeitliche Blitzverlauf am Samstag
Zeitliche Blitzverlauf am Samstag

Somit ist es auch wenig verwunderlich, dass es in Tirol die meisten Blitze gab. In ganz Österreich wurde insgesamt 32.132 Blitze von unserem Messnetz registriert.

Bundesland Blitzanzahl
Tirol 12.257
Steiermark 8.030
Salzburg 5.868
Kärnten 3.317
Oberösterreich 1.384
Niederösterreich 1.021
Vorarlberg 255



Mit den Gewitter kam es stellenweise zu Sturmböen und auch kleiner Hagel wurde öfters beobachtet. Beachtlich waren auch die Regenmengen, so sorgte ein Gewitter im Gesäuse an der Station Gstatterboden für knapp 64 l/m², wobei innerhalb von einer Stunde ganze 57 l/m² vom Himmel prasselten.

Niederschlagsverteilung am Samstag
Niederschlagsverteilung am Samstag

Titelbild: AdobeStock

Am Samstag Gewitter in den Alpen

Gewitter im Bergland

Tief THEO über den Britischen Inseln schaufelt an seiner Vorderseite feucht. warme Luft aus Südwesten in den Alpenraum. Somit kehrt der Hochsommer am Samstag nach Österreich zurück. Kurz vor 14 Uhr wird bereits in allen Bundesländer Höchstwerte von über 30 Grad gemessen.

Höchstwerte in den jeweiligen Bundesländer um 13:20 Uhr

Allerdings haben sich nun auch erste Schauer und Gewitter in der Obersteiermark gebildet und in den kommenden Stunden sind entlang des Alpenhauptkamm einige Gewitter zu erwarten.  Am Abend sind Gewitter im gesamten Bergland möglich, die meisten davon treten von Tirol bis zum Salzkammergut und Oberkärnten auf. Die Gewitter fallen stellenweise heftig aus, Hagel, Starkregen und Sturmböen sind möglich. Bis Mitternacht lösen sich die Gewitter wieder auf.

Gewittriger Sonntag

Nach einer kurzen Verschnaufpause ziehen bereits in den frühen Morgenstunden vom Bodensee bis zum Waldviertel aus Nordwesten Gewitter durch. Diese breiten sich tagsüber rasch auf das gesamte Bergland und den Süden aus. Ausgenommen davon bleibt das östliche Flachland, hier sorgt der lebhaft bis kräftig auffrischende West- bis Nordwestwind nur für eine geringe Schauer und Gewitterneigung.

Titelbild: Adobe Stock

Gewittertief im Zentralen Mittelmeer

Wasserhosen im Mittelmeer © shutterstock

Die Serie von schweren Gewittern im zentralen Mittelmeerraum reißt nicht ab. Von Sonntag auf Montag zog ein Höhentief über die Alpen in den Golf von Genua und induzierte dort am Montag die Bildung eines Tiefs. Durch die eingeflossen kalte Höhenluft bilden sich über dem derzeit 27 Grad warmen Meerwasser rasch Gewitter. Diese bringen vor allem intensiven Regen. Betroffen sind davon derzeit vor allem Korsika, Ligurien und stellenweise die Toskana. Im Zuge der Gewitter kam es auch schon zu Wasserhosen, wie hier vor Bastia, Korsika:

Unwetter über Nacht in Süditalien

Das Tief und in Folge auch die Gewitter verlagern sich in den kommenden Stunden südwärts. Über Nacht sind vor allem in Süditalien heftige Gewitter mit großem Hagel, Sturm und Starkregen zu befürchten.

Aktuelle Lage des Tiefs und die weitere Zugbahn

Am Dienstag sorgt das Tief dann an der Westküste von Griechenland  sowie auf dem Peloponnes für teils starke Gewitter. Erst wenn sich das Tief Kreta nähert löst es sich allmählich auf. Nach Abzug des Tiefs dürfte die Serie an Unwettern im Zentralen Mittelmeer vorüber sein, und heißes trockenes Sommerwetter setzt sich durch.

Das Badewetter kehrt zurück

Wochenende Wasser Abkühlung Sprung

Nachdem im heißesten Juni seit Messbeginn meist perfektes Badewetter herrschte und die Seen für Juni ungewöhnlich warm waren, sorgten die kühlen Tage und Nächte in der vergangenen Woche für eine deutliches Auskühlen der Badeseen. Hier die aktuellen Wassertemperaturen ausgewählter Gewässer:

Gewässer Wassertemperatur
Alte Donau (W) 22 Grad
Neusiedler See (B) 21 Grad
Lunzer See (NÖ) 18 Grad
Attersee (OÖ) 20 Grad
Wörthersee (K) 24 Grad
Stubenbergsee (ST) 24 Grad
Mattsee (S) 23 Grad
Achensee (T) 16 Grad
Bodensee (V) 20 Grad

Badewetter in Sicht

In dieser Woche steigen die Temperaturen wieder auch badetaugliche Werte an. So werden am Mittwoch in Kärnten bereits die 30 Grad wieder erreicht. Pünktlich zu den Hundstagen scheint die Hitze ab dem kommenden Wochenende zurückzukehren. Mehrere Tage mit Höchstwerte über 30 Grad sind zu erwarten.

Etwas zeitverzögert werden dann auch die Wassertemperaturen der heimischen Seen wieder ansteigen. Sodass auch in den derzeit kalten Gebirgsseen dem Badevergnügen nichts mehr im Weg steht.

Titelbild: pixabay.com

Regen für fast alle Regionen

Bereits am Donnerstag sorgte die Warmfront des Tiefs im Westen und Süden des Landes für leichten aber immerhin flächendeckenden Regen. Hinter der Front zogen vom Emsland bis zum Saarland ein paar Gewitter durch, die lokal große Regenmengen brachte. So gab es in Trier ein paar überflutete Keller, nachdem ein Gewitter 50 l/m² brachte.

Regenmengen am Donnerstag
Regenmengen am Donnerstag

Gewittriger Freitag

Die Warmfront hat in der Früh im Osten noch etwas Regen gebracht, während im Südwesten schon kräftige Schauer und Gewitter durchgezogen sind. Tagsüber bilden sich nun landesweit zahlreiche Schauer und Gewitter, nur an der Ostsee und in der Uckermark bleibt es trocken.

Satellitenbild mit Blitzen um 12 Uhr @UBIMET/METEOSAT
Satellitenbild mit Blitzen um 12 Uhr @UBIMET/METEOSAT

Auch am Wochenende wechselhaft

Das Tief zieht am Samstag nach Südosten ab, die Luft bleibt aber nach wie vor schaueranfällig, sodass es wieder verbreitet Regenschauer gibt. Gewitter treten auch wieder auf, sind aber seltener anzutreffen als am Freitag. Am Sonntag macht sich ein Hoch bemerkbar, im Süden und Osten sind aber nochmals Schauer und Gewitter möglich.

Auch wenn die Regenmengen insgesamt sehr unterschiedlich ausfallen werden, fallen doch in vielen Regionen einige Liter Regen. Somit wird die in vielen Landesteilen vorherrschende Trockenheit etwas eingebremst, eine nachhaltige Besserung ist aber nicht in Sicht.

Aprilwetter im Juli

Aprilwetter im Juli

Am Freitagvormittag sorgt die Front des Nordseetiefs namens QUINCTILIUS im Osten von Österreich für leichten aber flächendeckenden Regen. Hinter der Front fließt feucht-labile und mäßig warme Atlantikluft zu den Alpen.

Satellitenbild von Freitagfrüh @UBIMET/METEOSAT
Satellitenbild von Freitagfrüh zeigt die Front über dem Osten von Österreich und schon erste Gewitter im Südwesten von Deutschland @UBIMET/METEOSAT

Somit bilden sich im Tagesverlauf im ganzen Land zahlreiche Schauer, stellenweise bilden sich auch Gewitter. Lokal können die Gewitter etwas kräftiger ausfallen und Starkregen und kleinkörnigen Hagel bringen.

Regen vor allem im Norden

Das Tief zieht bis zum Samstag südostwärts in Richtung Balkan, dabei überquert es Freitagnacht auch die Alpen und sorgt besonders in den Staulagen der Nordalpen vom Bregenzerwald bis zum Salzkammergut für starken Regen.

Prognostizierte Regenmengen bis Samstagmittag
Prognostizierte Regenmengen bis Samstagmittag

Am Samstag liegt Österreich dann auf der Rückseite des Tiefs in einer Nordströmung. Somit bleibt es an der Alpennordseite unbeständig mit vielen Schauern, südlich der Alpen macht sich hingegen der Nordföhn bemerkbar. Somit scheint von Osttirol bis in die südliche Steiermark zeitweise die Sonne und am Nachmittag bilden sich nur vereinzelt Gewitter.

Am Sonntag setzt sich das Aprilwetter fort

Am Sonntag lässt die feuchte Nordströmung nach, somit scheint auch nördlich der Alpen wieder öfter die Sonne. Allerdings zieht im Tagesverlauf ein kleines Höhentief über die Alpen hinweg, das vor allem im Westen und Südwesten für ein Aufleben der Schauertätigkeit sorgt. Auch Gewitter sind wieder dabei. Trocken und sonnig bleibt es diesmal im Südosten des Landes.

Zu Beginn der neuen Woche setzt sich dann allmählich hoher Luftdruck durch und die Schauerneigung geht zurück. Die nördliche Strömung bleibt und noch erhalten, somit muss man sich zumindest bis zu Wochenmitte weiter auf mäßig warmes Wetter einstellen.

Titelbild: AdobeStock

Massive Unwetter verwüsten Urlaubsregion

Riesenhagel in Italien und Griechenland

Am Mittwoch sorgte ein kleines Tief in Verbindung mit einer Kaltfront von Italien über Albanien bis nach Griechenland für heftige Gewitter. Schwer getroffen wurden zunächst die Urlaubsregionen von Rimini über Pescara bis nach Bari. Hier zog ein Gewitterkomplex in der Früh und am Vormittag die gesamte Küste entlang und brachte extrem großen Hagel, Sturm und auch zumindest einen Tornado.

Hier eine Zusammenstellung verschiedener Videos aus der Region

6 Todesopfer in Griechenland

Am Nachmittag und Abend verlagerten sich die Gewitter nach Albanien und Griechenland. Vor allem auf der Halbinsel Chalkidiki wüteten die Gewitter mit Sturm, Hagel und Starkregen. Hier gab es auch 6 Todesopfer zu beklagen.


Neue Gewitter am Wochenende

Nach einer kurzen Wetterberuhigung sind am Samstagabend und am Sonntag neuerlich heftige Gewitter in diesen Regionen zu befürchten. Auch bei uns wird es am Freitag und Samstag zahlreiche Gewitter geben, Unwettergefahr besteht aber keine.

Titelbild: AdobeStock

USA: 1. Hurrikan der Saison?

Offiziell beginnt jedes Jahr am 1. Juni die Hurrikansaison im Atlantik. Bisher verlief die Saison ungewöhnlich ruhig und auch der mögliche erste Hurrikan der Saison hat eine ungewöhnlich Entwicklungsphase hinter sich.

Untypische Zugbahn

Die meisten Hurrikans am Atlantik bilden sich westlich von Kap Verde mitten am Atlantik und ziehen dann langsam westnordwestwärts in Richtung Karibik oder Richtung USA.

Satellitenbild vom Tief @NOAA NHC

Doch diesmal hat sich bereits in der Vorwoche ein Tief im Mittleren Westen der USA gebildet und brachte dort verbreitet starke Gewitter. Das Tief zog in den vergangenen Tagen langsam nach Süden und liegt nun über dem Golf von Mexiko. Hier hat das Meerwasser etwa 32 Grad und das Tief kann neuerlich an Stärke gewinnen. Bereits am Freitag sollte sich aus dem Tief ein tropischer Sturm bilden und am Samstag ist dann sogar eine Weiterentwicklung zu einem Hurrikan namens Barry möglich. Es wäre erst der 3 Hurrikan in den vergangenen 150 Jahre der schon im Juli auf die Küste von Loiusiana trifft.

Überflutungen in New Orleans

Da der Sturm nur langsam zieht werden vor allem in der Millionenmetropole New Orleans massive Überschwemmungen in den tiefer gelegenen Stadtteilen befürchtet. Bereits gestern hat ein vom Tief ausgelöstes Gewitter die Stadt getroffen und stellenweise für Überflutungen gesorgt.

Der Mögliche Hurrikan Barry trifft wohl am Samstag knapp westlich von New Orleans auf Land und bringt enorme Regenmengen von teilweise 300 l/m² innerhalb von 24 Stunden. Neben den Regenmengen ist auch die Sturmflut ein Problem, die das Wasser des Mississippis ins Landesinnere drängt. Durch die Kombination aus Sturmflut und Starkregen wird davon ausgegangen, dass der Sturm der schlimmste seit Katharina sein wird.

Zugbahn des Tiefs @ UBIMET

Titelbild: Adobe Stock

Temperaturrekorde in Alaska

Da kommt der Bär ins Schwitzen

Schon seit dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli, haben die Menschen in Alaska mit einer ungewöhnlichen Hitzewelle zu kämpfen. So steigen die Temperaturen seit Tagen im Süden des Bundesstaates auf über 30 Grad. In der größten Stadt Alaskas in Anchorage lag der bisherige Allzeitrekord bei 29,4 Grad. Seit Donnerstag klettert das Quecksilber aber täglich über die 30-Grad-Marke.

Rekorde allein am 4. Juli

Heiße Wetter hält an

Auch in den kommenden Tagen setzt sich die ungewöhnliche Hitzewelle fort, erst im Laufe der zweite Wochenhälfte nähern sich die Temperaturen wieder durchschnittlichen Werten von rund 20 Grad an.


Titelbild:Bild von Wolfgang Schriddels auf Pixabay

Kräftige Gewitter am Sonntag

Aufziehendes Gewitter

Bereits in der Früh ziehen von Bayern kommend kräftige Schauer und Gewitter auf, die  für starken Regen und stürmischen Wind sorgen.

Die Kaltfront liegt noch über der Mitte von Deutschland und nähert sich heute tagsüber den Alpen an. Im Vorfeld entstehen teils kräftige Gewitter.

Ab dem späten Vormittag greifen die Schauer und Gewitter auch auf den Süden von Österreich über. Dabei ist vor allem im äußersten Süden vom Klagenfurter Becken bis ins Südburgenland nochmals mit kräftigen Gewittern samt Hagel und Sturmböen zu rechnen. Im übrigen Land handelt es sich hingegen meist um Starkregen und teils stark auffrischendem Wind.

Unwetter an der Oberen Adria

Große Unwettergefahr herrscht am Sonntag besonders bei unseren südlichen Nachbarn. In Slowenien, Kroatien und an der Oberen Adria sind am Nachmittag und Abend Unwetter mit Orkanböen und sehr großem Hagel zu befürchten! Bereits am Samstag gab es im Norden von Italien sehr großen Hagel:

Titelbild: Bild von Tobias Hämmer auf Pixabay

Hurrikan Barbara wirbelt auf dem Pazifik

Im Auge des Wirbelsturms

Alle Wirbelstürme die sich in den Gewässern vor der Küste der USA bzw. von Mittelamerika bewegen, werden Hurrikans genannt. Also nicht nur die Stürme am Atlantik, sondern auch jene im Ostpazifik. Bis dato präsentiert sich die Hurrikansaison am Atlantik ausgesprochen ruhig. Seit 2009 ist es die erste Saison, die in den ersten fünf Wochen keinen einzigen Hurrikan aufbieten kann. Im Pazifik hat sich das aber in den vergangenen Tagen geändert. In der Vorwoche gab es mit Alvin den ersten benannten Sturm überhaupt und vor wenigen Tagen hat sich mit Barbara der zweite tropische Wirbelsturm gebildet. Und der hat es in sich!

Barbara und die Sonnenfinsternis

Barbara zieht derzeit als Hurrikan der zweithöchsten Stufe 4 auf dem offenen Pazifik ihre Kreise. Mit Böen von rund 250 km/h kratzt der Wirbelsturm sogar an der höchsten Kategorie. Spannend auch auf dem nachfolgenden Satellitenbild von gestern: Man sieht neben dem Hurrikan auch den Schatten des Mondes weiter südlich, in Chile konnte man heute ja eine totale Sonnenfinsternis beobachten.

Hurrikan Barbara
Hurrikan Barbara

Die nachfolgende Animation zeigt gut das Auge des Hurrikans:

Hier noch einmal der Wirbelsturm samt Sonnenfinsternis in einem Video:

Keine Bedrohung

Da sich Barbara mitten auf dem Ostpazifik befindet, bedroht der Wirbelsturm weder Festland noch eine Insel. Dazu gelangt der Hurrikan in den kommenden Tagen auf seinem Weg nach Nordwesten in kühleres Gewässer, folglich schwächt er sich ab. Ende der Woche nähern sich die Überreste des Sturms Hawaii an und könnte für große Regenmengen sorgen.

Die weitere Zugbahn von Hurrikan Barbara auf dem Pazifik.
Die weitere Zugbahn von Hurrikan Barbara auf dem Pazifik.

Quelle Titelbild (Symbolbild): pixabay.com

Am Montag zuckten 86.000 Blitze vom Himmel

Blitzreiches Wochenende

Die Kaltfront von Tief NASIR sorgte zum Monatsbeginn an der Alpennordseite für teils heftige Gewitter. Insgesamt gab es in Summe 86.211 Blitzentladungen, wobei in jedem Bundesland Blitze detektiert wurden.

Bundesland Anzahl der Blitze
Oberösterreich 30.861
Niederösterreich 22.795
Salzburg 15.988
Tirol 8.137
Steiermark 6.933
Kärnten 624
Burgenland 351
Wien 304
Vorarlberg 218

Nicht verwunderlich lagen die blitzreichsten Gemeinden in Oberösterreich, in Grünau im Almtal gab es 2.779 Blitzen, gefolgt von Molln mit 1.679 Entladungen. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 210.000 Ampere wurde in der Gemeinde Muhr im Lungau registriert.

Zeitlicher Blitzverlauf am Montag
Zeitlicher Blitzverlauf am Montag

Hagel, Sturm und Überschwemmungen

Am Montag bildeten sich bereits am späten Vormittag in Vorarlberg und Tirol erste Gewitter, die im Tagesverlauf langsam nach Osten zogen und am Abend auch den Großraum Wien erreichten. Dabei kam es verbreitet zu starkem Regen und stellenweise auch Hagel. In Uttendorf im Pinzgau löste ein Gewitter eine Schlammlawine sowie Überschwemmungen aus:

Vor allem in Oberösterreich fiel teilweise golfballgroßer Hagel vom Himmel.

Zudem kam es im Zuge der Gewitter im Mühl- und Waldviertel auch zu schweren Sturmböen von rund 100 km/h.

  • 108 km/h Irnfritz (NÖ)
  • 101 km/h Raabs an der Thaya (NÖ)
  • 97 km/h Bad Zell und Kremsmünster (OÖ)
  • 90 km/h Linz-Hörsching (OÖ)
  • 79 km/h St. Pölten (NÖ), Abtenau (S) und Jenbach (T)

Kräftige Gewitter im Süden

Die schwache Kaltfront von NASIR liegt am Dienstag quer über den Alpen und im Vorfeld entstehen am Dienstag besonders von Osttirol bis ins Südburgenland nochmals heftige Gewitter. Stellenweise ist dabei mit größerem Hagel und intensivem Regen zu rechnen. Durch die teils großen Regenmengen kann es lokal wieder zu Überschwemmungen oder Erdrutschen kommen. Auch am Mittwoch bleibt es im Bergland noch gewitteranfällig, die Unwettergefahr ist aber nur mehr gering.

Titelbild: Adobe Stock

Hitzewelle rollt an

Hitzewelle rollt an - Adobe Stock

Nach einem trüben und teils nassen Wochenende stellt sich pünktlich zu Wochenbeginn wieder Hochdruckwetter ein und läutet den Beginn einer Hitzewelle ein. Vor allem im Westen von Österreich dürften einige neue Monatsrekorde fallen und der Juni 2019 wird der wärmste der Messgeschichte Österreichs.

Hitzehöhepunkt zur Wochenmitte

Bereits am Montag scheint verbreitet die Sonne und mit Temperaturen von 24 bis 32 Grad wird es wieder hochsommerlich warm. Einzelne Schauer sind nur mehr in Kärnten und der Steiermark möglich. Am Dienstag wird es noch deutlich heißer, bei Höchstwerte von 28 bis 36 Grad kommt man im ganzen Land ins Schwitzen. Die Hitzepole liegen dabei wie auch in den Folgetagen im Rhein- und Inntal. Der vorläufige Höhepunkt der Hitze wird dann am Mittwoch und Donnerstag erreicht mit Spitzenwerten von 30 bis 37 Grad. Dabei sind von Vorarlberg bis Oberösterreich und Kärnten an einigen Orten neue Hitzerekorde für den Monat Juni zu erwarten:

Landeshauptstadt Tmax Juni prognostiziertes Tmax
Bregenz 35,5 Grad (17.06.2013) 35 Grad
Innsbruck 35,7 Grad (09.06.2014) 37 Grad
Salzburg 35,8 Grad (19.06.2013) 37 Grad
Linz 35,3 Grad (20.06.2013) 36 Grad
St. Pölten 37,1 Grad (20.06.2013) 36 Grad
Wien 37,7 Grad (30.06.2013) 35 Grad
Eisenstadt 36,1 Grad (12.06.2000) 35 Grad
Graz 34,3 Grad (12.06.2010) 36 Grad
Klagenfurt 35,3 Grad (20.06.2002) 35 Grad

Da zu ist die Gewittergefahr bis Donnerstagabend selbst im Bergland äußerst gering.

Angenehmer ab Freitag

Von Donnerstag auf Freitag überquert eine schwache Kaltfront die Ostalpen. Während Schauer und Gewitter kaum auftreten, kühlt es von Nordosten her ein wenig ab. Die große Hitze legt somit eine Pause ein, trotzdem werden am Freitag von Ost nach West immer noch sommerliche 26 bis 32 Grad erreicht. Das letzte Juniwochenende dürfte sonnig und bei Höchstwerten um 30 Grad sommerlich warm verlaufen. Die große Hitze mit Höchstwerte über 35 Grad scheint dann zum Monatswechsel wieder zurückzukehren.

Heißester und einer der sonnigsten Juni seit Messbeginn

Der Juni 2003 war mit einer Abweichung von +4,1 Grad zum langjährigen Mittel der bis dato bei weitem der wärmste Juni der Messgeschichte Österreichs. Derzeit liegt der Juni gleichauf mit dem Hitzejuni 2003 und aufgrund der kommenden Hitzewelle steht jetzt es schon fest, dass der Juni 2019 als bislang heißester seit Messbeginn in die Geschichtsbücher eingehen wird. Dazu präsentiert sich der Monat auch ausgesprochen sonnig. Bereits vor dem Wochenende wurde im Großteil des Landes das Sonnensoll erreicht und in den kommenden Tagen kommen noch dutzende Sonnenstunden hinzu.

Titelbild: Adobe Stock

Nach Regen folgt in der neuen Woche die Hitze

Nach dem Regen kommt die Hitze

Ein Höhentief befindet sich östlich von Österreich und steuert feucht-labile Luft in den Osten und Südosten des Landes. Dabei führt schauerartige verstärkter Regen von den niederösterreichischen Voralpen bis zu Koralpe zu stellenweise ergiebigen Regen. So gab es in Deutschlandsberg seit Mitternacht schon über 70 l/m² an Regen:

Niederschlagssumme seit Mitternacht

In den kommenden Stunden regnet es noch weiter, erst mit Abzug des Tiefs setzt sich in der kommenden Nacht ruhiges Wetter durch. Am Montag scheint nach Auflösung von Restwolken und häufig die Sonne und es wird überall sommerlich warm. Dabei beginnt der Zustrom heißer Saharaluft nach West- und Mitteleuropa und es wird bis zur Wochen ömitte immer heißer. Am Mittwoch und Donnerstag gibt es dann Spitzenwerte von bis zu 37 Grad, vor allem Westen von Österreich werden einige neue Temperaturrekorde für Juni aufgestellt werden.

Rückblick auf den Samstag

Am Samstag blieben die befürchteten Unwetter in Österreich großteils aus. Nur stellenweise gab es von Salzburg über das Mühlviertel bis ins Weinviertel sowie im Südosten kräftige Gewitter samt Starkregen. Bis auf lokale Überflutungen blieben Schäden aber aus.

Gesamtregenmenge am Samstag
Gesamtregenmenge am Samstag
Blitzverteilung und zeitlicher Blitzverlauf am Samstag
Blitzverteilung und zeitlicher Blitzverlauf am Samstag

Unwetter in Oberitalien und Kroatien

Deutlich stärker fielen die Gewitter südlich der Alpen aus, von der Poebene bis nach Kroatien gab es zahlreiche heftige Gewitter. Besonders betroffen war der Großraum Bologna, wo großer Hagel und Sturm zu weitreichenden Schäden führte.

Titelbild: Adobe Stock

Teils kräftige Gewitter in der Westhälfte Deutschlands

Großwetterlage

In Zusammenhang mit einer schwachen Kaltfront, die sich von von West nach Ost vorarbeitet, ziehen Schauer und Gewitter über Mitteleuropa durch. Mit der südwestlichen Höhenströmung gelangt feuchte und warme Luft nach Deutschland, aufgrund der labilen Schichtung der Atmosphäre besteht damit ein stark erhöhtes Gewitterrisiko.

Aktuell hohe Blitzdichte in Westeuropa

Am Mittwochvormittag werden hohe Blitzraten gemessen, rund 60 Blitze pro Minute sind im Benelux-Raum zu verzeichnen. Vor allem von Antwerpen bis Rotterdam sind teils kräftige Schauer und Gewitter unterwegs, die örtlich Starkregen und kräftige Windböen mit sich bringen.

Erhöhte Blitzaktivität in Belgien, in der Niederlande sowie in Teilen Schleswig-Holsteins am Mittwochvormittag.

Ausblick für Deutschland

Auch in Deutschland steigt im Tagesverlauf die Gewittergefahr vor allem in der Westhälfte deutlich an. Kräftige Schauer und Gewitter gehen im Schwarzwald, an der Nordsee und im Rhein-Main Gebiet nieder. Am Donnerstag verlagert sich das Gewitterrisiko in Osten, vor allem Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind dann betroffen.

Unwetterartige Gewitter in der Nacht in Frankreich

Vom späten Dienstagabend bis in die zweite Nachthälfte entwickelten sich in der Mitte Frankreichs sowie in der Normandie teils heftige Gewitter, örtlich fielen tischtennisballgroße Hagelkörner vom Himmel und sorgten mitunter für Schäden im landwirtschaftlichen Anbau.

Titelbild: pixabay.com

 

Lokal kräftige Gewitter am Mittwoch

Am Dienstagabend und in der Nacht auf Mittwoch gab es in Vorarlberg und Tirol ein paar Gewitter und die Reste der Gewitter ziehen noch über das Tiroler Unterland und Salzburg hinweg.

Die Regenmengen der vergangenen Nacht

Diese schwache Störungszone sorgt am späten Vormittag in Salzburg, Kärnten und der Obersteiermark bereits für erste Schauer und Gewitter, die nur langsam ziehen und somit lokal größere Regenmengen bringen können.

Lokale heftige Gewitter im Süden und Osten

Am frühen Nachmittag breiten sich die Gewitter in den Süden aus und auch im Mühl- und Waldviertel steigt das Gewitterrisiko rasch an. Im Laufe des Nachmittag  verlagert sich die Gewitterzone mehr in den Osten, auch in Wien ist ab dem späten Nachmittag ein Gewitter möglich! Im Bereich der Gewitter ist vor allem mit Starkregen und Hagel von  bis zu 2 bis 3 cm Durchmesser zu rechnen.

Während die Gewitter im Süden und Osten am Abend rasch zu Ende gehen sind dann wieder in Vorarlberg und Tirol welche möglich, die bis weit in die Nacht hinein andauern können.

Unwetter in Nordwesteuropa

Zu teils heftige Unwettern kommt es am Mittwoch in den Benelux-Staaten und im Nordwesten von Deutschland. Hier herrschen im Vorfeld einer Kaltfront noch deutlich bessere Bedingungen für Schwergewitter! Gestern am Abend und in der Nacht zogen bereits Hagelgewitter über den Westen und Norden von Frankreich.

Gewitter: Aussicht und Analyse

Gewitter im Anmarsch

Bereits gegen 09:00 Uhr entstand am Sonntag knapp südlich von Wien ein Gewitter und zog dann nordwärts über den Osten und Norden der Stadt hinweg. Dabei kam es zu ein paar starken Blitzeinschlägen und Starkregen. In weitere Folge hat das Gewitter auch das Weinviertel überquert.

Der Blick von ober zeigt: Im Norden ist bereits die kühlere Luft, im Süden noch sonnig und heiß und im Osten erkennt man die Gewitter.
Der Blick von ober zeigt: Im Norden ist bereits die kühlere Luft, im Süden noch sonnig und heiß und im Osten erkennt man die Gewitter.

Am Nachmittag verlagert sich der Gewitterschwerpunkt in den Süden. Von Osttirol bis in die südliche Steiermark entstehen ein paar kräftige Gewitter, die lokal Starkregen und Hagel bringen. Am Abend gehen die Gewitter dann rasch zu Ende und in den kommenden Tagen herrscht großteils freundliches Sommerwetter.

Bereits am Samstagabend gab es zwischen dem Loferer Land und den Ybbstaler Alpen kräftige Gewitter. Hagel wurde z.B. im Westen der Stadt Salzburg beobachtet, großen Hagel gab es in Großraming und teilweise auch in Weyer.

Unwetter in Frankreich und der Schweiz

Am Samstag hat sich eine kräftige Gewitterlinie im französischen Zentralmassiv gebildet und ist bis zum Abend nordostwärts über die Schweiz bis in den Süden von Deutschland gezogen.

Blitzspur am Samstag©Ubimet
Blitzspur am Samstag ©Ubimet

Im Zuge der Gewitter gab es vor allem in Frankreich großen Hagel und in der Schweiz am Genfer See und am Bodensee Windböen von bis zu 100 km/h.

Stürmischer Samstag in der Schweiz
Stürmischer Samstag in der Schweiz

Die Gewitter sorgte in Frankreich für rund 31.000 Blitze und in der Schweiz für rund 27.000 Blitze. Deutlich blitzreicher verlief der Samstag in Deutschland mit rund 240.000 Blitzen.

Schäden in Norddeutschland

Im Norden von Deutschland kam es bereits Samstagfrüh zu heftigen Gewittern mit teils großem Hagel.

In weiterer Folge gab es aufgrund großer Regenmengen zwischen Hamburg und Rostock einige Überflutungen , auch eine Autobahn musste vorübergehend gesperrt werden.

24h Regenmengen ©Ubimet
24h Regenmengen ©Ubimet
24h Blitzdichte ©Ubimet
24h Blitzdichte ©Ubimet

Titelbild: Twitter – Christoph Schmutz @ Heiterluft

Starke Gewitter im Osten

Großwetterlage

Tief GEBHARD I mit Zentrum über den Britischen Inseln steuert die Wetterlage in West- und Mitteleuropa. Dabei wird kühle und sehr feuchte Meeresluft auf der Rückseite einer Kaltfront nach Deutschland transportiert. Die Entstehung von teils markanten Unwettern ist aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und frontalen Hebungsprozessen deutlich begünstigt.

 

CAPE (Convective Available Potential Energy), ein Index für die verfügbare Energie zur vertikalen Luftmassenbewegung, ist ein wichtiger Indikator zur Gewittervorhersage in einer Region. Im Nordosten der Bundesrepublik ist das CAPE am Donnerstagnachmittag stark erhöht.

Unwetterartige Schauer und Gewitter

Ab der Mittagszeit werden im Osten Deutschlands Schauer und Gewitter erwartet. Besonders östlich der Linie Hamburg – Hof bilden sich am Nachmittag schwere Gewitter. In Verbindung damit tritt gebietsweise Starkregen auf, der mancherorts auch für kleine Überschwemmungen sorgen kann. Weiterhin sind auch Hagelkörner und stürmische Böen möglich.  Die entstandenen Gewitterzellen ziehen zum späten Abend dann in Richtung Polen ab und lösen sich dann spätestens in der Nacht auf.

Im Nordosten Deutschlands ist am Nachmittag und Abend die Wahrscheinlichkeit für die Bildung von Hagelkörnern sehr hoch.

Rückblick: In der vergangenen Nacht bis zum Morgen Starkregen und Gewitter im äußersten Westen

Bis zum frühen Donnerstagmorgen gingen vom Saarland bis ins nördliche Emsland kräftige Schauer und Gewitter nieder. Örtlich gab es Starkregenereignisse, der Regen summierte sich  in Kleve am Niederrhein  auf 36,4 mm innerhalb von 12 Stunden. Im selben Zeitraum fielen in Winterspelt an der belgischen Grenze sogar 37,9 mm Regen. Im Laufe des Vormittags zogen die Gewitter dann weiter über die Elbe und hinauf bis nach Nordfriesland.

 

Quelle Titelbild: pixabay.com

Heftige Gewitter im Norden und Osten

Gewitter im Anmarsch

Zwischen einer Kaltfront über Deutschland und einem Höhentief über den Osten der Slowakei liegt der Großteil von Österreich am Donnerstag in einer konvergenten Strömung.

Zwischen Kaltfront und Höhentief strömt die Luft zusammen.

Das bedeutet feucht-warme Luft strömt von Westen und Osten zusammen und die Luft wird über Österreich gehoben. Durch die Hebung bilden sich heute zwischen Salzburg den Fischbacher Alpen und Wien verbreitet Gewitter.

Gefahr von Überflutungen und Hagelschlag

Da die Luft sehr feucht ist und die entstehenden Gewitter recht langsam ziehen und stellenweise sogar ortsfest sind, besteht lokal die Gefahr von Überflutungen. Besonders gefährdet sind das Mühl- und Waldviertel sowie die Semmering-Wechsel-Region und das südliche Wiener Becken.

Mit den Gewittern kann es auch zu Hagel kommen, der meist aber nur kleinkörnig ausfällt. Gerade kleinkörniger Hagel kann in Massen allerdings die Abflüsse verstopfen und so zu Überflutungen beitragen.  Größerer Hagel ist am ehesten im Osten vom Semmering bis in Weinviertel möglich.

Gewitterrückblick Mittwoch

Bereits am Mittwoch gab es im Süden sowie in Vorarlberg lokal kräftige Gewitter mit Hagel von bis zu 2 cm Durchmesser und 30 l/m² innerhalb von nur 1 Stunde.

Regenmengen am Mittwoch

Unser Blitzmessnetz hat am Mittwoch rund 10.000 Blitze registriert, die Hälfte davon gab es allein in der Steiermark.

Auf Gemeindebasis gemittelte Blitzdichte für Österreich

Titelbild: Adobe Stock

Überflutungsgefahr steigt durch Gewitter und Dauerregen

Stellenweise kommt es zu Überflutungen

Bereits am Sonntag gab es in Deutschland einige Gewitter, die lokal große Regenmengen und Überschwemmungen brachten. Da sich das steuernde Tief von Italien über die Alpen nun nach Osttschechien bewegt, verschärft sich am Montag nochmals die Lage. Im Alpenvorland und am Schwarzwald regnet es bereits seit den Frühstunden ergiebig und in den kommenden Stunden intensiviert sich hier sogar noch der Regen.

Regenmengen bis Montagmittag

Gewitter bringen lokal enorme Regenmengen

Nördlich der Mittelgebirge verlief der Vormittag zeitweise sonnig und beinahe frühsommerlich warm. Mit Annäherung des Tiefs bilden sich aber in den kommenden Stunden heftige Gewitter. Betroffen davon ist vor allem der Bereich zwischen der Ostsee und Ostwestfalen und Hessen. Mit den Gewittern kann es zu Hagel kommen und punktuell besonders zu sehr großen Regenmengen in kurzer Zeit. Viel Regen ist speziell in einem Bereich vom Harz  und Teutoburger Wald bis zum Taunus und Odenburger Wald zu befürchten. Durch die großen Regenmengen können in diesem Bereich Bäche und kleiner Flüsse örtlich über die Ufer treten.

Dauerregen im Süden

Mit der Verlagerung der Gewitter nach Süden gehen diese am Abend und in der Nacht immer mehr in kräftigen Dauerregen über. Dabei fallen von Unterfranken bis zum Alpenrand große Regenmengen. Bis Mittwochfrüh kommen im Alpenvorland großflächig bis zu 100 l/m² zusammen. Somit steigen die Pegel der Flüsse in diesem Bereich markant an, am Alpenrand sind auch Schlammlawinen möglich!

Titelbild: Adobe Stock

Starkregen im Westen: 100 bis 150 l/m²

Durch Dauerregen lokale Überflutungen

Ein Tief wandert derzeit vom Alpenostrand in Richtung Tschechien und den Osten von Deutschland. Dabei wird feuchte und labile Luft vom Mittelmeer in einem großen Bogen über Osteuropa nach Deutschland und Österreich geschaufelt. In dieser Luftmasse bilden sich im Tagesverlauf verbreitet Schauer und Gewitter, die in der Nacht auf Dienstag in intensiven Dauerregen übergehen.

Großwetterlage sorgt für viel Regen im Westen.

Lokal besteht Vermurungs- und Überflutungsgefahr!

Bis Mittwochfrüh regnet es vom Vorarlberg bis Salzburg und dem Innviertel verbreitet 50 bis 100 l/m². In den Staulagen der Nordalpen, also vom Bregenzerwald bis zum Loferer Land sind stellenweise auch knapp an die 150 l/m² zu erwarten.

Regenmengen bis Mittwochfrüh
Regenmengen bis Mittwochfrüh

Die Schneefallgrenze befindet sich dabei um die 2000 m, in den Gletscherregionen kommt also einiges an Neuschnee hinzu. Aufgrund der doch relativ tiefen Schneefallgrenze ist auch die Überflutungsgefahr an den größeren Flüssen wie Bregenzer Ache, Lech, Inn oder Salzach nur gering, da doch ein guter Teil des Niederschlags als Schnee gebunden wird.

Bäche oder kleinere Flüsse können aber stellenweise schon ausufern und für lokale Überflutungen führen. Örtlich ist auch mit Murenabgängen zu rechnen. Hier spielt auch noch das zusätzliche Wasser durch die Schneeschmelze in mittleren Höhen eine Rolle.

Am Mittwoch Wetterberuhigung

Am Mittwoch zieht das Tief nach Nordosten ab, somit klingt der Dauerregen von Westen her ab. Allerdings ziehen weitere Schauer durch, im Nordosten von Österreich sind auch Gewitter möglich. Die zweite Wochenhälfte verläuft dann deutlich freundlicher und frühlingshaft mild. Ganz beständig ist es aber nicht, vor allem im Bergland muss man an den jeweiligen Nachmittagen mit Schauern und Gewittern rechnen.

Titelbild: Adobe Stock

Wetter am Muttertag

Regnerischer Muttertag

In vielen Familien wird der Muttertag genutzt um Ausflüge oder Wanderungen zu unternehmen. heuer schläft das wetter genau am Wochenende wieder um. Während sich der Samstag noch teilweise freundlich zeigt, verläuft der Sonntag kalt, nass und teils stürmisch. Daher ist es besser Outdoor-Aktivitäten oder das Grillen im Freien schon auf den Samstag vorzuverlegen.

Warm und gewittrig am Samstag

Am Samstag scheint vor allem im Süden und Osten des Landes noch länger die Sonne und die Temperaturen steigen auf angenehme 20 bis 22 Grad. Von Vorarlberg bis ins Waldviertel verdichten sich hingegen bereits am Vormittag die Wolken und gegen Mittag gehen dann verbreitet Schauer und Gewitter nieder. Diese breiten sich bis zum Abend auf den Großteils des Landes aus, dabei kann es von Unterkärnten bis ins Weinviertel auch zu kräftigen Gewittern kommen. Über Nacht zieht dann die Kaltfront über die alpen hinweg und es kühlt stark ab.

Landeshauptstadt Höchstwert Samstag Höchstwert Sonntag
Bregenz 15 Grad 14 Grad
Innsbruck 18 Grad 11 Grad
Salzburg 17 Grad 9 Grad
Linz 18 Grad 10 Grad
St. Pölten 20 Grad 9 Grad
Wien 22 Grad 11 Grad
Eisenstadt 22 Grad 12 Grad
Graz 22 Grad 12 Grad
Klagenfurt 21 Grad 12 Grad

Kalter, stürmischer Muttertag

Der Sonntag verläuft an der Alpennordseite trüb und verbreitet fällt Regen, der von den Kitzbüheler Alpen bis zum Wienerwald auch kräftig ausfällt. Dabei sinkt die Schneefallgrenze von Westen her auf rund die 1000 m. Südlich des Alpenhauptkamms legt der Regen tagsüber Pausen ein, dafür kommt hier stürmischer Nordföhn auf. Chance auf ein bisschen Sonnenschein bestehen am Nachmittag am ehesten am Bodensee und in Osttirol und Oberkärnten.

Titelbild: AdobeStock

Schauer- und gewitteranfällige Tage stehen bevor

Einige Gewitter sind unterwegs

Sturmtief YUKON befindet sich derzeit über der Biskaya und seine Warmfront sorgte in den vergangenen Stunden bereits für etwas Regen im Südwesten.

Satellitenbild von 13 Uhr
Satellitenbild von 13 Uhr zeigt Tiefzentrum über der Biskaya

Die dazugehörige Kaltfront erreicht Deutschland im Laufe des Nachmittags, dabei kann es vorübergehend vor allem vom Breisgau bis zum Sauerland auch kräftig regnen. Hinter der Kaltfront sind am Abend vom Saarland bis zum Emsland ein paar Gewitter zu erwarten. Im Osten des Landes bleibt es tagsüber noch trocken.

Gewittriger Donnerstag

In der Nacht auf Donnerstag zieht die Front dann mit etwas Regen über das Land hinweg und der Donnerstag selbst verläuft sehr unbeständig. Dabei entstehen im Laufe des Nachmittag besonders im Norden ein paar Gewitter. Zudem zieht ein Randtief von Frankreich in die Mitte von Deutschland und an dessen Südseite wird es vorübergehend stürmisch.

Geschwindigkeit der Windböen in km/h
Geschwindigkeit der Windböen in km/h

Vom Oberrheingraben bis nach München sind so verbreitet Sturmböen um die 75 km/h zu erwarten, lokal auch mehr.

Unbeständig und allmählich kälter

Auch am Freitag geht es leicht wechselhaft weiter, insgesamt nehmen die Sonnenanteile aber wieder zu. Gewitter sind nur mehr im Nordosten zu erwarten. Am Samstag sorgt dann ein weitere Tief in der Südhälfte für teils starken Regen, gleichzeitig baut sich über Westeuropa ein mächtiges Hoch auf.

Kaltluftvorstoß am Sonntag - Hitze auf der Iberischen Halbinsel
Kaltluftvorstoß am Sonntag – Hitze auf der Iberischen Halbinsel

An dessen Vorderseite dreht die Strömung wieder auf Nord, und kalte Luft strömt am Sonntag von Norden in Richtung Alpen. Durch das Hoch bleibt es dann meist trocken, aber auch frisch. In den Frühstunden wird Bodenfrost wieder ein Thema.

Titelbild: Adobe Stock

 

Schnee im Mai – eine Seltenheit

Über Nacht zog eine kräftige Kaltfront über die Alpen hinweg und über dem Golf von Genua bildete sich ein Tief. Die kalte Luft in Verbindung mit der Feuchtigkeit aus dem Mittelmeerraum führen derzeit zu kräftigem Schneefall. So schneit es nördlich der Alpen bis knapp unter 400 m herab, in den Landeshauptstädten Bregenz, Innsbruck und Salzburg wurde Schneefall registriert und die Hausdächer wurden weiß.

Zuletzt gab es im Mai Schneefall bzw. Schneeregen in Bregenz 1987, in Innsbruck 1997 und in Salzburg 2005. Im Süden liegt die Schneefallgrenze etwas höher, in Kärnten fallen bis auf rund 600 m nasse Flocken.

Deutlich mehr Schnee liegt dann in den Tälern oberhalb von rund  800 m. Von Vorarlberg bis in die Obersteiermark sind verbreitet 5 bis 15 cm Neuschnee gefallen, aber auch in Osttirol gab es in den Hochtälern reichlich Neuschnee.


Rund 15 cm Neuschnee liegen derzeit in Reutte in Tirol

Tiefwinterlich auch im Bregenzerwald
Tiefwinterlich auch im Bregenzerwald

Tiefpunkt erreicht

Winterlich geht es auch in den kommenden Stunden weiter, die Schneefallgrenze steigt tagsüber aber auf 600 bis 900 m an. In der kommenden Nacht schneit und regnet es dann vor allem noch vom Tiroler Unterland bis zum Alpenostrand, dabei kann es wieder bis knapp unter 500 m winterlich werden.  Zu Wochenbeginn lässt der Niederschlag dann rasch nach und der gefallene Schnee schmilzt wieder ab.

Bis zur Wochenmitte wird es wieder frühlingshaft mild, am Mittwoch werden mit Südföhn schon wieder 21 Grad erreicht. Allerdings könnte sich pünktlich zu den Eisheiligen wieder kältere Luft zu den Alpen strömen. Wir halten euch dazu am Laufenden.

Titelbild: www.foto-webcam.eu/webcam/scheibenhaus

Tornado in Rumänien erfasste Bus

Am Dienstag drehten sich mehrere Tiefs über Südosteuropa, dabei steuerte ein Tief sehr warme, feuchte und labile Luft vom Mittelmeer in den Osten von Rumänien (siehe Frontenkarte). Im Vorfeld der dazugehörigen Kaltfront bildeten sich heftige Gewitter.

Frontenkarte für Dienstag, 30.04.2019
Frontenkarte für Dienstag, 30.04.2019

Dabei bildete sich unweit der Stadt Calarasi (roter Punkt in Karte) eine sogenannte Superzelle. Diese sorgte für großen Hagel und am Höhepunkt des Gewitters bildete sich auch ein Tornado, der auch eine Autobahn kreuzte. Dabei wurde ein Reisebus von dem Tornado mehrere Meter in die Luft geschleudert, die Folge waren einige Leicht- und Schwerverletzte.

In Rumänien gab es am Dienstag rund 27.000 Blitzentladungen, so viele wie im übrigen Europa zusammen. Einzelne kräftige Gewitter gab es auch in den Nachbarstaaten Serbien und Bulgarien.

Nachfolgend haben wir für euch die eindrucksvollsten Bilder und Videos des Tornados und der Gewitter im Allgemeinen zusammengestellt. Eindrucksvoll vor allem deshalb, weil der Tornado große Mengen Sand und Staub von den trockenen Felder aufwirbelte…

Aufnahmen aus dem betroffenen Bus:

Blick auf den Tornado in Calarasi:

Großer Hagel ging im Südosten Rumäniens ebenso nieder:

In Serbien gab es im Zuge der Gewitter große Mengen Hagel, fast schon winterlich der Anblick in Vojvodina:

Tornados in Europa – keine Seltenheit

Tornados können in Europa beinahe das ganze Jahr über auftreten und nicht nur im Sommer. Dabei gibt es natürlich große regionale Unterschiede. Während im Mittelmeeraum die meisten Tornados im Winterhalbjahr auftreten, verschiebt sich im Sommer die Zone mit dem meisten Tornadosichtungen in den Norden. In Deutschland treten die meisten und stärksten Tornados im Schnitt im Juli auf, sind aber in jedem Monat möglich. So gab es in diesem Jahr bereits am 13. März in Roetgen nahe Aachen einen kräftigen Tornado.

Monate mit den meisten Tornados in Europa.
Monate mit den meisten Tornados in Europa.

Zyklon FANI zieht auf Kalkutta zu

Aufziehender Sturm

Zyklon FANI befindet sich derzeit rund 600 km vor der Ostküste von Indien und bewegt sich in den kommenden Tagen langsam nordwärts. dabei sollte sich der Tropensturm weiter intensivieren und ein Zyklon der Kategorie 3 werden.

Berechnete Zugbahn von Wirbelsturm FANI
Berechnete Zugbahn von Wirbelsturm FANI

Millionen Menschen betroffen

Die genaue Zugbahn von FANI ist noch unsicher, der Sturm dürfte aber am Freitag zwischen den Millionenstädten VIisakhapatnam und Kalkutta auf Land treffen. Dabei sind im Umfeld des Zyklon Windgeschwindigkeiten um die 200 km/h zu befürchten und eine meterhohe Flutwelle. Im schlimmsten Fall zieht der Sturm küstenparallel ohne große Abschwächung nordwärts und verwüstet große Landstriche.

Am Wochenende  auch Bangladesch betroffen

Nach dem Landgang zieht der Sturm weiter in den Norden. Während der Wind durch den Landkontakt deutlich an Stärke verliert, besteht dann die Gefahr von Überflutungen. In 24 h sind im Umfeld des Sturms Regensummen von 200 bis 400 l/m² möglich.

 

Schnee im Süden, ab Montag Regen im Norden

Regen auch in den Nordalpen

Eingeflossene Kaltluft und viel Feuchtigkeit durch ein Adriatief sind die perfekte Kombination für Schneefall in Osttirol und im südlichen Kärnten. Dabei sank die Schneefallgrenze im Gailtal im Laufe des Vormittags bis in tiefe Lagen, also bis auf rund 500 m ab.

Starker Schneefall am Presseggersee
Starker Schneefall am Presseggersee ©presseggersee.it-wms.com
Winterlich in Außervillgraten/Osttirol
Winterlich in Außervillgraten/Osttirol

Neuschneehöhen 11 MESZ:

  • Obertilliach 21 cm
  • Plöckenpass 18 cm
  • St. Jakob im Defereggental 12 cm
  • Sillian 10 cm

Etwas Schnee Sonntagnacht

Am Nachmittag regnet und schneit es im Großteils von Kärnten und Osttirol weiter, allerdings verlagert sich das Italientief langsam nach Südwesten. In der Nacht greift der Niederschlag auch wieder auf Westösterreich aus, über Nacht fällt speziell von den Ötztaler Alpen bis zu den Hohen Tauern und Osttirol noch etwas Schnee.

Neuschnee von Sonntagabend bis Montagfrüh
Neuschnee von Sonntagabend bis Montagfrüh

Regen im Norden

Am Montag übernimmt dann ein Tief über Osteuropa das Zepter und bestimmt bis Mittwoch das Wettergeschehen. Dabei fällt in den Nordalpen einiges an Regen, der Schwerpunkt liegt in Salzburg und Oberösterreich.

Niederschlagsumme Montag und Dienstag
Niederschlagsumme Montag und Dienstag

Vor allem vom Tiroler Unterland über Salzburg und Oberösterreich bis ins Most- und Waldviertel regnet es am Montag und Dienstag häufig, verbreitet kommen hier 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter zusammen. Weiter im Osten vom Weinviertel bis zum Burgenland bleiben die Regenmengen hingegen gering, hier setzt sich die Trockenheit fort.


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Kaltluftschauer – typisches Wetterphänomen im Frühling

Aprilwetter

Wer kennt den klassischen Wetterablauf an einem Tag im April eigentlich nicht: Anfangs scheint die Sonne, ehe sich bereits am Vormittag dicke Quellwolken bilden und spätestens ab Mittag wiederholt kräftige Regengüsse niedergehen, oft sogar begleitet von Graupel oder kleinem Hagel. Auch Blitz und Donner sind dann nicht selten mit von der Partie, und der ein oder andere wird sich bestimmt schon gefragt haben, warum dieser rasche Wetterwechsel gerade im zeitigen Frühjahr derart häufig auftritt.

Labile Luftschichtung

Bei der Entstehung eines Schauers muss die Temperatur der Atmosphäre hinreichend rasch mit der Höhe abnehmen. Nur dann kann Luft, die am Boden erwärmt wird und somit aufsteigt, weiter steigen und in der Folge zur notwendigen Abkühlung und Niederschlagsbildung kommen. Man spricht dann von einer labilen Luftschichtung. Gerade im Frühjahr sind diese Bedingungen häufig gegeben. Die bereits kräftige Sonne kann den Erboden und die unteren Luftschichten tagsüber stark erwärmen, während weiter oben in der Atmosphäre gewissermaßen noch die Kälte des Winters „gespeichert“ ist. Gerade hinter Kaltfronten, wo auch in der Höhe die Temperaturen relativ niedrig sind, sind die Bedingungen für diese Kaltluftschauer am besten.

Gefahr durch Glätte und kräftige Böen

Da der Wechsel von Sonne hin zu kräftigen Schauern und umgekehrt oftmals sehr rasch vonstatten geht und daher für viele überraschend erfolgt, sind besonders Autofahrer nicht zu unterschätzenden Gefahren ausgesetzt:

  • Graupel kann rasch die Straßen bedecken und entsprechend für eine erhöhte Glättegefahr sorgen
  • schlechte Sicht und stürmische Böen, die nicht selten mit dem Durchzug eines Schauers einhergehen, können ungemütliche Folgen haben

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Von Vorarlberg bis Kärnten Regen und Neuschnee

Kuh im Schnee

Die Kaltfront ist vergangene Nacht über den Osten von Österreich hinweggezogen. Regen fiel dabei kaum, dafür frischte vorübergehend stürmischer Westwind auf.

Satellitenbild von 11:20 Uhr MESZ mit Bodenfronten.
Satellitenbild von 11:20 Uhr MESZ mit Bodenfronten. ©UBIMET

Bevor am Abend die Kaltfront eines Sturmtiefs über den Britischen Inseln Westösterreich erreicht, stellt sich recht verbreitet freundliches Wetter ein. Nur ein kleinräumiges Höhentief sorgt in Teilen von Salzburg und Oberösterreich für etwas Regen.

Über Nacht winterlich

In der Nacht zum Sonntag sorgt dann die angesprochen Kaltfront von Vorarlberg bis ins Salzkammergut und in der zweiten Nachthälfte auch in Osttirol und Oberkärnten für regnerisches Wetter.

Neuschneemengen bis Sonntagfrüh
Neuschneemengen bis Sonntagfrüh

Dabei sinkt die Schneefallgrenze auf 1000 bis 700 m ab. In den Hochtälern oberhalb von rund 1200 m kommen so ein paar Zentimeter Neuschnee zusammen.

Italientief bringt Starkregen

Am Sonntag bildet sich dann über Oberitalien ein kleinräumiges Tief aus, das nach derzeitigem Stand vor allem von Osttirol bis zu den Karawanken für teils kräftigen Regen sorgt.

Regenmengen am Sonntag
Regenmengen am Sonntag

Verbreitet fallen im Süden an die 30 l/m², vom Lesachtal bis zum Loibl sind sogar knapp 50 l/m² zu erwarten. Auch Schnee bleibt weiterhin ein Thema, die Schneefallgrenze pendelt meist um die 1000 m, lokal kann diese für ein paar Stunden auch tiefer liegen. Vor allem in den Hohen Tauern sowie die Bergen Osttirols und Oberkärnten kommt einiges an Schnee hinzu. In den Gletscherregionen kommt gut ein halber Meter pulvriger Neuschnee zusammen.

Neuschnee bis Montagmorgen
Neuschnee bis Montagmorgen

In der Nacht auf Montag kann es auch in den Tauerntälern Salzburgs nochmals tiefwinterlich werden, dazu aber am Sonntag mehr. Leer geht wiederum der Norden und Osten aus, bis auf ein paar Tropfen bleibt es hier das restliche Wochenende trocken, erst in der neuen Woche kündigt sich etwas Regen an.

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Unsere Osterbräuche

Eiertütschen

Es handelt sich um einen relativ modernen Brauch, dessen Ursprung ungewiss ist. Dabei versuchen zwei Personen mit deren Ostereiern, das Ei des Gegenübers zu zerbrechen. Der Spieler, der beginnt, schlägt mit der Spitze seines Eis auf die Spitze des Eis seines Gegners und versucht dabei, die Schale zu zerstören. Oft wird das Eiertütschen am Tisch mit der gesamten Familie gespielt. Sieger ist der- oder diejenige, dessen Osterei am längsten unversehrt bleibt. In der Altstadt in Bern wird dieser Brauch am Ostersonntag seit dem 19. Jahrhundert auch öffentlich ausgetragen.

Eier färben

Das Färben von Eiern gehört zu Ostern wie das Christkind zu Weihnachten. Es ist einer der Bräuche, der eigentlich einen heidnischen Ursprung hat, aber von der christlichen Kirche übernommen wurde. Bemalte Ostereier wurden erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Der Brauch dürfte aus der Ukraine stammen. Damit gedachte man in vorchristlicher Zeit während der Frühlingsfeierlichkeiten der wärmenden Sonne.

Knütteln

Mittlerweile wird das sogenannte „Knütteln“ am Ostersonntag nur mehr im Dorf Rumendingen praktiziert, früher war diese Beschäftigung im ganzen Emmental verbreitet. Der älteste Spieler darf beginnen und wirft einen Stock. Anschließend haben die Mitspieler die Aufgabe, ihre Stöcke so nah wie möglich an dessen Stock zu platzieren. Wer am weitesten entfernt ist, erhält einen „Hick“. Die Person mit den meisten „Hicke“ muss anschließend im Restaurant eine Runde ausgeben. Diese Gepflogenheit stammt daher, dass zu Ostern hornussen oder schiessen verboten war. Aus Langeweile entstand somit dieses ähnliche Boccia-Spiel.

Zwänzgerle

Dieser Brauch ist ziemlich regional (an dem Fluss Limmat, Raum Zürich) und dient jährlich zur Taschengeldaufbesserung für Kinder. Der Erwachsene hält dabei ein „Zwänzgerli“ (Zwanzigrappenstück) und das Kind ein Osterei. Nun muss der Erwachsene versuchen das Geldstück so zu werfen, dass es in der Eierschale stecken bleibt. Prallt die Münze einfach ab, gehören Ei und Geldstück dem Kind. Sollte das Geldstück einmal stecken bleiben (äußerst unwahrscheinlich), ist der Erwachsene der neue Besitzer des Eis. Der Brauch wurde in Zürich bereits im 18. Jahrhundert ausgeübt, während des 2. Weltkriegs pausierte er. In den 1960-er Jahren wurde das „Zwänzgerle“ wieder zum Leben erweckt.

Ostereiersuche

Der Osterhase ist das bekannteste Symbol der Osterzeit. Jeder kennt den Osterhasen und jeder freut sich auf ihn. Er bringt den Kindern am Ostersonntag nicht nur Ostereier, sondern auch jede Menge Süßigkeiten. Ursprünglich ein Symbol für die Fruchtbarkeit, hat sich der Brauch in der Moderne auch bei Nicht-Christen durchgesetzt. Der Hase taucht als Symbol bereits in der ägyptischen Mythologie auf. Die Vorstellung vom Hasen als österlichem „Eierbringer“ ist zum ersten Mal im 17. Jahrhundert belegt. In Byzanz soll er im Mittelalter sogar ein Zeichen für Christus gewesen sein.

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Beliebte Osterbräuche

Ostereier aufhängen

Eier färben

Das Färben von Eiern gehört zu Ostern wie das Christkind/der Weihnachtsmann zu Weihnachten. Es ist einer der Bräuche, der eigentlich einen heidnischen Ursprung hat, aber von der christlichen Kirche übernommen wurde. Bemalte Ostereier wurden erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Der Brauch dürfte aus der Ukraine stammen. Damit gedachte man in vorchristlicher Zeit während der Frühlingsfeierlichkeiten der wärmenden Sonne.

Karsamstag: Osterfeuer

Als weltliche Volkssitte lässt sich das Osterfeuer seit dem Jahr 1559 zurückverfolgen. Meist am Abend des Karsamstags wird auf freiem Feld ein möglichst hoch aufgetürmter Holzstoß aus Baum- und Strauchschnitt entzündet. Wie die Osterkerze ist das Osterfeuer ein Symbol für die Wiederauferstehung von Jesus Christus.

Am Ostersonntag kommt der Osterhase

Der Osterhase ist das bekannteste Symbol der Osterzeit. Jeder kennt den Osterhasen, und jeder freut sich auf ihn. Er bringt den Kindern am Ostersonntag nicht nur Ostereier, sondern auch jede Menge Süßigkeiten. Ursprünglich ein Symbol für die Fruchtbarkeit, hat sich der Brauch in der Moderne auch bei Nicht-Christen durchgesetzt. Der Hase taucht als Symbol bereits in der ägyptischen Mythologie auf. Die Vorstellung vom Hasen als österlichem „Eierbringer“ ist zum ersten Mal im 17. Jahrhundert belegt. In Byzanz soll er im Mittelalter sogar ein Zeichen für Christus gewesen sein.

Ostereier suchen

Vor allem bei Kindern ist dieser Osterbrauch äußerst beliebt, aber auch der ein oder andere Erwachsene legt auf diese Tradition noch Wert. Dieser Osterbrauch wird im 16. Jahrhundert das erste Mal in Deutschland schriftlich erwähnt. Wie die Ostereiersuche wirklich entstand, ist nicht geklärt. Ihre Entstehung wird in die Zeit des Übergangs vom Heidentum zum Christentum gesetzt, da die Kirche einige heidnische Bräuche übernahm.

Ostern: Vom Schmücken und Backen

Zusätzliche weit verbreitete Bräuche sind das Schmücken von Vasen mit Zweigen oder das Aufhängen von bunt bemalten Eiern im Garten. Des Weiteren gibt es häufig Ostergebäck in Hasen- oder Lammform.

Wieder Trockenheit und Dürre?

Neben dem Norden hat auch der Südosten mit Wasserknappheit zu kämpfen. Seit dem vergangenen Herbst gab es aufgrund der anhaltenden Nordwestwetterlage kaum Regen im Südosten von Österreich. Von der Koralpe bis ins Mittelburgenland fiel deutlich zu wenig Niederschlag in den Wintermonaten. Das wirkte sich vor allem auf den Grundwasserpegel aus, der teilweise rekordverdächtig tief ist.

Grundwasserpegel in Diepersdorf, Südsteiermark ehyd.gv.at
Grundwasserpegel in Diepersdorf, Südsteiermark @ehyd.gv.at

Anfang April gab es dann seit langer Zeit wieder ergiebigen Regen, der zumindest die oberflächennahe Bodenschichten befeuchtete. Der Grundwasserspiegel wurde davon aber kaum beeinflusst und falls nicht noch deutlich mehr Regen kommt, werden auch die oberen Bodenschichten bald wieder austrocknen.

Trockener Donauraum

Vergangenen Sommer klagten besonders die Bauern in Oberösterreich sowie im Wald- und Weinviertel über Trockenheit, Dürre und teils massive Ernteausfälle. Ein Großteil des Regendefizits konnte besonders in Oberösterreich und Teilen des Waldviertels über den nassen Winter wieder weggemacht werden, allerdings scheint gerade jetzt im Frühling die Trockenheit wieder zurückzukehren. Seit gut 4 Wochen gab es bis auf ein paar Tropfen in Donauraum und nördlich davon kein nennenswerten Regen mehr. Gerade jetzt in der wachstumsintensiven Zeit ist allerdings das Nass von oben unverzichtbar.

Gesamtniederschlag bisher im April
Gesamtniederschlag bisher im April

Kein Regen in Sicht

In den kommenden Tagen bleibt uns die Trockenheit erhalten. In der Karwoche sorgt Hoch Katharina über Skandinavien dafür, das Fronten kaum nach Österreich vorankommen. Nach Ostern scheint sich dann eine föhnige Südströmung einzustellen. Damit bleibt Regen weiterhin Mangelware und mit den Temperaturen geht es weiter bergauf, die ersten Sommertage stehen wohl vor der Tür. Bis zum Monatswechsel ist also kaum mehr mit Regen zu rechen, da kann man als Landwirt nur auf einen nassen Mai hoffen.

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Tornado Outbreak im Süden der USA

The powerful EF4 tornado that struck Fair

In den vergangenen Stunden kam es von Texas bis nach Alabama verbreitet zu heftigen Gewittern. Nebel Hagel und Sturm produzierten einzelne Gewitter auch Tornados. Bisher wurden 18 Tornados gemeldet.

Hagel-, Sturm- und Tornadomeldungen der vergangenen 24 h
Hagel-, Sturm- und Tornadomeldungen der vergangenen 24 h @www.spc.noaa.gov

Durch die Gewitter kam es zu mindestens 3 Todesopfer, dabei handelt es sich um 2 Kinder die im Auto von einem Baum erschlagen wurden und ein Kind ertrank in den Regenfluten.

Gewitterzone verlagert sich nach Nordosten

In den Kommenden Stunden verlagert sich das Tief und somit auch die kräftigen Gewitter weiter nach Nordosten. Dabei nimmt die Gefahr von Tornados langsam ab, allerdings ist weiter mit Sturm und Hagel zu rechnen. Davon betroffen können auch die großen Ostküstenmetropolen wie Philadelphia, Washington D.C. und New York City sein.

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Freundliche Karwoche steht bevor

Der Kaltlufteinbruch hat nun am Palmsonntag seinen Höhepunkt erreicht. So hat es über nach in den höheren Tallagen Westösterreichs kräftig geschneit, eine dünne Schneedecke bildete sich meist schon oberhalb von rund 700 m.

Starker Schneefall in Obergurgl am Palmsonntag
Starker Schneefall in Obergurgl am Palmsonntag

Neuschneehöhen von Sonntagvormittag:

  • Obergurgl 28 cm
  • Brenner 20 cm
  • Schmirn und Warth 12 cm

„Katharina“ sorgt für Sonnenschein

Mit dem Beginn der neuen Woche stellt sich das wetter grundlegend um. Unter dem Einfluss eines kräftigen Skandinavienhochs namens „Katharina“ setzt sich bereits am Montag verbreitet die Sonne durch. Dazu wird es mit 10 bis 17 Grad deutlich milder. Auch in weiterer Folge dominiert meist der Sonnenschein und es wird Stück für Stück milder, spätestens am Gründonnerstag wird wieder die 20-Grad-Marke überschritten.

Zunächst noch Frostgefahr

Durch das Hoch verlaufen ab Montag aber auch die Nächst meist sternenklar und windstill. Dadurch kühlt die Luft nachts stark aus, am Dienstag und am Mittwoch in der Früh besteht im Großteil des Landes Frostgefahr. Stellenweise sinken die Frühwerte selbst im Flachland unter den Gefrierpunkt.

Osterei?

Ob sich das sonnige und milde Hochdruckwetter auch am Osterwochenende hält, bleibt noch abzuwarten. Nach derzeitigem Stand scheint sich ein Kaltlufttropfen, auch Höhenei genannt, am Osterwochenende von Skandinavien in Richtung Alpen zu bewegen. Falls dieser Kaltlufttropfen bis zu uns vorankommt, würde das deutlich wechselhafteres und kühleres Wetter bedeuten.

Titelbild: lisalucia

In der Nacht Neuschnee im Westen

Am Samstag wandert ein Höhentief von Norddeutschland in Richtung Schweiz und verbindet sich über Nacht mit einem kleinräumigen Tief über Norditalien. Diese Tiefkombination löst über Nacht nochmals kräftigen Schneefall in Vorarlberg und Tirol aus. Dabei schneit es bis in viele Täler, nur im Rheintal und im Inntal handelt es sich meist um Regen.

Neuschnee in den Skigebieten

In den Tallagen oberhalb von 700 bis 1000 m bildet sich über Nacht eine 5 bis 10 cm dicke Schneedecke aus. Skifahrer, die in den westlichen Skigebieten unterwegs sind, können sich auf rund 20 cm pulvrigen Neuschnee auf den Bergen freuen.

Neuschneemengen Samstagnacht
Neuschneemengen Samstagnacht

In den Frühstunden lässt der Schneefall rasch an Intensität nach und tagsüber regnet und schneit es nur mehr unergiebig, dabei steigt die Schneefallgrenze gegen 1000 m. Somit schmilzt der Schnee in den Tallagen wieder rasch ab. Derzeit sorgt ein Höhentief bereits im Westen und Norden Deutschlands gebietsweise für Schnee. Bilder dazu gibt es hier.

Warmfront leitet Ende ein

Während im Westen nochmals Schnee fällt, nähert sich aus Osten über Nacht eine Warmfront an, die am Sonntag auch in der Osthälfte für teils nasses Wetter sorgt. Dabei steigt hier die Schneefallgrenze rasch gegen 1300 m an. Die Warmfront leitet das Ende des Kaltlufteinbruchs ein und in der Karwoche kommt der Frühling wieder auf Touren.

April, April!

Aprilscherz

Das falsche Neujahrsfest

Am weitesten verbreitet, warum wir uns am 1. April gegenseitig veralbern und Streiche spielen, ist die Theorie der Kalenderreform. 1564 verlegte der französische Kaiser Karl IX. den Neujahrstag vom 1. April auf den 1. Januar. Humoristische Zeitgenossen versendeten Einladungen zu Neujahrsfeierlichkeiten am 1.4., die es aber gar nicht mehr gab. Fiel dann jemand auf diese Einladung rein und machte sich auf den langen und teuren Weg zum „Fest“, wurde er bereits mit Schadenfreude begrüßt.

Luzifer & Judas

Der 1. April gilt auch als jener Tag, an dem der gefallene Engel Luzifer in die Hölle einzog. Zudem soll an diesem Tag je nach Überlieferung Judas geboren bzw. gestorben sein, der ja bekanntlich Jesus verriet. Seitdem gilt dieses Datum als Unglückstag, an dem man sich besonders in Acht nehmen sollte.
Aber wo genau kommt eigentlich der Name „April“? Die meisten anderen Monate sind ja nach Göttern oder römischen Zahlen benannt.

Lateinischer Ursprung?

Dies ist die am weitesten verbreitete und auch plausibelste Herleitung, woher der April seinen Namen hat. Aperire ist lateinisch und bedeutet „öffnen“ oder auch „ans Licht bringen“. Im April erwachen ja zahlreiche Pflanzen aus ihrer Winterruhe, die Knospen öffnen sich in diesem Monat.

Apricus

Vielleicht hat man sich bei der Namensgebung aber auch am Wetter orientiert. Apricus ist lateinisch und bedeutet „sonnig“. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass im April die Sonne nach einem langen Winter oft wieder erstmals voll zur Geltung kommt. Dagegen spricht die Tatsache, dass der April nun nicht wirklich als Sonnenmonat bekannt ist.

Waldbrände in Südeuropa

Waldbrand in Portugal nahe Braga

In einem breiten Streifen vom Norden Portugals und Spaniens über Südfrankreich und Norditalien bis in den Balkan verliefen die vergangenen Monate viel zu trocken. Die ständigen Nordwestlagen bzw. Hochdrucklagen führten zu ausgetrockneten Böden und Wälder. Daher gab es in den vergangenen Tagen in diesen Regionen verbreitet Flur- und  Waldbrände

Rote Punkte zeigen aktuelle Brände ©effis.jrc.ec.europa.eu
Rote Punkte zeigen aktuelle Brände ©effis.jrc.ec.europa.eu

Hier ein Foto aus der vergangenen Nacht von einem Waldbrand im Piemont zwischen Valsesia und Valsessera.

Ungewöhnlich viele Brände

Durch die Trockenheit gab es seit Jahresbeginn ungewöhnlich viele Brände. Im Durchschnitt verbrennen jedes Jahr rund 300.000 ha an Fläche in der EU und das mehrheitlich im Spätsommer und Herbst. 2019 wurden aber bisher schon 150.000 ha an Fläche verbrannt, also gut die Hälfte der letzten Jahre.

Brandfläche ein ha ©effis.jrc.ec.europa.eu
Brandfläche ein ha ©effis.jrc.ec.europa.eu

Feuerteufel oder auch Rauchteufel

Durch größere Brände erhitzt sich darüber die Luft enorm und im Übergangsbereich zur deutlich kälteren Umgebungsluft entstehen des Öfteren sogenannte Feuerteufel oder wie in diesem Fall in Spanien ein Rauchteufel.

Titelbild: ‏@MeteoOs

Bärlauch – So gesund schmeckt der Frühling

Bärlauch ist in den Wäldern weit verbreitet.

Er beginnt schon überall zu sprießen und färbt weite Flächen der teils noch kahlen Wälder in sattes Grün – die Rede ist vom Bärlauch. Der Sage nach erhielt Bärlauch seinen Namen von unseren germanischen Vorfahren, da er von Bären nach ihrem Winterschlaf gefressen wurde, um wieder zu Kräften zu kommen.

Gesundes Wildgemüse

Heute haben auch viele Naturfreunde und Gesundheitsbewusste das Gewächs für sich entdeckt, denn frischer Bärlauch enthält viel Vitamin C, ätherische Öle und Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen.
Auch laut Apothekerkammer hat Allium ursinum – so der Artname – lange Tradition in der Volksmedizin:

  • Der Waldknoblauch wirkt antibakteriell.
  • tut Herz, Kreislauf, Magen, Blutdruck und Cholesterin-Spiegel gut.
  • beseitigt Kopfweh, Schwindel und Müdigkeit
  • kräftigt generell den Körper und soll zur Entschlackung beitragen.

Die Heilkraft beruht auf Schwefelverbindungen im Lauchöl. Er ist frisch mindestens so gesund wie sein Verwandter, der Knoblauch, dabei nicht so geruchsintensiv und beeinflusst dadurch auch weniger den Körpergeruch.

Vorsicht vor Maiglöckchen und Herbstzeitlose

Ähnlich wie beim Pilzesammeln, muss auch beim Bärlauch besonders darauf geachtet werden, ihn nicht mit ähnlich aussehenden aber giftigen Artgenossen zu verwechseln. Besonders ähnlich sehen die Blätter von Maiglöckchen und Herbstzeitlose aus, die aber bei näherer Betrachtung deutliche optische und haptische Unterscheidungsmerkmale aufweisen und auch nicht den markanten Lauchgeruch besitzen. So ist Bärlauch an der Unterseite matt und besitzt einen erhabenen Stil.
Online finden sich unzählige leckere Bärlauch-Rezepte, von Aufstrichen über Bärlauch-Erdäpfel-Taler mit Sauerrahm bis zum altbekannten Bärlauch-Pesto. Je nach Geschmack steht dem gesunden Frühlings-Genuss also nichts im Weg.

Titelbild: pixabay.com

Über Nacht Neuschnee in den Nordalpen

Forsythie im Schnee

Nach dem frühlingshaft warmen Wochenende sorgen in der neuen Woche zwei Kaltfronten für eine kräftige Abkühlung. Derzeit liegt bereits eine schwache Kaltfront über den Alpen und bringt stellenweise ein wenig Regen.

Satellitenbild von 09 Uhr @ UBIMET/Meteosat
Satellitenbild von 09 Uhr @ UBIMET/Meteosat

Eine weitere Kaltfront ist bereits über den Osten und der Mitte von Deutschland zu erkennen, die uns im Laufe des Nachmittags erreicht und die Schneefallgrenze dann unter 1000 m drückt.

Schnee über Nacht

Am Abend fällt schon Schnee bis auf 600 m herab und in der Nacht auf Dienstag schneit es in den Nordalpen von Vorarlberg bis ins Mostviertel mit nachlassender Intensität noch weiter.

Neuschneemengen bis Dienstagmorgen
Neuschneemengen bis Dienstagmorgen

Bis Dienstagmorgen kommen so in den Tallagen der Nordalpen oberhalb von rund 600 m verbreitet 5 bis stellenweise 10 cm zusammen. Am Dienstag selbst beruhigt sich das Wetter rasch wieder und der frisch gefallene Schnee schmilzt bald wieder dahin.

Stürmischer Wind kommt auf

Mit der Kaltfront kommt vorübergehend auch stürmischer Wind auf. Zunächst sind im Donauraum verbreitet Böen um die 60 bis 70 km/h zu erwarten, im Laufe des Nachmittags wird es mit Durchzug der Front im Süden vor allem in den Nordföhntälern mit Böen von bis zu 80 km/h ebenfalls stürmisch. Auch am Dienstag ist der Wind noch ein Thema, stürmische Böen treten aber nur mehr vereinzelt auf.

Titelbild: visualhunt.com

Astronomischer Frühling beginnt standesgemäß

Forsythienblüte zum Frühlingsbeginn

Der Start in den Frühling verläuft dieses Jahr sehr sonnig, aber noch etwas unterkühlt. Am Mittwoch, um exakt 22:58 Uhr MEZ, beginnt der astronomische Frühling. Damit ist die Tag-und-Nacht-Gleiche erreicht, ab Donnerstag sind die Tage bis zum Herbstbeginn also wieder länger als die Nächte.

Vom Sonnenstand abhängig

Am Mittwoch wird also das sogenannte Äquinoktium, die Tag-und-Nacht-Gleiche, erreicht. Auf der gesamten Erde dauern Tag und Nacht dann genau 12 Stunden. Das Datum sowie die exakte Uhrzeit des Frühlingsbeginns richten sich nach dem Sonnenstand: Die Sonne steht zu dieser Zeit am Äquator im Zenit, also senkrecht über dem Beobachter. Das heißt die Sonnenstrahlen treffen im 90-Grad-Winkel auf die Erdoberfläche. Das ist bis ins Jahr 2048 immer am 20. März der Fall.

Perfektes Frühlingswetter durch „Hannelore“

In den kommenden Tagen etabliert sich Hoch „Hannelore“ über Mitteleuropa. Somit gewinnt die Sonne bis Donnerstag überall die Oberhand und mit den Temperaturen geht es langsam bergauf. Während der Mittwoch oftmals noch frostig startet und auch die Tageshöchstwerte noch nicht wirklich an den Frühling erinnern, wird es am Donnerstag schon merklich milder.  Freitag und Samstag sind dann die mildesten Tage der Woche, bei nach wie vor viel Sonnenschein steigen die Temperaturen verbreitet über die 15-Grad-Marke. Stellenweise werden sogar bis zu 20 Grad erreicht.

Tornado wütet in Westdeutschland

Tornado in Roetgen

Am Mittwoch bildeten sich in Benelux und im Westen von Deutschland zahlreiche Gewitter. Eines dieser Gewitter bildete auch an der deutsch-belgischen Grenze eine Tornado der Stärke F2 aus. Der Tornado zog dabei über Roetgen hinweg und beschädigte rund 30 Häuser zum Teil erheblich. Der Ort liegt rund 15 km südlich von Aachen in der Eifel.

Glimpflicher Ausgang

Zum Glück gab es durch den Tornado nur fünf Leichtverletzte und keine Todesopfer. Die Schäden an den Häusern sind teilweise aber enorm, 10 davon sind derzeit nicht mehr bewohnbar.

Titelbild: world_news24

Zyklon IDAI bedroht Mosambik

Satellitenbild von IDAI

Zyklon IDAI hat sich in den vergangenen Tagen über dem bis zu 30 Grad warmen Meer zwischen Mosambik und Madagaskar rasch zu einem Wirbelsturm der Kategorie 3 entwickelt. Das Tief entstand vor rund 10 Tagen zwischen Malawi und Mosambik und sorgte damals bereits für weitreichende Überschwemmungen und forderte auch Todesopfer.

Danach zog das Tief nach Osten übers offene Meer und entwickelte sich rasch zu einem gefährlichen Zyklon. Vor der Küste Madagaskars wendete sich der Sturm wieder nach Westen und zieht nun wieder auf die Küste von Mosambik zu .

Stärkster Sturm seit Jahren

Mosambik wird im Frühjahr immer wieder von tropischen Stürmen heimgesucht, selten sind diese aber so stark wie IDAI. Der Zyklon wird nach neuesten Berechnungen am Donnerstagabend nahe der Großstadt Beira auf Land treffen.

Die Zugbahn von Zyklon IDAI
Die Zugbahn von Zyklon IDAI

Dabei sind an der Küste Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h zu rechnen und eine 2 bis 3 Meter hohe Sturmflut sorgt in diesem dichtbesiedelten und flachen Gebiet für weitreichende Zerstörung. Das Tief zieht dann am Freitag in Richtung Simbabwe, in seiner Zugbahn fallen in kurzer Zeit bis zu 200 l/m². Somit wird es in den folgenden Tagen in Mosambik und auch in Simbabwe zu großflächigen Überflutungen kommen!

Titelbild: NASA

Tief „Eberhard“ sorgt für stürmischen Abend

Windwurf durch Sturm

Die Warmfront von Tief „Eberhard“ brachte im Norden von Österreich einiges an Regen, Spitzenreiter war das Mühlviertel mit teils an die 30 l/m².

Regenmengen seit Mitternacht
Regenmengen seit Mitternacht

Im Schutz der Alpen blieb es hingegen im Süden trocken und auch recht sonnig. Hier frischte am Vormittag kräftiger bis stürmischer Südwestwind auf, der die Temperaturen kräftig nach oben trieb.

Maximalwerte am Sonntag
Maximalwerte am Sonntag

Nun kommt der Sturm

Der Dauerregen geht nun auch in Oberösterreich zu Ende und von Westen her kommt nun staffelweise kältere Luft zu uns. Die Luft wird aber nicht nur kälter sondern auch schaueranfälliger und gerade mit den Schauern muss man mit Sturmböen rechnen. Erste Sturmböen gab es bereits am Bodensee und in den kommenden Stunden treten Sturmböen auch vermehrt am Donauraum, am Abend dann auch in Wien und am Alpenostrand auf. Dabei sind örtlich Böen um die 100 km/h zu erwarten.

Maximale Böen bis Montagmittag
Maximale Böen bis Montagmittag

Der Höhepunkt des Sturms wird in den meisten Regionen noch vor Mitternacht erreicht, stürmisch bleibt es dann aber noch den gesamten Montag. Dazu wird es immer kälter, in den Nordalpentälern kehrt der Winter zurück, aber auch im Flachland sind am Montag Graupelschauer zu erwarten.

Titelbild: visualhunt.com

Stürmische Zeiten an der Alpennordseite

Wetterhahn

Am Montag sorgt die Kaltfront von Tief „Bennet“ in Mitteleuropa verbreitet für Sturm, auch der Norden und Osten von Österreich ist davon betroffen. Zuvor wird es aber von der südlichen Steiermark über das Burgenland bis ins südliche Wiener Becken mit bis zu 21 Grad frühlingshaft mild. Im Zuge der Kaltfront frischt dann ab dem Nachmittag kräftiger bis stürmischer Westwind auf, dabei treten Böen um die 80 km/h auf, betroffen vor allem sind:

  • Bodenseeraum, Bregenzerwald
  • Donauraum
  • Wien und Wiener Becken

Mit der Kaltfront fällt am Abend und in der Nacht auf Dienstag im Westen und Süden verbreitet Regen, oberhalb von 800 bis 1000 m kommen wenige Zentimeter nasser Neuschnee hinzu.

Auch am Faschingsdienstag windig

Nach Abzug der Kaltfront über Nacht beginnt der Dienstag recht freundlich und auch tagsüber scheint im Bergland und im Süden häufig die Sonne. Nördlich der Alpen ziehen hingegen im Tagesverlauf zunehmend dichte Wolken und auch einzelne Schauer durch, dazu sind von Oberöstereich über Wien bis ins Nordburgenland tagsüber immer wieder stürmische Böen von 70 km/h zu erwarten.

Stürmischer Südföhn ab Mittwoch

Am Mittwoch stellt sich auf der Vorderseite eines Tiefs über den Britischen Inseln eine kräftige Südströmung ein. Bei meist sonnigen Bedingungen legt der Südföhn im Tagesverlauf an Stärke zu und greift am Nachmittag von Vorarlberg bis Salzburg mit stürmischen Böen in die Täler durch. Am Donnerstag verstärkt sich noch der Südföhn, dann ist an der gesamten Alpennordseite mit kräftigem bis stürmischem Südwind zu rechnen. Böen von 70 bis 90 km/h sind wahrscheinlich, lokal sind auch um die 100 km/h nicht ausgeschlossen. Dazu steigen die Temperaturen weiter an und überschreiten in einigen Regionen wieder die 20-Grad-Marke.

Titelbild: pixabay.com

Starker Sturm bringt „Eistsunami“ und Windrekord

Am Sonntag und Montag zog ein mächtiges Tief über die Großen Seen und den Osten von Kanada. An der Südseite des Tiefs gab es verbreitet schwere Sturmböen von über 100 km/h, am Ufer von Lake Erie und Lake Ontario traten auch Orkanböen von bis zu 130 km/h auf.

Durch den starken Sturm stürzten Bäume um und es gab Schäden an Stromleitungen, Häuser und Straßenlaternen. In den schneebedeckten Regionen gab es massive Verkehrsbehinderungen durch Schneeverwehungen und geringe Sichtweiten.

Am Mount Washington, einem der kargsten und windreichsten Berge auf der Erde, im Staat New Hampshire wurde im Zuge des Sturms eine Böe von 275 km/h gemessen. Somit wurde hier ein neuer Monatsrekord aufgestellt. Der Absolutrekord stammt vom 12. April 1934 mit unglaublichen 372 km/h!

„Eistsunami“ am Lake Erie

Lake Erie, einer der 5 Großen Seen, war durch die vergangenen Kältewelle komplett zugefroren. Durch den starken Sturm kam jetzt ein Teil des Eises in Bewegung und wurde teilweise meterhoch an den Ufern des Sees aufgeschoben.

Durch das Eis gab es vereinzelt an der Uferpromenade auch Schäden:

Pollensaison erreicht ersten Höhepunkt

Heuschnupfen

Bereits in der vergangenen Woche gab es in den Tieflagen erhöhte Konzentrationen von Hasel- und Erlenpollen. Der kurze Kälteeinschub am Ende der Woche brachte nur in der Osthälfte kurzzeitig eine Entspannung. Nun regiert Hoch FRAUKE und bringt viel Sonnenschein und mildes Wetter.

Hohe Belastung

Durch die hohen Temperaturen kommt es in den Niederungen zu einem massiven Stäuben von Hasel und Erle, diese Woche dürfte wohl der Belastungsschwerpunkt der diesjährigen Hasel- und Erlensaison erreicht werden. Die höchsten Pollenkonzentrationen sind bei Höchstwerte um die 20 Grad am Mittwoch und Donnerstag zu erwarten, danach stellt sich wechselhafteres Wetter ein. Wer den Pollen ausweichen will, sollte sich in Höhen über 1000 m begeben oder an die Küste. Hier sind die Pollenkonzentrationen meist unter der Reizschwellen. Eine detaillierte Pollenprognose finden Sie auch bei uns unter: wetter.tv/de/health

Tipp für Allergiker

Tragen Sie eine Sonnenbrille! Sonnenbrillen haben zwei positive Effekte:

  1. Sie halten einen Teil der Pollen von Ihren Augen fern
  2. Sie schützen ihre bereits irritierte Augenbindehaut, die während der allergischen Reaktion lichtempfindlicher ist als sonst.

Titelbild: pixabay.com

„Eistsunami“ am Lake Erie

Eistsunami

Vor rund 1 Monat herrschte im Norden der USA eine extrem Kältewelle, die dafür sorgte das die Großen Seen immer mehr zufroren. Komplett mit Eis bedeckt war in den letzten Wochen aber nur Lake Erie und gerade hier wurde am Wochenende an seinen Ufern ein sogenannter Eistsunami beobachtet.

Tief bringt Eis in Schwung

Ein starkes Tief zog am Wochenende über den Osten der USA. Das Tief sorgte in den Südstaaten für ein paar Tornados, im Umfeld der Großen Seen wehte hingegen stürmischer bis orkanartiger Wind. Bei Windspitzen von bis zu 120 km/h brach das Eis am Lake Erie auf und wurde teilweise mit voller Wucht ans Ufer getrieben.

Teilweise schob der Sturm das Eis meterhoch auf und sorgte an den Uferpromenaden sowie auch an ein paar ufernahen Häusern für Schäden.

Solche massiven Eisdrifts sind an den großen Seen keine Seltenheit und treten beinahe jährlich auf. Je nachdem aus welcher Richtung der stürmische Wind kommt, sind aber andere Uferbereiche davon betroffen. Hier noch ein Video aus dem vergangenen Jahr, ebenfalls vom Lake Erie:

Titelbild: twitter.com/@DavidPiano

Die aktuelle Pollensituation

Hochblüte der Hasel

Am Wochenende sorgten die tiefen Temperaturen und das teils bewölkte Wetter für eine kurzzeitige Entspannung, die Belastungen durch Hasel und erle gingen ein wenig zurück. In der neuen Woche kehrt aber das frühlingshafte Wetter zurück, bis einschließlich Donnerstag muss man verbreitet mit zweistelligen Werten rechnen.

Hohe Belastung

Durch das milde Wetter kommt es in den Niederungen zu einem massiven Stäuben von Hasel und Erle, diese Woche dürfte wohl der Höhepunkt erreicht werden. Die höchsten Pollenkonzentrationen sind bei Höchstwerte um die 20 Grad am Donnerstag zu erwarten, danach stellt sich wohl wechselhafteres Wetter ein. Wer den Pollen ausweichen will, sollte sich in Höhen über 1000 m begeben, hier sind die Pollenkonzentrationen meist unter der Reizschwellen. Eine detaillierte Pollenprognose finden Sie auch bei uns unter: wetter.tv/de/health

Gut zu wissen

Tragen Sie eine Sonnenbrille! Sonnenbrillen haben zwei positive Effekte:

  • Sie halten einen Teil der Pollen von Ihren Augen fern
  • Sie schützen ihre bereits irritierte Augenbindehaut, die während der allergischen Reaktion lichtempfindlicher ist als sonst.

Titelbild: visualhunt.com

Am Freitag Regen und Neuschnee in den Nordalpen

Regen im Tal, Schnee auf den Bergen

In den kommenden Stunden gelangt Österreich immer mehr in eine straffe Nordströmung. Dabei verdichten sich die Wolken und am Abend fallen im Nordosten erste Tropfen. In der Nacht regnet es dann an der Alpennordseite meist noch unergiebig, Freitagfrüh setzt dann aber vom Tiroler Unterland bis zum Wienerwald kräftiger Regen ein. Die Schneefallgrenze liegt dabei meist zwischen 1000 und 1300 m.

Regenmengen am Freitag
Regenmengen am Freitag

Bis Freitagabend kommen so verbreitet 25 bis 40 l/m² zusammen, in den Staulagen sind bis zu 50 l/m² möglich. Oberhalb von rund 1400 m kommt einiges an Neuschnee hinzu, die Wintersportler können sich auf rund einen halben Meter einstellen. Im Süden herrscht hingegen Nordföhn, hier bleibt es meist trocken.

Spürbar kälter

Am Freitagabend erreicht Österreich aus Nordosten ein Schub arktische Kaltluft. Diese ist sehr trocken, sodass der Niederschlag an der Alpennordseite rasch abklingt. Die Kaltluft erfasst den Großteil von Österreich, nur von Vorarlberg bis nach Oberkärnten hält sich die Abkühlung in Grenze, hier blockiert das Hoch über Westeuropa das Voranschreiten der Kaltluft.

Höchstwerte am Samstag
Höchstwerte am Samstag

Somit verläuft das Wochenende im Osten deutlich kälter, in Wien werden z.B. am Samstag nur 2 Grad , am Sonntag nur 4 Grad erreicht. Auch auf den Bergen gibt es ein starkes West-Ost-Gefälle. In 2.000 m wird am Arlberg am Samstag +1 Grad, am Schneeberg hingegen nur -11 Grad erreicht.

Titelbild: pixabay.com

Extremer Jetstream sorgt für kurze Flugzeit

Flugzeuge nützen Jetstream

Der Jetstream (auf deutsch: Strahlstrom) ist ein Starkwindband im Übergangsbereich von der Troposphäre zur Stratosphäre und ist maßgeblich verantwortlich für die Verlagerung von Tief- und Hochdruckgebieten. In den vergangenen Tagen war ein extrem stark ausgeprägter Jetstream über den USA zu beobachten. Windgeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h wurden in diesem Westwindband gemessen.

Flugzeug beschleunigt auf 1290 km/h

Im Normalbetrieb fliegen Flugzeuge in 10 km Höhe etwa mit einer Geschwindigkeit von 900 km/h. Allerdings nützen Piloten und Airlines auf Langstreckenflüge gerne den Jetstream aus, um schneller und damit spritsparender in Richtung Osten zu fliegen. Aufgrund es starken Jetstreams beschleunigte eine Maschine, die von Los Angeles nach London unterwegs war, auf rekordverdächtige 1290 km/h.

Obwohl der Flieger nicht auf der gesamten Strecke den Jetstream nutzen konnte, verkürzte sich die Flugzeit nach London um ganze 48 Minuten.

Bei einem Flug in Richtung Westen sollte der Jetstream hingegen vermieden werden, da der Gegenwind das Flugzeug deutlich einbremsen und verlangsamen kann.

War es ein Überschallflug?

Die Schallmauer wird bei einer Geschwindigkeit von 1236 km/h durchbrochen, allerdings muss dafür diese Geschwindigkeit relativ zur Luftbewegung erreicht werden. In unserem Fall müsste man der Fluggeschwindigkeit den Rückenwind wieder abziehen und damit befinden wir uns wieder deutlich unter der Schallmauer. Somit wurde die Schallmauer nicht durchbrochen!

Titelbild: pixabay.com

Neuschnee am Freitag, am Wochenende wieder Sonne

Nach Schnee kommt wieder der Frühling

Am Freitag sorgt eine straffe Nordströmung vom Tiroler Unterland bis zum Wienerwald für kräftigen Regen, Schnee fällt oberhalb von 800 bis 1100 m. Auf den Bergen kommt gut ein halber Meter Neuschnee zusammen. Auch sonst ziehen ein paar Schauer durch, trocken bleibt es bei teils kräftig auffrischendem Nordföhn nur im äußersten Süden. Die Höchstwerte liegen zwischen 4 und 12 Grad.

Große Temperaturunterschiede am Wochenende

Ein Schub arktischer Kaltluft erreicht in der Nacht auf Samstag vor allem die Osthälfte von Österreich. Zwar scheint von der Früh weg verbreitet die Sonne, allerdings kommen die Temperaturen im östlichen Flachland nur mehr knapp in den zarten Plusbereich. In höheren Lagen wie dem Waldviertel oder dem Mariazellerland stellt sich vorübergehend sogar Dauerfrost ein. Deutlich milder ist es hingegen im Südwesten, im Inn- und Rheintal werden noch zweistellige Höchstwerte erreicht. Das West-Ost-Gefälle der Temperaturen macht sich auch auf den Bergen bemerkbar, so werden in 2000 m am Arlberg +1 Grad am Schneeberg hingegen nur -12 Grad erreicht.
Am Sonntag überwiegt ebenfalls der Sonnenschein und im östlichen Bergland kommt es zu einer deutlichen Frostabschwächungen. In den Niederungen wird es aber im Vergleich zum Vortag nur geringfügig milder, von Ost nach West werden 2 bis 11 Grad erreicht.

Hoch „Erika“ setzt sich fest

In den letzten Februartage setzt sich das freundliche Hochdruckwetter fort. Dabei werden ab Montag in den Niederungen wieder verbreitet zweistellige Höchstwerte erreicht. Somit geht der Februar mit viel Sonnenschein zu Ende und wird mit einem deutlich plus bei der Sonnenscheindauer abschließen.

Titelbild: pixabay.com

Sturm UWE erfasst Deutschland

Sturmtief UWE (UBIMET)

Sturmtief UWE liegt mit seinem Zentrum nun über dem Emsland und sorgt in den vergangenen Stunden vor allem in der Eifel, im Hochsauerland und am Harz für ergiebigen Regen. Stellenweise sind schon über 30 l/m² gefallen.

Bisherige Regensumme am Sonntag
Bisherige Regensumme am Sonntag

Durch die Südwestströmung sind auch schön die Leeeffekte der Mittelgebirge zu erkennen. So fiel zum Beispiel im Lee der Eifel, in der Kölner Bucht, bisher kaum Regen. Im Vorfeld der Kaltfront wurde es im Südwesten auch sehr mild, im Oberrheingraben wurden Spitzenwerte von 16 Grad erreicht.

Kaltfront bringt Sturm

Nun erreicht die Kaltfront von UWE den Westen und Süden des Landes. So wurde um 14 Uhr in Weilheim-Bierbronnen im Südschwarzwald eine Sturmböe von 104 km/h gemessen. In den kommenden Stunden rauscht die Kaltfront nach Osten durch, dabei sind vor allem in Baden-Württemberg und Bayern bis zum späten Abend schwere Sturmböen von bis zu 110 km/h zu erwarten. Genau Infos dazu findet ihr wie immer auf uwr.de

Maximale Böen bis 13:40 Uhr
Maximale Böen bis 13:40 Uhr

Titelbild: UBIMET, METEOSAT

Sturm UWE bringt Böen von bis zu 100 km/h

Sturm UWE zieht auf

In den kommenden Stunden wird der Südföhn entlang der Alpennordseite immer mehr ein Thema und greift mit Böen von 70 bis 90 km/h in die Föhntäler durch. Dazu steigen die Temperaturen rasant an, am mildesten wird es im Rheintal sowie im jetzt noch nebeligen Wiener Becken. Hier sind lokal bis zu 15 Grad zu erwarten.

Sturm UWE am Sonntag um 10 Uhr
Sturm UWE am Sonntag um 10 Uhr (UBIMET)

Kaltfront sorgt für Sturm

Am Sonntagabend erreicht die Kaltfront von Sturmtief UWE zunächst Vorarlberg und Tirol und bringt verbreitet Sturmböen, am Bodensee und im Tiroler Außerfern sind schwere Sturmböen um die 100 km/h zu erwarten. In der Nacht frischt der Wind schließlich auch im Donauraum und in östlichen Flachland stürmisch auf. Verbreitet muss man mit der Front mit Böen von 70 bis 90 km/h rechnen, im Wiener Becken sind auch schwere Sturmböen von 100 km/h möglich. Vom Sturm gänzlich verschont bleibt der Süden sowie die meisten inneralpinen Täler.

Reichlich Neuschnee bis Dienstagabend

Am Montag und Dienstag liegt Österreich in einer stürmischen Nordströmung. Im Nordstau der Alpen schneit es dabei häufig und zeitweise auch ergiebig.

Neuschnee bis Dienstagnacht
Neuschnee bis Dienstagnacht

Vom Bregenzerwald bis zum Semmering kommen bis Dienstagabend oberhalb von 500 m verbreitet 20 bis 40 cm Neuschnee hinzu, lokal sind bis zu 60 cm möglich. In Kombination mit dem stürmischen Nordwind steigt dadurch die Lawinengefahr wieder deutlich an.

Titelbild: www.oeffentliche.de

Der phänologische Kalender

Phänologischer Kalender

Der phänologische Kalender kennt 10 Jahreszeiten:

  1. Vorfrühling
  2. Erstfrühling
  3. Vollfrühling
  4. Frühsommer
  5. Hochsommer
  6. Spätsommer
  7. Frühherbst
  8. Vollherbst
  9. Spätherbst
  10. Winter

Die Blüte, Fruchtreife, Blattfärbung oder der Blattabwurf von bestimmten Pflanzenarten – sogenannte Zeigerpflanzen – markieren jeweils den Beginn einer neuen Jahresphase. Das Eintreten der phänologischen Jahreszeiten ist lokal deutlich unterschiedlich und differiert auch in den verschiedenen Jahren. Schon deshalb decken sie sich nicht mit den an fixe Anfangs- und Enddaten gebundenen astronomischen und meteorologischen Jahreszeiten.

Derzeit befinden wir und also im Übergang zwischen Winter und Vorfrühling.

Für Klimawandelforschung interessant

Ursprünglich in der Phänomenologie der Agrometeorologie beheimatet, hat sich die Phänologie in der modernen Zeit im Besonderen als leistungsfähiges Eichwerkzeug für Klimmodelle herausgestellt. Von Bedeutung ist sie also vor allem für die Klimawandelforschung. Für einige Ereignisse (zum Beispiel Apfelblüte) gibt es weit zurückreichende Beobachtungen, aus denen Rückschlüsse über die Entwicklung des Klimas im 2. Jahrtausend gezogen werden können. Für das 20. Jahrhundert lässt sich feststellen, dass die Frühlingsphasen immer früher eintreten, was sich nach derzeitigem Wissensstand auf Einflüsse des globalen Klimawandels zurückführen lässt.

 

Eisregen durch Gewitter in den USA

Eisregen durch Gewitter

Bei einem Gewitter stellt man sich normalerweise auf Starkregen, Sturmböen oder Hagel ein. Im Winter kann es schon mal passieren, dass ein Wintergewitter für dichtes Schneetreiben sorgt. Das kräftige Gewitter aber auch zu Eisregen führen können, ist ein äußerst seltenes Phänomen.

Tief sorgt für extreme Luftmassenunterschiede

Ein kräftiges Tief über dem Mittleren Westen sorgt derzeit für extreme Luftmassenunterschiede. Im Vorfeld des Tief wird feucht-warme Luft aus dem Golf von Mexiko nach Norden geführt, teilweise wurden Höchstwerte um die 25 Grad gemessen.

Extreme Luftmassenunterschiede in den USA
Extreme Luftmassenunterschiede in den USA

Auf der Rückseite strömt hingegen bodennah arktische Kaltluft entlang der Rocky Mountains nach Süden. An der Luftmassengrenze bildeten sich am Dienstag heftige Gewitter in Texas, Oklahoma oder Kansas. Dabei schob sich bodennah die sehr kalte Luft unter die feucht-warme und gewitteranfällige Golfluft. Somit sorgten die Gewitter, die über die bodennahe Kaltluft zogen, für gefrierenden Regen.

Noch seltener gibt es gefrierenden Regen durch Gewitter in Europa. Am ehesten tritt das Phänomen im Hinterland der slowenischen und kroatischen Adriaküste auf, wenn sich die feucht-labile Adrialuft über die bodennahe kontinentale Kaltluft schiebt.

Titelbild: flickr

 

Am Nachmittag und Abend Eisregen im Süden

Die Front von Tief STEFAN liegt derzeit quer über Deutschland und erstreckt sich zu Mittag von der Schwäbischen Alb über den Harz bis nach Schleswig-Holstein. Dabei traf die Front am Vormittag bereits auf bodennahe Kaltluft, vom Pfälzer Wald über den Taunus bis zu Rothaargebirge und  der Rhön gab es gebietsweise gefrierenden Regen.

Radar und Bodentemperaturen knapp vor 12 Uhr (DWD)
Radar und Bodentemperaturen knapp vor 12 Uhr (DWD)

Regen trifft auf massive Kaltluft

In den kommenden Stunden verlagert sich die Front ostwärts und trifft dabei in Bayern auf massive Kaltluft. Hier hat sich in den vergangenen Tagen über der vorhandenen Schneedecke in Verbindung mit regionalem Nebel eine kräftige bodennahe Kaltluftschicht gebildet. Auf die Kaltluftschicht gleitet nun der Regen auf und bringt am Nachmittag und Abend verbreitet Glatteis. Betroffen sind vor allem die Regionen nördlich von Augsburg und München.

Warnkarte Do. 12 Uhr
Warnkarte Do. 12 Uhr

Entspannung am Abend

Da die Front relativ rasch durchzieht, entspannt sich die Situation mit Ende des Regens nach 2 bis 4 Stunden wieder. Am längsten glatt bleibt es noch in Niederbayern. Am Freitag besteht keine Eisregenrisiko, Samstagfrüh kann es aber von der Rhön und dem Thüringer Wald über den Oberpfälzer Wald bis nach Niederbayern nochmals kurzzeitig glatt werden durch Eisregen.

Titelbild: Thomas Sävert @Tornadoliste

Schneereiches Bergland, perfekte Skibedingungen

Meist perfekte Bedingungen in den Skigebieten.

Am Sonntag sorgte Tief PIRMIN vom Alpenrand bis Sachsen für kräftigen Schneefall, verbreitet fielen 15 bis 30 cm Neuschnee. So gab es auch in den Großstädten München und Dresden rund 25 cm Neuschnee.  Im Bergland schneite es teils noch mehr und insgesamt liegt im Erzgebirge und Bayerischen Wald gut 1 Meter Schnee und auch am Alpenrand türmen sich die Schneemassen.

Gesamtschneehöhe
Gesamtschneehöhe am Montag 4. Februar

Viel Neuschnee

In den vergangenen Tagen gab es besonders in den Pyrenäen in den französischen und italienischen Alpen großen Neuschneezuwachs. Gerade in höheren Tallagen fiel teils über 1 Meter Neuschnee. Durch die großen Schneemengen gab es stellenweise auch Lawinenabgänge, wie hier nahe Grenoble:

Am Samstag sorgte der starke Schneefall in Südtirol für ein Verkehrschaos. Die Brennerautobahn und -bundesstraße war für mehrer Stunden komplett gesperrt:

Perfektes Skivergnügen

In den größeren Skigebieten liegt also nun überall ausreichend Naturschnee, der auch in den kommenden Wochen nicht so schnell weichen wird. Zudem scheint sich die Großwetterlage etwas umzustellen und Hochdruckgebiete dürften in den Folgewochen in Mitteleuropa für längere sonnige Phasen sorgen.

Titelbild: pixabay.com

Sintflut in Australien: Über 1500 mm Regen in einer Woche

Flut in Townsville

Große Teile von Australien leiden seit Wochen unter Hitze und Trockenheit, doch im Norden von Queensland an der Küste des Great Barrier Reefs gibt es seit gut einer Woche anhaltenden Starkregen. Aufgrund eines stationären Tiefs wird vom Meer extrem feuchte Luft an die Küste geführt, die sich hier dann an den naheliegenden Hügelketten abregnet.

Bis zu 1700 mm in einer Woche

In der vergangenen Woche fielen in der Region verbreitet um die 1000 mm Regen, einzelne Messungen in den Staulagen gingen bis zu 1700 mm. Das entspricht ungefähr dem Jahresniederschlag in dieser Region. Im Vergleich in Wien fallen im Durchschnitt pro Jahr rund 650 mm. Die im Hinterland befindlichen Staudämme mussten aufgrund der Wassermassen ihre Schleusen öffnen, damit es nicht zu einem Dammbruch kommt. Dadurch wurden aber große Teile von Townsville, der größten Stadt in der Region, überflutet. Die ganze Region wurde zum Katastrophengebiet erklärt.

Nicht nur das Wasser ist ein Problem, auch Krokodile werden immer öfter in Townsville beobachtet. Sie sind ebenfalls auf der Suche nach einem trockenen Ort:

 Entspannung in Sicht

In den kommenden Stunden und Tagen regnet es in der Region weiter, allerdings verlagert sich der Schwerpunkt des Niederschlags etwas nach Süden. In der zweiten Wochenhälfte zieht das Tief dann endgültig ab und trockene Bedingungen stellen sich ein.

Titelbild: twitter.com/GregBread123

Die Pollensaison steht in den Startlöchern

Die Hasel ist nun blühbereit

Das oftmals winterliche Wetter in letzter Zeit war für Allergiker ein Segen, doch nun lässt sich der Frühling kaum mehr aufhalten und die ersten Pollen schwirren durch die Luft. Traditionell wird die Pollensaison durch die Frühblüher Haselnuss und Erle eingeläutet, selbst wenn es nachts noch frostig ist und am Boden noch Schnee liegt. Sobald es reichlich Sonnenschein gibt und die Temperaturen tagsüber der 10-Grad-Marke nähern, beginnen Hasel und Erle zu blühen.

Belastungen steigen rasch an

Bereits in den vergangenen Wochen wurden erste Hasel- und Erlenpollen in thermisch begünstigten Regionen registriert. Hoch CHLOE sorgt in den kommenden Tagen für Sonnenschein und die Temperaturen steigen langsam an. Somit erreichen im Laufe der Woche in den Niederungen Hasel und Erle mehrheitlich die Blühbereitschaft, womit die Pollensaison jetzt durchstartet.

Hoffen auf Spätwinter

Allergiker, die auf Hasel und Erle reagieren, müssen in den kommenden Wochen mit zunehmend starken Belastungen rechnen. Der Höhepunkt wird normalerweise Ende Februar bzw. Anfang März erreicht. Nur längere Schlechtwetterphasen bzw. Kaltlufteinbrüche bringen vorübergehend Entlastung. Der nächste große Allergieschub folgt dann ab etwa Mitte bis Ende März, wenn die hochallergene Birke zu blühen beginnt.

Titelbild: visualhunt.com

Tief über Österreich: Neuschnee im Westen

Schneefall in Feldkirch

Am Sonntagvormittag liegt das Tiefzentrum über Oberösterreich und sorgt westlich der Linie Linz-Villach verbreitet für Schneefall bis meist in tiefe Lagen. Weiter im Osten hingegen ist es vorerst weitgehend trocken und mit bis zu 10 Grad auch noch mild.

Satellitenbild Sonntag 09 Uhr
Satellitenbild zeigt Position des Tiefs (Sonntag 09 Uhr)

Kältere Luft setzt sich durch

Am Nachmittag verlagert sich das Tief nach Polen, somit kann die kältere Luft von Deutschland auch in den Osten von Österreich vordringen. Bemerkbar macht sich das hauptsächlich durch den Wind. Am Nachmittag frischt am Alpenostrand kräftiger bis stürmischer Nordwestwind auf. Mit dem Vordringen der Kaltluft kann es gegen Abend im äußersten Südosten auch zu gewittrigen Schauern kommen.

Wetterberuhigung zu Wochenbeginn

Über Nacht zieht das Tief weiter nach Norden, der Schneefall im Westen geht zu Ende und am Montag setzt sich aus Südwesten ein Hochdruckgebiet durch. Die kommenden Tage verlaufen dann oft sonnig mit Frost am Morgen und einstelligen Höchstwerte am Nachmittag.

Einsetzender Schneefall im Westen zum Frühverkehr

Schneefall im Berufsverkehr

Sturmtief OSKAR trifft derzeit auf die Bretagne und sorgt hier verbreitet für Orkanböen. In weitere Folge zieht das kleinräumige Tief ostwärts in Richtung Deutschland. Über Nacht muss man in Paris und östlich davon verbreitet mit 5 bis 10 cm nassen Neuschnee rechnen.

Schnee wieder im Westen

Mittwochfrüh erreicht OSKAR dann den Westen des Landes. Im Saarland, Rheinland-Pfalz und etwas später auch in NRW setzt Schneefall bis in tiefe Lagen ein. Während es sich unterhalb von 300 m meist nur um Schneematsch handelt, fallen darüber bis zu 10 cm Neuschnee.

Neuschneemengen in cm für Mittwoch
Neuschneemengen in cm für Mittwoch

Zum Abend hin verlagert sich das Schneefallgebiet nach Norden ins Emsland, hier kommen aber maximal 1 bis 2 cm Schneematsch zusammen.

Donnerstagnacht nächste Front

Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Donnerstag nähert sich am Abend schon die nächste Front Westdeutschland an. Diesmal handelt es sich aber um eine ausgeprägte Warmfront. Somit geht der anfänglich Schneefall rasch bis in höchste Lagen in Regen über, in windgeschützten Lagen ist auch Glatteis nicht ausgeschlossen. Mit der Warmfront wird eine milder Wetterphase eingeleitet, erst im Laufe des Sonntag nähert sich wieder kalter Winterluft.

Titelbild: pixabay.com

Jänner 2019: Kalt auf den Bergen, mild im Süden

Der Jänner 2021

Der Jänner 2019 verlief an der Alpennordseite außerordentlich schneereich, hierfür verantwortlich war die lang andauernde Nordstauphase in der ersten Monatshälfte. Der Nordstau spiegelt sich auch bei der Sonnenscheindauer und dem Niederschlag wieder, so war es im Süden überdurchschnittlich sonnig und besonders im Südosten zu trocken.

Kalte Berge

Auf den Bergen war es im Vergleich zum langjährigen Mittel um rund 3 Grad zu kalt und auch die Alpentäler im Westen bilanzieren leicht unterdurchschnittlich. Im Flachland verlief der Monat hingegen um 0,5 bis 1,0 Grad ein wenig zu mild. Die stärksten Abweichungen von teils über 3 Grad gab es in Osttirol und Kärnten.

Januar 2019 in Zahlen gepackt:

Höchsttemperatur 14,0 Grad Wien-Mariabrunn (17.01)
Tiefsttemperatur -20,8 Grad Tannheim (24.01)
Nassester Ort 377 mm Kössen
Trockenster Ort 10 mm Wörterberg
Sonnigster Ort 112 h Weißensee
Stärkste Böe 108 km/h Innsbruck
Maximale Schneehöhe 218 cm Hochfilzen (15.01)

Dauerfrost folgt dem Schnee

Abseits der Nordalpen sorgte die Nordströmung für oft stürmisches und vor allem im Süden auch mildes Winterwetter. So ist es wenig verwunderlich, dass es fast an jedem zweiten Tag im Jänner in Wien Sturmböen gab. Zur Monatsmitte setzte sich dann öfters Hochdruckwetter durch und unter Einfluss kalter Luftmassen stellte sich selbst im Flachland Dauerfrost ein. So gab es in Wien 4 Eistage, in Linz und Innsbruck 6 und in Klagenfurt sogar 7 Tage mit Dauerfrost. Aufgrund der kalten Wetterphase froren viele Gewässer zu, tragbares Eis konnte sich aber meist nur auf den Seen in Kärnten ausbilden.

Sonnenreicher Süden

Die lang anhaltende Nordstaulage hatte aber auch ihr Gutes, von Osttirol bis ins Südburgenland konnte man überdurchschnittlich oft den Sonnenschein genießen. Mit 112 Sonnenstunden bis zum heutigen Tag war es am Weißensee in Kärnten am sonnigsten. Zu trüb verlief der Jänner hingegen entlang der Nordalpen, vor allem von Tiroler Unterland bis in die Obersteiermark wurde oftmals nur ein Drittel bis maximal die Hälfte des Sonnensolls erreicht.

Titelbild: pixabay.com

Neuschnee in den Mittelgebirgen

Winterberg im Schnee

Das Tiefzentrum von MARTIN liegt derzeit knapp südlich von Hamburg und das Tief steuert feuchte Luft von der Nordsee in den Westen und in die Mitte des Landes. Hier regnet und schneit es verbreitet, die Schneefallgrenze liegt dabei meist zwischen 200 und 400 m. Während es also in den tiefsten Lagen eine Spur zu mild blieb, kamen in den westlichen Mittelgebirgen schon einige Zentimeter Neuschnee zusammen. Eine Fahrt durch die Eifel:

Oder vom Mummelsee im Nordschwarzwald, hier sind schon gut 30 cm Neuschnee gefallen:

Schneeparadies Mummelsee

Tief und Niederschlag verlagern sich nach Osten

In den kommenden Stunden verlagert sich MARTIN langsam ostwärts und somit auch die mit ihm verbundenen Niederschläge. Am Abend und in der Nacht regnet und schneit es dann vor allem im Süden und Osten des Landes, wobei die Schneefallgrenze allmählich bis in tiefste Lagen sinkt. In den Mittelgebirgen und am Alpenrand sind bis Dienstagfrüh 5 bis 15 cm, lokal auch mehr zu erwarten.

Kurze Verschnaufpause

Am Dienstag stellt sich tagsüber Zwischenhocheinfluss ein und letzte Schneeschauer klingen rasch ab. Mit Annäherung eines Tiefs von Frankreich her setzt aber Mittwochmorgen vom Saarland bis NRW wieder Schneefall bis in tiefste Lagen ein.

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Reichlich Schnee über Nacht

Neuschnee in Klagenfurt

In der Nacht sorgte ein Italientief vor allem in Kärnten für teils ergiebigen Schneefall. Am meisten Schnee fiel in der Umgebung von Villach, hier waren es oftmals 20 bis 30 cm Neuschnee. Auch im übrigen Kärnten konnte man sich über 10 bis 15 cm Neuschnee freuen.

Niederschlagsmengen der vergangenen 24 Stunden
Niederschlagsmengen der vergangenen 24 Stunden

In den Frühstunden verlagerte sich der Schwerpunkt in den Nordosten von Österreich. Besonders im Weinviertel fielen 10 bis 15 cm Neuschnee, und auch in Wien gab es 5 cm Nassschnee. Hier ist es jetzt aber milder geworden und der Schnee schmilzt schon wieder dahin.

Glatteis im Südosten

Im Grazer Becken und stellenweise auch in der Oststeiermark und im Burgenland hatten die Autofahrer in der Früh hingegen mit Glatteis zu kämpfen. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt sorgte leichter Regen in der zweiten Nachthälfte für rutschige Bedingungen.

Etwas Neuschnee noch im Westen

Am Abend und in der Nacht schneit es dann entlang der Nordalpen. Größere Neuschneemengen sind aber nur im Bregenzerwald und im Arlberggebiet zu erwarten. Hier sind rund 15 bis 25 cm Neuschnee bis Dienstagfrüh zu erwarten.

Prognostizierte Neuschneemengen Montagnacht
Prognostizierte Neuschneemengen Montagnacht

Am Dienstag beruhigt sich dann das Wetter wieder und es stellt sich zur Wochenmitte oftmals Dauerfrost ein.

Titelbild: pixabay.com

Extreme Kälte in Kanada und den USA

Niagara Fälle im Winterkleid

Bereits in den vergangenen Tagen war es im Mittleren westen und an den Großen Seen sehr kalt mit Tiefstwerte knapp unter -20 Grad. Doch bis zur Wochenmitte verschärft sich die Situation noch weiter. Am Mittwoch sind an der kanadischen Grenze Tiefstwerte um die -40 Grad zu erwarten und auch tagsüber steigt hier das Thermometer nur geringfügig an.

Temperaturen am Mittwoch 30.01.2019
Temperaturen am Mittwoch 30.01.2019 @ UBIMET

Die Frostluft breitet sich weit in den Süden aus, frostfrei bleibt es nur der Süden von Florida und Texas sowie an der Westküste.

Kälte verlagert sich an die Ostküste

In der zweiten Wochenhälfte verlagert sich der Kältepol etwas ostwärts, sodass auch an den Ostküstenmetropolen wie Washington D.C., New York City oder Boston mit strengem Dauerfrost gerechnet werden muss.

Temperaturen am Donnerstag 31.01.2019 @ UBIMET

Milderung am Wochenende

Ein rasches Ende findet die Kältewelle dann wohl am Wochenende, wenn die Strömung auf Südwest dreht und milde Luft vom Golf vom Mexiko nach Norden fließt. Dann steigen die Temperaturen wieder deutlich über den Gefrierpunkt.

Temperaturen am Sonntag 03.02.2019 @ UBIMET

Titelbild: pixabay.com

Massiver Eisregen in Rumänien

Eisregen

Während bei uns der Übergang von Dauerfrost zu etwas milderem Winterwetter mit etwas Schneefall und Regen recht harmlos vonstatten ging, gab es besonders im Süden und Osten von Rumänien von Donnerstag an massiven Glatteisregen. Gebietsweise bildete sich eine mehrere Zentimeter dicke Eisschicht. So war nahe der Stadt Buzau auch Eislaufen auf der Straße kein Problem:

Hier noch weitere beeindruckende Bilder aus Rumänien:

Eisregen keine Seltenheit

Durch die besondere geografische Lage sind Eisregenereignisse oder Blizzards im Winter keine Seltenheit. Zum einen können eisige kontinentale Luftmassen von Russland ungehindert ins Land fließen, zum anderen können auch sehr milde Luftmassen vom östlichen Mittelmeer bzw. vom Schwarzen Meer leicht nach Rumänien vorstoßen. Je nachdem welche Luftmasse überwiegt ist zwischen Starkregen, Eisregen und Starkschneefall alles möglich und auch in kurzer Abfolge hintereinander möglich.

Glatteisgefahr am Montag in Südostösterreich

Nachdem es am Sonntag in der Früh durch überfrierende Nässe im Osten des Landes stellenweise sehr glatt war, kann es Montagfrüh zum Berufsverkehr vor allem im Südosten durch gefrierenden Regen glatt werden. Während in den meisten Regionen Österreich Montagfrüh ein wenig Schnee fällt, besteht vom Grazer Becken und Leibnitzer Feld bis ins Burgenland stellenweise die Gefahr von gefrierendem Regen. Ein kurzer Blick auf uwz.at lohnt sich also Montagmorgen.

Titelbild: pixabay.com

Winter nun auch in Frankreich und Benelux

Am Dienstag wurde es in Paris, Antwerpen oder Köln winterlich. Mit einer Okklusion fielen verbreitet um die 5 cm Neuschnee. Vor allem in den Niederlanden kam es im abendlichen Berufsverkehr zum Kollaps. Insgesamt belief sich der Stau auf den Autobahnen auf über 2000 km.

Hier ein Video aus Paris:

Köln im Schnee:

Im Zentralmassiv kam teils noch deutlich mehr Schnee zusammen und am meisten Schnee gab es in den Pyrenäen oberhalb von rund 1000 m. Hier fielen verbreitet um die 50 cm Neuschnee, in höheren Lagen kommen bis Mittwochabend gut 1 Meter Neuschnee zusammen.

Tief zieht Richtung Mittelmeer

Das Schneetief zieht am Mittwoch nach Süden ins westliche Mittelmeer und verstärkt sich dort weiter. Am Donnerstag liegt das Zentrum von Tief KLAUS dann über Sardinien und verursacht auf den Balearen einen kräftigen Nordsturm, auf Korsika fällt im Bergland hingegen Schnee.

In weiterer Folge zieht KLAUS über Süditalien ostwärts und erreicht am Samstag Griechenland. Durch die südlich Zugbahn hat das Tief kaum Einfluss auf das Wetter in Österreich. Somit steht und bis zum Wochenende recht ruhiges Winterwetter bevor, am Wochenende könnte ein Nordseetief wieder für Abwechslung  im Wettergeschehen sorgen.

Titelbild: pixabay.com

Januar auf dem Weg zur Normalität

Kälte sorgt für Schnee und Eis

Der März 2018 war mit einer Abweichung von -1,4 Grad der letzte zu kalte Monat, anschließend reihte sich ein heißer Monat nach dem anderen. Der Dezember 2018 fiel um rund +1,7 Grad zu warm aus.

Der Januar 2019 verlief aufgrund der anhaltenden Nordströmung auf den Bergen bisher viel zu kalt, während es bisher im Flachland und im Süden zu warm war. Dafür verantwortlich war der Wind, der die Luft gut durchmischte und einfach keine kalten Nächte und Tage zuließ. Hier ein paar Werte:

Ort 30-jähriger Durchschn. Jänner 2019
Patscherkofel -5,7 Grad -9,4 Grad
Schöckl -2,9 Grad -5,4 Grad
Sonnblick -11,0 Grad -14,8 Grad
Salzburg -0,4 Grad +0,5 Grad
Wien +0,6 Grad +2,2 Grad
Graz -0,3 Grad +1,7 Grad
Lienz -4,5 Grad +1,0 Grad

Kalte Woche drückt das Mittel

Das Mittel aus zu kaltem Bergland und zu mildem Flachland ergibt derzeit eine positive Abweichung von +0,4 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittel. Die kommenden Tage verlaufen aber winterlich und häufig stellt sich sogar Dauerfrost ein. Somit geht die Durchschnittstemperatur weiter zurück und bis zum kommenden Wochenende wird die Temperatur knapp unter dem Durchschnitt liegen.

Falls es in den letzten Januartagen keine Milderung mehr gibt, wird der Jänner 2019 das erste zu leicht zu kalte Monat seit fast einem Jahr!

Titelbild: pixabay.com

Bald ganz Österreich unter einer Schneedecke?

Derzeit erinnern im Flachland nur die Temperaturen an den Winter, in den Nordalpen hingegen kann man sich an den Schneemassen gar nicht satt sehen. Auch in Kärnten gab es letzte Woche ein wenig Neuschnee, zudem sind hier auch schon viele Seen zugefroren.

Derzeitige Gesamtschneedecke
Derzeitige Gesamtschneedecke

Ein wenig Neuschnee am Mittwoch

In der Nacht auf Mittwoch nähert sich ein kleines Italientief dem Ostalpenraum und bringt am Mittwoch vor allem im Süden und Osten ein wenig Schnee. Insgesamt ist das Tief relativ schwach ausgeprägt, für eine dünne Schneedecke sollte es aber von der Südsteiermark bis ins Weinviertel verbreitet reichen.

Prognostizierte Neuschneemengen für Mittwoch
Prognostizierte Neuschneemengen für Mittwoch

Somit liegt Mittwochabend der Großteil Österreichs unter einer dünnen Schneedecke, nur im oberösterreichischen Donauraum wird es noch größere schneefreie Gebiete geben. Es bleibt aber auch die restliche Woche winterlich kalt und es bestehen Chancen auf weiteren leichten Schneefall im Norden und Osten des Landes.

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Erster Wintersturm an der US-Ostküste

Schnee und Eis

Bisher verlief der Winter an der US- Ostküste ungewöhnlich mild und relativ trocken. Doch pünktlich zum verlängerten Wochenende, am Montag feiert die USA den Martin Luther King Jr. Day, trifft der erste kräftige Wintersturm den Nordosten der USA.

Wintersturmwarnungen vom NWS

Bis zu 50 cm Neuschnee in wenigen Stunden

Schneesturm Harper bringt von den Großen Seen bis nach Maine größere Neuschneemengen. So sind in dieser Region verbreitet 30 bis 50 cm Neuschnee zu erwarten, dazu kommen noch Schneeverwehungen hinzu. In Richtung Ostküste mischt sich hingegen zwischendurch mildere Luft durch, sodass in New York der Großteil des Niederschlags als Regen fällt und auch in Boston handelt es sich wohl und Nassschnee.

Kälte nach Sturm

Auf der Rückseite des Sturms wird arktische Kaltluft aus Kanada angezapft, sodass am Martin Luther King Jr. Day zwischen Chicago und New York die Höchstwerte meist zwischen -20 und -10 Grad liegen. Somit ist in den Küstenmetropolen verbreitet mit spiegelglatten Straßen und gefrorenen Stromeitungen durch überfrierende Nässe zu rechnen.

Ab Freitag winterlich kalt, aber vorerst kein Schnee

Kleinere Gewässer frieren allmählich zu

Derzeit liegt über Ostdeutschland noch eine Warmfront die etwas Regen, in den Hochlagen des Erzgebirge Schnee bringt. Nach Abzug der Warmfront stellt sich zur Wochenmitte vorübergehend recht mildes Wetter in, bevor am Donnerstag eine Kaltfront eine längere kalte Wetterphase einleitet.

Frostiges Wochenende

Am Freitag ziehen im Osten und Süden zunächst ein paar Schneeschauer durch, von westen her macht sich aber immer mehr der Hochdruckeinfluss bemerkbar. Am Wochenende kommt das Hoch dann direkt über Deutschland zu liegen, somit stellt sich recht freundliches aber kaltes Wetter ein. Im Süden und im Bergland stellt sich verbreitet Dauerfrost ein, zarte Plusgrade gibt es vor allem noch entlang des Rheins.

Schnee kommende Woche?

In der kommende Woche scheint sich dann ein kräftiges Tief über Westeuropa zu etablieren. Ob das Tief auch Einfluss auf das Wetter bei uns nimmt, bleibt noch abzuwarten. Die Chance auf etwas Neuschnee selbst in tiefen Lagen steigt aber wieder an. Solche Schneemassen wie in den Alpen sind aber nicht zu erwarten.

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Über ein halber Meter Neuschnee

Reichlich Neuschnee im Bergland

In den kommenden Stunden ziehen zahlreiche Schauer übers Land und bringen von Norden her immer kältere Luft heran. Dabei sinkt die Schneefallgrenze bis Mittwochfrüh gegen 200 m. Vor allem in den Nordstaulagen der östlichen Mittelgebirge und am Alpenrand kommt dann am Mittwoch einiges an Neuschnee hinzu.

Halber Meter Neuschnee im Erzgebirge

Bereits jetzt schneit es im Erzgebirge oberhalb von rund 600 m kräftig und bis Mittwochfrüh schneit es hier bis in tiefe Lagen. Hier ein paar Bilder von der derzeitigen Lage:

Fichtelbergbahn – www.fichtelbergbahn.de
Johanngeorgenstadt
Winterliches Johanngeorgenstadt

Der Mittwoch selbst verläuft dann tiefwinterlich mit kräftigem Schneefall. In den Hochlagen kommen dazu noch Schneeverwehungen, es ist mit starken Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Insgesamt kommen bis Donnerstagabend verbreitet 30 bis 50 cm Neuschnee hinzu, in Hochlagen sogar noch mehr!

Im Südosten verbreitet winterlich

Auch in den übrigen Mittelgebirgen kommt etwas Neuschnee hinzu. Im Flachland bleibt es hingegen oftmals schneefrei, östlich der Linie Berlin-Freiburg kann sich aber doch bis Donnerstagabend oftmals eine dünne Schneedecke ausbilden.

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Zur Wochenmitte neue Schneemassen in den Nordalpen

Der Schneefall in den Nordstauregionen lässt in der Nacht nur vorübergehend nach. Schon Dienstagfrüh erreicht das nächste Frontensystem von Tief BENJAMIN die Alpennordseite. Dabei frischt der Westwind kräftig bis stürmisch auf un die Schneefallgrenze steigt kurzzeitig auf 600 bis 800 m. Oberhalb davon sind vom Arlberg bis zum Hochschwab 20 bis 40 cm Neuschnee zu erwarten. Mit dem stürmischem Nordwind kommt es auf den Bergen zu weiteren Schneeverfrachtungen.

Bis zu 1 Meter Neuschnee bis Donnerstagnacht

In der Nacht auf Mittwoch sinkt die Schneefallgrenze wieder bis in tiefe Lagen und im Nordalpengebiet schneit es ohne Unterlass bis Donnerstagnacht weiter. Am meisten Schnee kommt in den bisher schon schneereichen Regionen zusammen.

Neuschnee in cm bis Freitagfrüh
Neuschneehöhe in Zentimeter bis Freitagfrüh

Aufgrund der großen Neuschneemengen und den massiven Schneeverwehungen in der Höhe wird sich die Lawinensituation weiter zuspitzen. Die höchsten Stufe 5 ist für so manches Gebiet wahrscheinlich. Daher muss man sich auf weitere Straßen- und Bahnstreckensperren einrichten. Für die schon jetzt eingeschlossenen Orte wird die Lage immer prekärer!

Wie schon in den vergangenen Tagen werden wir euch über die Situation auch in den kommenden Tagen auf dem Laufenden halten.

Tief BENJAMIN bringt Sturm, Regen und Schnee

Graupelschauer

Die Warmfront von Tief BENJAMIN bringt derzeit im Nordwesten bereits Regen und dieser breitet sich nachts auf das ganze Land aus. Dabei steigt die Schneefallgrenze kurzzeitig gegen 1000 m.

Kaltluft und Sturmböen

Der Tiefkern zieht Dienstagfrüh über Dänemark hinweg in Richtung Polen und an dessen Rückseite strömt zunehmend kalte Luft nach Deutschland. Dabei sind verbreitet Schauer zu erwarten, lokal auch Wintergewitter, die im Norden und Osten oftmals Sturmböen mit sich bringen. Am stärksten weht der Sturm an den Nordseeinseln mit Böen um die 110 km/h.

UWR-Warnkarte vor Sturm am Dienstag
UWR-Warnkarte vor Sturm am Dienstag

Die Schneefallgrenze sinkt wieder auf 400 bis 600 m herab, Graupelschauer kann es aber selbst im Tiefland geben.

Viel Schnee in den Mittelgebirgen

In der Nacht auf Mittwoch sinkt die Schneefallgrenze weiter ab, abseits der Küste schneit es meist bis in tiefe Lagen. Während es aber im Flachland höchstens für eine dünne Schneedecke reicht schneit es vor allem in den östliche Mittelgebirgen ergiebig. Bis Donnerstagabend kommen große Neuschneemengen zusammmen:

  • Erzgebirge 30 bis 50 cm Neuschnee, in den Hochlagen Schneeverwehungen
  • Thüringer Wald 15 bis 30 cm Neuschnee
  • Bayerischer Wald 20 bis 40 cm Neuschnee
  • übrige Mittelgebirge meist 5 bis 15 cm Neuschnee
  • am Alpenrand teils über 50 cm Neuschnee

Während also im Flachland weiterhin der Winter auf sich warten lässt, kommt im Bergland reichlich Neuschnee hinzu.

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Kaltfront leitet tiefwinterliche Wetterphase ein

Mehr Schnee für die Nordalpen

In der Nacht erreicht die Kaltfront von Tief ZEETJE die Alpen. Sie bringt nicht nur deutlich kältere Luft zu den Alpen, sondern auch reichlich Neuschnee an die Alpennordseite. Von Vorarlberg bis ins Mostviertel kommen verbreitet 15 bis 30 cm Neuschnee zusammen, selbst im Rhein- oder Inntal sind einige Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Die Kaltluft ist labil geschichtet, somit sind am Mittwoch tagsüber auch einzelne Wintergewitter möglich. Zudem weht verbreitet kräftiger bis stürmischer Nordwestwind.

Stabile Wetterkonstellation

Auch in den kommenden Tagen bleibt uns das kalte und windige Winterwetter erhalten und an der Alpennordseite wächst die Schneedecke an. Grund dafür ist die großräumige Wetterkonstellation:

Nordwetterlage
Nordwetterlage © UBIMET

Hoch ANGELA etabliert sich über den Britischen Inseln. An deren Vorderseite wird milde Atlantikluft nach Island geführt und dafür arktische Kaltluft direkt aus Norden gegen die Alpen. Die feucht-kalten Luftmassen stauen sich an den Alpen und führen zu kräftigen Schneefall. Diese Großwetterlage bleibt uns ein paar Tage erhalten.

Am Wochenende große Neuschneemengen

Mit Herannahen einer Warmfront aus Norden setzt Freitagabend entlang der gesamten Alpennordseite Schneefall ein. Am Samstag schneit es dann in den Nordalpen ergiebig. Nördlich der Alpen kommt stürmischer Westwind auf, sodass hier der Schneefall unterhalb von rund 500 m vorübergehend wieder in Regen übergeht. Auch am Sonntag hält der Schneefall im Nordalpenbereich an, dabei schneit es wieder bis in tiefe Lagen. Der Schwerpunkt verlagert sich tagsüber aber immer mehr in den Westen.

In den Tallagen sind verbreitet 50 bis 100 cm Neuschnee zu erwarten, besonders betroffen sind davon:

  • Tiroler Unterland
  • Pinzgau, Pongau und vor allem Tennengau
  • Salzkammergut
  • Eisenwurzen und Gesäuse

Die Kombination aus Neuschnee und stürmischem Wind verschärft die Lawinengefahr sukzessive, am Wochenende sind in disen neuschneereichen Regionen Straßensperren zu befürchten!

Während des gesamten Schneefallereignisses geht der äußerste Süden weitgehend leer aus, hier ziehen höchstens einzelne Schneeschauer durch.

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Stürmischer Start ins neue Jahr

Sturm auf Sylt

Tief ZEETJE zieht von Island in Richtung Baltikum, gleichzeitig verlagert sich der Schwerpunkt von Hoch IGNATIUS von Frankreich nordwärts nach Island. Somit stellt sich hinter der Kaltfront über Deutschland eine kräftige Nordströmung ein, die kalte, arktische Luft heranführt.

Orkanböen an der Nordsee

In der Früh erreicht die Kaltfront den Norden, womit besonders an der See stürmischer Nordwind auffrischt. Der Höhepunkt des Sturms wird aber erst gegen Abend erreicht, dann sind von Sylt bis Pellworm vereinzelt sogar Orkanböen möglich.

Sturmfeld von Tief ZEETJE
Sturmfeld von Tief ZEETJE

Mit Durchzug der Front wird es tagsüber auch im Osten stürmisch, hier treten verbreitet Sturmböen auf. Nach Südwesten zu wird der Wind hingegen immer weniger ein Thema.

Winterliche Kälte

Mit der Kaltfront erreicht uns auch arktische Luft, allerdings ziehen nur mehr einzelne Schauer durch, sodass es abseits der Gebirge kaum irgendwo für Schnee reicht. Tiefwinterlich wird es hingegen im Erzgebirge, neben Neuschnee sorgt der stürmische Nordwestwind auch noch für massive Schneeverwehungen.

Wo gibt es weiße Weihnachten?

Weiße Weihnachten (Symbolbild) - pixabay.com

Der Traum von weiße Weihnachten zerplatzte heuer rasch wie eine Seifenblase. In ganz Mitteleuropa findet man abseits des höheren Berglands keinen Krümel Schnee. Doch welche Europäer dürfen sich heuer über weiße Weihnachten freuen?

Schnee am Balkan

Nach einem regelrechte Schneesturm in der vergangenen Woche gibt es am Balkan trotz Tauwetters verbreitet noch Schnee. Vor allem in Serbien und Rumänien sind weiße Weihnachten zu genießen.

Schneedecke zu Weihnachten
Schneedecke zu Weihnachten

Weiße Weihnachten in Ost- und Nordeuropa

Eine dünne Schneedecke liegt dann generell über den Weiten Ost- und Nordeuropas und am meisten Schnee ist wenig überraschend in Moskau zu finden:

  • Moskau 24 cm
  • Kiew 22 cm
  • Minsk 16 cm
  • Oslo 14 cm
  • Kaunas 10 cm

Auch nach Weihnachten kommt in Mitteleuropa kein Neuschnee hinzu, frühestens zum Jahreswechsel könnte der Winter wieder zurückkehren.

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Am Heiligen Abend ein wenig Neuschnee in den Nordalpen

Schnee zu Weihnachten

Gerade die Prognose für den Heiligen Abend war in den vergangenen Tagen größeren Schwankungen unterlegen, doch nun steht der genaue Ablauf fest. Und ganz so unwinterlich wie befürchtet wird es gar nicht, zumindest in den Nordalpen.

Kaltfront am Vormittag

In den kommenden Stunden erreicht uns die Warmfront von Tief TETE, das derzeit noch über England liegt. Dabei staut sich die feuchte Atlantikluft an den Alpen und es kommt zu Starkregen. Montagfrüh befindet sich das Tief dann schon östlich von Österreich und die kräftige Kaltfront erreicht die Alpen. Im Zuge der Kaltfront sind auch Blitz und Donner möglich und vorübergehend frischt kräftiger bis stürmischer Nordwestwind auf. Die Schneefallgrenze sinkt rasch bis in die Täler, allerdings klingt der Niederschlag dann auch bald ab.

Im Süden bringt die Kaltfront nur wenig Regen, allerdings frischt anschließend kräftiger bis stürmischer Nordföhn auf. Damit werden hier die Kaltluftseen ausgeräumt und es wird mitunter sogar milder als zuvor.

Schneeschauer im Nordstau

Nach der Kaltfront stauen sich in den Nordalpen noch ein paar Schneeschauer, von Ost nach West kann sich oberhalb von 400 bis 800 m eine dünne Schneedecke ausbilden. In kräftigeren Schauerstraßen sind in höheren Lagen bis zum Weihnachtsabend bis zu 10 cm Neuschnee möglich.

Auf dem Weg zur Christmette sind dann selbst in Linz, St. Pölten oder Wien ein paar Schneeflocken möglich. In der Stadt Salzburg kann sich mitunter sogar ein hauchdünne Schneedecke ausbilden.

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Starkregen an der Alpennordseite mit bis zu 100 l/m²

Regnerische Weihnachten

Bereits am Samstag regnete es an der Alpennordseite verbreitet. Mit dem kräftigen bis stürmischen Westwind lag der Regenschwerpunkt tagsüber im Mühlviertel. Hier fielen teils über 30 l/m² Regen.

Regenmengen bis Samstag 14 Uhr
Regenmengen bis Samstag 14 Uhr

Im Leeschatten der Alpen blieb es im Süden dagegen trocken und sonnig. In der Nacht zum Sonntag verlagert sich der Regenschwerpunkt an die Nordseite der Alpen, vom Tennengau bis zum Mariazellerland sind verbreitet 30 bis 40 l/m² zu erwarten. Die Schneefallgrenze sinkt dabei wieder gegen 1000 m.

Tief TETE bringt viel Regen

Nach einer kurzen Regenpause am Sonntag tagsüber setzt am Sonntagnachmittag von Westen her wieder kräftiger Regen ein. Grund dafür ist die Warmfront des Tiefs TETE über dem Ärmelkanal. In der Nacht bleibt die Warmfront aufgrund einer Verwellung stationär an der Alpennordseite hängen, bevor sie am Montag kaltaktiv wird und der Starkregen von Osten her abklingt.

Regenmengen von Sonntag- bis Montagnachmittag
Regenmengen von Sonntag- bis Montagnachmittag

Dabei regnet es von Vorarlberg bis ins Salzkammergut über Stunden hinweg intensiv, sodass hier innerhalb von 24 Stunden verbreitet 50 bis 80 l/m² fallen, in Staulagen sind bis zu 100 l/m² möglich. Lokale Überflutungen können bei so großen Mengen nicht ausgeschlossen werden!

Warnkarte für den Starkregen am Sonntag und Montag
Warnkarte für den Starkregen am Sonntag und Montag

Viel Schnee im Hochgebirge

Schnee ist aufgrund der milden Atlantikluft nur oberhalb von 1500 bis 1900 m ein Thema. Im Hochgebirge kommt gut 1 Meter Neuschnee  hinzu. Erst im Laufe des Montags kühlt es merklich ab und die Schneefallgrenze sinkt bis in höhere Tallagen. Allerdings klingt dann auch rasch der Niederschlag ab, nur mancherorts kann sich oberhalb von 600 bis 900 m noch eine dünne Schneedecke ausbilden.

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Dauerregen im Süden

Mit der Warmfront von Tief STINA begann am Freitag eine milde und nasse Wetterphase. So fiel am Freitag im ganzen Land Regen, große Regenmengen von bis zu 50 l/m² gab es in den Staulagen von Harz, Schwarzwald und dem Thüringer Wald.

Gefallenen Regenmengen am Freitag
Regenmengen am Freitag

Auch am Samstag setzt sich das unbeständige und milde Westwetter fort. Vor allem im Streifen vom Saarland bis zum Bayerischen Wald sowie vom Münsterland bis zum Harz regnet es auch wieder ergiebig.

Bisherige Regenmengen am Samstag
Bisherige Regenmengen am Samstag

Dauerregen im Süden, lokale Überschwemmungen

Am Sonntagnachmittag erreicht die Warmfront eines weiteren Tiefs namens TETE den Westen und Süden des Landes. Dabei setzt wieder verbreitet Regen ein, der sich im Süden Sonntagnacht weiter verstärkt. Dafür verantwortlich ist eine weitere Welle, die kältere Luft aus Norden von der milden und feuchten Atlantikluft im Südwesten trennt.

Prognostizierte Regenmengen von Sonntagabend bis zum Weihnachtsabend
Prognostizierte Regenmengen von Sonntagabend bis zum Weihnachtsabend

In den Staulagen von Schwarzwald und Alpenrand fallen innerhalb von 24 Stunden bis zu 100 l/m² Regen, stellenweise können die Böden solche Regenmengen nicht mehr aufnehmen und das kann Probleme mit sich bringen:

  • Bäche können über die Ufer treten
  • Wiesen  überflutet werden
  • Aquaplaning auf den Straßen

Auch abseits der Staulagen regnet es kräftig, verbreitet sind 30 bis 50 l/m² zu erwarten.

Schnee am Weihnachtsabend?

Der Großteil des Niederschlags fällt unterhalb von rund 1800 m als Regen, zum Ende des Ereignisses fließt aber deutlich kältere Luft ein und die Schneefallgrenze sinkt auf 500 bis 900 m. Dann kann sich stellenweise noch eine dünne Schneedecke ausbilden, meist bleibt es aber grün.

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Nach Schnee nun vor allem im Westen milder

Derzeit fällt von der Ostfriesischen Inseln über Hessen bis zum Alpenrand noch ein wenig Schnee. Doch die Front schwächt sich immer mehr ab und am Nachmittag fallen weiter im Osten nur mehr ein paar Flocken. Aber immerhin sorgte der Tiefausläufer für einen winterlichen Morgen im Großteil von Westdeutschland, wie die anschließenden Webcams zeigen:

Schnee auf Borkum
Schnee auf Borkum, sehr früh in dieser Wintersaison
Auch in Köln reichte es für eine dünne Schneedecke
Auch in Köln reichte es für eine dünne Schneedecke
Für kurze Zeit schneite es auch kräftig in Frankfurt am Main
Für kurze Zeit schneite es auch kräftig in Frankfurt am Main
Auch der Bodensee zeigt sich von seiner winterlichen Seite
Auch der Bodensee zeigt sich von seiner winterlichen Seite

Vor allem im Westen deutlich milder

Ab nun setzt sich aber vor allem in der Westhälfte des Landes deutlich milderes Wetter durch, während sich im Nordosten weiterhin eher die Winterluft hält mit Höchstwerten nur knapp über den Gefrierpunkt. Hier die Tageshöchstwerte der kommenden Tage:

  • Sonntag: -2 Grad in Sachsen bis +8 Grad am Oberrhein
  • Montag: 0 Grad in der Uckermark und bis zu +8 Grad entlang des Rheins
  • Dienstag: 2 bis 7 Grad
  • Mittwoch: -2 Grad unter dem Nebel in Niederbayern und +10 Grad im Rheinland

Geringe Chancen für weiße Weihnachten

Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt es im Großteil des Landes mild und zum 4. Advent wird es auch heutiger Sicht aus Westen noch milder aus. Somit sind die Chancen für weiße Weihnachten abseits des höheren Bergland nur gering. Am ehesten kann es noch im Osten des Landes zu einer weißen Überraschung kommen.

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Halbzeitbilanz Dezember

Dezember

Bis zum 2. Advent verlief der Dezember aufgrund einer milden Westströmung viel zu mild. So wurde am 7. Dezember in Aspang ein Höchstwert von 15,4 Grad gemessen. Erst mit der Drehung der Strömung auf Nord kam der Winter in der vergangenen Woche in Fahrt. Verbreitet hat sich nun zur Monatsmitte eine Schneedecke ausgebildet und vor allem im Westen verliefen die Nächste bitterkalt. So sank das Thermometer am 15. Dezember in Bichlbach (T) auf eiskalte -20 Grad.

Trotz der vergangenen kalten Tage war es in der ersten Dezemberhälfte in den Niederungen 1 bis 2 Grad zu mild.

Norden nass, Süden trocken

Durch die anfängliche Westströmung und dann Nordströmung verlief der Dezember entlang der Alpennordseite sehr nass, gebietsweise wurde das Monatssoll bereits überschritten. Im Süden hingegen war es zu trocken, in Kärnten sind teilweise erst 10 % des Monatsniederschlags gefallen.

Die niederschlagsreichsten Regionen waren bisher die Gebiete vom Bregenzerwald bis zum Salzkammergut:

  • 212 l/m² Warth (V)
  • 191 l/m² Schröcken (V)
  • 172 l/m² Feuerkogel (OÖ)

Nach den regenarmen Vormonaten war dieser Niederschlag extrem wichtig und hat die sehr niedrigen Grundwasserpegeln in Salzburg und Oberösterreich etwas angehoben.

Meist sonnig genug

Von der Sonnenscheindauer her liegen wir meist im Soll, nur von Salzburg über Oberösterreich bis in die Obersteiermark verlief der Dezember bisher etwas zu trüb.

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Im östlichen Flachland etwas Neuschnee

Etwas Neuschnee auch in Wien

Am Freitagabend setzte im östlichen Flachland leichter Schneefall ein, der unvermindert über die Nacht anhielt und somit die Landschaft mit einer dünnen Schneedecke überzog. Über Nacht fielen verbreitet 2 bis 5 cm Neuschnee, im Wienerwald waren es lokal bis zu 10 cm.

Niederschlagsmengen seit Mitternacht
Niederschlagsmengen seit Mitternacht

Schneefall geht am Abend zu Ende

Auch in den kommenden Stunden schneit es mit leichter bis mäßiger Intensität in Niederösterreich, Wien und dem Nordburgenland weiter. Dabei kommt noch der eine oder andere Zentimeter Neuschnee zusammen. Erst gegen Abend klingt der Schneefall dann überall ab. Somit liegt nun fast in ganz Österreich ein wenig Schnee, nur in Teilen von Kärnten, im oberösterreichischen Zentralraum sowie im Rheintal ist es schneefrei.

Am Sonntag Neuschnee im Westen

Am Sonntag sorgt eine Warmfront in Vorarlberg und Tirol für etwas Neuschnee. In der Früh schneit es dabei bis ins Rheintal, allerdings wird es mit der Front bald milder und somit geht der Schneefall in Vorarlberg unterhalb von rund 1000 m in Regen über. In Tirol bleibt es meist bei Schneefall bis ins Inntal.

Neuschneemengen am Sonntag
Neuschneemengen am Sonntag

Die Warmfront schwächt sich aber auf ihrem weg nach Osten stark an, sodass nur mehr in Salzburg und Oberösterreich daraus ein paar Flocken fallen, lokal ist hier dann auch gefrierendes Nieseln möglich. Weiter im Osten bleibt es trocken und winterlich kalt.

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Sonntagfrüh Schnee im Westen

Auch in Köln bleibt etwas Schnee liegen

Nach einem sonnigen Samstag kündigen am Abend erste Wolken aus Westen die herannahende Front an. In der Nacht verdichten sich zusehends die Wolken und nach Mitternacht setzt vom Münsterland bis zum Schwarzwald Schneefall ein. Nur am Oberrheingraben sowie direkt an der Grenze zu den Benelux-Staaten kann es sich auch um Regen oder Schneeregen handeln.

Verbreitet 5 cm Neuschnee

In der Früh schneit und regnet es im ganzen Westen vom Emsland bis zum Bodensee kräftig und verbreitet kommen um die 5 cm Neuschnee zusammen. In höheren Lagen der Mittelgebirge sind in kurzer zeit 10 cm Neuschnee möglich. Nur eben direkt an der Grenze zu Frankreich und Benelux sowie im Oberrheingraben geht sich kaum eine Schneedecke aus.

6-stündige Neuschneesummen Sonntagmorgen
6-stündige Neuschneesummen Sonntagmorgen

Am Vormittag zieht die Front unter starker Abschwächung nach Osten weiter und erreicht am Abend etwa die Linie Hamburg-Passau. Hier sind aber höchstens noch ein paar Schneeflocken zu erwarten.

Neuschnee taut rasch dahin

Am Ende des Niederschlagsereignisses geht der Schneefall in tiefen Lagen immer mehr in Regen über und der läutet somit schon das Tauwetter ein. Hinter der Front wird es nämlich milder, sodass der gefallene Schnee rasch wieder dahinschmilzt und bis zum Abend meist schon wieder die grünen Wiesen dominieren.

Temperaturen Sonntagmittag
Temperaturen Sonntagmittag – Front trennt die Frostluft von milderer Atlantikluft

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Die Kälte bleibt zu Gast

Kälte und Schnee - typisch Dezember

Bis auf die Linzer Innenstadt gab es in ganz Österreich in der vergangenen Nacht Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Im Westen, wo es eine klare Nacht gab, sanken die Temperaturen in den Keller.

Tiefstwerte am Donnerstag
Tiefstwerte am Donnerstag

Die kältesten Orte waren:

  • Tannheim (T, 1100 m) -19,0 Grad
  • Galtür (T, 1580 m) -18,7 Grad
  • St. Leonhard im Pitztal (T, 1450 m) -18,6 Grad

Oftmals Dauerfrost

Auch tagsüber steigen die Temperaturen kaum mehr über den Gefrierpunkt, so ist es etwa in Wien oder Innsbruck nach wie vor frostig. In den schattigen Tälern in Westösterreich herrscht selbst tagsüber teils strenger Frost. Auch in den kommenden Tagen bleibt es kalt, oftmals sogar frostig, dazu kann es im Süden und Osten leicht schneien.

Die Temperaturen am Freitag zu Mittag
Die Temperaturen am Freitag zu Mittag

Blocking-Lage

Am Sonntag erreicht eine Warmfront den Westen von Österreich und bringt wieder ein wenig Schnee, in Vorarlberg in tiefen Lagen Regen. Die Warmfront kommt aber nicht nach Osten voran, denn über Nord- und Osteuropa hat sich eine mächtiges Hoch namens GOTTHARD etabliert, das ein Weiterkommen der Warmfront und damit auch der atlantischen Warmluft verhindert. Somit bleibt es bis weit in die letzte Adventswoche hinein in den Niederungen des Ostens und Südens winterlich kalt. Eine Spur milder verlaufen die Tage im Westen und generell in höheren Lagen. Das große Tauwetter ist aber noch nicht in Sicht, der gefallene Schnee wird meist gut konserviert.

Wie sich das Wetter zum 4. Advent bzw. zu Weihnachten gestaltet ist allerdings noch ungewiss – zwischen Tauwetter und Schneefall bis ins Flachland ist laut den Wettermodellen noch alles möglich!

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Bis Mittwoch in den Nordalpen 25 bis 50 cm Neuschnee

In den Nordalpen kommt Neuschnee

Eine erste Kaltluftstaffel hat in der Früh die Alpen erreicht, somit sank in den Nordalpen die Schneefallgrenze auf 1200 bis 1000 m ab. Zusätzlich dazu kam verbreitet stürmischer Westwind auf.

Maximale Windböen am Sonntag
Maximale Windböen am Sonntag @ UBIMET

Orkan gab es auf den Bergen:

  • 169 km/h am Feuerkogel (OÖ)
  • 143 km/h auf der Zugspitze (T/DE)
  • 133 km/h am Galzig (T)

Im Süden war in den Tälern aus der Nacht noch Kaltluft vorhanden, somit fiel hier zunächst bis in tiefe Lagen Schnee. Nun ist aber auch hier die Luft durchmischt und Schnee fällt nur mehr oberhalb von 1000 m.

Viel Neuschnee bis Montagabend

Nachdem nun der Niederschlag etwas nachgelassen hat, verstärkt sich der Regen und Schneefall am Nachmittag wieder. Dabei dreht die Strömung allmählich auf Nordwest bis Nord, somit kommt über Nacht sukzessive kältere Luft zu den Alpen. In den Nordalpen schneit es dann in der Nacht und am Montag verbreitet und teils ergiebig!

24 h Schneemengen am Montag
24 h Schneemengen am Montag @ UBIMET

Oberhalb von rund 700 m kommt somit in vielen Tälern 20 bis 30 cm Neuschnee zusammen.

Schwerpunkt verlagert sich nach Osten

Am Dienstag lässt der kräftige Schneefall im Westen rasch nach, vom Tennengau bis zu den Gutensteiner Alpen schneit es hingegen noch weiter. Hier kommen noch ein paar Zentimeter hinzu, Schnee fällt dabei bis tiefe Lagen.

24 h Schneemengen am Dienstag
24 h Schneemengen am Dienstag @ UBIMET

Auch am Mittwoch schneit es nach derzeitigem Stand vom Tennengau bis zum Wienerwald noch weiter. Nochmals 10 bis 20 cm sind in den Staulagen zu erwarten, aber rauch im Flachland sind ein paar Schneeschauer zu erwarten.

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Neuschnee in den Mittelgebirgen und in den Alpen

Im Erzgebirge kehrt der Winter ein

Am Montag schneit es in den Staulagen der Mittelgebirge oberhalb von 500 bis 700 m verbreitet. Besonders in der Schwäbischen Alb, im Erzgebirge sowie am Alpenrand kommen einige Zentimeter Neuschnee zusammen. Aber auch sonst bildet sich eine dünne Schneedecke aus.

Neuschnee bis Mittwoch
Neuschnee bis Mittwoch @ UBIMET

Im Erzgebirge reichlich Neuschnee

Am Dienstag lässt der Schneefall in den meisten Regionen nach, nur im Erzgebirge schneit es ergiebig bis Mittwochvormittag weiter. Dabei sinkt die Schneefallgrenze hier bis in tiefe Lagen. Vor allem in den Staulagen sind bis Mittwoch gute 20 bis 30 cm Neuschnee zu erwarten, hier kann also die Skisaison beginnen.

Alpen bis 1 Meter Neuschnee

An der Alpennordseite der Schweizer und Österreichischen Alpen kommt in den kommenden Tagen viel Neuschnee hinzu. In Lagen oberhalb von 1200 m, wie zum Bespiel am Alrberg, kommen  bis zu 1 Meter Neuschnee hinzu. Zusätzlich laufen die Schneekanonen durch, dem Skivergnügen in den Weihnachtsferien steht hier nichts mehr im Wege.

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Flächendeckend Regen, in den Mittelgebirgen bis zu 50 l/m²

Regnerisches Wochenende in Köln

Das Wochenende ist geprägt von einem Tief über Skandinavien, das mit einer straffen Westströmung für windiges und unbeständiges Wetter sorgt. Wie bereits berichtet erreicht der Sturm Samstagnacht seinen Höhepunkt. Daneben sind aber auch die Regenmengen ganz beachtlich.

Weststau profitiert

Durch den anhaltenden Tierfdruckeinfluss ziehen am Wochenende immer wieder kräftige Schauer über das Land, sodass bis Sonntagabend verbreitet 10 bis 20 l/m² fallen. Etwas weniger Regen gibt es nur im Osten. Durch die stürmische Westströmung stauen sich die Wolken an den Mittelgebirgen und hier kommt es zu teils deutlich größeren Regenmengen:

  • 30- 40 l/m ² – Hunsrück, Odenwald, Spessart, Rhön, Harz, Thüringer und Bayerischer Wald
  • bis zu 50 l/m² im Rothaargebirge und im Schwarzwald
Regenmengen bis Sonntagabend
Regenmengen bis Sonntagabend @ UBIMET

Schnee in der neuen Woche

Sonntagnacht dreht die Strömung dann mehr auf Nord, damit fließt kältere und etwas trockenere Luft ein. Über Nacht geht der Regen oberhalb von rund 500 m in Schnee über. Somit wird es in den Mittelgebirgen verbreitet weiß, viel Neuschnee gibt es aber nur am Alpenrand sowie zur Wochenmitte wohl auch im Erzgebirge.

Titelbild: pixabay.com

Ab Sonntag viel Neuschnee im Westen

Verschneite Autos am Arlberg

Der bisherige Dezember verlief im Westen von Österreich viel zu mild, Schnee war nur oberhalb von 2000 m ein Thema. Am Wochenende stellt sich nun aber die Wetterlage um. Die milde Westströmung wird von einer feucht-kalten Nordwestströmung abgelöst, die in den Staulagen viel Niederschlag bringt. Während Schnee am Wochenende nur für die Hochtäler relevant ist, sinkt die Schneefallgrenze zu Beginn der neuen Woche bis in viele Täler.

Schwerpunkt Arlberggebiet

Vor allem am Sonntag und Montag regnet und schneit es von Vorarlberg bis ins Salzkammergut ergiebig. Am meisten Neuschnee kommt dabei im Arlberggebiet zusammen. In Lech oder Warth sind bis Montagabend bis zu 1 Meter Neuschnee möglich.

Aufsummierte Neuschneemengen von Sonntag und Montag
Aufsummierte Neuschneemengen von Sonntag und Montag @ UBIMET

Bis Mittwoch nass

Der Montag verläuft dann an der Alpennordseite winterlich. Schnee fällt allmählich bis in die Täler, nur im Flachland handelt es sich noch um Regen. Auch am Alpenhauptkamm kommen ein paar Zentimeter Neuschnee zusammen, leer geht nur der Süden und Osten aus. Am Dienstag wird es noch kälter, dann ziehen selbst im Flachland ein paar Schneeschauer durch. Insgesamt lässt der Schneefall aber immer mehr nach und klingt von Westen her bis zur Wochenmitte ab.

Gesamtniederschlag bis Mittwoch
Gesamtniederschlag bis Mittwoch @ UBIMET

Es kristallisieren sich bis zum Ende des Ereignisses zwei Niederschlagschwerpunkte heraus:

  • Arlbergregion, Bregenzerwald, Außerfern und Silvretta mit bis zu 1 Meter Neuschnee in den höheren Lagen
  • Kaiserwinkl, Tennengau und Salzkammergut mit 50 bis 70 cm oberhalb von rund 700 m

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In der Nacht etwas Neuschnee in den Nordalpen

Neuschnee über Nacht

In den vergangenen Stunden sank die Schneefallgrenze in der Obersteiermark, in Salzburg, im Mostviertel und im oberösterreichischen Alpenvorland bis in die Niederungen. Seit Mittag schneit es selbst in Amstetten oder Haag. Dabei hat sich verbreitet eine dünne Schneedecke ausgebildet. Aufgrund des recht warmen Bodens und des sehr nassen Schnees gewinnt die Schneedecke derzeit aber kaum an Mächtigkeit.

Mehr Schnee in der Nacht

Im Laufe der Nacht fließt aus Norden immer kältere Luft ein. Somit geht der Regen überall an der Alpennordseite in Schneefall über, zudem wird der Schnee trockener und die Schneedecke wächst schneller an. Bis Dienstagfrüh kommen so im Nordstau der Alpen verbreitet mit 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen. In Wien, St. Pölten oder Linz reicht es hingegen höchstens für eine dünne Schneedecke.

Neuschneemengen über Nacht
Neuschneemengen über Nacht @UBIMET

Am Dienstagvormittag lässt der Schneefall von Norden her rasch nach, tagsüber sind dann nur mehr ein paar Schneeschauer zu erwarten.

Viel Regen

Nach den vergangenen trockenen Wochen hat es heute im Flachland verbreitet ergiebig geregnet, nur im Westen blieb es bis her trocken. Die Natur und die Landwirte freuen sich über das Nass von oben.

Bisher gefallene Niederschlagsmengen
Bisher gefallene Niederschlagsmengen @ UBIMET

Titelbild: visualhunt.com

Montagnacht Schnee in Bayern und Baden-Württemberg

Schnee in der Millionenmetropole München
Ein Italientief zieht bis Montag zu den Ostalpen, somit setzt Montagfrüh in Bayern von Südosten her Regen ein, der sich im Tagesverlauf westwärts auch auf Baden Württemberg ausbreitet.

Am Nachmittag immer öfter Schneeflocken

Am Nachmittag fließt dann aus Norden immer kältere Luft ein, sodass sich allmählich immer öfter Schneeflocken zum Regen mischen und bis zum Abend geht der Regen von Norden her verbreitet in nassen Schneefall über. In der Nacht schneit es dann vor allem von der Schwäbischen über die südliche Fränkische Alb bis nach Niederbayern sowie im Großraum München kräftig.

Neuschneemengen bis Dienstagmittag @ UBIMET
Neuschneemengen bis Dienstagmittag @ UBIMET

Winterliche Fahrverhältnisse

Dienstagfrüh muss man sich dann in diesen Regionen auf tiefwinterliche Fahrverhältnisse einstellen und es schneit tagsüber weiter, allerdings klingt der Schneefall allmählich von Norden ab. Am Dienstagabend ist es dann meist schon trocken, nur an den Alpen fallen noch letzte Flocken.

Schneemengen in den Städten:

  • Ulm, Augsburg: 10-15 cm
  • München: 5 cm in der Innenstadt, bis zu 15 cm am Stadtrand
  • Stuttgart, Nürnberg: 1-5 cm

Titelbild: pixabay.com

Am Montag Starkregen, in der Nacht dann Schnee

Zuerst Regen, am Abend Schnee

In den kommenden Stunden breitet sich der Regen von Südosten auf den Großteils des Landes aus, nur im Westen bleibt es trocken. In der Nacht intensiviert sich der Regen, Schnee fällt meist erst oberhalb von 800 bis 1200 m.

Regnerischer Montag

Am Montag regnet es vor allem von Unterkärnten über das Burgenland bis zum Großraum Wien kräftig weiter. Hier kommen verbreitet 30 bis 40 l/m² zusammen, in Staulagen sind auch knapp über 50 l/m² möglich.

Regenmengen von Sonntagabend bis Montagabend. @ UBIMET
Regenmengen von Sonntagabend bis Montagabend. @ UBIMET

Bei einer Schneefallgrenze von 700 m in Norden  und 1200 m Süden kommt auf den Bergen eine ordentliche Packung Neuschnee hinzu.

Nachts Neuschnee

Am Abend sickert dann aus Norden kältere Luft ein, womit die Schneefallgrenze sukzessive bis in die Niederungen sinkt. Dann schneit es vor allem Nordstau der Alpen auch ergiebig. Bis Dienstagfrüh bildet sich von Salzburg bis Wien und Eisenstadt verbreitet eine dünne Schneedecke aus.

Schneemengen von Montag- bis Dienstagabend
Schneemengen von Montag- bis Dienstagabend. @ UBIMET

Leer geht wohl wieder das Rheintal sowie der Süden aus, hier sind höchsten ein paar Schneeflocken möglich.

Titelbild: pixabay.com

Nasser Herbst an der Ostküste Spaniens

Eines der Hauptmerkmale des Wetterverlaufs im Jahr 2018 ist die Häufigkeit, mit der sich Hochdruckgebiete über Nord- und Osteuropa platziert haben und zu sogenannten Blocking-Lagen über dem Kontinent geführt haben. Die anhaltende Trockenheit in Teilen Mittel- und Nordeuropas ist eine direkte Folge davon.

Festgefahrene Großwetterlagen

Atlantische Tiefdruckgebiete werden meist von blockierenden Hochs umgeleitet bzw. nach Norden oder Süden abgedrängt. Auch in diesem Herbst war das häufig der Fall, weshalb es besonders im westlichen Mittelmeerraum wiederkehrende Tiefdrucktätigkeit gab. Direkt betroffen davon war u.a. die Iberische Halbinsel.

Ein blockierendes Hoch über Skandinavien am Montag.
Ein blockierendes Hoch über Skandinavien am Montag.

Mit Durchzug der Tiefs gab es in Spanien häufig Regen, wobei es besonders an der Ostküste des Landes große Regenmengen gab. Das Zusammenspiel aus Tiefdruckeinfluss und milden Wassertemperaturen sorgte nämlich für eine labile Schichtung der Luft. So verzeichnetet eine Station im nördlichen Teil der Region Valencia im Oktober sogar 159.2 mm Regen innerhalb von nur einer Stunde! Zudem war der Oktober auch in der Hauptstadt der Balearen Palma de Mallorca mit 68 mm der nasseste Monat des gesamten Jahres, Details dazu gibt es hier: Neuer Regenrekord auf Mallorca im Oktober.

Große Regenmengen

Auch im November wurde das Wetter an der Iberische Halbinsel von Tiefdruckgebieten bzw. Höhentiefs maßgeblich beeinflusst. Bei der festgefahrenen Großwetterlage war die Ostküste zwischen Almeria und der Grenze mit Frankreich davon am stärksten betroffen, so traten hier zahlreiche Schauer und heftige Gewitter auf. In wenigen Tagen kamen in Polinya, einem Dorf südlich von Valencia, bis zum 320 Liter pro Quadratmeter Regen zusammen! Aber auch sonst fielen stellenweise zwischen dem Cabo de Palos, an der Küste Murcias, und Cabo de Creus, im Nordosten Costabravas, zwischen 120 und 200 Liter per Quadratmeter Wasser vom Himmel.

 

Neuschnee im Süden

Neuschnee in Klagenfurt

In den vergangenen Stunden schneite es in Osttirol und Kärnten sowie von der Südoststeiermark bis zu den Niederen Tauern kräftig. Verbreitet kamen hier 10 bis 20 cm Neuschnee hinzu, lokal wie in Bad Bleiburg wurden bis zu 30 cm gemessen. Hier ein paar Bilder von der wunderschönen Winterlandschaft:

Schnee am Faaker See (faakersee.it-wms.com)
Webcam bodental.it-wms.com
Tiefster Winter am Golfplatz in Moosburg

Schnee auch im Südosten und Osten

Auch in der südlichen Steiermark und im Südburgenland wurde es am Dienstagvormittag vorübergehend weiß, hier schmilzt der Schnee aber rasch wieder davon. In den tiefen Lagen des Ostens handelt es sich meist um Regen oder Schneeregen, in Lagen oberhalb von rund 400m wurde es aber auch winterlich. So wie z.B in Hochneukirchen in der Buckligen Welt:

Schneefall in Hochneukirchen

 

In den kommenden Tagen Tauwetter

Tauwetter in den kommenden Tagen

Das wetterbestimmende Tief liegt derzeit über Paris und verlagert sich in den kommenden Stunden westwärts in Richtung Biskaya. An dessen Ostflanke sind am Dienstag kleine Randtiefs über die Alpen hinweg gezogen und haben vor allem im Süden etwas Neuschnee gebracht.

Aktuelles Satellitenbild zeigt zweigeteiltes Wetter © UBIMET, Meteosat

Allerdings hat auch die Strömung auf Süd gedreht, somit fließt nun deutlich mildere Luft heran. Das macht sich vor allem auf den Bergen bemerkbar, wo es am Mittwoch um rund 10 Grad wärmer ist als heute. Bodennah hält sich die kalte Luft hartnäckiger, zarte Plusgrade sind am Mittwoch aber überall zu erwarten. Somit taut der frisch gefallene Schnee rasch wieder dahin.

Zweigeteiltes Wetter

Von Vorarlberg bis Oberösterreich sorgten föhnigen Tendenzen im Lee der Alpen schon am Dienstag für sonniges und mit bis zu 10 Grad mildes Wetter. Auch in den kommenden Tagen profitiert der Westen von der derzeitigen Wetterlage. Hier kann man bis Samstag viel Sonnenschein genießen. Im Südosten, Osten und im Donauraum hält sich hingegen eine beständige Hochnebeldecke, aus der es zeitweise sogar nieselt. Dafür bleibt es in der Nacht frostfrei, von der derzeitigen Schneedecke wird selbst in höheren Lagen bis zum Wochenende nicht mehr viel übrig sein.

Titelbild: pixabay.com

Am Nachmittag Schnee in Thüringen und Nordhessen

Schnee in Oberhof

Seit den Morgenstunden schneit es bereits in Niederbayern. Der Schneefall verlagert sich im Laufe des Vormittags mehr nach Franken und gegen Mittag beginnt es in Thüringen verbreitet zu schneien.

In Niederbayern, wie hier in Bischofsmais, ist es bereits weiß geworden:

Neuschnee in Bischofsmais
Neuschnee in Bischofsmais

Am Nachmittag schneit es dann in einem Gebiet vom Vogtland bis zum Harz und Hochsauerland verbreitet, nur in tiefsten Lagen kann es sich auch um Schneeregen oder Regen handeln.

In den Mittelgebirgen einige Zentimeter Neuschnee

In Lagen oberhalb von 300 bis 400 m bildet sich verbreitet eine Schneedecke, bis zu 10 cm Neuschnee gibt es vor allem in den Hochlagen vom:

  • Harz
  • Thüringer Wald
  • Hochsauerland

Am Abend klingt der Schneefall dann aber schon wieder ab und in den kommenden Tagen bleibt es weitestgehend trocken. Dazu sorgt leichtes Tauwetter dafür, dass der Schnee nicht lange Bestand hat. Nur in den höchsten Lagen der Mittelgebirge hält sich der Schnee länger.

Titelbild: pixabay.com

Ergiebiger Schneefall im Frühverkehr

Schneefall im Frühverkehr sorgt für Probleme

Am Nachmittag und Abend schneit es im Süden und Osten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unergiebig weiter. Mit Annäherung eines Italientiefs setzt nach Mitternacht im Süden zunehmend kräftiger Schneefall ein. Bis zum Morgen breitet sich der Schneefall nordwärts bis Wien aus.

Behinderungen im Frühverkehr

Gerade in den Morgenstunden fällt der Schneefall von Oberkärnten über die Packalpe bis zum Wechsel ergiebig aus. Somit ist in diesen Regionen mit weitreichenden Behinderungen und Verspätungen im Frühverkehr zu rechnen. Der starke Schneefall verlagert sich im Laufe des Vormittags mehr in den Osten, somit kann es auch in Wien kurzzeitig kräftig schneien. Allerdings wird es auch immer milder, sodass der Schnee in tiefen Lagen zunehmend in Schneeregen und Regen übergeht. Bis zum Abend klingen Regen und Schneefall überall ab.

Neuschneeprognose für den Dienstag
Neuschneeprognose für den Dienstag © UBIMET

Ab Mittwoch Tauwetter

Am Mittwoch setzt sich die Milderung fort. Dabei bleibt es sowie auch am Donnerstag in der Osthälfte trüb durch Hochnebel oder Wolken. Dazu kann es bei zarten Plusgraden immer wieder nieseln oder leicht regnen. Mit dem einsetzenden Tauwetter geht es dem Schnee an den Kragen, nur in den geschützten Tal- und Beckenlagen des Südens kann sich der Schnee länger halten.

Ganz anders präsentiert sich das Wetter von Vorarlberg bis in die westliche Obersteiermark, hier strahlt die Sonne von einem oftmals wolkenlosen Himmel. Die Temperaturen liegen je nach Sonne und Wolken zwischen 1 und 9 Grad.

Titelbild: visualhunt.com

Über Nacht kommt der Schnee

Winterliches Wien

In den kommenden Stunden verdichten sich aus Osten die Wolken und am Abend setzt im Wein- und Waldviertel leichter bis mäßiger Schneefall ein. Dieser breitet sich über Nacht auf die Alpennordseite aus, sodass sich verbreitet eine dünne Schneedecke ausbildet. Auch in Wien kann es vor allem in den westlichen Stadtteilen weiß werden. Am meisten Schnee fällt vom Waldviertel bis in den Wienerwald sowie auf den Bergen.

Neuschneemengen bis Montagfrüh
Neuschneemengen bis Montagfrüh @ UBIMET

Am Montag winterlich

Zu Wochenbeginn stellt sich winterlich kaltes Wetter ein, in höheren Lagen stellt sich Dauerfrost ein. Der Schneefall an der Alpennordseite klingt aber rasch ab, dafür schneit es von der Koralpe bis zum Wechsel vor allem am Vormittag häufig. Die Mengen halten sich aber auch hier in Grenzen.

Neuschneemengen am Montag
Neuschneemengen am Montag @ UBIMET

Starkschneefall Dienstagfrüh

In der Nacht auf Dienstag sorgt dann ein Italientief von Süden her für aufkommenden Schneefall. Dabei sind bis Dienstagmittag im Süden größere Mengen möglich. Detail dazu folgen am Montag.

Titelbild: visualhunt.com

 

Winterlich kalt, aber kaum Schnee

Da und dort bildet sich eine dünne Schneedecke aus

Die polare Kaltluft hat nun ganz Deutschland erreicht und sorgte Sonntagfrüh beinahe überall für Frost. Nur an den Küsten sowie stellenweise im Westen blieb es frostfrei. Besonders kalt war es letzte Nacht im Osten, hier gab es verbreitet schon mäßigen Frost. Die Kältepole lagen allesamt in Sachsen:

  • Dippoldiswalde-Reinberg -9,1 Grad
  • Sohland an der Spree -8,7 Grad
  • Bertsdorf-Hörnitz -7,8 Grad

Verbreitet Schneeflocken

An der Ostflanke von Hoch BURCKHARD zieht am Montag ein Höhentief über Deutschland in Richtung Frankreich hinweg. Bereits in der Nacht ziehen in der Osthälfte Regen- und Schneeschauer durch, die sich am Montag tagsüber westwärts ausbreiten. Dabei handelt es sich südlich der Linie Köln-Berlin meist bis in die Tieflagen um Schnee, weiter nördlich muss man meist mit Regentropfen vorliebnehmen.

Eine Schneedecke bildet sich in den Niederungen aber nur vereinzelt und für kurze Zeit aus. Am meisten Neuschnee kommt noch in den östlichen Mittelgebirgen vom Harz über den Thüringer Wald bis zum Erzgebirge zusammen. Hier sind um die 5 cm Neuschnee zu erwarten.

Bald wieder milder

Am Dienstag kann es in der Mitte nochmals etwas schneien, doch insgesamt wird es schon wieder eine Spur milder. Hoch BURCKHARD schwächt sich nämlich zusehends ab, womit auch die Zufuhr polarer Kaltluft zu Ende geht. In den Niederungen wird es so im Laufe der Woche von Süden her ein wenig milder und ergiebiger Regen ist weiterhin keiner in Sicht.

Titelbild: visualhunt.com

Verheerende Waldbrände in Kalifornien

Waldbrand nahe Malibu

Seit dem Freitag wüten in Kalifornien verheerende Waldbrände. Im Norden des Westküstenstaates sorgte das sogenannte Camp Fire für mehrere Todesopfer und schon tausende Häuser fielen dem Brand zum Opfer. Ein zweiter großer Brand, Woolsey Fire, wütet bei Malibu und bedroht einige Luxusvillen. Zudem sorgen die derzeitigen meteorologischen Bedingungen für eine extreme Waldbrandgefahr.

Extreme Waldbrandgefahr durch Santa-Ana-Winde

Beinahe jährlich kommt es im Herbst in Kalifornien nach einem heißen und trockene Sommer zu Waldbränden.


Diese Jahr fielen aber die Regenmengen unterdurchschnittlich aus und mit den berüchtigten Santa-Ana-Winde können sich Waldbrände rasend schnell ausbreiten. Santa Ana ist ein stürmischer Ostwind, der locker Windgeschwindigkeiten um 100 km/h erreichen kann und zudem die Luft extrem austrocknet. Verbreitet herrscht derzeit nur einen Luftfeuchtigkeit von rund 10 Prozent.

Hier ein Video von der Flucht vor dem Camp Fire nahe der Stadt Paradise:

Bis Dienstag ungünstige Wetterverhältnisse

Bis einschließlich Dienstag bleibt die Situation in Kalifornien angespannt, weitere Waldbrände sind möglich und nach wie vor weht der kräftige Santa Ana. Danach lässt der Wind nach und die Chancen stehen gut das die Feuerwehrleute die Brände dann in Griff bekommen.

Titelbild: https://twitter.com/Represented_Ltd/status/1061527370832715776

Im Laufe der Woche kälter und Morgenfrost

In der zweiten Wochenhälfte muss man verbreitet Eiskratzen

Seit Monatsbeginn liegt Österreich in einer sehr milden, föhnigen Südwestströmung, die an der Alpennordseite für ungewöhnlich hohe Temperaturen sorgte. Mit Durchzug einer kaum wetterwirksamen Kaltfront geht das föhnige Herbstwetter am Dienstag zu Ende. Anschließend baut sich direkt über Mitteleuropa ein kräftiges Hoch auf. Somit wird es im Flachland wieder sonnig, allerdings steigt hier die Frostgefahr an.

Milder, föhniger Wochenstart

Der Montag verläuft nochmals nach dem altbewährten Muster: Im Flachland hält sich der Nebel, während es in den Föhnregionen bei viel Sonnenschein sehr mild wird. Auch im Süden scheint bei lebhaftem Jauk oftmals die Sonne. Am Dienstag nähert sich aus Nordwesten eine schwache Kaltfront. Mit dem Südföhn geht es zu Ende, der Nebel im Flachland weicht allerdings nur langsam.

Viel Sonnenschein, im Flachland Morgenfrost

Am Mittwoch lösen sich die Restwolken im Bergland am Vormittag auf, sonst dominiert bereits von der Früh weg der Sonnenschein. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen wird es schon etwas kühler.
Die Nacht auf Donnerstag kühlt es kräftig ab und selbst im Flachland kann es nach langer Zeit wieder zu Morgenfrost kommen. Tagsüber dominiert wieder großteils der Sonnenschein, nur in einigen Tal- und Beckenlagen hält sich hartnäckig der Nebel.

Am Ende der Woche vermutlich kälter, weiterhin trocken

Auch die restliche Woche verläuft weitgehend freundlich. Allerdings verlagert sich der Schwerpunkt des Hochs nach Skandinavien, damit dreht die Höhenströmung am Wochenende auf Nordost und ein Schwall kalter Luft macht sich auf den Weg nach Österreich. Nach derzeitigem Stand wird es mit kräftig auffrischendem Nordwind am Sonntag vor allem in der Osthälfte markant kälter. Da aber nach wie vor der Hochdruckeinfluss dominiert, bleibt es weitgehend trocken.

Wochentag Höchstwerte
Montag 9 bis 22 Grad bei Föhn
Dienstag 10 bis 18 Grad im Südosten
Mittwoch 8 bis 15 grad
Donnerstag 6 bis 14 Grad
Freitag 5 bis 14 Grad
Samstag 7 bis 14 Grad
Sonntag 4 bis 13 Grad im Süden

Sturzflut in Jordanien fordert Todesopfer

Sturzfluten in Jordanien

Ein Tief über dem östlichen Mittelmeer sorgte für zahlreiche heftige Gewitter im Nahen Osten. Wie schon vor 2 Wochen traf es Jordanien besonders schlimm. In den heranrasenden Sturzfluten kamen mindesten 9 Personen zu Tode. Auch aus der antiken Felsenstadt Petra mussten 3700 Touristen evakuiert werden, bevor sie teilweise überschwemmt wurde.

Trügerische Entfernung

Gewitter in Jordanien sorgen immer wieder für Todesopfer. Besonders gefährlich ist dabei der Umstand, das die Gewitter zig Kilometer entfernt niedergehen und dann die Wassermassen ohne Vorwarnung durch die engen Schluchten an Orte gelangen, an denen kein einziger Tropfen Regen fiel. Diese Sturzfluten  sind nicht nur für Touristen sondern oft auch für die Einheimischen überraschend und tödlich.

Überschwemmungen auch in Kuwait

Auch in Kuwait gab es gewittrigen Starkregen und ein Chaos durch überflutetet Straßen. Allerdings ist das Land komplett flach, somit kann es zu keine Sturzfluten kommen.

Titelbild: Euripides Evriviades

Überflutungen in Wales und Südfrankreich

Fluten in Wales

Durch die festgefahrene Großwetterlage verlagert sich das Tief über dem Atlantik kaum und steuert beständig feuchte Luft nach Wales. Mit der Südwestströmung staut sich auch die feuchte Mittelmeerluft an den Südrand des Zentralmassivs, somit kommt es auch in Südfrankreich zu Überschwemmungen.

Großflächige Überflutungen in Pembrokeshire

Im Westen von Wales, in der Grafschaft Pembrokeshire, führen derzeit alle Flüsse und Bäche aufgrund des Starkregens Hochwasser. Darum sind in der Gegend zahlreiche Straßen gesperrt, es kommt zu Stromausfällen und rund tausend Häuser sind bereits von den Fluten betroffen.

Fluten und Tornado in Südfrankreich

Am Südrand des Zentralmassivs sorgten Starkregen und Gewitter ebenfalls für Überschwemmungen. In den Staulagen fielen am Freitag 150 bis 200 l/m². Dazu gab es am östlichen Stadtrand von Montpellier einen Tornado, der einige Schäden verursachte.


Titelbild: bbc.com

Gewitter sorgen für Riesenhagel und Sandstürme in Australien

Riesenhagel in Australien

Australien befindet sich derzeit mitten im Frühling und es kommt zu dieser Zeit im Jahr verbreitet zu Gewittern. Eine kräftige Kaltfront sorgte vor allem im Südosten des Landes für Unwetter.

Sandstürme

Im wüsten- bis steppenähnlichen Landesinneren von New South Wales entstanden im Vorfeld einer kräftigen Gewitterlinie heftige Sandstürme. Diese fegten mit Orkanböen von bis zu 120 km/h übers Land.

An der Küste Riesenhagel

In Küstennähe bildeten sich mehrere Superzellen, eine davon brachte nahe der Stadt Kempsey Hagel von bis zu 8 cm Durchmesser. Die Schäden waren dementsprechend groß.

Schwere Waldbrände in Kalifornien

Riesige Aschewolken aufgrund der Brände

Nach einem trockenen Sommerhalbjahr steigt jedes Jahr im Herbst das Risiko für Waldbrände in Kalifornien. Diese Jahr ist es besonders schlimm, da selbst für kalifornische Verhältnisse kaum Regen fiel. Zudem sorgen die derzeitigen meteorologischen Bedingungen für eine extreme Waldbrandgefahr.

Santa-Ana-Winde

Zwischen einem Hoch über dem Nordpazifik und einem Tief südlich von Kalifornien herrscht derzeit eine kräftige Ostströmung. Dabei gleiten die Winde die Berghänge Kaliforniens hinunter zur Küste und trocknen die Luft extrem aus. Verbreitet herrscht derzeit nur einen Luftfeuchtigkeit von rund 10 Prozent. Diese so genannten Santa-Ana-Winde sorgen nicht nur für extrem trockene Luft sondern auch für Böen von bis zu 100 km/h. Unter diesen Bedingungen könne sich Waldbrände rasant ausbreiten.

Camp Fire

Der größte Waldbrand, das sogenannte Camp Fire, wütet derzeit im Norden von Kalifornien nahe der Städte Paradise und Chico.

Rund 30.000 Einwohner mussten ihre Häuser bereits verlassen und es gibt wohl schon erste Todesopfer. Der Waldbrand breitet sich rasch ostwärts aus und bedroht nun die Stadt Chico. Auch im Süden von Kalifornien sind in den kommenden Tagen Waldbrände zu befürchten.

Waldbrandgefahr in Kalifornien in den kommenden Tagen
Waldbrandgefahr in Kalifornien in den kommenden Tagen © NOAA

Titelbild: NOAA, CIMSS

Eismangel in der Arktis

Meereis bildet sich nur langsam

Unter der Klimaerwärmung leiden vor allem die arktischen Regionen. Im Winterhalbjahr liegen hier die Temperaturen oftmals 10 Grad über dem Durchschnitt, was sich auch auf die Meereisausdehnung und die Mächtigkeit des Eises auswirkt.

Temperaturen im Vergleich zum Durschschnitt
Temperaturen im Vergleich zum Durchschnitt © http://ocean.dmi.dk

Rund 1 Mio. km² an Eis fehlen

Das jährliche Meereis Minimum Ende September in der Arktis ist zwar schon einige Wochen her, die Eisdecke erholt sich aber nur langsam. Das die vergangenen Wochen in den meisten Regionen der Arktis deutlich zu warm ausfielen, breitet sich das Meereis nur langsam aus. Vor allem in der russischen Arktis fehlt es deutlich an Eis.

Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt.

Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt © http://nsidc.orgGrund dafür ist das großräumige Strömungsmuster, das nicht nur bei uns für zu mildes Wetter sorgt, sondern auch in den westrussischen Arktisregionen. Daran wird sich auch in den kommenden Tagen nichts ändern.

Titelbild: pixabay.com

Aktuelle Meereisausdehnung in der Arktis

Arktiseis

Die Klimaerwärmung ist speziell in der Arktis stark spürbar. Vor allem im Winterhalbjahr liegen die Temperaturen in hohen Norden oft 10 Grad über dem Schnitt der vergangenen Jahrzehnte. Die überdurchschnittlichen Temperaturen machen sich besonders in der Meereisausdehnung sowie der Stärke des Meereises bemerkbar.

Ausdehnung deutlich unterm Schnitt

In den vergangenen Wochen hat das arktische Meereis wieder deutlich, im ähnlichen Ausmaß wie die Jahre zuvor, an Fläche gewonnen. Trotzdem fehlen rund 1 Million Quadratkilometer auf die durchschnittliche Fläche von 1980 bis 2010.

Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt.
Aktuelle Meereisausdehnung im Vergleich zu den vergangenen Jahren und dem Durchschnitt © http://nsidc.org

Vor allem in der russischen Arktis fehlt es derzeit an Eis. Grund dafür ist das großräumige Strömungsmuster, das nicht nur bei uns für zu mildes Wetter sorgt, sondern auch in den westrussischen Arktisregionen.

Meereisausdehnung und -konzentration
Meereisausdehnung und -konzentration © http://nsidc.org

Schnee fehlt in Skandinavien und Westrussland

Die Schneedecke in den umliegenden Länder ist für Anfang November schon gut ausgebildet und in Kanada liegt schon deutlich weiter südlicher Schnee, als in einem durchschnittlichen Jahr. Ein deutliches Minimum bei der Schneedecke ist nur in Skandinavien und Westrussland auszumachen.

Aktuelle Schneeausdehnung im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt
Aktuelle Schneeausdehnung im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt

Hier kommt auch in den kommenden Tagen kein Neuschnee hinzu, während sich für den Nordwesten der USA ab dem Wochenende ein massiver Kaltlufteinbruch mit Schnee ankündigt!

Titelbild: pixabay.com

Gibt es schon irgendwo Schnee im Mitteleuropa?

Neuschnee im Zentralmassiv

In Österreich findet man derzeit Naturschnee nur im Hochgebirge. Tief VAIA sorgte zu Beginn der Woche nicht nur für Überschwemmungen und Sturm, sondern auch für den ersten nennenswerten Neuschneezuwachs in den Gletscherregionen. So fielen verbreitet über 50 cm Neuschnee auf den österreichischen Gletschern.

Schnee im Frankreich

An der Rückseite von Tief VAIA kam es vor allem im Zentralmassiv in Frankreich zu kräftigem Neuschneezuwachs von stellenweise über 50 cm. Teilweise gab es dort neue Schneerekorde für Ende Oktober und einige Straßen waren blockiert.

Schnee an der Alpensüdseite

Während es bisher an der Alpensüdseite zu mild war für ergiebigen Schneefall, sorgt der heutige Südstau in so manchem Hochtal für einen ersten Vorgeschmack auf den Winter. Im Aostatal schneite es über Nacht ergiebig.

Schnee in Österreich?

Derzeit fällt in Osttirol oberhalb von rund 1400 m Schnee. Eine nachhaltige Schneedecke wird sich aber auch hier nicht ausbilden, da es in den kommenden Tagen wieder milder wird. Auch in der ersten Novemberwoche bleibt es zu mild für Schnee in den Tälern, alle Winterfreunde müssen sich noch in Geduld üben.

Himmelsfarben als Wetterbote

Abendrot gut Wetterbot

Ob Blau, Rot oder doch eher Orange – die Ursache dieser Farbenvielfalt liegt in der Art, wie das Sonnenlicht in der Atmosphäre gestreut wird.

Hintergrundwissen

Die Rotfärbung entsteht in erster Linie durch die Streuung und Brechung des Sonnenlichtes. Nicht jede Wellenlänge wird gleich stark abgelenkt – je kleiner diese nämlich ist, desto stärker wird sie gestreut. Da die Farbe Blau die kürzeste Wellenlänge aufweist und Rot die längste, wird demzufolge blaues Licht stärker gestreut als rotes. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Länge des Weges durch die Atmosphäre. Bei tiefem Sonnenstand, also morgens und abends, ist der Weg des Lichts recht ‚lange‘. Durch die Streuung vermindert sich der Blauanteil dabei so stark, dass die rote Farbe die Oberhand gewinnt. Somit ist der wolkenlose Himmel bei Sonnenaufgang und -untergang rot.

Abendrot – Gutwetterbot

Zumindest in unseren Breiten trifft diese Aussage meistens zu: Das Abendrot, also die intensive Beleuchtung der Wolken durch die Sonne, ist nur dann zu sehen, wenn der Himmel im Westen wolkenfrei ist. In Mitteleuropa ‚kommt das Wetter‘ oft aus dem Westen – zeigt sich der Himmel gen Westen also in rötlichen Farbtönen, bedeutet das, dass keine Wolke ‚in der Nähe‘ ist, die schlechtes Wetter bringen kann.

Morgenrot – Schlechtwetter droht

Wenn allerdings bereits in den Morgenstunden die Wolken in intensiven Farben leuchten, ist genau das Gegenteil der Fall. Dann steht die Sonne im Osten, wo der Himmel noch klar sein muss, aber von Westen zieht bereits Bewölkung auf. Beide Bauernregeln gelten natürlich nicht, wenn Tiefs aus anderen Himmelsrichtungen aufziehen – hierzulande ist dies jedoch eher die Ausnahme.

Das Video zeigt schöne Morgen- und Abendrot am Alpenrand bei Föhn:

Titelbild: pixabay.com

Nächstes Unwettertief WENKE bedroht Italien

Umgestürzte Bäume in Terracina südlich von Rom

Das Tief WENKE zieht in der Nacht von Spanien in den Golf von Genua. Dabei bildet sich einen markante Luftmassengrenze aus, an der sich über Nacht wieder heftige Gewitter bilden, die am Donnertagmorgen auf die Westküste Italiens prallen. Dabei sorgen die Gewitter stellenweise wieder für enorme Regenmengen, auch Sturm und Hagel ist vor allem in den südlicheren Landesteilen mit dabei.  Ähnliche Bilder wie zu Wochenbeginn aus Lazio sind zu befürchten:

Unwetterrisiko bleibt

Tief WILKE folgt am Freitag gleich das nächste Tief, das dann vor allem in der Mitte und im Süden des Landes am Freitag und am Wochenende für weitere unwetterartigen Gewitter sorgt.

Titelbild: @maurosalza

Zu Allerheiligen in Osttirol und Oberkärnten erneut Starkregen

Weitere Vermurungen möglich

Nach dem  sintflutartigen Regen der vergangenen Tage und den weitreichenden Überschwemmungen in Osttirol und Oberkärnten sind am Mittwoch die Einsatzkräfte mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Pegel von Gail, Drau und Möll sind deutlich zurückgegangen. Zu Allerheiligen dürfte sich die Lage aber nochmals kurzzeitig etwas verschärfen. Vor allem im Lesach- und Gailtal sind in kurzer Zeit nochmals 40 bis 60 l/m² möglich.

Regenmengen zu Allerheiligen
Regenmengen zu Allerheiligen © UBIMET

Vermurungen zu befürchten

In den betroffenen Regionen setzt Donnerstagvormittag allmählich Regen ein, der dann vor allem am Nachmittag und Abend wieder ergiebig und teils gewittrig durchsetzt ausfällt. In der Nacht beruhigt sich dann rasch wieder das Wetter. Während die Regenmengen wohl keine großflächigen Überschwemmungen mehr auslösen, sind aber lokale Vermurungen und Überflutungen aufgrund der gesättigten Böden zu erwarten. Besonders gefährdet sind:

  • das Hochpustertal
  • das Lesachtal
  • das Gailtal

Allerseelen nochmals Regen

Nach einer Regenpause setzt zu Allerseelen am Abend wieder Regen ein, der aber nur unergiebig ist und bis Samstagfrüh wieder abklingt. Anschließend bleibt es für ein paar Tage lang trocken, somit entspannt sich die Lage nachhaltig.

Titelbild: www.osttirol-heute.at/chronik/guenther-platter-unwetter/attachment/vermurung-galitzenklamm-start2-brunner/

Sintflutartiger Regen in den Südalpen

Vermurungen sind durch den Starkregen zu befürchten

Eine Kaltfront zieht Freitagnacht über Deutschland hinweg und erreicht am Samstag die Alpen. Gleichzeitig kommt es durch den Vorstoß der kalten Luft im Golf von Genua zu einer Tiefdruckentwicklung und es setzt kräftiger Regen im Südstau der Alpen ein. Somit bildet sich direkt über den Alpen eine Luftmassengrenze aus, die am Sonntag sich weiter nordwärts verlagert. Der intensive Regen, teilweise auch mit Gewittern durchsetzt, hält bis Dienstagfrüh an. Dabei kommen in Summe verbreitet 200 bis 400 l/m², lokal bis zu 500 l/m² zusammen.

Aufsummierte Regenmengen der kommenden Tage
Aufsummierte Regenmengen der kommenden Tage @UBIMET

Überflutungen und Vermurungen drohen

An der Alpensüdseite sind Starkregenereignisse gerade im Herbst keine Seltenheit. Somit können die Flüsse einiges an Regen aufnehmen. Doch gerade zum Ende des Ereignisses am Montag und Dienstag dürfte die Gefahr von lokalen Überschwemmungen deutlich ansteigen. Zudem sind aufgrund der hohen Regenmengen Vermurungen wahrscheinlich. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 2.200 und 2.800 Meter. Nennenswerte Neuschneezuwachs gibt es somit meist nur in den Gletscherregionen.

Auswirkungen auf Deutschland

Am Samstag fällt vor allem südlich der Donau kräftiger Regen, mit der Verlagerung der Luftmassengrenze nach Norden verlagert sich am Sonntag auch der Regen und erreicht etwa die Linie Trier-Berlin. Auch Schnee wir in den Mittelgebirgen ein Thema, oberhalb von rund 600 bis 800 m bildet sich vorübergehend eine dünne Schneedecke aus. Betroffen ist dabei vor allem:

  • Schwarzwald
  • Erzgebirge
  • Thüringer Wald

In der neuen Woche setzt sich dann wieder meist mildes Herbstwetter durch.

Titelbild: Brunner Images

Schnee und Regen am Samstag

Schneefall im Westen

Die Kaltfront eines Tief über der Ostsee schleift am Samstag entlang der Nordalpen, somit kühlt es nördlich der Alpen deutlich ab. Der Hauptvorstoß der kalten Luft geht aber weiter westlich vonstatten, sodass sich im Golf von Lion ein kräftige Tief bildet. An dessen Vorderseite wird warme und extrem feuchte Luft gegen die Alpensüdseite geführt, siehe Grafik:

Über den Alpen bildet sich eine Luftmassengrenze aus
Über den Alpen bildet sich eine Luftmassengrenze aus @UBIMET

Neuschnee im Westen

Die warme Luft aus dem Süden gleitet auf die kältere Luft im Norden auf und es setzt am Samstag verbreitet Regen ein. In den bodennahen Schichten wird im Westen weiterhin kalte Luft herangeführt, sodass in Vorarlberg und Tirol die Schneefallgrenze am Abend und in der Nacht auf Sonntag bis knapp unter 1000 m sinkt. In so manchem höher gelegenen Tal bildet sich kurzzeitig eine dünne Schneedecke aus. Auf den Bergen und da vor allem in den Gletscherregionen kommen große Neuschneemengen von über einem halben Meter zusammen.

12-stündige Neuschneemengen von Samstagabend bis Sonntagfrüh
12-stündige Neuschneemengen von Samstagabend bis Sonntagfrüh @UBIMET

Südstau und Föhn

Am Sonntag verstärkt sich die Südströmung weiter und die warme Luft drängt die kältere nach Norden ab. Dabei gehen die Aufgleitniederschläge an der Alpennordseite rasch zu Ende und es wird zunehmend föhnig. Im Südstau, also in Osttirol und Oberkärnten regnet es hingegen kräftig weiter, sodass hier am Wochenende verbreitet 100 bis 150 l/m² zusammenkommen.

Regenmengen am Wochenende
Regenmengen am Wochenende @UBIMET

In der neuen Woche setzt sich das Wetter fort. Föhnsturm im Norden und Osten, Starkregen im Südwesten. Erst am Dienstag beruhigt sich dann langsam das Wetter

Titelbild: pixabay.com

Sonniger Nationalfeiertag – perfekt für Ausflüge

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Am Nationalfeiertag ist es mit dem Sturm auch im Osten vorbei und nach Auflösung regionaler Nebelfelder scheint im Großteil des Landes die Sonne. Am Vormittag ziehen vor allem von Oberösterreich bis ins Burgenland noch dichtere Wolken durch, am Nachmittag machen sich dann Wolkenfelder im Südwesten bemerkbar. Dazu wird es ausgesprochen mild für Ende Oktober, maximal 13 bis 19 Grad. Bei so einem Kaiserwetter laden diverse Veranstaltungen zu einem Besuch ein.

Leistungsschau und „offene Türen“

In der Wiener Innenstadt werden sich am Freitag wieder zahlreiche Besucher tummeln. Das Österreichische Bundesheer startet ab 10:00 Uhr in der Wiener Innenstadt mit seiner Leistungsschau.

Ebenfalls für die Öffentlichkeit zugängig ist:

  • das Parlament von 10 bis 16 Uhr
  • das Bundeskanzleramt von 12 bis 16:30 Uhr
  • Präsidentschaftskanzlei von 13 bis 14 Uhr

Zudem ermöglichen österreichweit viele Museen den Besuchern gratis oder ermäßigten Eintritt auf Dauer- und Sonderausstellungen.

Sportlich am Nationalfeiertag

In ganz Österreich finden zahlreiche Wanderveranstaltungen statt. Auch Bergtouren sind bei den angenehmen Temperaturen gut möglioch, allerdings sollte man sich zuvor informieren ob die anvisierte Hütte oder Alm noch geöffnet hat.

Wer es noch sportlicher mag, nutzt den Nationalfeiertag für einen Lauf bei wunderschönem Herbstwetter, bevor es am Wochenende nass, windig und kühl wird.

Titelbild: pixabay.com

Supertaifun YUTU verwüstet Marianen

Supertaifun YUTU wirbelt im Pazifik

Der Taifun YUTU verstärkte sich in den vergangenen Tagen zu einem Supertaifun mit Windspitzen bis knapp 300 km/h. Vergangene Nacht überquerte der Supertaifun die amerikanischen Überseeterritorien Guam und die Nördlichen Marianeninseln Saipan und Tinian. Dabei lag das Auge des Sturms direkt über der Insel Tinian:

Enorme Zerstörungskraft

Die anschließenden Videos zeigen die massiven Zerstörungen, die YUTU hinterlassen hat:


Zukunft ungewiss

In den kommenden Tagen zieht der Supertaifun über das offene Meer westwärts und könnte Anfang kommender Woche auf Taiwan treffen. Allerdings ist es auch möglich, dass der Wirbelsturm eine südlichere Zugbahn einschlägt und über die nördlichen Philippinen zieht. Die genaue Entwicklung bleibt abzuwarten.

Titelbild: himawari8.nict.go.jp

Tief SIGLINDE bringt am Mittwoch Sturm und Regen

Windsack im Sturm

Bereits heute Dienstag legt der Westwind im Donauraum sowie im östlichen Flachland immer mehr an Stärke zu und erreicht am späten Abend allmählich Sturmstärke. Die Nacht verläuft vom Innviertel über Wien bis ins Nordburgenland stürmisch, dazu setzt im Nordstau der Alpen allmählich Regen ein. Vergleichsweise ruhig verläuft die Nacht ganz im Westen sowie südlich des Alpenhauptkamms.

Am Mittwoch Höhepunkt des Sturms

In der Früh und am Vormittag erreicht der Sturm im Osten seinen Höhepunkt, verbreitet sind Sturmböen von 70 bis 90 km/h, stellenweise bis zu 100 km/h zu erwarten. Anschließend sorgt die Kaltfront für kräftigen Regen, womit der Sturm etwas nachlässt. Allerdings kommt dann an der Alpensüdseite kräftiger Nordföhn auf. In den klassischen Nordföhntälern von Osttirol bis in die Steiermark sind tagsüber ebenfalls Sturmböen von 70 bis 90 km/h zu erwarten.

Windspitzen am Mittwoch
Maximale Windspitzen von Dienstagabend bis Mittwochabend @ UBIMET

Starkregen an der Alpennordseite

An der Alpennordseite verstärkt sich der Regen zusehends, vom Tiroler Unterland bis zum Mostviertel kommen bis Mittwochnacht verbreitet 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter zusammen. Das letzte Mal ergiebig geregnet hat es am Alpennordrand am 1. Oktober.

Prognostizierte Regenmengen für Mittwoch
Prognostizierte Regenmengen für Mittwoch @ UBIMET

Am Donnerstag Wetterberuhigung

Am Donnerstag klingt der Regen an der Alpennordseite am Vormittag langsam ab, der West- bis Nordwestwind weht aber vor allem im östlichen Flachland weiterhin kräftig, vereinzelt sind auch noch Sturmböen möglich. Im Westen und Süden des Landes setzt sich hingegen rasch die Sonne durch und mit Höchstwerten zwischen 15 und 20 Grad bleibt es mild.

Nach einem überwiegend freundlichen und milden Nationalfeiertag deutet sich ein turbulentes Wochenende mit Schnee im Westen, Starkregen im Süden und Sturm und Wärme im Osten an.

Hurrikan WILLA trifft auf Mexiko

Blick auf Hurrikan WILLA

Hurrikan WILLA hat vergangene Nacht kurzfristig die höchste Kategorie 5 erreicht. Nun interagiert der Sturm aber immer mehr mit dem mexikanischen Festland, womit er langsam an Stärke verliert. Trotzdem trifft WILLA als ungewöhnlicher starker Sturm auf die Westküste Mexikos. Im Einflussbereich des Sturms ist mit einer 3 Meter hohen Sturmflut und Windböen über 200 km/h zu rechnen. Dazu fallen im gebirgigen Hinterland enorme Regenmengen von 300 bis 500 l/m², die zu enormen Überschwemmungen und Vermurungen führen.

Zugbahn von Hurrikan WILLA @NOAA

Extreme Intensivierung

Da Hurrikan WILLA flächenmäßig ein relativ kleiner Sturm ist, konnte er die gesamte Energie auf sein Zentrum konzentrieren. Womit es innerhalb von 48 Stunden zu einer sehr raschen Intensivierung kam, wie auch die Tabelle zeigt:

Datum (Lokalzeit) Minimaldruck im Sturmzentrum Maximale Windgeschwindigkeiten
20.10.2018 – 10 Uhr 1005 hPa 65 km/h
20.10.2018 – 16 Uhr 999 hPa 95 km/h
20.10.2018 – 22 Uhr 994 hPa 110 km/h
21.10.2018 – 04 Uhr 984 hPa 135 km/h
21.10.2018 – 16 Uhr 975 hPa 160 km/h
21.10.2018 – 22 Uhr 963 hPa 185 km/h
22.10.2018 – 04 Uhr 941 hPa 230 km/h
22.10.2018 – 10 Uhr 931 hPa 250 km/h
22.10.2018 – 16 Uhr 925 hPa 260 km/h

Rasche Abschwächung am Festland

Hurrikan WILLA schwächt sich über dem gebirgigen Festland Mexikos rasch ab, die Überbleibsel des Sturms erreichen wohl am Wochenende die amerikanische Golfküste. Hier könnte die Reste des Sturms zu einem neuen Tief reaktiviert werden, die genaue Entwicklung bleibt aber noch abzuwarten.

Tief SIGLINDE sorgt für Sturm

Stürmischer Nordwestwind

Bereits seit den frühen Morgenstunden ist es an Nord- und Ostsee stürmisch mit Böen bis zu 90 km/h. Aber auch sonst legt der Wind in der Nordhälfte an Stärke zu. Am Nachmittag und Abend sind dann östlich der Linie Bremen-Chemnitz verbreitet Sturmböen zu erwarten. Ganz im Osten, also auch im Großraum Berlin, treten vereinzelt auch schwere Sturmböen auf.

Windspitzen bis Mittwochfrüh
Windspitzen bis Mittwochfrüh @UBIMET

Am Mittwoch windig

Auch am Mittwoch weht im Osten und Südosten kräftiger, teils auch stürmischer Nordwestwind. Einzelne Sturmböen sind vor allem noch in Sachsen und im Osten von Bayern möglich. Bis zum Donnerstag beruhigt sich das Wetter zunehmend.

Etwas Regen

Mit Tief SIGLINDE fällt bis auf den Westen überall ein wenig Regen, größere Regenmengen kommen aber nur im Stau des Erzgebirges zusammen. Nach einer kurzen Wetterberuhigung nimmt der Tiefdruckeinfluss am Wochenende wieder zu und weitere Regen ist in Sicht.

Titelbild: pixabay.com

Endlich etwas Regen

Regen im Herbst

Am Mittwoch sorgen die Fronten eines Tiefs über dem Baltikum bei stürmischen Verhältnissen an der Alpennordseite für Regen. Vor allem im Nordstau regnet es kräftig, hier sind bis zu 50 l/m² zu erwarten. Ganz im Westen fällt aber nur wenig Regen und im Süden bleibt es gänzlich trocken.

Am Wochenende Südstau

Nach einem freundlichen Nationalfeiertag dreht die Strömung am Wochenende auf Süd. Somit kommt es besonders in Osttirol und Kärnten zu ergiebigem Regen, hier sind 100 bis 200 l/m² realistisch. Hier die aufsummierten Regenmengen der kommenden 7 Tage bis Montag 29.10.2018:

Aufsummierte Regenmengen der kommenden 7 Tage
Aufsummierte Regenmengen der kommenden 7 Tage @ UBIMET

Am wenigsten Regen fällt nach derzeitigen Prognosen im Donauraum und nördlich davon. Doch auch hier kann man auf mehr Regen hoffen, denn auch danach ist keine stabiles Hochdruckwetter in Sicht.

Titelbild: visualhunt.com

Hagel und Überflutungen sorgen für Chaos in Rom

Kleinkörniger Hagel - pixabay.com / Hans

Eine kräftige Gewitterfront zog am Sonntagabend über Rom hinweg. Innerhalb kürzester Zeit fielen enorme Mengen von kleinkörnigem Hagel in Verbindung mit kräftigem Regen. Der Hagel verstopfte das Kanalsystem, daher konnte das Wasser nicht mehr abfließen und es kam zu Überflutungen.

Hagelmassen noch sichtbar

Wie massiv der Hagelschlag war, ist auch noch am Montag sichtbar. Weiterhin türmen sich die Hagelmassen am Straßenrand und schmelzen nur langsam ab.


Nun ist aber das gröbste überstanden, im Tagesverlauf setzt sich in Rom wieder freundliches Wetter durch.

Gewitter in Süditalien

Das Höhentief zieht nun weiter nach Süden in Richtung Nordafrika  und sorgt am Montag und Dienstag für teils kräftige Gewitter in Süditalien. Lokal kommt es auch hier zu Hagelschlag und sintflutartigem Regen.

Hagelunwetter in Rom

Hagelgewitter in Rom

Am Sonntagabend zog ein heftiges Gewitter über die ewige Stadt Rom. Dabei sorgten Sturmböen, Starkregen und Hagel für ein Verkehrschaos und für Überschwemmungen.

Hagel verstopft Kanalsystem

Der massive Hagelschlag, teilweise bis zu 40 cm hoch, verstopfte das Kanalsystem in vielen Stadtteilen. Dadurch konnte das Wasser nicht mehr abfließen und es kam verbreitet zu Überschwemmungen. Nach dem Gewitter trieben die Hagelkörner teilweise wie Eisschollen auf dem Wasser.


Wetterberuhigung

Das Höhentief zieht langsam weiter nach Süden, vor allem in Süditalien sind daher am Montag und Dienstag teilweise noch heftige Gewitter mit sintflutartigem Regen und Hagelschlag zu erwarten. In Rom setzt sich hingegen im Tagesverlauf wieder freundliches Wetter durch.

Titelbild: @ Rainews

Wintereinbruch am Monatsende?

Kommt am Monatsende der Wintereinbruch?

Seit beinahe 2 Wochen befindet sich Mitteleuropa in einer stabilen Wetterlage. Ein mächtiges Hoch liegt mit seinem Zentrum über Osteuropa und blockiert jegliche Fronten vom Atlantik. Zudem sorgt rege Tiefdrucktätigkeit über Westeuropa für eine südliche Anströmung und ungewöhnlich hohe Temperaturen. Während also in Mittel- und Osteuropa kein Tropfen fällt, sorgen Tiefs von der Iberischen Halbinsel über die Britischen Inseln bis nach Norwegen für viel Regen und Überschwemmungen.

Aktuelle Großwetterlage sorgt für goldenen Oktober
Aktuelle Großwetterlage sorgt für goldenen Oktober © UBIMET

Umschwung ab dem Wochenende

Ab dem Wochenende ändert sich aber allmählich das großräumige Wettermuster. Das Hoch über Osteuropa schwächt sich ab und über den Azoren baut sich ein kräftiges Hochdruckgebiet auf. Somit dreht die Strömung immer mehr auf nördliche Richtung und es wird allmählich kälter.

Wetterlage in der kommende Woche
Wetterlage in der kommenden Woche © UBIMET

Wintereinbruch möglich?

Derzeit scheint das Hoch in der kommenden Woche auch starken Einfluss auf Österreich zu nehmen. Somit erreichen die Fronten wohl nur in abgeschwächter Form die Alpennordseite. Etwas Regen sollte hier aber fallen, in höheren Tallagen ist mit einer dünnen Schneedecke zu rechnen. Ob es dann am letzten Oktoberwochenende zu einem kräftigen Wintereinbruch kommt, lässt sich noch nicht abschätzen und werden erst die kommenden Tage zeigen. Die Chancen dafür steigen aber an!

Für alle, die sich schon auf den bevorstehenden Winter freuen, am Wochenende gab es im Mittleren Westen der USA einen ersten kräftigen Wintereinbruch. Hier ein Video aus Nebraska:

Titelbild: https://pixabay.com/en/road-forest-trees-snow-winter-690322/

Zyklon LUBAN: Fluten im Oman und Jemen

Kamel wird von den Wassermassen mitgerissen.

Die Überbleibsel von Zyklon LUBAN befinden sich derzeit über dem Osten des Jemens. Durch die geringe Verlagerung des Tiefs kam es teilweise zu enormen Regenmengen in der Halbwüste des Jemens. Diese Wassermassen fließen vom Hochland an die Küste und sorgen hier für weitreichende Überschwemmungen.

Bitterarme Region hart getroffen

Der Jemen befindet sich seit Jahren im Bürgerkrieg und gehört zu einer der ärmsten Regionen der Welt. Von den Überschwemmungen sind über 100.000 Menschen betroffen, bisher kamen 3 Personen ums Leben. Da sich das Tief nur langsam abschwächt und es im Hinterland noch weiter regnet, gehen die Fluten nur langsam zurück.

Titelbild: twitter.com/Wesamqaid

Oktober bisher sehr sonnig und trocken

Herrlicher Oktober

Gerade einmal die Hälfte des Monats ist vorüber und im Osten und Norden des Landes fehlen uns nur mehr wenige Sonnenstunden um das klimatologische Soll zu erfüllen. Aufgrund der stabilen Wetterlage und der nur geringen Nebelneigung wurden wir in den vergangenen zwei Wochen von der Sonne verwöhnt. Spitzenreiter ist derzeit die Wiener Jubiläumswarte:

  1. Wien Jubiläumswarte 127 h
  2. Wolkersdorf und Leiser Berge 126 h
  3. Wien Stammersdorf und Gänserndorf 125 h

Wenig Regen

Durch das hochdruckdominierte Wetter hielten sich die Regenmengen bisher in Grenzen. Östlich der Linie Linz-Graz fielen bisher nur wenige Liter Regen, aber auch im übrigen Land sind die Mengen überschaubar. Am meisten Regen fiel bisher um den Bodensee herum, Spitzenreiter ist Dornbirn mit 86,3 l/m².

Wetteränderung absehbar

In den kommenden Tagen bleibt es warm und zeitweise sonnig. Allerdings sind schon mehr Wolken unterwegs und sporadisch kann es auch da und dort unergiebig regnen. Ab dem Wochenende wird es dann sukzessive kühler und im Laufe der kommenden Woche scheinen auch wieder Fronten ins Wettergeschehen einzugreifen. Genießen Sie also noch die Sonne und Wärme, der Winter kommt bestimmt.

Titelbild: https://visualhunt.com

Halbmonatsbilanz: Sonnig, warm und trocken

Niedrigwasser am Rhein

Die erste Oktoberhälfte erinnerte mehr an ein Sommermonat, als an den Herbst. Trotz der mittlerweile langen Nächte gab es einige Sommertage, teilweise sogar neue Hitzerekorde. Grund für diese ungewöhnliche Wetterlage ist ein stabiles Hoch über Osteuropa, das die Tiefdruckgebiete von Deutschland fern hält. Zudem wird mit einer südwestliche Höhenströmung extrem warme Luft herangebracht.

Monatssoll bereits erreicht

Das Hochdruckwetter macht sich auch bei der Sonnenscheindauer bemerkbar. Durch die sehr trockene Luft ist die Nebelneigung relativ gering und im Großteil des Landes ist bereits das Oktobersoll an Sonnenstunden erreicht oder überschritten. Hier die Orte mit den bisher meisten Sonnenstunden:

  1. Würzburg 112 h
  2. Gebelsee und Mannheim 110 h
  3. Nürnburg und Geisenheim 109 h

Niedrigwasser an den Flüssen

Die meisten großen Flüsse führen schon seit Wochen Niedrigwasser und die Lage verschärft sich immer weiter. So nähert sich der Rhein mangels Regen dem Rekord aus dem Jahr 2003, es fehlen nur mehr wenige Zentimeter. Erste Fähren stellen bereits ihren Betrieb ein. Landesweit ist bisher kaum Regen gefallen, meist nur 2-8 l/m², stellenweise blieb es bisher im Oktober sogar komplett trocken.

Wetterumschwung absehrbar

Ein paar Tage hält das sonnige und warme Wetter noch an und in dieser Woche ist weiterhin keine nennenswerter Regen in Sicht. Am Wochenende kühlt es aber allmählich ab und in der kommenden Woche scheint sich die Großwetterlage grundlegend umzustellen. Dann ist mit klassischem abwechlungsreichen und kühlen Herbstwetter zu rechnen.

Titelbild: https://visualhunt.com

Massive Überschwemmungen in Südfrankreich

Überschwemmung in Südfrankreich

Entlang einer Konvergenzzone bildeten sich am Sonntagnachmittag über Nordspanien kräftige Gewitter. Diese verlagerten sich im Laufe der Nacht nach Südfrankreich. Dabei entstanden im Golf von Lyon immer wieder neue Gewitter, die vom warmen Mittelmeer viel Feuchtigkeit aufnahmen und nach Osten gegen die nördlichen Ausläufer der Pyrenäen zogen. Hier regnet es sich die Gewitter aus, sodass in wenigen Stunden verbreitet 100 bis 200 l/m² fielen.

Jahrhunderhochwasser

Die meisten Flüsse zwischen Carcassonne und Perpignan führen ein Jahrhunderthochwasser. Durch den sintflutartigen Regen stiegen die Pegel innerhalb weniger Stunden um bis zu 7 Meter an. Großflächige Überschwemmungen sind die Folge, dazu sind bisher 5 Menschen ums Leben gekommen.

Allmählich Wetterberuhigung

In den kommenden Stunden regnet es dort weiter, die Intensität lässt allerdings allmählich nach. Anschließend stellt sich trockenes Wetter ein, am Donnerstag zeichnen sich aber wieder heftige Gewitter mit Starkregen in der Region ab.

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/en/flooding-hangang-park-non-744735/

Hurrikan MICHAEL trifft auf die US-Golfküste von Florida

Hurrikan Michael trifft am Mittwoch auf Florida

Derzeit befindet sich Hurrikan MICHAEL über dem nördlichen Golf von Mexiko. Über den knapp 30 Grad warmen Gewässern hat sich der Wirbelsturm in der Nacht zum Mittwoch weiter verstärkt und wird mittlerweile als Hurrikan der Kategorie 4 eingestuft mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 210 km/h und Böen bis 270 km/h.

Wassertemperatur im Golf von Mexiko
Wassertemperatur im Golf von Mexiko

Trifft auf US-Golfküste

MICHAEL zieht schnurstracks nach Norden und trifft am Mittwochabend europäischer Zeit auf den Westen von Florida auf Land. Sollte er die aktuelle Stärke bis zum Landfall beibehalten, wird erstmals seit Beobachtungsbeginn ein Hurrikan der Kategorie 4 oder höher auf den „Florida Panhandle“ treffen.  Die betroffenen Küstenbewohner müssen sich einstellen auf:

  • Sturmflut von bis zu 3 m
  • Orkanböen um 200 km/h
  • Regenmengen über 200 l/m²

In weiterer Folge zieht der Sturm nordostwärts in Richtung US-Ostküste, wo er am Freitag auf den Atlantik hinauszieht. Der Sturm verliert im Inland an Kraft, trotzdem sind weiterhin schwere Sturmböen und große Regenmengen im Umfeld des Tiefs zu erwarten.

Michael tirfft auf die USA
Die Zugbahn von Hurrikan Michael. © UBIMET

Bereits Schäden auf Kuba

In der Nacht zum Dienstag sorgte der Hurrikan bereits für Schäden auf Kuba. Betroffen waren die Regionen westlich der Hauptstadt Havanna. Enorme Regenmengen sorgten für Überschwemmungen und Erdrutsche.

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Hurrikan MICHAEL erreicht Kategorie 4: Ausnahmezustand in Florida

Der Hurrikan tifft auf Florida

Montagnacht ist Hurrikan MICHAEL zwischen der mexikanischen Halbinsel Yukatan und Kuba nordwärts in den Golf von Mexiko gezogen und hat sich am Dienstag weiter verstärkt. Westlich der kubanischen Hauptstadt Havanna kamen dabei große Regenmengen zusammen, so kam es hier zu Schäden durch Überflutungen und Hangrutschungen. Aktuell (Mittwochmorgen MESZ) weist der Wirbelsturm im Kern bereits mittlere Windgeschwindigkeiten von 210 km/h und Böen bis 270 km/h auf.

Kategorie-4-Hurrikan

In den kommenden Stunden zieht Hurrikan MICHAEL über das sehr warme Wasser des nördlichen Golf von Mexiko und trifft am Mittwochabend MESZ auf US-Golfküste von Florida in der Nähe von Panama City. Am Mittwochmorgen hat es sich bereits zu einem Hurrikan der Kategorie 4 auf der 5-stufigen Skala verstärkt. Einen Landfall eines Hurrikans der Kategorie 4 oder 5 „Florida Panhandle“ (der Westen des Bundesstaates) hat es bislang noch nicht gegeben.

Die Sturmflut durch Hurrikan Michael erreicht bis zu 3 m
Die Prognose der Sturmflut durch Hurrikan Michael. © NOAA / UBIMET

Ausnahmezustand in Florida

Im Küstengebiet von Florida ist mit massiven Überschemmungen durch eine meterhohe Sturmflut und Orkanböen bis 200 km/h zu rechnen. Im Gegensatz zu Hurrikan FLORENCE verlagert sich MICHAEL deutlich schneller. Somit ist das Risiko für großräumige Überschwemmungen geringer, trotzdem muss man im Umfeld des Sturms verbreitet mit 150 bis 200 Liter pro Quadratmeter Regen rechnen. Im Extremfall sind bis zu 300 Liter pro Quadratmeter in nur kurzer Zeit möglich.

Zugbahn und Regenmengen von Hurrikan MICHAEL
Prognostizierte Zugbahn (Dienstag bis Freitag) und erwartete Regenmengen. © UBIMET

Zieht zur US-Ostküste weiter

Nachdem der Hurrikan auf Land getroffen ist, zieht er unter Abschwächung in Richtung Nordosten weiter. Sturmböen und schwere Sturmböen sind in den Bundesstaaten:

  • Georgia,
  • South Carolina
  • North Carolina

zu erwarten. Am Freitag erreicht MICHAEL dann bei Virginia den Atlantik. Somit bleiben die Millionenmetropolen Washington D.C. oder New York vom Sturm verschont. Ob der Hurrikan dann in weiterer Folge auch Auswirkungen auf das Wetter in Mitteleuropa hat, bleibt abzuwarten.

Titelbild: NOAA

Stinkwanzen suchen die Wärme

Stinkwanzen suchen die Wärme

Derzeit sind die Baumwanzen, wegen ihres Geruchs auch Stinkwanzen genannt, verbreitet an Türen und Fenster zu finden. Jetzt im Herbst, wo die Nächte allmählich kühl werden, suchen sich die Tierchen einen warmen Platz zum Überwintern. Dabei locken Sie unsere warmen Wohnungen magisch an.

Verschiedene Arten

Baumwanzen sind auf der ganzen Welt weit verbreitet und es gibt über 1000 Arten. Die bei uns heimische Grüne Stinkwanze lebt gerne in Laubbäumen und tritt meist nur in geringer Anzahl in Erscheinung. Seit ein paar Jahren macht sich aber in Mitteleuropa die Marmorierte Baumwanze aus Asien breit und tritt mittlerweile in großer Zahl auf. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft von Obstbäumen oder Sträuchern und sorgen bei manchen Gärtner für Schäden.

Warmes Sommerhalbjahr sorgt für Plage

Seit April erleben wir ungewöhnlich warmes Wetter. Das hat dazu geführt, dass nicht nur eine Generation sondern sogar zwei Generationen heranwachsen konnten. Daher gibt es heuer besonders viele Stinkwanzen, die nun versuchen ein warmes Plätzchen zu finden und so manchen von uns zur Weißglut bringen.

Tropensturm KONG-REY trifft auf Südkorea

Starkregen in Südkorea sorgt für überflutete Straßen

In den kommenden Stunden zieht der Tropensturm KONG-REY nordwärts und trifft in der Nacht auf Samstag auf die Südküste der koreanischen Halbinsel auf Land.

Zugbahn und erwartete Regenmengen von Kong-Rey
Zugbahn und erwartete Regenmengen von Kong-Rey © UBIMET

Die Auswirkungen

Auch wenn KONG-REY kein Supertaifun mehr ist, über dem kühlen Ostchinesichen Meer hat er schnell an Stärke verloren, sind seine Auswirkungen vor allem für Südkorea nach wie vor bedrohlich:

  • an der Südküste Sturmflut
  • verbreitet Sturmböen
  • Starkregen mit 100-200 l/m², im Gebirge bis zu 300 l/m²

Vor allem der großflächige Starkregen wird für Probleme sorgen. Neben Hangrutschungen und Vermurungen sind auch größere Überflutungen entlang der Flüsse zu befürchten.

Überflutungen in Süditalien

Überflutungen in Catania

In den vergangenen Tagen und auch am Freitag sorgt ein Tief über dem zentralen Mittelmeer für heftige Gewitter und teils massive Überflutungen. Besonders davon betroffen ist der Süden von Italien. Auf Sizilien und in Kalabrien toben auch zurzeit heftige Gewitter, die in kurzer Zeit über 100 l/m² bringen können.

Derzeit toben heftige Gewitter über Italien
Derzeit toben starke Gewitter über Italien © UBIMET/EUMETSAT

Auch am Donnerstag gab es schon in mehreren Städten Überflutungen, so wie etwa in Catania, der zweitgrößten Stadt auf Sizilien.

Auswirkungen auf Österreich

Das Tief zieht am Freitag langsam nach Norden und schwächt sich dabei allmählich ab. Am Samstag liegt es dann über Korsika und steuert feuchte Mittelmeerluft gegen die Alpen. Somit verstärkt sich an der Alpennordseite der Südföhn, in Osttirol und Kärnten fällt hingegen ein wenig Regen. Bis zum Sonntag löst sich das Tief auf, durch die feucht-warme Luft bleibt es aber in Österreich noch leicht wechselhaft.

Medicane SORBAS erreicht am Samstag Griechenland

Medicane sorgt für eine stürmische See

Medicane SORBAS sorgt am Samstag im Süden von Griechenland für turbulentes Wetter. Der Sturm trifft mit voller Wucht auf den Süden der Peloponnes und vor allem auf die Inseln der Ägäis:

  • verbreitet Böen von 100 – 120 km/h, Spitzenböen bis zu 150 km/h
  • Wellenhöhe von 5 – 6 Meter
  • bis zu 200 l/m² in wenigen Stunden

Daher ist durch den starken Sturm mit Stromausfällen zu rechnen. Der Starkregen wird Überschwemmungen und Vermurungen auslösen.

Medicane SORBAS
Medicane SORBAS © EUMETSAT

Weiter Richtung Türkei

Am Sonntag erreicht SORBAS dann die Westküste der Türkei und sollte knapp nördlich von Izmir auf Land treffen. In weiterer Folge zieht der Sturm in abgeschwächter Form über den Bosporus ins Schwarze Meer. Auch der Großraum Istanbul könnte Montagmorgen noch die Überreste des Medicanes zu spüren bekommen. Vor allem der Starkregen kann dann zu Problemen führen.

Medicane SORBAS zieht auf Griechenland zu

Medicane in der Agäis

Medicanes sind subtropische Tiefdrucksysteme im Mittelmeer (Mediterranean hurricane), die im Extremfall die Stärke eines Hurrikans der Kategorie 1 erreichen können. Wie Medicanes entstehen, haben wir bereits in einem vorangegangenen Artikel beschrieben.

Medicane bedroht Griechenland

Derzeitige Position des Tiefs
Derzeitige Position des Tiefs © EUMETSAT

Tief SORBAS befindet sich zurzeit mitten über den Ionischen Meer zwischen Italien und Libyen. In den kommenden Stunden verstärkt sich der Sturm weiter und zieht  am Samstag über den Südteil der Peloponnes als Medicane Richtung Osten. Dabei sind vor allem auf den Insel der Agäis verbreitet Böen von 100 bis 120 km/h zu rechnen. Vereinzelt sind sogar Spitzenböen von 150 km/h möglich. Dazu sorgt der Medicane für Wellen von bis zu 5 Meter Höhe. An der Nordseite von SORBAS sind zudem enorme Regenmengen von bis zu 200 l/m² in nur wenigen Stunden zu rechnen. Damit kommt es in den betroffenen Regionen zu Vermurungen und Überschwemmungen. Updates gibt es hier: Böen bis 120 km/h.

Am Sonntag in der Türkei

Sonntagvormittag trifft Medicane SORBAS dann knapp nördlich von Izmir auf die Küste der Türkei. auch hier sind ähnliche Auswirkungen zu erwarten wie in Griechenland tags zuvor. Durch die Interaktion mit dem türkischen Festland schwächt sich der Sturm dann ein wenig ab, dürfte aber immer noch als ungewöhnlich starker Sturm Montagmorgen die Millionenmetropole Istanbul treffen.

Im Herbst rauchen die Seen

Seerauch, ein typisches Herbstphänomen

Derzeit kann man in den Morgenstunden an den meisten Seen ein klassisches Herbstphänomen beobachten, den Seerauch. Dabei steigen kleine Nebelschwaden von der Seeoberfläche auf, um danach rasch wieder zu verschwinden.

Wie entsteht Seerauch?

Damit Seerauch entsteht, muss relativ kalte Luft über warmes Wasser strömen. Im Herbst kühlt die Luft über Nacht stark aus, während das Seewasser nahezu konstant warm bleibt. Knapp über der Wasseroberfläche kondensiert dabei die Luftfeuchtigkeit und kleine Nebelschwaden entstehen. Bei Hebung der kleinen Nebelschwaden verdunsten die Wassertröpfchen aber gleich wieder in der trockenen Luft und der Rauch löst sich auf.

Hier noch ein Bild vom Seerauch am Kochelsee:

Seerauch am Kochelsee
Seerauch am Kochelsee https://www.foto-webcam.eu/webcam/kochelsee

Und vom Zeller See, schön zu erkennen an der rechten Seite des Sees:

Seerauch am Zeller See
Seerauch am Zeller See https://www.foto-webcam.eu/webcam/zellamsee

Taifun TRAMI bedroht Japan

Taifun TRAMI prallt an die japanische Küste

Bisher befand sich Taifun TRAMI über dem offenen Meer und verursachte noch keine Schäden und die Zugbahn war ungewiss. Doch nun scheint der Weg des Wirbelsturms in den kommenden Tagen klar zu sein. Er zieht langsam nordwärts und erreicht am Sonntag die südlichen Inseln von Japan. In weitere Folge zieht TRAMI an der Südküste nach Nordosten. Somit schlägt der Taifun eine ungünstige Zugbahn für den Inselstaat ein, da er somit verbreitet Sturm und Starkregen bringt.

Zugbahn von TRAMI und prognostizierte Regenmengen
Zugbahn von TRAMI und prognostizierte Regenmengen © UBIMET

Bei teilweise bis zu 400 l/m² innerhalb von 24 Stunden sind weitreichende Überschwemmungen und Erdrutsche zu befürchten.

Ähnlich zerstörerisch wie Taifun JEBI?

Bereits Anfang September wurde Japan von Taifun JEBI heimgesucht, dem stärksten Taifun seit 25 Jahren. Bei Taifun TRAMI sind  vor allem auf den südlichen Inseln Kyushu und Shikoku ähnlich hohe Windgeschwindigkeiten zu befürchten. Dazu könnte aufgrund der Zugbahn der jetzige Taifun noch schadensträchtiger sein als JEBI. Hier nochmals als Erinnerung ein paar Bilder von JEBI:

September 2018: Vom Sommer in den Winter

Ein Rückblick auf dem September

Der September schließt nahtlos an die vorangegangenen Monate an, seit April erleben wir überdurchschnittlich temperiertes Wetter. Landesweit fällt der zurückliegende Monat knapp 2,3 Grad zu warm aus, zuletzt war es in den Jahren 2016, 2011 und 2006 ähnlich warm im September.  Erstaunlich ist dabei die gleichmäßige, landesweite positive Abweichung von den Temperaturen.

Gewitter, Hitze und Frost

Zu Monatsbeginn hatte eine mächtiges Italientief Österreich im Griff und sorgte vor allem im Burgenland, in Wien und in Niederösterreich für ungewöhnlich starke Gewitter und enorme Regenmengen. So fiel innerhalb von 48 Stunden mehr Regen, als normalerweise im gesamten September. Anschließend setzte sich eine stabile Hochdruckphase durch, dabei wurde es nochmals sehr warm mit Höchstwerten meist zwischen 25 und 30 Grad. Das macht sich auch bei den Sommertagen bemerkbar, im Südosten gab es noch 17 an der Zahl, in Wien immerhin 14. Das sind rund dreimal so viele Sommertage wie in einem September üblich.
Mit dem astronomischen Herbstbeginn kam es durch Sturmtief FABIENNE zu einer nachhaltigen Abkühlung. Das gipfelte am gestrigen Mittwoch in einer der kältesten Septembernächte der vergangenen 50 Jahre.

Sonne macht Überstunden.

Praktisch im ganzen Land erfüllte die Sonne schon vor Ablauf des Monats ihr Soll, somit steht am Ende ein deutliches Plus in der Sonnenscheinbilanz. Mit 222 Sonnenstunden bis zum heutigen Tag liegt der sonnigste Ort des Landes in Vorarlberg, der Rohrspitz dürfte die Spitzenposition auch bis zum Monatsende am Sonntag behalten.

Höchste Temperaturen

  • 31,7 Grad Loosdorf (NÖ)
  • 31,4 Grad St. Pölten (NÖ)
  • 31,2 Grad Wien-Innere Stadt (W)

Tiefste Temperaturen

  • -5,7 Grad Flattnitz (K)
  • -5,0 Grad Mariapfarr (S)
  • -4,9 Grad Obertauern (S)

Nasseste Orte

  • 182 Liter pro Quadratmeter Sulzberg (V)
  • 149 Liter pro Quadratmeter Bad Bleiberg (K)
  • 147 Liter pro Quadratmeter Ebensee (OÖ)

Trockenste Orte

  • 24 Liter pro Quadratmeter Nauders (T)
  • 29 Liter pro Quadratmeter Mittewald an der Drau (T)
  • 32 Liter pro Quadratmeter Virgen (T)

Absolut sonnigster bzw. trübster Ort

222 Sonnenstunden, Rohrspitz (V)
86 Sonnenstunden, Böckstein (S)

Supertaifun TRAMI gefährdert Japan

Taifun TRAMI am Weg nach Japan

Taifun TRAMI trifft am Wochenende auf Japan, dabei wurde der Inselstaat erst Anfang des Monats vom Wirbelsturm JEBI verwüstet. Dies war der stärkste Sturm seit 25 Jahren, hier nochmals ein paar Bilder dazu:

TRAMI dürfte mit ähnlicher Stärke am Sonntag  auf Kyushu die südlichste der vier Hauptinseln treffen. Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h, meterhohe Flutwellen und enorme Regenmengen sind zu befürchten.

Ungünstige Zugbahn von TRAMI

Was diesen Taifun beinahe noch gefährlicher macht als JEBI ist seine Zugbahn. Wie in der Abbildung zu sehen ist, zieht TRAMI an der Südküste von Japan nach Nordosten und schwächt sich dabei nur langsam ab. Somit ist ein Großteil der japanischen Bevölkerung von dem Wirbelsturm betroffen.

Zugbahn von TRAMI und prognostizierte Regenmengen
Zugbahn von TRAMI und prognostizierte Regenmengen © UBIMET

Teilweise ist mit über 400 l/m² innerhalb von 24 Stunden zu rechnen, großflächige Überschwemmungen und Vermurungen sind zu befürchten.

Bildquelle: himawari8.nict.go.jp

Kälteste Septembernacht seit Jahrzehnten

Eiskratzen im September

Eine sternenklare Nacht, beinahe Windstille und die relative kalte Luftmasse sorgten für eine ungewöhnlich kalte Septembernacht. Südlich der Linie Köln-Berlin gab es verbreitet leichten Bodenfrost und in Bayern und im Erzgebirge oftmals auch Luftfrost.

Neue Rekorde in Bayern

In einigen Regionen von Bayern, vor allem im Bayerischen Wald und in Franken, war es seit Messbeginn stellenweise so kalt wie noch nie im September. So gab es neue Rekorde bei den Tiefstwerten in Zwiesel, Bamberg oder Waldmünchen. Der Kältepol befand sich allerdings mit -4,1 Grad in Deutschneudorf im Erzgebirge. Hier die kältesten orte der vergangenen Nacht:

  • Deutschneudorf (SN) -4,1 Grad
  • Zwiesel (BY) -2,8 Grad (neuer Rekord)
  • Nürnberg – Netzstall (BY) -2,7 Grad (neuer Rekord)
  • Tirschenreuth (BY) -2,6 Grad (neuer Rekord)
  • Sohland an der Spree (SN) -2,4 Grad
  • Bamberg (BY) -2,3 Grad

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Waldbrand nahe Pisa – Flughafen gesperrt

Waldbrand in der Toskana

Seit Dienstag brennt es in der Toskana. Auf dem Monte Sierra knapp westlich von Pisa ist ein großer Waldbrand ausgebrochen, rund 700 Hektar Wald sind bisher den flammen zum Opfer gefallen. Auch mehrere hundert Personen mussten ihre Häuser sicherheitshalber verlassen.

Nordostwind erschwert Löschung

Der Waldbrand ist schwer unter Kontrolle zu bringen, bisher sorgte nämlich kräftiger Nordostwind dafür das die Flammen immer wieder von Neuem aufflackerten. Der Wind lässt aber am Mittwoch allmählich nach, somit sollten die Feuerwehrleute es schaffen, den Brand allmählich unter Kontrolle zu bringen.

Flughafen Pisa gesperrt

Da der Nordostwind die Rauchsäule direkt nach Pisa transportiert, sind derzeit aus Sicherheitsgründen keine Flüge vom Flughafen Pisa möglich. Wie lange diese Situation anhält ist noch nicht abschätzbar, mit nachlassendem Nordostwind sollte sich die Lage aber bis zum Abend allmählich entspannen.

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Mit diesen Tipps fit durch den Herbst

Fit in den Herbst, Erkältungen vorbeugen

Gerade in der Übergangsjahreszeit machen es einem die häufigen Wetterwechsel schwer, zur richtigen Garderobe zu greifen. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht erschweren die Wahl der richtigen Kleidung noch weiter. Wer sich also nicht nach dem Zwiebelschalenprinzip kleidet, damit er tagsüber ein paar Schichten ablegen kann, bekommt zunehmend ein Problem und das Erkältungsrisiko steigt.

Was schwächt unser Immunsystem?

    • Kälte: Kühlt der Körper aus, ist er empfindlicher gegenüber Viren. Bitte also immer genug anziehen!
    • Schlafmangel: Schlafen sie weniger als sieben Stunden pro Nacht, ist ihr Risiko zu erkranken teilweise um das Dreifache erhöht.
    • Stress: Stress greift die Abwehrkräfte an. Das Einlegen von Pausen hilft, auch so manches gelassener hinzunehmen.
    • Bewegungsmangel: Zu wenig Freizeit an der Natur schwächt uns. Mindestens eine halbe Stunde pro Tag sollten wir an der frischen Luft verbringen und/oder joggen oder schwimmen.
    • Falsche Ernährung: Nicht nur das falsche Essen, auch zu wenig Essen schwächt unsere Abwehrkräfte. Um einem Vitaminmangel vorzubeugen, empfehlen sich einige Portionen Obst und Gemüse pro Tag.

Stärkung des Immunsystems

Kurz zusammengefasst sollte man auf Folgendes achten:

  • Vitaminreiche Nahrung
  • Sport (einmal pro Tag außer Atem kommen wirkt Wunder)
  • Frischluft (Spaziergänge im Wald helfen)
  • Psychisches Wohlbefinden (kein Stress!)
  • Ausreichend Schlaf (mindestens sieben Stunden)
  • Menschenansammlungen meiden (Infektionsgefahr!)
  • Bei ersten Anzeichen einer Erkältung auf Sport verzichten

Supertaifun TRAMI

Wunderschönes Bild von Supertaifun Trami

Taifun TRAMI hat sich am Montag zu einem Supertaifun der Kategorie 5 entwickelt. Somit ist der Wirbelsturm der vierte Taifun der höchsten Kategorie in diesem Jahr. Zuvor gab es schon Supertaifune namens:

  • Maria, im Juli
  • Jebi, im August und September
  • Mangkhut, im September

Dabei ist gerade Mangkhut noch gut in Erinnerung, traf er doch vor rund 10 Tagen mit voller Wucht auf den Norden der Philippinen  und kurz darauf verwüstete der Wirbelsturm Hongkong.

TRAMI zunächst harmlos

In den kommenden Tagen bewegt sich Wirbelsturm TRAMI nur langsam in Richtung Nordosten und ist somit zunächst keine Gefahr für Taiwan oder Japan. Nach derzeitigen Berechnungen trifft er aber am Wochenende auf die südlichsten Inselgruppen von Japan. Die zum Glück nicht allzu dicht besiedelt sind. Ob TRAMI dann in der kommenden Woche mit voller Wucht auch auf die Hauptinseln Kyushu, Shikoku und Honshu trifft bleibt abzuwarten.

Frostgefahr: Kalte Septembernacht steht bevor

Rosen bekommen etwas Frost ab

Orkantief FABIENNE brachte nicht nur Sturm, sondern für Ende September auch sehr kalte Luft in den Alpenraum. Während bisher Wolken und der Wind dafür sorgten, dass die Nächte noch relativ mild verliefen, ändert sich das in der kommenden Nacht.

Hoch SCHORSE

Das Zentrum des mächtigen Hochs SCHORSE verlagert sich am Dienstag von West- nach Mitteleuropa. Dadurch lösen sich die Wolken bis zum Abend weitestgehend auf und auch der lebhafte Nordwind flaut ab. Die kommende Nacht verläuft somit windstill und sternenklar, perfekte Bedingungen für eine starke Auskühlung.

Im Wald- und Mühlviertel sowie in den Alpentälern ist verbreitet mit Frost zu rechnen. Knapp über dem Gefrierpunkt bleiben die Temperaturen nur im Flachland, im Rheintal sowie in den größeren Städten.  Aber auch hier kann es zumindest zu Bodenfrost kommen. So ist auch am Stadtrand von Wien mit Bodenforst, in Mariabrunn mitunter sogar mit Luftfrost zu rechnen.

Frost bereits in Vorarlberg, Tirol und Oberkärnten

Bereits in der vergangenen Nacht war es im Westen und Südwesten teilweise frostig. Selbst im Inn- und Rheintal wurde stellenweise Bodenfrost registriert. Am kältesten war es auf den Bergen, am Brunnenkogel (3440 m) sank das Thermometer auf -13 Grad. Aber auch in einigen Hochtälern wurde es bereits sehr kalt, hier die Top 5:

  • Obergurgl -3,8 Grad
  • St. Jakob im Defereggental -3,6 Grad
  • St. Leonhard im Pitztal -2,9 Grad
  • Nauders -2,8 Grad
  • Galtür -2,7 Grad

Kältester Ort unter 1000 m war Mittewald an der Drau in Osttirol mit -1,4 Grad.

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