Die erste Jännerhälfte ist bald zu Ende. Der Monat war bislang von winterlichen Bedingungen geprägt. Die Temperaturabweichung vom jüngsten Klimamittel 1991-2020 beträgt österreichweit etwa -2 bis -3 Grad. Der letzte Jänner mit ähnlichen Temperaturbedingungen war im Jahr 2017 (damals konnte man sogar auf der Neuen Donau in Wien – natürlich auf eigene Gefahr – spazieren gehen). Im Vergleich zum Klima der 70er- und 80er-Jahre sind solche Temperaturen jedoch nur leicht unterdurchschnittlich. Von Kälterekorden sind wir sehr weit entfernt.


Staubtrockener Winter
Die Wintermonate 2025/2026 waren zudem bislang außergewöhnlich trocken. Das Manko beträgt landesweit etwa -60 Prozent, in Osttirol und Oberkärnten fehlt jedoch häufig bis zu 80% der zu erwartenden Niederschlägen. In den meisten Regionen auch abseits des Berglands fiel jedenfalls etwa 50 bis 70 Prozent des (wenigen) Niederschlags als Schnee oder gefrierenden Regen. Auch niederschlagsmäßig war zuletzt der Jänner 2017 sehr ähnlich zum heurigen Start ins neue Jahr.


Winterdürre setzt sich fort
Die Tendenz bis zum Monatsende scheint von der Großwetterlage her relativ abgesichert zu sein: Tiefdruckgebiete werden häufig vom Atlantik in Richtung Nordafrika ziehen. Über Osteuropa etabliert sich hingegen ein mächtiges, blockierendes Hoch, das Fronten und atlantische Feuchtigkeit über mehrere Tage hinweg von uns fern halten wird. In einer föhnigen, zunehmend straffen und auch zunehmend kalten Südostströmung wird es primär in den Niederungen der Südosthälfte winterlich bleiben. Im Westen sind hingegen auch im Zusammenhang mit dem Südföhn vergleichsweise milde Temperaturwerte in Sicht. Erst zum Monatsende hin könnte sich die Kaltluft aus Osteuropa auch nach Westen durchsetzten, die Unsicherheiten sind jedoch noch groß. Was nahezu fix ist: Nennenswerte Niederschläge sind in den kommenden Tagen nicht in Sicht. Der Jänner 2026 könnte somit gebietsweise rekordverdächtig trocken zu Ende gehen.



