Bergwetter am Wochenende

Donnerstag, 21. Mai 2020

Am Donnerstag, Christi Himmelfahrt, halten sich vom Tiroler Unterland bis zur Obersteiermark anfangs kompakte Wolken und vereinzelt gehen auch noch Regenschauer nieder. Im äußersten Westen sowie an der Alpensüdseite scheint dagegen bereits zeitweise die Sonne. Im Tagesverlauf kommt dann bei nur harmlosen, flachen Quellwolken überall die Sonne zum Vorschein. Der Wind weht am Alpenhauptkamm sowie von den Gurktaler Alpen bis zum Semmering-Wechsel-Gebiet lebhaft aus Nord. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe 0 bis +2 Grad, in 2.000 m gibt es von Ost nach West 3 bis 11 Grad.

Freitag, 22. Mai 2020

Der Freitag beginnt bei nur harmlosen, hochliegenden Wolken überwiegend sonnig. Im Tagesverlauf verdichten sich die Wolken an der Alpennordseite und über den Bergen bilden sich Quellwolken, die Schauer- und Gewitterneigung bleibt aber gering. Von Südtirol bis zur Steiermark sowie am Alpenostrand überwiegt am Nachmittag noch der Sonnenschein. Erst in der Nacht fällt dann im zentralen und östlichen Bergland stellenweise ein wenig Regen. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus nordwestlicher Richtung. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m Höhe bei 1 bis 3 Grad, in 2.000 m legen die Temperaturen zwischen 6 Grad im Rax-Schneeberg-Gebiet und 14 Grad in der Silvretta.

Samstag, 23. Mai 2020

Am Samstag ziehen anfangs vor allem von Salzburg ostwärts viele Wolken durch und zeitweise fällt etwas Regen. Im Laufe des Vormittags kommt besonders im Westen sowie an der Alpensüdseite zeitweise die Sonne zum Vorschein, tagsüber gibt es dann auch im östlichen Bergland föhnige Auflockerungen. Im Vorfeld einer Kaltfront entstehen an der Alpennordseite aber bald Quellwolken und die Schauer- und Gewitterneigung steigt rasch an. Am Nachmittag breiten sich teils kräftige Gewitter aus, die am Abend in anhaltenden Regen übergehen. Der Wind weht zunächst mäßig, am Abend in den Nordalpen und am Alpenostrand dann zunehmend kräftig mit stürmischen Böen aus Nordwest. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m bei 2 bis 5 Grad, in 2.000 m gibt es 9 bis 16 Grad mit den höchsten Werten an der Alpensüdseite.

Sonntag, 24. Mai 2020

Der Sonntag startet in den Nordalpen sowie von den Karawanken bis zum Wechsel bewölkt und vereinzelt fallen auch noch ein paar Regentropfen. Im Laufe des Vormittags lockern die Wolken auf und zeitweise scheint die Sonne. Am Nachmittag steigt die Schauerneigung in den östlichen Nordalpen sowie in den Karnischen Alpen zwar wieder leicht an, meist bleibt es aber trocken. Der Wind weht lebhaft, am Alpenhauptkamm und im östlichen Bergland anfangs auch noch kräftig aus Nordwest. Die Temperaturen kommen in 3.000 m von Nord nach Süd nicht über -2 bis +1 Grad hinaus, in 2.000 m liegen die Höchstwerte zwischen 3 Grad an Hochschwab und 10 Grad in den Dolomiten.

Bergwetter-Tipp:

Der Schnee zieht sich langsam, aber sicher in höhere Lagen zurück und Wanderer können wieder längere Touren unternehmen. Je nach Höhe und Exposition wird ab jetzt aber bis in den Sommer hinein die Querung von Altschneefeldern zum Thema. Es handelt sich um einen der gefährlichsten Momente vieler Touren, zumal die die Rutsch- bzw. Absturzgefahr häufig unterschätzt wird. Bei einem Ausrutscher gilt es, sich sofort in Bauchlage zu drehen und die Arme und Beine abspreizen. Notfalls ist es besser die Tour abzubrechen, als sich waghalsig über das Schneefeld zu hanteln.

Quelle Titelbild: Adobe Stock