Bergwetter am Wochenende

Freitag, 16. April

Der Freitag startet mit Ausnahme der östlichen Nordalpen überwiegend sonnig, in manchen Tälern kann sich zunächst für kurze Zeit Hochnebel halten. Im Laufe des Tages dominieren die Wolken etwa östlich des Dachsteins das Geschehen, im großen Rest der Ostalpen setzt sich jedoch das freundliche Wetter mit einem Mix aus Sonnenschein und harmlosen Quellwolken fort. Der Wind spielt keine große Rolle, er weht maximal lebhaft aus nördlichen bis östlichen Richtungen. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m Höhe recht einheitlich zwischen -12 und -10 Grad, in 2.000 m gibt es von Ost nach West -6 bis -3 Grad.

Bergwetter am Freitag.

Samstag, 17. April

Der Samstag bringt wenig Änderung: Vom Bregenzerwald und dem Ortler bis zur Koralpe und dem Dachstein beginnt der Tag einmal mehr sonnig, weiter nach Norden und Osten zu sorgen dagegen dichte Wolken für einen oft trüben Start. Im weiteren Verlauf breiten sich die Wolken auf weite Teile der Ostalpen aus, freundliche Phasen gibt es am Nachmittag wohl nur noch in Ost- und Südtirol. Es bleibt aber trocken, dazu weht im Gebirge lebhafter Wind aus Nord bis Ost. In 3.000 m werden rund -10 Grad erreicht, in 2.000 m liegen die Höchstwerte zwischen -6 Grad auf der Veitsch und 0 Grad in den Sarntaler Alpen.

Sonntag, 18. April

Am Sonntag zeigt sich der Himmel in den gesamten Ostalpen von der Früh weg dicht bewölkt, dazu kann es in der Früh schon da und dort ein wenig schneien. Regen ist dabei unterhalb von rund 900 bis 1000 m ein Thema. Auch im weiteren Verlauf bleibt es verbreitet grau in grau, dazu gehen weitere – wenngleich unergiebige – Schauer nieder. Zum Abend hin beginnt es aus heutiger Sicht dann von Kärnten bis zum Alpenostrand häufiger zu regnen und oberhalb von 1000 bis 1200 m zu schneien. Der Wind kommt weiterhin aus Ost bis Nordost und frischt in exponierten Lagen lebhaft bis kräftig auf. Dazu erwärmt sich die Luft in 3.000 m Höhe auf -10 Grad, in 2.000 m Höhe werden von Ost nach West -5 bis -1 Grad erreicht.

Bergwetter-Tipp

Das Frühjahr stellt für Meteorologen eine besondere Herausforderung dar: Einerseits halten sich über Nordeuropa und Russland oft noch kalte Luftmassen, welche zu Kaltlufteinbrüchen führen können, andererseits sorgt der steigende Sonnenstand für eine Erwärmung der bodennahen Luft und somit für eine Labilisierung der Atmosphäre. In dieser Jahreszeit treten zudem häufig abgeschlossene Höhentiefs auf, welche von der westwinddominierten Frontalzone entkoppelt sind. Ihre Zugrichtung vorherzusagen ist schwer und macht den besten Wettermodellen zu schaffen. Bei der Tourenplanung sollte man daher stets auf den aktuellsten Wetterbericht zurückgreifen – zu schnell kann sich die Prognose ändern.

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