Das Positive am Coronavirus

Satelliten sind heutzutage sehr vielfältig einsetzbar. Sie zeigen uns Meteorologen nicht nur, wo sich welche Wolken befinden oder wie hoch der Wasserdampfgehalt ist, sie sind auch für andere Umweltbereiche sehr wertvoll. U.a. messen sie die Konzentration von Stickstoffdioxid NO2 in der unteren Atmosphäre – dem giftigen Gas, was durch Kraftwerke, Fabriken, Autos etc. ausgestoßen wird.

Über China haben die Satelliten der NASA, der US-Raumfahrtbehörde, nun überraschend geringe NO2-Konzentrationen über bereits etliche Tage festgestellt. Mit anderen Worten: Die Luft ist hier aktuell relativ wenig verschmutzt! Verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum ist die Konzentration von Stickstoffdioxid markant zurück gegangen, Forscher des Goddard Space Flight Center der NASA sprechen gar von einem bisher nicht dagewesenen dramatischen Rückgang über weite Gebiete.

NO2-Konzentration über Wuhan im Vergleich @ https://earthobservatory.nasa.gov/images/146362/airborne-nitrogen-dioxide-plummets-over-china
NO2-Konzentration über Wuhan im Vergleich @ https://earthobservatory.nasa.gov/images/146362/airborne-nitrogen-dioxide-plummets-over-china

 

Und natürlich ist es naheliegend, dass diese Besserung der Luftqualität vor allem verbunden ist mit der wirtschaftlichen Abkühlung in China, sprich dem Schließen zahlloser Fabriken in Folge des Coronavirus-Ausbruchs. Zwar fanden von Ende Jänner bis Anfang Februar auch die Neujahrsfeiern in China statt, zu welchen traditionell weniger gearbeitet wird, doch Vergleiche mit gleichen Zeiträumen in den vergangenen Jahren zeigen ein deutliches Anhalten der Luftqualitätsverbesserung darüber hinaus.

 

 

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