Schneeräumung auf den Passstraßen der Alpen

Schneeräumung

Der Winter 2019/20 brachte vor allem im November außergewöhnliche Schneemassen in den Südalpen. Im Hochwinter präsentierte sich die Schneelage dann meist durchschnittlich und seit April sorgt trockenes und mildes Frühlingswetter für eine rasche Schneeschmelze. Derzeit liegt in den Hochlagen meist weniger Schnee als üblich für die Jahreszeit und auf den hochalpinen Passstraßen findet die jährliche Schneeräumung statt.

Meterhoher Schnee

Wenn im Winter im Hochgebirge Schnee fällt, kommt es auf dem unebenen Gelände zu stark unterschiedlichen Schneehöhen: Der teils stürmische Wind verfrachtet den Schnee nämlich von Kuppen und Rücken und füllt dabei Mulden und Rinnen auf. Stellenweise türmt sich der Schnee hier bis zu 10 Meter auf. Die Rotationspflüge fräsen sich bei solchen Schneemassen schichtweise nach unten und schleudern den Schnee bis zu 50 Meter weit.

Heuer finden die Räumungsarbeiten an der Großglockner Hochalpenstraße aufgrund des Coronavirus später als üblich statt, so fand der Durchstich vergangenes Jahr am 8. Mai statt und ab dem 10. Mai gab es freie Durchfahrt. Heuer wird die Straße spätestens am 28. Mai befahrbar sein.

Frühjahr 2019 vs. 2020

Im Mai 2019 war das Wetter in den Alpen durch mehrere Kaltluftvorstöße mit Schneefall und unterdurchschnittlichen Temperaturen geprägt, zudem lag nach den Rekordschneefällen im Jänner überdurchschnittlich viel Schnee in den Nordalpen. Heuer waren die Schneemengen im Hochwinter dagegen durchschnittlich und seit April ist die Schneeschmelze in vollem Gange.

Schneelage in den Alpen am 19. Mai 2019 bzw. 2020.
19 Mai 2019 19. Mai 2020
Säntis (CH), 2502 m 665 cm 264 cm
Sonnblick (A), 3105 m 525 cm 317 cm
Zugspitze (D), 2964 m 561 cm 271 cm*
Pitztaler Gletscher (A), 2864 m 363 cm 198 cm
Weissfluhjoch (CH), 2691 m 266 cm 128 cm
Galzig / St. Anton (A), 2079 m 160 cm 0 cm

*Letzte verfügbare Messung vom 17. Mai 2020

Titelbild © www.www.foto-webcam.eu

Regen – Sturm – Schnee – Gewitter: Turbulenter Montag

Den Ursprung der arktischen Luftmassen sehen wir gut auf den Trajektorien für 4 ausgewählte deutsche Städte: Vom Europäischen Nordmeer macht sich die Polarluft derzeit auf den Weg nach Süden Richtung Mitteleuropa. Am Sonntagnachmittag erreicht die Kaltfront bereits die Nordseeküste.

Die Luft strömt aus dem hohen Norden zu uns.

Über Nacht kommt die Front dann weiter in den Süden voran, sie liegt Montagmittag etwa auf der Linie Luxemburg-Cottbus.

Die Lage der Kaltfront am Montag um 14:00 Uhr.

Die Front trennt polare Luftmassen im Norden von noch immer feucht-warmer Luft im Süden, dementsprechend groß sind auch die morgigen Temperaturunterschiede. Während es unter der Front meist nur 1 bis 6 Grad gibt, hält sich im Südosten Bayerns noch die Warmluft mit rund 20-22 Grad. Hinter der Front sorgt der Nordwind für eine gute Durchmischung der Atmosphäre, mit 10-12 Grad bleibt es aber auch dort recht frisch.

Hier haben wir für euch die erwarteten Temperaturen morgen um 14 Uhr.

Große Temperaturunterschiede Montagmittag.

Mit der Kaltfront beginnt es Montagmorgen von Frankreich her teils kräftig zu regnen, der Regen breitet sich dann am Vormittag über die Mitte des Landes nach Nordosten aus. Besonders in einem Streifen vom Saarland und Rheinland-Pfalz über Hessen, Thüringen und Nordbayern bis nach Sachsen und Brandenburg regnet es auch ergiebig. 25-40 Liter pro Quadratmeter sind dort zu erwarten.

Mit Vorankommen der Kaltluft geht der Regen im Laufe des Nachmittags oberhalb von 400 bis 600 m in Schnee über. Besonders in etwas höheren Lagen von Thüringer Wald und Erzgebirge sind um die 5 cm Neuschnee zu erwarten!

Große Regenmengen in der Mitte.

Vor der Front – also in Bayern und Baden-Württemberg – entstehen zudem am Nachmittag noch ein paar Gewitter, die mit Starkregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen lokal kräftig ausfallen können.

Auch der Sturm wird morgen zum Thema, und zwar in erster Linie im Westen sowie in den Mittelgebirgen (Harz, Thüringer Wald, Rhön, Hunsrück, Eifel). Zwar sind die Böen im Vergleich zu winterlichen Sturmereignissen überschaubar, da aber alle Bäume belaubt sind, herrscht auch bei Böen von 60-80 km/h bereits eine erhöhte Astbruchgefahr!

Vor allem im Westen und in den Mittelgebirgen wird es stürmisch.

Nach Abzug der Kaltfront Richtung Tschechien und Österreich steht der Bundesrepublik eine oft sternenklare und windschwache Nacht bevor. Folglich rasseln die Temperaturen in den Keller. Abschließend noch eine Grafik mit den zu erwartenden Tiefsttemperaturen Dienstagfrüh. Vor allem im Mittelgebirgsraum muss man sich auf leichten Luftfrost von -3 bis 0 Grad einstellen, Bodenfrost dürfte es recht verbreitet geben.

Die Nacht zum Dienstag wird lokal noch einmal frostig!

Quelle Titelbild: pixabay

Von wegen Frühling: Maischnee in New York

Woher diese für die Jahreszeit extrem kalte Luft kam, lässt sich mit Hilfe sogenannter Trajektorien gut nachvollziehen. Man sieht auf folgendem Bild: Noch vor wenigen Tagen lagerten die Luftmassen über dem noch zugefrorenen Aktischen Meer. Über der Hudsonbay (ebenfalls noch eisbedeckt) konnte sich die Luft nicht erwärmen und so traf die Kaltluft (entlang der blauen Linie) mit voller Wucht auf den Nordosten der USA.


Samstagfrüh wurden im Central Park nur noch +1,1 Grad gemessen. Das bedeutet nicht nur einen Negativrekord für den 9. Mai, so kalt war es so spät im Jahr überhaupt noch nie in der New Yorker Messgeschichte. Mit nur +8 Grad stiegen die Temperaturen im Tagesverlauf auch nur wenig. Der durchschnittliche Höchstwert zu dieser Jahreszeit beträgt in NYC übrigens +20 Grad!

Doch nicht nur die Kälte war sehr ungewöhnlich, hinzu kam auch noch Schnee. Für eine geschlossene Schneedecke reichte es in der Stadt zwar nicht, die Wetterstation im Central Park maß aber immerhin Spuren. So spät im Jahr hatte es zuvor erst einmal – nämlich 1977 – geschneit. Damit wurde gestern genauso viel Schnee registriert wie beispielsweise im gesamten Monat Februar 2020!

Abschließend noch ein paar Impressionen dieses wahrlich seltenen Ereignisses:

Quelle Titelbild: pixabay

Vom Sommer in den Winter und zurück

Am Ostermontag gab es nochmals Temperaturen wie im Frühsommer mit Höchstwerte im Südosten von rund 25 Grad. Absoluter Spitzenreiter war Bad Radkersburg mit 25,3 Grad.

Höchstwerte am Ostermontag

Allerdings  näherte sich Tagesverlauf eine kräftige Kaltfront  und in deren Vorfeld entstanden zahlreiche Gewitter, insgesamt wurden österreichweit rund 3.000 Blitze registriert.

Blitzverteilung am Ostermontag

Viel Regen brachte sie allerdings nicht, nur direkt entlang der Nordalpen gab es lokal über 20 l/m². Hinter der Kaltfront floss aber polare Kaltluft ein, die die Schneefallgrenze unter 500 m drückte. So gab es z.B in der Früh in Bad Radkersburg Schneefall, wo am Ostermontag noch 25 Grad erreicht wurden.

Auch im südlichen Wiener Becken gab es am Dienstag teils dichtes Schneetreiben, hier ein Video aus Würflach auf rund 400m Seehöhe.

Wieder verbreitet Frost

Im Tagesverlauf setzt sich aber mit lebhaftem bis kräftigem Nordwind immer öfter die Sonne durch und die kommende Nacht verläuft dann sternenklar. Dazu flaut der Wind rasch ab, somit sind alle Voraussetzungen für eine starke Auskühlung geschaffen.

Temperaturminimum am Mittwochmorgen (UBIMET).

Mit Ausnahme des Rheintals und der Region zwischen Wien und Neusiedler See stellt sich verbreitet leichter bis mäßiger Frost ein. In der Landwirtschaft heißt es also wieder zittern bzw. müssen gegen Frostschäden wieder Maßnahmen gesetzt werden um größere Ausfälle zu vermeiden.

Erneuter Sommertag am Donnerstag

Am Mittwoch tagsüber strahlt die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und es wird von Westen her deutlich milder. Im Inntal werden nach einer frostigen Nacht schon wieder Höchstwerte um die 21 Grad erreicht. Am Donnerstag wird es unter Hochdruckeinfluss noch wärmer, die Temperaturen erreichen landesweit 19 bis 25 Grad. Ähnlich warm bleibt es auch noch am Freitag, ab dem Wochenende gehen die Temperaturen dann wohl langsam zurück und auch Regen ist wieder in Sicht.

Titelbild: Adobe Stock

Kräftige Kaltfront überquert Österreich

Nach einer strahlend sonnigen und frühsommerlichen Karwoche sowie Osterwochenende nähert sich am Ostermontag eine kräftige Kaltfront den Alpen an.

Frontenkarte für Ostermontag 14 Uhr

Zwischen Hoch NIKOLAS über den Britischen Inseln und dem Skandinavientief TANJA kommt die Kaltfront in einer Nordströmung rasch nach Süden voran. Im Vorfeld der Front entstehen dabei in der noch warmen und mäßig feuchten Luft einige Schauer und einzelne Gewitter.

Aktuelle Lage der Kaltfront (09 Uhr)

Die Kaltfront überquert gerade Köln und Berlin und erreicht Österreich am Abend. Zuvor entstehen besonders nördlich der Alpen auch ein paar Gewitter! Am späten Abend sorgt die Front dann in den Nordalpen vorübergehend für kräftigen Regen, in wenigen Stunden kommen hier 15 bis 25 l/m² zusammen. Dabei sinkt die Schneefallgrenze immer weiter ab und am Ende des Niederschlagsereignisses fallen noch ein paar nasse Flocken bis in die Tallagen.

Niederschlagsmenge Montagnacht

Südlich des Alpenhauptkamms fällt aufgrund der Leewirkung nur wenig Regen. Erst zur slowenischen Grenze hin, also in Unterkärnten und in der südlichen Steiermark, sind wieder rund 15 bis 20 l/m² vom dringend benötigten Nass zu erwarten.

Kalter, windiger Dienstag

Am Dienstag klingt der Regen im Süden in der Früh allmählich ab, in den Nordalpen fallen stellenweise ein paar Flocken. Am Vormittag setzt sich von Vorarlberg bis Oberkärnten rasch die Sonne durch, in der Osthälfte stellt sich hingegen typisches Aprilwetter ein. Sonne und Wolken wechseln einander ab und bis in den frühen Nachmittag hinein ziehen auch einzelne Regen-, oberhalb von rund 500 m Schneeschauer durch. Bei lebhaftem bis kräftigem Nordwind kühlt es um mehr als 10 Grad ab.

Verbreitet Frost am Mittwoch

Dienstagnacht lösen sich die letzten Wolken rasch auf und in der noch kalten Luft kühlt es kräftig ab. Somit stellt sich Mittwochfrüh verbreitet leichter bis mäßiger Frost ein, nur von Wien bis zum Neusiedler See sowie im Rheintal bleibt es meist frostfrei.

Temperaturminimum am Mittwochmorgen

Am Mittwoch selbst sorgt dann das Hoch NIKOLAS für strahlend sonniges Wetter und kräftige Erwärmung. Am Donnerstag stellt sich im Westen schon wieder ein Sommertag mit Höchstwerten um die 25 Grad ein.

Titelbild: Stock Adobe

Vom Schnee in den Hochsommer: Rekorde im April

Winter vs. Sommer

Geradezu hochsommerlich heiß präsentierten sich die letzten Tage im April 2012, am 28. kletterten die Temperaturen in Waidhofen an der Ybbs auf 32,0 Grad. Zur tiefsten gemessenen April-Temperatur in einem bewohnten Ort muss man bis ins Jahr 2003 zurückgehen, am 19.04. war es in Seefeld in Tirol mit -19,7 Grad klirrend kalt. Noch eisiger war es mit -26,6 Grad am 07.04.1929, auf dem Gipfel des Hohen Sonnblicks in etwa 3100 m Seehöhe. Damit umfasst die registrierte Temperaturspanne im April an bewohnten Orten deutlich über 50 Grad!

Von 0 bis 500 Liter Niederschlag pro Quadratmeter

Beim höchsten Niederschlag sowohl innerhalb von 24 Stunden als auch im ganzen Monat April hat der Loiblpass in den Karawanken die Nase vorne. Am 09.04.1973 prasselten dort an nur einem Tag 150 mm vom Himmel, das ist fast der dort übliche Niederschlag für den gesamten Monat April. Und im Jahre 1975 kamen im gesamten April sogar 491 mm zusammen. In Linz blieb der Monat im Jahre 1893 hingegen komplett trocken. Örtlich waren aber auch der April 2007 und 2009 gänzlich trocken.

Aus diesen Jahren stammen auch einige Sonnenscheinrekorde. Am sonnigsten war allerdings der April 1946 in Wien (Hohe Warte), damit schien die Sonne damals weitaus länger als in einem normalen Juli.

Die Rekorde in der Übersicht:

Die höchsten Temperaturen in den Landeshauptstädten:

  • Bregenz 31,2°C (28.04.2012)
  • Innsbruck 30,1°C (28.04.2012)
  • Salzburg 31,5°C (27.04.2012)
  • Linz 30,9°C (28.04.2012)
  • Graz 28,8°C (29.04.2012)
  • Klagenfurt 28,2°C (07.04.2011)
  • Wien 30,0°C (30.04.2012)
  • Eisenstadt 30,0°C (28.04.1947)
  • St. Pölten 30,9°C (29.04.2012)
  • Österreichrekord: 32,0°C in Waidhofen/Ybbs am 28.04.2012

Die tiefsten Temperaturen in den Landeshauptstädten:

  • Bregenz -4,7°C (03.04.1952)
  • Innsbruck -7,0°C (08.04.2003)
  • Salzburg -3,9°C (01.04.2020)
  • Linz -2,4°C (08.04.1997)
  • Graz -6,7°C (07.04.2003)
  • Klagenfurt -7,1°C (09.04.1956)
  • Wien -8,1°C (04.04.1900)
  • Eisenstadt -4,0°C (07.04.1978)
  • St. Pölten -5,0°C (11.04.1954)
  • Österreichrekord Tal: -19,7°C in Seefeld (T) am 19.04.2003
  • Österreichrekord Berg: -26,6°C auf dem Sonnblick (S) am 07.04.1929

Größte Monatsniederschlagsmengen:

  • Loibl (K): 491 mm im Jahr 1975
  • Schröcken (V): 393 mm im Jahr 1977
  • Kötschach (K): 350 mm im Jahr 1876

Geringste Monatsniederschlagsmengen (Auswahl):

  • Linz (OÖ) 1897: komplett trocken
  • Stockerau (NÖ) 2009: komplett trocken
  • Andau (B) 2007: komplett trocken

Größter 24h-Niederschlag:

  • Loibl (K): 150 mm am 09.04.1973
  • Villacher Alpe (K): 129 mm am 09.04.1973
  • Dellach (K): 119 mm am 06.04.1975

Maximale monatliche Sonnenscheindauer:

  • Wien-Hohe Warte: 360 Std. im Jahr 1946
  • Neusiedl/See (B): 335 Std. im Jahr 2007
  • Andau (B): 332 Std. im Jahr 2007

Spitzenböen Tal:

  • Reichenau/Rax (NÖ): 126 km/h am 28.04.2015
  • Irdning/Gumpenstein (ST): 118 km/h am 08.04.1995
  • St. Radegund (ST): 115 km/h am 28.04.2015

Spitzenböen Berg:

  • Patscherkofel (T): 173 km/h am 14.04.1999
  • Rudolfshütte (S): 171 km/h am 12.04.1989
  • Feuerkogel (OÖ): 148 km/h am 02.04.2015

Quelle Titelbild: pixabay

Winter-Rückkehr am Sonntag bringt Schnee bis ins Flachland

Schnee in München - pixabay.com/holzijue

Bereits in den kommenden Stunden nimmt ein umfangreiches, blockierendes Hoch namens KEYWAN über dem Nordatlantik an Stärke zu. Auf seiner Ostseite zieht die kräftige Kaltfront von Tief MAREIKE über Spitzbergen von Norden her durch und überquert am Sonntag auch Deutschland. Mit Durchzug der Front fließt neuerlich arktische Polarluft herein, die für einen markanten Temperatursturz sowie regional auch für Schnee bis ins Flachland sorgt!

Wetterlage über Europa am Sonntag 29.03.2020 um 17 Uhr MESZ - ECMWF, UBIMET
Wetterlage über Europa am Sonntag 29.03.2020 um 17 Uhr MESZ – ECMWF, UBIMET

Schnee bis ins Flachland

Im Laufe des Sonntags setzt von Norden her Regen ein, der im Laufe des Nachmittags im Mittelgebirgsraum bis in tiefe Lagen in Schnee übergeht. Vom Rothaargebirge bis zum Erzgebirge muss man Sonntagabend oberhalb von etwa 300 m mit ein paar Zentimeter, in höheren Lagen lokal bis zu 10 cm Neuschnee rechnen.

In der Nacht zum Montag geht dann der Regen auch im Süden in Schnee über. Vom Schwarzwald bis zum Bayerischen Wald bildet sich bis Montagmittag selbst entlang der Donau eine dünne Schneedecke, in etwas erhöhten Lagen sind auch bis zu 10 cm möglich. Im südlichen Alpenvorland schneit es von Sonntagnacht bis Montagabend anhaltend und kräftig: Hier sind verbreitet 10 bis 20, in den Alpen auch bis zu 30 cm Neuschnee einzuplanen!

Am Montag sind auch im Küstenbereich zahlreiche Schnee- und Graupelschauer zu erwarten, die lokal für eine geschlossene Schneedecke sorgen können.

48h akkumulierte Neuschneemenge bis Dienstag 31.03.2020 um 8 Uhr MESZ - UBIMET48h akkumulierte Neuschneemenge bis Dienstag 31.03.2020 um 8 Uhr MESZ – UBIMET

Auffrischender Wind, Temperatursturz

An den Küsten frischt der Nord- bis Nordostwind bereits in der Nacht zum Sonntag stark bis stürmisch auf. Am Sonntag selbst muss man dann im gesamten Westen und Norden mit stürmischen Böen aus Nordost rechnen. Dazu gehen die Temperaturen mit Durchzug der Kaltfront markant zurück! Nach den noch frühlingshaften Höchstwerten zwischen 12 und 19 Grad am Samstag werden am Sonntag tagsüber nur noch 2 bis 7 Grad erreicht.

24h Temperaturunterschied am Sonntag 29.03.2020 um 17 Uhr MESZ - ECMWF, UBIMET
24h Temperaturunterschied am Sonntag 29.03.2020 um 17 Uhr MESZ – ECMWF, UBIMET

Titelbild: Schnee in München – pixabay.com/holzijue

Später Neuschnee in Kärnten und der Steiermark

Verantwortlich für den späten Wintereinbruch – zu den Mengen kommen wir etwas weiter unten – ist ein Höhentief. Dieses Höhentief dreht sich munter über dem westlichen Mittelmeer, kommende Nacht grob über Sardininen. Dabei wird schon heute recht feuchte Mittelmeerluft über Kroatien und Slowenien bis nach Südösterreich gelenkt. Die Folge in der immer noch sehr kalten Luft (rund -10 Grad in 1.500 m Höhe) ist zeitweiliger Schneefall besonders von Osttirol bis zum Alpenostrand.

Großwetterlage in der Nacht auf Donnerstag

Angezuckert zeigt sich beispielsweise schon die Bucklige Welt, wie das Webcambild aus Schwarzenbach zeigt:

Schwarzenbach in der Buckligen Welt

Doch auch in etwas tiefer gelegenen Regionen im Burgenland haben sich heute schon ein paar Schneeflocken gewagt.

Grafisch aufbereitet sieht die Neuschneelage wie folgt aus. Klar, große Mengen sind seit Mitternacht noch nirgends zusammengekommen, sieht man von den Hochlagen der Koralpe (dort schon rund 10 cm) einmal ab. Für 1-3 cm hat es von den Karawanken bis zum Mittelburgenland aber zumindest lokal schon gereicht.

Neuschneemenge der vergangenen 12 Stunden

Heute und morgen schneit es in den genannten Regionen von Osttirol bis zum Alpenostrand immer wieder, am meisten Neuschnee kommt bis Freitag in den Oststaulagen der Koralpe bis zum Schöckl bei Graz zusammen, 15-25 cm sind hier durchaus denkbar. In Graz selber dürften max. 5 cm fallen, etwas weniger in Klagenfurt. Aber seht selbst, was bei euch fallen wird…

Zu erwartende Neuschneemengen bis Freitagfrüh

Quelle Titelbild: Foto Webcam

Tiefster Winter auf dem Balkan

Die polare Kaltluft hat nicht nur Österreich, sondern in der neuen Woche auch weite Teile des Balkans sowie Italien erfasst. Dazu hat sich mit Vorstoß der Kaltluft bis in die Mittelmeerregionen ein Höhentief über der Adria gebildet, dass feucht-milde Luft aus Süden auf den Balkan transportiert.

Satellitenbild von Dienstagmittag @UBIMET, EUMETSAT

Wo kalte und feuchte Luft aufeinander trafen, kam es in den vergangenen Stunden zu kräftigem Schneefall. So liegt von der bulgarischen Hauptstadt Sofia über den Südwesten von Rumänien  über Serbien bis nach Kroatien und Bosnien-Herzegowina verbreitet eine Schneedecke.

Ende in Sicht

Bis zum Mittwoch verlagert sich das Höhentief mehr in den Süden von Italien, somit lässt der Schneefall auf dem Balkan am Mittwoch tagsüber nach und in Folge wird es aus Südosten bald wieder milder. Somit ist der Schnee bis zum Wochenende schon wieder Geschichte.

Das Höhentief hat auch Auswirkungen auf das Wetter in Österreich und beschert dem Süden ebenfalls ein wenig Neuschnee. Allerdings fallen die Mengen deutlich geringer aus als am Balkan.

Titelbild: twitter/Radio Bulgaria

Tief ELLI sorgt für Regen und Schnee

Schneefall in Schladming

Wie schon in den vergangenen Wochen sind sonnige Abschnitte nur von kurzer Dauer. So nähert sich bereits in den kommenden Stunden das nächste kräftige Tief namens ELLI von Frankreich her dem Alpenraum an.

Aktuelles Satellitenbild von Donnerstagmittag @EUMETSAT, UBIMET

ELLI zieht dabei bis Freitag nach Norddeutschland und dann am Samstag weiter zur Ostsee. Die Warmfront des Tiefs hat bereits Westösterreich erreicht und sorgt im Arlberggebiet für kräftigen Schneefall.

Starkschneefall an der Galzigbahn/St. Anton @feratel

Die Kaltfront des Tiefs liegt derzeit noch quer über Frankreich. Wenn die Kaltluft dann in der Nacht auf Freitag den Mittelmeerraum erreicht, bildet sich über Norditalien ein Randtief.

Neuschnee in Hochtäler

Am Abend und in der Nacht breiten sich Regen und Schneefall weiter ostwärts aus und Freitagfrüh gibt es besonders in Kärnten und der Steiermark gebietsweise starken Regen bzw. Schneefall. Die Schneefallgrenze schwankt dabei stark von Tal zu Tal, liegt aber meist zwischen 700 und 1000 m. Lokal kann es aber für kurze Zeit bei kräftigem Niederschlag bis in tiefe Lagen nasse Flocken geben.

Neuschneemengen bis Freitagmittag
Neuschneemengen bis Freitagmittag

Vor allem in Oberkärnten und in der Obersteiermark sind so in höheren Tallagen in kurzer Zeit 5 bis 15 cm nasser Neuschnee zu erwarten. Auf den Bergen in Kärnten fallen teilweise 30 bis 40 cm Neuschnee in wenigen Stunden. Im Laufe des Nachmittags lässt der Niederschlag dann deutlich an Intensität nach.

Wetterbesserung am Wochenende

Am Samstag zieht das Oberitalientief nach Süden ab und auch das steuernde Tief ELLI zeit weiter nach Nordosten. Somit nimmt der Tiefdruckeinfluss insgesamt ab und im Süden setzt sich tagsüber die Sonne durch. Auf der Rückseite von ELLI strömt aber mit einer nordwestlichen Höhenströmung kalte Luft zu den Alpen, sodass von Vorarlberg bis ins Mostviertel oberhalb von 500 bis 700 m einige Schneeschauer durchziehen.

Am Sonntag sorgt dann ein Zwischenhoch verbreitet für Sonnenschein, aufziehende Wolken am Abend kündigen aber von Westen her schon wieder die nächste Front an.

Titelbild: Adobe Stock

Viel Neuschnee und schwerer Sturm – BIANCA zieht über Deutschland

Neuschnee

Stand Mitternacht

Mit den letzten Böen und Graphiken verabschieden wir uns von Ihnen/Euch und danken für die Aufmerksamkeit für unseren Liveticker.

  • Waging 101 km/h
  • Weihenstephan 100 km/h
  • Mühldorf 99 km/h
  • Gottfrieding 97 km/h
Maximale Böen © UBIMET/DWD
Top 10-Böen am 27.2.2020

 

Neuschneesumme am 27.2.2020 © UBIMET

Stand 23:00 Uhr – So allmählich verabschiedet sich BIANCA

Der Kern des Tiefs zieht nun über den Bayrischen Wald nach Tschechien ab.

Die Böen der letzten Stunde

  • Schongau 126 km/h
  • Chieming 104 km/h
  • Rotthalmünster 103 km/h
  • Waging 101 km/h
Satellitenbild von 22:55 Uhr © EUMETSAT/UBIMET

Stand 22:00 Uhr – Neue Böen

  • Chieming 120 km/h
  • München Franz-Josef-Strauß 107 km/h
  • Mühldorf 107 km/h
  • Wielenbach 100 km/h
  • München 97 km/h

Stand 21:40 Uhr – Probleme bei der Bahn

 

Stand 21:30 Uhr -Schneefall

Besonders nördlich des Tiefkerns fällt weiterhin teils ergiebig Schnee. Hier die Neuschneemengen der letzten 3 Stunden.

Neuschnee der letzten 3 Stunden © DWD/UBIMET

Stand 20:45 Uhr – Auch in den Nordalpen turbulent

Knapp 170 km/h wurden im Jura am Abend gemessen, 115 km/h auch in Tannheim in Österreich.

Stand 20:00 Uhr  – BIANCA erreicht Bayern

121 km/h in der letzten Stunde in Stötten auf der Schwäbischen Alb, 111 km/h in Schongau in Oberbayern!

Das Tiefzentrum ist sehr gut an den aktuellen Messwerten des Luftdrucks zu erkennen – um 20 Uhr lag der Kern ziemlich genau über der mittelfränkischen Seenplatte (990 Hektopascal in rot dargestellt):

Stand 19:15 Uhr – Schwere Sturmböen in Baden-Württemberg

Wie erwartet hat der Sturm den Südwesten Deutschlands erreicht, hier die Spitzenböen der vergangenen Stunde:

  • Weilheim-Bierbronnen 111 km/h
  • Pforzheim + Messstetten 103 km/h
  • Klippeneck 102 km/h
  • Kandern-Gupef 96 km/h
  • Karlsruhe 93 km/h

Stand 18:45 Uhr – Tiefzentrum erreicht Deutschland

Auf dem aktuellen Radarbild erkennt man gut das Tief BIANCA inkl. ihrer Fronten. Die Warmfront (rot) bringt nun auch dem Osten Bayerns Schnee, die Kaltfront (blau) erreicht nun Baden-Württemberg, teils sogar mit Gewittern!

Stand 18:15 Uhr – Baden-Württemberg im Fokus

Kürzlich wurden in Frankreich rund um die Vogesen Orkanböen bis 141 km/h (Belmont) gemessen…in diesen Minuten greift der Sturm auch auf den Rheingraben und den Schwarzwald über!

Stand 17:45 Uhr – Kurz vor Winterende markanter Neuschnee

Vielerorts hat es heute so viel geschneit wie den kompletten Winter nicht. Hierzu gehören auch die Ardennen in Belgien…

Stand 17:15 Uhr – Warmfront kommt ostwärts voran

Die Warmfront samt Regen und zumeist Schneefall ist inzwischen bis zur Linien Bielefeld-München vorangekommen. Auch im Großraum Frankfurt ist der Regen nun in Schnee übergegangen:

Im Schwarzwald (im sogenannten Warmsektor des Tiefs) jetzt aber Regen bis 800 m hinauf.

Stand 16:45 Uhr – Sturm etwas stärker als berechnet!

Vorsicht in den kommenden Stunden: Als erstes geht es demnächst mit dem Sturm in den südlichsten Teilen des Saarlands und Rheinland-Pfalz los, v.a. aber im westlichen Baden-Württemberg. Das Tief ist sogar etwas stärker als die Modelle es berechnet haben: In Frankreich wurden schon Böen von 90 bis 110 km/h gemessen, prognostiziert waren ca. 10-20 km/h weniger…

Stand 16:30 Uhr – Europa League-Spiel in Salzburg abgesagt

Stand 16:15 Uhr – 5 bis 10 cm Neuschnee

Hier mal ein Blick auf unsere Neuschneekarte. Verbreitet um 5 cm im Südwesten seit Mitternacht, Hochlagen Schwarzwald und Hunsrück sogar bis 10 cm:

Neuschneemengen seit Mitternacht
Neuschneemengen seit Mitternacht

Stand 15:45 Uhr – Aktuelle Neuschneehöhen

  • Freudenstadt 9 cm
  • Tholey 8 cm
  • Flughafen Hahn 6 cm
  • Berus 5 cm
  • Stuttgart 4 cm
  • Nürburg 2 cm

Stand 15:00 Uhr – Sturmtief BIANCA trifft Paris

Blick zu unseren Nachbarn nach Frankreich, hier wurden vor kurzem Böen von bis zu 117 km/h gemessen. Das war übrigens die höchste Windgeschwindigkeit in der französischen Hauptstadt seit 10 Jahren!

Stand 14:30 Uhr – Kräftiger Schneefall im Südwesten

 

Wie hier in Trier und in Idar-Oberstein schneit es derzeit von der Eifel und dem Westerwald hinab bis zum Schwarzwald kräftig! Die Schneefallgrenze: zwischen tiefen Lagen und rund 400 m (Schwarzwald)…

Stand 14:00 Uhr – Tief noch über Frankreich

Hier erst einmal ein Überblick über die betroffenen Regionen heute. Der Sturm ist v.a. südlich der Linie Saarbrücken-Regensburg ein Thema. Am Alpenrand haben wir die höchste Warnstufe ausgegeben:

Sturmwarnungen
Sturmwarnungen

Nördlich des Tiefs ist der Schnee das große Thema. Jetzt schon 6 cm Neuschnee in Tholey und 5 cm in Berus – beide im Saarland.

Schneewarnungen
Schneewarnungen

 

Quelle Titelbild: pixabay

Sonnenskilauf: Was ist Firn?

In den Niederungen mehren sich die Frühlingsanzeichen, im Hochgebirge wächst die Schneedecke hingegen weiter an. Während die Schneelage in tieferen Regionen, wie schon so häufig in diesem Winter, dürftig ist, haben sich besonders in den Nordalpen in Lagen oberhalb von 1500 bis 2000 m in den vergangenen Wochen größere Schneemengen angehäuft. Diese stellen in hochgelegenen Skigebieten in den kommenden Wochen die Unterlage für den Sonnenskilauf bereit.

Entstehung von Firn

Damit ist die Zeit des Firns, der sich besonders gut zum Skifahren eignet, gekommen. Allerdings gibt es Unterschiede in der Bedeutung des Wortes Firn, zunächst geht es hier um den Firn im Sinne der Skifahrer und Liftbetreiber. Durch die im Spätwinter oft noch kalten Luftmassen und/oder klaren Nächte gefriert der vorher leicht nasse Schnee über Nacht, tagsüber taut er dann wieder in der Sonne. Wenn der Schnee mehrere dieser Zyklen durchläuft, bildet sich rasch Firn.

Firn ist bei Skifahrern besonders beliebt, denn mit dem an der Oberfläche leicht wegschiebbaren Gries ergibt sich eine griffige Skipiste. Die ideale Tageszeit zum Firnfahren hängt von der Hangexposition (Ost, Süd,…) ab: Am besten fährt es sich, wenn die Sonne die Piste bereits leicht „angeweicht“ hat, aber man (noch) nicht durch die hartgefrorene Schicht komplett durchbricht.

Gletscherfirn

Offiziell bezeichnet man als Firn allerdings Schnee, der mindestens ein Jahr alt ist und damit schon eine sommerliche Schmelzperiode überlebt hat. Firn erscheint im Sommer an der Oberfläche von Gletschern, wenn der darüber befindliche neuere Schnee abgetaut ist. Die Dichte von Firn ist schon recht hoch, aus 8 m Neuschnee wird etwa 1 Meter Firn. Unter Druck entwickelt sich in weiteren Jahren Firneis und schließlich Gletschereis.

Titelbild: Adobe Stock

Erster Schneefall in 12 Jahren in Bagdad

Palmen im Schnee - Adobe Stock

Während bei uns der Winter nicht wirklich in Gang kommt, muss man im östlichen Mittelmeerraum und im Nahen Osten heuer öfter mit teils winterlichen Zuständen rechnen. Dienstagfrüh sorgte aber der letzte Kaltluftvorstoß für ein sehr seltenes Ereignis: Schnee in Bagdad! Im Januar 2008 hatte die auf nur 40 m über dem Meeresspiegel gelegene Hauptstadt Iraks das letzte Mal eine geschlossene Schneedecke erlebt. Laut der offiziellen Meldung der Wetterstation am Flughafen sind Dienstagfrüh bei Temperaturen um den Gefrierpunkt 4 cm Neuschnee zusammengekommen.

Titelbild: Palmen im Schnee – Adobe Stock

Bilanz von Sturmtief Petra

Windrose

Wie erwartet sorgte Tief PETRA für einen ausgesprochen turbulenten Dienstag. Mit schweren Sturmböen und zum Teil sogar orkanartigen Böen zog dessen markante Kaltfront gestern über Österreich hinweg. Die größten Windgeschwindigkeiten aller offiziellen Wetterstationen wurden dabei auf der Buchbergwarte im Wienerwald gemessen, mit 145 km/h tobte der Sturm hier. Mehr als 130 km/h gab es aber beispielsweise auch auf dem Feuerkogel, dem Galzig und auf der Wiener Jubiläumswarte. Noch extremere Windgeschwindigkeiten wurden von einzelnen Stationen der Lawinenwarndienste gemessen: So registrierte die Station am Wetterkoglerhaus im Wechselgebiet Böen von knapp 200 km/h, mehr als 200 km/h gab es sogar am Gipfel des Schneebergs, ehe der Windmesser wohl sturmbedingt den Geist aufgab.

Die Kaltfront brachte neben Sturm und Regen auch ein paar Gewitter, mehr als 200 Blitze wurden österreichweit registriert. In Folge des Sturms waren einige Bahnstrecken und Straßen durch umstürzende Bäume blockiert, Skigebiete mussten den Betrieb einstellen. Die Feuerwehren waren landesweit im Großeinsatz.

Neuschnee in den Nordalpen

Mit der Kaltfront sank auch die Schneefallgrenze rasch vom Hochgebirge bis in die meisten Täler der Nordalpen, seit gestern stauen sich feuchkalte Luftmassen an den Alpen und bringen dort größere Schneemengen. So sind rund um den Arlberg schon etwa 40 cm Neuschnee zusammengekommen, 2 cm meldete heute früh aber zum Beispiel auch Innsbruck. Im Laufe des heutigen Mittwochs wird der anhaltende Schneefall im Nordstau der Alpen allmählich weniger und klingt spätestens in den Abendstunden ab. Ausgewählte 24-stündige Neuschneemengen bis Mittwoch 07 Uhr:

  • Schröcken (V): 43 cm
  • Seefeld (T): 26 cm
  • Pichl (ST): 26 cm
  • Krimml (S): 20 cm
  • Spital / Pyhrn (OÖ): 17 cm
  • Allentsteig (NÖ): 5 cm
  • Mallnitz (K): 4 cm
Schneehöhe am Mittwochmorgen.
Schneehöhe am Mittwochmorgen.

Keine Unwetter mehr diese Woche

In den kommenden Tagen steigt der Luftdruck von Westen her deutlich an, ruhiges und vielerorts sonniges Winterwetter ist die Folge. Dieses hält bis Sonntag an, erst in der neuen Woche kündigt sich wieder eine stürmische Wetterphase an. Auch die Temperaturen erholen sich vom gestrigen Absturz, mit meist 0 bis +10 Grad haben die nächsten Tage wieder leicht überdurchschnittliche Werte zu bieten. Am Sonntag sind nach derzeitigem Stand im Westen des Landes sogar vorfrühlingshafte +13 Grad zu erwarten. Dem Schnee geht es also in den tiefer gelegenen Tälern wieder an den Kragen.

Quelle Titelbild: pixabay

Inversionswetterlagen und Industrieschnee

Industrieanlange im Winter - pixabay.com

Aufgrund eines ausgeprägten Hochdruckgebiets herrscht derzeit über weiten Teilen Mittel- und Osteuropas eine anhaltende Inversionswetterlage. Nebel- und Hochnebelbildung bei Temperaturen oft unter dem Gefrierpunkt ist somit begünstigt. Dank vorübergehender Auflockerungen über Ungarn und der Slowakei wurde gestern ein besonderes Phänomen auf mehreren hochaufgelösten Satellitenbilder erkennbar: Der Industrieschnee! Dieser sorgt im Winter in der Nähe von großen Industrieanlagen oder Kraftwerken für extrem lokalisierte, aber nennenswerte Neuschneeakkumulation.

Schnee (rot eingefärbt) über Ungarn und der Slowakei am 23.01.2020 - NASA-Terra Satellit
Schnee (rot eingefärbt) über Ungarn und der Slowakei am 23.01.2020 – NASA-Terra Satellit
Industrischnee knapp südlich von Budapest am 23.01.2020 - ESA Sentinel-2 Satellit
Industrischnee knapp südlich von Budapest am 23.01.2020 – ESA Sentinel-2 Satellit

Was ist Industrieschnee

Industrieschnee entsteht bei Hochdrucklagen mit tief liegendem Hochnebel oder Nebel durch Emissionen von Wasserdampf und/oder feinen Ruß- und Staubpartikeln vor allem aus größeren Industrieanlagen wie Kraft- oder Heizwerke. Voraussetzung ist eine ausgeprägte Temperaturinversion mit sehr kalter, frostiger Luft in den Niederungen und milder und trockener Luft in mittleren Höhenlagen (am Boden sollte es mindesten 10 Grad kälter sein als oberhalb der Inversion). Häufig ist Industrieschnee nur auf wenige hundert Meter beschränkt, kann aber im Extremfall in kurzer Zeit eine mehrere Zentimeter dicke Schneeschicht verursachen.

Menschengemacht

Aufgrund des generell höheren Schadstoffausstoßes durch das größere Verkehrsaufkommen und die ausgeprägte Industrie hält sich über Städten oftmals eine drei- bis fünfmal höhere Konzentration an Kondensationskernen, was die Entstehung von Nebel und mitunter auch von Niederschlag begünstigt. Allerdings betrifft dies oft nur kleine Teile oder das nähere Umland der Städte, da sich der Niederschlag auf die windabgewandten Seiten der Industrieanlagen beschränkt. Dieser Schnee ist oft feinkörniger als normaler Schnee, da er aus deutlich geringeren Höhen stammt.


Titelbild: Industrieanlange im Winter – pixabay.com

Neuschnee am Wochenende auch im Flachland?

Schnee ist in Wien in diesem Winter eine Rarität.

Bis einschließlich Freitag herrscht unter Hochdruckeinfluss durchwegs ruhiges Winterwetter ohne markante Erscheinungen. In der Nacht auf Samstag erfasst eine Kaltfront Österreich von Westen her, sie überquert am Samstag das ganze Land. Zugleich bildet sich über Norditalien ein Tief, dieses lenkt zusätzlich feuchte Luft heran. Somit kündigen sich vor allem in den Nordalpen von Salzburg ostwärts, unter Umständen aber auch im östlichen Flachland inklusive Wien v.a. ab Samstagabend winterliche Bedingungen ab.

Die Aussichten (Update Do. 10 Uhr)

In der Nacht auf Samstag setzt von Vorarlberg bis Oberösterreich allmählich Schneefall ein, unterhalb von 800 bis 1000 m handelt es sich um Regen.

Am Samstag selbst breiten sich Regen und Schneefall weiter ostwärts aus und erfassen weite Teile des Landes, der Schwerpunkt befindet sich dabei in den Nordstaulagen der Alpen. Im Nordosten schneit es anfangs noch bis in tiefe Lagen, sonst liegt die Schneefallgrenze zwischen 600 und 800 m. Im Laufe der zweiten Tageshälfte kann es dann auch im östlichen Flachland zeitweise leicht schneien, am Abend geht der Schnee aber auch hier bei aufkommendem Nordwestwind zunächst im Wiener Becken, später dann im äußersten Osten in Regen oder Schneeregen über.

Der Sonntag bringt aus heutiger Sicht v.a. in den Alpen vom Karwendel über die Eisenwurzen bis zum Wienerwald zeitweiligen Schneefall. Im Osten liegt die Schneefallgrenze nach aktuellem Stand (Do. 10 Uhr) bei etwa 400 m. Leicht wetterbegünstigt sind Osttirol und Kärnten, hier gibt es teils sonnige Auflockerungen.

Die Mengen:

Am meisten Schnee kommt zwischen Freitagnacht und Sonntagabend in den Nordalpen zusammen, hier sind oberhalb von 700-800 m rund 10 bis 20 cm in Sicht. Weiter herunten in den Tälern (Rhein-, Inn-, Salzachtal) sowie im Flachland fällt entsprechend weniger Schnee. Der Schwerpunkt des Schneefalls liegt aus heutiger Sicht im Bregenzerwald sowie im Bereich der Kitzbüheler Alpen bzw. der Hohen Tauern, hier sind in exponierten Lagen auch Mengen um 30 cm zu erwarten. Abseits der Alpen fällt zwar deutlich weniger Schnee, doch selbst in Wien könnten die ersten Zentimeter des Winters zusammenkommen.

Schneeprognose für das Wochenende (Stand: Do. 10 Uhr). © UBIMET

Schneepremiere in Landeshauptstädten

Bis dato warten mit Wien, St. Pölten, Linz, Bregenz, Graz und Salzburg noch immer sechs Landeshauptstädte auf die erste geschlossene Schneedecke von mindestens 1 cm in diesem Winter. Das kommende Wochenende könnte also besonders im östlichen Flachland einen Totalausfall in punkto Schnee noch abwenden, im bislang schneeärmsten Winter in Wien 1974/75 waren es drei Tage mit Schneedecke. Nichtsdestotrotz wird dieser Winter in der Bundeshauptstadt deutlich unter dem langjährigen Mittel von 32 Schneedeckentagen bleiben.

Wie die nachfolgende Grafik zeigt, gab es bereits im Winter 2013/2014 einen ähnlich schneearmen Winter:

Übersicht der Tage mit einer Schneedecke von mind. 1 cm in sechs Landeshauptstädten.
Übersicht der Tage mit einer Schneedecke von mind. 1 cm in sechs Landeshauptstädten.

Quelle Titelbild: pixabay

Wo bleibt der Schnee?

Grüne Landschaft selbst am Alpenrand auf knapp 1000 m.

Schnee muss man in Deutschland schon fast mit der Lupe suchen – zumindest auf der nachfolgenden Karte mit der Verteilung der Schneedecke am heutigen Dienstag. Nennenswerten Schnee gibt es demnach momentan nur an und in den Alpen, oberhalb von 800 bis 1000 m. In den Mittelgebirgen sind lediglich die höchsten Lagen von der weißen Pracht bedeckt – zu wenig, um auf unserer Karte hervorzustechen:

Kaum Schnee in Deutschland.
Kaum Schnee in Deutschland.

Umso markanter ist die derzeitige Schneearmut, wenn man sich die Situation vor exakt einem Jahr in Erinnerung ruft. Auf dem Brocken beispielsweise lag der Schnee statt knöchel- locker hüfthoch, in Oberbayern türmten sich die Schneemassen mehr als eineinhalb Meter hoch!

Aktuelle Schneehöhen von heute 07 Uhr im Vergleich zum Vorjahr:

Station (Bundesland)
Schneehöhe heute Schneehöhe vor exakt 1 Jahr
Brocken (S-A) 6 cm 125 cm
Fichtelberg (S) 15 cm 100 cm
Zinnwald-Georgenfeld (S) 2 cm 70 cm
Jachenau-Tannern (BY) 2 cm 107 cm
Kreuth-Glashütte (BY) 17 cm 160 cm
Reit im Winkl (BY) 6 cm 140 cm
Ramsau-Schwarzeck (BY) 8 cm 184 cm

In Bildern ausgedrückt ergibt dies ein tristes, weil braunes und grünes Bild der Bundesrepublik.

Im Sauerland ist es selbst für Schneekanonen zu mild, an einen Skibetrieb ist rund um Willingen nicht zu denken:

Kein Schnee im Sauerland.
Kein Schnee im Sauerland.

Schnee gibt es zwar wie eingangs erwähnt auf den höchsten Gipfeln der Mittelgebirge, der Feldberg im Schwarzwald mit seinen knapp 1500 m kann aber auch kein wirkliches Winterfeeling hervorzaubern:

Nur wenig Schnee selbst auf dem Feldberg.
Nur wenig Schnee selbst auf dem Feldberg.

Unwinterlich auch der Blick vom Fichtelberg im Erzgebirge über Oberwiesenthal hinüber nach Tschechien:

Angezuckert: Die höchsten Lagen des Erzgebirges.
Angezuckert: Die höchsten Lagen des Erzgebirges.

Von Sonnenschein und sehr milder Luft profitierte seit Jahresbeginn vor allem der Alpenrand. Wie hier am Hohenpeißenberg knapp 1000 m über dem Meer sieht es in Bayern verbreitet aus:

Frühling im Alpenvorland.
Frühling im Alpenvorland.

Wie geht es weiter?

Ein nachhaltiger Wintereinbruch mit Schnee bis ins Flachland ist weit und breit nicht in Sicht. Von Freitag auf Samstag überquert zwar eine Kaltfront mit etwas Neuschnee den Süden des Landes, oberhalb von 700 bis 900 m kann es dabei vorübergehend mal anzuckern. Danach geht es zwar nicht mehr ganz so mild, aber mehr oder weniger schneelos weiter. Schneefreunde müssen also wohl auf den Februar als letzte Chance hoffen.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/obermaiselstein/

Wie entsteht Kunstschnee?

Kunstschneeproduktion

Am häufigsten werden zur künstlichen Erzeugung von Schnee Schneekanonen eingesetzt. Sie bestehen aus einem Propeller, der einen Luftstrom erzeugt, umgeben von mehreren Düsen. Aus diesen tritt ein einfaches Gemisch aus Wasser und Druckluft aus, der Druck liegt dabei ein Vielfaches über dem normalen Luftdruck. Beim Austritt weitet sich dieses sehr feine Gemisch durch den nun geringeren Druck aus und kühlt ab, winzige Eiskristalle entstehen.

Typischer Aufbau einer Schneekanone
Typischer Aufbau einer Schneekanone (Bild von Hans Braxmeier)

Zusätzliche Düsen zerstäuben feines Wasser, es kristallisiert an den vorhandenen Eiskeimen. Sie werden durch den Luftstrom verbreitet und sinken als feiner Schnee nieder.

Chemische Hilfe

Dieser Vorgang ist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt möglich, u.a. abhängig von der vorhandenen Luftfeuchte. Fügt man dem Wasser-Luft-Gemisch auch noch eine Brise Flüssigstickstoff zu, kann Schnee auch bei deutlich positiven Lufttemperaturen erzeugt werden. Der Schmelzpunkt von Stickstoff ist deutlich niedriger als von Wasser, somit wird das Wasser und die Luft vor dem Austritt aus der Düse massiv abgekühlt. Damit sind keine negativen Lufttemperaturen mehr für den Kristallisationsprozess nötig. Neben Stickstoff können theoretisch auch andere chemische Hilfsmittel für die Schnee-Erzeugung bei positiven Temperaturen verwendet werden, vorzugsweise handelt es sich dabei um abgetötete Bakterien. Diese würden dabei jedoch in die Umwelt gebracht, weshalb deren Einsatz in Österreich und Deutschland verboten ist.

Kunstschnee ist in seiner Beschaffenheit immer gleich und härter als natürlicher Schnee, da der Wasseranteil höher ist. Durch die komprimierte Form taut er allerdings wesentlich langsamer.

Titelbild: Adobe Stock

Schneemassen 2019 vs. Schneearmut 2020

So sieht für viele Menschen der perfekte Winter aus.

Der beste Weg, um Schneehöhen zu vergleichen ist neben dem Blick auf die nackten Zahlen die Zuhilfenahme von Webcams. In der Folge haben wir für euch mehrere Bilder zusammengetragen. Sie zeigen einen enormen Unterschied im Landschaftsbild zwischen 2019 und 2018.

Feldkirch:


Dornbirn:


Furkajoch (Vorarlberg):


Oberstdorf (Bayern):


Ein bisschen anders schaut es in den südlichen Landesteilen aus. Dellach im Drautal beispielsweise ähnelt sich 2019 und 2020 sehr – jeweils liegt kein Schnee, sondern nur Raureif.


Abschließend haben wir für euch noch die Schneehöhen an ausgewählten Orten gegenübergestellt. Frappierend die Unterschiede, in Schröcken beispielsweise fehlen eineinhalb Meter auf den Vorjahreswert!

Vergleich Schneehöhen 10. Jänner 2019 vs. 10. Jänner 2020:

Station Schneehöhe 10.1.19 Schneehöhe 10.1.20
Schröcken (VBG) 183 cm 31 cm
Seefeld (TIR) 122 cm 31 cm
Radstadt (SBG) 79 cm 12 cm
Windischgarsten (OÖ) 107 cm 3 cm
Mariazell (STMK) 100 cm 7 cm
Klausen-Leopoldsdorf (NÖ) 31 cm 0 cm
Wien-Hohe Warte 0 cm 0 cm
Kötschach-Mauthen (KTN) 2 cm 1 cm

Quelle Titelbild: pixabay

Inversionswetterlagen und Industrieschnee

Emissions und Industrieschnee. @shutterstock.com/Anatoliy Berislavskiy

Industrieschnee entsteht bei Hochdrucklagen mit tief liegendem Hochnebel oder Nebel durch Emissionen von Wasserdampf und/oder feinen Ruß- und Staubpartikeln vor allem aus größeren Industrieanlagen wie Kraft- oder Heizwerke. Voraussetzung ist eine ausgeprägte Temperaturinversion mit sehr kalter, frostiger Luft in den Niederungen und milder und trockener Luft in mittleren Höhenlagen (am Boden sollte es mindesten 10 Grad kälter sein als oberhalb der Inversion). Häufig ist Industrieschnee nur auf wenige hundert Meter beschränkt, kann aber im Extremfall in kurzer Zeit eine mehrere Zentimeter dicke Schneeschicht verursachen.

Menschengemacht

Aufgrund des generell höheren Schadstoffausstoßes durch das größere Verkehrsaufkommen und die ausgeprägte Industrie hält sich über Städten oftmals eine drei- bis fünfmal höhere Konzentration an Kondensationskernen, was die Entstehung von Nebel und mitunter auch von Niederschlag begünstigt. Allerdings betrifft dies oft nur kleine Teile oder das nähere Umland der Städte, da sich der Niederschlag auf die windabgewandten Seiten der Industrieanlagen beschränkt. Dieser Schnee ist oft feinkörniger als normaler Schnee, da er aus deutlich geringeren Höhen stammt.


Titelbild © shutterstock.com/Anatoliy Berislavskiy

Lawinen – die weiße Gefahr

Lawinen die weiße Gefahr

Am häufigsten treten Lockerschnee- und Schneebrettlawinen auf. Erstere haben ihren Ursprung in einem einzelnen Punkt, sie nehmen beim Abgang immer mehr Schnee auf und wachsen daher rasch an. Zweitere kennzeichnen sich durch einen linienförmigen Abriss quer zum Hang aus, dabei rutscht eine ganze Schicht auf einer anderer Schneeschicht oder auf dem Grund ab. Wenn die gesamte Schneedecke am Boden abgleitet, spricht man auch von Gleitschneelawinen.

Eine kleine Lockerschneelawine. © Nikolas Zimmermann
Eine kleine Lockerschneelawine. Bild © N. Zimmermann

Nassschneelawinen lösen sich ebenfalls als Schneebrett oder als Lockerschneelawine. Sie treten  vor allem im Frühjahr an Südhängen auf. Hauptauslöser von Nassschneelawinen ist flüssiges Wasser in der Schneedecke, das die Bindung der Schichtgrenzen schwächt. Staublawinen treten dagegen nur bei markanten Lagen mit viel Neuschnee auf und sind somit vergleichsweise selten zu beobachten.

Eine Schneebrettlawine. © Nikolas Zimmermann
Schneebrettlawinen auf einer Schwachschicht im Schnee. Bild © N. Zimmermann

Hangneigung und Schneemenge

Grundsätzlich ist eine gewisse Masse an Schnee notwendig, die sich an einem Hang mit einer Neigung von etwa 25° oder mehr ansammelt. Je größer die Neigung, desto öfter ist mit Lawinenabgängen zu rechnen. Andererseits können sich gerade auf nur mäßig steilen Hängen besonders große Schneemengen ansammeln, weshalb hier besonders viele Unfälle passieren. Ist der Hang zudem nach Norden ausgerichtet und damit weniger der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, kann sich eine Schneedecke schlechter stabilisieren und eine mögliche Gefahrenstelle bleibt länger bestehen.

Beispielbild eines Schneebretts @ https://pixabay.com/de/users/hans-2/
Eine Gleitschneelawine in steilem Gelände.

Schwachschichten

Fällt viel Neuschnee in kurzer Zeit, ist dieser mit einer vorhandenen, bereits gesetzten Schneedecke vorübergehend schlecht verbunden. Erst nach ein paar Tagen – je nach Höhe und Exposition – kann sich der Neuschnee setzen und mit dem Altschnee verbinden. Auch ohne Neuschnee können die verschiedenen Schneeschichten allerdings große Unterschiede in der Beschaffenheit aufweisen, beispielsweise kann es zu einem Festigkeitsverlust in einer Schneeschicht durch die sogenannte aufbauende Schneeumwandlung kommen. Zudem kann es auch eingelagerte Schwachschichten geben wie eingeschneiter Oberflächenreif. Manchmal reicht somit bereits ein geringes Zusatzgewicht wie beispielsweise ein Skifahrer aus, um eine Schneeschicht ins Rutschen zu bringen.

Staublawinen treten nur bei markanten Lagen mit viel Neuschnee auf.

Faktor Wind

Der Wind spielt für Lawinen eine ganz entscheidende Rolle: Verfrachteter Schnee lagert sich auf windabgewandten Seiten von Hängen ab und es bilden sich Treibschnee und Schneewächten. Diese sind in der Regel für ein paar Tage nur schlecht verbunden zur unteren Schneeschicht und sind somit besonders leicht zu stören. Wenn Triebschnee von frischem Neuschnee überlagert wird und somit schlecht zu erkennen ist, dann ist die Lage besonders brenzlig. Details zur Lawinenskala gibt es hier: die Lawinenwarnstufen.

Wind und Schnee © Nikolas Zimmermann
Wind und Schnee stellen eine gefährliche Kombination dar. Bild © N. Zimmermann

Foto: Kecko on Visual Hunt / CC BY

Die Lawinenwarnstufen

Lawinenwarnschild. @Wikimedia Commons/Root5.5

Die Lawinensituation wird von den regionalen Lawinenwarndiensten beurteilt und dementsprechend die Warnstufe in Kombination mit einem Lagebericht ausgegeben. In der Regel wird die Lawinengefahr ab dem ersten großen Schneefall täglich aktualisiert. Die Informationen kann man auf den Homepages der jeweiligen Dienste abrufen.

Seit 1993 dient die ‚Europäische Gefahrenskala für Lawinen‘ zur Einschätzung der Lawinengefahr in den Bergen. Diese Skala gliedert sich nach der Lawinengefahr aufsteigend in fünf Stufen:

  • Stufe 1: gering
    Die vorhandene Schneedecke ist sehr gut verfestigt und stabil, somit ist die Lawinengefahr gering. Nur an wenigen, sehr steilen Hängen sind aufgrund hoher Zusatzbelastung (z.B. einer Skitourengruppe ohne Abstand) Lawinen möglich. Ansonsten kann es lediglich zu kleinen Rutschungen kommen.
  • Stufe 2: mäßig
    In einigen Hängen, welche steiler sind als 30 Grad, ist die Schneedecke nur mäßig verfestigt. Insbesondere in diesen Hängen sind bei großer Zusatzbelastung Lawinen möglich, ansonsten herrschen aber gute Tourenbedingungen vor. Einzelne spontane, nicht allzu große Lawinen sind dennoch nicht ausgeschlossen.
  • Stufe 3: erheblich
    Eine Auslösung von Lawinen ist in Steilhängen mit einer Neigung von mehr als 30 Grad bereits von einzelnen Skifahrern möglich. Die Tourenmöglichkeiten sind somit eingeschränkt und erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Selbst ohne Fremdeinwirkung sind mittlere, vereinzelt auch größere Lawinen an exponierten Stellen möglich. Die Stufe 3 ist besonders heimtückisch und wird meist unterschätzt, so passieren bei Lawinenwarnstufe 3 die meisten tödlichen Unfälle!
  • Stufe 4: groß
    Eine Lawine kann bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Auch spontane Auslösungen, also ohne menschliches Zutun, sind wahrscheinlich. Die Tourenbedingungen sind somit stark eingeschränkt!
  • Stufe 5: sehr groß
    Die Schneedecke ist allgemein nur schwach verfestigt und instabil, somit kann es selbst ohne Zusatzbelastung zu großen bis sehr großen Lawinen kommen. Diese sind auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Von Skitouren ist somit ausdrücklich abzuraten, insbesondere da man bei einem etwaigen Unglück auch die Bergretter in Gefahr bringt!

Die unterschiedlichen Webauftritte der regionalen Lawinenwarndienste von Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie anderen Gebieten Europas sind unter diesem Link verfügbar.

Über Nacht Neuschnee und Sturm

Ein erstes Frontensystem hat in der Nacht Österreich erreicht und sorgt in den Nordalpen für Regen und Schnee. Dabei hält sich die bodennahe Kaltluft in den Alpentälern hartnäckig, daher gab es in den Früh- und Vormittagsstunden vom Pinz- und Pongau über das Ennstal und Gesäuse bis ins Mur- und Mürztal gebietsweise spiegelglatte Straßen durch gefrierenden Regen.

Vorstoß polarer Kaltluft bringt Neuschnee

Zwischen einen Hoch über Südwesteuropa und einem Tief über Russland kommt es über Osteuropa zu einem kräftigen Kaltluftvorstoß, der am Sonntag die Ägäis erreicht. Auch Österreich wird von diesem Vorstoß polarer Kaltluft gestreift und in der Nacht setzen von Tiroler Unterland bis zum Mariazellerland kräftiger Regen und Schneefall ein. Dabei sinkt die Schneefallgrenze von 700 m von Osten her bis in die Tallagen.

Neuschneemengen Samstagnacht
Neuschneemengen Samstagnacht

Die größten Neuschneemengen kommen vom Hochkönig bis zum Ötscher zusammen, hier sind oberhalb von rund 800 m gute 20 bis 30 cm , lokal sogar bis zu 40 cm Neuschnee zu erwarten. In tieferen Lagen hingegen handelt es sich anfangs um Regen bis Sonntagfrüh sind aber doch verbreitet 5 bis 10 cm möglich. Kaum bzw. kein Schnee fällt westlich von Innsbruck sowie im leeseitigen Süden.

Stürmischer  Alpenostrand und Föhnsturm

Mit Annäherung der polaren Kaltluft frischt der Wind am Alpenostrand am Abend stürmisch auf  und vor allem in der ersten Nachthälfte sind verbreitet Böen von 70-90 km/h zu erwarten. Zwischen Bad Vöslau und Reichenau an der Rax sind stellenweise auch Böen um die 100 km/h zu erwarten.

Sturmwarnungen für Samstagnacht und Sonntagvormittag
Aktuelle Sturmwarnungen für Samstagnacht und Sonntagvormittag www.uwz.at

Gleichzeitig macht sich auch der Nordföhn in den Tallagen von Osttirol und Oberkärnten bis zum Joglland immer öfter bemerkbar. Bereits in der Nacht gibt es hier immer wieder Sturmböen, der Höhepunkt wird hier aber erst Sonntagfrüh bzw. -vormittag erreicht. Dann treten auch in diesen Regionen Sturmböen von 70-90 km/h auf.

Wetterberuhigung im Laufe des Sonntags

Am Sonntag klingt zunächst der Schneefall in den Nordalpen am Vormittag ab, am Nachmittag lässt dann auch der stürmische Nordföhn im Süden deutlich nach. Verantwortlich dafür ist ein Hoch über Südwesteuropa, das allmählich auch die Alpen beeinflusst. In der kommenden Woche setzt sich das ruhige Hochdruckwetter meist fort, nur der Norden wird ab und zu von schwachen Tiefausläufern gestreift. Dazu wird es vor allem auf den Bergen wieder sehr mild, in den schneebedeckten inneralpinen Tallagen baut sich hingegen eine mächtige Inversionswetterlage auf. Hier bleibt es also oftmals bei Dauerfrost.

Zu Weihnachten an der Alpennordseite Regen, auf den Bergen winterlich

Christbaum

Der Alpenraum liegt in den kommenden Tagen unter dem Einfluss einer westlichen bis nordwestlichen Strömung und atlantische Tiefausläufer führen zeitweise feuchte Luftmassen an die Alpennordseite. Die Luft ist allerdings auch relativ mild, weshalb weiße Weihnachten auch heuer im Flachland kein Thema sind. Auf den Bergen und in den Hochtälern  gibt es in den kommenden Tagen hingegen reichlich Neuschnee.

Weiße Weihnachten in den Landeshauptstädten werden immer seltener. © UBIMET

Regen und Schnee

Am Dienstag stauen sich in den Nordalpen viele Wolken und am Morgen gehen vom Salzkammergut bis zum Wienerwald einzelne Regen- bzw. oberhalb von etwa 600 m Schneeschauer nieder. Tagsüber stellt sich vorübergehend trockenes Wetter ein und besonders im Süden und Osten lockert es auf. Im Westen verdichten sich die Wolken hingegen zunehmend und ab etwa Mittag setzt ausgehend von Vorarlberg Regen ein, welcher sich bis zum späten Nachmittag bis nach Oberösterreich ausbreitet. Die Schneefallgrenze steigt dabei vorübergehend gegen 1500 m an, nur im Mühlviertel gibt es noch bis 700 m herab ein paar Schneeflocken. Am Abend erreicht der Regen auch den Osten, im Süden bleibt es hingegen trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und 11 Grad.

In der Heiligen Nacht erreicht uns feuchte und mäßig kühle Atlantikluft. © UBIMET

Heilige Nacht, nasse Nacht

In der Nacht auf Mittwoch fällt an der Alpennordseite verbreitet Regen, dabei sinkt die Schneefallgrenze allmählich wieder gegen 1100 bis 900 m ab. Der Christtag verläuft an der Alpennordseite dann weiterhin trüb mit teils kräftigem Regen, oberhalb von 800 bis 1000 m schneit es. Im Donauraum und im Nordosten scheint zwischen einzelnen Regenschauern ab und zu die Sonne, von Kärnten bis ins Südburgenland überwiegt sogar der Sonnenschein. Die Temperaturen erreichen 2 bis 11 Grad. In der Nacht auf den Stefanitag schneit es von den Kitzbüheler Alpen bis zur nördlichen Obersteiermark bis in die meisten Täler.

 

Schneeprognose für den 24. und 25. Dezember 2019. © UBIMET

Auf den Bergen gibt es reichlich Neuschnee, so sind oberhalb von etwa 2000 m 50 bis 80 cm Neuschnee zu erwarten, am Arlberg sowie von den Hohen Tauern bis zum Toten Gebirge vereinzelt auch etwas mehr. Weiße Weihnachten gibt es heuer somit in den Alpen ab einer Seehöhe von etwa 1000 m sowie generell in Osttirol.

Stefanitag bringt Besserung

Am Stefanitag gehen vom Salzkammergut bis zum Wienerwald anfangs noch ein paar Regen- oder Schneeschauer nieder, wobei die Schneefallgrenze bei etwa 400 m liegt. Im Tagesverlauf macht sich dann ein Zwischenhoch bemerkbar und die Wolken lockern auf. Die meisten Sonnenstunden gibt es einmal mehr von Osttirol über Kärnten bis ins Südburgenland. Die Temperaturen steigen auf 1 bis 8 Grad mit den höchsten Werten im Südosten.

Neues Jahr, neues Glück

Nach einer vorübergehenden kühlen Phase rund um den 29. Dezember deuten die Modelle zum Jahresende auf einen Temperaturanstieg hin. Der Dezember wird in Summe somit deutlich zu mild ausfallen, derzeit liegt die Abweichung im Flächenmittel bei +2,4 Grad. Winterwetter war im Flachland bislang eher die Ausnahme, klimatologisch betrachtet gibt es die höchste Wahrscheinlichkeit für eine Schneedecke im Donauraum sowie im Osten und Südosten des Landes aber erst Ende Jänner. Schneefreunde können also durchaus noch auf einen richtigen Flachlandwinter hoffen.

 

Wahrscheinlichkeit für eine Schneedecke im Laufe des Winters. © UBIMET

Titelbild © Adobe Stock

256 km/h: Schwerer Schneesturm in Island

Schwerer Schneesturm in Island.

Verantwortlich für den Blizzard auf der Insel im Nordatlantik ist das kräftige Orkantief SIRO. Auf der Bodendruckkarte von vergangener Nacht erkennt man dessen Kern knapp östlich von Island. Auf der Rückseite des Tiefs strömt seit gestern sehr kalte Luft Richtung Island. Der Druckunterschied ist dabei enorm. Im Tiefkern beträgt der Luftdruck nur 950 Hektopascal, auf der Nordwestseite Islands dagegen 990 hPa. 40 hPa Unterschied auf so kleinem Raum kann nur eines bedeuten: STURM!

Orkantief SIRO über dem Nordatlantik.
Orkantief SIRO über dem Nordatlantik.

In Folge des Sturms und der massiven Schneeverfrachtungen gibt es auf der Insel derzeit unzählige Straßensperren (= „Durchfahrt verboten“-Symbol auf Karte):

Zahlreiche Straßen sind derzeit gesperrt.
Zahlreiche Straßen sind derzeit gesperrt.

Kein Wunder, wenn man sich die Windgeschwindigkeiten ansieht. In der Hauptstadt Reykjavik peitschte der Nordwind mit Böen bis zu 120 km/h durch die Straßen, noch heftiger erwischte es das hügelige Inselinnere. So wurden an der Station Skálafell knapp östlich von Reykjavik gestern Abend mittlere (!) Windgeschwindigkeiten von 209 km/h (58 m/s in Grafik ) gemessen. Die Böen erreichten sogar Tempo 256 km/h (71 m/s in Grafik)! Zur Einordnung: Solche Windgeschwindigkeiten entsprechen einem Hurrikan der Kategorie 4 von 5.

Verlauf der Wetterstation Skalafell.
Verlauf der Wetterstation Skalafell.

Abschließend haben wir für euch ein paar eindrucksvolle Bilder bzw. Videos aus Island zusammengetragen:

Quelle Titelbild: pixabay

Mittwochmorgen Glättegefahr in der Mitte

Nach kurzen Zwischenhocheinfluss nähert sich in der Nacht auf Mittwoch die Front von Orkantief SIRO, das mit seinem Zentrum knapp südlich von Island liegt. Im Vorfeld der Front verläuft die Nacht oftmals noch klar, somit kann es kräftig auskühlen. In der Höhe kommt hingegen vorübergehend etwas mildere Luft nach Deutschland. Damit sind die Voraussetzungen für möglichen gefrierenden Regen geschaffen.

Glätte vor allem in der Mitte

Nach einer anfangs klaren Nacht setzt nach Mitternacht vom Saarland bis zur Nordsee leichter Regen ein, dabei kann es vor allem vom Hunsrück über das Moseltal bis in die Eifel glatt werden durch gefrierenden Regen. Bis zum Morgen breiten sich der Regen langsam ostwärts aus über Hessen bis nach Unterfranken und den Thüringer Wald aus.

Regionen mit der größten Glatteisgefahr
Regionen mit der größten Glatteisgefahr @UBIMET

Mit dem Regen ist in den betroffenen Gebieten mit spiegelglatten Verkehrswegen zu rechnen, somit kann es im dichten Frühverkehr zu witterungsbedingten Verzögerungen kommen.

Entspannung am Vormittag

Im Laufe des Vormittags entspannt sich allmählich die Lagen aufgrund zweierlei Faktoren. Die bodennahe Kaltluft wird allmählich abgebaut und gleichzeitig fließt aus Westen in der Höhe wieder kältere Luft nach Deutschland. Somit sinkt die Schneefallgrenze allmählich gegen 500 m ab. Zum Abend hin schneit es im Osten von Bayern teilweise bis in tiefe Lagen.

Neuschneemengen Mittwochnachmittag und Abend
Neuschneemengen Mittwochnachmittag und -abend @UBIMET

Am Donnerstag fällt oberhalb von 300 bis 600 m ab und zu ein wenig Schnee, am häufigsten schneit es noch im Südosten. In der Nacht auf Freitag setzt dann im Westen kräftiger Schneefall ein, der aber bald bis in höchsten Lagen in Regen übergeht und einen milderen Wetterabschnitt einläutet.

Titelbild: Adobe Stock

1. Advent: Etwas Schnee im Südwesten

Zwischenhoch ROMY sorgt am Samstag für zunehmend freundliches Wetter, nur mehr vereinzelt ziehen noch schwache und kurze Schauer durch. Allerdings zieht Tief OLAF bis zum Sonntag vom Atlantik nach Südwesteuropa und spaltete sich dort in mehrere Teiltiefs auf.

Frontenkarte für Sonntag

Dabei nähert sich ein Randtief am Sonntag dem Südwesten von Deutschland an.

Etwas Schnee zum 1. Advent

Der Sonntag startet im Südwesten bereits mit dichten Wolken und am Vormittag setzt im Saarland und im Südwesten Regen ein. Besonders in Oberschwaben und im Bereich der Alb besteht dabei Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Im Tagesverlauf breitet sich der Regen etwa bis auf die Linie Eifel-Fränkische Alb aus und die Schneefallgrenze sinkt von Norden her auf 700 bis 300 m ab.

Neuschneeprognose. © UBIMET

Die Niederschlagsmengen fallen meist gering aus, sodass sich in den betroffenen Regionen oftmals nur eine hauchdünne Schneedecke ausbildet. Etwas mehr Schnee kann in höheren Lagen der Eifel, vom Hunsrück sowie in der Nacht dann auch am Alpenrand fallen. Streckenweise kann es hier also zu winterlichen Straßenverhältnisse kommen. In der Nacht zieht der leichte Schneefall dann in Richtung Alpenrand ab.

Am Montag Schneeschauer im Osten

Am Montag klingt der leichte Schneefall an den Alpen rasch ab und Deutschland liegt zwischen Hoch SARENA über Westeuropa und Tief NICOLAS am Nordkap in einer kalten Nordströmung.

Großwetterlage am Montag
Großwetterlage am Montag ©UBIMET

Dabei ist die polare Kaltluft vor allem im Osten auch schaueranfällige. Somit sind besonders in Brandenburg, Berlin und Sachsen einzelne Schneeregen- und Schneeschauer zu erwarten. In weiterer Folöge setzt sich dann SARENA durch und über Deutschland bildet sich eine kräftige Inversionswetterlage auf. Vor allem in der Südhälfte bleibt es dann in den Niederungen kalt und nebelanfällig, auf den Mittelgebirgen wird es bis zur Wochenmitte hingegen markant milder.

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Die Gesichter des Schnees – Teil 2

Schnee verändert sich im Laufe der Zeit

Nicht nur wir werden alt, sondern auch der Schnee. Im ersten Teil (Link einfügen) unserer Serie ging es um die Entstehung des Schnees und wie die verschiedenen Entstehungsarten genannt werden. Heute sehen wir uns die Bezeichnungen nach dem Alter genauer an:

Neuschnee

Neuschnee ist in seiner Kristallform noch klar erkennbar. Im Wintersportbereich wird meist von Neuschnee gesprochen, wenn er weniger als drei Tage alt ist. In der Meteorologie wird jene Menge als Neuschnee bezeichnet, die bei der Messung (meist frühmorgens) in den letzten 24 Stunden gefallen ist.

Wildschnee

Als Wildschnee wird ein sehr lockerer, pulvriger Neuschnee bezeichnet.

Wildschnee in den Karpaten
Wildschnee in den Karpaten

Altschnee

Altschnee ist älter als drei Tage und hat bereits viel von seiner ursprünglichen Kristallform eingebüßt.

Harsch

Harsch ist Altschnee, bei dem die oberste Schicht durch Antauen und erneutes Gefrieren zu einer festen Kruste geworden ist. Der Schnee darunter bleibt pulverig. Oberflächlich durchweichter und wieder durchfrorener Schnee wird als Bruchharsch bezeichnet, während sich Windharsch bei feuchtem Wind als Kruste auf dem Altschnee bildet.

Schwimmschnee

Schwimmschnee ist eine besondere Form von Altschnee. Er entsteht, wenn eine Schneedecke einen Temperaturgradienten von mehr als 0,25°C pro cm aufweist und die Kristalle des Altschnees eine charakteristische Kelchform annehmen. Schwimmschnee rieselt aus der Hand ähnlich wie Zucker und ist aufgrund seiner sehr schlechten Verbundeigenschaften ein wesentlicher Faktor bei der Bildung von Schneebrettern.

Büßerschnee

Büßerschnee ist eine weitere spezielle Form von Altschnee. Er besteht aus einem Feld von spitzen Säulen, welche in Richtung der stärksten Sonneneinstrahlung zeigen. In den Alpen ist dies nur an Südhängen möglich, die einzelnen Schneesäulen können hier meist nur 10 bis 20 cm hoch werden. In den Hochgebirgen der Tropen und Subtropen sind dagegen Höhen von bis zu 6 m oder noch mehr möglich, da die Sonneneinstrahlung dort stärker und steiler ist. Die Säulen entstehen, wenn der Schnee durch geringe Unterschiede in Farbe, Härte oder Form unterschiedlich stark schmilzt oder sublimiert.

Firn

Firn ist durch wiederholte Schmelz- und Gefriervorgänge verdichteter Schnee, der mindestens ein Alter von einem Jahr aufweist. Mit einer Dichte von 400 bis 800 g/m³ ist er bereits rund vier Mal schwerer als gebundener Neuschnee. Aus Firnschnee kann bei weiterer Verdichtung mit der Zeit Gletschereis entstehen.

Firn - klassischer Frühlingsschnee
Firn – klassischer Frühlingsschnee

Im letzten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit dem Feuchtigkeitsgehalt des Schnees. Je nach Feuchtigkeitsgehalt ändert sich nämlich auch das Erscheinungsbild des Schnees.

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Neue Niederschlagsrekorde in Südösterreich

Heftige Regenfälle im Herbst.

Die Wetterlage in den vergangenen 3 Wochen war von einem immer wiederkehrenden Muster geprägt. Kalte Luft stieß westlich von uns ins Mittelmeer vor, dort bildeten sich in der Folge kräftige Tiefdruckgebiete. Diese lenkten extrem feuchte Luft von Süden her gegen die Alpen, die Folge waren immense Regen- und Schneemengen vor allem vom Ötztal über die Salzburger Tauerntäler bis ins Obere Murtal sowie generell in Osttirol und Kärnten.

Grafisch aufbereitet sieht das Ganze folgendermaßen aus: Hotspot oder besser gesagt Wetspot war ganz klar Oberkärnten:

Große Regen- und Schneemengen im Süden und Südwesten.
Große Regen- und Schneemengen im Süden und Südwesten.

Mit Abstand am meisten Regen und Schnee ist an der Messstation am Loibltunnel an der Grenze Kärnten-Slowenien zusammengekommen, 723 l/m² sind mehr als beispielsweise in Wien in einem gesamten Jahr im Mittel fällt! Mehr als 500 l/m² gab’s aber auch in Kötschach-Mauthen, Dellach im Drautal und am Weißensee:

Die nassesten Orte im November 2019 bislang.
Die nassesten Orte im November 2019 bislang.

Im langjährigen Mittel kommen im Süden in einem November „nur“ 80-150 l/m² zusammen, die Abweichungen hierzu sind enorm. Auf der folgenden Grafik sind genau diese dargestellt. So hat es z.B. in Spittal an der Drau bislang schon 5-mal (in Grafik: 540%) mehr geregnet und geschneit als üblich!

Im Süden und Südwesten viel zu nass.
Im Süden und Südwesten viel zu nass.

Folglich können wir schon jetzt – eine Woche vor Monatsende – zahlreiche neue Novemberrekorde vermelden. Diese haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Bemerkenswert zwei Fakten:

  • mehr als 30 Stationen haben ihren Novemberrekord geknackt
  • Kals hat seinen 103 Jahre alten Rekord sogar regelrecht pulverisiert (alt: 176 l/m²  — neu: 275 l/m²)
Station Niederschlag November 2019 November-rekord Jahr Differenz zu Rekord
Spittal 474 303 2000 171
Sonnblick 482 319 2002 163
Mallnitz 456 316 2002 140
Virgen 269 150 2012 119
Feldkirchen 280 173 2010 107
Kals 275 176 1916 99
Weißensee 504 412 2000 92
Lienz 415 331 2002 84
Obervellach 433 352 2002 81
Millstatt 348 275 2000 73
Krimml 213 146 1966 67
Rauris 266 203 1947 63
St. Michael/Lungau 261 199 2000 62
Sillian 384 323 2002 61
Flattnitz 334 275 2000 59
Fresach 340 289 2000 51
Tamsweg 225 176 1996 49
Bad Bleiberg 379 332 2000 47
Mayrhofen 207 184 1979 23
Kornat 587 568 2002 19
Kanzelhöhe 270 253 2000 17
Gröbming 140 124 2007 16
Bischofshofen 138 123 2007 15
Pörtschach 243 239 2000 4
Zell am See 205 202 1947 3
Seckau 133 131 1893 2

Zudem stellten auch Arriach, St. Johann und St. Veit / Pongau, Mariapfarr, Murau und Bad Gastein neue Bestmarken für den November auf.

Auch in St. Jakob im Defereggental sowie in Döllach dürfte es einen neuen Novemberrekord gegeben haben, an diesen beiden Stationen gab es zuletzt allerdings leider Datenlücken.

Kommt da noch mehr?

Laut den Berechnungen des europäischen Wettermodells sind bis zum kommenden Wochenende und somit dem Monatswechsel in den betroffenen Regionen noch einmal 20 bis 30 l/m² zu erwarten. Nicht die Welt, aber ausreichend, dass noch ein paar weitere Stationen einen neuen Niederschlagsrekord aufstellen werden.

Nicht mehr allzu viel Niederschlag bis Ende November.
Nicht mehr allzu viel Niederschlag bis Ende November.

Quelle Titelbild: adobe stock

Große Regen- und Schneemengen in den Südalpen

Schneemassen in den Alpen

Verantwortlich für dieses extreme Herbstwetter ist das Tief namens LUIS. Heute Mittag (siehe nachfolgende Wetterkarte) weist das Tief gleich zwei Kerne auf, einen über Nordwestfrankreich und einem über dem Löwengolf. Dabei lenkt das Tief von Süden her sehr feuchte Mittelmeerluft gegen die Alpen, die dort regelrecht ausgepresst wird und zu enormen Regen- und Schneemengen führt. Eine ganz ähnlich Wetterlage gab es in den vergangenen Wochen ja auch im Süden Österreichs und in Südtirol.

Tief LUIS sorgt für extreme Niederschläge
Tief LUIS sorgt für extreme Niederschläge

Die Niederschlagsmengen, die beispielsweise das deutsche Wettermodell berechnet, sind wahrlich beeindruckend. 200 bis 400 l/m² kommen bis Sonntagabend zusammen, vereinzelt in den Ligurischen Alpen sogar noch mehr. Zum Vergleich: In Berlin fallen in einem Jahr (!) durchschnittlich 550 l/m², in Frankfurt 630 l/m².

Massive Regen- und Schneemengen in der Schweiz, Italien und Frankreich.
Massive Regen- und Schneemengen in der Schweiz, Italien und Frankreich.

Besonders betroffen sind dabei folgende Regionen:

  • Cevennen (FRA)
  • Provence (FRA)
  • Ligurien (ITA)
  • Piemont (ITA)
  • Aostatal (ITA)
  • Wallis (CH)
  • Tessin (CH)

Aus dem Wallis stammt auch das folgende Webcam-Bild. In Simplon-Dorf auf 1470 m sind bislang schon 40 cm Neuschnee zusammengekommen. Derzeitige Gesamtschneehöhe rund 110 cm!

Massive Neuschneemengen in Simplon.
Massive Neuschneemengen in Simplon.

Auch im Tessin tiefster Winter: Bosco Gurin misst ebenfalls mehr als 1 Meter Schnee:

Dementsprechend hoch ist die Lawinengefahr, in Italien herrscht lokal sogar die höchste Warnstufe 5! Für November ist das absolut außergewöhnlich:

Gleichzeitig tobt an der Alpennordseite ein Föhnsturm. In Meiringen wurden sogar schon 138 km/h gemessen, 120 waren es im Wintersportort Adelboden. Hier eine Übersicht der Spitzenböen in der Schweiz:

Föhnsturm an der Alpennordseite.
Föhnsturm an der Alpennordseite.

Schneebringer Adria

Winter und Schnee

Wenn kalte Luftmassen westlich der Alpen in den Mittelmeerraum vordringen, bewirken sie dort in der Regel die Bildung eines Tiefdruckgebiets. Diese sogenannten Italientiefs führen oft sehr feuchte Luftmassen nach Österreich und manchmal ziehen sie in weiterer Folge über die Adria hinweg nach Nordosteuropa. Dann bestehen auch im Osten und Südosten Österreichs die größten Chancen auf Schneefall. Allgemein kann man zwischen zwei typischen Wetterlagen unterscheiden, welche im Süden bzw. Osten mit großen Niederschlagsmengen verbunden sind:

  • Ergiebiger Südstau
  • Vb-Tief („Fünf-b-Tief“)

Südstau

Nahezu ortsfeste Tiefdruckgebiete über dem westlichen Mittelmeerraum sorgen in Österreich für eine anhaltende Südströmung. Bevor die Luft auf die Alpen prallt, nimmt sie über dem Mittelmeerraum viel Feuchtigkeit auf und wird in weiterer Folge vor allem in den Karnischen und Julischen Alpen sowie in den Hohen Tauern wie ein Schwamm ausgepresst (weitere Details dazu gibt es hier). In Österreich sind davon vor allem Osttirol und Oberkärnten betroffen. Besonders im Herbst sorgen Kaltluftvorstoße über den noch relativ milden Gewässern rund um Italien zudem für eine labile Schichtung der Luft, weshalb die Niederschläge besonders intensiv ausfallen.  Trotz der eigentlich recht milden Luftmasse kann die Schneefallgrenze dabei bis in manche Tallagen absinken: Die Schmelzwärme des Schnees, die der Umgebung entzogen wird, sorgt nämlich in engen Tälern für eine Abkühlung der Luft bis auf 0 Grad.

Tief VAIA sorgt für Wetterextreme in Mitteleuropa.
Tiefs über dem westlichen Mittelmeerraum sorgen für Südstau (Bild: Sturm VAIA).

Vb-Tief

Wenn sich Tiefdruckgebiete von Norditalien über Slowenien und Ungarn in Richtung Baltikum verlagern, sprechen Meteorologen von einem Tief mit einer Vb-Zugbahn („Fünf-b-Tief“). Solche Tiefdruckgebiete bringen vor allem im Südosten und Osten Österreichs teils große Regen- oder Schneemengen: Feuchte Adrialuft gleitet nämlich bei solchen Wetterlagen oft auf kühle Luftmassen in tiefen Schichten auf, weshalb die gesamte Luftsäule Temperaturen um oder knapp unterhalb des Gefrierpunkts aufweist.

Vb-Tief
Bereits vor über 100 Jahren hat Van Bebber die häufigsten Tief-Zugbahnen analysiert.

Schnee und Klimawandel

Die Klimawandel sorgt bekanntermaßen für steigende Temperaturen im Alpenraum, weshalb die Anzahl an Tagen mit einer Schneedecke besonders in tiefen Lagen deutlich abnimmt: Die winterliche Nullgradgrenze ist in den letzten 50 Jahren im Mittel um etwa 250 m angestiegen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, so wird die Nullgradgrenze wohl noch vor 2050 im Winter durchschnittlich über einer Seehöhe von 1000 m liegen. Dadurch nimmt die Länge des Winters ab, gemessen an der Tage mit Schneedecke: Der Schnee kommt später und schmilzt früher. Etwa in Arosa in der Schweiz hat sich die Periode mit einer Schneedecke von mindestens 40 cm bereits von fünfeinhalb Monaten auf etwas mehr als drei Monate verkürzt. Studien aus der Schweiz zeigen, dass derzeit Lagen unterhalb von 1300 m davon besonders stark betroffen sind, während es in Lagen oberhalb von etwa 2000 m keinen klaren Trend gibt.

Klimawandel in Arosa
Mittlerer Verlauf der Schneehöhe in Arosa. Mehr Details dazu gibt es hier: Meteoschweiz

Extremereignisse

Besonders in den Alpen kann es in manchen Jahren aber zu Extremereignissen kommen, wie wir es etwa im Jänner 2019 an der Alpennordseite oder im November 2019 in den Südalpen erlebt haben. Tatsächlich kann mildere Luft nämlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte, zudem sorgen die steigenden Wassertemperaturen rund um Mitteleuropa (Nordsee, Mittelmeer) bei Kaltluftvorstoßen für eine labile Schichtung der Luft. Bei manchen Wetterlagen kann es also besonders von mittleren Höhenlagen aufwärts ergiebig schneien, zudem kann die Schneefallgrenze durch die Niederschlagskühlung auch im Einflussbereich relativ milder Luftmassen manchmal bis in windgeschützte Täler absinken. Dadurch nimmt die Gefahr von Schneebruch und Gleitschneelawinen tendenziell zu. Laut manchen Studien soll es zudem auch eine Zunahme an blockierten Wetterlagen geben, was ebenfalls größere Niederschlagsextreme zur Folge hat. Andererseits kann es aber je nach Lage der Tiefs und Hochs auch zu ungewöhnlich langen trockenen Phasen kommen.

Titelbild © www.foto-webcam.eu

Heftige Unwetter mit Schnee und Regen im Österreich

Der Schwerpunkt der Unwetter lag in der Mitte des Landes. Hier fielen in einem Streifen vom Süden bis zu den Tauern verbreitet über 100 l/m².

Niederschlagssumme am 17.11.2019 © UBIMET

Da in den Tagen zuvor auch immer wieder Tiefs viel Schnee in die höheren Lagen gebracht hatten, waren die Auswirkungen nun entsprechend heftig. Sowieso ist der November in den betroffen Regionen bisher rekordverdächtig nass, wie auf der unten stehenden Graphik zu ersehen ist. Die Graphik beschriebt die prozentuale Abweichung vom durchschnittlich Niederschlag, der in einem November fällt.

Abweichung zum durchschnittlichen Novemberniederschlag. © UBIMET
Abweichung zum durchschnittlichen Novemberniederschlag. © UBIMET

Dies alles führte dann in Summe zu heftigen Auswirkungen. Es gab mancherorts Lawinen, wie das folgende Beispiel zeigt.  Zudem gab es aufgrund der gesättigten Böden Murenabgänge, sodass die Zufahrt zu manchen Orten nicht möglich oder zu gefährlich ist. In Folge eines solchen Abgangs ist eine Person verstorben.

Außerdem wurden Straßen beschädigt, sodass sie unpassierbar sind. In manchen höheren Tälern fiel vorübergehend der Strom aus.  Auf einigen Bahnstrecken ist der Zugbetrieb eingestellt, da die Gefahr von Lawinen-/ Murenabgängen auf die Gleise immer noch besteht.

Dies ist Ausdruck der enormer Schneemassen, die bereits auf den Bergen liegen. Am Beispiel Zettersfeld erkennt man, dass die momentane Schneehöhe schon ungefähr die des Hochwinters entspricht, obwohl es erst November ist.

Schneerekord für die Jahreszeit am Zettersfeld oberhalb von Lienz. © Land Tirol Schneerekord für die Jahreszeit am Zettersfeld oberhalb von Lienz. © Land Tirol

Neben Lawinen sorgt auch Schneebruch für große Probleme, der in dem Video zu sehen ist. Schneebruch tritt besonders bei sehr nassen Schnee auf, da die Schneelast auf den Bäumen riesig ist, sodass große Äste abbrechen oder sogar ganze Bäume einfach umfallen.

Zudem stiegen die Flusspegel deutlich an, wie das Beispiel des Flusses Gurk zeigt. Hier sind zur Stunde immer noch Personen aus ihren Häusern evakuiert. Da in den betroffenen Gebieten momentan Werte über dem Gefrierpunkt herrschen kann in einigen Tälern der gefallene Schnee antauen.

Titelbild: https://twitter.com/angelikanoerr/status/1196074264987865088/photo/1

Im Süden und Westen starker Regen und Schneefall

Schneewarnsignal ©shutterstock.com/Olaf Naami

Update 23:00 Uhr

Hiermit beenden wir unseren Live-Ticker für heute. Gute Nacht!

Update 21:05 – Obergurgl von der Außenwelt abgeschnitten

Update 21:00 Uhr – Der Blick aufs verschneite Lienz

© https://www.foto-webcam.eu/webcam/lienz/

Update 20:40 Uhr – Föhn

Neben Regen und Schnee gab es heute auch Föhn. Dabei gab es insbesondere in Windischgarsten und Umgebung einen Föhnsturm mit Böen über 100 km/h. Es gab auch dort etliche Feuewehreinsätze, wie der unten stehende Tweet zeigt.

© UBIMET

Update 20:30 Uhr – Lawine im Stubaier Tal

Update 20:20 Uhr – Lawine bei Heiligenblut

Update 20:10 Uhr – Niederschlag

Der Niederschlag geht allmählich zurück. Daher kann ein erstes Fazit getroffen werden. Man erkennt in der Graphik, dass viel Regen und Schnee zwischen den Ötztaler Alpen und Oberkärnten gefallen ist. Die höchsten Werte wurden in einem Streifen von den Karnischen Alpen bis in den Pongau gemessen.  Hier sind verbreitet über 100 L/m² gefallen. Hier konzentrieren sich ja auch die Auswirkungen, wie man am Tage verfolgen konnte.

Niederschlagssumme © UBIMET

Update 18:40 – Tauernbahn

Update 18:25 Uhr

Anbei noch ein gefilmter Felssturz in Villanders in Südtirol:

Update 18:15 Uhr

Der Höhepunkt des Ereignisses ist überschritten. Dennoch werden im Süden bis Mitternacht noch 10 bis 20 L/m² zusammenkommen. Nun gilt der Blick den Flüssen. Besonders in Kärtnen und Salzburg steigen die Pegel. Dabei überschreitet die Gail in Hermagor gerade HQ5.

Update 17:40 Uhr – Zivilschutzwarnung Land Salzburg

In den Gemeinden Muhr, Großarl, Hüttschlag und Bad Hofgastein (alle befinden sich im Pongau) ist deine Zivilschutzwrnung erlassen worden. Alle Bewohner sollen in ihren Häusern bleiben. Es besteht große Murenabgangs- und Hochwassergefahr. An der Station Bad Gastein hat es 81 l/m² geregnet in den letzten 24 Stunden.

Update 17:20 Uhr – Vermurung

Update 17:05  – Video aus Heiligenblut

Update 17:00 – Video aus Bobojach Gemeinde Prägraten am Grossvenediger

 

Update 16:30 Uhr – Blitze

Hier der bisherige Blitzverlauf des heutigen Tages. Aus der Nacht heraus hat es geblitzt, insgesamt 264 Blitze wurden registriert. Die meisten in Kärnten mit 167 Stück.

Blitze am 17.11.2019 © nowcast

Update 15:30 Uhr – Satellitenbild

Das Satellitenbild zeigt die momentane Wettersituation. Der Tiefkern von Tief INGMAR zieht in diesen Stunden über Vorarlberg nach Norden. Die Kaltfront wird dann in der Nacht von Südwesten das Land erreichen. Damit verschiebt sich der Niederschlagsschwerpunkt in den Südosten des Landes. Zudem schwächst sich der Regen und der Schnee dann ab.

Satellitenbild von 15.20 Uhr © EUMETSAT mit den Blitzen der letzten Stunde © nowcast

Update 15:20 Uhr – ÖBB Streckensperrung

Neben den Auswirkungen auf der Straße hat das Wetter natürlich auch Auswirkungen auf den Schienenverkehr.

Update 14:40 – Schneefallgrenze

Die Schneefallgrenze ist derzeit von Tal zu Tal je nach Wind und Niederschlagsintensität sehr unterschiedlich, so fällt etwa in Obergurgl (1942 m) bei +2 Grad Regen, während in Telfs im Oberinntal (634 m) bei knapp +1 Grad Nassschnee fällt. Auch in Osttirol und Oberkärnten fällt derzeit teils bis 1500 m hinaus Regen, während es im Oberpinzgau noch bis in die Täler schneit. Der nasse und schwere Schnee sorgt weiterhin für eine erhöhte Schneebruchgefahr.

Update 14:20 Hochwasser

Der Pegel kleiner Flüsse in den Kitzbüheler Alpen steigen derzeit unvermindert an, die Saalach hat die HW1-Schwelle und die Tiroler Ache sogar die HW5-Schwelle überschritten.

Die Saalach bei Lofer führt Hochwasser. © www.foto-webcam.eu
Die Saalach bei Lofer führt Hochwasser. © www.foto-webcam.eu

Update 14:00 – Südtirol

Auch in Südtirol bleibt die Lage kritisch. Die Totalsperre der Brennerautobahn konnte zwar mittlerweile wieder aufgehoben werden, es gibt aber weiterhin unzählige Straßensperren. Immer wieder brechen Bäume unter der Schneelast zusammen, mitunter wurden auch Stromleitungen beschädigt:

Update 13:30 – Pinzgau

Die großen Regen- und Schneemengen sorgen auch im Pinzgau zunehmend für Probleme. Neben Schneebruch wurden örtlich auch Vermurungen gemeldet. Hier die bislang nassesten Orte im Pinzgau:

  • 93 mm Kolm-Saigurn
  • 75 mm Rauris
  • 62 mm Zell am See
  • 60 mm Maria Alm


In den kommenden Stunden fällt im Pinzgau weiterhin kräftiger Regen bzw. oberhalb von etwa 900 bis 1300 m Schnee, erst am späten Abend lässt die Niederschlagsintensität deutlich nach.

Update 13:00 – Novemberregen

Anbei die Niederschlagsmengen in Österreich seit dem 1. November:

  • 568 mm Loibl
  • 502 mm Kötschach-Mauthen
  • 478 mm Dellach im Drautal
  • 470 mm Kornat
  • 400 mm Weißensee
  • 400 mm Kolm-Saigurn
  • 393 mm Spittal an der Drau
Niederschlagsmenge seit dem 1. November. © UBIMET
Niederschlagsmenge seit dem 1. November. © UBIMET

Die Niederschlagsmengen in Osttirol und Oberkärnten entsprechen etwa dem 3- bis 4-fachen, durchschnittlichen Novemberniederschlag. Ein schweres Hochwasser konnte bislang nur verhindert werden, weil der Großteil des Niederschlags als Schnee gefallen ist.

Update 12:40 – 20 Grad

Im Norden Österreichs steigen die Temperaturen weiter an, in Micheldorf werden bei föhnigem Südwind werden derzeit 20 Grad gemessen!

    • 20,1 Grad Micheldorf (OÖ)
    • 19,7 Grad Amstetten (NÖ)
    • 19,5 Grad Waidhofen an der Ybbs (NÖ)

Im Oberinntal fällt dagegen weiterhin Schnee oder Schneeregen bei +1 Grad.

Update 12:10 – Regenmengen

Von Tirol bis zum Pongau sowie in Osttirol und Oberkärnten fällt weiterhin kräftiger Regen und Schnee. Anbei die nassesten Orte der vergangenen 12 Stunden:

  • 92 mm Kornat (K)
  • 83 mm Kötschach-Mauthen (K)
  • 82 mm Kolm-Saigurn (S)
  • 74 mm Lienz (T)
  • 69 mm Mittewald an der Drau (T)
  • 68 mm Obervellach (K)
  • 65 mm Rauris (S)

Update 11:40 – Örtlich Hochwasser

Nicht nur im Süden sorgt die anhaltende Südlage zunehmend für Hochwassergefahr, auch in Salzburg sind die Pegel mancher Bäche und Flüsse wie die Saalach angestiegen.

Update 11:10 – Temperaturen

Tief INGMAR sorgt derzeit für zweigeteiltes Wetter, so fällt in Innsbruck bei +1 Grad Schneeregen, währen in Linz bei zeitweiligem Sonnenschein 17 Grad erreicht werden! Am mildesten ist es derzeit in Waidhofen an der Ybbs bei föhnigem Südwind. Anbei eine Auswahl an Temperaturen um 11 Uhr:

  • -1 St. Leonhard im Pitztal (T)
  • 0 Grad Imst (T)
  • +1 Innsbruck (T)
  • +1 Lienz (T)
  • +1 Dellach im Drautal (K)
  • +5 Salzburg (S)
  • +5 Schärding (OÖ)
  • +9 Ramsau am Dachstein (ST)
  • +11 Villach (K)
  • +11 Graz (ST)
  • +12 Wien (W)
  • +14 St. Pölten (NÖ)
  • +17 Linz (OÖ)
  • +19 Waidhofen an der Ybbs (NÖ)
Temperaturverteilung um 11 Uhr. © UBIMET
Temperaturverteilung um 11 Uhr. © UBIMET

Update 10:40 – Schneebruch

Der Schnee in Osttirol und im westlichen Oberkärnten wird immer feuchter, in den größeren Tallagen fällt Regen. Da die Bäume schneebedeckt sind, nimmt die Schneelast weiter zu! Aufgrund der Schneebruchgefahr gibt es zahlreiche Straßensperren und auch manche Ortschaften haben weiterhin keinen Strom. Auch einige Wetterstationen sind davon betroffen, so gibt es derzeit etwa keine Daten mehr aus Döllach.

Schneebruch an der Glocknerstraße. © Land Tirol
Schneebruch an der Glocknerstraße. © Land Tirol

Update 10:10 – Große Lawinengefahr

Am Alpenhauptkamm sowie in Süd- und Osttirol herrscht derzeit Lawinenwarnstufe 4. Auch große, spontane Lawinenabgänge sind zu erwarten, welche in Höhenlagen unterhalb von 2500 m als Gleitschneelawinen abgehen. Es gibt bereits eine Lawinenmeldung aus dem Martelltal in Südtirol.

Update 9:45 – Schneefallgrenze

Die Warmfront von Tief INGMAR liegt derzeit quer über dem Westen Österreichs, dementsprechend weist die Schneefallgrenze große Unterschiede von West nach Ost auf: Im Tiroler Oberland fällt derzeit bis in die Tallagen um 650 m kräftiger Schnee, im Lungau fällt dagegen am Katschberg in 1600 m Höhe bei +4 Grad Regen. Selbst auf der Villacher Alpe auf 2100 m geht der Schneefall derzeit in Regen über!

Schneefall in Landeck. © https://www.landeckzams.at
Schneefall in Landeck. © https://www.landeckzams.at

Update 9:10 – Obergurgl

Auch am Alpenhauptkamm in Nordtirol schneit es derzeit wieder kräftig, so liegen in Obergurgl bereits 115 cm Schnee am Boden, davon 20 cm Neuschnee in den vergangenen 10 Stunden!

Update 9:00 Uhr – 40 cm Neuschnee

Am meisten Neuschnee ist in den vergangenen 10 Stunden in den Hohen Tauern gefallen mit bis zu 40 cm Neuschnee! Viel Schnee ist auch in Teilen Osttirols gefallen, etwa am Zettersfeld oder in Obertilliach mit 30 cm Neuschnee. Die Gesamtschneehöhe erreicht hier bereits Rekordwerte für die Jahreszeit.

Rekordschnee für die Jahreszeit am Zettersfeld. © Land Tirol
Rekordschnee für die Jahreszeit am Zettersfeld. © Land Tirol

Update 8:45 Uhr – Föhnsturm

Die Osthälfte Österreichs liegt an der Ostflanke des Tiefs und in den östlichen Nordalpen kommt zunehmend stürmischer Föhn auf. In Windischgarsten in Oberösterreich wurde soeben sogar eine orkanartige Böe von 108 km/h gemessen!

Update 08:30 Uhr – Satellitenbild

Anbei ein aktuelles Satellitenbild sowie die Blitze der vergangenen 60 Minuten. Über der Adria entstehen wiederholt Gewitter und mit der südlichen Höhenströmung gelangen besonders nach Tirol, Salzburg und Oberkärnten sehr feuchte Luftmassen. Die Niederschlagsraten liegen derzeit bei bis zu 9 l/m² pro Stunde im Pongau.

Satellitenbild und Blitze um 8:30 Uhr. © UBIMET / EUMETSAT
Satellitenbild und Blitze um 8:30 Uhr. © UBIMET / EUMETSAT

Update 07:20 Uhr – Steigende Schneefallgrenze

In den vergangenen Stunden hat es in Tirol, Salzburg und Oberkärnten bis in viele Täler geschneit, aus Südosten erfasst nun aber etwas mildere Luft Österreich, somit steigt die Schneefallgrenze auch in Osttirol gegen 1200 m an. Im Drautal fällt mittlerweile mehrheitlich Regen.

In der Höhe gelangt etwas mildere Luft nach Österreich
In der Höhe gelangt etwas mildere Luft nach Österreich. © UBIMET / NCEP

Update 06:10 Uhr – Schneegewitter

Das Italientief INGMAR sorgt im Süden und am Alpenhauptkamm derzeit für kräftigen Regen und Schneefall, vereinzelt sind in Osttirol und Oberkärnten sowie im Bereich der Tauern auch Gewitter eingelagert.

Schneegewitter
Ein Blitz erhellt das Drautal. © www.foto-webcam.eu

Überblick: Italientief INGMAR

In der Nacht auf Sonntag hat uns das nächste Italientief erfasst, auch dieses hat wieder große Regen- und Schneemengen im Gepäck. Vom Tiroler Alpenhauptkamm bis zum Lungau sowie in Osttirol und Oberkärnten regnet und schneit es intensiv. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 1000 und 1400 m, lokal kann es aber auch wieder etwas weiter hinab schneien. In diesen Regionen kommen verbreitet 50 bis 100 l/m² zusammen, örtlich auch mehr. In den Hochtälern sind weitere Neuschneemengen von 20 bis 50 cm zu erwarten.

Hier die zu erwartenden Neuschneemengen:

Neuschnee bis Sonntagabend.
Neuschnee bis Sonntagabend.

Regen und Schnee auch am Dienstag

Der Montag bringt eine vorübergehende Wetterberuhigung, doch schon in den Abendstunden erreicht von Italien her der nächste Regen und Schneefall den Süden und Südwesten Österreichs. Zunächst schneit es nur oberhalb von 1400 m, in der Nacht auf Dienstag sinkt die Schneefallgrenze aber wieder bis auf knapp unter 1000 m ab. Vor allem Osttirol und Oberkärnten stehen abermals große Niederschlagsmengen bevor, aus heutiger Sicht kommen hier in den Tälern 40 bis 70 l/m² zusammen. In höheren Tallagen dürften dagegen wieder 20-40 cm Nassschnee fallen.

Steigende Überflutungsgefahr

Durch die extrem nasse Vorgeschichte steigt neben der Schneebruch- und Murengefahr auch die Überflutungsgefahr deutlich an. So wird an der Unteren Drau, der Gurk, Glan und Vellach ein Hochwasser erwartet, das statistisch gesehen alle 10 bis 30 Jahre vorkommt. Doch auch abseits der Flüsse kann es auf Wiesen und Feldern zu Überschwemmungen kommen.

Lokal neue Monats-Rekordwerte

Die ausgesprochen nassen ersten beiden Wochen des Novembers führen in Osttirol und Kärnten sowie im Lungau lokal bereits zu ersten neuen Rekordwerten. So war es beispielsweise im laufenden Monat mit 366 l/m² in Spittal an der Drau ebenso wie mit 206 l/m² in St. Michael im Lungau noch nie in einem November so nass wie heuer. Mit den erwarteten großen Regen- und Schneemengen der kommenden Tage dürften sich noch einige weitere Wetterstationen auf der Rekordliste eintragen, selbst der uralte Novemberrekord in Klagenfurt gerät ins Wanken. Im November anno 1851 wurden in der Landeshauptstadt 320 l/m² verzeichnet, aktuell hält Klagenfurt schon bei 155 l/m².

Hier die Abweichung der Niederschlagssumme im November 2019 vom Klimamittel (auf der Karte sind zusätzlich die jeweiligen Top-15-Stationen dargestellt) –> Lesebeispiel: In Dellach sind bislang schon 426% dessen gefallen, was im langjährigen Mittel bis 15.11. zusammenkommt:

Im Südwesten rekordverdächtig nass.
Im Südwesten rekordverdächtig nass.

Ab Mittwoch nachhaltige Wetterberuhigung

Zur Wochenmitte beruhigt sich das Wetter dann spürbar. Zwar liegt der Alpenraum weiterhin im Einflussbereich einer föhnigen Südwestströmung, die Serie an Italien- bzw. Mittelmeertiefs reißt jedoch ab. Nennenswerte Regen- oder Schneemengen sind nach derzeitigem Stand also nicht mehr in Sicht, womit sich die Situation im Südwesten Österreichs allmählich entspannen dürfte.

Rückblick: Turbulenter Freitag

Bereits am Freitag sind im Südwesten des Landes wieder große Niederschlagsmengen zusammengekommen, mehr als 100 l/m² teils als Regen, teils als Schnee verzeichneten beispielsweise Kornat, Dellach und Mallnitz. In Folge des nassen und sehr schweren Neuschnees stürzten mancherorts Bäume um, folglich mussten in den Hochtälern einige Straßen gesperrt werden. Nördlich des Hauptkamms tobte dagegen ein Föhnsturm, 104 km/h wurden in Zell am See gemessen. Doch auch in Warth, Bichlbach und Rottenmann wehte der Südföhn mit Tempo 100. Auf den Bergen im Südwesten herrscht mittlerweile die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4.

Gesamtschneehöhen am Samstagmorgen (Auswahl):

  • 101 cm Obergurgl (T)
  • 92 cm St. Jakob in Defereggen (T)
  • 87 cm Virgen (T)
  • 72 cm Sillian (T)
  • 70 cm Kals (T)
  • 67 cm Kornat (K)
  • 58 cm Brenner (T)
  • 37 cm Lienz (T)
  • 36 cm Mallnitz (K)
  • 18 cm Dellach/Drautal (K)

Unwettertief GÜNTHER bringt in den Alpen Sturm und Schnee

Schneebruch durch Nassschnee

Tief GÜNTHER liegt seit Donnerstag über Westeuropa und sorgt vor allem im Alpenbereich für Unwetter. Die Kombination aus eingeflossener Kaltluft und kräftigem Niederschlag sorgte am Donnerstagabend in Großraum Lyon und Grenoble für starken und nassen Schneefall bis in die Tieflagen.

So wurden am Flughafen in Lyon 15 cm Neuschnee gemessen, in Grenoble sogar 30 cm. In Lyon war das der früheste Schneefall seit über 50 Jahren. Da der Schnee sehr nass und schwer war, gab es verbreitet Schneebruch und Stromausfälle. So waren bis zu 300.000 Haushalte im Südosten von Frankreich ohne Strom!

Enorme Schneemengen in den Südalpen

Am freitag hat sich der Schwerpunkt des Niederschlags auf die Südalpen verlagert vom Tessin über Südtirol und Trentino bis nach Osttirol und Oberkärnten regnet und schneit es intensiv. Die Schneefallgrenze liegt dabei sehr unterschiedlich, teilweise im Tal, teilweise auf über 1500 m. Im Hochgebirge handelt es sich aber durchwegs um Schnee, sodass hier über 1 Meter Neuschnee zu erwarten ist.

Neuschneesummen seit Mitternacht in der Schweiz
Neuschneesummen seit Mitternacht in der Schweiz

In den kommenden Tagen kommt hier noch mehr Schnee zusammen, die Lawinengefahr ist deutlich erhöht!

Föhnsturm an der Alpennordseite

Nördlich der Alpen sorgt Tief GÜNTHER hingegen für einen sehr straken Föhnsturm. Sowohl in der Schweiz als auch in Österreich wurden in den prädistinierten Tallagen Föhnböen von über 100 km/h gemessen. Auf den Bergen wütet der Föhnorkan, in den Hohen Tauern in Österreich wurde ein Böe von 193 km/h gemessen!

Spitzenböen in der Schweiz
Spitzenböen in der Schweiz
Spitzenböen in der Österreich
Spitzenböen in der Österreich

Der stürmische Föhn hat aber nun seinen Höhepunkt bereits erreicht und geht von Westen her zu Ende. Auch in den kommenden Tagen bleibt es nördlich der Alpen oft trocken und mild, während es in den Südalpen ergiebige Regen- und Schneefälle gibt.

 

Kommende Woche wieder viel Regen und Schnee im Südwesten

Viel Regen und Schnee weiterhin in Osttirol und Kärnten.

Die Wetterlage ist seit Monatsbeginn ziemlich festgefahren, auch in den kommenden Tagen wiederholt sich das Muster. Das Azorenhoch ist derzeit sehr stark ausgeprägt und bewegt sich kaum vom Fleck, an dessen Ostflanke kann so wiederholt kalte Luft in den westlichen Mittelmeerraum strömen. Dort bilden sich in der Folge immer wieder Tiefs, die sehr feuchte Luft von Süden her Richtung Alpen lenken. Exemplarisch ist die Großwetterlage von kommendem Freitag skizziert:

Festgefahrene Wetterlage seit Monatsbeginn.
Festgefahrene Wetterlage seit Monatsbeginn.

Die feuchte Luft wird am Alpenhauptkamm regelrecht ausgequetscht, folglich bekommen in Österreich vor allem Osttirol und Oberkärnten extrem hohe Niederschlagsmengen ab. Das europäische Wettermodell berechnet in den folgenden 10 Tagen insgesamt rund 200 bis 300 l/m² zwischen den Hohen Tauern und den Karnischen Alpen sowie den Karawanken. Lokal dürfte aber auch noch mehr fallen!

Viel Regen und Schnee im Südwesten in den kommenden 10 Tagen.
Viel Regen und Schnee im Südwesten in den kommenden 10 Tagen.

Die Schneefallgrenze pendelt dabei in der kommenden Woche je nach Niederschlagsintensität und exakter Anströmung zwischen 700 und 1400 m. In den Hochtälern wie zum Beispiel im Defereggental dürfte somit der Großteil des Niederschlags als Schnee fallen.

Solche Niederschlagsmengen alleine sind noch kein großes Problem, allerdings gibt es genau in dieser Region Österreichs schon eine sehr nasse Vorgeschichte. Auf der folgenden Karte seht ihr, wie viel Regen und Schnee bislang im November schon zusammengekommen sind. Vor allem Osttirol und Kärnten waren auch in der ersten Novemberdekade schon auf der nassen Seite:

Niederschlagssumme seit 01. November
Niederschlagssumme seit 01. November

Wenig verwunderlich also, dass von den Top 10 der nassesten Orte im bisherigen November ganze 9 in Kärnten liegen. Unangefochten an der Spitze ist der Loibl mit 333 l/m², doch auch Kötschach-Mauthen hat schon die 200-Liter-Marke geknackt:

Niederschlagssumme seit 01. November
Niederschlagssumme seit 01. November

In einem durchschnittlichen gesamten (!) November fallen am Loibl 215 l/m², selbst diese Monatsmenge haben wir also schon um gut 100 Liter pro Quadratmeter übertroffen.

In Spittal an der Drau bedeuten die bislang gefallenen 193 l/m² ein sattes Plus von 580% im Vergleich zu den 30 l/m², die sonst in der ersten Dekade des Novembers gemessen werden.

Quelle Titelbild: Webcam Obervellach

Erster Wintergruß in den Mittelgebirgen

Der erste Schneefall im Herbst.

Auf der Frontenkarte für heute Mittag stellt sich eine recht chaotische Wetterlage dar. Das einst mächtige Atlantiktief CARLETTO hat sich mittlerweile in mehrere kleine Tiefdruckwirbel aufgespaltet, eines davon (CARLETTO III) liegt über dem Golf von Genua

Dieses Tief lenkt in der Höhe sehr feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum über die Alpen bis nach Süddeutschland, gleichzeitig strömt bodennah recht kalt Luft aus Nordwesten heran. Wir Meteorologen nennen das aufgrund der gegenteiligen Herkunft der Luftmassen eine sog. „Gegenstromwetterlage“.

Tief CARLETTO sorgt für ersten Wintergruß.
Tief CARLETTO sorgt für ersten Wintergruß.

So muss man heute in Bayern und Baden-Württemberg immer häufiger mit Regen und Schneefall rechnen, die Schneefallgrenze arbeitet sich dabei immer weiter nach unten. So fällt derzeit auf der Schwäbischen Alb schon oberhalb von 700 bis 900 m Schnee, auf dem folgenden Webcambild aus Messstetten in 900 Seehöhe wird’s allmählich weiß. Bei größeren Niederschlagsintensitäten sind sogar Schneeflocken bis 600 m möglich!

Webcam Messstetten auf der Schwäbischen Alb.
Webcam Messstetten auf der Schwäbischen Alb.

Regen und Schneefall halten bis morgen Früh an. Auf der nachfolgenden Karte seht Ihr, wo wir mit nennenswertem Neuschnee rechnen. Um die 5 cm Neuschnee sind v.a. im Schwarzwald, auf der Alb und im Allgäu oberhalb von rund 700 bis 800 m zu erwarten. Sonst zuckert es maximal an.

24-stündige Neuschneemengen bis Samstagfrüh
24-stündige Neuschneemengen bis Samstagfrüh

Am Samstag zieht das Tief dann mitsamt Regen und Schnee nach Norden Richtung Ostsee. Für kurze Zeit kann sich dann in den höchsten Lagen von Erzgebirge und Thüringer Wald (oberhalb von rund 600 m) eine dünne Schneedecke ausbilden.

Quelle Titelbild: pixabay

70 Zentimeter: Rekordschnee in Norwegen

Große Schneemengen in Norwegen.

Fast ganz Europa zu warm

Der Oktober 2019 fiel im Großteil Europas zu warm aus, rund +1 Grad betrug die Abweichung zum langjährigen Mittel (siehe nachfolgende Karte). Man erkennt aber auch eine große Region in Europa, wo der vergangene Monat zu kalt war. Praktisch ganz Skandinavien erlebte einen unterdurchschnittlich temperierten Oktober, in Norwegen betrug die Abweichung -1,4 Grad ( = der kälteste Oktober seit 10 Jahren). Auch der Auftakt in den November fiel deutlich zu kalt aus.

Innerhalb Norwegens waren die kältesten Provinzen Troms und Finnmark, auf -4 bis -2 Grad beliefen sich hier die Abweichungen. Mit bis zu -27 Grad wurden hier auch die tiefsten Temperaturen des Landes aufgestellt.

Und genau in dieser Region gab es Anfang dieser Woche heftige Schneefälle, besonders betroffen war die Hauptstadt der Provinz Troms Tromsø.

Hier die Lage im hohen Norden Norwegens:

Tromsø im Norden Norwegens.
Tromsø im Norden Norwegens.

Seit dort 1920 mit regelmäßigen Wetteraufzeichnungen begonnen wurde, hat es erst einmal so früh im Jahr so viel geschneit. Im Oktober 1922 wurden schon einmal 83 cm gemessen. Am Dienstag fielen dort rund 70 cm, heute liegen noch immer 65 cm.

Vor allem der frühe Zeitpunkt des vielen Schnees ist ungewöhnlich, in einem durchschnittlichen Winter gibt es in Tromsø nämlich 160 Tage, an denen mehr als 25 cm Schnee liegen.

Wir haben für euch ein paar tolle Bilder aus der Region um Tromsø zusammengestellt:

Eine Galerie mit weiteren, tiefwinterlichen Bildern aus der Region Tromsö gibt es auf der Homepage des norwegischen Wetterdienstes.

Zur Wochenmitte Stippvisite vom Winter

Schnee im Herbst

Derzeit liegt quer über den Alpen eine Luftmassengrenze , die recht kalte und trockene Polarluft im Norden von feucht-milder Luft im Süden und Westen trennt. In dieser Grenze sind immer wieder kleine Tiefs bzw. Wellen eingelagert die für etwas Regen oder im Gebirge Schnee sorgen. Dabei kommt in der Nacht auf Mittwoch die kalte Luft etwas nach Süden und Westen voran, sodass die milde Luft nur mehr in Vorarlberg, Tirol und den Salzburger Gebirgsgauen vorhanden ist.

Am Mittwoch Luftmassengrenze über den Alpen
Die Luftmassengrenze liegt am Mittwoch über den Alpen @UBIMET

Dazu sorgt eine weitere kleine Randwelle am Mittwochmorgen für einsetzenden Niederschlag.

Schnee kurzzeitig bis auf 600 Meter

Am Mittwoch in der Früh regnet es von Vorarlberg bis ins Waldviertel und den Wienerwald verbreitet. Die Schneefallgrenze liegt dabei im Westen knapp über 1.500 m, im Mühl- und Waldviertel sowie am Alpenostrand sind hingegen bereits oberhalb von 600 bis 800 m Schneeflocken zu erwarten. Bereits am Vormittag verlagert sich der Niederschlag in den Südosten, dabei liegt die Schneefallgrenze in den Fischbacher Alpen und in der Buckligen Welt mit rund 700 m am tiefsten. Sonst schneit es erst oberhalb von rund 1000 m. Im Laufe des Nachmittags klingen Regen und Schneefall auch im Südosten wieder ab. Aufgrund der sehr warmen Vorgeschichte und dem Bodenwärmestroms kann sich aber unter 1000 m kaum wo eine Schneedecke ausbilden und wenn dann nur sehr kurz.

Neuschneeprognose am Mittwoch
24-h-Neuschneeprognose für Mittwoch. © UBIMET

Frost im Flachland am Donnerstag

Die Nacht auf Donnerstag verläuft dann im Osten und Norden oftmals klar und auch der Wind weht meist nur schwach. Durch die vorhanden Polarluft kühlt es somit kräftig aus und von Oberösterreich bis ins Burgenland muss man im Flachland verbreitet mit leichtem Frost rechnen.

Tiefstwerte am Donnerstag in der Früh
Tiefstwerte am Donnerstag in der Früh @UBIMET

Vom Frost verschont bleiben noch die Ballungszentren wie die Linzer oder Wiener Innenstadt. In den Randbezirken von Wien ist allerdings mit dem Frost zu rechnen.

Am Wochenende wieder milder

Am Donnerstag ist allerdings der Höhepunkt des Kaltlufteinbruchs auch schon wieder erreicht, am Wochenende liegen die Alpen an der Vorderseite eines Tiefs in einer straffen und milden Südwestströmung. damit wird es an der Alpennordseite wieder föhnig und teils stürmisch, im Südwesten stellt sich hingegen allmählich eine nasse Wetterlage ein.

Titelbild: Adobe Stock

Neuschnee im Hochgebirge

Der Hochsommer geht zu Ende und das macht sich nicht nur in den Niederungen bemerkbar. Ein typisches Merkmal für den Spätsommer sind Wintereinbrüche im Hochgebirge. Einen ersten Vorgeschmack auf den Winter gab es in Lagen oberhalb von rund 2.500 m in der vergangenen Nacht. Hier Bilder vom Hochkönig:

Schneetreiben auf der Rudolfshütte:

www.foto-webcam.eu/webcam/rudolfshuette/
foto-webcam.eu/webcam/rudolfshuette/

Schnee zieht klare Linie:

foto-webcam.eu/webcam/mooserboden/
foto-webcam.eu/webcam/mooserboden/

Massiver Wintereinbruch August 2018

Ende August 2018 gab es nach einer lang andauernden Hitzewelle einen massiven Wintereinbruch. Während die Temperaturen am 23.08.2018 in Bad Gastein noch die 30-Grad-Marke erreichten, gab es 3 Tage späte in der Früh eine rund 5 cm dicke Schneedecke. Seit Messbeginn war das der erste Augustschneefall in Gasteinertal.

Wintereinbruch am 26.08.2018 im Gasteinertal
Wintereinbruch am 26.08.2018 im Gasteinertal

Von so einem massiven Wintereinbruch sind wir aber in nächster Zeit weit entfernt. Bis zum Wochenende liegt die Nullgradgrenze bei rund 3000 m, am Wochenende werden dann in 3000 m schon wieder warme 10 Grad erreicht. Der Schnee schmilzt also rasch wieder ab, einer Hochgebirgstour am Wochenende steht wettertechnisch nichts im Wege.

Titelbild: fuschertoerl.panomax.com

 

 

Maischnee und Kälterekorde auf Korsika

Maischnee und Kälterekorde auf Korsika

Korsika lag am Mittwochmorgen zwischen einem Bodentief über dem westlichen Mittelmeer und dem Höhentief über Norditalien. Dies hat zu einer Gegenstromlage geführt, bei der kühle Luftmassen arktischen Ursprungs in tiefen Lagen von sehr feuchter Mittelmeerluft in mittleren Höhen überströmt wurden. Die Schneefallgrenze ist dabei vorübergehend auf 600, vereinzelt auch 500 m abgesunken. Für den Monat Mai stellt dies ein absolut außergewöhnliches Ereignis dar.

Col de Vizzavona gesperrt

Bereits in Höhenlagen um 700 m wie etwa in Vivario gab es am Mittwochmorgen ein paar Zentimeter Nassschnee. Ab einer Seehöhe von rund 900 m gab es besonders im zentralen und nördlichen Bergland Mengen um 5 cm, auf der Passstraße „Col de Vizzavona“ auf 1.163 m waren es sogar 10 cm. Die Passstraße musste  in den Morgenstunden gesperrt werden, mittlerweile hat sich das Wetter aber beruhigt und die Straße ist wieder befahrbar. Da die Schneedecke ein hohes Wasseräquivalent hatte und die Bäume bereits belaubt sind, kam es zudem stellenweise auch zu Schneebruch.

Kälterekorde

Der Kaltlufteinbruch hat am Mittwoch auch für neue Kälterekorde für den Monat Mai gesorgt, welche zudem erst beim Kaltlufteinbruch vor einer Woche aufgestellt wurden. Etwa in Pietralba, einem Ort im nördlichen Bergland auf einer Seehöhe von 510 m, wurde mit 0,9 Grad die tiefste Maitemperatur seit Messbeginn im 1991 gemessen. In der Hafenstadt L’Île-Rousse gab es mit 5,6 Grad die tiefste Maitemperatur seit 1988.

Wetterextreme und Klimawandel

Während es in Mitteleuropa derzeit verbreitet zu kühl für die Jahreszeit ist, liegen die Temperaturen auf der Iberischen Halbinsel und in Teilen Russlands deutlich über dem langjährigen Mittel. Ursache für diese Temperaturextreme in Europa ist eine blockierte Wetterlage. Vor wenigen Tagen wurden am Polarkreis im Norden Russlands Temperaturen von knapp 30 Grad gemessen, Details dazu gibt es hier. Global betrachtet war der Mai bislang um etwa 0,5 Grad zu warm.

Seltener Schnee im Mai auf Korsika

Schnee im Mai auf Korsika

Der Mittelmeerraum liegt derzeit fest im Griff eines umfangreichen Tiefdruckgebietes mit Kern über Italien. Korsika liegt dabei zwischen einem Bodentief über dem westlichen Mittelmeer und dem Höhentief über der Toskana. Diese Konstellation sorgt für eine Gegenstromlage: Während in sich tiefen Luftschichten aus Nordosten kühle Luftmassen ausgebreitet haben, wird in mittleren Höhenlagen mit einer westlichen Strömung sehr feuchte Mittelmeerluft zur Insel geführt.

Schneebruch

Die Schneefallgrenze ist am Mittwochmorgen im zentralen Bergland teils bis auf 500 m gesunken. In Höhen um 700 m wie etwa in Vivario gab es bereits ein paar Zentimeter Nassschnee, ab einer Höhe von etwa 900 m gab es besonders im zentralen und nördlichen Bergland Mengen um 5 Schnee. Da die Schneedecke ein hohes Wasseräquivalent aufweist und die Bäume bereits belaubt sind, kam es besonders in den zentralen Bereichen wie etwa in Vizzavona zu Schneebruch. Der Col de Vizzavona, dessen Passhöhe bei 1.163 m liegt, musste gesperrt werden.

Druckverteilung in etwa 5550 m Höhe
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Mittwochmorgen. © UBIMET / NCEP

Im Laufe der zweiten Tageshälfte lässt die Niederschlagsintensität langsam nach und die Schneefallgrenze steigt gegen 1.300 m an. Spätestens in der Nacht zum Donnerstag bleibt es dann bereits überall trocken.

Wenn alpine Passstraßen von meterhohem Schnee befreit werden

https://www.facebook.com/grossglocknerstrasse

In den Alpen war der Winter 2018/19 ein sehr schneereicher. Selbst in den vergangenen Wochen haben Kaltluftvorstöße in Hochlagen wiederholt für Neuschnee gesorgt, so dass aktuell wirklich außergewöhnliche Schneemassen zu verzeichnen sind. Mitarbeitern der diversen Passstraßen macht das zu schaffen, müssen sie diese doch gerade sommerfit machen.

Seit Jänner liegt überdurschnittlich viel Schnee in den Nordalpen
Seit Jänner liegt überdurchschnittlich viel Schnee in den Nordalpen. © Land Tirol

Bis zu 10 Meter Schnee

Bis zu 10 m hoch türmt sich der Schnee auf. Durch den Wind im Gebirge wird der Schnee hier entsprechend verfrachtet und sammelt sich in Mulden und Rinnen an. So kommt es, dass sich die Rotationspflüge teilweise erst schichtweise nach unten kämpfen müssen um überhaupt die Straße zu erreichen, wie das nachfolgende Bild eindrucksvoll zeigt.


An der Großglockner Hochalpenstraße fand der Durchstich erst am 08. Mai statt, also rund zwei Wochen später als letztes Jahr. Heute wurde die Straße schließlich für den Verkehr frei gegeben.

Hochalpenstraße
Die Wallack-Rotations-Schneefräse im Einsatz. © Großglockner Hochalpenstraße

Ähnliche Bilder gibt es derzeit auch in der Schweiz und in Italien. Hier werden in diesen Wochen etwa der Gotthardpass und das Stilfser Joch vom Schnee befreit.

 

Titelbild © https://www.facebook.com/grossglocknerstrasse/

Schneeräumung auf den Passstraßen: Meterhoher Schnee in den Alpen

Schneeräumung mit Schneefräse

Der Winter 2018/19 brachte vor allem im Jänner außergewöhnliche Schneemassen in den Nordalpen. Derzeit liegt in den Hochlagen weiterhin überdurchschnittlich viel Schnee für die Jahreszeit, zudem haben mehrere Kaltluftvorstöße in den vergangenen Wochen für weiteren Neuschnee gesorgt. Dies macht vor allem den Mitarbeitern der hochalpinen Passstraßen zu schaffen, welche seit mehreren Wochen mit der jährlichen Schneeräumung beschäftigt sind.

Seit Jänner liegt überdurschnittlich viel Schnee in den Nordalpen
Seit Jänner liegt überdurchschnittlich viel Schnee in den Nordalpen. © Land Tirol

Bis zu 10 Meter Schnee

Wenn im Winter im Hochgebirge Schnee fällt, kommt es auf dem unebenen Gelände zu stark unterschiedlichen Schneehöhen: Der teils stürmische Wind verfrachtet den Schnee nämlich von Kuppen und Rücken und füllt dabei Mulden und Rinnen auf. Stellenweise türmt sich der Schnee hier bis zu 10 Meter auf, wie das folgende Bild, welches vor wenigen Tagen bei den Räumungsarbeiten der Timmelsjoch Hochalpenstraße entstanden ist, eindrücklich zeigt. Die Rotationspflüge fräsen sich bei solchen Schneemassen schichtweise nach unten und schleudern den Schnee bis zu 50 Meter weit.


Auch an der Großglockner Hochalpenstraße wurde im Zuge der Räumungsarbeiten an manchen Stellen von Schneehöhen bis zu 10 Meter berichtet. Der Durchstich fand heuer am 8. Mai statt, also etwa zwei Wochen später als im Jahr 2018. Am 10. Mai wird die Straße für Autos freigegeben.

Hochalpenstraße
Die Wallack-Rotations-Schneefräse im Einsatz. © Großglockner Hochalpenstraße

Ähnliche Bilder gibt es derzeit auch in der Schweiz und in Italien. Hier werden in diesen Wochen etwa der Gotthardpass und das Stilfser Joch vom Schnee befreit.

Frühjahr 2018 vs. 2019

Auch der Winter 2017/18 war in den Alpen schneereich, so lag Mitte April im Jahr 2018 und 2019 vergleichbar viel Schnee. Während im Jahr 2018 der April und Mai allerdings außergewöhnlich mild verliefen mit sommerlichen Temperaturen und einer rekordverdächtigen Schneeschmelze, gab es heuer mehrere Kaltluftvorstöße mit Schneefall und unterdurchschnittlichen Temperaturen. Durch diesen gegensätzlichen Witterungsverlauf in den letzten Wochen liegt derzeit deutlich mehr Schnee als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr. In den kommenden Tagen steht zudem ein weiterer Kaltluftvorstoß bevor.

10. April 10. Mai
Galzig / St. Anton, 2079 m 230 cm (2018)

210 cm (2019)

40 cm (2018)

173 cm (2019)

Zugspitze, 2964 m 410 cm (2018)

435 cm (2019)

315 cm (2018)

525 cm (2019)

Pitztaler Gletscher, 2864 m 280 cm (2018)

342 cm (2019)

204 cm (2018)

344 cm (2019)

Sonnblick, 3105 m 433 cm (2018)

371 cm (2019)

371 cm (2018)

487 cm (2019)

Villacher Alpe, 2117 m 205 cm (2018)

130 cm (2019)

0 cm (2018)

155 cm (2019)

Für die alpinen Gletscher bedeutet das kühle Frühjahr zwar einen verzögerten Beginn der Ablationsperiode, für die Massenbilanz ist aber in erster Linie die Witterung in den Sommermonaten von Juni bis August entscheidend. Wenn es in dieser Zeit über viele Wochen hinweg überdurchschnittliche Temperaturen gibt, wird die Schneeschmelze rasch nachgeholt.

Titelbild © https://www.facebook.com/grossglocknerstrasse/

Maischnee in der Mitte Deutschlands

Kuh im Schnee

Ein Randtief über der Mitte Deutschlands sorgt derzeit verbreitet für Regen und teils bis in tiefe Lagen auch Schnee. In der Früh waren vor allem die Eifel, das Sauerland und der Hunsrück betroffen, am Vormittag verlagerte sich der Schwerpunkt dann über Hessen nach Thüringen. Am Nachmittag schneit es dann vor allem im Vogtland, im südlichen Sachsen und im Nordschwarzwald zeitweise. Besonders in Lagen oberhalb etwa 500 m kommen ein paar Zentimeter Schnee zusammen, aber auch in Lagen um 300 m kann es vorübergehend anzuckern. In der Nordwesthälfte gehen hingegen lokale Graupelgewitter nieder, weitere Details dazu gibt es hier.


Schneebruchgefahr

Der Schnee fällt bei Temperaturen um 0 Grad und auf den bereits aufgewärmten Böden hält sich die Akkumulation ungeachtet der zeitweise starken Niederschlagsintensität in Grenzen. Dies sorgt für eine hohes Wasseräquivalent der Schneedecke, weshalb bereits bei geringen Schneemengen auf den Laubbäumen eine erhöhte Schneebruchgefahr besteht. Im Winter betrifft dies meist nur Nadelbäume, zudem benötigt man dann deutlich mehr Schnee oder Reif.

Am Samstag Graupelgewitter und Schnee

Vorsicht Schneefall

Mitteleuropa gelangt derzeit zunehmend unter den Einfluss des Skandinavientiefs WERNER. Da ein blockierendes Hoch über Grönland sämtliche atlantische Tiefdruckgebiete von uns fern hält, wird am Wochenende in Deutschland der Weg frei für kalte Luftmassen polaren Ursprungs.

Arktische Luft erfasst Deutschland
Arktische Luft erfasst am Sonntag Deutschland. © NOAA

Derzeit liegt die Kaltfront von Tief WERNER quer über Süddeutschland, vorerst kommt sie aber kaum südwärts voran, da in der Nacht auf Samstag aus Westen ein kleinräumiges Wellentief aufzieht, welches besonders in der Mitte für Regen und Schnee sorgt. Am Samstagnachmittag erfasst die Kaltfront schließlich auch den äußersten Südosten und in Zusammenspiel mit einem Tief über Norditalien wird es in den Alpen zunehmend winterlich.

Schnee im Mittelgebirgsraum

Besonders in der Eifel und im Sauerland beginnt der Samstag winterlich mit Schneefall und Schneeregen bis etwa 200 m hinab. In mittleren Höhenlagen ab etwa 400 bis 500 m kommen hier ein paar Zentimeter Nassschnee zusammen. Am Vormittag fällt dann auch im Hunsrück sowie von der Rhön bis zum Erzgebirge immer häufiger Regen bzw. oberhalb von 300 bis 500 m Schnee, am Abend verlagert sich der Schwerpunkt schließlich nach Sachsen. Auf höheren Straßen muss man also zeitweise mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen!

Schneeprognose für Sonntag
24-h-Schneeprognose für Sonntag. © UBIMET

Graupelgewitter

Die Nordwesthälfte liegt auf der Rückseite der Kaltfront unter dem Einfluss von Höhenkaltluft. Im Tagesverlauf muss man somit von der Eifel über NRW bis nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg vermehrt mit Schauern und teils kräftigen Graupelgewittern rechnen. Lokal besteht dabei erhöhte Glättegefahr!

Höhenkaltluft über Deutschland am Sonntag
Höhenkaltluft: Im Nordwesten liegt die Temperatur in etwa 5.400 m Höhe unter -34 Grad. © NCEP

Starker Schneefall in den Alpen

In den Alpen muss man ab Samstagnacht mit zunehmend winterlichen Bedingungen rechnen. Am Sonntag schneit es in Nordtirol und Salzburg zeitweise auch kräftig, selbst in den Tallagen wie dem Inntal zeichnen sich ein paar Zentimeter Nassschnee ab. Auf höheren Straßen wie der Brennerautobahn, der Tauernautonbahn oder dem Fernpass sind am Sonntag sogar bis zu 20 cm Schnee in Sicht, Autofahrer müssen sich also auf tiefwinterliche Straßenverhältnisse einstellen! Im Hochgebirge gibt es teils mehr als einen halben Meter Neuschnee.

In den Hohen Tauern fallen teils über 50 cm Neuschnee
In den Hohen Tauern sind teils über 50 cm Neuschnee in Sicht. © UBIMET

Am Wochenende Wintereinbruch mit Schneefall bis in die Täler

Schnee im Frühling. © Nikolas Zimmermann

Die Kaltfront eines Skandinavientiefs erfasst an diesem Wochenende den Alpenraum. Da ein blockierendes Hoch über Grönland sämtliche atlantische Tiefdruckgebiete von Europa fern hält, gelangen am Sonntag sogar arktische Luftmassen in den Alpenraum.

Arktische Luft erreicht am Sonntag Österreich
Arktische Luft erreicht am Sonntag Österreich. © NOAA

Gegenstromlage

In der Nacht auf Sonntag flutet kalte Luft die Alpennordseite und die Täler der Nordalpen, oberhalb des Kammniveaus der Alpen herrscht vorerst aber noch eine südliche Höhenströmung. Diese strömt über die kalte Luft in tiefe Schichten hinweg und in Zusammenspiel mit einem Randtief über Norditalien fällt verbreitet Regen und Schnee. Meteorologen sprechen in solchen Fällen auch von einer Gegenstromlage.

Eine Gegenstromlage
In der Höhe weht Südwind (orange), bodennah Nordwestwind (blau). © GFS / UBIMET

Am Samstag fällt vor allem von Kärnten über die Steiermark bis zum Burgenland und ins südliche Niederösterreich verbreitet Regen. Schnee ist vorerst nur oberhalb von etwa 1300 bis 1700 m ein Thema. Ab etwa Mittag ziehen auch im Westen vermehrt Schauer und mitunter auch einzelne Gewitter auf, welche am Abend in den Nordalpen in anhaltenden Regen übergehen. Die Schneefallgrenze sinkt dabei in Bregenzerwald rasch gegen 1000 bis 700 m ab, in der Nacht auf Sonntag schneit es von Vorarlberg bis Salzburg dann allmählich bis in sämtliche Täler.

Starker Schneefall

Der Sonntag beginnt verbreitet trüb und nass. Besonders von Nordtirol bis zur nördlichen Obersteiermark schneit es in den Morgenstunden zeitweise auch kräftig! Die Schneefallgrenze liegt zwischen 400 m im Westen und etwa 800 m im Süden, kurzzeitig ist bei stärkerer Niederschlagsintensität aber auch in Kärnten bis in die Niederungen nasser Schneefall nicht ausgeschlossen. Im Laufe des Nachmittags lässt die Niederschlagsintensität im Süden und im äußersten Westen etwas nach und die Schneefallgrenze steigt etwas an. In der Nacht auf Montag fällt dann besonders vom Pongau über die nördliche Obersteiermark bis zum Semmering oberhalb von etwa 600 bis 700 m zeitweise noch etwas Schnee.

In den Hohen Tauern fallen teils über 50 cm Neuschnee
In den Hohen Tauern sind teils über 50 cm Neuschnee in Sicht. © UBIMET
In den Nordalpen zeichnen sich oberhalb von etwa 800 m 10 bis 15, in den Hochtälern vom Brenner bis zum Gasteinertal auch 20 cm Neuschnee ab! In den Hochlagen der Tauern ist sogar mit einem halben Meter Neuschnee zu rechnen.

Nassschnee im Inntal

Selbst in den großen Tälern wie dem Inntal und dem Salzachtal im Pongau und Tennengau zeichnen sind nach derzeitigem Stand etwa 5 cm Nassschnee ab. Autofahrer müssen sich in den Alpen also auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen! Kurzzeitig ist am Sonntagmorgen zudem auch in Kärnten nasser Schneefall oder Schneeregen bis in tiefe Lagen möglich. Da die meisten Bäume mittlerweile belaubt sind, besteht in den Nordalpen die Gefahr von Schneebruch.

Wintereinbruch am Wochenende

Belaubte Bäume biegen sich unter der Schneelast.

Warmstart in den Mai

Mit Höchsttemperaturen zwischen 15 und 22 Grad präsentiert sich der Staatsfeiertag nach dem verregneten Dienstag von seiner deutlich wärmeren und wieder sonnigen Seite. Auch am Donnerstag verwöhnen uns Sonnenschein und angenehme Frühlingswärme. Verbreitet werden Werte um 20 Grad erreicht, auf bis zu 23 Grad klettern die Temperaturen vom Weinviertel bis nach Unterkärnten. Das Frühlingserwachen ist aber nur von kurzer Dauer, denn bereits am Freitag sorgen Regenschauer und schon etwas gedämpfte Höchstwerte von 11 bis 19 Grad für einen Vorgeschmack auf das Wochenende.

Spätwinterliches Wochenende

Am Samstag erreicht schließlich eine markante Kaltfront das Land von Norden her, zugleich bildet sich über Norditalien ein Tiefdruckgebiet aus. Dabei regnet es im Laufe des Tages verbreitet, vorerst befindet sich die Schneefallgrenze aber noch im Mittelgebirge. Mit Einsickern der Kaltfuft von Deutschland her muss man ab dem späten Nachmittag in den Nordalpen schon bis 1000 m hinab mit Schneefall rechnen. In der Nacht auf Sonntag sinkt die Schneefallgrenze sogar auf 600 bis 400 m ab, wenige Zentimeter Nassschnee könnten sich also auch im Rhein- und Inntal ausgehen. Deutlich winterlichere Bedingungen stellen sich in den etwas höher gelegenen Tälern der Nordalpen ein, oberhalb von 800 bis 1000 m sind nach derzeitigem Stand 5 bis 15 cm Neuschnee möglich.

Der Tiefpunkt bei den Temperaturen wird am Sonntag erreicht, eindrucksvoll zu erkennen am Trend der Höchsttemperaturen für Wien, Klagenfurt und Innsbruck:

Am Wochenende wird es deutlich kälter.
Am Wochenende wird es deutlich kälter.

Verfrühte Eisheilige?

Zwischen dem 11. und 15. Mai liegen die Gedenktage der Eisheiligen. In diesen Tagen gibt es statistisch gesehen zwar keine Häufung von Frost, allerdings kommt es zwischen dem 20. und 25. Mai tatsächlich häufig zu Kaltlufteinbrüchen. Das ist vor allem bemerkenswert, da der Zeitraum der Eisheiligen ursprünglich aus der Zeit des Julianischen Kalenders stammt. Bei der gregorianischen Kalenderreform im 16. Jahrhundert blieben die Gedenktage allerdings unverändert. Genau genommen sind somit die Eisheiligen in Wirklichkeit erst zwischen dem 19. und dem 23. Mai anzusiedeln, also eine gute Woche später. Der kommende Kaltlufteinbruch lässt sich also nicht auf die Eisheiligen zurückführen, hierbei handelt es sich um einen späten, aber durchaus regelmäßig auftretenden Wintergruß im Frühling.

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Trend: Am Wochenende Kaltlufteinbruch mit Schnee

Lokal kann es am Wochenende noch einmal schneien.

Die ersten beiden Tage im Mai verlaufen wenig spektakulär. Mittwoch gibt es einiges an Sonnenschein bei angenehmen 15 bis 21 Grad, Donnerstag wird es zwar unbeständiger, mit 14 bis 20 Grad bleiben die Temperaturen aber auf einem frühlingshaften Niveau. Was die Wettermodelle aber danach zeigen, ist alles andere als frühlingshaft.

Kaltfront am Freitag

Ausgehend von einem Tief über dem Nordosten Europas zieht am Freitag eine Kaltfront auf. Sie lässt die Temperaturen nördlich der Mittelgebirge kaum noch über 10 Grad steigen, wärmer mit 13 bis 16 Grad bleibt es noch im Süden.

Eine Kaltfront läutet ein wenig frühlinhaftes Wochenende ein.
Eine Kaltfront läutet ein wenig frühlingshaftes Wochenende ein.

Am Samstag kommt dann die Kaltluft zwischen einem Hoch über Irland und tiefem Luftdruck über Nordosteuropa weiter nach Süden voran. Gut zu sehen an den (dunkel)blauen Farben auf der nachfolgenden Karte. Die Luftmasse stammt praktisch direkt vom Nordpolarmeer.

Kalte Luft erreicht uns am Samstag aus Norden.
Kalte Luft erreicht uns am Samstag aus Norden.

Einstellige Höchstwerte

Dementsprechend verhalten sehen die Höchsttemperaturen am Samstag aus. Nur vereinzelt schaffen es die Temperaturen noch über die 10-Grad-Marke, so zum Beispiel im Rhein-Main-Gebiet. Meist werden aber auch tagsüber nicht mehr als 5 bis 9 Grad gemessen. Noch frischer bleibt es in den etwas höheren Lagen der Mittelgebirge: hier verharren die Werte bei 1 bis 5 Grad.

Wenig frühlingshafte Höchstwerte am Samstag.
Wenig frühlingshafte Höchstwerte am Samstag.

In der hochreichenden Kaltluft gehen am Samstag zahlreiche Schauer nieder, angesichts der labil geschichteten Luftmasse dürfte es auch zu einigen Gewittern kommen. Dabei liegt die Schneefallgrenze bei 400 bis 700 m, bei kräftigen Schauern kann es aber kurzzeitig bis ins Flachland schneien oder graupeln!

Frostgefahr in der Nacht

In der Nacht zum Sonntag klart der Himmel dann auf, somit sinken die Temperaturen verbreitet Richtung Gefrierpunkt. Vor allem in den Mittelgebirgen, lokal aber auch im Flachland drohen Tiefstwerte zwischen -5 und 0 Grad.

In der Nacht zum Sonntag droht verbreitet Frost.
In der Nacht zum Sonntag droht verbreitet Frost.
Rückwärtstrajektorie gelangen Luftmassen vom Nordpol nach Deutschland
Nach aktueller Prognose erfassen uns am Wochenende polare Luftmassen. © NOAA

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Schnee im Süden, ab Montag Regen im Norden

Regen auch in den Nordalpen

Eingeflossene Kaltluft und viel Feuchtigkeit durch ein Adriatief sind die perfekte Kombination für Schneefall in Osttirol und im südlichen Kärnten. Dabei sank die Schneefallgrenze im Gailtal im Laufe des Vormittags bis in tiefe Lagen, also bis auf rund 500 m ab.

Starker Schneefall am Presseggersee
Starker Schneefall am Presseggersee ©presseggersee.it-wms.com
Winterlich in Außervillgraten/Osttirol
Winterlich in Außervillgraten/Osttirol

Neuschneehöhen 11 MESZ:

  • Obertilliach 21 cm
  • Plöckenpass 18 cm
  • St. Jakob im Defereggental 12 cm
  • Sillian 10 cm

Etwas Schnee Sonntagnacht

Am Nachmittag regnet und schneit es im Großteils von Kärnten und Osttirol weiter, allerdings verlagert sich das Italientief langsam nach Südwesten. In der Nacht greift der Niederschlag auch wieder auf Westösterreich aus, über Nacht fällt speziell von den Ötztaler Alpen bis zu den Hohen Tauern und Osttirol noch etwas Schnee.

Neuschnee von Sonntagabend bis Montagfrüh
Neuschnee von Sonntagabend bis Montagfrüh

Regen im Norden

Am Montag übernimmt dann ein Tief über Osteuropa das Zepter und bestimmt bis Mittwoch das Wettergeschehen. Dabei fällt in den Nordalpen einiges an Regen, der Schwerpunkt liegt in Salzburg und Oberösterreich.

Niederschlagsumme Montag und Dienstag
Niederschlagsumme Montag und Dienstag

Vor allem vom Tiroler Unterland über Salzburg und Oberösterreich bis ins Most- und Waldviertel regnet es am Montag und Dienstag häufig, verbreitet kommen hier 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter zusammen. Weiter im Osten vom Weinviertel bis zum Burgenland bleiben die Regenmengen hingegen gering, hier setzt sich die Trockenheit fort.


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19. April 2017: Schneesturm am Alpenostrand

Die Monatsmitteltemperatur im April entspricht in den Niederungen mit 10 Grad etwa der durchschnittlichen Jahrestemperatur. Allerdings kann es im April mit Kaltluftausbrüchen aus Norden geradezu winterlich sein, während warme Luft aus den Subtropen mitunter schon für sommerliche Verhältnisse sorgt. Diese Aprilwetter-Extreme wurden uns in den letzten Jahren deutlich vor Augen geführt: Während es am 20. April 2018 den zweitfrühesten „30er“ der Messgeschichte gab, kam es am 19. April 2017 zu einem regelrechten Schneesturm am Alpenostrand mit Schnee bis Wien. Heuer gibt es dagegen sonniges Wetter mit frühsommerlichen Temperaturen: Sonnigstes Osterfest seit vielen Jahren.

Schnee bis Wien

Am 19. April 2017 lag der Alpenraum unter dem Einfluss eines Mittelmeertiefs, das sich nordostwärts in Richtung Ungarn verlagerte („Vb-Tief“). Mit einer nordöstlichen Höhenströmung führte dies sehr feuchte Luftmassen in die Osthälfte Österreichs, gleichzeitig strömten von Norden her immer kältere Luftmassen ins Land. Die Schneefallgrenze sank somit bis ins Flachland und der Wind wehte kräftig mit stürmischen Böen aus Nord. Am Nachmittag musste die Wiener Außenring Autobahn (A21) schließlich in beide Fahrrichtungen komplett gesperrt werden und auch Teile der Westautobahn (A1) wurden für den Verkehr geschlossen.

A21 am 19. April 2017. © ASFINAG
Die A21 am 19. April 2017. © ASFINAG

Die Temperaturen kamen in mittleren Höhenlagen nicht über den Gefrierpunkt hinaus, so lag der Höchstwert in Mariazell bei -2.8 Grad, dazu gab es hier in Summe fast einen Meter Neuschnee. Ein paar Zentimeter Nassschnee gab es aber sogar in der Wiener Innenstadt! Anbei die gemeldeten Schneehöhen am 20. April 2017 um 8 Uhr in der Früh:

  • 92 cm Mariazell (866 m, ST)
  • 86 cm Lunz am See (614 m , NÖ)
  • 57 cm Mooslandl / Hieflau (470 m, ST)
  • 18 cm Rekawinkel / Pressbaum (374 m, NÖ)
  • 5 cm Wiener Neustadt (285 m, NÖ)
Schneefall
Schneesturm in Mariazell. © https://www.mariazell.at/

Die Österreichische Unwetterzentrale hatte Schneewarnungen mit der höchsten Stufe für das Mariazellerland und dem Semmeringgebiet ausgegeben. In exponierten Lagen des Alpenostrand kam es zudem zu massiven Schneeverwehungen.

Schnee
Schneesturm im Süden von Wien. © http://www.zesch.com
Schneewarnungen vom 19. bis 20. April 2017. © www.uwz.at / UBIMET
Schneewarnungen vom 19. bis 20. April 2017. © www.uwz.at / UBIMET

Noch ergiebiger fielen die Mengen auf den Bergen aus, so gab es in den Niederösterreichischen Voralpen in 1.100 m Seehöhe bis zu 150 cm Neuschnee! Die Lawinengefahr erreichte am 20. April in den Ybbstaler Alpen sogar die höchste Stufe 5.


2018: Hitze im Frühling

Dass der April aber auch anders kann, zeigte er im Vorjahr. Mit einer Abweichung von knapp 5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel war dies nicht nur der wärmste April seit rund 200 Jahren, auch in Punkto Hitze hatte er schon ein Wort mitzureden. So wurde am 20. des Monats in Salzburg die 30 Grad erreicht, Tags darauf gelang Wien das gleiche Kunststück.

Sonnenschein
Hochsommerliches Wetter in Salzburg. ©www.foto-webcam.eu

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Polare Luftmassen sorgen für Aprilschnee in Deutschland

Schnee und Schneefahrbahn

Besonders in der Nordwesthälfte Deutschlands präsentiert sich das Wetter derzeit von seiner winterlichen Seite. Kalte Luftmassen polaren Ursprungs haben mittlerweile das gesamte Land erreicht, gleichzeitig sorgt ein Höhentief für eine leicht labile Schichtung der Luft. Da wir am Rande eines mächtigen Hochs über Skandinavien liegen, gibt es aber kein typisches Aprilwetter mit Sonnenschein und Graupelgewittern in Abwechslung, sondern eher einen winterlichen Wettercharakter mit zeitweiligem Schneefall.


Besonders in mittleren Höhenlagen von der Eifel über das Sauerland bis zum Harzvorland gab es auch ein paar Zentimeter Schnee. Allgemein tritt Schneefall im April in vielen Regionen nicht so selten auf, wie viele Menschen glauben, so gibt es etwa in Berlin und Stuttgart im Mittel alle drei Jahre eine Schneedecke von mindesten 1 cm. Weitere Details dazu gibt es hier.

Im nördlichen Mittelgebirgsraum liegt etwas Schnee
Analyse der aktuellen Schneelage in Deutschland. © UBIMET


Schnee im Südwesten

In der Nacht zum Sonntag verlagert sich das Höhentief langsam weiter in Richtung Ostfrankreich, somit verlagert sich der Schwerpunkt der Schauer in den Südwesten des Landes. Besonders in höheren Lagen von Rheinland-Pfalz über den nördlichen Schwarzwald und der Alb bis zum Alpenrand kommen ein paar Zentimeter Neuschnee zusammen.

Besonders im nördlichen Schwarzwald kommt etwas Neuschnee zusammen
12h Schneevorhersage bis Sonntagmorgen

VLN2 abgebrochen

Auch in der Eifel sind heute ein paar Schneeschauer niedergegangen, dabei sind am Nürburgring ungewöhnliche Bilder entstanden: Rennwagen im Schnee. Das VLN-Rennen wurde mittlerweile abgesagt, da im Abschnitt von der Fuchsröhre bis zum Bergwerk Schnee auf den Seitenstreifen liegt.  Die Rennleitung hat sich daher in Absprache mit den Sportkommissaren und dem Veranstalter dazu entschlossen hat das Rennen nicht fortzusetzen.

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In der Nacht Neuschnee im Westen

Am Samstag wandert ein Höhentief von Norddeutschland in Richtung Schweiz und verbindet sich über Nacht mit einem kleinräumigen Tief über Norditalien. Diese Tiefkombination löst über Nacht nochmals kräftigen Schneefall in Vorarlberg und Tirol aus. Dabei schneit es bis in viele Täler, nur im Rheintal und im Inntal handelt es sich meist um Regen.

Neuschnee in den Skigebieten

In den Tallagen oberhalb von 700 bis 1000 m bildet sich über Nacht eine 5 bis 10 cm dicke Schneedecke aus. Skifahrer, die in den westlichen Skigebieten unterwegs sind, können sich auf rund 20 cm pulvrigen Neuschnee auf den Bergen freuen.

Neuschneemengen Samstagnacht
Neuschneemengen Samstagnacht

In den Frühstunden lässt der Schneefall rasch an Intensität nach und tagsüber regnet und schneit es nur mehr unergiebig, dabei steigt die Schneefallgrenze gegen 1000 m. Somit schmilzt der Schnee in den Tallagen wieder rasch ab. Derzeit sorgt ein Höhentief bereits im Westen und Norden Deutschlands gebietsweise für Schnee. Bilder dazu gibt es hier.

Warmfront leitet Ende ein

Während im Westen nochmals Schnee fällt, nähert sich aus Osten über Nacht eine Warmfront an, die am Sonntag auch in der Osthälfte für teils nasses Wetter sorgt. Dabei steigt hier die Schneefallgrenze rasch gegen 1300 m an. Die Warmfront leitet das Ende des Kaltlufteinbruchs ein und in der Karwoche kommt der Frühling wieder auf Touren.

Schnee im April: Alltag oder Seltenheit?

Schnee im Frühling. © Nikolas Zimmermann

Allgemein kommt Schnee im April viel häufiger vor, als viele Menschen glauben. Allerdings handelt es sich meist um kurze, mitunter aber markante Einzelereignisse. Eine im Flachland über mehrere Wochen liegende Schneedecke ist im April hingegen extrem selten. Anbei der langjährige Mittel (1977 bis 2007) der Schneedeckentage (Schneehöhe mind. 1 cm) für ausgewählte Orte in Deutschland:

Ort

Häufigkeit Schneedecke > 1 cm

Rostock

alle 10 Jahre
Hamburg alle 5 Jahre
Schleswig alle 3 Jahre
Berlin alle 3 Jahre
Magdeburg alle 3 Jahre
Dresden jedes Jahr
Erfurt jedes Jahr
Düsseldorf statistisch nie
Bremen alle 10 Jahre
Frankfurt/M. alle 10 Jahre
Stuttgart alle 3 Jahre
Saarbrücken alle 5 Jahre
Augsburg alle 1-2 Jahre
Neuruppin alle 3 Jahre
Hannover alle 5 Jahre
Trier alle 2-3 Jahre

Geht man in die höheren Lagen der Mittelgebirge, sieht die Sache natürlich gleich um einiges winterlicher aus. Auf der Zugspitze liegt im Mittel an jedem Apriltag Schnee, am Hohenpeißenberg auf knapp 1.000 m noch an jedem dritten Apriltag:

Ort mittlere Anzahl Schneedeckentage (> 1 cm)
Zugspitze 30
Fichtelberg 24
Kahler Asten 13
Hohenpeißenberg 9

Sowohl bei den Orten im Flachland als auch bei den Bergstationen muss man bei dieser Betrachtung natürlich eines berücksichtigen: Häufig „rettet“ sich eine Schneedecke aus dem März noch in den April hinein und schmilzt dann ab.

Winter im April 1970

Häufig kommt es im April zu markanten Schneefallereignissen im Umfeld von Nord- und Ostsee. Das Meer erwärmt sich allmählich, aus Norden strömen manchmal aber noch eiskalte Luftmassen nach Mitteleuropa. Der markante Temperaturunterschied zwischen dem Wasser und der darüberströmenden Luft sorgt für eine Labilisierung der unteren Atmosphäre und es entwickeln sich kräftige Schneeschauer. Eine solche „Lake-Effekt-Wetterlage“ hat sich auch rund um den 11.4.1970 eingestellt: An der Rückseite eines Ostseetiefs strömten anhaltend kalte Luftmassen über die Ostsee nach Nordostdeutschland. Über dem Meerwasser konnte die Luft zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen, dementsprechend kräftig schneite es an den Küsten und in abgeschwächter Form auch im Landesinneren. Hier ein Überblick über die Schneehöhen in Mecklenburg-Vorpommern am Morgen des 11. April 1970:

Ort Schneehöhe
Waren 50 cm
Altentreptow 45 cm
Lohmen 40 cm
Tüzen 40 cm
Gersdorf 40 cm
Kühlungsborn 40 cm
Ventschow 35 cm
Roggendorf 35 cm
Lalendorf 35 cm

Frost und Schnee: Kalte Zeiten stehen bevor

Storch im Schnee, alles möglich im April!

Mit den milden Zeiten ist es bald vorbei, schon heute werden nordöstlich der Linie Emsland-Lausitz nur noch einstellige Höchstwerte von 6 bis 9 Grad erreicht. Im übrigen Land hält sich dagegen noch die Frühlingsluft mit 10 bis 15 Grad.

Ursprung Russland

Aus Nordosten, genauer gesagt aus dem Norden Russlands stammt die kalte Luft, die uns von nun an beschäftigt. Gut zu sehen ist der Ursprung auf der folgenden Karte. Über Skandinavien liegt ein Hoch, über dem Mittelmeerraum herrscht tiefer Luftdruck. Die resultierende Strömung ist Nordost, fertig ist die wenig frühlingshafte Wetterlage.

Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.
Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.

Am morgigen Donnerstag breitet sich die kalte Luft morgen noch weiter nach Südwesten aus, am Freitag und Samstag erfasst sie dann das ganze Land. An den Höchst(!)werten für Samstag sieht man, dass sich die 10 Grad aus ganz Deutschland verabschieden. Nachts kündigt sich im Großteil Deutschlands leichter Frost zwischen -5 und -1 Grad an. Immerhin geht dieser Luftmassenwechsel überwiegend trocken vonstatten.

Wenig frühlingshaft am Samstag.
Wenig frühlingshaft am Samstag.

Später Schnee

Zwei kleine Ausnahmen gibt es aber: Am Donnerstag und Freitag gehen im Umfeld der Ostsee einige Schneeregen- und Schneeschauer nieder, dabei wird es aber höchstens anzuckern.

Am Samstag erfasst zudem leichter Schneefall  Sachsen und Brandenburg, in der Nacht kann es hier ein wenig Neuschnee geben.

Es geht aufwärts…

…aber nur sehr zögerlich. Nach dem Tiefpunkt am Samstag wird es anschließend von Tag zu Tag milder. Mitte der kommenden Woche steigen die Temperaturen schon wieder auf rund 15 Grad, Richtung Ostern dürfte dann sogar wieder die 20-Grad-Marke in Reichweite sein.

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Aprilschnee und 30 Grad – Monat der Extreme

Storch im Schnee, alles möglich im April!

Die Monatsmitteltemperatur im April entspricht in den Niederungen mit 10 Grad etwa dem Durchschnitt für das ganze Jahr. Allerdings kann es im April mit Kaltluftausbrüchen aus Norden geradezu winterlich sein, während warme Luft aus den Subtropen mitunter schon für sommerliche Verhältnisse sorgt. Diese Aprilwetter-Extreme wurden uns im vergangenen bzw.  im vorletzten Jahr deutlich vor Augen geführt.

2017: Schnee bis nach Wien

Am 19. April 2017 lag der Alpenraum unter dem Einfluss eines Mittelmeertiefs, das sich nordostwärts in Richtung Ungarn verlagerte. Mit einer nordöstlichen Höhenströmung führte dies sehr feuchte Luftmassen in die Osthälfte Österreichs, gleichzeitig strömten von Norden her immer kältere Luftmassen ins Land. Die Schneefallgrenze sank somit bis ins Flachland und der Wind wehte kräftig mit stürmischen Böen aus Nord. Am Nachmittag musste die Wiener Außenring Autobahn (A21) schließlich in beide Fahrrichtungen komplett gesperrt werden und auch Teile der Westautobahn (A1) wurden für den Verkehr geschlossen.

A21 am 19. April 2017. © ASFINAG
A21 am 19. April 2017. © ASFINAG

Die Temperaturen kamen in mittleren Höhenlagen nicht über den Gefrierpunkt hinaus, so lag der Höchstwert in Mariazell bei -2,8 Grad, dazu gab es hier in Summe fast einen Meter Neuschnee. Ein paar Zentimeter Nassschnee gab es aber sogar im Wiener Becken! Anbei die gemeldeten Schneehöhen am 20. April um 8 Uhr in der Früh:

  • 92 cm Mariazell (866 m, ST)
  • 86 cm Lunz am See (614 m , NÖ)
  • 57 cm Mooslandl / Hieflau (470 m, ST)
  • 18 cm Rekawinkel / Pressbaum (374 m, NÖ)
  • 5 cm Wiener Neustadt (285 m, NÖ)

 

2018: Hitze im Frühling

Dass der April aber auch anders kann, zeigte er im Vorjahr. Mit einer Abweichung von knapp 5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel war dies nicht nur der wärmste April seit rund 200 Jahren, auch in Punkto Hitze hatte er schon ein Wort mitzureden. So wurde am 20. des Monats in Salzburg die 30 Grad erreicht, Tags darauf gelang Wien das gleiche Kunststück.

Quelle Titelbild: pixabay

Frühling zeigt uns die kalte Schulter

Später Schnee im Frühling ist keine Seltenheit.

Skandinavische Kälte

Die Abkühlung kommt auf Raten, am Mittwoch ist davon mit Höchstwerten zwischen 8 und 16 Grad noch nicht allzu viel zu spüren. Über Deutschland lauert aber schon die polare Kaltluft, sie erreicht Österreich dann am Donnerstag. Dann werden nur noch Höchstwerte von 4 bis 11 Grad erreicht. Der absolute Tiefpunkt bei den Temperaturen steht uns jedoch am Freitag und Samstag bevor. Im Großteil des Landes kommen die Temperaturen selbst tagsüber nicht mehr über die 10-Grad-Marke hinaus, nachts droht dann vor allem im Berg- und Hügelland Frost.

Gut zu sehen ist die Abkühlung an der Luftmassenverteilung für Freitag:

Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.
Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.

Etwas Neuschnee

Neben der Kaltluft beschäftigt uns in den kommenden Tagen durchwegs tiefer Luftdruck, die Sonne ist somit bis einschließlich Samstag ein eher selten gesehener Gast. Das Tief über dem zentralen Mittelmeerraum schaufelt zudem jede Menge feuchte Luft nach Österreich, folglich gehen immer wieder Regenschauer nieder. Am Donnerstag schneit es dabei schon oberhalb von 600 bis 1000 m, in der Nacht auf Freitag sind sogar Schneeflocken bis rund 300 m hinab zu erwarten. Selbst für das östliche Flachland inklusive Wien wird es in der Nacht auf Samstag spannend, ein paar Schneeflocken dürften sich dann bis ganz hinab verirren.

Danach zögerlich wärmer

Ab Sonntag erholen sich die Temperaturen langsam, vor allem in Kärnten und in der Steiermark werden schon wieder bis zu 13 Grad erreicht. Sonst verharren die Höchstwerte vorerst aber noch im einstelligen Bereich. In der neuen Woche wird es dann von Tag zu Tag milder, der Tiefdruckeinfluss lässt allmählich nach. Dann klettern die Temperaturen wieder auf rund 15 Grad, für Mitte April sind dies durchschnittliche Werte.

Hier noch die Temperaturentwicklung der kommenden Tage für drei ausgewählte Städte:

Wien Klagenfurt Innsbruck
Dienstag 20 Grad 17 Grad 16 Grad
Mittwoch 10 Grad 11 Grad 12 Grad
Donnerstag 6 Grad 8 Grad 8 Grad
Freitag 5 Grad 5 Grad 6 Grad
Samstag 5 Grad 6 Grad 6 Grad
Sonntag 8 Grad 12 Grad 10 Grad

Launischer Monat

Der April ist einer der wenigen Monate, der alle Stückeln spielen kann. Eindrucksvoll beweist dies der Blick in die jüngere Vergangenheit, genauer gesagt auf die Aprilmonate 2017 und 2018. Vor zwei Jahren gab es einen deutlich markanteren Kaltluftvorstoß als jener, der uns jetzt bevorsteht, inklusive großer Neuschneemengen. So fiel in Mariazell fast 1 Meter Neuschnee, auch im Wienerwald gab es 30 cm der weißen Pracht. Selbst in Wien zuckerte es in den westlichen Bezirken an, mit einem Höchstwert von +3 Grad war es in der Bundeshauptstadt so kalt wie noch nie zu dieser Jahreszeit. Am anderen Ende der Extrema liegt der April des Vorjahres: Der österreichweit wärmste April der Messgeschichte gipfelte in Salzburg und Wien in Spitzenwerten von bis zu 30 Grad, so früh im Jahr gab es zuvor erst ein Mal einen sogenannten Hitzetag.

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Späte Schneemassen in der Schweiz

In den Nordalpen gibt es teils über 10 cm Neuschnee

Die Kaltfront des bei den Britischen Inseln gelegenen Tiefs PHILIPP hat am Donnerstag den Südwesten Deutschlands, die Schweiz und den äußersten Westen Österreichs erreicht. Der Kaltluftvorstoß ins westliche Mittelmeer hatte die Bildung eines Italientiefs zur Folge und im Zusammenspiel mit diesem konnte sich eine sogenannte Gegenstromwetterlage einstellen: kalte Luft aus Nordwesteuropa in tiefen Schichten wurde von feuchter Luft aus dem Mittelmeerraum überströmt. Teils kräftige Niederschläge waren die Folge und bei eben hohen Niederschlagsraten konnte die Schneefallgrenze stellenweise  bis in tiefe Lagen absinken. Zwischen 10 und 20 cm Neuschnee fielen in den Hochlagen des Schwarzwaldes, aber selbst im Rheintal und am Bodensee ging der Regen zeitweise in nassen Schnee über.

Analyse der Gesamtschneehöhe am Abend des 04.04.2019 @ UBIMET
Analyse der Gesamtschneehöhe am Abend des 04.04.2019 @ UBIMET

 

Beeindruckend war auch der Luftmassenunterschied über Deutschland. Während die Temperaturen im Südwesten im unteren einstelligen Bereich lagen, wurden im gesamten Osten von der Ostsee bis zum Berchtesgadener Land Höchstwerte um 20 Grad gemessen:

Höchsttemperaturen am Donnerstag, den 04.04.2019 @ UBIMET
Höchsttemperaturen am Donnerstag, den 04.04.2019 @ UBIMET

1 Meter in der Schweiz

Besonders ergiebig hat es am Donnerstag in der Schweiz geschneit, so gab es vom nördlichen Tessin über den Gotthardpass bis ins Berner Oberland große Neuschneemengen von bis zu 1 Meter in 24 Stunden:

    • 99 cm Guttannen BE
    • 68 cm Andermatt UR
    • 63 cm Buffalora GR

Stellenweise gab es auch neue Neuschnee-Rekorde für den Monat April, wie etwa in Engelberg mit 50 cm Neuschnee. Wenn man das gesamte Ereignis betrachtet, gab es teils sogar mehr als einen Meter Neuschnee wie etwa in Andermat mit 111 cm.

Viel Schnee auch im Norden Italiens

Auch in den typischen Staulagen der Lombardei und Südtirols hat es ergiebig geschneit. Im hintersten Ultental gab es etwa 135 cm Neuschnee. Die Lawinengefahr ist am Alpenhauptkamm sowie südlich davon verbreitet auf die zweithöchste Stufe 4 angestiegen.

Titelbild: © https://www.facebook.com/BHTruckk

Italientief brachte 1 Meter Neuschnee in der Schweiz

Schnee auf Autos

Die Kaltfront des Tiefs PHILIPP mit Kern über den Britischen Inseln hat am Donnerstag den Südwesten Deutschlands, die Schweiz und den äußersten Westen Österreichs erreicht. In Zusammenspiel mit einem Italientief hat sich dabei eine sogenannte Gegenstromwetterlage eingestellt, bei der kalte Luft aus Nordwesteuropa in tiefen Schichten von sehr feuchter Luft aus dem Mittelmeerraum überströmt wird. Bei starken Niederschlagsraten sinkt die Schneefallgrenze dabei bis in tiefe Lagen ab. Besonders viel Schnee gab es in den Ötztaler Alpen, so wurden am Pitztaler Gletscher 82 cm Neuschnee gemeldet und in Obergurgl rund 50 cm. Sogar noch mehr Schnee gab es in der Zentralschweiz.

Vom Großraum Innsbruck ostwärts wehte hingegen teils stürmischer Föhn, somit war das Land zweigeteilt mit winterlichem Wetter im äußersten Westen und frühlingshaften Temperaturen im Norden und Osten.

Zweigteiltes Land - Temperaturen am Donnerstagnachmittag
Zweigeteiltes Land: Temperaturen am Donnerstagnachmittag. © UBIMET

1 Meter in der Schweiz

Besonders ergiebig hat es am Donnerstag in der Schweiz geschneit, so gab es vom nördlichen Tessin über den Grimselpass und den Gotthardpass bis ins Berner und Urner Oberland große Neuschneemengen von bis zu 1 Meter in 24 Stunden:

    • 99 cm Guttannen BE
    • 68 cm Andermatt UR
    • 63 cm Buffalora GR

Stellenweise gab es auch neue Neuschnee-Rekorde für den Monat April, wie etwa in Engelberg (OW) mit 50 cm Neuschnee. Wenn man das gesamte Ereignis betrachtet, gab es teils sogar mehr als ein Meter Neuschnee wie etwa in Andermatt (UR) mit 111 cm.

Viel Schnee auch in Südtirol

Auch in den typischen Südstaulagen Südtirols hat es von Mittwochfrüh bis Donnerstagnacht ergiebig geschneit. Im hintersten Ultental gab es etwa 135 cm Neuschnee. Die Lawinengefahr ist am Alpenhauptkamm sowie südlich davon verbreitet auf die zweithöchste Stufe 4 angestiegen.

Titelbild: © Adobe Stock

Tief PHILIPP bringt im Südwesten Regen und Schnee

Wintereinbruch

Die Kaltfront von Tief PHILIPP erfasst in der Nacht zum Donnerstag den Südwesten Deutschlands. Am Donnerstag kommt sie aber kaum noch ostwärts voran, so gibt es besonders in Niederbayern und im Osten Deutschland bei zeitweiligem Sonnenschein Temperaturen von bis zu 21 Grad.

Im westen kühl, im Osten mild
Höchstwerte am Donnerstag. © UBIMET / ECMWF

Schnee im Schwarzwald

Im Südwesten fällt am Donnerstag von Beginn an verbreitet Regen. Die Schneefallgrenze sinkt hier von etwa 900 m gegen 400 m ab, vorübergehend ist bei stärkerer Niederschlagsintensität im Grenzbereich zur Schweiz aber auch in den Niederungen Schneeregen oder Nassschnee möglich. In den Abendstunden verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt dann ins Allgäu.

Im Südwesten fällt Regen und Schnee
Niederschlagsprognose für Donnerstag. © DWD / UBIMET

Besonders im Hochschwarzwald schneit es zeitweise auch kräftig, so sind oberhalb etwa 900 m Neuschneemengen um 20 cm in Sicht. In mittleren Höhenlagen ab etwa 700 m zeichnen sich 5 bis 10 cm Nassschnee ab, in tiefen Lagen handelt es sich höchstens um ein paar Zentimeter Schneematsch.

Viel Schnee in den Westalpen
24h-Neuschneeprognose für Donnerstag. © UBIMET

1 Meter Schnee in der Schweiz

Noch markanter fällt der Wintereinbruch in der Schweiz aus: Von den Walliser Alpen bis zum Engadin schneit es am Donnerstag anhaltend und kräftig, in höheren Tallagen kommen hier 40 bis 80 cm Neuschnee zusammen. Besonders intensiv schneit es im Simplongebiet sowie vom nördlichen Tessin über den Gotthardpass bis ins Urner Oberland, hier ist oberhalb von 1000 m teils über ein Meter Neuschnee zu erwarten, auf den Bergen sogar eineinhalb Meter.

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Tief PHILIPP bringt Föhnsturm im Osten und Schnee im Westen

Sturmgefahr

Die Kontraste beim Wetter könnten am Donnerstag kaum größer ausfallen: Während vom Tiroler Unterland und Unterkärnten ostwärts mit Hilfe des teils stürmischen Südföhns oft die Sonne scheint, fällt im äußersten Westen sowie in Osttirol und Oberkärnten Regen oder Schnee.

Die Kaltfront von Tief PHILIPP erfasst Vorarlberg.
Die Kaltfront von Tief PHILIPP erfasst Vorarlberg. © UBIMET / ECMWF

Die Schneefallgrenze sinkt in Vorarlberg und im Außerfern bis in viele Tallagen ab, mitunter ist sogar im Rheintal etwas Schneeregen oder Nassschnee nicht ausgeschlossen. Auf den Bergen vom Rätikon über die Ötztaler Alpen bis zu den Tauern gibt es bis Freitag teils über 50 cm Schnee. Die Höchstwerte liegen zwischen 1 Grad im Montafon und 21 Grad in Oberösterreich.

Im Westen kühl, im Osten mild
Temperaturprognose für Donnerstagnachmittag. © UBIMET

1 Meter Schnee in der Schweiz

Noch markanter fällt der Wintereinbruch in der Schweiz aus: Von den Walliser Alpen bis zum Engadin schneit es am Donnerstag anhaltend und kräftig, in höheren Tallagen kommen hier 40 bis 80 cm Neuschnee zusammen. Besonders intensiv schneit es im Simplongebiet sowie vom nördlichen Tessin über den Gotthardpass bis ins Urner Oberland, hier ist oberhalb von 1000 m teils über ein Meter Neuschnee zu erwarten, auf den Bergen sogar eineinhalb Meter.

Viel Schnee in den Westalpen
24h-Neuschneeprognose für Donnerstag. © UBIMET

Regen und Schnee am Freitag

Der Freitag startet im Süden und im zentralen Bergland mit teils kräftigem Regen, oberhalb von 500 bis 1100 m fällt Schnee. Im Donauraum und im östlichen Flachland bleibt es zunächst noch trocken mit etwas Sonnenschein, ehe sich am Nachmittag und Abend der Regenschwerpunkt in den Nordosten verlagert. Im Westen lockern die Wolken hingegen schon am Vormittag auf, der Nachmittag bringt hier einige Sonnenstunden. Maximal werden 4 bis 19 Grad erreicht mit den höchsten Werten im Weinviertel.

Besserung am Wochenende

Am Wochenende lässt der Tiefdruckeinfluss nach. Am Samstag kommt besonders von Vorarlberg bis Oberösterreich wieder häufig die Sonne zum Vorschein, am Sonntag dann im Großteil Österreichs. Die Temperaturen steigen vor allem im Westen deutlich an, am Sonntag ist dann örtlich auch wieder die 20-Grad-Marke in Reichweite.

Titelbild © Adobe Stock

Erste Aprilwoche mit Wärme und Schnee

Schnee im Frühling.

Föhniger Monatsbeginn

Mit einer südwestlichen Höhenströmung gelangen bis einschließlich Mittwoch sehr milde Luftmassen nach Österreich. So scheint am Dienstag bei nur harmlosen Wolken häufig die Sonne. Im Tagesverlauf ziehen im Westen und Süden zwar vermehrt hochliegende Wolken auf, sonst dominiert aber weiterhin der Sonnenschein. Der Wind frischt vom Seewinkel bis zum Wald- und Weinviertel lebhaft aus Südost auf, in den Nordalpen wird es leicht föhnig. Dazu wird es sehr mild für Anfang April, die Temperaturen steigen auf 14 bis 21 Grad. Die höchsten Werte werden dabei mit Hilfe des Föhns vom Walgau über das Inntal bis zur Eisenwurzen erreicht.

Am Mittwoch stauen sich am Alpenhauptkamm und im Südwesten von Beginn an viele Wolken, in Osttirol sowie in Oberkärnten fällt zeitweise ein wenig Regen. An der Alpennordseite und im Osten machen die Wolken bei kräftigem, lokal auch stürmischem, föhnigem Südwind hingegen häufig der Sonne Platz. Die meisten Sonnenstunden gibt es vom Innviertel bis zum Weinviertel sowie im äußersten Südosten. Die Höchstwerte liegen zwischen 11 Grad in Osttirol und 21 Grad in der Eisenwurzen. Abends erreicht dann Vorarlberg aber eine markante Kaltfront mit ersten Regenschauern.

Wetterumschwung aus Westen

Die Kaltfront arbeitet sich am Donnerstag langsam nach Osten voran, vom Tiroler Unterland und Unterkärnten ostwärts stellt sich aber mit Hilfe des teils stürmischen Südwinds noch einmal ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken ein. Besonders vom Innviertel bis zum Burgenland dominiert meist sogar der Sonnenschein. Im Westen sowie in Osttirol und Oberkärnten ziehen dagegen von Beginn dichte Wolken durch und häufig fällt Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt im Westen auf 1000 bis 500 m ab, selbst ins Rheintal können sich ein paar Schneeflocken verirren. Die Höchstwerte liegen weit gestreut zwischen 2 Grad im Bregenzerwald und 21 Grad in Niederösterreich.

Trüber Freitag

Am Freitag erfasst die Kaltfront schließlich das ganze Land, folglich dominieren die Wolken und aus heutiger Sicht fällt vor allem in der Osthälfte häufig Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 500 und 1100 m. Im Laufe der zweiten Tageshälfte lässt die Intensität langsam nach und im Westen kommt immer häufiger die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen maximal 2 Grad im Bereich der Tauern und noch 13 Grad im Weinviertel.

Quelle Titelbild: pixabay

Gewitter, Schnee, Sturm: Turbulenter Montag

Aprilwetter

Aprilwetter im März

Gewitter werden morgen das Hauptthema sein. Zwar werden diese naturgemäß nicht so kräftig ausfallen wie im Sommerhalbjahr, doch auch am Montag können

  • Böen zwischen 60 und 80 km/h
  • kräftiger Regen
  • Graupel und Schnee

auftreten. Der Grund: In der Höhe strömt hinter der Kaltfront sehr kalte Luft heran, die Sonne hat zeitgleich schon ordentlich Kraft um den Boden und die untere Atmosphäre zu erwärmen. Der resultierende Temperaturunterschied sorgt für eine Labilisierung der Atmosphäre, Gewitter können heranwachsen.

Möglich sind die Gewitter im Großteil Deutschlands, am häufigsten im Norden und Osten! Gut zu sehen auch an unserer Vorwarnkarte für morgen:

Am Montag kann es vor allem im Norden und Osten gewittern.
Am Montag kann es vor allem im Norden und Osten gewittern.

Stürmisch vor allem im Nordwesten

Mit Durchzug der Kaltfront lebt der Nordwestwind bereits kräftig auf, die stärksten Böen erwarten wir aber mit den nachfolgenden Schauern und Gewittern. In deren Nähe sind Böen um 70 km/h zu erwarten. Generell am windigsten (siehe in der Karte die gelben/orangen Flächen) wird es aber von der Nordsee über den Westen Niedersachsens bis zur Eifel und dem Sauerland. Hier sind auch ohne Schauer und Gewitter Böen bis zu 80 km/h zu erwarten.

Windböen am Montag
Windböen am Montag

Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge

Am Erzgebirge stauen sich ab morgen Vormittag die Schauer, hier muss man in etwas höheren Lagen noch einmal mit einem Winterrückfall rechnen. Um 5 cm sind durchaus möglich, in Orten wie Carlsfeld, Oberwiesenthal oder Zinnwald sind auch bis zu 10 cm möglich!

Auch an den Alpen wird es in höheren Lagen winterlich, hier allerdings erst ab Montagabend. So lange dauert es nämlich, bis die kälteste Luft auch in Südbayern angelangt ist. Vom Oberallgäu bis zum Berchtesgadener Land kommen oberhalb von rund 700 Meter 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen.

Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge.
Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge.

Quelle Titelbild: pixabay

Bis zu 50 cm Schnee in den Karnischen Alpen, Milderung in Sicht

Pferde im Schnee

Die Temperaturen sind von Sonntag auf Montag vielerorts um etwa 15 Grad gesunken: Während es im Vorfeld der Kaltfront von Tief IGOR noch strahlenden Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 22,6 Grad im Mostviertel gab, lagen die Temperaturen am Montag mit wenigen Ausnahmen verbreitet unterhalb der 10-Grad-Marke.

Schnee in Villach
Schnee in Villach, © http://villach.it-wms.com/index.php
Schneefall in den Karawanken
Schneefall in den Karawanken.

Knapp 50 cm Neuschnee

Vor allem in Osttirol und Kärnten hat es zudem kräftig geschneit, so gab es am Montagmorgen auf höheren Straßen wie dem Loiblpass oder dem Katschberg Schneekettenpflicht. Bei winterlichen Straßenverhältnissen  kam es allerdings auch zu mehreren Unfällen. Die größten Schneemengen wurden in den Karnischen Alpen, in den Gailtaler Alpen und in den Karawanken mit 40 bis 50 cm Neuschnee verzeichnet. In machen Tallagen Kärntens gab es 5 cm Nassschnee, während im Klagenfurter Becken höchstens etwas Schneematsch zusammen gekommen ist.

Ort Neuschnee
Nassfeld, 1607 m 45 cm
Goldeck, 1910 m 45 cm
Loibl, 1097 m 35 cm
Kanzelhöhe, 1520 m 34 cm
Bad Bleiberg, 909 m 31 cm
Koschuta, 1262 m 30 cm
Emberger Alm, 1929 m 30 cm
Arriach, 890 m 23 cm
Analyse der Schneehöhe in Kärnten am Montagvormittag. © UBIMET
Analyse der Schneehöhe in Kärnten am Montagvormittag. © UBIMET
nassfeldpass
Viel Neuschnee am Nassfeld. © LWD Kärnten

Milderung in Sicht

In den kommenden Tagen macht sich allmählich ein Hochdruckgebiet bemerkbar und die Temperaturen steigen langsam wieder an. Spätestens ab Mittwoch überwiegt śomit im ganzen Land der Sonnenschein. Die Temperaturen steigen am Mittwoch auf maximal 12 Grad und am Donnerstag auf bis zu 16 Grad im Inntal. Zum Wochenende hin wird es noch etwas milder, so sind am Samstag auch wieder Höchstwerte im Bereich der 20-Grad-Marke in Sicht.

Wurzenpass
Winterliche Straßenverhältnisse am Wurzenpass. © Land Kärnten

Frühjahr: Nassschneelawinen im Bergland

Lawinen

Im Frühjahr treten aufgrund der fortschreitenden Durchfeuchtung der Schneedecke in mittleren Höhenlagen kaum noch Staub- oder trockene Lockerschneelawinen, sondern vermehrt Nassschneelawinen auf. Diese können sowohl als Schneebrett- als auch als Lockerschneelawine losbrechen. Anbei ein aktuelles Video von der Arzler Alm an der Nordkette oberhalb von Innsbruck.

Durchfeuchtung

Der Grund für das Auftreten von Nassschneelawinen liegt im flüssigen Wasser, welches die Stabilität der Schneedecke markant schwächt. Kommt der Wassereintritt sogar bis zum Boden voran, können sich auch Grundlawinen lösen. Diese reißen auf ihrem Weg mitunter auch große Gesteinsbrocken und Erdmaterial mit. Eine besondere Form der Grundlawinen sind Gleitschneelawinen, welche vor ihrem Abgang oft die charakteristischen Schneemäuler bzw. Fischmäuler in der Schneedecke hervorrufen.

Tourenplanung

Tourengeher müssen in dieser Jahreszeit immer früher starten, da mit zunehmender Sonneneinstrahlung die Schneedecke im Tagesverlauf an Stabilität verliert. Weiters ist allerdings auch die Witterung in der Nacht entscheidend: Wenn der Himmel wolkenlos ist, dann friert der Schnee und ist tagsüber länger stabil. Wenn die Nacht hingegen bewölkt verläuft, sind die Bedingungen bereits am Vormittag kritisch.

Titelbild: Kecko on Visual Hunt / CC BY

Sonntag bis zu 23 Grad – Montag lokal Neuschnee

Die Frühlingsblumen sorgen für farbenfrohe Wiesen.

Frühling gibt Vollgas

Der letzte Tag dieser Woche wird zugleich der wärmste, Grund hierfür ist eine föhnige Südwestströmung. Diese hat vielerorts Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad im Gepäck, noch etwas wärmer wird es von der Südsteiermark über das Burgenland bis nach Niederösterreich und Wien. Hier sind lokal bis zu 23 Grad möglich, solch hohe Temperaturen gab es zuletzt Ende Februar. Von den Spitzenwerten für den März bleiben wir aber ein gutes Stück entfernt, so liegt der Österreichrekord aus Gumpoldskirchen bei 27,5 Grad. Neben der frühlingshaften Wärme glänzt der Sonntag mit zahlreichen Sonnenstunden, daran können auch etwaige Frühnebelfelder und Schleierwolken tagsüber nur wenig ändern.

Hier die Wetterlage für morgen:

Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.
Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.

Wintergruß am Montag

Am späten Sonntagnachmittag erreicht den Westen des Landes eine markante Kaltfront mit Wolken und Regenschauern. Mit stürmisch auffrischendem Westwind breiten sich diese in den Abendstunden bis in die Obersteiermark und das Mostviertel aus. In der Nacht regnet und schneit es dann verbreitet, wobei die Schneefallgrenze auf 700 bis 500 m sinkt. Am Montag zeigt der Frühling sein zweites Gesicht, mehr als 2 bis 10 Grad werden nicht mehr erreicht. Dazu regnet und schneit es besonders von den Zillertaler Alpen über den Lungau bis zum Murtal und südlich davon länger anhaltend. Dabei bekommen etwas höhere gelegene Täler eine Portion Neuschnee ab, liegt doch die Schneefallgrenze tagsüber zwischen 600 und 800 m.

Alle Landeshauptstädte erleben einen Temperatursturz:

Stadt Höchstwert Sonntag Höchstwert Montag
Wien 20 Grad 9 Grad
St. Pölten 20 Grad 7 Grad
Eisenstadt 21 Grad 8 Grad
Linz 19 Grad 8 Grad
Graz 19 Grad 5 Grad
Klagenfurt 17 Grad 4 Grad
Salzburg 19 Grad 6 Grad
Innsbruck 18 Grad 6 Grad
Bregenz 16 Grad 7 Grad

Zu guter Letzt noch die Neuschneeprognose von Sonntagabend bis Montagabend:

In den Bergen einiges an Neuschnee!
In den Bergen einiges an Neuschnee!

Quelle Titelbild: pixabay

Stürmisch und zu Wochenbeginn spätwinterlich mit Schnee in den Nordalpen

Schneefall am See - pixabay.com

Der Sonntag verläuft an der Alpennordseite stark bewölkt und im Tagesverlauf fällt hier häufig Regen, besonders im Mühlviertel regnet es auch länger anhaltend. Am Bodensee und im Donauraum kommt ab dem Nachmittag zudem teils stürmischer Westwind auf, am Alpenrand zeichnen sich örtlich auch schwere Sturmböen ab. Im Süden und Südosten bleibt es hingegen meist trocken und zwischendurch scheint die Sonne. Die Temperaturen erreichen 8 bis 17 Grad.

Es wird stürmisch
Prognose der Windspitzen am Sonntag. © DWD / UBIMET

Spätwinterlicher Wochenbeginn

In der Nacht auf Montag gelangen mit Durchzug einer Kaltfront deutlich kühlere Luftmassen ins Land. Die neue Woche beginnt von Vorarlberg bis zum Mostviertel bewölkt und besonders im Bereich der Nordalpen fällt häufig Regen bzw. oberhalb von 400 bis 700 m Schnee. Im Tagesverlauf gehen hier auch einzelne Graupelgewitter nieder. In den Staulagen der Nordalpen kommen oberhalb von etwa 1000 m rund 15 bis 30 cm Neuschnee zusammen. Wetterbegünstigt ist weiterhin die Alpensüdseite und auch im östlichen Flachland sind nur einzelne Schauer zu erwarten. Der Wind weht im Bergland und an der Alpennordseite teils stürmisch aus Nordwest und die Höchstwerte liegen zwischen 0 Grad im Arlberggebiet und +13 Grad in Oberkärnten.

In den Nordalpen gibt es 15 bis 30 cm Neuschnee
Neuschneeprognose von Montagmorgen bis Dienstagmorgen. © UBIMET

Weiterhin unbeständig

Am Dienstag gehen im Bereich der östlichen Nordalpen anfangs noch ein paar Schneeschauer nieder, tagsüber setzt sich aber ein Zwischenhoch durch und die Wolken lockern etwas auf. Im Süden und Westen überwiegt sogar der Sonnenschein und die Temperaturen steigen vorübergehend etwas an mit maximal 3 bis 12 Grad. Bereits am Mittwoch sorgt ein weiteres Tief aber besonders im Bergland und im Südosten für etwas Regen. Die Schneefallgrenze liegt bei 600 bis 900 m und die Temperaturen kommen nicht über 2 bis 9 Grad hinaus. Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt das Wetter unbeständig und die Temperaturen liegen um oder knapp unterhalb des langjährigen Mittels.

Starker Schneefall im Südwesten der USA

Schnee am Grand Canyon

Das Zusammenspiel aus pazifischen Tiefdruckausläufern und kalter Luftmassen hat im Laufe der vergangenen Woche für winterliches Wetter im Südwesten der USA gesorgt. In Las Vegas, wo es erst zu Beginn der vergangenen Woche  erstmals seit langer Zeit etwas Neuschnee gab, fiel Mitte dieser Woche neuerlich Schnee. Am Flughafen wurden 2 cm gemeldet und auch in der Innenstadt gab es ein paar Zentimeter Nassschnee.

Schneerekord in Flagstaff

Viel Schnee gab es in den vergangenen Tagen in der Sierra Nevada, welche bei westlichen Höhenströmungen die feuchten Luftmassen vom Pazifik staut. Auch in Teilen von Arizona hat es aber kräftig geschneit, so gab es in Flagstaff, etwa 100 km südlich des Grand Canyons, sogar 91 cm Neuschnee. Das entspricht einem neuen Tagesrekord seit mehr als 100 Jahren! Der bisherige Rekord von 79 cm stammte aus dem Jahr 1915.

Schnee in Los Angeles

Auch an der Südküste Kaliforniens gab es ein seltenes Gastspiel des Schnees, so fielen etwa in Malibu und teils auch in Los Angeles ein paar Schneeflocken. In Los Angeles ist Schneefall äußerst selten, so wurde es hier zuletzt im Jänner 1962 weiß!

Schneefall in Malibu und Las Vegas

Schnee in Las Vegas. © Caleb Steele

Der Westen der USA liegt derzeit unter dem Einfluss ungewöhnlich kühler Luftmassen. In Zusammenspiel mit Tiefdruckausläufern vom Pazifischen Ozean kam es in den letzten Tagen zu Schneefall in Regionen, wo Schneeflocken nur sehr selten zu sehen sind. Am Flughafen der Wüstenstadt Las Vegas wurden am Donnerstag 2 cm Schnee gemeldet und auch in der Innenstadt gab es Mengen zwischen 1 und 3 cm. Bereits zu Beginn der vergangenen Woche hatte es hier etwas Nassschnee gegeben.


Schnee in LA

Selbst in manchen Stadtteilen der Metropole Los Angeles wurde Nassschnee gemeldet und auch die Berge oberhalb von Malibu präsentierten sich in weiß. In Los Angeles stellt Schneefall ein außerordentliches Ereignis dar, so wurde es dort letztmals im Jänner 1962 weiß. Der Rekord von 5 cm stammt aus dem Jahr 1932.


Viel Schnee in den Bergen

Die größten Schneemengen gab es in der Sierra Nevada im Grenzbereich zwischen Kalifornien, Nevada und Arizona. Mehrere Autobahnen mussten aufgrund des starken Schneefalls gesperrt werden, nachdem hängengebliebene Autofahrer für mehrere Stunden in ihren Autos im dichten Schneefall ausharren mussten. In Flagstaff, eine Stadt in Arizona nahe zum Grand Canyon, wurde sogar eine neuer Tagesrekord aufgestellt mit 91 cm Schnee. Der bisherige Rekord von 79 cm stammte aus dem Jahr 1915.


Titelbild © Caleb Steele

Die Auswirkungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf den Schneeverlust

Schnee und Sonne im Winter

Der Abbau einer Schneedecke kann je nach Luftmasse auf unterschiedliche Art ablaufen. In diesen Tagen gibt es tagsüber zwar vielerorts zweistellige Plusgrade und die Nullgradgrenze liegt bei knapp 3.000 m, dennoch gibt es derzeit nahezu nirgends Tauwetter.

Ort Höchstwerte am Sa. bzw. So. Schneeverlust von Sa. bis Mo.
Schröcken (Vorarlberg, 1244 m) 12 Grad / 12 Grad -6 cm
Reutte (Tirol, 842 m) 14 Grad / 13 Grad -2 cm
Abtenau (Salzburg, 709 m) 8 Grad / 9 Grad -2 cm
Windischgarsten (Oberösterreich, 600 m) 10 Grad / 10 Grad -1 cm
Oberstdorf (Bayern, 806 m) 13 Grad / 10 Grad -3 cm
Adelboden (Schweiz, 1327 m) 12 Grad / 11 Grad -4 cm
St. Gallen (Schweiz, 775 m) 11 Grad / 11 Grad -3 cm

Der Grund für den geringen Schneeverlust liegt beim Zusammenspiel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ein kombiniertes Maß dafür stellt die Feuchttemperatur dar: Es handelt sich um die Gleichgewichtstemperatur, die sich infolge der Verdunstung an einer feuchten Oberfläche einstellt. Näherungsweise kann man diese Temperatur nach dem Duschen auf der Haut spüren, wenn man nass durch einen trockenen Raum läuft. Ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt, so findet keine Verdunstung statt und die Feuchttemperatur entspricht der Lufttemperatur. Weiters stellt der Taupunkt jene Temperatur dar, auf die man die Luft abkühlen muss, damit die Luftfeuchtigkeit 100% erreicht.

Sublimation

Wenn die Temperatur über 0 Grad liegt und die Luftfeuchtigkeit sehr gering ist, liegen sowohl Taupunkt als auch Feuchttemperatur unter 0 Grad. Die Wassermoleküle an der Schneeoberfläche gehen in diesem Fall direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Aus Schnee wird also unsichtbarer Wasserdampf. Dieser Prozess ist in diesen Tagen vor allem in mittleren Höhenlagen in Gange, wo die Luft ausgesprochen trocken ist.

Schmelzen

Wenn die Luftmassen noch etwas wärmer wird, dann steigt nach der Temperatur auch die Feuchttemperatur auf positive Werte. Bei geringer Luftfeuchtigkeit kann der Taupunkt aber weiterhin unter null Grad liegen. In diesem Fall wird der Schnee teils in den gasförmigen und teils in den flüssigen Zustand übergehen. Diesen Prozess nennt man in der Meteorologie Schmelzen und man kann ihn in diesen Tagen vor allem in größeren Tallagen bei zweistelligen Temperaturen und nicht vergleichbar trockenen Luft wie etwa auf den Bergen beobachten.

Tauen

Im Falle von warmer und feuchter Luft, liegen neben der Temperatur sowohl die Feuchttemperatur als auch der Taupunkt über 0 Grad. In diesem Fall geht die gesamte Energie in die Umwandlung von der festen in die flüssige Phase. Dieser Prozess kostet wesentlich weniger Energie als die Sublimation und ist somit besonders effektiv. Wenn dazu Wind weht, rinnt der Schnee regelrecht davon. Dies ist aktuell in den schneebedeckten Regionen aber nicht der Fall.

Frost und Schnee in der Südsee

Gar nicht so selten - Schnee auf Hawaii.

Ein kräftiges Tief hat zu Beginn dieser Woche für äußerst turbulentes Wetter im US-Bundesstaat Hawaii gesorgt. In der Hauptstadt Honolulu wurde eine Böe von knapp 80 km/h gemessen, umstürzende Bäume waren die Folge:

Noch deutlich heftiger wütete der Sturm auf den Vulkanen Mauna Kea und Mauna Loa. Am Observatorium der NASA auf dem Mauna Kea in gut 4.000 m Höhe wurde eine Spitzenböe von unglaublichen 308 km/h registriert. Kein Wunder, dass auch der Pazifik rund um die Inseln aufgewühlt war, das Bild unten zeigt den Verlauf der Wellenhöhe an einer Boje vor der Insel Maui. Am Sonntag (Ortszeit) türmten sich die Wellen fast 40 Fuß, also rund 11 Meter hoch.

Fast 12 Meter hohe Wellen vor Maui.
Fast 12 Meter hohe Wellen vor Maui.

Ein Schauspiel der ungewöhnlichen Art brachte die polare Kaltluft mit sich. Zwar schneit es auf den beiden bereits erwähnten Vulkanen regelmäßig, diese sind aber auch beide über 4000 m hoch. Dass es – so wie vor wenigen Tagen passiert – bis auf rund 1900 m hinab schneit, ist extrem selten und könnte sogar eine Premiere gewesen sein.

 

Die folgenden beiden Bilder wurden am Gipfel des 3000 m hohen Haleakala aufgenommen, dem höchsten Berg Mauis. Wer denkt jetzt noch an Palmen und Südseefeeling?

Quelle Titelbild: pixabay

Perfektes Skiwetter am Wochenende

Beste Wintersportbedingungen in den gesamten Ostalpen.

Ein Blick auf die Druckverteilung am Sonntag reicht, und man sieht sofort, was Sache ist. Zwei kräftige Hochs mit Kernen über Korsika und dem Balkan versorgen uns mit bestem Ausflugswetter….

Gleich zwei Hochs bestimmen das Wetter im Alpenraum.
Gleich zwei Hochs bestimmen das Wetter im Alpenraum.

Freitag

Am Freitag scheint in den gesamten Ostalpen von der Früh weg die Sonne, meist sogar von einem wolkenlosen Himmel. Am ehesten ziehen über Rax und Schneeberg ein paar harmlose Schleierwolken hinweg. Der Nordostwind ist vor allem vom Hochkönig ostwärts noch etwas störend, sonst spielt der Wind keine große Rolle. In der Früh ist es in den teilweise nebeligen Tälern kälter als auf den Bergen, so stehen 0 Grad auf dem Hahnenkamm rund -6 Grad in Kitzbühel entgegen. Tagsüber werden in 3.000 m Höhe -3 bis 0 Grad erreicht, in 2.000 m steigen die Temperaturen von Ost nach West auf +1 bis +6 Grad. Auch in den Tälern gibt es bis zum Nachmittag dem Sonnenschein sei Dank deutliche Plusgrade.

Samstag

Am Samstag kann es in manchen Alpentälern zunächst kurz nebelig sein, meist strahlt aber wieder von Beginn an die Sonne. Zwar ziehen vor allem von den Dolomiten bis zu den Berchtesgadener Alpen ein paar Schleierwolken durch, diese stören aber nicht weiter. Im Gegensatz zum Vortag ist der Wind in allen Höhen praktisch unbedeutend. Somit lassen sich die -3 bis 0 Grad in 3.000 m ebenso gut aushalten wie die +5 bis +8 Grad in 2.000 m.

Sonntag

Der Sonntag hat keine Wetteränderung zu bieten. Den ganzen Tag scheint die Sonne von einem tiefblauen Himmel, Wolken zeigen sich so gut wie keine. In den Niederungen werden die Nebel- und Hochnebelfelder aber etwas zahlreicher und beständiger. Der Wind ist überall nur schwach unterwegs, selbst im Hochgebirge erreichen die Böen lediglich 30 km/h. Es wird noch milder, in 3.000 m liegen die Höchstwerte zwischen -2 und +1 Grad, in 2.000 m erwärmt sich die Luft auf +6 bis +9 Grad.

Passend zum Sonntag unsere Grafik für die Berge:

Sonne satt nicht nur am Sonntag!
Sonne satt nicht nur am Sonntag!

Bergwetter-Tipp

Die Tageslänge nimmt derzeit rasant zu, so gewinnen wir täglich rund 3 Minuten Sonnenlicht hinzu. Dabei gibt es aber große Unterschiede zwischen Bergen und Tälern. Bedingt durch die Topografie kommen die Tallagen morgens erst deutlich später in den Genuss der Sonne und müssen sich abends auch früher von ihr verabschieden als auf den Gipfeln. In Zahlen ausgedrückt: In Innsbruck scheint die Sonne am Wochenende zwischen 08:25 und 17:00 Uhr, in Summe also etwas mehr als 8 ½ Stunden. Auf dem Patscherkofel kann sie dagegen eine ganze Stunde länger strahlen, nämlich von 07:50 bis 17:25 Uhr.

Am Dienstag Schnee in den Nordalpen und Föhnsturm im Süden

Schneeverwehung

Die Kaltfront von Tief UWE hat in der Nacht auf Montag Österreich überquert und im Alpenraum hat sich eine nördliche Höhenströmung eingestellt. Am Dienstag liegt der Tiefkern bereits über Ost- bzw. Nordosteuropa und aus Nordwesten nähert sich ein Hoch. Die Druckunterschiede im Alpenraum verstärken sich dadurch noch etwas und besonders im südlichen und östlichen Bergland muss man mit stürmischem Nordwind rechnen.

Eine Nordstaulage
Die Druckverteilung in ~5500 m Höhe am Dienstag entspricht einer Nordstaulage. © GFS

Schnee in den Nordalpen

Bis einschließlich Dienstag fällt von Vorarlberg bis zum Mariazellerland häufig Schnee. Besonders in den typischen Staulagen vom Arlberggebiet über die Kitzbüheler Alpen bis zur Eisenwurzen kommen teils bis zu 40 cm Neuschnee dazu.  Ein paar Schneeschauer ziehen am Dienstag aber auch vom Innviertel bis zum Seewinkel durch, vereinzelt sind sogar Graupelgewitter nicht ausgeschlossen.

In den östlichen Nordalpen gibt es teils mehr als 20 cm Neuschnee
Neuschneeprognose von Montagabend bis Dienstagabend

Sturmböen im Süden

Im Süden und Südosten machen die Wolken am Dienstag häufig der Sonne Platz und besonders in höheren Tallagen von Osttirol über Kärnten bis zum Alpenostrand muss man mit Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h aus Nord bis Nordwest rechnen. Vor allem am Dienstagvormittag zeichnen sich lokal von den Gurktaler Alpen bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet auch schwere Sturmböen um 100 km/h ab, zudem greift der Nordföhn stellenweise auch in Unterkärnten, in der südlichen Steiermark sowie im Südburgenland mit kräftigen bis stürmischen Böen durch. Auf exponierten Berggipfeln von den Niederen Tauern bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet gibt es Orkanböen! Am Dienstagabend lässt der Wind dann langsam wieder nach.

Von Kärnten bis nach Niederösterreich gibt es Sturmböen
Modellprognose der Windspitzen von Montagabend bis Dienstagabend. © ICON / DWD

Bis zu 15 Grad am Wochenende

Die Hasel ist blübereit, der Pollenflug kann beginnen.

Zum Ende der ersten Semesterferienwoche klopft der Vorfrühling schon mal vorsichtig an. Bereits am Freitag werden im Wiener und Grazer Becken rund 10 Grad erreicht. Noch milder wird es dann am Samstag, bei 13 oder sogar 14 Grad am Nachmittag kann man im östlichen Flachland den Kaffee schon im Freien genießen. In den Alpen sowie im Süden bleiben die Temperaturen noch etwas verhalten, meist steigen sie hier auf 5 bis 10 Grad. Der wärmste Tag der Woche kommt ganz zum Schluss: Eine föhnige Südströmung lässt die Temperaturen vom Bodensee bis zum Neusiedler See auf 10 bis 15 Grad steigen, deutlich kühler bleibt es einmal mehr in Osttirol und Kärnten.

Hier die verantwortliche Wetterlage grafisch dargestellt:

Föhn bringt am Sonntag bis zu 15 Grad.
Föhn bringt am Sonntag bis zu 15 Grad.

Pollensaison startet

Der Winter war für Allergiker ein Segen, in den kommenden Wochen lässt sich der Frühling aber kaum mehr aufhalten. Traditionell wird die Pollensaison durch die Frühblüher Haselnuss und Erle eingeläutet, selbst wenn es nachts noch frostig ist und am Boden noch Schnee liegt. Sobald es reichlich Sonnenschein gibt und sich die Temperaturen tagsüber der 10-Grad-Marke nähern, beginnen Hasel und Erle zu blühen. Bereits in den vergangenen Wochen wurden in thermisch begünstigten Regionen erste Hasel- und Erlenpollen registriert. Bis zum Wochenende erreichen in den Niederungen Hasel und Erle verbreitet ihre Blühbereitschaft. Der nächste große Allergieschub folgt dann ab etwa Mitte bis Ende März, wenn die hochallergene Birke zu blühen beginnt.

Kräftige Abkühlung zu Wochenbeginn

Das Frühlingserwachen am Wochenende ist aber nur ein kurzes, denn pünktlich zum Start in die neue Woche erreicht uns eine markante Kaltfront von Nordwesten her. Im Vergleich zum Sonntag kühlt es um 5 bis 10 Grad ab, dazu sinkt die Schneefallgrenze auf rund 500 m. Noch kälter wird es am Dienstag, dann sind aus heutiger Sicht sogar im Flachland Schneeschauer und Wintergewitter möglich. Im Nordstau der Alpen kündigt sich eine ordentliche Ladung Neuschnee an, 20 bis 40 cm können hier zu Beginn der neuen Woche zusammenkommen. Ab Mittwoch übernimmt dann wieder ein Hoch die Regie beim Wetter, die Temperaturen beginnen aber nur langsam zu steigen.

Und zu guter Letzt noch bildlich festgehalten die Wetterlage am Dienstag:

Aus Nordwesten erreicht uns wieder deutlich kältere Luft.
Aus Nordwesten erreicht uns wieder deutlich kältere Luft.

Quelle Titelbild: pixabay

Eisiger Start in die Ski-WM 2019 in Åre

Schnee und Eiseskälte in Jämtland.

Åre ist der berühmteste schwedische Wintersportort und ist heuer schon zum dritten Mal Gastgeber der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften. Dabei liegt Åre gar nicht mal hoch, nämlich nur rund 400 m. Die Lage im Hohen Norden sorgt aber für Schneesicherheit und tiefwinterliche Temperaturen.

Åre liegt in der Mitte Schwedens.
Åre liegt in der Mitte Schwedens.

Mit rund -22 Grad wurde am Dienstagmorgen zugleich der Tiefpunkt der ganzen Woche im schwedischen Wintersportort gemessen. Und auch zum Start des Super G der Damen um 12:30 Uhr wird es nur wenig milder. Nicole Schmidhofer und Co. Müssen sich warm anziehen, -15 Grad erwarten die Läuferinnen auf ihrer Fahrt vom 1420 m hohen Åreskutan. Dazu präsentiert sich das Wetter aber von seiner besten Seite, die Sonne scheint von einem meist wolkenlosen Himmel.

Dementsprechend traumhaft sieht auch das aktuelle Webcam-Bild mit Blick auf Åre aus…

Sonniger, aber kalter Auftakt zur WM.
Sonniger, aber kalter Auftakt zur WM.

Es wird milder

Wieder unbeständigeres Wetter erwartet dann die Herren beim morgigen Super G. Zwar ziehen zahlreiche mittelhohe Wolken durch, diese lassen die Sonne aber doch zumindest zweitweise durchschimmern. Dazu wird es mit rund -6 Grad schon deutlich milder als noch heute. Anschließend pendeln sich die Temperaturen bei rund -5 Grad ein, dazu stellt sich recht wechselhaftes Wetter ein. Das Hoch, welches bei uns für stabiles Winterwetter sorgt, zwingt die Tiefdruckgebiete vom Atlantik auf eine nördliche Zugbahn über Skandinavien. Sonnige Phasen, dichte Wolken und auch zeitweiliger Schneefall beispielsweise am Samstag und am Sonntag prägen den weiteren Verlauf der Weltmeisterschaften.

Schwedischer Winter

Dabei könnten am Sonntag sogar Temperaturen knapp jenseits des Gefrierpunkts erreicht werden, für diese Jahreszeit wäre das in Åre schon ungewöhnlich. Im langjährigen Mittel bewegen sich die Februar-Temperaturen im Westen der Region Jämtland nämlich zwischen -13 und -5 Grad. Auf diese Werte sinken die Werte in der kommenden, finalen WM-Woche dann auch wieder.

Quelle Titelbild: pixabay

Schneereiches Bergland, perfekte Skibedingungen

Meist perfekte Bedingungen in den Skigebieten.

Am Sonntag sorgte Tief PIRMIN vom Alpenrand bis Sachsen für kräftigen Schneefall, verbreitet fielen 15 bis 30 cm Neuschnee. So gab es auch in den Großstädten München und Dresden rund 25 cm Neuschnee.  Im Bergland schneite es teils noch mehr und insgesamt liegt im Erzgebirge und Bayerischen Wald gut 1 Meter Schnee und auch am Alpenrand türmen sich die Schneemassen.

Gesamtschneehöhe
Gesamtschneehöhe am Montag 4. Februar

Viel Neuschnee

In den vergangenen Tagen gab es besonders in den Pyrenäen in den französischen und italienischen Alpen großen Neuschneezuwachs. Gerade in höheren Tallagen fiel teils über 1 Meter Neuschnee. Durch die großen Schneemengen gab es stellenweise auch Lawinenabgänge, wie hier nahe Grenoble:

Am Samstag sorgte der starke Schneefall in Südtirol für ein Verkehrschaos. Die Brennerautobahn und -bundesstraße war für mehrer Stunden komplett gesperrt:

Perfektes Skivergnügen

In den größeren Skigebieten liegt also nun überall ausreichend Naturschnee, der auch in den kommenden Wochen nicht so schnell weichen wird. Zudem scheint sich die Großwetterlage etwas umzustellen und Hochdruckgebiete dürften in den Folgewochen in Mitteleuropa für längere sonnige Phasen sorgen.

Titelbild: pixabay.com

Tief über Österreich: Neuschnee im Westen

Schneefall in Feldkirch

Am Sonntagvormittag liegt das Tiefzentrum über Oberösterreich und sorgt westlich der Linie Linz-Villach verbreitet für Schneefall bis meist in tiefe Lagen. Weiter im Osten hingegen ist es vorerst weitgehend trocken und mit bis zu 10 Grad auch noch mild.

Satellitenbild Sonntag 09 Uhr
Satellitenbild zeigt Position des Tiefs (Sonntag 09 Uhr)

Kältere Luft setzt sich durch

Am Nachmittag verlagert sich das Tief nach Polen, somit kann die kältere Luft von Deutschland auch in den Osten von Österreich vordringen. Bemerkbar macht sich das hauptsächlich durch den Wind. Am Nachmittag frischt am Alpenostrand kräftiger bis stürmischer Nordwestwind auf. Mit dem Vordringen der Kaltluft kann es gegen Abend im äußersten Südosten auch zu gewittrigen Schauern kommen.

Wetterberuhigung zu Wochenbeginn

Über Nacht zieht das Tief weiter nach Norden, der Schneefall im Westen geht zu Ende und am Montag setzt sich aus Südwesten ein Hochdruckgebiet durch. Die kommenden Tage verlaufen dann oft sonnig mit Frost am Morgen und einstelligen Höchstwerte am Nachmittag.

Am Sonntag viel Neuschnee in Südbayern und Sachsen

Kräftig schneien wird es am Sonntag in Bayern und Sachsen.

Schauen wir zuerst auf die Wetterlage für morgen Sonntag. Über Korsika dreht sich das Tief Quirin, dieses lenkt sehr feuchte Mittelmeerluft über die Alpen in den Südosten des Landes. Bodennah strömt gleichzeitig aber immer kältere Luft aus Nordwesten heran. Eine perfekte Kombination für kräftige Schneefälle!

Ein Tief schaufelt feuchte Luft heran.
Ein Tief schaufelt feuchte Luft heran.

Die Bundesrepublik präsentiert sich derzeit so winterlich wie schon lange nicht mehr. In den vergangenen Tagen gab es ja vor allem in der Westhälfte Neuschnee, sodass derzeit gut die Hälfte des Landes unter einer Schneedecke liegen. Neben den üblichen Verdächtigen (Harz, Sauerland, Thüringer Wald, Erzgebirge, Bayerwald, Alpenrand, Alb, Schwarzwald) liegen zum Beispiel auch in der Eifel derzeit 15 bis 25 cm Schnee.

Analysierte Schneehöhen am Samstag.
Analysierte Schneehöhen am Samstag.

Starten wird der Schneefall in der Nacht zum Sonntag, ausgehend vom südlichen Oberbayern breitet sich der Schnee nord- und ostwärts aus. In der Früh schneit es dann schon verbreitet südöstlich der Linie Schwarzwald-Lausitz. Genau in diesen Regionen schneit es dann den ganzen Tag teils kräftig.

Verbreitet kommen hier 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen. Noch deutlich mehr, nämlich 10 bis 20 oder sogar 25 cm Neuschnee erwarten wir im Erzgebirge, im Bayerischen Wald sowie im etwas höher gelegenen Alpenvorland.

Erwartete Schneemengen am Sonntag.
Erwartete Schneemengen am Sonntag.

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Viel Neuschnee in Süd- und Osttirol

Viel Neuschnee in Südtirol.

Verantwortlich für die großen Regen- und Schneemengen ist ein Tief über dem Mittelmeer, das sehr feuchte von Süden her gegen die Alpen steuert. Die Regionen südlich des Alpenhauptkamms – bisher ja eher wenig vom Schnee verwöhnt – bekamen so pünktlich zu den Semesterferien in Ostösterreich eine dicke Packung Neuschnee.

Hier die gemessenen Neuschneemengen von heute morgen (Auswahl):

Obertilliach (Osttirol) 70 cm
Sterzing (Südtirol) 65 cm
Brenner (Tirol) 48 cm
Sillian (Osttirol) 36 cm
Döllach (Kärnten) + St. Jakob im Defereggental (Osttirol) 35 cm
Toblach (Südtirol) 24 cm

Auf der Brennerautobahn zwischen Matrei und Sterzing ist seit Stunden Stillstand, hunderte LKW sind hängengeblieben…

In tiefen Lagen handelte es sich teilweise um Regen, große Mengen gab es aber auch hier. Am Loibl in Kärnten sind seit gestern 155 l/m² vom Himmel geprasselt, so viel wie im gesamten Winter bislang nicht!

Hier mal eine kleine Auswahl der besten Bilder aus der Schweiz, Südtirol und Österreich:

Val Müstair, Schweiz:

Sterzing, Südtirol:

Verlauf der Schneehöhe am Brenner.
Verlauf der Schneehöhe am Brenner.
Verlauf der Schneehöhe in Obertilliach.
Verlauf der Schneehöhe in Obertilliach.
Tief verschneit das Wipptal bei Sterzing
Tief verschneit das Wipptal bei Sterzing

Gute Schneelage in den Alpen in den Semesterferien

Gute Schneelage in den Alpen in den Semesterferien

Während in den Nordalpen bereits seit Jahresbeginn überdurchschnittlich viel Schnee liegt, gibt es am Freitag und Samstag besonders im südlichen Bergland kräftigen Schneefall: Eine Südstaulage bringt vor allem im südlichen Osttirol und im westlichen Oberkärnten bis zu ein Meter Neuschnee. In den Semesterferien kann man sich also im gesamten Bergland auf eine gute Schneelage freuen. Anbei ein Auswahl an aktuellen Schneehöhen (Stand: Freitag, 12 Uhr):

  • 172 cm Hochfilzen (T)
  • 152 cm Schröcken (V)
  • 114 cm Seefeld (T)
  • 105 cm Ramsau am Dachstein (ST)
  • 102 cm Brand (V)
  • 98 cm Windischgarsten (OÖ)
  • 92 cm Abtenau (S)
  • 77 cm Mariazell (ST)
  • 76 cm St. Anton am Arlberg (T)
  • 60 cm Kanzelhöhe (K)
  • 54 cm Kals am Großglockner (T)

Bis Sonntagmorgen kommen besonders im südlichen Bergland und am Alpenhauptkamm noch einige Zentimeter dazu.

In Oberkärnten schneit es kräftig
Neuschnee bis Sonntagvormittag. © UBIMET

Regen und Schnee am Wochenende

Der Samstag beginnt von Tirol bis in die Weststeiermark oftmals nass, in Osttirol und Kärnten regnet und schneit es zunächst noch intensiv. Die Schneefallgrenze befindet sich in Oberkärnten in den Tallagen, sonst zwischen 1000 und 1500 m. Sonnige Auflockerungen gibt es von der Eisenwurzen bis zum Burgenland sowie später auch im Westen. Im Osten wird es mit bis zu 15 Grad sehr mild für die Jahreszeit. Am Sonntag regnet es anfangs verbreitet, Schnee fällt oberhalb von 700 bis 1200 m. Tagsüber verlagert sich der Schwerpunkt des Niederschlags auf die Alpennordseite und mit Zufuhr kälterer Luft sinkt hier die Schneefallgrenze am Abend bis in tiefe Lagen. Von Vorarlberg bis zum Salzkammergut zeichnet sich etwas Neuschnee ab.

Zunehmende Lawinengefahr

Die Lawinengefahr nimmt im Laufe des Wochenendes neuerlich zu: Das Auf und Ab der Temperaturen in Zusammenspiel mit stürmischem Wind und Neuschnee sorgen für einen zunehmend ungünstigen Schneedeckenaufbau. Besonders am Alpenhauptkamm und in den Südalpen ist ab Samstag mit erheblicher bis großer Lawinengefahr zu rechnen. Die Gefahrenstellen liegen vor allem in Kammlagen, Rinnen und Mulden der Expositionen Nordwest über Nord bis Nordost und werden im Laufe des Wochenendes schwieriger zu erkennen!

Zwischenhoch am Montag

Der Montag startet an der Alpennordseite mit einigen Wolken, bis auf ein paar Flocken in den Nordalpen bleibt es aber trocken. Tagsüber setzt sich unter Zwischenhocheinfluss besonders im Süden und Westen verbreitet die Sonne durch. Länger bewölkt bleibt es hingegen im Norden und Nordosten. Die Temperaturen gehen etwas zurück und erreichen maximal 6 Grad. Auch am Dienstag scheint in der Früh noch häufig die Sonne, von Vorarlberg bis nach Oberösterreich verdichten sich die Wolken jedoch im Tagesverlauf und in weiterer Folge ist ein wenig Regen bzw. oberhalb von etwa 600 Metern Schnee nicht ganz ausgeschlossen.

Föhnsturm im Bergland und Schnee in Osttirol und Oberkärnten

Schnee im Bergland. C Nikolas Zimmermann

Der Freitag beginnt im Süden und Westen trüb und im Laufe des Vormittags setzt am Tiroler Alpenhauptkamm sowie in Osttirol und Oberkärnten Schneefall ein. In den Nordalpen vom Großraum Innsbruck über die nördliche Obersteiermark bis zum Alpenostrand kommt dagegen zunehmend stürmischer Südföhn auf. In der nördlichen Obersteiermark drohen Freitagnacht auch schwere Sturmböen um 100 km/h aus Süd, sonst liegen die Windspitzen meist bei 60 bis 80 km/h.

Prognose der Windspitzen von RACE
Prognose der Windspitzen bis Samstagvormittag (km/h). © UBIMET  RACE

Viel Schnee im Südwesten

Tagsüber breiten sich Regen und Schneefall allmählich auf ganz Kärnten sowie die angrenzende Weststeiermark aus und im Südwesten schneit es zunehmend kräftig. Die Schneefallgrenze steigt von Villach ostwärts ab dem Nachmittag allmählich gegen 1200 bis 1500 m an, in Osttirol und Oberkärnten schneit es hingegen auch in der Nacht ergiebig. Zwar wird gleichzeitig mildere Luft herangeführt, doch durch den intensiven Niederschlag ist damit zu rechnen, dass es in den meisten Tälern Osttirols und Oberkärnten bei nassem Schneefall bleibt. In höheren Tallagen wie dem Lesachtal oder dem Oberen Gaital kommt somit teils bis zu 1 Meter Neuschnee zusammen! Höchstens in breiteren Talabschnitten wie etwa im Lienzer Becken oder im Unteren Gailtal kann der Schnee zeitweise in Schneeregen oder Regen übergehen, die Schneebruchgefahr nimmt jedenfalls deutlich zu.

Viel Schnee in Osttirol und Oberkärnten
24h-Neuschneeprognose bis Samstagvormittag. © ECMWF / UBIMET

Beruhigung am Samstag

Der Niederschlag greift Freitagabend und -nacht auch auf die Alpennordseite über, somit fällt besonders in den Tauerntälern Salzburgs teils kräftiger Regen. Am Samstagvormittag lässt die Intensität ausgehend von Osttirol aber langsam nach und die Schneefallgrenze steigt gegen 1500 m an. In der zweiten Tageshälfte regnet es im Süden  noch zeitweise.

Ab Freitag Föhnsturm in den Nordalpen, starker Schneefall im Südwesten

Unterberg © Nikolas Zimmermann

Während der Alpenraum in der ersten Jännerhälfte unter dem Einfluss einer anhaltenden Nordlage war, beginnt der Februar mit einer markanten Südlage: Tief PIRMIN sorgt am Freitag für eine Drehung der Höhenströmung auf Süd, somit staut sich im Südwesten sehr feuchte Mittelmeerluft. In höheren Tallagen Osttirols und Oberkärntens zeichnet sich innerhalb von 24 Stunden bis zu ein Meter Neuschnee ab.

Eine Südstaulage stellt sich ein.
Die Druckverteilung in 5.500 m Höhe Freitagnacht zeigt eine Südstaulage. © UBIMET/GFS

Starkschneefall im Südwesten

Der Freitag beginnt im Süden und Westen trüb und im Laufe des Vormittags setzt am Tiroler Alpenhauptkamm sowie in Osttirol und Kärnten Schneefall ein. In den Abendstunden und in der Nacht schneit es in Osttirol und Oberkärnten sowie am Alpenhauptkamm anhaltend und kräftig, in Unterkärnten steigt die Schneefallgrenze dagegen auf 1000 bis 1300 m an. Am Samstagvormittag lässt die Intensität wieder nach und die Schneefallgrenze steigt auch im Südwesten gegen 1200 m an. Im Oberen Gailtal und im Lesachtal gibt es bis zu 1 Meter Neuschnee! Die Lawinengefahr steigt hier deutlich an, zudem ist mit Verkehrsbehinderungen und erhöhter Schneebruchgefahr zu rechnen. In Unterkärnten gibt es hingegen nur vorübergehend am Freitag ein wenig Schnee.

Eine Südstaulage bringt Schnee in Osttirol und Oberkärnten
In Osttirol und Oberkärnten gibt es viel Neuschnee. © UBIMET

Föhnsturm in den Nordalpen

In den Nordalpen vom Großraum Innsbruck über die nördliche Obersteiermark bis zum Alpenostrand kommt am Freitag teils stürmischer Südföhn auf, der im Tagesverlauf für sonnige Auflockerungen sorgt. In der Nacht zeichnen sich in der nördlichen Obersteiermark örtlich auch schwere Sturmböen um 100 km/h ab! Während die Temperaturen in Südwesten zuvor kaum über 0 Grad hinauskommen, gibt es in der Eisenwurzen milde 11 Grad. Noch wärmer wird es am Sonntag: Bei föhnigem Südwind zeichnen sich selbst in Wien Spitzenwerte bis 15 Grad ab. Von Vorarlberg bis zum Innviertel kühlt es mit Ankunft einer Kaltfront allerdings wieder spürbar ab.

Prognose der Windspitzen von RACE
Prognose der Windspitzen (km/h) bis Samstagvormittag. © UBIMET

Kühler ab Sonntag

Samstagnacht fällt in weiten Teilen des Landes zeitweise etwas Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt an der Alpennordseite gegen 500 m ab, im Süden liegt sie hingegen bei 1200 m. Am Sonntag geht unbeständig weiter: Vor allem im Bergland und im Norden regnet und schneit es häufig, die Schneefallgrenze liegt von Nordwest nach Südost zwischen tiefen Lagen und 1100 m, etwas Neuschnee zeichnet sich vor allem in den westlichen Nordalpen und in Teilen Oberösterreichs ab. Am Montag stellt sich dann am Vormittag wieder verbreitet trockenes Wetter ein.

Am Samstag an der Alpennordseite Schneefall und Milderung

In den Nordalpen gibt es teils über 10 cm Neuschnee

Die Großwetterlage stellt sich langsam um, somit neigt sich das ruhige und vielerorts frostige Wetter der letzten Tage dem Ende zu. Derzeit herrscht zwar vielerorts noch Dauerfrost, aus Nordwesten zieht aktuell über Deutschland aber bereits die Warmfront eines Nordseetiefs auf. Diese bringt am Samstagmorgen an der Alpennordseite etwas Schnee, in weiterer Folge steigen die Temperaturen aber spürbar an.

Aus Nordwesten erfasst und deutlich mildere Luft
Aus Nordwesten erfasst uns deutlich mildere Luft am Samstag. © UBIMET / NCEP

Winterlicher Start

Der Samstag beginnt von Vorarlberg bis Oberösterreich dicht bewölkt und bereits in den Morgenstunden setzt Schneefall ein. Im Laufe des Vormittags breitet sich der Schneefall rasch ostwärts aus und vor allem vom Tiroler Unterland über das Salzkammergut bis zum Mariazellerland schneit es vorübergehend kräftig. Die Schneefallgrenze steigt im Tagesverlauf ausgehend von Vorarlberg von tiefen Lagen allerdings langsam gegen 500 bis 900 m. In vielen Tallagen sowie teils auch im Norden ist bis dahin mit Mengen um 5, in höheren Tallagen auch 10 cm Neuschnee zu rechnen. Auf den Bergen vom Hochkönig bis zum Schneeberg zeichnen sich teils über 20 cm Neuschnee ab.

In den Nordalpen gibt es teil über 10 cm Neuschnee
Neuschneeprognose für Samstag. © UBIMET

Glätte im Osten

Ab etwa Mittag erfasst die Warmfront auch den Osten. Besonders im Seewinkel fällt anfangs noch etwas Schnee, sonst geht der Schneefall oder Schneeregen rasch in Regen über. Vor allem im äußersten Osten besteht dann örtlich auch Glättegefahr durch gefrierenden Regen! Meist trocken bleibt es dagegen vom Lienzer Becken über das Klagenfurter Becken bis zur Südsteiermark.

Tauwetter

Der Wind frischt lebhaft bis kräftig aus West auf und die Temperaturen steigen im Tagesverlauf verbreitet auf positive Werte an. Am mildesten wird es mit bis zu +6 Grad im Innviertel, am Bodensee und im Wiener Becken. Nur in windgeschützten Tallagen vom Pinzgau bis zum Hochschwab verharren die Temperaturen weiterhin im Bereich des Gefrierpunkts. Auch am Sonntag bleiben die Temperaturen vielerorts mild, so gibt es Spitzenwerte um 7 Grad. Kommende Wochen wird es dann langsam wieder etwas kühler.

Photo credit: holding graz on Visualhunt.com / CC BY

 

Schneemassen auf den Bergen

Schneemassen in den Nordalpen

Die außergewöhnliche Wetterlage der vergangenen Wochen brachte ergiebige Schneemassen in den Nordalpen, teilweise gab es sogar Neuschneerekorde wie etwa in Hochfilzen mit 451 cm Neuschnee! Rekorde gab es aber auch in Seefeld, Kufstein, Lofer, Abtenau und Bad Mitterndorf . Auf den Gipfeln der Nordalpen liegen derzeit teils mehr als 4 Meter Schnee, stellenweise wurde sogar die 5-Meter-Marke überschritten. Die Lawinengefahr ist in den Nordalpen nach wie vor verbreitet erheblich (Stufe 3)!

Schneehöhe am Freitagmorgen. © UBIMET
Schneehöhe am Freitagmorgen. © UBIMET

Mittlerweile hat sich das Wetter beruhigt und viele Skigebiete und Berghütten bemühen sich um den normalen Betrieb wieder aufzunehmen. Dafür wurden zahlreiche Erkundungstouren bzw. -flüge durchgeführt, um die Schnee- und Lawinenlage auf den Bergen zu überprüfen. Anbei eine Auswahl an spektakulären Aufnahmen der letzten Tage vom Karwendel bis zur nördlichen Obersteiermark.





Schneemassen in den Alpen

Schneemassen in Oberstdorf

Mitteleuropa liegt seit Jahresbeginn im Einflussbereich einer blockierten Wetterlage: Ein mächtiges Hoch über dem Ostatlantik sorgt in den Alpen für eine nördliche Höhenströmung, dabei führen Tiefdruckgebiete über Nordeuropa schubweise feuchte Luftmassen gegen die Alpen. Seit Ende Dezember gab es somit im Süden Bayerns, in Österreich sowie mittlerweile auch in Teilen Sachsens große Schneemengen.

Aktuelle Schneehöhen in Bayern:

  • Zugspitze 345 cm
  • Ramsau-Schwarzeck 200 cm
  • Bischofswiesen-Loipl 190 cm
  • Aschau-Stein 153 cm
  • Reit im Winkl 150 cm
  • Jachenau-Tannern 142 cm
  • Kiefersfelden-Gach 141 cm
  • Mittenwald-Buckelwiesen 137 cm
  • Berchtesgaden 110 cm
  • Immenstadt-Reute 101 cm
  • Oberstdorf 84 cm
  • Holzkirchen 81 cm

Aktuelle Schneehöhen Mittelgebirge:

  • 115 cm Brocken
  • 89 cm Carlsfeld
  • 75 cm Zinnwald-Georgenfeld
  • 69 cm Deutschneudorf-Brüderwiese
  • 56 cm Tannenberg

Aktuelle Schneehöhen in Österreich:

  • Hochfilzen (Tirol) 184 cm
  • Schröcken (Vorarlberg) 183 cm
  • St. Ulrich am Pillersee (Tirol) 175 cm
  • Spital am Pyhrn (Oberösterreich) 159 cm
  • Warth (Vorarlberg) 143 cm
  • Leutasch (Tirol) 125 cm
  • Schoppernau (V) 125 cm

Besonders in den östlichen Nordalpen vom Steinernen Meer über den Dachstein bis zum Hochschwab liegen teils mehr als 4 Meter Schnee, im Toten Gebirge in Österreich wurde lokal sogar die 5-Meter-Marke geknackt (508 cm derzeit am Loser in 1573 m Höhe).

Schnee in den Alpen
Schnee in den Alpen am Freitagmorgen. © UBIMET
Schnee in Deutschland
Schnee in Deutschland am Freitagmorgen. © UBIMET

Regen und Schnee

Am Sonntag muss man in den Nordalpen neuerlich mit Regen und Schnee rechnen. Die Schneefallgrenze steigt vorübergehend gegen 800 bis 1000 m an, ehe sie am Montag wieder in die Niederungen absinkt. Im Gebirge ist bis Dienstagvormittag neuerlich teils mehr als 1 Meter Neuschnee zu erwarten, aber auch in vielen Tallagen zeichnen sich Mengen von 20 bis 50 cm ab. Die Kombination aus großen Schneemengen, weiterem Schnee und stürmischem Wind sorgt für eine neuerliche Anspannung der bereits sehr großen Lawinengefahr. Erst ab Mittwoch ist eine Wetterberuhigung in Sicht.

Schnee ohne Ende: Bis Dienstag nochmals 1 Meter Neuschnee in den Nordalpen

Schnee ohne Ende

Europa liegt seit Ende Dezember unter dem Einfluss einer blockierten Wetterlage: Ein umfangreiches Hochdruckgebiet über dem Ostatlantik sorgt im Alpenraum für eine anhaltende Höhenströmung aus Nord. Tiefdruckgebiete über Nordeuropa führen dabei schubweise feuchte Luftmassen von der Nordsee gegen die Alpen.

Aktuelle Schneehöhen (Donnerstag, 13 Uhr):

  • Hochfilzen (T) 191 cm
  • Schröcken (V) 187 cm
  • St. Ulrich am Pillersee (T) 183 cm
  • Spital am Pyhrn (OÖ) 160 cm
  • Warth (V) 145 cm
  • Leutasch (T) 130 cm
  • Bichelbach (T) 128 cm
  • Schoppernau (V) 127 cm
  • Langen am Arlberg (V) 122 cm
  • Seefeld (T) 122 cm
  • Kössen (T) 114 cm
  • Windischgarsten (OÖ) 110 cm
  • Mariazell (ST) 108 cm
  • Brand (V) 105 cm
  • Abtenau (S) 105 cm
  • Saalbach (S) 102 cm
  • Pichl (ST) 102 cm
  • Dalaas (V) 102 cm
  • Reutte (T) 99 cm
In den Nordalpen liegen vielerorts mehr als 2 m Schnee
Aktuelle Schneehöhen am Donnerstagmittag. © UBIMET

Auf den Bergen liegen teils mehr als 4 Meter Schnee, am Loser wurde sogar die 5-Meter-Marke geknackt:

  • 502 cm Loser, Totes Gebirge (OÖ; 1573 m)
  • 415 cm Palfau Hochkogel, Ybbstaler Alpen (ST, 1541 m)
  • >400 cm* Tamischbachturm, Gesäuse (ST, 1425 m)
  • 408 cm Seegrube, Nordkette (T, 1921 m)
  • 400 cm Tauplitzalm, Totes Gebirge (ST, 1571 m)
  • 384 cm Lauskopf, Hochkönig (S, 1887 m)

* Station eingeschneit

Verschnaufpause am Freitag

Bis Freitagfrüh fällt im Nordstau der Alpen von Vorarlberg bis zum Wienerwald verbreitet Schnee, am Freitag macht sich aber vorübergehend ein Zwischenhoch bemerkbar. Besonders in den Regionen vom Hochkönig bis zum Hochschwab gibt es ein Wetterfenster für Hubschrauberflüge. Am Nachmittag ziehen im Westen allerdings neuerlich kompakte Wolken auf und im Laufe des Abends setzt an der Alpennordseite verbreitet Schneefall ein.

Etwas milder am Wochenende

Der Samstag gestaltet sich trüb und an der Alpennordseite fällt zeitweise etwas Schnee. Die Mengen bleiben aber gering und die Schneefallgrenze steigt tagsüber gegen 600 m an. Am Sonntag regnet und schneit es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich wieder kräftiger, die Schneefallgrenze steigt im Westen aber vorübergehend gegen 1000 m an. Durch den Regen nimmt die Schneelast auf den Dächern in vielen Tallagen aber weiter zu.

Schnee und Sturm zu Wochenbeginn

Auch zu Beginn der kommenden Woche fällt an der Alpennordseite verbreitet Regen bzw. Schnee, wobei die Schneefallgrenze bei teils stürmisch auffrischendem Nordwestwind wieder bis in tiefe Lagen absinkt. Vor allem im Arlberggebiet und im Bregenzerwald kommt bis Dienstag oberhalb etwa 1000 m neuerlich teils mehr als 1 Meter Neuschnee dazu, aber auch in vielen Tallagen vom Nordtirol bis zum Mariazellerland ist mit markanten Mengen zu rechnen. Die Kombination aus großen Schneemengen, weiterem Schnee und stürmischem Wind sorgt für eine neuerliche Anspannung der bereits sehr großen Lawinengefahr. Erst ab Mittwoch ist eine Wetterberuhigung in Sicht.

Anhaltend starker Schneefall

Schneemassen in den Alpen

Update 18:15 Uhr:

Der Tag neigt sich dem Ende zu und auch wir beenden unseren Live-Ticker für heute. Auch im Wienerwald schneit es inzwischen recht kräftig, in Rekawinkel auf knapp 400 m sind seit Mittag schon 12 cm Neuschnee zusammen gekommen. Die beiden nachfolgenden Webcams stammen jedoch aus dem Westen des Landes:

Webcam Bödele @ https://berghoffetz.webcam-livestream.at/
Webcam Bödele @ https://berghoffetz.webcam-livestream.at/
Webcam Tschagguns @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/tschagguns/
Webcam Tschagguns @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/tschagguns/

Update 17:10 Uhr:

Gosau im Bezirk Gmunden ist der nächste Ort, der nun nicht mehr erreichbar ist. Aufgrund der Lawinengefahr wurden sämtliche Zufahrtstraßen gespeert. In Niederösterreich wurde das Hochkar zum Katastrophengebiet erklärt und die Skigebiete Lackenhof und Gemeindealpe geschlossen.

Update 15:45 Uhr:

Inzwischen führt Schröcken, VA mit 175 cm die Hitliste der bewohnten Orte bei der Schneehöhe an. Der Schneefall ist jedoch nicht mehr ganz so stark wie noch am Vormittag, von Vorarlberg bis nach Niederösterreich liegen die stündlichen Niederschlagsmengen aktuell zwischen 1 und 2 l/qm. In den Niederungen entlang des Rheins und der Donau gehen die Temperaturen wie erwartet leicht zurück und der Regen demnächst nahezu überall in Schnee über.

Webcam Ennserhütte @ https://ennstalcam.kt-net.at/cameh.jpg
Webcam Ennserhütte @ https://ennstalcam.kt-net.at/cameh.jpg
Webcam Mariazell @ https://www.mariazell.at/webcam/
Webcam Mariazell @ https://www.mariazell.at/webcam/

Für Wien heißt das: Der später meist leichte, in den westlichen Bezirken mitunter auch mäßige Schneefall hält bis morgen Vormittag an. Die Temperaturen sinken am Abend auf etwa 0 Grad, damit kann es über Nacht in der ganzen Stadt anzuckern. Etwa 2 bis 4 cm sind in den westlichsten Bezirken möglich, im Wienerwald hingegen können bis morgen Vormittag um 10 cm zusammenkommen. Morgen schneit es vor allem am Vormittag noch zeitweise leicht, der Nachmittag bringt längere trockene Abschnitte.

Update 14:45 Uhr:

Übrigens sind wir trotz der aktuellen Schneemassen von Rekorden noch weit entfernt. Die höchste jemals in bewohntem Gebiet gemessene Schneehöhe war mit 3,3 m in Langen am Arlberg im Jahre 1968. Momentan liegen dort 1,3 m. Und auch Jännerrekorde wie bspw. 185 cm in Saalbach (aktuell 106 cm) oder 150 cm in Windischgarsten (aktuell 78 cm) sind derzeit noch nicht in Gefahr.

Update 14:15 Uhr:

Auch die ÖBB haben mit den Schneemassen zu kämpfen, aber sie bemühen sich so viele Strecken wie möglich am Laufen zu halten. Dabei werden auch mächtige Schneepflüge eingesetzt, welche die Schneemassen zur Seite befördern. Einer Gams ging das zu schnell, sie wurde verschüttet. Doch die Arbeiter haben sich ein Herz genommen und das Tief wieder befreit. Seht selbst:

Update 13:45 Uhr:

Leider klingelt das Telefon heute ununterbrochen, so dass die Updates gerade etwas unregelmäßiger erfolgen.

Bis zum Ende des aktuellen Schneefallereignisses kommen in den Nordstauregionen noch etwa 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee zusammen, am Freitag und Samstag rechnen wir mit einer Wetterberuhigung. Vorübergehend wird dann es am Wochenende auch milder, jedoch kündigen sich für mittlere und höhere Lagen der Alpennordseite ab Sonntag neuerlich große Schneemengen an.

Prognose der Neuschneehöhe bis Freitagmorgen @ UBIMET
Prognose der Neuschneehöhe bis Freitagmorgen @ UBIMET

Update 12:00 Uhr:

Schröcken, Warth am Arlberg, Lech und Zürs sind inzwischen nicht mehr erreichbar. Hier schneit es momentan so kräftig, dass selbst auf der Webcam kaum mehr was zu erkennen ist:

Webcam Schröcken @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/schroecken/
Webcam Schröcken @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/schroecken/

Update 11:45 Uhr:

Es schneit und schneit und schneit. Filzmoos in Tirol führt die Liste noch an, Schröcken in Vorarlberg hat aber kräftig aufgeholt:

  • 161 cm Hochfilzen (TI, 962 m)
  • 160 cm Schröcken (VA, 1244 m)
  • 156 cm Spital/Pyhrn – Bosrucktunnel (OÖ, 718 m)
Analysierte Gesamtschneehöhen Mittwochmorgen @ UBIMET
Analysierte Gesamtschneehöhen Mittwochmorgen @ UBIMET

Währenddessen müssen wir lesen, dass der Schnee ein weiteres Todesopfer gefordert hat. Auf der Mariazeller Bürgeralpe kam ein Schulskilehrer ums Leben, als er über den Pistenrand kopfüber in einen steil abfallenden Bereich gestürzt war. Dort soll die Schneedecke etwa 5 Meter betragen haben, entsprechend dürfte der Mann erstickt sein. Dies verdeutlicht: Nicht nur Lawinen sind gefährlich, auch beim Skifahren auf gesicherten Pisten ist aktuell höchste Vorsicht geboten!

Update 11:15 Uhr:

Auch der Schneedruck wird in den nächsten Tagen immer mehr zum Thema. Zwar liegen vielerorts jetzt schon meterhohe Schneemassen auf den Dächern, teilweise stark verfrachtet, doch der Schnee ist meist noch pulvrig und daher nicht so schwer. In den nächsten Tagen wir es jedoch etwas milder und am Wochenende steigt die Schneefallgrenze vorübergehend bis an die 1000 m an, damit fällt in manchen Tälern auch zeitweise Regen. Der Schnee auf den Dächern nimmt den Regen wie einen Schwamm auf und die Schneebelastung steigt ab Sonntag wohl markant an.

Gefahr durch Schneelasten ab Sonntag @ UBIMET
Gefahr durch Schneelasten ab Sonntag @ UBIMET

Auf alle Fälle ist es ratsam, die großen Schneemassen vor allem von Flachdächern und Vordächern frühzeitig abzuschaufeln, damit der Schneedruck in den kommenden Tagen und Wochen nicht zu hoch wird. Mancherorts werden auch schon Vorsichtsmaßnahmen getroffen, wie etwa im bayerischen Bad Wörishofen, wo eine Eissporthalle bereits gespeert wurde.

Update 10:45 Uhr

Südlich des Alpenhauptkamms ist Schnee wie bekannt Mangelware, in weiten Teilen Osttirols, Kärntens und der Steiermark ist es grün statt weiß. Dafür lagen die Temperaturen hier in den letzten Nächten häufig im mäßigen Frostbereich, viele Wasserflächen konnten zufrieren. Inzwischen sind bereits einige Seen zum Eislaufen freigegeben, bspw. der Aichwaldsee und der Hörzendorfersee. Der Weissensse ist hingegen schon seit Weihnachten frei. Informationen gibt es u.a. hier: https://www.evw.at/eisbahnen/

Webcam Dellach im Drautal @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dellach/
Webcam Dellach im Drautal @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/dellach/
Webcam Weissensee @ http://www.eislaufen-weissensee.at
Webcam Weissensee @ http://www.eislaufen-weissensee.at

Update 09:45 Uhr

Momentan schneit es vor allem vom Montafon über das Außerfern und das Salzkammergut bis zum Mariazellerland kräftig, die Stundenraten liegen hier zwischen 2 und 3 l/qm. Dies entspricht bei den gegebenen Temperaturen einem Neuschneezuwachs von bis zu 5 cm pro Stunde. Webcambilder dazu:

Webcam Seefeld @ https://seefeld-dorfplatz.panomax.com/
Webcam Seefeld @ https://seefeld-dorfplatz.panomax.com/
Webcam Kufstein @ http://webcam.kufnet.at
Webcam Kufstein @ http://webcam.kufnet.at
Webcam Puchenstuben @ http://puchenstuben.it-wms.com/big_current1.jpg
Webcam Puchenstuben @ http://puchenstuben.it-wms.com/big_current1.jpg

Update 09:00 Uhr

Über Nacht hat es vom Bregenzerwald bis zum Schneeberg ohne nennenswerte Unterbrechungen geschneit, die höchsten Mengen sind am Arlberg gefallen. Schröcken meldet bei -4 Grad eine Niederschlagsmenge von 26 l/qm in 12 Stunden und eine beachtliche Schneehöhe von 156 cm. Dies sind 26 cm mehr als am Dienstagabend, was zeigt: Der Schnee setzt sich natürlich auch mit der Zeit.

Zur Lawinengefahr: Am gestrigen Abend haben bereits die Lawinenwarndienste der Steiermark und Niederösterreichs die Warnstufe auf 5 von 5 erhöht, ab dem heutigen Nachmittag gilt dies auch für die Region vom Loferer Land bis zum Salzkammergut. Weitere Infos gibt es bei den zuständigen Lawinenwarndiensten siehe auch hier: http://www.lawinen.at/

Lawinenwarnstufen Mittwoch, Stand 09:00 Uhr @ http://www.lawinen.at/
Lawinenwarnstufen Mittwoch, Stand 09:00 Uhr @ http://www.lawinen.at/

 

Titelbild: Schneemassen in Filzmoos @ https://www.facebook.com/tmphotographyhochfilzen

Starkschneefall in den Nordalpen

Schneewarnsignal ©shutterstock.com/Olaf Naami

Update 15:20 – Gerlos

Auch im Almdorf Königsleiten beim Gerlospass gibt es reichlich Neuschnee. Die Wetterstation dort misst derzeit 126 cm Schnee!

Update 15:10 – Schneevergleich

Anbei ein schöner Vergleich der Schneehöhe in Pillberg (Bezirk Schwaz), Samstagnachmittag:

Und Sonntagnachmittag:

Update 14:45 – Kettenpflicht

Auf vielen Straßen herrscht noch immer Kettenpflicht, anbei eine Übersicht:

Kettenpflicht am Sonntag, 14:30 Uhr. © ÖAMTC
Kettenpflicht am Sonntag, 14:30 Uhr. © ÖAMTC

Details siehe hier: https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/   Anebi noch ein Bild von Mühlbach am Hochkonig:

Auch die Parkplatzsuche kann mitunter problematisch werden…

Update 14:20 – Eingeschneite Lifte

Viele Skigebiete haben manche Anlagen wegen der großen  Lawinengefahr gesperrt. In diesen Bereichen kann die Schneedecke ungehindert wachsen, so wie an der Gipfelstation dieses Sesselliftes am Loser:

Schneemassen am Loser. © loser.at
Schneemassen am Loser. © loser.at

Update 14 – Schneehöhen

Besonders vom Bregenzerwald über das Außerfern bis zum Hochkönig fällt weiterhin mäßiger bis starker Schnee. Anbei die aktuellen Schneehöhen:

  • 145 cm Hochfilzen
  • 135 cm St. Ulrich am Pillersee
  • 123 cm Schröcken
  • 119 cm Seefeld
  • 117 cm Leutasch
  • 115 cm Spital/Pyhrn
  • 104 cm Langen am Arlberg
  • 98 cm Warth

Update 13:15 – Schneekönig

In den letzten Tagen gab es in Tallagen im Bereich des Hochkönigs besonders große Schneemengen, teilweise gab es hier fast 150 cm Neuschnee. Anbei ein Bild aus Dienten am Hochkönig:

Update 12:45 – Schmittenhöhe

Auch oberhalb von Zell am See gibt es schon mehr als zwei Meter Schnee, anbei ein aktuelles Bild vom Skigebiet Schmitten:

Viel Schnee im Pinzgau
Viel Schnee im Pinzgau.

Update 12:30 – Knapp 4 Meter Schnee

Die anhaltende Nordstaulage sorgt für teils extreme Schneemengen auf den Bergen. Auf der Loser-Panoramastraße im Toten Gebirge gab es seit dem 30.12. schon fast 3 Meter Neuschnee, die Gesamtschneehöhe liegt bei knapp 4 Meter! Auch der Dachstein versinkt im Schnee: Aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse bleibt der Liftbetrieb am Gletscher bis einschließlich Montag, 7. Jänner geschlossen!

Fast 4 Meter Schnee
Schneemassen im Toten Gebirge. © LWD Steiermark

Update 12:00 – Schneemassen

Aufgrund der zunehmenden Schneelast werden mittlerweile auch vermehrt Hausdächer geräumt, wie etwa in Filzmoos.

Update 11:35 – Fernpass wieder frei

Die Sperre am Fernpass wurde wieder aufgehoben, Reisende müssen sich aber auf längere Wartezeiten durch Stau einstellen. Vorübergehend wurde auch der Tauerntunnel auf der A10 in Fahrtrichtung Salzburg gesperrt, da hier ein Baum auf die Straße gestürzt war.

Update 11:10 – Fernpass gesperrt

Aufgrund eines Lawinenabgangs wurde der Fernpass zwischen Reutte und Nassereith in beide Richtungen gesperrt.

Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/
Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/
Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/
Stau am Fernpass. © https://www.tirol.gv.at/

Update 11 – Schneehöhen

  • Hochfilzen 146cm
  • Schröcken 123 cm
  • Spital am Pyhrn 115 cm
  • Seefeld 115 cm
  • Leutasch 113 cm
  • Langen am Arlberg 104 cm
  • Warth 97 cm
  • Pichl 96 cm
  • Abtenau 91 cm
  • Brand 89 cm
  • Dalaas 86 cm
  • Saalbach 86 cm

Update 10:30 – Straßensperren

Die großen Schneemengen machen auch den Skigebieten zu schaffen, so sind Obertauern und Saalbach-Hinterglemm seit letzter Nacht komplett vom Verkehr abgeschnitten. Auch die Felbertauernstraße ist weiterhin gesperrt.

Update 10:15 – Nord-Süd-Unterschiede

Die derzeit blockierte Wetterlage sorgt für zunehmend extreme Unterschiede zwischen den Nord- und Südalpen: Während die Alpennordseite im Schnee versinkt, sorgt föhniger Nordwind südlich des Alpenhauptkamms für trockene und milde Bedingungen. Eine Änderung ist nicht Sicht, auch kommende Woche ist in den Nordalpen schubweise mit Neuschnee zu rechnen!

Aktuelle Bilder aus den Dolomiten:

Update 9:45 – Schnee am Arlberg

Im Arlberggebiet schneit es derzeit intensiv. Anbei ein paar Schneehöhen aus der Region:

  • 122 cm Schröcken
  • 101 cm Langen am Arlberg
  • 96 cm Warth
  • 86 cm Brand
  • 83 cm Dalaas
  • 80 cm Schoppernau
  • 58 cm St. Anton am Arlberg

Update 9:15 – Große Lawinengefahr

Die Lawinengefahr liegt mittlerweile in den gesamten Nordalpen von Vorarlberg bis zum Schneeberg bei Stufe 4. Mitunter können kleine bis mittelgroße Lawinen von steilen Straßenböschungen sowie Gleitschneelawinen auf steilen Grashängen auch Straßen erfassen, weshalb es zahlreiche Sperren gibt.

Aktuelle Lawinengefahr. © http://www.lawinen.at/
Aktuelle Lawinengefahr. © http://www.lawinen.at/

Update 8:45 – Schneemassen am Hochkönig

Im Bereich des Hochkönigs ist in den letzten 36 Stunden über ein Meter Neuschnee gefallen. Diese Bilder beweisen dies eindrucksvoll:

Update 8:15 – Behinderungen im Bahnverkehr

Da Bäume auf die Oberleitungen der Bahn gefallen sind, gibt es weitere Sperren im Bahnverkehr. Anbei die aktuelle Übersicht:

  • Zwischen Saalfelden und Hochfilzen (Oberleitungsschaden)
  • Zwischen Mittenwald und Scharnitz (Oberleitungsschaden)
  • Zwischen Steeg-Gosau und Steinach-Irdning (Lawinengefahr)
  • Zwischen Steinach-Irdning und Schladming (Lawinengefahr)
  • Zwischen Mautern und Trieben (Verkehrseinschränkung)

Details: ÖBB Streckeninfo

Update 8 Uhr – Schneebilder

Gestern haben uns noch zahlreiche Bilder erreicht, anbei ein kleine Auswahl:

Schwaighofen im Flachgau:

Lungötz (Tennengau):
3

St. Ulrich am Pillersee (Tirol):

Hall bei Admont (Steiermark):

Update Sonntag 7:30 – Schneehöhen

Vor allem von Vorarlberg über Nordtirol und Salzburg bis zur nördlichen Obersteiermark fällt weiterhin Schnee. Am stärksten schneit es derzeit in Vorarlberg und im Außerfern sowie vom Kaiserwinkl bis zum Dachstein. Anbei die aktuellen Schneehöhen:

Schneehöhe Sonntag 7 Uhr
Hochfilzen 140 cm
St. Ulrich am Pillersee 125 cm
Schröcken 118 cm
Spital/Pyhrn 116 cm
Seefeld in Tirol 106 cm
Langen am Arlberg 97 cm
Pichl 95 cm
Warth 93 cm
Abtenau 91 cm
Saalbach 82 cm

Update Sonntag 7 Uhr – Straßensperren

Die Anzahlt der Straßensperren im Bergland hat weiter zugenommen. Die Felbertauernstraße ist zwischen Matrei und Mittersill gesperrt wegen Lawinengefahr, zudem wird auch die Tauernautobahn A10 am Sonntag um 8:30 neuerlich eine Stunde lang gesperrt, um bei Flachau im Pongau eine kontrollierte Lawinensprengung durchzuführen. Die vollständige Liste gibt es u.a. hier: https://oe3.orf.at/verkehr/

Update Sonntag 6 Uhr -Evakuierungen

In St. Johann am Tauern wurden am Samstagabend aufgrund der Lawinengefahr 14 Häuser evakuiert. Manche Ortschaften in der Obersteiermark wie etwa Hohentauern sind zudem von der Außenwelt abgeschnitten.

Update Samstag 17 – Dreikönigsspringen für heute abgesagt

Das heutige Programm der Vierschanzentournee in Bischofshofen wurde wegen Schlechtwetter abgesagt. Der Schwerpunkt verlagert sich jetzt allmählich in den Westen: Vom Dachstein bis zum Bregenzerwald melden die Wetterstationen verbreitet 2 bis 5 cm Neuschnee pro Stunde!

Hier ein Blick ins Rheintal bei Feldkirch aus foto-webcam.eu:

Webcambild Feldkirch am 05.01. um 16:20 Uhr - foto-webcam.eu
Webcambild Feldkirch am 05.01. um 16:20 Uhr – foto-webcam.eu

Update 14:45 – Neuschneemengen

Anbei ein Überblick der Neuschneemengen von Freitag 14 Uhr bis Samstag 14 Uhr:

24h-Neuschneesumme
Spital/Pyhrn, 718 m 60 cm
Mooslandl/Hieflau, 530 m 44 cm
Windischgarsten, 600 m 41 cm
Bad Ischl, 507 m 39 cm
Kössen, 588 m  39 cm
Abtenau, 709 m 37 cm
Lofer, 622 m 34 cm

In den nächsten Stunden schneit es von Vorarlberg bis zum Dachsteingebiet kräftig weiter, wobei sich der Niederschlagsschwerpunkt im Laufe der Nacht auf Sonntag in den Westen verlagert.

Update 14:15 – Weiterer Schnee

Die stärksten Schneefallraten gibt es derzeit in Vorarlberg, Nordtirol sowie im Pinz- und  Pongau, hier kommen 3 bis 4 cm Neuschnee pro Stunde zusammen. Aktuelle Gesamtschneehöhen:

  • 126 cm Hochfilzen (T)
  • 118 cm Spital/Pyhrn (OÖ)
  • 96 cm Abtenau (S)
  • 94 cm Pichl (ST)
Schneemassen im Skigebiet Schmitten.
Schneemassen im Skigebiet Schmitten. © Schmitten

Abtenau:

Update 14:00 – Schneefahrbahn

Auf vielen Straßen herrscht derzeit Schneefahrbahn, weshalb viele Urlauber im Stau stehen. Auf immer mehr Straßen herrscht zudem Schneekettenpflicht:

Schneekettenpflicht
Schneekettenpflicht (Stand: Samstag 13:45 Uhr). © ÖAMTC

Details: https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/

Stau bei Lofer
Stau bei dichtem Schneefall in der Nähe von Lofer. © Herbert Derfler

Update 13:30 – Schnee und Föhn

Der Schneefall greift teilweise über den Alpenhauptkamm und den Hochschwab über, somit gibt es  etwa auch im Aflenzer Becken und in Mürzzuschlag Schnee.

Ganz im Süden sorgt der Föhn hingegen für trockene Bedingungen bei Temperaturen von bis zu 10 Grad im Gailtal. In prädestinierten Lagen wie etwa in Millstatt gibt es zudem stürmische Böen um 70 km/h.

Update 13:05 – Schneeverwehungen

Besonders am Alpenostrand sowie in den Hochlagen des Alpenhauptkamms weht derzeit stürmischer Nordwestwind, somit kommt es hier zu erheblichen Schneeverwehungen. In der letzten Stunde gab es an der Gipfelstation der Raxseilbahn Böen bis 97 km/h. Anbei zwei Bilder vom Waxriegelhaus auf der Rax (1360 m). Vielen Dank an Wolfgang Tod für die Meldung!

Update 13:00 – Starker Schneefall

Anbei zwei aktuelle Bilder aus Filzmoos und Abtenau.

Schnee
Schnee in Filzmoos. © Aparthotel Jagdhof
Starker Schneefall
Schnee in Abtenau. © http://sonnleiten.it-wms.com/big_current1.jpg

Update 12:45 – Bad Aussee

Wie viel Schnee derzeit schon im Ausseerland liegt, sieht man eindrücklich auf diesem Bild:

Update 12:30 – Schneemassen

Anbei eine Übersicht der aktuellen Schneehöhen:

  • 125 cm Hochfilzen (962 m; T)
  • 117 cm Spital/Pyhrn (718 m; OÖ)
  • 98 cm Abtenau (709 m; S)
  • 86 cm Pichl (782 m; ST)
  • 83 cm Mooslandl / Hieflau (530 m; ST)
  • 81 cm Hall / Admont (637 m; ST)
  • 80 cm Schröcken (1244 m; V)
  • 70 cm Lofer (622 m; S)
  • 70 cm Windischgarsten (600 m; OÖ)
  • 70 cm Kössen (588 m; T)

Update 12:00 – 5 cm pro Stunde

In den Nordalpen schneit es jetzt verbreitet anhaltend und kräftig, teilweise kommen hier mehrere Zentimeter pro Stunde zusammen. In Kössen gab es letzte Stunde 5 cm Neuschnee, ähnlich stark schneit es derzeit vom Arlberg über das Karwendel bis zum Tennengau.

Viel Schnee im Loferer Land
Schnee in Lofer. © https://www.foto-webcam.eu/

Im Osten Österreichs geht der Schneefall langsam aber sicher in Schneeregen oder Regen über, so wurde die A21 mittlerweile wieder für den Verkehr freigegeben.

Update 11:30 – Verkehrsbehinderungen

Nicht nur auf den Straßen gibt es derzeit Behinderungen: Der Schneefall macht auch der Bahn und dem Flugverkehr zu schaffen, so kommt es derzeit am Flughafen Innsbruck zu massiven Einschränkungen. Neben Verspätungen werden einige Flüge umgeleitet oder gestrichen, Passagiere sollten sich also bereits im Vorfeld bei der jeweiligen Airline erkundigen: Innsbruck-Airport

Flugahfen Innsbruck
Der Flughafen Innsbruck. © https://innsbruck-airport.panomax.com/#

Die Bahnstrecke im Ennstal zwischen Steinach-Irdning und Schladming wurde gesperrt, weiters gibt es auch witterungsbedingte Einschränkungen im Innviertel und im Flachgau: ÖBB Streckeninfos.

Streckeninfo der ÖBB
Aktuelle Streckeninfos. © ÖBB

Update 11:10 – Warnkarte

Die Warnungen in Vorarlberg wurden mittlerweile hochgestuft, da die neuesten Modellläufe mehr Niederschlag berechnen. Anbei die aktuelle Warnkarte:

Höchste Warnstufe vor Schneefall
Schneewarnungen für dieses Wochenende (Stand: Samstag 11 Uhr). © www.uwz.at

Update 11:00 – Schnee im Karwendel

Von Vorarlberg bis zum Wienerwald schneit es verbreitet, die stärksten Niederschlagsraten gibt es aktuell vom Großraum Innsbruck bis zur Pyhrn-Priel-Region. Anbei ein aktuelles Webcambild vom Karwendel:

Starker schneefal in Tirol
Starker Schneefall am großen Ahornboden © https://www.eng.at/webcam/bild1.jpg

Und ein Bild aus Lauffen (Bezirk Gmunden):

Update 10:40 – A21 gesperrt

Durch die winterlichen Verhältnisse gibt es derzeit vermehrt Verkehrsbehinderungen und Staus. Die Wiener Außenring Autobahn wurde mittlerweile zwischen dem Autobahnknoten Steinhäusl und Vösendorf vollständig gesperrt.

Schnee auf der A21
Schnee auf der A21 bei Hochstrass. © ASFINAG

Tiefwinterliche Bedingungen gibt es u.a. auch auf der A9:

Schnee auf der A9 beim Rastplatz Pyhrn-Priel
Die A9 beim Rastplatz Pyhrn-Priel. © ASFINAG

Update 10:20 – Schnee im Westen

Derzeit greift der Schneefall vermehrt auch auf das Tiroler Oberland und Vorarlberg über. Die Modelle haben die Mengen für diese Regionen erhöht, nach neuestem Stand ist somit auch im Ländle vielerorts mit Mengen um 50, in Bregenzerwald auch 80 cm Neuschnee zu rechnen! Nur im Bodenseeraum bleiben die Mengen deutlich geringer.

Anbei ein aktuelles Bild aus Innsbruck:

Update 10:00 – 3,5 m Schnee

Besonders im Dachsteingebiet fällt seit Ende Dezember immer wieder Schnee. Am Loser liegt die Schneehöhe bereits bei 350 cm, das sind 1,5 Meter mehr als noch vor einer Woche. In den kommenden Stunden schneit es hier ergiebig weiter.

Über 3 Meter Schnee
Schneemessstation Loser im Toten Gebirge. © LWD Steieramrk

Update 9:30 – Windspitzen

Der Schneefall ist heute zwar das Hauptthema, allerdings weht auch der Wind zunehmend stark bis stürmisch aus Nordwest. In Wien gibt es derzeit Bedingungen ähnlich zu einem Schneesturm bei Böen zwischen 70 und 80 km/h aus West. Im Gebirge gibt es schwere Sturmböen bis orkanartige Böen.

Windspitzen der letzten Stunde auf den Bergen:

  • 115 km/h Sonnblick
  • 108 km/h Kolomansberg
  • 101 km/h Feuerkogel

Windspitzen der letzten Stunde in den Niederungen:

  • 79 km/h Wien – Hohe Warte
  • 76 km/h Wien – Innere Stadt
  • 76 km/h Wien – Unterlaa
  • 72 km/h Melk
  • 72 km/h Klausen-Leopoldsdorf
  • 68 km/h Langenlebarn
  • 68 km/h St. Pölten
Schneesturm
Schneesturm am Bisamberg. © www.foto-webcam.eu/

Update 9:00 – Schneekettenpflicht

Auf vielen Bergstraßen herrscht bereits Schneekettenpflicht, im Tagesverlauf wird dies auf immer mehr Straßen der Fall sein. Weiters sind auch manche Bergstraßen gesperrt aufgrund der Lawinengefahr:

  • B115 zwischen Präbichl und Hieflau
  • B138 zwischen Liezen und Spital am Pyhrn bzw. Pyhrnpass
  • B146 zwischen Admont und Hieflau
  • B159 zwischen Pass Lueg und Tenneck
  • B164 zwischen Dienten und Mühlbach am Hochkönig bzw. Filzensattel
  • B165 zwischen Gerlospass und Hotel Ronach
  • B198 Lechtalstraße (Verbindung Lech-Warth)

Details: https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/

 

Aktuelle Schneekettenpflicht
Aktuelle Schneekettenpflicht (Stnd Samstag 9 Uhr). © ÖAMTC

Update 8:30 – Radarbild

Wie man am Radar gut sehen kann, fällt an der Alpennordseite bereits verbreitet Schnee. Auch in Vorarlberg und im Tiroler Oberland beginnt es nun vermehrt zu schneien. Im östlichen Flachland handelt es sich streckenweise bereits um Schneeregen, trocken ist es unter Föhneinfluss im äußersten Süden. Der Schneefall wird im Tagesverlauf aber zeitweise auch auf den Norden Osttirols und Kärntens übergreifen.

Aktuelle Radardaten: Radar Österreich

Radarbild von wetter.tv
Aktuelles Radarbild um 8:20 Uhr. © UBIMET / AustroControl

Update 8:15 Uhr – Sperren

Am heutigen Tag ist nicht nur vermehrt mit Straßensperren zu rechnen, auch Schutzhäuser und manche Skilifte müssen aufgrund der großen Schneemengen und großen Lawinengefahr den Betrieb einstellen.


Update 8:00 Uhr – Schneeprognose

Anbei die aktuelle Modellprognose für die kommenden 48 Stunden. Im Osten geht der Schnee bei kräftig bis stürmisch auffrischendem Westwind zunehmend in Schneeregen bzw. Regen über, somit gibt es dort kaum noch Neuschnee. In den Nordalpen schneit es hingegen zunehmend intensiv, hier kommen verbreitet 40 bis 70, lokal auch 100 cm dazu!

Es schneit kräftig bis Montag in den Nordalpen
Aktuelle 48h-Schneeprognose bis Montagmorgen. © UBIMET

Update 7:30 Uhr – 30 cm Neuschnee in OÖ

In der Nacht auf Samstag hat es vom Tiroler Unterland bis zum östlichen Flachland bereits verbreitet geschneit. Anbei die aktuellen Schneehöhen sowie der Neuschnee der letzten 12 Stunden:

Gesamtschnee 12h Neuschnee
Hochfilzen (T) 119 cm 17 cm
Spital/Phyrn (OÖ) 103 cm 34 cm
Abtenau (S) 85 cm 24 cm
Pichl (ST) 84 cm 17 cm
Mooslandl/Hieflau (ST) 76 cm 31 cm
Schröcken (V) 76 cm 0 cm
Hall/Admont (ST) 73 cm 17 cm
Ramsau am Dachstein (ST) 69 cm 0 cm
Schönau an der Enns (OÖ) 66 cm 24 cm

Auch in den Landeshauptstädten liegt an der Alpennordseite Schnee:

  • 14 cm Salzburg
  • 11 cm Wien Hohe warte
  • 9 cm Innsbruck
  • 8 cm Linz
  • 3 cm St. Pölten

Update 7:30 Uhr – Große Lawinengefahr

Derzeit herrscht auf den Bergen vom Tiroler Unterland über Salzburg bis zur nördlichen Obersteiermark bereits große Lawinengefahr (Stufe 4 auf der fünfteiligen Gefahrenskala).  Weitere Infos gibt es bei den zuständigen Lawinenwarndiensten, siehe auch hier: http://www.lawinen.at/

Große Lawinengefahr
Lawinengefahr am Samstag (Stand: 7 Uhr). © http://www.lawinen.at/

Samstag 7:00 Uhr – Übersicht

Am Samstag wird der Schneefall im Bergland zunehmend intensiv, im Osten und später auch im westlichen Donauraum steigt die Schneefallgrenze bei starkem bis stürmischem Westwind allerdings gegen 500 m an. Auch am Sonntag schneit es im Bergland zunächst kräftig, im Tagesverlauf lässt die Intensität aber langsam nach. In Summe schneit es vom Arlberggebiet bis zur nördlichen Obersteiermark ergiebig, hier kommen in den Tälern verbreitet 40 bis 70 cm Neuschnee hinzu, in typischen Nordstaugebieten auch ein Meter frischer Pulverschnee. Besonders ab dem Nachmittag ist mit massiven Verkehrsbehinderungen zu rechnen!

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag.

Auf den Bergen weht starker bis stürmischer Nordwind, somit gibt es hier teils erhebliche Schneeverwehungen. Die Lawinengefahr steigt somit weiter an, am Sonntag drohen sogar sehr große Lawinen! In den Bergen ist mit zahlreichen Straßensperren zu rechnen.

Titelbild: © shutterstock.com

Am Wochenende große Schneemengen in Bayern

Viel Neuschnee gibt es am Alpenrand.

Verantwortlich für die großen Neuschneemengen ist eine Warmfront, die Süddeutschland in diesen Stunden erfasst. Sie lenkt sehr feuchte und kalte Luftmassen aus Skandinavien gegen die Alpen, wo sich diese staut und die heftigen Schneefälle auslöst.

Schwerpunkt Alpenrand

Im folgenden Bild seht ihr die Prognose der Neuschneehöhen von heute bis einschließlich Montag. Besonders südlich der Donau kommen 10 bis 20 cm Neuschnee zusammen, im Alpenvorland zwischen Memmingen und Traunstein auch 20 bis 40 cm. Noch mehr fällt am unmittelbaren Alpenrand, hier muss man bis Montag mit 40 bis örtlich 70 cm rechnen. Die schneereichsten Orte dürften die üblichen Schneelöcher wie zum Beispiel Mittenwald, Bayrischzell, Ruhpolding und Reit im Winkl werden!

Viel Schnee vor allem in Oberbayern.
Viel Schnee vor allem in Oberbayern.

Große Lawinengefahr

Da der Nord- bis Nordwestwind auf den Bergen kräftig bis stürmisch weht, steigt die Lawinengefahr deutlich an. Grund hierfür sind die massiven Schneeverfrachtungen, womit für die Lawinenauslöse nicht einmal mehr ein Wintersportler notwendig ist. Durch die große Lawinengefahr – örtlich wird wohl in den bayerischen Alpen Warnstufe 5 ausgerufen – sind auch einige Straßensperren zu befürchten, und das ausgerechnet zum Bettenwechsel in den Skigebieten.

Vereinzelt gilt bereits Warnstufe 4!
Vereinzelt gilt bereits Warnstufe 4!

Quelle Titelbild: pixabay

Lake Effect: Bis zu 1 Meter Neuschnee in Süditalien

Schnee an der italienischen Adriaküste - pixabay.com / luigimartina

Der Kaltluftvorstoß, der auch im Alpenraum für tiefwinterliche Verhältnisse sorgt, ist derzeit für zahlreiche, kräftige und oft gewittrige Schneeschauer entlang der italienischen Adriaküste in Süd- und Mittelitalien verantwortlich. So sind derzeit von Rimini bis nach Apulien viele Strände leicht angezuckert. In den Apenninen kommt oberhalb von 600 bis 800 m bis Samstag zum Teil sogar mehr als 1 Meter Neuschnee zusammen!

Wir haben ein paar beeindruckenden Bilder und Videos für euch zusammengefasst:

Schnee auch in Neapel und auf Sizilien

Die stärksten Schneeschauer greifen teilweise über die Apenninen bis zur Tyrrhenischen Küste. So wurde unter anderem auch der Vesuv in Neapel leicht angezuckert. In der Millionenstadt selbst sowie in Palermo, die Hauptstadt Siziliens, waren ebenfalls ein paar Schneeflocken zu sehen.

Der Lake Effect tritt unter bestimmten meteorologischen Rahmenbedingungen auf, wenn sehr kalte Luft arktischen Ursprungs  über vergleichsweise warmen Wasserflächen zieht. Im diesen Fall liegt die Temperatur der Wasseroberfläche auf immer noch sehr warme 15 Grad. Die Luft wird dabei labilisiert und nimmt viel Feuchtigkeit auf. Meist bilden sich Schauerstraßen, die dann in schmalen Streifen parallel zur Strömung auf die windzugewandten Küstenregionen treffen. Manchmal wachsen die Schauer sogar zu Schneegewitter heran.  Die räumlichen Unterschiede bei den Neuschneemengen sind aufgrund der teils eng begrenzten Schauerstraßen aber markant.

Am Freitag sind weiterhin zahlreiche und teils gewittrige Schneeschauer im gesamten Süden Italiens einzuplanen, erst am Samstag schwächt sich die Zufuhr kalter Luft aus Nordosten langsam ab.

Ergiebiger Schneefall am Wochenende: 1 Meter Neuschnee in 24 Stunden

Ergiebiger Schneefall

Europa liegt seit Ende Dezember unter dem Einfluss einer blockierten Wetterlage: Ein umfangreiches Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln hält atlantische Tiefdruckgebiete mit milder Luft von Mitteleuropa fern, somit gelangen derzeit ungehindert feuchtkalte Luftmassen aus Nordeuropa in den Alpenraum. In den Staulagen vom Arlberg bis zum Dachsteingebiet kommt am Wochenende selbst in den Tälern bis zu 1 Meter Neuschnee dazu, auf den Bergen sogar bis zu 2 Meter. Aufgrund des starken bis stürmischen Nordwinds gibt es dort massive Schneeverfrachtungen, somit herrscht gebietsweise bereits jetzt große Lawinengefahr.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Samstag
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Samstag. © UBIMET / NCEP

Warmfront bringt Starkschneefall

Am Freitag wird der Schneefall an der Alpennordseite wieder stärker und mit Ankunft einer Warmfront greift dieser in den Abendstunden auch auf den Osten über. Auch in Wien muss man am Abend und in der Nacht also vorübergehend mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen. Am Samstag wird der Schneefall im Bergland zunehmend intensiv, im Osten und später auch im westlichen Donauraum steigt die Schneefallgrenze bei starkem bis stürmischem Westwind allerdings gegen 500 m an. Auch am Sonntag schneit es im Bergland zunächst kräftig, im Tagesverlauf lässt die Intensität aber langsam nach. In Summe schneit es vom Arlberggebiet bis zur nördlichen Obersteiermark ergiebig, hier kommen in den Tälern verbreitet 40 bis 70 cm Neuschnee hinzu, in typischen Nordstaugebieten auch ein Meter frischer Pulverschnee.

In den Alpen fällt ergiebiger Neuschnee
Die Neuschneeprognose von Freitag bis Montag. © UBIMET

Große Lawinengefahr

Auf den Bergen weht stets starker bis stürmischer Nordwind, somit gibt es hier teils erhebliche Schneeverwehungen. Derzeit herrscht auf den Bergen Salzburgs und der nördlichen Obersteiermark bereits große Lawinengefahr (Stufe 4 auf der fünfteiligen Gefahrenskala). Die Kombination aus Neuschneemassen und Wind verschärft die Lawinengefahr zusätzlich, am Wochenende drohen sogar sehr große Lawinen, weshalb in den Bergen mit zahlreichen Straßensperren zu rechnen ist.

Es herrscht Lawinenstufe 4
Lawinenlage am Freitag (rot = große Lawinengefahr) . © http://www.lawinen.at/

Weiterer Schnee in Sicht

Kommende Woche verbleiben wir im Einflussbereich einer nördlichen Höhenströmung, somit ist weiterer Neuschnee in Sicht. Aus heutiger Sicht fallen die Mengen aber nicht mehr ganz so ergiebig aus, somit zeichnet sich eine langsame Entspannung ab.

Große Lawinengefahr am Wochenende

Sturm und große Neuschneemengen lassen Lawinengefahr ansteigen.

Aktuelle Lage

Werfen wir als erstes einen Blick auf die heutige Lawinensituation, die wir mal schematisch hier für euch dargestellt haben:

Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.
Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.

Besonders angespannt ist die Lawinensituation schon in den Nordalpen, die zweithöchste Warnstufe gilt derzeit im Arlberggebiet, den Lechtaler Alpen, der Verwallgruppe (alle Tirol) sowie von den Hohen Tauern und dem Hochkönig bis zum Hochschwab. Stufe 3 ist aber verbreitet in den Alpen gültig.

Viel Neuschnee

Wir erwarten, dass die Lawinengefahr am Wochenende praktisch in den ganzen Nordalpen auf Stufe 4 von 5 hochgestuft wird, besonders zwischen dem Karwendel und dem Mariazellerland dürfte sogar die höchste Warnstufe zumindest lokal ausgerufen werden! Bei diesen Warnstufen bedarf es nicht einmal mehr einen Wintersportler zur Lawinenauslöse, d.h. die Lawinen lösen sich spontan ohne Fremdeinwirkung.

Hauptgrund der ansteigenden Gefahr sind die zu erwartenden massiven Neuschneemengen, die ihr hier auf der Karte sehen könnt:

Massig Neuschnee in den Nordalpen!
Massig Neuschnee in den Nordalpen!

Am meisten Neuschnee kommt bis zum Ende des Ereignisses am Montag in den Nordalpen vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland zusammen, hier sind selbst in den Tälern 30 bis 50 cm zu erwarten. Noch mehr schneit es vom Karwendel bis zum Hochschwab, 50 bis 100 cm können hier zusammenkommen. In exponierten Orten (z.B. Hochfilzen, Maria Alm, Filzmoos, Bad Aussee) ist auch mehr als 1 Meter Neuschnee möglich!

Stürmischer Wind

Bekanntlich ist der Wind „der Baumeister der Lawinen“. Das ganze Wochenende hindurch weht auf den Bergen stürmischer Nord- bis Nordwestwind mit Böen durchaus zwischen 80 und 100 km/h. Dieser sorgt für massive Schneeverfrachtungen in freien Lagen und generell eben auf den Alpengipfeln!

Stets am besten informiert bleibt ihr auf den Websites der Lawinenwarndiensten. Dort findet man täglich aktualisiert den Lawinenlagebericht für das jeweilige Bundesland mit den Einschätzungen der Experten.

Links Lawinenwarndienste:

 

Quelle Titelbild: pixabay

Bis zu 1 Meter Schnee in den Nordalpen

Schneefall im Westen

Mitteleuropa liegt aktuell zwischen einem mächtigen Hoch über dem Ostatlantik und reger Tiefdrucktätigkeit über Nordosteuropa. Mit der resultierenden nördlichen Höhenströmung gelangen dabei schubweise feuchte Luftmassen von der Nordsee in den Alpenraum, welche sich an den Alpen stauen und für teils anhaltenden Regen und Schneefall sorgen.

Eine Nordstaulage in den Alpen
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Sonntag. © UBIMET / NCEP
Viel Schnee auf den Bergen im Pinzgau.
Viel Schnee auf den Bergen im Pinzgau.

50 cm Neuschnee

Während die Luft im Flachland zu mild für Schneefall ist, kommen auf den Bergen sowie in inneralpinen Tallagen große Neuschneemengen zusammen. So gab es seit Samstagnacht zwischen den Kitzbüheler Alpen und dem Dachstein bereits Mengen um 50 cm (Update: 31.12., 14 Uhr):

  • 54 cm Hochfilzen
  • 44 cm Ramsau am Dachstein
  • 35 cm Spital am Pyhrn
  • 27 cm Saalbach
  • 23 cm Seefeld in Tirol
  • 21 cm Radstadt
  • 19 cm Bischofshofen
  • 19 cm Krimml
  • 15 cm Windischgarsten
  • 15 cm Hall / Admont
Schnee im Ausseerland. © Hagan Lodge
Schneefall im Ausseerland. © Hagan Lodge

Am Sonntag setzt sich bei auflebendem Nordwestwind vorübergehend etwas mildere Luft in den Tallagen durch, somit steigt die Schneefallgrenze gegen 800 m an. In der Nacht auf Montag lässt der Wind aber wieder nach und mit Ankunft einer weiteren Front sinkt die Schneefallgrenze je nach Niederschlagsintensität wieder gegen 700 bis 400 m ab.

In den Alpen fällt viel Neuschnee
Schneeprognose bis Neujahr. © UBIMET

Noch mehr Schnee

Zu Silvester fällt von Vorarlberg bis zur Obersteiermark und dem Mostviertel von Beginn an teils kräftiger Regen und Schnee. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 400 und 700 m. Auf den Bergen kommt nochmals teils mehr als ein halber Meter Neuschnee zusammen, im Dachsteingebiet auch 1 Meter. Die Lawinengefahr steigt somit an!

1 Meter Schnee nehr der Loserhütte im Toten Gebirge
1 Meter Schnee nahe der Loserhütte im Toten Gebirge. © LWD Steiermark
Neuschnee auch im nördlichen Osttirol
Neuschnee auch im nördlichen Osttirol. © foto-webcam.eu

Am Nachmittag lässt der Niederschlag im äußersten Westen langsam nach, von Salzburg ostwärts bleibt es hingegen auch in der Silvesternacht noch nass. Die Schneefallgrenze steigt aber neuerlich gegen 700 bis 900 m an.

Viel Schnee in den Alpen sorgt für große Lawinengefahr

In den Alpen gab es viel Neuschnee

Seit Sonntag fällt in den Alpen teils kräftiger Schnee. In der Schweiz und im Westen Österreichs gab es in höheren Tallagen mehr als 50 cm Neuschnee und im Hochgebirge teils über 1 Meter. Am Dienstag verlagert sich der Schwerpunkt aber allmählich ostwärts in die Regionen von den Berchtesgadener Alpen bis zum Alpenostrand. Anbei eine Übersicht der gemeldeten Schneehöhen am Dienstagmorgen:

Ort Seehöhe Schnee
Lech (A) 1445 m 92 cm
Schröcken (A) 1244 m 87 cm
Warth (A) 1478 m 78 cm
Langen am Arlberg (A) 1221 m 54 cm
Grimsel Hospiz (CH) 1980 m 70 cm
Arosa (CH) 1878 m 80 cm
Davos (CH) 1594 m 51 cm
Zugspitze (D) 2964 m 120 cm
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET

In den Ostalpen weiterhin Schneefall

In den kommenden Stunden gehen in den Alpen noch ein paar Schauer nieder, in der Schweiz und in Westösterreich sind allerdings nur noch geringe Mengen zu erwarten. Vom Salzkammergut bis zum Alpenostrand wird der Schneefall Dienstagnacht hingegen wieder stärker, somit gibt es hier bis Mittwochnachmittag weitere 20 bis 40 cm Neuschnee.

24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET
24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET
In den Alpen gibt es viel Neuschnee
In Vorarlberg gab es knapp 1 Meter Neuschnee. © foto-webcam.eu

Lawinenwarnstufe 4

Das Zusammenspiel aus großen Schneemengen und stürmischem Wind sorgt derzeit von der Zentralschweiz bis nach Tirol für große Lawinengefahr. Dies entspricht der zweithöchsten Lawinenwarnstufe 4. Vor allem oberhalb der Waldgrenze kann Triebschnee bereits von einzelnen Skifahrern zu Lawinen ausgelöst werden! In Bayern und im Osten Österreichs herrscht erhebliche Gefahr (Stufe 3).

Lawinenwarnstufe 3 in Bayern
Lawinenwarnstufe 3 in Bayern. © LWD Bayern; https://www.lawinenwarndienst-bayern.de/
Es herrscht Lawinenwarnstufe 4
Teils große Lawinengefahr in Tirol (rot = Stufe 4). © LWD Tirol; https://avalanche.report/

1 Meter Neuschnee: Große Lawinengefahr im Gebirge

In den Alpen gibt es viel Neuschnee

In den vergangenen 48 Stunden hat es in den Alpen ergiebig geschneit. Besonders große Neuschneemengen gab es in der Arlbergregion, so sind etwa in Schröcken in den letzten 48 Stunden rund 87 cm Schnee gefallen. In den Hochlagen ist vom Arlberg bis zum Karwendel teils sogar ein ganzer Meter Neuschnee zusammengekommen.

Schneehöhen am Dienstagmorgen

  • 92 cm Lech (Vorarlberg; 1445 m)
  • 87 cm Schröcken (Vorarlberg; 1244 m)
  • 78 cm Warth (Vorarlberg; 1478 m)
  • 54 cm Langen am Arlberg (Vorarlberg; 1221 m)
  • 50 cm St. Anton am Arlberg (Tirol; 1304 m)
  • 45 cm Ramsau am Dachstein (Steiermark; 1207 m)
  • 44 cm Obergurgl (Tirol; 1942 m)
  • 44 cm Nauders (Tirol; 1330 m)
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET

Im östlichen Bergland weiterer Schnee

Am Dienstag gehen in den Nordalpen weitere Schneeschauer nieder, die Intensität lässt aber etwas nach. In der Nacht auf Mittwoch wird der Schneefall im östlichen Bergland allerdings neuerlich stärker und am Mittwoch schneit es anfangs kräftig. Besonders in mittleren Höhenlagen vom Salzkammergut bis zum Mariazellerland sind von Dienstagabend bis Mittwochnachmittag weitere 20 bis 40 cm Neuschnee zu erwarten.

24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET
24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET

Die Schneefallgrenze sinkt langsam bis ins Flachland, somit fällt am Mittwoch anfangs auch vom Innviertel über das Mostviertel bis zum Wiener Becken ein wenig Schnee. Die Mengen bleiben hier aber gering. Gänzlich trocken bleibt es von Innsbruck westwärts sowie im Süden.

Große Lawinengefahr

Die Kombination aus großen Neuschneemengen und stürmischem Wind sorgt derzeit in Vorarlberg und Tirol besonders oberhalb der Waldgrenze für große Lawinengefahr. Dies entspricht der Kategorie 4 auf der 5-stufigen Skala. Störanfälliger Triebschnee kann hier bereits von einzelnen Wintersportlern zu Lawinen ausgelöst werden! Im östlichen Bergland herrscht vorerst noch Stufe 3, durch den weiteren Neuschnee zeichnet sich allerdings am Mittwoch auch hier ein weiterer Anstieg der Lawinengefahr ab.

Es herrscht Lawinenwarnstufe 4
Teils große Lawinengefahr in Tirol. © LWD Tirol; https://avalanche.report/

Winterliche Woche

Mittwochnacht lässt der Schnee im östlichen Bergland langsam nach und der Donnerstag verläuft meist trocken. Die Temperaturen bleiben aber weiterhin winterlich und vielerorts stellt sich Dauerfrost ein. Am Mittwoch steigen die Temperaturen im Südosten noch auf bis zu +5 Grad, ab Donnerstag liegen die Höchstwerte dann selbst im Flachland nur noch zwischen 0 und +2 Grad. Eine Milderung ist frühestens am Sonntag im äußersten Westen zu erwarten.

Schnee am Furkajoch
Beim Furkajoch in Vorarlberg. © www.foto-webcam.eu

Starker Schneefall in den Alpen

Starker Schneefall in den Alpen

Das Wetter in Europa wird derzeit von einem umfangreichen Tiefdruckgebiet mit Kern über Skandinavien bestimmt. Mit einer nördlichen Höhenströmung gelangen dabei kalte und teils feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa, was in den Nordalpen für eine ausgeprägte Nordstaulage sorgt.

40 cm Neuschnee

Bereits seit Sonntag fällt im Bergland teils anhaltender Schnee. Vor allem im Arlberggebiet, am Alpenhauptkamm sowie teils auch in den Nordalpen gab es bereits markante Neuschneemengen. Anbei die gemeldeten Schneehöhen am Montagmorgen:

  • 43 cm Warth am Arlberg (V)
  • 40 cm Obergurgl (T)
  • 39 cm Lech (V)
  • 34 cm Ramsau am Dachstein (ST)
  • 31 cm Nauders (T)
  • 29 cm Langen am Arlberg (V)
  • 27 cm St. Anton am Arlberg (T)
  • 27 cm Schröcken (V)
  • 26 cm Böckstein (S)
24-Stunden-Neuschnee am Montagmorgen
24-Stunden-Neuschnee am Montagmorgen. © UBIMET
Neuschnee am Arlberg
Warth am Montagmorgen. © https://www.walserberg.at/

Weiterhin winterlich

In den kommenden Stunden fällt immer wieder Schnee, zudem sinkt die Schneefallgrenze allmählich bis in viele Tallagen. Am Dienstag schneit es dann besonders in den östlichen Nordalpen vom Tennengau bis zum Mariazellerland kräftig, auf den Bergen kommen bis Mittwochvormittag teils weitere 50 cm Neuschnee dazu.

Schneeprognose bis Mittwochmittag
Schneeprognose bis Mittwochmittag. © UBIMET
Viel Schnee in den Alpen
Winterliches Wetter in Obergurgl. © http://webcam.edelweiss-gurgl.com/

In den Hochlagen gab es teils über einen halben Meter Neuschnee, so werden beispielsweise am Pitztaler Gletscher in 2860 m Höhe schon 70 cm Neuschnee gemessen!

Im Arlberg gab es teils mehr als 50 cm Neuschnee
Lech am Arlberg. © https://strolz.panomax.com/

Große Lawinengefahr

Die Kombination aus großen Neuschneemengen und stürmischem Wind sorgt derzeit besonders im Bergland von Vorarlberg über die Lechtaler Alpen bis zum Karwendel für große Lawinengefahr. Dies entspricht der Kategorie 4 auf der 5-stufigen Skala. Störanfälliger Triebschnee kann hier oberhalb der Waldgrenze bereits von einzelnen Wintersportlern zu Lawinen ausgelöst werden. Weitere Details dazu findet man u.a. auf lawinen.at

Schnee in den Nordalpen
Ramsau am Dachstein. © https://www.hotel-lindenhof.at/
Schnee in Tirol
Nauders. © https://www.nauders.com/

Titelbild: © https://www.foto-webcam.eu/

Bis Mittwoch in den Nordalpen 25 bis 50 cm Neuschnee

In den Nordalpen kommt Neuschnee

Eine erste Kaltluftstaffel hat in der Früh die Alpen erreicht, somit sank in den Nordalpen die Schneefallgrenze auf 1200 bis 1000 m ab. Zusätzlich dazu kam verbreitet stürmischer Westwind auf.

Maximale Windböen am Sonntag
Maximale Windböen am Sonntag @ UBIMET

Orkan gab es auf den Bergen:

  • 169 km/h am Feuerkogel (OÖ)
  • 143 km/h auf der Zugspitze (T/DE)
  • 133 km/h am Galzig (T)

Im Süden war in den Tälern aus der Nacht noch Kaltluft vorhanden, somit fiel hier zunächst bis in tiefe Lagen Schnee. Nun ist aber auch hier die Luft durchmischt und Schnee fällt nur mehr oberhalb von 1000 m.

Viel Neuschnee bis Montagabend

Nachdem nun der Niederschlag etwas nachgelassen hat, verstärkt sich der Regen und Schneefall am Nachmittag wieder. Dabei dreht die Strömung allmählich auf Nordwest bis Nord, somit kommt über Nacht sukzessive kältere Luft zu den Alpen. In den Nordalpen schneit es dann in der Nacht und am Montag verbreitet und teils ergiebig!

24 h Schneemengen am Montag
24 h Schneemengen am Montag @ UBIMET

Oberhalb von rund 700 m kommt somit in vielen Tälern 20 bis 30 cm Neuschnee zusammen.

Schwerpunkt verlagert sich nach Osten

Am Dienstag lässt der kräftige Schneefall im Westen rasch nach, vom Tennengau bis zu den Gutensteiner Alpen schneit es hingegen noch weiter. Hier kommen noch ein paar Zentimeter hinzu, Schnee fällt dabei bis tiefe Lagen.

24 h Schneemengen am Dienstag
24 h Schneemengen am Dienstag @ UBIMET

Auch am Mittwoch schneit es nach derzeitigem Stand vom Tennengau bis zum Wienerwald noch weiter. Nochmals 10 bis 20 cm sind in den Staulagen zu erwarten, aber rauch im Flachland sind ein paar Schneeschauer zu erwarten.

Titelbild: pixabay.com

Neuschnee in den Mittelgebirgen und in den Alpen

Im Erzgebirge kehrt der Winter ein

Am Montag schneit es in den Staulagen der Mittelgebirge oberhalb von 500 bis 700 m verbreitet. Besonders in der Schwäbischen Alb, im Erzgebirge sowie am Alpenrand kommen einige Zentimeter Neuschnee zusammen. Aber auch sonst bildet sich eine dünne Schneedecke aus.

Neuschnee bis Mittwoch
Neuschnee bis Mittwoch @ UBIMET

Im Erzgebirge reichlich Neuschnee

Am Dienstag lässt der Schneefall in den meisten Regionen nach, nur im Erzgebirge schneit es ergiebig bis Mittwochvormittag weiter. Dabei sinkt die Schneefallgrenze hier bis in tiefe Lagen. Vor allem in den Staulagen sind bis Mittwoch gute 20 bis 30 cm Neuschnee zu erwarten, hier kann also die Skisaison beginnen.

Alpen bis 1 Meter Neuschnee

An der Alpennordseite der Schweizer und Österreichischen Alpen kommt in den kommenden Tagen viel Neuschnee hinzu. In Lagen oberhalb von 1200 m, wie zum Bespiel am Alrberg, kommen  bis zu 1 Meter Neuschnee hinzu. Zusätzlich laufen die Schneekanonen durch, dem Skivergnügen in den Weihnachtsferien steht hier nichts mehr im Wege.

Titelbild: visualhunt.com

Trend: Viel Neuschnee am kommenden Wochenende?

In den Nordalpen kündigt sich der lang ersehnte Neuschnee an.

Wenig Schnee bisher

In den klassischen Nordstaulagen gab es ja bislang noch keine großen Schneemengen, so meldete Schröcken in Vorarlberg zum Beispiel heute morgen eine magere Gesamtschneehöhe von 1 cm. Selbst Wien kann derzeit mehr Schnee vorweisen. Und so schaut aktuell das eher traurige Webcam-Bild aus dem Wintersportort auf 1240 m aus, Regen lässt die letzten Schneereste dahinschmelzen:

Die Arlbergregion Anfang Dezember 2018.
Die Arlbergregion Anfang Dezember 2018.

Ganz anders im Vorjahr. 45 cm Schnee meldete Schröcken vor exakt einem Jahr, für Anfang Dezember ist das eine Schneehöhe, die man sich hier durchaus erwarten kann. Gleich viel winterlicher somit auch das Webcambild von damals:

Die Arlbergregion Anfang Dezember 2017.
Die Arlbergregion Anfang Dezember 2017.

Doch für alle Wintersportler und Schneefreunde gibt es Licht am Ende des Tunnels. Die kommenden Tage bis einschließlich Freitag sind eher auf der milden Seite, Schnee fällt nur im Hochgebirge. Doch pünktlich zum zweiten Adventwochenende stellt sich die Großwetterlage dann um. Es sind zwar noch ein paar Tage bis dahin, die beiden großen Wettermodelle (ECMWF und GFS) sind sich aber schon erstaunlich einig.

Nordstau

So soll in der Nacht auf Samstag eine kräftige Kaltfront über Österreich hinwegziehen, wobei die Schneefallgrenze von über 2.000 Meter auf rund 700 bis 800 m sinkt. Hinter Front werden dann feuchte und kalte Luftmassen von der Nordsee herangeführt, wie auf dem Bild gut zu erkennen ist. Für die klassischen Nordstaulagen von Vorarlberg bis zum Wienerwald bedeutet das jede Menge Neuschnee.

Die Wetterlage stellt sich um.
Die Wetterlage stellt sich um.

So kommen in diesen Regionen am kommenden Wochenende oberhalb von rund 700 m verbreitet 30 bis 50 cm Neuschnee zusammen. Diese Entwicklung scheint doch schon recht gut abgesichert zu sein. Noch mehr der weißen Pracht gibt es rund um den Arlberg, hier fallen mehr als 50 cm!

Lang ersehnter Schnee im Nordstau.
Lang ersehnter Schnee im Nordstau.

Quelle Titelbild: pixabay

Meteorologischer Winterbeginn nach Maß

Frisch verschneit zeigt sich das südliche Niederösterreich.

Schnee über Nacht

Der Auftakt in den meteorologischen Winter könnte kaum passender ausfallen. Seit der vergangenen Nacht schneit es insbesondere in Niederösterreich und in Wien. Die Bundeshauptstadt meldete in der Früh immerhin 3 cm Neuschnee und damit ebenso viel der weißen Pracht wie beispielsweise in Warth am Arlberg. Besonders im östlichen Flachland lässt sich der Pulverschnee heute auch noch genießen, denn hier verharren die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Weiter nach Westen zu geht es dem Schnee bei Temperaturen von bis zu +5 Grad am Nachmittag dagegen schon wieder an den Kragen.

Die verschneite Bundeshauptstadt.
Die verschneite Bundeshauptstadt.

Zweistellige Plusgrade

Die Winterfreuden zu Beginn der kalten Jahreszeit sind aber auch im Osten nur von kurzer Dauer. Bereits am Sonntag schaffen es die Temperaturen verbreitet ins Plus, einzig im Waldviertel hält sich da und dort noch die Frostluft mit Werten um den Gefrierpunkt. In der neuen Woche gerät Österreich dann unter den Einfluss einer lebhaften Westströmung, noch mildere und feuchte Luftmassen vom Atlantik erreichen uns. So steigen die Temperaturen am Montag schon auf 5 bis 14 Grad, wobei es im Osten noch verhältnismäßig frisch bleibt. Hier bringt dann stürmischer Westwind am Dienstag den Luftmassenwechsel, Temperaturen bis zu 15 Grad lassen den Schnee endgültig verschwinden. Auch die darauffolgenden Tage lassen keine wirklichen Wintergefühle zu, die nächste markante Kaltfront kündigt sich dann erst für das zweite Adventwochenende an.

Hintergrund: Astronomische vs. meteorologische Jahreszeiten

Der astronomische Winter beginnt auf der Nordhalbkugel auch heuer erst kurz vor Weihnachten, genau gesagt am 21. Dezember. Dieser Tag ist auf der Nordhalbkugel auch gleichzeitig der kürzeste Tag des Jahres, die Sonne steht dann senkrecht über dem südlichen Wendekreis auf der anderen Seite der Erdkugel. Warum es neben den astronomischen Jahreszeiten auch die sogenannten meteorologischen gibt, hat einen einfachen Grund. Meteorologische Statistiken über die Jahreszeiten lassen sich nur schwer erstellen, wenn der Beginn ebendieser mitten im Monat liegt und dann auch noch schwankt. Deshalb wurde noch in Zeiten ohne Computer die Entscheidung getroffen, die meteorologischen Jahreszeiten immer an den Monatsersten beginnen zu lassen.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/hochwolkersdorf/

Freitagnacht in St. Pölten und Wien etwas Schnee

Schneefall

Die schwache Warmfront eines Tiefs über dem Europäischen Nordmeer greift in diesen Stunden auf Oberösterreich und das westliche Niederösterreich über. Vorerst fällt der Niederschlag großteils als Regen, weil in mittleren Höhenlagen positive Temperaturen herrschen (am Feuerkogel werden aktuell +0.8 Grad gemessen). Da in tiefen Schichten allerdings noch frostige Luft lagert, besteht derzeit besonders vom nördlichen Innviertel bis zum Traunviertel teils erhebliche Glättegefahr!

Im Osten fällt Schnee
Die Luftmassengrenze liegt kommende Nacht zwischen Linz und St. Pölten. © UBIMET

In der Nacht im Nordosten Schnee

In den Abendstunden wird der Niederschlag langsam stärker und greift zunehmend auch auf den Nordosten über. Von Vorarlberg bis ins Salzkammergut pendelt die Schneefallgrenze zwischen 1.000 und 1.300 m, etwa östlich der Linie Mühlviertel – Amstetten – Mariazellerland schneit es dagegen meist bis in tiefe Lagen. Im Bereich der Niederösterreichischen Voralpen sowie in höheren Lagen des Mühl- und Waldviertels sind bis Samstagmorgen um 10 cm Neuschnee zu erwarten, aber auch sonst sind im Wald- und Mostviertel verbreitet Mengen um 5 cm möglich.

Im St. Pölten fällt Schnee
Schneeprognose bis Samstagmorgen. © ECMWF / UBIMET

In Linz geht der Regen in der Nacht ebenfalls vorübergehend wieder in Schnee über, somit kann sich auch hier noch eine Schneedecke bilden. Weiter westlich fällt dagegen Regen mit einer Schneefallgrenze von etwa 1.000 m.

Etwas Schnee in Wien

Ab etwa Mitternacht greift der Schneefall allmählich auf das Wiener Becken und das östliche Flachland über, wobei die Mengen nach Osten zu immer geringer ausfallen. In Wien zeichnen sich aber durchaus ein paar Zentimeter Schnee ab, zudem handelt es sich im Gegensatz zu den bisherigen Schneeereignissen nicht um Nassschnee. Am Samstagmorgen lässt der Schneefall dann langsam nach.

Am Freitag im Norden gefrierender Regen, im Nordosten später Schnee

In Oberösterreich und Niederösterriech gibt es gefrierenden Regen und Schnee

Im Laufe des kommenden Wochenendes stellt sich die Großwetterlage im Alpenraum langsam um. Die Höhenströmung dreht allmählich wieder auf West und führt schubweise feuchtmilde Luftmassen atlantischen Ursprungs ins Land. Die Schneefallgrenze liegt in der Osthälfte des Landes bis Samstagmorgen noch im Flachland, ausgehend von Vorarlberg steigt sie am Sonntag aber auf über 2.000 m an.

Glättegefahr im Norden

Der Freitag bringt zunehmend dichte Wolken, nur an der Alpensüdseite und im Osten scheint zeitweise noch die Sonne. Ab etwa Mittag setzt von Vorarlberg bis nach Oberösterreich allmählich Regen ein, wobei die Schneefallgrenze bei etwa 1.300 m liegt. In tiefen Schichten hält sich im Donauraum sowie allgemein im Osten und Süden allerdings kalte, frostige Luft, somit besteht besonders in einem Streifen vom nördlichen Innviertel und Sauwald über den Zentralraum bis zur Eisenwurzen zunehmend Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Auch im Pinz- und Pongau sowie im Ennstal und Gesäuse kann es neben Schneefall teilweise zu gefrierendem Regen kommen.

Auch in Wien fällt Freitagnacht etwas Schnee
Potential für gefrierenden Regen und Schnee von Fr.vormittag bis Sa.morgen. © UBIMET

Schnee im Nordosten

Am Abend wird der Niederschlag langsam stärker und greift zunehmend auch auf den Nordosten über. Von Vorarlberg bis ins Salzkammergut pendelt die Schneefallgrenze zwischen 1.000 und 1.300 m, etwa östlich der Linie Mühlviertel – Amstetten – Mariazellerland schneit es dagegen bis in tiefe Lagen. Besonders im Mühl-, Wald- und Mostviertel sind dabei stellenweise bis zu 10 cm Neuschnee zu erwarten. Weiter nach Osten zu fallen die Mengen geringer aus, aber auch in Wien zeichnen sich bis Samstagmorgen ein paar Zentimeter Schnee ab. Von Unterkärnten bis ins Südburgenland fällt in der Nacht auf Samstag zwar nur vorübergehend ein wenig Regen oder Schnee, auch hier kann es streckenweise aber glatt werden.

Milderung am Sonntag

Am Samstagvormittag gehen Regen und Schneefall bald zu Ende und bis Mittag stellt sich weitgehend trockenes Wetter ein. Am Sonntag kommt im Westen neuerlich Regen auf, dabei steigt die Schneefallgrenze auf über 2.000 m an. Im Süden und Osten lockern die Wolken dagegen zeitweise auf, die Temperaturen steigen aber auch hier langsam wieder auf positive Werte an.

Auf den Schnee folgt die Kälte

Eisige Nächte stehen bevor.

Gruß vom Winter

Über Nacht hat es im Großteil Österreichs geschneit, am meisten Schnee fiel dabei im Oberen Mühl- und Waldviertel, in den Bergen Ober- und Niederösterreichs und in der Obersteiermark. So verzeichnete Mariazell in der Früh eine Schneehöhe von 23 cm, so viel im November wie seit fünf Jahren nicht mehr. 18 cm kamen in Spital am Pyhrn zusammen, 11 cm in Abtenau. Abseits der Berge reichte es dagegen nur für eine dünne Schneeauflage, in Wien beispielsweise zuckerte es lediglich an. Auch der Westen bekam nur wenig Neuschnee ab, so liegt im Arlberggebiet derzeit nur unwesentlich mehr Schnee als im Wienerwald.

Hier ein paar Eindrücke aus Wien, Wildalpen und Mariazell:

Angezuckerte Bundeshauptstadt.
Angezuckerte Bundeshauptstadt.
Verschneite Landschaft.
Verschneite Landschaft.
Verschneite Landschaft.
Verschneite Landschaft.

Hoch DOMINIK kommt

Das Tief zieht bis morgen nach Südosteuropa ab, dann nimmt das kräftige Hochdruckgebiet namens DOMINIK mehr und mehr Einfluss auf das Wetter in Österreich. Bis einschließlich Freitag scheint somit oft die Sonne, Niederschlag ist vorerst nicht mehr zu erwarten. Erst Freitagabend nähert sich von Westen her die nächste Front mit Regen, Schneefall und speziell von Salzburg ostwärts sogar gefrierendem Regen.

Eistage stehen bevor

Das Hoch bringt bis zum Freitag aber nicht nur trockene und zeitweise sonnige Bedingungen, besonders der Osthälfte stehen nun auch die kältesten Tage des Herbstes bevor. Bereits am Mittwoch werden nur noch -2 bis +5 Grad erreicht, frostig bleibt es dabei etwa in der Buckligen Welt und im Mariazellerland. Richtig eisig wird dann aber die Nacht auf Donnerstag, inneralpin sinken die Temperaturen auf bis zu -15 Grad.

Die Kältepole sind dabei:

  • der Lungau
  • das Obere Wald- und Mühlviertel
  • das Ausseerland
  • das Obere Murtal

Auch am Donnerstag und Freitag bleibt es von Linz und Graz ostwärts beim Dauerfrost, kräftiger Südostwind verschärft hier die Kälte zusätzlich. Deutlich milder ist es in den kommenden Tagen stets im Westen, am Donnerstag sind in mittleren Höhenlagen Vorarlbergs rund +10 Grad möglich.

Quelle Titelbild: pixabay

In der Nacht etwas Neuschnee in den Nordalpen

Neuschnee über Nacht

In den vergangenen Stunden sank die Schneefallgrenze in der Obersteiermark, in Salzburg, im Mostviertel und im oberösterreichischen Alpenvorland bis in die Niederungen. Seit Mittag schneit es selbst in Amstetten oder Haag. Dabei hat sich verbreitet eine dünne Schneedecke ausgebildet. Aufgrund des recht warmen Bodens und des sehr nassen Schnees gewinnt die Schneedecke derzeit aber kaum an Mächtigkeit.

Mehr Schnee in der Nacht

Im Laufe der Nacht fließt aus Norden immer kältere Luft ein. Somit geht der Regen überall an der Alpennordseite in Schneefall über, zudem wird der Schnee trockener und die Schneedecke wächst schneller an. Bis Dienstagfrüh kommen so im Nordstau der Alpen verbreitet mit 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen. In Wien, St. Pölten oder Linz reicht es hingegen höchstens für eine dünne Schneedecke.

Neuschneemengen über Nacht
Neuschneemengen über Nacht @UBIMET

Am Dienstagvormittag lässt der Schneefall von Norden her rasch nach, tagsüber sind dann nur mehr ein paar Schneeschauer zu erwarten.

Viel Regen

Nach den vergangenen trockenen Wochen hat es heute im Flachland verbreitet ergiebig geregnet, nur im Westen blieb es bis her trocken. Die Natur und die Landwirte freuen sich über das Nass von oben.

Bisher gefallene Niederschlagsmengen
Bisher gefallene Niederschlagsmengen @ UBIMET

Titelbild: visualhunt.com

Aktuelle Schneehöhen in Deutschland

Neuschnee in Bischofsmais

Ein Höhentief über Frankreich hat am Dienstag den ersten nennenswerten Schneefall des Jahres in der Mitte des Landes gebracht. Besonders im Bereich des Thüringer Waldes gab es in mittleren Höhenlagen Neuschneemengen um 10 cm, aber auch in tiefen Lagen bildetet sich von Nordhessen bis zum südlichen Sachsen-Anhalt zumindest vorübergehend ein dünne Schneedecke.

Es liegt Schnee in Thüringen
Bahnhof Rennsteig im Thüringer Wald.

Anbei eine Auswahl an Schneehöhen am 21. November 2018 um 7 Uhr:

Ort Schneehöhe
Fichtelberg, 1213 m 13 cm
Frankenhain (Lütsche Talsperre), 588 m 13 cm
Neuhaus am Rennnweg, 845 m 12 cm
Kleiner Inselberg, 732 m 11 cm
Oberweissbach, 585 m 10 cm
Goldisthal, 595 m 8 cm
Martinroda, 427 m 8 cm
Brocken, 1134 m 8 cm
Battenberg-Berghofen, 328 m 7 cm
Gehren, 508 m 6 cm
Altenfeld, 583 m 6 cm
Schmücke, 937 m 6 cm
Zugspitze, 2964 m 3 cm

In den kommenden Tagen steigen die Temperaturen wieder leicht an, somit schmilzt der Schnee in den meisten Regionen wieder weg. Spätestens am Wochenende zeichnet sich dann auch in den Gipfellagen des Thüringer Waldes und des Erzgebirges Tauwetter ab.

Schnee in Usseln
Schnee in Usseln im Rothaargebirge (Nordhessen).
Schnee in Thüringen
Schnee in Ilmenau (Thüringen).

Kaum Schnee in den Nordalpen

In den Alpen liegt derzeit kaum Schnee, da es hier von Ende Oktober bis Mitte November bei föhnigem Südwind deutlich überdurchschnittliche Temperaturen gab und in den letzten Tagen nur geringe Niederschlagsmengen gefallen sind. Nur in schattigen Nordhängen gibt es gebietsweise ein paar Zentimeter Schnee.

Die Alpen zeigen sich grün
In den Berchtesgadener Alpen liegt nahezu kein Schnee. © www.foto-webcam.eu

Titelbild: Neuschnee in Bischofsmais (Bayern) am Dienstag.

Neuschnee im Süden

Neuschnee in Klagenfurt

In den vergangenen Stunden schneite es in Osttirol und Kärnten sowie von der Südoststeiermark bis zu den Niederen Tauern kräftig. Verbreitet kamen hier 10 bis 20 cm Neuschnee hinzu, lokal wie in Bad Bleiburg wurden bis zu 30 cm gemessen. Hier ein paar Bilder von der wunderschönen Winterlandschaft:

Schnee am Faaker See (faakersee.it-wms.com)
Webcam bodental.it-wms.com
Tiefster Winter am Golfplatz in Moosburg

Schnee auch im Südosten und Osten

Auch in der südlichen Steiermark und im Südburgenland wurde es am Dienstagvormittag vorübergehend weiß, hier schmilzt der Schnee aber rasch wieder davon. In den tiefen Lagen des Ostens handelt es sich meist um Regen oder Schneeregen, in Lagen oberhalb von rund 400m wurde es aber auch winterlich. So wie z.B in Hochneukirchen in der Buckligen Welt:

Schneefall in Hochneukirchen

 

Ergiebiger Schneefall im Frühverkehr

Schneefall im Frühverkehr sorgt für Probleme

Am Nachmittag und Abend schneit es im Süden und Osten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unergiebig weiter. Mit Annäherung eines Italientiefs setzt nach Mitternacht im Süden zunehmend kräftiger Schneefall ein. Bis zum Morgen breitet sich der Schneefall nordwärts bis Wien aus.

Behinderungen im Frühverkehr

Gerade in den Morgenstunden fällt der Schneefall von Oberkärnten über die Packalpe bis zum Wechsel ergiebig aus. Somit ist in diesen Regionen mit weitreichenden Behinderungen und Verspätungen im Frühverkehr zu rechnen. Der starke Schneefall verlagert sich im Laufe des Vormittags mehr in den Osten, somit kann es auch in Wien kurzzeitig kräftig schneien. Allerdings wird es auch immer milder, sodass der Schnee in tiefen Lagen zunehmend in Schneeregen und Regen übergeht. Bis zum Abend klingen Regen und Schneefall überall ab.

Neuschneeprognose für den Dienstag
Neuschneeprognose für den Dienstag © UBIMET

Ab Mittwoch Tauwetter

Am Mittwoch setzt sich die Milderung fort. Dabei bleibt es sowie auch am Donnerstag in der Osthälfte trüb durch Hochnebel oder Wolken. Dazu kann es bei zarten Plusgraden immer wieder nieseln oder leicht regnen. Mit dem einsetzenden Tauwetter geht es dem Schnee an den Kragen, nur in den geschützten Tal- und Beckenlagen des Südens kann sich der Schnee länger halten.

Ganz anders präsentiert sich das Wetter von Vorarlberg bis in die westliche Obersteiermark, hier strahlt die Sonne von einem oftmals wolkenlosen Himmel. Die Temperaturen liegen je nach Sonne und Wolken zwischen 1 und 9 Grad.

Titelbild: visualhunt.com

Ostlage sorgt für zunehmend winterliches Wetter in Österreich

Der erste Schnee im Flachland ist in Sicht

Bereits seit Mitte der Woche gelangen trockene und kühle Luftmassen nach Österreich, so gab es am Freitag erstmals in weiten Teilen des Landes Frost. Anbei die kältesten Orte pro Bundesland der letzten Nacht unterhalb einer Seehöhe von 1.000 m:

Ort Tiefstwert
Aigen im Ennstal (ST) -6.5 Grad
Summerau (OÖ) -5.8 Grad
Ehrwald (T) -5.8 Grad
Rauris (S) -5.6 Grad
Zwettl (NÖ) -5.2 Grad
Schoppernau (V) -4.5 Grad
Wien-Mariabrunn (W) -3.4 Grad
Neusiedl am See (B) -1.7 Grad
Völkermarkt (K) +0.3 Grad

In der Nacht auf Samstag ist neuerlich verbreitet mit Frost zu rechnen, es gibt allerdings ein paar Ausnahmen: Einerseits die windigen Regionen wie etwa das Innviertel, andererseits die trüben Regionen  durch Hochnebel wie etwa der Bodenseeraum oder Teile Kärntens.

Sonntagnacht erste Flocken

Der Samstag und der Sonntag verlaufen abseits lokaler Nebelfelder besonders an der Alpennordseite und im Osten überwiegend sonnig, etwas hartnäckiger halten sich teils hochnebelartige Wolken hingegen von Unterkärnten bis zum Südburgenland. Am Sonntagnachmittag ziehen aus Nordosten aber vermehrt Wolken auf und in der Nacht auf Montag ziehen besonders im Mühl- und Waldviertel sowie im östlichen und südlichen Bergland ein paar Schneeschauer durch. Auch sonst bestehen aber Chancen, die ersten Flocken zu Gesicht zu bekommen.

Schneeschauer am Montag

Der Montag bringt viele Wolken und im Tagesverlauf gehen vor allem im Bereich der östlichen Nordalpen vom Salzkammergut bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet sowie im Mühl- und Waldviertel ein paar Schneeschauer nieder. Ab mittleren Höhenlagen kann sich hier vorübergehend eine dünne Schneedecke bilden. Ein paar Schneeflocken sind aber nirgends ausgeschlossen, am ehesten trocken bleibt es im Westen sowie teils auch im östlichen Flachland. Mit Höchstwerten zwischen -2 und +5 Grad ist zudem in mittleren Höhenlagen erstmals in diesem Winter leichter Dauerfrost zu erwarten.

Es wird winterlich in Österreich
An der Südflanke des Hochs gelangt am Montag kalte Luft ins Land. © UBIMET / NCEP

Dienstag verbreitet Schnee?

Am Dienstag und Mittwoch machen sich die Ausläufer eines Tiefs über dem Mittelmeerraum bzw. Südosteuropa bemerkbar, dabei nimmt von Unterkärnten über die Steiermark bis in den Osten Österreichs die Wahrscheinlichkeit für Schneefall zu. Die Mengen halten sich voraussichtlich in Grenzen, vorübergehend sind aber auch im Flachland ein paar Zentimeter Nassschnee möglich! Etwas markantere Mengen sind in mittleren Höhenlagen vom Packsattel über das Steirische Randgebirge bis zur Semmering-Wechsel-Region möglich.  Die Modellunsicherheiten sind derzeit allerdings noch groß.

Rekord-Schneesturm in Kanada bringt 30 cm Schnee in Calgary

In Calgary gab es einen Rekord-Schneesturm

Verkehrschaos in Calgary

Am Dienstag hat ein Tief über dem Nordosten der USA für winterliche Verhältnisse im Westen Kanadas gesorgt. Besonders betroffen war die Provinz Alberta und hier vor allem ihre Hauptstadt, die Millionenmetropole und 1988-Olimpiastadt Calgary. Der außergewöhnlich kräftige Schneesturm führt zu Stromausfällen und einem Verkehrschaos in der gesamten Provinz. In den kommenden Stunden beruhigt sich die Lage rasch wieder, die Temperaturen bleiben aber auf einem winterlichen Niveau.

31 cm Neuschnee, Oktober-Rekord?

Calgary liegt auf rund 1000 m Seehöhe am Fuß der Rocky Mountains, Schnee ist hier zwischen Ende September und Ende Mai klimatologisch gesehen keine Seltenheit. Dennoch sind die gemeldeten 31 cm Neuschnee in weniger als 30 Stunden selbst für diese Region rekordverdächtig. Der Oktober-Rekord für die 24-stündige Neuschneemenge beträgt knapp 30 cm Neuschnee und wurde im Jahr 1914 gemessen. Ob der Neuschnee im aktuellen Fall innerhalb von 24 oder 30 Stunden gefallen ist, muss vom Kanadischen Wetterdienst allerdings noch geklärt werden.

Nachfolgend befinden noch ein paar beeindruckenden Bilder und Videos aus der Region:

Titelbild: pixabay.com

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Schnee bis auf knapp 1000 m in Salzburg

Schneefall in den Alpen

Während sich an der Alpennordseite in der Nacht auf Sonntag immer kältere Luft gestaut hat, sorgt ein Italientief seit Samstag für einen kontinuierlichen Nachschub an feuchter Luft. Heute morgen gab es in manchen Tauerntälern sogar auf einer Seehöhe von knapp 1000 m den ersten Schnee der Saison.

Der erste Schnee in Bad Gastein.
Der erste Schnee in Bad Gastein. © https://www.gasteinertal.com/webcam/golf.html

Die tiefe Schneefallgrenze kann man nicht allein anhand der Luftmasse erklären, da diese in 1.600 m Höhe eine Temperatur von knapp über 0 Grad aufweist. Dies kann man anhand von exponierten Wetterstationen am Alpennordrand abschätzen. Anbei eine Auswahl an Temperaturmeldungen um 7 Uhr:

Feuerkogel, 1618 m (OÖ) +2 Grad
Loferer Alm, 1623 m (S) +1 Grad
Wiesjoch, 1760 m (T) +2 Grad
Hahnenkamm/Ehrenbachhöhe, 1790 m (T) 0 Grad

In der Nacht lag die Nullgradgrenze beim Radiosondenaufstieg von München noch in 2.135 m Höhe. In der Regel liegt die Schneefallgrenze etwa 200 bis 400 m unterhalb der Nullgradgrenze, in den Alpen kann der Unterschied manchmal aber sogar über 1000 m betragen!

Kräftiger Schneefall in Obertauern
Kräftiger Schneefall in Obertauern. © https://www.foto-webcam.eu/webcam/glpb71/

Niederschlagsabkühlung

Entscheidend für das markante Absinken der Schneefallgrenze in den Tauerntälern war die ausgeprägte Niederschlagsabkühlung. Bei diesem Prozess wird die Luft vor Ort durch das Schmelzen der Schneeflocken nach und nach auf 0 Grad abgekühlt. Entscheidend dafür sind folgende Faktoren:

  • Anhaltende und starke Niederschläge (als Faustregel mind. 2 mm pro Stunde).
  • Windschwache Verhältnisse, damit der Wind die gekühlte Luft nicht mit der ursprünglich milderen Luftmasse vermischt.
  • Enge Tallagen, da hier wesentlich weniger Luft abgekühlt werden muss als beispielsweise über der gleichen Grundfläche im Flachland. Je enger das Tal, desto effektiver die Niederschlagsabkühlung!
Schneefall in Zauchensee
Schneefall in Zauchensee. © https://www.feratel.com

50 cm Schnee im Gebirge

In den Hochlagen der Tauern ist teils sogar ein halber Meter Schnee gefallen, so meldete der Hohe Sonnblick in 3.105 m Höhe am Sonntagmorgen eine Schneedecke von 51 cm! Die Wetterstation am Thomaseck oberhalb von Böckstein meldete in 2.040 m Höhe um 7 Uhr rund 39 cm, in Böckstein selbst wurden in 1.175 m immerhin 4 cm gemessen. In den kommenden Stunden lässt die Niederschlagsintensität aber langsam nach und die Schneefallgrenze steigt wieder an. Im Laufe der kommenden Woche stellt sich dann neuerlich sommerliches Wetter ein.

Der Vrlauf der Wetterstation Böckstein
Die Temperatur in Böckstein ist durch den anhaltenden Niederschlag auf 0 Grad gesunken. © UBIMET

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Skispringen im Sommer?

Auch im Sommer kann man Skispringen.

Skispringen auch ohne Schnee

Kaum zu glauben, aber wahr: Auch im Sommer trainieren Skispringer ihre Sprünge auf Schanzen. Und was nur die Wenigsten wissen, es gibt sogar ganzjährige Skisprung-Wettbewerbe. Dafür werden die Schanzen und Landezonen (sogenannte Aufsprungbahnen) mit speziellen Matten aus Kunststoff belegt und sind damit auch für den Betrieb im Sommer ganz ohne Schnee geeignet. Die Matten werden mit Wassersprinklern befeuchtet und haben dadurch ähnliche Gleiteigenschaften wie Schnee. Der Anlauf besteht bei modernen Anlagen aus einer Keramik- oder Porzellanspur und die Landebahn aus meist grünen Kunststoffmatten aus dünnen Plastikstreifen.

Gute Mutprobe

Dennoch benötigt jeder Sprung eine große Portion Mut und steht vom Schwierigkeitsgrad her dem Skispringen im Winter um nichts nach. Im Gegenteil: Die Sommerhitze ist für die Athleten eine zusätzliche Belastung beim Training und im Wettbewerb, speziell in den luftdichten Hightech-Anzügen. Wer Lust darauf bekommen hat, die tollkühnen Luftakrobaten live zu bestaunen, hier geht’s zu den Sommer-Grand-Prix Terminen für dieses Jahr!

Tief VADJMA bringt Schnee auf den Bergen

Schneefall in Kärnten in etwa 1.900 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Besonders im östlichen Alpenraum fällt seit Montag kräftiger Regen. Während es in der Steiermark zu lokalen Überflutungen kam, waren die Auswirkungen in den Nordalpen erwartungsgemäß gering: Einerseits aufgrund der trockenen Vorgeschichte, andererseits wegen der vergleichsweise tiefen Schneefallgrenze.

Schneefall in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall am Dienstag in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

In engen Tallagen im Bereich des Alpenhauptkamms wie dem Pitztal in Tirol hat es am Dienstagmorgen vorübergehend sogar bis knapp 1.500 m herab nassen Schneefall gegeben. Von Tirol bis zum Alpenostrand liegt die Schneefallgrenze derzeit bei etwa 1.700 m. Im Hochgebirge gab es bereits teils über 20 cm Neuschnee, so wie etwa am Pitztaler Gletscher in 2.850 m Höhe. Am Sonnblick gab es in 3.100 m Höhe in Summe sogar knapp 40 cm Neuschnee.

24-Neuschneeprognose. © UBIMET
24-Neuschneeprognose. © UBIMET
Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall in Kärnten am Dienstag in etwa 2.100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Schmelzraten wie im Hochsommer

Die kühle und feuchte Witterung ist wichtig für die alpinen Gletscher. Obwohl der Winter sehr schneereich war, liegen derzeit auf den Bergen vielerorts nur noch durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Schneemengen für die Jahreszeit. Im Zuge des außergewöhnlich trockenen und milden Frühjahrs ist nämlich in den letzten Wochen bereits sehr viel Schnee geschmolzen, teilweise waren die Schmelzraten sogar vergleichbar zum Hochsommer.

Schneehöhenverlauf am Pitztaler Gletscher. © https://apps.tirol.gv.at/hydro/
Schneehöhenverlauf am Pitztaler Gletscher. © https://apps.tirol.gv.at/hydro/
Schneefall in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall an der Großglockner-Hochalpenstraße (2.300 m) © www.foto-webcam.eu

Schneemassen auf den Bergen Spaniens

Schnee in Spanien/Pyrenäen.

Besonders gegen Mitte der Woche gelangten mit einer nordwestlichen Höhenströmung wiederholt kühle Luftmassen in den Südwesten Europas, so sank die Schneefallgrenze vorübergehend sogar bis knapp 800 m herab. Im Bergland kam es dabei zu teils kräftigem Schneefall: Betroffen davon waren u.a. das Kantabrische Gebirge und die Pyrenäen im Norden das Landes, die Sierra Nevada im Süden oder auch das Iberische Gebirge im Osten. In den Hochlagen oberhalb von etwa 2000 m liegt hier für die Jahreszeit rekordverdächtig viel Schnee. In Mitteleuropa hat der nahezu ortsfeste Tiefdruckkomplex dagegen für anhaltend überdurchschnittliche Temperaturen gesorgt.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Mittwoch. © GFS / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am letzten Mittwoch. © GFS / UBIMET

 

Das wetterbestimmende Tief hat sich mittlerweile in den zentralen Mittelmeerraum verlagert. Im Laufe der kommenden Tage stellt sich dann auch über der Iberischen Halbinsel eine südliche Strömung ein und deutlich mildere Luftmassen sorgen für Tauwetter im Gebirge. Anbei ein paar der spektakulärsten Bilder der letzten Tage:

Nix mit Frühling! Eiszeit in Nordeuropa

Auf der Ostee in Finnland braucht es noch immer einen Eisbrecher © pixabay

Ostsee-Eis

Von Eis ist auf den heimischen Badeseen schon seit Wochen keine Spur mehr, ganz anders ist die Situation aber noch immer in Nordeuropa. Weite Teile der Ostsee sind zugefroren, zum Teil ist das Eis einen halben Meter dick und kann sogar Autos tragen. Besonders der Bottnische Meerbusen, aber auch die Küstenbereiche zwischen Finnland, Russland und Estland sind weitgehend eisbedeckt. Hier die aktuelle Karte des Finnischen Wetterdienstes: (jäätä = Eis)

Karte der Eisbedeckung der Ostsee © http://en.ilmatieteenlaitos.fi
Karte der Eisbedeckung der Ostsee © http://en.ilmatieteenlaitos.fi

Eiskalt

Nachts rasseln die Temperaturen über Schnee noch immer tief in den Keller, zum Beispiel wurden vergangene Nacht in Lappland verbreitet -10 bis -15 Grad gemessen. Auch tagsüber schafft es das Thermometer nur örtlich und wenn dann ganz zart ins Plus, der Frühling hat es hier also noch immer sehr schwer.

Viel Schnee

Nicht nur klirrend kalt präsentieren sich Nordschweden und -finnland, auch der Schnee türmt sich hier am Ende des Winters noch sehr hoch.

Hier ein paar ausgewählte Schneehöhen von heute morgen 08:00 Uhr MESZ:

  • Kittilae (Finnland) 116 cm
  • Sodankylae (Finnland) 104 cm
  • Rovaniemi (Finnland) 98 cm
  • Vidsel (Schweden) 95 cm

Dieser tiefste Winter wird auch von den Webcams aus der Region eindrucksvoll untermauert:

Pajala in Schweden © webcamstravel
Pajala in Schweden © webcamstravel
Rovaniemi in Finnland © www.rovaniemi.fi
Rovaniemi in Finnland © www.rovaniemi.fi
Kemi an der finnischen Ostee © webcamstravel
Kemi an der finnischen Ostsee © webcamstravel

Bis zu 25 cm Neuschnee im Nordosten

https://pixabay.com/de/users/Hobbyfoto-344053/

Bereits unter der Woche hat es in den Regionen entlang der Ostsee teils kräftigen Schneefall mit bis zu 18 cm Neuschnee gegeben, nun kommt neuerlich Schnee auf – und das genau zu Ostern. An der Nordflanke eines Tiefdruckwirbels über Mitteleuropa stellt sich im Bereich der Nord- und Ostsee eine kalte, nordöstliche Strömung ein, somit schneit es zunehmend bis in tiefe Lagen.

Bis zu 25 cm erwartet, punktuell auch mehr

Inzwischen wurden entsprechende Unwetterwarnungen ausgegeben – in einem Kern im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte ist die Wahrscheinlichkeit großer Neuschneemengen bis zu 25 cm am höchsten, aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit und der Kürze des Ereignisses wurde hier gar in der höchsten Warnstufe violett gewarnt. Aber auch in dem rot gewarnten Bereich ist durch 10 bis 20 cm Neuschnee mit Behinderungen zu rechnen.

Warnungen vor Neuschnee, Stand 31.03.2018, 12:30 Uhr © UBIMET, uwr.de
Warnungen vor Neuschnee, Stand 31.03.2018, 12:30 Uhr © UBIMET, uwr.de

Nachfolgend rasch milder

Am Sonntagnachmittag klingt der Schneefall von West nach Ost schließlich ab und es beginnt wieder zu tauen. Nachfolgend setzt eine deutliche Milderung ein. Auch im Nordosten steigen die Temperaturen am Dienstag und Mittwoch häufig auf über 15 Grad an.

Wildes Wetter in Südosteuropa

Schneepfug bei Schneefall.

Am Donnerstag entwickelt sich über dem südlichen Mittelmeer ein kräftiges Tiefdruckgebiet. Während an der Ostflanke des Tiefs sehr milde Luftmassen den Süden Griechenlands, Zypern und die Türkei erfassen, lagern an der Nordflanke des Tiefs weiterhin kalte Luftmassen russischen Ursprungs, welche mit einer östlichen Strömung in den nördlichen Mittelmeerraum gelangen.

Temperatur in etwa 1400 m Höhe am Donnerstagabend. © NCEP / UBIMET
Temperatur in etwa 1400 m Höhe am Donnerstagabend. © NCEP / UBIMET

Im Grenzbereich der Luftmassen an der Ostflanke des Tiefs gleitet die milde Luft in mittleren Höhenlagen über die bodennahe, kalte Luft auf und es kommt zu kräftigem Schneefall. Besonders betroffen davon sind die Gebiete vom Bergland Bosniens und Montenegros über Serbien und den Nordwesten Bulgariens bis nach Süd- und Mittelrumänien. So sind selbst in Bukarest bis Freitagvormittag 20 bis 25 cm Neuschnee zu erwarten! Im Westen und Norden Griechenlands sowie in Albanien fällt dagegen kräftiger Regen, mitunter gehen hier auch Gewitter nieder.

24-h Schneeprognose bis Freitagmorgen. © UBIMET
24-h Schneeprognose bis Freitagmorgen. © UBIMET

Stürmische Bora an der Adria

Während das kräftige Tief in Südosteuropa für Regen, Gewitter und Schneefall sorgt, kommt es durch den kräftigen Druckgradienten entlang der Dinarischen Alpen an der Ostküste der Adria zu stürmischer Bora. Lokal sind hier im Bereich des Velebit-Gebirges sogar Orkanböen um 130 km/h zu erwarten!

Windspitzen bis Freitagmorgen. © UBIMET RACE
Windspitzen bis Freitagmorgen. © UBIMET RACE

In Südosteuropa gibt es zudem beachtliche Temperaturgegensätze, so gibt es am Donnerstag auf Kreta bis zu 28 Grad und in Athen rund 20 Grad, während die Temperaturen in Bukarest und Sofia nicht über die 0-Grad-Marke hinauskommen.

Etwas Nassschnee am Donnerstag im Nordosten

Nassschnee im Frühling. © Nikolas Zimmermann

Bereits in den frühen Morgenstunden setzt am Donnerstag im Norden verbreitet Regen und Schneefall ein. Im Bereich der Nordsee und im Westen handelt es sich meist um Regen und auch im östlichen Schleswig-Holstein geht der Schneefall noch in den Morgenstunden in Regen über. Besonders im Nordosten des Landes schneit es dagegen vorübergehend kräftig, so zeichnen sich in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg vorübergehend ein paar Zentimeter Nassschnee ab. Auch in höheren Lagen der nördlichen Mittelgebirge kommt ein wenig Neuschnee hinzu, in tieferen Lagen fällt hingegen meist nur Schneeregen oder Nassschnee ohne Akkumulation.

Schneefall und Schneeregen am Donnerstag. © UBIMET
Schneefall und Schneeregen am Donnerstag. © UBIMET

Tagsüber geht der Schneefall auch im Nordosten allmählich in Regen über, zudem zieht die Front allmählich weiter nach Süden und erfasst in den Abend- und Nachtstunden den Süden des Landes. Hier ist nennenswerter Schnee aber nur in höheren Lagen ein Thema, zumal die Niederschlagsmengen in Summe nur noch gering ausfallen.

Historischer Schneefall im Nordosten Spaniens

Schnee in Italien.

Kurz vor Frühlingsbeginn hat der Winter nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch im Nordosten Spaniens nochmals ein kräftiges Lebenszeichen gegeben. So gab es zum Sonnenaufgang am vergangenen Dienstag in mehreren Landkreisen Kataloniens eine zum Teil dicke Schneedecke. Die größten Schneemengen gab es in Santa Coloma de Queralt, im Becken von Barbera, mit rund 24 cm Neuschnee sowie in Querol, in der Region l’alt Camp,  mit  19 cm.

Dorf / Stadt Landkreis Neuschnee (cm) 19.-20. März
Santa Coloma de Queralt (680 m.) Conca de Barberà 20
Viu de Llevata (1240 m.) Alta Ribagorsa 17
Sant Joan de l‘Erm (1720 m.) Alt Urgell 15
Abadia de Montserrat (740 m.) Bages 13
Observatori Fabra (410 m.) Barcelones 12
El Port del Comte (1810 m.) Solsones 10
Calaf (720 m.) Anoia 10
Observatori de Pujalt (750 m.) Anoia 10

Historische Werte auf der Collserola

Auch auf der Serra de Collserola, dem Hügelland im Westen von Barcelona, wurde es weiß. So sind in der Nacht auf Dienstag am Observatori Fabra, in etwa 400 m Höhe, rund 12 Zentimeter Neuschnee  gefallen. Schnee ist hier im März zwar nicht ganz ungewöhnlich, allerdings nicht mit dieser Intensität. So war der Schneefall von letztem Dienstag das zweitspäteste sowie -stärkste Ereignis seit 1917. An der Tabellenspitze steht weiterhin der 22. März 1917 mit 24 cm Schnee. Der späteste Schneefall wurde dort hingegen am 29. April 1919 beobachtet.

Spätschneefall in l‘Observatori Fabra, Barcelona
Datum Akkumulation (cm).
22.03.1917 24
20.03.2018 12
09.04.1973 12
25.04.1972 4
29.04.1919 2

 

Starkschneefall am Alpenostrand

Forsythien im Schnee. @shutterstock

Am Samstagvormittag setzt im Süden kräftiger Regen ein, Schnee fällt vorerst nur oberhalb von etwa 700 bis 1000 m. Der Niederschlag breitet sich rasch nach Norden aus, wobei im Osten von Beginn an Schnee bis ins Flachland fällt. Am Abend geht der Regen auch im Süden in Schneefall über, in der Nacht sinkt die Schneefallgrenze dann im Westen bis in die Tallagen. Die größten Neuschneemengen von bis zu 20 Zentimeter sind im Semmering-Wechsel-Gebiet sowie im südlichen Wiener Becken zu erwarten. In Wien kommen in der Stadt etwa 5 Zentimeter Neuschnee zusammen, im Wienerwald sind bis zu 10 Zentimeter zu erwarten.

Neuschneemengen am Wochenende

Tiefwinterliches Bergland

Die Skifahrer können sich über eine ordentliche Portion Neuschnee freuen. Von den Hohen Tauern bis zum Schneeberg sowie vom Arlberg bis zum Brenner fallen verbreitet 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee, auf der Koralpe können sich die Skigebiete auf bis zu einem halben Meter Neuschnee einstellen. Dazu wird es bis Sonntag immer kälter. Skifahrer am Hochkar müssen sich am Sonntag auf Temperaturen zwischen -10 und -15 Grad einstellen. Besonders im östlichen Flachland stellt sich Dauerfrost ein.

Frühling lässt auf sich warten

Auch in der neuen Woche setzt sich das spätwinterliche Wetter fort. Am Montag hält sich verbreitet der Dauerfrost, nur im Westen und Süden steigen die Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt. In den Folgetagen ist dann nach teils strengem Morgenfrost auch im Osten tagsüber wieder mit zarten Plusgraden zu rechnen, an der Alpennordseite kommt hingegen noch etwas Neuschnee hinzu. Die Rückkehr zu frühlingshaftem Wetter ist frühesten am nächsten Wochenende möglich.

Schneefall am Freitag in der Mitte

Am Freitag zieht ein kleinräumiges Tiefdruckgebiet über den Alpenraum hinweg. Während in Süddeutschland anfangs etwas Regen fällt und am Nachmittag einzelne Schauer entstehen, strömen an der Nordflanke des Tiefs arktische Luftmassen in den Norden Deutschlands. Im Bereich der Luftmassengrenze sinkt die Schneefallgrenze von Nordosten her tagsüber bis in die Niederungen ab.

24h-Schneeprognose bis Samstagmorgen. © UBIMET
24h-Schneeprognose bis Samstagmorgen. © UBIMET

Die genaue Position der betroffenen Regionen ist noch mit Unsicherheiten behaftet, aus heutiger Sicht muss man aber vor allem in einem Streifen vom östlichen NRW über das südliche Niedersachsen bis nach Sachsen mit zunehmend winterlichen Bedingungen rechnen. In diesen Regionen zeichnet sich von Freitagvormittag bis Samstagmorgen verbreitet etwas Neuschnee ab. Im nördlichen Mittelgebirgsraum schneit es zeitweise auch kräftig, somit sind hier in mittleren Höhenlagen auch 10 bis 15 cm Neuschnee möglich. An der Nord- uns Ostsee frischt zudem starker bis stürmischer Ostwind auf mit Sturmböen um 80 km/h (Bft 9).

Etwas Schnee im Westen

In der Nacht zum Samstag breitet sich die kalte Luft weiter südwärts aus, somit sinkt die Schneefallgrenze auch im restlichen NRW sowie in Teilen Hessens und Frankens bis in die Niederungen ab. Große Mengen sind hier zwar voraussichtlich nicht zu erwarten, dennoch muss man sich auch hier Freitagnacht und Samstagmorgen auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen.

Kaltlufteinbruch am Wochenende

Nach einer milden Woche mit wechselhaftem Frühlingswetter zeigt der Winter am kommenden Wochenende nochmal seine Zähne. Rege Tiefdrucktätigkeit im Mittelmeerraum und die Ausbildung eines mächtigen Skandinavienhochs sorgen nämlich für eine Drehung der Strömung auf nordöstliche Richtung. Mit dieser gelangen ab Samstag sehr kalte Luftmassen aus dem Norden Russlands in den Alpenraum, somit steht uns ein Temperatursturz von mehr als 15 Grad bevor!

Schnee im Süden

Am Samstag dominieren die Wolken und in den Morgenstunden setzt im Süden Regen ein. Noch am Vormittag sinkt die Schneefallgrenze bis in die Niederungen ab, wie weit der Niederschlag nach Norden ausgreift ist aber noch unsicher. Die besten Chancen auf Schneefall gibt es in Kärnten und in der südlichen Steiermark, hier sind einige Zentimeter Neuschnee möglich, aber auch vom Tiroler Unterland über die Obersteiermark bis zum Burgenland kann es zumindest zeitweise schneien. In höheren Lagen des Ostens, wie etwa im Waldviertel, im Mariazellerland oder in der Buckligen Welt, stellt sich bereits Dauerfrost ein.

Eisige Luft aus Russland trifft ein. © GFS / UBIMET
Eisige Luft aus Russland trifft ein. © GFS / UBIMET

Eistag am Sonntag

Der Sonntag bringt viele Wolken und vor allem im östlichen Bergland ist noch ein wenig Schnee möglich, große Mengen sind aber nicht zu erwarten. Dazu gibt es vor allem im Osten verbreitet Dauerfrost, zarte Plusgrade sind lediglich noch im Rheintal, im Oberinntal und im Drautal zu erwarten. Im Laufe der kommenden Woche steigen die Temperaturen dann voraussichtlich langsam wieder etwas an.

Prognose der Temperatur in etwa 1400 m Höhe für Ostösterreich. © UBIMET
Prognose der Temperatur in etwa 1400 m Höhe für Ostösterreich. © UBIMET

Temperatursturz am Wochenende

Ehe der Winter nochmal seine Zähne zeigt, stehen Österreich noch ein paar milde Frühlingstage bevor. Am Donnerstag liegt der Alpenraum unter dem Einfluss einer kräftigen föhnigen Südströmung, dabei steigen die Temperaturen in Salzburg auf bis zu 16 Grad. Auch am Freitag gibt es im Flachland noch zweistellige Tageshöchstwerte mit maximal 15 Grad in der Südsteiermark. Am Samstag dreht die Strömung in Österreich aber auf Nordost und sehr kalte Luftmassen polaren Ursprungs gelangen in den Alpenraum. Am Sonntag stellt sich in weiten Teilen des Landes Dauerfrost ein, somit steht uns ein Temperatursturz von mehr als 15 Grad bevor.

Wetterumstellung am Samstag

Am Samstag dominieren die Wolken und in den Morgenstunden setzt im Süden Regen ein. Noch am Vormittag sinkt die Schneefallgrenze bis in die Niederungen ab, wie weit der Niederschlag nach Norden ausgreift ist aber noch unsicher. Die besten Chancen auf Schneefall gibt es in Kärnten und in der südlichen Steiermark, aber auch vom Tiroler Unterland über die Obersteiermark bis zum Burgenland kann es zumindest zeitweise schneien. Die Höchstwerte gibt es mit -3 bis +5 Grad in den Morgenstunden, danach sorgt lebhafter bis kräftiger Nordostwind für eine deutliche Abkühlung. Dauerfrost gibt es bereits in höheren Lagen des Ostens, wie etwa im Waldviertel, im Mariazellerland oder in der Buckligen Welt.

Eisige Luft aus Russland trifft ein. © GFS / UBIMET
Eisige Luft aus Russland trifft ein. © GFS / UBIMET

Eistag am Sonntag

Der Sonntag bringt viele Wolken und vor allem im östlichen Bergland ist noch ein wenig Schnee möglich, große Mengen sind aber nicht zu erwarten. Die Temperaturen erreichen maximal -7 bis +3 Grad. Zarte Plusgrade sind lediglich noch im Rheintal, im Oberinntal und im Drautal zu erwarten: Im östlichen Flachland zeichnet sich verbreitet ein Eistag ab. Winterreifen und Winterkleidung stehen somit wieder an der Tagesordnung. Weiters sollten bereits rausgestellte Pflanzen wieder vor Frost geschützt werden. Im Laufe der kommenden Woche steigen die Temperaturen dann voraussichtlich langsam wieder etwas an.

Prognose der Temperatur in etwa 1400 m Höhe für Ostösterreich. © UBIMET
Prognose der Temperatur in etwa 1400 m Höhe für Ostösterreich. © UBIMET

Auf Frühling folgt Winter

Frühling vs. Winter, ein hartes Duell. © pixabay

Ehe der Winter aber seine Zähne zeigt, stehen Österreich milde Frühlingstage bevor. Zwar mischen am Dienstag und Mittwoch Regenschauer mit und die Sonne spielt eher eine untergeordnete Rolle, das Temperaturniveau bleibt jedoch durchaus angenehm. Meist liegen die Höchstwerte zwischen 5 Grad im Bergland und rund 15 Grad im Osten und Südosten. Noch milder und auch vielfach freundlich wird es dann am Donnerstag, mit Südföhn sind von Vorarlberg bis ins Mostviertel 18 Grad möglich.

Dann immer kälter

Auch der Freitag bringt noch einmal vielerorts zweistellige Plusgrade. Die Kaltluft aus Nordosteuropa nähert sich Österreich jedoch schon an, in Warschau werden beispielsweise nur noch 0 Grad erreicht. Der Samstag wird dann aus heutiger Sicht ein Übergangstag vom Frühling in den Winter. Die kälteste Luft steht unmittelbar vor den Toren Österreichs, mit 3 bis 9 Grad tagsüber zeigt der Trend bei den Temperaturen deshalb auch schon nach unten. Der Sonntag bringt dann recht verbreitet Dauerfrost, mehr als -5 bis +3 Grad werden nicht mehr erreicht. In den Nächten wird es mit -10 bis -5 Grad klirrend kalt.

Gut zu sehen ist der Absturz der Temperaturen in folgender Grafik – hier am Beispiel Wien:

Temperaturverlauf in Wien © UBIMET
Temperaturverlauf in Wien © UBIMET

Neuschnee in Sicht

Auch Schnee wird nach derzeitigem Stand ein Thema. Am Wochenende bildet sich nämlich ein Tief über dem Mittelmeer, dieses bringt sehr feuchte Luft. Auch in Wien kann es dann noch einmal weiß werden, die Skigebiete bekommen eine üppige Unterlage für das Ostergeschäft. Der erneute Wintereinbruch kommt nicht von ungefähr. In den schneebedeckten Weiten Russlands lagert noch immer eisige Luft, selbst tagsüber verharren die Temperaturen hier unter -10 Grad. Dreht nun die Strömung auf Nordost, so erreicht uns diese russische Polarluft in leicht abgeschwächter Form.

Tief WIEBKE der Schneebringer

Kind mit selbst gebauten Schneefall © Tiplyashina Evgeniya

Über Nacht brachte Tief WIEBKE den Winter in Ostdeutschland zurück. Vor allem in Sachsen, dem östlichen Thüringen, im südlichen Brandenburg sowie in Sachsen-Anhalt fielen verbreitet 5 bis 10 cm nasser Neuschnee. Stellenweise, wie in  Osterfeld gab es bis zu 20 cm Neuschnee. Dies ist auch gleichbedeutend mit dem stärksten Schneefall in dieser Region in diesem Winter.

Frühling setzt sich durch

Der Schnee ist aber nur von kurzer Dauer. Wer Schneemänner oder Schneeburgen bauen will sollte sich beeilen. Bereits heute Mittwoch steigen die Temperaturen merklich über den Gefrierpunkt. Ab Donnerstag liegen die Höchstwerte dann meist um die 10 Grad. Damit schmilzt der Schnee rasch wieder dahin und ist somit Schnee von gestern.

Wetterrekorde im März

Narzisse mit weißer Haube © pixabay

Der März 2018 hat ja bisher schon einiges zu bieten. In den vergangenen Tagen hat uns noch die Kältewelle beschäftigt, die bereits im Februar ihren Anfang genommen hat. Mit -16,5 Grad in Zinnwald (Sachsen) war es gleich am Monatsersten klirrend kalt. Allerdings geht es noch um einiges kälter, wirft man einen Blick in die Wetteraufzeichungen. So liegt der absolute Negativrekord für den Monat März bei -26,0 Grad in Altomünster bei München aus dem Jahre 2005.

Sommerliche Temperaturen im März

Dass der März aber schon ganz anders kann, beweisen die höchsten je gemessenen Temperaturen hierzulande. Als Übergangsmonat kann der März nämlich auch schon Wegbereiter für sommerliche Temperaturen werden. Auf 26,6 Grad kletterte das Thermometer am 28.03.1989 in Baden-Baden. Auch mit Föhn an der Alpennordseite sind annähernd solche Werte möglich, der Rekord in Garmisch-Partenkirchen beispielsweise – aufgestellt am selben Tag – liegt bei 25,3 Grad.

Der Frühling kommt

Nun, ganz so warm wird es in den kommenden Tagen nicht, die Temperaturen kennen bis Sonntag aber nur eine Richtung: ⇑⇑⇑

Hier seht ihr, was das amerikanische Wettermodell für Höchstwerte am Sonntag rechnet: Demnach wären mit Föhn am Alpenrand, aber auch von Niedersachsen bis zur Lausitz Temperaturen von 16 bis 19 Grad zu erwarten. Diese Prognose ist bereits ziemlich sicher, der Frühling kommt und bleibt!

Höchstwerte für Sonntag, den 11. März. © UBIMET/GFS
Höchstwerte für Sonntag, den 11. März. © UBIMET/GFS

Wetterrekorde im März

Narzisse mit weißer Haube © pixabay

Der März 2018 hat ja bisher schon einiges zu bieten. In den vergangenen Tagen hat uns noch die Kältewelle beschäftigt, die bereits im Februar ihren Anfang genommen hat. Mit -21,4 Grad in Zeltweg (Steiermark) war es gleich am Monatsersten klirrend kalt. Allerdings geht es noch um einiges kälter, wirft man einen Blick in die Wetteraufzeichungen. So liegt der absolute Negativrekord für den Monat März bei -27,5 Grad in Aigen (Ennstal) und in Galtür (Tirol). Beide Werte wurden aber schon vor Jahrzehnten erreicht.

Sommerliche Temperaturen im März

Dass der März aber schon ganz anders kann, beweisen die höchsten je gemessenen Temperaturen hierzulande. Als Übergangsmonat kann der März nämlich auch schon Wegbereiter für sommerliche Temperaturen werden. Auf 27,5 Grad kletterte das Thermometer am 31.03.1977 in Gumpoldskirchen bei Wien. Auch mit Föhn an der Alpennordseite sind annähernd solche Werte möglich, der Rekord in Salzburg beispielsweise – aufgestellt im Vorjahr – liegt bei 25,6 Grad.

Der Frühling kommt

Nun, ganz so warm wird es in den kommenden Tagen nicht, die Temperaturen kennen bis Sonntag aber nur eine Richtung: ⇑⇑⇑

Hier seht ihr, was das amerikanische Wettermodell für Höchstwerte am Sonntag rechnet: Demnach wären mit Föhn von Vorarlberg bis ins Mostviertel, aber auch von der Südsteiermark bis ins Weinviertel Temperaturen von 18 bis 20 Grad zu erwarten. Diese Prognose ist bereits ziemlich sicher, der Frühling kommt und bleibt!

Höchstwerte für Sonntag, den 11. März. © UBIMET/GFS
Höchstwerte für Sonntag, den 11. März. © UBIMET/GFS

Märzschnee im Vergleich

Tief verschneit präsentiert sich die Region rund um den Arlberg derzeit © https://www.foto-webcam.eu/webcam/koerbersee/

Der Winter war zwar in Summe etwas zu warm, dafür besonders in den Bergen aber rund 50 bis 70% nasser als im Mittel. Somit verwundert es kaum, dass die Schneelage derzeit ausgesprochen gut ist. Ganz anders verlief der vergangene Winter 2016/17, dieser war geprägt durch relativ geringe Schneemengen.

Wir haben für euch mal ausgewählte Schneehöhen vom 05. März 2017 mit dem 05. März 2018 verglichen:

Ort

Schneehöhe 05.03.17

Schneehöhe 05.03.18

Differenz

Schröcken (VBG)

55 cm

119 cm

+64 cm

Seefeld (TIR)

19 cm

92 cm

+73 cm

Saalbach (SBG)

35 cm

78 cm

+43 cm

Ramsau (STMK)

14 cm

61 cm

+47 cm

Windischgarsten (OÖ)

0 cm

23 cm

+23 cm

Wien (W)

0 cm

1 cm

+1 cm

Eisenstadt (Bgl)

0 cm

4 cm

+4 cm

Dellach (KTN)

3 cm

44 cm

+41 cm

Rekawinkel (NÖ)

0 cm

16 cm

+16 cm

Neuschnee im Anmarsch

Und ein bisschen was kommt bis morgen Nachmittag ja noch dazu, wie der Blick auf unsere aktuelle Neuschneeprognose zeigt. Am meisten Neuschnee – nämlich rund 10-15, lokal sogar 20 cm – kommt in den nächsten 24 Stunden in Kärnten zusammen. Doch auch vom Brenner über Osttirol und den Lungau bis in die Weststeiermark dürfen wir uns auf 5 bis 10 cm freuen. Sonst wird nur sehr wenig liegen bleiben, beispielsweise in Wien (hier dürfte es zumindest anzuckern).

24-stündige Neuschneeprognose bis Dienstagmittag. © UBIMET
24-stündige Neuschneeprognose bis Dienstagmittag. © UBIMET

Schneechaos in Großbritannien

Wintereinbruch in Irland. © pixabay.com, Laurinda Mary

Während die Kältewelle in Mitteleuropa eher auf unspektakuläre Art und Weise endet, zeigt der Winter in Großbritannien noch einmal seine Krallen. Nicht umsonst kursieren im Internet furchteinflößende Namen wie „The Beast from the East“. Seit der vergangenen Nacht schneit es in Irland, Wales und im Südwesten Englands heftig. Der Schneefall wird begleitet von stürmischem Ostwind, somit muss mit teilweise meterhohen Verwehungen gerechnet werden.

Doch auch ohne diese Verwehungen sind die erwarteten Schneemengen beachtlich. Wie in nachfolgender Karte gut zu sehen ist, kommen im Süden Irlands bis Samstagfrüh verbreitet 20 cm Neuschnee zusammen, in den Wicklow Mountains südlich der Hauptstadt Dublin ist auch ein halber Meter möglich. Die Flughäfen Cork und Dublin haben ihren Betrieb komplett eingestellt, zudem kam es zu Hamsterkäufen, viele Schulen bleiben heute geschlossen.

24-stündige Neuschneemengen bis Samstagfrüh um 04:00 MEZ. © UCM / UBIMET
24-stündige Neuschneemengen bis Samstagfrüh um 04:00 MEZ. © UCM / UBIMET

In Wales gab es heute früh schon ein „Weißes Erwachen“, die Verwehungen türmen sich zum Teil mehr als 1 Meter hoch in den Straßen.

Blizzard am Flughafen Dublin – klar, dass hier auf absehbare Zeit kein Flieger abhebt oder landet…

Historischer Wintereinbruch in Süd- und Westeuropa

Schnee in Italien.

Viele Regionen Europas, in denen Schneefall ein sehr seltenes Ereignis ist, erleben aktuell einen historischen Wintereinbruch. Nachdem es in den vergangenen Tagen vor allem an der Ostsee, im Bereich der italienischen Adriaküste und in Südosteuropa häufig geschneit hat, verlagert sich der Schwerpunkt mittlerweile weiter in den Westen und Südwesten Europas. So hat es am Dienstag auch in Ostengland sowie in Süditalien Schneefall gegeben, selbst in den Städten Neapel und Bari wurde es weiß! So viel Schnee gab es in Süditalien seit 1956 nicht mehr.

Tempeaturen in Europa am Dienstagmorgen. © UBIMET
Temperaturen in Europa am Dienstagmorgen. © UBIMET

The Beast from the East

Auf den Britischen Inseln, welche im Winter normalerweise unter dem Einfluss milder Atlantikluft liegen, wurde dieser Kaltlufteinbruch als „The Beast from the East“ getauft. Morgen sind sogar an der Ostküste Irlands rund um Dublin Schneegewitter möglich! In den kommenden Tagen macht sich in Südwesteuropa dann ein Sturmtief über dem Ostatlantik bemerkbar, somit gibt es am Mittwoch bzw. Donnerstag auch in Nordspanien sowie in Teilen Frankreichs und Norditaliens kräftigen Schneefall. In weiterer Folge ist ausgehend von Südwesteuropa aber mit einer massiven Milderung zu rechnen, dabei steigen die Temperaturen bis zum Wochenende teils um über 20 Grad an!

Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Donnerstagnachmitttag. © UBIMET
Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Donnerstagnachmittag. © UBIMET

Aktuelle Schneehöhen in Deutschland

Vor allem im Nordosten Deutschlands hat es in den letzten 36 Stunden häufig geschneit. Besonders stark fiel der Schneefall in einem Streifen von Lübeck bis Hamburg sowie in Teilen Vorpommerns aus, stellenweise wie etwa in Schwerin oder Kiel gab es allerdings höchstens geringe Mengen. Die Ursache für die regional markanten Unterschiede war der sogenannte Lake Effect, wir berichteten darüber bereits hier:  Schnee an der Ostsee. In Bad Schwartau (S-H) wurden am Dienstagmorgen sogar 35 cm gemessen! Durch den Schneefall kam es jedoch zu Einschränkungen im lokalen Busverkehr, zudem gab es allein in Schleswig-Holstein bereits über 100 Autounfälle.

Anbei die Liste der gemeldeten Schneehöhen am Dienstagmorgen um 7 Uhr (Auswahl):

  • 38 cm Garmisch-Partenkirchen (B)
  • 35 cm Bad Schwartau (S-H)
  • 31 cm Lübeck (S-H)
  • 26 cm Greifswald (M-V)
  • 23 cm Carlsfeld (S)
  • 21 cm Braunlage (N)
  • 15 cm Villingen-Schwenningen (B-W)
  • 14 cm Laupheim (B-W)
  • 14 cm Freudenstadt (B-W)
  • 14 cm Oberstdorf (B)
  • 11 cm Putbus / Rügen (M-V)
  • 10 cm Ulm (B-W)
  • 9 cm Bad Marienberg (R-P)
  • 7 cm Hamburg (HH)
  • 4 cm München (B)

Noch mehr Schnee gibt es erwartungsgemäß auf den Bergen, anbei die Spitzenreiter:

  • 380 cm Zugspitze 2944m
  • 150 cm Brocken 1142 m
  • 149 cm Feldberg/Schwarzwald 1490 m
  • 95 cm Fichtelberg 1213 m

In den nächsten Tagen muss man vor allem im Norden Schleswig-Holsteins mit weiterem Schnee rechnen, aber auch in Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie am Alpenrand schneit es am Dienstag zeitweise.

Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Donnerstagfrüh. © UBIMET
Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Donnerstagfrüh. © UBIMET

Schnee in Rom und in Südosteuropa

Rom im Schnee. @shutterstock.com/Francesco Todaro

Ein ausgeprägter Tiefdruckwirbel über Südeuropa sorgt derzeit für winterliche Verhältnisse in weiten Teilen Südosteuropas und Italiens. Selbst in Rom fällt seit letzter Nacht Schnee, dies ist ein durchaus seltenes Ereignis, da es hier in den letzten 40 Jahren nur im Jahr 1985, 1986 und 2012 eine messbare Schneedecke gab!

Schneesturm in Südosteuropa

An der Ost- und Nordsee sowie an der Italienischen Adriaküste kommt es in diesen Tagen zum sogenannten Lake Effect, wir berichteten bereits hier: Schnee an der Ostsee. Noch heftiger trifft es in diesen Stunden allerdings Südosteuropa, so sind von Kroatien und Südungarn bis nach Nordgriechenland verbreitet 15 bis 30, in Südrumänien und Bulgarien stellenweise auch 40 cm Schnee zu erwarten. Vor allem im Südosten Rumäniens und Bulgariens zeichnen sich bei kräftigem Nordostwind mit stürmischen Böen um 60 km/h auch Schneeverwehungen ab.

Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Mittwochfrüh. © UBIMET
Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Mittwochfrüh. © UBIMET

Etwas Schnee in Österreich

Der Alpenraum wird von dem Mittelmeertief nur marginal beeinflusst. Am Dienstag zeichnen sich im Bereich der Nordalpen vom Tiroler Unterland bis zum Mariazellerland sowie am Alpenostrand und im Bereich der Koralpe aber zumindest ein paar wenige Zentimeter Neuschnee ab. Im Flachland fallen meist nur ein paar Schneeflocken vom Himmel.

Wintereinbruch im nördlichen Mittelmeerraum

Schneesturm USA pixabay

Mitteleuropa liegt derzeit zwischen einem umfangreichen Hochdruckgebiet über Skandinavien bzw. Russland und einem Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer. Die resultierende, anhaltende östliche Strömung führt dabei kontinuierlich kalte Luftmassen nach Mitteleuropa. In den kommenden Tagen steht vor allem im nördlichen Mittelmeerraum somit ein regelrechter Wintereinbruch bevor.

Gebietsweise viel Schnee

Das Tief über Italien sorgt am Donnerstag und Freitag besonders im Süden und Südosten Österreichs, in Slowenien und Kroatien sowie in Teilen Norditaliens verbreitet für Schneefall. Vor allem in typischen Oststaulagen – wie beispielsweise das Dinarische Gebirge in Slowenien und Kroatien oder der Nördliche Apennin in Italien – schneit es sogar ergiebig, hier sind teils über 50 cm Schnee zu erwarten! Aber auch im Bereich der Koralpe in Österreich schneit es zeitweise kräftig.

48h-Neuschneehöe am Donnerstag und Freitag. © UBIMET
48h-Neuschneehöhe am Donnerstag und Freitag. © UBIMET

Bise und stürmische Bora

Während in Mitteleuropa teils lebhafter, eisiger Ost- bis Nordostwind aufkommt bzw. im Schweizer Mittelland Bise, sorgt der ausgeprägte Druckgradient entlang des Dinarischen Gebirges an der östlichen Adriaküste für stürmische Bora. Besonders in Triest sowie im Küstenabschnitt zwischen Rijeka und Zadar gibt es in den kommenden Tagen stellenweise sogar Orkanböen von bis zu 130 km/h. In diesem Fall handelt es sich um die sogenannte „schwarze Bora“ (bora scura), welche vorwiegend durch ein Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeerraum ausgelöst und von Regen und Schneefall begleitet wird. In mittleren Höhenlagen des Küstengebirges zeichnet sich in den betroffenen Regionen sogar ein regelrechter Schneesturm ab.

Arktische Luft im Anmarsch

Ab dem Wochenende lässt der Tiefdruckeinfluss nach und arktische Luftmassen erreichen Mitteleuropa. Selbst im Flachland stellt sich ab Sonntag somit verbreitet Dauerfrost ein, nur im äußersten Westen Deutschlands liegen die Werte tagsüber noch knapp oberhalb des Gefrierpunkts. Nachts muss man zudem vielerorts mit strengem Frost rechnen, im Alpenraum zeichnen sich in manchen Tal- und Beckenlage auch Tiefstwerte unter -20 Grad ab.

Temperaturprognose in 1500 m Höhe. © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in 1500 m Höhe. © NCEP / UBIMET