Gewitter, Schnee, Sturm: Turbulenter Montag

Aprilwetter mit Gewittern am Montag.

Aprilwetter im März

Gewitter werden morgen das Hauptthema sein. Zwar werden diese naturgemäß nicht so kräftig ausfallen wie im Sommerhalbjahr, doch auch am Montag können

  • Böen zwischen 60 und 80 km/h
  • kräftiger Regen
  • Graupel und Schnee

auftreten. Der Grund: In der Höhe strömt hinter der Kaltfront sehr kalte Luft heran, die Sonne hat zeitgleich schon ordentlich Kraft um den Boden und die untere Atmosphäre zu erwärmen. Der resultierende Temperaturunterschied sorgt für eine Labilisierung der Atmosphäre, Gewitter können heranwachsen.

Möglich sind die Gewitter im Großteil Deutschlands, am häufigsten im Norden und Osten! Gut zu sehen auch an unserer Vorwarnkarte für morgen:

Am Montag kann es vor allem im Norden und Osten gewittern.
Am Montag kann es vor allem im Norden und Osten gewittern.

Stürmisch vor allem im Nordwesten

Mit Durchzug der Kaltfront lebt der Nordwestwind bereits kräftig auf, die stärksten Böen erwarten wir aber mit den nachfolgenden Schauern und Gewittern. In deren Nähe sind Böen um 70 km/h zu erwarten. Generell am windigsten (siehe in der Karte die gelben/orangen Flächen) wird es aber von der Nordsee über den Westen Niedersachsens bis zur Eifel und dem Sauerland. Hier sind auch ohne Schauer und Gewitter Böen bis zu 80 km/h zu erwarten.

Windböen am Montag
Windböen am Montag

Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge

Am Erzgebirge stauen sich ab morgen Vormittag die Schauer, hier muss man in etwas höheren Lagen noch einmal mit einem Winterrückfall rechnen. Um 5 cm sind durchaus möglich, in Orten wie Carlsfeld, Oberwiesenthal oder Zinnwald sind auch bis zu 10 cm möglich!

Auch an den Alpen wird es in höheren Lagen winterlich, hier allerdings erst ab Montagabend. So lange dauert es nämlich, bis die kälteste Luft auch in Südbayern angelangt ist. Vom Oberallgäu bis zum Berchtesgadener Land kommen oberhalb von rund 700 Meter 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen.

Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge.
Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge.

Quelle Titelbild: pixabay

Die Ostsee ist noch immer zugefroren

Noch immer sind Teile der Ostsee zugefroren.

Blicken wir zunächst vom Satelliten auf Nordeuropa hinab, gestern wurde dieses beeindruckende Bild aufgenommen. Es zeigt den Bottnischen Meerbusen, das ist jener Teil der Ostsee, der zwischen Schweden und Finnland liegt. Besonders im Norden des Bottnischen Meerbusens (der sog. Bottenwiek) ist noch jede Menge Eis auszumachen, teils recht kompakt (glatte graue Fläche oben rechts), teils aber auch schon aufgebrochen.

Eis auf der nördlichen Ostsee.
Eis auf der nördlichen Ostsee.

Auf einer Karte dargestellt, sieht das Ganze wie folgt aus. Zwar ist diese schon 5 Tage alt, spiegelt aber doch sehr gut die aktuelle Situation wider. Zum Teil ist das Eis (auf der Karte grau, jäätä = Eis auf finnisch) 40 bis 60 cm mächtig und kann daher sogar Autos und LKWs tragen. Folglich gibt es auch in diesem Jahr in Lappland wieder Eisstraßen über das zugefrorene Meer.

Die aktuelle Eisbedeckung.
Die aktuelle Eisbedeckung.

Wie gering die aktuelle Eisbedeckung der Ostsee aber derzeit ist, beweist der Vergleich mit dem Vorjahr sowie dem langjährigen Mittel. Auf der nächsten Karte sehen wir die Lage vor genau einem Jahr: Zu diesem Zeitpunkt waren viel größere Flächen der Ostsee eisbedeckt, so beispielsweise nahezu der gesamte der Finnische Meerbusen zwischen Finnland und Estland.

Die Eisbedeckung genau vor einem Jahr.
Die Eisbedeckung genau vor einem Jahr.

Zieht man nun noch den Vergleich zum langjährigen Mittel (also das, was jetzt eigentlich an Eis da sein müsste), sieht man ebenso gut die aktuelle „Eisknappheit“.

Die Eisbedeckung im März im langjährigen Mittel.
Die Eisbedeckung im März im langjährigen Mittel.

Jetzt fragt man sich natürlich nach den Gründen. Eine Erklärung liefert der über weite Strecken viel zu warme Februar. Im nachfolgenden Bild ist die Temperaturabweichung zwischen dem 11.02. und 20.02.2019  in Europa dargestellt. Ganz Nord- und Nordosteuropa erlebten eine Anomalie von rund +5 Grad gegenüber dem Mittel! Somit konnte sich kaum neues Eis bilden, das bestehende Eis nicht an Mächtigkeit zulegen. Kommen dann noch wie Anfang März ein paar stürmische Tage hinzu, bricht die Eisdecke vielerorts auf. Die resultierenden Eisschollen konnten anschließend deutlich effektiver schmelzen als eine durchgehende Eisdecke.

Der Februar war größtenteils viel zu warm.
Der Februar war größtenteils viel zu warm.

Quelle Titelbild: Twitter Visit Sea Lapland

Am Wochenende sonnig und mild, kommende Woche Kaltlufteinbruch

Frühling. © Nikolas Zimmermann

Das Auf und Ab der Temperaturen dieses Frühjahrs setzt sich fort. Nach dem spätwinterlichen Wochenstart mit kräftigem Schneefall in Kärnten steigen die Temperaturen derzeit wieder stetig an. Bereits am Freitag werden bei viel Sonnenschein frühlingshafte 13 bis 19 Grad erreicht. Im Oberinntal und in Innsbruck ist auch die 20-Grad-Marke wieder in Reichweite.

Strahlend sonnig

Am Samstag scheint im ganzen Land von früh bis spät die Sonne. Lokale Frühnebelfelder im Donauraum und im Waldviertel lichten sich rasch und tagsüber ist der Himmel meist sogar wolkenlos. Auf den Bergen kann man sich auf eine ausgezeichnete Fernsicht freuen. Der Wind weht generell nur schwach und die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 21 Grad. Auch am Sonntag überwiegt weiterhin der Sonnenschein, im Vorfeld einer Kaltfront machen sich aber besonders im Norden allmählich Wolken bemerkbar. Mit 14 bis 21 Grad bleibt es vorerst noch frühlingshaft mild.

Ein Kaltlufteinbruch steht bevor
Temperaturtrend in etwa 1500 m Höhe. © UBIMET / NCEP

Markante Abkühlung in Sicht

Die neue Woche beginnt bewölkt und mit Durchzug einer Kaltfront muss man an der Alpennordseite mit etwas Regen rechnen. Die Schneefallgrenze sinkt hier gegen 1100 m ab. Ein paar Schauer zeichnen im Tagesverlauf aber auch im Süden ab. Die Temperaturen erreichen 6 bis 15 Grad. In der Nacht auf Dienstag zieht dann eine weitere Kaltfront durch und die Schneefallgrenze sinkt an der Alpennordseite gegen 500 m ab. Die Temperaturen kommen am Dienstag selbst im Flachland kaum noch über die 10-Grad-Marke hinaus. Landwirte müssen kommende Woche zudem neuerlich mit Frostgefahr rechnen.

Hanami – Das japanische Kirschblütenfest

Kirschblüte

Mit Beginn der Kirschblüte (Sakura) wird in Japan alljährlich der Frühling begrüßt. Je nach Region und Witterung ist dies dort zwischen Ende März und Anfang Mai der Fall. Während dieser Zeit treffen sich Einheimische wie auch Touristen in Scharen unter den weiß und rosa blühenden Bäumen, um gemeinsam das Kirschblütenfest zu feiern. Genau genommen wird dabei Hanami betrieben: Es handelt sich um die über 1000 Jahre alte Tradition, bei einem Picknick die Blüten anzuschauen und deren Schönheit zu bewundern.

Kirschblüte in Tokio

Der zeitliche und regionale Verlauf der im Schnitt etwa zehn Tage andauernden Kirschblüte lässt sich dabei nicht nur vor Ort, sondern auch im japanischen Fernsehen verfolgen. Heute hat die Kirschblüte in Tokio offiziell begonnen, das sind etwa 5 Tage früher als im langjährigen Mittel.


Wortursprung und Symbolik

Der in Japan allgegenwärtige Begriff „Hanami“ bedeutet in erster Linie ,,Blumen bzw. Blüten betrachten“, bezieht sich dabei aber immer auf die Blüten der japanischen Zierkirsche. Da diese nur sehr kurz blüht und die Blütenreste bald zu Boden rieseln, sind sie ein passendes Symbol für die japanische Ästhetik und für die Vergänglichkeit des Schönen.

Hanami in Mitteleuropa

Auch bei uns wird in vielen Gemeinden und Städten die Blüte der japanischen Zierkirsche und mit ihr der Frühlingsanfang gefeiert. Eines der ältesten und größten europäischen Hanami-Feste findet seit 1968 in Hamburg statt. Krönender Abschluss ist hierbei ein prachtvolles Feuerwerk, das von mehreren zehntausend Menschen an den Außenufern der Alster bestaunt wird.

Sonntag bis zu 23 Grad – Montag lokal Neuschnee

Die Frühlingsblumen sorgen für farbenfrohe Wiesen.

Frühling gibt Vollgas

Der letzte Tag dieser Woche wird zugleich der wärmste, Grund hierfür ist eine föhnige Südwestströmung. Diese hat vielerorts Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad im Gepäck, noch etwas wärmer wird es von der Südsteiermark über das Burgenland bis nach Niederösterreich und Wien. Hier sind lokal bis zu 23 Grad möglich, solch hohe Temperaturen gab es zuletzt Ende Februar. Von den Spitzenwerten für den März bleiben wir aber ein gutes Stück entfernt, so liegt der Österreichrekord aus Gumpoldskirchen bei 27,5 Grad. Neben der frühlingshaften Wärme glänzt der Sonntag mit zahlreichen Sonnenstunden, daran können auch etwaige Frühnebelfelder und Schleierwolken tagsüber nur wenig ändern.

Hier die Wetterlage für morgen:

Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.
Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.

Wintergruß am Montag

Am späten Sonntagnachmittag erreicht den Westen des Landes eine markante Kaltfront mit Wolken und Regenschauern. Mit stürmisch auffrischendem Westwind breiten sich diese in den Abendstunden bis in die Obersteiermark und das Mostviertel aus. In der Nacht regnet und schneit es dann verbreitet, wobei die Schneefallgrenze auf 700 bis 500 m sinkt. Am Montag zeigt der Frühling sein zweites Gesicht, mehr als 2 bis 10 Grad werden nicht mehr erreicht. Dazu regnet und schneit es besonders von den Zillertaler Alpen über den Lungau bis zum Murtal und südlich davon länger anhaltend. Dabei bekommen etwas höhere gelegene Täler eine Portion Neuschnee ab, liegt doch die Schneefallgrenze tagsüber zwischen 600 und 800 m.

Alle Landeshauptstädte erleben einen Temperatursturz:

Stadt Höchstwert Sonntag Höchstwert Montag
Wien 20 Grad 9 Grad
St. Pölten 20 Grad 7 Grad
Eisenstadt 21 Grad 8 Grad
Linz 19 Grad 8 Grad
Graz 19 Grad 5 Grad
Klagenfurt 17 Grad 4 Grad
Salzburg 19 Grad 6 Grad
Innsbruck 18 Grad 6 Grad
Bregenz 16 Grad 7 Grad

Zu guter Letzt noch die Neuschneeprognose von Sonntagabend bis Montagabend:

In den Bergen einiges an Neuschnee!
In den Bergen einiges an Neuschnee!

Quelle Titelbild: pixabay

Stürmisch und zu Wochenbeginn spätwinterlich mit Schnee in den Nordalpen

Schneefall am See

Der Sonntag verläuft an der Alpennordseite stark bewölkt und im Tagesverlauf fällt hier häufig Regen, besonders im Mühlviertel regnet es auch länger anhaltend. Am Bodensee und im Donauraum kommt ab dem Nachmittag zudem teils stürmischer Westwind auf, am Alpenrand zeichnen sich örtlich auch schwere Sturmböen ab. Im Süden und Südosten bleibt es hingegen meist trocken und zwischendurch scheint die Sonne. Die Temperaturen erreichen 8 bis 17 Grad.

Es wird stürmisch
Prognose der Windspitzen am Sonntag. © DWD / UBIMET

Spätwinterlicher Wochenbeginn

In der Nacht auf Montag gelangen mit Durchzug einer Kaltfront deutlich kühlere Luftmassen ins Land. Die neue Woche beginnt von Vorarlberg bis zum Mostviertel bewölkt und besonders im Bereich der Nordalpen fällt häufig Regen bzw. oberhalb von 400 bis 700 m Schnee. Im Tagesverlauf gehen hier auch einzelne Graupelgewitter nieder. In den Staulagen der Nordalpen kommen oberhalb von etwa 1000 m rund 15 bis 30 cm Neuschnee zusammen. Wetterbegünstigt ist weiterhin die Alpensüdseite und auch im östlichen Flachland sind nur einzelne Schauer zu erwarten. Der Wind weht im Bergland und an der Alpennordseite teils stürmisch aus Nordwest und die Höchstwerte liegen zwischen 0 Grad im Arlberggebiet und +13 Grad in Oberkärnten.

In den Nordalpen gibt es 15 bis 30 cm Neuschnee
Neuschneeprognose von Montagmorgen bis Dienstagmorgen. © UBIMET

Weiterhin unbeständig

Am Dienstag gehen im Bereich der östlichen Nordalpen anfangs noch ein paar Schneeschauer nieder, tagsüber setzt sich aber ein Zwischenhoch durch und die Wolken lockern etwas auf. Im Süden und Westen überwiegt sogar der Sonnenschein und die Temperaturen steigen vorübergehend etwas an mit maximal 3 bis 12 Grad. Bereits am Mittwoch sorgt ein weiteres Tief aber besonders im Bergland und im Südosten für etwas Regen. Die Schneefallgrenze liegt bei 600 bis 900 m und die Temperaturen kommen nicht über 2 bis 9 Grad hinaus. Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt das Wetter unbeständig und die Temperaturen liegen um oder knapp unterhalb des langjährigen Mittels.

Meteorologischer Winter endet mit Temperaturrekord: 24,2 Grad!

Frühling mit Krokusse

Am 28. Februar 2019 wurde in Güssing und in Deutschlandsberg ein neuer, landesweiter Temperaturrekord für Februar aufgestellt: 24,2 Grad zeigte das Thermometer im Südburgenland sowie am Fuße der Koralpe, der bisherige Rekord von Bruck an der Mur mit 23,6 Grad vom 29.2.1960 war somit Geschichte. Doch nicht nur in Güssing und Deutschlandsberg war es am Donnerstag ungewöhnlich warm, so konnte bis auf Oberösterreich und Wien in jedem Bundesland die 20-Grad-Marke geknackt werden. Vielerorts gab es auch neue Stationsrekorde.

Meteorologischer Frühlingsbeginn

Die Meteorologie hat aus statistischen Gründen den Beginn des Frühlings auf den 1. März festgelegt. So können Statistiken leichter erstellt sowie verglichen werden. Der Frühling geht in der Meteorologie somit immer vom 1. März bis zum 31. Mai eines Jahres. Ausgenommen davon ist die Südhalbkugel. Hier sind Frühling und Herbst um jeweils ein halbes Jahr verschoben.

Höchstwerte am 28.2.19

Vorarlberg

  • Feldkirch 20,6 Grad
  • Dornbirn 19,8 Grad (Stationsrekord)
  • Bludenz 19,2 Grad

Tirol

  • Innsbruck Uni 21,5 Grad (Stationsrekord)
  • Innsbruck Kranebitten 20,6 Grad (Stationsrekord)
  • Jenbach 20,4 Grad

Salzburg

  • Salzburg-Freisaal 20,3 Grad
  • Golling 18,9 Grad
  • St. Veit (Pongau) 17,1 Grad (Stationsrekord)

Oberösterreich

  • Weyer 19,3 Grad
  • Micheldorf 18,9 Grad
  • Altmünster 18,9 Grad

Niederösterreich

  • Aspang 20,7 Grad
  • Wiener Neustadt 20,2 Grad
  • Pottschach-Ternitz 20,2 Grad
  • Berndorf 20,2 Grad
  • Nexing/Sulz im Weinviertel 20,2 Grad

Wien

  • Stammersdorf 19,2 Grad
  • Donaufeld 19,0 Grad
  • Hohe Warte 18,7 Grad
  • Innere Stadt 18,7 Grad

Burgenland

  • Güssing 24,2 Grad (Landesrekord)
  • Lutzmannsburg 22,8 Grad (Stationsrekord)
  • Kleinzicken 22,5 Grad (Stationsrekord)

Steiermark

  • Deutschlandsberg 24,2 Grad (Landesrekord)
  • Leibnitz 23,1 Grad (Stationsrekord)
  • Bad Radkersburg 23,0 Grad (Stationsrekord)
  • Graz-Strassgang 23,0 Grad (Stationsrekord)
  • Bad Radkerburg 23, 0 Grad (Stationsrekord)

Kärnten

  • Villach 21,9 Grad (Stationsrekord)
  • Ferlach 21,5 Grad
  • Klagenfurt 21,4 Grad

Rekordtemperaturen und Moorbrände in Europa

Das Hoch sorgt für sonniges Wetter.

In Österreich wurde heute ein neuer Februarrekord aufgestellt, diesen hielt bis dato Bruck an der Mur mit 23,6 Grad (aufgestellt 1960). Der neue Spitzenreiter heißt Güssing mit 24,2 Grad. Noch nie war es in einem Februar wärmer als heute!

Schweden

Einen neuen Temperaturrekord meldet Schweden. Noch nie war es im Königreich in einem Februar so warm wie am Dienstag. Bis auf 16,7 Grad kletterte die Temperatur in Karlshamn. Damit wurde der alte Rekord aus dem Jahre 1961 um 0,2 Grad übertroffen. Zahlreiche weitere Stationen stellten zudem eigene Rekorde auf, so zum Beispiel in Kvikkjokk im Hohen Norden mit 9,1 Grad. Gemessen wird hier immerhin schon seit 130 Jahren!

Deutschland+Belgien

Auch unsere deutschen Nachbarn melden zahlreiche neue Februarrekorde. Der seit 1900 bestehende Landesrekord von 23,1 Grad in Jena ist zwar nicht gefallen, viele Stationen mit langen Messreihen meldeten aber ihren jeweils wärmsten Februartag.

Hier ein kleiner Auszug:

Station neuer Rekord am Dienstag Messbeginn
Kahler Asten 14,5 Grad 1926
Frankfurt Flughafen 18,9 Grad 1949
Düsseldorf 19,3 Grad 1969
Gießen 19,1 Grad 1939
Regensburg 18,1 Grad 1947

 

In Belgien bedeuten 22,0 Grad in Dourbes einen neuen Landesrekord für den Februar.

Großbritannien

Auch das Vereinigte Königreich meldet einen neuen Februarrekord, in Kew Gardens (Südwest-London) wurden ebenfalls am Dienstag 21,2 Grad erreicht. Noch nie war es im kalendarischen Winter auf der Insel wärmer!

Neben Rekordtemperaturen beschäftigen derzeit aber vor allem Moorbrände England. In der Mitte des Landes, nahe Manchester haben bereits einige Hektar Moorland Feuer gefangen…Folge der lang andauernden Trockenheit der vergangenen Wochen.

Wir haben hier für ein paar Impressionen/Videos aus der Gegend zusammengestellt:

Die Auswirkungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf den Schneeverlust

Schnee und Sonne im Winter

Der Abbau einer Schneedecke kann je nach Luftmasse auf unterschiedliche Art ablaufen. In diesen Tagen gibt es tagsüber zwar vielerorts zweistellige Plusgrade und die Nullgradgrenze liegt bei knapp 3.000 m, dennoch gibt es derzeit nahezu nirgends Tauwetter.

Ort Höchstwerte am Sa. bzw. So. Schneeverlust von Sa. bis Mo.
Schröcken (Vorarlberg, 1244 m) 12 Grad / 12 Grad -6 cm
Reutte (Tirol, 842 m) 14 Grad / 13 Grad -2 cm
Abtenau (Salzburg, 709 m) 8 Grad / 9 Grad -2 cm
Windischgarsten (Oberösterreich, 600 m) 10 Grad / 10 Grad -1 cm
Oberstdorf (Bayern, 806 m) 13 Grad / 10 Grad -3 cm
Adelboden (Schweiz, 1327 m) 12 Grad / 11 Grad -4 cm
St. Gallen (Schweiz, 775 m) 11 Grad / 11 Grad -3 cm

Der Grund für den geringen Schneeverlust liegt beim Zusammenspiel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ein kombiniertes Maß dafür stellt die Feuchttemperatur dar: Es handelt sich um die Gleichgewichtstemperatur, die sich infolge der Verdunstung an einer feuchten Oberfläche einstellt. Näherungsweise kann man diese Temperatur nach dem Duschen auf der Haut spüren, wenn man nass durch einen trockenen Raum läuft. Ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt, so findet keine Verdunstung statt und die Feuchttemperatur entspricht der Lufttemperatur. Weiters stellt der Taupunkt jene Temperatur dar, auf die man die Luft abkühlen muss, damit die Luftfeuchtigkeit 100% erreicht.

Sublimation

Wenn die Temperatur über 0 Grad liegt und die Luftfeuchtigkeit sehr gering ist, liegen sowohl Taupunkt als auch Feuchttemperatur unter 0 Grad. Die Wassermoleküle an der Schneeoberfläche gehen in diesem Fall direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Aus Schnee wird also unsichtbarer Wasserdampf. Dieser Prozess ist in diesen Tagen vor allem in mittleren Höhenlagen in Gange, wo die Luft ausgesprochen trocken ist.

Schmelzen

Wenn die Luftmassen noch etwas wärmer wird, dann steigt nach der Temperatur auch die Feuchttemperatur auf positive Werte. Bei geringer Luftfeuchtigkeit kann der Taupunkt aber weiterhin unter null Grad liegen. In diesem Fall wird der Schnee teils in den gasförmigen und teils in den flüssigen Zustand übergehen. Diesen Prozess nennt man in der Meteorologie Schmelzen und man kann ihn in diesen Tagen vor allem in größeren Tallagen bei zweistelligen Temperaturen und nicht vergleichbar trockenen Luft wie etwa auf den Bergen beobachten.

Tauen

Im Falle von warmer und feuchter Luft, liegen neben der Temperatur sowohl die Feuchttemperatur als auch der Taupunkt über 0 Grad. In diesem Fall geht die gesamte Energie in die Umwandlung von der festen in die flüssige Phase. Dieser Prozess kostet wesentlich weniger Energie als die Sublimation und ist somit besonders effektiv. Wenn dazu Wind weht, rinnt der Schnee regelrecht davon. Dies ist aktuell in den schneebedeckten Regionen aber nicht der Fall.

Große Temperatursprünge durch Hoch Dorit

Zwei Jahreszeiten an nur einem Tag.

Hoch Dorit bringt uns einen ersten Vorgeschmack auf den Frühling! Am Samstag wurden in Aspang bereits 16,5 Grad gemessen, so warm war es in diesem Jahr in Österreich überhaupt noch nicht (Update: am Sonntag wurden in Deutschlandsberg sogar 17.2 Grad erreicht). Die derzeitige Temperaturverteilung hat einige Überraschungen parat, so ist es auf den Bergen zum Teil milder als in den Tälern bzw. im Flachland

Temperaturumkehr

Das Stichwort heißt „Inversionswetterlage“: Bei einer solchen Wetterlage (wenig Wind, hoher Luftdruck, meist im Winter) sammelt sich nachts die kalte Luft in den Niederungen, dort kann es besonders gut auskühlen. Das sieht man auch gut an der folgenden Grafik. Sie zeigt den gestrigen Temperaturverlauf an der Station Aspang in der Buckligen Welt. Nachts ist es dort nach wie vor frostig, gestern Früh wurden -5 Grad gemessen. Zur gleichen Zeit war es auf der nahegelegenen Rax mit rund +3 Grad stolze 8 Grad wärmer. Und das, obwohl die Station auf der Rax ja rund 1000 m höher liegt als Aspang.

Temperaturverlauf in Aspang und auf der Rax.
Temperaturverlauf in Aspang und auf der Rax.

Tagsüber steigen die Temperaturen dann dank der Februarsonne schon kräftig an, bis auf die bereits erwähnten 16,5 Grad in Aspang. Auf der Rax tut sich indes tagsüber nicht allzu viel bei der Temperatur, mit einem Höchstwert von 9 Grad war es aber auch hier viel zu mild für die Jahreszeit. Am Sonntag stieg die Temperatur in Güssing sogar von -5 Grad auf +17 Grad, das entspricht einem Tagesgang von 22 Grad!

Beständiger Schnee

Nun möchte man meinen, dass es bei solchen Temperaturen dem Schnee an den Kragen geht – weit gefehlt! Schauen wir uns die nachfolgende Tabelle an.

Beispiel Reutte in Tirol (exemplarisch für weitere angeführte Orte): Gestern früh wurden dort 62 cm Schnee gemessen, das Ganze bei rund -3 Grad. Tagsüber erwärmte sich die Luft dann mit der Sonne auf bis zu +14 Grad. Heute präsentierte sich die Schneehöhe trotz frühlingshafter Wärme gestern nahezu unbeeindruckt – noch immer wurden 61 cm gemessen. Doch warum ist das so?

Die Antwort liegt in der Luftfeuchtigkeit versteckt: Die Luft ist nämlich derzeit so trocken, dass der Schnee nicht schmilzt oder taut, sondern sublimiert. Sublimation nennt man den Vorgang, wenn die Wassermoleküle aus der Schneedecke vom festen gleich in den gasförmigen Zustand übergehen. Dieser Prozess kostet viel Energie (mehr als das Schmelzen), die der Luft entzogen werden muss. Die Schneedecke kühlt somit eine wenige Millimeter dicke Lufthaut über der Schneedecke konstant auf rund 0 Grad. Zwei Meter darüber hat es dagegen frühlingshafte +14 Grad.

Ort Schneehöhe

Samstagfrüh

Höchsttemperatur

Samstag

Schneehöhe

Sonntagfrüh

Schröcken 181 cm +12 Grad 177 cm
Reutte 62 cm +14 Grad 61 cm
Lienz 16 cm +10 Grad 15 cm
Hermagor 21 cm +11 Grad 21 cm
Schönau an der Enns 33 cm +9 Grad 32 cm
Ramsau am Dachstein 89 cm +10 Grad 88 cm

Traumhafte Fernsicht

Die trockene Luft bekommen auch alle Wintersportler zu spüren, bzw. viel mehr zu genießen. Denn durch die geringe Anzahl der Wasser- und Eispartikel in der Luft ist die Atmosphäre derzeit kaum getrübt. Folglich beträgt die Fernsicht auf den Bergen teilweise mehr als 100 km. Selbst Sichtweiten bis zu 200 km sind momentan möglich.

Exemplarisch der Blick vom Großglockner über weite Teile der Nordalpen:

Gestochen scharfe Sicht vom Großglockner nach Norden.
Gestochen scharfe Sicht vom Großglockner nach Norden.

Hochdruckwetter auch in der neuen Woche

Krokusse im Feld ©pixabay/MabelAmber

Montag und Dienstag noch Kaiserwetter

Die neue Woche beginnt so wie die alte endete. Hoch „Dorit“ hält nach wie vor alle Fronten von Österreich fern, die Folge ist überwiegend sonniges und mit bis zu 15 Grad sehr mildes Vorfrühlingswetter. Mittlerweile sind schon rund 10 Sonnenstunden möglich, jeden Tag gewinnen wir 3 Minuten an Tageslicht. Allerdings werden die Nebel- und Hochnebelfelder in den kommenden beiden Tagen zahlreicher und hartnäckiger, vor allem im Donauraum und im östlichen Flachland. Im Bergland bleibt es dagegen bei ungetrübtem Sonnenschein und großen Temperatursprüngen. So sind momentan Tagesgänge von mehr als 20 Grad keine Seltenheit. Am Samstag kletterte die Temperatur beispielsweise in Aspang (Niederösterreich) von -4,9 Grad in der Früh auf 16,5 Grad am Nachmittag. Letztere war auch gleichzeitig österreichweit die bislang höchste Temperatur des Jahres.

Erster kleiner Dämpfer am Mittwoch

Am Mittwoch erreicht uns die Kaltfront eines Tiefs über Nordskandinavien, allerdings nur in stark abgeschwächter Form. So ziehen im Norden und Osten zunächst kompakte Wolken durch, bis auf ein paar Tropfen in den östlichen Nordalpen bleibt es aber weitgehend trocken und am Nachmittag lockern die Wolken schon wieder auf. Im Bergland von Vorarlberg bis zur Weststeiermark scheint bei nur harmlosen Wolken weiterhin häufig die Sonne. Mit 4 bis 13 Grad wird es nicht mehr ganz so mild wie die Tage zuvor, die Temperaturen bleiben aber auf einem überdurchschnittlichen Niveau. In Wien und Innsbruck dürfte man zu dieser Jahreszeit Tageshöchstwerte von rund 6 Grad erwarten, am Mittwoch werden hier rund 10 Grad erreicht.

Warmfront und neues Hoch

Der Donnerstag bringt vor allem im Norden und Osten viele Wolken, aus heutiger Sicht bleibt es tagsüber aber meist trocken. Erst in den Abendstunden zeichnet sich von Oberösterreich bis zum Burgenland einsetzender Regen ab. Längere sonnige Auflockerungen gibt es hingegen erneut von Vorarlberg über Kärnten bis zum Südsteiermark. Dieser wechselhafte Wettercharakter setzt sich auch am Freitag fort, von Salzburg ostwärts regnet es immer wieder. Schnee ist aber nur oberhalb von 1000 Metern ein Thema. An beiden Tagen liegen die Höchstwerte meist zwischen 5 und 10 Grad, besonders im Osten und Südosten sind auch 12 Grad möglich.

Kommendes Wochenende etabliert sich dann über Mitteleuropa ein neues kräftiges Hoch, das wieder vermehrt sonnige Bedingungen mit sich bringt. Die genaue Position des Hochs ist aber noch nicht ganz klar, dementsprechend unsicher ist zum jetzigen Zeitpunkt auch noch, in welche Richtung sie die Temperaturen entwickeln werden.

Quelle Titelbild: pixabay

Erste Frühlingszeichen

Die Frühlingsboten lassen sich nicht aufhalten. © pixabay

Es ist zwar erst Mitte Februar, tatsächlich gibt es aber schon untrügliche Zeichen, dass sich der Winter seinem Ende entgegen neigt.

Die Tage werden immer länger

Das verbreitet sonnige Wetter und die zunehmende Tageslänge sorgen bei vielen Menschen für gute Laune. Die Tageslänge beträgt mittlerweile knapp über 10 Stunden und damit 2 Stunden mehr als zu Zeiten der Wintersonnenwende. Durch den höheren Sonnenstand nimmt auch bei bedecktem Himmel die Helligkeit zu. Ganztags trübe Tage durch Hochnebel kommen immer seltener vor. Und mit der Tageslänge geht es weiterhin steil bergauf, sie nimmt aktuell pro Tag um 3 bis 4 Minuten zu.

Pflanzen- und Tierwelt

Blickt man auf Gärten und Natur, dann fallen weitere Frühlingszeichen auf. So sind in thermisch begünstigten Regionen örtlich schon Erlen und Haseln blühbereit. In den kommenden Tagen beginnt dann recht verbreitet die Erlen- und Haselblüte, Pollenallergiker müssen also vermehrt mit Belastungen rechnen. Vor allem in sonnigen Hanglagen gibt es zudem Schneeglöckchen, auch erste Frühlings-Krokusse brechen durch das Erdreich und erblühen im Sonnenlicht. Den nahenden Frühling kann man weiters auch schon akustisch wahrnehmen, denn vor allem in den Morgenstunden und in der Abenddämmerung zwitschern verbreitet die Amseln sowie andere Singvögel.

Zunehmende Strahlung

Kaltlufteinbrüche mit Schnee bis in tiefe Lagen sind zwar auch noch im März oder Anfang April möglich, aber im Mittel steigen vor allem tagsüber die Temperaturen in den kommenden Wochen kontinuierlich an. Wenn in der Nacht Schnee fällt und liegen bleibt, überlebt dieser in tieferen Lagen den Tag oft nicht, weil er selbst bei bedecktem Himmel und Temperaturen um den Gefrierpunkt durch die stärkere Globalstrahlung dahinschmilzt.

Der Vorfrühling kommt!

Winterlinge

Nachdem sich in den vergangenen Tagen das Wetter spätwinterlich mit Sturm und Schnee, präsentierte, kommen nun die Freunde der Sonne und milderer Temperaturen zum Zuge. Grund dafür ist das Hoch Dorit, welches bis über das Wochenende hinaus über Mitteleuropa zu liegen kommt.  In der meteorologischen Fachsprache heißt diese lang anhaltende Hochdrucklage „Omega-Lage“. Hintergründe dazu gibt es hier: Blocking-Lagen.

Omega-Lage
Das Hoch Dorit über Mitteleuropa nach der Vorhersage des EZMWF für Samstag 0 Uhr. © EZMWF / UBIMET

Sonniges Wochenende

Während am Donnerstag noch einzelne Wolkenfelder von Norden her über Österreich hinwegziehen, präsentieren sich die Folgetage meist mit ungetrübtem Sonnenschein. Nur ganz im Osten sind noch einzelne Wolkenfelder dabei. In den Morgenstunden können sich da und dort Nebelfelder bilden, die jedoch rasch durch den Sonnenschein wieder aufgelöst werden.

Dazu steigen die Höchstwerte Tag für Tag an: Liegen sie am Donnerstag noch bei 5 bis 12 Grad, erreichen sie am Sonntag zwischen 9 und 16 Grad. Die höchsten Werte sind jeweils im Südosten zu erwarten. Die absoluten Rekordtemperaturen für einen Februar sind jedoch noch ein ganzes Stück entfernt: Der höchste Wert wurde am 22. Februar 2016 in Pottschach-Ternitz mit 23,2 Grad gemessen.

Die Pollenbelastung nimmt zu

Eine unangenehme Begleiterscheinung für manche Menschen wird jedoch der auflebende Pollenflug werden. Besonders Hasel und Erle werden in den kommenden Tagen beginnen zu stäuben. Dies wird bei Allergikern zu mäßigen bis starken Belastungen führen, zumal zu Beginn der Saison das Immunsystem besonders empfindlich auf diese Reize reagiert.

Beitragsbild: www.pixabay.com

Hoch DORIT bringt den Vorfrühling

Schneeglöckchen im Frühling

Vor einem Jahr kündigte sich in diesen Tagen in den Modellkarten eine markante Kältewelle an, welche in der letzten Februardekade für strengen Frost sorgte. Heuer sehen die Modellkarte konträr aus: Ein kräftiges Hochdruckgebiet sorgt ab Mitte der Woche für zunehmend sonniges Wetter und die Temperaturen steigen sukzessive an. Am Wochenende kündigt sich strahlender Sonnenschein bei Temperaturen von bis zu 17 Grad an.

Wetterbesserung aus Westen

Am Mittwoch scheint von Vorarlberg bis Kärnten bereits von Beginn an verbreitet die Sonne und auch in Salzburg und Oberösterreich lockert es tagsüber auf. Deutlich hartnäckiger sind die Wolken weiter im Osten. Bei lebhaftem Nordwestwind steigen die Temperaturen auf 2 bis 9 Grad. Der Donnerstag hat im Großteil des Landes viel Sonnenschein zu bieten, nur noch vom Weinviertel bis zum Burgenland geht es bewölkt durch den Tag. Die Luft erwärmt sich auf 4 bis 12 Grad mit den höchsten Werten im Südosten. Am Wochenende stellt sich eine stabile Omega-Lage ein. Hintergründe dazu gibt es hier: Blocking-Lagen.

Eine Omega-Lage
Eine stabile Omega-Lage stellt sich am Wochenende ein. © EZMWF / UBIMET

Strahlend sonniges Wochenende

Der Freitag und das Wochenende stehen voll und ganz im Zeichen des Sonnenscheins: Im ganzen Land scheint von früh bis spät die Sonne, meist ist der Himmel sogar wolkenlos. Lokale Frühnebelfelder lichten sich rasch und der Wind weht meist nur noch schwach. Die Temperaturen steigen weiter an und erreichen 6 bis 15, am Sonntag im Südosten auch 17 Grad. Von Rekorden sind wir aber weit entfernt, so gab es am 22. Februar 2016 in Pottschach-Ternitz sogar 23,2 Grad.

Hohe Nullgradgrenze

Nicht nur im Flachland wird es am Wochenende ausgesprochen mild, auch in der Höhe bekommt man die sehr milden Luftmassen zu spüren: Die Nullgradgrenze steigt am Freitag auf über 2.000 m an und am Wochenende liegen die Höchstwerte selbst in 3.000 m Höhe im Bereich der 0-Grad-Marke. Auf den Bergen liegt jedenfalls ausreichend Schnee, zudem kann man sich auf eine ausgezeichnete Fernsicht freuen!

Milde Aussichten

Zu Beginn der kommenden Woche nimmt die Nebelneigung etwas zu, somit wird es in den Niederungen voraussichtlich nicht mehr ganz so mild wie am Wochenende. Die langfristigen Wettermodelle berechnen für Ende Februar allerdings weiterhin überdurchschnittliche Temperaturen.

Milde Aussichten
Temperaturtrend in etwa 1500 m Höhe. © NCEP / UBIMET

Zunehmende Pollenbelastung

Ab Freitag herrschen in den Niederungen bei Temperaturen über 10 Grad und Sonnenschein optimale Bedingungen für den Pollenflug der Frühblüher Hasel und Erle. Allergiker müssen ab dem Wochenende bereits mit mäßigen bis starken Belastungen rechnen, zumal das Immunsystem zu Beginn der Pollensaison besonders empfindlich reagiert.

Bis zu 15 Grad am Wochenende

Die Hasel ist blübereit, der Pollenflug kann beginnen.

Zum Ende der ersten Semesterferienwoche klopft der Vorfrühling schon mal vorsichtig an. Bereits am Freitag werden im Wiener und Grazer Becken rund 10 Grad erreicht. Noch milder wird es dann am Samstag, bei 13 oder sogar 14 Grad am Nachmittag kann man im östlichen Flachland den Kaffee schon im Freien genießen. In den Alpen sowie im Süden bleiben die Temperaturen noch etwas verhalten, meist steigen sie hier auf 5 bis 10 Grad. Der wärmste Tag der Woche kommt ganz zum Schluss: Eine föhnige Südströmung lässt die Temperaturen vom Bodensee bis zum Neusiedler See auf 10 bis 15 Grad steigen, deutlich kühler bleibt es einmal mehr in Osttirol und Kärnten.

Hier die verantwortliche Wetterlage grafisch dargestellt:

Föhn bringt am Sonntag bis zu 15 Grad.
Föhn bringt am Sonntag bis zu 15 Grad.

Pollensaison startet

Der Winter war für Allergiker ein Segen, in den kommenden Wochen lässt sich der Frühling aber kaum mehr aufhalten. Traditionell wird die Pollensaison durch die Frühblüher Haselnuss und Erle eingeläutet, selbst wenn es nachts noch frostig ist und am Boden noch Schnee liegt. Sobald es reichlich Sonnenschein gibt und sich die Temperaturen tagsüber der 10-Grad-Marke nähern, beginnen Hasel und Erle zu blühen. Bereits in den vergangenen Wochen wurden in thermisch begünstigten Regionen erste Hasel- und Erlenpollen registriert. Bis zum Wochenende erreichen in den Niederungen Hasel und Erle verbreitet ihre Blühbereitschaft. Der nächste große Allergieschub folgt dann ab etwa Mitte bis Ende März, wenn die hochallergene Birke zu blühen beginnt.

Kräftige Abkühlung zu Wochenbeginn

Das Frühlingserwachen am Wochenende ist aber nur ein kurzes, denn pünktlich zum Start in die neue Woche erreicht uns eine markante Kaltfront von Nordwesten her. Im Vergleich zum Sonntag kühlt es um 5 bis 10 Grad ab, dazu sinkt die Schneefallgrenze auf rund 500 m. Noch kälter wird es am Dienstag, dann sind aus heutiger Sicht sogar im Flachland Schneeschauer und Wintergewitter möglich. Im Nordstau der Alpen kündigt sich eine ordentliche Ladung Neuschnee an, 20 bis 40 cm können hier zu Beginn der neuen Woche zusammenkommen. Ab Mittwoch übernimmt dann wieder ein Hoch die Regie beim Wetter, die Temperaturen beginnen aber nur langsam zu steigen.

Und zu guter Letzt noch bildlich festgehalten die Wetterlage am Dienstag:

Aus Nordwesten erreicht uns wieder deutlich kältere Luft.
Aus Nordwesten erreicht uns wieder deutlich kältere Luft.

Quelle Titelbild: pixabay

Wärmster Mai seit über 150 Jahren

Sommerwetter.

Der Mai, aus meteorologischer Sicht der letzte Monat des Frühlings, zeigte sich wie bereits der April von seiner sommerlichen Seite. Besonders markant fällt die Abweichung der Temperatur im Norden und Osten aus: Von Oberösterreich bis zum östlichen Flachland war es 3 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Am geringsten fällt die Abweichung in Osttirol und Kärnten aus, doch auch hier war es immerhin 1,5 Grad wärmer als üblich. Seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichnungen in Österreich war kein Mai wärmer als der diesjährige. Nur in den ältesten Messreihen einzelner Wetterstationen des Landes finden sich noch höhere Monatsmittel.

Zahlreiche Sommertage

Im östlichen Flachland, in Teilen des Inntals und in Salzburg gab es über 10 Sommertage: In Wien wird einschließlich Monatsende in Summe an 16 Tagen die 25-Grad-Marke überschritten. Das ist mehr als doppelt so oft wie im langjährigen Mittel. Noch mehr Sommertage gibt es in Andau (B) mit 20. In der Nacht auf den 30. Mai gab es in der Wiener Innenstadt und in Langenlebarn (NÖ) zudem die erste Tropennacht des Jahres, also eine Nacht mit einem Tiefstwert über 20 Grad.

Teils nass, teils trocken

Rege Tiefdrucktätigkeit über dem Mittelmeer sowie zahlreiche Schauer und Gewitter sorgten im Süden und Südosten des Landes vielerorts für deutlich überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Von Unterkärnten bis zur südlichen Steiermark gab es stellenweise mehr als doppelt so viel Regen wie üblich, wie etwa in Klagenfurt mit 218 % des Solls. Deutlich zu trocken war es hingegen örtlich in Oberösterreich, so gab es in Linz bislang lediglich 15 Liter pro Quadratmeter Regen. Die Sonne schien an der Alpennordseite und im Osten verbreitet um 10 bis 20 % länger als in einem durchschnittlichen Mai, nur in Osttirol und Kärnten wurde das Soll mit 80 % nicht erreicht.

Am langen Wochenende Sonne und Gewitter

Das lange Wochenende verläuft sommerlich warm und besonders im Berg- und Hügelland unbeständig. Am Donnerstag scheint verbreitet die Sonne, tagsüber entstehen aber Schauer und Gewitter. Oft trocken bleibt es im östlichen Flachland und in Wien, wo am Abend auch das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker stattfindet. Der Freitag bringt an der Alpennordseite von der Früh weg Schauer und Gewitter: Besonders im Osten sind wieder kräftige Gewitter zu erwarten mit der Gefahr von kleinräumigen Überflutungen. Teils trocken bleibt es in den südlichen Becken. Am Samstag und Sonntag setzt sich das wechselhafte Wetter fort. Die Temperaturen bleiben stets auf sommerlichem Niveau, besonders im Osten liegen die Höchstwerte zwischen 25 und 30 Grad.

Extremwerte Mai 2018 (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
32,7 Grad Haag (NÖ, 29.)
32,1 Grad Enns (OÖ, 29.)
32,0 Grad, Salzburg (S, 28.)

Tiefste Temperaturen
-0,3 Grad, Radstadt (S, 1.)
-0,1 Grad, Mariapfarr (S, 1.)
-0,1 Grad, Obergurgl (T, 15.)
-0,1 Grad, Obertauern (S, 15.)

Vorläufig nasseste Orte
299 Liter pro Quadratmeter, Flattnitz (K)
275 Liter pro Quadratmeter, Deutschlandsberg (ST)
224 Liter pro Quadratmeter, Preitenegg (K)

Vorläufig trockenste Orte
15 Liter pro Quadratmeter, Linz (OÖ)
18 Liter pro Quadratmeter, Enns (OÖ)
18 Liter pro Quadratmeter, Haag (NÖ)

Absolut sonnigster bzw. trübster Ort
290 Sonnenstunden, Mörbisch (B)
93 Sonnenstunden, St. Leonhard im Pitztal (T)

Relativ sonnigster bzw. trübster Ort
116 % Langenlois (NÖ)
71 % Dellach (K)

Stärkste Windspitzen Niederungen und Berg
83 km/h Innsbruck (T, 23.)
115 km/h, Sonnblick (S, 2.)

Stand: 30.5.2018

Bergwetter am Wochenende

Sonniges Frühlingswetter © pixabay

Freitag, 25. Mai 2018

Am Freitag gehen vom Dachstein ostwärts schon in der Früh einige Schauer und Gewitter nieder, hier sind die Wolken auch recht kompakt. Weiter nach Süden und Westen zu scheint hingegen von Beginn an die Sonne, ab Mittag muss man dann in der gesamten Osthälfte mit heftigen Gewittern rechnen. Starkregen und kleinkörniger Hagel sind möglich! Westlich von Wildem Kaiser und Kreuzeck bleibt es trotz einiger Quellwolken meist trocken. Der Wind ist kein großes Thema, in 3.000 m hat es um die +4 Grad, in 2.000 m werden von Ost nach West 9 bis 13 Grad erreicht.

Samstag, 26. Mai 2018

Der Samstag bringt eine deutliche Wetterberuhigung. Restwolken und Nebelfelder in der Früh lösen sich rasch auf, dann scheint im ganzen Ostalpenraum die Sonne. Mit der Sonne bilden sich im Tagesverlauf zwar wieder dickere Quellwolken, Schauer und Gewitter sind aber schon deutlich seltener anzutreffen als noch am Vortag. In erster Linie sind diese in den Bergen Tirols und Oberkärntens möglich, auch in den Niederösterreichischen Voralpen bildet sich das eine oder andere Wärmegewitter. Bei nur wenig Wind wird es wieder sehr warm, die Temperaturen erreichen in 3.000 m 4 bis 6 Grad und in 2.000 m von Ost nach West 11 bis 14 Grad.

Sonntag, 27. Mai 2018

Am Sonntag scheint im Großteil der Ostalpen von der Früh weg die Sonne. Einzig dort, wo es am Vortag gewittert hat, können sich Restwolken oder Nebelfelder halten. In der sommerlich warmen Luft bilden sich gegen Mittag wieder vermehrt Quellwolken und am Nachmittag auch ein paar Gewitter. Möglich sind diese in allen Gebirgsgruppen, vielerorts bleibt es aber trocken und auch freundlich. Auf den Bergen weht mäßiger, leicht föhniger Südwind. Die Höchstwerte in 3.000 m liegen um die 6 Grad, in 2.000 m Höhe werden 13 bis 15 Grad erreicht.

Bergwetter-Tipp

Momentan steuert die Sonne in großen Schritten ihrem jährlichen Höchststand entgegen, stolze 16 Sonnenstunden sind im Gebirge zu dieser Jahreszeit möglich. Damit sind bereits sehr lange Touren möglich, in vielerlei Hinsicht empfiehlt sich hierbei ein früher Start der Wanderung. Somit kann man nämlich die Gewitter an den Nachmittagen umgehen, zudem vermeidet man bei einer Bergtour in der Früh und am Vormittag die intensivste Sonneneinstrahlung und Hitze. Ausreichend Flüssigkeit sollte man aber stets am Berg mit dabei haben, um einer Dehydrierung entgegenzuwirken.

Das Bergwetter am Samstag © UBIMET
Das Bergwetter am Samstag © UBIMET

Sommer in Skandinavien

Verkehrte Wetterwelt in Europ.

Etwa Mitte der letzten Woche geriet Nordeuropa unter den Einfluss eines mächtigen Skandinavienhochs. Mit einer südlichen Höhenströmung gelangten in weiterer Folge schubweise milde Luftmassen in den hohen Norden, während sich in Mitteleuropa mit Ankunft von zwei Höhentiefs unbeständiges und teils kühles Wetter einstellte.

Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Montag. © UBIMET / GFS
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Montag. © UBIMET / GFS

Die Temperaturen lagen in den vergangenen Tagen in weiten Teilen Skandinaviens rund 10 Grad über dem langjährigen Mittel. So waren die wärmsten Orte in ganz Nord- und Mitteleuropa am Dienstag der Flughafen von Helsinki mit 29.6 Grad sowie die nahegelegene Stadt Porvoo im Süden Finnlands mit 29.5 Grad. Noch etwas wärmer war es am Montag in Kuusiku, im Nordwesten Estlands, wo ein Höchstwert von 30.5 Grad verzeichnet wurde! Sommerliche Temperaturen von knapp über 25 Grad gab es aber selbst in Rovaniemi, der Hauptstadt der nordfinnischen Landschaft Lappland.

Abkühlung unterwegs

Im Laufe der zweiten Wochenhälfte breiten sich ausgehend von Norwegen aber wieder etwas kühlere Luftmassen ostwärts aus, welche am Freitag schließlich auch Finnland erreichen. Bereits zu Beginn der kommenden Woche kündigen sich allerdings neuerlich überdurchschnittliche Temperaturen an.

Tief VADJMA bringt Schnee auf den Bergen

Schneefall in Kärnten in etwa 1.900 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Besonders im östlichen Alpenraum fällt seit Montag kräftiger Regen. Während es in der Steiermark zu lokalen Überflutungen kam, waren die Auswirkungen in den Nordalpen erwartungsgemäß gering: Einerseits aufgrund der trockenen Vorgeschichte, andererseits wegen der vergleichsweise tiefen Schneefallgrenze.

Schneefall in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall am Dienstag in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

In engen Tallagen im Bereich des Alpenhauptkamms wie dem Pitztal in Tirol hat es am Dienstagmorgen vorübergehend sogar bis knapp 1.500 m herab nassen Schneefall gegeben. Von Tirol bis zum Alpenostrand liegt die Schneefallgrenze derzeit bei etwa 1.700 m. Im Hochgebirge gab es bereits teils über 20 cm Neuschnee, so wie etwa am Pitztaler Gletscher in 2.850 m Höhe. Am Sonnblick gab es in 3.100 m Höhe in Summe sogar knapp 40 cm Neuschnee.

24-Neuschneeprognose. © UBIMET
24-Neuschneeprognose. © UBIMET
Schneefall in Kärnten in etwa 2100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall in Kärnten am Dienstag in etwa 2.100 m Höhe. © www.foto-webcam.eu

Schmelzraten wie im Hochsommer

Die kühle und feuchte Witterung ist wichtig für die alpinen Gletscher. Obwohl der Winter sehr schneereich war, liegen derzeit auf den Bergen vielerorts nur noch durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Schneemengen für die Jahreszeit. Im Zuge des außergewöhnlich trockenen und milden Frühjahrs ist nämlich in den letzten Wochen bereits sehr viel Schnee geschmolzen, teilweise waren die Schmelzraten sogar vergleichbar zum Hochsommer.

Schneehöhenverlauf am Pitztaler Gletscher. © https://apps.tirol.gv.at/hydro/
Schneehöhenverlauf am Pitztaler Gletscher. © https://apps.tirol.gv.at/hydro/
Schneefall in etwa 2.300 m Höhe. © www.foto-webcam.eu
Schneefall an der Großglockner-Hochalpenstraße (2.300 m) © www.foto-webcam.eu

Trockenheit geht zu Ende

Regentropfen @pixabay

Während im Süden reichlich Regen fiel, dauert an der Alpennordseite die Trockenheit bereits seit Wochen an. Die Waldbrandgefahr ist derzeit hoch und auch die Landwirte benötigen dringend Regen. Im Waldviertel fielen bisher nur rund 30 Prozent des üblichen Niederschlags, hier musste stellenweise sogar das Trinkwasser rationiert werden.

Tief VADJMA bringt reichlich Regen

Tief VADJMA liegt derzeit genau über Österreich und sorgt heute im Süden und Westen bereits für viel Regen durch Schauer und Gewitter. Montagnacht kommt dann mit einem Frontensystem flächendeckend kräftiger Regen aus, der sich am Dienstag auf die Alpennordseite verlagert. Vor allem in den Staulagen der Nordalpen regnet es dann intensiv.

Gesamtniederschlag bis Donnerstagabend @GFS, Ubimet
Gesamtniederschlag bis Donnerstagabend @GFS, Ubimet

Am Mittwoch und Donnerstag stauen sich Schauer und einzelne Gewitter an der Alpennordseite, womit hier noch einige Liter hinzukommen. Teilweise sind in den Nordalpen in den nächsten drei Tage über 100 Liter pro Quadratmeter zu erwarten.

Trockenheit beendet

Die Trockenheit geht somit verbreitet zu Ende, nur vom Waldviertel bis ins Marchfeld sind die Regenmengen wohl zu gering um die Trockenheit vollständig zu beenden. Aber auch in diesen Regionen entspannt sich insgesamt die brisante Lage.

Quelle Titelbild: pixabay

Die Eisheiligen stehen bevor

Maischnee in den Bergen © https://www.foto-webcam.eu/webcam/tuxertal/

Kalte Gefährten

Den Ursprung der Eisheiligen nimmt man im Mittelalter an, als die gläubige, vorwiegend bäuerliche Bevölkerung von spätem Frost und den dadurch entstandenen Ernteeinbußen betroffen war. Die Ehrfurcht vor diesem Witterungsphänomen hat die Menschen dazu veranlasst, die Gedenktage Heiligen und Märtyrern zuzuordnen. Je nach Region sind das drei bis fünf Eisheilige:

  1. Mamertus, Bischof von Vienne – 11. Mai (nur Norddeutschland)
  2. Pankratius, frühchristlicher Märtyrer – 12. Mai
  3. Servatius, Bischof von Tongeren – 13. Mai
  4. Bonifatius, frühchristlicher Märtyrer – 14. Mai
  5. Sophia „Kalte Sophie“, frühchristliche Märtyrerin – 15. Mai

Die Statistik

Frost im Mai und somit auch zu den Eisheiligen ist in den tiefen Lagen generell recht selten . In Wien, Zürich und Berlin muss man höchstens alle 10 Jahre, in Innsbruck und München zumindest in jedem zweiten Jahr damit rechnen. Deutlich häufiger sind späte Fröste allerdings in höher gelegenen Alpentälern. In diesen Regionen ist sogar Anfang Juni noch leichter Morgenfrost möglich. Die Eisheiligen sind aus meteorologischer Sicht eine sogenannte Singularität, ein Ereignis, welches wiederholt auftritt. In den vergangen 50 Jahren gab es vor allem zwischen dem 20. und dem 25. Mai immer wieder größere Kaltlufteinbrüche . Das ist vor allem bemerkenswert, da der Zeitraum der Eisheiligen ursprünglich aus der Zeit des Julianischen Kalenders stammt. Bei der gregorianischen Kalenderreform im 16. Jahrhundert blieben die Tage allerdings unverändert. Genau genommen sind somit die Eisheiligen in Wirklichkeit erst zwischen dem 19. und dem 23. Mai, also eine gute Woche später.

Und heuer?

Auch in diesem Jahr kündigt sich ein Kaltluftvorstoß an, genauer gesagt Sonntagnacht bereits in der Schweiz, in Westdeutschland und im Westen Österreichs. Die Schneefallgrenze sinkt in den Westalpen am Montag bis in höhere Tallagen. Im Laufe der ersten Wochenhälfte erfasst die kalte Luft dann weite Teile Mitteleuropas. Ob diese Abkühlung mit Höchstwerten klar unter der 20-Grad-Marke  nachhaltig ist, lässt sich aus heutiger Sicht aber noch nicht sagen.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/tuxertal/

 

Kräftige Gewitter am heutigen Feiertag erwartet!

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Bereits heute Vormittag gibt es vom Schwarzwald bis ins Ruhrgebiet ein paar Gewitter, diese sind aber nicht sonderlich kräftig. Mit Annäherung der Kaltfront steigt heute ab etwa Mittag verbreitet die Gewittergefahr an, alle Väter auf Ausflug sei dann der Blick Richtung Himmel empfohlen.

Heute kann es in einem relativ großen Gebiet, nämlich von der Ostsee über die Mittelgebirge bis nach Bayern hinab zu schweren Gewittern kommen. Dann sind Regenmengen zwischen 30 und 50 Litern Pro Quadratmeter, Böen bis zu 70 km/h und Hagel mit 2-3 cm Durchmesser durchaus möglich!

Gut zu sehen ist die Gewittergefahr anhand der folgenden Grafik. Im Osten wird es erst zum Abend hin gewittrig, so zum Beispiel in Berlin.

Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Das Deutsche Unwetterradar hat dementsprechend schon jede Menge Vorwarnungen herausgegeben, über die aktuellste Lage könnt ihr euch stets hier informieren.

Die heutige Warnkarte des Deutschen Unwetterradars © UBIMET
Die heutige Warnkarte des Deutschen Unwetterradars © UBIMET

Verantwortlich für die heutigen Gewitter ist eine Kaltfront des Tiefs über Island. Diese liegt am frühen Nachmittag etwa auf der Höhe Bremen-Stuttgart und kommt dann in weiterer Folge nach Osten voran.

Die Lage der Kaltfront heute um 14:00 Uhr © UBIMET/GFS
Die Lage der Kaltfront heute um 14:00 Uhr © UBIMET/GFS

Die Gewitter entstehen aber nicht nur mit der Kaltfront, sondern eben auch schon zuvor. Der Grund hierfür ist schnell in der Temperaturverteilung von heute Nachmittag erkennbar. Im Westen lagert hinter der Front schon die kühlere Luft mit 12 bis 17 Grad, nach Osten zu herrschen dagegen noch Sommertemperaturen. Hier kann die Sonne nahezu ungehindert einstrahlen und die Atmosphäre labilisieren, fertig ist die potentielle Unwetterlage.

Die Temperaturverteilung heute Nachmittag © UBIMET/GFS
Die Temperaturverteilung heute Nachmittag © UBIMET/GFS

Quelle des Titelbildes: https://pixabay.com/de/cumulonimbus-sturmjagd-meteorologie-3196780/

Kräftige Gewitter am heutigen Feiertag erwartet!

Kräftiger Gewitterregen © pixabay

Bereits heute Vormittag sorgt das Höhentief der vergangenen Tage für ein paar Gewitter in Vorarlberg. Im Laufe des Tages erfasst dann eine Kaltfront den Westen des Landes. Sie kommt mit kräftigem Westwind, Regenschauern und Gewittern ostwärts bis zur Linie Linz-Klagenfurt voran. Doch auch vor der eigentlichen Kaltfront entstehen ab etwa Mittag verbreitet Gewitter, die zum Teil heftig ausfallen können. Kleiner Hagel und große Regenmengen in kürzester Zeit sind dann möglich!

Gut zu sehen ist das an folgender Grafik, so dürfte es heute auch in Wien wieder krachen. Von Graz und St. Pölten ostwärts bleibt es dann mit der Kaltfront auch die ganze Nacht gewittrig!

Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET
Überblick der Gewittergefahr am Donnerstag © UBIMET

Bereits gestern löste das angesprochene Höhentief einige Gewitter aus, vor allem in Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich und im östlichen Niederösterreich. Insgesamt wurden knapp 6900 Blitze registriert.

Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET
Blitzverteilung am Mittwoch © UBIMET

Die wohl kräftigsten Gewitter gingen Richtung slowakischer Grenze nieder, dort wurden recht verbreitet 30-40 Liter pro Quadratmeter registriert.

24-stündige Regensummen bis heute früh 06:00 Uhr © UBIMET
24-stündige Regensummen bis heute früh 06:00 Uhr © UBIMET

Quelle des Titelbildes: https://pixabay.com/de/cumulonimbus-sturmjagd-meteorologie-3196780/

April 2018 auf Rekordkurs!

Das Thermometer zeigt einen Sommertag an © pixabay

Sommer im April

Der April 2018 erschien den meisten Menschen wie ein vorgezogener Sommermonat, zahlreiche Sommertage und viel Sonnenschein prägten die vergangenen Wochen in weiten Teilen Deutschlands. Über das gesamte Land gemittelt fiel der April gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 um rund 4 Grad zu warm aus. Die Spitzenposition hat noch der April 2007 inne, spannend wird es nun, ob wir den noch einholen.

Zum Teil gab es selbst an Stationen, deren Messreihe weit zurückreichen, neue Dekadenrekorde. Hier eine kleine Übersicht:

Station Wert Messreihe seit
Bremen-Flughafen 27,3 Grad am 20.04. 1890
Potsdam 28,5 Grad am 20.04. 1892
Schwerin 27,8 Grad am 20.04. 1898
Zugspitze 8,2 Grad am 20.04. 1900
Chemnitz 26,9 Grad am 20.04. 1903
Greifswald 27,1 Grad am 20.04. 1915

Je weiter man nach Süden blickt, desto höher waren die Abweichungen. In Oberbayern beispielsweise waren es rund +5 Grad, in Hamburg noch rund +3 Grad über dem Mittel und auf Sylt war es nur etwas mehr als 1 Grad zu warm.

Sonne machte zahlreiche Überstunden

Im Zuge des andauernden Hochdruckeinflusses schien die Sonne im gesamten Land deutlich häufiger als im Durchschnitt, meist sind 20 bis 50 Prozent mehr Sonnenstunden als im langjährigen Mittel zusammengekommen. Der absolut sonnigste Ort ist dabei Attenkam in Oberbayern mit 234 Sonnenstunden bis dato. Zum Vergleich: Düsseldorf hält bei 141 Stunden, da ist so ziemlich im Mittel.

Teils zu trocken, teils zu nass

Markant war im abgelaufenen Monat die Trockenheit insbesondere im Süden. So sind in Stötten auf der Schwäbischen Alb bisher nur 5% der üblichen Regenmenge zusammengekommen, in München auch nur 20%.

Nach Norden zu sieht die Bilanz dann schon ausgeglichener aus. Besonders dort, wo teils heftige „Sommergewitter“ getobt haben, war es sogar deutlich zu nass! Beispiel Soltau in Niedersachsen: Hier sind 69 l/qm runtergekommen, das entspricht fast 50% mehr als in einem durchschnittlichen April.

Wärmster April seit über 200 Jahren

Das Thermometer zeigt einen Sommertag an © pixabay

Sommer im April

Der April 2018 erschien den meisten Menschen wie ein vorgezogener Sommermonat, zahlreiche Sommertage und viel Sonnenschein prägten die vergangenen Wochen. Über das gesamte Land gemittelt fiel der April gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 um rund 4,8 Grad zu warm aus. Damit lässt der heurige April den bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahr 2007 deutlich hinter sich, dieser fiel 3,7 Grad zu warm aus. Seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichungen in Österreich 1848 war somit kein April wärmer als der diesjährige.  Am Ende des Monats werden 27 zu warmen Tagen nur 3 Tage gegenüberstehen, die zu kalt ausfielen.

Sonne machte zahlreiche Überstunden

Im Zuge des andauernden Hochdruckeinflusses und der häufigen Föhnlagen schien die Sonne im gesamten Land deutlich häufiger als im Durchschnitt, meist sind 20 bis 40 Prozent mehr Sonnenstunden als im langjährigen Mittel zusammengekommen. Die absolut sonnigsten Orte sind in Niederösterreich beheimatet. Mit 254 Sonnenstunden hat Irnfritz in dieser Rangliste die Nase vorne, mehr als 200 Sonnenstunden konnte man aber in jeder Landeshauptstadt genießen.

Trockenheit setzt sich fort

Der April fiel im Großteil des Landes viel zu trocken aus. Einzig von Lienz bis Graz wurde das Niederschlagssoll erreicht, im Grazer Becken sogar übertroffen. Verantwortlich hierfür waren nahezu ortsfeste Gewitter, die am 16. April für anhaltenden Platzregen sorgten. In Graz fielen dabei innerhalb von sechs Stunden bis zu 90 Liter pro Quadratmeter Regen. Im übrigen Land setzte sich hingegen die Trockenheit fort. So fehlen entlang und nördlich der Alpen durchwegs 50% auf das Soll, speziell vom Mühlviertel bis zum Neusiedler See sogar 80 bis 90%. In Allentsteig beispielsweise sind statt der üblichen 45 Liter pro Quadratmeter nur 6 Liter pro Quadratmeter zusammengekommen, dies entspricht einem Defizit von 87%.

Kräftiger Regen in Kärnten und der Steiermark

Kräftiger Frühlingsregen © pixabay

Die Kaltfront lässt heute in ganz Österreich die Vegetation und die Landwirte aufatmen, verlief der bisherige April doch verbreitet viel zu trocken. So sind beispielsweise in Krems (Niederösterreich) in den vergangenen 26 Tagen nur 5 Liter pro Quadratmeter zusammengekommen, ebenso viel gibt es alleine heute!

Nasser Süden

Nördlich der Alpen regnet es schon von der Früh weg, spätestens ab Mittag wird es dann auch im Süden immer öfter nass. Der kräftigste, teilweise sogar von Gewittern durchsetzte Regen wird von den Karnischen Alpen über die Nockberge und das Obere Murtal bis zum Semmering fallen.

Das sieht man auch gut an der folgenden Regensummenkarte für heute. 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter sind hier durchaus wahrscheinlich, punktuell können es aber auch 50 Liter werden.

Niederschlagsmengen für den Donnerstag © UBIMET/UCM

Überflutungen möglich

Entsprechende Warnungen und Vorwarnungen sind bereits aktiv. Zwar sind die Regenmengen für den launischen Aprilmonat jetzt nichts außergewöhnliches, allerdings gehören die betroffenen Regionen zu den nassesten im April 2018. Und durch diese nasse Vorgeschichte sind zumindest kleinräumige Überflutungen nicht ausgeschlossen.

Warnkarte der Österreichischen Unwetterzentrale © UBIMET
Warnkarte der Österreichischen Unwetterzentrale © UBIMET

April 2018 auf Rekordkurs

Frühsommerlich selbst in den Hochtälern der Alpen © https://www.foto-webcam.eu/webcam/stveit/

30,0 Grad gab es Freitag in Salzburg, gestern schließlich auch in Wien. Höchsttemperaturen, wie man sie eigentlich erst im Juli und August erwarten dürfte, füllen Freibäder und Eisdielen.

Zweitfrühester 30er

So früh im Jahr 30 Grad zu erreichen ist schon sehr ungewöhnlich, das beweist der Blick in die Annalen. Den bisher frühesten 30er der Messgeschichte gab es nämlich am 17. April 1934, also nur um drei Tage vor dem heurigen Termin. Damals übrigens ebenfalls in der Mozartstadt. Im Normalfall treten die 30 Grad das erste Mal erst Ende Mai / Anfang Juni auf.

2007 vs. 2018

Wäre der Monat jetzt schon zu Ende, würde er sich mit einer Abweichung von mehr als +4,5 Grad Platz 1 der wärmsten Aprilmonate aller Zeiten sichern. Diesen Platz an der Sonne hält noch immer der April 2007, damals war es 3,7 Grad zu warm. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen ebenfalls Aprilmonate aus der jüngeren Vergangenheit, nämlich 2009 (+3,2 Grad) und 2011 (+3,0 Grad).

Die kommende Woche entscheidet also nun darüber, ob wir einen neuen Rekord erleben oder nicht. Montag bis Mittwoch wird es mit 20 bis 28 Grad wieder extrem warm, Donnerstag und Freitag bringen dann eine vorübergehende Abkühlung auf Werte, die der Jahreszeit entsprechen. Doch dann dürften uns noch einmal drei föhnige und sehr warme Tage bis Monatsende bevorstehen.

Die Chancen stehen also gut, dass der April 2007 geschlagen wird!

Am Sonntag beenden heftige Gewitter den Frühsommer

Blitze erleuchten den Nachthimmel © pixabay

Der Sommer im April hat ein Ablaufdatum, nämlich morgen Sonntag. Der Tag startet zwar überall sonnig, mit der Sonne entstehen ab etwa Mittag aber immer größere Quellwolken. Die ersten Schauer und Gewitter lassen dann auch nicht lange auf sich warten, los geht es westlich des Rheins ab ca. 14:00 Uhr.

Unwetterpotential im Osten

Langsam breiten sich diese Gewitter dann am Nachmittag auch weiter in den Osten der Bundesrepublik aus, ab etwa 16:00 oder 17:00 Uhr sind dann auch Niedersachsen, Hessen oder Thüringen dran. Besonders im Osten und Nordosten besteht ein gewisses Unwetterrisiko, denn dort passen alle Zutaten zusammen, die es für heftige Gewitter braucht:

  • Lange Zeit sonnig
  • Feuchte Luft
  • Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe (Scherung)
  • Labilität der Atmosphäre

Rechnet in dem roten Bereich in folgender Grafik aber generell mit heftigen Regenschauern, Hagel und Böen bis zu 80 km/h!

Die Gewitterlage am Sonntag im Überblick © UBIMET
Die Gewitterlage am Sonntag im Überblick © UBIMET

In der neuen Woche setzt sich dann von Norden her etwa bis zum Main deutlich stabilere und kühlere Luft durch, meist werden nur noch 11 bis 18 Grad erreicht.

Im Süden bleibt die feucht-warme Luft dagegen noch länger bestehen, und hier sind auch immer wieder Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke zu erwarten.

Der Frühsommer im April geht weiter

Die Eissaison ist gestartet! @ pixabay

Am Samstag scheint meist von früh bis spät die Sonne, einzig vom Niederrhein bis zur Nordsee sind in den Morgenstunden ein paar Nebelfelder dabei. Diese haben gegen die kräftige Aprilsonne aber keine Chance und lösen sich rasch auf. Im Tagesverlauf bilden sich dann von den Mittelgebirgen südwärts ein paar Quellwolken, die aber nicht weiter stören. Am ehesten ist vom Hunsrück bis zum Vogtland ein kurzer Schauer am Nachmittag möglich.

Die Höchstwerte am Samstag @ UBIMET/GFS
Die Höchstwerte am Samstag @ UBIMET/GFS

In der Südhälfte werden 24 bis 28 Grad erreicht, im Norden sind es meist um die 20 Grad. Etwas frischer bleibt es an den Küsten mit rund 15 Grad.

Sonne und Gewitter am Sonntag

Der Sonntag startet einmal mehr mit viel, viel Sonnenschein. Richtung Schleswig-Holstein und Mecklenburg kann sich aber zunächst Nebel oder Hochnebel halten. Mit den Temperaturen geht es auch im Norden wieder bergauf, generell liegen die Höchstwerte zwischen 22 und 27 Grad. Etwas kühler bleibt es wie gewohnt im Umfeld der Küsten.

Die Höchstwerte am Sonntag @ UBIMET/GFS
Die Höchstwerte am Sonntag @ UBIMET/GFS

Ganz ungetrübt wird es aber nicht mehr, von Westen knabbern Tiefs am Frühsommer-Hoch NORBERT. So nimmt ab Mittag von Südwesten her die Gewittergefahr deutlich zu, dabei sind Hagel und Platzregen möglich.

Wo gewittert es?

Ausgehend von Rheinland-Pfalz und NRW breiten sich die Gewitter nordostwärts aus, erfassen also auch Hessen, Niedersachsen und Hamburg. Abends ist dann auch der Osten und Nordosten dran. Weitgehend trocken dürfte es hingegen südlich des Mains werden, sieht man von Gewittern am Alpenrand ab.

Der Aprilsommer geht weiter

Herrlicher Frühling auch in der Buckligen Welt @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/schwarzenbach/

30 Grad rücken näher

Hoch NORBERT bleibt uns treu. Auch am anstehenden Wochenende hält das kräftige Hochdruckgebiet über Mitteleuropa noch alle Fronten von Österreich fern. Uns erwarten zahlreiche Sonnenstunden, am Samstag bilden Wolken generell die Ausnahme. Am Sonntag werden die Quellwolken etwas mehr und besonders vom Karwendel bis ins Grazer Bergland sind am Nachmittag einzelne Wärmegewitter mit von der Partie. Auch beim 35. Vienna City Marathon erwartet die Läufer sommerliches Wetter. Beim Start um 9 Uhr hat es bereits 17 oder 18 Grad, bis zum frühen Nachmittag erwärmt sich die Luft dann auf 25 Grad.

Beachtlich sind in jedem Fall die Temperaturen, sie bewegen sich mehr als 10 Grad über dem Durchschnitt. Verbreitet steigen sie am Samstag und Sonntag auf 23 bis 28 Grad, in Tirol und Niederösterreich sind lokal auch bis zu 29 Grad möglich.

April auf Rekordkurs

Wäre der Monat jetzt schon zu Ende, der April hätte seinen Platz in den meteorologischen Geschichtsbüchern sicher. Derzeit beträgt die Temperaturabweichung landesweit mehr als +4 Grad, der bisherige Spitzenreiter anno 2007 schloss um 3,7 Grad zu warm ab. Ob es am Ende des Monats für den ersten Platz reicht, hängt in erster Linie von der Abkühlung kommende Woche ab. Die Temperaturen kehren nämlich nach einem frühsommerlichen Wochenauftakt wieder auf Werte um die 20 Grad zurück. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der beiden Aprilmonate 2007 und 2018 um die Goldmedaille steht also bevor.

Markante Trockenheit

Neben den weit überdurchschnittlichen Temperaturen zeichnet sich der heurige April durch viel zu trockene Verhältnisse aus. In Mattersburg beispielsweise sind in den vergangenen drei Wochen gerade einmal 0,2 l/m² Regen gefallen, damit bildet die Stadt im Burgenland das Schlusslicht in Österreich. Doch nicht nur hier, in einem großen Bereich von Amstetten bis zur March und bis ins Mittelburgenland sowie auch in Teilen Vorarlbergs hat es diesen Monat bisher kaum geregnet. Generell zeigt sich der April nördlich des Alpenhauptkamms deutlich zu trocken. Als direkte Folge der anhaltenden Trockenheit bleibt die Wald- und Flurbrandgefahr hier auch in den kommenden Tagen auf einem hohen Niveau. Mehr oder weniger im Soll ist der Niederschlag nur im Süden, wobei ein Streifen vom Großraum Graz hinab bis nach Leibnitz durch die Unwetter vom Montag auch schon deutlich über dem Schnitt liegt.

19. April 2017: Schneesturm am Alpenostrand

Schnee im Frühling. © Nikolas Zimmermann

Die Monatsmitteltemperatur im April entspricht in den Niederungen mit 10 Grad etwa dem Durchschnitt für das ganze Jahr. Allerdings kann es im April mit Kaltluftausbrüchen aus Norden geradezu winterlich sein, während warme Luft aus den Subtropen mitunter schon für sommerliche Verhältnisse sorgt. Diese Aprilwetter-Extreme wurden uns im letzten bzw.  im aktuellen Jahr deutlich vor Augen geführt: Während es heuer anhaltend sonniges und teils frühsommerliches Wetter gibt, kam es vor exakt einem Jahr zu einem regelrechten Schneesturm am Alpenostrand.

Schnee bis nach Wien

Am 19. April 2017 lag der Alpenraum unter dem Einfluss eines Mittelmeertiefs, das sich nordostwärts in Richtung Ungarn verlagerte. Mit einer nordöstlichen Höhenströmung führte dies sehr feuchte Luftmassen in die Osthälfte Österreichs, gleichzeitig strömten von Norden her immer kältere Luftmassen ins Land. Die Schneefallgrenze sank somit bis ins Flachland und der Wind wehte kräftig mit stürmischen Böen aus Nord. Am Nachmittag musste die Wiener Außenring Autobahn (A21) schließlich in beide Fahrrichtungen komplett gesperrt werden und auch Teile der Westautobahn (A1) wurden für den Verkehr geschlossen.

A21 am 19. April 2017. © ASFINAG
A21 am 19. April 2017. © ASFINAG

Die Temperaturen kamen in mittleren Höhenlagen nicht über den Gefrierpunkt hinaus, so lag der Höchstwert in Mariazell bei -2.8 Grad, dazu gab es hier in Summe fast einen Meter Neuschnee. Ein paar Zentimeter Nassschnee gab es aber sogar im Wiener Becken! Anbei die gemeldeten Schneehöhen am 20. April um 8 Uhr in der Früh:

  • 92 cm Mariazell (866 m, ST)
  • 86 cm Lunz am See (614 m , NÖ)
  • 57 cm Mooslandl / Hieflau (470 m, ST)
  • 18 cm Rekawinkel / Pressbaum (374 m, NÖ)
  • 5 cm Wiener Neustadt (285 m, NÖ)

Die Österreichische Unwetterzentrale hatte Schneewarnungen mit der höchsten Stufe für das Mariazellerland und dem Semmeringgebiet ausgegeben. In exponierten Lagen kam es zudem zu massiven Schneeverwehungen.

Schneewarnungen vom 19. bis 20. April 2017. © www.uwz.at / UBIMET
Schneewarnungen vom 19. bis 20. April 2017. © www.uwz.at / UBIMET

Noch ergiebiger fielen die Mengen auf den Bergen aus, so gab es in den Niederösterreichischen Voralpen in 1.100 m Seehöhe bis zu 150 cm Neuschnee! Die Lawinengefahr erreichte am 20. April in den Ybbstaler Alpen sogar die höchste Stufe 5.

Hoch NORBERT bringt sommerliche Temperaturen

Vorsicht UV-Strahlung!

Am Dienstag etabliert sich über Deutschland ein stabiles Hochdruckgebiet. Dies sorgt für trockene Luft, zudem steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen deutlich an. Vielerorts gibt es somit frühsommerliche Temperaturen, einzig an der Ostsee sorgen die kalten Wassertemperaturen mitunter für Seenebel.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Mittwoch. UBIMET / GFS
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Mittwoch. UBIMET / GFS

Strahlender Sonnenschein

Bereits am Mittwoch scheint im ganzen Land nahezu ungetrübt die Sonne. Höchstens harmlose Schleierwolken oder flache Quellwolken zeigen sich am Himmel. Der Wind weht meist schwach, im Bodenseeraum lebt mäßiger Ostwind auf. Die Luft erwärmt sich auf 20 bis 27 Grad mit den höchsten Werten im Oberrheingraben, nur unmittelbar an der See bleibt es mit 14 bis 19 Grad kühler. Der Donnerstag bringt wieder einen tiefblauen Himmel, an der Ostsee muss man allerdings stellenweise mit Seenebel rechnen. Bei schwachem Ostwind liegen die Höchstwerte abseits der Ostsee meist zwischen 22 und 28 Grad. In weiten Teilen Westdeutschlands sowie in der Mitte des Landes gibt es bereits sommerliche Temperaturen im Bereich der 25-Grad-Marke.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Freitag. UBIMET / GFS
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Freitag. UBIMET / GFS

Sommerliche Temperaturen

Am Freitag setzt sich das sonnige und warme Wetter fort. An der Ostsee lässt die Nebelneigung nach, dafür nimmt sie an der Nordsee bei aufkommendem, mäßigem Westwind zu. Die Temperaturen steigen weiter an und erreichen bis zu 28 oder 29 Grad im Südwesten, aber nahezu im ganzen Land kann man sich auf sommerliche Temperaturen freuen. Der Samstag bringt dann ebenfalls überwiegend sonniges Wetter, im Norden ziehen aber ein paar Wolken durch und die Temperaturen gehen etwas zurück. In der Südhälfte bleibt es dagegen sommerlich.

Temperaturprognose in etwa 1500 m Höhe. © UBIMET/NCEP
Temperaturprognose in etwa 1500 m Höhe. © UBIMET/NCEP

Stabiles und mildes Hochdruckwetter in Sicht

Vorsicht UV-Strahlung!

Am Montag überwiegen die Wolken und über den Tag verteilt ziehen besonders im Süden und Westen vermehrt Regenschauer durch. Tagsüber gibt es zwar bevorzugt im Osten auch längere trockene Phasen, am Nachmittag ist man vor Schauern aber auch hier nicht gefeit. Von Unterkärnten über die Steiermark bis zum Burgenland sind auch ein paar Gewitter einzuplanen. Der Dienstag startet bewölkt mit etwas Regen im Bereich der Nordalpen sowie im Südosten. Im Tagesverlauf ziehen an der Alpennordseite noch ein paar teils gewittrige Schauer durch, sonst stellt sich trockenes Wetter ein und die Wolken lockern zögerlich auf. Bei mäßigem bis lebhaftem Nordwestwind liegen die Höchstwerte zwischen 12 und 21 Grad.

Viel Sonnenschein ab Mittwoch

Im Laufe der Woche etabliert sich über Nordeuropa ein mächtiges Hochdruckgebiet. Mit einer östlichen Strömung gelangen dabei wieder trockene und weiterhin milde Luftmassen ins Land. Am Mittwoch stellt sich wieder verbreitet sonniges Frühlingswetter ein. Die hochnebelartigen Restwolken an der Alpennordseite lockern rasch auf und die Temperaturen erreichen 15 bis 23 Grad. Auch der Saharastaub ist dann kein Thema mehr. Der Donnerstag bringt nach Auflösung einzelner Frühnebelfelder sogar strahlenden Sonnenschein, über weite Strecken ist der Himmel wolkenlos. Der Wind spielt im Gegensatz zu den vergangenen, oft föhnigen Tagen zudem nur noch eine untergeordnete Rolle und die Temperaturen steigen auf bis zu 24 Grad.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Donnerstag. UBIMET / GFS
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Donnerstag. UBIMET / GFS

Frühsommerliche Temperaturen

Am Freitag und Samstag setzt sich das sonnige Wetter fort, zudem geht es mit den Temperaturen deutlich bergauf: Besonders im Oberinntal zeichnen sich sogar Höchstwerte von bis zu 27 Grad ab. Das außergewöhnlich milde und sonnige Aprilwetter setzt sich somit fort.

Schneemassen auf den Bergen Spaniens

Schnee in Spanien/Pyrenäen.

Besonders gegen Mitte der Woche gelangten mit einer nordwestlichen Höhenströmung wiederholt kühle Luftmassen in den Südwesten Europas, so sank die Schneefallgrenze vorübergehend sogar bis knapp 800 m herab. Im Bergland kam es dabei zu teils kräftigem Schneefall: Betroffen davon waren u.a. das Kantabrische Gebirge und die Pyrenäen im Norden das Landes, die Sierra Nevada im Süden oder auch das Iberische Gebirge im Osten. In den Hochlagen oberhalb von etwa 2000 m liegt hier für die Jahreszeit rekordverdächtig viel Schnee. In Mitteleuropa hat der nahezu ortsfeste Tiefdruckkomplex dagegen für anhaltend überdurchschnittliche Temperaturen gesorgt.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Mittwoch. © GFS / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am letzten Mittwoch. © GFS / UBIMET

 

Das wetterbestimmende Tief hat sich mittlerweile in den zentralen Mittelmeerraum verlagert. Im Laufe der kommenden Tage stellt sich dann auch über der Iberischen Halbinsel eine südliche Strömung ein und deutlich mildere Luftmassen sorgen für Tauwetter im Gebirge. Anbei ein paar der spektakulärsten Bilder der letzten Tage:

Die Trockenheit geht weiter

Trockener Waldboden © pixabay

In Tirol kam es in den vergangenen Tagen bereits zu kleineren Flurbränden, die Regenschauer von letzter Nacht und von heute bringen da kaum Entspannung. Es fehlt schlicht und ergreifend flächendeckender Landregen, der auch den Bauern gelegen käme.

Trockener April

Besonders nördlich des Alpenhauptkamms sorgten die anhaltenden Südföhnlagen bislang für einen viel zu trockenen April. So sind in den ersten 12 Tagen des Monats meist nur 5 bis 10 l/qm zusammengekommen, mancherorts (Waldviertel) blieb es sogar fast gänzlich trocken.

Dementsprechend markant fallen auch die Abweichungen aus, was den Regen betrifft:

Stadt Regenmenge 01.04. – 12.04.18 Abweichung
Wien 4 l/qm -75 %
St. Pölten 1 l/qm -95 %
Linz 4 l/qm -80 %
Salzburg 6 l/qm -80 %
Innsbruck 1 l/qm -95 %
Bregenz 4 l/qm -90 %
Eisenstadt 2 l/qm -90 %
Klagenfurt 13 l/qm -50 %
Graz 10 l/qm -50 %

 

Solch eine Trockenheit (bereits der März fiel in den Regionen von Bregenz bis St. Pölten deutlich zu trocken aus) bleibt natürlich nicht folgenlos. So steigt morgen die Waldbrandgefahr bereits auf Stufe 2 von 4 an wie in folgender Karte gut zu erkennen ist.

Die Waldbrandgefahr am Samstag © UBIMET
Die Waldbrandgefahr am Samstag © UBIMET

Frühsommerliches Wochenende

Frühling in den Brandenberger Alpen in Tirol © https://www.foto-webcam.eu/webcam/pendling-west/

Frühsommer im April

Auch am kommenden Wochenende bleibt der Zustrom warmer Luftmassen aus dem Mittelmeerraum bestehen. Am Samstag werden verbreitet 20 bis 23 Grad erreicht, am wärmsten wird es mit leichtem Südföhn von Innsbruck bis St. Pölten. Der Sonntag hat dann sogar Temperaturen bis zu 25 Grad im Angebot, erneut hat dabei dank des Föhns die Alpennordseite die Nase vorne. Etwas kühler mit Werten unter 20 Grad bleibt es in den höheren Tallagen der Alpen, doch auch die 18 Grad etwa im Lungau laden schon zu Aktivitäten im Freien ein. Dazu scheint besonders am Samstag häufig die Sonne, oft besitzen die ausgedehnten Wolken nur zierenden Charakter. Eine gewisse Unsicherheit spielt aber der Saharastaub. Dieser kann nicht nur für einen recht diesigen Himmel sorgen, auch können die Wolken etwas dichter ausfallen, als das die Wettermodelle derzeit zeigen.

Schneebedingungen sehr gut

Für all jene, die vom Winter und dem Schnee nicht genug haben können, hat der Wetterexperte gute Nachrichten. Die Skigebiete oberhalb von 1500 m verfügen trotz frühlingshafter Temperaturen auch in der Höhe über ausreichend Schnee, auf der Loferer Alm im Pinzgau liegen beispielsweise in 1600 m Höhe noch immer 165 cm der weißen Pracht. Noch deutlich üppiger ist die Schneelage im Hochgebirge, hier türmen sich die Schneemassen drei bis vier Meter hoch. Allerdings sollte man vor allem beim Skifahren im freien Gelände auf die Lawinengefahr achten, insbesondere nasse Gleitschnee- und Lockerschneelawinen gehen derzeit gehäuft ab.

Überdurchschnittlich mildes Aprilwetter setzt sich fort

Frühling. © Nikolas Zimmermann

Ein umfangreicher Tiefdruckkomplex mit Kern über Südwesteuropa sorgt derzeit besonders in Portugal, Spanien und Südwestfrankreich für einen verregneten und kühlen April, während sich in Mitteleuropa milde Luftmassen aus dem südlichen Mittelmeerraum ausgebreitet haben. So waren die Temperaturen in den letzten Tagen beispielsweise in Berlin und Wien wesentlich höher als in Madrid oder Bordeaux.

Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Mittwoch. © GFS / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Mittwoch. © GFS / UBIMET

In den kommenden Tagen setzt sich in Skandinavien hoher Luftdruck durch und im Mittelmeerraum herrscht rege Tiefdrucktätigkeit. Die resultierende südöstliche Strömung führt weiterhin milde Luftmassen ins Land, somit bleiben die Temperaturen bis auf weiteres überdurchschnittlich. Nur vorübergehend sorgen Tiefdruckausläufer aus dem Mittelmeerraum für leicht wechselhafte Bedingungen wie etwa am Donnerstag mit etwas Regen und ein paar Schauern oder Gewittern besonders im Süden und Südosten des Landes.

Prognose der Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe für kommenden Sonntag. © GFS / UBIMET
Prognose der Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe für Sonntag. © GFS / UBIMET

Dieser Trend setzt sich aus heutiger Sicht zumindest bis zum 20. April fort, somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass der April milder als im langjährigen Mittel ausfallen wird bereits jetzt sehr hoch. Die häufigen Föhnlagen sorgen an der Alpennordseite und im Nordosten allerdings auch für eine zunehmende Trockenheit.

Temperaturprognose in etwa 1500 m Höhe für Ostösterreich. © GFS / NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1500 m Höhe für Ostösterreich. © GFS / NCEP / UBIMET

Kräftige Gewitter im Westen und Südwesten Deutschlands

Gewitter Blitz

Ein umfangreicher Tiefdruckkomplex mit Kern über Südwesteuropa sorgt derzeit besonders in Portugal, Spanien und Südwestfrankreich für einen verregneten und kühlen April, während sich in Mitteleuropa milde Luftmassen  ausgebreitet haben. So waren die Temperaturen in den letzten Tagen beispielsweise in Berlin und Wien wesentlich höher als in Madrid oder Bordeaux. Am Dienstagabend kam es im Westen und Südwesten Deutschlands sogar zu kräftigen Gewittern mit unzähligen Blitzentladungen, Starkregen und teils auch mit Hagelschlag. In Summe wurden am Dienstag in Deutschland rund 58.179 Blitze detektiert. Anbei die blitzreichsten Bundesländer:

  • Nordrhein-Westfalen 29.401
  • Hessen 10.853
  • Baden-Württemberg 7.678
  • Bayern 7.275
Blitze am Dienstagnachmittag und - abend. © nowcast / UBIMET
Blitze am Dienstagnachmittag und – abend. © nowcast / UBIMET

Am Mittwoch sind neuerlich Gewitter zu erwarten, der Schwerpunkt verlagert sich aber etwas weiter nach Nordosten. Somit gibt es die größte Wahrscheinlichkeit für Blitz und Donner in einem Streifen vom Böhmerwald über Thüringen und Sachsen-Anhalt bis zum Münsterland und dem südlichen Niedersachsen.

Druck in etwa 5500 m Höhe am Mittwoch. © GFS / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe am Mittwoch. © GFS / UBIMET

Hagel und Starkregen

Am Dienstag zogen besonders in einem Streifen von Hessen über das Sauerland und dem Niederrheinischen Tiefland bis zu den Niederlanden kräftige Gewitter durch, dabei wurde örtlich auch Hagelschlag beobachtet, wie etwa in Hilchenbach in NRW oder nahe zu Ulm im Grenzbereich von Baden-Württemberg und Bayern.

Örtlich fiel auch kräftiger Regen, so kam es etwa in Osthessen lokal zu kleinräumigen Überflutungen. Anbei eine Auswahl an Stationsdaten:

  • 31 mm Reichshof-Eckenhagen (NRW)
  • 21 mm Wuppertal (NRW)
  • 15 mm Düsseldorf(NRW)
  • 12 mm Köln (NRW)
  • 11 mm Darmstadt (Hessen)
12-Niederschalg am Dienstagnachmittag und -abend. © UBIMET
12-Niederschlag am Dienstagnachmittag und -abend. © UBIMET

Gewitter im Frühjahr

Gewitter treten in Mitteleuropa über das ganze Jahr verteilt auf, selbst mitten im Winter sind starke Gewitter möglich. Die Häufigkeit kräftiger Gewitterlagen ist im Sommerhalbjahr aber wesentlich größer, da die Luft in dieser Jahreszeit deutlich mehr Feuchtigkeit enthält und die Schichtung der Luft labiler ist. Besonders im April und Mai kommt es allerdings öfter zu kräftigen Gewittern, als viele Menschen glauben: Einerseits hat die Sonne bereits ausreichend Kraft, um die Luft zu labilisieren, andererseits liegt das Westwindband in dieser Jahreszeit häufig über Mitteleuropa und sorgt somit für ausgeprägte Höhenwinde. Letzteres führt zu Windscherung innerhalb der Atmosphäre, was eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung langlebiger Gewitter ist. Im Hochsommer wird die Luft zwar noch feuchter und energiereicher, dafür ist die Windscherung aber oft nur schwach bis mäßig ausgeprägt.

Die Marille blüht

Die Marillen blühen jetzt © pixabay

Die Wachau bringt alles mit, was Marillen zum Wachstum brauchen. Eine etwas begünstigte Lage im Winter, somit wird es hier nicht extrem kalt. Im Frühjahr wirken sich dann die großen Tagesgänge der Temperatur positiv auf die Blüte aus, das heißt zwischen den Nacht- und Tagestemperaturen gibt es eine große Differenz. So auch gestern: Im nahen Krems kletterten die Temperaturen von 6 Grad in der Früh bis auf fast 27 Grad am Nachmittag.

Diese fast schon frühsommerliche Wärme gab den Marillen den letzten Kick, wie man anhand der Webcam-Bilder seit Anfang April gut sehen kann:

Blütenstand am 01.04.18 © www.wachauermarille.at
Blütenstand am 01.04.18 © www.wachauermarille.at
Blütenstand am 06.04.18 © www.wachauermarille.at
Blütenstand am 06.04.18 © www.wachauermarille.at
Blütenstand am 10.04.18 © www.wachauermarille.at
Blütenstand am 10.04.18 © www.wachauermarille.at

Mehrere Einflüsse

In der Wachau treffen gleich mehrere Klimas aufeinander. Von Südosten wird die Region von der Pannonischen Tiefebene beeinflusst, aber auch das Waldviertel mit seinem rauen Klima wirkt sich in abgeschwächter Form aus. Und dann ist da noch die Donau in unmittelbarer Nähe mit ihrem engen Tal, die günstige Voraussetzungen für den süßen Geschmack der Wachauer Marillen schafft.

Die Kraft der Aprilsonne

Vorsicht UV-Strahlung!

Das frühlingshafte Wetter der vergangenen Tage hat zahllose Menschen ins Freie gelockt: Biergärten, Cafés und Parks waren am Wochenende voll und auch in dieser Woche zeigt sich der Frühling oft von seiner sonnigen Seite.

Dabei hat das sonnige Wetter auch seine Schattenseiten. Nicht nur der Anstieg der Pollenkonzentration (wir haben bereits hier berichtet) wirkt sich negativ auf manche Menschen aus, auch zu viel Sonne ist nicht gut.

Trügerische Sonne

Mehr als 13 Stunden kann die Sonne jetzt – Richtung Mitte April – schon scheinen, dabei steht sie so hoch am Himmel wie auch Ende August und hat auch dementsprechend viel Kraft.

Das lässt sich besonders gut an folgender Grafik erkennen, sie zeigt den typischen Verlauf der Sonnenstrahlung in einem Jahr in einer Stadt wie Wien oder Frankfurt.

Jahresgang der Sonnenstrahlung © Konstantin Brandes, UBIMET
Jahresgang der Sonnenstrahlung © Konstantin Brandes, UBIMET

Wir sehen, dass der Balken für April klar über jenem des Septembers liegt und nur noch knapp hinter dem Balken für August. Besonders markant ist der Anstieg von März zu April: fast 50% legt die Sonne in diesem Zeitraum an Kraft zu!

Winterhaut

Unsere Haut  ist aber noch nicht auf Sommer gepolt und braucht eine gewisse Zeit, sich an die starke Sonne und die kräftige UV-Strahlung zu gewöhnen.

Auch der Schreiber dieser Zeilen musste die Kraft der Aprilsonne im wahrsten Sinne des Wortes schon hautnah erleben, dementsprechend rot sind nicht nur die tippenden Finger…

Also unbedingt eincremen, sobald man sich länger im Freien aufhält!

Nix mit Frühling! Eiszeit in Nordeuropa

Auf der Ostee in Finnland braucht es noch immer einen Eisbrecher © pixabay

Ostsee-Eis

Von Eis ist auf den heimischen Badeseen schon seit Wochen keine Spur mehr, ganz anders ist die Situation aber noch immer in Nordeuropa. Weite Teile der Ostsee sind zugefroren, zum Teil ist das Eis einen halben Meter dick und kann sogar Autos tragen. Besonders der Bottnische Meerbusen, aber auch die Küstenbereiche zwischen Finnland, Russland und Estland sind weitgehend eisbedeckt. Hier die aktuelle Karte des Finnischen Wetterdienstes: (jäätä = Eis)

Karte der Eisbedeckung der Ostsee © http://en.ilmatieteenlaitos.fi
Karte der Eisbedeckung der Ostsee © http://en.ilmatieteenlaitos.fi

Eiskalt

Nachts rasseln die Temperaturen über Schnee noch immer tief in den Keller, zum Beispiel wurden vergangene Nacht in Lappland verbreitet -10 bis -15 Grad gemessen. Auch tagsüber schafft es das Thermometer nur örtlich und wenn dann ganz zart ins Plus, der Frühling hat es hier also noch immer sehr schwer.

Viel Schnee

Nicht nur klirrend kalt präsentieren sich Nordschweden und -finnland, auch der Schnee türmt sich hier am Ende des Winters noch sehr hoch.

Hier ein paar ausgewählte Schneehöhen von heute morgen 08:00 Uhr MESZ:

  • Kittilae (Finnland) 116 cm
  • Sodankylae (Finnland) 104 cm
  • Rovaniemi (Finnland) 98 cm
  • Vidsel (Schweden) 95 cm

Dieser tiefste Winter wird auch von den Webcams aus der Region eindrucksvoll untermauert:

Pajala in Schweden © webcamstravel
Pajala in Schweden © webcamstravel
Rovaniemi in Finnland © www.rovaniemi.fi
Rovaniemi in Finnland © www.rovaniemi.fi
Kemi an der finnischen Ostee © webcamstravel
Kemi an der finnischen Ostsee © webcamstravel

Frostgefahr geht zurück

Nahaufnahme von Frost auch einem Gänseblümchen ©pixabay/Myriamy_Fotos

Heute Früh gab es noch verbreitet Frost, selbst entlang des Rheins sank die Temperatur verbreitet in den negativen Bereich. Auch am Samstag ist gebietsweise noch mit Frost zu rechnen, tagsüber kann aber schon fleißig gegärtnert werden. Denn in den nächsten Tagen stellt sich meist sonniges und mildes Frühlingswetter ein und auch die Nächte verlaufen lau und frostfrei. Somit können frostempfindliche Pflanzen getrost nach draußen gegeben werden.

Letzter Frost?

Das Risiko für eine weitere  Frostnacht geht im Flachland im April sukzessive zurück, obwohl bis zu den Eisheiligen Anfang Mai ein weiterer Kälteeinbruch nicht ausgeschlossen werden kann. Vor allem in der Mitte und im Süden sowie in höheren Lagen kommt Frost in der ersten Maihälfte noch alle 2 bis 3 Jahre vor. Ganz ausgestanden ist es also noch nicht, eine Schutzfolie sollte in den nächsten Wochen noch griffbereit sein.

Frostgefahr am Samstagmorgen

Nahaufnahme von Frost auch einem Gänseblümchen ©pixabay/Myriamy_Fotos

Während die letzten Tage im Flachland sehr lau bei teils zweistelligen Tiefstwerten verliefen, ist in der nächsten Nacht vom Tullnerfeld über das Weinviertel bis ins südliche Wiener Becken sowie im Südosten mit leichtem Frost zu rechnen. Auch in Wien kann das Thermometer in den Außenbezirken stellenweise unter den Gefrierpunkt sinken. Für die Marillenblüte in der Wachau besteht keine Gefahr, hier bleiben die Temperaturen knapp positiv.

Frost – Resultat aus klarer Nacht und Windstille

Wolken oder Wind verhinderte in den vergangenen Nächten eine starke Auskühlung. Heute Nacht herrscht hingegen bei sternenklarem Himmel Windstille, somit sacken die Temperaturen bis in den Frostbereich ab.

Letzter Frost?

In der kommenden Woche bleibt es frühlingshaft mild und auch nachts besteht keine Frostgefahr mehr. Somit nimmt das Risiko für eine weitere  Frostnacht im Flachland sukzessive ab, obwohl bis zu den Eisheiligen Anfang Mai ein weiterer Kälteeinbruch nicht ausgeschlossen werden kann. Im Bergland oberhalb von 600 bis 800 m sind hingegen Frostnächte auch noch in den nächsten Wochen zu erwarten.

Kräftige Gewitter in Mitteleuropa

Gewitter in den USA © pixabay

Die Kaltfront eines Nordseetiefs zog am Mittwoch über Mitteleuropa hinweg. Im Vorfeld dieser Kaltfront kam es dabei besonders in Deutschland zu kräftigen Gewitter mit teils schweren Sturmböen. Auch in Frankreich, den Niederlanden sowie in Teilen Italiens entstanden aber mitunter kräftige Gewitter, so wurde örtlich auch Hagel beobachtet. Anbei die Hitliste der Blitzentladungen am Mittwoch:

    • 46.381 Deutschland
    • 28.198 Frankreich
    • 3.463 Niederlande
    • 3.433 Tschechien
    • 2.629 Italien
    • 2.518 Spanien
Blitze am Mittwoch. © nowcast / UBIMET
Blitze am Mittwoch. © nowcast / UBIMET

Schwere Sturmböen in Deutschland

Die Hauptgefahr der Gewitter in Deutschland war weniger Hagel oder Starkregen, sondern viel mehr die Sturmböen oder gar schweren Sturmböen. Hier die Spitzenreiter gestern:

Lautertal (Bayern) 98 km/h
Artern (Thüringen) 97 km/h
Würzburg (Bayern) 96 km/h
Querfurt (Sachsen-Anhalt) 95 km/h
Öhringen (Baden-Württemberg) 94 km/h

Auch abseits der Gewitter lebte der Wind in den südlichen Landesteilen aber vorübergehend kräftig bis stürmisch auf, so gab es beispielsweise auch am Bodensee Sturmböen von bis zu 86 km/h. Weiters waren die Gewitter auch spektakulär zum Anschauen, wie die folgenden Bilder beweisen:

Bilder aus Frankreich

Hagel in Italien

Gewitterbilanz: 46.000 Blitze und Sturm

Gewitter gestern Abend in Berlin © Angela Kausche (Twitter)

Mit einer Kaltfront kam es am gestrigen Mittwoch zur ersten richtig ausgeprägten Gewitterlage des Jahres. Mit 46.381 Blitzentladungen im ganzen Bundesgebiet war es sogar der blitzreichste Tag seit Ende August 2017! Blitzreichstes Bundesland war Sachsen-Anhalt, wo mit rund 16.000 Entladungen nahezu jeder dritte Blitz gemessen wurde.

In der folgenden Karte könnt Ihr gut sehen, welche Regionen besonders betroffen waren. Die verschiedene Farbe der Blitze spiegelt dabei den Zeitpunkt der Entladung wider (rot = früher Nachmittag … gelb = später Nachmittag … grün = Abend). Ursprung der Gewitter war in Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen. Anschließend breiteten sich diese nach Nordosten aus.

Die Blitzverteilung am Mittwoch in Deutschland © UBIMET/Nowcast
Die Blitzverteilung am Mittwoch in Deutschland © UBIMET/Nowcast519

Schwere Sturmböen

Die Hauptgefahr bei diesen Gewittern war weniger Hagel oder Starkregen, sondern viel mehr die Sturmböen oder gar schweren Sturmböen. Hier die Spitzenreiter gestern:

  1. Lautertal (Oberfranken) 98 km/h
  2. Artern 97 km/h
  3. Würzburg 96 km/h
  4. Querfurt 95 km/h
  5. Oehringen 94 km/h

Auch abseits der Gewitter lebte der Wind in den südlichen Landesteilen aber vorübergehend kräftig bis stürmisch auf, so gab es beispielsweise auch am Bodensee Sturmböen von bis zu 86 km/h. Weiters waren die Gewitter auch spektakulär zum Anschauen, wie die folgenden Bilder beweisen:

 

Föhnsaison in den Alpen

Föhnfische in den Alpen. © foto-webcam.eu

In diesen Tagen weht in den Alpen immer wieder föhniger Südwind. Am Dienstag wurden in der Schweiz und in Österreich lokal sogar schwere Sturmböen um 100 km/h gemessen, wie etwa in Meiringen, Gersau, Altenrhein oder Innsbruck. Auch am heutigen Mittwoch weht kräftiger bis stürmischer Föhn, ehe am Donnerstag und Freitag eine Kaltfront vorübergehend für eine nordwestliche Strömung sorgt. Bereits ab Samstag wird es aber neuerlich föhnig an der Alpennordseite.

Klimatologie des Föhns

Die Häufigkeit von Föhnwetterlagen in den Nordalpen weist im Laufe des Jahres zwei Maxima auf: Das Frühjahr und den Herbst. Dann liegt die planetarische Frontalzone nämlich besonders häufig im Bereich des Alpenraums oder knapp nördlich davon, somit nimmt die Südanströmung in den Alpen klimatologisch zu. Das Maximum im April bzw. Mai ist besonders stark ausgeprägt, weil der hohe Sonnenstand die Bildung von stabilen Kaltluftseen in den Tallagen deutlich erschwert. Im Herbst kann sich der Föhn bei schwach ausgeprägten Luftdruckunterschieden dagegen manchmal nicht gegen die Kaltluftseen in den tieferen Tälern durchsetzen.

Saharastaub

Besonders bei markanten Tiefdruckgebieten mit Kern über Westeuropa kommt im Alpenraum föhniger Südwind auf. Dieser führt nicht selten milde Luftmassen aus dem Norden Afrikas samt Saharastaub nach Mitteleuropa. Dies kann einerseits zu einer diesigen Luft mit eingeschränkter Fernsicht führen, anderseits kann es bei Regen auch zu dünnen Staubablagerungen auf Autos und Fenstern kommen. Auch am heutigen Mittwoch zieht etwas Saharastaub über den Alpenraum hinweg, was man bereits in der Früh gut am Satellitenbild erkennen konnte: Das geriffelte Muster an der Oberseite der hochliegenden Wolken über Ostösterreich und Ungarn ist ein typisches Indiz dafür.

Satellitenbild mit Blitzen am Mittwochmorgen. © EUMETSAT/nowcast/UBIMET
Satellitenbild mit Blitzen am Mittwochmorgen. © EUMETSAT/nowcast/UBIMET

Am Mittwoch teils kräftige Gewitter

Kräftige Gewitter am Nachthimmel © pixabay

Die Tage werden länger, die Sonne immer kräftiger, die Kälte verzieht sich nach Nordeuropa. Untrügliches Zeichen für den Frühling … Dazu gehören ab sofort aber auch wieder Gewitter.

Einen Vorgeschmack auf die richtig kräftigen Brummer des Sommers bekommen wir schon morgen. Eine Kaltfront überquert Deutschland von Südwest nach Nordost, im Bild unten zu erkennen an den blauen Linien mit den Zacken.

Timing perfekt

Damit die Gewitter kräftig ausfallen können, braucht es mehrere Zutaten: eine labil geschichtete Atmosphäre, genug Feuchtigkeit sowie eine Zunahme von Windrichtung und -geschwindigkeit mit der Höhe.  All das ist morgen gegeben, das Timing ist vor allem im Osten Deutschlands perfekt. Hier kommen die Gewitter nämlich erst an, wenn sich die Luft auf 18 bis 21 Grad erwärmt hat.

So erwarten wir die kräftigsten Gewitter ab dem mittleren Nachmittag etwa östlich der Linie Hamburg-Bamberg. Die größte Gefahr geht dabei von Sturmböen oder sogar schweren Sturmböen aus: 70 bis 90, vereinzelt 100 km/h sind möglich. Doch auch kleinkörniger Hagel und Regenmengen von rund 20 l/qm in kurzer Zeit sind mit von der Partie.

Das sind die gefährdeten Regionen am Mittwoch © UBIMET
Das sind die gefährdeten Regionen am Mittwoch © UBIMET

Der Frühling gibt Vollgas!

Auch die Kirschen beginnen langsam zu blühen © pixabay

Dienstag und Mittwoch: 20 Grad

Die 20 Grad sind zum Greifen nahe, föhniger Südwind und Sonnenschein treiben die Temperaturen am heutigen Dienstag spürbar nach oben. Zuletzt wurde diese Marke am 29. Oktober des Vorjahres erreicht, also vor gut fünf Monaten. Die wärmsten Regionen sind dank des Föhns wie so oft im Frühling das Rhein- und Inntal, der Flachgau und das Salzkammergut. In einer ähnlichen Tonart geht es am Mittwoch weiter, mit bis zu 22 Grad wird es sogar noch eine Spur milder. Erneut dürften die Föhnregionen an der Alpennordseite bei den Temperaturen die Nase vorn haben, doch auch in Wien, St. Pölten oder Eisenstadt sollte der 20er erstmals 2018 fallen. Etwas das Nachsehen haben bei dieser Wetterlage Osttirol und Kärnten, hier bleiben die Höchstwerte mit 10 bis 15 Grad dementsprechend verhalten.

Kühle Dusche am Donnerstag

Am Donnerstag sorgt eine Kaltfront von Westen her für Abkühlung, einzig vom Weinviertel bis in die Südsteiermark sind mit etwas Sonne noch bis zu 17 Grad möglich. Sonst werden nur noch 10 bis 15 Grad erreicht, in den Hochtälern der Alpen halten vorübergehend einstellige Höchstwerte Einzug. Mit der Kaltfront ziehen auch einige Regenschauer durch. Für die Vegetation sind diese Gold wert, allen Frühlingspflanzen steht somit ein kräftiger Wachstumsschub bevor. Schon am Freitag kehren Sonnenschein im ganzen Land und frühlingshafte Temperaturen im Westen wieder zurück, hier erwärmt sich die Luft bereits auf 20 Grad. Sonst liegen die Tageshöchstwerte meist um die 15 Grad.

Das Beste zum Schluss

Am Wochenende stellt sich perfektes Ausflugswetter ein. Am Samstag strahlt die Sonne von früh bis spät oft von einem wolkenlosen Himmel, 13 Sonnenstunden sind mittlerweile möglich. Dazu werden verbreitet 17 bis 22 Grad erreicht, mit Föhn von Vorarlberg bis Salzburg sogar frühsommerliche 24 Grad. Am Sonntag verwöhnt uns neuerlich die Sonne, bei Höchstwerten um oder über 20 Grad dürften die Eisdielen den ersten Ansturm der noch jungen Saison erleben.

Das Wetter am Osterwochenende

Osterhase

Am Samstag im westlichen Bergland winterlich

Am Karsamstag dominieren im Westen und Süden die Wolken und häufig fällt Regen oder Schnee. Vor allem in Oberkärnten regnet es zunächst auch kräftig, die Schneefallgrenze liegt von West nach Ost bei 700 bis 1700 m. Von Oberösterreich bis ins Burgenland bleibt es anfangs noch trocken und gelegentlich scheint die Sonne, im Laufe des Tages ziehen aber auch hier teils kräftige Schauer durch, vereinzelt sind im Nordosten auch Gewitter möglich. In der Nacht sinkt die Schneefallgrenze auch im zentralen Bergland bis in höhere Tallagen. Im Osten weht in den Morgenstunden noch kräftiger, föhniger Südwind, dazu werden 4 bis 16 Grad erreicht.

Am Sonntag im Nordosten stürmisch

Der Ostersonntag verläuft von Vorarlberg bis zum westlichen Niederösterreich und zur Obersteiermark bewölkt und vor allem im Nordstau fällt zunächst häufig Regen bzw. oberhalb von 600 bis 1000 m Schnee. Nachfolgend lockern die Wolken etwas auf, allerdings gehen weiterhin ein paar Schauer nieder. Am meisten Sonnenschein gibt es im Süden und Südosten, hier bleibt es bis auf einzelne Schauer am Nachmittag auch überwiegend trocken. Der Wind weht im Norden und Osten kräftig bis stürmisch aus West bis Nordwest! Die Höchstwerte liegen zwischen 4 und 15 Grad.

Am Montag zunehmend sonnig

Am Ostermontag halten sich von Oberösterreich bis zum Nordburgenland zunächst einige Restwolken und auch im Westen ziehen ein paar Wolkenfelder durch. Im Laufe des Vormittags setzt sich ausgehend vom Süden und Westen aber immer häufiger die Sonne durch, der Nachmittag verläuft dann verbreitet sonnig. Der Wind weht im Nordosten anfangs noch lebhaft bis kräftig aus West. Die Temperaturen steigen auf 10 bis 17 Grad mit den höchsten Werten im Süden.

20 Grad am Dienstag

Im Laufe der kommenden Woche steigen die Temperaturen dann weiter an, somit zeichnen sich bereits am Dienstag vielerorts Höchstwerte  im Bereich der 20-Grad-Marke ab. Der Frühling kommt!

Das Wetter am Osterwochenende

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Am Samstag im Nordosten Schnee

Am Karsamstag ziehen zunächst in weiten Teilen des Landes kompakte Wolken durch und in einem Streifen vom Alpenrand über Franken und Sachsen-Anhalt bis zum östlichen Niedersachsen fällt zeitweise Regen bzw. von der Lüneburger Heide nordwärts Schnee. Im Tagesverlauf verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt auf den äußersten Osten und Nordosten sowie den Alpenrand. Im Bereich der Ostsee wird es am Abend zunehmend winterlich. Vom Emsland über NRW und Hessen bis zum Schwarzwald und der Alb bleibt es hingegen trocken und im Tagesverlauf machen die Wolken zeitweise der Sonne Platz. Der Wind weht im Nordosten mäßig bis frisch, an der See auch stark aus Ost, sonst weht meist mäßiger Nordwestwind. Die Temperaturen erreichen von Nordost nach Südwest 2 bis 12 Grad.

Am Sonntag im Osten windig

Der Ostersonntag beginnt im Nordosten trüb und häufig fällt Schnee. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern schneit es anfangs auch kräftig, im Tagesverlauf lässt der Schneefall von Westen her aber langsam nach. In der Südwesthälfte stellt sich dagegen unbeständiges Wetter ein mit einem Mix aus etwas Sonne, vielen Wolken und ein paar Schauern. Vereinzelt sind sogar kurze Graupelgewitter möglich, die Schneefallgrenze liegt zwischen 600 und 1000 m. Oft trocken  bleibt es dagegen von der Nordsee über Sachsen-Anhalt bis zum Leipziger Land, zunächst überwiegen hier aber noch die Wolken. Der Wind lebt im Süden und Osten teils frisch aus West bis Nordwest auf, besonders im südöstlichen Bayern sowie im äußersten Osten sind auch stürmische Böen möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 2 Grad in Vorpommern und 12 Grad im Oberrheingraben.

Am Montag im Süden mild

Am Ostermontag ziehen besonders im Westen und Nordwesten zunächst viele Wolken durch, bis auf ein wenig Regen in NRW und Niedersachsen bleibt es aber weitgehend trocken. Tagsüber setzt sich im Süden immer häufiger die Sonne durch und auch im Osten und Nordosten gibt es zeitweiligen Sonnenschein. Bei mäßigem West- bis Südwind erwärmt sich die Luft auf 4 bis 18 Grad mit den kühlsten Werten in Vorpommern und den mildesten im Breisgau.

Kräftiger Osterschnee im Nordosten

Bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gab es im Nordosten teils kräftigen Schneefall, so wurden am Donnerstagmorgen lokal in Mecklenburg-Vorpommern sogar bis zu 18 cm Schnee gemeldet. Anbei eine Auswahl an Schneehöhen vom Donnerstagmorgen:

  • 18 cm Bernitt (M-V)
  • 16 cm Gersdorf (M-V)
  • 14 cm Baumgarten (M-V)
  • 13 cm Laage (M-V)
  • 12 cm Schleswig (S-H)
  • 8 cm Lübeck (S-H)
  • 8 cm Greifswald (M-V)
  • 8 cm Flensburg (S-H)
  • 7 cm Schwerin (M-V)
  • 6 cm Hamburg Flughafen (HH)
  • 6 cm Lamstedt (N)

Osterschnee

Am Wochenende zeichnet sich in diesen Regionen neuerlich Schneefall ab: An der Nordflanke eines Tiefdruckwirbels über Mitteleuropa stellt sich im Bereich der Nord- und Ostsee eine kalte, nordöstliche Strömung ein, somit liegt die Schneefallgrenze von der Lüneburger Heide nordwärts meist im Flachland. Derzeit gibt es zwar noch erhebliche Unsicherheiten über die am stärksten betroffenen Regionen, lokal sind von Samstagnachmittag bis Sonntagabend aber bis zu 20 cm Neuschnee möglich! Allgemein zeichnen sich in den Regionen von Kiel und Rendsburg über Lübeck bis nach Rostock recht verbreitet 5 bis 15 cm Schnee ab. Ein paar Zentimeter sind aber aus heutiger Sicht aber in ganz Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg sowie auch im nordöstlichen Niedersachsen, nördlichen Sachsen-Anhalt und Nordbrandenburg möglich. Der Niederschlagsschwerpunkt verlagert sich von Samstagnachmittag bis Sonntagabend langsam ostwärts.

Schneeprognose für Ostern. © UBIMET
Schneeprognose für Ostern. © UBIMET

Frühling in Sicht

Die positive Nachricht zum Schluss: Im Laufe der kommenden Woche zeichnet sich auch im Norden Deutschlands eine deutliche Milderung ab, somit steigen die Temperaturen Tag für Tag etwas an. Am Dienstag sind mit der Ausnahme vom äußersten Norden bereits verbreitet zweistellige Plusgrade in Sicht, im Süden gibt es teils schon über 20 Grad.

Märzrückblick: Winterverlängerung statt Frühling

Erste Pollen im Spätwinter. © Nikolas Zimmermann

Der März, aus meteorologischer Sicht der erste Monat des Frühlings, zeigte sich heuer von seiner winterlichen Seite. Im Flächenmittel war die Durchschnittstemperatur sogar vergleichbar mit jener des Jänners, der heuer außergewöhnlich warm ausgefallen ist. Besonders markant war die Abweichung im Osten: Vom Waldviertel über das Wiener Becken bis zum Grazer Becken war es teils sogar 2 Grad kälter als im Mittel. Im äußersten Westen und im Hochgebirge fällt die Abweichung hingegen nur gering aus. Landesweit ergibt das eine Abweichung von knapp -1 Grad zum langjährigen Mittel.

Eistage statt 20 Grad

Sowohl der meteorologische wie auch der astronomische Frühlingsbeginn waren heuer ungewöhnlich kalt. Ursache dafür waren zwei ausgeprägte Ostlagen, wobei eisige Luftmassen aus dem Norden Russlands in den Alpenraum gelangten. Örtlich wurde sogar der kälteste astronomische Frühlingsstart seit Messbeginn verzeichnet, wie etwa in Mariazell mit maximal -4,9 Grad am 20. März. Dazu gab es ungewöhnlich viele Eistage: In Wien kam die Temperatur an 5 Tagen nicht über die 0-Grad-Marke hinaus, im langjährigen Mittel kommt das im März nur einmal vor. Den letzten Eistag gab es zudem am 19., nur im März 2013 war das noch später der Fall. Die 20-Grad-Marke wurde dagegen nicht geknackt: Am Karfreitag sorgt der Föhn an der Alpennordseite zwar für milde Temperaturen mit bis zu 19 Grad in Salzburg, voraussichtlich gibt es aber erstmals seit 1996 keine 20 Grad in März.

Vielerorts zu trocken

Rege Tiefdrucktätigkeit über dem Mittelmeer sorgte im Süden des Landes meist für durchschnittliche, im Südosten stellenweise auch leicht überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. An der Alpennordseite und im Nordosten wurden hingegen vielerorts meist nur 30 bis 60 Prozent des Solls erreicht. Bei der Sonnenscheindauer gab es mit 65 bis 80 Prozent ebenfalls unterdurchschnittliche Werte, nur an der Alpennordseite vom Tiroler Unterland über Salzburg bis nach Oberösterreich fällt die Abweichung geringer aus.

Wechselhaftes Ende, Aprilwetter zu Ostern

Die letzten Tage des Monats verlaufen ausgesprochen wechselhaft: Am Freitag sorgt teils stürmischer Föhn in den Nordalpen für Temperaturen von bis zu 19 Grad. Der Samstag bringt im Nordosten nochmals Temperaturen von bis zu 17 Grad, aus Westen folgt aber bereits eine Kaltfront mit Regen bzw. im mittleren Höhenlagen auch ein wenig Schnee. Der neue Monat beginnt dann mit einem stürmischen Osterfest: Ein kräftiges Tief über Polen sorgt an der Alpennordseite für unbeständiges Wetter mit Regen- und Graupelschauern, dazu kommt im Donauraum und im Nordosten stürmischer Westwind auf.

Extremwerte März 2018 (Bundesland, Tag des Auftretens); Stand 29.3.

Höchste Temperaturen

  • 19,2 Grad, Weyer (OÖ, 11.)
  • 19,1 Grad, Pottschach-Ternitz (NÖ, 12.)
  • 18,9 Grad, Andau (B, 12.)

Tiefste Temperaturen

  • -23,4 Grad, Klausen-Leopoldsdorf (NÖ, 1.)
  • -21,4 Grad, Zeltweg (ST, 1.)
  • -20,4 Grad, Puchberg am Schneeberg (NÖ, 1.)

Vorläufig nassester und trockenster Ort

  • 124 Liter pro Quadratmeter, Loibl (K)
  • 8 Liter pro Quadratmeter, Landeck (T)

Vorläufig sonnigster und trübster Ort

  • 143 Sonnenstunden, Sillian (T)
  • 52 Sonnenstunden, Loibl (K)

Stärkste Windspitzen Tal/ Niederungen und Berg

  • 86 km/h Innsbruck/Uni (T, 15.)
  • 133 km/h, Patscherkofel (T, 11)

Osterwetter spielt alle Stückeln

https://pixabay.com/de/kaninchen-hase-tier-tierwelt-1882699/

Der Karsamstag hat es in sich. Nach aktuellem Stand liegt ein Tief zunächst über Oberitalien und verlagert sich im Tagesverlauf Richtung Tschechien. So bleiben die Wolken im Westen und Süden dicht und bei maximal 4 bis 12 Grad muss man hier wiederholt mit Regen rechnen, in Osttirol und Kärnten kann dieser auch phasenweise kräftig ausfallen. Nach Norden und Osten zu schaut es anders aus – Bis zum Nachmittag bleibt es hier noch weitgehend trocken, die föhnige Südströmung hält an und mit vorübergehendem Sonnenschein werden noch einmal Temperaturen bis zu 18 Grad erwartet. Im Laufe des Nachmittags kommen aber auch hier teils kräftige Schauer auf.

Ostersonntag häufig nass und windig

Am Ostersonntag zieht das Tief über Polen zum Baltikum ab, entsprechend liegt der Alpenraum auf dessen Rückseite in einer kühlen und windigen Nordwestströmung. So halten sich am Vormittag noch viele Wolken und von Vorarlberg bis nach Niederösterreich regnet es auch zeitweise. Im Mühl- und Waldviertel kann es vorübergehend sogar bis auf etwa 600 m herab schneien, sonst liegt die Schneefallgrenze etwa bei 1000 m. Zum Nachmittag hin gehen im Nordstau der Alpen letzte Schauer nieder, im Flach- und Hügelland trocknet es hingegen weitgehend ab. Wenn möglich macht es hier also durchaus Sinn die Suche der Ostereier auf die zweite Tageshälfte zu verlegen. Wetterbegünstigt zeigt sich der Süden, hier lockern die Wolken im Tagesverlauf auf und es bleibt überwiegend trocken. Die Höchstwerte liegen bei kräftigem Nordwestwind meist zwischen 4 und 10 Grad, im Süden bei bis zu 14 Grad.

https://pixabay.com/de/ostern-osterei-nass-regen-strauch-3254358/
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Ostermontag generell freundlicher

Am Ostermontag stellt sich die Strömung wieder auf südliche Richtungen um, Grund hierfür ist ein neues, umfangreiches Tief über Westeuropa. Am Morgen halten sich zwar noch einige Restwolken und im Nordosten ziehen auch letzte schwache Schauer ab, tagsüber zeigt sich aber doch im ganzen Land recht häufig die Sonne. Erst am Nachmittag kommen im Westen wieder vermehrt kompakte Wolkenfelder auf. Dazu bewegen sich die Temperaturen zwischen 7 und 16 Grad und sind damit im jahreszeitlichen Durchschnitt.

Schnee, Hagel und Graupel

Graupelkörner auf dem Boden©Jne Valokuvaus

Am Dienstag stellt sich in der Osthälfte von Österreich bereits richtiges Aprilwetter ein. Bei einem Sonne-Wolken-Mix ziehen im Flachland tagsüber auch ein paar Schauer durch, dabei kann es am Nachmittag zwischen dem Innviertel und dem Nordburgenland auch zu einzelnen Graupelgewittern kommen.

Ist Graupel kleiner Hagel?

Fälschlicherweise wird Graupel oftmals als kleiner Hagel abgetan, eigentlich ist Graupel aber noch eine Schneeart. Durch anfrieren unterkühlter Wassertröpfchen werden Schneekristalle zu kleinen bis 5 mm großen Kügelchen verklumpt. Dazu ist die Dichte von Graupel geringer als von Hagel und die Oberfläche eher rau. Dadurch fallen sie langsamer und können keinen direkten Schaden anrichten, sie können allerdings in kürzester Zeit für rutschige Fahrbahnen sorgen.

Hier ein Beispiel für einen klassischen Graupelschauer:

Osterferien: Wechselhafte Karwoche, mildes Osterfest

Osterhase

An diesem Wochenende beginnen in ganz Österreich die Osterferien. Vor allem im Bergland gibt es am Wochenende ausgezeichnetes Freizeitwetter mit viel Sonnenschein, im Osten und Südosten halten sich allerdings besonders am Sonntag teils zähe, hochnebelartige Wolken. Die Temperaturen steigen auf 5 bis 14 Grad mit den höchsten Werten im Inntal. Die Karwoche beginnt leicht unbeständig, wobei vor allem im Süden und Osten auch zeitweise die Sonne zum Vorschein kommt. Die meisten Schauer sind dagegen in den Nordalpen zu erwarten. Die Temperaturen ändern sich kaum, wobei die mildesten Werte dann im Osten und Südosten erreicht werden.

Auf Tief folgt Föhn

Am Mittwoch macht sich ein kräftiges Nordseetief bemerkbar, welches für Regen und an der Alpennordseite nach aktuellem Stand auch teils stürmischen Westwind sorgt. Der Donnerstag verläuft kühler, an der Alpennordseite ist in mittleren Höhenlagen auch etwas Nassschnee nicht ausgeschlossen. Am Karfreitag stellt sich das Wetter grundlegend um und Österreich gerät unter den Einfluss einer milden, föhnigen Südströmung, womit erstmals in diesem Jahr verbreitet die 20-Grad-Marke in Reichweite kommt. Vor allem in der Osthälfte kann man die Ostereier am Ostersonntag mit großer Wahrscheinlichkeit im Freien suchen. Die Unsicherheit ist aber noch erhöht: Bereits am Ostermontag deuten die Modelle auf eine Kaltfront und einen markanten Temperaturrückgang hin.

Ausgezeichnete Schneelage in den Alpen

Skifahrer können sich in den Alpen auf ausgesprochen gute Pistenbedingungen freuen: Die Schneelage ist für Ende März überdurchschnittlich. Nur in tiefer gelegenen Skigebieten wurde die Saison bereits beendet, sonst gibt es eine sehr gute Schneelage für die Osterferien. Auch in höheren Tallagen der Alpen liegt noch viel Schnee, so beträgt die Schneedecke in Schröcken noch über 1 Meter. Aber auch in St. Anton, Seefeld oder Saalbach gibt es noch über einen halben Meter der weißen Pracht. In 2.000 m liegen meist noch 2 Meter Schnee, in 3.000 m Höhe beträgt die Schneedecke rund 4 Meter. Im Hochgebirge wird das Maximum der Schneedecke meist im April erreicht.

Ostern und das Wetter

Gerade zu Ostern ist beim Wetter nahezu alles möglich. Dies hat zwei Hintergründe: Einerseits variiert das Datum des Fests von Jahr zu Jahr stark, so ist das frühestmögliche Osterdatum der 22. März und das späteste der 25. April. Andererseits befinden wir uns in jener Zeit des Jahres, in der die Tageslänge pro Tag um 3 bis 4 Minuten ansteigt und die Tagesmitteltemperatur deutlich ansteigt. Ende März ist Schneefall im Bergland nichts ungewöhnliches, während Ende April im Flachland bereits die ersten Sommertage möglich sind. Allgemein nehmen die Temperaturgegensätze zwischen Nord- und Südeuropa im Frühjahr zu, weshalb sowohl milde Wetterabschnitte als auch Kaltluftausbrüche keine Seltenheit sind. Das Wetter im Frühjahr stellt für Meteorologen daher eine besondere Herausforderung dar.

Wildes Wetter in Südosteuropa

Schneepfug bei Schneefall.

Am Donnerstag entwickelt sich über dem südlichen Mittelmeer ein kräftiges Tiefdruckgebiet. Während an der Ostflanke des Tiefs sehr milde Luftmassen den Süden Griechenlands, Zypern und die Türkei erfassen, lagern an der Nordflanke des Tiefs weiterhin kalte Luftmassen russischen Ursprungs, welche mit einer östlichen Strömung in den nördlichen Mittelmeerraum gelangen.

Temperatur in etwa 1400 m Höhe am Donnerstagabend. © NCEP / UBIMET
Temperatur in etwa 1400 m Höhe am Donnerstagabend. © NCEP / UBIMET

Im Grenzbereich der Luftmassen an der Ostflanke des Tiefs gleitet die milde Luft in mittleren Höhenlagen über die bodennahe, kalte Luft auf und es kommt zu kräftigem Schneefall. Besonders betroffen davon sind die Gebiete vom Bergland Bosniens und Montenegros über Serbien und den Nordwesten Bulgariens bis nach Süd- und Mittelrumänien. So sind selbst in Bukarest bis Freitagvormittag 20 bis 25 cm Neuschnee zu erwarten! Im Westen und Norden Griechenlands sowie in Albanien fällt dagegen kräftiger Regen, mitunter gehen hier auch Gewitter nieder.

24-h Schneeprognose bis Freitagmorgen. © UBIMET
24-h Schneeprognose bis Freitagmorgen. © UBIMET

Stürmische Bora an der Adria

Während das kräftige Tief in Südosteuropa für Regen, Gewitter und Schneefall sorgt, kommt es durch den kräftigen Druckgradienten entlang der Dinarischen Alpen an der Ostküste der Adria zu stürmischer Bora. Lokal sind hier im Bereich des Velebit-Gebirges sogar Orkanböen um 130 km/h zu erwarten!

Windspitzen bis Freitagmorgen. © UBIMET RACE
Windspitzen bis Freitagmorgen. © UBIMET RACE

In Südosteuropa gibt es zudem beachtliche Temperaturgegensätze, so gibt es am Donnerstag auf Kreta bis zu 28 Grad und in Athen rund 20 Grad, während die Temperaturen in Bukarest und Sofia nicht über die 0-Grad-Marke hinauskommen.

Etwas Nassschnee am Donnerstag im Nordosten

Nassschnee im Frühling. © Nikolas Zimmermann

Bereits in den frühen Morgenstunden setzt am Donnerstag im Norden verbreitet Regen und Schneefall ein. Im Bereich der Nordsee und im Westen handelt es sich meist um Regen und auch im östlichen Schleswig-Holstein geht der Schneefall noch in den Morgenstunden in Regen über. Besonders im Nordosten des Landes schneit es dagegen vorübergehend kräftig, so zeichnen sich in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg vorübergehend ein paar Zentimeter Nassschnee ab. Auch in höheren Lagen der nördlichen Mittelgebirge kommt ein wenig Neuschnee hinzu, in tieferen Lagen fällt hingegen meist nur Schneeregen oder Nassschnee ohne Akkumulation.

Schneefall und Schneeregen am Donnerstag. © UBIMET
Schneefall und Schneeregen am Donnerstag. © UBIMET

Tagsüber geht der Schneefall auch im Nordosten allmählich in Regen über, zudem zieht die Front allmählich weiter nach Süden und erfasst in den Abend- und Nachtstunden den Süden des Landes. Hier ist nennenswerter Schnee aber nur in höheren Lagen ein Thema, zumal die Niederschlagsmengen in Summe nur noch gering ausfallen.

Historischer Schneefall im Nordosten Spaniens

Schnee in Italien.

Kurz vor Frühlingsbeginn hat der Winter nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch im Nordosten Spaniens nochmals ein kräftiges Lebenszeichen gegeben. So gab es zum Sonnenaufgang am vergangenen Dienstag in mehreren Landkreisen Kataloniens eine zum Teil dicke Schneedecke. Die größten Schneemengen gab es in Santa Coloma de Queralt, im Becken von Barbera, mit rund 24 cm Neuschnee sowie in Querol, in der Region l’alt Camp,  mit  19 cm.

Dorf / Stadt Landkreis Neuschnee (cm) 19.-20. März
Santa Coloma de Queralt (680 m.) Conca de Barberà 20
Viu de Llevata (1240 m.) Alta Ribagorsa 17
Sant Joan de l‘Erm (1720 m.) Alt Urgell 15
Abadia de Montserrat (740 m.) Bages 13
Observatori Fabra (410 m.) Barcelones 12
El Port del Comte (1810 m.) Solsones 10
Calaf (720 m.) Anoia 10
Observatori de Pujalt (750 m.) Anoia 10

Historische Werte auf der Collserola

Auch auf der Serra de Collserola, dem Hügelland im Westen von Barcelona, wurde es weiß. So sind in der Nacht auf Dienstag am Observatori Fabra, in etwa 400 m Höhe, rund 12 Zentimeter Neuschnee  gefallen. Schnee ist hier im März zwar nicht ganz ungewöhnlich, allerdings nicht mit dieser Intensität. So war der Schneefall von letztem Dienstag das zweitspäteste sowie -stärkste Ereignis seit 1917. An der Tabellenspitze steht weiterhin der 22. März 1917 mit 24 cm Schnee. Der späteste Schneefall wurde dort hingegen am 29. April 1919 beobachtet.

Spätschneefall in l‘Observatori Fabra, Barcelona
Datum Akkumulation (cm).
22.03.1917 24
20.03.2018 12
09.04.1973 12
25.04.1972 4
29.04.1919 2

 

Teils strenger Frost in der Nacht auf Donnerstag

Eiskratzen. ©shutterstock.com

Am Mittwoch gerät der Alpenraum allmählich unter Zwischenhocheinfluss. Der Schneefall entlang der Nordalpen lässt am Nachmittag somit langsam nach und die Wolken lockern in den Abendstunden vermehrt auf. Der zunächst noch lebhafte Nordwind flaut zudem langsam ab. Dies sind perfekte Bedingungen um eine starke nächtliche Abkühlung in Gang zu setzen.

Strenger Frost im südlichen Wiener Becken

In der Nacht auf Donnerstag muss man somit neuerlich im ganzen Land mit Frost rechnen, selbst im Flachland liegen die Tiefstwerte oft unterhalb von -5 Grad. In höheren Tallagen der Alpen, in höheren Lagen des Mühl- und Waldviertels sowie im südlichen Wiener Becken ist sogar mit teils strengem Frost zu rechnen, also mit Tiefstwerten von -10 Grad oder darunter.

Temperaturprognose für Donnerstagfrüh. © UBIMET
Temperaturprognose für Donnerstagfrüh. © UBIMET

Auch in den nachfolgenden Tagen muss man weiterhin vielerorts mit Nachtfrost rechnen, ganz so kalt wie kommende Nacht wird es aber voraussichtlich nicht mehr. Tagsüber steigen die Temperaturen zudem weiter an, so sind am Wochenende auch im Osten Höchstwerte von bis zu 10 Grad in Sicht.

Wo ist der Frühling?

Granada im Frühling ©pixabay

Der arktische Kaltluftausbruch sorgte nicht nur in Mitteleuropa für einen Rückfall in den Winter, sondern auch in Westeuropa und im Großteil des Mittelmeerraums vertrieb er den Frühling. So fiel an der französischen Atlantikküste Schnee und auch in Nordspanien und im Apennin wurde es nochmals winterlich.

Frühling auf Kreta, Sommer auf Zypern

Von der Kaltluft verschont blieb bis jetzt der östliche Mittelmeerraum. So kann man auf Kreta den Frühling derzeit bei viel Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad genießen. Im Vorfeld eines Tiefs wird es hier am Donnerstag bei Höchstwerten um die 25 Grad sogar frühsommerlich. Noch wärmer ist es auf Zypern, hier sind am Freitag schon sommerliche Werte über 30 Grad zu erwarten.

Zweite Option Algarve und Andalusien

Im Süden der Iberischen Halbinsel ist ebenfalls der Frühling zu finden. Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad laden zu sportlichen Aktivitäten wie Radfahren ein, allerdings sind hier auch immer wieder Regenschauer einzuplanen.

Astronomischer Frühlingsbeginn

Rose im Schnee. @shutterstock

Der astronomische Frühling beginnt am Dienstag, dem 20. März, um exakt 17:15 Uhr MEZ. An diesem Tag wird das sogenannte Äquinoktium, die Tag-und-Nacht-Gleiche, erreicht. Auf der gesamten Erde dauern Tag und Nacht dann genau 12 Stunden. Das Datum sowie die exakte Uhrzeit des Frühlingsbeginns richten sich nach dem Sonnenstand: Die Sonne steht zu dieser Zeit am Äquator im Zenit, also senkrecht über dem Beobachter. Das heißt die Sonnenstrahlen treffen im 90-Grad-Winkel auf die Erdoberfläche. Das ist jedes Jahr zwischen dem 19. und 21. März der Fall.

Spätwinter statt Frühling

Nach dem arktischen Kaltlufteinbruch am Wochenende hat sich verbreitet eine Schneedecke ausgebildet und auch zum Frühlingsbeginn bleibt es spätwinterlich. Am Dienstag fällt an der Alpennordseite ein wenig Schnee und auch in Deutschland ziehen von Nord nach Süd Schneeschauer durch. Am Mittwoch, am ersten Frühlingstag bleibt es kalt, immerhin scheint verbreitet die Sonne. Am Donnerstag zieht aus Nordwesten eine Warmfront auf, die eine Milderung einleitet.

Am Wochenende ein Hauch von Frühling

Am Wochenende zieht sich der Winter ins Bergland zurück, im Flachland steigen die Höchstwerte wieder über die 10-Grad-Marke an. Ob sich dieser positive Trend auch in der Karwoche fortsetzt, ist hingegen noch ungewiss, auch Prognosen für das Osterwochenende sind rein spekulativ.

Schneefall am Freitag in der Mitte

Am Freitag zieht ein kleinräumiges Tiefdruckgebiet über den Alpenraum hinweg. Während in Süddeutschland anfangs etwas Regen fällt und am Nachmittag einzelne Schauer entstehen, strömen an der Nordflanke des Tiefs arktische Luftmassen in den Norden Deutschlands. Im Bereich der Luftmassengrenze sinkt die Schneefallgrenze von Nordosten her tagsüber bis in die Niederungen ab.

24h-Schneeprognose bis Samstagmorgen. © UBIMET
24h-Schneeprognose bis Samstagmorgen. © UBIMET

Die genaue Position der betroffenen Regionen ist noch mit Unsicherheiten behaftet, aus heutiger Sicht muss man aber vor allem in einem Streifen vom östlichen NRW über das südliche Niedersachsen bis nach Sachsen mit zunehmend winterlichen Bedingungen rechnen. In diesen Regionen zeichnet sich von Freitagvormittag bis Samstagmorgen verbreitet etwas Neuschnee ab. Im nördlichen Mittelgebirgsraum schneit es zeitweise auch kräftig, somit sind hier in mittleren Höhenlagen auch 10 bis 15 cm Neuschnee möglich. An der Nord- uns Ostsee frischt zudem starker bis stürmischer Ostwind auf mit Sturmböen um 80 km/h (Bft 9).

Etwas Schnee im Westen

In der Nacht zum Samstag breitet sich die kalte Luft weiter südwärts aus, somit sinkt die Schneefallgrenze auch im restlichen NRW sowie in Teilen Hessens und Frankens bis in die Niederungen ab. Große Mengen sind hier zwar voraussichtlich nicht zu erwarten, dennoch muss man sich auch hier Freitagnacht und Samstagmorgen auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen.

Kaltlufteinbruch am Wochenende

Nach einer milden Woche mit wechselhaftem Frühlingswetter zeigt der Winter am kommenden Wochenende nochmal seine Zähne. Rege Tiefdrucktätigkeit im Mittelmeerraum und die Ausbildung eines mächtigen Skandinavienhochs sorgen nämlich für eine Drehung der Strömung auf nordöstliche Richtung. Mit dieser gelangen ab Samstag sehr kalte Luftmassen aus dem Norden Russlands in den Alpenraum, somit steht uns ein Temperatursturz von mehr als 15 Grad bevor!

Schnee im Süden

Am Samstag dominieren die Wolken und in den Morgenstunden setzt im Süden Regen ein. Noch am Vormittag sinkt die Schneefallgrenze bis in die Niederungen ab, wie weit der Niederschlag nach Norden ausgreift ist aber noch unsicher. Die besten Chancen auf Schneefall gibt es in Kärnten und in der südlichen Steiermark, hier sind einige Zentimeter Neuschnee möglich, aber auch vom Tiroler Unterland über die Obersteiermark bis zum Burgenland kann es zumindest zeitweise schneien. In höheren Lagen des Ostens, wie etwa im Waldviertel, im Mariazellerland oder in der Buckligen Welt, stellt sich bereits Dauerfrost ein.

Eisige Luft aus Russland trifft ein. © GFS / UBIMET
Eisige Luft aus Russland trifft ein. © GFS / UBIMET

Eistag am Sonntag

Der Sonntag bringt viele Wolken und vor allem im östlichen Bergland ist noch ein wenig Schnee möglich, große Mengen sind aber nicht zu erwarten. Dazu gibt es vor allem im Osten verbreitet Dauerfrost, zarte Plusgrade sind lediglich noch im Rheintal, im Oberinntal und im Drautal zu erwarten. Im Laufe der kommenden Woche steigen die Temperaturen dann voraussichtlich langsam wieder etwas an.

Prognose der Temperatur in etwa 1400 m Höhe für Ostösterreich. © UBIMET
Prognose der Temperatur in etwa 1400 m Höhe für Ostösterreich. © UBIMET

Temperatursturz am Wochenende

Ehe der Winter nochmal seine Zähne zeigt, stehen Österreich noch ein paar milde Frühlingstage bevor. Am Donnerstag liegt der Alpenraum unter dem Einfluss einer kräftigen föhnigen Südströmung, dabei steigen die Temperaturen in Salzburg auf bis zu 16 Grad. Auch am Freitag gibt es im Flachland noch zweistellige Tageshöchstwerte mit maximal 15 Grad in der Südsteiermark. Am Samstag dreht die Strömung in Österreich aber auf Nordost und sehr kalte Luftmassen polaren Ursprungs gelangen in den Alpenraum. Am Sonntag stellt sich in weiten Teilen des Landes Dauerfrost ein, somit steht uns ein Temperatursturz von mehr als 15 Grad bevor.

Wetterumstellung am Samstag

Am Samstag dominieren die Wolken und in den Morgenstunden setzt im Süden Regen ein. Noch am Vormittag sinkt die Schneefallgrenze bis in die Niederungen ab, wie weit der Niederschlag nach Norden ausgreift ist aber noch unsicher. Die besten Chancen auf Schneefall gibt es in Kärnten und in der südlichen Steiermark, aber auch vom Tiroler Unterland über die Obersteiermark bis zum Burgenland kann es zumindest zeitweise schneien. Die Höchstwerte gibt es mit -3 bis +5 Grad in den Morgenstunden, danach sorgt lebhafter bis kräftiger Nordostwind für eine deutliche Abkühlung. Dauerfrost gibt es bereits in höheren Lagen des Ostens, wie etwa im Waldviertel, im Mariazellerland oder in der Buckligen Welt.

Eisige Luft aus Russland trifft ein. © GFS / UBIMET
Eisige Luft aus Russland trifft ein. © GFS / UBIMET

Eistag am Sonntag

Der Sonntag bringt viele Wolken und vor allem im östlichen Bergland ist noch ein wenig Schnee möglich, große Mengen sind aber nicht zu erwarten. Die Temperaturen erreichen maximal -7 bis +3 Grad. Zarte Plusgrade sind lediglich noch im Rheintal, im Oberinntal und im Drautal zu erwarten: Im östlichen Flachland zeichnet sich verbreitet ein Eistag ab. Winterreifen und Winterkleidung stehen somit wieder an der Tagesordnung. Weiters sollten bereits rausgestellte Pflanzen wieder vor Frost geschützt werden. Im Laufe der kommenden Woche steigen die Temperaturen dann voraussichtlich langsam wieder etwas an.

Prognose der Temperatur in etwa 1400 m Höhe für Ostösterreich. © UBIMET
Prognose der Temperatur in etwa 1400 m Höhe für Ostösterreich. © UBIMET

Die ersten Gewitter der Saison

Gewitter im Rheintal © https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn

An der Ostflanke eines umfangreichen Tiefdruckgebiets mit Kern über dem Ostatlantik wurden in den letzten Tagen schubweise milde Luftmassen aus dem südlichen Mittelmeerraum nach Mitteleuropa geführt. Mit Annäherung etwas kälterer Luft in der Höhe wurde die Luftschichtung am Montag immer labiler, somit gab es in Mittel- und Südeuropa den Start in die neue Gewittersaison.

Blitzentlandungen am Montagnachmittag und -abend. © nowcast / UBIMET
Blitzentladungen am Montagnachmittag und -abend. © nowcast / UBIMET

Blitze und Hagel in Österreich

Besonders betroffen von den Gewittern waren am Montag Süditalien und der Balkan, so wurde im Großraum von Neapel sogar ein kräftiger Tornado beobachtet. Wir berichteten darüber hier: Tornado nahe Neapel. Auch im Alpenraum gab es aber die ersten Gewitter der Saison, betroffen davon waren u.a. die Bezirke Gmunden, Liezen, Salzburg und Neusiedl am See. Stellenweise wurde dabei sogar kleiner Hagelschlag beobachtet, wie etwa in Steyr, Kufstein, Rottenmann oder Würflach (siehe Video).

Blitzreichstes Bundesland war am Montag Oberösterreich mit 229 Entladungen. Besonders betroffen war dabei der Ort Gosau mit 47 Blitzen. Die stärkste Entladung gab es hingegen in Schattendorf im Burgenland mit rund 205 kA.

Blitzentlandungen am Montagnachmittag und -abend. © nowcast / UBIMET
Blitzentladungen am Montagnachmittag und -abend. © nowcast / UBIMET

In Wien gab es am Montag zwar keine Blitze, dafür zogen aber ein paar Schauer über die Stadt hinweg. Kurzzeitig kam es dabei zu Platzregen.

Schauer über Wien am 12.3.18. © foto-webcam.eu
Schauer über Wien am 12.3.18. © foto-webcam.eu

Einzelne Gewitter am Dienstag

Am Dienstag sind vor allem im Mittelmeerraum und am Balkan neuerlich zahlreiche Schauer und Gewitter zu erwarten, ganz vereinzelt sind diese aber auch im Süden Österreichs nicht ausgeschlossen. So sind am Nachmittag und Abend speziell im Grenzbereich zu Slowenien vereinzelt Blitz und Donner möglich. Am Donnerstag und Freitag sorgt der Föhn dann nochmals für milde Temperaturen im Alpenraum, zum Wochenende hin zeichnet sich dann aber ein Kaltlufteinbruch ab. Gewitter sind dann vorerst kein Thema mehr.

Gewitter in den Alpen. © foto-webcam.eu
Gewitter im Land Salzburg. © foto-webcam.eu

Auf Frühling folgt Winter

Frühling vs. Winter, ein hartes Duell. © pixabay

Ehe der Winter aber seine Zähne zeigt, stehen Österreich milde Frühlingstage bevor. Zwar mischen am Dienstag und Mittwoch Regenschauer mit und die Sonne spielt eher eine untergeordnete Rolle, das Temperaturniveau bleibt jedoch durchaus angenehm. Meist liegen die Höchstwerte zwischen 5 Grad im Bergland und rund 15 Grad im Osten und Südosten. Noch milder und auch vielfach freundlich wird es dann am Donnerstag, mit Südföhn sind von Vorarlberg bis ins Mostviertel 18 Grad möglich.

Dann immer kälter

Auch der Freitag bringt noch einmal vielerorts zweistellige Plusgrade. Die Kaltluft aus Nordosteuropa nähert sich Österreich jedoch schon an, in Warschau werden beispielsweise nur noch 0 Grad erreicht. Der Samstag wird dann aus heutiger Sicht ein Übergangstag vom Frühling in den Winter. Die kälteste Luft steht unmittelbar vor den Toren Österreichs, mit 3 bis 9 Grad tagsüber zeigt der Trend bei den Temperaturen deshalb auch schon nach unten. Der Sonntag bringt dann recht verbreitet Dauerfrost, mehr als -5 bis +3 Grad werden nicht mehr erreicht. In den Nächten wird es mit -10 bis -5 Grad klirrend kalt.

Gut zu sehen ist der Absturz der Temperaturen in folgender Grafik – hier am Beispiel Wien:

Temperaturverlauf in Wien © UBIMET
Temperaturverlauf in Wien © UBIMET

Neuschnee in Sicht

Auch Schnee wird nach derzeitigem Stand ein Thema. Am Wochenende bildet sich nämlich ein Tief über dem Mittelmeer, dieses bringt sehr feuchte Luft. Auch in Wien kann es dann noch einmal weiß werden, die Skigebiete bekommen eine üppige Unterlage für das Ostergeschäft. Der erneute Wintereinbruch kommt nicht von ungefähr. In den schneebedeckten Weiten Russlands lagert noch immer eisige Luft, selbst tagsüber verharren die Temperaturen hier unter -10 Grad. Dreht nun die Strömung auf Nordost, so erreicht uns diese russische Polarluft in leicht abgeschwächter Form.

Frühlingshaftes Wochenende

Blühende Schneeglöckchen im Gras ©pixabay_Couleur

Wechselhafter Samstag

Der Samstag bringt ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken. Während im Südosten und Osten oft die sonnigen Phasen überwiegen, ist es von Vorarlberg über Osttirol bis nach Kärnten oft bewölkt und am späten Nachmittag beginnt von Südwesten her leichter Regen einzusetzen. Tagsüber weht in prädestinierten Lagen föhniger Südwind, die Temperaturen steigen auf 7 bis 16 Grad.

Föhn treibt die Temperaturen nach oben

An der Alpennordseite scheint am Sonntag häufig die Sonne. Dazu weht hier teils kräftiger Südföhn, auf den Bergen herrscht Föhnsturm. Nur vom Nordburgenland bis ins Waldviertel hält sich zäher Hochnebel, der sich erst im Tagesverlauf mit lebhaftem bis kräftigem Südostwind allmählich lichtet. Noch trüber verläuft der Tag in Osttirol und Kärnten, hier stauen sich die Wolken und am Nachmittag setzt kräftiger Regen ein, Schnee fällt erst oberhalb von 1500 m. Temperaturen bis knapp 20 Grad sind in den Föhnregionen vom Inntal über das Salzkammergut bis zur Eisenwurzen zu erwarten.

Schnee ade, starkes Tauwetter in den Tallagen

Im Moment liegt noch überdurchschnittlich viel Schnee für Anfang März in den Niederungen und Tallagen. Mit den frühlingshaften Werten und der starken Märzsonne verringert sich nun aber die Altschneedecke pro Tag um 5 bis 10 Zentimeter. Falls noch Wind und Regen hinzukommen, können in 24 Stunden bis zu 20 Zentimeter Schnee dahinschmelzen.

Wetterrekorde im März

Narzisse mit weißer Haube © pixabay

Der März 2018 hat ja bisher schon einiges zu bieten. In den vergangenen Tagen hat uns noch die Kältewelle beschäftigt, die bereits im Februar ihren Anfang genommen hat. Mit -16,5 Grad in Zinnwald (Sachsen) war es gleich am Monatsersten klirrend kalt. Allerdings geht es noch um einiges kälter, wirft man einen Blick in die Wetteraufzeichungen. So liegt der absolute Negativrekord für den Monat März bei -26,0 Grad in Altomünster bei München aus dem Jahre 2005.

Sommerliche Temperaturen im März

Dass der März aber schon ganz anders kann, beweisen die höchsten je gemessenen Temperaturen hierzulande. Als Übergangsmonat kann der März nämlich auch schon Wegbereiter für sommerliche Temperaturen werden. Auf 26,6 Grad kletterte das Thermometer am 28.03.1989 in Baden-Baden. Auch mit Föhn an der Alpennordseite sind annähernd solche Werte möglich, der Rekord in Garmisch-Partenkirchen beispielsweise – aufgestellt am selben Tag – liegt bei 25,3 Grad.

Der Frühling kommt

Nun, ganz so warm wird es in den kommenden Tagen nicht, die Temperaturen kennen bis Sonntag aber nur eine Richtung: ⇑⇑⇑

Hier seht ihr, was das amerikanische Wettermodell für Höchstwerte am Sonntag rechnet: Demnach wären mit Föhn am Alpenrand, aber auch von Niedersachsen bis zur Lausitz Temperaturen von 16 bis 19 Grad zu erwarten. Diese Prognose ist bereits ziemlich sicher, der Frühling kommt und bleibt!

Höchstwerte für Sonntag, den 11. März. © UBIMET/GFS
Höchstwerte für Sonntag, den 11. März. © UBIMET/GFS

Wetterrekorde im März

Narzisse mit weißer Haube © pixabay

Der März 2018 hat ja bisher schon einiges zu bieten. In den vergangenen Tagen hat uns noch die Kältewelle beschäftigt, die bereits im Februar ihren Anfang genommen hat. Mit -21,4 Grad in Zeltweg (Steiermark) war es gleich am Monatsersten klirrend kalt. Allerdings geht es noch um einiges kälter, wirft man einen Blick in die Wetteraufzeichungen. So liegt der absolute Negativrekord für den Monat März bei -27,5 Grad in Aigen (Ennstal) und in Galtür (Tirol). Beide Werte wurden aber schon vor Jahrzehnten erreicht.

Sommerliche Temperaturen im März

Dass der März aber schon ganz anders kann, beweisen die höchsten je gemessenen Temperaturen hierzulande. Als Übergangsmonat kann der März nämlich auch schon Wegbereiter für sommerliche Temperaturen werden. Auf 27,5 Grad kletterte das Thermometer am 31.03.1977 in Gumpoldskirchen bei Wien. Auch mit Föhn an der Alpennordseite sind annähernd solche Werte möglich, der Rekord in Salzburg beispielsweise – aufgestellt im Vorjahr – liegt bei 25,6 Grad.

Der Frühling kommt

Nun, ganz so warm wird es in den kommenden Tagen nicht, die Temperaturen kennen bis Sonntag aber nur eine Richtung: ⇑⇑⇑

Hier seht ihr, was das amerikanische Wettermodell für Höchstwerte am Sonntag rechnet: Demnach wären mit Föhn von Vorarlberg bis ins Mostviertel, aber auch von der Südsteiermark bis ins Weinviertel Temperaturen von 18 bis 20 Grad zu erwarten. Diese Prognose ist bereits ziemlich sicher, der Frühling kommt und bleibt!

Höchstwerte für Sonntag, den 11. März. © UBIMET/GFS
Höchstwerte für Sonntag, den 11. März. © UBIMET/GFS

Die Kirschblüten kommen

Kirschblüten tauchen die Landschaft in ein herrliches Rosa © UBIMET

In jedem Jahr gehört die Kirschblüte zum fixen Bestandteil vieler Japan-Reisen. In vielen Ländern dienen die Kirschblüten als dekorative Elemente, aber in Japan haben die pinken Blüten einen tiefgründigeren Hintergrund. Sie repräsentieren die Schönheit und Vergänglichkeit von Mutter Natur, kehren Sie doch Jahr für Jahr zurück und verschwinden wieder.

So überrascht es nicht, dass die Blüten in Japan neben Dekoration auch in Filmen und in der Musik Verwendung finden. Manche Cafés bieten im Frühling sogar Getränke mit Kirschblütengeschmack an.

Der Fortschritt der Kirschblüte

Der Japanische Wetterdienst JMA überwacht den Fortschritt der Kirschblüte im ganzen Land, jedes Jahr im Frühling breitet sich der Blütenstand vom wärmeren Süden des Landes in den Norden aus. Dafür verwendet die JMA 59 exemplarische Bäume, die an den verschiedensten Orten stehen. In den kommenden zwei Wochen startet die Blüte nun im Süden, dank eines warmen Winters rund eine Woche früher als üblich. Bis man auf Hokkaido in den Genuss der Blüten kommt, dauert es aber noch bis Mitte Mai.

Frühling naht mit großen Schritten

Schneeglöckchen © https://pixabay.com/de/users/MabelAmber-1377835/

Tiefer Luftdruck hat sich über Frankreich und Großbritannien eingenistet und selbst vom russischen Kältehoch ist nicht viel geblieben. Die großräumige Strömung hat sich auf Süd umgestellt, somit wird die Kaltluft nun Stück für Stück aus Mitteleuropa vertrieben. Am längsten hält sie sich bei uns noch im Osten des Landes, von Kärnten bis Niederösterreich muss man von Montag auf Dienstag auch noch einmal mit leichtem Schneefall bis in die Niederungen rechnen. Spätestens ab Mittwoch ist der Winter aber auch hier Geschichte, tagsüber bewegen sich die Temperaturen mit 4 bis 11 Grad dann schon überall im deutlich positiven Bereich.

Freundliche und milde zweite Wochenhälfte

Häufiger zeigt sich die Sonne dann ab Donnerstag, im ganzen Land stellt sich frühlingshaftes Wetter mit häufig zweistelligen Höchsttemperaturen ein. Für das Wochenende deuten sich schließlich gar Temperaturen jenseits der 15-Grad-Marke an. Mit Sonnenschein und Föhnunterstützung sind nach aktuellem Modellstand besonders von Oberösterreich bis ins Burgenland bis zu 18 Grad möglich.

 

Blühende Hasel © https://www..shutterstock.com/image/contributor/1040014
Blühende Hasel © https://www..shutterstock.com/image/contributor/1040014

Ansteigende Pollenbelastung

Nach all den Tagen des Dauerfrostes wird das aufkommende Frühlingswetter der Natur zu einem ordentlichen Schub verhelfen. Was für viele Grund zur Freude ist, bedeutet für Pollenallergiker jedoch den Beginn einer Leidenszeit. Hasel- und Erlenpollen sind bereits wieder in geringer Zahl unterwegs, in den nächsten Tagen werden die Konzentrationen jedoch markant zunehmen und für steigende Belastungen sorgen.

 

Zwischen den Jahreszeiten

Schneeglöckchen blühbereit im Schneerest ©Kichigin

Dauerfrost und sibirische Kälte haben Deutschland derzeit im Griff, doch der Höhepunkt der Kältewelle ist nun erreicht. Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März setzt eine langsame Milderung ein. Mit einem Tief über Westeuropa wird allmählich mildere Luft aus Südwesten nach Deutschland geführt. Somit steigen die Temperaturen am Donnerstag entlang des Rhein wieder über den Gefrierpunkt.

Am Freitag setzt sich die Milderung fort, wobei im Westen mit ein wenig Regen und Schnee zu rechnen ist, örtlich wird es dabei glatt. Die Abbildung zeigt die Temperaturen am Freitagnachmittag:

Temperaturen am Freitag 2.3.2018
Temperaturen am Freitag 2.3.2018

Am Wochenende kommen im Südwesten bei Höchstwerten bis zu 15 Grad schon erste Frühlingsgefühle auf, während im Ostseeumfeld der Dauerfrost erst am Sonntag zu Ende geht.

Eiskalter Start in den Frühling

Eiskalter Start in den Frühling. @pexels.com

Zum Vergleich, Anfang März war es das letzte Mal so kalt im Jahr 2005. Auch damals gab es die absoluten Tiefstwerte des Jahres zum meteorologischen Frühlingsbeginn. Aus diesem Jahr stammen auch noch viele Temperaturrekorde für den Monat März. Einige dieser Rekorde werden morgen wohl in der Osthälfte von Österreich eingestellt oder sogar gebrochen.

Milderung in Sicht

Mit dem morgigen Frühlingsbeginn ist dann allerdings auch der Höhepunkt der Kältewelle überschritten. Auf den Bergen sowie in den Südföhnregionen von Vorarlberg bis nach Oberösterreich kommt es zu einer deutlichen Frostabschwächung. Die Temperaturen erreichen hier wieder zarte Plusgrade. Nach Süden und Osten zu hält sich die Frostluft hingegen hartnäckig, hier wird es erst im Laufe des Wochenendes langsam milder, sodass am Sonntag österreichweit tagsüber positive Temperaturen herrschen.

Unspektakulärer Übergang zur Normalität

Für das Ende dieser Kältewelle ist ein Tief verantwortlich, das von Spanien in Richtung Irland zieht. An dessen Vorderseite dreht die Strömung über dem Alpenraum von Nordost auf Süd und es wird allmählich mildere Luft aus dem Mittelmeerraum herangeführt. Aus diesem Grund macht sich die Milderung zunächst in den Föhnregionen des Westens bemerkbar. Zum Wochenende dann auch im übrigen Land. Das Tief befindet sich aber soweit im Westen, dass die dazugehörigen Fronten Österreich in nur stark abgeschwächter Form erreichen. Weder Starkregen, Starkschneefall oder Eisregen, die in den nächsten Tagen viele Regionen Europas lahmlegen, sind somit im Alpenraum zu erwarten.

Bis zum Beginn der neuen Woche stellen sich dann im ganzen Land mit Höchstwerten von 5 bis 15 Grad Temperaturen ein, die für Anfang März normal sind.