Zyklon KENNETH trifft auf Mosambik

Zyklon Kenneth trifft in Mosambik auf Land.

Nie da gewesener Sturm

Mit Böen von mehr als 200 km/h ist der Zyklon am Donnerstag mit voller Wucht auf Land getroffen. Heute – einen Tag später – wurde der Zyklon zwar deutlich herabgestuft, mittlerweile ist es „nur“ noch ein Tropischer Sturm. Das Schadenspotential ist aber dennoch enorm.

Zur besseren Verdeutlichung hier ein Satellitenbild von KENNETH am gestrigen Donnerstag:

Zyklon Kenneth
Zyklon Kenneth

Landgang war im äußersten Norden Mosambiks, nahe des Quirimbas Nationalpark. In dieser Region gibt es keine größeren Städte, der Küstenstreifen ist nicht allzu dicht besiedelt. Allerdings ist es das erste Mal, dass ein derartig starker Wirbelsturm im äußersten Norden Mosambiks an Land geht. In den Beobachtungsdaten, die 50 Jahre zurückreichen, finden sich lediglich eine Hand voll Tropische Stürme. Einen Zyklon der Kategorie 4 hat es dort noch nie gegeben. Dass sogar zwei Zyklone der Kategorie 2 oder stärker in Mosambik innerhalb eines Jahres auf Land treffen, ist ebenfalls eine Premiere. Zur Erinnerung: Mitte März hatte Zyklon Idai ja schon für große Zerstörungen weiter im Süden des Landes gesorgt.

Neben den hohen Windgeschwindigkeiten gab es bei KENNETHs Landgang auch eine 3 bis 5 Meter hohe Sturmflut und sintflutartigen Regen.

Auf diesem Satellitenfilm seht ihr den Sturm kurz vor Landgang in Mosambik:

 


Tags zuvor ist Kenneth schon über den Inselstaat der Komoren hinweggezogen und hat dort große Verwüstungen hinterlassen, wie man gut auf diesen Bildern erkennen kann:

 


Wie geht es nun weiter?

Wie bereits erwähnt, hat sich KENNETH deutlich abgeschwächt und wird am Wochenende als „normales“ tropisches Tief für Ungemach sorgen. Die Abschwächung betrifft nämlich nur die Windgeschwindigkeiten. In den kommenden Tagen wird der sintfluartige Regen mehr und mehr zum Problem. Exemplarisch haben wir hier für euch die berechneten Regenmengen des europäischen Wettermodells bis inkl. Montag. Im Norden Mosambiks kommen verbreitet 200 bis 400 Liter Regen pro Quadratmeter runter, großflächige Überschwemmungen drohen.

Große Regenmengen kommen die nächsten Tage zusammen.
Große Regenmengen kommen die nächsten Tage zusammen.

Quelle Titelbild: Adobe Stock Fotos

Gewitter, Schnee, Sturm: Turbulenter Montag

Aprilwetter

Aprilwetter im März

Gewitter werden morgen das Hauptthema sein. Zwar werden diese naturgemäß nicht so kräftig ausfallen wie im Sommerhalbjahr, doch auch am Montag können

  • Böen zwischen 60 und 80 km/h
  • kräftiger Regen
  • Graupel und Schnee

auftreten. Der Grund: In der Höhe strömt hinter der Kaltfront sehr kalte Luft heran, die Sonne hat zeitgleich schon ordentlich Kraft um den Boden und die untere Atmosphäre zu erwärmen. Der resultierende Temperaturunterschied sorgt für eine Labilisierung der Atmosphäre, Gewitter können heranwachsen.

Möglich sind die Gewitter im Großteil Deutschlands, am häufigsten im Norden und Osten! Gut zu sehen auch an unserer Vorwarnkarte für morgen:

Am Montag kann es vor allem im Norden und Osten gewittern.
Am Montag kann es vor allem im Norden und Osten gewittern.

Stürmisch vor allem im Nordwesten

Mit Durchzug der Kaltfront lebt der Nordwestwind bereits kräftig auf, die stärksten Böen erwarten wir aber mit den nachfolgenden Schauern und Gewittern. In deren Nähe sind Böen um 70 km/h zu erwarten. Generell am windigsten (siehe in der Karte die gelben/orangen Flächen) wird es aber von der Nordsee über den Westen Niedersachsens bis zur Eifel und dem Sauerland. Hier sind auch ohne Schauer und Gewitter Böen bis zu 80 km/h zu erwarten.

Windböen am Montag
Windböen am Montag

Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge

Am Erzgebirge stauen sich ab morgen Vormittag die Schauer, hier muss man in etwas höheren Lagen noch einmal mit einem Winterrückfall rechnen. Um 5 cm sind durchaus möglich, in Orten wie Carlsfeld, Oberwiesenthal oder Zinnwald sind auch bis zu 10 cm möglich!

Auch an den Alpen wird es in höheren Lagen winterlich, hier allerdings erst ab Montagabend. So lange dauert es nämlich, bis die kälteste Luft auch in Südbayern angelangt ist. Vom Oberallgäu bis zum Berchtesgadener Land kommen oberhalb von rund 700 Meter 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen.

Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge.
Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge.

Quelle Titelbild: pixabay

Update: Gleich zwei Zyklone treffen auf Australien

Zwei Zyklone bedrohen Australien.

Bereits vor ein paar Tagen hatten wir hier schon über die beiden Zyklone in Down Under berichtet, heute wollen wir euch mit einem Update auf dem Laufenden halten…

Trevor im Norden

Der Zyklon TREVOR ist in den Morgenstunden (unserer Zeit) an der Nordküste der Northern Territories an Land gegangen. Dabei hatte er vorübergehend die Stufe 3 der fünfteiligen Saffir-Simpson-Skala erreicht. Dabei kamen an der dünn besiedelten Küste verbreitet 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, zudem wurden Windböen von knapp 200 km/h gemessen. Gut zu sehen ist der Wirbelsturm auf unserem Titelbild und im nachfolgenden Loop:

Wie geht es nun weiter?

In den kommenden Stunden schwächt sich TREVOR weiter ab, dann handelt es sich nur noch um ein Tropisches Tief und keinen Zyklon mehr. Zu Beginn der kommenden Woche dreht sich das Tief dann über dem Norden der Northern Territories bzw. Queenslands weiter, dürfte aber in den kaum bevölkerten Weiten keine nennenswerten Schäden mehr anrichten.

Hier noch die berechnete Zugbahn des Australischen Wetterdienstes:

Veronica im Nordwesten

Ein paar tausend Kilometer weiter im Westen, aber immer noch in Australien tobt zeitgleich der Zyklon VERONICA. Der Zyklon der Kategorie 2 (von 5) liegt noch auf dem offenen Meer, rund 175 km entfernt von der größten Stadt der Region Port Hedland. Dort leben zwar nur 14.000 Menschen, allerdings ist dort einer der größten Häfen der Welt beheimatet. Mehrere Zuglinien bringen das geförderte Eisenerz nach Port Hedland, von dort wird es dann weltweit verschifft. Somit drohen auch der wichtigen Rohstoffindustrie erhebliche Beeinträchtigungen!

VERONICAs weitere Zugbahn führt entlang der Nordwestküste des Bundesstaates Western Australia entlang. Dabei schwächt sich der Zyklon zwar ab, sorgt aber an der gesamten Küste für immense Regenmengen.

Spannend ist auch zu sehen, wie der Schiffsverkehr auf den Zyklon reagiert. In der Karte sieht man jedes einzelne Schiff auf dem Indischen Ozean, die Frachtschiffe in grün sind alle nach Osten „geflüchtet“. Die Küste vor Port Hedland ist somit praktisch „schifffrei“.

Schiffsverkehr vor Australien.
Schiffsverkehr vor Australien.

 

Quelle Titelbild: UBIMET / Japan Meteorological Agency

Sonntag bis zu 23 Grad – Montag lokal Neuschnee

Die Frühlingsblumen sorgen für farbenfrohe Wiesen.

Frühling gibt Vollgas

Der letzte Tag dieser Woche wird zugleich der wärmste, Grund hierfür ist eine föhnige Südwestströmung. Diese hat vielerorts Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad im Gepäck, noch etwas wärmer wird es von der Südsteiermark über das Burgenland bis nach Niederösterreich und Wien. Hier sind lokal bis zu 23 Grad möglich, solch hohe Temperaturen gab es zuletzt Ende Februar. Von den Spitzenwerten für den März bleiben wir aber ein gutes Stück entfernt, so liegt der Österreichrekord aus Gumpoldskirchen bei 27,5 Grad. Neben der frühlingshaften Wärme glänzt der Sonntag mit zahlreichen Sonnenstunden, daran können auch etwaige Frühnebelfelder und Schleierwolken tagsüber nur wenig ändern.

Hier die Wetterlage für morgen:

Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.
Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.

Wintergruß am Montag

Am späten Sonntagnachmittag erreicht den Westen des Landes eine markante Kaltfront mit Wolken und Regenschauern. Mit stürmisch auffrischendem Westwind breiten sich diese in den Abendstunden bis in die Obersteiermark und das Mostviertel aus. In der Nacht regnet und schneit es dann verbreitet, wobei die Schneefallgrenze auf 700 bis 500 m sinkt. Am Montag zeigt der Frühling sein zweites Gesicht, mehr als 2 bis 10 Grad werden nicht mehr erreicht. Dazu regnet und schneit es besonders von den Zillertaler Alpen über den Lungau bis zum Murtal und südlich davon länger anhaltend. Dabei bekommen etwas höhere gelegene Täler eine Portion Neuschnee ab, liegt doch die Schneefallgrenze tagsüber zwischen 600 und 800 m.

Alle Landeshauptstädte erleben einen Temperatursturz:

Stadt Höchstwert Sonntag Höchstwert Montag
Wien 20 Grad 9 Grad
St. Pölten 20 Grad 7 Grad
Eisenstadt 21 Grad 8 Grad
Linz 19 Grad 8 Grad
Graz 19 Grad 5 Grad
Klagenfurt 17 Grad 4 Grad
Salzburg 19 Grad 6 Grad
Innsbruck 18 Grad 6 Grad
Bregenz 16 Grad 7 Grad

Zu guter Letzt noch die Neuschneeprognose von Sonntagabend bis Montagabend:

In den Bergen einiges an Neuschnee!
In den Bergen einiges an Neuschnee!

Quelle Titelbild: pixabay

Tief HEINZ bringt Regen und Sturmböen

Die Sturmsaison geht in Europa los

Bereits seit mehreren Wochen sorgt das Zusammenspiel aus ausgeprägtem Azorenhoch und reger Tiefdrucktätigkeit rund um Island für eine ausgeprägte Westströmung über dem Nordatlantik und Westeuropa. Mit dieser gelangen schubweise feuchte Luftmassen nach Deutschland und auch die Wahrscheinlichkeit für Sturm ist erhöht. Erst am vergangenen Sonntag etwa zog Sturm Eberhard über die Mitte des Landes hinweg.

Ein starke Westströmung über dem Atlantik
Druckverteilung in etwa 5500 m Höhe. © GFS / UBIMET

Tief HEINZ

Am Freitag entwickelt sich über der Nordsee ein weiteres Randtiefs namens HEINZ. Dieses zieht am Nachmittag  unter Verstärkung über Dänemark hinweg und liegt am Abend bereits über der Ostsee. Die Warmfront des Tiefs sorgt im Südwesten bereits seit den Morgenstunden verbreitet für Regen und erfasst im Tagesverlauf auch Bayern und Sachsen. In der Nordhälfte zieht am Nachmittag und Abend dann die Kaltfront des Tiefs durch, diese liegt allerdings zunehmend strömungsparallel und kommt somit nicht mehr südwärts voran.

Tief HEINZ am Freitagabend
Tief HEINZ am Freitagabend. © UBIMET / GFS

Die größten Regenmengen sind im Weststau der Mittelgebirge und der Alpen zu erwarten, wie etwa im Schwarzwald, im Allgäu und im Bayerischen Wald. Im Norden fällt nur vorübergehend Regen, daher fallen die Mengen hier deutlich geringer aus.

Prognostizierte Regenmengen bis Samstagfrüh
Prognostizierte Regenmengen bis Samstagfrüh. © DWD / UBIMET

Der Wind lebt frisch, im äußersten Norden auch stark bis stürmisch aus West auf. Besonders in Schleswig-Holstein sind schwere Sturmböen bis 100 km/h zu erwarten, im Nordwesten zeichnen sich Sturmböen von 70 bis 90 km/h ab. In der Mitte, im Osten und am Alpenrand sind besonders in höheren oder exponierten Lagen teils stürmische Böen von 60 bis 80 km/h zu erwarten, deutlich gering fallen die Windspitzen hingegen im Südwesten wie etwa im Oberrheingraben aus.

Prognostizierte Windspitzen bis Samstagfrüh
Prognostizierte Windspitzen bis Samstagfrüh. © DWD / UBIMET

Rückblick: Sturmtief „Eberhard“ trifft Deutschland

Sturmschäden zu befürchten
Aktuelle Warnkarte. © UBIMET

21:30 – Video aus Köln

Wir beenden den Live-Ticker mit einem spektakulären Video aus Köln: Eine sehr gefährliche Situation, die in diesem Fall aber gut ausgegangen ist.

21:00 – Orkanböen

Am Flughafen Leipzig/Halle wurden in der letzten Stunde Orkanböen bis 123 km/h gemessen!

  • 123 km/h Leipzig/Halle
  • 116 km/h Altern
  • 104 km/h Querfurt-Mühle Lodersleben
  • 101 km/h Zinnwald-Georgenfeld

Vom südlichen Niedersachsen bis nach Berlin fällt hingegen Schnee. Wernigerode im Harzvorland meldet bereits 3 cm.

20:10 – Vorsicht in Sachsen

Der Schwerpunkt des Sturms verlagert sich aktuell von Hessen und dem äußersten Süden Niedersachsens über Thüringen weiter nach Sachsen. Örtlich wurden in der letzten Stunde wieder orkanartige Böen gemessen:

  • 117 km/h Göttingen
  • 112 km/h Eschwege-Eltmannshausen
  • 107 km/h Erfurt-Weimar
  • 106 km/h Rheinstetten
  • 105 km/h Gera-Leumnitz
  • 104 km/h Altern
  • 104 km/h Waibstadt
  • 104 km/h Lichtentanne

19:40 – Schnee im Norden

Im nördlichen NRW sowie im südlichen Niedersachsen schneit es derzeit recht verbreitet, gebietsweise gibt es bereits 1 bis 2 cm Nassschnee.


19:25 – Weitere Bilder

19:00 – Aktuelle Windspitzen

Derzeit werden vor allem in der Mitte schwere Sturmböen gemessen, während sich die Lage im Westen langsam beruhigt. Am Abend verlagert sich der Schwerpunkt langsam nach Sachsen.

  • 111 km/h Würzburg
  • 107 km/h Göttingen
  • 107 km/h Warburg
  • 105 km/h Mühldorf
  • 105 km/h Gera-Leumnitz

18:15 – Weitere Bilder

18:05 -Video aus NRW

Anebi ein Video eines umstürzenden Baunes aus Euskirchen.

18:00 – Zwsichenbilanz

Von NRW bis nach Bayern gab es verbreitet Böen von 90 bis 110 km/h. Lokal wie etwa in Nordhessen wurden sogar Orkanböen verzeichnet.

Windspitzen bis 18 Uhr. © UBIMET
Windspitzen bis 18 Uhr. © UBIMET

17:20 – Orkanböen in Nordhessen

In Nordhessen wurden in der letzten Stunden sogar Orkanböen von bis zu 126 km/h gemessen! Vorsicht in Thüringen und Sachen, hier legt der Wind in den nächsten Stunden deutlich zu!

  • 126 km/h Ansfeld
  • 118 km/h Neu-Ulrischstein
  • 113 km/h Lüdenscheid
  • 110 km/h Düsseldorf

17:10 – Schneeregen in Niedersachsen

Wie bereits erwähnt, ist am Nordrand des Tiefs in den kommenden Stunden auch bis ins Flachland mit Schneeregen bzw. Nassschnee zu rechnen. Derzeit fällt in Teilen Niedersachsens sowie in Bremen bereits Schneeregen bei Temperaturen zwischen 1 und 3 Grad.

17:05 – Aktuelle Windspitzen

In der Südwesthälfte wird derzeit der Höhepunkt des Sturms erreicht, in Thüringen und Sachsen legt der Wind hingegen noch weiter zu. Anbei die Windspitzen der letzten Stunde:

  • 118 km/h Neu-Ulrichstein
  • 113 km/h Lüdenscheid
  • 110 km/h Düsseldorf
  • 106 km/h Bad Lippspringe
  • 104 km/h Idar-Oberstein
  • 104 km/h Warburg
  • 104 km/h Werl
  • 104 km/h Flughafen Köln-Bonn
  • 104 km/h Würzburg

16:55 – Weitere Bilder

16:35 – Schwere Schäden

Nicht nur unzählige Bäume fallen derzeit dem Sturm zum Opfer, sondern auch manche Hausdächer. Anbei zwei Bilder aus Düren in NRW.

16:30 – Oberleitungsschaden

So sieht es aus, wenn Bäume auf die Oberleitung der Bahn fallen. Vorsicht, man sollte dann keinesfalls den Zug verlassen!

16:25 – Weitere Bilder aus NRW

16:10 – Bayern

Auch in Bayern legt der Wind derzeit weiter zu, anbei die aktuellen Windspitzen:

  • 108 km/h Flughafen München
  • 106 km/h Vogtareuth
  • 104 km/h Chieming
  • 99 km/h Weißenburg-Emetzheim

16:00 -Bilder aus NRW

Auch am Flughäfen Köln-Bonn wurde mittlerweile die 100-km/h-Marke erreicht. Der Flughafen Dortmund meldet 94 km/h.

15:45 – Sichtbehinderungen

Auf den Straßen besteht derzeit nicht nur die Gefahr von umstürzenden Bäumen und Seitenwind: Stellenweise kann es auch zu Sichtbehinderungen durch aufgewirbelten Staub kommen, wie etwa auf der A61 nahe Worms:


15:45 – Belgien

Wie gefährlich es derzeit im Bereich von Wäldern ist, zeigt dieses Bild aus der Umgebung von Brüssel:

15:40 – Schäden in NRW

15:30 – Flugumleitungen

Nicht nur im Bahn- und Straßenverkehr gibt es bereits vermehrt Umleitungen und Sperren (siehe Beitrag weiter unten), auch im Flugverkehr sorgt der Sturm mittlerweile für Probleme. Besonders betroffen ist derzeit NRW.

15:25 – Schäden im Westen

Achtung, in den nächsten Minuten wird der Höhepunkt der Sturms im Westen erreicht! Im Bereich von Bäumen besteht Lebensgefahr, bereits jetzt gibt es vermehrt Meldungen von umgestürzten Bäumen!

15:10 – Zunehmend stürmisch

Im Westen und Südwesten melden bereits einige Wetterstationen Böen über 100 km/h.

  • 115 km/h Idar-Oberstein
  • 114 km/h Tholey
  • 112 km/h Nörvenich
  • 109 km/h Mühlacker
  • 108 km/h Stötten
  • 107 km/h Ramstein
  • 106 km/h Aachen
  • 106 km/h Berus
  • 104 km/h Saarbrücken
  • 104 km/h Niederstetten
  • 103 km/h Düsseldorf

15:00 – Störungen im Verkehr

Unnötige Fahrten sollten in den kommenden Stunden vermieden werden. Auch im Bahnverkehr muss man sich ab jetzt vermehrt auf Verspätungen und Ausfälle einstellen.

14:50 – Saarland

In Ensheim bei Saarbrücken im Saarland wurde vor wenigen Minuten eine orkanartige Böen von 104 km/h gemessen.

14:45 -Sturm legt zu

Im Westen Deutschlands sind in den kommenden Stunden teils orkanartige Böen um 110 km/h zu erwarten! Vorsicht, die Gefahr von Aufenthalten im Freien ist nicht zu unterschätzen! Anbei aktuelle Bilder aus dem Süden der Niederlande:

14:40 – Schnee in UK

Am Nordrand des Tiefs spielt der Wind kaum eine Rolle, zudem sinkt die Schneefallgrenze teils bis in tiefe Lagen. Anbei ein Video aus Derby, nahe Nottingham, in England. In den Abendstunden kann es heute auch im südlichen Niedersachsen sowie rund um den Harz vorübergehend Schneeregen oder Nassschnee bis in tiefe Lagen geben.

14:35 – Bilder aus Frankreich

Der Norden Frankreichs wurde bislang besonders schlimm getroffen. Anbei ein Bild aus Rouen.

14:30 – Stromausfälle

In Deutschland macht sich der Sturm derzeit vermehrt auch durch Stromausfälle bemerkbar. In erster Linie sind derzeit manche Orte im Westen und Südwesten davon betroffen.

14:15 – Erste Schäden in Deutschland

Auch in Deutschland werden derzeit ersten Schäden gemeldet, wie etwa in Bochum und Mannheim.

14:00 – Zwischenstand

Der Sturm legt im Westen und Südwesten derzeit weiter zu. Anbei die bisherigen Windspitzen:

  • 112 km/h Nörvenich (NRW)
  • 104 km/h Niederstetten (B-W)
  • 103 km/h Stötten (B-W)
  • 102 km/h Aachen (NRW)
  • 102 km/h Kandern-Gupf (B-W)
  • 101 km/h Rheinstetten (B-W)

13:45 – Sturmschäden

Frankreich, Belgien und die Niederlande sind ebenfalls von Sturm Eberhard betroffen, besonders im Norden Frankreichs gab es teils sogar Orkanböen.

13:30 – Erste orkanartige Böen

In NRW gab es vor Kurzem in Nörvenich die erste orkanartige Böe von 105 km/h. In den kommenden 1 bis 2 Stunden ist im Großteils von NRW mit Böen über 100 km/h zu rechnen.

12:45 – Orkan auf den Schweizer Bergen

Auch in der Schweiz sorgt „Eberhard“ heute für einen stürmischen Tag, auf den Bergen wütet der Orkan schon seit ein paar Stunden.

12:00 – Erste Gewitter

Der starke Dauerregen zieht nun nach Osten und Süden ab, dahinter folgt nun die schaueranfällige Kaltluft. Nahe Aschaffenburg hat isch bereits ein erstes Gewitter gebildet. Gerade mit Gewittern sind lokal auch Orkanböen von bis zu 120 km/h möglich!

Aktuelles Radar- und Blitzbild (UBIMET, DWD)

11:15 – Wind legt an Stärke zu

Von Stunde zu Stunde wird nun der Wind von Westen her stärker, im Saarland traten bereist erste schwere Sturmböen um die 90 km/h auf.

WIndspitzen von 11 Uhr (DWD)
Windspitzen von 11 Uhr (DWD)

Mit voller Wucht schlägt der Sturm schon in Norden von Frankreich zu, hier wurde schon Orkanböen bis 120 km/h gemessen.

10:30 – Erste Sturmböen

Aktuell werden im Südwesten erste Sturmböen registriert:

  • 96 km/h Klippeneck
  • 83 km/h Lechfeld
  • 78 km/h Deuselbach

Auf den Bergen weht hingegen schon der Orkan, auf dem Feldberg im Schwarzwald wurden schon Böen von bis zu 150 km/h gemessen.

Stürmisch und zu Wochenbeginn spätwinterlich mit Schnee in den Nordalpen

Schneefall am See

Der Sonntag verläuft an der Alpennordseite stark bewölkt und im Tagesverlauf fällt hier häufig Regen, besonders im Mühlviertel regnet es auch länger anhaltend. Am Bodensee und im Donauraum kommt ab dem Nachmittag zudem teils stürmischer Westwind auf, am Alpenrand zeichnen sich örtlich auch schwere Sturmböen ab. Im Süden und Südosten bleibt es hingegen meist trocken und zwischendurch scheint die Sonne. Die Temperaturen erreichen 8 bis 17 Grad.

Es wird stürmisch
Prognose der Windspitzen am Sonntag. © DWD / UBIMET

Spätwinterlicher Wochenbeginn

In der Nacht auf Montag gelangen mit Durchzug einer Kaltfront deutlich kühlere Luftmassen ins Land. Die neue Woche beginnt von Vorarlberg bis zum Mostviertel bewölkt und besonders im Bereich der Nordalpen fällt häufig Regen bzw. oberhalb von 400 bis 700 m Schnee. Im Tagesverlauf gehen hier auch einzelne Graupelgewitter nieder. In den Staulagen der Nordalpen kommen oberhalb von etwa 1000 m rund 15 bis 30 cm Neuschnee zusammen. Wetterbegünstigt ist weiterhin die Alpensüdseite und auch im östlichen Flachland sind nur einzelne Schauer zu erwarten. Der Wind weht im Bergland und an der Alpennordseite teils stürmisch aus Nordwest und die Höchstwerte liegen zwischen 0 Grad im Arlberggebiet und +13 Grad in Oberkärnten.

In den Nordalpen gibt es 15 bis 30 cm Neuschnee
Neuschneeprognose von Montagmorgen bis Dienstagmorgen. © UBIMET

Weiterhin unbeständig

Am Dienstag gehen im Bereich der östlichen Nordalpen anfangs noch ein paar Schneeschauer nieder, tagsüber setzt sich aber ein Zwischenhoch durch und die Wolken lockern etwas auf. Im Süden und Westen überwiegt sogar der Sonnenschein und die Temperaturen steigen vorübergehend etwas an mit maximal 3 bis 12 Grad. Bereits am Mittwoch sorgt ein weiteres Tief aber besonders im Bergland und im Südosten für etwas Regen. Die Schneefallgrenze liegt bei 600 bis 900 m und die Temperaturen kommen nicht über 2 bis 9 Grad hinaus. Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt das Wetter unbeständig und die Temperaturen liegen um oder knapp unterhalb des langjährigen Mittels.

Föhnsturm bis zu 110 km/h in den Nordalpen

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Tief über England

Blicken wir zunächst auf die aktuelle Großwetterlage: Wir erkennen ein mächtiges Sturmtief über Großbritannien, an der Vorderseite dieses Tiefs (names Cornelius) wird sehr milde Luft (rote Pfeile) aus dem Mittelmeerraum Richtung Alpen geführt. Am Alpenhauptkamm wird die Luft nun gehoben, dahinter sinkt sie wieder ab. Dabei erwärmt und beschleunigt sie sich, an der Alpennordseite macht sich dies als Föhnsturm bemerkbar. Man sieht auch an der Drängung der Isobaren (schwarze Linien gleichen Luftdrucks), dass der Föhn wirklich kräftig simuliert wird.

Großwetterlage kommende Nacht.
Großwetterlage kommende Nacht.

Große Druckunterschiede

Ein gutes Maß, wie stark der Föhn wird, ist die Druckdifferenz zwischen der Alpennord- und südseite. In diesem Fall betrachten wir den Unterschied zwischen Garmisch-Partenkirchen und Bozen. Zu Südföhn kommt es, wenn der Luftdruck im Süden höher ist als im Norden. Das heißt, die Differenz zwischen Garmisch und Bozen ist negativ. In der kommenden Nacht beträgt der Unterschied stolze 9 hPa. Ein Indiz, dass der Föhn wirklich kräftig wird!

Große Druckunterschiede zwischen Südtirol und Bayern.
Große Druckunterschiede zwischen Südtirol und Bayern.

Schwere Sturmböen

Schon heute wird es in den Nordalpen föhnig, erste Böen zwischen 60 und 80 km/h sind von Vorarlberg bis Salzburg zu erwarten. In den Abend- und Nachtstunden verstärkt sich der Föhn markant, dann sind Böen zwischen 80 und 100, lokal auch bis zu 110 km/h zu erwarten. Schwerpunkte sind dabei:

  • Rheintal
  • Rätikon + Silvretta
  • Tiroler Alpenhauptkamm
  • Wipptal + Innsbruck
  • Salzburger Tauerntäler

Morgen bleibt es dann stürmisch, von Westen her bricht der Föhn aber allmählich zusammen. Die stürmischsten Regionen am Donnerstag sind somit eher von Salzburg ostwärts zu suchen. Aber seht selbst auf unserer Warnkarte:

Erwartete Böen durch den Föhn.
Erwartete Böen durch den Föhn.

Am besten seid ihr stets auf www.uwz.at informiert.

Bora mit Orkanböen bis 200 km/h an der Adria

Sturm durch Bora in Triest

Die Bora ist ein kalter, böiger Fallwind aus nordöstlicher Richtung, der an der Adriaküste zwischen Triest, Kroatien und Montenegro auftritt. Er weht an der Westflanke des Dinarischen Gebirges wasserfallartig hangabwärts. Die Bora steht in direktem Zusammenhang mit der Druckverteilung: Aktuell befindet sich ein Tiefdruckgebiet im südlichen Mittelmeerraum und ein markantes Hoch über Osteuropa, welches entlang der Ostküste der Adria für große Druckunterschiede sorgt.

Das Hoch über Osteuropa und das Tief im MIttelmeer sorgen für Bora
Das Hoch über Polen und das Tief im Mittelmeer sorgen für Bora. © GFS / UBIMET
Derzeig herrschen große Druckunterschiede an der Adria
Prognostizierter Druckunterschied zwischen Split und Ogulin. © ECMWF / UBIMET

Besonders markant fällt der Druckgradient im südlichen Teil der adriatischen Ostküste aus, somit sind die stärksten Böen am Samstag im Süden Kroatiens und in Montenegro zu erwarten.

Weiße Bora

Die Bora wird anhand ihres Auftretens in zwei Haupttypen klassifiziert: Die „dunkle“ bzw. „schwarze Bora“ wird durch ein Tief über dem Mittelmeerraum ausgelöst und ist meist von Niederschlägen begleitet, die „helle“ bzw. „weiße Bora“ wird dagegen in erster Linie durch ein markantes Hoch über Osteuropa hervorgerufen und tritt bei klaren Bedingungen auf. Aktuell sorgt ein Hochdruckgebiet für trockene und klare Bedingungen an der östlichen Adria. Zusätzlich zu diesen beiden Typen gibt es noch den Borino, der mit meist nur mäßiger Intensität vor allem in klaren, kalten Winternächten durch die Hauptschneisen des Dinarischen Gebirges weht.

24h-Prognose der Windspitzen am Samstag
Prognose der Windspitzen am Samstag. © UBIMET RACE

Windspitzen (Stand Samstag, 8 Uhr):

  • 191 km/h Makarska (Kroatien)
  • 176 km/h Split – Marjan (Kroatien)
  • 152 km/h Dubrovnik (Kroatien)
  • 133 km/h Tivat (Montenegro)
  • 131 km/h Mostar (Bosnien und Herzegowina)
  • 126 km/h Split – Resnik (Kroatien)
  • 126 km/h Hvar (Kroatien)
  • 119 km/h Bar (Montenegro)
  • 112 km/h Sibenik (Kroatien)
  • 112 km/h Senj (Kroatien)
  • 104 km/h Zadar – Zemunik (Kroatien)
  • 101 km/h Rjieka (Kroatien)
  • 100 km/h Triest – Hafen (Italien)






Frost und Schnee in der Südsee

Gar nicht so selten - Schnee auf Hawaii.

Ein kräftiges Tief hat zu Beginn dieser Woche für äußerst turbulentes Wetter im US-Bundesstaat Hawaii gesorgt. In der Hauptstadt Honolulu wurde eine Böe von knapp 80 km/h gemessen, umstürzende Bäume waren die Folge:

Noch deutlich heftiger wütete der Sturm auf den Vulkanen Mauna Kea und Mauna Loa. Am Observatorium der NASA auf dem Mauna Kea in gut 4.000 m Höhe wurde eine Spitzenböe von unglaublichen 308 km/h registriert. Kein Wunder, dass auch der Pazifik rund um die Inseln aufgewühlt war, das Bild unten zeigt den Verlauf der Wellenhöhe an einer Boje vor der Insel Maui. Am Sonntag (Ortszeit) türmten sich die Wellen fast 40 Fuß, also rund 11 Meter hoch.

Fast 12 Meter hohe Wellen vor Maui.
Fast 12 Meter hohe Wellen vor Maui.

Ein Schauspiel der ungewöhnlichen Art brachte die polare Kaltluft mit sich. Zwar schneit es auf den beiden bereits erwähnten Vulkanen regelmäßig, diese sind aber auch beide über 4000 m hoch. Dass es – so wie vor wenigen Tagen passiert – bis auf rund 1900 m hinab schneit, ist extrem selten und könnte sogar eine Premiere gewesen sein.

 

Die folgenden beiden Bilder wurden am Gipfel des 3000 m hohen Haleakala aufgenommen, dem höchsten Berg Mauis. Wer denkt jetzt noch an Palmen und Südseefeeling?

Quelle Titelbild: pixabay

Am Dienstag Schnee in den Nordalpen und Föhnsturm im Süden

Schneeverwehung

Die Kaltfront von Tief UWE hat in der Nacht auf Montag Österreich überquert und im Alpenraum hat sich eine nördliche Höhenströmung eingestellt. Am Dienstag liegt der Tiefkern bereits über Ost- bzw. Nordosteuropa und aus Nordwesten nähert sich ein Hoch. Die Druckunterschiede im Alpenraum verstärken sich dadurch noch etwas und besonders im südlichen und östlichen Bergland muss man mit stürmischem Nordwind rechnen.

Eine Nordstaulage
Die Druckverteilung in ~5500 m Höhe am Dienstag entspricht einer Nordstaulage. © GFS

Schnee in den Nordalpen

Bis einschließlich Dienstag fällt von Vorarlberg bis zum Mariazellerland häufig Schnee. Besonders in den typischen Staulagen vom Arlberggebiet über die Kitzbüheler Alpen bis zur Eisenwurzen kommen teils bis zu 40 cm Neuschnee dazu.  Ein paar Schneeschauer ziehen am Dienstag aber auch vom Innviertel bis zum Seewinkel durch, vereinzelt sind sogar Graupelgewitter nicht ausgeschlossen.

In den östlichen Nordalpen gibt es teils mehr als 20 cm Neuschnee
Neuschneeprognose von Montagabend bis Dienstagabend

Sturmböen im Süden

Im Süden und Südosten machen die Wolken am Dienstag häufig der Sonne Platz und besonders in höheren Tallagen von Osttirol über Kärnten bis zum Alpenostrand muss man mit Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h aus Nord bis Nordwest rechnen. Vor allem am Dienstagvormittag zeichnen sich lokal von den Gurktaler Alpen bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet auch schwere Sturmböen um 100 km/h ab, zudem greift der Nordföhn stellenweise auch in Unterkärnten, in der südlichen Steiermark sowie im Südburgenland mit kräftigen bis stürmischen Böen durch. Auf exponierten Berggipfeln von den Niederen Tauern bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet gibt es Orkanböen! Am Dienstagabend lässt der Wind dann langsam wieder nach.

Von Kärnten bis nach Niederösterreich gibt es Sturmböen
Modellprognose der Windspitzen von Montagabend bis Dienstagabend. © ICON / DWD

Tief UWE bringt Sturm am Sonntag

Windsack im Sturm

Schon stürmischer Auftakt ins Wochenende

Am heutigen Freitag sorgt das Orkantief THOMAS über Schottland schon für erste stürmische Böen in Deutschland. Diese beschränken sich aber auf die Eifel, das Sauerland und Rothaargebirge sowie das Harzumfeld. Böen bis zu 70 km/h sind hier möglich. Deutlich windiger wird es dann am Samstag, wenn das Tief weiter Richtung Skandinavien zieht. Sturmböen sind dann in der gesamten Nordwesthälfte zu erwarten, mit Böen bis zu 90 km/h lebt der Südwestwind vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen auf.

Hier die erwarteten Böen vom ECMWF am Samstag:

Unwettergefahr am Sonntag

Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung kündigt sich am Sonntag ein Sturmtief an, welches den Namen UWE erhalten wird. Dieses zieht am Vormittag von Frankreich über die Benelux-Länder nach Norddeutschland. Das Hauptsturmfeld erfasst dabei vor allem den Süden und Westen des Landes. Die heftigsten Böen zeichnen sich mit Durchzug der Kaltfront am Nachmittag und Abend in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern ab. Hier sind 90 bis 100, lokal bis zu 110 km/h zu erwarten. Sonst erreichen die Spitzenböen vielerorts 70 bis 90 km/h.

Hier die erwarteten Böen vom ECMWF am Sonntag:

Am Montag Wetterberuhigung

Zu Beginn der neuen Woche zieht das Tief UWE dann Richtung Baltikum ab, von Nordwesten her strömt deutlich kältere Luft heran. Der Sturm ist dann aber kein großes Thema mehr, Böen zwischen 60 und 70 km/h sind noch östlich der Linie Bremen-Leipzig zu erwarten. Dazu ziehen einige Regen- und Schneeschauer über das Land hinweg, die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 300 und 500 m. In etwas kräftigeren Schauern sind aber auch Schneeflocken bis in die Niederungen möglich. Am Alpenrand stauen sich diese, hier sind am Montag durchaus 10 bis 20 cm Neuschnee zu erwarten.

18. Jänner 2007: Orkan Kyrill trifft Mitteleuropa

Kyrill Wetterkarte

Am 18. Jänner 2007 zog das Orkantief Kyrill vom Nordatlantik über die Britischen Inseln und Dänemark in Richtung Ostsee. Mit Durchzug der Kaltfront gab es in weiten Teilen Mitteleuropas Orkanböen und schwere Schäden. Europaweit forderte das Unwetter 47 Menschenleben, zudem gab es extremen Windbruch, Stromausfälle und massive Verkehrsbehinderungen. Die betroffene Fläche war sehr groß und reichte von  den Britischen Inseln bis nach Polen und zum Alpenraum. In den vergangenen Jahren gab es in manchen Regionen zwar ähnliche oder sogar etwas höhere Windspitzen, allerdings war die betroffene Fläche bei diesen Ereignissen deutlich kleiner.

Spitzenböen auf den Bergen:

  • 216 km/h Gaisberg
  • 207 km/h Feuerkogel
  • 202 km/h Wendelstein

Orkanböen in den Niederungen (Auswahl):

  • 148 km/h Wolfsegg (OÖ)
  • 143 km/h Gmunden (OÖ)
  • 139 km/h Salzburg Flughafen (S)
  • 137 km/h Linz Flughafen (OÖ)
  • 134 km/h Kremsmünster (OÖ)
  • 130 km/h Wien-Unterlaa (W)
  • 130 km/h Wels (OÖ)
  • 130 km/h St. Pölten (NÖ)
  • 122 km/h Wien-Hohe Warte (W)
  • 122 km/h Schwechat Flughafen (NÖ)
  • 119 km/h Mattsee (S)

In Österreich gab es mehrere Verletzte und ein Todesopfer, zudem wurden unzählige Bäume und Stromleitungen umgeworfen oder beschädigt, weshalb allein in Oberösterreich zeitweise mehr als 140.000 Haushalte ohne Sturm waren. Weiters  wurden Dächer abgedeckt und Verkehrsverbindungen unterbrochen, wie etwa die Westautobahn zwischen Sattledt und Traun. In St. Pölten und im Bezirk Krems wurde Katastrophenalarm ausgerufen, zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden.

Temperaturrekorde

Besonders bemerkenswert war der nächtliche Temperaturanstieg unmittelbar vor Ankunft der Kaltfront von Kyrill: Mit föhnigem Westwind wurden mitten in der Nacht zahlreiche neue Monatsrekorde der Temperatur aufgestellt, mancherorts wie etwa in Eisenstadt und Gumpoldskirchen wurde sogar die 20-Grad-Marke erreicht!

Die Kaltfront von Kyrill erfasst Österreich in der Nacht auf den 19.1.07. ©wetter.de
Die Kaltfront von Kyrill erfasste Österreich in der Nacht auf den 19.1.07. ©www.wetter3.de

Höchstwerte in der Nacht zum 19. Jänner:

Ort Höchstwert am 19.1.07 (Uhrzeit)
Eisenstadt (B) 20,1 Grad (3 Uhr)
Gumpoldskirchen (NÖ) 20,0 Grad (0 Uhr)
Wiener Neustadt (NÖ) 19,9 Grad (1 Uhr)
Baden (NÖ) 19,6 Grad (1 Uhr)
Bad Goisern (OÖ) 19,6 Grad (1 Uhr)
Salzburg (S) 19,5 Grad (0 Uhr)
Groß-Enzersdorf (NÖ) 19,5 Grad (1 Uhr)
Wien-Unterlaa (W) 19,5 Grad (0 Uhr)
Wien-Innere Stadt (W) 19,4 Grad (1 Uhr)
Schäden durch Orkan Kyrill
Typisches Bild von Windbruch durch Kyrill (hier im Thüringer Wald). © Michael Sander

18. Januar: Jahrestag von Orkan Kyrill und Friederike

Kyrill Wetterkarte

Kyrill

Am 18. Januar 2007 zog das Orkantief Kyrill vom Atlantik über die Nordsee hinweg in Richtung Baltikum. Orkanböen richteten in weiten Teilen Mitteleuropas schwere Schäden an,  dabei kamen europaweit 47 Menschen ums Leben, davon allein in Deutschland 13. In vielen Regionen gab es Stromausfälle und der Zugverkehr wurde in ganz Deutschland erstmals wegen eines Orkans eingestellt. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherer beliefen sich die Schäden allein in Deutschland auf etwa 4,7 Milliarden Euro.

Spitzenböen auf den Bergen in Deutschland:

  • 201 km/h Wendelstein
  • 198 km/h Brocken
  • 184 km/h Fichtelberg
  • 178 km/h Großer Kornberg
  • 176 km/h Zugspitze
  • 169 km/h Großer Arber
  • 166 km/h Feldberg im Schwarzwald

Auch im Flachland kam es allerdings zu Orkanböen, ganz besonders mit Durchzug der Kaltfront. Diese sorgte in den zentralen Landesteilen für eine ausgeprägte Gewitterlinie, dabei kam es sogar zu mehreren Tornados.

Orkanböen in den Niederungen (Auswahl):

  • 150 km/h Eppendorf (Sachsen)
  • 148 km/h Bad Liebenwerda  (Brandenburg)
  • 146 km/h Berlin-Adlershof (Berlin)
  • 144 km/h Flughafen Düsseldorf (NRW)
  • 137 km/h Fürstenzell (Bayern)
  • 133 km/h Chemnitz (Sachsen)
  • 133 km/h Flensburg (Schleswig-Holstein)
  • 130 km/h Wolfsbrug (Niedersachsen)
  • 130 km/h Flughafen Köln-Bonn (NRW)
  • 122 km/h Flughafen Dresden (Sachsen)
  • 119 km/h Flughafen Erfurt (Thüringen)
  • 119 km/h Flughafen München (Bayern)
  • 119 km/h Aachen (NRW)
  • 118 km/h Karlsruhe (B-W)
Schäden durch Kyrill
Schäden durch Kyrill. Photo: pittigliani2005; Visual Hunt / CC BY-NC-ND

Friederike

Der Tiefkern von Orkan Friederike zog am 18. Januar 2018 von England über Norddeutschland nach Polen hinweg. Besonders betroffen vom Sturmfeld waren NRW, das südliche Niedersachsen, Nordhessen, das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Auf dem Brocken wurden 203 km/h gemessen, aber auch im Flachland gab es Orkanböen bis zu 138 km/h. Der Fernverkehr der DB wurde landesweit eingestellt und in manchen Bundesländern auch der Regionalverkehr. Der Orkan forderte mindestens 8 Todesopfer und der versicherte Schaden betrug eine Milliarde Euro. In der Mitte Deutschlands war es das stärkste Sturmereignis seit Kyrill.

Spitzenböen auf den Bergen:

  • 203 km/h Brocken
  • 174 km/h Fichtelberg
  • 158 km/h Zugspitze

Spitzenböen in den Niederungen (Auswahl):

  • 138 km/h Gera (Thüringen)
  • 134 km/h Frankenberg-Geismar (Hessen)
  • 130 km/h Erfurt (Thüringen)
  • 130 km/h Flughafen Leipzig/Halle (Sachsen)
  • 126 km/h Flughafen Münster/Osnabrück (NRW)
  • 122 km/h Werl (NRW)
  • 122 km/h Dresden (Sachsen)
  • 116 km/h Flughafen Düsseldorf (NRW)
Orkan Friederike
Böen am 18. Januar 2018. © UBIMET

Kyrill und Friederike stellen zwei außergewöhnliche Ereignisse dar. Orkan Kyrill war allerdings wesentlich großräumiger als Friederike, so beeinflusste sein Sturm- und Orkanfeld ganz Deutschland und weite Teile Mitteleuropas. Friederike beeinflusste in erster Linie die Niederlande und den Streifen von NRW bis nach Sachsen in Deutschland.

Große Lawinengefahr am Wochenende

Sturm und große Neuschneemengen lassen Lawinengefahr ansteigen.

Aktuelle Lage

Werfen wir als erstes einen Blick auf die heutige Lawinensituation, die wir mal schematisch hier für euch dargestellt haben:

Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.
Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.

Besonders angespannt ist die Lawinensituation schon in den Nordalpen, die zweithöchste Warnstufe gilt derzeit im Arlberggebiet, den Lechtaler Alpen, der Verwallgruppe (alle Tirol) sowie von den Hohen Tauern und dem Hochkönig bis zum Hochschwab. Stufe 3 ist aber verbreitet in den Alpen gültig.

Viel Neuschnee

Wir erwarten, dass die Lawinengefahr am Wochenende praktisch in den ganzen Nordalpen auf Stufe 4 von 5 hochgestuft wird, besonders zwischen dem Karwendel und dem Mariazellerland dürfte sogar die höchste Warnstufe zumindest lokal ausgerufen werden! Bei diesen Warnstufen bedarf es nicht einmal mehr einen Wintersportler zur Lawinenauslöse, d.h. die Lawinen lösen sich spontan ohne Fremdeinwirkung.

Hauptgrund der ansteigenden Gefahr sind die zu erwartenden massiven Neuschneemengen, die ihr hier auf der Karte sehen könnt:

Massig Neuschnee in den Nordalpen!
Massig Neuschnee in den Nordalpen!

Am meisten Neuschnee kommt bis zum Ende des Ereignisses am Montag in den Nordalpen vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland zusammen, hier sind selbst in den Tälern 30 bis 50 cm zu erwarten. Noch mehr schneit es vom Karwendel bis zum Hochschwab, 50 bis 100 cm können hier zusammenkommen. In exponierten Orten (z.B. Hochfilzen, Maria Alm, Filzmoos, Bad Aussee) ist auch mehr als 1 Meter Neuschnee möglich!

Stürmischer Wind

Bekanntlich ist der Wind „der Baumeister der Lawinen“. Das ganze Wochenende hindurch weht auf den Bergen stürmischer Nord- bis Nordwestwind mit Böen durchaus zwischen 80 und 100 km/h. Dieser sorgt für massive Schneeverfrachtungen in freien Lagen und generell eben auf den Alpengipfeln!

Stets am besten informiert bleibt ihr auf den Websites der Lawinenwarndiensten. Dort findet man täglich aktualisiert den Lawinenlagebericht für das jeweilige Bundesland mit den Einschätzungen der Experten.

Links Lawinenwarndienste:

 

Quelle Titelbild: pixabay

Tief STINA bringt stürmischen Wind und bis zu 15 Grad

Am wird es gebietsweise stürmisch

Das Randtief STINA zieht in diesen Stunden über den Norden Deutschlands hinweg und sorgt dabei am Alpenrand vom Bodensee bis zum Innviertel für teils kräftig auffrischenden Südwestwind. Vom Zentralraum ostwärts halten sich vorerst noch kalte Luftmassen, im Laufe der Nacht auf Samstag setzt sich aber auch hier allmählich der Westwind durch, somit steigen die Temperaturen kontinuierlich an.

Das Tief STINA am Samstagmorgen
Das Tief STINA führt am Samstag milde Luft vom Atlantik ins Land. © UBIMET / NCEP

Stürmischer Samstag

Am Samstag geht es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich unbeständig weiter, hier ziehen tagsüber wiederholt Regenschauer durch. Die Schneefallgrenze sinkt dabei von 2000 gegen 1500 m. Der Wind frischt vom Bodensee über Oberösterreich bis zum Nordburgenland verbreitet kräftig mit stürmischen Böen aus West auf: An der Alpennordseite gibt es Windspitzen zwischen 60 und 80 km/h, am Alpenostrand örtlich auch 90 km/h. Auf exponierten Berggipfeln gibt es Orkanböen.

An der Alpennordseite gibt es Sturm
Modellprognose der Windspitzen am Samstag. © UBIMET

Zweistellige Höchstwerte

An der Alpennordseite wird am Samstag vielerorts die  10-Grad-Marke geknackt, im südlichen Wiener Becken gibt es sogar Höchstwerte bis zu 15  Grad! Im Süden und Südosten des Landes scheint zwar zeitweise die Sonne, bei windschwachen Bedingungen bleiben die Temperaturen allerdings gedämpft, so gibt es im Klagenfurter Becken nur Höchstwerte knapp oberhalb des Gefrierpunkts.

Tief STINA bringt Sturmböen und Regen

Am wird es gebietsweise stürmisch

Rege Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik beeinflusst zunehmend das Wetter in Mitteleuropa. Tief PIA liegt derzeit südlich von Island und entwickelt in den kommenden Stunden ein weiteres Randtief, welches von der FU Berlin voraussichtlich den Namen STINA erhalten wird.

Sturmböen im Südwesten

Am Freitag zieht das Randtief über Norddeutschland hinweg und an dessen Südflanke kommt teils starker Westwind auf. Im Flachland sind dabei gebietsweise Sturmböen aus West bis Südwest möglich, in höheren Lagen der Mittelgebirge zeichnen sich auch schwere Sturmböen ab. Besonders betroffen sind die Regionen von der Eifel über Rheinland-Pfalz bis nach Franken und Südbayern.

Gebietsweise gibt es Sturmböen
Modellprognose der Windspitzen am Freitag. © UBIMET

Die exakte Zugbahn des Tiefs ist noch unsicher, in den Abendstunden legt der Wind aber auch in einem Streifen vom Emsland bis nach Sachsen und Südbrandenburg zu. Im Weststau der Mittelgebirge fällt zudem häufig Regen, vor allem im Schwarzwald, im Sauerland und im Harz sind auch markante Regenmengen zu erwarten.

Im Schwarzwald regnet es kräftig
24h-Niederschlagsprognose für Freitag. © UBIMET

Tief VAIA hinterlässt Windwurf und schwere Schäden im Alpenraum

In den Alpen gab es schwere Schäden

Das Tiefdruckgebiet VAIA ist in der Nacht auf Dienstag unter Verstärkung über die Schweiz hinweg nach Deutschland gezogen. Es handelt sich dabei um eine außergewöhnliche Zugbahn, da Italientiefs normalerweise nach Osten oder Südosten abziehen. In den Nordalpen gab es dabei einen Föhnorkan, so wurden auf manchen Berggipfeln Orkanböen um 200 km/h gemessen. Aber auch in den Tallagen gab es Böen von bis zu 130 km/h wie etwa in Elm in der Schweiz.

Windwurf an der Alpensüdseite

An der Alpensüdseite konnte der sehr starke Höhenwind mit Durchzug der Kaltfront ebenfalls vorübergehend bis in die Tallagen durchgreifen. Dies ist außergewöhnlich, da der Regen hier normalerweise den Wind abschwächt. Betroffen davon waren vor allem die Südschweiz (Tessin, Engadin) und Italien (das Bergland von der Lombardei bis nach Trentino, Südtirol und Veneto), wo es zu erheblichen Schäden kam und die Dächer zahlreicher Häuser abgedeckt wurden. Dazu gab es teils schwere Überschwemmungen und Vermurungen durch den vorhergehenden, ergiebigen Regen.

Böen um 200 km/h

Anbei eine Auswahl an gemessenen Windspitzen:

  • Passo Rolle (ITA) 217 km/h
  • Gutsch-Andermatt (CH) 213 km/h
  • Feuersang (AT) 198 km/h
  • Monte Cesen (ITA) 192 km/h
  • Jaufenkamm (ITA) 185 km/h
  • Piz Martegnas (CH) 181 km/h
  • Brunnenkogel (AT) 176 km/h
  • Sonnblick (AT) 173 km/h
  • Gornergrat (CH) 168 km/h

Auch in den Tallagen der Alpensüdseite kam es zudem örtlich zu Orkanböen, wie etwa in Lugano im Tessin mit 129 km/h.


Böen bis 200 km/h: Extreme Schäden durch Sturm VAIA in den Alpen

In Italien gab es extremen Windwurf

Mit Durchzug des Tiefs kam es zu extremen Druckunterschieden im Alpenraum. An der Alpennordseite in der Schweiz und Österreich tobte ein heftiger Föhnorkan, so wurden in exponierten Lagen der Tauern und im östlichen Bergland Böen von knapp 200 km/h gemessen (Feuersang, Hochschwab, Ötscher). In den Tallagen kam es zu Schäden und Unterbrechungen in der Stromversorgung durch Windwurf und Windbruch, zudem wurden vereinzelt sogar Hausdächer abgedeckt. Auch das Dach der Festung Hohensalzburg wurde teilweise beschädigt.

Extreme Schäden in den Südalpen

Der Tiefkern von VAIA ist in der Nacht auf Dienstag direkt über Piemont und die Schweiz hinweggezogen. Auch an der Alpensüdseite konnte der extrem starke Höhenwind mit Durchzug der Kaltfront dabei vorübergehend bis in die Tallagen durchgreifen. Dies ist ungewöhnlich, da der starke Regen in diesen Regionen normalerweise den Wind deutlich abschwächt. Besonders betroffen davon waren die Südschweiz (Tessin, Engadin) und Italien (v.a. das Bergland von der Lombardei bis nach Trentino, Südtirol und Veneto), wo es zu erheblichen Schäden kam. Sogar die Dächer mancher Berghütten wie etwa das Albula Hospiz in der Schweiz und das Rifugio Comici in den Dolomiten wurden durch den Orkan abgedeckt.

Anbei eine Auswahl an gemessenen Windspitzen:

Schweiz

  • Gutsch-Andermatt 213 km/h
  • Piz Martegnas 181 km/h
  • Gornergrat 168 km/h
  • Säntis 166 km/h
  • Matro 154 km/h

Österreich

  • Feuersang (Tauern) 198 km/h
  • Brunnenkogel 176 km/h
  • Sonnblick 173 km/h
  • Sölden Kreuzspitze 168 km/h
  • Patscherkofel 166 km/h

Italien

  • Passo Rolle 217 km/h
  • Monte Cesen 192 km/h
  • Jaufenkamm 185 km/h
  • Monte Verena 161 km/h
  • Passo Mangehn 157 km/h

Selbst in den Tallagen kam es allerdings örtlich zu Orkanböen, wie etwa in Lugano (CH) mit 129 km/h.

Schäden auch in Österreich

Die Kaltfront von Tief VAIA hat am Montagabend unter Abschwächung auch Österreich überquert. Besonders betroffen davon waren Osttirol und Oberkärnten, so wurden vor allem in mittleren Höhenlagen im Lesachtal erhebliche Schäden beobachtet. Teils schwere Sturmböen wurden sogar am Talboden verzeichnet, wie etwa  in Obervellach mit 90 km/h oder Bad Bleiberg mit 94 km/h.

Auf den Bergen gab es einen Föhnorkan
Am Montagabend gab es verbreitet Orkanböen auf den Bergen. © UBIMET

Titelbild: Freiwillige Feuerwehren Südtirol

Tief VAIA sorgt für Regen über 400 mm, Hochwasser und Sturm

Der Presseggersee verzeichnet Hochwasser

Anhaltender Tiefdruckeinfluss über dem Mittelmeer hat seit Samstag wiederholt für intensiven Regen im Süden Österreichs gesorgt. Spitzenreiter war die Station am Plöckenpass im Süden Kärntens, hier gab es mit 627 Liter pro Quadratmeter den mittleren Jahresniederschlag von Wien in nur 72 Stunden. In diesem Zeitraum stellt dies einen neuen Stationsrekord dar. Die Wassermassen sorgten für Überschwemmungen und Vermurungen, zudem haben in Oberkärnten die Gail, die Möll und die Drau ein 30-jähriges Hochwasser verzeichnet. Einzelne kleinere Gewässer wie etwa der Ebriacher Bach in den Karawanken haben sogar die HQ-100-Marke erreicht.

Übersicht Regenmengen (Samstag 07 Uhr bis Dienstag 07 Uhr):

Ort (Bundesland)

Regenmenge

Plöckenpass (Kärnten)*

627 l/m²

Würmlach (Kärnten)*

480 l/m²

Nassfeld (Kärnten)*

442 l/m²

Kötschach-Mauthen (Kärnten)

441 l/m²

Jauken (Kärnten)*

386 l/m²

Dellach im Drautal (Kärnten)

347 l/m²

Oberdrauburg (Kärnten)*

320 l/m²

Kolm-Saigurn (Salzburg)

300 l/m²

* Station wird vom Hydrografischen Dienst Kärnten betrieben

Hochwasser in Kärnten
Der Pegel der Möll war nahe der HQ-100-Marke in Flattach. © https://info.ktn.gv.at

Föhnorkan auf den Bergen

Besonders auf den Bergen gab es verbreitet Orkanböen, punktuell wie etwa auf dem Hochschwab wurden sogar Spitzen von 200 km/h erreicht. Aber auch in vielen Tälern und im Flachland gab es Sturmböen, weshalb es gebietsweise zu Unterbrechungen im Straßen- und Bahnverkehr sowie in der Stromversorgung kam. Die stärkste Windspitze in den Tallagen wurde in Vorarlberg gemessen, so gab es Montagnacht in Schröcken eine Orkanböe von 122 km/h. Sturmböen wurden aber auch im Süden verzeichnet, wie etwa in Bad Bleiburg in Kärnten mit 94 km/h.

Übersicht Windspitzen Niederungen (Montag 09 Uhr bis Dienstag 09 Uhr):

  • Schröcken (Vorarlberg) 122 km/h
  • Brand (Vorarlberg) 115 km/h
  • Bichlbach (Tirol) 109 km/h
  • Mondsee (Oberösterreich) 101 km/h
  • Obertauern (Salzburg) 101 km/h
  • Warth (Vorarlberg) 97 km/h
  • Micheldorf (Oberösterreich) 97 km/h
  • Semmering (Niederösterreich) 97 km/h
  • Mariazell (Steiermark) 97 km/h
  • Oberndorf (Niederösterreich) 97 km/h
Auf den Bergen gab es einen Föhnorkan
Windspitzen der letzten 24 Stunden bis Dienstagmorgen. © UBIMET

Außergewöhnliche Zugbahn

Tief VAIA ist in der Nacht auf Dienstag unter Verstärkung über die Schweiz hinweg nach Deutschland gezogen. Diese Zugbahn ist außergewöhnlich, normalerweise ziehen Italientiefs nämlich nach Osten oder Südosten ab. Das Tief sorgt weiterhin für extreme Gegensätze in Mitteleuropa: Während an der Ostflanke des Tiefs stürmischer Südföhn die Temperaturen in die Höhe treibt, gelangen an der Westflanke kalte Luftmassen nach Westeuropa. Von Gewitter über Starkregen und Schneefall bis hin zum Sturm sind somit nahezu alle Wetterextreme in Mitteleuropa vertreten.

In Osttirol und Kärnten gibt es Hochwasser
Die Niederschlagssumme der letzten 72 Stunden bis Dienstagmorgen. © UBIMET

Wetterberuhigung in Sicht

Am Dienstag fällt im Süden zwar noch etwas Regen, große Mengen wie an den Vortagen sind aber nicht mehr zu erwarten. Am Abend klingt der Regen sogar gänzlich ab und am Mittwoch bleibt es landesweit trocken. Die Hochwasserlage entspannt sich somit langsam. Der föhnige Südwind weht allerdings vor allem in den Nordalpen und im östlichen Flachland weiterhin kräftig bis stürmisch. Zu Allerheiligen setzt sich das freundliche Herbstwetter im Norden und Osten fort, an der Alpensüdseite zeichnet sich im Tagesverlauf hingegen neuerlich etwas Regen ab.

Überflutungen in Obervellach
Überflutungen am Dienstagmorgen in Obervellach. © foto-webcam.eu

Titelbild: http://presseggersee.it-wms.com/

Schnee, Starkregen und Sturm: Tief VAIA sorgt für Wetterextreme in Mitteleuropa

Hochwassergefahr und Föhnsturm

Die Zugbahn von Tief VAIA ist außergewöhnlich, so zieht das Tief in der Nacht zum Dienstag unmittelbar über die Schweiz hinweg nach Deutschland. Normalerweise verlagern sich Italientiefs nach Osten oder Südosten. Das Tief sorgt für extreme Gegensätze in Mitteleuropa: Während an der Ostflanke des Tiefs stürmischer Südföhn die Temperaturen in die Höhe treibt, gelangen an der Westflanke kalte Luftmassen nach Westeuropa. Von Gewitter über Starkregen und Schneefall bis hin zum Sturm sind somit nahezu alle Wetterextreme in Mitteleuropa vertreten.

Tief VAIA sorgt für Wetterextreme in Mitteleuropa.
Tief VAIA sorgt für Wetterextreme in Mitteleuropa. © UBIMET / GFS

Gewitter und Starkregen

Besonders in Norditalien sorgen feuchte und labil geschichtete Luftmassen in diesen Stunden für heftige Gewitter. In den Südalpen fällt zudem teils anhaltender Regen. Von Norditalien bis in den Süden Österreichs führen einige Flüsse bereits Hochwasser, wie etwa die Gail in Kärnten. Vermurungen sind ebenfalls ein Thema, so ist selbst der Brenner nach einem Murenabgang am Sonntagabend gesperrt.

Schnee und Sturm

Am Westrand des Tiefkerns sinkt die Schneefallgrenze am Dienstag bis in die Niederungen, somit muss man in einem Streifen vom Zentralmassiv in Frankreich bis in den äußersten Süden Belgiens selbst im Flachland mit Nassschnee rechnen. An der Ostflanke sorgt teils stürmischer, föhniger Südwind dagegen für sehr milde Temperaturen, beispielsweise in Belgrad sank die Temperatur in der letzten Nacht nicht unter 20 Grad ab! In der Nacht zum Dienstag muss man besonders in den östlichen Nordalpen und im Bereich des Erzgebirges mit stürmischem Südwind und sehr milden Temperaturen rechnen, aber auch sonst kommt in Deutschland am Dienstag frischer bis starker Südwestwind auf.

In Sachsen und am Alpenrand weht stürmischer Föhn
Sturmwarnungen von Montagnacht bis Dienstagmittag. © www.uwr.de

Im Westen sinkt die Schneefallgrenze zudem gegen 500 bis 300 m ab, somit wird es in höheren Lagen wie etwa in der Eifel vorübergehend weiß. Ab Dienstagabend ist dann vermehrt auch der Nordwesten des Landes von starkem Wind mit teils stürmischen Böen betroffen.

Italientief sorgt für Föhnsturm und Starkregen, im Süden Hochwassergefahr

In Kärnten besteht Hochwassergefahr

Ein kräftiges Tiefdruckgebiet mit Kern über dem westlichen Mittelmeer führt derzeit ausgesprochen feuchte Luftmassen in den Süden Österreichs, zudem kommt in den Nordalpen stürmischer Föhn auf. Die Zugbahn des Tiefdruckgebiets ist aber außergewöhnlich, so zieht das Tief in der Nacht auf Dienstag direkt von Süd nach Nord über die Alpen hinweg, zudem erfasst die dazugehörige Kaltfront das Land in den Abend- und Nachtstunden aus Südwesten.

Gewittriger Starkregen

In den vergangenen 48 Stunden sind im Süden bereits ergiebige Regenmengen gefallen, so hat der Pegel der Gail am Sonntagabend abschnittsweise bereits HQ-10 erreicht und die Drau hat im Unterlauf HQ-1 überschritten. Dazu gab es Vermurungen, so wie etwa am Sonntagabend am Brenner. Derzeit hat im Bereich des Alpenhauptkamms und im Süden neuerlich Regen eingesetzt, der sich in den kommenden Stunden weiter verstärkt. Besonders im Laufe der zweiten Tageshälfte regnet es hier auch kräftig und gewittrig durchsetzt! Erst in der Nacht auf Dienstag lässt der Regen wieder nach. Aktuelle Warnungen gibt es auf https://uwz.at/.

Besonders in Osttirol und Kärnten regnet es kräftig
48-Stunden-Niederschlag bis Montagmorgen. © UBIMET

Hochwassergefahr in Kärnten

Bis Montagnacht fallen in Osttirol und Oberkärnten nochmals 80 bis 120 Liter pro Quadratmeter, in den Karnischen Alpen lokal auch um 150. Die Gefahr von Überflutungen und Hangrutschungen steigt im Tagesverlauf deutlich an. An der Drau und der Möll zeichnet sich ein 10- bis 30-jähirgen Hochwasser ab, an der Gail ist sogar ein überschreiten der HQ-30-Marke nicht ausgeschlossen! Auch am Alpenhauptkamm regnet es kräftig, somit sind weiterhin Vermurungen möglich. Am Dienstag fällt zeitweise noch etwas Regen, die Intensität lässt aber deutlich nach.

Es drohen Vermurungen und Hochwasser
Prognose der Regenmengen bis Dienstagmorgen. © UBIMET

Föhnsturm

Mit Annäherung des Tiefs kommt es im Alpenraum zu kräftigen Druckunterschieden, somit lebt im Bergland zunehmend stürmischer Föhn auf. Vor allem in prädestinierten Tallagen vom Karwendel über den Tennengau bis zum Mariazellerland zeichnen sich in der Nacht auf Dienstag örtlich auch schwere Sturmböen um 100 km/h ab! Auf exponierten Gipfeln ist sogar mit Orkanböen über 160 km/ zu rechnen. Auch im Flachland wird es allerdings zunehmend windig, so kommt an der Alpennordseite und im Osten im Laufe des Abends und der Nacht kräftiger bis stürmischer Südostwind mit Böen um 60 oder 70 km/h auf. Weiters sind teils stürmische Böen am Montagabend selbst in Unterkärnten und im Murtal nicht ausgeschlossen.

Es gibt einen Föhnsturm
Windspitzen bis Dienstagmittag. © UBIMET

146 km/h – Sturmtief FABIENNE im Rückblick

Umgestürzter Baum im Wald durch "Fabienne".

Die Warmfront brachte in der ersten Tageshälfte schon anhaltenden Regen in der ganzen Südwesthälfte Deutschlands. Mit dem Tiefkern selbst regnete es dann vor allem von der Eifel über Hessen und Thüringen bis zur Lausitz kräftig. Hier sowie nördlich dieser gedachten Linie spielte der Wind praktisch keine Rolle. Gut zu sehen ist die Zugbahn des Tiefs auf der ersten Grafik über der Mitte Deutschlands, hier hat es nämlich am meisten geregnet.

Niederschlagsmengen Deutschland Sonntag 00:00 Uhr bis Montag 00:00 Uhr:

  1. Alsfeld-Eifa (HE) 53 l/m²
  2. Eisenach (TH) 49 l/m²
  3. Nideggen-Schmidt (NRW) 49 l/m²
  4. Neukirchen-Hauptschwenda (HE) 49 l/m²
  5. Erfurt (TH) 48 l/m²
  6. Bad Hersfeld (HE) 48 l/m²
  7. Baiersbronn-Ruhestein (BW) 47 l/m²
  8. Amöneburg-Ruedigheim (HE) 47 l/m²
  9. Behringen (TH) 46 l/m²
  10. Herleshausen-Archfeld (HE) 46 l/m²
In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.
In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.

Nach Mittag kam dann die Kaltfront von Fabienne in Schwung, sie zog von Belgien und Luxemburg nach Deutschland hinein. An der Front entwickelten sich heftige Gewitter, mit den Gewittern lebte der Nordwestwind stürmisch auf. Angesichts der Tatsache, dass jene Stationen, die Wind messen, nicht allzu zahlreich in Deutschland vertreten sind, kann man wohl davon ausgehen, dass mit der Front verbreitet 100 bis 130 km/h erreicht wurden. Im Erzgebirge wird sogar ein Tornadoverdachtsfall geprüft.

Insgesamt hat unser Blitzmessnetz gestern mehr als 65.000 Blitze registriert, alleine 35.000 davon in Bayern und 17.000 in Baden-Württemberg. Gut zu erkennen auf der Blitzverteilung:

Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.
Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.

Hier noch zur Übersicht die markantesten Böen…

Spitzenböen bewohnte Orte Deutschland Sonntag 06:00 Uhr bis Montag 06:00 Uhr:

  1. Würzburg (BY) 137 km/h
  2. Niederstetten (BW) 122 km/h
  3. Schongau (BY) 112 km/h
  4. Stötten (BW) 108 km/h
  5. Lichtentanne (SN) 105 km/h
  6. Gelbelsee (BY) 104 km/h
  7. Altmühlsee (BY) 103 km/h
  8. Freudenstadt (BW) 100 km/h
  9. Spiekeroog (NI) + Stuttgart (BW) + Trier (RP) 99 km/h
  10. Walldürn (BW) 98 km/h

Abschließend noch ein paar Schadensbilder:

 

Vor dem Sturm konnte man beispielsweise in Wien noch einen traumhaften Sonnenuntergang bewundern:

137 km/h – Die Bilanz von Sturmtief FABIENNE

Umgestürzter Baum im Wald durch "Fabienne".

Die Folge des Sturms waren zahlreiche Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume und Plakatwände. Auch im Bahnverkehr gibt es noch immer lokale Einschränkungen, etwa in Wien und Oberösterreich. Noch etwas heftiger hat die Kaltfront Deutschland erwischt. In Würzburg wurden 137 km/h gemessen, mit 122 km/h rauschte die Front in Niederstetten in Baden-Württemberg durch. Beides ist volle Orkanstärke. Zudem wird im Erzgebirge ein Tornadoverdachtsfall geprüft.

Hier eine Übersicht der Spitzenböen in bewohnten Orten am 23./24. September 2018, unterteilt nach Bundesländern (Stand 08:00 Uhr):

Wien:

  • Hohe Warte + Innere Stadt 90 km/h
  • Stammersdorf 68 km/h
  • Botanischer Garten 66 km/h

Niederösterreich:

  • Reichenau an der Rax 122 km/h
  • Mönichkirchen + Wiener Neustadt 101 km/h
  • Hollenthon 95 km/h

Burgenland:

  • Eisenstadt 90 km/h
  • Podersdorf 79 km/h
  • Mattersburg + Neusiedl + Andau 76 km/h

Oberösterreich:

  • Ranshofen 97 km/h
  • Kremsmünster 90 km/h
  • Altmünster 86 km/h

Salzburg:

  • Abtenau 94 km/h
  • Maria Alm 79 km/h
  • Salzburg 76 km/h

Steiermark:

  • Ramsau 108 km/h
  • Irdning/Gumpenstein 101 km/h
  • Eichberg 94 km/h

Kärnten:

  • Obervellach 72 km/h
  • Friesach + Mallnitz 65 km/h
  • Flattnitz 58 km/h

Tirol:

  • Reutte 112 km/h
  • Jenbach + Achenkirch 94 km/h
  • Tannheim 86 km/h

Vorarlberg:

  • Rohrspitz 93,6 km/h
  • Sulzberg 83 km/h
  • Bregenz 79 km/h

Wetterberuhigung noch am Montag

Heute zieht das Sturmtief weiter nach Russland und verliert folglich langsam an Einfluss auf unser Wetter. So lässt der Wind tagsüber insgesamt wieder nach, die Hauptgefahr durch Sturmböen und schwere Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h besteht vor allem in der ersten Tageshälfte noch in Niederösterreich, Wien, im Nordburgenland sowie von Osttirol über Oberkärnten und das Murtal hinüber bis zu den Fischbacher Alpen. Nach 14:00 Uhr bleibt es windig, allerdings sind dann kaum noch Böen über 80 km/h zu erwarten.

Abschließend noch ein paar Schadensbilder aus Deutschland:

 

Vor dem Sturm konnte man beispielsweise in Wien noch einen traumhaften Sonnenuntergang bewundern:

Herbststurm FABIENNE – Aktuelle Infos dazu

Die Kaltfront von FABIENNE am Sonntagabend © UBIMET

Derzeit liegt das Tief noch über den Benelux-Staaten, der Kerndruck ist noch wenig spektakulär. Der weitere Weg des Tiefs FABIENNE führt es einmal quer über die Mitte Deutschlands hinweg nach Polen.

Fabienne zieht über Mitteleuropa hinweg.
Fabienne zieht über Mitteleuropa hinweg.

Zwar nimmt der Wind aktuell am späten Sonntagvormittag im Südwesten des Landes schon zu, eine richtige Verstärkung des Tiefs setzt nun aber erst ein. Innerhalb weniger Stunden nimmt der Luftdruck im Zentrum um etwa 10 hPa ab, damit verstärkt sich der Druckgradient zum nachfolgenden Hochdruckgebiet über dem Atlantik. Mit dem Anzapfen von Kaltluft auf der Rückseite des Tiefzentrums bildet sich eine markante Kaltfront aus, welche sich am Nachmittag und Abend etwa von Rheinland-Pfalz und Hessen aus den Weg nach Südosten bahnt.

Sturmwarnungen, Stand: Sonntag, 23.09.2018, 12:00 Uhr @ Deutsches Unwetterradar www.uwr.de
Sturmwarnungen, Stand: Sonntag, 23.09.2018, 12:00 Uhr @ Deutsches Unwetterradar www.uwr.de

An der Kaltfront bilden sich schließlich vermehrt auch Gewitter, mit welchen fortan die stärksten Windböen zu erwarten sind. In der gesamten Südhälfte Deutschlands, also etwa südlich einer Linie Trier – Frankfurt/Main – Chemnitz, muss man dann verbreitet mit Sturmböen von 70 bis 90 km/h rechnen. Stellenweise sind auch schwere oder orkanartige Sturmböen um 100 km/h zu erwarten, lokal sind sogar Orkanböen um 120 km/h auch im Flachland möglich. Lokalmodelle deuten dies vor allem für Franken und das Alpenvorland an.

Betroffen ist damit aller Voraussicht nach auch das Oktoberfest in München, wo die Kaltfront am Abend etwa gegen 20:00 Uhr für den stärksten Sturm sorgen dürfte. Generell gilt: Die Bäume sind aktuell noch belaubt und bieten eine große Angriffsfläche, Auswirkungen sind damit verheerender als bspw. im aufOktober oder November bei ähnlichen Böen. Mit verbreiteten Sturmschäden ist zu rechnen, große Vorsicht ist geboten!

Regenwarnungen, Stand: Sonntag, 23.09.2018, 12:00 Uhr @ Deutsches Unwetterradar www.uwr.de
Regenwarnungen, Stand: Sonntag, 23.09.2018, 12:00 Uhr @ Deutsches Unwetterradar www.uwr.de

Neben dem Sturm ist auch Starkregen ein Thema. Im Bereich des Tiefzentrums und knapp nördlich davon wird es am Nachmittag und Abend für einige Stunden kräftig schütten. Etwa in einem Streifen von Rheinland-Pfalz und dem südlichen NRW bis nach Sachsen sind zwischen 30 und 50 l/m² zu erwarten. Lokal kann dies Probleme zur Folge haben, doch aufgrund der trockenen letzten Monate sind die Pegelstände der betroffenen Flüsse und Bäche aktuell niedrig.

Montag langsam Beruhigung

Nach Abzug der Kaltfront ist das Schlimmste überstanden. Am Montag selber liegt Deutschland auf der Rückseite des Tiefs in einer kräftigen Nordwestströmung. Im Norden und Osten sind dann vor allem in Verbindung mit gewittrigen Schauern stürmische Böen bis etwa 70 km/h zu erwarten, im Westen und Süden beruhigt sich das Wetter hingegen weiter.

 

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Quelle Titelbild: UBIMET/NCEP

Sturmtief FABIENNE – Die aktuellsten Infos

Fabienne überquert Österreich

Derzeit liegt das Tief noch über dem Westen Europas, der Kerndruck ist noch wenig spektakulär. Der weitere Weg des Tiefs FABIENNE führt es einmal quer über Deutschland und dann weiter nach Polen.

Fabienne zieht über Mitteleuropa hinweg.
Fabienne zieht über Mitteleuropa hinweg.

Heute tagsüber spielt der Wind noch keine Rolle, einzig ab dem späten Nachmittag kommt zwischen dem Brandnertal und dem Großraum Innsbruck vorübergehend Südföhn mit Böen zwischen 60 und 80 km/h auf.

Kaltfront mit Sturm in der Nacht

Etwa zwischen 20 und 21 Uhr erreicht die Kaltfront als erstes Vorarlberg und das Außerfern. In den folgenden Stunden breitet sich die Front weiter nach Osten und Südosten aus und erreicht den Großraum Wien um ca. 01:00 Uhr. Die Böen erreichen mit Durchzug der Kaltfront von Vorarlberg bis Niederösterreich sowie im Nordburgenland und im Grazer Bergland 90 bis 110, in Gewitternähe sind ganz vereinzelt auch 120 km/h möglich! Die stärksten Böen von 100 bis 110 km/h kündigen sich vom Großraum Wien über das Semmering-Rax-Gebiet bis zum Wechsel an. In prädestinierten Nordföhntälern von Osttirol bis zum Murtal ist mit Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h zu rechnen.

Montag langsam Beruhigung

Am Montag tagsüber lässt der Wind insgesamt wieder nach, die Hauptgefahr durch Sturmböen und schwere Sturmböen (80 bis 100 km/h) besteht vor allem in der ersten Tageshälfte noch in Niederösterreich, Wien, im Nordburgenland sowie von Osttirol über Oberkärnten und das Murtal hinüber bis zu den Fischbacher Alpen. Nach 14:00 Uhr sind dann kaum noch Böen über 80 km/h zu erwarten.

Die stärksten Böen von Tief FABIENNE
Die stärksten Böen von Tief FABIENNE

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Quelle Titelbild: pixabay

FABIENNE bringt am Sonntagabend Regen und Sturm

Sturm Fabienne bringt Regen und Sturm

Am Sonntag zieht Tief FABIENNE unter Verstärkung über Deutschland hinweg. Besonders im Süden zeichnen sich dabei teils orkanartige Böen ab, zudem fällt im Bereich des Tiefkerns in der Mitte des Landes kräftiger Regen. Dies betrifft aus heutiger Sicht einen breiten Streifen von der Eifel über Hessen bis nach Sachsen. Die exakte Lage des Gebietes mit den größten Regenmengen hängt allerdings von der Zugbahn des Tiefkerns ab, somit besteht hier vorerst noch eine gewisse Unsicherheit.

In der Mitte fällt gebietsweise kräftiger Regen
Niederschlagsprognose für den Sonntag. © UBIMET

Orkanartige Böen

Mit Verstärkung des Tiefs lebt am Sonntag im Südwesten des Landes sowie am Alpenrand allmählich starker Südwestwind mit teils stürmischen Böen auf, ehe in den Abendstunden dann ausgehend von Rheinland-Pfalz die Kaltfront in Fahrt kommt. Besonders in Baden-Württemberg und Bayern kündigt sich mit Durchzug der Kaltfront eine Schauer- oder Gewitterlinie an, wobei der Wind stürmisch aus West bis Nordwest auffrischt. Nach aktueller Prognose sind dabei örtlich sogar orkanartige Böen um 110 km/h möglich! Da die Bäume noch belaubt sind und größeren Windwiderstand bieten, ist die Gefahr von Sturmschäden besonders hoch.

Die Kaltfront von FABIENNE zieht in der Nacht auf Montag durch. © UBIMET
Die Kaltfront von FABIENNE zieht Sonntagnacht durch. © UBIMET / NCEP

Auf exponierten Berggipfeln der Nordalpen und des Schwarzwalds ist sogar mit Orkanböen von teils über 130 km/h zu rechnen.

Kommende Woche Wetterberuhigung

Am Montag weht im Übergangsbereich zu einem kräftigen Hoch über Westeuropa besonders im Norden und Osten starker Nordwestwind mit teils stürmischen Böen, im Südwesten stellt sich hingegen wieder ruhiges Wetter ein. Im Laufe der Woche lässt der Tiefdruckeinfluss weiter nach und vielerorts stellt sich ruhiges Herbstwetter ein.

Bereits am Freitag stürmisch

Das bislang wärmste Sommerhalbjahr der Messgeschichte in Mitteleuropa geht somit turbulent zu Ende. Bereits am Freitag ist das Sturmtief ELENA mit Orkanböen von bis zu 155 km/h auf die Südküste Norwegens getroffen. Auch in Deutschland gab es mit Durchzug der markanten Kaltfront teils schwere Sturmböen, anbei eine Auswahl an Stationen im Flachland abseits der Küsten:

  • 102 km/h Potsdam
  • 101 km/h Groß Lüsewitz
  • 97 km/h Flensburg
  • 95 km/h Ummendorf
  • 87 km/h Berlin Tegel
  • 86 km/h Bremen Flughafen
  • 79 km/h Erfurt
  • 78 km/h Düsseldorf

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Photo credit: Wiesbaden112.de on Visualhunt / CC BY-NC-ND

Sturm FABIENNE trifft Sonntagnacht auf Österreich mit Böen über 100 km/h

Unwetetrgefahr durch Sturm Fabienne in der Nacht auf Montag.

Das bislang wärmste Sommerhalbjahr der Messgeschichte geht turbulent zu Ende. Bereits am Freitag ist das Sturmtief ELENA mit Orkanböen von bis zu 155 km/h auf die Südküste Norwegens getroffen. Die kräftige Kaltfront des Tiefdruckgebiets hat Freitagnacht auch Österreich überquert. Am Sonntag zieht aber bereits ein weiteres Tief unter Verstärkung über Deutschland hinweg: Das Sturmfeld von FABIENNE wird in der Nacht auf Montag mit voller Wucht auf Österreich treffen.

Ruhe vor dem Sturm

Am Sonntag ziehen in der ersten Tageshälfte kompakte Wolken einer Warmfront durch und gelegentlich fällt an der Alpennordseite etwas Regen. Längere sonnige Abschnitte gibt es am Nachmittag im Westen und Süden. Der Wind weht nur schwach bis mäßig aus südwestlichen Richtungen, am Abend kommt in prädestinierten Föhntälern dann lebhafter bis kräftiger Südwind auf. Dazu gibt es 17 bis 28 Grad mit den höchsten Werten bei Föhn im Westen.

Die Kaltfront von FABIENNE zieht in der Nacht auf Montag durch. © UBIMET
Die Kaltfront von FABIENNE zieht Sonntagnacht durch. © UBIMET / NCEP

Orkanartige Böen in der Nacht

Sonntagnacht ziehen ausgehend von Bayern Schauer und einzelne Gewitter durch, dabei kommt entlang der gesamten Alpennordseite sowie in vielen Tälern der Nordalpen stürmischer Nordwestwind auf. In der zweiten Nachthälfte verlagert sich der Schwerpunkt in den Osten Österreichs, zudem kommt auch in prädestinierten Nordföhntälern von Osttirol bis zum Grazer Bergland teils stürmischer Nordwind auf. Die stärksten Böen kündigen sich im Wiener Becken und am Alpenostrand an. Anbei die aktuelle Prognose:

  • 90 – 110, lokal 120 km/h Wiener Becken, Alpenostrand
  • 80 – 100, lokal 110 km/h Nordalpen, Alpennordseite, Osten
  • 70 – 90 km/h Nordföhnregionen von Osttirol bis zum Murtal

Da die Bäume noch belaubt sind und größeren Windwiderstand bieten, ist die Gefahr von Sturmschäden besonders hoch, zudem zeichnen sich am Montagmorgen Behinderungen im Frühverkehr ab. Auf exponierten Berggipfeln der Nordalpen sowie des Alpenostrands ist sogar mit Orkanböen von teils über 150 km/h zu rechnen.

Kommende Woche Wetterberuhigung

Der Montag beginnt besonders im östlichen Flachland sowie in den Nordföhnregionen stürmisch, dazu gehen vor allem im Bereich der Nordalpen noch ein paar Regenschauer nieder. Tagsüber weht weiterhin kräftiger Nordwestwind, vergleichbare Windspitzen wie noch in der Nacht werden aber nicht mehr erreicht. Dazu lockert es auf und abseits der Alpen scheint zumindest zeitweise die Sonne. Die Temperaturen erreichen 9 bis 18 Grad. Der Tiefdruckeinfluss lässt in den folgenden Tagen weiter nach und Mitte der Woche stellt sich ruhiges Herbstwetter ein.

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Quelle Titelbild: judith74 on Visualhunt / CC BY-NC-SA

Sturmtiefs im Herbst

Die Sturmsaison geht in Europa los

Allgemein muss eine Windstärke von mindestens 75 Kilometer pro Stunde erreicht werden, damit ein Tief als Sturmtief eingestuft wird (Bft. 9). Von einem Orkantief spricht man dagegen erst ab einer mittleren Windgeschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde (Bft. 12). Die Windböen fallen entsprechend stärker aus, so kann auch ein Sturmtief für Orkanböen sorgen. Auch der absolute Wert des Luftdrucks kann extreme Werte annehmen, so weisen Sturmtiefs über dem Atlantik mitunter einen Minimaldruck von unter 940 hPa auf! Zum Vergleich: Der durchschnittliche Luftdruck liegt allgemein bei 1013 hPa. In vielen Fällen ist allerdings nicht der absolute Wert des Luftdrucks relevant, sondern die Drucktendenz. So kann beispielsweise auch ein Tief mit einem Kerndruck von 1000 hPa durchaus für orkanartige Böen sorgen, wenn der Luftdruck in der Umgebung deutlich höher ist.

Warum stürmt es?

In den Herbstmonaten kommt die polare Luft allmählich in südlichere Gefilde in Richtung Mitteleuropa voran, wo meist noch sehr warme Luftmassen lagern. Im meteorologischen Fachjargon wird dieser Übergangsbereich von polaren zu suptropischen Luftmassen als Frontalzone bezeichnet. Diese befindet sich je nach Jahreszeit in den nördlichen Breiten zwischen 30 und 60 Grad und gilt als Entstehungsort für Tiefdruckgebiete. Entlang dieser Luftmassengrenze wehen kräftige Westwinde um die Nordhalbkugel. Je größer nun die Temperaturgegensätze sind, desto rapider verläuft auch die Entwicklung von Tiefs.

Früher Start in die Sturmsaison

Es ist unumgänglich, dass mit Voranschreiten der Jahreszeit vermehrt Tiefdruckgebiete über dem Atlantik entstehen. Während jedoch am Anfang des Herbstes meist noch geringe Temperaturgegensätze vorherrschen und Mitteleuropa oft unter Hochdruckeinfluss liegt, ist spätestens im Oktober oder November mit Abschwächung des Hochs der Weg für die Sturmtiefs frei. Heuer ist dies bereits jetzt der Fall, so kündigt sich Sonntagabend- und nacht ein markantes Sturmereignis in Mitteleuropa an. Weitere Infos dazu gibt es hier: Sturmtief FABIENNE nimmt Kurs-auf-Mitteleuropa.

Titelbild: anschieber | niadahoam.de on VisualHunt.com / CC BY-NC-SA

Sturmtief FABIENNE nimmt Kurs auf die Südhälfte Deutschlands

Sturm FABIENNE zieht auf

Am Freitag beendet die Kaltfront von Sturmtief ELENA das spätsommerliche Wetter in Mitteleuropa. Der Kern des Tiefs zieht allerdings in Richtung Norwegen, weshalb sich das Sturmfeld hauptsächlich auf Dänemark und die Südküste Norwegens beschränkt. Dennoch muss man auch in Deutschland mit stürmischen Böen rechnen: Von Niedersachsen und dem Münsterland bis nach Vorpommern und Nordbrandenburg lebt der Westwind stark, an der Nordsee auch stürmisch auf. Die Böen liegen meist zwischen 60 und 80 km/h, Sturmböen zeichnen sich mit Durchzug der Kaltfront zudem auch von Sachsen-Anhalt bis zur Niederlausitz ab. Schwere Sturmböen um 100 km/h sind im Bereich der Nordsee zu erwarten.

Unwettergefahr ab Sonntagabend

Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung kündigt sich am Sonntag ein weiteres Sturmtief an, welches den Namen FABIENNE erhalten wird. In der Nacht zum Montag zieht der Kern dieses Tiefs von West nach Ost über die Mitte Deutschlands hinweg. Es besteht zwar noch eine gewisse Unsicherheit über die exakte Zugbahn des Tiefkerns, bereits jetzt deuten aber vieles daraus hin, dass gebietsweise mit schweren Schäden zu rechnen ist. Laut dem Europäischen Wettermodell ECMWF zieht der Kern über NRW und Thüringen in Richtung Polen hinweg, andere setzten alles etwas weiter südlicher an mit einer Zugbahn über Franken in Richtung Tschechien. Dann würde natürlich auch das Hauptsturmfeld weiter südlich liegen.

Besonders in der Südhälfte drohen schwere Sturmböen
Die Prognose der Windböen Sonntagabend und -nacht (Stand: 21.9.18). © UBIMET

Orkanartige Böen Sonntagnacht

Aus heutiger Sicht trifft das Hauptsturmfeld auf die Regionen vom südlichen NRW über Hessen und Rheinland-Pfalz bis nach Bayern. Der Schwerpunkt verlagert von Sonntagabend bis Sonntagnacht vom Westen in den Süden des Landes, dabei muss man vielerorts mit teils orkanartigen Böen von 90 bis 110 km/h (Bft. 10 bzw. 11) rechnen, lokal sind in höheren Lagen sowie in Gewitternähe allerdings auch Orkanböen um 120 km/h (Bft. 12) nicht ausgeschlossen.

Gefahr von Windwurf

Da die meisten Bäume noch belaubt sind und somit größeren Windwiderstand bieten, ist die Gefahr von Windwurf besonders groß. Es drohen somit auch Stromausfälle sowie Behinderungen im öffentlichen Verkehr. Lokal kann es zudem auch zu Sichtbehinderungen durch aufgewirbelten Staub kommen. Am Montag zieht das Tief in Richtung Weißrussland ab und das Wetter beruhigt sich, allerdings zeichnet sich im Übergangsbereich zu einem kräftigen Hoch über den Britischen Inseln besonders im Norden und Osten des Landes noch teils starker Nordwestwind mit stürmischen Böen ab.


Titelbild: Wiesbaden112.de on VisualHunt / CC BY-NC-ND

Temperatursturz und Sturm zu Herbstbeginn

Sturm weht mit Böen bis zu 120 km/h.

Am Freitag dominiert noch einmal der Sonnenschein, dazu werden speziell in der Osthälfte Höchstwerte von bis zu 30 Grad erreicht. Mit solch hohen Temperaturen ist es dann aber endgültig vorbei. Eine kräftige Kaltfront überquert uns nämlich in der Nacht auf Samstag mit schauerartigem Regen, dabei gehen die Temperaturen im ganzen Land um 10 bis 15 Grad zurück.

Deutliche Abkühlung

Am Samstag selbst sorgt die Kaltfront im Süden und Südosten noch für Regenschauer, sonst kann sich schon wieder die Sonne behaupten. Mit maximal 13 bis 20 Grad ist von Spätsommer aber keine Spur mehr, am ehesten wird die 20-Grad-Marke in Vorarlberg geknackt. Am Sonntag, dem ersten Tag im Herbst, richten sich die Augen der Meteorologen dann allmählich auf ein Sturmtief, das in der Nacht auf Montag über Norddeutschland hinwegzieht.

Ort Höchstwert 21.9. Höchstwert 22.9.
 Wien 30 Grad 19 Grad
 Eisenstadt 29 Grad 18 Grad
 St. Pölten 29 Grad 17 Grad
 Graz 28 Grad 13 Grad
 Innsbruck 28 Grad 19 Grad

Sturmgefahr am Montag

Noch sind sich die Wettermodelle nicht ganz einig, was die genaue Zugbahn des Sturmtiefs anbelangt. Aus heutiger Sicht frischt in der Nacht auf Montag entlang der gesamten Alpennordseite sowie in einigen Tälern der Nordalpen zunehmend stürmischer Westwind auf. Die Böen erreichen von Vorarlberg bis nach Niederösterreich mit Durchzug einer weiteren Kaltfront 80 bis 110 km/h. Am Montag tagsüber deuten sich vor allem in der Osthälfte Österreichs recht verbreitet schwere Sturmböen an. Nach derzeitigem Stand werden die stärksten Böen von 100 bis 120 km/h hier erreicht:

  • Großraum Wien
  • Semmering-Rax-Gebiet
  • Wechsel

Im übrigen Niederösterreich, im Nord- und Mittelburgenland sowie in Oberösterreich frischt der Nordwestwind mit Böen meist zwischen 80 und 100 km/h auf. Derartige Sturmböen von bis zu 100 km/h sind auch in den Nordföhnregionen von Osttirol über Oberkärnten und den Lungau bis ins Grazer Bergland zu erwarten

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/baum-entwurzelt-sturm-regen-erde-3309057/

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Firenado: Wenn der Wind mit dem Feuer spielt

Firenado bei Leicestershire, https://news.sky.com/

 

Doch so selten ist dieses Phänomen garnicht, bei genauerer Recherche lassen sich einige Beispiele allein aus den letzten Tagen finden:

Und einen ganz besonderen Fall zeigt das nachfolgende Video aus Kalifornien. Hier bewegt sich ein Firenado vom Land auf Wasser hinaus und wandelt sich damit in eine Wasserhose um! Ob dies geholfen hat das Feuer zu bändigen, ist offen.

Doch wie entsteht dieses interessante Phänomen?

Brennt es flächendeckend, entsteht eine enorme Hitze und damit viel heiße Luft, welche aufsteigt. Wo Luft aufsteigt, wird frische Luft aus der Umgebung nachgezogen. Ähnlich dem Kamin-Prinzip gibt es eine Rückkopplung, denn Frischluft wiederum facht das Feuer nur noch weiter an und hält den Sog aufrecht. Nun kommt wie bei einem Tornado noch die Corioliskraft ins Spiel und der gesamte Feuersturm kann zu rotieren beginnen.

 

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Sturm am Mittwoch, dann heiß!

Perfektes Wetter zum Wäsche trocknen

Während die Skandinavier und Briten eine Hitzewelle nach der anderen erleben, präsentiert sich der Hochsommer in Mitteleuropa eher durchschnittlich. In dieser Woche nimmt er langsam wieder Fahrt auf, zuvor wird es aber nochmal ungewöhnlich stürmisch für die Jahreszeit.

Ein Tief im Nordwesten und ein Hoch im Südwesten ©Ubimet/NCEP
Ein Tief im Osten und ein Hoch im Südwesten ©Ubimet/NCEP

Im Niemandsland

Wettertechnisch liegt der Alpenraum derzeit, um es mal salopp auszudrücken, im Nirgendwo: Über uns befindet sich weder ein Tief noch ein Hoch, wir sind genau in der Mitte von zwei Druckzentren.  Im Osten Europas liegt ein Höhentief, welches uns in der vergangenen Woche beschäftigte, von Südwesten her drückt ein Hochdruckgebiet herein. Aufgrund dieser Konstellation werden die Druckunterschiede morgen zwischen West- und Ostösterreich recht groß. Daraus resultieren am Mittwoch hohe Windgeschwindigkeiten und diese werden besonders am Alpenostrand zu spüren sein. Dabei muss mit stürmischen Böen von 60 bis 70 km/h gerechnet werden, vereinzelt sogar etwas mehr.

Besonders im Osten Österreichs sind stürmische Böen zu erwarten.
Modellprognose der Windspitzen am Mittwoch. © UBIMET

Hochsommerliche Temperaturen

Mittwoch Abend ist jedoch wieder alles vorbei und das Hoch aus dem Südwesten setzt sich durch. Dieses bleibt dann bis einschließlich Freitag einigermaßen stabil und versorgt Österreich mit heißen Luftmassen. Im Westen wird die 30-Grad-Marke schon am Donnerstag recht verbreitet geknackt, am Freitag und Samstag arbeitet sich die Hitze dann auch weiter in den Osten voran.

Der diesjährige Höchstwert liegt übrigens bei 34,6 °C und wurde in Hohenau am 21. Juni gemessen. Derzeit zeigen die Modelle zwar einen Trend nach oben, der Bestwert dürfte aber auch die folgende heiße Wetterphase überstehen.

Quelle Titelbild: pixabay.com

Epischer Staubsturm im Südwesten der USA

Staubsturm in Arizona

In Arizona, New Mexico und Texas sind Staubstürme, auch Habub genannt, im Sommer nicht ungewöhnlich. Allerdings treten diese im Normalfall nicht in der Größe und Intensität auf, wie diese Woche in Arizona beobachtet wurde.

Entstehung von Staubstürmen

Entstehung eines Habubs
Entstehung eines Habubs © Roland Stull / www.eoas.ubc.ca

Ein großer Gewitterkomplex entsteht, durch Regen und Verdunstung entwickelt sich ein Kaltluftpool, der dann bodenah ausströmt. In den Wüstengebieten kann das zu Staubstürmen führen.

Hier noch ein Radarloop von einer Outflow Boundary (Grenze zwischen warmer Umgebungsluft und kältere Gewitterluft), die sich nach Gewitterbildung ringförmig ausbreitet:

Taifun-Saison kommt in Fahrt! Nächster Wirbelsturm steuert auf Ostasien zu

Während sich der Taifun Prapiroon, von dem wir Anfang der Woche berichtet haben, im japanischen Meer zu einem Sturmtief entwickelt hat, braut sich im warmen Westpazifik wieder etwas zusammen. Maria, der Name wurde vom „Joint Typhoon Warning Center (JTWC)“ für diesen Taifun vergeben, intensiviert sich laut heutiger Prognosen weiter. Dieser Sturm stellt ein großes Risiko für die Nordostküste Chinas sowie Südkorea und den Süden Japans dar.

Weitere Intensivierung

Derzeit befindet sich der tropische Sturm nahe der Insel Guam und wandert mit den Passatwinden in Richtung Nordwesten. Da dort die Meeresoberfläche sehr warm ist, steht genügend Energie zur Verfügung, damit sich der Sturm noch weiter intensivieren kann. Die Simulationen der Modelle zeigen dabei Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h. Erreicht dieser Sturm die Küste, sind Extremwetterereignisse wie Starkniederschlag, Überschwemmungen und Bergrutsche zu befürchten.

 

Bildquelle: Sprengben, visualhunt

Spannungsgeladenes Festival am Salzburgring

Gewitter können am Donnerstag und Freitag aufziehen.

Nach einem freundlichen und mit bis zu 28 Grad sommerlich warmen Donnerstag steigt ab etwa 17:00 Uhr die Neigung zu teils heftigen Gewittern von Westen her markant an. Die Gewitter gehen mit kräftigem Regen, Hagel und Windböen von bis zu 70 km/h einher. Auch die offizielle Eröffnung des Festivals um 22:30 Uhr sowie die folgende Nacht stehen somit ganz im Zeichen von gewittrigen Bedingungen.

Gewittriger Freitag

Am Freitag prasselt von der Früh weg gewittrig durchsetzter Regen auf das Festivalgelände, dazu zeigt sich der Himmel grau in grau. Im Laufe des Tages mischen dann auch wieder Gewitter mit, die von Bayern her ins Salzburger Land ziehen. Diese bringen in erster Linie kräftigen Regen, 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter sind durchaus möglich. Neben der Regenjacke empfiehlt sich auch ein Pullover, mehr als 20 Grad werden nämlich nicht erreicht.

Am Samstag meist schon trocken

Der Samstag startet mit einigen Restwolken, dazu gehen in den frühen Morgenstunden noch kurze Schauer nieder. Im Laufe des Vormittags lockert es dann immer großzügiger auf und die Sonne strahlt über dem Festivalgelände. Zu 100 Prozent beständig ist es aber nach wie vor nicht, denn ab etwa Mittag können die Quellwolken zu einzelnen Schauern heranwachsen. Im ungünstigsten Fall sind sogar Blitz und Donner mit dabei. Bei rund 24 Grad lässt es sich aber durchaus kurzärmlig zu den Beats tanzen.

Ruhige Abreise am Sonntag

Kaum ist das Festival vorbei, beruhigt sich das Wetter wieder spürbar. Zur Abreise der rund 180.000 Besucher am Sonntag scheint von früh bis spät die Sonne, mehr als ein paar zierende Quellwolken zeigen sich nicht am Himmel. Dazu wird es mit rund 26 Grad sommerlich warm, beste Bedingungen also, um das Festival ausklingen zu lassen.

Titelbild: visualhunt, https://visualhunt.com/f2/photo/34888894603/985c54182d/

Taifun Prapiroon steuert auf Japan und Südkorea zu

Ausschnitt des Satellitenbildes über Sudöstasien

Ein Taifun, diesen Namen tragen tropische Wirbelstürme in Ost- und Südostasien, bedroht derzeit die Küste von Japan sowie auch den südöstlichen Teil Südkoreas. Dieser räumlich kleine,  jedoch sehr intensive Wirbelsturm, produziert Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h. Derzeit befindet sich dieser westlich der japanischen Insel Okinawa und intensiviert sich aufgrund der hohen Wassertemperaturen im chinesischen Meer noch weiterhin.

Starkregen und Überflutungen

Die Wettermodelle simulieren eine prognostizierte Zugbahn, die zwischen Japan und Südkorea verläuft. Beim Durchzug dieser Meeresenge können stellenweise extrem hohe Windgeschwindigkeiten auftreten, sowie auch hohe Niederschlagsmengen von bis zu 100 mm fallen. Aufgrund dieser hohen Mengen sind stellenweise Überflutungen und Vermurungen zu befürchten.

Simulierte Zugbahn des Taifuns. Zugbahn in Richtung Norden
Prognostizierte Zugbahn des Taifuns © UBIMET

Im weiteren Verlauf wird Erwartet, dass der Sturm auf das japanische Meer zieht und sich aufgrund der tieferen Wassertemperaturen abschwächt und zu einem außertropischen Sturmtief wird.

Kaltfront und Sturm am Donnerstag

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Das Tief mit dem Namen CATHY liegt morgen zu Mittag über der Ostsee, seine Kaltfront liegt dabei einmal quer über dem Land (auf der Grafik in Blau markiert).

Schwerpunkt Osten

Los geht’s morgen in den Morgenstunden an der Nordsee, hier trifft die Front zuerst ein. Anschließend breitet sie sich mit kräftigen Regenschauern und eben stürmischem Wind nach Südosten aus und erreicht gegen 13:00 Uhr auch Berlin. Im Laufe des Nachmittags muss man dann auch in Sachsen und Bayern mit Windböen von 70-80 km/h rechnen, im Osten sind vereinzelt noch höhere Böen möglich!

Später Beruhigung

In der Nacht zum Freitag und am Freitag selbst bleibt es vor allem an der Nordseeküste stürmisch, in der gesamten Nordosthälfte weht der Wind dann noch mit Böen von max. 60 km/h. Sprich: Morgen Abend ist das Gröbste überstanden

In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!
In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!

Staubstürme möglich

Besonders in den neuen Bundesländern fiel in den vergangenen Monaten kaum Regen, über die anhaltende Trockenheit haben wir an dieser Stelle kürzlich berichtet. Fegt nun der Nordwestwind morgen mit Böen um die 70 oder 80 km/h über die ausgetrockneten Felder, werden große Mengen Staub aufgewirbelt. Stellt euch also in diesen Regionen auf Sichtbehinderungen ein, vor allem auf exponierten Straßenabschnitten!

Kaltfront bringt am Donnerstag Sturm und Gewitter

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Hochsommerlich heiß

Das steuernde Tief liegt morgen über der Ostsee, vor der Front kann es nochmal ordentlich einheizen. Rund 30 Grad sind in der ganzen Osthälfte zu erwarten, bis 33 oder 34 Grad werden es im Osten und Nordosten Niederösterreichs.

Über den Alpen entwickeln sich im Laufe des Tages immer mehr Gewitter, die kräftigsten Exemplare erwarten wir etwa südlich der Linie Brenner-Semmering. Auch in Graz und Klagenfurt dürfte es morgen also krachen, einen Überblick der Gewittergefahr morgen haben wir hier zusammengestellt:

In diesen Regionen drohen am Donnerstag Gewitter!
In diesen Regionen drohen am Donnerstag Gewitter!

Doch auch in den übrigen Regionen wird es später noch gewittrig. Von Bayern her rauscht nämlich die angesprochene Kaltfront rein, mit der Front sind ebenfalls Blitz und Donner zu erwarten.

Juni-Sturm

Zwar sind die Windgeschwindigkeiten morgen bei weitem nicht so hoch wie bei ausgeprägten winterlichen Sturmlagen, die laubbedeckten Bäume bieten aber eine hohe Angriffsfläche. Besonders betroffen von stürmischem Wind sind die Regionen vom Karwendel bis zum Neusiedler See und nördlich davon, speziell mit Schauern und Gewittern kann der Nordwestwind ordentlich auffrischen.

In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!
In diesen Regionen droht am Donnerstag Sturm!

Sowohl was Gewitter angeht, als auch Sturm beruhigt sich die Lage in der Nacht auf Freitag überall wieder. In der einfließenden kühleren Meeresluft besteht dann kein Unwetterpotential mehr.

Tropischer Sturm „Bud“ schwächt sich ab

Der Tropische Sturm Bud aus dem Satelliten beobachtet. © NOAA

Kein Hurrikan mehr

Noch am Dienstag wurden im Umfeld von „Bud“ durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h gemessen, auf der fünfteiligen Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala bedeutete dies Stufe 4! In den vergangenen 36 Stunden ist der Hurrikan aber über deutlich kälteres Pazifikwasser (gut zu sehen an den grünen Farbtönen in der Grafik) gezogen, folglich hat er sich stark abgeschwächt. Momentan wird er daher nur noch als Tropischer Sturm geführt.

Aktuelle Position von Tropensturm Bud © NOAA / UBIMET
Aktuelle Position von Tropensturm Bud © NOAA / UBIMET

Bud zieht nach Mexiko

Besonders für die Halbinsel Baja California, den Nordwesten Mexikos sowie die US-Staaten Arizona und New Mexico bedeutet dies aber noch keinesfalls Entwarnung. Noch ist „Bud“ zwar rund 300 km von der mexikanischen Küste entfernt, am Wochenende wird er dann aber auf Land treffen.

Besonders im Süden der Halbinsel sowie in den Stauregionen der Sierra Madre (=dunkelgrün) werden sintflutartige Regenfälle erwartet, zum Teil kommen 150 l/m² zusammen. Auf den trockenen Böden dürften die Auswirkungen deutlich spürbar sein, mit Hangrutschungen und Überflutungen muss gerechnet werden.

Die weitere Zugbahn von Bud © UBIMET
Die weitere Zugbahn von Bud © UBIMET

 

Zyklon MEKUNU trifft auf den Oman

Ein Zyklon, beobachtet aus dem Weltall © pixabay

Gebildet hatte sich MEKUNU Anfang dieser Woche vor der Küste Somalias, sein weiterer Weg führte den Wirbelsturm nordwärts Richtung Arabische Halbinsel.

Satellitenbild des Zyklons © UBIMET / EUMETSAT
Satellitenbild des Zyklons © UBIMET / EUMETSAT

Landgang war schließlich vergangene Nacht rund um die 340.000 Einwohner zählende Stadt Salalah an der Südküste des Omans. Mit sintflutartigen Regenfällen, meterhohen Wellen und Böen von mehr als 150 km/h peitschte der Zyklon an Land. Die Wetterstation in Salalah hat bis heute Morgen unglaubliche 240 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen!

Auch heute noch muss im Südwesten des Omans mit schweren Regenfällen gerechnet werden, auch das angrenzende Saudi-Arabien bekommt einiges ab. Mengen von 200 bis 400 l/m² in nur 24 Stunden sind durchaus möglich. Dies entspricht fast dem halben Jahresniederschlag von Wien.

Regenprognose für die Arabische Halbinsel am Samstag © UBIMET / GFS
Regenprognose für die Arabische Halbinsel am Samstag © UBIMET / GFS

Erste Videos erreichen uns aus der Region rund um Salalah, wo ganzjährig auch zahlreiche Touristen urlauben. Sie lassen bereits die Verwüstungen erahnen.

Herbststurm nimmt Kurs auf Australien

Tief bei Australien. © NCEP / UBIMET

Ein außergewöhnlich stark ausgeprägtes Hochdruckgebiet sorgt derzeit verbreitet für ruhiges Herbstwetter in Australien. Im Laufe der zweiten Wochenhälfte kündigt sich in Westaustralien mit Ankunft eines Herbststurms allerdings ein abruptes Ende des ruhigen Wetters an. Besonders im Südwesten muss man dann mit Sturmböen und kräftigem Regen rechnen, in exponierten Lagen sind auch orkanartige Böen von bis zu 110 km/h möglich. Auch in der Metropolregion von Perth sind aus jetziger Sicht teils schwere Sturmböen um 90 km/h zu erwarten.

Sturmpotential von Donnerstag bis Samstag. © UBIMET
Sturmpotential von Donnerstag bis Samstag. © UBIMET

Gewittriger Starkregen

Mit Durchzug der Kaltfront fällt von Donnerstagabend bis Freitagfrüh kräftiger, gewittrig durchsetzter Regen, zeitweise sind sogar Regenraten von rund 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb von drei Stunden möglich. Für diese Region ist das durchaus bemerkenswert, so gab es am Flughafen von Perth seit dem 16. Januar nicht mehr als 10 Liter pro Quadratmeter innerhalb von einem Tag. Die Gefahr von lokalen Überflutungen nimmt somit besonders in den Küstenregionen zu.

Regenprognose von Donnerstagnacht bis Freitagnacht. © UBIMET
Regenprognose von Donnerstagnacht bis Freitagnacht. © UBIMET

Zweiter Sturm

Bereits vor etwa zwei Wochen war der Südosten Australiens von einem kräftigen Herbststurm betroffen, dabei kam es unter anderem in Hobart und Melbourne zu Sturmböen und kleinräumigen Überflutungen. Im Bergland wurde hingegen bis in mittlere Höhenlagen Schnee beobachtet, wir berichteten darüber hier: Sturm, Regen und Schnee in Südostaustralien.

Tropensturm SAGAR im Golf von Aden

Wüstenlandschaft. @unsplash

Der Tropensturm SAGAR befindet sich derzeit südlich der jemenitischen Küsten und bewegt sich bis Samstag parallel zur Küste westwärts. Je nachdem wie sehr SAGAR in Interaktion mit der Küste kommt, kann er an Stärke verlieren, aber auch gewinnen und sich zu einem gefährlichen Zyklon entwickeln.

Tropischer Sturm im Golf von Aden © UBIMET
Tropischer Sturm im Golf von Aden: Zugrichtung und gefährdete Regionen © UBIMET

Massive Überschwemmungen befürchtet

Nach derzeitigem Modellstand trifft SAGAR dann am Samstag in Dschibuti oder in Westsomalia auf Land. Neben einer massiven Sturmflut sind vor allem die enormen Regenmassen ein Problem. Innerhalb von 24 Stunden sind bis zu 300 Liter pro Quadratmeter zu erwarten, doppelt soviel Regen wie normalerweise in diesem Gebiet über ein ganzes Jahr fällt. Massive Überschwemmungen und Zerstörungen sind in dieser bitterarmen Region zu befürchten.

Hier ein Video aus dem Jemen von 2016: Ein ausgetrocknetes Flusstal wird aufgrund der großen Regenmengen in Sekunden zu einer tödlichen Falle:

Tornado Outbreak im Mittleren Westen

Tornado ©_pixabay/skeeze

Eine Kaltfront sorgte am Dienstag von Oklahoma bis Nebraska für zahlreiche Unwetter. Bisher wurden vom Amerikanischen Wetterdienst bereits 20 Tornado-Meldungen bestätigt. Weiters wurden im Zuge der Gewitter Orkanböen von bis zu 130 km/h gemessen.

Örtlich Großhagel

Die meisten Unwettermeldungen betrafen aber Hagel. Teilweise wurde Hagel von bis zu 10 cm Durchmesser gemeldet, wie etwa in Nebraska und Kansas.

Am Donnerstag erneut Unwettergefahr

Besonders vom Nordosten von Oklahoma über das östliche Kansas und Missouri bis zum nordwestlichen Illinois sind am Donnerstag neuerlich heftige Gewitter zu erwarten. Unter dem Einfluss ausgeprägter Höhenwinde sind neuerlich großer Hagel von bis zu 7 cm Durchmesser, Orkanböen von bis zu 130 km/h und einzelne Tornados zu befürchten.

Gewittergefahr am Donnerstag in den USA. © UBIMET
Gewittergefahr am Donnerstag in den USA. © UBIMET

Tief OTTILIA bringt Sturmböen

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Letztes Update 20:30 – Morgen verbreitet kühler Frühlingstag

Das Tief Ottilia ist nach Osten abgezogen und über Deutschland beruhigt sich das Wetter. Nach einer kalten Nacht folgt ein kühler Tag morgen mit Höchstwerten meist zwischen 10 und 14 Grad. Damit verabschieden wir uns und fassen nochmal die Spitzenböen von Mittwoch zusammen:

  • 108 km/h Brocken
  • 83 km/h Berlin – Dahlem
  • 80 km/h Berlin – Schönefeld
  • 80 km/h Seehausen (Sachsen – Anhalt)
  • 80 km/h Spiekeroog
  • 79 km/h Bremen – Flughafen
  • 79 km/h Berlin – Tegel
  • 78 km/h Borkum
  • 78 km/h Bremervörde
  • 78 km/h Lüchow
  • 78 km/h Kyritz (Brandenburg)
  • 77 km/h Süpplingen (Niedersachsen)

Update 16:45 – Stärkste Böen in Berlin

Das Windfeld verlagert sich nun immer weiter nach Osten. In der letzten Stunde traten die stärksten Böen in und um Berlin auf, wobei die Station Berlin-Dahlem mit 83 km/h die kräftigste Böe zu verzeichnen hatte, gefolgt von den Stationen an den Flughäfen Schönefeld und Tegel mit 80 bzw. 79 km/h. Weiterhin hat sich die Gewittertätigkeit nach Polen verlagert.

Update 14:10 – Schwerpunkt im Osten

Der Schwerpunkt verlagert sich aktuell in den Osten und Nordosten des Landes, so gab es letzte Stunden auch in Berlin-Schönefeld eine Sturmböe von 75 km/h. Die stärkste Böe wurde in Lüchow (Niedersachsen) verzeichnet mit 78 km/h.

Windböen am Mittwochmittag. © UBIMET
Windböen am Mittwochmittag. © UBIMET

Update 13:15 – Aktuelle Böen

Vom östlichen Niedersachsen bis nach Vorpommern, Brandenburg und Sachsen weht derzeit verbreitet frischer bis starker Westwind mit stürmischen Böen. Anbei die Hitliste der letzten Stunde:

  • 75 km/h Lüchow
  • 75 km/h Soltau
  • 75 km/h Hannover Flughafen
  • 73 km/h Kap Arkona / Rügen
  • 73 km/h Boizenburg
  • 72 km/h Fassberg
  • 72 km/h Groß Lüsewitz
  • 71 km/h Schwerin

Update 12:55 – Gewitter bei Berlin

Die Luft wird mit Unterstützung der Sonne jetzt etwas labiler, somit ziehen derzeit auch im Großraum Berlin gewittrige Schauer durch.

Satellitenbild und aktuelle Blitze. © EUMETSAT / nowcast / UBIMET
Satellitenbild und aktuelle Blitze. © EUMETSAT / nowcast / UBIMET

Update 11:50 – Radarbild

Am aktuellen Radarbild sieht man schön die Kaltfront, welche von Luxemburg über Nordhessen bis nach Nordbrandenburg für ein Schauerband sorgt. Besonders in Richtung Südbrandenburg und Sachsen sind in den kommenden Stunden auch einzelne Gewitter möglich. Den Radarloop gibt es hier: Wetterradar

Radarbild von 9:45. © DWD / UBIMET
Radarbild von 9:45. © DWD / UBIMET

Update 11:10 – Sturmböen in Bremen

Besonders in Niedersachsen gibt es derzeit stürmische Böen bzw. örtlich wie etwa in Bremen auch Sturmböen. Anbei die Spitzenreiter der letzten Stunde:

  • 79 km/h Bremen
  • 78 km/h Bremervörde
  • 74 km/h Brake

Auch in Hamburg, Mecklenburg und Sachsen-Anhalt legt der Wind aktuell aber spürbar zu.

Update 10:00 – Satellitenbild

Der Wind legt derzeit besonders im Nordwesten zu, so wurden in der letzten Stunden in Bremerhaven Sturmböen von 76 km/h und auch in Bremen gab es bereits stürmische Böen von bis zu 64 km/h. Am Satellitenbild erkennt man den Tiefkern nördlich von Hamburg, in der Mitte sorgt die kräftige West- bis Südwestströmung im Vorfeld der Kaltfront hingegen für Schwerewellen.

Satellitenbild um 10 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET
Satellitenbild um 10 Uhr. © EUMETSAT / UBIMET

Update 09:10- Spitzenböen

Auf den Ostfriesischen Inseln gibt es erste Sturmböen, so wurden in den letzten beiden Stunden bis zu 78 km/h aus Borkum gemeldet. Spiekeroog folgt mit 73 km/h und Wittmund mit 72 km/h.

Webcam Norderney. © www.foto-webcam.eu
Webcam Norderney. © www.foto-webcam.eu

Erste Übersicht – 08:20

Der Kern vom Randtief liegt aktuell bereits über der Nordsee und zieht im Laufe des Vormittags rasch in Richtung Ostsee. Die Kaltfront erstreckt sich um 8 Uhr von NRW über Niedersachsen bis nach Schleswig-Holstein, um 12 Uhr wird sie voraussichtlich bereits einen Streifen vom Saarland über Sachsen-Anhalt bis nach Brandenburg erfasst haben.

Tief OTTILIA am Donnerstagvormittag. © GFS / UBIMET
Tief OTTILIA am Donnerstagvormittag. © GFS / UBIMET

Entlang der Kaltfront gehen ein paar Schauer und im Tagesverlauf vereinzelt auch Gewitter nieder. Am Südrand des Tiefkerns lebt zudem vorübergehend starker bis stürmischer Westwind auf. Besonders in einem breiten Streifen von den Ostfriesischen Inseln über die Lüneburger Heide bis nach Nordbrandenburg sich dabei Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h zu erwarten, in Schauer- und Gewitternähe sind vereinzelt aber auch schwere Sturmböen möglich!

Modellprognose der Windböen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET
Modellprognose der Windböen bis Donnerstagmorgen. © UBIMET

 

Hurrikan-Saisonprognose 2018

Hurrikan Maria. Courtesy of Paolo Nespoli / NASA.

Außergewöhnliche Saison 2017

Die Hurrikansaison 2017 war eine der stärksten und zerstörerischsten seit Messbeginn. Bezogen auf die „Accumulated Cyclone Energy“,  also auf die  umgesetzte Gesamtenergie aller Stürme, war es die siebtstärkste Saison seit Beginn der Aufzeichnungen. Hurrikan Harvey, der im Großraum von Houston (Texas) Ende August für schwere Überschwemmungen sorgte, war in Bezug auf die Schäden sogar der bislang teuerste atlantische Hurrikan überhaupt.

Tropische Stürme und Hurrikane im 2017.
Tropische Stürme und Hurrikane im 2017.

 

Hurrikan Irma war Anfang September der bislang stärkste atlantische Hurrikan abseits vom Golf von Mexiko und der Karibik. Hurrikan Maria (siehe Titelbild von Pablo Nespoli; ESA/NASA) sorgte Mitte September dagegen für Verwüstungen in Puerto Rico, wovon sich die Insel noch immer nicht erholt hat. Letztendlich war Hurrikan Ophelia Mitte Oktober vor der Toren Europas der östlichste Major Hurrikan, also ein Sturm der Kategorie 3 oder höher, seit Beginn der Aufzeichnungen.

Erste Tendenz für das 2018

Die Saison 2017 fiel vor allem aufgrund der neutralen bzw. zunehmend negativen ENSO-Phase (El Nino Southern Oscillation) intensiv aus. Die negative Phase wird auch „La Nina“ genannt und wirkt sich aus statistischer Sicht günstig für die Entstehung von tropischen Stürmen im Atlantik aus. Weiters waren auch die Wassertemperaturen oft überdurchschnittlich hoch, weshalb den Stürmen zusätzlicher Treibstoff zur Verfügung stand.

ENSO-Prognose. © IRI, Columbia University
ENSO-Prognose. © IRI, Columbia University

 

Die aktuellen Prognosen deuten auf eine Rückkehr zu neutralem ENSO oder sogar zu einer schwachen El-Nino-Phase. Letzteres ist in der Regel keine gute Voraussetzung für Hurrikane im Nordatlantik, da die Höhenwinde dann im Mittel stärker ausfallen und die Bedingungen für die Entstehung von Hurrikanen schlechter sind. Die Wassertemperaturen werden aus jetziger Sicht ebenfalls im Mittel oder knapp drüber liegen. An dieser Stelle muss allerdings erwähnt werden, dass es auch im Zuge von unterdurchschnittlichen Saisons in der Vergangenheit zu zerstörerischen Hurrikanen kam, wie etwa Hurrikan Hugo im 1982 oder Hurrikan Andrew im 1992. Außerdem können sich die Prognosen noch ändern, wie es übrigens auch im letzten Jahr der Fall war, als die anfängliche El-Nino-Phase überschätzt wurde.

Schwere Gewitter mit Tornados im Mittleren Westen der USA

Tornado in den USA © stockvault

Sturmböen, großer Hagel und Tornados

Gestern zu Mittag amerikanischer Zeit sind zwischen Texas und Ohio die ersten schweren Gewitter entstanden. In Folge formte sich aus den einzelnen Zellen eine lange Gewitterlinie, eine sogenannte „Squall line“, die sich stetig weiter nach Osten fortbewegte. Die folgenden Radarbilder zeigen die eindrucksvolle Entwicklung:

Radarloop des gestrigen Gewitterausbruchs © UBIMET
Radarloop des gestrigen Gewitterausbruchs © UBIMET

In den betroffenen Gebieten sorgten vor allem schwere Sturmböen mit bis zu 113 km/h  und großer Hagel für teils schwere Schäden. In der Nähe von Poplar Grove in Missouri fielen Hagelschloßen mit einem Durchmesser von 7,5 cm zu Boden! Auch einige Tornados wurden beobachtet. In Galatia, Illinois zerstörte ein solcher mehrere Häuser und Farmen.

Meldungen von Sturmböen, Hagel und Tornados © NOAA/SPC
Meldungen von Sturmböen, Hagel und Tornados © NOAA/SPC

Die blauen Punkte in der obigen Grafik zeigen Meldungen von Sturmböen. Grüne Punkte stellen Hagelmeldungen dar, rote stehen für Tornados.

Tief ELISABETH bringt stürmische Nacht

Stürmische Nacht im Wald. @unsplash

Zwar sehen aktuelle Wettermodellberechnungen die Entwicklung des Tiefs weniger dramatisch als noch zuvor, dennoch dürfte es in den Abendstunden des Mittwoch verbreitet zu markant auffrischendem Südwest- bis Westwind kommen. Etwa in einem Streifen von Rheinland-Pfalz bis nach Thüringen sind am späten Abend und in der Nacht auf Donnerstag stürmische Böen, in prädestinierten Lage auch Sturmböen möglich.

Mögliche Windspitzen Mittwochabend und Nacht auf Donnerstag © UBIMET
Mögliche Windspitzen Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag © UBIMET

Da das Tiefzentrum nach aktuellem Stand etwa quer über Mecklenburg-Vorpommern hinweg zieht, bleibt die Luftschichtung nördlich davon kalt genug für Schneefall. Insofern ist über Nacht von der dänischen bis zur polnischen Grenze auch mit zeitweiligem Schneefall oder Schneeregen zu rechnen, bei Temperaturen leicht oberhalb des Gefrierpunkts sollte es aber nur vereinzelt für den ein oder anderen Zentimeter Nassschnee reichen.

Sturmsaison in den tropischen Regionen Australiens

Tropischer Strum

Der tropische Sturm Linda zieht aktuell östlich von Australien südwärts und sorgt an exponierten Küstenabschnitten nördlich von Brisbane für Sturmböen um 70 km/h und hohe Wellen. In Summe bleiben die Auswirkungen aber gering, denn der Sturm bleibt über dem Ozean. Das Meerwasser wird in den südlichen Breiten zudem immer kälter und dem Sturm geht somit stetig der Treibstoff aus.

Der tropische Sturm Linda am 13. März 2018. © JMA / UBIMET
Der tropische Sturm Linda am 13. März 2018. © JMA / UBIMET

Sturmentwicklung im Norden

Richtung Wochenende wird es dann im eher dünn besiedelten Norden spannend. Die Wettermodelle deuten bereits seit mehreren Tagen auf die Entwicklung eines tropischen Sturms über der Arafurasee am Donnerstag oder Freitag hin. Dieser Sturm wird aus heutiger Sicht südwärts in Richtung Darwin ziehen und von dort aus unter Verstärkung zu einem Zyklon eine westliche Zugbahn einschlagen. Die Hauptgefahr geht von ergiebigen Regenmengen aus, so sind örtlich durchaus Regenmengen von bis zu 300 Litern pro Quadratmeter möglich. Weiters sind vor allem an der Nordspitze von Westaustralien auch Orkanböen um 120 km/h nicht ausgeschlossen.

Tropischer Sturm im Norden von Australien. © UBIMET
Tropischer Sturm im Norden von Australien. © UBIMET

Klimatologie tropischer Stürme

März ist im langjährigen Mittel der Monat mit den meisten tropischen Stürmen in Australien. So erfassten im Zeitraum von 1970 bis 2008 im März rund 14 tropische Stürme die Küsten des Landes. In weitere Folge kommen der Dezember (12), Jänner und April (10) und schließlich der Februar (9). Besonders betroffen ist die Nordküste von Westaustralien, allerdings gab es schon einzelne Strüme auch deutlich weiter südlich mit Landfall im Großraum von Brisbane oder Perth.

Landfall tropischer Stürme in Australien von 1970 bis 2008. © Bureau of Meteorology (BOM)
Landfall tropischer Stürme in Australien von 1970 bis 2008. © Bureau of Meteorology (BOM)