Stürmischer Föhn bringt am Dienstag bis zu 26 Grad

Den „Verursacher“ der spätsommerlichen Wärme auch am morgigen Dienstag ist leicht auf der folgenden Bodenwetterkarte auszumachen. Über der Nordsee dreht sich zu Mittag das Tief SÉBASTIEN, Österreich liegt an dessen Vorderseite in einer föhnigen Südwestströmung. Auch SÉBASTIENs Kaltfront kann man schon erkennen, sie beschäftigt uns dann ab Dienstagnachmittag und -abend.

Tief Sébastien am Dienstag.
Tief Sébastien am Dienstag.

Wie stark der Südföhn wird, können wir Meteorologen anhand der Druckdifferenz zwischen Nordalpen (z.B. Garmisch-Partenkirchen) und Südalpen (z.B. Bozen) abschätzen. Wir sehen auf folgender Grafik den Verlauf dieses Druckunterschiedes.

Am Dienstag (roter Kasten) erreicht die Differenz ihr Minimum, in Bozen herrscht als also ein deutlich höherer Luftdruck als in Garmisch. Als Ausgleichbewegung hierzu weht in den Nordalpen kräftiger bis stürmischer Föhn.

Südlich der Alpen höherer Druck als nördlich bedeutet Südföhn.
Südlich der Alpen höherer Druck als nördlich bedeutet Südföhn.

Den kräftigsten Föhn mit Böen von rund 70 bis 80 km/h, vereinzelt auch an die 90 km/h erwarten wir morgen vom Brandnertal über den Tiroler Alpenhauptkamm und Innsbruck bis zu den Salzburger Tauerntälern. Doch auch sonst sind in den Nordalpen von Vorarlberg bis nach Niederösterreich sowie in der Buckligen Welt Böen von 60-70 km/h durchaus möglich. Entsprechende Warnungen wurden bereits ausgegeben, diese findet ihr auf der Hauptseite www.uwz.at

Stürmischer Südföhn am Dienstag.
Stürmischer Südföhn am Dienstag.

Der Föhn sorgt aber nicht nur für windige, sondern auch für sehr warme Bedingungen. So klettern die Temperaturen insbesondere in den folgenden Regionen auf 23-26 Grad:

  • Unterinntal
  • Pinzgau, Pongau, Tennengau, Flachgau
  • Salzkammergut
  • Gesäuse
  • Mostviertel
  • Eisenwurzen
Spätsommerlich warm an der Alpennordseite.
Spätsommerlich warm an der Alpennordseite.

Im Laufe des Nachmittags und Abends geht der Föhn dann mit kräftig bis stürmisch auffrischendem Westwind und Regenschauern von Westen her zu Ende.

Quelle Titelbild: pixabay