1. Dezember: Meteorologischer Winterbeginn

Winterliche Kälte lässt Seifenblasen gefrieren.

Astronomischer Winter

Durch die Wintersonnenwende, die mit der längsten Nacht und dem kürzesten Tag des Jahres einhergeht, wird der astronomische Beginn des Winters festgelegt. Der kalendarische Eintrittspunkt variiert und fällt, abhängig vom Abstand zum letzten Schaltjahr, immer entweder auf den 21. oder 22. Dezember. Im Jahr 2019 fällt der kalendarische Winterbeginn auf den 22. Dezember. Beendet wird der Winter stets durch die Tag-und-Nacht-Gleiche, dem sogenannten Äquinoktium, am 20. oder 21. März.

Gut zu sehen ist die Ursache für die Jahreszeiten bei uns auf der Erde auf folgender Grafik: Auf ihrem Weg um die Sonne (1 Umlauf dauert 365 Tage) ist die Nordhalbkugel rund um den 21.12. der Sonne abgeneigt, wir erhalten also viel weniger Strahlung von der Sonne als im Sommer (da ist die Nordhalbkugel der Sonne zugeneigt). Dieses unterschiedliche Strahlungsangebot sorgt für die Jahreszeiten.

Die Roation der Erde um die Sonne verursacht Jahreszeiten.
Die Rotation der Erde um die Sonne verursacht Jahreszeiten.

Meteorologischer Winter

Die Meteorologie hat aus statistischen Gründen den Beginn des Winters auf den 1. Dezember festgelegt. So können Statistiken bzw. Klimavergleiche leichter erstellt werden. Der Winter geht in der Meteorologie somit immer vom 1. Dezember bis zum letzten Tag des Februars. Ausgenommen davon ist natürlich die Südhalbkugel, hier sind alle Jahreszeiten um jeweils ein halbes Jahr verschoben.

Phänologischer Winter

Eine weitere Festsetzung des Winterzeitraums findet in der Phänologie statt. Als Winter wird hier jene Zeitspanne definiert, in der alle Bäume ihr Laub verloren haben (von wenigen Ausnahmen wie z.B. wintergrünen Laubgehölzen abgesehen), das Wintergetreide aufläuft und im Allgemeinen Vegetationsruhe herrscht. Der phänologische Winter dauert meist von Ende November/Anfang Dezember bis Mitte/Ende Februar, also recht ähnlich zu seinem meteorologischen Pendant.

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/

Heiztipps für die kalte Jahreszeit

Eine warme Wohnung im Winter.

Raumtemperatur dem Zimmer anpassen

Grundsätzlich sollte die Raumtemperatur in Wohnräumen 20 bis 22 Grad betragen. In Schlafzimmern reichen bereits 17 Grad aus, um gut schlafen zu können. Räume, die nicht so häufig gebraucht werden, wie etwa ein Abstellraum oder auch die Küche, können niedriger beheizt werden. Dadurch lassen sich unnötige Heizkosten vermeiden. Jedes Grad weniger in der Wohnung spart rund sechs Prozent Heizenergie.

Stoß- statt Dauerlüften

Wer ständig die Fenster gekippt hat und gleichzeitig heizt, wirft das Geld buchstäblich zum Fenster hinaus. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen Räume und Wände aus. Statt Dauerlüften wird Stoßlüften empfohlen. Am Besten ihr öffnet morgens und abends alle Fenster in der Wohnung für einige Minuten, um ordentlich durchzulüften.

Heizkörper regelmäßig entlüften

Zu Beginn der Heizsaison sollten alle Heizkörper entlüftet werden. Falls sich nämlich Luft im Wasserkreislauf der Heizung befindet, wird diese nicht richtig warm. Die Luftblasen reduzieren die Effizienz und führen dadurch zu einem höheren Energieverbrauch. Also einfach das Lüftungsventil an der Seite der Heizkörper aufdrehen und sie atmen lassen.

Wärmestaus vermeiden

Geschlossene Vorhänge und Möbel, die vor den Heizkörpern platziert sind, führen zu Wärmestaus und dadurch zu unnötigen Heizkosten. Die Wärme kann sich nicht im Wohnraum ausbreiten, da sie blockiert wird. Achtet daher immer darauf, dass die Heizkörper frei bleiben.

Raumtemperatur bei Abwesenheit senken

Falls eure Wohnung tagsüber leer steht, dreht die Heizung in dieser Zeit zurück. Das gilt auch, wenn mehrere Tage durchgehend niemand daheim ist. Komplett ausschalten solltet ihr die Heizung jedoch nicht, da die Wände sonst womöglich vollständig auskühlen und sich Schimmel bilden kann. Außerdem erhöhen sich die Heizkosten dadurch wieder, wenn ihr jedes Mal die Wohnung von Neuem komplett aufheizen müsst.

Undichte Stellen an Fenstern abkleben

Undichte Fenster können eure Heizkosten in die Höhe schnellen lassen. Vor allem in älteren Häusern sind die Fenster oft nicht mehr ganz dicht. Mit speziellem Dichtungsklebeband könnt ihr jedoch die Fugen zwischen Fensterglas und Rahmen selbst abkleben.

Zusatzheizungen vermeiden

Elektrische Zusatzheizungen, wie Radiatoren oder Heizlüfter sollten nur im Notfall eingesetzt werden, da sie richtige Stromfresser sind.

Quelle Titelbild: adobe stock

Neue Niederschlagsrekorde in Südösterreich

Heftige Regenfälle im Herbst.

Die Wetterlage in den vergangenen 3 Wochen war von einem immer wiederkehrenden Muster geprägt. Kalte Luft stieß westlich von uns ins Mittelmeer vor, dort bildeten sich in der Folge kräftige Tiefdruckgebiete. Diese lenkten extrem feuchte Luft von Süden her gegen die Alpen, die Folge waren immense Regen- und Schneemengen vor allem vom Ötztal über die Salzburger Tauerntäler bis ins Obere Murtal sowie generell in Osttirol und Kärnten.

Grafisch aufbereitet sieht das Ganze folgendermaßen aus: Hotspot oder besser gesagt Wetspot war ganz klar Oberkärnten:

Große Regen- und Schneemengen im Süden und Südwesten.
Große Regen- und Schneemengen im Süden und Südwesten.

Mit Abstand am meisten Regen und Schnee ist an der Messstation am Loibltunnel an der Grenze Kärnten-Slowenien zusammengekommen, 723 l/m² sind mehr als beispielsweise in Wien in einem gesamten Jahr im Mittel fällt! Mehr als 500 l/m² gab’s aber auch in Kötschach-Mauthen, Dellach im Drautal und am Weißensee:

Die nassesten Orte im November 2019 bislang.
Die nassesten Orte im November 2019 bislang.

Im langjährigen Mittel kommen im Süden in einem November „nur“ 80-150 l/m² zusammen, die Abweichungen hierzu sind enorm. Auf der folgenden Grafik sind genau diese dargestellt. So hat es z.B. in Spittal an der Drau bislang schon 5-mal (in Grafik: 540%) mehr geregnet und geschneit als üblich!

Im Süden und Südwesten viel zu nass.
Im Süden und Südwesten viel zu nass.

Folglich können wir schon jetzt – eine Woche vor Monatsende – zahlreiche neue Novemberrekorde vermelden. Diese haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Bemerkenswert zwei Fakten:

  • mehr als 30 Stationen haben ihren Novemberrekord geknackt
  • Kals hat seinen 103 Jahre alten Rekord sogar regelrecht pulverisiert (alt: 176 l/m²  — neu: 275 l/m²)
Station Niederschlag November 2019 November-rekord Jahr Differenz zu Rekord
Spittal 474 303 2000 171
Sonnblick 482 319 2002 163
Mallnitz 456 316 2002 140
Virgen 269 150 2012 119
Feldkirchen 280 173 2010 107
Kals 275 176 1916 99
Weißensee 504 412 2000 92
Lienz 415 331 2002 84
Obervellach 433 352 2002 81
Millstatt 348 275 2000 73
Krimml 213 146 1966 67
Rauris 266 203 1947 63
St. Michael/Lungau 261 199 2000 62
Sillian 384 323 2002 61
Flattnitz 334 275 2000 59
Fresach 340 289 2000 51
Tamsweg 225 176 1996 49
Bad Bleiberg 379 332 2000 47
Mayrhofen 207 184 1979 23
Kornat 587 568 2002 19
Kanzelhöhe 270 253 2000 17
Gröbming 140 124 2007 16
Bischofshofen 138 123 2007 15
Pörtschach 243 239 2000 4
Zell am See 205 202 1947 3
Seckau 133 131 1893 2

Zudem stellten auch Arriach, St. Johann und St. Veit / Pongau, Mariapfarr, Murau und Bad Gastein neue Bestmarken für den November auf.

Auch in St. Jakob im Defereggental sowie in Döllach dürfte es einen neuen Novemberrekord gegeben haben, an diesen beiden Stationen gab es zuletzt allerdings leider Datenlücken.

Kommt da noch mehr?

Laut den Berechnungen des europäischen Wettermodells sind bis zum kommenden Wochenende und somit dem Monatswechsel in den betroffenen Regionen noch einmal 20 bis 30 l/m² zu erwarten. Nicht die Welt, aber ausreichend, dass noch ein paar weitere Stationen einen neuen Niederschlagsrekord aufstellen werden.

Nicht mehr allzu viel Niederschlag bis Ende November.
Nicht mehr allzu viel Niederschlag bis Ende November.

Quelle Titelbild: adobe stock

Die schönsten Weihnachtsmärkte

Weihnachtliche Stimmung.

Die Vorweihnachtszeit ohne Adventmärkte wäre nur halb so schön. Das Warten auf Weihnachten verkürzt sich und Punsch, Ofenkartoffel und Waffeln versüßen die kalte Jahreszeit noch zusätzlich. Wer da nicht in Stimmung kommt, hat die bekanntesten Adventmärkte wohl noch nicht besucht. Hier ein kleiner Überblick.

Wien – Österreich

Der Christkindlmarkt am Wiener Rathausplatz hat seine Tore bereits am 15. November geöffnet und lockt bis 24.12. Gäste von nah und fern. Er lässt die Adventzeit zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Er ist der berühmteste Christkindlmarkt in Wien und lockt jährlich Millionen Besucher aus aller Welt an. Seine Wurzeln gehen bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Jedoch erst 1975 ist er an seinen jetzigen Standort gezogen. Das Burgtheater und das Wiener Rathaus verleihen dem Christkindlmarkt eine einzigartige Kulisse und seine ausgefallenen Dekorationen sind ein besonderes Highlight.

Christmas market in front of the City Hall in Vienna, Austria

Regensburg – Deutschland

Einer der bekanntesten Adventmärkte in Deutschland ist der Christkindlmarkt in Regensburg. Eine unabhängige Jury wählte ihn zu einem der zehn schönsten Adventmärkte im deutschsprachigen Raum. Er wurde bereits 1791 erwähnt und ist ein traditioneller bayerischer Weihnachtsmarkt. Von 25. November bis 23. Dezember sind seine Türen geöffnet und viele Künstler wie Glasbläser, Töpfer, Schnitzer und Kerzenzieher bieten ihre kunsthandwerklichen Waren an. Natürlich dürfen auch die kulinarischen Genüsse, wie der Heidelbeerglühwein oder die Original Regensburger Bratwürste nicht fehlen.

Christmas market in the Old Town of Regensburg, Germany

Basel – Schweiz

Zur Adventzeit verwandelt sich Basels Altstadt in ein weihnachtliches Wintermärchen. Hier residiert der älteste “Christkindlimärt” der Schweiz. Kilometerlange Lichterketten, dekorierte Häuser und große geschmückte Christbäume verzaubern das Stadtbild. Von 28. November bis 23. Dezember gibt es die Möglichkeit den schönsten und größten Weihnachtsmarkt der Schweiz zu besuchen. Kunsthandwerker bieten ihre Waren an und kulinarische Spezialitäten wie die Basler Läckerli (eine Art Lebkuchen) lassen den Gaumen aufblühen.

Quelle: pixabay

Große Regen- und Schneemengen in den Südalpen

Schneemassen in den Alpen

Verantwortlich für dieses extreme Herbstwetter ist das Tief namens LUIS. Heute Mittag (siehe nachfolgende Wetterkarte) weist das Tief gleich zwei Kerne auf, einen über Nordwestfrankreich und einem über dem Löwengolf. Dabei lenkt das Tief von Süden her sehr feuchte Mittelmeerluft gegen die Alpen, die dort regelrecht ausgepresst wird und zu enormen Regen- und Schneemengen führt. Eine ganz ähnlich Wetterlage gab es in den vergangenen Wochen ja auch im Süden Österreichs und in Südtirol.

Tief LUIS sorgt für extreme Niederschläge
Tief LUIS sorgt für extreme Niederschläge

Die Niederschlagsmengen, die beispielsweise das deutsche Wettermodell berechnet, sind wahrlich beeindruckend. 200 bis 400 l/m² kommen bis Sonntagabend zusammen, vereinzelt in den Ligurischen Alpen sogar noch mehr. Zum Vergleich: In Berlin fallen in einem Jahr (!) durchschnittlich 550 l/m², in Frankfurt 630 l/m².

Massive Regen- und Schneemengen in der Schweiz, Italien und Frankreich.
Massive Regen- und Schneemengen in der Schweiz, Italien und Frankreich.

Besonders betroffen sind dabei folgende Regionen:

  • Cevennen (FRA)
  • Provence (FRA)
  • Ligurien (ITA)
  • Piemont (ITA)
  • Aostatal (ITA)
  • Wallis (CH)
  • Tessin (CH)

Aus dem Wallis stammt auch das folgende Webcam-Bild. In Simplon-Dorf auf 1470 m sind bislang schon 40 cm Neuschnee zusammengekommen. Derzeitige Gesamtschneehöhe rund 110 cm!

Massive Neuschneemengen in Simplon.
Massive Neuschneemengen in Simplon.

Auch im Tessin tiefster Winter: Bosco Gurin misst ebenfalls mehr als 1 Meter Schnee:

Dementsprechend hoch ist die Lawinengefahr, in Italien herrscht lokal sogar die höchste Warnstufe 5! Für November ist das absolut außergewöhnlich:

Gleichzeitig tobt an der Alpennordseite ein Föhnsturm. In Meiringen wurden sogar schon 138 km/h gemessen, 120 waren es im Wintersportort Adelboden. Hier eine Übersicht der Spitzenböen in der Schweiz:

Föhnsturm an der Alpennordseite.
Föhnsturm an der Alpennordseite.

Bis zu 100 km/h: Föhnsturm am Samstag

Föhn in den Alpen

Stürmischer Südföhn am Samstag

Bereits am heutigen Freitag macht sich der Südföhn in den dafür typischen Tälern der Nordalpen mit kräftigen bis stürmischen Böen bemerkbar. Mit Annäherung von Tief LUIS über dem Löwengolf verstärkt sich am Samstag der Druckunterschied und folglich der Südföhn deutlich. Vor allem vom Brandnertal über den Großraum Innsbruck bis zu den Salzburger Tauerntälern muss man mit Böen von 80 bis 100 km/h rechnen. Ein regelrechter Föhnorkan kündigt sich sogar auf den Bergen an, beispielweise werden am Patscherkofel oder in den Kammlagen der Hohen Tauern Spitzenböen bis zu 150 km/h erwartet. Die aktuellsten Warnungen findet Ihr stets auf unserer Hauptseite

Die vom Föhnsturm betroffenen Regionen am Samstag.
Die vom Föhnsturm betroffenen Regionen am Samstag.

Der Föhn treibt auch die Temperaturen kräftig in die Höhe, am wärmsten mit bis zu 19 Grad wird es im Walgau und im Rheintal. Selbst 20 Grad sind dort nicht ausgeschlossen! Außergewöhnlich mild mit 14 bis 17 Grad wird es aber generell in den Nordalpen.

Danach: Wechselhaft, aber mild

Am Sonntag lässt der Föhn zwar wieder nach, sorgt aber vom Salzkammergut bis zum Mariazellerland noch einmal für bis zu 16 Grad. Deutlich frischer bleibt es am Wochenende dagegen generell in weiten Teilen des Flachlands, wo zäher Nebel und Hochnebel die Temperaturen kaum über die 10-Grad-Marke steigen lassen.

In der neuen Woche kommt dann Bewegung in die Großwetterlage: Tiefs über dem Atlantik nehmen mehr und mehr Einfluss auf unser Wetter. Eine erste Front überquert uns am Dienstag mit Regenschauern, wechselhaft geht es anschließend weiter. Die Temperaturen bleiben aber auch nächste Woche klar über dem langjährigen Mittelwerten für Ende November.

Winterwetter zum Winterbeginn?

Noch herrscht bei den großen Wettermodellen Uneinigkeit, allerdings mehren sich die Anzeichen für eine nachhaltige Abkühlung zum kommenden Wochenende hin. Pünktlich zum Monatswechsel und zum Start des meteorologischen Winters könnte nach derzeitigem Stand kalte Polarluft aus Nordeuropa bis nach Österreich vorankommen. Ob ein solcher Kaltlufteinbruch mit Schneefall oder doch eher trocken vonstatten geht, kann man aber noch nicht verlässlich sagen.

Diesbezüglich müssen wir uns also noch ein paar Tage gedulden, dann sollten auch die Wetterkarten ein eindeutigeres Bild zeigen.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Im Süden und Westen starker Regen und Schneefall

Schneewarnsignal ©shutterstock.com/Olaf Naami

Update 23:00 Uhr

Hiermit beenden wir unseren Live-Ticker für heute. Gute Nacht!

Update 21:05 – Obergurgl von der Außenwelt abgeschnitten

Update 21:00 Uhr – Der Blick aufs verschneite Lienz

© https://www.foto-webcam.eu/webcam/lienz/

Update 20:40 Uhr – Föhn

Neben Regen und Schnee gab es heute auch Föhn. Dabei gab es insbesondere in Windischgarsten und Umgebung einen Föhnsturm mit Böen über 100 km/h. Es gab auch dort etliche Feuewehreinsätze, wie der unten stehende Tweet zeigt.

© UBIMET

Update 20:30 Uhr – Lawine im Stubaier Tal

Update 20:20 Uhr – Lawine bei Heiligenblut

Update 20:10 Uhr – Niederschlag

Der Niederschlag geht allmählich zurück. Daher kann ein erstes Fazit getroffen werden. Man erkennt in der Graphik, dass viel Regen und Schnee zwischen den Ötztaler Alpen und Oberkärnten gefallen ist. Die höchsten Werte wurden in einem Streifen von den Karnischen Alpen bis in den Pongau gemessen.  Hier sind verbreitet über 100 L/m² gefallen. Hier konzentrieren sich ja auch die Auswirkungen, wie man am Tage verfolgen konnte.

Niederschlagssumme © UBIMET

Update 18:40 – Tauernbahn

Update 18:25 Uhr

Anbei noch ein gefilmter Felssturz in Villanders in Südtirol:

Update 18:15 Uhr

Der Höhepunkt des Ereignisses ist überschritten. Dennoch werden im Süden bis Mitternacht noch 10 bis 20 L/m² zusammenkommen. Nun gilt der Blick den Flüssen. Besonders in Kärtnen und Salzburg steigen die Pegel. Dabei überschreitet die Gail in Hermagor gerade HQ5.

Update 17:40 Uhr – Zivilschutzwarnung Land Salzburg

In den Gemeinden Muhr, Großarl, Hüttschlag und Bad Hofgastein (alle befinden sich im Pongau) ist deine Zivilschutzwrnung erlassen worden. Alle Bewohner sollen in ihren Häusern bleiben. Es besteht große Murenabgangs- und Hochwassergefahr. An der Station Bad Gastein hat es 81 l/m² geregnet in den letzten 24 Stunden.

Update 17:20 Uhr – Vermurung

Update 17:05  – Video aus Heiligenblut

Update 17:00 – Video aus Bobojach Gemeinde Prägraten am Grossvenediger

 

Update 16:30 Uhr – Blitze

Hier der bisherige Blitzverlauf des heutigen Tages. Aus der Nacht heraus hat es geblitzt, insgesamt 264 Blitze wurden registriert. Die meisten in Kärnten mit 167 Stück.

Blitze am 17.11.2019 © nowcast

Update 15:30 Uhr – Satellitenbild

Das Satellitenbild zeigt die momentane Wettersituation. Der Tiefkern von Tief INGMAR zieht in diesen Stunden über Vorarlberg nach Norden. Die Kaltfront wird dann in der Nacht von Südwesten das Land erreichen. Damit verschiebt sich der Niederschlagsschwerpunkt in den Südosten des Landes. Zudem schwächst sich der Regen und der Schnee dann ab.

Satellitenbild von 15.20 Uhr © EUMETSAT mit den Blitzen der letzten Stunde © nowcast

Update 15:20 Uhr – ÖBB Streckensperrung

Neben den Auswirkungen auf der Straße hat das Wetter natürlich auch Auswirkungen auf den Schienenverkehr.

Update 14:40 – Schneefallgrenze

Die Schneefallgrenze ist derzeit von Tal zu Tal je nach Wind und Niederschlagsintensität sehr unterschiedlich, so fällt etwa in Obergurgl (1942 m) bei +2 Grad Regen, während in Telfs im Oberinntal (634 m) bei knapp +1 Grad Nassschnee fällt. Auch in Osttirol und Oberkärnten fällt derzeit teils bis 1500 m hinaus Regen, während es im Oberpinzgau noch bis in die Täler schneit. Der nasse und schwere Schnee sorgt weiterhin für eine erhöhte Schneebruchgefahr.

Update 14:20 Hochwasser

Der Pegel kleiner Flüsse in den Kitzbüheler Alpen steigen derzeit unvermindert an, die Saalach hat die HW1-Schwelle und die Tiroler Ache sogar die HW5-Schwelle überschritten.

Die Saalach bei Lofer führt Hochwasser. © www.foto-webcam.eu
Die Saalach bei Lofer führt Hochwasser. © www.foto-webcam.eu

Update 14:00 – Südtirol

Auch in Südtirol bleibt die Lage kritisch. Die Totalsperre der Brennerautobahn konnte zwar mittlerweile wieder aufgehoben werden, es gibt aber weiterhin unzählige Straßensperren. Immer wieder brechen Bäume unter der Schneelast zusammen, mitunter wurden auch Stromleitungen beschädigt:

Update 13:30 – Pinzgau

Die großen Regen- und Schneemengen sorgen auch im Pinzgau zunehmend für Probleme. Neben Schneebruch wurden örtlich auch Vermurungen gemeldet. Hier die bislang nassesten Orte im Pinzgau:

  • 93 mm Kolm-Saigurn
  • 75 mm Rauris
  • 62 mm Zell am See
  • 60 mm Maria Alm


In den kommenden Stunden fällt im Pinzgau weiterhin kräftiger Regen bzw. oberhalb von etwa 900 bis 1300 m Schnee, erst am späten Abend lässt die Niederschlagsintensität deutlich nach.

Update 13:00 – Novemberregen

Anbei die Niederschlagsmengen in Österreich seit dem 1. November:

  • 568 mm Loibl
  • 502 mm Kötschach-Mauthen
  • 478 mm Dellach im Drautal
  • 470 mm Kornat
  • 400 mm Weißensee
  • 400 mm Kolm-Saigurn
  • 393 mm Spittal an der Drau
Niederschlagsmenge seit dem 1. November. © UBIMET
Niederschlagsmenge seit dem 1. November. © UBIMET

Die Niederschlagsmengen in Osttirol und Oberkärnten entsprechen etwa dem 3- bis 4-fachen, durchschnittlichen Novemberniederschlag. Ein schweres Hochwasser konnte bislang nur verhindert werden, weil der Großteil des Niederschlags als Schnee gefallen ist.

Update 12:40 – 20 Grad

Im Norden Österreichs steigen die Temperaturen weiter an, in Micheldorf werden bei föhnigem Südwind werden derzeit 20 Grad gemessen!

    • 20,1 Grad Micheldorf (OÖ)
    • 19,7 Grad Amstetten (NÖ)
    • 19,5 Grad Waidhofen an der Ybbs (NÖ)

Im Oberinntal fällt dagegen weiterhin Schnee oder Schneeregen bei +1 Grad.

Update 12:10 – Regenmengen

Von Tirol bis zum Pongau sowie in Osttirol und Oberkärnten fällt weiterhin kräftiger Regen und Schnee. Anbei die nassesten Orte der vergangenen 12 Stunden:

  • 92 mm Kornat (K)
  • 83 mm Kötschach-Mauthen (K)
  • 82 mm Kolm-Saigurn (S)
  • 74 mm Lienz (T)
  • 69 mm Mittewald an der Drau (T)
  • 68 mm Obervellach (K)
  • 65 mm Rauris (S)

Update 11:40 – Örtlich Hochwasser

Nicht nur im Süden sorgt die anhaltende Südlage zunehmend für Hochwassergefahr, auch in Salzburg sind die Pegel mancher Bäche und Flüsse wie die Saalach angestiegen.

Update 11:10 – Temperaturen

Tief INGMAR sorgt derzeit für zweigeteiltes Wetter, so fällt in Innsbruck bei +1 Grad Schneeregen, währen in Linz bei zeitweiligem Sonnenschein 17 Grad erreicht werden! Am mildesten ist es derzeit in Waidhofen an der Ybbs bei föhnigem Südwind. Anbei eine Auswahl an Temperaturen um 11 Uhr:

  • -1 St. Leonhard im Pitztal (T)
  • 0 Grad Imst (T)
  • +1 Innsbruck (T)
  • +1 Lienz (T)
  • +1 Dellach im Drautal (K)
  • +5 Salzburg (S)
  • +5 Schärding (OÖ)
  • +9 Ramsau am Dachstein (ST)
  • +11 Villach (K)
  • +11 Graz (ST)
  • +12 Wien (W)
  • +14 St. Pölten (NÖ)
  • +17 Linz (OÖ)
  • +19 Waidhofen an der Ybbs (NÖ)
Temperaturverteilung um 11 Uhr. © UBIMET
Temperaturverteilung um 11 Uhr. © UBIMET

Update 10:40 – Schneebruch

Der Schnee in Osttirol und im westlichen Oberkärnten wird immer feuchter, in den größeren Tallagen fällt Regen. Da die Bäume schneebedeckt sind, nimmt die Schneelast weiter zu! Aufgrund der Schneebruchgefahr gibt es zahlreiche Straßensperren und auch manche Ortschaften haben weiterhin keinen Strom. Auch einige Wetterstationen sind davon betroffen, so gibt es derzeit etwa keine Daten mehr aus Döllach.

Schneebruch an der Glocknerstraße. © Land Tirol
Schneebruch an der Glocknerstraße. © Land Tirol

Update 10:10 – Große Lawinengefahr

Am Alpenhauptkamm sowie in Süd- und Osttirol herrscht derzeit Lawinenwarnstufe 4. Auch große, spontane Lawinenabgänge sind zu erwarten, welche in Höhenlagen unterhalb von 2500 m als Gleitschneelawinen abgehen. Es gibt bereits eine Lawinenmeldung aus dem Martelltal in Südtirol.

Update 9:45 – Schneefallgrenze

Die Warmfront von Tief INGMAR liegt derzeit quer über dem Westen Österreichs, dementsprechend weist die Schneefallgrenze große Unterschiede von West nach Ost auf: Im Tiroler Oberland fällt derzeit bis in die Tallagen um 650 m kräftiger Schnee, im Lungau fällt dagegen am Katschberg in 1600 m Höhe bei +4 Grad Regen. Selbst auf der Villacher Alpe auf 2100 m geht der Schneefall derzeit in Regen über!

Schneefall in Landeck. © https://www.landeckzams.at
Schneefall in Landeck. © https://www.landeckzams.at

Update 9:10 – Obergurgl

Auch am Alpenhauptkamm in Nordtirol schneit es derzeit wieder kräftig, so liegen in Obergurgl bereits 115 cm Schnee am Boden, davon 20 cm Neuschnee in den vergangenen 10 Stunden!

Update 9:00 Uhr – 40 cm Neuschnee

Am meisten Neuschnee ist in den vergangenen 10 Stunden in den Hohen Tauern gefallen mit bis zu 40 cm Neuschnee! Viel Schnee ist auch in Teilen Osttirols gefallen, etwa am Zettersfeld oder in Obertilliach mit 30 cm Neuschnee. Die Gesamtschneehöhe erreicht hier bereits Rekordwerte für die Jahreszeit.

Rekordschnee für die Jahreszeit am Zettersfeld. © Land Tirol
Rekordschnee für die Jahreszeit am Zettersfeld. © Land Tirol

Update 8:45 Uhr – Föhnsturm

Die Osthälfte Österreichs liegt an der Ostflanke des Tiefs und in den östlichen Nordalpen kommt zunehmend stürmischer Föhn auf. In Windischgarsten in Oberösterreich wurde soeben sogar eine orkanartige Böe von 108 km/h gemessen!

Update 08:30 Uhr – Satellitenbild

Anbei ein aktuelles Satellitenbild sowie die Blitze der vergangenen 60 Minuten. Über der Adria entstehen wiederholt Gewitter und mit der südlichen Höhenströmung gelangen besonders nach Tirol, Salzburg und Oberkärnten sehr feuchte Luftmassen. Die Niederschlagsraten liegen derzeit bei bis zu 9 l/m² pro Stunde im Pongau.

Satellitenbild und Blitze um 8:30 Uhr. © UBIMET / EUMETSAT
Satellitenbild und Blitze um 8:30 Uhr. © UBIMET / EUMETSAT

Update 07:20 Uhr – Steigende Schneefallgrenze

In den vergangenen Stunden hat es in Tirol, Salzburg und Oberkärnten bis in viele Täler geschneit, aus Südosten erfasst nun aber etwas mildere Luft Österreich, somit steigt die Schneefallgrenze auch in Osttirol gegen 1200 m an. Im Drautal fällt mittlerweile mehrheitlich Regen.

In der Höhe gelangt etwas mildere Luft nach Österreich
In der Höhe gelangt etwas mildere Luft nach Österreich. © UBIMET / NCEP

Update 06:10 Uhr – Schneegewitter

Das Italientief INGMAR sorgt im Süden und am Alpenhauptkamm derzeit für kräftigen Regen und Schneefall, vereinzelt sind in Osttirol und Oberkärnten sowie im Bereich der Tauern auch Gewitter eingelagert.

Schneegewitter
Ein Blitz erhellt das Drautal. © www.foto-webcam.eu

Überblick: Italientief INGMAR

In der Nacht auf Sonntag hat uns das nächste Italientief erfasst, auch dieses hat wieder große Regen- und Schneemengen im Gepäck. Vom Tiroler Alpenhauptkamm bis zum Lungau sowie in Osttirol und Oberkärnten regnet und schneit es intensiv. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 1000 und 1400 m, lokal kann es aber auch wieder etwas weiter hinab schneien. In diesen Regionen kommen verbreitet 50 bis 100 l/m² zusammen, örtlich auch mehr. In den Hochtälern sind weitere Neuschneemengen von 20 bis 50 cm zu erwarten.

Hier die zu erwartenden Neuschneemengen:

Neuschnee bis Sonntagabend.
Neuschnee bis Sonntagabend.

Regen und Schnee auch am Dienstag

Der Montag bringt eine vorübergehende Wetterberuhigung, doch schon in den Abendstunden erreicht von Italien her der nächste Regen und Schneefall den Süden und Südwesten Österreichs. Zunächst schneit es nur oberhalb von 1400 m, in der Nacht auf Dienstag sinkt die Schneefallgrenze aber wieder bis auf knapp unter 1000 m ab. Vor allem Osttirol und Oberkärnten stehen abermals große Niederschlagsmengen bevor, aus heutiger Sicht kommen hier in den Tälern 40 bis 70 l/m² zusammen. In höheren Tallagen dürften dagegen wieder 20-40 cm Nassschnee fallen.

Steigende Überflutungsgefahr

Durch die extrem nasse Vorgeschichte steigt neben der Schneebruch- und Murengefahr auch die Überflutungsgefahr deutlich an. So wird an der Unteren Drau, der Gurk, Glan und Vellach ein Hochwasser erwartet, das statistisch gesehen alle 10 bis 30 Jahre vorkommt. Doch auch abseits der Flüsse kann es auf Wiesen und Feldern zu Überschwemmungen kommen.

Lokal neue Monats-Rekordwerte

Die ausgesprochen nassen ersten beiden Wochen des Novembers führen in Osttirol und Kärnten sowie im Lungau lokal bereits zu ersten neuen Rekordwerten. So war es beispielsweise im laufenden Monat mit 366 l/m² in Spittal an der Drau ebenso wie mit 206 l/m² in St. Michael im Lungau noch nie in einem November so nass wie heuer. Mit den erwarteten großen Regen- und Schneemengen der kommenden Tage dürften sich noch einige weitere Wetterstationen auf der Rekordliste eintragen, selbst der uralte Novemberrekord in Klagenfurt gerät ins Wanken. Im November anno 1851 wurden in der Landeshauptstadt 320 l/m² verzeichnet, aktuell hält Klagenfurt schon bei 155 l/m².

Hier die Abweichung der Niederschlagssumme im November 2019 vom Klimamittel (auf der Karte sind zusätzlich die jeweiligen Top-15-Stationen dargestellt) –> Lesebeispiel: In Dellach sind bislang schon 426% dessen gefallen, was im langjährigen Mittel bis 15.11. zusammenkommt:

Im Südwesten rekordverdächtig nass.
Im Südwesten rekordverdächtig nass.

Ab Mittwoch nachhaltige Wetterberuhigung

Zur Wochenmitte beruhigt sich das Wetter dann spürbar. Zwar liegt der Alpenraum weiterhin im Einflussbereich einer föhnigen Südwestströmung, die Serie an Italien- bzw. Mittelmeertiefs reißt jedoch ab. Nennenswerte Regen- oder Schneemengen sind nach derzeitigem Stand also nicht mehr in Sicht, womit sich die Situation im Südwesten Österreichs allmählich entspannen dürfte.

Rückblick: Turbulenter Freitag

Bereits am Freitag sind im Südwesten des Landes wieder große Niederschlagsmengen zusammengekommen, mehr als 100 l/m² teils als Regen, teils als Schnee verzeichneten beispielsweise Kornat, Dellach und Mallnitz. In Folge des nassen und sehr schweren Neuschnees stürzten mancherorts Bäume um, folglich mussten in den Hochtälern einige Straßen gesperrt werden. Nördlich des Hauptkamms tobte dagegen ein Föhnsturm, 104 km/h wurden in Zell am See gemessen. Doch auch in Warth, Bichlbach und Rottenmann wehte der Südföhn mit Tempo 100. Auf den Bergen im Südwesten herrscht mittlerweile die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4.

Gesamtschneehöhen am Samstagmorgen (Auswahl):

  • 101 cm Obergurgl (T)
  • 92 cm St. Jakob in Defereggen (T)
  • 87 cm Virgen (T)
  • 72 cm Sillian (T)
  • 70 cm Kals (T)
  • 67 cm Kornat (K)
  • 58 cm Brenner (T)
  • 37 cm Lienz (T)
  • 36 cm Mallnitz (K)
  • 18 cm Dellach/Drautal (K)

Mysteriöse Eier aus Eis

Ereignet hat sich dieses Naturschauspiel auf der Insel Hailuoto im äußersten Norden der Ostsee. Das Eiland liegt im Bottnischen Meerbusen, nicht weit entfernt von der Stadt Ouolu.

Damit solch eindrucksvolle Eiskugeln auf natürliche Weise entstehen können, sind mehrere meteorologische „Zutaten“ nötig. Hierbei muss aber erwähnt werden, dass die ganz genauen Entstehungsursachen noch immer Gegenstand der Forschung sind.

  • Die Lufttemperatur muss unterhalb des Gefrierpunkts liegen, aber nicht allzu weit. Am Sonntag vergangene Woche, als das Bild aufgenommen wurde, wurden an der Wetterstation im Westen der Insel rund -1 Grad gemessen – perfekt also.

  • Zudem muss die Wassertemperatur des Meeres genau richtig sein, am besten nur knapp über 0 Grad. Auch diese Bedingung war vergangenes Wochenende gegeben, wie die Analyse der Meerestemperaturen des Dänischen Wetterdienstes zeigt. Rund 1-2 Grad über dem Gefrierpunkt wurden registriert.

  • Dann braucht man noch einen flach abfallenden Sandstrand und ein bisschen Wellengang. Auch letzterer war bei lebhaftem Nordwestwind wohl vorhanden.
  • Abschließend ist natürlich noch ein „Kern“ nötig, um den immer neues Wasser anfrieren kann. Meist dient hierzu ein Brocken aus teilweise gefrorenem Schlamm. Der Wellengang spült diesen Brocken nun immer wieder ans Ufer und zurück, Wasser friert an diesem fest. Durch die Rollbewegung werden aus Brocken immer rundere Bälle.

Bereits vor 3 Jahren wurde das gleiche Phänomen am Fluss Ob in Sibirien (siehe Bild) beobachtet, auch am Lake Michigan in den USA wurden schon Eier aus Eis angespült.

Quelle Titelbild: Privates Foto von Risto Mattila

Hochwasser in Venedig fordert zwei Menschenleben

Hochwasser in Venedig.

Hochwasser in Venedig (auch Acqua alta genannt) kommt praktisch jedes Winterhalbjahr vor. Damit die Lagunenstadt, die nur wenig über dem Meeresspiegel liegt, von der Adria überschwemmt wird, braucht es im Grunde genommen nur 2 Bedingungen.

  1. Starke Flut
    Bei normaler Flut steigt der Meeresspiegel in Venedig bereits um rund 90 cm gegenüber dem Normalzustand. Fällt der Tidenhub nun noch stärker aus, herrscht Acqua alta.
  2. Passende Großwetterlage
    Gestern (siehe die nachfolgende Karte mit den Hochs und Tiefs von Dienstag) drehte sich zwischen Italien und Nordafrika ein kräftiges Tief, an der Adria war die Folge stürmischer Südostwind (= blauer Pfeil). Dieser drückt das Wasser zusätzlich in die Kanäle von Venedig.
Ein kräftiges Tief sorgt für Hochwasser in Venedig.
Ein kräftiges Tief sorgt für Hochwasser in Venedig.

Kurz vor Mitternacht kletterte der Pegel gestern auf 187 cm über Normal, somit wurde die historische Höchstmarke von 194 cm aus dem Jahre 1966 nur knapp verfehlt:

In Folge des Hochwassers kamen bislang 2 Menschen ums Leben, es gab Stromausfälle und Probleme mit den Telekommunikationsverbindungen. Folglich blieben Schulen und Kindergärten heute geschlossen. Wegen des Sturms zerschellten mehrere Boote in den Kanälen, auch mit den Wasserbussen gab es massive Probleme.

Die folgenden Bilder und Videos vermitteln einen guten Eindruck davon, mit welcher Wucht das Wasser die Lagunenstadt getroffen und 85% von Venedig geflutet hat:

Kommende Woche wieder viel Regen und Schnee im Südwesten

Viel Regen und Schnee weiterhin in Osttirol und Kärnten.

Die Wetterlage ist seit Monatsbeginn ziemlich festgefahren, auch in den kommenden Tagen wiederholt sich das Muster. Das Azorenhoch ist derzeit sehr stark ausgeprägt und bewegt sich kaum vom Fleck, an dessen Ostflanke kann so wiederholt kalte Luft in den westlichen Mittelmeerraum strömen. Dort bilden sich in der Folge immer wieder Tiefs, die sehr feuchte Luft von Süden her Richtung Alpen lenken. Exemplarisch ist die Großwetterlage von kommendem Freitag skizziert:

Festgefahrene Wetterlage seit Monatsbeginn.
Festgefahrene Wetterlage seit Monatsbeginn.

Die feuchte Luft wird am Alpenhauptkamm regelrecht ausgequetscht, folglich bekommen in Österreich vor allem Osttirol und Oberkärnten extrem hohe Niederschlagsmengen ab. Das europäische Wettermodell berechnet in den folgenden 10 Tagen insgesamt rund 200 bis 300 l/m² zwischen den Hohen Tauern und den Karnischen Alpen sowie den Karawanken. Lokal dürfte aber auch noch mehr fallen!

Viel Regen und Schnee im Südwesten in den kommenden 10 Tagen.
Viel Regen und Schnee im Südwesten in den kommenden 10 Tagen.

Die Schneefallgrenze pendelt dabei in der kommenden Woche je nach Niederschlagsintensität und exakter Anströmung zwischen 700 und 1400 m. In den Hochtälern wie zum Beispiel im Defereggental dürfte somit der Großteil des Niederschlags als Schnee fallen.

Solche Niederschlagsmengen alleine sind noch kein großes Problem, allerdings gibt es genau in dieser Region Österreichs schon eine sehr nasse Vorgeschichte. Auf der folgenden Karte seht ihr, wie viel Regen und Schnee bislang im November schon zusammengekommen sind. Vor allem Osttirol und Kärnten waren auch in der ersten Novemberdekade schon auf der nassen Seite:

Niederschlagssumme seit 01. November
Niederschlagssumme seit 01. November

Wenig verwunderlich also, dass von den Top 10 der nassesten Orte im bisherigen November ganze 9 in Kärnten liegen. Unangefochten an der Spitze ist der Loibl mit 333 l/m², doch auch Kötschach-Mauthen hat schon die 200-Liter-Marke geknackt:

Niederschlagssumme seit 01. November
Niederschlagssumme seit 01. November

In einem durchschnittlichen gesamten (!) November fallen am Loibl 215 l/m², selbst diese Monatsmenge haben wir also schon um gut 100 Liter pro Quadratmeter übertroffen.

In Spittal an der Drau bedeuten die bislang gefallenen 193 l/m² ein sattes Plus von 580% im Vergleich zu den 30 l/m², die sonst in der ersten Dekade des Novembers gemessen werden.

Quelle Titelbild: Webcam Obervellach

Riesige Buschbrände in Australien

Nachdem es in der vergangenen Woche in Kalifornien verheerende Buschbrände gab, wüten nun rund 100 kleinere und größere Brände an der Ostküste von Australien. Die meisten Brände gibt es nahe der Küste zwischen den zwei Millionenmetropolen Sydney und Brisbane, gut zu sehen auf folgender Karte mit allen registrierten Bränden:

Rund 100 Buschbrände wüten derzeit in Australien
Rund 100 Buschbrände wüten derzeit in Australien

Dabei gibt es rund 20 große Buschfeuer, die derzeit außer Kontrolle sind und durch den teils stürmischen Westwind sich rasch ausbreiten bzw. immer wieder neu angefacht werden.

Ungünstige Wetterlage

Die vergangenen Monate und Jahre verliefen im Osten von Australien viel zu trocken. So gab es bereits Berichte über ausgetrocknete Flussläufe und Fischsterben. Dazu herrscht schon seit Wochen erhöhte Brandgefahr und bei ungünstigen Wetterlagen kam es bereits in den vergangenen Wochen zu Buschbränden. Nun allerdings gibt es großflächige Brände. Ein Tief südlich von Australien im Zusammenspiel mit einem Hoch über dem Kontinent verursachen stürmischen, föhnartigen Westwind. Der Wind sorgt für extrem heiße und trockene Bedingungen und facht die Feuer immer wieder an.

Hier eine Karte des Australischen Wetterdienstes, die die Dürre eindrücklich veranschaulicht. Gezeigt sind in Rot jene Regionen, in denen die vergangenen 19 Monate deutlich zu trocken verliefen. Der dunkelste Rot-Ton bedeutet, dass es hier noch nie über diesen Zeitraum so trocken war wie jetzt:

Durch Asche, Staub und den umliegenden Feuern entstehen teilweise ganz surreale Farbtöne:

Auch aus dem All sind die Brände bzw. die Aschewolken gut zu erkennen.

Kurze Entspannung in Sicht

Im Laufe des Wochenendes lässt der stürmische Wind nach, für die Feuerwehrmänner erleichtert sich dadurch der Kampf gegen die Feuer. Allerdings bleibt es weiterhin trocken und in der kommenden Woche kündigt sich schon wieder kräftiger Westwind an. Somit dürfte sich dann die Lage wieder verschärfen!

Hier noch ein paar Bilder aus der Region:

Titelbild: twitter: Andrew Backhouse @Andytwit123

Erster Wintergruß in den Mittelgebirgen

Der erste Schneefall im Herbst.

Auf der Frontenkarte für heute Mittag stellt sich eine recht chaotische Wetterlage dar. Das einst mächtige Atlantiktief CARLETTO hat sich mittlerweile in mehrere kleine Tiefdruckwirbel aufgespaltet, eines davon (CARLETTO III) liegt über dem Golf von Genua

Dieses Tief lenkt in der Höhe sehr feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum über die Alpen bis nach Süddeutschland, gleichzeitig strömt bodennah recht kalt Luft aus Nordwesten heran. Wir Meteorologen nennen das aufgrund der gegenteiligen Herkunft der Luftmassen eine sog. „Gegenstromwetterlage“.

Tief CARLETTO sorgt für ersten Wintergruß.
Tief CARLETTO sorgt für ersten Wintergruß.

So muss man heute in Bayern und Baden-Württemberg immer häufiger mit Regen und Schneefall rechnen, die Schneefallgrenze arbeitet sich dabei immer weiter nach unten. So fällt derzeit auf der Schwäbischen Alb schon oberhalb von 700 bis 900 m Schnee, auf dem folgenden Webcambild aus Messstetten in 900 Seehöhe wird’s allmählich weiß. Bei größeren Niederschlagsintensitäten sind sogar Schneeflocken bis 600 m möglich!

Webcam Messstetten auf der Schwäbischen Alb.
Webcam Messstetten auf der Schwäbischen Alb.

Regen und Schneefall halten bis morgen Früh an. Auf der nachfolgenden Karte seht Ihr, wo wir mit nennenswertem Neuschnee rechnen. Um die 5 cm Neuschnee sind v.a. im Schwarzwald, auf der Alb und im Allgäu oberhalb von rund 700 bis 800 m zu erwarten. Sonst zuckert es maximal an.

24-stündige Neuschneemengen bis Samstagfrüh
24-stündige Neuschneemengen bis Samstagfrüh

Am Samstag zieht das Tief dann mitsamt Regen und Schnee nach Norden Richtung Ostsee. Für kurze Zeit kann sich dann in den höchsten Lagen von Erzgebirge und Thüringer Wald (oberhalb von rund 600 m) eine dünne Schneedecke ausbilden.

Quelle Titelbild: pixabay

70 Zentimeter: Rekordschnee in Norwegen

Große Schneemengen in Norwegen.

Fast ganz Europa zu warm

Der Oktober 2019 fiel im Großteil Europas zu warm aus, rund +1 Grad betrug die Abweichung zum langjährigen Mittel (siehe nachfolgende Karte). Man erkennt aber auch eine große Region in Europa, wo der vergangene Monat zu kalt war. Praktisch ganz Skandinavien erlebte einen unterdurchschnittlich temperierten Oktober, in Norwegen betrug die Abweichung -1,4 Grad ( = der kälteste Oktober seit 10 Jahren). Auch der Auftakt in den November fiel deutlich zu kalt aus.

Innerhalb Norwegens waren die kältesten Provinzen Troms und Finnmark, auf -4 bis -2 Grad beliefen sich hier die Abweichungen. Mit bis zu -27 Grad wurden hier auch die tiefsten Temperaturen des Landes aufgestellt.

Und genau in dieser Region gab es Anfang dieser Woche heftige Schneefälle, besonders betroffen war die Hauptstadt der Provinz Troms Tromsø.

Hier die Lage im hohen Norden Norwegens:

Tromsø im Norden Norwegens.
Tromsø im Norden Norwegens.

Seit dort 1920 mit regelmäßigen Wetteraufzeichnungen begonnen wurde, hat es erst einmal so früh im Jahr so viel geschneit. Im Oktober 1922 wurden schon einmal 83 cm gemessen. Am Dienstag fielen dort rund 70 cm, heute liegen noch immer 65 cm.

Vor allem der frühe Zeitpunkt des vielen Schnees ist ungewöhnlich, in einem durchschnittlichen Winter gibt es in Tromsø nämlich 160 Tage, an denen mehr als 25 cm Schnee liegen.

Wir haben für euch ein paar tolle Bilder aus der Region um Tromsø zusammengestellt:

Eine Galerie mit weiteren, tiefwinterlichen Bildern aus der Region Tromsö gibt es auf der Homepage des norwegischen Wetterdienstes.

Schwere Herbststürme in England und Frankreich

Sturmtiefs treffen auf Großbritannien und Frankreich.

Stürmischer Samstag in England

Verantwortlich für den stürmischen Samstag in Großbritannien ist das Tief ZED. Dieses zieht in der kommenden Nacht von Irland Richtung England. Auf der Bodenwetterkarte für morgen Mittag sieht man den Tiefkern von ZED dann bereits über der Mitte Englands.

Sturmtief ZED sorgt für einen turbulenten Samstag in England.
Sturmtief ZED sorgt für einen turbulenten Samstag in England.

Schauen wir uns die Spitzenböen an, die das europäische Wettermodell für morgen prognostiziert. Alle weiteren Modelle sind bezüglich Zugbahn und Intensität recht ähnlich unterwegs.

Am heftigsten trifft es voraussichtlich die Westküste von Cornwall sowie generell die Küste am Ärmelkanal. Hier sind durchaus Böen von 120 bis 130 km/h zu erwarten! Etwas schwächer fällt der Sturm mit 90 bis 110 km/h im Landesinneren Englands aus. Auch London ist betroffen, hier pfeift der Weststurm morgen tagsüber mit bis zu 100 km/h durch die Straßen.

Erwartete Spitzenböen in England.
Erwartete Spitzenböen in England.

Zweiter schwerer Sturm in der Nacht zum Sonntag

Während sich zum Samstagabend hin die Situation in England wieder beruhigt, rückt der Westen und Südwesten Frankreichs in den Fokus. Über den Atlantik hat sich in der Zwischenzeit nämlich ein weiteres Tief rapide verstärkt – ein sogenannter Schnellläufer. Dieses Tief namens ARNE trifft in der Nacht zum Sonntag auf die französische Atlantikküste, zu erkennen auf der Bodenwetterkarte für Sonntag 01 Uhr MEZ:

Randtief ARNE trifft Samstagnacht auf Südwestfrankreich.
Randtief ARNE trifft Samstagnacht auf Südwestfrankreich.

Schenkt man den aktuellen Prognosen der Wettermodelle Glauben, dürfte ARNE noch etwas stärker als ZED ausfallen. Wir sehen in der Vorhersage der Windspitzen einen breiten Bereich von Orkanböen (violett, 120-140 km/), die auf dem Meer der Biskaya und direkt an der Küste erreicht werden. Etwas weiter im Binnenland (so auch beispielsweise in Bordeaux) sind noch Böen um 100 km/h zu erwarten.

Erwartete Spitzenböen in Frankreich.
Erwartete Spitzenböen in Frankreich.

Betrachten wir für den Südwesten Frankreichs mal zwei exemplarische Wind-Rekorde: In Cazaux südwestlich von Bordeaux beträgt die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit (Messbeginn 1921) im November 112 km/h, in Biarritz (Messbeginn 1956) an der Grenze zu Spanien 108 km/h. Diese beiden Werte könnten von Sturmtief ARNE also durchaus übertroffen werden!

Quelle Titelbild: wikipedia, Stephen Wheeler

Noch einmal 20 Grad in Sicht!

Föhnstimmung im Herbst an den Alpen.

Die Woche verlief ja bislang deutlich zu kalt, Höchstwerte im einstelligen Bereich vertrieben jäh die Erinnerung an den oft spätsommerlichen Oktober (zum Monatsrückblick geht’s hier lang). Doch das ändert sich am Wochenende.

Die Wetterlage stellt sich schon heute langsam um. Mehr und mehr gewinnen Tiefs über den Britischen Inseln an Einfluss auch auf unser Wetter, eine föhnige Südlage etabliert sich.

Gut zu sehen auch an der Großwetterlage am Sonntag. Gleich drei Tiefs tummeln sich rund um Großbritannien und Frankreich, Österreich liegt dagegen an deren Vorderseite in einer starken Südströmung. Die Folge ist Föhn, der die Temperaturen v.a. an der Alpennordseite markant nach oben schraubt. Lokal sind bis zu 20 oder sogar 21 Grad zu erwarten…

Eine föhnige Südlage sorgt am Sonntag für Wärme.
Eine föhnige Südlage sorgt am Sonntag für Wärme.

Typisch für diese Wetterlage sind am Sonntag die „Hotspots“ bei den Temperaturen folgende Regionen:

  • die Föhntäler von Salzburg ostwärts
  • das östliche Flachland
  • das Wiener Becken
  • das Burgenland mit Ausnahme erhöhter Lagen
  • die südliche Steiermark

Zur besseren Übersicht haben wir das Ganze auch noch grafisch aufbereitet:

Regionen mit Potential für 20 Grad am Sonntag.
Regionen mit Potential für 20 Grad am Sonntag.

Damit liegen die Höchstwerte am Sonntag um bis zu 10 Grad über jenen, die wir an einem 3. November erwarten dürften. So kann man der Tabelle entnehmen, dass beispielsweise in St. Pölten die Tageshöchsttemperatur Anfang November im Mittel bei rund +10 Grad liegt. Da sind 20 Grad am Sonntag schon eine Ansage!

Nachfolgend haben wir außerdem mal im Archiv gewühlt und die Rekorde der Landeshauptstädte herausgesucht. Wir sehen: Die Bestmarken sind nirgendwo in Gefahr, in Wien kommen wir dem November-Rekord noch am nächsten.

Stadt erwarteter Höchstwert am Sonntag durchschnittlicher Höchstwert am 3. November Temperaturrekord November
Wien 19 Grad 11 Grad 21,7 Grad
Eisenstadt 19 Grad 11 Grad 22,7 Grad
St. Pölten 20 Grad 10 Grad 23,4 Grad
Linz 16 Grad 11 Grad 23,5 Grad
Graz 18 Grad 12 Grad 23,0 Grad
Klagenfurt 13 Grad 10 Grad 21,5 Grad
Salzburg 18 Grad 12 Grad 23,8 Grad
Innsbruck 16 Grad 12 Grad 22,3 Grad
Bregenz 14 Grad 11 Grad 25,4 Grad

 

Quelle Titelbild: pixabay

November in Zahlen

Typisches Bild im November: Nebel und Reif auf den Wiesen.

Große Temperaturunterschiede möglich

Die Extremwerte weisen an einzelnen Stationen in der Vergangenheit eine Spanne von 45 Grad auf. Am größten sind die Unterschiede in klassischen Südföhnregionen von der Pyhrn-Eisenwurzen in Oberösterreich bis zum Mariazellerland in der nördlichen Obersteiermark. Hier sind mit dem Föhn selbst im November noch weit mehr als +20 Grad möglich. Absoluter Spitzenreiter bei den Höchstwerten ist Weyer im Südosten Oberösterreichs: Hier wurden am 7.11.1997 sommerliche 26,3 Grad gemessen.

Andererseits bildet sich in den Voralpen und natürlich auch in den Alpentälern mitunter schon die erste Schneedecke. In klaren Nächten mit Schneebedeckung kann es hier schon bitterkalt werden. Die größte Temperaturdifferenz zwischen Minimum und Maximum des Monats liegt in Weyer bei 44,7 Grad, denn am 23.11.1988 wurden hier schon -18,4 Grad gemessen.

Es geht aber noch extremer: In St. Jakob im Defereggental in Osttirol ist der Unterschied zwischen Monatshöchst- und -tiefstwert sogar mehr als 45 Grad (+19,6 Grad vs. -27 Grad)!

Hier die Rekorde für die Landeshauptstädte:

Stadt absoluter Tiefstwert absoluter Höchstwert
Wien-Hohe Warte -14,3°C 21,7°C
Eisenstadt -12,3°C 22,7°C
St. Pölten -13,4°C 23,4°C
Linz -10,6°C 23,5°C
Graz-Uni -12,4°C 23,0°C
Klagenfurt -17,4°C 21,5°C
Salzburg-Freisaal -10,0°C 23,8°C
Innsbruck-Uni -8,5°C 22,3°C
Bregenz -10,1°C 25,4°C

Sonnenscheinmangel?

Die Nordhalbkugel der Erde wendet sich im November unweigerlich immer weiter von der Sonne ab. Somit werden die Tage kürzer und kürzer. Zur abnehmenden Tageslänge kommt in den Niederungen auch noch häufig Nebel, manche Täler erhalten hingegen aufgrund ihrer Ausrichtung und durch die umliegenden Berge kaum noch direktes Sonnenlicht. Besonders rar gesät ist November-Sonnenschein vom Eferdinger Becken in Oberösterreich entlang der Donau bis zum Westrand des Wienerwaldes. So wurden beispielsweise im gesamten November 2005 in Wels nur fünf Sonnenstunden gemessen, während auf den Bergen bei stabiler Hochdrucklage sogar über 200 Stunden möglich sind. In einem der sonnenreichsten Jahre 2011 wurden auf der Schmittenhöhe unglaubliche 263 Stunden Sonnenschein registriert.

Von Trockenheit bis Hochwasser

2011 war auch das Jahr, in dem viele Stationen des Landes im November aufgrund andauernder Trockenheit keinen oder nahezu keinen Niederschlag gemessen haben. 17 Waldbrände allein im November waren damals die Folge, mehr als in Summe in den vier vorangegangen Jahren im November. Aber das andere Extrem ist ebenfalls möglich, denn auch Hochwasser war im November schon Thema: In Erinnerung ist manchen noch das Hochwasser Anfang November 2012 in Teilen Kärntens, wo vor allem in Lavamünd große Schäden zu beklagen waren.

Quelle Titelbild: pixabay

Leuchtende Weinberge im Herbst

Weinblätter strahlen in der Oktobersonne

Pflanzenbegleitstoffe bringen Farben ans Licht

Im Herbst beginnen sich Laubgewächse zu verfärben, da durch weniger Sonneneinstrahlung die Produktion des grünen Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll zurückgeht. Um den Farbstoff über den Winter nicht zu verlieren, entzieht ihn die Pflanze den Blättern. Das Resultat: Andere Farbstoffe kommen zum Vorschein. Beim Wein sind sämtliche Farben von Gelb über Orange bis zum tiefen Rot und sogar Lila- und Violett-Töne möglich. So kann es in einem Weinberg, wo eine Vielzahl von Rebstöcken vereint ist, zu einer wahren Farbenvielfalt kommen.

@ https://stock.adobe.com/
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Sonne bringt Farben zum Leuchten und sorgt für gute Stimmung

Schon bei trübem Wetter sind die Farben ein Blickfang. Doch so richtig zur Geltung kommt die Verfärbung des Weinberges erst, wenn direktes Sonnenlicht hinzukommt. Speziell die gelb-rötlichen Strahlen der tief stehenden Herbstsonne am mittleren und späteren Nachmittag lassen die Farben des Weinberges intensiv wirken und diesen richtiggehend leuchten. Die so ins rechte Licht gesetzten warmen Gelb-, Gold- und Rottöne schaffen eine angenehme Atmosphäre, sorgen oft für gute Stimmung und wirken aktiv und belebend. So lassen sich die negativen Begleiterscheinungen des Herbstes wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit gut bekämpfen.

Ein Ausflug in eine Weinberggegend zu dieser Jahreszeit ist bei entsprechendem Wetter also zu empfehlen, um die für den Herbst ebenso typischen tristen, nebelgrauen Tage gut zu kompensieren.

Taifun BUALOI nimmt Kurs auf Japan

Taifun BUALOI vom Satelliten aus betrachtet.

Es ist noch nicht lange her, dass Taifun HAGIBIS auf Japan getroffen ist, wir hatten an dieser Stelle darüber berichtet.

Nun nimmt mit BUALOI der nächste Wirbelsturm Kurs auf den Inselstaat. Noch dreht der Taifun zwar weit entfernt von Japan auf dem Pazifik seine Runden, er zieht aber mit rund 20 km/h Richtung Japan. Mit mittleren Windgeschwindigkeiten von rund 220 km/h und Böen bis Tempo 265 handelt es sich derzeit um einen Taifun der zweithöchsten Kategorie 4.

Auf der folgenden Grafik könnt ihr am unteren Bildrand die aktuelle Position des Sturms erkennen. Die weitere Zugbahn führt BUALOI nun nach Nordwesten und ab Mittwoch nach Nordosten. Freitag befindet sich der Taifun dann schon östlich der Hauptinsel Honshu, etwa auf der geografischen Breite von Tokio.

Die weitere Zugbahn von Taifun BUALOI
Die weitere Zugbahn von Taifun BUALOI

Japan bekommt also im Gegensatz zu HAGIBIS keinen Volltreffer ab, eher streift der Taifun BUALOI die Hauptinsel Honshu im Osten. Nichtsdestotrotz darf die Gefahr dieses Taifuns nicht unterschätzt werden, werfen wir deshalb einen Blick auf die zu erwartenden Windböen und Regenmengen.

Mit Orkanböen bis zu 140 km/h muss man am Freitag vor allem an der Süd- und Ostküste von Honshu rechnen, Tokio kommt voraussichtlich glimpflich davon. In der Metropolregion der japanischen Hauptstadt dürfte der Wind mit Böen zwischen 80 und 100 km/h wehen. Das Hauptsturmfeld befindet sich wie schon erwähnt östlich von Japan auf dem Meer.

Vor allem im Osten Honshus wird es sehr stürmisch.
Vor allem im Osten Honshus wird es sehr stürmisch.

Im westlichen Umfeld des Taifuns soll am Freitag noch ein zweites Tief für teils intensive Regenfälle auf der Ostseite von Honshu sorgen. Vor allem von Tokio hinauf bis nach Fukushima kommen 150 bis 200 l/m² in nur 24 Stunden zusammen, lokal sind staubedingt auch noch größere Regenmengen zu befürchten.

Große Regenmengen im Osten Honshus.
Große Regenmengen im Osten Honshus.

Darüber hinaus wird es an der Ostküste Honshus zu einer Sturmflut kommen, der Pazifik peitscht hier mit Wellen von 5 bis 10 Metern Höhe ans Land.

Quelle Titelbild: Met Office Twitter

Stabiles Herbstwetter setzt sich fort

Nebel im Pinzgau.

Seit etwa 10 Tagen sorgt rege Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik und Westeuropa für mildes Herbstwetter in Österreich. Auch in den kommenden Tagen gibt es bei föhnigem Südwind örtlich spätsommerliche Temperaturen: Am Mittwoch treibt kräftiger Föhn die Temperaturen auf bis zu 26 Grad in den Nordalpen und am Alpenostrand. Im Flachland stellt sich allerdings neuerlich eine Inversionswetterlage ein. Besonders im Donauraum, im Wald- und Weinviertel sowie im Mürztal muss man nahezu täglich mit hartnäckigem Nebel rechnen.

Neue Oktoberrekorde

Bereits zum Wochenauftakt sorgten föhniger Südwestwind, in Kärnten und der Steiermark Jauk genannt, und die warmen Luftmassen für einige neue Oktoberrekorde. So stellte beispielsweise Leibnitz mit 27,8 Grad eine neue Bestmarke für den Oktober auf, auch in Bad Gleichenberg, Graz, Hartberg, Kleinzicken und St. Andrä im Lavanttal war es am Montag so warm wie noch nie in einem Oktober.

Hier eine Grafik, die zeigt, wie extrem warm der Montag verbreitet war. Dargestellt sind die Abweichungen der Temperatur vom langjährigen Klimamittel am gestrigen Tag:

Abweichung der Temperatur am Montag vom Klimamittel.
Abweichung der Temperatur am Montag vom Klimamittel.

Abkühlung erst nächste Woche

Kommende Woche deuten die Modelle auf eine Umstellung der Großwetterlage hin. Nach derzeitigem Stand dreht die Höhenströmung ab Sonntag allmählich auf West und in weiterer Folge auf Nord, somit erreichen deutlich kühlere Luftmassen den Alpenraum. Die Unsicherheiten sind noch groß, manche Modelle berechnen ab Wochenbeginn aber eine Abkühlung von mehr als 15 Grad.

Hintergrundwissen: Entstehung von Nebel

Allgemein spricht man bei einer horizontalen Sichtweite von unter einem Kilometer von Nebel. Er besteht aus kondensiertem Wasserdampf in bodennahen Luftschichten. Nebel entsteht durch einen Rückgang der Temperatur unter den sogenannten Taupunkt oder durch eine Zunahme des Wasserdampfes durch Verdunstung bzw. die Mischung von feuchtwarmer und kalter Luft. Meteorologen unterscheiden meist zwischen Strahlungsnebel, orographischem Nebel, Advektionsnebel, Mischungsnebel und Verdunstungsnebel.

Hier eine grafische Übersicht der verschiedenen Nebel-Typen:

Es gibt verschiedene Typen und Entstehungsformen von Nebel.
Es gibt verschiedene Typen und Entstehungsformen von Nebel.

In Österreich treten vor allem die ersten beiden Fälle häufig auf: Strahlungsnebel bildet sich typischerweise nachts in Tal- und Beckenlagen, orographischer Nebel ist hingegen in Ostösterreich typisch: Das Gelände steigt von der Pannonischen Tiefebene in Ungarn bis zum Alpenostrand sowie zum hügeligen Wald- und Weinviertel in Österreich an, wodurch die Luft bei Südostanströmung sanft, aber stetig angehoben wird. Kondensation und in weiterer Folge Nebel ist die Konsequenz.

Quelle Titelbild: foto-webcam.eu

Unwettergefahr in Südwesteuropa

In den kommenden Tagen herrscht Unwettergefahr am Mittelmeer.

In den kommenden Tagen braut sich im westlichen Mittelmeerraum eine gefährliche Wetterlage zusammen, für die Region typisch im Herbst. Ein sogenanntes Höhentief bildet sich nämlich über der Iberischen Halbinsel, dieses ist angereichert mit kalter Luft in der Höhe.

Auf der Wetterkarte für Mittwoch seht ihr das Höhentief bereits sehr gut, dann liegt dessen Kern über dem Osten Spaniens. Sein Gegenspieler ist das Hoch über dem Balkan (das beschert uns ja eine ruhige Wetterwoche). Zwischen Tief und Hoch strömt – symbolisiert mit den blauen Pfeilen – sehr feuchte Mittelmeerluft Richtung Südfrankreich und Spanien:

Ein Tief über der Iberischen Halbinsel sorgt für Unwetter.
Ein Tief über der Iberischen Halbinsel sorgt für Unwetter.

Die hohen Wassertemperaturen sorgen in Kombination mit der kalten Luft in der Höhe für eine labil geschichtete, gewitteranfällige Atmosphäre und somit für ein großes Unwetterpotential. Noch immer misst das Mittelmeer in der Region rund um die Balearen nämlich 22 bis 24 Grad.

Noch immer hohe Wassertemperaturen im Mittelmeer.
Noch immer hohe Wassertemperaturen im Mittelmeer.

Schauen wir uns die zu erwartenden Regenmengen an: Besonders betroffen sind neben den Balearen die Küste und das Hinterland Kataloniens sowie die südfranzösische Region Okzitanien. Hier kommen in den nächsten Tagen 200 bis 300, örtlich sogar bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen.

Viel Regen in Barcelona

Auch die Metropole Barcelona dürfte somit wahre Wassermassen dieser Größenordnung abkriegen. Zur Einordnung: In Barcelona werden im Oktober durchschnittlich „nur“ 90 l/m² gemessen, im ganzen Jahr knapp 600 l/m²!

In Spanien und Frankreich kommen lokal große Regenmengen zusammen.
In Spanien und Frankreich kommen lokal große Regenmengen zusammen.

Aufgewühltes Meer

Doch nicht nur heftige Gewitter samt immensen Regenmengen stehen den beliebten Urlaubsdestinationen bevor. Auch der Wind wird immer wieder stürmisch auffrischen, Böen von 90 bis 110 km/h sind möglich! Dementsprechend aufgewühlt wird sich das Mittelmeer präsentieren, wie unsere letzte Grafik zeigt. So dürften sich am Mittwoch zwischen Mallorca und Südfrankreich Wellen von bis zu 6 Metern Höhe auftürmen!

Hoher Wellengang kommende Woche im westl. Mittelmeer.
Hoher Wellengang kommende Woche im westl. Mittelmeer.

Quelle Titelbild: pixabay

Regen – Sturm – Gewitter: Unwettergefahr im westlichen Mittelmeer

Heftige Regenfälle werden im westlichen Mittelmeer erwartet.

In den kommenden Tagen braut sich im westlichen Mittelmeerraum eine gefährliche Wetterlage zusammen, für die Region typisch im Herbst. Ein sogenanntes Höhentief bildet sich nämlich über der Iberischen Halbinsel, dieses ist angereichert mit kalter Luft in der Höhe. Auf der Wetterkarte für Mittwoch seht ihr das Höhentief bereits sehr gut, dann liegt dessen Kern über dem Osten Spaniens. Sein Gegenspieler ist das Hoch über dem Balkan (das beschert uns ja eine ruhige Wetterwoche). Zwischen Tief und Hoch strömt – symbolisiert mit den blauen Pfeilen – sehr feuchte Mittelmeerluft Richtung Südfrankreich und Spanien:

Ein Tief über der Iberischen Halbinsel sorgt für Unwetter.
Ein Tief über der Iberischen Halbinsel sorgt für Unwetter.

Die hohen Wassertemperaturen sorgen in Kombination mit der höhenkalten Luft für eine labil geschichtete Atmosphäre und somit für ein großes Unwetterpotential. Noch immer misst das Mittelmeer in der Region rund um die Balearen nämlich 22 bis 24 Grad.

Noch immer hohe Wassertemperaturen im Mittelmeer.
Noch immer hohe Wassertemperaturen im Mittelmeer.

Schauen wir uns die zu erwartenden Regenmengen an: Besonders betroffen sind neben den Balearen die Küste und das Hinterland Kataloniens sowie die südfranzösische Region Okzitanien. Hier kommen in den nächsten Tagen 200 bis 300, örtlich sogar bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Auch die Metropole Barcelona dürfte somit wahre Wassermassen dieser Größenordnung abkriegen. Zur Einordnung: In Barcelona werden im Oktober durchschnittlich „nur“ 90 l/m² gemessen, im ganzen Jahr knapp 600 l/m²!

In Spanien und Frankreich kommen lokal große Regenmengen zusammen.
In Spanien und Frankreich kommen lokal große Regenmengen zusammen.

Doch nicht nur heftige Gewitter samt immensen Regenmengen stehen den beliebten Urlaubsdestinationen bevor. Auch der Wind wird immer wieder stürmisch auffrischen, Böen von 90 bis 110 km/h sind möglich! Dementsprechend aufgewühlt wird sich das Mittelmeer präsentieren, wie unsere letzte Grafik zeigt. So dürften sich am Mittwoch zwischen Mallorca und Südfrankreich Wellen von bis zu 6 Metern Höhe auftürmen!

Hoher Wellengang kommende Woche im westl. Mittelmeer.
Hoher Wellengang kommende Woche im westl. Mittelmeer.

Quelle Titelbild: pixabay

Spannender Wetter- und Wahlsonntag!

Föhnwolken am Himmel über der Schweiz.

Heute zeichnet sich nicht nur bei den Wahlen, sondern auch beim Wetter ein spannender Sonntag ab. Mit einer starken bis stürmischen südlichen Höhenströmung mit örtlichen Orkanböen (Böen ≥ 118km/h) wird nämlich sehr milde und im Süden auch feuchte Luft an die Alpen geführt. Diese muss am Alpensüdhang aufsteigen, was teilweise intensive Niederschläge zur Folge hat. Seit Freitag sind im Süden örtlich schon über 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen (siehe untenstehende Liste). Bis Dienstagvormittag dürften nun vor allem im nördlichen Tessin nochmals weit über 100 Liter dazukommen.

Die Nordschweiz ist dagegen im Lee der Alpen gegenüber den feuchten Luftmassen geschützt, wobei heute in den Alpentälern auch noch ein starker bis stürmischer Föhn dazukommt. So scheint abseits des Nebels zumindest teilweise die Sonne. Dazu erreichen die Temperaturen in den föhnigen Alpentälern weit über 20 Grad, bereits am Morgen gab es in Altdorf und Vaduz um 22 Grad. Tagsüber werden dann 23 bis 26 Grad erreicht, wobei es im Rheintal am wärmsten werden dürfte. Hier könnte auch örtlich die Sommermarke von 25 Grad geknackt werden. Auch in der Höhe ist es mild, die Nullgradgrenze befindet sich auf knapp 4000 Metern. Im Flachland erwarten wir je nach Zeitpunkt der Nebelauflösung zwischen etwa 15 und 20 Grad.

Morgen hält die starke bis stürmische südliche Höhenströmung an, im Süden regnet es weiter teils kräftig. Im Norden schläft der Föhn dagegen ein, sodass der Regen insbesondere in der Westschweiz wie auch schon am letzten Freitag auch auf den Norden übergreifen kann. Im Osten dürfte es – wenn überhaupt – dagegen nur wenig Niederschlag geben.

Niederschlagsmenge seit Freitag 00:00 Uhr (Stand Sonntag 07:40):

Messstationen Niederschlagsmenge (in mm)
Robiei (1898 m ü.M., TI) 131
Airolo (1139 m ü.M., TI) 94
Torricella – Crana (1002 m ü.M., TI) 92
Faido (747 m ü.M., TI) 87
L’Auberson (1096 m ü.M., JU) 70
Longirod (900 m ü.M., VD) 67
San Bernardino (1639 m ü.M., GR) 64
La Brévine (1050 m ü.M., NE) 63
Locarno-Magadino (203 m ü.M., TI) 61
Magglingen (883 m ü.M., BE) 59
Berninapass (2328 m ü.M., GR) 57
Monte Generoso (1608 m ü.M., TI) 54

Quelle Titelbild: Visual Hunt

Fit und gesund durch den Herbst

Sport im Herbst.

Gerade in der Übergangsjahreszeit machen es einem die häufigen Wetterwechsel schwer, zur richtigen Garderobe zu greifen. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht erschweren die Wahl der richtigen Kleidung noch weiter. Wer sich also nicht nach dem Zwiebelschalenprinzip kleidet, damit er tagsüber ein paar Schichten ablegen kann, bekommt zunehmend ein Problem. Die Sonne hat nämlich noch genug Kraft hat und ihr kommt leicht ins Schwitzen. Wer allerdings zu viele Kleidungsstücke ablegt, wird rasch vom kühlen Wind überrascht und die Erkältungsgefahr steigt.

Nasskalte Witterung besonders gefährlich

Die Gefahr den Körper zu unterkühlen und damit das Immunsystem zu schwächen, ist besonders bei nasskalter, windiger Witterung hoch.

  • Bei tiefen Temperaturen neigt der Körper dazu auszukühlen.
  • Wird Kleidung oder die Haut nass, verdunstet das Wasser. Dabei entzieht es der Haut Wärme und kühlt diese zusätzlich.

Ansteckungsgefahr

Gerade in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen kann die Virenlast sehr hoch werden. Besonders viele Viren lauern auf Türschnallen oder Liftknöpfen. Ist das Immunsystem bereits geschwächt, kommt es zum Ausbruch von Erkältungen bis hin zu grippalen Infekten oder gar der Grippe. Um dem vorzubeugen, ist regelmäßiges Händewaschen Pflicht.

Was schwächt unser Immunsystem?

  • Kälte: Kühlt der Körper aus, ist er empfindlicher gegenüber Viren. Bitte also immer genug anziehen!
  • Schlafmangel: Schlafen sie weniger als sieben Stunden pro Nacht, ist ihr Risiko zu erkranken um das Dreifache erhöht.
  • Stress: Stress greift die Abwehrkräfte an. Das Einlegen von Pausen hilft, auch so manches gelassener hinzunehmen.
  • Bewegungsmangel: Zu wenig Freizeit an der Natur schwächt uns. Mindestens eine halbe Stunde pro Tag sollten wir an der frischen Luft verbringen und/oder joggen oder schwimmen.
  • Falsche Ernährung: Nicht nur das falsche Essen, auch zu wenig Essen schwächt unsere Abwehrkräfte. Um einem Vitaminmangel vorzubeugen, empfehlen sich einige Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Aber auch Vollkornprodukte, Eiweiß und gesunde Fette sollen täglich auf dem Speiseplan stehen.

Stärkung des Immunsystems

Kurz zusammengefasst sollte man auf Folgendes achten:

  • Vitaminreiche Nahrung
  • Sport (einmal pro Tag außer Atem kommen wirkt Wunder)
  • Frischluft (Spaziergänge im Wald helfen)
  • Psychisches Wohlbefinden (kein Stress!)
  • Ausreichend Schlaf (mindestens sieben Stunden)
  • Menschenansammlungen meiden (Infektionsgefahr!)
  • Bei ersten Anzeichen einer Erkältung auf Sport verzichten

Quelle Titelbild: pixabay

25 Grad: Südföhn sorgt noch einmal für Sommertage

Föhnstimmung am Bodensee.

Bereits am heutigen Samstag ist es föhnig, so richtig in Gang kommt der Südföhn dann aber am Sonntag. Die Wetterlage – dargestellt auf dem ersten Bild –  ist typisch für den Herbst: Ein Tief über der Iberischen Halbinsel, hoher Luftdruck über dem Balkan. Daraus resultiert in Österreich eine föhnige Südwestströmung (roter Pfeil).

Wetterlage am Sonntag.
Wetterlage am Sonntag.

In den klassischen Föhntälern (Brandnertal, Wipptal, Großraum Innsbruck, Salzburger Tauerntäler) frischt der Wind morgen mit Böen zwischen 60 und 90 km/h auf. Deutlich ruppiger ist der Südwind aber auf den typischen Föhnbergen. Hier am Beispiel Patscherkofel seht ihr, dass morgen Spitzenböen bis zu 135 km/h erwartet werden. Nur am Dienstag legt der Föhn eine Verschnaufpause ein, sonst geht’s auch nächste Woche föhnig weiter.

Föhnige Tage auf dem Patscherkofel.
Föhnige Tage auf dem Patscherkofel.

Erste Warnungen bzgl. des Föhns wurden bereits gesetzt, hier unsere Warnkarte für heute/morgen.

Sturm-Warnungen am Sonntag.
Sturm-Warnungen am Sonntag.

Die aktuellsten Warnungen für euren Ort findet Ihr übrigens auf der Hauptseite

Der Föhn macht sich aber nicht nur mit Sturmböen bemerkbar, er treibt v.a. in den Nordalpen die Temperaturen auf ein sommerliches Niveau. Am wärmsten mit Höchstwerten von 25 oder sogar 26 Grad wird es beispielsweise in

  • Feldkirch
  • Bludenz
  • Innsbruck
  • Salzburg
  • Weyer

So spät im Jahr sind Sommertage (also Tage mit einem Höchstwert von 25 Grad oder mehr) absolut außergewöhnlich!

Am Montag kommt dann auch im Süden der Steiermark und im Südburgenland noch ein Sommertag für die Bilanz hinzu. Mehr als 6 Monate liegen somit heuer zwischen dem ersten Sommertag (25 Grad am 20. April in Innsbruck) und dem vermutlich letzten in Österreich.

Hier die Top 10 der Stationen mit den meisten Sommertagen 2019:

Ort Anzahl Sommertage 2019
Andau (B) 95
Güssing (B) 94
Seibersdorf (NÖ) + Bad Radkersburg (ST) 93
Hohenau (NÖ) 92
Mörbisch + Neusiedl (B) 90
Wolkersdorf + Tullnerfeld (NÖ) 89
Fürstenfeld (ST) + Wien-City + Langenlois (NÖ) 88
Krems (NÖ) + Wien Donaufeld + Stockerau (NÖ) + Lutzmannnsburg (B) + Graz Strassgang 87
Ferlach (K) + Langenlebarn (K) + Eisenstadt 86

Abschließend noch eine Übersicht der Sommertage 2019 in den Landeshauptstädten. Überall deutlich öfter über 25 Grad als im langjährigen Mittel…

Ort Anzahl Sommertage 2019 Anzahl Sommertage im Klimamittel Differenz
Wien 85 64 +21
St. Pölten 82 59 +23
Eisenstadt 86 66 +20
Linz 75 56 +19
Graz 84 63 +21
Klagenfurt 78 63 +15
Salzburg 62 55 +7
Innsbruck 77 63 +14
Bregenz 56 39 +17

Quelle Titelbild: pixabay

Stürmischer Föhn bringt am Dienstag bis zu 26 Grad

Föhnwolken am Himmel über Österreich.

Den „Verursacher“ der spätsommerlichen Wärme auch am morgigen Dienstag ist leicht auf der folgenden Bodenwetterkarte auszumachen. Über der Nordsee dreht sich zu Mittag das Tief SÉBASTIEN, Österreich liegt an dessen Vorderseite in einer föhnigen Südwestströmung. Auch SÉBASTIENs Kaltfront kann man schon erkennen, sie beschäftigt uns dann ab Dienstagnachmittag und -abend.

Tief Sébastien am Dienstag.
Tief Sébastien am Dienstag.

Wie stark der Südföhn wird, können wir Meteorologen anhand der Druckdifferenz zwischen Nordalpen (z.B. Garmisch-Partenkirchen) und Südalpen (z.B. Bozen) abschätzen. Wir sehen auf folgender Grafik den Verlauf dieses Druckunterschiedes.

Am Dienstag (roter Kasten) erreicht die Differenz ihr Minimum, in Bozen herrscht als also ein deutlich höherer Luftdruck als in Garmisch. Als Ausgleichbewegung hierzu weht in den Nordalpen kräftiger bis stürmischer Föhn.

Südlich der Alpen höherer Druck als nördlich bedeutet Südföhn.
Südlich der Alpen höherer Druck als nördlich bedeutet Südföhn.

Den kräftigsten Föhn mit Böen von rund 70 bis 80 km/h, vereinzelt auch an die 90 km/h erwarten wir morgen vom Brandnertal über den Tiroler Alpenhauptkamm und Innsbruck bis zu den Salzburger Tauerntälern. Doch auch sonst sind in den Nordalpen von Vorarlberg bis nach Niederösterreich sowie in der Buckligen Welt Böen von 60-70 km/h durchaus möglich. Entsprechende Warnungen wurden bereits ausgegeben, diese findet ihr auf der Hauptseite www.uwz.at

Stürmischer Südföhn am Dienstag.
Stürmischer Südföhn am Dienstag.

Der Föhn sorgt aber nicht nur für windige, sondern auch für sehr warme Bedingungen. So klettern die Temperaturen insbesondere in den folgenden Regionen auf 23-26 Grad:

  • Unterinntal
  • Pinzgau, Pongau, Tennengau, Flachgau
  • Salzkammergut
  • Gesäuse
  • Mostviertel
  • Eisenwurzen
Spätsommerlich warm an der Alpennordseite.
Spätsommerlich warm an der Alpennordseite.

Im Laufe des Nachmittags und Abends geht der Föhn dann mit kräftig bis stürmisch auffrischendem Westwind und Regenschauern von Westen her zu Ende.

Quelle Titelbild: pixabay

Grau oder Blau? Hochnebel teilt Österreich

Oben blau - unten grau. Herbst in Österreich

Umgekehrte Verhältnisse

Zu dieser Jahreszeit stellt sich unter beständigem Hochdruckeinfluss immer öfter eine sogenannte Inversionswetterlage ein. Diese zeichnet sich durch eine Umkehr der normalerweise vorherrschenden Abnahme der Temperatur mit der Höhe aus, d.h. „leichte“ Warmluft lagert oberhalb von „schwerer“ Kaltluft. Die Ursache hierfür ist, dass aufgrund der Ausstrahlung die unteren Luftschichten wesentlich schneller abkühlen als die Luftmassen in der Höhe. Bevorzugt in Tal- und Beckenlagen entstehen so bodennahe Kaltluftseen, die durch die immer schwächere Sonne erst spät oder gar nicht mehr ausgeräumt werden können.

Der Blick vom Satelliten heute auf Österreich zeigt die markante Zweiteilung des Landes:

Österreich ist zweigeteilt.
Österreich ist zweigeteilt.

Scharfe Wetterscheide

Bei einer ausgeprägten Inversionswetterlage ist der Übergang von Warm- zu Kaltluft teils sehr scharf. An der Grenze der beiden unterschiedlichen temperierten Luftmassen bilden sich oft Wolken. In den Wetterberichten ist dann von Hochnebel die Rede. Während in den Tälern und Niederungen graues und kaltes Wetter herrscht, sind tagsüber in mittleren und hohen Lagen bei Sonnenschein und ausgesprochen guter Fernsicht ungewöhnlich hohe Temperaturen anzutreffen.

Hier ein aktuelles Beispiel: Auf dem Jauerling über dem Nebel in Niederösterreich (knapp 1000 m hoch) sonnig und fast schon sommerlich mit 23,6 Grad:

Bestes Herbstwetter auf dem Jauerling.
Bestes Herbstwetter auf dem Jauerling.

Kontrastprogramm dagegen in Wien bei trüben 12 Grad:

Trübes Dauergrau in Wien.
Trübes Dauergrau in Wien.

Aber auch ohne Wolkenschicht ist es unterhalb der Inversion häufig dunstig, denn durch die fehlende Durchmischung mit der oberen Atmosphäre sammeln sich Feuchte und Schadstoffe langsam an und die Sicht ist getrübt.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/schwarzenbach/

Warum gibt es Nebel im Herbst?

Nebel kommt im Herbst besonders oft vor.

In den Tälern der Alpen sowie der Mittelgebirge kommt es schon im Spätsommer und Frühherbst öfters zu Frühnebel, im Herbst beginnt die Nebelsaison dann so richtig.

Typische Verteilung von Frühnebel

Nebel am Morgen gibt es in Österreich besonders häufig entlang von Mur und Mürz sowie in den Tal- und Beckenlagen Kärntens. Die Alpentäler sind generell anfälliger für Frühnebel als das Flach- und Hügelland. In Deutschland beginnen die Tage besonders in den Tälern der Mittelgebirge oft neblig, auch vom Bodensee entlang der Donau bis nach Niederbayern gibt es oft und verbreitet Nebel. In der Schweiz erweisen sich die Alpentäler und das Mittelland als nebelanfällig.

Temperaturunterschiede

Im Spätsommer und Herbst werden die Tage kürzer und die Nächte länger. Bei windstillen Verhältnissen und klaren Nächten kühlt die Luft stark ab und sammelt sich in den Tälern. Immer öfter bildet sich dort eine Art Kaltluftsee, indem es kühler ist als auf den umliegenden Hügeln und Bergen. Hinzu kommt, dass kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann und somit schnell vollständig mit Wasserdampf gesättigt ist. Dadurch beginnt die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit zu kondensieren, also vom gasförmigen in den flüssigen Zustand überzugehen. Die daraus entstandenen, feinen Wassertröpfchen bezeichnen wir als Nebel.

Im Laufe des Herbstes werden Nebelfelder immer langlebiger und zäher, da die Sonne nicht mehr die nötige Energie liefert, um diese „wegzuheizen“. Die Kaltluftseen können sich dann oft von Tag zu Tag weiter ausdehnen, wodurch die Nebelwahrscheinlichkeit weiter ansteigt.

Wind und Nebel

Zur Nebelauflösung kommt es dann meist erst, wenn starker Wind die bodennahe Kaltluft „verbläst“. Häufig ist das im Zuge von Kaltfronten oder durch Föhn der Fall. Aber auch eine Wolkenschicht über dem Nebel reicht, damit sich die Nebelfelder lichten. Gerade der Wind ist auch der Grund, warum das Flachland in der Regel seltener von Nebel betroffen ist.

Zusammengefasst: Die Gründe, warum es im Spätsommer und Herbst häufiger in den Tälern nebelig ist, sind große Temperaturunterschiede zwischen bodennahen und höheren Luftschichten und das Fehlen von Wind.

Quelle Titelbild: pixabay

Taifun HAGIBIS zieht auf Japan zu

Taifun Hagibis auf dem Pazifik vor Japan

Momentan wütet der Taifun noch fernab jeglicher Zivilisation auf dem Pazifik, seine Kennzahlen sind aber durchaus beeindruckend:

  • Wellenhöhen 15-20 Meter
  • Mittlere Windgeschwindigkeiten 260 km/h
  • Spitzenböen 300 km/h
  • Durchmesser des Auges rund 50 km

Seine weitere Zugbahn führt HAGIBIS nun nordwärts, über dem knapp 30 Grad warmen Meerwasser wird er sich dabei kaum abschwächen. Somit rückt ab Samstag (Ortszeit) die japanische Hauptinsel Honshū in den Fokus des Wirbelsturms.

Taifun HAGIBIS
Taifun HAGIBIS

Auf der folgenden Animation kann man wunderschön das typische Auge des Taifuns erkennen:

Voraussichtlich am Samstagnachmittag (Lokalzeit) trifft der Taifun dann zwischen Nagoya und Tokio als Taifun der Kategorie 3 (von 5) auf Land. Neben Orkanböen von bis zu 180 km/h an der Küste werden vor allem die immensen Regenmengen zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Leben führen.

Hier seht ihr die prognostizierten Niederschlagsmengen des europäischen Wettermodells: Verbreitet dürften um die 200 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen, in etwas hügeligerem Gelände sind aber auch 300 bis 500 l/m² denkbar!

Immense Regenmengen kommen in Japan zusammen.
Immense Regenmengen kommen in Japan zusammen.

Formel 1 und Rugby betroffen

An diesem Wochenende findet das F1-Rennen in Suzuka statt, der Taifun dürfte das Rennprogramm gehörig durcheinanderwirbeln. Während die Trainings am Freitag wohl noch wie geplant stattfinden können, fällt das Programm am Samstag dem Taifun zum Opfer.

Der Taifun dürfte am Samstag knapp östlich von Suzuka auf Land treffen und massiven Regen an der Rennstrecke bringen. Bis Sonntag ist der Taifun aber schon nach Nordosten abgezogen und somit werden wohl, wie vor 5 Jahren bei Taifun PHANFONE, Qualifying und Rennen am Sonntag stattfinden.

Auch die Rugby-WM findet als zweites sportliches Großereignis derzeit in Japan statt, sie wird am Samstag ebenso vom Taifun betroffen sein. So wurden bereits die für diesen Tag angesetzten Partien Neuseeland-Italien und England-Frankreich abgesagt und vorab mit 0:0 gewertet.

 

Quelle Titelbild: Japan Meteorological Agency (JMA)

Hurrikan LORENZO trifft auf die Azoren

Hurrikan Lorenzo auf dem Atlantik.

Momentan befindet sich der Hurrikan (Kategorie 2 von 5) rund 900 km südwestlich der Azoren. Am Mittwoch wird der Wirbelsturm dann knapp an der zu Portugal gehörenden Inselgruppe vorbeiziehen, aber auch hier noch Böen bis Tempo 200 und große Regenmengen mit sich bringen.

Die weitere Zugbahn des Hurrikans ist auch schon recht sicher. Weiter nordostwärts wird er sich über dem kälteren Wasser allmählich in ein außertropisches Tief umwandeln und am Donnerstag bzw. Freitag mit Orkanböen Irland treffen.

Hurrikan Lorenzo auf dem Weg nach Nordosten.
Hurrikan Lorenzo auf dem Weg nach Nordosten.

Auf der nächsten Karte ist die prognostizierte Wellenhöhe auf dem Atlantik dargestellt. Man sieht: Am morgigen Mittwoch werden westlich der Azoren Wellen von 10-12 m Höhe (=rot) erreicht, auch einzelne Wellen von mehr als 15 m Höhe (=dunkelrot/braun) dürften dabei sein!

Riesige Wellen am Mittwoch.
Riesige Wellen am Mittwoch.

Angesichts der hohen Windgeschwindigkeiten und der immensen Wellen machen derzeit alle Schiffe einen großen Bogen um den Hurrikan. Gut zu sehen auf der folgenden Karte:

Dass ein Hurrikan auf die Azoren trifft, kommt gar nicht mal so selten vor. Seit 1851 gab es insgesamt 14 Hurrikane bzw. Tropische Stürme, die über die Inselgruppe hinwegzogen. Der einzige Hurrikan, der Stufe 3 von 5 erreichte, war OPHELIA vor rund zwei Jahren.

Auf der folgenden Karte seht ihr alle Hurrikanzugbahnen auf dem Atlantik (seit 1851) und dem Pazifik (seit 1949). Man erkennt: Rund um die Azoren ist zwar über die Jahrzehnte nicht so viel los wie in der Karibik, ca. alle 10 Jahre verirrt sich ein Hurrikan aber auch hierhin.

Alle Hurrikanzugbahnen auf dem Atlantik seit 1851.
Alle Hurrikanzugbahnen auf dem Atlantik seit 1851.

Quelle Titelbild: NASA World View

4 mal so groß wie Wien: Eisberg in Antarktis bricht ab

Symbolbild eines Eisbergs

Der Abbruch des Eisbergs, der auf den Namen D-28 getauft wurde, fand bereits am 26. September statt. Mit einer Größe von rund 1600 km² ist der Eisberg in etwa vier mal so groß wie die Bundeshauptstadt, 50×30 km misst der Koloss. Bereits vor rund 20 Jahren entdeckten Wissenschaftler einen Riss im Amery Eisschelf (das drittgrößte Eisschelf der Antarktis) und prognostizierten den Abbruch eines großen Eisbergs zwischen 2010 und 2015. Nun mit leichter Verspätung ist es soweit.

Passiert ist das Ganze in diesem Teil der Antarktis, hier die Karte:

In der Antarktis bricht ein riesiger Eisberg ab.
In der Antarktis bricht ein riesiger Eisberg ab.

Auf folgender Animation sieht man gut den Abbruch vor wenigen Tagen:

Wie geht es nun weiter?

Es dauert Jahre, bis ein Eisberg dieser Größe abschmilzt. In näherer Zukunft dürfte der Eisberg D-28 aufgrund vorherrschender Meeresströmungen erst einmal nahe des antarktischen Kontinent treiben. Zum Meeresspiegelanstieg trägt das Abschmelzen übrigens nicht bei, da der Eisberg bereits im Wasser schwimmt (ähnlich wie ein Eiswürfel im Cocktail).

Im Vergleich zu anderen bereits beobachteten Eisbergen in der Antarktis ist D-28 aber verhältnismäßig klein. Der bislang größte dokumentierte Eisberg namens B-15 hatte im Jahr 2000 eine Größe von rund 11.000 km², was in etwa der Größe Oberösterreichs entspricht. Reste dieses riesigen Eisbergs treiben knapp 20 Jahre später noch immer im Südatlantik herum.

Klimawandel?

Mit dem Klimawandel hat das sog. Kalben dieser riesigen Eisberge übrigens kaum etwas zu tun. Dieser natürliche Vorgang ist nötig, damit die Eisplatten das Gleichgewicht auf dem Wasser halten können. Satellitendaten zeigen, dass das Amery-Eisschelf trotz alljährlicher großer Oberflächenschmelze im Sommer im Gleichgewicht mit seiner Umwelt steht.

Quelle Titelbild: pixabay

September rund 1 Grad zu warm

Der Sommer geht, der Herbst kommt.

Hitze und Frost

Mit einer österreichweiten Abweichung von knapp +1 Grad fällt der September gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981-2010 etwas zu warm aus. Damit weist das Jahr 2019 bereits sieben überdurchschnittlich warme Monate auf, einzig der Jänner und der Mai zeigten sich kälter als das langjährige Mittel. Die Abweichungen im September sind im ganzen Land ähnlich, positive Abweichungen von etwas mehr als 1 Grad weisen vor allem Wien, Niederösterreich und das Burgenland auf.

Die Temperatur-Abweichungen in Grad vom Klimamittel.
Die Temperatur-Abweichungen in Grad vom Klimamittel.

Die höchsten Temperaturen wurden gleich am Monatsersten gemessen, Spitzenreiter ist Andau im Seewinkel mit 34,4 Grad.  Hier die Höchstwerte des Septembers pro Bundesland:

Vor allem im Osten war der 1. September sehr heiß.
Vor allem im Osten war der 1. September sehr heiß.

Keine drei Wochen später gab es dann aber auch schon den ersten Frost der Saison, am Morgen des 20. September zeigte das Thermometer im Lungau -2 Grad, leichten Frost gab es aber beispielsweise auch im Mühl- und Waldviertel sowie im Wienerwald.

Trockenes Mostviertel

Über ganz Österreich gemittelt zeigt sich der September in punkto Niederschlag sehr ausgeglichen, allerdings lohnt hier ein genauerer Blick auf die einzelnen Regionen. Deutlich mehr Regen als im Durchschnitt kam rund um den Alpenhauptkamm sowie in Kärnten zusammen, exemplarisch hierfür geht der Monat in Spittal an der Drau mit 182 Litern pro Quadratmeter statt den üblichen 96 l/m² um rund 90% zu nass zu Ende. Auf der anderen Seite der Extrema liegen die Eisenwurzen und das Mostviertel, in Weyer und Oberndorf fiel nur rund die Hälfte des mittleren Septemberniederschlags. Auch den ersten Schnee in den Tälern gab es im September schon zu bestaunen, nur gut eine Woche nach dem heißen Monatsauftakt schneite es in den Nordalpen bis auf rund 1200 m hinab.

Hier grafisch dargestellt die Abweichungen beim Niederschlag:

Die Niederschlags-Abweichungen in Prozent vom Klimamittel.
Die Niederschlags-Abweichungen in Prozent vom Klimamittel.

Letzte Gewitter – erster Sturm

Die heiße Luft zu Monatsbeginn wurde von teils kräftigen Gewittern vertrieben, insgesamt wurden knapp 39.000 Blitzentladungen registriert. Rund die Hälfte aller Blitze gab es in Niederösterreich und in der Steiermark, nur wenige Gewitter bildeten sich im Westen des Landes. Der September als Übergangsmonat zwischen sommerlichen Gewittern und ersten Herbststürmen wurde seinem Ruf auch in diesem Jahr voll und ganz gerecht. Sturmtief MORTIMER sorgte am Monatsletzten in Ober- und Niederösterreich sowie in Wien für Böen von rund 90 km/h, Orkanböen wurden auf den Bergen gemessen.

Quelle Titelbild: pixabay

Sonntag und Montag erster Herbststurm

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Bereits auf der Bodenwetterkarte für morgen Samstag taucht der Sturm auf, das Tief wurde auf den Namen MORTIMER getauft. Zu Mittag liegt es noch westlich von Irland, spielt also für uns keine große Rolle.

Sturmtief MORTIMER pirscht sich von Westen her an.
Sturmtief MORTIMER pirscht sich von Westen her an.

Das ändert sich dann aber am Sonntag, wenn MORTIMER sich über die Nordsee Richtung Dänemark bewegt.

Am Sonntag lebt der Südwestwind im Vorfeld des Tiefs bereits kräftig auf, besonders in etwas höheren Lagen der Mittelgebirge muss man am Nachmittag und Abend bereits mit Böen zwischen 60 und 70 km/h rechnen. Böen bis zu 80 km/h sind dann schon in der Eifel und im Hunsrück möglich.

In der Nacht auf Montag gewinnt der Südwest- bis Westwind, später eher Nordwestwind generell etwa südlich der Linie Oldenburg-Berlin an Stärke. Böen zwischen 60 und 80 km/h treten dann recht verbreitet auf, lokal sind auch 90 km/h möglich. Aus derzeitiger Sicht zieht das Hauptsturmfeld mit Böen zwischen 80 und 100 km/h in der Nacht vom Münsterland über das Sauerland/Ostwestfalen und den Süden Niedersachsens hinüber bis nach Sachsen. Im Osten Deutschlands sind die stärksten Böen Montagfrüh und -vormittag zu erwarten, sonst beruhigt sich das Wetter am Montag von Westen her schon wieder.

Hier eine Abschätzung der Spitzenböen laut dem Europäischen Wettermodell (gültig Sonntag 14:00 Uhr bis Montag 14:00 Uhr):

Prognostizierte Böen am Sonntag und Montag.
Prognostizierte Böen am Sonntag und Montag.

Gefahren: Da die meisten Bäume noch belaubt sind und daher größeren Windwiderstand bieten, ist die Gefahr von Windwurf auch bei den erwähnten Böen von 70-90, lokal 100 km/h hoch. Zumindest örtlich sind also Behinderungen durch abgeknickte Äste zu erwarten.

Quelle Titelbild: Shutterstock

Hurrikan Lorenzo nimmt Kurs auf Azoren

Hurrikan Lorenzo über dem Atlantik.

Gleich das Wichtigste vorneweg: Wir in Österreich werden von LORENZO wenig bis gar nichts mitbekommen. Aber der Reihe nach…

Aktuell dreht sich der Hurrikan noch auf dem offenen Atlantik, mehr als 2500 km von der zu Portugal gehörenden Inselgruppe der Azoren entfernt. Mit Böen um die 230 km/h hat er mittlerweile Kategorie 4 auf der fünfteiligen Skala erreicht, auf dem folgenden Satellitenfilm kann man sehr gut das typische Auge des Wirbelsturms erkennen.

In den kommenden Tagen zieht der Hurrikan nach Norden, später nach Nordosten. Es wird erwartet, dass er sich am Wochenende sogar kurzzeitig zu einem Hurrikan der höchsten Stufe 5 entwickeln kann. Kein Wunder, blickt man auf die aktuellen Temperaturen der Meeresoberfläche vor Ort (Es gilt: Je wärmer das Wasser, desto mehr kann sich ein Hurrikan intensivieren): Der blaue Punkt zeigt, wo sich der Hurrikan aktuell befindet. Dort hat das Wasser 26-28 Grad, kurz vor den Azoren noch immer 24-26 Grad. Erst nördlich der Inselgruppe kühlt das Wasser spürbar ab.

Warmer Atlantik fördert Intensivierung.
Warmer Atlantik fördert Intensivierung.

Auf dem folgenden Loop könnt ihr nachvollziehen, wie der Hurrikan in den kommenden Tagen laut dem Europäischen Wettermodell ziehen soll. In der linken Bildhälfte taucht er auf, zieht über die Azoren hinweg und steuert dann auf die Britischen Inseln zu:

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Bemerkenswert ist der Hurrikan LORENZO, da er einer der stärksten Hurrikane seit Messbeginn in diesem Teil des Atlantiks ist. Einzig Gabrielle 1989 war ähnlich stark. Östlich des 45. Längengrades gab es bislang überhaupt noch keinen vergleichbar starken Wirbelsturm! Auf der letzten Karte seht ihr die Positionen aller Hurrikane, die Böen von mehr als 230 km/h aufwiesen. Man erkennt: so weit östlich wie Lorenzo hat es solche starken Böen noch nie gegeben…

Wie es nach der Passage der Azoren am Mittwoch mit LORENZO weitergeht, ist noch sehr unsicher. Wahrscheinlich wandelt er sich aber in einen Tropischen Sturm und später in ein Extra-Tropisches Tief um und erreicht am Wochenende die Britischen Inseln…

Wir halten euch auf jeden Fall hier auf uwz.at auf dem Laufenden!

QuelleTitelbild: NOAA

Herbst ist Föhnzeit

Typische Föhnstimmung im Herbst.

Gebirgskette und Druckdifferenz sind Voraussetzung

Im Allgemeinen ist Föhn ein Fallwind. Wenn sich Gebirgsketten der Luftströmung  in den Weg stellen, wird die Luft zunächst auf der windzugewandten Seite (Luv) zum Aufsteigen gezwungen, um dann auf der windabgewandten Seite des Gebirges (Lee) wieder talwärts zu strömen, was sich als Fallwind bemerkbar macht. In Europa sind es die über weite Strecken West-Ost verlaufenden Alpen, die namensgebend für dieses Phänomen sind, das sich somit je nach Anströmung als Süd- oder Nordföhn äußert.

Erscheinungsbilder

Die bekannteste Form des Föhns ist wohl der Südföhn, wenn Luft von Italien über die Alpen strömt. Typisch dafür ist die Annäherung eines kräftigen Tiefs über Westeuropa. An dessen Vorderseite baut sich über dem Alpenraum eine straffe Südströmung auf. Der Luftdruckunterschied zwischen Alpensüd- und Alpennordseite setzt die Föhnströmung in Gang.

Auch am morgigen Sonntag wird der erstmals nach dem Sommer in den Nordalpen zum Thema, gut zu sehen an der Wetterlage für morgen: die roten Pfeile stellen den Südföhn dar, die weißen Linien sind Linien gleichen Luftdrucks (Isobaren). Über den Alpen sind die Isobaren dicht gedrängt -> Föhn schafft hier den Ausgleich zwischen hohem Luftdruck über Italien und tiefem Luftdruck über Bayern.

Der Föhn kommt am Sonntag in Gang.
Der Föhn kommt am Sonntag in Gang.

Speziell im Winter steigt die Wahrscheinlichkeit für Kaltluftseen in den tieferen Tallagen. Dann kommt es bei schwach ausgeprägten Luftdruckunterschieden vor, dass sich der Föhn nicht mehr gegen die kalte Talluft durchsetzen kann und sich auf die Hochtäler am Hauptkamm beschränkt.

Gut zu sehen ist dieses winterliche Minimum auch im folgenden Bild, es zeigt die Häufigkeit für Südföhn in Innsbruck im Laufe eines Jahres: Die „föhnigste“ Jahreszeit ist demnach der Frühling, ein zweites Maximum gibt es im Oktober.

Der typische Jahresgang des Südföhns in Innsbruck.
Der typische Jahresgang des Südföhns in Innsbruck.

Quelle Titelbild: pixabay

Astronomischer Herbstbeginn am Montag

Nebel ist typisch für den Herbst.

Feuchter Einstand

Am Montag um exakt 09:50 Uhr MESZ beginnt der astronomische Herbst, pünktlich zu diesem Stichtag verabschiedet sich der Spätsommer aus Österreich. Den Sonntag kann man noch bei viel Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 27 Grad genießen, zu Beginn der neuen Woche erreicht uns dann aber eine Kaltfront von Westen her. Meist dominieren am Montag von der Früh weg die Wolken und ausgehend von Vorarlberg, Tirol und Kärnten breiten sich teils kräftige Regenschauer auf weite Teile des Landes aus. Bis zum Abend wird es dann auch in Wien und Niederösterreich immer öfter nass. Die Temperaturen erhalten einen deutlichen Dämpfer, sie steigen auf 13 Grad in den Nordalpen und nur noch 20 Grad im östlichen Flachland.

So stark gehen die Temperaturen in den Landeshauptstädten zurück:

Stadt Höchstwert Sonntag Höchstwert Montag Änderung
Wien 22 Grad 19 Grad -3 Grad
St. Pölten 22 Grad 19 Grad -3 Grad
Eisenstadt 22 Grad 19 Grad -3 Grad
Linz 22 Grad 17 Grad -5 Grad
Graz 22 Grad 17 Grad -5 Grad
Klagenfurt 22 Grad 17 Grad -5 Grad
Salzburg 25 Grad 16 Grad -9 Grad
Innsbruck 25 Grad 15 Grad -10 Grad
Bregenz 24 Grad 16 Grad -8 Grad

Sonne gibt den Takt vor

Der astronomische Herbst beginnt auf der Nordhalbkugel stets am 22., 23. oder 24. September. An diesem Tag wird das sogenannte Äquinoktium, die Tag-und-Nacht-Gleiche, erreicht. Auf der gesamten Erde dauern Tag und Nacht dann genau je 12 Stunden. Das Datum sowie die exakte Uhrzeit des Herbstbeginns richten sich nach dem Sonnenstand: Die Sonne steht zu Herbstbeginn am Äquator im Zenit, also senkrecht über dem Beobachter. Auf der Südhalbkugel ist es übrigens andersherum, hier verabschiedet sich mit der gleichbedeutenden Tag-und-Nacht-Gleiche der Winter und der Frühling kehrt ein.

Hier eine Übersicht der Tageslängen im Laufe eines Jahrs…jetzt im Herbst nimmt die Tageslänge mit rund 3 Minuten pro Tag besonders stark ab:

Die Tage werden langsam wieder länger
Die Änderung der Tageslänge im Jahresverlauf

Hintergrund: Astronomische vs. meteorologische Jahreszeiten

Für uns Meteorologen ist der Herbst schon rund drei Wochen alt, er begann am 01. September. Warum es neben den astronomischen Jahreszeiten auch die sogenannten meteorologischen gibt, hat einen einfachen Grund. Meteorologische Statistiken über die Jahreszeiten lassen sich nur schwer erstellen, wenn der Beginn ebendieser mitten in einem Monat liegt und dann auch noch von Jahr zu Jahr schwankt. Deshalb wurde noch in Zeiten ohne Computer die Entscheidung getroffen, die meteorologischen Jahreszeiten immer an den Monatsersten beginnen zu lassen.

Quelle Titelbild: pixabay

Seen immer noch warm – Badewetter am Wochenende

Badewetter am Wochenende auch im Salzkammergut.

Die Sommerferien sind zu Ende, in einer Woche beginnt auch astronomisch der Herbst. Nichtsdestotrotz laden die heimischen Badeseen noch einmal zum Schwimmen ein – vielleicht ja das letzte Mal in diesem Jahr.

Nachfolgend die aktuellen Wassertemperaturen ausgewählter Seen:

Vorarlberg
Bodensee 20 Grad

 

Tirol
Piburgersee 20 Grad
Walchsee 17 Grad
Reintaler See 22 Grad
Achensee 16 Grad

 

Salzburg
Zeller See 18 Grad
Fuschlsee 18 Grad
Wolfgangsee 18 Grad

 

Kärnten
Ossiacher See 21 Grad
Millstätter See 20 Grad
Kleinsee 19 Grad
Wörthersee 21 Grad
Faaker See 20 Grad
Afritzer See 20 Grad
Flatschacher See 21 Grad

 

Steiermark
Ödensee 19 Grad
Toplitzsee 19 Grad
Stubenbergsee 25 Grad
Grundlsee 19 Grad

 

Oberösterreich
Mondsee 21 Grad
Traunsee 20 Grad
Wolfgangsee 18 Grad
Holzöstersee 19 Grad
Langbathsee 18 Grad

 

Niederösterreich
Lunzer See 21 Grad
Badesee Horn 20 Grad
Viehofner Seen 24 Grad

 

Wien
Alte Donau 21 Grad
Neue Donau 20 Grad

 

Burgenland
Sonnensee Ritzing 24 Grad
Badesee Rechnitz 22 Grad
Neusiedler See 19 Grad
Badesee Kobersdorf 25 Grad

 

Quelle: pixabay

Spätsommer: Am Wochenende bis knapp 30 Grad

Ein vielleicht letztes Mal 2019 stellt sich Badewetter ein.

Heute am Freitag überquert noch eine Kaltfront das Land von Nord nach Süd, gut zu sehen am Satellitenbild von heute Vormittag. Die Front gehört übrigens zum Ex-Hurrikan GABRIELLE:

Eine Kaltfront überquert uns heute.
Eine Kaltfront überquert uns heute.

Am Samstag spielt die Front keine Rolle mehr, dann liegen wir im Bereich einer ausgedehnten Hochdruckzone. Das Resultat sind pünktlich zum Wochenende zwei ruhige Septembertage mit verbreitet viel Sonnenschein – außerdem ist es besonders im Süden für die Jahreszeit sehr warm.

Gut zu erkennen ist das lang gestreckte Hoch auf der Bodenwetterkarte für den morgigen Samstag. Es reicht von den Azoren bis nach Polen und sorgt auch bei uns für perfektes Ausflugswetter!

Die Wetterlage am Samstag in Europa.
Die Wetterlage am Samstag in Europa.

Nachdem also die heutige Kaltfront überstanden ist, wartet der Samstag schon mit Höchstwerten meist zwischen 20 und 25 Grad auf. Etwas wärmer mit 26 oder sogar 27 Grad wird es von Trier bis Konstanz und südwestlich davon. Eine Spur kühler präsentieren sich einzig die Küsten.

Höchstwerte am Samstag:

Am Samstag wird es warm.
Am Samstag wird es warm.

Das Highlight der Woche ist dann aber der Sonntag. Selbst an Nord- und Ostsee werden es rund 20 Grad, im großen Rest steigen die Temperaturen dagegen auf 22 bis 27 Grad. Bestes Ausflugs-, Grill- und Badewetter also. Noch etwas wärmer wird es im Südwesten, so liegen die Höchstwerte beispielsweise in Freiburg, Mannheim oder Koblenz zwischen 28 und 30 Grad!

Höchstwerte am Sonntag:

Sommerwetter am Sonntag.
Sommerwetter am Sonntag.

Für Rekorde reicht es definitv nicht, denn vor allem in der ersten Septemberhälfte sind immer wieder mal Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad möglich. Die meisten Septemberrekorde im Flachland gab es denn auch zwischen einem 1. und 15. September.

Was tatsächlich auch jetzt im ersten Herbstmonat noch möglich wäre, zeigt diese Übersicht mit den Top 10 der Rekordtemperaturen für den Monat September (aufgelistet sind nur Stationen, die heute noch messen):

  1. Jena mit 36,5 Grad (03.09.1911)
  2. Trier-Zewen mit 35,2 Grad (05.09.1925)
  3. Magdeburg mit 35,0 Grad (04.09.1895)
  4. Potsdam mit 34,9 Grad (04.09.1895)
  5. Quedlinburg mit 34,9 Grad (19.09.1947)
  6. Köln-Stammheim mit 34,9 Grad (19.09.1947)
  7. Würzburg mit 34,8 Grad (19.09.1947)
  8. Bad Mergentheim-Neunkirchen mit 34,8 Grad (13.09.1947)
  9. Soltau mit 34,7 Grad (16.09.1947)
  10. Kahl am Main mit 34,7 Grad (13.09.1947)

Quelle Titelbild: pixabay

Am Wochenende warmes Spätsommerwetter

Perfektes Wanderwetter in den kommenden Tagen.

Momentan liegen wir im Bereich einer ausgedehnten Hochdruckzone, das Resultat ist eine Reihe ruhiger Septembertage mit viel Sonnenschein – ausserdem ist es für die Jahreszeit sehr warm.

Gut zu erkennen ist das lang gestreckte Hoch auf der Bodenwetterkarte für den morgigen Samstag. Es reicht von den Azoren bis nach Polen und sorgt auch bei uns für perfektes Ausflugswetter!

Die Wetterlage am Samstag in Europa.
Die Wetterlage am Samstag in Europa.

Schon heute ist mit Höchsttemperaturen um 25 Grad wohl noch einmal verbreitet ein lupenreiner Sommertag zu verzeichnen. Am Sonntag und Montag wird es mit 26 bis 28 Grad sogar noch etwas wärmer, bei leichtem Südwestwind kratzen manche Stationen wie Genf, Delsberg oder Basel mitunter sogar an der 30-Grad-Marke. Auch in den Bergen ist es extrem mild, die Nullgradgrenze liegt zwischen 4200 und 4600Metern.

Für Rekorde reicht es wohl trotzdem nicht, denn vor allem in der ersten Septemberhälfte sind immer wieder mal Temperaturen zwischen 25 und knapp 30 Grad möglich. Die meisten Septemberrekorde im Flachland gab es denn auch zwischen einem 1. und 15. September. In den Alpen kann es speziell in den Föhntälern auch noch etwas später im Jahr warm bis heiss werden. Was tatsächlich möglich wäre, zeigt diese grobe Übersicht mit Rekordtemperaturen für den Monat September:

  • Basel 33,5 Grad am 06.09.1949
  • Bern 31,4 Grad am 14.09.1987
  • Chur 32,2 Grad am 01.09.2009
  • Genf 35,0 Grad am 05.09.1906
  • Lugano 33,4 Grad am 05.09.1911
  • Luzern 31,3 Grad am 06.09.1949
  • St. Gallen 31,4 Grad am 17.09.1975
  • Vaduz 32,1 Grad am 18.09.1987
  • Zürich-Flughafen 31,1 Grad am 01.09.2009
  • Jungfraujoch 10,8 Grad am 11.09.2018
  • Pilatus 19,3 Grad am 01.09.2009
  • Säntis 17,6 Grad am 06.09.2006

Quelle Titelbild: pixabay

Schwere Überschwemmungen in Spanien

Überflutungen in Spanien.

Im Herbst nimmt der Tiefdruckeinfluss und auch die Unwettergefahr im Mittelmeerraum tendenziell zu. In Zusammenspiel mit den noch hohen Wassertemperaturen führt dies besonders in den Küstenregionen zur regenreichsten Zeit des Jahres.

Vor allem unter dem Einfluss von Höhentiefs kommt es häufig zu heftigen Gewittern: Die verstärkte vertikale Temperaturabnahme sorgt nämlich für eine labile Schichtung der Atmosphäre. Auch aktuell ist ein Höhentief für die großen Regenmengen verantwortlich.

Das Mittelmeer ist derzeit noch immer sehr warm, zwischen den Balearen und dem spanischen Festland werden Wassertemperaturen von 24 bis 26 Grad gemessen.

Warmes Mittelmeer
Warmes Mittelmeer

Aktuell liegt das Höhentief über Marokko, in einem weiten Bogen lenkt es höhenkalte und sehr feuchte Luft über das Mittelmeer gegen das bergige Festland der Iberischen Halbinsel.

Die Wetterlage am Donnerstag.
Die Wetterlage am Donnerstag.

Gut zu sehen ist das sich drehende Tief auch auf dem folgenden Satellitenfilm:

Besonders von den Unwettern ist heute die Region um Valencia betroffen, am Freitag sind dann weiter südlich in den Regionen Murcia und Ostandalusien heftige Regenfälle zu erwarten!

Bezüglich der Auswirkungen der Unwetter sprechen Bilder bzw. Videos mehr als 1000 Worte, nachfolgend einige Impressionen von heute aus Spanien:

Quelle Titelbild: pixabay

Bestes Bergwetter am Wochenende

Perfektes Wanderwetter in den Alpen.

Freitag, 13. September 2019

Am Freitag halten sich vom Feuerkogel und Schöckl ostwärts zunächst ein paar dichtere Wolken, im großen Rest der Ostalpen scheint dagegen von Beginn an die Sonne. Im laufe des Tages muss man generell nördlich der Alpen mit durchziehenden Wolkenfeldern rechnen, der sonnige Eindruck bleibt aber auch hier bestehen. Ungetrübten Sonnenschein gibt es speziell in den Bergen von Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten. Der Nordwestwind weht mäßig bis lebhaft, die Temperaturen klettern auf den höchsten Gipfeln in 3.000 m auf 5 bis 9 Grad, in 2.000 m Höhe werden 13 bis 17 Grad gemessen. Die höchsten Temperaturen kann man dabei in Südtirol genießen.

Samstag, 14. September 2019

Der Samstag bringt vom Bregenzerwald über den Hochkönig und den Dachstein bis zur Saualpe sowie generell südwestlich davon von früh bis spät überwiegend sonniges Wetter. Vor allem in den Bergen Nieder- und Oberösterreichs sowie in der östlichen Obersteiermark halten sich dagegen längere Zeit dichte Wolken, auch etwas Regen ist hier am Vormittag möglich. Im Laufe des Nachmittags setzt sich aber auch in den anfangs trüben Regionen zumindest noch zeitweise die Sonne in Szene. Bei mäßigem bis lebhaftem West- bis Nordwestwind erwärmt sich die Luft in 3.000 m Höhe auf 7 bis 10 Grad, in 2.000 m werden von Ost nach West 7 bis 17 Grad gemessen.

Spätsommerlicher Morgen im Drautal.
Spätsommerlicher Morgen im Drautal.

Sonntag, 15. September 2019

Am Sonntag hält sich in der Früh in manchen Tälern Nebel, von den Karnischen Alpen bis zum Semmering können hochnebelartige Wolken zunächst für trübe Bedingungen sorgen. Gegen die kräftige Septembersonne haben diese aber keine Chance, noch am Vormittag wird es in den gesamten Ostalpen sonnig. Am Nachmittag zeigen sich dann nur noch wenige, harmlose Quellwolken am Himmel. Im Hochgebirge ist der Westwind lebhaft unterwegs, stört aber nicht weiter. Dazu wird es angenehm warm bzw. mild, in 3.000 m Höhe steigen die Temperaturen auf rund 10 Grad, zwischen 18 und 20 Grad liegen die Höchstwerte auf 2.000 m.

Bergwetter-Tipp:

Mitte September beginnt in den Ostalpen traditionell die Zeit der Almabtriebe. Noch bis Anfang Oktober kehren alleine von den gut 8.000 Almen in Österreich mehr als 300.000 Rinder und 100.000 Schafe wieder in ihre Heimatställe zurück – ein farbenfrohes Spektakel, das Einheimische und Urlauber gemeinsam feiern. Zum Dank für eine hoffentlich unfallfreie Bergsaison wird das Vieh mit Blumen geschmückt, Glocken kündigen ihre Heimkehr in den Dörfern an. Zumindest am kommenden Wochenende steht den Abtrieben wettertechnisch nichts im Wege.

Die Kühe kehren dieser Tage zurück ins Tal.
Die Kühe kehren dieser Tage zurück ins Tal.

Quelle Titelbild: pixabay

Heute kräftige Schauer und Gewitter im Osten

Besonders im Osten Deutschlands sind heute kräftige Schauer und Gewitter unterwegs.

Zwischen 25 und 30 Grad hat es jetzt am Vormittag schon im Osten Deutschlands, hier lagert noch immer die schwül-warme und somit gewitteranfällige Luft. Die Sonne kocht die Luft in den nächsten Stunden weiter auf, ab etwa Mittag entstehen dann von Kiel und Erfurt ostwärts zum Teil kräftige Schauer und Gewitter. Dementsprechend sieht auch unsere Vorwarnkarte schon aus, auch im Oberpfälzer und Bayerwald sind am Nachmittag Gewitter möglich!

Der Osten Deutschlands ist vorgewarnt.
Der Osten Deutschlands ist vorgewarnt.

Die Hauptgefahr bei den Gewittern geht (ähnlich wie am Wochenende in der Südwesthälfte des Landes bereits) von heftigem Regen aus. Die Schauer- und Gewitterzellen verlagern sich nämlich nur sehr langsam, lokal können also wieder große Regenmengen zwischen 40 und 60 l/m² vom Himmel prasseln.

Am Sonntag war von diesen nahezu stationären Zellen der Süden und Südwesten betroffen, gut zu sehen an der folgenden Karte. Sie zeigt die 24-stündigen Regenmengen bis heute 06:00 Uhr.

Große Regenmengen am Alpenrand.
Große Regenmengen am Alpenrand.

Besonders intensiv fiel der Regen aufgrund eines Tiefs südlich der Alpen am Oberbayerischen Alpenrand aus, hier kamen verbreitet 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Lokal gab es aber noch deutlich größere Regenmengen, hier die nassesten Stationen (allesamt mehr als 100 l/m²):

  1. Kreuth 141 l/m²
  2. Obere Firstalm 136 l/m²
  3. Jachenau 126 l/m²
  4. Reit im Winkl 109 l/m²

Doch auch sonst sorgten die kräftigen Schauer und Gewitter, die sich nur langsam vom Fleck bewegten, für große Regenmengen. So kamen in Metzingen auf der Schwäbischen Alb rund 64 Liter pro Quadratmeter zusammen, im fränkischen Bad Kissingen waren es 54 l/m².

Quelle Titelbild: pixabay

Mehr als 100 Liter Regen in den Nordalpen

Große Regenmengen an der Alpennordseite.

Vorarlberg bis Oberösterreich betroffen

Seit dem gestrigen Sonntag lenkt ein Tief südlich von Österreich sehr feuchte Mittelmeerluft in den Alpenraum, an der Alpennordseite von Vorarlberg bis Oberösterreich wurde diese förmlich ausgequetscht. Die Folge sind sehr große Regenmengen, die bis dato zusammengekommen sind. Verbreitet wurden 40 bis 70 l/m² Regen gemessen, lokal sind aber auch Regenmengen von deutlich mehr als 100 l/m² registriert worden. In Rußbach im Tennengau sind beispielsweise 112 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen worden, als Konsequenz wurde dort Zivilschutzalarm ausgelöst.

Hier grafisch dargestellt die Regenmengen von Samstag bis Montagfrüh mit den jeweiligen Spitzenreitern der Bundesländer:

Große Regenmengen kamen an den Nordalpen zusammen.
Große Regenmengen kamen an den Nordalpen zusammen.

Dazu reagieren viele Bäche und Flüsse auf die großen Regenmengen: In Mittersill ist der Pegel der Salzach von 200 auf 500 cm angestiegen, was Alarmstufe 2 bedeutet. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete auch die Tiroler Ache.

Nachfolgend der Pegelverlauf der Salzach bei Mittersill der vergangenen Woche:

Der Pegel der Salzach ist stark gestiegen.
Der Pegel der Salzach ist stark gestiegen.

Regenmengen von mehr als 100 l/m² in den vergangenen 24 Stunden:

  1. Ebnit* (V) 166 l/m²
  2. Niederndorferberg* (T) 120 l/m²
  3. Bödele* (V) 115 l/m²
  4. Hintersee/Almbach* & Großgmain* (S) 113 l/m²
  5. Rußbach am Paß Gschütt* (S) 112 l/m²
  6. Kobenzl* (S) 111 l/m²
  7. Salzburg Flughafen (S) 104 l/m²
  8. Klessheim* (S) 102 l/m²
  9. Hallein (S)* 100 l/m²

*Station des Hydrografischen Dienstes

Am Sonntag kräftige Gewitter im Nordosten

Bereits gestern Abend sind teils kräftige Gewitter im Nordosten Österreichs niedergegangen. In der Bundeshauptstadt wurden dabei 179 Blitze registriert, in Niederösterreich gab es sogar 6788 Entladungen. In Langenlebarn fielen 30 l/m², schon untertags wurden in Unterkärnten und der Südsteiermark Regenmengen von bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter registriert.

Hier eine Übersicht der Blitzentladungen am Sonntag – zeitlich aufgeschlüsselt:

Die meisten Blitze gab es in Wien und in Niederösterreich.
Die meisten Blitze gab es in Wien und in Niederösterreich.

Heute Wetterberuhigung

Mit der Verlagerung des Tiefs Richtung Rumänien stabilisiert sich am Montag die Wetterlage allmählich, der kräftige Regen zwischen Kaiserwinkl und Eisenwurzen klingt im Tagesverlauf ab. In den kommenden Tagen erwartet uns dann sommerlich warmes, aber nicht ganz beständiges Wetter. Am Dienstag und am Mittwoch werden dabei lokal bis zu 32 Grad erreicht, zum Wochenende hin kühlt es dann wieder ab. Gewitter bleiben dabei unser treuer Begleiter, vor allem im Berg- und Hügelland. Eine neuerliche Hitzewelle kündigt sich aus heutiger Sicht bis auf Weiteres nicht an.

 

Quelle: pixabay

1816 – Das Jahr ohne Sommer

Der Sommer 1816 fiel einem Vulkanausbruch zum Opfer.

Das Jahr 1816 ging als das „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein, mit tagelangen Regenfällen und Gewittern, Nachtfrösten und stellenweise selbst mit Schnee bis in mittlere Lagen. Wir werfen hier einen kleinen Blick zurück in die Vergangenheit und erklären, was damals in der Atmosphäre los war. Das Jahr 1816 wird in weiten Teilen Europas und auch in Nordamerika als das „Jahr ohne Sommer“ bezeichnet. Ungewöhnliche Kälteperioden, die selbst Anfang Juli und Ende August im Nordosten der USA sogar zu Nachtfrost führten, waren nur eine der ungewöhnlichen Wetterkapriolen in jenem Jahr. Im Osten Kanadas soll es sogar zu heftigen Schneefällen gekommen sein. Auch ein Großteil Europas erlebte ganz und gar unsommerliches Wetter mit häufigem Regen und extrem niedrigen Temperaturen.

Hochwasser und Missernten

Viele Chroniken beispielsweise aus der Schweiz, dem Elsass oder auch dem südlichen Deutschland berichten von häufigem Hochwasser, der Rhein trat über die Ufer und überschwemmte ähnlich wie viele andere Flüsse im südlichen Mitteleuropa viele Landstriche. Die Luft war oft kalt genug, dass es in den Nordalpen mehrfach bis gegen 800 Meter herab schneite. Auch weite Teile Frankreichs und Großbritanniens erlebten über längere Phasen hinweg nasskaltes Wetter, welches zu Missernten führte. In einigen Regionen, besonders in der Schweiz, führte dies sogar zu Hungersnöten, da der Getreidepreis innerhalb kurzer Zeit extrem anstieg.

Vulkan als Ursache

Erst im frühen 20. Jahrhundert kam man den Ursachen für diese Witterungsanomalie auf die Spur. Im Jahre 1815, also ein Jahr zuvor, brach der Tambora-Vulkan in Indonesien aus. Dieser Ausbruch gehört bis heute zu den schwersten Eruptionen neuerer Zeit, die neben enormen Asche- und Staubmengen vor allem auch große Mengen an Schwefel in die Atmosphäre schleuderte. Dieser legte sich wie ein Schleier um die Erde und dämpfte die Sonnenstrahlung markant, wodurch die globale Temperatur der Erde für einige Jahre um rund 1 Grad absank. Zudem gab es bereits in den Jahren davor andere, schwächere Ausbrüche. In Kombination mit der Tambora-Eruption hatte diese ungewöhnliche Serie von Ausbrüchen einen folgenreichen Effekt auf das globale Klima.

Quelle Titelbild: pixabay

Unwetter am Samstag, große Regenmengen heute

Schwere Gewitter am Samstag im Südosten Österreichs.

Die Gewitter vom gestrigen Samstag beleuchten wir weiter unten in diesem Beitrag näher, auch heute gibt es recht verbreitet kräftige Regenschauer und Gewitter. Ganz so heftig wie gestern sollte es aber nicht mehr werden.

Nasse Nordalpen

Dafür stehen der Alpennordseite große Regenmengen bevor, verantwortlich ist ein Tief über Norditalien, das seit gestern feuchte Luft heranlenkt. Diese wird zwischen Vorarlberg und Oberösterreich durch eine zunehmend nördliche Höhenströmung regelrecht ausgequetscht.

Hier sehen wir die 24-stündigen Regenmengen bis Montagvormittag, wie sie das Modell des Deutschen Wetterdienstes berechnet. Natürlich gibt es noch ein paar Unsicherheiten, Schwerpunkte dürften aber der Bregenzerwald sowie der Streifen vom Kaiserwinkl bis zum Ausseerland sein. Hier kommen 40-80, lokal auch um oder über 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen!

Große Regenmengen an der Alpennordseite.
Große Regenmengen an der Alpennordseite.

Schwere Gewitter am Samstag

Insgesamt 85.657 Blitzentladungen haben wir gestern in Österreich gemessen, gut die Hälfte davon entfiel (mal wieder) auf die Steiermark. Hier die Rangliste der Bundesländer:

Viele Blitze am Samstag.
Viele Blitze am Samstag.

Dazu gab es zum Teil große Regenmengen, an der Spitze der offiziellen Wetterstationen liegt Kalwang mit rund 55 l/m². Sogar 79 l/m² waren es am nahe gelegenen Präbichl, die Station Zwieselgraben (Semmering-Gebiet) des Hydrografischen Dienstes Steiermark hat mit mehr als 100 Litern pro Quadratmeter aber den höchsten Wert aufzuweisen.

Lokal kräftiger Regen am Samstag.
Lokal kräftiger Regen am Samstag.

Neben kräftigem Regen und einzelnen stürmischen Böen war aber v.a. der große Hagel in Teilen der Steiermark markant. Wir haben abschließend noch ein paar Bilder davon sowie der Schäden aus der Region:

Großer Hagel in Wildon.
Großer Hagel in Wildon.
Zerhageltes Kürbisfeld bei Wildon.
Zerhageltes Kürbisfeld bei Wildon.

Quelle Titelbild: Quelle: privat / Daniel Eßletzbichler

Riesige Waldbrände in der Arktis

Großflächige Waldbrände im hohen Norden.

Der trockene und außergewöhnlich warme bis heiße Sommer in der Arktis befeuert riesige Wald- und Torfbrände im hohen Norden der Erde. Nachfolgend haben wir für euch zwei Satellitenbilder herausgesucht, auf denen man das Ausmaß der Brände zumindest erahnen kann.

Russland

Auch in Sibirien brennt es derzeit vielerorts.
Auch in Sibirien brennt es derzeit vielerorts.

Alaska

Brände wüten u.a. in Alaska
Brände wüten u.a. in Alaska

Alleine im Juni und Juli sind bei den extremen Waldbränden in der Arktis bisher schon über 100 Megatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Zum Vergleich: Das ist weit mehr Kohlendioxid als ganz Österreich in einem Jahr ausstößt!

Einer der Hotspots ist neben Sibirien der US-Bundesstaat Alaska. Hier stellt sich ein paradoxer Zustand ein: Auf unserem letzten Bild sind nämlich alle aktuellen größeren Waldbrände (=grüne Dreiecke) der USA dargestellt. Dabei gibt es alleine in Alaska momentan 24 große Brände, in allen anderen Staaten dagegen zusammen nur 19 Brände.

Waldbrände in den USA
Waldbrände in den USA

Die Brände setzen große Mengen Rauch in die Atmosphäre frei, auf dem folgenden Bild sieht man, wie ein kräftiges Tief diesen Rauch mit in die Zirkulation aufnimmt. Zur Verdeutlichung: Der Durchmesser dieses Satellitenbildes ist 3.500 km, vergleichbar mit einer Distanz von Wien bis nach Kuwait!

Quelle Titelbild: pixabay

40 Grad am Donnerstag – fällt der Hitzerekord?

Am Donnerstag werden bis zu 40 Grad erreicht.

Schon am gestrigen Montag war es vor allem in der Südhälfte heiß, Spitzenreiter war Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz mit 32,6 Grad. Auf der folgenden Karte seht ihr, wo es gestern einen Sommertag (gelb, Höchstwert 25 Grad oder mehr) oder schon einen Tropentag (rot, Höchstwert über 30 Grad) gab.

Bereits am Montag war es hochsommerlich heiß.
Bereits am Montag war es hochsommerlich heiß.

Doch das war nur der Auftakt! Am heutigen Dienstag sind entlang des Rheins und westlich davon bereits 35 oder 36 Grad zu erwarten. Am Mittwoch sind in den gleichen Regionen 38, vereinzelt auch 39 Grad möglich!

Höhepunkt Donnerstag

Und dann kommt der Donnerstag, der möglicherweise einen Eintrag in die klimatologischen Geschichtsbücher findet. Auf der folgenden Karte seht ihr die Abweichung der Temperatur in rund 1600 m Höhe in der Nacht von Donnerstag zum Freitag. Wir sehen extreme Abweichungen von 13 bis 16 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel, der Norden Frankreichs, die Benelux-Länder und der Westen Deutschlands sind der Hotspot Europas.

Hitzeblase über Westeuropa am Donnerstag.
Hitzeblase über Westeuropa am Donnerstag.

Am späten Nachmittag nähern wir uns dann langsam der 40-Grad-Marke. Vereinzelt und für kurze Zeit könnte diese beispielsweise im Münsterland, am Niederrhein oder auch entlang der Mosel geknackt werden. Und dann bewegen wir uns im Bereich des Allzeitrekords für die Bundesrepublik!

Vor allem im Westen des Landes rücken die 40 Grad in Reichweite.
Vor allem im Westen des Landes rücken die 40 Grad in Reichweite.

Kitzingen auf Platz 1

Bis dato gehören 40 Grad in Deutschland noch zur absoluten Ausnahme. Den Hitzerekord hält Kitzingen in Unterfranken mit 40,3 Grad, aufgestellt gleich zweimal: Am 05.07. und am 07.08.2015.

Hier mal eine Übersicht aller Wetterstationen, die bislang die 40 Grad knacken konnten:

  1. 40,3 Grad in Kitzingen (2015)
  2. 40,2 Grad in Karlsruhe, Bad Mergentheim und Freiburg (2003/2015)
  3. 40,1 Grad in Weilerswist-Lommersum (2003)
  4. 40,0 Grad in Perl-Besch und Kösching (2003/1983)

Es bleibt also spannend, wir bleiben für euch am Ball!

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Bis zu 26 Grad: Aktuelle Temperaturen der Badeseen

Bestes Badewetter derzeit an den Seen in Österreich.

Bis zu 35 Grad werden heute bereits erreicht, am Donnerstag gipfelt die Hitzewelle sogar in 37 Grad! Was liegt also näher, als die Ferienzeit am Wasser zu verbringen? Neben Hitze gibt es in den kommenden Tagen auch jede Menge Sonne und nur einzelne Gewitter im Bergland.

Erfrischung liefern die Seen zum Teil nicht mehr, sind einige doch deutlich zu warm. Zumindest kühlt es, wenn man das Wasser verlässt und leichter Wind die Verdunstung ankurbelt. Nachfolgend die aktuellen Wassertemperaturen ausgewählter Seen:

Vorarlberg
Bodensee 23 Grad
Rheinauen 25 Grad

 

Tirol
Piburgersee 23 Grad
Walchsee 23 Grad
Schwarzsee 22 Grad
Achensee 19 Grad

 

Salzburg
Zeller See 21 Grad
Fuschlsee 22 Grad
Hintersee 20 Grad

 

Kärnten
Ossiacher See 24 Grad
Millstätter See 23 Grad
Kleinsee 23 Grad
Wörthersee 25 Grad
Faaker See 23 Grad
Afritzer See 24 Grad
Flatschacher See 25 Grad

 

Steiermark
Ödensee 19 Grad
Toplitzsee 20 Grad
Stubenbergsee 25 Grad
Grundlsee 20 Grad

 

Oberösterreich
Mondsee 22 Grad
Traunsee 21 Grad
Wolfgangsee 23 Grad
Pichlinger See 25 Grad
Langbathsee 20 Grad

 

Niederösterreich
Lunzer See 23 Grad
Aubad Tulln 24 Grad
Erlaufsee 20 Grad

 

Wien
Alte Donau 26 Grad
Neue Donau 25 Grad

 

Burgenland
Sonnensee Ritzing 24 Grad
Badesee Rauchwart 24 Grad
Neusiedler See 25 Grad
Badesee Kobersdorf 25 Grad

 

Quelle: pixabay

Aktuell hohe UV-Belastung

Sonnenschirme sind ein guter Schutz gegen UV-Strahlung.

Was genau ist die UV-Strahlung?

Die UV-Strahlung ist eine für den Menschen unsichtbare, elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge, welche kürzer ist als diejenige des für den Menschen sichtbaren Lichts. Diese Strahlung trifft als kurzwelliger Anteil der Sonnenstrahlung auf die Ozonschicht der Erde auf und wird nur teilweise von dieser absorbiert. Während der UV-A Anteil (Wellenlänge 380 bis 315 Nanometer) zu großen Teilen von der Ozonschicht nicht absorbiert wird und somit bis zur Erdoberfläche durchkommt, nehmen die Ozonmoleküle zu 90 % den UV-B Anteil (Wellenlänge 315 bis 280 Nanometer) und gar zu 100 % den UV-C Anteil (Wellenlänge 280 bis 200 Nanometer) auf. Schematisch dargestellt auf folgender Grafik:

Vor allem UV-A-Strahlung dringt bis zum Erdboden durch.
Vor allem UV-A-Strahlung dringt bis zum Erdboden durch.

Gefahren

Bereits als kleines Kind lernt so gut wie jeder, dass zu viel Sonnenstrahlung schädlich für die Haut sein kann. Dabei sorgt insbesondere die zuvor erwähnte UV-A Strahlung bei einer zu hohen Dosis für lichtbedingte Hautausschläge und Sonnenallergien. Im fortgeschrittenen Alter führt dies vermehrt zu Hautalterung und Faltenbildung, zudem hinterlässt die Strahlung Schäden im Erbgut und erhöht die Hautkrebsgefahr teils deutlich. Für den Sonnenbrand ist allerdings die UV-B Strahlung verantwortlich, das heißt selbst wenn jemand keinen Sonnenbrand erlitten hat, sind andere Schäden, insbesondere Spätschäden, in der Haut nicht ausgeschlossen.

Gemessen wird die UV-Belastung mit dem sog. UV-Index. Bei der aktuellen Hitzewelle sind in Deutschland und der Schweiz schon recht hohe Belastungen zu erwarten, hier der UV-Index am morgigen Mittwoch:

Sehr hohe UV-Belastungen in und auf den Bergen.
Sehr hohe UV-Belastungen in und auf den Bergen.
Besonders im Süden sehr hohe UV-Belastungen.
Besonders im Süden sehr hohe UV-Belastungen.

Schutz

Den besten Schutz erhält man natürlich durch die Bedeckung der Haut durch Textilien bzw. das Tragen einer Kopfbedeckung. Zudem sollte besonders die Mittagssonne gemieden werden bzw. man sich soviel wie möglich im Schatten von Sonnenschirmen oder natürlichen Schattengebern aufhalten. Eine ergänzende, aber durchaus notwendige Maßnahme, stellt das Sonnenschutzmittel dar. Je höher der Lichtschutzfaktor, umso länger kann man sich, abhängig vom jeweiligen Hauttyp, in der Sonne aufhalten. Nachcremen bzw. nach einer gewissen Dauer die Sonne meiden ist jedoch unumgänglich.

Quelle Titelbild: pixabay

Samstag Unwettergefahr, dann Hitzewelle mit bis zu 39 Grad

Auf Unwetter am Samstag folgt kommende Woche große Hitze.

Schauen wir zunächst kurz auf die morgige Wetterlage: Tief THEO liegt über der Nordsee nahe Schottland. Deutschland befindet sich an dessen Vorderseite, der rote Pfeil signalisiert, dass heiße Luft aus dem Südwesten zu uns strömt. Von Westen her kommt aber schon die Kaltfront (mit den schwarzen Zacken) näher. Im Vorfeld der Front steigt somit die Gewittergefahr deutlich an!

Heftige Gewitter entwickeln sich am Samstag.
Heftige Gewitter entwickeln sich am Samstag.

Nachfolgend könnt ihr grob sehen, wo wir morgen mit den heftigsten Gewittern rechnen. Los geht es ab etwa Mittag im äußersten Westen, im Laufe des Nachmittags breiten sich die heftigen Gewitter ostwärts aus. Abends wird es dann auch in den neuen Bundesländern spannend. Im roten und violetten Bereich ist die Luftschichtung nicht nur sehr labil, auch die sog. Scherung ist gut ausgeprägt. Rechnet hier mit der ganzen Palette an Begleiterscheinungen von Gewittern:

  • kräftiger Regen
  • Hagel
  • schwere Sturmböen
  • selbst Tornados nicht ausgeschlossen!
Hier ist die Unwettergefahr am Samstag besonders hoch.
Hier ist die Unwettergefahr am Samstag besonders hoch.

Nach den Gewittern kommt Hitze

In den Folgetagen wird es von Tag zu Tag heißer. Nachfolgend haben wir für euch die erwarteten Höchsttemperaturen in Deutschland zum voraussichtlichen Höhepunkt der Hitzewelle (Mittwoch+Donnerstag). Natürlich kann sich da in den kommenden Tagen noch ein wenig ändern, was Timing und genaue Werte angeht. Aber dass die Hitze kommt, ist sicher!

Am Mittwoch werden mit Ausnahme der Mittelgebirgs-Hochlagen und dem Küstenumfeld von Nord- und Ostsee schon 30 Grad erreicht. Hitzepole dürfte dabei der Westen und Südwesten sein, vom Münsterland hinab bis zum Bodensee und westlich davon sind bereits 33 bis 37 Grad zu erwarten.

Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.

Am Donnerstag steigert sich die Hitze aus heutiger Sicht noch etwas. Lässt man die Küsten von Nord- und Ostee außen vor klettern die Temperaturen fast überall über die 30-Grad-Marke. Sengende Hitze mit 34 bis 39 Grad gibt es wieder von NRW bis nach Baden-Württemberg.

Große Hitze nächste Woche in Deutschland.
Große Hitze nächste Woche in Deutschland.

Zusätzlich zur Hitze tagsüber stehen vor allem den Ballungsräumen auch nachts sehr hohe Temperaturen bevor. Sinkt die Temperatur nicht unter 20 Grad, spricht man von einer Tropennacht. Und genau solche Nächte kündigen sich kommende Woche an, im Rhein-Main- sowie im Ruhrgebiet könnten sich sogar Tiefstwerte von rund 25 Grad einstellen!

Die Hitzewelle dürfte aus heutiger Sicht erst Richtung nächstes Wochenende von Westen her beendet werden.

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Hitze im Büro? Fünf ultimative Tipps zur Abkühlung!

Auch im Büro kann die Hitze zu schaffen machen.

1. Früher ins Büro

Könnt ihr eure Arbeitszeiten selbst und flexibel einteilen? Dann versucht doch mal an heißen Sommertagen früher ins Büro zu gehen. In den Morgenstunden herrschen meist noch kühlere Temperaturen, die sich für konzentriertes Arbeiten sehr gut eignen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr früher Feierabend machen könnt und euch bereits am späten Nachmittag im Badesee oder Schwimmbad abkühlen könnt.

2. Richtiges Lüften

Um zu vermeiden, dass die Luft im Büro tagsüber die gleichen Temperaturen erreicht wie die immer heißer werdende Außenluft gibt es einen einfachen Trick: Lüftet das Büro schon über Nacht oder in den frühen Morgenstunden, wenn es noch kühler ist. Sobald die Luft draußen wärmer wird oder die Sonnenstrahlen durch euer Fenster scheinen, solltet ihr alle Fenster bzw. Türen schließen, da es sonst auch im Büro immer wärmer wird. Außerdem verhindern geschlossene Jalousien und Rollläden, dass es sich im Raum weiter aufheizt.

3. Feuchte Abkühlung

Frisches Wasser kann nicht nur von innen, sondern auch äußerlich abkühlen. Für eine schnelle Hitze-Entlastung sorgt beispielsweise kaltes Wasser, das ihr über eure Handgelenke fließen lasst. Was auch Wunder bewirken kann, ist ein feuchter Waschlappen auf den Unterarmen. So werden nämlich die Hauptschlagadern und somit indirekt der gesamte Körper gekühlt.

4. Versteckte Wärmequellen

Nicht nur von außen dringt heiße Luft ins Büro, auch im Raum selbst gibt es versteckte Wärmequellen, die für ein Aufheizen der Raumluft sorgen. Viele elektronische Geräte strahlen Wärme aus, wenn sie eingeschaltet sind. Unser Tipp daher: Geräte, die gerade nicht benötigt werden, ausschalten!

5. Luftige Kleidung

Auch lockere Sommerkleidung kann einiges bewirken. Jackett und Krawatte beispielsweise verhindern die Luftzirkulation am Körper. Leichte, luftige Sommerkleidung aus Naturfasern dagegen verringert den Wärmestau, und verhindert damit auch starkes Schwitzen. Achtet außerdem darauf zu hellen Farben und hochwertigen Stoffen zu greifen, welche die Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben.

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Buschfeuer in Grönland und Alaska

Seltenes Ereignis: Flurbrände in Grönland

Zunächst mal eine Übersicht, wo befinden wir uns eigentlich? Ausgebrochen ist der Brand etwa 20 km östlich der Stadt Sisimiut (= rote Markierung), mit 5.500 Einwohnern der zweitgrößten Stadt der zu Dänemark gehörenden Insel. Der Polarkreis liegt übrigens 50 km südlich des Feuers…

Karte von Grönland.
Karte von Grönland.

Bereits 2017 gab es in Grönland einen großen Brand, auf dem folgenden Satellitenbild sieht man neben dem aktuellen Brand unten links auch die verbrannte Fläche im oberen Bildausschnitt.

Nachfolgend noch ein hochaufgelöstes und herangezoomtes Satellitenbild des Feuers, der Durchmesser dürfte ca. 1 km betragen. Besonders macht dieses Feuer (und auch jenes von 2017) der Umstand, dass es zuvor praktisch noch nie Busch- und Flurbrände auf Grönland gab.

Satellitenbild des Brandes.
Satellitenbild des Brandes.

Doch nicht nur auf Grönland brennt es, auch in anderen Teilen der Arktis wüten Wald- und Buschfeuer. Besonders stark betroffen ist der US-Bundesstaat Alaska. Hier haben die Feuer in diesem Jahr bereits mehr als 5.000 km² Land vernichtet, der dritthöchste Wert seit Beobachtungsbeginn vor knapp 30 Jahren. Zum Vergleich: dies entspricht der doppelten Größe Vorarlbergs!

Hauptverantwortlich für die Brände in Alaska dürften neben dem extrem warmen und trockenen Sommer (siehe hier) auch zahlreiche Gewitter sein, die diese Woche über den Bundesstaat hinweggezogen sind. Siehe hierzu die Blitzentladungen auf dem nächsten Bild. Für die Arktis sind Gewitter selbst im Hochsommer alles andere als gewöhnlich.

Somit stellt sich ein paradoxer Zustand ein: Auf unserem letzten Bild sind nämlich alle aktuellen größeren Waldbrände der USA dargestellt. Dabei gibt es alleine in Alaska momentan rund doppelt so viele Brände wie in allen anderen Staaten zusammen!

Übersicht aktueller Brände in den USA.
Übersicht aktueller Brände in den USA.

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Mondfinsternis am Dienstag – Wetter spielt mit!

Der Erdtrabant bei einer partiellen Mondfinsternis.

Astronomisches Ereignis

Die neue Woche hat spannendes zu bieten. Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch lässt sich nämlich in u.a. in Österreich, Deutschland sowie in der Schweiz eine partielle Mondfinsternis beobachten. Bei einer solchen Mondfinsternis tritt der Mond zumindest teilweise in den Kernschatten ein, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen. Gut zu sehen ist der Verlauf der Mondfinsternis auf der folgenden Grafik. Am Höhepunkt um ca. 23:30 Uhr werden rund zwei Drittel des Mondes vom Kernschatten der Erde verdunkelt.

Verlauf der Mondfinsternis 2019
Verlauf der Mondfinsternis 2019

Zunächst tritt der Mond um 20:42 Uhr in den Halbschatten der Erde ein, ehe er zwischen 22:01 und 01:00 Uhr teilweise in den Kernschatten der Erde eintaucht. Die maximale Verdunkelung findet um 23:30 Uhr statt, die Mondfinsternis endet schließlich um 02:19 Uhr.

Ratschläge zur Beobachtung

Zum Beobachten dieses Himmelsereignisses braucht es eigentlich nicht mehr als die eigenen Augen, ein Teleskop ist also nicht von Nöten. Mit einem Fern- oder Opernglas lassen sich die verschiedenen Grade der Verfinsterung allerdings noch besser bestaunen. Um die Mondfinsternis in voller Pracht zu genießen, sollte man zudem künstliche Lichtquellen meiden. Auf den Bergen oder exponierten Hügeln findet man daher die besten Beobachtungschancen vor, entsprechend schlechter sind sie in den stark beleuchteten Innenstädten. Ob Stadt oder Land, der Blick sollte sich in jedem Fall stets gen Süden richten. Dort wird sich der Mond am Dienstagshimmel nämlich zu zwei Dritteln seiner Oberfläche in eine rötliche Farbe tauchen.

Das Wetter spielt mit

Zu Beginn der Mondfinsternis herrschen in Österreich, in der Südhälfte Deutschlands und in der Schweiz bereits beste Beobachtungschancen, nur wenige harmlose Wolken sind am Himmel zu sehen. Dies ändert sich auch den restlichen Abend nicht. Etwas mehr Wolken können dagegen in der Nordhälfte Deutschlands den Blick zum Himmel trüben, im Laufe des Abends sollten sich aber auch hier vermehrt Lücken auftun.

Hier nochmal die Eckdaten:

  • 20:42 Uhr – Beginn der Halbschattenfinsternis
  • 22:01 Uhr – Partielle Finsternis beginnt
  • 23:30 Uhr – Höhepunkt der Mondfinsternis
  • 01:00 Uhr – Partielle Finsternis endet
  • 02:19 Uhr – Ende der Halbschattenfinsternis

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Fast 290.000 Blitze und ein Tornado am Freitag

Kräftige Gewitter brachten u.a. kleinkörnigen Hagel.

Bereits in der Früh und am Vormittag gingen in der Westhälfte kräftige Gewitter nieder, tagsüber bildeten sich dann im Großteil der Bundesrepublik heftige Gewitter. Auf der folgenden Karte seht ihr die Blitzdichtekarte von gestern:

Am Freitag gab es viele Gewitter.
Am Freitag gab es viele Gewitter.

Mit Ausnahme des äußersten Nordens und Nordostens hat es recht verbreitet gekracht. Insgesamt wurden am Freitag 288.724 Blitze in ganz Deutschland registriert, gewitterlose Bundesländer waren nur die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg. Das blitzreichste Bundesland war gestern Bayern, knapp ein Viertel aller Blitze entfielen auf den Freistaat. Auf den Rängen zwei und drei folgen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Die beiden stärksten Blitze gab es im Landkreis Gütersloh. Nur zum Vergleich: Eine haushaltsübliche Steckdose ist bis zu einer Stromstärke von 16 Ampere abgesichtert. Der stärkste Blitz hatte also eine um den Faktor 28.000 höhere Stromstärke.

Gemeinden mit den stärksten Blitzen.
Gemeinden mit den stärksten Blitzen.

Hier noch eine Rangliste mit jenen Gemeinden, die die höchste Blitzdichte aufweisen konnten. Hier liegt Rheinland-Pfalz an der Spitze:

Gemeinden mit der höchsten Blitzdichte.
Gemeinden mit der höchsten Blitzdichte.

Neben kleinkörnigem Hagel kam es dabei lokal zu großen Regenmengen, Twistetal-Mühlhausen in Nordhessen meldete rund 53 Liter Regen pro Quadratmeter.

Lokal große Regenmengen.
Lokal große Regenmengen.

Zudem gibt es in Schleswig-Holstein und Hessen zwei Tornado-Verdachtsfälle, einen bestätigten Tornado gab es nahe Bobenheim am Berg (Rheinland-Pfalz).

Auch heute gibt es noch ein paar Gewitter, Unwettergefahr besteht aber keine mehr.

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Kommende Woche Rückkehr der 30 Grad

Die Hitze mit mehr als 30 Grad kommt zurück.

Kräftige Gewitter am Freitag, wechselhaftes Wochenende

Am Freitag gingen teils kräftige Gewitter nieder, rund 21.000 Blitze wurden am Himmel über Österreich gezählt. Am stärksten betroffen waren dabei die Steiermark, Oberösterreich und Vorarlberg. Neben kleinkörnigem Hagel kamen örtlich große Regenmengen zusammen, 37 l/m² prasselten am gestrigen Tag in Sulzberg vom Himmel. Auch der Samstag und Sonntag stehen noch im Zeichen von schaueranfälligem und etwas zu kühlem Sommerwetter, lokale Gewitter sind ebenfalls wieder einzuplanen. Unwettergefahr besteht am Wochenende aber nicht mehr.

Der Trend geht nach oben

In der neuen Woche stellen sich nicht nur häufig sonnige Verhältnisse ein, auch die Temperaturen beginnen wieder sukzessive zu steigen. Am Montag erwarten uns noch leicht unterdurchschnittliche 19 bis 26 Grad, am Mittwoch liegen die Höchstwerte dann schon zwischen 21 und 29 Grad. Auch die 30-Grad-Marke rückt wieder ins Visier, sie dürfte nach derzeitigem Stand am Freitag erstmals seit knapp zwei Wochen wieder geknackt werden. Ein erster, vorsichtiger Ausblick auf das kommende Wochenende deutet sogar mit Temperaturen bis zu 36 Grad große Hitze an.

Es wird sukzessive wärmer.
Es wird sukzessive wärmer.

Himmelsspektakel Dienstagnacht

Auch für alle Hobbyastronomen hat die neue Woche spannendes zu bieten. Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch lässt sich nämlich in Österreich eine partielle Mondfinsternis beobachten. Bei einer solchen Mondfinsternis tritt der Mond zumindest teilweise in den Kernschatten ein, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen.

Die Beobachtungschancen stehen im ganzen Land ausgezeichnet, meist ist der Himmel nämlich sternenklar oder nur gering bewölkt. Zunächst tritt der Mond um 20:43 Uhr in den Halbschatten der Erde ein, ehe er zwischen 22:01 und 00:59 Uhr teilweise in den Kernschatten der Erde eintaucht. Die maximale Verdunkelung findet um 23:30 Uhr statt, die Mondfinsternis endet schließlich um 02:17 Uhr.

Eckdaten für Wien (für andere Orte betragen die Abweichungen nur wenige Minuten):

  • 20:43 Uhr – Beginn der Halbschattenfinsternis
  • 22:01 Uhr – Partielle Finsternis beginnt
  • 23:30 Uhr – Höhepunkt der Mondfinsternis
  • 00:59 Uhr – Partielle Finsternis endet
  • 02:17 Uhr – Ende der Halbschattenfinsternis

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10. Juli 2002: Unwetterfront über Berlin

Gewitter über Berlin.

Auf bis zu 36 Grad kletterten die Temperaturen im Vorfeld einer Kaltfront noch im Osten des Landes, in den Westen waren hingegen schon deutlich kühlere Luftmassen eingeflossen. So lag der Höchstwert in Köln bei nur noch 19 Grad, Berlin meldete zur selben Zeit 34 Grad. Diese Temperaturunterschiede entluden sich in heftigen Gewittern, die organisiert von Südwest nach Nordost über Deutschland hinwegzogen.

Bei dieser Gewitterfront handelte es sich um ein sogenanntes Derecho, das man sonst eigentlich nur aus den USA kennt. Ein Derecho ist eine organisierte Gewitterlinie, die sich durch folgende Eigenschaften auszeichnet:

  • Länge der Gewitterfront mind. 400 km
  • im gesamten Bereich Windböen von >90 km/h
  • bleibt über mindestens 6 Stunden bestehen

Um ca. 20:00 Uhr erreichte das Derecho auch Berlin, gut zu sehen auf dem folgenden Radarfilm von diesem Tag:

Die Gewitterfront im Radarfilm.
Die Gewitterfront im Radarfilm.

Um die Welt ging das folgende Video vom Breitscheidplatz – umherfliegende Sonnenschirme und Menschen in Panik angesichts der aufziehenden Gewitterlinie.

In Berlin wurden Orkanböen bis zu 120 km/h gemessen, anhand der Schäden sind lokal sogar sicherlich rund 150 km/h erreicht worden. Die Bilanz der Gewitterlinie war verheerend: Mindestens 6 Tornados wurden an diesem Tag in Deutschland beobachtet, alleine in Berlin forderte das Unwetter 8 Menschenleben. Dazu knickten in der Hauptstadt weit mehr als 1000 Bäume um, bis Mitternacht rückte die Feuerwehr Berlin mehr als 2000 mal aus.

Gewitter in Berlin hinterlässt großen Schaden.
Gewitter in Berlin hinterlässt großen Schaden.

 

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Heute vor zwei Jahren: Der Tornado bei Wien

Tornado südlich von Wien © Stormhunters Austria

Der 10. Juli des Jahres 2017 hatte es in sich: Die Luft hatte sich im Osten Österreichs auf rund 33 Grad aufgeheizt, im Vorfeld einer Kaltfront waren perfekte Bedingungen für kräftige Gewitter gegeben. Was dann geschah, kennen die meisten wohl nur aus den USA. Über dem Wienerwald bildete sich eine kräftige Gewitterzelle, diese zog inklusive Tornado anschließend knapp südlich an Wien vorbei Richtung Donau.

Den Stormhunters Austria (sog. Chaser, hier geht es zu ihrem Bericht dieses Tages) gelangen dabei u.a. folgende faszinierende Aufnahmen:

Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria
Tornado südlich von Wien am 10. Juli 2017 © Stormhunters Austria

Auch im Video präsentierte sich der Tornado spektakulär, manch ein Chaser muss jahrelang warten, ehe er einen Tornado zu Gesicht bekommt.

In den Regensummen des Tages erkennt man gut die Spur des Gewitters von Heiligenkreuz im Wienerwald bis zur slowakischen Grenze. In Simmering fielen rund 70 Liter Regen (und Hagel) pro Quadratmeter:

24-stündige Regenmengen am 10. Juli 2017 © UBIMET
24-stündige Regenmengen am 10. Juli 2017 © UBIMET

Eindrucksvoll auch die „Blitzspur“ der Superzelle direkt vor den Toren Wiens (weiße Farbe bedeutet mehr als 30 Blitze pro Quadratkilometer):

Blitzverteilung am 10. Juli 2017 © UBIMET
Blitzverteilung am 10. Juli 2017 © UBIMET

Abschließend noch zwei Bilder des großen Hagels im Süden und Südosten Wiens:

 

10. Juli 1916: Tornado in Wiener Neustadt

Tornado südlich von Wien © Stormhunters Austria

Am Nachmittag des 10. Juli 1916 bildete sich im Schneeberggebiet ein Gewitter, das sich rasch intensivierte und als sogenannte Superzelle nach Osten fortbewegte. Gegen 16:15 Uhr kam es im Bereich Dreistetten (NÖ) zur Bildung eines Tornados. In der Folge zog dieser über Wiener Neustadt hinweg und löste sich kurz vor der Leithaau bei Lichtenwörth wieder auf. Auf seiner etwa 15 km langen Zugbahn hinterließ er teils große Verwüstungen.

Bis zu 300 km/h

Besonders stark betroffen waren die nördlichen Stadtteile von Wiener Neustadt. Zunächst wurden gerade erst errichtete Telegraphen- und Strommasten von den bis zu 300 Kilometer pro Stunde schnellen Winden zerstört. In weitere Folge zog der Tornado über die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik hinweg, hier gab es die meisten der insgesamt 32 Todesopfer. Der finanzielle Schaden belief sich in Summe auf 900.000 Kronen. Auf der internationalen Fujita-Skala erreichte der Tornado die zweithöchste Kategorie 4 und gilt als der stärkste Tornado, der sich je in Österreich bildete.

Gefährdete Region

Die Region am Alpenostrand im Bereich des Wiener Beckens zählt neben der südlichen Steiermark und dem oberösterreichischen Flach- und Hügelland zu den am ehesten durch Tornados gefährdeten Bereichen in Österreich. So wurde Wiener Neustadt neben 1916 auch in den Jahren 1903, 1930 und 1946 von Tornados heimgesucht. Vor exakt einem Jahr gab es zudem einen spektakulären Tornado in der Nähe des Flughafens Wien-Schwechat. Der 10. Juli ist somit für Meteorologen in Österreich eine besonderer Tag.

Titelbild: Tornado am 10. Juli 2017 nahe Wien. © Stormhunters Austria

Niedrige Flusspegel durch Trockenheit

Niedrigwasser in Dresden (Symbolfoto)

An der Donau und am Rhein ist momentan kein Niedrigwasser zu erwarten, hier liegen die Pegel im oder teilweise sogar über dem langjährigen Mittel. Gut zu sehen am folgenden Pegelverlauf in Konstanz (Rhein). In Blau ist der Verlauf 2019 dargestellt, grün ist der Mittelwert. Man erkennt, dass durch den kräftigen Regen und die Schneeschmelze in den Alpen im Mai der Rhein-Pegel ordentlich angestiegen ist. Rund 50 cm über dem Mittelwert befinden wir uns hier derzeit.

Überdurchschnittlich viel Wasser im Rhein.
Überdurchschnittlich viel Wasser im Rhein.

Ein ganz anderes Bild an der Elbe, Beispiel Magdeburg. Durch den heißen und abgesehen von Gewittern oft trockenen Juni sinkt hier der Wasserstand seit Anfang Juni. In nur vier Wochen ist der Wasserstand von 120 cm auf 50 cm zurückgegangen.

Der Pegelstand in Magdeburg geht seit Wochen zurück.
Der Pegelstand in Magdeburg geht seit Wochen zurück.

Noch markanter ist der Rückgang, wenn man ihn im Kontext betrachtet. In der folgenden Grafik ist der Magdeburger Pegelstand seit Sommer 2018 dargestellt. Wir sehen: Mit 50 cm ist der Wasserstand hier auf dem Niveau des extremen Vorjahressommer.

Das Niveau von 2018 ist erreicht.
Das Niveau von 2018 ist erreicht.

Der niedrige Wasserstand ist mit bloßem Auge erkennbar:

Ebenfalls prekär ist die Lage in Sachsen, wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie twittert:

Dies kann man auch am Pegel von Dresden erkennen. Aktuell beträgt der Wasserstand rund 60 cm, ebenfalls gibt es hier einen Rückgang seit Anfang Juni. Um die 60 cm besser einzuordnen: Der mittlere Wasserstand in der Elbmetropole beträgt 200 cm, zum Negativrekord von 21 cm fehlt nicht mehr viel.

Nur noch 40 cm fehlen auf einen neuen Negativrekord.
Nur noch 40 cm fehlen auf einen neuen Negativrekord.

Schauen wir uns die weitere Wetterentwicklung kurz an. Abschließend haben wir für euch die aufsummierten Regenmengen des europäischen Wettermodells. Man sieht: Bis einschließlich Donnerstag ist im Einzugsgebiet der Elbe (Sachsen, Tschechien, etc.) kaum Regen zu erwarten, die Lage könnte sich also noch verschärfen.

Weiterhin kein Landregen in Sicht.
Weiterhin kein Landregen in Sicht.

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Hitze ab Sonntag kein Thema mehr

30 Grad gibt es auf absehbare Zeit nicht mehr.

Kräftige Gewitter am Samstag und Sonntag

Vor der nachhaltigen Abkühlung stehen aber noch einmal Hitze und Blitze auf der Tagesordnung. Am heutigen Samstag werden verbreitet mehr als 30 Grad erreicht, Spitzenwerte bis zu 35 Grad sind im Osten möglich. Im Vorfeld einer Kaltfront über Deutschland sind am Nachmittag und Abend von Vorarlberg bis in die Südsteiermark aber bereits erste, teils heftige Gewitter zu erwarten. Der Sonntag hat dann mit 20 bis 28 Grad schon deutlich kühleres Wetter zu bieten, dazu muss man sich im Großteil des Landes auf Schauer und Gewitter einstellen. Diese können von Osttirol bis ins Südburgenland heftig ausfallen!

Hochsommer auf Tauchstation

In der kommenden Woche erwarten uns dann nur noch Höchstwerte zwischen 17 und 27 Grad, damit bewegen wir uns knapp unter dem langjährigen Mittel für die erste Julihälfte. Grund hierfür ist eine recht festgefahrene Wetterlage ab Montag. Über den Britischen Inseln liegt ein Hoch, das sich kaum vom Fleck bewegt. An dessen Vorderseite strömt vom Europäischen Nordmeer über die Nordsee und Deutschland ständig recht kühle Luft bis nach Österreich. Auch die Nächte werden ziemlich frisch, in der Nacht auf Mittwoch sind im Berg- und Hügelland vielerorts einstellige Tiefstwerte zu erwarten. In ungünstigen Lagen des Mühl- und Waldviertels ist vereinzelt sogar Bodenfrost möglich.

Auf folgendem Bild kann man gut sehen, woher nächste Woche der „Wind weht“. Es zeigt für Dienstag am Beispiel Wien (schwarzer Stern), dass die Luft in den vorherigen Tagen aus den Polarregionen über den Nordatlantik und die Nordsee sowie Deutschland bis zu uns strömt:

Aus dem Hohen Norden kommt die kühle Luft.
Aus dem Hohen Norden kommt die kühle Luft.

Zu kühler Dienstag in den Landeshauptstädten:

Stadt Durchschnittliche Höchsttemperatur im Juli Erwartete Höchstwerte am Dienstag Abweichung in Grad
Wien 27°C 22°C -5
St. Pölten 26°C 22°C -4
Eisenstadt 27°C 23°C -4
Graz 26°C 24°C -2
Linz 26°C 22°C -4
Klagenfurt 27°C 24°C -3
Salzburg 25°C 23°C -2
Innsbruck 26°C 26°C 0
Bregenz 24°C 23°C -1

Serie geht zu Ende

Der bislang letzte Tag, der landesweit gesehen zu kalt ausgefallen ist, war der 31. Mai. Danach folgte der wärmste Juni der Messgeschichte, in dem jeder einzelne Tag zu warm ausfiel. Auch die erste Juliwoche war von durchwegs überdurchschnittlichen Temperaturen geprägt, dies ändert sich in der kommenden Woche. Grund zur Beunruhigung gibt es aber nicht: Zu kalte Phasen sind auch im Sommer vollkommen normal, sie sind in den vergangenen Jahren schlicht zur Rarität geworden.

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Die Weißen Nächte im Hohen Norden

Weisse Nächte in Finnland

In den Weißen Nächten geht die Sonne zwar für kurze Zeit unter, allerdings sinkt sie nur wenig unter den Horizont. Somit erscheint der Himmel trotz der Nachtstunden in einem angenehmen weiß bzw. blau, die restliche Sonnenstrahlung reicht dafür aus.

Wo kommen sie vor?

Jetzt kurz nach dem astronomischen Sommerbeginn kann man die Weißen Nächte etwa nördlich von 57°N beobachten, d.h. in Europa etwa nördlich von Kopenhagen. Noch etwa bis Mitte Juli gibt es die besten Beobachtungschancen, dann ziehen sich die weißen Nächte ganz langsam und Stück für Stück nach Norden zurück. Natürlich gibt es dieses Phänomen aber auch in den USA und in Russland.

Rund um die Wintersonnenwende kehrt sich dann alles um. Während in den hohen Breiten der Nordhalbkugel die Polarnacht Einzug hält, kommt die Südhalbkugel in den Genuss der Weißen Nächte. Um diese zu erleben, macht man sich am besten auf den Weg in den äußersten Süden Argentiniens und Chiles.

Berühmt sind die Weißen Nächte vor allem in St. Petersburg, hier finden zahlreiche Veranstaltungen statt. In den polaren Regionen, also speziell im Norden Skandinaviens geht die Sonne derzeit gar nicht unter.

Weiße Nacht in Helsinki.
Weiße Nacht in Helsinki.
Weiße Nacht in St. Petersburg
Weiße Nacht in St. Petersburg
Weiße Nacht in St. Petersburg.
Weiße Nacht in St. Petersburg.

Barbara: Erster Hurrikan 2019 auf dem Pazifik

Bis dato präsentiert sich die Hurrikansaison an den Küsten des Atlantiks rund um Nord- und Mittelamerika ausgesprochen ruhig. Am 01. Juni begann ja offiziell die diesjährige Hurrikansaison, seit 2009 wird es die erste Saison sein, die in den ersten fünf Wochen keinen einzigen Hurrikan aufbieten kann. Im Pazifik hat sich das aber in den vergangenen Tagen geändert. In der Vorwoche gab es mit Alvin den ersten benannten Sturm überhaupt in dieser Hurrikansaison, und vor wenigen Tagen hat sich mit Barbara der zweite tropische Wirbelsturm gebildet. Und der hat es in sich!

Wo befinden wir uns?

Barbara zieht derzeit als Hurrikan der Stufe 4 (von 5) auf dem offenen Pazifik ihre Kreise, 3200 km von Hawaii und 2000 km von der Halbinsel Baja California in Mexiko entfernt. Mit Böen von rund 250 km/h kratzt der Wirbelsturm sogar an der höchsten Kategorie. Spannend auch auf dem nachfolgenden Satellitenbild von gestern: Man sieht neben dem Hurrikan auch den Schatten des Mondes weiter südlich, in Chile konnte man ja eine totale Sonnenfinsternis beobachten.

Hurrikan Barbara
Hurrikan Barbara

Die nachfolgenden beiden Animationen zeigen gut das Auge des Hurrikans – beeindruckend:

Hier noch einmal der Wirbelsturm samt Sonnenfinsternis in einem Video:

Fischsturm

Derzeit und auch in den kommenden Tagen droht von Barbara keinerlei Gefahr für die Menschen in der Region. Der Wirbelsturm tobt nämlich über dem offenen Ozean fernab von Land. Im Meteorologen-Jargon wird solch ein Sturm auch „Fischsturm“ genannt.

Auf seinem Weg nach Nordwesten gelangt der Hurrikan in den kommenden Tagen über kühleres Wasser, folglich schwächt er sich ab. Ende der Woche nähern sich die Reste des dann nur noch Tropischen Tiefs der Inselgruppe Hawaii, hier könnten sie vor allem für große Regenmengen sorgen.

Die weitere Zugbahn von Hurrikan Barbara auf dem Pazifik.
Die weitere Zugbahn von Hurrikan Barbara auf dem Pazifik.

Quelle Titelbild (Symbolbild): Adobe Stock

Sommerfigur – In drei Schritten zum Erfolg

Auf dem Weg zur Traumfigur im Park.

Wie oft sieht man schon Menschen, die aussehen als ob sie gerade von einem Bademoden-Shooting kommen und den von der Werbeindustrie vorgegebenen Schönheitsidealen entsprechen? Eher selten. Man tut sich daher keinen Gefallen, sich mit diesen zu vergleichen und sollte stattdessen selbstbewusst zu seinem Körper stehen. Wer aber dennoch ein paar Kilo abnehmen will um sich wohl zu fühlen, hier die fundamentalen Schritte zur Sommerfigur. Und um diese Umzusetzen bedarf es vor allem eines: Einer großen Portion Motivation.

Ernährung

Ernährung spielt mit Abstand die wichtigste Rolle auf dem Weg zum Traumkörper: Laut Experten kommt es zu 70 Prozent auf die Ernährung und zu 30 Prozent auf das körperliche Training an. Einen großen Gefallen tut sich jeder, der Zucker in all seinen Formen wie Süßigkeiten, Fertigprodukten und Säften weglässt und auch großteils raffinierte Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte, Reis und Nudeln durch Vollkornprodukte, Gemüse und Proteine ersetzt. Viel Wasser trinken unterstützen den Abnehmprozess zusätzlich und ist gut gegen Heißhungerattacken. Mit dieser einfachen Daumenregel nimmt man in Verbindung mit Sport ab ohne Hunger leiden zu müssen.

Krafttraining

Krafttraining ist für die Sommerfigur gleich in mehrerer Hinsicht effektiv. Muskeln verbrennen permanent Kalorien, also selbst in Ruhephasen und wortwörtlich sogar im Schlaf. Zudem baut es Muskeln auf, die gut für die Haltung, Fitness und Kraft sind und die Haut straffen. Und selbst beim Krafttraining werden fettverbrennende Hormone ausgeschüttet. Für sichtbare Resultate sollte mit schweren Gewichten trainiert werden, mit denen man je nach Übung 6 bis 12 Wiederholungen schafft. Dabei ist jedoch eine gewisse Grundfitness und Aufwärmen wichtig. Je nachdem welche Ziele man erreichen will, ist ein Trainingsplan und mehrere Workouts in der Woche zu empfehlen.

Ausdauertraining

Ausdauertraining ist nicht nur sehr gesund, es kann auch ein gutes Instrument sein, um sein Idealgewicht zu erreichen. Hier ist zu beachten: Wer nach dem Essen laufen, radeln oder schwimmen geht arbeitet an seiner Ausdauer und Fitness, verbrennt aber die gerade zu sich genommene Energie und nicht die eigenen Fettreserven. Wer also Ausdauertraining betreibt um Gewicht zu verlieren sollte im sogenannten “fasted state”, also beispielsweise vor dem Frühstück, oder lange nach einer Mahlzeit trainieren und auch 1-2 Stunden nach dem Training nicht Unmengen verzehren, wenn er/sie vom “Nachbrenneffekt” profitieren will. Auch das sogenannte High Intensity Intervall Training (HIIT) soll effektiv bei der Fettverbrennung sein, besonders im Anschluss an ein Krafttraining.

Wir wünschen viel Motivation auf eurem Weg zur Sommerfigur!

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Hitze bis zu 38 Grad: Rekorde fallen

Die Hitzewelle bringt Temperaturen bis zu 38 Grad!

Für Juni kündigen sich wirklich extreme Höchstwerte an, die Temperaturen steigen am Mittwoch vereinzelt auf bis zu 38 Grad! Was diese Hitzewelle bemerkenswert macht, ist der Umstand, dass sie ungewöhnlich früh im Jahr kommt. Üblicherweise werden die heißesten Tage nämlich erst im Laufe des Julis und in der ersten Augusthälfte registriert.

Die Wetterlage ist auf dem folgenden Bild gut zu erkennen. Die extrem heiße Luft (dargestellt in den Farbtönen violett/pink) strömt von der Wüste Algeriens über das westliche Mittelmeer bis nach Frankreich, Deutschland, in die Schweiz und eben auch nach Österreich:

Aus Afrika kommt heiße Luft zu uns.
Aus Afrika kommt heiße Luft zu uns.

Hier mal eine repräsentative Auswahl jener Orte, an denen in den kommenden Tagen der Junirekord aller Voraussicht nach eingestellt oder sogar übertroffen wird:

Ort (Bundesland) bisheriger Junirekord
Feldkirch (Vorarlberg) 36,0 Grad
Bludenz (Vorarlberg) 36,1 Grad
Landeck (Tirol) 35,0 Grad
Innsbruck-Uni (Tirol) 35,7 Grad
Kufstein (Tirol) 35,8 Grad
Lienz (Tirol) 35,0 Grad
Bischofshofen (Salzburg) 34,7 Grad
St. Johann im Pongau (Salzburg) 34,6 Grad
Tamsweg (Salzburg) 33,5 Grad
Dellach im Drautal (Kärnten) 33,9 Grad
Villach (Kärnten) 35,3 Grad
Feldkirchen (Kärnten) 34,4 Grad

 

Nach Norden und Osten zu liegen einerseits die Junirekorde höher als im Westen und Süden, andererseits wird es hier in den nächsten Tagen auch nicht ganz so heiß. So sind etwa die 36,5 Grad in Wien ebenso wenig in Gefahr wie die 36,1 Grad in Eisenstadt. Auch der österreichweite Rekord ist wohl außer Reichweite, er liegt bei 38,6 Grad in Waidhofen/Ybbs.

Bundesland Junirekord bislang (Ort)
Wien 37,7 Grad (Innere Stadt)
Niederösterreich 38,6 Grad (Waidhofen/Ybbs)
Burgenland 37,4 Grad (Neusiedl/See)
Oberösterreich 36,7 Grad (Weyer)
Steiermark 38,1 Grad (Altenberg bei Hartberg)
Kärnten 36,0 Grad (Döllach)
Salzburg 35,8 Grad (Salzburg-Freisaal)
Tirol 36,6 Grad (Imst)
Vorarlberg 36,1 Grad (Bludenz)
  • in ROT markiert: Junirekord in Gefahr

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Hitze: 7 Tricks für eine kühle Wohnung!

Ventilatoren schaffen bei der Hitze Linderung.

1. Fenster schließen und Jalousien runter

Sehr früh am Morgen ist die beste Zeit zum Lüften und dabei Wohnung oder Haus etwas abzukühlen. Den Rest des Tages solltet ihr es hingegen vermeiden die Fenster zu öffnen, ganz besonders in den Nachmittags- und Abendstunden. Dadurch würde nämlich nur aufgeheizte Luft in die Wohnung gelangen. Zusätzlich ist es sehr hilfreich, wenn man eine Markise, Rollladen oder Jalousien verwendet. Letztere funktionieren aber meist nur dann gut, wenn sie außerhalb der Fenster angebracht sind.

2. Zugluft in der Wohnung

Die Fenster sollten so geöffnet werden, dass in der Wohnung Zugluft aufkommt. Das Fenster, durch das die Luft in die Wohnung gelangt, sollte nur wenig geöffnet werden. Das Fenster, durch das die Luft wieder herausströmt, sollte hingegen vollständig geöffnet werden. Im Idealfall befindet sich ersteres auf der Innenhofseite und letzteres auf der Straßenseite. Beachtet aber auch das Timing (siehe Tipp Nr. 1)!

3. Vorhänge anfeuchten

Vielleicht kennt ihr diesen Trick noch nicht: Feuchtet während der kühlsten Tageszeit eure Vorhänge an und sorgt für Zugluft in der Wohnung. Wenn kein Wind geht, könnt ihr auch einen Ventilator dafür verwenden. Ihr werdet spüren, dass sich der Raum abkühlt.

4. In der Nacht Pflanzen gießen

Die Vegetation kann auch dabei helfen, das Haus abzukühlen. Besonders wenn ihr zahlreiche Pflanzen in der Wohnung habt, solltet ihr diese in der Nacht und in den frühen Morgenstunden gießen. Wenn man dann lüftet, hilft die Feuchtigkeit der Erde dabei die hineinkommende Luft etwas abzukühlen.

5. Elektrische Geräte abschalten

Obwohl wir es manchmal nicht direkt bemerken, heizen viele elektrische Geräte zusätzlich den Raum auf. Den Kühlschrank könnt ihr zwar nicht abschalten, allerdings gibt es andere Geräte auf die man durchaus verzichten kann: Beispielsweise Staubsauger, Computer oder auch Fernseher.

6. LEDs statt Glühbirnen

Glühbirnen wandeln etwa 90% der verbrauchten, elektrischen Energie in fühlbare Wärme um. Wer noch welche angebracht hat, sollte sie mit LED-Lampen ersetzen. Dann könnt ihr euch nicht nur auf ein kühleres Haus, sondern auch auf eine billigere Stromrechnung freuen.

7. Bettwäsche kühlen

In den meisten Wohnungen gibt es Zimmer, die kühler sind als andere. Entweder dank einer besseren Isolierung oder einfach wegen der Orientierung. Bringt die Bettwäsche in das kühlste Zimmer und lasst sie dort, bis ihr wieder ins Bett geht. Wenn ihr alle diese Tipps beachtet und trotzdem noch unter der Hitze leidet, dann könnt ihr auch probieren, selbst eine Klimaanlage zu basteln! Das folgende Video erklärt wie es geht:

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Erdbeerzeit: Heimisches Obst in den Märkten

Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Früchten.

Saisonstart für die Erdbeere

Die Erdbeere ist eine süße Sommerversuchung, die auch in Kombination mit Eis hervorragend schmeckt. Achtung beim Kauf: Denn zu früh gepflückte Erdbeeren reifen nicht nach. Erdbeeren unterscheiden sich damit von anderem Obst wie Bananen. Diese erreichen die Supermärkte noch nicht vollständig gereift. Eine reife Erdbeere erkennt ihr am tiefroten Farbton. Außerdem sollen keine weißen Flecken am Obst vorhanden sein. Zusätzlich könnt ihr auch an den Erdbeeren riechen. Abschließend werft einen genauen Blick auf die Früchte. Gibt es schon weiche Stellen? Dann sind die Erdbeeren leider nicht mehr frisch.

Erfrischendes Sommergetränk

Als Abschluss noch ein Getränke-Tipp von unserer Seite. Gerade an heißen Sommertagen eignet sich eine kühle Fruchtmilch perfekt zur Abkühlung. Für eine erfrischende Erdbeer-Bananen-Milch benötigt ihr nur zwei Bananen, circa 30 Stück Erdbeeren und einen halben Liter Milch. Als Alternative zur Milch könnt ihr für die Zubereitung natürlich auch laktosefreie oder pflanzliche Varianten verwenden. Lasst es euch schmecken!

Erfrischend bei großer Hitze: Die Erdbeermilch
Erfrischend bei großer Hitze: Die Erdbeermilch

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Hitze: Juni 2019 auf Rekordkurs

Der Juni 2019 brachte fast duchgängig Badewetter.

Hitzejuni 2003 in Reichweite

Der Juni 2003 leitete den sogenannten Jahrhundertsommer in Europa ein, er war mit einer Abweichung von +4,3 Grad zum langjährigen Mittel der bis dato wärmste Juni der Messgeschichte Österreichs. Der Juni in diesem Jahr ist aber auf dem besten Weg, diese Spitzenposition anzugreifen. Zur Monatshälfte liegen wir nämlich mehr als 4,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Die kommenden zwei Wochen entscheiden nun darüber, ob Platz eins ins Wanken gerät. Zumindest Platz zwei oder drei in der ewigen Bestenliste scheinen dem Juni 2019 aber schon so gut wie sicher zu sein, dort befinden sich die Jahre 2017 und 1811. Bei den Landeshauptstädten hat bis dato St. Pölten die Nase vorne, 5,4 Grad war die erste Junihälfte hier zu warm.

Temperaturabweichungen Landeshauptstädte im Juni 2019:

Stadt Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019 Mitteltemperatur 01.-16. Juni 2019 (1981-2010) Abweichung in Grad
Wien 23,5°C 18,3°C +5,2
St. Pölten 22,9°C 17,5°C +5,4
Eisenstadt 23,1°C 18,2°C +4,9
Graz 22,5°C 18,0°C +4,5
Linz 23,0°C 17,7°C +5,3
Klagenfurt 21,4°C 17,3°C +4,1
Salzburg 21,4°C 16,8°C +4,6
Innsbruck 21,8°C 17,2°C +4,6
Bregenz 19,4°C 16,6°C +2,8

Verbreitet zu trocken

In der ersten Monatshälfte blieb zudem flächendeckender Regen mit Ausnahme Vorarlbergs komplett aus, Regenschauer und Gewitter sorgten nur sehr lokal für größere Regenmengen. Mit 95 l/m² ist Fischbach in der Steiermark der nasseste Ort des Landes, rund 71% des durchschnittlichen Monatsniederschlags sind hier durch Gewitter schon zusammengekommen. Dem gegenüber stehen aber zahlreiche Orte, die nahezu komplett trockene zwei Wochen hinter sich haben. In Eisenstadt summierte sich nur 1 Liter pro Quadratmeter auf, keinen einzigen Tropfen Regen gab es bislang in Linz.

Sommerliche Aussichten

Auch die kommenden Tage fallen sommerlich warm aus, zudem sorgen die sehr milden Nächte für hohe Tagesdurchschnittstemperaturen. Mit bis zu 33 Grad wird es am Donnerstag am heißesten, die 30 Grad sind aber fast jeden Tag in Reichweite. Die nächste Hitzewelle kündigt sich für die kommende Woche an, dann fällt aus heutiger Sicht auch wieder die 35-Grad-Marke.

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Hitzewelle bringt bis zu 37 Grad

Eis am Stiel sollte bei 37 Grad schnell verzehrt werden.

Erste Hitzewelle

Bis dato hält Kirchberg an der Pielach mit 33,6 Grad den absoluten Höchstwert im laufenden Jahr, erreicht gestern. Doch den Platz an der Spitze hat der Ort in Niederösterreich nicht mehr lange inne, schon am heutigen Mittwoch werden an der Alpennordseite bis zu 34 Grad erreicht. In den kommenden Tagen steigert sich die Hitze noch deutlich, so klettern die Temperaturen am Donnerstag und Freitag vor allem im Norden und Osten auf bis zu 35 Grad. Noch heißer wird es dann aber am Samstag, dem Höhepunkt der Hitzewelle: Mit bis zu 37 Grad wird es im östlichen Flachland extrem heiß für die Jahreszeit.

Nicht nur tagsüber kündigen sich außergewöhnliche Temperaturen an, auch in den Nächten kühlt es zum Teil nicht mehr unter 20 Grad ab. Vergangene Nacht beispielsweise gab es über 20 Messstellen im Land eine sogenannte Tropennacht. Spitzenreiter war hierbei Micheldorf mit einer Tiefsttemperatur von 23,0 Grad, es war dies die wärmste Nacht in der dortigen Messgeschichte.

Spielverderber Saharastaub?

Mit der kräftigen südlichen Höhenströmung erreichen besonders am Freitag und Samstag auch beträchtliche Mengen Saharastaub den Alpenraum. Am Boden bekommen wir davon aber nur indirekt etwas mit, so erscheint der Himmel statt in einem tiefen blau eher milchig weiß. Durch den Saharastaub könnten sich aber mehr Wolken bilden als heute in den Wettermodellen ersichtlich. Diese schieben sich vor die Sonne und wirken sich in der Folge dämpfend auf die absoluten Höchsttemperaturen aus.

Landesrekord außer Reichweite

Der Österreich-Rekord für den Juni ist aber trotz der außergewöhnlich hohen Temperaturen wohl nicht in Gefahr. Dieser datiert aus dem Jahre 2013, damals wurden in Waidhofen an der Ybbs 38,6 Grad gemessen. An einzelnen Orten kommen wir am Samstag jedoch in die Reichweite des jeweiligen Junirekords. Dieser liegt auf der Hohen Warte in Wien bei 36,5 Grad, aufgestellt 1857. Doch auch in Eisenstadt und in Wiener Neustadt geraten die Junirekorde zumindest ins Wanken.

Rückkehr zu „normalen“ Temperaturen

Aus heutiger Sicht geht die Hitzewelle am Samstagnachmittag und -abend im Westen mit teils schweren Gewittern wieder zu Ende. Am Sonntag erfassen die Gewitter dann weite Teile Österreichs, zuvor werden von St. Pölten und Graz ostwärts noch einmal Werte um 30 Grad erreicht. In der neuen Woche kündigt sich dann normal temperiertes Sommerwetter an, meist liegen die Höchstwerte dann zwischen 25 und 30 Grad. Ob Österreich im Laufe der kommenden Woche von Westen her die nächste Hitzewelle erreicht, ist noch mit größeren Unsicherheiten behaftet.

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Schwere Gewitter am Mittwoch im Westen

Kräftige Gewitter

Doch zunächst ein kurzer Rückblick auf gestern…Rund 35 Grad wurden in Langenlipsdorf gemessen, Werte um 33-34 Grad gab es generell im Großraum Berlin.

Die gemessenen Höchstwerte am Montag.
Die gemessenen Höchstwerte am Montag.

Von Westen her näherte sich aber eine Kaltfront, in deren Vorfeld teils heftige Gewitter entstanden. Fast 50 l/m² Regen kamen in Oberstdorf zusammen, doch auch in Hessen gab es lokal sehr große Regenmengen.

Die nassesten Orte am Montag.
Die nassesten Orte am Montag.

Natürlich gibt es nicht an jeder Ecke eine Wetterstation, deswegen nutzen wir Meteorologen auch analysierte Regenmengen. Dabei werden vereinfacht gesagt Messungen von Stationen mit Informationen aus Radardaten kombiniert und so erhält man ein flächiges Bild der Regenmengen.

Man sieht am Beispiel von gestern die Gewitterstraßen von Südwest nach Nordost, mit besonders großen Regenmengen (bis zu 50 l/m²) in Hessen, Thüringen und Niedersachsen.

Dementsprechend präsentiert sich auch die Blitzverteilung von gestern:

Blitzentladungen am Montag.
Blitzentladungen am Montag.

Nun aber zum Mittwoch: Im Laufe des Tages sind vom Taunus und dem Thüringer Wald hinauf bis Schleswig-Holstein ein paar Gewitter möglich, dabei kann es kräftig regnen und kleinen Hagel geben. Gut zu sehen auf der folgenden Karte, sie zeigt den 6-stündigen Niederschlag von morgen 16:00 bis 22:00 Uhr:

Niederschlag am Mittwochnachmittag.
Niederschlag am Mittwochnachmittag.

Die heftigsten Gewitter kommen dann aber am späten Abend von Frankreich und Belgien in den Westen des Landes gezogen. Vor allem in Baden-Württemberg, im Saarland und Rheinland-Pfalz sowie in NRW drohen dann schwere Gewitter mit

  • Regenmengen > 50 l/m²
  • Sturmböen bis zu 80 km/h
  • großem Hagel
  • Tornados

Die betroffenen Regionen lassen sich mit der Regensummenkarte für die Nacht zum Donnerstag recht gut eingrenzen:

Niederschlag Mittwochnacht.
Niederschlag Mittwochnacht.

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Start in die Pilzsaison

Eierschwammerl sind die beliebtesten Pilze hierzulande.

In den Supermärkten sind schon die ersten Pilze bzw. Schwammerl zu finden, allerdings stammen Eierschwammerl und Co. vornehmlich noch aus den osteuropäischen Ländern wie Bulgarien oder Rumänien. Heimische Pilze lassen noch ein bisschen auf sich warten und bevorzugen eher recht feuchtes Sommerwetter. Die Bedingungen in den Alpen sind noch besser, da hier reichlich Feuchtigkeit das Pilzwachstum begünstigt. Übertreiben sollte man das Sammeln jedoch nicht: Nach heimischem Recht dürfen nämlich nur zwei Kilogramm pro Tag zum Eigenbedarf gesammelt werden.

Gaumenfreude und Gefahrenquelle

Zu den beliebtesten Speisepilzen zählen der echte Pfifferling, im Alpenraum besser bekannt als Eierschwammerl sowie der Steinpilz, auch Herrenpilz genannt. Sie sind vor allem wegen ihrem feinen Aroma beliebt und enthalten wertvolle Nährstoffe. Gern genommen werden auch Parasol und der Maronenröhrling. Nicht so sehr bekannt, aber wegen ihres delikaten Geschmacks ein absoluter Geheimtipp, ist die Krause Glucke oder Fette Henne genannt. Sie ähnelt im Aussehen einem Schwamm und findet sich gern am Stammgrund und an Stümpfen von Waldkiefern und Föhren.

Beliebter Speisepilz: Die Krause Glucke
Beliebter Speisepilz: Die Krause Glucke

Wo Licht, da aber auch Schatten

Es gibt eine Unmenge an giftigen Arten, und leider sieht man dem Pilz oftmals nicht an, ob er giftig, ungenießbar oder essbar ist. Auch Geruch, Geschmack und sogar Verfärbung geben keine Sicherheit. Aus diesem Grund ist immer Vorsicht geboten, besonders bei wenig versierten Sammlern besteht häufig Verwechslungsgefahr. So gehört ein Bestimmungsbuch zu jeder Grundausrüstung dazu.

Regeln beim Pilze sammeln

Zum guten Ton gehört, dass der passionierte Sammler nicht wahl- und gedankenlos über die Früchte des Waldes, und damit auch über die Pilze, herfällt. Zu junge und zu kleine Speisepilze bzw. ungenießbare Vertreter sollten stehen gelassen, und Giftpilze auch nicht zerstört werden. In Naturschutzgebieten gibt es oftmals Einschränkungen.

Alle Regeln ausführlich zusammengefasst findet man auf der Homepage des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus: HIER KLICKEN

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Kräftige Gewitter und erstmals 30 Grad

Kräftige Gewitter

Premiere in Bludenz

Um 13:30 Uhr wurde am Montag in Bludenz das erste Mal in Österreich die 30-Grad-Marke geknackt. Im Laufe des Nachmittags kamen noch mehr Wetterstationen hinzu, am Ende des Tages konnten 9 Stationen im Land mit den magischen 30 Grad aufwarten:

Die gemessenen Höchstwerte am Montag.
Die gemessenen Höchstwerte am Montag.

Noch besser erkennt man die Hitzepole des gestrigen Tages auf der folgenden Karte. In gelb markiert sind alle Regionen, die einen Sommertag registriert haben. Hier wurden also Höchstwerte von 25 bis knapp 30 Grad gemessen. All jene Gebiete, die einen Hitzetag (also 30 Grad und mehr) verzeichnet haben, sind in rot dargestellt. Man sieht gut die Hotspots im Walgau, im gesamten Inntal sowie im Innviertel.

Verteilung der Sommer- und Hitzetage am Montag.
Verteilung der Sommer- und Hitzetage am Montag.

Bis zu 40 Liter Regen

In den Abendstunden entluden sich dann in Vorarlberg und Nordtirol ein paar, teils kräftige Gewitter. So wurden in Ehrwald rund 16 Liter pro Quadratmeter gemessen, 15 l/m² waren es in Hochzirl bei Innsbruck.

Die nassesten Orte am Montag.
Die nassesten Orte am Montag.

Das waren aber nur die Wetterstationen, lokal kann es bei Gewittern natürlich immer noch deutlich höhere Regenmengen geben. Das sieht man gut auf der nächsten Karte. Sie zeigt die analysierten Regenmengen des gestrigen Tages. Dabei werden vereinfacht gesagt Stationsmessungen (wie jene 16 l/m² von Ehrwald) und Radarinformationen kombiniert.

Man sieht: Besonders in Nordtirol gab es lokal sogar rund 30-40 Liter Regen pro Quadratmeter, so zum Beispiels im Tannheimer Tal und rund um Scharnitz.

Vor allem im Westen regnete es zum Teil kräftig.
Vor allem im Westen regnete es zum Teil kräftig.

Auch Blitze wurden von unserem Messnetz zahlreiche registriert, insgesamt rund 1400. Die höchsten Blitzdichten gab es dabei in den Bezirken Bregenz und Reutte.

Blitzentladungen am Montag.
Blitzentladungen am Montag.

Ausblick

Am heutigen Dienstag gibt es wieder Temperaturen bis zu 30 oder 31 Grad, am Mittwoch werden von Vorarlberg bis Oberösterreich lokal sogar 32 oder 33 Grad erreicht. Und auch Gewitter sind wieder mit von der Partie: Treten sie heute noch vereinzelt auf (westliche Nordalpen, Bergland im Süden und Südosten), so sind morgen in der gesamten Osthälfte teils heftige Gewitter zu erwarten!

Auf uwz.at bleibt Ihr in bewährter Manier stets am besten informiert!

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Mai 2019: Deutlich zu kalt und im Südwesten zu nass

Im Süden und Südwesten gab es deutlich mehr Regen als sonst im Mai.

War der Mai des Vorjahres noch der wärmste seit 1881, so zeigte sich der diesjährige Mai im Vergleich um ganze 5 Grad kälter. Letztlich fällt er um etwa 2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel zu kalt aus. Somit war der Mai 2019 der erste zu kalte Monat nach einer Serie von 13 Monaten, die zu warm ausfielen.

Vor allem die erste Monatshälfte verlief ausgesprochen kühl, zum Teil betrugen die Abweichungen in den ersten 15 Tagen des Mai rund -5 Grad! In der zweiten Monatshälfte fingen sich die Temperaturen zwar wieder, die negative Abweichung konnte aber nicht mehr wettgemacht werden. Mit nur 27,6 Grad wurde der Höchstwert des Monats in Lingen im Emsland aufgestellt. Nur zum Vergleich: Im Mai des Vorjahres lag der Höchstwert in Deutschland noch bei rund 34 Grad (ebenfalls aufgestellt in Lingen).

Teilweise doppelte Regenmenge

Nach den zuletzt häufig zu trockenen Monaten weist der Mai 2019 auch diesbezüglich eine gegensätzliche Entwicklung auf. Südwestlich der Linie Münster-Dresden fiel in Summe mehr Niederschlag als üblich, nordöstlich davon dagegen zu wenig. Mit einem Monatsniederschlag von nur 15 l/m² sticht hier wieder Lingen heraus, rund 75% fehlen auf eine ausgeglichene Bilanz. Ein ganz anderes Bild im Süden und Südwesten: Frankfurt meldet 15% mehr Regen als sonst, Nürnberg 30%, Augsburg 60% und München sogar 100%.  Die nassesten Orte sind folglich auch am Alpenrand zu finden, bis zu 400 l/m² kamen hier zusammen. Besonders der Starkregen rund um den 20.05.2019 sticht heraus, als in der Jachenau bei Bad Tölz in 72h rund 230 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden.

Das kühle und nasse Wetter im Mai schlägt sich auch bei den Schneemengen in den Bergen nieder. Auf dem Nebelhorn im Allgäu liegen noch immer 2 m Schnee, 4 m sind es auf der Zugspitze, 1 m auf dem Wendelstein.

Webcam heute am Nebelhorn:

Noch immer viel Schnee im Allgäu.
Noch immer viel Schnee im Allgäu.

Weniger Sonne als üblich

Die logische Konsequenz aus zu kühler Luft und verbreitet zu viel Niederschlag ist ein Sonnenscheindefizit. Und auch dieses weist der Mai 2019 auf, landesweit wurden nur 70 bis 90% der üblichen Sonnenscheindauer erreicht. Nur im Saarland schien die Sonne in etwa so häufig, wie man es sich von ihr in einem Mai erwarten darf.

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Klima im Juni – Was erwartet uns?

Der Sommer kommt im Juni auf Touren.

Grundsätzlich zeigt der Temperaturtrend im Laufe des Junis nach oben. Zwar sind auch zu Beginn des Monats bei entsprechender Wetterlage durchaus schon 30 Grad oder mehr möglich, die Wahrscheinlichkeit dafür steigt aber erst im Laufe des Monats spürbar an. Denn nun erwärmen sich auch die Wassermassen, wie etwa der Atlantik und das Mittelmeer zunehmend, sodass auch bei Nordwestwetterlagen nicht mehr allzu kühle Luftmassen den Weg zu uns finden.

Hier eine Übersicht über die Anzahl an Sommer- und Hitzetagen, die man sich im Juni im langjährigen Mittel erwarten darf:

Stadt Sommertage (25 Grad oder mehr) Hitzetage (30 Grad oder mehr)
Wien 11 2
Eisenstadt 11 2
St. Pölten 11 2
Linz 10 2
Graz 11 1
Klagenfurt 12 1
Salzburg 10 1
Innsbruck 11 2
Bregenz 7 1

Wettersingularität Schafskälte

Dennoch ist um die Monatsmitte klimatologisch gesehen oft noch einmal mit einer etwas weniger warmen Witterungsphase zu rechnen. Aufgrund ihrer Regelmäßigkeit hat diese sogar einen eigenen Namen erhalten: die „Schafskälte“. Sie macht sich jedoch eher in den Alpen bemerkbar, wo es oberhalb von 1.000 bis 1.500 m noch einmal schneien kann. So führten Auswertungen der Jahre 1872 bis 2011 in Wien mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in der Zeit vom 11. bis zum 20 Juni deutlich zu tiefe Temperaturen.

Zunehmend gewittrig – niederschlagsreicher Monat

Die Gewittertätigkeit zeichnet sich auch dafür verantwortlich, dass der Juni einer der feuchtesten Monate in Österreich ist. Die Regenmengen fallen dabei häufig in Form von Schauern und Gewittern, die in kurzer Zeit auch größere Niederschlagsmengen bringen können. Aber auch großflächige Regenereignisse sind im Juni nicht gänzlich ausgeschlossen, was das Hochwasserereignis Anfang Juni 2013 deutlich zeigte.

Viele Sonnenstunden

Dennoch schaffen es die meisten Regionen im Schnitt im Juni auf 200 bis 230 Stunden Sonnenschein. Die sonnigste Region Österreichs im Juni ist der Seewinkel im Burgenland mit rund 245 Sonnenstunden im Mittel. Diese Zahlen sind aber auch auf den hohen Sonnenstand zurückzuführen, der im Juni sein Maximum erreicht. Juli und August haben aufgrund oft beständigerer Hochdrucklagen im Klimamittel allerdings noch etwas mehr Sonnenschein zu bieten.

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Hitzerekorde und bis zu 50 Grad im Mai 2019

Im Mai gab es weltweit zahlreiche neue Hitzerekorde.

Zu kalter Mai

Fast 3 Grad zu kalt fiel der Mai in Österreich aus, wir hatten vor ein paar Tagen hier ausführlich berichtet. Es war somit der kälteste Mai seit 1991. Aber auch in Deutschland beträgt die Abweichung rund -2 Grad. Gut zu sehen ist der unterkühlte Monat auf der folgenden Karte, sie zeigt die Temperaturabweichungen im Mai in Europa:

In Mittel- und Südeuropa war der Mai deutlich zu kalt.
In Mittel- und Südeuropa war der Mai deutlich zu kalt.

Weite Teile Mittel- und Südeuropas (blaue Farbtöne) erlebten einen zu kalten Monat. Man erkennt aber auch schon riesige Landflächen über Russland, dem Nahen Osten und Nordwestafrika, wo es zu warm war (orange-rot).

Nur ein kleiner zu kalter Fleck

Betrachtet man die gleiche Karte auf der globalen Ebene, so wird eines deutlich. Zusammen mit den Menschen in Teilen der USA haben praktisch nur wir in Europa einen zu kalten Mai erlebt. Weitaus größere Flächen der Erde verzeichneten dagegen positive Abweichungen. Rund +0,5 Grad betrug diese im globalen Mittel – wieder, muss man sagen.

Global fiel der Mai rund ein halbes Grad zu warm aus.
Global fiel der Mai rund ein halbes Grad zu warm aus.

Dass ein Monat global gesehen nämlich zu kalt ausfällt, ist schon sehr lange her. Findet ihr diesen Monat auf der folgenden Grafik? Es ist der kleine blaue Balken im Dezember 1984, seitdem fiel jeder Monat auf der Erde deutlich zu warm aus:

Seit über 35 Jahren ist jeder Monat zu warm!
Seit über 35 Jahren ist jeder Monat zu warm!

Temperaturrekorde

Der zu warme Mai auf der Erde äußert sich auch in einigen Temperaturrekorden. In der Türkei wurde am Donnerstag dieser Woche eine neue Bestmarke für den Mai aufgestellt, 42,8 Grad gab es in Kırıkhan im Süden des Landes:

Auch auf Zypern fiel der nationale Mairekord tags zuvor mit 42,1 Grad in Athalassa:

Weitere Landesrekorde für den Mai gab es in u.a. Kenia, Indonesien,  im Niger, Syrien, Laos, Vietnam und Israel.

Kein Rekord, aber doch eine bemerkenswerte Marke wurde diese Woche in Pakistan geknackt: das erste Mal 2019 wurden auf der Erde 50 Grad gemessen:

 

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Die 30 Grad kommen

Die 30 Grad werden am Sonntag geknackt.

Langes Warten

Bis dato hält Kirchberg an der Pielach mit 28,7 Grad noch immer den absoluten Höchstwert im laufenden Jahr. Beachtlich hierbei ist, dass diese Temperatur bereits im April gemessen wurde. Der komplette Mai hinkte hinsichtlich der Temperaturen deutlich hinterher, mehr als 27,0 Grad in Hermagor waren nicht drinnen. Dass bis Anfang Juni kein Hitzetag mit 30 Grad oder mehr registriert wird, ist in den vergangenen Jahren zur Rarität geworden. Meist erlebten die 30 Grad in Zeiten des Klimawandels nämlich schon im Mai, teilweise bereits im April ihre Premiere. Letztmalig so lange warten hieß es 2013, als sogar erst am 13. Juni das erste Mal die 30-Grad-Marke geknackt wurde.

Übersicht des Termins für den „Ersten 30er“ seit 2010:

Jahr Erster 30er des Jahres
2019 Voraussichtlich 02.06.
2018 20. April
2017 19. Mai
2016 22. Mai
2015 05. Mai
2014 21. Mai
2013 13. Juni
2012 27. April
2011 24. Mai
2010 25. Mai

Heißer Westen

Das Tief der vergangenen Tage ist ab Freitag Geschichte, ein Ableger des Azorenhochs übernimmt für einige Tage das Zepter. Dazu strömt von der Iberischen Halbinsel immer wärmere Luft heran, am Samstag klettern die Temperaturen beispielsweise in Bludenz, Innsbruck oder Lienz bereits auf bis zu 27 Grad. Noch ein paar Grad wärmer wird es dann am Sonntag und Montag. Als Anwärter auf die ersten 30 Grad des Jahres 2019 stehen die eben genannten Orte hoch im Kurs. Neben Vorarlberg und Tirol geraten die 30 Grad aber auch in Salzburg, Ober- und Niederösterreich zumindest in Reichweite.

Gut zu sehen ist die Warmluftzufuhr auf der Prognose-Karte des Wettermodells vom DWD (Temperatur in rund 1.500 m Höhe am Sonntag):

Warme Luft aus Südwesteuropa lässt die Temperaturen steigen.
Warme Luft aus Südwesteuropa lässt die Temperaturen steigen.

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Das Wetter zum Vatertag

Zumindest zeitweise sonnig wird es am Vatertag.

Vor allem in Ostdeutschland wird der Vatertag auch als Herrentag oder auch Männertag zelebriert, nicht nur Vätern ist der kommende Donnerstag hier also gewidmet. Ende des 19. Jahrhunderts kam die heutige Tradition der Vatertagsausflüge auf und erfreut sich bis zum heutigen Tage großer Beliebtheit.

Nun stellt sich natürlich die berechtigte Frage, ob die Herren der Schöpfung am Donnerstag bei ihren Ausflügen mit Bierkisten, Bollerwägen oder Schubkarren auch von außen nass werden oder ob das Bier das einzige „Nass“ bleiben wird.

Zweiteilung

Ein Ableger des Azorenhochs sorgt besonders im Osten und Süden für freundliches Wetter, schauen wir uns hierfür mal die Prognose der Sonnenstunden an:

Im Süden und Osten wird es freundlich.
Im Süden und Osten wird es freundlich.

Östlich der Linie Kaiserslautern-Lübeck wechseln sich Sonnenschein und harmlose Wolken einander ab, etwas dichter können die Wolken noch Richtung Alpenrand sein. Westlich der genannten Linie trübt es sich dagegen rasch ein, dichte Wolken ziehen auf.

Diese bringen in diesen Regionen auch etwas Regen, am meisten fällt rund um die Nordseeküste. Auch an den Alpen kann es am Vormittag noch etwas regnen, hier die 24-Stunden-Regenprognose des Europäischen Wettermodells:

Der Vatertag wird im Großteil des Landes trocken.
Der Vatertag wird im Großteil des Landes trocken.

Und die Temperaturen?

Die präsentieren sich im ganzen Land angenehm. Werte um 20 Grad werden verbreitet erreicht, kühler mit 15 bis 18 Grad bleibt es in den Mittelgebirgen und an den Küsten. Die wärmsten Orte dürften von Greifswald bis Plauen beheimatet sein, hier sind sogar 21 bis 24 Grad möglich!

Verbreitet wird es angenehm warm.
Verbreitet wird es angenehm warm.

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Schwere Gewitter und Überschwemmungen in den USA

Am Montag kam es über den Great Plains in den USA zu einer klassischen Frühjahrs-Unwetterlage: Speziell in Texas, Oklahoma und Kansas wurden insgesamt 26 Tornados registriert, zudem gibt es zahllose Berichte über großen Hagel. Selbst Hagelkörner bis zu 14 cm im Durchmesser gab es. Hier die Meldungen auf einer Karte dargestellt:

Die Meldungen von Hagel, Böen über 97 km/h und Tornados. © UBIMET
Die Meldungen von Hagel >2,5 cm, Böen >97 km/h und Tornados. © UBIMET

Zudem sorgten auch Orkanböen für entwurzelte Bäume und Stromausfälle: In Marshall, Oklahoma, wurden am Montagabend sogar Böen von bis zu 151 km/h gemessen.

Überflutungen

Die vergangenen Wochen brachten wiederholt kräftige Gewitter und Regenfälle in den Great Plains und rund um den Mississippi. Während Tornados und riesiger Hagel die Schlagzeilen beherrschen, sind weitaus mehr Menschen von Hochwasser betroffen.

In den vergangenen 4 Wochen sind in Texas, Kansas und Teilen Arkansas sowie Louisianas 2- bis 4-mal so viel Regen gefallen wie üblich. Gut zu sehen auf der folgenden Karte (blau und lila = besonders nass):

Im Mittleren Westen war es seit Ende April viel zu nass.
Im Mittleren Westen war es seit Ende April viel zu nass.

Hunderte Quadratkilometer sind überschwemmt, Häuser und Straßen von den Wassermassen zerstört. Leider ändert sich auch bis zum Monatsende kaum etwas an der Großwetterlage ändern, die Mitte der USA muss weiter mit heftigen Gewittern samt großen Regenmengen rechnen.

Besonders dramatisch ist die Lage für die Landwirtschaft. Letztes Jahr zu dieser Zeit beispielsweise hatten die Landwirte in Illinois schon 90 Prozent des Getreides gesät, dieses Jahr erst 11 %. Das sich in der ersten Junihälfte das Zeitfenster für die Aussaat schließt, sind große Ernteausfälle zu befürchten.

Regen füllt gut 3700 Pyramiden mit Wasser

3700 solcher Pyramiden könnte der Mairegen in Österreich bislang füllen.

Natürlich werden die Pyramiden nur im übertragenen Sinne mit Wasser gefüllt – doch dazu etwas später mehr. Der Mai verlief ja bislang deutlich zu nass in unserem Land, an der Spitze der nassesten Orte in Österreich liegen derzeit gleich sechs Orte aus Vorarlberg.

In Bregenz beispielsweise sind bis dato schon knapp 289 Liter Regen pro Quadratmeter zusammengekommen, ein durchschnittlicher gesamter Mai schlägt hier mit nur 146 l/m² zu Buche. Sogar der Mai-Rekord von 356 l/m² aus dem Jahre 1999 wackelt heuer.

Besonders nass war es in Vorarlberg.
Besonders nass war es in Vorarlberg.

Auf der Österreichkarte sieht die Niederschlagsbilanz wie folgt aus. Schwerpunkte des Regens waren die Nordstaulagen von Vorarlberg bis zum Mostviertel, deutlich weniger Regen (und somit auch zu trocken für einen Mai) fiel bislang von Lienz bis Güssing.

Große Regenmengen im Mai bislang in Österreich.
Große Regenmengen im Mai bislang in Österreich.

Kommen wir nun wie versprochen zu den Pyramiden. Über das ganze Land gemittelt fielen im Mai bisher 115 Liter Regen auf jeden einzelnen Quadratmeter. Das gesamte Wasservolumen vom Mai-Niederschlag beziffert sich somit auf 9,64 Milliarden Kubikmeter bzw. 9,64 Kubikkilometer. Eine riesige, kaum vorstellbare Zahl. Doch damit wird sie griffiger: Man könnte die Cheops Pyramide in Ägypten (immerhin 139 m hoch) ganze 3732 mal mit Wasser füllen, oder zeitlich gesehen: Pro Stunde hätte man im Mittel 7 Cheops Pyramiden mit Wasser füllen können.

Bodensee steigt

Auch anhand des Bodensee-Pegels lassen sich die Regenmengen eindrucksvoll veranschaulichen.  Im Vergleich zur Vorwoche ist der Seepegel an der Messstelle Bregenz um fast 70 cm angestiegen auf nun 402 cm. Mit diesem zusätzlichen Wasservolumen – alleine aus dem Bodensee – könnte man Deutschland 1 Monat und Österreich 1 Jahr mit Wasser versorgen!

Der Bodensee-Pegel in Bregenz.
Der Bodensee-Pegel in Bregenz.

Kommt da noch mehr?

Ja! In den kommenden Tagen sorgen Schauer und Gewitter zwar nur punktuell für weiteres Nass von oben, bis Sonntag gibt es auf jeden Fall mal keinen flächigen Regen. Die letzte Maiwoche sieht nach derzeitigem Stand aber wieder sehr nass aus, Höhentiefs und Kaltfronten lassen das Regenkonto weiter ansteigen.

Zu guter Letzt haben wir hier für euch die noch zu erwartenden Regenmengen in Österreich wie sie das europäische Wettermodell derzeit sieht: Demnach kommen von Bregenz bis zum Wienerwald weitere 100 bis 150 l/m² zusammen, sonst immerhin auch 40 bis 90 l/m²!

Große Regenmengen kommen v.a. in den Nordalpen zusammen.
Große Regenmengen kommen v.a. in den Nordalpen zusammen.

30 Grad lassen auf sich warten

Negativer Ausreißer

Bis dato hält Schärding mit 25,2 Grad noch immer den absoluten Höchstwert im diesjährigen Mai. Es ist zudem der einzige Ort Österreichs, der im Mai 2019 bislang überhaupt einen Sommertag registrieren konnte. Im Durchschnitt kommen aber beispielsweise Linz, Graz oder auch Wien im Mai auf rund 6 bis 7 Sommertage.

30er immer früher

Im langjährigen Mittel werden die 30 Grad in den Tälern und Niederungen des Landes circa in der ersten Junidekade (01.-10.06.) erreicht. In Zeiten des Klimawandels verschiebt sich dieser Termin aber immer weiter nach vorne. So beweist der Blick in die jüngere Vergangenheit, dass erstmalige 30 Grad im Mai mittlerweile zur Normalität gekommen sind. Vor zwei Jahren wurden sogar das erste Mal in einem Mai 35 Grad gemessen, im Vorjahr fiel der erste 30er bereits im April. Für noch deutlich spätere Premieren der 30 Grad muss man in den klimatologischen Geschichtsbüchern schon etwas weiter nach hinten blättern: So dauerte es in Innsbruck anno 1989 sogar bis Mitte August, ehe die 30 Grad erstmals gemessen wurden.

Übersicht der „Ersten 30er“ und der Höchsttemperaturen im Mai seit 2010:

Jahr Erster 30er des Jahres Höchsttemperatur im Mai (Ort)
2019 25,2 Grad (Schärding)
2018 20. April 32,1 Grad (Enns)
2017 19. Mai 35,0 Grad (Horn) → ÖSTERREICH-REKORD
2016 22. Mai 32,5 Grad (Salzburg)
2015 5. Mai 31,8 Grad (Weyer)
2014 21. Mai 33,0 Grad (Salzburg)
2013 13. Juni 29,1 Grad (Waidhofen/Ybbs)
2012 27. April 32,3 Grad (Innsbruck)
2011 24. Mai 31,4 Grad (Wien-Innere Stadt)
2010 25. Mai 30,6 Grad (Innsbruck)

Wie geht es weiter?

In den kommenden Tagen pendeln sich die Temperaturen im frühsommerlichen Bereich ein, Höchstwerte meist zwischen 17 und 25 Grad entsprechen der Jahreszeit. Die 25 Grad, per Definition ein Sommertag, werden am Freitag beispielsweise in Innsbruck und Lienz erreicht. Am Sonntag steht dann auch dem östlichen Flachland der erste Sommertag des Monats bevor. An die Höchstwerte im April kommen wir aber in den letzten Tagen des Mais nicht mehr heran, so wurden im Vormonat an der Alpennordseite schon bis zu 29 Grad gemessen. Des weiteren ist es bereits jetzt sehr wahrscheinlich, dass der Mai 2019 deutlich zu kalt ausfallen wird.

Quelle Titelbild: pixabay

Große Regenmengen in den nächsten Tagen

Heftige Regenschauer werden in den kommenden Tagen niedergehen.

Ein Tief nistet sich in den kommenden Tagen über Mitteleuropa ein, am Dienstag beispielsweise dreht es über dem Grenzbereich von Deutschland und Tschechien seine Kreise. Das Tief ist angereichert mit feucht-labiler Luft, womit zumindest lokal große Regenmengen drohen:

Ein Tief über Mitteleuropa versorgt uns mit Regen.
Ein Tief über Mitteleuropa versorgt uns mit Regen.

Am Sonntag gehen im Laufe des Nachmittags vor allem vom Bregenzerwald bis zum Salzkammergut Schauer und Gewitter nieder, auch im Mühl- und Waldviertel sowie von Osttirol bis zur Steiermark sind diese zu erwarten. Unwetterpotential ist aber noch nicht gegeben, die Regenmengen fallen nicht so groß aus.

Der Montag bringt dann aber verbreitet teils intensive Regenschauer und Gewitter. Ab dem Nachmittag regnet es dann im Westen schauerartig verstärkt und zum Teil heftig. Auch der Dienstag hat verbreitet Regenschauer und Gewitter im Angebot.

Der Mai fiel bislang schon deutlich zu nass aus, in St. Pölten zum Beispiel ist schon doppelt so viel Regen gefallen wie sonst üblich, in Eisenstadt sogar eineinhalb mal so viel.

Landeshauptstadt Regenmenge 01.-17.05.2019 Abweichung zum langjährigen Mittel
Wien 89 l/m² 135%
St. Pölten 83 l/m² +98%
Eisenstadt 90 l/m² +150%
Linz 68 l/m² +84%
Graz 45 l/m² -2%
Klagenfurt 57 l/m² +43%
Salzburg 113 l/m² +60%
Innsbruck 63 l/m² +80%
Bregenz 80 l/m² +16%

Schauen wir auf die erwartenden Regenmengen: Hier die aufsummierten Regenmengen bis Donnerstag exemplarisch vom Wettermodell des DWD. In den Bergen fallen verbreitet 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter. Noch deutlich mehr dürfte es nach diesem Modell in den Nordstaulagen Vorarlbergs, Tirols und Salzburgs werden. Dort werden 100 bis 200 l/m² erwartet!

Große Regenmengen im westlichen Bergland.

Quelle Titelbild: Adobe Stock

Spektakuläre Tornados in den USA

Tornado in den USA (Symbolfoto)

Ein kräftiges Tief über dem mittleren Westen der USA hat gestern schon warme, feuchte und extrem labil geschichtete Luft aus dem Golf von Mexiko nach Norden gelenkt. Dabei kam es vor allem in den Bundesstaaten Nebraska und Kansas zu heftigen Gewittern mit Tornados und großem Hagel. Dies belegen die Meldungen, die gestern beim Wetterdienst NOAA eingegangen sind (Tornados = rot // Hagel = grün):

Unwettermeldungen am Freitag.
Unwettermeldungen am Freitag.

Es gibt zahllose Bild- und Videoaufnahmen der Unwetter, vor allem die Tornados sehen beeindruckend aus:

Kommen Tornados zu dieser Jahreszeit in dieser Gegend der USA überraschend? Definitiv nein! Auf der folgenden Karte ist die mittlere Anzahl an Tornados im Mai pro Bundesstaat dargestellt. Mit 43 Tornados hat Texas im langjährigen Mittel die Nase vorne (auch aufgrund der Größe des Staates), dahinter folgen mit 38 bzw. 28 Tornados Nebraska und Oklahoma.

Durchschnittliche Anzahl an Tornados im Mai
Durchschnittliche Anzahl an Tornados im Mai

Hotspot für schadensbringende Tornados (also Tornados der Kategorie 2 oder höher) ist im Mai eindeutig Oklahoma:

Wahrscheinlichkeit für starke Tornados im Mai.
Wahrscheinlichkeit für starke Tornados im Mai.

Auch am heutigen Samstag muss man im mittleren Westen der USA wieder mit Unwettern rechnen, der Schwerpunkt verschiebt sic

Unwetter auch am Samstag zu befürchten.

Bauernregel „Mairegen bringt Segen“

Regen im Frühling tut den Pflanzen gut.

Die alte Wetterregel „Mairegen bringt Segen“ beschreibt die Wichtigkeit ausreichender Regenmengen im späten Frühling für Natur und Landwirtschaft. Heutzutage wünschen sich viele Menschen möglichst immer Sonne und Wärme, aber längere Trockenheit kann trotz moderner Technik gravierende Folgen haben.

Steigender Wasserbedarf

Im Winter verdunstet nur wenig Wasser, somit sind auch im zeitigen Frühjahr die Böden durch Wasser aus Regen und Schnee meist feucht. Mit steigendem Sonnenstand kann jedoch täglich immer mehr Wasser verdunsten, das dann durch ausreichende Niederschläge nachgeliefert werden muss. Zudem beginnen die Pflanzen zu wachsen und bilden Blätter, über die weiteres Wasser verdunstet. Daher ist nun für gutes Pflanzenwachstum häufiger Regen besonders wichtig. Das widerspricht zwar dem Bild vom Wonnemonat Mai mit Sonnenschein und bestem Outdoor-Wetter, aber neben Landwirten wissen besonders Gartenbesitzer um die Wichtigkeit des Regens.

Feuchtes Klima

In Mitteleuropa herrscht in den meisten Jahren gutes Wachstums-Wetter, denn im Laufe des Frühlings nehmen die Regenmengen im Mittel deutlich zu, um im Sommer ihr Maximum zu erreichen. Damit wird die mit dem Sonnenstand ansteigende Verdunstung ausgeglichen, als Folge davon haben wir dichte grüne Wälder und intensive und ertragreiche landwirtschaftliche Nutzung. Allerdings kann es auch zu viel des Guten geben: Hin und wieder kommt es im Spätfrühling oder Frühsommer zu anhaltendem, starkem Regen und in weiterer Folge zu Hochwasser. Zuletzt war das Ende Mai / Anfang Juni 2013 der Fall.

Und 2019?

Schauen wir uns den diesjährigen Mai mal genauer an. Auch wenn dieser erst zu knapp zwei Dritteln vorbei ist, so kann man jetzt schon Aussagen zum Thema Mairegen treffen.

Stadt Regenmenge 01.-17.05.2019 Langjähriges Mittel des Gesamtmonats
Hamburg 24 l/m² 57 l/m²
Bremen 18 l/m² 54 l/m²
Berlin 13 l/m² 54 l/m²
Düsseldorf 29 l/m² 69 l/m²
Dresden 35 l/m² 63 l/m²
Hannover 22 l/m² 61 l/m²
Stuttgart 25 l/m² 83 l/m²
Frankfurt 42 l/m² 63 l/m²
Augsburg 27 l/m² 85 l/m²

Man sieht, zu den langjährigen Mittelwerten des Gesamtmonats haben wir jede Menge Platz, besonders im Norden war der Mai bislang zu trocken.

In den kommenden Tagen sorgen aber Schauer und Gewitter für lokal große Regenmengen. Das Wettermodell des Deutschen Wetterdienstes beispielsweise berechnet für das Allgäu teils mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter:

Vor allem im Süden und Südwesten große Regenmengen.
Vor allem im Süden und Südwesten große Regenmengen.

Quelle Titelbild: pixabay

Bauernregel „Mairegen bringt Segen“

Regen im Frühling tut den Pflanzen gut.

Die alte Wetterregel „Mairegen bringt Segen“ beschreibt die Wichtigkeit ausreichender Regenmengen im späten Frühling für Natur und Landwirtschaft. Heutzutage wünschen sich viele Menschen möglichst immer Sonne und Wärme, aber längere Trockenheit kann trotz moderner Technik gravierende Folgen haben.

Steigender Wasserbedarf

Im Winter verdunstet nur wenig Wasser, somit sind auch im zeitigen Frühjahr die Böden durch Wasser aus Regen und Schnee meist feucht. Mit steigendem Sonnenstand kann jedoch täglich immer mehr Wasser verdunsten, das dann durch ausreichende Niederschläge nachgeliefert werden muss. Zudem beginnen die Pflanzen zu wachsen und bilden Blätter, über die weiteres Wasser verdunstet. Daher ist nun für gutes Pflanzenwachstum häufiger Regen besonders wichtig. Das widerspricht zwar dem Bild vom Wonnemonat Mai mit Sonnenschein und bestem Outdoor-Wetter, aber neben Landwirten wissen besonders Gartenbesitzer um die Wichtigkeit des Regens.

Feuchtes Klima

In Mitteleuropa herrscht in den meisten Jahren gutes Wachstums-Wetter, denn im Laufe des Frühlings nehmen die Regenmengen im Mittel deutlich zu, um im Sommer ihr Maximum zu erreichen. Damit wird die mit dem Sonnenstand ansteigende Verdunstung ausgeglichen, als Folge davon haben wir dichte grüne Wälder und intensive und ertragreiche landwirtschaftliche Nutzung. Allerdings kann es auch zu viel des Guten geben: Hin und wieder kommt es im Spätfrühling oder Frühsommer zu anhaltendem, starkem Regen und in weiterer Folge zu Hochwasser. Zuletzt war das Ende Mai / Anfang Juni 2013 der Fall.

Und 2019?

Schauen wir uns den diesjährigen Mai mal genauer an. Auch wenn dieser erst zu knapp zwei Dritteln vorbei ist, so kann man jetzt schon Aussagen zum Thema Mairegen treffen.

Landeshauptstadt Regenmenge 01.-17.05.2019 Abweichung zum langjährigen Mittel
Wien 89 l/m² 135%
St. Pölten 83 l/m² +98%
Eisenstadt 90 l/m² +150%
Linz 68 l/m² +84%
Graz 45 l/m² -2%
Klagenfurt 57 l/m² +43%
Salzburg 113 l/m² +60%
Innsbruck 63 l/m² +80%
Bregenz 80 l/m² +16%

Man sieht, bis auf Graz fiel der Mai bisher in jeder Landeshauptstadt deutlich zu nass aus. In Eisenstadt fielen beispielsweise statt der üblichen 36 Liter pro Quadratmeter im Zeitraum 1. bis 17. Mai heuer schon 90 l/m².

In den kommenden Tagen ist mit weiterem Regennachschub zu rechnen, Schauer und Gewitter sorgen vor allem im westlichen Bergland für lokal große Regenmengen. Das Wettermodell des Deutschen Wetterdienstes beispielsweise berechnet für Vorarlberg teils mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter:

Große Regenmengen im westlichen Bergland.
Große Regenmengen im westlichen Bergland.

Quelle Titelbild: pixabay

30 Grad am Polarkreis – Sommer im Hohen Norden

Sommer im hohen Norden Russlands.

Archangelsk ist eine Großstadt mit 350.000 Einwohnern, am Ufer des Weißen Meeres. Gelegen auf fast 65 Grad nördlicher Breite sind es nur rund 200 Kilometer zum Nördlichen Polarkreis. Normalerweise kommen die Temperaturen im Mai so gerade mal in den positiven zweistelligen Bereich. Nicht so gestern, als dort 29 Grad gemessen wurden. Das sind 17 Grad mehr als üblich und bedeuten einen neuen Tagesrekord. Zudem wurden dort noch nie so früh im Jahr derart hohe Temperaturen gemessen.

Noch beeindruckender wird diese Tatsache, wenn man sich folgendes Satellitenbild vom Donnerstag ansieht. Rund um Archangelsk liegt noch jede Menge Schnee, man ist dort also praktisch vom Winter in den Sommer durchgestartet.

Nur zur Verdeutlichung: Temperaturen von knapp 30 Grad im Mai sind auf diesem Breitengrad in etwa so außergewöhnlich wie 38 Grad im Mai  in Berlin oder Wien!

Vom Winter in den Sommer in nur wenigen Tagen.
Vom Winter in den Sommer in nur wenigen Tagen.

Günstige Wetterlage

Die Wetterlage macht’s möglich. Während bei uns in Mitteleuropa die Strömung eher auf Nord steht und uns so deutlich zu kühle Luftmassen erreichen, präsentiert sich das Wetter in Russland derzeit genau gegenteilig. Sichtbar wird das auf dem folgenden Bild, sie zeigt die Großwetterlage gestern:

Warme Luft in Russland.
Warme Luft in Russland.

Zwischen einem Hoch und einem Tief wurde die warme, ja fast schon heiße Luft weit in den Norden gepumpt. Sie stammt ursprünglich aus Vorderasien. Archangelsk liegt an der Pfeilspitze.

Neuer Hotspot

In den kommenden Tagen kehren die Temperaturen in der Region wieder auf normale Werte für die Jahreszeit zurück, stattdessen kündigt sich auf dem Atlantik ein Vorstoß extrem warmer Luft hoch in den Norden an. Begünstigt ist dann die Vulkaninsel Island, wo im Mai die durchschnittlichen Höchstwerte wie in Archangelsk um 10 Grad liegen.

Auf dem folgenden Bild seht ihr die erwarteten Höchsttemperaturen auf Island am Dienstag:

In der neuen Woche wird es auf Island sehr warm.
In der neuen Woche wird es auf Island sehr warm.

Vor allem im Norden der Insel steigen die Temperaturen auf 15 bis örtlich 20 Grad! Möglich machen dies die Berge im Inselinneren. Strömt nun von Süden her die ohnehin schon warme Luft heran, so erreicht diese als Föhn die nördlichen Landesteile.

Quelle Titelbild: Webcam Archangelsk

16.000 Blitze – Eisheilige starten mit heftigen Gewittern

Am Samstag gewitterte es in Österreich lokal heftig.

Heftige Gewitter am Samstag

Am Samstag, mit Mamertus dem ersten Tag der Eisheiligen, gingen vor allem in der Steiermark, im Burgenland und im südlichen Niederösterreich zum Teil heftige Gewitter nieder. Insgesamt erfasste unser Blitzmessnetz gut 16.000 Entladungen, diese teilten sich zu je einem Drittel auf die genannten Bundesländer auf. Die Nase vorne hatte Niederösterreich mit mehr als 5.500 Blitzen, dort ist mit Neunkirchen auch der blitzreichste Bezirk Österreichs beheimatet.

Gut zu sehen sind die Gewitter-Hotspots auf der Österreichkarte:

Blitze am Samstag.
Blitze am Samstag.

Neben zahlreichen Blitzeinschlägen kam es lokal zu großen Regenmengen, in Mattersburg wurden gestern 98 Liter pro Quadratmeter gemessen. Das ist deutlich mehr, als dort sonst in einem gesamten durchschnittlichen Mai an Regen fällt. 50 l/m² wurden in Reichenau an der Rax registriert, 40 in Puchberg am Schneeberg.

Hier eine Übersicht der Top 10 von gestern:

Regenmengen am Samstag.
Regenmengen am Samstag.

Kalter Servatius und Bonifatius

Die Gewitter bildeten sich im Vorfeld einer Kaltfront, die mittlerweile das ganze Land erfasst hat. Am heutigen Sonntag (Pankratius) fällt in Vorarlberg und Tirol schon oberhalb von rund 1000 m Schnee, in Warth am Arlberg liegt somit seit mehr als einem halben Jahr durchgehend Schnee. Am Montag (Servatius) geht es wechselhaft, stürmisch und mit 4 bis 14 Grad deutlich zu kalt für Mitte Mai weiter, Schnee ist schon oberhalb von 1000 bis 1300 m ein Thema. Mit Höchstwerten von nur 2 bis 12 Grad kühlt es am Dienstag sogar noch weiter ab. Damit ist es um 10 bis 15 Grad kälter, als in einem durchschnittlichen Mai. Spätwinterlich wird es dabei noch einmal vor allem in Lagen oberhalb von 700 bis 1000 m, hier schneit es immer wieder. Dazu bleibt der unangenehme, kräftige Nordwestwind erhalten, von Osttirol bis zum Wechsel sind Sturmböen einzuplanen.

Hier sieht man gut, dass vor allem die Berge eine ordentliche Portion Neuschnee abbekommen, 30 bis 40 cm fallen vom Großvenediger bis zur Rax.

Neuschnee bis Dienstag
Neuschnee bis Dienstag

Trend geht nach oben

Nach dem Tiefpunkt bei den Temperaturen am Dienstag kommt der Frühling in der zweiten Wochenhälfte allmählich wieder auf Touren. Zwar müssen wir weiterhin auf beständiges Hochdruckwetter warten, am Donnerstag sind aber schon wieder bis zu 17 Grad zu erwarten. Der Freitag hat dann sogar Werte um 20 Grad im Repertoire und aus heutiger Sicht setzt sich auch am kommenden Wochenende der Trend hin zu frühsommerlichen Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad fort.

Quelle Titelbild: pixabay

Wintereinbruch am Wochenende

Belaubte Bäume biegen sich unter der Schneelast.

Warmstart in den Mai

Mit Höchsttemperaturen zwischen 15 und 22 Grad präsentiert sich der Staatsfeiertag nach dem verregneten Dienstag von seiner deutlich wärmeren und wieder sonnigen Seite. Auch am Donnerstag verwöhnen uns Sonnenschein und angenehme Frühlingswärme. Verbreitet werden Werte um 20 Grad erreicht, auf bis zu 23 Grad klettern die Temperaturen vom Weinviertel bis nach Unterkärnten. Das Frühlingserwachen ist aber nur von kurzer Dauer, denn bereits am Freitag sorgen Regenschauer und schon etwas gedämpfte Höchstwerte von 11 bis 19 Grad für einen Vorgeschmack auf das Wochenende.

Spätwinterliches Wochenende

Am Samstag erreicht schließlich eine markante Kaltfront das Land von Norden her, zugleich bildet sich über Norditalien ein Tiefdruckgebiet aus. Dabei regnet es im Laufe des Tages verbreitet, vorerst befindet sich die Schneefallgrenze aber noch im Mittelgebirge. Mit Einsickern der Kaltfuft von Deutschland her muss man ab dem späten Nachmittag in den Nordalpen schon bis 1000 m hinab mit Schneefall rechnen. In der Nacht auf Sonntag sinkt die Schneefallgrenze sogar auf 600 bis 400 m ab, wenige Zentimeter Nassschnee könnten sich also auch im Rhein- und Inntal ausgehen. Deutlich winterlichere Bedingungen stellen sich in den etwas höher gelegenen Tälern der Nordalpen ein, oberhalb von 800 bis 1000 m sind nach derzeitigem Stand 5 bis 15 cm Neuschnee möglich.

Der Tiefpunkt bei den Temperaturen wird am Sonntag erreicht, eindrucksvoll zu erkennen am Trend der Höchsttemperaturen für Wien, Klagenfurt und Innsbruck:

Am Wochenende wird es deutlich kälter.
Am Wochenende wird es deutlich kälter.

Verfrühte Eisheilige?

Zwischen dem 11. und 15. Mai liegen die Gedenktage der Eisheiligen. In diesen Tagen gibt es statistisch gesehen zwar keine Häufung von Frost, allerdings kommt es zwischen dem 20. und 25. Mai tatsächlich häufig zu Kaltlufteinbrüchen. Das ist vor allem bemerkenswert, da der Zeitraum der Eisheiligen ursprünglich aus der Zeit des Julianischen Kalenders stammt. Bei der gregorianischen Kalenderreform im 16. Jahrhundert blieben die Gedenktage allerdings unverändert. Genau genommen sind somit die Eisheiligen in Wirklichkeit erst zwischen dem 19. und dem 23. Mai anzusiedeln, also eine gute Woche später. Der kommende Kaltlufteinbruch lässt sich also nicht auf die Eisheiligen zurückführen, hierbei handelt es sich um einen späten, aber durchaus regelmäßig auftretenden Wintergruß im Frühling.

Quelle Titelbild: pixabay

Spektakulärer Tornado in Rumänien

Gestern bildete sich in Rumänien ein eindrucksvoller Tornado.

Am gestrigen Dienstag lag der Südosten der Balkanhalbinsel unter Tiefdruckeinfluss. Wie man auf der nachfolgenden Frontenkarte erkennen kann, strömte an der Vorderseite gleich mehrerer Tiefdruckzentren sehr warme (rund 25 Grad) Luft aus dem Mittelmeerraum nach Norden. Die Luft war aber nicht nur sehr warm, sondern auch labil geschichtet. Die Folge waren teils heftige Gewitter.

Frontenkarte für Dienstag, 30.04.2019
Frontenkarte für Dienstag, 30.04.2019

Alleine in Rumänien wurden gestern 27.000 Blitzentladungen registriert, so viele wie im ganzen Rest Europas zusammen. Doch auch in Serbien und Bulgarien gab es heftige Gewitter.

Am Nachmittag bildete sich dann unweit der Stadt Calarasi (roter Punkt in Karte) eine sogenannte Superzelle. Neben großem Hagel entwickelte sich auch ein Tornado. Siedlungen wurden glücklicherweise nicht getroffen, der Tornado tobte sich auf dem flachen Land aus. Allerdings kam ihm ein Reisebus zu nahe, er wurde vom Tornado erfasst. Die Folge: 7 Verletzte.

Nachfolgend haben wir für euch die eindrucksvollsten Bilder und Videos des Tornados und der Gewitter im Allgemeinen zusammengestellt. Eindrucksvoll vor allem deshalb, weil der Tornado große Mengen Sand und Staub von den trockenen Felder aufwirbelte…

Blick auf den Tornado in Calarasi:

Großer Hagel ging im Südosten Rumäniens ebenso nieder:

In Serbien gab es im Zuge der Gewitter große Mengen Hagel, fast schon winterlich der Anblick in Vojvodina:

Tornados in Europa

Entgegen der weit verbreiteten Annahme gibt es Tornados in Europa nicht nur im Hochsommer, regional zeigen sich große Unterschiede. In Österreich trifft dies zwar zu, wie man folgender Grafik entnehmen kann. Hierzulande ist der Juli der Monat mit den meisten Tornados. In Rumänien jedoch ist dies der Juni, im Südosten des Landes bilden sich sogar schon im Mai die meisten Tornados. Im Mittelmeerraum stellen im langjährigen Mittel hingegen die Herbst- und Wintermonate die meisten Tornados.

Monate mit den meisten Tornados in Europa.
Monate mit den meisten Tornados in Europa.

Trend: Am Wochenende Kaltlufteinbruch mit Schnee

Lokal kann es am Wochenende noch einmal schneien.

Die ersten beiden Tage im Mai verlaufen wenig spektakulär. Mittwoch gibt es einiges an Sonnenschein bei angenehmen 15 bis 21 Grad, Donnerstag wird es zwar unbeständiger, mit 14 bis 20 Grad bleiben die Temperaturen aber auf einem frühlingshaften Niveau. Was die Wettermodelle aber danach zeigen, ist alles andere als frühlingshaft.

Kaltfront am Freitag

Ausgehend von einem Tief über dem Nordosten Europas zieht am Freitag eine Kaltfront auf. Sie lässt die Temperaturen nördlich der Mittelgebirge kaum noch über 10 Grad steigen, wärmer mit 13 bis 16 Grad bleibt es noch im Süden.

Eine Kaltfront läutet ein wenig frühlinhaftes Wochenende ein.
Eine Kaltfront läutet ein wenig frühlingshaftes Wochenende ein.

Am Samstag kommt dann die Kaltluft zwischen einem Hoch über Irland und tiefem Luftdruck über Nordosteuropa weiter nach Süden voran. Gut zu sehen an den (dunkel)blauen Farben auf der nachfolgenden Karte. Die Luftmasse stammt praktisch direkt vom Nordpolarmeer.

Kalte Luft erreicht uns am Samstag aus Norden.
Kalte Luft erreicht uns am Samstag aus Norden.

Einstellige Höchstwerte

Dementsprechend verhalten sehen die Höchsttemperaturen am Samstag aus. Nur vereinzelt schaffen es die Temperaturen noch über die 10-Grad-Marke, so zum Beispiel im Rhein-Main-Gebiet. Meist werden aber auch tagsüber nicht mehr als 5 bis 9 Grad gemessen. Noch frischer bleibt es in den etwas höheren Lagen der Mittelgebirge: hier verharren die Werte bei 1 bis 5 Grad.

Wenig frühlingshafte Höchstwerte am Samstag.
Wenig frühlingshafte Höchstwerte am Samstag.

In der hochreichenden Kaltluft gehen am Samstag zahlreiche Schauer nieder, angesichts der labil geschichteten Luftmasse dürfte es auch zu einigen Gewittern kommen. Dabei liegt die Schneefallgrenze bei 400 bis 700 m, bei kräftigen Schauern kann es aber kurzzeitig bis ins Flachland schneien oder graupeln!

Frostgefahr in der Nacht

In der Nacht zum Sonntag klart der Himmel dann auf, somit sinken die Temperaturen verbreitet Richtung Gefrierpunkt. Vor allem in den Mittelgebirgen, lokal aber auch im Flachland drohen Tiefstwerte zwischen -5 und 0 Grad.

In der Nacht zum Sonntag droht verbreitet Frost.
In der Nacht zum Sonntag droht verbreitet Frost.
Rückwärtstrajektorie gelangen Luftmassen vom Nordpol nach Deutschland
Nach aktueller Prognose erfassen uns am Wochenende polare Luftmassen. © NOAA

Quelle Titelbild: pixabay

Aprilrückblick: Zu warm, zu sonnig, zu trocken

Einer der vielen Sonnenaufgänge im April.

Deutlich zu mild

Mit einer landesweiten Temperaturabweichung von gut 1,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel verlief der April in Österreich deutlich zu mild. Besonders warm war der April in Oberösterreich, hier betragen die Abweichungen rund 2,5 Grad. Hauptverantwortlich für einen abermals zu warmen Monat war eine lang andauernde föhnige Südwestströmung in der zweiten Monatshälfte. So wurde am 20. des Monats erstmals in diesem Jahr die 25-Grad-Marke geknackt, per Definition ein Sommertag. In der Folge wurde die Monatshöchsttemperatur beinahe täglich nach oben geschraubt, mit 28,7 Grad hatte Kirchberg an der Pielach letzten Endes die Nase vorn.

Hier die Rangliste der höchsten und tiefsten gemessenen Temperaturen im April:

  1. 28,7 Grad Kirchberg an der Pielach (NÖ)
  2. 28,5 Grad Waidhofen an der Ybbs, Wieselburg (beide NÖ)
  3. 28,2 Grad Ranshofen (OÖ), Wien-Mariabrunn (W)
  1. -6,7 Grad Galtür (T)
  2. -6,5 Grad Obergurgl (T)
  3. -5,2 Grad Gars am Kamp (NÖ) 

Zur besseren Illustration noch die Monatshöchstwerte auf der Österreichkarte:

Bis zu 29 Grad gab es in Niederösterreich.
Bis zu 29 Grad gab es in Niederösterreich.

Trockenheit erst spät gelindert

Mit Regenmengen von weniger als 10 Litern pro Quadratmeter setzte sich die Trockenheit vom Innviertel bis zur March über weite Strecken des Aprils fort. Prekär ist die Lage beispielsweise im Mühlviertel, in Freistadt und Reichenau ist gerade einmal 1 l/m² zusammengekommen. Somit sind diese beiden Orte in Sachen Niederschlag knapp an einem Totalausfall vorbeigeschrammt, 98 Prozent fehlen auf eine ausgeglichene Bilanz. Mit einem Tief über Osteuropa kündigt sich an den letzten beiden Tagen im April in Ober- und Niederösterreich der lang ersehnte Landregen an, rund 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter werden die Trockenheit zumindest lindern.

Ein gänzlich gegenteiliges Bild zeigte sich vom Tiroler Alpenhauptkamm bis in die Südsteiermark: Hier sorgten Tiefs über Norditalien für deutlich überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. In Fresach wurde um 80 Prozent mehr Regen als im langjährigen Mittel verzeichnet, Sillian und St. Leonhard im Pitztal fassten sogar doppelt so viel Regen und Schnee wie üblich aus.

Auch hier dürfen wir die trockensten und nassesten Orte des Aprils präsentieren:

  1. 221 Liter pro Quadratmeter: Kötschach-Mauthen (K)
  2. 198 Liter pro Quadratmeter: Bad Bleiberg (K)
  3. 184 Liter pro Quadratmeter: Dellach (K)
  1. 1 Liter pro Quadratmeter: Freistadt, Reichenau/Mühlkreis (beide OÖ), Horn (NÖ)
  2. 2 Liter pro Quadratmeter: Summerau (OÖ), Raabs/Thaya, Irnfritz (beide NÖ)
  3. 3 Liter pro Quadratmeter: Allentsteig (NÖ), Bad Zell (OÖ)

Sonne im Soll

Mit Ausnahme von Osttirol und Oberkärnten, wo lediglich rund 80 Prozent der üblichen Sonnenstunden zusammen kamen, erfüllte die Sonnenscheindauer im April ihr Soll. „Verbreitet strahlte die Sonne sogar deutlich häufiger vom Himmel als in einem durchschnittlichen April, exemplarisch sei hier St. Pölten genannt. In der niederösterreichischen Landeshauptstadt wurden im zurückliegenden Monat rund 245 Sonnenstunden registriert, dies sind 30 Prozent mehr als im langjährigen Mittel und in etwa so viel wie normalerweise im Juli oder August.

Der April machte auch seinem Namen als der „Föhnmonat“ alle Ehre: In Innsbruck wehte in der zweiten Aprilhälfte der Südföhn fünf Tage am Stück durch, eine der längsten Föhnepisoden, die die Innmetropole je erlebt hat. Mit 97 km/h erreichte der Föhn dort auch Windstärke 10, in Orkanstärke mit Böen jenseits der 130 km/h tobte der Föhn rund um den 25. April sogar auf dem Patscherkofel sowie auf dem Sonnblick.

Quelle Titelbild: pixabay

Zyklon KENNETH trifft auf Mosambik

Zyklon Kenneth trifft in Mosambik auf Land.

Nie da gewesener Sturm

Mit Böen von mehr als 200 km/h ist der Zyklon am Donnerstag mit voller Wucht auf Land getroffen. Heute – einen Tag später – wurde der Zyklon zwar deutlich herabgestuft, mittlerweile ist es „nur“ noch ein Tropischer Sturm. Das Schadenspotential ist aber dennoch enorm.

Zur besseren Verdeutlichung hier ein Satellitenbild von KENNETH am gestrigen Donnerstag:

Zyklon Kenneth
Zyklon Kenneth

Landgang war im äußersten Norden Mosambiks, nahe des Quirimbas Nationalpark. In dieser Region gibt es keine größeren Städte, der Küstenstreifen ist nicht allzu dicht besiedelt. Allerdings ist es das erste Mal, dass ein derartig starker Wirbelsturm im äußersten Norden Mosambiks an Land geht. In den Beobachtungsdaten, die 50 Jahre zurückreichen, finden sich lediglich eine Hand voll Tropische Stürme. Einen Zyklon der Kategorie 4 hat es dort noch nie gegeben. Dass sogar zwei Zyklone der Kategorie 2 oder stärker in Mosambik innerhalb eines Jahres auf Land treffen, ist ebenfalls eine Premiere. Zur Erinnerung: Mitte März hatte Zyklon Idai ja schon für große Zerstörungen weiter im Süden des Landes gesorgt.

Neben den hohen Windgeschwindigkeiten gab es bei KENNETHs Landgang auch eine 3 bis 5 Meter hohe Sturmflut und sintflutartigen Regen.

Auf diesem Satellitenfilm seht ihr den Sturm kurz vor Landgang in Mosambik:

 


Tags zuvor ist Kenneth schon über den Inselstaat der Komoren hinweggezogen und hat dort große Verwüstungen hinterlassen, wie man gut auf diesen Bildern erkennen kann:

 


Wie geht es nun weiter?

Wie bereits erwähnt, hat sich KENNETH deutlich abgeschwächt und wird am Wochenende als „normales“ tropisches Tief für Ungemach sorgen. Die Abschwächung betrifft nämlich nur die Windgeschwindigkeiten. In den kommenden Tagen wird der sintfluartige Regen mehr und mehr zum Problem. Exemplarisch haben wir hier für euch die berechneten Regenmengen des europäischen Wettermodells bis inkl. Montag. Im Norden Mosambiks kommen verbreitet 200 bis 400 Liter Regen pro Quadratmeter runter, großflächige Überschwemmungen drohen.

Große Regenmengen kommen die nächsten Tage zusammen.
Große Regenmengen kommen die nächsten Tage zusammen.

Quelle Titelbild: Adobe Stock Fotos

28 Grad! Mittwoch und Donnerstag Sommer im April

Bei sommerlichen Temperaturen kann man sich ein Eis schmecken lassen.

Lange Zeit war der 27. Februar der wärmste Tag des bisherigen Jahres, bis zu 21,7 Grad wurden Ende des letzten Wintermonats erreicht. Anschließend folgten drei Wochen, die nicht an diesen Spitzenwert herankamen.

Ende März und Anfang April wurde der deutschlandweite Höchstwert dann auf 23,7 Grad hinaufgeschraubt, die magische 25-Grad-Marke (die per Definition die Grenze zu einem Sommertag markiert) wurde aber erst mit der aktuellen Wärmephase geknackt.

So wurde seit Donnerstag letzter Woche jeden Tag ein neuer Höchstwert erreicht, das Ganze gipfelte gestern in 27,1 Grad in Geldern (NRW). Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Jahreshöchstwerts in Deutschland anno 2019:

  Datum Höchstwert Ort(e)
JANUAR 01.01.19 8,8 Kleve, Ahaus, Lüdinghausen-Brochtrup, Meppen
05.01.19 9,3 Wagersrott
13.01.19 10,6 Geisenheim
27.01.19 11 Rheinfelden
FEBRUAR 08.02.19 11,3 Waghäusel-Kirrlach
09.02.19 12,3 Rheinfelden, Emmendingen-Mundingen
10.02.19 16,1 Rheinfelden
15.02.19 19,2 Waltrop-Abdinghof
16.02.19 19,5 Müllheim
17.02.19 20,6 Geilenkirchen
26.02.19 21,3 Kaiserslautern
27.02.19 21,7 Saarbrücken
MÄRZ 22.03.19 22 Waltrop-Abdinghof
APRIL 02.04.19 22,7 Waghäusel-Kirrlach
04.04.19 23,7 Regensburg
18.04.19 24,4 Rheinau-Memprechtshofen
19.04.19 25,8 Tönisvorst, Geldern-Walbeck
20.04.19 26,6 Geldern-Walbeck
21.04.19 26,9 Rheinau-Memprechtshofen
22.04.19 27,1 Geldern-Walbeck

Grafisch aufbereitet sieht das Ganze dann so aus, auch hier ist die auffällige Lücke im März sowie das erstmalige Überspringen der 25-Grad-Marke vor kurzem zu sehen:

Die Entwicklung der Höchstwerte im Jahr 2019.
Die Entwicklung der Höchstwerte im Jahr 2019.

Nun aber zur aktuellen Entwicklung. Eine föhnige Südströmung schaufelt in den kommenden beiden Tagen noch deutlich wärmere Luft heran, vielerorts werden weitere Sommertage mit mehr als 25 Grad erreicht.

Mittwoch: Verbreitet steigen die Temperaturen auf 22 bis 27 Grad, am wärmsten wird es dabei von Sachsen-Anhalt über Thüringen bis nach Bayern.

Donnerstag: Der „Aprilsommer“ steigert sich. Etwa von Bremen und Freiburg ostwärts klettern die Temperaturen auf 25 bis 28 Grad, vereinzelt sind auch 29 Grad denkbar. Etwas kühler bleibt es nur an den Küsten sowie im äußersten Westen.

Freitag: Nur ganz im Osten entlang der Oder sind noch rund 25 Grad möglich, sonst kühlt es mit Durchzug einer Kaltfront schon spürbar ab.

Quelle Titelbild: pixabay

29 Grad! Die wärmsten Tage des Jahres stehen bevor

Bei sommerlichen Temperaturen kann man sich ein Eis schmecken lassen.

Lange Zeit war der 27. Februar der wärmste Tag des bisherigen Jahres, bis zu 24,2 Grad wurden Ende des letzten Wintermonats erreicht. Anschließend folgten der komplette März und mehr als der halbe April, die jeweils nicht an diesen Spitzenwert herankamen.

Erst mit der aktuellen Wärmephase wurde dann eine neue Spitzentemperatur aufgestellt: Innsbruck, Bludenz und gestern Bad Goisern schraubten den Jahreshöchstwert auf 25,7 Grad hinauf. Gut zu sehen auch in der folgenden Tabelle. Sie zeigt die Entwicklung des Jahreshöchstwerts in Österreich anno 2019:

Datum Höchstwert Ort(e)
JÄNNER 01.01.19 11,0 Tamsweg
17.01.19 14,0 Wien-Mariabrunn
FEBRUAR 02.02.19 15,5 Gumpoldskirchen + Podersdorf
10.02.19 16,0 Rohrspitz
16.02.19 16,5 Aspang
17.02.19 17,2 Deutschlandsberg
19.02.19 17,3 Frohnleiten
26.02.19 19,7 Güssing + Bad Radkersburg + Deutschlandsberg
27.02.19 24,2 Güssing + Deutschlandsberg
APRIL 20.04.19 25,0 Innsbruck
21.04.19 25,5 Innsbruck + Bludenz
22.04.19 25,7 Bad Goisern

Grafisch aufbereitet sieht das Ganze dann so aus, auch hier ist die auffällige Lücke im März und in der ersten Aprilhälfte sowie das erstmalige Überspringen der 25-Grad-Marke vor kurzem zu sehen:

Die Entwicklung der Höchstwerte im Jahr 2019.
Die Entwicklung der Höchstwerte im Jahr 2019.

Nun aber zur aktuellen Entwicklung. Eine föhnige Südströmung schaufelt in den kommenden drei Tagen noch deutlich wärmere Luft heran, vielerorts werden weitere Sommertage mit mehr als 25 Grad erreicht.

Mittwoch: In jedem Bundesland wird die 20-Grad-Marke geknackt, am wärmsten mit Temperaturen zwischen 24 und 27 Grad wird es von Innsbruck über Salzburg und Linz bis Wien.

Donnerstag: Der „Aprilsommer“ steigert sich. Erneut liegen die wärmsten Regionen des Landes nördlich der Alpen, so klettern die Temperaturen vom Tiroler Unterland bis zur March auf 25 bis 28 Grad.

Freitag: Von Westen her zieht eine markante Kaltfront durch, sie beendet den Sommer im Frühling jäh. Vor allem von Linz ostwärts hält sich aber noch die warme Luft mit 24 bis 28 Grad, an der March sind auch 29 Grad denkbar!

Quelle Titelbild: pixabay

Frost und Schnee: Kalte Zeiten stehen bevor

Storch im Schnee, alles möglich im April!

Mit den milden Zeiten ist es bald vorbei, schon heute werden nordöstlich der Linie Emsland-Lausitz nur noch einstellige Höchstwerte von 6 bis 9 Grad erreicht. Im übrigen Land hält sich dagegen noch die Frühlingsluft mit 10 bis 15 Grad.

Ursprung Russland

Aus Nordosten, genauer gesagt aus dem Norden Russlands stammt die kalte Luft, die uns von nun an beschäftigt. Gut zu sehen ist der Ursprung auf der folgenden Karte. Über Skandinavien liegt ein Hoch, über dem Mittelmeerraum herrscht tiefer Luftdruck. Die resultierende Strömung ist Nordost, fertig ist die wenig frühlingshafte Wetterlage.

Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.
Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.

Am morgigen Donnerstag breitet sich die kalte Luft morgen noch weiter nach Südwesten aus, am Freitag und Samstag erfasst sie dann das ganze Land. An den Höchst(!)werten für Samstag sieht man, dass sich die 10 Grad aus ganz Deutschland verabschieden. Nachts kündigt sich im Großteil Deutschlands leichter Frost zwischen -5 und -1 Grad an. Immerhin geht dieser Luftmassenwechsel überwiegend trocken vonstatten.

Wenig frühlingshaft am Samstag.
Wenig frühlingshaft am Samstag.

Später Schnee

Zwei kleine Ausnahmen gibt es aber: Am Donnerstag und Freitag gehen im Umfeld der Ostsee einige Schneeregen- und Schneeschauer nieder, dabei wird es aber höchstens anzuckern.

Am Samstag erfasst zudem leichter Schneefall  Sachsen und Brandenburg, in der Nacht kann es hier ein wenig Neuschnee geben.

Es geht aufwärts…

…aber nur sehr zögerlich. Nach dem Tiefpunkt am Samstag wird es anschließend von Tag zu Tag milder. Mitte der kommenden Woche steigen die Temperaturen schon wieder auf rund 15 Grad, Richtung Ostern dürfte dann sogar wieder die 20-Grad-Marke in Reichweite sein.

Quelle Titelbild: pixabay

Aprilschnee und 30 Grad – Monat der Extreme

Storch im Schnee, alles möglich im April!

Die Monatsmitteltemperatur im April entspricht in den Niederungen mit 10 Grad etwa dem Durchschnitt für das ganze Jahr. Allerdings kann es im April mit Kaltluftausbrüchen aus Norden geradezu winterlich sein, während warme Luft aus den Subtropen mitunter schon für sommerliche Verhältnisse sorgt. Diese Aprilwetter-Extreme wurden uns im vergangenen bzw.  im vorletzten Jahr deutlich vor Augen geführt.

2017: Schnee bis nach Wien

Am 19. April 2017 lag der Alpenraum unter dem Einfluss eines Mittelmeertiefs, das sich nordostwärts in Richtung Ungarn verlagerte. Mit einer nordöstlichen Höhenströmung führte dies sehr feuchte Luftmassen in die Osthälfte Österreichs, gleichzeitig strömten von Norden her immer kältere Luftmassen ins Land. Die Schneefallgrenze sank somit bis ins Flachland und der Wind wehte kräftig mit stürmischen Böen aus Nord. Am Nachmittag musste die Wiener Außenring Autobahn (A21) schließlich in beide Fahrrichtungen komplett gesperrt werden und auch Teile der Westautobahn (A1) wurden für den Verkehr geschlossen.

A21 am 19. April 2017. © ASFINAG
A21 am 19. April 2017. © ASFINAG

Die Temperaturen kamen in mittleren Höhenlagen nicht über den Gefrierpunkt hinaus, so lag der Höchstwert in Mariazell bei -2,8 Grad, dazu gab es hier in Summe fast einen Meter Neuschnee. Ein paar Zentimeter Nassschnee gab es aber sogar im Wiener Becken! Anbei die gemeldeten Schneehöhen am 20. April um 8 Uhr in der Früh:

  • 92 cm Mariazell (866 m, ST)
  • 86 cm Lunz am See (614 m , NÖ)
  • 57 cm Mooslandl / Hieflau (470 m, ST)
  • 18 cm Rekawinkel / Pressbaum (374 m, NÖ)
  • 5 cm Wiener Neustadt (285 m, NÖ)

 

2018: Hitze im Frühling

Dass der April aber auch anders kann, zeigte er im Vorjahr. Mit einer Abweichung von knapp 5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel war dies nicht nur der wärmste April seit rund 200 Jahren, auch in Punkto Hitze hatte er schon ein Wort mitzureden. So wurde am 20. des Monats in Salzburg die 30 Grad erreicht, Tags darauf gelang Wien das gleiche Kunststück.

Quelle Titelbild: pixabay

Frühling zeigt uns die kalte Schulter

Später Schnee im Frühling ist keine Seltenheit.

Skandinavische Kälte

Die Abkühlung kommt auf Raten, am Mittwoch ist davon mit Höchstwerten zwischen 8 und 16 Grad noch nicht allzu viel zu spüren. Über Deutschland lauert aber schon die polare Kaltluft, sie erreicht Österreich dann am Donnerstag. Dann werden nur noch Höchstwerte von 4 bis 11 Grad erreicht. Der absolute Tiefpunkt bei den Temperaturen steht uns jedoch am Freitag und Samstag bevor. Im Großteil des Landes kommen die Temperaturen selbst tagsüber nicht mehr über die 10-Grad-Marke hinaus, nachts droht dann vor allem im Berg- und Hügelland Frost.

Gut zu sehen ist die Abkühlung an der Luftmassenverteilung für Freitag:

Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.
Aus Nordosten erreicht uns polare Kaltluft.

Etwas Neuschnee

Neben der Kaltluft beschäftigt uns in den kommenden Tagen durchwegs tiefer Luftdruck, die Sonne ist somit bis einschließlich Samstag ein eher selten gesehener Gast. Das Tief über dem zentralen Mittelmeerraum schaufelt zudem jede Menge feuchte Luft nach Österreich, folglich gehen immer wieder Regenschauer nieder. Am Donnerstag schneit es dabei schon oberhalb von 600 bis 1000 m, in der Nacht auf Freitag sind sogar Schneeflocken bis rund 300 m hinab zu erwarten. Selbst für das östliche Flachland inklusive Wien wird es in der Nacht auf Samstag spannend, ein paar Schneeflocken dürften sich dann bis ganz hinab verirren.

Danach zögerlich wärmer

Ab Sonntag erholen sich die Temperaturen langsam, vor allem in Kärnten und in der Steiermark werden schon wieder bis zu 13 Grad erreicht. Sonst verharren die Höchstwerte vorerst aber noch im einstelligen Bereich. In der neuen Woche wird es dann von Tag zu Tag milder, der Tiefdruckeinfluss lässt allmählich nach. Dann klettern die Temperaturen wieder auf rund 15 Grad, für Mitte April sind dies durchschnittliche Werte.

Hier noch die Temperaturentwicklung der kommenden Tage für drei ausgewählte Städte:

Wien Klagenfurt Innsbruck
Dienstag 20 Grad 17 Grad 16 Grad
Mittwoch 10 Grad 11 Grad 12 Grad
Donnerstag 6 Grad 8 Grad 8 Grad
Freitag 5 Grad 5 Grad 6 Grad
Samstag 5 Grad 6 Grad 6 Grad
Sonntag 8 Grad 12 Grad 10 Grad

Launischer Monat

Der April ist einer der wenigen Monate, der alle Stückeln spielen kann. Eindrucksvoll beweist dies der Blick in die jüngere Vergangenheit, genauer gesagt auf die Aprilmonate 2017 und 2018. Vor zwei Jahren gab es einen deutlich markanteren Kaltluftvorstoß als jener, der uns jetzt bevorsteht, inklusive großer Neuschneemengen. So fiel in Mariazell fast 1 Meter Neuschnee, auch im Wienerwald gab es 30 cm der weißen Pracht. Selbst in Wien zuckerte es in den westlichen Bezirken an, mit einem Höchstwert von +3 Grad war es in der Bundeshauptstadt so kalt wie noch nie zu dieser Jahreszeit. Am anderen Ende der Extrema liegt der April des Vorjahres: Der österreichweit wärmste April der Messgeschichte gipfelte in Salzburg und Wien in Spitzenwerten von bis zu 30 Grad, so früh im Jahr gab es zuvor erst ein Mal einen sogenannten Hitzetag.

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Rückblick: März rund 2 Grad zu mild

Der milde März lässt die Marillenbäume blühen.

Deutlich zu mild

Mit einer landesweiten Temperaturabweichung von mehr als 2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel verlief der März in Österreich deutlich zu mild. Betrachtet man das Land genauer, so ergeben sich hierbei regionale Unterschiede. Besonders mild war der März im Osten und Nordosten, hier betragen die Abweichungen rund 3 bis 3,5 Grad. Etwas geringer fallen die Anomalien vom Rheintal bis zum Ausseerland aus, doch auch hier geht der März 1 bis 2 Grad zu mild zu Ende. Die einzige Region, in der der März normal temperiert verlief, ist der Ennspongau rund um Radstadt. Zwar stach der März mit nahezu durchgängig zu mildem Wetter hervor, bei den absoluten Spitzenwerten hatte er jedoch gegenüber dem Februar das Nachsehen. Hier stehen 23,5 Grad in Hermagor stolzen 24,2 Grad in Güssing und Deutschlandsberg am Ende des Vormonats gegenüber.

Hier die Übersicht für die Landeshauptstädte:

Landeshauptstadt Mitteltemperatur März 2019 Abweichung vom langjährigen Mittel
Wien 5,7 Grad +3,0 Grad
St. Pölten 5,5 Grad +2,2 Grad
Eisenstadt 4,8 Grad +4,0 Grad
Linz 5,3 Grad +2,5 Grad
Graz 5,3 Grad +3,0 Grad
Klagenfurt 4,3 Grad +2,1 Grad
Salzburg 4,6 Grad +2,2 Grad
Innsbruck 4,7 Grad +1,3 Grad
Bregenz 5,0 Grad +2,4 Grad

Trockenheit im Südosten geht weiter

Mit nur 6 Liter pro Quadratmeter ist der trockenste Ort des Landes in Graz zu finden, doch auch in Gleisdorf und Hartberg hat es mit 7 l/m² nur unwesentlich mehr geregnet. Gegenüber dem langjährigen Mittel für März bedeuten diese Mengen ein Defizit von rund 85%. In der Steiermark setzt sich somit die Trockenheit fort, das Winterhalbjahr von Oktober bis zum jetzigen Zeitpunkt war dort eines der trockensten überhaupt. In diesen sechs Monaten sind beispielsweise in der steirischen Landeshauptstadt nur 110 Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter zusammengekommen, zum Durchschnitt von 240 l/m² fehlen rund 55 Prozent.

Generell war der März abseits der Alpen oft etwas zu trocken bzw. genau im Soll, in Wien und Linz ist in etwa so viel Regen und Schnee gefallen wie im Mittel. Zu nasse Regionen sind im Mühlviertel sowie vom Arlberg über das Tiroler Oberland bis zum Salzkammergut zu finden.

Auch hier die Übersicht für die Landeshauptstädte:

Landeshauptstadt Niederschlagsmenge März 2019 Abweichung vom langjährigen Mittel (in Prozent)
Wien 53 +4%
St. Pölten 51 +5%
Eisenstadt 18 -69%
Linz 76 +1%
Graz 6 -85%
Klagenfurt 33 -35%
Salzburg 46 -47%
Innsbruck 54 -4%
Bregenz 57 -43%

Sonne im Soll

Praktisch im ganzen Land erfüllte die Sonnenscheindauer im März ihr Soll, die letzten hierfür nötigen Sonnenstunden liefert dieses Wochenende. Zu trübe Orte sucht man also vergeblich, deutlich sonniger als in einem durchschnittlichen März war es dagegen in Pörtschach am Wörthersee. Hier wird der März rund 40% sonniger abschließen, rund 225 Sonnenstunden hat im langjährigen Mittel eher ein Juni oder August vorzuweisen.

Landeshauptstadt Sonnenstunden März 2019 Abweichung vom langjährigen Mittel (in Prozent)
Wien 173 +21%
St. Pölten 167 +22%
Eisenstadt 176 +21%
Linz 142 +20%
Graz 188 +23%
Klagenfurt 225 +32%
Salzburg 125 +7%
Innsbruck 176 +7%
Bregenz 157 +26%

 

Der Beginn des Monats verlief ausgesprochen stürmisch, so brachte Sturmtief EBERHARD am 10. März in Melk mit 126 km/h sogar eine Orkanböe. Doch auch in Puchberg am Schneeberg, in Wien-Unterlaa sowie im Ennstal knackte der Sturm die Marke von 100 km/h.

Quelle Titelbild: pixabay

Das Bergwetter am Wochenende

Frühling in den Alpen

Freitag, 05. April 2019

Der Freitag startet dicht bewölkt und vom Alpenhauptkamm bis zur Weststeiermark fällt verbreitet Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze liegt von Nord nach Süd zwischen 800 und 1400 m. Besonders von den Dolomiten über Kärnten bis zu den Lavanttaler Alpen regnet und schneit es zeitweise auch kräftig. Im Tagesverlauf verlagert sich der Schwerpunkt des Niederschlags ins zunächst trockene östliche Bergland, dafür lockern die Wolken im Westen allmählich auf und vom Bregenzerwald über die Silvretta bis zu den Ötztaler Alpen zeigt sich zeitweise die Sonne. Der Wind weht mäßig, vom Hochschwab bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet auch lebhaft mit kräftigen Böen aus südöstlicher Richtung. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe -6 bis -4 Grad, in 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte zwischen -2 Grad in den Julischen Alpen und +2 Grad in der Silvretta.

Samstag, 06. April 2019

Der Samstag startet südlich des Alpenhauptkamms sowie in manchen Tallagen der Nordalpen mit Nebel oder Hochnebel, an der Alpennordseite lockert dieser aber rasch auf. Nur von der Eisenwurzen bis zum Semmering-Wechsel-Gebiet überwiegen zunächst die Wolken und mitunter fallen ein paar Regentropfen. Tagsüber scheint in den Nordalpen und am Alpenhauptkamm bei nur harmlosen Wolken häufig die Sonne, aber auch von Südtirol bis zum Grazer Bergland lockert es etwas auf. Am hartnäckigsten halten sich die Wolken am Alpenostrand. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus südlichen bis westlichen Richtungen, dazu liegen die Höchstwerte in 3.000 m zwischen -4 und -2 Grad bzw. in 2.000 m zwischen +1 und +6 Grad. Am mildesten wird es im westlichen Bergland.

Gutes Bergwetter am Samstag.
Gutes Bergwetter am Samstag.

Sonntag, 07. April 2019

Der Sonntag bringt besonders von Salzburg und Kärnten ostwärts bei nur harmlosen Schleierwolken einige Sonnenstunden. Auch vom Bregenzerwald über den Alpenhauptkamm bis zu den Karnischen Alpen zeigt sich zeitweise die Sonne, im Tagesverlauf ziehen hier aber vermehrt Wolken auf. Aus heutiger Sicht bleibt es meist trocken, am ehesten sind am Alpenhauptkamm und in den Dolomiten im Laufe der zweiten Tageshälfte einzelne Schauer nicht ganz ausgeschlossen. Der Wind weht schwach, in den Hochlagen auch mäßig aus südlicher Richtung. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m -5 bis -3 Grad, in 2.000 m gibt es von Ost nach West 2 bis 6 Grad.

Bergwetter-Tipp

Das Frühjahr stellt für Meteorologen eine besondere Herausforderung dar: Einerseits halten sich über Nordeuropa und Russland oft noch kalte Luftmassen, welche zu Kaltlufteinbrüchen führen können, andererseits sorgt der zunehmende Sonnenabstand für eine Erwärmung der bodennahen Luft und somit für eine Labilisierung der Luft. In dieser Jahreszeit treten zudem häufig abgeschlossene Höhentiefs auf („Cut-Offs“), welche nicht in die westwinddominierte Frontalzone eingebunden sind. Ihre Zugrichtung vorherzusagen ist schwer und macht den besten Wettermodellen zu schaffen. Mittelfristige Vorhersagen sind in dieser Jahreszeit also oft mit erhöhten Unsicherheiten behaftet, weshalb es besonders wichtig ist, bei der Tourenplanung stets auf einen aktuellen Wetterbericht zurückzugreifen.

Erste Aprilwoche mit Wärme und Schnee

Schnee im Frühling.

Föhniger Monatsbeginn

Mit einer südwestlichen Höhenströmung gelangen bis einschließlich Mittwoch sehr milde Luftmassen nach Österreich. So scheint am Dienstag bei nur harmlosen Wolken häufig die Sonne. Im Tagesverlauf ziehen im Westen und Süden zwar vermehrt hochliegende Wolken auf, sonst dominiert aber weiterhin der Sonnenschein. Der Wind frischt vom Seewinkel bis zum Wald- und Weinviertel lebhaft aus Südost auf, in den Nordalpen wird es leicht föhnig. Dazu wird es sehr mild für Anfang April, die Temperaturen steigen auf 14 bis 21 Grad. Die höchsten Werte werden dabei mit Hilfe des Föhns vom Walgau über das Inntal bis zur Eisenwurzen erreicht.

Am Mittwoch stauen sich am Alpenhauptkamm und im Südwesten von Beginn an viele Wolken, in Osttirol sowie in Oberkärnten fällt zeitweise ein wenig Regen. An der Alpennordseite und im Osten machen die Wolken bei kräftigem, lokal auch stürmischem, föhnigem Südwind hingegen häufig der Sonne Platz. Die meisten Sonnenstunden gibt es vom Innviertel bis zum Weinviertel sowie im äußersten Südosten. Die Höchstwerte liegen zwischen 11 Grad in Osttirol und 21 Grad in der Eisenwurzen. Abends erreicht dann Vorarlberg aber eine markante Kaltfront mit ersten Regenschauern.

Wetterumschwung aus Westen

Die Kaltfront arbeitet sich am Donnerstag langsam nach Osten voran, vom Tiroler Unterland und Unterkärnten ostwärts stellt sich aber mit Hilfe des teils stürmischen Südwinds noch einmal ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken ein. Besonders vom Innviertel bis zum Burgenland dominiert meist sogar der Sonnenschein. Im Westen sowie in Osttirol und Oberkärnten ziehen dagegen von Beginn dichte Wolken durch und häufig fällt Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt im Westen auf 1000 bis 500 m ab, selbst ins Rheintal können sich ein paar Schneeflocken verirren. Die Höchstwerte liegen weit gestreut zwischen 2 Grad im Bregenzerwald und 21 Grad in Niederösterreich.

Trüber Freitag

Am Freitag erfasst die Kaltfront schließlich das ganze Land, folglich dominieren die Wolken und aus heutiger Sicht fällt vor allem in der Osthälfte häufig Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 500 und 1100 m. Im Laufe der zweiten Tageshälfte lässt die Intensität langsam nach und im Westen kommt immer häufiger die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen maximal 2 Grad im Bereich der Tauern und noch 13 Grad im Weinviertel.

Quelle Titelbild: pixabay

Rückblick: März im ganzen Land zu mild, stürmischer Beginn

@ https://stock.adobe.com

Deutlich zu mild

Mit einer landesweiten Temperaturabweichung von etwas mehr als 2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel verlief der März in Deutschland deutlich zu mild. Betrachtet man das Land genauer, so ergeben sich hierbei regionale Unterschiede. Besonders mild war der März im Osten und Nordosten, hier betragen die Abweichungen sogar rund 3 Grad. Etwas geringer fallen die Anomalien dagegen südwestlich der Linie Emden-Hof aus, doch auch hier geht der März 1,5 bis 2 Grad zu mild zu Ende. Einen Ort, der im März zu kühl war, gibt es in der ganzen Bundesrepublik nicht!

Zwar stach der März mit nahezu durchgängig zu mildem Wetter hervor, bei den absoluten Spitzenwerten hatte er jedoch gegenüber dem Februar nur knapp die Nase vorn. Hier stehen für den März 22,1 Grad in Waltrop (NRW) nur unwesentlich kühleren 21,7 Grad in Saarbrücken am Ende des Vormonats gegenüber.

Hier die Übersicht der Landeshauptstädte für den März 2019: Dabei wurden immer die Abweichungen der Temperatur, des Niederschlags und der Sonnenscheindauer vom langjährigen Mittel berechnet (dieses ist die Periode von 1981-2010):

Landeshauptstadt Abweichung Temperatur Abweichung Niederschlag Abweichung Sonnenstunden
Berlin +1,9 Grad +51% -39%
Bremen +2,3 Grad +25% -29%
Dresden +2,9 Grad +10% -6%
Düsseldorf +1,5 Grad +11% -22%
Erfurt +2,5 Grad -43% -7%
Hamburg +2,2 Grad +62% -41%
Hannover +2,4 Grad +39% -30%
Kiel +2,3 Grad +64% -44%
Magdeburg +2,8 Grad  +37% -12%
Mainz +1,5 Grad  -37% +5%
München +2,0 Grad  -17% +15%
Potsdam +2,3 Grad  +43% -34%
Saarbrücken +1,6 Grad  +27% +16%
Schwerin +2,4 Grad  +20% -52%
Stuttgart +2,2 Grad +10% +34%
Wiesbaden +1,2 Grad  -35% +4%

(*für manche Städte wurde aus umliegenden Stationen gemittelt)

Sturmtiefs

In der ersten Monatshälfte sorgten die beiden Sturmtiefs BENNET und EBERHARD vielerorts für Schäden, ersterer wirbelte so manchen Rosenmontagsumzug durcheinander. EBERHARD fegte mit bis zu 124 km/h (in Wunsiedel) über das Land, 164 km/h waren es sogar auf dem Feldberg im Schwarzwald. In der zweiten Monatshälfte beruhigte sich das Wetter spürbar!

Verbreitet zu nass

Im Großteil des Landes fiel mehr Regen und Schnee als im langjährigen Mittel, rund 30% beträgt der Überschuss im Landesmittel. Zu trockene Regionen gibt es nur wenige, so zum Beispiel im Thüringer Becken, im Alpenvorland oder auch im Rheingraben. Absolut betrachtet gab es im März zwischen 22 l/m² in Erfurt und 260 l/m² in Freudenstadt.

Sonne im Soll

Besonders südlich der Linie Eifel-Lausitz erfüllte die Sonne im März ihr Soll. So schien sie in Stuttgart beispielsweise schon um rund ein Drittel länger als im Durchschnitt. Zu trübe Orte findet man in der gesamten Nordhälfte, hier betragen die Defizite zwischen 30 und 50 %.

Quelle Titelbild: adobe stock

Rückblick: März im ganzen Land zu mild, stürmischer Beginn

@ https://stock.adobe.com

Deutlich zu mild

Mit einer landesweiten Temperaturabweichung von etwas mehr als 2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel verlief der März in Deutschland deutlich zu mild. Betrachtet man das Land genauer, so ergeben sich hierbei regionale Unterschiede. Besonders mild war der März im Osten und Nordosten, hier betragen die Abweichungen sogar rund 3 Grad. Etwas geringer fallen die Anomalien dagegen südwestlich der Linie Emden-Hof aus, doch auch hier geht der März 1,5 bis 2 Grad zu mild zu Ende. Einen Ort, der im März zu kühl war, gibt es in der ganzen Bundesrepublik nicht!

Zwar stach der März mit nahezu durchgängig zu mildem Wetter hervor, bei den absoluten Spitzenwerten hatte er jedoch gegenüber dem Februar nur knapp die Nase vorn. Hier stehen für den März 22,1 Grad in Waltrop (NRW) nur unwesentlich kühleren 21,7 Grad in Saabrücken am Ende des Vormonats gegenüber.

Hier die Übersicht der Landeshauptstädte für den März 2019: Dabei wurden immer die Abweichungen der Temperatur, des Niederschlags und der Sonnenscheindauer vom langjährigen Mittel berechnet (dieses ist die Periode von 1981-2010):

Landeshauptstadt Abweichung Temperatur Abweichung Niederschlag Abweichung Sonnenstunden
Berlin +1,9 Grad +51% -39%
Bremen +2,3 Grad +25% -29%
Dresden +2,9 Grad +10% -6%
Düsseldorf +1,5 Grad +11% -22%
Erfurt +2,5 Grad -43% -7%
Hamburg +2,2 Grad +62% -41%
Hannover +2,4 Grad +39% -30%
Kiel +2,3 Grad +64% -44%
Magdeburg +2,8 Grad  +37% -12%
Mainz +1,5 Grad  -37% +5%
München +2,0 Grad  -17% +15%
Potsdam +2,3 Grad  +43% -34%
Saarbrücken +1,6 Grad  +27% +16%
Schwerin +2,4 Grad  +20% -52%
Stuttgart +2,2 Grad +10% +34%
Wiesbaden +1,2 Grad  -35% +4%

(*für manche Städte wurde aus umliegenden Stationen gemittelt)

Sturmtiefs

In der ersten Monatshälfte sorgten die beiden Sturmtiefs BENNET und EBERHARD vielerorts für Schäden, ersterer wirbelte so manchen Rosenmontagsumzug durcheinander. EBERHARD fegte mit bis zu 124 km/h (in Wunsiedel) über das Land, 164 km/h waren es sogar auf dem Feldberg im Schwarzwald. In der zweiten Monatshälfte beruhigte sich das Wetter spürbar!

Verbreitet zu nass

Im Großteil des Landes fiel mehr Regen und Schnee als im langjährigen Mittel, rund 30% beträgt der Überschuss im Landesmittel. Zu trockene Regionen gibt es nur wenige, so zum Beispiel im Thüringer Becken, im Alpenvorland oder auch im Rheingraben. Absolut betrachtet gab es im März zwischen 22 l/m² in Erfurt und 260 l/m² in Freudenstadt.

Sonne im Soll

Besonders südlich der Linie Eifel-Lausitz erfüllte die Sonne im März ihr Soll. So schien sie in Stuttgart beispielsweise schon um rund ein Drittel länger als im Durchschnitt. Zu trübe Orte findet man in der gesamten Nordhälfte, hier betragen die Defizite zwischen 30 und 50 %.

Quelle Titelbild: adobe stock

Rückblick: März rund 2 Grad zu mild

Der milde März lässt die Marillenbäume blühen.

Deutlich zu mild

Mit einer landesweiten Temperaturabweichung von mehr als 2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel verlief der März in Österreich deutlich zu mild. Betrachtet man das Land genauer, so ergeben sich hierbei regionale Unterschiede. Besonders mild war der März im Osten und Nordosten, hier betragen die Abweichungen rund 3 bis 3,5 Grad. Etwas geringer fallen die Anomalien vom Rheintal bis zum Ausseerland aus, doch auch hier geht der März 1 bis 2 Grad zu mild zu Ende. Die einzige Region, in der der März normal temperiert verlief, ist der Ennspongau rund um Radstadt. Zwar stach der März mit nahezu durchgängig zu mildem Wetter hervor, bei den absoluten Spitzenwerten hatte er jedoch gegenüber dem Februar das Nachsehen. Hier stehen 23,5 Grad in Hermagor stolzen 24,2 Grad in Güssing und Deutschlandsberg am Ende des Vormonats gegenüber.

Hier die Übersicht für die Landeshauptstädte:

Landeshauptstadt Mitteltemperatur März 2019 Abweichung vom langjährigen Mittel
Wien 5,7 Grad +3,0 Grad
St. Pölten 5,5 Grad +2,2 Grad
Eisenstadt 4,8 Grad +4,0 Grad
Linz 5,3 Grad +2,5 Grad
Graz 5,3 Grad +3,0 Grad
Klagenfurt 4,3 Grad +2,1 Grad
Salzburg 4,6 Grad +2,2 Grad
Innsbruck 4,7 Grad +1,3 Grad
Bregenz 5,0 Grad +2,4 Grad

Trockenheit im Südosten geht weiter

Mit nur 6 Liter pro Quadratmeter ist der trockenste Ort des Landes in Graz zu finden, doch auch in Gleisdorf und Hartberg hat es mit 7 l/m² nur unwesentlich mehr geregnet. Gegenüber dem langjährigen Mittel für März bedeuten diese Mengen ein Defizit von rund 85%. In der Steiermark setzt sich somit die Trockenheit fort, das Winterhalbjahr von Oktober bis zum jetzigen Zeitpunkt war dort eines der trockensten überhaupt. In diesen sechs Monaten sind beispielsweise in der steirischen Landeshauptstadt nur 110 Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter zusammengekommen, zum Durchschnitt von 240 l/m² fehlen rund 55 Prozent.

Generell war der März abseits der Alpen oft etwas zu trocken bzw. genau im Soll, in Wien und Linz ist in etwa so viel Regen und Schnee gefallen wie im Mittel. Zu nasse Regionen sind im Mühlviertel sowie vom Arlberg über das Tiroler Oberland bis zum Salzkammergut zu finden.

Auch hier die Übersicht für die Landeshauptstädte:

Landeshauptstadt Niederschlagsmenge März 2019 Abweichung vom langjährigen Mittel (in Prozent)
Wien 53 +4%
St. Pölten 51 +5%
Eisenstadt 18 -69%
Linz 76 +1%
Graz 6 -85%
Klagenfurt 33 -35%
Salzburg 46 -47%
Innsbruck 54 -4%
Bregenz 57 -43%

Sonne im Soll

Praktisch im ganzen Land erfüllte die Sonnenscheindauer im März ihr Soll, die letzten hierfür nötigen Sonnenstunden liefert dieses Wochenende. Zu trübe Orte sucht man also vergeblich, deutlich sonniger als in einem durchschnittlichen März war es dagegen in Pörtschach am Wörthersee. Hier wird der März rund 40% sonniger abschließen, rund 225 Sonnenstunden hat im langjährigen Mittel eher ein Juni oder August vorzuweisen.

Landeshauptstadt Sonnenstunden März 2019 Abweichung vom langjährigen Mittel (in Prozent)
Wien 173 +21%
St. Pölten 167 +22%
Eisenstadt 176 +21%
Linz 142 +20%
Graz 188 +23%
Klagenfurt 225 +32%
Salzburg 125 +7%
Innsbruck 176 +7%
Bregenz 157 +26%

 

Der Beginn des Monats verlief ausgesprochen stürmisch, so brachte Sturmtief EBERHARD am 10. März in Melk mit 126 km/h sogar eine Orkanböe. Doch auch in Puchberg am Schneeberg, in Wien-Unterlaa sowie im Ennstal knackte der Sturm die Marke von 100 km/h.

Quelle Titelbild: pixabay

Gewitter, Schnee, Sturm: Turbulenter Montag

Aprilwetter

Aprilwetter im März

Gewitter werden morgen das Hauptthema sein. Zwar werden diese naturgemäß nicht so kräftig ausfallen wie im Sommerhalbjahr, doch auch am Montag können

  • Böen zwischen 60 und 80 km/h
  • kräftiger Regen
  • Graupel und Schnee

auftreten. Der Grund: In der Höhe strömt hinter der Kaltfront sehr kalte Luft heran, die Sonne hat zeitgleich schon ordentlich Kraft um den Boden und die untere Atmosphäre zu erwärmen. Der resultierende Temperaturunterschied sorgt für eine Labilisierung der Atmosphäre, Gewitter können heranwachsen.

Möglich sind die Gewitter im Großteil Deutschlands, am häufigsten im Norden und Osten! Gut zu sehen auch an unserer Vorwarnkarte für morgen:

Am Montag kann es vor allem im Norden und Osten gewittern.
Am Montag kann es vor allem im Norden und Osten gewittern.

Stürmisch vor allem im Nordwesten

Mit Durchzug der Kaltfront lebt der Nordwestwind bereits kräftig auf, die stärksten Böen erwarten wir aber mit den nachfolgenden Schauern und Gewittern. In deren Nähe sind Böen um 70 km/h zu erwarten. Generell am windigsten (siehe in der Karte die gelben/orangen Flächen) wird es aber von der Nordsee über den Westen Niedersachsens bis zur Eifel und dem Sauerland. Hier sind auch ohne Schauer und Gewitter Böen bis zu 80 km/h zu erwarten.

Windböen am Montag
Windböen am Montag

Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge

Am Erzgebirge stauen sich ab morgen Vormittag die Schauer, hier muss man in etwas höheren Lagen noch einmal mit einem Winterrückfall rechnen. Um 5 cm sind durchaus möglich, in Orten wie Carlsfeld, Oberwiesenthal oder Zinnwald sind auch bis zu 10 cm möglich!

Auch an den Alpen wird es in höheren Lagen winterlich, hier allerdings erst ab Montagabend. So lange dauert es nämlich, bis die kälteste Luft auch in Südbayern angelangt ist. Vom Oberallgäu bis zum Berchtesgadener Land kommen oberhalb von rund 700 Meter 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen.

Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge.
Neuschnee an den Alpen und im Erzgebirge.

Quelle Titelbild: pixabay

Update: Gleich zwei Zyklone treffen auf Australien

Zwei Zyklone bedrohen Australien.

Bereits vor ein paar Tagen hatten wir hier schon über die beiden Zyklone in Down Under berichtet, heute wollen wir euch mit einem Update auf dem Laufenden halten…

Trevor im Norden

Der Zyklon TREVOR ist in den Morgenstunden (unserer Zeit) an der Nordküste der Northern Territories an Land gegangen. Dabei hatte er vorübergehend die Stufe 3 der fünfteiligen Saffir-Simpson-Skala erreicht. Dabei kamen an der dünn besiedelten Küste verbreitet 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, zudem wurden Windböen von knapp 200 km/h gemessen. Gut zu sehen ist der Wirbelsturm auf unserem Titelbild und im nachfolgenden Loop:

Wie geht es nun weiter?

In den kommenden Stunden schwächt sich TREVOR weiter ab, dann handelt es sich nur noch um ein Tropisches Tief und keinen Zyklon mehr. Zu Beginn der kommenden Woche dreht sich das Tief dann über dem Norden der Northern Territories bzw. Queenslands weiter, dürfte aber in den kaum bevölkerten Weiten keine nennenswerten Schäden mehr anrichten.

Hier noch die berechnete Zugbahn des Australischen Wetterdienstes:

Veronica im Nordwesten

Ein paar tausend Kilometer weiter im Westen, aber immer noch in Australien tobt zeitgleich der Zyklon VERONICA. Der Zyklon der Kategorie 2 (von 5) liegt noch auf dem offenen Meer, rund 175 km entfernt von der größten Stadt der Region Port Hedland. Dort leben zwar nur 14.000 Menschen, allerdings ist dort einer der größten Häfen der Welt beheimatet. Mehrere Zuglinien bringen das geförderte Eisenerz nach Port Hedland, von dort wird es dann weltweit verschifft. Somit drohen auch der wichtigen Rohstoffindustrie erhebliche Beeinträchtigungen!

VERONICAs weitere Zugbahn führt entlang der Nordwestküste des Bundesstaates Western Australia entlang. Dabei schwächt sich der Zyklon zwar ab, sorgt aber an der gesamten Küste für immense Regenmengen.

Spannend ist auch zu sehen, wie der Schiffsverkehr auf den Zyklon reagiert. In der Karte sieht man jedes einzelne Schiff auf dem Indischen Ozean, die Frachtschiffe in grün sind alle nach Osten „geflüchtet“. Die Küste vor Port Hedland ist somit praktisch „schifffrei“.

Schiffsverkehr vor Australien.
Schiffsverkehr vor Australien.

 

Quelle Titelbild: UBIMET / Japan Meteorological Agency

Am trockensten Ort der Welt gibt es nun einen See

So sieht das Death Valley normalerweise aus.

Extrem heiß

Das Death Valley, gelegen im gleichnamigen Nationalpark in Kalifornien ist Schauplatz einiger Wetterrekorde. So gilt es neben der Antarktis und der Atacama-Wüste als eine der trockensten Orte der Welt. Zugleich ist es aber auch einer heißesten Flecken Erde. So wurden 1913 am Furnace Creek 56,7 Grad Celsius gemessen, lange Zeit galt dieser Wert als höchste je auf der Erde erreichte Lufttemperatur. In jüngster Vergangenheit wuchsen aber die Zweifel aufgrund der mangelhaften Messgeräte vor über 100 Jahren. 1972 wurde aber nachweislich ein fast kochender Boden registriert: fast 94 Grad betrug die Bodentemperatur.

Der Death Valley National Park in Kalifornien.
Der Death Valley National Park in Kalifornien.

Extrem trocken

Im ganzen Jahr fallen am Furnace Creek (dort befindet sich eine Wetterstation, die schon lange misst) nur 60 Liter Regen pro Quadratmeter. Zum Vergleich der Jahresniederschlag der Hauptstädte Österreichs, Deutschlands und der Schweiz:

  • Wien 650 l/m²
  • Berlin 550 l/m²
  • Bern 1060 l/m²

Davon entfallen gerade einmal 7 Liter pro Quadratmeter auf den März, normalerweise verdunstet das Regenwasser auch sehr schnell. Nicht so am 5. und 6. März diesen Jahres, als rund 22 l/m² vom Himmel prasselten. Das ist ca. ein Drittel des gesamten Jahresniederschlag, in den umliegenden Bergen kamen sogar knapp 40 l/m² zusammen.

Die Folge dieser für diese Region immensen Regenmengen war ein urplötzlich entstandener flacher See, da das viele Wasser nicht in den trockenen und steinharten Böden versickern konnte. Der See wurde u.a. von einem Fotografen eingefangen, aber genießt selber die tollen Bilder aus der Wüste:

 

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Quelle Titelbild: pixabay

Die Ostsee ist noch immer zugefroren

Noch immer sind Teile der Ostsee zugefroren.

Blicken wir zunächst vom Satelliten auf Nordeuropa hinab, gestern wurde dieses beeindruckende Bild aufgenommen. Es zeigt den Bottnischen Meerbusen, das ist jener Teil der Ostsee, der zwischen Schweden und Finnland liegt. Besonders im Norden des Bottnischen Meerbusens (der sog. Bottenwiek) ist noch jede Menge Eis auszumachen, teils recht kompakt (glatte graue Fläche oben rechts), teils aber auch schon aufgebrochen.

Eis auf der nördlichen Ostsee.
Eis auf der nördlichen Ostsee.

Auf einer Karte dargestellt, sieht das Ganze wie folgt aus. Zwar ist diese schon 5 Tage alt, spiegelt aber doch sehr gut die aktuelle Situation wider. Zum Teil ist das Eis (auf der Karte grau, jäätä = Eis auf finnisch) 40 bis 60 cm mächtig und kann daher sogar Autos und LKWs tragen. Folglich gibt es auch in diesem Jahr in Lappland wieder Eisstraßen über das zugefrorene Meer.

Die aktuelle Eisbedeckung.
Die aktuelle Eisbedeckung.

Wie gering die aktuelle Eisbedeckung der Ostsee aber derzeit ist, beweist der Vergleich mit dem Vorjahr sowie dem langjährigen Mittel. Auf der nächsten Karte sehen wir die Lage vor genau einem Jahr: Zu diesem Zeitpunkt waren viel größere Flächen der Ostsee eisbedeckt, so beispielsweise nahezu der gesamte der Finnische Meerbusen zwischen Finnland und Estland.

Die Eisbedeckung genau vor einem Jahr.
Die Eisbedeckung genau vor einem Jahr.

Zieht man nun noch den Vergleich zum langjährigen Mittel (also das, was jetzt eigentlich an Eis da sein müsste), sieht man ebenso gut die aktuelle „Eisknappheit“.

Die Eisbedeckung im März im langjährigen Mittel.
Die Eisbedeckung im März im langjährigen Mittel.

Jetzt fragt man sich natürlich nach den Gründen. Eine Erklärung liefert der über weite Strecken viel zu warme Februar. Im nachfolgenden Bild ist die Temperaturabweichung zwischen dem 11.02. und 20.02.2019  in Europa dargestellt. Ganz Nord- und Nordosteuropa erlebten eine Anomalie von rund +5 Grad gegenüber dem Mittel! Somit konnte sich kaum neues Eis bilden, das bestehende Eis nicht an Mächtigkeit zulegen. Kommen dann noch wie Anfang März ein paar stürmische Tage hinzu, bricht die Eisdecke vielerorts auf. Die resultierenden Eisschollen konnten anschließend deutlich effektiver schmelzen als eine durchgehende Eisdecke.

Der Februar war größtenteils viel zu warm.
Der Februar war größtenteils viel zu warm.

Quelle Titelbild: Twitter Visit Sea Lapland

Schwere Überschwemmungen in den USA

Viele haben sicher noch die Bilder des Blizzards im Mittleren Westen der USA Anfang der Woche im Kopf. Dieser brachte aber nicht nur kräftige Schneefälle, auch die Temperaturen stiegen nach Monaten des Frosts markant an. Hinzu kam heftiger Regen, der vor allem am Mittwoch und Donnerstag über dem Mittleren Westen gefallen ist.

Die Kombination aus Schneeschmelze und starkem Regen führt nun dazu, dass viele Flüsse über die Ufer getreten sind. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten South Dakota, Nebraska, Missouri, Iowa, Wisconsin und Illinois.

Gut zu sehen auch auf folgender Karte: Sie zeigt Flusspegel in den genannten Staaten, die Hochwasser melden. Die violetten Punkte (insgesamt 44) symbolisieren dabei massives Hochwasser, lokal wurden neue Hochwasserrekorde verzeichnet!

Hochwasser in den USA
Hochwasser in den USA

Zahlreiche Menschen wurden evakuiert, 53 Landkreise alleine in Nebraska haben Katastrophenalarm ausgelöst. In den kommenden Tagen rückt nun auch der größte Strom der USA in den Fokus, denn alle jetzt betroffenen kleineren Flüsse münden in den Mississippi.

Tückisches Eis

Besonders gefährlich derzeit sind neben dem Hochwasser an sich dicke Eisschollen, die auf dem Wasser treiben. Sie zerstören unter anderem Brücken, Straßen und Häuser.

Ein paar eindrucksvolle Bilder haben wir für euch zusammengestellt:

Sonntag bis zu 23 Grad – Montag lokal Neuschnee

Die Frühlingsblumen sorgen für farbenfrohe Wiesen.

Frühling gibt Vollgas

Der letzte Tag dieser Woche wird zugleich der wärmste, Grund hierfür ist eine föhnige Südwestströmung. Diese hat vielerorts Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad im Gepäck, noch etwas wärmer wird es von der Südsteiermark über das Burgenland bis nach Niederösterreich und Wien. Hier sind lokal bis zu 23 Grad möglich, solch hohe Temperaturen gab es zuletzt Ende Februar. Von den Spitzenwerten für den März bleiben wir aber ein gutes Stück entfernt, so liegt der Österreichrekord aus Gumpoldskirchen bei 27,5 Grad. Neben der frühlingshaften Wärme glänzt der Sonntag mit zahlreichen Sonnenstunden, daran können auch etwaige Frühnebelfelder und Schleierwolken tagsüber nur wenig ändern.

Hier die Wetterlage für morgen:

Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.
Eine kräftige Kaltfront nähert sich Österreich.

Wintergruß am Montag

Am späten Sonntagnachmittag erreicht den Westen des Landes eine markante Kaltfront mit Wolken und Regenschauern. Mit stürmisch auffrischendem Westwind breiten sich diese in den Abendstunden bis in die Obersteiermark und das Mostviertel aus. In der Nacht regnet und schneit es dann verbreitet, wobei die Schneefallgrenze auf 700 bis 500 m sinkt. Am Montag zeigt der Frühling sein zweites Gesicht, mehr als 2 bis 10 Grad werden nicht mehr erreicht. Dazu regnet und schneit es besonders von den Zillertaler Alpen über den Lungau bis zum Murtal und südlich davon länger anhaltend. Dabei bekommen etwas höhere gelegene Täler eine Portion Neuschnee ab, liegt doch die Schneefallgrenze tagsüber zwischen 600 und 800 m.

Alle Landeshauptstädte erleben einen Temperatursturz:

Stadt Höchstwert Sonntag Höchstwert Montag
Wien 20 Grad 9 Grad
St. Pölten 20 Grad 7 Grad
Eisenstadt 21 Grad 8 Grad
Linz 19 Grad 8 Grad
Graz 19 Grad 5 Grad
Klagenfurt 17 Grad 4 Grad
Salzburg 19 Grad 6 Grad
Innsbruck 18 Grad 6 Grad
Bregenz 16 Grad 7 Grad

Zu guter Letzt noch die Neuschneeprognose von Sonntagabend bis Montagabend:

In den Bergen einiges an Neuschnee!
In den Bergen einiges an Neuschnee!

Quelle Titelbild: pixabay

Föhnsturm bis zu 110 km/h in den Nordalpen

Symbolbild für eine Sturmwarnung. © Olaf Naami; shutterstock.com

Tief über England

Blicken wir zunächst auf die aktuelle Großwetterlage: Wir erkennen ein mächtiges Sturmtief über Großbritannien, an der Vorderseite dieses Tiefs (names Cornelius) wird sehr milde Luft (rote Pfeile) aus dem Mittelmeerraum Richtung Alpen geführt. Am Alpenhauptkamm wird die Luft nun gehoben, dahinter sinkt sie wieder ab. Dabei erwärmt und beschleunigt sie sich, an der Alpennordseite macht sich dies als Föhnsturm bemerkbar. Man sieht auch an der Drängung der Isobaren (schwarze Linien gleichen Luftdrucks), dass der Föhn wirklich kräftig simuliert wird.

Großwetterlage kommende Nacht.
Großwetterlage kommende Nacht.

Große Druckunterschiede

Ein gutes Maß, wie stark der Föhn wird, ist die Druckdifferenz zwischen der Alpennord- und südseite. In diesem Fall betrachten wir den Unterschied zwischen Garmisch-Partenkirchen und Bozen. Zu Südföhn kommt es, wenn der Luftdruck im Süden höher ist als im Norden. Das heißt, die Differenz zwischen Garmisch und Bozen ist negativ. In der kommenden Nacht beträgt der Unterschied stolze 9 hPa. Ein Indiz, dass der Föhn wirklich kräftig wird!

Große Druckunterschiede zwischen Südtirol und Bayern.
Große Druckunterschiede zwischen Südtirol und Bayern.

Schwere Sturmböen

Schon heute wird es in den Nordalpen föhnig, erste Böen zwischen 60 und 80 km/h sind von Vorarlberg bis Salzburg zu erwarten. In den Abend- und Nachtstunden verstärkt sich der Föhn markant, dann sind Böen zwischen 80 und 100, lokal auch bis zu 110 km/h zu erwarten. Schwerpunkte sind dabei:

  • Rheintal
  • Rätikon + Silvretta
  • Tiroler Alpenhauptkamm
  • Wipptal + Innsbruck
  • Salzburger Tauerntäler

Morgen bleibt es dann stürmisch, von Westen her bricht der Föhn aber allmählich zusammen. Die stürmischsten Regionen am Donnerstag sind somit eher von Salzburg ostwärts zu suchen. Aber seht selbst auf unserer Warnkarte:

Erwartete Böen durch den Föhn.
Erwartete Böen durch den Föhn.

Am besten seid ihr stets auf www.uwz.at informiert.

Rekordtemperaturen und Moorbrände in Europa

Das Hoch sorgt für sonniges Wetter.

In Österreich wurde heute ein neuer Februarrekord aufgestellt, diesen hielt bis dato Bruck an der Mur mit 23,6 Grad (aufgestellt 1960). Der neue Spitzenreiter heißt Güssing mit 24,2 Grad. Noch nie war es in einem Februar wärmer als heute!

Schweden

Einen neuen Temperaturrekord meldet Schweden. Noch nie war es im Königreich in einem Februar so warm wie am Dienstag. Bis auf 16,7 Grad kletterte die Temperatur in Karlshamn. Damit wurde der alte Rekord aus dem Jahre 1961 um 0,2 Grad übertroffen. Zahlreiche weitere Stationen stellten zudem eigene Rekorde auf, so zum Beispiel in Kvikkjokk im Hohen Norden mit 9,1 Grad. Gemessen wird hier immerhin schon seit 130 Jahren!

Deutschland+Belgien

Auch unsere deutschen Nachbarn melden zahlreiche neue Februarrekorde. Der seit 1900 bestehende Landesrekord von 23,1 Grad in Jena ist zwar nicht gefallen, viele Stationen mit langen Messreihen meldeten aber ihren jeweils wärmsten Februartag.

Hier ein kleiner Auszug:

Station neuer Rekord am Dienstag Messbeginn
Kahler Asten 14,5 Grad 1926
Frankfurt Flughafen 18,9 Grad 1949
Düsseldorf 19,3 Grad 1969
Gießen 19,1 Grad 1939
Regensburg 18,1 Grad 1947

 

In Belgien bedeuten 22,0 Grad in Dourbes einen neuen Landesrekord für den Februar.

Großbritannien

Auch das Vereinigte Königreich meldet einen neuen Februarrekord, in Kew Gardens (Südwest-London) wurden ebenfalls am Dienstag 21,2 Grad erreicht. Noch nie war es im kalendarischen Winter auf der Insel wärmer!

Neben Rekordtemperaturen beschäftigen derzeit aber vor allem Moorbrände England. In der Mitte des Landes, nahe Manchester haben bereits einige Hektar Moorland Feuer gefangen…Folge der lang andauernden Trockenheit der vergangenen Wochen.

Wir haben hier für ein paar Impressionen/Videos aus der Gegend zusammengestellt:

Das Bergwetter am Wochenende

Noch immer ausreichend Schnee in den Bergen.

Quelle Titelbild: pixabay

Freitag, 01. März 2019

Am Freitag sorgen dichte Wolken in den gesamten Nord- und Zentralalpen vom Pfänder bis zum Schneeberg für trübe Bedingungen, immer wieder schneit es hier. Die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 1.000 und 1.300 m, etwas kräftiger kann der Schneefall am Arlberg ausfallen. Lebhafter bis kräftiger Nordwestwind rundet diesen ungemütlichen Tag in diesen Regionen ab. Deutlich freundlicher präsentiert sich das Wetter vom Ortler bis zum Schöckl, hier startet der Tag freundlich. Zwar ziehen auch hier tagsüber mehr Wolken durch, in Summe gehen sich aber doch ein paar Sonnenstunden aus und Schauer bilden die Ausnahme. Dazu werden von Nord nach Süd in 3.000 m -8 bis -6 Grad erreicht, in 2.000 m steigen die Temperaturen auf -2 bis 0 Grad.

Samstag, 02. März 2019

Der Samstag startet im Großteil der Ostalpen mit vielen Wolken, vom Wilden Kaiser bis zur Rax schneit es vor allem in der ersten Tageshälfte immer wieder. Regen ist nur in den Tälern unterhalb von 600 bis 1.000 m ein Thema. Am Nachmittag trocknet es hier ab, von Vorarlberg her ziehen dann aber schon die nächsten Regen-, oberhalb von 1.400 m Schneeschauer auf. Diese breiten sich bis zum Abend auch auf Nordtirol und Salzburg aus. Für die Sonne bleibt insgesamt nur wenig Platz, die besten Chancen bestehen erneut in Ost- und Südtirol sowie in Kärnten. Sonst zeigt sie sich nur sporadisch. Bei kräftigem Nordwestwind bleibt es relativ kalt, in 3.000 m steigen die Temperaturen auf rund -8 Grad. In 2.000 m liegen die Höchstwerte zwischen -4 Grad auf dem Schneeberg und und +2 Grad in den Dolomiten.

Sonntag, 03. März 2019

Am Sonntag können vor allem vom Ötscher ostwärts anfangs noch ein paar Tropfen fallen, die Schneefallgrenze liegt bei rund 1.400 m. Sonst startet der Tag bereits trocken und wechselnd bewölkt. Im weiteren Verlauf stellt sich dann in den gesamten Ostalpen ein freundlicher Mix aus Sonnenschein und Wolken ein, auf die meisten Sonnenstunden darf man sich in den Bergen südlich des Hauptkamms freuen. Der West- bis Nordwestwind weht kräftig, im Hochgebirge auch stürmisch. Dazu steigen die Temperaturen in 3.000 m auf -3 bis -1 Grad, in 2.000 m werden +4 bis +6 Grad erreicht. Am mildesten wird es jeweils in Südtirol.

Gute Aussichten am Sonntag.
Gute Aussichten am Sonntag.

Bergwetter-Tipp:

Noch immer präsentieren sich die Ostalpen tief verschneit, sie profitieren vom rekordverdächtig schneereichen Auftakt in das Jahr. Auch der Sonnenschein und die frühlingshaften Temperaturen der vergangenen zwei Wochen konnten der weißen Pracht nur wenig anhaben, zu trocken war die Luftmasse schlichtweg. Die Schneedecke konnte so recht gut konserviert werden. So werden am Loser im Ausseerland noch immer knapp 450 cm Schnee gemessen, 320 cm sind es auf der Seegrube hoch über Innsbruck. Nicht ganz so viel Schnee liegt südlich des Hauptkamms, bei 80 cm am Nassfeld ist aber auch hier Pistenvergnügen garantiert.

Zu mild – zu sonnig: Der große Februarrückblick

Frühling und Winter kämpfen gegeneinander.

Überall warm

Mit einer positiven Abweichung von mehr als 3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel geht der letzte Wintermonat als einer der zehn wärmsten Februare seit Messbeginn in die Geschichtsbücher ein. Für einen Platz auf dem Podest reicht es aber eindeutig nicht. Die drei wärmsten Februarmonate waren 1966, 2002 und 2016, in diesen Jahren betrug die Abweichung sogar mehr als 4 Grad.

Der zurückliegende Monat war im gesamten Bundesgebiet dank beständigem Hochdruckwetter zu mild, am größten waren die Abweichungen aber auf den Bergen. So geht der Februar auf der Rax fast 4 Grad zu mild zu Ende, rund 3,5 Grad über dem Mittel stehen auf dem Patscherkofel zu Buche. Die geringsten, aber noch immer positiven Abweichungen, ergeben sich in manchen Tälern der Nordalpen: So fällt in Mayrhofen der Monat nur um ein knappes Grad zu mild aus.

Bis dato steht der Monatshöchstwert bei 19,7 Grad, gemessen am gestrigen Dienstag an gleich drei Wetterstationen im Südosten des Landes sowie heute in St. Andrä im Lavanttal. Am morgigen letzten Tag des Monats wird dieser Wert aber definitiv noch übertroffen, bis zu 22 Grad sind dann vor allem in der Steiermark zu erwarten. Damit bewegen wir uns in Reichweite des erst vor drei Jahren aufgestellten Österreichrekordes für Februar, dieser steht bei 23,2 Grad in Pottschach-Ternitz. Zumindest der Steiermark-Rekord gerät aber morgen ins Wanken, diesen hält Deutschlandsberg mit 22,3 Grad.

Dauerbrenner Sonne

Das Hochdruckwetter äußert sich auch in einer stolzen Sonnenscheinbilanz. Knapp eine Woche vor Ablauf des Monats erreichten die Sonnenstunden an vielen Orten bereits ihr Soll, am Ende wird der Monat als einer der sonnigsten Februare der vergangenen Jahrzehnte bilanzieren. Der sonnigste Ort mit bislang 178 Sonnenstunden ist Lienz, rund 20 Stunden Sonnenschein kommen hier heute und morgen noch hinzu. In einem durchschnittlichen Februar kommt Lienz lediglich auf 161 Sonnenstunden. Der relativ sonnigste Ort liegt aber in Niederösterreich. In Seibersdorf strahlte die Sonne bislang schon 149 Stunden vom Himmel, gegenüber dem langjährigen Mittel bedeutet dies einen Überschuss von 66 Prozent. Von Rekorden sind wir aber generell ein gutes Stück entfernt, wie der exemplarische Blick auf die Bundeshauptstadt beweist: In Wien wird der Monat mit rund 155 Sonnenstunden enden, ähnlich sonnig war es im Februar zuletzt vor 20 Jahren. Den Rekord hält aber noch immer das Jahr 1920 mit 230 Sonnenstunden.

Oft zu trocken

Ein kräftiges Italientief brachte zu Monatsbeginn vor allem in Osttirol und Kärnten ergiebigen Regen und Schneefall. In nur drei Tagen kamen hier mehr als 100 l/m² zusammen, das Monatssoll war hier somit früh erreicht und sogar übertroffen. In Spittal an der Drau fallen in einem durchschnittlichen Februar rund 30 l/m², heuer waren es 142 l/m². Dies entspricht einer Abweichung von rund 400 Prozent. In den Zentralalpen war es ebenfalls etwas zu nass, ganz im Westen sowie von Linz und Graz ostwärts steht hingegen ein deutliches Minus in der Niederschlagsbilanz. In Krems beispielsweise – ohnehin nur mit knapp 20 l/m² in einem durchschnittlichen Februar – blieb es fast komplett trocken, magere 3 Liter Regen pro Quadratmeter fielen hier im zu Ende gehenden Monat.

Extremwerte Februar 2019 (Bundesland, Tag des Auftretens); Stand 27.02.

Höchste Temperaturen

19,7 Grad Bad Radkersburg (ST) + Deutschlandsberg (ST) + Güssing (B, alle 26.) + St. Andrä (K, 27.)

19,6 Grad Eibiswald (ST, 26.)

19,2 Grad Wörterberg (ST, 26.)

Tiefste Temperaturen

-18,8 Grad St. Jakob im Defereggental (T, 05.)

-18,0 Grad St. Leonhard im Pitztal (T, 05.)

-16,6 Grad Summerau (OÖ, 05.)

Nasseste bewohnte Orte

165 Liter pro Quadratmeter Dellach + Weißensee (K)

153 Liter pro Quadratmeter Kötschach-Mauthen (K)

142 Liter pro Quadratmeter Spittal/Drau (K)

Trockenste bewohnte Orte

3 Liter pro Quadratmeter Langenlois + Krems (NÖ)

4 Liter pro Quadratmeter Gars am Kamp (NÖ)

5 Liter pro Quadratmeter Melk (NÖ)

Absolut sonnigster bzw. trübster, bewohnter Ort

178 Sonnenstunden, Lienz (T)

70 Sonnenstunden, Lunz am See (NÖ)

Stärkste Windspitzen Niederungen

104 km/h Reichenau/Rax (NÖ, 11.)

101 km/h Fischbach (ST, 12.)

97 km/h Frohnleiten (ST, 12.)

Stärkste Windspitzen Berge

144 km/h Patscherkofel (T, 10.)

137 km/h Feuerkogel (OÖ, 10.)

122 km/h Rudolfshütte (S, 01.)

Maximale Schneehöhe Tallagen

211 cm Schröcken (V, 12.)

205 cm Hochfilzen (T, 12.)

177 cm Warth (V, 12.)

Quelle Titelbild: pixabay

Große Temperatursprünge durch Hoch Dorit

Zwei Jahreszeiten an nur einem Tag.

Hoch Dorit bringt uns einen ersten Vorgeschmack auf den Frühling! Am Samstag wurden in Aspang bereits 16,5 Grad gemessen, so warm war es in diesem Jahr in Österreich überhaupt noch nicht (Update: am Sonntag wurden in Deutschlandsberg sogar 17.2 Grad erreicht). Die derzeitige Temperaturverteilung hat einige Überraschungen parat, so ist es auf den Bergen zum Teil milder als in den Tälern bzw. im Flachland

Temperaturumkehr

Das Stichwort heißt „Inversionswetterlage“: Bei einer solchen Wetterlage (wenig Wind, hoher Luftdruck, meist im Winter) sammelt sich nachts die kalte Luft in den Niederungen, dort kann es besonders gut auskühlen. Das sieht man auch gut an der folgenden Grafik. Sie zeigt den gestrigen Temperaturverlauf an der Station Aspang in der Buckligen Welt. Nachts ist es dort nach wie vor frostig, gestern Früh wurden -5 Grad gemessen. Zur gleichen Zeit war es auf der nahegelegenen Rax mit rund +3 Grad stolze 8 Grad wärmer. Und das, obwohl die Station auf der Rax ja rund 1000 m höher liegt als Aspang.

Temperaturverlauf in Aspang und auf der Rax.
Temperaturverlauf in Aspang und auf der Rax.

Tagsüber steigen die Temperaturen dann dank der Februarsonne schon kräftig an, bis auf die bereits erwähnten 16,5 Grad in Aspang. Auf der Rax tut sich indes tagsüber nicht allzu viel bei der Temperatur, mit einem Höchstwert von 9 Grad war es aber auch hier viel zu mild für die Jahreszeit. Am Sonntag stieg die Temperatur in Güssing sogar von -5 Grad auf +17 Grad, das entspricht einem Tagesgang von 22 Grad!

Beständiger Schnee

Nun möchte man meinen, dass es bei solchen Temperaturen dem Schnee an den Kragen geht – weit gefehlt! Schauen wir uns die nachfolgende Tabelle an.

Beispiel Reutte in Tirol (exemplarisch für weitere angeführte Orte): Gestern früh wurden dort 62 cm Schnee gemessen, das Ganze bei rund -3 Grad. Tagsüber erwärmte sich die Luft dann mit der Sonne auf bis zu +14 Grad. Heute präsentierte sich die Schneehöhe trotz frühlingshafter Wärme gestern nahezu unbeeindruckt – noch immer wurden 61 cm gemessen. Doch warum ist das so?

Die Antwort liegt in der Luftfeuchtigkeit versteckt: Die Luft ist nämlich derzeit so trocken, dass der Schnee nicht schmilzt oder taut, sondern sublimiert. Sublimation nennt man den Vorgang, wenn die Wassermoleküle aus der Schneedecke vom festen gleich in den gasförmigen Zustand übergehen. Dieser Prozess kostet viel Energie (mehr als das Schmelzen), die der Luft entzogen werden muss. Die Schneedecke kühlt somit eine wenige Millimeter dicke Lufthaut über der Schneedecke konstant auf rund 0 Grad. Zwei Meter darüber hat es dagegen frühlingshafte +14 Grad.

Ort Schneehöhe

Samstagfrüh

Höchsttemperatur

Samstag

Schneehöhe

Sonntagfrüh

Schröcken 181 cm +12 Grad 177 cm
Reutte 62 cm +14 Grad 61 cm
Lienz 16 cm +10 Grad 15 cm
Hermagor 21 cm +11 Grad 21 cm
Schönau an der Enns 33 cm +9 Grad 32 cm
Ramsau am Dachstein 89 cm +10 Grad 88 cm

Traumhafte Fernsicht

Die trockene Luft bekommen auch alle Wintersportler zu spüren, bzw. viel mehr zu genießen. Denn durch die geringe Anzahl der Wasser- und Eispartikel in der Luft ist die Atmosphäre derzeit kaum getrübt. Folglich beträgt die Fernsicht auf den Bergen teilweise mehr als 100 km. Selbst Sichtweiten bis zu 200 km sind momentan möglich.

Exemplarisch der Blick vom Großglockner über weite Teile der Nordalpen:

Gestochen scharfe Sicht vom Großglockner nach Norden.
Gestochen scharfe Sicht vom Großglockner nach Norden.

Hochdruckwetter auch in der neuen Woche

Krokusse im Feld ©pixabay/MabelAmber

Montag und Dienstag noch Kaiserwetter

Die neue Woche beginnt so wie die alte endete. Hoch „Dorit“ hält nach wie vor alle Fronten von Österreich fern, die Folge ist überwiegend sonniges und mit bis zu 15 Grad sehr mildes Vorfrühlingswetter. Mittlerweile sind schon rund 10 Sonnenstunden möglich, jeden Tag gewinnen wir 3 Minuten an Tageslicht. Allerdings werden die Nebel- und Hochnebelfelder in den kommenden beiden Tagen zahlreicher und hartnäckiger, vor allem im Donauraum und im östlichen Flachland. Im Bergland bleibt es dagegen bei ungetrübtem Sonnenschein und großen Temperatursprüngen. So sind momentan Tagesgänge von mehr als 20 Grad keine Seltenheit. Am Samstag kletterte die Temperatur beispielsweise in Aspang (Niederösterreich) von -4,9 Grad in der Früh auf 16,5 Grad am Nachmittag. Letztere war auch gleichzeitig österreichweit die bislang höchste Temperatur des Jahres.

Erster kleiner Dämpfer am Mittwoch

Am Mittwoch erreicht uns die Kaltfront eines Tiefs über Nordskandinavien, allerdings nur in stark abgeschwächter Form. So ziehen im Norden und Osten zunächst kompakte Wolken durch, bis auf ein paar Tropfen in den östlichen Nordalpen bleibt es aber weitgehend trocken und am Nachmittag lockern die Wolken schon wieder auf. Im Bergland von Vorarlberg bis zur Weststeiermark scheint bei nur harmlosen Wolken weiterhin häufig die Sonne. Mit 4 bis 13 Grad wird es nicht mehr ganz so mild wie die Tage zuvor, die Temperaturen bleiben aber auf einem überdurchschnittlichen Niveau. In Wien und Innsbruck dürfte man zu dieser Jahreszeit Tageshöchstwerte von rund 6 Grad erwarten, am Mittwoch werden hier rund 10 Grad erreicht.

Warmfront und neues Hoch

Der Donnerstag bringt vor allem im Norden und Osten viele Wolken, aus heutiger Sicht bleibt es tagsüber aber meist trocken. Erst in den Abendstunden zeichnet sich von Oberösterreich bis zum Burgenland einsetzender Regen ab. Längere sonnige Auflockerungen gibt es hingegen erneut von Vorarlberg über Kärnten bis zum Südsteiermark. Dieser wechselhafte Wettercharakter setzt sich auch am Freitag fort, von Salzburg ostwärts regnet es immer wieder. Schnee ist aber nur oberhalb von 1000 Metern ein Thema. An beiden Tagen liegen die Höchstwerte meist zwischen 5 und 10 Grad, besonders im Osten und Südosten sind auch 12 Grad möglich.

Kommendes Wochenende etabliert sich dann über Mitteleuropa ein neues kräftiges Hoch, das wieder vermehrt sonnige Bedingungen mit sich bringt. Die genaue Position des Hochs ist aber noch nicht ganz klar, dementsprechend unsicher ist zum jetzigen Zeitpunkt auch noch, in welche Richtung sie die Temperaturen entwickeln werden.

Quelle Titelbild: pixabay

Erste Frühlingszeichen

Die Frühlingsboten lassen sich nicht aufhalten. © pixabay

Es ist zwar erst Mitte Februar, tatsächlich gibt es aber schon untrügliche Zeichen, dass sich der Winter seinem Ende entgegen neigt.

Die Tage werden immer länger

Das verbreitet sonnige Wetter und die zunehmende Tageslänge sorgen bei vielen Menschen für gute Laune. Die Tageslänge beträgt mittlerweile knapp über 10 Stunden und damit 2 Stunden mehr als zu Zeiten der Wintersonnenwende. Durch den höheren Sonnenstand nimmt auch bei bedecktem Himmel die Helligkeit zu. Ganztags trübe Tage durch Hochnebel kommen immer seltener vor. Und mit der Tageslänge geht es weiterhin steil bergauf, sie nimmt aktuell pro Tag um 3 bis 4 Minuten zu.

Pflanzen- und Tierwelt

Blickt man auf Gärten und Natur, dann fallen weitere Frühlingszeichen auf. So sind in thermisch begünstigten Regionen örtlich schon Erlen und Haseln blühbereit. In den kommenden Tagen beginnt dann recht verbreitet die Erlen- und Haselblüte, Pollenallergiker müssen also vermehrt mit Belastungen rechnen. Vor allem in sonnigen Hanglagen gibt es zudem Schneeglöckchen, auch erste Frühlings-Krokusse brechen durch das Erdreich und erblühen im Sonnenlicht. Den nahenden Frühling kann man weiters auch schon akustisch wahrnehmen, denn vor allem in den Morgenstunden und in der Abenddämmerung zwitschern verbreitet die Amseln sowie andere Singvögel.

Zunehmende Strahlung

Kaltlufteinbrüche mit Schnee bis in tiefe Lagen sind zwar auch noch im März oder Anfang April möglich, aber im Mittel steigen vor allem tagsüber die Temperaturen in den kommenden Wochen kontinuierlich an. Wenn in der Nacht Schnee fällt und liegen bleibt, überlebt dieser in tieferen Lagen den Tag oft nicht, weil er selbst bei bedecktem Himmel und Temperaturen um den Gefrierpunkt durch die stärkere Globalstrahlung dahinschmilzt.

Tropischer Zyklon OMA nähert sich Australien

Zyklon Oma in der Südsee.

Derzeit befindet sich der Tropische Zyklon der Kategorie 1 (von 5) mit maximalen Böen um 130 km/h über dem östlichen Korallenmeer, nahe des Inselstaats Vanuatu. Gut zu sehen ist auf folgendem Satellitenbild das Auge des Sturms:

Wie geht es nun weiter? Der Zyklon verlagert sich in den kommenden Tagen unter leichter Verstärkung (durchaus Kategorie 2 möglich) weiter nach Südwesten. Somit rückt nach Vanuatu nun vermehrt die französische Überseeregion Neukaledonien in den Fokus. Hier sind zum Wochenwechsel vor allem im Westteil der Insel heftige Regenfälle und schwerer Sturm zu erwarten.

Auf der folgenden Grafik sieht man eine aktuelle Satellitenaufnahme von OMA. Ebenfalls haben wir für euch die wahrscheinlichste Route eingezeichnet. Demnach hätte der Sturm auf Australien keine allzu großen Auswirkungen. Doch das ist noch nicht fix…

Satellitenbild von Oma mit wahrscheinlichster Zugbahn.
Satellitenbild von Oma mit wahrscheinlichster Zugbahn.

Betrachtet man nämlich die sogenannten Ensemble-Prognosen, so fällt auf, dass es noch erhebliche Unsicherheiten in der weiteren Zugbahn von OMA gibt. Die wahrscheinlichste Variante ist die Verlagerung Richtung Neuseeland. Dort würde sich OMA dann aufgrund des kühleren Meerwassers deutlich abschwächen.

Es gibt aber auch ein paar Modellläufe, die einen Landgang an der Küste von Queensland prognostizieren. Auch die Metropole Brisbane wäre im Laufe der neuen Woche betroffen.

Die Modelle sind sich noch nicht einig über Omas weitere Zugbahn.
Die Modelle sind sich noch nicht einig über Omas weitere Zugbahn.

Quelle Titelbild: pixabay

Frost und Schnee in der Südsee

Gar nicht so selten - Schnee auf Hawaii.

Ein kräftiges Tief hat zu Beginn dieser Woche für äußerst turbulentes Wetter im US-Bundesstaat Hawaii gesorgt. In der Hauptstadt Honolulu wurde eine Böe von knapp 80 km/h gemessen, umstürzende Bäume waren die Folge:

Noch deutlich heftiger wütete der Sturm auf den Vulkanen Mauna Kea und Mauna Loa. Am Observatorium der NASA auf dem Mauna Kea in gut 4.000 m Höhe wurde eine Spitzenböe von unglaublichen 308 km/h registriert. Kein Wunder, dass auch der Pazifik rund um die Inseln aufgewühlt war, das Bild unten zeigt den Verlauf der Wellenhöhe an einer Boje vor der Insel Maui. Am Sonntag (Ortszeit) türmten sich die Wellen fast 40 Fuß, also rund 11 Meter hoch.

Fast 12 Meter hohe Wellen vor Maui.
Fast 12 Meter hohe Wellen vor Maui.

Ein Schauspiel der ungewöhnlichen Art brachte die polare Kaltluft mit sich. Zwar schneit es auf den beiden bereits erwähnten Vulkanen regelmäßig, diese sind aber auch beide über 4000 m hoch. Dass es – so wie vor wenigen Tagen passiert – bis auf rund 1900 m hinab schneit, ist extrem selten und könnte sogar eine Premiere gewesen sein.

 

Die folgenden beiden Bilder wurden am Gipfel des 3000 m hohen Haleakala aufgenommen, dem höchsten Berg Mauis. Wer denkt jetzt noch an Palmen und Südseefeeling?

Quelle Titelbild: pixabay

Perfektes Skiwetter am Wochenende

Beste Wintersportbedingungen in den gesamten Ostalpen.

Ein Blick auf die Druckverteilung am Sonntag reicht, und man sieht sofort, was Sache ist. Zwei kräftige Hochs mit Kernen über Korsika und dem Balkan versorgen uns mit bestem Ausflugswetter….

Gleich zwei Hochs bestimmen das Wetter im Alpenraum.
Gleich zwei Hochs bestimmen das Wetter im Alpenraum.

Freitag

Am Freitag scheint in den gesamten Ostalpen von der Früh weg die Sonne, meist sogar von einem wolkenlosen Himmel. Am ehesten ziehen über Rax und Schneeberg ein paar harmlose Schleierwolken hinweg. Der Nordostwind ist vor allem vom Hochkönig ostwärts noch etwas störend, sonst spielt der Wind keine große Rolle. In der Früh ist es in den teilweise nebeligen Tälern kälter als auf den Bergen, so stehen 0 Grad auf dem Hahnenkamm rund -6 Grad in Kitzbühel entgegen. Tagsüber werden in 3.000 m Höhe -3 bis 0 Grad erreicht, in 2.000 m steigen die Temperaturen von Ost nach West auf +1 bis +6 Grad. Auch in den Tälern gibt es bis zum Nachmittag dem Sonnenschein sei Dank deutliche Plusgrade.

Samstag

Am Samstag kann es in manchen Alpentälern zunächst kurz nebelig sein, meist strahlt aber wieder von Beginn an die Sonne. Zwar ziehen vor allem von den Dolomiten bis zu den Berchtesgadener Alpen ein paar Schleierwolken durch, diese stören aber nicht weiter. Im Gegensatz zum Vortag ist der Wind in allen Höhen praktisch unbedeutend. Somit lassen sich die -3 bis 0 Grad in 3.000 m ebenso gut aushalten wie die +5 bis +8 Grad in 2.000 m.

Sonntag

Der Sonntag hat keine Wetteränderung zu bieten. Den ganzen Tag scheint die Sonne von einem tiefblauen Himmel, Wolken zeigen sich so gut wie keine. In den Niederungen werden die Nebel- und Hochnebelfelder aber etwas zahlreicher und beständiger. Der Wind ist überall nur schwach unterwegs, selbst im Hochgebirge erreichen die Böen lediglich 30 km/h. Es wird noch milder, in 3.000 m liegen die Höchstwerte zwischen -2 und +1 Grad, in 2.000 m erwärmt sich die Luft auf +6 bis +9 Grad.

Passend zum Sonntag unsere Grafik für die Berge:

Sonne satt nicht nur am Sonntag!
Sonne satt nicht nur am Sonntag!

Bergwetter-Tipp

Die Tageslänge nimmt derzeit rasant zu, so gewinnen wir täglich rund 3 Minuten Sonnenlicht hinzu. Dabei gibt es aber große Unterschiede zwischen Bergen und Tälern. Bedingt durch die Topografie kommen die Tallagen morgens erst deutlich später in den Genuss der Sonne und müssen sich abends auch früher von ihr verabschieden als auf den Gipfeln. In Zahlen ausgedrückt: In Innsbruck scheint die Sonne am Wochenende zwischen 08:25 und 17:00 Uhr, in Summe also etwas mehr als 8 ½ Stunden. Auf dem Patscherkofel kann sie dagegen eine ganze Stunde länger strahlen, nämlich von 07:50 bis 17:25 Uhr.

Tief UWE bringt Sturm am Sonntag

Windsack im Sturm

Schon stürmischer Auftakt ins Wochenende

Am heutigen Freitag sorgt das Orkantief THOMAS über Schottland schon für erste stürmische Böen in Deutschland. Diese beschränken sich aber auf die Eifel, das Sauerland und Rothaargebirge sowie das Harzumfeld. Böen bis zu 70 km/h sind hier möglich. Deutlich windiger wird es dann am Samstag, wenn das Tief weiter Richtung Skandinavien zieht. Sturmböen sind dann in der gesamten Nordwesthälfte zu erwarten, mit Böen bis zu 90 km/h lebt der Südwestwind vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen auf.

Hier die erwarteten Böen vom ECMWF am Samstag:

Unwettergefahr am Sonntag

Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung kündigt sich am Sonntag ein Sturmtief an, welches den Namen UWE erhalten wird. Dieses zieht am Vormittag von Frankreich über die Benelux-Länder nach Norddeutschland. Das Hauptsturmfeld erfasst dabei vor allem den Süden und Westen des Landes. Die heftigsten Böen zeichnen sich mit Durchzug der Kaltfront am Nachmittag und Abend in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern ab. Hier sind 90 bis 100, lokal bis zu 110 km/h zu erwarten. Sonst erreichen die Spitzenböen vielerorts 70 bis 90 km/h.

Hier die erwarteten Böen vom ECMWF am Sonntag:

Am Montag Wetterberuhigung

Zu Beginn der neuen Woche zieht das Tief UWE dann Richtung Baltikum ab, von Nordwesten her strömt deutlich kältere Luft heran. Der Sturm ist dann aber kein großes Thema mehr, Böen zwischen 60 und 70 km/h sind noch östlich der Linie Bremen-Leipzig zu erwarten. Dazu ziehen einige Regen- und Schneeschauer über das Land hinweg, die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 300 und 500 m. In etwas kräftigeren Schauern sind aber auch Schneeflocken bis in die Niederungen möglich. Am Alpenrand stauen sich diese, hier sind am Montag durchaus 10 bis 20 cm Neuschnee zu erwarten.

Bis zu 15 Grad am Wochenende

Die Hasel ist blübereit, der Pollenflug kann beginnen.

Zum Ende der ersten Semesterferienwoche klopft der Vorfrühling schon mal vorsichtig an. Bereits am Freitag werden im Wiener und Grazer Becken rund 10 Grad erreicht. Noch milder wird es dann am Samstag, bei 13 oder sogar 14 Grad am Nachmittag kann man im östlichen Flachland den Kaffee schon im Freien genießen. In den Alpen sowie im Süden bleiben die Temperaturen noch etwas verhalten, meist steigen sie hier auf 5 bis 10 Grad. Der wärmste Tag der Woche kommt ganz zum Schluss: Eine föhnige Südströmung lässt die Temperaturen vom Bodensee bis zum Neusiedler See auf 10 bis 15 Grad steigen, deutlich kühler bleibt es einmal mehr in Osttirol und Kärnten.

Hier die verantwortliche Wetterlage grafisch dargestellt:

Föhn bringt am Sonntag bis zu 15 Grad.
Föhn bringt am Sonntag bis zu 15 Grad.

Pollensaison startet

Der Winter war für Allergiker ein Segen, in den kommenden Wochen lässt sich der Frühling aber kaum mehr aufhalten. Traditionell wird die Pollensaison durch die Frühblüher Haselnuss und Erle eingeläutet, selbst wenn es nachts noch frostig ist und am Boden noch Schnee liegt. Sobald es reichlich Sonnenschein gibt und sich die Temperaturen tagsüber der 10-Grad-Marke nähern, beginnen Hasel und Erle zu blühen. Bereits in den vergangenen Wochen wurden in thermisch begünstigten Regionen erste Hasel- und Erlenpollen registriert. Bis zum Wochenende erreichen in den Niederungen Hasel und Erle verbreitet ihre Blühbereitschaft. Der nächste große Allergieschub folgt dann ab etwa Mitte bis Ende März, wenn die hochallergene Birke zu blühen beginnt.

Kräftige Abkühlung zu Wochenbeginn

Das Frühlingserwachen am Wochenende ist aber nur ein kurzes, denn pünktlich zum Start in die neue Woche erreicht uns eine markante Kaltfront von Nordwesten her. Im Vergleich zum Sonntag kühlt es um 5 bis 10 Grad ab, dazu sinkt die Schneefallgrenze auf rund 500 m. Noch kälter wird es am Dienstag, dann sind aus heutiger Sicht sogar im Flachland Schneeschauer und Wintergewitter möglich. Im Nordstau der Alpen kündigt sich eine ordentliche Ladung Neuschnee an, 20 bis 40 cm können hier zu Beginn der neuen Woche zusammenkommen. Ab Mittwoch übernimmt dann wieder ein Hoch die Regie beim Wetter, die Temperaturen beginnen aber nur langsam zu steigen.

Und zu guter Letzt noch bildlich festgehalten die Wetterlage am Dienstag:

Aus Nordwesten erreicht uns wieder deutlich kältere Luft.
Aus Nordwesten erreicht uns wieder deutlich kältere Luft.

Quelle Titelbild: pixabay

Katastrophale Überschwemmungen in Australien

Wassermassen in Townsville.

Seit nun gut einer Woche schüttet es im Nordosten Australiens was das Zeug hält. Auslöser hierfür war ein tropisches Tief, das sich in den vergangenen 10 Tagen praktisch nicht vom Fleck gerührt hat. Manche Stationen in der Umgebung von Townsville (Queensland) haben in diesem Zeitraum mehr als 2000 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Zum Vergleich 2000 l/m² entsprechen dem vierfachen (!) Jahresniederschlag von Berlin bzw. dem zweieinhalbfachen Jahresniederschlag von Hamburg.

Das ganze Ausmaß der Überschwemmungen wird aus der Luft sichtbar, siehe folgende Drohnenaufnahmen:


Selbst Krokodile und Giftschlangen fliehen vor den Wassermassen und werden vermehrt in den Städten wie Townsville gesichtet:

Spitzenreiter bei den Regenmengen ist die Station Bluewater River knapp nördlich von Townsville. Dort sind in den vergangenen 10 Tagen 2338 l/m² zusammengekommen.

Zu guter Letzt noch ein Hoffnungsschimmer für die betroffene Region (siehe nächste Grafik). Das wetterbestimmende Tief zieht nun langsam auf den Pazifik, die sintflutartigen Regenfälle klingen also in den kommenden Tagen ab. Stattdessen rücken die südlichen Küstengebiete zwischen Bowen und Mackay mehr in den Fokus, hier werden bis zu 600 l/m² erwartet.

Der Regen in Queensland verlagert sich nach Süden.
Der Regen in Queensland verlagert sich nach Süden.

Quelle Titelbild: flickr

Eisiger Start in die Ski-WM 2019 in Åre

Schnee und Eiseskälte in Jämtland.

Åre ist der berühmteste schwedische Wintersportort und ist heuer schon zum dritten Mal Gastgeber der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften. Dabei liegt Åre gar nicht mal hoch, nämlich nur rund 400 m. Die Lage im Hohen Norden sorgt aber für Schneesicherheit und tiefwinterliche Temperaturen.

Åre liegt in der Mitte Schwedens.
Åre liegt in der Mitte Schwedens.

Mit rund -22 Grad wurde am Dienstagmorgen zugleich der Tiefpunkt der ganzen Woche im schwedischen Wintersportort gemessen. Und auch zum Start des Super G der Damen um 12:30 Uhr wird es nur wenig milder. Nicole Schmidhofer und Co. Müssen sich warm anziehen, -15 Grad erwarten die Läuferinnen auf ihrer Fahrt vom 1420 m hohen Åreskutan. Dazu präsentiert sich das Wetter aber von seiner besten Seite, die Sonne scheint von einem meist wolkenlosen Himmel.

Dementsprechend traumhaft sieht auch das aktuelle Webcam-Bild mit Blick auf Åre aus…

Sonniger, aber kalter Auftakt zur WM.
Sonniger, aber kalter Auftakt zur WM.

Es wird milder

Wieder unbeständigeres Wetter erwartet dann die Herren beim morgigen Super G. Zwar ziehen zahlreiche mittelhohe Wolken durch, diese lassen die Sonne aber doch zumindest zweitweise durchschimmern. Dazu wird es mit rund -6 Grad schon deutlich milder als noch heute. Anschließend pendeln sich die Temperaturen bei rund -5 Grad ein, dazu stellt sich recht wechselhaftes Wetter ein. Das Hoch, welches bei uns für stabiles Winterwetter sorgt, zwingt die Tiefdruckgebiete vom Atlantik auf eine nördliche Zugbahn über Skandinavien. Sonnige Phasen, dichte Wolken und auch zeitweiliger Schneefall beispielsweise am Samstag und am Sonntag prägen den weiteren Verlauf der Weltmeisterschaften.

Schwedischer Winter

Dabei könnten am Sonntag sogar Temperaturen knapp jenseits des Gefrierpunkts erreicht werden, für diese Jahreszeit wäre das in Åre schon ungewöhnlich. Im langjährigen Mittel bewegen sich die Februar-Temperaturen im Westen der Region Jämtland nämlich zwischen -13 und -5 Grad. Auf diese Werte sinken die Werte in der kommenden, finalen WM-Woche dann auch wieder.

Quelle Titelbild: pixabay

Am Sonntag viel Neuschnee in Südbayern und Sachsen

Kräftig schneien wird es am Sonntag in Bayern und Sachsen.

Schauen wir zuerst auf die Wetterlage für morgen Sonntag. Über Korsika dreht sich das Tief Quirin, dieses lenkt sehr feuchte Mittelmeerluft über die Alpen in den Südosten des Landes. Bodennah strömt gleichzeitig aber immer kältere Luft aus Nordwesten heran. Eine perfekte Kombination für kräftige Schneefälle!

Ein Tief schaufelt feuchte Luft heran.
Ein Tief schaufelt feuchte Luft heran.

Die Bundesrepublik präsentiert sich derzeit so winterlich wie schon lange nicht mehr. In den vergangenen Tagen gab es ja vor allem in der Westhälfte Neuschnee, sodass derzeit gut die Hälfte des Landes unter einer Schneedecke liegen. Neben den üblichen Verdächtigen (Harz, Sauerland, Thüringer Wald, Erzgebirge, Bayerwald, Alpenrand, Alb, Schwarzwald) liegen zum Beispiel auch in der Eifel derzeit 15 bis 25 cm Schnee.

Analysierte Schneehöhen am Samstag.
Analysierte Schneehöhen am Samstag.

Starten wird der Schneefall in der Nacht zum Sonntag, ausgehend vom südlichen Oberbayern breitet sich der Schnee nord- und ostwärts aus. In der Früh schneit es dann schon verbreitet südöstlich der Linie Schwarzwald-Lausitz. Genau in diesen Regionen schneit es dann den ganzen Tag teils kräftig.

Verbreitet kommen hier 5 bis 10 cm Neuschnee zusammen. Noch deutlich mehr, nämlich 10 bis 20 oder sogar 25 cm Neuschnee erwarten wir im Erzgebirge, im Bayerischen Wald sowie im etwas höher gelegenen Alpenvorland.

Erwartete Schneemengen am Sonntag.
Erwartete Schneemengen am Sonntag.

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Viel Neuschnee in Süd- und Osttirol

Viel Neuschnee in Südtirol.

Verantwortlich für die großen Regen- und Schneemengen ist ein Tief über dem Mittelmeer, das sehr feuchte von Süden her gegen die Alpen steuert. Die Regionen südlich des Alpenhauptkamms – bisher ja eher wenig vom Schnee verwöhnt – bekamen so pünktlich zu den Semesterferien in Ostösterreich eine dicke Packung Neuschnee.

Hier die gemessenen Neuschneemengen von heute morgen (Auswahl):

Obertilliach (Osttirol) 70 cm
Sterzing (Südtirol) 65 cm
Brenner (Tirol) 48 cm
Sillian (Osttirol) 36 cm
Döllach (Kärnten) + St. Jakob im Defereggental (Osttirol) 35 cm
Toblach (Südtirol) 24 cm

Auf der Brennerautobahn zwischen Matrei und Sterzing ist seit Stunden Stillstand, hunderte LKW sind hängengeblieben…

In tiefen Lagen handelte es sich teilweise um Regen, große Mengen gab es aber auch hier. Am Loibl in Kärnten sind seit gestern 155 l/m² vom Himmel geprasselt, so viel wie im gesamten Winter bislang nicht!

Hier mal eine kleine Auswahl der besten Bilder aus der Schweiz, Südtirol und Österreich:

Val Müstair, Schweiz:

Sterzing, Südtirol:

Verlauf der Schneehöhe am Brenner.
Verlauf der Schneehöhe am Brenner.
Verlauf der Schneehöhe in Obertilliach.
Verlauf der Schneehöhe in Obertilliach.
Tief verschneit das Wipptal bei Sterzing
Tief verschneit das Wipptal bei Sterzing

Spektakulärer Blutmond am Montag

Mancherorts wird man den Mond in voller Pracht sehen können.

Die Mondfinsternis ist am Morgen des 21. Januars im gesamten deutschsprachigen Raum zu sehen. In Ostdeutschland und -österreich kann man den Blutmond zumindest bis zum Ende der Kernschattenphase um 06:44 Uhr bewundern. Dann nämlich wird es schon langsam hell, beziehungsweise der Mond geht schon wieder unter.

Bei einer Mondfinsternis durchquert der Mond den Schattenkegel, den die von der Sonne beleuchtete Erde im Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet also statt, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer geraden Linie liegen. Zunächst tritt der Mond um 04:34 Uhr in den Halbschatten der Erde, ehe er dann zwischen 05:41 und 06:44 Uhr den Kernschatten der Erde durchläuft. Die Totalität dauert bei der aktuellen Mondfinsternis somit 1 Stunde und 3 Minuten. In weiterer Folge verlässt der Mond dann erst den Kernschatten und dann auch um 07:51 Uhr den Halbschatten der Erde.

Ratschläge zur Beobachtung

Zum Beobachten dieses Himmelsereignisses braucht es eigentlich nicht mehr als die eigenen Augen, ein Teleskop ist also nicht von Nöten. Mit einem Fern- oder Opernglas lassen sich die verschiedenen Grade der Verfinsterung allerdings noch besser bestaunen. Um die Mondfinsternis in voller Pracht zu genießen, sollte man zudem künstliche Lichtquellen meiden. Auf den Bergen oder exponierten Hügeln findet man daher die besten Beobachtungschancen vor, entsprechend schlechter sind sie in den stark beleuchteten Innenstädten. Ob Stadt oder Land, der Blick sollte sich in jedem Fall stets gen Westen richten. Dort wird sich der Mond am Montagshimmel nämlich in eine rötliche Farbe tauchen.

Hochdruckwetter mit Schönheitsfehlern

Zwar bestimmt am Wochenende und auch in der Nacht auf Montag ein Hoch über Osteuropa das Wetter bei uns, doch von Westen her versuchen immer wieder atlantische Tiefs zu uns vorzudringen. Montagfrüh zeigt sich der Himmel nach den neuesten Modellberechnungen vor allem in der Nordosthälfte Deutschlands sowie in den Zentral- und Südalpen wolkenlos. Dichtere Wolken sind dagegen von Nordrhein-Westfalen bis zum Bodensee sowie teils auch sonst nördlich des Alpenhauptkamms unterwegs. Allerdings besteht hier noch eine gewisse Prognoseunsicherheit.

Quelle: pixabay

Am Wochenende große Schneemengen in Bayern

Viel Neuschnee gibt es am Alpenrand.

Verantwortlich für die großen Neuschneemengen ist eine Warmfront, die Süddeutschland in diesen Stunden erfasst. Sie lenkt sehr feuchte und kalte Luftmassen aus Skandinavien gegen die Alpen, wo sich diese staut und die heftigen Schneefälle auslöst.

Schwerpunkt Alpenrand

Im folgenden Bild seht ihr die Prognose der Neuschneehöhen von heute bis einschließlich Montag. Besonders südlich der Donau kommen 10 bis 20 cm Neuschnee zusammen, im Alpenvorland zwischen Memmingen und Traunstein auch 20 bis 40 cm. Noch mehr fällt am unmittelbaren Alpenrand, hier muss man bis Montag mit 40 bis örtlich 70 cm rechnen. Die schneereichsten Orte dürften die üblichen Schneelöcher wie zum Beispiel Mittenwald, Bayrischzell, Ruhpolding und Reit im Winkl werden!

Viel Schnee vor allem in Oberbayern.
Viel Schnee vor allem in Oberbayern.

Große Lawinengefahr

Da der Nord- bis Nordwestwind auf den Bergen kräftig bis stürmisch weht, steigt die Lawinengefahr deutlich an. Grund hierfür sind die massiven Schneeverfrachtungen, womit für die Lawinenauslöse nicht einmal mehr ein Wintersportler notwendig ist. Durch die große Lawinengefahr – örtlich wird wohl in den bayerischen Alpen Warnstufe 5 ausgerufen – sind auch einige Straßensperren zu befürchten, und das ausgerechnet zum Bettenwechsel in den Skigebieten.

Vereinzelt gilt bereits Warnstufe 4!
Vereinzelt gilt bereits Warnstufe 4!

Quelle Titelbild: pixabay

Große Lawinengefahr am Wochenende

Sturm und große Neuschneemengen lassen Lawinengefahr ansteigen.

Aktuelle Lage

Werfen wir als erstes einen Blick auf die heutige Lawinensituation, die wir mal schematisch hier für euch dargestellt haben:

Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.
Teils ist schon Stufe 4 von 5 erreicht.

Besonders angespannt ist die Lawinensituation schon in den Nordalpen, die zweithöchste Warnstufe gilt derzeit im Arlberggebiet, den Lechtaler Alpen, der Verwallgruppe (alle Tirol) sowie von den Hohen Tauern und dem Hochkönig bis zum Hochschwab. Stufe 3 ist aber verbreitet in den Alpen gültig.

Viel Neuschnee

Wir erwarten, dass die Lawinengefahr am Wochenende praktisch in den ganzen Nordalpen auf Stufe 4 von 5 hochgestuft wird, besonders zwischen dem Karwendel und dem Mariazellerland dürfte sogar die höchste Warnstufe zumindest lokal ausgerufen werden! Bei diesen Warnstufen bedarf es nicht einmal mehr einen Wintersportler zur Lawinenauslöse, d.h. die Lawinen lösen sich spontan ohne Fremdeinwirkung.

Hauptgrund der ansteigenden Gefahr sind die zu erwartenden massiven Neuschneemengen, die ihr hier auf der Karte sehen könnt:

Massig Neuschnee in den Nordalpen!
Massig Neuschnee in den Nordalpen!

Am meisten Neuschnee kommt bis zum Ende des Ereignisses am Montag in den Nordalpen vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland zusammen, hier sind selbst in den Tälern 30 bis 50 cm zu erwarten. Noch mehr schneit es vom Karwendel bis zum Hochschwab, 50 bis 100 cm können hier zusammenkommen. In exponierten Orten (z.B. Hochfilzen, Maria Alm, Filzmoos, Bad Aussee) ist auch mehr als 1 Meter Neuschnee möglich!

Stürmischer Wind

Bekanntlich ist der Wind „der Baumeister der Lawinen“. Das ganze Wochenende hindurch weht auf den Bergen stürmischer Nord- bis Nordwestwind mit Böen durchaus zwischen 80 und 100 km/h. Dieser sorgt für massive Schneeverfrachtungen in freien Lagen und generell eben auf den Alpengipfeln!

Stets am besten informiert bleibt ihr auf den Websites der Lawinenwarndiensten. Dort findet man täglich aktualisiert den Lawinenlagebericht für das jeweilige Bundesland mit den Einschätzungen der Experten.

Links Lawinenwarndienste:

 

Quelle Titelbild: pixabay

Gefährlicher Funkenregen in den Niederlanden

Funkenregen in den Niederlanden.

Die Tradition im Westen der Niederlande verlangt es, an Silvester mit möglichst großen und imposanten Feuern den jeweiligen Nachbarort zu übertrumpfen. Dass das nicht ganz ungefährlich ist, beweist der Blick nach Scheveningen. In diesem Stadtteil von Den Haag geriet das Feuer (immerhin ist der Brandstapel 48 m hoch) am Strand außer Kontrolle, in den Dünen und an angrenzenden Häusern begann es unplanmäßig ebenfalls zu brennen. Schuld daran war der kräftige Westwind, der mit Böen von knapp 50 km/h die Flammen, den Rauch und vor allem die Funken über die Stadt geweht hat.

Die folgenden Videos zeigen den eindrucksvollen Funkenregen in Scheveningen, dabei wurde auch ein sogenannter Firenado beobachtet:

Quelle Titelbild: pixabay

Nicht alltäglich: Gewitter zum Jahresauftakt

Gewitter über Wien vergangene Nacht.

Die Gewittersaison 2019 startete früh, denn schon gestern am 01. Jänner zogen die ersten Gewitter abends über Österreich hinweg. Schuld daran war eine kräftige Kaltfront, die in den Abendstunden von Bayern und Tschechien her durchzog. Dabei blitzte und donnerte es vor allem im Flachgau, im Alpenvorland Oberösterreichs sowie im östlichen Flachland. In Wien beispielsweise sorgten Böen bis zu 80 km/h, kräftiger Graupel und ein Temperaturrückgang um 3 Grad in nur 20 Minuten für einen ruppigen Abend.

Erforderliche Zutaten

Doch wie kann es nun im tiefsten Winter bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zu Gewittern kommen? Die absolute Temperatur ist dabei nicht entscheidend, sondern unter anderem der vertikale Temperaturgradient. Dabei schaut man sich den Unterschied der Temperaturen zwischen dem Boden und in höheren Luftschichten an. Gestern sorgten sehr tiefe Temperaturen in der Höhe für eine labile Schichtung der Atmosphäre. Darüber hinaus nahm der Wind mit der Höhe stark zu (Stichwort: Windscherung), fertig waren die Bedingungen für nächtliche Gewitter im Jänner.

Ungewöhnliche Zeit

Dennoch sind Gewitter im Winterhalbjahr eine Ausnahme und in ihrer Häufigkeit sowie Intensität nicht mit jenen im Sommer zu vergleichen. Dies wird besonders deutlich, wenn man sich in den Landeshauptstädten die Tage mit Gewitter im Winter (Dezember, Jänner, Februar) bzw. im Sommer (Juni, Juli, August) im langjährigen Mittel (von 1971 bis 2000) anschaut.

Landeshauptstadt Tage mit Gewitter im Winter Tage mit Gewitter im Sommer
Wien 2 19
St. Pölten <1 16
Eisenstadt <1 12-13
Linz 1 11
Graz <1 29-30
Klagenfurt 1 31
Salzburg 3-4 25
Innsbruck <1 24
Bregenz 1-2 22

 

Quelle Titelbild: pixabay

Schnee, Starkregen, Sturm … Turbulenter Heiligabend

Zillertaler Alpen an Heiligabend.

Eine kräftige Warmfront hat Österreich in den vergangenen 24 Stunden jede Menge Regen gebracht, wie man gut auf der folgenden Karte erkennen kann.  Vor allem von Vorarlberg bis ins Mostviertel sind große Regenmengen zusammengekommen, 40 bis 60 l/m² waren es hier verbreitet.Kräftiger Regen an der Alpennordseite.

Kräftiger Regen an der Alpennordseite.Punktuell hat es natürlich noch mehr geschüttet (Schnee fiel vergangene Nacht nur oberhalb von 1800 m), hier die Top 5 der nassesten Orte des Landes seit gestern Mittag:

  1. Warth (VBG) 104 l/m²
  2. Schröcken (VBG) 88 l/m²
  3. Sulzberg (VBG) 86 l/m²
  4. Tannheim (TIR) 78 l/m²
  5. Dalaas (VBG) 77 l/m²

Eisschrank Kärnten

Während es nördlich des Hauptkamms bis weit hinauf geregnet hat und sogar Gewitter durchzogen, hielt sich v.a. in Kärnten noch frostige Luft. Hier kam auch etwas Niederschlag an, dieser fiel aber als gefährlicher gefrierender Regen. Betroffen waren in den Morgenstunden nahezu ganz Unter- und Mittelkärnten. So hatte es in der Früh zum Beispiel in Ferlach -4 Grad, auf vergleichbarer Höhe in Nordtirol dagegen +8 Grad!

Sturm bis Tempo 150

Mit dem Tief, das nördlich an uns vorbeigezogen ist, kam auch stürmischer West- bis Nordwestwind auf. Stolze 155 km/h wurden auf dem Feuerkogel gemessen, im Flachland hatte Salzburg mit 94 km/h die Nase vorne. Hier eine Übersicht der Spitzenböen seit gestern:

Stürmisch nicht nur auf den Bergen.
Stürmisch nicht nur auf den Bergen.

Gegen Ende des Niederschlags hat es abgekühlt, sodass pünktlich zur Bescherung heute Abend da und dort noch eine weiße Überraschung zusammenkam. Für richtig winterliche Verhältnisse muss man aber hoch hinaus, so z.B. nach Lech am Arlberg:

Verschneite Landschaft nach Regen.
Verschneite Landschaft nach Regen.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/

Wo gibt es dieses Jahr weiße Weihnachten?

Der Traum vieler Menschen: Weihnachten mit Schnee.

Die ernüchternde Nachricht gleich vorneweg: Für vermutlich 99 % der Bundesbürger wird Weihnachten in diesem Jahr kein kitschiges, weil verschneites Fest. Zumindest was die meteorologischen Rahmenbedingungen betrifft…

Werfen wir dazu am besten direkt einen Blick auf die analysierten Schneehöhen von heute Mittag:

Schneehöhen in Deutschland.
Schneehöhen in Deutschland.

Wir sehen: Richtig weiß hat man es nur ganz vereinzelt. So liegen auf dem Brocken im Harz knapp 70 cm Schnee, in Lagen oberhalb von 600 m sind es hier immerhin noch 1 bis 2 cm. Ähnlich mau sieht die Schneelage im Sauerland (Kahler Asten 2 cm) und im Schwarzwald aus (Feldberg immerhin 25 cm).

Östliche Mittelgebirge winterlicher

Etwas winterlicher präsentieren sich Thüringer Wald, Erzgebirge sowie der Bayerische Wald. Hier ausgewählte Schneehöhen von heute aus diesen Mittelgebirgen:

  • Zinnwald 19 cm
  • Carlsfeld 19 cm
  • Marienberg 6 cm
  • Neuhaus am Rennweg 4 cm
  • Mauth-Finsterau 9 cm

Viel Regen an den Alpen

Eine kräftige Warmfront hat indes im Süden des Landes für große Regenmengen gesorgt, vergangene Nacht hat es zwischenzeitlich sogar bis 1800 m hinauf geregnet. Kein Wunder also, dass der Schnee hier in den Tälern förmlich weggeschwommen ist. Am Vormittag ist dann zwar wieder kältere Luft eingeflossen, für mehr als 2 cm Neuschnee beispielsweise in Oberstdorf hat es aber nicht gereicht.

Eher trist daher auch der Blick auf den Tegernsee:

Wenig winterlich in Oberbayern.
Wenig winterlich in Oberbayern.

Und die Feiertage?

An den Weihnachtsfeiertagen bestimmt ein kräftiges Hoch unser Wetter, Schneenachschub ist daher kein Thema. Mit Temperaturen von 1 bis 8 Grad präsentiert sich das Weihnachtswetter zudem deutlich zu mild. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, der Winter geht ja noch ein Weilchen…

Quelle Titelbild: pixabay

Trend: Viel Neuschnee am kommenden Wochenende?

In den Nordalpen kündigt sich der lang ersehnte Neuschnee an.

Wenig Schnee bisher

In den klassischen Nordstaulagen gab es ja bislang noch keine großen Schneemengen, so meldete Schröcken in Vorarlberg zum Beispiel heute morgen eine magere Gesamtschneehöhe von 1 cm. Selbst Wien kann derzeit mehr Schnee vorweisen. Und so schaut aktuell das eher traurige Webcam-Bild aus dem Wintersportort auf 1240 m aus, Regen lässt die letzten Schneereste dahinschmelzen:

Die Arlbergregion Anfang Dezember 2018.
Die Arlbergregion Anfang Dezember 2018.

Ganz anders im Vorjahr. 45 cm Schnee meldete Schröcken vor exakt einem Jahr, für Anfang Dezember ist das eine Schneehöhe, die man sich hier durchaus erwarten kann. Gleich viel winterlicher somit auch das Webcambild von damals:

Die Arlbergregion Anfang Dezember 2017.
Die Arlbergregion Anfang Dezember 2017.

Doch für alle Wintersportler und Schneefreunde gibt es Licht am Ende des Tunnels. Die kommenden Tage bis einschließlich Freitag sind eher auf der milden Seite, Schnee fällt nur im Hochgebirge. Doch pünktlich zum zweiten Adventwochenende stellt sich die Großwetterlage dann um. Es sind zwar noch ein paar Tage bis dahin, die beiden großen Wettermodelle (ECMWF und GFS) sind sich aber schon erstaunlich einig.

Nordstau

So soll in der Nacht auf Samstag eine kräftige Kaltfront über Österreich hinwegziehen, wobei die Schneefallgrenze von über 2.000 Meter auf rund 700 bis 800 m sinkt. Hinter Front werden dann feuchte und kalte Luftmassen von der Nordsee herangeführt, wie auf dem Bild gut zu erkennen ist. Für die klassischen Nordstaulagen von Vorarlberg bis zum Wienerwald bedeutet das jede Menge Neuschnee.

Die Wetterlage stellt sich um.
Die Wetterlage stellt sich um.

So kommen in diesen Regionen am kommenden Wochenende oberhalb von rund 700 m verbreitet 30 bis 50 cm Neuschnee zusammen. Diese Entwicklung scheint doch schon recht gut abgesichert zu sein. Noch mehr der weißen Pracht gibt es rund um den Arlberg, hier fallen mehr als 50 cm!

Lang ersehnter Schnee im Nordstau.
Lang ersehnter Schnee im Nordstau.

Quelle Titelbild: pixabay

Frostball statt Fußball in Russland

In Russland wird Fußball zur Herausforderung.

Die Hinrunde der russichen Premjer-Liga geht traditionell bis etwa Mitte Dezember, dem strengen Winter zum Trotz. So auch gestern in Krasnojarsk, einer Stadt im fernen Sibirien. Die Gäste aus Grozny erwartete dabei nicht nur eine Reise um den halben Erdball, sondern auch der berühmt-berüchtigte russische Winter.

Tief im Osten Russlands liegt Krasnojarsk.
Tief im Osten Russlands liegt Krasnojarsk.

Knapp daneben

Laut Regularien des Fußballverbandes wird ein Spiel erst dann verschoben, wenn die Lufttemperatur auf dem Spielfeld -15 Grad unterschreitet. Wie man auf dem folgenden Video sehen kann, richteten sich somit vor dem gestrigen Anpfiff alle Blicke auf das Thermometer auf dem Rasen. Dummerweise zeigte dies „zu milde“ -14,9 Grad an. Damit war klar: Die Partie wird planmäßig ausgetragen.

Doch auch in Krasnojarsk geht es noch deutlich kälter, in der Nacht auf Mittwoch sinken die Temperaturen dort auf bis zu -40 Grad. Gut, dass zum Ende der Hinrunde kommendes Wochenende das sibirische Team in der -10 Grad warmen Hauptstadt antreten darf.

Der Winter startet mild und nass

Die kommende Woche wird mild und nass.

Seit vergangener Nacht befinden wir uns im meteorologischen Herbst (siehe auch hier: Astronomischer vs. Meteorologischer Herbst). Von Schnee ist aber in den kommenden Tagen keine Spur, viel mehr wird der Regen zum Thema. Aber der Reihe nach…

Atlantik dominiert

Wie an einer Perlenschnur aufgereiht ziehen von morgen an die atlantischen Tiefdruckgebiete knapp nordwestlich an Deutschland vorbei. Im Gepäck haben diese Tiefs Kalt- und Warmfronten im regen Wechsel, für den Laien ausgedrückt heißt das: Es wird wechselhaft, windig und nass.

So beispielsweise sehen die Höchstwerte am Montag aus, in ganz Deutschland mehr als 10 Grad. Lokal sind im Südwesten sogar 15 Grad möglich:

Am Montag wird es sehr mild.
Am Montag wird es sehr mild.

Trockenheit wird gelindert

Die Fronten bringen von Westen her auch einiges an Regen, in ganz Deutschland kommen bis zum Samstag nächster Woche (siehe Bild) mindestens 30 Liter pro Quadratmeter zusammen. Meist werden es sogar 40 bis 60 l/m². Am meisten Regen kommt in den klassischen West- und Nordweststaulagen der Mittelgebirge zusammen. So könnten im Schwarzwald am Ende der kommenden Arbeitswoche durchaus 100 l/m² die Regenbilanz auffetten.

Bis zum Samstag kommt einiges an Regen zusammen.
Bis zum Samstag kommt einiges an Regen zusammen.

In Köln beispielsweise sind in diesem Jahr erst knapp 500 Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter zusammengekommen. In einem gesamten durchschnittlichen Jahr sind es dagegen mehr als 800 l/m². So werden die folgenden nassen Tage mit rund 60 Litern in der Domstadt die Jahresbilanz zwar nicht ausgleichen können, das Defizit wird aber zumindest kleiner.

Meteorologischer Winterbeginn nach Maß

Frisch verschneit zeigt sich das südliche Niederösterreich.

Schnee über Nacht

Der Auftakt in den meteorologischen Winter könnte kaum passender ausfallen. Seit der vergangenen Nacht schneit es insbesondere in Niederösterreich und in Wien. Die Bundeshauptstadt meldete in der Früh immerhin 3 cm Neuschnee und damit ebenso viel der weißen Pracht wie beispielsweise in Warth am Arlberg. Besonders im östlichen Flachland lässt sich der Pulverschnee heute auch noch genießen, denn hier verharren die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Weiter nach Westen zu geht es dem Schnee bei Temperaturen von bis zu +5 Grad am Nachmittag dagegen schon wieder an den Kragen.

Die verschneite Bundeshauptstadt.
Die verschneite Bundeshauptstadt.

Zweistellige Plusgrade

Die Winterfreuden zu Beginn der kalten Jahreszeit sind aber auch im Osten nur von kurzer Dauer. Bereits am Sonntag schaffen es die Temperaturen verbreitet ins Plus, einzig im Waldviertel hält sich da und dort noch die Frostluft mit Werten um den Gefrierpunkt. In der neuen Woche gerät Österreich dann unter den Einfluss einer lebhaften Westströmung, noch mildere und feuchte Luftmassen vom Atlantik erreichen uns. So steigen die Temperaturen am Montag schon auf 5 bis 14 Grad, wobei es im Osten noch verhältnismäßig frisch bleibt. Hier bringt dann stürmischer Westwind am Dienstag den Luftmassenwechsel, Temperaturen bis zu 15 Grad lassen den Schnee endgültig verschwinden. Auch die darauffolgenden Tage lassen keine wirklichen Wintergefühle zu, die nächste markante Kaltfront kündigt sich dann erst für das zweite Adventwochenende an.

Hintergrund: Astronomische vs. meteorologische Jahreszeiten

Der astronomische Winter beginnt auf der Nordhalbkugel auch heuer erst kurz vor Weihnachten, genau gesagt am 21. Dezember. Dieser Tag ist auf der Nordhalbkugel auch gleichzeitig der kürzeste Tag des Jahres, die Sonne steht dann senkrecht über dem südlichen Wendekreis auf der anderen Seite der Erdkugel. Warum es neben den astronomischen Jahreszeiten auch die sogenannten meteorologischen gibt, hat einen einfachen Grund. Meteorologische Statistiken über die Jahreszeiten lassen sich nur schwer erstellen, wenn der Beginn ebendieser mitten im Monat liegt und dann auch noch schwankt. Deshalb wurde noch in Zeiten ohne Computer die Entscheidung getroffen, die meteorologischen Jahreszeiten immer an den Monatsersten beginnen zu lassen.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/hochwolkersdorf/

-15 Grad! Die kälteste Nacht des Herbstes steht bevor

Eisige Tiefstwerte stehen uns ins Haus.

Die kommende Nacht wird die kälteste des diesjährigen Herbstes, bislang hält Galtür mit -12 Grad die Bestmarke. Praktisch alle Zutaten für eine eisige Nacht sind gegeben. Neben einer kalten Luftmasse und einem sternenklaren Himmel helfen auch die windschwachen Bedingungen und die lokal bereits vorhandene Schneedecke bei der Abkühlung kräftig mit.

Verantwortlich für die obig beschriebenen Voraussetzungen ist das Hochdruckgebiet namens DOMINIK. Dieses befindet sich in der Nacht über Weißrussland und lenkt die eisige Luft aus dem fernen Russland bis zu uns, gut zu sehen auf folgender Wetterkarte:

Ein Hoch lenkt kalte Luft zu uns.
Ein Hoch lenkt kalte Luft zu uns.

Die üblichen Verdächtigen

Die kältesten Regionen sind kommende Nacht in der Mitte des Landes zu finden. Im Mühl- und Waldviertel, in den Alpentälern Salzburgs und der Steiermark sowie in Oberkärnten gehen die Temperaturen auf -10 bis -15 Grad zurück. Im Lungau und im Aichfeld kann es – wie so oft – sogar noch etwas kälter werden. Doch auch im Flachland kühlt es auf rund -5 Grad ab.

Die Temperaturen sinken fast überall ins Minus.
Die Temperaturen sinken fast überall ins Minus.

Rekorde außer Reichweite

Von den Novemberrekorden bleiben wir aber ein ganzes Stück entfernt. So liegen diese in Klagenfurt bei -17 Grad, in Innsbruck bei -15 Grad und in Wien bei -14 Grad. Den österreichweiten Novemberrekord hat St. Jakob im Defereggental inne, hier wurden 1975 schon einmal -27 Grad gemessen.

Auf den Schnee folgt die Kälte

Eisige Nächte stehen bevor.

Gruß vom Winter

Über Nacht hat es im Großteil Österreichs geschneit, am meisten Schnee fiel dabei im Oberen Mühl- und Waldviertel, in den Bergen Ober- und Niederösterreichs und in der Obersteiermark. So verzeichnete Mariazell in der Früh eine Schneehöhe von 23 cm, so viel im November wie seit fünf Jahren nicht mehr. 18 cm kamen in Spital am Pyhrn zusammen, 11 cm in Abtenau. Abseits der Berge reichte es dagegen nur für eine dünne Schneeauflage, in Wien beispielsweise zuckerte es lediglich an. Auch der Westen bekam nur wenig Neuschnee ab, so liegt im Arlberggebiet derzeit nur unwesentlich mehr Schnee als im Wienerwald.

Hier ein paar Eindrücke aus Wien, Wildalpen und Mariazell:

Angezuckerte Bundeshauptstadt.
Angezuckerte Bundeshauptstadt.
Verschneite Landschaft.
Verschneite Landschaft.
Verschneite Landschaft.
Verschneite Landschaft.

Hoch DOMINIK kommt

Das Tief zieht bis morgen nach Südosteuropa ab, dann nimmt das kräftige Hochdruckgebiet namens DOMINIK mehr und mehr Einfluss auf das Wetter in Österreich. Bis einschließlich Freitag scheint somit oft die Sonne, Niederschlag ist vorerst nicht mehr zu erwarten. Erst Freitagabend nähert sich von Westen her die nächste Front mit Regen, Schneefall und speziell von Salzburg ostwärts sogar gefrierendem Regen.

Eistage stehen bevor

Das Hoch bringt bis zum Freitag aber nicht nur trockene und zeitweise sonnige Bedingungen, besonders der Osthälfte stehen nun auch die kältesten Tage des Herbstes bevor. Bereits am Mittwoch werden nur noch -2 bis +5 Grad erreicht, frostig bleibt es dabei etwa in der Buckligen Welt und im Mariazellerland. Richtig eisig wird dann aber die Nacht auf Donnerstag, inneralpin sinken die Temperaturen auf bis zu -15 Grad.

Die Kältepole sind dabei:

  • der Lungau
  • das Obere Wald- und Mühlviertel
  • das Ausseerland
  • das Obere Murtal

Auch am Donnerstag und Freitag bleibt es von Linz und Graz ostwärts beim Dauerfrost, kräftiger Südostwind verschärft hier die Kälte zusätzlich. Deutlich milder ist es in den kommenden Tagen stets im Westen, am Donnerstag sind in mittleren Höhenlagen Vorarlbergs rund +10 Grad möglich.

Quelle Titelbild: pixabay

Schwere Unwetter in Sizilien, Sardinien und Korsika

Kleine Bäche schwellen stark an.

Das Tief dreht derzeit etwa zwischen Sardinien, Sizilien und dem italienischen Festland seine Kreise. Dabei entstehen immer wieder heftige Regenschauer und Gewitter. Anhand der Blitze (rote/blaue Kreuze) erkennt man gut, dass die kräftigsten Gewitter in den kommenden Stunden auf die Südküste Siziliens treffen.

Das Tief dreht sich über dem Mittelmeer.
Das Tief dreht sich über dem Mittelmeer.

Hier haben wir für euch die Regensummenvorhersage für die kommenden 48 Stunden, also bis Montag. Man sieht sogar den kreisförmigen Wirbel, das ist der Tiefkern. Die größten Regenmengen werden dort simuliert, wo die feuchte Mittelmeerluft auf das hügelige bis bergige Land trifft. So zum Beispiel auf Korsika, dort werden bis zu 200 Liter Regen prognostiziert:

Große Regenmengen kommen noch bis Montag zusammen.
Große Regenmengen kommen noch bis Montag zusammen.

Durch die kalte Luft in höheren Atmosphärenschichten gibt es an den Küsten im zentralen Mittelmeer wieder zahllose Wasserhosen zu beobachten:

Man kann erahnen, mit welcher Wucht die Unwetter bisher gewütet haben:

Bis zu 22 Grad! Warmstart in den November

Der Föhn sorgt für die hohen Temperaturen.

Warme Alpennordseite

Bereits am Sonntag steigen die Temperaturen auf 13 bis 20 Grad, dabei wird es mit Hilfe des föhnigen Südwindes vom Salzkammergut bis ins Mostviertel am mildesten. Die neue Woche bringt dann sogar bis zu 22 Grad, diese wenig herbstlichen Höchstwerte werden in den Nordalpen von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich erreicht. In diesen Regionen hilft der stürmische Föhn tatkräftig mit. Werte um 20 Grad sind für Anfang November zwar nicht alltäglich, vom absoluten Novemberrekord bleiben wir aber doch ein gutes Stück entfernt. Dieser liegt bei 26,6 Grad und wurde vor exakt 50 Jahren in Schlins (Vorarlberg) aufgestellt.

Auf dieser Grafik sieht man den Grund für diese beständige Wärme. Tiefer Luftdruck über Südwesteuropa, somit wird immer wieder warme Luft vom Mittelmeer und Nordafrika zu uns gelenkt (rote Pfeile):

Eine föhnige Südströmung.
Eine föhnige Südströmung.

Jahr 2018 auf Rekordkurs

Schon jetzt steht eines praktisch fest: 2018 wird als eines der wärmsten Jahre der Messgeschichte in die klimatologischen Geschichtsbücher eingehen. Selbst wenn der November und der Dezember deutlich zu kalt ausfallen sollten, wird 2018 noch immer für Rang vier in der ewigen Bestenliste einnehmen. Davon ist aber eher nicht auszugehen, denn zumindest bis zur Monatsmitte erwarten uns zumindest im November schon mal überdurchschnittliche Temperaturen. Selbst der bisherige Spitzenreiter 2014 ist in Reichweite, dafür müssten die letzten beiden Monate des Jahres lediglich ähnlich mild ausfallen wie in der jüngeren Vergangenheit.

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November: Von Schneemassen bis Sommertag alles möglich

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind im November schon wahrscheinlich.

In den vergangenen Jahren blieb der Winter in Mitteleuropa im November häufig aus, viele zu warme Monate liegen hinter uns. Der letzte zu kalte November ist in Österreich auch schon wieder 11 Jahre her, in Deutschland fiel der November 2016 minimal zu kalt aus. Der Blick in die Statistik verrät aber, dass es im November schon sehr winterlich sein kann. Eine geschlossene Schneedecke hält sich zwar in den Niederungen oft nur kurz, in den Alpen und Mittelgebirgen nach ergiebigem Schneefall aber doch bereits für einige Tage.

Sehr unterschiedliche Temperaturen möglich

Im November liegt die Monatsmitteltemperatur meist bei +3 bis +5 Grad, in höheren Alpentälern und in den Mittelgebirgen um +1 bis +2 Grad. Außerdem gehen die Temperaturen im Monatsverlauf weiter zurück, so fällt z.B. das Tagesmittel der Lufttemperatur in Wien von Anfang bis Ende November von etwa +8 Grad auf +3 Grad ab.

Aber das sind nur die durchschnittlichen Werte, möglich ist im November Vieles, die Allzeitrekorde machen es deutlich. So gab es in Österreich in Wien z.B. schon 23,7 Grad, in Bregenz gar 25,4 Grad, österreichweit hält Schlins (Vorarlberg) mit 26,6 Grad anno 1968 den Rekord. In Deutschland wurden in Rosenheim im Jahr 1997 bis zu 25,9 Grad gemessen, und selbst in Hamburg wurde mit 20,2 Grad die 20-Grad-Marke im November bereits geknackt.

Blickt man auf die Minima der Temperatur, kommt einem im Vergleich dazu das Schaudern. Am 15. November 1993 zitterten die Wiener in Mariabrunn bei bitterkalten -14,8 Grad und in St. Jakob im Defereggen (Osttirol) zeigte das Thermometer am 24. November 1975 in einer kalten Nacht bei Schneelage gar nur -27 Grad. Auch in Berlin gab es im November schon bis zu -16 Grad und selbst im wintermilden Köln wurde bereits strenger Frost bis hin zu -10 Grad registriert.  In der Schweiz wurden erst im November 2015 in La Brevine im Neuenburger Jura -23,4 Grad gemessen.

Schnee und Sturm

Während Schnee in tieferen Lagen im Oktober noch die Ausnahme darstellt, ist der erste Wintereinbruch mit einer vorübergehenden Schneedecke im November vor allem im Osten und Süden Deutschlands sowie im Alpenraum üblich. In Graz z.B. liegt im Mittel die erste geschlossene Schneedecke am 29. November. Im Norden und Westen Deutschlands lässt das erste Weiß hingegen meist bis zum Dezember auf sich warten. Im November steigt auch die Wahrscheinlichkeit für kräftige Sturmtiefs an. Erst 2015 fegte am 30. November ein solches über Mitteleuropa hinweg, in Wien wurden damals Orkanböen bis zu 126 km/h gemessen, in München waren es maximal 101 km/h.

Quelle Titelbild: pixabay

Dauerregen in Kärnten – schon mehr als 200 Liter Regen

https://pixabay.com/en/high-water-barrier-dam-blocking-3063403/

Schauen wir zunächst auf die Großwetterlage, da erkennen wir sofort den „Übeltäter“:

Ein Tief über dem Mittelmeer lenkt feuchte Luft heran.
Ein Tief über dem Mittelmeer lenkt feuchte Luft heran.

Über dem westlichen Mittelmeerraum dreht sich das Tief VAIA. An dessen Vorderseite wird sehr feuchte Luft Richtung Alpen gelenkt, hier schüttet es in Folge wie aus Schaffeln.

Starkregen setzt sich fort

Rund 200 Liter pro Quadratmeter sind seit Samstag schon in Oberkärnten zusammengekommen. Eine Station am Plöckenpass, die vom Hydrografischen Dienst Kärnten betrieben wird, hält mittlerweile sogar schon bei mehr als 330 Litern pro Quadratmeter. Gut zu sehen ist der Schwerpunkt rund um die Karnischen Alpen und das Gailtal auf der folgenden Grafik des Hydrografischen Dienstes:

Immense Regenmengen in Kärnten bisher.
Immense Regenmengen in Kärnten bisher.

Doch selbst da geht noch mehr, in der benachbarten italienischen Region Friaul melden die Messkübel lokal schon 460 l/m². Kein Wunder, dass da erste Pegel bereits reagieren, hauptsächlich an der Gail. In Unterkärnten entgeht man durch gezieltes Ablassen der Stauseen größeren Überflutungen. Hier der Pegel von Rattendorf westlich von Hermagor:

Der Pegel der Gail reagiert auf den heftigen Regen.
Der Pegel der Gail reagiert auf den heftigen Regen.

Hotspot Osttirol

Bis Montagfrüh setzt sich der gewittrig durchsetzte Regen fort, bis dann sind weitere 50 bis 100 l/m² zu erwarten. Schwerpunkt bleibt weiterhin Oberkärnten und das angrenzende Osttirol:

Heftiger Regen kommt auch in den kommenden Stunden hinzu.
Heftiger Regen kommt auch in den kommenden Stunden hinzu.

Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung mit nur wenig Regen in den Stunden von Montagfrüh bis zum frühen Vormittag setzt morgen ab ca. 09:00 Uhr von Italien her erneut zunehmend kräftiger, gewittrig durchsetzter Regen ein. Bis Dienstagfrüh sind in ganz Osttirol und Oberkärnten nochmals 80 bis 120 Liter pro Quadratmeter, in den Karnischen Alpen lokal auch bis zu 150 l/m² möglich. Dann steigt auch die Gefahr von Überflutungen, Vermurungen und Hangrutschungen deutlich an.

Hier die Prognosekarte für den erwarteten Regen von Montag bis Dienstag:

Der nächste Schwall feuchter Luft am Montag.
Der nächste Schwall feuchter Luft am Montag.

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/en/high-water-barrier-dam-blocking-3063403/

Mittelmeer noch immer badetauglich

In Zypern hat das Meer noch immer 26 Grad.

Kaltes Vergnügen in heimischen Seen

Die ersten Nachtfröste gab es im Oktober bereits, selbst Schnee ist an diesem Wochenende vor allem in den Nordalpen sowie von der Schwäbischen Alb bis zum Erzgebirge ein Thema. Angesichts dieser Umstände denken aktuell wohl die Wenigsten an ein Bad im See oder im Meer. Mit Wassertemperaturen zwischen 9 Grad (Achensee, Tirol) und 14 Grad (Faaker See, Kärnten) bleibt das feuchte Vergnügen in Österreich ebenso wie in Deutschland (Ostsee 11 Grad / Nordsee 12 Grad) nur Hartgesottenen vorbehalten.

Aktuelle Wassertemperaturen

Ganz anders zeigt sich zu dieser Jahreszeit noch das Mittelmeer. Die heißen Sommermonate konnten das Wasser hier gut aufheizen. Und aufgrund des Wasservolumens wird die Wärme im Meer auch deutlich länger gespeichert als in den verhältnismäßig kleinen Seen. Verbreitet laden Meerestemperaturen zwischen 21 Grad (Cote d’Azur, Adria, Korsika) und 24 Grad (Sizilien) zu Aktivitäten am und im Wasser ein. Sogar beinahe tropische Verhältnisse herrschen derzeit noch an den Stränden von Ägypten, Israel, der Türkei und Zypern. Bei Wassertemperaturen zwischen 24 und 26 Grad kommt dort durchaus Badewannen-Feeling auf. Ausgehend von den kühlsten Regionen im nördlichen Mittelmeer werden die Werte nun auch im restlichen Mittelmeerraum sukzessive zurückgehen, ehe die Badesaison kurz vor Weihnachten schlussendlich auch in den östlichsten Teilen zu Ende geht.

Ganzjähriger Badespaß

Wer eine etwas längere Flugreise nicht scheut, ist auf den Kanaren bestens aufgehoben: Von Fuerteventura bis Teneriffa lässt es sich im 22 bis 24 Grad warmen Atlantik trefflich aushalten. Im Gegensatz zum Mittelmeer bleiben die Wassertemperaturen rund um die Kanarischen Inseln sogar ganzjährig über der 20-Grad-Marke. Selbiges gilt für weiter südlich gelegenen Kapverden.

Bildquelle: https://pixabay.com/en/cyprus-cavo-greko-korakas-bridge-3724570/

Unwetter an der spanischen Mittelmeerküste

Überflutungen sind in Spanien möglich!

Schauen wir uns zunächst die Wetterlage an. Da sehen wir sofort ein kräftiges Tief über dem Süden der Iberischen Halbinsel, dieses lenkt schon seit gestern labil geschichtete und sehr feuchte Luft vom Mittelmeer Richtung spanisches Festland. Auch die Balearen sind in deren Einflussbereich. Die Folge sind teils heftige Gewitter, die erst am Wochenende langsam wieder abklingen.

Ein Tief lenkt feuchte Luft heran. © UBIMET
Ein Tief lenkt feuchte Luft heran. © UBIMET

Erschwerend kommt hinzu, dass das Hinterland an der Küste Spaniens rasch auf mehrere Hundert Meter ansteigt. Diese Berge/Hügel bewirken also eine zusätzliche Hebung der Luft, was die Regenmengen noch einmal deutlich verstärkt. Unten dargestellt ist der Niederschlag von heute früh bis Samstagmittag nach unserem hauseigenen Wettermodell. Verbreitet sind zwischen Barcelona und Valencia um 150 Liter pro Quadratmeter zu erwarten, punktuell können es aber auch an die 400 l/m² werden!

Lokal kommen große Regenmengen zusammen. © UBIMET
Lokal kommen große Regenmengen zusammen. © UBIMET

Beeindruckend sieht ein solches Gewitter (wie im nachfolgenden Bild von heute Mittag in Malaga) ja schon aus. Die Folgen sind aber verheerend: an den steilen Berghängen schießt das Wasser wieder zurück Richtung Küste, zudem können die trockenen Böden hier nicht allzu viel Wasser aufnehmen. Die Folge sind Sturzfluten, die auch Autos mitreißen können. Wer also dort Urlaub macht/machen will: Unbedingt in Acht nehmen!

Bereits Mittwochnacht gab es in Katalonien heftige Gewitter mit dementsprechenden Auswirkungen:

Sonne macht Überstunden

Die Sonne macht fleißig Überstunden.

Dauerbrenner Sonne

Das überaus sonnige Herbstwetter der vergangenen zwei Wochen hat zur Folge, dass in manchen Regionen des Landes bereits zur Monatsmitte das Soll an Sonnenstunden für den gesamten Oktober erreicht wurde. So wurde in Wien am gestrigen Dienstagnachmittag die 133. Sonnenstunde aufgezeichnet, ebenso viele Sonnenstunden gibt es üblicherweise im ganzen Monat. Das heißt, ab sofort macht die Sonne in der Bundeshauptstadt Überstunden. Auch Linz, St. Pölten und Bregenz stehen kurz davor, das Soll an Sonnenstunden zu erreichen, heute wird dies der Fall sein. In den kommenden, überwiegend sonnigen Tagen werden noch zahlreiche Orte im ganzen Land hinzukommen, sodass der Monat landesweit wohl mit einem dicken Plus in der Sonnenscheinbilanz schließen wird.

Kaum Regen

Abseits des Berglands hält zudem die Trockenheit unvermindert an. In Wien und Eisenstadt sind im Oktober bislang erst 3 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, und das bereits in den ersten beiden Tagen des Monats. St. Pölten hält sogar erst bei einem mageren Liter pro Quadratmeter. Über die vergangenen Monate betrachtet stellt Linz all dies aber noch in den Schatten. Seit Jahresbeginn sind in der Oberösterreichischen Landeshauptstadt erst knapp 400 l/m² zusammengekommen, normal wären mehr als 700 l/m². Mit großer Wahrscheinlichkeit wird 2018 folglich das trockenste Jahr der Linzer Messgeschichte. Die Folgen der anhaltenden Trockenheit sind neben einer für den Herbst ungewöhnlich hohen Waldbrandgefahr auch ein lokal extrem niedriger Grundwasserpegel.

Vorerst wenig Änderung in Sicht

In den kommenden Tagen geht es mit dem ruhigen Herbstwetter weiter. Abgesehen von Frühnebelfeldern scheint oft die Sonne, die Temperaturen bleiben auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Etwas Regen ist im Osten Österreichs aus heutiger Sicht am Dienstag der kommenden Woche in Sicht. Danach scheint sich die Großwetterlage grundlegend umzustellen: Ein kräftiges Hoch platziert sich bei den Britischen Inseln, ihm gegenüber stehen Tiefs über Osteuropa. Mit einer stürmischen Nordwestströmung erreichen dann Fronten mit teils kräftigem Regen die Alpen. Selbst Schnee könnte dann schon im Hügelland ein Thema werden.

Überblick Sonnenstunden und Niederschlag im Vergleich: Oktober 2018 vs. langjähriges Mittel:

Stadt

Sonnenstunden bis inkl. 16.10.

Sonnenstunden Oktober gesamt (langjähriges Mittel)

Niederschlag bis inkl. 16.10.

Niederschlag Oktober gesamt (langjähriges Mittel)

Wien-Hohe Warte

133

133

3 l/m²

38 l/m²

St. Pölten

121

126

1 l/m²

41 l/m²

Eisenstadt

127

139

3 l/m²

53 l/m²

Linz

109

107

0,3 l/m²

58 l/m²

Graz-Uni

121

144

4 l/m²

66 l/m²

Klagenfurt

90

128

14 l/m²

84 l/m²

Salzburg

104

115

30 l/m²

73 l/m²

Innsbruck-Uni

117

163

10 l/m²

59 l/m²

Bregenz

112

115

41 l/m²

105 l/m²

Titelbild: pixabay

Hurrikan LESLIE betrifft wohl Portugal und Spanien

Hurrikan LESLIE sorgt für hohe Wellen.

Momentan dreht der Hurrikan der Kategorie 1 (auf der fünfteiligen Skala) noch rund 700 km südwestlich der Azoren auf dem Atlantik seine Runden. Gefahr droht somit derzeit in keinem bewohnten Gebiet. Mit gemächlichen 45 km/h macht sich LESLIE auf den Weg nach Osten, dabei wurden heute Böen von rund 150 km/h gemessen.

Next stop: Madeira

Als Erstes werden die Bewohner und Urlauber der zu Portugal gehörenden Insel Madeira am Samstag wohl von LESLIE gestreift. Dabei kann es heftig regnen und auch zu stürmischen Böen kommen. Die ganz großen Auswirkungen auf Madeira scheint LESLIE aber nicht zu haben. Danach wird es spannend, wie das folgende Bild zeigt. Nach dem Passieren Madeiras entscheidet sich auf dem offenen Meer, welchen Weg der Sturm dann nimmt.

Variante 1: Der Hurrikan wandelt sich in der Nacht auf Sonntag in ein kräftiges Tropisches Tief um (eventuell bleibt LESLIE aber auch ein Kategorie-1-Hurrikan) und trifft am Sonntag auf die Algarve in Portugal und die Küste Andalusiens. Dabei müsste man hier mit sintfluartigem Regen und schweren Sturm- bis Orkanböen rechnen.

Mögliche Zugbahnen von Hurrikan LESLIE.
Mögliche Zugbahnen von Hurrikan LESLIE.

Variante 2: Der Wirbelsturm biegt noch weit vor dem Festland nach Süden ab, schwächt sich markant ab und zieht dann über die Kanaren nach Südwesten weiter. Die Auswirkungen auf das Urlaubsparadies der Kanarischen Inseln würde sich aber in Grenzen halten, zu schwach ist LESLIE dann schon.

Auf das Wetter in Mitteleuropa (weißes Rechteck) hat LESLIE aber definitiv keine Auswirkungen!

Fazit:

Es bleibt enorm spannend, welchen Weg der Hurrikan einschlägt. Solch eine große Unsicherheit zwischen den Wettermodellen, nur 1 Tag bevor es entscheidend wird, sieht man selten.

Hier noch abschließend die Einschätzung des National Hurricane Centers in den USA,  Variante 2 wird hier eindeutig bevorzugt:

Mögliche Zugbahn des Hurrikans LESLIE.
Mögliche Zugbahn des Hurrikans LESLIE.

Hier auf uwz.at halten wir euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

Goldener Oktober ohne Ende

Auch am Wochenende viel Sonnenschein.

Spätsommer im Oktober

Das Wochenende zeigt sich von seiner prächtigsten Seite. An beiden Tagen gibt es nach Auflösung lokaler Nebelfelder beispielsweise in Kärnten oder in der Mur-Mürz-Furche meist ungetrübten Sonnenschein, wenn überhaupt ziehen nur harmlose Schleierwolken durch. Dazu steigen die Temperaturen auf 17 bis 25 Grad. Am wärmsten wird es mit Hilfe des Südföhns von Vorarlberg bis ins Mostviertel, dort wird die Bilanz an Sommertagen weiter aufgestockt. Solche Temperaturen kommen im Oktober zwar regelmäßig vor, über einen solch langen Zeitraum ist diese Wärme aber doch ungewöhnlich.

Neue Woche – keine Änderung

Nach aktuellem Stand hält das sonnige, trockene und viel zu warme Herbstwetter auch in der neuen Woche unvermindert an. Eine erste Front versucht am Montag von Westen her auf Österreich überzugreifen, gegen das mächtige Hoch VIKTOR hat sie aber keine Chance. Auch in den Folgetagen zeichnen sich jede Menge Sonnenschein und Temperaturen meist um oder über 20 Grad ab.

Gut zu erkennen ist die festgefahrene Wetterlage anhand der Luftdruckverteilung am kommenden Sonntag über Europa. Hoch VIKTOR liegt über der Ukraine, die Tiefs bleiben auf dem Atlantik bzw. im äußersten Westen des Kontinents. Das Resultat dieser Wetterlage: Warme Luft aus dem Mittelmeerraum erreicht uns (rote Pfeile).

Hochdruckwetter in Mitteleuropa.
Hochdruckwetter in Mitteleuropa.

Nach derzeitigem Stand kommt frühestens am Samstag kommender Woche Bewegung ins Wettergeschehen, dann könnte es eine Front tatsächlich mit Wolken und Regen bis nach Österreich schaffen. Das überaus sonnige Wetter hat zur Folge, dass beispielsweise in Wien schon am kommenden Dienstag das Soll an Sonnenstunden für den gesamten Oktober erreicht wird, zudem stehen hier im laufenden Monat erst 3 Liter Regen pro Quadratmeter auf der Habenseite.

Perfektes Bergwetter am Wochenende

Föhnige Bedingungen in Tirol.

Freitag, 12. Oktober 2018

Am Freitag halten sich zunächst zwischen dem Wilden Kaiser und dem Dachstein dichte Wolken, ganz vereinzelt kann es auch etwas regnen. Noch im Laufe des Vormittags lösen sich die Wolken aber auf, anschließend scheint vom Pfänder bis zum Schneeberg die Sonne. Harmlose Wolken trüben dabei den Sonnenschein kaum. Der Wind spielt vorübergehend keine Rolle, warm bleibt es aber dennoch. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m um 4 Grad, in 2.000 m Höhe werden 11 bis 14 Grad erreicht.

Samstag, 13. Oktober 2018

Der Samstag startet in manchen Tälern der Ostalpen, im angrenzenden Flachland Oberösterreichs sowie in den südlichen Becken mit Nebel und Hochnebel. Im Laufe des Vormittags setzt sich meist die Sonne durch, lokal kann es aber auch bis über Mittag trüb bleiben. Auf den Bergen scheint dagegen von früh bis spät die Sonne, zum Teil ist der Himmel sogar wolkenlos. Markant wird dabei der föhnige Südwind, er weht im Tagesverlauf lebhaft bis kräftig, auf den klassischen Föhnbergen sind schon Böen um 80 km/h zu erwarten! Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe von Süd nach Nord 1 bis 4 Grad. In 2.000 m gibt es 9 bis 12 Grad.

Sonntag, 14. Oktober 2018

Am Sonntag können sich speziell vom Ortler bis zum Mur- und Mürztal Nebel oder Hochnebel halten, bald setzt sich aber auch in diesen Regionen die Sonne durch. Der übrige Tag hat in den gesamten Ostalpen viel Sonnenschein zu bieten, rund um den Alpenhauptkamm bilden sich harmlose Quellwolken. Der Südföhn legt an Stärke zu und weht selbst in den Tälern der Nordalpen kräftig bis stürmisch. Auf den Bergen von der Silvretta bis zum Dachstein sind sogar Böen um oder über 100 km/h möglich! Die Temperaturen bleiben für Mitte Oktober auf einem sehr hohen Niveau, in 3.000 m steigen sie auf 0 bis +3 Grad. In 2.000 m werden 8 bis 11 Grad erreicht.

Übersicht Bergwetter am Sonntag.
Übersicht Bergwetter am Sonntag.

Bergwetter-Tipp:

Zwar lädt das Wetter am Wochenende zu Bergtouren bis in große Höhen ein, nicht zuletzt die hohen Temperaturen machen noch immer Wanderungen bis ins Hochgebirge möglich. Allerdings sollte man bei der Tourenplanung unbedingt berücksichtigen, dass jetzt Mitte Oktober viele Berghütten bereits geschlossen sind. Aus diesem Grund sollte bei herbstlichen Touren der Rucksack mit ausreichend Essen und Trinken gefüllt sein. Auf etwas niedriger gelegenen Almen kann man dagegen teils noch bei Speck und Co. das perfekte Herbstwetter genießen.

Schwere Verwüstungen: Hurrikan Michael trifft auf USA

Verwüstungen in Panama City (Florida)

Mit einem Luftdruck von nur 919 hPa und Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h war MICHAEL einer der 5 schwersten Hurrikane, die je auf das US-Festland getroffen ist.  Solche Werte schaffen selbst die kräftigsten Orkantiefs in Europa nicht! Dabei kratzte MICHAEL sogar an der höchsten Kategorie 5 auf der Hurrikan-Skala. Ungewöhnlich war dabei, dass sich der Wirbelsturm sogar noch unmittelbar vor dem Landgang gestern um 20:00 Uhr unserer Zeit intensivierte.

Meterhohe Sturmflut

Neben den hohen Windgeschwindigkeiten und immensen Regenmengen sorgte vor allem die Sturmflut für große Zerstörungen. Der Wind trieb nämlich Unmengen von Wasser aus dem Golf von Mexiko ins Landesinnere. Auf der folgenden Grafik seht ihr in rot den Meeresspiegelanstieg in Apalachicola (Florida). Dieser ist in wenigen Stunden auf bis zu zweieinhalb Meter über Normal  angestiegen!

Sturmflut an der Golfküste
Sturmflut an der Golfküste

Osten der USA im Fokus

Der Sturm zieht nun weiter nach Nordosten, aktuell dreht er sich über dem US-Staat Georgia ein. Gut zu sehen sind auf folgender Grafik die gefährdeten Regionen in Rot und Blau. Auch wenn sich MICHAEL abschwächt (aktuell ist der „nur“ noch ein Tropischer Sturm), muss man in den eingefärbten Regionen mit

  • großen Regenmengen
  • Gewittern und
  • Tornados rechnen.

Besonders für jene Gebiete, die noch mit den Folgen von Hurrikan Florence zu kämpfen haben (also South und North Carolina), sind das keine guten Aussichten.

Zugbahn von Hurrikan Michael im Osten der USA.
Zugbahn von Hurrikan Michael im Osten der USA.

Zum Abschluss wollen wir noch die Bilder und Videos sprechen lassen. Sie beschreiben wohl am besten, wie heftig der Hurrikan in Florida gewütet hat!

Hurrikan MICHAEL sorgt für schwere Verwüstungen in Florida

MICHAEL war damit einer der 5 schwersten Hurrikane, die je auf das US-Festland getroffen ist. Der Luftdruck ist bis auf 919 hPa gesunken, das schaffen selbst die kräftigsten Orkantiefs in Europa nicht! Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h kratzte MICHAEL sogar an der höchsten Kategorie 5 auf der Hurrikan-Skala. Ungewöhnlich war dabei, dass sich der Wirbelsturm sogar noch unmittelbar vor dem Landgang gestern um 20:00 Uhr unserer Zeit intensivierte.

Sturmflut

Der Wind trieb auch Unmengen von Wasser aus dem Golf von Mexiko ins Landesinnere. Auf der folgenden Grafik seht ihr in rot den Meeresspiegelanstieg in Apalachicola (Florida). Dieser ist in wenigen Stunden um zweieinhalb Meter angestiegen!

Sturmflut an der Golfküste
Sturmflut an der Golfküste

Weitere Zugbahn

Der Sturm zieht nun weiter nach Nordosten, aktuell dreht er sich über dem US-Staat Georgia ein. Gut zu sehen sind auf folgender Grafik die gefährdeten Regionen in Rot und Blau. Denn auch wenn sich MICHAEL abschwächt (aktuell ist der „nur“ noch ein Tropischer Sturm), muss man in den eingefärbten Regionen mit

  • großen Regenmengen
  • Gewittern und
  • Tornados rechnen.

Besonders für jene Gebiete, die noch mit den Folgen von Hurrikan Florence zu kämpfen haben, sind das keine guten Aussichten.

Zugbahn von Hurrikan Michael im Osten der USA.
Zugbahn von Hurrikan Michael im Osten der USA.

Zum Abschluss wollen wir noch die Bilder und Videos sprechen lassen. Sie beschreiben wohl am besten, wie heftig der Hurrikan in Florida gewütet hat!

Die Wetterrekorde im Oktober

Im Oktober kann auch im Flachland der erste Schnee fallen.

Späte Hitze und frühe Eiseskälte

Anfang Oktober gab es tatsächlich schon Tage mit über 30 Grad:  12 Wetterstationen in Deutschland haben schon mal den 30er geknackt, aber nur noch vier von ihnen sind noch aktiv. In Müllheim kletterte die Temperatur am 07.10.2009 auf bis zu 30,9 Grad, in Freiburg (Breisgau) lag der Höchstwert anno 1985 einmal bei 30,8 Grad. Die weiteren Orte im „Club der 30er“ sind Lahr und Emmendingen, also eine reine baden-württembergische Angelegenheit.

Das sind die Hitzerekorde für die Landeshauptstädte:

  • Stuttgart 29,7 Grad
  • München 28,2 Grad
  • Berlin 28,1 Grad
  • Potsdam 27,8 Grad
  • Bremen 28,6 Grad
  • Hamburg 26,1 Grad
  • Wiesbaden 25,2 Grad (relativ kurze Datenreihe)
  • Schwerin 26,5 Grad
  • Hannover 26,7 Grad
  • Düsseldorf 27,4 Grad
  • Mainz 27,0 Grad
  • Saarbrücken 25,7 Grad
  • Dresden 27,7 Grad
  • Magdeburg 28,3 Grad
  • Kiel 25,2 Grad (relativ kurze Datenreihe)
  • Erfurt 26,6 Grad

Im Oktober kann es allerdings auch schon klirrend kalt werden: So fror man etwa in Oberstdorf am 25.10.2003 bei -13,3 Grad. Selbst auf Sylt war es 1950 schon mal leicht frostig, obwohl dort im Oktober noch die Nordsee wärmt.

Oktoberschnee

Im 2. Herbstmonat kann es durchaus passieren, dass die bunten Blätter sogar im Flachland vorübergehend verschwinden. In Süddeutschland ging der Oktober zuletzt im Jahr 2012 winterlich zu Ende. Weiß war es damals beispielsweise in München und Stuttgart mit 3 cm Neuschnee. Aber es kann auch schon deutlich früher weiß werden: Erst 2015 lag bereits am 14. Oktober in Teilen Mitteldeutschlands Schnee, z.B. wurden in Erfurt 4 cm gemessen. Und Schneeflocken konnte man in Berlin im Jahr 1998 schon am 3. Oktober bewundern.

Herbststurm

Im Oktober beginnt allmählich die Saison der im Winterhalbjahr gehäuft auftretenden Sturmtiefs. In den Südföhnregionen der Alpen kommt es außerdem gerade im Oktober und November häufig zu Föhnsturm. In Deutschland wurde die stärkste Sturmböe erwartungsgemäß an der Nordsee registriert: In St. Peter-Ording gab es am 28.10.2013 sogar bis zu 172 km/h.

Die Wucht dieses Sturms (Orkan Christian) zeigt folgendes Video:

In Süddeutschland wurden mit Orkan Jeanett in Stötten auf der Schwäbischen Alb am 27.10.2002 beachtliche 134 km/h gemessen.

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Quelle Titelbild: https://pixabay.com/en/sunset-snow-autumn-winter-wintry-1906999/

Hitze und Schnee – Rekorde im Oktober

Im Oktober kann bereits der erste Schnee fallen.

Späte Hitze und frühe Eiseskälte

Anfang Oktober gab es tatsächlich schon Tage mit über 30 Grad: In Österreich stieg die Temperatur in Eisenstadt (Burgenland) am 1.10.1956 auf erstaunliche 30,1 Grad, in Deutschlandsberg (Steiermark) wurden am 5.10.1983 genau 30 Grad erreicht. Das sind die Hitzerekorde für die Landeshauptstädte:

  • Wien 28,6 Grad (1942)
  • Eisenstadt 30,1 Grad (1956)
  • St. Pölten 27,8 Grad (2001)
  • Linz 26,0 (1956)
  • Graz 26,4 (2014)
  • Klagenfurt 26,3 (1971)
  • Salzburg 27,1 (2004)
  • Innsbruck 25,9 (2009)
  • Bregenz 29,4 (1966)

Im Oktober kann es allerdings auch schon klirrend kalt werden: So fror man etwa in Sankt Jakob im Defereggen (Osttirol) am 29.10.1997 bei -14,2 Grad und in Sankt Michael im Lungau (Salzburg) am 25.10.2003 bei -13,4 Grad. Selbst in Wien gab es Ende Oktober 1920 -9,1 Grad.

Oktoberschnee

Im 2. Herbstmonat kann es durchaus passieren, dass die bunten Blätter sogar im Flachland vorübergehend verschwinden. In Österreich ging der Oktober zuletzt im Jahr 2012 winterlich zu Ende. Am Morgen des 29. lagen in Wien, Graz und Innsbruck bis zu 3 cm, in Salzburg sogar 6 cm Schnee.  Aber es kann auch schon deutlich früher weiß werden: Erst 2015 lag bereits am 14. Oktober in Teilen Mitteldeutschlands Schnee, z.B. wurden in Erfurt 4 cm gemessen.

Herbststurm

Im Oktober beginnt allmählich die Saison der im Winterhalbjahr gehäuft auftretenden Sturmtiefs. In den Südföhnregionen der Alpen kommt es außerdem gerade im Oktober und November häufig zu Föhnsturm. In Innsbruck wurde am 21.10.2014 Föhn mit Orkanböen bis zu 122 km/h registriert. Noch stürmischer war es in Österreich in Wolfsegg (Oberösterreich) mit 127 km/h am 28.10.1998.

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Quelle Titelbild: https://pixabay.com/en/autumn-leaves-snow-winter-188574/

Oktober ist Föhnzeit

Typische Wolkenformationen bei Föhn.

Gebirgskette und Druckdifferenz sind Voraussetzung

Im Allgemeinen ist Föhn ein Fallwind. Wenn sich Gebirgsketten der Luftströmung  in den Weg stellen, wird die Luft zunächst auf der windzugewandten Seite (Luv) zum Aufsteigen gezwungen, um dann auf der windabgewandten Seite des Gebirges (Lee) wieder talwärts zu strömen, was sich als Fallwind bemerkbar macht. In Europa sind es die über weite Strecken West-Ost verlaufenden Alpen, die namensgebend für dieses Phänomen sind, das sich somit je nach Anströmung als Süd- oder Nordföhn äußert.

Erscheinungsbilder

Die bekannteste Form ist wohl der Südföhn, wenn Luft von Italien über die Alpen strömt. Typisch dafür ist die Annäherung eines kräftigen Tiefs über Westeuropa. An dessen Vorderseite baut sich über dem Alpenraum eine straffe Südströmung auf. Der Luftdruckunterschied zwischen Alpensüd- und Alpennordseite setzt die Föhnströmung in Gang. Beim Aufsteigen an der Alpensüdseite kühlt die Luft ab, wobei es vielfach zur Kondensation und oft auch zur Niederschlagsbildung kommt. Auf der anderen Seite des Gebirgskamms rauscht die Luft sodann als turbulenter Fallwind talwärts, wobei sich diese, ihrer Feuchtigkeit mittlerweile entledigt, schneller erwärmen kann, als sie sich zuvor abgekühlt hat. So kommt es dass die Luft bei gleicher Höhenlage an der Alpennordseite deutlich wärmer als beispielsweise in Südtirol ist.

Speziell im Winter steigt die Wahrscheinlichkeit für Kaltluftseen in den tieferen Tallagen. Dann kommt es bei schwach ausgeprägten Luftdruckunterschieden vor, dass sich der Föhn nicht mehr gegen die kalte Talluft durchsetzen kann und sich auf die Hochtäler beschränkt.

Gut zu sehen ist dieses winterliche Minimum auch im folgenden Bild, es zeigt die Häufigkeit für Südföhn in Innsbruck im Laufe eines Jahres: Die „föhnigste“ Jahreszeit ist demnach der Frühling, ein zweites Maximum gibt es im Oktober. Dazu passt das heutige föhnige Wetter.

Der typische Jahresgang des Südföhns in Innsbruck.
Der typische Jahresgang des Südföhns in Innsbruck.

Des einen Freud, des anderen Leid

Im Gegensatz zur Luv-Seite, wo der Himmel meist bewölkt ist und zum Teil auch der nasse Wettercharakter dominiert, bewirkt Föhn als trockener Wind im Lee oft freundliche Wetterbedingungen. Dabei zeigt sich der Himmel häufig wolkenarm und somit kommen Sonnenhungrige auf ihre Rechnung. Allerdings kann der Föhn in Sachen Windstärke Probleme bereiten, und örtlich durchaus auch für Sturmschäden verantwortlich zeichnen. Überdies ist der Föhn bei manchen Menschen in Verruf geraten, denn er steht in Verdacht, den Organismus zu beeinflussen. Empfindliche Menschen leiden bei Föhn unter Nervosität, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, innerer Unruhe und mitunter auch unter Kreislaufbeschwerden.

Die Zeit des Nebels beginnt

Graue Stimmung durch den Nebel im Herbst.

Typische Verteilung von Frühnebel

Nebel am Morgen gibt es in Österreich besonders häufig entlang von Mur und Mürz sowie in den Tal- und Beckenlagen Kärntens. Die Alpentäler sind generell anfälliger für Frühnebel als das Flach- und Hügelland. In Deutschland beginnen die Tage besonders in den Tälern der Mittelgebirge oft neblig, auch vom Bodensee entlang der Donau bis nach Niederbayern gibt es verbreitet Nebel. In der Schweiz erweisen sich die Alpentäler und das Mittelland als nebelanfällig.

So gab es auch heute morgen schon auf den Webcams der Alpen die ersten schönen Nebelstimmungen zu beobachten:

Klagenfurter Becken:

Dellach im Drautal:

Bregenzerwald:

Temperaturunterschiede

Im Spätsommer und Herbst werden die Tage kürzer und die Nächte länger. Bei windstillen Verhältnissen und klaren Nächten kühlt die Luft stark ab und sammelt sich in den Tälern. Immer öfter bildet sich dort eine Art Kaltluftsee, indem es kühler ist, als auf den Bergen. Hinzu kommt, dass kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann und somit schnell vollständig mit Wasserdampf gesättigt ist. Dadurch beginnt die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit zu kondensieren, also vom gasförmigen in den flüssigen Zustand überzugehen. Die daraus entstandenen, feinen Wassertröpfchen bezeichnen wir als Nebel.

Im Laufe des Herbstes werden Nebelfelder immer langlebiger und zäher, da die Sonne nicht mehr die nötige Energie liefert, um diese „wegzuheizen“. Die Kaltluftseen können sich weiter ausbilden, wodurch die Nebelwahrscheinlichkeit weiter ansteigt.

Wind und Nebel

Zur Nebelauflösung kommt es dann meist erst, wenn starker Wind die bodennahe Kaltluft „verbläst“. Häufig ist das im Zuge von Kaltfronten oder durch Föhn der Fall. Aber auch eine Wolkenschicht über dem Nebel reicht, damit sich die Nebelfelder lichten. Gerade der Wind ist auch der Grund, warum das Flachland in der Regel seltener von Nebel betroffen ist.

Zusammengefasst: Die Gründe, warum es im Spätsommer und Herbst häufiger in den Tälern nebelig ist, sind große Temperaturunterschiede zwischen bodennahen und höheren Luftschichten und das Fehlen von Wind.

Eisberg in Österreich gesichtet

Blick auf den berühmtesten Gletscher Österreichs.

So kennen wohl die meisten Menschen die Pasterze, den mit 8 km längsten und gleichzeitig größten Gletscher Österreichs.

Blick auf die Pasterze
Blick auf die Pasterze

Etwas seltener im Blick ist hingegen der dem Gletscher vorgelagerte See, in dem sich das reichhaltige Schmelzwasser der Pasterze sammelt.

Wenn man auf dem folgenden Webcambild von heute Mittag genau hinsieht, erkennt man in der Bildmitte einen einige Meter langen und rund 10 Meter hohen Eisberg aus dem Wasser ragen. Er ist sogar so groß, dass man den Schattenwurf auf der sonnenabgewandten Seite sehen kann.

Blick auf den Gletschersee.
Blick auf den Gletschersee am 04.10.2018.

Toteis

Zwar finden sich im Gletschersee immer wieder kleinere Eisberge wieder, solch ein großer Eisberg ist aber selten. Der Gletscher verliert im Zuge der Klimaerwärmung jährlich rund 60 Meter Länge, immer wieder brechen größere Stücke an der Zunge ab. Dieses Eis, das dann keine Verbindung mehr zum Gletscher hat, bezeichnet man als Toteis.

Im nahezu 0 Grad kalten Wasser geht es dem Eisberg nun langsam an den Kragen, bis er vollständig verschwunden sein wird, dürften aber einige Jahre vergehen.

146 km/h – Sturmtief FABIENNE im Rückblick

Umgestürzter Baum im Wald durch "Fabienne".

Die Warmfront brachte in der ersten Tageshälfte schon anhaltenden Regen in der ganzen Südwesthälfte Deutschlands. Mit dem Tiefkern selbst regnete es dann vor allem von der Eifel über Hessen und Thüringen bis zur Lausitz kräftig. Hier sowie nördlich dieser gedachten Linie spielte der Wind praktisch keine Rolle. Gut zu sehen ist die Zugbahn des Tiefs auf der ersten Grafik über der Mitte Deutschlands, hier hat es nämlich am meisten geregnet.

Niederschlagsmengen Deutschland Sonntag 00:00 Uhr bis Montag 00:00 Uhr:

  1. Alsfeld-Eifa (HE) 53 l/m²
  2. Eisenach (TH) 49 l/m²
  3. Nideggen-Schmidt (NRW) 49 l/m²
  4. Neukirchen-Hauptschwenda (HE) 49 l/m²
  5. Erfurt (TH) 48 l/m²
  6. Bad Hersfeld (HE) 48 l/m²
  7. Baiersbronn-Ruhestein (BW) 47 l/m²
  8. Amöneburg-Ruedigheim (HE) 47 l/m²
  9. Behringen (TH) 46 l/m²
  10. Herleshausen-Archfeld (HE) 46 l/m²
In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.
In der Mitte Deutschlands hat FABIENNE für kräftigen Regen gesorgt.

Nach Mittag kam dann die Kaltfront von Fabienne in Schwung, sie zog von Belgien und Luxemburg nach Deutschland hinein. An der Front entwickelten sich heftige Gewitter, mit den Gewittern lebte der Nordwestwind stürmisch auf. Angesichts der Tatsache, dass jene Stationen, die Wind messen, nicht allzu zahlreich in Deutschland vertreten sind, kann man wohl davon ausgehen, dass mit der Front verbreitet 100 bis 130 km/h erreicht wurden. Im Erzgebirge wird sogar ein Tornadoverdachtsfall geprüft.

Insgesamt hat unser Blitzmessnetz gestern mehr als 65.000 Blitze registriert, alleine 35.000 davon in Bayern und 17.000 in Baden-Württemberg. Gut zu erkennen auf der Blitzverteilung:

Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.
Rund 65.000 mal blitzte es an der Kaltfront von FABIENNE.

Hier noch zur Übersicht die markantesten Böen…

Spitzenböen bewohnte Orte Deutschland Sonntag 06:00 Uhr bis Montag 06:00 Uhr:

  1. Würzburg (BY) 137 km/h
  2. Niederstetten (BW) 122 km/h
  3. Schongau (BY) 112 km/h
  4. Stötten (BW) 108 km/h
  5. Lichtentanne (SN) 105 km/h
  6. Gelbelsee (BY) 104 km/h
  7. Altmühlsee (BY) 103 km/h
  8. Freudenstadt (BW) 100 km/h
  9. Spiekeroog (NI) + Stuttgart (BW) + Trier (RP) 99 km/h
  10. Walldürn (BW) 98 km/h

Abschließend noch ein paar Schadensbilder:

 

Vor dem Sturm konnte man beispielsweise in Wien noch einen traumhaften Sonnenuntergang bewundern:

137 km/h – Die Bilanz von Sturmtief FABIENNE

Umgestürzter Baum im Wald durch "Fabienne".

Die Folge des Sturms waren zahlreiche Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume und Plakatwände. Auch im Bahnverkehr gibt es noch immer lokale Einschränkungen, etwa in Wien und Oberösterreich. Noch etwas heftiger hat die Kaltfront Deutschland erwischt. In Würzburg wurden 137 km/h gemessen, mit 122 km/h rauschte die Front in Niederstetten in Baden-Württemberg durch. Beides ist volle Orkanstärke. Zudem wird im Erzgebirge ein Tornadoverdachtsfall geprüft.

Hier eine Übersicht der Spitzenböen in bewohnten Orten am 23./24. September 2018, unterteilt nach Bundesländern (Stand 08:00 Uhr):

Wien:

  • Hohe Warte + Innere Stadt 90 km/h
  • Stammersdorf 68 km/h
  • Botanischer Garten 66 km/h

Niederösterreich:

  • Reichenau an der Rax 122 km/h
  • Mönichkirchen + Wiener Neustadt 101 km/h
  • Hollenthon 95 km/h

Burgenland:

  • Eisenstadt 90 km/h
  • Podersdorf 79 km/h
  • Mattersburg + Neusiedl + Andau 76 km/h

Oberösterreich:

  • Ranshofen 97 km/h
  • Kremsmünster 90 km/h
  • Altmünster 86 km/h

Salzburg:

  • Abtenau 94 km/h
  • Maria Alm 79 km/h
  • Salzburg 76 km/h

Steiermark:

  • Ramsau 108 km/h
  • Irdning/Gumpenstein 101 km/h
  • Eichberg 94 km/h

Kärnten:

  • Obervellach 72 km/h
  • Friesach + Mallnitz 65 km/h
  • Flattnitz 58 km/h

Tirol:

  • Reutte 112 km/h
  • Jenbach + Achenkirch 94 km/h
  • Tannheim 86 km/h

Vorarlberg:

  • Rohrspitz 93,6 km/h
  • Sulzberg 83 km/h
  • Bregenz 79 km/h

Wetterberuhigung noch am Montag

Heute zieht das Sturmtief weiter nach Russland und verliert folglich langsam an Einfluss auf unser Wetter. So lässt der Wind tagsüber insgesamt wieder nach, die Hauptgefahr durch Sturmböen und schwere Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h besteht vor allem in der ersten Tageshälfte noch in Niederösterreich, Wien, im Nordburgenland sowie von Osttirol über Oberkärnten und das Murtal hinüber bis zu den Fischbacher Alpen. Nach 14:00 Uhr bleibt es windig, allerdings sind dann kaum noch Böen über 80 km/h zu erwarten.

Abschließend noch ein paar Schadensbilder aus Deutschland:

 

Vor dem Sturm konnte man beispielsweise in Wien noch einen traumhaften Sonnenuntergang bewundern:

Heute ist astronomischer Herbstbeginn

Bunte Wälder im Herbst - pixabay

Herbstbeginn

Der astronomische Herbst beginnt auf der Nordhalbkugel in der letzten Septemberdekade stets am 22., 23. oder 24. September. Er fällt immer auf das Äquinoktium, also auf den Tag, an dem der lichte Tag und die Nacht mit je 12 Stunden exakt gleich lang sind. In diesem Jahr war das der 23. September um 03:54 Uhr, also vor wenigen Stunden. Auf der Südhalbkugel ist es übrigens andersrum, hier verabschiedet sich mit der gleichbedeutenden Tagundnachtgleiche der Winter und der Frühling kehrt ein.

Goldener Herbst?

Ende September und Anfang Oktober stellt sich oftmals ruhiges und stabiles Hochdruckwetter ein. Der sogenannte Altweibersommer ist im deutschen Sprachraum eine sogenannte meteorologische Singularität, also eine regelmäßig wiederkehrende Wettererscheinung. Heuer war der Altweibersommer besonders gut ausgeprägt, die vergangenen Wochen waren nämlich viel zu warm. Der Übergang in den Goldenen Oktober findet bei entsprechender Wetterlage fließend statt. Neben der milden und sonnigen Witterung zeichnet sich diese Periode durch die beginnende Blattfärbung in den heimischen Wäldern aus. Der immer öfter auftretende Morgennebel in den Tal- und Beckenlagen ist ein erstes untrügliches Zeichen für die kühlere Jahreszeit. Während sich im Oktober Nebel und Hochnebel bis etwa Mittag noch oft auflösen und der Sonne Platz machen, ist der Nebel im November wesentlich hartnäckiger. Oft hält er sich dann über Tage hinweg.

Wie wird der Herbst 2018?

Die aktuellen Mittelfristprognosen zeigen, dass der Herbst mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu trocken und etwas wärmer als im langjährigen Mittel ausfällt. Was der Herbst tatsächlich mit uns vorhat, zeigen aber erst die nächsten Wochen.

Quelle Titelbild: pixabay

Sturmtief FABIENNE – Die aktuellsten Infos

Fabienne überquert Österreich

Derzeit liegt das Tief noch über dem Westen Europas, der Kerndruck ist noch wenig spektakulär. Der weitere Weg des Tiefs FABIENNE führt es einmal quer über Deutschland und dann weiter nach Polen.

Fabienne zieht über Mitteleuropa hinweg.
Fabienne zieht über Mitteleuropa hinweg.

Heute tagsüber spielt der Wind noch keine Rolle, einzig ab dem späten Nachmittag kommt zwischen dem Brandnertal und dem Großraum Innsbruck vorübergehend Südföhn mit Böen zwischen 60 und 80 km/h auf.

Kaltfront mit Sturm in der Nacht

Etwa zwischen 20 und 21 Uhr erreicht die Kaltfront als erstes Vorarlberg und das Außerfern. In den folgenden Stunden breitet sich die Front weiter nach Osten und Südosten aus und erreicht den Großraum Wien um ca. 01:00 Uhr. Die Böen erreichen mit Durchzug der Kaltfront von Vorarlberg bis Niederösterreich sowie im Nordburgenland und im Grazer Bergland 90 bis 110, in Gewitternähe sind ganz vereinzelt auch 120 km/h möglich! Die stärksten Böen von 100 bis 110 km/h kündigen sich vom Großraum Wien über das Semmering-Rax-Gebiet bis zum Wechsel an. In prädestinierten Nordföhntälern von Osttirol bis zum Murtal ist mit Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h zu rechnen.

Montag langsam Beruhigung

Am Montag tagsüber lässt der Wind insgesamt wieder nach, die Hauptgefahr durch Sturmböen und schwere Sturmböen (80 bis 100 km/h) besteht vor allem in der ersten Tageshälfte noch in Niederösterreich, Wien, im Nordburgenland sowie von Osttirol über Oberkärnten und das Murtal hinüber bis zu den Fischbacher Alpen. Nach 14:00 Uhr sind dann kaum noch Böen über 80 km/h zu erwarten.

Die stärksten Böen von Tief FABIENNE
Die stärksten Böen von Tief FABIENNE

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Quelle Titelbild: pixabay

Temperatursturz und Sturm zu Herbstbeginn

Sturm weht mit Böen bis zu 120 km/h.

Am Freitag dominiert noch einmal der Sonnenschein, dazu werden speziell in der Osthälfte Höchstwerte von bis zu 30 Grad erreicht. Mit solch hohen Temperaturen ist es dann aber endgültig vorbei. Eine kräftige Kaltfront überquert uns nämlich in der Nacht auf Samstag mit schauerartigem Regen, dabei gehen die Temperaturen im ganzen Land um 10 bis 15 Grad zurück.

Deutliche Abkühlung

Am Samstag selbst sorgt die Kaltfront im Süden und Südosten noch für Regenschauer, sonst kann sich schon wieder die Sonne behaupten. Mit maximal 13 bis 20 Grad ist von Spätsommer aber keine Spur mehr, am ehesten wird die 20-Grad-Marke in Vorarlberg geknackt. Am Sonntag, dem ersten Tag im Herbst, richten sich die Augen der Meteorologen dann allmählich auf ein Sturmtief, das in der Nacht auf Montag über Norddeutschland hinwegzieht.

Ort Höchstwert 21.9. Höchstwert 22.9.
 Wien 30 Grad 19 Grad
 Eisenstadt 29 Grad 18 Grad
 St. Pölten 29 Grad 17 Grad
 Graz 28 Grad 13 Grad
 Innsbruck 28 Grad 19 Grad

Sturmgefahr am Montag

Noch sind sich die Wettermodelle nicht ganz einig, was die genaue Zugbahn des Sturmtiefs anbelangt. Aus heutiger Sicht frischt in der Nacht auf Montag entlang der gesamten Alpennordseite sowie in einigen Tälern der Nordalpen zunehmend stürmischer Westwind auf. Die Böen erreichen von Vorarlberg bis nach Niederösterreich mit Durchzug einer weiteren Kaltfront 80 bis 110 km/h. Am Montag tagsüber deuten sich vor allem in der Osthälfte Österreichs recht verbreitet schwere Sturmböen an. Nach derzeitigem Stand werden die stärksten Böen von 100 bis 120 km/h hier erreicht:

  • Großraum Wien
  • Semmering-Rax-Gebiet
  • Wechsel

Im übrigen Niederösterreich, im Nord- und Mittelburgenland sowie in Oberösterreich frischt der Nordwestwind mit Böen meist zwischen 80 und 100 km/h auf. Derartige Sturmböen von bis zu 100 km/h sind auch in den Nordföhnregionen von Osttirol über Oberkärnten und den Lungau bis ins Grazer Bergland zu erwarten

Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/baum-entwurzelt-sturm-regen-erde-3309057/

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August fast 3 Grad zu warm

Der August war um fast 3 Grad zu warm.

Schauen wir uns gleich zu Beginn mal die Hitliste der 5 wärmsten Augustmonate an, die in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen verzeichnet wurden:

Jahr Abweichung zum Mittel 1981-2010
2003 +3,1 Grad
2018 +2,9 Grad
2015 +2,4 Grad
1997 +2,3 Grad
1944 +2,1 Grad

 

Wir sehen den heurigen August klar auf Rang 2, zum „Jahrhundertsommer-Monat“ August 2003 fehlen ein paar Zehntel Grad. Diesen Spitzenplatz werden wir in den noch verbleibenden Tagen auch nicht schaffen, denn diese verlaufen in Summe eher durchschnittlich.

Jetzt blicken wir auf einzelne Städte, denn innerhalb von Deutschland gab es im August 2018 doch größere Unterschiede. Mit 22,9 Grad im Mittel war es in Mannheim am wärmsten, gefolgt von Waghäusel-Kirrlach mit 22,8 Grad und Rheinstetten mit 22,5 Grad. Alle Orte liegen im Rheingraben, ohnehin eine der wärmsten Regionen Deutschlands.

Um Monatsmittel unter 20 Grad zu finden, muss man entweder in die Mittelgebirge, an den Alpenrand oder ins Umfeld von Nord- und Ostsee. Hier die absolut kältesten Orte:

  1. Messstetten (BW) 17,3 Grad
  2. Schneifelforsthaus (RP) 17,4 Grad
  3. Neuhaus am Rennweg (TH) 17,5 Grad
  4. Lenzkirch (BW) 17,6 Grad
  5. Oberstdorf (BY) 18,0 Grad

 

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Quelle Titelbild: pixabay

August um fast 3 Grad zu warm

Der August war um fast 3 Grad zu warm.

Der August hat eine Fortsetzung des seit April überdurchschnittlich temperierten Wetters gebracht, landesweit fällt der zurückliegende Monat knapp 3 Grad zu warm aus. Damit reiht sich der August 2018 voraussichtlich auf Platz 4 der Bestenliste ein, die Augustmonate 1807, 1992 und 2003 bleiben unerreicht. Hauptverantwortlich für einen abermals zu warmen Monat ist eine Hitzewelle, die Österreich mit nur kurzen Unterbrechungen vom Monatsersten bis zum letzten Augustwochenende im Griff hatte.

Extrem warmer Norden

Besonders warm fällt der Monat vom Inn- bis ins Weinviertel und ins Nordburgenland aus: In Hohenau an der March beispielsweise war es fast 5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Am geringsten, jedoch immer noch deutlich positiv, fällt die Abweichung in den Bergen der Steiermark aus. Zeltweg weist zum Beispiel einen 2 Grad zu warmen August auf.

Hitze und Schnee

Die Intensität der Hitzewelle lässt sich an denn Kennzahlen für den Sommer gut festmachen. Im östlichen Flachland wurden verbreitet mehr als 20 Hitzetage registriert, das sind Tage, an denen die 30-Grad-Marke erreicht oder überschritten wurde. Nach Westen zu fiel die Hitzewelle etwas kürzer und nicht ganz so markant aus, Innsbruck und Salzburg melden aber auch 19 bzw. 17 Hitzetage. Die Hitzewelle ging mit einer kräftigen Kaltfront jäh zu Ende, am vergangenen Wochenende stürzten die Temperaturen landesweit ab. Mit einem Genuatief gab es zudem den ersten flächendeckenden Regen seit mehreren Wochen. In Bad Gastein beispielsweise fielen rund 90 Liter pro Quadratmeter, dabei sank die Schneefallgrenze am Morgen des 26. bis auf knapp unter 1000 m ab.

Abschließend haben wir für euch noch die Extremwerte für den August zusammengetragen, vielleicht findet ihr ja euren Ort…

Höchste Temperaturen

  • 38,0 Grad Haag (NÖ)
  • 37,3 Grad Loosdorf und Enns (beide NÖ)
  • 37,0 Grad Wieselburg (NÖ)
  • 36,8 Grad Amstetten (NÖ)

Tiefste Temperaturen

  • -1,6 Grad Flattnitz (K)
  • -0,9 Grad St. Jakob im Defereggental (T)
  • -0,6 Grad Mariapfarr (S)

Hitzetage (Höchstwert von 30 Grad oder mehr)

  • 22 Hohenau (NÖ)
  • 20 Andau (B), Wolkersdorf (NÖ) und Langenlebarn (NÖ)
  • 19 Lutzmannsburg (B), Seibersdorf (NÖ), Mörbisch (B), Tullnerfeld (NÖ), Gänserndorf (NÖ), Innsbruck-Uni, Wien-Stammersdorf (W), Haag (NÖ), Bruckneudorf (B), Wien-Mariabrunn (W), Wien-Donaufeld (W), Stockerau (NÖ), Wien-Hohe Warte (W), Neusiedl am See (B), Wien-Innere Stadt (W)

Sommertage (Höchstwert von 25 Grad oder mehr)

  • 25 Langelois, Loosdorf, Krems (alle NÖ)
  • 24 u.a. St. Pölten (NÖ), Wien-Hohe Warte (W), Villach-Fürnitz (K), Andau (B)

Nasseste Orte

  • 200 Liter pro Quadratmeter St. Radegund (ST)
  • 195 Liter pro Quadratmeter Krimml (S)
  • 191 Liter pro Quadratmeter Sulzberg (V)

Trockenste Orte

  • 13 Liter pro Quadratmeter Schöngrabern (NÖ)
  • 15 Liter pro Quadratmeter Horn (NÖ)
  • 16 Liter pro Quadratmeter Wien-Unterlaa (W)
  • 17 Liter pro Quadratmeter Langenlois (NÖ)

Absolut sonnigster bzw. trübster Ort

  • 286 Sonnenstunden, Tullnerfeld (NÖ)
  • 100 Sonnenstunden, Böckstein (S)

Relativ sonnigster bzw. trübster Ort

  • 118 % Seibersdorf (NÖ)
  • 94 % Bad Gastein (S)
  • Stärkste Windspitzen Niederungen
  • 97 km/h Innsbruck-Kranebitten (T)
  • 86 km/h Preitenegg (K) und Kremsmünster (OÖ)
  • 83 km/h Vöcklabruck (OÖ)

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Quelle Titelbild: pixabay

1300 Liter Regen durch Hurrikan LANE

Hurrikan Lane sorgte auf Hawaii für immense Regenmengen

Dabei war vor allem die größte Insel des Archipels betroffen, Big Island. Sie ist in der folgenden Karte rechts unten gut erkennbar. LANE zog westlich der Inselgruppe vorüber, skizziert ist die Zugbahn des Sturms in rot. Der Sturm lenkte sehr feuchte Luft von Osten gegen die Berge Big Islands, immerhin sind Mauna Kea und Mauna Loa über 4000 m hoch! Die Folge waren intensive Regenfälle, deren Ausmaß wir uns in Mitteleuropa kaum vorstellen können.

Zugbahn des Hurrikans LANE
Zugbahn des Hurrikans LANE

In der Inselhauptstadt Hilo an der Ostküste kamen innerhalb von nur 3 Tagen 820 Liter Regen zusammen, ein neuer 3-Tages-Rekord für die Stadt am Pazifik. Bemerkenswert insofern, dass bisher im August nun schon 1140 l/m² zusammengekommen sind, was diesen Monat zum nassesten seit Messbeginn macht. Dabei ist Hilo Starkregen gewohnt, gehört es doch mit einem mittleren Jahresniederschlag von 3200 l/m² ohnehin schon zu den nassesten Flecken auf der Erde.

Nur zur Einordnung: In Berlin liegt der durchschnittliche Jahresniederschlag bei 580 l/m², in Hamburg bei 750 l/m² und in München bei rund 1000 l/m². Selbst in der nassesten Region Deutschlands, dem Alpenrand, werden „nur“ 1700 l/m² erreicht.

Noch extremer fielen die Regenmengen aber an den Osthängen der Berge aus. In Mountain View (südlich von Hilo) haben die Messkübel in den wenigen Tagen während des Hurrikans unfassbare 1316 l/m² registriert.

Podestplatz für Lane

Wie außergewöhnlich die Regenmengen von LANE waren, zeigt auch der Vergleich mit anderen Tropischen Stürmen in den USA. Da nämlich reihen sich die 1316 l/m² auf Rang 3 der „Nassesten Hurrikane“ ein:

Rang Regen in Litern pro Quadratmeter Sturm Ort
1 1539 Harvey 2017 Nederland (Texas)
2 1321 Hiki 1950 Kanalohuluhulu Ranger
Station (Hawaii)
3 1316 Lane 2018 Mountainview (Hawaii)
4 1219 Amelia 1978 Medina (Texas)
5 1148 Easy 1950 Yankeetown (Florida)

 

Abschließend haben wir noch zwei Videos aus Hawaii, die die Wucht des Hurrikans belegen:

 

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Fast 12.000 Liter Regen pro Jahr – der nasseste Ort der Welt

In Indien liegt der nasseste Ort der Erde.

Nasse Tropen

Wo die nassesten Regionen der Erde liegen, lässt sich relativ einfach sagen. Generell sind die Tropen rund um den Äquator mit ihren warmen und extrem feuchten Luftmassen die mit Abstand regenreichsten Gebiete. Dies ist übrigens auch der Grund, warum dort der immergrüne Regenwald heimisch ist. Hier zur Illustration eine Karte mit den mittleren Jahresniederschlägen:

Blick auf die Regenverteilung der Erde.
Blick auf die Regenverteilung der Erde.

Das Band mit den größten Jahresniederschlägen erstreckt sich

  • in Südamerika von Kolumbien über das Amazonasgebiet Brasiliens bis zum Atlantik,
  • in Afrika Äquatorial-Guinea bis zum Kongo und
  • in Südostasien von Indien bis Indonesien.
    Doch auch an den Westküsten Europas und Nordamerikas sowie in Neuseeland kommen im Laufe eines Jahres ganz ordentliche Regen- und hier auch Schneemengen von bis zu 10.000 mm zusammen.

Nass, nasser, Mawsynram

Den offiziellen Weltrekord für den größten Jahresniederschlag hält die Ortschaft Mawsynram im indischen Bundestaat Meghalaya. Dort sorgt der Monsun Jahr für Jahr im Sommerhalbjahr für schier unglaubliche Regenmengen. Feuchte Luft aus dem Golf von Bengalen strömt nordwärts, wird an den Khasi-Bergen (einem Ausläufer des Himalaya) gehoben und regnet sich aus. Hier regnet es durchschnittlich 11,87 m pro Jahr, also 11.870 Millimeter. Zum Vergleich: der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt in Berlin 570 mm, in Wien 550 mm und in Zürich 1.000 mm. Allerdings sind die Messungen in Indien nicht frei von Fehlern, weshalb auch andere Orte in der Welt Anspruch auf den Titel „Nassester Ort der Erde“ erheben.

Mount Waialeale – der nasse Berg

Die Vulkaninseln von Hawaii ragen weit aus dem Pazifik heraus, an ihren steilen Hängen stauen sich feuchte Luftmassen, die der Nordost-Passat zu den Inseln lenkt. Über einen Zeitraum von 32 Jahren wurden am Mount Waialeale auf Kauai durchschnittlich 11.684 mm Regen pro Jahr gemessen. Aufgrund der fehlerhaften Regenmessung in Indien sind die Hawaiianer der Überzeugung, sie beherbergen den nassesten Ort der Welt.

Titelbild: pixabay

-1,6 Grad! Die kälteste Nacht des Sommers liegt hinter uns

Nach einer frostigen Nacht kann man Reif beobachten.

Insbesondere in den klassischen Kältepolen der Alpen rasselten die Temperaturen vergangene Nacht ordentlich in den Keller. Zeigten die Thermometer hier in der vorigen Woche noch Werte deutlich über 25 Grad, rückte in der Nacht auf Montag der Gefrierpunkt in den Fokus.

Hier haben wir mal die jeweils kältesten Orte in den Bundesländern zusammengetragen:

Ort (Bundesland) Tiefstwert vergangene Nacht
Warth (Vorarlberg) +2,9°C
St. Jakob im Defereggental (Tirol) -0,9°C
Mariapfarr (Salzburg) -0,6°C
Flattnitz (Kärnten) -1,6°C
Summerau (Oberösterreich) +2,6°C
Litschau (Niederösterreich) +3,3°C
Wien-Mariabrunn (Wien) +7,1°C
Minihof-Liebau (Burgenland) +8,4°C
Ramsau (Steiermark) +1,6°C

 

Damit es Ende August zu Frost kommen kann, braucht es einige Voraussetzungen:

  • windschwache Bedingungen: stärkerer Wind dämpft die Abkühlung über Nacht
  • wolkenloser oder nur gering bewölkter Himmel: Mehr Wolken verhindern ebenso wie der Wind eine effektive Auskühlung
  • und zu guter Letzt natürlich kühle Luftmassen in allen Höhen

Das kalte Intermezzo war aber wirklich nur ein kurzes. In den kommenden Nächten stellen sich wieder typische Werte für den Spätsommer ein, tagsüber wird es dazu angenehm warm mit Höchstwerten zwischen 25 und 30 Grad. Gut zu erkennen an unserer Temperaturkarte für den morgigen Dienstag:

Sommerwetter im ganzen Land am Mittwoch © UBIMET
Sommerwetter im ganzen Land am Mittwoch © UBIMET

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3,5 Grad zu warm! August auf Rekordkurs

Der August ist auf Rekordkurs.

Der August verlief bis dato viel zu warm, Hauptgrund hierfür war die Hitzewelle bis zum 10. des Monats. Doch auch danach ging es leicht überdurchschnittlich weiter, sodass zur Monatsmitte eine – über ganz Österreich gemittelte – positive Abweichung von 3,6 Grad auf der Habenseite steht. Die wärmsten Regionen waren dabei die Nordalpen sowie das angrenzende Flachland vom Innviertel bis zum Seewinkel, hier beträgt die Abweichung örtlich sogar mehr als 5 Grad!

Podium scheint sicher

Werfen wir mal einen Blick auf die bislang wärmsten Augustmonate der Messgeschichte. Diese reicht immerhin bis 1767 zurück.

  1. 1807: Abweichung +3,5 Grad
  2. 1992: Abweichung +3,3 Grad
  3. 2003: Abweichung +3,2 Grad
  4. 2015: Abweichung +2,7 Grad
  5. 2017: Abweichung +2,0 Grad

Wir sehen: mit seinen +3,6 Grad Abweichung wäre der heurige August knapp auf Platz 1 der Bestenliste. Nun kommt das große ABER. Es liegen noch zwei Wochen vor uns, diese werden darüber entscheiden, bei welcher Abweichung wir uns einpendeln.

Heiße Aussichten

Die kommenden sieben Tage (so weit kann man einigermaßen verlässlich in die Zukunft schauen) fallen im ganzen Land mit 25 bis 29 Grad sehr warm, besonders in Ober- und Niederösterreich, Wien und im Burgenland auch wiederholt heiß aus mit Höchstwerten zwischen 30 und 34 Grad.

Die Abweichung von derzeit +3,6 Grad sollte also nicht allzu weit zurückgehen, zumal es ja klimatologisch gegen Ende August schon langsam kühler wird. Ein Platz in den Top 5 ist also so gut wie sicher. Je nach dem, wie intensiv die Hitzewelle wirklich ausfällt und wie lange sie anhält, ist auch noch einer der vorderen Ränge möglich.

Es bleibt also spannend!

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Quelle Titelbild: pixabay

Bergwetter am Wochenende: Warm, aber gewittrig

Sommerliche Abendstimmung im Glocknergebiet.

 Freitag, 17. August 2018

Der Freitag beginnt nahezu im gesamten Ostalpenraum mit strahlendem Sonnenschein, nur ganz vereinzelt halten sich flache Frühnebelfelder. Tagsüber entstehen dann allgemein Quellwolken, die langsam mächtiger werden. Am Nachmittag wachsen diese vom Pfänder bis zum Dachstein sowie in Süd- und Ostttirol zu ein paar Gewittern heran. Lokal können die Gewitter heftig ausfallen! Weiter nach Osten zu bleibt es freundlich. Der Wind spielt keine große Rolle, die Temperaturen erreichen in 3.000 m 6 bis 9 Grad. In 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte zwischen 14 bis 17 Grad.

Samstag, 18. August 2018

Am Samstag ziehen in den Bergen Vorarlbergs und Nordtirols schon in der Früh Wolken und einzelne Schauer durch. Im Tagesverlauf kann sich aber auch hier zeitweise die Sonne zeigen. Sonst geht es einmal mehr überwiegend sonnig in den Tag. Am Nachmittag bilden sich dann wieder einige Wärmegewitter. Möglich sind diese im gesamten Bergland, am wahrscheinlichsten aber von der Kanisfluh bis zum Feuerkogel. Weiterhin weht kaum spürbarer Wind, die Temperaturen steigen dazu in 3.000 m Höhe auf 5 bis 8 Grad, in 2.000 m Höhe werden von Nord nach Süd 13 bis 16 Grad erreicht.

Sonntag, 19. August 2018

Der Sonntag startet vor allem in den Nordalpen zwischen Bregenz und Schladming mit einigen Restwolken der Gewitter vom Vortag, lokal sind am Vormittag auch schon erste Schauer unterwegs. Ganz ohne Sonne geht es aber auch hier nicht durch den Tag, die Wolken lockern nämlich zumindest zeitweise auf. Im übrigen Ostalpenraum scheint dagegen wieder von der Früh weg die Sonne. Am Nachmittag wachsen die Quellwolken wieder zu einigen Wärmegewittern heran, im gesamten Bergland muss man diese einplanen! Lokal kann es auch etwas kräftiger gewittern.

Hier die Übersicht für den Sonntag:

Das Bergwetter am Sonntag.
Das Bergwetter am Sonntag.

 

Bergwetter-Tipp

Das warme bis heiße Wetter der vergangenen Wochen und Monate hat auch die Seen in den Ostalpen ordentlich erwärmt. So lockt

  • der Attersee mit 25 Grad
  • der Afritzer See mit 24 Grad und
  • der Stubenbergsee mit 26 Grad Wassertemperatur.

    Selbst der Achensee in Tirol kann mit einer, für seine Verhältnisse hohen, Seetemperatur aufwarten. Bei 19 Grad braucht es aber schon etwas Überwindung, nach einer anstrengenden Bergtour ein erfrischendes Bad zu nehmen. Noch kälter sind typischerweise die Gebirgsbäche – dort heißt es bei nicht einmal 10 Grad Wassertemperatur Zähne zusammenbeißen.

Brückeneinsturz in Italien: War ein Unwetter schuld?

Die Ponte Morandi über dem Val Polcevera in Genua.

Blitze als Auslöser?

Fest steht zum jetzigen Zeitpunkt, dass gestern während des Einsturzes der Brücke ein kräftiges Gewitter über Genua niedergegangen ist. Dies sieht man gut an der Karte mit den Blitzentladungen von gestern 11:25 Uhr:

Gewitter über dem Golf von Genua © UBIMET / NOWCAST
Gewitter über dem Golf von Genua © UBIMET / NOWCAST

Zoomen wir etwas näher heran und betrachten jeden einzelnen Blitz, denn es wird ja vermutet, dass ein unmittelbarer Blitzeinschlag die marode Brücke zum Einsturz gebracht haben könnte.

Wir sehen, dass in den östlichen Teil der Brücke zwei Blitze einschlugen, einer um 11:26 Uhr und einer um 11:30 Uhr. Mit 7,9 bzw. 8 kA, also rund 8.000 Ampere fielen diese aber nicht sonderlich kräftig aus. Bei einem normalen Sommergewitter können in Österreich durchaus Stromstärken auftreten, die Dreißigmal so groß sind.

Blitze am Unglücksort © UBIMET / NOWCAST
Blitze am Unglücksort © UBIMET / NOWCAST

Generell kann man mit nahezu 100 prozentiger Sicherheit ausschließen, dass Blitzeinschläge ein Bauwerk wie die Morandi-Brücke einfach so zum Einsturz bringen.

Waren Regenmassen schuld?

Ja, es hat kräftig geregnet. Private Wetterstationen haben am gestrigen Tag bis zu 39 Liter pro Quadratmeter gemessen. Für Genua sind das aber überschaubare Mengen, bei heftigen Gewittern oder den berühmten Genua-Tiefs können innerhalb weniger Stunden schnell mal 100 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Der italienische Regenrekord innerhalb von einer Stunde stammt übrigens aus der Provinz von Genua: In Vicomorasso fielen am 4. November 2011 sogar 181 mm innerhalb von nur einer Stunde. Auch anhand des Pegels des Torrente Polcevera (der Fluss fließt direkt unter der Brücke durch) lässt sich kein extremer Regen ausmachen. Er führte in den vergangenen 7 Tagen stets nur rund 20 cm Wasser.

Unauffälliger Pegel © https://www.arpal.gov.it/homepage/acqua.html
Unauffälliger Pegel © https://www.arpal.gov.it/homepage/acqua.html

Auch ein Blick auf die Regenmengen in ganz Ligurien gestern beweist: Im Großraum Genua sind nur max. 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter gefallen, mehr war es Richtung Frankreich und an der östlichen ligurischen Küste.

Große Regenmengen rund um Genua © https://www.arpal.gov.it/homepage/meteo/osservazioni/dati-omirl-areali/prec-cumulata-ieri.html
Große Regenmengen rund um Genua © https://www.arpal.gov.it/homepage/meteo/osservazioni/dati-omirl-areali/prec-cumulata-ieri.html

Fazit

Die Rolle des Wetters kann man nach Durchsicht der vorliegenden Daten aus folgenden Gründen weitgehend vernachlässigen:

  • die Regenmengen waren zu gering,
  • der Wind wehte mit Böen von maximal 70 km/h
  • nur zwei Blitze schlugen in die Brückenkonstruktion ein.Viel mehr ist die Ursache für den Einsturz wohl in dem Alter, dem maroden Zustand und eventuellen Bauarbeiten an den Pfeilern zu suchen.

 

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Quelle Titelbild: https://de.wikipedia.org/wiki/Polcevera-Viadukt

800 Liter Regen: Nasser Rekordsommer in den USA

Im Osten der USA sorgten anhaltende Regenfälle für Überflutungen.

Das Wetter im Osten der USA mutete in den vergangenen Woche eher tropisch an – es war zwar nicht übermäßig kalt, aber immer wieder gab es kräftige Regengüsse. Besonders betroffen von diesem feucht-warmen Wetter waren die Staaten:

  • Virginia
  • West Virginia
  • Pennsylvania
  • Maryland
  • Washington DC

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass zahlreiche Orte den nassesten Sommer der Geschichte erleben. Sie sind in der nachfolgenden Grafik mit grün markiert:

Viele Orte melden den nassesten Sommer ihrer Messgeschichte.
Viele Orte melden den nassesten Sommer ihrer Messgeschichte.

Große Regenmengen

Blicken wir noch etwas weiter zurück – nämlich bis Mitte Mai – so summieren sich verbreitet mehr als 500 Liter Regen pro Quadratmeter auf (in rot in der folgenden Grafik, entspricht ca. 20 inch). Lokal sind sogar 800 Liter zusammengekommen. Nur zum Vergleich: In Berlin beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag gerade einmal 600 Liter pro Quadratmeter!

Lokal hat es mehr als 800 Liter pro Quadratmeter geregnet.
Lokal hat es mehr als 800 Liter pro Quadratmeter geregnet.

 

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34 Grad: Die nächste Hitzewelle kommt!

Ein Pool bietet bei 34 Grad willkommene Erfrischung.

Schon am heutigen Feiertag kratzen die Temperaturen im östlichen Flachland an der 30-Grad-Marke, am Donnerstag wird diese dann vielerorts knapp übertroffen. Zum Wochenende hin steigern sich die Temperaturen noch ein bisschen, vor allem der Osten der Republik gelangt in den Einfluss der heißen Luft mit Höchstwerten bis zu 32 Grad. In Vorarlberg und Tirol verhindert eine schwache Kaltfront die 30 Grad am Wochenende, hier stellt sich ab Montag aber ebenfalls hochsommerliche Hitze ein. Der Höhepunkt der neuerlichen Hitzewelle kündigt sich für den Mittwoch kommender Woche an, dann steigen die Temperaturen in Ostösterreich auf bis zu 34 Grad.

Gut zu sehen auf der Grafik: Die erwarteten Höchstwerte am Mittwoch:

Bis zu 34 Grad werden es am Mittwoch kommender Woche © UBIMET / GFS
Bis zu 34 Grad werden es am Mittwoch kommender Woche © UBIMET / GFS

Nächte schon kühler

Im Gegensatz zur Hitzewelle von Ende Juli bzw. Anfang August sind die Nächte nun schon wieder eine Dreiviertelstunde länger, wodurch es nachts ingesamt besser auskühlen kann. So sinken die Temperaturen trotz 30 Grad und mehr untertags nachts recht verbreitet unter die 20-Grad-Marke. Besonders in der Wiener Innenstadt und rund um den Neusiedler See kommt während der anstehenden Hitzewelle aber noch die eine oder andere Tropennacht dazu. Einstellige Tiefstwerte zwischen 7 und 9 Grad stellen sich vor allem in etwas höher gelegenen Alpentälern ein. Wer also von der Hitze genug hat, dem seien folgende Orte ans Herz gelegt:

  • Tannheim
  • Seefeld
  • Mariapfarr

Hitze im Auto – die unterschätzte Gefahr

Autos können sich gefährlich aufheizen.

Mit Temperaturen bis zu 34 Grad wird es zu Beginn der neuen Woche wieder hochsommerlich heiß, bis auf Vorarlberg werden die 30 Grad in jedem Bundesland geknackt. Wie schon bei der Hitzewelle der vergangenen Wochen geraten dann wieder Autos in den Fokus, die mit Insassen in der prallen Sonne stehen. Durch das Blech und der oftmals dunklen Lackierung heizen sich Autos förmlich wie Backöfen auf. Dabei steigen die Temperaturen im Inneren des Autos auf bis zu 60 Grad, hinzu kommen heiße Ledersitze und Metallteile der Gurte als Gefahrenquellen für zurückgelassene Insassen wie Kinder oder Hunde.

Kinder besonders anfällig

Ab einer Temperatur von 46 Grad wird es für kleine Kinder kritisch, dieser Wert wird bei einer Außentemperatur von 30 Grad im Inneren des Autos bereits nach einer halben Stunde erreicht. Doch auch bei vermeintlich angenehmen Lufttemperaturen von 24 Grad im Außenbereich kann sich der Innenraum bis zu diesem kritischen Wert aufheizen. Mit 45 Minuten dauert dies nur unwesentlich länger. Erschwerend kommt hinzu, dass Kinder deutlich weniger schwitzen als Erwachsene, eine körpereigene Kühlung bleibt also weitgehend aus. Auch ein geöffnetes Schiebedach oder ein spaltbreit geöffnetes Fenster reichen nicht aus, um die gefährliche Hitze im Autoinneren zu verhindern.

Im Auto drohen sehr hohe Temperaturen.
Im Auto drohen sehr hohe Temperaturen.

Hochsommerliche Woche

Den wohl heißesten Tag erleben wir gleich zu Beginn der Woche, anschließend sorgt eine Kaltfront für Abkühlung. Dienstag steigen die Temperaturen vorübergehend nur noch auf 17 Grad im Bregenzerwald bis 28 Grad im östlichen Niederösterreich. Doch schon am Mittwoch wird es wieder wärmer, die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 29 Grad. Am Donnerstag wird dann die 30-Grad-Marke an einigen Orten wieder geknackt, ehe im Westen zum Freitag hin die nächste Kaltfront eintrifft. Den Osten erreicht sie aus heutiger Sicht aber nicht, sodass es in

  • Wien
  • Niederösterreich
  • im Burgenland
  • in der Südoststeiermark

    bei Temperaturen über 30 Grad bleibt.

Die Perseiden kommen

Die Perseiden am Nachthimmel

Jedes Jahr um den 12. August kreuzt die Erde auf ihrem Weg um die Sonne den Meteorstrom des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Der Komet wurde vor über 150 Jahren entdeckt. Teile des Kometen dringen Jahr für Jahr in die Erdatmosphäre ein und verdampfen dort schlagartig. Die Luft wird dabei durch die Meteoriden ionisiert, dies führt zu diesen tollen Leuchterscheinungen. Diese  sind am Boden mit bloßem Auge zu sehen. Die Perseiden sind jährlich zwischen dem 17.7. und 24.8. zu beobachten und heißen so, da sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen.

Sonntagnacht beste Chancen

In der Nacht von Sonntag auf Montag bestehen die besten Chancen, die Sternschnuppen zu sehen. Glücklicherweise war zwei Nächte zuvor Neumond, d.h. ein störendes Lichtobjekt am Himmel fällt schon mal weg. Dann locken die sommerlichen Temperaturen zur Beobachtung, anders als bei den Geminiden im Winter. In dieser Nacht sind in Mitteleuropa – gesetzt den Fall, dass keine Wolken stören – bis zu 100 Schnuppen sind in idealer Umgebung pro Stunde zu sehen.

Raus aus der Stadt

Um die Perseiden in ihrer vollen Pracht zu sehen, braucht man idealerweise einen dunklen Himmel ohne viel Lichtsmog. Deshalb bieten die Großstädte oft nur mittelmäßige Beobachtungsmöglichkeiten mit 5 bis 10 Schnuppen pro Stunde, deutlich besser schaut es dort schon auf dem Land oder in den Bergen aus. Also nix wie raus aus der Stadt und genießt das Himmelsschauspiel.

Noch bis zum 24. August lohnt daher der nächtliche Blick in den Himmel, vielleicht entdeckt Ihr ja die eine oder andere Sternschnuppe.