Update: Neuschnee, Frost – Alle Infos zum Comeback des Spätwinters

Update Sonntag, 12 Uhr

Die Wettermodelle schwanken noch ein wenig bzgl. der genauen Entwicklung am Mittwoch. Nach derzeitigem Stand bleibt es in der Nacht zu Mittwoch noch weitgehend trocken, erst am Mittwochvormittag setzt im Südosten allmählich leichter Schneefall ein. Im östlichen Flachland gehen sich noch ein paar Sonnenstunden aus und die Temperatur steigt gar bis auf +6 Grad, bevor die ersten Schneeflocken am Abend auch hier fallen.

Interessant wird es nun besonders in der Nacht auf Donnerstag, in welcher es wohl von Unterkärnten bis ins Weinviertel anhaltend schneit. Während die Temperatur im Nordosten nur nahe 0 Grad zurückgeht und eine Schneedecke damit schwierig wird, deuten sich sonst im Flachland bei leichtem Frost durchaus 1 bis 3 cm an. An der Packalpe, entlang des Steirischen Randgebirges, am Wechsel, in der Buckligen Welt und im Wienerwald schneit es hingegen auch mal kräftiger, hier sind weiterhin zwischen 5 und 10 cm Neuschnee möglich.

Neuschnee über 12 Stunden bis Donnerstagmorgen @ UBIMET

Am Donnerstag selber konzentriert sich der Niederschlag nach heutigem Stand auf die Steiermark und das Südburgenland, die Schneefallgrenze steigt aber rasch auf 400 bis 800 m an.

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Wintereinbruch: Wie kalt wird es? Wo wird es am kältesten?

Heute Samstag hält sich im Süden noch die milde Luft, bis zu 17 Grad werden es noch einmal in Kärnten. Von Norden her wird es aber nun immer kälter. Morgen Sonntag erreichen die Höchstwerte nur noch 0 bis +10 Grad, Montag bis Mittwoch gar nur -3 bis +8 Grad. Besonders kalt, nämlich bei Dauerfrost bleibt es dabei in höheren Lagen des Alpenostrandes, also z.B. im Mariazellerland, in den Fischbacher Alpen und in der Buckligen Welt. Jeweils am „mildesten“ wird es in den kommenden Tagen im Oberinntal und im Montafon. Besonders die kommenden Nächte werden für Ende März sehr kalt: Frostig wird es praktisch überall, im Flachland liegen die Tiefstwerte zwischen -5 und 0 Grad. Noch kälter wird es leicht erhöhten Lagen des Berg- und Hügellandes mit nächtlichen Tiefstwerten von -10 bis -5 Grad!

Hier mal exemplarisch die Tiefstwerte in der Nacht auf Dienstag:

Woher kommt die Kälte so plötzlich, es war ja schon so warm?

Ein Hochdruckgebiet namens JÜRGEN ist verantwortlich für diesen spätwinterlichen Kälterückfall. Dieses Hoch liegt mit seinem Kern in den kommenden Tagen über der Ostsee und ist sehr stark ausgeprägt, es verlagert sich also kaum. Wenn man sich in Erinnerung ruft, dass sich Hochs bei uns immer im Uhrzeigersinn drehen, wird einem schnell klar, woher die Kaltluft kommt. Sie strömt in einem weiten Bogen von Nordskandinavien und -russland über das Baltikum, Polen und Tschechien bis nach Österreich. Da die Luft auf diesem langen Weg kein (milderes) Meer überstreicht und sich somit kaum erwärmen kann, erreicht uns die Kälte mit voller Wucht. Generell ist der Frühling ja bekannt für seine riesigen Temperaturgegensätze: Von Schnee und 0 Grad bis hin zu sommerlichen +25 Grad ist innerhalb von wenigen Tagen alles möglich!

Hier seht ihr nochmal grafisch aufbereitet, woher „der Wind weht“ in den kommenden Tagen:

Aus dem Hohen Norden erreicht uns kalte Luft
Aus dem Hohen Norden erreicht uns kalte Luft

Schnee: Wo schneit es am Samstag?

Aktuell schneit es meist erst oberhalb von 1500-1700 m. Nicht so im Wald- und Mühlviertel, hier ist bereits die kalte Luft eingesickert, sodass es hier schon bis rund 600 m hinab schneit. Im weiteren Tagesverlauf sinkt die Schneefallgrenze dann auch im Rest Österreichs allgemein immer weiter hinab.

Wo wird es schneien? Kommt Schnee auch nach Wien?

Heute sinkt wie bereits angesprochen die Schneefallgrenze von 1500 m immer öfter gegen 1000 m ab, abends dann besonders in den östlichen Nordalpen sogar bis auf 400 m ab. Im Mühl- und Walviertel erwarten wir in etwas höheren Lagen rund 5 cm Neuschnee, ebenso vom Ausseerland bis zur Rax. Auch für Wien deutet sich Neuschnee an, allerdings erst in der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch selbst. Die genauen Mengen sind noch sehr unsicher, gut möglich jedoch, dass sich selbst in der Stadt eine 1-2 cm dicke Schneedecke ausbildet. Noch mehr Schnee fällt Dienstagnacht und Mittwoch voraussichtlich von der Koralpe über das Steirische Randgebirge und die Bucklige Welt bis zum Wienerwald, hier sind 5 bis 15 cm Neuschnee zu erwarten.

Wie lange bleibt die Kälte in Österreich?

Bis einschließlich Mittwoch bleibt Österreich jetzt erst einmal definitiv im Einflussbereich der kalten Luft, die Höchstwerte tagsüber verharren im einstelligen Plusbereich bzw. im leicht frostigen Bereich z.B. in höheren Lagen des Alpenostrandes. Ab Donnerstag schaut es so aus, als würden sich die Temperaturen langsam wieder von diesem Tiefschlag erholen, so dürfte am Donnerstag selbst immerhin die 10-Grad-Marke im Flachland wieder geknackt werden. Noch milder mit Höchstwerten bis zu 15 Grad sehen dann der Freitag und Samstag kommender Woche aus.

Den Trend nach oben nach dem Tiefpunkt der Temperaturen am Mittwoch sieht man auch gut auf der folgenden Grafik. Sie zeigt die Höchstwerte in den Landeshauptstädten in den nächsten Tagen:

Die Temperaturen erholen sich nur langsam…

Wie es danach weitergeht, hängt ganz von der Luftströmung ab. Da unterscheiden sich die Wettermodelle noch, ob sich eine milde südliche Strömung einstellt oder ein weiterer Kälterückfall aus Norden droht.

Quelle Titelbild: pixabay

-75 Grad in der Antarktis gemessen

Die Vostok Station wurde 1957 eröffnet und dient seitdem russischen Forschern als Stützpunkt. Bis zum Südpol sind es noch rund 1300 km, fast genauso weit ist es bis zur nächsten Küste. Die Wetterstation von Vostok gehört mit Sicherheit zu den extremsten auf der ganzen Welt.

Die russische Forschungsstation Vostok in der Antarktis

Hier ein etwas älteres Foto der Station in der Eiswüste der Antarktis:

Nun ist es dort (die Station liegt im ewigen Eis auf einer Seehöhe von fast 3500 m) immer frostig, noch nie wurde eine höhere Temperatur als -14 Grad gemessen. Auch die tiefste je auf der Erde verlässlich gemesse Temperatur kann Vostok aufweisen. Am 21. Juli 1983, also während der Polarnacht, sanken die Temperaturen auf -89,2 Grad.

Wie man den langjährigen Mittelwerten entnehmen kann, betragen die Temperaturen jetzt im März dort durchschnittlich zwischen -62 Grad in der Nacht und -53 Grad tagsüber – nahezu unglaubliche Werte für uns Mitteleuropäer!

Seit wenigen Tagen wird aber selbst dieser eisige Mittelwert noch einmal deutlich unterschritten. Aber seht selbst, hier die Höchstwerte (Max) und Tiefstwerte (Min) seit Monatsbeginn an der Station Vostok. Seit gut einer Woche geht es mit den Temperaturen nur noch bergab, vergangene Nacht wurde schließlich eine Tiefsttemperatur von -74,7 Grad gemessen!

Seit Monatsbeginn eisige Kälte

Damit ist der Rekord für den Monat März an der Station Vostok nicht mehr fern. Er beträgt -75,0 Grad, aufgestellt am 17.03.1960.

Auch der Weltrekord für den Monat März ist aktuell in Reichweite, er liegt bei -76,1 Grad.

Ob diese Bestmarken noch geschlagen werden, zeigen die nächsten Tage.

Quelle Titelbild: pixabay

Viel Neuschnee und schwerer Sturm – BIANCA zieht über Deutschland

Neuschnee

Stand Mitternacht

Mit den letzten Böen und Graphiken verabschieden wir uns von Ihnen/Euch und danken für die Aufmerksamkeit für unseren Liveticker.

  • Waging 101 km/h
  • Weihenstephan 100 km/h
  • Mühldorf 99 km/h
  • Gottfrieding 97 km/h
Maximale Böen © UBIMET/DWD
Top 10-Böen am 27.2.2020

 

Neuschneesumme am 27.2.2020 © UBIMET

Stand 23:00 Uhr – So allmählich verabschiedet sich BIANCA

Der Kern des Tiefs zieht nun über den Bayrischen Wald nach Tschechien ab.

Die Böen der letzten Stunde

  • Schongau 126 km/h
  • Chieming 104 km/h
  • Rotthalmünster 103 km/h
  • Waging 101 km/h
Satellitenbild von 22:55 Uhr © EUMETSAT/UBIMET

Stand 22:00 Uhr – Neue Böen

  • Chieming 120 km/h
  • München Franz-Josef-Strauß 107 km/h
  • Mühldorf 107 km/h
  • Wielenbach 100 km/h
  • München 97 km/h

Stand 21:40 Uhr – Probleme bei der Bahn

 

Stand 21:30 Uhr -Schneefall

Besonders nördlich des Tiefkerns fällt weiterhin teils ergiebig Schnee. Hier die Neuschneemengen der letzten 3 Stunden.

Neuschnee der letzten 3 Stunden © DWD/UBIMET

Stand 20:45 Uhr – Auch in den Nordalpen turbulent

Knapp 170 km/h wurden im Jura am Abend gemessen, 115 km/h auch in Tannheim in Österreich.

Stand 20:00 Uhr  – BIANCA erreicht Bayern

121 km/h in der letzten Stunde in Stötten auf der Schwäbischen Alb, 111 km/h in Schongau in Oberbayern!

Das Tiefzentrum ist sehr gut an den aktuellen Messwerten des Luftdrucks zu erkennen – um 20 Uhr lag der Kern ziemlich genau über der mittelfränkischen Seenplatte (990 Hektopascal in rot dargestellt):

Stand 19:15 Uhr – Schwere Sturmböen in Baden-Württemberg

Wie erwartet hat der Sturm den Südwesten Deutschlands erreicht, hier die Spitzenböen der vergangenen Stunde:

  • Weilheim-Bierbronnen 111 km/h
  • Pforzheim + Messstetten 103 km/h
  • Klippeneck 102 km/h
  • Kandern-Gupef 96 km/h
  • Karlsruhe 93 km/h

Stand 18:45 Uhr – Tiefzentrum erreicht Deutschland

Auf dem aktuellen Radarbild erkennt man gut das Tief BIANCA inkl. ihrer Fronten. Die Warmfront (rot) bringt nun auch dem Osten Bayerns Schnee, die Kaltfront (blau) erreicht nun Baden-Württemberg, teils sogar mit Gewittern!

Stand 18:15 Uhr – Baden-Württemberg im Fokus

Kürzlich wurden in Frankreich rund um die Vogesen Orkanböen bis 141 km/h (Belmont) gemessen…in diesen Minuten greift der Sturm auch auf den Rheingraben und den Schwarzwald über!

Stand 17:45 Uhr – Kurz vor Winterende markanter Neuschnee

Vielerorts hat es heute so viel geschneit wie den kompletten Winter nicht. Hierzu gehören auch die Ardennen in Belgien…

Stand 17:15 Uhr – Warmfront kommt ostwärts voran

Die Warmfront samt Regen und zumeist Schneefall ist inzwischen bis zur Linien Bielefeld-München vorangekommen. Auch im Großraum Frankfurt ist der Regen nun in Schnee übergegangen:

Im Schwarzwald (im sogenannten Warmsektor des Tiefs) jetzt aber Regen bis 800 m hinauf.

Stand 16:45 Uhr – Sturm etwas stärker als berechnet!

Vorsicht in den kommenden Stunden: Als erstes geht es demnächst mit dem Sturm in den südlichsten Teilen des Saarlands und Rheinland-Pfalz los, v.a. aber im westlichen Baden-Württemberg. Das Tief ist sogar etwas stärker als die Modelle es berechnet haben: In Frankreich wurden schon Böen von 90 bis 110 km/h gemessen, prognostiziert waren ca. 10-20 km/h weniger…

Stand 16:30 Uhr – Europa League-Spiel in Salzburg abgesagt

Stand 16:15 Uhr – 5 bis 10 cm Neuschnee

Hier mal ein Blick auf unsere Neuschneekarte. Verbreitet um 5 cm im Südwesten seit Mitternacht, Hochlagen Schwarzwald und Hunsrück sogar bis 10 cm:

Neuschneemengen seit Mitternacht
Neuschneemengen seit Mitternacht

Stand 15:45 Uhr – Aktuelle Neuschneehöhen

  • Freudenstadt 9 cm
  • Tholey 8 cm
  • Flughafen Hahn 6 cm
  • Berus 5 cm
  • Stuttgart 4 cm
  • Nürburg 2 cm

Stand 15:00 Uhr – Sturmtief BIANCA trifft Paris

Blick zu unseren Nachbarn nach Frankreich, hier wurden vor kurzem Böen von bis zu 117 km/h gemessen. Das war übrigens die höchste Windgeschwindigkeit in der französischen Hauptstadt seit 10 Jahren!

Stand 14:30 Uhr – Kräftiger Schneefall im Südwesten

 

Wie hier in Trier und in Idar-Oberstein schneit es derzeit von der Eifel und dem Westerwald hinab bis zum Schwarzwald kräftig! Die Schneefallgrenze: zwischen tiefen Lagen und rund 400 m (Schwarzwald)…

Stand 14:00 Uhr – Tief noch über Frankreich

Hier erst einmal ein Überblick über die betroffenen Regionen heute. Der Sturm ist v.a. südlich der Linie Saarbrücken-Regensburg ein Thema. Am Alpenrand haben wir die höchste Warnstufe ausgegeben:

Sturmwarnungen
Sturmwarnungen

Nördlich des Tiefs ist der Schnee das große Thema. Jetzt schon 6 cm Neuschnee in Tholey und 5 cm in Berus – beide im Saarland.

Schneewarnungen
Schneewarnungen

 

Quelle Titelbild: pixabay

Winter 2019/2020 auf Rekordkurs

Matterhorn

Der bislang wärmste Winter in der Schweiz war der Winter 2006/2007. Auf Rang 2 liegt der Winter 1989/1990, Rang 3 belegt der Winter 2013/2014. Die Werte liegen seit 1865 vor.

Winter 2019/2020 auf Rekordkurs

Nach aktuellem Stand wird der Winter 2019/2020 schweizweit der wärmste Winter seit Messbeginn 1864 werden. Denn nach aktuellem Stand bringen auch die nächsten Tage bis einschliesslich kommendem Wochenende und voraussichtlich auch dem darauf folgenden Wochenstart ziemlich mildes Wetter. Somit löst der Winter 2019/2020 den Winter 2006/2007 an der Spitze ab. Der aktuelle Winter dürfte schweizweit betrachtet 2.9 Grad über dem Durchschnitt der Normperiode von 1981 bis 2010 sowie 3.5 Grad über dem Durchschnitt von 1961 bis 1990 zu liegen kommen.

Vielfach noch kein messbarer Schnee im Flachland

Nicht nur in den Bergen herrscht gebietsweise Schneemangel, im Flachland gab es bisher vielerorts noch gar keine Schneedecke. So konnte in Basel, Genf, Luzern und Zürich-Kloten bisher noch kein Neuschnee verzeichnet werden. Messtermin ist jeweils am Morgen um 6 Uhr UTC, also um 7 Uhr Schweizer Zeit. Von den hier betrachteten Stationen konnte nur in Bern am 13.12.2019 mit 6 Zentimetern und in Locarno-Monti am 14.12.2019 mit 3 Zentimetern etwas Neuschnee verzeichnet werden. Zum Teil wurde bereits der Rekord für den spätesten Termin des ersten Schnees gebrochen, dies beispielsweise in Luzern. Während es im Süden bereits Winter bzw. Winterhalbjahre ohne Schnee gegeben hat, war dies im Norden noch nie der Fall. Der späteste erste Schnee beispielsweise in Genf gab es am 20. März 2008, in Basel am 23. März2008.

Wenige bis keine Eistage, wenig Frost

Eistage gab es in Basel, Genf, Locarno-Monti und Luzern bisher keine, in Luzern wurde ein einzelner Eistag verzeichnet. In Bern und Zürich waren es bisher deren 4. Doch selbst diese Zahlen liegen deutlich unter den durchschnittlich in einem Winterhalbjahr zu erwartenden Eistagen, wie der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen ist. Auch Frosttage gab es bislang relativ wenige in diesem Winterhalbjahr.

Station Frosttage 2019/20 Frosttage nach Normperiode 1981-2010 Eistage 2019/20 Eistage nach Normperiode 1981-2010 Tage mit Neuschnee 2019/20 Max. Schneehöhe 2019/20
Basel 31 64 0 13 0 0 cm
Bern 53 104 4 23 1 6 cm
Genf 40 77 0 9 0 0 cm
Locarno-Monti 9 30 0 1 1 3 cm
Luzern 35 84 1 19 0 0 cm
Zürich-Kloten 51 92 4 20 0 0 cm

Quelle Titelbild: pixabay

Tipps für den Wintersport

Sonne und Schnee - Perfekte Bedingungen für Wintersport.

Wer sich im Winter sportlich betätigt, muss ein wachsames Auge haben und bei Entscheidungen sehr vorsichtig sein. Eine gute Faustregel lautet: Brechen Sie das Vorhaben beim geringsten Anzeichen von Gefahr sofort ab!

Zunehmende Sonnen- / Gletscherbrandgefahr

Die Sonne gewinnt jetzt im Februar rasch an Kraft. Die Wintersonnenwende kurz vor Weihnachten liegt schon wieder eine Zeit zurück und z. B. am 2. Februar, zu Mariä Lichtmess, war der Tag im Vergleich zum kürzesten Tag des Jahres bereits wieder um etwa 1 Stunde länger. In der Höhenkaltluft, die den Spätwinter prägt, ist der Himmel insbesondere im Bergland oft klar und die UV-Strahlung somit hoch. Doch dieser kurzwellige Strahlungsanteil des Sonnenlichtes kommt nicht nur von oben (Sonnenbrandgefahr!), sondern wird auf den weißen Schnee- und Eisflächen zu beinahe 100 Prozent reflektiert (Gletscherbrandgefahr!) und kommt somit auch von unten. Das ist auch der Grund, warum ein Gletscherbrand immer schlimmer ist, als ein herkömmlicher Sonnenbrand, da ein großer Strahlungsanteil von unten dazukommt. Da hilft auch keine Kopfbedeckung in der Form einer Kappe, sondern nur ein geeigneter UV-Schutz in der Form einer Sonnencreme für die Haut, eines UV-abweisenden Lippenbalsams sowie einer Sonnenbrille oder einer geeigneten Skibrille.

Lawinengefahr oft hoch

Aufgrund der zunehmend vielen Schneeschichten, die sich im Laufe des Winters akkumulieren, ist die Lawinengefahr im Februar besonders hoch. Das Schneeprofil ist oft komplex und besteht aus gefrorenen Schichten, die als Gleitflächen dienen. Zudem lagern in Hängen unterhalb von Kämmen oft meterhohe Schneewechten, die unter dem eigenen Gewicht kollabieren und abrutschen können. Wer die gesicherte Piste verlässt, läuft also Gefahr. Bei Skitouren empfiehlt es sich, einen Experten unter sich zu haben, der das Schneeprofil analysiert. Des Weiteren sollte man alpines Gelände nur mit Lawinenpiepser betreten und bei Skitouren einer zuverlässigen Person die genaue Route verraten und von dieser dann auch nicht abweichen. Betreten Sie den Tiefschnee nie mit normalem Schuhwerk, sondern nur mit Schneeschuhen, da die Tiefe von frisch gefallenem Pulverschnee schwer einzuschätzen ist und Sie einsinken könnten. Eine Mitgliedschaft beim Alpenverein ist in jedem Fall empfehlenswert.

Kälteschutz von Nöten

Das Temperaturminimum des Jahres liegt sowohl in den Niederungen als auch im Bergland im Jänner. Doch auch im Februar kann es noch bitterkalt werden. Es gilt sich also vor der Kälte in jedem Fall zu schützen. Denken Sie immer auch an den Notfall und dass Sie unter Umständen mehrere Stunden im Freien ausharren müssen. Erfrierungen stellen sich recht schnell ein. Sie sind bei starkem Wind, der die Wärme von der Haut abführt und Temperaturen unter -10 Grad innerhalb weniger Minuten möglich! Warme, der Witterung angepasste Kleidung sowie ein Kälteschutz für das Gesicht (Fettcreme, Lippenbalsam, …) sind in diesem Fall sehr wichtig.

Eislaufen auf Naturwasserflächen

Beim Eislaufen auf zugefrorenen Naturwasserflächen lauern einige Gefahren. Wenn man mal vom hohen Verletzungsrisiko absieht, dem man mit gepolsterter Kleidung und Protektoren (Sturzhelm, Knie- und Ellenbogenschoner) vorbeugen kann, ist da immer noch die größte Gefahr: Einbrechen ins Wasser! Deshalb sollte man nur Eisflächen betreten, die mit Bohrungen auf ausreichende Dicke untersucht und behördlich freigegeben wurden. Vergessen Sie nie, dass, auch wenn es sich um stehende Gewässer handelt, warmes Grundwasser aufsteigen und die Eisdicke lokal auf ein Minimum reduzieren kann. Zudem kann das Eis einbrechen, wenn darunter der Wasserstand abfällt. Das Betreten von Eis auf Fließgewässern ist generell ein No-Go und sobald die Lufttemperatur positiv ist, besteht besonders am Rand von Gewässern die Gefahr, dass das Eis durch Wärmeübertrag vom Ufer rasch sehr dünn wird. Ratsam ist auch, NIE alleine und ungesehen Eisflächen zu betreten und auf dem Eis zueinander Abstand zu halten. Aber das Wichtigste zuletzt: Lassen Sie immer Ihren Hausverstand walten, damit lassen sich bereits viele Gefahren abwenden!

Hahnenkammrennen 2020: Die Wetteraussichten

Sonniges Winterwetter rund um Kitzbühel.

Die Bilder der Schneemassen in den Nordalpen vom Vorjahr sind sicher noch dem einen oder anderen präsent. Auch in Kitzbühel hatten die Verantwortlichen 2019 alle Hände voll zu tun, um die Pisten für das Highlight des Jahres vorzubereiten. Etwa 90 cm hoch lag der Schnee vergangenes Jahr im Tal, etwa 2 Meter wurden am Berg gemessen.

Heuer präsentiert sich das Tiroler Unterland zwar ebenfalls in weißem Kleid, von den immensen Schneemengen vom Vorjahr sind wir aber weit entfernt. So liegen aktuell in Kitzbühel je nach Höhenlage im Ort 5 bis 15 cm, ein guter halber Meter Schnee wird auf dem Hahnenkamm gemessen. An der Schneelage wird sich bis zum Rennwochenende sowie an selbigem nichts ändern, nennenswerter Niederschlag ist nämlich nicht in Sicht.

Aktuelle Webcambilder gibt es hier: Webcam Kitzbühel

Derzeit herrschen traumhafte Bedingungen:

Die Aussichten im Detail:

Am Freitag scheint von früh bis spät die Sonne, meist ist der Himmel sogar komplett wolkenlos. Erst nach Sonnenuntergang ziehen ein paar Wolken durch. Dabei hält die sogenannte Inversionswetterlage an, d.h. auf dem Berg ist es milder als herunten im Tal. In Zahlen ausgedrückt: In den Morgenstunden werden in Kitzbühel knapp -10 Grad gemessen, auf dem Hahnenkamm in 1700 Metern dagegen milde +5 Grad. Untertags gleichen sich die Temperaturverhältnisse an, am Nachmittag liegen die Höchstwerte zwischen +4 (Zielbereich) und +7 Grad (Startbereich).

Der Samstag bringt einigermaßen freundliche Verhältnisse, so strahlend sonnig wie noch am Vortag wird es aber nicht mehr. Zum Klassiker auf der Streif teilt sich die Sonne den Platz am Himmel mit ausgedehnten Wolkenfeldern, die zeitweise auch mal etwas dichter ausfallen können. Es bleibt trocken, dazu werden sowohl im Startbereich der Abfahrt (+2 Grad) als auch im Zielstadion (+4 Grad) leichte Plusgrade gemessen.

Am Sonntag zu den beiden Slalomläufen kann sich die Sonne zumindest zeitweise behaupten, aus heutiger Sicht ziehen von Westen her aber auch dichtere Wolken durch. Diese bringen sogar ein paar Schneeflocken, unterhalb von 1100 bis 1300 m handelt es sich wohl eher um Regentropfen. Der Wind spielt wie auch an den Vortagen keine Rolle, dazu werden Höchstwerte von +1 Grad auf dem Hahnenkamm und +5 Grad in Kitzbühel selbst erreicht.

Falls sich an den Prognosen noch etwas ändert, könnt Ihr das im Vorhersagediagramm für Kitzbühel auf wetter.tv sehen: HIER geht’s lang

Quelle Titelbild: pixabay

Neuschnee am Wochenende auch im Flachland?

Schnee ist in Wien in diesem Winter eine Rarität.

Bis einschließlich Freitag herrscht unter Hochdruckeinfluss durchwegs ruhiges Winterwetter ohne markante Erscheinungen. In der Nacht auf Samstag erfasst eine Kaltfront Österreich von Westen her, sie überquert am Samstag das ganze Land. Zugleich bildet sich über Norditalien ein Tief, dieses lenkt zusätzlich feuchte Luft heran. Somit kündigen sich vor allem in den Nordalpen von Salzburg ostwärts, unter Umständen aber auch im östlichen Flachland inklusive Wien v.a. ab Samstagabend winterliche Bedingungen ab.

Die Aussichten (Update Do. 10 Uhr)

In der Nacht auf Samstag setzt von Vorarlberg bis Oberösterreich allmählich Schneefall ein, unterhalb von 800 bis 1000 m handelt es sich um Regen.

Am Samstag selbst breiten sich Regen und Schneefall weiter ostwärts aus und erfassen weite Teile des Landes, der Schwerpunkt befindet sich dabei in den Nordstaulagen der Alpen. Im Nordosten schneit es anfangs noch bis in tiefe Lagen, sonst liegt die Schneefallgrenze zwischen 600 und 800 m. Im Laufe der zweiten Tageshälfte kann es dann auch im östlichen Flachland zeitweise leicht schneien, am Abend geht der Schnee aber auch hier bei aufkommendem Nordwestwind zunächst im Wiener Becken, später dann im äußersten Osten in Regen oder Schneeregen über.

Der Sonntag bringt aus heutiger Sicht v.a. in den Alpen vom Karwendel über die Eisenwurzen bis zum Wienerwald zeitweiligen Schneefall. Im Osten liegt die Schneefallgrenze nach aktuellem Stand (Do. 10 Uhr) bei etwa 400 m. Leicht wetterbegünstigt sind Osttirol und Kärnten, hier gibt es teils sonnige Auflockerungen.

Die Mengen:

Am meisten Schnee kommt zwischen Freitagnacht und Sonntagabend in den Nordalpen zusammen, hier sind oberhalb von 700-800 m rund 10 bis 20 cm in Sicht. Weiter herunten in den Tälern (Rhein-, Inn-, Salzachtal) sowie im Flachland fällt entsprechend weniger Schnee. Der Schwerpunkt des Schneefalls liegt aus heutiger Sicht im Bregenzerwald sowie im Bereich der Kitzbüheler Alpen bzw. der Hohen Tauern, hier sind in exponierten Lagen auch Mengen um 30 cm zu erwarten. Abseits der Alpen fällt zwar deutlich weniger Schnee, doch selbst in Wien könnten die ersten Zentimeter des Winters zusammenkommen.

Schneeprognose für das Wochenende (Stand: Do. 10 Uhr). © UBIMET

Schneepremiere in Landeshauptstädten

Bis dato warten mit Wien, St. Pölten, Linz, Bregenz, Graz und Salzburg noch immer sechs Landeshauptstädte auf die erste geschlossene Schneedecke von mindestens 1 cm in diesem Winter. Das kommende Wochenende könnte also besonders im östlichen Flachland einen Totalausfall in punkto Schnee noch abwenden, im bislang schneeärmsten Winter in Wien 1974/75 waren es drei Tage mit Schneedecke. Nichtsdestotrotz wird dieser Winter in der Bundeshauptstadt deutlich unter dem langjährigen Mittel von 32 Schneedeckentagen bleiben.

Wie die nachfolgende Grafik zeigt, gab es bereits im Winter 2013/2014 einen ähnlich schneearmen Winter:

Übersicht der Tage mit einer Schneedecke von mind. 1 cm in sechs Landeshauptstädten.
Übersicht der Tage mit einer Schneedecke von mind. 1 cm in sechs Landeshauptstädten.

Quelle Titelbild: pixabay

Wo bleibt der Schnee?

Grüne Landschaft selbst am Alpenrand auf knapp 1000 m.

Schnee muss man in Deutschland schon fast mit der Lupe suchen – zumindest auf der nachfolgenden Karte mit der Verteilung der Schneedecke am heutigen Dienstag. Nennenswerten Schnee gibt es demnach momentan nur an und in den Alpen, oberhalb von 800 bis 1000 m. In den Mittelgebirgen sind lediglich die höchsten Lagen von der weißen Pracht bedeckt – zu wenig, um auf unserer Karte hervorzustechen:

Kaum Schnee in Deutschland.
Kaum Schnee in Deutschland.

Umso markanter ist die derzeitige Schneearmut, wenn man sich die Situation vor exakt einem Jahr in Erinnerung ruft. Auf dem Brocken beispielsweise lag der Schnee statt knöchel- locker hüfthoch, in Oberbayern türmten sich die Schneemassen mehr als eineinhalb Meter hoch!

Aktuelle Schneehöhen von heute 07 Uhr im Vergleich zum Vorjahr:

Station (Bundesland)
Schneehöhe heute Schneehöhe vor exakt 1 Jahr
Brocken (S-A) 6 cm 125 cm
Fichtelberg (S) 15 cm 100 cm
Zinnwald-Georgenfeld (S) 2 cm 70 cm
Jachenau-Tannern (BY) 2 cm 107 cm
Kreuth-Glashütte (BY) 17 cm 160 cm
Reit im Winkl (BY) 6 cm 140 cm
Ramsau-Schwarzeck (BY) 8 cm 184 cm

In Bildern ausgedrückt ergibt dies ein tristes, weil braunes und grünes Bild der Bundesrepublik.

Im Sauerland ist es selbst für Schneekanonen zu mild, an einen Skibetrieb ist rund um Willingen nicht zu denken:

Kein Schnee im Sauerland.
Kein Schnee im Sauerland.

Schnee gibt es zwar wie eingangs erwähnt auf den höchsten Gipfeln der Mittelgebirge, der Feldberg im Schwarzwald mit seinen knapp 1500 m kann aber auch kein wirkliches Winterfeeling hervorzaubern:

Nur wenig Schnee selbst auf dem Feldberg.
Nur wenig Schnee selbst auf dem Feldberg.

Unwinterlich auch der Blick vom Fichtelberg im Erzgebirge über Oberwiesenthal hinüber nach Tschechien:

Angezuckert: Die höchsten Lagen des Erzgebirges.
Angezuckert: Die höchsten Lagen des Erzgebirges.

Von Sonnenschein und sehr milder Luft profitierte seit Jahresbeginn vor allem der Alpenrand. Wie hier am Hohenpeißenberg knapp 1000 m über dem Meer sieht es in Bayern verbreitet aus:

Frühling im Alpenvorland.
Frühling im Alpenvorland.

Wie geht es weiter?

Ein nachhaltiger Wintereinbruch mit Schnee bis ins Flachland ist weit und breit nicht in Sicht. Von Freitag auf Samstag überquert zwar eine Kaltfront mit etwas Neuschnee den Süden des Landes, oberhalb von 700 bis 900 m kann es dabei vorübergehend mal anzuckern. Danach geht es zwar nicht mehr ganz so mild, aber mehr oder weniger schneelos weiter. Schneefreunde müssen also wohl auf den Februar als letzte Chance hoffen.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/obermaiselstein/

Frühlingsgefühle mitten im Januar

Die Pollensaison startet extrem früh.

Das frühlingshaft anmutende Wetter geht in eine nächste Runde. Zwischen Tiefdrucksystemen am Polarkreis und hohem Luftdruck vom Mittelmeerraum bis zum Schwarzen Meer gestaltet sich unser Wetter ruhig. Mit einer südwestlichen Höhenströmung werden zudem weiterhin sehr milde Luftmassen in den Alpenraum gebracht. Erst im Laufe des Freitags bringt eine Kaltfront aus Westen eine Wetterverschlechterung.

Nachdem die Nächte jeweils kalt und auch frostig verlaufen, gibt es tagsüber sehr milde Höchstwerte von jeweils 6 bis 11 Grad. Am Freitag liegen die Maxima weiterhin bei 6 bis 9 Grad.

Zwischenbilanz zur ersten Januarhälfte 2020

Das neue Jahrzehnt verlief bisher fast ausnahmslos unter hohem Luftdruck und dem Einfluss von recht milden Luftmassen. Auch der Nebel war im Flachland kein Dauergast, dadurch liegen die durchschnittlichen Temperaturen zur Monatsmitte im Flachland bei 1.5 bis 2 Grad über dem langjährigen Januarmittel von 1981 bis 2010. Etwas geringer beträgt der Überschuss im Wallis und im Engadin. Am grössten ist die positive Temperaturabweichung auf den Bergen mit 3 bis 4.5 Grad. Auch in Sachen Sonne kamen wir bisher gut weg, so dürfte bis Donnerstag verbreitet schon die sonst für den gesamten Januar zu erwartende Sonnenscheindauer erreicht werden.

Dagegen gab es bisher kaum Niederschläge, an mehreren Messstationen wurde bisher gar kein Regen oder Schnee registriert (siehe Grafik(en) unten)! Am meisten Niederschlag wurde bisher am östlichen Alpennordhang gemessen.

Nur sehr wenig Niederschlag seit Jahresbeginn.
Nur sehr wenig Niederschlag seit Jahresbeginn.
Kaum Neuschnee bisher im Januar.
Kaum Neuschnee bisher im Januar.

Früher Start der Pollensaison

Auch die Natur reagiert prompt auf den milden Wetterabschnitt, so setzen erste Kätzchen bereits jetzt Hasel- und Erlenpollen in die Luft. Auf der Alpensüdseite hat die Haselblüte schon Ende Dezember 2019 begonnen, dementsprechend erreichen die Konzentrationen dort zum Teil schon hohe Konzentrationen.

Am Wochenende deutlich kühler

Mit der Kaltfront am Freitag kommen aus Westen im Tagesverlauf Niederschläge und lebhafter Südwestwind auf, die Schneefallgrenze sinkt gegen 1000 Meter. Im Osten dürfte es bis zum Eindunkeln noch trocken bleiben. In der Nacht überquert die Front mit ihren Niederschlägen die Alpennordseite, die Schneefallgrenze sinkt bis zum Morgen weiter ab. Am Samstag sind bei wechselnder Bewölkung noch wenige Schauer mit Flocken bis rund 500 Meter möglich. Die Temperaturen erreichen noch 4 bis 7 Grad. Am Sonntag dürften bei viel Bewölkung und maximal 2 bis 4 Grad höchstens noch direkt am Alpennordhang vereinzelt ein paar Schneeflocken vom Himmel kommen.

Die Krux mit dem Hochnebel im Winter

Berge im Nebel ©shutterstock.com/outdoorpixel

Der Winter derzeit ist geprägt von stabilem Hochdruckwetter mit Sonnenschein und für Jänner ausgesprochen angenehmen Temperaturen.  Die Sonnenanbeter kommen aber in den tieferen Lagen sowie in manchen Tälern und Becken nur bedingt auf ihre Kosten: Nebel und Hochnebel sorgen hier in diesen Tagen oft für einen kalten und grauen Eindruck.

Unten kalt, oben warm

Eine Grundvoraussetzung für Hochnebel ist ganz allgemein eine sehr stabile Schichtung der unteren Atmosphäre, bei der sich warme Luft in der Höhe über kalter Luft am Boden befindet. Diese sogenannte Inversion markiert die Wolkenobergrenze, an der sich der Hochnebel ausbreiten kann. Darüber gibt es oft strahlenden Sonnenschein und angenehme Temperaturen, in und auf den Bergen somit perfektes Skiwetter.

So herrschen auch auf dem Schneeberg derzeit beste Bedingungen, weit über dem Hochnebel:

Perfektes Bergwetter auf dem Schneeberg.
Perfektes Bergwetter auf dem Schneeberg.

Entstehung von Hochnebel

Hochnebel kann auf unterschiedliche Wege entstehen: Einerseits durch die nächtliche Auskühlung unmittelbar vor Ort, andererseits durch eine geringfügige Hebung der Luft unterhalb der Inversionsschicht, etwa durch aufwärtsgerichtete Winde. Dies kann sogar tagsüber nach einem sonnigen Beginn passieren. Hochnebel kann aber auch aus umliegenden Gebieten vom Wind herantransportiert werden.

Viel Sonne in den Alpentälern

Allgemein ist Hochnebel in den inneralpinen Tallagen seltener als am Alpenrand oder im Flachland, da hier die starke nächtliche Auskühlung für sogenannte Talauswinde sorgt: Diese abwärtsgerichtete Bewegung führt in der Regel zur Nebelauflösung. Tagsüber begünstigt die Hangwindzirkulation an den Berghängen oberhalb des Hochnebels eine raschere Nebelauflösung. Eine Ausnahme bilden hier allerdings das Klagenfurter Becken oder das Mur- und Mürztal, wo sich mitunter tagelang Hochnebel halten kann.

Spezialfall Ostösterreich

Im Osten Österreichs von der südlichen Steiermark über das Burgenland und das östliche Flachland bis zum Waldviertel bildet sich Hochnebel bevorzugt bei Südostwind: Das Gelände steigt von der Pannonischen Tiefebene in Ungarn bis zum Alpenostrand sowie zum hügeligen Wald- und Weinviertel in Österreich an, wodurch die Luft bei Südostanströmung sanft, aber stetig angehoben wird. Diese Hebung verursacht Kondensation und somit Hochnebelbildung.

Wie entsteht Kunstschnee?

Kunstschneeproduktion

Am häufigsten werden zur künstlichen Erzeugung von Schnee Schneekanonen eingesetzt. Sie bestehen aus einem Propeller, der einen Luftstrom erzeugt, umgeben von mehreren Düsen. Aus diesen tritt ein einfaches Gemisch aus Wasser und Druckluft aus, der Druck liegt dabei ein Vielfaches über dem normalen Luftdruck. Beim Austritt weitet sich dieses sehr feine Gemisch durch den nun geringeren Druck aus und kühlt ab, winzige Eiskristalle entstehen.

Typischer Aufbau einer Schneekanone
Typischer Aufbau einer Schneekanone (Bild von Hans Braxmeier)

Zusätzliche Düsen zerstäuben feines Wasser, es kristallisiert an den vorhandenen Eiskeimen. Sie werden durch den Luftstrom verbreitet und sinken als feiner Schnee nieder.

Chemische Hilfe

Dieser Vorgang ist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt möglich, u.a. abhängig von der vorhandenen Luftfeuchte. Fügt man dem Wasser-Luft-Gemisch auch noch eine Brise Flüssigstickstoff zu, kann Schnee auch bei deutlich positiven Lufttemperaturen erzeugt werden. Der Schmelzpunkt von Stickstoff ist deutlich niedriger als von Wasser, somit wird das Wasser und die Luft vor dem Austritt aus der Düse massiv abgekühlt. Damit sind keine negativen Lufttemperaturen mehr für den Kristallisationsprozess nötig. Neben Stickstoff können theoretisch auch andere chemische Hilfsmittel für die Schnee-Erzeugung bei positiven Temperaturen verwendet werden, vorzugsweise handelt es sich dabei um abgetötete Bakterien. Diese würden dabei jedoch in die Umwelt gebracht, weshalb deren Einsatz in Österreich und Deutschland verboten ist.

Kunstschnee ist in seiner Beschaffenheit immer gleich und härter als natürlicher Schnee, da der Wasseranteil höher ist. Durch die komprimierte Form taut er allerdings wesentlich langsamer.

Titelbild: Adobe Stock

Schneemassen 2019 vs. Schneearmut 2020

So sieht für viele Menschen der perfekte Winter aus.

Der beste Weg, um Schneehöhen zu vergleichen ist neben dem Blick auf die nackten Zahlen die Zuhilfenahme von Webcams. In der Folge haben wir für euch mehrere Bilder zusammengetragen. Sie zeigen einen enormen Unterschied im Landschaftsbild zwischen 2019 und 2018.

Feldkirch:


Dornbirn:


Furkajoch (Vorarlberg):


Oberstdorf (Bayern):


Ein bisschen anders schaut es in den südlichen Landesteilen aus. Dellach im Drautal beispielsweise ähnelt sich 2019 und 2020 sehr – jeweils liegt kein Schnee, sondern nur Raureif.


Abschließend haben wir für euch noch die Schneehöhen an ausgewählten Orten gegenübergestellt. Frappierend die Unterschiede, in Schröcken beispielsweise fehlen eineinhalb Meter auf den Vorjahreswert!

Vergleich Schneehöhen 10. Jänner 2019 vs. 10. Jänner 2020:

Station Schneehöhe 10.1.19 Schneehöhe 10.1.20
Schröcken (VBG) 183 cm 31 cm
Seefeld (TIR) 122 cm 31 cm
Radstadt (SBG) 79 cm 12 cm
Windischgarsten (OÖ) 107 cm 3 cm
Mariazell (STMK) 100 cm 7 cm
Klausen-Leopoldsdorf (NÖ) 31 cm 0 cm
Wien-Hohe Warte 0 cm 0 cm
Kötschach-Mauthen (KTN) 2 cm 1 cm

Quelle Titelbild: pixabay

Weiterhin warten auf Neuschnee

Geringfügigen Regen und Schnee bringt lediglich eine Kaltfront in der Nacht auf Samstag, doch selbst in den Staulagen der Nordalpen kommen dabei oberhalb von 700-800 m nur rund 5 cm Neuschnee zusammen. Am Samstag steigt der Luftdruck von Westen her schon wieder, ab Sonntag übernimmt dann für einige Tage ein stabiles Hoch die Regie beim Wetter. Dabei stellt sich eine sogenannte Temperaturinversion ein. Während es im Berg- und Hügelland teilweise Höchstwerte von milden 10 Grad und mehr gibt, verharren die Temperaturen in den Niederungen im einstelligen Bereich. Im Flachland werden zudem wieder Nebel und Hochnebel ein Thema, lokal präsentieren sich die Temperaturen hier mit rund 0 Grad oder sogar leichtem Dauerfrost zumindest einigermaßen der Jahreszeit entsprechend.

Änderung erst nach Monatsmitte

Die nächste markantere Front samt nennenswerten Mengen Regen und Schnee trifft aus heutiger Sicht frühestens am nächsten Wochenende auf Österreich. Diese Entwicklung ist allerdings noch mit Unsicherheiten behaftet. Eine nachhaltige Umstellung der Wetterlage hin zu einem Kaltluftvorstoß mit Schneefall bis ins Flachland ist jedenfalls weit und breit nicht in Sicht.

Jänner bislang deutlich zu mild

Über ganz Österreich gemittelt verliefen die ersten neun Tage des Jänners um 2,5 Grad zu mild. Besonders auf den Bergen und in leicht erhöhten Lagen Süd- und Ostösterreichs wurden bis dato sogar noch etwas höhere Abweichungen registriert. So halten der Feuerkogel, die Kanzelhöhe und der Patscherkofel derzeit bei einer positiven Anomalie von 4-5 Grad –> siehe Grafik.

Angesichts der wenig winterlichen Aussichten wird sich dieses deutlich zu milde Muster weiter manifestieren. Bemerkenswert: Von den rund 270 Wetterstationen im Land gibt es keine einzige, an der der Jahresauftakt zu kühl war. Zell am See und Tamsweg liegen als kälteste Orte derzeit genau im langjährigen Mittel.

Deutlich zu mild bisher: Der Jänner 2020.
Deutlich zu mild bisher: Der Jänner 2020.

Warten auf Regen und Schnee im Süden

Abgesehen von einer Kaltfront, die den Nordalpen vergangenes Wochenende 20 bis 30 l/m² in Form von Regen und Schnee brachte, besticht der Auftakt in das Jahr 2020 mit sehr trockenen Verhältnissen. Knapp 62% fehlen über ganz Österreich gemittelt aktuell auf eine ausgeglichene Bilanz, noch markanter ist das Defizit im Westen, Süden und Südosten: In Landeck, Lienz und Klagenfurt ist beispielsweise noch kein einziger Tropfen Regen bzw. keine Schneeflocke gefallen (siehe Grafik: Abweichung -100%) Hier heißt es zumindest bis zur Monatsmitte warten auf den ersten Niederschlag im neuen Jahr.

Deutlich zu trocken bisher: Der Jänner 2020.
Deutlich zu trocken bisher: Der Jänner 2020.

Quelle Titelbild: pixabay

Raureif im Winter

Raureif im Pinzgau. © N. Zimmermann

Ein häufiges Phänomen bei stabilen Hochdruckwetterlagen im Winter ist der Reif. Während er im Flachland meist tagsüber wieder sublimiert, kann er sich in schattigen Tallagen über mehrere Tage hinweg halten: Der Reifansatz wird nämlich Nacht für Nacht etwas mächtiger. In extrem feuchten und schattigen Lagen, etwa entlang von Bächen und Flüssen, können die Reifkristalle mehrere Zentimeter groß werden. Besonders in West-Ost ausgerichteten Tälern kann man den starken Kontrast zwischen grünen, sonnigen Südhängen und reifig-weißen, schattigen Nordhängen bzw. Talböden beobachten. Für die Entstehung von Raureif sind hingegen unterkühlte Wassertröpfchen in Form von Nebel bei frostigen Temperaturen erforderlich.

Raureif im Drautal. © www.foto-webcam.eu
Raureif im Drautal. © www.foto-webcam.eu

Reif

Die Luft kann je nach Temperatur nur eine bestimmte Menge an Wasserdampf aufnehmen. Dabei gilt: Je höher die Temperatur, desto mehr Wasserdampf kann sie fassen. Kommt die Luft jedoch in Kontakt mit kalten Oberflächen, dessen Temperatur kälter als der eigene Taupunkt ist, kühlt sie sich ab und kann den gespeicherten Wasserdampf nicht mehr halten (siehe auch Taupunkt). Der Wasserdampf wächst bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts in Form von Eiskristallen typischerweise an Grashalmen oder Autos an. Dabei handelt es sich um Eisablagerungen in Form von Schuppen, Nadeln oder Federn. Dieser Prozess, bei dem der Wasserdampf der Luft in den festen Zustand übergeht, nennt man Resublimation.

Raureif
Raureif und Nebel in der Buckligen Welt. © www.foto-webcam.eu

Raureif vs. Raueis

Raureif ist ein fester Niederschlag, der bei hoher Luftfeuchtigkeit an freistehenden Gegenständen wie etwa Bäume oder Gipfelkreuze durch Resublimation entsteht (oft innerhalb einer Wolke bzw. bei Nebel). Raueis bzw. Raufrost entsteht dagegen bei hohen Windgeschwindigkeiten, wenn unterkühlte Wassertropfen auf freistehende Gegenstände treffen. Raueis wächst entgegen der Windrichtung.

Raureif am 6.12. im Mühlviertel. Bild: A. Meingaßner

Raureif im Mölltal. © www.foto-webcam.eu
Reif im Mölltal. © www.foto-webcam.eu

Titelbild: N. Zimmermann

Dezember 2019 knapp 3 Grad zu warm

Winterwetter im Dezember.

10 von 12: Warme Serie geht weiter

Mit einer österreichweiten Abweichung von knapp +3 Grad fällt der Dezember gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981-2010 deutlich zu warm aus. Seit 1961 war lediglich der Dezember 2015 wärmer, in der gesamten Messhistorie Österreichs seit 1767 rangiert der ablaufende Monat unter den Top 5. Damit weist das Jahr 2019 zehn überdurchschnittlich warme Monate auf, einzig der Jänner und der Mai zeigten sich kälter als das langjährige Mittel. Die Abweichungen im Dezember sind im ganzen Land positiv, relativ gesehen am wärmsten war es in Ehrwald in Tirol mit einer Anomalie von +4 Grad. Etwas geringer fallen die Abweichungen in windgeschützten Tal- und Beckenlagen von Osttirol, Salzburg und Kärnten aus, wo Inversionswetterlagen zu vergleichsweise gedämpften Temperaturen geführt haben.

Deutlich zu warm im Dezember.
Deutlich zu warm im Dezember.

Mehr als 20 Grad: Extrem warme Monatsmitte

Für das Gros der Temperaturabweichung war eine föhnige und außergewöhnlich warme Woche rund um die Monatsmitte verantwortlich. So wurden zwischen dem 17. und dem 20. Dezember an insgesamt 34 Wetterstationen im Land neue Temperaturrekorde für den Monat aufgestellt, auch die wärmste Dezembernacht der Messgeschichte Österreichs mit fast 15 Grad in Pottschach gab es in diesem Zeitraum. Unter anderem schraubten Amstetten, Golling, Schärding und Tannheim ihre jeweiligen Bestmarken nach oben. Auch die Mozartstadt verzeichnete zur Monatsmitte einen neuen Rekord. Die 20,1 Grad am Salzburger Flughafen bedeuten nicht nur einen neuen Stationsrekord, sondern auch das erstmalige Überschreiten der 20-Grad-Marke im Dezember überhaupt im Bundesland Salzburg. Der Österreichrekord für den Dezember von 22,2 Grad anno 1989 bleibt aber zumindest ein weiteres Jahr in Laz (Vorarlberg) beheimatet.

Wenig Eis- und Frosttage

Die Milde des zurückliegenden Monats zeigt sich auch bei der Auswertung von Eis- und Frosttagen. Darunter fasst man all jene Tage zusammen, an denen die Temperatur zu keiner Zeit über den Gefrierpunkt klettert (=Eistag) oder der Tagestiefstwert unter 0 Grad liegt (=Frosttag). So konnte die Station Wien-Hohe Warte im Dezember keinen einzigen Eis- und nur 11 Frosttage verzeichnen, im langjährigen Mittel sind es in der Bundeshauptstadt 6 bzw. 15 dieser Kenntage. Auch Salzburg, Innsbruck und Bregenz schließen den Monat mit 0 Eistagen ab, normal sind es in diesen drei Städten ebenfalls 5-6 Tage mit Dauerfrost.

Etwas mehr Niederschlag

Über ganz Österreich gemittelt zeigt sich der Dezember eine Spur zu nass, rund 5% beträgt die Abweichung. Wie so oft lohnt sich hier aber ein genauerer Blick auf die einzelnen Regionen. Deutlich mehr Regen und Schnee als im Durchschnitt kam im Großteil des Berglandes sowie im Nordosten zusammen, exemplarisch hierfür geht der Monat in Poysdorf mit 60 statt den üblichen 39 Litern pro Quadratmeter und somit um rund 50% zu nass zu Ende. Auf der anderen Seite der Extrema liegt ein Streifen vom Innviertel bis zum Neusiedler See, hier fehlen 30 bis 40 Prozent auf eine ausgeglichene Bilanz.

Zu trockene und zu nasse Regionen liegen nah beinander.
Zu trockene und zu nasse Regionen liegen nah beinander.

Extremwerte Dezember 2019 (Bundesland, Tag des Auftretens) Stand: Montag, 30.12.2019 … 09 Uhr

Höchste Temperaturen

  • 21,3 Grad Feldkirch (V, 17.)
  • 20,4 Grad Rohrspitz (V, 17.)
  • 20,1 Grad Salzburg-Flughafen (S, 17.)

Tiefste Temperaturen

  • -17,7 Grad Schmirn (T, 29.)
  • -17,1 Grad St. Jakob / Defereggen (T, 11.)
  • -16,7 Grad Tamsweg (S, 12.)

Relativ wärmste Orte (im Vergleich zum Mittel von 1981-2010)

  • +4,0 Grad Ehrwald (T)
  • +3,8 Grad Wien-Hohe Warte (W)
  • +3,7 Grad Schoppernau (V), Feldkirch (V), Fürstenfeld (ST)

Relativ kälteste Orte (im Vergleich zum Mittel von 1981-2010)

  • +0,6 Grad St. Jakob / Defereggen (T)
  • +0,9 Grad Zell am See (S)
  • +1,0 Grad Sillian (T), St. Leonhard / Pitztal (T)

Frosttage (Tiefstwert von weniger als 0 Grad)

  • 30 Obergurgl (T), St. Leonhard/Pitztal (T)
  • 29 St. Jakob / Defereggen (T), St. Anton (T), Flirsch (T)
  • 28 Mariapfarr (S), Neumarkt (ST), Sillian (T), Lech (V), Galtür (T), Seefeld (T)

Eistage (ganztägig weniger als 0 Grad)

  • 16 St. Jakob / Defereggen (T)
  • 12 Obergurgl (T)
  • 11 Flattnitz (K)

Nasseste Orte

  • 282 Liter pro Quadratmeter Loibl (K)
  • 210 Liter pro Quadratmeter Warth (V)
  • 186 Liter pro Quadratmeter Schröcken (V)

Trockenste Orte

  • 22 Liter pro Quadratmeter Wiener Neustadt (NÖ)
  • 23 Liter pro Quadratmeter Mattersburg (B)
  • 24 Liter pro Quadratmeter Melk (NÖ)

Absolut sonnigste Orte

  • 97 Sonnenstunden Neumarkt (ST)
  • 91 Sonnenstunden Güssing (B)
  • 89 Sonnenstunden Fresach (K)

Stärkste Windspitzen Niederungen

  • 112 km/h Achenkirch (T, 20.)
  • 107 km/h Mariazell (ST, 23.)
  • 102 km/h Tannheim (T, 14.)

Stärkste Windspitzen Berge

  • 156 km/h Patscherkofel (T, 16.)
  • 146 km/h Brunnenkogel (T, 16.) + Feuerkogel (OÖ, 14.)
  • 140 km/h Rudolfshütte (S, 20.)

Quelle Titelbild: pixabay

Lokal Dauerfrost: Am Wochenende vorübergehend kälter

Am Wochenende nähern sich die Temperaturen dem jahreszeitlichen Mittel an.

Bis einschließlich Freitag dominieren noch atlantische Luftmassen unser Wetter, dementsprechend eher mild ist es bis dahin. Auch Schnee ist weiterhin ein Thema. Bis Donnerstagfrüh bekommen die Nordalpen oberhalb von 600 bis 900 m einige Zentimeter ab, eine weitere Front bringt den gleichen Regionen am Freitag noch einmal etwas Neuschnee.

Dann aber beginnt sich die Großwetterlage umzustellen. Über Deutschland etabliert sich am Samstag ein kräftiges Hoch, über der Ukraine als Gegenspieler ein Tief. Die resultierende Strömung in Österreich ist dabei Nord bis Nordost (=blauer Pfeil in der nachfolgenden Grafik). Aus Skandianvien kommt somit vorübergehend deutlich kältere Luft zu uns.

Aus Nordosten kommt deutlich kältere Luft zu uns.
Aus Nordosten kommt deutlich kältere Luft zu uns.

Somit ist am Samstag besonders im Wald- und Mühlviertel sowie in den östlichen Nordalpen Dauerfrost zu erwarten. Dies ist insofern bemerkenswert, da es beispielsweise in Mariazell bisher im Dezember erst 2 Tage mit Dauerfrost gab. Normal sind es hier 8 solcher sogenannten Eistage. Im Flachland bleiben die Temperaturen am Wochenende meist im Plus.

Richtig zapfig wird’s am Samstag auf den Bergen am Alpenostrand. Hier der Verlauf der Höchstwerte auf der Rax in 1600 m Höhe. Tiefpunkt am Samstag mit -8 Grad als Tageshöchstwert. Wir sehen aber auch schon, wohin danach die Reise geht. Ab Sonntag wird die Luftmasse nämlich wieder deutlich milder, sodass kommende Woche auf der Rax wieder Tageshöchstwerte zwischen +3 und +8 Grad gemessen werden.

Nach kurzer Abkühlung deutlich überdurchschnittliche Temperaturen auf der Rax.
Nach kurzer Abkühlung deutlich überdurchschnittliche Temperaturen auf der Rax.

Somit wird sich auch am bislang viel zu milden Dezember wenig ändern. Über das ganze Land gemittelt beträgt die Temperaturabweichung derzeit +2,9 Grad (siehe folgende Grafik),  Anomalien bis zu +4 Grad gibt es an der Alpennordseite.

Der Dezember 2019 ist viel zu warm.
Der Dezember 2019 ist viel zu warm.

In der Rangliste der wärmsten Dezember seit 1961 reiht sich der laufende Monat derzeit auf Platz 2, ein Platz in den Top 5 ist wohl trotz der kurzen kühleren Phase am Wochenende sicher.

Die wärmsten Dezember seit 1961:

Rang Jahr Abweichung zum Mittel 1981-2010
1 2015 4,5
2 2019 2,9
3 1985 2,6
4 1979 2,5
5 2006 2,4
6 1974 2,4
7 2014 2,3
8 2013 2,2
9 2000 2,1
10 1971 2,1

Quelle: pixabay

Wetter zu Weihnachten: Mild und wechselhaft

Weihnachten ohne Schnee im Flachland.

Heiligabend windig und mild

Am Dienstag, zu Heiligabend, kann es in der Früh in den Nordalpen von Salzburg bis Mariazell aus der Nacht heraus noch ein bisschen regnen, oberhalb von 500 bis 800 m schneien. Sonst startet der Tag trocken, ehe sich von Westen her neuerlich Regen und Schneefall an der Alpennordseite ausbreiten. Da deutlich mildere Luft herangeführt wird, steigt die Schneefallgrenze im Tagesverlauf auf 1000 bis 1500 m an. Erst in der Christnacht sinkt sie mit Eintreffen einer Kaltfront an der Alpennordseite wieder bis in viele Täler. Im Osten regnet es am Nachmittag ab und zu ein wenig, im Süden bleibt es generell trocken und zeitweise sonnig. Die Höchstwerte liegen zwischen 2 und 12 Grad, am mildesten wird es im Rheintal.

Somit gibt es wie im Vorjahr in allen Landeshauptstädten grüne Weihnachten, wie die folgende Abbildung zeigt. Innsbruck war zuletzt 2017 weiß, am längsten heißt es in St. Pölten auf weiße Weihnachten warten. Hier ist heuer das 12. grüne Fest in Folge!

Weiße Weihnachten in den Landeshauptstädten immer seltener.
Weiße Weihnachten in den Landeshauptstädten immer seltener.

Etwas Neuschnee am Christtag

Am Christtag schneit es in den Nordstaulagen vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland immer wieder, unterhalb von 600 bis 1000 m handelt es sich um Regen. Im Donauraum und im Nordosten scheint zwischen einzelnen Regenschauern dagegen ab und zu die Sonne, von Kärnten bis ins Südburgenland überwiegt sogar der Sonnenschein. Dazu weht lebhafter bis kräftiger, am Alpenostrand anfangs auch stürmischer Nordwestwind. Die Temperaturen steigen auf 2 Grad in höher gelegenen Tälern der Nordalpen und 11 Grad im Grazer Becken.

Hochdruckeinfluss am Stefanitag

Der Stefanitag gestaltet sich unter Hochdruckeinfluss verbreitet freundlich und aus heutiger Sicht überall trocken. Ein paar Sonnenstunden kann man also auf dem Weg zu Verwandten oder bei einem Weihnachtsspaziergang genießen, ab und zu schieben sich jedoch auch ausgedehnte Wolken einer Warmfront vor die Sonne. Mit Höchstwerten von 1 Grad in manchen schattigen Alpentälern, 5 Grad im östlichen Flachland und sogar bis zu 10 Grad im Rheintal bleibt es deutlich zu mild für die Jahreszeit.

Quelle Titelbild: pixabay

Vierte Adventswoche bringt Föhnsturm

Föhnstimmung am Alpenrand.

Am Freitag schon haben wir bereits an dieser Stelle auf die anstehende föhnige Wetterwoche hingewiesen, nun konkretisiert sich der Ablauf bis zum 4. Advent zunehmend.

Auf der Frontenkarte für die Nacht auf Dienstag sehen wir die typische Wetterlage für Föhn im Alpenraum. Über der Iberischen Halbinsel dreht sich ein Tief, an dessen Vorderseite strömt in den kommenden Tagen sehr milde Luft aus dem Norden Afrikas über das Mittelmeer bis zu uns – symbolisiert durch den roten Pfeil.

Eine stürmische Südströmung stellt sich ein.
Eine stürmische Südströmung stellt sich ein.

Wie stark der Föhn wird, lässt sich u.a. am Druckgradienten zwischen der Alpensüd- und der Alpennordseite festmachen. Je größer dieser ist (im Süden herrscht also ein höherer Luftdruck als im Norden), desto kräftiger greift auch der Föhn in den Nordalpen durch. Wir sehen auf dem Verlauf ebendieser Druckdifferenz, dass der Föhn am Dienstag und am Freitag sein Maximum erreichen wird.

Große Druckunterschiede zwischen Süd- und Nordalpen bewirken Föhn.
Große Druckunterschiede zwischen Süd- und Nordalpen bewirken Föhn.

Dabei sind in den prädestinierten Tälern der Nordalpen zwischen Vorarlberg und der Obersteiermark Böen zwischen 70 und 90 km/h zu erwarten, vereinzelt gibt es aber selbst in den Tallagen schwere Sturmböen um 100 km/h! Auf den Bergen tobt der Föhn teils sogar in Orkanstärke, dem Patscherkofel etwa stehen Böen um 150 km/h bevor.

Der Föhn bringt aber nicht nur Sturmböen, er sorgt auch für außergewöhnlich hohe Temperaturen:

  • Montag in den Föhntälern schon 10-14 Grad, im Walgau/Rheintal sogar um 17 Grad
  • Dienstag an der Alpennordseite verbreitet um 15 Grad, vereinzelt (Rheintal, Flachgau, Salzkammergut, Eisenwurzen) sogar an die 20 Grad!
  • Mittwoch+Donnerstag etwas „kühler“, aber mit Föhn wieder 11-16 Grad
  • Freitag dank Föhn 14-19 Grad, selbst 20 Grad sind aus heutiger Sicht nicht ausgeschlossen

Der abschließende Blick auf ausgewählte Rekordtemperaturen für den Dezember zeigt: Da sind wir kommende Woche nicht mehr allzu weit weg. Vor allem die Stadt Salzburg könnte den alten Rekord von 19,2 Grad aus dem Jahr 2006 einstellen oder sogar übertreffen!

Ort Temperaturrekord Dezember
Salzburg-Freisaal 19,2 Grad
Innsbruck-Kranebitten 17,9 Grad
Windischgarsten 16,9 Grad
St. Wolfgang 19,1 Grad
Feldkirch 21,8 Grad (Österreich-Rekord!)
Kufstein 19,2 Grad
Hieflau 16,5 Grad

Quelle Titelbild: pixabay

-68 Grad: Die kältesten bewohnten Orte der Welt

Der kälteste Ort liegt in der Antarktis

Ideale Bedingungen für eisige Temperaturen findet man in kontinentalen Gebieten, also weit weg vom Meer und besonders in Hochtälern sowie in Becken- oder Muldenlagen. Zusätzlich sind drei Wetterbedingungen für eine starke Abkühlung der Luft besonders förderlich:

  • windschwache Verhältnisse
  • sternenklarer Himmel bzw. sehr trockene Luft
  • schneebedeckter Boden

Gefrierschrank Sibirien

Die kältesten bewohnten Orte der Erde befinden sich im Nordosten Sibiriens in Russland. Werchojansk sowie Oimjakon halten die Rekorde bei den Tiefstwerten mit jeweils -67,8 Grad Celsius. Die Entfernung dieser Orte beträgt etwa 630 km und in dieser Gegend sind beinahe das ganze Jahr Hochdruckgebiete wetterbestimmend. Gebirgsketten umgeben die Region und sorgen für ausgeprägte Inversionswetterlagen. Das Meer hat kaum einen Einfluss auf das dortige Klima. Völlig normal dort: seit dem 10. Oktober herrscht in Oimjakon Dauerfrost. Seit Mitte November kommen die Temperaturen nicht mehr über -20 Grad hinaus, Anfang Dezember wurden schon -48 Grad gemessen!

Rekordhalter Antarktis

Es geht aber noch kälter! Der sogenannte Gefrierschrank der Erde befindet sich in der Antarktis in der südlichen Hemisphäre. Am Ostantarktischen Plateau befindet sich seit 1957 die russische Antarktisstation namens „Wostok“in etwa 3.500 m Höhe, 1287 km vom geographischen Südpol entfernt. Am 21. Juli 1983 wurden dort eisige -89,2 Grad Celsius gemessen. Im Jahr 2010 wurden −93,2 Grad  und im Juli 2004 sogar -98,6 Grad Celsius registriert. Diese Werte wurden aber nicht offiziell anerkannt, da sie anhand von Satellitendaten ermittelt wurden (statt mit einer Wetterstationen in 2 m Höhe über dem Boden gemessen).

Rekorde der Kontinente

Kontinent Wert und Datum Ort
Antarktis -89.2 °C  am 27.7.1983 Wostok-Station
Asien -67,8 °C am 7.2.1892

-67,8 °C am 6.2.1933

Werchojansk bzw. Oimjakon, Russland
Australien -23,0 °C am 29.6.1994 Charlotte Pass, NSW
Afrika -23,9 °C am 11.2.1935 Ifrane, Marokko
Nordamerika -63,0 °C am 3.2.1947 Snag, Yukon, Kanada
Südamerika -32,8 °C am 1.6.1907 Sarmiento, Argentinien
Europa -58,1 °C am 31.12.1978 Ust-Schtschuger, Russland
Europa (EU) -52,6 °C am 2.2.1966 Vuoggatjålme, Schweden

Anbei noch die tiefsten gemessenen Temperaturen in bewohnten Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz:

  • -41.8 Grad in La Brevine im Neuenburger Jura / CH (12.1.1987)
  • -37.8 Grad in Hüll/Wolnzach in Bayern / D (12.2.1929)
  • -36.6 Grad in Zwettl im Waldviertel / A (12.2. 1929 )

Noch tiefere Temperaturen wurden allerdings in manchen Senken bzw.  Dolinen in höheren Lagen der Alpen gemessen wie etwa im Grünloch in Österreich (-52.6 Grad), am Funtensee in Bayern (-45,9), auf der Glattalp in der Schweiz (-52,5) oder in der Busa Fradusta (-49,6) in Italien.

Kälteste Hauptstadt

Als kälteste Hauptstadt der Welt gilt mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von -2 Grad Ulaanbaatar in der Mongolei. Die tiefste gemessene Temperatur in der Metropole mit 1,5 Millionen Einwohnern liegt bei -42,2 Grad. An zweiter Stelle folgt Astana in Kasachstan, wo es im Mittel zwar etwas milder ist, dafür die Extreme aber ausgeprägter sind.

Etwas Neuschnee in den Mittelgebirgen

In der Nacht auf Freitag setzt von Westen her Regen und Schneefall ein. Dabei schneit es anfangs teils bis auf 300 m herab. Allerdings kommt mit dann auch etwas mildere Luft herangeströmt, womit die Schneefallgrenze rasch auf 600 m steigt. Größere Neuschneemengen sind somit in den westliche Mittelgebirgen nur im Hochsauerland zu erwarten.

Winterlich in der Rhön und im Thüringer Wald

Zum Morgen hin setzt auch weiter östlich im Spessart, in der Rhön, im Thüringer Wald und zuletzt auch im Fichtelgebirge Schneefall ein, der am Vormittag bis in tiefe Lagen fällt und zeitweise kräftig ausfällt.

Neuschneemengen am Freitag
Neuschneemengen am Freitag

Hier kann sich die kalte Luft noch länger halten, sodass 5 cm Neuschnee selbst in tiefen Lagen möglich sind. Erst zu Mittag wird es milder, dann steigt die Schneefallgrenze auf 500 bis 600 m an. Darüber bleibt es tiefwinterlich, 15, lokal vielleicht sogar 20 cm Neuschnee sind vor allem im Thüringer Wald durchaus möglich.

Schnee auch im Schwarzwald und auf der Alb

Auch im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb wird es am Freitag oberhalb von 700 bis 900 m tiefwinterlich, dazu weht hier auch noch ein kräftiger bis stürmischer Wind. Wer also am Freitag in höheren Lagen unterwegs ist, muss sich auf winterliche Fahrverhältnisse einstellen.

Titelbild: Adobe Stock

Mittwochmorgen Glättegefahr in der Mitte

Nach kurzen Zwischenhocheinfluss nähert sich in der Nacht auf Mittwoch die Front von Orkantief SIRO, das mit seinem Zentrum knapp südlich von Island liegt. Im Vorfeld der Front verläuft die Nacht oftmals noch klar, somit kann es kräftig auskühlen. In der Höhe kommt hingegen vorübergehend etwas mildere Luft nach Deutschland. Damit sind die Voraussetzungen für möglichen gefrierenden Regen geschaffen.

Glätte vor allem in der Mitte

Nach einer anfangs klaren Nacht setzt nach Mitternacht vom Saarland bis zur Nordsee leichter Regen ein, dabei kann es vor allem vom Hunsrück über das Moseltal bis in die Eifel glatt werden durch gefrierenden Regen. Bis zum Morgen breiten sich der Regen langsam ostwärts aus über Hessen bis nach Unterfranken und den Thüringer Wald aus.

Regionen mit der größten Glatteisgefahr
Regionen mit der größten Glatteisgefahr @UBIMET

Mit dem Regen ist in den betroffenen Gebieten mit spiegelglatten Verkehrswegen zu rechnen, somit kann es im dichten Frühverkehr zu witterungsbedingten Verzögerungen kommen.

Entspannung am Vormittag

Im Laufe des Vormittags entspannt sich allmählich die Lagen aufgrund zweierlei Faktoren. Die bodennahe Kaltluft wird allmählich abgebaut und gleichzeitig fließt aus Westen in der Höhe wieder kältere Luft nach Deutschland. Somit sinkt die Schneefallgrenze allmählich gegen 500 m ab. Zum Abend hin schneit es im Osten von Bayern teilweise bis in tiefe Lagen.

Neuschneemengen Mittwochnachmittag und Abend
Neuschneemengen Mittwochnachmittag und -abend @UBIMET

Am Donnerstag fällt oberhalb von 300 bis 600 m ab und zu ein wenig Schnee, am häufigsten schneit es noch im Südosten. In der Nacht auf Freitag setzt dann im Westen kräftiger Schneefall ein, der aber bald bis in höchsten Lagen in Regen übergeht und einen milderen Wetterabschnitt einläutet.

Titelbild: Adobe Stock

Erste Eistage im Flachland

Eistag

Von einem Eistag spricht der Meteorologe, wenn die Temperatur den ganzen Tag über im Frostbereich verharrt. Solche Eistage treten bei uns im Flachland mehrmals jährlich auf. Allerdings schwankt die Anzahl der Eistage stark und ist abhängig von der vorherrschenden Großwetterlage im Winter.

Bisher sehr mild und wenig Frost

Die vergangenen Wochen verliefen relativ mild und es gab in den Niederungen im Herbst ungewöhnlich wenig Frosttage, von Eistagen ganz zu sprechen.

Anzahl der Frosttag 2019 Durchschnitt
Bregenz 3 7
Innsbruck 3 13
Salzburg 6 12
Linz 3 8
St. Pölten 4 11
Wien 2 8
Eisenstadt 1 10
Graz 0 12
Klagenfurt 0 18

Graz erlebte erst am Dienstag den ersten Tag mit Frost, nur 2014 wurde es in der steirischen Hauptstadt noch später das erste Mal frostig. Nun sorgt aber eingeflossene Kaltluft und das Hoch SARENA für winterliche Bedingungen, dabei stellt sich eine ausgeprägte Inversionswetterlage ein.

Inversionwetterlage

Zu dieser Jahreszeit stellt sich unter beständigem Hochdruckeinfluss eine sogenannte Inversionswetterlage ein. Diese zeichnet sich durch eine Umkehr der normalerweise vorherrschenden Abnahme der Temperatur mit der Höhe aus, so ist auf den Bergen milder als in den Tal- und Beckenlagen. Dafür verantwortlich sind die langen Nächte sowie die Subsidenz bei Hochdrucklagen.

Inversion mit Subsidenz. © UBIMET / www.foto-webcam.eu
Ein perfektes Beispiel für Inversion mit Subsidenz. © UBIMET / www.foto-webcam.eu

Kräftige Hochdruckgebiete sorgen in der freien Atmosphäre für eine absinkende Bewegung der Luft („Subsidenz“). Wenn Luft absinkt, dann gelangt sie unter höheren Luftdruck und wird demzufolge komprimiert und erwärmt. Dies hat zur Folge, dass die Luft im Gebirge oft sehr trocken und die Fernsicht ausgezeichnet ist. Die Grenze zum darunterliegenden Kaltluftsee wird dann besonders markant und fördert beständigen Nebel oder Hochnebel.

Erste Eistage am Donnerstag und Freitag

Am heutigen Mittwoch gibt es kaum Hochnebel und somit verbreitet Sonnenschein, die Inversionswetterlage bildet sich aber allmählich aus. Am Donnerstag und Freitag herrscht dann in den Niederungen im Donauraum, im östliche Flachland sowie im Südosten meist trübes und kaltes Wetter, während auf den Bergen weiterhin die Sonne scheint und hervorragende Fernsicht herrscht.

Höchstwerte am Freitag
Höchstwerte am Freitag Quelle: UBIMET

In den ganztags trüben Regionen stellt sich bereits am Donnerstag ein Eistag ein, am Freitag tritt dieser wohl noch verbreiteter auf. Dann muss man sich auch in Wien auf den ersten Eistag der Saison einstellen. Allerdings geht die Inversionswetterlage bereits am Samstag mit einer schwachen Front zu Ende und auch in der kommenden Woche kündigt sich unter vorherrschenden Tiefdruckwetter im Flachland keine frostige Wetterphase mehr an.

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1. Dezember: Meteorologischer Winterbeginn

Winterliche Kälte lässt Seifenblasen gefrieren.

Astronomischer Winter

Durch die Wintersonnenwende, die mit der längsten Nacht und dem kürzesten Tag des Jahres einhergeht, wird der astronomische Beginn des Winters festgelegt. Der kalendarische Eintrittspunkt variiert und fällt, abhängig vom Abstand zum letzten Schaltjahr, immer entweder auf den 21. oder 22. Dezember. Im Jahr 2019 fällt der kalendarische Winterbeginn auf den 22. Dezember. Beendet wird der Winter stets durch die Tag-und-Nacht-Gleiche, dem sogenannten Äquinoktium, am 20. oder 21. März.

Gut zu sehen ist die Ursache für die Jahreszeiten bei uns auf der Erde auf folgender Grafik: Auf ihrem Weg um die Sonne (1 Umlauf dauert 365 Tage) ist die Nordhalbkugel rund um den 21.12. der Sonne abgeneigt, wir erhalten also viel weniger Strahlung von der Sonne als im Sommer (da ist die Nordhalbkugel der Sonne zugeneigt). Dieses unterschiedliche Strahlungsangebot sorgt für die Jahreszeiten.

Die Roation der Erde um die Sonne verursacht Jahreszeiten.
Die Rotation der Erde um die Sonne verursacht Jahreszeiten.

Meteorologischer Winter

Die Meteorologie hat aus statistischen Gründen den Beginn des Winters auf den 1. Dezember festgelegt. So können Statistiken bzw. Klimavergleiche leichter erstellt werden. Der Winter geht in der Meteorologie somit immer vom 1. Dezember bis zum letzten Tag des Februars. Ausgenommen davon ist natürlich die Südhalbkugel, hier sind alle Jahreszeiten um jeweils ein halbes Jahr verschoben.

Phänologischer Winter

Eine weitere Festsetzung des Winterzeitraums findet in der Phänologie statt. Als Winter wird hier jene Zeitspanne definiert, in der alle Bäume ihr Laub verloren haben (von wenigen Ausnahmen wie z.B. wintergrünen Laubgehölzen abgesehen), das Wintergetreide aufläuft und im Allgemeinen Vegetationsruhe herrscht. Der phänologische Winter dauert meist von Ende November/Anfang Dezember bis Mitte/Ende Februar, also recht ähnlich zu seinem meteorologischen Pendant.

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Die Gesichter des Schnees – Teil 1

Schneeflocke. @unsplash.com

Schnee kann man anhand von drei Kriterien unterteilen: Entstehung, Alter und Feuchtigkeitsgehalt. Im Folgenden erklären wir euch die unterschiedlichen Entstehungsarten von Schnee:

Schneeregen

Schneeregen ist ein Gemisch aus Regen und Schnee mit variablen Anteilen. Er bleibt nur bei hohem Schneeanteil liegen oder wenn die Temperatur des Untergrunds unter dem Gefrierpunkt liegt. In diesem Fall spricht man von gefrierendem Schneeregen, das ist eine häufige Ursache von Glatteisbildung bei aufziehenden Warmfronten, wenn Schneefall allmählich in Regen übergeht.

Schneegriesel

Schneebedeckte Straße mit Bäumen. @unsplash.com
Schnee hat viele Gesichter. Von weiter weg lässt sich die Schneeart oft schwer erkennen. @unsplash.com

Schneegriesel bezeichnet körnige, undurchsichtige Schneeflocken mit rund 1 mm Durchmesser oder weniger. Er kann von einer dünnen Eisschicht oder von Raureif überzogen sein. Charakteristischerweise fällt Griesel in kleinen Mengen aus tiefen Schichtwolken bei Temperaturen um oder knapp unter null Grad.

Polarschnee und Diamantschnee

Polarschnee, auch Diamantschnee genannt, entsteht bei zweistelligen Minustemperaturen, wenn Wasserdampf direkt aus der Luft ohne Wolkenbildung ausfriert (resublimiert). Die so entstandenen, sehr leichten Eisnadeln schweben in der Luft, glitzern in der Sonne oder auch unter künstlichen Lichtquellen durch Lichtbrechung in den Spektralfarben, mitunter entstehen sogar Halos um die Sonne oder Lichtsäulen um Straßenlampen.

Schneefegen

Als Schneefegen bezeichnet man das Aufwirbeln von Pulverschnee durch den Wind. Wird die Sicht dadurch auf Augenhöhe vermindert, spricht man von Schneetreiben.

Industrieschnee

Emissions und Industrieschnee. @shutterstock.com/Anatoliy Berislavskiy
Industrieschnee kommt meist nur wenige hundert Meter rund um die Verursacherquelle vor. @shutterstock.com/Anatoliy Berislavskiy

Industrieschnee entsteht bei Hochdrucklagen mit tief liegendem Hochnebel oder Nebel durch Emissionen von Wasserdampf und/oder feinen Ruß- und Staubpartikeln vor allem aus größeren Industrieanlagen, Heizwerken und dergleichen. Häufig ist Industrieschnee nur auf wenige hundert Meter rund um die Verursacherquelle beschränkt, kann aber im Extremfall in kurzer Zeit eine mehrere Zentimeter dicke Schneeschicht verursachen.

Kunstschnee

Kunstschnee wird mittels einer Beschneiungsanlage (Schneekanone) bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt erzeugt.

 

Im zweiten Teil unserer Schneeserie erfahrt ihr wie sich der Schnee im Laufe seines Lebens verändert.

Heiztipps für die kalte Jahreszeit

Eine warme Wohnung im Winter.

Raumtemperatur dem Zimmer anpassen

Grundsätzlich sollte die Raumtemperatur in Wohnräumen 20 bis 22 Grad betragen. In Schlafzimmern reichen bereits 17 Grad aus, um gut schlafen zu können. Räume, die nicht so häufig gebraucht werden, wie etwa ein Abstellraum oder auch die Küche, können niedriger beheizt werden. Dadurch lassen sich unnötige Heizkosten vermeiden. Jedes Grad weniger in der Wohnung spart rund sechs Prozent Heizenergie.

Stoß- statt Dauerlüften

Wer ständig die Fenster gekippt hat und gleichzeitig heizt, wirft das Geld buchstäblich zum Fenster hinaus. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen Räume und Wände aus. Statt Dauerlüften wird Stoßlüften empfohlen. Am Besten ihr öffnet morgens und abends alle Fenster in der Wohnung für einige Minuten, um ordentlich durchzulüften.

Heizkörper regelmäßig entlüften

Zu Beginn der Heizsaison sollten alle Heizkörper entlüftet werden. Falls sich nämlich Luft im Wasserkreislauf der Heizung befindet, wird diese nicht richtig warm. Die Luftblasen reduzieren die Effizienz und führen dadurch zu einem höheren Energieverbrauch. Also einfach das Lüftungsventil an der Seite der Heizkörper aufdrehen und sie atmen lassen.

Wärmestaus vermeiden

Geschlossene Vorhänge und Möbel, die vor den Heizkörpern platziert sind, führen zu Wärmestaus und dadurch zu unnötigen Heizkosten. Die Wärme kann sich nicht im Wohnraum ausbreiten, da sie blockiert wird. Achtet daher immer darauf, dass die Heizkörper frei bleiben.

Raumtemperatur bei Abwesenheit senken

Falls eure Wohnung tagsüber leer steht, dreht die Heizung in dieser Zeit zurück. Das gilt auch, wenn mehrere Tage durchgehend niemand daheim ist. Komplett ausschalten solltet ihr die Heizung jedoch nicht, da die Wände sonst womöglich vollständig auskühlen und sich Schimmel bilden kann. Außerdem erhöhen sich die Heizkosten dadurch wieder, wenn ihr jedes Mal die Wohnung von Neuem komplett aufheizen müsst.

Undichte Stellen an Fenstern abkleben

Undichte Fenster können eure Heizkosten in die Höhe schnellen lassen. Vor allem in älteren Häusern sind die Fenster oft nicht mehr ganz dicht. Mit speziellem Dichtungsklebeband könnt ihr jedoch die Fugen zwischen Fensterglas und Rahmen selbst abkleben.

Zusatzheizungen vermeiden

Elektrische Zusatzheizungen, wie Radiatoren oder Heizlüfter sollten nur im Notfall eingesetzt werden, da sie richtige Stromfresser sind.

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70 Zentimeter: Rekordschnee in Norwegen

Große Schneemengen in Norwegen.

Fast ganz Europa zu warm

Der Oktober 2019 fiel im Großteil Europas zu warm aus, rund +1 Grad betrug die Abweichung zum langjährigen Mittel (siehe nachfolgende Karte). Man erkennt aber auch eine große Region in Europa, wo der vergangene Monat zu kalt war. Praktisch ganz Skandinavien erlebte einen unterdurchschnittlich temperierten Oktober, in Norwegen betrug die Abweichung -1,4 Grad ( = der kälteste Oktober seit 10 Jahren). Auch der Auftakt in den November fiel deutlich zu kalt aus.

Innerhalb Norwegens waren die kältesten Provinzen Troms und Finnmark, auf -4 bis -2 Grad beliefen sich hier die Abweichungen. Mit bis zu -27 Grad wurden hier auch die tiefsten Temperaturen des Landes aufgestellt.

Und genau in dieser Region gab es Anfang dieser Woche heftige Schneefälle, besonders betroffen war die Hauptstadt der Provinz Troms Tromsø.

Hier die Lage im hohen Norden Norwegens:

Tromsø im Norden Norwegens.
Tromsø im Norden Norwegens.

Seit dort 1920 mit regelmäßigen Wetteraufzeichnungen begonnen wurde, hat es erst einmal so früh im Jahr so viel geschneit. Im Oktober 1922 wurden schon einmal 83 cm gemessen. Am Dienstag fielen dort rund 70 cm, heute liegen noch immer 65 cm.

Vor allem der frühe Zeitpunkt des vielen Schnees ist ungewöhnlich, in einem durchschnittlichen Winter gibt es in Tromsø nämlich 160 Tage, an denen mehr als 25 cm Schnee liegen.

Wir haben für euch ein paar tolle Bilder aus der Region um Tromsø zusammengestellt:

Eine Galerie mit weiteren, tiefwinterlichen Bildern aus der Region Tromsö gibt es auf der Homepage des norwegischen Wetterdienstes.

Zur Wochenmitte Stippvisite vom Winter

Schnee im Herbst

Derzeit liegt quer über den Alpen eine Luftmassengrenze , die recht kalte und trockene Polarluft im Norden von feucht-milder Luft im Süden und Westen trennt. In dieser Grenze sind immer wieder kleine Tiefs bzw. Wellen eingelagert die für etwas Regen oder im Gebirge Schnee sorgen. Dabei kommt in der Nacht auf Mittwoch die kalte Luft etwas nach Süden und Westen voran, sodass die milde Luft nur mehr in Vorarlberg, Tirol und den Salzburger Gebirgsgauen vorhanden ist.

Am Mittwoch Luftmassengrenze über den Alpen
Die Luftmassengrenze liegt am Mittwoch über den Alpen @UBIMET

Dazu sorgt eine weitere kleine Randwelle am Mittwochmorgen für einsetzenden Niederschlag.

Schnee kurzzeitig bis auf 600 Meter

Am Mittwoch in der Früh regnet es von Vorarlberg bis ins Waldviertel und den Wienerwald verbreitet. Die Schneefallgrenze liegt dabei im Westen knapp über 1.500 m, im Mühl- und Waldviertel sowie am Alpenostrand sind hingegen bereits oberhalb von 600 bis 800 m Schneeflocken zu erwarten. Bereits am Vormittag verlagert sich der Niederschlag in den Südosten, dabei liegt die Schneefallgrenze in den Fischbacher Alpen und in der Buckligen Welt mit rund 700 m am tiefsten. Sonst schneit es erst oberhalb von rund 1000 m. Im Laufe des Nachmittags klingen Regen und Schneefall auch im Südosten wieder ab. Aufgrund der sehr warmen Vorgeschichte und dem Bodenwärmestroms kann sich aber unter 1000 m kaum wo eine Schneedecke ausbilden und wenn dann nur sehr kurz.

Neuschneeprognose am Mittwoch
24-h-Neuschneeprognose für Mittwoch. © UBIMET

Frost im Flachland am Donnerstag

Die Nacht auf Donnerstag verläuft dann im Osten und Norden oftmals klar und auch der Wind weht meist nur schwach. Durch die vorhanden Polarluft kühlt es somit kräftig aus und von Oberösterreich bis ins Burgenland muss man im Flachland verbreitet mit leichtem Frost rechnen.

Tiefstwerte am Donnerstag in der Früh
Tiefstwerte am Donnerstag in der Früh @UBIMET

Vom Frost verschont bleiben noch die Ballungszentren wie die Linzer oder Wiener Innenstadt. In den Randbezirken von Wien ist allerdings mit dem Frost zu rechnen.

Am Wochenende wieder milder

Am Donnerstag ist allerdings der Höhepunkt des Kaltlufteinbruchs auch schon wieder erreicht, am Wochenende liegen die Alpen an der Vorderseite eines Tiefs in einer straffen und milden Südwestströmung. damit wird es an der Alpennordseite wieder föhnig und teils stürmisch, im Südwesten stellt sich hingegen allmählich eine nasse Wetterlage ein.

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Die Tricks der Tiere

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Nahezu alle Tiere treffen Vorkehrungen für den Winter – und wenn es nur das dicke Winterfell ist, welches sie vor der Kälte schützen soll. In unseren Breiten haben Tiere verschiedene Tricks entwickelt, den Winter zu überleben: Fett und Fell zulegen, aktiv bleiben und der Kälte trotzen. Andere verschlafen die kalte Jahreszeit. Und dann gibt es auch noch die Winterstarre.

Trick 1: Körper isolieren

Viele Säugetiere, die bei uns heimisch sind, haben je nach Jahreszeit ein unterschiedlich dichtes Fell. Damit passen sie sich an die Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter an. Mit dem Fellwechsel ändert sich bei einigen Tieren auch die Fellfarbe. Bekannt ist da vor allem der Alpenschneehase. Im Sommer ist er graubraun, etwa im November wird das Fell weiß und nur an den äußeren Spitzen der Ohren weist er weiterhin schwarze Haare auf.

Trick 2: Viel fressen und den Winter verschlafen

Schlafende Fledermäuse ©shutterstock.com/Ondrej Prosicky - https://www.shutterstock.com/image-photo/greater-mouseeared-bat-myotis-nature-cave-572332003
Fledermäuse halten einen ununterbrochenen Winterschlaf. ©shutterstock.com/Ondrej Prosicky

Wenn es schon im Winter nicht genug zu fressen gibt, hilft nur eines: Auf Vorrat futtern und sich gehörig Winterspeck zulegen. Zur Überbrückung der nahrungsarmen Monate halten Murmeltier, Igel oder auch Fledermäuse zusätzlich einen Winterschlaf. Dank der auf ein Minimum herabgesetzten Körperfunktionen können sie damit mehrere Monate ohne Futter auskommen. Einzelne Säugetiere wie etwa die Fledermaus halten einen ununterbrochenen Winterschlaf. Meist ist der Winterschlaf jedoch lang andauernd mit wenigen kurzen Unterbrechungen.

Trick 3: Vorräte anlegen

Eichhörnchen ©shutterstock.com/everst - https://www.shutterstock.com/image-photo/squirrel-red-fur-funny-pets-autumn-321521546
Eichhörnchen legen im Herbst Vorräte für den kalten, langen Winter an. ©shutterstock.com/everst

Schwerer hat es da schon das Eichhörnchen, das keinen Winterschlaf hält. Auch dieses trägt im Winter ein dichtes Fell mit langen Ohrpinseln. Eichhörnchen legen im Herbst Vorräte für den Winter an. Sie vergraben die Nahrung entweder im Boden, oft in der Nähe von Baumwurzeln, oder verstauen sie in Rindenspalten oder Astgabeln als Wintervorrat. Im Kobel lagern sie keine Vorräte. Zudem schränken die zierlichen Wipfelstürmer ihre Aktivitäten im Winter stark ein: Sie verschlafen den Großteil des Tages und sind nur über Mittag wenige Stunden aktiv.

Trick 4: Winter- oder Kältestarre

Die Winter- oder Kältestarre ist ein Zustand, in den wechselwarme Tiere verfallen, sobald die Temperaturen unter das tolerierte Minimum absinken. Die Kältestarre wird zwingend von fallenden Temperaturen eingeleitet und die Tiere fahren ihre Lebensvorgänge auf annähernd null zurück, um nicht den Kältetod zu sterben.

 

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Die Auswirkungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf den Schneeverlust

Schnee und Sonne im Winter

Der Abbau einer Schneedecke kann je nach Luftmasse auf unterschiedliche Art ablaufen. In diesen Tagen gibt es tagsüber zwar vielerorts zweistellige Plusgrade und die Nullgradgrenze liegt bei knapp 3.000 m, dennoch gibt es derzeit nahezu nirgends Tauwetter.

Ort Höchstwerte am Sa. bzw. So. Schneeverlust von Sa. bis Mo.
Schröcken (Vorarlberg, 1244 m) 12 Grad / 12 Grad -6 cm
Reutte (Tirol, 842 m) 14 Grad / 13 Grad -2 cm
Abtenau (Salzburg, 709 m) 8 Grad / 9 Grad -2 cm
Windischgarsten (Oberösterreich, 600 m) 10 Grad / 10 Grad -1 cm
Oberstdorf (Bayern, 806 m) 13 Grad / 10 Grad -3 cm
Adelboden (Schweiz, 1327 m) 12 Grad / 11 Grad -4 cm
St. Gallen (Schweiz, 775 m) 11 Grad / 11 Grad -3 cm

Der Grund für den geringen Schneeverlust liegt beim Zusammenspiel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ein kombiniertes Maß dafür stellt die Feuchttemperatur dar: Es handelt sich um die Gleichgewichtstemperatur, die sich infolge der Verdunstung an einer feuchten Oberfläche einstellt. Näherungsweise kann man diese Temperatur nach dem Duschen auf der Haut spüren, wenn man nass durch einen trockenen Raum läuft. Ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt, so findet keine Verdunstung statt und die Feuchttemperatur entspricht der Lufttemperatur. Weiters stellt der Taupunkt jene Temperatur dar, auf die man die Luft abkühlen muss, damit die Luftfeuchtigkeit 100% erreicht.

Sublimation

Wenn die Temperatur über 0 Grad liegt und die Luftfeuchtigkeit sehr gering ist, liegen sowohl Taupunkt als auch Feuchttemperatur unter 0 Grad. Die Wassermoleküle an der Schneeoberfläche gehen in diesem Fall direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Aus Schnee wird also unsichtbarer Wasserdampf. Dieser Prozess ist in diesen Tagen vor allem in mittleren Höhenlagen in Gange, wo die Luft ausgesprochen trocken ist.

Schmelzen

Wenn die Luftmassen noch etwas wärmer wird, dann steigt nach der Temperatur auch die Feuchttemperatur auf positive Werte. Bei geringer Luftfeuchtigkeit kann der Taupunkt aber weiterhin unter null Grad liegen. In diesem Fall wird der Schnee teils in den gasförmigen und teils in den flüssigen Zustand übergehen. Diesen Prozess nennt man in der Meteorologie Schmelzen und man kann ihn in diesen Tagen vor allem in größeren Tallagen bei zweistelligen Temperaturen und nicht vergleichbar trockenen Luft wie etwa auf den Bergen beobachten.

Tauen

Im Falle von warmer und feuchter Luft, liegen neben der Temperatur sowohl die Feuchttemperatur als auch der Taupunkt über 0 Grad. In diesem Fall geht die gesamte Energie in die Umwandlung von der festen in die flüssige Phase. Dieser Prozess kostet wesentlich weniger Energie als die Sublimation und ist somit besonders effektiv. Wenn dazu Wind weht, rinnt der Schnee regelrecht davon. Dies ist aktuell in den schneebedeckten Regionen aber nicht der Fall.

Seltener Schnee in Las Vegas

Seltener Schnee in Las Vegas

Las Vegas ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Nevada und ist neben den zahlreichen Casinos vor allem für sonniges und trockenes Klima bekannt. Über das gesamte Jahr fallen hier im Mittel nur 105 Liter pro Quadratmeter Regen, was etwa 10 % des mittleren Jahresniederschlag Münchens entspricht. Im Hochsommer liegen die Tageshöchstwerte meist um 41 Grad, währen die Tiefstwerte im Jänner im Mittel bei +1 Grad liegen.

Schnee in der Wüste

Am Sonntag wurden in Las Vegas noch Temperaturen von bis zu 14 Grad gemessen, in den Abendstunden zog allerdings eine markante Kaltfront durch. Bei Temperaturen zwischen 2 und 4 Grad sowie Böen bis zu 80 km/h kam es dabei vorübergehend zu kräftigem Schneefall. Es handelt sich um den ersten Schneefall in Las Vegas seit Dezember 2015. Das letzte markante Ereignis mit 9 cm Schnee gab es im Dezember 2008. Während in der Stadt Schnee eine Seltenheit darstellt, fällt auf den Bergen rund um die Stadt jeden Winter etwas Schnee.

Astronomischer Winterbeginn bringt Tauwetter

Herbstblätter mit Winterlandschaft im Hintergrund. ©pixabay.com

Der meteorologische Winter hat bereits am 1. Dezember begonnen, mit der Wintersonnenwende beginnt auch der astronomischer Winter. Der heutige Tag stellt den kürzesten Tag des Jahres dar:

  • Wien: 8 Stunden und 19 Minuten
  • Berlin: 7 Stunden und 37 Minuten
  • Bern: 8 Stunden und 29 Minuten

Ab Morgen werden die Tage langsam wieder länger: Vorerst nur um wenige Sekunden, nach Weihnachten dann um etwa 1 Minute pro Tag und ab dem 10. Jänner um etwa 2 Minuten täglich. In exakt einem Monat sind die Tage dann schon etwa 40 Minuten länger.

Die Tage werden langsam wieder länger
Die Änderung der Tageslänge im Jahresverlauf. © UBIMET

Wind und Regen

Unter dem Einfluss einer milden Höhenströmung aus West präsentiert sich das Wetter von seiner milden Seite. Selbst in den Mittelgebirgen sowie in den Alpen stellt sich durchwegs Tauwetter ein. Die Frostgrenze steigt hier vorübergehend auf über 2.000 m an,  zudem wird im Flachland stürmischer Wind zum Thema: Am Freitag sind vor allem die Schweiz und Deutschland betroffen, am Samstag dann Österreich und Bayern.

Die Temperaturen steigen an
Vom Atlantik her erfasst uns in den kommenden Stunden milde Luft. © UBIMET

Viel Schnee in den Alpen sorgt für große Lawinengefahr

In den Alpen gab es viel Neuschnee

Seit Sonntag fällt in den Alpen teils kräftiger Schnee. In der Schweiz und im Westen Österreichs gab es in höheren Tallagen mehr als 50 cm Neuschnee und im Hochgebirge teils über 1 Meter. Am Dienstag verlagert sich der Schwerpunkt aber allmählich ostwärts in die Regionen von den Berchtesgadener Alpen bis zum Alpenostrand. Anbei eine Übersicht der gemeldeten Schneehöhen am Dienstagmorgen:

Ort Seehöhe Schnee
Lech (A) 1445 m 92 cm
Schröcken (A) 1244 m 87 cm
Warth (A) 1478 m 78 cm
Langen am Arlberg (A) 1221 m 54 cm
Grimsel Hospiz (CH) 1980 m 70 cm
Arosa (CH) 1878 m 80 cm
Davos (CH) 1594 m 51 cm
Zugspitze (D) 2964 m 120 cm
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET

In den Ostalpen weiterhin Schneefall

In den kommenden Stunden gehen in den Alpen noch ein paar Schauer nieder, in der Schweiz und in Westösterreich sind allerdings nur noch geringe Mengen zu erwarten. Vom Salzkammergut bis zum Alpenostrand wird der Schneefall Dienstagnacht hingegen wieder stärker, somit gibt es hier bis Mittwochnachmittag weitere 20 bis 40 cm Neuschnee.

24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET
24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET
In den Alpen gibt es viel Neuschnee
In Vorarlberg gab es knapp 1 Meter Neuschnee. © foto-webcam.eu

Lawinenwarnstufe 4

Das Zusammenspiel aus großen Schneemengen und stürmischem Wind sorgt derzeit von der Zentralschweiz bis nach Tirol für große Lawinengefahr. Dies entspricht der zweithöchsten Lawinenwarnstufe 4. Vor allem oberhalb der Waldgrenze kann Triebschnee bereits von einzelnen Skifahrern zu Lawinen ausgelöst werden! In Bayern und im Osten Österreichs herrscht erhebliche Gefahr (Stufe 3).

Lawinenwarnstufe 3 in Bayern
Lawinenwarnstufe 3 in Bayern. © LWD Bayern; https://www.lawinenwarndienst-bayern.de/
Es herrscht Lawinenwarnstufe 4
Teils große Lawinengefahr in Tirol (rot = Stufe 4). © LWD Tirol; https://avalanche.report/

1 Meter Neuschnee: Große Lawinengefahr im Gebirge

In den Alpen gibt es viel Neuschnee

In den vergangenen 48 Stunden hat es in den Alpen ergiebig geschneit. Besonders große Neuschneemengen gab es in der Arlbergregion, so sind etwa in Schröcken in den letzten 48 Stunden rund 87 cm Schnee gefallen. In den Hochlagen ist vom Arlberg bis zum Karwendel teils sogar ein ganzer Meter Neuschnee zusammengekommen.

Schneehöhen am Dienstagmorgen

  • 92 cm Lech (Vorarlberg; 1445 m)
  • 87 cm Schröcken (Vorarlberg; 1244 m)
  • 78 cm Warth (Vorarlberg; 1478 m)
  • 54 cm Langen am Arlberg (Vorarlberg; 1221 m)
  • 50 cm St. Anton am Arlberg (Tirol; 1304 m)
  • 45 cm Ramsau am Dachstein (Steiermark; 1207 m)
  • 44 cm Obergurgl (Tirol; 1942 m)
  • 44 cm Nauders (Tirol; 1330 m)
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET
Gesamtschneehöhe am Dienstagmorgen. © UBIMET

Im östlichen Bergland weiterer Schnee

Am Dienstag gehen in den Nordalpen weitere Schneeschauer nieder, die Intensität lässt aber etwas nach. In der Nacht auf Mittwoch wird der Schneefall im östlichen Bergland allerdings neuerlich stärker und am Mittwoch schneit es anfangs kräftig. Besonders in mittleren Höhenlagen vom Salzkammergut bis zum Mariazellerland sind von Dienstagabend bis Mittwochnachmittag weitere 20 bis 40 cm Neuschnee zu erwarten.

24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET
24h Neuschneeprognose bis Mittwochvormittag. © UBIMET

Die Schneefallgrenze sinkt langsam bis ins Flachland, somit fällt am Mittwoch anfangs auch vom Innviertel über das Mostviertel bis zum Wiener Becken ein wenig Schnee. Die Mengen bleiben hier aber gering. Gänzlich trocken bleibt es von Innsbruck westwärts sowie im Süden.

Große Lawinengefahr

Die Kombination aus großen Neuschneemengen und stürmischem Wind sorgt derzeit in Vorarlberg und Tirol besonders oberhalb der Waldgrenze für große Lawinengefahr. Dies entspricht der Kategorie 4 auf der 5-stufigen Skala. Störanfälliger Triebschnee kann hier bereits von einzelnen Wintersportlern zu Lawinen ausgelöst werden! Im östlichen Bergland herrscht vorerst noch Stufe 3, durch den weiteren Neuschnee zeichnet sich allerdings am Mittwoch auch hier ein weiterer Anstieg der Lawinengefahr ab.

Es herrscht Lawinenwarnstufe 4
Teils große Lawinengefahr in Tirol. © LWD Tirol; https://avalanche.report/

Winterliche Woche

Mittwochnacht lässt der Schnee im östlichen Bergland langsam nach und der Donnerstag verläuft meist trocken. Die Temperaturen bleiben aber weiterhin winterlich und vielerorts stellt sich Dauerfrost ein. Am Mittwoch steigen die Temperaturen im Südosten noch auf bis zu +5 Grad, ab Donnerstag liegen die Höchstwerte dann selbst im Flachland nur noch zwischen 0 und +2 Grad. Eine Milderung ist frühestens am Sonntag im äußersten Westen zu erwarten.

Schnee am Furkajoch
Beim Furkajoch in Vorarlberg. © www.foto-webcam.eu

Starker Schneefall in den Alpen

Starker Schneefall in den Alpen

Das Wetter in Europa wird derzeit von einem umfangreichen Tiefdruckgebiet mit Kern über Skandinavien bestimmt. Mit einer nördlichen Höhenströmung gelangen dabei kalte und teils feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa, was in den Nordalpen für eine ausgeprägte Nordstaulage sorgt.

40 cm Neuschnee

Bereits seit Sonntag fällt im Bergland teils anhaltender Schnee. Vor allem im Arlberggebiet, am Alpenhauptkamm sowie teils auch in den Nordalpen gab es bereits markante Neuschneemengen. Anbei die gemeldeten Schneehöhen am Montagmorgen:

  • 43 cm Warth am Arlberg (V)
  • 40 cm Obergurgl (T)
  • 39 cm Lech (V)
  • 34 cm Ramsau am Dachstein (ST)
  • 31 cm Nauders (T)
  • 29 cm Langen am Arlberg (V)
  • 27 cm St. Anton am Arlberg (T)
  • 27 cm Schröcken (V)
  • 26 cm Böckstein (S)
24-Stunden-Neuschnee am Montagmorgen
24-Stunden-Neuschnee am Montagmorgen. © UBIMET
Neuschnee am Arlberg
Warth am Montagmorgen. © https://www.walserberg.at/

Weiterhin winterlich

In den kommenden Stunden fällt immer wieder Schnee, zudem sinkt die Schneefallgrenze allmählich bis in viele Tallagen. Am Dienstag schneit es dann besonders in den östlichen Nordalpen vom Tennengau bis zum Mariazellerland kräftig, auf den Bergen kommen bis Mittwochvormittag teils weitere 50 cm Neuschnee dazu.

Schneeprognose bis Mittwochmittag
Schneeprognose bis Mittwochmittag. © UBIMET
Viel Schnee in den Alpen
Winterliches Wetter in Obergurgl. © http://webcam.edelweiss-gurgl.com/

In den Hochlagen gab es teils über einen halben Meter Neuschnee, so werden beispielsweise am Pitztaler Gletscher in 2860 m Höhe schon 70 cm Neuschnee gemessen!

Im Arlberg gab es teils mehr als 50 cm Neuschnee
Lech am Arlberg. © https://strolz.panomax.com/

Große Lawinengefahr

Die Kombination aus großen Neuschneemengen und stürmischem Wind sorgt derzeit besonders im Bergland von Vorarlberg über die Lechtaler Alpen bis zum Karwendel für große Lawinengefahr. Dies entspricht der Kategorie 4 auf der 5-stufigen Skala. Störanfälliger Triebschnee kann hier oberhalb der Waldgrenze bereits von einzelnen Wintersportlern zu Lawinen ausgelöst werden. Weitere Details dazu findet man u.a. auf lawinen.at

Schnee in den Nordalpen
Ramsau am Dachstein. © https://www.hotel-lindenhof.at/
Schnee in Tirol
Nauders. © https://www.nauders.com/

Titelbild: © https://www.foto-webcam.eu/

Schneemassen im Norden von Island

In island gab es 1 Meter Neuschnee

Bereits seit Ende November herrscht über dem Nordatlantik südlich von Island rege Tiefdrucktätigkeit. In Mitteleuropa hat dies eine milde, westliche Höhenströmung zur Folge, während in Island eine anhaltende Nordströmung herrscht. Diese hat feuchtkalte Luft mit im Gepäck, welche sich im Bergland im Norden der Insel staut. Unter Tiefdruckeinfluss fällt hier somit seit dem 28. November mit nur kurzen Unterbrechungen Schnee. Zeitweise wehte in den vergangenen Tagen auch kräftiger Nordwind, weshalb es mitunter auch zu Schneeverwehungen kam.

In Island gab es Nordstau
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am 2. Dezember. © UBIMET / GFS

1 Meter Neuschnee

In der Stadt Akureyri wurden am Montag bereits 105 cm Schnee gemeldet. Dies ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass vor einer Woche noch kein Schnee lag. Akureyri ist mit knapp 19.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Islands. Nach einer kurzen Unterbrechung wird derzeit bei -7 Grad übrigens wieder leichter Schneefall gemeldet.

Wetterumstellung

Ab dem kommenden Wochenende stellt sich die Großwetterlage über Europa neuerlich um: Die westliche Höhenströmung über dem Ostatlantik wird unterbrochen und in Mitteleuropa wird der Weg frei für kalte Luftmassen aus dem hohen Norden. Island wird dagegen von milden Luftmassen aus Süden erfasst, weshalb sich auf der gesamten Insel zumindest vorübergehend Tauwetter ankündigt.

Eisregen sorgte im Norden für Glätte

In Oberösterreich und Niederösterreich gab es "Blitzeis"

Die Umstellung der Großwetterlage hat von Sonntagnachmittag bis Montagmorgen neuerlich zu gefrierendem Regen geführt: Während in der Höhe bereits milde Luft atlantischen Ursprungs aufgezogen war, hielt sich in den Niederungen im Norden gebietsweise noch frostige Luft.

Kaltluftsee

In der folgenden Abbildung ist das gemessene Vertikalprofil der Temperatur und des Taupunkts über Wien am Sonntagnachmittag dargestellt. In mittleren Höhenlagen sorgte westlicher Wind bereits für deutlich positive Temperaturen von bis zu +9 Grad in 1100 m Höhe (roter Bereich). In den Niederungen lagerte dagegen noch der sogenannte Kaltluftsee mit frostigen Temperaturen (blauer Bereich). Diese sehr unterschiedlichen Luftmassen wurden durch eine Temperaturinversion in etwa 800 m Höhe getrennt.

Die Inversion führte zu Eisregen
Radiosondenaufstieg von Wien am Sonntag. © Univ. of Wyoming / UBIMET

Weitere Details zu Inversionen gibt es hier: Inversionen im Herbst.

Glättegefahr

Die milden Temperaturen in mittleren Höhenlagen sorgten für eine sehr hohe Schneefallgrenze, obwohl in den Niederungen frostige Luft lagerte. Besonders im Oberösterreichischen Zentralraum sowie im Most- und Waldviertel gab es somit Eisregen, der besonders auf Nebenstraßen sowie ungesalzenen Gehwegen zu Glätte geführt hat. Auch in anderen Regionen gab es lokal aber spiegelglatte Straßen, so musste etwa die Höhenstraße in Wien am Montagmorgen abschnittsweise gesperrt werden.

Eisregen

Als gefrierenden Regen oder Eisregen bezeichnet man Regen, der aus einer wärmeren in eine kältere Luftschicht mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt. Wenn die Wassertropfen auf den unterkühlten Boden treffen gefrieren sie und es bildet sich Glatteis. Bereits am Freitag gab es in Oberösterreich, Ostbayern und Westtschechien eine ausgeprägte Glatteislage. Die folgenden Bilder stammen aus Oberösterreich.

Winterlicher Tornado-Outbreak in Illinois

Tornado mit Blitz © Devin Pitts

Ein kräftiges Tief über den Great Plains der USA hat am Samstag in Illinois zu einer ausgeprägten Gewitterlage geführt. Die feuchtwarme Luft im Vorfeld der Kaltfront erfasste zwar nur kurzzeitig das Land, in Zusammenspiel mir der starken Windscherung war dies aber ausreichend, um die Entstehung kräftiger Gewitter zu ermöglichen.

In Illinois gab es mehere Tornados
Torando-Meldungen vom SPC. © https://www.spc.noaa.gov/

Besonders die Kleinstadt Taylorville wurde schlimm getroffen, ein breiter Tornado sorgte hier für zahlreiche zerstörte Häuser und 22 verletzte Menschen.

Schwergewitter im Winter?

In einem der zahlreichen Tornado-Videos aus Illinois sieht man, dass stellenweise Schnee am Boden lag. Viele Menschen sind überzeugt, dass es schwere Gewitter nur im Sommer geben kann. Tatsächlich ist die Luft im Sommer energiereicher, im Winter kann dieses Manko allerdings manchmal durch die starke Windscherung kompensiert werden. Letztere ist in Zusammenhang mit Gewittern besonders relevant für die Entstehung von Tornados sowie das Auftreten von Orkanböen. Dieses Ereignis verdeutlicht also, dass es auch im Winter zu schweren Gewittern kommen kann. Dies betrifft übrigens gleichermaßen Europa, so gab es etwa bei Orkan Kyrill im Jänner 2007 mindestens fünf Tornados in Deutschland!


Titelbild: © Devin Pitts

Der Winter startet mild und nass

Die kommende Woche wird mild und nass.

Seit vergangener Nacht befinden wir uns im meteorologischen Herbst (siehe auch hier: Astronomischer vs. Meteorologischer Herbst). Von Schnee ist aber in den kommenden Tagen keine Spur, viel mehr wird der Regen zum Thema. Aber der Reihe nach…

Atlantik dominiert

Wie an einer Perlenschnur aufgereiht ziehen von morgen an die atlantischen Tiefdruckgebiete knapp nordwestlich an Deutschland vorbei. Im Gepäck haben diese Tiefs Kalt- und Warmfronten im regen Wechsel, für den Laien ausgedrückt heißt das: Es wird wechselhaft, windig und nass.

So beispielsweise sehen die Höchstwerte am Montag aus, in ganz Deutschland mehr als 10 Grad. Lokal sind im Südwesten sogar 15 Grad möglich:

Am Montag wird es sehr mild.
Am Montag wird es sehr mild.

Trockenheit wird gelindert

Die Fronten bringen von Westen her auch einiges an Regen, in ganz Deutschland kommen bis zum Samstag nächster Woche (siehe Bild) mindestens 30 Liter pro Quadratmeter zusammen. Meist werden es sogar 40 bis 60 l/m². Am meisten Regen kommt in den klassischen West- und Nordweststaulagen der Mittelgebirge zusammen. So könnten im Schwarzwald am Ende der kommenden Arbeitswoche durchaus 100 l/m² die Regenbilanz auffetten.

Bis zum Samstag kommt einiges an Regen zusammen.
Bis zum Samstag kommt einiges an Regen zusammen.

In Köln beispielsweise sind in diesem Jahr erst knapp 500 Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter zusammengekommen. In einem gesamten durchschnittlichen Jahr sind es dagegen mehr als 800 l/m². So werden die folgenden nassen Tage mit rund 60 Litern in der Domstadt die Jahresbilanz zwar nicht ausgleichen können, das Defizit wird aber zumindest kleiner.

Meteorologischer Winterbeginn nach Maß

Frisch verschneit zeigt sich das südliche Niederösterreich.

Schnee über Nacht

Der Auftakt in den meteorologischen Winter könnte kaum passender ausfallen. Seit der vergangenen Nacht schneit es insbesondere in Niederösterreich und in Wien. Die Bundeshauptstadt meldete in der Früh immerhin 3 cm Neuschnee und damit ebenso viel der weißen Pracht wie beispielsweise in Warth am Arlberg. Besonders im östlichen Flachland lässt sich der Pulverschnee heute auch noch genießen, denn hier verharren die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Weiter nach Westen zu geht es dem Schnee bei Temperaturen von bis zu +5 Grad am Nachmittag dagegen schon wieder an den Kragen.

Die verschneite Bundeshauptstadt.
Die verschneite Bundeshauptstadt.

Zweistellige Plusgrade

Die Winterfreuden zu Beginn der kalten Jahreszeit sind aber auch im Osten nur von kurzer Dauer. Bereits am Sonntag schaffen es die Temperaturen verbreitet ins Plus, einzig im Waldviertel hält sich da und dort noch die Frostluft mit Werten um den Gefrierpunkt. In der neuen Woche gerät Österreich dann unter den Einfluss einer lebhaften Westströmung, noch mildere und feuchte Luftmassen vom Atlantik erreichen uns. So steigen die Temperaturen am Montag schon auf 5 bis 14 Grad, wobei es im Osten noch verhältnismäßig frisch bleibt. Hier bringt dann stürmischer Westwind am Dienstag den Luftmassenwechsel, Temperaturen bis zu 15 Grad lassen den Schnee endgültig verschwinden. Auch die darauffolgenden Tage lassen keine wirklichen Wintergefühle zu, die nächste markante Kaltfront kündigt sich dann erst für das zweite Adventwochenende an.

Hintergrund: Astronomische vs. meteorologische Jahreszeiten

Der astronomische Winter beginnt auf der Nordhalbkugel auch heuer erst kurz vor Weihnachten, genau gesagt am 21. Dezember. Dieser Tag ist auf der Nordhalbkugel auch gleichzeitig der kürzeste Tag des Jahres, die Sonne steht dann senkrecht über dem südlichen Wendekreis auf der anderen Seite der Erdkugel. Warum es neben den astronomischen Jahreszeiten auch die sogenannten meteorologischen gibt, hat einen einfachen Grund. Meteorologische Statistiken über die Jahreszeiten lassen sich nur schwer erstellen, wenn der Beginn ebendieser mitten im Monat liegt und dann auch noch schwankt. Deshalb wurde noch in Zeiten ohne Computer die Entscheidung getroffen, die meteorologischen Jahreszeiten immer an den Monatsersten beginnen zu lassen.

Quelle Titelbild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/hochwolkersdorf/

Freitagnacht in St. Pölten und Wien etwas Schnee

Schneefall

Die schwache Warmfront eines Tiefs über dem Europäischen Nordmeer greift in diesen Stunden auf Oberösterreich und das westliche Niederösterreich über. Vorerst fällt der Niederschlag großteils als Regen, weil in mittleren Höhenlagen positive Temperaturen herrschen (am Feuerkogel werden aktuell +0.8 Grad gemessen). Da in tiefen Schichten allerdings noch frostige Luft lagert, besteht derzeit besonders vom nördlichen Innviertel bis zum Traunviertel teils erhebliche Glättegefahr!

Im Osten fällt Schnee
Die Luftmassengrenze liegt kommende Nacht zwischen Linz und St. Pölten. © UBIMET

In der Nacht im Nordosten Schnee

In den Abendstunden wird der Niederschlag langsam stärker und greift zunehmend auch auf den Nordosten über. Von Vorarlberg bis ins Salzkammergut pendelt die Schneefallgrenze zwischen 1.000 und 1.300 m, etwa östlich der Linie Mühlviertel – Amstetten – Mariazellerland schneit es dagegen meist bis in tiefe Lagen. Im Bereich der Niederösterreichischen Voralpen sowie in höheren Lagen des Mühl- und Waldviertels sind bis Samstagmorgen um 10 cm Neuschnee zu erwarten, aber auch sonst sind im Wald- und Mostviertel verbreitet Mengen um 5 cm möglich.

Im St. Pölten fällt Schnee
Schneeprognose bis Samstagmorgen. © ECMWF / UBIMET

In Linz geht der Regen in der Nacht ebenfalls vorübergehend wieder in Schnee über, somit kann sich auch hier noch eine Schneedecke bilden. Weiter westlich fällt dagegen Regen mit einer Schneefallgrenze von etwa 1.000 m.

Etwas Schnee in Wien

Ab etwa Mitternacht greift der Schneefall allmählich auf das Wiener Becken und das östliche Flachland über, wobei die Mengen nach Osten zu immer geringer ausfallen. In Wien zeichnen sich aber durchaus ein paar Zentimeter Schnee ab, zudem handelt es sich im Gegensatz zu den bisherigen Schneeereignissen nicht um Nassschnee. Am Samstagmorgen lässt der Schneefall dann langsam nach.

Am Freitag im äußersten Osten und Südosten Glättegefahr

Vorsicht Rutschgefahr

Die Großwetterlage in Mitteleuropa stellt sich langsam um. Die Höhenströmung dreht derzeit wieder zunehmend auf westliche Richtung und führt feuchtmilde Luftmassen vom Atlantik nach Deutschland. In tiefen Schichten hält sich im äußersten Osten und Südosten aber noch kalte, kontinentale Luft.

Gefrierender Regen

Am Freitag setzt im Tagesverlauf besonders in der Südosthälfte des Landes allmählich Regen ein, dabei liegt die Schneefallgrenze meist um etwa 1300 m. In tiefen Schichten liegen die Temperaturen von Oberfranken bis nach Niederbayern allerdings im frostigen Bereich, somit besteht hier zunehmend Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Am Abend nimmt die Niederschlagsintensität zu, dabei geht der gefrierende Regen im Böhmerwald vorübergehend wieder in Schneefall über.

Im Osten gibt es frostige Temperaturen
Am Freitagvormittag herrschen in Mitteleuropa starke Temperaturkontraste. © UBIMET

Glättegefahr

In den Abendstunden steigt die Glättegefahr auch in Teilen Sachsens sowie im Grenzbereich zu Polen an, zuvor fällt hier gebietsweise wie etwa in Ostsachsen mitunter auch noch ein wenig Schnee oder Schneeregen. Auf den Straßen muss man in den betroffenen Regionen somit mit teils glatten Verhältnissen rechnen!

Am Freitag im Norden gefrierender Regen, im Nordosten später Schnee

In Oberösterreich und Niederösterriech gibt es gefrierenden Regen und Schnee

Im Laufe des kommenden Wochenendes stellt sich die Großwetterlage im Alpenraum langsam um. Die Höhenströmung dreht allmählich wieder auf West und führt schubweise feuchtmilde Luftmassen atlantischen Ursprungs ins Land. Die Schneefallgrenze liegt in der Osthälfte des Landes bis Samstagmorgen noch im Flachland, ausgehend von Vorarlberg steigt sie am Sonntag aber auf über 2.000 m an.

Glättegefahr im Norden

Der Freitag bringt zunehmend dichte Wolken, nur an der Alpensüdseite und im Osten scheint zeitweise noch die Sonne. Ab etwa Mittag setzt von Vorarlberg bis nach Oberösterreich allmählich Regen ein, wobei die Schneefallgrenze bei etwa 1.300 m liegt. In tiefen Schichten hält sich im Donauraum sowie allgemein im Osten und Süden allerdings kalte, frostige Luft, somit besteht besonders in einem Streifen vom nördlichen Innviertel und Sauwald über den Zentralraum bis zur Eisenwurzen zunehmend Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Auch im Pinz- und Pongau sowie im Ennstal und Gesäuse kann es neben Schneefall teilweise zu gefrierendem Regen kommen.

Auch in Wien fällt Freitagnacht etwas Schnee
Potential für gefrierenden Regen und Schnee von Fr.vormittag bis Sa.morgen. © UBIMET

Schnee im Nordosten

Am Abend wird der Niederschlag langsam stärker und greift zunehmend auch auf den Nordosten über. Von Vorarlberg bis ins Salzkammergut pendelt die Schneefallgrenze zwischen 1.000 und 1.300 m, etwa östlich der Linie Mühlviertel – Amstetten – Mariazellerland schneit es dagegen bis in tiefe Lagen. Besonders im Mühl-, Wald- und Mostviertel sind dabei stellenweise bis zu 10 cm Neuschnee zu erwarten. Weiter nach Osten zu fallen die Mengen geringer aus, aber auch in Wien zeichnen sich bis Samstagmorgen ein paar Zentimeter Schnee ab. Von Unterkärnten bis ins Südburgenland fällt in der Nacht auf Samstag zwar nur vorübergehend ein wenig Regen oder Schnee, auch hier kann es streckenweise aber glatt werden.

Milderung am Sonntag

Am Samstagvormittag gehen Regen und Schneefall bald zu Ende und bis Mittag stellt sich weitgehend trockenes Wetter ein. Am Sonntag kommt im Westen neuerlich Regen auf, dabei steigt die Schneefallgrenze auf über 2.000 m an. Im Süden und Osten lockern die Wolken dagegen zeitweise auf, die Temperaturen steigen aber auch hier langsam wieder auf positive Werte an.

Umstellung der Großwetterlage: Abkühlung in Sicht

Kalte Luft aus Russland erfasst Deutschland

Seit Monatsbeginn herrschen in Deutschland außergewöhnliche Temperaturen, so beträgt die Abweichung zum Mittel derzeit verbreitet 3 bis 5 Grad bzw. in der Südosthälfte örtlich sogar mehr als 6 Grad. Besonders am Alpenrand und im Oberrheingraben wurden auch Höchstwerte oberhalb der 20-Grad-Marke verzeichnet, wie etwa in Rosenheim mit 24.2 Grad am 6. November. Anbei eine Auswahl an Höchstwerten in diesem November:

Ort Höchstwert Tag
Rosenheim (Bayern) 24.2 Grad 6. November
Hohenpeißenberg (Bayern) 22.2 Grad 6. November
Garmisch-Patenkirchen (Bayern) 20.8 Grad 12. November
Freiburg (B-W) 20.5 Grad 12. November
Baden-Baden (B-W) 20.4 Grad 12. November
Quedlinburg (S-A) 20.1 Grad 12. November
Jena (Thüringen) 20.0 Grad 12. November
Leipzig (Sachsen) 19.8 Grad 12. November
Koblenz (R-P) 19.2 Grad 12. November

Kaltfront am Dienstag

Am Dienstag zieht aus Westen eine Kaltfront über Deutschland hinweg, welche tagsüber besonders in einem breiten Streifen von Baden-Württemberg  über Franken bis nach Brandenburg und Sachsen etwas Regen bringt. Im Nordwesten lebt frischer, an der Nordsee auch starker Südwestwind mit teils stürmischen Böen auf, zudem gehen im Norden und Osten am Nachmittag noch ein paar Schauer und vereinzelt auch kurze Kaltluftgewitter nieder. In der Nacht zum Mittwoch beruhigt sich das Wetter wieder und mit der Ausbildung eines Hochs über  Mitteleuropa setzt sich eine Wetterumstellung in Gang.

Eine Kaltfront bringt Regen
Die Kaltfront am Radar um 10 Uhr. © UBIMET / DWD

Hochdruckeinfluss

Die Höhenströmung dreht am Mittwoch von Südwest auf Nordwest und in der zweiten Wochenhälfte weiter auf Nordost bis Ost. Die Temperaturen bleiben vorerst noch über dem langjährigen Mittel und besonders im Nordwesten dominiert ab Donnerstag der Sonnenschein. Teils zähen Nebel oder Hochnebel gibt es dagegen in den Niederungen von Rheinland-Pfalz bis zum Alpenrand sowie gebietsweise auch im äußersten Osten. Am Freitag und Samstag überwiegt dann in weiten Teilen des Landes der Sonnenschein.

Ein Hochdruckgebiet liegt über Deutschland
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Freitag. © UBIMET / NCEP

Ostströmung

Am Wochenende verlagert sich der Kern des Hochdruckgebietes von Osteuropa in den Süden Skandinaviens. Über Deutschland etabliert sich somit eine östliche bis nordöstliche Strömung, welche aus Russland immer kühlere Luftmassen heranführt. Spätestens zu Beginn der kommenden Woche zeichnen sich dann vielerorts unterdurchschnittliche Temperaturen ab.

Eine Abkühlung ist in Sicht
Temperatur- und Druckprognose für Berlin. © UBIMET

Kommt Schnee?

Ob am Sonntag oder zu Beginn der kommenden Woche gebietsweise auch Niederschlag zu erwarten ist, hängt von der exakten Position des Hochs bzw. der Tiefdruckgebiete über Südosteuropa ab. Die Unsicherheiten sind derzeit noch erheblich, große Niederschlagsmengen sind aus heutiger Sicht aber nirgendwo zu erwarten. In mittleren Höhenlagen der Mittelgebirge nehmen die Chancen für ein kurzes Gastspiel des Winters aber zu.

Kalte Luft aus Russland zieht auf
Das GFS-Modell prognostiziert Sonntagnacht die Ankunft kalter Luftmassen aus Osten.

Großwetterlage stellt sich um: Kalte Luft aus Russland auf dem Weg nach Osteuropa

Frost mit Raureif im Herbst

Seit Monatsbeginn herrschen besonders an der Alpennordseite außergewöhnliche Temperaturen, so sorgte föhniger Südwind vielerorts für Höchstwerte oberhalb der 20-Grad-Marke. In der Stadt Salzburg wurde mit 23,8 Grad sogar eine neuer Stationsrekord für den November aufgestellt.

Ort Höchstwert Tag
Salzburg (S) 23.8 Grad 5. November
Wieselburg (NÖ) 23.5 Grad 6. November
Waidhofen an der Ybbs (NÖ) 23.4 Grad 6. November
Bludenz (V) 23.3 Grad 12. November
Haag (NÖ) 23.0 Grad 6. November
Feldkirch (V) 22.7 Grad 12. November
In den Nordalpen weht derzeit noch Föhn
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Montag mit Föhn in den Nordalpen.

Am Dienstag zieht an der Alpennordseite eine schwache Kaltfront durch. Abgesehen von geringen Regenmengen im westlichen Bergland ist zwar kein nennenswerter Niederschlag in Sicht, der Föhn geht aber zu Ende und mit der Ausbildung eines Hochs über  Mitteleuropa setzt sich eine Wetterumstellung in Gang.

Abkühlung und weniger Nebel

Die Höhenströmung dreht bis Mittwoch von Südwest auf Nordwest und in der zweiten Wochenhälfte weiter auf Nordost bis Ost. Das anhaltend trübe Wetter durch Hochnebel im Nordosten Österreichs wird dabei beendet und auch die Temperaturen nähern sich langsam wieder dem langjährigen Mittel. Spätestens in der Nacht auf Freitag zeichnet sich dann selbst im östlichen Flachland vielerorts Nachtfrost ab und tagsüber kommen die Temperaturen kaum noch über die 10-Grad-Marke hinaus.

Aus Russland gelangen immer kühlere Luftmassen nach Österreich
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Freitag mit kühler Nordostströmung.

Da die kühlere Luft vor allem in bodennahen Schichten einfließt, bleibt es in mittleren bzw. höheren Tallagen des Westens vorerst noch deutlich milder. Somit gibt es besonders im Hinteren Bregenzerwald bzw. im Arlberggebiet noch zweistellige Höchstwerte. Es wird jedoch nicht überall sonnig, so verlagert sich der Nebelschwerpunkt in den Bodenseeraum sowie teils auch in den Süden.

Kommende Woche noch kälter

Am Wochenende verlagert sich der Kern des Hochdruckgebiets vom östlichen Mitteleuropa in den Süden Skandinaviens. Im Alpenraum hat dies eine anhaltende östliche bis nordöstliche Strömung zur Folge, welche aus Russland immer kühlere Luftmassen heranführt. Nach derzeitigem Stand wird es mit lebhaft auffrischendem Nord- bis Nordostwind zu Beginn der kommenden Woche nochmals kälter mit Temperaturen unterhalb des langjährigen Mittels.

Es wird immer kälter im Laufe der kommenden 10 Tage
Temperaturtrend in etwa 1.500 m Höhe für Wien. © UBIMET / NCEP

Kommt der Schnee?

Ob zu Beginn der kommenden Woche auch Niederschlag im Alpenraum zu erwarten ist, hängt von der exakten Position des Hochs bzw. der Tiefdruckgebiete über Südosteuropa ab. Die Unsicherheiten sind derzeit noch groß, das europäische Wettermodell ECMWF prognostiziert allerdings nur sehr geringe Niederschlagsmengen. Das amerikanische Wettermodell GFS lässt dagegen auf den ersten Gruß des Winters hoffen.

In mittleren Lagen gibt es Dauerfrost
Temperaturprognose in etwa 1.000 m Höhe für kommenden Montag. (© GFS)

Eisberg in Österreich gesichtet

Blick auf den berühmtesten Gletscher Österreichs.

So kennen wohl die meisten Menschen die Pasterze, den mit 8 km längsten und gleichzeitig größten Gletscher Österreichs.

Blick auf die Pasterze
Blick auf die Pasterze

Etwas seltener im Blick ist hingegen der dem Gletscher vorgelagerte See, in dem sich das reichhaltige Schmelzwasser der Pasterze sammelt.

Wenn man auf dem folgenden Webcambild von heute Mittag genau hinsieht, erkennt man in der Bildmitte einen einige Meter langen und rund 10 Meter hohen Eisberg aus dem Wasser ragen. Er ist sogar so groß, dass man den Schattenwurf auf der sonnenabgewandten Seite sehen kann.

Blick auf den Gletschersee.
Blick auf den Gletschersee am 04.10.2018.

Toteis

Zwar finden sich im Gletschersee immer wieder kleinere Eisberge wieder, solch ein großer Eisberg ist aber selten. Der Gletscher verliert im Zuge der Klimaerwärmung jährlich rund 60 Meter Länge, immer wieder brechen größere Stücke an der Zunge ab. Dieses Eis, das dann keine Verbindung mehr zum Gletscher hat, bezeichnet man als Toteis.

Im nahezu 0 Grad kalten Wasser geht es dem Eisberg nun langsam an den Kragen, bis er vollständig verschwunden sein wird, dürften aber einige Jahre vergehen.

Rekord-Schneesturm in Kanada bringt 30 cm Schnee in Calgary

In Calgary gab es einen Rekord-Schneesturm

Verkehrschaos in Calgary

Am Dienstag hat ein Tief über dem Nordosten der USA für winterliche Verhältnisse im Westen Kanadas gesorgt. Besonders betroffen war die Provinz Alberta und hier vor allem ihre Hauptstadt, die Millionenmetropole und 1988-Olimpiastadt Calgary. Der außergewöhnlich kräftige Schneesturm führt zu Stromausfällen und einem Verkehrschaos in der gesamten Provinz. In den kommenden Stunden beruhigt sich die Lage rasch wieder, die Temperaturen bleiben aber auf einem winterlichen Niveau.

31 cm Neuschnee, Oktober-Rekord?

Calgary liegt auf rund 1000 m Seehöhe am Fuß der Rocky Mountains, Schnee ist hier zwischen Ende September und Ende Mai klimatologisch gesehen keine Seltenheit. Dennoch sind die gemeldeten 31 cm Neuschnee in weniger als 30 Stunden selbst für diese Region rekordverdächtig. Der Oktober-Rekord für die 24-stündige Neuschneemenge beträgt knapp 30 cm Neuschnee und wurde im Jahr 1914 gemessen. Ob der Neuschnee im aktuellen Fall innerhalb von 24 oder 30 Stunden gefallen ist, muss vom Kanadischen Wetterdienst allerdings noch geklärt werden.

Nachfolgend befinden noch ein paar beeindruckenden Bilder und Videos aus der Region:

Titelbild: pixabay.com

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Rekordkälte und Sturm in Australien

Ein frostiger Morgen in Australien.

Eisig kalt

Weite Teile des Kontinents erlebten heute Morgen ein eisiges Erwachen. Mit -1,2 Grad am Olympiagelände von 2000 wurde in der Millionenmetropole Sydney ein neuer Tiefstwert für das Jahr 2018 gemessen. Ebenso im subtropischen Brisbane, hier fielen die Temperaturen auf +5 Grad. Am kältesten war es in Glen Innes im Norden von New South Wales, wo fast -10 Grad erreicht wurden.

 

Sturm am Dienstag

Eine kräftige Kaltfront bringt unterdessen dem Süden des Kontinents – genauer gesagt den Regionen südlich der Linie Adelaide-Sydney – am Dienstag stürmischen Wind. Die höchsten Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h werden dabei in den Australischen Alpen und auf Tasmanien erreicht. Doch auch in Melbourne drohen Böen bis zu 80 km/h!

Sturm bringt Sturmböen am Dienstag in Australien. © UBIMET
Sturm bringt Sturmböen am Dienstag in Australien. © UBIMET

Winterliche Bedingungen in den Australischen Alpen

Auf den Bergen Australiens gibt es viel Schnee.

Der Südosten Australiens liegt derzeit zwischen einem Tief über der Tasmanischen See und einem Hoch über der Großen Bucht im Süden des Landes. Mit einer südwestlichen Strömung gelangen dabei schubweise feuchte und kühle Luftmassen ins Land.

Schneereicher Winter

Der Saisonstart verlief heuer in den Australischen Alpen außergewöhnlich schneereich, wie berichteter darüber hier: Wintereinbruch in Australien. Nun können sich Skifahrer und Winterfreunde auf weiteren Schneefall freuen. Besonders in Höhenlagen oberhalb von 1.300 m gibt es tiefwinterliche Bedingungen.

Weiterer Neuschnee am Wochenende

Im Laufe des Wochenendes gibt es weitere Schneeschauer, dabei gibt es in den Alpen von New South Wales oberhalb von etwa 1.500 m weitete 20 bis 40 cm Neuschnee. Auch in Victoria sind in höheren Lagen etwa weitere 20 cm der weißen Pracht zu erwarten. Die Schneefallgrenze steigt allmählich von 900 gegen 1.200 m an.

Besonders in den Alpen von NSW gibt es viel Neuschnee.
Schneeprognose für die Australischen Alpen. © UBIMET

Title-Photo credit: NeilsPhotography on VisualHunt / CC BY

Viel Schnee in den Australischen Alpen

Känguru in Australien im Schnee. © shutterstock.com

Die Wintersaison in den Bergen im Südosten Australiens ist perfekt gestartet. Im Wintersportgebiet Perisher, im Grenzbereich von New South Wales und Victoria, gab es in den letzten zwei Tagen bereits über 30 cm Neuschnee. Am Wochenende gibt es weitere Schneeschauer, somit wird in Summe in den Gipfellagen noch ein halber Meter Schnee erwartet. Da die Temperaturen kalt bleiben, können die Betreiber der Lifte zudem auch die Schneekanonen einsetzen.

Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Freitag. © GFS / UBIMET
Druckverteilung in etwa 5.500 m Höhe am Freitag. © GFS / UBIMET

Blizzard auf den Bergen

In den Hochlagen wurde der Schneefall in den letzten Tagen allerdings auch von teils stürmischem Wind begleitet, somit gab es zeitweise einen regelrechten Blizzard. An der Gipfelstation von Thredbo gab es in 1.957 m Höhe sogar orkanartige Böen von bis zu 113 km/h. Im 1.735 m hoch gelegenen Feriendorf Perisher Valley wurden bei anhaltendem Schneefall Sturmböen von 85 km/h verzeichnet.

Die Betreiber der Skilifte hoffen nun auf eine gute Wintersaison, wenngleich der Gesamtschnee im Juni im Mittel keine Rolle für den weiteren Saisonverlauf spielt. So folgten die bislang schneereichsten Winter im 1956 und 1981 jeweils auf einen schneearmen Junibeginn.

Schneesturm zum Frühlingsstart an der US-Ostküste

Schnee im Centralpark ©pixabay /howardwho

Nicht nur in Europa zeigt der Winter nochmals seine Zähne, sondern auch an der Ostküste der USA sorgt ein weiterer Schneesturm nicht gerade für Frühlingsgefühle. Schneestürme im März sind in dieser Region nicht ungewöhnlich, doch es ist bereits der vierte Sturm in diesem Monat und auch die zu erwartenden Schneemengen von bis zu 45 cm sind ungewöhnlich.

Neuschneemengen bis Mittwochnacht Lokalzeit.
Neuschneemengen bis Mittwochnacht Lokalzeit. © UBIMET

Zu den Details

Am Dienstag zieht ein Tief aus Südwesten an die Ostküste und bringt zunächst verbreitet Regen, der am Nachmittag von Westen her allmählich in Schnee übergeht. Der meiste Schnee fällt dann am Mittwoch tagsüber, dazu weht noch kräftiger Wind und es stellen sich schneesturmartige Verhältnisse ein. Dabei muss man sich wieder auf zahlreiche Flugausfälle und Behinderungen im öffentlichen Verkehr einstellen.

Dreistündige Niederschlagsraten.

Starkschneefall am Alpenostrand

Forsythien im Schnee. @shutterstock

Am Samstagvormittag setzt im Süden kräftiger Regen ein, Schnee fällt vorerst nur oberhalb von etwa 700 bis 1000 m. Der Niederschlag breitet sich rasch nach Norden aus, wobei im Osten von Beginn an Schnee bis ins Flachland fällt. Am Abend geht der Regen auch im Süden in Schneefall über, in der Nacht sinkt die Schneefallgrenze dann im Westen bis in die Tallagen. Die größten Neuschneemengen von bis zu 20 Zentimeter sind im Semmering-Wechsel-Gebiet sowie im südlichen Wiener Becken zu erwarten. In Wien kommen in der Stadt etwa 5 Zentimeter Neuschnee zusammen, im Wienerwald sind bis zu 10 Zentimeter zu erwarten.

Neuschneemengen am Wochenende

Tiefwinterliches Bergland

Die Skifahrer können sich über eine ordentliche Portion Neuschnee freuen. Von den Hohen Tauern bis zum Schneeberg sowie vom Arlberg bis zum Brenner fallen verbreitet 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee, auf der Koralpe können sich die Skigebiete auf bis zu einem halben Meter Neuschnee einstellen. Dazu wird es bis Sonntag immer kälter. Skifahrer am Hochkar müssen sich am Sonntag auf Temperaturen zwischen -10 und -15 Grad einstellen. Besonders im östlichen Flachland stellt sich Dauerfrost ein.

Frühling lässt auf sich warten

Auch in der neuen Woche setzt sich das spätwinterliche Wetter fort. Am Montag hält sich verbreitet der Dauerfrost, nur im Westen und Süden steigen die Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt. In den Folgetagen ist dann nach teils strengem Morgenfrost auch im Osten tagsüber wieder mit zarten Plusgraden zu rechnen, an der Alpennordseite kommt hingegen noch etwas Neuschnee hinzu. Die Rückkehr zu frühlingshaftem Wetter ist frühesten am nächsten Wochenende möglich.

Tief WIEBKE der Schneebringer

Kind mit selbst gebauten Schneefall © Tiplyashina Evgeniya

Über Nacht brachte Tief WIEBKE den Winter in Ostdeutschland zurück. Vor allem in Sachsen, dem östlichen Thüringen, im südlichen Brandenburg sowie in Sachsen-Anhalt fielen verbreitet 5 bis 10 cm nasser Neuschnee. Stellenweise, wie in  Osterfeld gab es bis zu 20 cm Neuschnee. Dies ist auch gleichbedeutend mit dem stärksten Schneefall in dieser Region in diesem Winter.

Frühling setzt sich durch

Der Schnee ist aber nur von kurzer Dauer. Wer Schneemänner oder Schneeburgen bauen will sollte sich beeilen. Bereits heute Mittwoch steigen die Temperaturen merklich über den Gefrierpunkt. Ab Donnerstag liegen die Höchstwerte dann meist um die 10 Grad. Damit schmilzt der Schnee rasch wieder dahin und ist somit Schnee von gestern.

Schneechaos in Großbritannien

Wintereinbruch in Irland. © pixabay.com, Laurinda Mary

Während die Kältewelle in Mitteleuropa eher auf unspektakuläre Art und Weise endet, zeigt der Winter in Großbritannien noch einmal seine Krallen. Nicht umsonst kursieren im Internet furchteinflößende Namen wie „The Beast from the East“. Seit der vergangenen Nacht schneit es in Irland, Wales und im Südwesten Englands heftig. Der Schneefall wird begleitet von stürmischem Ostwind, somit muss mit teilweise meterhohen Verwehungen gerechnet werden.

Doch auch ohne diese Verwehungen sind die erwarteten Schneemengen beachtlich. Wie in nachfolgender Karte gut zu sehen ist, kommen im Süden Irlands bis Samstagfrüh verbreitet 20 cm Neuschnee zusammen, in den Wicklow Mountains südlich der Hauptstadt Dublin ist auch ein halber Meter möglich. Die Flughäfen Cork und Dublin haben ihren Betrieb komplett eingestellt, zudem kam es zu Hamsterkäufen, viele Schulen bleiben heute geschlossen.

24-stündige Neuschneemengen bis Samstagfrüh um 04:00 MEZ. © UCM / UBIMET
24-stündige Neuschneemengen bis Samstagfrüh um 04:00 MEZ. © UCM / UBIMET

In Wales gab es heute früh schon ein „Weißes Erwachen“, die Verwehungen türmen sich zum Teil mehr als 1 Meter hoch in den Straßen.

Blizzard am Flughafen Dublin – klar, dass hier auf absehbare Zeit kein Flieger abhebt oder landet…

Schneetornado in Südengland

Tornado. © UBIMET

Weite Teile Mitteleuropas liegen in diesen Tagen unter dem Einfluss arktischer Luftmassen. Wenn diese extrem kalte Luft über vergleichsweise milde Wasseroberflächen zieht, kommt es zu einer Labilisierung der unteren Luftschichten. Im Bereich der Küsten führt dies zu kräftigen Schneeschauern, vereinzelt auch Schneegewittern durch Lake Effect bzw. Sea Effect, wir berichteten darüber bereits hier: Historischer Wintereinbruch. Am Mittwochvormittag wurde der kleine Ort Brixham im äußersten Südwesten Englands von einem Schneeschauerband getroffen. Bei einer Temperatur von knapp 0 Grad und zeitweiligem Schneefall kam es dabei sogar zu einem Tornado!

Schneetornado

Entlang der Südküste Englands gab es zu dem Zeitpunkt eine ausgeprägte Konvergenzlinie, bei der Nordostwind und Ostwind aufeinandertrafen (horizontales Zusammenströmen der Luft). Im Aufwindbereich kräftiger Schauer kann es bei solchen Konvergenzlinien zu Verwirbelungen kommen, was letztendlich auch in diesem Fall zur Entstehung der Trichterwolke geführt hat. Sobald diese den Boden berührt, spricht man von einem Tornado. In diesem Fall handelte es sich vermutlich ursprünglich um eine Wasserhose, welche mit der östlichen Strömung auf Land getroffen ist.

Windkonvergenz (schwarz gestrichelt) im Bereich der Südküste Englands am Mittwochvormittag.© UBIMET RACE
Windkonvergenz (schwarz gestrichelt) am Mittwochvormittag. © UBIMET RACE

Aktuelle Schneehöhen in Deutschland

Vor allem im Nordosten Deutschlands hat es in den letzten 36 Stunden häufig geschneit. Besonders stark fiel der Schneefall in einem Streifen von Lübeck bis Hamburg sowie in Teilen Vorpommerns aus, stellenweise wie etwa in Schwerin oder Kiel gab es allerdings höchstens geringe Mengen. Die Ursache für die regional markanten Unterschiede war der sogenannte Lake Effect, wir berichteten darüber bereits hier:  Schnee an der Ostsee. In Bad Schwartau (S-H) wurden am Dienstagmorgen sogar 35 cm gemessen! Durch den Schneefall kam es jedoch zu Einschränkungen im lokalen Busverkehr, zudem gab es allein in Schleswig-Holstein bereits über 100 Autounfälle.

Anbei die Liste der gemeldeten Schneehöhen am Dienstagmorgen um 7 Uhr (Auswahl):

  • 38 cm Garmisch-Partenkirchen (B)
  • 35 cm Bad Schwartau (S-H)
  • 31 cm Lübeck (S-H)
  • 26 cm Greifswald (M-V)
  • 23 cm Carlsfeld (S)
  • 21 cm Braunlage (N)
  • 15 cm Villingen-Schwenningen (B-W)
  • 14 cm Laupheim (B-W)
  • 14 cm Freudenstadt (B-W)
  • 14 cm Oberstdorf (B)
  • 11 cm Putbus / Rügen (M-V)
  • 10 cm Ulm (B-W)
  • 9 cm Bad Marienberg (R-P)
  • 7 cm Hamburg (HH)
  • 4 cm München (B)

Noch mehr Schnee gibt es erwartungsgemäß auf den Bergen, anbei die Spitzenreiter:

  • 380 cm Zugspitze 2944m
  • 150 cm Brocken 1142 m
  • 149 cm Feldberg/Schwarzwald 1490 m
  • 95 cm Fichtelberg 1213 m

In den nächsten Tagen muss man vor allem im Norden Schleswig-Holsteins mit weiterem Schnee rechnen, aber auch in Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie am Alpenrand schneit es am Dienstag zeitweise.

Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Donnerstagfrüh. © UBIMET
Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Donnerstagfrüh. © UBIMET

Schnee in Rom und in Südosteuropa

Rom im Schnee. @shutterstock.com/Francesco Todaro

Ein ausgeprägter Tiefdruckwirbel über Südeuropa sorgt derzeit für winterliche Verhältnisse in weiten Teilen Südosteuropas und Italiens. Selbst in Rom fällt seit letzter Nacht Schnee, dies ist ein durchaus seltenes Ereignis, da es hier in den letzten 40 Jahren nur im Jahr 1985, 1986 und 2012 eine messbare Schneedecke gab!

Schneesturm in Südosteuropa

An der Ost- und Nordsee sowie an der Italienischen Adriaküste kommt es in diesen Tagen zum sogenannten Lake Effect, wir berichteten bereits hier: Schnee an der Ostsee. Noch heftiger trifft es in diesen Stunden allerdings Südosteuropa, so sind von Kroatien und Südungarn bis nach Nordgriechenland verbreitet 15 bis 30, in Südrumänien und Bulgarien stellenweise auch 40 cm Schnee zu erwarten. Vor allem im Südosten Rumäniens und Bulgariens zeichnen sich bei kräftigem Nordostwind mit stürmischen Böen um 60 km/h auch Schneeverwehungen ab.

Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Mittwochfrüh. © UBIMET
Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Mittwochfrüh. © UBIMET

Etwas Schnee in Österreich

Der Alpenraum wird von dem Mittelmeertief nur marginal beeinflusst. Am Dienstag zeichnen sich im Bereich der Nordalpen vom Tiroler Unterland bis zum Mariazellerland sowie am Alpenostrand und im Bereich der Koralpe aber zumindest ein paar wenige Zentimeter Neuschnee ab. Im Flachland fallen meist nur ein paar Schneeflocken vom Himmel.

Februar 2018: Kalt, trüb und im Süden schneereich

Über dem Nebel herrscht strahlend sonniges, sehr mildes Winterwetter ©pixmartin.

Der vergangene Februar, aus meteorologischer Sicht der letzte Monat des Winters, brachte eine landesweite Abweichung von -1,5 Grad (Stand 26.2) und war somit der einzige zu kalte Monat des Winters. Vor allem auf den Bergen war es deutlich kälter als im Mittel, so liegen die Abweichungen hier teils bei -3 Grad. Im westlichen Donauraum und im Südosten war die Abweichung zum Mittel dagegen etwas geringer. Die höchste Temperatur des Monats wurde gleich am 1. Februar in Bad Radkersburg mit +12,4 Grad gemessen. Der Tiefstwert wurde hingegen auf der Flattnitz in Kärnten am 26. Februar mit -25,4 Grad erreicht. Österreichweit am kältesten war es mit -30,6 Grad am 3.150 m hohen Sonnblick.

Viel Schnee im Süden

Von Kärnten bis zum Burgenland verlief der Monat überdurchschnittlich nass: In Unterkärnten und in der Südsteiermark fiel gebietsweise mehr als doppelt so viel Niederschlag wie üblich. An der Alpennordseite gab es hingegen nur 30 bis 60 % des Monatsolls. Die großen Niederschlagsmengen sorgten im Süden des Landes für reichlich Schnee, teilweise fiel hier dreimal so viel Schnee wie üblich. Bereits am 2. Februar sorgte ein Italientief für 10 bis 30 cm Schnee in Kärnten und Osttirol. In den Tagen zwischen dem 20. und 23. schneite es dann neuerlich vor allem in Kärnten und in der Südsteiermark häufig, gebietsweise wurden im Bereich der Koralpe rund 30 cm Neuschnee gemessen. Aber auch in Graz wurden am 23. Februar 20 cm Schnee gemeldet.

Die Sonne zeigte sich dagegen selten, so gab es meist nur 40 bis 60 Prozent der üblichen Sonnenscheindauer. Besonders trüb war es im Süden mit etwa 35 Prozent des Solls in Klagenfurt und Graz. Am relativ sonnigsten war es dagegen im Waldviertel mit etwa 85 Prozent in Litschau.

Eisiges Ende

Ein Kaltluftausbruch aus Russland sorgte für ein eisiges Monatsende. Am 25. des Monats gab es erstmals in diesem Winter im gesamten Land Dauerfrost. Die Nacht auf den 26. war auch die bislang kälteste Nacht des Winters. Auf der Flattnitz in Kärnten sank die Temperatur sogar auf -25,4 Grad. Die Kältewelle erreicht in den letzten Tagen des Monats ihren Höhepunkt, so sind Dienstagnacht und Mittwochnacht nochmals ähnliche Tiefstwerte zu erwarten. Ein Ende der Kältewelle ist aber in Sicht: Von Donnerstag bis Samstag steigen die Temperaturen auf den Bergen um rund 20 Grad an. Am Wochenende macht sich die Milderung dann auch im Osten bemerkbar.

Extremwerte Februar 2018

Höchste Temperaturen
12,4 Grad, Bad Radkersburg (ST)
12,3 Grad, Leibnitz (ST)
12,1 Grad, Lutzmannsburg (B)

Tiefste Temperaturen
-25,4 Grad, Flattnitz (K)
-25,2 Grad, St.Michael im Lungau (S)
-24,3 Grad, Zeltweg (ST)

Nassester und trockenster Ort
190 Liter pro Quadratmeter, Loibl (K)
13 Liter pro Quadratmeter, Linz, Freistadt und Reichenau im Mühlkreis (OÖ)

Sonnigster und trübster Ort
109 Sonnenstunden, Sonnblick (S), 94 Sonnenstunden, Virgen (T)
33 Sonnenstunden, St. Andrä im Lavanttal (K), Langen am Arlberg (V)

Stärkste Windspitzen Tal/ Niederungen und Berg
68 km/h, Brand (V), Innsbruck/Uni (T), Bad Gastein (S) und Reichenau/Rax (NÖ)
115 km/h, Patscherkofel (T)

Lake effect an der Ostsee

Schneeschauer im Küstenbereich. © Nikolas Zimmermann

Der sogenannte Lake Effect tritt unter bestimmten meteorologischen Rahmenbedingungen vor allem im Winter auf, wenn sehr kalte Luft arktischen Ursprungs  über nicht zugefrorene bzw. vergleichsweise warme Wasseroberflächen zieht. Die Luft wird dabei labilisiert und nimmt viel Feuchtigkeit auf. Meist bilden sich Schauerstraßen, die dann in schmalen Streifen parallel zur Strömung auf die windzugewandten Küstenregionen treffen. Manchmal wachsen die Schauer sogar zu Schneegewitter heran.  Die räumlichen Unterschiede bei den Neuschneemengen sind aufgrund der teils eng begrenzten Schauerstraßen aber markant. Der Begriff stammt ursprünglich von den Großen Seen im Norden der USA, wo dieses Phänomen besonders häufig beobachtet wird.

Schnee an der Ostsee

In diesen Tagen liegt Mitteleuropa unter dem Einfluss einer sehr kalten, nordöstlichen Strömung. Über der Ostsee sorgt der Lake Effect bereits für Schauerstraßen, die von Nordosten her auf die Küste von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern treffen. Besonders betroffen davon sind der Bereich zwischen Rügen und Usedom sowie der Großraum von Lübeck. In abgeschwächter Form können die Schauer bei günstigen Bedingungen aber noch hunderte Kilometer bis ins Landesinnere vordringen, so schneit es zeitweise auch in Hamburg,  im östlichen Niedersachsen und in der Altmark. Diese Wetterlage setzt sich zumindest bis Dienstag fort, dann zeichnet sich vorübergehend eine Drehung der Strömung von Nordost auf Ost ab und der Schwerpunkt verlagert sich nach Schleswig-Holstein. Aktuelle Radarbilder gibt es hier: Radar Mecklenburg-Vorpommern

Radarbild am Sonntag um 14 Uhr mit Lake Effect im Bereich der Ostsee. © DWD / UBIMET
Radarbild am Sonntag um 14 Uhr mit Lake Effect im Bereich der Ostsee. © DWD / UBIMET

Lake Effect an der Adria

Der Lake Effect tritt allgemein im Bereich von großen Seen oder Binnenmeeren auf. Voraussetzung dafür sind lediglich sehr kalte Luftmassen sowie eine ausreichend große, vergleichsweise milde Wasseroberfläche.  So kann man dieses Phänomen in den kommenden Tagen auch an der Adria in Italien beobachten: Der eisige Nord- bis Nordostwind nimmt über dem relativ milden Wasser viel Feuchtigkeit auf und trifft dann auf die Ostseite Italiens. Speziell von San Marino bis in die Abruzzen gibt es somit einiges an Neuschnee, aber selbst an den Stränden Apuliens sind in den nächsten Tagen Schneeschauer zu erwarten. Ein weiteres Beispiel ist die Ostküste Englands, auch hier zeichnen sich am Dienstag und Mittwoch winterliche Bedingungen ab.

Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Dienstagnachmittag. © UBIMET
Prognose der 48-stündigen Neuschneehöhe bis Dienstagnachmittag. © UBIMET

Die Kältewelle im Überblick

Reif nach einer eiskalten Nacht. © pixabay

Ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet über Skandinavien sorgt in Mitteleuropa aktuell für eine anhaltende östliche Strömung. Dies ermöglicht kontinentalen Luftmassen aus dem Norden Russlands bis nach Mitteleuropa vorzudringen. Bis Donnerstag setzt sich diese Wetterlage fort, danach zeichnet sich eine markante Tiefdruckentwicklung im Bereich der Iberischen Halbinsel ab und mit Drehung der Höhenströmung auf Süd gelangen wieder milde Luftmassen ins Land.

Herkunft der Luft zu Beginn der kommenden Woche. © GFS / NOAA
Herkunft der Luft zu Beginn der kommenden Woche. © GFS / NOAA

Strenger Frost

Ab Sonntag stellt sich verbreitet Dauerfrost ein, nur noch vereinzelt gibt es im Süden bei leicht föhnigem Nordostwind zarte Plusgrade. Nachts muss man verbreitet mit strengem Frost zwischen -10 und -15 Grad rechnen, in manchen Tal- und Beckenlagen zeichnen sich auch Tiefstwerte unterhalb von -20 Grad ab. Die Kältepole liegen einerseits in höheren Alpentälern wie etwa im Außerfern, in Osttirol oder im Lungau, andererseits auch im Hügelland des Nordens und Ostens, wie beispielsweise im Waldviertel und im Wienerwald. Diese Werte können so manch einer Autobatterie zu schaffen machen! Die kälteste Nacht  wird aus jetziger Sicht die Nacht auf Mittwoch, dann sind in einzelnen Alpentälern auch Tiefstwerte um -25 Grad möglich. Selbst tagsüber kommen die Temperaturen im Norden und Osten aber kaum noch über -5 Grad hinaus.

Tempraturprognose in etwa 1500 m Höhe, © GFS / UBIMET
Temperaturprognose in etwa 1500 m Höhe, © GFS / UBIMET

Tauwetter im hohen Norden

Während in ganz Mitteleuropa in den kommenden Tagen deutlich unterdurchschnittliche Temperaturen zu erwarten sind, gibt es im hohen Norden weiterhin überdurchschnittliche Werte. Bereits in den letzten Tagen wurden an der Nordspitze Grönlands Temperaturen von bis zu +1 Grad gemessen, zudem wurde hier – obwohl noch Polarnacht herrscht – ein Rückgang der Eisbedeckung beobachtet. Am Sonntag liegen die Temperaturwerte dann selbst am geographischen Nordpol vorübergehend bei etwa 0 Grad, somit ist es hier milder als in Wien oder Berlin!

Temperaturprognose für Sonntag. © GFS / UBIMET
Temperaturprognose für Sonntag. © GFS / UBIMET

Wintereinbruch im nördlichen Mittelmeerraum

Schneesturm USA pixabay

Mitteleuropa liegt derzeit zwischen einem umfangreichen Hochdruckgebiet über Skandinavien bzw. Russland und einem Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer. Die resultierende, anhaltende östliche Strömung führt dabei kontinuierlich kalte Luftmassen nach Mitteleuropa. In den kommenden Tagen steht vor allem im nördlichen Mittelmeerraum somit ein regelrechter Wintereinbruch bevor.

Gebietsweise viel Schnee

Das Tief über Italien sorgt am Donnerstag und Freitag besonders im Süden und Südosten Österreichs, in Slowenien und Kroatien sowie in Teilen Norditaliens verbreitet für Schneefall. Vor allem in typischen Oststaulagen – wie beispielsweise das Dinarische Gebirge in Slowenien und Kroatien oder der Nördliche Apennin in Italien – schneit es sogar ergiebig, hier sind teils über 50 cm Schnee zu erwarten! Aber auch im Bereich der Koralpe in Österreich schneit es zeitweise kräftig.

48h-Neuschneehöe am Donnerstag und Freitag. © UBIMET
48h-Neuschneehöhe am Donnerstag und Freitag. © UBIMET

Bise und stürmische Bora

Während in Mitteleuropa teils lebhafter, eisiger Ost- bis Nordostwind aufkommt bzw. im Schweizer Mittelland Bise, sorgt der ausgeprägte Druckgradient entlang des Dinarischen Gebirges an der östlichen Adriaküste für stürmische Bora. Besonders in Triest sowie im Küstenabschnitt zwischen Rijeka und Zadar gibt es in den kommenden Tagen stellenweise sogar Orkanböen von bis zu 130 km/h. In diesem Fall handelt es sich um die sogenannte „schwarze Bora“ (bora scura), welche vorwiegend durch ein Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeerraum ausgelöst und von Regen und Schneefall begleitet wird. In mittleren Höhenlagen des Küstengebirges zeichnet sich in den betroffenen Regionen sogar ein regelrechter Schneesturm ab.

Arktische Luft im Anmarsch

Ab dem Wochenende lässt der Tiefdruckeinfluss nach und arktische Luftmassen erreichen Mitteleuropa. Selbst im Flachland stellt sich ab Sonntag somit verbreitet Dauerfrost ein, nur im äußersten Westen Deutschlands liegen die Werte tagsüber noch knapp oberhalb des Gefrierpunkts. Nachts muss man zudem vielerorts mit strengem Frost rechnen, im Alpenraum zeichnen sich in manchen Tal- und Beckenlage auch Tiefstwerte unter -20 Grad ab.

Temperaturprognose in 1500 m Höhe. © NCEP / UBIMET
Temperaturprognose in 1500 m Höhe. © NCEP / UBIMET

Schnee und klirrend kalte Polarluft im Anmarsch

Winterszene mit älterem Mann, dem kalt ist. @shutterstock.com/Pepgooner

Der Winter gibt sich heuer noch nicht geschlagen. So muss man in den nächsten Tagen auch in der Osthälfte verbreitet mit Neuschnee rechnen und kalte Polarluft bringt tiefe Temperaturen. Von Unterkärnten über große Teile der Steiermark, in Niederösterreich und Wien sowie im Burgenland schneit es bis Freitag immer wieder. Die größten Neuschneemengen zeichnen sich in Summe im Weststeirischen Hügelland, in der Semmering-Wechsel-Region, in der Buckligen Welt und im Mittelburgenland ab. So sind hier bis Freitagfrüh durchaus 20 bis 30 Zentimeter möglich. Aber auch im östlichen Flachland bildet sich verbreitet eine dünne Schneedecke. Dazu legt der Wind allmählich zu, wodurch man zunehmend mit Schneeverwehungen rechnen muss. Nur wenig Schnee kommt diesmal im Westen zusammen.

Die Temperaturen gehen in den kommenden Tagen durch den Einfluss kalter Polarluft zurück. So liegen die Höchstwerte selbst in tiefen Lagen nur noch um 0 Grad.

Eisige Polarluft erreicht die Alpen

Vor etwa einer Woche kam es über der Arktis zu einer Spaltung des stratosphärischen Polarwirbels, wir berichteten über dieses Phänomen hier: Instabiler Polarwirbel. Bis sich die Auswirkungen davon auch in der Troposphäre bemerkbar machen, also dort wo sich unser Wetter abspielt, dauert es im Mittel etwa  10 bis 15 Tage. Die dadurch begünstigte östliche Strömung über Mitteleuropa wird mittlerweile tatsächlich von den globalen Wettermodellen berechnet, so zeichnet sich ab dem Wochenende ein Schwall klirrend kalter, kontinentaler Polarluft aus Russland ab. Damit muss man spätestens am Sonntag überall mit Dauerfrost rechnen. Vielerorts kommen die Temperaturen auch tagsüber nicht mehr über -10 bis -5 Grad hinaus. Eisiger Nordostwind verschärft die Kälte zusätzlich. Sollten die Nächte in diesem Fall klar bleiben, drohen sogar Tiefstwerte von unter -25 Grad.

Extrem kalt wird es in diesem Fall auch auf den Bergen. So könnten die Temperaturen in 2.000 m auf unter -20 Grad und in 3.000 m gar in Richtung -30 Grad sinken.

Temperaturprognose für kommenden Sonntag in etwa 1500 m Höhe. © GFS / UBIMET
Temperaturprognose für kommenden Sonntag in etwa 1500 m Höhe. © GFS / UBIMET

Winterliches Wetter in den Semesterferien

Skistecken auf einer Piste in Nahaufnahme. @unsplash.com

Zu guter Letzt sind auch die Steiermark und Oberösterreich mit den Semesterferien an der Reihe. Auch die Schülerinnen und Schüler dieser beiden Bundesländer dürfen sich auf winterliches Wetter und nach wie vor oft ausgezeichnete Schneeverhältnisse freuen.

Super Schnee- und Pistenverhältnisse in den Semesterferien

Das gute Schiwetter beginnt schon am Wochenende. So kommen vor allem in der Nacht auf Sonntag verbreitet ein paar Zentimeter frischer Pulverschnee dazu. Dieser glitzert am Sonntagnachmittag sogar vielerorts in der Februarsonne.

Kälte und Neuschnee

Von Montag bis Freitag zeichnet sich durchwegs winterliches Wetter ab. So gehen die Temperaturen weiter zurück und selbst in den Niederungen liegen die Höchstwerte oft nur noch knapp über null Grad. Richtig eisig kann es in der zweiten Wochenhälfte sogar auf den Bergen werden. So liegen die Temperaturen ab Mittwoch in 2.000 m nur noch bei rund -10 Grad. Neuschnee zeichnet sich ebenfalls ab, für Details ist es derzeit allerdings noch zu früh. Die Höchstwerte liegen bis Mittwoch in den Tälern meist bei -3 bis +5 Grad. In der zweiten Wochenhälfte dann oft nur noch zwischen -6 und +2 Grad.  Besonders frostig kann es dabei nach Osten zu werden.

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. So zeigt sich die Sonne meist nur zwischendurch und auch der Wind wird zunehmend lebhaft.

Eisige Nächte stehen bevor

Reif nach einer eiskalten Nacht. © pixabay

In diesen Tagen sind die Bedingungen für eiskalte Nächte nahezu perfekt, denn unter schwachem Hochdruckeinfluss zeigt sich der Himmel oftmals sternenklar. Es gibt also nur wenige Wolken, die die nächtliche Abkühlung dämpfen könnten, zudem liegt in mittleren Höhenlagen verbreitet Schnee. Dazu spielt der Wind praktisch keine Rolle, auch er könnte sich nämlich auf der Jagd nach den tiefsten Temperaturen des Winters als hinderlich erweisen. Und zu guter Letzt spielt auch noch die Astronomie den Eisnächten in die Karten: Jetzt – Mitte Februar – sind die Nächte noch sehr lang, dementsprechend gut kann es nachts auskühlen. So liegen etwa in Wien zwischen Sonnenunter- und Sonnenaufgang noch immer 13 Stunden und 52 Minuten. In Zürich ist die Nacht nur 4 Minuten kürzer, Berlin liegt derzeit gar 14 Stunden und 11 Minuten im Dunkeln.

Die Kältepole – Österreich

Bereits vergangene Nacht war es in den westlichen Landesteilen bitterkalt. Mit -18,2 Grad hatte Galtür die Nase vorne, dicht gefolgt von Tannheim mit -17,8 Grad. Bichlbach komplettiert mit -16,2 Grad das „eisige Podium“.

In den Nächten auf Mittwoch und auf Donnerstag wird es dann im ganzen Land frostig, eine Ausnahmeerscheinung im laufenden milden Winter. Besonders in den schneebedeckten Hochtälern gehen die Temperaturen auf Werte um die -20 Grad zurück. Prädestiniert dafür sind das Seefelder Plateau, das Tannheimer Tal, das Defereggental sowie der Lungau.

Deutschland – Eisige Mittelgebirge

-19,6 Grad zeigte das Thermometer heute Morgen in Bernau im Schwarzwald. Generell waren die Mulden und Tallagen von Schwarzwald und Schwäbischer Alb vergangene Nacht die Kältepole, Meßstetten meldete einen Tiefstwert von -17,0 Grad. In den kommenden beiden Nächten gehen die Temperaturen bundesweit in den Frostbereich zurück, besonders kalt wird es dabei über Schneeflächen am Alpenrand, im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und im Erzgebirge. -15 bis -10 Grad sind hier verbreitet möglich, in günstigen Beckenlagen vereinzelt auch -20 Grad.

Eiskeller der Schweiz

Tief gefroren präsentierten sich heute Früh die typischen eidgenössischen Kältelöcher: -34 Grad auf der Glattalp (Schwyz), -30 Grad in Hintergräppelen (St. Gallen / kaltluftseen.ch) und -27 Grad in La Brévine (Neuenburg). Solche Tiefstwerte sind auch in den nächsten beiden Nächten zu erwarten, in den Alpentälern geht es mit den Temperaturen allgemein auf -15 bis -20 Grad hinab. Da erscheinen die Tiefstwerte von rund 0 Grad in Lugano (Tessin) schon fast mild.

Eisige Temperaturen am Mittwochmorgen. © UBIMET
Eisige Temperaturprognose für Mittwochmorgen. © UBIMET

Ferienwetter ideal für den Spass im Schnee

Am Freitag endet das Wintersemester auch für die Schülerinnen und Schüler in Tirol, Salzburg, Kärnten und im Burgenland. Dazu zeigt sich das Ferienwetter zunächst  von seiner trüben Seite mit vielen Wolken sowie Nebel- und Hochnebelfeldern. Tagsüber setzt sich entlang und nördlich der Alpen zunehmend freundliches Wetter durch. In Osttirol, Kärnten, weiten Teilen der Steiermark sowie im Süd- und Mittelburgenland kann es allerdings ganztags trüb bleiben. Viel Sonnenschein von der Früh weg gibt es auf vielen Skipisten, hier ziehen nur ein paar harmlose Wolken durch. Meist -1 bis +6 Grad, in 2.000 m rund -7 Grad.

Oben Sonne, unten Nebel und Wolken

Am Samstag halten sich im Bergland und im Süden anfangs viele Wolken, die sich auch tagsüber nur zögerlich lichten. Von Vorarlberg bis in die nördliche Obersteiermark fallen mitunter sogar ein paar Flocken. Freundlicher wird es im Süden und Osten. So zeigt sich die Sonne am längsten im östlichen Flachland, in Osttirol und Oberkärnten sowie generell im Hochgebirge. Meist -1 bis +5 Grad, in 2.000 m -11 bis -8 Grad.

Landesweit mehr Sonne hat der Sonntag zu bieten. So wird es auf den Bergen von der Früh weg recht sonnig und auch die Nebel- und Hochnebelfelder in den Tälern lichten sich tagsüber in vielen Regionen. Trüb bleiben kann es allerdings weiterhin in manchen Tälern Salzburgs, der Steiermark und Kärntens sowie stellenweise in Ober- und Niederösterreich. Am Nachmittag ziehen zudem allmählich dichte Wolken auf. Weiterhin 0 bis +6 Grad, in 2.000 m von Ost nach West -8 bis -4 Grad.

Frostiges Ferienwetter in der ersten Wochenhälfte

Das Ferienwetter bringt aus heutiger Sicht zunächst auf den Bergen eine sehr frostige erste Wochenhälfte. So kommen in 2.000 m die Temperaturen bis Mittwoch kaum über -13 bis -9 Grad hinaus. Dazu schneit es am Montag verbreitet zeitweise bis in tiefe Lagen. Die Sonne zeigt sich am ehesten am Mittwoch länger. In den Niederungen werden meist -3 bis +5 Grad erreicht.

Im Gebirge deutlich milder werden könnte es vorübergehend am Donnerstag. Schon am Freitag könnte die nächste Kaltfront aber wieder für einen Temperaturrückgang sorgen.

Instabiler Polarwirbel: Langer Winter in Mitteleuropa?

Die Stratosphäre. © shutterstock

Der Polarwirbel

Der Polarwirbel ist ein großräumiges Höhentief über der Arktis, das sich von der mittleren und oberen Troposphäre über die gesamte Stratosphäre erstreckt. Wie jedes Tiefdruckgebiet auf der Nordhalbkugel dreht sich der arktische Polarwirbel gegen den Uhrzeigersinn. Er ist gefüllt mit sehr kalter Luft, die in der Stratosphäre Werte um -80 Grad erreichen kann. Seine Stärke hängt vom Temperaturunterschied zwischen dem Äquator und den Polen ab, daher erreicht er seine maximale Ausprägung meist im Jänner. Ein stark ausgeprägter Polarwirbel sorgt in den mittleren Breiten für eher mildes, westwinddominiertes Winterwetter. Der Polarwirbel kann aber auch gestört werden, dann beginnt er zu mäandrieren und es kommt zu Kalt- sowie Warmluftausbrüchen aus Nord bzw. Süd.

Plötzliche Stratosphärenerwärmung

In manchen Jahren kommt es im Winter zu einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung über der Arktis, wobei es in etwa 25 km Höhe innerhalb weniger Tage einen Temperaturanstieg von mehr als 50 Grad gib. Die genauen Gründe dafür sind recht komplex, jedenfalls führt dieser Prozess zu einer Spaltung des Polarwirbels in zwei oder drei eigenständige Wirbel, die meist über Nordamerika und Eurasien zum Liegen kommen. Der Polarjet wird dabei vollständig unterbrochen und während in der Polarregion überdurchschnittliche Temperaturen verzeichnet werden, kommt es in mittleren Breiten zu markanten Kaltluftausbrüchen. Solch eine Konstellation kann zudem über einige Wochen hinweg Bestand haben, weshalb auch länger andauernde Kältephasen möglich sind, wie beispielsweise im März 2013.

Modellprognose des Polarwirbels in den kommenden Tagen (ca. 30 km Höhe).© NOAA / NCEP
Modellprognose des Polarwirbels in den kommenden Tagen (ca. 30 km Höhe).© NOAA / NCEP

Zunehmende Chancen auf langen Winter

Seit mehreren Tagen deuten die Wettermodelle ab dem 10. Februar auf eine plötzliche Stratosphärenerwärmung samt Spaltung des Polarwirbels hin. Derzeit kann man zwar noch nicht genau sagen, wie sich das auf das Wetter in Mitteleuropa auswirken wird, da die Endposition der gespaltenen Wirbel ausschlaggebend ist. Das Westwindband wird aber unterbrochen, weshalb die Wahrscheinlichkeit für Wintereinbrüche aus Norden bzw. Osten deutlich zunimmt. Dies betrifft den gesamten Spätwinter! Nach dem außergewöhnlich milden Jänner könnte die kälteste Phase des Winters heuer im Flachland somit noch bevorstehen.

 

Am Freitag kräftiger Schneefall im Süden

Am Donnerstag gelangt Österreich zunehmend unter den Einfluss des Italientiefs LOTTI. Dieses führt feuchte Mittelmeerluft in den Alpenraum, während aus Nordwesten immer kühlere Luftmassen ins Land gelangen. Anfangs fällt in den Tal- und Beckenlagen noch Regen, in der Nacht sinkt die Schneefallgrenze aber gegen 400 m ab und somit bis in sämtliche Tal- und Beckenlagen. In der Folge fällt im zentralen Bergland und im Süden bis Freitagnacht kräftiger Schnee.

Italientief LOTTI © NCEP / UBIMET
Italientief LOTTI © NCEP / UBIMET

Große Neuschneemengen im Süden

Der Freitag beginnt vor allem von Osttirol über Kärnten bis zur Weststeiermark sowie im Pinzgau, Pongau, Lungau und Ennstal tief winterlich, aber auch vom Tiroler Unterland über Salzburg bis zum Alpenostrand schneit es zeitweise. Die Schneefallgrenze liegt je nach Niederschlagsintensität zwischen tiefen Lagen und etwa 300 m im Osten. Vor allem in Kärnten, im südlichen Salzburg und in der westlichen Obersteiermark kommen einige Zentimeter Neuschnee zusammen, hier muss man sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen! Auch in der Nacht auf Samstag schneit es noch zeitweise, in Summe beruhigt sich die Lage aber langsam.

Auf den Bergen fällt von den Tauern bis zu den Karawanken bis zu 1 Meter Neuschnee. Noch ergiebiger fallen die Mengen in Slowenien aus, so sind in den Julischen Alpen sogar bis zu 1,5 Meter Neuschnee zu erwarten. Anbei Prognose des UBIMET-Wettermodells bis Samstagmorgen (48 Stunden):

Schneeprognose bis Samstagmorgen. © UBIMET
Schneeprognose bis Samstagmorgen. © UBIMET

Tief „Kari“ und Adriatief bringen kräftigen Schneefall

Schneelandschaft mit Bergen und Hütte. @unsplash

Adriatief bringt starken Schneefall im Süden

Das viel zu milde Winterwetter beenden die Kaltfront des Tiefs „Kari“ und ein Adriatief pünktlich zum Februarstart am Donnerstag. Die Schneefallgrenze sinkt tagsüber von anfangs über 1.000 m allmählich auf rund 500 m. Von Osttirol über Kärnten bis in die Steiermark und im Salzburger Tauernbereich werden Regen und Schneefall zum Abend hin intensiver. Ein Ende der Schneefälle kündigt sich erst in der Nacht auf Samstag an. So zeichnen sich in diesen Regionen oberhalb von rund 500 m verbreitet 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee ab. Im Bereich der Karnischen Alpen und Karawanken ist bis Samstagfrüh sogar ein Meter Neuschnee möglich. In der südlichen Steiermark bleibt es in tiefen Lagen vorerst noch bei Regen und Schneeregen. Im Laufe des Freitags wird es aber auch hier immer öfter winterlich.

In den anderen Landesteilen fallen Regen und Schneefall deutlich schwächer aus. Fünf bis 15 Zentimeter, in höheren Lagen mitunter bis zu 30 Zentimeter, kommen oberhalb von rund 500 m aber dennoch vielerorts zusammen. Vorerst nur Regen samt ein paar nassen Flocken gibt es im östlichen Flachland.

Neuschneemenge bis Samstag 00 UTC. @UBIMET
Neuschneemenge bis Samstag 00 UTC. @UBIMET

 

Die Temperaturen gehen deutlich zurück. Am Donnerstag werden vor der Front noch 2 bis 12 Grad erreicht. Am Freitag kommen die Höchstwerte nicht mehr über -2 bis +5 Grad hinaus. Auf den Bergen gehen die Temperaturen in 2.000 m auf -8 bis -10 Grad zurück.

Nachhaltiges Wintercomeback

Anders als in den Wochen zuvor ist der Winter dieses Mal gekommen um zu bleiben. Am ersten Semesterferien-Wochenende gehen die Temperaturen noch eine Spur zurück. So werden die Nächte auch im Flachland wieder oft frostig, und vom Bregenzer- bis zum Wienerwald gehen ein paar Schneeschauer nieder. Im Süden und Südosten bleibt es hingegen nach letzten Schneeflocken am Samstag trocken und zumindest zeitweise sonnig.

In den Semesterferien für Wien und Niederösterreich zeichnet sich derzeit ein Schwall kontinentaler Kaltluft ab. So könnte sich für ein paar Tage nach sehr kalten Nächten auch im Flachland zumindest leichter Dauerfrost einstellen. Ob dazu auch Schnee fällt, ist derzeit noch unklar.

 

Die Gesichter des Schnees – Teil 3

Schneeflocke Nahaufnahme. @pixabay.com

Im ersten Teil  unserer Serie haben wir den Schnee nach seiner Entstehungsart unterteilt. Im zweiten Teil ging es um seine Alterung und nun sehen wir uns die Unterteilung des Schnees nach seinem Feuchtigkeitsgehalt genauer an:

Pulverschnee

Als Pulverschnee bezeichnet man trockenen Schnee, der auch unter Druck nicht zusammenklebt.

Filzschnee

Filzschnee ist bereits etwas verdichtet und kann leicht feucht sein.

Feuchtschnee

Mädchen spielt im Schnee. @unsplash.com
Kinder lieben Feuchtschnee. Aus ihm lassen sich Schneebälle, Schneemänner und Schneehütten bauen. @unsplash.com

Feuchtschnee (auch Pappschnee oder Sulz genannt) ist etwas schwerer. Er klebt unter Druck zusammen, es lässt sich jedoch kein Wasser auspressen. Dieser Schnee ist bei Kindern besonders beliebt, weil sich daraus perfekt Schneebälle, Schneemänner und Schneehütten bauen lassen.

Nassschnee

Nassschnee klebt unter Druck ebenfalls, dabei lässt sich aber auch Wasser auspressen.

Faulschnee

Faulschnee bezeichnet ein Gemisch aus Wasser und Schneebrocken, die nicht mehr gut zusammenhalten (Schneematsch).

Jänner 2017 und 2018: Dauerfrost vs. Frühling in Wien

Die vereiste neue Donau in Wien im Jänner 2017. © Nikolas Zimmermann

Der Großteil des Jänners zeigte sich heuer in Wien von seiner außergewöhnlich milden Seite. Am 29. stieg das Thermometer beispielsweise an der Messstation Unterlaa sogar auf frühlingshafte +16,6 Grad! Die verbreitet milde Witterung spiegelt sich auch in der Monatsdurchschnittstemperatur wieder: Die laufende Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittel liegt bei +3,9 Grad. Beinahe die gleiche Jänner-Abweichung gab es im Vorjahr – allerdings mit negativem Vorzeichen: Der Jänner 2017 verlief in der Bundeshauptstadt mit -3,6 Grad zu kalt.

Heuer kein Eistag

Mariabrunn zählte im Vorjahr 20 Eistage, auch in der Innenstadt waren es 18 Tage mit durchgehend unter 0 Grad. Heuer gab es dagegen keinen einzigen Eistag und selbst in den Nächten war Frost Mangelware:  In der Inneren Stadt sank die Temperatur lediglich an  vier Tagen vorübergehend unter 0 Grad.

Krokusse in Wien am 29.1.18 © M. Beisenherz
Krokusse in Wien am 29.1.18 © M. Beisenherz

Vor einem Jahr viel Eis

Eindrücklich zeigte sich die Kälte vor exakt einem Jahr auf der Donau, gebietsweise musste sogar die Schifffahrt ausgesetzt werden. In Wien konnten Eisschollen beobachtet werden, der Eisbrecher „MS Eisvogel“ kam zum Einsatz, um das Zufrieren der Wiener Häfen zu verhindern. Heuer gibt’s vom Eis dagegen keine Spur.

Eisschollen auf der Donau am 31.1.17 © N.Zimmermann
Die zugefrorene Neue Donau im 2017. © N.Zimmermann

 

Die anhaltende Kälte im Jänner 2017 lockte Viele aufs Eis, so wie hier auf der Alten Donau:

Jänner 2018: Sehr mild, nass und wenig Sonne

Krokus im Schnee. @shutterstock.com/Volkova Irina

Der vergangene Jänner brachte landesweit eine positive Abweichung von rund 3,2 Grad. Die wärmsten Regionen waren Vorarlberg, der Tiroler Außerfern sowie Ober- und Niederösterreich, Wien und Unterkärnten. Hier war es vielerorts um mehr als 4 Grad wärmer als im Mittel. In Wien gab es zudem nur 4 Tagen Morgenfrost und Eistage waren selbst in vielen Alpentälern selten. Der Monatshöchstwert wurde am 29. Jänner mit 19,1 Grad in Eisenstadt erreicht. In Sankt Leonhard im Pitztal war es am 14. Jänner mit -14,6 Grad am kältesten.

Jänner brachte viermal so viel Schnee wie üblich

In weiten Landesteilen war es ausgesprochen nass. Die größten Abweichungen gab es in den Ötztaler Alpen und im Oberen Gericht. So kam lokal, etwa in Nauders, viermal mehr Niederschlag zusammen als in einem durchschnittlichen Jänner. Verbreitet um 80 bis 200 Prozent nasser war es darüber hinaus von Vorarlberg bis Oberösterreich sowie in Osttirol und Oberkärnten. Im östlichen Flachland sowie in Unterkärnten und in der südlichen Steiermark lagen die positiven Abweichungen meist bei 10 bis 40 Prozent. Mit einem Minus von 10 bis 30 Prozent zu trocken war es lediglich entlang von Mur und Mürz sowie im Waldviertel. Der nasseste Ort war mit 333 Liter pro Quadratmeter Warth am Arlberg. Am trockensten blieb es mit nur 10 Litern in Hollenthon in der Buckligen Welt.

Enorm waren in den Alpen die Schneemengen. So lagen im Arlberggebiet zeitweise mehr als fünf Meter Schnee. So viel wie schon seit Jahren nicht mehr. In tiefen Lagen blieb Schnee allerdings Mangelware. So bildete sich in Wien nur am 14. eine ein Zentimeter dünne Schneedecke.

Wenig Sonne

Dürftig fällt die Sonnenscheinbilanz aus. So kamen in der Obersteiermark, in den Salzburger Gebirgsgauen und im Wald- und Weinviertel oft nur halb so viele Sonnenstunden zusammen. Am trübsten blieb es mit nur 24 Sonnenstunden in Sulz im Weinviertel. Gar nur auf 5 Sonnenstunden kam man im ohnehin schattigen Tiroler Holzgau. Der sonnigste Platz im Jänner war mit 145 Sonnenstunden die Kärntner Kanzelhöhe.

Die Gesichter des Schnees – Teil 2

Schneeflocken in Nahaufnahme. @unsplash

Nicht nur wir werden alt, sondern auch der Schnee. Im ersten Teil unserer Serie ging es um die Entstehung des Schnees und wie die verschiedenen Entstehungsarten genannt werden. Heute sehen wir uns die Bezeichnungen nach dem Alter genauer an:

Neuschnee

Neuschnee ist in seiner Kristallform noch klar erkennbar. Im Wintersportbereich wird meist von Neuschnee gesprochen, wenn er weniger als drei Tage alt ist. In der Meteorologie wird jene Menge als Neuschnee bezeichnet, die bei der Messung (meist frühmorgens) in den letzten 24 Stunden gefallen ist.

Wildschnee

Bergpanorama. @unsplash.com
Wildschnee gibt es abseits der Pisten fast überall – vorausgesetzt es hat erst geschneit. @unsplash.com

Als Wildschnee wird ein sehr lockerer, pulvriger Neuschnee bezeichnet.

Altschnee

Altschnee ist älter als drei Tage und hat bereits viel von seiner ursprünglichen Kristallform eingebüßt.

Harsch

Harsch ist Altschnee, bei dem die oberste Schicht durch Antauen und erneutes Gefrieren zu einer festen Kruste geworden ist. Der Schnee darunter bleibt pulverig. Oberflächlich durchweichter und wieder durchfrorener Schnee wird als Bruchharsch bezeichnet, während sich Windharsch bei feuchtem Wind als Kruste auf dem Altschnee bildet.

Schwimmschnee

Schneebrett in Italien. @shutterstock.com
Dieser Schnee hat sehr schlechte Verbundeigenschaften und fördert dadurch die Bildung von Schneebrettern. @shutterstock.com/scattoselvaggio

Schwimmschnee ist eine besondere Form von Altschnee. Er entsteht, wenn eine Schneedecke einen Temperaturgradienten von mehr als 0,25°C pro cm aufweist und die Kristalle des Altschnees eine charakteristische Kelchform annehmen. Schwimmschnee rieselt aus der Hand ähnlich wie Zucker und ist aufgrund seiner sehr schlechten Verbundeigenschaften ein wesentlicher Faktor bei der Bildung von Schneebrettern.

Büßerschnee

Büßerschnee ist eine weitere spezielle Form von Altschnee. Er besteht aus einem Feld von spitzen Säulen, welche in Richtung der stärksten Sonneneinstrahlung zeigen. In den Alpen ist dies nur an Südhängen möglich, die einzelnen Schneesäulen können hier meist nur 10 bis 20 cm hoch werden. In den Hochgebirgen der Tropen und Subtropen sind dagegen Höhen von bis zu 6 m oder noch mehr möglich, da die Sonneneinstrahlung dort stärker und steiler ist. Die Säulen entstehen, wenn der Schnee durch geringe Unterschiede in Farbe, Härte oder Form unterschiedlich stark schmilzt oder sublimiert.

Firn

Firn ist durch wiederholte Schmelz- und Gefriervorgänge verdichteter Schnee, der mindestens ein Alter von einem Jahr aufweist. Mit einer Dichte von 400 bis 800 kg/m³ ist er bereits rund vier Mal schwerer als gebundener Neuschnee. Aus Firnschnee kann bei weiterer Verdichtung mit der Zeit Gletschereis entstehen.

Im letzten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit dem Feuchtigkeitsgehalt des Schnees. Je nach Feuchtigkeitsgehalt ändert sich nämlich auch das Erscheinungsbild des Schnees.

 

Das Wochenende bringt perfektes Skiwetter

Snowboarder auf dem Berg. Sonne und Nebel. @unsplash.com

Am Freitag dominiert in den Niederungen sowie in vielen Becken und Tälern trübes Nebelgrau. Nur vereinzelt kann am Nachmittag die Sonne durchkommen. Auf den Bergen scheint hingegen von der Früh weg die Sonne, auch wenn ein paar Schleierwolken durchziehen. Somit gibt es gutes Skiwetter. Dichter werden können diese am ehesten in Vorarlberg und Tirol sowie in Osttirol und Kärnten. Entlang der Alpennordseite wird es zudem leicht föhnig. Die Temperaturen steigen je nach Nebel, Sonne und Föhn auf 3 bis 12 Grad.

Skiwetter vom Feinsten

Herbstlich anmutendes Dauergrau bestimmt das Wetter in den Niederungen und in manchen Alpentälern auch am Samstag. In Wien, Niederösterreich und im Burgenland nieselt es mitunter sogar. Die Temperaturen liegen in den trüben Regionen meist bei 2 bis 7 Grad.

Auf den Bergen scheint hingegen einmal mehr von früh bis spät die Sonne. Über weite Strecken ist der Himmel sogar wolkenlos. Dazu wird ist es mit 0 bis 2 Grad in 2.000 m und rund -4 Grad in 3.000 m sehr mild für die Jahreszeit. In sonnigen Hanglagen zwischen 800 und 1.200 m sind sogar bis zu 10 Grad möglich. Das Skiwetter könnte kaum besser sein. Alle Nebelgeplagten sollten für den Samstag also unbedingt einen Tag auf der Piste oder zumindest in den Bergen einplanen. Die Lawinensituation entspannt sich zwar weiter, bei Touren im freien Gelände sollte man aber nach wie vor sehr vorsichtig sein.

Mehr Wolken am Sonntag

Auch auf den Bergen weniger Sonne bringt der Sonntag. So machen sich von Nordwesten her allmählich dichte Wolken einer schwachen Kaltfront bemerkbar. Am Nachmittag kann es vom Tiroler Unterland ostwärts mitunter sogar ein wenig regnen. Ein paar Schneeflocken fallen oberhalb von rund 1.400 m. Im Donauraum und im östlichen Flachland frischt teils kräftiger Westwind auf, der Nebel wird dadurch im wahrsten Sinn des Wortes weggeblasen. Am längsten sonnig ist es abseits der Nebelregionen von Osttirol bis ins Burgenland. Die Temperaturen steigen auf 3 bis 11 Grad.

Frühlingshafter Wochenstart

Der Wochenbeginn bringt in vielen Regionen einen ersten Vorgeschmack auf den Frühling. So scheint zumindest zeitweise die Sonne und einzelne Nebelfelder im Süden lösen sich noch am Vormittag auf. Mit teils kräftigem Westwind steigen die Temperaturen auf 6 bis 17 Grad. Am wärmsten wird es dabei im südlichen Wiener Becken, am vergleichsweise kühlsten bleibt es in Osttirol und Kärnten.

Eine Rückkehr zu winterlichem Wetter zeichnet sich aus heutiger Sicht frühestens zur Wochenmitte ab.

Spannender Slalom am Schladminger Hausberg

Nightrace in Schladming. @OK Weltcup Alpin Schladming - Raffalt/Huber

Slalom bei Flutlicht

Am Dienstagabend findet wieder der Weltcup Slalom der Herren in Schladming statt. Das Spektakel werden wieder Tausende Zuseher vor Ort mitverfolgen. Doch wie wird das Wetter dazu sein?

Das Rennen wird am Abend bei trockenen Verhältnissen über die Bühne gehen. Letzte Regentropfen klingen noch am Nachmittag weitgehend ab. Allerdings können sich ein paar tiefe Restwolken oder Nebelschwaden halten. Auf den Rennverlauf sollte das allerdings keine Auswirkungen haben. Dazu ist es nicht allzu kalt. So hat es zu Beginn im Ziel rund 2 Grad. Der zweite Durchgang findet bei leichtem Frost statt. Der Wind spielt keine Rolle.

Schneemassen in Westösterreich: Extreme Lawinengefahr

Lawinengefahr_Zeichen_Berge. @shutterstock.com/Fotosenmeer

Drei bis fünf Meter Schnee

Mehrere Frontensysteme brachten am vergangenen Wochenende in Westösterreich große Schneemengen. Schwerpunkt war wie so oft in diesem Winter das Gebiet um den Arlberg. So fiel in den Hochlagen teils mehr als 1,5 Meter Schnee. In Summe liegen hier bereits mehr als fünf Meter Schnee, in Muldenlagen sogar noch viel mehr. Die Lawinengefahr stieg dadurch entsprechend an.

Aber auch in den Tälern liegt viel Schnee. So meldete die Wetterstation in Schröcken am Arlberg Montagfrüh 135 Zentimeter Schnee. 146 Zentimeter Schnee lagen zur gleichen Zeit im Tiroler Seefeld und auf 120 Zentimeter kommt man im Salzburger Saalbach. Nicht außergewöhnlich aber durchaus beachtlich sind auch die 78 Zentimeter im nur 589 m hochgelegenen Tiroler Kössen. Aber auch die 76 Zentimeter im üblicherweise nicht so schneereichen Umhausen im Ötztal sind beachtlich. Weiter im Osten fiel zwar auch verbreitet Neuschnee, derart große Mengen kamen dort allerdings nicht zusammen.

Die Lawinengefahr ist sehr hoch. In den westlichen und südwestlichen Gebirgsgruppen Tirols gilt sogar die höchste Lawinenwarnstufe fünf. Vorerst dauern die Regen- und Schneefälle weiter an. So kommen bis Dienstagfrüh oberhalb von 800 bis 1.200 m lokal noch einmal 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee dazu und der starke Wind sorgt für Schneeverwehungen. In den Tälern muss man hingegen zunehmend mit Regen- und Schneeregen rechnen.

Wetterberuhigung ab Dienstag

Die gute Nachricht ist allerdings, dass ein Ende der starken Niederschläge in Sicht ist. So lassen schon in der Nacht auf Dienstag Regen und Schneefall langsam nach und klingen tagsüber von Vorarlberg bis Salzburg weitgehend ab. Bis zumindest Freitag setzt sich dann trockenes und in allen Höhen deutlich milderes Wetter durch. Die Temperaturen steigen mit leichtem Südföhn bis Donnerstag in 2.000 m auf bis zu 7 Grad, selbst in 3.000 m gibt es nur noch leichten Frost. In den Tälern sind vereinzelt bis zu 12 Grad möglich.

Die Lawinensituation entspannt sich damit zwar langsam, vorerst bleibt die Lawinengefahr aber groß.

Die Alpen versinken im Schnee

Starker Schneefall © www.foto-webcam.eu

Viel Schnee am Sonntag

In vielen Regionen Österreichs gibt es heute einen winterlichen Tagesbeginn: Vergangene Nacht sind vor allem im zentralen und westlichen Bergland große Neuschneemengen zusammengekommen. Im Laufe des Sonntags fällt in den Nordstaulagen weiterhin Schnee bis in die Täler. Schneeschauer sind aber auch im nördlichen und östlichen Flachland zu erwarten. Anbei eine Karte mit Warnungen vor kräftigem Schneefall (UWZ).

Viel Schnee vom Arlberg bis zum Mariazellerland. www.uwz.at
Warnungen vor Schneefall © www.uwz.at

Besonders in Tirol ist in der vergangenen Nacht bereits viel Schnee gefallen, anbei eine Übersicht der Neuschneehöhen der letzten 12 Stunden bis Sonntagfrüh:

  STATION (BL) SEEHÖHE [m] NEUSCHNEE [cm]
 Pitztaler Gletscher 2850 m 44 cm
 Neustift / Milders 993 m 40 cm
 Hochzirl 923 m 38 cm
Umhausen 1029 m 36 cm
Nauders 1360 m 33 cm
Strengen 1030 m 32 cm
Flirsch 1125 m 31 cm
Westerndorf 755 m 27 cm

Regen und Schnee am Montag

In der Nacht auf Montag und am Montag selbst erreichen von Westen her zwei markante Warmfronten den Alpenraum. Entlang der Nordalpen vom Arlberg bis zum Mariazellerland ist also bis Dienstagfrüh neuerlich eine ordentliche Menge Schnee  zu erwarten. Anfangs schneit es vor allem im Norden und Osten noch bis ins Flachland,  im Tagesverlauf steigt die Schneefallgrenze von Vorarlberg bis zum Salzkammergut aber auf 1000 bis 1600 m an.  Durch den Temperaturanstieg in mittlere Höhenlagen und die großen Neuschneemengen steigt die Lawinengefahr in den kommenden Tagen im gesamten Bergland markant an!

Schnee in den Alpen
Neuschnee und Lawinengefahr in den Alpen – © UBIMET

Die aktuelle Lawinengefahr im Detail findet man hier:  http://www.lawinen.at/

Spannendes Wochenende am Hahnenkamm

Kitzbühel Hahnenkammrennen. @Michael Werlberger/Kitzbühel Tourismus

Schlechte Sicht bei der Hahnenkamm Abfahrt?

Am Samstag kann es bis Mittag am Hahnenkamm noch ein wenig schneien, zudem können sich anfangs noch Restwolken halten. So kann die Sicht bis über Mittag durchaus beeinträchtigt sein. Nach einer kurzen Wetterberuhigung und ein paar sonnigen Phasen am Nachmittag, kündigt sich in der Nacht auf Sonntag neuer Schneefall an. Die Temperaturen erreichen rund 0 Grad im Ziel und -4 Grad in 1.500 m.

Winterlicher Ausklang

Der Sonntag beginnt aus heutiger Sicht mit Schneefall kräftigem Schneefall. Ab spätestens Mittag legt dieser dann immer mehr Pausen ein und wird langsam schwächer.  Der Nachmittag verläuft dann bei nur noch wenigen Flocken oft schon trocken. Die Sonne zeigt sich aber dennoch höchstens zwischendurch. Kälter mit -1 Grad im Ziel und -7 Grad in 1.500 m.

Die Lawinenwarnstufen

Lawinenwarnschild. @Wikimedia Commons/Root5.5

Die Lawinensituation wird von den regionalen Lawinenwarndiensten – bis auf Wien und das Burgenland verfügt jedes Bundesland über einen – beurteilt und dementsprechend die Warnstufe in Kombination mit einem Lagebericht ausgegeben. In der Regel wird die Lawinengefahr ab dem ersten großen Schneefall täglich aktualisiert. Die Informationen kann man auf den Homepages der jeweiligen Dienste abrufen.

Seit 1993 dient die ‚Europäische Gefahrenskala für Lawinen‘ zur Einschätzung der Lawinengefahr in den Bergen. Diese Skala gliedert sich nach der Lawinengefahr aufsteigend in fünf Stufen:

Stufe 1: gering

Die vorhandene Schneedecke ist sehr gut verfestigt und stabil, somit ist die Lawinengefahr gering. Nur an wenigen, sehr steilen Hängen sind aufgrund hoher Zusatzbelastung (z.B. einer Skitourengruppe ohne Abstand) Lawinen möglich. Ansonsten kann es lediglich zu kleinen Rutschungen kommen.

Stufe 2: mäßig

In einigen Hängen, welche steiler sind als 30 Grad, ist die Schneedecke nur mäßig verfestigt. Insbesondere in diesen Hängen sind bei großer Zusatzbelastung Lawinen möglich, ansonsten herrschen aber gute Tourenbedingungen vor. Einzelne spontane, nicht allzu große Lawinen sind dennoch nicht ausgeschlossen.

Stufe 3: erheblich

Eine Auslösung von Lawinen ist in Steilhängen mit einer Neigung von mehr als 30 Grad bereits von einzelnen Skifahrern möglich. Die Tourenmöglichkeiten sind somit eingeschränkt und erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Selbst ohne Fremdeinwirkung sind mittlere, vereinzelt auch größere Lawinen an exponierten Stellen möglich.

Stufe 4: groß

Eine Lawine kann bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Auch spontane Auslösungen, also ohne menschliches Zutun, sind wahrscheinlich. Die Tourenbedingungen sind somit stark eingeschränkt!

Stufe 5: sehr groß

Die Schneedecke ist allgemein nur schwach verfestigt und instabil, somit kann es selbst ohne Zusatzbelastung zu großen bis sehr großen Lawinen kommen. Diese sind auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Von Skitouren ist somit ausdrücklich abzuraten, insbesondere da man bei einem etwaigen Unglück auch die Bergretter in Gefahr bringt!

Die unterschiedlichen Webauftritte der regionalen Lawinenwarndienste von Österreich sowie anderen Stellen in Europa sind unter diesem Link verfügbar.

Die Achterbahnfahrt geht munter weiter

Achterbahn mit Sonnenuntergangshimmel. @pexels.com

Anfangs geht es in der Achterbahnfahrt wieder nach unten. So überquert in der Nacht auf Mittwoch eine Kaltfront mit teils kräftigen Schnee- und Regenschauern die Alpen. Die Schneefallgrenze sinkt damit wieder bis in die Täler. Auf den Bergen gehen darüber hinaus die Temperaturen in 2.000 m nach -1 Grad am Dienstag bis zum Mittwochabend auf -8 bis -10 Grad zurück. Gleichzeitig kündigt sich Neuschnee an.

Sturmtief bringt zunächst milde Luft

Im Vorfeld eines Sturmtiefs, das am Donnerstag von Irland bis nach Polen zieht, gelangen die Alpen in eine starke föhnige Südströmung. Dadurch wird es wieder deutlich wärmer. So steigen die Temperaturen in 2.000 m vorübergehend auf bis zu +4 Grad und auch in den Niederungen wird es mit 0 bis 9 Grad vergleichsweise mild. Außerdem muss man zeitweise mit Regen und Schneefall rechnen, wobei die Schneefallgrenze bis in das Mittelgebirge steigt.

Schon in der Nacht auf Freitag geht die Achterbahnfahrt mit der nächsten Kaltfront nach unten. So sinkt die Schneefallgrenze neuerlich bis in die Täler und auf den Bergen beginnen die Temperaturen zu sinken. In 2.000 m werden bis zum Abend nur noch -8 bis -6 Grad gemessen. Zudem schneit es zeitweise, nur in tiefen Lagen fallen noch Tropfen.

Winterliches Wochenende

Aus heutiger Sicht winterlich kalt wird das kommende Wochenende. Alle Wintersportler sollten sich bei Höchstwerten um -12 Grad in 2.000 m und Wind sehr warm anziehen.

Tief „Evi“ sorgt für gefährliches Glatteis

Das Frontensystem des Tiefs „Evi“ erreicht am Dienstag die Alpen. Von West nach Ost breiten sich in der Folge Regen und Schneefall samt Glatteis auf weite Landesteile aus.

Vorsicht vor Glatteis auf den Gehwegen und Straßen

Damit heißt es auf vielen Straßen und Gehwegen aufpassen. So setzen nach einer durchwegs frostigen Nacht bis Mittag von Vorarlberg bis ins Nordburgenland verbreitet Regen und Schneefall ein. Die Schneefallgrenze liegt dabei anfangs zwischen tiefen Lagen und 800 m. Mit teils kräftig auffrischendem Westwind steigt sie schließlich überall gegen 1.000 m. Im Übergangsbereich von Schnee und Regen muss man also mit gefrierendem Regen und gefährlichem Glatteis rechnen!

In windschwachen Alpentälern, im Donauraum, im östlichen Flachland sowie im Wiener Becken ist die Gefahr diesmal besonders groß. Erst mit auffrischendem Westwind am Nachmittag steigen die Temperaturen langsam an, wodurch die Gefahr zurück geht. Auf den Bergen schneit es hingegen häufig, so sind in den Hochlagen von Vorarlberg bis zur Eisenwurzen bereits 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee möglich.

Zur gleichen Zeit wetterbegünstigt bleiben jedenfalls der Süden und Südosten.

Alle aktuellen Warnungen zum Glatteis findet ihr außerdem auf www.uwz.at

Indoor-Spaß an trüben Tagen

Frau beim Klettern in der Kletterhalle. ©shutterstock.com

Spannende Indoor-Aktivitäten gibt es zuhauf und sie hellen die Stimmung bei jedem Wetter auf. Wir haben die besten Vorschläge für euch gesammelt:

  • Hallenbad oder Therme: Sorgt für Urlaubsfeeling und Entspannung.
  • Museumsbesuch: Etwas für kulturell und historisch Interessierte.
  • Kletterhalle: Auf zu neuen Höhen oder einfach gemütlich abhängen.
  • Bowling: In den USA Kulturgut, bei uns immer beliebter.
Freunde beim Bowling. ©shutterstock.com/nd3000
Bowling wird bei uns immer beliebter und macht viel Spaß. ©shutterstock.com/nd3000
  • Tischtennis: Hat uns doch schon in der Kindheit Spaß gemacht.
  • Skaten oder Eisskaten: In fast jeder Stadt gibt’s eine Halle.
  • Tauchen: Viele Tauchschulen bieten Schnupperkurse in Becken an.
  • Theater oder Kabarett: Die ursprünglichste aller Unterhaltungsformen, immer ein Besuch wert.
  • Ausgehen mit essen und trinken: Gönnt man sich viel zu selten.
  • Kartfahren: Sich einmal wie Hamilton oder Vettel fühlen.
  • Escape the Room: Eingesperrt und erst wieder rausgelassen werden, wenn das Rätsel gelöst ist. Klingt nach einem Horrorfilm, macht aber Spaß.
  • Beachvolleyball: Mit den Füßen im Sand kommt Strandfeeling auch in der Halle auf.
  • Konzert: Musik ist akustisch übertragene Emotion, am besten vom Lieblingsinterpreten.
Leute bei einem Konzert. ©shutterstock.com
Konzerte sind immer ein Erlebnis und sorgen für gute Stimmung. ©unsplash.com/Anthony DELANOIX
  • Lasertag oder Paintball: Sich einmal wie im Actionfilm fühlen.
  • Tourist in der eigenen Stadt sein: Oft kennt man die eigenen Sehenswürdigkeiten schlechter als die Touristen, Zeit das zu ändern.
  • Mini-/Golfen: Gibt es auch drinnen, der richtige Sport um Stress abzuschütteln.
  • Indoorspielplätze: Für Kinder und Junggebliebene ein riesiger Spaß.
  • Sich künstlerisch oder musikalisch betätigen: Endlich das kreative Talent ausleben.
  • Indoor Zoo – In vielen Städten gibt’s Wasserwelten und exotische Tiere auch bei Regen zu bestaunen.
  • Messe: Ob Einrichtung, Autoshow oder Modellbau, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Lake Effect sorgt für ergiebige Schneemassen in den USA

Ein verschneites Auto in Wien. © Nikolas Zimmermann

Bereits seit mehreren Tagen liegt der Nordosten der USA unter dem Einfluss arktischer Luftmassen. Im Bereich der Großen Seen sind seit Weihnachten gebietsweise ergiebige Schneemassen gefallen, am Flughafen von Erie (Pennsylvania) waren es seit dem 24. Dezember in Summe sogar 165 cm! Die Behörden riefen dort mittlerweile den Notstand aus. Verantwortlich für die Schneemassen war der sogenannte „Lake Effect„.

Anbei die Spitzenreiter (24. bis 27.12.2017):

  • 165 cm Erie-Airport PA
  • 158 cm North Redfield NY
  • 142 cm Colt Station PA
  • 142 cm North East PA
  • 131 cm Erie-Southeast PA

Der Lake Effect tritt unter bestimmten meteorologischen Rahmenbedingungen besonders zu Beginn des Winters auf, wenn sehr kalte Luft arktischen Ursprungs  über die noch nicht zugefrorenen bzw. vergleichsweise warmen Wasserflächen der Großen Seen zieht. Die Luft wird dabei labilisiert und nimmt viel Feuchtigkeit auf. Meist bilden sich Schauerstraßen, die dann in schmalen Streifen parallel zur Strömung auf die windzugewandten Küstenregionen treffen. Manchmal wachsen die Schauer sogar zu Schneegewitter heran. Die Niederschlagsraten können jedenfalls enorm sein, so sind bis zu 1,5 m Neuschnee in 24 Stunden möglich.  Die räumlichen Unterschiede bei den Neuschneemengen sind aufgrund der teils eng begrenzten Schauerstraßen aber markant.

Lake Effect in Europa

Der Lake Effect tritt nicht nur in den USA auf, sondern allgemein im Bereich von großen Seen oder Binnenmeeren. Voraussetzung dafür sind lediglich sehr kalte Luftmassen sowie eine ausreichend große, vergleichsweise milde Wasseroberfläche.  Auch in Deutschland und Österreich ist der Effekt gelegentlich zu beobachten, wie etwa am Südostufer des Bodensees oder an der deutschen Ostseeküste. Weitere Beispiele sind die Südküste des Schwarzen Meeres in der Türkei bei Nordwind oder die Westküste der Adria in Italien bei Nordostwind.

Wintereinbruch zur Wochenmitte

Am Mittwoch trübt es sich im Süden ein und es beginnt immer häufiger zu regnen, in den Hochtälern Oberkärntens und Osttirols fällt bereits nasser Schnee. An der Alpennordseite sorgt hingegen der Föhn nochmals für trockenes und recht mildes Dezemberwetter. Mit dem Föhn klettern die Temperaturen in Ober- und Niederösterreich noch einmal auf bis zu 12 Grad. Mittwochnacht breiten sich dann Regen und Schneefall mit Föhnende auf ganz Österreich aus, die Schneefallgrenze sinkt gleichzeitig auf rund 400 m.

Am Donnerstag verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt von den Südalpen an die Alpennordseite. Die Zufuhr von kälterer Luft hält dabei weiter an. Somit kann es in der Nacht auf Freitag bei nachlassender Intensität sogar bis ins Flachland herab schneien. Gebietsweise kann sich so bis Freitagmorgen selbst im östlichen Flachland eine dünne Schneedecke aufbauen.

Skigebiete jubeln

Der neuerliche Wintereinbruch bringt in den Tallagen verbreitet 5 bis 15 cm Neuschnee, auf den Bergen aber noch deutlich mehr. Vor allem in den Skigebieten am Alpenhauptkamm und in Osttirol und Kärnten können sich die Skifahrer auf bis zu einen halben Meter Neuschnee freuen. Abseits der Pisten ist aber unbedingt auf die wieder steigende Lawinengefahr zu achten!

24-stündige Neuschneemengen bis Donnerstagfrüh © UBIMET
So viel Neuschnee kommt bis Donnerstagfrüh zusammen. © UBIMET

Spürbare Milderung zum Jahresende

Das kalte Winterwetter hat aber nicht lange Bestand, bereits zum verlängerten Wochenende hin deuten die Wettermodelle erneut eine deutliche Milderung an. Die grundlegende Strömung dreht nämlich wieder mehr auf West bis Südwest und so erreichen uns milde Luftmassen vom Atlantik. Weitere Tiefs sorgen vielerorts für einen nassen Samstag. Die Schneefallgrenze steigt markant an und liegt am Abend schon bei rund 2.000 m.

Wie sich der Sonntag und die darauf folgende Silvesternacht präsentieren, da sind sich die Modelle noch nicht ganz einig. Auf alle Fälle dürfte es tagsüber mit bis zu 16 Grad vor allem von Oberösterreich bis ins Nordburgenland außergewöhnlich mild und windig werden. Ob man aber einen Regenschirm benötigt oder trocken durch die Nacht kommt, steht aus heutiger Sicht noch nicht fest.

Vielerorts grüne Weihnachten

Grüner Tannenzweig zu Weihnachten. ©pixabay.com

Weiße Weihnachten fallen heuer unterhalb von rund 500 m aus, der Schnee, der derzeit noch liegt, taut weg. In den windschwachen Tälern sowie generell in Lagen oberhalb von 700 bis 1.000 m sollte sich allerdings noch etwas Schnee bis Weihnachten halten können. Gesichert ist ein weißes Fest generell auf den Bergen, dort liegt überall genug Schnee.

Weiße Weihnachten selten

In den Niederungen sind Weiße Weihnachten generell selten. In Wien, Sankt Pölten und Eisenstadt liegt die Wahrscheinlichkeit für ein weißes Fest gerade einmal bei knapp 20 Prozent. Kaum höhere Chancen hat man in Bregenz, Graz, Klagenfurt, Linz und Salzburg, hier sind aber zumindest zwei bis drei Feste in 10 Jahren weiß. Die Innsbrucker dürfen sich hingegen im Schnitt alle zwei Jahre über Schnee zu Weihnachten freuen. Die letzten weißen Weihnachten liegen hier aber schon sechs Jahre zurück, in Wien und Eisenstadt fünf Jahre. Am längsten ohne Schnee auskommen muss man in Sankt Pölten, wo zuletzt 2007 am 24. Dezember Schnee lag.

13 Grad am Heiligen Abend

Richtig mild und im Bergland zunehmend sonnig verläuft der Heilige Abend. Mit teils kräftigem Westwind steigen die Temperaturen auf 3 bis 13 Grad, selbst in 2.000 m werden in Vorarlberg und Tirol bis zu 4 Grad erreicht. Am wärmsten wird es dabei im Wiener Becken, am vergleichsweise kältesten bleibt es in den windschwachen Tälern in Tirol, Salzburg und Kärnten.

Auch am Christ- und Stefanitag geht es aus derzeitiger Sicht sehr mild weiter.

Neuschnee Montagmorgen

Schneebedeckte Autos. ©pixabay.com - https://pixabay.com/en/snow-machinery-a-number-of-winter-965200/

Dabei muss man gerade Montagfrüh verbreitet mit Verkehrsbehinderungen und Flugausfällen aufgrund des Neuschnees rechnen. Tief ANDREAS sorgt besonders im Südwesten für einen winterlichen Wochenbeginn. In der Nacht zum Montag setzt von der Nordsee bis zur Kölner Bucht bald Regen ein, in den höheren Lagen des Sauerlands und der Eifel fällt Schnee. Nach Mitternacht breitet sich der Schneefall rasch südwärts aus, sodass es in der Früh bereits im Schwarzwald oder am Bodensee schneit. Dabei bleibt es meist bis in tiefe Lagen bei Schnee, nur im Saarland und Richtung Eifel geht der Schneefall in Regen über.

Verbreitet kommen so in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Baden-Württemberg um die 5 cm Neuschnee zusammen, stellenweise sind bis zu 10 cm möglich. Somit ist im morgendlichen Frühverkehr in diesen Regionen verbreitet mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Und auch an den Flughäfen, hier vor allem in Frankfurt, ist mit Flugverspätungen oder gar -ausfällen aufgrund der winterlichen Bedingungen zu rechnen.

Im Laufe des Vormittags zieht der Schneefall nach Süden ab, womit sich die Situation wieder rasch entspannt. Weiter im Osten bleibt es generell meist trocken, hier ziehen nur vereinzelt Schneeschauer durch.

Hier noch zur besseren Veranschaulichung die erwarteten 12-stündigen Neuschneemengen bis Montagmittag:

Prognostizierte Neuschneemengen ©Ubimet/UCM
Prognostizierte Neuschneemengen. ©UBIMET/UCM

Die Alpen versinken im Schnee

Schröcken ©webcam.eu - https://www.foto-webcam.eu/

Die Wintersaison 2017/18 hat im Bergland dank der zahlreichen Kaltlufteinbrüche und dem anhaltenden Tiefdruckeinfluss perfekt begonnen. Besonders in den Nordalpen sowie teils auch in den Hochlagen der Deutschen Mittelgebirge liegt überdurchschnittlich viel Schnee für Mitte Dezember, in Vorarlberg beispielsweise gibt es in Lagen zwischen 1500 und 2000 m bereits eine 1,5 bis 2 Meter mächtige Schneedecke!

Schneehöhe am 17.12.2017. ©UBIMET
Schneehöhe am 17.12.2017. ©UBIMET

Auf dem Hohen Ifen in den Allgäuer Alpen wurden in 1960 m Höhe sogar über 2,5 m gemessen (Daten LWD Vorarlberg).

Gesund und Fit durch die Winterzeit

Frau im verschneiten Park ©picjumbo.com - https://picjumbo.com/woman-standing-in-the-middle-of-the-park-in-snowy-weather/

Die Tage sind kurz, die Lust die gut geheizte und gemütlich Wohnung für sportliche Betätigung im Freien zu verlassen entsprechend gering. Zusätzlich locken gerade zur Weihnachtszeit und während der Feiern zum Jahreswechsel zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten. Leider sind diese meist nicht sehr gesund und viel zu kalorienreich.

Gerade ungesundes Essen, wenig Bewegung sowie kaum frische Luft und Lichtmangel schwächen allerdings das Immunsystem und machen es in den Wintermonaten anfällig für Krankheiten. Es gibt aber ein paar Tricks, wie man möglichst gut durch den Winter kommt.

Bewegung an der frischen Luft

Die einfachste Möglichkeit sein Immunsystem zu stärken ist nach wie vor die Bewegung im Freien. Idealerweise bei Tageslicht oder noch besser bei Sonnenschein. Perfekt dazu geeignet ist zum Beispiel ein Tag auf der Lieblingsskipiste oder auf einer der vielen Rodelbahnen. Letzteres vor allem dann, wenn man den Weg auf den Berg zu Fuß zurücklegt.

Gesundes Essen

Außerdem sollte man auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung achten. Vor allem Früchte jeglicher Art und viel Gemüse sind ideale Vitaminlieferanten. Zusätzlich kann man seinen Speiseplan durch wärmende Gewürze wie Zimt, Ingwer, Nelken oder Chilli ergänzen. Diese wärmen nicht nur Körper sondern stärken das Immunsystem zusätzlich.

Schneefall am Sonntag

Parkbänke im Schnee ©pixabay.com - https://pixabay.com/en/vienna-park-park-bench-benches-2059693/

Schon in der Nacht zum Sonntag beginnt es im äußersten Nordwesten Deutschlands zu schneien, nach und nach geht der Schneefall in Regen über. Am Vormittag verlagert sich der Schwerpunkt Richtung Süden, zwischen Hannover und Frankfurt am Main wird es tagsüber ergiebig schneien. Damit bildet sich in diesem Bereich verbreitet eine 5 bis 10 cm hohe Schneedecke, in höheren Lagen der nördlichen Mittelgebirge sind sogar bis zu 15 cm zu erwarten. Im Laufe des Nachmittags wird es bis zu einer Linie Leipzig-München zunehmend winterlich, auch in diesen Regionen kommen bis Mitternacht bis zu 5 cm Neuschnee zusammen. Wir halten euch hier auf dem Laufenden: http://www.uwr.de/de/de/karte/schneefall

Auf „echter“ Wintersuche

Schneefall im Wald ©unsplash.com -https://unsplash.com/photos/MTHDC2LrYJI

Viel Schnee in den Alpen

In diesem Jahr hat Schnee und Frost in den Alpen bereits früh Einzug gehalten. Derzeit liegt oberhalb von 1.000 bis 1.400 m in praktischen allen Regionen Schnee. Oft sogar soviel wie seit Jahren nicht mehr: Am Sonnblick liegen zum Beispiel bereits mehr als 1,5 m Schnee. Zudem liegt in einigen Alpentälern bereits Naturschnee, am meisten in Tirol und Salzburg. Und die nächsten Tage versprechen weiter tiefe Temperaturen und zumindest etwas Neuschnee.

Tipp: Nord- und Osteuropa

Wenn man aber so richtig von Eiseskälte und Frost träumt, sollte man in nächster Zeit auf weiter nördlich oder östlich gelegene Gefilde ausweichen: In Nordskandinavien und im Norden Finnlands liegt bereits viel Schnee und zumindest die Frühwerte liegen dort bereits durchwegs unter -10 Grad.

Kälterekord bei -67,8 Grad

Richtig kalt ist es aber bereits seit Wochen in weiten Teilen Russlands, allen voran in Sibirien. In der fast 270.000 Einwohner großen Stadt Jakutsk in Fernost-Russland liegen derzeit die Höchstwerte durchwegs um oder unter -35 Grad, in den Nächten sinken die Temperaturen gar auf -40 Grad und tiefer.

Wem das noch immer zu warm ist, dem sei der kälteste bewohnte Ort der Erde, Oimjakon im Fernen Osten Russlands wärmstens empfohlen: Dort liegen die Höchstwerte derzeit nur bei rund -45 Grad. Am 6. Februar 1933 wurde dort übrigens der Kälterekord von -67,8 Grad gemessen.

Die besten Tipps gegen Erkältungen

Erkältete Frau ©shutterstock.com/Irina Bg

In der kalten Jahreszeit kann es ganz schnell gehen. Erkältungen lauern an jeder Ecke und wer einmal nicht aufpasst, dem läuft schon die Nase. Doch keine Sorge, es gibt zahlreiche Tricks, um den Kampf gegen die Erkältungen zu gewinnen.

Viel trinken

Einer der wichtigsten Punkte ist es dem Körper viel Flüssigkeit zuzuführen. Stilles Wasser oder Tees, die das Immunsystem anregen, können wahre Wunder wirken. Geeignete Teesorten sind Ingwer-, Holunder-, Lindenblüten-, Thymian- und Salbeitee. Zusätzliche Scheiben Ingwer, Honig und Zitrone verstärken den positiven Effekt noch zusätzlich und wirken antibakteriell.

Eine ausgewogene Ernährung

Gesunde Ernährung ©pixabay.com
Besonders während der kalten Monate benötigt der Körper ausreichend Vitamine und Mineralstoffe. ©pixabay.com

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist während der kalten Monate besonders wichtig, damit der Körper alle lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe auf Reserve hat. Vor allem Vitamin C stärkt das Immunsystem nachhaltig und Zink schützt die Schleimhäute und verhindert so das Eindringen von Viren.

Frische Luft

Herbstspaziergang ©pexels.com
Ein Spaziergang im Freien hilft auch bei Erkältungen. ©pexels.com

Wer täglich an die frische Luft geht, tut seinem Körper etwas Gutes. So kann sich der Körper viel besser auf die kalten Temperaturen einstellen. Auch wenn sich eine Erkältung schon zusammengebraut hat, ist es gut, nach draußen zu gehen und Spaziergänge zu machen. Jedoch unbedingt warm anziehen und nicht mit nassen Haaren ins Freie gehen. Ein gewisser Abstand zu anderen Mitmenschen, um Ansteckung zu vermeiden, schadet auch nicht.

Trockene Heizungsluft vermeiden

Gerade im Winter ist es schön, wenn es daheim wohlig warm ist. Die Heizung kann die Raumluft jedoch auch austrocknen. Die Folge sind trockene Schleimhäute, die den Viren leichter ihr Werk verrichten lassen. Ein guter Trick ist es eine Schale Wasser auf die Heizung zu stellen und einen Tropfen ätherisches Öl hinzuzugeben. Auch mehrmals täglich lüften ist von Vorteil. Es verhindert, dass die Raumluft zu stickig wird.

Sport, Sauna und Wohlbefinden

Sauna ©pixabay.com
Regelmäßige Saunabesuche sowie heiße Fußbäder und Wechselduschen beleben das Immunsystem und stärken es. ©pixabay.com

Wer sein Immunsystem beleben und aktivieren möchte, geht regelmäßig in die Sauna, macht heiße Fußbäder und warm-kalte Wechselduschen. Sport steigert ebenso die Immunabwehr. Wer belegte Atemwege hat, dem tut ein heißes Bad mit ätherischen Ölen gut. Ausreichend Schlaf ist ebenso essentiell.  Generell wirkt sich Stress beim Kampf gegen Viren negativ aus.

Hausmittel gegen Erkältungen

Wer bei den ersten Anzeichen einer Erkältung nicht sofort zum Arzt gehen möchte, der kann sich auch mit altbewährten Hausmitteln behelfen. Bei Schnupfen hilft es mit Salzwasser oder ätherischen Ölen zu inhalieren, damit sich der Schleim besser löst. Die Nase kann zusätzlich noch mit Salzwasser gespült werden, um die ausgetrockneten Schleimhäute zu befeuchten.

Inhalieren bei Erkältungen ©shutterstock.com/napocska
Inhalieren mit Salzwasser oder ätherischen Ölen ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Schnupfen. ©shutterstock.com/napocska

Bei Husten können die Beschwerden mit Zwiebelsirup gelindert werden. Einfach eine Zwiebel würfeln und sie mit Zucker oder noch besser Honig überziehen. Der sich nach einigen Stunden daraus bildende Sirup, hilft ausgezeichnet gegen Husten.

Bei Halsschmerzen ist es ratsam, mit Kamillentee zu gurgeln. Kamillentee desinfiziert den Hals und hilft bei der Heilung der entzündeten Stellen.

 

Wintereinbruch

Schneewarnsignal ©shutterstock.com/Olaf Naami

Zum ersten Mal in diesem Jahr schneit es bis in viele Täler, auf den Bergen kommen große Neuschneemengen zusammen.

Der Fahrplan in den Schnee

Das milde Novemberwetter hält nicht lange durch: Am Sonntag erreicht eine Kaltfront Westösterreich und gleichzeitig bildet sich ein kräftiges Tief über der Oberen Adria. Damit sind die Zutaten für den ersten kräftigeren Wintereinbruch angerichtet.

Von Vorarlberg bis Oberkärnten setzt spätestens am Sonntagnachmittag Regen ein, der bis zum Abend immer kräftiger wird. In Vorarlberg sinkt die Schneefallgrenze mit ein Einfließen kältere Luft schon bis zum Abend auf rund 800 m, sonst liegt sie vorerst bei 1.300 bis 1.800 m.

Winterlicher Start in den Montag

In der Nacht auf Montag kommt die kalte Luft weiter bis ins westliche Niederösterreich und die Obersteiermark voran, gleichzeitig breitet sich der teils starke Regen allmählich bis zur Linie von St. Pölten – Graz aus. Weiter östlich regnet es wenn überhaupt nur wenig. Die Schneefallgrenze sinkt in Vorarlberg, Tirol, in den Salzburger Gebirgsgauen, im Westen der Obersteiermark und in Oberösterreich auf 600 bis 800 m, also bis in viele Täler. Auch in Innsbruck könnte es zumindest für Schneeregen reichen.

Unsicher ist die Entwicklung für Osttirol und Oberkärnten: Hier hängt die Schneefallgrenze aufgrund wärmerer Luft stark von der Intensität ab. Ausgeschlossen ist am Montag in der Früh Schneefall aber selbst in Lienz nicht. Der Montagmorgen könnte somit in vielen Regionen tiefwinterlich starten.

Halber Meter Neuschnee auf den Bergen

Viel Neuschnee gibt es jedenfalls auf den Bergen. Entlang des Tiroler Alpenhauptkamms bis zu den Karnischen Alpen sowie im Bereich der Hohen Tauern kommen verbreitet 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee zusammen. In den höchsten Lagen, etwa im Bereich der Gletscher mitunter sogar noch mehr.

Am Montag selbst geht es häufig trüb und nass weiter, der Regen- und Schneefallschwerpunkt verlagert sich aber weiter nach Süden und Osten. Im Westen werden hingegen die trockenen Phasen immer länger. Schnee fällt tagsüber  von West nach Ost meist oberhalb von 800 bis 1.500 m

Kalter oder warmer Winter?

Winter-Herbst-Bild ©Stefan Widua, Blaise Vonlanthen, unsplash.com

Wintereinbruch in der Nacht auf Montag

In der Nacht auf Montag sinkt die Schneefallgrenze zum ersten Mal in diesem Jahr auf rund 400 m, das heißt in vielen Tälern wird es weiß. Selbst in Landeshauptstädten wie Innsbruck, Salzburg oder Klagenfurt muss man mit Schneefall rechnen. Länger liegen bleiben wir dieser Schnee in den Tälern aber noch nicht.

Warmer oder kalter Winter?

Ein Indiz für den kommenden Winter sind diese Schneefälle und auch der bisherige Novemberverlauf aber nicht. Der kommende Winter, also die Monate Dezember, Jänner und Februar, fallen laut den aktuellsten Berechnungen der NOAA (National Oceanic Atmospheric Administration, USA) deutlich milder aus als im langjährigen Schnitt. Allerdings soll es mehr Niederschlag geben als im Mittel. Das wiederum kann ein Indiz sein, dass auf den Bergen einiges an Schnee fällt.

Nicht viel anders sehen das derzeit die europäischen Kollegen: Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 60 Prozent wird der kommende Winter wärmer als üblich. Ein zu kalter Winter steht uns nur mit einer Wahrscheinlichkeit von deutlich unter 20 Prozent ins Haus.

Erwähnen muss man allerdings, dass ein eher milder Winter gerade in den Bergen sehr schneereich sein kann. Der Grund dafür liegt darin, dass milde Luft häufiger vom Atlantik kommt und viel Feuchtigkeit im Gepäck hat, die sich an den Bergen staut und ausschneit. Ein sehr kalter Winter bedeutet hingegen oft kalte, trockene Kontinentalluft und nur unergiebige Schneefälle.

Vorsicht bei Saisonprognosen

Wie bei jeder Saisonprognose gilt aber, dass sie nur sehr vage sind und sich noch grundlegend ändern können. Sicher sind derartige Ausblicke jedenfalls nicht und sollten höchstens als grobe Orientierung dienen.

Saunieren – aber richtig!

Sauna © pixabay.com - https://pixabay.com/en/bath-firewood-design-sauna-blow-1317997/

Richtiges Saunieren wirkt sich positiv auf eure Gesundheit aus. Hier haben wir euch schon darüber informiert. Damit ihr die positive Wirkung der Sauna optimal für euch nutzen zu könnt, haben wir im Folgenden 13 Regeln aufgestellt.

Allgemeine Regeln:

  • Der erste Saunagang sollte zwischen 8 und 12 Minuten dauern. Ihr solltet immer darauf achten, dass sich euer gesamter Körper auf dem Handtuch befindet. Anfänger sollten die Bänke der unteren oder mittleren Reihe wählen, da es auf den oberen Bänken am Heißesten wird.
  • Besucherinnen und Besucher wollen in der Sauna entspannen. Verhaltet euch also ruhig, um andere Personen nicht zu stören.
  • Eine Massage zwischen den Saunagängen oder auch als Abschluss des Aufenthalts kann zusätzlich entspannend wirken.
  • Wiederholt den Saunagang zwei oder dreimal.
Junges Paar in der Sauna ©shutterstock.com/wavebreakmedia - http://premier.shutterstock.com/image/detail-333197942/happy-couple-enjoying-the-sauna-together-at-the-spa
Durch einen Besuch in der Sauna kommt ihr entspannter und fitter durch Herbst und Winter. ©shutterstock.com/wavebreakmedia

Vor dem Besuch der Sauna:

  • Besucht keine Sauna,, wenn ihr gerade gegessen oder einen vollkommenen leeren Magen habt. Der Saunagang ist sonst für den Körper sehr anstrengend.
  • Hygiene ist Pflicht, deswegen duscht euch vor dem Saunabesuch ab. So entfernt ihr auch den störenden Fettfilm auf der Haut.
  • Warme Fußbäder fördern das Schwitzen und sind vor und nach dem Saunagang empfehlenswert.

Beim Saunieren:

  • In vielen Saunen ist es üblich einen Aufguss durchzuführen. Nach 5 bis 10 Minuten des Vorschwitzens folgt der Aufguss als Höhepunkt und danach noch 1 bis 2 Minuten des Nachschwitzens. Während des Aufgusses sollte die Sauna weder verlassen noch betreten werden.
  • Nach dem Aufguss könnt ihr euch noch für zwei bis drei Minuten aufrecht hinsetzen, um Schwindel oder sogar Ohnmacht zu vermeiden.

Nach dem Saunagang:

  • Zuerst solltet ihr eine Dusche nehmen um den Körper zu reinigen.
  • Danach folgt ein Kneippguss! Achtet hierbei darauf, dass immer vom herzfernen zum herznahen Bereich abgekühlt wird.
  • Nach dem Saunagang bewegt euch an der frischen Luft oder zieht euch in einen Ruheraum zurück.
  • Trinkt nach dem Saunieren vitalisierende Säfte, Tee oder Wasser, um euren Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.

Heiztipps für die kalte Jahreszeit

Heizung mit Gummistiefeln, Haube und Handschuhen. ©shutterstock.com/Africa Studio - https://www.shutterstock.com/de/image-photo/heating-radiator-rubber-boots-warm-clothes-531860683?src=S0aBcGcBNkK4OmOmAXzXTg-1-23

Raumtemperatur dem Zimmer anpassen

Grundsätzlich sollte die Raumtemperatur in Wohnräumen 20 bis 22 Grad betragen. In Schlafzimmern reichen bereits 17 Grad aus um gut schlafen zu können. Räume, die nicht so häufig gebraucht werden, wie etwa ein Abstellraum oder auch die Küche, können niedriger beheizt werden. Dadurch lassen sich unnötige Heizkosten vermeiden. Jedes Grad weniger in der Wohnung spart rund sechs Prozent Heizenergie.

Stoß- statt Dauerlüften

Mann öffnet Fenster ©shutterstock.com/quadshock - https://www.shutterstock.com/de/image-photo/hand-man-opens-wooden-windows-252537259
Statt Dauerlüften solltet ihr zweimal täglich Stoßlüften. ©shutterstock.com/quadshock

Wer ständig die Fenster gekippt hat und gleichzeitig heizt, wirft das Geld buchstäblich zum Fenster hinaus. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen Räume und Wände aus. Statt Dauerlüften wird Stoßlüften empfohlen. Am Besten ihr öffnet morgens und abends alle Fenster in der Wohnung für einige Minuten, um ordentlich durchzulüften.

Heizkörper regelmäßig entlüften

Zu Beginn der Heizsaison sollten alle Heizkörper entlüftet werden. Falls sich nämlich Luft im Wasserkreislauf der Heizung befindet, wird diese nicht richtig warm. Die Luftblasen reduzieren die Effizienz und führen dadurch zu einem höheren Energieverbrauch. Also einfach das Lüftungsventil an der Seite der Heizkörper aufdrehen und sie atmen lassen.

Wärmestaus vermeiden

Geschlossene Vorhänge und Möbel, die vor den Heizkörpern platziert sind, führen zu Wärmestaus und dadurch zu unnötigen Heizkosten. Die Wärme kann sich nicht im Wohnraum ausbreiten, da sie blockiert wird. Achtet daher immer darauf, dass die Heizkörper frei bleiben.

Raumtemperatur bei Abwesenheit senken

Frau, die Thermometer zurückdreht ©shutterstock.com/santypan - https://www.shutterstock.com/de/image-photo/beautiful-happy-woman-push-button-digital-295373561?src=2Edp_Wx27Qr9vzrjUqpr_w-1-44
Falls die Wohnung tagsüber leer steht, könnt ihr die Heizung zurückdrehen. ©shutterstock.com/santypan

Falls eure Wohnung tagsüber leer steht, dreht die Heizung in dieser Zeit zurück. Das gilt auch, wenn mehrere Tage durchgehend niemand daheim ist. Komplett ausschalten solltet ihr die Heizung jedoch nicht, da die Wände sonst womöglich vollständig auskühlen und sich Schimmel bilden kann. Außerdem erhöhen sich die Heizkosten dadurch wieder, wenn ihr jedes Mal die Wohnung von Neuem komplett aufheizen müßt.

Undichte Stellen an Fenstern abkleben

Undichte Fenster können eure Heizkosten in die Höhe schnellen lassen. Vor allem in älteren Häusern sind die Fenster oft nicht mehr ganz dicht. Mit speziellem Dichtungsklebeband könnt ihr jedoch die Fugen zwischen Fensterglas und Rahmen selbst abkleben.

Zusatzheizungen vermeiden

Elektrische Zusatzheizungen, wie Radiatoren oder Heizlüfter, sollten nur im Notfall eingesetzt werden, da sie richtige Stromfresser sind.

Die Tricks der Tiere

Igel im Blätterhaufen ©shutterstock.com/kospet

Für alle „Zurückgebliebenen“ gilt es, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Wir verraten euch, wie sich unsere heimischen Tiere winterfit machen.

 

Nahezu alle Tiere treffen Vorkehrungen für den Winter – und wenn es nur das dicke Winterfell ist, welches sie vor der Kälte schützen soll. In unseren Breiten haben Tiere verschiedene Tricks entwickelt, den Winter zu überleben: Fett und Fell zulegen, aktiv bleiben und der Kälte trotzen. Andere verschlafen die kalte Jahreszeit. Und dann gibt es auch noch die Winterstarre.

Trick 1: Körper isolieren

Viele Säugetiere, die bei uns heimisch sind, haben je nach Jahreszeit ein unterschiedlich dichtes Fell. Damit passen sie sich an die Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter an. Mit dem Fellwechsel ändert sich bei einigen Tieren auch die Fellfarbe. Bekannt ist da vor allem der Alpenschneehase. Im Sommer ist er graubraun, etwa im November wird das Fell weiß und nur an den äußeren Spitzen der Ohren weist er weiterhin schwarze Haare auf.

Trick 2: Viel fressen und den Winter verschlafen

Schlafende Fledermäuse ©shutterstock.com/Ondrej Prosicky - https://www.shutterstock.com/image-photo/greater-mouseeared-bat-myotis-nature-cave-572332003
Fledermäuse halten einen ununterbrochenen Winterschlaf. ©shutterstock.com/Ondrej Prosicky

Wenn es schon im Winter nicht genug zu fressen gibt, hilft nur eines: Auf Vorrat futtern und sich gehörig Winterspeck zulegen. Zur Überbrückung der nahrungsarmen Monate halten Murmeltier, Igel oder auch Fledermäuse zusätzlich einen Winterschlaf. Dank der auf ein Minimum herabgesetzten Körperfunktionen können sie damit mehrere Monate ohne Futter auskommen. Einzelne Säugetiere wie etwa die Fledermaus halten einen ununterbrochenen Winterschlaf. Meist ist der Winterschlaf jedoch lang andauernd mit wenigen kurzen Unterbrechungen.

Trick 3: Vorräte anlegen

Eichhörnchen ©shutterstock.com/everst - https://www.shutterstock.com/image-photo/squirrel-red-fur-funny-pets-autumn-321521546
Eichhörnchen legen im Herbst Vorräte für den kalten, langen Winter an. ©shutterstock.com/everst

Schwerer hat es da schon das Eichhörnchen, das keinen Winterschlaf hält. Auch dieses trägt im Winter ein dichtes Fell mit langen Ohrpinseln. Eichhörnchen legen im Herbst Vorräte für den Winter an. Sie vergraben die Nahrung entweder im Boden, oft in der Nähe von Baumwurzeln, oder verstauen sie in Rindenspalten oder Astgabeln als Wintervorrat. Im Kobel lagern sie keine Vorräte. Zudem schränken die zierlichen Wipfelstürmer ihre Aktivitäten im Winter stark ein: Sie verschlafen den Großteil des Tages und sind nur über Mittag wenige Stunden aktiv.

Trick 4: Winter- oder Kältestarre

Die Winter- oder Kältestarre ist ein Zustand, in den wechselwarme Tiere verfallen, sobald die Temperaturen unter das tolerierte Minimum absinken. Die Kältestarre wird zwingend von fallenden Temperaturen eingeleitet und die Tiere fahren ihre Lebensvorgänge auf annähernd null zurück, um nicht den Kältetod zu sterben.

Saunieren in der kalten Jahreszeit

Sauna ©shutterstock.com/ Meesiri

Jetzt wo es draußen wieder kälter wird, sehnen wir uns nach Wärme. Ein Besuch in der Sauna ist da genau das Richtige. Saunieren ist nicht nur körperlich äußerst wohltuend, sondern auch Balsam für unsere Seele.

Wer regelmäßig den Gang in die Sauna wagt, tut seinem Körper etwas Gutes. Regelmäßiges Saunieren hilft, die Abwehrmechanismen zu stärken, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen und sogar das Hautbild zu verbessern. Ein mehrstündiger Saunabesuch mindert ebenso Stresseinflüsse und Ruhe und Gelassenheit kehren ein.

Stärkung des Immunsystems

Bereits nach einigen Monaten des regelmäßigen und richtigen Saunierens reduziert sich die Anfälligkeit für grippale Infekte um die Hälfte. Die Abwehrmechanismen des Körpers verbessern sich nachweislich und auch die Durchblutung wird besser. Auch bei Herzerkrankungen, Durchblutungsstörungen oder Bluthochdruck wirkt sich Saunieren positiv auf die Gesundheit aus. Das Muskel- und Skelettsystem profitiert in der Sauna ebenso. Durch die Wärme werden Endorphine freigesetzt und die Elastizität von Muskeln und Gewebe nimmt zu.

Freunde in der Sauna ©shutterstock.com/ Kzenon
©shutterstock.com/Kzenon

Entspannung pur

Regelmäßige Saunabesuche wirken sich beruhigend auf das vegetative Nervensystem aus. Der Sympathikus, ein Teil des vegetativen Nervensystems, wird ebenfalls entstresst. Seelische und körperliche Entspannung stellt sich ein und dem Abschalten steht nichts mehr im Weg.

Verbesserung des Hautbildes

Auch die Haut profitiert von regelmäßigen Saunagängen. Saunieren ist auch ein wirksames und kostengünstiges Anti-Aging-Programm, da es die Faltentiefe reduziert.

So macht ihr euren Rasen winterfit

Mann mit Kindern bei Gartenarbeit © Romrodphoto

Diese Woche geben wir euch die besten Tipps, um euren Garten für die kommende Wintersaison fit zu machen. Im heutigen Artikel geht es um euren Rasen und wie ihr ihn am Besten auf den Winter vorbereiten könnt.

Laub entfernen

Der erste Schritt ist das Laub vom Rasen zu entfernen. Durch das fehlende Licht und das geringere Sauerstoffangebot unter der Blätterdecke sterben die Rasenpflanzen ab und schaffen Platz für Moose und braune Flecken, die sich dann nahezu ungestört ausbreiten können.

Ein letztes Mal Rasen mähen

Wenn die Nächte mehrmals hintereinander sehr kalt werden, ist der ideale Zeitpunkt für das letzte Mal Rasen mähen gekommen. Denn erst dann wächst das Gras nicht mehr. Die Länge des Rasens ist beim letzten Mal Rasenmähen besonders wichtig. Ideal ist ein möglichst kurzer Rasen mit einer Grashöhe von maximal fünf Zentimetern. Dadurch wird der Rasen für den Winter besonders robust und kann Schnee und Frost am Besten trotzen.

Boden lockern und altes Gras entfernen

Als nächsten Schritt müsst ihr den Boden lockern und das alte Moos sowie Gras entfernen. Besonders gut eignet sich dazu ein sogenannter Vertikutierer oder ein Eisenrechen. An kahlen Stellen könnt ihr noch zusätzlich Rasensamen säen, damit der Rasen im Frühjahr wieder schön aussieht.

Endlich Winterschlaf

Bevor der Rasen endgültig in den Winterschlaf geht, freut er sich außerdem noch über eine Extraportion Dünger als letzten Nährstoffschub für den langen Winter.