Der April war in Mitteleuropa durch wiederholte blockierte Hochdrucklagen geprägt, wobei zeitweise auch kontinentale Kaltluft einströmte. Besonders im Süden war es über weite Strecken milder als üblich: Die größten positiven Temperaturabweichungen wurden mit bis zu +3 Grad vom Tiroler Oberland bis nach Oberkärnten verzeichnet. In Osttirol und Oberkärnten war es der drittwärmste April seit Messbeginn. Nahezu durchschnittliche Werte wurden hingegen vom Mühlviertel bis ins östliche Flachland registriert.

Höchste Temperaturen
- 27,0 Grad: Dellach (K, 6.), St. Andrä im Lavanttal (K, 26.)
- 26,9 Grad: Ferlach (K, 25.), Villach (K, 26.)
- 26,4 Grad: Wien-City (W, 5.), Spittal/Drau (K, 25.), Hermagor (K, 26.), Bad Vöslau (NÖ, 5.)
Herrliches Frühlingswetter an der Thermenlinie 🌸☀️ pic.twitter.com/3CUHKhfnXg
— Nikolas Zimmermann (@nikzimmer87) April 7, 2026
Tiefste Temperaturen (<1000 m)
- -10,2 Grad: Oberlainsitz (NÖ, 30.)
- -9,6 Grad: Liebenau / Gugu (OÖ, 9.)
- -9,1 Grad: Schwarzau im Freiwald (NÖ, 9.)
Ein paar Eindrücke vom Aprilschnee im Steinfeld (Niederösterreich). ❄️ pic.twitter.com/2e6UkhlRXZ
— uwz.at (@uwz_at) April 10, 2026
Außergewöhnlich trocken
Der April war deutlich zu trocken, im landesweiten Flächenmittel wurden nur rund 31 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge erreicht. Damit zählt dieser April zu den trockensten seit Messbeginn. Besonders extrem war die Trockenheit vom Lungau über das Murtal bis in die Oststeiermark und in Teilen des Wald- und Weinviertels. Dort fielen teilweise nur 10 bis 15 Prozent der üblichen Regenmenge.

An mehreren Stationen wurden neue Negativrekorde verzeichnet, teils auch mit langen Messreihen, wie etwa in Bruck an der Mur, Zeltweg, Seckau, Gleisdorf, St. Andrä im Lavanttal und Obertauern.
Insgesamt war der Zeitraum März bis April in Österreich noch nie so trocken wie heuer, was zu einer zunehmend hohen Waldbrandgefahr geführt hat. Lediglich im Tiroler Oberland wurden annähernd durchschnittlichen Niederschlagsmenge registriert.

Nasseste Orte (<1500 m)
- 58 l/m² Warth (V)
- 55 l/m² Strengen (T)
- 53 l/m² St. Leonhard im Pitztal (T)
Trockenste Orte
- 2 l/m² Limberg/Maissau (NÖ), Wien-Stammersdorf (W)
- 3 l/m² Wolkersdorf (NÖ), Horn (NÖ), Mistelbach (NÖ)

Erste Gewitter, weniger Blitze als üblich
Im April wurde in Österreich 17.619 Blitzentladungen erfasst, davon allein rund 9.500 am 19. April. Die größte Anzahl an Entladungen trat in der Steiermark, in Kärnten und in Vorarlberg auf. Die Bezirke mit der höchsten Blitzdichte waren Feldkirch, Deutschlandsberg und Dornbirn“. Trotz einzelner intensiver Gewitterlagen blieb die Blitzaktivität unter den Erwartungen: Österreichweit wurden rund 37 Prozent weniger Blitze als üblich verzeichnet. Während es im Norden und Osten deutlich seltener blitzte als üblich, lag die Blitzhäufigkeit in Vorarlberg und Kärnten über dem Durchschnitt. Regional führten die Gewitter zu Sturmböen, insbesondere am Osterabend in Oberösterreich sowie am 19. April in Unterkärnten.

Viel Sonne im Süden und Westen
Bei der Sonnenscheindauer zeigte sich der April insgesamt überdurchschnittlich. Österreichweit wurde ein Plus von rund 12 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel verzeichnet. Besonders sonnig war es im Westen und Süden des Landes, während sich vom Salzburger Land bis nach Wien weitgehend durchschnittliche Werte ergaben. Die sonnigste Messstation des Landes war Andau im Burgenland mit in Summe 269 Sonnenstunden.




