Oktober 2026: Zu mild und zu nass

Ansehnliches nass

Nach den vielen überregional viel zu trockenen Monaten zuvor, brachte der Oktober endlich verbreitet ordentlich Regen. Lediglich ganz im Osten blieb es weiterhin zu trocken, mit knapp -50%. Besonders die Westwetterlage am Ende des Monats brachte im Westen und Norden ordentlich Niederschlag.

Abweichungen des Niederschlags vom Mittel 1991 bis 2020 © DWD/UBIMET

Generell linderte der Regen die seit dem Sommer vorherrschende Trockenheit im Westen etwas. Besonders der 25.10. war verbreitet nass, von der Eifel bis zum Schwarzwald gab es regional 40 bis 60 L/m² mit dem Frontensystem des Orkantiefs MANJA. Dieser Tag war auch der blitzreichste Tag des Monats mit rund 1600, da sowohl mit der Kaltfront des Tiefs, als auch dahinter Gewitter auftraten. Schnee war nur über 1000 m am Ende des Monats ein kleines Thema, hier kamen aber auch nur wenige Zentimeter zusammen.

Niederschlagssumme am 25. Oktober © DWD/UBIMET

Zu warm

Wenig überraschend verlief der Monat zu warm, mit einer Abweischung von 1,2° zum Mittel, dies ist aber nicht herausragend. Nur zum Vergleich, der Oktober 2022 brachte es auf eine stattliche Abweichung von 3,1° (Platz 1). Wie der Graphik zu entnehmen ist, war es besonders im Norden sowie ganz im Süden deutlicher zu warm.

Abweichungen der Mitteltemperatur vom Klimamittel von 1991 bis 2020 © DWD/UBIMET

Der erste Tag des Montas war dann noch richtig sommerlich mit Höchstwerten von über 25 Grad, vor allem in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg. Zur Monatsmitte gab es schließlich den ersten Luftfrost.

Stürmisch

Der Monat brachte im letzten Drittel zwei Orkantiefs hervor, die Einfluss auf das Wetter in Deutschland nahmen. Das erste war LUISE, welches im Westen und Südwesten des Landes meist Böen zwischen 70 und 90 km/h brachte, in den Hochlagen der Mittelgebirge traten Böen der Stärke 11 bis 12 auf. Da es der erste Herbststurm war, gab es inbesondere in NRW auch einige Schäden.

Analyse der Böen am 23.10.2026 © UBIMET

Kurz darauf folgte der zweite Sturm, namenes MANJA. Dieser brachte vor allem im Norden und den Mittelgebirgen Böen bis in den Orkanbereich. An der Nordsee kam es zur ersten nennswerten Sturmflut, wobei mehrere Fluten höher ausfielen als Normal. Bereits am 18.10. hatte es mit stürmsichem Ostwind eine erste kleinere Ostseesturmflut gegeben.

Analyse der Böen am 25.10.2026 © UBIMET

Titelbild: Äpfel im Regen © pixabay.com