Österreichweit fiel der September deutlich milder als im langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 aus. Besonders warm war es im Westen des Landes: Die größten Abweichungen von rund +3,5 Grad wurden in Teilen Vorarlbergs verzeichnet, aber auch im Tiroler Oberland und im Süden Niederösterreichs lagen die Abweichungen um +3 Grad.

Besonders hohe Temperaturen wurden am 4. und 8. September gemessen, als örtlich wie etwa in Innsbruck und Klagenfurt neue Monatsrekorde aufgestellt wurden.
Höchste Temperaturen
- 34,7 Grad Pottschach (NÖ, 8.9.)
- 34,5 Grad Wieselburg (NÖ, 8.9.)
- 34,3 Grad Innsbruck (T, 4.9.)
- 34,2 Grad Stammersdorf (W, 8.9.) und Langenlebarn (NÖ, 8.9.)
- 34,1 Grad Mattersbrug (B, 8.9.), Krems, Wiener Neustadt (beide NÖ, 8.9.)

Insgesamt war der vergangenen Monat in den Niederungen der 14.-wärmste September in der 260-jährigen Messgeschichte. Im äußersten Westen war es der zweitwärmste September seit Messbeginn, in Wien reiht er sich auf Platz 5 ein.
In den Niederungen gab es zahlreiche Sommertage. In jeder Landeshauptstadt wurde an mindestens 10 Tagen die 25-Grad-Marke erreicht, in Innsbruck gab es sogar 16 Sommertage. Seit Jahresbeginn liegt die Anzahl der Sommertage im Westen vielerorts auf Rekordniveau, in Innsbruck sind es mittlerweile 105.
Regional anhaltende Trockenheit
Über ganz Österreich gemittelt brachte der September etwa 30 Prozent weniger Niederschlag als üblich, regional gab es aber große Unterschiede: Besonders markant fielen die Abweichungen in Vorarlberg, im Außerfern, im oberen Mühlviertel sowie von der Obersteiermark bis ins Burgenland aus. Vielerorts wurde hier weniger als die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge verzeichnet. Vom nördlichen Innviertel über den Zentralraum bis ins Tullner Feld sowie un Süden waren die Niederschlagsmengen hingegen in etwa durchschnittlich. Örtlich wie etwa in Klagenfurt wurde sogar etwas mehr Regen als üblich gemessen.

Nasseste bewohnte Orte
133 Liter pro Quadratmeter Feistritz ob Bleiburg (K)
130 Liter pro Quadratmeter Völkermarkt (K)
130 Liter pro Quadratmeter Ebensee (OÖ)
Die meteorologische Dürre konnte zumindest regional zwar unterbrochen werden, für eine Linderung der anhaltenden hydrologischen Dürre reichen die Regenmengen jedoch nicht aus. Dafür wären über Monate hinweg überdurchschnittliche Niederschlagsmengen erforderlich. Die Grundwasserspiegel sind entsprechend in weiten Teilen des Landes weiterhin außergewöhnlich niedrig.


Viele Blitze im Norden
Mit in Summe rund 46.700 Entladungen war die Blitzanzahl im September durchschnittlich, wobei es regional große Unterschiede gab. Während es im Osten sowie in Vorarlberg und Tirol weniger Gewitter als üblich gab, war die Blitzausbeute in Oberösterreich und Kärnten überdurchschnittlich. Der blitzreichste Tag war der 16. September, als ein heftiges Gewitter mit Sturmböen quer über Oberösterreich zog.

Sonniger September
Im Flächenmittel wurden im September knapp 25 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich verzeichnet. Das größte Plus wurde im Westen sowie in Teilen der Obersteiermark gemessen, wo die Abweichungen oft bei +40 Prozent lagen. Nur leicht überdurchschnittlich war die Bilanz dagegen vom Weinviertel bis in den Seewinkel.





