Über dem außertropischen Nordatlantik herrscht derzeit rege Tiefdruckaktivität, ohne aber schon Orkantiefs hervorzubringen. Für Deutschland wird in den nächsten Tagen das Tief ZURI interessant, welches derzeit mit seinem Frontensystem schon gut über dem Atlantik zu erkennen ist. Im Satellitenbild wurden die Fronten noch hinzugefügt.

Die relevante Kaltfront liegt derzeit noch vor Irland und wird in den kommenden 24 Stunden zur Nordsee ziehen. Davor dreht die Strömung auf Südwest und ein Schwall subtropischer Luft von der Iberischen Halbinsel erreicht die Bundesrepublik. Somit sind im Südwesten nochmals Höchstwerte nahe 30 Grad zu erwarten. Diese Luftmasse ist zudem recht feucht.

Dabei liegen die Werte am Mittag teils rund 10 Grad über dem Mittel, generell sorgt das Tief in West- und Mitteleuropa für hohe Abweichungen.

Schauer und Gewitter
Dienstag
Mit dem Aufkommen der Kaltfront von der Nordsee am Abend bilden sich in etwa vom Emsland bis zum Niederrhein erste Schauer und Gewitter, die besonders von Starkregen begleitet sein werden. Diese breiten sich bis Mitternacht auf einen Streifen von Holstein bis zum Weserbergland aus, lokal sind 10 bis 20 L in kürzerer Zeit zu erwarten.

Mittwoch
Nach Mitternacht breiten sich Schauer und Gewitter in Richtung Harz und Müritz und später bis zur Oder aus. Hier muss lokal mit ergiebigem Starkregen und kleinem Hagel gerechnet werden, in einem Streifen sind Mengen um 40 L zu erwarten. Am Vormittag zieht die Front weiter südostwärts und besonders zwischen der Schwäbischen Alb und Niederbayern sowie in Sachsen sind ab dem Mittag nochmals kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen zu erwarten. Später gehen diese in teils kräftigen Regen über, an den Alpen regnet es auch ergiebig bis Donnerstagfrüh.

Halbzeitbilanz Regen
Damit wird das Regendefizit seit Anfang des Monats in weiteren Regionen abgebaut. Besonders im Süden und Osten war der Monat bis zur Halbzeit zu trocken und das Defizit des Sommers (wir berichteten in unserem Sommerrückblick) wuchs weiter an. Leider wenig Regen wird weiterhin für Rheinland-Pfalz und das Saarland prognostiziert.

Titelbild: © unwetterfreaks

